|

Camping-Trends 2025 - Wohin geht die Reise?

Episode 281 · 01:10:58

In dieser Folge ist Max, Geschäftsführer von camping.info zu Gast – einem der größten Campingportale im deutschsprachigen Raum. Wir sprechen über aktuelle Entwicklungen in der Camping(platz)branche und Max gibt uns exklusive Einblicke in Buchungstrends, beliebte Reiseziele, neue Campingformen sowie technische und gesellschaftliche Entwicklungen, die den Campingurlaub der Zukunft prägen werden.

Du erfährst unter anderem:

  • welche Länder in puncto Campingtourismus zugelegt haben

  • wo Deutschland in der Skala rangiert

  • ob Kroatiens Beliebtheit weiter gestiegen ist

  • wie lange die Deutschen im Voraus buchen

  • ob Kurzreisen oder Langzeitaufenthalte gefragter sind

  • welche Zielgruppen stärker werden

  • welche Entwicklungen auf europäischen Campingplätzen zu beobachten sind

  • und wie sich der technologische Wandel im Campingurlaub widerspiegelt.

Außerdem wagen wir einen Blick in die Zukunft des Campens – wie werden sich KI, Automatisierung & Co. auf das Campinggefühl auswirken?

Max' persönliche Campingplatzempfehlungen:

  • Camping Moosbauer (Südtirol)

  • Marina di Venezia (Italien)

  • Woferlgut (Österreich)

Welche Veränderungen und Entwicklungen beobachtest du auf Campingplätzen? Campst du noch genauso wie vor einigen Jahren oder hast du dein Reiseverhalten angepasst? Oder möchtest du uns etwas anderes mitteilen?

Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per Whatsapp

Als Podcast-Hörer:in erhältst du mit dem Code podcast15 exklusiv 15 % Rabatt in unserem Online-Shop

Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, komm in unseren WhatsApp-Kanal

Unser Buch für Camping-Einsteiger

Wenn du uns gerne hörst, schenk uns doch eine gute Bewertung auf der Podcast-Plattform deiner Wahl und abonniere unseren Kanal. Das hilft uns sehr weiter und trägt dazu bei, dass noch mehr Campingfans uns finden. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und heute ohne Sebastian, dafür aber mit Max. Max kennen wir schon sehr, sehr lange. Ich glaube, fast so lange, wie's Camper Style gibt. Und Max ist jetzt, ähm, hat jetzt das Projekt Camping-Info übernommen, das große Campingportal. Ich würde sagen, vielleicht sogar das größte im deutschsprachigen Raum. Das kann er gleich selber noch mal 'n bisschen was zu sagen. Und ja, wir sprechen heute über das Ke... Thema Campingtrends 2025. Und zwar geht's in erster Linie darum, also so welche Campingplätze werden am meisten gebucht, welche Länder sind besonders beliebt und welche Campingformen vielleicht auch.

Max, möchtest du dich einmal kurz vorstellen? Wer bist du? Was machst du und wie bist du zum Campen gekommen?

Hi Nele, vielen Dank für die Einladung. Ja, wie du richtig gesagt hast, Max, ähm, Camping-Info-Geschäftsführer und auch Mitinhaber seit Ende 2017. Ich bin 33 Jahre alt und campe eigentlich, ich will nicht sagen mein Leben lang, aber mein, meine Eltern hatten schon 'n Wohnmobil und so waren wir nicht ausschließlich immer campen, aber wir waren sehr viel campen in verschiedensten Ländern, auf verschiedensten Campingplätzen, ob groß oder klein. Ich hab da schon sehr viel gesehen und hab auch selbst dann ein Wohnmobil gehabt und heute, ich hab den Wechsel gemacht, äh, kommt auch nicht häufig zu vor, aber heute hab ich einen Wohnwagen.

Ach guck mal, das wusst ich noch gar nicht.

Ja.

Ja, da, ähm, wahrscheinlich auch, um vor Ort 'n bisschen flexibler zu sein dann, ne, mit, mit dem Zugfahrzeug 'n bisschen was machen zu können.

Ja, ich weiß nicht, ob das 'ne typische Entwicklung ist, aber bei mir kam's eigentlich mit der Geburt meiner Tochter Sophie. Ähm, da hat, hatte ich dann die, die Situation, dass mir das zu viel war, im Wohnmobil immer alles wieder ein- und auszuräumen und irgendwie hat sich unser Reiseverhalten verändert. Wir waren mehr an einem Standort und weniger so, dass wir immer nur nach ein, zwei Nächten, äh, die Location gewechselt haben.

Mhm. Ja, also ich glaub tatsächlich, äh, beim Thema Familie ist es dann doch 'ne relativ typische Entwicklung und ich denke, dass du jetzt dadurch natürlich auch noch mehr Campingplätze kennenlernst als vorher, weil ja, mit Wohnmobil kann man ja dann immer noch auf Stellplätze oder auch auf manchmal in manchen Ländern noch auf Freistehplätze ausweichen. Aber mit dem Wohnwagen bist du ja jetzt doch dann tatsächlich auch voll im Markt drin, in dem Markt, den ihr mit Camping-Info auch bedient. Und da bin ich jetzt sehr gespannt auf deine eigenen Erfahrungen auch. Und, ähm, ja, die, die erste Frage wäre schon mal von meiner Seite: Wie viele Nächte warst du denn im letzten Jahr auf 'm Campingplatz?

Ich möchte es eigentlich fast gar nicht beantworten, weil's mir fast schon unangenehm ist, äh, weil ich weiß, dass ich da ein durch, durch mein, durch meinen Beruf, ähm, wirklich tolles Reiseverhalten haben kann. Ich war, wenn ich alles so zusammennehme, bestimmt drei oder vier Monate campen, äh, im letzten Jahr. Hängt auch damit zusammen, da will ich ganz ehrlich sein, nicht nur beruflich bedingt, sondern auch, wir haben das, den Wohnwagen auf einem Dauerplatz. Also das heißt, es ist auch manchmal so, dass wir dann nicht unbedingt mit dem noch woanders hinfahren, sondern dann haben wir in Österreich, ähm, auf 'nem Dauercampingplatz, wo wir dann auch manchmal nur hinfahren und eben dort dann sozusagen leben und unseren Lebensmittelpunkt 'n Stück weit verlagern.

Und eure Kleine ist dann auch schon voll dabei.

Die ist voll dabei-... und, äh, durfte dann im Winter statt in den Kindergarten viele Tage in der Skischule verbringen.

Oh, schön, schön.

Genau.

Ja, also die Tatsache, dass du auch selber Camper bist, ähm, war natürlich auch einer der Gründe, warum wir dich heute eingeladen haben. Weil es ist ja oft so, das möchte man gar nicht meinen, dass viele Menschen aus der Campingbranche ja selber gar nicht mit ihren Wohnwagen oder Wohnmobilen unterwegs sind, sondern die haben mit dem Thema wenig zu tun. Aber du bist ja tatsächlich voll drin und bist natürlich dadurch quasi doppelt prädestiniert, auch so 'n bisschen über, ähm, das Thema der Folge zu sprechen, nämlich Entwicklungen im, im Campingsektor, Entwicklungen in der Branche, im Reiseverhalten. Und, ähm, umso spannender find ich dann auch, was du beruflich beobachtest und was du vielleicht aber auch privat beobachtest, was ja nicht immer unbedingt dann übereinstimmen muss.

Das stimmt, genau. Also ich hoffe, ich hoffe, ich kann dadurch, ähm, noch 'ne ganz andere Perspektive mitbringen als derjenige, der's nur aus beruflicher Sicht betrachten muss.

Jetzt hatt ich ja schon gesagt, dass Camping-Info ein wirklich riesiges Campingplatzportal ist, auch mit, ähm, der Möglichkeit, sehr, sehr viele Campingplätze zu buchen. Und dadurch verfügt ihr natürlich auch über 'nen sehr reichen Datenschatz, ähm, der gute Einblicke gibt, wo die Entwicklungen und die Vorlieben der Reisenden hingehen. Ähm, wenn du jetzt mal aufs, aufs letzte Jahr schaust, auf die Buchungszahlen, gab's da 'nen Trend und vielleicht auch 'nen Trend, der dich besonders überrascht hat?

Genau. Also vielleicht ganz kurz zu Camping-Info für die, die das nicht kennen. Wir listen 23.000 Campingplätze, sind in erster Linie nach wie vor 'n Informationsportal, wo Camper Bewertungen abgeben können, Fotos, ähm, hochladen können von ihrem Urlaub, ähm, und sich eben in erster Linie informieren können und bauen, seit ich das übernommen hab, sukzessive auch eben die Buchungsfunktion aus. Haben heute knapp zehn Prozent unserer Campingplätze online buchbar, was mir persönlich eigentlich noch zu wenig ist, weil damit ja auch immer die ganz wichtige Information verknüpft ist: Gibt es noch 'n freien Platz auf dem Campingplatz? Und wir alle wissen, die aktiv unterwegs sind, auch in Ferienzeiten, das ist oft doch 'ne sehr, sehr wertvolle Information. Trends gibt es.

Wir haben ein bisschen nachgeguckt in Vorbereitung auf 'n, auf 'n Podcast natürlich und, ähm, im Grunde der große Gewinner des letzten Jahres war bei uns aufm Portal Spanien mit einem Zuwachs von zweihundertfünfundneunzig Prozent-

Wow.

Äh, im, im Gegensatz zum Vorjahr. Und, ähm, aktuell sieht es so aus, also wenn man sich jetzt das Jahr '25 anguckt, was ja nun noch nicht abgeschlossen ist, grad bei uns aufm Portal wird auch viel noch kurzfristig gebucht im Sommer, ähm, sieht man, dass auch Spanien da wieder ziemlich stark dabei ist, im Moment auf Platz vier ist und das erste Mal den drittplatzierten Italien überholen könnte. Und das ist schon, ähm, bemerkenswert, dieser Trend. Denn für, man muss jetzt sagen, bei Campinginfo sind, ähm, meistens deutschsprachige User unterwegs und für die ist Spanien natürlich nicht so schnell erreicht wie beispielsweise Italien oder Kroatien, ähm, oder eben umliegende Länder, ja.

Du hast jetzt schon Kroatien unter anderem angesprochen. Ähm, wie stand Kroatien im letzten Jahr da? Das war ja auch immer so einer der absoluten Klassiker und Hotspots für Camper.

