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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute wintern wir deinen Camper ein.
Wer uns schon länger folgt, wird sagen: „Ja, da gab's doch irgendwann schon mal 'ne Folge." Das stimmt. Und zwar ist es schon jetzt schlanke fünf Jahre her. Es war nämlich im Jahr 2020, als wir mit dem Podcast gestartet sind und in der Zwischenzeit haben sich natürlich bei uns auch so 'n paar Sachen geändert beziehungsweise wir haben auch, ähm, heute zu ein, zwei Punkten 'ne andere Meinung, als wir vielleicht damals hatten. Und außerdem wollen wir heute viel umfangreicher noch auf dieses ganze Thema draufschauen und euch eben nicht nur Tipps geben, wie ihr euer Fahrzeug richtig einmottet sozusagen, sondern wir schauen uns auch noch mal an, was passiert denn mit, äh, dem Fahrzeug, wenn's im Winterquartier irgend'nen Schaden gibt? Oder, ähm, wie ist 'n Fahrzeug überhaupt versichert, wenn ich jetzt nur 'n Saisonkennzeichen habe oder 'ne Ruheversicherung abgeschlossen habe?
Ja, und, ähm, der beste Tipp eigentlich, um das Fahrzeug nicht einwintern zu müssen, wäre ja Fahrt in den Süden übern Winter. Aber das ist natürlich den meisten Menschen nicht vergönnt, äh, grade wenn ihr noch irgendwie im Job seid. Ähm, deswegen kann ich tatsächlich gar nicht aus meiner Praxis so viel dazu sagen. Ich hab zwar ein paar Ideen und Gedanken, aber wir haben das immer so gemacht, dass wir Winter im Süden waren und, äh, uns dann keine Gedanken übers Einwintern machen mussten. Also das ist für mich immer noch der beste Tipp. Wenn ihr's irgendwie befolgen könnt, dann macht das auf jeden Fall. Ähm, und wir haben ja auch unsere neuen Kaffeepausenfolgen. Ähm, habt ihr vielleicht schon die ein oder die zweite gehört. Und da werden wir auch noch mal auf das Thema Kosten eingehen in der nächsten Episode, ähm, weil zum Teil, also ich nenne keine Namen von hier Anwesenden, denen das passiert ist, die Preise in den letzten Jahren sehr, sehr krass gestiegen sind um, äh, ich glaub, mehrere 100 Prozent, aber das, das wird die Person-
Das erzählen wir da.
Das wird die Person dann erzählen in der Kaffeepause. Ähm, und während es in anderen Bereichen halt ziemlich gleich geblieben ist und wir gucken uns das ganze Thema mal an und sprechen da mal 'n bisschen drüber. Und vielleicht haben wir auch noch die ein oder andere Idee, wie man diesem, dieser Preisschraube entgehen kann oder, äh, vielleicht auch nicht.
Ich möchte ganz kurz darauf hinweisen: Wenn diese Folge ausgestrahlt wird, haben wir schon über die Kosten gesprochen.
Ja, da hast du, da hast du recht. Das ist manchmal gar nicht so einfach, weil wir einige Folgen, ähm, vorab aufzeichnen, wie ihr vielleicht wisst, wenn ihr uns regelmäßig folgt. Manchmal, manchmal nehmen wir sehr, sehr zeitnah auf und manchmal sogar einen Tag vorher, wie aufm Caravan Salon und manchmal aber auch ein, zwei, drei Wochen vorher. Und da kommt man manchmal, wenn man nicht aufpasst, so wie Nele, also wenn man nicht aufpasst, so wie ich, im Gegensatz zu Nele, äh, dann ein bisschen durcheinander.
Auf jeden Fall glaube ich, dass die heutige Folge nicht nur spannend ist für Einsteiger, die jetzt zum ersten oder zweiten Mal ihr Fahrzeug irgendwie in den Winterschlaf schicken möchten, sondern ich hoffe und denke, dass auch 'n paar Tipps dabei sind für alte Hasen. Also bleibt auf jeden Fall dran.
Ja, dann fangen wir mal an. Wir, wir arbeiten uns so von, von innen nach außen, äh, durch am Fahrzeug und es ist im Grunde-- Also wir, wir machen auch mit einem Abwasch quasi Wohnmobile und Wohnwägen, weil große Unterschiede gibt's da gar nicht und die, die es gibt, auf die gehen wir ein. Und wir fangen im Innenraum an und, äh, da haben wir eigentlich einen richtig großen Feind, wie eigentlich immer im Camper, das ist Feuchtigkeit und, und Wasser. Und wir wollen damit halt verhindern, dass wir irgendwie Schimmelbildung haben. Wir wollen irgendwie Frostschäden verhindern, also dass uns zum Beispiel ganz klassisch der Boiler platzt und kaputtgeht. Wir wollen Gerüche verhindern und wir wollen auch vermeiden, dass Tiere, auch wenn wir sie mögen, äh, in unser, in unseren Camper kommen, also, ähm, Insekten oder auch Mäuse oder Ratten.
Und, ähm, ja, was wir dafür machen müssen, ist vor allen Dingen Luftzirkulation. Das heißt, wir müssen dafür sorgen, dass die Luft sich austauschen, bewegen kann und wir sollten dafür sorgen, dass das Ganze möglichst trocken stattfindet. Und es gibt auch schon, ähm, relativ wichtige Punkte vor, auf die wir achten sollten. Denn natürlich ist es idealerweise, wenn das Fahrzeug drin steht, wo es ver-- trocken ist, weil wenn's draußen steht in der Feuchtigkeit und im Regen und Schnee, dann ist es nicht ganz so ideal.
Ja, und da werden wir gleich feststellen, dass wir gestern schon den ersten Fehler begangen haben. Wir haben nämlich etwas eilig unseren Wohnwagen schon mal in die Halle gebracht, die wir jetzt neu gemietet haben und haben dann in der Halle festgestellt, dass, äh, weder die Vorräte komplett ausgeräumt wurden, noch der Boiler abgelassen wurde. Das heißt, wir müssen ihn jetzt noch mal rausholen und den Boiler einmal ablassen. Aber wie man das genau macht, das besprechen wir dann gleich. Ähm, auf jeden Fall ja, einen Punkt hatt ich schon genannt: Vorräte entfernen. Und zwar am besten wirklich auch die ganzen Konserven, auch Gewürze, Öle, Tees, selbst wenn die in, ähm, dichten Verpackungen scheinbar sich befinden, aber es kann immer mal irgendwas aufgehen oder es gibt auch, äh, die Situation, dass sich Mäuschen vielleicht auch mal durch so 'ne Verpackung durchfressen.
Und ja, das, ähm, würd ich eben vermeiden, indem ich alles raushole, vor allem wenn der Wohnwagen auch 'n bisschen länger steht. Dann ganz wichtig, da hatten wir auch schon ein, zwei Mal wirklich, ähm, blöde Überraschungen: Den Kühlschrank nicht nur ausräumen, sondern komplett abtauen und wirklich gut putzen und richtig trocken machen. Ähm, was bei uns immer mal wieder passiert ist, vor allem wenn wir den Wohnwagen jetzt nicht eingewintert haben, sondern nur mal so zwischendurch, ähm, zwischen den Reisen stehen lassen haben, dann haben wir manchmal vergessen, das Gefrierfach- Richtig auszuräumen und, ähm, und die Tür des Gefrierfachs auch offen zu lassen. Und wenn man das vergisst, dann läuft da irgendwann Wasser raus, läuft in den Kühlschrank rein und dann bildet sich im Kühlschrank Schimmel.
Und deswegen, wie gesagt, alles wirklich gut trocken machen und am besten die Tür offenlassen und 'n Tuch dazwischen klemmen, damit die auch nicht bei irgend 'ner Erschütterung oder von selber irgendwie zufallen kann. Und je nach Modell kann man auch die Kühlschrankentlüftung mit 'ner Winterabdeckung sichern. Ähm, wir machen das nicht. Bei uns steht der in der Halle, aber das ist mit Sicherheit keine ganz schlechte Idee.
Macht aber nur dann Sinn, wenn er wirklich draußen steht. Also weil das ist dafür da, dass einfach kein Schnee in die, äh, im Entlüftungsgitter sozusagen reinkommt und man dann Feuchtigkeit im Wohnwagen hat. Aber wenn der drin steht oder geschützt steht, dass da kein, kein Schnee oder Regen reinkommt, dann braucht ihr das nicht machen. Und vielleicht noch 'n Tipp zum Kühlschrank: Ähm, wir wischen den oder jetzt den im Wohnwagen nicht, aber auch zu Hause, wenn wir saubermachen, wischen den richtig mit Essig aus, ähm, damit der auch so 'n bissl desinfiziert wird und, äh, dann sollte sich da, wenn ihr den auch offen lasst-- Also lasst den auch ruhig 'n bisschen weiter offen, dass einfach die Luft zirkulieren kann, dass die Feuchtigkeit, wenn noch welche drin ist, raus kann und dann sollte es auch da nicht zu Schimmelbildung kommen.
Ja, dann kriegen wir öfter mal die Frage: „Was kann man die ganzen, ähm, Polster, Bettdecken, Handtücher und so weiter im Fahrzeug lassen?" Ich glaube, man könnte, ich würd's aber tatsächlich nicht empfehlen, weil wenn man schon nach 'n paar Tagen manchmal reinkommt, wenn's irgendwie draußen kalt und feucht ist, dann merkt man, dass die Textilien sich ganz klamm anfühlen, die Stoffe. Und deswegen würde ich persönlich sagen, räumt alle Schränke aus, tut die Handtücher raus, die Bettwäsche raus, die ihr vielleicht als Ersatz drin habt. Und was wir immer drinlassen, sind Matratzen und Polster. Die sollte man aber auf jeden Fall irgendwie hochkant stellen oder schräg lagern, dass auch da Luft drunter kommt. Bei der Matratze, wenn die zu schwer ist, um die aufzustellen, dann reicht's auch eigentlich, den Bettkasten weit zu öffnen.
Ähm, bei den meisten Betten geht das ja. Und ansonsten irgendwas drunterlegen als Abstandhalter. Das, ähm, funktioniert auch ganz gut.
Beispielsweise ein kleines Polster.
Genau, ja. Teppich ist auch so 'n Thema, den würd ich auch raustun. Und was enorm Feuchtigkeit zieht, sind auch Papierprodukte, also zum Beispiel irgendwelche riesigen Toilettenpapiervorräte. Wenn da jetzt nur noch eine Rolle in der Halterung hängt, dann ist das, glaub ich, kein Thema. Aber alles, was so in den Schränken sich aufhält über mehrere Wohn... Monate und dort wohnt-... ja, also meine Empfehlung: rausholen.
Ist auch schönes Nistmaterial für, für Ratten und Mäuse, so Toilettenpapierrollen.
