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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute geht's um die Campingtrends 2023.
Genau, und, äh, da wollten wir uns ein paar verschiedene Bereiche mal näher angucken. Also zum einen: Wie hat sich das Camping an sich oder das Reisen an sich entwickelt? Zum anderen dann auch einen Blick auf die Fahrzeuge werfen und dann noch so 'n bisschen im Zubehör und in den Produkten stöbern.
Und das Ganze ist unser Blick auf die Campingwelt. Ähm, wir haben zum einen mal geschaut, was, was haben wir letztes Jahr so beobachtet und wahrgenommen und was sehen wir schon jetzt Anfang des Jahres. Und wenn du da einen ganz anderen Blick drauf hast oder Punkte hast, wo du sagst, ey, voll der Trend, den habt ihr völlig vergessen, dann schick uns doch bitte an podcast@camperstyle.de gerne dazu 'ne Mail. Wir werden es dann in einem oder einer der nächsten Folgen sicherlich noch mal thematisieren, wenn da, äh, Hinweise reinkommen und dann habt ihr quasi auch für eure Trends oder für eure Meinung noch mal Gehör. Ja, würd ich sagen, starten wir. Ein Thema, was ja die, also viele dieser Trends, vielleicht das auch noch dazu gesagt, sind jetzt keine absoluten Neuheiten, sondern sind schon in den letzten Jahren, vor allen Dingen auch durch die Corona-Pandemie, zu 'nem starken Trend geworden und das Ganze setzt sich aus unserer Sicht weiter fort und manchmal sind wir vielleicht aber auch in so einer Bubble drin in den Bereichen und nehmen das Ganze als Trend wahr.
Und ihr da draußen, die ihr nicht in dieser Bubble steckt, denkt euch: "Was labern die da?" Ähm, ja, das ist vielleicht manchmal so, aber so geht's ja jedem irgendwo.
Und vielleicht noch ein ganz kleiner Hinweis zu unserem Gewinnspiel: Wir zeichnen die Folge 'n ganzes Stück vor der Ausstrahlung auf. Deswegen können wir euch leider heute die Gewinner noch nicht nennen, weil sozusagen das Gewinnspiel noch gar nicht abgelaufen ist. Also nicht wundern, wir geben euch dann in 'ner Mail Bescheid wie immer und werden euch dann in der nächsten Podcast-Folge erwähnen.
Und ein Trend, der für uns auch 2023 weitergeht, vielleicht auch weil wir ihn selber seit Jahren oder fast schon Jahrzehnten mittlerweile betreiben, ist das mobile Arbeiten, also das Arbeiten unterwegs. Und, ähm, das hat grade auch bei Corona aus unserer Sicht 'n bisschen zugenommen. Klar, die Leute, ne, waren im Homeoffice, waren zu Hause und wir haben 'ne ganze Menge dabei beobachtet oder Leute dabei beobachtet, auch in den Gruppen, wie sie dann halt einfach, weil ihnen zu Hause die Decke aufn Kopf gefallen ist, sich in ihr Wohnmobil, ihren Wohnwagen gesetzt haben. Am Anfang stand der halt auf dem oder am eigenen Grundstück, weil man ja nicht wegkonnte, nicht wegdurfte. Mittlerweile kennen wir aber auch einige Leute, die das eben auch unterwegs betreiben, weil sie jetzt eben die Möglichkeit haben, mehr Homeoffice zu machen.
Wie gesagt, für uns ist es 'n, 'ne normale Welt, die wir seit, äh, Jahrzehnten oder seit 'nem Jahrzehnt, ich-- mehr als zehn Jahre versuche ich das mittlerweile. Am Anfang war das schwierig wegen dem schlechten Internet. Mittlerweile ist das ja gar kein Thema mehr. Und das ist für uns auf jeden Fall einer der Trends und das Ganze lässt sich natürlich perfekt mit Campingfahrzeugen verbinden, weil da kann ich nicht nur unterwegs arbeiten, sondern unterwegs kochen, schlafen. Ähm, ja, und hab eben alles dabei und das bietet sich aus meiner Sicht, wenn man die Möglichkeit hat, quasi mobil zu arbeiten oder nicht im Büro zu arbeiten, bietet sich's an, das zu nutzen.
Ja, und da haben wir uns ja in den letzten Jahren immer so 'n bisschen drüber echauffiert, dass sich bei den Herstellern da so gar nix tut, äh, in, in diesem Bereich des mobilen Arbeitens und dass halt, wenn mal 'ne Lösung vorgestellt wurde, das wirklich sehr rudimentär alles war. Da kann ich aber schon mal verraten, dass da jetzt 'n bisschen was in Bewegung ist, unter anderem auch bei unserem Kooperationspartner Fendt, mit dem wir in dem Bereich jetzt auch zusammenarbeiten für dieses Jahr. Also da könnt ihr gespannt sein. Da wird auf jeden Fall in, ich sag mal, absehbarer Zeit was gezeigt werden. Und mehr darf ich dazu leider noch nicht sagen, aber es geht eben genau in diese Richtung mobiles Office.
Ja, ansonsten aus meiner Sicht sind das aber immer noch kleine Spots oder klei, also einzelne Punkte, wo Dinge passieren. Im, im großen und ganzen Markt bewegt sich da noch nichts. Wie gesagt, vielleicht ist das auch 'ne superkleine Nische und das ist es nicht nur vielleicht, sondern das ist es definitiv. Mm, für uns kommt das so, als, also uns kommt das so alltäglich vor, weil wir das eben leben, aber ja, für viele Menschen ist es wahrscheinlich, ähm, gar nicht umsetzbar, weil, ne, es gibt ja ganz viele Jobs, da kann ich halt nicht eben von zu Hause arbeiten. Das ist für 'ne Krankenschwester, für 'n Pfleger, für ganz viele Berufe superschwer und, ähm, manche Berufe wär's zwar theoretisch möglich, aber da sind dann technische Hürden, die im Wege stehen. Lange Rede, kurzer Sinn-
Da möcht ich 'n ganz kleines-
Ja.
-bisschen widersprechen, Sebastian. Also ich geb dir recht in dem Punkt, dass dieses richtige mobile Arbeiten auch dauerhaft für die meisten Leute nicht umsetzbar sein wird, auch wahrscheinlich in der absehbaren Zukunft. Aber was ich schon sehr stark feststelle, ist, dass das Thema Internet unterwegs immer mehr zunimmt, weil die Leute halt dann doch mal irgendwas wegarbeiten wollen. Grade auch die, die selbstständig sind, die arbeiten ja auch im Urlaub gerne mal 'n bisschen, ähm, wenn auch nicht dauerhaft. Dann ist das Thema Streaming für viele 'n, äh, 'n wichtiges Ding. Dann haben wir ja auch, ähm, ja, die, die Geschichte mit Kindern und Teenagern, die Internet brauchen. Und da braucht man natürlich dann nicht so 'ne wahnsinnige Profilösung, aber dass Internet unterwegs gebraucht wird, das merken wir alleine schon daran, wie oft auch unsere Artikel zum Thema Prepaid-Karten in den verschiedenen Ländern gelesen werden und wie viele Anfragen bei uns eingehen, was wir für Internetlösungen empfehlen können.
