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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute erzählen wir euch was über Campingtoiletten.
Ja, unser, würd mal sagen, zweitliebstes Thema nach dem Thema Campingküche. Ein Thema, was, glaub ich, jeden Camper früher oder später beschäftigt. Und wir haben heut ne ganz besondere, ähm, ja Toilettenform als Topic, und zwar die Clesana Verschweißtoilette. Und, ähm, zu diesem Thema ist Daniel zu uns bei Gast, äh, zu Gast. Er ist Geschäftsführer bei Clesana. Und jetzt interessiert mich natürlich in allererster Linie: Wie kommt man zum Thema Verschweißtoiletten und was ist überhaupt 'ne Verschweißtoilette, Daniel?
Also erst mal hallo auch noch von meiner Seite. Es freut mich sehr, ähm, dass ihr euch die Zeit nehmt, mit mir zu reden. Und den ersten Schmunzler hatte ich schon drin. Nach der Küche kommt ja bekanntlich die Toilette. Das heißt, äh, ihr seid in eurer Interessensstruktur auf jeden Fall sehr stringent.
Ja.
Ja, das wirft man uns vor, ja.
Genau. Wie kommt man zur Toilette oder generell zur Verschweißtoilette? Das ist 'ne sehr, sehr, sehr gute Frage, weil eigentlich ist mein, mein eigentlicher, äh, ähm, Berufswegen ganz anderer. Also ich bin eigentlich Maschinenbauingenieur mit, ähm, Fachrichtung Verfahrenstechnik, komm also immer schon aus dem Bereich Sondermaschinenbau, erklärungsbedürftige, äh, Investitionsgüter, Kunststoff. Hab sehr viel im Bereich Batteriemassen und, äh, Biokunststoffe gemacht in meinen, in meinen letzten Jahren und bin dann irgendwann, ähm, in das Caravaning abgeglitten. Aber, äh, eigentlich über Umwege, und zwar, ähm, die Firma Clesana war ursprünglich im Bereich Medizin, äh, ähm, eigentlich tätig. Also das heißt, wir haben diese Toilette, die man heute als Clesana C1, also als die klassische Verschweißtoilette für, äh, den Festeinbau in Campern kennt, für den Einsatz im Spitalbereich, ähm, entwickelt.
Und auch da Spital, viele sagen immer: "Wo ist 'n das vom Begriff?" Wir sind 'ne Schweizer Firma und da heißt das Krankenhaus Spital. Da haben wir 'n bisschen genau den Umweg gemacht und, ähm, haben uns dann irgendwann aus diesem Hochhygienebereich im Caravaning wiedergefunden, weil wir gesehen haben, dass doch die Anforderung, ähm, im Camper hinsichtlich der Entwicklung nach mehr Autarkie, mehr Hygiene, mehr Komfort, äh, sich doch viel mit den Anforderungen deckt, die wir bei der Toilette auch im, äh, Spitalbereich hatten.
Ja, und euch kann man ja auch jetzt dann wieder auf 'm Caravan Salon in Düsseldorf besuchen. Also wer Interesse hat, der soll gerne mal bei euch vorbeischauen. Wo findet man euch?
Wir sind in der Halle dreizehn, ähm, das ist die Zubehörhalle und da am Stand A64. Da waren wir auch die letzten zwei Jahre. Also der ein oder andere, der schon vielleicht mal vorbeigekommen ist, der findet uns auf jeden Fall am gleichen Platz wieder.
Sehr gut. Wir werden euch ja auch besuchen. Ähm, ihr habt auch 'ne Neuheit mit im Gepäck, die ich sehr spannend finde. Da kommen wir aber später dazu. Ähm, zunächst noch mal 'n Hinweis an euch, liebe Hörerinnen und Hörer: Wir sprechen heute nur über die Verschweißtoilette von Clesana. Es gibt auch das eine oder andere, ähm, Mitbewerbermodell, aber wir haben jetzt ja heute den Daniel hier und wir, ähm, gucken uns das Produkt ganz genau an und deswegen markieren wir auch die gesamte Folge als Werbung. So, dann würde mich jetzt natürlich mal interessieren – ich weiß es ja, wir haben euch ja auch auf der Messe kennengelernt vor einigen Jahren. Ich weiß, wie euer Produkt funktioniert, aber ich denke, für viele da draußen ist diese Technologie noch komplett unbekannt oder neu.
Kannst du einmal in kurzen Worten umreißen, was eine Verschweißtoilette genau ist und wie die funktioniert?
Sehr gerne. Ähm, im Prinzip ist die einfachste Art und Weise, sich das vorzustellen, so wie wenn man sich überlegt, ich hab 'ne Verschweißmaschine – der ein oder andere kennt das von zu Hause oder eben auch vom Lebensmittelvakuumieren – die hab ich in die Toilette gepackt. Das heißt, ich geh auf die Toilette und danach hab ich meine Verschweißmaschine in der Toilette und die verschweißt mir einen Beutel. Also quasi der Toilettengang wird portioniert in 'ne spezielle Folie. Wir nennen das Hochbarrierefolie. Ähm, die stellt einfach sicher, dass das, was drin ist, drin bleibt. Und dann hab ich die Möglichkeit, diesen portionierten Beutel ganz normal im Hausmüll und Restmüll zu entsorgen. Das ist die grundlegende Idee. Und wie es dazu kam, ist auch ganz spannend. Wir sind nämlich nicht eines Morgens aufgewacht und haben gesagt: "Wisst ihr, was die Welt braucht? 'Ne Toilette, äh, in die wir 'ne Schweißmaschine einbauen", sondern ich habe eingangs gesagt, dass wir aus dem Spitalbereich kommen.
Und auch da war tatsächlich der Grund für die Entwicklung eine Ausschreibung vom Bundesamt für Umwelt in der Schweiz. Also diese Toilette ist eigentlich aus 'nem Projekt aus der Uni in Basel entstanden, weil es zu der Zeit, ähm, im Spital in Basel die Problematik gab, dass gerade auf der Onkologie, also überall da, wo die Patienten, ähm, chemotherapeutisch behandelt werden, äh, Probleme gab durch das, dass wenn die auf Toilette gehen, dann rutscht im Endeffekt alles an Medikamenten, alles an, ähm, chemischen Stoffen durch die Kläranlage, weil im Klärschlamm in der Kläranlage wird nur organisches Material rausgefiltert, aber eben keine Medikamente. Und es rutscht dann durch und landet auf kurz oder lang wieder in den offenen Gewässern, also das heißt Seen und Flüsse.
Und, ähm, das Bundesamt für Umwelt hat dann festgestellt, dass die Qualität der Seen und Flüsse tatsächlich unter diesen medizinischen, ähm, medizinischen, sagen wir mal, äh, Abfällen, äh, die durch die Kanalisation kommen, leidet. Und dann gab's tatsächlich die Maßgabe von Projekt: Wie stellt man denn sicher, dass entweder das, was da entsteht, ähm, neutralisiert wird? Und da war eine Idee beispielsweise die UV-Bestrahlung, aber das macht mehr Sachen kaputt. Und die andere Idee war dann die, dass wir gesagt haben: Warum versuchen wir nicht einfach, das Ganze beizupassen? Dass wenn wir wissen Dass der Toilettengang theoretisch belastet ist, dass wir im Moment der Entstehung sicherstellen, dass der sicher verpackt wird. Und da kommt auch dieser Ansatz, äh, oder diese Notwendigkeit der Barrierefolie.
Wenn der Patient auf die Toilette geht und dann danach verschweißt wird, dann soll jeder, also von der Entstehung bis zur Entsorgung, der mit diesem Beutel in Berührung kommt, absolut geschützt sein. Deshalb ist dieser Infektionsschutzgedanke, der eben die Notwendigkeit für so 'n Hochbarrierebeutel oder so 'ne Hochbarrierefolie definiert. Und so ist diese Idee entstanden. Das heißt quasi, wir wussten damals schon, wenn im Krankenhaus das entsteht, dann landet das ganz normal auch da im Haus im Restmüll und es wird dann irgendwann über Tage oder Wochen, ähm, äh, äh, transportiert, entsorgt, bis es dann in der thermischen Verwertung, als heißt der Müllverbrennung, landet. Und das war so 'n bissl die Idee, warum wir damals gesagt haben, okay, wir sehen hier mit dem Konzept 'n wahnsinnig guten Ansatz und haben das dann entwickelt und hatten dann tatsächlich auch ab 2014 so 'n System im Einsatz, das wir bei unterschiedlichen Spitälern genutzt haben.
Also man muss dazu sagen, die erste Idee ist 2009 entstanden. Da haben wir dann 'n bisschen rumgespielt, die ersten Prototypen, äh, gebaut und das ganze System auch schon patentiert. Und 2014 war's dann wirklich industrialisiert. Also das heißt, das haben wir selber gefertigt, haben das in Krankenhäusern eingesetzt. Und wie der Zufall will, kam dann ein, ähm, Innovationsteam von 'nem großen Hersteller aus dem Caravan-Bereich auf uns zu, die immer wieder auf der Suche nach alternativen Toilettenlösungen waren. Und die haben quasi das gesehen und haben dann gesagt: „Hey, eigentlich ist es ganz interessant, weil ihr braucht kein Wasser, ihr braucht nur 'n bisschen Strom, das haben wir zur Genüge. Man braucht überhaupt kein Verbrauchs- oder Zusatzmaterial." Also das heißt, auch die Wartung ist sehr, sehr, sehr, ähm, gering. Aber natürlich war das ganze Thema viel zu schwer.
Allein damals hat die, die Schweißeinheit, die wir verbaut haben, 25 Kilo gewogen. Ist natürlich-
Oha.
-fürs Caravaning überhaupt nicht nutzbar. Und dann ist bei uns tatsächlich der Gedanke gekeimt, okay, können wir das denn reduzieren in 'ner Art und Weise, als dass wir das leichter bauen, anders konstruieren, dass wir das, ähm, kleiner, leichter, äh, und vor allem nachrüstbar machen. Und, äh, das war auch die Grundlage für das Design, wie man's heute kennt. Die Notwendigkeit oder die, die Anforderung war die, dieses Produkt soll eins zu eins mit den gängigsten Kassettentoiletten austauschbar sein, weil dann haben die Hersteller a ] die Möglichkeit, das ab Werk optional anzubieten oder eben in der Nachrüstung hat man die Möglichkeit, das relativ einfach, ähm, einzubauen. Das war dann eigentlich 'ne Sache, die 2016 bis 2018 gebraucht hat, bis wir das erste Konzept hatten und dann ging's wirklich in die Umsetzung. Das heißt, eigene Werkzeuge, eigene Maschinen, testen, testen, testen, ganz viel Feldtests.
Und 2021 haben wir das Ganze dann, äh, das erste Mal auf 'm Caravan Salon vorgestellt und damals noch auf sehr viele, äh, staunende Augen und vor allem auch sehr viel Unverständnis gestoßen.
Mhm.
Das Spannende ist aber, wir wussten das, weil wir haben uns jetzt zehn Jahre damit beschäftigt und auch wir sind oft an 'nen Punkt gekommen, wo wir uns gefragt haben: „Ist das denn das Richtige?" Und über das wirklich, das Ausprobieren und das uns selber Hinterfragen und über die Erfahrung, die wir gemacht haben, können wir sagen, dass es 'n Produkt ist, das 'ne gewisse Zeit braucht. Ich muss verstehen, wie es funktioniert, um tatsächlich für mich entscheiden zu können, ist das richtig oder eben nicht. Und das war so 'n bissl unser Antrieb, warum wir das dann auch immer weiter und weiter und weiter gemacht haben.
Und wir haben das auch tatsächlich auf 'm Caravan Salon gesehen. Wir, wir haben auch verstanden, dass das mit dem Verschweißen eben 'ne hygienisch sinnvolle Geschichte sein kann. Wir haben uns natürlich Gedanken gemacht, was ist, wenn das mal irgendwie zu viel ist und nicht richtig verschweißt wird oder drüber geschweißt wird. Da können wir gleich noch mal drauf eingehen. Aber wir waren vor allen Dingen auch und sind es noch, und da sind wir jetzt gespannt, was der Podcast mit uns macht, Skeptiker, weil wir ja im Kopf haben, dass grundlegend Plastik für die Umwelt erst mal 'ne blöde Geschichte ist und wir versuchen, das zu reduzieren. Und jetzt kommst du daher und sagst: „Hier so Plastikbeutel, da macht ihr jetzt euren Notdurft rein. Das ist toll." Ähm, ich überspitze es jetzt bewusst 'n bisschen. Und das ist, das ist tatsächlich eigentlich unser Kritikpunkt gewesen.
Wer, wer unsere Artikel gelesen hat, ähm, der weiß es auch, dass wir das gemacht haben und wir, wir wollen da auch ganz offen mit umgehen. Und deswegen fanden wir es spannend-
Wir haben im Podcast drüber gesprochen.
