|

Podcast: Baltikum Tour mit dem Wohnwagen

Episode 165 · 01:04:52

In Teil 3 unserer Touren-Tipps erzählt Nele von ihrem zweimonatigen Baltikum-Roadtrip 2019. Ihr erfahrt unter anderem, warum Jalil in einem kleinen estnischen Dorf Standing Ovations bekam, wo die drei auch mit dem Wohnwagen problemlos freistehen konnten und welches Monument besonders Nele tief berührt hat.

Unser Werbepartner

Die heutige Folge wird von unserem Partner PiNCAMP powered by ADAC präsentiert. Auf dem Campingplatz-Buchungsportal des ADAC findest du über 12.000 Campingplätze in ganz Europa, viele kannst du auch direkt online über die Plattform ganz bequem und mit nur wenigen Klicks buchen.

Die intelligente Verfügbarkeitssuche ermöglicht es dir, selbst in der Sommerhochsaison, noch einen freien Platz für den nächsten kurzen oder langen Campingurlaub zu finden.

Anhand der ADAC-Klassifikation, unzähligen hilfreichen Gästebewertungen sowie der vielen Filtermöglichkeiten findest du im Handumdrehen für dich und deine Lieben sicherlich genau den richtigen Campingplatz.

Gehe noch heute auf pincamp.de und finde und buche direkt deinen nächsten Campingplatz.

Weiterführende Links

Unser Buch
Camping – das große Handbuch

Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute gibt's einen Camping-Reisebericht aus dem Baltikum.

Aber zuerst noch mal 'n bisschen Werbung. Die heutige Folge wird von unserem Partner pincamp powered by ADAC präsentiert. Auf dem Campingplatz-Buchungsportal des ADAC findest du über 12.000 Campingplätze in ganz Europa. Viele kannst du auch direkt online über die Plattform ganz bequem und mit nur wenigen Klicks buchen.

Die intelligente Verfügbarkeitssuche ermöglicht es dir, selbst in der Sommerhochsaison noch kurzerhand einen freien Platz für den nächsten kurzen oder langen Campingurlaub zu finden.

Anhand der ADAC-Klassifikation, unzähligen hilfreichen Gästebewertungen sowie den vielen Filtermöglichkeiten findest du im Handumdrehen für dich und deine Lieben sicherlich genau den richtigen Campingplatz.

Geh noch heute auf pincamp.de und finde und buche direkt deinen nächsten Campingplatz.

Wir bedanken uns bei pincamp und den Sponsoren anderer Folgen. Durch Werbung wie diese hier ist es uns möglich, den Podcast auch weiterhin kostenlos für euch anzubieten. Werbung Ende.

Ja, wir hatten ja Wünsche von euch bekommen, dass wir auch mal mehr Reiseberichte machen, nicht immer nur Ratgeber und das haben wir uns natürlich zu Herzen genommen. Wir haben ja, ähm, schon den, den Roadtrip, äh, aus Mexiko mit Nele gehabt in zwei Teilen. Wir hatten Skandinavien, und zwar komplett mit dem Wohnmobil. Und jetzt vor Kurzem habt ihr mit den beiden Jungs vom Nugget-Podcast das einmal Norwegen, Schweden mit Kind und einmal Italien mit uns vielleicht gehört. Wenn nicht, dann schaut doch noch mal unter camperstyle.de/podcast oder einfach da, wo ihr uns gerade hört, in die vorherigen Folgen. Da könnt ihr das Ganze noch mal nachhören. Heute sind wir mal zur Abwechslung wieder nur zu zweit in unserem virtuellen Studio, Nele und ich. Und Nele wird uns von ihrem Campingtrip 2019 durchs Baltikum erzählen und vielleicht auch das noch mal 'n bisschen zu euerm Feedback: Ihr habt uns, ähm, auch zu der Grillfolge sehr positives Feedback gegeben.

Wir haben ja gedacht, äh, noch 'ne Essensfolge, hoffentlich nervt euch das nicht und das, das Feedback war genau andersrum. Also das heißt, ihr werdet auch da noch mal von einem unserer Lieblingsthemen, das Kochen, Grillen, Backen beim Camping, sicherlich das eine oder andere noch auf die Ohren von uns bekommen. Und wir werden auch noch mal das Thema Neuseeland aufrollen, wo ich ja schon zweimal unterwegs war mit dem Camper. Ich kann schon mal so'n bisschen teasen: Meine Schwester ist grade in Norwegen mit 'nem Zelt unterwegs, um sich da mal so'n paar Sachen, äh, nicht nur anzugucken, sondern vor allen Dingen auch aktiv ganz viel zu wandern und, und Dinge anzuschauen. Und ich, äh, hab sie schon mal für unseren Podcast verpflichtet. Ich hoffe, dass sie, äh, quasi sich daran noch erinnern kann, wenn sie wieder da ist. Also das heißt-

Dass sie keinen Rückzieher macht.

Wir sind zwar grad so'n bisschen Skandinavien-lastig, das ist uns bewusst. Wenn's euch stört, ey, dann hört 'ne andere Folge an, aber ich bin mir auch sicher, dass wir auch weitere, ähm, Reisethemen in anderen Gebieten, ähm, so nach und nach euch jetzt liefern werden. So, jetzt aber rein ins Thema. Nele, ihr wart 2019 im Baltikum unterwegs. Sag uns doch erst mal so ganz grob, was oder wie eure Reiseroute damals gewesen ist und wie lange ihr unterwegs wart.

Also ich hab tatsächlich in der Vorbereitung zu dieser Folge überlegt, wie lange wir unterwegs waren und ich kann's gar nicht mehr ganz genau sagen, aber ich meine, es waren so um die zwei Monate. Man kann die Strecke aber auch in deutlich kürzerer Zeit schaffen. Wir nehmen uns halt immer so viel Zeit, um auch unterwegs arbeiten zu können. Bei uns sind es ja keine klassischen Urlaube, sondern so richtige Arbeitsreisen auch. Von daher brauchen wir auch immer 'n bisschen länger. Ähm, wir sind gestartet in Süddeutschland, in der Nähe meiner Eltern, also, ähm, Ecke Augsburg und sind dann, ähm, über Tschechien, Polen, äh, nach Litauen, Lettland, Estland und dann zurück über die polnische Ostseeküste und Niedersachsen, weil wir da, also das war in erster Linie privat, da haben wir noch 'n, 'n Cousin von Halil besucht.

Deswegen, ähm, die komische Routenführung. War aber auch sehr schön.

Und ihr wart in welchem, ich sag mal, in welcher Jahreszeit unterwegs?

Wir waren im Sommer unterwegs. Wir sind, wenn ich's richtig erinnere, im Juni gestartet und da war auch tatsächlich der erste Teil der Route sehr, sehr heiß. Also es war 'n richtig heißer Sommer. Ähm, deswegen werdet ihr auch gleich hören, dass wir da an manchen Haltepunkten gar nicht so wahnsinnig viel unternehmen konnten, weil wir ja auch immer unseren Hund dabei haben. Also es war brutal teilweise. Ähm, und dann im Baltikum hat's leider sehr viel geregnet. Also es war 'ne bunte Mischung aus, äh, vielen Klima-, äh, lagen, die uns halt die ein oder andere Unternehmung dann auch so'n bisschen versaut haben. Aber trotzdem haben wir viel gesehen, haben viel gemacht und ich hoff, dass ich heute 'n paar spannende Einblicke und auch Tipps geben kann.

Okay, dann lass mal eintauchen. Ihr seid Richtung Tschechien gefahren. Wie oder was, was war sozusagen euer, euer erster Stopp dort?

Der erste Stopp war Prag tatsächlich. Ähm, Halil wollte das, äh, gerne kennenlernen, die Stadt. Ich war selber schon mehrfach da und fand's immer wieder richtig toll. Das ist 'ne wunderschöne Stadt. Ähm, wir haben da 'n ganz tollen Campingplatz außerhalb der Stadt gefunden, aber mit 'ner sehr guten Anbindung über den, ähm, ÖPNV. Also wir sind dann zum Beispiel mit dem Zug reingefahren. Ähm, war 'ne Sache von, ich glaub, 20 Minuten. Und der Campingplatz, also ich, ich muss jetzt gleich dazu sagen, bevor ich jetzt hier anfange, irgendwelche, mit irgendwelchen Namen um mich zu werfen, ich kann keine der Sprachen der besuchten Länder, deswegen kann ich heute bei der Folge aussprachetechnisch leider nur verlieren. Ich sprech einfach alles so aus, wie ich meine und wer, äh, Tschechisch, Polnisch, äh, Lettisch, Estnisch kann, soll bitte weghören und dann anschließend in die Show Notes gucken.

Da verlink ich euch alle Campingplätze und Orte auch noch mal, dann könnt ihr das dort nachlesen. Also der erste Campingplatz heißt, äh, Camping Prag Span und, ähm, ist relativ naturnah. War 'n bisschen was los, da war wie so'n kleines, äh, wie so'n kleines Festival auf dem Platz mit Musik und Essen. Ich denk aber, normalerweise ist der wahrscheinlich eher so'n ruhigerer Platz und in der unmittelbaren Umgebung gibt's auch ganz schöne Spazierwege und 'nen See, wo man halt dann auch an den heißen Tagen, wenn man im Sommer reist, da auf so 'ner Zwischenstation mal ins Wasser hüpfen kann. Ja, und Prag selber, ähm, weiß ich jetzt nicht, wer es von euch kennt. Also es sind natürlich sehr viele klassische Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Karlsbrücke und, ähm, die diversen architektonischen Sehenswürdigkeiten.