Also dieses Thema nimmt auf jeden Fall zu und alles, was fürs mobile Arbeiten geeignet ist, ist natürlich auch dafür geeignet, dass man einfach unterwegs 'n stabiles Internet und, ja, insgesamt halt 'n Umfeld hat, in dem man sich auch mal hinsetzen kann und, und am Rechner was machen, was auch immer.
Es soll auch mobile Arbeiter geben, die kein Internet brauchen. Auch das ist mir schon immer mal wieder begegnet. Die wälzen dann Excel-Tabellen und schreiben Skripte. Auch das funktioniert. Aber ja, also wir können ja zum einen das mobile Arbeiten auf die eine Seite stellen und das mobile Internet auf die andere Seite. Das mobile Internet ist, glaube ich, etwas, was heute einfach für viele Menschen generell dazugehört, was wichtiger wird, wie du's grade schon gesagt hast und demzufolge auch hoffentlich jetzt nach und nach mal die Plätze ein bisschen aufrüsten oder vielleicht auch nicht und die Mobilfunknetze vor allen Dingen in Deutschland besser werden. Das ist ja tatsächlich, gerade wenn man wie ich im Ausland lebt und, und dann zurück nach Deutschland kommt und es gewöhnt ist, dass man hier wirklich an jedem, an jeder Milchkanne und überall mittlerweile 5G fast schon hat und dann nach Deutschland zurückkommt und in der Großstadt ein Internet hat wie vor zwanzig Jahren.
Ja, anyway, lass uns nicht auf Trends und nach vorne gucken.
Ja, also jedenfalls der, der Mobilfunk ist ja immer noch so 'n bisschen der Punkt, an dem's hängt, denn Internetlösungen auch für unterwegs gibt's ja mittlerweile reichlich, auch sehr gute Komplettlösungen. Da haben wir auch eigene Folgen, glaub ich, schon dazu gemacht und es gibt auch Artikel bei uns auf der Seite. Also wer sich da 'n bisschen einlesen oder einhören möchte, ähm, packen wir noch mal die Links in die Show Notes.
Nen anderen Trend, den wir beobachten, aber auch das mag natürlich für uns mehr Trend sein, weil wir in dem Thema tiefer drinstecken, ist das sogenannte Stealth Camping, also quasi campen ohne zu campen oder beziehungsweise ohne als Camper erkannt zu werden. Also das heißt, Lieferfahrzeuge zum Beispiel zum Camper umzubauen, aber so, dass sie eben von außen weiter wie 'n Lieferfahrzeug oder wie 'n Baustellenfahrzeug aussehen, ne. Kein Licht, was nach außen kommt, wenig Fenster, kein Lärm und vor allen Dingen kein Campingverhalten zu zeigen, um eben einfach auch grundlegend überall stehen zu können, ohne jemanden zu stören und auch ohne eben aufzufallen und quasi des Platzes verwiesen zu werden oder Ärger zu bekommen. Das ist etwas, was wir immer stärker beobachten. Ob's jetzt daran liegt, dass generell mehr Leute zum Camping kommen oder noch andere Dinge, die wir später noch ansprechend dazukommen oder es einfach wirklich halt 'n Trend per se ist, das mag ich nicht zu beurteilen.
Nele, hast du da noch mehr Infos zu?
Ja, also ich, ich hab mehr Infos zu und ich hab auch 'n bisschen gespaltenes Verhältnis zu diesem Thema. Der Trend kommt vermutlich daher, dass ja immer mehr auch Wildcamping an sich verboten wird oder freistehen. Und man sucht dann halt Schlupflöcher, wie man sich das Ganze doch noch ermöglichen kann und ich muss auch zugeben, dass wir selber lange überlegt haben. Wir haben uns ja jetzt 'n, ähm, 'n Campingbus gekauft, also noch nicht ausgebaut und da waren wir auch lange dran, ähm, zu überlegen, ob's 'n Lieferfahrzeug wird, das dann hinten gar keine Fenster mehr hat, damit man halt mal einfach unauffällig irgendwo eine Nacht oder zwei stehen kann. Wir haben uns dann aus anderen Gründen dagegen entschieden. Das hat, äh, gar nix mit dem Thema, ähm, Erkennbarkeit oder nicht zu tun, sondern, äh, schlichtweg damit, dass wir 'n Fahrzeug brauchten, was auch für 'n Personentransport im hinteren Bereich zugelassen ist und das ist halt bei den Lieferfahrzeugen in der Regel nicht der Fall.
Ja, was halt ich davon? Also generell kann ich das total nachvollziehen. Wie gesagt, ähm, wir uns hat das auch sehr gereizt. Ähm, wir wollten auch am liebsten so 'n weißes Fahrzeug, was dann halt wirklich aussieht wie so 'n Handwerkerwagen. Auf der anderen Seite ist es natürlich so, immer wenn man dann wieder bestimmte Regeln und Verbote umgeht, werden die dann noch strenger, wenn man's übertreibt. Das ist der Grund, warum ich, ähm, da so 'n bisschen zwiespältig bin. Ich persönlich find aber nichts dagegen einzuwenden, wenn man wirklich also sehr heimlich und unauffällig das Ganze macht, was ja in dem Namen Stealth Camping drinsteckt, also heimlich campen. Und, ähm, die, die goldenen Regeln dafür, die man auch immer wieder liest bei Leuten, die das machen, ist halt wirklich, dass man überhaupt nicht als Camper identifizierbar ist.
Also man hinterlässt keinen Müll, man macht keinen Lärm, man macht in der Regel, wie du schon gesagt hast, auch kein Licht nachts oder, oder so, dass es nicht nach außen kommt. Man stellt natürlich keine Stühle raus, man macht kein Feuer, man grillt nicht. Also es ist im Grunde die unauffälligste Art des Campens und die wird von den Leuten, ähm, die das praktizieren, sowohl in der Stadt als auch halt in, in, äh, in der freien Landschaft sozusagen umgesetzt. Ich persönlich nehm's als Trend wahr, weil's immer mehr auch den Weg, ähm, auf YouTube und in die Massenmedien findet. Ich hab jetzt neulich auch in der Vorbereitung zu der Folge noch mal 'n Interview gelesen mit jemandem, der das nicht erst macht, seit's Mode geworden ist, sondern schon seit Jahrzehnten eigentlich. Ähm, dieses Interview pack ich euch auch noch mal in die Show Notes.