Genau, und deswegen fanden wir es auch ganz spannend, dass, dass ihr euch gemeldet habt und da auch offen mit umgegangen seid und gesagt habt: „Ja, lass mal drüber sprechen." Und genau das wollen wir heute auch machen und wollen mal schauen, ähm, ob du auch uns überzeugt bekommst. Also am Ende des Tages wollen wir euch da draußen auch nicht vorschreiben, was ihr für 'ne Toilette einbauen sollt, ne. Ihr, ihr könnt das machen, wie ihr wollt, ähm, aber wir wollen uns oder euch einfach Perspektiven mitgeben, auch natürlich unsere Perspektive vielleicht verändern. Und da bin ich jetzt sehr, sehr gespannt. Also wenn jetzt einer zu dir kommt, so, so wie wir und sagt: „Ja, schön, das ist hygienisch, alles klar, verstehen wir", aber das ganze Plastik, was, was würdest du darauf antworten?
Also tatsächlich, bevor wir den Schritt ins Caravaning gemacht haben, haben wir tatsächlich auch 'ne Ökobilanz rechnen lassen. Damals noch mit der Standardfolie, also da kommen wir gleich noch drauf zu sprechen. Wir haben da ja auch schon einiges entwickelt und jetzt seit, ich glaub, 'nem halben Jahr noch 'ne Alternative auf 'm Markt. Ähm, wir haben 'ne Ökobilanz rechnen lassen von 'nem unabhängigen Institut. Diese Ökobilanz ist auch öffentlich bei uns auf der Website hinterlegt, weil ich will, dass die jeder sieht. Und damals war für uns die Frage die, okay, warum oder wer wird denn Interesse daran haben, unsere Toilette zu kaufen? So, und dann haben wir uns selber, weil wir alle selber Camper sind, 'n bisschen überlegt, okay, wie ist denn das typische Nutzungsverhalten? Ich beispielsweise komme aus 'ner Familie, ich war 15 Jahre mit meinen zwei Brüdern und meinen Eltern campen und ich kann wahrscheinlich an einer Hand abzählen, wie oft wir die Kassettentoilette benutzt haben, weil wir so dieses ganz klassische Camping betrieben haben.
Wir sind nach Italien auf 'n Campingplatz und da gab's 'ne Toilette.
Mhm.
Und aufm Weg dahin mussten wir halt so lange halten, bis wir irgendwo auf 'ner Raststätte vorbeigekommen sind. Und es hat funktioniert, und zwar wunderbar. Deshalb war für mich immer so die Idee, okay- Die Ambition sollte gar nicht sein, die Toilette, die wirklich nur in diesem Nutzungszweck genutzt wird, zu ersetzen, weil das Beste, was ich machen kann, wenn ich auf dem Campingplatz bin, ist, auf die Campingplatztoilette zu gehen. Da hab ich 'ne ganz normale Toilette, wie beispielsweise auch zu Hause. Dann war unser Gedanke der, okay, wer nutzt unser System? Und das sind meistens die Leute, die tatsächlich autark stehen, die frei stehen. Weil da brauche ich eine gewisse Zeit, die ich überbrücken kann oder Skandinavien reisen ist 'n ganz klassisches Beispiel. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass jeder Zweite unserer Kunden Skandinavienreisender war. Und wir haben damals geschaut, okay, wenn wir jetzt den laut Bundesamt von Stadt, äh, Bundesamt für Statistik diesen Worst Case nehmen, das heißt, wir haben einen Erwachsenen, der geht sechsmal am Tag auf die Toilette, zweimal groß, viermal klein.
Jetzt wisst ihr selber, das ist wahrscheinlich sehr viel, weil wenn ich im Camper unterwegs bin, dann bin ich ja auch nicht vierundzwanzig Stunden im Auto, ess und warte, bis ich auf die Toilette gehe. Nichtsdestotrotz haben wir dieses Nutzungsverhalten als Grundlage genommen. Und da haben wir geschaut, okay, sechs Beutel pro Tag, was bedeutet das an CO₂-Äquivalente? Und zwar von der Produktion bis zur Entsorgung. Also das heißt, Produktion petrochemisch basiert, Öl über die Energie, die reingesteckt wird, hin bis zur Verbrennung. Und dann kam da 'ne Zahl raus, die kann man auch nachlesen. Ähm, ihr werdet jetzt mit der Zahl nix anfangen können, aber wir haben dann direkt geschaut, wenn ich diese CO₂-Äquivalente nehme, wie weit kann ich denn mit 'nem Fiat Ducato, so mit das meist, äh, wahrscheinlich der, das meistverwendete Chassis im Kastenwagenbereich fahren, als dass ich die gleiche Menge an CO₂ produziere.
Und dann kam raus, sechs Beutel entsprechender Fahrtstrecke von eins Komma fünf Kilometer. Und das war für uns eigentlich die beste Grundlage, um zu sagen, wenn ich frei stehe, ja, und unsere Toilette nutze und dann spare ich mir einen Umweg, wenn ich beispielsweise, und das ist das Einfachste zu rechnen, fünfzehn Kilometer irgendwo hinfahr, um meine Toilette zu entsorgen und dann wieder zurück an meinen Stellplatz fahr, selbst mit zwei Toiletten, dann kann ich über die zweimal fünfzehn Kilometer, die ich gefahren bin, hundertzwanzig Beutel adäquat produzieren. Und wenn ich jetzt zwei Kassetten hab mit zwanzig Liter, dann wisst ihr selber, wie weit ihr kommt, aber ihr geht wahrscheinlich nicht hundertzwanzig Mal auf die Toilette. Das heißt, für uns war das das einfachste Rechenbeispiel, um zu beweisen, wir können mit unserem System, obwohl wir immer noch auf petrochemische Folie zurückgreifen, an anderer Stelle sehr viel mehr CO₂ sparen.
Und das war die Grundlage, dass wir für dieses Nutzungsverhalten 'ne Technologie in den Markt bringen wollten, wo wir wissen, das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Wenn wir das geglaubt hätten, hätten wir nicht die biobasierte Folie entwickelt. Da greife ich jetzt schon vor. Aber wir wussten damals schon, es ist 'n Zwischenschritt, der es jetzt schon erlaubt, dass wenn ich ein entsprechendes Nutzungsverhalten hab, sehr viel mehr an CO₂-Menge zu reduzieren. Plus, und das kommt ja noch dazu, wir produzieren ausschließlich in der Schweiz. Das heißt auch da, wenn die Toilette von uns zu euch ins Fahrzeug kommt, dann habt ihr minimale Wege und dementsprechend 'n sehr, sehr reduzierten Fußabdruck. Wir brauchen keinen Tropfen Wasser und wir brauchen keine Pflegemittel, kein Material drumherum. Also wir gucken, dass wir das wirklich auf 'n absolutes Minimum reduzieren. Und das ist so bisschen dieser Gedanke, den wir uns damals gemacht haben, wo für uns die Grundlage die war, dieses Produkt hat eine Daseinsberechtigung und ist ökologisch auch wertvoll, wenn das Nutzungsverhalten entsprechend passt.
Jetzt kann ich natürlich sagen, wenn ich der Camper bin, der nur auf den Campingplatz fährt, zwanzig Mal am Tag auf die Toilette geht und dann die Beutel wegschmeißt, dann hat er 'ne schlechtere Ökobilanz als beispielsweise jetzt, äh, als er es mit der Chemietoilette hätte. Rein nur, was den Kunststoff anbelangt. Das ist absolut richtig, wenn man dann nicht in Betracht zieht, Wasser, Chemie et cetera pp. Das Spannende ist auch hier, ich kann dieses System, das wir haben, sogar noch auf die Spitze treiben, weil wir hätten sogar die Möglichkeit über den Flüssigeinsatz, den wir auch erst entwickelt haben, als Kunden, die aus dem Trockentrennbereich kamen, gesagt haben: „Hey, wir finden eure Idee wahnsinnig gut, aber wir möchten das kleine Geschäft nicht immer einschweißen." So, dann haben wir den gemacht. Ich war da am Anfang der größte Feind davon, weil ich dachte, wir machen doch nicht die hygienischste Toilette für das, dass wir die Leute dazu zwingen, in einen Eimer zu pinkeln.
Ich nutze es inzwischen aber wahnsinnig oft. So. Und das heißt da von diesen sechsmal am Tag Toilette, wenn ihr da viermal wegrechnet, dann habt ihr nur noch zweimal. Dann könnt ihr euch im Endeffekt runterrechnen, wie wenig CO₂-Äquivalente ihr bei der Nutzung unserer Folien tatsächlich braucht. Und das Spannende ist, mit unserem Bioliner gehen wir jetzt sogar noch 'n Schritt weiter, weil da haben wir ja quasi biobasiertes Material drin. Also über siebzig Prozent ist Pflanzenmaterial. Und warum ist das sinnvoll? Pflanzen haben genau wie Rohöl das gleich, die gleiche Menge an CO₂ gespeichert. Wenn ich die verbrenne, wird das CO₂ frei. Bei Pflanzen hab ich allerdings einen Vorteil: Wenn ich die wieder anpflanze, binden die die gleiche Menge an CO₂, wie bei der Verbrennung frei wurde. Das geht beim Öl nicht. Da brauche ich 'n paar Millionen Jahre, wenn ich das verbrenne, dann ist es weg, dann ist es in der Atmosphäre.
Und dementsprechend haben wir hier diesen Kreislaufgedanken gefahren. Spannend ist auch, dass ihr sagtet, Plastik hat in Umwelt nix verloren. Da bin ich absolut bei euch. Und das ist tatsächlich auch das, was wir mit unserem System sicherstellen. Weil dieser Beutel muss ja wie beispielsweise 'ne Windel oder 'n Hundekotbeutel über den Haus- und Restmüll entsorgt werden. Im mitteleuropäischen Bereich geraten die da in die thermische Verwertung, das heißt, werden verbrannt. Im südeuropäischen Bereich kommen die in Deponien. Auch der biobasierte Beutel zersetzt sich irgendwann. Er ist aber nicht kompostierbar. Für den Begriff Kompostierbarkeit gibt's 'n, 'n kleines Zeitfenster, das besagt, dass innerhalb von drei Monaten bei Druck und Temperatur das ganze System oder der ganze Beutel sich zu neunzig Prozent zersetzt. Das bedeutet auch, ich kann den nicht einfach in Wald schmeißen. Da wird nix, also der zersetzt sich dann nicht so, sondern Druck und Temperatur bedeutet immer industrieller Maßstab.
Das ist auch immer ganz spannend, weil, ähm, ich bin da 'n bisschen spitzfindig, weil ich komme aus diesem Bereich. Also das heißt, Bio ist nicht gleich kompostierbar und kompostierbar ist nicht gleich Bio. Es gibt zum Beispiel auch fossi, fossile, also das heißt rohölbasierte Kunststoffe, sind zu hundert Prozent aus Öl, aber die sind zu hundert Prozent kompostierbar. Und das ist so ein bissel dieses, dieses Perfide. Das heißt, ich muss ganz genau wissen, was kaufe ich und wie will ich's nutzen. Ich sage auch immer, ihr würdet auch nicht auf die Idee kommen, eine Biowindel in oder 'ne, 'ne Baumwollwindelpad da in Biomüll zu schmeißen. Die Gedanken macht sich gar keiner. Genau dasselbe ist es bei unserem System. Das, was drin ist, entscheidet, wo ich's entsorge. Das sind menschliche Hinterlassenschaften, Fäkalien, die muss ich über den Haus- und Restmüll entsorgen. Ich kann die zu Hause auch auf den Kompost packen, aber es gibt in Deutschland eine sogenannte Rottzeit, die beträgt zwei bis drei Jahre und die schreibt vor, dass eben Fäkalien über die Zeit rotten, ähm, bevor sie dann überirdisch entsorgt werden dürfen, eben weil man vermeiden will, dass irgendwelche Medikamente, dass irgendwelche Inhaltsstoffe, ähm, in Flora und Fauna geraten.
Und dann so im Endeffekt wieder in den Kreislauf. Also jetzt hab ich weit ausgeholt. Im Endeffekt ist es so: Wir haben uns angeschaut im Worst Case. Ich gehe sechsmal am Tag auf die Toilette und ich benutze unsere rohölbasierte Folie. Wie viel an CO₂ produziere ich und für welche Nutzung ist es das Richtige? Und da wussten wir, wenn ich jemand bin, der autark steht und in Skandinavien habt ihr's, da werdet wahrscheinlich fünfzehn Kilometer, ist 'n Klacks, da habt ihr teilweise eher fünfzig oder hundert Kilometer, bis ihr zur nächsten Entsorgungsstation kommt. Da könnt ihr mit unserem System, konntet ihr damals schon sehr viel an CO₂ sparen. In Kombination mit dem Flüssigeinsatz und dann eben der biobasierten Folie ist es ein Thema, wo ich sag, wir können hier wirklich je nach Nutzung auf ein absolutes Minimum reduzieren, was das anbelangt.
