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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian. Und heute geht es um das Thema Fahrradträger, Motorradträger für dein Campingfahrzeug.
Und dafür haben wir wieder einen Gast in unserem virtuellen Studio, nämlich Patrick Thorbecke. Er ist bei der Firma AL-KO Fahrzeugtechnik für die Marke Sawiko in der Abteilung für technische Entwicklung. Habe ich das richtig gesagt, Patrick?
Ja, richtig. Technische Entwicklung, Entwicklungsabteilung, wie auch immer man möchte. Ja, ich bin auf jeden Fall der Patrick Thorbecke. Ich lebe und arbeite in Niedersachsen und, äh, arbeite am AL-KO-Standort in Norddeutschland bei der Marke Sawiko und bin dort unter anderem für die Entwicklung von Rahmenverlängerung, Anhängekupplung und Lastenträger zuständig.
Da bist du heute genau der richtige Ansprechpartner für uns. Wir wollen uns ja über Fahrradträger- und Motorradträgersysteme vor allem für Wohnmobile und Kastenwagen unterhalten. Beim Wohnwagen ist es ja immer so ein kritisches Thema, da kommen wir später auch noch zu. Da hatten wir auch im Vorgespräch schon uns ein bisschen ausgetauscht. Und vielleicht steigen wir einfach mal ein für Leute, die jetzt mit dem Thema noch nicht so viel zu tun hatten: Was gibt's denn überhaupt für verschiedene Trägersysteme ganz allgemein, also auch unabhängig jetzt davon, was ihr, ähm, selber herstellt, für die verschiedenen Fahrzeugtypen, also Pkw, Wohnmobil, Campingbus, Kastenwagen und Wohnwagen?
Ja, wir können ja einfach mal ganz klassisch mit dem Pkw anfangen. Den haben, glaube ich, die meisten Leute zu Hause. Da gibt's zwei gängige Möglichkeiten und Praxis ist einmal auf der Anhängekupplung. Wenn man eine Anhängekupplung hat, dann kann man sich so einen Kupplungsträger kaufen, den kennen viele Leute. Da gibt's auch sehr große Auswahl am Markt und auch sehr große qualitative Unterschiede. Da gibt's sowohl gute als auch schlechte. Und, ähm, ja, wenn man sagt, ich habe keine Anhängekupplung und muss das Fahrrad anders mitnehmen, dann hat man noch die Möglichkeit, das Fahrrad an der Karosserie mit einem Halter zu befestigen. Das kann sowohl eine Möglichkeit sein, dass man über die Dachreling ein Heck oder einen Dachträger montiert, oder es gibt auch Systeme, die an die Heckklappen geklemmt werden. Und das ist auch eigentlich eine gute Überleitung zum Campingbus, weil beim Campingbus verhält sich's eigentlich ähnlich wie bei einem Pkw.
Wir reden jetzt auch wirklich nur von einem kleinen Campingbus, nicht von einem großen ausgebauten Kastenwagen. Ähm, beim Campingbus gibt's auch die Möglichkeiten Anhängekupplung oder halt irgendwie diese Klemmsysteme fürs Dach oder für die Hecktüren. Es gibt ein paar Nischenprodukte, die dann doch wiederum unter einer Karosserie montiert worden sind. Das sind allerdings doch relativ teure Geschichten, wenn man die dann mal vergleicht mit einem Kupplungsträger. Ja, beim Wohnmobil, da gibt's nicht die Möglichkeit, einen Träger hinten irgendwie an die Rückwand zu klemmen. Da gibt's halt die Möglichkeit, den dran zu kleben beziehungsweise dran zu schrauben. Das ist auch ab Werk oft der Fall. Und, äh, zusätzlich gibt's dort auch natürlich die Möglichkeit, eine Anhängekupplung zu montieren und dann einen Fahrradträger auf die Anhängekupplung zu setzen.
Wenn man sich sagt, ich brauche keine Anhängekupplung und ich möchte vielleicht auch etwas mehr mitnehmen wie nur ein Fahrrad, sondern vielleicht auch einen Roller oder so was, dann sind wir schnell bei Trägersystemen, die dann direkt unten am Fahrgestell montiert werden und die haben dann auch deutlich höhere Nutzlasten. Beim Kastenwagen ist es ähnlich wie beim Wohnmobil. Dort kann man wiederum Trägersysteme an die Türen kleben oder schrauben oder klemmen. Das hat auch alles seine Vor- und Nachteile. Es gibt Trägersysteme, die werden auch wieder auf die Anhängekupplung gesetzt. Dort kann man den gleichen Träger nutzen, den man auch vielleicht für seinen Pkw privat nutzt. Das ist quasi ein doppelter Nutzen, dass man nur einen Träger braucht. Hat auch wiederum alles seine Vor- und Nachteile. Nachteil beim Kastenwagen kommen wir aber, glaube ich, später noch dazu. Und, äh, wenn man sagt, ich möchte vielleicht etwas mehr Komfort haben oder etwas höhere Nutzlasten haben als bei den klassischen Produkten, dann kann man wieder zu den etwas höherpreisigen Trägersystemen gehen, die dann wiederum mit der Karosserie verschraubt sind, entweder unten unterm Fahrzeug mit der Karosserie oder oben an den Türscharnieren.
Also wir reden jetzt nicht von den Türen, sondern an den Anschraubpunkten der Scharniere, dass da was verschraubt wird.
Wie sieht es aus dann bei den klassischen Wohnmobilen? Also wenn wir dann quasi noch mal ein bisschen größer als den Kastenwagen haben, die, die vollintegrierten und teilintegrierten. Welche Möglichkeiten gibt's da?
Bei den Wohnmobilen gibt's die Möglichkeit, die Trägersysteme ebenfalls wie beim Kasse, Kastenwagen oder wie beim Pkw auf die Anhängekupplung zu setzen. Voraussetzung ist natürlich, man hat eine Anhängekupplung am Wohnmobil dran. Und, äh, darüber hinaus gibt's noch die Möglichkeiten, in der Nachrüstung andere Trägersysteme an der Karosserie und am Fahrgestell zu verschrauben. Ähm, bei etwas günstigeren Möglichkeiten und Modellen sieht's dann halt oft so aus, dass die Träger an den Heckwänden verschraubt, verklebt o-oder angeklemmt sind. Das hat allerdings den Nachteil, dass die Trägersysteme deutlich höher am Fahrzeug angebracht sind als so ein Kupplungsträger oder so ein Träger, der an der Karosserie verschraubt ist. Und wenn man dann ein E-Bike oder ein großes Fahrrad dort oben hochheben muss, dann ist das unter Umständen nicht immer so ganz einfach.
Daher entscheiden sich dann doch viele Leute, die ab Werk schon so ein Trägersystem am Fahrzeug dran haben, nachträglich dazu, eine Anhängekupplung zu montieren, um ihren Kupplungsträger vom Pkw weiter nutzen zu können oder sogar zu sagen: Ich lasse mir da eine tragfähige Fahrgestellverlängerung montieren, an der ich dann wieder ein Trägersystem für nicht nur Fahrräder, sondern auch einen Roller oder einfach weiteres Gepäck dann anbringen kann. Und dann hat man einfach eine deutlich höhere Flexibilität am Urlaubsort.
Es gibt ja für Wohnmobile, die größere Heckgaragen haben, auch noch die Möglichkeit, Fahrzeuge oder teilweise je nach Nutzlast – auf die Begriffe kommen wir gleich auch noch mal – ähm, auch die, die, äh, 'nen Roller zum Beispiel oder ein kleines Motorrad in der Heckgarage zu transportieren. Wie funktioniert das denn genau und wie kommen die Fahrzeuge da rein, die Räder oder die Roller?
Also bei Trägersystemen für Fahrräder und E-Bikes für die Heckgarage, da gibt's meistens so Einschubsysteme, die sich da von der Bedienergonomie sehr empfehlen oder alternativ die Möglichkeit, dass man einfach so Fahrradschienen auf den Fußboden schraubt und dann kommen so Haltearme an die Wand und dann hat man eine relativ einfache und preisgünstige Möglichkeit, dort seine Fahrräder zu transportieren. Wobei das Einladen der Fahrräder dann eine gewisse, ich sag mal, Flexibilität, äh, erfordert von demjenigen, der das machen muss. Weil man muss halt irgendwie in diese Heckgarage mit rein, dort alles festmachen. Bei den Einschubsystemen ist halt der Vorteil, man kann's halt außerhalb der Garage auf den Träger draufstellen, fixieren und in die Heckgarage schieben. Und grade bei wirklich sehr hochpreisigen E-Bikes ist das doch zu empfehlen, diese Dinger im Auto zu transportieren.
Und dann bleibt für mich noch als Letztes der Wohnwagen, der mir jetzt noch fehlt in der sozusagen, um die Fahrzeugreihe komplett zu machen. Welche Möglichkeiten haben wir da? Der hat ja keine Anhängerkupplung.
Ja, der Wohnwagen hat in der Regel keine Anhängerkupplung. Es gibt ein System von der Firma Fendt, das man allerdings auch nur direkt ab Werk so bestellen kann. Also man kann's nicht nachrüsten. Dort hätte man dann auch so eine kleine Kugel hinten am Wohnwagen dran und könnte seinen PKW-Träger dort wieder befestigen. Aber alle anderen müssen halt auch auf diese klassischen Trägersysteme zurückgreifen, die entweder ab Werk schon hinten am Wohnwagenheck verschraubt und verklebt sind oder vorne auf der Deichsel sitzen. Und, ähm, das hat aber auch alles wieder dann Vor- und Nachteile, wo man dann später noch mal zu kommen kann. Es geht auch um Thema Fahrsicherheit.
Ja, da haben wir ja schon ein bisschen diskutiert drüber, was es da, ähm, so an Gefahren auch, was sich da an Gefahren ergeben können, wenn man entweder die Deichsel zu stark belastet über einen Deichselträger oder wenn man zu viel Last ans Heck packt. Ähm, Sebastian, du wolltest noch eine Zwischenfrage stellen oder sollen wir direkt...
Für mich war's jetzt erst mal super viel, was du aufgezählt hast. Also es hat mich tatsächlich überrascht, wie viele Varianten es gibt. Ich kenne bis jetzt den, der auf 'n, auf 'n, auf die Kugel, also auf die Anhängerkupplung hinten draufkommt. Das haben meine Eltern. Und ich kenne den, der quasi fest hinten am Wohnmobil, äh, verschraubt ist und, ähm, ich wusste, man kann doch aufs Dach und man kann doch hinten an die Heckklappe, aber was es zusätzlich alles gibt, hat mich jetzt erst mal schon total überrascht. Ähm, und wir müssen jetzt auf jeden Fall mal für unsere Hörer und Hörerinnen versuchen, da sinnvoll durchzugehen, um uns nicht in zu, also ne, nicht, nicht in den einzelnen Modellen zu sehr zu verlieren. Ähm, weil ich glaube, wenn man das jetzt so hört, was es alles gibt, dann ist man erst mal völlig erschlagen von, vom, vom Angebot. Das ist ja auch der Grund, warum wir, äh, die Folge, äh, uns überlegt haben, weil, ne, das immer wieder die Frage ist: Was brauche ich denn?
Welches, welche Lösung ist für mich die richtige? Und genau, da wollen wir uns jetzt mal versuchen durchzuarbeiten. Schlau wäre jetzt noch mal, du hast teilweise schon angesprochen, die Vorteile, die Nachteile. Schlau wäre, wenn wir das jetzt so ein bisschen strukturiert durchgehen würden. Das heißt, wir gucken uns mal ein bisschen die Vorteile, die Nachteile an. Danach würde ich sagen, gucken wir uns mal an, welche Fragen sollte ich mir vielleicht vorher stellen, bevor ich mir so ein System anschaffe und dann gucken wir mal, wo uns das Ganze noch hintreibt, oder? Das ist, glaube ich, so 'n, so 'n ganz gutes Vorgehen, um durch das Thema durchzukommen. Also lass uns mal was oder an-- Genau, wir fangen mal so rum an: Was ist denn aus deiner Sicht, also du bist in der Produktentwicklung, aber wahrscheinlich weißt du ja auch so 'n bisschen, was halt die meistverkauften Systeme sind. Was ist denn aus deiner Erfahrung so das meistverkaufte System, wofür sich die, der Großteil der Menschen entscheidet?
Kannst du das sagen?
Bezogen auf Gesamtfahrzeuge oder auf Campingfahrzeuge?
