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Aktuelle Reisehinweise für Camper

In unserem Beitrag „Camping in Corona-Zeiten – alle News und Regelungen“ erörtern wir die beschränkten Reisemöglichkeiten innerhalb Deutschlands und Europas. Für Deutschland wird die Situation auf den Campingplätzen beschrieben und bei den europäischen Ferienzielen liest du über die Einreisemöglichkeiten und -bedingungen.

Da sich die Lage täglich, manchmal auch stündlich ändern kann, hältst du dich am besten mit den Aktualisierungen auf dem Laufenden.

Reisen während der Osterferien mit Fragezeichen

Die Frage, die viele Camper bewegt: Dürfen wir in Deutschland oder in den benachbarten europäischen Ländern unseren Osterurlaub verbringen? Es gab einige Lichtblicke, aber im Großen und Ganzen sieht es im Moment wegen der steigenden Infektionszahlen immer noch ziemlich düster aus.

In den deutschen Bundesländern gilt nach wie vor das Beherbergungsverbot, d.h., dass auch die Campingplätze immer noch dicht sind. Lassen wir uns überraschen, was das Bund-Länder-Treffen am 22. März Neues bringt. Dann kommen die Herrschaften in Berlin wieder zusammen, um zu beraten. Ob der steigenden Inzidenzwerte sollten wir uns aber keinen allzu großen Hoffnungen hingeben.

Dennoch: Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg haben bereits angedeutet, dass zumindest die Bürger des jeweiligen Bundeslandes in ihrem Land die Osterfeiertage zu Ausflügen mit Übernachtungen nutzen dürfen.

Für alle anderen Bundesländer bleiben die Campingplätze bis zum 28. März 2021 geschlossen und lediglich in Baden-Württemberg und Niedersachsen dürfen die Dauercamper ihre Parzellen nutzen.

Reisen ins europäische Ausland (Stand: 20.03.2021)

Obwohl sich die Lage in einigen Ländern entspannt und sinkende Inzidenzwerte gemeldet werden, gilt nach wie vor die Warnung des Auswärtigen Amtes vor Reisen ins Ausland.

Dänemark

Bis 5. April 2021 bleiben die dänischen Grenzen für Ausländer geschlossen. Mit Ausnahme der Regionen Midtjylland und Nordjylland gilt Dänemark nach wie vor als Risikogebiet. Neben einem negativen Corona-Test ist ein triftiger Einreisegrund die einzige Möglichkeit dort einzureisen.

Frankreich

Auch unsere westlichen Nachbarn gelten nach wie vor als Risikogebiet. Neben Nizza und der Küstenregion am Mittelmeer gilt inzwischen für 20 Départements eine erhöhte Warnstufe. Die französische Regierung überlegt hier verschärfte Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen am Wochenende.

Obwohl das Auswärtige Amt vor Reisen nach Frankreich warnt, ist die Einreise mit Ausnahme des Départements Moselle mit einem negativen PCR-Test und einem Einreiseformular möglich.

Da über Frankreich nach wie vor eine Ausgangssperre von 19 bis 6 Uhr verhängt ist, ist die Einreise in dieser Zeitspanne nur aus einem triftigen Grund möglich.

Griechenland

Mit einer Inzidenz von 50 COVID-19-Fällen pro 100.000 Einwohner ist Griechenland nun vom Auswärtigen Amt als Risikogebiet eingestuft worden. Daher rät das Auswärtige Amt nach wie vor von touristischen Reisen ab.

Italien

Zu  den roten Risikozonen zählen in Italien inzwischen Rom, Mailand, Turin und Neapel, wobei die Inzidenzwerte sich mit 260,8 im ganzen Land wieder verschlechtert haben. Lediglich auf Sardinien hat sich die Lage verbessert. Ein erneuter Lockdown aufgrund  steigender Infektionszahlen bis nach Ostern ist geplant.

Obwohl das Auswärtige Amt von Reisen nach Italien abrät, gelten für Einreisende die Vorlage eines negativen PCR- oder Antigen-Tests. Darüber hinaus sollte man sich zuvor nicht länger als 12 Stunden in Österreich aufgehalten haben (dies müssen Einreisende an der österreichisch-italienischen Grenzen per Formular bestätigen).

Die Campingplätze in Italien sind eingeschränkt geöffnet.

Kroatien

Mit Ausnahme der Regionen Bjelovar-Bilogora, Istrien, Krapina-Zagorje und Požega-Slawonien ist Kroatien noch Risikogebiet, vor deren Besuch das Auswärtige Amt warnt. Seit 1. März 2021 sind allerdings Gaststätten und Beherbergungsbetriebe wieder geöffnet.

Allerdings ist nach wie vor bei der Einreise ein negativer PCR-Test notwendig und die Registrierung per Formular.

Luxemburg

Das Land zählt dem Auswärtigen Amt zufolge als Risikogebiet; die Infektionszahlen bewegen sich auf hohem Niveau. Bei der Ein- und Ausreise von und nach Luxemburg finden weder Grenzkontrollen statt, noch sind Quarantänevorschriften einzuhalten.

Einige Campingplätze sind in Luxemburg bereits seit 1. Februar 2021 geöffnet, alle anderen werden wohl zu Ostern folgen. Die Sanitärbereiche der Campingplätze sind unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln geöffnet.

