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Camping mit Hund - Teil 3

Episode 252 · 00:57:36

Heute gibt’s den dritten und letzten Teil zum Thema “Camping mit Hund”. Wieder mit an Bord: unsere liebe Kollegin Solveig vom Podcast Hundegeflüster.

In dieser Folge sprechen wir darüber, wie du dich auf deine Camping-Reisen mit Vierbeiner vorbereitest, welche Ausrüstung du unbedingt mitnehmen solltest und was es zu beachten gibt, damit dein Fellmonster sich unterwegs keine fiese Krankheit einsammelt.

Stehst du auch gerade vor deiner ersten Reise mit Hund? Oder habt ihr schon viele gemeinsame Road Trips hinter euch? Hast du Fragen zum Thema oder möchtest du uns etwas anderes mitteilen? Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp.

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute haben wir den dritten Teil unserer Folge „Camping mit Hund".

Und noch mal ein ganz herzliches Hallo an die liebe Solveig vom Podcast und der Online-Hundeschule Hundegeflüster. Links wie immer in den Show Notes. Ich glaub, jetzt brauchen wir dich zum dritten Mal nicht noch mal ausführlicher vorstellen,, sondern steigen heute mal direkt in unsere noch ausstehenden Themen ein. Wir hatten in den letzten beiden Folgen erst mal allgemein darüber gesprochen: Wie bereite ich 'nen Hund auf 'n Campingurlaub vor, auf das Fahrzeug, auf die Fahrt? Wie mache ich die Fahrt? Im, in der letzten Folge haben wir uns angeschaut, wie könnte Management vor Ort aussehen für auch verschiedenen Hundetypen? Ähm, wie kann ich die auch auf den, ähm, Campingplatz an sich so 'n bisschen vorbereiten und wie kann ich ihnen da auch die nötige Sicherheit geben? Und heute wollen wir jetzt uns einmal noch gemeinsam in das Thema, ja, allgemeine Vorbereitung, Ausrüstung, aber auch natürlich den wichtigen Komplex Sicherheit und Gesundheit stürzen.

Ähm, ich glaub, wir starten mal so ganz sanft rein mit der allgemeinen Vorbereitung und mit so 'ner vielleicht auch kleinen Packliste für Hundehalter. Was ist da so deine Erfahrung? Was hast du alles mit dabei, wenn du mit deinen beiden Mäusen campen gehst?

Erst mal hallo, danke, dass ich noch mal hier sein darf und danke auch für diese smoothe Frage direkt hier zum Einsteigen. Das sage ich euch sehr gerne. Also das Allerallerwichtigste, wo ich mich auch immer wieder dran erinnern darf, weil ich glaube, du hattest es auch schon mal gesagt, liebe Nele, du hattest auch schon mal deinen Heimtierpass vergessen. Ist mir auch schon passiert.

Mhm.

Also für alle das Wichtigste zuallererst, bitte packt euren EU-Heimtierpass ein. So, das schon mal vorab. Dann hab ich immer Geschirr und Halsband dabei. Also gerade bei, ja, neuen Situationen oder neuen Umfeldern, wo meine Hunde noch sehr aufgeregt sind, da hab ich sie immer am Geschirr, damit sie sich einfach durchs Halsband nicht so verletzen, aber auch, weil ich immer sehr bewusst auch unterscheide zwischen Freizeitmodus und „jetzt musst du bitte bei mir laufen"-Modus. Damit ich da einfach flexibel bin, nehm ich immer beides mit. Ich habe aber auch immer noch mal grade beim Thema Geschirr eine Wechselmontur dabei. Also ich hab ein festes Paar Geschirre, die immer im Van liegen, damit falls mal irgendwas ist, sie kaputtgehen, dreckig werden, nass werden et cetera, ich da einfach immer noch was in der Hinterhand habe.

Dann natürlich Leinen. Also ich hab immer meine ganz normalen Führleinen dabei und für jeden Hund jeweils noch mal eine Schleppleine. Auch die Schleppleinen sind bei uns immer im Camper, also dass ich die auch gar nicht vergessen kann. Dann natürlich, ja, Kotbeutel. Kein schönes Thema, aber wir hatten ja auch letztes Mal das Thema Respekt auch gegenüber Menschen und der Umwelt. Also bitte macht die Hinterlassenschaften eures Hundes weg. Darum bitte auch immer Kotbeutel mitnehmen. Dann Näpfe. Ich hab auch immer ein paar Näpfe im Van, damit ich auch die nicht vergesse. Also für all diejenigen, die 'n Camper haben oder 'n Van haben, ihr merkt, das ist vielleicht gar nicht so verkehrt, sich eine gewisse Montur einfach zuzulegen und sie einfach immer im Van zu lassen. Genau, da kann man auch immer so 'n bisschen schauen.

Es gibt Hunde, die auch grade Trinknäpfe sehr gerne durch die Gegend schieben oder man selber auch dann drüber stolpert. Da gibt es auch extra so Näpfe, die, ja, man so an 'n Boden so 'n bisschen ansaugen kann, damit das dann eben nicht passiert. Also das wäre sonst gegebenenfalls noch eine Möglichkeit. Und apropos Essen und Trinken, also hier auch schauen, je nachdem, wo man hinfährt, dass man auf jeden Fall genügend frisches Trinkwasser mitnimmt, denn nicht in jedem Land ist das Wasser auch trinkbar. Das gilt dann für die Hunde eben genauso wie für uns Menschen auch. Also das bitte immer bedenken und beim Futter auch vorzeitig Gedanken dazu machen. Wenn man jetzt Nassfutter, also Dosen oder Trockenfutter füttert, ist das Ganze nicht so das Drama.

Sollte man jetzt aber zum Beispiel barfen, dann sollte man sich vorab schon Gedanken machen: Wie nehm ich das Ganze mit? Hab ich genug Kühlmöglichkeiten? Wir zum Beispiel hätten die gar nicht, weil wir haben nur 'ne Kühlbox. Also da sind wir noch sehr amateurhaft ausgestattet. Aber hier gibt's ja auch noch mal Unterschiede, je nachdem, was für 'n Camper man hat. Aber hab ich genug Möglichkeiten, das Ganze zu kühlen oder kann ich vor Ort Sachen besorgen und bin auch bereit dazu, das vor Ort auch zuzubereiten? Auch das darf man sich selbst ehrlich eingestehen, weil wenn das nicht der Fall ist und man das vielleicht auch gar nicht unbedingt möchte, dann kann man den Hund natürlich für den Urlaub trotzdem auch futtertechnisch umstellen. Das sollte man dann aber bitte mindestens zwei Wochen vorab schon tun, grade wenn das Hunde sind, die da auch empfindlicher reagieren. Also das bitte vorab.

Ich hab übrigens auch schon mal gehört von Leuten, die gebarft haben, die das dann vorab alles vorbereitet haben und dann haben die das Ganze einvakuumiert, um dann so möglichst kleine Pakete zu haben, die sie dann in ihrer Kühlung stapeln konnten, ne. Also hier werden auch viele Leute sehr kreativ, aber guckt da wirklich, was passt für euch. Dann natürlich auch, äh, Leckerchen, auch vielleicht so was wie 'ne Schleckmatte oder etwas, was der Hund auch mal 'n bisschen länger kauen kann, um Stress abzubauen zum Beispiel. Ganz wichtig auch eine Zeckenzange, die ist immer wichtig.

Mhm.

Oder auch generell so 'n Erste-Hilfe-Set. Die kriegt man auch mal ganz günstig in Tierbedarfs Läden, wo das Gröbste so drin ist. Schadet nie, so was auch im Van zu haben. Wir haben's ja für uns Menschen auch, also warum nicht auch für die Hunde. So was hab ich immer dabei. Dann je nachdem, was der Hund auch so für Ja, gesundheitliche Themen hat, vielleicht eine kleine Reiseapotheke zusammenstellen. Das kann man auch immer ganz gut in Absprache mit einem Tierheilpraktiker oder mit der Tierärztin machen. Dann vielleicht auch eine Bürste mitnehmen, gerade wenn es warm ist, ist ganz gut, wenn man den Hund auch zwischendurch mal bürsten kann. Was habe ich noch so mit? Ich bin gleich fertig, versprochen. Ähm, ich habe immer auch mit Maulkörbe, weil ich das wichtig finde, aber vielleicht sprechen wir da auch noch mal drüber. Ich weiß es nicht, aber es kann ja auch zum Beispiel Vorschrift sein in dem jeweiligen Zielland und da möchte ich einfach nicht unvorbereitet sein.

Dann habe ich immer noch einen Faltnapf mit, der ist auch immer im Van, dass wenn ich mit meinen Hunden Ausflüge mache, ich auch immer einen Napf mitnehmen kann. Ich habe, jetzt mache ich mich richtig unbeliebt wahrscheinlich, weil die Leute sich denken, „Was ist denn mit der nicht in Ordnung?" Jeder meiner Hunde hat im Van einen eigenen Bademantel.