Aber was ich halt immer besonders schön finde, ist, so'n bisschen sich in den kleinen Gassen zu verlieren. Und, und zwar in jeder Stadt, ob das ist Venedig, ob das ist Barcelona. Ähm, jede, jede dieser touristischen Hotspots hat ganz tolle kleine Sträßchen, wo man, ähm, wo man wirklich viel entdecken kann. Und da es bei uns so wahnsinnig heiß war und ich teilweise auch den Hund tragen musste, weil die einfach nicht mehr konnte – es waren, glaub ich, über 37 Grad an dem Tag – haben wir's dann eben so gemacht, dass wir viel auch am Flussufer entlang spaziert sind, wo's so'n bisschen kühler war und dann auch ganz lecker haben wir Eis gegessen. Also auch da die, die, äh, wieder die Verbindung zu den kulinarischen Spezialitäten. Ich, ähm, kann euch auch 'n paar Restaurants empfehlen, die wir unterwegs besucht haben.

Die werd ich aber alle in den Show Notes verlinken, weil da hab ich wirklich auch keine Ahnung, wie man die ausspricht. Ähm, grade die tschechische Küche ist sehr nah an dem, was ich sehr liebe, nämlich deftig und reichhaltig und da haben wir uns natürlich auch gütlich getan in den unterschiedlichen, äh, Städten, auch in Polen. Sehr, sehr leckere Küche, alles wahnsinnig üppig. Also es ist nichts für jemanden, der jetzt unbedingt auf Diät ist und auch für Vegetarier und Veganer nur sehr bedingt geeignet. Aber ja, auf jeden Fall sehr empfehlenswert, da auch mal in die, in die Restaurants zu gehen, und zwar bevorzugt in die, die jetzt, ähm, nicht als Erstes bei Google erscheinen, ähm, sondern in die, die so'n bisschen weniger touristisch sind.

Und der, der Campingplatz war außerhalb. Seid ihr mit'm Auto reingefahren oder seid ihr mit ÖPNV reingefahren?

Nein, wir sind mit'm Zug reingefahren, also ÖPNV. Das hätte sich nicht-

Wie lang wart ihr da unterwegs?

Ich meine, so 20 Minuten.

Okay.

So um den Dreh. Ich hab's mir nicht so ganz genau gemerkt, aber es war 'ne sehr kurze Strecke und man war auch gleich zu Fuß an der, ähm, an der Station. Was 'n bisschen tricky war, war tatsächlich der Ticketkauf, weil wir da nix verstanden haben. Ähm, aber das hat dann alles irgendwie ganz gut funktioniert.

Okay, cool. Also kann man quasi Auto stehen lassen. Ist ja immer Großstadt nervig, muss 'n Parkplatz finden, Haufen Verkehr, ähm, dann kostet's Parken Geld. Dann ist meist irgendwie entspannt mit ÖPNV reindüsen, ähm, der ruhigere Weg.

Deswegen würd ich auch diesen Campingplatz sehr empfehlen, weil man eben außerhalb der Stadt ist, aber trotzdem in 'ner, äh, 'ner guten Entfernung, um dann 'n Tagesausflug zu machen.

Okay. Wo hat's euch nach Prag hin verschlagen?

Danach sind wir Richtung Breslau gefahren. Das war 'ne Stadt, die mich ganz besonders interessiert hat. Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber manchmal hab ich das, dass ich so 'ne Anziehung habe für bestimmte Namen, für bestimmte Orte. Und, ähm, Breslau war mir eben Begriff aus der Familiengeschichte von Freunden von mir, ähm, wo die, äh, ja, die, da sind die Großeltern dort geboren und die Eltern. Und die haben mir damals schon immer erzählt, dass das 'ne ganz, äh, schnuckelige kleine Stadt ist und ich kann das einfach nur bestätigen. Also wir sind da reingekommen, ähm, es-- auch an diesem Tag war's sehr, sehr heiß. Da kam uns dann zugute, dass es so'n paar Brunnen gab, auch, ähm, auch so Wasserspiele, wo das Wasser wirklich aus'm Boden rausschießt.

Da bin ich dann mit'm Hund 'n paar Mal durchgerannt, weil man's wirklich anders kaum aushalten konnte. Aber die Stadt an sich, ähm, ist sehr, sehr, wie sagt man immer so schön, sehr pittoresk. Also ganz viele so auf'm Marktplatz so bunte Häuschen mit ganz schicken, ja, historischen oder alten Fassaden, aber schön hergerichtet. Die haben auch 'n ganz tolles, äh, Tourismuszentrum, wo man sich Tipps holen kann, was man sich alles anschauen sollte. Und wir haben uns dann 'n Spaß gemacht und sind auf die Jagd gegangen nach den Zwergen. Da sind nämlich überall in der Stadt an verschiedenen Stellen Zwerge versteckt und da kann man wie so 'ne Art Schnitzeljagd machen, um die zu finden.

Okay.

Ja, und auch in Breslau wieder, ähm, wie immer gut gegessen natürlich. Und wir haben da einfach so'n bisschen entspanntes Sightseeing in der Stadt gemacht. Wir hatten gar keine bestimmten Hotspots, die wir unbedingt sehen wollten, außer eben diesen Marktplatz mit den, mit den Häuschen, sondern wir sind einfach durch die Stadt gelaufen und haben die Atmosphäre aufgesaugt. Und was uns da besonders gut gefallen hat, war, dass man wahnsinnig viele junge Leute gesehen hat. Ähm, also die, da ist, da ist sehr viel Leben in der Stadt, obwohl die sehr klein ist.

Okay, für alle, die so'n bisschen die Route mitverfolgen wollen in Gedanken: Breslau ist dann schon Polen gewesen. Also das heißt, ihr seid quasi relativ schnell durch, äh, Tschechien, äh, äh, ge- Gerast ist das falsche Wort. Schnell sozusagen durchgedüst, habt 'n Prag Zwischenstopp gemacht und seid dann quasi nach Polen weiter, weiter gedüst. Und, ähm, hatte das auch mit der Hitze zu tun oder einfach auch mit der, mit der sozusagen Länge der Tour, dass es halt einfach nicht, nicht anders funktioniert hätte sonst?

Es hatte zum einen damit zu tun, dass unser eigentliches Ziel ja Baltikum war, also, ähm, Litauen, Lettland, Estland. Zum anderen aber auch, ähm, damit, dass ich jetzt die kleinen Zwischenstopps, wo wir nix gemacht haben, außer im, irgendwie vor 'm Camper im Schatten rumgehangen, die hab ich jetzt mal ausgelassen, weil die sind natürlich jetzt für die Hörerinnen und Hörer nicht so spektakulär, weil ich dazu gar nix erzählen kann. Also wir hatten da Zwischenstationen schon noch mal gemacht in, ähm, in Tschechien noch mal, irgendwo in kleinen Örtchen und in Polen auch. Aber da war wirklich nur, ähm, chillen angesagt, weil man's einfach mit der Hitze nicht aushalten konnte.

Aber gut, dass, dass du's noch mal angesprochen hast. Man, das kann ich mir jetzt nämlich gut vorstellen, dass da der eine oder andere Hörer und Hörerin da draußen sitzen und denken: „Okay, mach ich jetzt nach, jetzt düsen wir nach Prag und dann düsen wir nach Breslau." Und, äh, das, das klingt furchtbar stressig, weil das ja schon relativ lange Strecken sind, die man fahren muss. Und mit der Info, dass es also auch noch Zwischenstopps gab, die jetzt halt einfach chillig waren und demzufolge nicht mit, äh, stattfinden hier im Podcast. Also die ist, glaub ich, doch noch wichtig. Also generell, wenn, wenn ihr so 'ne, so 'ne Reise auch nachfahren wollt, ähm, ist aus meiner Sicht 'ne gute Empfehlung, also zwei gute Empfehlungen. Die eine ist, ähm, guckt, was ist eure Reisegeschwindigkeit und baut euch das entsprechend zurecht, ne. Also wenn ihr jetzt hier hört, Prag, Breslau, das ist 'ne relativ lange Strecke. Ich kann mal ganz kurz im, im Routenplaner gucken, wie viel das, wie viel das ist.

Das sind clickedi, clickedi, click. Ja, das sind durchaus 300 Kilometer, das geht noch. Sind so 'n viereinhalb Stunden, fünf Stunden, wahrscheinlich fünfeinhalb mit Hund sechs. Kann man noch machen, aber wenn euch das zu stressig ist, dann baut halt immer Zwischenstopps ein. Und das andere, seid auch 'n bisschen dynamisch. Wetter kann sich ändern, es können Dinge dazwischen kommen und dann, ähm, reagiert auch einfach darauf und, und plant 'n bisschen Sachen um. Das ist natürlich, wenn man vorausgebucht hat, schwierig, aber ansonsten noch 'n wichtiger Tipp: Versucht's dann auch nicht auf Teufel komm raus. Das wird dann manchmal gar nicht so cool und seid dann 'n bisschen dynamisch. So, aber jetzt wieder zurück zu Nele. Breslau, wo habt ihr übernachtet?

Ähm, da haben wir auf einem ziemlich hässlichen Campingplatz übernachtet, den ich mir auch gar nicht bei Google Maps markiert hatte. Den such ich noch mal raus. Das war also, äh, gar nix Besonderes. Der hatte auch wahnsinnig schlechte Bewertungen zum damaligen Zeitpunkt. Uns war das egal, weil wir da eh nur übernachten wollten und es war jetzt, also es war jetzt auch nicht irgendwie so, so furchtbar, aber es war halt 'n bisschen dreckig und die Anlage nicht gepflegt. Und, ähm, wir hatten den ausgewählt, aber weil der eben auch sehr stadtnah war und haben dann da zweimal, dreimal übernachtet, glaub ich. Also auch gar nicht, gar nicht jetzt auf 'n Langzeitaufenthalt ausgelegt. Ich guck noch mal, ob ich den noch mal wiederfinde. Wenn nicht, habt ihr nix verpasst. Dann sucht euch einfach irgendeinen Platz raus, weil ich geh davon aus, dass die anderen auch nicht schlechter sind, die da so um die Stadt herum liegen.

