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Hallo und herzlich willkommen beim CamperStyle Camping-Podcast. Ich bin Sebastian. Ich bin auf 'm, auf der Tourismus und Caravaning in Leipzig unterwegs, sitze am Stand von Vanessa, hab mir den Hubert, den Chef geschnappt und möchte ihm ein paar Fragen stellen. Aber Hubert, stell du dich doch am besten erst mal ganz kurz unseren Hörerinnen und Hörern vor, was du machst und was vor allen Dingen Vanessa so macht.
Ja gut, bin Hubert Vollert, komm aus Bayern, also in der Nähe von Rosenheim, zwischen Rosenheim und München. Wir machen seit, äh, zweiundzwanzig Jahren, äh, für Vans und Minivans, äh, Möbel für die Autos, äh, zum Nachrüsten. Sind, ich denke, schon sehr erfolgreich unterwegs und, äh, seit fünf Jahren machen wir jetzt ein bisschen was Neues. Es hat vielleicht mit dem was zu tun, weil wir-- mein Alter hat sich auch ge-, auch geändert und ich gehöre zu denen, die auch irgendwann einmal ein bissl mit mehr Luxus oder mit mehr, äh, ähm, ja Bequemlichkeit unterwegs sein wollen. Und, äh, ich will auch ein bisschen aufrechter durchs Leben gehen und drum haben wir uns auf ein größeres Auto eingelassen. Und das, äh, wir haben unseren Anfang von dem Ganzen war eigentlich das, dass wir 1980 schon die ersten Mercedes-Busse ausgebaut haben und, äh, das Thema haben wir im Jahr 2000 verlassen und haben uns auf VW-Busse und so was geeinigt, also reduziert.
Und jetzt macht man halt wieder das, was wir früher gemacht haben. Ähm, mit dem, ja, das hat schon einen Grund gehabt, weil, äh, das, meine Altersgruppe, sprich, äh, Rentner, jung gebliebene Rentner, die sportlich sind, äh, brauchen, das ein vernünftiges Auto, haben wir gesagt. Und, äh, dann haben wir uns, äh, zum Beispiel Thema Radl fahren. Wir haben sehr teure E-Bikes gekauft und haben festgestellt, ja, wo machen wir das Auto, wo machen wir das Radl hin? Das, das Thema haben viele. Und, äh, die Radl kommen halt hinten drauf, weil im Auto zu wenig Platz ist oder so. Oder sie, sie, ja nur so ausgebaut sind, dass man im Auto nur wohnen kann, aber nichts mehr transportieren kann. Und das war eigentlich der Einstieg für uns, dass wir beim Sprinter etwas gemacht haben.
Ja.
Und, äh, ja, ich denke, dass wir da ganz erfolgreich geworden sind. Ähm, ja, ich weiß jetzt auch nicht, was man sagen soll dazu, aber...
Das ist ja auch tatsächlich was, was ich gar nicht wusste. Also ich kannte euch tatsächlich von den, von den Küchenlösungen zum Beispiel, die ihr habt, die man als Modul nachrüsten kann. Ich kannte euch von denen, ich finde die Taschen halt sehr, sehr cool, die ihr baut, dass man sie in diese, in die Seitenfenster reinpacken kann. Das fand ich sehr, sehr innovativ. Aber ich wusste das zum Beispiel nicht, dass ihr Fahrzeuge ausbaut und habe das jetzt, als wir hier gestern über 'n Messestand geschlendert sind, eben gesehen, dass ihr das macht. Und deswegen ist auch die Idee entstanden, lasst doch mal darüber mit euch sprechen. Ähm, vielleicht geht es ja auch anderen Menschen so, dass die da gar nicht das so auf dem Schirm haben, was ihr da macht. Ähm, jetzt hast du mir, wir haben gerade uns schon kurz ein bisschen unterhalten. Jetzt hast du mir gesagt, ihr macht aktuell, ähm, einen relativ hohen Durchsatz, sage ich mal. Ihr produziert ein Auto pro Woche, hast du gesagt.