Das ist 'n ganz spannender Artikel, ähm, zu 'nem Weltreisenden, der mit 'nem Postauto inzwischen unterwegs ist, also mit 'nem Ausrangierten. Ähm, ja, aber also ich nehm's auf jeden Fall als kleinen Trend wahr. Natürlich auch nix, was die Massen machen werden, aber das ist schon so was, was einem jetzt immer und immer wieder unterkommt in diversen Videos und Zeitungsartikeln.
Ja, 'n anderer recht offensichtlicher Trend ist, dass generell wieder mehr gereist wird. Es liegt einfach daran, dass jetzt immer mehr Länder sich geöffnet haben, immer mehr Dinge oder Verbote und Reisesperren und so weiter aufgehoben wurden. Selbst Neuseeland ist mittlerweile wieder offen für Tourismus und dass eben auch die, ähm, ja vieles möglich wurde wieder und vieles nach der Pandemie oder vielleicht sind wir auch noch in der Pandemie oder Endemie, das, das weiß ich nicht. Lange Rede, kurzer Sinn. Es ist wieder mehr möglich und die Leute nutzen's auch, weil sie eben auch viel ausgeglichen sind, lange keinen Urlaub gemacht haben und jetzt halt auch mal wieder rauswollen. Und wenn generell mehr gereist wird, dann wirkt sich das auf alle Reiseformen aus und davon ist Camping eben eine und demzufolge heißt das für uns, dass auch der Camping Ich wollt Campingverkehr sagen, Campingbetrieb, dass einfach wieder mehr Camper unterwegs sein werden.
Ob's jetzt dieses Jahr wieder super viele Neu-Camper dazukommen, das wird sich zeigen, ob der Trend weitergeht. Ähm, es wird sicherlich mehr Neu-Camper noch geben, aber wie lang das Ganze funktioniert, das wird sich zeigen. Das ist schwierig einzuschätzen tatsächlich. Aber bisher war's jedes Jahr mehr. Schauen wir mal.
Ja, und damit verbunden natürlich auch der, der Trend hin zu 'ner deutlich gestiegenen Anzahl an Buchungen und damit verbunden auch Buchungsportalen, äh, oder buchbaren Campingplätzen. Früher war's ja so, also früher, ich, ich hör mich schon an wie meine Oma, aber früher war's ja so, man ist einfach losgefahren, hat irgendwo angehalten und sich da 'n Campingplatz gesucht und meistens hat's auch irgendwie geklappt. Vielleicht in der Hochs, äh, Hochsaison musste man mal irgendwie zwischendurch, ähm, sich dann 'ne Alternative suchen, aber in der Regel sind wir tatsächlich immer ohne Reservierungen und ohne alles unterwegs gewesen. Ähm, wir merken aber auch, dass es deutlich angezogen hat. Also ich hab's ja schon erzählt so in anderen Folgen, dass wir teilweise selbst in so Ländern wie Luxemburg, die ja jetzt nicht, äh, wie Kroatien so 'ne Camper-Hochburg sind, ähm, vor verschlossenen Türen standen, weil einfach die Plätze voll waren.
Und, ähm, ja dadurch eben wie gesagt eine Zunahme von buchbaren Campingplätzen über die Campingportale wie Camping Info, PinCamp. Jetzt hab ich, ähm, neulich eins entdeckt, das heißt Camping & Co. Ähm, auch ganz spannend. Äh, die haben auch in verschiedenen Ländern Campingplätze zum Buchen. Und, ähm, ja, grade wenn man halt irgendwie in der Hauptsaison auf 'nen sehr beliebten Platz fahren möchte oder mit Kindern unterwegs ist und dann, äh, nicht das Gequengel vor Ort haben möchte, weil man dann irgendwie vier, fünf Plätze ansteuern muss, bis man mal was findet, dann empfiehlt sich das auf jeden Fall zu buchen. Und mittlerweile ist es so, dass, dass man bei sehr großen Plätzen, ähm, also bei sehr, sehr beliebten Megaplätzen teilweise hört, dass die Leute 'n Jahr oder anderthalb Jahre im Voraus buchen.
Also Frühbuchungen sind tatsächlich auch im Campingbereich mittlerweile ein wichtiges Thema. Ähm, ich selber find's 'n bisschen schade, weil für mich halt immer so dieses, äh, spontane Ankommen eigentlich das, so eine der schönsten Sachen beim Camping waren, aber ich kann's total nachvollziehen, ähm, wenn man halt nicht wie wir irgendwie monatelang unterwegs sein kann, sondern zwei, drei Wochen Jahresurlaub hat, dass man dann halt auch wirklich auf den Platz möchte, den man sich vorher ausgesucht hat.
Ja, ich wollt grad sagen, natürlich sind spontane Sachen immer noch möglich, aber es wird immer öfter so sein, dass man dann eben ab der ausgetretenen Touristenpfade, ähm, sich aufhalten muss. Äh, nicht unbedingt an den Küsten, wo alle hinwollen, nicht unbedingt an den Gewässern, sondern halt einfach so'n bisschen ins Inland jeweils muss. Dann wird das auch noch funktionieren. Aber klar, der Boom hat auf jeden Fall dazu ge, oder dafür gesorgt, dass alles voller ist und mal so 'n Campingplatz ist nicht eben in 'nem halben Jahr aus'm Boden gestampft und selbst 'n Stellplatz nicht. Und das hängt quasi erst hinterher, weil du musst ja auch so'n bisschen das Risiko berechnen, ne. Machst du jetzt 'n neuen Campingplatz, nur weil grade ein Boom ist. Kann bedeuten, dass der in zwei, drei, vier Jahren, wenn du fertig bist, äh, abgeebbt ist und du halt Probleme bekommst. Also das ist tatsächlich ein, ein Thema, was sich langsam sicherlich auflösen wird, also dass es so rappelvoll ist.
Und, ähm, ich glaube aber auch, dass die Digitalisierung jetzt-- Also ich möchte mal noch nicht von den Digitalisierung der Campingplätze sprechen. Das finde ich persönlich noch 'n bisschen weit gegriffen, aber zumindest die Digitalisierung der Buchung schreitet langsam fort und das nimmt dem Ganzen wieder so'n bisschen seinen Schrecken, weil man eben jetzt doch noch mal spontan gucken kann, ist da und da noch was frei. Und, ähm, ich finde, das sind Wege, die das auch wieder so'n bisschen entspannen, wenn auch langsam.