Oh Gott.

Weil, und ich kann das auch logisch erklären, das ist nicht vermenschlicht, sondern ich habe wirklich so zwei Kandidaten, die haben ja auch beide langes Fell, die es wirklich mal schaffen, entweder bei Regen komplett nass zu werden, irgendwo reinzuspringen oder komplett einfach dreckig zu sein und kennen vielleicht alle, ist nicht so schön, wenn der Hund dann in den Camper geht und sich schüttelt und man dann das Gefühl hat, jetzt darf ich erst mal das ganze Auto von innen grundreinigen. Ja, ist ja auch je nachdem, was man für Polster und so hat, auch nicht so schön. Und deswegen haben wir auch auf Signal gesetzt. Wir haben das auch geübt, „Kriegen Sie dann Ihren Bademantel a-angezogen und bleiben dann erst mal einen Augenblick im Bademantel und dann ist es auch in Ordnung. Dann habe ich noch ein Handtuch beziehungsweise meistens zwei Handtücher eben mit dabei, damit ich sie so auch sonst noch mal trocken machen kann oder sauber machen kann und dann auch solche Reinigungstücher, wo man auch mal dann so Dreck von den Pfoten abmachen kann.

Und weil ich mit meinen Hunden total gerne Stand-up-Paddle fahre, haben meine Hunde auch immer noch eine Schwimmweste dabei. Also da, da ist schon viel los, aber ja, die Schwimmweste ist bei uns eben fürs, äh, Stand-up-Paddle-Fahren essenziell. Die wissen genau, wenn sie die anhaben, dann sind sie dran, dann dürfen sie mitkommen. Das haben wir so aufkonditioniert und es gibt mir auch ein Gefühl von Sicherheit, dass ich weiß, wenn ein Hund dann doch mal reinfällt oder reinspringen sollte, kann ich den relativ unproblematisch – meine wiegen ja nur zwölfeinhalb Kilo – dann auch an der, an der Schlaufe von der Schwimmweste dann auch wieder aufs Board draufsetzen. Also das habe ich noch mit und je nachdem, was für einen Hund man noch hat, müsste man auch gucken, braucht mein Hund vielleicht Sonnencreme, denn auch Hunde können Sonnenbrand bekommen.

Dann natürlich der Safe Space, also wie ihr auch in der letzten Folge schon gesagt habt, es gibt ja auch so faltbare Boxen oder eben die Decke des Hundes, vielleicht auch eine Kühlmatte, je nachdem, wie heiß es wird und ob der Hund das gerne mag. Ein Spielzeug, wie zum Beispiel auch darüber haben wir letztes Mal gesprochen, ein Futterbeutel, den der Hund schon kennt und was er gerne macht. Und, und das ist hier auch noch mal ein wichtiger Punkt, dass man sich das vorher überlegt, dass man vielleicht auch eine Befestigungsmöglichkeit mit einplant-

Ja.

-wo man den Hund draußen auch festmachen kann. Denn wenn man jetzt zum Beispiel einfach, so wie wir das machen, so einen Sichtschutz in den Boden haut, den kann der Hund auch rausreißen. Also da würde ich den nicht unbedingt dran befestigen. Gut, es gibt Leute, die machen den Hund dann an den Felgen zum Beispiel fest. Kann man machen, muss nicht unbedingt sein, aber es gibt da zum Beispiel auch so Ösenmatten, also wo man mit dem Reifen drauf fahren kann und man da die Leine dann reinclipsen kann oder auch Haken, die man in den Boden, ja, reindrehen kann. Hier ein bisschen Obacht, am Strand funktionieren die Dinger auch nicht unbedingt. Also die kann der Hund da auch ganz gut rausholen. Wir haben zum Beispiel so, ähm, Beifahrersitz, so 'ne Metallschiene, wo wir zwei Haken reingeclipst haben und dann sind die da einfach dran festgemacht.

Also hier bitte aber auch vorab Gedanken dazu machen, dass ihr euren Hund, wenn er auch dann mal vorm Camper liegen darf, mit euch zusammen, dass ihr den auch wirklich sicher befestigen könnt.

Also ihr seid auch eher Team Leine, nicht Team Hundezaun?

Nee, unsere Hunde sind auf dem Campingplatz wirklich angeleint. Also wir haben zwar einen Zaun, eher so einen Sichtschutz.

Visuell, ja.

Genau, einen visuellen Schutz, damit eben nicht jeder Sichtreiz dann auch kommentiert wird. Darüber haben wir ja letztes Mal schon gesprochen, aber sie sind dann angeleint, ja. Also ich habe zum Beispiel einen Hund, den ich auch relativ unkompliziert an vielen Orten auch frei laufen lassen kann. Bei dem anderen darf ich immer so ein bisschen den Kontext mir angucken. Also sie haben durchaus schon zwischendurch Möglichkeiten, auch frei zu laufen, aber auf dem Campingplatz selbst mache ich es nicht einfach aus Respekt vor anderen Leuten, weil ich auch einfach bei so einem Hundezaun nicht wollen würde, dass meine Bellos dann da bei jedem Sichtreiz dann da einfach drin hängen, ne.

Mhm.

Was wir noch dabei hatten für unseren Hund, ist so 'ne Hofleine. Und zwar spannst du, da haben wir da zwischen den beiden Reifen oder Rädern quasi eine Leine gespannt und die hatte an den Enden so eine Feder, dass die ein bisschen flexibel ist und dann war an dieser Leine noch eine andere Leine befestigt. Damit kann der Hund quasi sich relativ frei bewegen und du kannst aber recht gut einstellen, wie weit er sich bewegen kann, sodass er halt aber auch bisschen sich in den Schatten legen kann, in die Sonne legen kann, dahin legen kann. Und noch ein ganz wichtiger Tipp, weil du hast in der letzten Folge auch davon gesprochen, dass der Hund vielleicht drinnen einen Safe Spa-Space hat und drinnen entspannt ist. Wenn ihr dann aber einen Hund habt, der auch mal gegebenenfalls von einem Safe Space aufspringt und rausrennen möchte und ihr habt eine Fliegengittertüre-

Ja.

-dann, dann ist was, was sehr praktisch ist. Es gibt ja diese, diese Kindertürchen aus Holz oder aus Kunststoff, die man so quasi zu Hause vor die, vor die Treppe macht und so was. Ähm, so was hatten wir bei uns im Wohnmobil drin und, äh, einfach vor der Türe, weil dann hast du den großen Vorteil, du machst es einfach zu. Der Hund lernt das auch, ähm, dass das quasi so 'n, ne, dass er da nicht durch kann und damit passiert es nicht, dass der Hund halt durch die Fliegengittertüre rennt. Aber ich glaube, das hat der eine oder andere Hundebesitzer vielleicht schon mal erlebt und, und die Dinger sind nicht teuer.

Vielleicht auch hier Anwesende.

Ja.

Ich nenne keine Namen.

Und die, die kann man teilweise klemmen, teilweise schrauben. Ähm, das ist, äh, 'n sehr, sehr praktisches Managementwerkzeug, äh, was wir sehr gerne nutzen.

Ja, oder wenn man, wenn man keinen Platz für so 'ne, für so 'ne Tür hat, dann, ähm, tut's im Zweifel auch so 'n Scherengitter aus 'm Baumarkt.

Diese Gittertüren, die funktionieren auch prima generell im Hundetraining. Also wenn 'n Hund jetzt zum Beispiel 'n bestimmten Taburaum erlernen soll, ist das immer erst mal 'ne gute Managementmaßnahme und ich empfehle das immer total gerne, grade für Familien, die vielleicht noch kleine Kinder haben oder wo es darum geht, dass Hund und Katze möglichst harmonisch zusammenleben können. Also haben wir selber auch. Wir haben ja auch zwei Katzen und so haben wir das mit unseren Hunden auch gemacht, dass sie dann da einfach auch gar nicht erst durchkonnten, die Katzen aber schon. Und irgendwann brauchte ich das Gitter gar nicht mehr, weil sie dann auch einfach immer nur auf meine Freigabe gewartet haben. Also super Tipp auf jeden Fall. Wir haben nämlich keinen, äh, Fliegengittertür, sondern nur so 'n Vorhang. Ja.

Da passiert das dann nicht ganz so schnell, aber die sind auch nicht so effektiv wie Türen leider.

Ja.

Ja. Ja, unsere hat eher die Neigung, durch die Fliegengittertür reinzuhüpfen, wenn sie merkt, dass in der Küche Essen angerichtet wird. Das, äh, ist dreimal, glaub ich, inzwischen passiert. Mmm, ich hab fast das Gefühl, du hättest dich, ähm, an einer Checkliste orientiert, die mir durchaus bekannt vorkommt, weil ich hab wirklich kaum noch was, was ich noch ergänzen könnte. Über Gesundheit sprechen wir gleich noch mal gesondert. Da, ähm, hattest du die Reiseapotheke schon angesprochen. Ähm, was ich noch ganz wichtig finde, ähm, bei Hunden, die freilaufen dürfen, ist 'n GPS-Tracker. Den, ähm, ja, der kostet 'n paar Euro.

