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Pickup-Wohnkabinen – Teil 3: Reisen mit Pickup und Wohnkabine

Episode 214 · 01:12:12

In der dritten und letzten Folge rund um das Thema Wohnkabinen möchten wir mit euch auf die Reise gehen. Andreas “Wikinger” Kirsch vom Magazin Pickup Camper erzählt von seinen Touren und gibt euch neben persönlichen Anekdoten auch praktische Tipps zum Auf- und Ausbau sowie zum Fahren, Freistehen und zur Navigation mit auf den Weg. Mal sehen, ob ihr danach genauso angefixt vom Pickup-Camping seid, wie Nele es nach der Aufnahme war.

Auch dieses Mal gibt es wieder 3 Probeabos von Andreas' Magazin zu gewinnen – Reinhören lohnt sich also doppelt!

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und heute, wie angekündigt, ohne den Sebastian im Studio, aber dafür wieder mit dem lieben Andreas Kirsch vom Pickup Camper Magazin. Andreas war ja schon in zwei Folgen bei uns zu Gast zum Thema Reisen mit, äh, oder Pickup und Wohnkabine. Heute geht's spezifisch um das Thema Reisen mit Pickup und Wohnkabine. Und, ähm, vielleicht vorweg der kurze Hinweis, ähm, den ich leider in den letzten Folgen vergessen hatte: Wir zeichnen oder haben alle Folgen am Stück aufgezeichnet an einem Tag und wenn jetzt in der Zwischenzeit von euch Fragen eingegangen sind zu diesem sehr komplexen Themenbereich Wohnkabinen, dann können wir die erst in einer der nächsten Folgen beantworten, weil wir sie einfach dazwischen, ähm, nicht reinbekommen haben.

Das nur mal vorweg, damit ihr euch nicht wundert, warum wir so gar nicht darauf eingehen, wenn ihr uns was schickt. Ja, lieber Andreas, ich hatte dich in den anderen beiden Folgen schon vorgestellt. Nur noch mal ganz kurz die Eckdaten: Ähm, du bist Motorjournalist, bist verantwortlicher Redakteur seit fünf Jahren, hattest du gesagt, ne, beim, beim-

Ja, mhm.

... beim Pickup Camper Magazin und aber schon seit den späteren Neunziger Jahren mit Pickup-Kabinen unterwegs und konntest entsprechend da sehr, sehr viele Erfahrungen und auch Eindrücke sammeln. Und die Erfahrungen haben wir in den letzten beiden Folgen abgehandelt und das Wissen, was du mitbringst. Und heute widmen wir uns in erster Linie so 'n bisschen den Gefühlsthemen. Nämlich, ähm, hast du ja erzählt, dass du auch so 'n paar Reisetipps und Reiseanekdoten mitbringst. Ich würde nur, bevor wir gleich da einsteigen, einmal vorneweg noch die ganzen rechtlichen Bestimmungen und Vorschriften und das Ganze, den ganzen bürokratischen Kram abarbeiten, bevor wir dann, äh, uns auf den Weg machen gemeinsam.

Wir haben in den vorherigen Folgen gehört, dass ein Pickup-Camper nicht als Wohnmobil zugelassen werden muss. Ich brauche, ähm, für die Wohnkabine nicht zwangsläufig 'ne eigene Versicherung. Du hattest aber gesagt, es wäre empfehlenswert. Und was haben wir noch über rechtliche Bestimmungen erzählt?

Dass, äh, jeder Pickup in Deutschland beispielsweise nur um die zweihundert Euro Steuern kostet und daher-

Genau

... als Fahrzeug, als Trägerfahrzeug, ähm, finanziell auch sicherlich attraktiv ist und, äh, in einer ähnlichen Tarifklasse wie jeder PKW mit also dem Wert, ähm, versichert wird. Insofern, äh, eine gute finanzielle Basis im Unterhalt für so eine Wohnkabine.

Und wenn wir jetzt mal auf das Thema Fahren schauen, also Fahren mit Pickup und Wohnkabine. Ähm, es klang in den letzten Folgen an, ähm, dass ja auch sich die Fahrdynamik verändern kann. Du sagst ja selber auch, dass du, ähm, ein Fahrzeug nutzt im Moment für die Redaktion, um darauf verschiedene Kabinen zu testen, um zu sehen, wie verhalten die sich, ähm, im normalen Straßenbetrieb, aber auch wenn's eben dann offroad geht. Ähm, was gibt's da für Punkte, auf die ich von der rechtlichen Seite achten muss? Also welche, welche Bestimmungen gibt's da? Welche Einschränkungen gibt's vielleicht auch fürs Fahren mit Wohnkabine?

Ähm, ich möcht's erst mal positiv ausdrücken. Dadurch, dass es ja Ladung ist, das haben wir schon mal kurz erwähnt, ähm, ist es halt, äh, so, dass du jetzt eine Wohnkabine nicht extra zulassen und nicht zwingend extra versichern musst. Ähm, bis auf 'ne Gasprüfung, die ich immer vorschlage, ist da alles gut. Aber es gibt natürlich, ähm, grade bei den großen Wohnkabinen schon mal Beschränkungen in der Durchfahrtshöhe. Die sind also immer um drei Meter hoch. Ähm, und ich muss mich durchaus an das Fahren mit einer Wohnkabine gewöhnen. Ähm, Wohnkabinen sehen häufig, grade wenn sie Überhang haben – Überhang heißt, die ragen über die eigentliche Ladefläche hinaus und es gibt da Wohnkabinen mit zweihundertvierzig Zentimeter Bodenlänge – ähm, dann sehen die immer so aus, als wären die super hecklastig.

Das ist durchaus nicht wahr, weil Wohnkabinen in der Regel so gebaut werden – und das gilt für achtzig Prozent aller Wohnkabinen – dass der Schwerpunkt dieser Wohnkabine vor oder auf der Hinterachse, also bei der Hinterachse des Trägerfahrzeugs liegt. Aber da hab ich auch direkt die erste Grenze. Ich hab ja nicht nur das zulässige Gesamtgewicht oder das zulässige Gesamtmasse, sondern ich hab ja auch 'ne Hinterachslast und auch die darf ich nicht, ähm, übersteigen. Und da muss ich natürlich in meine Papiere gucken, was ich da für 'ne Hinterachslast hat, äh, habe. Denn, ähm, wenn ich jetzt auflaste mit 'nem anderen Fahrwerk, dann muss ich eben zusehen, dass ich auch da in den Grenzen bleibe. Ähm, es kann sein, dass ich unter dreitausendfünfhundert Kilo bleibe, aber über die Hinterachslast gehe.

Das geht natürlich auch nicht. Ähm, dann gibt es natürlich, äh, ich will das noch mal kurz einschränken, kommen wir zum Thema Wohnmobilzulassung. Erstens ist es in der Schweiz – da haben wir ja bestimmt auch Hörer – ist es in der Schweiz so, ähm, dass grundsätzlich so 'ne Ladung, sprich so 'ne Wohnkabine als Ladung, nicht über die Fahrzeugumrisse ohne Spiegel hinausragen darf. Es gibt da eine, ich sag jetzt mal, positive Grauzonenregelung für durchreisende Touristen wie unsereinen. Da sagt also jetzt kein Kantonspolizist: „Also Ihre Wohnkabine, die ist aber ein bisschen breit, lassen Sie die mal stehen." Aber für Ortsansässige, also für Schweizer, dort gemeldete Bürger, äh, ist es nicht so ohne Weiteres einfach.

Es gibt von einigen Herstellern deshalb, äh, sogenannte Hundertneunziger. Die sind meistens hundertneunzig Zentimeter lang, aber auch nur hundertneunzig Zentimeter breit, sodass sie innerhalb der Umrisse des Fahrzeugs bleiben. Wenn sie das nicht tun, müssten die zwingend als Wohnmobil zugelassen werden-

Mhm

... in der Schweiz. Äh, und dann hast du natürlich alle Bestimmungen, die das Wohnmobil in der Schweiz auch erfüllen muss. Ebenso wie es überall, auch in Deutschland, eben Plattformkabinen gibt, die so fest mit dem Fahrzeug verbunden werden, dass es am Ende quasi auch ein Wohnmobil wird, also ein Expeditionsmobil, sage ich jetzt mal. Das heißt, die Ladefläche kommt runter. Stattdessen wird eine flache Pritsche über den Rädern verbaut und darauf verbaut eine Wohnkabine. Die sind in der Regel zwar auch absetzbar, aber sind häufig als Wohnmobil eingetragen, weil es dann auch gewisse Vorteile gibt. Dann ist nämlich die Wohnkabine gleich mitversichert, beispielsweise-

Mhm

... auch gleich mit zugelassen und, ähm, die werden in der Regel auch nicht mehr so häufig abgesetzt. Es gibt durchaus, äh, vielleicht den einen oder anderen Handwerker, der dann diese Pritsche nutzt mit Bracken, also rundrum mit, äh, Ladebordwänden, um dann doch was damit zu transportieren, aber gerade die Plattformkabinen werden in der Regel komplett gelassen. Also das heißt, es ist ohnehin ein in sich geschlossenes Auto, ein Komplettfahrzeug und das ist dann auch oft als Wohn-, äh, mobil zugelassen und das kann auch leicht als Wohnmobil zugelassen werden. Das ist gar nicht so schlimm.

Okay. Bei der, ähm, Geschichte mit der, mit der Zulassung als Klein-Lkw, die du ja jetzt auch schon mehrfach in den vorhergehenden Folgen genannt hattest, ähm, spielen Fahrbeschränkungen für Lkw dann aber keine Rolle, oder?

Nein, ausdrücklich nicht. Äh, da ist es so, dass die, ähm, also diese besondere Fahrzeugklasse N1 nach EU-Recht ist halt ein Leicht-Lkw, äh, Lkw offener Kasten und da fallen alle Pickups drunter und, ähm, die oder mir ist zumindest nicht bekannt, irgendeine viele da nicht drunter. Sagen wir mal so, das ist ja auch keine Rechtsberatung hier, sondern das ist ja-

Nein, auf gar keinen Fall.

Ähm, aber, ähm, meiner, meiner Kenntnis nach fallen da alle Pickups in Deutschland drunter. Das sind alles N1, die meisten in Europa auch. Ähm, und, äh, das bringt eben so verschiedene Vorteile mit und, äh, unter anderem fällt das Lkw-Fahrverbot am Wochenende dann nicht drunter. Ähm, es ist ja auch so, dass ein Zug am Wochenende, wenn er zum Sport eingesetzt wird, also das heißt, ich habe jetzt 'n, äh, Anhänger mit Rennmotorrädern oder Crossmotorrädern dran. Selbst wenn ich von einer Veranstaltung komme und Händler oder Hersteller bin, darf ich das in gewissen Grenzen noch tun und darf-

Mhm

... von dieser Veranstaltung am Sonntagabend zurückfahren und muss nicht bis Montagmorgen warten, obwohl eigentlich Lkw-Verbot herrscht. Ähm, auch da ist der Pickup eigentlich auf der sicheren Seite. Äh, das kann man sich genauer einlesen, wenn man jetzt besondere Ansprüche hat. Ähm, nicht, dass es nachher heißt: „Ach ja, der Wikinger, äh, hat gesagt, das geht so", und dann berufen sie sich auf mich. Aber grundsätzlich, ähm, gilt schon für Pickups gilt dieses ganze Thema Lkw-Fahrverbote, Lkw-Beschränkungen nicht.