Ja, wir merken's ja bei uns selber auch, dass wir halt, ähm, wenn wir dann wirklich mal buchen oder reservieren, dass wir dann halt auch ehrlich gesagt keinen Bock haben anzurufen und dann da ewig zu probieren, bis mal einer ans Telefon geht, sondern dass man dann halt auf so 'n Portal guckt und sich schnell einbucht, digital bezahlt, fertig, ne. Also das ist schon auf jeden Fall praktisch. Und es gibt ja auch viele Möglichkeiten, dann auch noch kurzfristig so Last-Minute-Angebote oder Spontanbuchungen vorzunehmen. Ähm, das ist das Schöne, dass sich da auch die Campingplatz- und auch die Stellplatzportale inzwischen so weiterentwickelt haben, dass man sich teilweise auch, ähm, so, also quasi heute oder morgen verfügbare Plätze anzeigen lassen kann. Was mich allerdings so'n bisschen überrascht hat jetzt auch in den letzten, sagen wir mal so ein, zwei Jahren, ist das Thema private Stellplätze, wie das gewachsen ist.
Also wir haben darüber ja schon öfter gesprochen. Das sind, ähm, Wohnmobil- oder teilweise auch Wohnwagenstellplätze auf Grundstücken von, ähm, Bauernhöfen, Weingütern, teilweise aber auch wirklich bei Privatpersonen im hinteren Gartenbereich. Kommt ganz darauf an, über welches Portal man da sucht und bucht. Und die haben wahnsinnig zugenommen. Also da sind jetzt tatsächlich, ähm, in den letzten Jahren noch etliche neue Plattformen aus'm Boden geschossen. Da war ja Landvergnügen so 'n bisschen der Vorreiter in Deutschland. Die hatten das auf Basis von, ähm, na jetzt muss ich noch mal überlegen, wie das in Spanien hieß. Spain Discovery oder, äh, Discovery Spain, glaub ich. Ähm, und in Frankreich gibt's auch so 'ne, so 'ne ähnliche Geschichte.
Ähm, die haben das Konzept nach Deutschland geholt, dass man im Grunde halt bei, ja Privatleuten übernachten kann. Und inzwischen gibt's da aber auch richtige Buchungsportale, über die wir teilweise selber auch schon gereist sind, wie zum Beispiel AlpacaCamping oder Camperland. Dann gibt's noch HinterlandCamp und zig andere. Ich hab die jetzt ehrlich gesagt nicht alle im Kopf. Das sind so viele geworden und bestimmt wurden manche auch schon wieder eingestampft. Ich find das Konzept sehr charmant, weil man dadurch halt so 'n bisschen das Freistiegefühl hat, aber einfach legal unterwegs ist und den lokalen Anbietern, die ja meistens dann Landwirte oder Ähnliches sind, auch noch mal 'n paar Euro dalässt.
Spania Discovery. Also Spania Discovery wird, wirst du als Portugiesen hier aussprechen, aber-
Espania Discovery, genau.
Espania Discovery ist quasi das Spanisch oder das Landvergnügen in Spanien. Und ja, letzten Endes diese, diese privaten Stellplätze, die fangen quasi am Ende müssen die Überlastung der Campingplätze ja auf, ähm, und, und bieten eben auch, ja, wie du's grade gesagt hast, ne, so 'ne, so 'ne Alternative weg von den riesigen Plätzen, also mit, mit hunderten oder tausenden Stellplätzen hin zu, zu ganz kleinem und diesem, diesem Einsamkeitsgefühl wieder. Na, also am Ende des Tages geben eben diese Plätze so das, das, was zum Teil verloren gegangen war. Also das ist auch wieder unser Blick auf die Geschichte, ne. Ich hab überhaupt nichts dagegen, wenn Menschen, äh, drei, vier Wochen, fünf Wochen, acht Wochen aufm Campingplatz stehen. Völlig fein.
Ist nicht unsere Welt, ähm, aber bin ich völlig fein mit. Aber diese Privaten geben häufig eben so 'n, so 'n kleines Freiheitsgefühl wieder zurück. Man ist doch für sich, man, man ist da alleine und so weiter. So, ähm, das, das find ich halt ganz, ganz spannend und wie gesagt, es schafft einfach und es hat kurzfristig, weil's ja mit wenig Risiko verbunden ist auch für die Betreiber eben kurzfristig 'n, große Menge noch mal an Plätze eben, äh, zur Verfügung gestellt, die eben auch das Ganze deutlich entlastet haben und entspannt haben aus meiner Sicht.
Vielleicht noch interessant bei diesem Thema, ähm, wir waren ja jetzt häufiger schon auf so privaten Stellplätzen unterwegs und das hat sich ja hinentwickelt von du kannst kostenlos übernachten über Landvergnügen und wäre schön, wenn du dann im Hofladen einkaufst, hin zu echten Pauschalpreisen, ähm, die man dann auch über so 'ne Plattform teilweise direkt bezahlen kann. Und ich hab mich so 'n bisschen gefragt, warum diese Entwicklung stattgefunden hat und hab dann mal mit einigen Leuten gesprochen. Und es scheint also auch so gewesen zu sein, was auch mehrere Betreiber mir bestätigt haben, bei denen wir übernachtet haben, dass es mit dem kostenlosen Landvergnügen-Konzept immer so 'n bisschen, äh, Ärger gab, weil die Camperinnen und Camper, die da anreisen, dann halt keine Lust haben, in irgendeiner Form Geld auszugeben.
Also weder im Hofladen einzukaufen. Die fahren dann teilweise so früh ab, dass der Hofladen noch gar nicht geöffnet hat, ähm, oder dass man nicht eingesehen hat, warum man jetzt für 'ne Toilettenbenutzung oder für Strom oder für Duschen oder so Geld bezahlen soll. Und, ähm, die Betreiber haben mir halt gesagt, ihnen ist es dann lieber, eine günstige Pauschale anzubieten, weil dann es keine Diskussionen gibt, dann gibt's keine Konflikte, sondern quasi beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen. Und, ähm, ja, jeder weiß, was er halt zu tun und zu lassen hat sozusagen. Und das find ich persönlich 'n bisschen schade, dass das so kommen musste, weil eigentlich hat mir immer das Konzept auch gut gefallen, dass man dann einkauft, sich noch 'n bisschen Verpflegung im Hofladen mitnimmt, aber da scheint's halt auch etliche Leute gegeben zu haben, die das so nicht umsetzen wollten.
