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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute haben wir für euch die dritte Folge unserer Kleben- und Dichten-Reihe und es geht heute ums Dichten.
Wer sich nicht mehr so ganz erinnert, wir hatten vor dem Caravan Salon irgendwann Juli, August, mein ich, war's, ähm, die ersten zwei Folgen ausgespielt mit Michael Windecker, unserem Experten für dieses Thema. Wer sich, äh, da noch mal reinfuchsen möchte, für den verlinken wir die alten Folgen auch noch mal in den Show Notes. Und ja, jetzt hat's aus verschiedenen terminlichen Gründen bisschen gedauert, unter anderem auch wegen der Messe, dass wir wieder zusammengefunden haben. Aber umso mehr freue ich mich, dass wir dich heute wieder hier im Studio haben, Michael. Stell dich doch bitte noch mal kurz den Hörerinnen und Hörern vor, die vielleicht die anderen beiden Folgen noch nicht gehört haben.
Gut, mach ich gerne. Also erst mal vielen Dank Sebastian, vielen Dank Nele, ähm, in dem Bereich. Und ja, es war der Caravan Salon, der uns alle drei so 'n bisschen aus der Spur geworfen hat. Ähm, war 'ne sehr interessante Zeit, war ein sehr toller Caravan Salon und von der Seite her hat es jetzt etwas länger gedauert. Wie gesagt, mein Name ist Michael Windecker. Ähm, ich bin das Gesicht von DEKA Kleben und Dichten und verantwortlich für die DEKARIN-Produkte, ähm, im Dach, im Dachraum und, ähm, beschäftige mich seit 25 Jahren mit, mit, mit Klebetechnik. Ähm, sitze seit 20 Jahren im Ausschuss Strukturelles Kleben beim Klebstoffverband, hab in der Zeit rund 500 bis 600 Leute im Bereich Klebetechnik ausgebildet. Und, ähm, ja, der Fachtitel heißt der New European Adhesive Specialist. Das ist dann so dieser, diese Titel, die du mit mir trägst.
Und, ähm, ich hab diverseste Projekte die letzten 10, 20 Jahre gemacht von der Porsche Rennsportabteilung über die ICE-Verklebung und ganz, ganz, ganz viel Caravaning. Und deswegen sitzen wir heute hier, um einfach zu gucken, okay, was kann man im Caravan kleben, was kann man dichten? Und heute ist ganz klar der Fokus, glaub ich, auf Dichten und da habt ihr, ja, spannende Sachen vorbereitet, mitgebracht und ich hab auch so 'n paar Sachen da und von der Seite her, ja, freu ich mich auf die nächsten, ja, Minuten mit euch gemeinsam.
Ja, Michael, schön, dass du wieder da bist und genau wie du schon richtig gesagt hast, beim letzten Mal haben wir geklebt, heute dichten wir ab und meine Einstiegsfrage ist als allererstes, glaub ich, die, die auch am häufigsten so im Campingbereich kommt: Wir könnten doch auch einfach in 'n Baumarkt gehen, wenn irgendwas undicht ist, kaufen uns irgendwie für drei Euro so 'ne Silikonkartusche und schmieren einfach Silikon da irgendwo ran. Warum machen wir nicht das?
Ähm, na ja, Sebastian, das Problem ist, ganz, ganz viele machen das genauso, insbesondere wenn sie unterwegs sind und, ähm, der Schadensfall im Urlaubsort stattfindet in, ähm, was weiß ich, Südspanien, keine Ahnung, irgendwo, dann wird genau das gemacht. „Boah, jetzt läuft mir Wasser rein. Jetzt gehe ich in den nächsten Baumarkt", und dann ist da der Klassiker, jetzt nehm ich 'n Silikon und ich merk das natürlich auch auf den Messen. Dann kommen so Fragen: „Ja, da Ihr Silikonzeug", sag ich: „Nein, nein, nein, nicht Silikonzeug." Ähm, fangen wir mit den Eigenschaften beim Silikon an, wo das, wo mein Problem liegt. Ähm, jeder Handwerker wird dir sagen, das wirst du auch zu Hause schon festgestellt haben, jede Silikonfuge ist eine Wartungsfuge. Das hängt damit zusammen, dass das Silikon, wir nennen es, verstoffwechselbar ist. Das heißt, es ernährt sich von Schimmelpilzen und damit hast du irgendwann diesen, diesen, diese schwarzen Punkte auf dieser, auf dieser Masse, die du dann hast und dann muss es nach drei, vier, fünf Jahren spätestens erneuert werden.
Sagt auch jeder Handwerker. Um das zu verhindern, dass das Zeug schimmelt, gibt der Hersteller Fungizide dazu. Ähm, das hat so 'n paar Nachteile. Punkt eins gibt's eine Fungizidverordnung. Das heißt, du darfst nicht mehr so viel dazugeben, wie du früher dazugegeben hast. Dann kosten Fungizide sehr, sehr viel Geld, ungefähr 500, 600 Euro das Kilo. Das heißt, als Hersteller hast du auch begrenzt nur Lust, viel, nicht so viel davon reinzumachen. Des Weiteren sind sie wasserlöslich. Wenn ein Wassertrast kommt, werden sie ausgespült und immer wenn sie einen Schimmelpilz treffen, vertöten sie zwar den Schimmelpilz, aber sie werden dabei verbraucht, sodass irgendwann keine Fungizide mehr da sind, die die Dichtmasse schützen und dann fängt der Schimmel an, doch zu machen. Und das sind alles Punkte, die gegen die Langzeitbeständigkeit gegen Silikon sprechen. Das ist die eine Seite. Die andere Seiten, das Thema Dichtigkeit. Es gibt einen anderen Rohstoff, den wir für unsere Dichtungsmassen benutzen.
Der heißt Butyl, ist 'n ganz, ganz alter Rohstoff, so 20, 30 Jahre älter als das Silikon, ähm, als es entdeckt worden ist. Aber der große Vorteil von Butyl: Wenn ich einen Ballen Silikon nehme und einen gleich großen Ballen Butyl nehme und werf beides ins Wasser, nimmt das Silikon 200 % mehr Wasser auf als ein Butyl. Also ein Butyl ist wesentlich wasserdichter und auch gasdichter. Wir kennen das von unseren Isolierglasscheiben. Da ist zum Beispiel auch Butyl drin, das ist also extrem gasdicht und wasserdicht. Und deswegen sag ich, ja, das Silikon hat für mich am Fahrzeug nichts zu suchen. Dann kommen noch so Spielereien dazu. Das gibt Essigsäure, vernetzen das Silikon, das greift dann die Oberfläche an und, und, und. Das sind noch so 'n paar Spezialfälle, aber insgesamt ist mein Rat immer: Silikon hat am Fahrzeug nichts zu suchen.
Des Weiteren haben wir halt auch Anforderungen. Deine Badewanne zu Hause, die vibriert nicht. Die steht da, wo sie ist. Die wird vielleicht 20 Grad kalt oder warm oder mal zehn Grad runter und drüber. Im Auto haben wir aber -20 Grad, wenn du Skifahren gehst. Im Auto haben wir plus 100 Grad, 80 Grad, wenn du nach Südspanien fährst. Das sind alles Temperaturen, dafür ist das Silikon nicht ausgelegt. Und deswegen sag ich, ja, bleib bei den Top-Produkten. Guck, dass es beim Dichten ein Butyl ist, weil das einfach von der Dichtigkeit in einer ganz anderen Liga spielt als das klassische Silikon.
Und ich mache jetzt noch mal 'ne kurze kleine Überleitung, die ganz wunderschön ist. Damit euch das nicht passiert, haben wir auch ein Reparaturset für euch. Ähm, da verlosen wir nämlich drei Stück von Michael gesponsert und das Ganze werden wir am Ende der Folge, ähm, noch durchführen. Das heißt, bleibt auf jeden Fall dran, weil die Frage, die ihr dort beantworten müsst, die werden wir im Laufe der Folge eben beantworten. So, weiter geht's. Sebastian, du hattest 'ne Frage dazu.
Genau, wir kontrollieren hier auch, ob ihr wirklich zuhört.
Genau.
Genau, und was ich jetzt noch ergänzen wollte, ähm, ist, jetzt könnte man da vielleicht noch denken: Na ja, okay, jetzt bin ich aber in Spanien im Urlaub, hin gehen Baumarkt, dann kann ich ja mal schnell Silikon drauf schmieren und dann mache ich das halt einfach, wenn ich zu Hause bin, wieder richtig. W-- Und ich weiß schon aus der letzten Folge, da spricht auch Einiges dagegen, aber auch hier, lass uns das noch mal wiederholen, Michael, warum ist das 'ne schlechte Idee, mit Silikon jetzt auch mal schnell im Urlaub was abzudichten?
Na ja, gut, okay, jeder kennt das ja. So die, wenn man sich das Bild vorstellt, was passiert denn so, wenn man ein Wassertropfen in diese Teflonpfanne tut, äh, oder gibt, dann, dann, dann bildet sich so 'n, so 'n, so 'n runder, äh, Klecks auf dieser Teflonpfanne und der, das Wasser verläuft nicht auf der Teflonpfanne und das hängt damit zusammen, dass das Teflon eine ganz, ganz schlechte Oberflächenspannung hat. Und damit kann im Prinzip auf, auf diesem Teflon nichts haften und Silikon kommt kurz hinter Teflon. Das heißt, auch auf Silikon kann nichts haften und deswegen kann ich auch Silikone zum Beispiel nicht überlackieren. Und das ist diese Problematik, wenn ich das Silikon dann mal dort habe, ähm, als Beispiel, ich hab's jetzt die Dachluke geschmiert, so der Klassiker, ja, ähm, dann hab ich das Problem, dass ich das Silikon restlos wegmachen muss, bevor irgendein anderer Kleb- oder Dichtstoff auf dieser Stelle wieder hält. Und das ist sehr, sehr, sehr, sehr mühsam.
Da muss ich viel mechanisch wegmachen und auch ganz, ganz viel mit Silikonentferner wegmachen. Da rede ich teilweise von zwei, drei Stunden Arbeit, bis ich diese Fläche wieder so in dem Zustand habe, dass ich nachher eine andere Dichtungsmasse draufmachen kann. Wenn ich diesen Worst-Case-Fall habe, ähm, weil das ist so 'n Thema, dann würd ich entweder auch ein Butyltape nehmen, weil das Ganze gibt's ja auch in Tapeform. Das ist dann auch ein Teil des Reparaturkoffers. Da sind so drei Meter Tape eigentlich drin, dass ich mich mit genau so was retten kann. Oder wenn ich halt so was gar nicht dabei habe, dann würd ich halt lieber in den Baumarkt gehen, ein Klebeband nehmen, so das typische Gaffer Tape, was ja jeder Camper, ähm, dabei hat oder, äh, sich auch überall kaufen kann. Das wäre dann immer noch die bessere Lösung, als ein Silikon, ähm, drüberzuschmieren. Silikon ist einfach wirklich in der Beziehung beim Aufbringen freundlich, beim Wiederabmachen nicht ganz so toll.
