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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute sprechen wir über Power Stations und Solar fürs Camping.
Power Stations sind seit ja mittlerweile etwas längerer Zeit in aller Munde und sind ja auch sehr praktisch. Wir haben selber ja auch eine und nutzen die sehr gerne. Ähm, aber wir haben mal 'nen genaueren Blick drauf geworfen, wer die Teile wirklich braucht. Sebastian, kannst du da mal ein paar Worte zu sagen?
Ja, wahrscheinlich haben ja viele, die sich haben wild machen lassen vom bösen Blackout, sich so 'n Ding gekauft, ja, in der Vermutung, dass sie dann absolut safe sind. Blackout ist jetzt nicht gekommen, wie's vorhersehbar war, weil's halt einfach alles Panikmache war. Wir wollen auch gar nicht darauf gucken, aber wir haben das halt so 'n bisschen mitgekriegt, wie die Berichterstattung war. Sondern wir wollen halt mal aus Campersicht drauf schauen: Wer braucht 'ne Power Station? Für wen ist 'ne Power Station das Richtige? Welche brauche ich? Welche Größe brauche ich? Und, ähm, wollen so 'n bisschen mal, äh, auch Rechnungen und Beispiele zeigen, damit ihr halt wirklich konkret mal was in der Hand oder im Ohr jetzt habt, wie das für euch sinnvoll ist.
Und bevor wir da jetzt tiefer einsteigen, kommt noch ganz kurz Werbung. Sebastian, weißt du noch, als wir letztes Jahr bei euch in Portugal auf 'm Campingplatz standen? So richtig schön direkt an der Steilküste, Sonnenuntergang de luxe, aber das WLAN so ganz ungesichert, offen, noch nicht mal Passwort Camping eins zwei drei.
Ja, das so typisch, ne? Und wir waren echt froh, dass wir NordVPN, äh, damals am Start hatten. Ohne VPN-Zugang hätten wir keine Mails richtig checken können, hätten nicht sinnvoll recherchieren können und vor allem abends nicht unsere Lieblingsserie streamen können.
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Ja, oder wenn wir im Ausland, äh, deutsches Fernsehen schauen wollen, zum Beispiel Tatort beim Camping oder auch auf die Bundesliga im Ausland nicht verzichten wollen.
Beides für mich nicht so relevant. Die Bundesliga und Tatort, dafür aber anderes deutsches Fernsehen, zum Beispiel auch so 'n paar Mediatheken. Und das Ganze mit NordVPN funktioniert eigentlich super easy. Man öffnet einfach die App, verbindet sich und das war's dann auch schon. Ihr könnt bis zu zehn Geräte gleichzeitig absichern, wirklich vom Smartphone bis zum Laptop.
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Ja. Wie fangen wir an, Nele?
Ich würd mal wirklich wieder bei den Basics anfangen, weil wir haben sicherlich auch 'n paar Leute dabei, die sich noch nicht näher mit dem Thema beschäftigt haben. Deswegen steigen wir doch ein mit: Was sind Power Stations überhaupt?
Tragbare Batterien. Nächste Frage.
Und wo liegt der Unterschied zu anderen Batterien? Also zum Beispiel zu den klassischen Autobatterien oder zu diesen Bordbatterien, die ja auch Lithium-Ionen-, ähm, Akkus häufig schon sind. Wie würdest du das abgrenzen?
Ja, kann ich erst mal, also, äh, erst mal sagen, Power Station ist im Prinzip 'ne, 'ne bisschen größere Powerbank, also auch teilweise deutlich größere Powerbank. Powerbank kennt ja mittlerweile jeder, ja, kleine tragbare Batterien. Kann ich mein Handy, mein Tablet, manchmal sogar meinen Laptop mit aufladen und Power Station sind quasi die großen Brüder und Schwestern der Powerbanks, die aber dann auf jeden Fall noch 230 Volt mitbringen im Normalfalle und auch 'n Solaranschluss haben. Äh, am Rande, ich hab auch 'ne Power Station, die Solar eingebaut hat und 'n 230 Volt Anschluss. Also, äh, Powerbank, hab ich Power Station gesagt? Ich hab 'ne Powerbank, die das hat.
Ah, okay.
Ähm, die, also so was gibt es durchaus auch, aber da ist so wenig Solar drauf, dass das eigentlich nur Marketing ist und überhaupt keinen Sinn macht. Aber wieder zurück. Also es ist eigentlich 'ne große tragbare Batterie, die ihr auf verschiedenen Wegen laden könnt, also über zwölf Volt, 230 Volt über Solar und, äh, aus der ihr quasi auch aus verschiedenen Wegen, äh, Strom rauskriegt, USB, zwölf Volt, 230 Volt und, äh, die gibt's halt in verschiedenen Kapazitäten.
Und wir wollen heute über die Modelle sprechen, die ihr fertig kaufen könnt. Also die sind dann meistens in so 'nem kleinen Köfferchen schon drin oder in so 'nem Case. Man kann sich die theoretisch auch selber bauen. Das haben wir in Mexiko gemacht. Es gibt eben, ähm, Lithium-Ionen-Batterien, die man sich auch so ins Wohnmobil stellen kann und es gibt Cases dafür, die dann auch schon die entsprechenden Anschlüsse quasi im Case verbaut haben. Aber wir fokussieren uns jetzt die, die ihr auf 'm Markt, ähm, ja, gebrauchsfertig findet.
Genau.
Wir haben ja schon gesagt, ähm, Blackout ist das eine Thema, also als Notstromversorgung für zu Hause. Das wollen wir aber, glaub ich, heute 'n bisschen ausklammern, sondern wir schauen uns halt den Einsatz beim Camping an, also Zelt, Wohnwagen, Wohnmobil, Van. Weil ich glaube, das sind ja auch, ähm, die Zuhörer, die unseren Podcast hören und da können wir ja mal einsteigen, warum braucht man so was überhaupt in Campingfahrzeugen? Sind da denn nicht überall irgendwie Stromanschlüsse schon vorhanden oder Landstromzugänge?
In vielen Fahrzeugen sicherlich, aber du weißt du selber, grad bei Wohnwagen und, äh, bei kleinen Campern, bei Minicampern, bei Bussen, ähm, oftmals nicht. Ja, da hab ich zwar, also wenn ich 'n, 'n, 'n, äh, Basisfahrzeug habe, also bei 'nem Minicamper, bei 'nem Campingbus, hab ich ja im Normalfall eine 12 Volt Versorgung durch die Starterbatterie und hab ja auch 'n 12 Volt Netz, was meistens quasi 'n Zigarettenanzünder ist und, ähm, unter Umständen reicht mir das nicht. Und genau für die Zwecke ist es sinnvoll. Oder wenn ich vielleicht auch kein, kein oder kein 12 Volt Netz hinten im, ich sag mal Wohnbereich habe, bei 'nem Campingbus ist natürlich der Wohnbereich sehr nahe an der Fahrerkabine. Eigentlich immer dann, ja, wenn ich keine große Strominstallation habe, aber 'n bisschen Strom brauche oder wenn ich, äh, irgendwo campe und keinen Landstrom habe, aber eben Strom benötige, wenn ich autark sein möchte, weil ich irgendwo eben auch mit 'nem Fahrzeug stehe, wo ich, wo ich keinen Außenstromanschluss habe und meine Batterien auch nicht groß genug sind, wenn ich mein Fahrzeug nicht nachrüsten möchte mit festen Batterien.
Also da verrate ich jetzt vermutlich auch nichts Neues, wenn ihr 'n Batterien nachrüstet und 'n bisschen 12 Volt Netz nachrüstet und, ähm, dann ist das häufig günstiger, ähm, als 'ne Powerstation zu kaufen. Warum häufiger? Na ja, jemand muss es einbauen und wenn ihr euch das selber nicht zutraut, dann muss ich natürlich 'n Experten damit beauftragen. Der kostet wiederum Geld und je nach Aufwand kann's dann auch günstiger sein, 'ne Powerstation reinzusetzen. Und letzten Endes, wofür die meisten Campingdinge zuge-- oder gut sind, bringen euch Komfort. Ja, also ihr wollt nicht ausbauen oder ihr wollt es den Strom auch mal mit, äh, außerhalb des Fahrzeugs nehmen, weil ihr, keine Ahnung, immer bei, bei Nachbarn seid, die auch keinen Strom haben oder mit aufs Festival nehmen oder in die Gartenlaube auch mal mitnehmen.
Und ja, man könnte es theoretisch auch zu Hause bei 'nem Blackout benutzen. Ähm, ehrlicherweise kann ich dann da vielleicht 'n bisschen Lampe und Handy dran betreiben und ich könnte auch vielleicht mein Internetrouter dran betreiben, aber ich hab auch grade bei dem Blackout in Portugal gelernt, ähm, dass sowieso die meisten Dinge ausfallen und man eh nicht viel Strom braucht und man auch mit 'ner Kerze ganz gut auskommt.
Also da möcht ich noch mal einhaken und vielleicht ganz, 'n ganz kleines bisschen widersprechen, obwohl wir jetzt auch nicht zu den Preppern gehören. Aber wir haben unsere Powerstation, die ist ja schon relativ alt, die gibt's auch so gar nicht mehr, aber sehr gut. Ähm, das war damals das, ähm, Camper Case von Autarker. Und wir haben die immer geladen im Keller stehen und haben das auch getestet. Wir können fast eine Woche lang unsere Kompressorkühlbox damit betreiben. Also zum Lebensmittelkühlen ist es auf jeden Fall auch ganz spannend, wenn zu Hause mal der Strom wegbleibt oder auch wenn man, ja, wie gesagt, wenn man halt unterwegs Lebensmittel kühlen möchte oder Ähnliches. Da kann man die durchaus einsetzen, je nach Kapazität. Das ist natürlich, muss dann natürlich 'n bisschen, ähm, 'n bisschen größeres Modell sein.
Würd ich ja mal die kritische Frage stellen und dann hören wir aber auf mit dem Preppen: Äh, wann ist das letzte Mal der Strom in Deutschland 'ne Woche weg gewesen? Und zum anderen, wie viel von dem großen Kühlschrank kriegst du in die kleine Kühlbox rein? Aber, ähm, das's 'ne andre Geschichte und da schaltet ja dann auch meistens die Vernunft aus bei solchen Prepper-Geschichten. Das muss dann jeder für sich quasi entscheiden, wie er das nutzt. Ähm, wir haben nachher noch ein, zwei Punkte, warum, ähm, so was für viele Zwecke, für die man's plant, nicht funktioniert, ähm, aber für irgendeinen Notfall 'n bisschen Strom haben, funktioniert's auf jeden Fall.
Ja, also 'ne Woche bleibt sicher in Deutschland nicht der Strom weg, aber sag mal, 24 bis 48 Stunden kann durchaus passieren und es passen in unsere Kühlbox 40 Liter rein, also das ist schon ganz ordentlich.
Ja, aber auch die 24 Stunden sind mehr als unwahrscheinlich. Guck mal, selbst jetzt dieser riesige Blackout, wir waren ja zwischen mittendrin, ähm, hat keine zwölf Stunden gedauert. Die Auswirkungen haben noch länger gedauert, ähm, aber der Strom selber war nach v-- knapp zwölf Stunden wieder da.
Ja.
Aber, äh, wie gesagt, das ist keine Diskussion, die irgendwie, äh, ein Richtig und ein Falsch hat. Das muss jeder für sich selber entscheiden. Das ist völlig in Ordnung. Ich bin da, ähm, oder mir ist bewusst, dass das meiste, was hier gemacht wird, Marketing ist, wenn solche Sachen verkauft werden und dass Menschen da sehr viel Geld investieren, um sich besser zu fühlen und wenn sie das tun, ist das auch völlig in Ordnung. Ähm, aus meiner Sicht brauchen tut man's nicht, aber wenn jemand der Meinung ist, alles fein, soll er sich kaufen. Also wie gesagt, wir haben nachher noch 'n Hinweis, also ich hab einen Hinweis drin, ähm, wo man auf jeden Fall drauf achten sollte, damit man nicht nachher, wenn man's doch mal im Notfall braucht, das große Erwachen hat und merkt, scheiße, ich hab da Mist gekauft. Ja, ansonsten, wie gesagt, beim Camping ist es halt tatsächlich primär ein Komfortthema, ne. Ich mein, ich, ich käme ja auch ohne Strom aus. Ich müsste mein Handy nicht laden, ich müsste mein Tablet nicht laden, aber, ähm, alles fein.
Das, das ist 'n bisschen Komfort, das zu nutzen, auch wenn 'n Handy heute kein Komfort ist, aber beim Camping und demzufolge sind eigentlich diese Sachen, genauso wie die meisten Solaranlagen, eben Komfortdinge. Das ist alles fein. Ähm, und genau das sind sie und damit sind sie halt entsprechend auch entsprechend teurer und da kommen wir auch gleich, glaub ich, zum ersten Punkt. Aber ja, stell mal deine Frage.
Ja, das war's eigentlich auch schon in, also es geht auch schon in die Richtung, war ja viel auch mit dem, mit dem Thema Sparen, Nachhaltigkeit und so weiter argumentiert wird. Ich erinnere mich, dass wir in 'ner anderen Folge auch schon mal das Thema Nachhaltigkeit in Bezug auf Solar diskutiert haben-
Mhm
... wo wir mal versucht haben, so 'ne Rechnung aufzustellen, was die, äh, Ressourcen angeht, also wie viel man Solar tatsächlich einsetzen müsste, damit das wirklich 'ne nachhaltige Lösung ist. Und, ähm, ich weiß nicht, ob du dir dazu jetzt beim, bei Power Stations auch Gedanken gemacht hast, beziehungsweise eben wenn's ums Thema Sparen geht, wie, wann amortisiert sich dann so 'n Teil, wenn ich jetzt von 'nem gewissen Kilowattpreis auf Campingplätzen ausgehe?