Ja, mag ja, wir haben ja im Vorfeld auch schon 'n bisschen drüber gesprochen, auch an der Kommunikation zu liegen, ne. Wenn du natürlich damit wirbst, dass die Stellplätze kostenlos sind, dann muss man sich auch nicht wundern, dass Menschen das einfach wirklich nehmen und vielleicht nicht wie wir auch 'n unternehmerischen Blick drauf haben, ne, und sozusagen zu schauen, ja, okay, ne, die müssen ja, irgendjemand muss den Platz da zur Verfügung stellen. Und selbst wenn das noch 'n bisschen Wiese ist, kostet die irgendwo Geld, Steuer und so weiter und so fort. Ähm, den Blickwinkel muss auch nicht jeder haben, das ist völlig okay. Aber an der Stelle ist halt genau dieses, diese Schwierigkeit, wenn ich's halt mit kostenlos kommuniziere und dann-
Ja.
-in Kleingedrucktem steht, ja, aber es wird erwartet, dass im Hofladen einkauft. Ist das für uns klar, aber sicherlich nicht für jeden. Und da ist dann wahrscheinlich, oder nicht wahrscheinlich, man sieht es jetzt, Konfliktpotenzial, ähm, quasi bisschen vorprogrammiert. Sehr schade. Vielleicht ändert man das ja in der Kommunikation noch, ne.
Wollte ich gerade sagen. Also da, da bin ich gespannt, ob Landvergnügen, ähm, die Kommunikation dahingehend anpasst, weil ich davon ausgehe, dass die Betreiber ja auch dann entsprechende Rückmeldungen geben. Und ich sag mal, wenn, wenn wir jetzt letztes Jahr auf fünf, sechs Plätzen waren und davon sagen mir vier Betreiber unabhängig voneinander in völlig unterschiedlichen Regionen dasselbe, dann ist ja schon davon auszugehen, dass es, ähm, vielleicht nicht repräsentativ, aber doch zumindest 'n häufiger auftretendes Problem ist.
Ja, wir werden sehen. Es ist auf jeden Fall, uns hat das auch immer viel Freude bereitet. Für uns war auch das Hofladen-Einkaufen eigentlich immer das Erlebnis generell, weil ja, wir essen super gerne und ich freue mich einfach über jeden neuen Laden, wo es dann, ne, lokale Sachen gibt. Also für mich war das immer 'n Riesenerlebnis, aber auch das mag wahrscheinlich oder sicherlich nicht jeder. Ähm, und, und dann ist es vielleicht noch 'n bisschen nervig oder wie auch immer. Lange Rede, kurzer Sinn: Landvergnügen hat uns immer viel Vergnügen gemacht und wenn man das vielleicht einfach 'n bisschen anders in der Kommunikation aufbaut, das muss ja auch nicht unbedingt kostenlos sein. Das ist natürlich 'n netter Werbegag oder netter Marketing-Gag auch oder nicht kein Gag, aber Marketingaufhänger gewesen, aber kann man vielleicht dann auch 'n bisschen anders machen, dass das passend ist.
Ein letzter Vorschlag dazu: Man könnte es den Leuten ja freistellen, ob sie 'ne Pauschale bezahlen möchten oder lieber einkaufen. Dann kann es jeder so gestalten, wie er oder sie das möchte. Aber damit soll's jetzt auch, äh, genug zu dem Thema gewesen sein. Kommen wir zum nächsten Punkt, den wir ja auch, äh, praktizieren, nämlich Camping mit Haustier.
Genau, primär mit Hunden, ne, die meistverbreiteten, weil am aller-- generell meistens am einfachsten, weil die ja häufig sowieso überall mit hinkommt, aber auch Katzen und Ziervögel und Reptilien, was wir nicht alles schon unterwegs gesehen haben. Also ich denke, nach dem Hund ist die Katze so das zweithäufigste Tier, was mit unterwegs ist. Aber- Da gibt's eben schon Exemplare, für die ist das Reisen nix. Es, auch gibt auch Hunde, für die ist das Reisen nix. Also das ist, äh, jetzt auch durchaus nicht so, dass jeder Hund es geil findet, mit dem Camper zu fahren und unterwegs zu sein. Das muss man einfach individuell checken. Aber auch hier, wenn mehr Menschen eine Reiseform nutzen, sind eben auch mehr Haustiere dabei. Es gibt noch immer wundert es mich, dass es nicht viel mehr Angebote und Camper und Ausbauten und Nachrüstsets und fertig gelieferte Neufahrzeuge gibt, für die ein bisschen mehr oder in denen ein bisschen mehr an die Hunde gedacht wurde.
Das ist nach wie vor ein, ein Wunder für mich, aber wahrscheinlich geht's einfach der ganzen Branche viel zu gut, als dass sie's nötig hätte, quasi, äh, bei den Fahrzeugen so was zu achten. Es gibt im Zubehörmarkt, äh, bisschen was. Es gibt einige Ausrüster, die in die Nische gehen und, ähm, das ist auch ganz spannend. Und klar, man brauch auch nicht viele Dinge unbedingt für seinen Hund, ne. Also klar, es ist geil, in der Heckgarage 'ne eigene Box zu haben und 'ne Außendusche dort zu haben und 'ne Rampe zu haben. Ähm, sind aber auch alles Dinge, ohne die man klarkommt. Das ist durchaus auch alles möglich, aber manches ist natürlich sehr komfortabel. Und man sieht auch, dass es immer wieder Plätze gibt, die sich auf dieses Thema dann auch 'n bisschen spezialisieren, die vor allen Dingen grade die Hunde willkommen heißen, die dann auch wo sich wirklich Gedanken gemacht wird mit 'nem, mit 'ner Spielarea, mit, mit eben auch 'ner, 'ner Wasch, 'nem Waschbereich, wo man den Hund immer sauber machen kann und so 'n Geschichten.
Also das haben wir unterwegs ganz spannende Sachen getroffen und eben auch das Gegenteil, dass auch Plätze sich darauf spezialisieren, ohne Hund auszukommen, was auch völlig legitim ist, denn ich kann ja mir aussuchen, was ich als Betreiber machen möchte und auch als, äh, Reisender sozusagen, welchen der Plätze ich aufsuchen möchte.