Einzelhandelsgeschäfte, Sport- und Kultureinrichtungen dürfen betreten werden und in Theatern und Kinos sind bis zu 100 Besucher erlaubt. Die Gastronomie ist derzeit noch geschlossen und bietet Take-away-Service an. Ab 7. April 2021 ist geplant, die Außenbereiche der Gastronomie zu öffnen.

Zwischen 23 und 6 Uhr besteht eine Ausgangssperre im Land und Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist verboten. Außerdem besteht Maskenpflicht in öffentlichen Räumen, wo ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann.

Österreich

Das gesamte Land ist Risikogebiet, wobei das Bundesland Tirol immer noch als Virusvarianten-Gebiet zählt und abgeschottet ist. Lediglich Vorarlberg, Mittelberg im Kleinwalsertal und Jungholz sind weniger betroffen und hier sind bereits die ersten Restaurants geöffnet. Ab 27. März rechnet man damit, dass auch im übrigen Land wieder Außengastronomie angeboten werden kann. Die Skigebiete sind geöffnet.

Einreisende müssen sich an der Grenze, wo mit verstärkten Kontrollen bis mindestens Ende März 2021 zu rechnen ist, mit einem Formular registrieren. Außerdem gilt für Durchreisende, die z.B. nach Italien möchten, dass sie sich nicht länger als 12 Stunden in Österreich aufgehalten haben.

Bei der Rückreise nach Deutschland ist aus allen österreichischen Nachbarländern (Italien, Schweiz, Slowenien), die als Risikogebiete gelten, der sofortige Antritt einer Quarantäne angesagt.

Portugal

Am Wochenende erhielten wir die Meldung vom Auswärtigen Amt, dass es für Portugal nun eine „COVID-19-bedingte Teilreisewarnung“ ausspricht. Die Einstufung des Landes als Virusvariantengebiet wurde aufgehoben. Regional gilt dies mit Wirkung vom 14. März 2021 nicht mehr für die Regionen Alentejo, Centro, Norte sowie die autonome Region Azoren. Dennoch wird von touristischen Reisen nach Portugal abgeraten.

Für die Durch- und Weiterreise gilt: Die Landgrenze zu Spanien ist derzeit nur noch eingeschränkt an bestimmten Grenzübergängen zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet. Es werden Grenzkontrollen zur Beschränkung der Bewegungsfreiheit durchgeführt. Für die Rückreise von Portugal nach Deutschland auf dem Landweg sind die Reise- und Sicherheitshinweise aller Transitländer und die Testpflicht vor Einreise nach Deutschland zu beachten.

Schweiz

Nachdem die Infektionszahlen seit dem 1. März 2021 beständig nach unten gehen, sind die Geschäfte und Hotels sowie Einrichtungen wie Zoos, Erlebnisparks und Museen wieder geöffnet. Die gastronomischen Betriebe bleiben geschlossen. Über die Öffnung der Skigebiete entscheiden die Kantone selbstständig, aber die meisten sind geöffnet.

Da die Schweiz noch immer als Risikogebiet gilt, wird von Seiten des Auswärtigen Amts von Reisen in den Alpenstaat abgeraten. Wer dennoch einreist, benötigt lediglich eine Registrierung und Reisende aus Thüringen müssen zusätzlich einen negativen PCR-Test vorweisen.

Spanien

Die COVID-19-bedingte Teilreisewarnung gilt mit Wirkung vom 14. März 2021 nicht mehr für die autonomen Gemeinschaften Kastilien-La Mancha, Valencia, Extremadura, Murcia, Rioja sowie die Balearen. Da Spanien aber immer noch mit regional unterschiedlichen Infektionszahlen zu kämpfen hat, rät das Auswärtige Amt von touristischen Reisen nach und durch Spanien ab.

Wer dennoch nach Spanien fährt, muss ein elektronisches oder ein Testergebnis in Papierform auf Spanisch, Englisch, Französisch oder Deutsch vorlegen. Aus dem Test, der nicht älter als 72 Stunden vor Einreise sein darf,  muss der Name des Reisenden, Pass- oder Personalausweisnummer, Datum der Testabnahme, Kontaktdaten des Labors, angewandtes Testverfahren und negatives Testergebnis hervorgehen.

Ausgenommen von der Verpflichtung, ein negatives Testergebnis mit sich zu führen, sind Transitreisende, die den Transitbereich nicht verlassen.

Tschechien

Das Land ist mittlerweile zum Virusvarianten-Gebiet erklärt worden. Von Reisen rät das Auswärtige Amt ab, zumal der bestehende Lockdown bis nach Ostern ebenso verlängert wurde wie die Grenzkontrollen.

Ausblick

Nach wie vor gelten innerhalb Deutschlands und Europas fast uneingeschränkt Reisewarnungen. Wer bei der Rückreise nach Deutschland aus einem Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet kommt, muss bei der Einreise eine Einreisenanmeldung ausfüllen und die jeweiligen Quarantänevorschriften beachten.

Die EU hat angekündigt, zum 1. Juni 2021 einen Impfausweis einzuführen, mit dem das Reisen für Geimpfte innerhalb Europas erleichtert werden soll.

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