Ja, das, das ist ja genau ein Argument, was man immer wieder sieht und liest und hört. Ähm, ha, Mensch, da kann ich ja mit der Sonne Energie produzieren und verbrauchen und muss nicht den teuren Strom aufm Campingplatz kaufen. Das, ne, ist so 'n, so 'n Argument, was häufig ins Rennen geführt wird und deswegen hab ich mal 'n bisschen gerechnet und tatsächlich mal geschaut, wie ist das denn? Also ab wann amortisiert sich dieses Gerät? Und, äh, generell ist Solar und erneuer, erneuerbare Energien 'ne, 'ne super Geschichte und fürs Camping kann das durchaus sinnvoll sein. Das Problem ist, dass wir beim Camping häufig so wenig Verbrauch haben und so kleine Flächen haben, dass sich halt aus der Sicht das einfach nicht rechnet, weil wir's ja auch nicht jeden Tag brauchen beim Camping, sondern wir sind ja häufig nur zwei, drei, vier Mal unterwegs im Jahr damit und das ist halt so 'n bisschen das Problem dabei. Ähm, ich will jetzt hier keine ewig lange Rechnung aufstellen.
Wir werden auch noch mal 'n Artikel dazu, ähm, aktualisieren bei uns und die Rechnungen mit reinpacken. Die können wir auch noch mal verlinken. Ähm, ich hab mal geguckt, also aktueller Strompreis auf Campingplätzen liegt so bei 80 Cent im Schnitt wie Kilowattstunde mittlerweile. Also, ne, im Sommer oder Anfang des Sommers 2025. Es gibt Plätze, die sind günstiger, es gibt Plätze, die sind teurer. Das ist mal so 'n Mittelwert. Und es ist auch, kann ich auch verraten, völlig egal, ob das 50 Cent oder ein Euro oder zwei Euro sind, ähm, die, das tut der Rechnung keinen großen Unterschied. Ja, und es gibt auch teilweise Pauschalen, die liegen bei 4 Euro, 3,50 Euro, 4,50 Euro, so bisschen in dem Dreh. Das sind so die, die Strompreise aktuell 2025. So, jeweils für eine Kilowattstunde.
Kilowattstunde erklär ich später noch mal. So, dann haben wir, sagen wir mal, wir laden 'n Handy, wir laden Tablet, wir laden Laptop und wir haben relativ viele Geräte dabei. So, so 'n Handy, ich hab mal geguckt, das braucht so – nagelt mich jetzt bitte auch nicht auf die Werte ganz genau fest, ne. Es gibt Handys, die brauchen weniger Strom, es gibt Handys, die brauchen mehr Strom. Auch das spielt gar nicht so die große Rolle, weil wir reden hier wirklich, und das werdet ihr gleich sehen, über minimalste Beträge. Das heißt, so 'n Handy, wenn wir mal sagen, vier Kilowattstunden im Jahr, da sind das ungefähr, ähm, 0,01 Kilowattstunden pro Tag. Und wenn wir das auf den Strompreis von 80 Cent rechnen, dann ist das nicht mal 'n Cent am Tag. Merken wir uns. Also Handy laden, einen Cent am Tag. Dann haben wir 'n Tablet, das braucht so 0,016 Kilowattstunden, also gar nicht so viel mehr wie 'n Handy.
Ähm, und das ist dann quasi ein bisschen mehr, ja. Also das heißt, wir brauchen 'n bisschen was mehr als 'n Cent, vielleicht anderthalb bis zwei Cent am Tag, um das Handy zu laden. Wir haben ein Laptop, da sagen wir mal so 0,13 Kilowattstunden und das sind dann vier Cent am Tag. Das heißt, wir, wenn wir das zusammenaddieren, dann sind wir bei vier, fünf, also s-sieben Cent am Tag für Laptop, Tablet und Kühlbox. So, und das Ganze merken wir uns jetzt. Und jetzt hab ich mal 'ne ganz, ganz einfache Power Station genommen mit 'nem Solarpanel, weil wir wollen ja quasi das Argument überprüfen, ja, wenn ich's mit Solar lade, wie sieht's da aus? Ähm, und beim, diese, diese, ich hab mir zum Beispiel Jackery genommen.
Das ist so eine der bekanntesten Hersteller neben auch EcoFlow und das soll jetzt gar keine Werbung auch für das Unternehmen sein. Ich hab die einfach rausgesucht.
Und Anker und, und Bluetti und wir haben ja alle auch schon genannt in anderen Folgen.
Weil die einfach die Erste war, die mir, äh, beim großen Kaufhaus mit dem A angezeigt wurde, wenn man danach sucht mit Solarpanel und die kann so am Tag 0,5 Kilowattstunden, also 'n halbes Kilowatt, ähm, äh, laden und kostet 530 Euro. Und jetzt nehmen wir mal die Verbräuche, die wir haben. Ja, also wir s..., wir nehmen die drei Geräte, wir sind zwei Wochen campen, dann sind das so bummelig, äh, drei Kilowattstunden. Und das ist, selbst wenn wir jetzt 'n Euro Strompreis rechnen, dann sind das dann eben 3 Euro Kosten. Ja, und wenn wir 'n halben Euro, also 50 Cent Strompreis nehmen, sind's 1,50 Euro Kosten. Und wenn wir jetzt dann einmal im Jahr in Urlaub fahren, dann sind das 176 Jahre, die wir quasi bräuchten, bis wir auf null sind.
Beziehungsweise wenn wir zweimal im Jahr fahren, sind's 88 Jahre. Ja, und ihr merkt, wenn wir jetzt nur alleine fahren und nur das Tablet und das Laptop und, äh, das Handy laden, dann komm ich da niemals mit hin mit meiner Rechnung, dass das sich irgendwie rechnet. Mir ist klar, äh, die, die wenigsten fahren alleine, ja. Selbst wenn wir's aber mit, mit zwei oder mit drei oder mit vier multiplizieren, kommen wir immer noch auf über 20 Jahre, bis sich das Ganze amortisiert. Und die große Kernfrage ist: Hält das ganze Ding 20 Jahre aus? So, das ist jetzt aber natürlich noch nicht sonderlich realistisch, ne, weil, äh, wer hat denn nur 'n Handy dabei? Also keiner wird 'ne Power Station mitschleppen, weil er Tablet, Laptop, Handy lädt, wird man denken. Äh, ist nicht so. Gibt Leute, die das genau dafür mitnehmen.
Ja, also bei uns ist sie auch häufig dafür halt in erster Linie mit dabei bei schnellen Ausfahrten, wenn wir nicht, ähm, wenn wir jetzt nicht unbedingt noch die Kühlbox mitschleppen.
So, jetzt schließen wir mal noch 'ne Kühlbox an. Ne, nehmen wir mal so 'ne, so 'ne 60 Liter, die ist schon 'n bisschen größer. Also du hast ja gesagt, eure hat 48 Liter. Ich hab mir jetzt mal 'ne 60 Liter rausgesucht, um wirklich 'ne, 'ne Größere zu haben. Die braucht so 24 Wattstunden am Tag. So, die lässt sich also, ne, wir haben Noch mal zur Erinnerung, äh, 0,5, äh, Kilowattstunden, also 500 Wattstunden kann so 'ne diese kleinen Jackery leisten. Das heißt, die könnt ihr mal im Grunde mit 'ner, mit der kleinen Powerstation betreiben. Und wenn wir uns das angucken, dann sind das ungefähr 0,4 Cent am Tag, die da Kosten entstehen, also 7 Euro je 14 Tage Urlaub. Und auch da, 530 oder selbst 500 Euro Kaufpreis merkt ihr, das ist wieder ewig viele Jahrzehnte, die ich Urlaub machen muss, bis sich das Thema amortisiert hat.
So, was ihr jetzt schon merkt, je mehr ich damit natürlich lade, desto eher mag sich das für mich rechnen, aber es sind immer noch viele, viele Jahre, weil wir ja beim Camping die relativ wenig nutzen. Wenn ihr die natürlich dann noch in der Gartenlaube nutzt zusätzlich oder jedes Wochenende wegfahrt, dann wird langsam ein anderer Schnack draus. Das einfach so 'n bisschen für eure Gedankengänge. Das heißt, wenn ihr wirklich viel unterwegs seid, dann kann das mit dem, das or-amortisiert sich. Ich hab nicht die hohen Strompreise. Kann sich das schon tatsächlich lohnen und kann richtig sein. Für viele Camper ist es das aber wahrscheinlich nicht. Das heißt, es ist wieder ein reines Komfortthema, was ja völlig in Ordnung ist.
Ich möchte in die Rechnung noch eine Sache mit einfließen lassen-
Ja.
... die vielleicht nicht ganz unerheblich ist. Ähm, wenn ich ein nicht autarkes Fahrzeug habe, bin ich ja darauf angewiesen, immer auf Campingplätzen oder zumindest auf Stellplätzen mit Stromanschluss zu stehen. Wenn ich aber so 'ne Powerstation dabei habe und mich basic selbst versorgen kann, also so 'ne Basisautarkie habe, dann kann ich natürlich auch unter Umständen mal freistehen, wenn's eben rechtlich erlaubt ist, oder auf sehr günstige Privatstellplätze ausweichen oder auf Stellplätze ohne Infrastruktur. Das würd ich gerne in die Amortisierungsrechnung auch noch mit einfließen lassen, weil da ja auch dann teilweise ganz erheblich Kosten gespart werden können.
Das's 'n guter Punkt. Das war für mich sehr schwierig zu kalkulieren. Ähm-
Kann man auch nicht, weil es, es gibt auch, ja.
Genau, es gibt da gigantische Unterschiede, ne. Vom kostenlosen Stellplatz bis zum 30 Euro ohne Stromplatz und genauso vom, vom 5 Euro Campingplatz bis zum, äh, 100 Euro Campingplatz gibt's ja quasi die volle Bandbreite, aber, äh, absolut guter, guter Einwand. Das hatt ich jetzt nicht in meiner Rechnung mit dabei, dass ich da natürlich dann auch freier bin. Ähm, wir wollen jetzt gar nicht proklamieren, dass ihr alle kostenlos immer in der Natur irgendwo rumsteht. Natürlich, äh, freistehen ist auch ein Thema, aber das ist nicht unerheblich, was ich da unter Umständen noch sparen kann durch die Stellplatzwahl. Das ist richtig.
Ja, oder wenn ich halt für 15 Euro mir 'nen Privatstellplatz über 'ne App buche, wo aber kein Stromanschluss da ist, im Versus im selben Gebiet 35, 40 Euro vielleicht für 'nen Campingplatz hinlegen muss. Und dann, ähm, hab ich natürlich auch über so 'nen 14-tägigen Urlaub 'ne andere Rechnung. Ähm, ich möchte aber trotzdem auch sagen, dass auch für uns der Kostenfaktor bei unserer Powerstation eigentlich nie 'ne Rolle gespielt hat, sondern dass es auch mit der freien Stellplatzwahl eigentlich für uns mehr 'n Komfortthema ist als 'n Preisthema.
Genau, und das sind diese Produkte prinzipiell auch für die meisten und ist auch völlig in Ordnung. Und, ähm, dann noch ganz kurz, ich hab dann auch mal geschaut, man könnte ja jetzt denken, Mensch, wenn ich 'ne, 'ne größere Powerstation kaufe und dann mehr Solar dran habe, dann geht das ja vielleicht alles schneller und dann, äh, spar ich vielleicht auch, weil wenn die doppelt so groß ist, ist die aber vielleicht nicht doppelt so teuer. Doch ist sie. Also die meisten Powerstations werden tatsächlich mit doppelter Größe nahezu doppelt so teuer und man spart da also auch nichts so richtig. Das heißt, die, die Größe ist weniger ein Sparthema, sondern die Größe sollte man eher wieder wählen anhand des Verbrauchs, den ich habe. Da kommen wir aber gleich noch 'n bisschen zu, da hab ich auch 'n bisschen rumgerechnet.
Ja, also du hattest ja gesagt, wenn man dann so 'ne Powerstation natürlich auch noch für andere Gelegenheiten nutzt, dann kann sich das Ganze schneller in Anführungszeichen lohnen. Ähm, Blackout hatten wir schon besprochen. Das ist ja sowieso 'n Thema. Also da geht's ja gar nicht um das Thema Kosten, sondern das ist ja wirklich dann 'ne reine Glaubensfrage, möcht ich schon fast nennen. Also kommt 'n Blackout, falls ja, wie umfangreich ist der, was wir eben vorhin schon besprochen hatten.
Gefühl, genau.
Und dann muss ja auch, und das ist halt 'n ganz wichtiger Punkt, das Ding auch einsatzbereit sein, weil es hilft mir nicht nix, wenn ich's beim Camping dabei hatte, die Batterie leer gezogen ist und ich pack's dann danach in Keller und da steht die dann zwei Jahre. Und wenn der Stromausfall kommt, muss ja auch kein kompletter Blackout sein. Es sind ja oft, war bei uns auch schon, ähm, dass über mehrere Stunden oder auch teilweise ein bis zwei Tage auch mal regional 'n Stromausfall stattfindet. Und dann hilft mir das halt wenig, wenn ich das Ding dann, äh, mit ein Prozent Kapazität im, äh, irgendwo im Regal, im, im Schwerlastregal im Vorratskeller habe.