Ja. Ja, überhaupt Papier, glaub ich, ne? Und dann einfach die Türen von den ganzen Schränken offen lassen. Schubladen haben wir eigentlich meistens zu, aber da, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, wär das vielleicht auch 'ne gute Idee, die so 'n bisschen offen zu lassen und auch die Tür zum Bad, ähm, ja, einfach irgend 'nen Keil dazwischen. Dann ist es, glaub ich, äh, 'ne, 'ne sehr gute Art und Weise, die Luftzirkulation sicherzustellen. Und was auch ganz wichtig ist, da kommen wir auch, glaub ich, zu 'nem späteren Zeitpunkt noch mal drauf: Bitte nicht die Zwangsbelüftungen zumachen. Die sind auch wichtig, damit da die Luft rein und rauskommt.
Ja, ansonsten habt ihr da einfach so 'ne-- Also weil es gibt meistens Feuchtigkeit im Camper dadurch, dass man ja auch drin war. Und, ähm, wenn ihr einfach die Sachen offen lasst, dann sorgt ihr halt dafür, dass die Luft auch von außen nach innen und andersrum sich austauschen kann und da eben Zirkulation stattfindet und alles, was steht und Feuchtes, äh, an, an Luft ist halt eben immer Schimmelgefahr.
Was uns jetzt noch bevorsteht, da freu ich mich immer besonders drauf nach der Saison, ist die Putzaktion. Also Kühlschrank hatten wir schon gesagt, aber meistens sind ja auch die Oberflächen noch 'n bisschen schmutzig und da gehen wir immer mit so 'nem milden Reiniger dran. Wir machen den selber mit, ähm, also entweder mit Spüli oder wenn's irgendwelche Verkrustungen am Herd oder Ähnliches gibt, mit Zitronensäure oder auch mit, mit Natron als Schmutzlöser. Das funktioniert ganz gut. Bei Natron muss man nur aufpassen, das sollte sich wirklich im Wasser komplett aufgelöst haben. Weil wenn ich mir da so 'ne Paste mache, die bei anderen Sachen hervorragend funktioniert, zum Beispiel bei Keramik, kann ich auf den Gasherden so Kratzer hinterlassen, weil die ja meistens aus, ist das Edelstahl?
Mhm.
Aus was sind die? Edelstahl, ne? Also das kommt bei den Gasherden manchmal nicht so gut an. Ähm, haben wir für euch getestet und würd ich nicht empfehlen. Deswegen immer schön in heißem Wasser auflösen, dann auf die, ähm, eingebrüsteten Stellen auftragen, einwirken lassen und meistens kann man die dann danach sehr gut entfernen. Ansonsten kann man auch noch mal 'n bisschen Zitrone mit reinpacken. Da sagen zwar viele Leute, dass sich die Wirkung dann aufhebt, weil, ähm, Zitrone ist sauer, Natron ist basisch, aber ich hab trotzdem immer das Gefühl, dass die, äh, Verkrustungen sich ganz gut damit lösen. Vielleicht durch den mechanischen Effekt. Ich weiß es nicht. Wenn da noch so 'n bisschen Zitronenfleisch dran hängt. Keine Ahnung.
Ja, zumindest neutralisieren sich die Basen und die Säuren und das kann schon mal nicht mehr wirken und dann ist die Frage, was noch viel dabei übrig bleibt. Aber vielleicht kann es-
Es schäumt dann halt immer so schön und ich hab das Gefühl, dass dieser Schaum irgendwie da noch... Aber wie gesagt, ähm, Natron reicht in der Regel eigentlich aus.
Er mag ein bisschen anlösen. W-man nimmt ja auch, äh, Backpulver zum Beispiel, um, ähm, hier Angebranntes in Pfannen zu entfernen. Das, das, weil das so 'n bisschen blubbert. Aber was da jetzt genau chemisch wirkt, das wär mal spannend, wenn jemand von euch Ahnung hat, dann, dann schreibt uns doch gern mal an, äh, podcast@camperstyle.de 'ne E-Mail. Das würd uns wirklich interessieren oder auch mal, äh, über, über WhatsApp in den Shownotes unten. Und ja, ansonsten kann man natürlich noch irgendwie Duftbeutelchen reinhängen, damit man so 'n bisschen dem, dem, ja, abgestandenen Luftgeruch entgegenwirkt und man sagt ja auch allen möglichen, äh, wie Lavendel, dass sie gegen Ungeziefer wirkt hinterher. Ich hab häufig das Gefühl, dass das Ungeziefer oder die Tiere nichts davon wissen und, äh, manchmal drauf reagieren und manchmal nicht, aber das ist so 'n bisschen persönliche Präferenz.
Ähm, es sollte zumindest nicht schaden.
Ich glaube ehrlich gesagt, ich hör das auch immer wieder, aber wahrscheinlich müsste man da die Dosierung so hoch machen, dass es wirklich Ungeziefer abhält, dass man selber irgendwie verpestet wird dadurch. Aber ja, wenn man da so 'n Duftbeutelchen reinhängt, das schadet auf jeden Fall nicht. Und wobei ich sagen muss, bei neueren Fahrzeugen, wenn man die richtig sauber macht und dann zwischendurch auch mal vorbeischaut und 'n bisschen durchlüftet, dann riecht's danach nicht abgestanden. Also ist jetzt bei uns noch nicht vorgekommen.
Ja, dann gehen wir mal in die sanitären Anlagen, Heizungsbau, Schwimmbadtechnik. Ähm, also Kassettentoilette reinigen, ne, das ist erst mal, also idealerweise macht man sie erst mal leer und dann macht's Sinn, den noch mal mit Wasser und bisschen Sanitärflüssigkeit noch mal so 'n bisschen hin und her zu, zu wackeln, dass da überall das quasi hinkommt. Bisschen vorsichtig sein, dass ihr euch nicht vollspritzt damit. Und dann kann man's auch noch 'n bisschen stehen lassen ein, zwei Tage und noch mal ausspülen. Ob das, sich die Mühe jetzt jeder machen wird, müsste selber entscheiden. Ich fühl schon in mir, ich würde das nicht tun, ähm, sondern ich würd die immer sauber machen und dann ist gut.
Ja, hängt, hängt ja auch immer davon ab, wie weit das Fahrzeug dann von einem entfernt steht, ne. Wenn ich dafür jetzt mich 'ne Dreiviertelstunde ins Auto setzen muss, würd ich's auch eher nicht machen.
Ich glaub, ich würd's auch nicht für fünf Minuten machen, aber das macht jeder so, so wie er das für sinnvoll hält. Wie, wie oft, ähm, wenn, wenn euer Fahrzeug im, im Winterquartier steht, ganz, ganz ehrlich, wie oft fahrt ihr dahin dann?
Wir jetzt?
Ja.
Also wir normalerweise gar nicht, weil wir ja in der Regel übern Winter gar nicht zu Hause sind. Und bei uns ist es tatsächlich so, der wird eingewintert und dann wird er ausgewintert. Früher, als wir noch die Winter hier verbracht haben, haben wir das gemacht, dass wir immer wieder hingefahren sind, auch das Fahrzeug bewegt haben, damit's keine Standplatten gibt und so weiter und so fort. Ähm, wie wir das verhindern mit dem Standplatten, da kommen wir gleich noch drauf, wenn man das Fahrzeug nicht häufiger mal bewegen kann. Aber bei uns ist das alles relativ hemdsärmlich immer. Dieses Jahr wird 'n bisschen anders sein. Deswegen haben wir jetzt auch nicht so penibel bisher eingewintert, weil wir ja jetzt im Herbst und auch im Winter noch damit unterwegs sein werden. Ähm, das heißt, dieses Jahr ist alles 'n bisschen anders als sonst bei uns.
Okay, ja.
Aber ja, also es, das Fahrzeug überlebt's auch, wenn man nicht wöchentlich vorbeischaut und es einmal streichelt.
Gut, dann-
Ich wollt noch mal ganz kurz, äh, Sanitär und Wasser. Ähm, da ist ja auch noch ein Bad dabei normalerweise oder ein Waschbecken. Da, ähm, haben wir bei so Essigverkalkung, äh, Essigverkalk..., bei Verkalkungen auch mit, mit Essig und mit Zitronensäure sehr gute Erfahrung gemacht, wenn man eher so auf Hausmittel steht als auf sehr starke chemische Reiniger. Und, ähm, das Ganze mit 'n bisschen Spüli vermischt, funktioniert sehr, sehr gut, um auch so Zahnpastaverkrustungen et cetera aus dem Waschbecken zu entfernen. Was ich nicht empfehlen würde, wäre mit Essig an Dinge ranzugehen, äh, wo irgendwie 'ne Dichtung mit verbaut ist, weil die Säure eben, ähm, dann auch die Dichtungen angreifen kann und bei, ähm, diversen, ähm, ja, metallischen Oberflächen auch 'n bisschen drauf achten, die können auch rosten.
Also da, wenn ich da mit Essig Verkalkungen löse, dann muss ich den auf jeden Fall sehr, sehr gut hinterher wieder ab-abwaschen, abputzen, ähm, damit der sich da nicht in irgendwelche Kratzer oder so festsetzt.
Ja, ansonsten gucken wir uns mal noch die, die Wasserversorgung an. Da gibt's ja nach wie vor die tolle Empfehlung in allen möglichen Gruppen, Corega Tabs zu benutzen.
Mhm.
Ähm, mal abgesehen davon, dass man die in, in großer Menge nutzen müsste, um wirklich was zu erreichen, weil das, das gefühlte ist ja immer das eine, aber dass was wirklich passiert, ist das andere. Haben die auch 'ne ganze Menge Schmirgelstoffe dabei, äh, die eben tatsächlich auch, ähm, wenn sie bewegt werden, die Leitungen beschädigen können. Also da wird's nicht so sein, dass die euch durchschubbern, aber es kann eben sein, dass da kleine Kratzer entstehen und kleine Kratzer auf Oberflächen sind wieder perfekt, damit sich 'n Biofilm besser, ähm, bilden kann. Und deswegen, ähm, nutzt doch lieber Dinge, die dafür geeignet sind und die dafür, ähm, gemacht sind. Da gibt's zum einen, die haben wir tatsächlich auch, ich glaube, beim ersten Mal, als wir das Wohnmobil neu hatten, genutzt, das so Hygienetrio.
Das sind so drei verschiedene Flächen mit, mit, äh, Chemikalien drin, die quasi dafür geeignet sind, das ganze Wassersystem, äh, zum einen zu reinigen, zu desinfizieren und, äh, quasi dann auch sauber zu halten. Wir haben das damals machen lassen, nicht selber gemacht. Ähm, andere schwören darauf, Zitronensäure, ähm, in hoher Konzentration mit Wasser da durchzujagen. Das, das kann man sicherlich auch machen. Auch hier wieder, Gummidichtungen können davon angegriffen werden. Es macht halt wirklich Sinn, da was zu nutzen, was halt direkt dafür hergestellt ist.
Ich geh mal direkt rein. Es gibt jetzt auch einen, äh, neuen Reiniger von Aviva. Das ist ja 'ne Firma, auf die wir ziemlich schwören, weil die mikrobiologische Sanitärzusätze und Reiniger herstellen. Ich hab tatsächlich vor, mir da jetzt auch mal für zu Hause 'n ganzes Paket zu holen. Die haben auch Sachen für den Haushalt. Ähm, ist nicht ganz günstig, aber funktioniert sehr, sehr gut. Ich, ähm, ich weiß, dass wir letztes Jahr, glaube ich, mal in irgend 'ner Podcast-Folge gesagt hatten, dass der Sanitärzusatz nicht mehr so gut funktioniert, wie das, wie er das früher getan hat. Ich hab darüber auch mit dem Firmeninhaber gesprochen. Die hatten da, ähm, tatsächlich im vergangenen Jahr mal Probleme mit 'nem Zulieferer. Der ist-- Die Probleme sind aber behoben. Das heißt, die Produkte funktionieren wohl wieder Und, ähm, ich wollt mir jetzt eben auch noch mal den, den, ähm, neuen Tankreiniger holen.
