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Camping mit Kanu, Kajak, SUP & Co.

Episode 161 · 00:56:00

Heute wird’s ausnahmsweise mal sportlich bei uns: Nele spricht mit Paddelfan Lars über die Kombination von Wassersport und Camping. Und lässt sich endlich überzeugen, den Trendsport Stand-Up-Paddling auch bald mal auszuprobieren. Mal schauen, wie lange die guten Vorsätze anhalten…

Lars jedenfalls ist so begeistert von Canadier, Kajak, SUP & Co., dass er nicht nur selbst jede freie Minute auf dem Wasser verbringt, sondern auch Einsteigern die Möglichkeit gibt, diese Sportarten kostenlos auszuprobieren.

Im Rahmen der “Paddeln-macht-Spaß”-Tour gastieren er und sein Team jedes Jahr auf verschiedenen Campingplätzen in Deutschland und leiten Paddel-Interessierte vor Ort fachgerecht an.

In dieser Folge verrät Lars:

  • Warum Camping und Wassersport sich perfekt kombinieren lassen

  • Welche Möglichkeiten es gibt

  • Was bei der Auswahl des passenden Sportgeräts wichtig ist

  • Wie man Boards und Kanus am oder im Camper transportiert

  • Welche Ausrüstung für den Start empfehlenswert ist

  • Welche Regionen in Deutschland und Europa er zum Paddeln besonders schön findet

  • Was er von Leih-Equipment auf Campingplätzen hält

  • welche seine Top-3-Campingplätze sind

  • uvm.

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und Sebastian ist heute nicht bei uns, dafür aber ein ganz lieber anderer Gast, den ich auch schon sehr lange kenne, und zwar der Lars. Lars ist auf ganz vielen Ebenen aktiv. Einsteiger kennen ihn vielleicht vom Caravan Salon in Düsseldorf aus der Starterwelt, aber heute ist ja unser Thema Wassersport beziehungsweise Paddeln. Und Lars, erzähl doch mal, was dich mit diesem Thema verbindet.

Ja, hi, ich bin Lars, äh, von Paddel macht Spaß und wir bringen gemeinsam mit der Boot Düsseldorf ganz viele Menschen aufs Wasser und zeigen denen, wie man paddelt und das auch richtig, nämlich nicht nur technisch, sondern auch alles das, was drumherum dazugehört.

Und genau deswegen habe ich dich ja auch heute eingeladen, weil uns das Thema Wassersport beziehungsweise Paddeln und Camping immer wieder mal über den Weg läuft. Ich muss dazu sagen, dass ich da selber wenig Ahnung habe. Mein letztes Paddelerlebnis war irgendwie vor dreißig Jahren mit dem Kanadier meiner Eltern. Die hatten mal so 'n, so 'n Riesenteil. Und ich find's aber total spannend und auch in unserer Community ist es immer wieder mal Thema und deswegen wollten wir heute ausführlich drüber sprechen und wer könnte da besser Auskunft geben als du? Vielleicht steigen wir einfach mal ein, warum aus deiner Sicht diese Kombination aus Camping und Wassersport beziehungsweise Paddeln bei den Leuten so beliebt ist, beziehungsweise warum das auch einfach sehr gut zusammenpasst.

Ja, letztendlich sind wir ja alle unterwegs am Wasser, im Wasser. Jeder möchte Urlaub machen mit seinem Wohnmobil oder Caravan, dort wo es schön ist, am Meer, an Flüssen, an Seen. Und, äh, dann ist es natürlich naheliegend, äh, dass ich ein Wassersportgerät dabei habe, ne. Viele tun's nicht. Das ist dann so ein bisschen unsere Motivation, die Leute dazu zu bringen, das zu machen. Aber vom Prinzip her, es gibt nichts Einfacheres, als das Wassersportgerät aus dem Camper oder vom Camper rauszuholen, aufzubauen und dann ab aufs Wasser.

Welche Wassersportarten lassen sich am besten mit dem Campen verbinden? Da sagst du jetzt wahrscheinlich auf jeden Fall paddeln, aber es gibt ja noch ein paar mehr.

Oh, man kann eigentlich fast jede, äh, Wassersportart kombinieren. Es gibt mittlerweile fürs Tauchen spezielle Wohnmobile, die dementsprechend ausgerüstet sind. Klassisch das Surfen, äh, Kanu, Kajak natürlich. Ich kann, ähm, das, äh, Motorboote, ne, alles das, was ich an einem Hänger hinterherziehen kann. Also wenn das, äh, im Rahmen der Zuladung passt und ich den entsprechenden Führerschein habe, kann ich auch quasi den Day Cruiser oder, also ich sage mal, kriege ich auch schon relativ große Sportboote hintendran. Ne, und da bin ich eigentlich schon sehr mit-- Weit, Kiten natürlich auch, aber das braucht von allen Wassersportarten doch mit am wenigsten Platz.

Jetzt, äh, Thema Platz ist auch schon ein gutes Stichwort. Wenn wir jetzt mal auf die Paddelarten – ich habe ja gelernt, dass man nicht Boote sagen darf, das hast du mir ja schon gesagt im Vorgespräch. Ähm, also die verschiedenen Paddelvarianten Kajak, Kanu, Stand-up-Paddlingboard. Was, ähm, was für Geräte kann ich denn relativ problemlos im und am Camper mitnehmen?

So, ich möchte das Ganze direkt noch ergänzen um Luftboote und Faltboote, die natürlich prädestiniert sind für den Campingbereich. Ähm, grundsätzlich fangen wir mal mit dem Kanadier. Den kann ich, äh, wenn ich einen Dachträger habe, auf dem Auto und den Caravan hinterherziehend transportieren. Oder es gibt Wohnmobile, die die Möglichkeit haben, entweder hinten in der, äh, durchs Fenster durch oder auf dem Dach zu transportieren. Es gibt auch Kanadier fest, die kann ich auseinanderschrauben und dann hinten in die Heckgarage reinpassen. Da gibt's dann, äh, gibt's einen Anbieter aus Deutschland, der das genau gemacht hat und das haben wir auch schon ausprobiert. Es funktioniert. Kanus, Ka-, also Kajaks, also alles, was fest ist, funktioniert ähnlich und die Leute, die sich mit der Thematik beschäftigen, haben auch die entsprechenden Trägersysteme im oder am Fahrzeug.

So. Alles andere kann ich entweder aufblasen, zusammenfalten. Das heißt, ich habe in der Regel ein bis zwei Säcke und eine Pumpe oder einen Plan, wie ich das Ganze aufbaue und das passt alles in die Heckgarage und je nachdem, was man hat, wiegt das Ganze, ich sag's mal so grob zwischen zehn und fünfzig Kilo, je nachdem, was man haben möchte.

Wir beide wissen ja, was ein Kanadier ist aus eigener Erfahrung, aber vielleicht kannst du noch mal kurz erklären, was, äh, die einzelnen Geräte sind. Also wir haben gesagt Kanadier, Kajak, Stand-up-Paddlingboard, ähm, und Faltboote. Was sind da so die Charakteristika von jedem Einzelnen?

Ich versuche das mal ganz leicht, ganz einfach runterzubrechen. Ähm, von der Thematik her, der Kanadier ist dieses klassische Indianerboot, ne? Das, das kennt jeder aus einem Winnetou-Film oder die Jugend heute dann, äh, ähm, nicht mehr, aber, äh, sind die klassischen Kanadierboote, die ich auch im Verleih kriege. Kajaks, äh, kennt man auch aus dem Verleih. Da sitze ich drin und habe ein Doppelpaddel. Das heißt, ich habe, äh, ein Paddel, wo ich auf beiden Seiten ein Blatt habe, beim Kanadier nur ein Blatt. Dann habe ich das Thema Stand-up-Paddelboards. Äh, da stehe ich drauf, ne? Die gibt's sowohl als Hart- als auch als Aufblasvariante, aber ich stehe drauf, habe ein Paddel und, ähm, ja, cruise dann übers Wasser. Die Faltboote, wie man schon vom Namen her weiß, die sind auseinandergebaut und die baue ich selber zusammen.

Das ist teilweise zum Stecken, in der Regel zum Falten. Und es gibt, äh, auch sogenannte Origami-Boote. Das sind auch Faltboote. Das ist wie ein Koffer und der entfaltet sich dann zu einem Boot. Und auch wenn sie sehr filigran aussehen, äh, sie fahren wirklich gut. Da haben wir auch schon siebzig Kilometer Touren mit gemacht.