Hm, lass uns mal, äh, da die Camper ja auch durchaus unterschiedlich unterwegs sind, lass uns mal Gesamtfahrzeuge angucken, weil ich glaub, bei Campern gibt's halt auch ganz viele PKW und deswegen lass uns mal so ganz gesamt drauf gucken.
Ja, wenn man sich den gesamten Markt von Trägersystemen mal so anguckt, dann, äh, stellt man natürlich relativ schnell fest, dass die Anzahl der Kugelkopfträgersysteme am Markt doch sehr hoch ist und die kann man auch weltweit kaufen. Da gibt's Hersteller in Deutschland, in Europa, in Asien, die diese Dinger und Produkte entwickeln und entsprechend produzieren und dann zu den entsprechenden Preisen auf den Markt bringen. Und, äh, da ist halt doch eine sehr, sehr, sehr große Vielfalt auch am Markt. Und das ist allerdings ein Thema für sich. Da möchte ich jetzt auch nicht näher drauf eingehen, weil diese Trägersysteme für PKW einfach eine so hohe Vielfalt bieten und eine so hohe Varianz an Fahrzeugen und Möglichkeiten.
Wenn ich jetzt 'nen, ähm, PKW habe und aber auch 'nen Anhänger, da wollte ich nur noch kurz ein möglich, eine mögliche Lösung mit einschieben und dir gleichzeitig 'ne Frage dazu stellen. Wir haben nämlich auch so 'nen Kupplungsträger von 'nem, ähm, guten Fabrikat, den wir auch gerne weiter nutzen möchten und, ähm, haben uns dafür dann von AL-KO so einen Kupplungsadapter gekauft. Also das ist im Prinzip 'n, 'n Kugelkopf, äh, der dann noch mal auf die Deichsel geschraubt wird und so bleibt der Fahrradträger halt super flexibel und kann, ähm, von der Deichsel dann wieder aufs Zugfahrzeug gesetzt werden. Man kann vor Ort dann, äh, Fahrten unternehmen mit den Rädern und für den Transport mit Wohnwagen kann man dann wieder auf die Deichsel zurücksetzen.
Gibt es diesen Kupplungsadapter bei euch noch? Und wenn ja, wie kriege ich den? Den wollten wir nämlich schon so oft weiterempfehlen.
Den gibt's nicht mehr.
Oh nein. Müsst ihr wieder aufnehmen.
Also das Problem bei diesem Kugelkopfadapter ist einfach der, dass moderne Wohnwägen einfach komplett vorne verkleidet sind heutzutage in der Regel. Und da kann man einfach nicht mehr so ohne Weiteres so 'n Kugelkopfadapter nachrüsten. Dazu kommt halt auch noch, dass die Wohnwagenfahrgestelle sich mit den Jahren auch weiterentwickelt haben, angefangen von Leichtbausystemen, äh, Materialien, Wandstärken, Geometrien. Und, ähm, wir müssen natürlich Da müssten wir natürlich sicherstellen, dass dieser Adapter auch in Verbindung mit den Leichtbau-Fahrgestellen noch weiterhin sicher funktioniert. Und, äh, da das Teil sowieso von vorne bis hinten verkleidet ist und man diesen Adapter nachher nicht montieren kann, prüft so was auch keiner.
Also das bedeutet aktuell schon mal, wenn ich mit'm Wohnwagen unterwegs bin, bleibt mir quasi und ich quasi die Fahrräder mal mit und mal ohne Wohnwagen mitnehmen möchte, bleibt mir entweder das Dach oder das Dach.
Es gibt Kugelkopfadapter auch von anderen Firmen, die so was machen.
Ach so, okay.
Und grundsätzlich bleibt ja auch noch die Deichsel für den Transport, wenn man halt die entsprechenden Anbindungspunkte dann hat, also mit 'nem normalen Deichselträger.
Richtig, da gibt's auch diverse Fabrikate und Hersteller, die sind auch teilweise vom Händler schon direkt mitgeordert beim Aufbauhersteller. Das heißt, in dem Moment, wo man den Wohnwagen kauft, ist vielleicht unter Umständen sogar schon der Fahrradträger vorne oder hinten direkt schon mit dran ab Werk quasi passend zum Wohnwagen, sodass man auch sicherstellen kann, dass vorne die Gaskiste noch aufgeht oder man seine Stauklappen noch öffnen kann, weil es halt schon Trägersysteme gibt, die kann man kaufen, die kann man anbauen und stellt dann fest, ich krieg meine Klappe vorne gar nicht mehr auf.
Aber mit dem System kann ich quasi nicht mehr nur mit dem PKW los und die Fahrräder mitnehmen.
Nein.
Das meinte ich, ne. Da bleibt mir quasi tatsächlich nur das Dach oder eben diese Kugelkopflösung, wenn ich sie noch bei irgend'nem Hersteller bekomme. Das, das war mir jetzt noch mal wichtig. Ich versuche grade, mich so Stück für Stück den verschiedenen Systemen und den Einsatzzwecken sozusagen zu nähern. Mmm, okay, dann s-sind wir eigentlich beim Wohnwagen. Okay, wissen wir, es gibt, äh, die zwei Systeme. Hat oder du hast jetzt ja schon 'n bisschen gesagt, das mit dem Kugelkopf, das kann manchmal funktionieren, kann manchmal nicht funktionieren und du hast jetzt auch schon den ersten oder wichtigen Punkt gesagt, äh, wo man beim Kauf drauf achten muss. Ich muss auf jeden Fall irgendwie herausfinden, ob das mit meinem Wohnwagen und der Bauweise harmoniert, damit ich eben die Klappen öffnen kann, damit's platztechnisch funktioniert, damit ich vielleicht auch genügend Raum, ich sag mal, zum Beladen habe und nicht ständig quasi alles zerkratze, wenn das Fahrzeug hinten oder das, das Fahrrad hinten draufkommt.
Und die Halter sind vermutlich auch maximal für Fahrräder, vielleicht für 'n E-Bike, aber auf keinen Fall für 'n Motorrad geeignet, oder?
Richtig, also 'n Deichselträger oder 'n Heckträger für 'n Wohnwagen, wo man Motorräder oder Roller transportieren kann, die sind mir zum einen nicht bekannt und zum anderen entstehen dadurch auch andere Probleme. Wenn ich jetzt vorne auf die Deichsel 'n 120 Kilo schweres Motorrad draufstelle plus den Träger, wenn's den in der Theorie geben würde, dann hätt ich vorne 'ne Stützlast. Das macht kein PKW mehr mit nachher.
Okay, gut. Nele, du bist ja bei uns die Wohnwagen-, äh, Profi-Frau, weil ich hab einfach keinen. Ähm, hast du aus deiner Sicht noch Dinge, die bei der Entscheidung wichtig sind?
Ja, ich würde gleich, ähm, die ganzen Kriterien einmal gesammelt zusammentragen, weil die auch für die Fahrzeuge teilweise sich überschneiden. Also Stichwort Stützlast hatten wir jetzt ja schon gesagt. Beim Wohnwagen ist es halt auch noch wichtig, dass ich generell die Gewichtsverteilung sehr stark im Auge behalte. Das ist noch wichtiger als beim Wohnmobil. Weil wenn ich jetzt einfach sage, ich pack mir da so 'n Heckträger hinten dran, dann, ähm, kann's halt sein, dass ich am Ende 'nen schlingernden Wohnwagen über die Autobahnen Europas fahre und da schlimme Unfälle womöglich riskiere, weil einfach 'n Wohnwagen sehr viel schneller zum Schlingern neigt als zum Beispiel 'n normaler Kastenwagen oder auch 'n, ähm, kleines bis mittleres Wohnmobil. Und deswegen ist es, glaub ich, auch was, was die Hersteller sehr, sehr ungern überhaupt freigeben.
Also, ähm, wir geben immer Leuten, die das planen, den Tipp oder den Ratschlag, mit dem Hersteller darüber zu sprechen, ob das für das spezifische Wohnwagenmodell überhaupt möglich ist, gefahrlos dann 'nen Heckträger anzubringen. Und die meisten Rückmeldungen, die ich dann noch mal bekommen habe, war, dass die Hersteller sagen: „Nein, bitte nicht." Es gibt Einzelfälle, da scheint es möglich zu sein. Ich weiß nicht, ob-- Also ihr habt da ja jetzt keine eigenen Erfahrungen, Patrick, ne. Ihr macht keine, ähm, Heckträger für Wohnwagen, aber, ähm, ich glaube, das, das zieht sich so ziemlich über alle Hersteller, dass einfach die Gewichtsverteilung mit 'nem Heckträger da so nicht mehr so gut gegeben ist.
Ja, das ist absolut richtig. Sobald ich hinten an einem Wohnwagen am, hinten hinter dem Aufbau noch 'n Lastenträger montiere und dort auch noch die Fahrräder auflade, dann hab ich sehr viel träge Masse, die sich hinten hinter der eigentlichen Gesamtmasse und abgestimmten Masse des Wohnwagens befindet. Und so was kann dann natürlich dazu führen, dass die Gesamtbalance einfach dazu führt, dass das Ding anfängt zu schlingern, sobald mal irgendwie Seitenwind kommt oder so was. Und, ähm, so was möchte man nicht. Und selbst wenn man dann anfängt, wieder auf der anderen gegenüberliegenden Seite gegen zu laden, hat man trotzdem noch das Problem, dass diese Masse nicht zentral über der Achse sitzt, sondern dass diese Masse vorne und hinten möglichst weit halt entfernt von der Achse sich befindet und dann greift halt die Masseträgheit und führt halt einfach schnell dazu, dass so was schlingern kann.
Da gibt's zwar auch, äh, Systeme für, die man nachrüsten kann für Wohnwagen, zum Beispiel das AL-KO AKS, Anti-Schlinger-Kupplung und so weiter. Kennen auch viele, aber das Kernproblem ist halt die Lastverteilung. Damit steht und fällt halt alles.
Ja, auch 'ne Anti-Schlinger-Kupplung oder auch 'n, ähm, elektrisches oder elektronisches Anti-Schleudersystem kann halt nicht zaubern, ne. Also da muss ich ja trotzdem mit oder ohne Fahrräder immer noch meinen Wohnwagen sauber beladen und auch da auf Gewichtsverteilung im Innenraum achten, weil sonst einfach auch diese Systeme irgendwann an ihre Grenzen kommen. Genauso wenn ich sehe, dass da manchmal Wohnwagenfahrerkollegen mit 120, 130 an der Autobahn an mir vorbeiziehen, denk ich auch manchmal, da hat das ATC gut zu tun, also das elektronische Schlingersystem. Ähm, deswegen, also bitte da einfach drauf achten und im Zweifel vor dem Kauf Rücksprache mit dem Hersteller halten. Die werden euch dann sagen, ob so was möglich ist oder nicht. Sind wir 'n bisschen von deinem Thema abgekommen, Sebastian.
Du warst ja grade am Zusammenfassen der Vor- und Nachteile.
Ja, das habt ihr ja aber grade letzten Endes gemacht. Vielleicht auch noch ein Gedanke dazu, der mir jetzt kommt: Ähm, wir, wir sind bei der Geschichte tatsächlich eher, ähm, Team Vorsicht, ähm, einfach weil wir wissen, was im Worst Case passieren kann und wie nicht aus eigener Erfahrung, aber eben weil wir das schon mal auf so 'nem, auf so 'nem Teststand uns angeschaut haben, was wirklich passiert, wenn der Wohnwagen dann einmal ins Schlingern kommt und wie der sich aufschaukelt. Da haben wir auch 'n Video bei YouTube, das können wir mal hier auch in den Show Notes mit verlinken. Und deswegen sind wir da tatsächlich, also ich weniger, weil ich nicht mit Anhänger fahre, aber würd ich das tun, auch eher Team Vorsicht und richtig beladen. Auch dazu haben wir diverse Themen bei uns, die wir euch noch mal verlinken können. Und deswegen, ah, ist uns oder betonen wir das auch relativ deutlich, wenn wir über das Thema Fahrradträger sprechen. Das mag jetzt andere Zeitgenossen geben, die das entspannter sehen.
