Du fährst einen Toyota Aygo, einen Fiat 500 oder einen anderen Kleinwagen und denkst, Dachzelten ist nichts für dich? Dann solltest du jetzt weiterlesen. Sebastian hat auf dem Caravan Salon einen Hersteller entdeckt, der beweist, dass auch kleine Stadtautos zu vollwertigen Campingmobilen werden können. Im Gespräch mit Sofia von Tentbox wurde schnell klar: Die Frage ist nicht mehr, ob ein Dachzelt auf dein Auto passt, sondern welches.
Inhaltsverzeichnis
- Von Großbritannien nach Deutschland: Tentbox erobert den Markt
- Das Tentbox Go: Nur 33 Kilogramm für dein Kleinwagen-Dach
- Tentbox Light & Light XL: Der Allrounder für Paare und Familien
- Ein Wort zur Dachlast: Mehr Spielraum als gedacht
- Hardcase-Zelte: Wenn du mehr als nur schlafen willst
- Die Kitchenbox: Der heimliche Star am Stand
- Fazit: Dachzelten ist keine Frage der Autogröße
Von Großbritannien nach Deutschland: Tentbox erobert den Markt
Tentbox ist auf dem deutschen Markt noch relativ neu, in Großbritannien aber bereits seit zehn Jahren etabliert. Dort hat die Marke laut Sofia sogar eine Art Monopolstatus erreicht. Die Gründer Olli und Neil waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und haben Dachzelte populär gemacht, als diese auf der Insel noch weitgehend unbekannt waren.
Der Weg nach Deutschland kam durch die Nachfrage: Immer wieder gab es Anfragen deutscher Camping-Fans. Statt diese nur online zu bedienen, geht Tentbox einen angepassten Weg. Sofia erklärt den Unterschied zwischen den Märkten: „In Großbritannien wird alles online gekauft. In Deutschland wollen die Leute erst mal alles richtig ausprobieren und angucken, bevor sie ein Investment machen.“ Die Lösung sind Showrooms in der Nähe größerer Städte wie Berlin, Leipzig, Hamburg, München, Stuttgart und Sundern, in denen du die Zelte live erleben kannst.
Das Tentbox Go: Nur 33 Kilogramm für dein Kleinwagen-Dach
Das absolute Leichtgewicht im Sortiment ist das Tentbox Go. Mit nur 33 Kilogramm ohne Leiter passt es selbst auf Fahrzeuge mit sehr geringer Dachlast (wie den Toyota Aygo mit ca. 50 kg Dachlast). Die Liegefläche beträgt 1,10 × 2,10 Meter. Sofia gibt ehrlich zu: „Es ist für schmale Personen oder Menschen, die gern hochkant schlafen zu zweit.“ Für Alleinreisende oder als Solo-Schlafplatz ist es absolut perfekt geeignet.
Der große Vorteil: Du musst dir kein neues Auto anschaffen, um ins Dachzelten einzusteigen. Sofia betont: „Oft kommt die Sorge: Muss ich mir jetzt ein neues Auto anschaffen, wenn ich ein Dachzelt haben will? Da sagen wir mit unserem Tentbox Go ganz klar Nein.“ Der Preis liegt bei 1.199 Euro und macht es zum günstigsten Modell im Sortiment.
Tentbox Light & Light XL: Der Allrounder für Paare und Familien
Wer etwas mehr Platz braucht, für den ist das Tentbox Light interessant. Mit einer Liegefläche von 1,30 × 2,20 Metern bietet das Faltzelt deutlich mehr Komfort. Das Gesamtgewicht liegt inklusive Leiter bei 50 Kilogramm. Da die Leiter allein sieben Kilogramm wiegt und im Kofferraum verstaut werden kann, belasten nur 43 Kilogramm das Autodach.
Ein praktisches Detail: Durch das Ausklappen entsteht ein Überstand von gut einem Meter, unter dem man bei Regen geschützt sitzen oder Ausrüstung verstauen kann. Aktuell gibt es das Tentbox Light zum Einführungspreis von 1.699 Euro statt regulär 1.899 Euro.
