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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute geht's um die Entwicklungen in der Campingbranche in 2023 und 2024.
Das ist ja schon jetzt fast eine gute Tradition bei uns, dass wir am Jahresende immer 'n Blick zurückwerfen und auch einen Ausblick geben. Und dazu hatten wir jetzt mindestens schon zweimal den Uwe Frers von, bei uns vom, äh, Campingportal pincamp des ADAC. Uwe, magst du dich einmal noch mal kurz vorstellen für die wenigen, die dich vielleicht noch nicht kennen von unseren Hörerinnen und Hörern?
Sehr gerne, Nele. Erst mal hallo und, äh, vielen Dank für die Einladung. Es freut mich. Ich glaub, tatsächlich unser dritter Podcast gemeinsam. Mein Name ist Uwe Frers. Ich bin, äh, bald 56 Jahre alt und wohne mit drei Kindern und meiner Frau hier im Herzen von Berlin. Ähm, beruflich treibt mich das Thema Camping, äh, ordentlich durch, äh, ja, durch die Welt sozusagen. Ähm, mit meinem Team zusammen sind wir für alle Produkte des ADACs zuständig, die mit Camping zu tun haben. Klassisch der ADAC-Campingführer oder unsere App, aber eben auch unser Internetportal, äh, pincamp.de und pincamp.ch. Insofern Camping, äh, begegnet mir jeden Tag viele, viele Stunden und das macht großen Spaß.
Und warum wir Uwe zu solchen Themen gerne einladen, ist ganz einfach: Uwe sitzt auf 'nem riesigen Schatz an, an Daten, ähm, zum, zum Thema Camping und das ist halt ganz spannend, ihn da so'n bisschen die, äh, Informationen zu entlocken, weil wir zum einen das spannend finden und wir auch so vom Feedback her wissen, dass ihr das ganz spannend findet und wir damit euch auch natürlich den einen oder anderen coolen bis hin zu geheimen Tipp, äh, für vielleicht eure nächsten Campingabenteuer geben könnt.
Ja, also da freue ich mich jetzt auch schon wieder drauf. Wir hatten ja schon mehrfach das Vergnügen, dass wir Uwe da so'n bisschen anzapfen durften und ich glaube, Uwe spricht auch ganz gerne über diese Themen. Mmm, wir werden unter anderem eben 'nen Blick auf die, äh, beliebten Reiseziele in 2023 werfen. Wir schauen uns an, wo buchstäblich die Reise hingeht in 2024. Was waren so die Campingtrends? Ähm, wie haben sich die Buchungen entwickelt? Und, ähm, natürlich wird auch das Thema Preissteigerungen beziehungsweise Preisentwicklung nicht zu kurz kommen. Bevor wir aber gleich ins Thema einsteigen und wir dann wieder einen wichtigen Hinweis vergessen: Es wird nächste Woche, also das ist ja jetzt quasi unsere Vorweihnachtsfolge und es wird nächste Woche zu Silvester keine Folge, keine große Folge von uns geben.
Damit ihr euch schon mal darauf einstellen könnt, da habt ihr dann mal eine Woche so'n bisschen Pause vor uns und dann starten wir gemeinsam wieder in alter Frische im neuen Jahr durch.
Ich weiß gar nicht, ob das ein Vorteil für Hörer und Hörerinnen ist, wenn wir nicht senden, aber das, äh, da müsst ihr jetzt durch. Wir geben uns mal 'ne Woche Freizeit und-
Ihr dürft dann die ganzen alten Folgen euch noch mal anhören.
Genau. Und ich würde sagen, jetzt, jetzt schnacken wir nicht weiter rum, sondern steigen mal ins Thema ein und, und versuchen mal, dem, ähm, Uwe so'n paar Geheimnisse zu entlocken, ähm, rund um das Thema Camping in diesem Jahr. Ähm, Nele, willst du, willst du anfangen mit dem Löchern?
Ja, wir haben natürlich wieder einen riesigen Fragenkatalog mitgebracht, lieber Uwe. Ähm, vielleicht steigen wir allgemein mal ein, wie sich insgesamt aus deiner Sicht die, der Camping, die Campingbranche entwickelt hat in puncto Nachfrage. Also ich hab da so im Blick, ähm, wie sieht's bei den Fahrzeug-, ähm, Zulassungen aus? Haben sich die Anzahl, äh, hat sich die Anzahl der Camper erhöht oder ist es vielleicht ein bisschen gefallen jetzt? Weil man ja hört, ja, es, es wird jetzt so langsam tritt 'ne Marktberuhigung ein. Und ja, wie, wie, ähm, hast du auch das Thema Preissteigerungen empfunden?
Mhm. Fangen wir an. Also ich glaube, der Start ist immer bei den Fahrzeugen und da gibt es ja auch sehr verlässliche Zahlen. Der Markt, ähm, schätzt, in diesem Jahr voraussichtlich mit circa neunzigtausend neu zugelassenen Fahrzeugen zu enden. Das ist 'ne sehr solide Zahl. Die liegt in etwa auf Vorjahresniveau. 2022 waren's einundneunzigtausend. Und jetzt kann man sagen, na ja, das ist ja weniger als 2020 und 2021. Da lagen wir bei hundertsieben- und hundertsechstausend Fahrzeugen. Das stimmt. Aber das war eben auch der spezielle Corona-Effekt. Es ist aber eben auch deutlich mehr als 2019. Da waren's bei einundachtzigtausend. Das heißt, in Summe würde ich sagen, der Markt, der hat sich jetzt ein bisschen konsolidiert, aber eben auf einem echt hohen Niveau.
Und damit ist Deutschland Spitzenreiter in Europa. Es gibt kein anderes Land, in dem so viele neue Fahrzeuge auf die Straße gestellt werden. Wenn wir angucken, wie viele Fahrzeuge haben wir jetzt insgesamt? Der Forecast für 2023 liegt in etwa bei knapp eins Komma sieben Millionen Fahrzeuge. Das ist schon 'ne ganze Menge. Eins Komma sieben Millionen Fahrzeuge. Wenn man rechnet, durchschnittlich zwei Komma sechs, zwei Komma sieben Camper sitzen da drin, dann sind da eine Menge Menschen unterwegs. Insofern Camping, ich glaube, wir müssen nicht mehr diskutieren, ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen superpopulär. Und das zeigt auch eine Studie des ADACs, die im August veröffentlicht wurde. Insgesamt geht man jetzt davon aus, dass einundzwanzig Prozent der Deutschen, also jeder Fünfte ab 16 Jahren, Camper sind oder Camper werden möchten.
Und fast die Hälfte von denen ist jünger als vierzig Jahre, siebenundvierzig Prozent. Insofern, das ist deutlich mehr als bei normalen Urlaubsreisenden. Da ist der Anteil der unter Vierzigjährigen dreiunddreißig Prozent. Das ist für mich eigentlich auch die tolle Geschichte. Da wächst unten eben eine neue Zielgruppe, ein, ja eine neue Form von Camper ran. Und das sehen wir auch insbesondere im Verhalten der Neuanmeldungen. Ähm, da gibt's nämlich eine Veränderung. Ähm, die stärkst wachsende, äh, Anzahl von Neuanmeldungen bei den Fahrzeugen, Neuregistrierungen sind Vans. Das heißt also kleine, flexible Fahrzeuge, ähm, die teilweise eben auch ein bisschen günstiger sind. Äh, wir sehen dort eben größte Zulassung insgesamt bei den Fahrzeugen, wenn wir vergleichen zwischen Wohnmobil Van auf der einen und Caravan auf der anderen, dann ist es eben ganz klar ein Trend bei den Caravans plus eins, Entschuldigung, bei den Wohnmobilen, Reisemobilen und Vans plus 1,2% nach oben, bei den Caravans 10% nach unten.
Also der Markt drängt in Richtung Vans und wir haben ein junges, frisches Klientel damit an Bord. Insofern also Camping wächst weiter.
Ja, das ist ja im Grunde genau die Zielgruppe, die wir schon seit Gründung von Camper Style so ein bisschen im Auge hatten. Ähm, nicht zuletzt, weil's auch unsere eigene Altersgruppe ist, wobei wir jetzt auch nicht mehr so ganz unter 40 sind. Aber das freut uns natürlich auch, weil wir ja immer schon gesagt haben, dass Camping eigentlich ja für, für alle Altersgruppen was bietet und auch ganz toll ist für junge Leute und, und natürlich auch für junge Eltern. Deswegen ist es jetzt schön, dass der, der Markt sich auch genau in diese Richtung entwickelt.
Mhm. Das zeigt die Studie auch. Also wenn wir gucken, ähm, diejenigen, die in den letzten vier Jahren Campingreisen unternommen haben, ähm, wo sehen wir da Verteilungen? Da sind 28% mit dem Wohnmobil gefahren. Doch eine vergleichsweise hohe Zahl. Das hat, hätte ich nicht so eingeschätzt mit dem Zelt, 27%. Da sind aber auch Mehrfachnennungen möglich. Immerhin ein Viertel war in Mo-, äh, Mobilheimen unterwegs, ähm, ungefähr 'n Viertel mit Wohnwagen und historisch ungefähr 16% mit Campingvans, äh, den klassischen Bussen. Wenn wir aber gucken, was ist das, womit möchte ich zukünftig unterwegs sein, dann ist die größte absolute Steigerung genau in dem Segment. 16% waren bisher mit Vans unterwegs. Zukünftig, das geht hoch auf 23%.
Also fast ein Viertel sagt, Van ist mein bevorzugtes. Dann haben wir die nächste große Steigerung und das ist auch spannend im Segment Wohnen, äh, Entschuldigung, im Segment Mobilheime.
Mhm.
Und das wächst von 25% auf 34%. Äh, also richtiger großer Boost und das dritte ist dann bei Wohnmobilen geht von 28 auf 34 hoch. Insofern, da sind so'n paar Trends drin, äh, Trends drin. Ich glaub, später werden wir auf Mobilheime noch mal kommen, aber in Summe mal bei den Fahrzeugen, äh, betrachtet, äh, ganz großes Thema Campingvans und 'ne leichte Rückläufigkeit, äh, bei den Caravans.
Und meinst du, das hat auch was mit den Preissteigerungen zu tun, die wir teilweise sehen? Also wir haben das Thema auch schon mal zu unserer Caravan Salon-Folge angesprochen. Glaubst du, dass das auch ein Grund ist, weswegen mehr Campingbusse quasi dann unterwegs sind? Oder hat das auch mit der Zielgruppe zu tun? Oder ist es beides? Oder kann man das aus, aus den Daten eigentlich gar nicht sagen, sondern müsste schätzen?
