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Arbeiten unterwegs: Workation, mobiles Büro & Leben im Camper

Episode 315 · 01:40:29

In dieser Folge sprechen wir mit Anja von Camp & Work über das spannende und manchmal auch etwas herausfordernde Thema “Arbeiten unterwegs”. Auch Anja bereist seit Jahren als “Digitale Nomadin” Deutschland und Europa und kann aus einem reichen Erfahrungsschatz erzählen. 

Wie funktioniert eine Workation wirklich, welche technischen Voraussetzungen braucht es und welche rechtlichen Aspekte sollte man beachten? Gemeinsam mit Anja werfen wir einen ungeschönten Blick auf Chancen und Hürden und geben ganz praktische Tipps für mobiles Arbeiten im Camper. 

Dies ist Teil 1 unserer Miniserie – Teil 2 hörst du am 07.10.2025 im Camp & Work Podcast von Anja.

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In der heutigen Episode:

  • Was „Workation“ bedeutet und wie sich das Modell vom digitalen Nomadentum unterscheidet

  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Entsendung, 183-Tage-Regel, steuerliche Fallstricke

  • Gespräche mit Arbeitgebern: Vertrauen, Vorreiter-Rollen und Beispiele aus der Praxis

  • Technische Ausstattung fürs mobile Arbeiten: Router, Antennen, Mobilfunkverträge, Stromversorgung, Solarpaneele, Powerstations und Brennstoffzellen

  • Ergonomie im Camper: Arbeitsplatzgestaltung, Sitzmöglichkeiten, Beleuchtung und Hacks für gesundes Arbeiten

  • Tools & Software: Asana, Trello, Notion, Passwortmanager, virtuelle Coworking-Spaces, VPNs

  • Do’s & Don’ts beim Arbeiten im Camper 

  • Warum man nicht gleichzeitig Vanlife starten und eine Selbstständigkeit aufbauen sollte

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und wir sprechen heute über das Arbeiten unterwegs oder auch Workations.

Ja, dafür ist heute bei uns die liebe Anja zugeschaltet, und zwar Anja von Camp and Work. Einige von euch, ähm, kennen sie vielleicht schon. Und ja, mit wem könnte man besser über das Verbinden von Arbeiten und Reisen sprechen als mit ihr? Anja, stell du dich doch bitte mal ganz kurz vor. Wer bist du? Was ist Camp and Work? Wo findet man dich? Und, ähm, ja, wie kann man in eure Community kommen?

Ja, hi. Schön, dass ich hier sein darf, dass wir hier, äh, zusammengefunden haben. Ähm, ich lebe jetzt seit Anfang 2017 im Camper, hab da auch schon verschiedene Fahrzeuge durch und, ähm, verbinde Reisen und Arbeiten ja seitdem. Mmm, und mit Camp and Work hat sich das so entwickelt, dass wir aus 'ner Kongressidee heraus 'ne Community gegründet haben, eigene Events angeboten haben. Das machen wir immer, äh, immer noch alles. Also inzwischen mach ich das alleine, aber mit Unterstützung. Früher haben wir das mit anderen gegründet und wir bieten auch Beratungen an. Ich hab 'n Buch dazu geschrieben, so als Starthilfe für alle, die, ja, einsteigen wollen ins Leben und Arbeiten in den Camper.

Joa, und bin jetzt grade viel unterwegs. Deswegen, wir hatten uns ja auch getroffen auf der Messe und, ähm, teile freudig mit, ähm, dass alle, die sich fürs Leben und eben besonders fürs Arbeiten im Camper interessieren, äh, gerne sich an mich, an Camp and Work wenden können.

Und du hast ja auch 'n Podcast bei Camp and Work und das ist auch einer der Gründe, warum du hier bist, aber nicht nur. Und für euch da draußen, also das, das wird hier so'n bisschen ein Crossover. Mm, wir haben für dieses, für dieses Thema hier so viel zu erzählen, alle drei zusammen, dass es nicht in eine Folge passen wird, auch wenn wir uns, ähm, da mit zwei Stunden austoben. Und deswegen haben wir überlegt, wir machen zwei Folgen draus. Und um das Ganze noch 'n bisschen spannender zu machen, gibt's die erste Folge hier bei uns aufm Podcast und die zweite Folge dann drüben bei der Anja aufm Camp and Work-Podcast. Und, ähm, wir verlinken euch das in den Show Notes und, äh, demzufolge hallo an alle, die von Camp and Work hier rübergekommen sind. Zusätzlich zu dem Hallo an alle, die uns sowieso schon fleißig hören.

Und wie gesagt, die zweite Folge dann drüben. Der sollte so in der nächsten Woche bis anderthalb Wochen erscheinen. Die Planung fällt uns grad noch 'n bisschen schwer, weil grade bei uns nämlich noch 'n bisschen was, ähm, dazwischengekommen ist, aber, ähm, ja, da wir's untereinander verlinken, denk ich, sollte jeder die beiden Folgen finden. Und damit würd ich sagen, gehen wir rein. Lasst uns doch mal anfangen, erst mal so 'n paar Begriffe zu erklären. Vor allen Dingen auch, weil wir, als wir noch gereist sind und gearbeitet haben, immer gehört haben: „Ja, dann 'n schönen Urlaub, ihr seid ja jetzt wieder ewig lange unterwegs." Mmm, und fangen wir mal mit dem Thema Workation an. Anja, was, was ist 'ne Workation?

Also Workation ist ja zusammengesetzt, ne, aus Work und Vacation, also auf Deutsch Arbeit und Urlaub. Also wirklich die Arbeit mitnehmen in den Urlaub oder den Urlaub mit zur Arbeit. Aber meistens ist es eher andersrum, dass man die Arbeit mit in den Urlaub nimmt und so an einem meist sehr schönen Ort, äh, ja, die, die Tage dort noch 'n bisschen verlängern kann, äh, und aber, ja, nicht gleich wieder zurückreisen muss. So, es ist für 'ne bestimmte Zeit angelegt meistens. Mal 'ne Woche oder vielleicht für manche auch vier Wochen, aber meistens ist es eher so befristet, äh, für die meisten. Für mich ist vielleicht so 'ne Art Dauer-Workation, aber eigentlich ist es eher so 'n Lebensmodell inzwischen.

Ja, bei dir würd ich's eher so sehen wie bei uns selber, dass du halt, ja, dieses, äh, ausgelutschte Wort haben wir schon öfter gesagt, mögen wir eigentlich nicht so gerne oder ich mag's nicht so gerne, digitale Nomadin bist oder dass du halt einfach unterwegs arbeitest. Also, ähm, bei uns, bei dir ist es noch 'n bisschen extremer, weil du lebst im Camper. Bei uns ist es mittlerweile so, dass wir nur, nur noch quasi immer monateweise reisen, also zwei, drei Monate am Stück. Und da ist es natürlich dann auch noch mal 'n bisschen anderes Arbeiten, als wenn man weiß, es ist jetzt auf zwei Wochen begrenzt und in den zwei Wochen bleib ich vielleicht auch am selben Ort. Aber wir sind ja jetzt nun alle selbstständig. Es gibt aber viele Menschen, die sich für das Workation-Modell oder auch für Arbeiten unterwegs generell interessieren, die sich in 'nem Angestelltenverhältnis befinden.

Und da würd ich gerne mit dir mal besprechen, was denn so die Voraussetzungen sind, ähm, damit man überhaupt ins mobile Arbeiten starten kann.

Also wichtig, wenn man angestellt ist, dass das überhaupt grundsätzlich auch mit dem Arbeitgeber, mit der Arbeitgeberin, wie auch immer, ähm, abgeklärt ist, dass man einerseits überhaupt remote arbeiten kann. Ich glaub, das ist, äh, verstä..., selbstverständlich. Und remote heißt eben nicht, äh, im Büro vor Ort und auch eher nicht im Homeoffice, sondern wirklich mobil, zum Beispiel in deinem Camper. Wir sind ja im Camper Style Podcast. Ähm, und, ähm, das muss geklärt sein. Und dann gibt's natürlich auch die Besonderheit, wenn man im Ausland noch unterwegs ist. Äh, da muss man besonders drauf achten: Ist das einerseits erlaubt? Ist das mit dem Arbeitgeber, äh, besprochen? Und wenn das alles passt, wenn der Arbeitgeber das genehmigt, sagen wir zum Beispiel vier Wochen im Jahr darfst du das machen, ob jetzt vier Wochen am Stück oder auch verteilt übers Le..., übers Jahr, mmm, muss Der Arbeitgeber für dich eine Entsendung in das Land beantragen, äh, in das du reisen möchtest.

Und auch hier ist natürlich die Besonderheit, hier bist du auch 'n bisschen abhängiger als Selbstständige. Selbstständiger ist das 'n bisschen einfacher. Ähm, aber auch da muss man das Thema Entsendung beachten, mhm, denn nicht alle Länder kommen infrage und ja, ich glaub, zeitlich ist es auch begrenzt. Also wir gehen ja jetzt mal nicht-- Also in meiner Community seh ich schon viele, die auch sehr, sehr lange unterwegs sind. Da muss man dann wieder aufpassen mit den, ähm, Gegebenheiten vor Ort, dass, äh, man zum Beispiel die, ich glaub, wir hatten's in 'ner, haben's in 'ner anderen Folge besprechen wir das auch noch mal, ne, mit den 90 Tagen, ähm, dass man das nicht überschreitet, aber das gilt für alle, für Angestellte und Selbstständige auch.

Oder insgesamt überhaupt die 183-Tage-Regel auch da.

Was steckt da denn dahinter?

Ähm, soweit ich weiß, wenn man sich dann länger als 183 Tage nicht in Deutschland aufhält, sondern im Ausland, ist es zum Beispiel, wenn man angestellt ist, so, dass der Arbeitgeber dann theoretisch do..., na ja, eigentlich praktisch auch 'ne Niederlassung in den Ländern, ähm, eröffnen muss, wo du dich aufhältst als Arbeitgeber. Und das zieht natürlich noch mal ganz andere Sachen nach sich.

Das heißt also 183 Tage nicht am Stück, sondern pro Jahr, also kann auch verteilt sein, oder?

Äh, 183 Tage innerhalb eines Jahres, soweit ich weiß. Äh, bin ich jetzt aber auch, also ich hab's fast immer am, nee, ich glaub, äh, pro Jahr. Genau, dass man nicht mehr als die Hälfte in einem Jahr, ähm, im Ausland ist.

Das ist auf jeden Fall was, was ihr ganz, ganz eng zum einen mit eurem Arbeitgeber und auch euer Arbeitgeber oder auch die Arbeitgeberin ganz, ganz eng mit Steuerberater und eventuell auch Arbeitsrechtler und ähnlichen Fachmenschen, ähm, absprechen sollte. Ähm, das ist zum einen für euch relevant, weil's steuerlich auch 'n Thema ist. Und wenn ihr nämlich, ähm, nicht mehr quasi das halbe Jahr in Deutschland sei, oder weniger als 'n halbes Jahr in Deutschland seid, dann hat das eben auch Änderungen im Steuer, in der Steuerpflicht unter anderem. Das kann also bedeuten, dass ihr dann im anderen Land steuerpflichtig seid und nicht mehr in eurem Heimatland. Ähm, es hat melderechtliche Themen und eben auch arbeitsrechtliche Themen und vermutlich noch das eine oder andere, was wir jetzt hier noch gar nicht genannt haben. Und, ähm, wir sind, also wir, wir leben zwar dieses Leben, wir leben's aber als Selbstständige.

Das heißt, wir haben da 'n bisschen weniger, äh, Regularien, um die wir uns kümmern müssen. Und es kommt halt auch noch dazu, dass das ganze Thema halt wirklich 'n Graubereich ist. Also es gibt das eigentlich so nicht. Also klar, Nomaden gibt's schon immer, aber in unserem Deutschland und Europa gibt es in den meisten Gesetzen keine Menschen, die mal hier und mal da leben und, und reisend unterwegs sind. Ähm, gleichwohl gibt es die natürlich, weil die ganzen Schausteller-, äh, Gewerke zum Beispiel sind ja, also leben ja tatsächlich auch dieses Leben. Und da gibt es sicherlich auch hier und da Regeln und manches passt auch wieder nicht so genau. Hm. Und das macht's manchmal schwierig, auch da durchzusehen. Ähm, dafür gibt's eben auch die Community, Communities, wie sie Anja eben gegründet hat, wo sich Menschen miteinander austauschen, ähm, und wo man eben dann einfach auch vielleicht aus den Fehlern der anderen lernen kann, äh, damit man sie nicht selber machen muss.

Aber ihr merkt hier schon, dass das Ganze ganz spannend ist und wir haben noch gar nicht gesprochen darüber, über, äh, Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz und irgendwelche, ähm, ergonomischen Richtlinien für den Arbeitsplatz und Datenschutz und ähnliche Geschichten. Also das werden wir auch noch mal im zweiten Teil streifen. Aber auch hier können wir das immer nur anreißen und euch die Impulse geben und ihr müsst es wirklich mit eurem Arbeitgeber besprechen, weil das auch jeder ja ein bisschen anders handelt und damit umgeht.

Da würde mich jetzt auch bei dem Stichwort Arbeitgeber noch mal interessieren, Anja, du hast ja in deiner Community sicher auch Leute, die sich in 'nem Angestelltenverhältnis befinden. Wie haben die denn die Gespräche in ihrer, in ihren Betrieben, in ihren Firmen überhaupt angeleiert? Also wie geht man, w-wie schafft man das auch vielleicht zu verargumentieren, dass man gerne mobil arbeiten möchte, wenn das in so 'nem, ja, ich sage jetzt mal vielleicht, äh, normalen Betrieb noch nicht so die Regel ist?

Also sehr, sehr unterschiedlich. Ähm, oft sind das dann tatsächlich die Vorreiterinnen, die dann, äh, vorangehen, weil das einfach noch nicht so üblich ist oder vielleicht mal das Thema Homeoffice mal 'n Thema war. Aber ich glaube, ganz viel ist immer noch das Thema Vertrauen und da gibt's auch Leute, die erbringen dann einfach den Beweis. Also die sind jetzt nicht im Ausland gewesen, aber, äh, wo das wirklich vor vier, also ist jetzt schon 'n paar Jahre her, kenn ich ein Beispiel und die hat das, ähm, ja, bei ihrem Arbeitgeber angebracht, aber der wollte erst mal nix davon hören. Und dann ist sie tatsächlich mit ihrem Camper unterwegs gewesen in Deutschland und hat wirklich dafür gesorgt, dass sie gut arbeiten kann, dass sie, äh, ihr Team weiter gut führt, dass sie Internet hat, dass sie 'n ruhigen Platz hat.

Ähm, und wirklich niemand hat was gemerkt. Sie hatte auch bei Meetings hatte sie entsprechenden Hintergrund und so was. Und dann ist sie zurückgekommen und hat, äh, ja, ihrem Arbeitgeber dann davon berichtet und er hat das einfach, also niemand hat das gemerkt. Und ja, ist nichts, was man vielleicht empfehlen sollte, aber tatsächlich, sie hat den Beweis erbracht, dass es funktioniert, weil sie aber sich auch wirklich gekümmert hat und dafür gesorgt hat. Und seitdem ist es auch für andere möglich. Also es war 'n bisschen unkonventionell, wie sie da vorgegangen ist, mhm, aber es han-haben die Gespräche vorher einfach leider Nichts gebracht und sie wollte auch ihren Arbeitgeber nicht wechseln. Also sie war da sehr glücklich und auch mit dem Team und der Position. Und bei vielen sehe ich aber, dass sie dann wirklich in Gesprächen leider scheitern und da auch kein Weg so richtig, äh, hinführt und die nicht zusammenkommen.