Für Familien gibt es zudem das Tentbox Light XL mit einer großzügigen Liegefläche von 1,80 × 2,40 Metern. Trotz seiner Größe wiegt es ohne Leiter nur 55 Kilogramm (62 kg inkl. Leiter) und kostet aktuell 2.299 Euro.
Ein Wort zur Dachlast: Mehr Spielraum als gedacht
Ein wichtiger Punkt, den Sebastian und Sofia ansprechen: Die zulässige Dachlast ist in Deutschland primär eine Herstellerempfehlung für den Fahrbetrieb (dynamische Dachlast) und keine direkte gesetzliche Vorschrift. Mehrere Experten haben Sebastian bestätigt, dass man hier oft etwa zehn Kilogramm Spielraum hat. Sofia formuliert es vorsichtig: „Wir wollen überhaupt nicht verbindlich sagen, ihr könnt die überziehen, aber das ist das, was wir von Leuten hier auf der Messe gehört haben – dass man das nicht ganz so kritisch sehen muss.“
Hardcase-Zelte: Wenn du mehr als nur schlafen willst
Neben den Softshell-Zelten bietet Tentbox zwei Hardcase-Modelle an: das Classic und das Cargo.
Das Classic (Einführungspreis 2.599 Euro statt regulär 2.799 Euro) hat eine Liegefläche von 1,20 × 2,10 Metern. Es öffnet sich dank Gasdruckfedern fast wie von selbst: Ein kurzer Anstoß genügt und die Oberschale fährt parallel nach oben.
Besonders interessant für Sportler ist das Tentbox Cargo für 2.699 Euro (regulär 2.999 Euro). Es öffnet sich wie ein Dreieck und die Oberschale kann als Lastenträger genutzt werden. Auf dem Hardcase lassen sich bis zu 100 Kilogramm transportieren. Sofia erklärt: „Das Cargo kommt mit Querträgern, wo zum Beispiel ein Mountainbike drauf befestigt werden kann oder Surf-Equipment, Tauch-Equipment und Solarpanels.“ Das Prinzip lautet schlicht: Auto, Zelt, Ausrüstung. Bis zu einer Zuladung von 40 Kilogramm öffnet sich das Cargo durch die Gasdruckfedern noch eigenständig, bei mehr Gewicht muss man beim Aufklappen etwas nachhelfen.
Die Kitchenbox: Der heimliche Star am Stand
Was Sebastian besonders begeistert hat, war die Kitchenbox. Sofia bezeichnet sie als „unseren Star hier am Stand“. In dem 20 Kilogramm schweren Koffer steckt eine komplette Campingküche. Innerhalb einer Minute lässt sich das System aufstellen: Zwei Hocker, Schneidebrett, Teller, Besteck, Gewürzdosen, Ölfläschchen und sogar eine Pfanne mit abnehmbarem Griff sind integriert.
Der an der Seite herausziehbare Kocher lässt sich anpassen – egal ob für einen kleinen Espressokocher oder einen großen Topf. Sofia erzählt stolz: „Wir haben für 28 Leute Chili sin Carne darauf gekocht. Hat super funktioniert.“ Einzig die passende Gaskartusche muss separat besorgt werden. Der Preis für die All-in-one-Küche liegt bei 599 Euro.
Fazit: Dachzelten ist keine Frage der Autogröße
Die Tentbox-Modelle zeigen eindrucksvoll, dass Dachzelten längst nicht mehr nur etwas für Geländewagen oder große SUVs ist. Mit dem passenden Modell wird selbst ein Toyota Aygo oder Fiat 500 zum tauglichen Reisemobil. Die Preisspanne von knapp 1.200 bis etwa 2.700 Euro bietet dabei flexible Optionen. Besonders attraktiv: Bis Ende des Jahres gelten für den deutschen Markteinstieg reduzierte Einführungspreise.
Weitere Informationen gibt es unter tentbox.com oder auf dem Caravan Salon 2026 in Halle 7a am Stand B25. Das vollständige Gespräch von Sebastian und Sofia findest du hier:
Podcast · Folge 429



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