Alles klar. So, dann, wie ging's weiter?

Dann, ähm, sind wir weitergefahren Richtung Warschau. Da war aber die Stadt Warschau gar nicht unser Ziel, ähm, die kannte ich nämlich schon, sondern wir wollten da so 'n bisschen außerhalb uns umgucken und da sind wir auf einem ganz süßen kleinen Camping- oder eher fast Stellplatz gelandet, nämlich dem Camping Frog Farm Paradise, also Froschfarm Paradies. Die nennen sich auch bei Google tatsächlich auf Englisch so wahrscheinlich, weil man den polnischen Namen noch nicht mal schreiben, äh, geschweige denn sprechen kann. Ähm, das war so 'n, ja so, so eigentlich 'ne, äh, so 'n Agri-Kultur-Campingplatz, wie man das auch von den privaten Stellplatz... Stellplätzen teilweise kennt, die wir auch immer wieder empfehlen.

Und es war so 'n kleiner Bauernhof dabei. Weiß gar nicht, ob die noch aktuell irgendwie Tierhaltung oder so was hatten. Da rannten halt 'n paar Hühner und 'n Hund rum. Ähm, und der, der Stellplatz lag direkt am See. Also man kann sich das jetzt nicht vorstellen wie 'n klassischen Campingplatz, wo an jeder Parzelle irgendwie 'n Stromanschluss ist, sondern da braucht man dann schon 'n Kabel, was 'n paar Meter länger ist und vielleicht nicht mehr der deutschen DIN-Norm entspricht. Aber man, also wir hatten Strom auf jeden Fall und das Schöne war, wir waren komplett alleine. Da war also wirklich kein einziger anderer Camper die ersten Tage irgendwie neben uns. Und man konnte dann immer so über so 'ne kleine Böschung runter zum See, konnte da auch, äh, baden.

Der Hund konnte auch da baden. Also es war total schön und erholsam und da konnte man auch eben die wahnsinnig drückende Hitze ganz okay aushalten. Deswegen sind wir da, wie gesagt, zwei, drei Tage geblieben und ja, haben da eigentlich außer 'n bisschen die Gegend zu erkunden, das war so normale, ähm, Landschaft, also jetzt keine besonderen Naturparks oder Ähnliches, aber wir sind halt da 'n bisschen spazieren gegangen über die angrenzenden Felder und gab auch 'n paar Wälder, sind einkaufen gegangen, so um 'n bisschen die Gegend kennenzulernen. Ähm, war sehr nett und ruhig, aber nichts, wo ich jetzt sagen müsste, das muss man jetzt unbedingt gesehen haben. Aber diesen Stellplatz, den wollt ich auf jeden Fall empfehlen.

Und was mit den Fröschen?

Frösche wahrscheinlich im Teich, vermute ich. Ähm, also die waren jetzt nicht irgendwie besonders gekennzeichnet. Ähm, ich denke aber, dass sich da so einige tummeln, weil das war doch 'n etwas größerer Teich. Von daher können wir davon ausgehen, dass die der Namensgeber sind.

Okay, das könnten wir jetzt hier machen. Wir haben jetzt, glaub ich, irgendwie 30 Frösche auf unserem Grundstück, die sich überall-

Oh, haben die sich vermehrt?

Ja. Und die haben sich in die Hundepools und überall, ähm, quasi eingenistet im, im Laufe der Zeit.

Und was sagt Inge dazu?

Und mittlerweile sind sie ihr egal. Am Anfang fand sie sie, äh, spannend, hat auch 'n bisschen Jagd auf Frösche gemacht, ähm, war nicht so erfolgreich damit, aber mittlerweile sind sie ihr egal. Aber dafür haben wir jetzt 'n Haufen Kuhreiher und Störche, die halt, äh, jetzt nach den Fröschen gehen.

Wird 'n totaler Zoo bei euch. Also vielleicht sollte man der Ver-- äh, d-das Verständnis halber noch mal sagen, Inge ist Sebastians Hund. Seine Frau heißt Stefanie.

Ach ja.

Einer von Sebastians Hunden.

Genau, die und die fand das halt ganz spannend. Das Schöne war ja auch, dass sie, grade wenn's heiß ist, natürlich zum Frösche jagen auch in dem, äh, im Hundepool rumstapfen muss. Das heißt dann auch 'n bisschen Abkühlung hat, weil generell haben's jetzt Hunde, unsere Hunde mit Wasser nicht so und so war das eigentlich ganz gut. Und vor allen Dingen war sie dann auch mal 'n bisschen leise, weil Inge ist ansonsten immer dabei, das Grundstück zu verteidigen, was sie sehr lautstark tut. Und, äh, wenn sie dann, dann auf Froschjagd ist, dann ist sie leise. Das war natürlich sehr angenehm und da sie auch, ich glaub, sie hat in drei Monaten einen Frosch erwischt, äh, nicht so erfolgreich war, war das sozusagen eine sehr schöne, äh, Beschäftigung für sie. Aber sie hat 'n bisschen die Lust dran verloren.

Die Arme.

Okay, aber, ähm, wieder zurück zu deinen Fröschen beziehungsweise zu eurer Reise Richtung Baltikum. Jetzt seid ihr ja quasi fast angekommen. Ähm, wie ging's dann sozusagen nach der, nach der Froschfarm weiter?

Also nach der Froschfarm haben wir uns 'n bisschen gewundert, dass das Navi uns für eine, ich sag jetzt mal, relativ überschaubare Strecke nach Litauen eine sehr lange Zeit vorgegeben hat, bis wir dann auf den entsprechenden Straßen gelandet sind, die also aus Polen herausführen und nach Litauen rein. Das war, also das darf man wirklich nicht unterschätzen. Wir kamen da durch, durch sehr, sehr kleine Dörfer auch, wo absolut keine Infrastruktur ist. Ich weiß nicht, ob sich das jetzt in den, ja, bald vier Jahren geändert hat. Wahrscheinlich eher nicht, weil das sind so diese abgehängten Regionen, ähm, wo man auch wirklich sieht, dass, dass die Menschen dort noch bitterarm sind und entsprechend natürlich die Straßen auch nicht unbedingt die Priorität haben.

Und da kommt man teilweise dann nur im Schneckentempo voran, vor allem wenn man halt mit, ähm, 'nem größeren Wohnmobil oder auch mit 'nem Gespann, so wie wir unterwegs ist. Also da haben wir dann, äh, für die Ausreise aus Polen etwas länger gebraucht und sind dann aber letzten Endes gut und ohne, ähm, weitere Beschädigungen an den Fahrzeugen in der litauischen Stadt Kaunas gelandet. Ähm, wir haben dort Station gemacht auf dem Camping- und Stellplatz Kaunas Camp Inn. Ähm, der war auch verkehrstechnisch ganz gut gelegen. Von dort aus konnte man nämlich mit dem Rad dann in die Stadt fahren. Das haben wir zweimal gemacht. Ähm, einmal mit Hund im Anhänger, wo der Hund dann so gepöbelt hat, dass wir uns einfach nur noch geschämt haben, weil die Menschen auf der Straße sich umgedreht haben, weil der Hund 'ne halbe Stunde nur gebrüllt hat in diesem Fahrradanhänger.

Und das andere Mal, ähm, ist einer am Wohnwagen geblieben. Also derjenige, der am Wohnwagen geblieben ist, war der Halil. Und ich bin dann mit 'm Fahrrad noch mal reingefahren, um noch in Ruhe 'n paar Fotos zu machen. Und ja, Litauen, äh, also Kaunas in erster Linie, ist 'ne sehr spannende Stadt aus meiner Sicht. Auch da viele junge Leute, ähnlich wie in Breslau. In Kaunas gibt's mehrere Unis. Und was uns da sehr fasziniert hat, weil wir eigentlich von der Stadt bisher nix wussten, war, dass es da 'ne, 'ne sehr hohe Wertschätzung für Kultur gibt. Also die haben 'ne Menge Galerien. Es gibt, äh, Festivals, unter anderem auch 'n Festival für, für Textilkunst, ähm, wofür Kaunas halt auch berühmt war.

War auch, ich meine, im letzten Jahr Kulturhauptstadt Europas und die haben in ihren, in ihrer Tourismusinformation und auch in den Broschüren, die auf dem Campingplatz, zumindest auf unserem, auslagen, ganz viele verschiedene thematisch sortierte Führer und Karten. Also zum Beispiel auch einen für urbane Kunst, was mich total fasziniert hat, weil, weil man damit in so 'ner kleinen Stadt, die ja keine Metropole in dem Sinne ist wie jetzt Madrid oder so, ähm, rechnet man damit eigentlich gar nicht. Und die Altstadt war auch wunderschön. Und was, was ich halt immer toll finde, wenn, wenn so viele Cafés und Restaurants so 'ne Stadt einfach beleben und, ähm, man da überall so 'n bisschen durchbummeln und sich mal reinsetzen kann und, und 'n bisschen gucken kann.

Architektonisch auch ganz spannend. Ähm, und dann für Geschichtsbegeisterte gibt's natürlich auch mittelalterliche Zeitzeugen, wie zum Beispiel, ähm, die bekannte Burg. Tolle Museen auch. Die haben zum Beispiel eines der größten Freilichtmuseen Europas mit historischen Gebäuden. Aber was für uns und insbesondere für mich noch viel berührender war, war eben, ähm, das neunte Fort. Das ist 'ne Gedenkstätte außerhalb der Stadt für die vielen Tausend Menschen, die während der deutschen Besatzung ums Leben kamen. Also man, die offiziellen Zahlen sprechen von bis zu 50.000. Die geringste Schätzung liegt bei 18 bis 20.000. Also das sind Summen, ähm, von toten Menschen, die kann man sich überhaupt nicht wirklich vorstellen an einem so 'nem kleinen Ort.