Das wär jetzt auch meine nächste Frage gewesen, weil man ja immer irgendwie so 'n bisschen im Kopf hat: Ja, aufblasbar, hmm, ist das dann so, äh, stabil und langlebig? Was habt ihr da für die verschiedenen, ähm, ja, für die verschiedenen Geräte für Erfahrungen gemacht bisher?

Ähm, das ist wie bei der Campingausstattung. Wenn ich wenig zahle, krieg ich eine schlechte Qualität. Wenn ich wirklich, ähm, mich von 'nem Fachmann oder 'nem Fachhandel beraten lasse, krieg ich gute Qualität, krieg ich 'n Produkt, das zu meinen Anforderungen passt. Das ist beim Stand Up Paddling so, nicht jedes Board passt auf jeden Körper, ne. Und, ähm, wenn ich die Anforderungen weiß, die auf mich zukommen, geb ich halt nicht zweihundertneunundneunzig Euro aus, sondern geb vielleicht knapp tausend Euro aus. Hab dann aber zehn, fünfzehn Jahre meine Ruhe, weil es bei ordentlichem Behandeln des Materials ewig hält.

Wir haben uns ja schon öfter in, äh, auch persönlichen Gesprächen über das Thema unterhalten und du hast da immer sehr viel Wert drauf gelegt, dass du sagst, die Leute sollen es mal ausprobieren. Also am besten nicht sagen: „Ja, ich will jetzt, äh, Stand Up Paddling", das ist ja im Moment auch so 'ne Mode, will ich jetzt anfangen und dann hol ich mir bei Amazon ein Board, sondern man muss da einfach gucken, was passt am besten zu mir. Hattest du jetzt eben auch noch mal, ähm, erwähnt. Ihr bietet ja im Rahmen, ähm, der Tour Paddeln macht Spaß auch die Möglichkeit, dass sich komplette Einsteiger quasi vor Ort Paddelgeräte ausleihen und dort mit euch als Experten sozusagen geführt ihre ersten Schritte aufm Wasser machen, sag ich mal. Erzähl doch 'n bisschen genauer, was Paddeln macht Spaß ist und wo man euch da in diesem Jahr vielleicht auch antreffen kann.

Ja, also Paddeln macht Spaß ist, äh, eine Roadshow, die, ja, die es jetzt im elften Jahr gibt. Wir fahren in den Sommerferien, also zur Kernzeit des Urlaubs, äh, äh, Nordrhein-Westfalen, aber das grenzt auch wir letztendlich an alle anderen Ferien auch mit rein. Da fahren wir um Deutschland rum und bringen die Leute auf großen Campingplätzen, die am Wasser liegen, äh, zum Paddeln. Das heißt, die kommen zu uns auch als blutige Anfänger und die bekommen eine, ja, Einweisung. Die werden angeleitet, dass sie heile raus und wieder reinkommen. Und wenn's dann technischere Fragen geht, gehen wir natürlich auch in die Tiefe. Ne? Das ist dann immer davon abhängig, was der Gegenüber gerne hätte. Ne, also wenn einer sagt, ich will nur 'n bisschen paddeln, dann ist das auch mal gut, aber die meisten wollen schon 'n bisschen tiefer reingehen.

Und, äh, dann kommt das Thema Transport, was du vorhin angesprochen hast, dazu. Ähm, wir haben dort die Möglichkeit zu sagen: „Du willst wissen, ob das in deinen Wohnwagen passt? Pack mal vorne mit an, wir tragen's gemeinsam hin, probieren's aus" und dann sieht er auch direkt, passt das, was er sich gerade ausgesucht hat, rein oder nicht. Und wenn es nicht passt, können wir für ihn alternative Empfehlungen bringen. Wir verkaufen vor Ort nicht, sondern wir empfehlen nur, stellen aber gerne dann den Kata, Kontakt zu unseren Partnern her, weil das dann die wirklichen Profis sind, die die Produktrange da haben, die vielleicht gerade benötigt wird.

Gibt's da 'n Mindestalter für die Teilnahme? Also kann ich da auch jetzt mit der ganzen Familie hinkommen und auch mal die Kinder aufs Wasser schicken?

Ja, natürlich. Wir haben, äh, Rettungswesten mit dabei, die, ähm, für jedes Alter geeignet sind. Also es geht ja da auch mehr nach Gewicht. Und da kann der Papa mit der Mama, mit dem Oma, äh, mit, mit dem Oma, mit der Oma und dem Enkel zusammen aufs Wasser gehen und die können dann alles mal ausprobieren, Spaß haben und mal schauen, welche Kombination die beste ist. Weil manchmal sind, äh, Ehemann, Ehefrau vielleicht nicht besser im gleichen Boot. Das kann auch schon mal, äh, ein bisschen Stress geben.

Ach so. Ich dachte jetzt gewichtstechnisch.

Nein, das hat mit der Gewichtsklasse weniger zu tun. Nein, ähm, man sagt immer so schön, wenn man in 'nem Doppelkajak synchron fährt, dann ist das auch 'ne gute Beziehung, aber wenn zwei Dominante da sind, dann haut man sich auch schon mal die Paddel um die Ohren. Nein, Spaß beiseite, aber man erkennt dann schon ganz gut, wo's harmoniert oder nicht. Und es gibt halt Menschen, die einfach sagen: „Ich, äh, möchte lieber autark sein." Das heißt, viele Pärchen haben auch Einerboote, weil der eine ist vielleicht 'n bisschen schneller, der andere ist langsamer und so kommt man sich nicht in die, ins Gehege, ist aber trotzdem zusammen mit einer Paddellänge Abstand aufm Wasser unterwegs.

Und das ist aber, ähm, für die Teilnehmer kostenlos, ne? Also die müssen natürlich Campingplatz und so weiter bezahlen, ganz normal. Das kann man ja auch schön mit 'nem Urlaub verbinden, aber das Testen an sich kostet nichts.

Genau, das Testen ist absolut kostenfrei. Ne, das Team freut sich natürlich über 'n Trinkgeld in die Kasse, damit sie sich abends 'n Radler holen können. Aber, ähm, in der Regel kommen die Leute vom Campingplatz. Aber zehn Prozent unserer Teilnehmer und wir sind immer so um die dreitausend in den, äh, knapp drei Wochen, ähm, die kommen speziell um bestimmte Produkte, die sie online gesehen haben oder über den Fachhandel, äh, empfohlen bekommen haben, die sie vor Ort ausprobieren. Und da sind teilweise Leute, die fahren dreihundert Kilometer, um ein bestimmtes Wassersportgerät zu testen.

Was kann man denn bei euch alles testen?

In diesem Jahr sind wir wieder sehr breit aufgestellt. Ähm, wir haben Kanadier dabei natürlich. Wir haben ganz viele Luftboote dabei von verschiedenen Anbietern. Das ist mittlerweile der Trend in der älteren Generation, die halt nicht stehen wollen, dass man gemütlich sitzt und, äh, schön über den See oder den Fluss fahren kann mit Gepäck, ohne Gepäck. Das ist dann ganz, äh, praktisch. Dann haben wir natürlich Stand Up Paddle Boards dabei. Die in verschiedenen Formen, Maßen, also für jeden Anspruch, äh, der grade auf dem Markt in der Klasse aktiv ist, äh, da ist. Wir haben Faltboote dabei, also diese sogenannten Origami Kajaks. Ähm, da freu ich mich immer drauf, weil die wirklich, wirklich toll fahren.

Und, ähm, wir haben zwei Schlauchboote dabei mit Elektroantrieb. Und, äh, Schlauchboote, also, äh, von nem hochwertigen Anbieter, die, äh, auch in eine Garage reinpassen. Das Set wiegt so, ja, ich würd sagen, knapp dreißig Kilo, ist geschätzt. Ähm, und das krieg ich auch ganz entspannt in die Garage rein, weil die Elektromotoren wiegen an sich nix. Bei nem Verbrenner, das geht auch noch, da muss ich aber schon 'n bisschen aufs Gewicht achten. Aber dass die Leute, die sich damit schon beschäftigt haben, wissen das auch. Ähm, aber 'n E-Motor wiegt mal gut, ja, dreißig Kilo weniger.

Okay, das ist ja 'ne Hausnummer. An wie vielen Standorten macht ihr Station als letzte Frage zum Thema Paddeln macht Spaß?

Ähm, wir sind an acht verschiedenen Standorten. Also wir sind quasi von der Mecklenburger Seenplatte bis, äh, nach an die österreichische Grenze, da sind wir dann vertreten und das dann in der Breite.