Ich glaub, diese, diese Butylbänder, die gibt's ja, die nimmt man ja auch, glaub ich, im, im Dachdeckerbereich. Das heißt, da hat man auch gute Chancen, dass man die im Baumarkt kriegt. Die sind zwar teurer jetzt als das Gaffer Tape, aber ich meine, dass ich die auch schon in vielen Baumärkten gesehen habe und auch in Spanien und auch in Portugal hab ich die schon gesehen.
Bin ich mir auch ziemlich sicher. Die gibt es, du mu-du musst ganz vorsichtig sein, der, der, der Zwischensch-Schritt zwischen Butyl und Bitumen ist sehr knapp. Ja, okay. Also dann, wenn du ein Butyltape bekommst, dann ist das okay. Wenn du ein Bitumentape draufmachst, dann wird es nachher ähnlich unangenehm wie mit dem Silikon, nur auf anderer Wei-Art und Weise, aber ähnlich unangenehm. Aber du hast recht, ich habe auch schon in diversen Baumärkten Butyle gesehen, weil zum Beispiel diese Dampfbremsfolie im Dachbereich-
Genau
... und zur Isolierung, die werden genau mit solchen Butyltapes auch untereinander verklebt, weil die dann möglichst gas- und luft-luftdicht sind. Deswegen werden die auch für die Luftdichtheit eines Hauses hergenommen, diese Butyltapes. Und von der Seite her gibt's die doch in dann von Herstellern wie Ilbruck oder anderen namhaften oder, oder Saint-Gobain, ähm, gibt's sie dann auch im oftmals im Baumarkt.
Das fiel mir jetzt nämlich grade ein, weil die hab ich bei unserem, äh, letzten Wohnmobil gebraucht, um den Ringanker wieder abzudichten und da fiel mir das jetzt wieder ein: Mensch, Butylband, das kennst du doch irgendwoher. Also das wär zumindest, also es ist jetzt nichts, was man vielleicht, äh, in 'ner, in 'ner Dichtmasse bevorzugt, wenn man, wenn man Zeit und sozusagen Raum hat, aber wenn's mal schnell gehen muss, wären sozusagen Butylband, nicht Bitumenband und, äh, im Worst case halt Gaffer Tape einfach auch die besseren Wahl, ähm, weil ihr-- Also ihr könnt auch Silikon nehmen, aber das macht halt unheimlich viel Aufwand, den Kram wieder runterzulegen. Ich hab das auch schon hinter mir, das kann ich aus Erfahrung sagen, äh, und das ist furchtbar.
Also vor allem diese Butyltapes bekommst du einigermaßen schön wieder weg und sie haften auch bei kalten Temperaturen und wenn du Glück hast, sogar auf einer leicht feuchten oder leicht öligen Oberfläche. Also das Butyl ist in der Beziehung für den Reparaturanwendungen doch relativ, ähm, einfach zu handhaben. Und das Vorteil ist, das, das, das wird halt auch nicht alt. Im Gegensatz zur Kartusche ist das auch ziemlich unkaputtbar. Das heißt, du kannst es auch wirklich, ähm, so 'ne Rolle dir einfach kaufen und legst die ins Auto und dann kann die auch, solange sie nicht verdrückt ist, ähm, kannst du die mehrere Jahre da liegen lassen. Das tut dir nichts, ja. Also von der Seite her ist das 'n ganz guter Invest von, was weiß ich, die kosten so zwischen acht und zehn Euro oder so was, würd ich sagen, ist es 'n ganz guter Invest, den einfach irgendwo in die Schublade zu legen oder 'n Täschchen in den Kofferraum zu packen oder irgendwo es zu bunkern.
Und wenn ihr viel und vielleicht auch mit 'nem alten Fahrzeug unterwegs seid, dann kann es sogar einfach sinnvoll sein, 'ne Tube Butyldichtmasse dabei zu haben. Das hatte ich nämlich auch, weil es, es passiert doch immer mal was, je älter das Fahrzeug ist. Und dann muss ich nicht erst anfangen zu suchen und mir irgendwie mit Band helfen, sondern hab einfach was dabei und kann dann halt, äh, sinnvoll reparieren. Ja, oder ich bring's halt in die Werkstatt. Das geht natürlich auch, wenn ich mir das selber nicht zutraue.
Wir haben ja so ganz klassische Schwachstellen an Campingfahrzeugen, die anfällig sind für Dichtigkeitsprobleme. Also mir fallen da jetzt, ähm, speziell die Dachluken ein, die du ja auch schon genannt hattest, Michael, aber auch so was wie Durchführungen, Nähte. Ähm, was, was begegnet dir da sonst noch in der Praxis?
Na ja gut, das ist schon, du hast das schon supergut grad beschrieben, supertoll erkannt halt. Es ist immer da, wo irgendeiner ein Loch in die Außenhaut geschnitten hat, ja. Das ist dann das Fenster, es ist die Klappe, es ist die Luke, es ist die Gassteckdose, ist das Kühlschrankgitter. Es ist, ähm, oftmals da, wo der Fahrradträger dann dran hängt, wo der Griff, äh, an der Seite beim Wohnwagen dran ist, äh, mit dem du drückst oder ziehst oder sonstige Sachen, wo dann die Schrauben sich lockern und dann das Wasser reinlaufen kann. Also, ähm, Anbauten, Sat-Anlagen, Solaranlagen, Markisen, ja, also überall da, wo mal einfach einmal 'n Loch drin war. Und da hab ich halt diese ganzen Dichtigkeitsprobleme und, ähm, da muss ich halt eigentlich im, im, drauf achten und, ähm, da bin ich halt der Freund, wo ich sage, okay, während der Garantiezeit, dann sollte man sowieso seine Dichtigkeitsprüfung machen.
Und, ähm, nach der Garantiezeit, ähm, ist es ja auch relativ einfach. Dann geh ich in den Baumarkt und es gibt mittlerweile so Feuchtigkeitsgeräte, die haben nicht so 'ne Spitze, sondern wie so 'n Ball, sag ich mal, wie so 'ne Kugel vorne drauf. Ähm, und wenn du dann ein- oder zweimal im Jahr, ähm, einfach mit den Mit dem Feuchtigkeitsmessgerät, äh, äh, äh, durch dein Auto gehst und mittlerweile hat jedes Handy so 'ne Art, was weiß ich, Excel-Memofunktion in irgendeiner Form. Dann geb ich drei Werte ein oder fotografier sie ab oder speicher sie kurz ab. Dann, dann kann ich das einfach sehr schön kontrollieren. Und wenn ich merke, dass die, die Werte halt mal deutlich über den 20, äh, äh, 20 % liegen, dann weiß ich, okay, da könnt eine Feuchtigkeit dahinter sein und, und dann krieg ich's auch relativ schnell mit, wo das Ganze ist. Und das ist halt immer so der Nachteil bei diesen Feuchtigkeitsproblemen.
Ähm, wir hatten ja letztes Mal das Thema, äh, Kleben. Wenn halt der Haken, den du im Bad angeklebt hast, runterfällt, dann ist das doof, ja. Aber das macht nix Schlimmes, ähm, es ist Komfortverlust. Wenn du aber halt, äh, 'n Feuchtigkeitsschaden hast und hast irgendwas nur drüber geschmiert oder es nicht beachtet oder merkst das zu spät, dann hast du, wenn du Pech hast, 'ne, 'ne nasse Decke oder wenn du Pech hast, 'ne nasse Decke und 'ne nasse Seitenwand oder sogar bis hier runter zur Bodenplatte, dann reden wir von 'nem großen Schaden bis hin zum Totalschaden, vor allem bei Fahrzeugen. Deswegen sag ich immer so ganz viel, komm ja, äh, sagen: „Ja, das Dachluke, ich schmier einfach was drum rum. Ich schmier was drüber, ich bau sie nicht aus, ich mach's nicht neu", so der Klassiker. Und dann sag ich: „Ja, das kannst du machen. Du, ich verkauf dir eine Kartusche, ob du's drum rum schmierst oder ob du's ausbaust und richtig machst." Aber wichtig ist halt so, dass jeder versteht, die, die Dichtigkeit ist immer zwischen zwei Fügeteilen, nie außen, sondern immer dazwischen.
Und dazu muss ich die Klappe ausbauen, die Luke ausbauen, das Gitter ausbauen, die Steckdose ausbauen, sauber machen und wieder neu eindichten. Dann hab ich die nächsten 10, 20 Jahre Ruhe und ansonsten ist halt so dieses, dieses stetige Wasserbelastung führt halt dann einfach irgendwann doch relativ schnell zum großen Schaden, ja. Und dann-
Und Wasser kommt ja durch die kleinsten, äh, Spalten und Ritze durch, die man mit 'm Auge vielleicht gar nicht sieht und, äh, da kommt überall Wasser durch. Ist nicht viel, aber es kommt dann stetig.
Mhm.
Das ist, ähm, glaub ich, 'n totaler Albtraum. Uns ist es Gott sei Dank noch nie passiert, aber wir kennen einige Leute, auch Leute, die sich 'n Fahrzeug gekauft haben, was 'nen Feuchtigkeitsschaden hatte oder 'n Wasserschaden muss man's eigentlich nennen. Ähm, wir haben dazu auch mal 'ne komplette Folge gemacht, wo's nur um dieses Thema Feuchtigkeit bei Campingfahrzeugen geht, wo auch noch mal genau beschrieben wird, wie man die Messungen durchführen sollte. Die würden wir euch auch einfach noch mal in den Show Notes verlinken. Dann könnt ihr euch die einmal in Ruhe anhören. Da sind sicherlich viele gute Tipps auch dabei.
Und ein guter Tipp noch, ähm, wir haben auch grad 'ne Folge zum Thema Einwintern gemacht. Wenn ihr dann euer Fahrzeug auswintert, also da machen wir zwar noch mal 'ne Folge zu, aber das hier schon mal gesagt und es riecht muffig oder ihr kommt auch vielleicht ins Winterquartier und kommt ins Fahrzeug und es riecht irgendwie so 'n bisschen so feucht, muffig, dann kann das ein Hinweis darauf sein, dass ihr da 'n Problem habt. Das muss nicht, das kann natürlich auch von außen gekommen sein, aber da wär ich dann sehr vorsichtig und dann kann's vielleicht sich schon mal lohnen, entweder in der Werkstatt gucken zu lassen oder selber sich so 'n Feuchtigkeitsmessgerät anzuschaffen und da noch mal zu schauen, weil das kann schon ein deutlicher Hinweis darauf sein. Das kann man auch mit der Nase dann mal in die Schränke reingehen, in die Ecken reingehen und auch mal gucken, ob man irgendwas sieht. Das ist meist nicht so der Fall, aber die Nase kann euch da unter Umständen auch weiterhelfen. Das vielleicht noch als Ergänzung.
