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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Messepodcast. Ich bin Nele und sitze jetzt gerade in einer wunderschönen kleinen Kuschelhöhle auf dem Caravan Salon in Düsseldorf, und zwar bei KuKu. Ähm, da habe ich den lieben Peter bei mir. Du bist Geschäftsführer von KuKu und Gründer, richtig?
Ja, richtig. Also einer der Geschäftsführer und einer der Gründer.
Sehr schön. Herzlich willkommen, Peter. Ihr baut wunderschöne, kompakte, kleine Wohnwagen, die so 'n Offroadigen Touch haben. Ähm, spricht mich ja immer total an, alleine schon optisch. Und wir haben uns jetzt zum Interview hier in einen eurer Camper zurückgezogen und es ist wunderbar und ich möchte am liebsten hierbleiben.
Das ist schön, das freut mich.
Erzähl doch mal ein bisschen, ähm, was hinter KuKu steckt und wer hinter KuKu steckt, außer dir noch.
Das mache ich sehr gerne. Also, ähm, KuKu besteht aus, äh, Dani und mir und die Simone. Die Simone ist die Frau von unserem dritten verstorbenen, äh, Kollegen, der vor zwei Jahren plötzlich, äh, verstorben ist, der heute sechzig geworden wäre. Ähm, und ja, wir führen das Unternehmen gemeinsam und entwickeln aber auch. Das ist das, was uns eigentlich auch antreibt. Wir sind Camper und haben, äh, entwickeln die Fahrzeuge bei uns im Haus, bauen die Muster im Haus. Also die ersten zwei, drei Fahrzeuge bauen wir immer selber und suchen uns dann Partner, die die Serienfertigung machen, weil wir uns damit gar nicht so belasten wollen. Ich möchte keine Fabrik führen-
Mhm.
-sondern ich möcht entwickeln. Ich möcht mit der Nele hier im Fahrzeug sitzen-
Ja.
-und Kunden beraten und das ist eigentlich das, was uns mehr Spaß macht. Und deswegen haben wir uns entschlossen, nicht selber zu produzieren, sondern das machen zu lassen, weil es ja auch, es sind etwa hundert Fahrzeuge im Jahr und da, äh, das wär mir mir too much.
Mhm. Ja, da bräuchte man dann auch ja natürlich 'n, äh, viel Platz, 'n richtiges Team auch und ist dann auch mit sehr viel operativem Stress verbunden.
Ja klar, da melden sich dann morgens die Leute krank, dann hast du, äh, müssen die Termine eingehalten werden.
Ja.
Du musst Prozesse einhalten. Und wenn ich schon hör, dass ich für, für alles 'n Prozess machen muss, das ist vielleicht nicht meine Welt.
Ich verstehe es sehr gut. Ihr habt angefangen mit einem Wohnwagen, der komplett aus Holz ist, der Bruno. Den gibt's auch hier auf der Messe zu sehen. Also wenn ihr noch die nächsten Tage kommt, der Bruno steht bei Wickiwood am Strand. Am Strand, am, schön wär's-
Schön wär's.
-am Stand. Und hier sitzen wir jetzt im Max, richtig?
Genau.
Der Max ist in Halle zehn, D fünfundfünfzig.
Ja, richtig. Ziemlich versteckt leider.
Ja, leider. Ich hab's auch fast nicht gefunden. Also da müsst ihr 'n bisschen suchen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Und der Max hat jetzt für die Messe zur Feier des Tages 'n Aufstelldach bekommen.
Genau. Ähm, 'n Aufstelldach haben wir schon eine Weile. Du musstest allerdings über einen Durchstieg von fünfzig mal siebzig Zentimeter ins Obergeschoss gelangen. Und jetzt haben wir uns dieses Jahr einfallen lassen, ein Aufstelldach wie im California zu machen, also wie im VW-Bus, dass du einfach mit zwei Fingern das Dach nach oben drückst und dann Stehhöhe im ganzen Fahrzeug hast. Das war die Idee mit dieser Stehhöhe und erst nachdem wir's gemacht haben, haben wir festgestellt, es ist wirklich, es ist wie 'n Raumwunder. Du, du hast so viel Luft, ähm, und sitzt auch dann quasi fast im Freien, wenn das oben offen ist. Ja, also die Kunden lieben es jetzt schon und ich glaube nicht, dass wir viele Bestellungen noch haben werden ohne dieses Dach.
Nee, das ist super. Da, also du hast es mir ja gerade gezeigt, als ich hier mal Probesitzen gemacht hab vor unserem, äh, Gespräch jetzt. Und das gibt einfach 'n komplett anderes Raumgefühl, wie auch in, in jedem Van, wenn du 'n Aufstelldach hast, fühlst du dich irgendwie viel, viel freier.