Und wenn wir noch mal ganz kurz auf das Thema Fahrsicherheit, ähm, mit der Kabine zurückkommen. Also zum Beispiel Wohnmobile, noch mehr Wohnwagen neigen ja sehr stark zu so, ähm, Schlinger- und, und, ähm, Wankbewegungen. Was würdest du sagen, wie, wie verhält sich so 'ne Pickup-Kabine, wenn man vielleicht auch mal nicht so mit hundertprozentig angemessener Geschwindigkeit oder Kurvenfahrverhalten unterwegs ist, wie man's eigentlich machen sollte? Weil wir wissen alle, keiner kann sich davon freisprechen, dass man mal, äh, in gewissen Situationen nicht hundertprozentig korrekt unterwegs ist.

Gar nie. Äh, also doch natürlich. Und das Schöne ist halt, gerade mit 'nem, äh, potenten Pickup, ähm, da reitet man schon mal gerne so mit hundertvierzig, hundertfünfzig mit so einer Wohnkabine über die Autobahn. Ist erstens erlaubt, zweitens, wenn man jetzt die Reifengeschwindigkeitsklasse nicht übersteigt, also BF Goodrich beispielsweise, die AT-Reifen dürfen nur bis hundertsiebzig. Äh, und gerade wenn's heiße Fahrbahn ist, die sind halt im Gelände sehr gut, aber sind auch relativ weich. Würde ich's nicht übertreiben, gerade mit-

Mhm

... denen Reifen nicht und überhaupt mit AT-Reifen nicht. Äh, nichtsdestotrotz auf normaler Fahrbahn, normaler Autobahn, auf der Anreise, auf der Fernreise, da kann ich mit einer durchschnittlichen Wohnkabine schon ungefähr so hundertdreißig fahren. Ähm, wenn's schneller gehen muss und das Auto es hergibt, kann ich das auch gerne tun, aber man muss sich immer bewusst machen, dass es, ähm, linear geradeaus geht bei der ganzen Geschichte. In dem Moment, wo ich abbremse, habe ich da hinten bis zu siebenhundert, achthundert Kilo Gewicht drauf. In der Regel sind's so sechshundert Kilo, aber das ist so ein guter Schnitt. Ähm, habe ich Gewicht drauf, die dann von hinten drücken.

Mhm.

Das heißt, sobald das Fahrzeug ein bisschen quer kommt, kommt die ganze Fuhre quer und dann habe ich halt drei Meter Höhe mit einem erhöhten Schwerpunkt. Auch wenn ich jetzt drei Meter Höhe habe, liegt der Schwerpunkt nicht am Dach, aber schon so auf Höhe der Schultern der Mitfahrenden und damit deutlich höher als sonst, wo er gewöhnlich auf der Höhe des Antriebs liegt. Ja, so Pickup, stell dir vor, ohne Wohnkabine, hast du halt vorne einen Motor, dann hast du einen Kardan nach hinten und dann hast du hinten noch mal einen Allradgetriebe, ähm, äh, Differential. Und, ähm, das ist alles unter den Fahrern und Beifahrern und das ist alles das Schwerste am Auto. Das heißt also-

Mhm

... ein ubauner Pickup ist relativ niedrig im Schwerpunkt. Kommt da aber eine Wohnkabine drauf, kommt natürlich Ladung in die Ladefläche und selbst wenn die gut gebaut ist, ist der Schwerpunkt dann ungefähr so auf Höhe der Schultern und der Oberkörper der Passagiere. Das heißt in der Querbeschleunigung, wenn ich also bremsen muss und irgendwann quer komme, kann mir das Ding im dümmsten Fall auch kippen. Ne, sobald die Räder irgendwie gefangen werden, gegen Widerstände stoßen oder sehr großer Grip auf der Straße ist, dann kann ich seitlich damit umfallen. Das muss ich wissen. Ebenso, wenn ich viel Überhang habe, ähm, ich nehme jetzt mal 'n Allradbus, ne, also irgend so 'n Sprinter mit Allrad, äh, so die typische sechs Meter Klasse mit, äh, Radstand, äh, mit vernünftigem Radstand und kurzem Überhang, dann komme ich damit den einen oder anderen Hang noch hoch, wo ich mit einer schwereren Wohnkabine aufm Heck vielleicht nicht mehr hochkomme, weil ich dann einfach vorne die Vorderachse zu sehr entlaste.

Ähm, das muss ich wissen. Dafür bieten wir aber auch, also wir bieten nicht als Veranstalter, aber wir begleiten als Pick-up Camper Magazin regelmäßig, äh, Pick-up und Wohnkabinen Offroad-Trainings. Das sieht man auch bei uns bei Facebook und Instagram immer wieder die Termine und man sieht auch Reels davon. Also wo auch Pick-ups mit großen Wohnkabinen durchs Gelände fahren. Ähm, das muss man aber lernen und üben. Im ersten Moment ist das Wankverhalten, also sprich die Seitenneigung in normalen Kurven sehr gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat und versteht, dass das jedes Mal jetzt passiert, ist es weit entfernt davon, dass es wirklich kippt.

Mhm.

Man hat halt 'n hohes Auto und da muss man sich 'n bisschen dran gewöhnen.

Das find ich sehr spannend. Das wär nämlich eine meiner nächsten Fragen auch gewesen, ob's so was wie Fahrsicherheitstrainings auch gibt für, ähm, für Pick-up mit Wohnkabinen. Ähm, ich hab selber natürlich noch keins gemacht jetzt in dem Bereich, aber wir haben schon für den Wohnwagen eins gemacht und ich kann das wirklich nur empfehlen, auch wenn man denkt, man hätte schon Erfahrung mit einem Fahrzeugtyp. Es ist immer hilfreich, so was noch mal zu machen, weil man da einfach auch noch mal, ähm, falsches Wissen oder Halbwissen gerade gerückt bekommt und auch die richtige Reaktion in unerwarteten Situationen so 'n bisschen eingetrichtert bekommt. Und, ähm, ich denke, das wird bei, bei den Trainings, die du angesprochen hast, auch ähnlich sein, dass man einfach dann weiß, okay, es fühlt sich so an, aber du musst jetzt nicht direkt auf die Bremse steigen, sondern das ist 'n ganz normales Verhalten, was ja auch Unfälle, Unfällen vorbeugen kann, wenn ich nicht bei einer total harmlosen Situation übertrieben dann irgendwie drauf reagiere, ne.

Ja, grade heute hatte ich und das ist jetzt kein Spruch, also unabgesprochen, grade heute hatte ich eine Frage bei Facebook, äh, ob es, ähm, Fahrsicherheitstrainings vom ADAC beispielsweise für Pick-up Camper gibt. Und da hab ich drunter geschrieben und das kann ich auch hier nur sagen: Ich bin mir gar nicht sicher, ob in dem Punkt Pick-ups mit Wohnkabinen, ähm, der ADAC überhaupt Expertise hat. Ich will denen nichts absprechen, nicht falsch verstehen, aber wir sind so wenig auf dieser Welt und, äh, besonders auch, ähm, überhaupt, dass ich niemanden kenne, der jemals an so was teilgenommen hätte und auch nicht weiß, ob der ADAC in Wohnmobiltrainings Pick-ups mit Wohnkabine zulässt. Denn da ist die Fahrdynamik doch eine ganz andere als jetzt mit 'nem Bus oder mit 'nem Wohnmobil.

Äh, im Gelände allerdings lernt man wirklich alles, was man braucht. Also Gelände heißt, wir waren in Gerolstein in einer Lavagrube, wir waren auf einer Motocross-Strecke mit einer größeren Gruppe. Äh, natürlich immer mit Coaches und mit, mit Instructors, äh, mit Instruktoren, die dann Erfahrung darin haben. Äh, einer ist sogar schon Fahrlehrer, äh, bei der Feuerwehr und der macht nichts anderes als Fahrtrainings für Feuerwehrleute, wenn die irgendwie in die Pampa müssen. Ähm, die sind schon sehr versiert und die achten natürlich auch darauf, dass man sich nichts kaputt fährt. Wenn man sich übertreibt, ähm, wenn überhaupt was kaputt geht, dann passiert das am Nachmittag, wenn alle denken, sie können schon was und dann reitet die, der Teufel und sticht jeder Haufen. Dann kommt nämlich das freie Fahren eine Stunde lang und beim freien Fahren passt keiner mehr auf, ne.

Und dann kann da schon was passieren, aber normalerweise, äh, im gecoachten Training passiert nie irgendwas. Aber ich kann jedem versprechen, der daran teilnehmen möchte und teilgenommen hat, dass er danach, der muss jetzt kein, kein Rallye-Ass sein, der muss jetzt nicht die Dakar gewinnen können mit dem Wissen, aber der wird seinen Lieblingsstellplatz, den er bei Park for Night an einem griechischen Strand gesehen hat, über eine Geröllstrecke bergab erreichen, weil er weiß, wie sich seine Wohnkabine verhält, wenn er da runterfahren will und jetzt nicht sofort panikt, weil er denkt: "Ja, jetzt hängt er aber ganz schön der Weg nach links oder rechts." Also er wird einschätzen können und mit dem Puckermeter ausmessen können, was er sich zutrauen kann, wenn er an so 'nem Offroad-Training teilgenommen hat und das ist eigentlich der Hintergrund.

Also die Leute sollen sicher sein können, dass sie im Fall sich was bewältigt oder an der richtigen Stelle sagen können: "Oh nee, das trau ich mir nicht zu. Ich hab schon 'ne Menge gemacht, aber das geht jetzt nicht." Wenn sie in die Situation vor Ort kommen und kein Instructor mehr daneben steht.

Jetzt hast du mir ohne zu wissen schon 'ne sehr gute Überleitung von dem, ähm, von der, äh, Ge-, ich will's jetzt nicht Korinthenkackerei nennen, äh, aber so von dem, von den ganzen rechtlichen Sachen und Sicherheit und so weiter, ähm, zu den schönen Dingen des Lebens, nämlich zu den Reisezielen und Reiseanekdoten. Ganz kurz vorher noch 'n Einschub. Wir verlosen in dieser Folge auch wieder drei Probeabos von Andreas Magazin Pick-up Camper. Das sind dann jeweils vier Heftchen, die ihr nach Hause geschickt bekommt und was ihr dafür tun müsst, erfahrt ihr wieder wie in den anderen Folgen ganz am Ende. So, Andreas, mit deiner ganzen Erfahrung aus Jahrzehnten als Reisender, ähm, gibt's Reiseziele, wo du sagen würdest, da lohnt es sich auch heute noch hinzufahren, die sind vielleicht noch nicht so wahnsinnig überlaufen?

Oder was sind so deine Lieblingsecken, deine Geheimtipps? Erzähl mal 'n bisschen aus'm Nähkästchen.

Vorweg, ähm, mein Spitzname ist ja der Wikinger und, äh, da ist auch 'n bisschen was dran. Also alles, was mit Skandinavien, Nordeuropa zu tun hat und so, fixt mich halt an. Ähm, und, äh, da ist natürlich als solcher mein Tipp: Fahrt im Winter. Denn erstens fährt da so-

Ha ha ha ha ha.

