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Achtung Brandgefahr: Kabelquerschnitt für 12V-Systeme im Camper

Episode 223 · 01:08:09

In dieser Episode von "CamperStyle" sprechen Nele und Sebastian über die wichtigen Aspekte der Elektrik in Campingfahrzeugen, mit besonderem Fokus auf die richtige Verwendung und Absicherung von Kabeln und Sicherungen.

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Planung und Absicherung
Sebastian betont die Wichtigkeit einer gründlichen Planung des Stromsystems im Wohnmobil. Eine richtige Dimensionierung der Sicherungen in Bezug auf die verwendeten Kabel und Verbraucher ist entscheidend, um häufiges Durchbrennen zu vermeiden und Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Empfehlungen und Hinweise

  • Anzahl der Ersatzsicherungen nicht übertreiben, sondern auf qualitativ hochwertige Produkte setzen.

  • Bestehende Stromquellenabzweigungen richtig absichern und Verbindungen ordentlich handhaben.

  • Vermeidung von "Stromdieben" zugunsten sichererer Alternativen wie WAGO-Klemmen.

Technische Aspekte und Sicherheitshinweise

  • Trennung von 12-Volt- und 230-Volt-Systemen ist essenziell. Schutz der Kabel vor Vibrationen und Bewegungen nicht vergessen.

  • Verwendung von Aderendhülsen für flexible Kabel und eine gute Crimpzange wird empfohlen.

  • Ein Zangenmultimeter ist ein wertvolles Werkzeug zur Messung und Fehleranalyse.

Kabelverlegung und Dimensionierung

  • Kabel sollten kurz gehalten werden, um Widerstand zu minimieren. Dicke Kabel reduzieren zwar den Widerstand, sind aber schwerer und teurer.

  • Hohe Spitzenleistungen bei Geräten berücksichtigen.

Weiterführende Informationen und Links

Welche Fragen hast du? Hast du vielleicht Tipps für uns, die wir noch nicht auf dem Schirm haben? Oder möchtest du uns Anregungen, Lob oder Kritik mitteilen?

Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per Whatsapp.

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute geht's um zwölf Volt in Campingfahrzeugen und vor allem auch den Kabelquerschnitten.

Ja, ein Thema, was jetzt auf den ersten Blick vielleicht 'n bisschen dröge klingt, zumindest in meinen Ohren. Wir haben's uns aber jetzt vorgenommen, weil's zum einen wirklich eines der meist nachgefragten Themen auf unserer Webseite ist und zum zweiten auch sehr, sehr wichtig, nicht zuletzt auch für Leib und Leben.

Ja, das stimmt. Äh, erklären wir gleich in der Folge, warum. Vielleicht noch mal 'ne Info für euch, ob ihr jetzt die Folge anhören solltet oder sie skippen könnt. Für wen ist das spannend? Also es ist eigentlich für alle spannend, die in 'nem Fahrzeug unterwegs sind und an den Punkt kommen, wo mal irgendwas mit dem Stromsystem nicht funktioniert, sie was reparieren wollen oder auch was erweitern wollen und das gerne selber machen möchten oder vielleicht auch müssen, weil sie sonst wo sind und niemand da ist. Es ist natürlich für alle super relevant, die selber ihr Fahrzeug ausbauen und, ähm, generell für alle, die was lernen wollen. Also wenn eins davon auf euch zutrifft, dann bleibt dran. Ansonsten skippt die Folge, äh, oder hört sie trotzdem und lernt eben was. Und jetzt aber erst mal ganz kurz Werbung.

Hey, ihr lieben Vanlife-Fans da draußen. Habt ihr eigentlich schon von den sonnigen Deals von Vantourer gehört? Vantourer ist in der Camperszene für seine kompakten Campervans bekannt und auch beliebt. Auch 'n paar unserer Bloggerkollegen sind damit unterwegs.

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Den Link zur Webseite mit allen Details zur Aktion sowie alle teilnehmenden Händler findet ihr wie immer in unseren Show-Notes. Werbung Ende. Ja, es wird vor allen Dingen auch 'ne Folge, in der ich viel quatschen werde und Nele einfach schlaue Fragen stellt oder vielleicht auch naive Fragen stellt, was ja gar nicht, gar nicht böse gemeint ist und nicht schlimm ist, weil ich steck ganz gut im Thema drin und, äh, vergesse dann manchmal so 'n bisschen auch den, den Einsteiger-Level und, äh, Nele ist quasi dafür da, um genau diese Fragen auch zu stellen, die euch dann vielleicht draußen vor euren Smartphones und, äh, auf welchen Geräten ihr auch immer uns hört, äh, quasi einfallen. Ja.

Du kannst es ruhig sagen, wie's ist. Nele ist diejenige, die sich für so was eigentlich nicht so begeistern kann und deswegen nie so richtig tief in dieses Thema eingestiegen ist und deswegen auch sehr viele, ähm, ja etwas Basic-Fragen stellen wird. Aber ich denke, das geht ganz vielen von euch da draußen auch so. Deswegen alles gut. Ja, und wir legen direkt los.

Genau, und ich hab's, ich versuche es so runterzubrechen, dass es halt wirklich einfacher ist, dass es, dass es für jeden in irgendeiner Art und Weise verständlich ist und sollte das mal an irgendeiner Stelle nicht so sein, dann schickt uns einfach eure Frage über die Kanäle entweder per E-Mail an podcast@camperstyle.de oder klickt in den Show-Notes auf unseren WhatsApp-Link und schickt uns direkt 'ne WhatsApp-Sprachnachricht oder Textnachricht, ähm, oder geht auf camperstyle.de/podcast und füllt da das Formular aus. Also ihr habt verschiedene Möglichkeiten, uns Fragen und auch Feedback zu schicken. Ich hoffe, ich sage alles richtig. Ähm, auch da, falls es Verbesserungen gibt, dann gerne her damit und dann bringen wir das auch noch mal in 'ner Feedback-Folge entsprechend unter.

Dann fangen wir doch jetzt erst mal mit dem absoluten Basiswissen an: Was ist eigentlich überhaupt so 'n Kabelquerschnitt für alle, die noch nie was damit zu tun hatten?

Da bist du ja schon ganz schön tief im Thema drin. Ähm, deswegen würd ich quasi vorher noch zwei, drei andere Sachen besprechen, bevor wir über 'n Kabelquerschnitt sprechen, weil ich glaube, es gibt erst mal noch 'n paar Sachen, die relevanter wären, um dann auch den Kabelquerschnitt zu verstehen. Also weil ansonsten der Kabelquerschnitt, ihr schneidet das Kabel durch, guckt da drauf auf die Schnittstelle und das ist der Querschnitt.

Genau das wollt ich wissen, weil wir haben jetzt mit dem, mit dem Wort schon-

Okay.

-quasi um uns geworfen.

Ja, das ist, das ist übrigens tatsächlich auch eins der, der meist ge-aufgerufenen Themen auf unserer Seite, wie Nele vorhin schon gesagt hat. Weil wir haben genau dazu auch 'n Artikel, wo man eben Rechner, Tabellen und Informationen dazu findet und deswegen haben wir das Ganze jetzt auch mal in eine Podcast-Folge gebracht, auch wenn wir wissen, dass das halt natürlich ein sehr spezielles Thema ist. Aber letzten Endes hatte ich auch am Wochenende wieder 'ne Frage von einer unserer Mitarbeiterinnen oder Kolleginnen, die nämlich, äh, zwei oder eine, ich weiß gar nicht, aber letzten Endes USB-Dosen in dem Wobi hat und gesagt hat: „Hey, da kommt kein Strom mehr raus. Was kann ich denn jetzt machen?" Und, ähm, ne, dann hab ich ihr halt empfohlen, äh, hast du 'n Multimeter, kannst du selber was machen und oh, das ist Strom und ist gefährlich, äh, hat sie mich gefragt. Und einfach aufgrund der ganzen Geschichte haben wir jetzt überlegt, dass wir das Thema jetzt endlich mal angehen.

Wir haben's lang genug vor uns her oder ich hab es lang genug vor uns, vor mir hergeschoben und deswegen gehen wir's jetzt mal an und geben euch mal so 'n bisschen Praxiswissen dazu mit. Und warum ist es überhaupt wichtig, sich damit zu beschäftigen, vor allen Dingen auch mit dem Querschnitt, wenn ich was machen will? Weil tatsächlich, wenn ich die falschen Querschnitte, vor allen Dingen zu kleine wähle, also wenn ich meine Kabel einfach zu dünn mache auf Deutsch, dann hab ich Brandgefahr. Und das bedeutet tatsächlich, im Worst Case kann dir dein Campingfahrzeug abbrennen. Ähm, und im aller Worst Case mit dir drin. Und das ist auf jeden Fall 'ne sehr reelle Gefahr, die passieren kann. Ähm, weniger schlimm ist, dass Geräte nicht funktionieren. Das ist nicht ganz so katastrophal. Ähm, auch Effizienz kann ein Thema sein, dass du eben Verluste einfach hast von Energie und Energie ist ja nun mal meistens eine knappe Ressource im Campingfahrzeug.

Und letzten Endes gibt es auch Vorschriften, die dann wiederum eine Rolle spielen, wenn's um Versicherungen und so weiter geht. Also, ne, es gibt durchaus sehr valide Gründe bis hin zur Lebensgefahr, die quasi dafür sorgen, dass wir uns damit beschäftigen sollten oder auskennen sollten. Und für alle, für die das jetzt noch böhmische Dörfer sind, fangen wir vielleicht mal ganz vorne an: Was, was haben wir denn überhaupt für, ich sag mal, Spannungen im Wohnmobil? Ne? Wir haben letzten Endes einmal den Landstrom, der kommt ja über 'ne Außensteckdose, über, über 'n Außenanschluss rein, hat 230 Volt, ist quasi dasselbe System, was ihr auch zu Hause in eurer Steckdose habt und, äh, entsprechend gibt es auch in eurem Wohnmobil oder den meisten Wohnmobilen und Wohnwagen quasi wird das mehr oder weniger eins zu eins durchgeleitet und der Strom, der von außen reinkommt, kommt innen auch in irgendwelchen Steckdosen oder vielleicht auch in manchen Geräten an beziehungsweise landet der in einem Wandler, der aus den 230 Volt 12 Volt macht, denn 12 Volt ist eigentlich meistens das Bordsystem, was in den Campingfahrzeugen im Aufbau, also im Wohnbereich drin ist und, äh, das Ganze mit Strom versorgt.

Oft in Verbindung eben mit den 230 Volt Steckdosen, die man hat, aber die meisten Dinge im Wohnmobil oder vor allen Dingen im Wohnmobil und auch im Wohnwagen funktionieren mit 12 Volt. Warum? Wenn man unterwegs ist, hat man im Normalfall keinen Landstromanschluss, weil keiner so 'n langes Verlängerungskabel dran hat, dass er bis nach Spanien fahren kann und das Kabel die ganze Zeit dran hat. Und weil wir auch 230 Volt nicht wirklich als Wechselstrom in der Batterie speichern können. Und deswegen, äh, und wahrscheinlich auch, weil einfach Campingfahrzeuge, vor allen Dingen die Wohnmobile mit eigenem Antrieb auf eben normalen Transportern aufgebaut sind, manchmal auch auf, äh, PKW und die nutzen halt alle 12 Volt. Und aus diesem Grund haben wir eben 12-Volt-Systeme, auch weil wir's speichern können, 12 Volt in der Batterie und deswegen haben wir größtenteils 12-Volt-Systeme in Campingfahrzeugen.

