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Pickup-Wohnkabinen – Teil 1: Basiswissen

Episode 210 · 01:05:25

Heute erfüllen wir euch einen Wunsch, der in den letzten Monaten vielfach an uns herangetragen wurde – und das nicht nur in einer, sondern gleich in drei Folgen!

Mit unserem Gast Andreas "Wikinger" Kirsch, Motorjournalist und verantwortlicher Redakteur des Magazins Pickup Camper, sprechen wir über sein Lieblingsthema: Wohnkabinen.

Andreas ist seit den 90ern mit Pickup und Wohnkabine unterwegs und hat in seiner beruflichen Tätigkeit rund 30 Modelle getestet. Er kann also aus einem reichen Erfahrungsschatz berichten. Und zur Feier des Tages lässt er in jeder Folge 3 Probeabos des Pickup-Camper-Magazins mit jeweils 4 Ausgaben für euch springen! Wie ihr teilnehmen könnt, erfahrt ihr in der Episode.

Hinweis: Da es sich bei den Wohnkabinen-Interessierten um eine sehr kleine Nische handelt, gibt es zwischen den drei Teilen jeweils eine Folge zu einem anderen Thema. Teil 2 kommt dann also in 14 Tagen.

In dieser Episode geht’s erstmal um die Basics, unter anderem:

  • Was ist eine Wohnkabine und wie wird sie verwendet?

  • Woher kommt dieses Konzept?

  • Welche Typen und Konzepte gibt es und was sind die Unterschiede?

  • Welche grundlegenden Merkmale und Ausstattungen hat ganz allgemein eine typische Wohnkabine?

  • Vorteile und Nachteile gegenüber anderen Camping-Optionen

  • Wie teuer ist eine Wohnkabine und wie viel kostet mich das Basisfahrzeug?

  • Wie unterscheidet sich das Pickup-Camping vom klassischen Camping mit Womo und Wowa und vom “Vanlife”?

  • und vieles mehr.

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute geht es um Pickup, Camping und Wohnkabinen.

Da haben wir einen Wikinger bei uns im Studio, nämlich den Andreas Kirsch. Ähm, Wikinger ist der Spitzname. Da wird Andreas vielleicht auch gleich was dazu sagen, wie's dazu gekommen ist. Andreas ist 'n Kollege von uns. Er ist Motorjournalist und verantwortlicher Redakteur beim Magazin Pickup Camper. Das ist 'n ganz tolles Printmagazin. Für alle, die jetzt noch nicht so, äh, im Printbereich unterwegs sind: Alle Hefte wären auch online lesbar. Da packen wir euch 'nen Link in die Show Notes. Vielleicht kennt der eine oder andere aber Andreas auch aus dem Fernsehen. Er ist unter anderem bekannt als der Autodetektiv bei VOX, ähm, dann, äh, aus Karacho TV und Andreas hat also wirklich mittlerweile jahrzehntelange Erfahrung mit dem Thema Wohnkabinen und Pickup Camping.

Er hat mir erzählt, er hat ungefähr schon so um die 30 Kabinen im Zuge von Tests selber gefahren und hat da da-dadurch natürlich wahnsinnig viel Erfahrung gesammelt. Und ja, Andreas wird uns heute und auch noch in zwei weiteren Folgen, ähm, 'n bisschen was über diesen ja doch sehr umfangreichen Themenkomplex erzählen. Und bevor Andreas sich gleich selber noch mal vorstellt, teasern wir schon mal an, dass es auch was zu gewinnen gibt. Bleibt also auf jeden Fall dran. Ja, Andreas, magst du dich dann einmal kurz selber vorstellen?

Ja, hallo. Erst mal schönen guten Abend und, äh, danke für, äh, die Einladung. Freu mich sehr, dass ich heute mal bei euch sein darf. Äh, ja, mein Name ist Andreas Kirsch. Ich bin, äh, junge 61 Jahre alt. Ähm, ich bin seit, äh, ungefähr 25 Jahren mit dem Thema Fotografie und Biografie für Autos und Motorräder selbstständig. Bin also tatsächlich hier im Fachbereich Motorjournalist, kann man sagen und hab, ähm, grundsätzlich angefangen damals für Biker, Harley und amerikanische Automagazine zu arbeiten. Ähm, und darüber über ein paar Twists im Leben bin ich dann halt vor inzwischen fast sechs, nein, etwas über fünf Jahren zum Pickup Camper Magazin gekommen. Das war jetzt so der Parforce-Ritt durch meine mediale Vergangenheit.

Okay, danke. Vielen Dank dafür. Dann, also wir wissen, wir haben 'n paar Hörer und Hörerinnen da draußen, die das Thema kennen und sich dafür sehr interessieren. Aber für alle die, die so wie ich zwar wissen, was 'ne Wohnkabine oder auch 'n Pickup mit Wohnkabine ist, ähm, erst mal aber so die, die Frage: Was ist 'n so 'ne Wohnkabine? Warum ist die auf 'nem Pickup? Ist die immer auf 'm Pickup? Und, ähm, ja, äh, lass uns quasi erst mal so 'n bisschen in die Welt eintauchen für alle die, die davon jetzt keine Ahnung haben, außer dass sie's vielleicht mal auf der Straße ge-entgegenkommen sehen haben.

Ja, gerne. Ähm, die meisten kommen übrigens zur Wohnkabine, wie ich auch seinerzeit. Äh, damals fuhr ich hier 'n VW-Bus und die typische Karriere vom Camper zum Wohnkabinen oder Pickup-Camper geht eigentlich so den klassischen Weg, ne. Bodenzelt, Dachzelt, ähm, irgendwie was Größeres, häufig 'n Van. Und wenn's dann irgendwas Allradiges werden soll und Abenteuerliches, überlegt man sich: Was kann es sein? Und dann gibt es halt die Möglichkeit, den Pickup zu wählen. Dann hast du ein vollständig geländegängiges Fahrzeug und da gibt es jede Art von oder eine Vielzahl von Wohnlösungen zum Draufsetzen und damit ist man je nachdem, wohin man will und was man damit anstellen will, gut unterwegs.

Grundsätzlich ist es so, dass man, man unterscheiden kann in Pickups, die, ähm, mit variablen Wohnkabinen, äh, also mit sogenannten Absetzkabinen bestückt werden können. Das sind Wohnkabinen, die man grundsätzlich mit relativ geringem Aufwand von dem Pickup wieder runterkriegt. Das heißt, ich kann die irgendwo unterstellen. Das kann 'n Carport sein, 'ne Scheune oder wo immer ich die hinstellen möchte. Und, ähm, dann hol ich mir die am Wochenende ab. Unter der Woche hab ich 'n Fahrzeug zum Beispiel für meinen Gewerbe, wenn ich Dachdecker bin oder Gartenlandschaftsbauer, das ist so der klassische Fall. Dann hab ich aber den Wagen im Einsatz. Also ich brauch kein zweites Fahrzeug. Da kommen wir später noch zu. Das ist 'n, ähm, sehr schöner Grund auch für so 'n Pickup-Camper, dass man nämlich eben kein weiteres Campingfahrzeug braucht, sondern damit mit dem Fahrzeug, mit dem ich jeden Tag unterwegs bin, dann eben auch, äh, campen kann.

Dann fahr ich zu dem Standplatz von, natürlich 'n Stellplatz von meinem Camper. Dann kurbel ich den hoch, das erklär ich auch später noch etwas genauer, fahr mit meinem Pickup drunter, lass den ab, mach den fest und fahr dann damit weg. Und je nachdem, was ich da für 'ne Wohnkabine stehen hab, kann ich da bis zu vier Person, ich sag mal, Familie mit zwei Kindern oder Kind und Hund gut drin leben. Und es heißt ja nicht zufällig Wohnkabine, also es ist jetzt nicht existieren und wie im Dachzelt, Dachzelt 'n Regen aushalten, sondern ich kann darin kochen. In vielen hab ich ein Bad, die Dusche und allem drum und dran. Ähm, mit anderen Worten: Diese Variabilität ist eben grade beim Pickup Campen sehr einzigartig und grundsätzlich der Einstieg, warum Leute sich überhaupt dafür interessieren.

Und wenn du jetzt sagst, also vier Personen, das überrascht mich erst mal, ähm, weil das schon... Also was ich bis jetzt im Kopf habe, sind diese Kabinen relativ klein, aber das ist vermutlich einfach auch 'n Vorurteil, wie, wie, wie lang sind oder... Doch lass uns mal die Länge angucken, weil das guckt man ja auch bei Wohnmobilen und bei Wohnwagen gerne an. Was sind denn so die längsten Wohnkabinen, die es da so in Deutschland gibt?

Ja, lass uns direkt mal klassifizieren, dann wissen wir auch, wovon wir reden. Das, äh, soll jetzt nicht akademisch werden, aber grundsätzlich unterscheiden wir in, ich sag jetzt mal, drei verschiedene Wohnkabinentypen. Und die Großen, von denen wir jetzt wahrscheinlich dann zunächst mal sprechen werden, die auch alle so im Kopf haben, das sind die sogenannten Hard Walls. Also die sind komplett stehhoch innen drin und, ähm, sind aus einer festen Wand. Da fällt nix rauf, nix runter. Die haben kein Klappdach, sondern die sind in sich wie 'n kleiner Wohnwagen, nur dass sie keine Räder haben und dafür hinten auf 'nem Pickup transportiert werden. Dann die zweiten sind sogenannte Offroad- oder Klappdach- oder Pop-up-Dach-Kabinen. Das sind deutlich kleinere Kabinen, die Zum Wohnen, ähnlich wie bei einem VW-Bus, ähm, entweder ein Klappdach haben, das ist dann nur an einer Seite angelenkt, meistens vorne, oder eben ein sogenanntes Pop-up-Dach.

Das geht dann an allen vier Ecken hoch und man hat über den meist gesamten Grundriss der Kabine dann eben, äh, eine durchgehende Höhe. Und das Dritte sind sogenannte Plattformkabinen. Da kommt dann die Pritsche, also sprich die eigentliche, äh, das eigentliche Heckbett, so sagt man die Ladefläche vom Pick-up-Beck, wird durch eine Plattform ersetzt, die entweder selbst gebaut wurde oder so erhältlich ist und da kommt dann eine große Kabine drauf. Hat auch gewisse Vorteile, gehen wir gerne später noch drauf ein. Aber bleiben wir mal beim Klassiker, bei der Absetzkabine als Hard Wall. Und da gibt es, ähm, ich sag jetzt mal, drei Klassen. Das eine ist die Hundertvierziger. Das heißt, die hat eine Bodenlänge von circa einhundertvierzig Zentimeter. Und diese Bodenlänge entsteht von der Vorderkante der Ladefläche bis kurz vor der Heckklappe.