Wir hören da aber tatsächlich noch nicht auf, sondern wir sind auch immer noch am Weiter- und Weiter- und Weiterentwickeln.
Ich hab ungefähr drei Millionen Fragen, aber ich guck mal Sebastian an, ob du, ob du auch irgendwas noch nachhaken möchtest.
Also während du erzählt hast, sind mir so 'n paar Gedanken durch 'n Kopf gestoßen. Da entstehen aber oder geschossen, da entstehen aber wenig Fragen draus, weil das eine ist natürlich, ja, was ist jetzt? Da könnt jetzt einer fragen: „Was ist, wenn ich den Beutel in die Umwelt schmeiße?" Ja gut, dann bist du halt 'n Depp. Ähm, das, das, das ist genauso, also als Beispiel-
Was passiert, wenn ich meine Chemie in ins Grüne leere? Das ist so 'ne Sache. Du wirst die immer haben. Der große Vorteil ist, der Beutel kann wieder aufgesammelt werden, weil er eben dicht ist. Das ist der große Vorteil. Wenn ich die Chemie beispielsweise ins Grüne leere, dann hab ich den Boden versaut. Wenn der Beutel irgendwo draußen landet, dann hab ich die Möglichkeit, den auch zwei Wochen später noch aufzusammeln und der wird dicht sein.
Mhm. Und, und was mich dann noch interessiert hätte tatsächlich spannenderweise, also ist ja gar nicht so einfach, so CO₂-Bilanzen zu berechnen. Zum Beispiel mal 'ne Chemietoilette gegen, ähm, 'ne Clesana und auch vielleicht gegen 'ne, 'ne Trockentrenntoilette. Auch wenn mir bewusst ist, dass es da ja so viele Unterschiede gibt, die man beachten muss, aber, aber habt ihr euch damit mal beschäftigt, um da überhaupt 'n Gefühl für zu haben? Oder ist das einfach zu kompliziert?
Nee, definitiv. Also wir haben damals auch tatsächlich die, d-das Grünste, was es an Chemie gibt, als Referenz genommen – das seht ihr auch in dieser Ökobilanz – und haben das im Vergleich gerechnet, weil wir einfach geguckt haben, okay, was braucht's an Energie, um die Chemikalien herzustellen? Was wir noch gar nicht gemacht haben, wir haben völlig außer Acht gelassen: Wo kommt denn das Ganze her? Also das heißt, wo wird produziert? Ja. Wir produzieren auch die Folie in Süddeutschland. Wir falten auch da alles in der Schweiz. Das heißt, auch da gucken wir auf kurze Wege. Ähm, wir haben uns natürlich vor diesem Vergleich nicht gescheut, weil in letzter Instanz geht's drum, wir, es bringt nix, wenn wir in unserem kleinen Kosmos denken und dann sagen: „Ja, wir sind gut", aber ein anderes System wesentlich besser ist, sondern dieses System muss 'n Mehrwert bringen, und zwar 'n Mehrwert in der Nutzung.
Mhm.
Ich erinner mich noch, wir hatten ja nach unserem Besuch bei euch im Nachgang auch schon mal Kontakt mit dir und so, ähm, kleine Diskussion, weil, ähm, ich ja auch gesagt hatte: „Na ja, aber Plastik ist ja trotzdem Plastik." Das heißt, es verrottet nicht, ähm, beziehungsweise jetzt vielleicht mit der, mit der neuen, ähm, Folie nach einiger Zeit schon. Das muss ich gleich noch mal 'n bisschen genauer erklären. Ähm, und du hattest mir damals auch schon so 'n, in, äh, sehr, ja, auf 'ne sehr einfache Art die Ökobilanzrechnung aufgemacht. Ähm, ich muss gestehen, dass mich das noch nicht so richtig zum Umdenken bewegt hatte damals.
Jetzt find ich's 'n bisschen klarer, weil jetzt eben noch dieses Thema Fahrtstrecke dazukommt. Also ich bin tatsächlich, ähm, jemand, ich würde so 'ne Toilette immer nutzen, weil ich überhaupt nicht gerne auf öffentliche Toiletten gehe. Jeder, der uns zuhört, weiß das auch, weil ich das ungefähr in jeder dritten Folge, ähm, erzähle. Und da ist es dann natürlich, wie du schon gesagt hattest, noch mal 'ne andere Menge, die auch genutzt werden würde. Ähm, was ich aber jetzt noch mal nachfragen wollte: Du hattest jetzt von diesem, ähm, Flüssigkeitseinsatz gesprochen. Ich meine, den gab's auch schon länger, ne. Das ist jetzt nix ganz Neues, aber-
Nee, ist nix ganz Neues.
Mir ist noch nicht so ganz klar, wie, wie der genau funktioniert. Also ist es dann wie bei 'ner Trockentrenntoilette, dass dann die Feststoffe einfach in die Tütchen gehen? Ähm, also analog, sag ich jetzt mal ganz flapsig, zum Hundekotbeutel und die-
Also im Endeffekt, genau. Es ist, was der macht, es ist, ich sag immer, das ist nix anderes als 'ne große Tupperschüssel. Also du hast generell zwei, zwei Möglichkeiten. Ähm, wenn ich immer von Beuteln sprech, dann suggerier ich immer jedem: Okay, ein Beutel ist ein Toilettengang. Das ist de facto aber nicht der Fall, weil was unsere Kunden wahnsinnig oft machen und schon seit Beginn, wenn ich nachts mehrmals auf die Toilette gehe, dann hab ich nicht die Notwendigkeit, wegen zwo-, dreihundert Milliliter 'n kleinen Beutel zu produzieren, sondern die gehen mehrmals auf die Toilette, die sammeln und am nächsten Morgen wird dann ein Beutel produziert. Das heißt, ich hab auch schon die Möglichkeit, mehrere kleine Toilettengänge in einem Beutel zu sammeln. Das heißt- Fünfmal klein bedeutet nicht automatisch fünf Beutel, sondern da hab ich 'n kleinen Beutel, in den das alles reingeht. Der fasst 'n, 'n Volumen von bis zu 1,5 Liter. Also das ist überhaupt gar kein Thema.
Den Flüssigeinsatz, den haben wir dann entwickelt, wenn jetzt jemand beispielsweise viel auf Toilette geht oder viel autark steht. Im Endeffekt ist es nix anderes als 'n Einsatz. Kann hier die, die Zuhörer sehen's jetzt zwar nicht, aber ich nehm ihn dir einfach mal, zeig dir den. Das übrigens auch da. Wir haben die neue Kol, Toilette so konstruiert, dass der auch reingeht. So, der wird eingesetzt in die Toilette und eines siehst du hier schon, das ist unser Deckel und gleichzeitig Zulauf. Also man muss dazu sagen, bei uns ist der Deckel ein relativ großes Behältnis, der dann auch sicherstellt, dass Kinder, ähm, Männlein, Weiblein jeglicher Konstitution hier einfach auf die Toilette gehen können und eben net zielen müssen, was ja manchmal so 'n bisschen Problem bei der Trockentrenntoilette ist. Das heißt, wir haben hier 'n sehr großes, einen sehr großen Auffangbereich.
So, die Flüssigkeit läuft nach unten in diesen Behälter. Das ist circa zwei Liter an Volumen und den kann ich jederzeit raus- und reinnehmen und der ist über quasi, also der Deckel hält, der ist über so 'ne Presspassung, äh, fixiert wie bei 'ner Tupper. Deshalb sage ich auch Tupper, weil da haben wir uns da davon inspirieren lassen. Und warum? Wenn man da mal reinschaut, dann sieht man, dass es nix Besonderes ist, aber dieses nix Besondere ist einfach nur 'n großes Loch. Und wenn ich 'ne große Öffnung hab, dann weiß ich, da kann ich danach das Ganze mit Wasser verdünnen, weil verdünnten Urin mit Wasser kann ich überirdisch entsorgen. Problem ist aber, Wasser und Urin erzeugt Urinstein über die Zeit. Wenn ich jetzt nur 'n kleinen Flaschenhals hab, dann muss ich mit scharfem Reiniger ran oder über die Zeit das Ganze dann komplett in Kunststoff entsorgen, weil es riecht halt. Hier hab ich die Möglichkeit, ich verdünn das, geh danach mit 'nem Feuchttuch durch und dann ist das Ding sauber.
So, und das Spannende ist, bei vielen Toiletten hast du entweder oder. Entweder du nutzt sie getrennt oder du nutzt eben die Chemie. Bei uns sage ich immer, ist es und. Unsere Toilette hat das Ziel, euch nicht vorzuschreiben, wie ihr sie zu nutzen habt. Und ich geb euch mal 'n Beispiel dafür. Wenn ich drei Tage unterwegs bin am Wochenende mit meiner Partnerin, dann wird dieser Flüssigeinsatz eingesetzt. Das kleine Geschäft machen wir da rein. Wir sind tagsüber natürlich auch unterwegs beim Wandern, Radlfahren. Das große Geschäft wird in 'nen Beutel gemacht. Bei diesen drei Tagen hab ich in der Regel drei, maximal vier von diesen Beutelchen fürs große Geschäft, nicht mehr. Das kleine Geschäft, das kann ich jederzeit verdünnen, kann's entsorgen. So, und dann die Beutelgröße, vier Beutelchen für drei Tage. Das ist wesentlich weniger als beispielsweise so 'n 20, 30 Liter Müllbeutel, den ihr einsetzt, wenn ihr eine Trockentrenntoilette vorbereitet.
Das heißt, rein das Volumen an Kunststoff ist ja schon sehr viel weniger. Und jetzt kommt noch die Krux: Wenn ich dann unterwegs nach Hause bin und ich bleib noch mal im Stau stecken, dann hab ich nicht diese, diese, diese, diesen in-internen Konflikt, den ich beispielsweise mit 'ner Chemietoilette hab oder auch mit 'ner Trockentrenn, wo ich so sag: „Ja, wenn ich jetzt noch mal draufgehe, dann muss ich alles reinigen." Dann hab ich den ganzen Aufwand noch mal. Sondern dann geh ich zum Beispiel auf Toilette, mach das kleine Geschäft ins Beutelchen, park mein Auto zu Hause und entsorg das ganz normal. Das heißt, in dem Moment, wenn ich freistehen kann und ich meinen Flüssigeinsatz nutze, dann werde ich das kleine Geschäft hier reinmachen. Wenn mich aber das Nutzungsverhalten, ich bin aufm Weg nach Hause oder hab's Fahrzeug in der Stadt geparkt, dazu zwingt, dass ich den, den Behälter nicht entleeren kann, dann hab ich immer die Möglichkeit, ganz normal im Beutel zu machen.
Das heißt, je nachdem, was meine, mein, mein, meine Reiseverhalten von mir fordert, kann ich das bei der Toilette realisieren. Aber die Quintessenz ist die, auch bei unserer Toilette hab ich nicht die Notwendigkeit, das kleine Geschäft einschweißen zu müssen. Ich kann das separieren.
Was mich jetzt noch besonders interessiert und da bin ich jetzt wirklich gespannt auf eine offene und ehrliche Antwort und ich werd das dann auch verifizieren, weil wir ja die andere Toilette dann auch testen werden, die, die kleine, die mobile: Geruch. Also ich hab einen mehrjährigen Leidensweg mit einer sehr kompakten Trenntoilette, die auch sehr viel beworben wird, ähm, auf allen Kanälen und die irgendwie in der Community offenbar auch wahnsinnig beliebt ist. Zumindest macht es den Anschein. Die ist auch recht günstig, muss man dazu sagen. Ähm, und ich krieg jedes Mal 'n Graus, wenn ich da draufgehen muss. Weil erstens muss ich mich so platzieren, dass ich je nach Geschäft entweder vorne oder hinten anstoße, damit ich überhaupt 'ne Chance hab, vernünftig zu trennen.
Und zweitens, es stinkt. Egal was ich mache, es stinkt immer und es stinkt sogar, wenn die Toilette frisch geleert wurde. Und das regt mich furchtbar auf, weil ich bin da echt empfindlich und wenn man in 'nem kleinen Campingbus sitzt, ähm, also nicht in 'nem Wohnwagen mit 'nem abgetrennten Sanitärbereich, wo man 'ne Tür zumachen kann und 'n Fenster auf, ist es einfach widerlich. Und ich, ähm, wende mich grade gedanklich sehr von der Trenntoilette ab. Und ja, also lange Rede, kurzer Sinn: Wie sieht's aus mit Gerüchen bei euch?
