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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Messepodcast. Ich bin Nele und ihr hört schon, ich sitze heute in einem ganz schallgedämmten Umfeld, nämlich im Podcast-Van. Ähm, der steht hier in Halle elf ist es und, äh, da werden regelmäßig von Creators und auch, äh, hier von meiner heutigen Gästin, nämlich von Andreas Balschu, Podcasts aufgenommen. Und ich habe mir die Andrea heute ganz spontan geschnappt. Wir hatten im letzten Jahr umgedrehte Rollen. Da hast du mich interviewt oder uns. Und heute möchte ich dich mal ein bisschen zu deinem Camperleben ausquetschen. Andrea Balschu ist vielen von euch sicherlich bekannt aus dem Fernsehen und was aber einige wahrscheinlich noch nicht wissen, ist, dass sie auch eine sehr leidenschaftliche Camperin und Reisende ist. Herzlich willkommen, Andrea.
Schön, ich freue mich total, bei euch zu sein, weil ich echt klasse finde, was ihr macht.
Danke. Erzähl doch mal ein bisschen, äh, den Hörerinnen und Hörern, die dich vielleicht jetzt noch nicht so gut kennen, was du so machst, wo du unterwegs bist, wo man dich sehen kann.
Ich bin seit über dreißig Jahren, äh, Fernsehmoderatorin und, äh, ganz viele kennen mich von Volle Kanne. Das moderiere ich seit, äh, dreiundzwanzig Jahren. Das ist eine Vormittagssendung im ZDF, die immer montags bis freitags so ab, ab neun Uhr vormittags läuft. Das mache ich inzwischen, ähm, aber nur noch alle drei Monate. Also das mache ich nicht mehr als Hauptmoderatorin. Ähm, ich habe mich 2019 selbstständig gemacht als, äh, Video-Coach. Also ich bin heute Medien- und Präsenztrainerin. Das heißt, ich, ähm, helfe Leuten dabei, sich vor der Kamera gut zu verkaufen oder auf der Bühne, ähm, und, äh, da präsent zu sein, da sympathisch und natürlich rüberzukommen. Das ist das, womit ich mein Geld verdiene und wofür mein Herz auch ganz, ganz dolle schlägt.
Und fürs Thema Camping. Das hast du mir letztes Mal nämlich auch so am Rande verraten. Finde ich ja ganz spannend. Ähm, wie, wie ist es gekommen? Wie, wie bist du da beim Camping gelandet?
Ich hatte früher total viele Vorurteile Campern gegenüber. Das waren für mich und ich entschuldige mich jetzt schon dafür. Ich gehöre ja jetzt dazu, deshalb darf ich's ja sagen. Ich habe früher immer gedacht, dass, äh, so Leute mit Wohnmobil alles Spießer sind. Und ich wollte nie dazu gehören. Ich konnte mir früher wirklich nicht vorstellen, ähm, Campingurlaub zu machen. Auf gar keinen Fall, weil ich bin auch nicht der Typ für Zelturlaub. Das war mir alles so unbequem. Ich war dann schon lieber im Hotel. Und dann wurde ich mehr oder weniger dazu gezwungen, in Anführungszeichen, vom ZDF.
Ah, okay.
Ich habe, äh, für die Sendung sonntags nämlich eine Sendung zum Thema Camping, äh, drehen müssen und dazu sollte ich drei Tage mit einem Wohnmobil unterwegs sein, damit es auch so authentisch wie möglich ist. Und, äh, da habe ich erst die Augen gerollt, weil das auch bedeutete, dass ich den Urlaub hinten dran dann quasi damit machen musste, weil es aus organisatorischen Gründen nicht anders möglich war. Und dann war ich am ersten Tag noch total skeptisch, weil, äh, ich so ein Wohnmobil gefahren habe, so ein breites, großes Teil. Es fährt sich ja wie ein Lkw und ich habe totale Angst drin gehabt. Ich bin eine gute-
Warst alleine?
Ja, genau. Ich hab, bin eine gute Autofahrerin, aber ich hab wirklich solche Angst gehabt, als ich da drin saß, dass ich dann zum Kameramann gesagt habe, ich so: "Kannst du bitte in mein Auto kommen? Ich habe Angst zu fahren. Ich traue mich nicht. Ich traue mich auf der Landstraße niemanden zu überholen." Ich bin dann immer hinterm Trecker hergefahren, weil ich immer Angst hatte, dass ich, dass ich nicht durchpasse, dass ich irgendwie rechts und links Bäume mitnehme oder Autos mitnehme. Und dann hat der sich Gott sei Dank neben mich gesetzt und hat mir dann gezeigt: "Oh, du musst auf der Kreuzung viel weiter reinfahren, bevor du dann lenkst."