Und da ist dann halt wirklich die Überlegung, ob man dann, ja, 'n Arbeitgeber wechselt oder andere Beispiele noch mal anführt. Ich kenne sogar eine, die ist angestellt im öffentlichen Dienst unterwegs. Die war jetzt mehrere Monate in, in Spanien und auch woanders noch, ähm, und bei ihr hat das wirklich gut funktioniert.

Okay, das hätte ich mir damals auch gewünscht, als ich noch im öffentlichen Dienst war. Da war leider nichts möglich. Genau das, was, was du sagst mit dem Thema Vertrauen. Ähm, das war zwar immer so vom Ambiente her so, ähm, gefühlt, äh, sehr locker, weil wir 'n sehr jungen Bürgermeister hatten, aber wenn's dann wirklich darum ging, dass die Leute Homeoffice machen konnten oder Elternzeit nehmen wollten, auch Väter, das war dann in dieser aufgeklärten Atmosphäre leider immer schwierig. Also von Reisen und Arbeiten, da, da konnte man damals zumindest, das ist jetzt auch schon über zehn Jahre her, könnte man nur träumen. Vielleicht hat sich das mittlerweile auch ein bisschen gewandelt. Ich fürchte aber eher, eher nicht.

Ähm, was mich noch interessieren würde: Also diese Person, über die du gerade gesprochen hast, die hat ja quasi entgegen der Anweisung ihres Arbeitgebers be-gehandelt und hat sich da selbstständig auf 'n Weg begeben, wenn ich das richtig verstanden habe. Wie war denn die Reaktion? Weil es ist ja noch mal was anderes, wenn du, wenn du's halt einfach machst und hinterher quasi um Entschuldigung bittest, ähm, als wenn's dir sozusagen verboten wird und du's dann trotzdem machst. Gab's irgendwelche arbeitsrechtlichen Konsequenzen da?

Nee, gar nicht. Also es war ja nicht direkt verboten. Der Arbeitgeber wollte das nur quasi einfach nicht. Ähm, aber die haben ja auch schon viel im Homeoffice gearbeitet. Also grad zu Corona-Zeiten war das ja dann auch. Und die haben einfach im Homeoffice gearbeitet und sie hat dann halt das verlagert in ihren Camper und damit hatte er so 'n bisschen das Problem, ob das alles funktioniert. Also ihm ging's schon eher darum, ja, kann sie das dann auch sicherstellen, äh, d-dass die Arbeit genau wie vorher funktioniert oder ist sie dann mehr am Urlaub machen, wie auch immer. Und, ähm, ja, im Grunde Homeoffice halt in den Camper verlegt gehabt. Äh, und es hatte gar keine Konsequenzen. Im Gegenteil, es hatte eigentlich quasi die positiven Konsequenzen, dass andere aus ihrem, äh, Bereich oder in der Firma auch machen dürfen und dass sie, äh, das jetzt sehr oft auch macht und auch im Ausland sogar.

Also sie war jetzt, ich glaub, ihre höchste Zeit waren zwei Monate im Ausland.

Ist dann aber auch 'n toller Arbeitgeber da. Äh, wenn uns Arbeitgeber zuhören, ihr dürft gerne das auch mal wagen, den Leuten 'n bisschen die lange Leine zu geben.

Ja, was aber natürlich ja auch 'ne Änderung vom, ich sag mal, der Kontrollmechanismen braucht. Aber lass uns da 'n bisschen im, im zweiten Teil drauf eingehen und dadrüber sprechen. Was mich jetzt da interessieren würde: Wie bist du denn persönlich zum mobilen Arbeiten gekommen oder zum, zum Arbeiten unterwegs gekommen?

Äh, das war schon, bevor ich meinen Camper hatte. Na ja, obwohl eigentlich 2009 und '10 schon, da hatte ich nämlich meine Arbeitsstelle woanders, so 100 Kilometer entfernt und, äh, aber nur 'ne halbe Stelle und da hatte ich so 'n auch schon fertig ausgebauten Camper, mhm, und bin da immer hingefahren und hab meine 20-Stunden-Stelle an zwei Tagen abgerissen und über Nacht bin ich halt im Camper geblieben. Da hab ich schon so 'ne Art Teilzeit-Van-Life gemacht, 2009, '10, da gab's das noch gar nicht. Da ko, hab ich mir aber noch nicht vorgestellt, so dauerhaft in 'nem Camper zu wohnen. Dann dachte ich: „Nee, also nee, ich brauch doch viel mehr." Und dann bin ich, äh, selbstständig gewesen ab 2011 als Übersetzerin und da hab ich das auch schon immer viel verbunden.

Also da war ich in Vietnam 'n paar Wochen und hab meine Arbeit mitgenommen. Ich war mit 'nem Freund, sind wir mit seinem Bulli umhergereist und da hab ich meine Arbeit mitgenommen. Und dann wusste ich, okay, das funktioniert eigentlich ganz gut. Und für mich war's eben wirklich auch 'n einfacher Einstieg, weil ich als Übersetzerin schon gearbeitet habe und von überall aus arbeiten konnte und dann immer mehr der Wunsch aufkam, wirklich mehr das Reisen, ähm, noch zu verbinden und in meiner eigenen kleinen mobilen Hütte da unterwegs zu sein. Also das war, war irgendwie am Ende so 'n Prozess und 'ne natürliche Entwicklung dahin.

Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Ich glaube, das war's bei mir auch so 'n bisschen. Bei mir war auch irgendwann der Wunsch, nicht mehr im Büro rumzuhocken oder rumhocken zu müssen die ganze Zeit, sondern auch mal woanders zu sein. Und ich hab für mich zum Beispiel irgendwann festgestellt, dass wenn ich woanders war, mein Hirn ganz anders gearbeitet hat. Es war viel kreativer und hatte, hat ganz neue Blickwinkel bekommen. Und ich hab irgendwann angefangen, quasi einfach Büro-Hopping zu machen. Also das heißt, ich hab halt im Bekannten- und Freundeskreis rumgefragt: „Wer hat denn irgendwie 'n Schreibtisch im Büro frei? Ähm, ich komme ein, zwei, drei Tage vorbei und im Gegenzug erzähl ich euch zu Themen, die ich halt gut kann, irgendwas." Und das hat sich, das hat viel Spaß gemacht und dann kam halt irgendwann auch das Wohnmobil dazu und dann haben wir's halt intensiviert und das hat halt auch sehr, sehr gut geklappt.

Bei mir war das auch so dieser, dieser Freiheitsgedanke und diese, diese Unabhängigkeit und vor allen Dingen Tapetenwechsel. Das ist für mich immer ein ganz spannendes Thema, ähm, was, was mich begleitet und wo, wo ich auch gemerkt hab, dass das aber auch im Im Leben und Reisen sozusagen unterwegs und arbeiten, auch wieder Routinen, äh, quasi du dir schaffst oder Routinen einkehren und auch dann wieder gucken darfst, dass du da irgendwie rauskommst. Also wenn, wenn du das halt brauchst, ne. Für andere Menschen sind ja Routinen ganz, ganz wichtig. Ähm, für mich ist das halt so bisschen immer der, der Tod sämtlicher Kreativität und, und dann hab ich festgestellt: Hm, wenn du jetzt halt fünf Jahre, sechs Jahre im, im Camper lebst und arbeitest, hast du dieselben Routinen, wie du sie irgendwie auch früher hattest.

Zwar anders, aber auch so. Und, äh, dann haben wir das ja wieder geändert, sind ins, ins Holzhaus gezogen und jetzt haben wir's wieder geändert und sind nach Deutschland gezogen und ich bin mal gespannt, wann ich hier wieder meine Routine ändern, ändern muss und wieder anfange mit Bürohopping quasi.

Ja, und also bei mir ist es ähnlich und dann kommt ja noch dazu, dass man unterwegs auch schon ganz andere Herausforderungen hat als jetzt vielleicht, wenn ich jeden Tag ins selbe Büro gehe, egal ob ich jetzt als Angestellter arbeite oder als Selbstständige. Aber ich glaub, das ist auch was, wo wir im zweiten Teil noch 'n bisschen näher draufgucken können, wie man sich dann vielleicht auch motivieren kann, ähm, oder welche Herausforderungen da 'ne Rolle spielen können.

Dann lass uns doch mal so'n bisschen in die, in die Technik, Tools und so weiter reingehen. Also da haben wir auch schon Fragen zu gehabt: „Wie, wie macht man das denn eigentlich? Was, was brauch ich alles dafür?" Hm, wie sieht denn dein Setup aus fürs mobile Arbeiten, Anja?

Also ich hab vor allem natürlich meinen Laptop. Äh, der steht auf 'nem Laptopständer. Dann hab ich 'ne externe Maus und Tastatur. Äh, da ich selbst ja vier Podcasts aufnehme oder in Calls bin, hab ich, äh, hier noch das, äh, Mikrofon. Das sind so die Basics. Mmh, und zum Thema Internet hab ich hier einen aktuell jetzt ist noch 'n 4G-Router, das ist so 'n normaler Haushaltsrouter, aber ganz wichtig, weil ich auch im Kastenwagen unterwegs bin, aber auch sonst 'ne Empfehlung, äh, hab ich zwei externe Antennen, die oben aufm Dach sind und natürlich ausreichend Strom. Ähm, also okay, für'n Sommer ausreichend und für'n Winter im Süden auch ausreichend.

Ansonsten, mh, muss ich da noch 'n bisschen nacharbeiten. Aber das ist tatsächlich so das wichtigste Setup. Ähm, mein Tisch ist 'n bisschen so'n Ticken zu klein, aber, äh, es kommt auf jeden Fall jetzt demnächst noch so 'ne, äh, Halterung hin, äh, wo ich dann noch 'n zweiten Bildschirm, äh, mit nutzen werde, weil ich das schon merke, grade wie wir jetzt hier grad auch im Gespräch sind. Ich hab die Notizen hab ich jetzt auf meinem Handy so extra hier so daneben liegen und das wäre halt schön, wenn ich, ne, euch so bei der Aufnahme sehe und, äh, auf, aber den anderen Bildschirm habe. Und, äh, das will ich eigentlich schon, schon länger haben. Ich hatte jetzt so nach dem richtigen, ähm, ja, nach der richtigen Halterung und Bildschirm gesucht, aber jetzt bin ich da fündig geworden. Das erweitere ich noch. Ja, das sind so meine Basics.

Und ach so, vielleicht wegen Internet noch, was ich, ich hab, häng in einem großen Vertrag mit drin mit anderen und habe da in sehr vielen Ländern 'ne Flatrate, äh, inklusive Schweiz und Norwegen zum Beispiel. Also muss man sich keine Gedanken machen. Dann kannst du durchfahren und bezahlst jetzt nicht extra, kriegst keine extra teure Rechnung. Äh, und in anderen Ländern, wo das nicht greift, nutz ich halt nach wie vor entweder WLAN irgendwo vor Ort oder halt 'ne lokale SIM-Karte, je nachdem, wie lange ich auch in den Ländern dann bin.

Ja, WLAN nutzen ist 'n gutes Stichwort. Da passt nämlich unser heutiger Werbepartner sehr gut dazu und deswegen sage ich einfach einmal Werbung. Ähm, Sebastian, ich muss dir was gestehen. Mir ist ein richtiger Anfängerfehler passiert.

Okay, was kommt jetzt?

Wir haben ja auf der Rückfahrt von der Messe noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt.

Und?

Und weil ich so'n fleißiges Bienchen bin, wollte ich abends noch schnell 'n paar Sachen erledigen. Der Stellplatz war zwar am Punkt, Punkt, Punkt der Welt, aber die hatten einen ziemlich guten WLAN-Hotspot und da dachte ich, da hack ich mich mal eben kurz rein. Nur blöderweise hatte ich davor mal kurz meine NordVPN-Verbindung deaktiviert.

Mal kurz war?

Ja, und dann halt leider auch verschusselt, sie danach wiederherzustellen. Und das Blöde war, dass ich dann an unserer Website gearbeitet hab und ganz eventuell vielleicht auch ein bisschen Filament und Testprodukte mit unserer Firmenkreditkarte eingekauft habe.

Hm. Du weißt, was jetzt kommt, oder?

Ähm, ja, ich fürchte ja, ein kleiner Vortrag, richtig?

Ja. Für alle, die jetzt hier zuhören und natürlich auch für dich: Ähm, wenn ihr mit öffentlichem WLAN unterwegs seid und kein VPN an habt, dann seid ihr quasi wie 'n offenes Buch. Jeder, der sich 'n bisschen auskennt, kann da mitlesen, Passwörter, Zahlungsdaten, alles Mögliche. Und wenn ihr dann halt auch noch mit eurer Kreditkarte hantiert, kann das durchaus mies werden.

Ich weiß. Und es war ja auch keine Absicht. Genau für so was haben wir NordVPN ja überhaupt, aber manchmal geht halt auch was in die Hose.

Mhm. Und die App schützt dich ja eigentlich genau in solchen Momenten. Wenn du sie denn an hast und wenn du sie einmal eingerichtet hast, dann verbindet sie sich ja auch automatisch, sobald du online gehst und verschüsselt deine Verbindung ja auch. Sie schützt dich vor Schadsoftware, vor Trackern, vor Phishing-Seiten. Und na ja, wenn wie bei mir hier grade der Anbieter mal wieder die Geschwindigkeit auf Schneckentempo drosselt, dann hilft NordVPN auf jeden Fall auch.

Und das Ganze auf bis zu zehn Geräten gleichzeitig, also Smartphones, Tablets, Laptops, da ist dann alles safe.

Wenn ihr also nicht wie Nele ins offene Messer beziehungsweise ins offene WLAN laufen wollt, dann holt euch doch einfach NordVPN. Geht einfach auf nordvpn.com/camperstyle und nutzt unseren Code Camper Style. Ich buchstabiere den kurz: C A M P E R S T Y L E. Damit kriegt ihr aktuell fette Preisnachlässe und vier Bonusmonate auf das Zwei-Jahres-Abo.

Dann könnt auch ihr ganz entspannt surfen, arbeiten oder auch shoppen, sogar im Campingplatz-WLAN oder natürlich auch in anderen öffentlichen Netzwerken.

Den Link und unseren Rabattcode packen wir euch wie immer in die Shownotes.

Werbung Ende. Ja, ich würde gerne da noch mal bei deinem Setup ins Eingemachte gehen. Wir dürfen ja hier ruhig auch Marken, Firmen nennen. Von welcher Firma ist dein mobiler Router? In welchem großen Mobilfunkvertrag bist du drin? Ähm, was funktioniert da gut? Was funktioniert nicht so gut? Ich glaub, das können wir heute einmal alles ruhig aufschlüsseln. Wir sagen dann auch noch mal, was, was wir nutzen, ähm, weil das kann ja auch nur helfen, wenn die Leute dann nicht sich, ähm, selber zu Tode testen müssen.