Also auch da haben wir uns natürlich wahnsinnig viel Gedanken gemacht und da muss man dazu sagen, unsere Vorteil ist ja der, wir haben einen gewissen chemischen, also verfahrenstechnischen Hintergrund. Das, was man im Endeffekt drin halten muss oder das, was man vermeiden muss, äh, oder nicht vermeiden. Also bei Feststoff, äh, entsteht mit der Reaktion mit dem Wasser in der Luft Schwefelwasserstoff und bei dem Urin entsteht mit der Reaktion im Wasser Ammoniak. Also das sind im Endeffekt die zwei Gase, die es im Zaum zu halten gilt oder die es zu entfernen gilt. Das heißt, wenn ich bei 'ner Trockentrenntoilette will, dass es nicht riecht, dann muss ich 'n Lüfter anschließen und der saugt, es sorgt ständig dafür, dass ich keine Feuchtigkeit drin hab, ähm, um quasi diese Reaktion zu unterbinden. Jetzt, wenn du sagst, dass du 'ne mobile Toilette hast, dann ist das natürlich 'ne Herausforderung, weil ich kenn jetzt zum Beispiel keine mobile Toilette, die 'n angebauten Lüfter hat.
So, das ist das Erste, wo wir quasi gesehen haben, okay, was gibt es hier? Was bei uns tatsächlich die Herausforderung war, wir haben seinerzeit schon, als wir das Ganze für den Krankenhausbereich gemacht haben, immer das Thema Infektionsschutz, weil du weißt ja nie, dass das, ob das, was drin ist, auch infektions sein kann. Und unsere Toilette ist auch immer 'n Ersatz gewesen für 'ne klassische Bettpfanne. So, jetzt kostet dieses Ding natürlich auch a bissl Geld. So, warum haben sich die Krankenhäuser als also dafür entschieden? Das ist nicht nur das Thema Umweltschutz und das Thema Gewässerschutz, sondern das ist auch die Vermeidung, dass Mitarbeiter sehr viel häufiger krank werden, weil sie eben mit dem Thema Bettpfanne, wenn ich's separieren muss, immer mit diesen Kolibakterien, infektiösen Stoffen in Berührung kommen. Das heißt, was wir gemacht haben, wir nutzen nicht einfach 'ne dicke Folie, wo wir sagen, ja, da kommt nix durch, sondern das ist 'ne Mehrschichtfolie.
Das heißt, wir haben unterschiedliche Lagen kombiniert miteinander, eben vor dem Hintergrund, um zu sehen, wie ist Ammoniak, wie ist dieses Molekül aufgebaut, wie ist Schwefelwasserstoff aufgebaut. Dann gibt's natürlich noch Methan, alles, was da drin entsteht. Und wir haben diese Lagen so aufgebaut, dass wir sichergehen, dass da nix durchkommt. Und jetzt ist es so, vor vier Jahren oder als wir das letzte Mal gesprochen haben, da musstet ihr mir das noch glauben, weil da muss ich als Hersteller das ja immer sagen, auch egal wie konservativ wir ko-kommunizieren, wir müssen's ja sagen. Inzwischen sind wir an den Weg gegangen oder an den Punkt gekommen, also das Erste, was schon mal ganz schön ist, wir haben im Endeffekt jetzt fast vierzigtausend Geräte da draußen und wenn das Ding riechen würde, dann hätten wir andere Probleme. Da würden die Leute tatsächlich wahrscheinlich lauthals ankündigen, dass es Themen gibt, vor allem im Sommer, weil hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, das ist in der Regel das, wo viele Systeme in die Knie gehen.
Warum tut das unseres nicht? Wir haben von Anfang an schon die Nutzung für vierzig, fünfundvierzig Grad und achtzig Prozent Luftfeuchtigkeit entwickelt. Da sagt natürlich jeder, "Ja, aber das haben wir doch in Mitteleuropa nicht." Dann sag ich, das ist absolut richtig, aber ihr habt's genau da, wo ihr's eigentlich nicht haben wollt, und zwar im Mülleimer. Weil du siehst den Beutel immer nur, bis du ihn entsorgt hast. Aber weil ich am Anfang gedacht hab, wir denken an die Infrastruktur. Ihr kennt diese ganzen großen Stahlmülleimer oder die schwarzen, die stehen in der Sonne. Da habt ihr sonst Lebensmittel, Essensreste drin. Das ist alles Material, was ausgast. Das heißt, ihr habt 'ne hohe Luftfeuchtigkeit drin und hohe Temperaturen. Und das ist genau der Moment, wo viele Systeme an ihre Grenzen kommen. Und unseres muss da dafür sicher sein, weil eben von Anfang an genau das Bewusstsein war, ah ja klar, die Beutel werden über Haus- und Restmüll entsorgt.
Das heißt, sie müssen auch in der Mülltonne ihren Mann stehen und die Barriere sicherstellen. Und das, das Erste, also rein, das ist jetzt 'ne, das kannst du mir glauben oder nicht, was wir inzwischen aber gemacht haben, wir lassen tatsächlich vom Fraunhofer-Institut unsere Barrierewerte testen. Also das heißt, wir geben die Folien in regelmäßigen Abständen ans Fraunhofer-Institut und lassen die sole, sogenannten Durchlässigkeiten messen. Also es gibt einmal 'ne Sauerstoff- und 'ne Wasserdampfdurchlässigkeit. Und das bezeichnet einfach, wie viel an Sauerstoff und wie viel an Wasserdampf gerät über 'ne gewisse Zeit durch 'n gewissen Bereich an Folie. Und nur um da 'ne Referenz zu kriegen, Glas ist zum Beispiel undurchlässig. Da habt ihr 'n Wert von null Komma null null null null null. Also gar nix kommt da durch.
Und dann gibt's so was wie 'n klassischer Müllbeutel, der hat 'n, 'n Wert von, äh, zwotausendfünfhundert. So. Wir sind im Bereich, das drucken wir immer auf den Linern ab, von jetzt beim Bioliner zum Beispiel null Komma eins für Sauerstoff und eins Komma vier zwei für den Wasserdampf. Beim normalen Liner sind wir in 'nem ähnlichen Bereich. Was wir damit machen wollen, wir wollen 'ne Referenzierbarkeit schaffen. Weil das Problem ist, dass Geruch einfach sehr schwierig zu messen ist. Und wie du schon sagst, es ist was absolut Individuelles. Jeder nimmt Gerüche anders wahr. In meinem ersten Berufsleben, als ich, also als wir Biokunststoffe hergestellt haben, da waren teilweise große Firmen, die einen Spezialisten hatten, der nix anderes gemacht hat, als dass er das Material, das hinten rauskam, ähm, auf Düfte geprüft hat.
Das heißt, da gab's keine Messwerte, sondern der hat das gerochen und gesagt, "Nee, das riecht nicht gut. Da muss was adaptiert werden." Das heißt, es ist super schwierig, das tatsächlich in 'nen, in 'nen, in 'nen Messwert zu bringen. Das heißt, was wir gemacht haben, wir haben gesagt, okay, was gibt den, den, den besten Nachweis oder Hinweis für Sicherheit die Barriere? Und dann lassen wir das individuell oder von Dritten oder in dem Fall vom Fraunhofer testen, weil das ist 'n renommiertes Institut. Dahinter fragt sich keiner, ob die irgendwie mit uns zusammenhängen. Die sind unabhängig, ähm, das können die sich gern leisten, nett zu sein und drucken die Werte hinten ab. Einfach nur, um dem Kunden, der dann eben auch in die Versuchung kommt, wenn's jetzt das eine oder andere Derivat oder anderes Produkt in dem Bereich gibt, dass er da nachfragen kann, was hat 'n das von Barrierewert?
Wenn man da keine Antwort geben kann, dann hat man sich offensichtlich nicht mit dem Thema beschäftigt. So. Weil es ist immer das Thema, das eine ist Marketing, das, was ich euch auch erzählt hab, und das andere ist ganz klar der Nachweis von Zahlen, Daten, Fakten. Das heißt, wir haben jetzt den großen Vorteil, wir haben's ausgelegt für 'n Bereich, wo's auch unter Extremsituationen sich halten muss. Wir haben inzwischen doch 'ne sehr große Menge im Feld, die, sagen wir mal, bestätigt, dass es geruchsneutral ist und gleichzeitig weisen wir auch noch, ähm, Messwerte von unabhängigen Dritten aus, die eben diese Barrierefunktion und die Barrierewerte der Folie bestätigen. Und das ist so unser Ansatz, um tatsächlich hier 'n, 'n, 'n Maximum an, an, sagen wir mal, Transparenz zu geben, sodass ihr euch eben auch vor dem Kauf entscheiden könnt, okay, ist es das Richtige für mich, ja oder nein?
Weil das Problem ist halt dann, wenn du 'ne Toilette kaufst, die wirst du nicht ein-, zweimal ausprobieren und dann sagen, ah, das ist jetzt nix mehr, weil das ist halt 'n Hygieneprodukt. Deshalb muss diese Information im Vorhinein, äh, äh, äh, geschaffen werden.
Das heißt also, ihr nutzt für die Campingvarianten exakt dieselben Folien wie im, äh, Spitalbereich.
Das Einzige, die im Spitalbereich sind nicht eingefärbt, weil da will man tatsächlich manchmal sehen, was drin ist. Im Caravaning haben wir tatsächlich aber Carbon Black nennt sich das. Das ist nix anderes als Kohle. Übrigens auch Kohle würde jeder von uns sagen, das ist ein absolut natürlicher Stoff, aber Kohle ist nicht kompostierbar. Kohle zersetzt sich nicht. So, Kohle kommt in dieser Form vor und dementsprechend ist, äh, hier Kohle auch nichts, was wir als kompostierbar ausweisen könnten. Das macht aber die Folie schwarz, weil ich einfach nicht will, dass jemand durchschauen kann.
Und jetzt hast du ja auch schon mehrfach die – ach übrigens für alle Hörer und Hörerinnen da draußen, die sich gewundert haben, was der Liner hier macht, weil der Liner ist ja eigentlich im Caravan-Bereich eher das große Wohnmobil. Ähm, ist es hier nicht, das kommt nicht in die Toilette, sondern das sind quasi, äh, die-
Folienschlauch
... der Folienschlauch, die Rohfolie sozusagen, die dann, äh, verschweißt wird. Das ist der Liner an dieser Stelle.
Richtig.
Und was ich fragen wollte: Du hast ja jetzt schon ein paar Mal die, auch die neue, ähm, biobasierte Folie angesprochen. Dann lass uns da mal doch drüber sprechen. Was, ähm, kann die? Das hast du uns ja schon ein bisschen gesagt. Ähm, was ist mit dem Vorurteil, was ich jetzt als Hundebesitzer sofort, äh, im Kopf habe? Weil da gibt es auch so biologisch und kompostierbare und so weiter allerlei, ähm, Hundebeutel und manche von denen halten keinen langen Spaziergang.
Ja.
Also sprich, zwei Fragen in einer: Was hat's mit dem biobasierten Beutel ganz genau auf sich? Was ist da bio dran? Warum ist das gut? Und was hat er vielleicht auch für Nachteile? Und, äh, muss ich dann sehr schnell sein mit dem Entsorgen, weil sich's halt aufweicht?
Also genau das, was du beschreibst, das schnell Aufweichen, das hatten wir zum ersten Mal vor, glaub ich, vier Jahren und da hatten wir Mulchfolie im Einsatz, also 'ne Folie, die zu 100 % kompostierbar ist. Jetzt haben wir aber auch das Thema durch das, dass da fest und flüssig drin ist. Also das heißt, ähm, es entsteht Schwefelwasserstoff und Ammoniak. Das sind aggressive Gase, die beschleunigen die Zersetzung immens. Das heißt, wenn ich 'ne kompostierbare Folie hab, dann muss ich gucken, dass ich die nach ein paar Stunden, vielleicht nach ein, zwei Tagen entsorg. Ansonsten fängt es an, dass es leicht durchsuppt. Und das kennst du bestimmt von den Hundekotbeuteln. Und selbst wenn ich's entsorgt bekomm, dann hat das Problem jemand anders, und zwar derjenige, der den Müll, der die Mülltonne entleeren muss. Deshalb ist es für uns überhaupt keine Alternative. Wir haben mit einigen Instituten im Bereich Biopolymere damals schon Entwicklungsprojekte aufgesetzt, wo wir gesagt haben: „Pass auf, wir möchten gern alternative Materialien testen."
