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CMT 2020 Highlights

Ein Spaziergang zu den Highlights der CMT 2020

300.000 Besucher zog es über das Caravan und Touristik-Parkett auf dem Stuttgarter Messegelände. Alleine sechs Hallen gehörten dem Themenbereich Caravans und Zubehör. Obwohl Hersteller ihre Neuheiten meistens auf dem Caravan Salon in Düsseldorf vorstellen und die CMT eher eine Verkaufsmesse ist, gibt es auch hier immer wieder neue Freizeitmobile zu entdecken. Wir haben die besten für dich rausgepickt und nehmen dich mit auf einen virtuellen Spaziergang durch die CMT-Hallen.

Fendt Bianco Primo 465 SFH

Fendt-Caravans gehören auch 2020 zweifelsohne zu den bejubelten Marken. Der 250.000ste Wohnwagen ging vom Band, das Unternehmen wird 60 Jahre alt und bei den Publikumspreisen konnte man wiederholt alle fünf Modellreihen platzieren. Fendt-Caravan zählt damit zu den beliebtesten Publikumsmarken. Damit nicht genug: mit dem Bianco Primo 465 SFH hat man zum wiederholten Male einen Neuling mitgebracht. Der 5,94 m lange und 2,32 m breite Bianco Primo hat ein französisches Bett neben dem das Bad verbaut wurde und eine großzügige Sitzgruppe im Frontbereich. Dazu gibt es einen 150-Liter-Kühlschrank. Zur Ausstattung gehören auch eine Bankverlängerung für noch mehr Platz in der Sitzgruppe, ein Deko-Paket mit Kissen und Tischdecke, ein Spannbetttuch für das französische Bett, einen gekettelten Teppichboden, eine Fliegenschutztüre für die Eingangstür, ein TV-Halter mit schwenkbarem Gelenkarm und ein zusätzlicher Elektrobetrieb für die TRUMA Combi 4E. Mit dem modernen Interieur und der stylischen, aber superbequemen Sitzgruppe „Studio-Line Venezia“ will Fendt viele Camper begeistern, insbesondere junge Leute.

Fotos: (c) Stefan Blanz

Das Hymer DuoCar S ist jetzt ausgereift

Nachdem Hymer mit der Studie VisionVenture mal so richtig einen Einblick in die Zukunft rausgehauen hat, ist nun das Hymer DuoCar S serienreif auf dem Markt. Noch vor zwei Jahren gehörte es zu den Studien, die Hymer im Innovation Lab auf dem Caravan Salon zeigte – allerdings eher im Hintergrund. Als Basisfahrzeug dient der neue Sprinter – allerdings in der Variante mit Vollverglasung. Er wurde speziell für zwei Personen konzipiert und hatte die Vorgaben: zwei Meter langes Bett, zwei Meter lange Küche. Heraus kam ein ungewöhnlicher Grundriss mit Klappsofa, langer Küchenzeile mit beidseitig zu öffnender Kühlschranktür und Heckbad mit ausfahrbarer Toilette. Das Sofa lässt sich in 30 Sekunden zum Bett ausklappen und schlaftauglicher Stoff wurde auch aufgelegt, der sich zum Waschen vom Lederbezug trennen lässt.

Im Unterschied zur Studie hat man auf die zweite Schiebetür verzichtet, ebenso auf einen modularen Tisch, den man auch vor das Fahrzeug stellen könnte. Dennoch: der Grundriss machen das Hymer DuoCar S zum ultimativen Allrounder, schließlich liefern die klaren Möbelkonturen mitsamt der Rundum-Verglasung auch ein Ambiente für Business-Besuche.

Fotos: (c) Stefan Blanz

GfK-Monocoque I: La Strada Nova

Die Hessen unter den Reisemobil-Herstellern lieferten auf dem Caravan-Salon im vergangenen Herbst eine mutige Pressekonferenz ab: sie präsentierten nichts Neues. Aber – und jetzt sind wir wieder auf der CMT – wurde endlich der neue La Strada Nova vorgestellt. Seine Besonderheit: er hat einen GfK-Monocoque-Aufbau über dem Boden und dem Fahrerhaus, der wie ein überdimensionierter Kastenwagen aussieht, aber zugleich eine seitliche Eingangstür hat und ans Fahrerhaus anschließt wie ein Teilintegrierter. Er braucht aber keine Möbel als tragende Teile für die Außenwände. Auf Sprinterbasis bewältigt er damit den leidlichen Zielkonflikt, wonach die nach oben schmaler werdende Karosserie des Vans nur durch Einzelbetten oder „Ohren“, also Ausbuchtungen in der Seitenwand kompensiert werden können. Stilistisch ist der Ausbau eher klar und kühl und lässt Raum für eigene Gestaltung.

