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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute geht's um Reisen und Camping mit Katzen.
Dafür sind heute Jenny und Lukas bei uns zu Gast. Ähm, der eine oder andere von euch wird die beiden kennen. Wir haben nämlich im, äh, Zuge des Caravan Salons schon 'n Interview mit den beiden geführt, um ihre Camping-App vorzustellen. Die verlinken wir euch auch noch mal in den ShowNotes. Keine Werbung, aber wir nutzen die selber auch sehr gerne. Ist wirklich 'ne coole App und, ähm, ihr könnt euch dann gerne auch noch mal die Folge dazu anhören. Heute geht's aber natürlich um das Thema, das Sebastian gerade angekündigt hat. Das wurde sich ja auch aus der Community gewünscht. Und, äh, bevor Jenny und Lukas sich vorstellen, von mir noch ein kleiner Disclaimer, falls ihr euch über meine Stimme wundert: Mich hat's richtig erwischt hier in Mexiko mit einer heftigen Erkältung. Die ganze Familie liegt gerade flach.
Und, äh, verzeiht bitte, dass ich zwischendurch dann mal 'n bisschen komisch klinge. So, Jenny und Lukas, einmal kurz noch mal zu euch, wer euch noch nicht kennt: Wer seid ihr? Was macht ihr? Und, ähm, vor allem, wie seid ihr unterwegs, was das Thema Katzen angeht?
Ja, hallo, äh, schön, wieder bei euch zu sein.
Hallo.
Wir sind Jenny und Lukas, wie du schon gesagt hast. Und wir sind jetzt seit zehn Jahren als Camper unterwegs und zu uns gehören zwei Katzen, die seit Anfang an eigentlich dabei sind. Genau. Und, ähm, mittlerweile haben wir 'n selbst ausgebauten Kastenwagen, 'n Crafter, ähm, waren aber vorher mit einem Alkovenfahrzeug unterwegs und, äh, genau, auch schon mit den Katzen damals, ja.
Und was sind das für Katzen? Äh, bestimmte Rasse, Alter? Das wär ja noch spannend, so 'n bisschen gerade für die, die sich mit Katzen auskennen, ähm, hilft das ja vielleicht auch noch, das Ganze 'n bisschen einzusortieren.
Ja, auf jeden Fall. Also unsere beiden Katzen kommen, ähm, aus einem Katzenschutzheim in Frankfurt. Damals haben wir da gewohnt und wollten da eigentlich irgendwie so 'ne alte Seniorenkatze noch, ähm, uns holen und der noch ein paar schöne letzte Tage bereiten. Das ist schiefgegangen, weil die Dame meinte: „Ach, ihr seid so jung. Ihr müsst junge Kätzchen nehmen, davon gibt's viel zu viele und ihr habt ja noch viele Lebensjahre vor euch und, ähm, eine geht auch nicht, ihr kriegt zwei."
Oh.
Genau.
Okay.
Und die Geschichte zu unseren Katzen war, dass die Mutter wurde in der Türkei in der, auf der Straße sozusagen eingefangen und dann nach Deutschland gebracht, um die eben, ähm, dort, ähm, ihre Jungen auf die Welt bringen zu lassen, ähm, und 'n, 'n schönes Zuhause zu geben. Und da haben wir die eben auch bekommen. Also was sie sind an Rasse, ähm, Straßenkatze.
Mhm.
Angeblich auch, ähm, europäisch Kurzhaar. Das hat sich dann bei unserer Kätzin, ähm, ihr kennt sie ja, nicht bewahrheitet. Es war dann doch eher was Wuscheligeres.
Ganz süß.
Da sind sie noch Geschwister, die beiden. Genau. Und, ähm, ja, also wie gesagt, die waren eben von klein auf Menschen gewöhnt aus 'm, aus 'm Tierheim und, ähm, sind dann zu uns gekommen und wurden dann eben irgendwann Wohnmobilkatzen bei uns auch, ja. Es sind reine Wohnungskatzen, das muss man dazu sagen, weil damals, ähm, war die Bedingung, wir haben eben in Frankfurt mitten in der Stadt gewohnt. Da hat der, ähm, das Tierheim hat eben gesagt, wir vermitteln nur Wohnungskatzen, weil wir die sonst von der Straße kratzen müssen irgendwann, weil die das natürlich nicht gelernt haben, wenn die in Gefangenschaft aufwachsen und so. Und das hat dann halt ganz gut gepasst, dass sie eben daran gewöhnt waren auf engem Raum. Äh, wir hatten damals paar 'n dreißig Quadratmeter zu wohnen, also war das dann nicht so 'ne krasse Veränderung von der Fläche her zumindest.
Und habt ihr euch damals mit dem Thema Training, ans Wohnmobil gewöhnen überhaupt beschäftigt? Oder wart ihr so blauäugig wie wir mit unserem Hund, dass wir gesagt haben: „Ja, die setzen wir halt einfach rein und fahren los", so ungefähr?
Ja, nee, also kein Training. Sprich, wir mussten mal los, ähm, äh, und, äh, dann die halt reingesetzt und sind die mitgefahren. Das hat einfach wunderbar geklappt von, äh, eigentlich von Anfang an. Da waren die ja auch noch sehr, sehr klein. Äh, wir haben die gerade bekommen nach zwölf Wochen, ähm, und wir haben die einfach reingenommen. Und die waren so neugierig, die haben sich das ganze Ding angeguckt. Damals hatten wir noch so 'n alten Alkoven, äh, da sind die überall reingekrochen einmal und, äh, war alles gut.
Wobei wir, das war sogar, das fing ja mit einer eigentlich sehr stressigen Situation für uns noch an, weil wir hatten gedacht: „Ach, wir haben 'n Wohnmobil, jetzt haben wir Katzen, jetzt fahren wir mal los." Dann mussten wir eben zwölf Wochen warten natürlich, bis die zu uns kommen konnten. Und wir hatten schon eine Reise nach Polen geplant mit meinem Vater. Äh, und dann haben wir festgestellt: „Ach Mist, das geht gar nicht", weil, ähm, das hat mit der Tollwutimpfung nicht hingehauen, weil die dürfen ja erst ab 'nem gewissen Alter geimpft werden und dann für die Einreise ins europäische Ausland muss man ja drei Wochen warten. Und dann saß ich mit Tränen in den Augen bei uns damals im Coworking Space und hab gesagt: „Oh nein, wir müssen unsere armen kleinen Kätzchen zu Hause lassen", aber es war zu spät, um den Urlaub abzusagen und es war, das hat mir das Herz gebrochen. Wir haben dann zum Glück irgendwie noch in der Nachbarschaft eine Nachbarin aktiviert, die sich dann gekümmert hat, aber das war wirklich schwer.
Also da waren wir total naiv und haben da einfach nicht richtig drüber nachgedacht. Ich hatte auch noch nie Katzen davor und, ähm, war da so 'n bisschen so: „Och, wird schon irgendwie alles gehen", und dann ist es doch gar nicht so einfach.
Ich glaub, viele Menschen stürzen sich relativ unvorbereitet in das Haustierthema. So, also ich kann da auch nur auf, auf uns selber gucken, uns ging das genauso und man hat keine Vorstellung und lernt dann halt einfach, was es bedeutet. Auch wenn das vielleicht nicht immer der beste Weg sein oder ist, aber das ist halt auch das Leben, ne, dass das einfach manchmal so passiert und man dann erst im Nachhinein merkt: „Ja okay, da hätte man vielleicht noch mal und da müsste man." Und dann muss man eben schauen.
Ja.
Das heißt, als Sie das, das würde mich jetzt noch interessieren, als Sie das erste Mal quasi ins Wohnmobil gekrochen sind, um sich das anzugucken, da, das war quasi so, da waren Sie zwölf Wochen alt?
Ja, da waren die ein paar Wochen älter, weil wir waren ja erst mal, äh, da in dem besagten Urlaub, äh, und danach wollten wir zu 'ner Veranstaltung nach Würzburg nur für 'n Wochenende, ähm, und hab die dann einfach eingepackt.
Ich glaub, die waren vier, vor vier Monate müssen die ungefähr, ähm, alt gewesen sein, als sie dann das erste Mal wirklich mit uns unterwegs waren. Und da haben wir die einfach reingesetzt. Aber ihr kennt ihr ja vielleicht, junge Tiere sind ja auch so 'n bisschen, ähm, neugierig und 'n bisschen blöd und so. Und die hatten auch keine Angst, sondern die haben halt alles erkundet und erobert und sind in die letzte Ritze geklettert und, äh, saßen dann irgendwie in den Oberschränken und zwischen den Sofakissen und-
Konnten auch gut klettern. Das fanden die schon geil.
Ja. War zum Glück 'n altes Wohnmobil. Also da waren die, die jungen Katzenkrallen, die doch noch, äh, um einiges schärfer sind, waren da kein Problem mehr.
Tja.
Wie würdet ihr denn eure Katzen charakterlich beschreiben?
Na ja, die sind jetzt zehn Jahre alt.
Sie hören jetzt nicht mit, ne.
Und das ändert sich ja nun in, im, im, im Lauf, äh, der zehn Jahre. Also die waren natürlich junge Katzen sind halt, ja, junge Katzen. Äh, klettern halt an allem hoch, inklusive Menschen, was, was, was sie sehen und waren sehr, sehr neugierig, als die, als die noch jung waren. Äh, heute sind die halt sehr gemütlich. Also die sind wirklich-
Ja.
Das ist eigentlich, es gibt nur zwei Dinge, die sie gerne machen: essen und kuscheln. Und das ist schon mal und man merkt schon, wenn wir dann wiederkommen von einer längeren Reise, dann wird auch schon mal durch die Wohnung gerannt. Fünf Minuten, aber auch nicht länger.
Ja.
Also sie sind wirklich sehr ruhige und, äh, eigentlich sehr zutrauliche Katzen auch.
Also sie sind immer noch neugierig und sehr verspielt auch eigentlich für ihr Alter. Zum Beispiel, die spielen halt, also grade unser Kater, der Buddy, der, der liebt alles aus Gummi und dann schleppt er auf einmal irgendwie 'n Gummiband an und dann muss man ihm das werfen und dann bringt er's wieder und so. Also eher wie so 'n Hund und das ist schon, ähm, also ich würde sagen, da sind sie außergewöhnlich verspielt vielleicht. Momentan sitzen sie im Auto und beobachten die Hühner unseres Freundes, wo wir grade stehen, weil der hat Hühner im Garten und das ist halt Hühnerkino ist grad angesagt. Also sind die wie versteinert vor der Scheibe und gucken. Also ist alles schon sehr spannend. Ja.
Aber grundsätzlich relativ entspannt.
Ja, wenn wir da sind.
Ja.
Wir haben ja auch festgestellt, dass sie fremden Menschen gegenüber gar nicht irgendwie jetzt besonders ängstlich sind oder so. Wir waren ja auch bei euch im Fahrzeug auf'm Caravan Salon, haben mal die Katzen bewundert. Ähm, da waren die ja auch sehr entspannt, ne?
Ja, die sind sehr entspannt. Also was auch ungewöhnlich ist, zum Beispiel haben unsere Katzen noch nie jemanden gekratzt oder gebissen und fauchen tun sie auch nur beim Tierarzt eigentlich. Und, ähm, also die sind da schon neugierig und denken: „Ach, da ist 'n Mensch, da gibt's bestimmt 'ne Streicheleinheit." Und da sind die da sehr offen. Also vor allen Dingen, wenn wir da sind. Ich glaub, wenn wir nicht da sind, dann ist das 'n bisschen was anderes, dann sind sie vorsichtiger. Aber sie sind eben so an uns gewöhnt. Wir arbeiten ja auch von zu Hause, die reisen mit uns, also sind da sehr auf uns fixiert und wir, glaub ich, sind so 'n, so 'ne stabile Sicherheitsquelle für sie einfach, ja.