Es gibt ganz wenige Fahrzeuge, die haben 24 Volt, die haben dann meist 'n Lkw als Grundlage. Das soll aber heute kein Thema sein, weil das ist 'ne relativ exotische Geschichte und es gibt vor allen Dingen für 24 Volt längst nicht so viele Geräte und deswegen lassen wir das heute einfach mal außen vor.

Und noch ganz kurz 'ne kleine Ergänzung: Die 230 Volt, ähm, die gelten für Deutschland und Europa. In anderen Ländern kann es auch mal beim Landstrom 110 oder 120 Volt sein, wie zum Beispiel in Amerika. Also ich weiß es von Lateinamerika. Ich denk, in den USA ist es das Gleiche. Ähm, also da das nur im Hinterkopf behalten. Das hat jetzt eigentlich keine direkten Auswirkungen, auch wenn ihr da, äh, wenn ihr da dann mal campen gehen wollt, so für eure normalen Geräte, aber da können wir ja nachher noch mal drüber sprechen, ob man da dann am Kabelquerschnitt was anbau, ähm, was, was umbauen muss.

Wahrscheinlich nicht sehr, 'n bisschen, aber letzten Endes ist es ganz wichtig. Wir sprechen heute eigentlich zu 99,9% über 12-Volt-Systeme.

Ach gut.

Weil die einfach Gleichstrom haben, keinen Wechselstrom haben und demzufolge doch deutlich anders sind. Und Kabelquerschnitte in 230 Volt, auch da gibt's, gibt's Rechner, aber da das Thema einfach im Wohnmobil keine so große Rolle spielt und da auch die Querschnitte nicht ganz so relevant sind wie für Gleichstrom und, und Niedervolt, ähm, ist das heute also auch nicht so das Thema.

Ich glaub, wir haben auch so genug heute zu besprechen, wenn ich mir mal so deine Aufzeichnungen angucke.

Das denk ich auch. So, also erst mal noch 'ne Warnung. Also alles, was 230 Volt hat, sollte man auf keinen Fall anfassen. Also natürlich kann man ein isoliertes Kabel anfassen, 'ne Verlängerung, kein Problem, aber daran arbeiten würd ich auf jeden Fall für alle, die keine Fachleute sind und nicht wissen, was sie tun, ähm, nicht empfehlen, weil's einfach Lebensgefahr bedeutet. Also wenn ihr an zwei abisolierte, äh, Adern an einer 230-Volt-Leitung langt, dann kriegt ihr auf jeden Fall 'n Schlag. Ähm, im besten Fall bitzel's nur und im schlechtesten Falle bringt das euer Herz, äh, aus'm Takt und ihr sterbt irgendwann an 'nem Herzinfarkt, ne? Das ist immer von bis. Ähm, mir persönlich ist das schon paarmal passiert, weil ich meine eigene Warnung nicht berücksichtigt habe und, äh, noch lebe ich, aber das Fiese daran, das kann halt auch irgendwann passieren, ähm, weil halt diese, dieses aus'm Takt kommen erst sich irgendwann auswirkt.

Also packt nicht an 230 Volt, arbeitet nicht an 230 Volt, wenn ihr nicht wisst, was ihr tut. Deswegen lassen wir das auch heute weg. Heute geht's um 12-Volt-Systeme. Die sind generell relativ ungefährlich. Ihr könnt im Prinzip, äh, bei 12 Volt Gleichstrom so 'n Kabel berühren, auch wenn's abisoliert ist. Ihr könnt auch zwei Kontakte im Normalfall anfassen. Das hat, ist quasi so wenig Strom, dass es relativ ungefährlich ist. Warum relativ? Wenn oder beziehungsweise so viel Spannung, dass es relativ ungefährlich ist. Zu den Erklärungen, was Strom und Spannung ist, äh, komm ich gleich noch. Der einzige oder die einzige Gefahr ist, wenn relativ hohe Ströme fließen. Das heißt, wenn ihr zum Beispiel 'n Kurzschluss macht, also das heißt, zwei Batteriepole, äh, aus Versehen brückt mit 'nem Schraubenschlüssel oder solche Geschichten, da kann's schon mal gefährlich werden oder an 'ner Solaranlage.

Da sollte man aufpassen, aber ansonsten ist generell 12 Volt relativ okay. Was immer passieren kann, ist Brandgefahr, ja. Wenn ich also, ähm, 'n Kurzschluss verursache, auch mit 'nem zu dünn oder mit 'nem Kabel, was zu dünn ist, dann kann das Kabel oder wird sich sehr stark erhitzen bis hin zum Glühen und das kann natürlich immer 'n Brand auslösen. Da sollte man also auf jeden Fall sehr vorsichtig sein.

Ich möchte noch mal 'ne Zwischenfrage zum Thema 12 Volt stellen. Also wenn man jetzt, ähm, an seiner Batterie irgendwie 'n Spannungsanzeiger, Ladestandsanzeiger oder Ähnliches verbaut hat, dann sieht man ja, dass die Spannung immer wieder schwankt. Die wird mal 'n bisschen kleiner und dann wird die aber auch mal größer als zwölf Volt. Also wir haben bei unserer Batterie zum Beispiel bis zu 14 Volt, glaub ich, drauf teilweise.

Ja, genau. Das ist, wir haben zwar ein Zwölf-Volt-System, aber tatsächlich ist ja die Basis häufig 'ne Batterie. Also es kann auch 'n Wechselrichter sein, der quasi aus Landstrom zwölf Volt macht. Dann dürfte das nicht schwanken, dann dürfte das ungefähr bei zwölf Volt liegen. Aber wenn ihr von der Batterie lebt, kann das so, ich sag mal, zwischen 11 und 14 Volt sein. 14 Volt ist, wenn die Batterie lädt, weil dann liegt ja gleichzeitig der Ladestrom oder die Ladespannung, die an der Batterie anliegt, auch in eurem Wohnmobil an. Ich muss übrigens selber mal aufpassen, dass ich Spannung und Strom nicht leichtfertig durcheinander bring. Wir nutzen es im Alltag gerne als Synonyme, aber das sind sie natürlich nicht wirklich. Verzeiht mir, wenn ich mich das eine oder andere Mal verspreche. Ich versuch's immer klarzustellen und auch gleich noch mal zu erklären, was die Unterschiede sind. Letzten Endes, wenn wir über Volt sprechen, ist es immer Spannung und nicht Strom.

Und, äh, ne, es kann also zwischen 11 und, und 14, manchmal auch 'n bisschen über 14, kann auch mal unter 10 fallen, wenn eure Batterie kaputt ist. Aber wenn ihr unter 10 Volt habt und das ist tatsächlich richtig gemessen, dann habt ihr auf jeden Fall 'n Problem mit eurer Batterie. Aber das ist schon mal wichtig und hier vielleicht 'n kleiner Tipp: Wenn ihr selber LEDs nachgerüstet habt in eurem Fahrzeug, dann kann das tatsächlich zu Schwierigkeiten führen, wenn die Spannung zu niedrig ist. Weil es gibt LEDs, die haben einen, die funktionieren halt wirklich nur bei zwölf Volt und bei 11 haben die schon Probleme oder auch bei 13 gehen die kaputt. Ähm, und wenn ihr so 'n Problem habt, dann liegt das genau daran. Dann müsst ihr halt gucken, müsst ihr etwas teure LEDs kaufen, die eben den, den Spannungsbereich haben, also idealerweise zwischen 11 und 14. Aber das ist was, was man früher häufig erlebt hat, heute nicht mehr so oft, weil die LEDs auch, äh, besser geworden sind, günstiger geworden sind, aber das kann so 'ne Fehlerursache sein.

Nichtsdestotrotz noch 'n wichtiger Hinweis: Auch wenn zwölf Volt nicht so gefährlich ist, solltet ihr generell, wenn ihr an Stromsystem arbeitet, immer spannungslos arbeiten. Das bedeutet, ihr solltet halt das ganze System von der Batterie abklemmen, um eben keine Kurzschlüsse zu verursachen. Ich hab ja gesagt, anfassen ist nicht so schlimm, aber Kurzschluss ist immer, äh, ein schwieriges Thema, weil's eben auch grade wenn noch 'ne Absicherung fehlt oder defekt ist, eben auch zu Bränden führen kann. Und das Ganze gilt natürlich auch erst recht bei 230 Volt, aber wie gesagt, das lassen wir heute 'n bisschen außen vor. Einzige Ausnahme: Wenn ihr halt, ich nehm mal grad wieder den Fall von unserer Kollegin, die also 'ne USB-Buchse hat, die keinen Strom hat. Da muss ich natürlich irgendwie rausfinden, wo ist denn das Problem, ne? Ich kann jetzt quasi einmal an der USB-Buchse messen. Ich kann dann, wenn dort Strom an oder kein Strom anliegt, muss ich halt den nächsten Schritt zurückgehen.

Das ist quasi der Anschluss, wo diese USB-Buchse ans Stromnetz angeschlossen ist. Und, äh, da kann ich natürlich nur messen, liegen da zwölf Volt an, wenn ich halt auch entsprechend die Dose am Strom habe. Also das ist 'ne Ausnahme, aber ansonsten, wenn ihr dran arbeitet, würd ich's immer, äh, strom- und spannungslos schalten.

Okay. Dann würd ich sagen, gehen wir einmal auf die Erklärung der einzelnen Begriffe Strom, Spannung, Leistung, Widerstand.

Genau. Also alle, die in Physik früher sehr gut aufgepasst haben-

So wie ich. Licht.

Für die ist klar, was Strom, Spannung, Widerstand, Leistung alles so bedeutet. Ähm, ich weiß aber auch, dass viele Menschen sich das nicht gemerkt haben, weil's in der, in dem Moment überhaupt nicht relevant war und, und heute damit Schwierigkeiten haben, was auch völlig okay ist. Deswegen will ich das ganze Thema mal an 'nem bildlichen Beispiel zeigen oder, oder erklären. Und zwar, wir, wir nehmen einfach 'ne Autobahn und ich erkläre sozusagen jetzt anhand von einer Autobahn mal Spannung, Strom, Widerstand und Leistung, damit ihr 'n Gefühl dafür habt, was das bedeutet und euch vor allen Dingen auch vorstellen könnt, warum gewisse Dinge passieren. Ähm, und letzten Endes ist ja bei 'ner Autobahn so, da fahren halt eine Menge von Autos. Wir lassen die mal alle mit derselben Geschwindigkeit fahren, ja, mit 'ner Geschwindigkeit.