Ausholen.
Ja genau, weil, ähm, der Winkel ist ja viel größer. Und so am zweiten Tag fing ich langsam an, mich dran zu gewöhnen und am dritten Tag dachte ich: "Och, ist ja gar nicht so schlecht." Dann waren die Dreharbeiten vorbei und der Urlaub begann. Der Kameramann war weg. Ich musste dann also alleine mit meiner Tochter klarkommen und dann sind wir durch Brandenburg gefahren, Mecklenburgische Seenplatte.
Da habt ihr euch aber auch eine schöne Ecke ausgesuchen.
Da dachte ich: "Wie geil ist das denn? Das ist ja der Hammer." Und, äh, bin wirklich, also da, da, da, da entbrannte eine, eine Liebe dazu in diesem Urlaub, sodass ich zu meiner Tochter am Ende des Urlaubs gesagt habe, so: "Weißt du was? Nächstes Jahr mieten wir uns wieder ein Wohnmobil. Das machen wir noch mal." Und dann haben wir uns im folgenden Jahr auch wieder ein Wohnmobil gemietet und im Jahr darauf dann einen Camper Van, ein kleineres Teil. Und da dachte ich so: "Das ist meins." Wohnmobil, mm, ist okay gewesen, aber ich habe mich viel, viel wohler gefühlt mit dem Camper Van. Da hatte ich einen Grand California, sind wir nach Pula gefahren in Kroatien und seitdem machen meine Tochter und ich jedes Jahr im Sommer Urlaub auf diesem einen Campingplatz in Pula in Kroatien.
Ach, schön.
Mit dem Van und seit zwei Jahren fahre ich jetzt auch selber einen. Also jetzt miete ich-
Also hast du einen eigenen jetzt?
Mhm. Inzwischen habe ich einen eigenen Van, der mir lustigerweise zur Verfügung gestellt wurde, ähm, für eine Podcast-Idee.
Ach, guck an.
Ja, das war, also das war wirklich, äh, verrückt. Ich hatte eine Idee, also eine laute innere Stimme sagte mir, ich soll einen Podcast machen, äh, und mit Menschen darüber sprechen, wie Gott ihr Leben verändert hat. Aus einem Van. Und dann dachte ich: "Wie lustig. Ich habe überhaupt gar kein Geld, um mir einen Van zu kaufen. Und ich habe auch keinen Van." Also völlig bescheuerte Idee. Und diese laute innere Stimme blieb aber. So, also Stimme von Gott, weißt du. Und dann habe ich das, ähm, aus Spaß einem Unternehmer erzählt. Ich so: "Stell dir mal vor, Gott hat mir gesagt, ich soll 'n, äh, Podcast aus 'nem Van machen und mit Menschen darüber sprechen, wie Gott ihr Leben verändert hat." Und dann hat er das einem Unternehmerkollegen erzählt, der ein Autohaus hat.
Ah.
Und dieser Typ aus dem Autohaus, ähm, Thomas Rudolf aus Oelsnitz, fand die Idee So toll und sagte: „Du, ich hab hier 'n, äh, Van stehen, den haben wir ausgebaut. Das ist 'n, äh, Crafter von 2017, den haben wir 2023 ausgebaut. Den kauft keiner." Und ich hab mich die ganze Zeit-
Ach schade.
-gefragt, warum? Ähm, irgendwie find ich diese Idee ganz cool von dem Podcast und ja, dann, dann, dann soll die den haben. Und ich kannte ihn überhaupt nicht, ne. Und dann haben wir einen Call gemacht und hab, ähm, ihm noch mal von meiner Idee erzählt und er sagt, findet er cool. Der stellt ihn mir zur Verfügung. Ich kann ihn innen und außen verändern. Und dann hab ich gefragt: „Aber wie lange darf ich den denn fahren?" Und dann sagte er: „Solange, dass Gott für dich vorgesehen hat."
Ach guck, ich wollte dich gerade fragen, ob das auch ein religiöser Mensch ist.
Ja genau, ist auch Christ.
Dann passt es natürlich.
