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Caravan Salon live: Neuheiten rund um Kleben, Dichten und Rostschutz

Episode 434 · 00:20:41

Direkt vom Caravan Salon in Halle 13 hat Sebastian mit Michael Windecker von DEKALIN gesprochen – und der hat nicht nur erklärt, was wirklich hinter dem Begriff "Rostumwandler" steckt, sondern auch eine echte Neuigkeit ausgeplaudert: Die Marken DEKALIN und DINITROL wachsen zusammen. Was das für dich als Camper, Vanlife-Fan oder Besitzer eines älteren Fahrzeugs bedeutet, und warum "einfach Silikon drüber schmieren" keine gute Idee ist, erfährst du in dieser Episode.


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Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. DEKALIN + DINITROL – Die beiden Marken aus demselben Konzern ergänzen künftig ihr Sortiment gegenseitig, ab Januar auf der CMT verfügbar

  2. Rostumwandler erklärt – Was ein Rostumwandler wirklich macht (Oxidation stoppen, nicht Metall erneuern), wie er auf Epoxidharz-Basis funktioniert und wann du lieber einen Profi ranlässt

  3. Die richtige Reihenfolge bei Rostschutz – Losen Rost entfernen, Rostumwandler auftragen, Unterbodenschutz erneuern: Warum die Kombination aus beiden Produktwelten jetzt mehr Sinn ergibt als je zuvor

  4. Kleben vs. Dichten – Der Klassiker auf dem Messestand: Warum ein undichtes Dachfenster oder eine Klappe wirklich ausgebaut und neu eingedichtet werden muss – und warum "drüber schmieren" auf Dauer nicht funktioniert

  5. Dachfenster selbst abdichten – Michael erklärt Schritt für Schritt, warum das auch ohne Profi-Handwerker-Skills machbar ist, und Sebastian teilt seine eigene Erfahrung aus Spanien

  6. YouTube vs. Herstellerinformation – Wo YouTube beim Ausbauen hilft, aber beim Kleben und Dichten gefährliches Halbwissen verbreitet – inklusive der Geschichte vom VW-Bus mit rausgeschnittenen Quertraversen


Jetzt bist du gefragt!

Hast du schon mal mit Dekalin-Produkten gearbeitet oder kämpfst du gerade mit Rost oder undichten Stellen an deinem Caravan oder Fahrzeug? Teile deine Erfahrungen – und verrate uns, ob du eher der "selbst anpacken"-Typ bist oder lieber einen Profi ranlässt! Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp.


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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Messepodcast. Ich bin schon wieder und immer noch auf dem Caravan Salon unterwegs, bin heute in Halle dreizehn beim Michael Windecker von Dekalin. Äh, aufmerksame oder lange Hörer kennen ihn schon. Trotzdem, Michael, stell dich doch bitte mal ganz kurz unseren Hörern und Hörerinnen noch mal vor. Was machst du? Was macht ihr bei Dekalin?

Okay, also mein Name ist Michael Windecker. Herzlich willkommen, Sebastian. Ausnahmsweise mal in, in meiner Welt, in meinem Platz und nicht ich in eurer Welt. Von daher finde ich es toll, dass wir das heute Morgen hier machen können. Ähm, ich bin European Creative Specialist, beschäftige mich seit dreißig Jahren mit Klebetechnik und, äh, unter der Dekalin-Marke bekommst du Klebstoffe, Dichtungsmassen, Unterbodenschutz, Reparatursachen mit Schwerpunkt Fahrzeugbau und insbesondere für rund um das, rund um das Caravan.

Und wir haben ja auch mit dir schon, äh, 'ne, 'ne lange oder 'ne lange Reihe gemacht mit Klebt nichts gibt, gibt's nicht, wo wir kleben, dichten und so weiter uns angeguckt haben. Und, ähm, du hast mir aber gerade erzählt, dass es bei euch jetzt Neuigkeiten geben wird. Jetzt noch nicht auf dem Caravan Salon, sondern das ist jetzt wirklich sozusagen noch Hot Info. Was werdet ihr Neues bringen?