Nein, aber in der, in der Tat. Also, ähm, zum einen, äh, das Völk, der Pick-up Camper ist ja nun mal auf Allrad unterwegs, meistens auch mit vernünftiger Bereifung und mit dem vernünftigen, was man heute so schön Mindset nennt, also mit der entsprechenden Einstellung, dass sie auch so 'n bisschen Abenteuer erleben wollen. Und da ist es dann auch mal egal, ähm, ob man einen Campingplatz verschlossen vorfindet oder ob man vielleicht in Polen oder in Tschechien, ähm, auf 'nem Autohof steht zwischen den LKWs, äh, weil das gehört alles zu diesem Abenteuergedanken dazu. Ähm, du brauchst da nicht Vollverpflegung, Strom und alles. In dem Moment, wo du eine normale Wohnkabine, äh, bewegst, die in der Regel isoliert ist mit dem Auto drunter, das in der Regel Allrad hat, bist du eigentlich ja auf alles vorbereitet.

Und da kann ich jedem nur empfehlen, mach damit genau das, was andere mit Campingfahrzeugen nicht machen. Und Winter oder schwieriges Geläuf sind genau die beiden Dinge, die man mit Wohnmobilen nicht so sehr macht. Ich kenn nur wenige Overlander, ich kenn natürlich auch Wohnmobilfahrer, ähm, aber ich kenn nur wenige Overlander mit Wohnmobil oder Bus, die im Winter richtig unterwegs sind. Die fahren natürlich gerne, ähm, an einen schönen Campingplatz, wo Wintercamping möglich ist, stellen da ihre, weiß ich nicht, 400 Liter Gasflasche raus, damit sie die ganze Zeit Heizung haben, hängen sich an den Landstrom, machen ihre, ähm, Sat-Antenne aus und haben dann, ja, ich sag jetzt mal Mobilhome da stehen für die nächsten zehn Tage. Ähm, so sind Wohnkabinenfahrer nicht gestrickt. Wir sind in erster Linie, äh, Nomadenvolk und wechseln so alle zwei Tage spätestens den Standort, ähm, wodurch auch große Touren zustande kommen.

Also ich sag mal, so 'ne Wochenleistung, äh, für unsere Zielgruppe von um die 1.200 bis 2.000 Kilometer vor Ort, ne? Also die fahren gerne mal Tag hin und Tag zurück und fahren dann aber vor Ort 1.500 oder 2.000 Kilometer, äh, ist die Regel. Also so selbst in Skandinavien, wo man ja nicht gut und schnell vorankommt, schon gar nicht im Winter, ähm, sind aber so Runden von 1.000 Kilometer keine Seltenheit. Und, äh, das ist ein so 'n Ding. Das zweite ist, ähm, wenn man sich das Auto vorbereitet, muss man überlegen, was ist 'n der Anwendungsfall? Und, äh, auch da ist es so, dass es durchaus welche gibt, die machen so richtig Hardcore Offroad. Die haben dann Wilden Stoßstangen, Stahlstoßstangen, 27 Lampen vorne drauf, Scheinwerfer nach hinten, Rundumbeleuchtung, ähm, 'n Dachrack noch vor der Wohnkabine, äh, haben 10.000 Euro Fahrwerk entsprechende Räder und fahren dann aber auch damit Schlammschlachten in Rumänien oder Bulgarien.

Ähm, es gibt da immer wieder Reiseanbieter, wo unsere Leser auch mitfahren, gerne dann in kleinen Gruppen sechs oder acht Leute. Ähm, aber das ist es meistens nicht. Also es tut nicht not. Die schönsten Abenteuer liegen häufig ganz nah dran. Äh, vor 'ner Weile war ich, äh, rund, äh, in Nordpolen entlang der Ostsee unterwegs, und zwar auch im Winter, ne? Und, äh, da gibt's natürlich keinen Campingplatz mehr, der da offenbleibt. Die Polen und alle, alle Osteuropäer fahren gerne an die Ostsee, gerne in die Marsuren. Ähm, im Sommer, da ist jeder Campingplatz überlaufen. Da sind auch keine Stellplätze legal möglich. Wir haben auf wunderschönen Stellplätzen gestanden. Äh, wir waren da am Haff. Wir sind bis nach Kaliningrad an die Grenze gefahren, haben am Strand gecampt und, äh, auch Feuer gemacht.

Es kam sogar 'ne polnische Grenztruppe und hat gesagt: "Was macht ihr denn hier?" Haben wir das erklärt, dann haben die uns da weggeschickt, weil die sagten: "Ja, hier kommen, äh, russische Flüchtlinge übers Meer und wenn die ein Feuer hier haben, wissen die, wo sie hinmüssen. Fahrt mal-

Ach je

... Strand weg." Dann sind wir auf einen, äh, hinter den Dünen gelagerten Parkplatz gefahren, sonst hätten die uns da gelassen. Die hat eigentlich nur das Feuer-

Mhm

... und die Beleuchtung vom Auto gestört. Ähm, auch das war ja schon zu Kriegszeiten, das war letztes Jahr. Ähm, und, ähm, grundsätzlich kann man sagen, dass, dass unsere Gemeinde, unseres Community Pick-up Camper halt unterwegs sind. Also die haben Nomadenblut. Und, ähm, mein Ziel, wie gesagt, ist eher so Nordeuropa, aber ich kenn sehr viele, die, äh, entweder richtig Gelände fahren wollen, Schlamm und alte Karrenwege. Äh, und dann gibt es noch welche, die gerne Wüste fahren wollen. Das sind dann Leute, die fahren nach Marokko, Tunesien, nach Algerien. Ähm, es gibt Griechenland-Fans, ganz klar. Und natürlich gibt's auch die, die fahren zu Münchens Badebann nach Annagada. Auch, auch ganz klar.

Und kannst du zu den Ländern auch bestimmte Regionen nennen? Ähm, weil, also in den letzten Folgen hattest du ja auch schon mindestens einmal Albanien genannt. Das kann ich persönlich auch sehr empfehlen. Da wird's uns sicherlich auch noch mal für 'ne längere Zeit hinziehen, irgendwann in den nächsten Jahren. Ähm, aber da, also wir waren halt mit unserem Wohnwagen in erster Linie so an der Küste entlang, weil wir eben mit dem Anhängsel hinten dran dann nicht so direkt, äh, Offroad gehen wollten. Es war schon abenteuerlich genug, sag ich mal, vor allem die Anreise für 'n Wohnwagengespann. Ähm, aber da gibt's sicherlich auch noch mal konkrete Ecken oder auch in Skandinavien, was, was du ja jetzt so als dein Herzensgebiet identifiziert hast. Wo würdest du sagen, ähm, wenn ich jetzt mal Skandinavien, Rumänien, Bulgarien, Albanien, Griechenland und Marokko, Tunesien, Algerien nenne, in welche Gegenden, ähm, wo ist es denn besonders abenteuerlich noch?

Ja, ich möchte mal das alles zusammenfassen und sagen: Fahrt dahin, wo's abenteuerlich ist. Ähm, der, also fahrt am besten dahin, wo die, ähm, wo die, wo die Touristenströme nicht unterwegs sind. Also-

Also weg von den Küsten in erster Linie schon mal.

Ja, oder zumindest nur, ähm, punktuell drauf. Also in Norwegen beispielsweise fahren ja alle die E6, ne? Das ist ja-

Mhm

... die Strecke zum Nordkap. Natürlich hast du dann da nur Weißware, so nennen wir's ja auch. Hast du dann nur Weißware um dich, also Wohnmobile und, äh, Wohnwagen. Ähm, da möchtest du auch gar nicht dazwischen sein. Nicht weil wir uns für was Besseres halten, aber das ist ja nicht unsere Idee vom Reisen. Außerdem, ähm, auch so 'ne alte Regel, die hab ich schon in den Neunzigern aufgestellt, wenn ich nach Norwegen gefahren bin: Schau, wo ein ADAC-zertifizierter Campingplatz ist. Fahr acht Kilometer dran vorbei. Weil dann weißt du, du bist in einer schönen Region, da ist es zumindest touristisch interessant. Ähm, aber fahr dran vorbei, weil dann kommt irgend 'n kleiner Campingplatz, wo örtliche Jäger oder Fischer oder Angler oder einfach die Bevölkerung sich normalerweise aufhält. Da gibt's dann in der Mitte halt nur einen, so 'n Electric Post, da brauchst du halt fünfzig Meter Kabel, wenn du dich da anhängen möchtest.

Da gibt's nur drei Duschen und zwei Toiletten für den Herren und vier Toiletten für die Frauen. Ähm, aber da steht-

Meistens ist es umgekehrt, lieber Andreas.

Aber da, da stehst du halt, äh, da stehst du halt, ähm, wirklich relativ naturnah oder kannst dir sogar noch 'ne Hütte mieten ohne Anmeldung und das geht auch zumindest in der Nebensaison. Hauptsaison ist heutzutage, das wisst ihr jetzt selbst, alles war sehr voll. Äh, aber auch da gilt wieder: Fahrt das, was mit einem Pick-up-Camper möglich ist. Also wir fahren dann eben doch sehr viel Schotter. Man kann zwischen Norwegen und, äh, Schweden kann man sehr viel Schotter fahren. Ähm, man kann dann zu, äh, verschiedenen kleinen Dörfern oder Höfen fahren. Wenn man so 'ne Toll Road fährt und schmeißen da so 'n paar Kruden mit so 'n Pfosten in der Mitte, dann kommt man auch da hin und auch am Ende noch 'n Stück weiter zum Gletscher oder so, ähm, wo man mit dem Wohnmobil möglicherweise nicht hinkommt oder nicht hinfahren möchte. Und da sollte man einfach auch die Möglichkeiten und auch seinen Herzenswunsch so 'n bisschen ausreizen und sagen: "Nee, ich stell mich jetzt halt hier nicht auf 'n Campingplatz mit den anderen vierhundert Gästen und Kinderbespaßung, sondern ich fahr jetzt dahin, wo's vermeintlich so 'n bisschen wehtut, aber auch viel erdiger ist.

Und, ähm, da kann ich einfach mal die Möglichkeiten des Pick-up-Campers nutzen."

Das ist also jetzt 'ne Abwandlung von dem Spruch, den wir vor einigen Jahren mal hier von einem, äh, Amerikaner in Mexiko gehört haben, der gesagt hat, er zieht immer dann weg aus seinen jeweiligen Häusern, wenn die Straßen geteert werden.

Das ist, äh, ganz ähnlich, ganz, ga-ganz wirklich.

Okay.