Das ist, oh Gott, jetzt muss ich wieder überlegen. Er hat mir das genau erklärt, auf welcher Basis der ist. Ähm, erinner ich jetzt leider nicht mehr, aber ich pack euch die ganzen Produkte auch noch mal in die Show Notes. Dann könnt ihr euch das mal angucken, ob euch das überzeugt, auch mit dem Hygienetrio, ähm, und könnt ja dann das bestellen, wo ihr sagt, das passt jetzt am besten so zu meinem Reinigungsverhalten. Aber der von Aviva ist wohl so, dass man, dass er relativ unkompliziert in der Anwendung ist. Also ich pack mir den in den Tank, ähm, mit der entsprechenden Dosierung und dann wird das 'n bisschen stehen gelassen. Idealerweise kann man auch mal 'n Stück damit mit dem Wohnwagen fahren oder mit dem Wohnmobil, damit der Reiniger sich gut verteilt und dann wird der einfach abgelassen. Also es ist jetzt wirklich keine, ähm, keine Sache von, von, äh, 1.000 Arbeitsschritten.
Das wollen wir jetzt diesen Winter mal ausprobieren.
Ja, müsst ihr natürlich auch gucken, dass ihr an der Entsorgung seid, damit ihr den Kram auch ablassen könnt. Aber dann kann das durchaus 'ne sinnvolle Geschichte sein und ist sicherlich auch zu empfehlen, wenn das Fahrzeug lange steht und, ähm, grade auch Wohnwagen und Wohnmobile, die ja häufig immer nur punktuell benutzt werden und nicht dauerhaft im Einsatz sind, wie sie's bei uns zum Beispiel waren. Da ist es dann auch sinnvoll und richtig, eben das Wassersystem regelmäßig zu reinigen. Mindestens einmal im Jahr, wenn man's eben, ähm, einwintert. Man kann's ja beim Auswintern machen, aber da ist man erfahrungsgemäß, äh, ein bisschen in Eile und möchte gern los und deswegen macht's natürlich mehr Sinn, das jetzt beim Einwintern einmal zu quasi übernehmen. Ähm, ansonsten-
Ja und das, 'tschuldigung, kommt, kommt natürlich auch immer drauf an, wofür ich das Wasser im Tank nutze, ne? Wenn ich jetzt sowieso das nur irgendwie zum Händewaschen nutze, dann muss ich vielleicht 'n bisschen weniger penibel sein, als wenn ich's auch, äh, zum Kochen und zum Trinken nehmen möchte, was wir ja selber jetzt nicht tun. Und wenn das der Fall ist, dann würd ich auch empfehlen, vor dem ersten, also vor dem Saisonstart das Ganze noch mal zu machen, damit einfach auch sich über 'n Winter da, da, da lagern sich ja immer auch, äh, Staub und allerhand Sachen ab und das möcht ich dann vielleicht auch nicht so gerne im, im Wasser haben.
Der kommt eigentlich nicht ins Wassersystem, weil idealerweise ist das System geschlossen, damit's eben sauber bleiben kann. Da sollte sich kein, also da kommt ja kein Staub rein. Deswegen, also-
Wir lassen immer den Deckel offen, damit's, ähm, damit keine Feuchtigkeit drin bleibt.
Ja gut, dann kann Staub reinkommen. Das ist die Frage, was besser ist und was schlechter ist. Ähm-
Ich weiß es nicht, ob ich lieber Staub oder lieber Biofilm in, in meinem Wasser habe.
Ja, also auf jeden Fall, was wichtig ist, wenn ihr's, wenn ihr's gereinigt habt, dass ihr wirklich alles ablasst und dass ihr auch alles trockenlegt. Weil das ist 'n wichtiger Punkt. Wenn dann so 'n bisschen Feuchtigkeit bleibt, dann ist das wieder der ideale Nährboden für, für allerlei, äh, Mikroorganismen. Und wenn's eben möglichst trocken ist, dann ist auch die Gefahr gering, dass die sich dort absetzen. Und, äh, wer 'n Kompressor hat, kann natürlich den Kompressor benutzen und kann das ganze Wassersystem einmal durchpusten. Seid 'n bisschen vorsichtig. Wenn, teilweise habt ihr ja sehr viel Druck, dass ihr nichts kaputt macht. Und wenn ihr keinen Kompressor habt, was wahrscheinlich den meisten so gehen wird, dann tut's auch irgendwie 'n alter Luftballon. Nehmt euch einen mit, ähm, pustet den auf, haltet den halt irgendwie an 'n Wasserhahn, äh, also an die Öffnung, sodass da eben die Luft mit Druck durchgehen kann und dann gehen die Sachen eben zurück in 'n Tank und, äh, dann müsst ihr den halt im Zweifel offen lassen.
Also so kann man quasi auch sein Wassersystem durchpusten, wenn man keinen Kompressor dabei hat.
Und was auch ganz wichtig ist, bitte den Boiler nicht vergessen. Auch das hab ich, äh, für euch getestet bei unserem alten Wohnwagen, bei unserem allerersten. Beziehungsweise nicht ich, sondern mein Papa, der netterweise die Einwinterung übernommen hat, weil wir in Mexiko festhingen. Und, ähm, da gibt's in der Regel spezielle Ablassventile. Also es reicht nicht, wenn ihr dieses Wasser aus der Leitung ablasst, sondern ihr müsst dann auch diese Ablassventile öffnen. Die sehen bei jedem Modell 'n bisschen unterschiedlich aus. Manchmal sind die gelb, manchmal sind die rot und blau. Aber wenn ihr um euren Boiler herum, also oder um eure Therme herum irgendwelche, ähm, Nupsis seht, die aussehen wie Hebel, dann macht die ruhig auf. Das schadet nicht.
Und dann werdet ihr hören, dass da Wasser abläuft oder auch sehen. Ähm, das ist wichtig nicht nur für die, ähm, für das, was Sebastian grade gesagt hat wegen Schimmelbildung oder auch Biofilm, sondern auch, dass es euch die Therme nicht zerreißt im Winter. Denn wenn da das Wasser drin bleibt, dann dehnt sich das ja aus bei Frost und, äh, dann habt ihr halt 'n Riss drin und bei der nächsten Fahrt, ähm, oder sobald's dann wieder wärmer wird, läuft dann der komplette zehn Liter Vorrat durch euren Wohnwagen und das ist sehr unangenehm.
Die haben zwar eigentlich meist auch 'n Frostwächter, aber der kann natürlich auch mal entweder nicht verbaut sein, weil's älter ist oder auch nicht funktionieren, weil an sich-
Ja, der braucht ja auch Strom, ne, der Frostwächter.
An sich ja, wenn man das natürlich alles abgeklemmt hat, dann funktioniert das nicht. Das stimmt. Ähm, wobei ich bin nicht sicher, ob's nicht auch welche gibt, die mit, mit Bimetall oder so funktionieren. Äh, da bin ich grad nicht sicher. Lange Rede, kurzer Sinn: Macht auf jeden Fall Sinn, die Therme einfach leer zu machen. Denkt natürlich dran, macht es draußen, weil wie Nele grade sagt, im Zweifel fließen da zehn Liter raus und wenn das jetzt in der, äh, Scheune oder so passiert, ist das vielleicht nicht immer ideal. Ähm, deswegen macht's vorab draußen, aber vergesst's auch nicht. Das ist auf jeden Fall einfach richtig teuer und nervig, wenn einem das passiert, so wie Nele das grad geschildert hat und das kann man halt einfach mit fünf Minuten Arbeit, äh, verhindern.
Und dann am besten die Wasserhähne geöffnet lassen. Da tröpfelt's dann manchmal noch so 'n bisschen raus. Ähm, und natürlich, aber das hört man ja auch, nicht vergessen, den Zwölf-Volt-Schalter umzulegen, weil sonst läuft euch natürlich die Pumpe leer, äh, äh, heiß, ne. Also Das auf jeden Fall einmal beachten. Wenn ich Wasserfilter drin habe, ich würd sie rausnehmen, damit auch da keine Feuchtigkeit drin bleibt und dann halt vielleicht zur nächsten Saison 'nen neuen einsetzen. Du guckst ja skeptisch. Du würdest sie nicht rausnehmen?
Also ich würd keinen Wasserfilter haben, weil die meisten von den Dingern, die verkauft werden, sind Snake Oil. Also das heißt, die kosten viel Geld, geben 'n gutes Gefühl und wirken null. Aber ansonsten ja, rausnehmen. Alles, alles wo Feuchtigkeit oder, oder Flüssigkeiten stehen, ist nicht gut. Das ist das Gleiche wie im Haus zu Hause, ne. Wenn du, wenn du da irgendwie 'n Wasserhahn hast im Gäste-, äh, -bad, was nur alle halbe Jahr einmal genutzt wird, ist das halt einfach schlecht, weil sich genau in diesem Strang dann eben die, ähm, diverse, äh, Mikroorganismen bilden können und das ist im, im Wohnmobil, im Wohnwagen genau das Gleiche. Deswegen wirklich alles, alles leer machen, überall noch mal gucken, auch noch mal wirklich alles durchgehen. Mit der Zeit lernt ihr ja auch was in eurem Fahrzeug, wo die Sachen sind, die ihr lernen müsst. Macht euch da auch 'ne Checkliste beziehungsweise wir haben nachher noch Checklisten im Gepäck für euch.
Ergänzt sie dann entsprechend, aber guckt einfach, wo sind Sachen. Ja, und Wasserfilter ist definitiv was. Da sind ja schon, äh, äh, im besten Fall irgendwie Mikroorganismen gefiltert worden und die sind ja nicht weg, sondern die bleiben ja quasi an der Eingangsseite dann auch hängen und, äh, können da halt weiter sich vermehren und deswegen macht's auf jeden Fall Sinn, die auch mindestens trockenzulegen, am besten entnehmen, checken, ob man sie tauschen muss. Die haben ja auch keine unlimitierte Haltbarkeit. Das macht auf jeden Fall Sinn.
Ja, dann kommen wir zum Thema Raumentfeuchter. Das ist ja immer so 'ne Glaubensfrage. Da hatten wir auch schon viele Diskussionen und ich war ja immer der Ansicht: Ja, ich tu halt einen rein, ne. Das ist so diese, sind diese Eimer mit dem Granulat. Ähm, wir machen's ehrlich gesagt mittlerweile nicht mehr. Ich hab mich da von diversen Leuten überzeugen lassen, dass es wahrscheinlich Quatsch ist, ähm, weil ja durch die Luftzirkulation, durch allein durch die Zwangsbelüftung, ähm, immer wieder auch Feuchtigkeit reinkommt, Feuchtigkeit ausströmt und ja, also wir verzichten mittlerweile drauf. Aber wenn ihr den einsetzen möchtet, dann würd ich sagen, äh, regelmäßig entleeren und, äh, also das, das Wasser entleeren und das Granulat dann halt auch austauschen, weil da sammelt sich schon einiges an.