Ist in Ordnung, macht das so. Ähm, ihr gefährdet halt oft andere Menschen mit, deswegen ist es aus meiner Sicht nicht ideal, aber das müsst ihr halt letzten Endes für euch selber entscheiden. Und um wieder zurück zu dem zu kommen, was du grad gesagt hast, Nele, ihr habt's ja grade zusammengefasst. Das war eigentlich jetzt für mich der Punkt. Wir, wir haben uns jetzt quasi von hinten genähert. Wir haben jetzt erst mal den Wohnwagen uns angeschaut, weil der aus meiner Sicht noch fast am einfachsten ist, weil's, äh, nur sehr wenige verschiedene Varianten gibt. Und jetzt, äh, und wir haben gleichzeitig noch mal geguckt, das meistverkaufteste ist quasi der, der Deichselträger für die Anhängerkupplung. Ähm, und jetzt müssen wir uns quasi versuchen, mal durch die anderen Fahrzeugtypen und Haltertypen so 'n bisschen durcharbeiten. Wollen wir da wieder beim kleineren Fahrzeug anfangen?
Beim Campingbus?
Ja, wir können ja einmal direkt wieder beim Campingbus einsteigen.
Genau.
Wobei sich das halt ähnlich verhält wie bei so 'nem PKW. Wie schon gesagt, es gibt Trägersysteme fürs Dach, es gibt Trägersysteme, die werden an die Heckklappen oder Hecktüren geschraubt und geklebt oder geklemmt. Solche Systeme gibt's auch. Und, ähm, dann gibt's halt auch noch die Systeme, die man einfach auf die Anhängekupplung setzen kann. Und, äh, es gibt, wie gesagt, so 'n paar Exoten, die halt für kleinere Campingbusse in Einzelanfertigung und TÜV-Sonderabnahme noch spezielle Trägersysteme produzieren, wenn man dann irgendwie noch mit seinem Renault Kangoo umgebaut zum Camper da irgendwie noch 'n kleinen Roller hinten mitnehmen muss. Ist aber etwas, wo ich jetzt auch nicht zu tief drauf eingehen möchte, weil das ist wie gesagt absoluter Sonderbau.
Es gibt irgendwie welche, die diese Nische bedienen. Es ist nicht ganz unmöglich, aber da sollte man viele andere Dinge wie auch Achslasten und so weiter unbedingt beachten.
Ja, das da versuchen wir also auf so a-arg nischige Themen versuchen wir, äh, kurz hinzuweisen, aber sonst nicht so tief einzugehen. Wir wollen halt das, was für die meisten passt, angucken und, äh, da sind wir eben so bei den Standardsystemen, wie du's grade gesagt hast. Gibt's denn da jetzt welche von den verschiedenen, die größere Nachteile oder größere Vorteile haben, dass du sie vielleicht eher empfehlen würdest oder dass es auch tatsächlich häufiger gekauft wird?
Also für so 'n, ich sag mal, kleinen Campingbus wär's eher zu empfehlen, wenn man... Einen Augenblick. Ach so, dann müssen wir noch mal von vorne machen kurz. Also für so 'n etwas kleineren Campingbus gibt's ja wie gesagt mehrere Möglichkeiten und, ähm, technisch am stabilsten wäre in dem Fall, wenn man jetzt eben nur zwei Fahrräder mitnehmen möchte, schon, ähm, die Montage einer Anhängekupplung und dann ein Kugelkopf Träger, der dort auf der Anhängekupplung angebracht wird. Voraussetzung ist natürlich, dass man dort einen Qualitätsträger nimmt und jetzt nicht unbedingt den günstigsten, den man grade findet, kauft, weil da kann man in der Regel dann schon mit rechnen, dass das nicht ganz so stabil ist, das Ganze.
Da würd ich einmal ganz kurz einsteigen. Du sagst Qualitätsträger. Woran erkenne ich einen Qualitätsträger als normaler Bürger, als normaler Nutzer? Weil ich hab ja auch teilweise Angebote bei Discountern, die sehen ja auf 'n ersten Blick auch ganz gut aus.
Also bei Kugelkopf Trägersystemen, wo die Herstellungsländer sich innerhalb der EU befinden, da kann man auf jeden Fall von ausgehen, dass dort gewisse Produktsicherheitsstandards eingehalten worden sind, die über die eigentlichen Richtlinien der EU hinausgehen. Es gibt Richtlinien in der EU, die besagen, was so ein Träger mindestens erfüllen muss. Dazu gehören so Themen wie Eckenkantenradien und Beleuchtung und so weiter. Und, ähm, aber das Thema Statik, Produktsicherheit, Langlebigkeit und so weiter ist dort nicht zu sehr vertieft. Und bei etwas namhafteren europäischen Herstellern, da ist es halt so, dass die Produktsicherheitsstandards und die Produkthaftungsgesetze in Europa einfach dazu führen, dass diese Träger anders entwickelt, anders geprüft und anders produziert werden.
Und das hat dann oft zur Folge, dass diese Produkte halt auch besser sind.
Ja, Patrick, du hast ja grade schon die Prüfungen angesprochen. Woran erkenne ich denn als Käuferin, als Käufer, dass 'n, äh, Trägersystem geprüft wurde und unter welchen Bedingungen? Sprich, woran erkenne ich, ob ich 'n guten, qualitativ hochwertigen Träger vor mir hab oder nicht? Gibt's da irgendwelche Siegel, irgendwelche Prüfzeichen? Woran kann ich das erkennen?
Also wenn man sich jetzt nur den Karton von außen anguckt und versucht, im Katalog anhand von irgendwelchen Abbildungen 'n guten von 'nem schlechten Träger zu unterscheiden, da würd ich dann doch wirklich empfehlen, sich mal einfach bei den einschlägigen Automagazinen und Fachmagazinen mal noch zu informieren, weil dieses Thema Fahrradträger für Anhängekupplung wirklich so Immer wieder aktuell ist und einfach eine so große Marktbeherrschung hat, dass dort wirklich sehr viele sehr, sehr gute Beiträge zu finden sind und auch Videos: Was ist ein guter Träger? Was ist ein schlechter Träger? Und wenn wir jetzt hier auf dieses Thema eingehen würden, dann könnten wir hier ganz schnell mehr als eine ganze Stunde Programm füllen und ich glaube, das wird absolut den Rahmen sprengen heute.
Und womöglich noch 'n paar Abmahnungen kassieren, wenn wir zu detailliert drauf eingehen. Okay, dann haben wir, glaub ich, jetzt aber das Thema Anhängekupplung so weit abgehandelt, oder Sebastian, hast du noch Fragen dazu zu den Kupplungsträgern?
Nö, tatsächlich nicht. Also das, damit hab ich mich auch schon mal beschäftigt, weil ich meine Eltern quasi eingekauft habe und da auch so 'n bisschen geschaut habe. Also ich würde generell-- Ach nee, wir gehen ja gleich noch darauf auf, äh, welche Fragen ich mir vorm Kauf stellen sollte. Das-- Nein, keine weiteren Fragen und Anmerkungen.
Dann würde ich mal mit den diversen Heckträgersystemen weitermachen. Die sind von, äh, Fahrzeugtyp zu Fahrzeugtyp ja 'n bisschen unterschiedlich gebaut, aber generell hattest du vorhin gesagt, es gibt welche zum Klemmen, zum Schrauben und zum Kleben, hab ich verstanden. Kannst du da einmal für diese drei verschiedenen Typen die Vor- und Nachteile benennen?
Also es gibt zum ersten Mal die Variante, dass man ein Trägersystem einfach an den Türfalz klemmt mit so speziellen Aufnahmepunkten, die dann quasi die Last in diese Tür einleiten über die Türfalze. Und, ähm, damit das Ganze hält, muss es halt irgendwie an dieser Tür verspannt werden. Das erfolgt meistens mit Hilfe eines Rahmens, wo am Ende halt diese, diese Klemmelemente sitzen. Und, ähm, das hat dann natürlich den Nachteil, dass ich nur 'ne gewisse Last einmal auf diesen Träger stellen darf, weil diese Tür in sich, das ist alles dünnes Blech, die können halt nur 'ne gewisse Last aufnehmen. Und dazu kommt dann noch die Situation, wenn ich mal jetzt diese Tür öffnen möchte, muss bei sehr, sehr vielen Trägersystemen, die wirklich nur auf diese Türen geklemmt werden und nicht noch zusätzlich irgendwelche Abstützungen, Abstrebungen oder sonstige Hilfsmaßnahmen haben, da muss man dann vorher die Fahrräder wieder runternehmen und dann kann man seine Tür öffnen.
Es sei denn, man möchte es riskieren, dass irgendwie so 'n Türfalz mal nachgibt, oben die Lackierung einreißt und dann anschließend die Dichtigkeit nicht mehr gewährleistet ist. So kann theoretisch, also nicht nur theoretisch, auch in der Praxis kann das halt dazu führen, dass das Wasser vom Regen und vom Wetter einfach in die Tür hineinläuft. Dadurch, dass oben die, die Verklebung und Verfalzung geschwächt und beschädigt ist, kann's zu Korrosion kommen, das wiederum dann zu vielen anderen Folgeproblemen führt mit der Zeit. Das Nächste wäre dann die Träger, die an die Türen geklebt und geschraubt werden. Also wir sprechen jetzt hier von geklebten Leisten und Schienen. Das hat den Vorteil, dass man diese Türfalze in Ruhe lässt. Man hat aber weiterhin das Problem, dass ich halt so eine Tür nur bis zum gewissen Grad belasten kann und man dann auch in vielen Fällen halt wieder die Fahrräder oder die Ladung, man kann ja auch eine Kiste auf so 'n Träger draufstellen, die muss dann halt in der Regel wieder runter.
Es sei denn, man möchte halt riskieren, dass an der Tür was beschädigt, sich verzieht, die Türen nachher hängen, die Türscharniere sich verstellen. Da kann halt 'ne Menge passieren, wenn man so ein Türblatt mal richtig überlastet. So, und zuletzt gibt's halt noch die Möglichkeit, dass man einen Träger direkt an der Karosserie verschraubt. Das ist in allen Fällen eigentlich immer die stabilste und sicherste Lösung, weil ich den Träger an einem sich nicht bewegenden Teil befestige. Die Türen sind bewegliche Teile. Wenn ich da was festmache, muss ich davon ausgehen, dass das, was die Tür hält, auch hält. So, wenn ich jetzt an eine Karosserie gehe, hab ich ganz andere Befestigungspunkte. Da sind teilweise je nach Trägersystem Teil... Punkte bei, wo auch die Anhängekupplungen montiert werden, wo man teilweise deutlich über zwei Tonnen beziehen kann. Wir haben teilweise bei einigen Fahrzeugen Möglichkeiten, direkt an irgendwelche Verschraubpunkte von den Türscharnieren zu gehen.
Das sind auch in der Regel sehr stabile Stellen am Fahrzeug, an denen man Dinge befestigen kann. Ähm, es gibt aber halt Autos, da geht's an den Türscharnieren nicht, weil halt alles verdeckt ist von irgendwelchen Designelementen oder von irgendwelchen Scharnieren. Ähm, da muss man halt wirklich sich, äh, dann individuell informieren als Kunde. Man muss wissen, was für 'n Auto hab ich oder was für 'n Auto möcht ich mir kaufen, um dann vielleicht noch seine Möglichkeiten für diese Form der Trägersysteme auszuloten.
Würdest du jetzt ein stabiles System für die Anhängerkupplung, ich sag mal, so 'nem geklemmten oder geklebten System vorziehen?
Auf jeden Fall.
Okay. Also wahrscheinlich, weil's einfach einfach ist, äh, weil ich's easy wieder entfernen kann und, äh, der Aufwand auch deutlich geringer ist der Montage vermutlich. Oder hast du noch andere Gründe aus deiner Sicht?
Der Montageaufwand ist, äh, tatsächlich in der Regel höher als bei so 'nem geklemmten System oder so einem System, was auf die Türen geklebt und geschraubt wird. Ähm, das liegt einfach daran, dass bei diesen Systemen häufig 'ne nachfolgende Beleuchtung auch erforderlich ist, weil die Rückleuchten oder so was verdeckt sind. Das heißt, ich brauche ähnlich wie bei einer Anhängekupplung einen Elektrokabelsatz, der extra montiert werden muss. Ähm, ich hab dann die Situation, dass am Fahrzeug diese Befestigungs- und Verschraubpunkte alle irgendwie so angebracht sind, dass ich da irgendwie entweder eine Hebebühne brauche oder halt im Vorfeld irgendwie das, das-- Ich brauche halt eine vernünftige Werkstattumgebung, um, um so 'n Träger anzubauen. So 'n Klemmträger, den kann ich auch eben zu Hause bei Regen am Hof mal eben auf die Tür klemmen und dann funktioniert das.