Da kann man noch die Heckklappe zumachen. Die Breite entsteht natürlich, wird begrenzt bei so einer Kabine durch die Breite zwischen den Radkästen und manche Kabinen gehen hinter den Radkästen, in Fahrtrichtung hinter den Radkästen sogar noch ein bisschen auseinander, weil die Durchfahrts-, äh, oder die, die durchreiche Breite der Lade, ähm, klappe, ist breiter als die, ähm, Breite zwischen den Radkästen. Das heißt, ich habe so eine Ladeklappe von eins fünfzig, eins sechzig vielleicht. Da kann die Wohnkabine auch knapp eins sechzig breit sein. Zwischen den Radkästen sind es meistens so eins fünfunddreißig, eins vierzig. Da verschlankt sie sich etwas und geht dann über die gesamte Ladefläche. Das sind die sogenannten Hundertvierziger. Die sind sogar so gebaut, dass sie bei einer Doppelkabinen-Pick-up noch so kurz sind, dass man die Ladeklappe zukriegt.

So. Dann haben wir aber die klassischen unter, äh, Zweihunderter. Die sind so lang, dass sie schon nicht mehr mit, ähm, Heckklappe gefahren werden können. Sind zwei Meter Bodenlänge, aber dadurch, dass ja noch ein Alkoven oben drüber ist, ist die eigentliche Dachlänge von ganz vorne bis ganz hinten so um die drei Meter fünfzig bis sogar vier Meter, je nach Überhang. So und dann habe ich ein vollständiges Bett im Alkoven von, wenn ich Längsschläfer bin, also Nord-Süd, wie wir sagen, Kopf meistens vorne im Alkoven, Füße Richtung Innen-, äh, raum. Dann hast du ein zwei Meter zehn langes Bett. Das ist zwei Meter breit. In der Regel sind Wohnkabinen so innen um zwei Meter breit. Dann hast du, ähm, Sitzbänke für vier.

Dahinter schließt sich meistens an noch eine kleine Küche mit 'nem Herd und 'nem Sink, also 'ner Spüle. Ähm, und auf der linken Seite und rund rum und auch unter dem Dach hast du dann Hängeschränke, hast du, ähm, wenn du dann in die Zweihundertvierziger Länge gehst, hast du sogar noch vierzig Zentimeter Überhang und da passt sogar noch ein Bad mit rein. Sogar mit Dusche und Toilette.

Okay, das, also d-das sind quasi teilintegrierte Wohnmobile, eben nicht auf einem Fiat oder anderem Fahrzeug, sondern auf einem Pick-up, so mehr oder weniger.

Ganz genau.

Okay.

Und, äh, witzigerweise, ähm, sehen die Leute ja immer nur das Stück, das über der Ladefläche auftragt und, ähm, aber wir leben ja in der Ladefläche. Die, die Menschen denken immer, das dingt ja so niedrig. In der Wirklichkeit, ähm, sind aber diese Ladebordwände ja etwa sechzig Zentimeter hoch und, ähm, das wird häufig übersehen. Also da passen noch mal sechzig Zentimeter unten dran.

Stimmt, da, da spielt auch, auch in meinem Gehirn, muss ich sagen, äh, das oder in meinem Gehirn spielt man da auch 'n Streich. Da hast du natürlich völlig recht. Ich hab jetzt auch überlegt, wie willst du da drin stehen und wie soll das denn funktionieren? Aber klar, die Ladefläche ist ja, hat ja 'ne entsprechende Tiefe. Ja, okay. Das ist, äh, deutlich größer als ich erst mal im Kopf gehabt habe.

Ja, und das sind die Hard Walls, wie gesagt. Also die gibt's, ähm, der Klassiker ist zwei Meter, ne, zweihundert Zentimeter oder Zweihunderter. Ähm, und die steht halt auf der Ladefläche und da kannst du gut mit zwei oder zwei Leute mit einem Kind oder einem Hund mit verreisen. Ich hör schon Hund, das war irgendwie Ihr Stichwort.

Äh, unser Hund reagiert immer auf sein Stichwort. Pünktlich. Jetzt hast du ja, ähm, das so in, in 'nem Nebensatz gesagt, dass die, dass die Kabinen immer so breit sind, ähm, ungefähr wie das Fahrzeug. Also es gibt keine Kabinen, die nennenswert über die Fahrzeugseitenwände hinausragen, oder?

Also es gibt schon sehr große Kabinen, die über die Seitenwände rausragen. Also im Schnitt ist aber keine Kabine breiter als die Spiegel rausstehen.

Mhm.

Ähm, ich sag mal, also selbst die Großen, natürlich jetzt mal abgesehen von amerikanischen Full Size und so weiter. Wir sprechen jetzt in erster Linie von Kabinen, die auf Europa-Pick-ups passen, also wir Midsize nennen, der Ranger, der Hilux, der, äh, L zweihundert, äh, der Isuzu D-Max, das sind ja so die Wichtigsten etwa. Amarok kommt jetzt wieder. Ähm, und die sind in der Regel so um ein Meter vierundachtzig breit, diese Autos, ein Meter sechsundachtzig vielleicht plus Spiegel kommen die auf vielleicht zwei Meter zehn. Und das ist so das Außenmaß der aller-, allermeisten großen Kabinen schon, sodass innen drin, man zieht immer so vier Zentimeter pro Wand ab logischerweise. Also innen drin hast du immer so bei großen Kabinen um zwei Meter, ähm, zwischen den Wänden und, ähm, ja, eine Länge, Bodenlänge, wie gesagt, zwei Meter und Dachlänge von zwischen drei Meter fünfzig und vier Meter und Stehhöhe.

Ne, also nicht vergessen, ich bin eins dreiundneunzig groß, wieg deutlich über hundert Kilo und ich hab da Platz drin.

Ja, du hattest ja, ähm, jetzt auch schon die verschiedenen Pick-up-Typen angesprochen, also amerikanischer Markt, europäischer Markt. Ich würde auch vorschlagen, dass wir jetzt hier erst mal beim europäischen Markt bleiben. Weil, ähm, ich glaub jetzt, dass die wenigsten wirklich, äh, sich 'nen Ami-Brummer, ähm, holen werden. Aber generell kommt ja das Konzept aus den USA. Du bist ja selber auch schon, ich glaub, seit den Neunzigern als Pick-up-Camper unterwegs, aber die Geschichte reicht noch viel länger zurück. Kannst du da noch 'n bisschen was erzählen? Das find ich nämlich auch ganz spannend, um mal zu sehen, woher kommt es eigentlich, dieses Konzept?

Also wenn man ganz weit ausholt, das tu ich jetzt nicht so ganz weit, aber wenn man ganz weit ausholen würde, würde man das sogar bis in die Zeit der großen Depression zurück, äh, verfolgen können in den USA. Wir kennen alle John Steinbeck, Früchte des Zorns, zumindest mal vom Gehört. Ähm, da wird die, äh, Geschichte der Familie Joad beschrieben. Kennt man auch von Bruce Springsteen, The Spirit of Tom Joad, hat da 'n Album drüber gemacht. Und da fuhren die Okies aus Oklahoma auf der Suche nach Arbeit, ähm, die Road sixty six ab bis, also die Mother Road, ähm, bis nach Kalifornien, um dort als Erntehelfer tätig zu werden und ihr Leben durchbringen zu können und ihre Lieben durchbringen zu können. Und selbst in diesem Buch, Früchte des Zorns, verreist die Familie Joad oder fährt auf einem Lkw, den sie vollgepackt haben mit ihrem gesamten Hausstand und auf diesem Lkw wird während dieses Buches gelebt und gestorben, tatsächlich.

Also das Buch ist richtig gut. Kennt man, ist auch 'n Klassiker. So und, ähm, das heißt, also das ist schon 'n Hinweis darauf, dass ganz früh LKWs zu, ähm, Transportern für auch Hausstand und für auch Personen umgebaut wurden. Daraus folglich etwa später in den Vierzigerjahren dann tatsächlich der Bau der ersten Wohnkabinen. Die waren zunächst mal fest. Wir würden's heute Wohnmobile nennen, also aufm Plattformrahmen eines normalen LKWs in den Vierzigern hat man dann irgend 'n Wohnhaus draufgebaut, mehr oder weniger originell. Und, ähm, in den, äh, Vierzigern kam dann, äh, es zum ersten Mal zu, ähm, dem Bau einer Wohnkabine. Und zwar, äh, haben zwei Hersteller Anfang der vierziger Jahre, äh, der eine, ähm, hieß Creed, hat den Creed Camper entwickelt.

Das war nix anderes als 'n kleines Häuschen hinten auf den damaligen Pick-ups. Da gab's aber schon Stehhöhe drin tatsächlich, aber der ging nur bis zum Führerhaus, bis zum Fahrerhaus und bis zur Heckklappe. Ähm, und dann gab's jemanden, äh, der hieß, äh, King und der hat dann den Sports King gebaut und das war die erste nachweisliche Wohnkabine, die erstens absetzbar war und zweitens sogar 'n Alkoven hatte, also ein Overcap Bed, wie der Amerikaner sagt. Und, ähm, das war 1946 hat er die auf 'ner Messe vorgestellt. Und da ging's eigentlich schon mit der klassischen Wohnkabine los. Das war die erste klassische Wohnkabine, der Sports King.

Und war das damals auch schon gedacht als Freizeitfahrzeug oder ging's da noch eher auch um dieses Konzept des, ähm, Arbeitfindens, unterwegs Lebens?

Nee, also in den Vierzigern ging's tatsächlich schon um Freizeit. Ähm, die ARVs, die sogenannten Recreation Vehicles, also was wir als Wohnmobile kennen, die gab's schon 'ne ganze Weile. Ähm, witzigerweise waren die ersten sogar eigentlich, was wir heute Integrale nennen. Ähm, und, ähm, die Amerikaner haben halt, äh, ja alle Klimazonen, die haben halt, ähm, jede Art von, von, von Gegend, ne, von den Sümpfen Louisianas über den Golf von Mexiko in Florida mit, äh, seinem karibischen Flair bis rauf nach Alaska mit den hohen Bergen und, äh, sogar den Polarkreis. Äh, die waren schon immer viel unterwegs. Im eigenen Land können die halt viel reisen, äh, natürlich Mexiko und Kanada anschließend. Ähm, und die haben das dann weiterentwickelt und die hatten halt auch die Pick-ups.