Das stimmt. Ich mache jetzt Werbung für meinen eigenen Shop, denn dort haben wir genau die Sachen auch drin. Ähm, äh, zum Beispiel, also wen das interessiert, vielleicht verlinkt ihr's auch, äh, der kann das nämlich dort auch mal nachschauen, was ich nutze, was aber auch andere aus meiner Community nutzen. Ähm, mein Router, der war hier schon drin, den habe ich mitgekauft mit dem Camper. Ja, und das ist so'n TP-Link, einfach so'n älterer 4G-TP-Link-Router. Äh, aber das Beste daran sind einfach die beiden, ähm, Antennen obendrauf. Das müssten, wenn das zwei sind, äh, sind das Rundstrahlantennen? Da muss ich hier wieder Technik-

Nee, dann ist es, dann wär's eine, glaube ich.

Ja.

Nee, das, das sind schon wahrscheinlich zwei Rundstrahler, schätze ich mal, wenn's-- Und das sind MIMO-Antennen. Also das heißt, dass zwei kombiniert werden fürs Senden und Empfangen.

Ah, sehr gut. Siehst du, jetzt habe ich das auch mal verstanden, weil ich dachte das nämlich schon so, aber jetzt habe ich's verstanden. Danke dir. Mmh, und dann, äh, der Vertrag ist der von der Telekom, der Magenta Premium XL oder so was. Den findet man auch gar nicht so einfach auf der Seite. Kann ich aber auch noch mal 'n Link dazu schicken. Der kostet 199 Euro im Monat, hat drei echte SIM-Karten und mehrere Datenkarten und da teilen wir uns eben mit mehreren Leuten. Und einer hat den Hauptvertrag, hat auch ein Gerät, was er, ich glaub, jährlich wechseln kann und ja, so wird das Ganze natürlich auch ein bisschen günstiger. Ich hab dann in meinem iPhone hab ich noch eine Comstar-Karte mit einigen Gigabyte. Das nehme ich dann halt für unterwegs oder eben auch so mal notfalls als Hotspot mein Handy, wenn ich irgendwo bin.

Ja genau und den Rest wie gesagt.

Dann ist der günstiger geworden, ne, der Magenta XL, oder? Haben wir nicht 250 bezahlt?

Nö, 199 war der auch schon damals. Das, äh, tatsächlich-

Den haben wir uns nämlich auch schon geteilt.

Genau. Also das ist tatsächlich auch der Tarif, ähm, den wir damals hatten, äh, der, der Magenta Mobil XL irgendwas tralala für 199 brutto. Also das ist ja das Schöne, wenn du selbstständig bist, 'ne Firma hast und nicht Kleinunternehmer bist, kannst du sogar noch oder kriegst du sogar noch die Mehrwertsteuer wieder. Ähm, und der war auch tatsächlich damals der einzige, der, wie du schon sagst, 'ne Europa-Flatrate hatte und auch-- Also es gab zwar, also als wir den gemacht haben, gab's noch keine Fair-Use-Regel drin. Später wurde die nachgebaut. Die hat, haben sie aber trotzdem meines Wissens nach nie eingefordert. Also sprich, du konntest auch mal länger als irgendwie drei Monate im Ausland bleiben und, ähm, hattest nicht mit Mehrkosten zu rechnen. Das kann sich aber natürlich heute geändert haben. Also weil ja sich die Geschäftsbedingungen ständig ändern und nur weil der Tarif noch genauso heißt, heißt das nicht, dass du noch dieselben, ähm, vertraglichen Grundlagen hast.

Also da würd ich sagen, können wir keine Garantie geben, aber es ist bei dem Tarif schon relativ hoch die Wahrscheinlichkeit, wenn man das nicht völlig übertreibt und dann alle SIM-Karten in ganz Europa ständig unterwegs sind, sondern das so'n bisschen vernünftig händelt, dass das vermutlich noch ein sinnvoller Tarif ist. Ähm, wir sind ansonsten vielleicht das noch als Gegenpart aktuell in 'nem Tarif, wo wir uns auch zu sechst reinteilen. Ähm, da haben wir zwar keine Europa-Flat, aber wir haben in Deutschland 'ne Flat und wir haben halt eben so 'ne Fair-Use-Flat. Also das heißt, wir können auch bis zu drei Monate in Europa uns aufhalten. Das ist so beim aktuellen Reiseverhalten für uns völlig okay. Und das hat den Vorteil, dass wir, glaube ich, irgendwie 18 Euro im Monat für 'ne SIM-Karte bezahlen mit Telefonie-Flatrate. Ja, und es gibt natürlich auch die anderen Anbieter, ne. Auch Vodafone hat, ich bin gar nicht sicher, ob sie aktuell noch diese Flatrate haben.

Die hatten auch so was für 200 Euro im Programm. Ähm, O2 hat ja auch unlimitierte Daten. Ähm, man muss da immer sehr aufs Kleingedruckte achten. Also ihr müsst wirklich gucken. In Deutschland ist das meist nicht das Thema, aber wie's eben bei Roaming aussieht und das ist generell auch nicht das Thema. Seit vielen, vielen Jahren gibt's ja diese Roaming-Verordnung, aber es wird immer dann 'n Thema, wenn ihr länger als, äh, so drei Monate bei manchem Anbieter auch, auch kürzer, also grad bei Prepaid und so was und bei so Discountern solltet ihr noch 'n bisschen genauer hingucken. Da gibt's manchmal noch krassere Regeln, ähm, was euch da halt passieren kann, dass die dann irgendwann sagen: „So, du bist jetzt zu lange im Ausland. Es wird ab jetzt halt deutlich teurer." Ähm, und wenn ihr's dann nicht mehr nutzt, ist das auch okay. Aber schaut da ein bisschen, ähm, was, was es da alles gibt. Ähm, wir haben die Telekom, weil die einfach die ersten waren, die diesen Tarif damals hatten und weil sie jetzt für uns grade auch das beste Angebot haben mit diesen sechs, äh, Karten plus Multi-SIM plus hast du nicht gesehen.

Also das ist ziemlich cool und, ähm, aber, ne, das, das ist nicht absolutes Muss, macht's für uns halt wirklich sehr entspannt. Aber wir arbeiten halt auch sehr viel damit und dann ist es auch nicht so schlimm, wenn man eben vielleicht 100 Euro oder so was in seinen Mobilfunk jeden Monat steckt.

Worauf man auf jeden Fall achten sollte, ist: Wo werde ich mich überwiegend aufhalten? Und da wirklich mal gucken, wie die Netzabdeckung ist. Ähm, da kann die Telekom besser sein, da kann aber auch mal, ähm Geografisch bedingt zum Beispiel O2 besser sein, ähm, und danach einfach so, so 'n bisschen entscheiden. Ich hatte zum Beispiel hier bei uns ja immer das Problem im, ähm, im Süd- südlichen Süddeutschland, dass, dass wir da mit O2 manchmal nicht so weit kommen. Ähm, ist jetzt mit Telekom hier deutlich besser. Ähm, du hattest das Thema in Düsseldorf auf 'nem Creator-Treffen, Sebastian, dass du mit O2 auch überhaupt nicht zurande kamst.

Doch, ich hatte GPS.

Ah, Entschuldigung. Ja, das-

Ich konnte quasi, äh-

Nichts machen

... nichts machen, aber, aber ich hatte grundlegend Internet. Also ich konnt nur nichts machen damit, ja.

Also Detox. Also da einfach 'n bisschen drauf gucken, bevor ihr euch für 'nen Anbieter entscheidet, weil man sich ja meistens dann auch zwei Jahre binden muss bei, ähm, bei den Verträgen. Dass, dass ihr da einfach auf der, ja, so, auf der Lösung seid, die, die so den besten Kompromiss anbietet, weil perfekt wird's halt nie sein und erst recht nicht in Deutschland mit der Netzabdeckung. Was hast du denn da für Erfahrungen gemacht, Anja? Du bist ja auch wahnsinnig viel unterwegs. W-wo ist denn die Netzabdeckung regional innerhalb von Deutschlands aus deiner Sicht sehr gut? Wo könnte man noch Optimierungspotenzial sehen und wie ist es so im Vergleich in den Ländern, ähm, die du sonst noch bereist hast?

Also es wird ja immer auf Deutschland geschimpft, äh, leider zu Recht.

Ich dachte, es kommt 'ne ganz tolle Erkenntnis.

Äh, aber es hat sich schon viel getan. Also die Entwicklung, ne, seit ich jetzt 2017 unterwegs bin und bis jetzt wirklich, ich seh viel mehr, ähm, auch Masten und auch aufm Land und das ist sehr, sehr unterschiedlich. Manchmal ist es in 'ner Stadt irgendwie sehr viel schlechter, ähm, weil wahrscheinlich viel mehr Leute auf einen, äh, äh, Mast da gehen oder wie viel mehr Geräte einen nutzen und dann ist es auf Land wieder besser. Ähm, es ist, also ich kann das gar nicht so genau sagen, welche Region jetzt besser oder schlechter ist. Ähm, es haben schon viele auch nachgezogen und, äh, ebenso zum Beispiel auf Campingplätzen auch, ne. Da wird auch viel, viel, viel mehr getan. Also da, das sah da vor einigen Jahren auch noch ganz anders aus. Ähm, und im Vergleich, ha, würd ich schon sagen, im Ausland ist es eben dann doch meistens besser, aber auch nicht immer überall super.

Aber das ist schwierig. Ich hab für mich jetzt auch ehrlich gesagt keine Karte angelegt oder irgendwas. Ich, wenn ich an 'nem Ort bin, check ich halt sofort das Internet, je nachdem, was ich auch an dem Tag oder am nächsten noch zu tun habe und, äh, ja, welches Volumen ich auch brauche, ne. Ob ich jetzt Meetings habe oder nicht oder einfach so einfache Aufgaben machen kann. Und wenn das gar nicht passt, fahr ich halt weiter. Aber ich, also es passiert schon hin und wieder. Aber oft in Deutschland, weil ich aber eben auch oft in Deutschland bin, aber auch außerhalb.

Da sind aber tatsächlich auch die Antennen ein, ein großer Pluspunkt gewesen. Das haben wir damals auch gemerkt. Ähm, bei dir natürlich noch viel mehr mit 'nem Kastenwagen, der ja 'ne Metallhaut hat. Bei 'nem, bei 'nem Wohnmobil, was jetzt eher aus Kunststoff und Holz gebaut ist, ist nicht ganz so schlimm. Das schirmt nicht so schlimm ab, aber, aber ein, ein Kastenwagen ist halt wirklich wie 'n, wie 'n faradayscher Käfig. Also das heißt, da kommen auch die Funksignale wirklich sehr, sehr geschwächt nach draußen und da sind externe Antennen eigentlich schon ein Muss beziehungsweise was man testen kann. Es gibt so MIMO-Kleberantennen, so die sehen aus wie so 'n Kreuz, die kann man sich an die Scheibe pappen. Ähm, da muss man zumindest erst mal nicht bohren. Damit kann man ja auch anfangen. Ähm, wichtig ist, dass man halt auch 'n Router kauft oder hat, ähm, der dann Antennenanschlüsse hat. Das haben nämlich so die Hälfte der Router auch nicht.

Da muss man auch 'n bisschen aufpassen. Ähm, da gibt's dann so abenteuerliche Kombinationen wie ich packe meinen Router mit 'ner großen Powerbank in eine Tupperdose, lege die aufs Dach, damit ich Internet habe. Da muss ich aber dran denken, bevor die Powerbank dann leer ist, dass ich das wieder reinhole und bevor ich losfahre, das reinhole. Also man kann aber-

Bevor die Tupperdose geschmolzen ist.

Ja, wenn's richtig heiß ist. Man kann das mal auch ohne, ohne Bohren und so das, das testen. Ähm, und vielleicht auch noch 'n Tipp: Ihr könnt euch auch erst mal von vielen Anbietern kostenlos 'ne Prepaid-Karte holen tatsächlich. Ähm, das, äh, sucht mal nach Vodafone, Telekom, O2-Card, äh, Prepaid kostenlos findet ihr meistens Angebote. Und damit kann man dann zumindest mal 'n bisschen testen. Und ich würde auch empfehlen, wenn ihr für euch das mal austesten wollt, dann holt euch da einfach ein, zwei so 'ne Karten, ähm, nehmt euer Handy mit, euren Datentarif oder euren Tarif dabei und dann habt ihr so 'n bisschen Fallback, äh, quasi. Dann könnt ihr die SIM-Karte halt, die Prepaid-SIM auch mal ins Handy machen und könnt irgendwie arbeiten so fürs erste Mal. Ähm, weil ihr landet vielleicht auf 'm Campingplatz, wo das WLAN richtig geil ist. Ja, dann braucht ihr gar nichts, aber es kann halt auch sein, dass das WLAN 'ne völlige Katastrophe ist, äh, oder nur an der Rezeption geht und dann ist halt gut, wenn man so ein, zwei Alternativen hat, damit's nicht das erste Mal gleich total, ähm, in die Hose geht, wobei uns das auch noch gar nicht passiert ist.

Also irgendwas hat schon immer irgendwie funktioniert.

Also bei uns ist 'n paar Mal richtig in die Hose gegangen, das muss ich ehrlich sagen, dass wir gar nicht mehr arbeitsfähig waren. Deswegen würde mich jetzt noch mal interessieren, Anja, checkst du die Netzabdeckung bei Ankunft oder tatsächlich im Vorfeld mit Apps?

Meistens bei Ankunft. Also ganz früher hab ich das tatsächlich mal über so 'ne Karte gemacht, aber weiß ich nicht, so zuverlässig find ich das jetzt auch nicht. Also das kann ja innerhalb eines Platzes, eines Ortes auch noch mal, äh, abweichen und dann mach ich das tatsächlich lieber vor Ort direkt.

Das haben wir hier gesehen, als wir uns für den neuen Tarif entschieden haben, dass wir geguckt haben bei mir, ähm, also wo wir jetzt wohnen, ob, ob's da irgendwelche, ähm, Bereiche gibt, die von der Telekom nicht bedient werden. Und tatsächlich verläuft die Grenze der Abdeckung genau vor unserer Wohnung. Also auch da ist es halt ganz unterschiedlich, hängt auch oft dann einfach vom Wetter ab. Ich hatte ja vorhin, ähm, vollmundig angekündigt, dass wir auch noch mal erzählen, wie wir unterwegs sind. Das möcht ich jetzt noch mal kurz nachholen, bevor wir uns weiter verquatschen mit den ganzen Apps und Sicherheitstipps und so weiter. Wir haben einen mobilen Router, der ist allerdings bei uns, äh, tatsächlich fest verbaut. Und zwar ist das das Campernet. Das haben wir in anderen Folgen auch schon, glaube ich, mal vorgestellt beziehungsweise besprochen.