Das geht deutlich schneller. Also diese verschraubten Träger, die haben etwas höheren Montageaufwand, sind aber nachher deutlich stabiler und können deutlich höhere Nutzlasten transportieren. Also wir sprechen hier bei Trägersystemen, die an die Verschraubpunkte von den Türen gesetzt werden, von Nutzlasten von bis zu 80 Kilogramm und wir haben Trägersysteme, die unten am Fahrgestell montiert werden, wo auch die Anhängekupplungen verschraubt werden. Da gibt's Trägersysteme von bis zu 250 Kilogramm. Wir haben jetzt nur Trägersysteme bis 200 Kilogramm im Programm, weil die Nachfrage nach noch mehr Last in der Regel nicht so hoch ist, weil man dann schnell wieder an die Achslastgrenzen stößt hinten.
Und von wo bis wo gehen so die, ähm, Gewichte, also die Traglasten bei denen für die Anhängerkupplung so in etwa, dass wir einen Vergleich haben?
Also bei den Kugelkopf Trägern für Anhängerkupplungen ist es oft so, dass dort gewisse Werte freigegeben sind für diesen Träger. Das können fünfzig Kilo sein, das können siebzig Kilo sein, das können achtzig Kilo sein. Ähm, allerdings ist es oft so, dass die Anhängerkupplung, die diesen Träger halten muss, selber auch 'ne gewisse Grenze aufweist. Die steht in der Regel in der Anleitung oder Betriebsanleitung vom PKW mit drin oder von der Anhängerkupplung. Wenn man sich die nachrüstet, dann sollte man dort auch einen Hinweis zu finden. Bei den Alko-Kupplungen ist es zum Beispiel so, dass wir die Grenze bei fünfundfünfzig Kilogramm haben. Das hängt einfach mit der Maximalbelastung der Kugelköpfe zusammen. Ähm, es gibt einige PKW-Kupplungen, speziell auch diese elektrisch ausfahrbaren, die etwas höhere Lasten vertragen können.
Das hängt auch damit zusammen, dass wir dort andere Materialien haben. Und, äh, ja, wie gesagt, Alko-Kugelköpfe und Anhängerkupplungen für Wohnmobile oder Kastenwägen, da ist in der Regel bei fünfundfünfzig Kilo Nutzlast auf dem Kugelkopf Träger Schluss, unabhängig davon, was der Träger freigibt.
Okay, das war noch mal ein ganz, ganz wichtiger Hinweis für alle da draußen und ich glaube, wir nähern uns jetzt auch so ganz langsam dann den Dingen, auf die ich am Anfang achten sollte, wenn ich mir einen kaufe. Aber, ähm, bevor wir dahin kommen, jetzt sind wir, glaube ich, so weit beim Campingbus durch. Jetzt gucken wir noch mal auf die etwas größeren Fahrzeuge. Ähm, auch da gibt es ja, also da gibt's keine Klemmsysteme mehr, haben wir vorhin gelernt, ähm, die man... Okay, es gibt doch Klemmsysteme.
Ich muss, ich muss noch mal einmal ganz kurz zu, zum Campingbus.
Okay.
Und zwar haben wir ja nur von Trägersystemen gesprochen, die unten am Fahrzeug verschraubt werden und die es mit bis zu zweihundert, zweihundertfünfzig Kilogramm Nutzlast gibt. Jetzt ist es aber auch so, dass diese Systeme teilweise nicht nur den Vorteil bieten, dass man dort höhere Lasten mitnehmen kann, wie zum Beispiel drei, vier Fahrräder oder einen Roller bis hundertzwanzig oder hundertfünfzig Kilogramm oder halt wie gesagt Last bis zweihundert Kilogramm. Bei allen Trägersystemen, die wir vorher beschrieben haben, muss die Last oft runter, bevor ich an die Türen kann. Den Kugelkopf Träger, den muss ich bela, äh, entladen und die Fahrräder müssen runter, dann kann ich die Türen aufmachen. Die Trägersysteme an der Tür, da sind Fahrräder drauf, die muss ich auch in vielen Fällen erst wieder abladen, dann kann ich die Türen aufmachen.
So, und es gibt halt Trägersysteme, die an der Karosserie verschraubt sind, die auch im beladenen Zustand schwenkbar sind. Auch im beladenen Zustand mit hundert Kilo, hundertzwanzig Kilo, hundertfünfzig Kilogramm. Ich muss nicht vorher erst alles abladen. Ich kann jederzeit, es ist auch gerade speziell für Leute, die so ein bisschen individueller unterwegs sind und vielleicht jeden Tag woanders stehen und nicht zwei Wochen am Stück an einem Platz. Da ist es dann doch interessanter, dass man mal eben schnell die Tür auf und zu machen kann hinten und nicht erst gucken muss, was ist da hinten alles drauf, wie lange dauert das, das wieder alles abzuladen, aufzuladen. Und dann beim Auf- und Abladen darf man natürlich auch bei so einem Roller nicht die Ladungssicherung vergessen. Und da geht dann schnell viel Zeit bei drauf und der Urlaub kann dann sehr kurz werden.
Das wäre übrigens auch mein Tipp beim Thema, ähm, Kugelkopf Trägersysteme, dass man sich da was sucht, was zumindest klappbar ist, damit man auch da noch an die Heckklappe drankommt. Weil ich denke immer nicht nur an so Themen wie vor Ort auf dem Campingplatz und dass man da dann irgendwie an seine Sachen rankommt, ähm, und vielleicht nicht immer alles abladen muss, sondern man kann ja auch mal schnell 'ne Panne haben und meistens liegt dann das Warndreieck und der Erste-Hilfe-Kasten und was man so braucht im Kofferraum und auf der Autobahn oder auch wenn ich einen Platten hab, habe ich sicher keine Lust und auch keine Möglichkeit, dann erst mal die Fahrräder abzuladen. Also das wäre ein Punkt, den ich jetzt schon mal vorwegschiebe, bevor, bevor wir jetzt, ähm, dann endgültig auch gleich zu dem Thema Kriterien für den Kauf, äh, kommen, dass man darauf auf jeden Fall großen Wert legen sollte, dass der Fahrradträger nicht alles andere behindert oder versperrt.
Ja, und ich glaube, gerade bei Campingbussen ist das auch ja nicht unwichtig, weil das häufig ja auch Alltagsfahrzeuge sind. Das, ne, also nicht immer, aber sehr häufig. Und dann kommt natürlich das, was du gerade gesagt hast, noch mehr zum Tragen. Ähm, wenn ich meine Fahrräder nur alle paar Wochen mal mitnehme, klar, dann einfach auf den Kugelkopf, fertig, schnell fertig. Aber wenn ich eben häufig Fahrräder mitnehme, mich viel bewege, viel unterwegs bin mit dem Fahrzeug, auch mich vielleicht jeden Tag weiter bewege, dann kann das natürlich dann schlau sein, darauf zu achten. Und generell, das würde ich jetzt noch als Tipp ableiten, was Nele gesagt hat: Wenn ihr schon einen habt, wo ihr die Heckklappe nicht aufbekommt, dann denkt doch zumindest dran, eure Notfallausrüstung, also Warndreieck, äh, Verbandskasten und so weiter, dann doch anders zu verstauen, wenn's nicht schon in eurem Fahrzeug so ist, dass ihr eben auch von vorne rankommt, ähm, falls es bei euch etwas anders sein sollte.
Das würde ich vielleicht noch als Tipp dann mit rausarbeiten wollen. Okay, jetzt noch mal die vorsichtige Frage von meiner Seite. Haben wir jetzt, also wir, wo wir jetzt noch nicht drauf eingegangen sind, sind die Dachträger, ähm, die quasi ja auch noch 'ne Variante sind, die, äh, eben vielleicht ihre Vorteile haben, weil sie die Heckklappe nicht behindern, zumindest häufig nicht, die ihre Nachteile haben, weil sie das Fahrzeug sehr hoch und windanfällig machen. Ähm, würde dir ansonsten da noch ein Vor- und Nachteil einfallen, den ich jetzt gerade nicht genannt habe, damit wir einfach der Vollständigkeit halber aber auch die mit drin haben?
Bequemlichkeit würde mir da spontan einfallen.
Du meinst, dein dreißig-Kilo-E-Bike aufs Dach heben?
Ja, hier Muskelkraft. Also da muss man ja schon echt fit sein, wenn man dann irgendwie ständig die Räder da rauf und runter holt. Also ich persönlich, ich wär zu faul dafür. So.
Ja, das ist oft eigentlich das Argument schlechthin, warum man sich die Dinge aufs Dach stellt oder warum man sie hinten drauf packt. Ähm, wenn man jetzt keine Anhängekupplung hat am Fahrzeug, ist es natürlich deutlich günstiger, sich 'n Dachgepäckträger aufs Auto zu schrauben, als jetzt hinten 'ne Anhängekupplung nachzurüsten, 'nen Ersatz nachzurüsten und zusätzlich noch 'n Kugelkopf Träger zu kaufen.
Okay. Und bei manchen Campingbussen, grade mit Aufstelldach und so weiter, hab ich sowieso eigentlich keine Möglichkeit, noch Fahrräder oben aufs Dach zu packen. Gut, dann jetzt aber final Campingbusse so weit alle Möglichkeiten abgehandelt. Ich gucke hier noch mal in die in die virtuelle Runde und ähm-
Genau, würd ich jetzt auch zum Kastenwagen, zum Wohnmobil kommen.
Dann lasst uns da drüber sprechen. Wie, also ja, die sind ja relat, ja, nee, die sind nicht relativ gleich, weil beim Kastenwagen hab ich auch eine Hecktüre, wie beim Campingbus häufig oder immer. Beim Wohnmobil hab ich das ja im Normalfall nicht. Also lass noch mal den Kastenwagen betrachten. Da ist es ja tatsächlich so, dass ich eine Hecktüre habe. Beim Campingbus hab ich mal eine Türe und sehr häufig auch eine Klappe. Also das heißt, die, die Art der Öffnung ist unter Umständen eine andere. Spielt das eigentlich 'ne Rolle oder ist das, äh, eigentlich bei den klassischen Trägern für den Kugelkopf eigentlich immer quasi das Gleiche, dass die Türen nicht aufgehen?
Ja, es gibt ja wie gesagt diese abklappbaren Trägersysteme. Da gibt's Systeme, die dann in Kombination mit 'ner speziellen Anhängekupplung, also wenn man das haben irgendwelche Leute schon mal alle durchprobiert. Wenn man dann Kupplung von Hersteller A kauft, Träger von Hersteller B und diese Türen hat, dann kann man das zusammen mit Fahrrad drauf so weit runterklappen, dass man die Türen aufkriegt. Das ist aber eine sehr, sehr knappe Kiste. Und, ähm, ja.
Okay. Okay, also mit viel Recherche im Netz kriegt man das irgendwie hin, ähm, wenn man Glück hat und das richtige Fahrzeug hat und so weiter, aber, ähm, auch da sind tatsächlich Entschuldigung, das hab ich jetzt so mitgenommen, sind tatsächlich die, ähm, weg, äh, also so ausschwenkbaren eigentlich die schlauste Variante, weil die mir halt die größte Flexibilität geben. Und das wird wahrscheinlich wie beim Campingbus auch sein, oder?
Ja, also schwenkbare Träger für Kastenwagen ist auf jeden Fall deutlich sinnvoller, wenn man viel unterwegs ist mit dem Ding und auch oft anhalten möchte als so'n Kugelkopf Träger. Das seh ich genauso.
Okay, über die Heckträger haben wir uns ja schon weitestgehend ausgelassen über die verschiedenen Systeme der Montage. Und dann würde ich jetzt gerne noch beim Wohnmobil einmal auf die Geschichte mit dem, äh, Transport in der Heckgarage eingehen, weil da sind ja auch wieder Dinge, die man im Hinterkopf behalten muss.
Also beim Transport von Fahrrädern in der Heckgarage, da gibt's eigentlich jetzt nicht so viel zu beachten. Man muss halt gucken, dass die Maße der Heckgaragentüren so groß sind, dass ich die Fahrräder reinbekomme und wenn ich noch irgendwelche Schiebesysteme hab oder Einschubsysteme, dann muss ich da natürlich die entsprechenden Aufmaße mit einbeziehen. Die kriegt man aber vom Hersteller in der Regel alle auf den Infoseiten und den Produktinformationsbroschüren. Und dann kann man sich das zu Hause alles schön zusammenrechnen und ausmessen, ob das passt. Und falls es nicht passt, dann gibt's immer noch die Möglichkeit, hinten am Wohnmobil 'n Trägersystem zu montieren, wo man auch so'n Planbox, so'n Plansystem drüber herziehen kann, sodass man dann die Fahrräder zwar nicht im, in der Heckgarage, es gibt ja auch Fahrzeuge, die haben sehr kleine Heckgaragen, dann nicht da transportieren kann oder muss, sondern man kann sie halt außerhalb vom Auto transportieren, aber trotzdem geschützt durch 'n Plansystem.