Ich würd euch zu dem Thema Camping, ähm, mit Hund beziehungsweise hundefreundliche Campingplätze auch noch mal 'nen Artikel in die Show Notes packen. Ich hab da nämlich mal 'n bisschen länger recherchiert zu dem Thema auch und da gibt's Plätze, die bieten unfassbare Sachen an. Also wirklich mit Hundetraining, mit regelmäßigen Tierarztvisiten aufm Platz, mit Agility-Parcours, mit Auslaufwiesen. Also da sind richtig tolle Sachen dabei. Auf manchen Campingplätzen gibt's auch, wenn die an 'nem See oder am Meer liegen, eigene Badebereiche für den Hund. Und, ähm, ja, was du erwähnt hattest, Campingplätze ohne Hundeerlaubnis genauso legitim, weil's eben auch Menschen gibt, die keine Hunde mögen oder die 'ne Allergie haben oder sonst irgendwas. Auch diesen Artikel, ähm, verlink ich noch mal in den Show Notes, damit ihr da auch gucken könnt, wenn eine der beiden Optionen für euch infrage kommt.
Ja, was wir ansonsten noch beobachten, ist das Thema Nachhaltigkeit. Das ist jetzt nicht nur im Campingbereich ein Trend. Im Campingbereich ist es vielleicht noch relativ neu und ich glaube auch noch nicht in der breiten Masse ein großes Thema, aber generell wird, glaub ich, das Bewusstsein für unsere Umwelt immer größer. Also je mehr eben die Umwelt uns auch zeigt, dass es da vielleicht Probleme gibt. Und, ähm, das gibt's dann im Extremen mit Zero-Waste-Camping, was aus meiner Sicht halt nahezu unmöglich ist, weil eben einfach immer irgendwo Dinge übrig bleiben und, äh, ne, also man kann zwar alles mitnehmen, aber am Ende des Tages, äh, selbst den Müll, den man produziert und wieder mitnimmt, gibt man wieder zu Hause ab. Aber vielleicht hätte man den zu Hause sowieso generiert.
Lange Rede, kurzer Sinn: Das Thema Nachhaltigkeit wird immer spannender. Das fängt hoffentlich immer stärker auch bei den Chemietoiletten an. Da kommen wir auch nachher noch mal zu auf das Thema, weil die Chemie, die da drinsteckt, eben ja an vielen Stellen vielleicht früher mal ihre Richtigkeit und Bewandtnis hatte, aber das kann man auch mittlerweile mit deutlich weniger aggressiven Dingen lösen. Ähm, auch dazu haben wir Artikel, wo wir uns damit beschäftigen und wir kommen nachher auch noch mit zu 'nem Trend, der dadurch so 'n bisschen ausgelöst wird. Und das hört bei der Toilette natürlich nicht auf, das Übernachtungen vor Ort und so weiter und so fort. Also das ist 'n Thema, was ganz spannend ist, was wir auch beobachten, wo das Ganze hingeht und da sicherlich auch weiter bei uns im Magazin berichten werden, wenn wir da spannende Dinge sehen.
Ja, zu dem Thema vielleicht auch noch mal meine Empfehlung für die, ähm, zertifizierten Öko-Campingplätze, die sich eben in ganz vielen Bereichen so ausgerichtet haben, dass halt der ökologische Fußabdruck möglichst klein ist. Das geht bei der Stromerzeugung los und hört bei der, ähm, Abwasserentsorgung auf. Also wenn man da auf dieses Label achtet, dann kann man sich schon mal ziemlich sicher sein, dass da sehr vieles richtig gemacht wird. Aber ich merk auch, dass immer mehr Campingplätze, die keine Zertifizierung haben, im Rahmen von Umbaumaßnahmen, ähm, eben darauf achten, unter anderem natürlich auch langfristig aus, äh, wirtschaftlichen Gründen, dass man eben auf 'ne nachhaltigere, ähm, Weise der Energieerzeugung und Energienutzung setzt.
Und, ähm, das geht aber auch weiter dann bei den Unterkünften selber, die dann häufig mit umweltfreundlichen Materialien laut Betreibern hergestellt wurden. Es zieht sich bis hin zu Fahrzeugen, die, ähm, ja, dann eben mit weniger Plastik und mehr natürlichen Materialien ausgebaut sind. Ich möchte das gar nicht bewerten, weil man sich da sicherlich die Ökobilanz im Einzelnen immer angucken müsste, was dann wirklich nachhaltig ist. Ob ich jetzt dann, ähm, ob's nachhaltiger ist, irgendwas mit 'nem, äh, Holz auszubauen oder mit irgend'nem Kunststoff, der vielleicht weniger aufwendig erzeugt werden muss. Keine Ahnung. Ich steck da auch ehrlich gesagt nicht tief genug im Thema drin. Aber das ist auf jeden Fall 'n Trend, bei dem, ähm, viele Hersteller und viele Anbieter mit aufgesprungen sind.
Und wer sich dafür näher interessiert, sollte sich halt dann immer genau angucken, was da im Einzelnen so alles umgesetzt wurde.
Ja, und 'n anderer Trend, der, ich will nicht sagen, in eine andere Richtung geht, aber schon ein bisschen sich auch nicht unbedingt ausschließen muss, ist das ganze Thema Luxus, Luxus-Camping. Also das heißt, das, das fängt an- Bei Luxusfahrzeugen, ähm, und da haben wir halt 'ne, 'ne, 'ne große Spanne, ne? Also wo fängt 'n Luxusfahrzeug an? Für manche Menschen ist 'n, 'n Campingfahrzeug für hundertfünfzigtausend schon Luxus, weil sie sich's schlicht nicht leisten können und nur davon träumen. Und für andere, äh, fängt das Ganze halt irgendwie erst bei fünf oder zehn Millionen an. Ähm, das ist das eine. Also das heißt, bei den Fahrzeugen gibt es einen immer größeren Trend zu Luxus, weil es auch aus meiner Sicht immer mehr Menschen gibt, die sich das einfach leisten können. Und das Ganze geht dann weiter aber auch beim Thema Glamping an sich, also das heißt auch Unterkünfte, die, ähm, deutlich luxuriöser sind, bis hin zu riesigen Einzelstellplätzen auf einem Campingplatz mit eigenem Badezimmer, mit eigenem Whirlpool, mit eigener Toilette und was es da nicht alles für Ausprägungen gibt.
Ähm, und das Ganze auch weitergetrieben oder was, äh, weiterentwickelt auf die, äh, Mietunterkünfte. Also dass, ähm, man quasi zwar auf 'nem Campingplatz ist, aber mit 'nem PKW oder gar mit Flugzeug und, und so weiter anreist und dann eben dort ein Tiny Home, vielleicht auch 'n großes Tiny Home mietet oder 'n Mobile Home mietet oder 'ne Jurte oder was es da alles gibt und das Ganze halt auch sehr häufig in sehr luxuriöser Ausführung. Also das ist auch ein Thema, was wir weiterhin als klaren Trend sehen. Sicherlich auch in einer Nische, weil man muss es sich leisten können und wollen, aber trotzdem sehen wir, dass da immer mehr entwickelt und ausgebaut wird.