Ich glaub, die sind's auch gewohnt, dass bei uns immer um uns herum einfach viele fremde Menschen sind, die sie nicht kennen. Und letztlich, also wenn uns jemand zu Hause besucht, dann dauert das 'ne halbe Stunde und er, also der Kater, sitzt dann auf dem Besuch. Das ist einfach, das dauert nicht länger.
Am liebsten bei Allergikern eigentlich.
Oh ja, da bin, da bin ich dann prädestiniert.
Ja.
Das liegt übrigens daran, dass die Allergiker besonders höflich aus Katzensicht sind, weil die natürlich ja die Katze nicht angucken, weil sie wollen ja nicht, dass die Katze herkommt. Und das ist genau das Verhalten, was Katzen toll finden, weil's höflich ist. Und dann sagen die sich: „Cooler Mensch, da geh ich jetzt mal hin." Also-
Und streich dem 'n bisschen um die Beine.
Alle Katzen.
Genau.
Immer bei mir. Immer schön an den Beinen entlang.
Ja.
Ja.
Ähm, also dann, dann halten wir mal fest: Also eure Katzen waren sehr jung. Das heißt, wenn, wenn jemand jetzt 'n Wohnmobil hat und vielleicht auch 'ne, vorhat, sich 'ne junge Katze zuzulegen, wär schlau, egal ob man die dann später wirklich mitnimmt oder nicht, die schon mal frühzeitig vielleicht ans Wohnmobil heranzuführen. Dann hätte man zumindest die Möglichkeit, dann auch, ähm, später mal die einfach einzupacken.
Ja, wir sagen, wir geben mal so 'n paar Tipps, weil, also das hat uns geholfen und wir sind ja auch im Austausch mit anderen Leuten. Ähm, es gibt da zum Beispiel 'ne tolle Facebook-Gruppe, wo man sich auch Tipps holen kann. Ähm, und da haben wir einfach gemerkt, zum Beispiel, also was sich lohnt, wenn man das irgendwann vorhat, vielleicht die Katze mitzunehmen, die Katze auf jeden Fall mit reinzunehmen. Wir haben zum Beispiel unterschiedliche Transportboxen für Reisen und für den Tierarzt.
Mhm.
Ähm, wir haben zum Beispiel auch gemerkt, dass unsere Katzen lieber zu zweit in einer Box sind als in zwei getrennten, weil das ist halt vertrauter auch. Wir haben im Wohnmobil einige Sachen, die sie auch zu Hause haben, ähm, die wir entweder doppelt haben oder, ähm, die wir dann von zu Hause immer mitnehmen. Also wir haben das gleiche Katzenklo zu Hause und im Auto. Wir haben 'ne gleiche Kratzmatte zu Hause und im Auto, dass das einfach so 'n bisschen vertraut ist. Und wir haben tatsächlich unsere Katzen auch doch schon recht jung an, ähm, ein Geschirr gewöhnt. Wir gehen jetzt nicht wirklich mit denen an der Leine, aber wir hatten schon die Situation, dass wir sie mal an die Leine machen mussten, weil wir sie aus dem Auto rausnehmen mussten und da war viel Trubel und eh sie dann rausspringen, Box war in dem, in der Situation keine Option, dass sie einfach wissen, okay, 'n Geschirr hat man bei an und das ist nicht ganz furchtbar. Und das würde ich halt auch machen. Also ich glaube, wir hätten das vielleicht konsequenter noch durchziehen können, weil als sie klein waren, ähm, wobei unser Kater dann immer dran rumgebissen, der fand das irgendwie eher wie so 'n Spielzeug.
Ähm, aber ich glaube, da hat man einfach mehr Flexibilität. Wir sehen zum Beispiel bei Leuten, die länger auf Campingplätzen stehen, die dann gerne die Katzen halt an der Leine, so 'ne Schleppleine oder so 'n bisschen um den, um das Fahrzeug laufen lassen, selbst wenn's, äh, sonst Wohnungskatzen sind. Und das haben wir halt denen nie beigebracht. Ich glaub, die würden sich wahrscheinlich irgendwie an allem verheddern und irgendwie nur rummiauen und sich beschweren, ja.
Und für 'n Anfang, glaub ich, ist immer sehr smart, die Katzen einfach ins Auto, also ins, in Camper zu lassen, ohne das bevor man losfährt. Am besten zwei Stunden oder 'n halben Tag von mir aus, sodass die, also wenn's wirklich das allererste Mal ist, vielleicht sogar 'n paar Male, wenn der Camper irgendwie vor der Tür steht, mit denen einfach immer mal wieder 'n bisschen Zeit da zu verbringen, dass die einfach verstehen, okay, das ist 'n zweites Zuhause. Ähm, also- Ein Fehler wäre es zum Beispiel das erste Mal loszufahren und, ähm, dann die Katze bei irgendwie 32 Grad draußen ins Auto zu packen und dann den Motor anzuschmeißen und loszufahren.
Also dann hat man mit Sicherheit ein Konzert. Äh, das, das würde ich nicht empfehlen. Also wie immer bei Katzen, glaube ich, ist es ja eine ganz normale Sache. Je mehr sie sich an etwas gewöhnen können, umso easier wird es.
Bevor Nele gleich ihre Frage, die ihr auf den Lippen brennt, stellen kann, ganz kurz: Ihr habt gerade von der Facebook-Gruppe gesprochen. Würdet ihr die uns im Nachgang noch verraten oder den Link schicken? Dann würden wir die nämlich mit in die Show Notes packen, weil ich glaube, das ist für viele da draußen ein super spannender Hinweis gewesen.
Auf jeden Fall.
Und dann, dann müsstet ihr euch da draußen auch nicht merken, sondern könnt dann einfach auf die Show Notes klicken und habt die Facebook-Gruppe da, wenn ihr selber bei Facebook seid. So, Nele.
Ja, ich kenne mich ja mit Katzen gar nicht aus, weil ich wegen meiner Allergie ab Kindheit einfach keinen Kontakt zu Katzen haben konnte, keinen näheren. Ähm, kann man die auch so gewöhnen und trainieren, wie, wie man das bei Hunden macht, dass man zum Beispiel sagt, einen Hund, wenn man den an ein neues Fahrzeug gewöhnt, dass man den dann darin füttert zum Beispiel. Also dass er damit positive, ähm, irgendwas Positives verbindet.
Ja, also ich würde sagen, auf jeden Fall. Also ich glaube, die meisten, also viele Leute, mit denen wir sprechen, unterschätzen eigentlich, wie gut man Katzen auch trainieren kann. Es kommt natürlich immer auf die Katze an, aber es kommt ja auch auf den Hund an wahrscheinlich. Ich kenne mich jetzt mit Hunden nicht so gut aus, aber da wird es mit Sicherheit auch Unterschiede geben.
Ja.
Und, äh, bei Katzen ist es genauso. Also unserer Kätzin brauchen wir eigentlich gar nichts versuchen beizubringen. Die schafft das einfach nicht, auch nach zehn Jahren nicht. Aber die lernt etwas langsamer, sagen wir mal so drei Jahre langsamer als der Kater. Äh, aber, aber er, also die wissen schon ganz genau, was wir wollen. Wenn wir dem-- Und wir haben denen schon Sachen beigebracht, äh, die auch, ja, da gibt es, also der Kater weiß auch, dass er schon auch mal raus darf, wenn er auf unseren Schoß auf den Sessel darf. Also wenn, wenn wir draußen sitzen, dann der, also der weiß, auf den Sessel darf ich springen, aber ich darf auf keinen Fall den Boden berühren und dann macht er das auch, auch wenn wir das nicht wollen manchmal.
Aber das, also die, die, die wissen schon, was sie sollen und was sie nicht sollen. Also das kann man denen trainieren.
Die hören auch auf ihre Namen. Also das war zum Beispiel auch witzig, weil wir hatten uns vorher ein bisschen schlau gemacht und haben dann gehört, irgendwie Katzennamen mit I sind besonders gut, weil die Katzen dann schneller lernen, dass das ihr Name ist. Ähm, witzigerweise hört unser Kater eigentlich am besten, wenn wir sie rufen, weil er dann denkt, dann kriegt sie was Leckeres. Also kommt er dann. Aber grundsätzlich kommen die schon, wenn wir die rufen. Also die kommen jetzt nicht sofort, wenn ich sage: „Oh, jetzt hier Buddy oder Pixie", und dann sind die sofort da. Aber so, dann strecken die sich noch mal in Ruhe und so und dann kommen die auf jeden Fall schon vorbei. Und das ist schon was, was man denen beibringen kann. Ich glaube, bei Katzen denken einfach viele Leute, dass man denen gar nichts beibringen kann und versuchen es nicht. Und man muss natürlich wie mit Kindern, Hunden und wahrscheinlich allen Lebewesen muss man halt auch so ein bisschen konsequent sein, ne. Das ist halt, glaube ich, das Problem.
Ja, das ist ja das Hauptproblem. Auch wenn man eine Terrier hat.
Stimmt, ja.
Ja, also man kann ja Katzen auch mit Klickertraining und ganz viel mit positiver Verstärkung, so wie man es auch im Hundetraining macht, ja auch wirklich viel beibringen. Ähm, das ist vielleicht bei Katzen, weil sie doch noch mal manchmal ihren eigenen Willen haben, nicht immer ganz einfach und wie ihr schon sagt, mit jeder Katze anders. Aber ich kann da auch mit unseren Herdenschutzhunden ein Lied von singen. Die sind jetzt auch nicht gerade die oder die sind ja darauf gezüchtet, eigene Entscheidungen zu treffen und das merkst du halt auch im Training, ne. Die wägen dann halt auch immer so ein bisschen ab: Lohnt sich das jetzt, wenn ich das mache oder lohnt sich das nicht? Und, äh, manchmal sind andere Dinge auch erst mal noch wichtiger, bis sie dann, äh, quasi doch herkommen und so wird das bei der Katze wahrscheinlich auch sein.
Ja, aber zum Beispiel eine Sache, wo man es merkt, ist, wir haben ja diese besagte Box, mit denen wir dann reisen. Das ist übrigens auch ein ganz praktisches Produkt, weil das kann man, das ist so eine, die lässt sich zusammenfalten, die kann man ganz flach machen, also komplett ein Dreiviertelkreis rundherum und dann ist sie im Wohnmobil auch weggepackt, wenn man irgendwo steht und hat die nicht im Weg rumstehen. Ähm, wenn wir die rausholen, also der Kater klettert meistens eh schon sofort rein, weil dann denkt er: „Oh ja, es geht wieder los." Aber wenn wir die dann rufen und die steht auf dem Boden, dann springen die beide schon rein. Also das sieht man ja schon auch, dass das so ein gewisser Lerneffekt da schon ist. Ja, ich würde jetzt nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass es immer funktioniert, aber es funktioniert meistens.