Okay, also ich glaube, wir haben jetzt die einzelnen Punkte der verschiedenen Systeme im Allgemeinen relativ ausführlich abgehandelt und könnten jetzt aus meiner Sicht zu den Fragen und Punkten kommen, die man vor dem Kauf schon mal so alle durchgehen sollte. Und ich glaub, da müssen wir auch 'n bisschen zusammenhelfen und die, die Punkte gemeinsam sammeln, weil das ist doch relativ viel an, an Dingen, die man berücksichtigen sollte. Möchtest du mal anfangen, Patrick? Also wenn, wenn ich jetzt mir so 'nen, also ich hab jetzt vor, irgendwie mal mit Fahrrad oder Roller oder Motorrad zu verreisen. Was sind denn die Punkte, die ich mir überhaupt mal generell überlegen sollte?
Also zuallererst, bevor man jetzt da sich die tollsten Sachen alle im Internet raussucht oder in den Katalogen der einzelnen Hersteller, was man alles noch an sein Auto dran bauen kann und mitnehmen könnte, sollte man auf jeden Fall einmal das reisebereite Fahrzeug auf die Waage stellen und dann auch messen, wie viel Achslasten sind noch frei. Und erst danach sollte man anfangen zu überlegen, ob man das Motorrad mitnehmen möchte oder ob's dann doch wieder lieber nur zwei E-Bikes werden. Ähm, denn man muss natürlich auch bedenken bei dieser ganzen Planerei, man hat einmal das Gewicht des Motorrades oder des Rollers oder der Fahrräder, die man entweder in der Heckgarage oder auf irgendwelche Heckträgersysteme stellen kann bei einem Wohnmobil oder beim Caravan jetzt halt dann eher nicht das Motorrad, sondern dann wieder dann doch wieder nur die E-Bikes aus Gewichtsgründen.
So, und diese ganzen Faktoren, die sind erst mal ganz wichtig, die Grundlagen, die Basisdaten. Was, was für Gewichte haben wir am Fahrzeug jetzt und wo können wir noch maximal hin und wo wollen wir noch maximal hin?
Kannst du da einmal die wichtigsten Gewichte und Lasten nennen, die man sich da angucken sollte? Weil das haben sicherlich ganz viele nicht alles aufm Schirm.
Ja, wichtig sind vor allen Dingen die tatsächlichen Gewichte, nicht die Achslasten oder Gewichte, die in irgendwelchen Katalogen oder Fahrzeugscheinen stehen, sondern man muss wirklich schauen, wie viel Gewicht hab ich jetzt frei, wenn ich meine Schränke voll hab, wenn ich 'n bisschen Wasser im Tank hab und wenn ich wirklich reisebereit bin. So und erst dann kann ich schauen, wie viel Last hab ich auf der Vorderachse gewogen und wie viel Last hab ich auf der Hinterachse gewogen. Und die maximal zulässigen Achslasten, die stehen wiederum auch im Fahrzeugschein mit drin. Dort kann man dann auch nachschauen, wie viel Kilo man noch frei hat. Wenn man dann anschließend nachgeschaut hat Wie viel Kilo man frei hat. Dann kann man anhand von einigen mathematischen Formeln, die man auch im Internet auf der Internetseite von Sabico und AL-KO findet, äh, da kann man dann selber berechnen, wie viel Gewicht bezogen auf die Fahrzeuglänge, die man so hat, ähm, man hinten noch platzieren dürfte, bis diese Achslast rein rechnerisch überschritten wird.
Weil bei 'nem Fahrzeug, was einen halben Meter Hecküberhang hat, da kann ich in der Regel deutlich mehr zuladen als bei 'nem Fahrzeug, was zwei Meter fünfzig Hecküberhang hat. Einfach durch den Hebelweg, der sich dadurch ergibt.
Okay, das ist 'n ganz wichtiger Hinweis, dass nicht automatisch die Freigrenze der, ähm, also das, was man nach oben hin noch zur Hinterachslast Luft hat, sozusagen, ist nicht automatisch die Masse, die ich dann auch auf meinen Träger packen darf beziehungsweise die ich mit dem Träger dann noch ans Wohnmobil packen darf. Da würden wir euch-
Ja, richtig
... die Links noch mal in den Show-Notes verlinken, dann müsst ihr euch die nicht selber raussuchen. Okay, also ich hab erst mal, ähm, ich guck mir also erst mal an, was darf ich überhaupt noch an mein Fahrzeug anbringen oder in mein Fahrzeug reinladen. Da sind Achslasten wichtig und im Gesamtkontext natürlich auch, ähm, dass die zulässige Gesamtmasse und die noch freie Zuladung, die ergibt sich aber ja auch 'n Stück weit aus den Achslasten.
Das ist richtig.
Dann, dann muss ich natürlich auch erst mal gucken, was will ich überhaupt für Gefährte mitnehmen. Also normales Rad, mehrere Räder, für die Kinder vielleicht noch Räder dabei, E-Bikes oder wie du vorhin schon gesagt hattest, 'n, ähm, Motorrad oder 'n, 'n Roller. Was muss ich als Nächstes mir für Gedanken machen?
Wenn wir jetzt mal einfach davon ausgehen, ähm, wir möchten einen mittelschweren Roller mitnehmen, der so irgendwie hundertzwanzig Kilogramm wiegt, einfach nur mal, um ein Beispiel zu kriegen, ähm, dann ist das Erste, worauf ich natürlich achten muss, wenn ich sage, ich möchte diesen Roller in die Heckgarage stellen, macht die Heckgarage das eigentlich von der zulässigen Garagenlast mit? Weil in der Regel liegt ja nicht nur der Roller da drin oder steht der Roller da drin, sondern da sind auch noch viele andere Dinge eingeladen. Und, äh, es gibt halt Hersteller, die zum Beispiel nur hundertfünfzig Kilogramm für die Heckgarage freigeben und wenn dann so 'n Roller da drin steht, der dann auch noch vollgetankt ist, kann man da auch schnell an die Grenze stoßen. Es gibt aber auch selbstverständlich Hersteller, die höhere Garagenlasten, ähm, anbieten oder teilweise sogar eine Garagenauflastung anbieten.
Da wird dann zusätzlich noch 'n Hilfsrahmen unter der Garage montiert. Aber da sollte man mal mit seinem Händler im Vorfeld sprechen, was die dann freigeben. So, und wenn man jetzt zum Beispiel sagt, die Heckgarage ist dann entweder zu klein oder das ist jetzt dann doch zu groß, das Teil, was da rein muss oder zu schwer, dass man dann sagt, man wechselt zu einem Heckträger, der an 'ner, am Fahrgestell verschraubt ist. Da kann man dann zum Beispiel je nach Fahrgestell dann bis zu hundertfünfzig Kilogramm Roller oder kleine Motorräder hinten hinter dem Aufbau auf einem Trägersystem transportieren.
Was ich auch noch ganz wichtig finde zu erwähnen, was man zwar eigentlich weiß, aber manchmal dann irgendwie im Eifer des Gefechts vergisst, dass der Träger oder das Trägersystem selber ja natürlich auch noch 'n Gewicht hat. Also egal für welches System ich mich entscheide, muss ich das natürlich auch immer noch mit berücksichtigen. Dann müssen wir uns angucken, was kann der Träger selber, ne? Das hattest du vorhin ja auch schon mal so 'n bisschen gestreift, das Thema. Stichwort Nutzlast. Kannst du da noch mal kurz drauf eingehen, was das genau ist und was vielleicht auch für Nutzlasten, für welche Zweiradtypen nötig wären?
Ja, bei den Trägernutzlasten, da ist das bei den Wohnmobilträgern eigentlich ähnlich wie bei den PKW-Trägern. Ich hab 'n Trägersystem, das an sich bis zu 'ner gewissen Last freigegeben ist. Träger X geht zum Beispiel bis hundertfünfzig Kilogramm Nutzlast maximal. Dann muss ich allerdings im Vorfeld auch mit meinem Händler oder mit dem, äh, Hersteller dieses Trägersystems sprechen, ähm, wie viel maximale Nutzlast eigentlich für mein Fahrzeug mit diesem Träger freigegeben ist. Voraussetzung natürlich, die Achslasten werden alle eingehalten. Weil man kann ja auch Fahrgestelle nehmen, die halt bis viereinhalb Tonnen aufgelastet werden können und nicht im dreieinhalb Tonnen Bereich sind, aber den gleichen Aufbau haben. Und bei solchen Fahrzeugen da hab ich natürlich ganz andere Möglichkeiten, was zu transportieren.
Voraussetzung ist aber dann wie gesagt, der Rahmen muss das hergeben. Das ist zum Beispiel bei 'm Fiat, äh, Leiterrahmen so und auch beim Fiat Spezialfahrgestell, dass dort maximal hundertdreißig Kilogramm Nutzlast freigegeben sind. Bei 'nem Mercedes-Fahrgestell-Leiterrahmen, da kann man zum Beispiel auch hundertfünfzig Kilo transportieren, ist kein Problem. Oder einige ältere Ford-Modelle, wobei die nicht mehr ganz aktuell sind, dort wurden teilweise auch nur Nutzlasten bis hundert Kilo freigegeben. Der aktuelle Ford Transit zum Beispiel, den's jetzt auf 'm Markt gibt, ähm, der ist ja seit 2014 erhältlich, der hat auch zum Beispiel diese Maximalgrenze von hundertdreißig Kilo. Selbst wenn der Träger dreihundert Kilo freigegeben hätte, da ist Ende.
Jetzt hab ich mal, mal kurz 'ne Zwischenfrage, weil du hier 'ne Menge quasi Infos mitbringst, die mir so nicht klar waren, weil ich mich auch mit den Systemen nie beschäftigt habe. Jetzt kann ich mir vorstellen, dass da draußen unter Umständen einige Fahrzeuge rumfahren, äh, wo Besitzer oder Besitzerinnen auf so was nicht geachtet haben. Ähm, fällt so was bei 'ner Polizeikontrolle vielleicht auf oder ist das tatsächlich was, was dann eher auffällt, wenn was passiert? Oder, ähm, hast du da irgendwie, äh, 'ne Idee dazu? Also ob jetzt auch Leute, die schon 'n Fahrradträger haben, vielleicht da noch mal drauf schauen sollten.
Also bei 'ner Polizeikontrolle fällt das in der Regel nicht auf, weil die nicht den Träger abladen, um dann zu wiegen, was auf dem Träger drauf ist. Im schlimmsten Fall wird das Wohnmobil auf die Waage gestellt und die schauen, ob die Achslasten und das Gesamtgewicht eingehalten wird. Und solange das halt gewährleistet ist, wird da jetzt nicht von der Seite irgendwie groß jemand Probleme machen. Ähm- Doof ist natürlich, wenn man jetzt zum Beispiel sagt, ich hab jetzt hier 'nen, 'nen Fall zum Beispiel, wo ein Kunde sagt: „Ich hab hier 'n Fahrgestell, das ist hinten, da sind die Schweißpunkte eingerissen, da ist 'n Träger von euch drauf. Ihr seid schuld."
Mhm.
Gut, man guckt sich die Fotos an, sieht, welches Motorrad hinten auf diesem Träger draufsteht, googelt mal, was das Motorrad wiegt und denkt sich so: „Okay, das ist auch kein Wunder, dass das kaputtgegangen ist."
Also es ist-
Jetzt sagt dieser Kunde dann: „Okay, blöd. Ich hab dieses Auto gebraucht gekauft. Ich hab-- D-der Träger, der war schon dran und der hat mir erzählt, ich kann da hundertfünfzig Kilo draufstellen, weil auf 'm Hun-Typenschild, da steht ja hundertfünfzig Kilo." Aber freigegeben ist da was anderes da. Da kann man notfalls auch mal bei uns im Kundencenter 'ne kleine Mail schreiben, wenn man sich da nicht sicher ist oder einmal anrufen und dann können wir da jederzeit weiterhelfen, wenn man sich da nicht sicher ist. Weil so 'n Trägersystem kann man halt auch einzeln bei eBay wieder verkaufen und kaufen. Normalerweise ist es so, wenn man bei uns ein Trägersystem kauft für 'nen Fiat, dann kommt da auch 'n Typenschild drauf, wo hundertdreißig Kilo draufsteht, auch wenn der Träger mehr kann. So, und wenn jetzt natürlich jemand für seinen Mercedes so 'n Träger kauft und den nachher einfach ohne Punkt und Komma und ohne weitere Informationen bei eBay reinsetzt und sagt: „Der passt schon", das ist natürlich 'ne Gefahr, da kann man schnell mal reinrutschen als Kunde.