Ich finde, er lohnt sich. Er bewahrt natürlich keinen Hund davor, auf 'ner Schnellstraße überfahren zu werden oder irgendwie in bestimmten Ländern, ähm, von Jägern abgeknallt zu werden, wenn sie beim Hetzen von Wild erwischt werden. Aber zumindest weiß ich dann, wo mein Hund ist, weil der Hund ist ja dann auch nicht in seinem gewohnten Umfeld und findet auch vielleicht nicht sofort wieder zurück dahin, wo er hingehört. Und, ähm, als ich jetzt grade unsere Checkliste mir noch mal angeguckt hab, hab ich gesehen, ähm, ich hab sogar aufgeschrieben, eine Kopie des Heimtierausweises, falls man den Heimtierausweis mal vergessen sollte, was uns natürlich nie passieren würde. Ähm, da tut's natürlich auch 'n Scan, ne. Also ihr könnt den einfach auch abfotografieren in der jeweils aktuellsten Variante, aber dass ihr halt irgendwie was in der Hand habt, so wie mit euren eigenen Dokumenten auch.

Und ansonsten, man muss es vielleicht nicht sagen, aber zur Sicherheit und der Hund halt auf Medikamente angewiesen ist, die er vielleicht auch nur in bestimmten Situationen braucht, dann natürlich die in ausreichender Menge mitnehmen.

Ganz wichtig und wir hatten früher keinen futtersensiblen Hund und jetzt haben wir einen futtersensiblen Hund und du hattest schon über das Thema Futter gesprochen. Ja, man kann in allen Ländern dieser Erde mittlerweile Hundefutter kaufen, aber die Zusammensetzung und Qualität unterscheidet sich teilweise doch erheblich, weil ja natürlich auch der Fokus, ähm, der Menschen vor Ort nicht immer unbedingt darauf ist, dem Hund das teuerste Futter zu kaufen, wenn ich jetzt mich zum Beispiel in Mexiko oder so aufhalte. Und wenn man 'n Hund hat, der auf bestimmte Inhaltsstoffe reagiert oder der einfach auch nicht alle Fleischsorten gut verträgt, dann, ähm, ja, einfach mal gucken, was es vor Ort gibt und ob das passt und ansonsten lieber auch noch mal 'n paar Dosen oder, oder Beutel mehr mit einladen.

Wir haben gerade auch den ganzen, die ganze Eurobox voll, weil wir jetzt eben länger unterwegs sind. Das ist blöd, weil es ist viel Gewicht und es ist auch viel Platz, gerade wenn man mit kleinen Fahrzeugen unterwegs ist, aber das vielleicht, weil man in den Gruppen ja immer liest, „Ja, dann kauf dir halt was vor Ort", aber das ist dann in manchen Situationen eben auch nicht so einfach.

Ja, das ist absolut wichtig, was du da auch noch mal ansprichst. Also ich glaube, oder so war es jetzt auch von mir eher gemeint, die Leute, die jetzt zum Beispiel barfen und dann zum Beispiel da Fleisch kaufen oder Gemüse vor Ort und das selber zubereiten, ist vielleicht noch 'n bisschen anderes Thema.

Ja.

Aber natürlich, gerade wenn ich jetzt weiß, okay, ich hab jetzt zum Beispiel 'n Nass- oder 'n Trockenfutter, was der Hund verträgt und alles andere wird halt 'n bisschen schwierig, dann auf jeden Fall immer in ausreichender Menge selbst mitnehmen. Bei uns ist das tatsächlich auch schon mal passiert. Nicht weil wir dachten, wir kaufen vor Ort was, aber wir sind länger geblieben, als wir geplant hatten und hatten nicht genug Futter mit. Also auch hier 'n Learning, packt lieber dann doch 'n bisschen mehr mit ein als das, was ihr eigentlich ausgerechnet habt. Und wir mussten dann vor Ort, in Frankreich war das, Hundefutter kaufen und unser einer Hund, der verträgt ja leider kein Fleisch, also der wird, äh, vegetarisch ernährt und das war 'ne Katastrophe. Also wir dachten dann: „Ja, okay, dann muss im Zweifel vielleicht irgendwie Pferd oder Huhn herhalten", aber er hat halt nichts wirklich vertragen und es ging ihm dann tagelang auch einfach nicht gut.

Und so was ist natürlich nicht schön, ne. Also wenn's dem Tier nicht gut geht, dann geht's einem selber ja auch nicht so unbedingt gut.

Ja, und lieber für sich selber weniger mitnehmen, weil ich sag mal, Spaghetti, Reis und Tomatensoße und auch Fleisch bekommt man überall und Gemüse, aber eben dieses spezielle Hundefutter im Zweifel dann halt nicht. Okay, dann Thema Einreisen, Durchreisen in andere Länder oder durch andere Länder. Da gibt's ja auch allerhand zu beachten. Innerhalb Europas ist es unserer Erfahrung nach relativ unkompliziert, also innerhalb der Europäischen Union, muss man sagen. Da reicht der Heimtierausweis mit der, ähm, ja, frischen Tollwutimpfung in erster Linie. Also da muss man jetzt gar nicht so viel Trara machen. Wenn man dann allerdings sich in Länder bewegt wie Albanien oder auch, ähm, ja, teilweise auch in den, in den skandinavischen Ländern, da brauchen die Hunde dann noch zusätzliche Prophylaxen.

Wie, ähm, was sind da so deine Erfahrungen oder eure, euer beider Erfahrungen?

Also ich war mit den Hunden jetzt ja auch nur innerhalb Europas unterwegs. Also zu Flugreisen kann ich aus meiner eigenen Erfahrung zumindest nichts sagen. Ich wurde tatsächlich, ich weiß gar nicht, ob man das ja so sagen darf, aber ich wurde tatsächlich noch nie irgendwo kontrolliert, aber das kann ja trotzdem immer mal passieren und ich persönlich möchte das Risiko einfach nicht eingehen, dass ich eine von diesen, ja, Vorlagen oder Einreisebestimmungen eben nicht erfülle und meine Hunde dann im Zweifelsfall noch irgendwie sichergestellt werden, in Quarantäne gesteckt werden oder so was, weil das auch, ja, keine schönen Situationen sind, sowohl für den Menschen nicht als auch für den Hund nicht. Also ich hab bisher die Erfahrung gemacht, dass eigentlich alles immer recht einfach und unkompliziert war, aber ich würde trotzdem immer schauen, das, was du eben auch schon gesagt hast, okay, in was für Länder möchte ich denn einreisen oder durch welche Länder werde ich vermutlich auch reisen?

Also was sind Transitländer meiner Route? Was sind da die jeweiligen Einreisebestimmungen für Hunde? Also gibt es zum Beispiel in den Ländern, ja, Rasselisten, dass mein Hund zum Beispiel da auf 'ner Liste steht und deswegen in das Land nicht einreisen darf und auch vielleicht nicht durchreisen darf. Auch hier sind, du hast es ja schon gesagt, grade die skandinavischen Länder manchmal da ja auch so 'n bisschen spezieller. Ähm, da ist es ja zum Beispiel auch in Dänemark so, auch wenn ein Hund so aussieht wie eine bestimmte Rasse, dann kann's eben passieren, dass es da eben zu Problemen führt. Das heißt, ist jetzt kein Muss, aber ich zum Beispiel, ich hab von meinen Hunden 'n Gentest machen lassen, einfach weil mich interessiert hat, was da alles so drin ist, ne. Ich hab ja zwei Tierschutzhunde und wusste halt nicht, was da so los ist.

Und ich habe halt zum Beispiel die Ergebnisse dieses Gentests auch auf meinem Handy, sodass ich auch nachweisen könnte, dass dort diese Rassen eben nicht drin sind, die im Land dann eben eigentlich verboten sind. Aber das würde ich mir auf jeden Fall immer anschauen. Dann auch immer gucken, hast du ja auch schon gesagt, wie ist das mit Impfungen? Auch zur Tollwutimpfung noch mal 'n kleiner Disclaimer: Die sollte man nicht ein, zwei Tage vorher machen lassen, sondern drei Wochen sind das. Also drei Wochen sollte die Impfung her sein. Ähm, genau, was für Prophylaxen sind notwendig und was für andere Krankheiten sind vielleicht auch noch in den Ländern, gegen die ich meinen Hund vielleicht irgendwie schützen lassen sollte.

Ich hab noch 'ne kleine Anmerkung zum Gentest. Ich hab neulich erst wieder gelesen, dass sie nicht in allen Ländern behördlich anerkannt werden. Also da vielleicht nicht, nicht komplett drauf verlassen.

Nee, das absolut nicht.