Ähm, und wir haben da verschiedene Fahrspuren. Und je nachdem, welche, äh, Dinge sich ändern, also wie breit die Autobahn ist, wie viel Fahrspuren die hat, wie viele Fahrzeuge unterwegs sind, wie schnell die alle fahren, sind sozusagen verschiedene Dinge anders. Fangen wir mit der Spannung an. Die wird in Volt gemessen. Und letzten Endes könnt die Spannung auf der Autobahn vergleichen mit der Geschwindigkeit der Autos. Ja, das heißt, wenn die, wenn die Autos schneller unterwegs sind und, äh, liegt also entsprechend mehr Spannung an. Das heißt, ähm, da liegen dann zwölf Volt an oder 230 Volt an zum Beispiel. Das würde quasi für schnellere Fahrzeuge, äh, sorgen, mehr Spannung. Das heißt, der Strom fließt halt einfach mit oder hat mehr treibende Kraft sozusagen, der, äh, die Elektronen da durchbewegt.

Dann haben wir, äh, den Strom, der wird in Ampere gemessen. Ja, das ist, was wir immer bisschen im, im Alltagsgebrauch Strom und Spannung durcheinanderbringen. Wir sprechen meistens vom Strom. Das ist auch gar nicht so falsch, aber wenn wir eben über zwölf Volt sprechen, dann ist es eben korrekterweise die Spannung. So, der Strom können wir jetzt unser Bild wieder mit der Autobahn nehmen. Das ist die Menge der Autos, die an 'nem bestimmten Punkt in einer Zeiteinheit vorbeifahren. Ja, das heißt, ihr guckt da quasi auf eine Stelle auf der Autobahn, guckt euch 'n Zeitabschnitt an, also eine Minute. Und je mehr Autos da quasi vorbeifahren, desto höher ist der Strom, ne. Kann man auch schön sich bildlich darstellen, der Autostrom. So, das heißt, ähm, das ist auch wirklich die Bewegung der Elektronen, ne? Also jedes Auto ist letzten Endes so 'n Elektron, was da quasi durch diese Leitung durchfließt.

Und, äh, je mehr Strom sozusagen da durchfließt, desto mehr Elektronen und entsprechend mehr Autos haben wir quasi auf unserer virtuellen Autobahn. So, das sollte so weit noch hoffentlich nachvollziehbar sein, oder, Nele?

Ja, selbst für mich.

Okay, jetzt haben wir das Thema, ne, was dafür sorgt, dass Kabel anfangen zu brennen oder zumindest erst mal warm zu werden. Da haben wir nämlich den Widerstand. Das ist jetzt Teil des, also des O-Ohm'schen Gesetzes. Da komm ich auch nachher noch mal zu. Habt ihr bestimmt ganz früher in Physik schon mal, ich weiß gar nicht, sechste, siebte Klasse, glaub ich, schon mal gehört. Und im Prinzip können wir uns den Widerstand 'n bisschen vorstellen, wie wenn die Autobahn jetzt enger wird. Also was passiert auf 'ner gut befahrenen Autobahn, wo quasi viel Strom unterwegs ist, also viele Autos, wenn ich von vier auf drei Fahrspuren plötzlich das Ganze verenge? Es kommt meistens zu 'ner Behinderung des Verkehrsflusses, ne. Also die Autos werden langsamer und im Worst Case gibt's an dieser Stelle, wo's zusammenkommt, auch noch 'n Unfall und dann fängt's an zu brennen. Also kann man sich jetzt bildlich so 'n bisschen vorstellen, das ist genau das, was passiert.

Es kommen also mehr Autos rein, die müssen sich durch 'ne engere Straße sozusagen quälen. Es kommt eben zu Reibung, äh, jetzt nicht unbedingt an den Autos, nur an der Einfädelspur und, äh, bei den Elektronen aber und durch diese Reibung entsteht Wärme. Und damit haben wir zwei Dinge, die passieren. Zum einen, das Kabel erwärmt sich und es kann im Worst Case, wenn da sehr viele Autos durchfahren, eben bis hin zum Glühen gehen und nach Glühen kommt unter Umständen Brennen, grade wenn Holz in der Nähe ist und das ist ja bei einem Campingfahrzeug gar nicht so selten. Ähm, oder es kommt eben zumindest aber zu einem für uns Energieverlust. Also die Energie ist ja nicht wirklich weg, aber es wandelt sich eben die elektrische Energie, der St-, der Strom durch die Lei-, der durch die Leitung fließt, wandelt sich in Wärmeenergie, die wir eigentlich an der Stelle nicht wollen. Und wie gesagt, Worst Case entsteht aus der Wärme eben, äh, Hitze und dann ein Feuer und das ist genau die große Gefahr, die eben passieren kann, wenn ich zu dünne Kabel habe, wenn meine Autobahn also nicht breit genug ist für die vielen Autos, die da durch sollen.

Eigentlich würden wir damit schon auskommen. Jetzt haben wir aber das Thema, dass wir, wenn wir uns jetzt Geräte angucken, die an unser Stromnetz angeschlossen sind, häufig mit irgendwelchen Leistungen auch noch quasi, äh, belästigt werden, ja. Die Leistung ist letzten Endes mehr oder weniger die Gesamtmenge an Verkehr, der in 'nem bestimmten Zeitraum über diese Autobahn transportiert wird. Das heißt, wir kombinieren jetzt sozusagen Spannung und Strom miteinander und können die Leistung ausrechnen. So, das ist eigentlich schon alles. Und, äh, dafür gibt's auch entsprechende Formeln, die wir auch nachschlagen können. Also ich will euch jetzt hier nicht, äh, sozusagen lange mit ewig mit Formeln, ähm, nerven. Da kommen wir nachher zu. Wir haben noch mal zwei Formeln, aber letzten Endes könnt ihr die Leistung ganz einfach rechnen, äh, Spannung mal Strom, ja.

Und andersrum könnt ihr natürlich, wenn ihr an 'nem Gerät die Ampere angegeben habt, also was weiß ich, ein Gerät braucht ein Ampere, ähm, und ihr wisst ja, es hängt an 12 Volt, könnt ihr halt entsprechend die Leistung ausrechnen und andersrum, ne. Also so kann man quasi, wenn man Spannung und Strom oder Spannung und Leistung hat, kann man quasi immer sich den fehlenden Wert, also den Strom oder auch die Leistung ausrechnen. Und das ist eigentlich notwendig, um auch auf die richtigen Kabelquerschnitte zu kommen. Deswegen hab ich an der Stelle jetzt noch mal die Leistung mit erwähnt. Immer noch so weit klar, Nele?

Ja, also ich muss gestehen, du erklärst es super. Ähm, ich wünschte, mein Physiklehrer hätte das in der, äh, ich glaub, bei uns war's die siebte Klasse, auch so erklärt. Ähm, aber mir ist, also mi, mi, bei mir fehlt's immer so 'n bisschen am, an den Basics, wie dann diese drei Größen oder die vier Größen zusammenhängen. Also Leistung hattest du ja schon gesagt, ähm, ergibt sich aus, aus Strom und Spannung.

Mhm.

Ähm, aber bei den anderen Größen, also w-wie ich dann quasi auf den Rückschluss komme, wie, wie so 'n Kabelquerschnitt zum Beispiel aussehen muss.

Da sind wir ja noch gar nicht.

Ach gut, dann, dann wart ich noch. Vielleicht wird's, vielleicht komm ich dann selber drauf.

Okay, also, also noch mal ein, zwei Beispiele von unserer Autobahn erst mal. Ja, also wenn die, wenn die Autos mit 'ner hohen Geschwindigkeit fahren, das heißt, 'ne hohe Spannung anliegt, aber gleichzeitig wenig Verkehr ist, also das heißt, entweder ein niedriger Widerstand da ist, also das heißt, wir haben sehr viele Fahrspuren oder eben wenige Fahrzeuge unterwegs sind, dann, ähm, oder beziehungsweise wenn, wenn die au-, anders, 'tschuldigung, noch mal, das ist tatsächlich auch, ähm, damit sinnverwechselnd. Also wir haben 'ne hohe Geschwindigkeit der Fahrzeuge, hohe Spannung und wir haben sehr viele Fahrspuren. Und dann kann halt entsprechend sehr viel Strom durchfließen, weil es ist genügend Platz. Oder wir haben 'ne niedrige Geschwindigkeit, niedrige Spannung, ja, also zum Beispiel jetzt 12 Volt und wir haben aber 'n hohen Widerstand, weil wir zum Beispiel wenige Fahrspuren beziehungsweise in der echten Welt ein sehr dünnes Kabel haben, dann haben wir halt nur einen geringeren Verkehrsfluss.

Also es kann wenig Strom durchfließen. Wir können jetzt versuchen, da viel Strom durchzuprügeln, indem wir einfach 'n Gerät hinten anschließen, was sehr viel Strom entnimmt. Das führt aber dann genau dazu, dass es halt an diesen Reibungsstellen, also in dem dünnen Kabel, zu Wärme oder Worst Case halt zu 'nem Brand kommt. So, und das heißt, wir müssen quasi unsere Autobahn, also unser Kabel, immer den Anforderungen anpassen. Das heißt, die Spannung, die ist ja immer gleich in unserem Wohnmobil, die variiert irgendwas zwischen 11 und sagen wir mal 14 Volt. Das ist aber gar nicht so relevant, da können wir einfach mit 12 Volt rechnen. Wenn wir jetzt aber da hinten 'ne LED dran haben, die vielleicht 0,1 Ampere braucht oder wenn wir im Gegensatz dazu über dasselbe Kabel, ähm, 'ne Batterie mit 'nem Ladebooster verbinden, wo vielleicht 100 Ampere durchgehen, also das Tausendfache, dann kann ich das nicht mit demselben Kabel machen.

Weil wenn, wenn quasi über 'ne enge Autobahn viel, viel mehr Autos müssen, also mehr Strom, dann wird's halt da zu Problemen kommen, ne. Das ist, das ist genau das, was sozusagen die, der Ursprung unseres Themas heute ist. Wie kann ich quasi vermeiden, dass meine Stromautobahn im Wohnmobil, äh, zu dünn ist? Und gleichzeitig wollen wir aber auch vermeiden, dass sie zu dick ist, aber da komm ich nachher noch dazu. Also zu viele Fahrspuren sind auch nicht so gut.

Aber im Grunde, wenn ich mich richtig erinnere, ist das, was du jetzt grade beschrieben hast, ja schon eigentlich das ohmsche Gesetz, oder?

Ja, genau. Im Prinzip ist das das ohmsche Gesetz, ne. Also wenn, ähm, wenn ich die, die Spannung erhöhe und es keinen Widerstand gibt, dann können mehr Autos vorbeifahren. Wobei ich halt in der realen Welt nie keinen Widerstand habe. Ich hab immer irgend'n Widerstand und je kleiner das Fahrzeug wird, desto höher wird der Widerstand. Ähm, oder eben wenn ich 'n hohen Widerstand habe und, äh, die Geschwindigkeit gleich bleibt, dann können eben weniger Autos vorbeifahren, ohne dass es zu Unfällen kommt. So letzten Endes. So und deswegen brauchen wir also 'ne Information darüber, wie viel Autos sollen über die Straße fahren, Strom, wie schnell sollen die fahren, Spannung und wie viel Fahrspuren hab ich, Widerstand. Und wenn ich die drei Informationen habe, ähm, oder wenn ich die Information habe, kann ich quasi berechnen, wie viel Fahrspuren ich sozusagen auch brauche, um eben entsprechend das Ganze realisieren zu können.

