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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und ausnahmsweise heute mal wieder ohne Sebastian, aber dafür mit weiblicher Verstärkung hier im Studio. Ich hab Lilly bei mir. Lilly ist eine YouTube- und Podcast-Kollegin und Musikerin und über soziale Netzwerke kennen wir uns schon etwas länger, aber jetzt haben wir uns auf dem letzten Caravan Salon auch endlich mal persönlich kennengelernt, fanden uns sympathisch und Lilly hat auch ganz interessante Geschichten zu erzählen und deswegen habe ich sie mir heute ins Studio eingeladen. Herzlich willkommen, Lilly. Stell dich doch bitte einmal kurz selber vor. Wer bist du? Was machst du? Und vor allem, wo findet man dich online?
Ja, hi erst mal an alle. Hallo Nele, vielen Dank für die Einladung. Ich hab mich riesig gefreut, zumal ja dieses Thema echt super interessant ist. Ich liebe es, darüber zu quatschen. Und, ähm, ja, ich bin Lilly Marleen. Mein Künstlername ist Lilly Marleen Rankin oder Lilly Rankin. Ich hab, bin Musikerin und Podcasterin mittlerweile auch und, äh, ja, hab Musik produziert, CDs produziert, ähm, viele Musiker auch schon in Projekten produziert und hab, ähm, komme aus dem Bereich Pop und Klassik und, äh, hab zuletzt dann auch ein großes Klassikprojekt gemacht mit meiner Kinderhilfe. Ich hab noch eine Kinder- und Jugendhilfe, die nennt sich, äh, Soul Help und da hab ich auch 'n tolles Projekt mit, äh, Jugendorchester produziert, ja, was man auch online finden kann.
Einfach unter meinem Namen googeln und da kommt man schon zu allen möglichen, äh, Kanälen. Also auch auf Spotify, überall findet man mich eigentlich.
Ja, vielen Dank. Und wir beiden sprechen aber heute gar nicht über das Thema Musik, was ja eigentlich sonst dein Leben sehr stark, ja, beeinflusst und bereichert, sondern du bist natürlich auch Camperin und wir quatschen heute über das Thema Alleinreisen im Minicamper. Ja, und das hat mich halt besonders interessiert, weil das ja irgendwo auch so 'n Stück weit zwei Extreme verbindet. Also einmal du als Frau alleine. Wir kommen auch gleich noch dazu, dass du nicht immer nur alleine unterwegs bist und warst, aber, äh, darauf fokussieren wir uns heute. Und natürlich dann im Minicamper auf diesem sehr kleinen Raum und da werd ich dich heute mal so richtig ausquetschen. Erzähl doch vielleicht am Anfang noch mal unseren Hörerinnen und Hörern, wie genau du campingtechnisch unterwegs bist.
Also ich bin, äh, Campinganfängerin, obwohl ich schon seit, ähm, mehr als, ähm, zweieinhalb Jahre, drei Jahre campe. Ich bin dazu gekommen durch meine kleine Hündin, die Lilichen. Ähm, sie ist leider schon verstorben, aber trotzdem hat mich das, ähm, ja, weiter da gebracht, dass ich eben doch campe und bleibe dabei. Ich bin zum Minicamper gekommen, ein, ähm, Marco Polo. Und, ähm, der Grund war einfach, ich hab mir genau überlegt, was, wie ist mein Campingverhalten mit meiner kleinen Hündin. Und ich wollte eigentlich, äh, ursprünglich nur City-Campen mit ihr machen. Sprich also aufgrund ihrer, äh, Gebrechlichkeiten schon ihres Alters, ähm, war einfach, äh, vieles nicht mehr so möglich und dann dachte ich: Wie schaff ich das, dass ich, äh, 'n ganzen Tag draußen sein kann und trotzdem in 'ner Umgebung bleibe, mal zum Wald fahre und sie versorgen kann?
Das war mir das Wichtigste, ne. Wie kann ich ihr ihr Essen machen und so weiter. Und da bin ich dann drauf gekommen, so 'n kleiner Camper wär doch gar nicht so schlecht. Und den hatte ich dann als City-Camper gedacht.
Und dann kam's 'n bisschen anders. Dann warst du ja doch auch anderweitig unterwegs damit, ne?
Genau, also es ist dann wirklich, also mit der kleinen Lilly hab ich tatsächlich, äh, hauptsächlich City-Campen gemacht, bin dann zweimal nach Thüringen gefahren, hab dort mal irgendwie Tagesausflüge gemacht oder mal 'ne Übernachtung, hab aber gemerkt, dass es mit 'ner älteren Hündin, gebrechlichen Hündin doch schon schwierig ist, ähm, und trotz der Versorgung. Aber als, als ich dann alleine unterwegs war, ähm, da war das dann natürlich, waren dann schon größere Reisen möglich und, äh, dann hatte ich auch, ähm, einen Partner, mit dem ich dann praktisch noch weiter reisen konnte, weil natürlich als Frau alleine, hm, da ist man doch 'n bisschen gehemmt. Nicht jede Frau, aber ich war 'n bisschen gehemmt, weil ich halt auch 'n Anfänger war. Und, ähm, dann sind wir tatsächlich, ähm, spontan, äh, auch nach Frankreich gefahren. Ich bin auch nach Kroatien gefahren, da war ich allerdings alleine mit der Familie und auch rein Campingplatz.
Und ansonsten, ähm, ja, kann ich echt nur davon, äh, schwärmen, mit 'nem Minicamper durch die Welt zu fahren. Also das ist wirklich toll. Man hat alles dabei, man fällt nicht auf, ähm, man kann sogar duschen. Ich hab ja 'ne Küche drin in dem Marco Polo, ich hab 'ne Dusche hinten drinne, ähm, ich kann autark, ich hab 'ne Toilette mir, ähm, ja, dazu geholt und ich muss echt sagen, also ich, es fehlt an nichts bei so einem Minicamper. Man ist völlig autark unterwegs.
Wir werden uns im Laufe des weiteren Gesprächs beiden Aspekten so 'n bisschen widmen, also dem praktischen Aspekt: Was hast du an Ausrüstung dabei? Wie gestaltest du deinen Alltag und so weiter. Aber wir haben auch gesagt, wir wollen 'n bisschen über die psychologische Komponente sprechen, weil das was ist, was ja auch, ähm, viele Alleinreisende betrifft. Natürlich, wie du gesagt hast, auch viele Frauen. Ich kenn durchaus aber auch Männer, die da so 'n bisschen Hemmungen haben. Da geht's dann weniger um Sicherheitsbedenken als vielmehr so 'n bisschen um die Angst vor Einsamkeit. Und ja, da haben wir gesagt, da, äh, thematisieren wir das heute mal so 'n bisschen zweigleisig. Womit möchtest du denn gerne anfangen? Fangen wir mit der, mit der Ausrüstung und der Au, dem Ausbau an oder gehen wir direkt in die Tiefe und quatschen über die Psyche?
Na, wir, wir können ja erst mal die Ausstattung machen, um das so 'n bisschen einzuleiten, damit wir nicht gleich so, ähm, ja, in die Tiefe gehen. Vielleicht einfach erst mal das Leichte, ne.
Genau, das, das wird auch wahrscheinlich ziemlich schnell abgehakt sein, denk ich, weil das soll ja heute auch gar nicht unser Schwerpunkt werden.
Mhm.
Wie hast du denn deinen, äh, Minicamper innen gestaltet? Also war der schon ausgebaut? Hast du den selber ausgebaut? Wie schläfst und wohnst du da?
Genau, also mein, mein Minicamper war so weit fertig. Also ich, ich hätte normalerweise einen Minicamper gekauft, den ich mir selber ausstatte, weil ich baue auch gerne Möbel und, äh, das wär genau mein Ding gewesen, den auszustatten. Ich hab unzählige Videos geguckt, wie man so ein Fahrzeug ausbaut, aber ich hatte halt nicht die Zeit, ähm, und deswegen hab ich mir einen vollfertigen, äh, Camper gekauft, äh, mit Küche. Also ich hab 'n Herd, ich hab 'n Kühlschrank, ich hab 'n Abwaschbecken, ich hab, ähm, 'ne Dusche hinten drin. Ähm, so. Ich hab 'ne Heizung natürlich, Diese-Dieselheizung, Klimaanlage. Al-also ist alles drin. So, ich hab 'n Bett unten und ich hab ein Bett oben mit 'nem Aufstelldach. Von daher war der, das Fahrzeug eigentlich abfahrbereit. So, und dann hab ich mich halt eingelesen, was brauche ich alles?
Und das war halt, ähm, das Wichtigste war 'ne Toilette. Und, ähm-
Mhm. Versteh ich.
Das, das war für mich das Allerwichtigste, weil das gehörte mir für mich zum autark dazu. Ähm, weil ich bin halt nicht der Typ, der irgendwie in Wald geht oder so und, ähm, und ich hab auch keine Lust, auf Ta, auf Tankstellen zu gehen. Und deswegen war für mich ganz wichtig, was für eine Toilette brauche ich. Und dann hab ich mir genau überlegt, hab mir alles Mögliche angeguckt. Ähm, damals, also vor drei Jahren gab's noch nicht diese, ähm, Verschweißer-Toiletten. Ähm, da kam grade die Boxio raus. Kennt ihr bestimmt.
Ja, haben wir auch.
Und das war so ein Highlight. Die hab ich mir dann auch gekauft. Ich bin nicht so ganz klar gekommen damit.
Ja.
Aber, ähm, ja, ne.
Kann ich unterstreichen. Bin ich auch nicht.
Genau, genau. Und deswegen, äh, ich hab mich, hab mich dann weiter belesen und so und bin dann im Endeffekt zu 'ner Klapptoilette mit, äh, Tüte, ne, so. Aber, ähm, es hat funktioniert. Inzwischen gibt's ja auch diese Verschweißer-Toiletten. Da gibt's so 'ne ganz tolle. Ich weiß nicht, darf man die Namen nennen?
Ja, du darfst die Namen nennen, klar.
Ja, Leosiel zum Beispiel. Ich hab sie noch nicht, aber die ka... bin ich, also ich hab sie ja auf den Messen gesehen. Richtig toll, die kann man ei, ähm, einklappen. Aber das war für mich das Wichtigste. Und dann hab ich natürlich das, das, das ganze Campinggeschirr und so hab ich mich dann... Ich hab keine Rücksicht genommen auf Gesch, auf Gewicht. Ähm, dadurch, dass ich 'n Minicamper hab und der 'n zulässliches Gesamtgesicht-Gewicht von drei Komma fünf Tonnen hat, hatte ich also Luft. Ich hatte total Luft, ne. Das ist natürlich das Schöne an so 'nem Fahrzeug, äh, da brauchst du dich eigentlich nicht so sorgen. Und dann hatte ich halt, äh, Klamotten, ähm, dann ja Badzeug, Duschzeug, dann hab ich mir 'n, ähm, 'n Sonnenschirm gekauft, weil ich keine Markise wollte. Ähm, Stühle hatte ich dabei, 'n Tisch. Also so dieses Übliche und, ähm, ja, das, das war eigentlich, ja, und das war alles.
Und dann hab ich noch 'n mobilen, äh, Campingkocher mir zugelegt, weil ich wollte eigentlich nicht so unbedingt drinnen, ähm, kochen, weil das Fahrzeug ist, äh, sehr ausgestattet mit Stoff und so weiter. Und da war, das war mir nix. Ich hab zwar Wasser so aufgewärmt, ne, für meine Kleine. Das hab ich anfangs noch gemacht, aber jetzt so richtig kochen wollte ich also nicht. Deswegen, ähm, hab ich immer alles rausgestellt und dann hab ich halt draußen gekocht. Und ja, das war also schon, ähm, so meine Grundausstattung und natürlich auch das Kabel, ne, also Verlängerungskabel und Kabel für, für die, für 'n Landstrom. Mmh, aber ansonsten, ja, das war's eigentlich auch schon groß.