Genau. Kroatien ist eigentlich die letzten Jahre durchweg ganz gut gewachsen, ähm, und war bei uns aufm Portal immer schon relativ beliebt in den letzten, ich würd mal sagen, zehn Jahren. Ähm, von den Zahlen her, was wir dieses Jahr sehen, ist, dass, ich bring's mal auf 'n Punkt, eventuell, ähm, der Preis etwas überreizt wurde bei den, äh, von den Betreibern. Ähm, da haben auch schon einige andere Player drauf hingewiesen, dass das jetzt doch ein Preisniveau erreicht wurde in Kroatien, wo man gucken muss, ob das noch so angenommen wird. Und das sehen wir tatsächlich auch, ähm, dass Kroatien jetzt 'n Stück weit, ähm, stagniert und nicht weiter wächst. Ähm, trotzdem, dass wir wissen, auch aus Umfragen, die wir regelmäßig machen bei uns aufm Portal, dass Kroatien nach wie vor ein beliebter Reiseort ist, aber natürlich jetzt im Wettbewerb mit Italien, ähm, und anderen Mittelmeerdestinationen, ähm, zunehmend es Camper gibt, die sich dann sagen, dann gucken sie auch mal, dass sie woanders hinfahren, weil eben der Vorteil dessen, dass Kroatien eben eigentlich traditionell eher preiswert war-

Mhm.

'n Stück weit heute nicht mehr vorhanden ist.

Ja, also ich hab da natürlich auch die letzten Jahre so 'n bisschen drauf geguckt und ich muss sagen, ich war teilweise echt entsetzt. Also nicht nur über die Preise selbst, sondern auch über zum Beispiel Buchungsmodalitäten, ne. Dass du dann, äh, dass du dann wirklich absurde Anzahlungen leisten musst, die du dann aber nicht auf den Buchungspreis angerechnet bekommst und solche Geschichten, wo ich dachte: „Leute, überspannt den Bogen einfach mal nicht", weil gibt halt auch noch 'n paar andere Länder, in die man fahren kann.

Absolut. Vielleicht, um noch 'ne Lanze zu brechen: Ich war nun grade letztes Jahr auch vor Ort auf Campingplätzen, auch in Kroatien und hab auch, wir machen auch einmal im Jahr so 'ne Tagung für Campingplatzbetreiber. Da wurd ich auch eingeladen, durfte da auch ein paar Insights von Campinginfo präsentieren und muss halt sagen, was wirklich faszinierend in Kroatien ist: Die, die Betriebe sind schon immer alle auf Top-Niveau oder die allermeisten und auch von den Betreibern her unglaublich professionell aufgestellt im internationalen Vergleich. Ähm, trotzdem würd ich dir zustimmen. Also sie müssen jetzt aufpassen, dass sie das Preis, dass sie das Preisniveau nicht überreizen.

Und worin siehst du die Gründe für diesen sprunghaften Anstieg? Also du hattest ja, glaub ich, gesagt, fast dreihundert Prozent, ne, bei Spanien zweihundertneunzig irgendwas. Ähm, hat das mit den Preisen zu tun oder ist, gab's da irgendwelche anderen Entwicklungen, die, die dazu beigetragen haben?

Ja, also wir haben da mehrere Trends, die, die für Spanien sprechen. Und zwar einerseits, wie du richtig sagst, das Preisniveau ist moderat im Vergleich. Das ist, könnte man als fair betrachten im, im Verhältnis zu eben anderen Destinationen und eben auch sehr gute Campingplätze. Die Infrastruktur ist, äh, ist, äh, ist super, ähm, jetzt aus fachlicher Sicht. Ähm, dann gibt es aber eben auch noch so 'n paar Trends, die diese weite Reise ermöglichen. Einerseits natürlich nach wie vor der Trend zum Homeoffice, zur hybriden Arbeit, die dazu führen, dass einfach mehr Menschen vielleicht auch mal sich leisten können, 'n Monat unterwegs zu sein, wo dann eben auch weiter abgelegene Reiseziele wie Spanien eher infrage kommen, als wenn man eben nur 'ne knappe Woche oder 'ne Woche hat oder vielleicht zehn Tage.

Da überlegt man sich dann natürlich schon, ob man diesen Trip auf sich nimmt. Ähm, dann haben wir auch noch, ähm, die demografische Entwicklung und das sehen wir auch bei uns natürlich in, in, in den Zahlen der User, dass natürlich, sagen wir mal, Frührentner, Rentner, ähm, auch im Herbst, ähm, oder frühes Frühjahr, Winter sehr, sehr gerne, ähm, äh, nach Spanien fahren, weil es einfach vom Wetter her 'n bisschen schöner ist als bei uns. Ähm, und ich würde sagen, dieser Mix trägt dazu bei, dass Spanien da wächst. 'n Stück weit sind diese Zahlen immer, das sehen wir eigentlich, ähm, je nachdem, wie der Sommer ist in Deutschland, sehen wir eigentlich immer, ob die klassischen Mittelmeerdestinationen gut laufen oder nicht. Das verschiebt sich immer. Also wenn der Sommer in Deutschland 'n super Sommer war, dann gehen wir Deutschen, wir sind ja Optimisten, gehen ja dann davon aus, dass wir nächsten Sommer auch 'n super Sommer in Deutschland haben und buchen 'n deutschen Sommerurlaub.

Wenn der schlecht war und es nur geregnet hat, dann buchen wir Mittelmeerdestinationen wie verrückt und das kehrt sich dann irgendwie immer mal wieder um. Also wenn, wenn berichtet wird, ist 'n guter Sommer in Deutschland, dann berichten alle, wie schön es war an der Ostsee und an der Nordsee und schon buchen alle Nord- und Ostsee und, ähm, dann, dann rufen mich meistens immer 'n paar Campingplatzbetreiber aus dem Mittelmeer Aus dem Mittelmeerraum an und sagen: "Max, was ist los? Irgendwie die Buchungszahlen der Deutschen, das ist irgendwie, das sieht grad nicht so gut aus." Und, ähm, manchmal kann man das ganz gut zurückführen auf die Wetterlage in den Sommerferien des letzten Jahres.

Verrückt. Und insgesamt die Anzahl der Übernachtungen auf Campingplätzen. Ihr gebt ja immer jährlich Meldungen raus auf deutschen Campingplätzen. Habt ihr auch Zahlen fürs Ausland? Also haben sich insgesamt die Campingplatz-Übernachtungszahlen noch gesteigert? Oder bemerkt man da jetzt so langsam mal irgendwie 'ne Stagnation? Weil gefühlt haben wir seit zehn Jahren ja nur noch Rekordmeldungen außer im Covid-Jahr.

Genau, das hält, verhält sich tatsächlich je nach Land ein Stück weit bisschen anders. Zum Beispiel in England sieht das anders aus. Äh, da ist es eher die letzten Jahre 'n bisschen zurückgegangen. Gibt auch andere Länder natürlich auch der Covid-Effekt. Wenn man jetzt mal die letzten fünf Jahre sich ansieht, dann ist er da ja noch drin. Da hat natürlich, haben natürlich Destinationen wie Italien oder alles, was eben, ähm, ähm, in diesen Ländern war, wo, wo, wo, wo, sagen wir mal, ein hoher Anteil an Ausländern Urlaub macht, äh, eher verloren. Während Länder wie Deutschland, wo klassischerweise viele Einheimische Urlaub machen, dann eher gewonnen haben, weil dann eben der Trend zum Ur-Urlaub im eigenen Land gegeben war. Grundsätzlich in Deutschland sind wir auch letztes Jahr wieder, ähm, gewachsen, ähm, haben dreiundvierzig Komma zwei Millionen, äh, Nächtigungen, ähm, verzeichnet, sind damit europäisch gesehen auf Platz vier.

Äh, Platz eins ist Frankreich mit hundertein-einundvierzig Millionen Übernachtungen und die sind zum Beispiel leicht geschrumpft, aber null Komma drei fünf Prozent, also im Grunde auf 'nem sehr hohen Niveau, ähm, stagniert. Ähm, Spanien hat auch über alles einen Zuwachs gehabt von zweieinhalb Prozent und liegt damit auf Platz zwei und, äh, hat achtundvierzig Komma drei Millionen, äh, Übernachtungen verzeichnet. Dann kommt eben Deutschland auf Platz vier und beispielsweise unsere Nachbarn in der, in den Niederlanden haben ein, äh, äh, sind geschrumpft um knapp sieben Prozent, äh, auf sechsundzwanzig Komma zwei Millionen.

Oh, das ist aber viel. Also viel, ähm, Schrumpfen.

Das hat uns auch überrascht. Genau, also die, die sind eher, ähm, ähm, eher da jetzt geschrumpft. Genau. Die größten Zuwächse, also mal so 'n bisschen zu den Underdogs zu kommen, äh, das die größten prozentualen Zuwachs hatte Irland mit zweiundvierzig Komma vier Prozent, dann gefolgt von Albanien mit einundzwanzig Komma zwei Prozent und Polen mit neunzehn Komma vier Prozent. Und dann haben wir hier noch Bulgarien mit vierzehn Komma fünf Prozent. Also man sieht da durchaus, dass da in, in, in den östlichen, ähm, Ländern, ähm, Camping entdeckt wird.

Ja, da ist ja auch sehr schön. Also bei Albanien, da schlagen wirklich zwei Herzen in meiner Brust, wenn ich solche Zahlen höre. Weil das war halt jetzt über viele Jahre echt 'n Geheimtipp, wo man hinfahren konnte, wenn man mal 'n bisschen seine Ruhe haben möchte. Natürlich auch 'ne sehr weite Anreise, aber jetzt hab ich schon beobachtet, wozu man ja auch selber dann immer beiträgt, indem man's weiter erzählt, wie toll's da ist, dass es so 'ne, ähm, schon so 'n Trend geworden ist. Zunächst jetzt bei der Community der, der, ähm, Langzeit- und Dauerreisenden, weil die natürlich so wie wir ja auch die Zeit haben, dann auch diese Anreise in Kauf zu nehmen. Aber jetzt auch mehr und mehr Normalkamper. Und-

Ja.

Ja, bin ich mal gespannt, wie sich das entwickelt in den nächsten Jahren.