Und dann vielleicht auch die Sonne nicht scheint, sodass du's nicht mal noch schnell über Solar zuladen kannst.
Ja.
Oder du im, im Erdgeschoss wohnst, hinter 'ner Hecke unterm Baum, wo du's auch nicht geladen kriegst. Also-
Ja.
Genau, es gibt, gibt ganz viele Dinge, die da irgendwie 'ne Rolle spielen und, äh, wie gesagt, das, das-- wir haben gesehen, Blackout kann durchaus passieren. Das, das, äh, außer Frage und so Stromnetze sind auf jeden Fall noch nicht so transformiert, wie sie sein sollten. Ähm, aber die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering. Ich war grad mittendrin, ähm, wir waren mit 'nem Umzug, es war blöd, definitiv, aber, ähm, das große Problem ist, dass so viele Dinge ausfallen, dass dir das bissel Strom halt auch nicht sonderlich viel nützt. Ähm, weil es war sogar so, dass halt nach ein, zwei, drei Stunden sind die Handymasten zum großen Teil ausgefallen. Das Internet ging auch nicht. Ähm, das heißt, das Einzige, was du machen kannst, ist Licht und 'n bisschen Radio. Okay. Also wie gesagt, aber das 'ne Gefühlssache und es ist auch völlig in Ordnung, wenn sich da jemand sicherer mit fühlt, dann, dann ist das fein, weil es macht das Leben ja einfach, äh, besser, wenn man sich gut fühlt.
Ähm, was viele aber noch aufm Schirm haben, also weil das, das kenn ich auch von Freunden, die haben mich dann gefragt und, ähm, sag mal, ich möchte jetzt so 'ne, so 'ne, so 'ne Powerstation kaufen, die werden dann auch gerne als Solargeneratoren verkauft. Und, ähm, kann ich denn das jetzt an mein Hausnetz zum Beispiel anschließen und mein Hausnetz dann damit betreiben, ja, damit mein ganzes Haushalt einfach weiter Strom hat wie ganz normal? Ähm, oder kann ich meinen Computer zum Beispiel dran anschließen, damit ich's dann als unterbrechungsfreie Stromversorgung nutzen kann? Also das war so 'n Thema, wo ich mich sehr früh mit beschäftigt habe, als ich meine erste Powerstation hatte. Ich hab geguckt, hey, sag mal, weil in, in Portugal ist es tatsächlich so gewesen, dass wir regelmäßig Stromausfälle hatten. Also ich kenne das und, ähm, da war alle ein, zwei, drei Monate gab's mal 'n Stromausfall.
Manchmal war der nur einmal Strom weg, Strom wieder da. Es gab auch mal 'ne Stunde, es gab auch mal drei Stunden, es gab auch mal vier Stunden, aber für gewöhnlich war's ganz kurz. Und da dacht ich, Mensch, da kann ich doch so 'ne Powerstation vor meinen Computer schalten, weil es war halt immer nervig. Du arbeitest, hast grad nicht gespeichert, Strom weg. Und, ähm, dann hab ich festgestellt, kannst du nicht, weil es gibt zwei Punkte. Ähm, das eine ist nämlich, dass die mei... Also wenn, ist 'n Kontext dazu, wenn man so eine unterbrechungsfreie Stromversorgung haben möchte, dann ist ja dieses Gerät zwischen Stromanschluss und Computer zum Beispiel geschaltet und wenn jetzt der Strom weg ist, muss das Gerät ja superschnell umschalten zwischen eben, sag mal, dem Landstrom und, äh, seiner Batterie. Und das können die meisten Geräte einfach nicht schnell genug.
Das heißt, der Computer würde kurz trotzdem kurz ausgehen. Ich könnte ihn zwar damit betreiben, aber, ne, dieses Unterbrechungsfreie, das ist eben nicht gegeben. Das Punkt eins, das können 'n paar, ähm, vor allen Dingen EcoFlow kann das, die können das schon ziemlich lange und auch Bluetti hat 'n paar Geräte und es gibt vermutlich auch noch ein, zwei andere Hersteller, die das können. Ähm, die haben so 'n speziellen USV-Modus, auch nicht jedes Gerät von denen, muss man auch aufpassen. Und, ähm, was ganz wichtig ist und was man dann wirklich erst feststellt, wenn's zu diesem Problem kommt, die haben einen Lüfter und der läuft, wenn viel Last drauf ist. Und Last passiert dann zum einen, wenn die geladen werden und zum anderen, wenn sie entladen werden. Das heißt, sowohl beim Laden kann's passieren, dass der Lüfter läuft, der muss nicht immer laufen, aber kann. Und auch wenn ich halt 'n Computer dran habe oder 'n Gerät dran habe und den Strom entnehme, kann das sein, dass der Lüfter anläuft.
Und das ist natürlich grade bei Computerarbeit unter Umständen nervig. Das muss man wissen. Das geht, aber das muss man einfach wissen. Und die werden natürlich, je moderner die sind, desto weniger laut sind die Lüfter, desto seltener laufen die Lüfter, aber man sollte das einfach aufm Schirm haben und vielleicht tatsächlich einmal testen, da wirklich 'n großen Verbraucher ranhängen und es auch mal, wenn's ziemlich leer ist, laden, um zu gucken, wie ist das für mich, ist das okay?
Mhm. Du hattest ja auch schon Geräte im Test, wo du mir dann nach einiger Zeit die Rückmeldung gegeben hast, dass die Lüfter sehr, sehr laut sind. Hattest du jetzt das Gefühl, dass sich da in der Entwicklung was verbessert hat im Vergleich zu vorletztem Jahr zum Beispiel, wo du gesagt hast, du packst es fast nicht, das Gerät zu testen, weil's einfach so laut ist?
Ja, also die werden jede Generation werden die, werden die leiser und, äh, die Lüfter laufen weniger. Das merkt man auf jeden Fall. Das war bei den ersten Geräten war das halt absolut krass. Ähm, ich will jetzt auch gar kein Hersteller nennen, um niemanden schlecht zu machen. So, da waren die sicherlich alle ähnlich, aber so die erste Generation, die ich getestet hatte, das war halt wirklich schon laut. Also da hättest du nicht das Gerät in deinem Wohnmobil oder Wohnwagen betreiben wollen, sondern hättest es gerne irgendwo rausgestellt, weil wenn der geladen und entladen hat, dann war der schon echt laut. Aber das ist deutlich, deutlich besser geworden. Die, die Hersteller haben das, äh, quasi natürlich auch gemerkt und, äh, festgestellt, oh, das ist ja wirklich 'n Problem, leise, haben das leiser gemacht. Die ganzen Sachen sind effizienter, werden weniger warm und so weiter. Also das w-- ist immer besser geworden und wird auch sicherlich noch weiter besser werden.
Ich bin geistig noch so 'n bisschen an den von dir genannten Strombedarfen hängen geblieben-
Mhm
... und hab jetzt nebenbei versucht, alte Fotos zu finden, wo wir Zählerstände für die Campingplatzbetreiber abfotografiert haben, um dann am Ende die Abrechnung zu machen. Jetzt hab ich natürlich auf die Schnelle das nicht gefunden. Das ist in erster Linie immer bei unserem Stammcampingplatz in Neuerkenschwick der Fall, ähm, wo wir immer vor dem Caravan Salon stehen. Ähm, falls ich das noch finde, würd ich's dir gleich nachreichen, aber ich kann auf jeden Fall sagen, dass wir doch deutlich mehr Stromverbrauch haben als die paar Cent am Tag, die du vorhin genannt hattest und auch die sieben Euro pro 14 Tage. Das liegt natürlich auch daran, dass wir anders als jetzt normale Urlauber auch den ganzen Tag am Rechner arbeiten, entsprechend der Rechner häufig am Netz hängt oder nachgeladen wird.
Wir haben 'n sehr viel höheren Verbrauch bei den Smartphones. Wir haben auch 'nen Fernseher, der zwar selten, aber doch immer mal wieder läuft. Äh, wir haben 'nen Internetrouter an Bord. Es gibt natürlich Wasserpumpen, ähm, es gibt Licht, also die, das Bordlichtnetz. Aber da kommen wir wahrscheinlich für 14 Tage bei irgendwie so 'nem Durchschnittspreis von 70, 80 Kilo, äh, Cent pro Kilowattstunde auf ungefähr, würd mal tippen, so 20 bis 30 Euro. Also doch 'n Stück mehr als die sieben Euro. Und da würd ich mir gerne jetzt noch mal mit dir gemeinsam anschauen, was es sonst noch alles für Verbraucher geben kann, die ich dann in die Rechnung mit einkalkulieren muss und bei denen ich auch überhaupt erst mal checken muss, ob die Powerstation, die ich vielleicht im Auge habe, dafür überhaupt geeignet ist.
Guter Punkt. Also wir, wir gucken erst mal rein, äh, was wir so an Verbrauchern anschließen können, was die so brauchen. Also ihr müsst euch das auch alles nicht merken. Wir werden das Ganze noch mal in 'ne Tabelle packen und, äh, in die Show Notes und auch noch mal 'n eigenen Artikel, ähm, reinpacken, damit ihr das – ich hab zweimal packen gesagt, aber mir ist kein bestes Wort eingefallen – reinschreiben, ähm, damit ihr das quasi auch noch mal nachlesen könnt. Also letzten Endes ist es wirklich wichtig, bei 'ner Powerstation, wenn ich die kaufen möchte und da gehen wir jetzt grade in die Richtung hin, auf zwei Werte ganz dringend zu achten plus noch 'n paar andere Sachen, die kommen später noch. Der, das Erste ist, wie viel, ähm, Energie hat die sozusagen, also wie viel wird gespeichert? Ähm, das ist natürlich Für mich wichtig, weil je mehr Geräte mit mehr Stromhunger ich autark länger, je länger ich das betreiben muss, desto größer muss die Kapazität sein.
Da kommt natürlich auch dazu, wie ich's vielleicht nachlade mit, mit Solar und Ähnlichem. Und das andere ist, was können die Geräte, die ich anschließe, an maximale Leistung ziehen? Weil in diesen Power Stations ist halt immer ein Inverter, 'n Wechselrichter quasi drin, weil die Batterien selber arbeiten ja nicht mit 230 Volt zum Beispiel, sondern das sind ja Gleichstrombatterien. Da, die sind pro Zelle haben die meist wenig Volt, werden dann in Reihe parallel geschaltet und so weiter und, ähm, kommen dann eben auf interne, ähm, Spannungen von, ich weiß gar nicht genau, 12 bis 48 Volt wahrscheinlich und dann wird da quasi umgewandelt in Wechselstrom mit 230 Volt. So, und dafür brauche ich halt oder diese Wechselrichter, diese Spannungswandler haben quasi 'ne maximale Leistung, die sie abgeben können.
Das kann sehr unterschiedlich sein und darauf muss ich achten, ne? Weil wenn ich nur 'n Laptop lade, dann brauche ich da nicht keine große Leistung. Wenn ich aber 'ne Kaffeemaschine, gern Wasserkocher, 'n Induktionskochfeld oder 'n Heizlüfter betreiben möchte, dann brauche ich natürlich ganz andere, ähm, Maximalleistungen und auch ganz andere Kapazitäten. Das ist 'n bisschen wichtig und deswegen schauen wir mal rein, was wir alles anschließen können im Grunde, was auch Leute anschließen und wie so die Verbräuche aussehen. Jetzt hab ich ja vorhin schon gesagt, also Handy, Tablet, Laptop, ne? Das sind so die Klassiker, die kann ich dran laden. Ich kann auch irgendwie mein, mein Radio, äh, grad wenn's 'n USB-Anschluss oder so was hat, dran laden. Ich kann Kühlboxen dran betreiben, mein, meinen kleinen Kühlschrank. Ich kann natürlich auch 'n großen Kühlschrank oder sogar 'ne Kühlbox, äh, 'ne, 'ne Kühltruhe anschließen, wenn es die Leistung hergibt.
Mhm.
Kaffeemaschine, Wasserkocher, die, die berühmte Nespresso oder den berühmten Vollautomaten kann ich im Grunde theoretisch anschließen. Ich kann auch 'n Airfryer anschließen, ähm, Licht, Ventilatoren, Fernseher, Beamer. Ich kann meine E-Bike-Akkus laden.
Also grade bei so Thema Wasserkocher, Kaffeemaschine, auch Haarföhn, was ja oft für Menschen mit längeren Haaren, ähm, 'n Thema ist, da muss ich aber ja drauf achten, was in der Spitze dann verbraucht wird und ob die Power Station das auch kann.