Ähm, also wenn man mal, äh, ich hab früher, als ich noch Motorrad, äh, äh, also viel mehr Motorthemen, äh, bearbeitet hab, hatte ich eine Rubrik, die hieß immer der Lampe nach. Lampe meinte in dem Fall Scheinwerfer und wenn die halt lenkerfest verbunden ist, was ja normalerweise 'n Motorrad ist, also bei Vollverkleidung, dann drehst du halt den Lenker nach links oder rechts und die Lampe zeigt nach links oder rechts und dann fahr doch da einfach mal. Ähm, in der, also erfahrungsgemäß kommst du dann auf Straßen sechsunddreißigster Ordnung an wunderschöne Orte, an Mischobstwiesen, äh, an Tümpelteiche und Bäche, wo du normalerweise nicht hingefunden hättest, wenn du nach Navi oder nach Planung gefahren wärst. Aber wir wollen ja eigentlich gar nirgends hin. Wenn wir vor Ort sind, dann ist ja der Weg das Ziel. Und wenn ich dann einfach mal an einen Fjord fahre und an eine Stelle komme, wo kein anderer ist oder vielleicht nur zwei andere sind, dann ist mir das doch viel lieber, als unbedingt in diesen Freizeit- oder Wasserpark, Polen ist übrigens voller Wasserparks, zu fahren, ähm, wo sowieso schon alle anderen sind.

Äh, und ich denke, dass ich da auch meiner Community das Wort rede, wenn ich sage, ähm, da denken wir grundsätzlich anders. Wir fahren ja noch nicht mal nach Park for Night, weil wir wissen, da werden abends Leute sein und auch viele. Ähm, da fahren wir, glaub ich, alle lieber nach Maps, nach Militärkarten, nach Gusto und Erfahrung und da, wo die Sonne untergeht. Also da sind wir, glaub ich, findig.

Also wir haben's auch lange Zeit so gemacht, ähm, weil wir ja auch immer mehrere Monate unterwegs sind. Das muss man dazu sagen, das ist für Normalurlauber, die zwei Wochen Zeit haben, vielleicht 'n bisschen schwierig. Aber wir haben uns teilweise die Landkarten angeguckt und haben gesagt: "Mensch, der Name klingt irgendwie lustig. Da, da machen wir mal 'n Zwischenstopp." Und da haben wir schon so tolle Ecken entdeckt und nicht nur dann die Orte selber mit den komischen Namen oder mit den interessanten Namen, sondern auch die Zufahrten, die, ähm, die Umgebungen und so weiter. Man muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass wir natürlich mit unserem Wohnwagengespann auch schon etliche Male irgendwo hängen geblieben sind und dann abkuppeln mussten und so weiter. Das ist ja jetzt heute gar nicht das Thema. Das ist mit 'nem, mit 'nem Pick-up mit Sicherheit viel, viel einfacher, dass man sich nicht so festfährt.

Aber jetzt hattest du schon einen ganz wichtigen Punkt angesprochen, ähm, mit, mit der Navigation, also nach Karten, nach alten Militärkarten oder nach, ähm, Maps. W-welche Anhaltspunkte würdest du sonst noch empfehlen, wie man, ich sag jetzt mal, navigieren kann, dass man noch flexibel bleibt, dass man, dass man auch das Abenteuer nicht verliert, aber dass man eben trotzdem irgendwie, ähm, zumindest sich zurechtfindet?

Äh, also standardmäßig mache ich das so, wenn ich unterwegs bin in der Gegend, wo ich mich gar nicht auskenne, äh, dass ich, ähm, wirklich mit Google Maps fahre und dann, ähm, also Street View gibt's ja in vielen Zielorten gar nicht, weil da nie Google durchgefahren ist. Ähm, wir reden jetzt ja nicht von München oder Frankfurt Innenstadt. Ähm, aber wo ich tatsächlich mit der Satellitenansicht sehr weit komme. Das heißt also, ich zoome so weit, also erst mal bin ich ja in 'ner Region unterwegs, dann bin ich ja in 'ner Stadt und an 'nem Ort unterwegs. Ich stehe sehr gerne, wie jeder wahrscheinlich, an Seen oder Bächen oder, ähm, an, an schön aussehenden Ecken. Ähm, das bereite ich, äh, insofern vor, dass ich mir schon morgens, bevor ich losfahre oder abends, wenn man Ruhe hat, mir angucke, wo geht's den nächsten Tag oder beim nächsten Tag hin.

Dann, äh, schaue ich mir das auf dem Satelliten an und dann sehe ich ja schon häufig, wie breit die Straße ist. Ähm, auch da kann man sich Ich sag jetzt mal Offroad-Karten, äh, von Matsch und Piste beispielsweise runterladen oder bei TET, das ist der Trans Europe Trail. Da gibt es, äh, aus dem Motocross-Enduro-Bereich Motorradtrails, die man zum Teil auch mit Geländefahrzeugen fahren kann mit zwei Spuren. Das ist eingeteilt. Und dann seh ich schon, wo ich hinkomm, also ob ich da durchkommen werde, ob 'ne Brücke auf dem Weg dorthin tragfähig ist et cetera. Ähm, und dann schaue ich mir halt, ich sag jetzt mal 'n Urlaubsort an und nehm dann aber 'n größeren Radius rundrum von vielleicht fünfzehn Kilometer. Klingt jetzt erst mal viel, da kann ich nicht mehr, ja, so ohne Weiteres reinlaufen zum Abendessen.

Aber was mach ich denn wirklich? Wenn ich irgendwo ankomm, fahr ich gerne in den Ort oder an den Ortsrand, geh bummeln, einkaufen, essen, schau mir was an und dann muss ich doch abends nicht im Ort schlafen. Was ist denn da der Sinn? Sondern setz ich mich wieder in mein Auto, fahr vielleicht zehn Kilometer raus, komm dann zu einem Gehöft, einer, keine Ahnung, ähm, einem Holzumschlagplatz oder so und kann mich dann dorthin stellen. Da ist mit Sicherheit oder mit ziemlicher Sicherheit kaum jemand anders. Ich steh da ganz autark und ganz ruhig für mich und erlebe eigentlich genau das, was ich ja mit so 'ner Wohnkabine erleben möchte, ne. Dann hab ich so dieses, dieses Leben des freien Herumfahrens, aber ich kann das trotzdem mit, äh, touristischen Orten und so verbinden. Also das wäre meine Empfehlung.

Also wenn wir's noch mal auf 'n, auf den Punkt bringen, wenn ich dann offroad bin, dann kann's ja durchaus auch sein und das ist uns auch schon oft passiert, dass dann auch keine Internetverbindung mehr gibt. Dann würdest du empfehlen, auf jeden Fall auch entweder vorher heruntergeladene Karten mitzunehmen. Ähm, kann man ja bei Google Maps auch machen, dass man sich Reisegebiete vorab, vorab als Offline-Maps runterlädt oder eben auch gedrucktes Kartenmaterial dann an Bord zu haben.

Genau. Und wenn ich vorher, also grade auch in Südeuropa, aber auch Nordeuropa ist ja so, äh, fast jede Region, durch die man fährt, gibt's ja irgendwie Wanderkarten.

Mhm.

Oder Fahrradkarten. Und Fahrradkarten haben 'n super Maßstab. Ähm, weil mit 'm Fahrrad kann ich am Tag schon sechzig, hundert Kilometer fahren oft. Und das sind dann Maßstäbe, die mir auch helfen, wenn ich sowieso nicht so weit wegfahren möchte von irgendeinem Ort oder zu irgendeinem Ort, ähm, die mir dann helfen, wo ich mit dem Fahrrad fahren kann. Wenn's jetzt nicht grad dichter Wald ist, kann ich oft auch, ähm, mit 'nem, also ganz normalen Fahrzeug fahren, aber mit 'nem Pick-up ziemlich wahrscheinlich. Also in Polen zum Beispiel sind wir grade im Winter sehr viel durch Wälder gefahren, die da auch erlaubt sind, ähm, weil das sind die Verbindungswege zwischen den Ortschaften. Nur wenn man solche Verbindungswege aneinanderhängt, ist man plötzlich vierhundert Kilometer am Stück im Wald unterwegs.

Mhm.

Das ist schon sehr schön abenteuerlich.

Im Baltikum auch. Da kannst du auch endlos in den Wäldern dich aufhalten. Ähm, und wie sind so deine Erfahrungen bisher mit dem ganzen Thema Freistehen, Wildcamping und so weiter? Also es, wir stehen ja vor 'ner Situation, wo man's in den letzten Jahren leider ziemlich übertrieben hat und deswegen man auf immer mehr Verbote stößt, die teilweise auch inzwischen deutlich konsequenter durchgesetzt werden, als das noch vor 'n paar Jahren der Fall war, wo wir selbst mit dem Wohnwagen noch uns an bestimmte Küstenabschnitte stellen konnten, ohne dass man da behelligt wurde und mittlerweile aber teilweise mehrere tausend Euro Strafe drohen. Wie ist da die Situation mit, mit Pick-up-Campern?

Ist man da noch 'n bisschen entspannter unterwegs?

Hm. Äh, ich sag mal so, unsere Situation ist da natürlich ähnlich wie die aller Freistehender. Ähm, in Portugal beispielsweise ist es ja ganz schlimm geworden. Also da kann man ja, äh, manch einen Küstenort gar nicht mehr besuchen, weil man noch nicht mal mehr parken darf mit einem Wohnmobil von Übernachten gar nicht zu reden. Ähm, in Schottland ist es inzwischen so, dass du viele, äh, Stichstraßen hast zu Orten, wo du früher hindurftest und die dann einfach mittendrin gemeinerweise abgesperrt sind. Ähm, da ist dann 'ne massive Schranke und dann hast du erst mal, wenn du jetzt 'n Anhänger hättest, beispielsweise mit ja Offroad-Anhänger, dann hättest du anderthalb Kilometer rückwärts zu fahren, weil du überhaupt diesen Moor da nicht wenden kannst. Ähm, das machen die natürlich auch mit Bedacht und extra, da bin ich mir ziemlich sicher. Andererseits, wenn ich da wohnen würde, wär der Förster und jede Saison fahren da zweitausend Leute durch, von denen fünfhundert in den Wald.

Ja.

Du verstehst, äh, dann hab ich da irgendwann keinen Spaß mehr dran. Äh, also ich kann n-durchaus die, äh, die, die Einwohner, ich kann die Bevölkerung verstehen. Ähm, ich mach natürlich bei meinen Fahrts, also bei meinen Wohnkabinentests, ähm, sehr ambivalente Erfahrungen. Ähm, 'n, 'n guter Tipp ist eigentlich immer 'n Wanderparkplatz nach Dunkelheit anfahren, weil dann kommt da auch keiner mehr vorbei. Und die jungen Leute, die ihn dann noch aufsuchen, sind eher irritiert und verschwinden wieder, als dass, ähm, mich dann da jemand wegscheucht.

Oder, äh, die älteren Leute treffen sich dort aus anderen Gründen und lassen einen auch in Ruhe.

Zum Beispiel. Und, ähm, am nächsten Morgen kommt vielleicht dann doch 'n Förster oder 'n Forstarbeiter vorbei und sagt, äh, "Was machst du hier?" Ähm, jetzt kommt's so 'n bisschen drauf an, also mein Auto sieht halt, ähm, für Forstarbeiter sehr interessant aus. So 'ne Heilungs mit BF Goodrich und Höherlegung, das finden die halt in erster Linie gut. Jetzt hab ich auch noch 'n schönes Logo auf der Seite mit 'nem Wisent noch aus unserer Polenreise. Steht auch South Baltic Tour, da sind sie immer sehr interessiert. Ähm, und je nachdem welche Wohnkabine ich drauf hab, hab ich 'ne weiße drauf, 'ne große, 'ne Hardwall, dann bin ich da eher Fehlerplatz und das wird diskutiert. Hab ich 'ne Pop-up in Wagenfarbe, die so auch so 'n bisschen eher martialisch aussieht oder so 'n bisschen nach Offroad, dann hab ich eher 'n Gesprächspartner als jemand, der mich wegschickt. Ähm, das ist sehr, wie gesagt, ambivalent.