Na ja, mittlerweile kommen wir auf das hin. Also pro Woche, ja, nicht ganz. Wenn man die Urlaubszeiten und das abzieht, dann geht's weniger. Aber, aber grundsätzlich ja. Also da ist ein sehr hohes Interesse dran. Also es gibt relativ viele Leute, die, äh, ja, größere Reisen machen wollen, wie sie früher gemacht haben. Und, äh, und da braucht man halt schon ein dementsprechendes Auto. Das Auto hat die Stärke im Offroad-Bereich, also im, im, sind sehr autark eingerichtet, äh, braucht schon ein bisschen Man-Man-Manpower dazu, dass das Ganze funktioniert. Also das ist, äh, sehr technisch ausge-ausgeklügelt, das Auto.
Und kommen die Kunden dann mit ihrem Fahrzeug zu euch und sagen: "Ich möchte das geändert oder ausgebaut haben?" Oder, ähm, kann ich bei euch das komplette Fahrzeug erstehen? Wie funktioniert das und was bietet ihr da alles an?
Also, wir bieten momentan an, also es ist leider nur ein Auto, was wir da machen. Das ist der Mercedes Sprinter L2 H2, äh, hat sich halt von der Größe so, der ist etwas größer wie ein VW-Bus oder so. Das ist für mich, soll 'n Auto auch nicht zu groß sein. Mit, mit dem Auto soll man vernünftig fahren können, äh, man will Spaß haben, hat ein sehr gutes Allradsystem und, äh, ja, hat sich schon gut angebi-geboten, dass man so was ausbaut. Ja.
Ja. Und was macht jetzt oder wa-was, ich stell mal die provokante Frage: Was macht ihr anders als andere Ausbauer?
Wir bauen aus und wir, wir verkaufen nicht das komplette Auto, wir bauen aus. Das heißt, der, der Kunde kann sich selber das Auto kaufen, so zusammenstellen, wie er will und, äh, äh, wir machen dann das an, das Restliche dabei. Ist schon, man teilt das Risiko ein bisschen auf und die Leute können da schon ein bisschen mitdenken und machen, was sie wollen. Ähm, aber ja gut, das ist halt schon der große Unterschied. Auch das, dass man zum Beispiel auch einen Gebrauch-, einen guten Gebrauchten verwenden könnte und das umbauen kann. Das können wir auch machen. Ähm, ja, aber da hat sich ein sehr guter Markt entwickelt für uns.
Und wie individuell ist das Ganze dann? Also...
Äh, individuell, da, das ist für mich ein bisschen ein Schimpfwort. Also ich hab früher nichts anderes gemacht, wie individuell irgendwas machen, äh, oder die Kunden glücklich zu machen. Aber wenn du ein bi-, äh, etwas machen willst, was du, was bezahlbar ist, dann musst du sehr schnell das Individuelle verlassen. Dann musst du in die Serie kommen. Und, äh, da sind wir inzwischen durch unsere Möbel, was wir früher für die VW-Bus und so gemacht haben, sind wir in der Serienproduktion sehr gut geworden und sehr schnell. Und, ähm, das, äh, schlägt sich auch im Sprinter nieder. Ähm, wir spielen hier in der Liga mit, wo andere weit über zweihunderttausend Euro abgreifen müssen für das, was wir für hundertfünfzigtausend Euro schaffen.
Ähm, ja, das ist ja immer das Problem. Wenn man's individuell haben will, dann wird's halt auch teuer, weil ich wirklich ja alles von Hand und alles einzeln produzieren muss. Ähm, was sind denn so die Materialien, die ihr dabei auch verwendet, ähm, auf die sich die Kunden einstellen können oder mit denen sie dann quasi arbeiten und fahren?