Genau, das hab ich ja grade gesagt. Das ist die, die maximale, äh, Leistung, die so 'n Gerät brauchen kann, darf, soll, muss und, äh, das gucken wir uns nachher an. Wir gucken jetzt erst mal, was so die Verbräuche sind, um dann zu schauen, wie kann ich denn berechnen, wie groß meine Power Station sein muss. Weil je mehr Batteriekapazität, desto teurer und deswegen ist natürlich, also wenn Geld keine Rolle spielt, ist es egal, dann kauf dir die größte, die du kriegen kannst. Aber beim Camping spielt ja auch so was wie Gewicht und Größe 'ne Rolle und deswegen macht's halt Sinn, das einfach sinnvoll zu dimensionieren, nicht nur aus Geldgründen. Und deswegen gucken wir erst mal an, was wollen wir damit betreiben, was verbraucht das so? Und dann gucken wir uns an, was kommt eben noch dazu, was kann ich überhaupt anschließen, was nicht, ne? Aber alles, was ich jetzt genannt habe, kann man im Grunde damit betreiben. Man kann seine E-Bike-Akkus laden, äh, kann, äh, elektrische Luftpumpen, Mixer dran betreiben und natürlich kann man jederlei Akku damit laden, also Kamera, Drohne, Licht, was man alles so dabei hat.
Es gibt Leute, die an, an Power Stations ihre medizinischen Geräte, also irgendwelche Apnoe-Geräte und so was betreiben. Da muss man immer 'n bisschen gucken, ähm, die sind, also Power Stations sind sicherlich nicht zertifiziert, um so was zu betreiben. Also da geht's in Richtung Ausfallschutz und so weiter. Also da muss man auf jeden Fall aufpassen. Es geht, aber es, äh, ist ja jetzt zum Beispiel bei dem Blackout in Spanien, Portugal auch, äh, glaub ich, ein, zwei Menschen gestorben, weil eben, äh, Beatmungsgeräte, ähm, deren Notstromversorgung versagt hat. Und da muss man natürlich aufpassen. Also das, dafür sind Power Stations nicht zertifiziert. Sie funktionieren dafür, aber es gibt dann eben quasi keine, keine Sicherheit, dass die auch, äh, zuverlässig funktionieren, nicht irgendwie ausfallen, dies, das, jenes. So, und was eigentlich wichtig ist, was ich wissen muss: Ich muss wissen, wie ist der, der Verbrauch beziehungsweise wie ist die Leistung von diesem Gerät?
Und es steht tatsächlich auf eigentlich nahezu jedem Gerät steht das drauf und wenn's nicht auf 'm Gerät steht, weil der Aufkleber abgefallen ist oder weil's zu alt ist, dann steht's im Normalfall in der Bedienungsanleitung. Und wenn's da nicht drin steht und es ist 'n 230 Volt Gerät, dann kann ich's mit so 'nem, äh, kleinen Messgerät oder mit so 'ner smarten Steckdose, die auch 'n Leistungsmesser hat, kann ich das messen. Wenn's 'n Gleichstromgerät ist, dann gibt's auch Messgeräte, die ich dann nutzen kann, aber es steht eigentlich immer drauf.
Ich möcht noch mal ganz kurz einschieben für Grundwissen zum Thema Strom, also Watt, Volt, äh, Stromkreisläufe und so weiter.
Watt wollt ihr denn?
Genau. Wer sich da 'n bisschen näher informieren möchte, der kann auch noch mal in unsere alte Folge reinhören, die, in der Sebastian das sehr schön erklärt hat, so dass es sogar ich verstanden habe. Die verlinken wir euch auch noch mal in der Folgenbeschreibung. Ich hab jetzt nämlich nicht genau im Kopf, wann die gelaufen ist.
Okay, also sprich, wir haben immer, fast immer auf den Geräten irgendwie 'ne Wattzahl, die draufsteht, das ist die Leistung. Und dann betreibe ich ja so 'n Gerät, 'ne bestimmte Zeitdauer, ja, 'ne Stunde. Und wenn jetzt 'n Gerät halt 100 Watt hat und eine Stunde läuft, dann sind das quasi 100 Wattstunden oder 0,1 Kilowattstunden. Und wir haben da vorhin schon mitgekriegt, Kilowattstunde, das ist so 'n bisschen der Wert, in dem man das meistens angibt, weil das ist auch der Wert, in dem zum Beispiel der Strom auf 'm Campingplatz abgerechnet wird. Jetzt kommen bestimmt einige und sagen: "Ja, das ist aber alles nicht ganz genau." Ja, das ist völlig richtig, weil gibt's verschiedene Dinge, die das noch beeinflussen, aber es reicht quasi für das, was wir hier tun, völlig aus. Da müssen wir jetzt nicht, äh, 'n Elektrotechnik, äh, Studium quasi noch einschieben. Ich denke, jetzt ist es so weit okay, dass das für die meisten ausreicht.
So, manchmal ist es so, dass auf Geräten keine, keine Watt steht, sondern da steht dann Ampere drauf, ähm- Auf Netzgeräten oder auf, äh, so Ladesteckern ist das manchmal der Fall. Das ist auch nicht schlimm. Da sehe ich ja dann, wie die betrieben werden, ob die mit zwölf Volt oder mit 230 Volt betrieben werden und dann multipliziere ich einfach die Voltanzahl mit den Ampere und dann komme ich auch auf meine Wattzahl. Ja, also wenn ich 'n zwölf Volt Gerät hab, was zwei Ampere braucht, dann sind das 24 Watt. So, da wie gesagt, können wir so einfach rechnen und jetzt mal so 'n paar Geräte, ähm, was die so verbrauchen. Also bei 'nem Smartphone hab ich ja vorhin schon gesagt, das wird so drei bis fünf Watt, äh, beim Laden benötigen und je nachdem, äh, wie stark ich das quasi beanspruche, wie groß der Akku ist, wie leer der Akku ist, können das halt schon zehn bis 15 Wattstunden am Tag sein.
'N Tablet liegt bei zehn bis 15 Watt, wird 15 bis 25 Wattstunden brauchen. Also ich, ähm, hab hier 'ne riesige Tabelle ausgearbeitet. Ich weiß gar nicht, ob wir die alle vorlesen, ob das nicht langweilig wird. Wir nehmen mal so 'n paar große Verbraucher auch raus, um euch dafür 'n Gefühl zu geben. Also bei 'nem Laptop sind wir schon bei 60 bis 180 Wattstunden am Tag. Wichtig ist auch übrigens, dass, äh, Ladestecker, ja, wenn ihr die in der Steckdose lasst, durchaus auch, äh, genauso wie Geräte, die im Standby laufen, einen Stromverbrauch haben, ne. Die können durchaus ein bis drei Watt dauerhaft ziehen und, äh, wenn die dann halt eine Stunde laufen, dann ist das eine Wattstunde. Das ist nicht viel, aber in 24 Stunden sind das schon 24 Wattstunden und auf so 'nem Urlaub läppert sich das ganz schön zusammen. Das muss nicht schlimm sein, wenn eure Powerstation genügend Kapazitäten hat, aber wenn eben jeder jedes Watt sozusagen oder jede Wattstunde zählt, dann, äh, können so 'ne Sachen schon wichtig sein, dass man die entsprechend rauszieht.
WLAN-Router zum Beispiel ist so mit fünf bis zehn Watt 'n kleiner dabei, sind 120 bis 240 Wattstunden. Es gibt aber auch zum Beispiel die alten Starlink, äh, äh, Router, die nehmen 120 Watt, ja. Da bin ich also schon-
Wow
... dann beim x-fachen und da kann sich's dann auch lohnen, wenn ich kein Internet brauche, dass ich die abschalte, zum Beispiel nachts wenn alle schlafen.
Wie ist es mit Fernseher zum Beispiel?
Ähm, Fernseher, ich hab mal geguckt, also so 'n, so 'n zwölf Volt Fernseher, so 32 Zoll, also schon ein bisschen größerer, wird so 40 bis 60 Watt brauchen und wenn ich den dann zum Beispiel drei Stunden betreibe, weil ich drei Stunden TV schaue, dann sind wir so bei 120 bis 180 Wattstunden.
Auch gar nicht mal so wenig, ne.
Und vielleicht, um das 'n bisschen in Relation zu setzen, was das bedeutet, ja, so 'ne Jackery Power Station, die ich vorhin genannt habe, die kleine 500er, die hat eben 500 Wattstunden, wenn die voll ist. So, das heißt, ich könnte meinen, meinen Fernsehabend so auf sechs bis acht Stunden ausdehnen und dann ist die aber auch relativ leer genuckelt.
Und dann ist, hängt auch kein Smartphone dran und kein Tablet und kein gar nix, ne. Dann ist das nur der Fernseher.
Ja, 'n Smartphone werd ich noch mit, mit geladen kriegen, aber jetzt 'n fetten Laptop noch mit laden oder so, da wird's dann schon knapp und 'ne, 'ne, 'ne Kühlbox zum Beispiel wird dann so nicht mehr funktionieren.
Was mich noch interessiert, weil das haben ja auch viele Campingfahrzeuge standardmäßig an Bord, ist der Absorberkühlschrank.
Ja, die sind, also Absorber sind tatsächlich, äh, aus Stromverbrauchssicht wirklich Horror. Ähm, die sind natürlich praktisch, weil sie auch auf, äh, Gas und, äh, eben zwölf Volt, 230 Volt funktionieren, aber die können durchaus 100 bis 150 Watt brauchen. Das heißt, die können zweieinhalb bis dreieinhalb, äh, Kilowattstunden am Tag benötigen. Also das ist schon richtig viel. Ich empfehle, äh, auf jeden Fall immer 'n Kompressorgerät, also entweder 'ne Kompressorkühlbox oder auch 'n Kompressorkühlschrank. Wenn ihr das irgendwie mit Batterie betreiben wollt und auch primär mit Batterie betreiben wollt, dann ist das der bessere Weg. Mit Landstrom ist es nicht ganz so schlimm. Ja, es geht auch ins Geld. Aber wenn ihr mit Batterie betreiben wollt, dann ist immer 'ne Kompressorlösung die deutlich effizientere Variante, weil die halt locker mit der Hälfte der Leistung quasi auskommt.
Das erklärt auch unseren hohen Stromverbrauch, weil ich hab jetzt tatsächlich alte Bilder gefunden in der Zwischenzeit und hab 'n Beispiel aus dem Jahr 2023 gefunden von besagtem Campingplatz. Da hatten wir in 72 Stunden zehn Kilowattstunden Verbrauch und da ist mit Sicherheit der Absorber auch wie fast immer, wenn wir irgendwo mit Landstrom stehen, am, äh, Stromnetz angeschlossen gewesen.
Ja, das ist definitiv 'n Thema.
Und da sind wir dann, da sind wir dann ja sogar noch relativ gut dabei, wenn ich mir das angucke mit, mit deinen Angaben 2.400 bis 3.600 Wattstunden pro Tag unter Umständen. Da haben wir ja dann außer des Kühlschrank, außer dem Kühlschrank gar nicht mal so viel verbraucht.
Bei dem Kühlschrank muss ich natürlich auch wieder so drauf, drauf gucken, ne. Also zum einen, wie, wie alt und effizient ist der? Je neuer, desto effizienter sind die Dinger natürlich auch.
Wie sind die Außentemperaturen?
Wie, genau, wie warm ist es? Wie kalt muss mein Bier drin sein? Wie oft glotz ich rein, ob das Bier noch kalt ist? Ja, das spielt natürlich 'ne Rolle. Was hab ich in der TK drin? Wie viel Energie war schon gespeichert, weil gekühlte Sachen drin sind und so weiter und so fort. Also da spielt natürlich ganz viel 'ne Rolle. Deswegen, meine Werte sind sehr mit Vorsicht zu genießen. Die sind absolut grobe Richtwerte, um ein Gefühl dafür zu haben. Die können in der Praxis natürlich durchaus nach oben und nach unten auch mehr abweichen. Ähm, das ist einfach nur 'n Gefühl dafür zu bekommen für euch.
Jetzt gibt's ja auch Menschen, die im Winter unterwegs sind und die dann als, ja, Heizungslösung oder als Heizungsnotlösung, je nachdem, noch elektrische Heizlüfter mit an Bord haben. Die ziehen, glaub ich, auch ganz ordentlich, ne?
Ja, die, also bei Heizlüftern weiß ja jeder, die haben irgend 'ne Wattangabe, ja. Da gibt's, gibt's die, die sehr coolen, um jetzt Werbung machen zu wollen von Ecoflow, aber die sind weit verbreitet, die halt auch so 'n 750-Watt-Modus haben zum Beispiel. So Heizlüfter, die ich im Baumarkt kaufe, haben gerne auch 1.000 bis 2.000 Watt. Ja, und dann rechnet euch aus, wenn das 'ne Stunde läuft, sind das eben 1.000 bis 2.000 Wattstunden. Das heißt, an so 'ner kleinen Ecoflow, äh, wäre da quasi 'ne halbe respektive 'ne Viertelstunde maximal drin.
Mhm.
Ähm, also Heizlüfter sind schon on top, was Stromverbrauch angeht, äh, weil die natürlich auch 'ne Weile laufen. Äh, da sind dann tatsächlich also d-die, die Kleinen von EcoFlow mit dem 750-Watt-Modus, ähm, 'ne, 'ne gute Wahl, weil die das relativ effizient und gut machen. Sind dafür dann natürlich entsprechend teuer, ja. Die krieg ich halt nicht für 'n Zwanni aus'm Baumarkt. Und was viele nicht aufm Schirm haben, auch wenn ich, äh, nicht 'n Heizlüfter nutze, sondern meine Gasheizung benutze, dann hat die ja ein Gebläse drin, um die Luft, die warme Luft eben im Fahrzeug zu verteilen. Und auch das Gebläse hat durchaus 15, 20, 25 Watt und je nachdem, wie lang das läuft, können das auch noch mal 300 bis 600 Wattstunden sein. Also das ist nicht zu unterschätzen, wenn's wirklich kalt ist-
Mhm
... dass auch das Gebläse Strom braucht. Ja, und, ne, dann hab ich so Sachen wie Induktionskochfelder, können wir auch mal noch kurz reingucken. Die haben auch 'ne Wattangabe, die sind meistens maximal mit 2000 Watt unterwegs und auch das läppert sich dann zusammen, je nachdem, wie lang ich koche. Und natürlich beim Föhnen das Gleiche. 'N guter Föhn hat 1000, 1500 Watt, zehn Minuten betrieben, 130 bis 250 Wattstunden. Also, ähm, da kann ich schon sagen, die kleine Jackery wird dafür nicht ausreichen.
