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Gasflaschen in Frankreich – Anbieter, Kauf- und Tauschmöglichkeiten, Besonderheiten

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Los geht es in den Campingurlaub nach Frankreich. Zwei gefüllte Gasflaschen sind mit an Bord – normalerweise für einen Urlaub ausreichend. Doch was, wenn du länger im Land bleiben willst?

Passen die französischen Propangasflaschen? Bekomme ich meine grauen Flaschen aus Deutschland in Frankreich wieder aufgefüllt? In diesem Artikel beantworte ich dir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Gasflaschen in Frankreich.

Welche Gasflaschen gibt es in Frankreich?

Da in Frankreich noch in vielen Haushalten mit Gas gekocht wird, gibt es dort sehr viele Anbieter von Gasflaschen. Die Gasversorgung ist hervorragend – selbst im kleinsten Dorf ist oftmals am EPI-Laden Gas erhältlich.

Gasversorgung Frankreich: Finagaz vertreibt Propan und Butan

Die bekanntesten Anbieter sind Antragaz, Butangaz, Finagaz und Primagaz. Darüber hinaus haben Supermarktketten wie Intermarché ihre eigenen Gasflaschen, die oftmals etwas günstiger sind, als die Markenflaschen.

Während in Deutschland 11 kg und 5 kg gebräuchlich sind, findest du in Frankreich hauptsächlich 13 kg und 5 beziehungsweise 6 kg Flaschen. Außerdem sind 10 kg Flaschen erhältlich und sogenannte Sicherheitsflaschen. Also ganz schön unübersichtlich, wenn du in Frankreich Gas fürs Wohnmobil kaufen willst.

Auch in den Abmessungen unterscheiden sich die französischen Flaschen von den Flaschen deutscher Hersteller. Die Abmessungen deines Gaskastens solltest du daher kennen. Die deutschen 5 kg-Flaschen haben einen Durchmesser von 22,9 cm und eine Höhe von 50,5 cm, die 11 kg-Flaschen haben einen Durchmesser von 30 cm und eine Höhe von 60.

Auch die Gaspreise in Frankreich weichen von den deutschen ab. Da du die Gasflasche in Frankreich nur mietest und nicht kaufst, fällt zudem eine Kaution an, die du bei der Rückgabe erstattet bekommst.

Propan oder Butan?

Anders als in Deutschland ist Butan deutlich häufiger vertreten als Propan. Das hängt damit zusammen, dass wirklich in vielen französischen Haushalten noch auf dem Gasherd mit Flaschen gekocht wird. In geschlossenen Räumen darf in Frankreich jedoch kein Propan verwendet werden.

In der Regel wirst du Propangasflaschen kaufen, da du diese auch bei Minusgraden betreiben kannst. Bei Butan hast du allerdings hinsichtlich der Flaschen eine noch weitaus größere Flaschenauswahl.

Gut zu wissen: Die jeweiligen Butangasflaschen der Hersteller Antargaz, Burtagaz, Finagaz und Primagaz unterscheiden sich in Füllung und Farbe von den Propangasflaschen, nicht jedoch in den Abmessungen. Die meisten Camper greifen auf die grau-blauen 13 kg Propangas-Flaschen von Butagaz zurück, die in den Abmessungen den deutschen 11 kg-Flaschen recht nahekommen. Mit Butan gefüllte Flaschen sind blau-metallic.

Gas für Camper in Frankreich: Butagaz

Und schließlich kannst du in Frankreich, wie überall in Europa, Campingaz-Flaschen erwerben. Die haben allerdings den Nachteil, dass sie klein und relativ teuer sind. Für den Zelturlaub sind sie dagegen ideal.

Wie schließe ich die französische Gasflasche an?

Wenn du dich in einschlägigen Campingforen tummelst, wird dir aufgefallen sein, dass sich an dieser Frage die Geister scheiden. Viele Camper haben die Erfahrung gemacht, die Standardflaschen problemlos an das deutsche System anschließen zu können. Wieder andere berichten davon, dass sie die Anschlüsse ohne die Gas-Entnahme-Adapter nicht dicht bekommen hätten.

Der Anschluss einer Gasflasche in Frankreich

Mein Rat daher: Sicherheit geht immer vor! Besorge dir ein Euro-Entnahme-Set Gas und schließe die Gasflasche damit an. So bist du auf der sicheren Seite. Für Gasflaschen in Frankreich brauchst du den Anschluss D4. Nach dem Anschließen solltest du die Anschlüsse mit einem Lecksucherspray auf ihre Dichtigkeit überprüfen.

Gut zu wissen: Die handlichen (und teuren) Cubes lassen sich nur mit einem in Frankreich erhältlichen Spezialadapter anschließen. Für den Anschluss von Campingaz-Flaschen an dein Gassystem benötigst du ein Sicherheits-Flaschenventil.

Gasflaschen auffüllen in Frankreich

Das französische System unterscheidet sich grundsätzlich vom deutschen. In Frankreich ist es üblich, eine Flasche zu mieten und dafür Pfand zu bezahlen. Ist die Flasche leer, bringst du sie zum Händler zurück und bekommst eine volle Flasche. Deutsche Gasflaschen gehören teilweise dir und werden aufgefüllt.

