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Die aktuelle Situation bei Freizeitfahrzeugen – gehen die Preise jetzt runter?

Episode 206 · 01:05:12

Immer wieder haben wir ihn kontrovers diskutiert – den anhaltenden Boom in unserer Branche, der nicht nur die Zahl der neuen Campingfans, sondern auch die Preise in allen Bereichen in die Höhe schießen ließ. Im Dezember hatten wir Uwe Frers von PiNCAMP bei uns zu Gast. Er berichtete insbesondere von den Entwicklungen bei den Campingplätzen und gab Prognosen fürs Jahr 2024.

Heute sprechen wir mit unserem Kollegen Jürgen Rode vom womo.blog, wie es bei den Wohnmobilen, Kastenwagen und Wohnwagen aussieht. Jürgen beobachtet seit Langem den Markt der gebrauchten Freizeitfahrzeuge und erstellt detaillierte Statistiken und Analysen.

Wir wollten von ihm wissen, welche Trends er aktuell beobachtet und was das für die künftigen Preisentwicklungen bedeuten könnte:

  • Gibt es endlich wieder mehr gebrauchte Fahrzeuge zur Auswahl?

  • Welche werden besonders häufig angeboten, wo sind die Zahlen stabil geblieben?

  • Werden zumindest die Gebrauchten bald wieder günstiger?

  • Wie wird es bei den Neufahrzeugen aussehen?

  • Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer dieser Tendenzen?

  • und vieles mehr.

Wie ist deine Meinung zu diesem Thema? Teilst du Jürgens Einschätzung? Oder hast du einen ganz anderen Blickwinkel auf das Thema? Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp.

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute geht's um die Entwicklung der Campingfahrzeugpreise und ein bisschen einen Blick auf die CMT.

Dafür haben wir uns wieder unseren lieben Kollegen Jürgen Rode vom Womo.blog ins Studio geholt. Ihr kennt ihn schon aus einigen anderen Folgen und habt ihn euch ja auch immer mal wieder als Gesprächspartner gewünscht, weil der Jürgen ist ja jemand, der zum einen sehr genau hinguckt, sehr genau analysiert und auch sich nicht scheut, seine Meinung zu sagen, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Und wir freuen uns sehr, dass wir heute mit ihm über das durchaus kontroverse Thema sprechen können. Herzlich willkommen, Jürgen. Stell du dich doch gerne auch noch mal vor für die wenigen, die dich vielleicht noch nicht kennen.

Ja, mein Name ist Jürgen Rode. Ich mache Womo.blog seit 2012 zusammen mit meiner Freund Nadja. Wir fahren viel in der Gegend rum, davon bloggen wir jetzt relativ wenig, aber der Markt, das Zubehörgeschehen, Einbauten, Umbauten, das sind so die Themen, die wir eigentlich abdecken.

Ja, und, ähm, weil der Jürgen tatsächlich auch aufgrund vielleicht seines Jobs oder seines Interesses eine recht analytische Herangehensweise an viele Themen hat, ähm, beobachtet er seit vielen Jahren auch schon den gebrauchten Campingfahrzeugmarkt sehr, sehr aufmerksam und sehr penibel und sammelt dafür auch Daten und, und veröffentlicht auch bei sich aufm Blog und bei YouTube auf seinem Kanal immer wieder so Preisentwicklungen. Und deswegen, äh, weil er auch vor kurzem dazu ein Video veröffentlicht hat, haben wir ihn eingeladen. Wir werden alles, was wir besprechen, noch mal in den Show Notes verlinken, also auch das Video, den Blog von Jürgen, die Charts und so weiter. Das heißt, wenn ihr euch was nicht merkt, könnt ihr da das gerne noch mal entsprechend nachlesen. Ja, also deswegen haben wir Jürgen eingeladen, weil er quasi, ja, we-- ich will jetzt nicht zu viel verraten schon, aber, ähm, er hat den großen Presch, äh, Crash prophezeit, oder?

Nein, nee, Gott sei Dank nicht. Also den hatte ich mal prophezeit 2000 und, lass mich lügen, 19, glaub ich. Ähm, das war noch vor Corona, da hatten wir ja schon den großen Boom. Ich muss vielleicht mal eins noch davor sagen, weil du hast jetzt natürlich gleich die, die Hauptfrage schon, ähm, ganz am Anfang gestellt. Ich bin selber ja Bänker. Also das habe ich auch in meinem letzten Film noch mal geklärt, weil meine Tochter hat mir gesagt: "Ey, Vater, du musst mal den Leuten sagen, was du überhaupt machst, damit die auch Vertrauen zu dir gewinnen können." Ich bin Bänker, ich, ähm, bin im Wertpapiergeschäft, ich mach den Eigenhandel für eine mittelgroße Sparkasse. Ich analysiere also den ganzen lieben langen Tag Zahlen, ähm, verfolg die Volkswirtschaft und das schon seit vielen, vielen Jahren. Also deswegen habe ich so 'n, ja, vielleicht 'n, 'n Zahlenfable und hab 2018 begonnen, mir die mobile.de-Daten, ja, mit der Hand aufzuschreiben, jede Woche, jeden Monat und daraus Charts zu entwickeln, um, ja, die notfalls ablesen zu können, wie ist die Entwicklung.

Und da war 2018 schon ein Boom. Also wir müssen immer dran denken, wir haben seit vielen, vielen Jahren Boom. Das hat nix mit Corona zu tun. Und 2018 war das schon so ausgeprägt, dass ich damals gesagt habe: "Oha, das sieht irgendwann mal nach 'nem bösen Ende aus." Pustekuchen. Dann kam Corona und alles wurde im Endeffekt noch attraktiver, noch schöner, noch besser und noch teurer und die Leute sind drauf eingestiegen und jetzt sind wir da, wo wir heute sind. Ähm, man muss fair sein. Es gibt ein paar, die mir zu Recht vorwerfen: "Du hast doch damals den Crash vorhergesagt." Na ja, das ist aber nicht so. Also in meinem Job ist es so, du analysierst die Zahlen, die aktuell da sind. Und wenn sich nach 'nem Vierteljahr was ändert, dann musst du auch deine Meinung ändern.

Klammer auf dürfen. Ansonsten kostet das meinen Job richtig Geld. Also an einer Meinung festzuhalten, die dann nicht mehr gültig ist, bringt niemandem was. Das wär starrsinnig. Deswegen ganz klar, irgendwann habe ich gesagt, okay, Crash gab's nicht, es geht sogar weiter nach oben. Und, äh, viele haben jetzt gerade in den letzten Monaten den Crash vorhergesagt und jetzt bin ich blöderweise derjenige, der sagt: "Nee, es wird keinen Crash geben", weil die Hersteller sich auf diese Situation einstellen konnten und können. Ähm, und das haben sie in den letzten anderthalb, zwei Jahren zum Teil auch getan. Wobei, da sind 'n paar Ungereimtheiten, da müssen wir drüber reden.

Und am Ende des Tages haben wir ja so eigentlich so 'n, so 'n Dreigestirn an Interessenten in dem Markt. Wir haben zum einen die Kunden und Kundinnen, das sind die, die jetzt vielleicht vor den, vor ihren Rechnern oder, oder Telefon hocken und uns zuhören. Dann haben wir die Hersteller auf der ganz, ganz anderen Seite und dazwischen haben wir noch irgendwie die Händler, die ja die Fahrzeuge, äh, quasi an, an die Kunden, an die Kundinnen ranbringen. Und wir werden das 'n bisschen betrachten, weil für jeden oder für jede dieser Zielgruppen sieht's natürlich gerade ein bisschen anders aus, ne. Wenn, wenn sich bestimmte Dinge entwickeln, dann mag das für Kunden und Kundinnen sehr gut sein, aber für Händler nicht so gut und für Hersteller gut und das wollen wir uns 'n bisschen angucken und natürlich auch mit dem Fokus auf euch da draußen, weil euch bringt's wahrscheinlich nicht so viel zu wissen, wie es für die Hersteller ist.

Das ist spannend, aber nicht sonderlich hilfreich. Aber für euch ist es natürlich super interessant: Was mache ich jetzt? Soll ich 'n Fahrzeug kaufen, wenn ich das schon lange vorhabe? Welches soll ich kaufen? Worauf soll ich achten? Äh, und auch wenn ich 'n Fahrzeug verkaufe, ne? Das ist das, wo wir 'n bisschen drauf achten wollen. Und wir werden auch noch mal eine Pressemeldung, die zur Messe veröffentlicht wurde, 'n bisschen mit, äh, quasi reinbringen, um euch das Ganze auch ein wenig einzusortieren, wie wir das sehen. Und ich würde sagen, du hast es ja auch, das kann ich ja schon verraten, in deinem Video hast du ja auch die Fahrzeuge so 'n bisschen nach Typ, äh, sortiert. Also du hast zum einen die Wohnmobile und die Wohnwagen getrennt betrachtet. Ähm, will ich jetzt auch noch gar nicht zu viel verraten. Das machst du sicherlich gleich, warum du das auch getrennt hast und du hast dir auch noch mal gebraucht und Neufahrzeuge angeschaut. Was ja auch durchaus spannend ist.

Dann lass uns doch mal so jetzt langsam, nachdem ich mit dem Crash schon voll reingestapft bin, langsam weitermachen. Wie sieht denn, ähm, ja ist die Frage, fangen wir mit dem Neuwagen- oder mit dem Gebrauchtwagenmarkt an. Wie sieht denn der Gebrauchtwagenmarkt aus aktuell?

Ja, gehen wir noch mal einen Schritt zurück. Also ich will dich da jetzt nicht stoppen, aber wir müssen uns, glaube ich, erst mal angucken, wo wir herkommen. Also ganz wichtige Situation ist ja, wir hatten Minuszinsen. Also wer hätte jemals gedacht, dass es so was überhaupt gibt? Minuszinsen. Also ich nehme Geld auf, ich bekomme Geld von der Bank und bekomme dann sogar noch Geld dazu, heißt das ja. Also völlig verrückte Geschichte. Ähm, oder umgekehrt: Ich lege Geld an und muss noch was dazu bezahlen, damit die Bank das auch nimmt. In dieser Situation waren wir gewesen und das hat sich gedreht, und zwar recht schnell, weil die Inflation so extrem gestiegen ist. Die Inflation, da können wir uns alle noch dran erinnern, hat natürlich auch mit der Ukraine-Krise zu Sa, äh, zu tun gehabt.