Ich glaube, wir packen dann auch noch mal die Tabelle unten mit rein in die Folgenbeschreibung oder halt die Übersicht, die du da gemacht hattest. Ich find das total interessant, nicht nur fürs Camping, sondern durchaus auch für zu Hause, wo man vielleicht auch 'n bisschen auf seinen Stromverbrauch achten möchte oder muss. Da sind ja die Preise auch ganz schön gestiegen in den letzten Jahren. Und, äh, dann müsst ihr euch, ihr Lieben da draußen, das nicht alles zusammen googeln, dann könnt ihr da einfach reingucken. Was mich jetzt noch interessieren würde, weil das ja alles jetzt immer noch trotzdem 'n bisschen abstrakt ist, ob wir mal so verschiedene Anwendungsszenarien durchgehen können und Empfehlungen aussprechen können, so welche Kapazität an Powerstation für welche Anwendungsform geeignet wäre.
Da hab ich mal was vorbereitet, weil ich hab überhaupt nicht mit der Frage gerechnet natürlich. Also ich hab mir tatsächlich in der Vorbereitung mal so, so drei Szenarien überlegt, um euch einfach das 'n bisschen näher zu bringen, was das eigentlich so in der Praxis bedeutet, was wir jetzt, jetzt alles grade erzählt haben, ne. Wir nehmen mal Szenario eins ist so der, der Minimalismus, äh, Camper, also mit 'nem Zelt oder vielleicht auch mit 'nem Campingbus unterwegs ohne feste Strominstallation und lebt halt wirklich oder campt relativ minimalistisch. Also zwei Handys, die geladen werden. Ist noch 'n Tablet mit dabei, um auch mal 'n bisschen, äh, irgendwas anzugucken und was zu spielen oder was auch immer. Und, äh, wir haben 'n paar LED-Lampen, ein, zwei noch mit dabei. Und, ähm, dann kommen wir halt bei den Handys so auf 30 Wattstunden, beim Tablet auf 20 Wattstunden, bei den LED-Lampen auf 30 Wattstunden.
Wenn wir das addieren, sind wir so bei, also wenn die Lampen auch 'n bisschen laufen, ja, und das Handy oder die Handys und das Tablet einmal am Tag geladen werden, sind wir so bei 130 Wattstunden am Tag. Und, ähm, jetzt hab ich vorhin, wer sich noch erinnert, die, diese kleine Powerstation mit dem Solar dran, die schafft so 500 Wattstunden am Tag. Das schafft sie auch über Solar wieder zuzuladen. Das heißt, hier hätt ich eben genügend Reserve. Ich könnte das also im Grunde drei Tage betreiben, ohne nachzuladen. Das bedeutet hier auch, wenn ich wirklich so campe und wenn ich vor allen Dingen auch viel über Wochenenden nur unterwegs bin, dann brauch ich noch nicht mal unbedingt eine mit Solar kaufen für diese Zeit, sondern dann kann ich mir wirklich nur den, den reinen Speicher, die reine Powerstation kaufen, kann die, wenn ich zu Hause losfahre oder auch unterwegs mit 12 Volt, 230 Volt vollladen und dann hält die drei Tage bei mir im Verbrauch, ja.
Und dann komm ich also über 'n Freitag, Samstag, Sonntag ganz entspannt drüber, ohne dass ich nachladen muss.
Und mit Nachladen könnt ich auch noch 'ne kleine Kühlbox dranhängen.
Könntest du noch 'ne kleine Kühlbox dranhängen, genau. Oder du wärst eben auch mal 'ne Woche oder 14 Tage, wenn zwischendrin bisschen die Sonne scheint, äh, quasi mobil und, äh, autark. Ich komm nachher auch noch dazu. Ich hab auch dann noch 'n bisschen das Thema mit Laden und Sonne berechnet. Da kommen wir dann nach den Beispielen noch mal zu, ähm, damit ihr auch dafür 'n Gefühl habt. Aber das wär so, ich sag mal, für viele Camper vermutlich ausreichend, die jetzt nicht den gigantischen Stromverbrauch haben und die würden also ganz entspannt über 'n Wochenende kommen. Und dann kann ich mir das Solarpanel sparen und dann bin ich zum Beispiel schon so mit 300 bis 400 Euro für, für so 'ne Powerstation dabei statt 500 bis 550.
Mhm. Dann haben wir so die Camper, die wir sind, wenn wir ganz normal mit dem Wohnwagen unterwegs sind, also nicht mit unserem Campingbus. Da hatt ich ja vorhin schon so 'n bisschen gesagt, was wir alles dranhängen haben. Also Handy, Tablet, Laptops, jeweils, also zwei Handys, zwei Laptops, ein Tablet. Dann läuft natürlich die Beleuchtung. Wir nutzen die Wasserpumpe. Wir haben, äh, wir schalten ab und zu mal den Fernseher ein. Das ist relativ selten. Also der läuft nicht dauerhaft durch, sondern wirklich, dass man halt mal 'ne Serie guckt. Und dann haben wir noch die Lebensmittelkühlung.
Das ist jetzt bei uns 'n bisschen gemischt. Also manchmal schalten wir auf Gas um, auch je nach Außentemperatur. Häufig hängt's am Stromnetz. Was würdest du da für 'n Gesamtverbrauch und für 'ne Powerstation kalkulieren?
Also ich hab das jetzt mal kalkuliert mit dem Kompressorkühlschrank. Beim, wenn wir das Ganze mit 'nem Absorber machen, werden wir so sicherlich beim doppelten Verbrauch sein, was den Kühlschrankstrom angeht. Ähm, es macht eigentlich aus der Sicht immer Sinn, das werdet ihr auch gleich an den Zahlen sehen, dass der Kühlschrank entweder auf, äh, Strom betrieben, äh, auf Gas betrieben wird, ja, oder dass ihr zumindest 'n Kompressorkühlschrank habt. Das ist auf jeden Fall die sinnvolle Variante. Aber gucken wir mal so 'n bisschen in die Stromverbräuche rein. Der, ähm, die, die Geräte laden, da sind wir so bei 100 Wattstunden bummelig am Tag, also grad wenn das Laptop auch 'n bisschen häufiger Betrieb ist. Mit die Beleuchtung hab ich jetzt mal mit 100 Wattstunden gerechnet. Das ist auch schon relativ viel, aber einfach so 'n bissl Komfort und ja, genügend Licht. Dann haben wir die Wasserpumpe, 30 Wattstunden vielleicht.
Wir haben bisschen TV gucken, sind wir bei 150 Wattstunden und dann haut der Kühlschrank, der Kompressor, wenn der halt den ganzen Tag läuft, so mit 500 Wattstunden rein. Und wenn ich das addiere, bin ich so bei 880 bis 1000 Wattstunden am Tag. Da merken wir jetzt schon, da kämen wir mit der kleinen Jackery mit 500 Wattstunden nicht hin. Wir könnten das vielleicht, wenn die Solar dran hat und jeden Tag die Sonne voll scheint, könnten wir das vielleicht grade so stemmen. Sinn macht es aber nicht, weil wenn ich 'n Tag, äh, Wolken hab, krieg ich's nicht mehr hin. Also hier macht's eher Sinn, 1000 oder besser 1500 Wattstunden, äh, Power Station zu kaufen. Da bin ich dann natürlich preislich in anderen Gebieten unterwegs. Da bin ich dann eben auch bei, bei 1000, 1500 Euro plus vielleicht noch mal zwei, 300, je nachdem, was ich an Solar noch dazu brauche, dabei.
Und man muss halt wirklich immer auch gucken, wie lang muss ich und möcht ich autark sein? Das, und dann muss ich gucken, wie lang muss ich und möcht ich auch ohne Sonne vielleicht mal auskommen. Ne, weil wenn ich jetzt hier wieder sage, okay, wir wollen das lange Wochenende wegfahren, Freitag, Samstag, Sonntag, dann sind das durchaus 3000 Wattstunden. Und wenn ich also nicht nachladen möchte, keine, keine Sonne habe oder was auch immer, dann sollte meine Power Station eben zweieinhalbtausend bis 3000 Wattstunden Kapazität haben.
Mhm. Und das kann man ja dann im Grunde bis ins Unendliche führen, weil es gibt ja auch Leute, die mit Thermomix unterwegs sind, die 'n Vollautomaten an Bord haben, die auch 'n vielleicht 'n gasfreien Wohnwagen haben, was ja immer wieder auch nachgefragt wird, was anscheinend so 'n kleiner Trend ist, die dann eben auch elektrisch kochen. Und, ähm, da frag ich mich halt, wo, also w-was ist 'n so die Obergrenze an, an, ähm, Wattstunden bei mobilen Power Stations, die auch wirklich noch mobil sind, ne? Es gibt ja mittlerweile auch da so Riesenapparatschiks, die auch als mobile Power Stations verkauft werden, die sich aber meines Erachtens und ich denk, da sind wir derselben Meinung, überhaupt nicht mehr für den wirklich mobilen Einsatz eignen, sondern bestenfalls, wenn du die irgendwie zu dritt dann in Keller hiefst als Notstromversorgung.
Ja, das sieht wahrscheinlich jeder wieder 'n bisschen anders. Wenn die Räder dran hat und in die Heckgarage passt, ist es für manche mobil, für den anderen vielleicht nicht mehr, weil sie eben 50 Kilo wiegt. Ich glaub, da sind die Grenzen sehr fließend, ähm, aber im Grunde gibt's die Teile durchaus mit 3000, äh, Wattstunden noch quasi mobil, ähm, und auch größer dann eben eher dazu gedacht, äh, zu Hause zu stehen. Also das sind wir dann schon eher bei, bei Speichern, aber die gibt's durchaus bis mit 3 bis 5000 Wattstunden noch-
Mhm
... ähm, die dann als mobil bezeichnet werden und da kann ich halt theoretisch auch dann mit Induktion kochen. Ich kann 'n Föhn betreiben, ich kann meinen Kaffeevollautomaten ranhängen. Ob das dann alles noch sinnvoll ist und ob ich nicht dann in so 'nem Camper lieber einmal in ordentliche Lithiumbatterien oder Lifepo-Batterien, ähm, Lithium-Eisenphosphat-Batterien investieren sollte und das einmal richtig mache, also da würd ich immer sagen, ja, das macht viel mehr Sinn als so 'ne Power Station, aber rein theoretisch kann ich's auch damit machen. Ich mein, ich kann ja auch im Zelt so komfortabel unterwegs sein, ne. Wir, also wir haben ja gelernt in der letzten Episode, dass es sehr, sehr große Zelte gibt und da, äh, ist ja auch nach oben wenig Grenze und-
Ich möchte, ich möchte kurz unterbrechen.
Ach so, stimmt, das ist gar nicht. Wir haben das gelernt.
Das ist die nächste Episode.
Wir haben das schon gelernt. Ihr habt das noch nicht gelernt, weil ihr hört's erst später, aber wir haben, äh, quasi, das können wir schon diese 'ne Folge aufgenommen zum Thema Zelten mit Kindern und da gibt's es und das müsst ihr vielleicht auch durchaus riesige Zelte. Und da ist natürlich auch Platz für Induktionskochen und 'n Kaffeevollautomaten und dies und das und jenes. Und da, wenn ich das stromunabhängig trotzdem machen möchte, da macht dann so 'ne große Power Station natürlich wieder Sinn. Aber da, die wiegen natürlich auch und sind entsprechend groß. Das ist auch wichtig, ja, je größer die Kapazität, desto größer wird halt auch das Gerät und desto schwerer wird auch das Gerät. Aber dafür kann das schon durchaus spannend sein, weil dann kann ich mein Zelt eben mit diesem Luxuscamping, ja, mit Kaffeevollautomat, dies, das, jenes trotzdem vorne an der Düne aufstellen, also wenn's von der Größe erlaubt ist, wo der Strom vielleicht nicht hinkommt, weil ich 'n, äh, 500 Meter Kabel legen müsste, was, äh, nicht erlaubt ist.
Also, äh, auch da, ne, reiner Komfort funktioniert aber.
Das heißt also, für diese Anwendung wäre dann irgendwas im Bereich 2000 bis 3000 Wattstunden die geeignete Empfehlung.
Ja, und auch hier wie immer gilt, ne, je länger ich das autark machen möchte, also sprich ohne Nachladen, sprich ohne, ohne Sonne, äh, desto länger oder mehr brauch ich natürlich Kapazität. Ähm, aber auch hier könnt ich natürlich, weil das Ding Räder hat, äh, irgendwo an 'ne Steckdose fahren und die auch mal tagsüber nachladen zum Beispiel. Also die kann ich auch immer über 230 Volt, über 12 Volt geht auch, dauert aber ewig, über 230 Volt nachladen und kann da natürlich mal irgendwann die Stromtankstelle fahren, äh, wenn keine Sonne scheint, würde auch funktionieren.