Aber deine sehen ja pheno..., genau, deine sehen ja auch phenotypisch jetzt nicht unbedingt so aus, als, als würden die auf 'ner Liste stehen. Ähm, wenn man bei dem Thema Einreiseverbote oder auch strenge Durchsetzung von Regelungen sich so 'n bisschen umhört, dann kommt ja immer sehr schnell, äh, Dänemark ins Spiel. Was die wenigsten aber wissen, ist, dass Frankreich zum Beispiel auch sehr, sehr streng ist. Da dürfen auf viele Campingplätze auch keine Hunde oder auch keine Mischlinge dieser Rassen, die auf bestimmten Listen stehen. Die sind da meiner Erinnerung nach klassifiziert in eins, zwei, drei, vielleicht auch vier, ich weiß es nicht genau. Und, ähm, es gibt Campingplätze, die eben kategorisch alle Hunde, die auch nur irgendwie was mit, äh, äh, mit Listenhunden zu tun haben, ausschließen.

Das heißt, da sollte ich mich auch vor der Urlaubsbuchung im, vielleicht auch erkundigen, ob auf den Campingplätzen ich meinen Hund überhaupt mitnehmen darf, also jetzt speziell bestimmte Rassen. Und, ähm, ich hab's gleich. Ganz wichtig auch noch: Wenn ihr außerhalb der EU euch bewegt, dann braucht ihr nicht nur für die Einreise in das andere Land, sondern auch für die Wiedereinführung des Hundes in die EU, ähm, bestimmte Unterlagen. Das variiert manchmal 'n bisschen. Also wir brauchen zum Beispiel jetzt für und aus Mexiko andere Unterlagen als in anderen Ländern. Da müsstet ihr euch dann bitte immer auf den, ähm, jeweiligen Ministerienseiten umschauen. Das ist manchmal das Landwirtschaftsministerium.

Ähm, manchmal gibt's noch, äh, was hat man da, manchmal gibt's auch so Veterinärämter, die da Informationen veröffentlichen. Also da bitte gucken. Meistens braucht man 'n Gesundheitszeugnis, oft 'nen Tollwut-Titer, zum Beispiel, ähm, für Albanien und, und Rückreise in die EU. Und ganz, ganz wichtig: Plant das ausreichend vorher. Also nehmt euch mindestens ein, zwei Monate Zeit, um diese ganzen Papiere, ähm, zu besorgen und die Termine zu planen, denn es gibt da bestimmte Fristen einzuhalten. Also 'ne Tollwutimpfung muss oder der Titer muss mindestens so und so lang vorher gemacht werden, aber das Gesundheitszeugnis darf dann wiederum nur maximal sieben Tage vorher oder fünf Tage vorher da, ähm, ausgestellt werden. Da schwanken die Zeiten so 'n bisschen und es ist doch viel zu organisieren.

Ähm, ich glaub, ich hab in unserer Mexiko-Folge 'n bisschen ausführlicher drüber gesprochen. Also unterschätzt es nicht. Das ist 'ne ziemliche Bürokratie und ihr müsst dann auch in den Nicht-EU-Ländern vor Ort noch mal zu 'nem Tierarzt, um dann wieder 'n frisches Gesundheitszeugnis für die Wiedereinreise euch zu beschaffen. Also es ist 'n bisschen Gerenne.

Das war jetzt auch grade für mich total spannend, das auch noch mal so zu hören, wie sich das dann verhält. Ich hab nur noch 'n kleinen Nachtrag, weil du das grade meintest auch mit Campingplätzen, dass zum Beispiel nicht alle Rassen auf Campingplätzen dann auch erlaubt sind. Das wäre generell auch noch so 'n Tipp, einfach zu prüfen, w-wie ist das in 'nem Land überhaupt? Also wo darf ich mich mit meinem Hund auch aufhalten?

Ja.

Weil das ja nicht nur für Campingplätze schwierig sein könnte, sondern wenn ich mir jetzt zum Beispiel vornehme, ich will irgendwie 'n schönen Strandurlaub machen, mit meinem Hund an der Promenade langschlendern und irgendwie mich die ganze Zeit irgendwie in Restaurants mit dem zusammen aufhalten, sollte ich vielleicht auch da gucken, wie ist das in dem Land geregelt? Darf mein Hund überhaupt mit an den Strand?

Ja.

Darf der mit in Restaurants? Wie ist das zum Beispiel auch im öffentlichen Nahverkehr oder auf öffentlichen Plätzen? Also je nachdem, was ich halt plane und wie ich mir den Urlaub vorstelle, sollte ich da vorher auch in Erfahrung bringen, ob mein Hund da überall mitkommen darf, weil sonst erfahr ich ja vor Ort 'ne riesengroße Enttäuschung. Und auch hier zum Beispiel zu schauen, okay-

Darf er vielleicht mit, aber nur unter bestimmten Einschränkungen. Also dass er zum Beispiel dann immer 'n Maulkorb tragen muss oder immer angeleint sein muss, dass ich da auch im Vorfeld dann zum Beispiel auch 'n Maulkorbtraining positiv aufbaue und das aber auch schon früh genug mache, damit es in der Situation, in der's dann akut wird, nicht komplett neu für meinen Hund ist so. Genau.

Und checkt auch, ob euer Hund, äh, wenn grad 'n größerer Hund ist, ob der auf den Campingplatz mit darf. Also wir hatten's auch schon, dass 'n Campingplatz gesagt hat: „Nee, du, so große Hunde, das wollen wir bei uns nicht haben."

Ja.

Ähm, also guckt auch das. Und natürlich klar, guckt auch, ob Hunde generell erlaubt sind. Äh, das kann auch noch durchaus hilfreich sein. Und, ähm, weil du grad den Maulkorb angesprochen hast und wenn euer Hund vielleicht beim Tierarzt 'n Maulkorb braucht, dann würd ich den auf jeden Fall auch in den Campingurlaub mitnehmen für den Fall, dass doch mal irgendwie was ist und ihr zum Arzt müsst, dass ihr dann nicht quasi da steht und irgendwie noch 'n Maulkorb organisieren müsst.

Es ist 'n nicht so schönes Thema, aber, ähm, wir sollten auch noch mal so 'n bisschen über Krankheiten sprechen. Also ich mein jetzt damit nicht Krankheiten, die bekannt sind, die der Hund sowieso schon hat, sondern eher so diese klassischen, ähm, ja, ich nenn's mal Reisekrankheiten. Die können ja auch von Land zu Land mit 'ner, mit 'nem unterschiedlichen Risiko behaftet sein. Es gibt die, ähm, die klassischen Mittelmeerkrankheiten, also Leishmaniose ist da sicherlich 'ne sehr bekannte, Anaplasmose, Babesiose, Ehrlichiose. Hab ich noch eine vergessen? Nee, das sind die vier, ne. Also das sind, ähm, nur teils h-heilbare, teils behandelbare Krankheiten, aber die können durchaus auch sehr böse enden, ähm, nämlich mit dem Tod des Tieres oder mit 'ner wirklich schweren Erkrankung, die das Tier das ganze Leben lang dann mit sich rumschleppt.

Und es gibt auch in bestimmten Ländern erhöhte Risiken für Geschichten wie Parvovirus, äh, Zwingerhusten und solche Staube, ähm, solche unschönen Geschichten. Und da ist es wirklich empfehlenswert, wenn man jetzt, ich sag jetzt mal, wenn man jetzt irgendwie zwei Wochen nach Kroatien auf 'n Campingplatz fährt, dann muss man sicher da nicht die, das komplette Impfprotokoll dem Hund antun. Aber wenn ihr länger unterwegs seid und auch in Länder unterwegs seid, in denen's sehr viele freilebende oder Straßenhunde gibt, dann solltet ihr euch mit dem Thema mal auseinandersetzen, mit dem Tierarzt darüber sprechen und dann auch sehr frühzeitig am besten so 'ne, ähm, 'ne Impfstrategie quasi euch zurechtlegen, dass dann der Hund nicht kurz vor der Abfahrt irgendwie fünf Impfdosen bekommen muss, ähm, mit verschiedenen Erregern.

Ich weiß, dass da jetzt wieder Leute sagen: „Oh, und Hunde immer so viel impfen", aber man muss halt 'ne Risikoabwägung dann auch machen für das eigene Tier. Du, Nix Sollwei. Ja, absolut, weil als ich Aris aus Griechenland übernommen hab, also unseren zweiten Hund, haben wir natürlich dann auch mehrere Gesundheitscheck-ups gemacht und du hast zwei Krankheiten angesprochen, die er eben auch hatte und die sehr ernst zu nehmen sind, nämlich Anaplasmose und Babesiose. Das sind halt wirklich richtige Klopper und die können auch wirklich sehr schlecht für den Hund ausgehen. Deswegen man unterschätzt das vielleicht, aber es kann eben dann doch passieren und da würde ich auch wirklich in 'nen Dialog mit 'nem Tierarzt gehen, die Situation besprechen und das individuell auch aufs Reiseziel und den Hund auf jeden Fall anpassen und das auch früh genug.