Die ging dann hoch bis auf acht Prozent und, ähm, manche Sachen natürlich wesentlich teurer, andere nicht ganz so schlimm. Ähm, bei den Campingfahrzeugen ist es ganz massiv gewesen, aber das hat jetzt nichts mit der Inflation zu tun, sondern eher mit ihr. Und, ähm, aus dieser Welt kommen wir jetzt heraus. Die EZB hat in dem, im letzten Jahr die Zinsen massiv wieder ansteigen lassen. Ähm, also für die ganz Alten unter uns, die, die lachen da drüber, die haben neun und zehn und elf Prozent schon erlebt. Ähm, aber für, ich sage jetzt mal, die jüngeren Leute, die jetzt Jahre, ja Jahrzehnte lang nur null oder ein Prozent gekannt haben, sind plötzlich drei, vier, fünf Prozent schon heftig und in der Spitze gute acht Prozent bei dem einen oder anderen Händler, wie man mir gesagt hat.

Also acht Prozent, die ich Zinsen zahlen muss für so einen Bestand, der auf meinem Hof steht. Nur mal so als Beispiel. Ich habe dann mal versucht, ein bisschen zu rechnen. Sagen wir mal, so, so ein Händler, schon kein kleiner mehr, hat so zwischen fünf und zehn Millionen auf dem Hof stehen an Fahrzeugen. Und wenn wir mal zehn Millionen rechnen, damit's einfach ist, zehn Millionen, sagen wir mal bei einem Prozent vor zwei Jahren, ein Prozent Zinsen, das sind achtzigtausend Euro. Na ja, das kriegen wir noch hin, ja. Oder ein Prozent, Entschuldigung, ein, sind dann hunderttausend Euro, das kriegen wir noch hin. Jetzt sind's acht Prozent. Das heißt, der zahlt jedes Jahr achthunderttausend Euro Zinsen. Das kriegt er schon nicht mehr so leicht hin. Und genau in diesem Gemengelage sind wir momentan.

Dazu, und das ist das Fatale an der ganzen Geschichte, haben die Hersteller jahrelang keine, ähm, Wohnmobile bauen können, weil sie nicht genügend Triebköpfe bekommen haben. Es gab gar nicht genug, ähm, Zubehör, um das Ganze zu verbauen. Und, äh, dann hat man zwischendurch auch mal angefangen, nur noch Wohnwagen zu bauen, wer's konnte. Also wer zwei Linien fährt, Wohnmobile und Wohnwagen, der sagte dann: „Ja gut, dann baue ich halt statt Wohnmobile jetzt mal eine Zeit lang Wohnwagen. Dann sind meine Leute wenigstens beschäftigt." Das alles ist so ein Gemengelage, die jetzt zusammenkommen, denn die ganzen Vorbestellungen noch dazu, ähm, treffen jetzt auf einen Händler, der noch vor einem Jahr noch gesagt hat: „Ja, schick mir jeden Wagen, den du kriegst. Jeden, jeden Wagen, den du baust, den nehme ich dir ab."

Ähm, da ist der Markt aber schon gekippt gewesen und viele haben gar nicht gemerkt, dass sie immer noch „Hurra, hurra" rufen, während die Kunden schon gar nicht mehr gekauft haben. Auch weil die Zinsen gestiegen sind. Wie gesagt, der eine oder andere muss sich auch finanzieren. Und das führte dann zu der fatalen Situation, dass die Höfe voll sind. Im ersten Moment mal gut, weil jetzt sind wir wieder in der Situation, wie, ich weiß nicht, vor zehn Jahren. Da, da gehst du auf einen Hof, da, da stehen viele Wohnwagen, viele Wohnmobile und kannst dir einen aussuchen. Jetzt, hier sofort. Du brauchst nicht zwei Jahre warten, du kannst jetzt einen mitnehmen. Ist eigentlich eine schöne Geschichte. Aber irgendwann muss der ja auch mal abverkauft werden, dieser Hof. Und da wird's momentan schwierig. Also, was ich so sehe und höre, ist nicht gut und jetzt kommen meine Zahlen.

Ich analysiere nur die Zahlen von mobile.de. Du hast vorhin gesagt, gab die Preise. Nein, Preise kann ich nicht analysieren. Ich habe mir jetzt sagen lassen, es gibt auch Möglichkeiten, da bin ich jetzt grad dran, aber kann ich nicht. Ich schaue mir nur die Angebotszahlen an. Also wie viel Stück werden momentan gerade angeboten? Und das für die Gebrauchtwagen und für die Neuwagen und für die Wohnwagen. Bei den Neuwagen bleiben wir mal bei denen. Das ist ja das, was der Händler bekommt und erst mal wahrscheinlich auf mobile.de einstellt, in der Hoffnung, irgendwo in Deutschland wird es jemand geben, der sagt: „Hurra, da ist ja mein Wohnmobil." Ähm, und ansonsten versucht er das natürlich vor Ort loszuwerden, aber wird mal eingestellt.

Und da sieht man sehr schön, dass seit, na ja, Mitte zweiundzwanzig eigentlich, also Caravan Salon vor zwei Jahren, ähm, die Zahlen anfangen zu steigen. Damals hat man noch, ähm, die Prognosen oder die, die Aussagen getroffen: „Ja, es ist alles super. Wir haben das beste Jahr ever" und ich weiß nicht alles. Und das hat man sogar noch letztes Jahr bei der CMT, also Januar letzten Jahres gesagt: „Ah, alles super. Es läuft klasse." Aber die Zahlen haben schon was ganz anderes gesagt, denn diese Zahlen, ich untergliedere dann immer in Kastenwagen, teilintegriert, vollintegriert und Alkoven, die sind seit diesem Sommer zweiundzwanzig zum Winter zweiundzwanzig schon deutlich gestiegen.

Um nicht zu sagen, wir haben gerade bei den Kastenwagen damals schon alle Bestände getoppt, die vorher da waren.

Also mit Zahlen meinst du die Anzahl der Fahrzeuge, die dort eingestellt werden, richtig?

Anzahl der Fahrzeuge, die dort eingestellt sind. So und ich seh natürlich auch nicht, ähm, wie lang die da stehen. Also könnte ja sein, dass sie nur einen Tag drin sind und nix, das sind die schon verkauft. Nee, das ist aber glaube ich, eher zu ver-verneinen, denn ansonsten würden die Zahlen nicht so stetig immer weiter steigen, wie sie das momentan tun. Natürlich gibt's hier auch Umsätze, aber offenbar ist der, der, die Produktion groß genug, um alle Umsätze auszugleichen und noch etwas obendrauf zu satteln. Um mal Zahlen zu nennen, nehmen wir mal den, den Kastenwagen, was ich eben gesagt hatte, der hatte so sein Tief im Juli '22 mit viertausendneunhundert und der liegt jetzt bei deutlich über vierzehntausend.

Also zu diesem Zeitpunkt gab es viertausend, ähm, Fahrzeuge irgendwo in Deutschland, die angeboten wurden, Kastenwagen. Jetzt wie gesagt aktuell über vierzehntausend. Ähm, da müssen erst mal vierzehntausend Leute kommen und sagen, ich möchte 'n Kastenwagen. Ähm, bei den Teilintegrierten ist es nicht ganz so dramatisch. Da hatten wir auch so um die viertausend. Die sind jetzt etwa bei achttausend. Die Vollintegrierten und die Alkoven, die sind zu vernachlässigen. Da sind, da sind nicht so große Bestände und auch nicht so große Umsätze. Na klar, bei den Vollintegrierten geht's natürlich um viel mehr Geld. Die fangen ja meistens irgendwo so zwischen hundertfünfzig und zweihundert Eur, äh, tausend Euro erst an. Auch da gehen die Zahlen nach oben, auch da deutlich. Also das Einzige, wo sich fast nichts tut, ist der Alkoven.

Die werden anscheinend immer gebaut für die, die grade oder für die Familien, ich sag's mal so, die grad wieder ein Fahrzeug brauchen, da tut sich wenig. Also der Neuwagenmarkt, der ist eindeutig. Hier drücken die Hersteller ihre Fahrzeuge in den Markt. Der Händler, weil du das gesagt hast, Sebastian, der Händler muss es aufnehmen. Im Regelfall sind die ja irgendwo vertraglich miteinander verknüpft. Ähm, und genau da sehe ich die Probleme kommen.

Für die Händler?

Für die Händler, selbstverständlich. Denn irgendwann, irgendwann sagt auch der letzte Händler, mein Hof ist voll. Ich weiß definitiv, dass einige schon Parkplätze in der Umgebung nutzen und angebietet haben, um diese ganzen Fahrzeuge zu parken.

Wenn wir jetzt mal umschwenken von der Händlersicht auf die Sicht der Kundinnen und Kunden, die ja wahrscheinlich überwiegend auch unsere Hörer sein werden, was kann man denn da jetzt aus, aus diesen Analysen, die du gemacht hast, ablesen? Oder, ähm, bisschen, wenn wir 'n bisschen in die Glaskugel gucken und das etwas platt ausdrücken, können wir davon ausgehen, dass jetzt durch dieses Überangebot die Preise sinken? Oder was wäre da deine Prognose?

Da möcht ich eigentlich erst auf die Gebrauchtwagen kommen, weil wenn ich da jetzt drauf antworte, dann wird's, wird's nicht rund. Ähm, lass uns wirklich erst noch mal die Gebrauchtwagen angucken. Da hatten wir-

Ich würde, würde ganz kurz noch einhaken und noch mal ganz kurz, äh, quasi einhaken.

Ja, gerne.