Und jetzt haben wir ja immer wieder über das Thema Nachladen per Solar gesprochen. Da brauch ich dann ja aber auch in Abhängigkeit der Kapazität meiner Power Station womöglich unterschiedliche, ähm, Kapazitäten bei den Solarpanelen.
Genau, weil, äh, die laden ja per Sonne, ja, und Sonne ist am Tag, äh, endlich. Also die steht nicht unendlich zur Verfügung, sondern die hat ja 'n paar Stunden, wo sie da ist. Es gibt auch Tage, da ist sie gar nicht da. Ja, also wenn ich nur so diffuses, äh, Wolkenlicht habe, da kommt auch nicht wirklich Strom in meinem Solarpanel an großartig. Ähm, das heißt, ich brauch schon Sonneneinstrahlung. Wichtigster Tipp an der Stelle, sorgt dafür, dass die Sonne immer im 90 Grad Winkel auf euer Solarpanel scheint, weil dann lädt es am besten und das bedeutet natürlich auch, die Sonne wandert im Laufe des Tages. Ich sollte es dann 'n bisschen nachführen und ähm Umso höher ist mein Ertrag und umso schneller und umso voller kann ich halt meine Powerstation laden. So, jetzt gibt es da draußen meistens so 100, äh, WP-Module.
Also da steht immer WP, das steht für Watt Peak. Also das heißt, so 'n Modul kann 100 Watt, äh, in der Spitze pro Stunde ernten aus der Sonne. Die gibt's auch mit 200, 220 Watt. Es gibt auch 400 Watt Peak Module. Hier ist auch wieder wichtig: Je höher, je höher die Leistung, die es ernten kann, desto größer ist im Normalfalle auch das Modul. Oder es gibt Module, die schaffen bei ähnlicher Größe 100 und es gibt andere, die schaffen 200 Watt. Äh, die sind dann vielleicht gleich groß, aber die 200 Watt sind doppelt so teuer. Also so 'n bisschen, ne. Das stimmt nicht ganz genau, aber da gibt's natürlich auch Unterschiede. Und dann gibt's sogar sogenannte bifaziale, ähm, Module, die haben quasi auch hinten noch, äh, Solarzellen drauf und die können dann beispielsweise Reflek..., durch Reflexion auch von hinten laden und haben dann quasi bei gleicher Größe auch mehr Kapazität.
Da brauche ich dann aber natürlich auch 'n Hintergrund und 'n Untergrund, der reflektiert das Sonnenlicht, ansonsten kommt da unten auch nicht bei viel an. Ich will's nicht zu kompliziert machen. So, und jetzt, wenn ich so 'n 100 Watt Solarmodul nehme und ich bin in Deutschland unterwegs und es ist ein Sonnentag, dann wenn's gut kommt und ich bisschen nachführe, dann hab ich wirklich volle fünf Stunden Sonneneinstrahlung mindestens. Also es kann auch mal mehr sein, kann auch mal weniger sein. Und dann kommen bei so 'nem 100 Watt Modul bestenfalls 500 Wattstunden bei raus, also 0,5 Kilowattstunden. Also wer sich zurückerinnert, die kleine Powerstation aus meinem Beispiel wäre dann quasi an einem Tag wieder voll zu laden. 'Ne 1000 Wattstunden Powerbank schon nicht mehr, die würde nur zur Hälfte geladen.
Das heißt, um die 1000 Watt mit dem, mit derselben Sonneneinstrahlung zu laden, bräuchte ich halt, äh, 'n 220 Watt oder 'n 200 Watt Modul zum Beispiel, damit ich's in derselben Zeit vollladen kann. Und auch hier gilt, das ist für Sommer und für Frühsommer und für Spätsommer und vielleicht jetzt für mal 'n Frühling, wo viel Sonne geschienen hat. Im Winter werdet ihr das, wenn ihr nicht im Süden unterwegs seid, also in Deutschland definitiv nicht anden Anstrom.
Ja, und man ist ja auch nicht immer dann zur Stelle. Wenn ich campen gehe, dann will ich mich ja auch nicht nur damit beschäftigen, mein Solarpanel spazieren zu führen. Ähm, dann ist man mal unterwegs, dann bleibt es stehen, dann wird's verschattet. Also dann hab ich ja vielleicht auch selbst im Sommer oder im Frühjahr die fünf Stunden gar nicht voll.
Ja, oder ich pack's halt, damit's keine Beine kriegt, äh, hinter meine Frontscheibe. Dann hat's natürlich-
Genau
... weniger Leistung, weil's nicht ausgerichtet ist, weil 'ne Scheibe davor ist. Deswegen hab ich mal mit fünf Stunden gerechnet, ne. Also da werden jetzt sicherlich eine aufgeschrien haben: „Ah, in Deutschland scheint da auch im Sommer acht Stunden die Sonne." Ja, alles gut, aber wir haben eben nicht immer ideale Bedingungen und, äh, wir wollen nicht immer unser Solarpanel auch draußen stehen lassen, wenn wir nicht da sind.
Ja.
Und genau das ist der Punkt, weswegen ich so mit fünf Stunden rechne. Das ist für mich halbwegs okay. Klar kann's mehr sein, kann worst case aber auch weniger sein. Und ein guter Tipp ist zum Beispiel auch, so flexible tragbare Solarpaneele, die kann man eben auch vorne in seine Frontscheibe stellen. Wenn die Sonne ganz gut da drauf scheint, äh, kann das auch ganz gut zum Laden funktionieren und man kann eben einfach das Fahrzeug verlassen, ohne dass man Angst haben muss, dass das Solarpanel Beine bekommt.
Mhm. Vorhin hattest du auch bei den Powerstations mal das Thema Anschlüsse angesprochen. Das ist jetzt zwar 'n kleiner Gedankensprung, aber es, ähm, trifft schon auch die, das Thema jetzt insofern, als wir ja auch für die, für 'n Solarpanel dann 'nen Anschluss brauchen zum Laden. Ähm, also wir haben Eingangsanschlüsse sozusagen und also Input und Output. Input zum Laden brauchen wir dann, wenn wir eben Solarpanel benutzen möchten für, für dieses, äh ja, Solaranschluss, dann 12 Volt und 230 Volt und ich glaube, das ist eigentlich mittlerweile bei den meisten Powerstations Standard, oder?
Ja, also das haben sie eigentlich alle. Für Solar gibt's entweder so 'n Spezialstecker, ähm, oder auch, äh, zwei Klemmen. Kommt 'n bisschen drauf an, ähm, aber das hab ich eigentlich bei jedem Gerät, dass ich diese Möglichkeiten habe zu laden. Wichtig ist natürlich, dass ich durch 12 Volt, äh, laden nicht so schnell laden kann wie durch 230 Volt, aber die Anschlüsse haben eigentlich mittlerweile alle Powerstations, die ich so gesehen habe.
Und dann zur Stromentnahme überlege ich gerade mal, also unsere Powerstations, sowohl die selbst gebaute als auch die, ähm, fertige, die haben einen 12 Volt Ausgang, die haben USB-A.
Mhm.
Und ich meine auch, ja, USB-A und ich meine auch Power Delivery für, für Laptop. Und mindestens eine der beiden hat USB-C, bei der anderen weiß ich's nicht genau. Ähm, die fertige hat auch 'n 230 Volt Ausgang, also für die normalen Elektrogeräte. Bei unserer selbst gebauten müssen wir immer noch 'n Wechselrichter mit dran klemmen.
Mhm. Ja, also-
Was fällt dir noch ein so?
Vielleicht wer jetzt mit den ganzen USB-A und C und so weiter nicht weiß, was damit gemeint ist. Also kann man sich recht einfach merken: USB-A sind die viereckigen, die man verkehrt rum reinstecken, nicht verkehrt rum reinstecken kann. Ja, die kann man nur in eine Richtung reinstecken und versucht eigentlich generell, das immer am Anfang verkehrt rum. Das ist USB-A.
Ja.
So die alten USBs. Dann gibt's die neueren USB-C, die sind so abgerundet an den Seiten und die kann ich quasi so rum und so rum reinstecken. Und dann gibt's die noch mit manchmal 'nem kleinen PD versehen für Power Delivery. Ähm, das ist meistens notwendig für Laptops, die ich damit laden möchte. Also 'n, 'n Tablet und 'n Handy kann ich mit allen laden. Ein Laptop meistens, weil die viel Leistung brauchen, kann ich mit USB-A nicht laden und mit USB-C häufig nicht, weil die brauchen Power Delivery und also quasi 'n, 'n USB-C Anschluss mit 'ner speziellen Versorgung und dann kann ich auch 'n Laptop dran laden. Da müsst ihr 'n bisschen drauf aufpassen beim Kauf. Was braucht euer Laptop? Ähm, bei älteren Laptops hab ich so was sowieso nicht, sondern da hab ich meist irgend 'n Ladegerät. Und generell empfehle ich euch immer, ähm, wenn ihr zwölf Volt Geräte nehmen könnt, also sprich, wenn ihr fürs Laptop 'n Autoladegerät habt, ja, so 'n zwölf Volt Ladegerät, fürs Handy, äh, 'n Autoladegerät habt oder so was, dann direkt dieses nehmen oder auch direkt USB an die Powerstation anschließen.
Um Gottes Willen nicht 'n Handy über den Ladestecker laden. Warum? Weil die Batterie, das hab ich vorhin gesagt, intern ja mit, äh, irgendwas zwischen zwölf und 48 Volt arbeiten wird. Das heißt sehr wenig und Gleichstrom und, äh, für 230 Volt muss das Ganze transformiert werden und dabei entstehen Verluste. Also das wird nicht wirklich, also es geht nicht verloren, die Energie, die wird einfach in Wärme umgewandelt, die euch natürlich nicht nützt. Und demzufolge hab ich bei allen 230 Volt Geräten kann man ruhig mal so 20 bis 25% Verlust einplanen. Das heißt, wenn ihr euer Handy über 'n 230 Volt Ladestecker an eurer Powerstation ladet, dann braucht es 20 bis 30% mehr Energie, als wenn es direkt über den USB-Anschluss ladet. Das Gleiche gilt natürlich für 'n Laptop und je mehr Strom, äh, beziehungsweise Energie so 'n Gerät verbraucht und auch zum Laden braucht, desto mehr Verlust habt ihr auch dabei.
Das ist noch wichtig zu wissen und zu beachten. Deswegen hab ich zum Beispiel in meinen Wohnmobilen immer versucht, so viel wie möglich mit zwölf Volt zu betreiben, weil das eben die Standardbatteriespannung ist und dann nichts transformiert werden muss und ich demzufolge auch die größte Effizienz habe.
Und es gibt ja mittlerweile für fast alle Gerätearten auch zwölf Volt Adapter oder zwölf Volt Ladegeräte, besser gesagt. Also wir haben zum Beispiel auch für unsere Laptops welche, die kann man sich relativ günstig kaufen.
Genau, und auch hier natürlich wieder beachten, die kosten auch Geld und, äh, das hat also wieder nichts mit Nachhaltigkeit dann zu tun, dass ich da besonders viel Energie spare, weil ich muss die erst mal kaufen, die müssen produziert werden. Aber es bringt natürlich wieder Komfort. Warum? Weil ich weniger Energie verbrauche und damit länger autark sein kann, ne. Das ist also wieder eher ein Komfortgewinn, als dass ich wirklich damit Geld sparen kann.
Wenn wir uns jetzt mal die verschiedenen Powerstation-Systeme anschauen, also ich als Laie seh halt von Lidl bis Aldi und von EcoFlow bis Jackery gibt's mittlerweile so viele Angebote, dass ja selbst wir, die wir uns jetzt wirklich schon lange damit beschäftigen, manchmal so 'n bisschen den Überblick verlieren. Und da gibt es ja preislich sehr große Unterschiede und ich gehe auch davon aus, dass in der Ausstattung und Qualität dort Unterschiede da sind. Was würdest du denn vorschlagen, wenn jetzt jemand, der da noch nicht so tief drin ist in der Thematik, sich so 'n Gerät kaufen möchte, auf was sollte man in erster Linie mal achten, um nicht sich irgend 'nen Schrott ins Haus zu stellen?
Oder was vielleicht dann auch sogar gefährlich werden kann bezüglich Brand oder ähnlichem.
Also generell erste Sache ist, das hatten wir vorhin kurz angesprochen, wenn ich 230 Volt Geräte anschließen möchte, also die ganz normalen Haushaltsgeräte, dann, ähm, ist da ein Wechselrichter intern verbaut und der hat eine maximale Leistung. Die hat meist 'ne maximale Leistung und dann noch mal 'ne maximale Peak-Leistung. Ähm, darauf muss ich erst mal achten, was möcht ich anschließen, ne? Wenn ich 'n, 'n, nur 'n Föhn anschließen möchte oder gar ein, ein Induktionskochfeld, was 2000 Watt braucht, dann muss ich, äh, darauf schauen, dass die, äh, Powerstation also mindestens 2000 beziehungsweise mit 'n bisschen 20% Reserve eher, ähm, zweieinhalbtausend Watt hat und schafft an Maximalleistung, damit ich das auch sinnvoll betreiben kann. Weil wenn das nur 1000 Watt hat, die, der Wechselrichter auf 230 Volt Maximalbelastung, dann wird es nicht funktionieren, weil dann wird die Sicherung ausgelöst und, ähm, ich kann das Gerät nicht dran betreiben.