Und genauso wie zum Beispiel der Schutz vor Krankheiten durch Impfung ist es auch total wichtig, auch hier würd ich empfehlen, das auch noch mal mit 'nem Tierarzt zu besprechen, dass man schaut, was für, ja, andere Gefahren können vielleicht in der Reiseregion lauern. Hier könnte man jetzt auch sagen, okay, da dramatisiert jemand über, aber wie ist das zum Beispiel mit 'nem Schutz vor Zecken und vor zum Beispiel Mücken? Weil zum Beispiel Leishmaniose, hast du ja eben schon gesagt, ist auch 'ne Krankheit, die zum Beispiel auch über Mücken übertragen wird. Genauso aber auch wie die Dirofilarose, das ist der Herz, äh, Bandwurm oder ja, der Herzwurm. Ähm, das heißt, ich sollte mich schon damit auseinandersetzen: Was kann ich tun, um meinen Hund vor Mücken da so 'n bisschen zu schützen?

Auch hier vielleicht noch mal, wenn abends wirklich viele Mücken unterwegs sind, dann doch das Risiko abzuwägen und zu sagen, okay, dann geht der Hund jetzt vielleicht für 'ne Stunde doch noch mal in den Camper rein. Könnte man mir jetzt auch vorwerfen, die ist zu überpanisch, aber- Nein, machen wir genauso. Unser Hund, unser Hund liegt ab Dämmerung, ähm, grade in Mexiko unterm Moskitonetz. Also ich find das nicht übertrieben. Und, ähm, Sebastian weiß ja aus erster Hand, wie's ist, mit 'nem Leishmaniose-Hund zu leben, ne.

Ja.

Ja.

Nicht so richtig schön.

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Es gibt ja zum Beispiel auch noch den, äh, Lungenwurm. Also auch das hab ich schon selber auch im Umfeld erlebt. Das sind wirklich Martyrien, die da auch das Tier und auch der Halter dann durchstehen muss, um das irgendwie auch wieder zu behandeln. Also generell auch 'ne Prophylaxe oder 'n Schutz auch vor Parasiten immer in Erwägung ziehen, auch mit dem Tierarzt zu sprechen. Uns wurde zum Beispiel immer empfohlen, dass man 30 Tage nach Abreise vielleicht noch mal darüber nachdenkt, 'ne Wurmkur zu geben- Ja

... da auf Nummer sicher zu gehen. Ist natürlich auch nie schön und ich versteh auch Leute, die sagen, ich greife lieber auf natürliche Mittel zurück, aber ich persönlich bin jemand, der dann sagt, na ja, ich hab's ja erlebt, was auch bei solchen Krankheiten dann eben passieren kann. Und dann geh ich da tatsächlich auch lieber auf Nummer sicher und mach dann 'ne Darmkur und sorg dafür, dass der Hund dann da wieder auch 'ne vernünftige Darmflora hat, auch wenn's nicht schön ist, aber ich möchte dieses Risiko einfach so gering wie möglich halten.

Ja, das ist die Entscheidung, die wir auch getroffen haben, ähm, auch aus 'nem sehr langen Abwägungsprozess heraus. Wir haben mit mehreren Tierärztinnen darüber gesprochen, ähm, wie man das am besten auch so gestaltet, dass dem Hund jetzt nicht so wahnsinnig viel Chemie zugemutet werden muss. Aber auch bei uns war's so, dass wir gesagt haben, was sind die potenziellen Risiken bei der einen und bei der anderen Sache. Und für uns war's halt persönlich so, dass die Krankheitsrisiken in den Ländern, in denen wir unterwegs sind, wobei sich das durch Klimawandel ja jetzt auch so 'n bisschen ändert grade. Aber da sind die, die Risiken für diese wirklich schweren und teils tödlichen Krankheiten so viel greifbarer als 'n abstraktes Risiko, was natürlich immer da ist, wenn man 'n Zeckenhalsband und Ähnliches oder Spot-ons dem Hund verabreicht, weil es sind im, im dem Sinne ja auch Nervengifte, sonst würden sie ja die Insekten auch nicht töten, ja.

Ähm, aber da war und für uns einfach persönlich die Abwägung so, dass wir gesagt haben, das Risiko, ähm, ja, ist für uns höher, das nicht zu tun, als es zu tun und vielleicht dann irgendwann mit Spätfolgen halt klarkommen zu müssen.

Ja, absolut. Und für die Leute, die vielleicht 'n bisschen pragmatischer unterwegs sind, 'n Punkt, den wir eigentlich auch lieber alle gerne ausklammern. Aber das Ganze geht natürlich auch ordentlich ins Geld, wenn ein Hund dann eine entsprechende Krankheit hat. Also wenn das vielleicht dann eher das Argument ist, ist natürlich jetzt nicht unbedingt mein Hauptargument, aber ich find's trotzdem der Vollständigkeit halber wichtig, das hier auch noch mal anzusprechen. So eine Behandlung kann halt auch ordentlich ins Geld gehen.

Ja, das auch. Und was man halt auch nicht vergessen darf, bestimmte, ähm, Parasiten oder auch Krankheiten können sich auch auf den Menschen übertragen. Das heißt, grade wenn ich irgendwie noch Kinder mit am Start habe, ist so 'n Bandwurm oder, ja, Bandwurm in erster Linie auch kein Spaß. Ähm, über so Themen wie Fuchsbandwurm und so was will ich gar nicht sprechen. Die sind sowieso allgegenwärtig und, und schwer überhaupt, ähm, zu bändigen. Aber daran sollte man auch denken, dass es ja nicht immer auch nur in Anführungszeichen den Hund betrifft, sondern auch mal was sein kann, was für den Menschen 'n bisschen unangenehm wird. Und Giardien sind auch kein Spaß. Die hattest du in der letzten Folge schon erwähnt als Ausrede für ungewollte Hundekontakte, aber wenn man ihn echt dann sich mal ins Haus geholt hat, wir hatten's Gott sei Dank noch nie, aber ich kenn genug Leute, bei denen es schon war, da kannst du erst mal alles desinfizieren und über Wochen wahnsinnig große Hygienemaßnahmen dann umsetzen und, ähm, dem Hund geht's auch richtig dreckig.

Ist im Camper auch wunderschön.

Ach, ihr hattet das auch, ne?

Ja, mehrfach.

Ja, mhm.

Genauso wie Flöhe, die man sich bei Igeln holt, die man unbedingt fangen muss.

Ja.

Auch im Camper, eine sehr schöne Geschichte.

Ja, Flöhe wollt ich nämlich auch grad noch einen bringen. Und wenn der Hund übrigens Flöhe hat, hier noch mal so 'n kleiner unnötiger Tipp, aber vielleicht ja doch ganz ratsam. Wenn der Hund Flöhe hat, bitte auch immer entwurmen, ja. Weil da kann, der Floh kann eben auch ein Wirt für Bandwürmer sein.

Ach, stimmt. Irgendwo hatt ich das mal gelesen, aber das hatt ich tatsächlich nicht mehr präsent.

Ja, aber das ist auch ähnlich schön mit, äh, hygienischem Aufwand und, äh, Reinigung der ganzen Bude. Und auch hier kann man natürlich sagen, okay, ich, äh, gehe auf natürliche Maßnahmen zurück. Ich kenn nur tatsächlich persönlich niemanden, bei dem das auch geholfen hat. Also ich würde das auch lieber so haben, dass natürliche Mittel da helfen, aber ja, ist schwierig.

Also ich, ich glaub, bei ganz vielen Dingen helfen sie. Und dann gibt's aber Dingen, äh, Dinge, wo man noch mal 'n bisschen, ähm, eine Schippe drauflegen muss leider. Wir machen's auch ungern. Wir sind auch mit uns selber sehr eigentlich, ähm, ja, sehr vorsichtig im Umgang mit Medikamenten und-

Ja.

Aber wie gesagt, das, ähm, irgendwann muss man die Entscheidung einfach treffen, wie man's dann durchziehen möchte.

Ja.

Wir hatten vorhin im kurzen Vorgespräch auch schon mal das Thema Blaualgen. Das ist keine Krankheit, sondern, ähm, das sind eigentlich auch keine Algen, sondern sogenannte, ähm, Cyanobakterien. Wenn die sich massenhaft vermehren in Gewässern, dann kann's für den Hund tödlich enden und für Menschen ist es auch sehr ungesund, sagen wir mal so. Also Hautausschlag, dies das. Ähm, ob's zum Tod führen kann bei erwachsenen, gesunden Menschen, weiß ich nicht, aber zumindest für Kinder ist es äußerst schädlich. Und wir haben jetzt so 'n bisschen das Problem gehabt in diesem sehr heißen Sommer und mit einem Hund, der wahnsinnig gerne schwimmt, dass wir so 'n bisschen Seentourismus betrieben haben und immer versucht haben, Seen zu finden, wo eben grade keine Blaualgenproblematik herrscht, weil das im Moment in ganz Deutschland, aber auch in, ähm, im angrenzenden Ausland ein Riesenthema ist.