Also wenn du das so beschreibst, dann stellt sich, stellen sich mir zwei Fragen. Die eine Frage ist mit Sicherheit schnell beantwortet: Wo, ähm, ist denn deine Küche eingebaut? Das hört sich jetzt so an, als wär die quasi im Fahrzeug und ich kenn das eher so, dass die Küchen im Heckbereich sind und man dann quasi draußen kocht.
Mhm. Also bei den, ähm, Fahrzeugen wie, ähm, VW Busse und Marco Polo und dann gibt's, ähm, noch etliche Fahrzeuge mittlerweile von den Firmen, äh, die haben die Küche praktisch schon auf einer Seite drin.
Mhm.
Ähm, ne, die s..., also meine Küche ist auf der linken Seite. Ich komm praktisch durch die Schiebetür rein und dann ist gegen, also gleich, äh, gradezu die Küche über den ganzen Bereich des, ähm, hinteren Sitzbereiches. Und da ist dann eben aufgeteilt, ähm, die ganze Abwaschbecken, Herd und der Kühlschrank. Von daher, ich hab also sozusagen, wenn ich dort sitze und, äh, was ge-gewerkelt hab an der Küche, dann hab ich mir entweder hab ich mir einen kleinen Stuhl hingestellt, dann konnt ich halt sitzen, weil es ist ja Minicamper, man hat ja keine Stöhö, Stehhöhe. Oder ich hab halt das Dach hochgemacht und dann konnt ich halt auch drin stehen. Das war auch prima.
Und jetzt hast du ganz viel erzählt, was du so an Ausstattung dabei hast. Da, ähm, hab ich mich jetzt gefragt: Wo kriegst du das alles unter?
Ja, das ist gar nicht so viel. Also ich hab, äh, zum Beispiel, ähm, 'n Sitzhocker mir angeschafft, wo ich was reinpacken kann, ne. Und, ähm, dann hat der Marco Polo sehr viel Stauraum. Ähm, der hat auch Schränke oben. Dann unter der Sitzbank ist 'n großes Fach. Ähm, dann hatte ich mir noch, ähm, so 'n paar Sachen hingestellt, wo ich also was reinmachen kann, mm, die dann mit 'm Deckel drauf, das gleichzeitig als Treppe benutzt, wenn ich nach oben gehe. Also alles, was ich benutzt hab, war auch gleichzeitig Stauraum. Da bin ich einfach ins Bauhaus gegangen und hab mir so, ähm, Kisten gekauft, Holzkisten, ne. Also ja, das hat funktioniert. Und hinten hab ich einfach, ähm, auch Plastik, ähm, Kisten mir besorgt mit, äh, Öffnung nach vorne, dass ich, wenn ich also hinten den Kofferraum aufmache, dass ich also praktisch vorne rankomme und nicht von oben ran muss.
Also da war schon 'n paar Sachen waren schon tricky, dass ich auch mich durchgetestet habe, wie's dann am besten funktionell ist. Weil wenn ich auch drin schlafe in dem Fahr-Fahrzeug, dann hab ich halt, ähm, mir das so gebaut, dass ich von innen alles machen kann, dass ich bloß nicht irgendwie raus muss nachts oder so, ähm, weil es könnt ja sein, dass ich irgendwo stehe und dann- Kann ich da nicht anfangen rumzuwerkeln, ne. Ähm, und von daher, ja, so war das eigentlich relativ praktisch gebaut.
Wie lang ist denn der Marco Polo? Weil ich gerade überlegt habe, ob wir da wirklich noch von 'nem Minicamper sprechen können oder ob wir nicht schon, äh, eigentlich das, äh, das Wort Campingbus dafür verwenden sollten.
Ja, also man sagt zu diesen Fahrzeugen ja eigentlich Mikrocamper. Minicamper würde ich eher so 'n Caddy n-benennen.
Genau.
Ne. Und, äh, die Mikrocamper sind halt, ähm, schon eben, d-also das Fahrzeug ist über fünf Meter lang und zwei Meter breit, mit Öhrchen zwei Meter zwanzig und, ähm, das, also fünf Meter vierzehn, glaube ich, ist die Länge. Ich pass auf normale Parkplätze rauf, gar kein Thema, ne. Aber ich hab schon, also ich hatte mal die ganzen Sitze rausgenommen innen drinne, weil ich für die Lilli wollte ich das, ähm, ähm, praktisch noch mal 'n bisschen mehr Raum schaffen, hab die Sitzbank rausgenommen und das war wirklich ein Wahnsinnsraum, den ich da hatte, ne. Über zwei Meter, äh, Lauffläche. Wenn ich das Dach hochgemacht hab, hatte ich da wirklich also 'n total tollen Wohnraum und dann habe ich mir so vorgestellt: Ach, ich könnte hier so 'n Sessel reinmachen, den ich als, äh, Schlafsessel auch hätte und so.
Also das ist schon, ist schon 'n großes Fahrzeug, aber es gilt halt als Mikrocamper, weil es, es ist die Einstiegsklasse, denke ich mal jetzt-
Mhm.
zum Campingfahrzeuge, ne. Aber die, die Minicamper sind eigentlich diese Caddys. Genau.
Genau, dann, dann, ähm, bleiben wir vielleicht auch bei dem, bei dem Begriff Mikrocamper oder, oder Van. Ähm, ich hab nämlich gerade gedacht, der ist ja, der ist ja sogar 'n Stückchen größer als unser eigener, ähm, Bus und da sag ich halt immer so Kleintransporter oder Campingbus oder so dazu.
Ja, die VW-Busse sind tatsächlich, äh, kürzer. Es gibt ja die Langversion und die kurze Version. Das ist dieser Radstand, ne, wo man hinten noch praktisch vom Hinterreifen dann noch mal, äh, so 'n, ich weiß gar nicht, vielleicht vierzig Zentimeter hat, ne, vom Hinterreifen und das ist dann die Langversion. Und das macht's dann schon aus, ne, diesen Platz. Weil das sind die Kisten, die dort hinten stehen, ne, die ich da, wo du gefragt hast, wo ist denn da der Platz, ne, im Vergleich zu euren. Das sind die, das sind diese vierzig, fünfundvierzig Zentimeter, die ich da noch als Langversion habe.
Ja, das, das merkt man schon. Ich meine, unsere ist vier fünfzig, aber nicht-
Auf jeden Fall.
äh, VW-Bus, sondern unser, ähm, Citroën Jumpy. Das ist ja auch, fällt ja auch in diese Klasse mit rein. Ja.
Ja.
Ähm, spielt aber jetzt auch gar nicht so die große Rolle, ob, ob das Fahrzeug jetzt, äh, 'n bisschen größer oder kleiner ist, sondern uns geht's ja in erster Linie um das Thema Solo-Reisen. Und da hab ich natürlich ganz viele Fragen, weil das hab ich bis auf mal zwei Tage irgendwo mal hingefahren und übernachtet noch nie gemacht im Camper.
Ach, mhm.
Und ja, da schießt mir jetzt als Erstes natürlich beim Thema Frau alleine das, die Sicherheit in den Kopf. Und da würde ich mich mal gerne mit dir austauschen, was ich auch schon mit anderen alleinreisenden Frauen getan hab und sehr unterschiedliche Antworten bekommen habe.
Mhm.
Fühlst du dich, wenn du alleine unterwegs bist, sicher?
Also ich kann's eigentlich mit 'nem klaren Ja beantworten. Ja, das fühle ich. Ähm, nun hab ich natürlich jetzt nicht diese großen Reisen, Auslandsreisen gemacht, die jetzt in die weite Ferne gehen, ne. Das hab ich natürlich nicht gemacht. Ähm, ich war hauptsächlich im deutschsprachigen Raum unterwegs. Kroatien hab ich, äh, auf 'm Campingplatz gemacht. Also da braucht man gar nichts zu sagen von der Sicherheit her. Und, äh, Colmar beziehungsweise Frankreich war ich mit meinem Partner unterwegs. Also von daher, ähm, ich hab mich immer sicher gefühlt und wenn ich jetzt mit meinem Fahrzeug alleine unterwegs bin, also ich, äh, kann mi-dem nix sagen, dass ich da irgendwie Ängste hab. Natürlich, äh, fahr ich bestimmte Gegenden nicht an oder Parkplätze.
Also ich hab zum Beispiel viel gehört über, ähm, Tankstellen. Hm, da bin ich 'n bisschen vorsichtiger, aber gar nicht mal wegen mir, sondern wegen meinem Fahrzeug.
Mhm.
Also mein, mein, mein, meinen Bus, äh, oder ich sag mal meinen, meinen Campingvan, den, äh, schließe ich immer an. Ich möchte jetzt hier gar nicht sagen, was ich alles anschließe, aber ich hab drei, ähm, ähm, Sicherheitsschlüss, ähm, ähm, Schlösser, die ich, also grundsätzlich immer ranmache und das ist eigentlich das Einzige. Wegen mir mach ich mir eigentlich gar keinen Kopf. Ich glaub, die würden mich auch zurückbringen.
Würdest du dich generell eher als 'nen mutigen und so zuversichtlichen Menschen, äh, beschreiben oder bist du schon jemand, der Risiken sehr gründlich abwägt?
Mh, ich würde mal sagen, also ich bin schon sehr locker. Ähm, ich hab so 'n, so 'n, ich verlass mich voll auf meine Intuition und meinen Blick dafür, wo ich mich sicher fühle. Ähm, und von daher mach ich mir da eigentlich gar keinen, gar keinen Kopf so. Aber wie gesagt, ich gucke schon sehr da drauf, wo ich mein Fahrzeug abstellen kann. Und wenn ich merke, hier ist mein Fahrzeug nicht so sicher, dann lass ich das auch. Und dann brauche ich über mich ja gar nicht mehr nachdenken, weil mein, mein Fahrzeug, es, es sagt mir schon: Hier kann ich stehen. Weil ich will's ja auch mal alleine lassen, wenn ich mal irgendwie da was besichtige oder so. Ähm, und ja, da, da achte ich schon sehr drauf. Also ich, von daher, ich mach mir eigentlich gar nicht so 'n Kopf dadrüber, aber ich gucke schon sehr genau, wo ich meine, mein Auto stehen lassen kann.
Und bist du auch schon mal in 'ne Situation gekommen, wo du richtig Schiss bekommen hast?
Hm, nein. Also das hatte ich noch nie gehabt. Hm. Und ich hab auch schon, äh, in 'ner Dunkelheit gestanden, auch auf 'ner Tankstelle. Ähm, oder wo war ich denn mit der kleinen Lilly? Im Wald war ich auch schon mal. Mmm, da hab ich mir eigentlich... Nee, also das hat, ich hatte diese S-Situation noch nie. Zum Glück.
Schön.
Ja.
Also mein ich jetzt, mein ich jetzt gar nicht sarkastisch.
Ja. Mhm. Ich hab viel, viel, äh, Videos geguckt und hab natürlich mich auch, ähm, dementsprechend auch vorbereitet, dass wenn ich alleine unterwegs bin, ne, auf was muss ich achten? Ähm, aber ich muss sagen, es hat mir nicht so viel gebracht. Ähm, ich hab dann auch irgendwann aufgehört, die, diese Videos zu gucken, weil mich, weil mich die einfach auch verunsichert haben und, ähm, mich auch so 'n bisschen davon abgehalten haben, einfach auch, ja, da irgendwo hinzufahren.