Also das erst mal ganz, ganz wichtig. Und hier gilt natürlich, je mehr Watt der Wechselrichter hat, äh, je mehr Leistung der hat, desto teurer wird er erst mal grundlegend. Das heißt, die sehr preiswerten Geräte haben meist, äh, relativ einfache Wechselrichter. Ähm, ich muss dann auch 'n bisschen drauf achten, hab ich da 'ne Sinusspannung dahinter oder hab ich, äh, quasi so 'ne Trapezspannung, wie man sagt, also die, die Wechselspannung, ist die quasi sauber wie zu Hause oder ist die ein bisschen diese Kurve, also dieser Strom geht ja, wechselt ja seine, seine Richtung, ja, in, in den 50 Hertz quasi. Auch da noch mal Hinweis auf die Stromfolge. Und das kann man halt sehr günstig machen, dann ist das nicht so richtig sauber und das kann man teurer machen, dann ist es sauber. Und das ist wichtig für manche Geräte. Also 'n Espresso zum Beispiel wird an so 'nem Billigwechselrichter nicht funktionieren.
Also wird meist sowieso nicht funktionieren, weil der zu wenig Leistung hat. Aber drauf achten, genügend Maximalleistung und Sinus, reine Sinuskurve muss draufstehen quasi. So, das ist Punkt eins, was sich unterscheidet. Und dann gibt's, ähm, also so 'ne Powerstation besteht nicht aus einem großen Batterieblock, sondern die besteht im Normalfall aus vielen kleinen runden Batteriezellen, ja. Die werden zu Millionen, äh, in, äh, Fabriken gefertigt und, äh, werden dann quasi von den Herstellern gekauft und, äh, zu Packs zusammengesetzt und mit, mit Technik versehen und bilden dann quasi 'ne große Batterie. Diese kleinen Batteriepacks, ähm, können zwei verschiedene eigentlich Technologien enthalten heutzutage. Ähm, manchmal sind's auch vielige Zellen, also es kommt wirklich, das kann sehr unterschiedlich sein.
Sieht man auch von außen nicht. Man müsste die Powerstation aufmachen und dann ist natürlich die Garantie weg. Ähm, wichtig ist eigentlich, dass man guckt, ist das eine Lithium-Ion, also Li minus Ion abgekürzt oder ist es ein Lithium-Eisenphosphat, äh, LiFePo meistens genannt. Das sind zwei unterschiedliche Batterietechniken. Die Lithium-Ion ist die etwas ältere Technologie, ja. Die ist super preiswert, ähm, die ist sehr weit verbreitet. Die-- Jeder Handyakku ist eigentlich 'n Lithium-Ionen-Akku. Wer schon mal geflogen ist, hat festgestellt oder wird davor gewarnt, ja, wenn mein Handy raucht oder zwischen die Sitze fällt, soll ich das Personal holen, weil Brandgefahr. Das ist auch eins der Risiken bei Lithium-Ionen. Die können bei Beschädigungen eben, äh, Worst Case anfangen zu brennen oder gar explodieren. Ähm, sie haben auch den Nachteil, dass sie weniger Ladezyklen haben.
Das heißt, ich kann sie weniger oft laden, bis sie quasi Kapazität verlieren und sie haben auch 'n deutlichen Kapazitätsverlust durch Alterung. Die bessere und neu oder die neuere Technologie und damit auch etwas besser, also alles hat aber Vor- und Nachteile, ist Lithium-Eisenphosphat, LiFePo, LiFePo4, ähm, meistens abgekürzt. Da hab ich eben kaum Brandrisiko. Die sind auch umweltfreundlicher zu produzieren, haben aber quasi bei gleicher Kapazität höheres Gewicht und mehr Platzbedarf. Also sprich, die Batterien sind größer und schwerer gegenüber den Lithium-Ionen-Batterien und ich kann sie bei unter null Grad meistens nicht benutzen, ähm, weil sie dann, äh, Worst Case nicht funktionieren, äh, oder beziehungsweise im besten Fall nicht funktionieren, im schlechtesten Fall kaputtgehen.
Auch das alles nicht ganz genau, aber hinreichend sozusagen näherungsweise für euch erklärt, um's nicht zu kompliziert machen.
Nur noch kurzer Einwurf dazu: Einige Hersteller haben auf dieses Null-Grad-Thema bereits reagiert und haben so kleine Heizungen dann in ihre Geräte eingebaut. Wie effizient das ist, mag ich nicht beurteilen, aber gibt's inzwischen auch.
Ja, funktioniert. Es, äh, braucht natürlich wieder Strom und ich kann die Powerstation natürlich auch in Wohnraum, ja, vom Wohnmobil einfach stellen und dann ist es auch warm genug. Aber muss man beachten, wenn man's in der, äh, Heckgarage oder so stehen hat, wenn's sehr kalt ist, kann das 'n Thema sein. Und sie sind, äh, teurer und laden auch langsamer gegenüber Lithium-Ionen. Also ne, alles hat Vor- und Nachteile. Ich hab, also die meisten größeren Powerstations haben eigentlich Lithium-Eisenphosphat, äh, Akkus drin. Das macht auch eigentlich am meisten Sinn, weil's halt eben in der Größe auch deutlich sicherer ist. Und dann, und das sieht man überhaupt nicht, gibt's diese Zellen, die da drin sind in sehr unterschiedlichen Qualitätsstufen. Die werden beim Produktionsprozess vermutlich getestet und dann einsortiert und dann gibt's eben preiswertere und, und teurere.
Ähm, manche entladen sich schneller, manche gehen schneller kaputt und wir sehen überhaupt nicht, welche Zellen die einzelnen Anbieter verbauen. Das heißt, wie vi-, wie häufig ihr die Powerstation laden und entladen könnt. Also meistens sind es mehrere 1000 Male, aber ob die das wirklich erreichen und wie schnell die quasi altern, das kann man eigentlich nur durch 'nen aufwendigen Labortest rausfinden, indem man die Powerstation halt wirklich, ähm, mehrere 100 bis 1000 Mal komplett lädt und entlädt. Und das braucht natürlich viel Zeit. Also das können wir bei uns überhaupt nicht realisieren, weil wir kein, äh, Labor dafür haben und auch, äh, die wenigsten Labore kriegen das überhaupt hin. Und da muss ich so 'n bisschen quasi vertrauen, dass die Hersteller schon keinen Mist einbauen. Da könnte man natürlich sagen, ja, je teurer das Gerät, desto besser ist es wahrscheinlich.
Aber wir wissen aus der Praxis, das kann so sein, muss aber nicht. Ich würde die Finger lassen von sehr, sehr preiswerten Geräten, deren Hersteller ich noch nie gehört habe. Es sei denn, der Preis ist wirklich super wichtig und es ist jetzt auch egal, ob die, äh, fünf Jahre oder zehn Jahre hält, ähm, dann mag das okay sein. Es kann sinnvoll sein, ansonsten 'n bisschen auf Marke zu achten, aber es ist halt leider nicht wirklich 'n Garant dafür, dass das Gerät superewig hält und die Geräte sind auch noch viel zu neu, um halt, äh, im großen Stile Langzeiterfahrung zu haben. Ähm, kann ich da jetzt als Käufer irgendwas machen und irgendwas rausfinden? Nein, ihr könnt euch natürlich Tests angucken. Ähm, ihr könnt bei den Tests gucken, wurde da wirklich geladen und entladen?
Dann wurde zumindest ja geguckt, passt die Kapazität, die der Hersteller angibt. Also das ist schon mal sehr wichtig, aber über die dauerhafte Leistung, über Haltbarkeit sagt das alles nichts aus und da werden wir wohl erst in den nächsten Jahren, ähm, so langsam Informationen darüber kriegen, wie das ist. Ich komm gleich noch zu 'n paar Fehlern, die man machen kann und ich hab definitiv auch schon eine, ähm, quasi damit zerstört, äh, im Test. Komm aber gleich noch zu bei den Fehlern. Also das, wie gesagt, erst mal, äh, zu den Batterien. Guckt also, dass das Lithium-Eisenphosphat ist. Wenn's nicht angegeben ist, dann fragt entweder nach oder lasst im Zweifel die Finger davon, grad wenn's sehr günstig ist, kann's sein, dass Lithium-Ionen-Akkus verbaut sind. Ähm, und dann, ja, wenn ich drin und trocken betreibe und nicht beschädige, ist das alles kein Thema, aber dann hab ich eben so 'n gewisses Brandrisiko und das ist vielleicht im Campingfahrzeug nicht das, was ich unbedingt möchte.
Du hast jetzt grade immer wieder das Thema Alterung erwähnt. Bei uns ist es so, dass wir immer versuchen, die Batterien, also sämtliche Batterien tatsächlich von Geräten, die wir während unserer längeren Mexiko-Aufenthalte hier lassen, nicht voll zu, also vollgeladen zu lagern, ähm, weil eben dann der Alterungsprozess beschleunigt wird. Ich hab das ehrlich gesagt am Anfang immer falsch gemacht. Ich hab dann immer schön alles noch mal richtig vollgeballert, bis der Halil irgendwann mal sagte: "Mach das bitte nicht mehr." Ähm, was, was wäre denn da ungefähr für 'n Prozentsatz, äh, zu empfehlen? Es geht jetzt nicht darum, dass jetzt alle Menschen sechs Monate in Mexiko überwintern, aber wenn man sich so 'ne klassische Campingsaison anguckt, dann geht die ja normalerweise in erster Linie Frühjahr, Sommer, vielleicht noch 'n bisschen in den Herbst rein und dann hab ich ja mindestens mal auch noch zwischendurch etliche Wochen bis vielleicht sogar 'n paar Monate 'ne Pause drin, wo ich dann unter Umständen auch so 'ne Powerstation nicht nutze.
Also was absolutes Gift für jede Batterie ist, ist 'ne Tiefenentladung, also 'ne vollständige Entladung, das heißt 0 %. Das killt dir mit 'ner hohen Wahrscheinlichkeit die meisten Batterien, also w-, sowohl die im Auto als auch die in deinem Handy als auch die, äh, in der Powerstation. Das muss nicht immer passieren, aber das, das kann passieren und es macht sie, also beschädigt sie auf jeden Fall. Ja, das heißt, die Kapazität wird dadurch deutlich geringer. Das ist Gift. Also leer, richtig leer sollte sie auf keinen Fall werden. Ähm, es gibt da zwar Schutzmechanismen an vielen Batterien, äh, dran, dass man sie nicht quasi mit 'nem Gerät so sehr entleert. Ja, die haben dann meistens 'n, 'n Entladestopp, aber, ähm, die haben ja alle 'ne Selbstentladung. Also das heißt, die, die Kapazität oder die, die Energie sinkt im Laufe der Zeit und wenn ich sie nicht nutze, ist sie halt irgendwann einfach tiefenentladen.
Mhm.
Und man sagt so zwischen 20 und 80% sollte man Batterien betreiben. Übrigens gleiche für Lithium-Ionen und auch Lithium-Eisenphosphat, also auch euer Handy ist am besten zwischen 20 und 80%. Es geht natürlich immer 'n bisschen konträr dazu, für was wir's eigentlich brauchen, weil wir wollen ja eigentlich schon die volle Kapazität haben, ähm, weil wir ja, äh, den Strom möglichst lange benutzen wollen oder die Energie möglichst lange benutzen wollen. Und da geht das natürlich 'n bisschen konträr. Das ist jetzt nicht schlimm, wenn ihr eure Batterie ab und zu mal volllädt oder ladet, wenn ihr's braucht. Aber, also zum Beispiel mein, mein Telefon hat so 'ne Funktion, da kann ich halt sagen: „Hey, lade das nur auf 80%".
Ja.
Und dann kann ich eben zu Zeiten, wo ich eben unterwegs bin und die 100% brauche, kann ich das umschalten, dann lädt's die voll, aber ansonsten, wenn ich zu Hause bin, lädt es immer nur auf 80%, damit die Batterie einfach geschont wird. Und das wirkt sich definitiv sehr, sehr positiv auf die Lebensdauer des Akkus aus. Also darauf sollte ich achten. Das heißt, wenn ich die Batterie einwintere, idealerweise nicht kalt betreiben, also vielleicht zu Hause hinstellen, wo sie, wo sie's bisschen wärmer hat, ja, nicht, nicht unter null kommt und dann einfach ab und zu mal gucken. Die haben ja alle so 'ne Anzeige. Das heißt, ich schalt die kurz an und dann seh ich ja, wie ist die Kapazität. Und wenn die zwischen 20 und 80% ist, dann ist das alles fein. Und wenn sie halt anfängt, unter die 20% zu fallen, dann lad ich die einfach wieder so Richtung 80%. Wenn ich die nur 70% lade oder 60 oder 50, ist das völlig okay.
Aber darauf sollte ich achten und sie, wie gesagt, auf keinen Fall völlig entladen. So, und w-was eben halt vielleicht auch noch passiert, das ist auch noch so 'n Thema, diese Batterien oder diese Powerstations haben ja alle ein Batteriemanagementsystem, ähm, was sich eben darum kümmert, dass die einzelnen Zellen alle gleichmäßig geladen werden, ähm, dass die nicht tiefenentladen wird und so weiter und irgendwann schaltet sich das eben ab. Und, äh, es kann da durchaus sein, dass die Batterie dann quasi zwar noch in Ordnung ist, aber sich abgeschaltet hat und ihr das nicht mehr reparieren könnt, weil die einzigen, einzelnen Zellen geladen werden müssen. Es kann manchmal helfen, wenn ich so 'n, so 'ne Powerstation oder auch meine, meine Lithium-Akkus im Wohnmobil, wenn die tiefenentladen sind, dass ich die einfach super lange einfach mal lade.