Also es gibt ja kaum ein amerikanischeres Auto als den Pick-up. Ähm, da kommt vielleicht noch der Jeep dran und vielleicht, wenn man Sportwagen mag, noch irgendwie der Mustang oder die Corvette, aber dann hört's auch schon auf in unserer Vorstellung. Und, äh, der Pick-up war schon immer so das, das Farm-Vehicle, ne? Also die haben halt ihren Pick-up für alles eingesetzt und deshalb war es auch nur folgerichtig, dass grade dort, wo man auch gerne mal weg wollte, also auf den Farmen, ähm, im, im, im Baugewerbe und so, dass man gesagt hat, pass auf, so 'n Auto haben wir ja sowieso im Bestand, dann nehmen wir den doch und verreisen damit, ne? Und das war dann auch wirklich schon Recreation. Ähm, und gar nicht so viel später, schon in den Fünfzigerjahren, ähm, wurden Pick-ups extra gebaut als, äh, Supercam, äh, als Supercamper oder als Camping- wie auch immer Modelle.

Die hatten dann entsprechend, ähm, verstärkte Federn, verstärktes Fahrwerk direkt ab Werk und es wurden sogar über einige Jahrzehnte, ähm, Wohnkabinen ab Werk angeboten von den verschiedenen Herstellern der Pick-ups. Also da gab's von Chevrolet und von Ford gibt's nachweislich, ähm, äh, Wohnkabinen, die man direkt als Paket mitordern konnte mit allen Serviceleistungen, die's da so gab. Äh, da gab's sogar Auswüchse, da gab's welche, die konnteste dann, ähm, aufgesetzt waren die 'ne Wohnkabine, dann haste die abgesetzt irgendwie so in seichtem Wasser, dann konnteste zwei Pontons runterklappen und das ganze Ding als Angelboot einsetzen. Die Schwämme waren auch drin.

Das ist ja toll. Gibt's aber, gibt's aber heute nicht mehr, oder?

Äh, ja, es gibt tatsächlich den Begriff Amphicamper, aber das ist heute jetzt nicht mehr so. Aber in den Sechzigern wurde da viel experimentiert, ja, ja. Und, ähm, ja, prinzipiell bin ich da so ähnlich dran gekommen an meinen, weil, äh, ich bin nun mal so 'n Kind der Sechziger und Siebziger und was hatten wir da? Flipper, Porter Ricks, der Vater von, äh, den beiden Jungs, der hatte 'n Pick-up mit einem Labor hinten drauf und das war in einer Wohnkabine untergebracht Und, ähm, dann gab sie Serie Petrocelli, ein Anwalt, der außerhalb von Phoenix, äh, baute, der in Phoenix Rechtsanwalt war für schwierige Fälle, Krimi natürlich, Krimiserie und, ähm, der fuhr ein Pick-up und mit einer sogar relativ niedrigen Wohnkabine.

Da wohnte er mit seiner Frau drin, solange er sein Haus mit eigenen Händen außerhalb von Phoenix am Rande der Wüste baute. Das sind natürlich alles so Dinger, ähm, bis hin zu Blues Brothers. Den Film kennt, glaube ich, auch jeder. Da gibt's die Good Old Boys, diese Cowboy-Band, die dann nachher auch die Blues Brothers verfolgt und die fahren mit dem Pick-up-Camper und werden dann von, ähm, diesem Streifenwagen, in dem die beiden Polizisten auch aus dem, äh, Supermarkt sitzen, die man schon aus einer Verfolgungsjagd vorher kennt, werden die dann von der Straße geschossen. Also sprich, ähm, die verunfallen und dann fällt der ganze Camper um. Ähm, das heißt also, der Pick-up Camper ist auch in der, in der amerikanischen Medienwelt, in der Filmwelt, äh, ganz tief verwurzelt. Als, also hast du eine gewisse Ikonografie, wenn man irgendwie verweisen möchte.

Ein neuer Tag auf der Liebesinsel. Es wird gezwitschert, geflirtet.

Bist du einfach reich?

Ich bin reich mit Liebe. Gestritten.

Viel Spaß mit der Hexe im Haus.

Und gefeiert. Die Party kann losgehen. Love Island VIP is back. Endlich. Donnerstag, 20:15 Uhr bei RTL2 und auf RTL+ streamen.

Jetzt, jetzt sind ja die Pick-ups in den Staaten ein bisschen größer als hier in Europa. Also wenn ich jetzt vergleiche, al-also, ne, schon alleine die Straßen sind ja, sind ja deutlich weiter angelegt und, ähm, hi-hier in Portugal, wo ich sitze, gibt's tatsächlich auch viele Pick-ups. Ähm, allerdings nicht so, wie wir sie uns jetzt in Amerika vorstellen, sondern es sind eher diese Toyotas, die dann hinten links und rechts so 'ne, so 'ne Holzverschlag drauf haben, dass man eben wirklich viel transportieren kann. Die sind auch meist schon tausend Jahre alt und, äh, quietschen und fahren nicht sonderlich schnell, aber die fahren auf jeden Fall noch. Aber die, die amerikanischen Pick-ups sind ja doch zum großen Teil höher, breiter, schwerer, oder?

Also inzwischen schon. Ähm, die haben ja nicht zufällig das, äh, Pick-up im Vornamen bei Pick-up Camper. Also, äh, damit kennen wir uns natürlich auch aus. Äh, anfangs waren das ganz normale Lastkraftwagen, also Kleinlaster würden wir sagen, für den Farmtransport und fürs, äh, fürs Baugewerbe, sagen wir mal, ähm, die oder, oder für die Post, also so Deliveries, ne. Was wir heute hier also als VW-Bus haben oder als VW-Pritsche. Beziehungsweise ist die Entsprechung des amerikanischen Pick-ups aus den 80ern eigentlich so unsere T3-Pritsche. Ähm, es gab vorher ja eigentlich keine echten Pick-ups auf dem europäischen Markt und die frühen Pick-ups in den USA hatten auch, weil sie eben als Nutzfahrzeug angelegt waren, in der Regel 'n Single Cab, also einfach nur eine Kabine für 'n Fahrer und der saß direkt vor der Scheibe, ähm, also vor der Heckscheibe und dann schloss sich die Ladefläche an, möglichst groß, möglichst lang, um was damit transportieren zu können, sei es Heu, Holz oder Baustoffe.

Und, ähm, dass das so losging, dass dieses, dieses Fahrzeug Pick-up in der breiten Bevölkerung ankam, ähm, das gab es eigentlich erst, ähm, im Zuge der späten 60er, Anfang der 70er. Äh, da brachten Ford den Ranchero und, ähm, äh, Chevrolet den El Camino raus. El Camino der Freund und der Ranchero halt schon im Namen, ähm, der Rancher, äh, das waren auf dem, auf der Plattform von PKWs aufgebaute Limousinen mit Ladefläche. Und das hielt nicht lange vor, aber die wurden ganz gut gekauft, sodass man dachte: „Och, gib doch mal dem normalen Menschen, der eigentlich gar keinen Verwendungszweck hat, aber als Lifestyle-Laster, der vielleicht sein, sein, sein, keine Ahnung, äh, sein Ruderboot zum, äh, Fischen mitnehmen möchte, sein Motorrad in die Wüste zum, zum Motocross fahren, äh, oder einfach seine Campingausrüstung, gib dem doch mal einen komfortableren Pick-up mit einem anderen Fahrwerk, mit 'ner schöneren Ausstattung.

Gib dem mal vielleicht 'ne Air Condition, ähm, gib dem, äh, so einen Grünkeil oder, oder getönte Fenster." Und da kam es dann dazu, dass die Autos so viel größer wurden. Heute werden ja auch alle Autos größer, auch unsere hier in Europa werden größer. Ich habe gerade gestern oder vorgestern noch den Mini aus den 70ern neben den Mini Clubman von heute gestellt. Das ist ja, ne, so 'n BMW-SUV, der eigentlich gar nicht bei Mini heißen dürfte. Und, äh, das ist ja mit allen Autos so passiert. Nur in den USA, das sagst du ganz richtig, gibt's einfach mehr Platz. Ähm, ich wohne hier in Wuppertal auf 'nem Berg und die haben hier so 'ne schöne Wohnstraße mit so, ich sag mal, Stadtvillen links und rechts. Die ist aber so schmal zwischen den Bäumen, da würde ich 'n Ram gar nicht unterkriegen. Also insofern verbietet sich für unsere alten Straße hier eigentlich, äh, so 'n, so 'n dickes Auto.

Was nicht sagen will, dass ich nicht auch schon zwei hatte. Also ich hab schon 'ne ziemlich großen amerikanischen Van gefahren und auch 'n Chevy Silverado aus Anfang der 2000er. Ähm, aber heute würde ich von meinem Hilux oder der Ranger-Größe eigentlich nicht werden.

Das heißt, du bist im Moment mit 'nem Hilux unterwegs?

Ja, also derzeit, genau genommen haben wir drei Pick-ups zurzeit. Der Hilux ist der Redaktions-Pick-up und das ist auch unser, ähm, Projektfahrzeug. Äh, ich weiß nicht, ob ich das sagen darf, aber, äh, der wird von Toyota Weigler oder Autohaus Weigler aus, ähm, Leverkusen aufgebaut, weil das ist unser Partner, ähm, bei dem Projekt. Ähm, das ist 'ne große Toyota- und Offroad-Spezialistentruppe dort und wir wollen natürlich jedwede Wohnkabine auf unseren Autos fahren können. Also haben wir uns lange Gedanken dazu gemacht, welche Räder, welches Fahrwerk, welcher Aufbau wichtig ist, um diesen Hilux auf alles vorzubereiten, dass ich so an Testkabinen bekommen kann. Und ich nehm jede Ja, beinahe jede Kabine, wann immer möglich, auch mit ins Gelände.