Ja, und man muss ja auch so 'n bisschen im Hinterkopf behalten auch, ähm, für euch da draußen, die uns hier zuhören, dass ja oft die Videos auch 'n bisschen reißerisch gestaltet sind, weil man natürlich auf Klickzahlen aus ist, ne. Da muss man auch immer so 'n bisschen vorsichtig sein, was ist da wirklich passiert oder welche Situation hat's da wirklich gegeben und was wird vielleicht auch 'n bisschen aufgebauscht zugunsten der, ähm, der Aufrufzahlen. Von daher. Und es ist 'n bisschen so, wie wenn man Krankheiten googelt. Wenn man natürlich einmal anfängt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, dann bekommt man auch bei YouTube und, und Instagram und sonst wo nur noch solche Sachen reingespielt, weil der Algorithmus entsprechend drauf reagiert und dann sind es natürlich auch meistens die allerschlimmsten Geschichten. Die kommen mit Sicherheit auch mal vor, aber meinen Erfahrungen nach und auch so, was ich gehört hab, wir sind ja sehr viel in der Community unterwegs, äußerst, äußerst selten, wenn man normale Touren macht, wo man mal frei steht, wo man mal auf Campingplätze geht, wo man mal, ähm, irgendwo auf Wohnmobilstellplätzen vielleicht auch alleine steht.
Da, also ist mir kaum bekannt, dass da überhaupt mal irgendwas vorgekommen ist. Und die Geschichten, die man halt immer wieder hört und wo wir auch regelmäßig vor warnen, ist, dass man einfach auf Rastplätzen übernachtet, und zwar ganz unabhängig davon, ob man alleine unterwegs ist oder auch zu zweit oder mit der Familie, weil's da eben immer wieder Überfälle gibt, auch die angeblichen oder tatsächlichen Narkosegas- oder sonstigen Gasüberfälle. Und da ist wirklich schon sehr, sehr viel passiert. Da warnt auch die Polizei vor. Deswegen macht es einfach nicht und dann könnt ihr euch, glaub ich, auch relativ entspannt mehr oder weniger überall aufhalten, natürlich auch immer von der Sicherheitslage des Reiselands abhängig.
Mhm. Und, äh, eine Sache ist natürlich noch zu sagen, wenn man so einen Mikrocamper hat mit Aufstelldach, ne. Also ich hab nicht immer oben geschlafen. Äh, grade wenn ich alleine war, hab ich also so gut wie gar nicht oben geschlafen. Ähm, einfach weil ich kann nicht kontrollieren, ne, ob da oben, da irgendwie an dem Zelt irgendwas ist oder so. Ähm, und ich bin halt da als Frau da, hab ich dann doch, ähm, ne, mir gesagt: „Nee, das mach ich nicht. Ich kann unten schlafen, da bin ich einfach sicherer." Und, ähm, von daher da, da muss man dann natürlich auch abwägen, ne: Wo mach ich das Aufstelldach hoch? Und das kann man halt in Wohngebieten würd ich eher nicht empfehlen, weil es, ähm, natürlich auch, ähm, andere Anhö-- An, ähm, Anwohner auch sehen und, ne, dass da gecampt wird, dass da geschlafen wird.
Gut, man kann es immer wieder dann begründen: „Ja, ich, ne, ich wollte die Fahrtüchtigkeit wieder, ähm, herstellen. Ich konnte nicht mehr weiterfahren" und, ähm, das, das kann man natürlich mit einer Nacht mal machen. Aber ich hab zum Beispiel in Frankfurt, wo wir 'n Freund besucht haben, äh, da war 'ne Sackgasse und dann haben wir uns dort mit dem Camper hingestellt und haben da mehrere Tage genächtigt mit Aufstelldach. Da hat niemand was gesagt. Ganz im Gegenteil, ich hatte sogar den Eindruck, dass die Anwohner das toll fanden. Ähm, ich hab dann den Camper auch umgedreht, hab dort auch geduscht und so. Natürlich alles mit, ne, ähm, Respekt natürlich auch von... Ich hab da nicht irgendwie, ne, da irgendwie Seifen benutzt, sondern wirklich einfach nur abgeduscht, weil es war Hochsommer, es war sehr warm und das hat funktioniert. Also das, ähm, da sagt dann auch keiner was, ne.
Man muss einfach immer vom Gefühl her abwägen und so: Wo kann ich, ähm, stehen? Wo ist das okay? Wie lange kann ich hier stehen? Und, ähm, wie gesagt, man kann auch die sicheren Plätze immer auch vom, vom Gefühl her ertasten. Und da denke ich mal, wenn, sind wir Menschen schon sehr intuitiv. Natürlich die Tiere auch. Aber ich sag mal, das kann eigentlich jeder, wenn, wenn man einfach mal reinhorcht, ne, wenn man mit seinem Camper eine Weile unterwegs ist, dann sowieso. Dann bekommt man auch ein Gefühl dafür, für die Mitmenschen und für, für die Umgebung und so. Und von daher einfach drauf verlassen und nicht jetzt vorher irgendwie Videos zu gucken und sagen: „Oh Gott, ich trau mich jetzt nicht." Und grade als Frau einfach, ja, auf die, auf das Bauchgefühl hören. Wir Frauen haben sowieso 'n sehr starkes Bauchgefühl.
Ja, wir haben das auch bei uns als goldene Regel. Also wenn einer sich irgendwo nicht wohlfühlt, dann wird da nicht gestanden und fertig.
Ganz genau. Ganz genau.
Und da wird auch nicht diskutiert, warum nicht, weil je mehr man dann versucht, das zu rationalisieren, desto mehr macht man seinen eigenen Instinkt auch oder bringt ihn zum Schweigen und das ergibt überhaupt keinen Sinn. Ähm, das ist tatsächlich bei, bei uns ist es häufiger mein Mann, der sagt: „Nee, hier nicht", ähm, weil er natürlich auch durch, durch Mexiko anders sozialisiert ist, was das Sicherheitsempfinden angeht. Und er guckt auch viel mehr Sachen als ich, ne. Wenn, wenn wir zusammen unterwegs bin, ich bummel da manchmal durch die Gegend und bin so in Gedanken oder guck irgend'nem Vögelchen nach und er hat halt immer die Augen überall und, ähm, nimmt alles wahr und nimmt alles in sich auf. Und ja, da muss man dann auch Rücksicht drauf nehmen und weiß Gott, wofür das auch schon gut war, dass, dass da so... Ich, ich sag immer, ähm, liebevoll, so 'ne leichte Paranoia ist dann sicherlich bei ihm da, auch wenn wir in Europa unterwegs sind.
Aber natürlich hier in Mexiko verlasse ich mich absolut komplett auf ihn, weil da, obwohl ich seit 20 Jahren hier unterwegs bin, ähm, gibt's einfach Situationen, die ich immer noch nicht richtig interpretieren kann. Und da ist es einfach wichtig, dass da einer dann die Augen drauf hat.
Mhm. Ja, auf jeden Fall.
Wenn man so unterwegs ist wie du und w-, ja auch wie wir teilweise, vor allem wenn wir in Mexiko sind, dann, ähm, spielt ja auch Minimalismus und so die, die Reduktion aufs Wesentliche eine Rolle. Ich hab jetzt schon gehört, dein Fahrzeug ist sehr gut ausgestattet, also sogar mit Dusche und allem. Von daher, ähm, bist du jetzt ja, musst du ja nicht komplett auf einen gewissen Komfort verzichten. Aber man muss sich natürlich auf dem relativ kleinen Raum schon so ein Stück weit einschränken. Und da würde mich mal interessieren: War das für dich einfach quasi ein notwendiges Übel, weil du eben lieber mit so einem kleineren Fahrzeug unterwegs sein möchtest und unauffällig und so weiter? Oder spiegelt das schon auch so ein bisschen deine Lebenseinstellung wieder oder vielleicht auch irgendwas dazwischen?
Das ist eine gute Frage, Nele. Ähm, auf jeden Fall, ähm, kann ich nur jedem empfehlen, damit man nicht das falsche Fahrzeug kauft, was ja oft auch vorkommt. Also ich hab mich einige Jahre mit Camping beschäftigt und bin dann irgendwann, ähm, zwei Jahre bevor ich das gekauft hab, habe ich mich wirklich explizit, ähm, damit beschäftigt: Was habe ich für ein Reise- und Campingverhalten und was für ein Fahrzeug würde zu mir passen? Und da bin ich wirklich, äh, ganz, ähm, genau, habe ich mir so Liste gemacht und so wie, ne, was möchte ich gerne, wo möchte ich stehen? Ähm, wie viel Pla-Platz brauche ich? Was möchte ich für eine Ausstattung haben? Und, und da bin ich halt darauf gekommen, dass ich bin der Campingtyp Mikrocamper oder dieser Campingbus-Typ.
Und, ähm, und daher war das eigentlich eine ganz normale Sache für mich, dass ich das Fahrzeug luxuriös ausstatte, weil das mag ich einfach. Ich mag einfach Komfort haben, aber der Raum von der Größe her ist mir lieber klein, als wenn ich's groß habe. Weil ich, ich hab, äh, in meinem Steinhaus wohne ich ja schon relativ üppig, ne. Also wir haben 'ne ganz normale Wohnung, aber, äh, wenn man jetzt, jetzt, im, im, für, als Campingbereich vergleicht, dann ist es natürlich ziemlich viel Raum, was ich im Steinhaus habe, ne. Und von daher, ähm, ich wollte einfach, ähm, raus in die Natur, gar nicht so viel Hindernisse haben, gar nicht so viel Wege haben, um rauszukommen. Und da war für mich der Mikrocamper genau ideal. Ich mache die Tür auf morgens und werd praktisch ja rausgeschubst aus meinem Wagen, ne, aus meinem Fahrzeug.
Weil ich hab nicht so viel Raum, dass ich da jetzt, äh, den ganzen Tag dort drinnen hocke und, ähm, da mache und tue. Ich muss raus, ich muss die Tür aufmachen. Ich hab Kontakt zu Menschen. Äh, die kommen dann da hin. Das ist nicht weit, ne. Die sehen mich gleich, die können reingucken, die stellen Fragen. Und, äh, von daher, ähm, war das für mich genau das perfekte Fahrzeug und ich hab's bisher nicht eine Minute bereut, dass ich ein kleines Fahrzeug hab. Ähm, also ich hab auch vorher 'n Caddy, ähm, hab ich mich auch mit beschäftigt, ob das vielleicht auch mein Ding wär, aber da fehlte mir doch ein bisschen mehr Raum. Ähm, und, und von daher, also ich hab genau das Richtige getroffen und es passt optimal zu mir von der Größe her. Größer möchte ich keinen Campingbus haben oder keinen Van haben.
Dann lieber so wie jetzt, äh, angeschafft, einen Wohnwagen. Aber der Bus selber, der darf nicht größer sein. Ich bin auf-- Wirklich, Nele, ich muss noch mal sagen, ich bin auf vielen Messen und hab immer wieder geguckt und geliebäugelt: Na, vielleicht jetzt, weil, ne, durch meinen Partner wollen wir vielleicht doch irgendwie ein großes Fahrzeug, dann haben wir irgendwie das ein bisschen besser, dann brauchen wir keinen Wohnwagen und so. Aber ich kann mich damit nicht anfreunden. Ich brauche als Wohnfahrzeug brauche ich ein kleines, knuffiges, überschaubare, äh, kleine, ja. Also das brauche ich einfach wie so eine Puppenstube.
Zum Thema Wohnwagen kommen, kommen wir später noch mal. Das ist ja auch 'ne ganz interessante Geschichte. Ähm, ich finde aber, du hast gerade einen ganz wichtigen Punkt angesprochen, bei dem ich immer sehr zwiegespalten bin, weil ich kenne ja jetzt nun wirklich seit vielen Jahren beides. Ähm, Wohnwagen sowohl relativ klein als auch dann, äh, in der aktuellen Version für uns sehr üppig und eigentlich, ja, fast schon zu groß, kann man sagen. Und dann aber das ganze Thema Reisen im Campingbus. Und ich bin da wirklich total zwiegespalten-
Mhm.