Also ich würde sagen, aus den Daten lässt sich's schwer ablesen. Ähm, grundsätzlich sind, äh, Vans günstiger. Wenn wir angucken, die Preise sind die letzten zwei, drei Jahren um 20, 30% gestiegen. Das ist sehr, sehr viel Geld. Wir waren vor drei Jahren bei knapp 80.000 Euro Durchschnittspreisen. Da sind wir mittlerweile, äh, ja, weit weg. Und wir sehen auch, ähm, zumindest war das mein Eindruck auf dem Caravan Salon, das kann ich aber nicht statistisch, ähm, signifikant untermauern. Aus meiner Sicht gibt es schon einen Trend zu auch preisgünstigen Fahrzeugen, also sprich einer guten Preis-Leistungs-Relation. Und, äh, da sind Vans sicherlich vorne dabei. Insgesamt, wir gucken uns gleich an, wie das bei den Übernachtungen aussieht, reagieren Camper auf diese Preissteigerungen, auf 'ne, äh, auf 'ne, wie ich finde, sehr sinnvolle Art.
Und, äh, ich, ich glaube, dass wir, äh, wenn wir uns die Fahrzeuge ansehen, ähm, irgendwann auch an ein Limit kommen, weil ein weiteres Wachstum in der Größenordnung von 90.000 Fahrzeugen pro Jahr, wenn sie dann in der Preisklasse über 100.000 Euro liegen bei Durchschnittswerten, wird nicht möglich sein. Deswegen die Reaktion des Marktes, an der Stelle eben auch kleinere und kostengünstigere Fahrzeuge bereitzustellen, macht komplett Sinn.
Ich bin sogar sehr überrascht, dass trotz der Preissteigerung noch so viele Fahrzeuge verkauft wurden in diesem Jahr. Ich hatte eigentlich mit deutlich weniger gerechnet, weil man auch auf der Messe so vom Gefühl her und auch aus den Berichten der Aussteller gehört hat, dass deutlich weniger verkauft wurde als in den Vorjahren. Ähm, hatten wir auch in unserem Messerückblick schon thematisiert. Und ich glaube auch, dass also A, das Alter der Zielgruppe und die Lebensphase, in der sich die Zielgruppe befindet, aber natürlich auch die finanzielle Situation, die Leute so in, in Richtung kleinere, flexiblere Fahrzeuge bringt, weil die natürlich auch als Alltagsfahrzeuge dann benutzt werden können. Das heißt, ich kauf dann halt statt 'nem PKW und 'nem Wohnmobil nur 'nen Campingbus zum Beispiel, vielleicht auch noch mit 'nem modularen Ausbau oder mit Möglichkeiten, auch Teile der Campingausstattung rauszunehmen und hab dann ein ganz normales Alltagsfahrzeug, mit dem ich meine Einkäufe machen kann und die Kinder zur Schule bringen.
Und das spielt natürlich jetzt den, den kleineren Fahrzeugen ganz erheblich in die Karten auf jeden Fall.
Bin ich bei dir. Für kleine Familien, also für junge Familien auf jeden Fall ein schlagendes Argument.
Ja, dann, dann lass uns doch, du hast ja grade schon kurz angesprochen, lass uns doch mal auf die, die Reiseziele quasi zurückschauen. Also das heißt, was waren, äh, aus eurer Sicht oder aus euren vorliegenden Daten die beliebtesten Campingreiseziele dieses Jahr?
Gucken wir uns rein. Nicht überraschend, der alte Dauerbrenner, der in Corona noch mehr geboomt hat, aber weiterhin führt, ist natürlich Deutschland. Äh, die größte Nachfrage der Deutschen geht nach Deutschland. Ähm, das ist nicht überraschend und das kennen wir aus allen Ländern. Der Domestic Market, also der Heimatmarkt, ist immer der Stärkste. Spannend aber dann, was war in diesem Jahr eben, ähm, was waren so die Top drei, vier Länder im Nachgang? Wir hatten einen großen Run gesehen auf Italien. Das war faszinierend. Italien war wirklich in der Hauptsaison annähernd ausgebucht, zumindest Norditalien.
Das hattest du ja letztes Jahr auch schon vorausgesagt, ne?
Mhm. Absolut.
Wenn ich mich richtig erinnere. Mhm.
Wir hatten einen guten Riecher darauf und die Vorbuchungszahlen haben das, äh, haben das gezeigt. Ähm, der zweitwichtigste Markt, den wir hier gesehen haben bei der Recherche auf PinCamp, war Kroatien. Das auch nicht überraschend. Allerdings zu Kroatien kommen wir später noch im Detail. Da gab's so ein, zwei Besonderheiten in diesem Jahr, äh, die wir uns ansehen können. Danach folgt dann Frankreich. Äh, und dann wird's eigentlich klassisch, ähm, im Prinzip, wir haben die vier südeuropäischen Länder Italien, Kroatien, Frankreich, dann kommt Spanien. Und bei Spanien, das fand ich interessant, ähm, ich war in Spanien in diesem Jahr im Sommer und, äh, hab von Campingplatzbesitzern durchweg gehört, dass der, die Auslastung von Deutschen in diesem Jahr spürbar höher war und dass es auf der Gegenseite weniger Niederländer in Spanien gab in dem Jahr.
Niederländer sind per se etwas preissensitiver als die Deutschen das sind und, äh, haben scheinbar auf Preissteigerungen, äh, sensibler reagiert. Insofern Spanien war das viertwichtigste, äh, nichtdeutsche Campingland, äh, das wir gesehen haben. Und ich glaube, das sind jetzt keine großen Veränderungen in Summe. Die Reihenfolge, ich glaube, Italien, Kroatien, die battlen sich immer so 'n bisschen. Aber dass Italien in diesem Jahr so besonders stark nachgefragt war, hatten wir auf der einen Seite vorausgesagt, hat sich bestätigt und die italienischen Campingplatzbetreiber sind mit der Saison wirklich sehr zufrieden.
Zu der Preissensitivität, äh, der Niederländer, da würde mich jetzt noch interessieren, aber wahrscheinlich habt ihr da keine Informationen zu. Wo fahren die denn dann hin? Weil die Preise sind ja überall gestiegen und ich hatte jetzt bei unserer Reise sogar das Gefühl, dass sie in Spanien relativ moderat gestiegen sind im Vergleich zu anderen Ländern.
Das klassische Kernreiseland der Niederländer ist Frankreich. Insofern, äh, Frankreich war auch in diesem Jahr, äh, ja, äh, höchst ausgelastet von den, ähm, von den Niederländern. Der Punkt, warum, äh, Spanien dort dann eben weniger in Betracht kommt, ist weniger der Preis, der in Spanien bezahlt wird, sondern die Notwendigkeit, eben einmal komplett durch Frankreich durchzufahren, dann eben noch weiterzufahren nach Spanien. Und ich kann's nachvollziehen. Wir haben's in diesem Jahr, äh, wirklich hart gemacht. Wir sind in diesem Jahr mit dem Auto gefahren. Warum? Wir mussten oder wollten noch 'n Zwischenstopp, äh, machen bei Freunden, äh, in der Provence und sind dann weiter von dort aus, ähm, äh, nach Spanien gefahren an die Costa Brava.
Und ganz ehrlich, das sind von Berlin 1.800 Kilometer. Das siehst du auf der Tankuhr, das siehst du auf der Fahrzeit. Das heißt, das Argument, äh, ist nicht nur, ist der Campingplatz teurer, sondern muss ich eben mit Maut und mit Spritkosten noch mal zwei, dreihundert Euro mehr obendrauf legen.
Okay.
Ja, wir haben's ja auch dieses Jahr hinter uns. Es ist schon, äh, selbst, äh, wir aus Süddeutschland, es ist schon echt 'ne Ecke, bis man da unten ist. Dauert, wenn man's gemütlich angeht, auch mal ein, zwei Tage, bis man die Strecke hinter sich gebracht hat.
Aber, und ich finde, das ist auch immer wieder 'n Argument, ähm, ich finde, diese Reise beginnt eben, ja, ähm, das beginnt mit, äh, da werden die Stollen geschmiert und, äh, die Kinder sind da aufgeregt und wenn man nachts losfährt, werden die Decken hinten noch ausgelegt und noch 'n bisschen gekuschelt. Das ist 'n anderes Anreisen als jetzt, Achtung, um 16:40 Uhr geht der Flieger.
Ja, absolut.
Also, d-d-d-- und auch, was auf der Reise dann passiert. Also ich finde, das ist ein anderes Herleiten. Deswegen auf der einen Seite, ja, 1.800 Kilometer schrubben ist 'n Haufen Holz, auf der anderen Seite macht's auch Spaß und das ist auch Part, äh, ja, Teil, Teil dieses, dieses Erlebnisses.
Ja, und man macht dann ja auch Zwischenstopps, vielleicht wenn man's 'n bisschen schlau plant, in irgendwelchen Gegenden, die einem auch gefallen oder wo man sagt, da kann ich mir vielleicht auch mal bei, während der Zwischenstopps noch irgendwie was angucken, wenn ich da statt einer Nacht zwei Nächte bleibe. Hängt natürlich immer davon ab, wie viel Gesamturlaub ich habe und ob ich die dann möglichst auf einem Campingplatz an der Costa Brava verbringen will oder ob ich sag, ich bummel da jetzt gemütlich runter und bei mir kommt's auf 'n paar Tage mehr oder weniger nicht an. Aber das ist ja auch der Charme des Campings, dass man das eben relativ frei entscheiden kann.
Und du kannst ja das Abenteuer auch noch weiter forcieren. Meine, meine Frau ist dieses Jahr auch im, im Frühjahr von Deutschland hier runter nach Portugal gefahren, hat, äh, unseren Neffen mitgebracht und, äh, wir haben dann tatsächlich aufm Weg auch so, so Sachen rausgesucht wie ein Hotel in der N-Nähe 'ner, 'ner Autorennstrecke, so dass sie das angucken konnten. Dann haben wir ein, äh, Westerndorf entdeckt, wo man quasi in einem Planwagen, also auch wenn's kein originaler Planwagen war, ne, unter, äh, übernachten konnte. Also man kann ja auch wirklich das Abenteuer dann noch forcieren. Man kann ja entweder schnell durchhämmern und abends schnell auf 'n Campingplatz oder man macht's halt auch richtig cool. Ähm, ich glaube, da kann man auch sehr viel gestalten und quasi dann, dann ist auch diese Reisezeit nicht so verlorene Zeit, sag ich mal.
Oder nach kulinarischen Besonderheiten, so wie wir das immer machen. Und wo man die besten Liköre kaufen kann.
Oh, hoppla. Auch gut. Ich find aber die Idee, äh, von Sebastian zu sagen, hey, lass uns da irgendwelche kleinen Highlights noch mit dazu recherchieren schön und bringt mich natürlich auch wieder auf die Idee, dass wir uns mehr mit den Anreisen beschäftigen könnten. Wir machen bei PinCamp Tourenplanungen, also die beste Tour um den Gardasee, die beste Tour an der Adria entlang und, und, und. Aber wir beschäftigen uns relativ wenig mit dem Thema Anreise und also insofern nehm ich als Inspiration mit, find ich schön und den Planwagen, den werden wir schon noch finden.