Alternativ kann man natürlich auch überlegen, so 'nen elektrischen Raumentfeuchter reinzustellen, wenn man einen, ähm, Stellplatz, 'n Überwinterungsplatz mit Stromanschluss hat. Müsste man dann halt vielleicht einmal klären wegen der Stromkosten. Wir haben so 'n Teil zu Hause im Bad, weil wir kein, ähm, Tageslichtbad heißt das, glaub ich, also kein Bad mit Fenster haben und da sammelt sich halt auch immer viel Feuchtigkeit. Und, äh, da kann ich einstellen, welche Luftfeuchtigkeit maximal erreicht werden darf, bevor sich das Teil einschaltet. Und der ist extrem, wirklich extrem effizient. Und sobald der Wasserbehälter voll ist, schaltet sich das Ding ab. Also es passiert auch nichts. Ähm, das wär unter Umständen noch 'ne Möglichkeit, so was einzusetzen. Ich glaube, dass es nicht nötig ist.
Ja, es sei denn, ihr seid halt wirklich in 'ner sehr feuchten Umgebung, aber dann hat Venele grad, äh, geschildert hat wieder das Problem, dass die Feuchtigkeit sich ja austauscht und halt immer wiederkommt. Ähm, und dann ist das vielleicht generell auch nicht der beste Lagerplatz, wenn es so sein sollte. Ähm, guck mal Richtung Strom. Ähm, ich denke, wir haben die anderen Räume so weit fertig. Ähm, ja, Batterie, zwei Möglichkeiten: Entweder ihr kriegt sie an 'ne Haltungsladung angeschlossen, also entweder weil ihr Solar aufm Dach habt und das auch genügend, äh, Licht bekommt, um eben die Batterie, äh, zu halten, oder ihr habt 'nen Landstromanschluss und könnt es halt ganz normal über euer meist eingebautes Ladegerät, die ihr halt auf Erhaltung, äh, laden. Dann kann man das so machen.
Oder die andere Option ist quasi die Batterie abzuklemmen, ähm, einfach Minuspol abklemmen und Pluspol abklemmen. Vielleicht irgend-
In dieser Reihenfolge.
Ja, das-- Also vielleicht erklären wir noch mal, warum das so ist. Also ihr macht grundlegend nichts kaputt, wenn ihr's andersrum macht. Warum nimmt man den Minuspol zuerst? Weil der Minuspol ja mit der, mit dem Fahrzeug verbunden ist, also mit, mit allen metallischen Teilen im Fahrzeug. Da liegt also überall Minus an und wenn ich den Pluspol zuerst abklemme und dann mit dem Pluspol dumm irgendwo an 'n Metallteil komme, dann hab ich eben 'n Kurzschluss, was die Batterie unter Umständen beschädigen kann. Und deswegen macht man zuerst den Minuspol ab, weil dann ist sozusagen das Fahrzeug, der Rahmen nicht mehr unter Strom und, ähm, ich kann den Pluspol entspannt abnehmen. Achtet nur dadrauf, dass die nicht wieder irgendwo an die Batteriepole rankommen und, äh, dass die sich, äh, nicht irgendwo was kurzschließen kann. Und, äh, dann könnt ihr natürlich so die Batterie auch übern Winter schonen. Und dann drauf achten, Frost mögen die nicht so gerne, also trocken, frostfrei ist schon sinnvoll.
Ähm, wenn das mal 'n bisschen kühler wird, schadet das jetzt auch nichts, aber sollte halt nicht unbedingt Dauerfrost haben. Kommt auch 'n bisschen wieder auf eure Batterie an. Die, ähm, manche Batteriearten, Lithium, ähm, vertragen das wieder 'n bisschen besser, wenn sie dabei nicht geladen werden. Manche vertragen es auch gar nicht, wenn sie bei Minusgraden geladen werden. Also da guckt auch wirklich noch mal, was ihr für 'ne Batterie habt und, ähm, achtet auch drauf, viele moderne Lithiumbatterien, ähm, haben 'nen kleinen, 'ne kleine Wärmematte mit drin, die natürlich dann entsprechend auch Strom braucht. Also da müsst ihr dann aufpassen, die entlädt sich sonst völlig, äh, wenn's sehr kalt ist und da müsst ihr dann auch drauf aufpassen, dass ihr 'ne Haltungsladung habt und euch da irgendwie drum kümmert. Also neue Techniken bringen auch manchmal wieder neue Herausforderungen mit. Und denkt dran, vielleicht weil's Ne vorhin gesagt hat, aber noch mal wiederholen, ne: Wenn ihr so Frostwächter und so was habt, Dinge, die Strom brauchen, um zu funktionieren und ihr klemmt die Batterie ab, funktionieren die natürlich nicht mehr.
Denkt auch daran, ob da irgendw-- oder ihr auf irgendeinen Lüfter setzt und klemmt die Batterie ab, sodass der nicht mehr funktioniert. Also das auch noch mal checken.
Ja, dann schauen wir noch mal so in Richtung elektronische Geräte, Fernseher, Radio. Also natürlich empfehlen die Hersteller immer, die Sachen auszubauen und das wäre auch das Beste. Wenn das aus irgendeinem Grund nicht geht, weil ihr vielleicht auch zu Hause keinen Platz habt und keine Möglichkeit, die Sachen zu lagern, wie auch immer, dann achtet halt auf jeden Fall drauf, ähm, alle Stecker zu ziehen oder die, die Hauptschalter, also, ähm, die, die Hauptsicherung rauszunehmen. Ähm, wir hatten's jetzt schon ein paar Mal und wir wissen bisher noch nicht, woher's kommt, dass wir bei längeren Standzeiten jetzt nicht übern Winter, sondern einfach wenn, äh, zwischen den Reisen der Wohnwagen geparkt war, ähm, dass wir irgend 'n Gerät hatten, was uns jedes Mal die Batterie leer gezogen hat und wir kommen bisher nicht drauf, welches Gerät das ist, weil aus unserer Sicht alle aus waren.
Wir sind da noch am Forschen, aber dass ihr halt dann nicht zu eurem Fahrzeug kommt und die Aufbaubatterie ist platt, weil die wird dann auch tatsächlich tiefenentladen, wenn, wenn das Fahrzeug über 'ne längere Zeit steht. Und, ähm, Gleiches für, für weitere Geräte wie Laderegler und so weiter. Guckt halt einfach, dass alles wirklich aus oder vom, ähm, Stromkreislauf getrennt ist.
Tja, dann sind wir, glaub ich, innen so weit fertig. Also guckt auch bei Solar, ähm, wie gesagt, dass es, wenn ihr auf Verhaltungsladung setzt, dass auch genügend Licht reinkommt, sonst wird's nicht funktionieren und ihr könnt den Plan knicken und guckt ansonsten, ähm, auch noch mal, wenn ihr ältere Batterien habt und Solar oben drauf und es kommt Sonne rein, dann guckt, ob das wirklich passt. Warum? Wenn irgendwann sind die Batterien vielleicht durch und wenn dann immer weiter Strom reingepumpt wird, kann's halt sein, dass die aufkochen und im Worst Case explodieren. Das passiert jetzt nicht üblicherweise, sondern das ist ein ganz seltener Fall. Wir hatten das tatsächlich bei unserem Wohnmobil ist das passiert. Ähm, da war die Batterie irgendwann kaputt. Wir hatten die auch abgeschaltet. Also es gab 'n Notschalter dafür und die haben wir abgeschaltet und dachten, wir sind safe. Was wir nicht wussten, dass der Vorbesitzer halt am Notschalter vorbei das Solar aufgeklemmt hat, ähm, und die halt über Solar immer weiter geladen wurde, was dazu geführt hat, dass die eines Morgens halt wirklich explodiert ist.
Und-
Ich erinner mich dunkel. Das hatte ich schon wieder völlig verdrängt.
Ja. So, da hatten wir wirklich Glück, dass da niemandem was passiert ist. Der Hund stand unweit davon, aber hat nichts abgekriegt. Ähm, ich, da hab meinen ganzen Klamotten mit Batteriesäure eingesaut, weil ich halt schnell irgendwie das Wichtigste retten wollte. Also lange Rede, kurzer Sinn, ähm, passt da 'n bisschen auf bei den älteren Batterien, dass ihr, äh, die vielleicht dann abklemmt, wirklich richtig physisch abklemmt, euch nicht auf Schalter verlasst. Das mag alles funktionieren bei Neufahrzeugen, aber bei Gebrauchten wisst ihr nie, was vorher gebastelt wurde.
Mhm.
Und da sind so, also ganz furchtbare Dinge, die da teilweise passieren, was halt zu Unfällen führen kann, ne. Wie gesagt, ich will da niemandem Angst machen, aber, äh, abklemmen ist halt dann meistens doch die sichere Nummer, weil dann seh ich, ob, äh, einfach, ob alles, ob da nichts mehr dran hängt und dann kann da auch eigentlich nichts mehr passieren.
Ja, und letzter Punkt zu innen, aber es ist eigentlich selbstverständlich, aber man kann's auch mal vergessen. Achtet halt drauf, vor allem wenn das Fahrzeug im Freien steht, dass nach der Innenreinigung, wo man vielleicht auch mal das eine oder andere Fenster oder Dachluke aufgemacht hat, dass dann hinterher alles wieder zu ist. Ich würde nicht ausschließen, ähm, dass mir das nicht passieren könnte, dass man da irgendwas vergisst. Also das noch mal mit auf die Checkliste setzen und am Ende einfach durchs Fahrzeug gehen und gucken, dass das, ähm, wirklich alles gut verschlossen ist.
Ja, dann gucken wir noch mal außen rum. Also klar, macht auch Sinn, das Fahrzeug außen einmal zu reinigen, damit eben der Lack sauber ist. Äh, macht das halt auf Waschplätzen, die dafür geeignet sind. Also es gibt zum einen selbst Wohnmobilwaschboxen, wo man auch 'n Wohnwagen reinfahren kann. Es gibt auch Anlagen für Lkw. Da wär ich aber immer 'n bisschen vorsichtig und würde vorher abklären, ob das okay ist. Grad die Aufbauten an Fahrzeugen, ähm, sind da oftmals 'n Problem. Ansonsten in den meisten Waschboxen kann ich natürlich auch mit meinem Wohnwagen und Wohnmobil reinfahren. Ich hab nur oft das Problem, ich komm nicht oben ran, weil die eben, also weil Pkw halt im Normalfall niedrig sind. Ähm, und dafür gibt's eben so wirklich Waschboxen für Wohnmobile und Lkw. Da habt ihr halt 'n, 'n Gerüst quasi, wo ihr dann hochlaufen könnt und dann eben auch Dach und so weiter sauber machen könnt. Ähm, das ist sicherlich 'ne sinnvolle Geschichte, das einmal im Jahr irgendwie zu machen, weil ihr glaubt gar nicht, was auf so 'n Dach auch sich an, an PeKa ansammeln kann.