Und, ähm, zu Geländefahren kommen wir bestimmt noch, aber das muss das Auto alles können. Das ist eben, ähm, ich sag jetzt mal, mein Labor, weil ich weiß, wie der sich verhält. Und wenn ich jetzt 'ne Wohnkabine draufkriege, die ein bisschen kopflastig ist oder ein bisschen hecklastig oder Wandneigung zeigt, dann merke ich mit meinem Popometer, die verhält sich aber anders als zum Beispiel Kabine A oder B. Und, deshalb ist es nicht ganz unwichtig, immer dasselbe Auto dadrunter zu haben, weil man halt weiß, wie es sich verhält und weil man dann auch die Veränderungen leicht feststellen kann. Ähm, dann haben wir noch 'nen alten, der ist fürs Herz, 'n 2001er L zweihundert, äh, Turbodiesel. Den, äh, retten wir alle Nase lang mit ein bisschen Taschengeld vor dem Ableben. Und, ähm, dann gibt's jetzt grade einen Dauertester, ein, äh, flammneues Auto, einen sogenannten Jack oder Jack T8 Pro.

Das ist 'n chinesisches Fabrikat, kommt aus 'm VAG-Konzern, ähm, und hat eigentlich Mitsubishi-Technik. Äh, der Wagen wird jetzt seit ungefähr 'nem Jahr in Deutschland angeboten und wir haben den, äh, aus, äh, vom Autohaus Kruse aus Elslohe im, äh, Sauerland. Die handeln die, sind eigentlich ein großer Ford-Händler, aber die handeln auch die Jacks. Und, ähm, nach meinem ersten Fahrtest, weil der auch interessant ist, der kostet nämlich nur einunddreißigtausend Euro neu, voll ausgestattet. Ähm, weil er interessant ist, haben wir ausgemacht und gesagt, nehmen wir den jetzt mal für zehntausend Kilometer mit. Ich fahr den auch jetzt besonders nur im Winter, um mal zu schauen, wie der sich so schlägt und damit haben wir halt die Frage damit abschließend zu beantworten, drei Pickups zurzeit.

Und ganz kurz zu dem Jack, weil ich hab jetzt mal ganz schnell gegoogelt. Gibt's den nur mit 'ner Doppelkabine oder gibt's den auch mit 'ner Einzelkabine?

Also lustigerweise gibt's da überhaupt nur ein Modell von am deutschen Markt. Das ist 'ne Doppelkabine. Der Wagen hat 2,4 Liter Hubraum mit zweihundertvier PS, ein Turbo-Benziner in dem Fall. Der Motor kommt von Mitsubishi, ist schon in anderen Mitsubishi-Modellen so gefahren und da ist sogar noch der Ventildeckel von Mitsubishi obendrauf. Also das, da macht Jack gar keinen Hehl draus, woher der Motor kommt. Und das Getriebe ist 'n Sechsgang-Schaltgetriebe, ähm, das unter Mitsubishi-Lizenz bei Jack gefertigt wird.

Ich frage deswegen, weil ja, ich denk mir so, ist das nicht unpraktisch mit 'ner Doppelkabine? Klar, zum einen, wenn du natürlich, du hast ja vorhin gesagt, es gibt Kabinen, da wohnst du zu viert drin, dann brauchst du natürlich auch 'ne Doppelkabine. Also für alle, die jetzt nicht so ganz wissen, von wir sprechen. Also 'n Pickup, ähm, Andreas hat's ja vorhin, äh, erzählt, ne, ganz ursprünglich, äh, quasi Fahrersitz, Beifahrersitz und Ladefläche. Und das ist aber vielleicht, wenn ich Glück habe, krieg ich noch 'n dritten rein, wenn ich eine große Sitzbank vorne in der Mitte habe, aber wenn ich eben zu viert unterwegs bin, hab ich 'n Problem. Und dafür gibt's quasi dann die Doppelkabine. Das heißt, der hat dann noch, äh, zwei Türen mehr und dann hab ich eben noch mal 'ne Sitzbank und da kann ich noch mal zwei, drei Leutchen reinstopfen. Äh, aber gleichzeitig geht das ja natürlich zu Lasten der Länge der Ladefläche. Und des, des, daher stammt jetzt quasi meine Frage, ob's den nur mit Doppelkabine gibt.

Ähm, das heißt, bei denen ist es aber dann so, dann hab ich quasi, also ich versuche jetzt das Gelernte anzuwenden. Ja, ich hab dann quasi viel Raum für 'n Alkoven oben, also, äh, quasi für Bettfläche und hab dann aber halt ein bisschen weniger Raum quasi auf der Ladefläche. Wobei ich ganz ehrlich zugeben muss, ich kann überhaupt nicht einschätzen jetzt auf den Bildern, wie lang ist die Ladefläche? Die sieht ultrakurz aus, aber ich schätze mal, die wird wahrscheinlich schon so eins, eins fünfzig haben, oder?

Ja, also beinahe standardmäßig haben die alle, äh, also alle Doppelkabiner, egal welcher Herkunft, haben in der Regel so um die eins fünfundfünfzig Ladefläche Länge von Wand zu Wand, äh, und zwischen den Radkästen halt so um eins fünfunddreißig, eins vierzig, ähm, damit man sich das so gut vorstellen kann. Äh, der Anderthalb-Kabiner-Pickup heißt also, du hast vorne, klar, Fahrer-Beifahrersitz und dahinter eine Notsitzbank, ähm, ist in der Regel dreißig Zentimeter kürzer in der Fahrerkabine, hat entsprechend eine etwa dreißig Zenta-Zentimeter lange La-La-Ladefläche. Wenige, besonders die gewerblich eingesetzten Pickups, kommen mit 'nem, äh, mit 'ner Einzelkabine, aber die werden also quasi gar nicht nachgefragt. Ähm, der Markt in Deutschland ist eigentlich zwei Drittel Doppelkabine zu ein Drittel, äh, anderthalb Kabine.

Okay.

Ich brems euch mal 'n bisschen ein.

Ja.

Weil wir haben ja vor, insgesamt drei Folgen aufzunehmen und wir wollten in der zweiten Folge auch noch mal näher auf das Thema Zugfahrzeug, Auswahl, Merkmale und, äh, Zugfahrzeug sag ich schon, ich bin schon wieder in meinem Wohnwagenjargon drin. Äh, Basisfahrzeug, also Länge, äh, Merkmale und so weiter eingehen. Damit wir jetzt hier an dieser Stelle nicht schon zu tief, ähm, uns in das Thema reinfuchsen, würde ich gerne die, die weiteren Gedanken eben zum, zur Pickup-Auswahl oder zur Kompatibilität dann in die nächste Folge reinschieben und heute noch mal 'n bisschen stärker bei den allgemeinen Aspekten rund um das Thema Wohnkabinen bleiben.

Ist das okay für euch?

Ja, gerne.

Ja.

Kommen wir zu Wohnkabinen.

Ja, also du hattest ja jetzt schon erzählt, mit welchen, äh, mit welchen Pickups du, ähm, unterwegs bist beziehungsweise was bei euch vor der Tür steht. Magst du uns auch noch verraten, welche Kabinen da aktuell drauf sind? Weil das ist natürlich auch sicher für die Hörerinnen und Hörer ganz spannend. Du darfst auch Marken nennen, weil es ist ja keine, äh, bezahlte Werbefolge oder Ähnliches. Ähm, einfach, dass man sich das 'n bisschen besser vorstellen kann.

Ja, ähm, also der Jack, den hab ich, ähm, weil auch der Händler vor Ort, ähm, Jack, äh, Quatsch, Capra-Händler ist. Ähm, der Jack hat eine Capra Camper-Kabine, das ist eine Offroad-Kabine, äh, auf Alurahmen, ähm, noch in der ersten Version mit Stahlblechgehäuse und ein Pop-up-Dach. Ähm, das ist insofern ganz gut, weil ich da als Redakteur des Magazins erstens, ähm, sowieso lieber 'n Pick-up mit einer Wohnkabine teste und fahre, weil ich wissen will, wie der sich damit verhält. Zweitens: Der Jack ist eben so neu, dass ich noch gar keine Erfahrungswerte damit hab. Die fahr ich mir jetzt erst ein. Insofern macht es drittens Sinn, ein komplett flammneues, völlig unverbasteltes, serienmäßiges Fahrzeug zu nehmen und dem erst mal aufzubürden, aufzulasten, was man ihm sowieso zutraut.

Der hat 'ne Zuladung von neunhundert Kilo, der Jack, und die Wohnkabine kosst, äh, wiegt, ähm, circa, äh, dreihundertsiebzig Kilo, wenn sie mit vierzig Liter Wasser und der Kühlschrank gefüllt ist und zwölf Liter Diesel für die Heizung an Bord ist. So, und das ist eben 'n guter Wert. Da kann ich noch gut zusteigen, da kann ich noch gut zuladen, Ausrüstung mitnehmen, Kameras oder eben auch Freizeitsachen. Deshalb hat der Jack eine Capra Camper. Ähm, die Capra Camper ist insofern auch interessant. Die ist, ähm, wirklich für kurze Trips gut. Äh, da kann man gut zu zweit drin wohnen. Ist jetzt keine Wohnkabine mit viel Komfort, aber ist auch deutlich mehr als 'n Dachzelt. Ähm, kommt einem Canopy näher. Da kommen wir auch noch irgendwann dazu, was 'n Canopy ist. Äh, aber, ähm, grundsätzlich kann man da zu zweit sehr gut drin wohnen und das ist auf jeden Fall auch mehr und komfortabler, als jetzt nur im Regen darin auszusitzen, ne.

Man kann auch-

Wäre also auch für, für Einsteiger in, in dieses Thema Pick-up-Camping geeignet.

Ähm, ja, das will ich sogar noch mal doppelt unterstreichen. Das ist nämlich in der Tat 'ne Einsteigerkabine. Äh, da sag ich in naher Zukunft noch was zu, wie man so in, zu den Kabinen kommt, denn auch die Preisrange der Wohnkabinen ist ja immens. Also dieser Capra Camper, wenn man den kauft, sag ich jetzt mal, für hiesige Breiten und vorhat, den nur zwischen April und Oktober einzusetzen, kann man den zum Beispiel auch ohne Heizung kaufen. Ähm, klar, wenn ich ins Hochgebirge fahr, jetzt vielleicht nicht, aber es gibt so 'ne Basisausstattung, die heißt, ähm, Fischer oder Hunter. Da ist jetzt nicht so schrecklich viel drin. Ist eben für Jäger, für Leute, die am Wochenende wegfahren, für Angler, für, ja, ich nehm mein Mountainbike mit, fahr irgendwo hin, hab Spaß und fahr wieder nach Hause und bin also maximal fünf, sieben Tage unterwegs. Und für die ist es sehr interessant. Da geht's nämlich schon preislich bei siebzehntausendneunhundert Euro los.