Und auch wie lang die Kabel, also sprich die Fahrspuren sein müssen, oder?

Genau, wie lang die Autobahn ist letzten Endes.

Mhm.

Ne, generell gilt immer, das können wir hier schon sagen, ihr solltet Kabel immer so kurz wie möglich halten, so lang wie nötig, so kurz wie möglich. Also, ne, möglichst keine großen, äh, nicht 20 Meter irgendwie Reserve dazugeben und dann irgendwo verlegen, sondern Kabel sollten immer möglichst kurz sein. Warum? Weil je länger das Kabel wird, es automatisch einen immer höheren Widerstand hat. Das heißt automatisch, das gleiche Kabel mit demselben Durchschnitt, wenn es doppelt so lang ist, hat es auch einen höheren Widerstand, als wenn es eben halb so lang ist. So, das mal so'n bisschen ganz, also ganz einfach sozusagen die, die Theorie dahinter erklärt, wie das so mit Strom und Spannung und so weiter zusammenhängt. Ihr habt jetzt also die Autobahn im Kopf und wir müssen jetzt quasi berechnen, wie viel Fahrspuren braucht unsere Autobahn oder eben, äh, in, in der echten Welt, welchen Durchschnitt oder welchen Querschnitt braucht unser Kabel.

Weil wir wollen eben einfach vermeiden, dass die Kabel zu dünn sind, weil es können zwei Dinge passieren. Es kann einmal zu 'nem Spannungsabfall kommen. Das ist eben, hab ich gleich noch 'n Beispiel. So, so hab ich mich angefangen mit dem Thema zu beschäftigen. Ähm, vielleicht hier mal 'n Beispiel aus meiner Praxis: Ich habe mir irgendwann, ich weiß nicht, ist jetzt viele Jahr, ist auch eigentlich egal, ich hab mir irgendwann ein neues, äh, Laptop gekauft. Und zwar bin ich auf Apple gewechselt, hab mir ein MacBook Pro gekauft. Das hatte damals schon einen USB-C-Anschluss und darüber konnte man das Gerät laden. Und das hat relativ hohe Ströme gebraucht, also viel, viel, viel mehr als so'n normales, äh, Handyladegerät. Und dafür gab's auch ein 12-Volt-Ladekabel. Das hab ich mir gekauft. War sauteuer damals, ich glaub, hat 80 Euro gekostet oder 100 Euro fast.

Ähm, damit konnte man aber tatsächlich dieses MacBook an dem 12-Volt-Gerät sehr schnell laden. Das hat allerdings nie funktioniert. Das hat ganz kurz geladen und dann hat es irgendwie 'nen Fehler geschaltet. Äh, der hat einfach rot geblinkt. Das, ich wusste nicht, was das für ein Fehler ist und ich hab auch gemerkt, das Ding wird halt super heiß. Und, ähm, ich konnte mir keinen Reim drauf machen. Ich hab einfach nicht gewusst, woran's liegt und hab dann angefangen, mich mit dem Thema Strom zu beschäftigen und hab genau diese Sachen rausgefunden. Und was ist passiert am Ende des Tages? Das Anschlusskabel zu meiner 12-Volt-Dose war sehr dünn, weil als das Fahrzeug gebaut wurde, hat niemand mit Ladegeräten gerechnet, die sechs, sieben oder acht Ampere quasi verbrauchen. Und demzufolge war das Kabel halt einfach, äh, viel zu niedrig dimensioniert.

Also ich hab jetzt grad mal schnell den Taschenrechner aufgemacht. Ich glaub, es sind 'n bisschen über acht Ampere quasi über das Kabel geflossen. Also das Ladegerät hatte, äh, 100 Watt Leistung und das sind 'n bisschen mehr als acht Ampere. Und damit hat, als das Fahrzeug gebaut wurde, niemand gerechnet, dass quasi so viel über 'ne 12-Volt-Buchse läuft. Und was dann passiert ist, das Ladegerät hat sich versucht, diese acht Ampere zu ziehen. Das hat auch funktioniert. Ähm, dabei ist aber dann die Spannung eingebrochen. Ja, das heißt, es sind sozusagen, ähm, viele Autos durchgefahren. Die wurden aber plötzlich halt deutlich langsamer, weil einfach, äh, nicht genügend Fahrspuren da waren. Also es kam ganz normal zu 'nem Stau. Und bei diesem Stau kam es eben dann zu Reibung. Deswegen ist das Ladegerät, auch das Kabel sehr warm geworden.

Nicht, noch nicht heiß, aber schon ziemlich warm. Und die, die, äh, Spannung ist, glaub ich, auf, ich glaub irgendwas zwischen neun und zehn Volt eingebrochen und damit konnte halt das Ladegerät nicht mehr richtig funktionieren und hat nicht geladen und hat in so 'n, in diesen Störungsmodus quasi geschaltet. Und als ich das dann rausgefunden habe, wie das Ganze zusammenhängt und mir auch 'n Kollege den Tipp gegeben hat: „Mess doch mal an deinem Ladegerät, was da quasi jetzt an der Dose an Spannung quasi ankommt." Da hat man genau gesehen, sobald das Laptop eingesteckt wurde, ist die Spannung quasi von, ich glaub 13 Volt auf eben acht oder neun oder zehn Volt eingebrochen. Und da war klar, das passiert hier also. Also haben wir längeres oder dickeres Kabel gezogen und das Problem war behoben. Und das sind genau die Sachen, weil wenn ich das nicht merke und, ähm, die, das Ladegerät kein Ladegerät gewesen wäre, sondern irgendein anderer Verbraucher, der den Strom gezogen hätte,wäre das Kabel immer wärmer geworden und hätte vielleicht irgendwann gebrannt.

Das ist genau das, was man vermeiden möchte.

Kann 'n Kabel auch zu dick sein oder greif ich da jetzt schon vor? Also sprich, wenn ich 'n Kabel wahnsinnig dick wähle, ähm, kann es dann auch sein, dass da dann nicht mehr genug Strom ankommt oder Spannung?

Nein, nein. Aus der Sicht kann 'n Kabel eigentlich nicht dick genug sein, weil je dicker es ist, desto weniger Widerstand hab ich, äh, für den Strom und die Spannung und desto besser ist es eigentlich. Aber hier kommt jetzt was anderes uns, äh, quasi, was es verhindert, dass wir einfach ultradicke Kabel überall verlegen. Das eine ist Gewicht. Ja, wir haben ja in den Campingfahrzeugen immer irgendwie 'n Gewichtsproblem. Und Kupfer und, äh, aus die heutige oder heutzutage sind Kabel nun mal einfach aus Kupfer. Ja, früher hat man Aluminium genommen, mittlerweile nutzt man einfach Kupfer, weil's einfach die besseren Leitungs- oder Leiteigenschaften hat und Kupfer wiegt halt einfach. Und je dicker mein Kabel wird, desto schwerer wird es halt auch entsprechend. Das ist das eine Problem. Das zweite Problem ist, Kupfer ist teuer.

Je dicker mein Kabel ist, desto mehr Kupfer ist drin, desto teurer wird's. Und das dritte Problem ist, je dicker mein Kabel wird, desto weniger flexibel ist es und desto mehr Platz verbraucht es. Und Platz ist auch ein Problem in Campingfahrzeugen.

Ja.

Also kann ich nicht einfach beliebig dicke Kabel in mein Fahrzeug legen. Also kann ich, muss ich halt viel Geld haben und halt irgendwie viel Platz haben und viel Zuladung haben, dann kann ich das auch machen, aber es macht eigentlich überhaupt keinen Sinn. Und deswegen muss man qua-, oder versucht man rauszufinden, was ist denn die ideale, der ideale Kabelquerschnitt? Also wie ist es möglichst so dünn wie geht, aber eben auch so dick wie nötig, damit ich eben Geld spare, Zuladung spare, ähm, und es einfacher verlegen kann, auch entsprechend Platz spare.

Und ich hab die Befürchtung, dass jetzt die Formeln kommen, richtig?

Jetzt kommen gleich die Formeln. Jetzt kommt erst noch 'n wichtiger Hinweis, ähm, weil auch das hab ich schon gesehen, was wir eigentlich für Kabel in unserem Fahrzeug benutzen. Weil wer schon mal zu Hause sich die Stromleitungen angeguckt hat oder das schon mal gesehen hat, das sind starre oder sogenannte starre Leitungen. Also so'n Stromkabel im Haushalt, im Haus besteht aus drei oder fünf Adern. Also das heißt, wir haben 'ne Außenschicht darum, dann haben wir vielleicht noch 'ne Innenschicht da drin und da drin sind dann einzelne Adern, nennen wir die, zwischen drei und fünf Stück. Ja? Bei drei Stück ist es halt der Leiter, ist, äh, die Nullleitung und es ist die Erde, ne. Meistens sind die farbig gekennzeichnet, blau ist null, ähm, braun ist, äh, ist der Leiter und, äh, gelb-grün ist die Erde.

Und das Ganze sind starre Drähte, die da drin sind. Und in Fahrzeugen nutzen wir sogenannte flexible Kabel oder auch Litze. Ja, da ist also in diesen einzelnen Adern nicht ein fester Kupferkern drin, sondern ist ganz viele feine Kupferdrähte, die miteinander verdrillt sind. Flexible Leitungen, weil die eben nicht so leicht brechen. Diese starren Leitungen können an irgend 'ner Stelle brechen, wenn sie Vibrationen ausgesetzt sind, wenn sie stark gebogen werden. Und deswegen sind in Campingfahrzeugen, man macht es nicht nur, weil's praktisch ist, sondern es gibt auch Richtlinien, die das Ganze vorschreiben. Deswegen immer flexible Leitung verlegen. Das ist der erste wichtige Punkt. Und nutzt halt Kupferleitungen. Also ich, ich weiß nicht, ob's noch Aluleitungen zu kaufen gibt, aber, ähm, heutzutage würde ich halt entsprechend immer Kupferleitungen einsetzen.

Auch die Formel, mit der ich gleich rechne, basiert quasi auf Kupfer. Man kann da auch 'ne, 'ne, 'ne Konstante austauschen, kann's auch mit Kupfer rechnen, aber eigentlich, wie gesagt, hat man heutzutage überall, ähm, Kupfer im Einsatz und kriegt auch eigentlich nur Kupferleitungen zu kaufen. So, und jetzt sind wir an der Stelle, wo wir mal anfangen, ein bisschen zu rechnen. Und zwar, ich hab, also jetzt kommt die Schwierigkeit, dass ich in 'nem, in 'nem Audioformat quasi eine Formel erklären muss. Und ich versuch, das relativ einfach zu machen und wir packen euch in die Show-Notes auch noch mal den Link zu unserem Artikel dazu. In dem Link findet ihr, ähm, zum einen eine, noch mal die Formel auch, äh, entsprechend. Ihr findet auch noch mal alle Erklärungen dazu und ihr findet auch einen Rechner, wo ihr super einfach, einfach die Zahlen eingeben könnt und das Ganze euch selber berechnen könnt.