Ja, und wahrscheinlich ist ja für sie auch dann sehr positiv belegt, mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, ne, weil sie können da klettern und machen und neue Dinge und, äh, wenn ihr sagt, jetzt haben sie gerade, äh, irgendwie Tierkino, dann, dann ist das ja sehr positiv verknüpft. Das ist wie mit unserem Hund, wenn ich das Geschirr in der Hand halte, dann weiß der, gibt jetzt irgendein Abenteuer. Ist völlig egal was, aber er weiß, es ist toll und dann kommt der da los. Und deswegen fand ich, ich will das auch noch mal wiederholen, den Tipp ganz gut, die Tierarztbox eine andere sein zu lassen als die Reisebox, weil die Tierarztbox ja eher nicht positiv belegt ist im Normalfalle. Und, ähm, damit macht man sich dann nämlich auch viel kaputt, wenn man da, da nicht unterschiedlich nutzt.
Ja.
Ja, und die dürfen zum Beispiel bei uns zu Hause, äh, nicht bei uns im Bett schlafen. Also Schlafzimmer ist zu und dann pennen die irgendwo im Wohnzimmer oder keine Ahnung wo. Und, äh, wir haben unsere Ruhe. Im Auto geht das schlecht. Da können sie uns nicht wehren und deswegen ist es, glaube ich, für die auch äußerst positiv belegt, weil wir verbringen mit denen ja eigentlich mehr Zeit, wenn wir unterwegs sind. Auch wenn wir zum Beispiel auf einer Messe sind und dann trotzdem irgendwie acht Stunden weg sind. Wir sind die ganze Nacht und den ganzen Abend mit denen und meistens sind wir ja, wenn wir zu Hause sind, auch viel unterwegs und die haben nicht mal die Nacht mit uns. Also netto ist das, glaube ich, für die aufregender und auch schöner, weil das ist als, also ihr größtes Hobby ist ja eigentlich, auf uns zu hocken und deswegen finden die das gut.
Ja.
Jetzt habt ihr schon mehrfach die, ähm, Transportbox angesprochen. Wie transportiert man denn so eine Katze während der Fahrt am besten? Na ja, ich glaub, das ist ähnlich wie bei Hunden. Also es gibt da natürlich, äh, Vorschriften, dass man die irgendwie sichern muss, dass sie einem nicht irgendwie in die Quere kommen beim Fahren. Und es gibt die gleichen Optionen. Also es gibt Leute, die schneiden ihre Katze an mit dem Geschirr und dann über Gurt, je nachdem wie das Auto auch beschaffen ist. Es gibt Leute, die machen die Tiere in die, in die Boxen oder, ähm, haben, also ich hab jetzt noch keine gesehen, die sich 'n Katzenkäfig eingebaut haben. Doch, stimmt nicht. Ich hab mal jemanden gesehen, der im Alkoven tatsächlich sich so 'ne Art Katzenkäfig errichtet hatte. Ähm, bei uns ist das so, ich hab's ja eben schon erwähnt, dass die beiden sich wohler fühlen, wenn sie zu zweit in der Box sind. Das heißt, die ist recht groß und das ist so 'ne Weiche. Bei Katzen ist, glaub ich, noch mehr als Hunde eigentlich hassen eingesperrt zu sein in der Regel.
Und da will man natürlich mit diesen harten Plastikboxen auch nicht, dass sie sich dann die Nase wund schubbern oder irgend so was machen. Also wir haben so 'ne ganz weiche und da sind die dann halt drinne. Aber wenn wir zum Beispiel, wir sind ja, leben ja in Norwegen und da sind wir viel unterwegs und müssen oft dann auch mal auf so einer Fähre stehen, so 'ne, ähm, also diese kleineren Fähren und da fahren wir ja nicht, müssen aber im Auto bleiben, da lassen wir die dann frei. Also dann können sie dann rumklettern und gucken und so. Wir versuchen schon, die Zeit, wo sie eingesperrt sind, zu minimieren, aber halt Bedacht auf Sicherheit natürlich auch, ne, fürs Tier und für uns.
Ja.
Aber das muss man ausprobieren natürlich. Ich glaube, es gibt da einfach große Unterschiede, womit sich so 'n Tier wohlfühlt und ich würd mich da nicht von abschrecken lassen, wenn die Katze sich erst mal beschwert. Das sind Gewohnheitstiere. Irgendwann ist das halt normal und ich würd es einfach dann beharrlich ausprobieren und gucken, was halt am besten ist, ja.
Jetzt habt ihr euch ja auch viel ausgetauscht mit, mit anderen, äh, sozusagen Katzenreisenden. Gibt's denn bestimmte Orte oder Campingplätze, die eher von, von Leuten mit Katze angesteuert werden? Oder spielt das eigentlich keine große Rolle, weil doch viele von denen eher sozusagen Wohnmobilkatzen sind und gar nicht rausgehen?
Ja, also, ähm, so mein Eindruck ist so 'n bisschen, ich hab das jetzt natürlich nicht wissenschaftlich erforscht, aber mein Eindruck ist so 'n bisschen, dass es schon sehr beliebt ist, teilweise auf Plätze zu gehen, die, ähm, 'n hundefreien Bereich haben, weil grade Katze und Hund, die sich nicht kennen, kann halt schon mal Ärger geben. Also dass man dann so guckt, dass das 'n bisschen getrennt ist. Man muss auch fragen, mittlerweile gibt's einige Plätze, die auch keine Katzen haben wollen. Das ist zum Beispiel teilweise der Fall auf Bauernhöfen oder wenn man sehr bauernhofnah steht. Ist ja mit Hunden auch ähnlich. Da muss man immer gucken, sind die eigenen Hunde oder Tiere eben verträglich. Ähm, grundsätzlich ist so, ähm, dass beliebt sind, aber ich glaub, bei allen Tierhaltern die Plätze, die Schatten bieten, grad im Sommer. Also ich im Süden ist es halt immer schwierig, wenn man dann doch mal was unternimmt und die Katze halt würde man nicht freilaufen lassen, wenn man weg ist und dann muss die im Fahrzeug bleiben, dass das dann halt nicht zu heiß ist.
Das ist schon wichtig, aber ansonsten ist das eigentlich eher sehr geprägt von den Präferenzen der Halter. Also ich glaube, die Katze hat da nicht so viel zu sagen. Es gibt halt viel das Phänomen, dass Leute wirklich zwei, drei Wochen auf 'm Campingplatz sind oder auch Dauercamper, die den Katzen dann halt mehr Freiraum einräumen, ähm, und da, da sich dann auch besser auskennen und natürlich auch wiederkommen. Man hört ab und z-, ab und an mal so 'ne Geschichte, dass in Frankreich die Katze entwischt und dann jemand irgendwie drei Wochen Zwangsurlaub auf 'm Stellplatz irgendwo in der Provence macht und hofft, dass die Katze wiederkommt. Das hatten wir schon auch in unserer App, wo jemand dann 'ne Bewertung geschrieben hat und gesagt hat: „Bitte, bitte, kann ich 'n Aufruf für meine Katze hier noch hinschreiben?", und so. Und die kam dann glücklicherweise wieder, aber das ist halt schon sehr stressig. Also ich glaub, die meisten versuchen dann, die Katzen eben nicht wirklich weit rauszulassen zumindest, ja.
Ja, oder halt an Leine.
Ja.
Also wenn man das, man das, man schlau genug war, die Katze an der Leine zu gewöhnen-
Ja.
-dann sieht, das sieht man schon, äh, dass da würd ich sagen mit Leine 'n bisschen raus und, ja.
Ja, und dann hat ihr ja die Plätze, die vielleicht so 'n bisschen Grasfläche und Natur bieten halt und jetzt nicht unbedingt der Schotterparkplatz. Aber das, wie gesagt, das ist bei Hunden und Katzen, glaub ich, auch ähnlich, ja.
Und daran anschließend noch eben, es gibt ja auch hundefreundliche, äh, Camping- und Stellplätze. Gibt's auch katzenfreundliche Camping- und Stellplätze? Also die da explizit auch quasi sagen wir mit werben. Habt ihr das schon mal gehabt?
Das ist mir noch nicht untergekommen.
Ist uns noch nicht untergekommen, aber was wir dafür be, es gibt ja auch hundefreundliche Plätze und Plätze, die einfach gerne für Hunde kassieren und das gibt's mittlerweile auch mehr für Katzen. Also wir sehen jetzt schon häufiger, dass dann da auch steht, ähm, ja, also Katze kostet das Gleiche wie 'n Hund. Und das kennt ihr ja auch, die Preise sind ja teilweise total überzogen und bei Katzen wird ja dann nicht mal irgendwie 'n Kotbeutel zur Verfügung gestellt oder 'ne Katzendusche wär auch irgendwie nicht wirklich produktiv.
Es spielt ja auch keine Rolle, ob die Katze im Auto ist oder nicht.
Ja.
Und sie wird trotzdem berechnet. Das find ich 'n bisschen weird.
Ich find, das ist 'n Statement, dass man da nicht erwünscht ist. So seh ich das einfach. Weil wenn ich irgendwie fünf, sechs Euro für 'ne Katze bezahlen soll, die im Auto ist, dann, äh, denk ich, ist das einfach nicht gerechtfertigt.
Ja, aber das, das Thema Preise von, von Extras auf Campingplätzen können wir vielleicht auch mal irgendwann 'ne Episode machen. Das ist so 'n ganz eigenes Thema.
Das stimmt.
Ja.
Wie findet ihr denn überhaupt Campingplätze, wo ihr die Katzen mitbringen dürft? Weil bei Hunden ist es ja relativ einfach. Da entweder man sieht halt in der Preisliste, ähm, was da für 'n Hund berechnet wird und da steht auch meistens explizit Hund und nicht Haustier.
Ja. Ja, mit, also es ist zunehmend, äh, tatsächlich, es sind immer noch Einzelfälle, aber man sieht zunehmend, äh, Haustier und auch explizit Katzen. Also das ist definitiv mehr geworden, auch wenn's auf 'nem niedrigen Niveau ist. Ähm, wir haben in den zehn Jahren noch nie danach geguckt, ob da Katzen... Also wir fahren einfach hin. Aber wir haben halt Katzen, die nicht rausgehen. Und deswegen ist es einfach so, ich meine, klar, wenn dann jemand an der Rezeption sagen würde: „So, ihr habt Katzen, die kosten bei uns", ja, dann würden wir's halt bezahlen.
Mhm.
Aber das, das Risiko, es ist noch nie passiert in zehn Jahren. Wir fahren viel, ähm, in Skandinavien. Gut, es ist sowieso, das interessiert da keinen. Da werden auch Hunde nicht berechnet auf, also ich kenne kaum Plätze, wo 'n Hund kostet, äh, oder wo Hunde verboten sind, sowieso nicht oder Tiere verboten sind. Ähm, und auch, aber hier auch vor außerhalb von Skandinavien, wir haben da noch nie drauf geachtet.
Also ja, ist schon so 'n bisschen, wenn ich manchmal so Plätze für die nächste Übernachtung raussuche, ich würde bei 'nem Bauernhof immer nachfragen. Auf jeden Fall. Also da, wo halt Tiere auf dem, auf dem Platz schon sind. Und ich glaube, wenn wir 'n Platz ansteuern würden, wo Hunde verboten sind, was wir noch nie getan haben, gar nicht bewusst, sondern einfach ist noch nicht passiert, da würd ich, glaub ich, auch anrufen und fragen, wie das mit Katzen aussieht. Einfach, um, um da die Situation zu vermeiden, dass man irgendwo auftaucht und dann halt irgendwie blöde Situationen hat. Aber grundsätzlich ist das eigentlich sehr tolerant und zum Beispiel auch viele Plätze haben Hundebeschränkungen ja auch nur im Sommer, wenn's dann doch zu viele sind und wir sind halt sehr viel in der Nebensaison unterwegs und da ist das eigentlich nie 'n Problem, ja.