Na gut, wir haben ja die Standardprodukte unter der Dekalin-Marke, ähm, die schwerpunktmäßig caravaning Fahrzeugbau ist, aber die Insider wissen das, ähm, wir gehören ja zu einem Konzern im weitesten Sinne und, ähm, dort gibt es auch noch weitere Produkte unter der Marke Dinitrol, die eigentlich schwerpunktmäßig aus dem Korrosionsschutz-, ähm, Bereich kommen, äh, von ganz normalem Unterbodenschutz bis schwerer Korrosionsschutz hin zu, zu 'ner Bohrflattform schützen und so weiter und so fort. Ähm, und, ähm, bei den Herstellern haben wir irgendwann angefangen, ähm, die letzten ein, zwei Jahre schon immer einfach mal zu gucken, ähm, welches Produkt passt am besten. Und das muss dann nicht immer ein Dekalin-Produkt sein, sondern es kann eventuell auch ein Dinol-Dinitrol-Produkt sein, was wir haben, sodass der Hersteller irgendwann ein Angebot von uns bekommen hat über die ganze Palette und er greift drauf zu, was das beste Produkt für die richtige Anwendung ist. Das ist ja auch generell immer so unsere Philosophie, auch beim Dekalin-Produkt, das weißt du ja. Ähm, wir unterscheiden auch hier auf der Messe, kommt ganz oft die Frage, äh, äh, äh, ich klebe das Fenster. Nein, wir kleben das Fenster nicht, wir dichten das Fenster.

Mhm.

Also wann klebe ich was? Wann dichte ich was? Ähm, das ist hier auch auf der Messe immer wieder so der Renner und beim Unterbodenschutz halt auch genauso. Und jetzt erweitern wir unsere Produkte um die Dinol-Range, Dinitrol-Range, sodass ich sagen kann, okay, bis jetzt hatten wir nur den Unterbodenschutz und jetzt gibt es eventuell aus dem anderen Produktprogramm in einem anderen Layout, aber vom selben Konzern, von derselben Qualität, mit derselben Philosophie eventuell einen Rostumwandler, der dir helfen würde, zum Beispiel sagen, okay, ich bereite meine Metallteile vor, bevor ich den Unterbodenschutz drauf mache, was ja absolut Sinn macht. Dazu haben wir bis jetzt immer gesagt, okay, nimm irgendetwas.

Ja.

Und zukünftig werden wir sagen, okay, nimm bitte was aus unserem Hause, weil das funktioniert, das ist aufeinander abgestimmt, das passt miteinander und das wir das machen. Und, ähm, generell auch da wieder der, der interessiert ist, der weiß es, die Firma hieß ja noch nie Dekalin, sondern Dekalin war eine Marke.

Sehr gut erkannt.

Und, und Dekakleben nicht mehr eigentlich das Gesicht, was davor steht, sodass wir jetzt weiterhin Dekakleben, da ändert sich nichts. Aber wir haben halt zwei Marken, einmal die Dekalin-Marke und einmal die Dinitrol-Marke.

Und das heißt dann quasi, wenn ich dann mit meinem älteren Wohnmobil, also das Thema habe ich schon mal durch mit meinem älteren Wohnmobil, ähm, auf der Bühne stehe und feststelle, oh, da ist unten aber schon ein bisschen Rost am, am, äh, an den Metallteilen, dann könnte ich quasi erst mal 'n Rostumwandler benutzen, den's dann auch von euch gibt. Also Rostumwandler für alle, die das jetzt nicht kennen, macht, was der Name sagt, mehr oder weniger. Du korrigierst mich gleich. Ich hab nur gefährliches Halbwissen. Ähm, aber das ist quasi irgendwas, was ich da drauf schmiere und das sorgt sozusagen dafür, dass der Rost... Ich weiß gar nicht. Du erzählst mir jetzt mal, was mit dem Rost eigentlich dann passiert.