Und ihr findet dann auch Tabellen, um Standard-Kabelquerschnitte zu finden und auch fertig berechnete Tabellen mit entsprechenden Kabellängen und so weiter, dass ihr euch quasi die Infos auch selber raussuchen könnt. Denn wenn ich euch jetzt hier gleich die Formel vorlese, dann wird uns das allen wenig bringen, weil ihr habt die halt instant wieder vergessen. Ähm, im Endeffekt berechnet sich quasi der Querschnitt, ähm, eben aus der doppelten Länge, also das heißt aus dem Abstand sozusagen zwischen dem zwei Dingen, die ihr miteinander verbinden wollt. Warum die doppelte Länge? Na ja, weil das Kabel hin und auch wieder zurückgeht, weil der Strom ja quasi hin und zurückfließt. Ähm, dann haben wir die, ähm, die Stromstärke, die in Ampere gemessen wird oder beziehungsweise angegeben wird, die durch das Kabel fließen soll.

Ja, das heißt, das Gerät, was ihr anschließen wollt, ein Wechselrichter oder 'ne Solarregler oder 'ne LED-Lampe oder 'n Kühlschrank oder was auch immer. Das heißt, ihr müsst wissen, welchen maximalen Strom das Gerät benötigt. Und hier ist es jetzt, und deswegen hab ich vorhin die Leistung, ähm, mit besprochen, hier ist es jetzt häufig so, dass die Geräte nicht unbedingt eine Stromstärke angegeben haben, sondern meistens 'ne Leistung. Also, ne, da steht dann irgendwie, keine Ahnung, 100 Watt. Und dann müsst ihr jetzt quasi ausrechnen, ihr habt ja dann die Leistung, Watt, und ihr habt die Spannung, 12 Volt, und daraus könnt ihr jetzt quasi die Stromstärke berechnen. Und zwar, äh, berechnet ihr den Strom, indem ihr einfach die Leistung durch die Spannung rechnet. Also das heißt, bei 100 Watt durch 12 Volt lande ich bei 8,3 Periode drei Ampere.

Also sagen wir mal aufgerundet 8,5 Ampere bei 100 Watt auf 'nem 12-Volt-System. Das ist schon ein relativ großer Strom für Verbraucher. Für Batterie, Solarladeregler und so was ist das noch relativ wenig, aber für 'n Verbraucher ist das schon relativ viel. Ne? Das heißt, da könnt ihr, wenn ihr die Leistung habt, die Stromstärke berechnen. Und ich weiß, dass ihr schon den ersten Teil der Formel wieder vergessen habt. Ist nicht so schlimm, die könnt ihr noch mal nachlesen. So, und das Ganze wird dann eben dividiert und, äh, da berechnen wir dann oder haben wir zum einen die Leitfähigkeit von Kupfer, die ist so über 'n dicken Daumen gepeilt 58. Dann brauchen wir noch einen Verlustfaktor, den erklär ich gleich noch, und dann brauchen wir die Spannung 12 Volt und daraus können wir quasi 'n Kabelquerschnitt berechnen. Das heißt, wenn wir wissen, wie viel Strom oder Leistung unser Gerät braucht beziehungsweise zieht, wenn wir wissen, dass wir 'n 12-Volt-System haben, wenn wir wissen, dass wir Kupferleitungen haben, wenn wir die Kabellänge wissen, die müsst ihr halt messen oder zumindest sehr gut schätzen, und wenn wir wissen, wie viel Verlust wir maximal haben wollen.

Ich hab ja vorhin erzählt, ähm, bei meinem Beispiel mit dem Ladegerät ist die Spannung eingebrochen. Das ist ein Verlust. Das ist genau der Verlust, der auftritt und den Ich sag mal so, Pi mal Daumen wollt ihr eigentlich nicht mehr als drei Prozent haben, ne? Das heißt, Verlustfaktor ist dann drei Prozent, das ist 0,03. Auch das ist in dem Artikel noch mal erklärt. Bei Ladegeräten, bei Solar würd ich sogar mit ein bis zwei Prozent nur rechnen, ne? Also da immer je geringer der Verlust, desto mehr von der Energie, die ihr quasi aus der Sonne oder von wo auch immer holt, könnt ihr nutzen. Aber ich sag mal so, wenn man mit drei Prozent rechnet, ähm, fährt man ganz gut, weil um einfach mal für euch so 'n, so 'n Pi mal Daumen sozusagen Regel zu haben. So, und mit dieser und in diese Formel, die ich euch jetzt grade vorgelesen hab, wo ihr wahrscheinlich schon wieder die Hälfte vergessen habt, ich übrigens auch, ähm, in die, mit der könnt ihr jetzt quasi das Ganze ausrechnen und könntet euch ausrechnen, wie sozusagen das perfekte Kabel für euch aussieht.

Also ich geb euch mal 'n Beispiel. Ja, wir haben, wir nehmen jetzt mal einfach mein Ladegerät, das hat 100 Watt. Wir sind an 'nem zwölf Volt System und ich hab 'ne, 'n fünf Meter lange, also fünf Meter Entfernung quasi zwischen meiner Batterie und dem Ladegerät. Dann brauch ich dafür oder dann werden da bei mir ungefähr 8,3 Ampere anliegen und bei fünf Meter Entfernung werd ich ein, äh, Kabel mit, ähm, jetzt muss ich ganz kurz rechnen. Also wenn ich das ausrechne, komm ich auf 5,98 Quadratmillimeter. Ja, also das Kabel müsste 5,98 Quadratmillimeter haben. Jetzt ist es so, es gibt Kabel nicht in beliebigen Querschnitten, sondern ist das, was am nächsten kommt, sind zum einen sechs Quadratmillimeter und dann die nächste Stufe sind zehn Quadratmillimeter.

Und, ähm, von 5,98 zu sechs, das wäre mir vielleicht ein ganz klein wenig zu knapp, weil wenn ich dann doch noch mal ein Ladegerät, was vielleicht 110 Watt zieht, anschließt, komm ich da bisschen in Schwierigkeiten und ich hätte auch, weil ich relativ nahe quasi am, am Durchmesser bin, ne, 5,8 zu sechs Millimeter, würd ich quasi eher auf ein zehn Quadratmillimeter Kabel gehen. Da hab ich halt 'n bisschen Reserve drin. Ähm, das wär also quasi das, was ich jetzt ausgerechnet hätte. Das heißt, bei fünf Meter Entfernung mit meinen 100 Watt an 'nem zwölf Volt System würde ich ein zehn Quadratmillimeter Kabel mir anschaffen, also zehn Quadratmillimeter im Querschnitt.

Also du würdest sagen, dass es auf jeden Fall sinnvoll ist, wenn man sich das einmal ausgerechnet hat auf Basis der aktuellen Geräte, die man besitzt, dass man vielleicht dann lieber noch mal 'n bisschen Puffer drin lässt für unvorhergesehene Gerätewechsel oder Ähnliches.

Ja, also so zehn bis 20 Prozent können da schon sinnvoll sein. Man, also so 'n 100 Watt Ladegerät ist schon relativ viel für 'n, für 'n so 'n zwölf Volt, äh, Steckdose, die man da anschließt. Ähm, ich denke, dass da, dass wir da mit den zehn Prozent zwan- oder 20 Prozent sehr, sehr gut fahren. Also wir bräuchten theoretisch keinen sieben Quadrat, sondern, äh, zehn Quadrat, sondern es würd 'n sieben Quadrat auch ausreichen. Gibt's halt nun mal nicht. Aber ich würd so 'n ganz klein wenig Reserve draufrechnen, aber übertreibt es nicht. Also ich weiß, dass gerne mal dazu dann die Neigung besteht, das zu übertreiben. Also was, hauen wir halt 'n 25 Quadrat rein, da sind wir auf der sicheren Seite. Braucht man hier an der Stelle nicht, weil es wird über zwölf Volt Anschlüsse keine, äh, 1000 Watt Geräte geben, die ihr anschließt, sondern es wird sich alles so im Rahmen bis, bis 100, vielleicht mal 110, 120 Watt, das ist schon krass, ähm, quasi passieren, ne?

Was anderes ist, wenn ich zwei Batterien miteinander koppel oder wenn ich 'ne Batterie an einen Ladebooster anschließe, da hab ich dann schon andere Amperezahlen. Aber ja, hier, wie gesagt, zehn Prozent draufgerechnet und dann einfach zum nächsthöheren Querschnitt aufgerundet, den's gibt. Und das sind halt zehn Quadratmillimeter. Und dann weiß ich, und dann hab ich sogar den Vorteil, ich hab jetzt ja mit zwei Prozent Spannungsabfall gerechnet, also maximal zwei Prozent Verlust und dann weiß ich, würd ich wahrscheinlich sogar bei einem Prozent vielleicht sogar noch drunter liegen, weil mein Kabel halt entsprechend dick genug ist. Das heißt, ich hab auch mehr Effizienz, wenn ich mein Laptop also sehr häufig lade, hab ich nicht so viel Wärmeverlust und bin ein bisschen effizienter, wobei sich das auch bei den Mengen wahrscheinlich nicht so großartig messbar auswirken lässt oder wird.

So, das heißt, was haben wir jetzt gelernt? Es gibt feste Kabelquerschnitte oder Leitungsquerschnitte. Ja, also das heißt, ähm, da ist übrigens das vielleicht auch ganz wichtig, da ist nicht das Kabel gemeint, sondern ist die Leitung. Und wenn ich 'n flexibles oder zwei flexible Kabel verlege, dann muss ich natürlich auch hin und zurück jeweils zehn Quadratmillimeter verlegen. Es gibt nicht beliebige Querschnitte, es gibt halt einfach genormte. Wir haben die Tabelle dazu auch in unserem Artikel drin. Da sind also bis 150, äh, Quadratmillimeter alles drin. Das sind dann schon ganz schöne Klopperkabel, äh, die man wirklich nur bei sehr höhen, hohen Strömen dann einsetzen muss, aber das ist wichtig zu wissen. Und ihr habt jetzt die Formel gelernt, die ihr, glaub ich, am besten noch mal nachlesen könnt. Ich hab sie jetzt auch nicht vorgelesen. Also ich kann sie noch mal vorlesen.

Also A, der Querschnitt berechnet sich aus zweimal der Länge mal der Stromstärke. Das Ganze wird dividiert durch die, ähm, äh, na, aus der Leitfähigkeit von Kupfer 58 mal dem Verlustfaktor mal der Spannung. Da habt ihr's jetzt einmal gehört und so kann ich das berechnen. Wie gesagt, wir haben auch 'n Rechner gebaut dafür, da könnt ihr das halt ganz entspannt berechnen.

Wenn du von, von Leistung sprichst, dann, ähm, auf Basis derer sich der Kabelquerschnitt errechnet-

Mhm.

... dann geht's aber quasi um, um den ganz normalen Betrieb, nicht um die Spitzen oder wie-

Ähm, Spitzen

... wie sieht's da aus? Weil es gibt ja, es gibt ja, ähm, gibt ja Geräte Die teilweise sehr hohe Spitzen erzeugen.