Da waren ja letztes Jahr aufm Caravan Salon im Sommer auch wahnsinnige Mobil- und Tiny Homes. Also wirklich auch stylisch und, und rausgeputzt und von der Inneneinrichtung her auch sehr komfortabel. Also das ist auf jeden Fall auch was, was immer mehr Leute, glaube ich, nicht nur für ihren Urlaub infrage, äh, zieh oder, oder, äh, in, ähm, zur Auswahl haben, sondern immer mehr geht ja auch beim Wohnen in der Nische, aber trotzdem der Trend zum Tiny Home. Man sieht's in den Massenmedien reichlich, dass dann ganze, äh, kleine Baugebiete ausgewiesen werden in verschiedenen Städten, ähm, wo eben Tiny Homes aufgestellt werden können. Das ist sicherlich auch nicht für jedermann was, aber ja, ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, so was mal auszuprobieren im Urlaub, wenn man sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte.
Und auf den Campingplätzen selber glaube ich schon, dass es 'n, äh, 'n bisschen mehr als eine Nische ist. Wir hatten darüber ja auch mit dem Uwe Freers von PinCamp neulich mal ausführlicher gesprochen. Also neulich war Ende letzten Jahres, wenn ich mich richtig erinnere.
Ja.
Ähm, der uns ja auch bestätigt hat, dass immer mehr Mietunterkünfte auf den Campingplätzen auch gebaut werden, weil einfach die Nachfrage ziemlich groß ist und weil sich das offenbar wirtschaftlich auch sehr lohnt. Und da gibt's allerhand, also die klassischen Mobilheime natürlich, aber dann auch so kleine Campingpods, irgendwelche Luxusbaumhütten, äh, Luxuszelte. Also gibt kaum was, was es nicht gibt. Wer sich da mal 'n bisschen näher mit, ähm, befassen möchte, kann sich auch gerne mal die Seite von Hutopia angucken. Die haben das ja wirklich perfektioniert mit den Glamping-Unterkünften in naturnaher Umgebung. Also da gibt's 'ne ganze Menge. Man kann auch wirklich sagen, dass heute auf größeren Campingplätzen eigentlich für jeden was dabei sein sollte.
Und da bin ich gespannt, wie sich das in Zukunft weiterentwickelt, weil natürlich die Campingplätze ja nicht ihren, ähm, ihre Fläche normalerweise erweitern, sondern halt dann Tagesstellplätze abgebaut werden zugunsten von Mobilheimen. Und da müssen wir mal gucken, wie, wie dann da künftig die Auslastung sein wird.
Ja, und, äh, das war sozusagen ein wenig das Thema Übernachten, Wohnen, Unterkommen. Und dann haben wir schon die Fahrzeuge ja grade gestriffen mit dem Thema Luxusfahrzeuge. Gucken wir noch mal so 'n bisschen in die Campingfahrzeuge rein, weil das ja auch ein sehr großer Themenbereich ist. Und was uns hier sicherlich weiter dieses Jahr noch 'n ganzes Stück begleiten wird, sind die Lieferengpässe an verschiedenen Ecken, vor allen Dingen auch bei den Triebfahrzeugen, also bei den, bei den Unterbauten für viele Wohnmobile. Grad der Ducato hat da ja so 'n bisschen Lieferschwierigkeiten gehabt und das Ganze mit 'ner größeren Nachfrage hat dazu geführt, dass viele Hersteller ihre Lieferzusagen nicht einhalten konnten und sehr stark verzögert haben. Zum einen gibt's da also noch 'n großen Rückstau, den wir mit ins diese J-, ins, ins Jahr 2023 quasi genommen haben und zum anderen, ähm, ist der auch nach wie vor da und wird auch noch 'n bisschen bestehen.
Also man sieht zwar an den Weltmärkten, dass viele Rohstoffe und so weiter wieder verfügbar sind und es sich das bessert und dass ja auch die Transportwege wieder besser funktionieren. Und, äh, die Zeit der großen Lockdowns, die ja auch sehr viel verzögert haben, auch wahrscheinlich, wir werden sehen, vorbei ist, ähm, aber zumindest so sieht's erst mal aus. Und damit mag sich das Thema dieses Jahr 'n bisschen entspannen, aber dadurch, dass halt so weit sich zurückgestaut hat, wird es, glaube ich, noch begleiten. Und das ist halt schade für... Oder was heißt schade? Es ist für die blöd, die noch kein Fahrzeug haben und jetzt gerne unbedingt eins haben möchten. Ähm, da haben wir auch, äh, in einer der letzten Folgen noch 'n paar Tipps gegeben. Also dass man grade auf Messen eben schauen kann oder auch bei Händlern, was ist eben verfügbar und dann halt unter Umständen Kompromisse eingehen muss, wenn man schnell 'n Fahrzeug haben will.
Aber das ist eben auch die Chance für andere Hersteller. Grad der Ducato hat 'ne ganze Menge Wettbewerb bekommen von Mercedes, von VW, von Ford, äh, von Citroën. Auch wenn das teilweise dieselben Chassis sind oder, ne, derselbe Unterbau ist, weil man sich da zusammengetan hat, sind eben auch grade die kleineren Fahrzeuge eben Wettbewerber geworden, weil da eben 'ne Verfügbarkeit da war und auch immer mehr Hersteller dort Fahrzeuge oder Aufbauten draufsetzen. Und grad auch die kleineren Fahrzeuge haben sehr davon profitiert, weil zum einen die Einstiegshürde nicht so hoch ist, was den Kaufpreis angeht, und zum anderen eben da noch Fahrzeuge besser verfügbar waren.
Ja, die, die kleinen Fahrzeuge sind auch so 'n Stichwort, ähm, was man jetzt eben auf Messen als wirklich riesigen Trend aus meiner Sicht sehen konnte. Ähm, also wir, wir haben hier angefangen bei den Minicampern, also diese sogenannten Hochdachkombis, ähm, die es ja schon immer von verschiedenen Marken gab, aber die mittlerweile teilweise auch von den Herstellern selbst, also von den Automobilkonzernen selbst als ausgebaute Campingfahrzeuge angeboten werden, ähm, zum Beispiel von VW und Mercedes. Dann haben wir aber auch, ähm, die kleineren Vans, also Campingbusse sehr stark im Trend. Da gibt's ja mittlerweile auch, ähm, nicht nur sehr, sehr große Vermieter, die Campingbusse anbieten, ähm, sondern ja auch viele Ausbauer, die in dem Bereich tätig sind.