Okay, erzähle ich dir gerne, ganz klar. Ähm, nur als Einstieg für alle, ähm, Do it yourself, die ich absolut mag. Also noch mal, wenn du guckst, wie Sebastian's gerade so schön gesagt hast, du findest etwas Rost an einem Fahrzeug, dann bin ich da voll dabei. Das heißt, wir machen den losen Rost weg und, ähm, behandeln den dann so, dass er nicht weiter rostet. Das heißt aber nicht, dass wenn das Metallteil, was du da findest, so kurz vorm Durchbrechen ist, dass ein Rostumwandler es wieder dazu macht, dass es irgendwie neu wird und dasselbe also aussehen. Also ein bisschen Menschengesand gucken: Passt das? Wie sieht das Ganze aus, wenn da etwas Rost dran ist? Entferne ich mir den losen Rost und dann bringen wir den Rostumwandler auf. Was eigentlich verhindert, ähm, ist jetzt ein bisschen wieder Physik, Chemie-lastig so 'n bisschen. Ähm, Rost ist eine Oxidation, das heißt, ich brauche Sauerstoff, damit das Ganze passieren kann. Und mit einem Rostumwandler verhindere ich, ähm, dass dieser Sauerstoff eigentlich an diese Roststelle kommt und schütze ihn dadurch. Es passiert so in dem, dem einfach die Metallteile ein bisschen umgewandelt werden. Viele, äh, äh, Rostumwandler sind auf Epoxidharz-Basis. Heißt, es wird nachher sehr, sehr hart, sehr, sehr zäh, sehr, sehr stark und, ähm, verstärkt dann diese, diese, diese Stellen wieder. Man trägt das Ganze auf und dann braucht man so je nachdem um die vierundzwanzig Stunden, ähm, bis man dann im Prinzip, sage ich mal, weiter, weiterarbeiten kann. Aber der Hauptfokus insgesamt ist, ist eigentlich, wir verhindern, dass Sauerstoff- An diese Stelle kommt, die dort rostet und damit verhindern wir eine Oxidation, damit rostet das Ganze eigentlich nicht weiter.

Also Warnung sozusagen, wenn das am an tragenden Elementen ist, dann lasst lieber einen Profi machen, der da noch mal drüberguckt.

Genau so.

Weil sicherheitsrelevant, wenn das aber jetzt hingegen vielleicht irgendwie ein Schweller oder so was ist, ähm, wo ich nur ein kleines Rostlöchlein habe, da hilft das quasi.

Absolut.

Aber der macht sozusagen nicht aus Rost wieder tolles Metall, sondern der, äh, wandelt das ein bisschen dass es wieder eine gewisse Festigkeit hat und verhindert, dass es weiter rostet vor allen Dingen.

Genau, das ist der Hauptgrund eigentlich.

Gut, dann, äh, haben wir vielleicht dem einen oder anderen auch noch mal was gelernt. Ich wusste auch immer nicht so genau, wie es funktioniert. Und dann, wenn--

Wenn das im Thema ist bei dir oder bei anderen, wir können da gerne in die Tiefe einsteigen. Es ist überhaupt kein Problem. Ich weiß nur nicht, ob das, äh, sinnführend ist, jetzt zwanzig Minuten lang über eine chemische Reaktion eines Rostumwandlers in die Tiefe zu gehen. Aber machen wir gerne.

Das können wir ja mal ausprobieren, wie technikverliebt Hörer und Hörerinnen sind. Dann können wir mal eine Sonderfolge machen und dann kann man ja immer entscheiden, ich höre mir das an und lerne was oder es interessiert mich auch gar nicht und ich skippe das einfach. Das-- wir zwingen ja niemand, alle Folgen zu hören.

Das ist ja schön.

Ähm, okay, und dann, äh, kann ich quasi oder sollte ich danach idealerweise vielleicht dann auch, wenn's unten am Fahrzeug ist, einen Unterbodenschutz erneuern, aufbringen. Ich weiß, das haben wir bei unserem sechsundzwanzig Jahre alten Schätzchen damals auch gemacht, ähm, was einfach dafür sorgt, dass ich halt widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit, gegen keine Ahnung, Salze und was so alles auf der Straße rumschwirrt, bin und das Fahrzeug vielleicht noch ein bisschen länger hält.

Dann kann ich halt entscheiden, habe ich einen Holzunterboden nebendran, dann nehme ich für den Holzunterboden halt unseren ganz klassischen atmungsaktiven Unterbodenschutz. Oder ich möchte nur die Metallteile machen, dann kann ich mit dem Pro Wax weiterarbeiten. Ähm, damit habe ich's transparent, dann sehe ich auch, was da drunter passiert. Also da kannst du dann wieder-- und jetzt merkt man, wie die zwei Produktgruppen so ein bisschen zusammenwachsen, wo ich sage, okay, ähm, ich nehme aus jeder Welt das Beste und in-- das Ergen, Ergebnis ist nachher ein, ein wesentlich, ein wesentlich besseres, was ich dann da im Prinzip, sage ich mal, erzielen kann.