Der ist in Frankreich übrigens. Ich glaube, in der Nähe von, ach, ich bin immer so schlecht im Aussprechen französischer Städte, Troyes.
Okay.
Ich weiß nicht, ob's richtig war, aber da in der Nähe ist quasi so 'n Western-Dorf, wo man, äh, ich glaub, auch mit 'm Wohnmobil stehen kann und eben auch in 'nem Planwagen übernachten kann.
Super, das hätte meinen Kids auch gefallen.
So, jetzt hast du ja oder wir haben ja schon festgestellt, du hast oder ihr oder du habt ganz richtig gelegen mit der Prophezeiung, dass Italien sozusagen das Campingland 2023 wird. Wie schaut's denn aus 2024? Was, äh, was seht ihr da? Welche Länder, ähm, werden da die Stars sein?
Ja, das ist 'ne sehr, sehr spannende Frage. Ähm, wir greifen da eventuell vor, welche Einflussfaktoren die Preisgestaltung auf die Reiseplanung haben wird. Und das ist, ja, das ist, äh, schwer vorauszusehen. Wenn wir uns angucken, wo sind denn die größten Wachstumsraten, die wir in diesem Jahr gesehen haben, was jetzt Buchungen angeht, dann stellen wir fest, das sind Themen wie Schweden. Äh, Schweden ist massiv gewachsen. Das heißt, die Nordics kommen. Auch das hatten wir, glaub ich, letztes Jahr schon vorausgesagt. Äh, wenn ich mir angucke, Schweden und Dänemark, beides mit Wachstum bei uns über hundert Prozent. Das ist sehr, sehr deutlich. Und ich glaube, ähm, Italien und Kroatien werden weiterhin vorne liegen.
Ähm, bei Kroatien gibt es die Sonderposition, ähm, wir haben in diesem Jahr bereits eine Veränderung, ähm, des, äh, Reiseverhaltens gesehen, und zwar, ähm, was die Aufenthaltsdauer angeht. Und diese Aufenthaltsdauer ist in Summe, äh, gefallen, äh, insgesamt in a, nahezu allen Ländern. Es gibt nur wenig Ausreißer, wo sie leicht gestiegen ist, die Niederlande leicht, aber insgesamt sehen wir eben einen Absenk der Reisedauer. Und sehr spannend, es gab im letzten Jahr ja eine Nation, die, die, nennen wir's mal Preisführerschaft, äh, betrieben hat. Das war Kroatien mit 'ner durchschnittlichen Preiserhöhung von 16 Prozent. Das liegt also deutlich über der Inflation.
Ähm, und gefühlt waren diese Preise, glaub ich, äh, noch höher. Und, äh, das hat dazu geführt und das ist so eindeutig, äh, statistisch signifikant messbar, dass Kroatien auch das Land war, bei dem die Aufenthaltsdauer am meisten gefallen ist, nämlich konkret um 13 Prozent. Das heißt, spannend finde ich, die Camper haben also, äh, die Preise insofern schlicht und ergreifend, äh, ja, mitgenommen, aber für sich verarbeitet, indem sie einfach eine Nacht weniger gebucht haben. Bei Kroatien ist das exakt, äh, messbar. Es ist genau eine Nacht weniger. Das heißt, von ehemals, ähm, durchschnittlich, äh, ich glaub, es sind neun sind sie gefallen auf acht Nächte. Und wir haben, äh, als nächstes Land und da sieht man schon den Unterschied, dann die Franzosen, Schweden, Dänen und, äh, Deutschen.
Da ist es dann ein minus sechs, bei Italien minus fünf Prozent. Also man sieht, der Ausschlag zwischen dem Durchschnitt danach, fünf, sechs Prozent weniger und Kroatien minus 13 ist spürbar. Und da kommt noch 'n zweiter Punkt mit rein, wo wir so'n bisschen vorsichtig sind. Was mich 'n bisschen überrascht hat in der Dimensionalität, sowohl im Januar als auch dann im Hochsommer, Juli, August, äh, gab es in den deutschen Medien eine echt, wie ich finde, ja, fast schon übertriebene Kampagne, ähm, in Richtung Kroatien. Ich sag euch paar Zitate. Ähm, das billigste oder das, äh, bravste Zitat war noch vom ZDF im Januar: Kroatien, Preise steigen direkt nach der Euro-Einführung. Ja, das hat jetzt jeder erwartet. Aber das geht dann weiter.
Die Frankfurter Allgemeine hat dann im August getitelt: Preisanstieg in Kroatien, fünf Euro für eine Kugel Eis. Und RTL hat's dann ganz oben drauf gedrückt. Die haben dann geschrieben: Wucherpreise im beliebten Urlaubsland, Kroatien zockt uns ab. Und das sind natürlich Themen, das ist-
Ich hab mir grad überlegt, wie die Bildschlagzeile dazu aussieht. Frechheit. Abzocke am Balkan oder so.
Irgend so was. Cevapcici XXL Preise. Ich weiß es nicht. I don't know. Also da ist, äh, 'ne Menge Stimmung gemacht worden und ich glaube, wir haben in Kroatien im Juli, August tatsächlich 'n kleinen Rückgang gesehen. Der wurde dann wieder ausgeglichen, aber die Leute waren da kurzzeitig so'n bisschen irritiert. Und spannend wird jetzt sein, das ist für mich eigentlich die größte Frage: Wie ist denn die Preissteigerung bei denjenigen gefühlt worden, die vor Ort waren? Denn ein Thema ist ja, was kostet mein Campingplatz? Aber genauso wichtig ist ja genau das Thema, ich gehe mit drei Kindern raus, drei Kugel Eis und die fünfzehn Euro kosten, wär's mir zu viel. Und wenn diese gefühlte Preissteigerung bei den Menschen wirklich auch so angekommen ist, dann könnte es dazu führen, dass in diesem Jahr gegebenenfalls die ein oder andere Destination, wir sprachen grade über Kroatien, gegebenenfalls weniger angesteuert wird.
Oder ist das einfach ein eher mediales Thema und die Leute sagen ganz ehrlich, war jetzt nicht so signifikant. Also wir sehen eine Reaktion in der Aufenthaltsdauer und jetzt wird's sehr spannend sein, ob die, ähm, Destinationen, die besonders teuer waren in diesem Jahr, ob die im nächsten Jahr, äh, von den wiederkehrenden Kunden eben, äh, eher, äh, weniger ausgewählt werden.
Ich glaube, da ist denen auch 'n bisschen auf die Füße gefallen, dass sie jetzt den Euro haben, weil viele Menschen neigen dazu, wenn sie in 'nem Land mit einer anderen Währung sind, sich das so'n bisschen schönzurechnen, den Umrechnungskurs, weil man ja nicht mit 7,35 rechnet, sondern das irgendwie dann, dann rundet. Und, ähm, wenn ich natürlich jetzt da Euro habe, dann, äh, passiert das nicht mehr, sondern dann kann ich direkt vergleichen. Ich glaub, das, das führt auch tatsächlich dazu, dass dieser gefühlte Teuerungsfaktor eben höher ist, als er das tatsächlich war.
Bin ich bei dir, ja.
Wir selber waren ja jetzt schon lange nicht mehr in Kroatien und erst recht nicht seit Einführung des Euro, aber ich verfolge tatsächlich auch in verschiedenen Campinggruppen die Diskussion und da war auch von Seiten der Menschen, die viel Verständnis für Preissteigerungen haben, doch ein gewisser Unmut zu spüren. Und was vor allem sehr, sehr kontrovers diskutiert wurde, war, dass wohl einige Plätze, ich weiß nicht, wie viele das sind, wer das überhaupt macht, aber es gibt wohl einige Plätze, die unfassbar unverschämte Reservierungsgebühren verlangen. Also ich will da 'ne XXL-Parzelle erste Reihe haben und die alleine die Reservierung kostet dann teilweise bis zu zweihundert Euro, die aber auch dann, wenn du den, die Reise angetreten hast und in toto bezahlst, nicht mehr zurückerstattet wird angeblich.
Also ich glaub das den Leuten auch. Da waren wirklich einige richtig erbost deswegen. In, auf anderen Plätzen ist die Reservierungsgebühr günstiger, aber es ist schon, sage ich mal, ähm, sehr hart diskutiert worden, dass überhaupt so hohe Gebühren, ähm, verlangt werden, die man dann auch nicht mehr wiederbekommt.
Ja, wo-woher das kommt, kann man jetzt vielleicht spekulieren. Lassen wir uns mal nicht dazu hinreißen, aber am Ende des Tages wird vermutlich der, der Markt das so was auch selber regulieren. Das mag jetzt vielleicht ein, zwei Jahre so sein und irgendwann sind die Kunden, also entweder finden sich genügend Leute, die das weiter bezahlen, dann bleibt das so oder, äh, es ärgern sich genügend Leute und dann werden die Plätze einfach einen Buchungseinbruch, äh, verzeichnen und dann werden sie das auch ganz automatisch wieder aufgeben. Das wird ein bisschen dauern, aber ich glaube, so was, so was pendelt sich meistens auch automatisch ein.
Ist das, ist das was, Uwe, was ihr, ähm, ich sage jetzt mal in einem höheren Ausmaß beobachtet, das Thema Reservierungsgebühren, ähm, die so in die Höhe schnellen? Oder ist es tatsächlich, sind es so Highlights, die man halt nur mitbekommt, weil sie so extrem sind?
Also die Geschichten, die du erzählst in der Dimensionalität, das ist für uns kein Standard. Zumindest bekommen wir es als Standard nicht mit. Was wir merken, ist das Thema, ähm, Stornierungsgebühren. Da habe ich auch ehrlich gesagt in der Hauptsaison zumindest bedingt Verständnis, denn wenn ich in der Hauptsaison nicht anreise und der Campingplatz hat eben kurzfristig eine Schwierigkeit, das dann noch auszulasten, dann kann ich nachvollziehbar, dass, äh, kann ich nachvollziehen, dass eine Storno, äh, sinnvoll ist. Äh, dass jemand zweihundert Euro für 'ne, nur für eine Reservierung nimmt, ehrlich gesagt, kenne ich jetzt noch nicht und ich glaube, es sind Ausreißer. Insgesamt bei diesem ganzen Thema, ähm, wir, wir, wie ich's gerade beschrieben habe, da gab's ein mediales Thema. Wir konnten Preissteigerungen messen, aber Beispiel, ich war jetzt auf zwei Konferenzen, einmal vor zwei Wochen in Kroatien, äh, bei der Kochkonferenz der, des kroatischen Campingverbandes und eine Woche vorher bei, äh, dem, der FNHPA, der französischen, äh, Campingvereinigung, ähm, im Rahmen der Setmesse.