Da bin ich, bin ich vollkommen bei dir und da solltet, solltet ihr auch einfach wirklich gucken und wichtig ist, nehmt euch die Zeit oder genauso, wenn ihr es eine Werkstatt machen lasst, wie Sebastian das gemacht hat. Wenn einer eine Feuchtigkeitsprüfung in 'ner halben Stunde gemacht hat, sucht euch 'n anderen Händler. Okay? Das ist, das dauert seine Zeit. Er muss überall durch, er muss gewisse Dinge machen und, äh, das dauert eher anderthalb Stunden als 'ne halbe Stunde in dem Bereich. Man investiert dieses Geld. Ich find das immer gut investiertes Geld, zumal wenn ihr das Fahrzeug später verkaufen wollt. Ich glaube, dass ihr das Geld auch wiederbekommt, wenn ihr sagen könnt: „Guck mal, ich habe jedes Jahr eine Dichtigkeitsprüfung machen lassen. Ich kann das dokumentieren", auch wenn es aus der Garantie draußen ist, weil derjenige, ähm, wie Nele schon gesagt hat, es gibt so viele, die draußen sich Fahrzeuge zulegen, die dann doch den Wasserschaden hatten. Und das ist nachher ein, ein, eine Heidenaktion, weil wegschmeißen willst du das Fahrzeug auch nicht, du hast ja viel Geld für bezahlt.
Und dann ist das wirklich dieses große Arbeiten, das wieder heile zu bekommen. Und von der Seite glaube ich auch, dass der derjenige, der das bei euch kauft, dankbar dafür sein wird, wenn ihr sagt: „Hey, guck mal, ich hab jedes Jahr, ähm, 'ne Feuchtigkeitsprüfung machen lassen. Hier sind die Dokumente, hier sind die Protokolle." Ihr könnt auf der sicheren Seite sein, dass ihr hier ein Auto kauft, was nicht nass ist und ich glaube, das zahlt sich auch im Wiederverkaufswert, ähm, auf jeden Fall aus.
Ich möcht noch mal kurz zurückkommen auf die einzelnen Schwachstellen, die du grade aufgelistet hast, also auf die potenziellen, ähm, ja, auf, auf die potenziellen Gefahren, die da mit Undichtigkeit drohen können. Wir sprechen ja hier über ganz viele verschiedene Materialien. Also wir haben, ähm, wir haben, ähm, Alu, wir haben GFK, wir haben, was weiß ich, äh, Holz vielleicht sogar manchmal noch. Und wenn ich jetzt dort Dinge abdichten möchte, dann werde ich ja auch verschiedene, ähm, Dichtmittel oder Dichtstoffe benötigen. Welche Arten von Dichtstoffen gibt's denn und wo muss ich welchen Dichtstoff verwenden?
Na ja, also für die meisten entscheidet sich gar nicht mal die Art, äh, äh, was du da dichten möchtest, sondern es scheidet sich eigentlich hauptsächlich die Frage: Okay, möchte ich das Ganze nachher noch mal demontieren? Ist es eine geschraubte Verbindung? Dann wird sie nur gedichtet. Oder ist es eventuell, äh, eine geklebte Verbindung? Und ich bin halt der Freund der geschraubten Verbindungen, weil ich halt sage: Okay, ähm, damit kann ich sie jederzeit demontieren. Und dann ist es meistens, ähm, ein Butyldichtungsmasse. Bei uns wäre das entweder das 1512 Dekasil oder das Dekasil 8936. Das eine ist abtupfbar, das andere ist überlackierbar, aber das wären beides Mal Butyldichtungsmasse für geschraubte Verbindungen. Dann hast du wenige Ausnahmen, wo ich sage, 'ne Sat- und Solaranlage, das willste dann nicht mehr schrauben, dann wären wir wieder beim Kleben oder hier diese Max N Familie, die gibt's ja auch von anderen Herstellern mittlerweile.
Ähm, alles, was so diese, diese mit Ventilatoren gesehenen Sachen sind, die haben halt, ähm, kein Außen- und kein Innenrahmen und dann musst du sie mit so kleinen Blechschräubchen schrauben, von der ich nix halte, dann ist es besser, das zu kleben. Beim Kleben sind wir dann auch wieder bei den MS5 und so weiter und so fort in dem Bereich. Also da ist halt die Entscheidung eher, will ich schrauben oder will ich kleben? Und bei den geschraubten Verbindungen ist das fast immer eine dieser beiden Dichtungsmassen. Ja, da komm ich immer re-relativ einfach hin, weil die halten auf allen Oberflächen, die halten auch auf Kunststoffen, die halten auch auf Metall et cetera in dem Bereich. Was noch zu beachten ist, in meinen Augen halt immer, ihr müsst aufpassen, wenn ihr eine, eine, eine Alu-Oberfläche habt und ihr habt plötzlich Alufrass inmitten, inmitten der, der, der, in einer geraden Fläche, ja, ähm, dann sag ich immer Achtung, das ist für mich so 'n, so 'n Anzeichen, dass dort Wasser dahinter ist auf der geraden Fläche, weil ich habe dann auf der meisten Seite ist die Außenseite, ähm, Alu-Blech und ich habe irgendwo drin eine Schraube oder ein, ein, ein, ein Nagel oder ein, ein, eine Klammer oder Heftklammer, mit dem die Isolierung festgetackert ist in irgendeiner Form.
Und dadurch, dass Wasser dazwischen ist, haben wir das in der Schule schon mal gehabt, ähm, Anode, Kathode, ähm, die Opferung des, des edleren Metalles in dem Bereich, ähm, haben wir schon mal alles gehabt. Und deswegen sag ich, wenn Wasser dahinter ist, kriegen diese zwei Metalle Kontakt und damit entsteht dann irgendwann auch dieser Alufrass auf der glatten Fläche. Das ist das Problem bei Alu, da immer gucken, wenn ihr so was habt, Achtung, da ist in der Regel Feuchtigkeit dahinter. Müsst ihr nur gucken, wo ist halt die Kante, wo ist das nächste Loch, wo ist die nächste, ähm, Seitenanwandanbindung. Das ist ja da, wo das Wasser im Prinzip erst mal reinläuft. Anderes Problem bei GFK. Bei GFK müsst ihr aufpassen, da ist jetzt so eine ganz dünne Gelcoat-Schicht drauf, äh, die ist mehrere My nur stark, also auch ganz, ganz, ganz, ganz dünn. Und wenn die durchschlagen ist, müsst ihr aufpassen, dann liegen – bei GFK heißt ja Glasfaserverstärkter Kunststoff – da liegen so Fasern frei und diese Fasern ziehen wie Strohhalme Wasser ins Innere.
Das heißt, wenn ihr das nicht relativ zeitnah ausbessert, wird das immer, immer größer. Könnt ihr mal googlen aus Spaß im Bootsbereich, da heißt es Osmose, da gibt's richtig ekelige Bilder. Haben wir Wohnmobil nicht so oft, aber auch da hab ich's gehabt. Ich hab so 'n Schaden bei mir an der Motorhaube gehabt und hab ihn nicht gleich gemerkt und der ist dann aus so einem kleinen stecknadelgroß relativ schnell wird er so fingernagelgroß. Da muss man relativ zügig reagieren und gucken, was für-- dass wir das repariert wegen der Feuchtigkeit.
Jetzt hast du grade schon gesagt, es gibt so zwei Arten. Es gibt einmal 'ne überlackierbare und eine abtupfbare. Mmh, woher weiß ich jetzt, welche der beiden ich nutzen muss? Wie kann ich das entscheiden?
Ja gut, das Einfache wär schon, wenn du was überlackieren möchtest, bleibt nur die eine übrig von den beiden. Das ist der Hauptgrund, warum wir das gemacht haben. Wir haben das mal für Hobby entwickelt. Die haben gesagt: „Okay, Dekasyl 8936 gibt's seit, äh, den 70er Jahren", also seit über 50 Jahren ist das das Maß der Dinge, ähm, in dem Bereich. Und die haben gesagt, wir brauchen dieselben Eigenschaften, nur wir müssen's überlackieren, weil wir 'ne Anwendung haben, wo 'ne Sichtfuge ist. Also haben wir mit den, aus dem einen Produkt ein anderes entwickelt und haben gesagt: „Okay, die Dichtleistung muss gleich bleiben. Es muss genauso dicht bleiben, aber es muss überlackierbar sein", also haben wir ein weiteres Produkt dafür entwickelt. Ähm, w-- für mich ist so der, der, der Klassiker, wo ich sage, sobald ich eine Sichtfuge habe, die ich sehe, also sprich beim Kastenwagen, da hab ich oben die Sicken. Beim Kastenwagen, da ist die Seitenwand meistens nie ganz grade, sondern so leicht gebogen, gewölbt.
Das heißt, ich sehe die Dichtmasse. Und der Nachteil an der 8936 ist, sie ist so 'n bisschen dauerklebrig wie Knete. Das heißt, da bleibt dir auch der Dreck dran hängen. Das heißt, irgendwann hast du Staub, Dreck, Birkenpollen eventuell an der Dichtmasse. Und auf dem Dach stört's dich meistens nicht. Da siehst du's ja nicht, aber grade so bei den Seitenfenstern ist es 'n bisschen unschön. Dann fängst du an, dran zu reiben oder drüberzuwischen und dann ziehst du die Dichtungsmasse drunter raus und so weiter und so fort. Und das 1512, die überlackierbare, ist deswegen überlackierbar, weil sie eine Haut bildet. Die bleibt innen so weich. Ich sag mal so, weißt du, wie diese, meine Frau liebt diese Schokoküchchen mit dem flüssigen Kern. So ähnlich ist das 1512 auch. Das ist draußen 'ne Haut, aber innen drin bleibt's flüssig, ähm, und weich. Also du kriegst es auch noch demontiert, aber außen bildet's 'ne Haut, dann kann ich's überlackieren oder aber der Haut verhindert halt auch, dass der Dreck, ähm, Nachteil ist, ich muss es halt abziehen wie 'n Silikon und kann es nicht abtupfen.
Das ist ja die Eleganz bei der abtupfbaren Dichtungsmasse, dass ich nachher kein, keine Rückstände und gar nichts habe, weil ich es rückstandsfrei schnell wegkriege bekomme. Ja, bei der 1512 muss ich's halt abziehen wie beim Silikon auch.
Okay, das war ja quasi die perfekte Erklärung dafür, die, wo ich relativ einfach, äh, mich entscheiden kann. Jetzt lass uns noch mal kurz erklären für alle, die das nicht wissen. Nele hat noch 'ne Frage, bevor ich meine Frage stelle.