Ähm, also guckt euch auf jeden Fall auch mal die Grafen an, die wir oder die Grafiken an, die wir in den Show Notes mit reinpacken und auch bei Jürgen im Video. Ähm, hier im Podcast, wo wir nur Stimme haben, können wir's leider nicht zeigen, aber da sieht man wirklich sehr beeindruckend, wie sich vor allen Dingen die Kastenwagen entwickelt haben. Und, ähm, das hat sicherlich natürlich auch den Grund, dass viel mehr Kastenwagen produziert worden sind, eben weil man auch Alternativen dann genutzt hat, ne, nicht nur den, den Fiat, der ja jahrelang quasi, äh, so mehr oder weniger das Einzige war, sondern mittlerweile sieht man ja, auf jeder Messe gibt's immer mehr Alternativen. Und, äh, die sind wirklich, also um's auch noch mal zu sagen, ne, w-wir stehen jetzt bei, warte, ich guck mal, vierzehntausend. Das heißt, mehr als verdreifacht hat sich die Zahl, ähm, von der Jürgen gesprochen hat.

Also das, das wirklich noch mal für euren Kopf. Wir haben unheimlich viele Kastenwagen bei Mobile im Angebot. Und ja, Mobile ist nicht der ganze Markt, aber man sieht die Relationen ganz gut und daher ist vermutlich anzunehmen, dass insgesamt in Deutschland, vielleicht sogar in einigen europäischen Märkten, das müsste man dann auch noch mal sich anschauen, aber halt unheimlich viele neue Kastenwägen und teilintegrierte auf den Höfen rumstehen. Das vielleicht noch mal ganz kurz zusammengefasst, äh, für euch. Und jetzt gucken wir auf den Gebrauchtwagenmarkt.

Ja, du, du hast das grad richtig angesprochen. Also wir, wir machen hier 'n bisschen Kaffeesatzleserei, weil es keine andere Möglichkeit gibt, muss man vielleicht mal dazu sagen. Es gibt keine offiziellen Statistiken und auch die Zulassungsstatistiken, ich hab mir die die Tage grad mal angeguckt, die lassen solche Interpretationen gar nicht zu, denn teilweise sind das Tageszulassungen, dann werden die ins Vor, ins Ausland verkauft. Also da ist wirklich mobile.de, diese Zahlen, die ich da hab, eigentlich ein guter Indikator und der deckt sich erstaunlicherweise auch mit dem, was du selbst siehst und fühlst, wenn du mal 'n bisschen, äh, zu Händlern gehst. Gebrauchtwagen. Ihr wart ja alle dabei. Also vor, vor zwei, drei Jahren gab es keine Wohnmobile mehr, Punkt. Egal, wo du hingegangen bist, du hast die ältesten Schrottmühlen für ein unglaubliches Salär haben können.

Ansonsten gab's eigentlich gar nix. Wer eins hatte, der hat's nicht verkauft. Das hat dann, ja, eigentlich länger gehalten als bei den Neuwagen. Man hat gemerkt, okay, jeder will natürlich den, den Sommerurlaub 2022 mit seinem Fahrzeug erleben, aber direkt danach ging's eigentlich los, bei den Kastenwagen schon 'n bisschen früher, dass die Leute gesagt haben, na ja, vielleicht ist es doch nicht mein Urlaub, ich verkauf. Also das ist meine Interpretation. Und das sieht man bei den Gebrauchtwagenpreisen sehr gut. Tiefst, tiefst war definitiv der März '22, da gab's nix mehr. Kastenwagen, zweitausendvierhundert Stück. Also für ganz Deutschland zweitausendvierhundert Kastenwagen. Ähm, das ging dann hoch letzten, nein, vorletzten Winter, also vorletzte CMT, ja, die CMT ist ja rum.

Ähm- Viertausendzweihundert. Da merkt man schon, wow, Kastenwagen, da sind aber jetzt viele, die ihre Kastenwagen verkaufen. Dann, dann ging's im Winter irgendwie bis runter. Ich hab dann immer das Gefühl, die Leute halten mal die Füße still, ähm, weil um Weihnachten will keiner angerufen werden von so einem Autohändler. Und, äh, dann im Frühjahr denkt man sich, jetzt wird's wieder wärmer, jetzt kommen wieder mehr Käufer, dann stellt man das wieder ein und genauso sieht dieses Bild auch. Es geht nämlich viel steiler, steiler denn je nach oben, und zwar das gesamte Jahr über. Das gesamte Jahr 2023 gehen die Zahlen nach oben, bis die Spitze erreicht war sechstausendsiebenhundertneunzehn. Also es sind ja auch ganz viele, die verkauft werden, aber anscheinend kommen immer mehr dazu. Ähm, Wohnmobil oder Kastenwagen ist nicht mehr in, sage ich jetzt mal.

Also das ist übertrieben gesagt. Es sind einfach geänderte Urlaubsgewohnheiten, wieder wie früher. Ich flieg weg oder ich mach die AIDA oder sonst irgendwo hin, mach 'ne Fernreise und dann brauche ich einen Kastenwagen nicht und dann wird der verkauft, weil der kostet mich richtig Geld. Kommen wir beim Wohnwagen dazu, da ist es ein bisschen anders. Bei den Teilintegrierten sah das viel länger gut aus. Kam aber dann auch. Also im Endeffekt haben wir die gleiche Entwicklung auch bei den Teilintegrierten, auch bei den Vollintegrierten ist es nicht mehr ganz so positiv. Die werden auch deutlich mehr angeboten. Ja, Alkoven, habe ich vorhin schon gesagt, das, da passiert eigentlich relativ wenig. Jetzt kommen wir zu den Preisen, weil du das jetzt angesprochen hast und ich möchte das deswegen hier erst anbringen, weil es gleich und doch wieder völlig unterschiedlich ist.

Bei den Gebrauchtwagen ist es klar: Wenn ich viele Gebrauchtwagen habe, dann gehe ich wie aufm Flohmarkt, wie aufm Gemüsemarkt hin und fang an zu handeln. Und der Verkäufer, der seit eins, zwei, drei, vier Monaten drauf wartet, dass ein Käufer kommt, ähm, der lässt sich dann gegebenenfalls auch auf Preise ein, die er sich vielleicht anfangen, anfänglich nicht, ähm, vorgestellt hat. Ich weiß definitiv von Fahrzeugen, die schon über sechs Monate, acht Monate jetzt in mobile.de stehen, ohne dass sich etwas getan hat, die auch den Preis nach wie vor genau dort behalten, immer in der Erwartung, wie wir das 2020, 21, 22 hatten: Ich brauche nur lang genug warten, dann kann ich mein Auto teurer verkaufen, weil ich es selbst gekauft habe.

Das ist vorbei. Das gibt's nicht mehr. Und jetzt haben wir wieder eine normale Situation: Je länger ich ein Auto halte, desto schlechter wird der Preis sein. Also wie das eigentlich ja Usus sein müsste. Viele haben ja gedacht, so ein Wohnmobil ist ja quasi eine zweite Immobilie. Also Immobilien, sagt man ja, steigen ja immer im Preis, aber es ist halt keine Immobilie, sondern eine Mobile und dementsprechend muss die eigentlich irgendwann mal wertlos sein. Irgendwann ist sie kaputt, fertig. Das passiert hier jetzt gerade. Also gerade der Gebrauchtwagenpreis dürfte sich in den nächsten Wochen und Monaten, ähm, massiv verändern. Jetzt kann ich nicht sagen, ob's zehn, 20 oder 30 Prozent sind, aber ich glaube wirklich und das ist auch immer ein Erfahrungssatz: Je älter, desto mehr.

Also diese Geschichte mit dreißig Jahre alt, dreihunderttausend Kilometer und dann auch noch dreißigtausend Euro, ich glaube, das ist erledigt. Ja, und da, da braucht keiner mehr einen Gedanken dran zu verschwenden. Ähm, trotzdem werden da immer noch, guckt mal einfach in die Preise rein, Preise aufgerufen, wo ich immer wieder den Kopf schüttle. Ähm, zweiter Motor, drittes Getriebe, vierzig Jahre alt, H-Kennzeichen und man will immer noch siebzehntausend Euro dafür. Ja, der wird ein bisschen länger warten müssen, bis er jemand findet. Aber, wie heißt es so schön? Früher hieß das bei eBay doch immer: Irgend, jeden Tag steht irgendeine Dumme auf und nur den musst du finden. Also insofern bei den Gebrauchtwagen, da lässt sich das ein bisschen einfacher oder da lässt, kann man eher hoffen, dass wir jetzt deutliche Preisveränderungen sehen.

Ganz kurz, ähm, eine Frage dazwischen-

Okay.

weil wir ja jetzt immer von den motorisierten Fahrzeugen sprechen. Ähm, ich weiß, dass du später noch mal ausführlicher auf das Thema Wohnwagen eingehen möchtest, aber bemerkst du da nennenswerte Unterschiede in der Entwicklung der Angebote und auch der, äh, der Preise?

Ja. Ja, eindeutig. Und deswegen will ich die jetzt auch nicht vermengen. Da kommen wir gleich dazu, denn, äh, Wohnwagen ist eine ganz andere Welt.

Okay.

Also, Nee, dir brauche ich das nicht erzählen. Wir, wir zwei sind Wohnwagenfahrer, also tief in mir drin habe ich immer noch meinen alten Wohnwagen, aber das sind zwei völlig andere auch Schienen, auch von den Herstellern.

Dann stellen wir das Thema vielleicht zurück und führen jetzt noch mal das zu Ende, ähm, mit den motorisierten Fahrzeugen.

Genau, und das auch ganz schnell. Das ist eigentlich auch logisch. Ähm, gehen wir zu den, zu den Herstellern. Die Hersteller haben natürlich in den letzten Jahren gut verdient. Ich glaube, da sind wir uns alle einig. Aber ihre Produktionskosten sind auch gewaltig gestiegen. Ihre Vorkosten sind gewaltig gestiegen. Jede Schraube, jedes Scharnier, ähm, ist gewaltig im Preis gestiegen und die Summe von allem ist natürlich deutlich teurer als vor, ich sage jetzt mal, drei, vier, fünf Jahren. Wir brauchen jetzt nicht drüber reden, ob's tatsächlich die fünfzig Prozent sind, die sie auf den Preis draufgehauen haben oder ob's nur dreißig Prozent sind, aber wir dürften, glaube ich, alle der Meinung sein: Ja, die Grundpreise sind erst mal gestiegen.