Das kann ich gar nicht so festmachen. Das kann ich schon an der Wohnkabine festmachen. Also mit 'ner Wohnkabine... Ähm, kannst du halt nicht so ganz diskret stehen. Die ist drei Meter hoch, vier Meter lang, weiß und da ist so 'n komisches Auto drunter und das ist doch alles immer sehr hoch und sehr groß. Ähm, andererseits auch die Regel, dass man da nicht gut mit diskret stehen kann, hat auch Ausnahmen. Äh, ich bin auch schon ganz normal in Wohngebiete reingefallen und hab mich dann, äh, einfach an den Straßenrand gestellt. Ähm, die, äh, hab da nicht die Treppe ausgeklappt, sondern hab da einfach einen Fußtritt genommen, hab hinter mir die Tür zugezogen mit der Verdunklung dafür gesorgt, dass kein Licht rausscheint und hab mich ins Bett gelegt. Natürlich hab ich da nicht gewohnt oder gecampt, ähm, aber das war egal. Das hab ich in Rostock gemacht, das hab ich, äh, in Hamburg gemacht.

Also das ist schon relativ-- kommt immer so 'n bisschen drauf an, wo man selber hingeht.

Ach, ich glaub, in der Stadt fällt man da gar nicht weiter mit auf. Ähm, und notfalls bleiben ja auch immer noch die, die Gewerbegebiete, wo man eigentlich mehr oder weniger völlig unbehelligt ist, selbst mit Wohnwagen. Ähm, aber in der freien Natur ist es klar. Alle, alles, was auf 'n ersten Blick als Campingfahrzeug identifizierbar ist, ähm, deswegen haben wir ja an unserem, an unserem, äh, kleinen Bus auch gar nichts dran. Also keine Markise, keine, ähm, äh, kein Hubdach, kein gar nix im Moment, ne? Damit man da so 'n bisschen diskreter ist. Aber es ist, es wird natürlich immer schwieriger. Aber wo sind denn noch Reiseziele, wo du sagst, da ist es, äh, vielleicht sogar noch geduldet oder, oder sogar erlaubt?

Ich weiß es zum Beispiel von Albanien, dass es da zumindest bis vor Kurzem noch erlaubt war. Ich denke aktuell immer noch. Ähm, oder wo man, wo man auch niemanden stört einfach, ne? Mir geht's ja auch nicht drum, jetzt hier Tipps zu geben, wie man die lokalen Gesetze umgeht, sondern-

Nein

... ähm, einfach wie man noch so 'n bisschen Legales oder zumindest am Rand des Legalen befindliches Abenteuer haben kann, wenn man sich so 'n Fahrzeug zulegt. Weil dann möchte man ja nicht, wie du vor, wie du auch schon gesagt hattest, auf riesigen Campingplätzen stehen vielleicht.

Also mir hat's immer geholfen, ähm, das kann ich jedem auch nur raten, äh, wenn ihr in 'n kleinen Ort fahrt, ist es erstens einfacher als in 'nem großen. Wenn es 'n bisschen abseits der normalen Touristenströme ist, ist es auch einfacher. Ähm, grade so in Bulgarien und Rumänien freuen sich die Leute, wenn man da mal auftaucht. Ähm, besonders wenn man dann auch in örtliche Läden geht oder in örtliche Restaurants geht, Trattorien und so, ähm, dann merken die, dass man nicht in seiner Raumkapsel da bleibt. Äh, häufig reicht's einfach schon 'n Tisch davorzustellen und 'n Stuhl daneben, äh, und sich nicht ins Handy zu vertiefen oder fotografieren zu gehen. Ähm, jetzt bin ich zum Glück Fotograf. Das heißt, wenn ich, äh, alleine schon parke in der Nähe eines Bauernhofes, auf dem ich mir denke, egal in welchem Land, dem ich mir denke, dass es hier vielleicht 'ne Ecke gibt, wo ich nachts bleiben kann.

Dann kann man zum Beispiel anfangen mit Fotografieren. Also jetzt nicht den Bauernhof und den Bauern, sondern, äh, da ist 'n Brunnen, da ist 'ne Brücke, da ist 'n schöner Geländerabschnitt, da ist, ähm, das Haus ist schön, die Kapelle daneben steht ist schön, das Marterl, das Wegkreuz, was auch immer. Irgendwann kommt jemand aus diesem Haus, häufig Kinder, Jugendliche oder die Oma kommt raus und fragt dann in der Landessprache, was man da vorhat. Und jetzt also Englisch kann ich sehr gut, alles andere ist 'n bisschen schwierig, aber man kommt ja immer mit dem internationalen Finger weiter und so und irgendein, besonders die Kinder, die irgendwie internationale Filma, äh, Filme sehen, können irgendwie Englisch. Egal wo, fast immer. So, ähm, so baut sich Kontakt auf. Also ist auch 'ne Frage der Empathie und der Herangehensweise.

Ich hab da jetzt kein besonderes, äh, ähm, also ich hab da kein Template, keine Vorlage, wie man's machen kann. Das ist auch immer sehr situationsbezogen. Aber die Regel ist noch mal abseits der großen Touristenströme. Also Touristenstrom kann auch sein einfach die Hauptstraße hier durchgeht, wo sich alle begegnen, da-

Mhm

... einfach 15 Kilometer. Das ist so, wenn, wenn du wandern gehst, du gehst wahrscheinlich wandern. Da kennst du das, alles was fünf Minuten Fußweg vom Parkplatz weg ist, ist schon sehr viel ruhiger. Alles was 'ne Viertelstunde weg ist, sind schon die ernsthaften Spaziergänger unterwegs und alles was so 'ne Stunde weg ist, bist du alleine. So.

Mhm.

Oder mit den drei anderen Wanderern. Das ist eigentlich bei Autos genau analog so. Du fährst also auf einer Strecke und wenn du 'n Kilometer daneben, wo die nächste Tankstelle ist, da fahren sie eh alle hin. Dann kommt noch 'ne Mall, ne, so 'n Einkaufszentrum, da fahren sie auch alle, alle hin, weil sie sich da versorgen müssen. Ab da fünf oder zehn Kilometer weiter, da fängt's an, interessant zu werden, weil da kommen die Touristenströme nicht mehr hin, ne? Du kennst bestimmt den Film Cars, wo plötzlich die Interstates gebaut wurden, ne, und, äh, Radiator Springs vom, vom Strom ab, äh, geschlossen, äh, äh, abgeschrieben wurde. Da fuhr keiner mehr hin. Und wenn da jetzt einer hinkommt, freuen die sich.

Ja.

Weil, ne, da fährt jetzt mal wieder einer durch. Und die Erfahrung hab ich eigentlich auch genauso gemacht im wahren Leben.

Ja, die kann ich eigentlich teilen. Also wir merken das auch immer wieder. Wir, also zumindest ich, bemühe mich auch immer zumindest die drei, vier wichtigsten Begrifflichkeiten in der Landessprache zu erlernen, auch wenn es dann manchmal saudumm klingt, ne, weil man kann's auch halt einfach nicht aussprechen. Aber hallo, danke, bitte, tschüss. So, das, das wären so, ich glaub, das schafft auch jeder in jeder Landessprache irgendwie. Und da merken wir halt, dass grade auch auf 'm Land den Leuten echt das Herz aufgeht und dass sie dann sofort auch total zugänglich werden und dir dann auch Sachen anbieten oder versuchen irgendwie dir weiterzuhelfen. Also das ist auf jeden Fall 'n, 'n ganz wichtiger Tipp. Und auch natürlich das, was du gesagt hast, abseits der, der Massen irgendwie versuchen sich da durchzuwurschteln.

Dann hat man natürlich vielleicht auch nicht mehr die Annehmlichkeiten direkt vor der Campertür. Das ist auch klar. Dann muss ich mich auch bewegen, um Wasser zu holen, um, äh, einzukaufen und so weiter. Aber ich kann halt trotzdem dann etwas entspannter unterwegs sein und die, die Hauptströme, also uns zieht's ja eher in den Süden-

Mhm

... anders als dich. Und da sind ganz klar die Massen an den Küsten verteilt. Ähm, und dann so an und in den Naturschutzgebieten häufig auch noch, je nachdem wie, wie stark diese Naturschutzgebiete beworben werden und wie tolerant man da ist, wenn da mit Autos reingefahren wird. Und wenn man immer so 'n bisschen weiter ins Hinterland geht, ähm, grade auch so in, in bergigen Regionen, da ist dann eigentlich kaum noch jemand, weil da gibt's dann nix mehr außer halt Weidetiere und, und kleine Dörfer, die übrigens dann häufig sehr, sehr charmante kleine Restaurants haben, ähm, wo man fantastisch essen kann und quasi mehr oder weniger für geschenkt.

Ähm, also das auch noch mal so 'n Tipp, dass man da sehr, sehr gut in die Kultur und in, in die Kulinarik eintauchen kann in diesen Dörfchen, weil da oft noch irgendwie 'ne Oma kocht oder halt irgendwelche älteren Herrschaften. Und da sitzen dann auch die ganzen älteren Herrschaften vom Dorf und machen irgendwelche Würfelspiele oder quatschen oder trinken ihren Kaffee. Das sind auch sehr, äh, reizende Szenen häufig, äh, die, die einen als Touristen dann auch der ganzen Kultur noch mal so 'n Stück näher bringen.

Ja, auch da gilt ja immer, ne, wie du kommst gegangen, so wirst du empfangen. Das heißt also, wenn ich jetzt mit der Kamera vorm Bauch und 'nem Sonnenschirm und, na ja, also so wie Heinz Erhardt in seinen Touristenfilmen

Oder Gerhard Polt.

Oder Gerhard Polt. Wenn ich, wenn ich so natürlich da rumlaufe, dann werd ich auch in, äh, einem noch so abgeschiedenen Dorf jetzt nicht auf offene Ohren und Türen stoßen. Ähm, aber, äh, und da geht's ja grade drum um Pickup Camper. Ich glaube, dass grade dieses Volk, ähm, das ganz gut beherrscht, ne? Also wir, wir wollen ja auch halt nicht auf Wohnmobilplätzen stehen. Wir wollen ja noch nicht mal auf halboffiziellen Stellplätzen stehen, sondern wir sind schon auch unterwegs des Unterwegsseins wollen. Und für uns ist es gar nicht, dass wir was aushalten müssen, wenn wir für Wasser oder einkaufen weit laufen müssen-

Mhm

... sondern das ist eher Teil des Ganzen. Also das gehört für uns dazu. Ähm, sonst würden wir auch nicht Pickup Camper fahren. Sonst würden wir dann vielleicht doch Wohnmobil fahren. Oder wenn wir 'n bisschen, äh, 'n bisschen flippiger, jünger wären, dann vielleicht noch 'n VW-Bus. Äh, aber, ähm, Pickup Camper ist halt in sich schon abenteuersuchend, sag ich jetzt mal.