Grundsätzlich gilt beim Sprinter Offroad und Allrad natürlich immer ein Thema. Das ist das Gewicht und, äh, das spielt a, äh, Riesenrolle, weil keiner will über diese dreieinhalb Tonnen Grenze drüber kommen. Äh, wir verbauen Pappelplatten und die sind mit, äh, mit Alteiche, äh, funiert. Äh, sie schauen schwer aus, sind aber leicht.
Ja.
Also wir haben's hier, also wir legen sehr großen Wert drauf, dass das Auto, ich sag's mal, um die dreitausend Kilo hat, also sprich fünfhundert Kilo circa Zuladung hat. Und das ist schon, es ist schon ein relativ guter Wert. Die meisten schaffen das nicht.
Ich wollt grad sagen, und das ist ja sicherlich auch 'ne Herausforderung, das hinzukriegen. Also bezahlbar. Also ich mein, wenn Geld keine Rolle spielt, ist das gar kein Thema. Dann kann ich auf Wertstoffe-- Ja, ja, es gibt physikalisch Grenzen.
Ja, genau.
Da kann ich wahrscheinlich noch mal mehr machen, aber wenn's bezahlbar sein soll, dann muss ich eben genau wissen, was ich tue. Ähm, und läuft das da, wie kann ich mir das vorstellen? Kunde kommt zu euch, sagt: "So, ähm, ich weiß jetzt, ihr baut aus. Ich, äh, weiß, ich brauch so 'n Mercedes." Und dann geht ihr quasi ins Gespräch und, und fragt so, ihr habt ja wahrscheinlich die Erfahrung, welche Dinge auch wichtig sind, welche Fragen ihr stellen müsst, oder?
Ja klar, die Kunden kriegen von unserer Liste mit, wie sie das Auto konfigurieren sollen-
Ja.
-oder wie es sein sollte, wenn jemand ein gebrauchtes Auto hat. Mei, dann sagen wir halt, ja, da sollte eine Scheibe rein. Wir, wir verwenden dann Originalscheiben. Das Auto sollte von außen, äh, möglichst inkognito sein. Also das heißt, dass man nicht sieht, dass es 'n Camper ist.
Okay.
Also wir verwenden dadurch nur Originalteile von Mercedes. Äh, hat schon 'n Riesenvorteil, wenn du nicht überall auffällst. Äh, ja, das ist immer ein bissl schwierig dann. Zu reisen ist das immer schwieriger.
Also das sind dann quasi auch Autos, mit denen ich eigentlich überall stehen kann und weil sie auch Offroad und allradfähig sind, nahezu überall hinkomme.
Ja.
Und, und möglichst individuell mich austoben kann.
Ja, genau. Dass man überall stehen kann, ist halt auch wichtig, dass man dementsprechend auch Toiletten an Bord hat.
Ja.
Die müssen funktionieren. Das ist eigentlich das wichtigste Thema in dem Auto. In der Liga ist das sehr wichtig.
Auf welche Lösung setzt ihr da? Also gar nicht so sehr den Hersteller, sondern welche, welche Art von Toilette setzt ihr da?
Wir haben eine Trockentrenntoilette mit Kokosfasermaterial drin. Wir haben einen, äh, außenliegenden Urintank drin. Also du bist bei uns mit unserem Auto, mit der Toilette bist du zehn Tage safe, ohne dass du irgendwas ausräumen musst.
Ja.
Und wenn du's ausräumst, kannst du's in der Natur tatsächlich auch entsorgen, weil's eigentlich keine Mischung ist oder so, keine Chemie reinkommt. Und wenn man da ein bissl anständig verfährt oder so was, dann, dann schadet man auch der Natur nicht.
Und habt ihr auch schon mal Kunden gehabt, die mit so 'nem, ich sag mal, angefangenem Ausbau zu euch gekommen sind, weil sie nicht mehr weitergekommen sind und gesagt haben: "Könnt ihr mir helfen?"
Na ja, das, das ist auch schon vorgekommen. Äh, man versucht auch natürlich zu helfen, wo's grad geht, aber es ist natürlich sehr, schon schwierig, weil, also ein halb angefangenes Auto fertig zu machen, das ist also definitiv nicht rentabel.