Und noch mal so als kleiner Tipp: Die Vermieter, die Großen verkaufen auch ihre Mietfahrzeuge meistens nach, nach 'ner Saison oder nach 'nem Jahr. Hast du da Erfahrung?
Also beides kann ja das Gleiche sein. Also ein Jahr kann eine Saison sein letzten Endes. Ähm, muss man immer gucken, ob man halt-- Also ich bin da generell zwiegespalten. Es ist zum einen 'ne Möglichkeit, an Campingfahrzeuge zu kommen. Preiswert glaube ich nicht, weil die Nachfrage ist so gigantisch.
Wir haben geguckt. Wir haben selber auch da gesucht, weil wir ja keinen gefunden haben am Anfang. Also preiswert kann man's wirklich nicht nennen.
Und, und die Frage ist halt auch generell, wenn man 'n, 'n Vermietfahrzeug, äh, besitzen, das, das kann eben alles in Ordnung sein. Es kann aber halt auch, äh, wirklich runtergerockt sein, weil's halt schon in der Zeit, wo man den Motor noch 'n bisschen einfahren sollte und 'n bisschen pfleglich behandeln sollte, halt, äh, getreten wurde wie das Böse. Man weiß es nicht. Ähm, heutige Fahrzeuge können auch 'ne ganze Menge mehr ab, als es vielleicht vor zwanzig Jahren der Fall war, aber ich bin da immer noch 'n bisschen skeptisch. Ähm, trotz alledem kann's 'ne Möglichkeit sein, zumindest an ein Fahrzeug zu kommen. Also es geht ja heute gar nicht mehr unbedingt darum, günstig eins zu kaufen, sondern es geht oft ja-
Überhaupt.
-überhaupt darum, eins zu bekommen, ne.
Ja.
Ähm, und, und das sieht aufm Gebrauchtmarkt generell, also nicht nur bei den, bei den Vermietern, die ihre Fahrzeuge abstoßen, äh, sieht das generell aufm Gebrauchtmarkt ähnlich aus. Der ist immer noch angespannt. Und zwar 'n Kollegen Jürgen Rode von Womo.blog, der quasi seit vielen Jahren sich den Gebrauchtwagenmarkt anschaut und so die generellen Angebotszahlen checkt und der sagt eben: "Ja, die, es entspannt sich ein wenig." Also das heißt, es sind mehr Fahrzeuge oder mehr Angebote da. Ja, das mag so sein, aber es ist trotzdem aus meiner Sicht immer noch ein extrem angespannter Markt. Man kann immer noch wirklich alles zu Gold machen und, ähm, muss jeden Schrott für viel Geld bezahlen, von, äh, für viel Geld kaufen von der anderen Seite. Man muss da halt wirklich genau gucken. Ähm, das wird uns sicherlich genauso lange noch begleiten, wie eben die Lieferengpässe bestehen und solange auch diese große Nachfrage nach Campingfahrzeugen und nach Camping generell besteht, wird uns das sicherlich auch noch begleiten.
Was aus meiner Sicht in dem Zusammenhang auch 'ne weiter wachsende Tendenz ist – ich weiß nicht, ob's nur mit dem angespannten Gebrauchtfahrzeugmarkt zu tun hat oder ob, ähm, einfach die Leute generell halt mehr auf alltags, äh, alltagstaugliche Fahrzeuge setzen – ist die Geschichte mit, ähm, dem Eigenausbau über modulare, ähm, Möbel oder Campingboxen. Das heißt, ich kaufe mir 'n leeres Fahrzeug und schieb da 'ne Campingbox oder Modulmöbel rein und kann die dann eben auch immer wieder bei Bedarf mit relativ geringem Aufwand ausbauen, um dann wieder 'n normales, äh, ja, Alltagsfahrzeug oder Transportfahrzeug für Personen zu haben. Ähm, zum Thema Campingboxen und Modulausbauten, denke ich, werden wir auch noch mal eine eigene Folge machen.
Da sammeln wir aber grade, weil sich da auch wieder so wahnsinnig viel getan hat in den letzten ein, zwei Jahren. Aber das ist auf jeden Fall ein Thema, was wir auch bei uns auf der Plattform bei Camper Style als großen Trend identifizieren können, weil wir einfach sehen, wie oft die Artikel gelesen werden dazu. Und ich find's auch selber sehr praktisch, weil eben viele Leute auch entweder keinen Platz haben oder auch schlichtweg nicht das Budget haben, sich mehrere Fahrzeuge vor die Tür zu stellen, also 'n Campingfahrzeug und 'n Fahrzeug für den Alltag. Und da kann das halt 'ne sehr, sehr gute Lösung sein. Wobei ich auch sagen muss, dass auch in diesem Bereich die Preise ordentlich angezogen haben. Also das ist jetzt nicht so, dass man da jetzt, äh, für lau quasi sich 'n Campingfahrzeug ausbauen kann, sondern die haben auch ihren Preis, zumindest wenn's hochwertigere Geschichten sind.
Aber aus meiner Sicht lohnt sich das auf jeden Fall, da mal 'n Blick drauf zu werfen, wenn man eben 'n Transporter oder auch 'n Geländewagen oder 'nen Minicamper hat. Gibt mittlerweile ganz viele Module und Campingboxen für ganz verschiedene Fahrzeugtypen. Und wie gesagt, da ist halt mit relativ wenig Aufwand dann auch 'n, 'n schönes Campingerlebnis möglich.
Ja, und jetzt haben wir schon wieder so viel erzählt, dass wir schon wieder 'ne Dreiviertelstunde gut am Erzählen sind und wir haben noch 'ne ganze Menge Trends und Themen auf unserer Liste, die wir euch zeigen, vorstellen, erzählen wollen. Und deswegen würde ich jetzt sagen, machen wir an der Stelle einfach einen Cut für heute und beenden die Folge und machen einfach nächste Woche weiter. Denn wir haben noch einiges im Fahrzeugbereich, was wir ganz spannend finden, was aus unserer Sicht 'n Trend ist und auch noch im Zubehörbereich 'ne ganze Menge für euch. Also wenn ihr die Folge nicht verpassen wollt, dann abonniert doch einfach unseren Podcast. Das könnt ihr kostenlos auf allen Plattformen machen, wo ihr uns hören könnt oder hört und auch auf camperstyle.de/podcast findet ihr immer die letzte Folge, die von uns erschienen ist.
Ich hoffe, es war was Spannendes für euch dabei, wenn ihr an irgendeiner Stelle Fragen habt, ähm, das völlig anders seht oder auch 'n Trend seht, den wir bis jetzt noch nicht angesprochen haben, schickt uns doch einfach 'ne Mail an podcast@camperstyle.de und ich verabschiede mich schon mal. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Tschüss.