Die Quintessenz und die Anforderung ist immer die: Es muss bei gleichen Parametern, also Temperaturen, die bei uns in der Toilette sind, verschweißbar sein, weil sonst muss ich ja als Kunde jedes Mal irgendwie die Toilette verstellen oder die Temperaturen rumdrehen. Und wenn ich ein kleines Prozessfenster hab, dann ist niemand geholfen, weil unsere Toiletten ja ei, im Einsatz sind in Skandinavien im Winter und in Afrika im Sommer. So, und ich will nicht jedes Mal feintunen, dass die Schweißung funktioniert, sondern wir brauchen ein breites Prozessfenster, um diese Sicherheit in der Nutzung gewährleisten zu können. Und das war auch unsere Anforderung und wir haben mit unglaublich viel Materialien getestet. Also mein absoluter Favorit war Lignin. Lignin kennt der eine oder andere vielleicht. Das ist ein Abfallstoff aus der Holzverarbeitung. Also es ist im Endeffekt so ein harzartiges, äh, äh, äh, Mittel und es hat 'ne sehr gute Barriere und auch einen Eigengeruch.
Aber dieser Eigengeruch, der riecht sehr stark nach, wie soll ich sagen, nach geräuchertem Speck. Also das ist so das, was wir an Rückmeldung kriegten. Und die Ergebnisse waren nicht schlecht, muss ich dazu sagen. Das Problem war einfach nur, die Leute haben gesagt: „Ha ja, es riecht nicht, aber es riecht halt mein komplettes Fahrzeug nach, nach 'ner Räucherkammer." Und das waren so die Sache, wo wir dann versucht haben, noch andere Duftstoffe einzuarbeiten. Aber Duftstoffe sind nicht das, nicht, nicht das, der, der, der Mittel zum Ziel, weil im Endeffekt übertünchen die einfach nur andere Gerüche beziehungsweise setzen sich an und da ha, da riecht's in meinem Fahrzeug halt nicht nach Fäkalien, aber es riecht halt trotzdem nicht gut.
Mhm.
Und dann haben wir wahnsinnig viel mit Stärke gearbeitet, mit Mais, also das heißt quasi mit Poly, äh, PLA, Polylactic Acid, quasi mit vielen Stoffen, die aus, aus, aus, ähm, natürlichen Rohstoffen gewonnen werden, aber immer vor dem Hintergrund, die müssen natürlich die Barriere halten, weil es wäre einfach, einfach 'ne kompostierbare Folie zu nutzen. Da kann ich heute schon in den Supermarkt gehen, dann drehe ich meine Schweißparameter runter, aber bei dem Inhalt, der drin ist, hält die halt nicht lang. Und wir wollten eben auch sicherstellen, dass es eben nicht nur diese drei, vier, fünf Tage oder zwei Wochen bei euch im Fahrzeug sind, sondern hinten raus alles. Und das haben wir jetzt geschaffen, dass wir im Endeffekt 'ne Struktur nachgebaut haben, wo wir jetzt sagen können, dass wir 70 % dessen, was hier an Kunststoff drin ist, über Pflanzenmaterial ersetzen. Also das heißt wirklich hier wieder der Gedanke: CO₂-neutral, weil das Pflanzenmaterial, das wir nutzen, wird wieder angebaut.
Auch da: Biobasiert ist nicht gleich biobasiert, weil es gibt dieses biobasierte Material, das aus Zuckerrohr aus Südamerika gewonnen wird. Das wird auf, äh, abgeholzter Regenwaldfläche angebaut. Da gibt's keine Dreifelderwirtschaft. Das heißt, da wird zehn Jahre lang Zuckerrohr angebaut und irgendwann ist der Boden dann so durch, dass nichts anderes mehr angebaut werden kann. Und das Nächste ist, das, was da an CO₂-Neutralität entsteht, das wird, salopp gesagt, mit dem Hintern eingerissen, wenn es vom Schiff von Südamerika hierher transportiert wird. Das heißt auch da, die Suche nach so 'nem Material war nicht einfach oder wir haben's uns nicht einfach gemacht, sagen wir's mal so, und, ähm, haben jetzt eben das Ganze dann auch vom TÜV Rheinland zertifizieren lassen. Bei uns steht drauf, 50 bis 85 %. Das hängt da davon ab.
Also wir können keinen definierten We-Wert abgeben, weil im produktionsbedingt schwankt die Breite der Folie manchmal. Das heißt quasi, wenn ich prozentual immer 70 % drin hab und meine Folie teilweise dicker und dünner wird, dann bin ich manchmal im Bereich 68, manchmal im Bereich 72 %. Deshalb mussten wir diese, diese Varianz angeben. 10 %, hab ich euch schon gesagt, sind Farbstoff. Also das ist jetzt so, ich gebe euch nicht die Rezeptur, nur grobe Werte. Und dieser Farbstoff ist, wie gesagt, Kohle. Ähm, Carbon Black, das ist ein ganz handelsübliches, äh, äh, handelsüblicher Stoff zum, zum Einfärben. Und den Rest, äh, da versuchen wir, so viel als möglich an rezykliertem Material einzuarbeiten. Das ist aber auch nicht so einfach, weil Wir können jetzt nicht das klassische, äh, gemahlene Rezyklat nehmen, das ihr kennt, wenn man jetzt irgendwie beispielsweise 'n Turnschuh durch 'n Schredder jagt, weil da hätten wir Fehlstellen und weil die Folie umgelegt wird, das sind diese klassischen weißen Risse im Kunststoff, die man manchmal sieht in so diesen-
Mhm.
... recycelten Materialien. Und diese Risse, da kommt dann genau, äh, äh, der Duft durch, also der Geruch. Das heißt, auch da-
Oh.
... es ist nicht so einfach, deshalb haben wir auch 'ne Weile gebraucht. So. Aber im Endeffekt ist es so, das, was draufsteht, ist drin, deshalb haben wir das auch zertifizieren lassen. Das war uns ganz wichtig, dass wir da wirklich den Nachweis haben. Das ZIF-Zertifikat, das haben wir bei uns online auch abgedruckt, dass es jeder noch mal nachlesen kann, dass es nicht nur auf der Verpackung steht. Und, ähm, für uns war eben auch wichtig, die Barriere darf nicht schlechter sein als bei der Standardfolie. Die ist sogar noch 'n Ticken besser. Und es muss bei den gleichen Schweißparametern verarbeitbar sein. Also das heißt, ich muss meine Toilette nicht einstellen. Der ist es egal, ob ich jetzt heute 'n biobasierten Liner nutz und in zwei Wochen 'n Standardliner, die funktioniert.
Mhm. Großer Vorteil, dass man sich nicht, da nicht umgewöhnen muss.
Absolut.
Und, ähm, gibt's preislich da 'n Unterschied zwischen den Folien?
Ja. Aktuell sind die noch vier Euro für den Endkunden teurer, also so 'n Doppelpack.
Mhm.
Und das hängt einfach da damit zusammen, weil dieses Material noch nicht in der Menge genutzt wird. Da muss ich auch dazu sagen, wir hängen sehr stark an der Lebensmittelindustrie und an den Entwicklungen, die da passieren. Weil die Lebensmittelindustrie, das wisst ihr selber, die haben die Anforderung, dass quasi Lebensmittel so lange als möglich haltbar gemacht werden, auch über das Verpackungsmaterial. Und die treiben auch die Entwicklung im Bereich biobasierte Polymere. Also wir könnten auch aus eigener Kraft gar kein neues Polymer entwickeln. Das würde nicht gehen. Aber wir müssen quasi immer schauen, was gibt's für Entwicklungen und da gibt's sehr viele und wie können wir die nutzen. Ähm, also das heißt auch da, ähm, wie bei so vielen neuen Sachen mit dem Volumen wird der Preis reduziert. Unser mittelfristiges Ziel ist, dass wenn wir den Preis auf das Volumen des Standardliners reduziert bekommen, dass dann quasi der Standardliner wegfällt.
Dass wir nur noch den Bioliner haben, der soll aber nicht zum Nachteil, was das Preisliche anbelangt, für den Endkunden in irgendeiner Art und Weise reingedrückt werden. Also mir ist da ganz wichtig, jeder soll die Wahl haben. Wir möchten niemand zu was zwingen, sondern jeder soll die So..., soll die Toilette nutzen, wie er es für sich richtig hält.
Mhm. Nele, du wolltest jetzt was fragen. Kann ich noch ganz schnell was zu dem Biobeutel fragen?
Ja, ja, klar.
Was ist denn, wenn ich jetzt besonders nachhaltig sein will, hab zu Hause einen eigenen Kompost, wo ich meine Fäkalien entsorge, weil ich vielleicht auch in meinem Gartenhaus oder was auch immer 'ne Trenntoilette habe, könnte ich den Cleasanna Biobeutel da draufpacken? Oder hab ich da dann das Problem, dass da halt dieser, dieser Anteil von recyceltem Kunststoff quasi übrig bleibt?
Ja, also den solltest du nicht draufpacken, weil die Kompostierbarkeit auch immer nur im Rahmen von industriellen Maßstäben gilt. Das heißt, du brauchst 'ne gewissen, 'n gewissen Druck und 'ne gewisse Temperatur. In der Deponie, würd ich sagen, da funktioniert das. Aber auch wenn du jetzt zum Beispiel 'n ganz normalen handelsüblichen kompostierbaren Beutel bei dir in deinem, im, im Kompost vergräbst, den wirst du wahrscheinlich nach 'nem Jahr wieder rausziehen und da werden sehr große Teile zurück sein, einfach weil du diesen Druck und diese Temperatur nicht hast. Das heißt auch da, wenn du das machen willst, dann ist das Einfachste, was du machen kannst, du schneidest ihn auf, du entsorgst die Inhalte bei dir aufm Kompost, weil die zersetzen sich ganz normal und der Beutel kommt dann in den Restmüll.
Das heißt aber dann auch, auch die Zeit richtet das nicht? Oder braucht er dann einfach nur fünf Jahre oder macht die Zeit da auch nichts?
Die Zeit richtet es schon, aber bei dir im Kompost, da würd ich wagen zu bezweifeln, weil es einfach alles überirdisch ist. Da hast du diesen Druck nicht.
Okay.
Deshalb, es ist ja so 'ne Sache, ähm, klassisch Deponien oder so was, wo ich wirklich große Mengen hab, die dann im Endeffekt über 'ne gewisse Zeit-
Mhm
... ähm, komprimiert werden und da reden wir auch nicht von fünf Jahren, sondern da reden wir wahrscheinlich von 10 oder 20 Jahren, je nachdem, was drin ist. Aber die Quintessenz dessen ist ganz klar der, äh, recycelte Kunststoff, der, also der Rezyklatanteil, ja, der ist eigentlich nicht für die Entsorgung im, in der Natur gedacht, sondern-
Okay
... der muss, der reduziert uns natürlich de, das, äh, wie soll ich sagen, die Menge an, an, an Virgin, also an neuem Kunststoff oder an Rohöl, das raffiniert werden muss, so weil der quasi eh schon im Umlauf ist. Aber in letzter Instanz ist ganz klar die, die, die Notwendigkeit hier, das über, äh, Hausrestmüll zu entsorgen und dann wird's dementsprechend Deponien oder halt thermischen Verwertung zugeführt.
Okay. Nele, jetzt deine Frage.
Ja, ich, ähm, ich würde meine Frage jetzt noch mal 'n bisschen schieben. Und zwar, ähm, wollte ich natürlich auch mal nach den Preisen beziehungsweise Kosten für die verschiedenen, ähm, Toilettenmodelle und für die verschiedenen Folien, ähm, würd ich gern noch mal mit dir drüber sprechen. Aber ich glaube, wir machen vielleicht zuerst so 'n kurzen Ausblick auf die neue mobile Toilette, dass wir die auch schon mal... Ich weiß nicht, wie viel du erzählen darfst, weil ihr stellt die ja jetzt auf der Messe erstmals vor.
Genau.
Ich weiß, dass da immer, ähm, die Hersteller 'n bisschen geizig sind mit Informationen, aber wir haben uns ja schon angekündigt.
Zurückhaltend.
Ja, geizig. Ähm, wir haben uns ja auch schon angekündigt, dass wir auch einen Kurzpodcast von der Messe, wie wir das ja immer machen, dann auch noch mal übers neue Modell machen werden. Aber was kannst du denn schon verraten? Also ich weiß, es ist 'ne mobile Variante. Du hattest die vorhin auch ganz kurz in die Kamera gehalten. Da konnten wir schon 'n bisschen was erspitzeln. Ähm, aber was genau ist denn neu und für wen ist jetzt diese neue Version gedacht?
Also das ist sehr gut, dass du fragst, was neu ist, weil wir sind der Meinung, wir müssen das Rad nicht neu erfinden und wenn was funktioniert, dann sollen wir's auch nutzen. Und genau das haben wir uns quasi als Anforderung gestellt. Die Verschweißtechnologie in dieser Toilette ist identisch zur C1, weil da haben wir den Proof of Concept. Da wissen wir, das funktioniert und auch nicht nur im Caravaning. Da kann ich jetzt quasi dann auch schon den Sprung dahingehend, äh, machen, dass ich sag, warum haben wir dieses Gerät denn entwickelt? Wir sind vor allem im asiatischen Raum auch, äh, inzwischen mit der C1 im Bereich Zivilschutz unterwegs, also Katastrophenschutz, Zivilschutz. Grade Japan ist 'n sehr, sehr, sehr großer Markt für uns, ähm, in, im Bereich von Erdbebengebieten oder wenn tatsächlich Überschwemmungen stattfinden, dann betrifft es sehr oft auch die, ähm, Sanitärinfrastruktur.