Ja, hast du im VW-Bus so, gell.
Ja, ja, ja. Und ich hab ja schon gesagt, der, der Bruno ist komplett aus Holz, der Max ist nicht komplett aus Holz. Da habt ihr viel Holz, äh, für den Innenausbau verwendet. Mit welchen Materialien arbeitet ihr jetzt beim, äh, Max und auch bei anderen Fahrzeugen, die ihr produziert?
Ja, also wir haben nur den Max und den Bruno.
Mhm. Also die Emma gibt's nicht mehr, haben wir schon-
Die, die Emma, ich sag immer, sie steckt noch im Geburtskanal fest.
Ja.
Wir, wir werden die Emma bauen, die wird es nächstes Jahr auch geben.
Mhm.
Wir sind relativ weit. Die wird noch kleiner werden übrigens und noch einfacher und viel, viel günstiger.
Okay.
Weil wir immer das Problem haben, der Preis ist natürlich hoch, das wissen wir. Aber es ist, steckt so viel Handarbeit drin und so wenig Serienproduktion.
Mhm.
Und ich will unbedingt in Deutschland produzieren und nicht meine Fahrzeuge in der Türkei oder, oder gar in China kaufen.
Ja.
Dann könnten sie billiger sein, aber ich, äh, hab Kinder in Deutschland und, ähm, hätte auch gerne, dass die irgendwann noch hier Arbeit finden-
'N Job haben.
- 'n Job haben und leben können. Und wenn jeder nur noch guckt, dass er billig irgendwas herbekommt, ja, wie gesagt, wir hätten ihn gern viel günstiger.
Mhm.
Und deswegen machen wir mit der Emma 'n, 'n Fahrzeug, das auch dann nicht so viel Komfort haben wird mit Sicherheit, dass er so 'n Zelt auf Rädern ist, aber trotzdem in unserem Style sehr gemütlich wird sein.
Mhm.
Und, ähm, es wird auch diese Ausziehküche haben. Also wir haben ja immer diese Küche, die du innen und außen verwenden kannst.
In so einer Schublade muss man sich das vorstellen. Die Schublade kann ich dann nach draußen ziehen, dann, ähm, ist der Campingkocher da drin. Also ihr habt kein Gas verbaut, ihr habt keine, kein Wassersystem, keine Elektrik verbaut, sondern alles wirklich sehr reduziert, sodass man sich das auch selber 'n bisschen so gestalten kann, wie man es gerne haben möchte. Und, äh, ja genau, wie du gesagt hast, die Küche geht nach außen weg. Muss ich immer nur 'n bisschen erklären, weil die Hörer sehen das ja nicht.
Natürlich, ja.
Und dann kann ich die wieder reinschieben und kann dann hier zum Beispiel vom Bett aus meinen Kaffee kochen.
Genau, richtig. Ja, und das ist auch nicht, weil wir das nicht könnten mit Gas und Strom und Wasser, sondern weil wir es nicht wollen. Es soll diese Art des Campings mit dem kleinen Wagen ist sehr reduziert und ich habe festgestellt, dass gerade so eine aufwendige Elektrik wie ein Solarregler, ein Wechselrichter und, und, und. Da muss man sich ja wirklich auskennen, wenn man dann da, äh, mit unterwegs ist und unsere Kunden wollen das gar nicht. Da steht hinten so eine kleine EcoFlow, äh, Box drin, wo du deinen Strom hast, um das Handy zu laden. Du kannst das Licht vom Camper drin anschließen und so weiter. Und dann gibt es ja so intelligente Lösungen auch für, für Wasser und, und Gaskartuschen, dass es, dass es, dass einfach mal los heißt.
Ich habe ja vorhin so ein bisschen den Offroad-Look im Vorgespräch hinterfragt, ähm, weil ich mich gewundert habe eben, ob so ein Fahrzeug wirklich offroad-tauglich sein kann. Und du hattest mir erzählt, dass das eigentlich ursprünglich nur der Look geplant war, ähm, so offroadig zu sein, aber dass tatsächlich auch eure Fahrzeuge schon getestet wurden. Magst du das unseren Hörern noch mal erzählen? Die Geschichte finde ich nämlich ganz spannend.