Da packen wir euch, liebe Hörerinnen und Hörer, den Link auch noch mal in die Folgenbeschreibung, damit ihr nach dem Hören dieser Folge in Ruhe gucken könnt, ob das vielleicht was für euch sein könnte und ob's irgendwas bei euch in erreichbarer Nähe gibt. Ich würd gerne jetzt einmal so 'n bisschen zum Thema Ausrüstung und Einsteiger kommen. Du hattest ja gesagt, ähm, so 'n Paddle Board oder, äh, Kajak oder was auch immer ist sehr individuell. Worauf muss ich da beim Kauf achten? Kommt's da auf die Größe an? Kommt's auf mein Körpergewicht an? Oder wovon hängt ab, welches Board oder welches, äh, Kajak, welches Kanu am besten zu mir passt?

Also grundsätzlich kommt es darauf an, ähm, was möchte ich damit machen? Möchte ich es nur über den See cruisen und sagen, es ist für mich so 'ne Badematratzenersatz? Oder möchte ich, äh, schon 'n bisschen längere Strecken fahren? Nutz ich das nur einmal im Jahr oder nutz ich es regelmäßig, ne? Das ist dann auch 'n bisschen die Frage der Investition, ne. Ähm, bei den Kajakskanadiern ist es so 'n bisschen, wie ist mein Körpergewicht? Wie ist meine Größe natürlich an sich? Und wie viel Gepäck möchte ich mitnehmen? Das ist relativ einfach und so in groben Zügen genau das, was, äh, was ich dafür als Erstes brauche. Beim Stand Up Paddling hab ich jetzt die Herausforderung, ich stehe drauf, hab 'n ganz anderen Schwerpunkt.

Da kommt neben dem Gewicht und dem, was möchte ich mit dem Board machen, möchte ich sportlicher fahren, möchte ich lange Touren machen oder es wirklich nur als Badeinselersatz nehmen, kommt da noch so 'n bisschen meine körperliche, äh, mein körperlicher Gleichgewichtssinn hinzu. Ne, das heißt, äh, ich sollte da auf jeden Fall nie blind kaufen, sondern erst mal ausprobieren und da empfehlen wir halt immer Kurse, um zu schauen, wie reagiert mein Körper drauf? Äh, krieg ich das vom Gleichgewichtsgefühl hin? Manchmal dauert's immer 'n paar Minuten, bis der Körper gelernt hat, dass er zwar 'n wackligen Untergrund hat, aber es eigentlich nix Schlimmes ist. Aber um die ein, zwei Prozent der Menschen, die das nicht haben, schon mal auszuschließen, um vielleicht eine Fehlinvestition zu vermeiden, äh, macht ein Kurs Sinn.

Und dann lerne ich auch direkt die Grundregeln: Wie mache ich es? Wie kann ich sicher einsteigen? Wie kann ich aussteigen? Und vor allem, wie verhalte ich mich sicher in der Natur? Das ist ja auch 'n ganz, ganz wichtiges Thema. Und natürlich auch, äh, wie verhalte ich mich im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern auf dem Wasser? Da gibt's ja auch wie-wieder bestimmte Regeln und die müssen halt auch beachtet werden, um nicht vielleicht, äh, aus Unwissenheit eine Strafe zu bekommen.

Sind die mehr oder weniger europaweit gleich oder muss ich da in jedem Land, wenn ich irgendwie aufs Wasser möchte, mich noch mal extra informieren?

Die Regeln sind europaweit gleich. Ähm, also was man sich grundsätzlich merken sollte, um wirklich ganz sicher zu sein: Berufsschifffahrt, also alles das, womit Geld verdient wird, hat immer Vorfahrt und wir sind, äh, die fast schwächsten Teilnehmer am Wasser. Wenn wir überall ausweichen und nicht auf irgendwelche Vorrechte, die wir vielleicht haben, äh, pochen, dann fahren wir sicher. Und, äh, das empfehlen wir auch jedem, weil selbst wenn ich Vorfahrt von 'nem anderen Wassersportgerät hätte, der andere weiß das vielleicht nicht und der hat 'n massive, 'ne massive Bauart und ich tu mir weh und das wollen wir dadurch vermeiden. Deshalb einfach vorausschauend fahren und das Wasser ist träge.

Das heißt, äh, ich hab genug Zeit, wenn ich nach vorne gucke, um zu sehen, was da passiert.

Okay, ich wollte dich jetzt auch nicht unterbrechen, aber das hat mich jetzt noch mal interessiert, weil da sieht man ja teilweise, wenn man unterwegs ist, selber auch die verrücktesten Dinge.

Genau, das ist aber auch 'ne sehr wichtige Frage und das ist halt immer das, äh, wir nennen's immer das Klientel, was sich dann im Discounter oder im Baumarkt 'n Board holt, am See selber auspackt, den Müll dann wahrscheinlich noch nicht mal wegräumt und dann aufs Wasser geht und die Regeln nicht beachtet, das Material gar nicht richtig zusammengebaut hat. Und das, deshalb ist Prävention eigentlich ganz sicher für das, für das eigene Leben. Letztendlich kann man, man ist am Wasser, man kann theoretisch ertrinken und, äh, da ist 'n bisschen, äh, ja, sich selber schlaumachen schon sinnvoll. Und wenn man dann weiß, ich kann drauf stehen – jetzt kommen wir wieder zu deiner Ausgangsfrage zurück – ich kann drauf stehen. Ich, äh, weiß, äh, was ich möchte. Ich nehme an, ich möchte gerne Touren fahren, Städtetouren.

Dann würd ich empfehlen, so jetzt grob gesagt, du kriegst 'n Board mit, äh, Volumen XY, was zu deinem Körper passt und zu dem, was du noch mit als Gepäck hinzunehmen willst. Ne, das muss man ja immer mit einberechnen und vielleicht noch der Hund mit da drauf, der wiegt, vielleicht ist es 'n Labrador, dann wiegt der auch noch mal 35 Kilo. Das muss das Brett ja auch tragen können. Und, äh, dann findet man das passende Board für den Körper und das sollte man in der Regel auch mal vorher Probe fahren. Deshalb sind wir ja zum Beispiel unterwegs, dass die Leute es können. Und dann muss man sich entscheiden: Möcht ich, äh, 'n sehr hochwertiges Board haben? Oder möcht ich, äh, ja, es gibt auch gute Einstiegsboards, aber die findet man in der Regel halt nicht bei, äh, im, im Discounter oder bei Amazon, sondern meistens wirklich im Fachhandel.

Den's halt auch online gibt, aber da kann ich's halt dann weniger testen. Aber ich empfehle da ganz stark: Gebt lieber 'n paar Euro mehr aus für gutes Material, egal ob's 'n Kanadier, 'n Kajak oder 'n SUP ist oder auch 'n Faltboot. Da habt ihr einfach lange was davon. Und wir sehen, Faltboot ist 'n gutes Beispiel. Es gibt 'ne Traditionsmarke, die Boote fahren seit 50 Jahren und die gehen nur kaputt, wenn die Leute sie halt ungenutzt in ihren Fächern vergammeln lassen.

Du darfst die Marke ruhig nennen. Es ist keine bezahlte Werbung, aber wir können ruhig auch über Marken sprechen, wenn du welche hast, die du wirklich empfehlen kannst.

Ja, wie gesagt, bei, bei den Faltbooten ist es, äh, zum Beispiel die Firma Klepper, Traditionsunternehmen, was jetzt wieder neu aufgestellt ist. Bei den, ähm, Origami-Booten ist es, äh, Oru Kayaks, die, äh, 'n sehr tollen Deutschlandvertrieb haben, der 'n tollen Kundenservice hat. Das hab ich seltenst erlebt. Und, äh, bei den Kanadiern ist es auch 'ne deutsche Firma, die Firma Guts in Köln, die einfach 'ne, ja, Handwerkskunst macht. Und, äh, das sind so in dem Bereich die Produkte, die, die ich blind empfehlen kann. Und, ähm, ich sag mal, alles, was so im Aufblasen ist, da gibt's verschiedene Anbieter, die man dann auf unserer Tour-Seite auch sehen kann, ähm, weil die sind alle in ihrem Segment gut, weil sonst würden wir sie auch nicht mitnehmen.