Also es Seen gesperrt werden, ähm, Badeverbote ausgesprochen werden und, und, und. Ich hab aber das Gefühl, dass es bei vielen Hundehaltern noch gar nicht so präsent ist, obwohl in diesem Jahr schon zig Hunde dran gestorben sind. Und das Ganze übrigens nicht nur in stehenden Gewässern auftritt, sondern auch zum Beispiel an der Ostsee ganz gerne mal. Also da ist man auch nicht geschützt. Und ja, über dieses Thema wollt ich gerne noch mal sprechen, wie ihr euch darüber Gedanken macht. Ähm, lasst ihr eure Hunde überall rein oder guckt ihr immer vorher? Weil ich hab da auch das Gefühl, ich bin total übertrieben und häng nur noch im Internet und google immer lausiger Teich, äh, Blaualgen, ähm, Cospudener See, Blaualgen und langsam nervt's mich selber.

Ja, es ist natürlich 'n sehr aufwühlendes Thema und ich weiß, dass es eben Menschen gibt, die sagen: „Ja, toll, dann darf ich mit meinem Hund halt irgendwie so gar nichts mehr machen." Und ja, ne, man kann natürlich Glück haben, denn du hast es ja schon gesagt, das sind im Prinzip ja keine Algen, sondern Bakterienarten und nicht alle davon sind giftig. Aber es gibt eben welche, die sind schwer giftig und es gibt welche, die sind ungiftig und es ist sehr schwer, das Ganze mit 'm bloßen Auge zu unterscheiden. Und- Ja, ich persönlich schaue schon ganz gerne mir das Gewässer an, bevor ich meine Hunde da reinschicke. Also ich wohne ja hier in Waldnähe und hier sind auch viele Bäche, aber auch mal so größere Wasserpfützen und so, wo die super gerne reinspringen würden.

Und ich schau dann schon immer: „Okay, was ist das für ein Gewässer?" Ich meine, gut, du hast es ja schon gesagt, auch wenn es in der Ostsee und so jetzt schon aufgetreten ist, ist es nicht unbedingt immer nur stehendes Gewässer, aber meistens dann doch Gewässer, wo nicht ganz so viel Strömung ist. Das mit der Ostsee wusste ich jetzt so noch nicht, aber meistens sagt man's ja so und wo sehr viel Sonneneinstrahlung ist und wo man dann auch schon so 'n grünen Film so 'n bisschen erkennen kann. Und wenn das Wasser dann doch sehr grünlich ist, dann lasse ich meine Hunde tatsächlich da nicht rein. Also, Nele, du bist hier nicht die einzige Gluckenhunde-Mutti. Ich schau da auch schon nach, weil ich einfach da auch nicht unbedingt später mir die Vorwürfe machen wollen würde, sondern dann gehen wir halt weiter und gucken, ob's vielleicht beim nächsten Wasserloch anders aussieht.

Und auch hier vielleicht noch mal so als kleine Ergänzung dazu so 'n bisschen aufpassen, weil es kann auch sein, dass so Ablagerungen von den Blaualgen auch am Ufer sein können. Also das sieht man, dass das dann so grüne oder so blau-grünlichere Ablagerungen sind und da sind dann eben auch diese Toxine drin enthalten. Also auch da mit dem Hund dann vielleicht nicht zu nah ans Ufer gehen oder auch da nicht unbedingt irgendwie Suchspiele oder so machen, sondern das dann eher vielleicht doch auf 'ne Wiese oder so verschieben und dann zu schauen, gibt's 'ne Alternative, dass ich meinen Hund vielleicht woanders ins Wasser lassen kann. Ist natürlich super ärgerlich, wenn man extra zu so 'nem See hingefahren ist, aber ja. Also ich kann jetzt hier nicht guten Gewissens sagen: „Egal, mach einfach", weil dafür ist mir das Risiko dann auch zu groß.

Also das Tückische an dem Thema Blaualgen ist ja auch, dass sie nicht erst gefährlich werden, wenn man die schon sieht, sondern grade auch so für kleinere Hunde oder für kleinere Kinder schon in, ähm, in 'ner Konzentration, die man mit 'nem bloßen Auge gar nicht wahrnehmen kann.

Ja.

Und da ist man wahrscheinlich im Moment, ähm, jetzt bei den aktuellen Temperaturen, die wir jetzt im Sommer hatten, also wir, wir nehmen ja jetzt noch Ende August auf, wahrscheinlich besser, ähm, damit bedient, sich wirklich Seen, größere Badeseen zu suchen, wo regelmäßige Kontrollen stattfinden. Und diese, ähm, Ergebnisse, die kann man dann auch auf den Webseiten der jeweiligen, ähm, entweder Kommunen oder der Seen selber oder des Landes oder des Gesundheitsministeriums einsehen. Also das Land Sachsen hat sehr viele Aufrufe auf seiner Webseite grade, ähm, von einer gewissen IP-Adresse und die, das Gesundheitsministerium der Tschechischen Republik ebenfalls. Da kann man sich das dann immer angucken und sieht auch, wann die letzte Beprobung war und dann eben für sich entscheiden: „Ja, okay, reicht mir das, wenn da vor 'm Monat geguckt wurde oder würd ich lieber was Aktuelleres haben?", halt.

Okay, dann Blaualgen. Da noch mal, wie gesagt, einfach Bewusstsein haben. Das Risiko müsst ihr selber einschätzen für euch, aber im Moment ist es wirklich, wirklich problematisch und es war noch nie so problematisch wie im Moment. Also von daher lieber einmal zu viel hingucken, weil das ist, ähm, kein schöner Tod für so 'nen Hund. Dann wollten wir noch über die Reiseapotheke sprechen. Wie sieht die bei euch aus? Habt ihr da irgendwas Besonderes oder hast du tatsächlich halt so 'n Erste-Hilfe-Package und so 'n paar Basics und, ähm, los damit? Oder wie macht ihr das?

Also ich hab tatsächlich so 'n Erste-Hilfe-Package, wie gesagt, einfach so 'n ganz normales, was man auch im normalen Heimtierbedarfsladen auch kaufen kann, weil da sind zumindest dann Dinge drin, mit denen man auch bei 'ner akuten Verletzung auch mal 'n Druckverband anlegen könnte, sodass der Hund einfach provisorisch versorgt ist, bis man beim Tierarzt ist. Ich persönlich nehm immer gerne noch so ein Silberspray mit, was ganz gut ist bei zum Beispiel Hautirritationen oder, ja, was, was ich dann auch nutzen kann, wenn jetzt der Hund zum Beispiel, ja, sich da doch vielleicht irgendwie mal 'ne Stelle irgendwie so 'n bisschen aufgescheuert hat oder so, ne. Also da auch immer so gucken, was habt ihr für 'n Kandidat zu Hause, zu was neigt er so und dann das auch immer so 'n bisschen darauf anpassen.

Ich hatte für Aris 'ne ganze Zeit lang jetzt, glaub ich, gar nicht mehr, weil er's nicht mehr so unbedingt braucht, dieses, ähm, ich glaube, Nux vomica heißt das. Das sind, ja, Globuli, also homöopathische Mittel bezüglich Reisekrankheit. Eine Zeit lang hatte ich auch mal Bachblüten mit für Hardy. Also auch hier sind wir eher im homöopathischen Sektor unterwegs, aber alles andere, also das sind so die Sachen, die ich auf jeden Fall immer irgendwie mit dabei habe oder mit dabei hatte. Aber was so sonst mitkommt, das entscheide ich immer so 'n bisschen, je nachdem, wo wir hinfahren und was grade so auch gesundheitliche Themen sind und hab auch 'ne ganz tolle Tierärztin, die mir dann auch immer sagt, was genau ich auch holen soll und was grade, ja, da auch sinnvoll ist.

Ach, und Kohletabletten.

Ja, die wollte ich nämlich jetzt grade in den Raum werfen.

Kohletabletten hab ich auch mit, genau. Und ich hatte auch mal 'ne Zeit lang immer Sauerkraut dabei, aber das, ähm, ja, war dann irgendwie nicht so ganz so praktisch. Aber ka-kann man auch machen, so. Falls der Hund dann noch mal irgendwie einen schärferen Gegenstand oder so geschluckt hat, ist das immer ein ganz guter Tipp, da auch dann auf Sauerkraut zurückzugreifen, weil das wickelt sich eben auch um den Gegenstand dann drum rum. Aber bitte nicht so geben, sondern immer ordentlich ausspülen, ne.

Ja. Also bei uns ist wirklich Kohlekompretten Standard. Die haben wir nicht nur im Camper, sondern die sind praktisch in allen Taschen irgendwie im Auto, ähm, weil das eben Nicht nur gegen, ähm, bei oder nicht gegen, sondern bei Durchfall hilft, sondern auch im Zweifel mal bei 'ner Vergiftung, um die Zeit zu überbrücken, zum nächsten Tierarzt zu rasen, wenn der Hund wirklich mal Rattengift oder Ähnliches geschluckt haben sollte. Ähm, kommt ja leider heutzutage immer mal wieder vor und auch gar nicht regional eingegrenzt. Deswegen ist es immer so 'ne ganz gute Sache und übrigens auch, ähm, beim Thema Blaualgen ist es als wirklich aller allererste Hilfemaßnahme, ähm, empfohlen, dass man da 'ne ordentliche Dosis Kohletabletten gibt.