Und dieses Fort ist eben so aufgebaut, dass die, ähm, die historischen Teile erhalten geblieben sind. Also man, das ist, sieht schon fast so 'n bisschen aus wie so 'n Konzentrationslager auch. Und angeschlossen gibt's dann noch 'n Museum, wo man sich dann eben die ganzen Hintergründe anschauen und erklären lassen kann.

Okay. Ähm, ja, es ist kein schöner Teil der Geschichte, gehört halt leider auch dazu und ist sicherlich auch spannend, sich damit mal zu beschäftigen. Es muss nicht den ganzen Urlaub sein, ähm, das macht sicherlich auch sehr melancholisch, aber auch darüber sich zu informieren, was da so passiert ist, ist, denk ich, zwischendrin immer mal 'ne schlaue Geschichte.

Ja, grade auch auf, auf so Touren wie dieser, weil also geschichtlich haben wir Deutschen ja, äh, sowohl in Tschechien und Polen als auch im Baltikum einiges angerichtet und nichtsdestoweniger wird man dort wahnsinnig freundlich und, und offen empfangen. Und ja, also find ich, ist dann das Mindeste, dass man sich auch so 'n bisschen damit beschäftigt, was da so passiert ist.

Okay, dann wieder Richtung, also wieder zurück zum Trip. Ähm, das war jetzt Litauen. Ähm, wie, wie viel Stopps habt ihr in Litauen gemacht? Also ich, liebe Hörer und Hörerinnen da draußen, ich weiß schon, dass der nächste Stopp dann der nächste große Lettland ist. Ähm, Spoiler Alert.

Du kannst hellsehen.

Ähm, aber wie viel Stopps habt ihr dann in, in Litauen insgesamt gemacht? Weißt du das noch?

Ich glaub, das waren auch nur zwei tatsächlich. Die Länder sind ja relativ klein und man kommt da ganz gut durch. Zwei oder drei und dann eben auf der, auf der Rückreise noch mal, aber, aber jetzt auf 'm Hinweg, mein ich, zwei oder drei.

Okay, und dann, ich hab's schon verraten, ging's weiter nach Lettland.

Ja, also, äh, da kommt jetzt mein erstes größeres Ausspracheproblem. Ich glaube, die, die Stadt heißt Daugavpils. Ähm, ganz interessant, weil das die größte Stadt Lettlands mit 'ner mehrheitlich russischsprachigen Bevölkerung ist. Wir haben uns dann 'nen ganz kleinen Campingplatz direkt am See gesucht, aber wir hatten dort zwei, drei Tage Dauerregen. Das heißt, wir sind da wirklich ziemlich schnell weitergezogen. Wir haben einen Arbeitstag eingelegt, weiß ich noch, und einen Fototag, bei dem wir versucht haben, mal so 'ne kleine Regenpause zu erwischen. Wir haben also nicht wahnsinnig viel gesehen, aber was ich auf jeden Fall so als Eindruck mitgenommen habe, waren diese irrsinnigen Wälder. Also man fährt da wirklich und fährt und fährt und man weiß gar nicht, wo Anfang und Ende von, von dem Wald sein soll.

Da haben wir auch tolle Bilder gemacht mit dem Wohnwagen, so zwischen diesen riesigen Fichten oder, oder Tannen oder, also Nadelbäumen auf jeden Fall waren's. Ähm, also das, das war so mein Eindruck. Man hätte sicherlich auch bei schönerem Wetter viel noch so über, über Spaziergang um den See und solche Geschichten machen können. Haben dann aber gesagt: „Komm, bevor wir jetzt hier im Regen festsitzen und woanders wartet vielleicht 'n bisschen Sonnenschein auf uns, fahren wir weiter." Das ist ja auch das Schöne am Camping, dass man dann nicht festhängt an einem Ort, sondern dass man auch spontan entscheiden kann: Nee, war jetzt einfach nix grade.

Und dann seid ihr quasi weiter gedüst, dem Regen fliehend. Wo ging's dann hin?

Äh, in noch mehr Regen. Und zwar, und zwar dann sind wir tatsächlich auf relativ direktem Weg nach Estland weitergefahren und das war wieder so 'n typischer Move von mir. Eigentlich hatten wir, glaub ich, Tallinn so als nächstes Hauptziel ins Auge gefasst gehabt. Und da wir unsere Reisen ja immer sehr wenig vorbereiten und erst immer unterwegs anfangen, darüber zu lesen, was man da so machen könnte, hab ich dann an einem der regnerischen Tage gedacht: „Ach, ich guck jetzt mal, was man, was, was es so in Estland für Besonderheiten gibt und was man sich vielleicht noch angucken könnte." Und hab dann von einer Region namens Setomaa gelesen. Dort gibt's eine ethnische Minderheit, die nennt sich Setukesen und die leben im estnisch-russischen Grenzgebiet, also auch auf russischer Seite so und auf, ähm, auf estnischer Seite eben.

Das ist 'ne ethnische Minderheit, die noch sehr stark in ihren Traditionen verhaftet ist. Und die haben eine Besonderheit, eine kulturelle neben ihren traditionellen Tänzen und, ähm, Trachten und das ist der heterophone Gesang. Das muss man sich anhören. Ich such mal, ob ich da irgendwie 'nen Link finde für euch, dass ihr da mal reinhören könnt. Ich hab 'ne CD geschenkt bekommen, als wir da waren. Der Halli war dann völlig genervt, weil die dann im Auto nur noch lief, weil ich das so faszinierend fand. Das sind wie so, ähm, ja, Multiton-Gesänge, aber, aber so 'ne ganz, ähm, 'ne ganz tief berührende Art und Weise und das wollte ich unbedingt gerne mal hören und dann haben wir eben ganz kurz entschlossen uns auf 'n Weg gemacht, sind von der Route abgewichen und sind dann eben nach Setomaa gefahren.

Ich hab dann in den Dörfern so 'n bisschen rumgefragt, weil wir natürlich jetzt keine Ahnung hatten. Wir wollten jetzt nicht in so 'ner Folklore-Veranstaltung landen, sondern ich wollte gerne irgend 'ne Feier oder irgend 'ne Aufführung finden, wo man diese Tänze und Gesänge sich mal angucken kann, die aber nicht jetzt nur für Touristen gemacht wird, weil das ist ja dann meistens auch immer so 'n bisschen, ähm, wie soll ich sagen, ja, folkloristisch einfach. Und dann hab ich zufällig in 'nem, in 'nem Dorf eine Frau getroffen, die aus einem kleinen Dörfchen namens Lüübnitsa kommt. Dieses Dorf hat 58 Einwohner. Also ich hab einen dieser 58 Einwohner getroffen und die hat uns erzählt, dass am nächsten Tag, das war 'n Wochenende, dort ein Dorffest stattfinden würde.

Und da haben wir uns dann natürlich direkt auf 'n Weg gemacht und haben uns, äh, dann da so eingeschlichen und haben eigentlich gedacht, dass wir da gar nicht so großartig auffallen, weil wir gar nicht wussten, wie klein dieses Dorf tatsächlich ist. Die Folge war dann, dass wir da hinkamen und wirklich plötzlich es ruhig wurde und alle auf einmal sich umgedreht haben zu uns und uns gefragt haben, wer wir sind, weil wir waren tatsächlich die Einzigen, die nicht in dieses Dorf gehörten. Und der Halil natürlich mit seiner braunen Haut, der fiel besonders auf. Und dann wurden wir da von, von so Menschen in Empfang genommen. Das war 'n älterer Herr mit zwei jüngeren Männern dabei. Später haben wir dann erfahren, das war der Bürgermeister mit seinen Söhnen und die haben uns dann eben so 'n bisschen ausgequetscht. Und dann hat der irgendwann der Bürgermeister was ins Mikrofon gesprochen und auf all-- und auf einmal standen die Leute auf und klatschten wie verrückt.

Und dann haben wir hinterher erfahren, dass Halil halt der erste Mexikaner überhaupt in dem Dorf und in der Region war. Und er wurde dann also mit Applaus auf diesem Dorffest empfangen. Das war wirklich herzerweichend. Und ja, und dann die Zoe war dann noch der nächste Knaller, weil die hat dann, also unser Hund, die hat dann, ähm, als die Frauen anfingen, ihre Tänze aufzuführen, hat die Zoe sich dann auf die Hinterbeine gestellt und ist mitgetanzt und hat immer dabei gebellt und geheult und das fanden die dann auch ganz herzerweichend und süß. Und im Anschluss haben wir dann noch 'ne persönliche Führung mit den Söhnen des Bürgermeisters durchs Dorf bekommen. Da gibt's auch, ähm, 'n Museum, also so 'n, es ist einfach nur 'n kleines Häuschen, wo die so traditionelle Werkzeuge aus der Landwirtschaft insbesondere gesammelt haben.

Ich weiß nicht, für wen dieses Museum ist, weil es kommen anscheinend kaum Auswärtige in dieses Dorf, aber es war auf jeden Fall ganz, ganz spannend zu sehen. Auch so traditionelles Kunsthandwerk war ausgestellt, also so Stickarbeiten und solche Geschichten. Und am Abend haben uns, hat uns die Familie dann noch eingeladen, mit zum, ähm, Sonnwend- oder Mittsommerfeuer zu kommen. Das war also ein riesiger, wie so 'n Scheiterhaufen außerhalb des Dorfes. Da hatten die den ganzen Tag mit den Traktoren, ähm, das Holz und wahrscheinlich auch Gartenabfälle und sonstige Sachen, die man nicht wissen möchte, da aufgestapelt und dann wurde das eben angezündet und am Ende gab's dann noch so 'ne, ähm, so 'ne Feuershow richtig. Da war 'ne Frau, die hat dann mit Feuer jongliert und hat so eben, äh, Artistik aufgeführt.

Das war wahnsinnig toll. Und, ähm, ja, dann haben wir halt mit, mit den Einheimischen noch angestoßen und sind dann auch irgendwann ziemlich kaputt ins Bett gefallen, weil's echt 'n anstrengender Tag war. Aber das war so 'n Erlebnis, das man einfach nur spontan auf Reisen hat, weil so was kann man einfach nicht planen.