Was habt ihr euch denn im Camper alles eingebaut oder eingerichtet, äh, was quasi die Katzenfreundlichkeit noch erhöht?
Ja, also bei kleinen Katzen, das vielleicht auch ganz, also als die noch ganz klein waren. Wir hatten ein Alkovenfahrzeug, da haben wir versucht, uns eine Schutzwand aufzubauen, weil die waren, es ist einfach mit kleinen Katzen, also die, die, die kauen auf deinen Haaren herum, die latschen dir übers Gesicht in der Nacht und schlafen erstaunlich wenig aus meiner Sicht, speziell nachts. Und, und das war wirklich die ersten Male war's richtig nervig. Also wir kamen kaum dazu zu schlafen. Da muss man sich drauf vorbereiten. Also das ist auch ein Tipp an alle, die das versuchen mit jungen Katzen, was ich auf jeden Fall empfehlen würde. Junge Katzen sind mit Sicherheit einfacher, äh, aber man leidet. Man leidet erst mal ein bisschen. Und da haben wir versucht, tatsächlich so 'n, so 'n Vorhang zu basteln mit so Druckknöpfen.
Erst Druckknöpfe an den Alkoven gemacht und 'n Vorhang genäht, so dass die, dass wir einfach so 'ne Stoffwand haben. Das hatte zur Folge, dass halt zwei Katzen quiekend an dem Stoff waren, hingen die ganze Nacht-
Ja.
-und so laut rumgejammert haben, bis wir das Ding einfach weggeschmissen haben.
Die kommen halt auch überall durch. Ja.
Also das ist, also man als Ausstattungstipps, äh, wenn man keine Tür hat, mit der man irgendwie das Auto abtrennen kann. Man braucht's auch nicht versuchen, aber wir haben Kratzmatten.
Genau, wir haben 'ne, 'ne feste Kratzmatte, ähm, an die Wand geschraubt. Also zwischen unserem Bad und Küche sozusagen. Dass die sich auch so strecken können. Das machen Katzen ja sehr gerne und so nach oben und an die Krallen wetzen können. Wir haben noch eine auf dem Boden liegen, ähm, die liegt dann im Fahrerraum, wenn wir irgendwo stehen. Dann haben wir natürlich ein Katzenklo und wir haben so ein Katzenklo mit, also im Prinzip ist das ein Eimer, ein rechteckiger Eimer, wo die von oben rein können, weil dann weniger Streu überall hinfliegt, als wenn das so ein Seitending ist. Außerdem hat's den Vorteil, dass man's irgendwo so stellen kann, dass man nicht von der Seite rein muss. Bei uns steht's im Beifahrerfußraum, wenn wir irgendwo stehen und da können die dann halt hin. Äh, wir haben ein Schlafkissen für die, ist eigentlich ein Hundekissen, ähm, da schlafen die halt sehr gerne drauf, auch zusammen. Ähm, dann haben wir ein, auch so einen Hundenapf.
Es gibt wenig, also mittlerweile mehr, aber es gibt eigentlich wenig Sachen für Katzen, die reisen. Das ist eigentlich alles Hundezeugs. Und es ist so ein Napf, der nicht überschwappen kann. So ein Wassernapf einfach. Wir haben auch natürlich Näpfe, die so eine Gummierung unten haben, dass die auch nicht bei der Fahrt die ganze Zeit hin und her reisen. Man kann halt auch nicht immer alles wegpacken und man will ja auch nicht immer und so. Dann haben wir einige Dinge, weil unser Kater eben so versessen ist auf alles aus Gummi und, und so mussten wir ein bisschen austauschen, dass dann Schnüre nicht eigentlich aus Gummi waren, weil dann wirst du in der Nacht wach davon, dass er irgendwie so Gummiband durchkaut. Wir hatten so, so 'ne Absperrung für unsere Schuhe unterm Schrank, dass die einfach da nicht rausrutschen können. Und dann macht das die ganze Zeit so komische Schnackelgeräusche und der kaut auf dem Gummiband rum. Also genau wie so eine Gitarrensaiten. Also da muss man ein bisschen gucken.
Da sind aber Tiere auch unterschiedlich. Ähm, und das ist eigentlich das Einzige, was wir so dabei haben.
Wir hatten, äh, in so einem vorigen, dachten wir, so einen größeren Alkoven. Äh, da haben wir tatsächlich, ähm, 'ne Katzenklappe in die Badtür, äh, gemacht, weil wir das Katzenklo in der Dusche stehen lassen haben. Die benutzt man ja jetzt nicht permanent, äh, und dann haben wir das einfach nun mal da reingestellt. Das war, ja, räumlich perfekt, war es ja auch eine Toilette. Also das war wirklich super, weil's, das staubt ja auch immer und es riecht ja auch nicht immer super. Und das war wirklich 'ne gute Sache. Also die haben sich da sofort dran gewöhnt und sind dann halt ins Bad aufs Klo gegangen.
Ja.
Also wenn man die Möglichkeit hat, finde ich, ist das 'ne ganz, ganz geile Sache, wenn man das machen kann.
Ja.
Äh, man muss halt nur die Tür austauschen, wenn man's Auto dann verkauft. Das mussten wir auch machen.
Habt ihr denn 'n Katzenklo, was man irgendwie quasi richtig hermetisch dicht machen kann? Weil die Katzenklos, die ich kenne, die haben halt eine Öffnung und die ist offen.
Nein, nein, die ist komplett offen. Das ist ein viereckiger Eimer, der komplett offen ist.
Okay, ja.
Also es kommt-
Beim Transport fällt der dann nicht um?
Nee, das ist ja viel zu schlaf. Der ist flach und der fällt, also das funktioniert, also das ist überhaupt kein Thema. Äh, das einzige Streu ist natürlich immer ein Thema da. Wir versuchen immer Feines, also wir benutzen Klumpstreu, äh, nicht zu leichtes Streu. Das ist immer, weil sonst tragen die das überall hin. Es gibt gute Matten, die man drunterlegen kann, dass sich das abschüttelt, ähm, aber leichtes Streu ist immer echt, äh, so.
Das, das wollte ich gerade sagen. Also unsere Lebensqualität hat sich auf jeden Fall verbessert, als wir so 'ne bessere Matte, ähm, gekauft haben, gefunden haben, weil wir hatten da schon verschiedene ausprobiert. Da wird auch einem alles Mögliche angeboten und das bleibt halt dann zwischen den Zehen von den Katzen hängen. Und die kommen natürlich, nachdem sie auf dem Klo waren, am liebsten zu dir ins Bett und dann hast du halt permanent Streu überall und es ist einfach wirklich nicht angenehm. Also ich bin da auch als Kind traumatisiert von irgendwie Chipskrümeln meiner Brüder im Bett und das ist dann ungefähr das gleiche Erlebnis und das ist nicht angenehm. Und deshalb, seit wir diese Matte gefunden haben, die das so echt besser auffängt, ist es für uns total super. Also weil die eben einfach da rausspringen. Die treten sich ja nicht die Füße ab, die springen ja einfach dann wild durch die Gegend und da ist das schon gut, wenn das irgendwo landet und dann da bleibt. Ja.
Könntet ihr uns da im Nachgang vielleicht noch, ähm, die Infos zu den Produkten zur Verfügung stellen? Weil dann brauchen unsere Hörerinnen und Hörer ja nicht mühsam danach suchen, wenn ihr da jetzt schon was habt, was für euch gut funktioniert.
Auf jeden Fall machen wir sehr gerne. Ja.
Gerne auch vom, vom Katzenklo selber.
Das Katzenklo von Class Roos. Also das ist ein, das ist schwedisch.
Aber wir können's zeigen.
Wir können's zeigen. Wir können's zeigen.
Die wird's sicherlich auch hier geben oder in Deutschland geben. Und habt ihr zu Hause auch nur ein Katzenklo oder habt ihr zu Hause zwei Katzenklos?
Eins.
Wir haben nur eins. Wir haben echt Glück, dass unsere Katzen das auch tolerieren. Aber wir sind auch da sehr, ähm, penibel schon immer gewesen. Wir machen das auch einmal am Tag mindestens sauber unterwegs, manchmal zweimal. Das kommt so ein bisschen drauf an, es gibt ja Leute, die haben auch Katzen, die vielleicht manchmal rausgehen oder so, die dann, äh, wo das Klo dann nicht jeden Tag sauber gemacht wird oder, äh, die mehrere Klos haben. Aber wir haben das einfach mit einem- Äh, das haben die immer angenommen und wenn man das sauber hält, funktioniert das für Katze und Mensch eigentlich sehr, sehr gut. Und ich mein, wir hätten gar nicht Platz für ein zweites bei uns.
Nein.
Nee, das wär sehr schwierig bei uns, ja.
Ich weiß, dass das auch gerne mal 'n Thema ist, dass, dass Katzen dann anfangen, aus ganz verschiedenen Gründen eben, äh, nicht nur das Klo zu nutzen und das, das, das ist so die erste Wa, also die erste Regel: Schaff halt dann mehr Katzenklos wie Katzen an. Deswegen fragte ich grade. Okay, aber eure sind da quasi wirklich-
Nee, nee.
Ganz pflegeleicht.
Stressfrei.
Ja.
Ja, pflegeleicht, genau. Und wie ist das denn mit, mit Ortwechseln? Also wie, wie kommen sie denn damit klar, wenn die jetzt plötzlich nicht mehr in ihrer Wohnung sind, sondern zu Hause sind und jetzt grade, äh, auf 'n, quasi irgendwelchen Tieren zugucken können?
Also ich glaub, die haben einfach er-, gelernt, dass sie eben, dass sozusagen es gibt so einen Raum, da wohnen sie auch, der gehört zu ihrer Wohnung, aber da, der Weg dorthin führt halt über die Transportbox dahin, weil ich gl, ich hab keinen Unterschied gemerkt in den Katzen. Also das ist halt schon ein bisschen anderes Leben, aber die sind da drinne und das ist sofort ihr Zuhause. Die gehen dann an ihre, an ihre Orte. Man merkt es auch bei Katzen ja recht schnell, die fressen dann auch gleich was und gehen aufs Klo und das ist halt alles total normal. Ähm, die haben das einfach. Und da, das war auch nie 'n Problem, als wir die Fahrzeuge gewechselt hatten, witzigerweise.
Wir hatten auch 'n Mietwohnmobil diesen, äh, letzten Sommer. Da sind die rein, die kennen das als Wohnmobil, haben sich umgeguckt. Äh, so, so, solang ihr Körbchen da und ihr Klo steht, dann wissen die einfach, das, da muss man denen auch nichts zeigen. D, und man, also wir sind umgezogen vor zwei Jahren und da, also als die in die neue Wohnung reingekommen sind, dann hat man schon deutlich gemerkt, das fanden die überhaupt nicht cool. Also das war, äh, das war wirklich sehr, 'ne sehr deutliche Reaktion. Äh, und das haben wir in egal was für 'nem Wohnmobil noch nie erlebt. Das war, das ist immer, wir haben jetzt irgendwie die Wohnung von der Familie in Frankfurt, die kennen sie auch. Das ist ihr drittes Zuhause sozusagen. Wenn wir da sind, da haben die sich auch a-am Anfang natürlich musste alles angeguckt werden und da waren sie auch 'n bisschen scheu.