Und nicht nur das, sondern ich denke auch, der eine oder andere Hersteller hat aufgrund des Booms, ähm, auch neue Produktionskapazitäten geschafft-

Ja.

die, ne, ausgebaut wurden. Das ist natürlich oft 'ne längere Planung. Also das war vielleicht schon geplant und wo, ist jetzt halt fertig. Aber das kommt eben auch noch dazu, dass auch mehr Bänder plötzlich da sind, die, die Fahrzeuge produzieren können.

Ja.

Und mehr Mitarbeiter haben, denn die größten Kosten sind ja nach wie vor die Mitarbeiter.

Und, und gestiegene Kosten im Mitarbeiterbereich auch, ähm, weil es ja da auch Tariferhöhungen gab in der Zeit

Ja, das tatsächlich. Mitarbeiterkosten, äh, Energiekosten. Also egal was wir nehmen, wir haben hier 'n, 'n großen Packen, wo diese, ich sag jetzt mal, die Hardware, die reine Hardware und die ganzen Kosten, die halt auflaufen für so 'n Fahrzeug, ähm, deutlich teurer geworden sind. Jetzt gehen wir mal davon aus, die sind, die ham, ham 'n Stückchen übertrieben. Also da, da können sie tatsächlich mal 'n Preis senken, aber ansonsten können sie den Preis gar nicht senken. Also so 'n Fahrzeug, das da jetzt steht mit achtzigtausend Euro, das kann ich jetzt nicht einfach für fünfzig anbieten, weil, äh, die, die reine Hardware, die da steht, die ist halt schon mal wesentlich teurer geworden. Und genau das ist der Knackpunkt bei den Neuwagenpreisen. Ich glaube, hier wird sich nicht viel tun. Man wird den einen oder anderen Wagen dann 'n bisschen abspecken, aber im, im Wesentlichen verändert sich da wenig.

Das ist der große Unterschied zum Gebrauchtwagenmarkt. Jetzt kommen wir zu den Händlern, weil der Sebastian das gesagt hat.

Ja, äh, mach mal die Händler und dann stell ich meine Frage. Mhm.

Das ist die ärmste Sau von allen, denn der hat den Hof jetzt vollstehen. Und was ich nicht wusste bis vor zwei Jahren, ich hab das befürchtet, aber es ist so: Ähm, bei Händlern ist es nicht unüblich, dass der die Ankündigung bekommt, du kriegst jetzt Fahrzeuge. Also mir liefern die jetzt aus 'm Werk aus fünf teilintegrierte, drei Kastenwagen und dann muss er sofort bezahlen. Und dann kann es vier Wochen dauern, bis sie bei ihm auf 'm Hof sind. Das heißt, er hat schon mal Kosten, Zinsen, äh, die er bezahlen muss, ohne dass er das Fahrzeug verkaufen kann. Und das bei jedem einzelnen Fahrzeug. Das läuft auf. Also irgendwann steht auch dem, der wirklich gut gewirtschaftet hat in den letzten zwei, drei Jahren das Wasser, ähm, ziemlich weit unterm Hals, unter der Halskrause.

Und dem einen oder andern, da steht's schon länger da oben noch dazu die, die sich in dieser Boomphase, ähm, berufen fühlten, den großen Showroom zu mieten. Also weiß definitiv von einem, der zahlt jetzt fünfhunderttausend Euro Miete für einen tollen Showroom. Fünf Jahre fest gemietet, zehn Jahre Mietvertrag, fünf Jahre fest, dann kann er kündigen.

Ach du Scheiße.

Das heißt, fünf mal fünf, bitte schön, ja, hab ich nicht gesagt, das warst du. Ähm, die muss er erst mal verdienen. Plus die Zinsen, die ich vorhin schon gesagt hab. Also ihr merkt, das wird langsam dramatisch. Und in diesem, in dieser Gemengenlage ist der Händler gezwungen, das eine oder andere Fahrzeug zu verramschen. Also da sind wir noch nicht, aber kommt, ich bin ja Banker, bin ja einer der Bösen in dem Moment. Die Bank kommt nämlich irgendwann und sagt: "Mal hier, guter Mann, äh, deine, dein Konto sieht nicht gut aus. Deine Linie ist überschritten. Wir haben jetzt die Linie schon das dritte Mal erhöht, aber jetzt ist, jetzt, wir brauchen mal wieder Geld." Und dann verkauft er irgendein Fahrzeug einfach, um, um wieder Geld aufs Konto einzuzahlen. Also es hört sich wirklich trivial an, aber das ist so. Damit die Bank sieht, ah nee, der Laden läuft ja noch.

Ja. Der, der Bank ist es ja völlig egal, ob das Fahrzeug unter Wert verkauft ist oder nicht. Und dem, Entschuldigung, dem, dem Händler in dem Moment auch, der braucht einfach mal wieder Cash. So und, äh, in diese Situation kommen wir zunehmend.

Und da wollt ich jetzt eigentlich noch fragen: Du hast ja gesagt, du, also die Preise können nicht so sehr fallen, weil die Produktionskosten da sind. Und da wollt ich eigentlich grade die provokante Frage stellen. Da hast du zwar recht, aber was, äh, das funktioniert ja auf Dauer nicht, weil die Fahrzeuge stehen rum, die, die verlieren ja auch irgendwo an Wert, wenn sie da rumstehen. Nicht so viel, als wenn sie gefahren werden. Und die Händler geraten in Schieflage, vielleicht der ein oder andere und dann noch 'n paar mehr. Ähm, okay, da gibt's vielleicht 'n Großen, der sich freut und das aufkauft, aber am Ende des Tages werden ja global die Preise irgendwann fallen. Also ich glaub, wir können nicht so tief im Kaffeesatz lesen, um zu sagen, wann das passieren wird, weil wir ja auch nicht wissen, wie sich's entwickelt, ne. Es, äh, kann ja durchaus auch, ich mein, Corona hat uns allen gezeigt, dass nichts vorhersagbar ist.

So, dass im Endeffekt immer anders kommen kann. Und, äh, ne, wenn, wenn noch mal so 'ne Weltlage kommt, äh, die wieder so 'n Boom nach sich zieht und das Ganze nächstes Jahr startet, dann liegen wir alle quasi wieder daneben, obwohl's eigentlich hätte so kommen müssen. Aber, aber lange Rede, kurzer Sinn: Vermutlich ist davon auszugehen, dass über kurz oder lang trotzdem auch die Preise für die Neuwagen vielleicht sogar mehr sinken werden, was halber davon abhängt, wie der Markt auf der Käuferseite auch funktioniert, ne. Wie viele vielleicht jetzt mit geringen Preisabschlägen glücklich sind und kaufen, wie viel Käufer aber überhaupt noch da sind. Weil der, der Corona-Boom, den wir hatten, also ne, der hat ja viele Wirtschaftszweige erwischt und ja auch Camping, weil's zwischendurch die einzige Möglichkeit war, zu reisen.

Und, ähm, das ist ja jetzt weg. Das hast du vorhin auch so 'n bisschen gesagt, dass sich das verändert hat. Und wir wissen eigentlich gar nicht, wie viele Interessenten es da draußen gibt, die jetzt noch kein Fahrzeug haben, ne. Wir wissen aber, dass es wahrscheinlich noch den einen oder anderen gibt, der eigentlich keins mehr haben will, aber schon eins hat.

Hört sich gut an, kommt aber nicht.

Okay.

Aber führ ich gleich aus.

Gut.

Die Nele wollt was sagen.

Ja, die Frage, die ich mir halt stelle, ist auch so 'n bisschen: Wie weit wird die Schere zwischen Neu- und Gebrauchtwagenmarkt auseinanderklaffen? Weil wir hatten ja 'ne Situation, ähm, jetzt über Jahre hinweg, wo die Gebrauchpreise so hoch waren und auch so, äh, unverschämt teilweise, dass wir ganz oft den Leuten geraten haben: "Du, dann leg doch noch mal, ich sag jetzt mal, zwei, dreitausend drauf und kauf dir lieber 'n neuen, weil dann hast du Garantie, Gewährleistung, Dichtigkeit, bla, bla, bla." Ähm, wenn jetzt aber die Gebrauchtwagenpreise in 'nem nennenswerten Maß sinken, dann wird vielleicht der Neuwagenmarkt noch mehr einbrechen oder wie schätzt du das ein, Jürgen?

Sebastian sagte, wir bekommen fallende Preise bei den Neuwagen. Gebrauchpreise werden sinken, ja, der Not gehorchend. Ähm, Sebastian, reden wir jetzt über die Herstellerpreise oder die Neuwagenpreise beim Händler? Also das ist ein Riesenunterschied. Wenn ich auf die nächste Messe gehe, dann wird der Hersteller einen Preis aufrufen in seinem Katalog. Ich nenne jetzt mal eine Zahl, dreiundachtzigtausend Euro Grundpreis. Da wird sich nichts dran ändern. Also der, der wird auch nicht mit dem Preis da runtergehen. Wie gesagt, der Händler, der den Hof momentan voll hat, der wird der Not gehorchend das eine oder andere Fahrzeug günstiger abgeben. Passiert momentan schon.

Zwanzig, dreißigtausend Euro habe ich mir schon erzählen lassen, sind da drin. Also dann reden wir über ein Fahrzeug mit hunderttausend Euro oder hundertvierzigtausend Euro. Die Dinger sind ja mittlerweile so teuer. Ist ja völlig abartig, aber ganz anderes Thema. Bei den Gebrauchtwagen, Nele, da ist es ja Sache des Verkäufers, des Privatkunden wie des Händlers, weil Gebrauchtwagen werden ja auch über Händler verkauft. Ähm, zu schauen, kann ich hier einen Deal machen oder nicht. Ich habe mit einem, ähm, Händler für PKWs gesprochen, der gesagt hat: "Mit Ihnen gehe ich abends zum Klettern." Großes Autohaus in Darmstadt. Ähm, der sagte mir: "Ich kaufe seit einem halben Jahr schon keine Fahrzeuge mehr an." Also die haben natürlich schon die Reißleine gezogen und, ähm, das passiert hier ja genau auch.