Sollten wir uns aber auch noch mal für 'nen kleinen Produkttest vielleicht vormerken. Und der, dieser Router, das war so einer der ersten LTE-Komplettlösungen, die's gab. Mittlerweile gibt's die, glaub ich, auch als 5G-Versionen. Und was uns gut gefällt, ist, dass der zwei SIM-Kartenslots hat. Das heißt, wenn ich im Ausland bin, dann kann ich einfach die deutsche Karte drin lassen und kann mir dann ausländisches Datenvolumen dazu holen, was ja in sehr vielen Ländern wirklich überaus günstig ist. Da gibt's sogar sogenannte Touristentarife, wo du dich dann, ähm, mit Datenvolumen wirklich eindecken kannst für 'n paar kleine Euro. Und die kann man dann eben zusätzlich reinpacken, die andere SIM-Karte und kann dann per, ähm, webbasierter App zwischen den Karten hin- und herswitchen.

Und der hat auch 'ne WLAN-Antenne. Das heißt, ich kann mich da auch, ähm, auf Campingplatz-WLANs einloggen. Der verstärkt natürlich dann auch das Signal durch die Antenne, die am Dach verbaut ist. Das ist so 'ne kleine Dachfinne, die sieht man auch gar nicht, ähm, weil wir eben mit unserem Fendt-Wohnwagen、 der ist, äh, sehr gut abgeschirmt. Auch was man bei heißem und kaltem Wetter merkt. Das ist leider beim Internetempfang dann 'n kleiner Nachteil. Und ja, das ist unser, unser Router-Setup. SIM-Karte hatten wir grade schon besprochen. Und dann haben wir ja vorhin in der Werbung schon kurz, ähm, auf das Thema VPN hingewiesen. Das ist natürlich auch 'n ganz, ganz wichtiger Punkt, wenn's um Arbeitssicherheit geht oder um Datensicherheit.

Ähm, Sebastian, du bist ja derjenige, der uns seinerzeit, äh, da sehr stark in den Hintern getreten ist, damit wir endlich mal uns auch 'n VPN zulegen. Kannst du mal bitte noch mal so 'n Rundumschlag machen, warum das so wichtig ist? Du kannst es immer besser zusammenfassen als ich.

Ja, ich würd ja vorher auch noch mal zur Technik kommen, was wir im Einsatz hatten und dann können wir auch dazu sprechen. Also wir haben tatsächlich auch 'n Netgear Nighthawk-Router 5G dabei gehabt zum Schluss, davor 4G-Variante. Ähm, auch zwei externe Antennen, genauso wie, wie Anja, so 'ne, so 'ne Rundstrahler aufm Dach oben. Ähm, da braucht man auch eigentlich zwingend zwei, weil die für LTE und 5G halt dann eine sendet, eine empfängt. Ähm, das hat immer sehr gut funktioniert. Haben wir auch selber montiert. Also, ähm, muss ich mich natürlich trauen, 'n Loch in mein Dach zu bohren, was bedeutet, ich sollte idealerweise keine, ähm, Dichtheitsgarantie mehr haben, die ich mir damit kaputt mache. Ansonsten sollte ich's vielleicht von 'nem Fachbetrieb machen lassen oder wenn ich's mir nicht zutraue, dann auch. Aber, ähm, wir haben ja schon 'ne Klebenfolge mit, äh, ähm, dem Michael von, von Dekalin gemacht und werden auch noch 'ne Dichtenfolge machen.

Also da könnt ihr auch so 'n bisschen das Handwerkszeug lernen. Ähm, aber wie gesagt, auch kein Shame, wenn ihr das euch nicht selber zutraut. Und, ähm, haben das Ganze auf 12 Volt auch ausgebaut gehabt, damit wir halt nicht alleine schon fürs Internet irgendwie auf 230 Volt hochtransformieren müssen. Und das hatte auch bei uns super funktioniert mit der Flatrate drin. Musst du dich eigentlich nie kümmern. Du hast immer 'n WLAN in deinem Camper, was auch weit genug nach draußen geht und, und kannst eigentlich immer völlig entspannt arbeiten. Ähm, ich weiß, dass manche Kollegen dann auch noch auf, äh, Starlink setzen zum Beispiel. Ähm, da brauchst du aber natürlich schon immer irgendwie 'nen sichtbaren oder 'ne sozusagen Sicht nach Norden in den Himmel. Ja, die muss irgendwie frei sein. Das heißt, wenn du unter Bäumen stehst, kann das schon schwierig werden. Ist, äh, glaub ich, alle, die das einsetzen, haben immer noch so 'n Mobilfunk als Backup, wenn's mal nicht funktioniert.

Ähm, für, für Videokonferenzen reicht es aus. Ansonsten ist aber grade der Upload halt nicht so geil. Also sprich, wenn ihr was ins Internet ladet, Videos oder so was, ähm, da kann tatsächlich Mobilfunk eben die bessere Lösung sein. Aber das hängt eben auch sehr stark davon ab, wie ihr reist. Also grad im, im Ausland in Europa hab ich ja den Vorteil, dass ich eigentlich mit Roaming ganz viele Netze nutzen kann und das ist ja der Vorteil gegenüber dem Heimatland. Ich hab dann eben nicht nur, keine Ahnung, das Telekom-Netz, wenn ich bei der Telekom bin, sondern hab in Portugal halt vier Netze zur Auswahl, die ich nutzen kann. Und das bringt natürlich 'ne viel bessere Netzabdeckung, ähm, zustande. Also so letzten Endes müsst ihr auch wirklich gucken, wie ihr reist und, äh, das einfach anpassen. Also wir haben auch im Laufe der Jahre viele, viele Technologien durchgetestet und uns immer wieder angepasst und das wird sicherlich nicht ausbleiben, weil die Technik entwickelt sich weiter und, ähm, neue Dinge kommen auf 'n Markt und, ähm, ja, es kann schon sein, ne, in zwei, drei Jahren ist der Podcast sicherlich schon wieder veraltet und wir nutzen wahrscheinlich andere Technologien.

Ähm, ansonsten Thema Verschlüsselung: Also es braucht natürlich nicht jeder immer 'n VPN, aber wenn mir halt Datensicherheit wichtig ist, wenn ich in irgendwie ungeschützten WLANs unterwegs bin, also ich denk da grad an die Campingplatz-WLANs, die häufig unverschlüsselt sind, wo ich eben nur dann nach dem Login ins WLAN quasi vielleicht Username und Passwort oder irgend 'n Voucher-Code brauche, dann gehen die Daten erst mal grundlegend unverschlüsselt über den Äther. Ähm, es gibt zwar auch natürlich viele verschlüsselte Webseiten und Login-Bereiche, aber ich kann eben nicht immer ausschließen, dass nicht doch jemand irgendwo zwischendrin mitliest und mit 'm VPN wird das 'n bisschen besser. Und was ich auch festgestellt habe oder was, wo es mir auch nützt, ähm, ist grad im Ausland, dass ich halt doch mal auch 'ne deutsche Sendung gucken kann entspannter, grad wenn man länger da unterwegs ist.

Und es gibt auch viele Anbieter, die Dinge drosseln, ähm, die bestimmte Protokolle drosseln, die bestimmte, ähm, Ports drosseln, die bestimmte Webseiten drosseln, manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Und da kann VPN halt auch helfen, das Ganze zu umgehen. Also ich hab's jetzt aktuell auch hier zu Hause Ähm, dass mein Internetanbieter abends, äh, bestimmte, also er macht nicht bewusst Seiten langsam, aber eben durch 'ne komische Firmenpolitik sind Internetseiten bestimmte am Abend teilweise sehr, sehr langsam. Und wenn ich dann aufs VPN gehe, ist das Thema halt erledigt. Ähm, und, und das sind einfach Sachen, weswegen wir's schon lange haben. Abgesehen davon, also wir haben zum Beispiel so 'n Special-Tarif mit 'ner festen IP-Adresse. Das heißt, ich kann weltweit, egal wo ich bin, immer dieselbe IP-Adresse haben.

Das hilft mir zum Beispiel in Netzwerke von meinen Kunden reinzukommen, ähm, ne, wenn's da irgend Zugriffsbeschränkungen gibt. Ähm, das ist so 'n bisschen wie wenn ich vom Arbeitgeber 'n VPN bekomme. Also für uns würde schon Arbeiten irgendwie ohne gehen, aber es macht die ganze Sache einfach wesentlich komfortabler und, und auch an vielen Stellen sicherer, weil ja eben grad als Angestellter und damit ende ich den VPN-Monolog, ähm, ja auch das Thema Datenschutz 'ne Rolle spielt. Ja, also eure, müsst ihr mal in euren Arbeitsvertrag gucken und dann kann euer Arbeitgeber auch mal in die Verträge mit seinen Kunden gucken, ja wie's eben damit aussieht. Und grad wenn ich auch personenbezogene Daten bearbeite, dann brauche ich halt schon 'ne gewisse Sicherheitsebene und da kann man eben mit, mit, mit VPNs, äh, und Verschlüsselung 'ne ganze Menge erreichen. Vielleicht das auch noch so als Impuls für euch.

Also wir haben ja tatsächlich NordVPN jetzt schon sehr lange. Das funktioniert sehr gut. Ähm, ich weiß von verschiedenen Arbeitgebern, dass die eigene VPNs einrichten. Wie ist es bei dir gelöst, Anja und auch bei Leuten in deiner Community? Was, was sind da so die, die, ähm, Anbieter oder Lösungen?

Also ich nutze selbst auch NordVPN, hm, aber gar nicht so häufig, weil's mir-- Ich glaub bei zwei Programmen war das jetzt mal irgendwann im Laufe des letzten Jahres haben die dann dadurch nicht funktioniert. Ähm, aber ich nutze den, äh, NordPass als mein Passwort, äh, wie heißt das? Äh, Key-

Manager.

Manager.

Passwortmanager. Danke schön. Ähm, genau, da-das ist das, was ich, äh, nutze und ab und zu eben auch zu bestimmten Anwendungen oder wenn es bestimmte Programme, Software oder so was im Ausland günstiger gibt. Dann kann man das auch, äh, umgehen zum Beispiel. Dann kauft man das nicht aus Deutschland aus, obwohl man in Deutschland ist, sondern aus dem Ausland und hat es um ein Vielfaches teilweise günstiger. Hm, in der Community, also die, äh, da müsste ich echt noch mal nachfragen. So weit sind wir noch gar nicht im Detail vorgedrungen, wer welche, ähm, VPNs nutzt oder auch vom Arbeitgeber gestellt. Aber bei den, äh, meisten Angestellten, also sie nutzen auf jeden Fall was.

Das ist, äh, vorgesehen, weil sie eben auch, auch oft mit sensiblen Daten, äh, agieren und so was. Und das ist ja nicht nur das, ne. VPN, man muss ja auch um sich herum aufpassen. Aber ich glaube, äh, darüber sprechen wir auch noch, ähm, was man so innerhalb, ähm, oder auch außerhalb des Campers so preisgibt. Ähm, genau, aber das-

Machen wir in Folge zwei dann.

Genau.

Okay, ich hoffe und glaube, dass wir damit das Thema Internet ganz gut abgedeckt haben. Vielleicht noch ein Punkt, der auch, äh, warum wir Telekom nutzen: Die Telekom hat eben in ihren Tarifen auch diese Hotspot-Flat mit drin. Ähm, das ist jetzt fürs Vanlife nicht ganz so wichtig, außer ich steh mal an 'nem McDonald's, wo's 'n Telekom-Hotspot gibt. Aber das ist wenn man so auch reist, ähm, sehr, sehr hilfreich weil ich halt auch im ICE oder auch an Bahnhöfen und an ganz vielen Orten vor allen Dingen in Städten eben immer irgendein WLAN finde was ich auch nutzen könnte. Ich mein das ist in Zeiten von Flatrates nicht mehr ganz so relevant kann aber eben manchmal wenn das LTE oder das 5G-Netz grade schwach ist, ähm, oder langsam ist kann's mir doch noch mal helfen auch schnelles Internet zu haben. Also das ist auch noch so 'n, so 'n kleiner positiver Nebeneffekt. Das hat eigentlich jeder Telekom-Tarif der original bei der Telekom ist auch mit dabei.

Ähm, ich glaub Vodafone macht so was auch. Die haben ja ihre Kabelnetze und da auch so 'n, so 'n Hotspot-Dingsi. Ähm, ich glaub das kann man dort aber dann... Ich weiß gar nicht ob man das für 'n Mobilfunktarif buchen kann. Ich weiß dass wir das damals für unser Festnetz mit dazu hatten. Also mit so den Sachen kann man sich schlauerweise auch manchmal noch 'n Backup, äh, organisieren quasi was Internet angeht. Ist aber natürlich meist in den Gebieten wo wir versucht haben zu stehen mit dem Camper also da wo keine Menschen sind relativ nutzlos gewesen.

Da kommen wir ja jetzt vom Internet auch ziemlich auf direktem Weg zu einem Thema was du vorhin schon mal kurz angerissen hattest Anja nämlich Stromversorgung. Wenn man jetzt wie Sebastian und Steffi das gemacht hat und wahrscheinlich du auch sehr viel, ähm, auf Stellplätzen also Wohnmobilstellplätze unterwegs bist oder auch viel frei steht dann braucht man da natürlich andere Lösungen als wie wir die wir in erster Linie vor allem mit dem Wohnwagen natürlich auf 'm Campingplatz stehen. Da hängen wir in den aller allermeisten Fällen am Landstrom außer es gibt gute Gründe die dagegen sprechen. Die hat's auch schon gegeben. Das waren wirklich angefangen von der, ähm, Steckdosensäule von der Stromsäule die viel zu weit weg war wo wir irgendwie drei Kabel zusammen hätten hängen müssen, ähm, bis hin zu dass die Campingplatzbetreiber teilweise wirklich, äh, sehr gewagte Lösungen angeboten haben sich mit dem Strom zu verbinden wo wir gesagt haben das ist uns zu gefährlich dass uns der Camper abfackelt bis hin zu dass einfach kein, äh, kein, äh, Steckplatz mehr verfügbar war und kein Anschluss.

Ähm, deswegen haben wir auch noch 'ne kleine Powerstation mit an Bord. Ich sag euch von welchem Anbieter die ist die gibt's aber leider nicht mehr deswegen könnt ihr euch die nicht kaufen. Das ist das Camper Case von der Firma Outaca, ähm, ein Top Gerät. Ich bin da wirklich traurig drüber dass da die Produktion eingestellt wurde. Das begleitet uns seit etlichen Jahren immer sehr zuverlässig und hat uns auch hier beim Umzug Ähm, die Kühlbox am Laufen gehalten und alles. Also ganz, ganz tolles Teil. Ähm, gibt aber auch natürlich viele andere Anbieter. Da könnt ihr vielleicht gleich auch noch 'n bisschen Empfehlungen aussprechen. Ähm, dazu haben wir ein flexibles Solarpanel. Das haben wir ebenfalls bei Outaka gekauft. Ich weiß aber jetzt ehrlich gesagt gerade nicht, weil ich top vorbereitet bin, hab ich nicht nachgeguckt, von welcher Firma das ist.

Ähm, gibt's aber auch mittlerweile reichlich auch mit 'ner guten Ausbeute. Und ja, das ist unser Setup und ansonsten haben wir eben halt die normale Aufbau-, äh, Batterie im Wohnwagen. Das ist aber 'ne, 'ne Nassbatterie, die in erster Linie dazu da ist, den Mover zu betreiben und mal ein, zwei Tage auch unabhängig vom Stromnetz halt Licht pumpen und so was zu bespaßen, aber nicht wirklich jetzt, um da längerfristig zu arbeiten. Wie sieht's bei dir aus, Anja?