Okay, also ja, da werden wir dich auf jeden Fall noch mal einladen, weil ich denke, das Thema ist gerade für Menschen, die selber an ihren Fahrzeugen, ähm, reparieren und basteln und auch ältere Fahrzeuge haben, glaube ich, etwas, was allgegenwärtig ist. Ähm, gerade wenn ich viel an der, an der, am Meer irgendwie stehe, das Salzwasser, das sorgt ja auf jeden Fall dafür, dass das alles irgendwie angegriffen wird. Ähm, gibt's da noch weitere spannende Produkte, die jetzt vielleicht auch für unsere Hörer und Hörerinnen spannend sein können, die da kommen?

Ja, also wie gesagt, es ist-- du hast es eigentlich so schön formuliert: Es ist die Hot News. Also wir haben es, wenn du auf dem Messestand bist, so in ein, zwei kleinen Ecken kann man das schon sehen, wo die Reise hingeht, ja.

Ah ja, kann ich.

Also da sind dann schon beide Logos drauf. Das haben wir sehr, sehr dezent verpackt jetzt, sage ich mal, für den Einstieg, weil wir natürlich weder Fragen aus, auslösen wollen, die wir momentan noch nicht so beantworten können, noch, äh, äh, jemand sagt: „Boah, ich kann jetzt die Dinitrol-Produkte bei euch kaufen", was momentan noch nicht ist. Wir machen jetzt unsere Hausaufgaben. Wir haben das Konzept den Großhändlern vorgestellt. Ähm, bis auf einen bin ich durch. Am Freitagmorgen kommt noch ein Großer. Ähm, die fanden die Idee alle toll und haben gesagt: „Mensch, okay, das macht Sinn. Das passt für uns. Wir nehmen die Produkte auf", weil das ist ja die Hausaufgabe, die wir auch haben, dass wir euch Vertriebskanäle schaffen, dass ihr es kaufen könnt. Nicht nur, dass ihr erzählt, das sind tolle Produkte, ähm, in dem Bereich und da haben wir halt sowohl für die Händler habe ich natürlich, äh, Zweikomponenten-Klebstoffe, bis hin, ähm, sage ich mal, wir haben momentan halt Unterbodenschutz in der P7-Dose als größtes, weil natürlich der Fokus ist die kleinere Werkstatt und, ähm, ähm, das ganze Endkundensegment. Aber natürlich habe ich das auch im zwanzig Liter Hoppock oder in der Dinitrol-Aufmachung auch im zweihundert Liter Fass.

Okay.

Ja, ähm, das ist natürlich schon mal eine Händler interessant, wenn einer sagt: „Okay, ich mache das im größeren Stil. Ich habe jetzt Zugriff dasselbe im Fass", ja, und kann es damit verarbeiten. Also von der Seite her tut sich für beide Seiten was. Unsere Händler sind happy drüber. Der Großhandel sagt: „Mensch, die Idee ist gut, das macht Sinn." Ähm, die Hersteller sind happy, weil mit denen machen wir das eh schon. Das heißt, sie können jetzt auch ihren Werkstätten sagen: „Das setzen wir in der Produktion ein" und die Werkstätten kommen ans richtige Produkt oder auch, oder auch eure, eure Kunden kommen an dasselbe, an dasselbe Produkt. Ja?

Ja.

Das heißt, ihr könnt dann genau sagen, ähm: „Hersteller X, Y, Z setzt das Produkt ein" und du als Laie, als Semiprofi, als Do-it-youselfer hast dieselbe Qualität jetzt auch und sagst: „Okay, der, die Profis setzen das ein und ich kann es auch einsetzen."

Ja.

Und da ist das richtig, der richtige Weg. Das heißt, wir werden ab dem Herbst anfangen, das ein bisschen publik zu machen und ab Januar auf der CMT mit dem Erscheinen der neuen Kataloge sind diese Produkte dann auch verfügbar. Und wenn das alles so klappt, wie die Produktion gerade geplant ist, auch bei mir im Lager vorrätig, sodass ihr loslegen könnt und könnt das wirklich kaufen. Ähm, ja, du schmunzelst so schön. Wir haben bei einigen Produkten achtzehn bis zweiundzwanzig Wochen Vorlauf.

Okay.

Das heißt, was ich jetzt nicht in die Produktion plane-

Ist dann nicht da.