Und das ist, äh, absolute Einstiegskabine. Ähm, es gibt aber auch Kabinen, ich sag jetzt mal, äh, Nordstar oder Tischer oder Podluzek, die, äh, kosten mal eben dreiundfünfzig oder mehr. Das heißt, ich krieg da fast schon drei Capras für, aber die haben auch dreimal so viel von Komfort und Raum. Das ist 'ne andere Geschichte. So-

Aber das ist ja, ist ja schon mal super, dass wir mal so 'ne generelle Range haben, was überhaupt so 'ne Kabine kostet von bis. Ähm, wir wissen ja von anderen Campingfahrzeugen, dass da die, die, äh, Preisspanne noch deutlich höher ist, ähm, und dass man auch deutlich mehr Geld in die Hand nehmen kann, wenn man das möchte. Also find ich jetzt, ist eigentlich, um, um in das Thema reinzukommen und mal zu schauen, ist das was für mich, könnte man mal mit so was starten auf jeden Fall.

Genau. Wenn man überlegt, dieser, auch das macht ihn interessant, auch grade als Tester, auch für meine Leser, Leserinnen. Ähm, wenn man sich jetzt überlegt, das Auto kostet neu, hm, wenn man ein bisschen spricht, dreißigtausend Euro auf den Kopf. Und wenn man so 'ne vernünftig ausgestattete Capra da draufsetzt, bin ich mit unter fünfzigtausend Euro good to go. Ähm, da hab ich 'n Allrader mit über zweihundert PS, hab 'ne Wohnkabine, in der ich, ja, 'ne Woche zu zweit wegfahren kann. Ähm, ich kann vielleicht noch 'n Anhänger für 'n Quad, 'n Motorrad oder 'n Boot hinten dranhängen, weil der Jack darf nicht nur neunhundert Kilo tragen, sondern auch drei Tonnen ziehen. Ähm, dann kann ich da meine Freizeit mit verbringen und hab so 'n Komplettgerät für fünfzigtausend Euro. Während ich möglicherweise, wenn ich's jetzt mal ganz hoch aufhänge, ich kauf mir einen Ranger Wildtrack oder noch oben drüber einen Amarok, ähm, pack mir da 'ne, eine der besten Kabinen drauf oder vermeintlich zumindest besten, äh, zumindest den teuersten Kabinen, dann bin ich bei einem Preis, der ist, äh, mal eben bei hunderttausend, hundertzehntausend Euro und, äh, da bin ich natürlich mit Capra auf Jack in einem ganz anderen Preisbereich unterwegs.

Natürlich auch in einem anderen Qualitätsbereich. Das ist so 'n bisschen Äpfel mit Birnen, ähm, aber ich sag immer, Dacia und G-Modell können dasselbe: Die hupen, blinken, bremsen, haben Licht, bringt dich 'n bisschen durchs Gelände, aber ist trotzdem 'ne andere Kategorie Fahrzeug. Und, ähm, ich will jetzt nicht den, den zweieinhalb Liter Mitsubishi-Motor mit Dacia vergleichen, der ist bestimmt auch besser. Du hast ein richtig fertiges Auto beim Jack, aber der Preis ist eben attraktiv.

Ja.

Und ich denke mal, der kommt fast auch dahin, wo du mit anderen Autos im Gelände hinkommen willst. Es fehlt ihm jetzt 'ne Hinterachssperre und so. Aber grundsätzlich ist das ein gut ausgestattetes Auto. Also ich werd nicht dafür bezahlt, das zu sagen. Ich bin nur schon zweieinhalbtausend Kilometer mit dem unterwegs und bin überrascht, wie gut der funktioniert und, ähm, was der für den Preis leistet. Ja, deshalb.

Du hast jetzt schon paarmal angesprochen, Unterschiede in der Ausstattung, also Basics-

Mhm

... versus dann so 'n bisschen komfortabler. Was würdest du denn sagen, was sind so die, die Ausstattungsmerkmale, die heute eigentlich in jeder Wohnkabine, ähm, vorhanden sind oder auch vorhanden sein sollten? Und wo gehen wir dann vielleicht schon so 'n bisschen in den Komfortbereich oder sogar Luxusbereich rein? Ähm, was gibt's da so an, an Sachen, die man sich da reinbauen lassen kann?

Also ich skizziere jetzt mal so die klassische Wohnkabine Mittelklasse oder gehobene Mittelklasse. Die klassische Wohnkabine und ich glaub auch die meistverkaufte in Deutschland ist 'ne Hard Wall. Wird in der zweihunderter Klasse sein, das heißt zweihundert Zentimeter Bodenlänge. Ähm, die ist für drei Personen, vielleicht sogar plus ein Hund oder ein Kind, sieben Jahre, ein Kind Weiß ich nicht, ein Jahr und, ähm, zwei Erwachsene gut. Ähm, die gibt es, äh, von den Firmen Northstar, die gibt es, äh, bei Ducks Camper zum Beispiel in Bargstedt oben bei, äh, Rendsburg. Ähm, der hat mehrere zweihunderter Kabinen, äh, 'n Explorer oder 'n Allrounder. Ähm, und die sind alle so um die Mitte dreißigtausend Euro, also da zwischen dreißig und fünfunddreißigtausend Euro teuer und da ist dann immer drin.

Ich mach mal von vorne nach hinten. Also immer 'n Bett mit, äh, irgendeiner Form von Bettrahmen drunter. Also das kann Sprungrahmen sein, das kann Froli sein, äh, was auch immer. Da gibt es immer zwei Bänke, wo drei Leute locker drauf sitzen können, 'n Klapptisch. Ähm, es gibt immer eine Küchenausstattung mit, ähm, einem Herd. Das kann mal sein. Es gibt 'n paar Hersteller, die setzen auf Diesel. Es gibt andere, die setzen auf komplett Gasversorgung in der Kabine. Das ist so 'n bisschen variabel, aber es wird immer drin sein, ein Herd mit zwei Flammen. Es wird immer drin sein, äh, eine Spüle, ähm, irgendwie Küchenschränke und Küchenunterschränke. Es wird immer drin sein eine, eine Heizung. Es wird immer Platz zumindest sein für ein, ähm, für eine Campingtoilette, ähm, meistens aber so in der Klasse Porta Potty, Porta Potty plus oder Trockentrenntoilette.

Ähm, es gibt immer 'n Kühlschrank oder 'ne Kühlbox und es gibt immer 'ne Menge Stauraum. Ähm, die Wohnkabine kostet dann wie gesagt so zwischen dreißig und fünfunddreißigtausend Euro und ich hab da schon richtig Komfort drin. Also die sind alle frostfähig. Alle Wohnkabinen eigentlich sind frostfähig, weil so Pick-up-Leute sind halt auch viel Overlander Outdoorer, wie man so schön sagt. Und, ähm, die fahren halt nicht nur in der Saison weg. Das ist in der Tat so. Im Gegenteil, es gibt sogar einen großen Teil der Szene, die sich drauf freuen, dass der erste Schnee fällt, dass sie eigentlich nach Garmisch sich bei Grainau in Schnee stellen können mit ihrer Wohnkabine. Äh, oder auf, äh, Stellplätze, die, die dann halt bei Park von Night oder so verzeichnet sind. Ähm, das ist so die klassische Wohnkabine, also die Mittelklasse liegt so zwischen dreißig und fünfunddreißigtausend Euro. Beziehungsweise gibt's 'n paar Preisbrecher-Marken oder 'n paar, ähm, äh, äh, 'n paar Wohnkabinen, die sind genauso ausgestattet, liegen dann aber drunter.

Ähm, ich mag besonders German Engineering, also ich mag besonders deutsche Hersteller und, äh, einen, den ich hier gerne mal nennen kann, ist, ähm, Multivier Camp. Das ist der Sven Schröder aus Haminkeln, Tischlereibetrieb. Ähm, da gibt's relativ leichte Hardwalls schon ab fünfundzwanzigtausend Euro. Die sind dann auch schon komplett ausgestattet, auch mit so 'ner Basisausstattung. Ich war aber damit auf der, ähm, Abenteuer Allrad im letzten Jahr und ich muss sagen, ich war damit auch dann noch auf der Adventure South Side und war dann unten am Bodensee, hab insgesamt vierzehn Tage irgendwie damit verbracht und kann nur sagen, das ist eine sehr, sehr solide gebaute Kabine. Mit der war ich sogar im Gelände auf meinem Hilux, bin ich mit der, äh, auf einer Europameisterschafts-Motocross-Strecke gefahren und da haben wir eigentlich nichts ausgelassen.

Natürlich macht man damit keine Sprünge mit dem Hilux, aber man fährt alle Tische, alle Hindernisse, die die Motocross-Fahrer mit ihren Motorrädern fahren, fuhr ich dann auch mit dem Hilux mit der Hardwall obendrauf aus Haminkeln. Ähm, also auch das ist möglich. Klar hat das alles Grenzen, ja. Ich will jetzt nicht übertreiben, aber das haben wir gemacht. Das war auch im Heft, das ist zu sehen, das gibt's als Video. Also wir haben das Ding nicht kaputt gemacht, das hat's ja ausgehalten. Fängt also bei fünfundzwanzigtausend Euro an, alles drin, Sitzplätze und Schlafplätze für zwei bis vier und, ähm, geht dann halt bis nach ganz oben. Ähm, also vo-vom Komfort her, äh, gibt es natürlich nach oben keine Grenze. Das ist wie bei Wohnmobilen auch so. Aber, ähm, es gibt da so 'n paar besondere Merkmale, wie zum Beispiel die Firma Northstar, die hat sehr lange, ähm, Wohnkabinen aus Schweden, äh, vertreten hier in Deutschland.

Ähm, die legt jetzt grade wieder neue Wohnkabinen auf. Die werden wahrscheinlich zum nächsten Caravan Salon vorgestellt und da gibt's dann, ähm, wie auch, äh, die teuren und großen Kabinen von Ducks Camper eben aus Norddeutschland, gibt's dann besondere Merkmale. Da sind dann alle Sitze und alle, ähm, alle Einrichtungen hinterlüftet, hinterheizt, unterheizt. Die haben 'ne Fußbodenheizung, 'ne Warmwasserheizung von Alde. Ähm, die haben Warmwasserboiler. Du hast 'ne Außen- und 'ne Innendusche. Ähm, du hast, äh, entsprechend große Grauwassertanks. Du hast 'ne sehr, sehr leistungsfähige, äh, Victron, äh, äh, Konverteranlage für die Elektrik. Du hast, ähm, was alle Kabinen übrigens inzwischen haben, aber du hast 'ne sehr leistungsfähige, ähm, äh, Solaranlage aufm Dach für die Autarkie. Ähm, das sind dann natürlich Wohnkabinen.