Wenn jetzt jemand sagt, ich möchte mir das mal näher anschauen und plane vielleicht auch, mir zum Beispiel 'n Stand-up-Paddleboard zu kaufen. Was wären denn so die, die preislichen Ranges, wo du sagst, zu dem Preis kann man einsteigen und bekommt schon 'ne ordentliche Qualität? Und was müsste ich vielleicht für 'n, ähm, eher hochwertiges Produkt hinlegen in den verschiedenen Segmenten? Also Stand-up-Paddleboard, Kajak, Kanadier.

Bei Kanadier kommt's jetzt drauf an, äh, was für 'n Material du möchtest, ne. Wenn du 'n schweres, äh, Produkt haben möchtest und wir reden von Kanadiern, von, von, äh, halt, äh, Wassersportgeräten, wo ich die ganze Familie mitkrieg, wo ich viel Zuladung hab, da fängt es je nach Material schon ab so fünfzehn, sechzehnhundert Euro an, immer plus Paddel, ne. Und, äh, wenn ich 'n Carbon haben möchte mit Holzrand und so weiter, dann geht's natürlich auch höher. Beim Kajak fängt's 'n bisschen, äh, sei, würd ich so sagen, so ab die achthundert, neunhundert Euro an, dass ich da schon was, äh, Gutes bekomme. Bei den, äh, ja, ich se, nenn's immer bei den flexibleren Booten, ich sag mal, so 'n Origami-Kajak fängt ab tausend Euro an und, äh, je nachdem, wie groß es ist, wird's dann auch so bis ein, ja, zwei, zweieinhalb tausend kann das schon mal werden.

'N Faltboot an sich, äh, die liegen dann auch schon eher zweitausend Euro und drüber. Und bei den Stand-up-Paddleboards ist es, äh, so: Es gibt Einsteiger-Sets, die fangen so, ich würd sagen, siebenhundert Euro. Dann hab ich zumindest schon mal 'n halbwegs ordentliches Paddel mit dabei. Das ist aber dann das Erste, was man irgendwann zum nächsten Geburtstag updaten sollte. Und wenn man jetzt, sag ich mal, als Einsteiger, wenn ich das jetzt aus meiner Erfahrung nehmen könnte, bin ich bei dem Board bei achthundert Euro. Da kommt dann noch die Leash, die Sicherungsleine dazu mit 'n paarunddreißig Euro und 'n Carbonpaddel oder 'n Carbon-Composite-Paddel, also sag ich mal, zwischen hundert und zweihundertdreißig Euro. Da bin ich mit grob tausend Euro dabei. Dann hab ich aber auch 'ne hochwertige Qualität, wo ich die, ja, nächsten Jahre eigentlich nichts, äh, mehr drüber, nicht mehr drüber nachdenken muss.

Und was brauche ich sonst noch an Ausrüstung? Also ich hab jetzt vielleicht schon, ähm, 'n, 'n Kajak oder auch 'n Board im Blick, hab, weiß, dass ich mir, ähm, Paddel dazu kaufen muss, aber damit ist es ja wahrscheinlich noch nicht getan.

Nein, Paddel braucht man natürlich, klar, aber was braucht man so ba-basic für alle ist 'n Drybag. Das ist quasi 'ne Tasche, ähm, es ist wie so 'n Sack, den, da kommt mein Mat..., alles rein, was nicht nass werden darf. Den kann ich oben zudrehen und dann zuclipsen, dann ist der wasserdicht, ne. Im Kanadier oder im Kanu-Kajak kann ich auch wasserdichte T-Tonnen dazunehmen. Ähm, also ich brauche etwas, um meine Sachen wie Schlüssel, Handy, äh, Portemonnaie, was zu essen, Ersatzkleidung. Ich kann ja auch mal ins Wasser springen oder ins Wasser fallen. Das passiert beim Wassersport nun mal. Dass ich das aber trocken dabei habe. Dafür gibt's halt diese Tonnen und Drybags. Ähm, ich würde immer empfehlen, 'n Erste-Hilfe-Set dabei zu haben, ähm, 'ne Sonnenbrille, weil das Wasser ref-reflektiert die Sonne und ich kann manchmal viel besser sehen, was im Wasser schwimmt, wenn ich 'ne, am besten 'ne Sportbrille anhabe, weil, äh, Sportbrillen sind, äh, meistens, äh, haben 'ne polarisierende Beschichtung und dann krieg ich 'ne andere Tiefenschärfe.

Das hilft mir ungemein. Natürlich Sonnencreme und 'n Käppi, weil wenn ich aufm Wasser bin, ähm, da reflektiert die Sonne halt und man wird, kriegt ganz schnell 'n Sonnenbrand oder sogar 'n Sonnenstich. Da kann man sich 'n bisschen vor schützen. Ähm, wenn ich aufm Stand-up-Paddleboard dabei bin, auf jeden Fall 'ne Leash. Das ist 'ne Leine, die ich am Fuß, am Knie oder um die Hüfte habe, wo ich mit dem Board verbunden bin. Das heißt, ich falle aus irgendwelchen Gründen ins Wasser, aber das Board ist in Armreichweite. Das heißt, ich kann mich überall dran festhalten. Bei allen Wassersportarten empfehlen wir, äh, Schwimmhilfen, also Rettungswesten, so entweder Feststoff, je nach Einsatzgebiet oder es gibt auch so aufblasbare Systeme, ähm, je nach Anwendungsbereich, die ich dann auslösen kann, wenn ich Bedarf habe oder die auch automatisch auslösen.

Sind das die, die man aus dem Flugzeug kennt?

Vom Prinzip her ist es das gleiche System, genau.

Okay.

Also die sind, ich hab jetzt keins hier, was ich hier zeigen könnte, aber wir haben solche Systeme auch mit dabei. Die kann man sich dann vor Ort auch mal anschauen. Also vom Prinzip, sie sehen die in anderer Form so aus wie die aus dem Flugzeug, sind dann aber 'n bisschen praktischer für den Transport.

Okay. Du hattest ja eingangs auch schon kurz das Thema Transport der Wassersportgeräte angeschnitten. Ähm, das gehört aber ja auch noch mal so 'n Stück weit mit zur Ausrüstung, weil ich muss die Dinger ja dann auch irgendwie an Ort und Stelle bringen. Was gibt's denn da für Trägersysteme? Zum Beispiel, wenn ich jetzt im Fahrzeug nicht genug Platz habe.

Also erst mal grundsätzlich alles, was aufblasbar ist, hat je nach Qualität, also wie viel Geld du ausgibst, hat einen sogenannten Transportsack mit dabei. Je nach, äh, Marke, äh, und Preislage kriegst du quasi schon 'n wie so 'n Koffertrolley, den du entweder hinter dir herziehen kannst oder als Rucksack benutzen kannst. Das heißt ungefähr dann Reisekoffergröße und da findest du eigentlich immer Platz. Wenn du jetzt, ähm, Sachen aufs Dach oder an die Seite transportieren, an der Seite transportieren möchtest oder musst, äh, brauchst du natürlich oben irgendwie 'n T-Träger, also den klassischen Grundträger, wo du dann de, die speziellen Halter dran machst. Die kriegst du im Fachhandel. Die gibt's dann für jedes Wassersportgerät, sowohl klassisch von Thule, also, oder vom, vom Spezialhersteller, der übrigens viel praktischer ist und auch nicht viel teurer.

Da gibt's 'ne Firma Zölzer in, im Ruhrgebiet, die macht tolle Trägersysteme, die nicht viel teurer sind, äh, als, als die, diese Massenware. Aber da hab ich auch die Möglichkeit, wenn ich 'n hohes Fahrzeug hab, über 'ne Schiene mir das ganze System oder das Board dann auf Bauchhöhe runterzuholen. Das heißt, es schafft auch selbst, ich, ich sag's mal so ganz profan, 'ne ältere Dame mit, mit fünfzig Kilo Gewicht kriegt dann das, äh, Kajak ohne Probleme oben aufs Fahrzeug drauf. Wenn ich jetzt zum Beispiel so 'n, äh, Kastenwagen habe, hab ich zwei Möglichkeiten. Wenn es, äh, meiner Ethik entspricht, äh, und ich es gut einpacke, kann ich's hinten über die, die Heckklappe natürlich, äh, im Fahrzeug transportieren. Wenn ich am, äh, Einsatzort angekommen bin, kann ich's ja neben das Fahrzeug legen.