Ja, das ist, ist cool. Also wir haben tatsächlich ursprünglich gedacht, ah, der muss so eine Offroad-Optik haben. Unser Dani steht auf Reifen und Felgen. Das ist sein absolutes, äh, wenn bei uns ein Auto auf den Hof kommt, kriegt es erst mal neue Schuhe. Äh, und dann haben wir diese Offroad-Optik gemacht mit den, mit den viel zu großen Rädern eigentlich, mit den Offroad-Kotflügeln, die man auch besteigen kann, hinten mit dem, mit, mit der Schräge für den, für den Neigungswinkel und so was und haben immer gesagt: "Ja, das ist eine Offroad-Optik." Bis dann ein Kunde kam und ihn, äh, gekauft hat. Der war dann sieben Monat, acht Monate im Oman unterwegs und ist siebentausend Kilometer Offroad gefahren. Also Offroad ist ja auch immer so ein Ding. Also du, äh, bretterst jetzt nicht durch einen Offroad-Park damit. Das machst du mit dem Auto allein und lässt den davor stehen. Aber zum Reisen jetzt in, in Norwegen oder Korsika oder sonst was, da kommst du mit dem überall durch. Das ist, äh, gar kein Thema. Man kann bei uns auch einen bekommen mit einer Einzelradaufhängung und Dämpfern und allem drum und dran. Aber das sind viertausend Euro, wo ich sage: "Steck die lieber in deine Reise als in dein Fahrzeug."
Ja, und mal realistisch, ich meine, mit einem, mit einem Anhänger hinten dran, egal wie der gebaut ist, kannst du ja nicht jetzt eine Offroad-Tour machen wie, wie mit einem Jeep oder so, ne. Also da fährst du ja nicht über Felsen und sonst was, sondern da fährst du halt abseits der befestigten Straßen mal irgendwo.
Würde ich auch sagen. Also es gibt, es gibt ja Offroad-Anhänger hier von, von Brüder in der, in der Halle vierzehn, glaube ich, oder sechzehn. Der kostet halt zweihundertachtzigtausend Euro und dann fällt halt im Gelände nicht die Tasse aus dem Regal. Aber, ähm, bei uns fällt sie vielleicht mal raus, aber was ist dann?
Muss man halt nur die richtige Tasse nehmen.
Genau.
Die nicht kaputt geht.
Da hast du recht. Ja. Und du sitzt ja nicht im Anhänger hinten drin, wenn du fährst.
Ja.
Also das vergessen ja auch die meisten. Die sagen auch: "Ja, kleppert das hier drin?" Sage ich: "Das kann schon sein. Ich weiß es nicht. Ich bin noch nie hinten mitgefahren", aber-
Sollte man auch nicht.
Nee.
Ist auch verboten übrigens.
Ja.
Ähm, kommen wir doch noch mal, weil du ja schon den Preis angesprochen hattest und, äh, so, ich wollte auch noch mal ein bisschen über Materialien und so sprechen. Gucken wir uns doch mal die, die technischen Specs quasi an, also die technischen Daten. Wir haben hier GFK-Aufbau, richtig?
In, in, äh, im Max ist es ein GFK-Aufbau, also GFK, ein, ein porenloser Schaum dazwischen, ein Sandwich und innen auch GFK, das man allerdings nirgendwo sieht. Also das ist alles mit Filz oder Holz verkleidet.
Und so die Maße, Gewicht, was, was haben wir da?
Äh, ja, also von den Maßen ist es so: Da haben wir schwer gekämpft, dass wir unter, äh, zwei Meter bleiben. Also selbst mit dem Aufstelldach sind wir bei einem Meter sechsundneunzig. Da haben wir uns am VW-Bus orientiert, weil im Ausland die meisten Parkplätze auf zwei Meter-
Ja.
-also begrenzt sind. Dann stehen unsere Fahrzeuge meistens bei den Leuten zu Hause in der Garage und daher auch die Größe. Also ich sage immer, zwei Meter hoch, zwei Meter breit und vier Meter zwanzig lang.
Mhm.
Damit passt du auf jeden Parkplatz.
Der Max jetzt.
Beide.
Beide.
Die haben beide das gleiche Fahrgestell, ähm, und auch das Häuschen ist eigentlich identisch groß. Ja, zum, zum Preis ist es so, dass wir es sehr modular aufgebaut haben. Du kannst den Max komplett leer bekommen zum selber ausbauen, was auch sehr einfach ist, weil du ja nur quasi rechte Winkel hast. Du hast keine Radkästen, die du verkleiden musst oder ein Blech, was irgendwo raussteht. Das geht ganz gut. Ähm, da startet er bei siebzehn fünf. Das ist der absolute Einstiegspreis. Äh, in der Vollausstattung, so wie wir jetzt hier drin sitzen, bist du schon bei zweiunddreißig.