-weil ich zum Beispiel ein Mensch bin, der oft sehr introvertiert ist. Also ich kann super auf Leute zugehen und, und quatschen und Hallo, dies, das, Bierchen trinken auf'm Campingplatz und Leute durchs Fahrzeug führen und was, was nicht alles, ähm, da schon so passiert ist. Da haben sich auch teilweise schon Freundschaften entwickelt. Es gibt aber auch Situationen und Tage, wo ich wirklich, ähm, wie soll ich das ausdrücken? Also fast schon menschenscheu bin. Und das liegt gar nicht an den Personen, sondern das ist wirklich bei mir ganz innen, dass ich dann alleine sein muss und, und dass ich dann am liebsten keine Kontakte haben möchte und keinen Small Talk haben möchte. Und da kommt mir natürlich das dann zugute, wenn du so 'nen Wohnwagen hast, wo man auch nicht so reingucken kann, ne, sondern wo man sich dann auch einfach zurückziehen kann.
Und ja, findest du das manchmal auch, oder empfindest du das manchmal auch als Belastung, dass du dann gezwungen bist, mit Leuten ins Gespräch zu kommen?
Also der, mhm, wenn ich den, den Van alleine benutze, dann ist der schon recht groß für mich. Also ich kann da, rein theoretisch kann ich den ganzen Tag da drin und, äh, beschäftige mich, ne. Ich kann da schreiben, ich kann da essen, ähm, ich kann auf Toilette gehen, ich kann-- Gut, duschen muss ich nach draußen gehen, aber im Grunde genommen, ich kann das Dach hoch machen, kann da schlafen. Also ich brauche eigentlich keinen Kontakt, wenn ich dann auch mit diesem Fahrzeug unterwegs bin, alleine. Zu zweit ist es was anderes. Zu zweit machst, musst du die Tür aufmachen, da muss mal einer rausgehen, ne. Nichtsdestotrotz, ähm, auch mit dem Van kann man, wenn man 'n bisschen introvertiert ist, kann man auch gut auskommen, finde ich. Ähm, also ich finde, man sollte wirklich überlegen. Ich hab auch diese, äh, dieses Hin und Her gehabt, äh, bevor ich den Wohnwagen gekauft hab, ähm, lieber doch 'n größeren Van oder eben ich lass es ganz oder hol ich mir nur 'n Anhänger, ähm, der irgendwie auch sehr praktisch ist und so, wo ich auch mein Motorrad vielleicht mit reinschieben könnte.
Und dann hab ich aber doch gedacht: „Hm, nee, also wenn ich mir schon was Zusätzliches hinzu fü-fügen möchte zu diesem Campingverhalten, dann muss es auch wirklich 'n Wohnraum sein, wo ich auch leben, arbeiten kann, Tür zumachen kann, wo ich schlafen kann, 'n großes Bett hab, nicht bauen muss." Das ist ja der Hauptpunkt, ne. Du musst ja in dem kleinen Van immer bauen-
Immer
... hin- und herschieben. Ähm, und das hat mich dann auch sehr genervt zu zweit. Also alleine ging's so einigermaßen, aber zu zweit ist dann schon, hm, da geht viel Zeit drauf. Man kann nicht einfach, ähm, ja, aufstehen und dann, ne, geht man mal 'n ganzen Tag. Ich muss es dann auch irgendwie aufräumen, das Fahrzeug, weil das ist ja 'n Chaos. Und von daher, das ist halt schön an 'nem Wohnwagen, du hast dei-deinen Raum und du musst halt nix bauen, ne. Das ist toll. Aber ansonsten find ich so 'n, so 'n Minivan oder 'n Mikrovan hast du auch deinen Space, w-wo du keinen Kontakt haben brauchst zu anderen. Wenn du die Schiebetür zulässt, da kann ja kaum einer reingucken. Also ich hab verdunkelte Scheiben und, ähm, da kommt dann auch keiner und klopft irgendwie, ne und sagt: „Da kann ich mal gucken." Ne, das geht erst, wenn die Tür auf ist, erst dann gucken die Leute rein.
Und selbst da hab ich dann auch manchmal, wenn ich mit meiner Hündin meine Ruhe haben wollte, weil sie natürlich dann auch mal, m-mal schlafen sollte und so, dann hab ich 'n Vorhang vorgemacht oder so 'n Netz und dann haben die Leute auch gesehen, okay, ne, die wollen ihre Ruhe haben und gut ist. Das ist möglich, auf jeden Fall. Das, da muss man eigentlich nicht, äh, zurückschrecken und sagen: „Ah, ich hab 'n Mikrocamper, keinen, ähm, ne, keine Zurückgezogenheit, weil ich muss halt immer raus." Nee, das brauchst du gar nicht. Also du kannst dich da auch den ganzen Tag aufhalten.
Das geht natürlich aber auch erst ab so 'ner, ab so 'ner Vangröße, weil wie du vorhin schon gesagt hast, im, im Caddy, also in den klassischen Minicampern – ich nenn jetzt immer beispielhaft Caddy, da gibt's natürlich auch viele andere. Ähm, die dürfen sich auch gerne bei uns melden und uns sponsern, wenn wir sie auch erwähnen sollen. Ähm, nein, Scherz beiseite. Da hast du natürlich dann nur deine Liege und maximal noch was, äh, so 'ne Sitzfläche, aber du kannst halt nicht dich da wirklich bequem aufhalten. Aber das, was du beschreibst, geht natürlich auch nur, wenn es nicht so heiß ist, weil ansonsten wirst du bei der, bei der geschlossenen Tür wirst du ersticken darin.
Ja, man hat schon die Möglichkeit, auch mehrere Fenster aufzumachen. Ähm, du kannst ja das Dach hochmachen. Ähm, hinten hast du 'ne Klappe. Also beim Marco Polo ist das so, du ha-- man hat hinten auch 'ne Heckklappe, die man aufmachen kann komplett. Das ist auch richtig toll. Du hast Seitenscheiben. Also das geht schon, ne. Ähm, aber klar, du hast natürlich mit dem Wohnwagen doch eher die, die leichtere Version der Zurückgezogenheit, die du nutzen kannst. Das auf jeden Fall. Ne, weil das ist wie 'ne Wohnung und da, da hat man einfach auch viel mehr Bewegungsraum und so. Man muss sich eigentlich gar nicht einschränken. So 'n Wohnwagen ist schon toll. Deswegen hab ich mich auch dafür entschieden, weil das ist, also 'n Wohnwa-Wohnwagen ist einfach 'n, 'n Apartment, das du dabei hast, ne. Und da-
Ja, und ist ja auch 'ne tolle Kombi. Also ist ja im Grunde das, was wir auch gemacht haben, Wohnwagen und Campingbus und dann hast du die absolute Flexibilität und kannst immer mit dem losstarten, wonach dir gerade ist.
Ja, und mit 'm Wohnwagen ist das auch so. Also ich hab mir auch schon einige Sachen überlegt. Manche haben mir gesagt: „Ah, du wirst es bereuen, weil du musst halt den Wohnwagen immer irgendwo abstellen" und, und das ist dann irgendwie so 'n bisschen wie so 'ne Last. Und, ähm, aber ich mach mir da gar keinen Kopf. Also erst mal, wenn der an meinem Fu-Zugfahrzeug dran bleibt, dann gilt das Park, äh, das Parken von meinem Zugfahrzeug. So ist schon mal das Erste. Ne, für einen Tag könnt ich da mal am rechten Fahrbahnrand irgendwo stehen und, äh, das einfach dranlassen, Punkt. Da brauche ich gar nicht irgendwie nachdenken. So, und dann könnt ich ja auch, ähm, 'n Campingplatz anfahren, mein Apartment ab, äh, koppeln, das da, ne, einmieten und dann fahr ich mit meinem, äh, W-Wohn-Wohnmobil, ähm, weiß ich, zu 'ner Burg hoch und mach da zwei Tage mit meinem Partner und übernachte da auch und hab Spaß und freu mich dann, wenn ich wieder zurückkomme und dann einen Komfort habe und nicht bauen muss und nicht in ein Meter zehn breites Bett schlafen muss.
Ähm, das ist eigentlich gemacht dafür, ne, dass man die beide Seiten hat, ne.
Ja, ist ja genau das, was wir auch so machen, ne. Wir haben ja auch den Wohnwagen dann öfter mal irgendwo stehen und fahren mal 'n Wochenende irgendwo hin, wo man eben nicht mit Wohnwagen hin kann.
Super.
Und haben dann aber unser Büro, unser, unsere Eigentumswohnung sozusagen dann wieder parat, wie du sagst.
Ja, auf jeden Fall.
Wie ist denn das Alleinreisen für dich ganz persönlich? Also ich hab ja vorhin schon angedeutet, ähm, bei mir ist das 'n bisschen ambivalent mit Menschen. Fällt's dir leicht und hast du eigentlich überwiegend auch Lust, auf fremde Menschen zu-zuzugehen? Oder sagst du, allein reisen ist für mich super, weil ich bin sowieso lieber für mich? Wie ist es so, wie ist, wie ist da deine Herangehensweise, deine Stimmung?
Ja, also ich bin 'n Typ eher, dass ich, ähm, extrovertiert bin. Dadurch, dass ich auch Musikerin oder auf Bühnen, äh, bin, ähm, bin ich doch eher extrovertiert. Aber ich hab auch diese Seite. Natürlich als Künstlerin ist man auch introvertiert. Man braucht mal 'n Rückzug, man muss mal, äh, für sich sein, weil man ja immer dann auch im Fokus ist und das wird bei dir auch so sein. Du bist halt immer im Fokus und von daher ka-- verstärkt sich dann natürlich auch, äh, das Gefühl mal wirklich, dass niemand guckt, dass niemand mich anspricht und so weiter. Das, das hat man natürlich dann noch mal spezieller, ne. Also, ähm, ich hab das auch, ähm, wenn ich viel auf Bühnen war und, und viel, ähm, praktisch auch Podcasts gemacht hab oder mit vielen, ne, praktisch wo ich immer wieder mich zeigen musste und so, dann hatte ich das auch verstärkter Dass ich eher so introvertiert war.
Ähm, aber jetzt ist das so 'ne gute Mischung und ich muss sagen, also ich f-fahre lieber dorthin und parke lieber dort, wo viele Menschen sind, wo ich viel sehe, wo es wuselt. Das macht mich irgendwie kreativ, macht meinen Kopf kreativ, äh, wo ich mit Menschen in Kontakt komme, die mich auch ansprechen, die auch in mein Fahrzeug gucken wollen und wo ich dann auch, äh, ich hab schon, äh, drei Leute, äh, ein Pärchen und, äh, zwei einzelne dazu gebracht, die sich einen Marco Polo gekauft haben. Die sind wirklich auf mich zugekommen und haben gesagt: „Vielen Dank, Lilly, wir haben uns tatsächlich 'n Mar, Marco Polo gekauft, weil wir, du hast den so toll vorgestellt und wir waren so überzeugt und wir haben so eine Freude mit dem." Also ich rede gerne mit Menschen und, ähm, äh, leg denen auch das Camping nahe. Ich bin da so völlig auch frei und, und, äh, glücklich auch, wenn ich dann campe, ne.
Das ist irgendwie... Also da bin ich doch eher extrovertiert als intro und bin froh, wenn ich auch, wenn Menschen auf mich zukommen.
Also Mercedes, äh, hört gut zu. Die Lilly, ähm, könnte auch Werbung für euch machen in bezahlter Form und hat auch einen Podcast und alles. Also, ja, einfach kontaktieren. Mm, findest du dann auch immer Anschluss oder gibt's auch Momente, wo du gerne in Kontakt wärst, aber irgendwie die Leute nicht so drauf anspringen?