Ähm, ihr könnt natürlich auch, wenn das Dach begehbar ist, selber hochklettern, äh, sauber machen. Passt dann drauf auf, nass und rutschig. Aber das kann ich natürlich auch machen. Beim Wohnwagen weniger, aber Wohnmobile haben ja häufig 'ne, 'ne Treppe, wo ich das Dach besteigen kann. Aber dann guckt auch, ob es euch aushält, ob's dafür geeignet ist. Das ist nicht jedes Dach und, ähm, auch wo ihr im Zweifel hintreten dürft und wo nicht. Und vielleicht noch 'n Tipp: Wenn ihr mit 'm Hochdruckreiniger arbeitet, dann seid bei allen Öffnungen, bei allen Dichtungen, bei allem, was Kunststoff und Gummi ist, besonders vorsichtig. Haltet da viel Abstand, sprüht da nicht direkt drauf, ähm, weil ihr damit natürlich Wasser da reindrückt oder auch die, die Dichtung beschädigen könnt. Das muss jetzt nicht passieren, aber das kann eben passieren. Deswegen da 'n bisschen vorsichtig sein. Und vielleicht noch was zu den Acrylglasfenstern, die ja fast überall verbaut sind.
Die nicht unbedingt mit 'nem, äh, scharfen Reiniger oder mit 'nem Fensterreiniger oder mit gar mit irgendwie so Scheuermilch oder so was, auch wenn da, äh, Aufkleber oder so was dran sind, die abhaben wollt. Damit zerkratzt ihr die auf jeden Fall, äh, weil die sind halt ziemlich empfindlich. Da gibt's spezielle Reiniger für, die tatsächlich für Acrylglas geeignet sind. Nutzt einfach so was, nutzt entsprechend ein weiches Tuch, so wie's dann in der Anleitung steht, und dann kriegt ihr die auch sauber. Und wenn ihr dann so lustige Aufkleberchen und so was drauf habt, die ihr abkriegen wollt, dann guckt, dass ihr auch 'n Entferner habt, der eben für Acryl geeignet ist, um da auch keine-- Also die werden ganz schnell blind, die zerkratzen ganz schnell und da solltet ihr einfach 'n bisschen Vorsicht walten lassen.
Ja, dann du hattest grade das Dach schon angesprochen. Es macht natürlich auch Sinn, die Aufbauten auf dem Dach Einmal so 'n bisschen zu reinigen, ähm, Sat-Anlage, wenn ich drauf habe, Solarpaneele, Antennen oder Ähnliches. Auch da bitte ganz vorsichtig vorgehen, da jetzt nicht, äh, den, den Kärcher draufhalten, ähm, sondern ja sanft, sanft, ähm, bewässern, sag ich mal. Und was auch immer ganz wichtig ist, was vielfach vergessen wird und was dann im, im, äh, Frühjahr zu geruchstechnischen Überraschungen führt, ist die Markise. Äh, da würd ich wirklich empfehlen, also die einmal noch mal vor der Einwinterung rauszuholen, natürlich an 'nem trockenen Tag zu gucken, dass die, ähm, dass sie nicht mehr feucht ist von der letzten Nutzung und dann auch die Markise mal 'n bisschen zu reinigen.
Da setzen sich öfter mal Stockflecken ab oder auch Algen oder Ähnliches. Und wenn man die irgendwie feucht einpackt und längere Zeit stehen lässt, dann gibt es einen bestialischen Gestank aus Muff und Plastik. Und, ähm, ja, das kann man eben verhindern, indem man da auch noch mal so 'n bisschen ihr Zuwendung schenkt. Und gut ist auch, ähm, die Gelenke mal 'n bisschen zu fetten, damit die dann, äh, leicht ge-leichter gängig, leicht gängiger? Wie sagt man da? Also damit die sich leichter, damit die sich leichter drehen lassen, äh, oder ausfahren lassen. Und, ähm, ansonsten haben wir am Aufbau noch ganz wichtig Türen- und Fensterdichtungen.
Da sollte man mal 'n bisschen mit 'ner, mit 'ner Gummipflege ran, damit die eben nicht porös werden.
Ja, gibt's auch spezielle Pflegemittel, meist auf Glyzerin-Basis-
Ja
... die man mindestens vorm Winter auch durchaus öfter nutzen kann, weil eben dann einfach die Gummis länger halten und es ist ärgerlich, wenn die, äh, porös werden und nicht mehr dicht sind.
Ich glaub, das schützt auch davor, dass die Gummis, ähm, einfrieren, ne, an der Tür zum Beispiel. Also dass die, dass die an der Tür festfrieren, so wie beim Auto manchmal.
Das würde bedeuten, dass es das Wasser fernhält. Kann sein, ja, passiert da wahrscheinlich am ehesten, wenn die porös sind, nicht mehr glatt sind-
Mhm
... Feuchtigkeit sich bildet, weil die ist ja die, die quasi vermutlich festfriert. Ja, also müsste auch davor helfen. Ähm, ja, ansonsten guckt natürlich auch, was ihr am Lack noch Gutes tun könnt. Also sprich, äh, durchs Reinigen ist ja schon meistens viel passiert und dann noch mal gucken, ob ihr den irgendwie noch mal 'n, 'n Heißwachs draufhämmert oder irgend 'n anderes Konservierungsmittel, wenn's sinnvoll ist. Ähm, guckt auch Rostschutz, guckt mal das Fahrzeug auch von unten an. Ähm, Unterboden ist das Stichwort. Ähm, seid 'n bisschen vorsichtig bei Unterbodenwäsche. Viele Campingfahrzeuge haben unten den Holzboden, der jetzt halt 'n harten, ähm, Kärcher, also ist da nicht unbedingt zuträglich, aber es macht durchaus Sinn, da auch bei der Gelegenheit, wenn man's kann, mal unters Fahrzeug zu gucken. Sonst macht das natürlich der TÜV regelmäßig, äh, beziehungsweise wie die anderen Gesellschaften heißen, die die, äh, Untersuchung des Fahrzeugs machen.
Da kann man auch mal 'n Blick drunter werfen. Das ist meistens okay, wenn man da fragt. Und dann könnt ihr im Zweifel dann auch da aktiv werden, dass ihr was gegen Rostschutz dort oder vielleicht auch 'n Rostumwandler draufbringt, aber das ist dann eher bei älteren Fahrzeugen halt 'n Thema.
Weil du grade sagst TÜV: Ähm, auch schon passiert. Bei uns ist der TÜV auch schon während 'ner Überwinterung abgelaufen und wir haben's nicht gemerkt und sind losgefahren. Ich würde euch empfehlen, wenn der TÜV oder ja die HU halt und die Gasprüfung im Zweifel auch während der Winterpause abläuft und ihr wisst, ihr wollt danach relativ zügig wieder los, dann kann's durchaus sinnvoll sein, auf die, ähm, zwei Monate oder so, die man dann vielleicht noch hätte, zu pfeifen und das einmal vor der Winterpause machen zu lassen. Dann muss ich mich halt danach nicht kümmern und kann dann direkt in Urlaub starten und muss nicht noch erst hier irgendwo hinfahren wieder und womöglich noch Sachen reparieren lassen.
Ähm, da, da würd ich immer tatsächlich das Geld nicht anschauen und sagen: „Komm, dann, dann lassen wir's jetzt erledigen."
Ja, ansonsten, wo stell ich das Fahrzeug hin? Wir haben's schon gesagt, idealerweise ist natürlich überdacht, damit ich einfach keinen, keinen Regen und keine Elemente hab, äh, die da irgendwie auf mein, äh, Campingfahrzeug, äh, ab niederprasseln können. Ähm, möglichst gerade macht natürlich auch Sinn, weil es ist sinnvoll, die Handbremse zu lösen, damit die nicht festrostet. Aber wenn das natürlich das Fahrzeug schief steht, ist das ein bisschen kontraproduktiv. Da kann man natürlich jetzt mit Keilen arbeiten, aber besser ist es, es steht irgendwie grade. Ähm, man kann das Fahrzeug auch mit, mit Keilen ausgleichen, wenn es aus irgend 'nem Grund wirklich grade stehen muss. Ähm, ansonsten macht's mehr Sinn, sich noch 'n bissl um die Reifen zu kümmern. Also, ähm, Wohnwagen zum Beispiel mit Stützen zu nivellieren. Aber auch hier, das sagt Nele immer wieder, ähm, nicht entlasten mit den Stützen, weil das wiederum kann, wenn ich's richtig in Erinnerung habe, dass die Stützen und, und auch den Rahmen halt beschädigen.
Den Boden auch.
Den Boden.
Stützen sind zum Stützen da, sag ich immer.
Okay. Und, ähm, dann haben wir das Thema, äh, Standplatten. Also es, ne, kann tatsächlich passieren. Es ist heute mit den modernen Reifen nicht mehr ganz so schlimm, wie das früher war, aber grad wenn das Fahrzeug vielleicht wirklich drei, vier, fünf Monate steht und nicht bewegt wird, kann das 'n Thema sein, dass sich halt dadurch es auf derselben Stelle steht, dass der Gummi sich dort halt verdichtet und verändert und dann der Reifen wie 'ne Unwucht hat. Ähm, das, das merkt man auch beim oder würde man beim Losfahren dann auch merken und dafür einfach, äh, 'n halbes Bar über dem Normalwert, äh, an Luft draufgeben auf die Reifen. Dann natürlich auch dran denken, wenn ihr wieder fahrt, dass ihr das wieder rausnehmt. Ähm, und ihr könnt natürlich auch, äh, Böcke oder Ähnliches zum Entlasten nehmen, wenn ihr das da habt. Das ist beim Wohnwagen 'n bisschen einfacher als beim, beim Wohnmobil.
Ähm, dagegen hilft natürlich auch, das einfach mal wieder kurz zu bewegen, ne. Es reicht ja schon, dass, dass ich 'n 20 Zentimeter vorfahre, dass es einfach an 'ner anderen Stelle steht, äh, des Reifens und, ähm, so 'n bisschen hin und her fahre immer wieder. Also es muss, es muss nicht bewegt werden, damit sich's bewegt, sondern es muss nur bewegt werden, damit's eben auf einer anderen Stelle des Reifens steht. Das reicht da tatsächlich auch aus, wenn man das ein, ein, zwei Monate macht. Und, ähm, da könnt ihr also dem Standplatten auf jeden Fall vorbeugen.
Also wie's beim Wohnmobil ist, da bin ich nicht sicher. Ich hatte das einmal geklärt mit AL-KO, weil die ja also erstens seit Langem unsere Partner sind und zweitens irgendwie 85 oder 90 Prozent aller Wohnwagen Chassis herstellen, die so aufm Markt vertreten sind. Unter anderem eben auch für die Wohnwagen, die wir haben. Und die hatten damals gesagt, also aufbocken ist mit Sicherheit gut, um die Reifen zu entlasten, aber das Fahrzeug sollte dabei nicht aus der Achse gehoben werden. Also sprich, die Reifen sollten oder die Räder sollten auf jeden Fall weiter Bodenkontakt haben. Die sollen nur eben nicht das ganze Gewicht des Fahrzeugs tragen müssen für 'ne längere Zeit. Also das kann man vielleicht so 'n bisschen als, als Anhaltspunkt nehmen.