Und auf beiden Messen, auf beiden Konferenzen war eine hohe Sensibilität dafür, dass man das jetzt nicht in irgendeiner Form übertreiben darf. Äh, also sprich, die Argumente für die Preissteigerung, nämlich eine extrem hohe Inflationsrate, war ja gekoppelt letztendlich vor eindreiviertel Jahren durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine. Dadurch sind die Energiepreise explodiert. Das hat sich wieder normalisiert und Mitte letzten Jahres, also Mitte 2023, waren die Energiepreise im Jahresvergleich unter dem Wert, äh, des Vorjahres, sofern wieder Normalisierung. Und wir sehen auch jetzt, ähm, nach USA geblickt, die Inflation, äh, liegt jetzt unter vier Prozent. Warum? Weil natürlich die Preise vor einem Jahr gestiegen sind und ja immer nur year over year, also Jahres, äh, vergleiche gemittelt werden.
Ich glaube, dass sich diese Branche sehr wohl bewusst ist, äh, dass man das Thema Preise nicht über-übertreiben darf und deswegen erwarte ich für nächstes Jahr da jetzt keine weiteren Auswüchse.
Aber auch keine Rückgänge in den Preisen, weil wenn man einmal schon oben ist, dann ist es ja selten, dass dann noch mal Sachen billiger werden.
Das stimmt bedingt, aber auch dort gibt's aus meiner Sicht eine Änderung, ähm, die streckenweise auch eben zugunsten des, des Campers und des Verbrauchers ist, nämlich, äh, eine zunehmende Dynamisierung der Preise. Wir haben ja vor zehn Jahren den Klassiker gehabt, da gab es eben den Vorsaisonpreis und den Hauptsaisonpreis und den Nachsaisonpreis und das wurde im September des Vorjahres in den ADAC-Campingführer gedruckt und darauf konntest du dich verlassen und die Themen sind weitgehend vorbei. Das heißt, ähm, Dynamisierung der Preise gemäß der Nachfrage ist mittlerweile zumindest auf großen Plätzen ein Standard geworden. Das setzt sich immer weiter durch und ich, ich glaube, das führt eben auch dazu, wenn wir dann eben Buchungsdellen haben und in diesem Jahr wird's ein sehr spezielles Jahr aus drei Gründen.
Ähm, wenn wir Buchungsdellen haben, werden die Campingplätze sofort reagieren und Preise senken. Und das ist vielleicht auch noch ein Punkt in diesem Jahr, äh, warum wird '24 so spannend? Wir haben drei Sondereffekte in '24. Der erste Sondereffekt ist, im gesamten Juni, äh, gibt es in Gesamtdeutschland keine Ferien. Ähm, das heißt, Pfingsten ist sehr, sehr früh. Pfingsten ist in diesem Jahr, '24, äh, am 19. Mai. Die Pfingstferien sind dann regulär Ende Mai vorbei. Das heißt, die Campingplätze werden im Juni leer sein. Sie werden wirklich leer sein. Das heißt, jeder, der nicht an Ferien gebunden ist, sucht euch diesen wunderschönen Juni aus. Ich bin mir sicher, ihr werdet tolle Preise bekommen. Und der zweite Effekt ist, wir haben zwei große Veranstaltungen vor uns.
Einmal die, äh, Euro zwei vierundzwanzig vom 14. Juni bis zum 14., 14. Juni bis 14. Juli. Das heißt, vier Wochen lang, äh, Fußball-Europameisterschaft. Und unsere Erfahrung ist, da ist das Buchungsverhalten verändert, das Reiseverhalten verändert und Wir haben noch Paris Olympiade. Das heißt, in dem Jahr, dieses 24 Jahr, glaube ich, wird unruhig sein und das bietet auch die Chance, äh, an der einen oder anderen Stelle eben Preise zu bekommen, die man sonst nicht bekommen könnte.
Okay, das ist ja ein sehr spannender Tipp. Also ich hoffe, ihr habt alle genau zugehört, an welchen Monaten ihr 2024 günstiger verreisen könnt. Zum einen natürlich aber immer leider daran gekoppelt, dass ihr nicht nur in den Ferien verreisen könnt, aber, äh, grad das Thema EM und, äh, Olympiade geben da ja aber zusätzlich euch noch 'n paar Möglichkeiten. Wir werden das auch noch mal in die Show Notes reinpacken und ich bin mir sicher, dass wir auf Camper Style auch noch mal was zu schreiben werden, damit, äh, das möglichst viele auch so 'n bisschen mitbekommen. Das mit den dynamischen Preisen vielleicht, das find ich auch ganz spannend. Das ist ja was, was wir aus, aus anderen Branchen schon sehr gut kennen: Flüge, Hotels, Mietwagen und selbst in großen Shops, ähm, und in großen Plattformen wie Amazon, selbst da gibt's ja 'n dynamisches Pricing, dass, dass die Preise sich teilweise im Minutensekundentakt ändern.
Ich bin sehr gespannt, wohin das führt und vor allen Dingen auch zu welchen neuen Geschichten das führt. Was weiß ich, dass, dass Portale auch Preisentwicklungen anzeigen oder eben auch, dass dann Campingplatz-Schnäppchenfinder gibt, ähm, wo ich dann quasi gucken kann: So, wann, wann kann ich denn am günstigsten wohin, äh, fahren? Für Flüge gibt's das ja schon. Also ist Chance, aber natürlich auch, äh, zum Teil 'n bisschen nervig, grade für die Leute, die an die Ferien gebunden sind. Aber selbst da hab ich ja noch Möglichkeiten, dann über Ort und so weiter noch zu gestalten. Äh, bin da sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird.
Ich guck grade mal ganz kurz, ähm, auf meinen roten Faden, damit wir nix Wichtiges vergessen, weil grade jetzt, äh, das ganze Thema 2023 Rückblick und 2024 Ausblick ist ja das, weshalb die Hörerinnen und Hörer wahrscheinlich eingeschaltet haben. Ähm, also wir haben jetzt, du hast jetzt schon 'n Ausblick gegeben auf die Top-Reiseländer. Wir haben gesehen, dass die Reisedauer jetzt schon in diesem Jahr verkürzt wurde. War, soweit ich mich erinnern kann, auch 'n Thema, was wir schon in unserem letzten Rückblick, Ausblick diskutiert haben. Ich glaube, da hast du schon gesagt, dass du denkst, dass es darauf rauslaufen wird. Ähm, was waren denn aus deiner Sicht oder aus euren Daten die beliebtesten Campingplätze 2023?
Wo sind die meisten Leute hingefahren?
Ähm, wir haben das gemessen, was ist die höchste Nachfrage? Da führt ganz oben, wenn wir erst mal die Länder uns angucken, ähm, nicht überraschend, äh, Deutschland. Von den Top 100 Campingplätzen, die bei uns gesucht wurden, waren 36 aus Deutschland.
Oh, okay.
Dann kommt 32 aus Kroatien und dann 21 aus Italien. Und, äh, wenn wir angucken, welche sind es dann, wenn wir Europa einmal durchlaufen, äh, der meistgesuchte Platz, der war im Vorjahr auf Platz zwei, insofern schon einer der Spitzenreiter, ist Village Touristique Internationale. Ist ein großer, berühmter Platz. Dann kommt gleich 'n kroatischer Platz, Campingpark Umag. Äh, dann geht's weiter, äh, Camping Kovacina in Kroatien. Und wenn wir dann gucken, unter den Top ten gibt es einen, äh, der aus Deutschland kommt. Äh, Entschuldigung, es sind zwei, und zwar, äh, auf Platz sechs, Südsee Camp.
Mhm.
Die waren im Vorjahr auf Platz sieben und leicht abgefallen, aber dennoch immer Top ten, äh, ist der Camping- und Ferienpark Wulfener Hals. Das ist so auf der internationalen Riege. Und wenn wir angucken, wie sieht's in Deutschland aus, äh, dann haben wir auf Platz eins, haben wir grad schon gehört, Südsee Camp, auf Platz zwei Wulfener Hals. Dann kommt, äh, das ist 'n wirklich, ähm, ein großer Aufsteiger, Ostsee Camping Familie Heide in Schleswig-Holstein. Die kommen von Platz 22 auf die drei nach oben. Dann haben wir zwei Plätze aus Baden-Württemberg, ähm, Wirtshof, 'n alter Bekannter, äh, toller Platz, äh, fünf-Sterne-Platz, dann Camping Heidehof. Ähm, und dann gehen wir nach Niedersachsen. Da ist Camping- und Ferienpark Falkensteinsee, dann Meck Pom, Haffcamp in Beiersdorf an der Werder und dann auch 'n alter bekannter Platz acht unverändert Alfsee Ferien- und Erlebnispark.
Ist 'n toller Platz mit 'ner wirklich sehr engagierten, äh, Campingplatzunternehmerfamilie dahinter. Dann ein großer Aufsteiger, auch 'n Platz, den ich jedem nur empfehlen kann, der's gerne in Richtung Wellness, äh, Massage, auch luxuriöser mag, Vitalcamp Bayerbach in Bayern, im Bayerischen Wald.
Da waren wir neulich.
Ah, kennt ihr? Okay, seht ihr. Dann wisst ihr, was, was die Kunden da waren zu schätzen.
Auch sehr, sehr gutes Restaurant übrigens. Man merkt, wo mein Fokus liegt.
Lustig, äh, die Nele erzählt uns von Likören, von Restaurants.
Bei uns dreht sich alles ums Essen. Frag mal, frag mal meinen Mann, was die Hauptthemen in meiner Familie sind. Was haben wir grade gegessen? Wann treffen wir uns wieder zum Essen und was gibt's dann da?
Ach, ist doch großartig. Ist doch schön. Aber gut, das kannst du dir beim Camping ganz wunderbar fröhnen. Und zwar entweder indem du sagst, jetzt mach ich's mal selber. Und, ähm, ich finde, netter Exkurs, find ich, dieses Thema Kochen beim Camping. Ähm, auf der einen Seite, äh, also ich genieß es sehr, in Restaurants zu gehen, äh, insbesondere dann, wenn's eben Restaurants sind, die in irgendeiner Form echt was bieten, was landestypisch, regiontypisch ist. Was ja jetzt in Bayerbach, das ist einfach 'ne schöne, deftige bayerische, tolle Küche. Versus, ähm, ich find's weniger schön, jetzt irgendwo aufm Campingplatz Pommes und, äh, Spaghetti zu essen. Zumindest, ähm, Spaghetti nicht, wenn ich nicht in Italien bin. Und, äh, dieses Essen-Thema, wenn man's dann selbst kocht, ich find, das ist echt 'ne große Herausforderung, wenn du aufm Campingplatz bist und du bist jetzt imaginär in Spanien oder in Frankreich und dann versuchst du, Französisch oder Spanisch zu kochen.