Die beste Alternative, wenn dir bei deiner Frankreichreise das Gas ausgeht, ist, ein französisches Modell zu besorgen und es wieder zurückzugeben, bevor du das Land verlässt. Das Gute an der Gasversorgung in Frankreich ist, dass du wirklich überall Gasflaschen kaufen kannst: an Tankstellen, Supermarkttankstellen, im Baumarkt, bei der Bar-Tabac und in den kleinen Dorfläden. Campingplätze haben ohnehin Gas vorrätig.

Eine Gasflasche in Frankreich vor einem Wohnmobil

In Frankreich kannst du nirgends leere Propan- oder Butan-Flaschen wieder auffüllen, auch nicht die grauen deutschen Gasflaschen. Deshalb brauchst du für Frankreich keinen Füll-Adapter. Campinggaz kannst du in vielen Supermärkten, Baumärkten und Gartencentern kaufen.

Clevere Alternative sind LPG-Tankflaschen im Wohnmobil. Diese müssen fest im WoMo verbaut sein, entsprechende gesetzliche Vorschriften hinsichtlich der Gasabschaltung bei einem Unfall erfüllen und mit einem Füllstopp ausgestattet sein. Es gibt spezielle LPG-Flaschen, die sich für den Einbau und das Betanken an LPG-Tankstellen in ganz Europa eignen.

Den Einbau sollte eine Fachwerkstatt durchführen. Für das Betanken der LPG-Flaschen an der Tankstelle mit GPL, wie es in Frankreich heißt, brauchst du einen speziellen Adapter für Frankreich. Das Befüllen normaler Gasflaschen an der Tankstelle ist in Frankreich verboten.

Fazit: Gasflaschen in Frankreich – gar nicht so kompliziert

Auch wenn auf den ersten Blick das Angebot an Gasflaschen in Frankreich etwas unübersichtlich ist, so ist letztendlich der Anschluss der passenden Gasflasche über den Euro-Adapter recht einfach.

Achte darauf, eine passende Gasflasche für deinen Gaskasten zu mieten und prüfe nach dem Anschluss die Dichtigkeit. Fest verbaute LPG-Flaschen oder -Tanks sind im Wohnmobil eine Alternative, wenn du öfter oder länger unterwegs sein willst.

Fotos: © Barbara Homolka | © CamperStyle

25 Kommentare

  1. Kevin
    Danke für den hilfreichen Artikel. Eine Frage hätte ich noch. Wenn man durch Frankreich tourt und in Ort X eine Flasche mietet. Kann man die dann auch im Ort Y wieder abgeben, oder müsste man zurück zu Ort X? Müssen die Läden dann von der gleichen Kette sein?
    1. SandraRedaktion
      Lieber Kevin, wenn sie vom gleichen Anbieter sind, kann man sie auch an anderen Orten wieder tauschen. Liebe Grüße Sandra
  2. Wolfgang Schumann
    Danke für den tollen Artikel. Hat uns sehr geholfen die richtige Gasflasche in Frankreich zu finden.
    1. SandraRedaktion
      Vielen Dank für dein positiv Feedback. Es freut uns sehr, dass wir konkret helfen konnten. Liebe Grüße Sandra
  3. Matt
    Perfekt, das klingt ja doch einfacher am Ende als gedacht. Wir kaufen dann unsere zweite Flasche einfach vor Ort. Mich wundert es, dass es bei den französischen Gasflasche andere Abmessungen gibt. Hoffe das passt. Lieber nochmals nachmessen! Danke dir :) Matt 🙏
  4. Sven
    Nun steht ich da und schaue mit der butagaz Cube Flasche da und Guck blöd aus der Wäsche: kein Platz zum anschließen, da der Sicherheitsrand im weg ist. Mal schauen ob's Verlängerungen gibt. Von den cubes würde ich die Finger lassen...
  5. Felix
    Danke für die Tipps. Haben mir sehr geholfen. Wegen eines zu locker angeschraubten Druckminderers musste ich in der Nähe der Pyrenäen meine 11 kg Flasche ersetzen. Hatte zum Glück schon lange einen passenden Adapter im WoMo, so dass es nur noch darum ging, was sonst noch zu beachten wäre. Habe gestern bei Intermarché für 23,95€ + 1€ Pfand eine 9kg Flasche bekommen, wenn ich die Preise für meine 11 kg Flasche noch richtig im Kopf habe, ist das etwas billiger als zuhause und das Pfand von ein Euro ist natürlich ein Schnäppchen.
    1. NeleRedaktion
      Hi Felix, freut uns sehr, dass unser Artikel dir weitergeholfen hat. Das mit dem einen Euro ist ja wirklich ein Riesenglück - hier in Deutschland kostet das Pfand immer ein Vielfaches! Viele liebe Grüße und weiterhin gute Reise, Nele

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Barbara Homolka

Barbara wurde schon früh mit dem Campingvirus befallen. Vom einfachen Biwak bis hin zum geräumigen Wohnwagen kennt und liebt sie alle Campingformen. Neben dem Schreiben und Fotografieren liegt ihr Fokus auf der Normandie, wo sie seit 2016 mit Mann und Hunden lebt. Ihre Spezialthemen sind Camping mit Hund und das Reiseland Frankreich. Weitere Lieblingsspots sind Irland, Deutschland, Spanien und Italien. Und am allerliebsten ist sie immer unterwegs, sieht und erlebt Neues.

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