Die muss man aber wirklich wahnsinnig hoch dosieren, ähm, weil, also ich hab's jetzt nicht genau im Kopf, wir haben die immer abgezählt in unserem Giftköder-Erste-Hilfe-Set mit drin, auf das Gewicht des Hundes abgestimmt und mit viel Flüssigkeit. Wir haben das Glück, dass unser Hund Kohletabletten frisst, als wär's 'n Leckerchen. Die liebt das Zeug irgendwie. Ähm, aber das sollte man, äh, sich mal überlegen, wie man das dem Hund verabreichen kann, wenn der entweder nicht mehr in der Lage ist, was selber aufzunehmen oder eben die ablehnt, dass man dann vielleicht mit irgend 'ner, ähm, größeren Spritze das direkt aufgelöst in Rachen verabreicht oder Ähnliches. Also da auch mal vom Tierarzt beraten lassen. Ähm, ist aber übrigens nicht nur bei uns für den Hund Standard, sondern auch für uns selbst. Wir haben die, wir nutzen die auch sehr gerne, grade auch in Mexiko, wenn man mal irgendwie so was isst, wo man denkt so: „Hm, könnte was nachkommen", dann ordentliche Ladung Kohle.

Dann, ähm, die ganzen Prophylaxemittel, über die wir vorhin gesprochen haben. Je nachdem, wie lange ihr unterwegs seid, müsst ihr da eventuell dann auch noch mal weitere entweder Pipetten, Halsbänder, was auch immer mitnehmen, um die einmal aufzufrischen, weil die halt immer nur eine bestimmte Haltbarkeit, ähm, dann am Hundekörper haben. Und wir haben immer noch das Desinfektionsspray. Da gibt's so eins, da fällt mir jetzt leider gerade der Name nicht ein, das brennt nicht. Ähm, und so Wundreinigungszeug und dann auch Verbandsmaterial dabei, weil unser Hund sich gerne mal auch mit ihren acht Jahren immer noch, äh, beim Toben mal so 'ne Kralle ein- oder abreißt und dann kann man die versorgen und kann die schön verbinden, dass da nicht noch Dreck reinkommt.

Ich find das total super, dass du das mit dem Desinfektionsmittel gesagt hast, weil ich wurde tatsächlich neulich auch gefragt, so: „Ja, hm, ich kann doch aber auch einfach das nehmen, was ich generell auch für mich nutzen würde." Nein, bitte holt euch da 'n Desinfektionsmittel, was speziell auch für Hunde verkauft wird, weil Hunde einfach auch noch mal einen anderen pH-Wert der Haut haben und dann das Desinfektionsmittel für uns Menschen nicht geeignet ist. Also da wirklich separat etwas besorgen und das dann auch mitnehmen.

Sebastian, hast du noch 'ne Ergänzung für die Reiseapotheke?

'Ne Übersetzungs-App, wenn ihr ins fremdsprachige Ausland fahrt.

Ja, für den Tierarzt, ne?

Ähm, genau. Das, das ist wirklich so die größte Hürde gewesen tatsächlich in Spanien damals. Ähm, wenn man, wenn man wirklich noch kein Wort Spanisch spricht, so beim ersten Mal. Das, das war, also es ging alles irgendwie und, ne, so 'n bisschen mit Übersetzern und heutzutage, ähm, ist das ja auch kein Thema. Du sprichst da rein, dann kommt vorne die andere Sprache raus, der Tierarzt spricht rein, dann kommt hinten quasi die deine Sprache raus. Also das ist ja heutzutage alles easy peasy. Ansonsten tatsächlich bei uns so nichts weiter dabei, außer wie gesagt, die Medis, die, die vielleicht für, keine Ahnung, gleich man 'n Joseschub oder so was da sind. Und Tipp für, äh, wenn der Hund Tablette nicht, nicht essen will oder so was, ist, äh, Leberwurst oder Käse, also irgendwie oder Wurst, also irgend so was.

Da kriegt man das bei den meisten Hunden ganz gut rein und wir haben's tatsächlich, ähm, grade weil unser Hund auch immer wieder Tabletten nehmen muss, mittlerweile einfach so, dass sie jeden Abend oder nach jedem Essen kriegt jeder Hund ein gei-ganz kleines bisschen Leberwurst, quasi so 'ne, so 'ne, so 'ne, so 'ne Fingerspitze voll. Und damit ist es für die jetzt ein, äh, Ritual und damit kriegst du dann aber auch, egal was, immer in den Hund rein, weil Leberwurst ist geil und die gibt's immer quasi. Und, ähm, so was kann man natürlich auch aufbauen, wenn, wenn ihr 'n Hund habt. Also weil unser Chief ist auch so 'n, so 'n Hund, ähm, der hat am Anfang die Tabletten im Käse drin, dann hat er den Käse außen rum abgeknibbelt in seiner Schnauze und dann ist die Tablette vorne rausgefallen.

Mhm.

Und das klappt aber durch diese, durch dieses Leberwurst-Ritual mittlerweile einfach easy peasy, weil der schluckt das einfach. Er, ne, ist dann auch nicht mehr skeptisch, sondern zack rein und passt. Ähm, aber ansonsten war bei uns eigentlich bei der Apotheke nie noch irgendwas dabei, weil meistens waren dann eh Sachen, die nicht vorhersehbar waren und dann musstest du sowieso Medikamente vor Ort kaufen. Also, ähm, ne, ich glaube, man braucht jetzt auch für, für weitere Sachen nicht irgendwie prophylaktisch was mitnehmen, weil d-den Rest muss dir jeder Tierarzt verschreiben und dann kriegst du das auch tatsächlich ja in der Apotheke vor Ort. Ähm, das, das hat eigentlich immer ganz gut funktioniert ansonsten.

Was wir immer noch dabei haben, das fällt mir gerade noch ein, ist aber ganz, ganz wichtig bei uns, ähm, es, äh, sind so Ampullen zur Augenspülung. Also unser Hund liebt es ja, im Meer zu baden, dann kommt Salzwasser rein und dann juckt das Salzwasser im Auge und dann wird sich mit dem ganzen Kopf in den Sand eingebuddelt und geschubbert. Und dann hat die teilweise richtige Sandwürste in den Bindehäuten drin. Und, ähm, da kaufen wir immer so, das sind so große Ampullen. Ich glaub, das ist 'ne Kochsalzlösung. Also was, ähm, ganz, ganz Mildes auf jeden Fall und spülen da immer kräftig die Augen durch. Die gibt's aber leider auch nicht in allen Ländern so einfach zur Verfügung. Also in Mexiko zum Beispiel haben wir ganze Dörfer abgeklappert und nix gefunden.

Also die sollte man sich vielleicht mitnehmen, wenn man irgendwie 'n bisschen wo exotischer hinfährt. Ähm, und ansonsten halt 'ne, 'ne Spritze und irgendwie destilliertes Wasser oder so tut's auch dann im Zweifel. Aber durch die, äh, Kochsalzlösung wird das auch so 'n bisschen gereinigt.

Was mir grad noch zum Thema Lösungen einfällt: Es gibt ja auch viele Hunde, die grade im Urlaub da auf Veränderungen auch sehr sensibel reagieren und dann auch Thematiken bekommen mit zum Beispiel Durchfall. Hier ist es auch immer nicht ganz so verkehrt, ist ja auch für uns Menschen empfohlen, so 'ne Elektrolyte-Lösung-

Ah ja

... auch mitzunehmen, dass man den Hund auch bei akutem Durchfall dann da einfach auch noch 'n bisschen unterstützen kann.

Ja, ganz wichtig. Ähm, über das Thema Hitzschlag im Auto hatten wir in der ersten Folge gesprochen. Da möcht ich nur noch mal drauf hinweisen, dass das nicht nur im Auto passieren kann, sondern dass 'n Hund auch, wenn er so irgendwie unterwegs ist, 'n Hitzschlag kriegen kann, weil der ja mit Wärmeableitung ganz anders umgeht als wir. Also einfach die Hunde nicht überlasten. Ähm, wir sind da mittlerweile, ja, vielleicht auch wieder 'n bisschen übervorsichtig, ne, Pfoten nicht verbrennen. Und also gestern hatten wir 'ne Tour durch Leipzig, da w-- sind wir gefühlt von einem Schatten zum nächsten gehopst und haben gar nicht geguckt, was wir anschauen, sondern nur wo Schatten ist. Ähm, haben den Hund dann auch immer wieder komplett nass gemacht mit Wasser, also mit, mit 'nem Flasche Trinkwasser, die wir immer dabei haben, aber es ist nicht ohne.