Das heißt, die Kanalisation ist da einfach nicht mehr präsent. Es kann keine, kein Wasser mehr abgeführt werden und ich hab halt immer das Problem: Oft ist es so, dass wenn ich keine Sanitärhygiene hab, über das, was an Bakterien und, und Krankheiten entstehen, im Nachhinein doch viel mehr Menschen, äh, sterben als durch das Ereignis per se. Und, ähm- Und es ist damals ein lokaler Hersteller von Caravan entspannenderweise auf uns oder von Caravans auf uns zugekommen, der eben auch in dem Bereich Zivilschutz unterwegs ist, der Fahrzeuge baut und er hat unser System eingebaut. Und das war für uns das erste Mal so der Gedanke, wo wir gemerkt haben, ha ja, wir haben jetzt aus der Medizin das Ganze ins Caravaning transferiert. Wir sehen aber auch da, selbst im Caravaning bedienen wir nur 'n Nischenmarkt. Das bedeutet nur Fahrzeuge mit Nasszelle. Ich hab euch, äh, im, im, im Vorgespräch schon erzählt, dass ich, ähm, dieses Jahr auch noch mal auf 'nem Campingplatz war, wo quasi nur Camper waren, die eigentlich keine klassischen Camper in dem Sinne sind.
Also die campen nicht, weil sie campen so toll finden, sondern weil campen eine Notwendigkeit ist, um ihrem Hobby nachzugehen. Egal ob das Radfahren, Kitesurfen oder wie auch immer ist. Und da haben wir auch gesehen, die haben oft Fahrzeuge, die halt zweckentfremdet sind, äh, sondern die sind so gebaut, wie sie sein müssen. Und da haben wir uns mal angeschaut, wo gibt's denn überall die Notwendigkeit, auf die Toilette zu gehen? Und dann gab's hier auch 'n tolles Erlebnis mit 'nem DHL-Fahrer, der bei uns, äh, vors Büro gekommen ist und wir haben 'n Abstellplatz davor und der ist dann einmal hinter die Ecke und hat da hingepinkelt. Und das haben wir uns zum Anlass genommen, mit dem zu reden und der hat gesagt: „Hey, ich hab halt einfach nicht die Möglichkeit, auf Toilette zu gehen, denn ich kann nicht bei jedem daheim fragen, kann ich gehen." Und das war dann auch wieder so eine Sache, die uns im Kopf geblieben ist. Oder wenn ihr euch mal Baustellen anschaut, ja, oder Kräne im Städtebereich.
So. Es gibt überall die Notwendigkeit, dass Leute auf Toilette gehen und mehr noch auch der Lkw-Sektor, ja, Mobilität. Also das heißt, wa, was machen die Jungs, wenn sie im Stau stecken bleiben? Die haben nicht viele Möglichkeiten. Und da haben wir gesagt, eigentlich bietet unser System wirklich eine Lösung für all das. Das Problem ist einfach, es muss fest installiert werden, es ist sehr groß und die Energie, die wir zum Betrieb brauchen, die, äh, lässt sich teilweise nur mit dicken Kabeln realisieren. Dann haben wir gesagt, alles klar, wir möchten eine mobile Variante schaffen, die für all die Fahrzeuge eingesetzt werden kann, die keine Nasszelle haben. Und da wisst ihr wahrscheinlich selber, da ist der Branchenprimus die Porta Potty, ähm, aber auch für all die Bereiche, wo 'ne mobile Lösung notwendig ist.
Das heißt, das Ding muss einfach tragbar sein, es muss sehr, sehr, sehr klein sein. Gleichzeitig wollten wir aber tatsächlich bei der Toilettenhygiene keine Abstriche machen. Und da haben wir was entwickelt und das haben wir auch patentieren lassen. Das werd ich jetzt nicht beschreiben, weil das werd ich euch auf der Messe zeigen, weil das muss man sehen. Ähm, und die Quintessenz ist einfach die, dass wir die bestehende Technologie in das kleinstmögliche Packmaß gemacht haben, dass gleichzeitig die Toilette – und da überlasse ich aber sehr viel der Interpretation – ähm, eigentlich genauso hygienisch nutzbar ist wie die Clesana C1 und vor allem auch so komfortabel. Ähm, und was uns auch wichtig war, eben egal ob ich in 'nem Camper mit zwölf Volt bin oder ob ich mit 24 Volt in 'nem Lkw bin oder ob ich das Ding zu Hause in meinem Schrebergarten nutze oder im Keller, es muss einfach betrieben werden können.
Das heißt, wir haben hier im Endeffekt 'ne funktionierende Technologie in 'nen komplett neues Kleid gepackt und, äh, das alles vor dem Hintergrund, dass man – und so lautet auch der Claim – immer kann, wenn man muss. Das ist so die Idee dahinter. Weil jeder von euch, ihr kennt die Situation, dass ihr an der Autobahnraststätte vorbeifahrt und dann überlegt: „Ach, sollte ich nicht doch noch mal gehen?" Wenn ihr mit dem Camper unterwegs seid, dann gehört ihr zu den wenigen, die diesen Druck nicht mehr haben, weil du weißt, du kannst jederzeit. Aber jeder kennt dieses Gefühl, dass er den Toilettengang verdrücken muss. Und ich muss sagen, ich hatte, äh, 'n Prototypen oder ich hab 'n Prototypen schon lang dabei und ich hatte einmal das Vergnügen, ähm, im Stau stecken zu bleiben mit meinem Pkw. Dann hab ich die Vordertür und die, äh, Beifahrer- oder die Rücktür aufgemacht und hatte dann quasi 'n Sichtschutz und konnte dieses Ding problemlos nutzen.
Und dann war ich wahrscheinlich der Glücklichste im Stau Wartende und es hat wunderbar funktioniert. Und das war für mich auch noch mal so dieses, dieses, dieses Thema und ihr werdet verstehen, wenn ihr's seht, sie lässt sich unglaublich einfach einsetzen, sie lässt sich überall nutzen und ich glaube eben, dass wir da nicht nur in dem Markt, wo die Leute Fahrzeuge ohne Nasszelle, ähm, haben, wirklich 'n großen Mehrwert bringen, sondern de facto ist es nicht 'ne Toilette von Camper, sondern das ist 'ne Toilette, die mir auf Schritt und Tritt folgt, wenn ich's, äh, brauch. So, wenn ihr jetzt beispielsweise 'n Schrebergarten habt, 'ne Berghütte oder mal auf 'n Boot geht, dann geht die Toilette mit euch. Die bleibt nicht im Camper.
Mir kommt grade der Gedanke, dass das eigentlich auch 'ne coole Technologie für Vermietfahrzeuge ist.
Absolut.
Ja, auch.
Weil ich dann, also weil da hab, das ist grade in meinem Kopf durchgegangen, dass mir jetzt ja auch wieder ein Wohnwagen leihe für den Caravan Salon und, und dass das dafür natürlich, also nicht nur die mobile, sondern natürlich auch die große fest eingebaute. Das ist beides ja für Vermietfahrzeuge auch 'ne coole Sache, weil's sowohl dem Vermieter 'ne ganze Menge Ekel abnimmt, weil ich will gar nicht wissen, wie oft da 'ne gefüllte Toilette zurückkommt, ähm-
Mhm
... als auch dem Mieter, äh, quasi Entspannung bringt, weil's halt an sich, also ne, wenn die Brille geputzt ist, quasi 'ne recht, äh, hygienische Geschichte ist. Das ist mir grade so in den Kopf gekommen.
Ja, das ist ja das Nächste. Ich muss nix vor- und nix nachbereiten, genau.
Ja, auch so, so was wie Pressefahrzeuge, wo ich weiß von Herstellern, dass sie auch gerne mal mit 'ner dicken Wurst zurückgegeben werden und die Leute aus der Werkstatt dann die Toiletten säubern müssen und so. Das find ich sowieso so was von respektlos.
Ja.
Ähm, also als jemand, der immer seine Toilette dabei hat und ich hatte es gestern erst wieder, ähm, Vater zur Klinik gebracht in Augsburg, drei Stunden, vier Stunden gewartet und da sitze ich dann ja immer in meinem Bus und igel mich da schön ein und arbeite 'n bisschen. Und da muss man natürlich auch mal auf Toilette und dann stehe ich irgendwo, dann gehst du nicht in die Tagesklinik rein, ähm, wo die ganzen Patienten sitzen, sondern gehe ich halt auch in meinem Bus auf die Toilette. Also, oder auch Menschen, die irgendwie zum Beispiel 'ne Blasen- oder Nierenproblematik haben-
Genau
... die dann auch vielleicht, ähm, höhere Hygienestandards benötigen, um nicht sich noch irgendwelche Infekte einzuholen. Äh, da wollte ich sowieso noch mal fragen: Ist denn eure Technologie Auch dazu geeignet, eben nicht nur andere und die Umwelt zu schützen vor Keimen, äh, sondern kann man, kann die auch jemand einsetzen, der irgendwie 'n, äh, Immun-, äh, also, äh, supprimiertes Immunsystem hat oder anderweitig halt sehr stark darauf achten muss, ähm, dass eben keine, äh, Keime ins, äh, System kommen?
Absolut. Also tatsächlich ist es auch so, wir begi-- ich mein, wir sind mit diesen Daten sehr, sehr, sehr, sehr vorsichtig, weil wir immer wieder Rückmeldung kriegen von Leuten, die erst wieder über die Nutzung von unserer Toilette dem Caravaning nachgehen können. Leute, die krank geworden sind, Multiple Sklerose, andere Darm-, äh, Darminfekte oder künstliche Darmausgänge, solche Themen-
Mhm.
Die bis dato einfach aufgrund von, sagen wir mal, von dieser Limitierung, ähm, nicht mehr so Urlaub machen konnten, wie es ging. Und das sind dann auch immer wieder wahnsinnig schöne Momente, weil auf der einen Seite ist natürlich 'n Produkt, wir müssen Geld verdienen, wir müssen den Leuten die Gehälter zahlen. Wir wollen auch das Geld verdienen, um weiterzuentwickeln, weil auch da, wir bleiben nicht bei den beiden Produkten. Wir haben für die nächsten fünf bis zehn Jahre noch unglaublich viel Ideen aufm, aufm Papier stehen und, äh, man muss wirtschaftlich natürlich so agieren, als dass das alles, äh, äh, möglich sein wird. Gleichzeitig ist es aber auch so der Mehrwert, den wir einzelnen Personen bringen und den wir vor allem auch beeinträchtigten und, und, und benachteiligten oder körperlich beeinträchtigten, äh, Personen oder kranken Personen bringen, der ist für uns immer ein Riesenmehrwert, weil eigentlich kommen wir genau aus dem Bereich. Das ist ja das Thema, dass wir im Endeffekt im Spitalbereich wirklich sowohl die Leute, die da arbeiten, als auch die Leute, die krank sind, schützen.
Und wenn wir mitbekommen, dass unsere Toilette es Leuten erlaubt, ähm, dann auch wieder, sagen wir mal, 'n Stück mehr Freiheit zu genießen und mehr noch 'n Stück mehr Würde zurückzukriegen-
Mhm.
Weil wenn's in diesem Beutel drin ist, ist es weg. Dann ist es tatsächlich 'n sehr würdevolles Thema, auch wenn ich immobil bin.
Mhm.
Ich bin auf jemand angewiesen, der dieses, der diese Sachen wegbringt, aber der muss nicht, ja, oder ich komm nie in die Situation, als dass ich das Gefühl hab, den bring ich jetzt in 'ne unangenehme Situation-
Mhm.
Weil er meine Hinterlassenschaften riecht oder das irgendwie anfassen muss. Auch das, also die Würde ist hier 'n unglaublich großes Thema, weil sehr viele Menschen, die immobil sind, geistig noch völlig da sind.
Mhm.
Und denen ist es natürlich auch wichtig. Also das ist für uns 'n wahnsinniger Mehrwert und es gibt uns auch immer wieder Antrieb, weil wir tatsächlich auch wissen, dass obwohl wir 'n wirtschaftes, äh, wirtschaftendes Unternehmen sind, ähm, nicht nur 'n sozialen Mehrwert, sondern auch natürlich oder nicht nur 'n ökologischen, sondern auch da 'n sozialen Mehrwert bringen. Das Ding ist, da sind wir 'n zu kleiner Laden und da sind wir zu viel Idealisten, als dass wir das nicht bräuchten, so. Wir finden das unglaublich toll und das treibt uns auch an, weil wir machen wahrscheinlich sehr viel mehr, als man denkt oder als man sieht. Und das ist tatsächlich auch sehr, wie soll ich sagen, also diese Rückmeldung sehr viel Sprit, ähm, um, um uns da anzutreiben.