Ich glaub, allgemein kann man sagen, die Klassiker unter den Urlaubsländern bleiben relevant. Die, die, die jetzt, wie ich sie genannt hab, Underdogs oder kleinere Länder, die nicht ganz so beliebt waren traditionell, ähm, wachsen vor allen Dingen deswegen, weil sie eben oftmals doch 'n sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis noch bieten. Ähm, und natürlich, das m-merk ich auch im Gespräch mit Camping, äh, Plätzen, äh, das Thema Overtourism wird immer mehr genannt und wird immer mehr Thema. Und dagegen ist natürlich ein Rezept, dass man sich mal überlegt, wo könnte es noch schön sein und was wi-würde man noch gerne entdecken und da dann nicht immer, ähm, auf die absoluten Trendländer setzt. Die allerdings natürlich schon oftmals und da gibt's ja oftmals Gründe dafür, warum die so beliebt sind.

Also kann ich auch jeden verstehen, der sehr gern weiter nach Italien fährt. Und ich muss gestehen, ich tu's auch gern weiterhin.

Ja, also alleine schon, ich sag jetzt mal, Verständigung und solche Geschichten, ne. Da ist man halt doch mehr auf deutschsprachige Touristen eingestellt, die vielleicht dann noch Englisch können, aber eben nicht die Landessprache. Als jetzt zum Beispiel in Albanien, wo du wirklich dann dich mit Händen und Füßen irgendwie verständigen musst, wo die komplette Kultur auch ganz anders ist, wo das Essen komplett anders ist. Ähm, da, ich glaube jetzt für so 'n, 'n vierzehntägigen, ähm, ja Campingurlaub ist es dann vielleicht auch für, für manche Leute einfacher und, ähm, weniger kompliziert, dann halt irgendwo hinzufahren, wo man schon so 'ne Grundkenntnis auch hat von Land und Leuten. Ähm, was ist denn, ich weiß nicht, ob du's im Kopf hast, das am weitesten entfernte oder exotischste Ziel, was noch bei euch gelistet ist?

Oh, ich, ich, ich vermute, aus heutiger Sicht könnte es Russland sein.

Oh, habt ihr da auch?

Ich meine, wir haben, also ich, ich, ich will's nicht, also wir hatten auf jeden Fall Campingplätze in Russland und da wir nicht, ähm, in irgendeiner Form, ähm, ähm, zensieren in, in irgendeine Richtung, was jetzt Campingplatzinformationen angeht, äh, gehe ich davon aus, dass es die auch immer noch gibt. Und ich meine auch, wir haben sogar Campingplätze in der Ukraine, äh, gehabt. Das würde man wahrscheinlich aus jetziger Sicht, ähm, als am exotischsten, ähm, betrachten.

Spannend

War ich aber in beiden Ländern noch nie. Also kann ich, kann ich wenig jetzt zu sagen, wie da das Campingverhalten ist. Ich stell's mir abenteuerlich vor, aber, ähm, ja, ich mein jetzt vor der, vor dem Hintergrund der jetzigen Situation sowieso, äh, gar keine Frage, dass es, äh, sowieso schwierig ist. Also will ich jetzt nicht irgendwie, dass jetzt jemand da auf die Idee kommt zu sagen, ähm-

Buch mir mal was Schönes über Camping.Info.

Genau. Ähm, nee, aber, ähm, genau das würd ich jetzt sagen, sind wahrscheinlich die abenteuerlichsten Destinationen. Ansonsten haben wir 'n bisschen was in der Türkei, ähm, aber das ist ja jetzt nicht, nicht ungewöhnlich. Da weiß ich nur, dass das Camping jetzt noch nicht, noch nicht, sag ich mal, so den Durchbruch hat wie in anderen Ländern. Ähm, ja. Island, ähm, hören wir immer mehr, dass da auch viele hinfahren. Ähm, das stell ich mir spannend vor. War ich, war ich auch noch nie außer am Flughafen. Ähm.

Da waren Freunde von uns jetzt gerade über Ostern und zwar lustigerweise Freunde aus Mexiko. Die haben sich da 'n Wohnmobil gemietet und sind da rumgetingelt. Aber ich kann dir noch nicht sagen, wie's denen gefallen hat und wie's denen ergangen ist als Wohnmobilanfänger mit zwei Kindern. Ähm, müssen wir gleich mal die Tage nachhören.

Ja, spannend. Also wahrscheinlich 'n bisschen wetterabhängig stell ich mir das vor. Die Landschaft soll ja wirklich traumhaft sein.

Ja, wir wollen da auch mal unbedingt hin, aber ich glaube eher nicht mit Wohnwagen. Das ist nicht so 'n klassisches Wohnwagenziel. Da würd ich dann eher was empfehlen, irgendwie mit 'nem, mit 'nem kräftigen Allradfahrzeug, dass man auch so 'n bisschen von den Hauptverkehrsstraßen wegkommt. Ja, ähm, meine letzte Frage jetzt im Moment zu den Destinationen wäre, wa..., äh, so 'n bisschen in die Richtung der Inseln zu gehen. Also hast du da 'n Überblick, wie im Moment die Inseln nachgefragt werden, wie zum Beispiel Korsika, dann, ähm, die Balearen, Kanarischen Inseln vielleicht auch, weil das auch was, wo wir mal gerne uns 'n bisschen rumtreiben würden.

Also ich dich leider enttäuschen. Dazu hab ich nicht, äh, in der Vorbereitung mir das angeguckt. Ähm, ups, Hallo, ob wir da irgendwie was haben. Nee.

Ist auch nicht schlimm. Fiel mir auch gerade erst spontan so ein.

Nee, hätt ich, hätt ich gern rausgesucht. Also haben wir bestimmt Daten, aber hab ich jetzt nicht, hab ich jetzt nicht parat. Nee.

Sonst können wir die ja vielleicht auch noch mal nachliefern und, ähm-

Sehr gern, ja.

-in die Show Notes packen, wen's da wirklich interessiert. Das sind ja auch so 'n bisschen Außenseiterziele.

Ja. Ja, gerne.

Mhm. Du hattest ja jetzt schon eingangs erwähnt, dass Spanien auch für dieses Jahr ordentlich Gas gibt und unter Umständen Italien verdrängen könnte. Welche anderen Länder siehst du denn als besonders beliebt an jetzt nach euren Zahlen für, äh, 2025? Und gibt's da vielleicht auch irgendwelche neuen Überraschungsziele?

Ja, Frankreich ist stark, ähm, tatsächlich, also ist, äh, um 32% im, im, im Suchverhalten, äh, ähm, gewachsen bei uns. Ähm, und, ähm, genau Spanien hatt ich schon erwähnt. Es ist überraschend, war jetzt Beispiel Platz, äh, in, in, in, in 2023 war das noch auf Platz acht. Also das ist wirklich 'n, 'n, 'n Sprung gewesen. Ähm, und insofern, das sind eigentlich die beiden Überraschungen. Ansonsten muss man sagen, ist es relativ traditionell, so wie wir es die letzten Jahre gesehen haben.

Also Top Ten wären dann Kroatien, nehm ich an?

Ähm.

Frankreich, Italien oder wie?

Nee, wir haben tatsächlich, also Deutschland ist natürlich immer auf, auf, auf, auf eins, weil die Deutschen einfach sehr, sehr gerne in Deutschland Urlaub machen. Ähm, dann haben wir, ähm, ähm, Italien. Ähm, nee, dann haben wir Frankreich, dann haben wir Italien, dann haben wir Spanien und dann haben wir die Niederlande.

Und wo ist Kroatien jetzt in den, ist, ist es dann gar nicht in den Top fünf dieses Jahr?

Ist nicht in den Top fünf.

Ach krass, okay. Und was sind dann die, die nächsten fünf bis zur-- Okay, dann, dann haben wir Kroatien. Genau und dann? Wie geht's dann weiter bis zu den Top ten? Hast du die zufällig?

Ähm, nee, hab ich nicht. Hab ich grad nicht parat. Nur die Top, da hab ich die Top sechs. Nee, nee, leider nicht. Aber kann ich, wenn's dich interessiert, auch gerne nachliefern. Ähm, genau.

Können wir dann ja noch mal so 'n paar Zahlen in die Folgenbeschreibung packen.

Ja.

Ja, über Deutschland hatten wir ja schon gesprochen. Also sagst du auch, bleibt weiterhin stark und wahrscheinlich auch für 2025. Da ist da jetzt nicht mit 'nem starken Einbruch zu rechnen, oder?

Nee, geh ich nicht von aus. Also sehen wir auch wieder eben im, in den, in Suchvolumen, das analysieren wir ja und da sind keine Veränderungen. Wir hatten irgendwie, es kann sich keiner richtig erklären, wir hatten von Mitte Februar bis ungefähr Mitte März, Mitte, Ende März, ähm, war's so generell 'n bisschen weniger, ähm, hat sich dann aber normalisiert hinten raus. Also dafür war der April dann eben 'n bisschen besser. Das kann 'n bisschen mit der Verschiebung von Ostern zusammenhängen. Ähm, aber genau, also eigentlich völlig unauffällig, das, das, das, das Interesse nach Deutschland. Ähm, und ich geh nicht davon aus, dass jetzt das Camping in Deutschland noch starke Sprünge nach oben macht, also dass das jetzt noch mal richtig stark wächst.

Ähm, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das auf dem Niveau, ähm, ähm, sich so ganz gut weiterentwickelt.

Wenn wir beide so über das Thema Camping sprechen, dann denken wir wahrscheinlich in erster Linie an so klassisch Wohnmobil, Wohnwagen, Van. Aber ich hab jetzt auch immer mitbekommen, dass sehr stark, also zum einen auf den Campingplätzen die Mietunterkünfte ausgebaut werden, auch sehr viele Mietunterkünfte angeboten werden. Und, ähm, deswegen geh ich mal davon aus, dass auch da die Nachfrage deutlich gestiegen sein dürfte. Was beobachtet ihr da so in, in euren Zahlen? Was buchen denn die Leute am häufigsten und, und gehen die auch immer mehr auf die feststehenden Unterkünfte?

Ja, also wir beobachten, dass das wächst. Allerdings, ähm, und das passt auch, sag ich mal, zu unseren Usern. Bei uns aufm Portal sind in erster Linie Camper unterwegs, wirklich echte Camper und das wollen wir auch so haben und so beibehalten. Ähm, und deswegen ist der Anteil an, an, an Buchungen für Mietunterkünfte, ähm, liegt, glaub ich, bei uns bei fünf Prozent, wenn ich das, ähm, richtig das letzte Mal gesehen habe und wächst schon, also wächst auch jedes Jahr, aber eben bei uns auf kleinem Niveau. Ich weiß aus Gesprächen mit Campingplätzen und das ist höchstwahrscheinlich auch der, der, der, also des-dem ist auch der Trend geschuldet, dass ja auch immer mehr da, wo's geht, an Fläche von Stäpl-, Sp-, äh, ja Standplatz auf Mietunterkunft umgewidmet, umgebaut wird, ähm, dass, ähm, die Campingplätze, die, ähm, eben Holzfässer, Mobile Homes, Baumhäuser, was auch immer betreiben, dass die mit diesem Geschäft sehr, sehr zufrieden sind und, ähm, das sehr, sehr gut angenommen wird.