Also wir haben auch gemerkt, dass es wirklich dann irgendwann zu viel war und haben dann auch, ähm, das Ganze beendet. Und da einfach bitte ganz genau hinschauen, weil, ähm, ihr könnt schwitzen, aber der Hund kann halt nicht schwitzen.

Dazu fällt mir grad noch ein, ich weiß gar nicht, ob wir das in der ersten Folge auch schon gesagt haben, aber manche Leute denken dann auch: „Okay, mein Hund geht gerne ins Wasser und dann ist es, ist er ja auf der sicheren Seite, dann kann er ja keinen Hitzschlag bekommen." Doch grade auch dann, weil es gibt so Hunde, die sind einfach so in love mit dem Wasser, die könnten sich da stundenlang drin verausgaben. Und natürlich wird der Körper dann zum Beispiel auch von unten ja dann gekühlt, wo der Hund im Wasser ist, aber die Sonne kann ja trotzdem auf den Kopf draufknallen. Das ist wie bei kleinen Kindern-

Ja

... die den ganzen Tag im Freibad toben. Die können auch 'n Hitzschlag bekommen und das passiert auch bei Hunden, die auch viel im Wasser sind. Also auch dann, wenn der Hund gerne ins Wasser geht, versucht dann da 'n Ende zu finden. Lasst den sich nicht komplett verausgaben, bis der vielleicht wirklich irgendwann 'n Hitzschlag bekommt und alles nur in Maßen.

Sehr schön. Dann haben wir's jetzt geschafft, unter einer Stunde geblieben zu sein, außer ihr habt noch Themen.

Ich nicht.

Nee, ich wüsste grade auch nichts. Also so zum Thema Sicherheitsmaßnahmen ist natürlich Schutz vor Hitze immer wichtig und ich weiß nicht, ob ihr sonst noch über andere Gefahren sprechen wollt, wie Magendrehung oder so oder Erste-Hilfe-Kenntnisse, aber ich denke, das ist ja eigenverantwortlich, dass sich da vielleicht jeder auch noch mal im Vorfeld erkundigt, sich anguckt, woran erkenn ich 'ne Magendrehung zum Beispiel beim Hund oder was sind generell auch grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen, wenn's zum Beispiel irgendwie Schnittwunden gibt oder der Hund irgendwie in die stabile Seitenlage muss und so weiter.

Das passiert euch da zu Hause genauso wie im Urlaub so.

Das sind, das sind eigentlich Themen, mit denen sich jeder Hundehalter, ähm, egal ob zu Hause oder unterwegs, befassen sollte. Also-

Ja

... ich fass nur vielleicht noch mal zusammen: Magendrehung hattest du schon genannt, ganz wichtiges Thema. Dann auch, ähm, ähm, Vergiftungserscheinungen, wie äußern die sich? Es gibt auch die sogenannte Wasservergiftung. Das heißt, wenn der Hund zu viel Wasser schluckt tagsüber und dann der Elektrolythaushalt durcheinander gerät, wie äußert sich so was? Bei uns Thema ja grade aktuell erst, ähm, paar Monate her, Gebärmutterentzündung bei Hündinnen, bei unkastrierten Hündinnen. Ähm, also einfach so sich allgemein mit dem Thema Erkennen von Krankheitsbildern beschäftigen, ist natürlich auch für den Urlaub wichtig und da wahrscheinlich sogar auch noch 'n Stückchen wichtiger, weil man eben nicht immer den vertrauten Tierarzt ganz in der Nähe hat, wo man da mal schnell vorbeischauen kann. Ähm, ansonsten haben wir auch Checklisten, sowohl, ähm, hier von SOLWAY als auch von uns zu allen möglichen Themen, die wir jetzt besprochen haben in diesen drei Folgen.

Von uns gibt's auch 'nen Artikel zum Thema Erste Hilfe bei Hund und Katze, ähm, den wir gemeinsam mit 'ner Tierärztin erarbeitet haben, wo so 'n paar Tipps und, ähm, Ratschläge mit drin sind. Und ansonsten, also es klang ja jetzt in der dritten Folge so, als wär die Welt nur noch voller Gefahren. Das ist natürlich nicht so, aber man muss es einfach mal ansprechen, weil man vieles ja auch dann nicht immer so präsent hat und auch gerne mal wegdrängt. Und es ist ja wirklich furchtbar, wenn man irgendwie mit 'nem gesunden Hund in den Urlaub fährt und mit 'nem kranken oder ohne Hund wieder zurückkommt. Und, ähm, von daher wollen wir euch da einfach so, wollten wir euch jetzt einfach so 'n paar Sachen mit auf den Weg geben.

Ja, ich glaube, eine Sache, die ich hier noch kurz sagen kann als Gefahr und dann hör ich auch auf damit, ähm, ist zum Beispiel, das ist uns nämlich mal passiert, was passiert, wenn mein Hund zu viel Salzwasser trinkt? Auch solche Spezies gibt es ja, ne, die dann ordentlich Meerwasser trinken, also auch solche Geschichten. Und ich glaube, die zwei allerwichtigsten Dinge, die hier wichtig sind, um eben nicht komplett in diesen Panikmodus jetzt zu verfallen, ist zum einen, dass man sich einmal auch vertraut macht mit den Vitalwerten des eigenen Hundes. Das heißt, dass man sich auch mal die Schleimhäute anschaut, mal guckt, was für 'ne Körpertemperatur hat mein Hund? Wie ist der, wenn's ihm warm ist? Woran erkenn ich, dass es ihm vielleicht zu warm ist? Also einfach mal so die grundlegenden D-Dinge sich da anzugucken beim eigenen Hund und auf jeden Fall das Gespräch mit dem Tierarzt zu suchen und sich da auch noch mal beraten zu lassen.

Ja, dem hab ich jetzt eigentlich ausnahmsweise mal nix mehr hinzuzufügen, du, Sebastian.

Nö, also wenn der, euer Hund groß genug ist, geht das mit dem, mit dem Salzwasser saufen meistens ganz gut. Fürcht zu, führt zu fürchterlichem Durchfall und dann gibt man ihm einfach Wasser nach.

Unsere kotzt es einfach immer direkt wieder aus und dann ist gut.

Aber ja, kommt auch wieder sehr individuell wahrscheinlich auf den Hund an, wie er damit, damit quasi klarkommt.

Ja, Sebastian, ich übergeb die Abmoderation heute an dich.

Ja, dann, äh, hoffen wir, dass ihr was mitgenommen habt. Wie gesagt, das, ne, es heißt nicht, dass hinter jeder Ecke irgendwie Gefahr lauert und tatsächlich ist mit unseren Hunden auf Reisen, äh, überwiegend gar nix gewesen, ähm, außer wenn sie halt wirklich ihre Baustellen, äh, schon haben und mitnehmen und, äh, dafür macht's Sinn, 'n bisschen vorbereitet zu sein. Ansonsten kann man sich sowieso nie auf alles vorbereiten, was so passieren kann. Ich hoffe, ihr habt was für euch mitgenommen. Vielleicht auch für die noch Nicht-Hundebesitzer war's 'n bisschen spannend. Ähm, und, ähm, ja, vielen Dank, Solveig, dass du hier bei uns im Podcast warst, uns so mit ganz vielen super spannenden und hilfreichen Informationen versorgt hast. Und wir wünschen dir, äh, weiterhin natürlich auch ganz viel Erfolg mit deiner Hundeschule und mit deinem Podcast. Und, äh, ne, noch mal, äh, abschließend, wer also sich, äh, mehr mit dem Thema Hunde beschäftigen möchte, dann auf jeden Fall den, den Podcast von Solveig abonnieren.

Wir verlinken auch noch mal alles in den, in den Show Notes, damit ihr das einfach anklicken könnt. Uuund, äh, ja, äh, abonniert unseren Podcast auch, damit ihr keine Episode verpasst. Das könnt ihr kostenlos machen überall da, wo es Podcasts zu hören gibt. Und ja, ich verabschiede mich bei euch. Bis zum nächsten Mal und geb das Wort weiter an Nele.

Du hast eigentlich alles gesagt, Solveig. Wir sehen uns beziehungsweise hören uns wahrscheinlich in den nächsten Wochen, nachdem dieser Podcast ausgestrahlt ist, wenn der Messestress sich gelegt hat und wir wieder so 'n bisschen runtergekommen sind, ähm, um an unseren Baustellen 'n bisschen zu arbeiten. Und ja, wer das auch machen möchte und Interesse hat, das bei dir zu tun, der kann dich ja auch über deine Seite hundegeflüster Punkt de oder com?

Com.

Hundegeflüster Punkt com erreichen. Und ja, wie schon in den letzten beiden Folgen, vielen lieben Dank für deine Zeit, für deine Expertise, für die wirklich sehr interessanten Gespräche mit dir und auch von meiner Seite alles, alles Liebe und viel Erfolg und ich hör dich ja eh jede Woche von daher im Podcast.

Danke, das freut mich sehr. Das weiß ich sehr zu schätzen.

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