Ja, ist das abgefahren und seitdem fahr ich, ähm, den und auch wenn ich beim ZDF bin, übernachte ich darin. Also ich sch-schlaf gar nicht mehr im Hotel-
Ja.
-irgendwo, ne, im Airbnb. Ich schlafe immer in meinem, äh, Campervan und auch wenn ich manchmal für Jobs in Hotels gebucht werde, schlafe ich in meinem Van-
Ja.
-und gehe nur duschen im Hotelzimmer.
Das ist durchaus uns auch bekannt, diese, ähm, diese auch jetzt mittlerweile tatsächlich Abneigung. Ähm, ich bin ja selber nicht gläubig, also nicht im christlichen Sinne, aber das mit der inneren Stimme kenne ich durchaus auch und da sind auch schon viele gute Ideen entstanden und auch viele kluge Entscheidungen. Manche auch, vielleicht manchmal nicht so klug, aber viele kluge Entscheidungen getroffen worden. Und, ähm, ich find das cool, dass dich diese Stimme ausgerechnet, äh, zu-- weil es ist ja nicht nur eine Reiseform, es ist ja auch irgendwo 'ne Lebensart, ne?
Es ist 'ne Lebensart, definitiv. Ich bin ja dann auch, ähm, immer mal wieder auf Messen. Ich war dann auch auf der Freiburg-Messe, die ist ja so ganz klein.
Da sind wir diesen Oktober auch.
Ja, ich liebe diese Messe. Das ist so ganz, das ist so ganz familiär und schön. Und da hab ich im Grunde genommen auch erst den Wert der Community schätzen gelernt, weil wir dann abends immer zusammengesessen haben oder auch beim Caravan Salon auf P1 kommen die Camper zusammen. Ähm, du hast immer jemanden, der dir hilft. Die sind immer hilfsbereit und es ist so 'ne Herzlichkeit da untereinander. Das hab ich sonst bei, ja, sonst eigentlich eher selten erlebt, ähm, sodass ich's inzwischen echt liebe und gucke, wo sind irgendwelche Camper-Events? Wo kann ich hinkommen? Ähm, und bin dann auch in Stuttgart, äh, dabei. Und obwohl ich in Pforzheim lebe, komme ich aber mit meinem Van nach Stuttgart gefahren und übernachte dann auch, äh, dort.
Das verstehe ich so gut. Ist es für dich auch so, dass du da besser zur Ruhe kommst und besser abschalten kannst? Also, weil es ist ja von der Logik her eigentlich nicht so klar, dass man sagt: „Okay, ich stehe jetzt zwar auf so 'nem Stellplatz wie auf P1, wo die ganze Zeit irgendwie Trubel ist, aber ich persönlich komme da trotzdem besser zur Ruhe als im Hotel."
Definitiv. Das sind halt meine, meine vier Wände, meine Matratze, mein Kissen, meine Decke, meine Deko. Und, ähm, ich hatte den jetzt vier Wochen nicht, weil ich, äh, mit dem Podcast-Van unterwegs war aus Arbeitszwecken. Als ich dann, und der Podcast-Van ist ja viel größer.
Er ist wunderschön auch.
Ja. Und, äh, meiner ist halt, ähm, da mache ich ja nur den privaten Podcast, ne. Hier, der wird ja gemietet von Unternehmen oder auch von Messen. Und als ich dann aber wieder in meinen privaten Camper kam, hab ich wirklich gesagt so: „Hach, ist das schön, wieder zu Hause zu sein."
Ja.
Und dann mache ich meine Tür zu und dann, ich hab's so wirklich gemütlich mit Lichterkette natürlich.
Natürlich.
Natürlich.
Aber nicht die von Camper Style, die Lichterkette.
Autsch.
Ja, da müssen wir noch mal nacharbeiten, glaube ich. Sebastian, notiere bitte.
Das stimmt.
Sebastian sitzt neben mir.
Ja, da müssen wir noch mal zusammenkommen. Das stimmt. Und, ähm, ja, und dann hab ich mir so 'ne schöne Schlafburg gebaut und dann lieb ich darin zu lesen und, äh, dann stört mich auch der Trubel draußen nicht, ja.
Mhm.
Also ich gehe dann richtig, ich komme dann wirklich in die Ruhe. Ich gehe dann in so 'n Off-Modus, ja.