Das gelingt uns immer so, ah, also nicht so richtig gut. Deswegen, da bin ich gern beim Essen dabei.
Und dann putz mal zwei Kilo Miesmuscheln auf 'm Campingplatz im kleinen Waschbecken. Das ist-- Also ja, wir versuchen's auch immer, wobei ich sagen muss, wir machen eigentlich auch immer 'ne Mischung aus, ja, eben selber kochen, auch natürlich auch aus, aus Geldgründen. Wir können nicht jeden Tag zwei, drei Mal essen gehen. Ähm, aber dass man eben sich trotzdem auch vor Ort immer wieder die, die lokalen Restaurants vornimmt und auch so 'n bisschen sich durchtestet und auch mal wohin geht, wo man vielleicht nicht so genau weiß, was auf der Karte steht. Das gehört für mich auch so zum Reisen 'n Stück weit dazu. Und ich glaube, dass das auch mit 'n Grund ist, es, das machen ja ganz viele Menschen so und viele sagen ja, sie möchten in ihrem Campingurlaub gar nicht kochen, die gehen nur essen. Und dann haben natürlich genau diese Menschen auch 'n Stück weit dazu beigetragen, dass die Camper als solche von den Städten, Kommunen, Tourismusagenturen auch als 'ne zahlungskräftige Zielgruppe mittlerweile anerkannt sind und auch 'n bisschen lieber gesehen sind als vielleicht noch vor 20 Jahren, wo das immer so, ja, das sind halt die Billigheimer, weil das sind die Leute nicht und das, da zähl ich mich auch gar nicht drunter.
Ansonsten noch 'n Tipp mit dem Kochen, weil das haben wir grade, also hab ich in Thailand jetzt das erste Mal gemacht, als ich da war. Ähm, wir haben einen lokalen Kochkurs besucht, um sozusagen Landesküche zu lernen. Das ist natürlich dann nur ein relativ einfaches, äh, Thema, aber man lernt, man hat so 'n bisschen was über sozusagen die lokalen Zutaten und eben auch die, wie man's kocht gelernt. Und das ist, das haben wir letztens im Podcast auch empfohlen, tatsächlich mein Tipp oder das, was ich jetzt auch selber machen werde. Immer wenn ich ein neues Land bereise, werd ich gucken, dass ich irgendwo vor Ort vielleicht ziemlich am Anfang Kochkurs einen kurzen besuchen kann. Das hat so drei, vier Stunden gedauert. Weil dann kannst du tatsächlich so 'n bisschen mehr die Landesküche einschätzen und, und dich da quasi reinversetzen und kochen. Aber ja, wir sind sehr kulinarisch geworden.
Faszinierender Exkurs, weil jetzt kommen wir von, äh, wir dürfen jetzt nicht zu weit abspringen. Wir haben noch 30 Sekunden obendrauf. Ich war auch in Thailand in den Herbstferien und dort wurde auch ein Kochkurs gemacht. Aber zum Thema Thailand-Exkurs, was mich an Thailand am meisten fasziniert hat, Thailänder sind Camper. Ich bin also in Chiang Mai durch den Dschungel gefahren und ich hab grade mein iPhone auf Video und filme quasi, weil, vom Autofenster raus und plötzlich fahren wir an einem großen Campingplatz vorbei, mitten im Dschungel. Und da hab ich 'n bisschen angefangen zu recherchieren und tatsächlich, die Thais, äh, lieben Camping im Norden. Also sprich, die Städter fahren den Norden hoch. Und ich hab in Thailand den besten Campingladen meines Lebens entdeckt. Also ich bin ja großer Campingberger-Freund und da gibt's auch andere Marken, die ich liebe, aber letztendlich ist es toll.
Ich kaufe gern Stromkabel und was es da alles so gibt. Aber was du dort gefunden hast, das war tolle Qualität, total modern, ähm, super inszeniert. Also da dacht ich mir, also das wär in Berlin-Mitte wär das jetzt 'n Hipster-Shop. Äh, da würden die Leute mit den langen Bärten und den, den stylischen Brillen da irgendwie drin sitzen. Und hat mich sehr überrascht, dass Camping eben nicht nur jetzt in Europa so 'n Thema ist, sondern in Asien. Und last but not least, äh, die letzte Meldung, die ich da neulich gelesen habe, war, wie stark Camping in China kommt. Äh, also ich glaube, Camping, was wir in Europa sehen, ist eben ein Thema, aber in der Welt, das ist noch mal so 'n großer Treiber. Und find ich ja auch schön. Insofern werden wir vielleicht in zehn Jahren auch Camping eben nicht nur aus 'ner europäischen Perspektive sehen, sondern vielleicht auch Camping in der Urlaubsform stärker als Fernreise, äh, äh, entdecken können.
Da guck ich jetzt mal zu unserem Mann mit dem langen Bart und der, und der stylischen Brille und geb schon mal den Themenwunsch oder die Themenrecherche weiter, Camping in Thailand.
Ja, das, ich war ja tatsächlich auch in Chiang Mai, aber ich war beruflich da und hab, äh, glaub ich, am Wochenende haben wir bisschen Ausflüge gemacht, da hab ich das nicht gesehen. Aber jetzt werd ich natürlich, wenn ich nächstes Jahr wieder da bin zur Konferenz, meine Augen offen halten und dann auch mal 'ne, 'ne halbe Woche investieren, um dem Thema Camping nachzugehen. Jetzt mit China, äh, das, das haben wir auch, äh, äh, schon beobachtet und, und finden das sehr, sehr spannend. Ja, jetzt wo ich wieder reise, äh, steht das sicherlich dann auch mal aufm Schirm, um mal so 'n bisschen weiter weg, äh, zu gucken. Ich, ich glaub, ich bin der entfernte Destinationen-Campingbeauftragte ab sofort bei uns.
Der Außenminister.
Er hat nur, er hat nur die Hoffnung, dass die Firma die Reisen dann bezahlt. Ähm, von der Ferne komm ich wieder zurück nach Deutschland, ähm, weil ich ja auch diejenige war, die für die Abschweifung jetzt verantwortlich war. Also du hattest gesagt, Vitalcamp Beierbach. Gab's dann für Deutschland noch irgendwelche Campingplätze oder haben wir die Top-T-Ten damit schon durch?
Top Ten, äh, wir waren, äh, ja, den letzten haben wir schon genannt, nämlich Camping- und Ferienpark Havelberge war auf der Liste.
Ah ja. Mhm. Und was mich jetzt ehrlich gesagt 'n bisschen gewundert hat, war, dass Marina di Venezia nicht dabei war bei den, bei den, ähm, obersten, weil da hab ich immer das Gefühl, jeder will da hin. Aber da siehst du mal, die gefühlte Wahrheit und die Statistiken, die weichen dann doch noch mal so 'n bisschen voneinander ab.
Genau, Marina di Venezia ist aus der Top Ten tatsächlich rausgeflogen, aber ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Form ein, ich formulier's mal, äh, verändertes, äh, Interesse ist. Marina di Venezia und Union Lido, das sind und bleiben A Top-Plätze und, äh, B auch, ich glaube, ja, wie soll ich sagen, für 'ne bestimmte Art von, von Campingkunden sind das so, das muss man once in a lifetime, das muss man mal gesehen haben. Ich glaube nicht, dass sich das jetzt groß verändert hat, aber letztendlich, es mag viele Gründe haben, warum jetzt der eine oder andere Platz eben weiter nach oben, äh, gegangen ist. Man sieht schon, Italien ist ja nach Deutschland immer noch extrem nachgefragt, aber jetzt eben in diesem Jahr waren sie nicht unter den Top Ten.
Das ist richtig.
Mhm.
Das stimmt natürlich nicht. Wir haben die Top Ten europaweit nicht durchgegangen. Marina di Venezia ist auf Platz acht.
Okay.
Wir haben Europa, wir haben Europa, äh, nur bis, ähm, drei und vier durchgegangen und dann bin ich, äh, runter und hab gesagt, kommen wir auf Deutschland. Marina di Venezia ist auf Platz acht.
Ah ja. Gut, dann ist mein Weltbild wieder in Ordnung. Ja, dann haben wir jetzt die beliebtesten Campingplätze einmal uns angeschaut. Und da würde mich jetzt noch mal interessieren: Welche Trends beobachtet ihr für 2023 und welche erwartet ihr vielleicht auch für 2024? Also ich hab insbesondere im Kopf, Stichwort Mietunterkünfte, Art der Campingplätze, also besondere Ausstattungen wie Wellness oder ähnliches, FKK, solche Geschichten. Was, was ist da so zu beobachten?
Es sind tatsächlich, also das, den ersten Trend, den du genannt hast, den wir, glaub ich, auch letztes Jahr schon aufgenommen hatten, ähm, der ist dominant. Das Thema Mietunterkünfte wird stärker. Das ist für die Campingplätze gerade in Südeuropa, ja, 'ne, 'ne sehr wichtige Einkommensquelle für die. Und, äh, wir sehen bei den Mietunterkünften – und das find ich das Schöne an der Sache – 'ne Varianz. Das heißt, ähm, das waren vor zehn Jahren oder 15 Jahren ja wirklich streckenweise, ja, das waren Plastikkübel. Ähm, das war nicht sonderlich, ähm, ansprechend. Von luxuriös möcht ich's gar nicht sprechen. Das ist heute anders. Wirklich schöne Objekte, was ich auf den Messen gesehen habe, nicht nur High-End-Luxus, sondern einfach auch tolle, einfache Dinge.
Ja.
Wirklich hübsch gemachte Zelte als Beispiel, ähm, Baumhäuser, in Wäldern integrierte Holzhütten. Also ich finde, da kann man auf 'ne angenehme Art Camping machen. Ähm, und ich glaube, die Plätze haben für sich zwei verschiedene Varianten identifiziert, wie sie damit umgehen. Es gibt Plätze, die dieses Thema schön mischen, indem letztendlich Campinggäste mit den Mietunterkunftgästen, ähm, ja, kombiniert werden. Das find ich eigentlich ganz gut, weil es eben auch den Reiz des Campings ausmacht. Ich hab jetzt aber auch Plätze gesehen, die da relativ strikt trennen und sagen, wir machen eben eine, nennen wir's mal Camping Area und eher eine Mietunterkunft Area, um diese zwei Gruppen nicht zu sehr zu mischen. Ganz ehrlich, muss jeder für sich entscheiden.