Mittlerweile, wisst, seit einem Jahr sind wir mit denen dann immer mal auf Durchreise in dieser Wohnung. Ist auch easy mittlerweile. Also das ist ihr Zuhause. Die haben da schon ihre Sessel, auf denen die immer pennen und das ist-
Ich glaub, der, das Problem da war, dass die Wohnung komplett leer war.
Ja, ja.
Und 'n sehr stressigen Umzug hatten und dann war da einfach gar nichts und man konnte auf nichts sitzen und dann saß der Kater auf der Fensterbank und hat ganz kläglich miaut und so. Und was auch ganz interessant ist, zum Beispiel unsere Katzen hassen Autofahren, normales Autofahren im PKW. Da schreien die dich also nieder und das war noch nie in irgendeinem Wohnmobil 'n Problem. Das ist ganz faszinierend.
Wir haben jetzt das Glück, dass wir 'n, äh, Tierarzt, äh, über die Straße haben. Äh, in der vor, im vorigen Haus, wo wir gewohnt haben, war das so fünf Minuten, zehn Minuten mit dem Auto. Äh, und da sind wir tatsächlich mit dem Camper hingefahren zum Tierarzt immer. Weil-
Auto ging gar nicht.
Auto fffing gar nicht. Camper war super easy. Also ja, spannend.
Ja, verrückt. Und wenn ihr jetzt unterwegs seid, ähm, also ihr habt ja gesagt, eure Katzen sind an, ans Wohnmobil sehr gut gewöhnt, die fühlen sich da wohl, ähm, wissen auch, dass sie nicht raus dürfen eigentlich, aber jetzt haben wir ja gemeinsam letztes Jahr auf dem Caravan Salon 'nen Schockmoment erlebt, wo sich dann auf einmal, äh, einer der beiden Kollegen selbstständig gemacht hat und plötzlich weg war.
Das war ein langer Moment.
Ja, das war, das war krass. Echt, da haben wir auch alle sehr mit euch mitgelitten, weil, äh, ich sag mal, Caravan Salon, w-wer da schon mal war, weiß, wie viel auf diesen Stellplätzen los ist und, ähm, da dann irgendwie 'n kleines Tier zu finden in der Nacht, das war schon heftig.
Das war anstrengend, ja.
Also das ist ja uns, ähm, selten passiert bisher und das war ja auch die Vorgeschichte war ja erst, wir saßen ja draußen und haben Pizza gemacht mit 'n Freunden und Bekannten und dann ist der Kater auf den, äh, einen Campingstuhl gesprungen.
Weil er weiß ja, auf Stühlen darf er eigentlich nicht sitzen.
Darf er eigentlich, aber dummerweise, er ist ja auch nicht so ganz klein, ist er dann mit dem Stuhl so Richtung, ähm, Campinggrill und, und Pizzaofen gefallen.
Ach scheiße.
Zum Glück nichts passiert, aber da war schon so, das Blut war schon hochgekocht bei uns so 'n bisschen. Kater wieder ins Auto gemacht und, ähm, ich bin ja dann, äh, rüber zu euch gekommen, Nele noch, ne.
Mhm.
Und, ähm, auf einmal rief ja Lukas an und sagte: „Ich brauch dich jetzt hier, weil die Pixie ist weg." Und dann war die halt in so 'nem, äh, keine Ahnung, übermütigen Moment rausgesprungen, weil wollte wahrscheinlich auch mal gucken, die, das ist ja wie bei Geschwistern, der eine macht, dann will der andere auch, ne.
Da war ja auch viel los. Wir saßen da draußen, da waren viele Leute, Stimmung, die wollte wahrscheinlich auch 'n Stück Pizza haben.
Genau und dann war ja, das ist natürlich dann so, dann, das wär gar nicht so schlimm gewesen. Das hat sie schon mehrfach gemacht und springt normalerweise auch gleich wieder rein. Aber dann war die Tür zu und dann ist das natürlich, dass der Stellplatz in der Einflugschneise vom Flughafen ist und dann war 'n Flugzeug und sie hatte panische Angst. Und was macht man in der Dunkelheit? Man rennt unter irgendwas, um Schutz zu suchen. Das ist halt dumm, wenn da irgendwie tausend Fahrzeuge stehen. Und, ähm, was dann aber ganz gut war, also die ganze Aktion ist ja zum Glück gut ausgegangen. Sie hört ja auf uns und wir haben sie ja gerufen und sie hat immer geantwortet. Das heißt, wir wussten, wo sie ist. Hilft natürlich nicht, wenn dann Leute, ähm, hilfsbereit mit Taschenlampen und Handys auf diese Katze zurennen und sie überall suchen. Das war dann natürlich schon sehr stressig. Wir hatten dann Glück, weil sie hat so 'n typisches Verhalten. Sie sitzt sehr gerne auf Stühlen unter Tischen, weil das so 'ne kleine Höhle ist.
Und dann stand ja vor diesem großen Liner stand ja so 'n Tisch mit 'nem Campingstuhl und sie hat sich dann da draufgesetzt. Und das war halt der Moment, ähm, wo ich sie dann packen konnte, aber das war schon wahnsinnig stressig. Also sie war dann auch fu, sie hatte einfach furchtbar Angst. Ich glaub auch nicht, dass sie irgendwie weglaufen wollte, sondern sie hat halt einfach das nicht, ähm, e-einordnen können und ist einfach geflohen vor dieser Bedrohung. Aber, ähm, in, zu dem Thema so ausbüxen: Wir waren in Schweden bei Freunden und standen mit unserem damals noch Alkovenfahrzeug und hatten das Dachfenster auf und unser Kater klopfte auf einmal an unsere Tür. Ohne Scheiß. Also auf jeden Fall ist der wohl durch das Dachfenster rausgesprungen, fand das dann irgendwie doch sehr bedrohlich, ist runtergesprungen von dem Fahrzeug und das ist ja über drei Meter hoch und saß dann auf unserer Stufe, Trittstufe und kratzte an der Tür.
Und wir so: „Was ist das für ein Geräusch? Miaute, kratzen. Wir machen die Tür auf und dann stand der da wie so ein Postbote und ist dann gleich ins Fahrzeug und guckte uns an und sagte: „Ja, ich war mal draußen, war doof. Ich bin wieder da." Es war echt, wir haben das gar nicht mitbekommen.
Ja, haben wir gar nicht mitbekommen.
Also ja, ich glaube schon, das sagt ja auch was über deren, äh, Lust, draußen zu sein, aber-
Ja, die haben schon Angst draußen.
Braucht man nicht. Und ist zum Beispiel auch ein spannendes Thema, weil wir haben uns schon auch schlau gemacht, schon vor Jahren, als wir das erste Wohnmobil gekauft hatten, ob es denn Möglichkeiten gibt von so Fliegenschutztüren und so, die eben auch katzenfest sind und es gibt einfach kein Angebot. Selbst Leute, die das bauen, auch für Hunde und so, haben nichts im Angebot für Katzen, weil du brauchst natürlich oft stärkeres Material wegen den Krallen, aber es gibt das einfach nicht so richtig auf dem Markt.
Wir hatten eine für, also es hat einfach gut gepasst in dem ersten Wohnmobil, was wir hatten. Das war ein zwanzig Jahre alter Hymer. Da haben wir tatsächlich aus so einer Terrassentür, die man, äh, überall bestellen kann, die man sich so zurechtsägen muss, so Alugestänge und, äh, ähm, Fliegengitter aus, keine Ahnung, Glasfaser, Kevlar, what, also sehr, äh, widerstandsfähig. Kann man auch also easy bei Amazon kaufen. Also das ist wirklich... Und da haben wir uns eine Tür gebastelt, die einfach nach außen, also die nach innen aufging. Das heißt-
Mhm
... wo die Katze dagegendrückt hat. Genau. Und das war super. Aber das war bei unseren alt, anderen Autos, also jetzt bei einer Schiebetür-
Geht das nicht.
Schwierig machbar. Also und die meisten Fliegengitter sind einfach nach unten offen.
Mhm.
Das ist blöd.
Aber ich will das auch übertun. Also eigentlich machen die das auch nicht. Wir haben denen auch beigebracht, dass es so, so fünfzehn Zentimeter von der Tür, äh, da dürfen sie nicht hin. Sie können dahinter sitzen und gucken, auch wenn die Tür auf ist und normalerweise, ähm, machen. Also es war wirklich eine Ausnahme, dass das passiert ist. In zehn Jahren ist das jetzt einmal passiert. Also ich hoffe, es passiert auch nie wieder, aber-
Und das auch, wenn überhaupt, würden die das machen, wenn wir draußen sind.
Ja.
Weil die wollen zu uns. Die wollen halt, haben halt auch immer FOMO. Also die haben auch immer Angst, was zu verpassen. Wenn wir drin sitzen, dann sitzen die bei uns. Da würde die nicht auf die Idee kommen, rauszugehen. Aber ja, wenn man draußen sitzt, ist immer schon-
Muss man nicht haben.
Ne.
Also das heißt, ihr habt jetzt auch eine Schiebetüre und das, aber und wir haben jetzt auch gelernt, dass eure quasi auch nicht so unbedingt raus müssen und demzufolge ist das auch kein Problem, weil sonst ist so eine Schiebetüre ja prädestiniert dafür, dass so ein Tier auch abtürmt, weil die kann man ja relativ schlecht, äh, schützen, dass die da rausgehen. Okay.
Ja.
Ja, aber wir setzen uns dann halt, wenn wir draußen sitzen, quasi in den Eingangsbereich und dann k- liegen die auch schon sehr gerne wirklich in der Tür, sodass sie dabei sind, aber die wissen, die dürfen nicht raus und das ist eigentlich, also wie gesagt, abgesehen von diesem einem Mal, ist das eigentlich immer bisher gut gegangen.
Aber Dinge, die auch gut funktionieren. Also wir haben halt diese große Box, ähm, wo die auch, da haben wir die auch schon beide reingesetzt und dann einfach rausgestellt. Dann waren die bei uns, dann kriegen die auch ein bisschen frische Luft und kriegen was mit. Das machen wir auf der Messe jetzt nicht, weil da zu viel los ist und da doch ab und an auch mal ein Hund rumläuft, der nicht angeleint ist, obwohl es nicht sein sollte. Und dann kriegen die einfach 'n, 'n Herzinfarkt, dann kriegen die einfach einen Riesenschreck. Das ist mal passiert, wo so ein kleiner Chihuahua auf den Buddy losgelaufen ist und das das Ende vom Lied war, dass ich eine riesen Kratzwunde hatte, weil er so Angst hatte, ähm, und sich dann an mich gekrallt hat. Das muss man halt nicht haben. Oder was auf Campingplätzen, was man häufiger sieht, sind auch diese Welpenauslaufdinger, weil die kann man halt gut aufstellen und dann sind die Katzen halt draußen und, und man hat dann selber auch nicht diesen Stress, immer auf die Tür achten zu müssen. Ist jetzt eine Katze entwischt oder nicht. Und wir haben zwei Katzen. Wir haben schon Leute gesehen, die mit fünf Katzen unterwegs sind. Also, ähm, das ist dann auch einfach schwierig, die, die ganze Bande dann zusammenzuhalten.
Ja.
Aber haben die Welpenauslaufdinger dann quasi-
Ja, es gibt welche mit-
Eine Abdeckung.
Es gibt welche mit Dach.
Ah ja.
Ja, ja, es gibt welche mit Dach.
Sonst sind die ja da in, in null Komma nix drüber.