Ja, es gab auch, ähm, Parkplätze, wo es nicht so möglich war und wo ich mir dann schon gewünscht hätte, dass mehr Publikum da ist. Also nicht mein Publikum, sondern Publikum, was dann eben drumherum, äh, da ist oder rumläuft oder weiß ich irgendwie. Ähm, aber das Gute ist halt, mit diesem Art von Fahrzeugen kannst du halt dir wirklich aussuchen, wo du stehst. Und wenn du merkst, hm, hier ist irgendwie, ist mir zu tote Hose, ist mir zu ruhig, ich brauche mehr Menschen, dann fahr ich halt woanders hin, ne. Ich kann mit dem überall stehen. Ich bin, hab mit dem schon, äh, vor meiner Lieblingspizzeria gestanden, hab 'n Freund eingeladen, hab gesagt: „Komm, wir, ne, essen Pizza", weil ich, ne, meine Kleine, die meine Hündin, die konnte halt nicht mehr so viel dann machen. Und dann hab ich halt gesagt: „Kommt zu mir", ne, und wir können-- dann haben wir Eis gegessen, haben wir, äh, Kaffee getrunken.
Die sind dann mit ihrem Kaffeekuchen in mein Fahrzeug gekommen. Wir haben vor dem, vor dem, äh, Café gestanden, Tür auf, Dach hoch. Ähm, also da bin ich dann, da entscheide ich dann schon, dass ich sage: „Oh nee, heute brauche ich irgendwie Menschen. Ich brauche irgendwie Wuselei um mich herum und, äh, was mich mehr kreativ macht", dann fahr ich direkt mitten rein, ne. Also ich fa-fa-, bin auch, äh, auf Bauhaus, äh, Plätzen oder ich sag mal nicht Bauhaus nicht, aber, ähm, Baumärkte-Plätze gefahren, äh, weil erst mal brauchte ich irgendwas. Bin dann noch mal rein, hab irgendwas gekauft und dann hab ich da draußen auf dem Parkplatz rumgewerkelt damit, ne. Und und hab mich gefreut, hab mir noch 'n Kaffee geholt, hab mir Frühstück geholt, Dach war oben und es war super.
Wie lustig. Das ist wirklich diametral das Gegenteil von dem, was ich mache. Bei mir ist es eher immer so, wenn wir mit dem Bus unterwegs sind, also dass wir dann immer gucken: Oh nee, da sind aber sehr viele Leute. Nee, dann lieber irgendwo, wo's ruhiger ist und am liebsten ganz alleine irgendwo am Strand oder so. Ist es so. Aber das, das ist ja genau das Schöne auch bei solchen Campingformen, dass man das eben komplett individuell für sich entscheiden kann und auch immer wieder nachjustieren kann. Wenn's dann Tage gibt, wo du sagst: „Da hätte ich gern Gesellschaft", oder du sagst: „Da hätte ich gern weniger Gesellschaft", ähm, dann kann man das ja auch quasi taggenau für sich anpassen und kann sich dann seine Stellplätze aussuchen.
Auf jeden Fall. Und das kann man mit jedem Fahrzeug machen, bin ich der Meinung, also auch mit größeren Fahrzeugen. Ähm, und, und auch wenn man 'n Wohnwagen hat, kann man das machen. Man muss halt von sich aus 'n Mensch sein, der auch flexibel ist, ne. Also diese Flexibilität gehört natürlich auch mit rein: Ähm, wie gestalte ich mir mein, mein Camping? Also und, und dadurch, dass das Camping eigentlich spontan ist, also zumindest bei mir, ich hab ja keine Kinder, keine Familie, wo ich dann immer planen muss, nur vier Wochen Zeit habe im Jahr, dann muss es der Campingplatz sein, weil, ne, anders hab ich die Möglichkeit nicht. Aber wenn man halt, ähm, ungebunden ist, dann kann man jeden Tag neu entscheiden, wo man hin möchte. Und das ist diese Spontanität, die wir, die wir mit Camper uns auch bewahren sollten.
Das macht ja dieses Camping auch aus, weil sonst kann ich auch ins Hotel, dann buche ich da die zwei Wochen, dann bin ich dort.
Ja, also ich hab jetzt schon so rausgehört, dass du gerne unter Menschen bist, viel unter Menschen bist, auch keine Probleme hast, auf Leute zuzugehen. Wenn du jetzt aber alleine ja unterwegs bist und von deiner Persönlichkeit her sehr extrovertiert bist, vielleicht auch Leute ansprichst von dir aus, ähm, könnte ich mir vorstellen, dass das vielleicht auch bei manchen Männern, sage ich jetzt mal, ähm, oder auch Frauen, die gerne Frauen mögen, vielleicht falsch aufgefasst werden könnte. Also wie, wie schaffst du das, dass du, ähm, auf Leute zugehst, aber gleichzeitig auch so 'ne gesunde Distanz bewahrst, dass dann nicht irgendwas, äh, irgendwelche falschen Erwartungen geweckt werden zum Beispiel?
Ja, also das ist tatsächlich, ist auch 'ne sehr gute Frage. Ähm, es ist tatsächlich so, dass ich es, ähm, nicht so mache, dass ich, äh, auf Männer zugehe sowieso gar nicht, weil, mm, ich bin eh schon 'n Typ, der so, ähm, ja, von Männern angeguckt wird oder eben auch, ähm, ja, auch mal angesprochen wird. Das passiert einfach ziemlich oft und von daher, ähm, also erst mal mach ich, mach ich das nicht, dass ich Männer einfach anspreche. Es sei denn, ich hab irgendwie, brauche Hilfe oder so. Ähm, aber ansonsten mache ich das nicht. Und höchstens wenn da mal 'n Pärchen vorbeiläuft und die gucken so, ne. Oft ist es so, dass Pärchen vorbei und die gucken rein oder die Kinder kommen dann von denen und gucken so ganz, äh, gespannt rein und dann sage ich dann schon Ja, das ist 'n Camper und wollt ihr mal gucken oder, ne, da kann man auch oben schlafen.
Und dann, äh, mach ich das eben so, ne. Einfach immer übers Camping, immer über das Fahrzeug. So kommt eigentlich der Kontakt. Also anders ist, ist, ist selten Kontakt und ich bin eigentlich, wenn ich auch als Frau allein unterwegs bin, ähm, bin ich auch sehr, ähm, zurückhaltend, was Männer angeht, die mich dann dort ansprechen. Also ich unterhalte mich mit denen. Also die kommen natürlich öfters, ähm, sprechen: "Oh, das ist aber 'n schönes Auto", oder so. Und, ähm, dann sind sie natürlich interessiert erst mal daran. Aber ich beschränke das immer auf das Campingfahrzeug und, ähm, bin da sehr zurückhaltend, was da die Bekanntschaft irgendwie angeht. Das mach ich ei..., grundsätzlich nicht.
Und, ähm, also für mich ist das natürlich alles viel leichter, weil ich bin mit meinem Mann unterwegs und ich kann auch Männer ansprechen theoretisch, ne, weil die sehen ja, die ist mit ihrem Kerl da. Und ich glaub, dass dann eben gar nicht so 'ne, so 'ne falsche Erwartungshaltung entsteht. Aber wenn dich jetzt jemand anspricht, was ist so für dich der Moment, der entscheidet, ob du dich mit der Person und eigentlich auch schon fast egal, ob Mann oder Frau, aber nicht ganz ehrlich gesagt, weil not all men, but always men. Ähm, w-wo entscheidest du dich, ob du mit der Person weiter sprechen möchtest und wie ziehst du dann für dich auch 'ne Grenze, wenn du für dich entscheidest, nee, lieber nicht?
Also erst mal ist die Tages-, äh, zeit auch, ne, spielt auch 'ne große Rolle. Also abends zum Beispiel würde ich das gar nicht, ähm, ähm, zulassen. Also da mach ich meine Tür zu und gut ist. Ne, also das mach ich nicht. Hm und dann, also das ist auf jeden Fall das, das Erste, ne. Also am Tage kann man gerne, ähm, mal quatschen und, ähm, wie gesagt, alles, was um das Fahrzeug herum betrifft, da bin ich, ähm, sehr gesprächig und da, ma-, äh, rede ich auch gerne im Fluss, ne, mit demjenigen. Und wenn der dann auch noch irgendwie Ahnung hat und auch noch Interesse hat, dann ist natürlich das toll. Aber ich merke dann irgendwann, ähm, wenn ich, also wenn es praktisch dann doch in, in, in die Richtung geht, derjenige möchte mich dann irgendwie näher kennenlernen und so, dann, hmm, dann bin ich wahrscheinlich genauso wie du.
Ich bin da sehr introvertiert, da bin ich sehr zurückhaltend, ähm, weil ich bin nicht als Camperin unterwegs alleine, um einen Mann kennenzulernen. Also das bin ich einfach nicht. Ich bin mit mir und meiner Welt und im Camping bin ich glücklich und, ähm, da will ich eigentlich gar keinen Mann groß kennenlernen. Also das, so ist bisher immer mein Verhalten, mein Campingverhalten gewesen und, ähm, ich ha-, also, also es mangelt überhaupt nicht daran, dass ich, äh, jemanden kennenlerne. Das ist es nicht. Ähm, aber trotzdem, b-beim Camping bin ich einfach beim Camping und dann, da bin ich gar nicht irgendwie so darauf verpischt, jemand kennenzulernen. Was natürlich vielleicht, wenn es jetzt jemand hört, sagt er: "Na ja, Moment, also das ist doch die größte Chance überhaupt, ne, dass man, äh, jemand kennenlernt, der die gleichen Interessen hätte", ja. Aber, hmm, wenn ich als Frau allein unterwegs bin, da, ähm, mach ich dann doch schon ganz schön Abstriche auch, ähm, wo ich jemanden kennenlerne und wie.
Wie gesagt, am Tage ist es gar kein Problem, ne, wenn ich dann auch in Gespräche, ähm, verwickelt werde, sage ich jetzt mal, wenn derjenige mich unbedingt kennenlernen möchte. Aber da hör ich wirklich auf mein Bauchgefühl und, und auch in welche Gegend ich bin. Also, hmm, das muss 'ne Gegend sein, wo ich auch mich sicher fühle, weil wenn ich da eben noch 'n paar Tage stehen möchte, dann hab ich natürlich keine Lust, ne, dass ich da irgendwie dann doch abends flüchten muss, wenn ich den sehe und ich wollte gar nicht. Also da muss man schon, also da hab ich 'n gutes Bauchgefühl und, äh, bisher hat einfach das alles gepasst und die, ähm, Männerwelt hatte auch immer, äh, Respekt und, ähm, ich hab da gar keine schlechten Erfahrungen gemacht. Also überhaupt nicht.
Jetzt haben wir ja schon ganz viel darüber geredet, was du am Alleinreisen schön findest. Ähm, was würdest du denn sagen, was du auch im Bezug auf Reisen als Paar, weil du ja beide Seiten kennst, vielleicht am Alleinreisen toll findest? Also so im direkten Vergleich. Ne, ich, also mir fällt jetzt zum Beispiel, mir fallen so Punkte ein, wie dass man halt, ähm, komplett für sich selbst entscheiden kann und, und nicht Rücksicht auf die Bedürfnisse von jemand anderem nehmen muss und solche Geschichten. Wie, wie ist das für dich?
Also Alleinreisen find ich insofern sehr schön, weil ich bin halt 'n sehr kreativer Mensch und ich werkel total gerne rum. Ähm, ich baue auch gerne rum, äh, ich, äh, gestalte gerne rum und das kann ich natürlich, wenn ich alleine unterwegs bin, kann ich natürlich da, äh, richtig frei sein, äh, und stelle mein, mein Fahrzeug einfach immer wieder mal um. Also ich m-m-mach dann den Sitz nach vorne, dreh den um, teste irgendwie alles aus, ma-, bau irgendwie 'ne Couch, äh, dann räum ich hinten den ganzen Kofferraum aus und gucke: Ach Mensch, irgendwie könnt ich das doch noch mal 'n bisschen anders machen. Oder, ne, also ich, ich bin so was wie am Rumwerkeln an dem Fahrzeug. Ähm, dann kümmer ich mich, weiß ich, um die Reifen, dann guck ich in Motorraum, dann mach ich so. Also dann mach ich den sauber.