Mhm. Und hast du auch schon mal so 'ne richtig beschissene Erfahrung gemacht unterwegs? Also irgend 'ne Reise, wo du sagst: "Nee, muss man jetzt, muss man jetzt nicht haben, was ich da erlebt habe"?

Ähm, ja, sogar 'ne hausgemachte. Ähm, wir waren, äh, ganz einfach in der Schweiz bei Interlaken. Da bin ich ganz gerne mal. Bleib am Oberland, äh, die Bergwanderer und war lange Jahre, äh, Mountainbiker. Und da gab's einen dieser totalen nassen Sommer. Das kann dir in der Schweiz total gut passieren, gerade am Berner Oberland. Und wenn's da regnet, regnet's da. Und das regnetet da Tage. Da gingen dann auch die ersten Muren ab. Und, ähm, als hätte unser Camper uns warnen wollen, wurd er plötzlich undicht. Ich fuhr damals ein, ein Tischer Wohnkabiner, einer der frühen, also aus den späten achtziger Jahren. Und, ähm, der hatte, der war 'n Vollcamper, also, äh, harte Wände, äh, Hardwall, hatte aber in der Mitte über der, über dem Gehbereich, also über den zwei Meter Boden, hatte er noch 'n Klappdach mit festen Wänden.

Und, äh, das war, ähm, ich sag jetzt mal, so undicht an diesem Klavierband, also an den, an den Scharnieren, dass, ähm, am zweiten Abend unseres Daseins mir Wasser aus einem Schrank tropfte. Also es war wohl in das Dach gelaufen, in die Dachverkleidung, da raustropfte. Und dann dacht ich: "Na, das auf die Dauer, wenn das Wetter jetzt hier scheiße bleibt, dann f, dann sind wir besser weg." Ähm, dann sind wir so Richtung, damals hatte ich da noch Verwandtschaft, Richtung Augsburg gefahren. Das Wetter wurd aber nicht besser und dann haben wir einfach abgebrochen. Und wir kommen zu Hause an, ähm, ich glaub, am Abend drauf. Also wie gesagt, mit einer Nacht, genau, in Augsburg haben wir übernachtet. Kommen dann also zurück. Damals hab ich noch, äh, in Glatteck gewohnt, also im Ruhrgebiet, nördlich dran vom Ruhrgebiet bei Gelsenkirchen.

Äh, wir kommen also nach Hause und ich mach den Fernseher an, wir haben so 'n paar Sachen ausgepackt. Ich mach den Fernseher an und dann seh ich genau in dem Bereich, wo wir waren, Überschwemmungen, Murenabgänge, Katastrophenalarm-

Ach du Scheiße

... mit allem Zipp und Zapp. Das muss irgendwo Anfang der 2000er gewesen sein. Ich weiß nicht genau wann. Und da hat uns, also erstens der ganze Urlaub war daneben gegangen und zweitens, aber da hat uns irgendwie jemand gesagt: "Hör mal, ich mache jetzt die Wohnkabine kaputt, damit ihr hier auch verschwindet, weil das, äh, läuft hier nicht so gut." Und, ähm, um den Thuner See herum gibt's eine Autobahn und eine Küstenstraße und beide waren verschüttet worden. Wir wären da gar nicht weggekommen.

Scheiße.

Ja, also jedenfalls so 'n Riesenumweg, wenn schon. Ähm, das war so 'n Ding, wo ich gesagt hab: "Okay, das, äh, hätte auch schiefer gehen können."

Aber dann hattet ihr ja trotzdem noch Glück im Unglück sozusagen.

Das stimmt.

Also war ja dann für euch nicht ganz so schlimm.

Aber für die Menschen war's schon, war's schon schlimm.

Für die Menschen war's, war's ganz schlimm. Für euch, ja okay, kaputte Kabine-

Ja.

Ja, lässt sich einfacher fixen, ne?

Ja, ansonsten, ähm, also richtig schlecht ist uns eigentlich nie gegangen. Es gab schon mal, äh, sehr schlechtes Wetter in Schottland. Da ist es so übrigens in einem Ort, in einem schottischen Ort, einem kleinen Fischerort mit kleinen, äh, eigentlich vermeintlich windgeschützt gelegenen Hafen. Nur hatten die leider keinen Stellplatz mehr in dem Hafen, sodass wir 'n bisschen auf 'ne Anhöhe mussten. Der Ort hieß übrigens Anchorage, wie in Alaska.

Okay.

Den gibt's auch in Schottland. Und, ähm, da kam der Regen so waagerecht, dass er uns, äh, in die Belüftung und Entlüftung des Kühlschranks gelaufen ist. Da hatten wir wieder Wasser im Schrank, aber diesmal von der Seite.

Ach je.

Ja, ist also durch die Lamellen reingedrückt worden und auf der anderen Seite war die Wohnkabine komplett trocken. Als würd's überhaupt nicht regnen. Also der Regen kam wirklich waagerecht. Aber wir hatten trotzdem Spaß aus dem dann trockenen Fenster. Ähm, der, der Regen kam, äh, ablandig. Wir konnten also aus dem trockenen Fenster aufs Wasser rausgucken. Ähm, da konnten wir dann, äh, zwei, äh, Seehunde beobachten, die dann sich, äh, im Wasser tummeln.

Ach Mann.

Spaß dabei hatten. Und, äh, ja, aber das, ne, also hat's ordentlich an der Kabine gerackelt und das waren auch zwei, drei Tage, ähm, wo man auch dem Wetter nicht entkam. Also das war dann-

Da wird's dann auch 'n bisschen eng, ne?

Oh, na gut, Kabine geht ja schon, aber man kommt halt nicht raus, ja. Das, das wird dann eng. Ähm, du willst ja doch-- wir haben natürlich Ölzeug dabei und so und gehen da raus. Aber kommst rein, da ist alles nass, ähm, weiß das auch nicht so richtig hinzuhängen. Äh, Markise verblättet sich natürlich bei so 'nem Wetter, also hast du auch keinen zusätzlichen Trockenraum. Ähm, mit anderen Worten, boah, das war auch 'ne Kabine ohne Bad. Also du kannst jetzt auch nicht die nassen Klamotten einfach mal in die Dusche hängen oder so. Na ja, das war, das war semioptimal.

Aber dann haben schlechte Erfahrungen bei euch ja eigentlich bisher nur mit dem Wetter zu tun. Also ich will sagen, nix, wo ihr irgendwie mal doof überfallen worden wärt oder wo ihr irgendwo euch festgehängt hattet und keiner hat euch helfen können oder Ähnliches, sondern es war dann eigentlich eher so, ja, dass man sagt, ja, war jetzt irgendwie nicht so dolle.

Ja. Also ich hatte noch überhaupt gar keinen Vorfall. Ähm, ich folge mehreren YouTubern, die jetzt, äh, ab und an mal in Frankreich oder in, äh, Griechenland überfallen wurden oder zumindest deren Auto wurde vielleicht schon nicht ausgeraubt, zumindest aber, äh, darin eingebrochen und Sachen rausgeholt. Ähm, das ist uns noch nie passiert. Äh, aber ich glaube, mm, auch da gibt's, äh, paar Pickup-Camper, Fahrer, Fahrerinnen, auch, äh, Alleinfahrerinnen, eine, zwei in den USA, die haben neulich noch 'n Video drüber abgesetzt. Wenn du, ich glaub, da musst du 'n bisschen empathisch sein, ähm, wenn du merkst, das ist 'n tight place, dann lass es doch einfach da zu bleiben. Und wenn du auch merkst, das ist 'ne Strecke, die du nicht bewältigen möchtest, die deinem Auto nicht zutraust, dann versuch doch nicht auf Gedeih und Verderb da durchzukommen.

Bringt dir keinen Weltmeisterschaftstitel ein. Es verdient dir kein besonderes Geld und es macht dich auch nicht besonders berühmt, ähm, wenn du da nicht durchfährst. Dann fahr doch einfach wieder zurück. Das kann ich auch jedem nur sagen. Schaltet euren gesunden Menschenverstand ein. So wie ihr im Gelände eurer Popo-Beta benutzt, um zu wissen, ob ihr jetzt grade noch genug kippt oder ob's schon zu viel ist, ähm, dann macht das doch auch mit eurem Geist. Ähm, ihr werdet doch merken, ob da 'n Auto plötzlich vorfährt, wo drei Leute drin sitzen, die keine Familie mit kleinem Kind sind und die interessiert euer Auto angucken. Dann, dann lass du 'n bisschen gesunden Menschenverstand walten. Hört aufs Bauchgefühl und bleibt da nicht über Nacht.

Es geht ja oft schon viel früher los, dass man einfach irgendwie kein gutes Gefühl hat, wenn man an 'nen Ort kommt. Also das ist, das ist zum Beispiel so 'ne Regel bei uns. Wir sind ja zu zweit unterwegs, ähm, und mein Mann als Mexikaner hat da noch viel feinere Antennen und ist vielleicht auch so 'n bisschen mehr noch, ähm, wie soll ich sagen? Ich will, ich will's nicht paranoid nennen, weil das klingt so negativ, aber, ähm, ist mehr bedacht auf Sicherheit und auf, äh, diese Punkte und achtet auf viel mehr Anzeichen, als ich das jemals könnte, als in Deutschland groß gewordener Mensch. Und, ähm, wir hatten schon häufig die Situation, dass ich gesagt hab, du, lass uns doch da einfach. Und er sagt, mm, mm. Und dann gibt's auch keine Diskussionen und das würd ich auch tatsächlich jedem empfehlen, ähm, dass man wieder mehr auf seine Instinkte vertraut und nicht die immer totschaltet, wie man das so normalerweise im Alltag macht, sondern bei so was dann echt die Antennen ausfährt und dann auch lieber einmal zu oft wegfährt, bevor dann irgendwie's zu 'ner dummen Situation kommt.

Immer dran denken, Leben ist nicht versicherbar.

Leben ist nicht versicherbar. Auf der anderen Seite, also ich kenn-- weiß jetzt nicht, welche YouTuber du dir da anguckst. Wenn du denen folgst, werden das auch welche sein, die keinen Quatsch erzählen, aber es wird natürlich im Moment auch sehr viel mit Klicks gespielt und es werden auch Geschichten wahnsinnig dramatisch aufgebauscht und, ähm, auch teilweise Geschichten erzählt, wo ich denke so: „Na, ob das wohl so stimmen mag?" Also man, ich will damit sagen, auch das, was im Internet, in Foren, in Gruppen, in YouTube-Videos und so weiter zu sehen ist, muss auch nicht immer eins zu eins so vorgefallen gewesen sein.

Ja, auch da hab ich dann meine Antennen für. Das sagst du vollkommen richtig. Die werden dann einfach abgewählt.

Ja. Kommen wir aber noch mal zu den schönen Dingen. Ich möchte gerne noch von dir wissen, du bist ja auch sehr viel rumgekommen und, und auch sehr lange schon unterwegs. Welche Regionen haben dich besonders irgendwie geprägt, vielleicht auch für dein eigenes Leben? Also wo du sagst, das sind Reisen, die werd ich nie vergessen oder da hab ich wahnsinnig tolle Menschen kennengelernt oder, ähm, da war die Kultur so aufregend. Also es geht mir jetzt gar nicht um komplette Länder, sondern, sondern eher so um punktuelle Erlebnisse, ähm, die dir bis heute im Gedächtnis sind.