Wenn ich zusätzlich, ähm, zu den normalen Wohnwagenstützen noch 'n bisschen mehr tun möchte, dann einfach 'n, ähm, Wagenheber drunter, 'n bisschen anheben, die Böckchen draufstellen, so dass die, dass die Reifen immer noch, wie gesagt, am Boden sind. Die sollen auf gar keinen Fall freidrehen.
Ja, dann könnt ihr natürlich euch noch um Diebstahlschutz Gedanken machen. Das hängt 'n bisschen davon ab, wo ihr da steht und wie sicher es steht. Ähm, Radkralle, Deichselschloss sind so klassische Sachen. Auch 'ne Alarmanlage kann durchaus sinnvoll sein. Denkt dann wieder daran, wenn ihr die Batterie abgeklemmt hat, äh, habt, dann kann unter Umständen die Alarmanlage auch nicht mehr funktionieren. Ähm, das hängt aber wirklich 'n bisschen davon ab, wo ihr steht und was auch eure Versicherung da vielleicht von euch erwartet und wie unsicher ihr, äh, das Ganze auch findet, wo das Fahrzeug steht.
Dann kommt immer wieder die Frage: Plane ja oder nein, wenn das Fahrzeug im Freien steht? Ich bin da selber auch total zwiegespalten. Ähm, ich hab eigentlich immer gesagt: „Oh nee, plane nicht." Dann hatten wir doch mal eine, ähm, dann hatten wir wieder keine, dann haben Falken, äh, Turmfalken über unserem Wohnwagen Niss gebaut, Nest gebaut und die Kleinen haben alles zugekackt. Ähm, also da würd ich das auch so 'n bisschen vom Standplatz abhängig machen. Generell ist es ja so, dass Freizeitfahrzeuge dafür gemacht sind, draußen zu stehen. Also die nehmen jetzt keinen Riesenschaden generell, wenn die an der frischen Luft stehen. Was aber natürlich schon passieren kann, ist eben so was wie Vogelnester, ähm, auch wenn grade wenn die, ähm, der Stellplatz überdacht ist, dass dann eben in irgendwelchen Gebälken Tiere sich heimisch machen, Fledermäuse, Vögel, was auch immer dann da runterkacken und das frisst sich extrem in die, ähm, in die Oberfläche der Außenhaut rein.
Also das kriegt man fast nicht mehr ab. Von daher, wenn so was der Fall ist, würd ich eher zur Plane raten. Gegen Hagel wird die nicht viel helfen, ne, weil wenn da irgendwelche taubenei großen Körner runterkommen, dann, ähm, dann macht da so 'ne Plastikschicht auch nix mehr aus. Aber generell schaut euch einfach euren Stellplatz an. Weswegen ich's nicht machen würde, wären irgendwie so normale Ablagerungen wie Algen oder so was. Die krieg ich ja relativ gut wieder weg. Auch die ganzen Regenstreifen und Ähnliches, die bilden sich im Zweifel auch unter der Plane. Und wenn ich 'ne Plane habe, dann geh ich natürlich immer die Gefahr ein, dass es darunter schimmelt und dass auch, ähm, zum Beispiel Zwangsbelüftungen verdeckt werden und dass der Luftaustausch, den wir vorhin angesprochen haben, als ganz wichtig nicht mehr stattfinden kann.
Also ich würd lieber im Frühjahr 'n bisschen Algen wegputzen, als dann, äh, Schimmel oder Feuchtigkeit im Innenraum zu haben. Es gibt auch atmungsaktive Schutzhauben, die hab ich aber selber noch nicht getestet. Da weiß ich einfach nicht, wie gut die sind und wie atmungsaktiv die sind. Generell würd ich aber jede Art von Plane nur mit, ähm, Abstandshaltern verwenden, also irgendwelche Klötzchen, Holzklötzchen oder was, ähm, dazwischenlegen, dass zumindest so 'ne gewisse Luftzirkulation stattfinden kann.
Ja und dann denkt halt dran, wenn ihr's machen wollt Schrägstrich müsst, die, die monatlichen oder keine Ahnung zweimonatlichen, wie ihr das machen wollt, Fahrzeug bewegen, lüften macht natürlich an trockenen Tagen mehr Sinn als an, an regnerischen Tagen das Granulat wechseln oder auch Batterie nachladen. Das müsst ihr 'n bisschen nach Bedarf und eigenem Ermessen machen. Ähm, oder ihr lasst halt auch einfach die Monate stehen und kümmert euch gar nicht drum und müsst dann halt mit den Konsequenzen, die unter Umständen eintreten, leben. Ähm, oder auch es gibt gar keine Konsequenzen, ne. Das hängt 'n bisschen vom Fahrzeug und vom-
Ja und vom Standplatz auch, ne.
Vom Standplatz ab, genau.
Ja, ich glaube, wir haben uns jetzt genug der Fahrzeugpflege gewidmet. Ich wollte jetzt gerne noch 'n Blick mit euch auf, ähm, das Thema Versicherungen werfen, weil das ja auch immer so 'ne Frage ist: Was mach ich mit meinem Fahrzeug, wenn ich 'ne lange Winterpause mache? Ich will gar nicht so tief auf das Thema Saisonkennzeichen und Ruheversicherung eingehen, weil wir dazu auch 'ne eigene Folge haben. Die packen wir euch auch in die Folgenbeschreibung unten rein. Nur noch mal so ganz kurz zusammengefasst: Ich hab ja die Möglichkeit, wenn ich jetzt, ähm, 'n bisschen Geld sparen möchte und weiß, dass ich mein Fahrzeug nicht bewegen werde in einem bestimmten festgelegten Zeitraum, kann ich zumindest bei motorisierten Fahrzeugen, bei Wohnwagen gelten je nach Versicherung da 'n bisschen andere Regeln, das Fahrzeug auch, ähm, abmelden oder ich hol mir halt direkt 'n Saisonkennzeichen für 'nen festen Zeitraum.
Zum Beispiel ich weiß, dass ich immer nur März bis Oktober fahren möchte. Dann, ähm, erfolgt die An- und Abmeldung automatisch. Da muss ich mich um nix kümmern. Das heißt, ich, ähm, hab dann halt mein Kennzeichen, auf dem dann draufsteht drei zehn und in der Zeit außerhalb dieses Zeitraums darf's auch dann wirklich nicht bewegt werden. Ähm, und es darf auch, soweit ich weiß, nicht im öffentlichen Raum stehen. Da sind die Vorteile einfach, dass ich nicht zur Zulassungsstelle muss. Ähm, ich spar mir für den Zeitraum Steuer und Versicherung. Das kann je nach Fahrzeug wirklich 'ne Menge Geld ausmachen und ich hab keine Versicherungslücke. Nachteil ist, ich hab wenig Flexibilität außerhalb der Saison.
Wie gesagt, darf ich das Fahrzeug halt überhaupt nicht nutzen. Und wenn ich das Ganze umstellen möchte, dann brauche ich 'ne neue Zulassung. Das kostet mich dann, ich weiß nicht aktuell, früher waren's 50 bis 60 Euro. Ähm, das heißt, dann brauche ich auch wirklich 'n neues Kennzeichen. Das ist bei sehr, sehr wenigen Versicherern überhaupt für Wohnwagen möglich. Meistens kann man das nur, wie gesagt, für motorisierte Fahrzeuge machen. Ähm, und als zweites hab ich die Ruheversicherung. Da melde ich das Fahrzeug aktiv ab. Die Versicherung läuft dann beitragsfrei weiter, also auch schon 'n, 'n Kostenfaktor, äh, den ich mir spare. Da ist nur das Problem, die Haftpflicht und die Teilkasko bleiben in der Regel bestehen bei der Ruheversicherung.
Die Vollkasko ist aber nur bei sehr wenigen Anbietern in der Ruheversicherung enthalten. Das heißt, ich hätte in der Zeit keinen Schutz zum Beispiel gegen Vandalismus und das kann ja je nach Stellplatz durchaus ins Gewicht fallen. Das heißt, wenn ich mir diesen Schutz wünsche, diesen Vollkaskoschutz, dann auf jeden Fall beim Versicherer einmal erkundigen, ob das Ganze mit drin ist. Äh, warum ich das so ausführlich jetzt hier bespreche, ist, weil wir gleich noch beim Thema Schaden im Winterquartier dazukommen, was von Versicherungen gedeckt ist. Die Voraussetzungen für 'ne Ruheversicherung, ähm, sind, dass das Fahrzeug irgendwie umfriedet abgestellt sein muss, also mindestens 'n Zaun oder 'ne Mauer. Und in der Regel kann ich diese Ruheversicherung nicht auf Dauer machen, sondern, ähm, meistens ist da die Grenze bei zwölf bis 18 Monate.
Das heißt, für 'n Winter ist es in Ordnung. Wenn ich aber mein Fahrzeug länger irgendwo nicht nutzen möchte, dann brauche ich wahrscheinlich 'ne andere Lösung. Da ist die An- und Abmeldung, ähm, von mir selbst, wie gesagt, zu erledigen und natürlich sind auch damit Kosten verbunden. Das ist bei der Zusa-Zulassungsstelle in der Regel irgendwas 20 Euro plus minus fünf. Und, ähm, ja, wie gesagt, vorher immer mit der Versicherung sprechen. Auch die Ruheversicherung wird nicht von jedem Anbieter, äh, für Wohnwagen angeboten. Und das führt mich jetzt eben zum nächsten Thema, nämlich zum Schaden im Winterquartier. Wir selbst hatten den Fall schon und ich kenne auch etliche andere Leute, bei denen was am Fahrzeug passiert ist und es gab eigentlich immer Diskussionen, es gab immer irgendwie Ärger und es war immer niemand schuld.
Und bei uns war der Fall, dass wir das Fahrzeug, also unseren Wohnwagen, bei einem Bauern hier in der Nähe in der Scheune stehen hatten und haben uns da jetzt auch nicht weiter drum gekümmert, haben dann am Ende des, des Kooperationszeitraums mit unserem Sponsor Fendt das Fahrzeug zurückgegeben und dann kam irgendwann 'ne Mail oder ein Anruf, erinnere ich nicht mehr, so ganz höflich: „Ja, wir wollten nur mal fragen, ob ihr den Hagelschaden schon irgendwie in der Versicherung gemeldet habt." Und wir waren so: „Wie, was für 'n Hagelschaden? Wir hatten doch keinen Hagelschaden." Und ja, es, also es muss wohl so gewesen sein – wir konnten's im Nachhinein nicht mehr aufklären – dass der Stellplatzanbieter irgendwann mal wahrscheinlich mit seinem Traktor ankam, unseren Wohnwagen rausgezogen hat, weil er an irgendwelche Maschinen ran musste, den Wohnwagen hat draußen stehen lassen und dann kam, so male ich's mir aus, ein dicker Hagel und ja, der, der Wohnwagen hatte halt dann echt 'n ordentlichen Hagelschaden auf 'm Dach, den wir einfach nicht bemerkt haben, weil wir vor der Übergabe nicht aufs Dach geguckt hatten, weil wir überhaupt nicht auf die Idee gekommen sind, dass da was sein könnte.