Aber wir werden mehr Mietunterkünfte sehen. Und, äh, das zweite Thema in dem Kontext ist aus meiner Sicht eine, wie kann man das formulieren, ähm, ja, höheren Komfort. Der Komfort geht in die Richtung, dass die Pitch-, äh, Größen vergrößert werden. Das ist auch bei Mietunterkünften zu sehen. Das heißt, das sehr enge Aneinander wird insbesondere dort, wo wir besondere Lagen haben, also Beispiel Campingplätze, die an Stränden sind oder am See, ähm, dahingehend aufgelockert, indem im Prinzip weniger Leute auf den Platz gelassen werden, aber die Pitches vergrößert werden. Das hat teilweise mit den Fahrzeuggrößen zu tun, aber teilweise schlicht und ergreifend mit dem Wunsch, ich möchte mehr Platz und ich möchte mehr Intimität.
Und da sehen wir dann eben auch Themen wie privates Badezimmer, wo ich sage, wär jetzt für mich völlig unwichtig, also spielt für mich keine Rolle, aber insbesondere wenn wir in Richtung, ähm, Senioren gehen und wenn wir in Richtung körperliche Einschränkungen gehen, dann wird das Thema heiß. Und das ist ein Punkt, äh, nämlich, ähm, in irgendeiner Form, äh, Konformität für Einschränkungen zu schaffen. Das ist ein Punkt, auf den wir bei unseren ADAC Camping Awards, die wir einmal im Jahr vergeben, ist einer der vier wichtigen Awards, ähm, nämlich, ähm, wie gehen wir, äh, mit Menschen um, die eben in irgendeiner Form eingeschränkt sind. Da ist mittlerweile eben der Standard nicht mehr zu hinterfragen, sind wir, Beispiel, sind wir rollstuhlkonform, sondern letztendlich die Zielgruppe.
Ähm, auf der einen Seite wächst eine junge Zielgruppe unten nach, auf der anderen Seite haben wir eben eine zunehmende Seniorisierung der Gesellschaft und das siehst du bei den Campingplätzen in der Art, äh, wie sie, äh, eben behindertengerecht einrichten, aber letztendlich auch Komfort für diejenigen schaffen, die älter sind.
Da würde mich noch mal interessieren, das brauchen wir jetzt hier nicht so vertiefen, aber vielleicht im Nachgang, weil das ja 'n Thema ist, was uns auch schon seit langer Zeit beschäftigt, welche Kriterien ihr da für die Awards ansetzt und wie sich das vielleicht auch langfristig bei euch in den Filtern niederschlagen wird, dass man eben Plätze einfacher finden kann, die, ähm, über den Minimalstandard hinaus vielleicht auch was tun. Wobei selbst der Minimalstandard wär ja schon 'n Riesenfortschritt, wenn der mal flächendeckend eingeführt würd, worden wäre oder eingeführt würde.
Ähm, es ist kompliziert und ich glaube tatsächlich, das wäre eine Sondersendung. Da würd ich meine Kollegin, äh, die Maren mit dazunehmen. Äh, die Basis dessen, was wir an Daten einsammeln, ist, äh, die ADAC-Inspektion. Wir schicken jedes Jahr Inspekteure auf Campingplätze. Insgesamt raten wir, äh, fünfeinhalbtausend Campingplätze in Europa und diese Inspekteure sammeln pro Campingplatz zweihundertvierzig Datenpunkte ein. Also ganz ehrlich, das's 'n echt harter Job. So oft hör ich: "Oh, ich würd gerne ADAC-Inspekteur werden." Und wenn du da einmal mitfährst, also harte Arbeit. Und, ähm, so holen wir uns dann eben von Tausenden von Campingplätzen Detaildaten und dahinter gibt es dann einen Algorithmus.
Das ist so'n bisschen die Cola-Formel des ADACs, würd ich mal sagen. Streng geheim, also auch ich kenne sie nicht im Detail, diese Formel. Und diese Formel errechnet am Ende aufgrund von wirklich langer, langer Historie, das ist über Jahrzehnte gewachsen, A, das Rating, das heißt, die, das Qualitätsrating der ADAC-Plätze. Damit kommen dann eben auch so Ratings wie die ADAC-Superplätze zustande und, äh, dort wird eben auch kategorisiert. Und da geben wir aber acht und das ist spannend, weil du's sagst, ähm, für uns in der Vergangenheit aus den 60er-Jahren war der Fokus eben dort primär auf Sanitär. Also wie ist die Qualität? Und das ist sicherlich das, eines der wichtigen Kriterien für Camping. Immer noch. Warum? Du hast nicht dein privates Badezimmer. Oder eben nur teilweise dabei.
Du gehst in öffentliche Badezimmer. Heute aus unserer Perspektive werden eben drei Themen, finde ich, wichtiger und auf die werden wir zukünftig mehr Wert legen. Das eine Thema ist, äh, Service. Das heißt, wie wirst du insbesondere auch in, in Zeiten der, der Vorbuchung, äh, vom Campingplatz, äh, bedient? Beispiel: Du schickst 'ne E-Mail an den Campingplatz. Wie lange braucht denn der, um zu antworten? Ein Thema. Das zweite Thema Digitalisierung. Das heißt, Beispiel: Dauert der Check-in eben eine Stunde oder ist das vorher digital abgewickelt worden? Hilft mir der Platz? Kann ich online buchen? Das sind Themen. Und der dritte Punkt für uns, ganz wichtig, ist Nachhaltigkeit. Ich glaube, wir haben einen großen, großen Sprung, äh, im Rahmen, äh, dieser Corona-Zeit erlebt bei den Campingplätzen und wir sind der Meinung, dass Nachhaltigkeit, insbesondere was jetzt das Thema Energieproduktion angeht, aber auch mit anderen Kriterien zukünftig ein wesentliches Kriterium sein muss, um Campingplätze in ihrer Qualität zu bemessen.
Das ist aber dann ja tatsächlich 'ne, 'ne sehr tiefgreifende und auch strukturelle Änderung bei den Bewertungskriterien, weil soweit ich weiß, waren die ja bisher immer so, ähm, ich sag jetzt mal auf sehr objektiven Punkten basiert, wie zum Beispiel, äh, die, die Gestaltung der Anlage und die Zufahrtswege und die Parzellengrößen und wie v-- also was da vielleicht auch so an Ausstattung geboten ist und Service und so weiter. Wär-wäre ja dann auch ein komplett neues Kriterium zum Beispiel, ne.
Das stimmt, aber die, also die Inspektion, Klassifikation kann ausschließlich auf messbaren Kriterien beruhen. Das heißt, wir bekommen dort keinen, keine, nennen wir es mal Emotionalität rein.
Mhm.
Das heißt auch diese drei neuen Felder, äh, werden anhand von, ähm, ja, von Messkriterien bewertet.
Okay. Also weiterhin, weiterhin nicht so was wie Freundlichkeit und-
Das ist ja das Problem. Sag es mal so.
Das ist ja sehr subjektiv.
Das ist sehr subjektiv und, äh, dazu gibt es aus meiner Sicht und das ist eben so der Unterschied, äh, die ADAC-Klassifikation bewisst, bemisst eben nach, äh, festgelegten Kriterien europaweit einheitlich, im Prinzip im Wesentlichen Ausstattungskriterien, Qualitätskriterien, wo wir jetzt sagen, die wollen wir ein bisschen erweitern.
Mhm.
Während wir auf der anderen Seite eben mit Nutzerbewertungen Themen erfassen können wie da kommt Emotionalität mit rein. Gefällt mir der Style des Campingplatzes.
Ja.
Und ganz ehrlich, ein Inspektor, ich, ich hab da, ja ein Inspektor kam irgendwann zurück und sagte: "Dieses Restaurant dort, fürchterlich, die haben ein Restaurant aufgemacht, das ist noch nicht mal fertig." Dieses Restaurant war ein super stylisches Berlin Mitte Industrial Building und man sagt: "Ja, es ist Absicht, dass da oben die-... Wasserleitungen durchziehen." Ja, das ist dann eben so. Wie, wie bemittelt man das?
Mhm.
Und dafür sind Nutzerbewertungen, glaube ich, gut. Insofern die Kombination daraus gibt dem Gast, dem Camper, glaube ich, ein sehr gutes Gefühl, was er da zu erwarten hat.
Ja, und an den Nutzerbewertungen sieht man ja auch, wie unterschiedlich Dinge wahrgenommen werden. Von daher finde ich das auch gut, dass ihr dabei bei euren, ich sag jetzt mal etwas steiferen Bewertungsmaßstäben bleibt und den Besuchern dann den Rest überlasst. Weil es gibt ja wirklich Plätze, da ver-vergibt der eine, also vergeben zwanzig Leute fünf Sterne, weil die Betreiber so wahnsinnig nett sind und es vergeben fünfzehn Leute einen Stern, weil die Betreiber so unfreundlich sind. Also alles schon auch bei Campingplätzen, die wir besucht haben, alles schon erlebt und von daher, das, das hatte mich jetzt eben nur interessiert, ob ihr da jetzt von abgeht oder ob das weiterhin eben bei den messbaren Geschichten bleibt.
Es bleibt messbar.
Okay. Und du hast vorhin jetzt angesprochen, dass viele Campingplätze auf mehr Qualität statt Quantität setzen. Ich habe ehrlich gesagt in den letzten Jahren bei den Plätzen, die wir besucht haben, eher das Gegenteil wahrgenommen. Also dass immer mehr Menschen auf immer kleinere Räume, mm, gequetscht werden, kann man schon fast sagen. Also es gab Situationen, wo wir dem Nachbarn fast das Fenster an den Kopf gehauen haben beim Ausstellen des-
Aha
... Seitenfensters. Und das wäre ja eine sehr er-erfreuliche Entwicklung, wenn das so kommt. Also dass, dass die Parzellen wieder größer werden und dass eben das Ganze-- wir brauchen den Luxus jetzt nicht, viele andere brauchen ihn oder möchten ihn im Urlaub haben. Ähm, wird sich das dann auch noch mal zum Beispiel, äh, bei euch in den Rankings niederschlagen oder bleiben die Rankings bei, ähm, der Nachfrage-, äh, Auswertung?
Das ist 'ne sehr schwierige Frage. Also ich, ich glaube, wir müssen unterscheiden. Insgesamt, wenn wir jetzt alle Campingplätze ansehen, werden wir nicht auf eine grundsätzliche Vergrößerung, äh, der Pitches rückschließen können. Warum? Weil die Nachfrage so hoch ist. Und das ist ja das, was du beschreibst. Gerade dort, wo beispielsweise unparzelliert vermietet wird, kommen ja genau die Situationen auf. Hatte ich auch. Da stehst du mit dem Van und du machst an der Seite das Fenster auf. Und ich hatte einmal die Situation, dass das Klappfenster wirklich ans Klappfenster des Nachbarfahrzeugs angestoßen ist.
Mhm.