Mhm.
Und in der Range spielt sich eigentlich alles ab. Und das kannst du im Konfigurator, kannst du dich durchklicken und, ähm, siehst dann immer gleich oben, zählt es den, den Preis zusammen. Die meisten, die wir verkaufen, sind so bei fünfundzwanzig, sechsundzwanzig. Das ist so der, der häufigste Wagen, der bei uns wegrollt.
Also finde ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht so viel, weil ich habe jetzt mit mehr gerechnet, als du vorhin gesagt hast: "Ja, der Preis ist ja auch so hoch und so." Weil wenn du dir— klar, die anderen Wohnwagen, die haben dann natürlich auch noch, wenn du jetzt vom Standardhersteller kaufst, dann ist da halt noch eine richtige Küche drin und, ähm, eine Toilette und so weiter. Aber es ist halt Manufaktur, ne. Deswegen— und es ist, also wirklich auch, ich habe es vorhin mal angefasst. Also für euch da draußen, die, die ihr zuhört, es ist, ähm- Die Vollausstattung, von der Peter gerade gesprochen hat, beinhaltet dann das Aufstelldach. Das beinhaltet aber auch den kompletten Möbelbau. Da habe ich eben auch für so ein kleines Fahrzeug noch relativ guten Stauraum. Es sind also so ein paar offene Staufächer verbaut, ähm, auf, auf Dachhöhe quasi. Also wenn ich das Aufstelldach nicht oben habe, dass man, dass man, ähm, da dran kommt. Dann gibt's einige geschlossene Staufächer. Es gibt eben diese, diese große Schublade, die ich als Küche nutzen kann oder auch als Stauraum, wenn ich halt sage, ich brauche eigentlich keine Küche, ich mache den Kocher draußen auf dem Campingtisch. Hinter mir, muss ich nur gucken, dass ich nicht so weit vom Mikro weggehe. Hinter mir ist noch mal so eine Art, ja, so auch offene Fächer und auch so wie so für Kleidung-
Und ein Schrank auch noch.
So ein Kleiderschrank, ne. Ein, äh, sehr gemütliches, äh, Bett und eine Vollverkleidung aus Filz, was ich auch sehr schön finde. Das gibt dem Ganzen so einen wohnlichen Charakter. Ich habe hinten ein kleines Möbelstück mit so einer Art Ablagekonsole, wo ich Sachen draufstellen kann. Die sollten dann halt nur entweder mit Magneten oder verklebt werden oder abgenommen bei der Fahrt, vor allem wenn man Offroad gehen möchte. Also insgesamt, ähm, hat der Wohnwagen alles, was ich so bräuchte, außer Toilette, aber die kann man sich ja auch reinstellen einfach.
Genau. Also ich habe immer 'ne, 'ne Trenntoilette dabei, die ich allerdings außerhalb vom Fahrzeug stehen habe in so 'nem, so 'nem Duschzelt. Die kriegst du ja beim Decathlon oder Boxio oder wo auch immer. Ähm, und dann habe ich es hier raus, weil wenn du zu zweit drin liegst, möchte ich nicht die Toilette im Bett benutzen. Also das, äh, ja, da muss man sich schon sehr, sehr lieb haben.
Da muss man schon sehr lang zusammen sein. Da muss die Erotik schon tot sein.
Ja, genau.
Wenn man das verkraftet. Ja, sehr schön, Peter. Ähm, also ich habe ja schon Stand und Nummer gesagt. Wenn ihr mal vorbeischauen wollt, es ist hier, äh, der Stand ist hier an der Ecke, also Eura Mobil ist direkt gegenüber. Das findet ihr vielleicht leichter und, äh, P-- BNP Paribas, also diese Bank mit so einem riesen grünen, ähm, Schild oben am Stand. Und da müsst ihr hinter spiekern und dann findet ihr Peter, seinen Sohn und den Max.
Max.
Und lasst euch da gerne mal durchführen. Äh, es ist wirklich, äh, auch optisch sehr schön.
Jeder, der uns besuchen kommt, bekommt eine E-Mail-Tasse von mir.
Oh, das ist doch-- Also wenn das kein Anreiz ist, dann weiß ich auch nicht. Ja, dann wünsche ich euch noch viel Spaß und viel Erfolg weiterhin. Viele Besucher hoffentlich jetzt noch unter der Woche.
Das hoffe ich auch.
Und, äh, ihr Lieben da draußen, wir hören uns später oder morgen wieder mit der nächsten Folge vom Caravan Salon. Bis denne. Tschüss. Tschüss, Peter.
Tschüss.