Hast du so zwei, drei Punkte, die du da immer mal wieder siehst, wenn Leute Autos selber ausbauen, wo du sagst: "Wie kann man nur?"
Ja, ja. Also erster Punkt, die Leute gehen ins Internet und da steht überall drin, was man machen kann und, äh, gibt Anleitungen. Aber ein Profi gibt eigentlich keine Anleitungen raus. Also das ist schon schwierig. Bestes Beispiel sind, wenn ich Ihnen einen Boden mach vom Auto, mach eine Lattung rein und mach dann eine Isolierung drauf, das ist dann der größte Quatsch überhaupt. Also man kann einfach schwimmend die Isolierung reinmachen, da brauche ich nichts festmachen. Aber das ist nur so ein kleiner Beispiel, also ein kleines Beispiel. Oder das Auto wird todisoliert. Das heißt, jeder Hohlraum wird ausgeschöpft mit Isolierung. Dann gehen die Autos, gehen reinweise kaputt, weil sie, weil sie nicht mehr atmen können. Also das ist, das sind, es gibt viele Dinge, die nicht gut sind, ja.
Ich, ich erkenne gerade Punkte wieder aus einfach YouTube-Videos, die ich angeguckt habe, die du gerade angesprochen hast, die ich da gesehen habe. Sehr, sehr spannend. Ich mein, es soll niemand davon abhalten, sein Auto auszubauen, ja. Wir lernen ja durch Fehler, die wir machen. Das ist halt nur manchmal leider ein sehr teures Lernen. Das muss jeder selber entscheiden, ob er euch einen Profi dazu holt oder, oder eben das selber macht. Ähm, gibt es, gibt es irgendein Feature oder auch Ideen, die ihr ausbaut, wo ihr sagt, da stehen unsere Kunden richtig drauf oder das ist gerade so ein Trend, was, was viele haben wollen?
Na gut, wir haben's halt festgestellt. Also zum einen, eine Eintrittskarte für unser Auto ist natürlich der innenliegende Radlträger. Äh, da haben wir uns, äh, das ist eben fast eine Eintrittskarte, weil das Thema Radl, also wenn du ein teures Rad hast, das hängt hinten dran, macht ein Offroad-Auto natürlich unmöglich, weil das geht gar nicht. Also wir machen den innen rein und das hat sich sehr gut bewährt. Oder wie gesagt, auch, äh, mei, die Toilette. Wir haben auch ein, ein sturmfeste Markise entwickelt. Ist auch so ein Thema. Also das Auto wird jetzt nicht wegen dem gekauft, aber wenn ich was habe, was ich per Knopfdruck rausfahren kann und dann regnet's nicht mehr rein, ist schon ganz toll. Also...
Mhm. Und sturmfeste Markise heißt also, die, die kann ich auch draußen lassen, wenn der Wind ein bisschen auffrischt.
Genau, genau. Das ist eigentlich, weil jede normale Markise musst du nachts reinfahren-
Ja.
-weil sonst ist die am nächsten Tag unter Umständen, äh, liegt die über, überm Dach drüber, ja.
Ja, und du brauchst ein neues Fahrzeug.
Ja, genau, ja, ja. Oder 'ne neue Markise halt.
Ja, oder 'ne neue Mark-- Wenn du Glück hast, ist nur die Markise kaputt.
Ja, ja.
Aber meist haben die ja so viel Hebelkraft, ist ja ein Riesensegel, dass auch deutlich mehr kaputt geht.
Ja, ja, genau.
Ähm, was ist denn der außergewöhnlichste Kundenwunsch, den ihr bis jetzt umgesetzt habt? Also ohne da jetzt einen Kunden auch sozusagen offen zu legen.
Außergewöhnliche Kundenwünsche? Mein Gott.
Gibt's so was?
