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Freeventure GmbH / Vanever Insolvenz – Was Betroffene jetzt tun können

Episode 416 · 00:19:43

Schlechte Nachrichten aus der Campervermietungsbranche: Freeventure bzw. Vanever hat Insolvenz angemeldet und den operativen Betrieb zum 16. August eingestellt – rund 430 Fahrzeuge, viele Kunden mit bereits bezahlten Buchungen und ein Insolvenzverwalter, der die Lage übernimmt. Nele und Sebastian erklären, was das konkret bedeutet, welche Möglichkeiten Betroffene jetzt noch haben und was du dir für künftige Buchungen merken solltest.

Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  1. Was bei Freeventure/ Vanever passiert ist – von den Zahlungsverzügen gegenüber Fahrzeugpartnern bis zur außerordentlichen Kündigung der Verträge Ende Juli und der Einstellung des Betriebs

  2. Der Zusammenhang mit der Offcamper-Insolvenz, die Vanever erst kurz zuvor übernommen hatte

  3. Was eine Insolvenz überhaupt bedeutet – von der Zahlungsunfähigkeit über den vorläufigen Insolvenzverwalter bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens und der Verteilung der Insolvenzmasse

  4. Chargeback per Kreditkarte: Warum die Kreditkarte bei Vorkasse-Zahlungen das sicherste Zahlungsmittel für Verbraucher:innen ist und wie ein Chargeback funktioniert

  5. Was bei Buchungen über Check24 gilt und ob dort noch Chancen auf eine Rückerstattung bestehen

  6. Was Betroffene tun sollten, die direkt bei Vanever per Überweisung gebucht haben – Stichwort Insolvenzforderung anmelden

  7. Roamland Camper & Events: Ein ehemaliger Vanever-Dienstleister aus Sachsen-Anhalt und Thüringen, der betroffenen Reisenden kurzfristig Fahrzeuge zu angeblich guten Konditionen anbietet

  8. Generelle Tipps für die Zukunft: Vorkasse vermeiden, Buchungsbestätigungen und Zahlungsbelege aufbewahren, schriftlichen Schriftverkehr sichern

  1. CamperStyle-Artikel zur Freeventure/Vanever-Insolvenz

  2. Offizielle Seite von Whenever mit Details zum weiteren Vorgehen

Rabattcodes und Links von unseren Werbepartnern findest du hier: links.camperstyle.de

Deine Erfahrungen zählen!

Bist du selbst von der Freeventure/ Vanever-Insolvenz betroffen – oder hast du vielleicht schon früher schlechte Erfahrungen mit einer Campervermietung gemacht? Wir sind gespannt, was du erlebt hast und welche Tipps du anderen Betroffenen mitgeben würdest! Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp.

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zur Camper Style Kaffeepause, deiner kleinen Portion Camping für zwischendurch. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute geht's um die Freeventure/Whenever Insolvenz und was Betroffene tun können und was du vielleicht auch draus lernen kannst oder mitnehmen kannst für die Zukunft.

Ja, leider eine Kaffeepause mit schlechten Nachrichten aus der Branche. Es ist wieder eine Campervermietung insolvent gegangen. Letzte Woche haben wir einen Tipp aus der Branche bekommen von jemandem aus unserer Community, der eben in der Wohnmobilbranche tätig ist. Ich hab mich dann direkt dahinter gesetzt am Donnerstag, mein ich, war's, äh, Mittwoch oder Donnerstag war's genau und hab 'n Artikel dazu verfasst, um eben die Kunden darauf aufmerksam zu machen. Und, äh, ja, dann am nächsten Tag haben sich auch die Ereignisse überschlagen und Freeventure und beziehungsweise Whenever hat über den Insolvenzverwalter eben das Ganze bestätigt und hat auch verkündet, dass der operative Betrieb schon am Sonntag, 16. August eingestellt werden würde, also jetzt am vergangenen Sonntag. Und das sind natürlich richtig beschissene Nachrichten für Kundinnen und Kunden, abgesehen dass es uns natürlich auch fürs Unternehmen leid tut. Ähm, die hatten ja erst im vorvergangenen Jahr, ich meine 2024 oder 25, ein ebenfalls insolventes Unternehmen, nämlich Offcamper übernommen und wollten eigentlich da noch mal richtig durchstarten, hatten da auch teilweise Mitarbeiter übernommen, soweit ich weiß. Und, äh, ja, und jetzt hat's leider eben doch nicht so geklappt, wie sich, äh, die Kollegen das vorgestellt hatten. Mhm.