Du hast das, äh, tolle, äh, Alcantara-Bezüge für die Sitze und dann gehen wir so in so 'ne High-Class-Abteilung. Es gibt, äh, aus Slowenien gibt's, äh, die Firma Poddungsack, die stellt Kabinen zum Teil aus Carbonfaser her. Dann hast du innen wirklich schwarze Wände, dann guckst du auf Carbon. Die haben, äh, schöne Bodenfächer beispielsweise, wo du dann auch was reinlegen kannst. Da gibt's ganz ausgeklügelte Lösungen, ähm, wo du, äh, mit ausfahrbaren Treppen, dann gehst du rein durch die hintere Seitentür, dann hast du da direkt 'n Schuhschrank, du hast Ablagen für den Schlüssel. Ähm, also das, das ist schon dann sehr sophisticated, wenn du so an die fünfzigtausend Euro-Marke gehst.

Ja, ist im Prinzip, wie du schon sagst, wie im Wohnmobilbereich auch, ne. Du kannst halt für super low cost, äh, quasi losdüsen und du kannst halt auch wirklich alles auch technologisch quasi ausgefeilt und jeden Quadratmillimeter Platz perfekt ausgenutzt haben. Das ist immer die Frage, wie, wie weit du sozusagen dein Portemonnaie aufmachen willst und kannst.

Ja.

Also ich möchte an dieser Stelle noch mal 'n kleinen Gruß rausschicken an unseren Hörer Pepe. Das ist übrigens der Hörer, der uns auch zusammengebracht hat, Andreas.

Schön.

Und, ähm, der hat nämlich auch genau die Firma aus Hamminghin erwähnt, die du gerade erwähnt hast, ähm, Multiv-Multivor, Multivier. Ich weiß nicht, wie-

Ich sag immer Multivier Camp Kann auch vor sein, aber ist Hameln, das Münsterland ist nicht hier

Da hatte uns der Pepe nämlich auch geschrieben, der hat sich dann da 'ne Kabine geholt und ist wahnsinnig zufrieden und hat auch gesagt, ganz toller Service. Also da darf man ruhig auch mal, äh, 'n bisschen für werben, wenn man solche kleineren Firmen auch, äh, positiv in den Vordergrund stellen kann. Jetzt haben wir ja gesehen, dass die Ausstattung einer Wohnkabine und auch teilweise die Größe durchaus an die Merkmale von, ich sage jetzt mal, klassischen Kastenwagen, kleineren Wohnwagen, kleineren Wohnmobilen ranreicht und nichtsdestoweniger ist ja die Zielgruppe eigentlich 'ne komplett andere. Ähm, was würdest du denn sa, sagen, wie unterscheidet sich das Pick-up-Camping so vom klassischen Camping mit Wohnmobil, Wohnwagen oder auch vom Van Life?

Das ist ja auch noch mal eine ganz eigene Kategorie. Und welche Leute machen das? Wie sieht so die, die Community aus bei euch?

Also zunächst muss man sagen, ähm, wir sind ja die Sparte der Sparte der Sparte. Das merkt man spätestens dann, wenn man über, ich sage mal, die Caravan Salon geht. Da stehen dreitausend Camper aller Couleur und da stehen in Zahlen nicht Herstellerzahlen, sondern in Zahlen vierzehn Wohnkabinen und da stehen dreitausend andere Camper. Dann weißt du ungefähr, wie groß unsere Szene ist. Ähm, und natürlich haben wir alle irgendwie so 'n Schlien. Also ich bin natürlich über die US-Cars und die amerikanischen Fernsehserien da rangekommen, ähm, wollte 'n Pick-up haben und bin, äh, literally, also tatsächlich auf einer Messe über meine allererste Wohnkabine gestolpert. Ich war auf 'ner Reisemesse in, äh, Essen und wollte eigentlich am Abend schnell wieder raus und bin quer durch einen Stand gelaufen und gegen meine erste Wohnkabine gerannt.

Ganz ehrlich, also so ungefähr war's. Da habe ich gesagt, was, das gibt's in Deutschland. So, und das geht ganz vielen da draußen so aus der Szene. Die haben häufig schon was anderes gehabt und wie ich schon vorhin mal sagte, also wir haben so eine Karriere, Bodenzelt, Dachzelt, Canopy, kleine Wohnkabine mit Pop-up oder Klappdach und großer Wohnkabine. Und so ungefähr, ähm, teilt sich auch die Alters- und ich sag jetzt mal Finanzstruktur auf. Ähm, die jungen Wilden, die fahren dann eher 'n Canopy Camper. Das ist also ein Wohnaufsatz, der häufig aber keinen Boden hat, sondern da ist eigentlich, das ist 'n, äh, ausgewachsenes Hardtop mit 'nem Klappdach. Ist ja auch schon ausgestattet, aber du wohnst tatsächlich in der, in der, in der Ladefläche. Also du kannst natürlich den Boden einziehen, aber ist keine fertige Kabine, ist unten offen und hat 'ne Heck-, ähm, wand mit 'ner Tür drin.

Alucap ist zum Beispiel einer dieser Hersteller. Ähm, du, äh, die bekommst du so ab achtzehntausend Euro auch. Also so 'ne quasi unfertige, aber Offroad-fähige Kabine. Das sind so die jungen Wilden, die wollen damit in, in die Freizeit fahren, ne. Die wollen auch die Westalpen damit fahren oder nach Albanien ins Gelände. Ähm, dann kommen so die Familie mit Kind, die zwar schon den VW-Bus hatten, aber wo sie gesagt haben, na ja, jeden Abend das Dach hochklappen find ich 'n bisschen doof. Äh, 'n bisschen mehr Raum wär schön, 'n Bad wär schön, dann kann ich den als Wickelraum nehmen, äh, und so weiter. Ähm, die schauen sich besonders auf dem Gebrauchtmarkt um, der jetzt zum Glück nach Corona wieder funktioniert. Äh, wie bei euch auch war, äh, bei den Pick-up-Campern der Gebrauchtmarkt leergekauft.

Das Jahr bei Corona und danach war leer. Jetzt geht's wieder los. Ähm, und aber der klassische Wohnkabinenfahrer, Fahrerin, also meine Leser und das Gros, das sind bestimmt sechzig, wenn nicht siebzig Prozent, das kriegen wir so mit, sind so Menschen, die, wie ich immer so schön sage, aus dem Gröbsten raus sind. Das sind so Fünfzigjährige, die die Kinder aus 'm Haus haben, die ihr Schäfchen im Trockenen haben, die 'n guten Beruf haben, gerne mal selbstständige, äh, Unternehmens, äh, äh, Unternehmer, ähm, die überhaupt, auch wenn sie in Anstellung arbeiten, in vernünftigen Positionen sind und die noch so 'n bisschen den Wilden in sich spüren. Äh, wenn sie Motorrad fahren würden, würden sie sich entscheiden für eine BMW GS oder Harley Davidson Street Glide.

Ähm, wenn's aber, wenn's aber 'n Camper werden soll, dann doch nicht so 'n piefigen Integralen wie der Nachbar drei Reihenhäuser weiter. Sondern dann stell ich mir zu meiner GS natürlich auch 'n Pick-up oder Wohnkabine in die Einfahrt. Und, ähm, die haben erstens, äh, die Lust da drauf, noch mal so was zu machen und zweitens, äh, haben die auch die notwendigen Gelder dafür, sage ich jetzt mal. Ähm, wobei der große Unterschied und da muss ich mal kurz, ähm, zusammenfassen, was ja die, die Wohnkabine interessant macht, im Gegensatz bei manchen zu 'nem Wohnmobil ist ja, dass du die Wohnkabine zum Pick-up dazukaufen kannst, aber du musst sie nicht zulassen, kein TÜV, keine Versicherung. Kannst sie versichern, aber du musst es ja nicht.

Ähm, und sie steht nicht als zusätzliches Auto rum. Ja? Also wenn ich jetzt, ich sag jetzt mal, Vater fährt 'n Q7, ich übertreib mal, Vater fährt 'n Q7, äh, die Tochter fährt 'n Mini und die Ehefrau fährt, keine Ahnung, irgend so 'n Soccer Van. Ähm, so 'n Soccer Mom Van, dann willst du ja nicht noch ein Wohnmobil für hunderttausend Euro da hinstellen. Dann könnte der Vater ja genauso gut 'n Pick-up fahren, sagen wir mal 'n Amarok, ist wahrscheinlich ähnlich besetzt wie 'n Q7, 'n Amarok oder die X-Klasse von Mercedes, ähm, und da drauf und das kann er auch der Familie viel besser natürlich vermitteln. Schatz, wenn wir wegfahren wollen, wollen wir nicht 'ne Wohnkabine kaufen? Die kostet nur die Hälfte von 'nem Wohnmobil und dat Auto haben wir ja schon. Er denkt sich natürlich sofort, die Wüste von Utah, brusttiefe Wasserdurchfahrten, Skislands, Lavafelder, ähm, aber alle fahren zusammen an Titisee in der Wohnkabine.

Wollt grad sagen, am Ende wird's dann doch Berchtesgaden.

Ja genau, wird's dann Berchtesgaden. Aber so sind unsere Leute gestrickt. Also wir haben schon so, so wie jeder BMW GS Motorradfahrer auf seinem Weg zur Arbeit morgens durch Namibia fährt im Geiste, ähm, so fährt der Pick-up-Fahrer entweder auch so die Highways der USA, äh, oder eben durch Albanien, auch wenn er nur Kurz um die Ecke ist, um das Auto zu waschen. Ähm, also so, äh, die Leute haben dann anderen Sinn für Camping. Dazu kommt noch, es sind alles Nomaden. Also noch anders, ähm, ich steh ab und an, wenn ich auf Campingplätzen stehe, stehe ich gerne im Wohnmobilhafen, ne. Auch da zum Beispiel Greinau oder so, da habe ich ja die ganzen neuen elf-Meter-Dinger um mich. Ähm, und dann fahren die alle in die Stadt mit ihren Elektrofahrrädern und ich setz vor Ort ab. Also ich nehme meine Kabine runter, dauert so zwanzig Minuten etwa, unter staunenden Umstehenden, nehme meinen Pick-up und fahr dann nach mitten Wald.