-ist im Januar nicht da. Deswegen ist es für uns auch so, wo ich weiß, bis Ende Oktober muss das bei uns alles so eingetütet sein, auch mit den Katalogherstellern, dass ich in der Produktion sagen kann: „Okay, mach mal drei, fünf, zehn Paletten von Produkten A, B, C, weil ich brauche die im Januar." Ähm, und das ist halt leider gerade auf dem hohen Roh-- heutigen Rohstoffsegmentmarkt und dank, ähm, Straße-Vernimmung ist immer noch nicht so ganz sicher alles, ähm, haben wir da schon immer sehr, sehr viel Vor-, Vorplanung und das ist nicht so wie im Revemmarkt, dass du einfach reingehst und, und das kommt ins Regal, sondern wir haben einfach Vorlauf, den ich frühzeitig einplanen muss.

Okay, das-- ja, auch das ist ja nichts, was man normalerweise als Kunde mitbekommt. Es ist auch-

Soll man auch nicht mitbekommen, oder?

-ehrlicherweise auch nichts, was die Kunden interessieren sollte.

Genau, überhaupt nicht. Wir wollen's im Regal haben. Genau.

Trotzdem kann es passieren. Ähm, dann, dann lass mal noch darüber sprechen, ihr habt ja hier den Messestand. Wir sind jetzt am Donnerstag. Das heißt, wir haben jetzt ziemlich genau eine Woche – nein, nicht ganz. Wir haben sechs Tage Messe hinter uns. Heute ist sozusagen der siebente Tag. Was sind denn so die Fragen, mit denen die Menschen hier an euren Stand kommen? Was ist so-- sind so die drei meistgestellten, also ich sag mal, Themen, mit denen die Menschen hierherkommen?

Also es ist immer wieder: Ich habe eine undichte Klappe, Luke, Tür, äh, Dachfenster, meistens oft oder sehr, sehr oft. Und dann kommt der Kommentar: „Was habt ihr, was wir davor machen können?" Oder wenn ich's plakativ sagen würde: „Was ich drüber schmieren kann, dass das Ganze dicht wird."

Silikon.

Ja, also, ähm, ich will irgendetwas drum schmieren. Ich möchte es nicht ausbauen, ich möchte es nicht reparieren et cetera. Und dann haben wir hier sehr interessante Gespräche, ähm, mit dem Kunden und sagen: „Okay, Dichtigkeiten entstehen zwischen zwei Teilen. Also du musst das Ganze ausbauen, du musst das Ganze, ähm, neu einsetzen, du musst das Ganze neu eindichten." Und das will man natürlich im ersten Moment nicht hören. Und ja, der eine oder andere kriegt halt auch den Kommentar von mir, wo, wo ich sage: "Sie können das machen, wie Sie wollen. Ich verkaufe Ihnen eine Kartusche, ob Sie's davor schmieren oder ob Sie's richtig machen." Ähm, im Zweifelsfall sehen wir uns im Jahr wieder und Sie sagen, es war keine gute Idee.

Ja.

Aber das will ich ja vermeiden und deswegen sagen wir ganz klar: "Okay, so geht es richtig." Ähm, und ein Dachfenster aufbauen, auch für die Leute, die sagen: "Boah, das habe ich noch nie gemacht oder mich rangetraut." Es ist, wenn ich nicht zwei ganz schlimme linke Hände habe, ähm, überhaupt gar kein Problem, sondern es ist einmal dran ziehen, dann geht die Verdunklung und das Plissee ab. Dann sind irgendwo da je nach Größe vier, sechs, acht, zwölf Schrauben, die schraube ich raus. Ich drücke es auseinander, ich mache sauber und ich dichte es nur ein. Das kann man auch wirklich, ähm, ohne dass man jetzt der Profi-Handwerker ist. Interessant war, ich hatte jetzt hier eine Frau da, ein, ein älteres Paar oder vielleicht mein Alter, sage ich mal, so um die sechzig rum. Ähm, hat sie dann die interessanten Fragen gestellt und er war eigentlich relativ ruhig und dann kam eigentlich raus, dass sie die handwerklich Begabtere ist und das alles macht. Also sie hat sich dann extra eine Makita Elektro-Akku-Pistole zu, zum Geburtstag schenken lassen. Also auch Makita für die, für den Nicht-In, äh, Insider ist so der, der, der, was weiß ich, Porsche, Ferrari, Rolls Royce unter den, unter den Druckluftpistolen. Ähm, relativ teuer, mega, mega gut. Ähm, wie gesagt, ich leiste mir auch nur eine für Scheibenverklebung. Ansonsten habe ich auch günstigere Varianten, die ähnlich gut sind. Aber wie gesagt, wenn ich mir eine Makita als Privatmensch zum, zum, zum Geburtstag wünsche, ähm-

Dann mache ich das schon ein bisschen halbprofessionell für mich selber.