Und ja, in, in meiner Brust schlagen da so zwei Herzen. Einerseits bewundere ich auch, wie die das umsetzen. Das ist oft sehr, sehr, sehr, sehr gut gemacht und sind echt tolle Unterkünfte teilweise. Auf der anderen Seite seh ich halt, dass, ähm, das zunehmend immer wieder, ähm, dazu führt, dass eben das Angebot an, an, an klassischen Campingstandplätzen dadurch abnimmt. Und ich glaube, da müssen auch dann irgendwann Campingplätze aufpassen oder müssen wir alle aufpassen, dass das dann nicht, ähm, ja, umschlägt. Natürlich ist es oftmals profitabler für den, für den, für den Unternehmer und deswegen kann ich das wirtschaftlich nachvollziehen. Aber ich häng eben am traditionellen Camping und deswegen ist mir das schon auch 'n Bedürfnis, dass das bleibt, bestehen bleibt.

Und wir haben da ja auch eher das Problem, dass es in, in, in verschiedenen Zeiten, ähm, nicht mehr genügend Platz gibt. Und deswegen ist es umso, ähm, umso trauriger, wenn da eben Flächen verschwinden.

Ja, bin ich komplett bei dir. Ich find's grauselig, wenn ich sehe auch Campingplätze, die wir seit vielen Jahren besuchen, ähm, wie da die, die festen Unterkünfte sich immer weiter ausdehnen und die sogenannten Touristenplätze immer weiter zusammenschrumpfen. Das ist schon 'n bisschen bitter, weil also dann bis dazu, dass man sich dann teilweise auch nicht mehr wirklich willkommen fühlt als, als Tagestourist.

Ja.

Und wenn ich mir dann auch die Preise teilweise anschaue, die, äh, da 'ne Woche oder zwei Wochen in so 'nem Mobilheim kosten oder in so 'ner Glamping-Unterkunft, gibt's ja wahnsinnig tolle Sachen, ne. Ich, ich find's auch schön anzuschauen, aber da frag ich mich dann schon, wie sich da 'ne vier-, fünfköpfige Familie so aus 'm, äh, sag mal, bescheideneren Mittelstand da noch so Campingurlaube leisten soll. Ich hab da Preise gesehen, die, die gingen bis sechs, sieben, achttausend Euro für vierzehn Tage. Das ist ja absurd. Da, da kann ich 'ne Flugreise für machen mit meinen Kindern.

Ja, absolut, absolut. Also nein, also es ist 'ne Perspektive, die ich weitestgehend, ähm, auch teile. Ähm, mal gucken. Also es muss eben der Mix erhalten bleiben. Ich, man kann's auch positiv formulieren. Ich, oftmals ist es für Leute, die so gar nix mit Camping zu tun haben, auch 'n schöner Einstieg, grade wenn's dann in Richtung Mietwohnwagen gibt. Das ge-ge-g-gibt's ja auch mittlerweile, dass mal, dass die sich das eben da auf die Art und Weise mal angucken können und so in Berührung kommen mit 'm Campingplatz. Oftmals ja wahnsinnige Vorurteile gegenüber dem Urlaub oder dem Leben auf einem Campingplatz haben und dann sehen, wie schön das ist. Ähm, insofern kann es auch sein, dass es auch 'ne Entwicklung in die Richtung gibt, also dass, dass, dass das Werbung ist fürs ursprüngliche Campen.

Aber ich seh's auch wie du. Ähm, manchmal, ähm, äh, ist es nicht mehr, ähm, ja, es ist nicht mehr ausgeglichen.

Und abgesehen von der Mobilheim- oder Glamping-Geschichte, siehst du sonst noch Konzepte, die können auch in 'ne ganz andere Richtung gehen, da muss es jetzt nicht um Unterkünfte gehen, die aktuell oder verstärkt jetzt auf Campingplätzen umgesetzt werden. Also mir fällt zum Beispiel ein, der Nachhaltigkeitstrend. Ähm, was, was hast du da sonst noch so beobachtet in den letzten Jahren?

Genau, Nachhaltigkeit seh ich auch ganz viel, wird immer wichtiger, find ich, machen viele Unternehmer, viele, viele Campingplatzbetreiber richtig gut und investieren da auch richtig, richtig Geld, machen das, machen das, ähm, gut. Ähm, was ich sehe, jetzt vereinzelt, noch nicht flächendeckend, aber das find ich sehr interessant, ist eben auch dieses Thema, um diesem hybriden Arbeiten Rechnung zu tragen, dass immer mehr auch Arbeitsplatzausstattung angeboten wird. Also, ähm, von Baucontainer, der wirklich irgendwie, äh, Highspeed-Internet hat, ähm, Bildschirm hat und alles hat, wo man sich stundenweise einmieten kann. Ähm, beispielsweise, ähm, kenn ich das vom Inselcamp Fehmarn, ähm, und, äh, gibt jetzt auch erste Wo-, äh, Mobilheimhersteller, die so was an Campingplätze anbieten zum Kauf.

Das find ich ganz, ähm, ganz spannend. Ähm, ansonsten höre ich, dass das Thema Elektromobilität 'n Thema ist. Gar nicht so sehr, weil es so viele, ähm, Wohnmobile gibt, die das jetzt könnten oder die, die auf, auf, auf, auf Elektrobasis unterwegs sind, sondern mehr einerseits, weil, äh, natürlich die Gerätschaften immer mehr Strom ziehen. Also das Strom, Stromnetz ist ein Thema insgesamt und natürlich auch, weil die Zugfahrzeuge oftmals hybrid mindestens mal sind.

Mhm.

Und, ähm, grad durch diese, durch, durch die, ähm, durch, durch die Regelung bei Firmenwagen, wo es ja null Komma fünf Prozent, glaube ich, Versteuerung war oder sogar null Komma zwei fünf, ähm, ähm, gibt's natürlich jetzt viele hybride Z-Zugfahrzeuge und, ähm, das bringt einfach die Stromnetze der, der Campingplätze oftmals ans Limit.

Ja, ja, wenn dann, wenn dann an zig Parzellen die, die Stromer stehen und dann noch fünfzig Leute ihren Thermomix anwerfen, dann wird's langsam eng mit der sechs, mit der sechs Ampere Absicherung.

Ja, genau. Und da haben wir einfach auch, also da, da, da, das krieg ich einfach viel mit aus 'm Gespräch mit Betreibern, dass die einfach das Problem haben, nicht dass sie nicht investieren würden gern oder bereits investieren, sondern das ist eben auch genehmigungstechnisch schon so nicht, nicht so einfach. Also das ist tatsächlich 'n, das sind wirklich Probleme, ähnlich so 'n bisschen wie die Glasfaser-, ähm, ähm, Ausstattung von Campingplätzen. Das ist nicht immer so, dass die das nicht wollen oder verschlafen haben oder zu doof dafür sind in Anführungsstrichen, ähm, sondern das ist oftmals, äh, entweder unheimlich teuer oder, ähm, ähm, hat andere genehmigungstechnische Probleme, die dann dazu führen, dass das einfach wirklich praktisch nicht so einfach ist. Was natürlich auch 'n unschöner Trend ist, der, ähm, den ich zumindest auch von Betreibern gespiegelt krieg, ist, dass doch, ähm, durch die Klima-, äh, äh, -entwicklung auch, ähm, ähm, so was wie Überschwemmungen zunehmen, ähm, ähm, dass auch da eben auch investiert werden muss, um eben Wetterereignis abzufangen, ähm, wo dann, wo wirklich war letztes Jahr, es war ganz interessant, ich war in Spanien auf Campingplätzen unterwegs und in Dänemark.

Und in Dänemark hatten sie das Problem, dass da war ein, ein, ein, ein großer Campingplatz, der hat gesagt: „Guck mal hier." Und das war 'ne Riesenfläche Rasen, die er uns da zeigte. Er sagte: „Das haben wir aufgegeben und jetzt machen wir, zum Glück hat uns, äh, die Gemeinde woanders erlaubt, Standplätze zu bauen. Aber wir wissen, diese, diese über kurz oder lang wird diese Fläche vollständig überflossen sein, ähm, und nicht mehr nutzbar sein."

Also durch den steigenden Meeresspiegel, oder?

Genau, genau. Und da sie, also in Dänemark und das war nicht der einzige Platz, mit dem ich diese Gespräche hatte, wo es wirklich, wo man wirklich beobachten kann, dass es, ähm, äh, klimatische Veränderungen gibt, die eben wirklich auch wirtschaftliche Konsequenzen da haben. Und in Spanien komplett anderes Bild. In Spanien war die große Diskussion, ähm, in der, in der, in der, äh, Region von Barcelona, ähm, dass, dass eben eigentlich, ähm, viele Betriebe nicht mehr den Pool hätten befüllen dürfen. Das war nachher nicht die richtige Information. Das ging nur um Private. Aber wo eben auch schon gesellschaftlich tatsächlich das 'n Stück weit ausgespielt wird, touristische Betriebe gegen, ähm, private Betriebe, ähm, wo dann eben oder nicht private Betriebe, sondern private Leute, die dann ihren Pool oder ihren Garten nicht mehr bewässern dürfen, während dann im Tourismus das, ähm, eben schon noch möglich bleibt und auch deswegen eben möglich bleibt, weil es 'n Riesenwirtschaftsfaktor ist.

Ähm, aber da hab ich eigentlich an den beiden Beispielen innerhalb von, ich glaub, anderthalb Monaten war ich auf den jeweiligen Plätzen, äh, gesehen, dass das eben auch immer mehr Thema wird und sich Campingplätze da immer mehr auch investieren müssen und auch sich Gedanken machen müssen, wie sie da ihren Betrieb aufrechterhalten.