Also ich hab das übernommen, was hier schon da war, also nicht nur den Router, sondern auch die Stromversorgung. Ist aber noch 'n bisschen, ja, Luft nach oben. Erst mal sind hier oben auf 'm Dach 400 Watt Solarpaneele drauf. Mehr geht leider nicht. Also ich hab halt auch, äh, Fenster. Uuund das geht in eine 120 Amperestunden Lithiumbatterie. Die-- Es ist klingt, also klingt niedlich, ist halt auch so. Für 'n Sommer reicht das, ähm, total. Aber zum Beispiel mein Wechselrichter, der läuft komplett die ganze Zeit, weil ich einen ganz normalen Haushaltskühlschrank hier drin habe, der über 230 Volt läuft und da läuft halt auch die ganze Zeit der Wechselrichter. Hm, also meine Batterie werd ich auf jeden Fall irgendwann noch mal auf mindestens 300, äh, Amperestunden aufrüsten.

Dann komm ich auch wirklich mal 'n bisschen länger hin. Aktuell, wenn jetzt wirklich ich nicht über Solar, äh, aufladen kann, reicht mir das grad mal zwei Tage und das ist echt nicht viel, weil ich auch gar nicht so gerne ständig herumfahre, sondern auch gern mal 'n paar Tage länger stehe und irgendwo was arbeite oder einfach da bin. Und, äh, wichtig ist es aber dann, dass ich eben während des Fahrens noch laden kann. Da hab ich 'n, äh, Ladebooster. Und das war's eigentlich schon am Strom-Setup und ich überlege halt noch, ne, die, also die, die Batterie, äh, größer zu machen oder 'n Falt-Solarpanel plus 'ne Power Station. Da bin ich grad noch 'n bisschen uneins mit mir. Es ist halt auch 'ne Platzfrage, so 'n bisschen, ne, äh, ob ich das noch zusätzlich mit mir herumschleppen möchte, mmm, oder ob's nicht dann 'ne größere Batterie, äh, einfach tut, die sowieso die ersetzt, die halt schon drin ist und dann hab ich, brauch ich keinen zusätzlichen Platz.

Ähm, ja, aber das ist so weit schon mein Strom-Setup, wenn ich jetzt nicht irgendwas vergessen habe. Nee.

Bei euch war's 'n bisschen opulenter, Sebastian, ne?

Anfangs nicht. Also wir sind auch gestartet mit 200 Watt Peak auf 'm Dach, also 200 Watt Panels. Vor... Also 2017 hab ich das, glaub ich, gebaut, ähm, und mit zwei Nassbatterien mit 100 Amperestunden, mh, weil die halt einfach preiswert waren und das Budget damals nicht so riesig war. Also damit sind wir ganz gut gefahren tatsächlich die ersten Jahre und auch mit dem Strom gut ausgekommen. Ähm, uns ist er, glaub ich, einmal ausgegangen. Das war so 'ne Woche Regenwetter, ähm, und da sind dann, glaub ich, nach fünf Tagen, äh, war dann auch der Strom alle und wir mussten, sind dann einfach auf 'm Stellplatz, haben uns 'n Stellplatz in der Nähe gesucht, der halt Strom hatte. Da haben wir dann noch 'ne Woche rumgehangen, weil's halt wirklich 'ne Woche lang dann noch schlechtes Wetter war.

Ähm, irgendwo in Spanien, halt im Spätherbst war das, glaub ich. Und, ähm, das war das einzige Mal, dass das nicht geklappt hatte. Beim Fahrzeugwechsel dann haben wir, äh, zwei, nee, vier Lithiumbatterien mit, ich glaube, 150 Amperestunden oder 160 Amperestunden dann reingepackt und auf 'm Dach, ähm, 800 Watt Peak. Das war dann noch mal 'ne andere Nummer. Also ich glaub, da w... ist uns als Erstes halt, äh, das frische Essen ausgegangen, also sprich so Gemüse und so was, weil sich das halt einfach nicht unbegrenzt hält. Der Rest war da halt wirklich autark und hat hingehauen. War schon fast 'n bisschen viel, ähm, weil wir trotzdem alles auf sehr sparsam ausgerichtet haben. Also Wechselrichter kam bei uns eigentlich kaum zum Einsatz.

Wir haben viel auf Gas gemacht, weil großer Gastank. Und ich glaub auch hier müsst ihr echt 'n bisschen gucken, wie ihr reist, ne. D-du hast grad den, den Ladebooster angesprochen. Wenn ich viel fahre, ist der hilfreich, aber da werden wir bestimmt in der zweiten Episode auch 'n bisschen drüber sprechen: Fahren ist halt anstrengend und ständig fahren und arbeiten, das verträgt sich nicht sonderlich gut. Ähm, deswegen ist der Ladebooster eben nur manchmal 'ne Hilfe. Und was wir auch immer eigentlich dabei hatten, ist eben das Solarpanel, das faltbare. Warum? Na ja, im Sommer im Süden willst du nicht in der Sonne stehen, um Solarenergie zu ernten, sondern du willst im Schatten stehen, um nicht so ein heißes Fahrzeug zu haben. Und dann, ähm, produzierst du natürlich keine, keinen Ladestrom. Und da ist dann halt 'n Panel, was du einfach fünf Meter vom Fahrzeug wegstellen kannst in die Sonne, ganz hilfreich, um doch noch 'n bisschen Energie zu gewinnen.

Ähm, aber d-das muss man, glaub ich, wirklich halt sehr individuell auf sein, sein eigenes Fahrverhalten, ähm, ist man Vollzeit unterwegs, ausrichten, wo bin ich unterwegs, ne. Du hast ja grade gesagt, im Sommer ist das alles kein Problem. Aber im Winter in Deutschland oder gar in Skandinavien ist halt mit Solar nicht mehr viel zu holen. Es sei denn, ich hab wirklich halt 'ne gigantische Dachfläche. Und, ähm, da muss ich dann eben gucken, ob ich andere Technologien einsetze, wie ich mir irgendwie Strom produziere. Ihr hattet ja da auch mal die EFOY im Wohnwagen, ne, die, die, ähm-

Brennstoffzelle

Danke.

Ja, die hatte ich grade vergessen zu erwähnen. Die haben wir jetzt im Moment nicht mehr eingebaut. Die steht grade bei uns im Keller, weil wir Jetzt eben nicht mehr so viel unterwegs sind und vor allem nicht mehr so viel frei stehen, wie wir das in den Anfangsjahren getan haben. Und weil wir jetzt ehrlich gesagt den neuen Sponsorenwohnwagen nicht schon wieder mit irgendwelchen Löchern im Boden und in den Seitenwänden verschönern wollten. Aber das ist auch 'n ganz, ähm, praktisches und tolles Tool, um wirklich sehr, sehr zuverlässig und, ähm, eben in, äh, in Schlechtwetterphasen Strom zu bekommen oder im Winter. Ist natürlich 'ne sehr teure Anschaffung. Das, ähm, muss man sich einmal durchrechnen, weil auch die Stromerzeugung an sich nicht ganz günstig ist.

Also s-- die, die, ähm, Anschaffungskosten sind das eine und laufenden Kosten sind das andere. Das würd ich jetzt nicht empfehlen, um das als einzige dauerhafte Lösung zu nutzen, sondern für mich, ähm, ist es eigentlich so 'n, so 'n Fallback. Wenn eben Solarstrom nicht verfügbar ist, wenn Landstrom am Campingplatz nicht verfügbar ist, dass man dann, äh, so 'ne Brennstoffzelle einsetzt. Ich hab die aktuellen Preise leider nicht im Kopf. Da können wir euch aber auch noch mal die, ähm, die Website von eFuel verlinken. Sehr gutes und sehr zuverlässiges Gerät auf jeden Fall.

Ja, ich glaube, damit haben wir den Strom ganz gut abgehandelt. Ansonsten natürlich 'n Landstromanschluss und Kabel ist irgendwie auch ganz hilfreich, dass man im Worst case halt einfach auf 'n Campingplatz fahren kann, auch wenn man das vielleicht selber nicht so mag, weil, ähm, das auch meistens zu teuer ist, das täglich zu nutzen, weil wir ja die ganzen Vorteile, die so'n Campingplatz hat, überhaupt nicht nutzt, weil, äh, am Ende brauchen wir halt maximal Strom oder vielleicht mal 'ne Waschmaschine. Aber die, die, die Landstromgrundlagen helfen natürlich auch einfach, Worst case, äh, 'n Fallback zu haben. Und wenn ihr natürlich anfangt, ist das erste Mal auf 'm Campingplatz sicherlich deutlich einfacher, als gleich irgendwie sonst wo freizustehen, ähm, weil dann, dann kann ich eben im Notfall aufs, aufs WLAN im Campingplatz aus, äh, weichen. Ich kann im Notfall auf den Strom ausweichen. Ähm, man muss sich das Leben ja am Anfang nicht schwerer machen, als es sowieso schon ist, wenn man irgendwas das erste Mal macht.

Ne? Das auch ganz klar an alle, die da erst mal sich antasten wollen. Ab auf 'n Campingplatz, wo's schön ist. Auch da findet man ja durchaus ruhige Ecken. Ja? Es ist dann vielleicht nicht unbedingt der mit der Kinderanimation und ihr nehmt den Platz direkt am Pool. Da kann man sich vielleicht auch nicht so gut konzentrieren und die Videokonferenzen geraten halt zu 'nem Abenteuer. Aber, ähm, auch das funktioniert halt sehr, sehr gut und grad für 'n Einstieg, glaub ich, ganz hilfreich.

Zum Thema Strom und Solar gibt's ja bei uns auch schon einige Podcast-Folgen. Ähm, da suchen wir euch auch noch mal die Links raus und packen euch die in die Show Notes. Dann könnt ihr da euch zu den spezifischen Themen noch mal informieren bei Bedarf.

Ja, jetzt haben wir Internet, wir haben Strom. Äh, was ist das Nächste, was wichtig ist? Äh, Sitzen. Ähm, du hast jetzt vorhin schon 'n bisschen, also na ja, also der Arbeitsplatz, sagen wir's mal so. Du hast schon 'n bisschen gesagt, wie dein Arbeitsplatz, äh, aufgebaut ist und was du jetzt noch quasi da weiterentwickeln möchtest. Worauf sitzt du denn in deinem Fahrzeug?

Ja, wichtiger Punkt, weil das oft echt vernachlässigt wird bei vielen das Thema Ergonomie oder wie sitze ich. Ähm, da wär, also wenn du halt schon Vollzeit reist und eben auch arbeitest, verbringst du halt da schon auch viele Stunden. Ähm, und bei mir ist es der umgedrehte Fahrersitz, äh, und halt hier so 'n, so 'n, äh, Klapptisch, den ich, ne, war ja alles schon da. Da ist es auch noch nicht so optimal, weil ich eigentlich theoretisch noch 'n bisschen näher ran sitzen müsste. Also ich sitze auch auf dem, ähm, Fahrersitz ganz weit vorn, um wirklich, äh, den, den, den Tisch auch 'n bisschen möglichst ran zu haben, wie man das halt so haben möchte. Zum Essen brauchst du das vielleicht nicht so, ne. Da machst du dir keine so großen Gedanken.

Da sitzt man auch mal 'n bisschen weiter weg oder 'n bisschen gemütlicher da. Aber wenn du dann an der-- Wenn du arbeitest, möchtest du ja anders sitzen und auch deine, deine Arme anders auflegen auf den Tisch, äh, und dann bist du einfach auch näher dran. Und darauf sollte man achten. Es gibt mittlerweile echt gute Tischlösungen, die auch verschiebbar sind, die auch höhenverstellbar sind, ähm, und in alle Richtungen, wo man das 'n bisschen besser anpassen kann. Also das wäre auch noch mal so 'n Upgrade bei mir, der Tisch. Also weil am Stuhl oder am Sitz kann ich grad nicht so viel machen. Ich hätte natürlich schon gern auch irgendwie so 'n Schreibtischstuhl. Wär auch nett. Also kenn ich, äh, auch aus meiner Community Leute, die haben, fahren jetzt wirklich mit so 'nem Bürocamper herum auch und dann haben die 'n richtigen Schreibtischstuhl drin.

Hm, aber ja, die sind halt auch mit mehreren Personen unterwegs, ne, und können auch mehrere Fahrzeuge bewegen und haben jedem Fahrzeug eben so 'n Zweck zugeschrieben. Hm, und ich behelf mir halt-- Also bei mir ist es dann die Ergonomie auf jeden Fall Laptopständer zum Beispiel, weil ich jetzt hier keinen extra, äh, anderen Monitor habe, aber dann eben die externe Ta-, äh, Tastatur und Maus. Hm, und was ich, glaub ich, auch noch wichtig finde, so am Arbeitsplatz, wenn wir drüber reden und was auch oft vernachlässigt wird, ist das Thema Beleuchtung. Also ich sitz jetzt hier am Fenster und ansonsten ist mein, mein Camper auch relativ dunkel, weil der, ich weiß nicht, der Vorvorbesitzer hat den ausgebaut und das sollte vielleicht so 'ne Art Stealth Camper werden, also möglichst nicht als Camper so, ähm, gleich ersichtlich.

Und da sind auch nicht so viele Fenster drin, also oben schon. Aber er hat sich, äh, mit, ähm, vielen, äh, Lichtern hier drin beholfen, hm, die auch dimmbar sind, sodass ich wirklich auch gemütliches Licht haben kann zum Abschalten, aber auch mir das gut hell machen kann, wenn ich Meetings habe. Und grad im Winter oder spät abends ist es dann einfach, äh, zappenduster und dann brauch ich auch irgendwie 'ne gute Beleuchtung, was mich auch gut ausleuchtet. Äh, ich hab dann oft auch noch mal so 'ne extra Lampe, die ich mir hier so ranklemme und die mich, äh, mein Gesicht, äh, ausleuchtet.

Ähm, ja.

So 'n Ringlicht oder was nutzt du da?

Ja genau. Ja. Und das ist es so zum, zum Arbeitsplatz. Wie gesagt, Ergonomie und Beleuchtung wird gern mal vergessen. Deswegen da gerne auch noch mal, wenn ihr euch so was selbst ausbaut oder was kauft, dann da gerne auch den Blick mal mit drauf werfen. Man kann auch vieles noch nachrüsten, aber gra..., also was Beleuchtung betrifft. Aber grade so das Sitzen, das sollte schon passen. Also auch wirklich mal sich mit Laptop oder irgendwie so hinsetzen und das mal testen, ob das für einen passt. Also grade wenn man so 'ne, nur so 'ne Bank hat. Ich hab hier noch so 'n Notsitz, an dem ess ich manchmal, weil ich mir grade den Sitz da nicht rumdrehen will oder nur mal wirklich 'ne Pause zwischendurch mache. Aber zum Beispiel kann ich da meine Beine nicht so drunter machen. Die sind häng dann, also die stoßen dann halt immer an. Und das ist auch so was, wo ich sage: Ja, das ist halt jetzt auch unangenehm, ne.