Ja, wir haben Motorräder, äh, also praktisch einer ist ein Motorradprofi aus Österreich, der, der hat, der fährt mit zwei Motorrädern rum. Äh, der hat ein Bett gekriegt, das wird dann höher gefahren und, äh, dann hat er unten seine Motorräder drin. Oder, mei, für Hunde haben wir halt auch spezielle Hundeboxen schon gebaut, wo ein Hund so groß wie ein Kalb, äh, mitfährt. Also das haben wir alles schon gehabt. Also das wird, ist auch einiges mögen, möglich. Also wir haben auch Leute, das ist jetzt nichts Ungewöhnliches, die haben auch Kinder, man glaubt's kaum, aber, äh, man kann auch, äh, also wir haben das Auto so ausgestattet oder können es so ausstatten, dass du, äh, da kommt ein Schienensystem von VW rein und, äh, dann kommen ein Sitz, äh, zwei Sitze oder drei Sitze nachrüsten. Das heißt, du kannst dann zu fünft fahren. Ist dann etwas eng, aber, äh, aber es ist möglich.
Also das haben wir schon-
Okay, ja, das ist ja, beim Camping geht's ja immer darum, ne: Ich hab wenig Platz, ich hab wenig Zuladung und muss immer das Beste draus machen. Und dann fünf Leute da mitkriegen, ist auf jeden Fall ja super spannend. Und klar, dann wird's halt ein bisschen enger. Muss man vielleicht noch ein Zelt mitnehmen, damit man dann nachts schlafen kann.
Wollte ich grad sagen, also wenn man ein Kind über zehn oder zwölf Jahre alt sind, unbedingt immer ein Zelt mitnehmen.
Ja.
Die sollen das auch lernen, ein Zelt aufzubauen, äh.
Und das ist ja auch das Abenteuer, was dann dabei wieder entsteht, ne.
Logisch, ja klar.
Dass dann können die Kids draußen schlafen und so weiter, ja.
Ja, ja.
Das finde ich auf jeden Fall sehr, sehr spannend. Wenn- Wenn jetzt ein Kunde kommt und sagt: „Budget spielt keine Rolle, ja, ich habe so ein paar Gedanken und ansonsten bitte, bitte lebt euch in eurer Fantasie und kreativ völlig aus." Was wäre dein persönlicher Traumausbau? Also was würdest du dann vielleicht machen, was jetzt in euren in Anführungszeichen normalen Ausbauten nicht drin ist? Gibt's da überhaupt was oder ist das schon alles perfekt?
Also ich schaue schon, dass ich das Maximale raushole. Also das ist, es-- definitiv der, der Traum von allen ist ein unkaputtbares Auto.
Aha.
Also dass eigentlich nichts kaputtgeht oder nichts, nichts passiert. Aber das, glaube ich, bleibt ein Traum. Das ist gar nicht so einfach. Wenn Technik eingebaut ist, wird immer, wird immer Kleinigkeiten sein, was wichtig ist. Es muss immer reparierbar sein, ja, das ist entscheidend. Also gerade wenn du in Usbekistan oder egal wo du unterwegs bist, äh, du musst dir helfen können oder dir helfen können. Unsere Autos bauen wir auch so, dass man zu jedem Teil, zu jedem technischen Teil dazukommt, dass man auch was reparieren kann.
Aha.
Eine Wasserpumpe wird im Laufe des Camperlebens garantiert irgendwann kaputtgehen. Ja, das sind so Sachen. Also wie gesagt, der größte Traum, glaube ich, ist schon, dass das funktioniert, dass nichts kaputtgeht. Und das ist ein langer Weg.
Das glaube ich, das wünschen wir uns alle. Und, und na ja gut, die Praxis zeigt, dass es das halt einfach nicht gibt, ne. Da, wo Technik ist, kann immer irgendwas kaputtgehen. Es würde mich jetzt noch zu einer Frage bringen. Du hast ja vorhin schon gesagt, ihr habt die, die Trockentrenntoilette dabei. Ähm, wie sieht's denn sonst mit Autarkie aus? Also was ist in euren Fahrzeugen drin, damit die einfach autarker sind?