Ja, und, und gerade in Spanien mit der fürchterlichen Wasserknappheit, die teilweise herrscht, die ja auch, äh, Landwirtschaft und so weiter betrifft, ist es dann natürlich schon auch die Frage: Wie lege ich so 'ne Anlage an, ne, damit ich die möglichst, ähm, ja möglichst bewässerungssparsam betreiben kann. Wir haben ja Freunde in der Region um Valencia und sind da eigentlich auch fast jedes Jahr. Und die hatten auch gesagt, dass, äh, vor zwei Sommern war das, glaub ich, dass, ähm, dort bei denen, die, die bewirtschaften so 'n, ähm, zehntausend Hektar großes Grundstück für 'ne, darf man nicht so viel drüber erzählen, das ist alles ganz geheim. Aber auf jeden Fall hüten die 'n riesiges Grundstück.

Ja.

Und die haben gesagt, dass, ähm, ihre Eltern und ihre Tante, die das Grundstück vorher bewirtschaftet haben, gesagt haben, sie haben es noch nie erlebt, dass diese uralten Pinien ausgetrocknet sind. Also das sind Bäume, die ich weiß nicht wie viel Jahrzehnte die auf 'm Buckel haben und die waren trocken wie Zunder, ne. Und dann kommst du natürlich auch ganz schnell im Süden, Spanien, Portugal vor allem ja auch und aber auch Frankreich teilweise in diese Waldbrandgeschichte mit rein. Ähm, da weiß ich auch nicht, wie Campingplätze sich darauf vorbereiten können, weil wer einmal gesehen hat, wie so 'n, wie so 'n Campingfahrzeug abfackelt innerhalb von 'n paar Minuten, das möchte man halt auch nicht erleben, ne.

Ja, absolut. Nein, also das hab ich ganz stark wahrgenommen, dass das, also dass das Thema ist, was ich eben positiv daran fand, die, die, die beschäftigen sich wirklich damit. Also zumindest die, mit denen ich gesprochen hab. Es ist allen klar, ist allen bewusst, es wird investiert-

Mhm.

... es wird was getan im Rahmen des Menschenmöglichen. Ähm, und, äh, das ist aber was, was in allen Überlegungen, wie wird was gebaut, wo wird was gebaut, ähm, was bauen wir, welche Unterhaltungsformen, äh, stärken wir, welche machen wir lieber nicht mehr so sehr, ähm, dass da immer auch, ähm, das Klima jetzt, äh, stärker 'ne Rolle spielt, ja.

Und das Thema Digitalisierung, beobachtest du da irgendwelche Entwicklungen in Richtung, ähm, ja, dass man mehr, einfach mehr online, mehr über Smartphone und so weiter steuern kann, organisieren kann?

Ja. Also beobachte ich. Ich finde, da geht noch mehr, aber das liegt in der Natur der Sache bei mir. Ähm, aber es ist durchaus so, dass auch die Campingplätze immer mehr nach digitalen, ähm, Angebot, digitales Angebot aufsetzen und auch nutzen. Das ist schon alleine deswegen auch für die fast schon unumgänglich, weil sie natürlich auch merken, dass Personal einfach rar ist und gerade im ländlichen Raum noch rarer ist, vor allen Dingen gutes Personal. Und dass da immer mehr die Einsicht bei Campingplatzbetreibern, äh, kommt, dass man das, was digital zu regeln ist, digital regelt. Aber, und das finde ich auch immer 'n sehr, sehr guten Einwand und das, dem, dem schließe ich mich auch an: Natürlich soll das Erlebnis mit 'm Gast nicht digitalisiert werden vollständig, sondern es soll eher dazu führen, dass alles, was, sage ich mal, 'ne Maschine machen kann, wie zum Beispiel 'ne Online-Buchung.

Ist es wirklich so wichtig, dass man, ähm, persönliches Gespräch zu jeder Buchung macht? Oder, ähm, kann man das nicht einfach in 'ne Maske eingeben, ähm, 'ne Kreditkarte hinterlegen und, ähm, abschließen? Aber wichtig ist doch, dass man auf 'm Platz das Gefühl hat, willkommen zu sein. Dass da, ähm, wenn das darstellbar ist, das Personal einen unterstützt, ähm, einem hilft, dass es auf 'm Platz schön ist, dass es alles gepflegt ist, dass das Urlaubserlebnis, das, da glaube ich, spielt das Menschliche 'ne Rolle und das wird auch so bleiben. Das wird keine, keine Software ersetzen. Ähm, am Ende wollen wir, wenn wir auf 'n Campingplatz fahren, ja mit Menschen zu tun haben. Nur alles davor und danach bin ich der Meinung, ähm, ähm, da sollte mehr digitalisiert werden, weil es allen einfach hilft.

Dem, dem Camper hilft es, wenn er weiß, wo noch was frei ist und wo, wo, wo alles schon belegt ist. Dem Campingplatz hilft es. Ich kenn Campingplatzbetreiber in, will jetzt nicht die Region nennen, aber in gewissen, äh, sehr beliebten Regionen, die legen, äh, wenn dann Pfingsten ist oder wenn Himmelfahrt ist, legen die das Telefon neben, äh, den Hörer neben's Telefon, weil sie sagen: „Wir können das nicht mehr bewältigen. Wir können dieses Anruferaufkommen nicht mehr bewältigen." Und da bin ich der Meinung, da ist, äh, gibt es wirklich Softwarelösungen und da sind wir auch dabei, ähm, die da wirklich helfen können, für beide Seiten, ähm, ein zufriedenstellendes Erlebnis, ähm, herzustellen. Und ich glaub auch, dass das auch deswegen wichtig ist, weil das in anderen Urlaubsformen ja auch, ähm, schon gang und gäbe ist.

Ja, und ich sag mal so, die Zielgruppe ändert sich ja auch langsam, ne. Die verjüngt sich. Und ehrlich gesagt, ich, ich bin jetzt 45. Also ich bin nicht klassisch irgendwie Digital Native, aber wenn ich mir 'n Anruf ersparen kann und mal eben schnell online was erledigen kann, dann tu ich das auch gerne, weil ich auch nicht so gerne mit fremden Menschen telefoniere und erst recht nicht, wenn ich dann fünfmal anrufen muss, bis mal einer drangeht. Und andererseits finde ich's auch immer unangenehm, wenn ich dann irgendwo 'n Check-in mache oder an der Anmeldung stehe und dann klingelt pausenlos das Telefon und, und die Leute müssen ständig das Gespräch unterbrechen, um ans Telefon zu gehen. Also ich glaube, dass es in ganz, ganz vielen Punkten wirklich auch die Menschen wahnsinnig entlasten würde, wenn die, die gerne online buchen möchten oder irgendwelche Verfügbarkeitschecks machen möchten oder so, das online machen können.

Und dann werden immer noch 'n paar Leute anrufen, die vielleicht 'ne Beratung wollen oder die 'ne Spezialfrage haben oder so. Das ist ja dann auch völlig in Ordnung, aber dann haben die halt auch 'ne Möglichkeit, auch jemand zu erreichen.

Durchzukommen.

Ja.

Genau. Nein, absolut. Also genauso sehe ich das auch. Ähm, und, und genau da arbeiten wir dran und wir, wir, ich nehm auch durchaus deutlich wahr, du kennst mich ja wirklich von meinen Anfang, Anfängen, als ich noch nicht Campinginfo, äh, gemacht hab, sondern Max Camping. Da war ich an dem Thema ja auch schon dran.

Ja.

Und, äh, die Bereitschaft von vor sieben Jahren oder das war ja knapp zehn Jahren, im Vergleich zu heute, sich digitalen Lösungen gegenüber zu öffnen, ist ungleich höher. Da ist, da hat die Zeit-

Die waren nicht vorhanden. Sagen wir's mal so, wie's ist.

Die war überhaupt nicht vorhanden.

Die war vor zehn Jahren nicht vorhanden.

Genau, die war überhaupt nicht vorhanden. Und da, um das auch mal ganz klarzustellen: Die Camper waren auch schon vor zehn Jahren digital. Die sind sogar digitaler, da gibt's auch Umfragen, als Hotelreisende. Und das macht ja auch Sinn, weil wir Camper sind ja 'ne aktive Urlaubsgruppe. Wir interessieren uns ja für die Dinge um uns herum. Und da spielt natürlich YouTube 'ne Rolle. Da spielt das Internet immer schon 'ne Rolle, weil wenn man sich über Sachen informieren will, wie geht das? Äh, ich hab irgendwie, ich will meine Toilettenkassette tauschen. Wie mache ich das? Wo muss ich bestellen? Was muss man da beachten? Bist du ja mit 'm Internet, da ist, das Internet kann man ja wirklich sagen, ein Segen als Informationsquelle. Und deswegen, wir Camper, sag ich mal, waren immer schon digital oder waren digital, seit es andere auch sind. Und die, die, die Campingunternehmer, die brauchten 'n Moment, aber das kommt jetzt.

Ja, du hast, kennst ja auch die Diskussion, die wir geführt haben, als wir mit Camper Style gestartet sind. So, warum braucht man so was? Es gibt doch Kundenmagazine und so. Ähm, aber ja, wie du sagst, und wir sind ja auch 'ne Gruppe, die, ähm, sehr mobil unterwegs ist. Das heißt, wir fahren ja nicht in aller Regel nur in ein Hotel und bleiben da dann. Also es gibt auch welche, die fahren, ne, bleiben dann 14 Tage oder drei Wochen am selben Campingplatz, aber machen dann auch von dort aus normalerweise noch irgendwelche Ausflüge und Besichtigungen. Und dann gibt's halt auch die, die drei, vier, fünf oder zehn Ziele besuchen während so eines Jahresurlaubs und alleine schon für die Routenplanung- Brauchst du ja dann irgendwie 'ne, äh, 'ne digitale Unterstützung heutzutage und dann auch mal zu gucken, wo sind da Campingplätze.

Und ja, da, da hab ich auch immer so 'ne Verfügbarkeitsabfrage, ähm, vermisst eigentlich. Ich bin persönlich für unsere Bedürfnisse gar nicht so 'n Freund vom Buchen. Das weiß ich, hörst du nicht so gerne, weil das ist ja auch eins eurer Geschäftsmodelle. Aber ich, also da, da bin ich echt so 'n bisschen zwiegespalten, weil natürlich je, je länger und je mehr die Leute buchen, desto schwieriger wird's immer spontan 'n Platz zu finden und aber desto wichtiger sind dann eben so Geschichten wie diese Verfügbarkeitsanzeigen, dass man halt dann auch nicht immer anrufen muss: „Ja, habt ihr heute noch was frei?" Sondern dann guck ich schnell und fahr dahin, ne.