Also meine Beine will ich halt so nicht so grade runter gewinkelt, ne. Ja, ich glaub, man kann sich's vorstellen, sondern so 'n bisschen drunter unter den, äh, Sitz packen. Ja. Ich hab's... Ach genau, ich hab, ach nee, wir haben ja, haben ja keinen Videopodcast, aber ich hab noch ich wollt's grad in die Kamera zeigen, war auch schon drin vom Vorbesitzer. Ich hab sogar noch so 'n kleinen Tritt, äh, auf dem ich meine Füße stelle, einfach damit ich besser sitze und mich 'n bisschen mehr abstützen kann auch am, mit den Füßen, weil ich sonst 'n bisschen zu lang runterhängen würde. Ich bin zwar jetzt nicht so klein, aber darauf, ähm, auch achten. Ja.

Das, das kann tatsächlich 'n guter Tipp sein, ähm, weil das wirklich die Sitzposition noch mal verändert. Und, äh, ansonsten w-was ich noch euch mitgeben kann, also was auch hilfreich ist, ist immer mal die Position zu wechseln. Also nicht acht Stunden dann quasi am selben Ort zu sitzen. Also grad wenn's vielleicht nicht ideal ist, was, was wahrscheinlich im Camper ganz häufig passieren wird, dann einfach regelmäßig die Position tauschen. Jede Stunde. Es macht ja eh Sinn, sich zwischendrin auch mal 'n bisschen zu bewegen. Und wenn man sich dann gleich einfach anders hinsetzt. Ähm, w-wir hatten da im, im,in unserem Wohnmobil immer ganz verschiedene Möglichkeiten, die wir nutzen konnten und zusätzlich noch 'n Laptopkissen. Ähm, wir haben da welche von, von Belkin. Die gibt's leider seit, seit über zwölf Jahren, glaub ich, nicht mehr. Wir haben aber da irgendwie uns damals noch 'n paar gekauft, ähm, weil die halt wirklich 'ne perfekte Höhe haben.

Da kann ich perfekt dran arbeiten. Und dann kann ich eben auch mal einfach sitzen, gerade sitzen, hab den Laptop aufm Schoß. Kann ich natürlich keinen zweiten Monitor in dem Moment nutzen, aber ich hab einfach verschiedene Positionen. Und ich kann auch mal draußen im Campingstuhl ohne Tisch sitzen. Das hat uns immer sehr geholfen, einfach das, das zu variieren und auch mit so 'nem Laptopkissen einfach noch zusätzliche Variationen reinzubringen, ähm, damit halt einfach der Rücken nicht irgendwie so einseitig belastet und, und die sich verkrampft quasi.

Also kann ich absolut zustimmen, ähm, mit dem Wechsel, ne. Also grade Meetings oder so mach ich auch gerne dann im Stehen. Und ich hab noch so 'n altes Laptop-, äh, Kissen, äh, von IKEA glaube ich damals. Und das hab ich ja schon in meiner Wohnung gehabt und auch überall mit rumgeschleppt. Und wenn ich dann doch mal hier irgendwie im, im Bett sitze und was mache, dann nutz ich das dann tatsächlich auch. Es kommt selten vor, weil ich das eigentlich nicht so, so mag, aber es passiert schon mal und dann steht der Laptop halt weder auf meinen Knien noch irgendwie aufm, aufm Bett und wird da jetzt auch nicht warm, sondern, äh, da bringt das auch schon was.

Ja, ich hab mir tatsächlich verschiedene Sachen inzwischen zugelegt, weil bei mir seit, möcht fast sagen Monaten der untere Rücken immer so verspannt ist und Probleme macht und jetzt nach der Messe richtig heftig durch das viele Stehen, ähm, konn, bin ich teilweise morgens aus'm Bett gekrabbelt wie 'ne 103-Jährige mindestens. Und deswegen, ähm, sitze ich jetzt viel sowohl zu Hause als auch im Camper auf so 'nem aufblasbaren Kissen. Das ist so 'n Gummikissen, ähm, was man auch für Balanceübungen verwenden kann. Also auf das kann man sich auch draufstellen, um die Muskel, ähm, also so die verborgene Muskulatur zu stärken. Aber man kann sich, man kann sich eben auch drauf setzen und man kann das unterschiedlich stark aufpumpen, um eben mehr oder weniger Balanceeffekt zu erzielen und dadurch bleibt der Rücken immer so 'n bisschen in Bewegung, weil ich immer etwas die Bewegungen ausgleichen muss.

Ähm, für den Laptop habe ich 'n Zwitter aus so 'nem Laptopständer, wie du ihn vorher eingangs erwähnt hattest, Anja und einem normalen Laptopkissen. Ich hab nämlich eins, was verstellbar ist. Also das ist für mich jetzt quasi 'ne Multifunktionslösung, damit ich auch nicht so viel mitschleppen muss. Und, ähm, da kann ich mir dann, so wie ich das jetzt auch getan hab für den Podcast, die Auflagefläche einfach in verschiedenen Winkeln hochklappen und hab aber trotzdem, wenn ich den Laptop auf den Knien hab, 'ne weiche Unterlage, die so 'n, 'ne Kissenform hat. Das ist von der Firma Wigo Wood. Ist nicht ganz günstig, das hat irgendwie irgendwas zwischen 35 und 40 Euro gekostet damals. Funktioniert aber prima und ich hab den Vorteil, ich kann mir da auch noch so 'n kleines Minitablett ausziehen, um zum Beispiel 'ne, ähm, externe Maus anzuschließen und zu nutzen.

Und ich hab im Innenbereich dieses Kissens noch Stauraum sozusagen für Notizbücher, Dokumente, Handy oder Ähnliches. Also ich liebe das sehr und es, ähm, es sind auch mittlerweile alle anderen Lösungen bei uns rausgeflogen. Ähm, ich hab jetzt nur noch das und das nehm ich dann eben auch immer mit. Und ich habe jetzt auch erstmals im Wohnwagen dabei mein Massagekissen von der Firma Beuer oder Beurer oder wie die heißen. Die machen lauter so Medizinprodukte für Omis und Opis. Und da hab ich schon, hab ich schon 'n Heizkissen und hab jetzt auch wirklich mir das, äh, Massagekissen öfter mal so an den unteren Rücken angesetzt. Physiotherapeuten werden jetzt reihenweise in Ohnmacht fallen wahrscheinlich, aber es hilft. Also das ist wirklich 'ne gute Sache, sich nach 'nem Arbeitstag dann mal einmal kurz durchmassieren zu lassen.

Und zum Sitzen, wie Sebastian sagte, versuch ich auch immer so 'n bisschen die Standorte des Arbeitens zu wechseln und hab mir dann auf den, ähm, Polstern und auch auf 'm Campingstuhl immer so Rückenkissen parat gemacht, weil man ja immer aufrecht sitzen muss und nicht wie zum Chillen hinten angelehnt an der Lehne. Und das funktioniert eigentlich ziemlich gut. Beim Campingstuhl haben wir die guten von Berger. Die müssen jetzt mal ausgetauscht werden, weil die sind jetzt irgendwie auch schon fünf Jahre alt und so 'n bisschen durchgesessen oder sechs Jahre. Aber da gibt's so 'ne Kopfstütze und die nehm ich für den Rücken. Also ich mach mir die Lehne ganz aufrecht und hab die Nack..., die Nackenstütze quasi im unteren Rücken als Lordosenstütze. Das kann ich auch sehr empfehlen. Das ist 'n guter Hack, wenn man eben nicht so viel Geld ausgeben kann oder möchte.

Mir fällt sonst noch ein, wer zwei Monitore gern haben möchte und keine hat, dafür aber 'n Tablet, ähm, das kann man auch als zweiten Monitor nutzen. Die sind zwar dann vielleicht nicht so groß, aber das war immer so mein Notnagel, weil wir haben halt jeder 'n iPad und das kann ich halt einfach an mein Mac anschließen, auch, auch per, äh, schnurlos und kann das als Zweitmonitor nutzen. Das ist jetzt grade für Podcast und irgendwie 'n bisschen Notizen oder, ähm, irgendwie ein Fenster, äh, wo ich drin arbeite, im, am MacBook und dann irgendwie noch 'n kleines Fenster, wo ich mir 'n bisschen was angucke dazu, funktioniert das sehr, sehr gut. Ersetzt jetzt keinen großen Monitor, aber, ähm, ist so 'n, 'n Hack, sag ich mal, den ich gerne unterwegs genutzt habe, weil ich's Tablet eh dabei hatte. Und ansonsten, wer das nicht hat, es gibt auch tatsächlich mittlerweile wirklich sehr, sehr günstige so Zweitmonitore wirklich zum Aufklappen mit USB-C-Anschluss, ähm, passen an die meisten aktuellen Laptops auch ran und die kosten, ich glaube, unter 200 Euro, ähm, brauchen teilweise nicht mal 'ne extra Stromversorgung, weil sie eben über USB-C mit Strom versorgt werden.

Also da gibt's mittlerweile ja auch wunderbare Technik, die ich nutzen kann, die, ähm, nicht mehr einen Kleinwagen kostet.

Ja, und für die Beleuchtung kann man sich inzwischen sehr gute Lampen, die relativ klein und leicht sind, zulegen, teilweise sogar akkubetrieben, in, äh, bei denen man auch die f, die, ähm, Farbtemperatur einstellen kann. Also von warmweiß zu kaltweiß, je nachdem, was man eben grade braucht. Und die kann man auch gut transportieren. Wir haben da, glaub ich, eine von IKEA. Ich weiß es gar nicht mehr, wo die her ist. Die steht jetzt hier auch neben mir. Ähm, die kommt manchmal mit, wenn ich weiß, ich hab irgendwie viele Videokonferenzen oder Ähnliches, dann nehm ich die mit. Ansonsten tut's auch was zum Anklemmen. Oder eben die Camper-Beleuchtung selber, wenn die vom Hersteller oder vom Vorbesitzer schon entsprechend gestaltet wurde.

Tja, dann guckt, lasst uns doch mal auf eure Geräte gucken. Anja, was ist denn auf deinem, äh, Laptop so installiert an Dingen, die du für dein täglich Arbeitsleben brauchst?

Also jetzt abgesehen von Browser und Co.?

Ja. Genau.

Also das Wich..., das Wichtigste ist für mich tatsächlich mein Kalender. Da nutz ich einfach den Google Kalender, weil ich auch viel über Gmail mache, also überhaupt in der ganzen, äh, äh, Google-Welt. Mmm, und ja, über den Kalender arbeit, da trag ich mir alles Mögliche ein und dorthin übertrage ich auch meine Aufgaben, äh, aus Asana. Also ich arbeite, ich hab einiges ausprobiert, auch Trello und so, aber ich bin letztlich bei Asana gelandet und dort pack ich mir meine Aufgaben rein, auch zu den unterschiedlichen Bereichen oder Projekten, äh, was ich f, so vorhabe und datiere das entsprechend und dann landet das auch in meinem, äh, Google Kalender drin und dann, ja, plane ich halt auch so meine Woche meistens vor.

Meistens so am Sonntag. Also nicht nur arbeitsmäßig, sondern auch wo ich mich aufhalten werde und so was. Mit viel Puffer und Flexibilität. Meistens geb ich mir zu wenig Puffer, aber und muss dann sehr viel mehr flexibel sein. Aber das sind so die Sachen für meine Wochenplanung und dann am Abend vorher mach ich, äh, die Tagesplanung für 'n nächsten Tag. Äh, und im besten Falle halt ich mich dann auch meistens dran. Ähm, also Asana und Kalender so als wichtigste Tools so für meine, für meine Arbeit, wenn das die Frage beantwortet.

Ja, Passwort Manager hast du vorhin ja schon genannt, den du noch nutzt.

Passwort Manager, äh, super wichtig auf jeden Fall. Mmm.

Machst du irgendwie 'n Zeittracking? Erfasst du deine Arbeitszeit?

Als ich angestellt war beziehungsweise als ich, mmm, zwar freiberuflich, aber für jemand anderen gearbeitet habe und das so grob schon auf Bun, äh, auf Stundenbasis abgerechnet wurde, hab ich das gemacht und da hab ich mit Toggle Track gearbeitet.

Mhm. Hab ich auch.

Ja, und ansonsten ein wichtiges Tool ist noch unser, äh, virtueller Coworking Space in meiner Community. Äh, da treffen wir uns regelmäßig, eigentlich jeden Tag ist da irgendjemand drin, ähm, und das ist immer schön zu sehen, wie die anderen auch fleißig sind. Ähm, und das läuft halt immer nebenbei noch auf 'nem anderen Gerät. Äh, und ja, da chatten wir halt drin oder wir sehen halt, wie die anderen eben auch arbeiten. Grade wenn man eben alleine unterwegs ist und, äh, da hat man so 'n bisschen dieses, dieses Coworking-Gefühl, äh, dabei, äh, von den anderen Campern. Ja.

Wie muss ich mir das vorstellen? La-lasst ihr da Kameras laufen und beobachtet euch dann wirklich beim Arbe-- Ach so, tatsächlich.

Ja, die Kameras sind an.

Das ist ja voll der Druck.

Nee, einfach so für das Gefühl auch, ne, dass man, man kann die auch ausmachen oder man, aber mittlerweile, wir sind so 'n eingeschworener Kreis, also kommen auch immer mal wieder Neue dazu, aber mittlerweile, pff, es, äh, da essen wir auch voreinander und so. Das gehört halt irgendwie einfach mit dazu. Also wie du's im, äh, richtigen Coworking Space auch machen würdest. Wer's nicht mag, macht's auch mal aus. Aber im Grunde ist ja genau das das Schöne, dass du die Leute auch, äh, siehst. Ähm Ja und dann wird aber nur gechattet, also Mikro ist immer aus, aber dafür gibt's Extraräume. Wer dann sich treffen möchte oder einfach so mal schwatzen oder wirklich Meetings hat, äh, dafür, äh, kann das auch genutzt werden, äh, der, äh, trifft sich halt dann dort und, und kann's Mikro anmachen.

Und nutzt du da Zoom für oder welche Software nutzt du dafür?

Also bis vor zwei Tagen war das noch Gathertown, aber das ist jetzt seit dem 15. September ist es, ähm, kostenpflichtig schon ab der ersten Person und ich bin jetzt zu Discord gewechselt, weil wir das schon mal eingerichtet hatten vor anderthalb Jahren oder so. Und dort kannst du das ja auch machen, ne, in diesen Sprachchats und dann machst du halt nur Video und dann kann man auch so viel Berechtigungen, äh, anlegen. Also dass die Mitglieder sind da automatisch auch stumm geschaltet und die haben dann aber eben die Teeküche und noch den Meetingraum, wo sie halt dann auch quatschen können.

Coole Idee dafür. Ja. Ähm, du hast grad noch das Wort Coworking benutzt. Was, was heißt denn eigentlich Coworking für alle, die das jetzt nicht wissen?