Das Gleiche geht dann darum, wie wird dieser Träger später am Fahrzeug montiert, wenn ich den gebraucht kaufe. Wir hatten halt auch schon Fälle, da wurden diese Trägersysteme nicht an den verstärkten Rahmenverlängerungen montiert, sondern da sind nicht tragfähige Werksrahmenverlängerungen drunter gewesen, wo ich im Leben keine Anhängerkupplung oder so was dranschrauben kann. Die Leute haben gebrauchten Träger bei eBay gekauft, haben sich irgendwo dann Befestigungselemente noch einzeln gekauft, haben das da dran geschraubt, sind damit fünf Kilometer gefahren und dann war der ganze Rahmen hinten auf 'm Fußboden. Der Aufbau war 'n bisschen eingerissen. Das ist jetzt nichts, was man jetzt nicht wieder komplett irgendwie reparieren kann, aber das ist natürlich lästig, doof und ja, hätte man man vorher mal fragen können vielleicht.
Genau deswegen machen wir ja auch solche Themen, die auf den ersten Blick wirklich so easy erscheinen, wo man aber dann im Gespräch auch immer merkt, dass da echt so viel dahinter steckt und ehrlich gesagt war mir das mit den, ähm, ja, mit den zugelassenen Lasten für die Fahrzeuge auch gar nicht so klar. Man denkt ja als normaler Kunde: „Ja gut, auf dem, auf dem Träger steht 'n Gewicht drauf und dann darf ich das draufladen und fertig." Und ihr merkt schon, liebe Hörerinnen und Hörer, es ist kompliziert.
Ja, definitiv. Wir haben für so was zum Glück 'ne sehr, sehr große Fahrzeugdatenbank, die bis Anfang der 80er-Jahre zurückreicht. Da können wir fast alles finden und das, was wir da nicht finden, können wir im Zweifelsfall anhand von Fotos noch identifizieren. Und, ähm, das sind natürlich dann unsere Stärken, wo dann halt dann diese Historie von AL-KO und Sawiko dann zum Tragen kommt. Man weiß, was alles schiefgehen kann und man muss natürlich tunlichst den Kunden davor zu bewahren, dass da irgendwas, äh, in die Hose geht. Und man kann selbstverständlich unsere Trägersysteme auch gebraucht bei eBay kaufen. Und wir haben auch überhaupt kein Problem damit, wenn dann anschließend jemand bei uns anruft oder uns 'ne Mail schreibt und dann halt noch nachfragt, ob's für sein Fahrzeug noch entsprechend Verstärkungssätze gibt, ob die erforderlich sind und ob er die bei uns bekommen kann.
Das ist absolut möglich und das ist auch absolut gängig. Es gibt auch Kunden, die sagen: „Ich hab jetzt mein Fahrzeug, das verkaufe ich jetzt, aber den Träger, den find ich gut. Der soll an mein neues Fahrzeug wieder dran. Den Träger behalt ich. Ich lass mir einfach neue Verstärkungen drunter bauen und, und passende Befestigungselemente und 'n Elektrokabelsatz und dann ist das auch alles gut." Weil wichtig ist immer, dass nur weil da unten zwei Löcher unten an so 'nem Rahmen dran sind, heißt das nicht, dass man da alles festschrauben kann und das dann anschließend hält. Das heißt, da sind zwei Löcher, da kann man was festschrauben. Das kann aber auch sein, dass man da was festschrauben kann und zusätzlich muss es halt verstärkt werden, damit's halt in Summe hält. Und da muss man wirklich 'n bisschen aufpassen und im Zweifelsfall immer 'n Experten oder 'n Händler oder irgendwie 'ne Werkstatt mal fragen.
Okay, also ich, ich gebe zu, mir, also raucht schon 'n bisschen der Kopf. Das ist tatsächlich so super viel Wissen, was ich heute quasi mitnehme. Deutlich mehr als, als in den sonstigen Folgen, wo ich ja schon viel, viel Grundlagenwissen habe. Ähm, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie's dem einen oder anderen Hörer oder Hörerin da draußen geht. Deswegen, mm, lasst uns mal überlegen, was jetzt noch wirklich wichtige Punkte sind, äh, dass wir die auf keinen Fall vergessen. Ähm, ich, äh, denke auch noch mal an das Thema E-Bikes. Ähm, da solltet ihr auch dann wirklich genau auf die Gewichte achten und, äh, Nele signalisiert auch grade, dass da noch 'n ganz wichtiger Punkt aus ihrer Sicht fehlt. Ja, weil ich's grade hinter mir habe. Wir haben uns ja jetzt einen, ähm, Kleintransporter gekauft, den wir nächstes Jahr als Campingbus umbauen möchten.
Und ihr müsst natürlich auch gucken, wenn ihr 'nen Campingbus oder auch 'n Kastenwagen habt, weiß nicht, bei, bei Kastenwagen bis zu welcher Größe es auch Klappen gibt, aber es gibt ja zwei Varianten. Wir haben ja bei Campingbussen teilweise Flügeltüren. Das sind dann häufig auch die, die, ähm, ursprünglich als gewerbliche Fahrzeuge vorgesehen waren und wir haben Klappen. Und dementsprechend müsst ihr natürlich auch 'nen, äh, Trägertyp dann auswählen, der zur Hecktür passt, die ihr dann unter Umständen habt an eurem Fahrzeug oder auch vielleicht an eurem nächsten Fahrzeug, für das ihr jetzt schon plant.
Und was gibt's denn, also weil ich, ich les es auch immer wieder in den Gruppen und wir haben ja das Thema heute schon 'n paar Mal angesprochen: Ähm, was gibt's denn bei E-Bikes noch zu beachten? Also zum einen natürlich, äh, meistens das höhere Gewicht. Grad, ähm, ne, je preiswerter das E-Bike wird, desto höher ist häufig das, das Rahmengewicht oder das Gesamtgewicht. Gibt's da noch andere Sachen, an die ich denken sollte? Also unabhängig davon, ob das jetzt 'n Kugelkopf Träger ist oder ob das jetzt 'n Dachträger ist oder 'n Heckträger an der Rückwand, an der Klappe, an der Tür oder was auch immer. Ähm, es gibt unabhängig vom Träger immer zwei Faktoren, die dann anschließend die Sicherung des Fahrrads oder der Beladung auf diesem Träger da beeinflussen. Das eine ist die Fahrradschiene und das andere ist der Haltearm. Fahrradschiene, da steht das Fahrrad drauf.
Ähm, da gibt's auch viele, viele Systeme. Es gibt Fahrradschienen, da stell ich das Fahrrad drauf und mach mit Riemchen einfach die, die, äh, Fahrräder an der Schiene fest. Es gibt Schienen, die haben zusätzlich noch so Reifenkeile, die verstellbar sind. Das sorgt halt dafür, dass nicht nur das Fahrrad auch auf der Schiene stehen bleibt, sondern dass zum Beispiel auch der Lenker nicht noch beim Fahren anfängt, nach links und rechts zu schlingern so schnell. Ähm, das kann man dann noch weiterführen über bestimmte Schienenlängen. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hab 'n E-Bike mit 'nem sehr langen Radstand und hab 'ne relativ kurze Fahrradschiene oder 'n Fahrradträger, der, der so, so relativ kurze Kunststoff, äh, Ausleger hat, wo man das Fahrrad nachher draufstellt, dann hat man nicht viele Möglichkeiten, dieses Fahrrad zu positionieren. Wenn die Schiene zu kurz ist, dann steht's einfach genau in der Mitte.
Und es kann halt ab und zu mal sein, wenn ich jetzt zum Beispiel 'n Fahrrad hab für Herren und 'n Fahrrad für Damen, dann hab ich noch 'n Korb dran oder Satteltaschen oder irgendwas, dass sich das dann in dem Fall alles gegenseitig in 'ne Quere kommt auf dem Träger, weil der Abstand der Fahrräder zueinander nicht so groß ist und weil man keine Möglichkeit hat, ein Fahrrad weiter nach links oder weiter nach rechts zu stellen. Es gibt auch Trägersysteme, da haben wir zum Beispiel bei uns auch einige von im Programm, die größere oder auch wirklich sehr, sehr große Fahrradschienen haben. Das hat halt dann den Vorteil, dass ich diese Fahrräder schön sauber positionieren kann und dass die auch wirklich schön grade da draufstehen und zueinander nicht irgendwie jetzt, äh, irgendwelche Abstände aufweisen, dass da irgendwas miteinander kollidiert während der Fahrt.
Dazu hab ich noch zwei Fragen beziehungsweise Anmerkungen. Zum einen, wir leben ja in Deutschland und in Deutschland gibt's ja sehr, sehr viele Vorschriften. Und jetzt hast du gesagt, wenn die Schienen oder die Ausleger sehr lang beziehungsweise sehr breit sind, dann können die ja auch mal unter Umständen über so 'n Fahrzeug hinausragen oder wie, wie breit sind die? Das dürfen die nicht, ne?
Also ich, mir ist ehrlich gesagt kein Trägersystem jetzt bekannt aufm Markt, das so breit ist, dass es über 'nen PKW oder 'nen Kastenwagen seitlich hinausragt mit den Fahrradschienen oder so was. Also die größten Schienen, die's so am Markt gibt, die sind alle im Bereich so 'n Meter fünfundsiebzig circa und, ähm, darüber hinaus ist mir eigentlich nichts bekannt. Die PKWs sind alle breiter.
Und muss ich irgendwas beachten auch, ähm, was 'n Einhaltung von gesetzlichen Rahmenbedingungen angeht, was zum Beispiel die Breiten der Beleuchtung angeht, weil die ist ja teilweise auch so 'n bisschen verstellbar, zumindest bei unserem Kupplungsträger. Oder, oder müssen die, müssen die Hersteller das sozusagen vorgeben, dass man, dass man sich nur im gesetzlich festgelegten Rahmen überhaupt da bewegen kann?
Also es gibt halt die Vorschrift, dass so 'ne Beleuchtung hinten 'n gewissen Mindestabstand oder einen Maximalabstand zur Außenkante des Fahrzeuges hat. So, und, ähm, wenn ich jetzt 'n PKW hab oder 'n kleinen Campingbus und hab dann einen kleinen schmalen Kugelkopf Träger dort hinten dran mit 'ner schmalen Le-Lichtleiste hinten, dann ist das in der Regel kein Problem. Wenn ich mir jetzt aber überlege, ich fahr mit 'nem vier Meter fünfzig breiten Dreiachser Wohnmobil durch die Gegend mit, keine Ahnung, siebeneinhalb Tonnen, hab da hinten 'ne Anhängerkupplung drauf und steck da meinen kleinen Kugelkopf Träger mit der schmalen Beleuchtung drauf, dann sind diese Lampen bei einigen Trägersystemen doch etwas weiter entfernt von der Außenkante, als es eigentlich zulässig ist. Das ist jetzt 'ne Sache, wo wahrscheinlich niemand von der Polizei oder von irgendwelchen Behörden dann jemals sie wegen anhalten würde oder irgendwelche Strafen verhängen würde.
Aber rein rechtlich betrachtet, wenn man das mal ganz genau nachliest, dann müssen diese Beleuchtungseinheiten weiter außen sitzen und deswegen gibt's halt auch Kugelkopf Träger, die auch meistens eher im hochpreisigen Bereich zu finden sind, die diese Möglichkeit bieten, sodass diese Beleuchtung halt auch weiter nach außen geschoben werden kann.
Okay.
Wir hatten ja bereits über die Fahrradschiene gesprochen und das war ja der eine Teil, der das Fahrrad hält. Das andere ist der Haltearm, weil die Fahrradschiene, die ist dafür da, das ist das Fundament. Da steht das Fahrrad grade drauf, da kann man's links und rechts positionieren, aber ohne Haltearm fällt's trotzdem um. So und so 'n Haltearm, der ist halt dafür da, um das Fahrrad festzuhalten. Und jeder Mensch, der schon mal 'n Fahrrad von Hand geschoben hat, weiß, ich pack's dann an der Lenkstange an oder am Sattel und dann schieb ich da und dann funktioniert das gut. Sobald ich 'n Fahrrad versuche zu schieben und pack das bei 'nem Damenrad irgendwo unten in der Mitte an und versuch dann zu schieben, dann wird das ganz schön wackelig. Ähnlich ist das halt auch mit so 'nem Fahrrad, wenn ich das auf so 'nem Fahrradträger befestigen möchte. Bei unseren Trägersystemen ist es zum Beispiel so, dass immer gewährleistet ist, dass man mit dem Haltearm an die Sattelstange kommt oder an die Lenkstange kommt.