Und deswegen, ähm, sollte man sich vorher auch überlegen, wie man sich da aufstellt. Wir empfehlen natürlich, das haben wir jetzt schon mehrfach gesagt, immer überdacht oder 'ne Halle, aber nichtsdestoweniger ka-können natürlich auch in Hallen oder in überdachten Bereichen Schäden passieren. Das häufigste bei Freizeitfahrzeugen ist natürlich immer Hagel oder Sturm, aber wir haben's jetzt auch erlebt, ähm, vor zwei Jahren in Bayern, dass es zum Beispiel massive Überschwemmungen gab und in anderen Regionen, ähm, wo auch Hallen und überdachte Stellplätze betroffen waren teilweise. Dann hatte ich schon angesprochen, äh, den Vandalismus. Der, ähm, kommt auch immer wieder mal gerne vor und Brand ist immer 'n ganz großer Punkt bei Hallen, in denen viele Freizeitfahrzeuge geparkt sind, weil die natürlich, ähm, wenn irgendwas ist, auch ziemlich schnell Feuer fangen und dann auch meistens komplett ausbrennen.
Und was sehr, sehr häufig auch in den letzten Jahren passiert ist und ich glaube auch nach wie vor zunimmt, sind Diebstähle. Auch teilweise aus eingezäunten, videoüberwachten Anlagen, selbst aus Hallen haben wir's schon erlebt, dass Fahrzeuge rausgeholt wurden und, ähm, entweder dann eben als kompletter Fahrzeugklau oder dass bestimmte Accessoires abgebaut werden, wie Satanlagen oder Räder oder, ähm, ja, Solaranlagen glaube ich eher nicht. Die, die sind ja 'n bisschen anders, aber, ähm, einfach Bauteile von Freizeitfahrzeugen abgeschraubt wurden oder Anhänger einfach mitgenommen wurden. Und deswegen ist es halt wichtig, sich da einmal so 'n bisschen mit auseinanderzusetzen.
Und da muss ich wissen Was zahlt eigentlich welche Versicherung? Und jetzt würd ich mal wieder an Sebastian übergeben, weil ich jetzt schon so 'n langen Monolog gehalten habe, merk ich grade.
Hab mich schon 'n bisschen gewundert, aber du warst einmal im Redefluss, da wollt ich dich nicht stören.
Ich war voll im Flow.
Also wer, was bezahlt welche Versicherung? Gehen wir erst mal beim angemeldeten Fahrzeug. Ähm, da haben wir die Haftpflicht, die Teilkasko und die Vollkasko als einzelne Komponenten und wenn ihr die alle drei habt, dann habt ihr 'n ziemlich vollständigen Schutz. Da mag es immer noch Ausnahmen geben, weil ja in jeder dieser drei Versicherungsarten es auch Ausschlüsse gibt und die sind je nach Gesellschaft auch anders. Ähm, da hilft's, die Bedingungen zu lesen und auch hier wieder mein Tipp: Keiner oder fast keiner mag Versicherungsbedingungen irgend oder irgendwelche anderen Rechtstexte lesen. Ähm, deswegen nehmt ein KI-Sprachmodell eurer Wahl, ob's jetzt ChatGPT ist oder, ähm, Claude oder Entropic oder wie sie alle heißen und, ähm, oder nehmt auch Notebook LM von Google oder Gemini von Google und packt die da rein und dann könnt ihr dem, äh, dem Sprachmodell Fragen dazu stellen.
Könnt halt fragen, sag mal, sind, sind irgendwelche Schäden ausgeschlossen oder sind irgendwelche Dinge nicht drin? Ähm, das, das ändert sich auch regelmäßig, ähm, aber da kann ich mich noch erinnern, früher war's bei unserer Versicherung so, da war Haarwild, äh, waren Haarwildunfälle gedeckt. Das bedeutet aber gleichzeitig, wenn ich 'ne Kuh, 'ne Kuh auf die Straße springt und, äh, ich der reinfahre, dann war das eben nicht versichert, ja. Solche lustigen Scherze. Und das gibt's mit, heute mit Sicherheit auch noch, ähm, dass, äh, sich in bestimmten Policen da so 'ne Dinge verstecken. Deswegen noch mal checken, aber generell mit Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko habt ihr 'n recht vollständigen Schutz. Ähm, Vandalismus ist nur mit Vollkasko gedeckt, braucht ihr also 'n Vollkasko zu. Bei Elementarschäden, Sturm, Hagel zahlt die Teilkasko auch da, aber wie gesagt, vorab checken, was ist genau drin, was ist vielleicht ausgeschlossen.
Bei Diebstahl zahlt die Teilkasko auch hier wieder checken. Was muss ich dafür erfüllen? Muss es befriedet stehen? Dies, das, jenes. Was habt ihr auch im Vorab mit der Versicherung, äh, abgesprochen, ne? Manche bieten ja Rabatte an, wenn das Fahrzeug zum Beispiel in der Garage steht. Es ist auch generell kein Problem, wenn ihr mal 'ne Nacht irgendwo zu Besuch seid und es dann nicht in der Garage steht, aber checkt das vorab. Ähm, und wenn's brennt, dann ist Teilkasko oder Vollkasko. Ähm, Nele, weißt du, welche wann bezahlt?
Ich hab grade kurz überlegt, weil ich hab zwar das Ganze zusammengestellt hier. Ich erinner mich nicht mehr genau. Ich vermute, ähm, dass Teilkasko ist, wenn, ähm, wenn der Brand nicht selbst verschuldet ist. Weil normalerweise ist ja Vollkasko auch so, dass sie Schäden deckt, die ich verschuldet habe und Teilkasko für Schäden, die ich nicht verschuldet habe, aber ich möcht's nicht beschwören. Da müssen wir jetzt noch mal unseren heißen Draht zu Dieter Schäffler bemühen, um das eindeutig zu klären.
Also eigentlich, ich hab mal grade ein Sprachmodell meiner Wahl, äh, befragt. Also auch hier noch mal Vorsicht, äh, den Fakten nie direkt vertrauen, aber das, was ich lese, stimmt mit dem, was ich im Kopf hatte. Also 'ne Teilkasko deckt Schäden, die von außen auf dein Fahrzeug einwirken, die du nicht selbst verschuldet hast, genauso wie du's grad gesagt hast. Und die Vollkasko, äh, beinhaltet immer die Leistung der Teilkasko und eben meistens Schäden, äh, durch dich selber und andere. Also in dem man Moment, wenn dein Auto, ähm, durch ein Nachbarfahrzeug quasi in Flammen aufgeht, äh, dann zahlt das die Teilkasko. Und wenn es, äh, durch eigenes grob fahrlässiges Verhalten entsteht, du rauchst Zigarette, äh, vielleicht hast du Mist mit den Kabeln gebaut oder so was, dann zahlt die Vollkasko.
Mhm.
Ähm, von daher war das genau richtig. Also da müsst ihr dann gucken, wie der Schaden entstanden ist, aber im Zweifel checkt das sowieso die Versicherung. Ähm, ja und wenn's abgemeldet ist das Fahrzeug mit 'ner Ruheversicherung, dann ist ja Haftpflicht und Teilkasko aktiv. Das bedeutet, ihr habt die Sachen geschützt, aber ihr habt zum Beispiel keinen Vandalismusschutz und ihr habt eben auch unter Umständen keinen Schutz gegen Brand, wenn's selber im Fahrzeug ausgelöst wird. Und, äh, das gilt auch nur, wenn das Fahrzeug auf 'm umfriedeten Gelände steht und ihr habt auch keinen Schutz, wenn das Fahrzeug erst mal abgestellt wird und später erstmals angemeldet wird. Ja, da braucht ihr halt 'n vorherigen Vertrag, damit diese Ruheversicherung überhaupt da sein könnte. Ähm, dann haben wir noch Saisonkennzeichen.
Das mach ich noch schnell. Ähm, ja, innerhalb der Saison habt ihr vollen Schutz, ja, je nach dann eben was ihr für 'ne Versicherung dazu abgeschlossen habt. Wenn ihr natürlich keine Vollkasko habt, habt ihr auch keinen Vollkaskoschutz, klar. Aber ich sag's noch mal dazu. Und außerhalb der Saison habt ihr halt die Teilkasko und die Ruheversicherung, wenn die vorhanden ist, ansonsten nur die Teilkasko. Ähm, demzufolge werden auch wieder nur die Teilkaskoschäden, äh, bezahlt und ihr dürft damit nicht fahren. Also das heißt, äh, klar, ihr könnt das auf 'm Hof, auf 'm Privatgelände hin- und herbewegen, kein Thema, aber ihr dürft damit nicht raus auf die Straße.
Ich meine sogar nicht mal zum TÜV, also zu TÜV, DEKRA.
Nicht auf die Straße.
Mhm.
Wobei-
Ja, weil normalerweise sind ja immer Fahrten zur HU irgendwie gedeckt, aber ich meine, speziell beim Saisonkennzeichen ist das nicht erlaubt.
Ja, das-
Das kannst du ja noch mal kurz nachgucken. Ich mach mal weiter mit, mit den anderen Versicherungen beziehungsweise eine haben wir noch. Ähm, das ist so 'ne etwas spezielle Versicherung, die wir seit vielen Jahren haben, weil wir ja doch immer mit, mit 'n bisschen Wert in der, äh, an Bord rumreisen. Das ist die Inhaltsversicherung. Da sind die ganzen losen persönlichen Gegenstände im Camper gedeckt. Also, ähm, das ist quasi wie 'ne Hausratversicherung, aber für Freizeitfahrzeuge. Und da ist halt die ganze Technik mit, ähm, mit inkludiert, also Laptops, ähm, Fernseher, Kamera, dies, das, aber auch teilweise Dinge wie Vorzelt, ähm, wenn's nicht verbaut is oder Fahrräder je nach, je nach Versicherung.
Die läuft ganzjährig in der Regel weiter. Also ich kenn jetzt spontan keinen Anbieter, wo ich diese Inhalts- oder Inventarversicherung nur für die Saison laufen lassen könnte. Die bleibt also auch bei Ruheversicherung oder Saisonkennzeichen weiter gültig. Heißt, wenn ich im Fahrzeug Dinge lagern möchte, die, ähm, 'nen Wert haben, dann würde diese Versicherung auch greifen, wenn das Fahrzeug entwendet oder wenn dort eingebrochen wird.
Ich hab übrigens grad noch mal nachgeguckt. Also es gibt tatsächlich in der Paragraph zehn, Absatz vier Fahrzeugzulassungsverordnung ist das geregelt und du darfst, äh, also da ist halt geregelt zum einen, wenn das Fahrzeug keine, kein gestempeltes Kennzeichen hat, ne, also quasi keine, keine Plakette hat, dann darfst du eben zur Hauptuntersuchung oder zur Sicht-, äh, Sicherheitsprüfung auch außerhalb der Saison fahren, musst allerdings dich auf dem direkten Wege zur, äh, äh, sozusagen Werkstatt oder zur Prüfstelle befinden und das Fahrzeug muss haftpflichtversichert sein. Also du musst also quasi gucken, ähm, mit deiner Versicherung, ob die in dem, also an dem Tag eine gültige Haftpflicht hat, wenn die Saison noch nicht angefangen hat. Das ist quasi die Voraussetzung. Und solche Fahrten sind nur im Zulassungsbezirk oder angrenzenden erlaubt.