Genau, und das war das auch sie. Also sie hat auch die richtigen Fragen gestellt: Schlangentrauben, nicht Schlangentrauben, wie lange Ablüftezeiten. Also es waren, war ein sehr hohes Niveau an Fragen, das da kam und das genießen wir natürlich dann auch.

Das glaube ich. Ich kann auch allen eigentlich die Angst nehmen. Also wenn ihr nicht wirklich zwei linke Hände habt. Also ich hab das auch-- die Story muss ich jetzt nicht noch mal erzählen. Habe ich im Podcast erzählt, aber in Spanien, äh, beim Frühstückstisch gesessen. Es hat plötzlich reingeregnet und auch da habe ich einfach, ähm, das Dachfenster demontiert, neu montiert. Ich hatte damals auch die Sachen mit dabei. Die musste ich mir nicht kaufen, weil ich schon mit so was gerechnet habe bei einem sechsundzwanzig Jahre alten Fahrzeug. Und ich hatte es bis dahin auch noch nie gemacht. Ähm, ich hab, äh, ein, zwei YouTube-Videos mir angeguckt und, äh, weil ich genau nicht wusste, welche Schrauben muss ich rausdrehen? Wie kriege ich das raus? Das findet man super bei YouTube. Da muss man nicht erst ausprobieren, alles abbrechen. Ähm, und beim Kleben und Dichten habe ich dann beim Hersteller geguckt, was der mir dazu sagt. Und damit ist es bis heute dicht, das Dachfenster, was ich geklebt habe.

Das ist doch sehr schön.

Du hast aber gerade das Gesicht verzogen.

Ja, ähm, ja, die Insider wissen es schon. Ich habe ein Buch geschrieben: "Kleben, ich geb nicht." Ähm, vor zwei Jahren, zweihundertfünfzig Seiten, ähm, aus fünfundzwanzig Jahren Erfahrung, ähm, Klebetechnik, ähm, genau aus solchen Dingen. Und ich fand das voll cool. Ich war hier beim Nachbarstand, die machen Wechselrichter et cetera. Und da war ein älteres Ehepaar, um die siebzig rum auch. Und, ähm, der hat ihm dann erklärt, äh, äh, äh: "Guck mal, je nach Modell ist entweder das Hai hier oder das Hai da." Und er sagt: "Ja, brauche nicht lesen, hab 'n YouTube-Video geguckt." Und der Kollege sagt auch gleich: "Ja, aber der weiß genauso viel wie Sie. Deswegen haben wir Ihnen ein Handbuch beigelegt. Holen Sie das Handbuch raus, gucken Sie, da steht es genau drauf." Und er sagt: "Nee, ich lese nicht gerne. Ich google mir Video." Und so ist es auch. Das Buch gibt es deswegen, weil ich einfach so viel YouTube-Videos gesehen habe, ähm, Reels gesehen habe, andere Sachen gesehen habe, auf, auf, auf Vorträgen war, auf Selbstausbauervorträgen, wo ich stand und sage: "Oh Freund, ähm, ah, ich hab mein Fenster mit Epoxidharz eingeklebt, weil die Kabine ist starr und das Fenster ist starr. Deswegen habe ich Epoxidharz genommen." Und ich sage: "Boah ey, aber das ist halt einfach glasartig spröde. Das hat keine Vibration, das hat keine Temperaturausdehnung, das hat keine Schlagbelastung." Äh, und dann sind das halt alles Dinge, die, die aus solchen Foren kommen. Ähm, und ich sage halt immer: "Okay, frag doch einen, der wirklich weiß, wie's geht." Und, und da ist das Buch der richtige Weg, äh, da ist das der richtige Weg. Ja, um die Schrauben zu finden, bin ich bei dir, Sebastian, da kannst du ein YouTube-Video nehmen. Aber es ist so viel Halbwissen, so viel Halbwissen im Prinzip, sage ich mal, unterwegs, ähm, dass es einfach, dass wir einfach da, dass wir einfach da gucken müssen, was wir im Prinzip, sage ich mal, tun. Und, ähm, deswegen ist so ein YouTube-Video was Schönes, aber ja, geh auf die, wie du gesagt hast, geh auf die Herstellerseite, geh auf unsere Seite. Wir haben eine Decelein-Akademie, wo Dinge drinstehen, wie du es richtig machst. Das fängt beim richtigen Reinigen an und hört beim richtigen Aufbringen nachher auf. Ähm, oder wie gesagt, investiere zwanzig Euro in das Buch, weil ein Fehler, den du nicht gemacht hast, hast du die zwanzig Euro wieder raus.