Also einfach mal 'n paar Tage am Strom lassen. Äh, ich hab damit schon, äh, Akkus wieder hingekriegt. Ähm, die hatten dann zwar weniger Kapazität, aber die liefen wieder. Ich hab aber auch schon mal 'ne, 'ne Powerstation tatsächlich im Test wirklich richtig tiefenentladen, über Wochen auch stehen lassen und die ließ sich nicht mehr wiederbeleben. Die hat zwar dann geladen auf 100% 'n paar Stunden und, äh, dann ist sie aber, äh, nach zwei Minuten Betrieb ist die, die Spannung eingebrochen und sie war halt nach zwei Minuten Betrieb sofort wieder leer, obwohl sie eigentlich voll beladen war. Und da waren dann einfach einzelne Zellen oder vielleicht auch alle wirklich defekt. Wenn man Bastler ist oder so 'n Reparaturcafé hat, dann, äh, kann man da natürlich mal vorbeigucken. Das kann man austauschen, die einzelnen Zellen. Man muss die halt messen, das ist alles 'n bisschen aufwendig und man sollte auch 'n bisschen vorsichtig sein, ähm, aber man kann das im Grunde reparieren.
Der Hersteller wird's euch nicht reparieren, äh, wird immer sagen, das's 'n Totalschaden, macht's neu.
Mhm.
Aber mit 'n bisschen Know-how kann man auch die wieder reparieren, wenn man das möchte.
Und wenn wir schon bei Fehlern sind, was passiert denn, wenn ich die, ähm, die Powerstation überlaste? Also wenn ich jetzt zum Beispiel zwei Verbraucher dranhängen habe gleichzeitig, die extrem viel Spitze ziehen. Ich sag jetzt mal Föhn und Wasserkocher. Oder wenn ich einen habe, der, für den die Leistung der Powerstation nicht ausgelegt ist. Also die hat vielleicht 1000 Watt und ich hab 'n 2000 Watt Gerät dranhängen.
Dann schaltet die im Normalfall ab. Also die hat 'n, hat 'n Schutzschalter drin und wenn die zu viel Leistung angefragt wird und die Powerstation das nicht leisten kann, dann schaltet die ab. Also dann, dann kappt die die Stromverbindung und dann passiert einfach gar nix im Normalfalle.
Ich hab's mich noch nie getraut auszuprobieren bei unserer.
Ja.
Ich hab immer, immer schon den, den leisen Zweifel, ob man damit 'nen Föhn betreiben kann, weil das wär für mich echt wichtig, aber ich hab mich noch nie so ganz-
Probier's aus. Das kann an sich, also-
Ja, okay.
Ich kann nicht dafür garantieren. Ich weiß ja nicht, wie sie gebaut ist, aber im Normalfalle hat die 'n Schutzschalter und wenn sie mit dem Föhn nicht klarkommt, dann geht sie halt aus, ne. Bisschen drauf achten, einzig, wenn die nicht zu groß ist, dass du sie nicht leernuckelst, wenn's funktioniert. Aber ansonsten ist da eigentlich 'n Schutzschalter drin und det geht, also schaltet einfach ab.
Okay. Und ein Diskussionspunkt, den wir, glaube ich, auch schon in einer vergangenen Folge mal behandelt hatten – ich erinnere mich aber nicht mehr ganz genau an das Ergebnis – ist ja immer die Frage, ob ich so 'n Gerät tatsächlich direkt an den Stromanschluss meines Wohnmobils hängen kann. Also anstatt Landstrom oder Wohnwagen vor allem auch, ne. Bei uns ist ja das Thema, äh, Wohnwagen versorgen auch sehr relevant. Das heißt, ich hab also die, die Steckdose, wo ich normalerweise meinen Landstrom anschließe und man sieht und hört immer wieder bei den Herstellern, dass man das mit 'ner Powerstation genauso machen kann und wir haben's es auch schon gemacht. Aber irgendwer sagte mal, ich glaub, das war sogar 'n Nutzer oder 'n Hörer von uns, ähm, dass das wohl gar nicht so unkritisch sei.
Da hattest du dich auch mal näher mit beschäftigt.
Ja, also, äh, rein theoretisch funktioniert das. Das heißt, ich kann, ähm, an der Powerstation einfach, äh, 230 Volt Ausgang, geh ich mit meinem Kabel ran Kann ich ja über Schuko-Adapter auf CE und von CE wieder quasi ins Wohnmobil gehen und kann das anschließen, weil es kommen ja 230 Volt raus. Landstrom ist 230 Volt und wenn die Kapazität, ne, hoch genug ist und die Leistung hoch genug ist, dann passt das im Normalfall. Ihr müsst natürlich ein bisschen drauf achten, der beim Wohnwagen nicht so sehr, aber beim Wohnmobil, der lädt natürlich dann auch die Batterien über Landstrom. Das heißt, das nuckelt euch unter Umständen eure Powerstation sehr schnell leer. Aber im Grunde könnt ich mir überlegen, wenn ich 'ne große Powerstation hab, dass ich die doch einfach, äh, nutze, um mein Wohnmobil damit, äh, autark zu betreiben, weil dann hab ich quasi ein Wohnmobil, was vielleicht keine großen Batterien hat, plötzlich autark gemacht.
Ähm, das funktioniert auch erst mal so grundlegend. Das birgt aber ein, äh, quasi Risiko, was viele nicht aufm Schirm haben, nämlich der FI-Schutzschalter in eurem Wohnmobil, also der Fehlerstromschutzschalter.
Ach ja, genau, das war das, mhm.
Funktioniert dann nicht mehr. Warum? Der ist ja dafür da, um, äh, wenn quasi zwischen, ähm, Erde und, äh, Leitung irgendwo ein, eine Verbindung herrscht, die ja nicht sein soll, ja, dann ist das gefährlich, weil der, die Erde ist ja dafür da, um euch zu schützen, dass ihr keinen Schlag bekommt. Und wenn das eben nicht gegeben ist, dann schaltet der, löst der FI aus. Also auch hier alles sehr stark vereinfacht, damit's wirklich jeder so 'n bisschen mitnehmen kann. Und, ähm, der funktioniert nicht mehr, weil's, weil die Powerstation selber nicht geerdet ist. Und dafür gibt's aber, äh, spezielle Fehlerstromschalter oder Personenschutzschalter, kommt 'n bisschen drauf an, ja, jeder Hersteller bezeichnet das 'n bisschen anders. Und das kann ich tatsächlich zwischen meine Powerstation und mein Campingfahrzeug dann schalten und dann kann ich dieses Problem sozusagen ausmerzen und dann kann ich das auch benutzen.
Ich erinner mich wieder, das war auch die Aussage, die wir von Fendt bekommen hatten auf Anfrage. Ähm, also das heißt, entweder so 'n Gerät hat halt so 'nen internen Fehlerstromschutz sozusagen.
Haben die im Normalfall nicht, kann ich dir sagen. Also gibt's die wenigsten, die das haben, weil's eigentlich nicht notwendig ist, weil die dafür halt nicht vorgesehen sind. Aber ich kann ihn eben dazwischen schalten. Also kann ich einzeln kaufen, kosten 20, 30, 40 Euro. Gibt's in verschiedenen Varianten, so mit Schuko und auch mit CE. Äh, Schuko, ja, wissen wir wieder, ist eigentlich nicht erlaubt, ne, aber geht im Grunde. Kann ich quasi zwischenschalten und dann hab ich dieses Thema aus der Welt geschafft.
Mhm.
Also es funktioniert auch ohne den, das ist nicht das Thema. Aber wenn ihr eben, das ist und das, da ist viel Sicherheit dabei, weil Strom ist eben gefährlich, ja. Also einmal an ein ungeschütztes 230 Volt Kabel, äh, einen kurzen Stromschlag bekommen, kann euch halt auch nach Monaten oder glaub sogar Jahren euer Herz immer noch aus'm Takt bringen und euch den Tod bringen. Das ist das Gefährliche. Das muss nicht passieren, ja. Wenn jetzt manche sagen, ja, ich hab schon so oft 'nen Schlag gekriegt, ist nie was passiert. Ja, 1.000 Mal, ja, berührt, 1.000 Mal ist nix passiert und dann beim 1.001. Mal ist es halt trotzdem passiert und davor seid ihr halt dann nicht geschützt und, ähm, deswegen diesen FI-Schalter dazwischen packen.
Ja, das war jetzt wieder ein, eine, ein Parforce-Ritt durch die Powerstations. Ich überleg grade mal, ob ich noch Fragen an dich habe. Ich glaube im Moment nicht. Vielleicht machen wir noch mal 'ne kurze Zusammenfassung gegen Ende der Folge, weil es war jetzt doch sehr, sehr viel Information, wahrscheinlich auch für die Hörerinnen und Hörer.
Ja, also überlegt euch, welche Geräte ihr anschließen wollt, wie lange ihr die betreiben wollt. Das ist das Erste. Guckt euch die Wattzahlen an, multipliziert das mit der Dauer, die es betreibt in Stunden und dann habt ihr die Kilowattstunden, die ihr an Verbrauch habt pro Tag. Dann überlegt ihr euch, wie lange möchte ich autark sein? Multipliziert also den Verbrauch pro Tag mit den Tagen, die ihr autark sein wollt und dann habt ihr im Grunde die Kapazität, die eure Powerstation zur Verfügung stellen muss. Das könnt ihr mit Solar natürlich verlängern, ne. Mit Solar guckt ihr wieder, die haben eine Watt-WP-Angabe, Watt-Peak. Wir können grob damit rechnen, dass diese, diese, äh, Angabe reinkommt. Deswegen auch einer der Gründe, warum ich so fünf Sonnenstunden am Tag gerechnet habe, weil die natürlich nicht immer mit 100% laden, sondern vielleicht mit 80.
Aber deswegen geh ich auf die fünf Stunden. So, rechnet einfach mit den fünf Stunden, das Watt-Peak. Das an Strom kriegt ihr in eure Powerstation rein. Das verlängert also entsprechend eure Autarkie. Damit könnt ihr so 'n bisschen berechnen, was ihr braucht. Und dann guckt ihr noch, was ist das stärkste Gerät, was ich anschließe? Was hat die größte Leistung? Und schaut, also grad wenn das sind meist Geräte, die über 230 Volt angeschlossen werden, was ist die Maximalleistung, die meine Powerstation auf 230 Volt leisten kann? Kann die das? Wenn ja, gut, wenn nein, brauch ich halt 'n größeres Modell. Beachtet Größe und Gewicht bei den Powerstations, ja. Das Ding muss irgendwo stehen und es, äh, wiegt halt auch etwas. Das sollt ich also mit beachten. Das sind eigentlich die wichtigsten Punkte. Achtet darauf, dass es, äh, LiFePO₄, äh, Akkus idealerweise drin hat. Wenn ihr's nicht wisst, was drin ist, fragt nach.
Lasst im Zweifel die Finger davon. Ähm, wichtiger Tipp noch: Ständig gibt's irgendwo irgendwelche Angebote und Sales. Auch wir haben immer wieder Angebote auf unserer Seite. Ähm, wenn ihr auf camperstyle.de geht, oben im Menü unter Service gibt's Campingangebote. Ähm, wenn's da wirklich gute Angebote gibt, packen wir die rein. Viele Angebote sind Dauerangebote, ja. Es gibt dann ständig 10% Rabatt auf irgendwelche Powerstations. Ob das jetzt, ähm, wie soll ich sagen, nee, Betrug ist das nicht, ne? Aber ihr, ihr wisst, worauf's hinaus, äh, geht, wenn's ständig 10% gibt, ist es eigentlich kein gutes Angebot, weil es ist halt dauerhaft. Wir versuchen, die Sachen rauszusuchen, die wirklich, äh, gute Sales sind. Ähm, man kann wirklich Schnäppchen machen zu den, zu den Black, Black Weeks, also Black Friday und so weiter, einmal im Jahr.
Ähm, aber achtet da immer darauf, was kosten die Geräte normalerweise? Macht 'n Preisvergleich. Wir gucken uns das auch eigentlich immer an, wenn wir Schnäppchen posten. Achtet darauf und dann kauft euch halt 'n Gerät, was quasi für eure Ansprüche, die ihr euch da grade ausgerissen habt, eigentlich passt.
Ja, dann bedanke ich mich ganz herzlich bei dir, Sebastian, ähm, für die Vorbereitung. An dieser Folge war ich ja sozusagen im Vorfeld gar nicht beteiligt. Und wenn ihr Lieben da draußen noch im Nachgang Fragen dazu habt oder Gedanken oder auch Hinweise, dann lasst uns das gerne wissen. Schreibt uns entweder an podcast@camperstyle.de oder schickt uns eine Nachricht entweder schriftlich oder eine Sprachnachricht an WhatsApp. Da haben wir die, äh, den entsprechenden Link immer in der Folgenbeschreibung. Gebt uns gerne euer Feedback, wie euch auch mal so 'ne sehr ausführliche, äh, so 'n sehr ausführlicher Deep Dive zu so 'nem Thema gefällt.
Dann können wir gucken, ob wir so was öfter mal bringen. Und ja, ansonsten schreibt uns auch so gerne euer gesammeltes Feedback wie immer.
Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Tschüss.