Das größte Problem bei den Welpenauslaufdingern ist, ist einfach, dass die meistens nicht für Katzenkrallen gemacht sind und deshalb nicht langlebig sind. Da gibt's einfach ganz wenig, was irgendwie hält. Es gibt so einen englischen Hersteller, der das auch für Katzen macht, aber von dem, was ich so gelesen habe, weil wir auch drüber nachgedacht hatten, ähm, halten die auch nicht wirklich Katzenkrallenstand, sondern die haben das einfach im Marketing geändert und nicht das Material angepasst. Also da muss man einfach immer gucken. Ja. Ja, aber das braucht man auch nicht unbedingt. Ja.
Ich werfe mal beim Thema, ähm, abhauen oder auch vielleicht für Leute, die Freigängerkatzen haben, ähm, die sie dann auf dem Campingplatz auch ein bisschen laufen lassen, das, äh, Thema Tracker in den Raum. Unser Hund hat ja einen, der trägt den auch dauerhaft, ähm, vor allem wenn wir unterwegs sind, weil sie da ja auch nicht ihr Revier sozusagen kennt. Ähm, haben eure Katzen so was beziehungsweise was haltet ihr da für Katzen von?
Also unsere Katzen haben das nicht, weil sie ja sonst auch nicht rausgehen. Und es ist immer sehr umstritten mit Katzen, weil du natürlich, also Katzen klettern halt noch mal ganz anders als jetzt Hunde und so. Und das Problem ist halt oft, dass man dann als Risiko hat, dass die sich unter Umständen verheddern, aufhängen können. Das ist auch schon passiert. Deshalb gibt's ja welche, die sich dann leichter lösen. Dann ist wieder das Problem, dann verliert man so einen Tracker halt auch mal gerne. Und die sind ja doch sehr klobig. Noch gibt's keine richtig kleinen. Und das ist einfach das Problem, dass das Katzen oft nicht so gut finden und dass das viele auch nicht machen deswegen. Also, ähm, was wir so mitbekommen haben, statt Tracker wird da wirklich eher Schleppleine, lange Leine und so auf Plätzen halt gemacht, aber nicht wirklich die Katze, die ja da auch ihr Revier nicht kennt, dass die dann irgendwo hinläuft und man den Tracker dann vielleicht doch verloren hat oder so. Also wir haben's schon gesehen, wir machen's halt nicht.
Aber natürlich sind unsere Katzen gechipt und wir haben die auch international registriert, dass wenn sie entlaufen wären und man würde sie finden, könnte man eben sie zumindest wieder zu uns zurückführen. Aber wir können sie jetzt halt nicht tracken. Ich, ich glaub, das ist einfach schwierig. Wenn einem das sehr wichtig ist, finde ich das schon eine gute Sache, aber da muss man einfach gucken, ob die Katze damit klarkommt. Ich hätte persönlich immer Angst, dass sich die Katze irgendwie erhängt irgendwo.
Es gibt welche, die sind klein mittlerweile. Das gibt's schon.
Ja, du kannst so die Air Tags zum Beispiel benutzen, die funktionieren dann natürlich in, in nur urbaneren Gebieten relativ gut. Ähm, wenn du mitten im Nirgendwo bist, eher nicht. Und ansonsten, wenn ein Halsband, würd ich auch immer drauf achten, dass das 'ne Sollbruchstelle hat und dann halt irgendwie abfällt, wenn die Katze sich verheddert. Das ist dann blöd für den GPS-Tracker, aber den kann man ja wiederfinden.
Den findest du dann ja wieder.
Den liegt dann irgendwo.
Ich meine, die Frage ist halt auch insgesamt das Thema, also viele Katzen sind einfach an Halsband auch nicht gewohnt. Es sei denn, sie sind wirklich zum Beispiel in der Stadt und, und laufend rum. Da beha, da haben Leute dann immer Angst, dass sie fälschlicherweise für streunende Katzen gehalten werden und so. Aber viel auch in ländlicheren Regionen oder freigängige Katzen haben einfach oft nicht mal ein Halsband. Und wenn du dann anfängst, ihnen im Urlaub ein Halsband mit einem Tracker anzuziehen, dann kann das, glaube ich, zu Diskussionen führen. Aber ich, im Zweifelsfall muss man das, glaube ich, auch einfach eine Gewöhnungsphase durchmachen und ausprobieren, ja.
Aber wenn die das gewohnt sind, dann ist es, glaube ich, mittlerweile kein Problem. Da gibt’s welche, da gibt’s welche, mit denen man den Puls von der Katze und Herzfrequenz noch mit überliefert bekommt. Also das ist, da gibt’s schon tolle Sachen.
Wow.
Ja.
Also ich weiß gar nicht, ob unserer das kann, aber, ähm, wir haben ja, wir haben ja den kleinsten, den man so für Hunde aufm Markt findet, der auch ’ne erträgliche Akkulaufzeit hat. Wenn man den im Haus-WLAN registriert oder im Camping- Camper-WLAN oder was auch immer, dann hält der auch ein paar Tage. Und es ist natürlich schon eine Beruhigung, wenn du weißt, okay, wenn der Hund mal dir zwischen den Beinen durchflutscht, was ja durchaus auch schon mal vorgekommen ist, dann find ich den zumindest wieder. Aber tatsächlich für Katzen, weil die ja auch sehr viel filigraner sind als unser Hund. Unser Hund ist ja eher so ein bisschen stämmiger als Terrier, kann ich mir schon vorstellen, dass da so ein, so ein Tractive-Tracker doch zu, zu wuchtig ist noch.
Ja, das Problem ist, also wenn die das nicht gewohnt sind, dann ziehen die sich das auch aus. Also man muss das so eng machen. Äh, wir haben für die zum Beispiel, äh, wie heißt das, Geschirre, die, äh, die wirklich so, ähm, wie so Shirts sind, wie so-
Wie so Westen.
Wie so Westen, weil da kommen die nicht raus. Alles, was irgendwie auch mit mehreren Punkten war, aber eher ein Gurt, da kommen die einfach raus. Da, das, also wenn man das, also das müsste man so eng machen, dass ich mir vorstellen kann, dass es einfach wehtut. Deswegen funktioniert das nicht und mit Halsbändern ist das halt immer ein Problem.
Ja, Katzen sind halt unfassbar gelenkig und die können wirklich da ihre Schulter fast auskugeln und dann irgendwie da durchwurschteln. Da gibt’s Videos auch dazu. Wenn man das sieht, dann denkt man: „Okay, also da muss man wirklich, die Katze muss da schon mitmachen.“ Aber ich glaube, da tut sich auch viel. Also du hast ja schon gesehen, es gibt kleinere mittlerweile. Ich glaub, dass auch, dass wir sehen auch immer mehr Leute, die mit Katzen reisen und oder mit kleinen Hunden und ich glaube, da wird sich noch was tun auf jeden Fall. Wir werden das auch beobachten, weil ich glaube, im Zweifelsfall ist fühlt man sich damit schon wohler, ja. Aber wenn das Tier sich dann hasst, ist auch nicht so gut.
Nee. Ähm, jetzt hattet ihr die, äh, internationale Registrierung angesprochen. Wo habt ihr die registriert?
Also wir sind noch in, also, weil die, das läuft auf häufig über die Erstregistrierung. Wir hatten bei Tasso in Deutschland die registriert und dann kann man das mittlerweile ganz gut über die verschiedenen Länderseiten auch verknüpfen. Also theoretisch mit dem Pass und dem Chip sind die ja sowieso, ähm, in einer Datenbank, aber die lokalen Tierärzte, ob die es dann so hinkriegen oder nicht, ist dann halt immer so ’ne Sache. Aber wir konnten in Norwegen, wo wir leben und das gilt dann auch für Schweden, Finnland und Dänemark, konnten wir das halt erweitern und einfach sagen, da sind wir halt oft. Und ich weiß, dass man oft in den nationalen, äh, Datenbanken nachfragen kann, dass man das verknüpft. Also wenn man zum Beispiel sagt, ich fahr immer nach Italien oder immer nach Spanien, dann kann man da anfragen und dann kriegt man sozusagen so eine zweite Nummer manchmal dazu gehängt. Da muss man sich einfach erkundigen. Da hat sich von Tasso auch ganz gute Infos zu bekommen. Leider gibt’s noch keine einheitliche europäische Datenbank.
Deshalb ist das ein bisschen-
Es gibt diese kommerzielle.
Ja, es gibt so ’ne kommerzielle, aber die, die kennen halt auch nicht alle in allen Ländern. Also ist das einfach so ein bisschen blöd. Ähm, aber wie gesagt, ich, für die Länder, in denen wir halt hauptsächlich unterwegs sind, da geht das halt. Und das, das war uns dann auch schon wichtig. Und mittlerweile gibt’s auch zum Beispiel sehr, sehr gute Facebook-Gruppen in jedem Land für gefundene Tiere, weil die erkennen ja sehr schnell, dass das Tier aus einem anderen Land ist und dann, da muss man dann einfach reingucken. Da sind wir auch Mitglied in ganz verschiedenen Gruppen. Einfach genau deswegen, ja.
Okay.
Und wo wir gerade bei Tierärzten sind: Was macht ihr denn? Welche Impfungen und Prophylaxe kriegen eure Katzen denn?
Bei Katzen ist das ein bisschen einfacher als bei Hunden, weil zumindest die Wurmkur entfällt und eigentlich vorgeschrieben ist nur die Tollwutimpfung. Ähm, und ansonsten kriegen unsere Katzen halt die jährliche, wie heißt das, Katzenschnupfen, keine Ahnung, Impfung, die es halt einmal im Jahr gibt und sonst, ähm, nichts weiter. Ist auch nicht vorgeschrieben. Ähm, muss man halt gucken, ähm, Tierärzte kann wirklich schwierig sein, also, ähm, auch mit Versicherungen. Wir haben unsere Katzen nicht versichert, weil das bei Katzen so ’ne Sache ist, dass die eben, äh, ab ’nem gewissen Alter eh rausfallen aus der Versicherung. Dann kriegt man die gar nicht mehr versichert und alles, was relevant ist, so wie Zähne, sind sowieso ausgenommen. Und da unsere Katzen einfach keine Freigänger sind, weniger Risiko von jetzt Unfallverletzungen haben, haben wir uns das halt gespart, ähm, und haben dafür aber, ähm, gesagt, dass wir eben im Zweifelsfall das dann natürlich privat zahlen würden.
Und man muss eben gucken bei anderen Leuten, die wir kennen, die mit Katzen reisen, dass man die Medikamente, die die Katzen unter Umständen brauchen, immer dabei hat, weil das kann auch sehr schwierig sein, ähm, dass manche ausländische Tierärzte das halt nicht machen ohne Diagnose und so weiter und so fort. Das ist wohl komplizierter noch bei Katzen als bei Hunden. Unsere haben jetzt glücklicherweise keine Erkrankungen, ähm, aber ich sag mal so, zum Beispiel in, jetzt in Skandinavien und Deutschland gibt’s die gleichen Tierarztketten und also da ist das kein Problem, weil da muss-
Die Preise unterscheiden sich da auch nicht.
Die Preise unterscheiden sich tatsächlich auch nicht, auch wenn man das so denkt. Also das ist kein Ding. Also das ist wirklich unkomplizierter, weil wir eben diese Entwurm- äh, -geschichte nicht haben mit den Katzen.
Ja.
Und gibt’s bei Katzen auch wie bei Hunden so was wie Mittelmeerkrankheiten, also Ehrlichiose, Babesiose, Leishmaniose, Anaplasmose, den ganzen Dreck?