Da kommen die mit ihren Elektrofahrrädern nicht mehr hin. Aber die kommen ja mit ihrem Wohnmobil auch nirgendwo anders hin. Die stehen ja nur da in Greinau. Und das macht 'n großen Unterschied. Ähm, ich glaube, unser Volk ist sehr viel mobiler und die nehmen auch ihre Wohnkabine in zunächst unmöglich oder zumindest unwahrscheinlich, äh, scheinende Gegenden mit. Ähm, und entsprechend findet man die wirklich von den Wüsten, habe ich jetzt grad schöne Geschichten, äh, vom Oman über Tunesien, Marokko bis ganz rauf zum Polarkreis Nordkap. Ein paar meiner Leser sind jetzt gerade, während wir sprechen, am Nordkap. Andere fahren natürlich nach Schottland oder auch nach Island. Ähm, eine Familie, die uns gerne was schreibt, ist jetzt gerade in Südamerika unterwegs mit ihrer deutschen Wohnkabine auf 'nem deutschen Pick-up. Äh, mit anderen Worten, ähm, wir sind sehr Nomaden.

So zwei Tage Standzeit reicht schon. Also da macht keiner Camping im klassischen Sinne, sondern, ähm, das ist schon Overlanding im eigentlichen Wortsinn. Ich fahre übers Land.

Also wenn ich das jetzt mal so für mich resümieren müsste, würde ich ja fast sagen, dass so 'ne Wohnkabine eigentlich oder 'n Pick-up mit Wohnkabine die Vorteile von Wohnwagen und die Vorteile von Wohnmobilen miteinander kombiniert. Also ich kann mit meinem Basisfahrzeug trotzdem vor Ort flexibel bleiben. Ähm, ich hab aber nichtsdestoweniger auch die Mobilität, die 'n Wohnmobil bietet unterwegs.

Mhm.

Kann mich auch auf Stellplätze stellen, also auf Wohnmobilstellplätze, Fragezeichen.

Ja, in der Regel schon. Also wir hatten erst einmal ein Problem damit, weil einer, so 'n naseweiser Platzwart kam und sagte: "Nein, das ist aber nur ein Pick-up." Ich sage: "Ja, aber das ist doch wohnlich." "Nein, nein, nein, nein. Nee, hier können nur Wohnmobile hin." Na gut.

Und, und generell für 'n Wohnwagen bräuchte man ja auch meistens 'n, 'n relativ starkes Zufahrzeug, zumindest für die etwas größeren Modelle. Ähm, also für mich klingt das alles jetzt erst mal sehr, sehr positiv, sehr rund. Ähm, wir hatten selber auch überlegt, ob statt 'nem, 'nem, ähm, Campervan vielleicht 'n Pick-up mit Wohnkabine für uns geeignet war. Wir haben uns dann aus anderen Gründen dagegen entschieden, äh, weil wir, weil wir eben 'ne geschlossene Transportfläche unter anderem gerne haben wollten. Aber wir wissen ja, im Leben keine Vorteile ohne Nachteile.

Mhm.

Was würdest du denn so für dich identifizieren, auch wenn du jetzt Wohnkabinen- und Pick-up-Fan bist, was, was würdest du sagen, ähm, wären so die Einschränkungen, die man vielleicht auch hat?

Äh, ja, natürlich gibt's Einschränkungen. Also du musst das Ding irgendwo hinstellen. Wenn du kein eigenes Grundstück dafür hast, musst du halt ihn irgendwo abstellen wie 'n Wohnwagen auch. Ähm, das ist, kann durchaus 'n Nachteil sein, grade in Bannungsgebieten. Dann kannst du schon mal über viele Kilometer von deiner Wohnkabine getrennt sein und dann nimmst du die vielleicht auch nicht jedes Wochenende dann mit. Das ist ein so 'n Ding. Ähm, zweitens, äh, um viel Freude dran zu haben, aber ich glaube, das ist gar nicht so anders als bei 'nem Wohnwagen, braucht sie halt ein bisschen Pflege. Besonders wenn ich sie, äh, einem etwas härteren Einsatz, ähm, unterziehe, also ins Gelände nehme und so, dann muss ich auch mal schauen, äh, ob noch alles da ist, wo's hingehört. Ähm, und, äh, na ja, sie verursacht natürlich, äh, abgesehen davon, dass sie jetzt keine, keine Versicherung braucht und keine Zulassung, ähm, verursacht sie natürlich auch in gewisser Weise laufende Kosten.

Also 'ne Versicherung wär schon schön, ähm, wobei es bei Wohnkabinen immer schwierig ist, sie zu versichern. Da kommen wir irgendwann noch mal zu. Und, ähm, zum zweiten, das Fahrverhalten des Fahrzeugs ist zunächst natürlich gewöhnungsbedürftig. Es ist allerdings weniger gewöhnungsbedürftig, als man annimmt, wenn man diesen Riesenkasten sieht, weil das ist ja alles, ich sag mal, despektierlich, Balsaholz mit viel umbautem Raum. So 'ne Wohnkabine wiege ich in, in der Spitze, also wenn's richtig schwer ist, siebenhundertsiebzig Kilo, dann muss ich auflasten den Wagen, dann muss ich den umbauen und das ist 'n Nachteil, weil da kommen noch mal fünf bis achttausend Euro Fahrwerk dazu. Ähm, dann kommt noch mal, ähm, das ein oder andere dazu, was ich an sowieso an Befestigungen brauche auf dem Pick-up. Sicherlich ist der Verschleiß des Pick-ups dann höher, wenn ich auf Dauer oder viel mit 'ner Wohnkabine unterwegs bin.

Ich bin natürlich auch nicht mehr so superschnell, wobei ich kann immer mit jeder Wohnkabine und jedem modernen Pick-up vielleicht so hundertzwanzig, hundertdreißig locker fahren, aber hab dann natürlich 'n Verbrauch, ne. Expresszuschlag kostet, also siebzehn Liter nimmt sich so 'n durchschnittlicher Pick-up dann. Für uns ist das viel. Normalerweise braucht 'n Pick-up heutzutage so zwischen elf und zwölf Liter. Das heißt also, siebzehn ist schon 'n ordentlicher Aufschlag. Ähm, und, ähm, bei großen Wohnkabinen ist es ähnlich wie mit großen Wohnmobilen. Du kommst halt nicht überall durch, was die Höhe angeht. So 'n Wohnkabine baut auf immer ziemlich genau drei Meter, wenn's 'ne feste Wohnkabine ist. Also die Ladefläche ist immer ungefähr bei einem Meter, zwei Meter Stehhöhe in der Wohnkabine. Das heißt, ich bin immer so bei zwei neunzig, drei Meter, drei Meter zehn. Ähm, und wir kennen so italienische Dörfchen, ne, oder in Andalusien mit Überhang an den, an den Dächern.

Da kommst du jetzt nicht mehr durch jede Gasse. Oder du kommst auch, ähm, auf Küstenstraßen oder am Gardasee, da gibt's ja so 'n paar, äh, Felsüberhangstraßen. Da kommst du jetzt auch nicht mehr überall lang, ne. Ähm, sollte jemand, der Marcel heißt und sich unter Mud Terrain immer bei uns auf der Seite tummelt, das jetzt hören, der wird jetzt lachen, weil ich immer wäre: "Verflixt, dann bin ja, damit kannst du alles machen." Nein, damit kann man natürlich nicht alles machen. Ähm, aber der ist zum Beispiel mit, äh- Mit kleineren Wohnkabinen aufsetzen, äh, gerne in Albanien oder Rumänien oder Bulgarien unterwegs und für den wäre natürlich 'ne große Wohnkabine gar nix. Ja. Dennoch, du hast nicht den Nachteil eines Anhängers. Es gibt ja durchaus Nachteile, wenn du 'n Anhänger hast. Ähm, ne, Baustellen kennen wir, Überholverbote, LKW-Überholverbote, ähm, Gespannüberholverbote und, ähm, auf manch skandinavischen Fähren kommst du nur mit viel Zusatzgeld oder, ähm, du kommst eben auf manchen Pass gar nicht hoch, je nachdem wo du fahren willst, weil der für Gespanne gesperrt ist.

Und, ähm, mit der Wohnkabine, die hast du halt immer oben drauf. Das wär 'n Vorteil. Aber du hast trotzdem bei ihr immer, immer irgendwas, was natürlich auch sperrig ist.

Nichtsdestoweniger muss ich sagen, dass ich jetzt, also abgesehen jetzt von der Mentalität der Pick-up-Camper, die du jetzt vorhin schon so 'n bisschen blumig beschrieben hast, eigentlich gar keinen Grund dafür sehe, warum das im Moment noch so 'ne Nische ist, weil das Ganze ja doch viel komfortabler ist, als ich's mir auch vorgestellt hab, obwohl ich schon in vielen Wohnkabinen auf vielen Messen drin war und da auch schon immer erstaunt war, ähm, was sie eigentlich so alles bieten. Und deswegen wunder ich mich so 'n bisschen, dass man so wenige Wohnkabinen auch auf Campingplätzen sieht, weil man damit ja auch, also ich sag jetzt mal auch, wenn man Abenteurer im Geiste ist, aber man könnte damit ja auch normale Campingurlaube machen eigentlich.

Absolut. Ähm, ja, die Szene ist, äh, nach wie vor überschaubar. Also heute noch hab ich mit einem Hersteller gesprochen oder einem großen Vertreiber gesprochen. Der hat sich gefreut, dass er im letzten Jahr, haltet euch fest, 100 Wohnkabinen losgeworden ist. Der durchschnittliche Wohnmobilhändler, der würde davon gar nicht existieren wollen von 100 Wohnmobilen und der durchschnittliche Wohnwagenhändler schon gar nicht. Ähm, und der ist einer der Bestverkaufenden in Deutschland, ja. Das Wohnkabinen-Center in Geilenkirchen beispielsweise verkauften, verkauften in der Spitze 20 Wohnkabinen pro Monat. Das machte dann zwar 240, aber da sind die auch schon inzwischen wieder weg nach Corona. Ich schätz mal, dass bei denen auch so um die 100, 150 Wohnkabinen geht. Das sind schon so ungefähr die beiden größten in Deutschland.

Ähm, das heißt, ich schätze mal, der Verkauf an Wohnkabinen in Deutschland pro Jahr liegt deutlich unter 500.