Äh, also, äh, wenn man's nicht virtuell hat, ist es meistens ein in einem Gebäude ein größerer Raum, in dem man, ähm, jeder an seinen eigenen, äh, Sachen arbeiten kann, aber wo mehrere, äh, Schreibtische stehen oder wo man sich auch mal in ein abgeschlossenes Büro einmieten kann oder 'ne Telefonzelle oder 'n, so 'n Meetingbox nutzen kann, um, ähm, ja Gespräche zu führen, um die anderen nicht zu, äh, stören. Das ist meistens eben ein großer Raum, ähm, ist unterschiedlich gestaltet und dann gibt's, äh, oft noch 'ne Teeküche oder überhaupt so 'nen klein, kleinen Küchenbereich, äh, wo man sich dann mal an der Kaffeemaschine trifft oder auch zusammen Mittag isst und einfach, ähm, wenn man Anschluss sucht und haben möchte, weil ich nutz das tatsächlich auch öfter mal und bin in Coworking Spaces, also die, die zumindest auch, ne Möglichkeit haben, mit 'm Camper da zu stehen, äh, ist es sehr, sehr schön, sich mal mit anderen Leuten auch zu unterhalten.

Also die jetzt teilweise auch Camper sind, aber teilweise auch nicht. Und einfach mal zu gucken, wie kann man sich sogar beruflich ergänzen oder einfach überhaupt mal so'n bisschen ausbrechen aus seiner Bubble und mal so neuen Input ist schon auch mal schön, mal auf ganz andere Ideen wieder oder Themen zu kommen, die man dann vielleicht gar nicht so sonst im Alltag hat. Ja.

Ja, und auch wenn man alleine reist und solo selbstständig ist, dann kann's ja manchmal auch 'n bisschen einsam werden oder schwierig mit der Motivation. Ich glaub, da kommen wir auch im zweiten Teil noch 'n bisschen zu und da find ich das eigentlich 'ne super Idee. Wir hatten das tatsächlich am Anfang auch gemacht, dass wir uns als, äh, Sebastian und Stefanie ganz neu bei Camper Style dabei waren. Da haben wir uns auch jeden Morgen getroffen und haben quasi den, den Tag zusammen gestartet über Slack nur ohne, ohne Video, aber haben uns da auch, ähm, dann direkt immer sehr viel ausgetauscht. Das haben wir irgendwann eingestellt, weil's glaube ich auch mit den unterschiedlichen Lebensrhythmen bisschen zusammenhing, dass wir sehr unterschiedliche Arbeitszeiten hatten.

Ja.

Und dass wir gesagt haben, wir brauchen das jetzt eigentlich nicht mehr, dass wir, dass wir so einchecken gegenseitig, weil wir uns ja eigentlich sowieso täglich irgendwie mal hören oder, oder schreiben oder so. Aber das ist auf jeden Fall coole Idee.

Ich find auch tatsächlich dieses virtuelle Coworking, dass man da so 'n, so 'n Punkt hat, grade für, für die Leute, die halt alleine unterwegs sind. Ähm, das kann ich sehr, sehr gut nachvollziehen, dass das wirklich 'ne, 'ne coole Institution ist, äh, die man, die man dann auch sehr, sehr gerne nutzt. Ähm, das find ich auf jeden Fall super spannend.

Dann schauen wir mal auf unsere Apps noch. Da sind's 'n paar mehr geworden im Laufe der Zeit. Also man muss vorwegschicken, das haben wir ja auch schon 'n paar Mal gesagt, dass wir, Sebastian und ich vor allem sehr gut darin sind, immer wieder neue Apps an den Start zu bringen, vor allem für Zeitmanagement und Projektmanagement. Und dass wir dann immer denken, alle unsere, unsere Organisationsprobleme werden damit gelöst, wenn wir nur 'ne neue App oder 'n neues Tool einführen und dann immer sehr schnell wieder das Interesse daran verlieren. Also ich bin momentan für die Aufgaben auf Verwaltung bei Notion gelandet. Sebastian, wo bist du?

Na ja, also wir müssen noch 'n bisschen grade rücken. Mittlerweile ist uns ja bewusst, warum wir das tun. Es ist vermutlich einfach mit, mit der Funktion unseres Gehirns zu tun hat, dass wir halt ständig neue Dinge, also wir sind super begeistert von neuen Dingen und alles, was Routine ist, äh, langweilt uns zu Tode und hat unser Gehirn da kein, gar keinen Bock drauf. Deswegen ist halt dieser Methodenwechsel für uns so wichtig, um irgendwas zu haben, was uns begeistert. Ähm, also und aktuell bin ich mal wieder, äh, bei, bei Trello, äh, was wir sowieso so als Tool eigentlich die letzten Jahrzehnte haben. Ähm, manche Sachen schreib ich mir aber auch in 'nem Büchlein einfach ganz, ganz klassisch mit Stift und Papier. Ähm, aber das wechselt auch wirklich bei mir w-nicht wöchentlich, aber schon so alle drei, vier Wochen, ähm, test ich irgend 'n neues Tool aus, bin da 'ne Weile von begeistert und dann wird's Routine und dann nutz ich's wieder nicht mehr.

Also das für mich 'ne große Herausforderung. Aber das ist ein Thema, was wir in unserem Zweit-Podcast, ähm, auch immer mal wieder thematisieren. Also wer Interesse daran hat, äh, sucht gerne mal nach, äh, dafür sind wir nicht qualifiziert, da wo ihr uns hört grade. Da gibt's auch den Podcast von uns, äh, wo wir halt quasi auch über diese Herausforderungen im Leben sprechen, die, die einfach was mit Neurodivergenz, ADHS und ähnlichen Dingen zu tun haben, die, ne, also einfach das Leben an den Stellen für uns 'n bisschen anders gestalten als für viele andere Menschen. Ähm, so dass wir da einfach immer durchwechseln. Ansonsten haben wir viel Kommunikation über Slack bei uns teamintern und auch, auch zwischen den Unternehmen. Nutzen das sehr, sehr viel, auch teilweise mit Kunden. Da kann man dann die Slacks vom Kunden und das eigene Slack koppeln, ähm, sodass man gemeinsame Kanäle hat.

Das funktioniert ganz gut für uns. Ich glaube, das ist noch etwas, was bei uns viel im Einsatz ist. Äh, Passwortmanager ist auch so 'n A und O für jeden von uns, weil's so eine Reihe an, an Logins gibt, die man überhaupt nicht mehr übersehen kann, äh, gleichwohl auch ja jedes 'n anderes Passwort haben sollte und man die auch immer mal wieder ändern, äh, kann und sollte. Und da ist, äh, kommt man ohne Passwortmanager einfach, äh, nicht mehr hinterher und, äh, der Zettel auf der Rückseite der Tastatur reicht halt irgendwann einfach nicht mehr, um alles aufzuschreiben. Ähm, und ich glaube aber, der Rest an Software, den wir so nutzen, ist dann sehr individuell einfach auf unsere Tätigkeiten abgestimmt. Das ist jetzt, glaub ich, wenig, was euch da helfen würde. Aber ich glaub, so 'n Projektmanagement oder Aufgabenmanagement ist essenziell, dass man nichts vergisst, ob man das in 'nem Kalender macht, ähm, oder, oder auch extra macht, 'n Kalender.

'Ne Kommunikation mit anderen, ähm, ist, glaub ich, wichtig, äh, und, und man sollte sich auch immer bewusst machen, dass Aufgaben verfolgen, Projekte managen und Kommunikation durchaus zwei verschiedene Kanäle sein können und, und manchmal sinnvollerweise auch sind. Ja, also dass man, ähm, zwar zu Aufgaben kommuniziert, aber dann so die grundlegende Kommunikation eher anders machen kann. Telefon gehört immer noch irgendwie bei uns dazu.

Aber wenig, ne.

Auch wenn, wenn wir nicht so die Fans davon sind. Das liegt vielleicht auch daran, dass wir einfach keine Fans von Telefonieren sind und es deswegen wenig nutzen. E-Mail, klar, das kann ich aber mit jedem Browser, äh, a-aus der ganzen Welt theoretisch machen. Na ja, ja und dann so viel spezielle Dinge, ne. Vor allen Dingen viele KI-Tools und auch viele Tools, die wir nutzen, aber ich glaube, da, da gehen wir jetzt zu tief, äh, rein und zu weit weg, weil ihr habt ja schon auch euren Job, den ihr macht, und da habt ihr auch eure Werkzeuge, die ihr braucht. Ich glaube, da, da müssen wir jetzt nicht noch, noch tiefer reingucken. Ähm, was sind denn vielleicht noch, Anja, um dich auch mal wieder zu Wort kommen zu lassen, was sind denn vielleicht noch so Sachen, die für dich unterwegs, wo du gemerkt hast, oh, das, das funktioniert super gut oder das hilft mir auch irgendwie, ähm, produktiver zu sein, besser zu arbeiten?

Und was sind denn auch Sachen, die, ähm, wo du gelernt hast, die absolut, na tödlich ist das falsche Wort, aber die dir das Leben schwerer machen unterwegs und beim Arbeiten?

Also mir geht's da wirklich auch mit euch, äh, oder wie, wie euch, ne, äh, mit den Tools erst begeistert und fang ich an und dann lässt das leider recht schnell nach. Äh, grade wenn man dann irgendwie so alleine, äh, das macht, äh, und nicht so im Zugzwang ist mit anderen. Mh, und was ich ergänze, Notion hab ich auch, nutz ich auch, hab ich für mich eingerichtet, äh, nutz ich viel zum Sammeln meiner, äh, von verschiedenen Infos. Und inzwischen, ich hab ja jetzt die, äh, GbR auch mit dem Shop mit drei anderen zusammen und dort hatt ich eigentlich nur mal 'ne Seite eingerichtet, um die wichtigsten Sachen zu sammeln. Mittlerweile nutzen wir das aber wirklich regelmäßig, um da 'ne Timeline zu machen. Wir haben da richtiges Kanban-Board. Also wir nutzen's auch wirklich richtig zur Zusammenarbeit.

Mh, äh, das hatt ich vorhin, ja, ganz vergessen. Was ich noch liebe, äh, was sich bei mir bewährt hat, ist immer so 'n kleines Büchlein. Also hab ich jetzt auch grad wieder hier liegen mit Notizen, äh, mach ich auch mal schnell 'ne Mi-Mindmap oder schreib mir Sachen auf, weil es ist immer noch mal was anderes, irgendwie das so aufzuschreiben. Und dafür liebe ich absolut mein Whiteboard. Ich hab hier drin 'ne selbstklebende magnetische Whiteboard-Folie über verteilt an meiner Seite auf der Wand und fange das meistens an mit hinten so Mindmap, wenn ich irgendwas Neues mache oder irgendwas raufschreiben. Dann hab ich einen Teil, ähm, wo ich einfach nur Gedanken schnell mal aufschreibe, die mir kommen und was ich nicht jetzt erst irgendwie digital, äh, aufschreiben möchte.

Äh, dann so die groben Aufgaben und direkt über mir, äh, d-das Whiteboard, da sind dann die Top drei To-dos für den Tag oder so was, ne. Oder überhaupt so 'n paar To-dos. Manchmal sind's halt auch 'n paar mehr. Äh, oder so Erinnerungen mal schnell noch da draufschreiben. Und das, also das hat für mich echt vieles verändert, diese Whiteboard-Folie hier im Camper.

Da fällt mir noch 'n, noch 'n Tipp ein, den ich seit 15 Jahren gebe, ist nämlich Easy Flip. Ähm, also das tatsächlich, also es gibt ja diese Rollen, Whiteboard Paper, die man halt, ne, einfach an so 'n Whiteboard macht und das gibt es als, äh, selbsthaftend. Also die klebt nicht, aber die haftet quasi an der Oberfläche und das kannst du halt... Nele, wir haben das zuletzt hier, als wir unseren Workshop hier bei mir hatten, genutzt.

Ja, ich erinner mich. War cool.

Das sind so 60 mal 80 Zentimeter, glaub ich, oder 50 mal 80, irgendwie so, auf Rolle. Kannst du halt abreißen und kannst du irgendwo an 'ne Wand pappen, ähm, und das hält halt einfach durch Elektrostatik da dran. Und, ähm, die sind auch beschichtet, dass die also nicht durchpappen. Also du kannst mit 'nem Textliner drauf zeichnen, ohne dass danach die Tapete dahinter, ähm, Spuren hat. Und damit kannst du quasi, sobald du irgendwo 'ne Wand hast, ähm, im Zweifel halt beim Camper die Außenseite oder so was-

Ja.

ähm, hast du 'n Whiteboard. Und das ist vielleicht noch so 'n Hack, den viele nicht kennen. Kannst du ja bei Amazon und überall kaufen. Easy Flip, also wie leicht und Flip zusammengeschrieben, ähm, ist für mich so, äh, haben wir eigentlich immer 'ne Rolle auch im Camper dabei gehabt und auch jetzt ist hier immer 'ne Rolle griffbereit, ähm, damit man einfach mal, äh, was visualisieren kann. Also wir nutzen das, haben das ganz viel für so Brainstorming und so, ähm, Teamaufgaben genutzt, ne, wo wir gemeinsam irgendwie was entwickelt haben. Dafür ist halt einfach... Klar kann ich 'n Miro Board nutzen, das wär jetzt die Softwarevariante davon, aber ich finde, es mag daran liegen, dass wir noch halt mit so Stift und Papier und so was aufgewachsen sind. Das ist immer noch mal was anderes. Und für unterwegs ist Easy Flip, äh, ihr merkt die Begeisterung, noch mal 'n Hack, den ich mitgeben kann.

Ja, alternativ auch selbstklebende oder sel, oder antistat, nee, statische heißt es dann, ne, Haftnotizen, ähm, die man auch dann ohne Kleben an Oberflächen anbringen kann. Das find ich auch immer ganz cool.

Man sollte dann nur darauf achten, dass es dann nicht irgendwann zu viel wird wie bei mir, wenn ich dann ein Tool exzessiv nutze, dass dann überall die Haftnotizen in der Gegend rumhängen. Also ja, aber das ist 'n sehr persönliches Problem.

Ja, und bei solchen Sachen denkt auch immer dran, wer um euch rum vielleicht ist und welche Dinge da draufstehen, die nicht unbedingt andere Menschen sehen sollen. Aber auch das werden wir sicherlich in der zweiten Episode bei Anja noch mal ein wenig vertiefen.

Ja, dann guck ich mal grade so 'n bisschen auf unsere Notizen. Ich hab noch ein Thema, ich weiß gar nicht, ob wir das jetzt überhaupt irgendwie vertiefend behandeln können, auch angesichts der Zeit. Aber das Thema Arbeitsplatzsicherheit spielt ja insbesondere auch für Angestellte durchaus 'ne Rolle. Wie ist es denn bei den Leuten aus deiner Community mit Thema Versicherung, also Unfallversicherung? Wir mussten zum Beispiel für unsere Aushilfskraft, für unsere Assistentin, die nur von zu Hause arbeitet, eine Unfallversicherung abschließen, weil es könnte ja sein, dass sie während ihrer Arbeitszeit vom Schreibtischstuhl rutscht und sich das Steißbein prellt oder den Knöchel verknackst.

Also das war wirklich die Argumentation der Unfallversicherung. Und da ist man natürlich jetzt mit so 'nem Camper noch mal ganz, ganz anders dabei gefühlt. Wie haben die das denn gelöst?