Fotos: (c) Stefan Blanz

GfK-Monocoque II: Wanner Silverdream

Eins hat die CMT dem Caravan Salon voraus: in Stuttgart findet man regional aktive Hersteller aus dem Ländle der Dichter, Denker und Tüftler. Zu ihnen gehört zweifelsohne die Firma Wanner, die ebenfalls Reisemobile mit Monocoque-Aufbau anbieten. Zwei neue Modelle wurden in Stuttgart vorgestellt, die sich nicht nur durch den Aufbau, sondern auch die gehobene Ausstattung auszeichnen. Silverdream bedeutet, dass Aufbau und Luxus zu einer einzigartigen Harmonie verschmelzen. Sichtbar wird dies zum Beispiel an der Qualität der ausgewählten Hölzer, die in den Oberschränken in geschwungenen Sichtlinien verarbeitet werden. Wanner Reisemobile werden ausnahmslos auf dem Mercedes Sprinter aufgebaut. Für Schnäppchenjäger ist das also nichts.

Fotos: (c) Stefan Blanz

Bürstner hat den Delfin ausgegraben und in drei Varianten neu aufgelegt

Zu den beliebtesten Entdeckungen der CMT 2020 gehört der neue Delfin von Bürstner. Mit ihm wurde eine Modellreihe wiederbelebt, die beim Teilintegrierten auf ein Renault-Chassis setzt. #Wohnfühlen lautet auch beim Delfin das Bürstner-Motto, der von außen durch eine spezielle Produktgrafik gekennzeichnet ist. Im Interieur gibt es insgesamt fünf Varianten zwischen Standard und gehoben, die alle Interessentengruppen ansprechen will.

Fotos: (c) Stefan Blanz

Hobby Optima Ontour: viel Raum in kleinen Hütten

Vielfalt bei den Grundrissen lautet auch die Devise bei Hobby. In der Reihe Optima Ontour wird auch ein Teilintegrierter mit Hubbett angeboten, der besonders interessant für Familien sein dürften. Der Hobby Optima Ontour T65 HKM bietet Stockbetten im Heck, ein elterliches Hubbett, eine große Sitzgruppe und eine L-Küche, die sich an der nach hinten versetzten Aufbautüre findet. Überraschend sind das großzügige Raumgefühl und die flexible Nutzbarkeit, die auf sieben Metern untergebracht wird.

Fotos: (c) Stefan Blanz

Sven Hedin von Westfalia jetzt auf MAN TGE

Nachdem Knaus mit dem Van TI den ersten Teilintegrierten auf MAN-Basis geliefert hat, legt Westfalia nun mit dem neuen Sven Hedin im Kastenwagen-Segment nach. Knackpunkt ist wie beim neuen Sprinter und dem VW Crafter der Zielkonflikt zwischen Ausbau und sich nach oben verjüngender Karosserie, der insbesondere Querbetten trifft. Westfalia hat sich beim Sven Hedin hierfür ein Pop-out ausgedacht. Das bedeutet, dass ähnlich bei einem Fenster aufgeklappt wird mit dem Unterschied, dass die „Öffnungen“ verkleidet sind und so an der Unterkante eine Verlängerung der Liegefläche möglich wird. Das Querbett bekommt so die nötige Länge, bedeutet konkret 2,0 Meter bei 1,3 Meter Breite. Die geringe Breite belässt dann Platz für einen ordentlich großen Wohnraum auf nur 6,0 Meter Gesamtlänge.

Fotos: (c) Stefan Blanz

Knaus L!VE I: Integrierter zum Einsteigerpreis

Mit dem neuen L!VE I setzt Knaus ein Zeichen. Die Jandelsbrunner haben einen Weg gefunden, preisgünstige Produktion mit Design und Ausstattung zu verbinden. Das dynamische Außendesign gibt dem L!VE I einen bulligen Charakter. Ducato-basiert gibt es zwei der MEG-Grundrisse: einer mit 7 m, einer mit 7,5 m Länge. Die große Panorama-Frontscheibe gibt dem Interieur Weite und Geräumigkeit und auch der L!VE I ist serienmäßig mit den neuestes Zubehörpaket ausgestattet: Ladebooster und BWT-Wasserfilter. Preislich geht’s bei 60.000.- € los.

Foto: (c) Stefan Blanz

AL-KO HY2: skalierbares Stützensystem

Auch im Zubehör-Hut gibt es etwas Neues heraus zu zaubern. Hier sticht das neueste Hubsystem von AL-KO heraus. Nach dem HY4 mit Wiegefunktion gab’s auf der CMT 2020 das erste Mal das HY2 zu bewundern, das nur an einer der beiden Achsen vormontiert wird. Wer also vorwiegend auf konventionelle Plätzen unterwegs ist, sollte sich überlegen, ob das AL-KO HY2 nicht völlig ausreicht, um sein Wohnmobil ins Wasser zu setzen. Logischerweise ist little Brother HY2 viel preisgünstiger und wer später doch die ganz komfortable Variante haben will, kann auf das HY4 upgraden.

Fotos: (c) AL-KO Fahrzeugtechnik

Zum Autor:
Stefan ist Journalist, Webdesigner und Vater von zwei Kindern. Auf tourstory.de berichtet er über Reisen mit Freizeitmobilen sowie über kulturelle und kulinarische Highlights.

Titelbild: (c) Messe Stuttgart

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