Ja, das sind aber tatsächlich im Normalfall Motoren und Ähnliches, äh, die meistens an Wechselstrom 230 Volt angeschlossen sind.

Mhm.

Ähm, da muss ich dann, hab, muss ich vorher mir erst mal den, ähm, Wechselrichter berechnen, welches der braucht und da muss ich halt über Spitze und, äh, durchschnittliche Leistung gehen und muss dann mit der Spitzenleistung aber kalkulieren, weil das ist ja das, was Worst Case durchs Kabel geht. Wenn auch sehr kurz, geht das aber durchs Kabel. Ähm, bei zwölf Volt Geräten, also es gibt auch zwölf Volt Motoren, da ist der Anlaufstrom aber längst nicht so schlimm. Ich glau-- Da kommt man mit den zehn, 20 Prozent, äh, äh, sozusagen Reserve, die ich grad gesprochen hab, im Normalfalle gut hin. Und, ähm, das ist also bei zwölf Volt an sich nicht so das Thema. Aber Maximalleistung, ne. Also keine Ahnung, wenn ich 'n, wenn ich 'n Kühlschrank habe, dann hat der sicherlich eine Durchschnittsleistung, die er braucht.

Die ist spannend für den, äh, generellen Energieverbrauch, ja, wenn, um zu berechnen, wie autark ich sein kann. Aber ich brauch natürlich den Maximalstrom, den so'n Kühlschrank verbraucht, wenn er eben auf volle Pulle läuft und das, äh, beziehungsweise die Maximalleistung und darüber kann ich mir den maximalen Strom berechnen.

Okay.

Und das ist eigentlich schon, das, die, die ganze Schwierigkeit zum Thema Kabelquerschnitt. Warum ich's brauche, wie ich's berechnen kann, wie ich mir Gedanken mache, welchen, welchen Spannungsabfall ich haben will. Und wie gesagt, je, je mehr ich in die Produktion des Stroms komme, also Richtung Solaranlage und auch Speichern, Richtung Batterien, würd ich halt eher mit zwei Prozent rechnen. Man kann auch mit einem Prozent rechnen, aber das wird natürlich dann auch immer gleich entsprechend teurer, weil die Kabel natürlich gleich noch mal 'ne ganze Ecke dicker werden. Und je mehr Strom durchs Kabel geht, desto wichtiger ist es, dass es wirklich so kurz wie möglich ist. Das heißt, es bedeutet auch, dass man sich eben grade wenn man 'n Fahrzeug neu ausbaut, dass man sich sehr wohl Gedanken darüber macht, wo denn die einzelnen Hochstrom brauchenden Verbraucher sitzen. Also dass möglichst Batterie, Wechselrichter, Solarladeregler sehr nahe beieinander sitzen und dass möglichst war auch die Leitung, die von der Solaranlage kommen, möglichst kurz ist, die dann in Solarregler gehen.

Und da gibt's noch 'n paar Tricks. Ähm, da haben wir auch in der Solarfolge schon drüber gesprochen. Da brauchen wir jetzt nicht noch mal im Detail drauf eingehen, da ho-hört da noch mal rein. Aber das ist auch wichtig bei der Planung des Gesamtsystems, dass ihr wirklich die Sachen, die viel Strom verbrauchen, Ladebooster hab ich noch vergessen, dass die wirklich sehr, sehr eng beieinander sind, dass ich da wirklich sehr, sehr kurze Kabel hab. Was wir jetzt noch nicht besprochen haben, was eigentlich nicht für den Querschnitt wichtig ist, aber was für das Thema Sicherheit sehr wichtig ist, vielleicht noch mal kurz das Thema Absicherung oder Sicherung generell. Ähm, denn wenn ich entsprechende Kabel ziehe, sollte ich mir, oder verlege, sollte ich mir auch über die Sicherung Gedanken machen. Denn man, wie sagt man so schön, die Sicherung sichert das Kabel. Ja, die sichert nicht das Gerät, sondern die sorgt genau dafür, dass eben das Kabel nicht zu brennen anfängt.

Weil wenn zu viel Strom doch mal aus irgendeinem Grund übers Kabel geht und die Sicherung richtig dimensioniert ist, dann geht die einfach kaputt. Das heißt, der Stromfluss wird unterbrochen und es kommt eben nicht zur Überhitzung des Kabels und nicht zu 'nem Brand. Dafür sind Sicherungen gut. Und deswegen muss die Sicherung zum einen so nah wie möglich an der Stromquelle, also an der Batterie oder am Wechselrichter oder was auch immer sitzen, wo ihr das Ganze anschließt, ja, damit möglichst das, die mei... oder die längste Länge des Kabels gesichert ist und das Kabel oder die Sicherung muss zum Kabel passen. Das heißt, wenn wir jetzt ja grade schon geguckt haben, ich nehm mal wieder das Beispiel, wir schließen, ähm, mein, mein Ladegerät oder wir schließen 'ne zwölf Volt Dose an. Wir wissen, da soll als höchster Verbraucher dieses Ladegerät ran, das braucht acht Ampere.

Wir haben das Kabel jetzt berechnet. Ähm, dann kenn ich jetzt ja den Dauerstrom, ja. Der ist bei 8,33 Ampere, also können wir aufrechnen auf, auf achteinhalb oder mit 'n bisschen Reserve, ähm, kann man rechnen und ich würde tatsächlich hier mit 20 % Reserve rechnen. Das heißt, wenn ich jetzt 8,3, äh, mit 20 %, äh, oder 20 % drauf rechne, bin ich halt bei zehn Ampere. Das bedeutet, für mein System von diesem, von diesem, von dieser USB, äh, von dieser zwölf Volt Dose mit dem entsprechenden Kabel würd ich eine zehn Ampere Sicherung anschaffen und würde die zehn Ampere Sicherung an den Anfang des Kabels legen, also da, wo es quasi von der Batterie rausgeht. Und warum muss die, muss die Sicherung etwas höher sein als das Kabel? Na ja, wenn sie das nicht ist, dann ist Kabel und Batte, äh, und Sicherung immer unter Dauerlast und im Zweifel kann die Sicherung das Kabel nicht richtig schützen.

Deswegen brauchen wir halt ein bisschen mehr Sicherungskapazität, damit wir das auch nutzen können, weil die Sicherung soll ja wirklich erst bei einer weiteren Überlastung auslösen, ja. Weil, ähm, acht Ampere oder neun Ampere kann das Kabel mit Sicherheit ab und da wir 'n bisschen Reserve drin haben, kann's auch die, die zehn Ampere vermutlich noch ab. Aber da wir gesagt haben, nee, mehr als das soll nicht dran sein, also wenn über zehn Ampere quasi durchfließen, weil ich vielleicht zwei solche Ladegeräte angeschlossen habe über 'nen Verteiler, dann wird eben die Sicherung durchbrennen. In Wohnmobilen nimmt man meistens so Stecksicherungen, das sind so kleine, wie, wie Brücken sehen die aus. Ähm, da ist dann halt 'n Metalldraht, der durchbrennt und dann muss ich die halt entsprechend einfach ersetzen. Ähm, deswegen nimmt man die. Die kennt ihr auch aus 'm, aus 'm Fahrzeug, also sie sind halt auch in normalen Fahrzeugen sehr, sehr gerne verbaut.

Aber ist ja dann eigentlich nicht so schlau, wenn man die einfach nur ersetzt und nix am Setting ändert, ne. Wenn, also grade wenn es vielleicht mal öfter passiert.

Ja, also wenn das zwei, dreimal passiert, sollte man sich Gedanken machen, weil da hat man definitiv 'n Problem. Ähm, ich kann natürlich immer wieder die Sicherung raustauschen, ähm, aber wenn das natürlich häufig passiert, dann kann ich davon ausgehen, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. Und, ähm, was kann da nicht in Ordnung sein? Also tatsächlich, mein Kabel falsch berechnet, ja, es hat so 'n geringen Querschnitt, ähm, oder die Verbraucher brauchen doch deutlich mehr Strom, als ich gedacht habe, oder der Widerstand hat sich erhöht. Kann zum Beispiel passieren, wenn das Kabel, wenn die Isolierung des Kabels beschädigt ist, irgendwo zwischendrin Feuchtigkeit rangekommen ist, das Kabel korrodiert, ähm, dann verringert sich halt auch da die Leitfähigkeit. Es verringert sich unter Umständen sogar, ich sag mal, wieder die Anzahl der Fahrspuren, weil vielleicht einzelne, ähm, Adern des, des flexiblen Kabels nicht mehr richtig leiten.

Und, äh, dann kann es dazu kommen, dass eben ich auch hier wieder dann Wärme entstehen lasse, weil an der Stelle ein Stau entsteht. Oder auch Verbindungen, also wenn Kabel miteinander verbunden sind, auch an dieser Stelle hab ich natürlich 'n höheren Widerstand. Also das können dann durchaus Dinge sein, ähm, die dazu führen, dass meine Rechnung nicht mehr hinhaut und dass die, die Sicherung öfter dann mal kaputtgeht. Da sollt ich dann auf jeden Fall analysieren, warum das so ist, weil da hab ich auf jeden Fall 'n Problem, ne. Die Sicherung schützt mich, aber ist natürlich, also man sollte kein elektrisches System betreiben, äh, wenn man weiß, dass da 'n Problem ist, äh, und das Rausfliegen der Sicherung ist ja 'n Problem.

Ja, ist nämlich was, was ich immer wieder mal in Campinggruppen lese, dass dann dazu geraten wird, ganz viele Sicherungen mitzunehmen-

Mhm.

-weil die ständig rausfliegen. Und da hab ich schon gedacht, eigentlich, ähm, na ja, sollte man vielleicht mal genauer hingucken dann.

Es ist auf jeden Fall nicht optimal.

Okay. Du hattest ja vorhin schon mal das Multimeter angesprochen und jetzt auch die Sicherungen.

Ja.

Ähm, was wären denn noch so, ja, Equipment, äh, Teile, also Zubehörteile oder Tipps, die du auf jeden Fall unseren Leser, äh, unseren Lesern sag ich schon, unseren Hörerinnen und Hörern mit auf den Weg geben möchtest?

Ja, ähm, also als Erstes, ähm, übertreibt es nicht mit den Sicherungen als erster Gedanke. Also sprich, ich kann jetzt natürlich, ähm, was weiß ich, ich, ich, ich leg mir ein, ein langes Kabel durch mein Wohnmobil, wo ich dann halt verschiedene zwölf Volt Dosen, ähm, anklemme und ich kann da jedes einzelne, äh, entsprechend absichern. Ich kann die aber auch alle in Reihe schalten und halt eine Sicherung verbauen. Ne, da muss ich halt einfach nur drauf achten, dass ich entsprechend die Kabel richtig dimensioniere, dass ich die Sicherung richtig dimensioniere. Also, ne, man muss nicht tausend Sicherungen haben, weil das sind ja alles auch Fehlerquellen. Alles, äh, kostet Geld. Ähm, noch viel mehr bei zweihundertdreißig Volt. Da ist es noch viel wener, weniger notwendig. Nichtsdestotrotz würd ich nicht auf Sicherung verzichten und würde auch wirklich jeden, jedes, jeden Abzweig sozusagen, der von der Batterie weggeht, äh, absichern.