Ja, ich, ich hab 'ne ganz wichtige Frage, die ja auch immer wieder in den, in den, ähm, Foren und Campinggruppen auftaucht. Es passiert ja sehr häufig, dass, ähm, Dichtmasse herausquillt, grade auch bei neueren Fahrzeugen. Und die sieht immer ziemlich unschön aus. Und jetzt gibt's da Spezialisten und zu denen hab ich ehrlich gesagt früher auch 'n bisschen gehört, bevor ich's besser wusste in, in meiner Anfangszeit, die dann da dran ziehen, ähm, und dann kommt immer mehr raus, immer mehr raus und irgendwann, ähm, ist dann vielleicht auch die Naht oder, ähm, die Luke nicht mehr dicht. Was wäre denn da der bessere Weg, wenn ich das ästhetisch schön haben möchte, aber den, ähm, die, die Dichtfähigkeit oder die Dichtleistung nicht beeinträchtigen will?
Ähm, also ich kann das voll verstehen, weil ich gehör auch zu den Menschen, wenn ich das dann da sehe, dann, dann, dann neigt man relativ schnell dazu, dran zu ziehen, zu zupfen, zu tupfen et cetera. Ähm- Und ich hab einmal bei der Hymer Auslieferung, es war eine meiner ersten Hausmessen beim Hymer Zentrum in Bad Waldsee. Dort hab ich ein Fahrzeug gesehen, das kurz vor der Kundenauslieferung standen, waren auch so schon aus Ecken rausgequollen. Das heißt, wie so kleine Perlchen waren schon eigentlich neben der Dichtheit. Und dann wollt ich das wegmachen und sagen: „Hey, so könnt ihr das ja nicht ausliefern, das sieht ja schrottig aus." Und dann hat so ein ganz alter Meister von denen gesagt: „Lass da die Finger davon. Solang da Zeug rauskommt, ist genug Zeug drunter. Das muss so sein." Ja, ähm, das hab ich mir wieder mit dem Merks zu eigen gemacht und hab dann auch aufgehört, das zu machen. Also das Ganze ist ein Thermoplast.
Das heißt, immer wenn es warm wird, wird sich das weiterhin so 'n bisschen ausdehnen. Das heißt, es wird immer wieder so 'n bisschen rausquellen. Und wenn du die Finger von lässt, ist es zwar nicht schön und ist auch manchmal 'n bisschen blöd, weil beim Einziehen irgendwas hängen bleibt oder so Sachen, ähm, dann funktioniert das nicht so schön. Wenn es dich wirklich stört, dann machst du das genauso, wie als wenn du es nur eingebaut hast. Du nimmst einen Fugenboy oder eine alte Kreditkarte, fährst an der Fuge entlang und tupfst das, was rausgequollen ist, nachdem du das getrennt hast von dem, was unten drunter bleibt, ab. So, dann ziehst du auch nichts unten drunter raus. Also ganz wichtig, du musst einmal die Ware trennen. Und wer das genau sehen will, wir haben ja mittlerweile so 'ne Akademieseite bei uns auf der Homepage. Da siehst du auch ganz genau, wie diese Sachen eingebaut werden. Da kann man auch mal draufgehen. Dann sieht man auch, wie das abgetupft wird und wie man das voneinander trennen muss. Also da gibt's auch schöne, 'ne Wissensforum in dem Bereich.
Und, ähm, wer noch mehr wissen will, wie gesagt, das Buch klebt nicht dicht, gibt's nicht, gibt's immer noch von 19,99. Da sind auch solche Tipps und Tricks noch mal drin. Ähm, wichtig ist, es nicht direkt rausziehen, sondern zu trennen. Und dann kannst du mit dem MS eins zum Beispiel einfach eine Fuge davorziehen, ganz dünn. Ja, dann hat, hat das nur zwei Funktionen: Punkt eins sieht's optisch schön aus und Punkt Nummer eins, ähm, es tropft halt nicht mehr raus, es quillt nicht mehr raus. Das sind die zwei einzigen Gründe. Die hat jetzt keine Dichtigkeitsfunktion, hilft auch 'n bisschen, klar, aber der Hauptpunkt ist, es drückt nicht mehr raus und zweitens, es sieht halt schön aus.
Und daran anschließend, Sebastian, bevor du gleich deine nächste Frage stellst, ähm, du hattest gesagt, wenn noch was rausquillt, ist genug da.
Mhm.
Woran merke ich, dass vielleicht jetzt nicht mehr genug da ist und dass ich mal nachdichten müsste oder den Wohnwagen, Wohnmobil in die Werkstatt bringen sollte?
Ähm, also da hab ich 'ne relativ einfache Meinung zu dem Thema. Ähm, es kommen so ganz viele, die sagen: „Boah, nach 'n paar Jahren, ich will es erneuern oder verbessern oder das und das." Und dann ist meine erste Frage, Nele, an dich: Ist es dicht oder ist es undicht?
Mhm.
Jetzt sagst du: „Ey, innen drin hab ich noch kein Problem, es ist dicht." Und dann sag ich dir zu der Nele: „Pass auf, never touch a warning system." Okay?
Okay.
Das Ganze ist dicht, dann ist das schön, auch wenn's an der Außenstelle manchmal schon 'n bisschen so rissig und, und, und, und nicht so schön mehr ist auf-- nach 'ner, nach 'n paar Jahren durch UV-Bestrahlung. Die Dichtigkeit noch mal ist zwischen den beiden Fügenteilen. Und selbst wenn das am Außenbereich erst mal so 'n bisschen nicht so schön aussieht, heißt es nicht, dass es undicht ist. Sobald ich würd natürlich da, wo's nicht mehr so schön aussieht, da wo 'n Stück fehlt oder wo nicht mehr so viel drin ist, das wäre natürlich, ähm, wie Sebastian gesagt hat, beim, beim Entwintern und Einwintern natürlich genau der Punkt, wo ich gucken würde, ist es da noch trocken. Ja, und vielleicht die Nase mal dran dran und mal fühle oder mit 'm Messgerät messe, wo ich sage: „Okay, guck mal, hier, hier achte ich drauf." Und aber solang es nicht undicht ist, würd ich's einfach so lassen.
Okay, also nicht prophylaktisch vorgehen, sondern einfach Finger davon lassen, so weit's möglich ist.
In der Regel brauchst du nicht prophylaktisch vorgehen.
Okay.
Das ist so, das ist dicht oder das ist undicht. Und solange es dicht ist, ist das Leben schön. Genieß deine Zeit und spar dir das Zeit und Geld. Und, ähm, ich weiß, da verkaufen wir jetzt vielleicht 'n paar Kartuschen weniger, als wenn ich jetzt gesagt hätt: „Nee, tausch das alle fünf Jahre aus", und so. Aber, ähm, nee, ich will ja, dass ihr Zeit mit eurem Fahrzeug habt und Spaß habt und nicht, ähm, die Haupt-, äh, Sorge ist, wie muss ich hier ständig irgendwas, ähm, nachbessern.
Mhm.
Deswegen aber auch immer bisschen aufs Näschen achten und, äh, durchaus, äh, ein-, zweimal im Jahr einfach mit so 'nem Feuchtigkeitsmessgerät in die durchgehen, ein bisschen Zeit nehmen. Das, das spart ja genau da oder, oder beugt dem Ganzen vor. Wer natürlich Geld und Zeit ohne Ende hat, der kann ja auch alle fünf Jahre auswechseln, aber es ist halt wirklich Schmarrn. Aber mag ja auch die Person geben, die da irgendwie Lust drauf haben und auf ganz Nummer sicher gehen wollen.
Hast du Schmarrn von mir gelernt oder gibt's das in Sachsen auch?
Nee, das gibt's in Sachsen nicht. Das hab ich, äh, das ist der bayerische Einfluss. Ähm, jetzt lass uns noch mal kurz das selbstabtupfbar für alle, äh, kurz erklären, was das bedeutet, was das vielleicht auch für Vor- oder auch für Nachteile hat. Also, ähm, was heißt denn mit sich selbstabtupfbar?
Ähm, also du trägst die Masse großzügig auf und da sage ich mal so Faustformel immer eine Kartusche für ein Dachfenster vierzig mal vierzig, also einen Meter sechzig bis zwei Meter Umlauf. Wenn du dann jetzt sagst, okay, ein Fenster ist dementsprechend größer, kann das beim großen Wohnwagen, wenn das das große Fenster ist, bis zu zweieinhalb Kartuschen benötigen in dem Bereich. Du trägst die auf, du baust das Fenster ein, die Masse quillt raus. Dann haben wir gesagt, wir warten 'n paar Minuten, halbe Stunde und dann gehen wir mit dem Fugenboy oder mit der EC-Karte drum rum und trennen die Masse, die rausgequollen ist von der Masse, die drunter ist. Und dann hat bestimmt der eine oder andere noch 'n Bild im Kopf, weil er's vielleicht schon gemacht hat oder als Kind mal mit Mama gemeinsam gemacht hat. So, es kommt jetzt auch bald mit der Zeit des Plätzchenbackens. Ähm, wenn du jetzt so Teig, den du hast, von der, von der Küchenarbeitsfläche wegbekommen willst, ähm, wie machst du's dann, dann Sebastian?
Am einfachsten. Du hast so 'n bisschen Teig noch übrig.
Einfach aufessen. Ah, das wolltest du gar nicht wissen.
Nee, das Aufessen wollte ich nicht hören.
Du kannst natürlich 'ne kleine Kugel mit dem Teig machen und damit den anderen Tei-- also das immer den, den, die kleinen Teigreste machst du wieder zu 'ner großen Kugel zusammen.
Genau und genauso machst du das auch. Du nimmst 'n kleines Kügelchen und dann tupfst du drauf. Und, ähm, wer bei uns schon mal auf der Messe war, wie gesagt, die nächste ist die CMT in Stuttgart, kommt gerne vorbei, da zeigen wir das auch. Ähm, dann wird über den jeden Tag werden bei uns diese Kügelchen halt immer größer, weil wir das halt vorführen, wie das richtig geht. Und das ist nichts anderes, schnell abtupfen, wie man den Teig von der, von der Arbeitsplatte zurückkriegt und dann bildet sich das immer größeren, größerer Ballen in dem Bereich und genauso kriegst du das rückstandsfrei weg. Und das geht halt relativ schnell, ist viel, viel schneller als, als verfugen, es ist viel, viel schneller als abziehen und das, ähm, rückstandsfrei funktioniert. Das geht also rückstandsfrei wieder weg, ähm, in dem Bereich. Und wie gesagt, essen würd ich jetzt nicht machen, wobei der Hauptrohstoff, der da drin ist, Butyl in dieser Dichtungsmasse, ist essbar, weil wenn du guckst, ähm, ich glaub, es ist E305 oder so was.