Wenn ich mir ganz unsicher bin, nehm ich mir noch, äh, 'n Stahlseil mit, um es abzuschließen oder am Fahrzeug festzumachen, weil das ist ja schon hochwertig, aber ich sag mal, so, so 'n großer Kanadier wird selten geklaut, weil man muss ja auch das entsprechende Transportsystem dann dabei haben. Und, ähm, für die, die jetzt, sag ich mal, so 'n Hochkastenwagen haben, der aber total zugebaut ist, da kann ich mir, ähm, an der Seite so sogenannte J-Träger machen. Die hat man früher im Surfen schon benutzt bei den Bullis. Da kann ich dann das Wassersportgerät einhängen, festmachen und bin dann 'n bisschen breiter. Das heißt, ich muss beim Transport aufpassen, wenn ich zu eng irgendwo dran fahre, dass ich nicht über den Spiegel komme oder wenn das 'n Ticken drüber ist, äh, ja, sich nicht erwischen lassen und, ähm, die Kurven nicht zu eng nehmen.

Und nicht zu knapp überholen, vor allem wenn es sich um 'n Radfahrer handelt. Okay, dann haben wir den Transport jetzt schon mal so weit gelöst. Ähm, jetzt geht's um die Auswahl des passenden Reiseziels. Du hast ja auch schon sehr viel Erfahrung. Du bist viel rumgekommen in Deutschland wie auch in Europa. Was würdest du denn sagen, welche Regionen in Deutschland und den Nachbarländern sind besonders geeignet für, ähm, Paddelfans und, äh, wo ist es vielleicht auch sehr reizvoll landschaftlich?

Das ist ja natürlich immer Geschmackssache. Die, der eine möchte mehr ans Meer. Am Meer kann ich's grundsätzlich probieren, ne. Da muss ich das passende Sportgerät dann dazu haben. Beim Stand-Up-Paddeln zumindest dann auch die gewisse Erfahrung, weil da ist natürlich 'n bisschen welliger und entsprechend, äh, wackeliger. So von den Gebieten her, ich persönlich mag, äh, Deutschland sehr gerne. Äh, wenn ich jetzt in Natur will, hab ich die Plöner Seenplatte oben im Norden, im Osten die Mecklenburger Seenplatte, wo ich mich eigentlich wochenlang austoben kann. Ähm, in Bayern hast du viele schöne Seen, die auch sehr reizvoll sind und man hat dann auch immer die Überlegung, entweder mache ich Tagestouren, da bin ich eher an 'nem See oder ich bin in einem Seengebiet und kann dann wandern.

Also das heißt, jeden Tag mit 'm Zelt, äh, auf 'nem anderen Stellplatz oder Wasserplatz, äh, ja, übernachten und, äh, verschiedene Dinge sehen. Das ist ja jeder individuell, ne. Wenn ich jetzt klassisch mit 'm Camper oder so unterwegs bin, werd ich meistens an 'nem See sein. Es sei denn, der Partner fährt immer zum nächsten Ort vor. Äh, was mich auch immer reizt, sind Städtetouren. Das heißt, wir waren jetzt in Sevilla paddeln, ähm, aber auch hier wie an der holländischen Grenze, die ganzen holländischen, belgischen Städte, da wo's nicht verboten ist, äh, kann man wunderbar Historie vom Wasser aus erleben. Also das sind dann Eindrücke, die sind schon sehr, äh, ja, die machen einen schon manchmal atemlos, was man da sieht.

Du hast jetzt eben erwähnt, da wo's nicht verboten ist, woher weiß ich denn, wo ich paddeln darf und wo nicht? Gibt's da irgendwelche Grundregeln, wie zum Beispiel niemals in Naturschutzgebieten oder muss ich mich da immer vor Ort, äh, spezifisch schlaumachen?

Also grundsätzlich ist es überall da erlaubt, wo es nicht verboten ist, ne. Das ist aber 'n sehr dummer Spruch, weil oft, äh, wissen das, äh, die Paddler gar nicht, wenn sie nicht in 'nem Verein sind. Also über Vereine bekommt ihr sehr, sehr viel Auskünfte über den Deutschen Kanuverband und, äh, dann über die Träger der Gewässer. Also wenn ich jetzt zum Beispiel, äh, bei uns ist so, gibt's den Niersverband, der hat die Niers, die er betreut. Da kann ich dann nachfragen und da gibt's bestimmte Regelungen für verschiedene Anwendungsgebiete. Das heißt zum Beispiel, die, die professionell Touren machen, dürfen nur in einem gewissen Zeitraum. Private Leute dürfen durchgehend. Es gibt andere Flüsse, die zu bestimmten Jahreszeiten oder nur in einer bestimmten Anzahl pro Tag befahren werden dürfen.

Und ich muss mich selber schlaumachen. Das geht oft über die Tourismusbüros, über die verschiedenen Foren im Internet. Wenn ich halt Kanu, Kajak fahre oder wenn ich Stand-up paddle, ich komme am Ende auf die gleichen Ergebnisse. Das heißt, ähm, da kann man sich dann schlaumachen. Oder wenn man, äh, also das Einfachste ist wirklich über die Vereine, dass man da, äh, Anlauf findet. Ist übrigens dann auch 'n ganz guter Anlaufpunkt, um es noch intensiver zu lernen und man findet auch immer Gleichgesinnte. Das ist natürlich auch ganz passend.

Welche Regionen, ähm, in Europa hast du denn schon selber besucht? Sevilla hattest du grade gesagt, auch unter anderem. Ähm, gibt's noch andere, die du empfehlen kannst? Ich hör zum Beispiel immer von der Ardèche in Frankreich. Warst du da auch schon?

Ich selber nicht. Äh, das hat aber eher damit zu tun, dass unser Urlaub, äh, anders ist, als, äh, wenn jetzt jemand oft nach Südfrankreich fährt. Ich tendiere eher so Richtung, äh, nach, äh, Holland, weil wir's für uns einfach schnell erreichbar ist. Aber die Kinder sind jetzt langsam aus 'm Haus und, ähm, da hab ich jetzt eine ganz lange Liste für Europa und, äh, ich freue mich auf die skandinavischen Länder. Estland ist sehr schön, zum Beispiel da oben und, äh, Großbritannien, weil ich sag mal, ich kann durch London, durch Cambridge paddeln mit einer historischen Kulisse. Das ist einfach 'n Traum. Und da gibt's auch 'ne sehr gute Community, wo man sich dann anschließen kann. Also man tauscht sich wie beim Camping dann auch online aus.

Und, ähm, ja, das ist, das sind so meine nächsten Träume, die ich gerne, äh, umsetzen möchte, sobald ich das richtige Gefährt für mich habe.

Also das heißt, man kann dann da mit 'm Stand-up-Paddling-Board über die Themse schippern.

Ob's jetzt definitiv die Themse ist, weil es sicherlich auch, äh, anderen Schiffsverkehr geben wird, da müsste man sich vorher schlaumachen. Aber zumindest in den Kanälen in der Stadt, äh, kann man fahren. Ich weiß nicht, ob auf jedem. Da müsste ich mich dann vorher natürlich auch noch mal selber individuell schlaumachen, aber es steht halt noch nicht an, weil ich noch nicht so weit bin mit meiner, äh, mit meinem fahrbaren Untersatz, den ich dafür brauche, weil sonst macht's keinen Spaß, weil dann würde ich auch schon 'ne Rundreise machen wollen.

Aber dich zieht's dann eher so 'n bisschen in den Norden eher als jetzt nach Südfrankreich, Portugal.

Nee, eigentlich, äh, nicht, aber auch das ist, äh, für mich interessant, sage ich mal, wenn, äh, ich im Winter nicht weiß, wo ich paddeln soll, da ist es dann schön warm. Ähm, und, äh, auch da, da muss, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Ich muss halt schauen, wie komme ich da hin? Äh, und auch da macht es, äh, keinen Sinn, über Hotels zu gehen und mit dem Auto runterzufahren, sondern da muss man schon 'n Campingfahrzeug haben, um wirklich zu sagen, ich bin drei Wochen da und fahr verschiedene Seen, Flussabschnitte ab und das ist traumhaft dort. Also im Winter perfekte Paddelbedingungen. Wenn man gemütlich fährt. Also jetzt, wir reden nicht von Rennen oder so was.

Ja. Ich, ich hab ganz vergessen, dich eingangs zu fragen: Mit welchen Wassersportgeräten bist du denn mit deiner Familie unterwegs?

Also im Moment mit Stand-up-Paddleboards oder mit, äh, Kanadier oder mit 'nem Origami-Kanu. Ähm, früher noch mit 'm Jetski und, äh, auch mal Motorboot. Also das, äh, ist immer so 'n bisschen, wie alt die Kinder waren und jetzt mittlerweile sind die Kinder halt, gehen die ihren eigenen Weg und dann bin ich eher da mit, mit den mobilen Sachen unterwegs, um einfach diese Städte-Erfahrung zu sammeln, weil ich's einfach schön finde.