Genau.

Und ja, buchen tun wir selber äußerst selten, aber tatsächlich auch immer wieder, weil's einfach in manchen Regionen anders nicht machbar ist, was zu kriegen.

So ist es und ich glaub, das, das gestehe ich dir und natürlich auch allen anderen zu, das so hands, zu handhaben, ähm, wie man das gerne, gerne, gerne hat. Und auch wenn das ein Geschäftsmodell von uns ist, ähm, ist das für mich völlig in Ordnung. Was wir sehen, das insofern interessant, weil es 'n bisschen gegensätzlich zu dem ist, was, wie du das siehst, ist, dass die meisten Buchungen bei uns tatsächlich kurzfristiger Natur sind.

Okay.

Also oftmals, jetzt muss man sagen, unser Traffic ist auch im Wesentlichen im Sommer, da geht's halt richtig ab, wenn die Leute dann irgendwie kurz vor oder, ähm, und dann schon aufm Weg im Urlaub sind. Und wie du richtig sachst, sagst, ist es ja so, dass es oft mehrere Stopps sind, mehrere Destinationen, die da angefahren werden. Und da sehen wir einfach, dass, ähm, ganz viel zwei, drei Tage vorher gebucht wird, ähm, zumindest bei uns aufm Portal.

Mhm. Spannend. Hätt ich tatsächlich komplett anders eingeschätzt, aber da, da sieht man mal wieder, wie so in, in den Bubbles, in denen man sich bewegt, die, ähm, wie wenig repräsentativ da die Aussagen teilweise sind. Weil ich hör halt immer mehr von Leuten, die wirklich so in den Campinggruppen teilweise 'n Jahr oder auch schon anderthalb Jahre vorher ihren, ihren Urlaub buchen. Und da hab ich gedacht: „Um Himmels willen, wo, wo soll das noch enden?" Weil das ist ja wirklich das Gegenteil von dem, was eigentlich Camping ausmachen sollte.

Ja, aber die gibt's, also kenn ich auch nur jetzt bei uns aufm Portal, ähm, wirklich, ähm, nicht vorherrschend in der, in der Regel, in der Regel wirklich spontan.

Und hat sich da das Buchungsverhalten in den letzten Jahren geändert? Also mit dem, mit dem etwas, äh, ja, spontan planen oder war das bei euch immer schon so?

Das war bei uns von Anfang an eigentlich so. Ähm, ich weiß von, ich, ich kenn das auch. Also genau das, was du sagst. Ich kenn's auch von Campingplätzen, die sagen: „Bei uns ist, sind die meisten Buchungen im, En-Ende Dezember, so-

Mhm

... nach Weihnachten." Da sehen wir auch, dass es bei uns losgeht. Also es ist nicht so, dass es keine langfristigen Buchungen gibt, aber wir sehen eben, dass der größte Anteil spontan erfolgt. Ähm, ansonsten, was sehen wir in unseren Buchungsdaten? Da jetzt auch, das ist ja nicht unbedingt exemplarisch für das, die ganz, für die Gesamtheit der Campingbuchungen, aber in unserem Buchungsverhalten sehen wir, dass eben langfristige Planung eher die Ausnahme ist, dass, äh, es häufig Kurzaufenthalte sind. Die geb, buch, also so im Schnitt, im Schnitt liegen wir bei vier, 4,5 Tagen, äh, fünf, 4,5 Nächten, ähm, wobei wir aber wirklich auch 'n hohen Anteil von eins bis, ja, eins bis drei Nächte haben. Ähm, und, ähm, wir haben wirklich auch 'ne viel, also das sehen wir schon, das ist im Grunde 'n Trend.

Es konzentriert sich nicht mehr nur auf die klassischen Urlaubszeiträume. Wir sehen schon-

Mhm

... auch mittlerweile immer mehr Buchungen in klassischen, ähm, eigentlich Nebensaisonbereichen, wo, wo, wo, wo mal, wo, wo vielleicht vor zehn Jahren nicht so viel gereist wurde. Und wir sehen eben auch jedes Jahr, dass das zunimmt, was für, was eben auch wieder für 'ne zunehmende Flexibilität der Camper spricht, ob nun wegen Frührente, Rente, diesen, diesen ganzen Programmen oder eben, ähm, dem hybriden Arbeiten.

Und wenn wir mal auf die Zielgruppen schauen, ich, ich weiß nicht, inwiefern ihr da die Daten erfasst, aber, äh, welche Zielgruppen werden wachsenden im Moment bei euch? Also du hattest jetzt schon gesagt, Rent, Rente ist 'n Thema. Das war's, glaub ich, beim Camping immer. Digitale Nomaden und so was auch. Also-

Ja

... hybrides Arbeiten. Wie steht's so anderweitig um jüngere Leute, um junge Familien?

Genau, also wir sehen schon, ähm, im Grunde, deswegen ist für uns immer relativ schwierig, eine Zielgruppe altersmäßig zu definieren.

Mhm.

Vom Verhalten her ist was anderes, aber altersmäßig ist es schwierig. Wir sehen, der größte Teil derjenigen, die buchen, ist über 40. Ähm, aber ehrlicherweise sind die z-anderen Zielgruppen nicht, nicht, nicht so, nicht so viel weniger. Also wir sehen einfach, es sind, also die, die kleinste Zielgruppe ist unter 30, aber dann ist es fast gleich verteilt. Dann also die 30- bis 40-Jährigen, die 40 bis, äh, ich glaub, da haben wir bis, bis 50- über 55-Jährigen und dann 55 bis 65 und dann haben wir sozusagen noch mal 65 plus und die sind eigentlich bis auf 'n paar Prozent gleich verteilt. Wer bucht bei uns? Jetzt, wenn wir's rein von den Daten sehen, dass der Durchschnittsbuchende ist 49 Jahre, reist mei-meistens zu zweit, also als Paar.

Das spricht dann schon für eher Rentner oder Silver Liner oder wie man, wie man sie nennt. Ähm-

Best Ager.

Genau, dann ist eben die zweitmeiste Zielgruppe, ähm, die Gruppe, die, die, die, die Buchenden, die mit Kindern reisen. Camping mit Hund ist super gefragt. Da sehen wir, da sehen wir 'n Trend. Das ist auf sehr hohem Niveau, ist 'ne sehr relevante Zielgruppe für uns. Ähm, und wir sehen aber auch, dass die jüngere Zielgruppe auch jedes Jahr wächst. Also das ist, ähm, auch 'ne relevante Zielgruppe ist. Nur jetzt, wenn man sich fragt, jetzt sozusagen, wenn man 'n Altersschnitt machen will, dann, dann, dann kann man halt sagen, die, die, die, die größ-, die meisten Menschen bei uns auf 'm Portal sind über vierzig.

Könnt ihr denn auch auswerten, welche Kriterien für diese Menschen neben dem Reiseziel selbst noch 'ne Rolle spielen? Also Camping mit Hund wird man ja sehen, auch anhand der, anhand der Filter und anhand der-

Genau

... Buchungsdaten. Wonach suchen die Leute denn sonst noch?

Also, ähm, Top-Themen, ähm, in den Fil..., sozusagen, was die Filter angeht, das, was bei uns am meisten angewählt wird, ist Bewertung. Das ist bei uns-

Mhm. Also dass die gute Bewertungen haben, die Campingplätze.

Genau. Wir, wir sind ja auch oder wir sind ja als Bewertungsportal groß geworden und insofern, ähm, haben wir da zum Glück sehr, sehr viele und auch gute Bewertungen. Und das ist der meistgewählte Filter, dass die Leute da eben angeben, sie wollen, weiß ich nicht, vier Sterne plus oder was auch immer. Dann tatsächlich Hunde als-

Mhm

... Zweites. Äh, Nähe zum Wasser als Filter. Also Wasser scheint 'ne Rolle zu spielen. Das geht dann natürlich in Richtung Destination. Ähm, dann Gastronomie und Versorgung, also Restaurant am Platz, ähm, Bus am Platz, ähm, ähm, Brötchenservice, Bar, Restaurant. Also Verpflegung ist 'n, äh, ist dann das dritte Thema. Und dann die ganzen Filter. Bei uns muss man nun wissen, wir haben sehr detaillierte Filter, deswegen haben wir's 'n bisschen zusammengefasst, die in Familienfreundlichkeit gehen. Also, ähm, man kann bei uns nach 'm Urlaub bewerten, wie familienfreundlich Platz, äh, äh, der Platz war. Das wird oft gesucht. Ob's 'n Spielplatz gibt, ob's 'ne Animation für Kinder gibt. Also Kinder ist dann das nächste Thema und das letzte oder das, das fünftwichtigste Thema, fünftmeist gefilterte Thema sind die Themen Richtung Sanitär und Sauberkeit.

Also-

Mhm. Ja, das versteh ich.

Genau, welche Durchschnittsnote hat das Sanitärgebäude? Und da wissen wir auch aus Umfragen, dass Sauberkeit natürlich 'ne Rolle spielt, wo die Campingplätze, ich sag mal, in, in Deutschland und aber auch in den klassischen Urlaubsländern mittlerweile aber auch, muss man ja wirklich sagen, auf Top-Niveau unterwegs sind.

Ja, und oft liegt's ja halt nicht an den Campingplätzen, sondern an den Nutzern, ne. Wenn's aussieht wie bei Schweinchen.

Das kann ich auch immer wieder beobachten und, äh, ich mach, mach mir da mit meiner Partnerin immer 'n Spaß draus, weil unser, unser, unser Eindruck ist, dass es bei den Frauen noch schlimmer ist als bei, als bei den Männern.

Ja, ist so und ich-

Ohne weit ins Detail zu gehen.

Ja.

Aber wenn wir uns darüber mal unterhalten, dann, äh, ist es nicht so, wie man vielleicht denken würde.

Es hat, ich sag nur so viel, es hat seine Gründe, warum mir mein eigenes kleines Bad im Wohnwagen so wichtig ist.

Verstehe.

Ähm, beobachtet ihr Trends im Hinblick auf mehr Naturnähe oder mehr Animation und Bespaßung? Weil ich hab irgendwie immer aus meinen Analysen, wenn ich so 'n bisschen mich umgucke, das Gefühl, dass es so scherenartig auseinandergeht, also dass auf beiden Seiten es eigentlich mehr Nachfrage gibt. Wie ist es bei euch?