Also das heißt, du kannst jetzt nicht von, äh, Berlin nach Düsseldorf zum, zum TÜV fahren, sondern maximal Berlin und angrenzende Bezirke. Also das ist in Ordnung. Aber wie gesagt, klären, ob deine Saisonversicherung auch außerhalb der Saison eine Haftpflicht, einen Haftpflichtschutz bietet, sonst darfst du's nicht.
Ist interessant, wie viele Fragen jetzt schon wieder neu aufgetaucht sind, obwohl wir jetzt seit Jahren uns schon mit diesen Themen beschäftigen. Ähm, da können wir vielleicht noch mal 'ne, 'ne, ähm, eigene Folge machen mit unserem Dieter Schäffler, der sich da ja immer sehr, sehr gut auskennt in diesen ganzen Detailinformationen. Gucken wir vielleicht noch mal drauf, was muss ich denn tun im Schadensfall? Also im Grunde mach ich dasselbe wie bei jedem anderen Schaden, der während der Saison auftritt, sofort melden und alles dokumentieren. Jetzt haben wir aber ja natürlich die Situation, dass manche Fahrzeuge oder viele Fahrzeuge nicht an meinem Aufenthaltsort direkt abgestellt sind.
Das heißt, bei mir kann's schönstes Wetter sein, aber dort, wo das Fahrzeug aufm Freiplatz abgestellt ist, hat's vielleicht 'n Hagel oder irgendwie, ähm, 'n Unwetter gegeben. Und da ist es sinnvoll, zum einen immer so 'n bisschen auch den Wetterbericht oder die, die, ähm, Unwetterwarnungen für die Region, wo mein Fahrzeug abgestellt ist, im Auge zu behalten. Es gibt Wetter-Apps, da kann man sich so Alerts einstellen, also Warnmeldungen für bestimmte Bereiche. Das haben wir gemacht auch. Ähm, und dann bekomm ich halt immer die Nachrichten. Und ich würde auch immer aktiv den, den Stellplatzbetreiber ansprechen und würde sagen: „Du, wenn da irgendwie 'n Unwetter bei euch war, vor allem Hagel, dann gib mir doch mal bitte kurz Bescheid, dann komm ich einmal vorbei und schau, ob's an meinem Fahrzeug 'nen Schaden gab."
Erfahrungsgemäß vergessen das die meisten. Also die melden sich nicht aktiv, aber auf jeden Fall mal ansprechen. Und wenn ich eben weiß, es ist 'n Unwetter aufgetreten, dann auf jeden Fall möglichst schnell das Fahrzeug aufsuchen, nicht nur, um das der Versicherung zu melden. Ähm, die legen da wirklich Wert drauf, dass das zügig geschieht, sondern auch um natürlich, wenn Schäden aufgetreten sind, die so gering wie möglich zu halten. Das heißt also, ich, ähm, guck mir genau mein Fahrzeug an, insbesondere auch die Dachluken. Und wenn's irgendwas gibt, wo ihr euch unsicher seid, dann holt das Fahrzeug da raus und bringt es in eine Werkstatt, weil wir haben's schon so oft gesagt, alles, was irgendwie Undichtigkeiten bei einem Campingfahrzeug hervorruft, ist unser Todfeind.
Und diese Feuchtigkeitsschäden, grade auch nach so kleineren Rissen, die können auch sehr viel später noch auftreten. Das heißt, ich würde nach 'nem Unwetter auch immer wieder mal vorbeigucken und die Nase in den Innenraum halten und gucken, ob's irgendwie feucht oder muffig riecht, damit ich eben nicht am Ende der Winterpause dann 'nen Riesenschaden habe.
Ja. Dann glaub ich und dokumentiert halt wirklich alles penibel. Also macht lieber 'n Foto mehr als wenig. Das ist ja das Schöne, dass jeder heut eigentlich 'n Smartphone dabei hat und die auch inhaltlichen Fotos machen. Denkt auch dran, vielleicht 'n paar Videos zu machen, weil man sieht natürlich in so 'nem Video Schäden im Kontext besser, ja, und auch den Umfang von Schäden. Also macht eigentlich idealerweise beides, äh, fotografiert auch Details. Ähm, umso weniger Zweifel mag es vielleicht später geben und, und desto besser könnt ihr einfach Sachen auch nachweisen. Das ist, äh, also generell nicht nur beim, äh, Schaden beim Ein-, Auswintern, sondern auch, äh, ja generell, wenn ihr 'n Unfall habt oder Sonstiges, nutzt da wirklich das, das, das Smartphone, um das genau zu dokumentieren.
Und bei Unwetterschäden ist es auch immer sehr hilfreich, hab ich gelernt, für Versicherungen, wenn man alle möglichen Berichte auch über das Unwetter sammelt, also Zeitungsartikel, die kann man ja heute häufig auch online einsehen, Zeugenaussagen, ne, dass, dass Leute irgendwas mitbekommen haben. Auch der Stellplatzbetreiber kann da eine gute Quelle sein. Also möglichst umfangreich sich alles notieren und Kontaktdaten auch von Leuten notieren, die im Zweifel kontaktiert werden können. Dann ist es auch viel einfacher mit der Versicherung. Und wenn ihr zum Thema Hagelschaden insbesondere hatten wir, glaub ich, auch schon 'ne eigene Podcast-Folge. Mindestens haben wir aber 'nen Artikel dazu. Den würd ich euch noch mal verlinken, denn beim Hagelschaden gibt's ja die Möglichkeit auch mit einer Versicherung fiktiv abzurechnen.
Das heißt, wenn, ähm, wenn mein Camper beschädigt wurde, aber dieser Schaden mehr oder weniger, ich nenn's immer kosmetisch ist, also keine strukturellen Schäden oder, äh, keine anderen reparaturbedürftigen Dinge ausgelöst hat, dann kann ich mir von der Versicherung auch das Geld einfach ausbezahlen lassen, das eine Reparatur kosten würde. Das haben wir auch schon mal gemacht. Das ist alles legal. Ähm, man muss nur einige Punkte dabei beachten und das würd ich euch auch noch mal als Information in die Show Notes verlinken.
Ja, was mir da am wichtigsten einfällt, ihr kriegt die Auszahlung abzüglich der 19% Mehrwertsteuer-
Genau
die dann nicht anfallen. Und das Ganze wird auch dokumentiert in einer zentralen Datenbank. Also ihr braucht nicht denken, dass ihr dann, äh, im nächsten Jahr die Versicherung wechselt und dann den Hagelschaden erneut abrechnen könnt. Das speichern die sich zentral ab, wo alle Zugriff haben. Ähm, und das kann euch auch und wenn dann wirklich ein zweiter Hagelschaden kommt, nämlich zum Verhängnis werden, weil den bezahlt dann nämlich die Versicherung häufig nicht. Also beziehungsweise wird's dann wahrscheinlich sehr schwer, das nachzuweisen, welche Schäden von welchem Hagelschaden kommen. Also ist immer ein zweischneidiges Schwert. Muss man sich genau überlegen, wie man damit umgeht.
Deswegen hatte ich gesagt, da gibt's einiges zu beachten und da solltet ihr euch auf jeden Fall vorher schlaumachen und bitte nicht darauf verlassen, was Leute in Facebook-Gruppen sagen, sondern im Zweifel mit eurer Versicherung sprechen. Die beraten euch da auch, weil der Versicherung ist es eigentlich egal, ob die, ähm, das Geld an euch oder an die Werkstatt bezahlt. Das ist nichts, was man irgendwie heimlich sich im stillen Kämmerlein ausklamüsern muss. Und wie gesagt, das geht natürlich nur, wenn keine echten Schäden entstanden sind, denn die muss ich immer auf jeden Fall reparieren lassen.
Ja, fassen wir noch mal alles zusammen. Also auch wenn's nervig ist, zwei Stunden beim Einwintern mehr Zeit nehmen, spart euch im Zweifel beim Auswintern entscheidend nicht nur Zeit, sondern vielleicht auch böse Überraschungen. Das muss nicht passieren, kann aber. Ähm, nutzt tatsächlich auch Checklisten, damit ihr nichts vergesst. Wir packen euch die in die Show Notes auch unten, die wir da haben.
Ja, also ich, äh, weil du grade sagst, zwei Stunden, du meintest mehr als man sonst-
Zusätzlich, ja, ja. Also lieber bisschen mehr Zeit nehmen und das richtig und noch die letzten nervigen Sachen machen, als sie dann im Frühjahr machen und dann ist vielleicht irgendwas verschimmelt oder kaputt gegangen.
Ja. Also wir planen tatsächlich fürs Einwintern immer 'n Tag ein. Meistens geht's 'n bisschen schneller, aber da braucht man schon einige Stunden, wenn man das, wenn man das 'n bisschen genauer macht. Ja, dann hatten wir ja schon gesagt, immer mal wieder, wenn's möglich ist, beim Fahrzeug vorbeifahren, lüften, ähm, Sichtkontrollen machen, auch mal außen rumgehen, ob alles in Ordnung ist. Grade wenn auch Fahrzeuge auf Stellplätzen, auf, äh, in Hallenplätzen sehr eng nebeneinander stehen. Mal gucken, dass nicht einer, äh, die Tür reingedonnert hat oder dass einer beim Ausrangieren touchiert hat. Dann auch gerne immer mal wieder 'n bisschen reinschnuppern in den Innenraum vor dem Lüften natürlich und gucken, ob einem irgendwelche komischen Gerüche auffallen und bei der Versicherung sehr, sehr genau hinschauen, was wirklich abgedeckt ist, damit ich nicht im Schadenfall dann auf die Nase falle.
Das ist wie immer bei Versicherungen 'ne Risikoabwägung, ne. Ich kann mich nicht gegen alles versichern und ich kann auch 'n Haufen Geld für Versicherungen auf 'n Tisch legen und es passiert nie was. Ähm, da müsst ihr halt auch so nach eurem persönlichen Risikobedürfnis gehen und, nee, Bedürfnis nicht, nach eurem persönlichen Sicherheitsbedürfnis heißt es. Und auch gucken, was für 'nen Wert hat natürlich das Fahrzeug dann, das, damit man sich nicht überversichert.
Ja, falls wir aus eurer Sicht noch was vergessen haben, was ihr eigentlich beim Einwintern immer mitmacht, dann schickt uns das doch gern an podcast@camperstyle.de als E-Mail oder klickt unten in den Show Notes auf den WhatsApp-Link. Ähm, da könnt ihr uns dann auch 'ne Sprach- oder Textnachricht schicken. Freuen wir uns auf jeden Fall drauf. Und ja, vielen Dank fürs Zuhören. Ich hoffe, ihr konntet was für euch mitnehmen. Und, äh, ja, wir hören uns am Mittwoch wieder. Bis dahin. Tschüss.
Und abonniert uns natürlich und bewertet uns gut. Danke, tschüss.