Definitiv.

Ähm, das ist so die Thematik und, und, und im YouTube kontrolliert das halt keiner. Das, das kann irgendeiner machen und auch da gibt es tolle Sachen. Ich hab da tolle Sachen gesehen, aber ich hab halt dreimal mehr Sachen gesehen, wo ich als Profi sage: "Ja, kann man auch anders machen."

Als Nicht-Profi weißt du halt nicht, was ist richtig, was ist falsch.

Genau.

Das-- dein Buch gab's damals leider noch nicht, ähm, und es war Sonntagmorgen. Ihr wart mit Sicherheit auch nicht erreichbar, ähm, und wir kannten uns auch noch gar nicht, sonst hätte ich dich vermutlich angerufen. Ich habe jetzt deine Handynummer. Ähm, aber ja, das ist, äh, ist ein völlig korrekter Einwand. Ähm, man kann bei YouTube viel lernen, aber es gibt eben auch viel Falsches. Deswegen, wie gesagt, ich gucke meistens Ausbausachen gucke ich mir bei YouTube an, weil da findest du immer ein Video, der dir genau zeigt, wo du was abbrechen kannst und wo du am besten ansetzt, damit du Sachen auseinanderkriegst. Beim Kleben bin ich ein bisschen bei dir. Ähm, da macht's halt Sinn, wirklich auch auf den Hersteller zu gucken. Ähm, und ja, manchmal muss man da lesen. Da kann man sich aber auch helfen. Vielleicht als letzter Trick noch von meiner Seite, auch wenn's nicht messerelevant ist. Ähm, es gibt von Google so ein tolles Tool, Notebook LM heißt das. Da könnt ihr die Dokumentation vom Hersteller reinschmeißen, ähm, wenn ihr die nicht lesen wollt. Und dann könnt ihr euch das aufbereiten lassen und könnt dem sagen: "Hey, erklär mir das. Ich bin technischer Laie. Bitte erklär mir ganz genau, was da drin steht, was ich machen muss." Und der nimmt dann wirklich nur die Daten aus den Dokumenten und nicht irgendwas noch aus dem Netz. Und damit könnt ihr quasi auch Sachen, die euch vielleicht grad technisch ein bisschen zu weit gehen, weil Herstellerdatenblätter und so weiter sind manchmal oder sind häufig auch sehr technisch, weil es da eben viele Dinge zu beachten gibt. Dann könnt ihr euch da auch helfen lassen, dass das einfacher wird. Vielleicht das noch so als letzten Tipp.

Finde ich mega, ja, weil das ist genau der richtige Weg, weil die Quelle ist das Entscheidende.

Ja.