Worauf achtest du denn? Ihr seid ja in erster Linie auch immer campingtechnisch unterwegs, wenn ihr paddeln geht. Worauf achtest du bei der Auswahl deines Campingplatzes und was kannst du da vielleicht unseren Hörerinnen und Hörern an Tipps mitgeben?

Also wenn wir beruflich unterwegs sind, dann sind wir natürlich auf großen Campingplätzen, wo viel los ist, wo wir, wir wollen Remmidemmi haben, ne. Wir wollen natürlich, dass viel, dass wir viele Menschen erreichen. Wenn ich privat unterwegs bin, äh, also ich liebe Naturcampingplätze, ich brauch total wenig. Also ich, äh, bräucht, glaube ich, äh, noch nicht mal Solar, äh, obendrauf, wenn ich 'ne Woche unterwegs bin. Ich hab so mobile Solarpanel, da komme ich mit aus. Und, ähm, ich bin da total froh, wenn ich einfach meine Ruhe habe, 'n Buch hören kann und, äh, mich entspanne auf dem Wasser. Aber da ist jeder individuell, ne. Also, äh, ich brauch da meine Ruhe und, äh, dann er-erlebt man die Natur auch und deshalb macht man das Ganze ja auch.

Man ist ja so nah an der Natur wie fast sonst nirgendwo.

Achtest du darauf, ob die Campingplätze direkt am Wasser liegen oder sagst du, ist mir eigentlich egal, ich fahr auch sonst mit dem Auto irgendwohin in der Gegend?

Wenn ich dann das entsprechende Fahrzeug dabei habe, ist mir das egal, weil dann bin ich ja mobil und, äh, fahr dann abends wieder zum, äh, Campingplatz zurück. So haben wir das zum Beispiel in Holland, als wir mit den Kindern früher waren, auch gemacht. Da mussten wir zum Strand halt auch immer noch mal, glaube ich, drei Kilometer fahren mit dem ganzen Kladderadatsch, den man bei kleinen Kindern und Jugendlichen mitnimmt. Also das ist gar nicht so wichtig, äh, wenn die Infrastruktur stimmt. Der Vorteil, ähm, ist dann natürlich, wenn es nicht direkt am Campingplatz ist, äh, es ist nicht ganz so laut und überlaufen. Kann aber auch wiederum den Charme haben, wenn ich mit Familie unterwegs bin, dann hab ich ja lieber alles an einem Ort. Ich muss nicht immer alles einpacken, hin und her schleppen, sondern ich kann mich als Erwachsener ein bisschen auf mich konzentrieren und die Kinder sind autark, weil ganz viele Kinder da sind und auch die nutzen dann natürlich das Wasser, wenn's Wetter schön ist oder auch wenn's regnet, weil die nutzen's eigentlich immer - sind ja Kinder - und, äh, haben Spaß ohne Ende.

Kinder haben irgendwie kein Kälteempfinden, hab ich immer so den Eindruck. Wenn ich irgendwie am Strand sitze und 'n Pulli anhabe, dann seh ich immer 300 Kinder, die aus dem Wasser nicht rauszubekommen sind. Also vielleicht von daher auch 'n guter, ähm, Ansatzpunkt für Urlaub mit der Familie, weil die Kinder dann natürlich auch mit dem ganzen Paddelthema so 'n bisschen beschäftigt sind und sich auspowern können, oder?

Also wir haben, wir haben 'ne sehr gute Historie jetzt nach, äh, zehn Jahren, dass wir sagen können, wenn an dem Tag es geregnet hat, haben wir trotzdem viele Fahrten, ähm, wo Leute kommen. Ähm, das Wetter ist, äh, nur 'ne Sache von Kleidung und von der Grundeinstellung, ne. Wenn ich jemand bin, der sagt, es regnet oder eine dunkle Wolke ist da und geht dann sowieso nicht vor die Tür, dann werd ich das auch nie auf dem Wasser haben. Aber wenn Kinder, denen ist sowieso egal, ob die nass werden, aber danach, äh, werden se halt wieder trocken. Ist so.

Ich, ich gehör eher zur ersten Kategorie. Ich bin diejenige, die sich einschließt zu Hause, wenn's regnet.

Siehst du und wir sind zwischen Weihnachten und Neujahr bei zwei Grad mit starken Windböen durch Amsterdam gepaddelt.

Och, okay.

Mit der richtigen Kleidung natürlich.

Mhm.

Ja, dir ist nicht kalt, ne. Du bist warm eingepackt und, äh, hast, ja, kaum Verkehr auf dem Wasser und du kannst die Stadt, du kannst 'ne Stadttour machen. Das ist traumhaft.

Darfst du nur nicht ins Wasser fallen.

Ja, dann passiert auch nicht viel. Also im Winter haben wir sogenannte Trockenanzüge an.

Okay.

Und, äh, da wird, werden die Haar-Haare werden ein bisschen nass, aber das war's. Der Rest ist ja eingepackt. Und dann ziehst du dir halt 'ne andere Mütze auf und dann ist das Thema wieder durch.

Auf die Städtetouren möcht ich gleich noch mal kurz zu sprechen kommen, ähm, weil das für mich 'n Thema ist, was wirklich komplett neu ist. Also ich hab nie darüber nachgedacht, dass es ja eigentlich 'ne gute Idee ist, auch Städte mal vom, vom Wasser aus zu erkunden. Aber noch mal ganz kurz zurück zum Campingplatz. Gibt's auf Campingplätzen, die sich vielleicht auch so 'n bisschen auf das Thema Wassersport, ähm, nicht spezialisiert haben, aber die das zumindest im Konzept so 'n bisschen mit drin haben. Gibt's da auch so was wie Trockenräume, wie man das von den Wintersport-, also Ski-Campingplätzen kennt?

Also meines Wissens nicht. Äh, was wir erlebt haben, also und ich habe relativ fast alle, die am Wasser sind, zumindest die in die Infrastruktur passend schon gesehen in Deutschland. Ähm, da gibt's keine separaten Trockenräume für. Also es gibt ganz wenige, die verleihen selber das ein oder andere Wassersportgerät, abgesehen jetzt von dem Tretboot. Aber dann ist das, äh, meistens, äh, wenn ich das mal so sagen darf, heruntergerotzt und, äh, ganz schlechte Qualität, weil man möchte natürlich, äh, viel Umsatz machen mit möglichst wenig Einsatz. Und ich bin da immer sehr vorsichtig. Da haben wir schon sehr viele skurrile Sachen erlebt. Ähm, ich glaube, dass es in so Luxusresorts, da bin ich aber weg vom Camping, sondern in Hotels, dass, dass die da gutes Material dahaben, weil einfach das Klientel da ist.

Aber dass der normale Camper an sich, äh, dann doch eher selber sein Wassersportgerät mitbringt.

Gibt's auch Vermietstationen, ähm, zum Beispiel von Anbietern? Wenn ich sag, ich möcht mir jetzt nicht gleich alles selber kaufen, sondern möcht es einfach mal im Urlaub ausprobieren, die jetzt also nicht auf den Campingplätzen, sondern richtig mit gutem Equipment.

Ja, definitiv. Also grade jetzt, sag ich mal, Mecklenburger Seenplatte, Plöner Seenplatte, da gibt es ausreichend Vermieter, die, äh, jedes Jahr ihr Material wechseln, also da wo auch gutes Material da ist. Das wird's in anderen Regionen auch geben. Da muss man einfach nur mal nach links und rechts gucken. Und letztendlich, äh, wenn ich's bei Google eingebe, Kanuverleih, Urlaubsregion, dann werd ich schon den ein oder anderen Anbieter haben. Ich muss vielleicht mal fünfzehn, zwanzig Kilometer fahren, aber, äh, meistens fährt man in Deutschland auf Flüssen dann und, ähm, da muss ich sowieso mich mit dem Auto bewegen. Aber das geht natürlich auch im Urlaub mit dem Fahrrad, dass man's mit 'ner Fahrradtour, äh, kombinieren kann. Das ist ja auch ganz schön.

Okay, jetzt hab ich dich ganz schön gelöchert, was dieses Thema Campingplätze angeht. Kommen wir noch mal vielleicht zu den Städtetouren. Da hattest du mir neulich erzählt, dass ihr so was auch anbietet. Also dass man bei euch quasi auch so Städtetouren, ähm, mit dem Thema Paddeln verbinden kann. Kannst du noch mal ganz kurz drauf eingehen, ähm, was, wie das genau abläuft?