Mhm, das kann ich dir ehrlich gesagt gar nicht so sagen. Auch da sind wir noch nie so drauf eingegangen und ich hab da selbst auch keine Erfahrung damit. Ich war zwar auch angestellt und hab remote gearbeitet, aber, äh, da war ich für mich selbst verantwortlich und für meine Sicherheit. Ähm, und ich glaube, das ist halt dann auch je nach, ähm, Arbeitsvertrag entsprechend geregelt. Äh, ne, und, und auch, ob's halt wirklich 'n richtiger, äh, Telearbeitsplatz ist oder ob das, äh, alles gestellt wird vom Arbeitgeber und er dafür verantwortlich ist. Und ich war halt selbst dafür verantwortlich und, äh, bin auch entsprechend selbst versichert, ne.

Mhm.

Ja, für Angestellte und Arbeitgeber gibt's ja da die Berufsgenossenschaft, die ja auch so 'ne Art automatische Mitgliedschaft hat. Das wird dann spannend, denen zu erklären, dass der Mitarbeiter im Camper unterwegs ist. Und, äh, wenn da was passiert, wird es sicherlich noch viel spannender, weil auch da ist wieder so 'n Thema, wo Sachen eigentlich nicht existieren, die mittlerweile so möglich sind. Also also grundlegend gibt's da 'ne Versicherung, die man als Arbeitnehmer, also die der Arbeitgeber quasi für den Arbeitnehmer macht. Deswegen müssen wir das eben auch für die Assistentin machen, weil sie eben keine freie Angestellte ist, sondern 'ne Angestellte. Und auch wenn's nur einen, einen, einen Minijob ist oder Midi-Job. Ähm, an sich nicht schlecht, ähm, für euch Selbstständigen müsst ihr dann halt gucken, ne. Also das ist, da, also ich weiß gar nicht, hast du auf deinem Kanal auch noch mal so 'n bisschen was zum Thema Versicherung gemacht?

Weil ich mein, alleine dazu könnten wir wahrscheinlich stundenlang reden. Ähm-

Auch, auch so, auch so Fragen, Entschuldigung, Sebastian, ähm, we, was ist dann zum Beispiel 'n Arbeitsunfall, ne, oder 'n Arbeitswegunfall? Wenn ich in jeden Tag ins Büro fahr, ist es klar, dann ist es die Strecke von zu Hause zum Büro oder von irgend 'nem Einsatzort zum Büro oder nach Hause. Aber wenn ich jetzt mit 'm Camper mich von einem Ort zum nächsten bewege und dort arbeite, ist es dann auch Arbeitsweg, ne? Also all diese, all diese Dinge find ich, find ich ganz spannend.

Vermutlich aber nicht, weil der Arbeitsweg beginnt ja, also d-du wohnst ja normal. Also man wird da wahrscheinlich sehr genau untersuchen, was ist sozusagen Leben und was ist Arbeit. Und das kann man, glaub ich, relativ wahrscheinlich nicht immer und nicht ständig genau trennscharf darstellen, aber häufig ja schon. Und vermutlich ist sozusagen das Rumherfahren, wenn es keinem beruflichen Zweck dient, ist es wahrscheinlich eher privat. Aber, äh, ja, das darf man dann später im Zweifel mit der, mit der Berufsgenossenschaft oder auch anderen klären, wie das ist.

Ja.

Ähm, ja. Also, äh, aber was die Frage war: Hast du Folgen zum Thema Versicherung bei dir auf 'm Podcast, Anja?

Ähm, na, die Hauptthemen sind eigentlich immer eher so Krankenversicherungen. Dav-dazu gibt's, äh, 'n bisschen was. Wir, und wir hatten jetzt bei unserer Veranstaltung im Odenwald, hatten wir ein ausführliches Versicherungs-Q&A mit eben den Leuten, die hier auch, äh, mit mehreren Feu-Fahrzeugen unterwegs sind.

Mhm.

Die sind nämlich als Versicherungsmakler, äh, tatsächlich unterwegs.

Ach cool.

Ja. Und, äh, mit denen mach ich aber demnächst auch was. Es wird jetzt so 'ne Art, äh, Campus geben, auch bei Camp and Work, ab Herbst jetzt, ab Oktober. Und da werden genau solche Fragen auch geklärt und da hab ich aber Experten dafür. Also einerseits, äh, Versicherung, andererseits auch Leute, die sich wirklich mit den Angestellten sehr gut auskennen, ähm, steuerrechtliche Sachen, ähm, und da kann man dann auch wirklich, wenn, wenn man sich dafür interessiert, äh, ja, quasi sich einschreiben und, äh, am Campus dann so 'n bisschen was dazu lernen und da, ja. Äh, äh, deswegen, ne, ich g-kann halt selber auch nicht alles, alle Themen abdecken. Ist immer gut, wenn man dann die Experten dafür hat.

Ja, machen wir ja genauso mit unseren Themen.

Genau.

Was wären denn so, wenn wir jetzt mal so in Richtung Ende unseres Gesprächs gehen, deine Dos and Don'ts beim Arbeiten im Camper?

Mhm, also vielleicht so auch als Tipp, ähm, und als grundlegende Sache: Wenn du-- Viele wollen sich ja selbstständig machen oder das ist halt oft auch so ein Weg. Äh, es ist total wichtig und ratsam, nicht gleichzeitig mit komplett mit neuem Van Life zu starten und gleichzeitig 'ne Selbstständigkeit aufzubauen. Also, äh, beides kostet echt viel Zeit und Energie und du kannst keine Sache davon dann richtig machen. Du wirst das Reisen nicht genießen, äh, weil du dich mit deiner Selbstständigkeit beschäftigst, äh, und du wirst, ähm, ja, die Selbstständigkeit Vielleicht nicht so in dem Maße aufbauen, wenn du eigentlich lieber reisen möchtest. Ähm, und das sind so Sachen.

Und da für sich abzuwägen, wo liegt meine Priorität? Bei mir ist es zum Beispiel, ne, ich hab 'n ganz normales Arbeitsleben, auch wenn's natürlich jetzt nicht normal aussieht nach außen hin. Mmm, und dann guck ich eben auch danach, ich steh dann jetzt nicht immer an den schönsten Orten, sondern da, wo's Internet ist, wo ich aber stehen kann, legal stehen darf. Mmm, und das ist eben auch so 'n Ding. Also jetzt wirklich komplett irgendwo illegal irgendwie auf Privatgrundstück oder irgendwo auf 'ner, äh, Wiese oder im Naturschutzgebiet, äh, zu stehen, das ist absolutes, äh, Don't. Das macht man natürlich nicht. Ähm, und dann, ja, zu schauen, äh, ja, wie, worauf liegt deine eigene Priorität? Und für mich ist es eben, ich bin dann lieber mal 'n paar Tage länger an einem Ort und schaff auch meine Arbeit, bis ich dann halt mal wieder ver- und entsorgen muss und dann erledige ich gleich 'n paar andere Sachen mit.

Äh, und dann findet man halt so seinen Rhythmus. Aber das Schöne ist ja irgendwie, ich mag ja auch total die Abwechslung, äh, dass es dann doch immer wieder auch anders ist, egal wo man ist. Manchmal nervt das auch so 'n bisschen, ne. Du musst dich immer wieder neu orientieren und sei es nur in 'nem neuen Supermarkt irgendwo.

Ja.

Da irrst du dann von da einmal hin und her und vergeudest 'n Haufen Zeit, ähm, weil du gar nicht weißt, wo das jetzt alles steht. Und, ähm, ja, so die Sachen sich, ja, flexibel halten. Ähm, und ich glaub, wenn du bisher nicht flexibel warst, wirst du es spätestens mit dem Van Life. Also das lernt man dann sehr doll.

Oder dann ist vielleicht auch das Van Life nicht unbedingt die allerbeste Option für einen selbst, wenn man halt sehr feste Strukturen braucht und 'n festes Umfeld oder geistig, ähm, sich schwer auf neue Situationen einlassen kann und dann direkt in 'nen Panikmodus verfällt, wenn mal was nicht so klappt, dann sollte man sich's zumindest zweimal überlegen.

Ja, oder man lernt dadurch.

Oder man macht's grade deshalb. Genau.

Genau.

Um sich, um sich zu challengen.

Oder man geht aus der Komfortzone raus.

Wo das Leben beginnt.

Anja, hast du denn so Spots in Deutschland oder auch in den Nachbarländern, wo du sagst, die sind wirklich super für Workation oder generell zum, ähm, zum Arbeiten unterwegs, zum Leben und Arbeiten im Camper?

Also auf jeden Fall mein Lieblingsort, äh, auf Rügen bei Project B, der besagte Coworking Space. Da gibt's auch andere Übernachtungsmöglichkeiten, aber auch unten, ähm, gibt's vier, fünf Plätze für Camper, 'ne Lagerfeuerstelle. Du blickst direkt auf den Bodden, also wenn du unten stehst, aber auch wenn du oben arbeitest im Coworking Space. Und dort verbringe ich, ja, mehrere Wochen im Jahr teilweise. Ähm, aber es gibt noch andere schöne Spots und die sind alle, äh, unter Camp and Work Places zu finden, was wir jetzt auch zusammen machen mit, äh, Jenny und Lukas von der Camping-App. Und, ähm, die haben 'ne Liste auch mit den Plätzen. Da ergänzen wir aber grade noch. Grade auch diese ganzen im, ähm, also wir haben jetzt einige schöne Spots, äh, in Deutschland, auch auf Fehmarn, ähm, oder der Naturpark Camping Prinzenholz.

Der ist, glaub ich, bei Eutin, also am, im Schleswig-Holstein. Die haben so 'n extra, äh, kleinen Coworking Space, also so 'n, so 'n Raum, den man halt mieten kann und ansonsten wirklich mit Wasseranschluss und 'n schönen, ja, naturbelassenen, ähm, Campingplatz. Und es gibt aber auch echt schöne Spots in Portugal bei Nomadbase heißen die, glaub ich, oder in Österreich, am Ossiacher See, in der Schweiz oder auch in Spanien. Ähm, nee, das ergänzen wir jetzt alles. Also wen das interessiert, mal in solche Spots zu fahren, äh, guckt euch da mal gerne die Camp and Work Places an. Da sind so Empfehlungen, äh, drin für schöne Orte, aber manchmal einfach auch für, ich sag mal, praktische Orte, wo du weißt, du kannst da stehen.

Du hast da 'ne entsprechende Infrastruktur, ähm, und du hast vielleicht sogar noch, äh, Coworking, äh, Möglichkeiten.

Genau, wir haben dazu auch 'n Artikel irgendwann mal gemacht.

Ach cool.

Ich meine, Anfang des Jahres. Dann können wir die beiden Sachen, also euer, eure Places-Seite und unseren Artikel verlinken. Ähm, da sind dann auf jeden Fall 'n paar Empfehlungen mit drin.

Ja, super.

Ja, dann kommen wir langsam zu 'nem Ende, ne. Und also was ich, was ich noch sagen würde, also erst mal Anja, vielen Dank dafür, dass du hier warst. Ähm, bevor wir jetzt aber alle irgendwie aussteigen, denkt dran, zweite Folge erscheint bei Anja. Wenn ihr die jetzt hier gleich hört, nachdem diese Folge erschienen ist, dann ist bei Anja die Folge noch nicht da. Wir verlinken aber schon mal Anjas Channel, dann könnt ihr auf jeden Fall da reingucken und sobald die dann dort erschienen ist, verlinken wir auch hier wieder in den Show Notes dann die Folge. Ähm, macht aber sicherlich Sinn, wenn euch das Thema interessiert, dass ihr sowieso den, den Channel auch, äh, von, von Anja abonniert, damit ihr die Folge garantiert nicht verpasst. Ähm, ich hoffe, ihr konntet was mitnehmen. Es waren Impulse für euch dabei, vielleicht auch, dass die Fragen beantwortet wurden, die ihr so zu dem Thema hattet.

Wenn da jetzt noch Fragezeichen sind, dann schickt uns 'ne E-Mail an podcast@camperstyle.de oder nutzt unten in den Show Notes unseren WhatsApp-Link. Da könnt ihr uns 'ne Nachricht oder eine Sprachnachricht auch schicken. Funktioniert jetzt auch wieder. Wir hatten 'n bisschen Probleme mit dem Akku vom WhatsApp-Handy. Und, äh, stellt euch da gern die Fragen. Wir beantworten alles, also was wir können. Jetzt so Fachfragen, Versicherungen, wenn wir das nicht wissen, können wir's nicht beantworten, schreiben wir euch dann aber auch. Und wenn ihr Fragen an Anja habt, leiten wir das auch entsprechend an sie weiter oder ihr fragt sie dann direkt über ihre Kanäle. Wir verlinken alles, was wir besprochen haben, unten in den Show Notes. Wenn ihr auf 'nem Kanal uns hört, wo ihr keine Show Notes seht, dann geht auf camperstyle.de/podcast, sucht euch die Episode einfach dort raus. Da sind alle gelistet und da sind die Show Notes auf jeden Fall.

Könnt ihr links einfach anklicken.

Ähm, ja, das war's von unserer Seite. Ähm, ich hoffe, es war spannend. Ich verabschiede mich schon mal, übergeb an Nele. Bis später. Tschüss.

Ja, ich hatte jetzt grade unaus, äh, unabgesprochen die Idee, wenn von euch da draußen viele Fragen eingehen, dass wir vielleicht die Anja dann noch mal einladen und über euer Feedback oder eure Fragen diskutieren. Ähm, da gucke ich grade die Anja an, ob sie denn da Lust drauf hätte.

Unbedingt, sehr gerne.

Ja, sehr gut. Dann, ähm, schreibt uns fleißig zu dem Thema. Le- werdet alle eure Fragen los, denn ich denke, auch Sachen, die wir nicht beantworten können, können wir vielleicht in Anjas Community mit reingeben und können uns oder euch da auch mit anderen Leuten vernetzen, die schon unterwegs sind. Und ja, ansonsten abonniert auch gerne unseren Kanal. Wir stellen immer wieder fest, dass wir zwar sehr, sehr viele Hörerinnen und Hörer und sehr viele Downloads und Streams haben, aber dass noch nicht alle uns abonniert haben und das würde uns sehr helfen, dass der Podcast noch sichtbarer wird, dass uns noch mehr Leute entdecken. Und ihr müsst ja nix dafür bezahlen. Ihr kriegt dann einfach halt automatisch 'ne Benachrichtigung, wenn neue Folgen online sind und erfahrt dann eben als Erster von unseren neuen Themen. Und jetzt hat das letzte Wort wie immer die liebe Anja.

Wie immer ist gut. Also wir haben eure Gäste und das letzte Wort, das ist sehr schön.

Genau.

Ja, ich bedanke mich. Ähm, das war sehr schön auch, dass wir das so im, im – wie sagt man? – im Duett gemacht haben. Also, äh, es ist ja wirklich so 'ne Art Rundumschlag. Mit beiden Folgen haben wir ganz, ganz viel abgedeckt. Ich glaub, da kann man richtig viel mit, äh, für sich rausnehmen, wenn man sich für das Thema interessiert. Habt ihr ja auch schon gesagt. Und ich freue mich, äh, wenn ihr auch bei mir reinhört und wenn wir uns irgendwie connecten, ähm, und ja, irgendwie in Kontakt bleiben und meldet euch auch gerne bei mir bei Fragen. Und ja, äh, hört fleißig Camper Style und Camper Work Podcast.

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