Wir haben halt eine sehr gute Stromanlage drin, also sehr große Stromanlage. Wir haben-- Wir, wir verbauen zurzeit standardmäßig, äh, dreihundertfünfziger Lithiumbatterie rein, äh, sechzig Ampere, äh, Ladebooster, tausensiebenhundert Watt, äh, ähm, Wechselrichter, Solar sowieso, äh, Solaranlage mit, äh, separat eine oben, eine beweglich. Ist auch gut-
Aha.
-dass man, dass man, wenn man im Schatten steht, auch Strom hat. Ähm, klar, das sind-- Also die Stromanlage ersetzt halt diese Gasanlagen, was wir überall haben. Wir haben eigentlich nur ein Außengas dabei für einen außen Grillkocher, sonst haben wir da nichts. Wir brauchen keine Gasprüfung. Das ist schon ein Riesenvorteil. Aber gute Stromanlage ist schon, schon a sehr gute Sache. Das funktioniert.
Und gekocht wird dann mit Induktion?
Also mit Induktion in-- Also wenn du im Auto kochst, mit Induktion und außerhalb kochen wir mit Gas.
Dann hast du Gas.
Ja.
Und geheizt wird mit Diesel, schätze ich mal.
Dieselstandheizung, genau.
Okay, also-
Wenn jemand in der kalten Zeit unterwegs ist, machen wir eine vier-KW-Heizung rein, sonst eine zwei-KW-Heizung.
Okay, weil das wieder Budget und Platz oder warum?
Eine Heizung, die überpowert ist, geht sehr schnell kaputt.
Ah, okay.
Also das ist, also diese vier-KW-Heizungen, die sollte, die sollte auch la-laufen, ja. Und, und die, die haben so viel, so viel Wärme, die, die laufen teilweise viel zu wenig und die verkoksen dann sehr schnell. Also wir, wir empfehlen eher zwei KW und vielleicht auch noch eine, äh, eine elektrische Heizung dazuzunehmen als, äh, als Puffer.
Ja.
Das ist vielleicht sogar besser.
Also ihr hört, liebe Hörer und Hörerinnen, ich locke schon so ein paar Geheimnisse hier raus, die ihr dann auch für euch mit nutzen könnt. Ähm, und ihr merkt aber auch auf jeden Fall auch, es ist halt ein Unterschied, ob man nur ein Fahrzeug ausbaut und da seine Fehler macht oder ob man eben schon, keine Ahnung, Hunderte wahrscheinlich in eurer Zeit mittlerweile ausgebaut hat und halt ganz genau gesehen hat, was funktioniert, was funktioniert nicht. Und das macht halt auch einfach eben Profis wie euch wirklich sinnvoll, die einem helfen können, ähm, das eigene Wunschfahrzeug zu finden. Ja, du, du hast ja vorhin auch schon gesagt, du, du bist jetzt so langsam in Rente. Also du fühlst dich so wie ein junger Rentner quasi. Das habe ich so deinen Worten entnommen.
Jung kommen wir schon gar nicht mehr zusammen.
Ähm, aber du bist quasi auch mit deinen Fahrzeugen oder mit euren Fahrzeugen unterwegs in, in deiner Freizeit und...
Ja, wir-- Die großen Reisen gehen jetzt erst richtig los. Wir sind letztes Jahr in Island gewesen. Äh, drei Wochen lang, äh, war es sehr spannend. Es-- Viele Dach-, Bachdurchf-- äh, äh, Flussdurchfahrten, Querungen und, äh, komplett im Hochland drin gewesen. Es war ein tolles Erlebnis und ein, ein Riesentest, ja. Also sechzehnhundert Kilometer Rüttelpiste mit so einem Auto zu fahren, wo du glaubst, das Auto fällt ständig auseinander, ja. Und es muss trotzdem halten. Weil da, da, da ist schon was los, ja.