Jetzt hast du es schon selbst beantwortet. So ist auch bei uns die-

Tatsächlich?

... die, die Datenlage. Beides wächst. Beides-

Mhm

... ist immer gefragter. Ähm, es gibt diejenigen, die wirklich eigentlich es absolut naturbelassen wollen, ähm, äh, so natürlich wie möglich. Und diese Plätze, die sich darauf spezialisieren, ähm, da kenn ich auch 'n paar, die sind völlig über, äh, überfragt. Und genauso gibt es eben auch die Plätze, die sich im Grunde auf die Fahne schreiben, alles an Entertainment, äh, Animation, Wasserpark.

Wasserpark.

Alles drum und dran. Riesen-- Also ich hab ja schon Wellnessbereiche gesehen auf Campingplätzen da, da würd ich, das würd ich sagen, da kommen manche sehr, sehr teure Fünf-Sterne-Hotels nicht-

Ja

... nicht mit. Ähm, und auch die sind extrem gefragt.

Und die Naturcampingplätze, Frage für einen Freund: Kann man die bei euch auch filtern? Hab ich jetzt gar nicht im Kopf.

Du kannst, es ko... Wir haben ja unheimlich viele Filter. Das heißt, es kommt so-

Deswegen hab ich die nicht alle im Kopf, weil wir nutzen natürlich eure App auch, aber das ist wirklich sehr, sehr umfassend und man kann da sehr fein filtern. Und meistens, wenn, wenn wir halt 'n Campingplatz suchen, dann sitzen wir grad im Auto und das muss schnell gehen und dann hat man da nicht die Zeit, das so schön auszudifferenzieren.

Ja, wir könnten auch, ich bin da mal selbstkritisch, wir könnten auch noch 'n bisschen was dafür tun, dass man die, äh, richtigen Filter oder die gefragtesten Filter besser findet. Ähm, also was, was man machen kann, man kann indirekt danach filtern. Man kann also nach so was, nach Naturkriterien gehen, ne, in Flussnähe, äh, Meer und, und, und dann klein, du kannst nach, nach Größe, ähm, gehen. Also es gibt jetzt nicht den, den, den Filter, ähm, Naturcamping.

Mhm. Ja, weil die reine Größe, die sagt gar nicht immer unbedingt was aus, so aus unseren eigenen Beobachtungen. Wir gehen ja meistens auf sehr kleine Plätze und da gibt's halt auch die Plätze, die total verspießert sind, ne. Da, da hast du irgendwie, weiß ich nicht, 50 bis 100 Stellplätze, aber halt trotzdem die, ähm, wie heißen diese grauenhaften Friedhofsbäume? Ähm, fällt mir jetzt gerade nicht ein. Du weißt, welche ich meine. Diese m-mit diesen flachen, na, also das sind eigentlich Nadelbäume, aber die haben so ganz flache-

Ja, ich, ich glaub, ich weiß, ich weiß aber auch nicht. Bin ganz schlecht.

Und so Ligusterhecken und so zwischen den Parzellen und dann gibt's aber auch wieder große Plätze, die total nachhaltig und naturnah angelegt sind, wo, wo dann auch, ähm, W-Wiesenblumen stehen gelassen werden in einigen Bereichen und so. Das, das ist immer-- Also ja, die Größe sagt oft was aus, aber meistens ist es dann doch auch immer so 'ne Betreibersache, wie viel Natur da zulässig ist. Ob sich da, ob sich da 'n Igel in der Hecke aufhalten darf oder lieber nicht.

Da, da kommst du so 'n bisschen zu dem, was für uns eben auch immer schwierig ist in der Bestimmung von Filtern. Weil was ist jetzt für dich 'n Naturcampingplatz und was ist das für mich und was ist das für jeden einzelnen Hörer hier?

Und für den Betreiber selber.

Genau. Und dann, ich mein, könnten wir natürlich sagen, die und die Kriterien müssten erfüllt sein, damit man das ist. Aber da haben wir natürlich köstliche Diskussionen mit unseren sehr aktiven Usern, ähm, schon bei den bestehenden Filtern, ob das nun erfüllt ist oder nicht und müssen da dann immer uns sehr genau fragen, ob wir noch mehr dieser Filter, die ja dann 'n Stück weit immer im, im Auge des Betrachters liegen, sind. Und wir haben natürlich auch immer noch die andere Seite, äh, nämlich den Campingplatzbetreiber, der dann ja auch oftmals der Meinung, er ist 'n Naturcampingplatz und dann total traurig ist, wenn er das, äh, in dem Filter nicht vorkommt. Also das ist so i-im Grunde, da beschreibst du unser Tagesgeschäft.

Ja, ich kann's mir ungefähr vorstellen. Mmm, aber wo wir jetzt grade noch schon bei den Plätzen sind: Gibt's denn auch Campingplätze, die jetzt massiv irgendwie umbauen von einer in die andere Richtung? Ist dir da irgendwas bekannt? Also die vorher eher naturnah waren und sagen, wir wollen jetzt aber zu 'nem Luxuscampingplatz werden oder, äh, sehr komfortable Plätze, die vielleicht sagen: "Ja, uns ist jetzt aber Nachhaltigkeit wichtig und wir, ähm, wir wollen jetzt 'n bisschen mehr Grünflächen, ähm, anlegen und solche Geschichten." Du bist ja, bist ja sehr viel in Kontakt, auch persönlich mit den Betreibern.

Ja. Also so extrem ist mir das nicht bekannt. Also dass jetzt jemand wirklich vom, ich will jetzt, ja, vom Saulus zum Paulus oder wie auch immer, ähm, das kenn ich nicht. Das mag es geben, wenn es Übernahmen gibt. Das, äh, hab ich aber jetzt nicht, äh, hätt ich gern 'n Beispiel dann, was ich nennen könnte, aber hab ich jetzt keins gefunden. Ähm, was ich schon sehe, ist, dass eben das Bewusstsein der Klimaauswirkungen dazu führt, dass auch Plätze, die sozusagen auf 'n ersten Blick eher, ähm, verwenderisch, wenn man so will, sind, extrem viel investieren, um, ähm, um zumindest ihren Schaden zu, zu, zu minimieren an der Stelle. Und dass dieses Bewusstsein sich meiner Wahrnehmung nach bei eigentlich allen Campingplätzen, ob groß, ob klein, doch sehr durchzieht.

Also ich, ich merke das aus den Gesprächen, dass es immer wieder Thema ist und dass da wirklich auch aufrichtig geguckt wird, was kann man tun.

Mhm.

Ähm, was, das führt uns vielleicht zu 'ner anderen Sache, die ich einfach an dieser Urlaubsform so schön finde, wenn ich das sagen darf. Meine Beobachtung ist ja, ich hab ja das Glück, dass ich oft dann die Campingplätze kennenlernen darf, aber vor allen Dingen auch im privateren Umfeld dann die Campingplatzbetreiber kennenlernen darf. Und oftmals, ich sag immer schon, äh, zu meiner Freundin, äh, zeig mir den Campingplatzbetreiber und ich weiß, wie der Platz ist. Ähm, das find ich das Schöne daran. Man ist ja wirklich bei irg-- Meistens zum Glück in Europa ist es ja noch so, dass es eine Familie ist, die das betreibt. Und man merkt dann, wenn man diese Familie kennt, dass da wirklich der Charakter dieser Familie sich durchsetzt und, ähm, insofern dadurch ja auch jeder Platz 'n Stück weit individuell ist.

Und das, äh, ist sozusagen meine Liebeserklärung an diese Urlaubsform, dass ich das sehr schön finde und auch 'n Stück weit hoffe, dass das so erhalten bleibt. Weil wir natürlich grad im Süden Europas, aber jetzt auch durchaus auch schon in Deutschland sehen, dass sich natürlich immer mehr, ähm, größere Ketten bilden, die natürlich diese Persönlichkeit, ich will gar nicht gegen die irgendwie, ähm, was Böses sagen, ähm, die, die bringen ja auch 'ne Professionalität mit und so weiter, aber natürlich dieses ganz Familiäre geht dadurch 'n Stück weit verloren.

So schade, das wär jetzt eigentlich 'n schönes Schlusswort gewesen, aber ich kann dich leider noch nicht gehen lassen. Ja, also das wär tatsächlich auch 'ne Frage von mir gewesen. Ich weiß nicht, ob du, du musst da wahrscheinlich etwas diplomatischer antworten, als ich das tun würde, aber wir sehen ja jetzt, dass grade 'ne Kette aus Frankreich sehr weit ihre Fühler ausstreckt und, und immer mehr Akquise betreibt und immer mehr auch, ähm, sich versucht, in den anderen Ländern, wie auch jetzt in Deutschland, auszubreiten. Und das ist alles super. Man kann da per App buchen und man kann da dies, das, jenes und, ähm, auch Verfügbarkeit und so weiter, aber ich hab damit halt 'n schlechtes Gefühl und ich wollte mal fragen, wie du dich damit fühlst, jetzt unabhängig davon, ob die jetzt bei euch buchbar sind oder nicht, sondern, ähm, also ich find's halt irgendwie scheiße, ehrlich gesagt, weil ich aus anderen Bereichen sehe, unter anderem auch aus dem Gesundheitsbereich, wie sich dann auch Dienstleistungen entpersonalisieren und verändern, wenn Investoren am Werk sind.

Ja. Also die französische Kette, die du ansprichst, ist, glaub ich, bei uns weder Kunde noch buchbar. Insofern könnt ich da jetzt sozusagen oder kann ich da ganz frei reden. Ähm, ich, ich seh's nicht ganz so negativ, weil ich, ähm, finde, am Ende des Tages möge der Bessere gewinnen. Aber ich hab ja grade gesagt, weil wir sind ja im freien Markt, ähm, hab ja grad gesagt, dass ich es schade fände und das ja 'n Stück weit immanent ist, ähm, in so 'ner Kette, dass da natürlich das Persönliche verloren geht. Und davon lebt meines Erachtens, ähm, ähm- Der Campingurlaub 'n Stück weit und das macht's eben schön, dies Persönliche. Ich glaube, ich weiß auch, es gibt auch andere kleinere Ketten, kleinere, ähm, ähm, Firmen, auch Investorenfirmen, die vorhaben, 'ne Kette zu werden oder dabei sind, eine zu werden, die das erkannt haben, die nämlich wirklich, ähm, ähm, versuchen, auf jedem Platz ein Pärchen als Betreiber einzusetzen.