Ja, ich kenne das. Also bei mir ist auch, selbst wenn ich im Bus übernachte, der wirklich nicht jetzt irgendwie besonders ausgebaut ist, sondern nur Schlafgelegenheit und ein Klöchen drin quasi. Aber sobald die, die guten Thermomatten im Fenster hängen, herrlich.
Mhm.
Dann noch die Tür so 'n Spalt offen, damit noch bisschen frische Luft reinkommt und man den Sternenhimmel vielleicht noch 'n bisschen sehen kann kurz und dann dann wird das Licht ausgemacht und dann ist gut.
Ah, es ist echt schön, ja.
Und, ähm, wie groß ist dein Fahrzeug noch mal?
Das ist 'n Crafter, der ist sechs Meter lang.
Mhm.
Und ich habe hinter der Fahrer-, äh, kabine, äh, 'ne Wand.
Ah, kein Durchgang.
Nee, kein Durchgang. Da ist meine Küche davor. Das heißt, wenn ich in meinem Wohnraum bin, dann kann, kann ich auch wirklich abschalten-
Mhm.
-weil ich hab nicht mehr den Blick nach vorne, ähm, zum Fahrerhäuschen und das ist dann wie wirklich abschalten und wie Feierabend, äh, machen können.
Mhm.
Und ich, ähm, hab da 'ne Sitzbank, deswegen kann ich darin auch Podcasts machen und abends ziehe ich mir das aus zum Bett.
Was würdest du denn sagen, so von den Reisen, die du jetzt gemacht hast oder von den Touren, was war so der Moment, der Campingmoment oder der Reisemoment mit dem Fahrzeug, der dir am meisten so im Gedächtnis geblieben ist und wo du vielleicht so richtig das Gefühl hattest, das ist genau das, was ich machen möchte?
Das ist schon vor allem immer in Pula der Fall-
Mhm.
-weil ich da direkt am Wasser stehe und dann habe ich hinten, ähm, meine, äh, Türen auf und schlafe quasi wie unter freiem Himmel.
Oh.
Und, äh, ich stell mich auch immer so und dann, ich zahl da auch gerne mehr dafür, dass ich direkt am Wasser stehen kann, weil es ist mir vor allem für abends wichtig, dass ich einschlafen kann, aufs Meer gucke, in den Himmel. Und ich hatte 2024 'ne ganz, äh, schlimme Phase. Da ist bei mir ganz viel zusammengebrochen und ich hab mich fast in den Burnout, ähm, gearbeitet und ich musste ganz, ganz viel aufgeben und war ziemlich kraftlos Und als wir dann im Sommer in, äh, Pula waren, war auch so die, äh, erste Woche, ich war sogar zu, zu faul, um ins Wasser zu gehen, was ja direkt vor meiner Nase war. Also ich habe richtig gemerkt, wie leer ich gewesen bin. Und dann lag ich fast die ganze Zeit in meinem Bett, äh, und hab halt aufs Wasser geguckt und, äh, in den Himmel und hab mich eigentlich nur da so aufgehalten. Vor dem Camper, im Camper, vor dem Camper, im Camper. Und hab mich einfach, hab gemerkt so: Oh, ich komme langsam, ich komme langsam wieder zu mir, langsam wieder zu mir, ähm, weil das so meine Form von Erholung auch ist. Ich muss mich nicht zurechtmachen.
Ja.
Ich kann da rumrennen, wie ich will und das ist für mich als Moderatorin auch, äh, wichtig. Ich muss immer zurechtgemacht sein und da bin ich komplett ungeschminkt und keiner bewertet mich. Ich muss niemandem gefallen. Ähm, und ich hab da auch einfach meine, meine Ruhe gehabt-
Mhm.
-wenn ich sie haben wollte. Und, äh, und nach 'ner Woche war ich quasi wiederhergestellt. Auf einmal war so Schalter umgelegt und, äh, ich hatte, meine Kraft kam zurück. Ich hatte wieder auch Lust, ins Wasser zu gehen und zu schwimmen. Und daran habe ich gemerkt, das ist, das ist das, was ich brauche. Das hätte mir kein Hotelurlaub bieten können, diese, diese Form. Und auch als ich in der Uckermark unterwegs war, in Mecklenburg, ähm, da habe ich auch gemerkt: Boah, es ist so unfassbar schön hier. Das kriegst du im Hotel, kriegst du das gar nicht so nah mit, diese, diese Natur. Da komme ich einfach am besten runter, wenn ich mitten in der Natur bin. Ja.