Vorausgesetzt ist natürlich, dass da irgendwo noch 'n bisschen Lenkstange ist. Es gibt einige Fahrräder, da ist der Sattel so weit unten, da muss man den notfalls mal 'n bisschen höher drehen und dann hat man wieder 'ne Sattelstange. Aber, ähm, im Großen und Ganzen ist das eigentlich der stabilste und sicherste Punkt, um ein Fahrrad zu befestigen. Und das hat zusätzlich noch den Vorteil, dass ich mir nicht bei meinen Fahrrädern irgendwie die Pulverbeschichtung oder Lackierung am Rahmen noch irgendwie abscheuer oder irgendwie verkratze oder beschädige. Ist grade bei diesem großen E-Bike-Rahmen auch 'n ganz wichtiges Thema. Viele große E-Bikes, auch die Damenräder, die haben meistens einen sehr großen zentralen Rahmen, ähm Da kann man irgendwie was drum zubinden. Man kann auch mit unseren Haltearmen, die sehr lange, äh, Gurtschellen haben, auch um so einen Rahmen drum zugehen, aber es kann halt dann doch schnell passieren, wenn das dann mal tausend Kilometer auf der Autobahn fährt und das nicht grade strahlender Sonnenschein ist, sondern es mal ein bisschen regnet, staubig ist und dreckig ist, dass sich dann einfach so 'n Schmutzfilm zwischen Fahrradrahmen und Halteklammer bildet und durch die Vibration, die sich auch nicht verhindern lassen an so 'nem Fahrzeug, arbeitet sich dann einfach dieser Haltearm 'n bisschen in den Lack rein und das möchte man nicht.
Da kann man dann zwar auch 'n Lappen zwischenlegen, aber auch der ist irgendwann voll mit Dreck und dann geht das da auch los. Deswegen immer bitte an Sattelstange oder an Lenker dran, das ist auch das stabilste und sicherste, was man machen kann. Das ist aber leider nicht bei jedem Trägersystem so.
Mhm. Nee, bei unserem zum Beispiel nicht, obwohl es auch von einem namhaften Hersteller ist, aber w-wir, ich hab mir meinen schönen, meinen schönen Beach Cruiser damit so 'n bisschen ruiniert, wobei ich find's jetzt persönlich nicht so schlimm. Ich bin nicht so 'n Fahrradmensch, äh, der, der für sein Fahrrad lebt, aber, aber, äh, schön sieht's nicht aus. Das stimmt. Okay, also dann haben wir die Schienen. Ich weiß jetzt gar nicht, haben wir Schienenbreite schon erwähnt wegen der Reifenbreite? Das hattest du schon gesagt, ne? Okay.
Wir haben die, wir haben die Breite insgesamt, also dass, dass ich auch 'n Fahrrad, was 'n brei... langen Radstand hat, drauf bekomme, aber was Nele meint und was ich noch mal kurz, äh, erwähnen möchte, ist quasi die Tiefe, w-will ich's mal nennen. Also das heißt, es gibt ja, es gibt ja-- genau, es gibt ja Rennräder, ja, die haben, äh, einen Reifen, der ist vielleicht 'n halben bis 'n Zentimeter, äh, d-dick und dann gibt es, äh, im schlimmsten Fall 'n Fatbike, das hat irgendwie fünf bis, bis sieben Zentimeter dicke Reifen. Und je nachdem, was ihr also habt, müsst ihr auch einmal gucken, dass das eben entsprechend in die Schienen reinpasst, dass die also entsprechend breit oder auch entsprechend schmal sind, je nachdem, wie eure Fahrradreifen, äh, sozusagen beschaffen sind und welche Breite die haben. Das ist quasi auch noch ein wichtiger Punkt.
Ja, das kann ich auch absolut bestätigen. Es gibt, äh, sehr schmale Reifen und es gibt auch mittlerweile sehr, sehr, sehr breite und dicke Reifen. Und, ähm, bei AL-KO beziehungsweise Sawiko gibt's auf jeden Fall für jeden Reifentyp die passende Schiene. Die normale Fahrradschiene passt immer von Rennrad bis zum normalen Mountainbike, sag ich mal, ohne weitere Probleme. Und sobald man jetzt irgendwelche Fahrräder hat, die jenseits der zehn Zentimeter Reifendurchmesser sind, dann sollte man dann bitte die Fatbike-Schienen bestellen. Die gibt's aber auch speziell für solche Fälle. Und bei allen anderen Trägerherstellern, die es so aufm Markt gibt, einfach mal anfragen im Zweifelsfall, ob die auch irgendwelche Tabellen haben oder irgendwelche Maße rausgeben können und welche Fahrräder da drauf passen.
Die Schienen gibt's dann quasi als Ersatzteile, die man sich dann kaufen kann oder als, als modulare Bestandteile. Wenn ich jetzt bei euch 'n neuen Fahrradträger kaufen würde, könnte ich mir den direkt so zusammenstellen, wie ich den brauche, aber dann wechsel ich irgendwann mein Fahrrad und könnte dann bei euch 'ne Schiene nachbestellen, die dann zum neuen Fahrrad vielleicht besser passt.
Ja, selbstverständlich, das funktioniert. Also man kann in der Grundflächenkonfiguration sind die Standard-Fahrradschienen mit dabei und die funktionieren wirklich von Rennrad bis hin zum, wie gesagt, normalen Mountainbike, auch größeren Mountainbike mit etwas größeren Reifen. Und alles, was mittlerweile offiziell als Fatbike bezeichnet wird oder ähnliche Reifengrößen hat, das muss man dann einmal gesondert bitte anfragen, aber da gibt's auch was im Programm. Ja, man hat auf jeden Fall die Möglichkeit, äh, Fatbike-Schienen auch als Ersatzteil oder als Nachrüstung noch zu erwerben.
Okay, dann haben wir jetzt ja schon sehr viel davon behandelt, was ich mir alles überlegen sollte. Vielleicht fassen wir noch mal kurz zusammen. Möchtest du, Sebastian, du machst es immer so schön, deine Zusammenfassungen.
Ja, natürlich. Also als Erstes müsst ihr wissen, was soll auf euren Träger drauf. Das heißt, ist es 'n Fahrrad, ist es 'n Motorrad, ist es 'n Roller, was auch immer. Wie schwer ist das ganze Thema? Wie groß, wie breit, ähm, wie tief ist es? Äh, da müsst ihr also gucken, ob das Ganze entsprechend passt, ob sich eure Türen noch bewegen lassen. Das sind also Dinge, die ihr checken solltet. Bezüglich des Gewichts müsst ihr nicht nur gucken, dass der Träger das Gewicht tragen darf, sondern auch, dass entsprechend das Fahrzeug entsprechend nach den Haltepunkten, nach der Befestigungsmöglichkeit, das auch entsprechend erlaubt, Stützlast, ähm, freie Achslasten und so weiter und so fort. Das sind alles wichtige Punkte. Ähm, dann solltet ihr auch noch mal bei Fahrrädern auf die Reifen achten, also wie breit die sind. Habt ihr da 'n besonders ausgefallenes Fahrrad, dann auch schauen, dass das passt und, äh, entsprechend schauen, ob's da 'n Sonderzubehör dazu gibt.
Ich würde auch noch 'n bisschen mich danach richten, wie gut mein Bizeps trainiert ist, wie schwer mein Fahrer, äh, Fahrzeug ist, wie häufig ich es sozusagen auf- und abladen möchte. Denn bedenkt auch, wenn ihr einen sehr hohen Träger habt, also Worst Case auf 'm Dach und ihr habt 'n dreißig Kilo E-Bike, dann ist das halt 'n, äh, sehr anstrengendes Thema. Und auch wenn ihr 'n relativ hohen Fahrradträger hinten am Fahrzeug dran habt, dann müsst ihr auch bedenken, dass ihr das da hochheben müsst, ähm, und im Worst Case das jeden Tag machen. Also achtet auch einmal bei der Modellwahl darauf. Hm, das wären jetzt, glaub ich, grad so die wichtigsten Punkte. Nele, was hab ich vergessen?
Ich möchte gern bei den Gewichten nicht nur drauf hinweisen, dass die, also das absolute Gewicht beachtet wird, sondern auch die Gewichtsverteilung. Also dass ihr dann nicht, wenn ihr eh schon 'n sehr hecklastiges Fahrzeug oder 'nen Wohnwagen habt, nicht noch ewig Gewicht ans Heck ballert, weil ihr sonst nicht nur beim Wohnwagen, sondern auch beim Wohnmobil schnell aus 'm Gleichgewicht kommen könnt bei der Fahrt, was dann eben wiederum die Fahrsicherheit beeinträchtigen kann. So, das, das wär für mich 'n ganz wichtiger Punkt, weil grade auch bei den langen Überhängen, äh, Patrick hat es vorhin ja angesprochen, ähm, dass es auch bei der Achslast 'ne Rolle spielt, aber natürlich auch, ähm, bei der Hecklastigkeit. Ähm, dann wäre natürlich immer zu gucken, wie viele Fahrräder Möchte ich mitnehmen und vielleicht auch perspektivisch mitnehmen, grade wenn ich mir 'n, 'n sehr teuren Anhänger oder 'nen sehr teuren Träger kaufen möchte, dass ich das vielleicht irgendwie schon im Hinterkopf hab, wenn ich jetzt Kinder hab, die jetzt schon zwei Jahre alt sind und ich, ähm, lass mir hier irgendwie 'ne, 'ne, ähm, hochwertige Rahmenverlängerung bauen, dass ich dann vielleicht auch mir 'n, 'n Träger dazu kaufe, der das schon mit berücksichtigt.
Ansonsten, ähm, wär für mich noch wichtig das Thema Diebstahlsicherung. Das ist ja auch so 'n Ding, wenn ich jetzt zum Beispiel mit meinem, mit meinen Fahrrädern auf 'm Heckträger durch die Gegend fahre, dann möcht ich da ja nicht unbedingt irgendwelche fetten Ketten dran haben, weil die auch wieder gegen die Rahmen schlagen während der Fahrt und da Schäden verursachen können und es ist auch 'n bisschen umständlich im Handling. Gleichzeitig möcht ich aber natürlich, dass auch beim schnellen Stopp am Rastplatz so 'n Fahrrad gesichert ist. Ähm, das wär auch noch so 'n Punkt, den würde ich mir angucken bei der Anschaffung von 'nem Fahrradträger, ob da entsprechende Systeme vielleicht schon verbaut sind oder was da so möglich ist. Hast du da auch noch 'n Tipp, ähm, für unsere Hörerinnen und Hörer?
Ja, also es gibt theoretisch die Möglichkeit, abschließbare Halteklammern zum Beispiel mitzukaufen. Bei einigen Trägersystemen sind die direkt ab Werk schon mit dabei. Bei anderen Systemen kann man so was nachrüsten. Bei unseren Trägersystemen ist es so, dass man das nicht nachrüsten kann und auch gar nicht ab Werk bekommt. Da muss man aktuell noch klassisch ein Schloss, ob Kette oder Kabel nehmen und, ähm, das dann irgendwie mit über die Fahrradschiene oder durch den Träger durchziehen. Der Hintergrund ist einfach der, dass diese abschließbaren Halteklammern in der Regel nicht so robust sind, wie man das vielleicht dann doch gerne hätte in dem Moment, wo man sie kauft.
Ja, das ist letzten Endes das Gleiche wie bei Fahrradschlössern auch. Also wir haben auch 'n Kollegen, der 'n Fahrradmagazin betreibt und regelmäßig Schlösser, äh, sozusagen beruflich knackt und es ist erschreckend, wie wenig die aushalten, wenn man weiß, was man tut und das wird hier letzten Endes auch so sein. Also-
Also ich empfehle eigentlich immer, wenn jetzt wirklich jemand sagt, ich hab hier 'n Trägersystem und ich hab da teure E-Bikes drauf und ich möchte, dass die sicher sind, habt ihr abschließbare Haltearme oder so was. So was gibt's bei uns nicht. Wir empfehlen eigentlich wirklich immer, 'n, 'n vernünftiges, gutes Kabelschloss irgendwie sich zu besorgen. Es gibt die Dinger ja sogar noch mit Alarmanlage drin, teilweise sogar so weit, dass sie mit dem Alarmsystem vom Wohnmobil mit kombiniert werden können, dass sobald dann irgendwie-
So 'ne Funkschleife, ne?