Ähm, also eins weiß ich jetzt, also das, äh, erzähl ich auch immer wieder gerne und das, deshalb auch gerne hier. Äh, es war ein sehr, sehr dunkler, leicht nieseliger Spätoktoberabend in Hellesylt. Hellesylt ist, äh, äh, am Geirangerfjord am Ausgang. Von da fahren auch Fähren rein. Ähm, das ist so 'n, so 'n Fischerort, also auch heute noch tatsächlich. Und da standen wir in der Nähe, ähm, des Anlegers. Das ist nur ein Anleger, so 'n, also 'n Betonanleger. Und, ähm, das Wetter war wikingsch. Also-

Wollt grad sagen, irgendwie verfolgt dich das Wetter.

Natürlich, ah ja. Ne, das Wetter war genauso, wie man sich das vorstellt, wenn man, wenn man so Boote, wenn man Drachenboote von See in den Fjord s-fahren sehen möchte. Und, ähm, was ich total gerne hab, äh, auch unter hohen Himmeln und auf der Gro-, auf der großen Plaine, ähm, was ich total gerne hab, ist, dass man sich mal so 'n bisschen klein und unwichtig fühlt. Also dass man da steht und denkt: „Boah, ich hab immer so Gedanken, diese Berge waren schon vor Jahrtausenden hier und wenn du mal nicht mehr bist, ist denen das völlig egal. Die werden hier weiter stehen. Da macht auch niemand was dran." Ähm, und so schaute ich über den, über den Fjord und, ähm, dann hörte ich, ähm, ja, ich bin 'n alter Rocker, also Rockmusikhörer. Ich hör heute zwar viel mehr Country, aber früher hab ich sehr viel Rockmusik gehört.

Und, äh, passend dazu hab ich mir Manowar aus getan. Die haben ja diese Hail and Kill und, äh, Schlachtengesänge und so was. Das passte total gut. Und in diesem Moment, wo ich in so einem, in einem Universum aus, aus, aus Altertum, schroffer Bergwelt, ähm, Wikingeridee war, äh, seh ich ganz draußen im Dunst – es war schon ziemlich dunkel – ähm, so die ersten Lichter reinkommen und da kamen Dorschfischer rein. Und das passte wie nichts Zweites zu diesem Bild. Da krieg ich jetzt grade wieder so 'n bisschen Gänsehaut, wenn ich drüber nachdenke. Das passte wie nichts Zweites zu diesem Bild. Die fuhren vor diesen zwölfhundert Meter hochaufragenden Fjordbergen gegenüber vorbei, ganz klein und legten dann am Ende dieser betonierten Anlegerfläche an und ich stand da mit meiner Wohnkabine, guckte da rüber und dachte: „Also perfekter kann das jetzt nicht sein."

Und obwohl's Sprühregen war, ich blieb draußen sitzen, machte mir 'ne Zigarre an, hat das einfach total genossen, dieses, diese Kombination aus all dem, was ich jetzt grade so mit allen Sinnen in mir aufnehmen kann.

Das sind so die schönsten Momente, wo man einfach im Augenblick so verweilen kann, ne. Und den Augenblick mal richtig genießen und nicht dran denken, was war grade eben noch und was ist gleich, sondern einfach zu sagen: „Okay, jetzt bin ich hier."

Ja. Ja, was mir auch gegeben ist, ähm, ich kann mich häufig, äh, kennst du vielleicht auch, wenn man auf so 'n Markt geht in irgendeinem Land der Welt. Man geht auf 'n Markt, da kann man normal Leben erleben, ne. Also alle Leute gehen auf 'n Wochenmarkt. Und die sehen von Land zu Land sehr unterschiedlich aus. Hier gibt's noch Hühner, da gibt's Krabben, was auch immer. Ähm, ich kann sehr gut dadurch, dass ich eben auch viel schreibe, viel lese, viel fotografiere und gerne Filme ansehe, aber auch produziere, kann ich mich gerne in so 'ne andere Zeit begeben. Also dann seh ich Menschen da so in, in Sackleinen rumlaufen mit, äh, interessanten bunten Mützen und bin dann irgendwann so im Mittelalter. Und dann ist aber vielleicht auch die Umgebung mittelalterlich, weil da noch 'ne Stadtmauer steht, 'ne, keine Ahnung, äh, irgendwelche Kasematten rund rum und so. Ähm, und dann bin ich in so 'nem plötzlich ganz anderen Bild.

Also dann erlebe ich das und denke: „Ja, vor sechshundert Jahren hat's hier auch nicht anders aus gesehen. Die Mensch war alles verkleidet, hatten keine Handys und es gab keine Bushaltestelle", aber-

Es roch auch anders.

Möglicherweise. Äh, aber ich, ich kann mich dann komplett in diese Situation auch fallen lassen und erlebe dann auch das ganz anders und ich kann auch jedem nur empfehlen – das hab ich in Schottland getan – ähm, es gibt immer örtliche Literatur. Also in Schottland hab ich zum Beispiel The Highlanders gelesen. Das ist 'n Buch über den Kampf der Schotten um ihre Freiheit. Ist jetzt nicht so braveartig, sondern bisschen ernster gemeint. Ähm, und, äh, dann stehst du da in diesen Hochmooren, ne, am Signal Mountain, im, äh, Glencoe oder bei Fort Williams, äh, am Ben Nevis, dem höchsten Berg von Schottland. Dann hast du so einmal so diesen ganzen Hintergrund aus der Literatur, diese Bilder vor dir. Jetzt bin ich natürlich auch noch Bilderjäger als Fotograf. Ähm, dann bist du so mit den, mit allen Sinnen da drin, mit deinem gestalterischen Sinn, mit deinem historischen Sinn, mit dem Gefühlen und den Gerüchen und dem Wind und der Kälte oder der Wärme, je nachdem, wie's da ist, ähm, der Schroffheit, äh, das, das, und dann stehst du noch auf 'm tollen Platz, dann gehst du zurück und stehst dann irgendwie unter so alten Krüppelkiefern, weil du irgendwie 'n tollen Platz dir da erfahren hast.

Ähm, und kannst dann auch abends zwei Kilometer reinlaufen, vielleicht nach Fort William. Also das sind dann so Momente, ne. Oder in, äh, in, in, in, in, äh, Ullapool, das ist so 'n ehemaliger Walfängerort in Schottland. Da stehst du halt mit deinen Fish and Chips, da kommt die größte Möwe von Ullapool und klaut dir erst mal so 'n, so 'n, so, so 'n Stück Fisch vom Schälchen. Da denkst du so-

Sollte man sich nicht wehren. Die sind nämlich ganz fies, die Dicker.

Ja, und aber das sind dann auch so Momente, wo du denkst, ne, das erlebst du auch nur, wenn du rumkommst, ne. Also das, äh, ja, das, da-davon lebt natürlich auch das, äh, Pick-up Campen, besonders weil man damit so autark unterwegs ist und du an Stellen kommst, äh, wo du vielleicht auch mit 'nem normalen Wohnmobil nicht hinkommst. Also so viel anders, sag ich jetzt mal, als kleine VW-Busse, also als kleine Campingbusse ist es nicht. Ähm, abgesehen davon, dass du natürlich, wenn du länger bleibst, einfach die Wohnkabine absetzen kannst und dann mit deinem Pick-up unterwegs bist.

Ja, und davon, ähm, dass ja die meisten Campingbusse, zumindest die in Deutschland oder Europa hergestellten, ähm, auch keinen Allrad haben.

Mhm.

Außer wenn du halt dann entsprechend Geld in die Hand nimmst für 'nen, ähm, VW-Bus mit, mit vier mal vier. Das-- Vor dem Problem standen wir auch und deswegen kommt man halt eben mit 'nem Bus leider nicht überall hin, außer ich, ähm, lass mir den aufwendig quasi ab Werk umbauen dann.

Ja, da kann schon 'ne nasse Wiese, kann schon ein echtes Hindernis sein, das weiß ich.

Ja.

Äh, und, ähm, ja, also aus 'ner nassen Wiese kommst du mit Pick-up normalerweise raus.

Ja, lieber Andreas, wir haben uns wieder ver... festgequatscht heute.

Mich.

Ähm, ich, ähm, hab's ja grade auch quasi off the record schon gesagt, dass ich dir sehr, sehr gerne zuhöre und ich glaub, wir könnten jetzt noch stundenlang Reiseanekdoten austauschen. Ähm- Aber wir müssen leider, leider jetzt so langsam 'nen Punkt setzen. Ich, ähm, möchte noch mal kurz auf das Gewinnspiel hinweisen, was ich vorhin schon angeteasert habe. Wir verlosen auch in dieser Folge wieder drei Probeabos vom Pickup-Camper-Magazin, ähm, vier Hefte jeweils. Ähm, wenn ihr eines dieser Abos gewinnen möchtet, dann schickt uns bitte eine Mail an podcast@camperstyle.de mit dem Betreff "Gewinnspiel Pickup". Ähm, ihr habt jetzt genau ab heute zwei Wochen Zeit und schreibt uns bitte in dieser Mail einfach: Was fasziniert euch an dem ganzen Thema Pickup-Camping, also Pickup mit Wohnkabinen?

Ähm, ganz gleich, ob ihr's, ob ihr das schon gemacht habt oder ob ihr jetzt erst mal mit dem Gedanken spielt und euch so 'n bisschen ins Thema reinfühlen wolltet mit unseren drei Folgen. Schickt uns einfach so eure Gedanken dazu, eure Erlebnisse, falls ihr schon welche sammeln konntet und dann, ähm, ja, werdet ihr ganz sicher im Lostopf landen. Andreas, abschließende Frage, bevor ich dich gleich ins Restwochenende entlassen darf: Wenn ich mich jetzt mit, ähm, anderen Pickup-Campern austauschen möchte und mal noch 'n bisschen tiefer ins, ins Thema einsteigen möchte, ähm, wir haben jetzt schon oft gesagt, in euerm Magazin findet man wahnsinnig viele Infos. Man kann es auch online kostenlos lesen oder natürlich auch 'n Abo abschließen. Wir packen euch alle Links dazu in die Show Notes.

Aber wo finde ich denn andere Gleichgesinnte jetzt unabhängig von Magazinen oder, ähm, ja, ähnlichen journalistischen Dienstleistungen? Gibt's irgendwelche Foren, Facebook-Gruppen, äh, Treffen, was auch immer?

Ja, also zum einen, ähm, es gibt von einem sehr lieben Kollegen von mir, der auch für mich immer mal wieder schreibt als Redakteur, gibt es wohnkabinen.online. Das ist eine Webseite, die sich um das Thema auch komplett kümmert. Ähm, da ist jetzt im Laufe der Zeit auch ziemlich viel Material zusammengekommen, besonders wer sich um, äh, Selbstausbau oder überhaupt komplett Eigenbau kümmert beim Roger Nies, so heißt er. Ähm, bei wohnkabinen.online ist man da genau richtig. Der hat nämlich zum Beispiel, ich hatte es in der letzten Folge schon erwähnt, dass es, ähm, Bausätze für Wohnkabinen gibt zum Selbstbauen und zum Selbstausbau und der hatte eine von Nomad Campers sich gekauft und die komplett im, äh, Aufbau begleitet über mehrere Folgen.