Ich müss mal nachgucken. Also Butyl ist zum Beispiel auch in Kaugummi drin, dass dein Kaugummi nicht spröde wird. Also Butyl an sich könnte, könntest du essen. Jetzt nicht in der Form, wie wir's machen, weil wir Lösemittel, Ruß und andere Dinge da noch zumischen, aber die, die Ursprungsform ist essbar. Das hab ich vor zig Jahren mal unseren Agenten auch untergejubelt bei einer Weiterbildung, hab ich 'n Kaugummi hingelegt und hab dann gesagt: „Übrigens dasselbe Zeug, was im Kaugummi ist, ist auch in unserer Dichtungsmasse."
Ähm, ich hatte das, ich hatte mir übrigens so'n bisschen von dem Zeug einfach um ein Stöckchen drum ge-gewickelt und damit dann abgedichtet, weil damit kann man dann, also wenn du was ab und zu mal machen musst bei 'nem alten Fahrzeug, kann man dann noch viel, viel schneller das Ganze miteinander abtupfen, weil man halt einfach so'n bisschen wie'n Werkzeug, also wie'n Hammer, der quasi aber oben kein Metall dran hat, sondern einfach Dichtmasse und durch dieses an sich selber klebend kann man halt perfekt die Sachen sauber machen.
Hast du gut irgendwoher gesehen, kopiert.
Ja, ich hab das mal in irgendeinem Forum mitgenommen.
Okay, alles gut, weil so und so Profis machen das alle. Du wirst überall so in der Werkstatt so'n Stöckchen oder so'n ehemaligen Pinsel oder so was nehmen die dann oft und da ist dann vorne so der Ballen 8936 drauf, mit dem die dann arbeiten. Das wirst du ganz oft finden bei den Profis.
Ja, und der klebt auch wunderbar an irgend 'ner Oberfläche in der, in irgend 'ner Klappe und dann kannst du das da immer wieder rausholen, wenn du's brauchst. Das ist also wirklich perfekt.
Ja. Benutzen zum Beispiel Kunden von uns, ähm, die haben das dann entdeckt, die machen so Mineralausstellungen, wo so Steinchen und Leute so Sachen ausstellen, so in dem Bereich. Die nehmen, die nehmen genau diese, diese Reste und, ähm, machen die drunter, dass diese Steinchen nicht umfallen oder stehen bleiben oder machen tun. Und nach der Messe können die die wieder einpacken ohne Problem.
Ja, weil sich's auch einfach löst wieder von den... Also da, den das vielleicht auch noch mal, ne. Das ist wirklich der Vorteil. Wenn ich ein Dachfenster einklebe, dann hab ich da 'n Riesenaufwand, um das wieder rauszuschneiden. Im Zweifel muss ich irgendwie mit Sägedraht und hast du nicht gesehen arbeiten. Und die Butyldichtmasse, das, ich brauch zwar auch 'n bisschen Kraft und muss vielleicht 'n bisschen hebeln, aber ich krieg eben diese, diesen Fensterinnenrahmen und Außenrahmen wieder auseinander, kann dann super einfach die Dichtmasse entfernen, sauber machen und kann halt direkt wieder neue Dichtmasse aufbringen. Also deswegen vielleicht das auch noch mal, warum man das bei so Dachluken, Fenstern und so weiter macht, damit man das wieder wegkriegt, weil, und da kommen wir jetzt vielleicht zum nächsten Punkt: Warum muss ich das überhaupt mal wieder wegkriegen? Weil's halt doch irgendwann undicht werden kann. Ähm, warum kann es denn undicht werden, Michael?
Ähm, lass mich noch zwei Sachen bei dir grade zu dem eben ergänzen. Also, ähm, ich habe grad letzten November, also vor 'nem guten Jahr bei einer Schulung eine Dachluke entfernt. Die war 25 Jahre ein-eingebaut und man konnte sie entfernen und man konnte das auch noch abtupfen, auch nach 25 Jahren noch. Und das geht dann auch rückstandsfrei von der Dachluke et cetera weg, auch in diesem Bereich noch. Also von der Seite her, alles, was mal demontiert werden muss. Und es ist meistens nicht, weil es undicht wird, sondern oftmals ist es so, dass diese Kunststoffteile einfach altern. Ja, diese Kunststoffteile werden oftmals spröde, rissig oder gehen einfach durch die häufige Nutzung kaputt. Das heißt, so 'ne Dachluke, äh, meistens sind es nicht die Undichtigkeiten, sondern es ist irgendwie 'n Scharnier, das kaputtgeht, bei 'nem Hagel, äh, äh, äh, Aktion ist das Glas gesprengt oder, oder, oder.
Also es ist meistens gar nicht mal das Thema Undichtigkeiten, sondern oftmals sind's einfach, dass diese, äh, äh, Haken, Halter, Gassteckdosen und so weiter und so fort. Ich merk das jetzt bei mir, mein Wohnmobil ist jetzt 14 Jahre alt, ähm, da hat jetzt auch, da bricht man Zacken von so 'nem, von so 'nem Wassereinlauf im Prinzip, sag ich mal, weg und so weiter und so fort. Also es sind einfach eher Verschleißteile und man muss einfach wissen, wenn man sein Fahrzeug länger hat oder ein Fahrzeug hat, was et-etwas älter ist, dann komm ich irgendwann an diese Grenzen, sagen wir mal dann spätestens so ab fünf oder ab zehn Jahren, dass die ganzen Kunststoffe nicht mehr so die Qualität haben und dann musst du's irgendwann austauschen. Und dann hast du die Wahl, wenn du sie eingeklebt hast, dass du, wie du so schön gesagt hast, Schneidedraht, Multitool, irgendetwas oder wenn du das richtig, richtig eingeklebt hast beim Fenster, sag ich: Okay, dann nimm ein Fenster eine Nummer größer, ähm, und bau einfach die nächste Nummer größer ein.
Aber das ist halt auch endlich. Das kannst du nur ein-, zweimal machen, dann gibt's eben keine großen Fenster mehr oder du hast nicht genug Auto übrig in dem Bereich. Also da muss man einfach gucken. Deswegen alles, was man irgendwann demontieren können sollte, müsste und da gehören Klappen, Luken, Steckdosen, ähm, Durchführungen insbesondere, die gehören auf jeden Fall da dazu.
Mhm. Und kann's trotzdem sein, dass auch so 'ne Dichtmasse irgendwann spröde wird, wenn du, keine Ahnung, jedes Jahr, äh, im Winterurlaub und im Sommer, also Winterurlaub in den Alpen und den Sommerurlaub in Spanien verbringst?
Ja, sicher. Die altern natürlich auch, aber so grade das 8936, wenn man dem nichts Böses tut, dann ist das mal zehn Jahre, hält das mal zehn Jahre plus eher 20 Jahre. Also das ist mal gar kein Problem. Es ist meistens irgendein, ein äußerer Einfluss, der dazu führt, dass die Dichtungsmasse angegriffen ist. Das sind dann oftmals Reinigungsmittel. Das ist vielleicht mechanisch, dass ich da doch mit 'm Hochdruckreiniger drangehe und das runter wegspritze. Oder mein Highlight-Fall in meiner 20-jährigen Caravan-Geschichte war jemand, ähm, der hat das wirklich gemacht und der hat das dann noch einmal gemacht und noch einmal gemacht und beim dritten Mal bin ich hin, hab mir den Schaden angeguckt, weil wir dreimal Ersatz geschickt hatten und der hat wirklich eins gemacht: Der hat wirklich so, ähm, fünf Kilo Pulverwaschmittel genommen und hat das aufgelöst und hat damit sein Auto gewaschen und zwar so richtig tief eingeschäumt.
Das sah aus wie so ein Schaumbad, in dem du sitzt in einer Badewanne. So sah der Wohnwagen aus. Ähm, ja und da sind natürlich Dinge drin in so einem Waschmittel, ja, da rechnet natürlich keiner mit. Da sind Weichmacher drin, da sind Tenside drin, da sind andere Dinge drin. Da ist natürlich so Dichtungsmasse nicht unbedingt für ausgelegt, ja. Und dann brauchst dich auch nicht wundern, warum sich's irgendwann anlöst, auflöst et cetera. Ähm, aber wenn du das normal mit normalen Reinigungsmitteln, die aus dem Kfz-Bereich kommen, sauber machst und normal wäschst, dann, ähm, hält das relativ lang. Wie gesagt, altern tut alles 'n bisschen, aber ja, nicht heute, nicht morgen, sondern zehn Jahre plus.
Ja, man muss auch sagen, wenn ich jetzt über ältere Fahrzeuge spreche, dann ist mein Zeitrahmen, den ich da im Kopf habe und meine Erfahrung auch hatte, 25 bis 30 Jahre, ne. Also durchaus sehr lange Zeiten, äh, wo dann mal 'ne Dachluke eben undicht geworden ist oder ich auch 'n Fenster tauschen musste. Ich kann's jetzt tatsächlich, also natürlich klar, Kunststoffe, Weichmacher geht raus, werden spröde. Ich kann's jetzt gar nicht sagen, ob's die Dichtmasse war oder ob's das der Fensterrahmen war. Ähm, aber ja, noch mal 'n guter Punkt. Also, ähm, dass eben die Dichtmasse nicht so das Problem ist, sondern meist eher die Kunststoffe.
Genau. Und genauso bei den Kunststoffen hast du das Problem halt auch, wenn diese Kunststoffe Weichmacher enthalten, ja, das klassische Weich-PVC, sage ich mal, ja, das du hast, dann hast du das Problem halt auch, dass die Natur immer versucht, ähm, ein Gleichgewicht herzustellen. Habe ich einen Weichmacher auf einen, der einen Seiten, habe ich nicht auf der anderen Seite, dann wandert der Weichmacher in die andere Seite rein, bis auf beiden Seiten ungefähr gleich viel Weichmacher ist. Das heißt, da muss man halt aufpassen, wenn ich jetzt so'n Kunst-PVC habe, weil jeder kennt das PVC Dachrinne, das ist wie PVC normal ist und das andere ist halt Weich-PVC, das mache ich mit Weichmachern. Indem ich da Weichmacher reingebe, ist ähnlich wie so'n Öl, dass das was weich macht. Und das kann natürlich dann auch in meinen Klebstoff wandern. Und dann wird mein Klebstoff leider auch wieder weich, ne. Weil unsere Klebstoffe enthalten erst einmal keine Weichmacher.
Da passiert so was nicht, ja. Aber wenn du da Kontakt zur anderen Seite hast, könnte auch so was passieren. Und ja, die eine Seite wird dann spröde und dafür wird die andere Seite 'n bisschen weicher. Ist dann manchmal auch blöd, aber ist die Ausnahme.
Mhm. Jetzt wissen wir ja von der Klebefolge, dass das Thema Oberflächenvorbereitung oder Untergrundvorbereitung sehr, sehr, sehr wichtig ist. Wie ist das beim Dichten? Spielt das da gen, also muss das genauso penibel passieren? Ist das da anders? Ist es einfacher? Ist es komplizierter?