Und, und gab's da auch noch was, wo du sagst: „Ach, guck mal, hier habe ich noch was gelernt. Das können wir noch verbessern das nächste Mal"?
Ja, klar. Der Tank ist uns runtergefallen. Natürlich. Der wird inzwischen anders festgemacht. Das ist logisch. Und die nächste Reise war heuer in, in Marokko. Wir waren sechs Wochen in Marokko unterwegs, also in der Wüste und ja, also, ähm, sehr spannend. Ich hab's nicht gedacht, dass es eigentlich so schön sein kann und, äh, wir sind auch einige Male hängen geblieben. Äh, ich sag's mal ganz einfach: Wenn man nicht hängen bleibt in, in Marokko, dann war man nicht richtig drin. Also das ist...
Ja, das, das, das stimmt.
Aber das ist-- Da, da, da brauch, da musst du keine Panik haben. Also Sandblech dabei und vielleicht einen Freund, der, der einen rausziehen kann und dann ist alles gut.
Ja, und im Zweifel musst du halt gucken und hoffen, dass du jemanden findest.
Alleine unterwegs zu sein, ist schon immer sehr spannend.
Ja, auf jeden Fall.
Also da, ähm, ja, würde ich jetzt nicht empfehlen.
Also ja, also vielen lieben Dank für das Interview. Ähm, ich finde das sehr, sehr spannend. Ähm, falls ihr noch auf der Tourismus und Caravaning in Leipzig kommt, dann guckt auf jeden Fall bei Vanessa vorbei. Welche Standnummer habt ihr in Halle fünf hier?
Ach mein Gott, da müsste ich direkt schauen. Also das ist, äh, Halle fünf.
B zweiundsiebzig.
B zweiundsiebzig, genau.
Ich habe gerade das auch gesehen.
Und den gelben Ballon.
Genau, das seht ihr auf jeden Fall. Die haben hier so einen großen Ballon. Also wenn ihr so ein bisschen oben in der Halle guckt, da seht ihr Vanessa auf jeden Fall. Ähm, guckt euch die Fahrzeuge an, sehen richtig cool aus. So, die, so ein bisschen eigentlich wie eine fahrbare Skihütte. Ähm, und das meine ich sehr, sehr positiv. Ähm, dann, liebe Hörer und Hörerinnen, also wie gesagt, kommt gerne noch vorbei. Ansonsten, wenn ihr auf einer anderen Campingmesse seid, man trifft euch ja wahrscheinlich auf, auf eine Art zu jeder größeren Campingmesse an und, äh, kann da bei euch vorbeigucken. Ich war auch gestern schon mit einem, äh, einem unserer Standmitarbeiter da. Der hat nämlich auch ein Küchenmodul von euch und hat da noch ein paar Fragen gestellt und das war auch eine supertolle Betreuung. Also vielen Dank, Hubert. Ähm, hast du noch was, was du gern unseren Hörer und Hörerinnen mitgeben würdest rund ums Thema Camping oder Ausbau oder euren Fahrzeugen?
Oh mein Gott. Ich kann nur, ich kann nur sagen, ne: Camping oder überhaupt Reisen ist schon eine tolle Sache. Man soll's machen, ja, und nicht immer, immer zurücklehnen und, äh, schauen, wie man alt wird. Also besser ist, wenn man mehr erlebt. Äh, irgendwann kommt die Zeit, wo man nicht mehr fahren kann. Ich find's schon gut, dass man drüber nachdenkt, wie man, wie man den, den Lebensabend genießt. Ja, und also gerade das, was wir da machen dazu, ich denke, dass das eine gute, gute Möglichkeit ist.
Das war ein wunderschönes Schlusswort. Genau, reist jetzt, reist sofort und schiebt's nicht irgendwo hin. Lieber Hubert, vielen lieben Dank und, äh, liebe Hörer und Hörerinnen, bis zur nächsten Episode. Macht es gut. Tschüss.
Danke schön.