Wird aber letzten Endes auch einfach damit zu tun haben, dass halt der Pick-up ein recht ungewöhnliches Fahrzeug in Deutschland ist. Also kein gängiges Massenfahrzeug, sag ich mal, ne. Man fährt den SUV, wenn man bisschen mehr Kohle grade ausgeben will oder man fährt halt den klassischen Kombi oder die Limousine, aber so Pick-up ist ja auch immer noch ein relativ rares Auto und das wird einfach der Zusammenhang sein. Und auf 'm SUV krieg ich halt nun mal keine Wohnkabine drauf. Da brauch ich 'n Dachzelt. Ich denke mal, dass das daher kommt.

Ja, das stimmt. Das wird wahrscheinlich der Grund sein. Es ist irgendwie hier als, als, ähm, ja, als Breitensportfahrzeug sozusagen noch nicht so angekommen.

Ja, und vielleicht auch mit vielen Vorurteilen behaftet, wie ich ja merke, wie ich's im Kopf habe. Das ist alles enge, so 'n kleines und hast du nicht gesehen, wie das ja häufig so ist von Dingen, die man, die man noch nicht kennt. Ähm, ich muss jetzt mal 'n bisschen euch drauf hinweisen, dass wir ein wenig auf die Uhr schauen müssen. Ähm, ich hab auch noch eine Frage, zu der würd ich aber gleich kommen. Ich würde vorher ganz kurz, mhm, zum Gewinnspiel kommen, was Nele zum Anfang angeteasert hat. Und zwar hat der Andreas gesagt: „Hey, wenn ich zu euch komme, dann machen wir da mal drei Probeabos locker." Das bedeutet, von seinem Wohnkabinenmagazin könnt ihr nicht einer, sondern drei von euch, äh, jeweils ein Probeabo gewinnen, das, wenn ich mich recht erinnere, vier Ausgaben umfasst.

Und in jeder Folge, das muss man noch dazu sagen. Also wir werden-

Genau, wenn, wenn ihr jetzt nicht gewinnt, habt ihr auch die anderen Folgen noch die Möglichkeit zu gewinnen. Ähm, was machen, was, was wollen wir denn die Leute dafür machen lassen? Wir haben uns ganz viel überlegt, aber das haben wir uns nicht überlegt im Vorfeld.

Ich würde sagen, die Leute, ähm, die diese Folge hören, sind ja schon so 'n bisschen, ähm, vielleicht in dem Thema Pick-up-Camping drin oder, ähm, interessieren sich da etwas tiefergehend dafür. Und deswegen würd ich mich freuen, wenn ihr uns mal schreiben würdet, also alle, die am Gewinnspiel teilnehmen möchten und natürlich auch alle anderen, die sich, ähm, da äußern möchten, was euch am Thema Pick-up-Camping fasziniert und ob ihr schon konkret dabei seid oder, oder konkrete Kaufabsichten habt, ähm, oder ob ihr jetzt erst mal so 'n bisschen reinschnuppern wollt und euch allgemein mit dem Thema auseinandersetzen wollt.

Und das Ganze schickt ihr per E-Mail an podcast@camperstyle.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle, die bei Camper Style arbeiten und Angehörige dürfen nicht mitmachen. Auch der Andreas darf nicht mitmachen. Ähm, also schickt uns die Mail und zwar die Folge kommt am 24.02. raus und danach habt ihr zwei Wochen Zeit uns eine E-Mail zu schicken. Das heißt am 08.03. um Mitternacht ist quasi Einsendeschluss. Das sind, sind das 14 Tage? Ist egal. Bis zum 08.03. Mitternacht habt ihr quasi Zeit uns eine E-Mail zu schicken. Alle Mails, die bis dann reinkommen, landen im Lostopf und wir losen dann entsprechend die drei Gewinner und Gewinnerinnen aus. Ihr braucht uns auch noch keine Adresse mitschicken. Wir schicken euch dann 'ne kurze Gewinnbenachrichtigung und dann könnt ihr uns die Adresse schicken, die wir dann an den Andreas weitergeben.

Und wie gesagt, das, was Nele grade gesagt hat, schickt uns mal so 'n paar eurer Gedanken rund um das Thema Wohnkabinen.

Und ganz wichtig: Schreibt bitte in den Betreff „Gewinnspiel Pick-up", damit, äh, die Mails nicht im allgemeinen Wust unserer ganzen Zuschriften untergehen und wir das dann auch sauber zuordnen können.

Genau, also untergehen tun sie nicht. Sie bleiben dann halt meistens 'n bisschen liegen und das wollen wir ja beim Gewinnspiel nicht, sondern ihr sollt ja teilnehmen. Jetzt komm ich noch zu 'ner Frage, die ich habe. Ich bin mal gespannt, ob du sie beantworten kannst. Ähm Was glaubst du denn, wie viele der Besitzer einer Wohnkabine die regelmäßig absetzen zu Hause, um nur mit dem Pick-up zu fahren? Hast du da irgendeine Idee von?

Also wenn's 'ne Absetzkabine ist, dann geh ich davon aus, dass es ungefähr siebzig Prozent der User tun. Weil, ähm, grade mit 'ner großen Absetzkabine fährst du einfach nicht rum, weil sie dann doch unhandlich ist bei täglichen Fahrten und dann setzt du sie einfach zu Hause ab. Ähm, allerdings vor Ort, also am Urlaubsort aufm Campingplatz, das müssen dann ja schon quasi echte Camper sein, die mehrere Tage dort bleiben oder 'ne Woche, äh, sind es tatsächlich nur zwanzig Prozent aller Wohnkabinenfahrer, obwohl die Option besteht und es sehr einfach ist, aber vor Ort setzen's dann doch eher weniger ab.

Und da hat Sebastian mir jetzt schon 'ne schöne Überleitung zu meiner Frage geschaffen, weil du vorhin so locker erzählt hast, ja und wenn wir dann hier am Stellplatz sind, dann nehmen wir einfach die Kabine oder nehm ich einfach die Kabine runter. Wie setzt man die denn ab? Wie, also ich kann mir das gar nicht vorstellen. Da wirst du ja nicht, äh, die Kabine in die Hand nehmen und runterziehen.

Ja, an vier Ecken doch, das geht. Nein, Quatsch. Also das ist ganz einfach. Ähm, in der Regel, also ich geh jetzt mal immer so, wir haben ja kein Bild, insofern muss ich das immer erklären. In der Regel ist es so, dass, ähm, auf dem, auf der Ladefläche eines Pick-ups vier Schwerlastösen mit dem Rahmen des Pick-ups verschraubt sind, also ganz stabil mit dem Rahmen. Zwar vorne an der Ladefläche links und rechts zwei und hinten an der Ladefläche, äh, rechts und links zwei. Die Wohnkabine steht abgesetzt auf vier Kurbelstützen. Ihr kennt das vom Wohnanhänger, da hast du vorne dieses Spornrad und das kannst du dann hochkurbeln. Das stell dir jetzt einfach mal in zwei Meter zehn Länge vor und das kannst du dann auf achtzig Zentimeter runter oder auf, auf einen Meter fünf runterkurbeln.

Ähm, und diese, diese vier Stützen kommen in Aufnahmen an den Ecken der Kabine. Dann kurbelst du die auf den Boden, löst die Kabine, die ist normalerweise nur mit Zurr-, äh, -bändern, also mit diesen Ratschnbändern, LKW-Zurrbändern, ähm, mit der Ladefläche verbunden. Du löst diese vier Ösen mit den vier Ratschnbändern. Dann ist die Kabine ja frei auf dem Auto und dann kurbelst du diese vier Stützen hoch, entweder von Hand, am besten geht das zu zweit, kannst du aber auch alleine machen, musst du halt immer um die Kabine rumlaufen. Ähm, kannst du auch mit 'm Akkuschrauber machen, dann ist die ganze Sache in zehn Minuten gegessen. Und dann kurbelst du die einfach hoch, fährst das Auto drunter raus und wenn du sie bewohnen möchtest oder auch aus, aus Windgründen, äh, und überhaupt gegen die Einflüsse der Umwelt, äh, kurbelst du die eigentlich fast wieder auf Anschlag runter und, äh, dann hast du ungefähr die Höhe eines Einstieges eines normalen Wohnmobils oder Wohnwagens.

Und dann steht die halt da. Die ganze Operation dauert, wenn du einigermaßen eingespielt bist, so zwei, zwanzig Minuten und ich hab schon oft die Wohnkabine abgesetzt und komplett frei da stehen gehabt, bevor mein Nachbar sein Vorzelt montiert hatte.

Mhm. Ja, kann ich bestätigen. Bei uns dauert's mit dem Wohnwagen auch 'n bisschen-

Ja

... äh, bis wir da alles aufgebaut haben. Ja, sehr schön. Ich würde vorschlagen angesichts der Zeit, dass wir, ähm, das Thema rechtliche Aspekte und auch unsere persönlichen Tipps der Woche in die nächste oder auch sogar vielleicht in die übernächste Folge, äh, schieben. In der nächsten Folge wird's dann darum gehen, ähm, wie wähle ich 'n passendes Basisfahrzeug aus? Was muss ich beim Kauf von 'ner Wohnkabine beachten? Also da gehen wir so 'n bisschen mehr auch schon in die, in die Ratgeberschiene rein. Und wir haben uns aber entschieden, weil wir uns hier in so 'nem kleinen Nischenthema befinden, damit wir jetzt nicht die Leute, die vielleicht an dem Thema weniger Interesse haben, äh, drei bis vier Wochen lang mit dem Thema Wohnkabinen beschallen, dass wir immer zwischen den Folgen mit Andreas eine Folge quasi Pause machen, mit 'nem anderen Thema reingehen.

Ähm, deswegen hört ihr also die nächste Folge zum Thema Wohnkabinen dann in zwei Wochen und ich hoffe, dass ihr wieder fleißig einschaltet.

Ja, dann bis zum nächsten Mal auch von mir und, ähm, abonniert den Podcast, dann verpasst ihr aber auf jeden Fall die nächste Folge mit Andreas nicht. Die Abos könnt ihr kostenlos dalassen, da wo ihr uns eben hört. Ist einfach nur für euch so quasi, dass ihr immer erinnert werdet, wenn's 'ne neue Episode von uns gibt. Ja, Andreas, du hast das letzte Wort für heute. Ich sag tschüss.

Ja, lieben Dank für die Einladung noch mal und ich freu mich schon aufs nächste Mal. Macht echt Spaß mit euch und, äh, ich hoffe, da draußen konnt ich halt 'n bisschen Interesse wecken.

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