Aber wie gesagt, man kann die halt auch zusammenlegen und wie gesagt, immer so nah wie möglich an der Stromquelle absichern. Dann vielleicht noch die Verbindungen. Da hab ich schon die lustigen Sachen, lustigsten Sachen ge-gesehen und auch selber in meinen Anfangszeiten verbaut. Ganz beliebt die Stromdiebe. Ähm, weißt du, was 'n Stromdieb ist?

Nein, ich kenn nur Wasserdieb.

Ja, das hab ich mir gedacht. Also was ist 'n Stromdieb? Das, ähm, das ist erst mal etwas, das nutze ich, wenn ich, was weiß ich, ich hab in meinem, in meinem Fahrzeug 'ne Leitung, zwölf Volt Leitung und ich möchte da gern 'n Verteiler setzen und möchte, was weiß ich, an bestehendes LED-System noch 'ne weitere Leuchte, 'n weitere LED anschließen. Dann kr-, muss ich natürlich nicht unbedingt von der Batterie losgehen, sondern kann einfach an die nächste LED gehen und mich da ranklemmen.

Ich hab ihn grade gegoogelt, ich kenn ihn doch.

Ah, okay. Ja, also Stromdiebe, so 'n bisschen kleine alte Pfuschdinger, hab ich am Anfang auch verwendet. Das sind kleine Klemmen, ja. Die bohren sich quasi in die bestehende Leitung und haben die zweite Leitung angeschlossen und dann entsteht sozusagen wie so 'ne T-Verbindung. Und ihr könnt euch damit halt super einfach an so 'ne bestehende Leitung ransneaken. So ist so einfach wie's ist, so anfällig ist es auch, weil einfach das Thema ist, ähm, dass da eben zu Korrosion kommen kann, dass da keine richtige Verbindung stattfinden kann und es dann einfach an der Stelle Brandgefahr besteht. Und der bessere Weg ist, äh, einfach die Wago-Klemmen zu benutzen. Also auch das, wer, wer sich da nicht auskennt, einfach mal Wago-Klemme googeln. Ähm, da gibt es welche, ah, jetzt müsst ich natürlich, ich glaub, es sind die Zweihundertelber.

Jetzt muss ich grad mal selber gucken, was die richtige, nee, es ist nicht die Zweihundertelber.

Zweihunderteinundzwanziger?

Genau, die zweihunderteinundzwanziger Wago-Klemme. Ähm, die Wago-Klemme ist sozusagen die moderne Form der Lüsterklemme. Also Wago ist der Hersteller, der hat das Patent darauf und damit könnt ihr quasi einfach flexible Adern miteinander verbinden, und zwar lösbar. Also die haben so kleine, kleine Hebelchen. Also wenn ihr Wago zwei zu eins bei, bei der Suchmaschine eurer Wahl eingebt, findet ihr die. Die gibt's halt von, äh, eins zu eins, also wo ich einfach zwei Adern verbinden kann, bis hin zu Sechser oder ich glaub Zehner, wo ich also sechs oder zehn Adern miteinander verbinden kann. Die gibt's auch in so Sets mit verschiedenen Größen. Die gibt's auch im Chinamarkt als Raubkopie hab ich die schon gesehen. Ähm, letzten Endes sind die genial, weil ich kann halt die flexiblen, äh, Adern damit verbinden.

Ich muss nichts löten, ich muss auch keine Aderendhülsen anbringen, da komm ich gleich noch mal zu. Äh, das ist eigentlich so der moderne und schlauste Weg, um, äh, Kabel miteinander zu verbinden. Ähm, auch Lötstellen, ähm, würd ich nicht unbedingt machen, weil zum einen aufwendig, äh, und zum anderen, wenn ich irgendwo 'n Fehler mache, hab ich unter Umständen auch wieder Probleme, dass es sich auseinanderruckelt. Also die Wago-Klemme ist eigentlich der aktuell beste Weg, um einfach, äh, Leitungen miteinander zu verbinden. Abgesehen davon von Verdrillen und irgendwie mit, ähm, Isoband umwickeln. Ähm, ihr müsst immer dran denken, dass ich in so 'nem Campingfahrzeug ja Bewegung und vor allen Dingen Vibration habe und, äh, alles, was nicht wirklich richtig fest ist, eben dann irgendwann lose ist. Und wenn ich dann, äh, quasi keine feste Verbindung habe, können Lichtbögen entstehen und wir haben wieder Hitze, Brandgefahr, ne.

Das ist nichts, was jetzt jeden Tag passiert, aber die, so 'n Fahrzeugbrand ist irgendwie nicht schön und deswegen kann man das vermeiden, indem man zum Beispiel einfach die Klemmen einsetzt.

Wobei man sich auch manchmal ein bisschen wundert, wenn man Fahrzeuge, die man quasi fertig gekauft hat, wenn man da mal sich gewisse Leitungen anschaut, ähm, da wundert man sich auch manchmal, dass da nicht mehr passiert. Also ich weiß nicht, wie's, wie's so bei deinen Fahrzeugen war, die du schon in der Hand hattest, aber ich, also ich kann sagen, das, was ich schon gesehen hab, wo auch dann teilweise die, äh, Wasserleitung wirklich quasi auf dem Stromkabel geführt wurde und so und da denk ich immer so: „Hm, würd ich jetzt anders machen, selbst als Laie."

Also es war in unseren Fahrzeugen immer okay, abgesehen davon, was selber, äh, gebastelt wurde. Da kann ich mich, hab ich grad gesagt, auch nicht ausschließen, weil ich am Anfang eben auch da Dinge gemacht habe, von denen ich's nicht besser wusste. Ähm, aber das, was vom Werk kam, war eigentlich immer okay. Moderne Fahrzeuge hab ich mir tatsächlich angeguckt, hab aber auch die Meinung dazu, lest ich immer wieder in, in Campinggruppen, wenn, wenn Leute da so Fotos posten, was du so gemacht hast, ist manchmal schon seltsam. Ähm, ich mag's jetzt nicht bewerten. Es gibt letzten Endes Richtlinien, also müsste man dann sich noch mal die DIN-Norm dazu angucken und schauen, ob das alles so richtig ist. Vielleicht auch dazu noch mal: Also es gilt eigentlich das Gebot, zum einen 230 Volt und 12 Volt miteinander zu trennen. Also das heißt auch zum Beispiel Abzweigdosen, ne, nicht mit 12 Volt und 230 Volt zu mixen, sondern das getrennt laufen lassen, auch die, die Kabel getrennt laufen lassen und eigentlich auch, weil Wasser und Strom sich nicht gut vertragen, gebietet es eigentlich, ähm, da dann, dass man auch die voneinander trennt, weil ja auch Wasserleitungen durch etwas sein können, die ab und zu mal lecken aus irgendwelchen Gründen und dann Strom und Wasser vertragen sich auch einfach überhaupt nicht gut.

Ähm, aber da müsste man jetzt noch mal sich die Richtlinien durchlesen. Da weiß ich ehrlich gesagt gerade nicht, wie's mit Strom und Wasser ist, ob das geregelt ist. Falls es jemand weiß, gebt uns gerne mal 'n kurzen Kommentar dazu, dann können wir das noch ergänzen. Aber 230 und 12 Volt sollen auf jeden Fall oder müssen getrennt voneinander stattfinden. Jetzt will ich noch kurz was zu den Aderendhülsen sagen. Hört vielleicht auch der eine oder die andere das erste Mal. Ähm, wie der Name schon sagt, sind das eben Hülsen, die man ans Ende der Ader packt. Hab, also die werden mit einer Zange rangecrimpt, mit einer sogenannten Crimpzange. Ähm, das bedeutet letzten Endes, da wird also quasi einfach ein Endstück auf die Ader aufgebracht. Ähm, warum? Ganz einfach, weil die Ader ja flexibel ist und sich bewegt. Das heißt, ähm, die kann, wenn ihr zum Beispiel irgendeine Schraubverbindung habt, kann das keinen festen Kontakt eingehen, weil die Ader ja flexibel ist, ne.

Bei 'nem starren Kabel zu Hause, das kann ich einfach in irgendeine Sicherung wird das halt mit 'ner Schraub-, äh, Klemme sozusagen festgeklemmt und hält dann. Bei 'nem Campingfahrzeug hab ich das Problem, ich hab Vibration, Bewegung und ich hab eben flexible Kabel. Da würde das nicht halten, wird im Laufe der Zeit sich lockern. Was würde wieder passieren? Der Widerstand erhöht sich. Wo der Widerstand sich erhöht, entsteht Wärme. Ihr wisst, ne, mittlerweile, wie das funktioniert. Deswegen packt man da Aderendhülsen dran, ähm, crimpt sich sozusagen die Enden sauber. Das ist wie wenn man ein Stück Paracord nimmt und da mit dem Feuerzeug rangeht, dass die das Ende eben nicht mehr ausfransen kann. So 'n bisschen kann man sich das, äh, quasi, äh, vergleichen und dann kann man halt, hat man eine feste, ein festes Ende an dieser Ader und kann die halt irgendwo auch befestigen. Deswegen beim Kabel verlegen, ähm, wenn man selber macht, auf jeden Fall 'ne Crimpzange organisieren, auch 'ne ordentliche organisieren, nicht vielleicht die für zehn Euro, ähm, weil die häufig nicht sonderlich gut Verbindungen eingehen.

Da kann ich dann, wenn ich Pech habe, die Aderendhülse einfach abziehen. Das gibt also auch keine richtig feste Verbindung. Und so 'ne große Crimpzange für zum Beispiel Kabel und Batterien zu verbinden, die kostet auch richtig Asche beziehungsweise ab 'ner bestimmten Größe geht das dann nur noch mit, ähm, äh, mit, mit Hydraulik oder mit Pneumatik oder so was an, also mit, mit Kraftverstärkung. Die kann ich dann auch meist nicht mehr bezahlen. Lohnt sich auch nicht, aber da kann ich tatsächlich mittlerweile bei vielen Shops und Händlern auch fertig gecrimpte Kabel mir schon kaufen, also mit fertigen Endhülsen oder auch mit, mit anderen Enden, zum Beispiel mit, mit Ringenden, dass ich's halt irgendwie zum Beispiel an 'ne Batterieklemme ranbringen kann.

Da kannst du ja sicher, ähm, für 'ne normale ordentliche Crimpzange 'ne Produktempfehlung dann abgeben.

Muss ich mal raussuchen. Meine haben wir seit zehn Jahren im Wohnmobil liegen. Ähm, ich weiß nicht, ob's die noch gibt, aber können wir noch mal raussuchen. Ähm, wie sa-- Also meistens so 20, 30, 40 Euro ist eigentlich 'n Preisrahmen, der ganz gut funktioniert. Wie gesagt, ich, ne, wenn ihr sie kauft, dann crimpt mal 'ne Aderendhülse dran und dann zieht einfach mal richtig daran und guckt, ob die hält. Und wenn die hält, dann ist gut und wenn nicht, dann ist, habt ihr entweder die Zange nicht richtig bedient – auch das kann sein – ähm, oder ihr habt nicht die richtige Aderendhülse. Auch die gibt's in verschiedenen, äh, Durchmessern, Querschnitten. Oder die Zange ist halt einfach Schrott. Dann müsst ihr sie zurückgeben und umtauschen.