Und also ich hab an dem Fahrzeug so viel zu tun, dass ich-- Das ist eigentlich so die größte Freude, dass ich mich mit dem Fahrzeug viel mehr auseinandersetzen kann, als wenn ich zu zweit reise.
Ist auch da-darin unterscheiden wir uns komplett. Das wär das Allerletzte, was ich machen würde, wenn ich irgendwie quasi Langeweile hätte. Das, da-- Tausend Sachen, die mir einfallen würden, die ich lieber machen würde, als mein Fahrzeug zu saugen. Aber es, es ist so schön, auch mal mit jemandem zu sprechen, der ganz anders drauf ist. Ähm, das hat jetzt aber schon so 'n bisschen, ähm, meine nächste Frage beantwortet: Wie beschäftigst du dich, wenn du mal keinen Anschluss findest oder wenn du mal irgendwie für dich sein möchtest? Wenn wir aber jetzt noch mal etwas allgemeiner auf die ganze Situation gucken. Wir haben ja im Vorgespräch gesagt, wir wollen das auch 'n bisschen aus der übergeordneten Perspektive beleuchten, weil du dich ja auch mit Psychologie so 'n Stück auskennst und vielleicht, dass wir mal überlegen gemeinsam für Für andere Menschen, also die nicht jetzt wir beide sind.
Was könntest du dir denn vorstellen oder was ist vielleicht auch aus deiner Erfahrung heraus beim Alleinreisen auch schwierig? Also nicht jetzt nur auf dich bezogen, sondern vielleicht auch, äh, Sachen, die du gehört hast von anderen Menschen, die das gemacht haben, die sich vielleicht nicht so wohl damit gefühlt haben wie du.
Ja, also tatsächlich, es gibt auch einige, die ich kenne, die, ähm, davor zurückschrecken, alleine zu reisen. Ich hatte auch mal 'ne kurze Phase, ähm, das zu machen, als meine Hündin gestorben war. Da hatte ich dann doch schon Schwierigkeiten, ähm, alleine zu reisen, weil ich da Angst hatte eben, ähm, dass ich diesen Schmerz spüre, diesen, ne, wenn ich alleine bin, sie ist nicht da, sie saß dort und so weiter. Da, äh, muss ich gestehen, also und es gibt ja viele, mm, Gegebenheiten, die Menschen, ne, ähm, dann auch haben, dass der Partner ist gestorben oder der Hund ist gestorben, die Katze ist gestorben oder man hat irgendwie die Beziehung ist beendet. Also es gibt ja Momente, wo der Mensch wirklich an seine Grenzen kommt und dann hat er ein Campingfahrzeug vor der Tür und sagt sich: "Mann, ich muss auch mal verreisen." So und dann ist schon der erste Schritt: W-wie, wie überwinde ich das, dass ich mich in das Fahrzeug setze und einfach mal losreise?
Und da kann ich nur sagen, ähm, dass man im Grunde genommen sich einfach 'n Ziel setzt, 'n schönen Ort zum Beispiel, dass man sagt, ähm, wie ich zum Beispiel, ne, ich gucke auf die Wetter-App und sage: "Da ist Sonne, ich brauche jetzt Sonne und das wird mir guttun." Oder da ist das Meer. Oder ich wollte schon immer mal, äh, in, ne, zu dieser Burg fahren. Ich mach das jetzt einfach mal, egal. Ich denke nicht drüber nach. Ich mache es einfach. Weil dieses Nachdenken, das stoppt uns. Und deswegen, egal was man für eine Situation erlebt, ähm, wenn man 'n Campingfahrzeug vor der Tür hat, dann kann ich nur sagen, einfach Koffer packen oder 'n Täschchen packen und dann 'n Buch einpacken und noch 'n Block und 'n Schreib-- 'n, 'n, 'n, 'n Stift und dann einfach los, wirklich losfahren zu diesem Ziel.
Also unbedingt 'n Ziel haben und dann da hinfahren. Und, äh, das, das einfach dann ausprobieren. Und, ähm, diese, dieses Einsamkeitsgefühl, ähm, das geht tatsächlich weg, wenn man im Auto sitzt und fährt. Weil man hat dann was zu tun. Man überwindet dann sozusagen diese Ängste. Ähm, das Gehirn hat mit, mit anderen Mechanismen zu tun. Und wenn man dann noch vielleicht 'n Podcast anmacht, Camper Style zum Beispiel.
Zum Beispiel, ich wollt grad sagen, Camper Style oder auch, oder auch deinen.
Ja, also wie oft habe ich euren, äh, Podcast gehört in 'ner schweren Zeit und es ha-- es hat mich immer wieder rausgeholt und ich habe mich damit beschäftigt. Und dadurch, dass ich mich mit Camping beschäftige, was mich glücklich macht, ne, ähm, habe ich einfach diese Brücken überwunden und bin dann einfach los. Und wenn ich dann angekommen war, dann war das total befreiend und total schön. Ähm, natürlich hat man dann wiederum, wenn dann abends wird, dann kommt es wieder, ne. Dann, ähm, Dämmerung setzt ein und dann überlegt man sich: Oh Mann, jetzt bin ich alleine, ne, und was mache ich denn jetzt? Und so. Ja, dann kommt das Nächste. Dann beschäftigen. Dann irgendwie entweder man fängt an, dass man das Bett baut, dass man sich vielleicht 'n Fernseher aufstellt oder das Handy aufstellt und sagt: "Okay, ich gucke mir Serie XY an", oder ich, ähm, höre mir 'n Pod-Podcast an.
Also dass man immer irgendwie so 'n kleines Ziel hat und sich darauf freut und da hinarbeitet. Also bloß nicht irgendwie Stagnation und dann irgendwie sagt: "Ja, jetzt weiß ich gar nicht, was ich machen soll. Na toll, jetzt sitze ich hier." Und so. "Warum bin ich überhaupt losgefahren?" Ne? Und da-dann einfach sich selber packen, ja, an der Schulter packen, als wenn man 'n Partner hat, der sagt: "Komm, wir gucken jetzt dieses und jenes." Oder, ähm, "Hör dir den Podcast an", oder, "Geh raus, geh 'ne Runde spazieren, such dir noch 'n schönes Abendrestaurant, iss da was oder nimm was mit." Ne, also immer irgendwie 'n Ziel haben, weil dann fällt das Camping alleine auch viel, viel leichter, weil man hat ja sich und dieses Ziel. Also es sind ja schon im Grunde genommen zwei Dinge, mit denen ich mich beschä-beschäftige.
Und, und so ist das 'n bisschen auch wie ein Partner, der eben wie gesagt ist das Ziel.
Ich hab mir gerade so 'n bisschen die Frage gestellt, also viele Menschen sagen ja, für sie ist es ganz schwierig beim alleine Reisen, dass sie ihre Erlebnisse mit niemandem teilen können. Also dass sie nicht den schönen Sonnenuntergang jemandem zeigen können oder auch mal irgendwie, wenn man mal genervt ist von irgendwas und muss man alles alleine lösen. Wie ist das für dich? Wie gehst du damit um mit solchen Gedanken oder solchen Augenblicken?
Ja, auf jeden Fall. Das kommt auf jeden Fall auch für mich immer wieder, mm, auf, wenn ich dann alleine unterwegs bin und weil man möchte einfach als Mensch teilen. Wir sind dafür gemacht, wir sind soziale Wesen und wir wollen das auch teilen und mitteilen. Mm, das ist natürlich schwierig, aber ich sage immer, man hat immer irgendeinen Freund oder eine Freundin, die auf WhatsApp ist oder man kann es posten und kann unter dem Post etwas schreiben. Ich habe zum Beispiel, weil wir ja bei der Psychologie sind, ich habe zum Beispiel die, ähm, als meine Hündin gestorben ist, ich konnte auch nicht immer wieder meine Freunde anrufen und dann meine Trauer nennen. Äh, es ging einfach nicht. Ich habe das wirklich für mich gemacht und habe mich mit meiner Hündin, äh, auf diesen Prozess begeben. Aber was ich gemacht habe und das hat mir sehr, sehr geholfen: Ich habe auf meinen WhatsApp-Status immer wieder Bilder gepostet und darunter meine Gedanken geschrieben und habe das dann gepostet.
Ähm, ich habe viele Leute rausgenommen, damit die das nicht sehen, weil das-- ich wollte dann natürlich niemanden belasten, aber ein paar habe ich drin gelassen. Aber dadurch, dass ich das, ähm, gepostet habe, also sprich rausgeschickt habe, ich habe, ne, aufgeschrieben Hat mir das gut getan und so kann man das auch machen, wenn man halt unterwegs ist und man geht jetzt zu dem Strand, denkt sich: „Warum, wo soll ich denn jetzt da zu dem Strand gehen? Da bin ich ganz alleine. Toll. Wem kann ich denn das sagen, wenn das so schön ist?" Einfach hingehen, schöne Fotos machen. Schon alleine das mit Fotos machen, ist schon 'ne Freude an sich. Das merkt man einfach, ne, wenn man sagt: „Oh, ist das ein tolles Bild, was ich hier gemacht hab", ne. So und dann dieses Bild einfach nehmen, schön 'n Text drunterschreiben, irgendwie die Gedanken oder irgendeinen Text drunterschreiben und das dann zum Beispiel auf WhatsApp posten oder auf Instagram posten. So, das kann man einfach machen und dann hat man schon eine Mitteilung nach draußen.
Oder wenn man nicht so digital unterwegs ist, dann habe ich natürlich jetzt nicht die, diesen Teilen-Effekt mit anderen Menschen, aber was ich auch 'ne wunderschöne Beschäftigung finde, ist, Reisetagebuch zu gestalten. Man muss es, man muss ja nicht alles aufschreiben, was man so erlebt hat. Das mache ich auch nicht, weil mir das dann manchmal auch selber peinlich ist, da so Zeug dann hinterher noch mal zu lesen. Bin da ein bisschen speziell mit solchen Sachen. Aber was ich zum Beispiel mache, ich hab so 'n kleinen, ähm, Mini-Drucker mit, ähm, der, der hat so 'n Thermodruckverfahren. Ist jetzt nicht besonders farbecht oder so, aber die, diese Fotos, die drucke ich mir dann tatsächlich unterwegs, weil ich weiß, zu Hause mache ich das nicht mehr, wenn der richtige Drucker zur Verfügung steht und klebe die einfach in so 'n Notizbuch rein und schreib manchmal was dazu oder kleb dazu irgendwelche Blätter von irgendwelchen Pflanzen, die ich gefunden habe oder, ähm, schreib mal so 'n paar Stichpunkte auf oder pack da Visitenkarten rein von, äh, tollen Restaurants, in denen wir waren, solche Sachen, ne.
Und das kann man dann ja auch sehr kreativ gestalten, wenn man dafür irgendwie so 'ne Muße hat. Und das ist auch 'ne Beschäftigung, die kann einem auch viele Stunden vertreiben, wenn man sich da 'n bisschen reinkniet.
Das ist super.
Ist gar nicht langweilig.
Das ist super. Da, da-- Und das ist doch eigentlich für, wunderbar für Frauen, oder? Also, ne, so 'n, so 'n-
Auch für Männer.
So 'n kleines Spielstein. Auch Männer, natürlich. Wenn die dann natürlich auch die Technik, ne. Ist ja auch der, dieser kleine Drucker. Ich wollt mir auch mal so 'n kleinen Drucker kaufen. Ich find das super, ne. Und dann, dann, also das ist doch total toll, wenn du dann Fotos machst und stehst da und dann sagst du: „Oh, ich freue mich so auf nachher, wenn ich dann im Camper wieder bin und dann drucke ich mir das aus und dann mache ich so 'ne kleine Geschichte drum." Oh, ich find das total toll. Also ich find, das ist zum Beispiel 'ne super Idee. Genau so.
Statt Fernsehen.
Statt Fernsehen.
Oder neben dem Fernsehen oder wie auch immer.