Und wir hätten uns durch das Fenster eigentlich das Essen reichen können. So. Ähm, ich glaube, es geht eher darum, dass es 'ne Klientel gibt und das ist ja klassisch, wie du es eben auch in Hotels kennst, die sagen: Okay, ich möchte eben, also was ist quasi Luxus? Und in der Vergangenheit war Luxus eben oft Ausstattung, der Wasserpark und das Restaurant und Wellness. Und neuer Aspekt in Luxus ist eben Freiheit, also Größe. Und genau weil die Campingplätze so voll sind, ist es dann eben Luxus zu sagen: Ich stehe in der ersten Reihe auf einem zweihundert Quadratmeter Pitch. In Summe ist das nicht umsetzbar, weil wie wir sehen, immer mehr Campingfahrzeuge, immer mehr Camper, immer mehr Mietunterkünfte. Also müssten die ja irgendwo auf, äh, Campingplätzen unterkommen.
Allerdings und vielleicht noch ergänzend dazu, äh, unsere Studie, äh, die, äh, der ADAC e.V. im August, äh, gemacht hat, hat auch gezeigt, dass das Interesse an naturnahen Camping, ähm, massiv da ist, also sprich, äh, gewachsen ist und dass sich Menschen eben auch beim Kontext naturnahes Camping, äh, für Microcamping interessieren. Und das ist, glaub ich, ein Trend, der ist nicht mehr aufzuhalten. Ähm, es gibt ja diverse Portale mittlerweile, wo du nach kleinen Microcamping-Optionen, also sprich, äh, privaten oder teilgewerblichen, äh, Plätzen, die drei Stellplätze haben, suchen kannst. Und ich glaube, das ist einfach auch eine gute Alternative für diejenigen, die eben außerhalb von traditionellen Campingplätzen unterstehen wollen.
Das ist ja auch ein Trend, der sich aus'm Vorjahr jetzt quasi fortgesetzt hat, ne. Den haben wir letztes Jahr auch schon beobachten können. Ja, sehr spannend, ähm, diese ganzen Entwicklungen sich noch mal so geballt vor Augen zu führen. Ich würde nur mit Blick auf die Uhr vielleicht jetzt noch mal, ähm, ja, so 'n Ausblick auf 2024 wagen und 'n paar der Themen, die wir jetzt angeschnitten hatten, also insbesondere ist mir da jetzt präsent, Camping mit Handicap und, äh, Mobilheime, dass wir da vielleicht noch mal eigene Folgen mit dir machen. Ich nehm dich jetzt einfach mal so'n bisschen in Beschlag hier. Du musst es sagen, wenn's dir zu viel wird, aber-
Alles gut
... wäre schön, wenn wir, wenn wir dazu dann im kommenden Jahr was machen könnten und dass wir vielleicht jetzt noch mal gemeinsam 'n bisschen in die Zukunft schauen, was so zu erwarten ist im, im Jahr 2024. Und ich hatte ja in der, ähm, Einleitung auch angekündigt, dass wir auch noch 'n paar Tipps geben für Campingländer, die vielleicht jetzt noch nicht zu den Top Ten gehören, aber die durchaus lohnenswert sind.
Gerne. Also ich glaube, so Metaebene, das ist jetzt eher so wieder ein Branchenblick und weniger ein, ein Camperblick. In der Branche sehen wir eine, ja, eine große Konsolidierungswelle. Traditionell, wir haben 26.000 Campingplätze in Europa und die waren vor 60 Jahren, da sind hier alle Round About gegründet worden, alles kleine Familienunternehmen. Wenn wir uns in die großen Campingnationen, äh, wenn wir die ansehen, Frankreich als Beispiel, da gibt es schon 'ne Menge Gruppen, Hutopia, Jello, ähm, die eben mehrere Campingplätze zusammenführen. Und das ist 'n Trend, der immer stärker wird. In Deutschland noch sehr schwach ausgeprägt. Äh, da haben wir ein, zwei, drei Gruppen, aber das wird mehr und mehr. Und da steckt auch 'ne Menge Geld mit drin.
Und das ist für uns 'n Punkt, den sehen wir mit Vorsicht. Ähm, teilweise macht das Sinn, weil letztendlich gerade kleinere Plätze, die allein vielleicht nicht mehr überlebensfähig sind, äh, zusammengeführt werden können. Aber wir achten da schon gut drauf, nach dem Motto: Bleibt die, die Uniqueness eines Campingplatzes erhalten. Insofern ein großes Thema: Konsolidierung. Für uns auch ein spannendes Thema selbst als Unternehmen. Warum? Weil wir eben merken, diese Konsolidierung findet europaweit statt und das ist auch ein Thema für uns. Wir stellen fest, dass wir als Positionierung in diesem Markt, als nennen wir's mal deutsches Unternehmen, auch langfristig keinen Bestand haben können und haben deswegen in diesem Jahr entschieden, dass wir uns zusammen mit den, äh, Campinginitiativen des TCS aus der Schweiz und mit den Kollegen aus den Niederlanden zusammenschließen und jetzt zukünftig eben Pincamp in drei Ländern betreiben werden, in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz und im nächsten Jahr dann eben auch mit weiteren Sprachen rausgehen.
Also auch wir reagieren darauf und am Ende geht's darum, eben ja, das beste Erlebnis für den Kunden zu bringen und das hat mit Größe zu tun. Insofern ein Thema wahrscheinlich, das wir sehen werden. Es wird zukünftig, ähm, ich glaube, eben weniger individuelle Plätze geben und mehr Zusammenführung. Das kann aber auch bei der Qualität helfen.
Und wird sich das auch auf die, also das ist ja so mein Lieblingsthema Digitalisierung, wird sich das auch auf digitale Buchbarkeit auswirken? Also dass wir mehr Plätze direkt online buchen können?
Absolut. Ganz, ganz sicher. Und das, das ist sicherlich ein Punkt. Drum meinte ich, das muss kein Nachteil für den Kunden sein. Die Plätze sind, wenn wir jetzt 'n Platz ansehen, ich sag mal Größe 80, 100, 120 Pitches, also vergleichsweise klein. Der tut sich schwer, die verschiedenen Themen, die er bedienen muss, äh, abzubilden. Das, die Geschäftsführung wird immer schwieriger, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und, und, und, und, und. Also viel Bürokratismus. Digitalisierung ist notwendig. Ähm, das ganze Thema Sustainability. Also sprich, ein kleiner Betrieb hat Schwierigkeiten, sich auf diese veränderten, äh, Situationen einzustellen. Und deswegen glaub ich, ist es eine Chance, dass kleine Betriebe, die gegebenenfalls alleine schlicht und ergreifend nicht mehr konkurrenzfähig wären, im Rahmen einer, einer Kooperation, einer Kette konkurrenzfähig bleiben und damit auch Digitalisierung besser gemacht werden kann.
Und das ist ja auch ein Grund, warum wir uns jetzt, äh, erweitern. Denn das, was wir bisher in Digitalisierung investiert haben beim ADAC, das ist wirklich, äh, ja, große Stück Kuchen. Und wir, wir merken eben, dass dieser Aufbau von Technologie, es spielt keine Rolle, ob du am Ende 'n Campingplatz mit 50 Pitches hast oder 500. Du brauchst diese Technologie und du musst auch dafür bezahlen. Und auch bei uns die Logik, ob wir 10.000 buchen und abwickeln oder 100.000, spielt letztendlich keine Rolle. Du musst erst mal Technologie bauen und die ist teuer. Und deswegen denke ich, der, der positive Teil der Konsolidierung wird sein, 'ne beschleunigte Digitalisierung.
Okay, das, äh, ja, positiv, aus, also aus meiner Sicht, es mag sicherlich Leute geben, die dem ganzen Digitalen, äh, die das vielleicht oder auch die Nachteile dabei sehen, aber, äh, aus meiner Sicht wird's, wird's deutlich einfacher, vor allen Dingen auch kurzfristig vielleicht noch Sachen zu finden, weil ich halt nicht 20 Plätze abtelefonieren muss, sondern ich kann einfach gucken, zeig mir, was nächste Woche frei ist und ich kann genau sehen, wo ich hin, äh, reisen kann.
Und ja, da bin ich sehr gespannt drauf, ja.
Oder so wie in unserem Fall: Zeig mir, was heute frei ist. Es reist nicht jeder so spontan wie wir, aber wir hatten's ja jetzt wieder bei unserer letzten Tour, dass wir ständig irgendwie am Rumtelefonieren waren, weil wir halt eben nicht die Planer sind und dann die Campingplätze, da, auf die wir uns verlassen hatten, teilweise schon zu hatten in der Nebensaison. Und dann war's halt angesagt, irgendwie zu checken: Ja, habt ihr noch was? Habt ihr noch was? Französisch, Spanisch, Deutsch, was auch immer. Und wir können die Sprachen, andere Menschen können die Sprachen aber nicht logischerweise. Und da wird's dann halt manchmal vielleicht 'n bisschen kompliziert. Dann haben wir ja gesagt, wir werfen noch mal, ähm, 'n paar Geheimtipps in die Runde. Uwe, möchtest du anfangen? Was wären so die Reiseziele, wo du sagen würdest, 2024, ähm, so, ja, so 'n, äh, so 'ne persönliche Empfehlung von dir?
Ich hol da jetzt mal das Wissen des gesamten Teams mit rein, äh, weil ich im letzten Jahr zu viel gearbeitet und zu wenig gecampt habe leider. Äh, insofern, ähm, dass das mir die Kollegen mit ins Heftchen reingegeben haben, find ich sehr spannend. Ähm, einmal, wir haben im Januar die ADAC Camping Awards, von denen ich vorhin schon gesprochen hatte, und wir haben dort eine Kategorie, die heißt Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Und, äh, ein Campingplatz, der in dieser Kategorie nominiert ist, ist einer, den wir empfehlen können und der liegt in, äh, Cornwall, also in, äh, England. Und, äh, das ist ein Platz, der heißt, äh, Alswater Lake und, ähm, wir würden das mal als very british beschreiben auf der einen Seite, aber eben innovativ beim Thema Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.
Und das ist 'n Thema grundsätzlich England. Äh, ich glaube, es ist 'ne komplett andere Camping-Erfahrung als das, was wir eben in Südeuropa sehen. Das ist wetterbedingt, das hat aber auch mit der Komplexität zu tun, nach England zu kommen. Äh, du musst mit der Fähre rübergehen und es hat auch damit zu tun, ähm, dass, äh, Camping in England deutlich weniger international ist. Das heißt, du bist viel schneller, viel enger, äh, mit den Engländern in Kontakt, als das, äh, auf einem Campingplatz in Spanien ist, der in der Hochsaison eben niederländisch und deutsch geprägt ist. Insofern eine Empfehlung von unserer Seite aus, ab über den Ärmelkanal, ab nach England. Das Zweite, ähm, ist, das ist jetzt keine Überraschung wahrscheinlich, äh, wir haben, äh, vorhin ja schon gesagt, eines der großen Themen, ähm, ist, äh, ab nach Skandinavien.