Und deswegen, Sebastian, nein, wenn wir über sechstausend oder vierzehntausend Fahrzeuge reden, deutschlandweit, musst du dir ja mal vorstellen, dann lässt sich dieser Bestand abbauen. Ich brauche nur den Faktor Zeit. Und das ist die Frage, ob die Hersteller da mitspielen. Ich war bis vor drei Wochen der Meinung, also da habe ich den Film veröffentlicht: Nee, die Hersteller sind ja nicht doof. Die haben die Produktion mit Sicherheit schon gedrosselt und, ähm, irgendwann wird sich dieser Stau, den wir beim Händler ja haben, auflösen. Jetzt auf der CMT, ähm, wird mir ein bisschen was anderes berichtet. Bevor ich das jetzt erzähle, würde ich aber erst noch mal auf die Wohnwagen kommen, weil da sitzt der eine oder andere und wartet jetzt drauf, dass wir über die Wohnwagen mal reden.

Ich zum Beispiel.

Na ja, gehen wir, gehen wir mal auf die Wohnwagen ein. Also Wohnwagenfahrer sind ja ein ganz eigenes Völkchen. Ähm, abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass der Großteil der Wohnmobilisten eigentlich besser einen Wohnwagen fahren sollte, weil dann können sie mit ihrem PKW noch ein bisschen in der Gegend rumfahren, während der Wohnwagen vier Wochen lang am selben Platz steht. Aber ganz anderes Thema. Der Wohnwagen kostet nicht so viel Geld unter dem Jahr wie ein Wohnmobil. Klar, Kfz-Steuer, TÜV, Reparaturen, alles ist teurer. Und wenn ich so einen Wohnwagen habe, den stelle ich mir im Zweifelsfall in den Garten und dann brauche ich nur einmal im Jahr den TÜV bezahlen oder alle zwei Jahre den TÜV bezahlen und das war's. Und das sieht man auch an meinen Zahlen. Die habe ich noch nicht ganz so lange.

Deswegen muss ich da ein bisschen aufpassen. Bei den Gebrauchtwagen tut sich da in den letzten zwei Jahren nämlich so gut wie nichts. Also ja, es gibt auch immer Verkäufe und, ähm, mal ein bisschen mehr, ein bisschen weniger, aber das ist jetzt wirklich keiner, keiner Welle folgend oder so was, sondern ich habe eher das Gefühl, na ja, wir fahren jetzt mal nicht mehr oder wir sind alt oder wir haben keine Lust mehr dran. Dann lassen wir ihn einfach mal stehen und gucken mal in eins, zwei, drei Jahren nach. So war das im Übrigen bei uns auch. Wir hatten 2012 einen Reifenplatzer und haben dann trotzdem unseren Wohnwagen, wir hatten dann schon ein Wohnmobil, drei oder vier Jahre später erst verkauft. Also Wohnwagenfahrer, habe ich so das Gefühl, sind träge. Bei den Neuwagen, äh, bei den Neuwagen, äh, hat man eine ganz verrückte Geschichte.

Im Sommer '21 gab es keine Triebköpfe mehr, also keinen Ducato mehr, keinen Sprinter und so weiter. Ähm, dementsprechend hat der ein oder andere Hersteller, der wie gesagt, eine ganze Linie leer stehen hatte, die, die, die Mitarbeiter hatten nichts zu tun, der hat auch Wohnwagen, da hat er gesagt: "Okay, ihr baut jetzt keine Wohnmobile mehr, sondern ihr baut Wohnwagen." Also anders ist es nicht zu erklären, denn innerhalb kürzester Zeit sind hier die Angebotszahlen dramatisch gestiegen. Innerhalb von, ich glaube, vier Wochen, acht Wochen gab es plötzlich viertausend Wohnwagen mehr. Also da merkt man schon, die haben die Wochen vorher auch schon dafür gearbeitet. Irgendwann sind die alle ausgeliefert worden und seitdem bewegt sich dieses Segment Wohnwagen neu auf einem sehr hohen Niveau.

Aber auch da muss man dazu sagen, das ist jetzt so ein fester Bestand seit, seit über einem Jahr. Da tut sich eigentlich nicht viel. Offenbar hält sich da Produktion und, ähm, Abverkauf die Waage. Das ist das Schöne beim Wohnwagen. Also gebraucht ist ziemlich stabil und Neuwagen ist auch ziemlich stabil. Das Einzige, was blöd ist und das sieht man dem Chart halt auch sehr gut an: Ähm, seit März 2022 haben die Händler die Höfe extrem voll stehen mit Wohnwagen. Wenn du da irgendwo mal vorbeifährst, ich habe hier einen ganz großen um die Ecke, da stehen seit, seit zwei Jahren, äh, Reihe um Reihe Wohnwagen nebeneinander. Also nicht, dass die immer dieselben sind, aber so viel standen da früher nie. So, das sind jetzt die Wohnwagen und jetzt haben wir, glaube ich, Neuwagen, Gebrauchtwagen, Neuwagen alle durch und können uns darüber unterhalten: Was passiert denn da die nächste Zeit?

Ich hatte es erwähnt gehabt. Also wenn man sich diese Zahlen mal anschaut und noch dazu weiß, na ja, Deutschland ist ja jetzt nicht, ähm, der Nabel der Welt, aber schon bedeutend wirtschaftlich. Wir sind in einer Rezession, aber keine dramatischen. Wir haben sehr niedrige Arbeitslosenzahlen. Also wenn wir über eine Rezession reden, dann muss man eigentlich schon eher sagen: Na ja, okay, wir haben kein Wachstum. Das ist aber auch alles. Uns geht's gut, sind wir mal ehrlich. Ich- Habe nicht das Gefühl, dass es dramatische Veränderungen gibt in der Bevölkerung. Wir jammern auf hohem Niveau, das ist 'n ganz großes Thema, ähm, und da sind wir ziemlich gut, aber Geld haben wir ohne Ende. Also natürlich haben's leider immer die Falschen, das wissen wir ja.

Ja, ähm, ja, es gibt 'ne Klientel, die, die hat zu wenig, brauchen wir nicht drüber reden. Die ist aber in den letzten Jahren sogar geschrumpft. Ähm, dann der sogenannte Nicht-Mittelstand, zu dem sich ja keiner zählt. Also grade die glauben, sie sind Nicht-Mittelstand, gehören längst dazu. Ja, und dann gibt's natürlich die Reichen, ähm, da gibt's so unglaublich viel Geld, das kann man sich gar nicht vorstellen. Nichtsdestotrotz, man ist in der Lage, sich auf 'ner CMT 'n Wohnmobil zu kaufen für achtzig, hundert, hundertzwanzigtausend Euro und nicht nur einmal. Also allein diese Aussage, ähm, wenn man auf 'm Caravan Salon war oder jetzt wieder auf der CMT, da wird so viel Geld hin- und herbewegt von, von Menschen. Offenbar gibt's genügend, die das noch in der Lage sind zu bezahlen.

Ähm, aber mittlerweile 'n Mikrovan, also Mist-Mikrovan, ne, so diese ausgebauten VW Caddies oder so der Größenordnung, sechzigtausend Euro. Ja, also muss man sich einfach mal vor Augen halten. Und das ist ja momentan so der neueste Trend. Ich fahr jetzt einen Mikrovan. Ähm, klar kommt das aus der Selbstausbauerschiene, aber die Hersteller versuchen jetzt jeden Trend zu reiten. Dachzelte. Jetzt bauen plötzlich große Hersteller Dachzelte. Wo hat man denn so was schon mal gesehen? Oder wie gesagt, jetzt diese Mikrovans, das waren so die Selbstbauber. Oder Weinsberg baut den, jetzt muss ich aufpassen, heißt, glaub ich, CaraSuite, der so aussieht, als hätt's 'n Selbstausbauer ausgebaut.

Das Teil kostet, Kastenwagen, also wir reden jetzt über 'n Kastenwagen, dreiundneunzigtausend Euro.

Um Gottes willen.

Ja, also steht da für sechzigtausend Grundpreis und in der Messe dreiundneunzigtausend Euro. Wer bezahlt das? Wer ist dazu in der Lage? Ja, offenbar genügend, denn sonst würden sie nicht gebaut werden. Ähm, also daran seh ich eigentlich nie den Neuwagenpreis. Nee, glaub ich nicht. Da tut sich nix. Wie gesagt, die Hersteller, die armen Schweine, die müssen mit den Preisen runter, damit sie was verkaufen. Aber bitte schön auch wahrscheinlich nur so lange, bis die Höfe einigermaßen leer sind. Ja, und bei den Gebrauchtwagen haben wir schon gesagt, da wird der ein oder andere einknicken, weil er einfach mal wieder sein Fahrzeug verkaufen möchte. Wie lang geht es? Das ist die große Frage. Also, äh, wird es jetzt 'ne kurze Phase geben? Ja, nur dann, wenn der Hersteller schlau ist, wie gesagt.

Und auf der CMT hab ich mir sagen lassen, nee, die drücken weiterhin gerne dem Händler die gebauten Fahrzeuge auf den Hof und jetzt wird's gefährlich, ähm, der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Ähm, irgendwann werden die Händler, das haben wir beim PKW-Markt vor zwanzig Jahren mal erlebt, ähm, reihenweise einknicken und dann wird's, dann wird's ungemütlich für die Hersteller. Ich weiß es nicht, wo's hingeht. Sechstausend Fahrzeuge auf der einen Seite, vierzehntausend auf der anderen Seite in ganz Deutschland ist jetzt aber auch mengenmäßig nicht so überbordend viel, dass man das nicht regulieren könnte. Die Frage wird sein, ob die Hersteller bereit sind dazu und jetzt muss man einfach mal gucken, wem gehören die eigentlich mittlerweile?

Früher waren das ja Familienunternehmen. Da hat das ein oder andere Familienunternehmen in weise Voraussicht gehandelt und hat vielleicht auch mal gesagt, nee, jetzt machen wir mal, äh, 'ne Produktlinie zu. Jetzt gehört der eine oder andere zu irgend so 'ner Heuschrecke.