Okay, ist es etwas anders da. Weil was pa, was heißt das, wenn wir vorher geklebt haben? Wir haben keine weitere Sicherung. Das heißt, wenn die Verklebung versagt, weil ich nicht richtig sauber gemacht hab, dann liegt dieses Bauteil auf der Straße und du möchtest nicht hinter einem Wohnmobil fahren und möchtest eine Sat-Anlage, 'ne Solaranlage oder 'n Vakuum am Auto haben, weil der andere sie blöd geklebt hat, weil er nicht richtig sauber gemacht hat. Das führt zu, ja, schweren Schadensfällen bis hin zum eventuell schwersten Unfall und das will keiner. Ähm, der Vorteil ist bei den Sachen, die wir jetzt reden, beim Dichten ist das alles ja geschraubt. Das heißt, die Schraube hält das. Ähm, das heißt, die, deine Dachluke wird nicht flöten oder wegfliegen, weil du sie, ähm, ähm, nicht richtig gereinigt hast. Okay? Das wird nicht passieren. Von der Seite ist die Gefahr nicht so hoch, weil du sie ja zusätzlich geschraubt hast.
Das Problem ist aber, der Schaden ist derselbe. In dem Moment, wo du nicht richtig gereinigt hast, hast du Dreck zwischen der Dichtungsmasse und deinem Dach oder deinem Fügeteile, ja. Und da wird dir dann das Wasser reinlaufen, weil der Dreck dazwischen ist. Und dann hast du das, hast 'ne Undichtigkeit. Trifft Gott sei Dank in dem Fall nur dich selbst und nicht das hinterherfahrende Fahrzeug. Aber für dich ist es genauso blöd, weil du natürlich dann nach ein paar Wochen, Monaten, Jahren, äh, feststellen musst, okay, ich muss es wieder machen, weil ich halt nicht sauber gearbeitet hab. Und deswegen sage ich, das A und O ist die richtige Sauberkeit, staubfrei, fettfrei, trocken. Ähm, grade jetzt wichtig, weil wir haben so Temperaturen, das kriege ich grad immer wieder mit, wo's jetzt, ähm, schon mal, äh, kühler wird, wenn ich jetzt morgens draußen eventuell sogar arbeite oder ein Fahrzeug auch in der Garage jetzt hole morgens und will dann gleich mal am Samstagvormittag anfangen.
Das Fahrzeug stand aber bei fünf, sechs, acht Grad draußen. Ich fahr's in die Garage rein, dass ich arbeiten kann oder in die Werkstatt oder die Halle. Dann habe ich das Problem, dass ich Kondenswasser drauf habe und auf dem Kondenswasser kann ich weder kleben noch richtig dichten. Also ich muss gucken, dass das alles weg ist. Ähm, ansonsten hast du dann nachher genauso 'n Spalt, wo das Kondenswasser war und dann hast du's trotzdem wieder undicht, obwohl du, ähm, grade neu gearbeitet hast. Und das ist halt so 'ne Thematik, muss man ganz, ähm, ja, vorsichtig einfach sein.
Also gilt hier letzten Endes das Gleiche. Es gibt 'n Datenblatt für jeden Dichtstoff, wahrscheinlich genauso wie für Klebstoffe. Da steht idealerweise genau drin, Verarbeitungstemperaturen, äh, keine Ahnung, also in Anführungszeichen Aushärtezeit und auch, wie ich die Oberfläche quasi vorbereiten muss, damit es richtig funktioniert und richtig dichten kann.
Genau. Wobei natürlich jetzt die Dichtstoffe nicht so temperatur, ähm, problematisch sind wie die Klebstoffe, weil die Klebstoffe, ähm, sind ja so, dass die eigentlich ein, ein Reaktionsklebstoff sind. Das heißt, die entstehen bei der, bei der Austrocknung entsteht die Klebenaht und der, der Klebstoff eigentlich erst und dementsprechend müssen da Teilchen miteinander reagieren können. Das heißt, die müssen sich bewegen. Während die meisten Dichtungsmasse sind eigentlich Thermoplaste. Das heißt, die werden von uns nur in, in eine Flüssigkeit gebracht, in eine flüssige Form gebracht und die M-, Flüssigkeit muss verdunsten. Das heißt, ich kann so 'ne Dichtungsmasse auch ohne Problem, sage ich mal, unter zehn Grad benutzen. Unter fünf würde ich's nicht machen, aber unter zehn Grad geht auf jeden Fall. Während bei den Verklebungen hätte ich natürlich viel lieber die 15 Grad als die zehn Grad. Ja, und das ist halt so 'n bisschen der Unterschied.
Das heißt, so 'ne Dachluke eindichten ist jetzt immer noch problemlos möglich, wenn's tagsüber 'n bisschen warm ist. Und die hat ja auch nichts zu halten, weil durch Verschraubungen hält sie ja so und dann kann auch die sich nicht mehr bewegen, die kann nicht mehr verrutschen. Das heißt, auch da kann ich das Auto relativ zügig benutzen. Ähm, die Temperaturschwankungen stören mich auch nicht so sehr, weil das ist ja fixiert durch die Verschraubung. Das sind alles, also Dichtarbeiten sind jetzt absolut noch unkritisch durchführbar. Bei Klebearbeiten muss man jetzt natürlich, grade wenn's nachts so kalt wird, schon 'n bisschen drauf achten, was ich hier so tue, ähm, was da passiert. Also da ist Dichten unkritischer als Kleben.
Okay. Ähm, und wie reinige ich jetzt die Oberfläche? Wie bereite ich die vor? Was, äh, gibt's auch spezielle Sets für spezielle, keine Ahnung, brauche ich 'n Primer oder Ähnliches?
Nein, also 'n Primer brauche ich nie bei, bei keinem unserer Produkte, weder bei den Klebstoffen noch bei den Dichtungsmassen. Ich brauche bei den Klebstoffen manchmal einen Aktivator, hängt von der Oberflächenspannung ab, also so bestimmte Plastikteile et cetera. Die Dichtungsmassen brauche ich weder einen Aktivator noch einen Primer in dem Bereich. Da geht's wirklich nur drum, sauber zu machen, staubfrei, fettfrei, trocken. Unser DK Clean Ultra bietet sich da immer wieder an, weil's rückstandsfrei weggeht in dem Bereich, kann aber auch ein anderes Reinigungsmittel sein. Wichtig ist, es muss restlos, restlos verschwinden und, ähm, es muss 'ne saubere Oberfläche machen.
Mhm. Und kann ich irgendwelche Stoffe nicht abdichten miteinander? Also gibt's irgendwas, also im Camping, bei mir ist klar, Wasser nicht, aber im Campingfahrzeugbereich irgendwelche Stoffe, die nicht funktionieren?
Ähm, also auch da wieder, das hat mit der Oberflächenspannung zu tun. Also sprich Teflon, PP, PE, ähm, Silikone, das sind alles Stoffe, die ich nicht, äh, verkleben und auch nicht eindichten kann. Das ist, da muss ich 'n bisschen gucken, dass diese Stoffe da nicht auftauchen. Ist, ähm, in den letzten Jahren verstärkt leider aufgetaucht, seit die, der eine oder andere grade beim, beim Dachlukeneinbau, ähm, grade beim Kastenwagenbereich sich diese Rahmen aus dem 3D-Drucker selbst erstellt, ja. Nimmt der eine oder andere Kunststoffe, die manchmal einfach nachher nicht zu verkleben oder zu dichten sind und wundern sich dann nachher, warum's passiert, ja. Also da muss ich einfach aufpassen, dass ich da 'n PVC nehme oder 'n ASA nehme oder irgendwie oder 'n, oder 'n, 'n, 'n, vielleicht 'n Edelstahl oder, oder, oder, oder, oder 'n Alu oder 'n, 'n Alu oder so was, sag ich mal, ja.
Grade so für so Sickenfüller ist immer wieder so 'n Thema oder auch wie gesagt das Thema Adapterrahmen. Ähm, da gibt's ganz gute, mit denen wir jetzt gute Erfahrungen gemacht haben, wie diese Camper Adapter, die machen auf, auf Zuruf, äh, äh, aus 'nem guten Rohstoff dein, für dein Fahrzeug, was du brauchst, den passenden Adapter. Nicht ganz günstig, aber auf jeden Fall sinnvoll. Ähm, das sind solche Kleinigkeiten, die man dann da, ähm, beachten sollte. Aber das ist oftmals der Rohstoff also und meistens jetzt Kunststoffe, die problematisch sind.
Okay. Und, ähm, gibt's abgesehen vom, dass ich nicht richtig reinige oder eben, ähm, Kondensfeuchtigkeit, äh, so was dazwischen habe, gibt's noch andere Fehler, die Menschen machen, wenn sie Dinge abdichten beim Campingfahrzeug?
Ja, nein, eigentlich nicht. Wenn du so 'n bisschen gesunden Menschenverstand hast, ähm, ist halt so die Thematik. Wie gesagt, grade jetzt ist das Thema Kondenswasser und Kälte das Thema. Je wärmer alles ist, desto schöner ist es, äh, benetzbar, desto schöner ist es verfugbar und so weiter und so fort. Das heißt, ich kann mir jetzt 'n Gefallen tun, indem ich halt hingehe, die Kartusche auf die Heizung lege und die Dachluke stell ich oder die Klappe stell ich auch da vor die Heizung. Und da, wo ich das nachher nach dem ich's Fenster ausgebaut hab, geh ich mit dem Föhn 'n bisschen drum, dass das Ganze 'n bisschen warm ist. Dann mach ich das Ganze halt einfach optimal und mach mir das Leben so 'n bisschen schön, auch wenn ich draußen jetzt nur noch 15 Grad habe und nachts vielleicht sogar nur noch vier Grad habe. Und dann passt das schon einigermaßen. Das ist, ähm, dicht ist da wesentlich unkritischer, weil's halt auch zusätzlich geschraubt ist. Ja, das ist für mich so der große Vorteil. Und, ähm, ja, wenn ich mich halt zu blöd anstellen würde, dann müsste ich's halt noch mal machen.
Aber fällt mir halt nicht auf die Straße. Das ist für mich so ganz, ganz wichtig. Es wird kein anderer verletzt dadurch.
Wenn ich jetzt feststelle, ich muss irgendwas an meinem Campingfahrzeug abdichten, ich hab aber jetzt noch keine Erfahrung damit, so wie ich zum Beispiel. Also ich, ich stell die Frage auch aus persönlichem Interesse: Wie entscheide ich als Dichtanfänger, ob ich mich an so 'n Projekt dann selber ranmache oder ob ich's vielleicht doch lieber in fachkundige Hände gebe und in 'ne Werkstatt fahre?