Ja, ich mache ja manchmal so kleine Fluchten, wo ich einfach mal, wenn mein Mann nicht mitkommt, alleine mich irgendwo hinstelle für 'ne Nacht mit meinem Hund.
Boah, ist das schön.
Und, ähm, ich kann's für mich gar nicht so genau einschätzen. Das würde mich mal bei dir interessieren: Liegt diese Kraft und diese Erholung in der Einfachheit? Oder liegt die in der Natur? Oder liegt die in diesem kleinen kuscheligen Raum, wo man ja auch nicht viel machen muss? Also du hast ja keine Verpflichtungen in dem Sinn. Wenn du sauber machen musst, dann fegst du einmal zwei Minuten durch. Was ist es für dich?
Die Kombination, mein kleiner Raum und Natur, ist die allerbeste-
Mhm.
-weil für mich in der Natur zur Ruhe zu kommen, ist halt auch, ähm, da, da, da muss ich mich auch nicht verstellen. Da bin ich einfach nur ich, ich bin-
Mhm.
-in dem Moment einfach sehr da und sehr im Moment. Weil wenn du, ähm, die Natur riechst-
Ja.
-wenn du die Vögel hörst, es gibt für mich nichts Meditativeres. Abgesehen davon, ich sehe in der Natur Gott. Für mich hat das Gott geschaffen und fühle da eine besondere Nähe zu Gott, wenn ich in der Natur bin. Ähm, ich kann aber genauso abschalten, wenn ich irgendwo mitten in der Stadt bin und einfach meine Tür zumache, meine Lichterkette an und dann, äh, in meiner Schlafhöhle liege.
Mhm.
Das, äh, fällt mir genauso leicht. Sobald die Tür zu ist, fahr ich 'n Gang runter.
Schaffst du das auch jetzt in deinem ja doch immer noch recht stressigen Joballtag, dir dann auch zwischendurch vielleicht mal so kleine Auszeiten zu organisieren, eher als wenn du irgendwie jetzt sagst, ich fahr jetzt in 'n Wellnesshotel, aber das muss ich organisieren und planen jetzt durch den Camper?
Ich bin schon ewig nicht mehr in einem Wellnesshotel gewesen. Ähm, für mich ist es viel schöner, einfach mal so 'n langes Wochenende. Ich lebe jetzt in Pforzheim, Schwarzwald.
Ja, auch schön da. Kann man ja auch-
Ja, herrlich da.
-quasi vor der, vor der Haustür mein Wochenende schön verbringen, ne.
Ist definitiv so. Und dann kannst du wandern gehen. Das, das bringt mich auch total runter. Ähm, das erdet mich mehr, als jetzt Urlaub in einem Wellnesshotel zu machen.
Mhm.
Ja.
Ja, und einfach dann deine Zweitwohnung, deine rollende vor der Tür stehen zu haben und dann auch nicht lange überlegen zu müssen, ne. Da ist ja wahrscheinlich auch vieles schon drin, was du brauchst.
Ist immer alles drinne.
Für so Kurztrips, so einfach mal losfahren und mal gucken, wann ich wiederkomme.
Ja, also ich hab's so gepackt, ähm, dass ich jederzeit losfahren kann. Es ist auch genug zum Haarewaschen da und immer Duschbad, Trockenshampoo. Nicht vergessen, Küchenrolle ist immer drin. Ich habe immer was zu essen dabei und, äh, insofern dauert's auch nicht lange, äh, bis ich losfahren kann. Ich kann wirklich sehr, sehr spontan handeln. Und ab und zu fahre ich halt mit dem Teil auch zu Leuten hin, um Podcasts aufzunehmen und, ähm, häng dann noch ein, zwei Tage dran, um dann wirklich runterzukommen. Und das Schöne ist halt auch, wenn ich beim ZDF bin, ich stehe dann auf dem ZDF-Parkplatz.
Herrlich.
Und, ähm, kann dann auch wirklich Feierabend machen. Damit bin ich ein Exot, weil die anderen Moderatoren, ähm, wohnen alle in richtigen Wohnungen dort.
Mhm.
Und für mich ist, ist das aber meine Wohnung, ja.
Mhm. Und man ist überall, kleiner Life Hack für alle, die uns zuhören, man ist eigentlich überall immer ein gern gesehener Hausgast.
Ja.