Ja, und teilweise ja auch an der Börse, ne? Da ist, herrschen ja auch noch mal ganz andere Mechanismen.

Genau. Genau, die, die gehören jetzt zu Investoren und der Investor, der will Dividende sehen. Das ist, das ist ihm völlig wurscht, was du machst. Der will im nächsten März Dividende sehen, und zwar nach Möglichkeit viel. Sieh zu, wie du's grad schaffen kannst. Das wird gefährlich. Das, Sebastian, das ist das, was, ähm, mir Gedanken macht, weil, ähm, das könnte irgendwann nach hinten losgehen.

Deswegen hab ich ja auch schon den Kopf geschüttelt. Sieht man natürlich aufm Podcast nicht, weil das ist genau das, was, was ich mir dachte. Klar geben die, die Hersteller den Krug an die, an die Händler weiter und drücken das dort rein, weil, äh, die meisten Hersteller zu großen börsennotierten Unternehmen gehören und die erwarten endloses Wachstum. So. Und, äh, wie, wie schaffst du das? Indem du halt einfach ohne Rücksicht auf Verlust, also ich will jetzt niemandem was unterstellen, ne, das ist erst mal so allgemein, ohne Rücksicht auf Verluste das ganze Thema einfach in den Markt drückst. Weil wenn du anfängst, nachhaltig zu wirtschaften und dir Gedanken darüber zu machen, dann hast du halt vielleicht langfristig das Ziel besser erreicht, aber eben so funktionieren die Märkte aktuell nicht. Und das ist genau das, was ich halt auch sehe, dass irgendwann der Bumerang vielleicht zurückkommt.

W-w, ich mein, vielleicht auch nicht, ne. Wir, d-d-das Ding ist ja auch, wir gucken ja hier aus unserer Perspektive da drauf und haben nur wenig Ahnung davon, was bei den Herstellern so vorgeht. Du kriegst ja auch selten wirklich Einblick in Produktionslinien und was ausgebaut wird und dies und das und jenes, ne. Uns fehlen ja auch letzten Endes ganz viele Informationen, die wir nur nebulös geschätzt oder vielleicht auch gar nicht haben, aber-

Ja, wir werden reihenweise angelogen. Also guck dir nur die aktuellen Zahlen von allen Seiten an. Ähm, wir werden von allen Seiten angelogen über diesen Markt.

Was ja dazu passt. Also ich mein, was, was willst du auch machen, ne? Wenn sozusagen erwartet wird, dass du dauerhaft wächst, dann, äh, kannst du ja nicht sagen, nee, ist jetzt dieses Jahr schlechter geworden, ne. Das ist quasi überhaupt nicht gut, aber, äh, quasi nur logisch, ne? Und da sind wir jetzt vielleicht auch bei der, bei der Pressemitteilung, die, die rausgekommen ist. Ähm, d-ich glaub, wir müssen sie nicht im Ganzen vorlesen. Letzten Endes kam sie vom CEVD und es ist, äh, auch völlig egal, wer die rausgibt. Aber wer so 'n bisschen die Messen verfolgt, der wird feststellen, dass nach jeder Messe und auch teilweise während der Messe immer wieder gesagt wird, der Jürgen hatte das ja vorhin auch schon gesagt- Beste Messe ever.

Noch mehr Besucher

Lief besser als jemals zuvor. Noch mehr Fahrzeuge verkauft. Es ist, es ist alles immer größer, genau. Ne, es ist alles immer höher, schneller, weiter, immer besser. Keiner hat auch irgendwann eine Pressemeldung rausgegeben: "Ja, dieses Jahr war es jetzt ein bisschen, äh, verhaltener mit dem, mit dem Interesse."

Was ja überhaupt keine Schande wäre, ne. In den aktuellen Zeiten hätte da ja auch jeder Verständnis, wenn, wenn eben so Luxusgüter und Campingfahrzeuge sind nun mal Luxusgüter, wenn die in unsicheren Zeiten vielleicht etwas weniger, ähm, verkauft werden. Ja.

Kannst du aber nicht machen, wenn du börsennotiert bist.

Ja, aber vorsichtig. Dann habt ihr anscheinend die letzte Pressemeldung von der CMT anders gelesen wie ich. Ähm, für mich war nämlich diese Zusammenfassung, ja, ziemlich eindeutig. Man sprach davon, wie gut die Messe war, aber nicht ein einziges Mal wurde eine Zahl genannt. Man, man sprach von auskömmlich und die Händler sind zufrieden und so weiter. Nicht ein einziges Mal wurde eine Zahl genannt. Das sagt mir jetzt: Okay, das war ganz schön schlecht, weil ansonsten hätten wir jetzt Zahlen. Ich weiß, am ersten Tag hat einer der, der Aufpasser an den Hallentüren zu seinen Kollegen am zweiten Tag, äh, gesagt gehabt: "Oh, gestern waren achttausend Leute weniger da wie sonst." Ähm, jo, der Samstag war noch gut, ne, der erste Messetag.

Am Sonntag ist mir das auch aufgefallen und, äh, ich habe mir mal sagen lassen, von, zu, in, zu, der Zubehörhalle war es relativ voll, ähm, in den anderen Messeteilen teilweise nicht. Manchmal standst du Schlange vor einem Fahrzeug und, äh, der Rest von der Halle war fast leer. Also ist schon erstaunlich, wie sich das dann auch ballt. Und natürlich kommen dann ganz andere Aussagen zusammen. Die Zubehörleute haben gesagt: "Ja, das war super." Ja, und, und der andere beim Kastenwagen hat gesagt: "Nun, wir haben uns die Füße in den Bauch gestanden." Ähm, nichtsdestotrotz, viele Menschen bedeutet ja nicht viel Umsatz. Also wenn die richtigen Leute da sind, machst du auch guten Umsatz. Also auch das habe ich von einem gehabt, der sagt: "Ja, jeder, jeder Schuss ein Treffer heute." Ja, also die, die kamen, waren gezielt hier und haben irgendwas gekauft.

Masse ist nicht immer gleich Klasse. Fakt ist auf jeden Fall, der Boom ist, glaube ich, auf den Messen messbar. Aber die Zahlen kriegen wir, glaube ich, nicht, äh, realitätsnah geliefert.

Also ich bezog mich da jetzt auf den Caravan Salon letztes Jahr, wo wir ja selber auch vor Ort waren, anders als jetzt auf der CMT. Und da haben die ein oder andere, anderen Pressemeldungen schon nicht nur bei uns für Verwunderung gesorgt. Wir hatten ja, glaube ich, auch in dem Nachmesse-Podcast darüber gesprochen. Ähm-

Ja.

-jetzt bei der CMT muss ich sagen, ähm, die, also die Pressemeldung vom CIVD, also vom, vom Industrieverband der Caravaning-Branche, die war auch etwas verhaltener als die vorherigen. Also man kann schon daraus lesen, dass um Formulierungen gerungen wurde, ähm, und dass man immer noch versucht hat, überall noch mal einen positiven Ansatz zu sehen, ähm, und auch zu kommunizieren. Ich komme ja selber auch aus der, aus der Pressearbeit. Mir ist es durchaus nicht fremd. Ich habe elf Jahre selber Pressearbeit gemacht und weiß, wie man bestimmte Formulierungen zu lesen hat. Aber so als Laie könnte man jetzt durchaus den Eindruck kriegen, dass es immer noch weiter nach oben geht.

Mich erschreckt halt an diesem ganzen Markt diese Zukunftsgläubigkeit. Sebastian, du hast es schon gesagt: immer Wachstum, Wachstum, Wachstum, Wachstum. Ähm, ich weiß nicht, wo das hingehen soll. Auf der anderen Seite, wenn du momentan unterwegs bist und das ist ja auch noch ein Thema, dann brauchen wir uns doch nicht wundern, dass die Preise auch auf Campingplätzen oder auch auf Stelltenplätzen deutlich gestiegen sind und auch noch steigen werden, weil die Masse auf ein viel kleineres Angebot trifft und jetzt logischerweise der Campingplatzbesitzer auch mal, ähm, den einen oder anderen Euro mehr verdienen kann oder will. Umgekehrt: Die sind ja auch noch gezwungen oder werden gerade gezwungen, extrem auszubauen und aufzurüsten, weil die Erwartungshaltung der Camper so unglaublich gestiegen ist.

Also dieser, dieser ganze Bereich, Nele, du hast es eben gerade gesagt, wir reden über ein Luxussegment mittlerweile. Ich bin groß geworden, ähm, als, als Camper, äh, als armer Schlucker, der im Endeffekt nichts anderes konnte als campen. Da wurdest du belächelt von den Arbeitskollegen mit den Worten: "Ja, könnt ihr euch keine Fernreisen leisten?" Und solche Sachen. Ähm, das war Camping. Und, äh, heute, äh, bewege ich mich mit meinem Wohnmobil plötzlich in einem Luxusbereich. Das bin ich gar nicht gewohnt, das will ich ja gar nicht. Und umgekehrt, diese Bandbreite, reden wir beim Mikro-Camper. Meine, meine Tochter schläft in einem Skoda Fabia auf Fehmarn zum Surfen bis hin zu ein guter Kumpel fährt mit einem, ähm, Viermillionen-Wohnmobil, äh, äh, das er in, in Holland von einem Spezialisten hat bauen lassen, gerade irgendwo in Afrika in der Gegend rum.

Also diese gigantische Bandbreite, die es da gibt, die macht das eigentlich so schwierig einzuschätzen.