Also wer sich dafür interessiert, kann sich das da gut angucken. Ansonsten hat er auch jede Menge Wohnkabinen, Händler, Hersteller, Varianten, Reisen zu zeigen, wohnkabinen.online. Bei Facebook, ähm, sind Wohnkabinenfahrer stark vertreten. Ähm, das wichtigste Forum da ist mit Sicherheit, ähm, das Pickup, äh, Wohnkabinen Freunde. Genau so heißt es, Pickup Wohnkabinen Freunde. Ähm, das hat bestimmt über achttausend Mitglieder oder so was. Wie gesagt, unsere Gemeinde ist sehr klein, da sind achttausend schon viel. Ähm, ebenso wie, äh, unser Magazin im, bei Facebook. Wir haben auch da über fünftausend Follower. Äh, ansonsten, ähm, bei Instagram sind einige ganz ordentlich vertreten und wer sich für den Kauf von solchen Wohnkabinen interessiert, der ist bei den großen Händlern, die auch immer beim Pickup Wohnkabinen Freunden auf Facebook mitmischen, ist er da auf jeden Fall richtig und alle reagieren auch darauf, ähm, wenn man da was postet oder kommentiert.

Ähm, ansonsten gilt da wie in jedem Forum: Be kind. Dann, ähm, wird dir auch weitergeholfen. Bist du doof, dann gehörst du irgendwann nicht mehr dazu. Ich bin da nirgendswo-

Richtig so.

Ja, ich bin da nirgendwo Admin, außer natürlich bei der Verlagsseite. Ähm, das Pickup-Wohnkabinen-Forum macht jemand ganz anderes und auch bei wohnkabinen.online mische ich überhaupt nicht mit. Das macht der Roger Nies schon sehr gut selbst. Ähm, da kann man also noch weitere Informationen sich einholen. Es gibt auch das wohnkabinen-forum.de. Ähm, das ist 'n typisches Forum mit Einlog, aber seit es Facebook gibt, ist da natürlich nicht mehr so viel los.

Mhm.

Das gilt für alle anderen Foren auch. Wer sich um Pickups kümmert, auch der ist bei Facebook eigentlich gut aufgehoben. Ähm, ich weiß, Facebook ist a dying breed und 'ne ältere Art und man muss sich immer ärgern, weil so viel Poli-Politik drin vorkommt, aber, ähm, jedes Fahrzeug, sei es der Ranger oder der Hilux oder so, hat größere Fangemeinden dort und, äh, die haben ganz viele FAQs, also diese ständig gefragten Fragen mit Suchbegriffen. Und, ähm, schon bevor man da 'ne Frage stellt, nachdem man Mitglied geworden ist, wird man darauf verwiesen, dass irgendeiner das bestimmt schon mal beantwortet hat. Da gibt man einfach seine Suchbegriffe ein und dann wird man zu Reifen, Auflastung, Wohnkabinenbetrieb, Motorvarianten, Modelljahre und so weiter, äh, weitergeleitet. Also das kann ich auch nur empfehlen.

Äh, also jedes Fahrzeug, fassen wir zusammen, hat bei Facebook ihren Forum. Es gibt das Pickup-Wohnkabinen-Forum bei Facebook mit vielen Followern und ansonsten wohnkabinen.online, wenn wir das nicht sein sollen, auch jemand, der Roger Nies, der sich nur um Wohnkabinen und Pickups kümmert.

Das war ja eine ganze Menge doch. Ähm, hätte ich jetzt gar nicht erwartet, dass in der Nische so viel, ähm, Umtriebe gibt.

Simsalabim und jetzt ist viel um.

Ja, ähm, ja und vor allem klein und aktiv scheint die Community zu sein. Also vielen Dank für die ganzen Tipps. Und wo wir schon bei Tipps sind, handeln wir noch ganz schnell unsere Tipps der Woche ab, aber da versuchen wir uns diesmal sehr kurz zu halten. Andreas, du hast uns, ähm, auch in dieser Folge wieder was mitgebracht.

Ja, ähm, noch mal abschließend: Wer sich dafür interessieren möchte, der sollte natürlich Wohnkabinen auch vor Ort erleben, also begehen, sich das aus der Nähe angucken, sich beraten lassen. Und bei einem einzelnen Händler ist es meistens so die Voraussetzung des Wohnkabinen centers, dass man halt dann nur, ähm, eine Marke oder ein paar Kabinen da sieht. Ähm, dazu ist es nicht besonders hilfreich, auf normale Campingmessen zu gehen, weil der Pickup-Camper steht da in der Regel nicht oder nicht in großer Zahl, sondern da empfehle ich, ähm Passt nach dem Podcast ganz gut hier. Ähm, im Juli ist die Adventure South Side und im Herbst ist dann die Adventure North Side und zwischendrin ist die Abenteuer und Allrad. Das sind die drei Messen, wo wirklich beinah alle Händler, alle Hersteller und auch alle Pick-up-Veredler ihre Produkte zeigen und da muss man dann hin.

Also Camping findet da besonders statt, wenn man sich für Pick-ups und Wohnkabinen interessiert und nicht so sehr auf den Campingmesssen, weil das ist nicht so unsere Zielgruppe, das ist auch nicht unser Bereich.

Sind auch so, ähm, Messen, die so 'n, 'n ganz besonderes Flair haben, finde ich, wo man auch mehr so rundherum 'n bisschen Community hat, als das vielleicht auf den großen Publikumsmessen, äh, in Düsseldorf und Stuttgart der Fall ist. Ja, mein Tipp der Woche ist auch wieder nicht direkt, äh, mit dem, äh, Thema related, sondern geht wieder eher an, an das Thema Reisen dran, und zwar diesmal an das Reisen für Haustiere. Ähm, wer mit Hund oder auch mit Katzen unterwegs ist, hatte vielleicht auch schon mal die Situation, ähm, dass so 'n Tier mal abgehauen ist, vielleicht auch mal sogar über mehrere Stunden weg war und man nicht wusste, wo steckt's denn? Und grade wenn man unterwegs ist, hat man natürlich auch, ähm, das Problem, dass das Tier vielleicht nicht genau weiß, wo, wo's wieder zurück muss, um dann am Wohnwagen oder am Wohnmobil zu landen oder am Pick-up Camper.

Und deswegen haben wir unserem Hund schon vor zwei oder drei Jahren einen GPS-Tracker verpasst. Ähm, wir nutzen den von Tractive. Es gibt mittlerweile auch andere Modelle, Fressnapf und so weiter. Der Tractive hat uns aber am meisten überzeugt, weil der international auch astrein funktioniert. Wir haben den auch hier in Mexiko jetzt grade wieder im Einsatz. Ähm, also der Hund trägt den eigentlich dauerhaft, außer wenn das Gerät an der Ladestation hängt. Und da möcht ich euch einfach noch mal so 'n bisschen dafür sensibilisieren, denn jeder Hund, egal wie gut der erzogen ist und wie eng die Bindung zu euch ist, kann sich mal erschrecken, kann mal irgend 'nem Wild nachgehen und ist dann vielleicht in völlig fremdem Terrain weg. Bei Katzen sowieso, wenn die Freigänger sind, ist es ja eh immer so 'n Thema. Und ich finde, das gibt einem einfach noch mal so 'ne kleine zusätzliche Sicherheit, dass man dann sein Tier mit 'ner App eben orten kann.

Ähm, und ja, das ist also meine Empfehlung ist auch überhaupt nicht irgendwie, dass wir da mit drin hängen oder dass wir da 'ne Provision bekommen, sondern einfach aus Überzeugung. Ist auch nicht ganz günstig. Also der Tracker kostet, glaub ich, aktuell um die 50 Euro, 'n bisschen weniger und das Jahresabo ist jetzt grade angehoben worden von 89 auf über 100, also schon 'n ordentlicher Schnack. Aber grade wenn man viel unterwegs ist, glaub ich, lohnt sich das, dass man dem Tier noch mal so 'n bisschen zusätzlichen Schutz gibt. Gut, das war's dann also für uns, äh,... Gut, das war's dann also von uns für heute. Andreas, ich sag dir noch mal ganz, ganz lieben Dank. Du hast dir jetzt so wahnsinnig viel Zeit genommen, mit uns über dieses total interessante Thema zu sprechen und ich hoffe wirklich, dass wir ganz viele Leute draußen auch erreichen konnten, die vielleicht jetzt noch nicht so ganz, äh, überzeugt waren vorher, ob das Thema Pick-up-Camping für sie überhaupt relevant ist.

Und vielleicht konnten wir die ja jetzt auch mit deiner Begeisterung dafür 'n bisschen anstecken. Ganz herzlichen Dank, liebe Leute da draußen. Abonniert gerne unseren Podcast, lasst uns auch 'ne Bewertung da oder sagt uns bei Spotify, was ihr von den Folgen haltet, die wir jetzt gemacht haben mit Andreas. Ich denke auch, wenn im Nachgang noch spezifische Fragen sind, dass wir die dann sicher an Andreas weiterleiten dürfen, wenn's jetzt nicht total überhand nimmt. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja auch mal wieder an dieser Stelle. Und du hast das letzte Wort.

Ja, ich bedanke mich ganz herzlich für euer Interesse, für dafür, dass ihr mich angesprochen hat. Äh, habt-- Ich, äh, referiere sehr gerne über das Thema, weil wir ja doch so 'ne kleine feine Community sind unter all den Campern und, ähm, ich freu mich immer, wenn ich so 'n bisschen darüber erzählen darf und vorstellen kann, was Pick-up Camping überhaupt ist. Euch wünsch ich noch sehr viel Erfolg mit eurem sehr, sehr, sehr netten Podcast. Ich hab sehr gerne mit euch gesprochen und, ähm, ja, wer immer sich jetzt berufen fühlt, mal bei uns reinzugucken. Ich hätte Spaß, wenn unsere Community sich dadurch ein bisschen vergrößert. Vielen Dank fürs Gespräch.

Hallo liebe Hörer und Hörerinnen da draußen. Ich wollte euch 'n kurze Info geben, dass die nächste Episode vermutlich nicht oder nicht vermutlich, sondern die wird definitiv nicht nächsten Samstag erscheinen, denn wir wollen, ähm, euch die bisschen Mexiko präsentieren. Nele war jetzt wieder in Mexiko und wir wollen dazu 'ne Episode aufnehmen, weil tolle Dinge vorgefallen sind oder lustige Erlebnisse quasi da waren. Und, ähm, wir haben aber grad so 'n bisschen das Problem mit der Aufnahme, mit der Internet, äh, Qualität, weil Nele auf der Rückreise ist. Das heißt, es wird sich 'n bisschen verzögern und im Worst Case wird es quasi jetzt mal eine Woche keine Episode von uns geben und dann aber aller, aller, aller spätestens den Samstag darauf wieder 'ne Folge.

Also seid nicht traurig in der Zwischenzeit. Schickt uns gerne trotzdem Feedback, schickt uns Themenwünsche an podcast@camperstyle.de oder benutzt eben auch den Link in den Shownotes, um uns 'ne WhatsApp-Nachricht zu schicken. Bis zur nächsten Episode. Macht's gut. Tschüss.

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