Das, genau das, das mein ich damit. So, so entstehen halt die spannendsten Sachen, auch wenn man einfach, ne, von seinem Plan abweicht. Jetzt-

Ja

... geh ich noch mal f-, oder w-will das noch mal ganz kurz alles so 'n bisschen auf der Karte abzeichnen für alle die, die jetzt wirklich nur zuhören und keinen vielleicht wie ich Google Maps parallel auf haben. Also ihr seid gestartet quasi näher Augsburg, seid dann, ähm, recht stark Richtung Osten, 'n bisschen Richtung Nordosten gefahren, rüber in die, äh, nach Tschechien, Prag durch. Dann hat's euch etwas, äh, nordöstlicher gezogen bis Breslau rüber. Dann seid ihr wahrscheinlich über Lodz, ich guck mir auch so 'n bisschen die großen Verkehrsstraßen an, aber ich denke mal, dass ihr zwischendrin auch-

Ja, genau. Über Lodz

... Autobahnen gefahren seid, um halt die, also da wo's ging, dann über Lodz Richtung Warschau und dann gibt's 'ne Europastraße hoch Richtung, ähm, Litauen, die aber dann irgendwann aufhört und wahrscheinlich, das hast du gesagt, so 'n bisschen enger wird nach Kaunas rüber. Auch da seh ich dann wieder so Hauptverkehrsstraßen. Allerdings, wenn ich jetzt hier so 'n bisschen guck, ach doch, dann genau, seid ihr 'ne, auch 'ne, 'ne größere Straße bis nach Lettland gefahren. Und dann würde mich jetzt noch kurz interessieren, also, ne, jetzt sind wir in Lettland. Wir sind also im relativ stark im Norden. Lettland grenzt nach unten an Litauen, auf der, also nach unten Richtung Süden. Im Westen grenzt es an die, an die Ostsee, im Osten grenzt es an Russland und im Norden an Estland.

Das so 'n bisschen zur Verortung. Die Hauptstadt Riga liegt im, ich würde sagen, mittleren Westen des Landes, direkt auch an der, äh, an der Ostsee dran. So, und wenn ich mir jetzt die Straßen angucke von da, wo ihr wart, äh, Daugavpils, ähm, dann gibt's eigentlich von da nur Straßen, die Richtung Riga gehen oder Richtung Russland. Da ich weiß, dass man für Russland ein-

Genau

... äh, ein, ein Visum braucht und ich bin mir sicher, dass ihr das nicht für kurz mal, äh, 100 Kilometer durch Russland fahren geholt habt, weil das relativ aufwendig ist. Seid ihr dann über Riga gefahren oder seid ihr dann auch so 'n bisschen kleinere Straßen Richtung Estland hochgefahren?

Wir sind dann kleinere Straßen gefahren und haben wirklich höllisch aufgepasst, nicht aus Versehen auf russisches Gebiet zu kommen, weil's eben da auch nicht nur um uns ging, sondern auch um den Hund, ähm, weil man ja für den Hund außerhalb Europas dann wieder eigene Vorschriften hat, also außerhalb der Europäischen Union. Und wir hatten da uns vorher auch 'n bisschen belesen. Es ist wohl so, dass die Durchfahrt durch dieses russische, ähm, ja durch dieses Mini, durch diesen mini russischen Zipfel geduldet wird, solang man nicht aus dem Auto aussteigt. Das war das, was wir 2019 gesagt bekommen haben. Wir haben dann aber entschieden, dass wir's nicht riskieren, weil w-gerade dann hat man bestimmt 'ne Autopanne oder 'nen Platten oder muss irgendwie ganz dringend pinkeln.

Und wir haben uns dann eben entschieden, das, äh, zu umfahren und sind zwar relativ nah an dieser, ähm, an dieser Grenze geblieben, aber eben nicht durchgefahren.

Okay.

Und dann sind wir in, in Estland eben in Setomaa gelandet.

Okay, das hab ich mir auch grad angeguckt. Das liegt da wirklich im, im Osten an der, an der russischen Grenze. Das hattest du ja auch schon gesagt. An 'nem großen See letzten Endes auch der quasi Großteil russische Seite und dann weiter oben wird der See noch größer. Da ist er dann auch 'n Stück weit estnisch zur Hälfte und die russische Stadt, die in der Nähe ist, ist Pskow. Ich glaub, ist auch nicht richtig ausgesprochen, auch

Du hattest doch Russisch in der Schule, du müsstest es besser können als ich.

Ich hab ehrlich gesagt damals, äh, in dem Alter null Interesse an russischer Sprache gehabt. Hätt ich gewusst, dass es eigentlich ganz, ganz spannend ist, ähm, hätt ich mehr aufgepasst, aber ich hab damals die Sprache wirklich nicht gemocht, um's vorsichtig zu sagen. Ich m-musste es auch acht Jahre lernen. Also vielleicht war das auch so 'n Grund, dass wir's mussten. Ähm, ich, ich kann's noch 'n bisschen lesen. Ähm, ich würd sagen, es ist eher Russkow, würde ich mal sagen, wird's ausgesprochen. Und, ähm, genau, also d..., lange Rede, kurzer Sinn: Ihr wart dann quasi an der, äh, estnisch-russischen Grenze und-

Genau, wir konnten rübergucken nach Russland.

Konntet rübergucken nach Russland.

Das war auch 'n, 'n cooles Gefühl, ja.

Und wie ging's dann weiter?

Ähm, dann ging's so 'n, so 'n bisschen zurück auf die ursprünglich angedachte Route. Äh, nämlich sind wir dann von Setomaa, also von Lüübnitsa aus über Tartu in den Lahemaa-Nationalpark gefahren, also, ähm, Norden Estland. Da hatten wir 'nen sehr schönen Campingplatz uns ausgeguckt, und zwar den Lepispea Camping und Caravan, weil wir dann, ähm, einfach 'n bisschen Natur machen wollten. Das war dann auch, war dann auch schon die Zeit, so ein, zwei Tage vor meinem Geburtstag und ich habe mir gewünscht, meinen Geburtstag wirklich nur in der Natur zu verbringen, keine Städtetour zu machen. Und der Campingplatz hatte auch 'ne eigene Sauna, die konnte man sich reservieren.

Also so 'n Miniteil, da saß man auch wirklich dann alleine drin. Da haben wir dann meinen Geburtstag eben mit Sauna und Natur verbracht. Drumherum endlose Wälder, da kannst du laufen, Fahrrad fahren oder mit 'm Auto fahren, da begegnet dir quasi über Stunden kein Mensch. Und wir haben dann in den nächsten Tagen dort verschiedene Naturparks, äh, besucht, zum Beispiel bei Altia, glaube ich, spricht man's aus, mit 'ner ganz einmaligen Tier- und Pflanzenwelt. Also wir haben da Vögel gesehen, die konnt ich noch nicht mal zuordnen, obwohl ich mich tatsächlich relativ gut auskenne, grade auch mit Singvögeln. Aber das waren, da war 'ne Artenvielfalt da, das, das war unglaublich. Und eben auch ganz viele, ganz viele, ganz wunderschöne kleine Blüten.

Also es war halt auch 'ne Zeit, in der es, in der da sehr viel geblüht hat. Da hab ich dann mit meiner Pflanzenbestimmungs-App immer geguckt und hab da Fotos gemacht, um, um das alles so 'n bisschen zuordnen zu können. Und das ist wirklich 'n Paradies für Naturliebhaber. Also da ist null Action, auch auf dem Campingplatz waren halt irgendwie lauter so gefühlt lauter so Outdoor-Menschen unterwegs, so wie wir auch. Und, ähm, da kann man aber wirklich, wirklich absolute Ruhe und Stille genießen auch mal.

Okay, spannend. Dann seid ihr quasi im Nordosten der Länder sozusagen hochgefahren und seid dann, seid ihr bis Tallinn gekommen auch?

Ja, also das war der Plan. Den mussten wir dann auch 'n bisschen vorziehen, weil wir irgendwann mal Wäsche waschen mussten. Und es gibt ja dort wirklich, also da sowohl in, in, ähm, Lettland als auch in Estland überall mehr oder weniger alles irgendwie zu kaufen und zu finden, nur Waschsalons, äh, war 'n bisschen schwierig. Also hätt ich auch nicht vermutet. Wir mussten dann alleine schon wegen des Waschsalons wirklich bis nach Tallinn fahren und haben dann gesagt: „Okay, wir hatten eh vor, uns die Stadt anzugucken, dann bleiben wir hier auch 'n paar Tage." Auch da haben wir uns wieder 'nen Campingplatz gesucht, der relativ weit außerhalb war, ähm, ja, aus verschiedenen Gründen, aber weil wir halt auch gerne einfach unsere Ruhe haben und sind dann, ähm, immer wieder in die Stadt reingefahren oder in die nähere Umgebung der Stadt, je nachdem, was wir halt grade machen wollten.

Die erste Tour war n..., in die Altstadt, ganz klassisch, weil wir natürlich Tallinn mal kennenlernen wollten. Und da haben wir dann gedacht, wir sind im falschen Film, weil wir da in eine Lawine von Kreuzfahrttouristen reinkamen. Wir wussten das nicht, dass das so 'n Kreuzfahrtziel ist. Und da waren also zig verschiedene Gruppen, die waren farblich so-sortiert, überwiegend, ähm, ältere Leute, aber durchaus auch gemischte Gruppen, auch Amerikaner drunter. Also da wä..., das war wirklich buntes, gemischtes Publikum und die, die Stadtführer, die hatten ihre liebe Not, ihre Gruppen auseinanderzuhalten. Die waren dann wirklich mit so, mit so Stöcken zugange, die dann so Fähnchen hatten. Und das war der absolute Horror, weil diese Wellen, also diese Lawinen, die haben sich alle zeitgleich an immer dieselben Punkte bewegt und wir so mittendrin und dann sind wir da geflohen und sind erst am Abend wieder zurückgekommen, als das Ganze abgeebbt war.