Genau. Oder man kann sich's ja auch schon gemütlich machen, dass man sich 'n Podcast anmacht und dann eben seinen Schreibtisch aufmacht. Ich hab zum Beispiel ja bei mir auch 'n Tisch, den ich, ähm, super aufklappen kann, der auch wie 'n Schreibtisch sein kann und dann setze ich mich da ran und kann das dann da auch machen. Also das ist 'ne super Idee, ne. Kinder zum Beispiel haben da früher immer diese Aufkleber reingemacht.
Ja.
Ne, die haben sich doch auch den ganzen Tag darauf gefreut, wenn sie dann abends in ihr Kinderzimmer sind, dass sie die Aufkleber aufkleben können. Die Kinder beschäftigen sich und das verlernen wir Erwachsenen sehr. Vor allen Dingen, wenn wir dann mal 'n Partner hatten und dann vielleicht alleine sind, ähm, weil aus irgendwelchen Gründen und dann, äh, fallen wir dann auch so in so, in so ein Loch, ne. Und da, das müssen wir gar nicht. Wir brauchen einfach nur Beschäftigung und da kann man eben so was Schönes machen oder ja, man, also man findet auf jeden Fall was. Man muss sich nur damit mal befassen, was einem Freude bringt.
Ja, und auch mal wieder zulassen, dass man sich auch mal langweilt. Also das haben wir ja komplett verlernt in der modernen Welt, dass man auch mal Langeweile in Anführungszeichen bisschen aushalten kann, weil man da dann auch teilweise wieder auf ganz tolle Ideen kommt. Und ich kann's auch sehr schlecht. Ich sprech, ich, ich quatsche nur jetzt wieder so schlau daher, aber ich kann auch sehr schlecht Langeweile aushalten. Ähm, aber das einfach mal bewusst zuzulassen und mal einfach so 'n bisschen auf die Natur hören und, und hören, was zwitschert da, was, wie der Wind in den Blättern rauscht, wie der Regen vielleicht auf's Camperdach prasselt und so weiter. Das kann man auch alleine sehr, sehr gut genießen.
Auf jeden Fall.
Finde ich.
Auf jeden Fall.
Du hast vorhin angesprochen, äh, das Thema Einsamkeit und da läuft einem ja immer mal wieder so über den Weg, also alleine sein bedeutet ja nicht automatisch Einsamkeit. Was, wo würdest du da die Unterschiede festmachen?
Also alleine sein, ähm, ist, ist einfach, wenn man jetzt, ne, zum Strand da geht und dann das nicht teilen kann. Das ist so, finde ich, 'n alleine sein. Einsamkeit ist, ist tief in uns drin. Also selbst wenn man einen Partner hat, ähm, kann man sich trotzdem einsam fühlen, weil man so 'ne Art, ähm, Leere in sich hat, ne. Und da bin ich der Meinung von dem, was ich alles so gelernt hab im Leben, ähm, das kommt daher, wenn man keine Ziele hat, ne, persönliche Ziele hat und das kann alles Mögliche sein. Da muss man gar nicht irgendwie Karriere anstreben oder so, sondern, ähm, sich auf Dinge freuen, auf die Kleinigkeiten freuen, eine, eine Dankbarkeit, in der Dankbarkeit leben, äh, nimmt zum Beispiel auch diese Leere, die man als Mensch halt auch ab und zu mal hat.
Und, ähm, und dann eben heraus eben diese Freude, die dann wieder kommt, ne. Wenn man die Dinge sieht und dann dankbar dafür ist, dann kommen auch die, die kleinen, ähm, Interessen wieder geweckt, die man hat. Jeder Mensch hat irgendwo Interessen. Nur er lässt sich halt gehen. Er lässt sich fallen in, äh, Traurigkeit, vielleicht durch 'ne Trauer oder durch 'ne Partnerschaft, die beendet oder irgendeine andere Sache, die passiert ist im Leben. Dann, äh, muss man sich natürlich da auch wieder rausholen, aber das passiert jedem Menschen. Jeder Mensch fühlt mal so 'ne Leere und so 'ne Einsamkeit in sich. Und da ist es dann die Frage: Hm, wie schaffe ich das, da rauszukommen? Also sich dann gehen zu lassen, ist natürlich keine Option, ne. Denn weil diese Leere und diese Einsamkeit kann natürlich in Depression, ähm, umschlagen.
Und das ist dann schon 'ne Erkrankung, die muss dann auch behandelt werden. Diese Leere und diese Einsamkeit, die hat jeder Mensch mal, aber die darf eben nicht umschlagen. Ne, und von daher sage ich, wenn man es fühlt, diese Einsamkeit, dann muss man einfach die Initiative für einen selber in, in die Hand nehmen und sagen: „Okay, ich fühl mich grad richtig einsam. Ich fühle grad, mein Gott, ich bin total einsam grad. Okay, was kann ich jetzt tun? Ich, ähm, nehm jetzt mal den Block und mal jetzt da einfach drum. Oder ich mach jetzt den Podcast an und hör mir das mal an und beschäftige mich jetzt mal mit diesem Thema. Oder was weiß ich, ich geh raus und mach Fo-Fotos. Oder ich geh mir 'n Eis holen oder ich geh mir 'n Kaffee holen und, ähm, versuche irgendwie auf andere Gedanken zu kommen." Und dann erst mal aus dieser Spirale raus, dieser Einsamkeit und dann auf jeden Fall, ähm, die Interessen bei sich suchen.
Welche Interessen habe ich? Weil wenn es eben zu oft vorkommt, ne, diese Einsamkeit oder 'ne längere Phase ist, dann wie gesagt, kann es schon umschlagen in Depressionen und dann ist es nicht so einfach, da alleine rauszukommen.
Das ist ganz wichtig, dass du da auch so 'ne klare Linie ziehst, weil wir sind wirklich fernab davon, Menschen mit Depressionen zu sagen: „Geh doch mal an die frische Luft", sondern das gilt wirklich nur, ähm, für das, was du eben beschrieben hast, dass es eben so Phasen gibt, in denen man sich unwohl fühlt. Man kann sich ja auch unter vielen anderen Menschen einsam fühlen, weil man halt grade selber irgendwie nicht so in der Spur läuft. Ähm, das ist 'n ganz, ganz großer, äh, Sprung zu 'ner, äh, zu 'ner Depression, die wir natürlich überhaupt nicht irgendwie vergleichen wollen mit, mit solchen Phasen. Ähm, jetzt bin ich unterwegs auf Reisen alleine und mich erwischt so 'ne Einsamkeitsphase. Findest du das unterwegs leichter, die zu überwinden oder schwerer?
Also leichter, weil man in 'nem neuen Umfeld ist, wo man natürlich viel mehr neue Eindrücke auch sammeln kann und viel mehr machen kann oder schwerer, weil ich aus meiner Komfortzone raus bin und vielleicht auch nicht direkt die Menschen greifbar habe, die ich ins, sonst in 'nem anderen Moment anrufen würde.
Also ich würde sie beim Campen eher schwerer empfinden, wenn man diese Einsamkeit spürt. Sie kommt auch schneller und ich denke, sie kommt auch eher häufiger, als wenn man in seinem Umfeld ist. Von daher, man muss sich schon damit auseinandersetzen, äh, wenn man alleine campen möchte und dazu neigt, dass man doch 'n bisschen sich auch einsam fühlt, dass es auf einen zukommt und dass man vielleicht im Vorfeld sich schon was vornimmt, was man dann machen kann. Da muss man einfach ehrlich zu einem selbst sein und sagen: „Okay, ich neige dazu. Also was kann ich dann in dieser Phase machen?" Ich nehm das dann einfach mit schon diese Idee, denn ich denke, beim Campen kommt die doch häufiger.
Ich weiß nicht, wie viel du unterwegs bist in dieser Bubble der digitalen Nomaden, ähm, die ich ja in Teilen sehr kritisch sehe, obwohl wir ja selber im Grunde digitale Nomaden sind, weil ich da ganz, ganz oft das Gefühl bekommen habe, dass den Leuten suggeriert wird, du musst nur alles hinter dir lassen, am besten auch deinen Job kündigen und alles und auf Reisen gehen und alleine sein und irgendwo auswandern und sonst was und dann, ähm, wird's dir besser gehen. Und ich persönlich empfinde das halt gar nicht so. Ich persönlich hab das Gefühl, egal ob man zu Hause ist oder auf Reisen, ja, es sind andere Eindrücke, man kann sich ablenken, man lernt neue Leute kennen, man gewinnt vielleicht auch Abstand zu Dingen, die einen im, im alten Leben oder zu Hause beschäftigen oder auf der Arbeit.
Aber im Grunde nimmt man ja seine Probleme und Baustellen schon auch mit. Wie würdest du das einschätzen?
Ja, das ist 'n super Thema und auch 'ne tolle Frage. Ähm, das ist auf jeden Fall muss man wissen, dass wenn man alleine reist, es kommt zu einem. Es kommt auf jeden Fall zu einem. Auch wenn man noch so der stabilste Typ ist, ähm, es kommen Momente, wo man tatsächlich, ähm, 'ne Einsamkeit spürt und so 'ne Art Leere oder 'ne Form von: „Ich möchte jetzt irgendwie nicht, gar nicht hier sein. Ich möchte jetzt nicht alleine sein." Das kommt auf jeden Fall. Mhh, also es gibt wenige Menschen, die das nicht haben. Und von daher, ich würde einfach so das so sehen, dass man das annimmt, auf jeden Fall annehmen und sich nicht irgendwie kritisieren und sagen: „Man, w-wie kannst du denn jetzt und so. Du hast es doch hier so schön und versteh ich überhaupt nicht", sondern das einfach annehmen, dass es menschlich ist, dass es einfach bei jedem Menschen vorkommen kann, grade wenn man dann alleine re-reist und dass man sich dann eben wie gesagt, auf, aus dieser, ja, aus, aus dieser Phase dann in dem Moment auch versucht rauszuholen bei den schönen Sachen, die man dort vor Ort hat.
Natürlich ist es so, man kann das Paradies vor, vor einem haben und trotzdem, äh, k-kommt eben der Moment, wo man sagt: „Ja, toll." Und ich, ich für mich, ich seh das jetzt irgendwie gar nicht. Ist ja alles schön, aber ich kann das nicht teilen, ich kann das nicht fühlen. Das ist irgendwie nicht, ne, das ist nicht so, so schön für mich. Und, äh, und da muss man einfach gucken, dass man sich, äh, zusammenreißt und sagt: „Okay, ich hab jetzt grad diese Phase. Ich hab hier das Paradies vor mir. Es ist wunderschön und ich kann es gar nicht genießen. Was mach ich jetzt?" Alles klar. Und dann entweder man geht laufen, man geht 'n langen Spaziergang machen, dass man sozusagen an körperliche Grenzen kommt, dass der Körper erst mal 'n bisschen müde geworden ist. Weil wenn der Körper müde geworden ist, dann will er auch zur Ruhe kommen und dann, äh, ist auch das Gehirn ein bisschen entspannter.
Gut, man kann dann noch so 'n paar Sachen machen, indem man dann zurück zum Camper geht. Man macht sich 'n Tee, vielleicht 'n, 'n Tee, der auch beruhigend ist, ähm, oder man macht sich was zu essen. Ne, also alles, was, ähm, einem hilft, zulassen, einfach zulassen. Gar nicht irgendwie sich, ähm, wehren dagegen oder sagen: „Man, wie kann ich denn jetzt. Also, ne, jetzt mach ich mir das so schön und jetzt funktioniert das irgendwie nicht, ne. Jetzt bin ich so weit gereist und es ist überhaupt nicht schön hier." Nee, das einfach annehmen, ne, und genau.