Ich, ich hatte mich witzigerweise extra jetzt für den Podcast mal kurz schlau gemacht, so was so noch gibt. Also eine Sache ist, der große Unterschied zwischen Katzen und Hunden ist, dass Katzen im Allgemeinen – man kann das nicht pa-pauschalisieren natürlich – im Allgemeinen weniger Dinge fressen, die sie nicht kennen. Das heißt, so dieses: „Ach, guck mal, da liegt was rum und ich fress das jetzt einfach mal und guck, was passiert.“ Eine Katze ist eher so: „Mhm.“ Ich hab gehört, das sollte man nicht tun. Ich lass das lieber, isst das mal jemand anderes erst, bevor ich mich da ran traue. Also das heißt, du hast dieses Risiko weniger und, ähm, die sind für, für paar von diesen Krankheiten sind die anscheinend immun, die können die wohl übertragen, aber nicht selber bekommen. Also du hast insgesamt weniger Risiko, was diese Dinge angeht. Ähm, du hast bei Katzen 'n Problem, wenn sie sich zum Beispiel mit freilaufenden Katzen, ähm, prügeln, dass sie dieses, äh, FIV bekommen, also das Katzen-HIV sozusagen.
Das ist 'n, 'n größeres Problem, ähm, weil da können die sich eben infizieren. Das kann man halt auch behandeln, also beziehungsweise die Lebenserwartung ist da nicht unbedingt verkürzt, aber das Ka..., die Katze ist dann halt immungeschwächt ihr Leben lang im Prinzip. Und, ähm, natürlich dann sind eher Kämpfe das Problem, weil so 'ne Katze halt dann nicht unbedingt an Lei-leinen geht und dass du dann irgendwelche Infektionen hast oder solche Sachen. Das, das kann schon durchaus passieren, aber diese klassischen Hundekrankheiten, die so gefährlich sind, ist bei Katzen wohl kein großes Thema.
Wobei die Mittelmeerkrankheiten ja über, ähm, Mücken, Sandfliegen und so weiter übertragen werden-
Ja, Zecken
... das halt schon, schon 'n Thema ist. Also, ähm, da so, also wenn's, das Risiko ist sicherlich viel, viel, viel geringer, wenn die drin ist, ne, weil dann, ähm-
Ja
... ist das einzige Risiko, wenn ich halt selber was mit reinschleppe.
Ja.
Ähm, und ansonsten wenn's Freigänger sind, hat man ja wahrscheinlich sowieso auch irgend 'n Halsband, Spot-on, irgendwas in die Richtung.
Ja.
Und das sollte man dann auch im Süden auf jeden Fall beziehungsweise mittlerweile auch in Deutschland haben, weil das schützt ja genau auch vor den, vor den-
Ja
... Krankheitserregern.
Also die Zecken sind auf jeden Fall auch und genau das gleiche Thema, das ist klar. Ähm, da gibt's ja die gleichen, da auch die Mittel, die ganzen Mittel sind die gleichen für Katzen und Hund, da wird nur das Körpergewicht und die Dosierung 'n bisschen angepasst letzten Endes. Ich glaub, das hat auch keiner so extra für Katzen noch mal erforscht. Ähm, Mücken anscheinend ist es gar nicht so, die Mücken gehen anscheinend nicht gerne an Katzen, warum auch immer oder weniger gerne. Ähm, aber Zecken natürlich auf jeden Fall. Wir haben auch immer 'ne Zecken-, ähm, Pinzette oder, oder so was dabei. Ähm, falls das, das kann ja bei uns auch mal passieren. Wir können das ja mit reinschleppen natürlich. Bislang ist es noch nicht passiert. Nur wir haben sie abbekommen bisher. Aber klar, da muss man schon aufpassen. Ja, das stimmt.
Und w-was sind so, ich sage jetzt mal, katzentypische Notfälle, die unterwegs auftauchen können? Also bei Hunden hattest du ja schon gesagt, die f..., der frisst irgendwas oder, ähm, der streitet sich mit 'nem anderen Hund oder w-was weiß ich. Also das g-gibt ja für jede Tierart so, so Verhaltensweisen, die dann unter Umständen, ähm, Probleme machen können unterwegs.
Ja, also ich mein, wie gesagt, unsere gehen halt nicht raus, das ist dann etwas geringeres Risiko, aber im Prinzip auch ähnlich. Also das Schlimmste wären wahrscheinlich, also irgendwelche Verletzungen in irgendwas treten, Glasscherben, Stacheldraht, äh, was weiß ich, 'n Kampf mit 'nem anderen Tier-
Kämpfe, genau
... dass man halt irgendwie was zur Des-Desinfektion und Erstversorgung von 'ner Wunde natürlich dabei hat. Ähm, das ist wichtig. Und ansonsten, also Katzen sind, die übergeben sich ja sowieso ab und an mal, weil die das Fell halt wieder hochwürgen und so. Also da muss man halt gucken.
Das ist bei uns der schlimmste Unfall.
Genau, ähm, das ist das Schlimmste tatsächlich. Das ist für uns, glaub ich, schlimmer als für die Katzen. Ähm, aber ansonsten, die sind sehr anfäl... Also Katzen können ja nicht hecheln, wie Hunde zum Beispiel. Das heißt, die sind viel anfälliger, was so Hitzeproblematiken angeht. Da muss man wirklich aufpassen, dass man die Tiere irgendwie kühl hält. Die brauchen es jetzt nicht unbedingt so kühl, wie wir das vielleicht gerne hätten. Das sieht man aber sehr genau. Also wenn 'ne Katze hechelt, dann geht's der schon richtig, richtig schlecht und es ist eigentlich lebensbedrohlich. Und das ist halt ganz wichtig, dass man da drauf achtet, weil die können wirklich so Hitzschlag bekommen und dann ist eigentlich schon zu spät.
Ja, das ist das Einzige, worauf wir wirklich da-
Das, das ist, glaub ich, das größte Risiko. Alles andere ist, ähm, außer diesen Verletzungsgefahren jetzt n-nicht so riesig. Also bisher ist uns auch noch nichts passiert und mir ist in den ganzen Gruppen auch noch nichts untergekommen, dass da schlimmere Sachen waren. Das Schlimmste waren tatsächlich Kämpfe und Verlu... Verletzungen davon, ja.
Aber wir haben auch keine Klimaanlage.
Genau.
Also wir fahren auch schon mal, also hier wird's ja auch sehr warm. Wir hatten vor zwei Jahren mal hier, äh, um Berlin herum standen wir bei vierzig Grad, äh, in unserem Kastenwagen, äh, irgendwo auf 'nem Campingplatz, auf dem irgendwie alle Bäume abge-, äh, äh, abgerodet werden mussten wegen irgendwelchen Käfern. Ähm, also ohne Schatten und mit 'nem Maxxfan und Tür auf-
Muss gehen
... äh, geht's. Also das geht sogar in 'nem Kastenwagen, wenn's wirklich sehr, sehr heiß ist. Also das heißt nicht unbedingt, dass man eine Klimaanlage braucht-
Mhm
... aber man muss schon echt gucken. Also da ist schon, wie eigentlich schon gesagt-
Ja, Hitze ist einfach nicht so gut
... also Hitze kann schon echt fies sein.
Kälte wiederum, wir waren jetzt vor Kurzem in Norwegen bei minus dreißig Grad unterwegs, äh, und uns ist die, ähm, Standheizung ausgefallen. Ähm, den Katzen hat das weniger ausgemacht als uns. Die s-sie sind dann halt etwas, ähm, in, in so 'ner kleinen Winterstarre und kuscheln sich aneinander und an uns und liegen dann auf unseren Köpfen, weil's da schön warm ist. Aber das macht ihnen erstaunlich n-nicht so viel aus, aber Hitze ist halt wirklich das größte Risiko. Also ich glaube, wenn man immer in den heißesten Monaten nach Südeuropa fährt, dann sollte man sich das vielleicht überlegen oder eine gute Klimaanlage auf jeden Fall haben, ja.
Mhm.
Ja. Was wären denn sonst noch weitere Tipps, die ihr jetzt vielleicht noch nicht genannt habt, die euch noch einfallen würden, die ihr Leuten mitgeben würdet, die mit Katze reisen wollen?
Ja, also ein Tipp, das haben wir auch gelernt, ist, ähm, ich würd beim Futter gucken, weil, ähm, also erstens, wenn 'ne Katze besondere Diät braucht, also besondere Ernährung wegen irgendwelchen Erkrankungen, würd ich schon drauf achten, dass man da genug von dabei hat, weil das kann sehr schwierig sein zu bekommen. Manchmal gibt's dann, da zirkeln sich die gleichen Marken auch bei Tierärzten, aber dann ist, ist man halt jetzt ja nicht unbedingt neben 'nem Tierarzt, wenn man irgendwo campt. Ähm, und da-das ist einfach sehr, das kann sehr stressig sein, die, die Futterbeschaffung. Ähm, wir haben auch umgestellt. Wir hatten tatsächlich in Deutschland ein anderes Futter, was sie auch sehr mochten, äh, aber wir haben dann festgestellt, dass das nirgends sonst in Europa erhältlich war, so einfach, und sind jetzt bei einem gelandet, was wir eigentlich sonst nicht so gerne gekauft hätten, einfach weil wir die Firma nicht so gut finden. Aber es ist eins, was es in jedem europäischen Land gibt.
In jedem Supermarkt.
Es lässt sich gut transportieren, es gibt's zur Not an der Tankstelle überall.
Mhm.
Ähm, sie fressen's auch gerne und es ist einfach wichtig, dass man da irgendwie nicht den Stressfaktor noch reinbringt für sich selber und für die Tiere und das ist einfach wichtig. Und auch das Trockenfutter nehmen wir gerne dann mit. Eins, was, was sie halt auch zu Hause kennen.
Bei Trockenfutter sind die echt easy, ja.
Ja, Trockenfutter sind die auch entspannter. Das ist aber auch abhängig von Tier zu Tier. Aber das Nassfutter, ähm, das ist schon irgendwie gut, wenn man da sich auf was einlässt oder das zumindest auch zu Hause so 'n bisschen hat, dass die das schon kennen. Weil Katzen sind ja auch gerne so, die gehen dann in Hungerstreik, die fressen dann einfach nicht. Statt dass sie das irgendwie dann irgendwann essen, lassen sie's einfach vergammeln. Und, ähm, das kann einem schon sehr viel Stress ersparen.
Wir hatten aber das Glück, dass unsere Katzen, die sind echt wählerisch. Also die essen nicht alles. Aber dass die wirklich dieses Zeug, was es überall gibt
Sehr gerne essen. Das war Glück
Ja, ich will nicht wissen, was da drin ist. Angeblich ist es nicht so schlimm, wie wir befürchtet haben, aber es ist dann halt auch so 'ne Gratwanderung. Ist natürlich nicht das Gleiche, wie wenn man jetzt da irgendwie das beste Top-Essen wie zu Hause serviert und so, aber dafür gibt's halt Campingabenteuer, ne.
Mhm.
Irgendwas ist immer, ne?
Ja.
Nein.
Und habt ihr auch neben der Facebook-Gruppe, die ihr gerade genannt habt, noch andere? Gibt's, gibt's Bücher oder vielleicht sogar Blogs und, äh, andere Ressourcen, die sich noch mit dem Thema, äh, Reisen mit Katze oder Camping mit Katze beschäftigen?