Und da hat man dann gesehen, dass es echt 'ne ganz zauberhafte Altstadt ist, ähm, auch mit vielen Cafés und Restaurants. Dann haben wir uns auch noch 'n bisschen hingesetzt und haben einfach die Atmosphäre genossen, weil man dann jetzt auch nicht mehr wahnsinnig viel machen konnte. Da wurde es schon dunkel. Aber Tallinn ist auf jeden Fall aus meiner Sicht 'ne Reise wert. Man sollte sich nur bitte mal vorher erkundigen, wann die Ankunftszeiten der Kreuzfahrtschiffe sind, weil da ist es der absolute Horror und man sieht einfach gar nix, weil man nur, ähm, Menschen und Kameras sieht.

Ja, Tallinn ist auch so 'ne, 'ne ganz beliebte Stadt bei den digitalen Nomaden. Da sind auch immer mal Events. Also ich wollte, hatte da auch schon zweimal Anlauf genommen, äh, zu 'ner Veranstaltung, äh, hinzufliegen, aber es hat, hat irgendwie nicht funktioniert. Aber es soll auch, wo..., also grad die Altstadt wunderschön sein und auch ohne, ohne Camping sozusagen ein sehr spannender Ort.

Absolut. Und Estland an sich, ähm, und ich nehme an, insbesondere die Hauptstadt, tut ja auch wahnsinnig viel für das ganze Thema Digitalisierung und die sind da sehr, sehr gut aufgestellt im Vergleich auch vor allem zu Ländern wie unserem eigenen. Von daher, ähm, ist es mit Sicherheit auch 'ne ganz interessante, äh, 'n ganz interessantes Reiseziel für Menschen, die sich halt auch dafür so'n bisschen interessieren und so etwas Atmosphäre und Start-up-Atmosphäre und so was schnuppern wollen. Aber wie gesagt, guckt einfach, dass ihr dann nicht grade, ähm, in die, in die Kreuzfahrtzeiten reinkommt.

Also vielleicht auch das noch, dass, ähm, Tallinn liegt halt wirklich im Norden von Estland am Finnischen Meerbusen, der wiederum direkt an die Ostsee oder, äh, sozusagen in, in die Ostsee mündet. Und, ähm, auf der anderen Seite, äh, dieses Meerbusen liegt Helsinki, also Finnland, das ist gar nicht so weit weg. Und, äh, auf, auf der östlichen Seite liegt dann St. Petersburg in Russland und, ähm, damit ist halt auch grad Tallinn und auch Helsinki sind halt dann auch die spannenden eben Städte für die, für die Kreuzfahrten, die über die Ostsee, äh, dann gondeln, weil die eben unten entweder bei uns in der Gegend, also nicht bei uns hier in Portugal, sondern in, in Deutschland, Lübeck, Rostock, Stralsund, so die großen Häfen, Kiel, da legen die ab und schippern dann eben hoch, äh, oft über Stockholm, Helsinki, Tallinn, so die Ecke.

Deswegen ist Niclessa halt in die, äh, Kreuzfahrer reingeraten. Ähm, ich guck grad 'n bisschen auf die Uhr, deswegen, ähm-

Ja, ich hab schon gesehen, ich muss mich 'n bisschen beeilen, ne.

Genau, ist, äh, deswegen, äh, spoiler ich wieder 'n bisschen. Also ihr seid im Nordosten durch die Länder hochgefahren und Überraschung, da ihr nicht die gleiche Strecke zurückfahren wolltet, seid ihr dann quasi im, äh, Richtung Süden runter und im Westen sozusagen der Länder wieder zurückgefahren. Was waren da so eure noch aufregenden Stationen, die ihr mitgenommen habt?

Also da ich jetzt die Karte nicht offen hab, kann ich dir jetzt einfach nur glauben, weil ich bin wirklich schlecht mit Himmelsrichtungen, aber ich sag einfach mal Ja. Ähm, vielleicht noch kurz zu Tallinn. Wir waren auf dem Campingplatz Kiwitalo außerhalb von Tallinn, hatt ich ja schon gesagt. Also wer's 'n bisschen ruhig und idyllisch mag und nicht unbedingt irgendwie so 'n Stellplatz in 'ner Stadt sich aussuchen möchte, der ist da mit Sicherheit gut aufgehoben. Von Tallinn aus sind wir dann zum wirklich in, im ganzen Land berühmten Jägala-Wasserfall gefahren und wollten da 'ne Wanderung hin machen vom, äh, Parkplatz aus. Und also die Wanderung, die war dann wirklich ungelogen weniger als ein Kilometer, glaub ich. Also es war wirklich so, wir sind losgelaufen und dann standen wir schon da und dieser Wasserfall, der berühmte, das war halt so 'n, ja, es plätscherte halt so vor sich hin.

Also wenn man schon mal Wasserfälle in Norwegen oder so gesehen hat, ist es jetzt nicht wahnsinnig spektakulär. War trotzdem auch schön dort. Ähm, Hund konnte baden, man hätte auch selber baden können, wenn man gewollt hätte. Und wir haben dann noch eine Mutterente dabei beobachtet, die ihren Jungen das Tauchen beibrachte. Also dementsprechend kann man sich schon vorstellen, dass der Wasserfall auch nicht unbedingt reißend war, wenn da die Ente mit ihren Babys rumschwamm. Aber war halt irgendwie nett anzusehen, konnte auch 'n paar schöne Fotos machen. Ist jetzt aber nicht unbedingt 'n Ziel, wo ich sagen würde, da muss man jetzt unbedingt gewesen sein. Das ist eher so was, was man im Vorbeifahren mitnimmt. Dann sind wir von dort aus rüber auf die Halbinsel Saaremaa. Ähm, das ist 'ne sehr natur, 'n sehr naturbelassener Zipfel auch. Also Estland ist ja sowieso sehr dünn besiedelt, deswegen gibt's da ganz, ganz viele noch echt unberührte Flecken oder weitestgehend unberührte Wälder auch.

Da standen wir zuerst 'n Tag auf 'm Campingplatz und haben dann gedacht: Mensch, wenn wir schon mal hier sind, dann sollten wir auch das Thema Freistehen mal 'n bisschen ausreizen, weil wir eben wussten, dass es da, ähm, nicht verboten ist und haben uns dann auf die nördliche Seite der Halbinsel aufgemacht und das war dann tatsächlich eines unserer absoluten Highlights der Reise. Da standen wir mehrere Tage direkt am Wasser, aber im Wald. Es gab 'ne Feuerstelle dabei. Die Kommune gibt an diesem Zelt und, und ja, äh, Campingplätzen auch Feuerholz aus. Da kann man sich bedienen und da sind wir dann, ja, weiß nicht mehr, glaub fast 'ne Woche geblieben. Mussten natürlich zwischendurch mal ver- und entsorgen, aber das konnten wir ganz gut mit 'm Zugfahrzeug machen. Und das war so wirklich eine, eines der schönsten Erlebnisse, von dem ich immer noch zehre, weil man halt keine Menschenseele da in der Nähe hat.

Man wacht morgens vom Geplätscher der Wellen auf und vom Vogelgezwitscher und schläft abends mit denselben Geräuschen ein und kann einfach frei sein. Also das, das ist 'n ganz, war, war, waren ganz tolle Tage.

Und die Halbinsel ist 'ne Halbinsel auf 'ner Insel, oder? Also seh ich das richtig? Also weil Saaremaa, ich, ich guck jetzt grade tatsächlich bei Google Maps und es ist 'ne aus meiner Sicht 'ne Insel, weil es gibt eher 'ne Fähre oder, äh, Brückenverbindung.

Warte mal, da muss ich selber noch mal gucken. Ist ja auch schon 'ne Weile her, aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir auf 'ner Fähre waren. Also wenn, dann war das nur 'ne ganz kurze Sache, so, so 'ne, so 'ne Überfahrt, wie man die ja in Deutschland auch teilweise hat. Aber ich meine, da gab's, ich meine, da gab's 'ne andere Verbindung. Ah nee, du hast recht, Virtsu, ne?

Mhm. Genau, also entweder wart ihr da quasi auf der estnischen Seite, dann ist das 'ne Halbinsel und ihr seid nicht rüber auf die große Insel sozusagen. Das könnte sein.

Ja, wir sind, wir sind hier über, nee, tatsächlich sind wir hier auf die, also die Halb-, die Halbinsel, die ist mit 'ner Brücke verbunden mit der, mit der anderen kleinen Insel.

Okay, aber dann ist es 'ne Insel. Ach so, die Halbinsel, also für alle, die sich jetzt fragen, wovon reden die? Wir haben sozusagen im, ähm, äh, im, im Mittel-, also Mittelwesten von, von Estland, äh, liegen quasi drei Inseln, eine sehr, sehr große, eine kleinere, noch eine kleinere und noch eine, sind sogar vier Inseln, wenn man so genau guckt. Und die größere ist vorgelagert oder ist nachgelagert einer kleineren und die wiederum ist mit 'ner Brücke oder Fähre, seh ich jetzt hier nicht so genau, verbunden und, äh, da wiederum gibt es am Fest, auf der Festlandseite tatsächlich eine Halbinsel und ihr wart quasi auf der Halbinsel. Alles klar.

Genau.

Und, ähm, ihr habt euch quasi gespart, da ganz rüberzufahren. Wahrscheinlich gibt's da auch noch mal wunderbare, ähm, Plätze und alles, aber es ist ja auch immer 'ne Zeitfrage.