Weil wegen uns muss nicht für einen Tag ein Bett neu bezogen werden. Wir kommen dann einfach mal an und sagen: "Ja, nee, muss gar nicht, gar keinen Stress machen. Wir schlafen im Out." "Ach ja, schön." Muss nichts gewaschen werden. Kriegt man vielleicht noch, wenn, wenn's hochkommt, einen Satz Handtücher, um morgens zu duschen und das war's.
Ja.
Sonst macht man dann den Leuten auch keine Arbeit.
Stimmt.
Also legt euch auf jeden Fall 'nen Camper Van oder ein Wohnmobil zu. Das ist jetzt unser Fazit.
Ja.
Möchtest du denn unseren Hörerinnen und Hörern noch irgendwas für ihr Camperleben mit auf den Weg geben? Oder vielleicht, wenn sie jetzt auch auf die Messe kommen und noch nicht wissen, so, soll's ein größeres oder ein kleineres Fahrzeug werden? Was wäre da so, was würdest du Leuten sagen, die jetzt da gerade neu einsteigen?
Ich würde sagen, auf jeden Fall erst mal mieten. Ich hab nämlich als Erstes ein Wohnmobil gemietet, weil ich, als ich noch gar keine Ahnung hatte, dachte, das ist es, was ich brauche und das ist das, worin man's gut aushalten kann. Ich hab gedacht, ein Van, Camper Van ist viel zu klein. Und, äh, ich war froh, ich bin ja dann eigentlich durch Zufall, weil kein anderes, äh, Gefährt verfügbar war, dann zu 'nem Camper Van gekommen zum Mieten. Und hab dadurch festgestellt, das ist voll mein Ding. Jetzt stell dir mal vor, jemand kauft, weil er denkt: "Ah, ich glaube, das gefällt mir." Kauft, gibt viel Geld aus für etwas, was viel, vielleicht viel zu groß oder auch viel zu klein für ihn ist. Also deshalb ist, mm, mein Rat unbedingt vorher erst mal so 'n, äh, Gefährt mieten, um dann auch zu gucken, was brauche ich denn wirklich? Ist denn mein Querschläferbett meins? Brauche ich nicht vielleicht eher 'n Hubbett? Will ich 'ne Sitzgelegenheit unten haben? Das wäre, wenn ich mir eins kaufen würde, wäre das zum Beispiel für mich jetzt als Nächstes, ähm, d-die Wahl, ich w-möchte eine Sitzgruppe unten haben und 'n Hubbett.
Ja.
Weil ich, äh, erstens nicht immer umbauen will, ähm, und zweitens auch die Leute nicht in meinem privaten Schlafbereich haben möchte.
Ja.
Und, äh, das muss man aber rausfinden. Deshalb erst mieten und dann kaufen. Und macht's vom Gefühl abhängig. Du hast gerade die innere Stimme auch angesprochen, wie wichtig die ist. Wenn man irgendwo drin sitzt, ähm, manchmal sagt einem ja die Vernunft: "Nee, also, also das geht wirklich nicht. Das, also du hast doch eigentlich ganz andere Vorstellungen gehabt", aber du sitzt da drin und denkst so: "Das ist meins. Das ist einfach meins und ich will hier gar nicht mehr raus." Ich finde, das ist viel wichtiger, als wenn, ähm, Äußerlichkeiten stimmen. Deshalb geht auf Messen, setzt euch in die Autos rein und lasst euer Gefühl entscheiden. Ja. Und, äh, das ist das, was ich mitgeben möchte.
Sehr schönes Schlusswort. Das kann man auf viele Lebenssituationen übertragen. Und ja, wenn ihr Fragen habt, auch zur Messe oder Ähnliches, oder wenn ihr euch jetzt noch auf die Schnelle vielleicht irgendwelche Themen wünscht, dann meldet euch gerne bei uns. Wir können nicht versprechen, ob wir das alles erfüllen können, aber schickt uns gerne auch eure Tipps, was wir uns vielleicht hier noch anschauen sollten. Und ansonsten habt ihr jetzt noch Gelegenheit bis kommenden Sonntag, den sechsten, sechsten September – hier wird fleißig genickt – ähm, hier noch auf den Caravan Salon zu kommen. Es lohnt sich auf jeden Fall und dann könnt ihr auch mal bei Andrea vorbeischauen und ansonsten findet man dich auf den genannten Kanälen. Die verlinken wir auch noch mal. Ja, dann, äh, wir sehen uns gleich noch mal und wir hören uns spätestens morgen wieder. Bis denne. Tschüss.
Tschüss.