Gut, ähm, das ist so dieselbe Frage: Was würdest du dir zu Hause zutrauen? Und das, auch da wieder der gesunde Menschenverstand. Ja, wenn du jetzt sagst, okay, ich krieg nicht mal mit 'm Schraubendreher, ähm, ähm, irgendwas aus 'ner Wand geschraubt, dann würd ich sagen, okay, dann lass auch beim Fahrzeug die Finger davon, okay. Ähm, da, da, da muss man einfach drüber nachdenken. Also ich hab jetzt wie gesagt ja schon Projekte erlebt, da haben Leute mich angerufen, die haben dann 'n, 'n, 'n, 'n Schlafdach selbst einbauen wollen und dann hab ich irgendwann mitgekriegt, die haben so was noch nie gemacht und haben auch wirklich vielleicht zwei linke Hände bei den Fragen, die sie gestellt haben. Und dann kriegst du halt mit und dann fragst du ihn: „Wie auf die Idee kommst, das zu machen?" Und dann sagt er: „Ja, ich hab so 'n YouTube-Video von zehn Minuten gesehen, wie so 'n Schlafdach eingebaut wird." Ja, und dann, dann, dann schüttelt's mich halt und dann sag ich, sei mir nicht böse, Nele, ähm, du greifst in 'ne Fahrzeuggeometrie ein und das, was du hier tust, ist einfach grob fahrlässig, ja.
In dem Moment, wo ich jetzt sage, ich mach so 'ne Klappe, 'ne Luke, 'ne Tür, 'n Fenster, so 'n Dachfenster sind je nach Größe, du ziehst den Außenrahmen ab, dann guckst du da drunter, dann, dann sind da vier, sechs, acht Schrauben drunter, die machst du lö... los, dann löst du das von links gegens rechts, dann sauber machen, dein größten Fehler, den du machen kannst, machst die Dichtungsmasse drauf und schraubst die Schrauben wieder rein. So, das ist 'n so, mit 'ner Tasse Kaffee oder auch für den einen oder anderen Mann dann vielleicht mit 'm, mit 'm Schluck Bier, mit 'ner Flasche Bier an 'nem Samstagvormittag ganz locker gelöst. Ähm, ich muss jetzt nicht auf die Frau auch 'n Bier trinken, ne, zu dem Thema oder der Mann da auch 'n Kaffee trinken.
Wollt ich grade sagen.
Wir wollen das jetzt nicht gendern oder so, ne. Aber, ähm, ähm, also das kann man ganz entspannt machen und dann kann man auch eigentlich nichts falsch machen. Da ist das nicht so das Thematik, ja. Da ist das Kleben auch da wieder viel kritischer in dem Moment, wo ich mir zutraue und sage, okay, ich hab hier 'n Fehler, ich hab was übersehen. Nicht umsonst kommen grade zum Thema Kleben auch die Werkstattleute zweieinhalb Tage zu uns zur Schulung und lernen, wie das optimiert geht, wie das besser geht, wie man Klebeprotokoll macht, wie man Analyse macht und so weiter und so fort. Und da beschäftigen wir uns auch nur vielleicht ein, zwei, drei Stunden beim Dichten und einen Tag nur kleben, ja.
Also reicht's, wenn ich so 'n handwerkliches Grundgeschick habe und 'n bisschen Geduld mitbringe.
Genau.
Klammer auf, woran's dann bei mir wahrscheinlich scheitern würde, also an der Geduld, aber...
Das kann ich nachvollziehen. Da lieg ich eher auf deiner, auf deiner Seite. Ich bin auch einer, der dann das einfach großzügig ausschneidet oder 'n bisschen mehr nimmt oder so was. Das ist so, weil das Exakte ist nicht so mein Thema manchmal.
Und ich kann dazu auch noch, also grad wenn ihr so Fenster und Luken so was macht, dann noch 'n, gibt's bei YouTube auch eigentlich für fast alle Sachen 'n Video, wo man zumindest dann auf die Schnelle sieht, wie man's demontiert, weil manchmal sind irgendwie Schrauben hinter irgendwelchen Klappen oder Sachen versteckt. Ähm, wenn man, du hast's ja grade schon gesagt, irgendwie von links nach rechts ziehen. Manchmal weiß man das nicht. Äh, gibt's eigentlich für fast alles auch 'n YouTube-Video, wo ich dann sehe, wie ich's, äh, demontieren kann. Und ich kann auch sagen, ich hatte noch nie 'ne Dachluke repariert, ähm, und das war tatsächlich halt wirklich einfach. Das, ich glaub, zwei, drei Stunden und wie du sagst, 'n Vormittag. Es hatte beim Frühstück halt reingeregnet, äh, plötzlich und dann als aufgehört hat zu regnen, zwei, drei Stunden und dann war das ganze Thema wieder dicht. Äh, ich hab natürlich Gott sei Dank die Reiniger und, äh, Dichtmittel dabei, weil hab ich mir schon gedacht, dass so was passiert.
Aber da kann ich tatsächlich den Leuten die Angst nehmen. Also es sei denn wirklich, die können nicht mal 'n, 'n Schraubenzieher grade halten. Das ist ja völlig okay, aber dann ist vielleicht 'ne Werkstatt wirklich das Bessere. Oder ihr sagt: „Nee, hier, das will ich jetzt, die Herausforderung nehm ich an", dann ist das auch okay. Also ich glaub auch da mit 'm YouTube-Video, ich, ich kann mir nicht vorstellen, dass man so unbegabt ist, dass man mit 'nem YouTube-Video nicht 'ne Dachluke eingedichtet kriegt.
Also bin ich bei dir, Sebastian, seh ich auch so. Wobei tut mir wieder eingefallen, grade bei den YouTube-Videos, bei den Dachluken ist vielleicht nicht so viel Unfug dabei. Ähm, ich habe leider ganz, ganz viele Videos gesehen und das ist auch der Grund, warum ich ja das Buch geschrieben hab, „Klebt nicht, gibt's nicht", weil ich so viel teilweise hanebüchene Sachen gesehen habe, wo dann Leute gesagt haben: „Hey, genau so musst du das machen" und ich als Kleberprofi sage: „Ja, das kann man so machen, aber führt ins Desaster. Ich zeig euch, wie's richtig geht." Ähm, wie gesagt, holt euch das Buch oder, oder geht auf unsere Homepage mittlerweile. Wir haben jetzt grad 'n ganz viel Geld ausgegeben für, für, für die Akademie und haben Filme gezeigt, wo du viele, viele, viele Dinge siehst. Wie gesagt, ähm, von Seitenfenster einbauen über Dachluke einbauen, Sat-Solaranlage aufbauen haben wir beim Kastenwagen jetzt alles gemacht und sehr deutlich gefilmt mit Profis zusammen, wo ihr genau gucken könnt, ähm, Achtung, so geht das Ganze.
Wie gesagt, immer mit 'nem gesunden Menschenverstand gucken. Macht dieses Video, was ihr euch anguckt Sinn oder habt ihr 'n Bauchgefühl und sagt: „Hä, da ist irgendwas komisch bei", dann guckt euch ein weiteres an oder ruft bei uns an oder wie gesagt, findet irgendwann eine Lösung hier. Redet mit Sebastian oder Nele, die haben auch Ahnung. Ähm, ja.
Ganz wichtig, mir ging's die Demontage. Äh, da-dass das mit dem Kleben, äh, und so manchmal ganz viel Bullshit da ist. Das ist ja wie im ganzen Internet, auch mit anderen Dingen, ne. Also ich würd jetzt meinen Motor auch nicht anfangen zu reparieren nur aufgrund eines YouTube-Videos, sondern ich meinte wirklich die Demontage, weil das hat mir auch schon so geholfen, ne. Du hast irgendwas ist locker an deinem Fahrzeug, du musst irgendeine Klappe ausbauen. Bevor du jetzt den Clips abreißt, ja, guckst du einmal 'n YouTube-Video, wie, wo der Clips ist und wie du das machst. Und das meint ich auch beim Dachfenster, um halt irgendwelche Sachen zu machen. Aber noch mal guter Hinweis auf eurer Akademie. Da hab ich dann die richtigen Videos, wo der Profi euch zeigt, wie's geht. Aber so grad für Demontage ist YouTube tatsächlich immer 'ne gute Idee, weil dann spar ich mir halt die Clips oder was auch immer zu zerbrechen, weil das ist dann auch hergelich, wenn ich da noch mal Sachen nachkaufen muss.
Bin ich bei dir.
Die Akademieseite verlinken wir auf jeden Fall auch noch mal in den Show Notes, so wie die anderen Infos und Quellen, die grade genannt wurden in der Folge. Sebastian, du hattest ja vorhin gesagt, ähm, du hattest ein, ein Set dabei, was dir dann geholfen hat. Wir hätten tatsächlich keines dabei. Deswegen, ähm, gut, wir haben auch 'n nigelnagelneues Fahrzeug. Das ist dann immer noch mal so 'n-- Da denkt man immer, es passiert ja eh nix. Aber was gehört denn in so ein kleines Notfallkit Dichten?
Fragst du jetzt mich oder fragst du den Michael?
Ich fragte ausnahmsweise den Experten. Also den, den richtigen Experten. Du bist ja auch Experte, aber...
Ähm, ja, das ist halt, das ist halt auch da wieder, da bin ich ja, äh, kann ich euch beide verstehen. Du sagst, ich hab 'n neues Fahrzeug, es wird schon nichts passieren, obwohl ich weiß aus meiner jetzt doch etwas längeren Camper-Erfahrung, das stimmt nicht so ganz. Es passiert immer irgendwo was, ähm, mit dem du nicht rechnest. Ähm, und wenn du halt ein bisschen älteres Fahrzeug hast, jetzt wie ein Sebastian und sagst: „Okay, ähm, ich weiß, diese, diese Nähte sind einfach alt und das und das", dann ist es schon sinnvoll, vielleicht eine Kartusche mehr mitzunehmen oder 'ne Kartusche Spritze dabei zu haben, weil die wahrscheinlich bei so 'nem alten Fahrzeug, was 25, 30 Jahre ist, doch viel, viel höher ist als bei so 'nem neuen Fahrzeug. Ähm, für mich ist ja das so 'ne, so 'ne, so 'ne-- Das ist auch nachher eigentlich in dem Notfallkit drin, sag ich mal. Ähm, für mich ist so 'ne Dichtungsmasse, ähm, okay, dann so 'n kleinen Klebstoff von dem MS5, wo ich sagen kann, da kann ich Haken, Halter et cetera nachträglich mal ankleben.