Und Skandinavien ist sehr nachgefragt. Ich glaube, bei Skandinavien bietet sich's wirklich an, äh, Rundfahrten zu machen, also nicht nur auf einen Campingplatz zu gehen, sondern letztendlich, äh, einmal, äh, eine Tour zu machen. Und es gibt dort eine Tour, die man bei uns auch, äh, nachsehen kann. Äh, das ist die alte Königsstraße, die von Bergen, äh, bis nach Helsinki geht. Und das ist 'n toller Roadtrip. Ähm, das ist im Mittelalter von den guten Königen und Kaufleuten verwendet worden, heute das Bordel sozusagen mit den Campern. Und, äh, auf so 'nem Trip kann man wirklich, äh, 'ne Menge erleben. Und, äh, die Königsstraße wär, glaub ich, 'ne gute Sache, um sich letztendlich mit diesem nordischen Lebensgefühl 'n bisschen auseinanderzusetzen und eben nicht nur einen Campingplatz zu machen. Und ich glaub, das Dritte, da bin ich mir nicht sicher, ob wir da beim letzten Mal nicht auch drüber gesprochen haben, äh, aber, äh, 'n guter Freund von mir hat mir das noch mal sehr klar ins Heftchen diktiert nach dem Motto: Bitte mach doch Werbung für Albanien.
Yay.
Äh, ein Thema, das, ja, äh, Alban-- Schön, dass du „Yay" schreist. Ähm, warum? Es ist, glaub ich, noch mal diese Form von Camping, die wir heute eben in den etablierten Campingnationen nicht mehr stark finden. Das ist wirklich nah an den Menschen dran zu sein, ähm, ja, nicht auf Luxuswert zu legen, sondern letztlich an dem kulturellen Austausch. Und wir haben dort eine, einen Campingplatz, äh, in Albanien ausgesucht, äh, der heißt Wind Mills Skurtera. Ein sehr eigenartiger Name, den können wir hinterher, glaub ich, verlinken. Ähm, und das ist so ein Beispiel für, das ist eben gemütlich, kleines echtes albanisches Grillrestaurant, äh, 'ne kleine Windmühle, drum hat er seinen Namen auch bekommen, Natursteine, ähm, nur 'ne ganz kleine Anzahl von Mietunterkünften.
Das ist alles sehr kuschelig. Da gibt es noch Hühner und Ziegen auf 'm Campingplatz. Also das sind so Sachen, weißt du, das findest du einfach in Deutschland und Spanien nicht mehr. Und die sind jetzt nicht eingezäunt, sondern die laufen einfach rum. Ja. Und ich glaube, diese Form von Camping bietet noch mal 'ne andere Alternative zu den Etablierten mit den Wasserparks. Und auch wenn ich natürlich die Etablierten mit den Wasserparks trotzdem toll finde, ich glaub, wenn man mal bisschen anders unterwegs sein will, dann ist Albanien, glaub ich, 'ne gute Sache.
Also Albanien, ich weiß nicht, wie oft ich's in diesem Podcast schon erwähnt habe, für mich eines der, der wirklich absoluten Lieblingsziele. Wir müssen jetzt auch bald mal wieder hin. Ähm, eines der wenigen Länder innerhalb Europas, in denen man das Gefühl hat, man ist wirklich auf Reisen. Also weil alles neu ist. Es ist bunt, laut, chaotisch. Man kann, äh, die Sprache einfach nicht, weil die komplett anders ist als jede andere Sprache Europas. Die kommt ja aus 'm Indogermanischen, glaub ich. Ähm, die Produkte, das Essen ist komplett verschieden. Ähm, also man, man ist wirklich da in einem kontrollierten Abenteuer unterwegs und kontrolliert deshalb, weil die Menschen dort sich wirklich um einen als Reisenden kümmern.
Also das hab ich auch noch nie erlebt, dass man ständig gefragt wird: „Geht's dir gut? Ähm, behandelt man dich gut? Oh, wie schön, dass du hier bist. Ach, guck mal, 'ne Touristin. Hi, hi, hi." Ähm, also das ist ein wahnsinnig tolles Land und wir sind wirklich über die Grenze gefahren Und haben gedacht, wir, wir stehen in Mexiko. Auf einmal liefen Kühe über die Straße. Es waren ambulante Verkäuferinnen unterwegs, die irgendwas, a..., da quasi an der Autobahn verkauft haben. Ähm, ja, wie gesagt, also es, es hat eher so 'nen, so 'nen lateinamerikanischen Charme schon fast so in seiner Gänze. Und ich durfte endlich mal wieder chaotisch Auto fahren, was ich hier nicht darf, weil mein Mann mir immer auf die Finger guckt und falsch parken und so. Also von mir auch 'ne ganz klare Empfehlung und man wird dort wirklich noch als Tourist sehr hofiert, was man in anderen Ländern so nicht mehr hat.
Eine sehr, sehr schöne Reiseerfahrung und ich kann's nur jedem empfehlen, sich auch nicht von den komischen Blicken und den Vorurteilen anderer Menschen von so 'ner Tour abhalten zu lassen, die dann denken, dort wird man gefressen. Also genau das Gegenteil ist ja der Fall. Und, ähm, ich hab auch noch zwei Empfehlungen aus unserem Team. Einmal Schottland, da wollten wir 2020 eigentlich hin. Da hat auch noch 'ne Freundin von mir gewohnt in der Zeit. Die wollten wir besuchen und dann 'ne Tour mit 'm noch damals kleinen Wohnwagen, ähm, machen. Das hat sich leider durch Corona zerschlagen. Das konnten wir dann nicht machen und haben's dann auch bisher noch nicht nachgeholt. Wäre aber aus meiner Sicht auch tatsächlich eher 'ne Tour, wenn man wirklich die schönen Ecken sich angucken möchte, die man nicht unbedingt mit 'm Wohnwagen machen sollte oder den Wohnwagen irgendwo abstellen und mit 'm PKW weiterfahren, weil teilweise, wie mir gesagt wurde, die, die, äh, Straßen auch sehr eng sind.
Und eigentlich 'n Klassiker, aber irgendwie so auch in der, in der Reise- und Campingberichterstattung gar nicht mal so präsent ist Irland. Da haben wir auch 'ne sehr schöne Tour von einer unserer Autorinnen, ähm, bei uns im Magazin. Die würden wir euch dann auch noch mal verlinken.
Ich hab tatsächlich nicht so viel dazu beigetragen, weil ich ja grad, äh, nicht so campingmäßig unterwegs bin in der Mangelung eines Campingfahrzeugs und auch 'n bisschen der Zeit. Deswegen find ich das aber ganz spannend, weil Schottland war bei uns, jetzt muss ich überlegen, ich glaube, '18 irgendwann mal auf dem Plan, aber hatte sich dann auch leider, äh, irgendwie nicht so richtig ergeben. Also das ist auf jeden Fall generell England und Schottland auch für mich noch so 'n, so 'n Ziel, was ich irgendwann machen möchte. Natürlich als jemand, der ab und zu gerne ein Gläschen Whisky trinkt, muss es natürlich auch Schottland sein. Ähm, also das, das kann ich unabhängig davon, was eure, was eure Zahlen sagen, auf jeden Fall als absoluten Trend immer nur empfehlen.
Aber das ist doch schön, dass wir von Likör über Kochen dann am Ende wieder beim Whisky landen. Damit haben wir einen tollen Rahmen.
Das ist immer so bei uns, Uwe. Das, weil, weil irgendwie, ich weiß auch nicht, da gerade wenn Sebastian und ich zusammen sind, das ist wirklich, äh, dreht sich auch sehr viel immer um die Genüsse.
Das stimmt. Und ich glaube, damit sind wir am Ende der Folge. Ähm, ich find das ja immer sehr, sehr spannend, grade auch wirklich so die, die Ausblicke und so was die Zahlen ergeben. Als, als digitaler Mensch liebe ich das ja und find das sehr spannend. Ich hoffe, dass ihr da draußen auch für euch 'n paar coole Tipps mitnehmen konntet und vor allen Dingen auch, äh, was, was vielleicht gelernt habt, was ihr noch nicht wusstet oder was euch neu war. Und wenn ihr noch Fragen habt, vielleicht auch an den Uwe noch mal irgendwie was nachlesen wollt oder nachhören wollt, was jetzt auch nicht in den Shownotes drinsteht, dann schickt uns gern auch 'n, äh, 'ne WhatsApp-Nachricht. Wir haben ja den, unseren WhatsApp-Kanal oder unsere WhatsApp-Nummer verlinkt. Da könnt ihr uns einfach 'ne Sprachnachricht oder 'ne Textnachricht schicken und wir, äh, nerven dann gern den Uwe auch noch mal mit euren Fragen, wenn wir sie nicht beantworten können und geben das weiter.
Und, äh, ja, ich verabschiede mich schon mal, wünsch euch, äh, 'n schönes Weihnachtsfest auf jeden Fall schon mal. Nicht nur euch da draußen, liebe Hörer und Hörerinnen, sondern natürlich auch euch, Nele und, äh, Uwe. Ich bedanke mich schon mal bei euch beiden, sag schon mal tschüss zu allen und übergebe das Wort an Nele. Macht es gut, habt schöne Weihnachten.
Ja, von mir noch mal der Hinweis: Wir verlinken euch die ganzen, ähm, Themen, Empfehlungen auch noch mal in den Shownotes, sofern wir dazu Material haben. Da würde ich dich bitten, Uwe, dass du mir vielleicht auch noch mal die Links zu euren Top Ten Deutschland, Top Ten Europa und so weiter zukommen lässt. Und ja, ich bedanke mich auch bei euch, liebe Hörerinnen und Hörer, für eure Treue, dass ihr uns immer zugehört habt, dass ihr uns auch so viel Feedback gegeben habt in diesem Jahr und wünsch euch auch schöne Weihnachten, hoffentlich mit euren Lieben zusammen und übergebe dann das letzte Wort traditionell an unseren Gast Uwe.
Das ist schön, Nele. Sebastian, Nele, danke für die Einladung. Ich find, ich mag diesen Podcast deswegen so gern, weil er sich, äh, immer wieder in eine überraschende Richtung entwickelt. Diesmal haben wir, glaube ich, die Kulinarik ausgegraben. Ich bin gespannt, was es beim nächsten Mal sein wird. Also mir macht's großen Spaß. Ich wünsche euch allen eine tolle Campingsaison 2024. Ich bin gespannt, ob wir uns irgendwo auf dem einen oder anderen Platz, äh, sehen werden. Mein klarer Vorsatz ist, äh, in 2024 wieder mehr zu campen. Das ist in diesem Jahr ein bisschen zu kurz gekommen aufgrund, äh, dieser vielen Arbeit. Und, äh, das habe ich hinter mir gelassen und deswegen freue ich mich, A, euch auf dem Campingplatz zu sehen und B, auf den nächsten Podcast. Macht's gut. Bis dahin alles Gute. Tschüss, tschüss.
Tschüss.