Ähm, das sind natürlich-

Also so 'ne Art Franchise dann oder-

Genau, die am Ende natürlich immer noch keine Inhaber sind. Aber das ist zumindest, find ich, gut, wenn man, wenn diese Erkenntnis da ist, dass dieses Persönliche eben wichtig ist. Und ich stimm dir natürlich völlig zu. Es gibt schlimme Fälle aus der Wirtschaft, wo, wenn es nur um Profit geht und nur um Geld geht, und zwar kurzfristig, ähm, ähm, jegliches Herz und jeglicher Charakter verloren geht. Oftmals allerdings und das ist ja das Absurde, was dann solche Investoren oft nicht verstehen, die sind meist nicht besonders erfolgreich, zumindest langfristig gesehen.

Ja, weil eben wichtige Faktoren vernachlässigt werden und weil dann irgendwann teilweise auch denen das Personal wegläuft, weil die kein, keine Lust auf so 'n, auf so 'n Heuschreckenjob haben. Aber gut, das wär jetzt auch noch mal 'n ganz eigenes Thema. Aber das ist halt 'ne Entwicklung, die mir so 'n bisschen Sorgen bereitet, weil genau wie du auch gesagt hattest, Camping ist ja was sehr Familiäres von jeher. Und, und ich möchte das eigentlich, also das hat sich durch diesen wahnsinnigen Boom schon verändert. Ähm, weil immer wenn, wenn so 'ne Masse an Menschen so stark anwächst, dann geht immer dieses Kleinteilige 'n bisschen verloren, ne. Der, der persönliche Umgang miteinander, der Plausch auf der Parzelle mit den Nachbarn und so.

Da hat sich viel auch in der Richtung verändert und das spiegeln ja auch die Diskussionen in den Campinggruppen wider. Aber ja, zumindest auf den kleineren Plätzen war bisher halt immer der Kontakt mit den Betreibern da und auf den größeren Plätzen merkt man auch sehr stark am Personal, wie der Betreiber drauf ist, ne. Also da hat man vielleicht-

Absolut.

... nicht persönlich mit den Chefs zu tun, aber du merkst schon am Personal, sind die genervt? Sind die sehr hilfsbereit? Sind die, ähm, gleich irgendwie so verbindlich? Und da spürt man auch die Essenz dann natürlich.

Absolut. Nein, das, das, das kann ich so hundertprozentig unterschreiben und hoffe auch, ähm, dass das Familiäre erhalten bleibt. Ich nehm das auch wahr, also grad durch diesen Boom, der hat auch Nachteile. Ähm, ähm, ist ja auch im praktischen Leben, auch 'n Campingplatz ist oft viel verloren gegangen. Ähm, ich merk das immer, ich grüße jeden auf 'm Campingplatz. Jedenfalls wenn ich denjenigen sehe. Ich, ich bin auch nicht frei davon, mal irgendwie verträumt durch die Gegend zu gehen, aber mach das konsequent und ich würd mal sagen, die, die Quote ist mittlerweile bei 20%, dass ich zurückgegrü-gegrüßt werde und das find ich schade. Es war mal anders.

Ja, wird auch von anderen Leuten so wahrgenommen. Das sind aber nicht immer nur die Neucamper, sondern es hat sich insgesamt so der Ton 'n bisschen verändert, find ich. Ähm, aber ja, da müssen wir alle 'n bisschen dran mitarbeiten, dass es wieder gemütlicher wird, sag ich mal. Mmm, ja, ich hätte gerne zum Abschluss noch einen persönlichen Tipp von dir. Ich weiß, dass das für dich sehr, sehr schwer ist, weil ihr ja, weil die Campingplätze ja auch eure Kunden sind. Und natürlich jetzt, wenn du einen nennst, dann sind vielleicht 3000 andere beleidigt, aber trotzdem hat ja jeder so 'n, so 'nen Platz, wo's einen immer wieder hinzieht. Kannst du den verraten?

Ich hab da mehrere tatsächlich.

Darfst auch mehrere nennen.

Dann, dann, dann mach ich das und bitte jetzt schon jeden Betreiber, der hört natürlich um Entschuldigung, wenn er dann nicht dabei ist, ähm, aber ich, ich mach das einfach. Also wir sind mit der Familie und da hab ich einfach Kindheitserinnerungen, war jetzt länger nicht mehr da und muss da unbedingt mal wieder hin. Sehr, sehr gerne nach Südtirol zum Camping Moosbauer gefahren. Das ist ein, ein sehr klein, eigentlich recht kleiner, familiär geführter, äh, Campingplatz. Ähm, und, ähm, das war immer, ich hab nun auch 'ne Schwäche für Südtirol. Das war immer 'ne, 'ne, 'ne tolle Zeit dort. Ähm, dann, also auch bei uns zieht sich das durch, dass wir nicht das eine oder das andere tun. Im Sommer waren wir gerne, wir sind 'ne große Familie. Ich hab, äh, zwei, äh, oder ich hab vier Geschwister, zwei, äh, sozusagen Halbgeschwister und, und zwei ganze.

Ähm, und dadurch mussten wir natürlich auch immer dann, wenn wir alle zusammen in Urlaub gefahren sind, echt gucken, dass für jeden was dabei ist. Da sind wir sehr, sehr viel und sehr, sehr gerne zum Union Lido gefahren. Ich persönlich, ähm, war jetzt das letzte Mal auf dem anderen Platz dort, dem anderen großen Marina di Venezia und fand das auch sehr, sehr schön. Anders schön als 'n Camping Moosbauer, weil's 'n komplett anderer Campingplatz ist. Und dann hab ich, ähm, 'ne Schwäche für Österreich, ähm, und, und bin unheimlich gern auf 'm Wofallgut gewesen, was auch eher 'n größerer Platz ist, aber eben-

Die sollen auch, sollen auch sehr hundefreundlich sein, hab ich mal gehört.

Hab ich, hab ich auch gehört, hab ich auch schon gesehen, äh, auch mit Hundedusche und allem drum und dran. Ich selbst hab nun keinen Hund, aber die haben eben wahnsinnig schön Wellnessbereich mit tollen Zimmern, wo man sich 'n bisschen, wo man mal die Seele baumeln kann, wo's dann irgendwie nach, äh, ähm, ja, nach, nach, wie heißt das da noch? Zirbe riecht. Ähm, und, und, und das find ich, ähm, sehr, sehr schön. Ähm, und wen hab ich, hab ich noch irgendwas? Ja, also f-- das sind so die, wo ich immer wieder hinfahr, weil ich irgendwie den Charakter des Platzes, ähm, vielleicht verstanden hab und mag. Es ist, ist ja auch nicht überall so, dass man das versteht.

Zum Beispiel den Woffl gut, wenn ich das so offen und frei sage, hab ich die ersten, ähm, Ma-, die ersten ein, zwei Nächte, die ich da war, gar nicht verstanden. Und, äh, der ist aber einfach mit Familie, mit Kind, ähm, super, weil irgendwie da auch für jeden was dabei ist. Und das ist dann vielleicht anders, als wenn ich jetzt nur, ich jetzt ohne Kind unterwegs wäre, dann...

Ja.

Genau.

Ja, sehr schön. Ich verlinke die ganzen Campingplätze, die du jetzt genannt hattest, auch noch mal in der Folgenbeschreibung, wer sich die mal angucken möchte. Und dann würde ich dir jetzt noch das Abschlusswort übertragen, ähm, und würde dich bitten, einen Ausblick zu wagen auf die nächsten Jahre des Campens. Was, was denkst du, was sich da verändern wird? Also da kannst du wirklich frei herumspinnen von künstlicher Intelligenz bis hin zu irgendwelchen absurden Reisezielen. Was, was sind da so deine Prognosen, ich sag mal, für die nächsten fünf bis sechs Jahre?

Ich glaub, es werden unheimlich spannende Jahre. Es wird sich viel tun. Es wird noch wesentlich mehr automatisiert werden und digitalisiert werden müssen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auf Campingplätzen irgendwann so 'ne Art Kochroboter geben wird in nicht allzu, äh, ferner Zukunft, weil tatsächlich auf Campingplätzen Köche oft das Thema sind, nicht, nicht 'n Problem, aber einfach schwer zu bekommen. Ähm, also ich glaube, so alles, was drum rum an Services ist, ähm, was nicht unbedingt, äh, mit dem, mit dem Urlaubserlebnis zu tun hat, wird nach und nach automatisiert. Ähm, wir bei Campinginfo, das wissen ja viele nicht, wir sind 'n sehr kleines Team, wir sind 'ne kleine Firma. Ähm, ich ho-- wir haben auch 'n paar Sachen in der Pipeline, wo ich sicher bin, dass wir dazu beitragen werden, dass die, die Planung und Buchung, ähm, und das Verleben des Campingurlaubs noch einfacher wird.

Wir experimentieren da auch grade mit, äh, KI-Robotern und, und, und, und diesen Formen und fragen uns eben auch, wo macht das Sinn und wo, wo, wo eben nicht. Ich glaube nicht, dass wir in sechs Jahren aufm Mars 'n Campingplatz sehen werden, ähm, um mal diese Spinnereien rauszunehmen. Ähm, und ich bezweifel auch, dass wir, ähm, Elektro, rein elektrobetriebene Wohnmobile in größerer Anzahl sehen werden. Das so der Ausblick. Ansonsten hoffe ich und wünsche ich mir ausdrücklich, dass Campingurlaub Campingurlaub bleibt.

Das würde ich so unterschreiben und dem hab ich auch nix mehr hinzuzufügen. Ich bedanke mich ganz herzlich, Max, bei dir für die vielen tollen Infos. Und liebe Hörerinnen und Hörer, wenn ihr den Max irgendwas fragen möchtet, dann dürft ihr uns gerne schreiben unter podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp. Da findet ihr den Link in der Folgenbeschreibung. Ich bin sicher, dass der Max da dann auch gerne noch antwortet. Ansonsten abonniert uns gerne, damit ihr die nächste Folge nicht verpasst. Und ja, Max, dir jetzt noch einen schönen Resttag. Noch mal ganz lieben Dank, dass du dir so viel Zeit genommen hast und vielleicht bis zum nächsten Mal.

Vielen Dank, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danke, Nele, und danke auch den Zuschauern für oder Hörern fürs Zuhören.

Dir hat der Beitrag gefallen?

Dann teile ihn mit deinen Freunden!