Ja, ich glaube, die, also und, und ja auch die eigene Position, ne. Ich meine, wir, wir drei hier sind jetzt ja, wir brauchen uns wirtschaftlich, glaube ich, keine Sorgen machen, um das mal so zu sagen, ne. Wir sind da in einer sehr, sehr-

Komfortabel

...guten Ausgangslage, sage ich mal. Ne, einer sehr komfortablen Situation. Ich, ich weiß, dass es, dass es eine ganze Menge Menschen da draußen, die uns vielleicht auch zuhören, längst nicht so gut geht. Und, ähm, ich, ich kenne auch, äh, im, im Bekanntenkreis Leute, die halt wirklich auch auf Budget campen und dann mit dem Zelt unterwegs sind, mit einem kleinen PKW und auch um alles quasi gucken, ne. Und wir- Schauen natürlich schon eher, weil wir ja auch im Freundes- und Bekanntenkreis dann wieder mehr Leute wie wir anziehen, die eher komfortabler unterwegs sind, ne. Wir sehen vielleicht gar nicht mehr so im Großen und Ganzen dieses andere Segment. Also da gibt's, glaub ich, immer noch die, ich will nicht arme Schlupper, Schlucker sagen, das ist so'n, so negativ, aber wirklich Leute, die halt mit sehr kleinem Budget campen gehen, weil das vielleicht auch 'ne Möglichkeit ist, das noch zu tun.

Aber genau und da hast du jetzt den Punkt. Dadurch, dass das so boomt, haben die aber jetzt vielleicht noch gar nicht beim Fahrzeug 'n Problem, weil sie das mit ihrem PKW und 'nem Zelt noch gelöst kriegen, aber halt am Campingplatz haben sie 'n Problem, weil der eben plötzlich so unsagbar teuer wird.

Also ich muss ganz ehrlich sagen, ja, wir müssen uns wirtschaftlich keine Sorgen machen, aber ich bin schon teilweise sehr irritiert über die aktuellen Preise auf den Camping- und Stellplätzen. Also wir haben 'ne Situation, wo wir heute auf vielen sehr einfachen Stellplätzen, wo nicht viel irgendwie jetzt großartig gemacht wurde, ähm, Preise bezahlen, die wir noch vor vier, fünf, sechs Jahren auf Campingplätzen bezahlt haben, wo die komplette Infrastruktur vorhanden ist. Und es gibt für mich beim Thema Camping ehrlich gesagt auch 'ne Schmerzgrenze bei Preisen, die ich nicht mehr bereit bin zu bezahlen für diese Art des Urlaubs oder des Reisens.

Aber die Frage ist, was machst du dann?

Also was wir, was wir machen, wobei sich das auch natürlich entsprechend der Nachfrage jetzt schon wieder einpendelt, ist halt viel auf private Stellplätze zu gehen, aber da zahlst du mittlerweile auch gerne mal zwanzig Euro für 'n, äh, kleines Plätzchen unter 'nem Apfelbaum, äh, ohne Klo und ohne Dusche. Also auch da werden die Preise anziehen, aber wir versuchen halt immer selber in die Nischen reinzugehen, die für uns akzeptabel sind.

Also ich glaub, es ist 'n gutes Mittel, einfach mal ins Land zu gehen. Schönes Beispiel, äh, bei uns der Odenwald oder Taunus, Wetterau. Ähm, da bist du dann halt nicht an der Mosel, du bist nicht am Rhein, du bist nicht am Main und, äh, stehst aber idyllisch irgendwo in 'nem schönen Tal. Das vergessen viele. Also sind wir mal ganz ehrlich, wir, also Nadja und ich, wir, wir brauchen wirklich nur 'n Wanderweg, äh, bisschen blauen Himmel und dann sind wir schon zufrieden. Ähm, ich glaub, das ist der große Unterschied. Ich glaub, das sind die allerallermeisten Camper auch, also das nur so am Rande. Natürlich gibt es die, die Klientel, die das, den, den Swimmingpool braucht, die Poollandschaft, sage ich jetzt mal heutzutage und die Sauna und ich weiß nicht, aber, äh, ich glaub, die große Masse ist das nach wie vor nicht.

Ich gehe gern nach Frankreich mittlerweile, das gefällt mir einfach gut, weil die haben noch eine ganz andere, äh, Campingplatzmentalität auch. Die sind viel einfacher, spartanischer, kosten auch nicht so viel, aber auch das Miteinander ist noch ein anderes. Und ich glaub, das ist was, was mir in den nächsten Jahren, ähm, zu denken gibt oder für die nächsten Jahre zu denken gibt, dieses Miteinander. Ähm, es geht mir jetzt nicht darum, dass wir alle vorm, vorm Camper sitzen und gemeinsam Händchen halten und abends einen klönen, aber dieses, dieses Feeling von früher, das ist größtenteils weg. Ähm, abends wird die Tür zugemacht und man geht rein, ja. Das, das ist 'ne Sache, die, die nimmt zu-- nein, die, die fängt immer mehr an, Gestalt anzunehmen, dass es die Normalität ist.

Umgekehrt, es, ich hab noch nie so viele Festivals gesehen, wo man dann ganz gezielt an 'nem Wochenende hingeht, um, um sich abends mit Leuten zusammenzusetzen. Ähm, früher war das kein Festival, das war 'n Campingplatz. Also ich weiß momentan nicht, wo, wo die, der Trend hingeht. Ähm, so dieses Campen von früher ändert sich grad maßgeblich und dann halt auch in Richtung entweder Luxus oder ganz spartanisch. Ich, ich kenne Leute, die gehen mit dem Zelt weg nach wie vor. Die, die stehen in Kroatien im Sommer im Zelt, äh, die sind reich, also wirklich reich. Aber die gehen mit ihrem Mercedes, die fahren mit ihrem dicken Mercedes und 'nem Steilwandzelt nach Kroatien und stehen da drei Wochen auf 'nem Campingplatz für wenig Geld.

Nicht, weil der wenig Geld kostet, sondern weil die dieses Feeling lieben, weil die das einfach möchten. Ähm, und da werbe ich einfach dafür, Camping hat was mit Lebensqualität und Lebensphilosophie zu tun und nicht mit Geldbeutel.

Ja, bin ich voll bei dir. Wir, wir selber haben ja die beiden Extreme sozusagen, wobei Extreme sind's nicht, aber wir sind ja in Europa schon relativ komfortabel unterwegs mit unserem sehr gut ausgestatteten Wohnwagen, den wir wahrscheinlich, wenn wir den selber uns zulegen würden, etwas, ähm, spartanischer halten würden. Und dann auf der anderen Seite, wenn wir hier in Mexiko sind, wie jetzt aktuell, dann machen wir ja unsere Touren wirklich mit 'ner Kühlbox, 'nem tragbaren Klo und mit 'nem selbst zusammengeschweißten Bett, ja. Und ich muss sagen, ich mag beides, aber das Gefühl auch für die Natur und für die eigene Präsenz so ist stärker in der spartanischen Version.

Jetzt könnte man das schon als Abschiedswort stehen lassen, aber ich würd gern noch trotzdem noch mal gleich auf die Fahrzeuge zurückkommen.

Ach, du bist so unromantisch.

Um noch mal-- Ich weiß, dass das unromantisch ist und dass diese, das, das, deswegen, ich hab grade mit mir gekämpft, weil wir auch schon über unsere Zeit sind, aber ich würd gern trotzdem noch mal gleich die Fahrzeuge kurz angucken, um noch mal so ein bisschen Kaffeesatzleserei an unsere Hörer und Hörerinnen mitzugeben, was man denn jetzt tun könnte, ähm, wenn man ein Fahrzeug kaufen wollen würde. Das, das würd ich gern noch mal so als Zusammenfassung machen. Ich bin ansonsten Da bei euch. Ich und ich glaube wahrscheinlich auch ganz viele unsere Hörer und Hörerinnen, äh, fühlen das auch so und grad die Älteren, die das, die das vielleicht noch viel intensiver so kennengelernt haben. Ähm, aber ja, wie gesagt, das würd ich gerne noch mal machen. Aber erst wollt Nele noch was sagen.

Ja, ich wollte eigentlich nur zu deinem Punkt noch ergänzen: Ich würde auch gerne von Jürgen eine Einschätzung haben, was ich machen sollte, wenn ich ein Fahrzeug besitze, was ich gerne loswerden möchte. Ob jetzt 'n guter Zeitpunkt wär, das noch schnell unter die Leute zu bringen oder doch lieber noch 'n bisschen warten.

Und bevor Jürgen antwortet, Disclaimer dazu: Also nur weil, weil wir jetzt Jürgen hier hergeholt haben und er seine Meinung dazu sagt, heißt das nicht, dass das etwas ist, das er garantieren kann, ne. Das ist jetzt mehrfach gesagt, es ist Kaffeesatz. Ich will's einfach nur noch mal sagen, dass dass hier niemand auch 'ne falsche Vorstellung hat und dann anfängt, sein Fahrzeug zu verkaufen oder zu kaufen, dann zu sagen: "Hier die blöden Camper Style an ihrem Podcast, die haben mir dann was-

Oder nee, nee, der blöde Jürgen. Und den Jürgen dann in seine, seine Videos vollspammt mit bösen Kommentaren.

Das ist Kaffeesatzleserei. Das, das mag relativ weit an der Wahrheit sein, grade weil Jürgen ja auch in seinem Job nichts anderes macht, als quasi Trends zu beobachten am Ende des Tages. Also ich hoffe, ich tu dir da jetzt nicht unrecht, indem ich's halt sehr vereinfache, ähm, ne, indem er sich Trends anguckt und Entwicklungen anguckt und versucht sozusagen, äh, darauf einen Handel, also darauf sozusagen Anteile also Unternehmens zu kaufen. So und, und so ist es hier auch. Er guckt sich Trends an und, und, ähm, den Markt an und versucht dann quasi etwas vorherzusagen. Es ist aber nicht mehr und nicht weniger. Das kann also ein Hinweis an euch sein, aber wir können dafür natürlich und auch Jürgen vor allen Dingen keine Verantwortung übernehmen, ob das dann auch wirklich so ist, weil, äh, auch das noch mal wiederholt: Corona hat sehr eindrücklich uns gezeigt, dass nichts wirklich sicher ist und dass sich alles ständig immer wieder verändern kann.

Ja, und auch der Herr, auch der Herr Putin hat uns das gezeigt, also-

Das war jetzt der Beipackzettel. Also was, was ihr da grad geliefert hat, ist jetzt-

Genau.