Und auch nicht die Erwartung haben einfach, dass immer jeder Moment toll sein muss und, ähm, dass man jeden Moment genießen muss, weil das tut man ja zu Hause auch nicht. Und wir versuchen das wirklich auch bewusst zu machen und trotzdem ist dann manchmal ehrlich gesagt auch ein Tag wie der andere und, und du denkst dann so: „Boah, jetzt schon wieder Wäsche waschen" und, ah, jetzt müssen wir irgendwie gerade nicht wohin mit uns oder so auch zu zweit, ne. Und ich kann mir vorstellen, dass das alleine natürlich dann, wenn du die ganzen Entscheidungen auch selber treffen musst und dich auch selber motivieren musst, anstatt dass es der andere, der Partner oder Mitreisende tut, ähm, ist es natürlich auch, wie gesagt, nicht immer alles eitel Sonnenschein, auch wenn das manchmal gerne in den sozialen Netzwerken anders kommuniziert wird. Und man muss auch ehrlicherweise sagen, wir selber zeigen ja auch nicht die Tage, wo wir scheiße drauf sind, ne.
Wir zeigen ja auch Fotos, wo wir irgendwo schön sind und an 'nem tollen Strand oder in 'nem schönen Wald oder sonst was und machen keine Fotos von uns, wie wir die Fresse ziehen, weil wir gerade irgendwie vielleicht 'nen Konflikt über die Ordnung hatten oder sonst was.
Mhm.
Also vielleicht auch da so'n bisschen Abstand nehmen zu dem, was, äh, Social Media einem so vorgaukelt und einfach halt so das, das echte Leben annehmen. Und wenn man unterwegs ist dann und vielleicht Probleme von zu Hause mitnimmt, die Zeit nutzen, um, um auch vielleicht mal in Ruhe nachzudenken mit 'n bisschen räumlichem Abstand. Ne, wenn ich jetzt Stress auf der Arbeit habe, vielleicht schaffe ich das dann besser, wenn ich mal wirklich alleine mir die Zeit nehme, irgendwo hinzufahren und dann bewusst aber auch die Zeit dafür verwende, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen oder auch in 'nem Partnerschaftskonflikt, dass ich sage, ich möchte jetzt mal irgendwo alleine, ähm, 'n paar Tage verbringen oder mal 'ne Woche oder so, um, um mal 'n bisschen Abstand zu kriegen. Aber eben halt nicht erwarten, dass sich dann die Probleme in Luft auflösen, nur weil man irgendwie auf der Straße unterwegs ist.
Mhm. Genau. Also man muss auf jeden Fall, ähm, ja, man darf das nicht ignorieren, weil die Probleme, wie du schon sagst, nimmt man auf jeden Fall mit. Also das ist Fakt. Und wenn man auch, ähm, eine Woche weg war, man kommt zurück. Natürlich, man ist dann vielleicht 'n bisschen entspannter, man ist ein bisschen relaxter, man sieht das vielleicht alles 'n bisschen mit Abstand. Das auf jeden Fall ist hilfreich, wenn man dann mal 'ne kurze Zeit oder 'n bisschen länger weggefahren ist. Aber das Problem selber an sich ist ja noch da. Also, ne, das, da, da muss man einfach ran. Da kann man nicht, äh, den Kopf in Sand stecken und sagen: „Ja, ich verreise jetzt 'ne Woche" und dann ist alles wieder gut.
Ist alles gut. Ja.
Ne? Es gibt natürlich-
Manchmal ist-- Nee, sag du zuerst.
Es gibt schon, es gibt schon Situationen, wo das dann wirklich weg ist, ne, wo man, wenn man mal eben wegfährt, wenn da eben zum Beispiel 'n Streit oder so mit dem Partner war, wo es eigentlich nur darum ging, hin und her den Ball zu schmeißen und gar nicht wirklich um irgendein, ähm, irgendein Thema oder so. Aber im Grunde genommen lösen sich die Probleme eigentlich nicht auf, wenn man wegfährt, ne. Manchmal verstärken die sich auch, wenn man zum Beispiel Post liegen lässt und einfach-
So
... und einfach fährt.
Genau das, das war nämlich mein Punkt, auf den ich gerade zurück wollte. Also ich hatte das ja, bevor ich mich in mein neues Leben, äh, der digitalen Nomadin aus der Arbeit verabschiedet hatte, dass für mich halt die, die Urlaube und Reisen immer so wahnsinnig wichtige Auszeiten von dem Job waren, der mich echt dann irgendwann, ähm, also ich will das jetzt nicht übertreiben, das war ein guter Job, aber, aber es hat mich zwischen gelangweilt und ausgebrannt so, ähm, eben in seiner Gesamtheit und auch, äh, die, die ganze Situation da, diese, diese Stimmung auch teilweise und so weiter. Und, und dann hatte ich immer das Gefühl, so im Urlaub oder in den-- auf den Reisen, ich hab ja dann auch 'ne längere Auszeit gemacht schon vor 'nem halben Jahr mal. Und, und das war so, das war dann tatsächlich unterwegs wie weggeblasen, weil ich das komplett abschalten konnte nach einiger Zeit.
Aber dieser tiefe Fall, wenn man dann zurückkommt und es ist alles noch genauso, wie's vorher war. Es hat sich nichts verändert und du hast aber dich schon irgendwie gedanklich weiterentwickelt und bist dann wieder in dieser alten Problematik verhaftet und da ging's dann halt gar nicht mehr so. Und das könnte ich mir vorstellen, dass es, dass es bei anderen Menschen halt auch ist, dass du quasi die Sachen erst mal hinter dir lässt und sagst: „Ja, kümmer ich mich dann drum", und dann denkst du da 'n bisschen drauf rum unterwegs und überlegst und hast dann vielleicht auch schon Entscheidungen getroffen, aber du kommst dann zurück und es ist irgendwie wie so'n Schlag ins Gesicht einfach.
Ja, auf jeden Fall. Also es gibt ja so Fluchtreisen, ähm, gerade bestimmt auch unter Campern, könnte ich mir gut vorstellen, ähm, die dann sagen: „Oh Mann, ich geh jetzt campen. Ist mir jetzt alles egal, ich geh jetzt campen", ne.
Ja.
Ähm, das-- Gut, ich bin, ich bin zum Beispiel nicht so 'n Typ. Ich bin gar kein Fluchtmensch. Ähm, ich erledige immer meine Sachen erst, bevor ich losfahre, weil ich sonst keine Ruhe habe.
Schon wieder ein sehr großer Unterschied zwischen uns beiden.
Ich pack sogar meine ganze Post ein. Also wenn ich das hier zu Hause nicht schaffe, packe ich komplett meine ganze Post ein, ähm, nehme mein ganzes Zeug mit und, ähm, Briefmarken und Briefkuverts und so weiter und nehme mir vor, dass ich das dann dort mache.
Ja, vornehmen tu ich mir das auch manchmal. Das passiert nur nie.
Ja gut, also ist jetzt der Unterschied, ne, wenn du halt mit 'nem Partner zusammen verreist, dann ja, ist das natürlich auch schwierig, solche Sachen zu machen, ne. Da hab ich natürlich, wenn ich alleine reise, auch super Freiheit. Ich kann, ich kann das machen, wann ich möchte, ne. Ich arbeite das dann auch, äh, ab und wenn ich dann mit 'nem Partner unterwegs bin, mmh, dann ist das schon schwierig, weil was soll der da die drei Stunden dann machen? Ums Fahrzeug laufen oder?
Das wär bei uns tatsächlich nicht das Problem. Ist einfach die Disziplin. Aber ich find es, ich find es cool, weil daran sieht man ja auch, dass man sich auch unterwegs sehr gut strukturieren kann, ne.
Super, ja.
Also wenn man, ich sag mal, die Struktur beginnt sicherlich zu Hause. Also wenn ich zu Hause schon Chaot bin, so wie ich, dann bin ich's unterwegs erst recht, weil ich da viel mehr auch organisieren und sortieren muss auf diesem kleinen Raum. Aber wenn man eben 'n bisschen organisierter Mensch ist, dann, dann kann das auch unterwegs sehr gut klappen.
Ja, auf jeden Fall. Also ich freue mich auch manchmal total. Ich, ähm, wenn ich dann die Sachen packe und ich, oh, ich mach da irgendwie 'n Podcast oder ich mach da meine Post, dann ich f-freu mich dann richtig, dass ich unterwegs auch arbeiten kann. Ich bin übrigens auch so 'n bisschen digital Nomade geworden durch diese ganzen, hm, durch die Corona-Zeit natürlich. Ich musste mein, mein Album dann auch, ähm, online, ähm, produzieren und online veröffentlichen. Dann hab ich ja Podcast gemacht und jetzt bin ich ja in den Campingbereich eingestiegen, dass ich auch Campingvideos mache. Also von daher bin ich auch schon sehr viel mit den, mit den Handys unterwegs und mach halt sehr viel, schneide auch Videos und so weiter. Und, ähm, von daher hab ich natürlich da auch mir 'ne kleine Welt geschaffen, dass ich unterwegs auch arbeiten kann, ne. Aber wie gesagt, das Klassische, ich nehme wie gesagt auch Post mit.
Ähm, ich hab zum Beispiel jetzt auch 'n kleinen Rechner mir zugelegt und dass ich den mobil mitnehmen kann, Mac Mini und, ähm, 'n Bildschirm, Kamera und meine Handys und ich bin super autark und ich freue mich schon auf die nächste Reise, die wenn etwas länger sein wird und dann kann ich halt von unterwegs, äh, meine Videos schneiden, meine Podcasts machen oder weiß ich, irgendwie was, äh, erarbeiten am Rechner. Also da freu ich mich total. Ich ha-- Also schon wieder ein Ziel, ne, für das nächste. Und deswegen, also immer mit 'nem Ziel und dann kommt das, dann funktioniert das auch, wenn man alleine unterwegs ist.
Eigentlich wollte ich jetzt noch 'ne Frage stellen, aber ich find, das war jetzt 'n sehr, sehr schönes Schlusswort, deswegen würd ich's gerne dabei belassen. Ähm, ich bedank mich ganz herzlich bei dir für die ja auch sehr privaten und offenen Einblicke in, in deinen Reisealltag. Wenn ihr, liebe Hörer und Hörer, die Gelegenheit habt, mal, ähm, die Lilly zu googeln, dann tut das bitte. Ich, ähm, finde, sie hat auch eine wunderschöne Stimme. Das, äh, hab ich jetzt eingangs nicht gesagt und, ähm, hab ich einfach vergessen, aber ich hab mich natürlich auch so 'n bisschen durch deine Musikstücke, ähm, durchgehört und ja, also es lohnt sich auf jeden Fall.
Vielen Dank.
Ich pack euch noch mal alle, alle Daten zu Instagram, zu YouTube und so weiter in die Show Notes, also in die Folgenbeschreibung. Dann könnt ihr die, der Lilly da auch folgen und könnt so gucken, was sie so macht. Lilly hat ja auch 'nen eigenen Podcast, der jetzt, äh, nicht wirklich mit Camping zu tun hat, aber wo ihr natürlich auch mal reinhören könnt. Und ja, ansonsten abonniert uns, schreibt uns gerne auch, wie ihr die Episode gefunden habt, ob euch so was öfter mal interessiert, dass wir auch so 'n bisschen ins Psychologische abschweifen. Ich-- Wir wissen, dass viele von euch sich auch wünschen, dass wir mal mehr einfach frei sprechen mit den Leuten und so 'n bisschen rumphilosophieren und rumspinnen. Ich hoffe, das hat euch heute auch gefallen und ich denke, Lilly, wenn die Leute noch Fragen an dich haben, dann dürfen sie uns die sicher auch zukommen lassen und-
Auf jeden Fall.
Wir leiten die dann an dich weiter, ne.
Ja, ich freue mich über Kontakt und, äh, den regen Austausch. Vielen Dank auch für die tolle Sendung. Es hat mich echt gefreut und es hat super Spaß gemacht, mit dir zu sprechen. Danke, Nele.
Mir auch vielen Dank und ihr Lieben, tschüss da draußen. Wir hören uns nächste Woche. Ciao.
Tschüss.