Also wir sind da ziemlich viel mit'm Auto auch rumgefahren, ähm, weil wir natürlich durch das Gespann immer so'n bisschen gehandicapt sind, wenn's um engere Pfade oder, oder engere Straßen geht oder auch mal durch Wälder oder so. Deswegen haben wir dann ab und zu den Wohnwagen einfach stehen lassen und sind so'n bisschen durch die Gegend gegeigt. Aber ich wollt jetzt gar nicht mehr so ganz detailliert auf die einzelnen Punkte eingehen, weil uns fehlt ja noch 'n ganzes Eck von der Tour, damit wir da vielleicht heute durchkommen in 'ner Stunde oder unter 'ner Stunde.

Okay, also dann seid ihr Estland weiter Richtung Süden gefahren und seid dann, oh Wunder, wieder nach Lettland reingekommen irgendwann?

Genau. War nicht zu vermeiden. Nein, Lettland ist wunderschön, hat uns richtig gut gefallen auch. Ähm, wir wollten dann ja natürlich noch die Hauptstadt von Lettland mitnehmen, nämlich Riga, ähm, haben aber leider halt wieder echt so Regentage erwischt, wo man buchstäblich mehr oder weniger nicht aus'm Auto aussteigen konnte. Und dann haben wir in der Stadt im Café ausgeharrt, irgendwie bis abends, bis schon die Sonne unterging. Oder im Restaurant, mein ich. Ich hab glaub, ich hab schon wieder irgendwas mit Essen in Verbindung, ja. Und haben dann noch so 'ne, so 'ne kurze Tour gemacht mit, ähm, ja, mit Regenjacken halt. War jetzt aber nicht so die Stimmung, dass man sich da hätte wahnsinnig viel angucken wollen. Deswegen, es, äh, gibt auch nur ganz wenige Fotos von Riga. Ähm, wenn ihr da irgendwelche tollen Tipps habt, dann schreibt uns die auch gerne, weil es wird uns bestimmt irgendwann wieder ins Baltikum verschlagen und dann, äh, nehmen wir die gerne als, als Reiseempfehlungen von euch auf.

Ja, und dann sind wir wieder von der Stadt in die Natur, nämlich weiter nach Jurmala. Das ist 'ne traumhafte kleine Halbinsel auch mit 'nem damals noch Wildstrand. Ich hoffe, dass der nicht inzwischen irgendwie auch erschlossen und bebaut wurde. Einfach toll, um Ruhe zu finden, bisschen ins Meer zu hüpfen, am Strand entlang zu laufen. Da, da hat es dann auch so, so riesige Baumstämme angeschwemmt, die liegen gelassen wurden. Entsprechend haben sich dort dann auch die, äh, Vögel getummelt. Also einfach, einfach schön zum Genießen. Nichts, ähm, keine bestimmten Sehenswürdigkeiten, die wir da abgearbeitet hätten, sondern nur 'n bisschen so rumgebummelt. Genau das Gleiche dann auch an der Nordspitze von Lettland.

Da gibt's 'nen, mehrere Fischerorte sicher, aber einen, der ist relativ bekannt, der heißt Kolka. Da waren wir auch 'n paar Tage und haben uns da so'n bisschen treiben lassen, haben, ähm, bei den lokalen Anbietern Fisch eingekauft in erster Linie. Gab aber auch dann Honig und ich glaub auch Marmeladen und andere solche, äh, lokalen selbstgemachten Köstlichkeiten. Da kann man mich ja immer ganz gut damit fangen. Dann haben wir noch 'n kleinen Abstecher über 'nen Nationalpark gemacht wieder, äh, Slitara heißt der, und sind dann letztendlich, äh, über Klaipeda auf der Halbinsel Kurische Nehrung gelandet. Das sagt bestimmt einigen von euch was, die ist sehr, sehr bekannt. Das ist 'ne fast 100 Kilometer lange Halbinsel.

Da gehört grob die Hälfte zu Litauen, ähm, die andere dann zur, zu Russland, also zu Kaliningrad. Und da ist es eben, also diese Halbinsel ist 'ne, ist 'n Naturschutzgebiet und dort gibt's ganz tolle Dünenlandschaften. Also die sind wirklich spektakulär. Da, da kann man auch, ähm, auf befestigten Wegen drauf wandern. Man soll nur dann bitte nicht von den Wegen runtergehen, weil ja Dünen sehr empfindliche Ökosysteme sind. Das, ähm, ist auch in anderen Ländern so, dass immer drum gebeten wird, dass man nicht in die Dünenlandschaften reinrennen soll. Hunde müssen da auch an die Leine. Das hat unserer natürlich nicht so gepasst, aber da gab's leider keine andere Möglichkeit. Und da sind wir auch dann 'n Stück weit, ähm, gewandert.

War zu der Zeit, als wir da waren, zum Glück nicht besonders viel los, ähm, trotz Hauptsaison. Also da konnte man ganz gut auch so, ja, so vor sich hin bummeln. Wir haben damals auf 'nem Campingplatz Station gemacht. Das war, meine ich, der einzige, der ist so am, am anderen Ende der Halbinsel. Der war relativ teuer 2019 für das, was geboten war, aber muss man halt dann machen, ne. Das, da hatte man nicht viel Auswahl. Aber war auch auf jeden Fall 'n Ziel, was ich empfehlen würde, um da, ähm, 'n bisschen sich die, die Seele baumeln zu lassen.

Und auf der Halbinsel seid ihr aber auch nur quasi bis zur Grenze gefahren und dann wieder umgekehrt, oder?

Ja.

So und, und für alle, die sich jetzt wundern, ne. Eben waren Nele und Halil noch in Litauen unterwegs und jetzt sind sie plötzlich in Russland, was ja eigentlich im Osten liegen müsste, weil sie waren jetzt an der Westküste unterwegs. Es gibt tatsächlich, wie's Nele auch grad gesagt hat, äh, zwischen Litauen und Polen eine, eben Kaliningrad, was sowohl einmal die russische Stadt ist, als auch eben eine Provinz. Und dieses kleine Fleckchen gehört sozusagen zu Russland, obwohl es gar nicht, äh, sozusagen mit dem restlichen russischen Gebiet verbunden ist. Ja, wer sich also da jetzt gewundert hat, das heißt, man kann da eben nicht. Und diese Halbinsel, das sieht alles auch auf der Karte wunderschön aus. Also ne, die ist, die ist ewig lang. Dahinter befindet sich halt 'n Haff, so wie man das nennt. Also das heißt, hinter der Halbinsel, das Wasser, was da ist, ist nicht mehr die Ostsee, sondern es ist ein Haff. Und auch auf der anderen Seite von Kaliningrad geht das Ganze noch mal weiter, aber da es eben Russland ist, kann man nicht einfach durchfahren, sondern muss quasi auf der Hälfte der Halbinsel wieder umkehren und außen rumfahren.

Nur für alle, die sich jetzt vielleicht gewundert haben, warum die jetzt plötzlich in Russland sind.

Also man kann natürlich auch die russischen Teile mitnehmen, dann muss man sich aber um Visumsangelegenheiten und alles rechtzeitig kümmern. Und wer uns kennt, weiß, dass wir alles sind, nur keine rechtzeitigen Kümmerer und Planer. Und von daher war's für uns einfach leider nicht möglich.

Ja, und so 'n, so 'n russisches Visum, also ich weiß gar nicht, wie's jetzt grade ist. Jetzt sowieso schwierig, aber vom, auch vor dem, äh, Krieg, äh, ist das quasi auch 'ne nicht ganz super einfache Geschichte gewesen und wegen so 'n paar Kilometern, ähm, haben sich wahrscheinlich die meisten den, den Aufwand nicht gemacht, auch wenn das sicherlich da wunderschön ist, auch mal Kaliningrad zu sehen. Aber okay, das ist jetzt grade, äh, nicht das Thema. So, jetzt warte da Halbinsel wieder zurück und außen rum, wie ging's dann weiter?

Ja, danach haben wir noch, ähm, zwei so 'n bisschen absonderliche Abstecher gemacht. Der eine war nach Jurdkrante. Da gibt's einen sogenannten Hexenhügel. Also man, man geht da wirklich, das ist wirklich nur so 'n kleiner Hügel und man marschiert da hoch, so 'n bisschen durch den Wald und dann ist da wie so 'n Altar aufgebaut. Das haben irgendwann mal Menschen errichtet, das so 'ne Mischung aus Aberglaube und christlichem Glauben, hab ich so das Gefühl, wie man das ja in vielen Kulturen hat. Und da sind dann die, die süßesten Opfergaben, also wirklich von 'ner Bierflasche bis hin zu irgendwelchen Schmuckstücken, Blumen und so weiter. Und wir haben dann gesagt, schadet ja nix, wenn wir da auch was niederlegen.

Dann haben wir so 'n Blumensträußchen da hingelegt und 'ne, ähm, was hab ich noch? Irgendwas, was ich in der Tasche hatte, weil man ja, ich sag jetzt mal, äh, für sein, für sein Glück kann man ja auch mal so 'n bisschen in den Aberglauben verfallen. Und wir waren dann noch da ganz in der Nähe bei 'nem traditionellen Seifenmacher. Das war auch ganz toll. Der hat uns da auch sehr nett empfangen und von dem hab ich übrigens die CD bekommen von diesen heterophonen Gesängen von den Setukesen, weil der zufällig mit denen irgendwie auch was zu tun hatte. Ich glaub, der ist auch Setukese selber, obwohl der da nicht mehr lebt. Und ja, da hab ich mich dann erst mal eingedeckt, auch für mich selber und, ähm, mit Geschenken für, für Leute zu Hause. Und dann sind wir von dort aus in Richtung Schaulen, so heißt es auf Deutsch.