Ja, das versteh ich. Das ist, ähm, glaub ich, bei uns allen ganz ähnlich auch. Jetzt hast du ja mir schon das Stichwort geliefert: Ihr müsst wirtschaftlich arbeiten.
Ja.
Das ist jetzt 'ne gute Gelegenheit, über Preise zu sprechen.
Sehr gut.
Ähm, ich weiß nicht, ob du von der mobilen Variante schon 'n Preis sagen darfst, aber was kostet mich denn ohne Einbau das klassische Modell? Einbau ist ja dann immer davon abhängig, wo man's machen lässt.
Genau, also der UVP liegt bei vierzehn fünfzig. Ähm, gehandelt wird sie online alles zwischen, man findet sie inzwischen für, sagen wir mal, zwölf fünfzig, dreizehn hundert. Ähm, also das heißt, sie ist nicht überall nur für den UVP verfügbar. Was wir generell machen, weil es eben ein Produkt ist, das 'ne gewisse technische Kompetenz hat oder technische Komplexität hat, empfehlen wir den Einbau über 'n Fachhandel. Ähm, es gibt aber dann tatsächlich doch sehr viel affine Handwerker, ähm, oder Techniker, die das selber einbauen. Also das heißt-
Okay.
Je nachdem, was ich für 'n Fahr-Fahrzeug hab, ist der Einbau dann auch manchmal mehr oder weniger komplex. Grundlegend haben wir unser System auf Basis der meist verbauten Toiletten ausgelegt, und zwar der C220- und C260-Serie von Thetford. Da haben wir 'ne eins zu eins Austauschkompatibilität und wir haben, vor 'nem Jahr war's, glaub ich, mit 'nem kleinen autarken, äh, äh, Batteriemanagement oder 'nem Power Management nennt sich das bei uns, auch sichergestellt, dass die Elektroinstallation einfach von der Hand geht. Also das heißt-
Mhm.
Toilette inklusive Einbau findet man alles von zwischen zwotausend bis dreitausend, je nach Komplexität. So. Ähm, die Preise für die Beutel, da liegt so 'n Doppelpack bei fünfundzwanzig Euro. In dem Doppelpack sind zwei Folienliner mit drin. Wir sagen immer, pro Folienliner kriegt man im Mittel vierzig Beutel raus. Jetzt muss ich da 'n bisschen spezifer, äh, spezifischer werden. Wir können unterschiedliche Beutelgrößen auswählen. Die größte Beutelgröße ist die, wo alles von unterhalb der Brille, also der komplett sichtbare Folienraum bis zum Boden ausgetauscht wird. Diese Größe haben wir in der Medizin ausschließlich. Da gibt's keine kleineren Beutel. Das macht im Caravaning aber nur dann Sinn, wenn ich 'ne Magenverstimmung hab.
Also das heißt, wenn ich wirklich krank bin, ja, dann möcht ich, dass der Nächste, der auf die Toilette geht, nix mit dem zu tun hat, was davor drin war, dann drück ich da drauf, dann wird das einmal komplett hermetisch ausgetauscht. Von diesen großen Beuteln kriegen wir sechsundzwanzig raus. Tatsächlich ist es aber so, dass die meisten Leute den kleineren Beutel, also fürs große Geschäft und den ganz kleinen Beutel fürs kleine Geschäft nutzen. Von dem Beutel fürs große Geschäft kriegt ihr vierzig raus, von dem Beutel fürs kleine Geschäft zweiundfünfzig. Jetzt sagen wir immer vierzig Beutel im Schnitt. Wenn wir sagen: „Hey, groß, klein", wir möchten den Leuten nicht vorschreiben, wie sie's nutzen. Wir sind da sehr konservativ. Tatsächlich ist es aber auch so: Wenn ihr von Kosten pro Beutel redet, dann möchtet ihr wahrscheinlich die Kosten pro Toilettengang wissen.
Mhm.
Beim großen Geschäft ist der Kosten pro Toilettengang der Kosten pro Beutel. Beim kleinen Geschäft ist es so, wenn ihr da zwei oder dreimal draufgeht und das ist das, was ich eingangs überbesprochen hab, dass die Leute, vor allem ältere Kunden, das über die Nacht machen. Die gehen zwei, drei, viermal auf die Toilette und am nächsten Morgen wird verschweißt. Dann habt ihr natürlich sehr viel weniger an Kosten. Also die Quintessenz, wenn wir mit im Mittel vierzig rechnen, sind wir bei dreißig Cent pro Beutel. Wenn ich zweimal draufgehe, kostet mich der Beutel fünfzehn Cent. Oder der Toilettengang, Pardon. Das heißt, auch da hab ich immer ein bissl die Möglichkeit, das so zu nutzen. Bei der neuen Variante wird's so sein, da ist der Folienliner des Materials das Gleiche, aber baubedingt müssten, mussten wir den etwas kleiner machen, konnten ihn dafür aber länger machen.
Das heißt, da kriegt ihr bis zu sechzig Beutel raus pro Liner und seid bei einem Verkaufspreis von vierundzwanzig Euro für den Doppelpack. Also das heißt, bei der kleinen mobilen Variante kostet euch der Beutel in der Grundlage schon nur zwanzig Cent. Das heißt, da haben wir auch noch mal geguckt, dass wir über diese Anpassung, weil diese mobile Toilette mit Sicherheit mehr genutzt wird, weil sie euch eben auf Schritt und Tritt verfolgt, die Kosten noch mal runterkriegen. Also das heißt, dreißig Cent bei der C1, zwanzig Cent bei der X1.
Und der biobasierte Liner, also die biobasierten Beutel, da hattest du gesagt, die kosten vier Euro mehr pro Rolle, richtig?
Neunundzwanzig für den Doppelpack.
Ach so, also vier Euro mehr pro Doppelpack.
Genau. Also das heißt-
Zwei Euro mehr pro Rolle.
Richtig, genau.
Okay. Und, äh, darfst du schon den Preis sagen für die mobile Toilette?
Also-
Oder lassen wir das für die nächste, für die, für die Messefolge?
Können wir gern für die nächste Folge sein. Es wird auf jeden Fall ein ganzes Stück günstiger als für die C1.
Okay. Ich guck grade mal, weil ich hatte mir genau dazu, was du jetzt eigentlich schon alles gesagt hattest, noch 'n paar Fragen aufgeschrieben, eben genau für die, äh, auch die Nutzung, äh, Kosten pro Nutzung und so weiter. Hm, jetzt würde mich noch interessieren, Sebastian, wenn du keine Fragen mehr zum Produkt als solches hast, würd ich gerne noch mal so 'n bisschen in die Zukunft schauen.
Schau mal in die Zukunft. Ich glaube, ich hab so weit meine Fragen schon gestellt. Mir fällt jedenfalls grade keine weitere ein.
Du hattest ja jetzt schon 'n paar Mal gesagt, es, ähm, hört jetzt hier noch nicht auf. Also ihr habt noch weitere Entwicklungen vielleicht schon angedacht oder zumindest schon mal, ähm, ja, schon mal, äh, wie soll ich sagen, diskutiert. Gibt's da was, was du uns schon verraten kannst? Also in welche Richtung das gehen könnte?
Also ich kann euch, ich kann euch da teilhaben lassen an unserer Vision, weil, ähm, ob unseres Auftretens sind ganz viele dazu oder werden viele dazu verleitet zu glauben, dass wir ein Hersteller von Beuteltoiletten sind. In erster Linie sind wir ein Hersteller von sanitären Systemen, die sicherstellen, dass quasi Leute hygienisch sicher und einfach auf die Toilette gehen können. Gleichzeitig ist ja in unserer DNA, weil wir aus dem Gewässerschutzthema kommen, der Schutz von Ressourcen und der Umwelt. Im konkreten Fall auch die Grundlage für die Gründung bei uns der Gewässerschutz. Und dass wir eine Verschweißtoilette entwickelt haben, das haben wir nicht gemacht, weil jeder von uns wusste, wie 'ne Verschweißtoilette funktioniert, sondern das war das zu der Zeit naheliegendste technische Produkt, das sich in 'nem, in 'nem, in 'nem Preisrahmen realisieren lässt, sodass es auch industriell produziert und eingesetzt werden kann.
Für uns ist die Vision ganz klar: Wir werden weiterhin an innovativen Sanitärlösungen arbeiten und für uns ist das absolute Ziel, dass wir irgendwann eine Toilette haben, die völlig ohne Verbrauchsmaterial funktioniert. Beutelfrei, ich brauch keine Zusätze, gar nix mehr. Ich brauch Energie und alles andere, ähm, wird dann in der Toilette selbst geregelt. Da sind wir auch nicht die Einzigen, die das machen. Ähm, da wahrscheinlich der, der, der sonst bekannteste Mensch in diesem Bereich ist Bill Gates, der tatsächlich sehr viel forscht, was das anbelangt. Wir sind da auch jetzt schon mit vielen Universitäten, ähm, in Kooperationen. Wir haben Innovationsanträge sowohl in der Schweiz als auch außerhalb der Schweiz, die diesen, die wir diesem Thema widmen. Also das ist bei uns so: Wir haben nicht den Anspruch, als dass wir mit der Endlösung um die Ecke kommen und sagen: „Das ist es und besser wird's net", sondern wir nähern uns diesem Ziel an.
Wir haben 'ne Vision und die Vision wird sich immer ändern, weil es wird immer anhand von dem, was technisch möglich ist, bessere, einfachere, noch erschwinglichere Lösungen geben. Und wir pushen da das, was aktuell möglich ist. Das heißt, unsere Vision ist ganz klar die: Wir werden immer im Sanitärbereich bleiben. Wir werden nicht nur im Caravaning bleiben, weil dazu sind die Einsatzmöglichkeiten und vor allem auch ist der Mehrwert auch außerhalb des Caravanings im Bereich Pflege, im Bereich Katastrophenschutz, im Bereich, ähm, professionell. Also das heißt, Logistik, Renovierung ist viel zu groß, weil die Toilette über-- die Leute überall auf Toilette gehen müssen. Wir hängen uns aber nicht dran auf, dass wir 'n Verschweißtoilettenhersteller sein wollen. Ganz im Gegenteil. Auch da, wir hinterfragen uns eben kontinuierlich, weil das Schöne ist, wir haben da, glaub ich, vor vier Jahren auch was losgetreten, mit, wo keiner gerechnet hätte, dass es so viele Derivate in diesem Bereich gibt und wir hinterfragen's ständig.
Und wir möchten definitiv als, als, als, als Ziel 'ne Toilette haben, die nur mit Energie funktioniert, wo ich sonst nichts brauche. Und da werden wir auch hinkommen. Die Frage ist: Dauert's fünf Jahre oder dauert's zehn Jahre? Das kann ich euch tatsächlich, äh, noch nicht, noch nicht sagen.
Spannende Vision. Da sind wir sehr gespannt. Ich mein, äh, Verbrennungstoiletten gibt es ja schon mit all ihren Vor- und Nachteilen. Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung es da bei euch gehen wird.
Auch da, das ist bei uns ganz spannend, weil ich hab ja auch gesagt, die Einsatzbereiche sind mannigfaltig. Ähm, es gibt 'n, 'n unglaublich, äh, 'ne kleine Anekdote von Ende des letzten Jahres. Da haben wir im November 'ne Anfrage bekommen und dann fand ich diese Signatur doch etwas speziell und hab die dann auf Google Maps eingegeben und dann wurde der Pin, äh, im Vatikan gesetzt, und zwar im Petersdom. Dann hab ich da reingescrollt und da dachte ich zuerst, das kann doch nicht sein, aber tatsächlich ist auch da die Notwendigkeit, die in alten Gemäuern, also da, wo ich nicht einfach so, weil die historisch prächtig sind, mal schnell 'ne Wasserleitung reinzimmer, ähm, hab ich die Notwendigkeit, dass wenn da die, äh, Hochwohlgeborenen oder sagen wir mal, die, die, die älteren Herren in, in, in 'ner Art Konklave zusammenkommen müssen und da eben niemand den Raum verlassen darf, dann müssen die auch die Möglichkeit haben, sicher und hygienisch auf Toilette zu gehen.
Oh nein.