Und wenn die die richtige Quelle dort reinwirft, kriegt die auch die richtige Antwort und ich bin froh, dass es solche Tools gibt. Ich nutze sie auch manchmal, um irgendwelche Zusammenfassungen auf irgend-- mehr von großen Sachen oder Daten oder Webseiten machen zu lassen mit 'ner AI. Ähm, und ich finde den Weg absolut toll, weil, weil es spart mir einfach Zeit und, und das Wesentliche bleibt einfach nachher drauf hängen. Wichtig ist, dass er das macht. Und dann, wie gesagt, mein Highlight war einfach, äh, letztes Jahr, dass ein, ein, ein- Kunde uns angerufen hat und er wollte ein Schlafdach im Prinzip, sage ich mal, selbst installieren. Und, ähm, je länger ich mit ihm gesprochen habe dann einfach, ähm, habe ich gemerkt, der hat noch nie einen Schraubendreher in der Hand gehabt und auch noch nichts sonstige Sachen. Und er hat halt seinen alten VW-Bus oben einmal komplett alles rausgeschnitten, irgendwie so alle Quertraversen und so weiter und so fort. Und, ähm, als ich ihn dann gefragt habe nach dem Motto: „Wie kommst du denn auf die, die selbst zu machen?" Sagte er: „Ja, ich habe halt so ein Zehn-Minuten-YouTube-Video gesehen von so einem, von so einem, von so einem, eigentlich vom Hersteller. Ähm, das war also alles so nicht so schwer aus." Dann habe ich gedacht, ich mache das halt selbst. Und das ist halt irgendwo, wo ich sage: Ja, in dem Moment, wo du halt oben in deinem Dach alle Quertraversen rausschreibst, rausschraubst oder rausschleckst, ähm, ist es halt immer nicht so, so sexy, ja. Und dann nutzt auch nachher der beste Klebstoff nichts, das wieder zusammenzupappen. Ähm, und deswegen muss man einfach da gucken, wie gesagt, wenn du solche Wege gehst, wie du es gerade gesagt hast, ich nehme mir die Originalinformation, ich nehme die Herstellerinformation, ich werfe das alles in einen Topf, lass mir das aufbereiten. Ähm, das geht mega und das geht bei den technischen Sachen gut oder ich war jetzt gerade in Amerika, ähm, Familie besuchen und habe mir einfach von der Stadt einfach, ähm, auch einfach mal von der AI eine Zusammenfassung machen lassen. Habe gesagt: „Okay, zeig mir mal alles, was du in die Stadt findest, inklusive Touren, ähm, und bereite es mir zehn Minuten fürs Frühstück auf." Und das war ein mega, mega Event, was der alles erzählt hat, mit Videos eingebunden und, und, und. Ähm, da gibt es halt technische Möglichkeiten, die euch absolut helfen, aber auch da wieder wichtig ist: Achtet bitte, bitte auf die Quelle.

Ja.

Okay? Das ist das K. O.-Kriterium.

Das ist ja eigentlich ein schönes Schlusswort. Es sei denn, du hast noch irgendwas super Spannendes, Ausgefallenes von euren sieben Tagen Messe zu berichten.

Nein, komm vorbei, nutz die Chance. Ähm, wie gesagt, ähm, hier wird die Werkstatt, der Hersteller oder auch der Endkunde in demselben Level beraten. Äh, wir nehmen uns die Zeit für euch, ähm, auch wenn es vielleicht manchmal bedeutet, dass der eine oder andere ein paar Minuten warten muss. Ähm, wir nehmen uns die Zeit, wir gucken uns Probleme an. Ganz viele bringen Bilder mit und sagen: „Ich habe hier genau das Problem an der, an der Stelle und so weiter und so fort." Und wenn wir uns nicht weiterhelfen können, das ist der Vorteil hier, gibt es irgendwo auf der Messe einen, der dir weiterhelfen kann, ähm, wo wir sagen können: „Ey, geh mal in die nächste Halle, geh mal fünf Stände weiter. Der hilft dir mit Ersatzteilen oder der hilft dir mit Ideen oder das musst du neu machen oder, oder, oder." Das ist halt der Vorteil dieser Messe hier. Das ist einfach eine kompakte Ladung an, an, an Know-how und an, an Connections und wir sind einfach auch gut vernetzt. Das heißt, ich weiß, wer was hat oder wer dir helfen kann und, ähm, ja, nutzt die Chance. Der Caravan Salon ist ein toller, toller Event und, ähm, kommt vorbei.

Schönes Schlusswort. Kommt auf jeden Fall auf die Messe, wenn ihr euch für irgend so was interessiert, weil wie genau, wie du es gesagt hast, es sind alle hier eigentlich und, äh, bringt Zeit mit. Das ist der Nachteil. Es schafft das nicht in einer Stunde. In diesem Sinne, Michael, vielen lieben Dank. Ich bin mir sicher, wir hören uns zum Thema Unterbodenschutz, Rostumwandlung und so weiter im Podcast, weil das ist ein spannendes Thema für gerade alle mit älteren Schätzchen. In diesem Sinne, habt noch eine erfolgreiche Messe. Euch da draußen, wir hören uns zum nächsten Podcast. Ciao.

Wunderbar. Ciao.

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