Ähm, auf, äh, ich glaub, der Originalname ist Xiaoliay. Da gibt's 'n ganz süßen kleinen Campingplatz, der heißt Sunny Nights Camping. Total nach meinem Geschmack. Das waren so, ähm, die Mädels, die da zuständig waren, so richtige Hippie-Mädchen. Mit denen saß ich dann abends auch noch am Lagerfeuer, weil wir waren sofort auf einer Wellenlänge. Ein ganz toller Campingplatz mit wunderschönen alten Apfelbäumen, wo man sich dann auch morgens seinen Frühstücksapfel holen durfte. Auch sonst sehr gepflegt, obwohl ich grad gesagt hab, so 'n Hippie-Platz, aber, aber gepflegt und sauber, aber halt eben alles so 'n bisschen lockerer. Das hat mir gut gefallen und da ganz in der Nähe gab's eben den sogenannten Berg der Kreuze. Also so was hab ich in meinem ganzen Leben überhaupt noch nie gesehen.

Das ist ein Hügel und auf diesem Hügel ist alles, wirklich alles voller Kruzifixe aller Art, von Holz über Metall über weißer Geier in allen Größen, Farben, Formen. Man-- Also ich hab gelesen, weil man's wirklich selber nicht überblicken kann, dass irgendwann bei 50.000 Kreuzen die Leute aufgehört, aufgehört haben zu zählen. Also es sind noch mehr offenbar. Die werden da aufgestellt, übereinander gestapelt, hingelegt, wo irgendwie noch Platz ist oder auch nicht. Ähm, der Ursprung dieses Berges liegt wohl, so wie man nachlesen kann und wie's auch erzählt wird, in den Aufständen des 19. Jahrhunderts gegen die russischen Besatzer.

Aber das hat sich dann irgendwie zu so 'nem Selbstläufer weiterentwickelt und man sieht eben da immer noch Menschen, die hinkommen und Kreuze ablegen. Also das ist immer noch 'n Thema.

Wir können ja mal den Wikipedia-Artikel dazu verlinken, dass man sich das mal angucken kann, wenn man das nicht kennt.

Ja.

Ich hatt das bis heute auch noch nicht davon gehört.

Das ist wa-- Also das ist wirklich völlig irre.

Wie ging's dann weiter?

Dann ging's weiter über die Masuren beziehungsweise die Masurische Seenplatte. Das war auch noch mal so 'n Sehnsuchtsziel von mir. Ich kannte das schon von Dienstreisen, ähm, aus meiner, aus meinem früheren Leben sozusagen. Ich hab ja mal im Ruhrgebiet bei 'ner Stadt gearbeitet und die ist Partnerstadt der, ähm, polnischen Stadt Szczytno. Und ich war da zweimal auf Dienstreise mit dabei und abgesehen davon, dass ich auch die Menschen wirklich sehr ins Herz geschlossen habe, weil die unwahrscheinlich lieb und gastfreundlich sind, fand ich's auch landschaftlich einfach faszinierend. Man hat da 'n ganz weites Gebiet mit, wie der Name schon sagt, ganz vielen Seen und Naturreservaten. Die Seen sind teilweise auch wirklich miteinander verbunden.

Das heißt, wenn man irgendwie, ähm, Paddelsportler ist zum Beispiel, ist das natürlich auch 'n Traumziel, weil man dort sich wirklich austoben kann. Und daneben dann ja diese, diese Weite einfach auch und schöne Wälder dazwischen. Also sehr, sehr ursprünglich und unberührt noch. Und ich fand einfach, das ist auch so 'n Ort, wo man sich so richtig vorstellen kann, wo diese, wo-- Also wenn man so 'n bisschen die ostpreußische Literatur kennt, wo diese, diese Melancholie und diese Sehnsucht herkommen, die da auch oft in den Werken rauszulesen ist. Wir waren da auf 'nem ganz kleinen Campingplatz. Der hatte, als wir, ähm, dort Station gemacht haben, noch gar nix buchstäblich.

Also das ist 'n Campingplatz am, am See auch. Es gab aber kein fließendes Wasser. Das mussten wir aus 'm Pumpen, äh, aus 'm, aus 'm Brunnen pumpen. An Strom oder gar WLAN natürlich überhaupt nicht zu denken und wir fanden's total klasse, weil es war einfach wie Wildcamping, nur legal. Ein-- Also so richtig, es gab einfach nichts und das war für uns auch wieder 'n sehr, sehr schönes Erlebnis, da 'n paar Tage zu bleiben.

Ja, wahrscheinlich, also die Masuren sind ja so ein riesiges Gebiet, da kann man alleine wahrscheinlich zwei Monate verbringen, ohne an einem Ort mehr als einen Tag zu bleiben und hat immer oder dann wahrscheinlich selbst nur 'n kleinen Teil davon gesehen. Also das, das ist, glaub ich, auf jeden Fall auch ein superspannendes Gebiet, ja, mit auch vielen privaten Stellplätzen, die man nutzen kann und, und, und. Also ja.

Ja, und vor allem auch in vielerlei Hinsicht wahnsinnig schön. Also zum einen landschaftlich natürlich, aber auch die kleinen Orte sind, sind ganz bezaubernd und wie gesagt, Menschen, Küche, also auf jeden Fall 'n Ziel, wo man sich gerne auch mehr Zeit nehmen kann.

Ja. Und dann, wie ging's? Also wir, ich drück so 'n bisschen auf die Tube, wir sind schon bei 'ner Stunde.

Ich kürz es jetzt, ich kürz es jetzt auch etwas ab, weil tatsächlich die letzten Stationen, die waren dann nicht mehr so spektakulär und wir haben dann auch geguckt, dass wir einigermaßen durchkommen, weil wir dann auch auf 'n Caravan Salon mussten. Das heißt, die Zeit war dann auch etwas begrenzt. Wir sind über Danzig und die polnische Ostseeküste zurückgefahren. Ähm, auch da hatten wir noch sehr, sehr schöne Stopps mit, mit wirklich schönen Landschaften drumherum, aber da war's natürlich dann 'n bisschen voller, weil das 'n beliebtes Reiseziel auch ist, ähm, nicht nur für die Polen, sondern teilweise auch für die Deutschen, die relativ nah an der Grenze wohnen, die die deutsche, völlig überfüllte Ostsee meiden wollen. Die fahren dann nach Polen rüber und, ähm, da hab ich jetzt noch mal einen Campingplatz im Kopf, den ich gerne empfehlen möchte, auch grade wenn man Kinder hat.

Das ist der Camping Caravaning Pole Namiotowe. Wo der genau ist, kann ich nicht aussprechen. Kannst es du sagen, Sebastian?

Wladislawowo.

Wladis...

Wladislawowo.

Ja, okay. Also wir verlinken's euch auf jeden Fall.

Würd ich sagen, ja.

Das ist 'n etwas größerer Platz, aber aus meiner Sicht halt, ähm, sauber, gut geführt und da kann man auch gut mal mit der Familie 'n paar Tage verbringen.

Also das war eine sehr, sehr lange Reise. W-weißt du, wie viel Kilometer ihr gefahren seid von Anfang bis Ende?

Äh, nein, aber wenn du noch 'n bisschen Moderation übernimmst, kann ich mal gucken, ob ich's hier auf die Schnelle in meinem Google Maps nachvollziehen kann.

Okay, also d-, ja, wir können das ja sonst auch in den Shownotes verlinken. Also die, lass uns das in die Shownotes packen. Also wo findet ihr die Shownotes? Vielleicht das noch mal zur Klärung: Die findet ihr im Normalfalle, wenn ihr uns hört, äh, quasi auf eurem Gerät. Viele hören uns ja vielleicht mit ihrem Smartphone. Da guckt ihr jetzt einfach mal, klickt ihr mal drauf auf unseren Podcast und da gibt's irgendwo Shownotes angucken und da könnt ihr das nachlesen. Und wenn ihr's irgendwie nicht findet, dann geht ihr auf camperstyle.de/podcast. Das scrollt ihr 'n bisschen runter. Da habt ihr all unsere einzelnen Podcast-Folgen. Dann sucht ihr eben die hier raus zu, äh, dem Baltikum und da ist dann auch noch mal alles runtergeschrieben. Da sind auch noch mal alle Links, weil das ist sowieso generell 'n guter Anlaufpunkt, weil ihr die Links auf manchen Plattformen auch nicht seht. Also die, die nehmen die Links raus. Das kann manchmal passieren aus technischen Gründen und deswegen auf unserer Seite camperstyle.de/podcast und dann über die einzelne Episode kriegt ihr auch noch mal alle Links, wenn ihr wirklich da noch mal was genau nachgucken wollt, das vielleicht für euch dazu.

Ähm, und lass uns das dann einfach mit der Entfernung da reinpacken. Das ist jetzt, glaub ich-

Ja

... zu viel, das alles nachzurechnen.

Ich hab's jetzt auf die Schnelle, ich hab's auf die Schnelle nicht gefunden und bevor ich jetzt hier ewig rumklicke, suchen wir's lieber in Ruhe noch mal.

Ist auf jeden Fall 'ne ganz schöne Tour gewesen, 'ne sehr spannende Tour mit sehr spannenden Erlebnissen. Danke fürs Teilen auf jeden Fall und ich hoffe, euch da draußen hat's auch Spaß gemacht zuzuhören, was, was die beiden da erlebt haben, wo sie langgefahren sind. Wir werden euch auch noch, wie ich's am Anfang angekündigt habe, das, die ein oder anderen oder den einen oder anderen Reisebericht, ähm, hier noch vorstellen. Wir werden sicherlich auch mal wieder das eine oder andere Ratgeberthema haben. Wenn euch das gefällt, wenn ihr's verpassen wollt, dann abonniert unseren Podcast einfach da, wo ihr uns hört. Das ist kostenlos für euch und ich verabschiede mich hier schon mal bei euch. Bis zum nächsten Mal und, äh, übergebe das letzte Wort an Nele. Macht's gut. Tschüss.

Du hast auch schon wieder alles gesagt. Ich sag einfach nur danke fürs Zuhören und tschüss.

Dir hat der Beitrag gefallen?

Dann teile ihn mit deinen Freunden!