Sind mir nicht bekannt. Ich hab tatsächlich sogar mal bei einer großen Tierzeitschrift nachgefragt, weil mir aufgefallen ist, dass immer das Thema mit so Reisen kam, aber irgendwie mit Katzen nicht und wenn, dann war es mal Ferienwohnungen mit Katze. Es scheint da wirklich nicht so viel zu geben. Es gibt ein paar Leute, die immer mal wieder auch darüber berichten, dass sie mit ihrer Katze halt unterwegs sind. Ähm, es gibt jetzt wohl 'ne größere Community an Hotelreisen mit Katzen tatsächlich, weil das, glaube ich, für viele Leute relevant ist. Äh, Katzen sind ja auch nicht so Tierpensions-Fans und wenn man länger unterwegs ist, ist das ja auch immer so 'n Thema. Aber ruf mal bei 'nem Hotel an und sag, du hast 'ne Katze dabei, die wissen überhaupt nicht, was da geht oder nicht geht. Auf den Fähren ist das auch ähnlich. Ähm, uns ist nichts bekannt. Also falls jemand was finden sollte, gerne uns auch mal den Tipp weitergeben. Also tatsächlich ist der größte Austausch in vor allem dieser einen sehr empfehlenswerten Camping mit Katze Facebook-Gruppe.
Ich schick den Link noch mal für euch, dann könnt ihr den teilen. Und das ist halt dann auch immer so tagesaktuell, weil, weil's viele Tipps einfach so erst aus der Praxis gibt und nicht irgendwie recherchiert, ne. So, ja.
Mich würde noch interessieren, ob ihr irgendwie feststellt, dass sich durch die Reisen mit euren Katzen so die Beziehung verändert hat zwischen euch. Also ihr habt ja vorhin schon gesagt, die kommen dann auch sehr gerne kuscheln und für die ist das dann ganz toll, dass sie da dann irgendwie enger bei euch sein können. Habt ihr das Gefühl, dass das jetzt auch die Bindung gestärkt hat?
Ich würd sagen schon.
Ja, ich glaub, also zumindest ist bei unseren Katzen so, dass die uns definitiv mehr mögen, je mehr Zeit sie mit uns verbringen. Also wenn wir weg sind, dann hassen sie uns halt. Äh, und deswegen, äh, deswegen ja, wir, wir sind einfach mehr mit denen, äh, wenn wir im Auto sind und dadurch sind die, glaube ich, auch etwas anhänglicher. Also ja, würde ich schon sagen.
Ja, also-
Das hat sich schon durch Corona hat man gemerkt, als wir mehr zu Hause waren, dass die dann an, immer anhänglicher wurden und dann haben sie auch bisschen gelitten, als wir dann wieder weniger zu Hause waren. Und ja, also zu dir zum Beispiel sind die auch, ja.
Ja, also ich war, ich hatte halt 'ne Lei, Zeit lang noch im Büro gearbeitet an der Uni und so und war dann viel weg. Und dann hat man schon gemerkt, dass eigentlich gerade unser Kater sehr stark auf den Lukas fixiert war, weil der war halt immer zu Hause, ne. Und, und da war ich nicht so gefragt, aber das hat sich halt total gewandelt, weil wir sind jetzt irgendwie, wir sind ja 'n halbes Jahr pro Jahr unterwegs mit dem, mit dem Van und, ähm, da, da ist man halt zwangsläufig aneinander gebunden. Aber ich würd auch sagen, für uns ist die Beziehung auch enger geworden zu den Tieren. Also das ist einfach so ganz krass Familie und, und die kriegen ja auch alles mit. Wir kommen dann nach 'nem anstrengenden Messetag zurück und dann freuen wir uns, dass die da sind und das ist irgendwie schon... Ich hab auch das Gefühl, also unser Kater zum Beispiel, wenn der, ähm, gestresst ist, dann kratzt der sich an den Ohren, so ziemlich übertrieben.
Und das hatte er, als es ihm mal nicht gut ging. Nachdem wir nach Corona wieder in die Büros mussten, da hat er sich das Ohr sogar blutig gekratzt.
Boah.
Und das ist zum Beispiel was, ähm, wir dachten, das ist halt ein mildmütiges Tier. Jetzt meint Sonny, der ist depressiv und, ähm, hat Stress. Und das zum Beispiel, das passiert überhaupt nicht, wenn wir unterwegs sind. Das macht der nie. Und das kann eher schon mal zu Hause passieren, wenn wir dann halt viel unternehmen und so und dann kommen wir halt nur abends wieder, dann dürfen sie nicht bei uns schlafen, aber das haben wir halt unterwegs überhaupt nicht. Und die wirken schon sehr ausgeglichen einfach, wenn wir auf Tour sind mit denen, ja.
Ja, das.
Ja, schon.
Mhm.
Ich würde trotzdem an Katzenbesitzern noch die Warnung mitgeben, das muss nicht bei jeder Katze so sein, ne. So wie wir Menschen alle anders sind, die einen gerne reisen, die anderen überhaupt nie am liebsten ihr Haus verlassen wollen. So ist das natürlich bei Katzen und Hunden auch und, ähm-
Ja, absolut.
Absolut
... man kann viel trainieren, ne. Je jünger die sind, desto besser, wie beim Menschen wieder. Je jünger wir sind, desto eher und besser lernen wir und desto eher kommen wir mit Veränderungen klar. Je älter wir werden, desto schwieriger ist das.
Vollkommen richtig. Ich würde da auch noch ergänzen, also zum Beispiel, es gibt einfach Katzenrassen, die sich dafür weniger eignen. Also es gibt ja sehr territoriale Katzen, die tatsächlich so ihr Revier haben und auch noch mehr 'n stärkeren so Jagdinstinkt haben. Man hat ja mal in so einer Forschungsstudie in, in Cambridge in England rausgefunden, dass die meisten kastrierten Katzen und sterilisierten Katzen, dass die gar nicht weit gehen nachts, weil die einfach, die sind dran und jagen und so. Das ist nicht so das Ding. Meistens liegen die dann beim Nachbarn und fressen sich da noch mal durch oder so. Aber, ähm, also zum Beispiel, wenn man eine Maine Coon hat oder eine norwegische Waldkatze, die ja dann auch schon mal dreizehn Kilo schwer sind und groß sind, ähm, und die einfach sehr viel so Bedarf haben, in der Natur zu sein, auf Bäume zu klettern und doch was zu jagen und so, das würde ich auch einfach nicht machen.
Also ich glaub, das würde ich nicht mal versuchen, weil so 'ne Katze hätt ich aber auch nicht in 'ner kleinen Stadtwohnung gehalten.
Ja.
Und ich glaube, also was ich nur empfehlen kann, wenn man noch keine Katze hat, tatsächlich im Tierheim auch das zu sagen, dass man halt auch reist und die Katze vorhat mitzunehmen. Die meisten sind da sehr offen, weil das ist denen oft auch lieber, als wenn sie dann halt alleine sind oder schlecht betreut sind. Ähm, aber die können dann auch sagen: „Ja, wir kennen ja die Charaktere unserer Katzen ganz gut." Also unser Tierschutz, ähm, da in Frankfurt, die ja nur Katzen haben, keine Hunde, die kannten wirklich ihre Katzen sehr gut. Die haben genau gesagt: „Das ist genau die richtige Katze. Das ist eine familienfreundliche Katze, das ist 'ne Reisekatze." Das, also die haben da schon so bisschen Ahnung. Aber ich würd natürlich, wie du sagst, ähm, Sebastian, ich würd auf jeden Fall auch nicht das Tier zwingen. Es gibt einfach Tiere, für die ist das nix. Dann wird's manchmal im Alter vielleicht besser, weil die dann insgesamt ruhiger sind, aber das hätten wir dann auch nicht gemacht. Ich weiß gar nicht, was wir gemacht hätten, aber es hat halt funktioniert zum Glück.
Ja.
Ja.
Ja, anpassen, ne. Dann passt das eben nicht mit, mit Reisen mit Katze, wenn's so ist, dann-
Ja
... muss man, also muss man dann selber gucken, wie man damit-
Ja, oder halt weniger rumreisen, sondern halt vielleicht zum Beispiel, das haben wir ja bei Thema Wohnwagen ist ja bei euch auch immer was, das haben wir auch schon häufiger gesehen, dass Leute dann eben im Wohnwagen mit der Katze reisen. Dann muss die zwar einmal durch und an den Ferienort fahren, aber dann wird eben vor Ort mit dem Auto der Ausflug gemacht. Aber die Katze hat so ihr festes Zuhause, muss dann wenigstens nicht noch diese Autofahrt machen. Weil ich glaube, diese Bewegung des Autofahrens ist für viele Tiere der Stress und nicht unbedingt das woanders sein nur. Also das ist dann vielleicht die Kombination, aber ich glaub, dieses Ger-Gerüttel, gerüttelt und Gezappel da im Auto ist halt auch nicht so cool.
Ja. Auch für Hunde teilweise.
Ja.
Ja, sehr interessant. Vielen Dank, dass ihr eure Erfahrungen mit uns geteilt habt. Ihr Lieben da draußen, wenn ihr noch Fragen habt oder wenn ihr selber vielleicht auch entweder mit dem Gedanken spielt, mit eurer Katze zu verreisen oder es schon tut, dann schreibt uns doch gerne euer Feedback mal an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp. Würde uns wirklich interessieren, weil wir gar nicht einschätzen können, wie viele Menschen da draußen so mit ihren Katzen unterwegs sind. Euch ganz, ganz lieben Dank von meiner Seite und, ähm, wir wünschen euch weiterhin natürlich schöne und gute Reisen und dass eure beiden Mäuse noch ganz, ganz lang bei euch sein dürfen. Und ich übergebe an Sebastian.
Ja, auch von mir vielen, vielen Dank an euch beide. Es war super spannend. Ich hatte ja im, äh, früher oder vor unserem Campingleben Katzen mit meiner Frau zusammen, daher waren mir viele Sachen jetzt nicht neu, auch wenn die nicht mit uns gereist sind. Ich glaube, es wär auch für die, ja, weiß ich nicht, für Teile der drei wär's spannend gewesen, für die anderen eher stressig gewesen, glaube ich. Ähm, und, und zum Thema Türe zu und dann haben wir Ruhe, das hat bei uns gar nicht funktioniert. Wenn bei uns die Schlafzimmertüre zu war, dann haben die so lange davor Terror geschoben. Und das Fiese ist, einer von den dreien konnte auch Türen öffnen. Das war zwar der Schisser, der dann nie durch die Tür durch ist, aber der hat sie immer aufgemacht für die anderen.
Das ist schlecht.
Und, und wenn du abgeschlossen hast, dann sind sie trotzdem alle fünf Minuten an die Klinke gesprungen und haben Lärm gemacht. Also auch da gibt's ja unterschiedliche Katzen. Aber vielen Dank dafür, uns, uns in die Reisewelt so 'n bisschen mitgenommen zu haben. Vielleicht sehen wir uns ja auch mal irgendwann wieder auf 'm Caravan Salon. Ist ja jetzt schon eine Weile her, dass ich Kara und dich getroffen haben. Und ja, vielen Dank, äh, an unsere Hörer und Hörerinnen da draußen. Ich, wie's Nele alles schon gesagt hat, brauche ich nichts mehr sagen. Ich übergeb das letzte Wort an euch beide.
Ja, für uns, äh, vielen Dank, dass wir da sein durften.
Ja, vielen Dank, war schön und hoffentlich sehen wir uns mal wieder in real life und falls uns mal jemand irgendwo sehen sollte auf einer Veranstaltung, kommt vorbei und grüßt, äh, Buddy und Pixie mal. Die freuen sich immer über Besuch.
Auf jeden Fall.