Ja, wir nennen das Ganze SUP und Kultur. Das heißt aber nicht, dass die Leute nur suppen, also Stand-up-Paddeln müssen sollen, sondern da kann auch jeder, der irgendwie paddelt, also auch Kanu, Kajak, Kanadier, die dürfen mitfahren. Also es ist sehr offen für alle und wir fahren dann vorher ausgearbeitete Touren durch Städte und schauen uns an, wie die Infrastruktur, die Architektur in diesen, äh, Städten ist. Ich sag mal, in Benelux hab ich sehr viel alte Stadtkerne. Das ist natürlich total toll. Und das Schöne ist, in der Regel ist es in der Hauptsaison immer so voll, grade in diesen, äh, kleinen Dörfern oder großen Städten, die werden von Touristen überlagert. Die schlagen sich oben auf der Promenade die Köpfe ein und gucken, wo wird der nächste Stuhl frei, damit ich mein Handtuch da hinlegen kann.

Und wir sind immer ganz entspannt auf dem Wasser. Und cruisen da durch, schauen uns das Ganze mit Abstand an und genießen die Ruhe. Und wenn wir sagen: „Hey, jetzt wollen wir mal 'ne Pommes essen oder was trinken", dann fahren wir ans Ufer oder an den Kai dran, steigen aus, setzen uns dann auf die Mauer und, äh, packen aus oder holen uns schnell was. Und wir haben nicht diesen Stress dabei, den, den die normalen Fußläufigen haben. In Utrecht ist es so, wir fahren quasi durch die Fußgängerzone durch. Oben links und rechts drängeln sich die Leute, äh, Schulter an Schulter und wir sind da ganz entspannt aufm Wasser und genießen die Atmosphäre. Also das, äh, ist, ist was ganz anderes. Das muss man eigentlich erlebt haben, um es zu verstehen und man wird keine Stadttour mehr machen, äh, oben, sondern immer vom Wasser aus.

Ja, wir träumen ja immer davon, vom Wasser aus verschiedene Strände und Buchten an sämtlichen Reisezielen zu erkunden und so kleine Inseln. Ähm, da sind wir grade so 'n bisschen dran zu überlegen, wie wir das künftig am besten machen können, weil da kommst du natürlich auch dann an Ecken, wo man jetzt fußläufig oder gar mit'm Auto nicht hinkommt.

Ja, aber ihr seid ja viel unterwegs und ihr braucht ja nur das Wassersportgerät. Euch natürlich vorher erkundigen, zu welcher Tages-, Nachtzeit, äh, ihr da auch hin könnt, je nachdem wo ihr seid mit Ebbe und Flut. Und das, das sollte man schon beachten oder mit Strömungen. Aber vom Prinzip her habt ihr Platz in euerm Camper, um 'n SUP oder 'n Kajak zu transportieren und müsst es einfach nur machen.

Jetzt ja. Vorher hatten wir keinen Platz, aber jetzt können wir uns 'n bisschen mehr erlauben. Da werden wir auch noch mal auf dich zukommen zu gegebener Zeit. Und dann müssen wir noch unseren Hund dazu bringen, mal auf so 'nem SUP drauf stehen zu bleiben oder sich hinzulegen und nicht immer ins Wasser hüpfen zu wollen, aber das ist 'n anderes Thema. Das gar nicht so einfach bei der kleinen Zwiebel.

Das funktioniert aber relativ einfach mit 'n paar Leckerlis. Und, ähm, ja, wichtig zu beachten, wenn ihr mit dem Hund aufs Wasser geht, schaut, dass der Hund, äh, 'ne Schwimmhilfe anhat. Nicht, dass der Hund nicht schwimmen kann, aber wenn ihr den Hund dann wieder aus dem Wasser hochholt-

Mhm.

Ähm, euer ist jetzt natürlich kein Schwergewicht, aber ihr könnt ihn besser packen und der Hund kriegt Panik eventuell, wenn er nicht hochkommt und der spürt, dass ihr dann Panik kriegt. Mit dem Griff, äh, an der Schwimmhilfe könnt ihr ihn einfach hochheben, oben draufsetzen. Der schüttelt sich, ihr werdet auch nass und, äh, dann geht's weiter. Also unser Hund legt sich einfach hin und zwischendurch springt er ins Wasser. Der läuft mittlerweile von Bord zu Bord, wenn wir mit der ganzen Familie unterwegs sind.

Okay, aber den habt ihr wahrscheinlich dann, äh, schon sehr frühzeitig als Welpen daran gewöhnt oder geht das mit 'nem erwachsenen Hund auch noch?

Äh, unser Hund ist 'n Labrador. Da war's eher 'n bisschen die Herausforderung, dass er sitzen bleibt. Aber wir haben auch oft Schüler, die, äh, mit ihren Hunden kommen und wo wir das dann üben. Und wenn der Hund gut hört und, äh, das Herrchen oder Frauchen tiefenentspannt ist, dann funktioniert das ganz einfach. Sollte das nicht der Fall sein, dann, äh, holen wir immer noch 'ne Hundetrainerin dazu und zu 80 % klappt das dann. Es gibt immer besonders schwere Fälle, da geht's dann nicht.

Ja, da hab ich hier gerade einen auf dem Schoß sitzen. Unsere will ja immer ins Wasser. Also bei uns wär nicht das Thema, dass sie Angst hätte, weil die ist es ja gewöhnt, irgendwie mit uns überall hinzufahren, Flugzeug, Auto, alles kein Thema, aber die ist ja nicht aus dem Wasser rauszubekommen. Die ist so'n, echt so'n Labrador im Terrier-Körper. Aber wenn du sagst, da kann man auch bei euch, äh, das so'n bisschen mit trainieren. Ich hab ja schon angekündigt, als wir uns unterhalten hatten, dass wir mal bei euch vorbeikommen werden. Dann werden wir den Hund mitbringen, dann lernt die mal, was gute Erziehung ist.

Ob die von mir dann gute Erziehung lernt, das-

Leckerchen

... wage ich dann zu bezweifeln.

Leckerchen kriegt die von dir.

Aber ja, das, das kriegen wir hin. Aber in, wenn der Hund wasseraffin ist und keine Angst hat vor diesen Untergründen, also vor diesem Gummi, dann in der Regel funktioniert das dann. Weil irgendwann sind die Hunde auch müde, die setzen sich dann zwischen die Beine und, äh, schauen sich das Ganze schön an oder pennen. Also wir haben Hunde bei uns am See, die schlafen auf dem Wasser.

Ach schön.

Also ist wirklich faszinierend.

Ja, dann gucken wir mal. Dann würd ich jetzt mit Blick auf die Zeit, ähm, schon so'n bisschen in Richtung Ende kommen, aber ich möcht mir natürlich noch 'n paar persönliche Tipps von dir abholen, und zwar zu konkreten Campingplätzen. Unser Thema ist ja Camping und Paddeln. Und da hast du doch sicher welche, nachdem du schon so viele gesehen hast, die du jetzt persönlich besonders empfehlen kannst.

Also für mich, äh, ist so eins meiner Highlights auf jeden Fall, äh, der Campingpark Augsfelde. Der ist oben an der Plöner Seenplatte und ist am Vierersee, der an das Wassernetz der Plöner Seenplatte angeschlossen ist. Das ist ja Norddeutschlands größtes Wassersportrevier. Der Campingplatz ist, äh, nett, also hat 'n tolles Team dort. Ähm, ist natürlich immer Geschmackssache, der ist jetzt 'n bisschen größer. Aber die Ausgangssituation, die da ist und der Strand, den die haben, ähm, sagen wir so, die Katalogbilder eines großen Reisemobilanbieters sind dort am Strand gemacht worden und, äh, da darf eigentlich keiner hin. Das ist halt dann nur zu besonderen Geschichten und wir dürfen da unten sein.