Und da wurde dann einfach 'ne, 'ne, 'ne Trockenbauwand eingebaut und dann haben sie die Toilette genutzt und, ähm, da wird sie dann eingesetzt. Und generell ist es auch so, was für uns 'ne unglaublich spannende Entwicklung ist, vor allem im Bereich der aller regierungsnahen, ähm, Institute oder Firmen. Ähm, es findet 'n sehr viel stärkerer Einzug, ähm, von vor allem Frauen in bis dato männerdominierte Bereiche statt, egal ob's Waldarbeit ist oder von mir aus das klassische Thema Baustellen. Und da ist es so, bis dato hat man diesen Toilettengang wahnsinnig salott, salopp gehandhabt, weil die haben halt irgendwo hingepinkelt so.
Mhm.
Und da braucht's jetzt auch Lösungen, die eben sicherstellen, dass A die Privatsphäre sichergestellt ist und B auch die Hygiene. Grad so diesen Sommer oder diesen Winter haben wir unglaublich viele von den Toiletten in Liftstationen installiert. Auch das dachte ich nie, dass das so 'n Problem ist, aber bis dato hat sich da kaum einer Gedanken gemacht. Und sagen wir mal, mit diesem Thema Gleichberechtigung und mit dem Einzug eben, äh, von dieser, von, von, von sehr viel mehr Frauen in diese typischen Männerberufe wird auch die Frage nach der Sanitärhygiene ordentlich und, und auch richtigerweise gestellt. Weil das ist auch immer so 'ne Sache, ihr wisst ja selber, Hunde dürfen, glaub ich, nur in Deutschland, in, in Spanien, Frankreich ist es zumindest nicht so, einfach so auf die Wiese pinkeln. Da muss ich immer mit der Flasche Wasser noch nachleeren, weil das Ammoniak, der entsteht, der macht den Boden kaputt.
Das ist beim Menschen ja nix anderes. Das heißt, ich will niemand absprechen, dass er nicht irgendwo in den Wald pinkeln darf. Das ist besser als, als vieles andere, wenn er in eine Flasche pinkelt und das wegschmeißt. Aber auch da ist es super interessant, was wir tagtäglich für Rückmeldungen kriegen, für Anwendungsbereiche für dieses System sehen und wo wir halt doch merken, dieser Mehrwert, ich brauch kein Wasser und ich kann es egal zu was für Umgebungen, Temperaturen, ähm, bedienen. Das ist echt spannend. Und das ist so bissel das, was uns auch den Antrieb gibt, dass wir wissen, okay, wir lernen immer mehr, wo es nicht 'ne Verschweißtoilette, sondern 'ne Toilette braucht, und zwar 'ne Toilette mit gewissen Vorteilen. Das heißt hygienisch, einfach, sauber, schnell. Und, äh, das hilft uns natürlich auch für die Entwicklung von oder sagen wir mal, unsere Vision zu konkretisieren für die Zukunft.
Weil auch da, da muss ich auch ganz ehrlich sagen, die mobile Toilette, wie wir sie jetzt haben, die kleine, das ist eigentlich ein Produkt, das über all die Erfahrungen, die wir im Caravaning gesammelt haben, ähm, entstanden ist in Kombination mit den Bereichen von Leuten, die die C1 eigentlich fälschlicherweise auch außerhalb des Caravanings schon genutzt haben. Also auch da, wir haben auch gar nicht den Anspruch, um zu sagen, wir haben's erfunden, nur weil wir die Schweizer sind, sondern ich glaub, wir haben einen großen, einen großen, äh, Vorteil, den viele andere nicht haben. Wir hören zu. Weil es gibt Schwarmintelligenz und je mehr Leute das Ding nutzen, desto besser sind die Ideen, die rüberkommen. Wir haben gar nicht die Zeit und wir hören zu und wir haben auch nicht den Anspruch, ein einziges Produkt zu machen, das alles abdeckt, sondern wir glauben, es gibt 'ne Variation an Produkten, die für unterschiedliche Nutzergruppen und unterschiedliche Umstände die richtigen sind.
Und das ist auch ein bissel unser Ziel, das dahin zu entwickeln. Und wie gesagt, langfristig, ähm, definitiv, ja sagen wir mal, die, die, die, die ressourcenschonendste, die bestfunktionierendste und die hygienischste Toilette eigentlich zu bauen. Da haben wir noch 'n bisschen was vor uns, aber man darf ja auch noch Ziele haben.
Ja, auf jeden Fall.
Ja, ich finde, das war jetzt eigentlich 'n schönes Schlusswort.
Das stimmt. Bevor ihr aber jetzt abschaltet, ähm, haben wir noch, noch zwei Dinge für euch. Ich hab das mal schnell reingeworfen, damit ihr jetzt nicht ausmacht, weil das war ja das Schlusswort. Ähm, wir haben uns nämlich was Neues für euch überlegt, und zwar versuchen wir euch jetzt in jeder Episode, also ihr da draußen, die uns zuhört, eine Frage zu stellen. Ähm, die könnt ihr uns beantworten. Wir fangen das erst mal an bei Spotify. Das heißt, alle, die uns nicht bei Spotify hören, sind da erst mal außen vor. Wir haben das aufm Schirm, aber wir wollen's erst mal testen. Deswegen sind's erst mal die Leute, die uns bei Spotify hören, weil da gibt's diese Funktionalität. Ihr könnt uns hier bei dieser Episode 'ne Frage beantworten. Wir haben euch da 'ne Frage vorbereitet und ihr habt Antworten. Und zwar, was uns interessiert: Wie entsorgt ihr eure Notdurft beim Camping unterwegs?
Und wir haben da vier Antworten. Das Erste ist, macht ihr's mit 'ner Nasenklammer, also das heißt 'ner klassischen Kassettentoilette, die Nasenklammer, weil die Chemie 'n bisschen riecht. Oder mit Nagerstreu, also das heißt, ihr nutzt 'ne Trockentrenntoilette. Oder ihr macht es mit Mut, weil ihr hinter den Busch geht oder irgendwo es, äh, im Wald oder aufm Strand vergrabt oder mit stilisch Verschweißtoilette. Ähm, klickt da einfach mal die Antwort an, wie ihr das macht und, ähm, was wir uns dazu überlegt haben. Wir werden das dann im Laufe der nächsten Woche noch mal aufgreifen und werden 'n kleines Video dazu machen, wo wir das beantworten. Und zusätzlich, wenn ihr jetzt natürlich Fragen an Chrisana, ähm, oder auch an den Daniel im Speziellen habt, dann könnt ihr die uns gerne schicken über podcast@camperst.de als E-Mail oder auch über unseren WhatsApp-Link.
Da könnt ihr einfach draufklicken und dann könnt ihr uns mit dem Handy 'ne Sprachnachricht, 'ne Textnachricht schicken. Schickt uns da bitte die Fragen rüber und alles, was bis dahin an Fragen da ist und was wir schon beantwortet bekommen haben oder vielleicht auch selber beantworten können, werden wir da auch mit aufarbeiten und ansonsten auch noch mal später in 'ner Feedback-Folge da noch mal drauf eingehen.
Ich möchte nur ganz kurz deine Zeitdauer korrigieren, weil die Folge läuft am 23.
August. Ähm, Transparenz, wir zeichnen immer ein bisschen vorher auf. Ähm, und eine Woche später werden wir wahrscheinlich keine Folge aufnehmen, weil wir da aufm Caravan Salon sind. Also es könnte sein, dass diese Community-Folge, also mit der, mit der Frage und auch mit den Antworten, die vielleicht, ähm, ihr euch gewünscht habt noch von Daniel, dass die erst gegen Ende des Caravan Salons oder vielleicht sogar danach kommt ausnahmsweise. Später werden wir dann diese Community-Fragen bisschen zeitnah, zeitnaher, zeitnäher beantworten.
Danke fürs Aufpassen. Das stimmt. Ähm, wir haben auch noch gar keinen Kanal, wie wir euch Bescheid geben können, dass es das gibt. Aber ich vermute, wir werden 'n Video machen und vielleicht auch 'n kleinen – also wenn wir Video aufnehmen, haben wir auch Audio – 'n kleinen Mini-Podcast noch dazu machen. Also ihr kriegt das dann auf jeden Fall auf diesem Kanal mit. Und, ähm, ja, wie gesagt, ist 'n Test und wir gucken mal, wie euch das gefällt und wie uns das gefällt und dann schauen wir, ob wir das weitermachen.
Ja, und, ähm, wenn ihr diese Folge hört, dann steht wie gesagt der Caravan Salon unmittelbar bevor. Da hatten wir euch ja schon informiert, dass wir da regelmäßig auch berichten werden. Wir werden versuchen, eine Folge am Tag aufzunehmen und auch zu veröffentlichen. Ob wir das dann schaffen, das wird jetzt auch so 'n bisschen von den Themen abhängen und von unserem sonstigen Arbeitsaufkommen während der Messe. Aber auf jeden Fall, ähm, ja, hört rein, abonniert den Podcast, kommt uns auch gerne auf der Messe besuchen. Wir sind vormittags immer am Stand von Fendt in Halle fünf, Sebastian, richtig?
Richtig.
Neue Halle.
Genau, neuer Platz.
Genau, da könnt ihr uns besuchen kommen. Könnt euch auch unsere 3-D-gedruckten Produkte angucken, die wir ja über unseren Shop verkaufen. Da haben wir die dabei, könnt ihr die auch mal in die Hand nehmen, testen. Ähm, dann besucht natürlich Clesana am Stand und guckt euch da mal an, was es da gibt. Wir werden auch da sein und die mobile Toilette unter, äh, unsere Fittiche nehmen und wie gesagt auch davon 'nen kurzen Podcast aufzeichnen, damit wir euch das Produkt einmal vorstellen. Ja, ich glaub, das war jetzt alles an Orga. Daniel, ganz, ganz lieben Dank für deine Zeit, für die vielen Infos. Ähm, du hast uns ganz tief reinblicken lassen, auch in, in eure Gedankenwelt und auch eure ganzen Überlegungen, die wir natürlich so gar nicht präsent hatten.
Auch aus den kurzen Gesprächen, die wir mit euch schon geführt hatten in der Vergangenheit, war uns das gar nicht klar, so wie viel da auch an, ja, Analysen und auch an, an, ähm, Richtungswechseln ja teilweise dahinter steckte. Es war sehr, sehr interessant für mich auf jeden Fall. Ich denk für dich auch, Sebastian. Und ja, wir freuen uns dann, das neue Produkt anzuschauen.
Also auch von meiner Seite vielen lieben Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, weil, ähm, ich sag immer: Wer fragt, äh, der lernt. Und das Spannende in dem Moment, ihr habt ja gemerkt, also auch an die Zuhörer vielen Dank für die Ausdauer, weil das war dann schon sehr lange und das Nächste ist, es, es kann und ihr habt's gemerkt und es ist 'n sehr komplexes Thema. Es lässt sich nicht mit Schwarz-Weiß, Ja-Nein beantworten. Ähm, deshalb ist es mir immer ganz wichtig, den Leuten so viel als möglich an Kontext zu geben, weil jeder für sich dann die Argumente hat, die er braucht, um individuell entscheiden zu können: Ist das richtig oder nicht? Und auch nur dann wird's das Richtige sein. Es gibt objektiv gesehen nichts Richtig oder Falsches, sondern das ist immer individuell und immer abhängig vom, vom individuellen und subjektiven Nutzungsverhalten. Von dem her vielen Dank an alle, die sich's angehört haben.
Vielen Dank an euch, dass ihr da tatsächlich auch so diese Fragen gestellt habt, die wahrscheinlich sehr viele auch im Kopf haben, ähm, und mir die Möglichkeit gegeben habt, da euch auch 'n bisschen mit in die Welt von Clesana zu nehmen und 'n bisschen Hintergründe zu erzählen, weil so in dieser Intensität hat man leider Gottes aufm Caravan Salon auch nicht die Möglichkeit, 'n bisschen zu erzählen, was denn dahintersteckt und dass es eben nicht nur 'ne, 'ne Kiste ist mit 'ner Verschweißung und 'ner Plastikschon hier drin.
Ja. Also vielen Dank. Es war heut kein Griff ins Klo, sondern ein sehr spannender Blick ins Klo, sozusagen.
Oh, jetzt packt er noch mal die Wortspiele aus hier ganz am Ende.
Vielen Dank, dass du da warst. Wir sind sehr gespannt auf das neue Produkt auf der Messe. Ähm, also jetzt zum Zeitpunkt der Aufnahme sind's noch drei Wochen knapp, die wir uns gedulden müssen und wenn ihr das da hört, ist das gar nicht mehr lang hin und wir werden mit Sicherheit auch mal auf der Messe noch mal vorbeischauen und vermutlich wird auch ein Podcast einfach sich um dieses Thema drehen. Und ja, schickt uns alle Fragen noch mal. Vielen Dank, Daniel, dass du hier warst und ähm, ja, wir haben alles gesagt. Ich sag tschüss, übergeb das Wort an Nele. Bis zum nächsten Mal.
Ich sag auch nur noch tschüss. Ich hab ja schon abmoderiert quasi. Bis denne, ciao.
Tschüss.