Genau, das, das wollt ich jetzt einfach noch mal dazu sagen. Nicht, nicht dass wirklich jemand, äh, glaubt, dass dass wir hier das absolut die Wahrheit für uns gebracht haben. Das ist nicht so. Das wollt ich einfach noch mal gleich. Es geht ja jetzt, äh, auch um Summen, wenn sich jemand 'n Fahrzeug kauft. Ähm, aber genau, da-dass sind jetzt die Fragen. Also was, was würdest du machen, wenn du jetzt 'n Fahrzeug kaufen würdest, verkaufen würdest? Was, was wär deine Strategie, die du fahren würdest?

Also natürlich weiß ich es. Also ich find das eigentlich unmöglich, dass ihr glaubt, ich weiß das nicht. Ich weiß ganz genau, nächsten Mittwoch, nächsten Mittwoch ist der richtige Tag für den Kauf eines Gebrauchtwagens und Donnerstag ist es zum Verkaufen. Nein, Spaß beiseite. Also selbstverständlich können sich die Parameter völlig ändern und dann sieht die Welt übermorgen ganz anders aus. Ähm, von daher ja, ich, äh, hab da die Glaskugel, ähm, aber es gibt so'n paar Indikationen, an denen man sich ganz gut entlang hangeln kann. Nele, zu deiner Frage mit dem Wagen verkaufen. Das ist ja eine ganz andere Geschichte. Verkaufen geht ja erst mal damit los, dass ich einen Preis wissen muss, den ich für das Fahrzeug haben möchte. Und diese Indikation, die fehlt ja momentan.

Ich hab ja nur Indikationen der letzten zwei, drei Jahre oder dann halt davor, da waren sie aber viel niedriger. Nehm ich jetzt die Preise von vor eins, zwei Jahren, lieg ich natürlich völlig falsch, weil die aktuellen Käufer, die lachen mich aus. Ähm, ich weiß gar nicht, ob ich die Firma nennen darf. Es gibt eine Plattform, da kannst du dein Fahrzeug, ähm, anbieten. Dann bieten zwohundert Händler drauf und auch wenn dein Wunschpreis nicht kommt, dann wird zumindest von diesen zwohundert Händlern dir mal 'n Preis genannt, der aktuell, na, ich sag jetzt mal, mehrheitsfähig ist.

Du kannst die Plattform ruhig nennen.

Gut, also Caravanmarkt24. Ich kenne, ähm, also ich hab dieses Konzept mir mal im Detail angeguckt. Ich kenne so ähnliche Systeme jetzt auf der Wertpapierebene, ähm, und hab mich gewundert: Och, da hat jemand aber mal was, was Schlaues gemacht, bastelt das um auf Wohnmobil. Gibt's im Übrigen im PKW-Handel auch. Ich möchte da drüber dann im Endeffekt erst mal gar nicht verkaufen. Also wenn mein Wunschpreis wirklich zustande kommt, umso besser. Also ich sag jetzt mal, mein Wunschpreis wär sechzigtausend Euro und irgendein Händler bietet sechzigtausend, dann ist mein Fahrzeug weg, super. Sagen aber diese zwohundert Händler im, im Durchschnitt nee, also ich sag mal, der beste Händler sagt neunundvierzig, dann kann ich mich natürlich ärgern, kann sagen: "Wie? Der will nur neunundvierzig bezahlen", aber für neunundvierzig hätt ich's jetzt gleich verkaufen können.

Und damit hab ich, glaub ich, einen realistischen Preis, mit dem ich dann wieder auf andere Plattformen gehen kann. Dann kann ich zu Mobile, zu Autoscout oder sonst irgendwas gehen oder auch zu mein, zu dem Händler bei mir um die Ecke. Kann ich auch mal probieren und kann sagen: "Hier, was willst'n du mir geben?" Und wenn der dann sagt, äh, zweiundfünfzig, dann sind's schon mal dreitausend Euro mehr. Also das ist 'ne, 'ne Möglichkeit, um auszuloten, was ist denn momentan überhaupt ein, ein vernünftiger Preis. Aufgepasst, ich würd jetzt nicht sagen, Caravanmarkt24 stellt dir den besten Preis. Das glaub ich wiederum auch nicht. Das sind auch Händler. Also du bist hier immer, ähm, im Haifischbecken und, und du bist aber nur der Karpfen. Ja, das muss man sich immer vor, vor Augen halten. Also bei mir im Geschäft, ähm, das sind alles, das sind alles nette Menschen, die, die lachen dir ins Gesicht, aber jeder will eigentlich nur dein Bestes, also dein Geld.

Ähm, und hier ist es genauso. Deswegen ja, ist 'ne Möglichkeit, um das auszuloten. Setz euch mal 'n Preis mal an und, und guck, was passiert. Wenn er dann niedriger ist, hab ich zumindest mal 'ne Indikation, die ich verkaufen kann. Denn das Gefährlichste zurzeit ist, sein Fahrzeug anzubieten auf den genannten Plattformen, mobile.de, Autoscout und so weiter, und zu hoch zu sein. Weil da gucken zwei Wochen lang die Leute rein und dieses Bild, sag ich jetzt mal, das immer angezeigt wird, das wird ja dann immer wieder angezeigt. Da klickt keiner mehr drauf. Auch wenn der Preis nachher niedriger ist, klickt da keiner mehr drauf. Das Fahrzeug ist verbrannt.

Nee.

Also wenn dir das mal passiert ist, dann am besten neue Bilder machen, anderer Hintergrund, andere Perspektive, damit die Leute nicht merken, es ist dasselbe Fahrzeug. So und jetzt kommen wir zum, zum Kaufen. Ja, also ich glaube, es ist noch nicht die Zeit, um zu sagen, das ist jetzt der niedrigste Preis, beste Preis, beste Preis. Ähm, da kommen wir erst noch hin im Jahresverlauf. Aber wenn ich ein Fahrzeug, ein Wunschfahrzeug habe, ein Freund von mir haben so eins, die, die haben jahrelang gemietet, die wissen jetzt ganz genau, welches Fahrzeug sie haben wollen und, äh, die können jetzt sagen, das ist der ILQ375EX oder was weiß ich wie. Und wenn du das auf verschiedenen Plattformen jetzt siehst, dann kannst du tatsächlich da einsteigen und kannst in die Verhandlungen gehen und dann wirst du meines Erachtens auch gute Preise erzielen können.

Ähm, ob das jetzt im März, April, Mai nachher der beste Preis ist, weiß ich nicht. Muss ich ganz klar sagen. Es kann auch durchaus sein, dass zum Jahresende die Preise noch niedriger sind. Aber um ehrlich zu sein, habe ich da ja, wie gesagt, die Hoffnung, dass die Hersteller vernünftig sind und, äh, irgendwann mal einlenken. Die nächsten Monate werden, glaube ich, entscheidend für diesen Caravan-Markt in Deutschland.

Aber ein gutes Schlusswort.

Das war jetzt zwar nicht so ein romantisches, aber trotzdem finde ich ganz gutes Schlusswort für, für die Folge, um quasi einmal auf die Preise zu gucken, würde ich sagen. Auch im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit und dass wir immer versuchen-

Haben wir ja gut geschafft heute wieder

Wir, wir wollten zwar Jürgen auch noch ein bisschen ausquetschen, äh, was er so auf der CMT gesehen hat, aber das müssen wir verschieben. Vielleicht, vielleicht gucken wir mal, wer noch von den Kollegen da war und, und machen dann noch mal wieder 'ne Runde. Wir das zum Caravan Salon machen. Ähm, ich hoffe, dass ihr da was mitnehmen konntet. Ähm, ich fand's wie immer superspannend. Ähm, ich kannte jetzt das Video schon, deswegen, äh, war nicht so viel Neues da dabei, aber ich, ich schätze das sehr. Ich habe auch ein paar Ideen, Jürgen, äh, äh, weil ich mich ja in meinem anderen Leben auch sehr viel mit Daten beschäftige. Ähm, vielleicht sollten wir da noch mal sprechen. Ich find das nämlich, nämlich ganz spannend, das, das Thema ein bisschen größer zu machen. Ähm, da lass uns doch gern die Tage noch mal sprechen. Ähm, aber ansonsten vielen Dank, dass du da warst.

Vielen Dank für die vielen, vielen Infos. Ähm, ihr da draußen, gebt uns gerne mal Feedback, wie, wie ihr so 'ne, ich sag mal, so ein bisschen datengetriebeneren Sachen findet, ob euch das interessiert oder nicht. Klar, ist jetzt für jemanden, der vielleicht gerade kein Fahrzeug kaufen oder verkaufen will, nicht ganz so spannend, aber freuen wir uns immer über Feedback. Könnt ihr auch ganz schnell über WhatsApp machen. Der Link dazu ist in den Show-Notes. Da könnt ihr uns eine Sprachnachricht schicken, eine Textnachricht. Das geht superschnell. Ansonsten vielen Dank, Jürgen, fürs, äh, mal wieder bei uns sein und, äh, superspannende Inhalte zu liefern. Ich verabschiede mich schon mal, geb weiter an Nele und liebe Hörer und Hörerinnen, bis zum nächsten Mal.

Ja, auch von mir, lieber Jürgen, vielen Dank. Ähm, man hat ja gemerkt, dass ich sehr andächtig gelauscht habe, was sonst gar nicht meine Art ist, weil ich das einfach auch immer interessant und schön finde, dir zuzuhören. Und ich hoffe, euch da draußen ging's auch so. Falls ja, gebt uns gerne auch eine gute Bewertung und kommentiert auch gerne. Ähm, bei Spotify ist es ja möglich, dass ihr auch die Folge sozusagen einzeln kommentiert. Abonniert uns natürlich auch, damit ihr nicht verpasst, wenn der Jürgen oder andere Gesprächspartner wieder bei uns zu Gast sind oder natürlich auch unsere Stimmen zu hören. Und ja, lieber Jürgen, ich wünsche dir jetzt noch ein schönes Restwochenende und du darfst dich auch noch mal an unsere Hörerinnen und Hörer wenden.

Nett, dass ihr mir immer wieder mal zuhört. Tut mir leid, dass ich jedes Mal so ausufernd bin. Ich hab's, glaube ich, noch nie mit euch geschafft, in der vorgegebenen Zeit zu bleiben, aber ich glaube schon, dass wir wieder ganz informativ waren.

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