Das ist, äh, für unsere Aktion, das ist wirklich schön. Und ich hab die Möglichkeit, dann über diesen Vierersee durch einen kleinen Wasserlauf, wo ich auch absteigen muss, je nach Wasserstand, auf die großen Plöner Seen zu kommen und kann da auch eigentlich tagelang fahren. Und unser Ritual ist halt immer dort, äh, wir fahren dann einen Freund besuchen, äh, über zwei Seen rüber, der eine Segelschule dort hat. Und das ist auch schon 'ne sehr lange Strecke, aber es ist einfach traumhaft schön. Und zwischendurch, äh, nehmen wir dann immer, sammeln wir den Müll aus dem Wasser. Da ist nicht viel, aber auch das machen wir halt immer. Und das ist so für mich Für den Entspannungsfaktor her, äh, mein persönliches Highlight. Wobei ich sagen muss, die Plöner Seenplatte, da hab ich noch nicht die Zeit gehabt, das mal über mehrere Wochen zu machen, ne?

Also das, äh, da, da komm ich auf jeden Fall runter.

Okay, und sonst in anderen Regionen, Bundesländern, gibt's da noch w-- irgendwelche Empfehlungen für unsere Hörerinnen und Hörer?

Eigentlich gibt es, äh, ganz viele Seen, die man empfehlen kann. Ähm, ich sag mal, äh, i-im, äh, im Süden hab ich den, äh, Strandcamping Waging am See. Das ist der wärmste See Deutschlands und oder Bayerns, äh, ich weiß es jetzt grad nicht auswendig, aber das ist auch traumhaft schön. Ich hab zwei aneinandergereihte Seen mit einem wunderschönen Sonnenuntergang und-

Mhm

... Aufgang auch, wenn ich früh aufstehe. Ähm, für uns immer das kulinarische Highlight, die haben ein tolles, äh, Wirtshaus am Campingplatz und da gibt's dann richtig, äh, süddeutsche Küche, was für uns ja, äh, Niederrheiner-

Exotisch ist.

Was Besonderes ist. Nein, lecker.

Ja. Ja, ich weiß, ich liebe auch die, die bayerische Küche ist ja quasi meine Heimatküche. Also Waging am See ist eigentlich 'n Campingplatz, der von der Größe her gar nicht so unser Ding wäre, aber durch die Anlage und auch durch das Team, ähm, wir waren da jetzt auch schon zweimal, ist wirklich, wirklich 'n schöner Platz und man fühlt sich irgendwie gar nicht wie auf so 'nem Riesenplatz, hab ich das Gefühl.

Genau.

Wie ist es bei dir?

Genau so. Also das Team ist mega toll, ne. Der Moritz, einer der Geschäftsführer dort, der ist ja auch immer aufm Caravan Salon, äh, im Tourismusbereich aktiv und, ähm, ja, äh, man fühlt sich wie zu Hause. Und, äh-

Mhm

... obwohl es schon Süd-südliche Verhältnisse sind, dass man wirklich, äh, ohne Barriere nebeneinander steht, hab ich dort nie das Gefühl, dass ich da irgendwie auf 'm Präsentierteller bin.

Mhm.

So von der Stimmung her. Es ist einfach so 'n, so 'n Bauchgefühl, Flair. Und auch die Waschhäuser, das ist, äh, mega neu alles sowieso, aber es war vorher auch schon super sauber. Das, da war immer jemand, der, der geguckt hat. Und wenn es mal 'ne Herausforderung gab, die bei uns ja eher logistischer Herausforderung sind, äh, das wurde alles sofort gemacht und-

Mhm

... ich hab von keinem gehört, die wir da treffen und da sind viele, die wir immer mal wiedersehen, weil sie auch gerne dahin fahren. Äh, die fahren gerne dahin, weil es einfach schön ist.

Und sehr hundefreundlich, auch noch wichtig zu erwähnen.

Ja, die haben 'nen eigenen Hundestrand, 'nen eigenen Hundeplatz und, äh, es ist, äh, die tun sehr viel und haben jetzt auch über den Winter 'ne ganze Menge neu gemacht. Das, ich verfolg das immer so 'n bisschen, äh, weil wir uns ja auf die neue Saison auch sehr freuen.

Werden wir uns vielleicht auch mal wieder sehen lassen. Wir sind ja jetzt relativ in der Nähe. Und dann jetzt wirklich abschließend noch 'n, 'n dritten Campingplatz aus deiner Top-Liste, dann lass ich dich auch in Ruhe damit.

Also ein sehr charmanter Campingplatz ist der, äh, ja, äh, das ist, äh, der Falkensteinsee bei Bremen. Das ist eigentlich 'n ganz, ganz kleiner See, aber die Inhaber des Campingplatzes, Rick und Rieke, die haben quasi damals den Campingplatz übernommen, als wir im ersten Jahr unterwegs waren, haben daraus eine Oase gemacht mit 'nem tollen Restaurant, mit wirklich hochwertigen Waschhäusern. Der Campingplatz wird sukzessiv erweitert. Die haben das dort, die haben eine Riesen-Eventfläche, also so zwei Fußballplätze groß nebeneinander, wo die Mittelaltermarkt machen, äh, Sportveranstaltungen, Konzerte, also wirklich, wirklich toll. Und hinter dieser Eventfläche, jetzt kommen wir wieder auf die Hunde, da haben die noch mal 'n Riesenareal für Hunde-Agility und, äh, 'ne Riesen-Hundefreilauffläche, äh, mit zwei kleinen Tümpeln drin.

Ähm, also das ist schon wirklich, wirklich toll und das ist mit Herzblut geführt. Also das ist wirklich, äh, wenn jeder Campingplatz, äh, jedes Campingplatz-Team so mit Herzblut dabei wär, dann würden zumindest die, die, die noch nicht so ganz rund sind, äh, auch noch rund werden.

Das hast du schön ausgedrückt. Wir machen's einfach so: Wir packen euch alle diese Informationen und auch die Campingplatzempfehlungen in die Folgenbeschreibung. Dann die Seite Paddeln macht Spaß, hab ich ja schon gesagt, nehmen wir auch mit rein. Und da findet ihr ja auch noch mal etliche weitere Campingplätze, die man zum Thema Wassersport auch gut ansteuern kann. Lieber Lars, wir sind am Ende meiner Fragen und am Ende der Folge fast angelangt. Wenn Leute sich jetzt von unseren Hörerinnen und Hörern für das Thema Paddeln interessieren, dürfen die uns Fragen schicken und wir leiten die dann einfach an dich weiter und geben deine Kontaktdaten weiter.

Ja, sehr gerne und man kann uns auch über die Homepage direkt anschreiben. Also alle Wege führen hoffentlich zu uns, nicht nur nach Rom. Und, äh, wir freuen uns ja, wenn wir den einen oder anderen motivieren können, das, äh, Thema Wassersport mal anzugehen. Und wir freuen uns natürlich auch, euch beide dann endlich mal am Wasser und auf dem Wasser zu müssen.

Endlich mal, du hast es jahrelang versucht. Ja, der, der Hallil liegt mir schon ewig in den Ohren mit dem Thema.

Ich geb auch nicht auf.

Nee, ist auch richtig so. Wir müssen jetzt endlich auch mal wieder da 'n bisschen aktiver werden. Und liebe Hörerinnen und Hörer, wer von euch den Lars mal persönlich sehen und treffen möchte, kann auch gerne dieses Jahr in die Starterwelt beim Caravan Salon gucken. Da dann halt nicht so direkt zum Thema Wassersport, sondern eher zum Thema Caravaning. Da berät der Lars nämlich auch mit, ähm, einem sehr netten Team die Leute in der Starterwelt. Und ansonsten, wie gesagt, schickt uns gerne eure Fragen, schickt uns auch Themenwünsche, auch wenn ihr zum Thema Wassersport vielleicht 'n bisschen mehr hören möchtet, podcast@camperstyle.de oder eben als Kommentar auf den Plattformen, wo das Ganze möglich ist. Außerdem freuen wir uns wie immer über eine gute Bewertung und darüber, wenn ihr uns abonniert, damit ihr keine weitere Folge verpasst.

Der Lars macht hier schon Zeichen, Daumen hoch. Ja, du darfst auch gleich bewerten. Und lieber Lars, du hast wie immer das letzte Wort bei uns.

Ja, vielen Dank, dass ich da sein durfte und vor allem auch, dass ihr euch mal um das Thema neben dem Camping, äh, auch annehmt. Und ja, ich freue mich auf, äh, die weitere Zusammenarbeit mit euch und auch, dass wir vielleicht viele Menschen motivieren können, die uns dann im Sommer besuchen und wir gemeinsam viel Spaß haben und abends dann auch 'n Kaltgetränk zueinander nehmen, schön am Wasser.

Das klingt sehr gut. Vielen Dank, lieber Lars. Wir sehen uns ganz bald wieder. Und ja, liebe Hörerinnen und Hörer, bis nächste Woche. Tschüss.

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