Und was würdest du sagen, muss man für 'n gutes Multimeter auf 'n Tisch legen?

Ja, da wollt ich jetzt noch was zu sagen, weil das war ja, wenn ihr euch an den Anfang erinnert, auch die Empfehlung an unsere Kollegin: „Hast du 'n Multimeter dabei?" Und ihre Antwort war: „Nein." Ähm, vielleicht ganz kurz: Was ist denn ein Multimeter? Also Multimeter ist letzten Endes 'n Gerät, mit dem ich verschiedene Dinge messen kann. Also Multimeter, da kommt der Name her. Ähm, wird meistens zur Strom- und Spannungsmessung genutzt, aber auch zur Widerstandsmessung oder ich kann auch 'ne Durchgangsprüfung machen. Erklär ich gleich alles noch mal. Und ich würd tatsächlich heutzutage mir so 'n, ein sogenanntes Zangenmultimeter anschaffen. Ähm, warum? Weil ich mit dieser Zange, die da dran ist, eben auch ganz einfach den Strom messen kann. Also ganz klein bisschen Erklärung: Um die Spannung zu messen, muss ich nur dieses Multimeter nehmen, muss das auf Gleichstrom, also im Wohnmobil auf Gleichstrom stellen, dann auf die nächsthöhere Einstellung zu 12 Volt.

Das ist meistens irgendwie 20 Volt. Ja, nicht die niedrigere, weil, äh, wir haben ja mindestens 12 Volt und wenn ich's auf 10 Volt stelle, wird's überlastet. Ähm, im besten Falle geht die Sicherung raus, im schlimmsten Falle geht's kaputt. Deswegen nächsthöhere, 20 Volt, 30 Volt, was auch immer. Ähm, und dann halt ich einfach an meinen Plus- und Minuspol die beiden Messpole vom Multimeter und kann die Spannung messen. Das kann ich sogar Ich möcht's jetzt nicht empfehlen. Ich hab ja gesagt, von 230 Volt Finger weg, ja, aber wenn ich's auf Wechselstrom einstelle, wenn ich, ähm, aus auf höher als 230 Volt einstelle, kann ich das sogar zu Hause an der Steckdose machen. Und dann seh ich, aha, da liegen, keine Ahnung, 220, 230 Volt an. Ähm, im Wohnmobil auch gar kein Problem, aber um den Strom zu messen, muss ich es nicht quasi an Plus und Minus halten, sondern es muss, ich muss es zwischen Verbraucher und Stromquelle, also quasi, äh, dort einschleifen.

Und da das immer 'n bisschen anstrengend ist, gibt's diese Zangenmultimeter, weil da halt ich nur die Zange an das Stromkabel ran und es misst mir relativ zuverlässig die, den Strom, der da durchgeht. So, die liegen preislich, ich sag mal so, ohne Zange liegt so 'n Multimeter bei, ich sag mal, 'n okayes bei 20 Euro, ähm, 'n gutes Zangenmultimeter bei 40 bis 50 Euro in etwa. Mehr brauch ich jetzt für das Wenige, was ich im Wohnmobil habe, nicht. Aus meiner Sicht ist es fast genauso 'n wichtiges Utensil, grade wenn mein Fahrzeug älter ist. Bei 'nem Neufahrzeug vielleicht nicht unbedingt, aber bei 'nem, äh, gebrauchten Fahrzeug, was schon 'n bisschen älter ist, ist es an aus meiner Sicht genauso wichtig wie 'n Wagenheber oder, ähm, ein, ein, äh, Ersatzreifen zum Beispiel, weil ich halt doch ab und zu mal was am Stromsystem habe und dann kann ich das halt einfach super einfach messen und checken.

Äh, ich kann auch Durchgangsprüfungen machen. Also ich kann damit auch halt 'n Kabel durchmessen, ob das quasi irgendwo kaputt ist zwischendrin. Ich kann schnell 'ne Sicherung damit checken, ähm, auch wenn's dafür noch mal einzelne Messgeräte gibt. Und ich kann eben auch gucken, welche Ströme laufen. Wenn ich irgendwo 'n Verbraucher habe, von dem ich nicht weiß, wie viel, äh, Strom oder Leistung er quasi hat, dann kann ich auch das messen, wenn's im Betrieb ist. Also das aus meiner Sicht 'ne gute Geschichte. Ich verlink, ich such mal eins raus, ich verlink das mal mit in den Show Notes, ähm, genauso wie ich noch mal an der Crimpzange gucke und das mit reinpacke. Also das sind, also Crimpzange, wenn ich viel dran mache und Aderendhülsen sinnvoll, 'n paar Wagoklemmen sind sicherlich sinnvoll und 'n Multimeter ist für mich, wie gesagt, bei einem älteren Fahrzeug absolut wichtig, weil mit Strom hat man immer mal irgendwie was, dass irgendwo was nicht geht und dann kann man halt grad bei zwölf Volt Systeme im Wohnmobil einfach an Plus und Minus halten, einstellen und ich seh sofort, da ist Strom dran, da ist keiner dran und dann kann ich halt weiterforschen.

Ja, ist auf jeden Fall 'ne gute Investition. Wir haben auch eins.

Und vielleicht noch ein ganz wichtiger Punkt: Wenn ihr selber ausbaut oder euer, euer Stromsystem erweitert, dann zwei Gedanken, die wichtig sind. Zum einen Kabel beschriften. Ähm, entweder ihr schreibt's aufs Kabel, was bei dünnen Kabeln meist nicht funktioniert, oder ihr packt halt irgendwie so 'ne Kabelbeschriftungstülle daran und/oder ihr macht euch 'n Stromlaufplan, also dass ihr dokumentiert auch, welche Kabel wo sind. Mag euch aus heutiger Sicht nicht so spannend vorkommen, aber wenn ihr in fünf Jahren noch mal rangeht, äh, dann ist es hilfreich zu wissen, was ich mir damals überlegt habe. Und wenn ihr das Fahrzeug verkauft, kann das auch durchaus ein wertsteigerndes, äh, oder 'ne wertsteigernde Wirkung haben auf den Neubesitzer, weil wenn da Dinge dokumentiert sind, hilft das ihm ja auf oder ihr auf jeden Fall auch. Ja, jetzt hab ich 'n trockenen Mund.

Ja, ich hab aber noch, ähm, eine letzte Bitte an dich.

Mhm.

Ähm, wir haben ja vorhin schon darüber gesprochen, dass 12 und 230 Volt, ähm, getrennt werden muss. Also, ähm, du hattest jetzt gesagt, nicht an dieselben Anschlüsse drangepackt werden, aber, ähm, ich hab jetzt noch mal grade ganz kurz in unseren Artikel reingespickert. Da steht auch drin, äh, dass sie nicht im selben Kabelkanal verlegt werden dürfen und nicht in denselben Verteilerdosen. Genau.

Ja.

Und dabei ist mir jetzt, sind mir noch mal zwei andere wichtige Punkte aufgefallen, die wir jetzt so noch nicht erwähnt haben, die ich aber auch, äh, gerne unseren Hörerinnen und Hörern mit auf den Weg geben würde. Ähm, aber wenn du jetzt schon, äh, dein Stimmchen schonen möchtest, dann würde ich das einmal kurz vortragen.

Dann los.

Und zwar, ähm, Kabel, die eben durch Blech- oder Kunststoffdurchführungen gehen, müssen noch mal mit 'ner Kabeldurchführung gesondert geschützt werden wegen der Vibrationen und Bewegungen, die es eben bei 'nem sich bewegenden Fahrzeug, äh, immer geben kann. Und, ähm, ja, durch diese Vibrationen und Bewegungen und den Kontakt zum Material können eben, äh, die Kabel an den Kanten sich so 'n bisschen aufreiben, Isolierung beschädigen und das kann dann wiederum zu Kurzschlüssen oder auch Bränden führen. Und noch mal ganz wichtig, das ist für uns absolut klar, aber vielleicht für Einsteiger nicht so, dass durch den Gaskasten keine Kabel geführt werden dürfen, ähm, wegen der damit zusammenhängenden Brand- und Explosionsgefahr.

Also das bitte immer beachten, der Gaskasten, da sollte man möglichst wenig dran machen generell.

Außer ich hab zum Beispiel so 'n EISEX, dann hab ich da 'n Kabel drin, aber dann ist es auch ganz speziell explosionsgeschützt. Also das, dafür gibt's Ausnahmen, ja. Wenn das Ganze für den Gaskasten explizit ausgelegt ist, weil's explosionsgeschützt ist, wie auch immer, dann funktioniert das, aber ansonsten ist es generell 'n wichtiger Tipp. Ja, auf jeden Fall.

Sehr gut. Dann, äh, sag ich dir schon mal vielen Dank, dass du heute die Folge quasi mehr oder weniger alleine gestemmt hast. Nächstes Mal gibt's dann auch von mir wieder 'n paar produktive Beiträge. Aber ja, Technik ist nun mal dein Gebiet.

Ja, gebt uns auch mal 'n Feedback, wie so eine aus, also schon sehr technische Folge für euch ist. Ob, also, ne, also jemand, der jetzt mit 'nem neuen Fahrzeug unterwegs ist und nicht selber ausbaut, für den ist das oder für die ist das vielleicht nicht so spannend. Sagt uns mal, wie ihr das wahrnehmt. Also weil das interessiert uns halt auch. Ähm, können wir öfter mal so was machen oder lieber nur einmal im Jahr oder gar nicht mehr? Das, ne, also gebt uns da gerne mal auch 'n kurzes Feedback. Das würde uns sehr, sehr freuen. Ansonsten hoff ich, dass ihr was mitnehmen könnt und, und wenn es einfach bei 'nem älteren Fahrzeug ist, okay, ich nehm mir 'n Multimeter mit, weil dann muss ich beim nächsten Mal nicht wegen jedem Kram in die Werkstatt fahren. Also es sei denn, ihr seid fein damit oder ihr habt auch einfach keinen Bock, euch mit Strom beschäftigen, weil das ist auch zwölf Volt können gefährlich sein, hab ich ja gesagt, auch wenn sie relativ ungefährlich sind.

Auch das ist völlig in Ordnung. Ähm, dann habt ihr jetzt aber zumindest so 'n bisschen Ideen, ähm, auf was ihr achten müsst und ihr müsst euch auch nicht unbedingt dann X für 'n U vormachen lassen, wenn da doch mal dann ein Experte euch was vom Pferd erzählen will, ähm, weil auch Experten machen Fehler. Sind ja am Ende auch nur Menschen und ich hoffe, dass ihr da was mitnehmen konntet. Ja, ähm, wir hören uns zur nächsten Episode nächste Woche wieder. Bis dahin, ja. Ciao.

Und nicht vergessen, uns zu abonnieren und natürlich uns auch gerne gut zu bewerten. Danke schön, bis denne. Tschüss.

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