Ja, genau. Und sobald dann da irgendjemand versucht, dieses Kabel zu durchtrennen oder so was, dann geht nicht nur der Alarm auf 'm Handy los und am Auto, sondern also da klaut dann so schnell keiner mehr 'n Fahrrad. Das sind Systeme, die wirklich funktionieren, aber wir sind halt kein Spezialist für Fahrradschlösser. Wir sind Spezialist für Trägersysteme. Und, ähm, ja, so ganz einfache Diebstahlsicherungen, die halt nur wirklich den allerersten Zugriff ohne Kraft dann verhindert, da ist dann bei uns leider nichts im Programm, aber wie gesagt, man muss halt gucken, ob's das wirklich am Ende des Tages bringt.
Also wer sich für das Thema Fahrradschlösser interessiert, Grüße gehen raus an Carsten vom fahrradmagazin.net, ne, Sebastian, net ist die Endung.
Ja.
Ähm, schaut da mal, der Kollege testet da ganz eifrig und, ähm, schreddert am laufenden Band Fahrradschlösser. Da könnt ihr dann sicher was finden, unbezahlte Werbung, ähm, was euch da weiterhilft.
Ja, ich hab ansonsten jetzt noch zwei Gedanken aus eigener, teils leidvoller, teils nicht so leidvoller Erfahrung. Das eine Thema ist, Lena hat das vorhin auch kurz angescho..., äh, angesprochen und ich glaub auch du, Patrick. Wenn ihr sehr viel im Nassen unterwegs seid, ähm, dann macht euch auch noch mal Gedanken über 'ne Plane zum Beispiel, also über den Schutz eurer Fahrräder, weil an, grade an so 'nem großen Wohnmobil hinten wird 'ne ganze Menge schmutziger Gicht, äh, aufgewirbelt, grade wenn's erst, äh, frisch angefangen hat zu regnen nach, äh, langer Trockenheit, kann da schon 'ne ganze Menge Schmodder hinten hochkommen, die dann an euren Fahrrädern hängen. Also da kann 'ne Plane durchaus helfen und eigene leidvolle Erfahrung, kauf da nicht zu billig, äh, weil je günstiger, desto schneller reißt sie, desto kleiner ist sie, desto weniger ist sie durchdacht und, äh, desto schwieriger ist oft die Montage.
Ähm, das kann ich aus leidvoller Erfahrung sagen. Und noch ein ganz wichtiger Punkt: Wenn ihr Richtung Spanien und Italien mit eurem Fahrrad halt unterwegs seid, dann denkt unbedingt an diese, ähm, Platte mit den, äh, rot-weißen Streifen. Mir fällt grad der Fachbegriff nicht ein, also an, an so 'n Schild sozusagen zur Ladungskennzeichnung. Das ist in beiden Ländern vorgeschrieben und, äh, genau, Warntafel heißt das ganze Thema. Und, äh, auch wenn die auf 'm ersten Blick gleich aussehen, sind die in Italien und Spanien unterschiedlich. Das heißt, wenn ihr in beide Länder wollt, braucht ihr auch noch zwei verschiedene. Manchmal haben wir auch schon online gesehen, gibt es welche zum Drehen, also eine Seite Italien, eine Seite Spanien. Die gibt's aber tatsächlich nicht immer. Ähm, das aber noch als leidvoller Tipp, weil das kann schnell, äh, Geld kosten, wenn die Polizei euch ohne so was auf der Straße, auf der Autobahn erwischt.
Ja, und von meiner Seite der, der allerletzte Hinweis, den, also es gibt noch weitere Systeme, die wir heute nicht behandelt haben, weil wir jetzt auch in der Zeit schon ziemlich fortgeschritten sind. Das sind Anhänger für den Fahrrad- und Motorrad- beziehungsweise Rollertransport. Da würden wir euch einfach 'nen Link in die Show Notes packen, weil da würden wir jetzt noch mal 'n ganz neues Fass aufmachen, wo man, womit man wahrscheinlich auch 'ne mindestens 'ne Folge füllen könnte. Aber wenn euch die Gegebenheiten an eurem Fahrzeug, ähm, also wenn die nicht dazu passen, welche Räder oder, äh, Motorräder ihr mitnehmen wollt, die Nutzlasten, der Platz oder was auch immer, dann gibt's eben, wenn man 'ne Anhängekupplung hat, auch noch die Möglichkeit, da 'nen kleinen, ähm, Fahrrad- oder Motorradanhänger dranzuhängen.
Ähm, da gibt's verschiedene Modelle, die sind auch teilweise, ähm Ja, sehr tragfähig, sage ich mal. Da passt auch ein bisschen mehr drauf und da würden wir euch einfach, wie gesagt, den Link in die Shownotes setzen und vielleicht irgendwann mal kommt der Patrick noch mal zu uns, dass wir noch mal eine Folge über Motorrad- und Fahrradanhänger machen.
Ja, das würde ich gerne machen und vielleicht als kleine Überleitung dann demnächst schon mal auf das Thema, ähm, warum sollte man sich überhaupt so einen Anhänger hinter seinen Camper hängen? Ähm, es gibt ja viele Fahrzeuge, die im Bereich der dreieinhalb Tonnen maximal unterwegs sind und jetzt schon ohne Trägersystem relativ hart an diesen dreieinhalb Tonnen kratzen. Dann gibt's Menschen, die sagen: „Okay, ich möchte meinen Roller trotzdem mitnehmen. Ich laste dieses Fahrzeug jetzt auf, auf vier Tonnen oder so was oder viereinhalb Tonnen." So und dann kommt halt das Trägersystem dran und dann fahr ich damit. Dann muss man aber bedenken, dass man mit einem aufgelasteten Fahrzeug, was über dreieinhalb Tonnen wiegt, nur noch hundert fahren darf. Und ich fahr dann nur noch maximal hundert und ich brauche auch andere Tarife.
Ich brauche Go-Boxen für einige Länder. Das hat was mit Maut und so weiter zu tun. Und, ähm, wenn man sich dann diese Frage stellt: Fa- lasse ich diesen Träger immer da dran und es steht dieser Roller immer da drauf und man kann diese Frage mit Ja beantworten, dann kann man das machen, das auflasten. Aber auf der anderen Seite kann man auch genauso gut überlegen: Okay, kann ich nicht vielleicht eine Anhängerkupplung montieren und dann den Hänger dahinter hängen? Ich muss nicht auflasten, darf mit diesem Hänger auch nur hundert fahren maximal, kann diesen Hänger aber abnehmen und kann auch wieder hundertsechzig fahren, wenn mein Fahrzeug das hergibt und habe nicht dieses Problem mit irgendwelchen anderen, äh, Tarifen für irgendwelche Mauten oder irgendwelche elektronischen Geräte, die ich deswegen extra noch einbauen muss. Und da entscheiden sich dann doch viele Leute dazu zu sagen: „Okay, bevor ich mir jetzt ein Trägersystem anbaue oder sogar noch zusätzlich das Auto auflasten muss, hänge ich mir lieber den Hänger hinten dran."
Und das hat dann auch noch den Vorteil, dass mein Schwiegersohn oder so was den auch noch fahren darf, weil der vielleicht auch nur bis dreieinhalb Tonnen fahren darf mit seinem Führerschein.
Mhm.
Und, äh, das ist immer so ein ganz wichtiger Punkt, den man da direkt von Anfang an vielleicht mit bedenken sollte. Auch wenn man jetzt sich nur mit dem Trägersystem beschäftigt und halt feststellt, okay, ich hätte gern einen, aber das Auto gibt's nicht her und ich bin schon der Schwiegersohn und ich habe den Führerschein nicht. Ich darf nur bis dreieinhalb Tonnen fahren. Dann sollte man sich vielleicht gedanklich mal mit einem kleinen Anhänger beschäftigen. Und da geht dann sogar noch viel mehr wie als mit so einem Trägersystem und dann kann man noch mehr Sachen mitnehmen.
Da habe ich bei euch irgendwann mal so einen Anhänger gesehen. Da konnte man, glaube ich, bis zu acht Räder drauf transportieren, ne. Völlig verrückt. Da-- Also kannst du auch mit Großfamilie mit allen Rädern da durch die Gegend fahren.
Ja, wir haben unseren, unseren Wheelie heißt der. Das ist wie so ein Schweizer Taschenmesser auf zwei Rädern. Da kann man Räder und Roller und Motorräder, also im schlimmsten Fall kann man da zwei Motorräder und vier Fahrräder noch drauf mitnehmen auf so einem Ding, aber, ähm, das können wir ein andermal ein bisschen vertiefen.
Quatschen wir nächstes Mal drüber.
Okay, das, also ein, ein Punkt fällt mir noch ein, auch wenn's sehr nischig ist, äh, und wenn ihr viel mit der Fähre unterwegs seid und euch überlegt, einen Fahrradheckträger oder einen Träger hinten ranzumontieren, dann denkt auch daran, dass euer Fahrzeug damit länger wird und unter Umständen in der Fähre auch deutlich teurer werden kann, wenn ihr halt grade an so einer magischen Grenze seid. Also das kann eine Rolle spielen, auch wenn es wahrscheinlich nicht so viele betrifft. Und, äh, da kann man dann natürlich noch einen ganz anderen Weg gehen, also auch so Nischenlösungen, was wir zum Beispiel gemacht haben. Statt dann einem großen E-Bike, äh, gibt es auch Klapp-E-Bikes zum Beispiel. Äh, wenn man nicht so viel unterwegs ist, sind die 'ne Lösung. Wenn man natürlich ständig große Radtouren macht, ist es nicht so cool, aber das kann auch noch mal ein Gedanke sein. Ähm, aber wie gesagt, müsst ihr einfach gucken, was halt zu eurem Reise- und Radverhalten passt.
Aber an so was denkt man auch erst, wenn man dann die Fähre bucht und feststellt: Ach Mensch, das ist ja jetzt 'n halben Meter länger oder vielleicht noch mehr und das kann teilweise sehr, sehr teuer werden. Also das war's von meiner Seite. Es war 'ne sehr lange Folge. Ich, ich hoffe, ähm, ihr fandet es genauso spannend wie ich, auch wenn's stellenweise sehr viel Wissen war. Vielleicht muss man sich's auch noch mal anhören, wenn's halt wirklich für euch grade spannend ist. Ähm, wenn nicht, habt ihr einfach so Klugscheißerwissen, was ihr beim nächsten Campergespräch auf jeden Fall sinnvoll nutzen könnt. Ich mach das auf jeden Fall sehr, sehr gerne.
Womit ihr euch dann genauso beliebt macht wie die Rafian manchmal, ja.
Ich, äh, bedanke mich, äh, schon mal bei euch beiden. Danke, Patrick, dass du da warst und uns so viele Infos mitgegeben hast. Danke, Nele, äh, für das viele mit au-- also sozusagen hier durchführen. Das war w-w-wirklich 'n sehr komplexes Thema. Ähm, wenn's euch gefallen hat da draußen, dann, äh, und ihr uns auf 'nem Apple-Gerät hört, dann bewertet doch kurz unseren Podcast. Das würde uns extrem freuen, auch gerne bei Spotify. Und wenn ihr mehr solche Folgen hören wollt, dann abonniert unseren Podcast kostenlos. Das könnt ihr eigentlich bei allen Diensten einfach so machen, wo ihr uns hört. Ich verabschiede mich schon mal bei euch. Bis zum nächsten Mal und übergebe das Wort wie immer an Nele. Macht's gut. Tschüss.
Ja, du hast eigentlich schon alles gesagt. Ich bedanke mich auch ganz herzlich noch mal bei dir, Patrick. Es war super interessant und ich hab eigentlich nicht gedacht, dass wir uns so lange unterhalten würden und ich hab auch nicht gedacht, dass ich trotz Vorbereitung und Vorgespräch, ähm, doch noch mal heute neue Sachen für mich mitnehmen kann. Und ja, von daher würde ich mich wirklich freuen, wenn du uns noch mal wieder besuchst irgendwann im nächsten Jahr. Und dann wünsche ich euch allen da draußen ein schönes Wochenende und dir natürlich dasselbe, Patrick. Vielen Dank.
Ja, vielen Dank auch an euch und dann auch an alle da draußen ein schönes Wochenende.