Oder ich hab so 'n Fall gehabt, die sind nach Amerika gefahren und sind in der Fähre schon in Halifax in Kanada runtergefahren und haben sich grade mal, ähm, ja, so zehn Zentimeter, 15 Zentimeter die Seitenwand aufgerissen, weil sie 'n Haken übersehen haben bei der Fähre runterfahren. Und dann hat er gleich gesagt: „Boah, ich am liebsten will ich rumdrehen", hat mit mir telefoniert, sag ich: „Du, pass auf, mach dein Reparaturkit auf. Da ist 'n kleiner Klebstoff drin und dann gehst du in 'n Baumarkt und holst dir 'n Stück Blech. Dann kleben wir da 'n Stück Blech drüber und dann fährst du erst mal deine drei Monate Amerika und wenn du nach Hause kommst, machen wir's hübsch." Aber du kannst erst mal weiterfahren. Deswegen sag ich so 'n kleiner Klebstoff, bisschen Dichtungsmasse, so 'n Butyltape hätt ich mitgenommen in dem Bereich und ganz klar, ähm, ja, das Camperfahrzeug Gaffer-Tape gehört halt einfach da rein. Ja, das ist, da kommt man einfach nicht drum rum. Wir werden uns nächstes Jahr auch mit Tapes beschäftigen. Mit so zwo, drei, vier Notfall-Tapes werden wir wahrscheinlich nächstes, Ende nächsten Jahres auf 'n Markt bringen.
Sind wir grade in der End-, in der Endphase. Ähm, ja, aber da kommst halt einfach nicht drum rum. Das gehört einfach dazu.
Ja, das kann ich bestätigen. Also das war-- Ich hatt's jetzt nicht als Set dabei, ich hatt's mir selber zusammengekauft, aber das waren im Prinzip auch die Sachen, die ich dabei hatte. Ähm, weil ich, also zum einen hatt ich 'n paar Sachen übrig vom Solaranlage aufbauen und zum anderen war mir klar, es wird irgendwas undicht werden irgendwann und dann war ich einfach lieber vorbereitet. Wobei man auch ja in ganz Europa fast überall, wo man unterwegs ist, irgendeinen Camperbedarf finden wird und die kriegen eigentlich auf jeden Fall immer irgendeine Dichtmasse oder 'n Kleber organisiert. Äh, im Zweifel stehst du halt auf 'm Campingplatz und bestellst es grad eben. Es gibt ja auch in jedem Land Online-Shops. Also An sich ist die Versorgung auch da im Notfall gut. Das Einzige, du musst halt vielleicht drei, vier Tage warten und musst dir dann irgendwie mit Gaffer Tape und 'ner Folie helfen, damit du deine Dachluke zum Beispiel dicht kriegst. Aber, ähm, wenn du Gaffer Tape und so dabei hast, kannst du auch da so 'n bisschen Zeit überbrücken.
Seh ich ähnlich.
Ja, also ich hab jetzt keine inhaltlichen Fragen mehr. Du, Sebastian?
Nee, tatsächlich nicht. Das waren so die, die Fragen, die ich mir überlegt hatte, hab ich gestellt. Die Wissenslücken, die ich hatte, sind, äh, quasi gefüllt. Ähm, Michael, haben wir aus deiner Sicht noch irgendwas vergessen z-- oder hast du noch was nicht erwähnt, was wichtig wäre bei dem ganzen Thema?
Na gut, wir, wir sind jetzt die letzten drei Folgen, wenn man sich die alle drei anguckt, schon relativ tief immer eingestiegen und wer sich die drei Folgen halt anguckt, der hat, macht auch die groben Fehler einfach auch nicht mehr. Ähm, wie gesagt, ich, ich lege immer den, den Gewärt auf, auf, auf die Sauberkeit halt, weil das immer wieder in meinen Erfahrungen so 95 % der Fehler sind und eben von den 95 % der Fehler sind halt auch 98 % an Anwendungsfehler. Das heißt also, es ist oftmals die Haftung, meistens entweder der falsche Klebstoff für die falsche Oberfläche oder die richtige Sauberkeit. Wer sauber, sauber arbeitet, schließt einfach vieles, vieles aus. Und jetzt kommt natürlich grade Richtung Herbst das Thema Temperatur noch so 'n bisschen dazu. Also wer auf das auch noch 'n bisschen beachtet, hat eigentlich, ich sag mal, neun von zehn Fehlern ausgeschlossen. Ja, und, ähm, wie gesagt, braucht euren gesunden Menschenverstand.
Macht es Sinn, es so zu tun, wie's mir einer erzählt oder wie ich's sehe und bei der Demontage kann man auch, wie gesagt, schön die Videos verwenden. Da bin ich auch bei Sebastian. Ähm, bei den anderen Dingen muss man einfach mal gucken. Ähm, wie gesagt, macht das Ganze, äh, so Sinn und, ähm, es gibt ja auch, das ist ja der Vorteil bei der Camper Community, äh, doch immer wieder irgendeinen alten Hasen, wenn ich am Campingplatz bin, der auch irgendeine Idee hat, die meistens funktioniert. Also da tauscht man sich ja doch aus und, ähm, ich hab den Fall jetzt grade gehabt bei der Abend Adventure, äh, äh, äh, Southside waren wir und, ähm, ja, da ist auch 'ne Pumpe kaputtgegangen, das Wasser gespritzt et cetera und ich hatt kein Kabelbinder dabei, aber da findest ja dann doch immer irgendwo einen in der Nachbarschaft, der einen hat. Tauscht man sich ja einfach aus und man sagt: „Ey, probier mal das oder probier mal das", und, ähm, das ist ja das Schöne an der, an dieser Community.
Ja, dann haben wir noch das Gewinnspiel angesprochen. Ähm-
Und eine kleine Ankündigung müssen wir auch gleich noch machen.
Okay, dann machen wir erst mal kurz das Gewinnspiel. Und damit ihr eins von den drei Klebe- und Dichtsets von Dekalin gewinnen könnt, beantwortet uns doch bitte die folgende Frage, und zwar: Mit welchem Material sollte man laut dem Michael Windecker auf gar keinen Fall abdichten? Schickt uns die Antwort bitte an oder bitte per E-Mail an podcast@camperstyle.de. Bitte ausschließlich E-Mail benutzen. Tragt als Betreff ein „Gewinnspiel Dekalin" und schreibt dann einfach in die E-Mail eure richtige Antwort rein. Und wenn wir euch ausgelost haben, schicken wir euch dann 'ne E-Mail zurück und fragen nach eurer Adresse, damit euch das Set entsprechend zugehen kann. Wir wünschen euch ganz viel Erfolg dabei. Ihr müsst 18 Jahre sein, um teilzunehmen und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Genau, und wir hatten uns im kurzen Vorgespräch vorhin überlegt, dass wir mal was ganz Besonderes für euch machen, nämlich einen kleinen, ähm, ja, wie soll ich's nennen, so 'n kleinen E-Mail-Kurs zum Thema Kleben und Dichten. Ähm, wir wissen noch nicht genau wann, aber wir würden euch in den Show Notes ein Formular verlinken, wo ihr euch schon mal eintragen könnt. Und es wird sicherlich, wenn ihr die Folge hört, noch mal zwei, drei Wochen dauern, bis wir damit fertig sind, weil der soll ja auch Hand und Fuß haben. Aber da könnt ihr schon mal eure E-Mail-Adresse hinterlassen, dann landet ihr automatisch in 'nem Verteiler und bekommt dann diesen kostenlosen Kurs, wenn's einfach losgeht und der Kurs ist auch noch mal dann mit 'nem Gewinnspiel verbunden. Also lohnt sich auf jeden Fall, sich da einzutragen.
Und ja, da bin ich sehr gespannt, was wir da gemeinsam mit dem Michael Schönes für euch erarbeitet kriegen.
Genau, also das noch mal, also Nele hat's gesagt, das Ganze ist kostenlos. Also wir wollen euch da nichts verkaufen, darum geht's uns nicht. Wir wollen mal etwas testen, eben so per E-Mail euch Wissen näherbringen. Das wollen wir gern mal ausprobieren und ihr könnt uns dann ja sagen, wie ihr das fandet, ob das für euch toll war oder nicht. Ähm, es wird auch nicht so sein, dass ihr dann eine, äh, E-Mail mit 10.000 Worten bekommt und dann könnt ihr alles durchlesen, sondern wir machen das natürlich klein und snackable, dass ihr irgendwie alle paar Tage 'ne kleine E-Mail bekommt mit eben einer Mini-Lektion, dass ihr einfach noch mal so geballtes Wissen mitbekommt. Wenn ihr da Bock drauf habt, dann tragt euch ein und wenn ihr keinen Bock habt, dann macht das nicht. Das ist auch völlig fein. Dann nehmt ihr nur hier beim Gewinnspiel einfach teil. Und ich hoffe, dass ihr auch heute wieder was zum Thema Kleben, äh, nein, zum Thema Dichten mitgenommen habt, dass ihr noch was lernen konntet.
Und sagt gerne weiter, wenn ihr den Podcast mögt, ja, erzählt das Freunden, Freundinnen, Bekannten, die da vielleicht auch Lust drauf haben und den noch nicht kennen und vielleicht auch noch gar nicht wissen, was so 'n Podcast ist. Sagt ihnen, wie einfach das ist, das zu hören. Das würde uns sehr, sehr freuen. Ansonsten vielen Dank, Michael, dass du da warst. Nele, dass du wie immer an meiner Podcast-Seite hier warst. Ich übergeb das Wort an dich, Nele, und sag schon mal Tschüss.
Ich hab schon eigentlich alles gesagt. Ähm, folgt uns gerne, bewertet den Podcast oder auch einzelne Folgen am liebsten gut und, ähm, schaut natürlich auch mal, ähm, bei Dekalin vorbei. Da haben wir euch ja die Links in die Show Notes gepackt, weil da gibt's wirklich superspannenden Content und ich bin jetzt nicht der wahnsinnige Klebe- und Dichtfan eigentlich gewesen, aber ich find's halt total interessant, auch wie, äh, Michael und sein Team das alles aufbereitet haben. Das ist wirklich gut verständlich. Da kann man sich schön zurechtfinden oder ja, kauft auch euch das Buch. Das ist auch 'ne ganz, ganz tolle Sache. Michael, du darfst dich von unseren Hörerinnen und Hörern jetzt noch verabschieden.
Ja, vielen, vielen Dank euch beiden für die Plattform. Ähm, vielen Dank für die Fragen, die wir zwischendrin hatten und ich war positivst überrascht, ähm, wie viele doch, ähm, sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigen. Einige waren bei uns auf der Messe und haben uns noch weitere Fragen gestellt. Ähm, da möcht ich euch ermutigen. Wir sind auf den gängigen Messen in Essen, in Leipzig, in, in Hamburg, in, in, in auf der CMT jetzt wieder in dem Bereich, unter anderem sogar auch beim Selbstausbau auf der CMT mit zwei Messen, versteht man den. Kommt uns besuchen. Wir suchen den Kontakt mit euch. Ähm, wir freuen uns auf Fragen. Wir geben auch gerne Antworten und vielen Dank, dass ihr euch die Zeit jetzt genommen habt. Mich hat's irre, irre gefreut, weil es jedes Mal ein, einen, ja, ein tolles Gespräch mit euch ist und ob das jetzt so online stattfindet oder auf der Messe persönlich, ähm, ja, ihr seid einfach toll.
Danke, ebenso.
Danke schön und tschüss.