Wir wollen, warte kurz, wir, wir werden also in der Folge nicht nur darüber sprechen, sondern auch generell so'n bisschen das Thema Insolvenzen ganz kurz behandeln, dass ihr überhaupt wisst, was das heißt und, äh, auch Tipps geben, die natürlich jetzt zum einen helfen, aber auch generell, wenn euch mal so was passiert, ähm, mit sozusagen unterstützen können. Und das kann euch ja nicht nur bei 'ner Vermietung passieren, das kann euch durchaus auch bei 'nem Händler passieren. Ähm, aber das wär fast schon noch mal 'n Thema für 'ne eigene Folge, weil bei 'nem Händler gibt's noch mal andere Sicherungsmaßnahmen und so weiter, die da getroffen werden können. Ähm, also das ganze Thema ist immer hochkomplex und nicht einfach. Deswegen haben wir entschieden, dass wir heute 'n bisschen drüber sprechen und euch auch so'n bisschen Tipps mitgeben. Und wenn ihr natürlich betroffen seid, wird das nicht viel helfen, ähm, aber es gibt so'n paar Sachen, die man halt machen kann und auch schnell machen sollte.

Kommt so'n bisschen drauf an, wie man eben gebucht hat. Das, ähm, werden wir gleich noch mal besprechen. Ich glaube, die Eingangssituation ist auch damit genug erläutert. Äh, wer sich dafür noch mal näher interessiert, wer da der Insolvenzverwalter ist, der vorläufige und so weiter, ähm, kann sich gerne auch unseren Artikel dazu anschauen beziehungsweise wir verlinken auch die Seite von Whenever selber. Die haben da auch 'n bisschen ausführlicher dargestellt, ähm, wie's jetzt weitergeht. Und ja, im Grunde ist das Ganze halt passiert, weil die ja keine eigenen Fahrzeuge hatten, sondern, äh, verschiedene, mit verschiedenen Partnern zusammengearbeitet haben. Und da hat's wohl Zahlungsverzüge gegeben, sodass dann die Verträge schon Ende Juli wegen Zahlungsverzugs außerordentlich gekündigt wurden und damit eben mehr als die Hälfte der ungefähr 430 flotten Fahrzeuge, sag ich jetzt mal, nicht mehr nutzbar waren. Und, ähm, so konnte man halt den Betrieb dann auch nicht fortführen. Die meisten Kunden hatten leider ihre Buchungen, äh, im Voraus bezahlt. Das heißt, sie würden eben keine, äh, kein Geld mehr zurückbekommen. Und, äh, ja, vielleicht schauen wir uns jetzt mal Punkt für Punkt an, was man so alles tun kann und wer überhaupt jetzt noch 'ne Chance hat, sein Geld wiederzukriegen und wer vielleicht auf die Insolvenzmasse hoffen muss.

Generell, worauf ihr achten könnt: Alles, was ihr im Vorfeld bezahlen müsst, hat halt immer ein Risiko. Das ist genau hier der Punkt. Also vermutlich, wir können nur vermuten, wie das Unternehmen gearbeitet hat, aber vermutlich ist es so, die haben eben Verträge mit Vermietern und, ähm, Händlern und so weiter gehabt und konnten quasi auf die Fahrzeuge zugreifen. Die waren nicht in deren Unternehmensmasse mit drin und haben dann sozusagen einfach, äh, angemietet und wahrscheinlich weitervermietet. Ähm, wie gesagt, alles wahrscheinlich und vermutet und haben da eben sich 'ne Marge rausgezogen. Und, äh, je nachdem, wie dann die Zahlungsbedingungenverträge sind, mussten die sicherlich auch hier und da in Vorkasse gehen und holen sich das natürlich von ihren Kunden, weil vermutlich die Finanzdecke nicht so dick war, um das auszulegen und das auch keinen Sinn macht. Und deswegen ist, äh, alles, was Vorkasse ist, hat 'n Risiko. Es hat mehr Ris-Risiken. Das erste Risiko ist immer, dass ihr selber, äh, nicht die Reise antreten könnt, weil ihr krank werdet, äh, was auch immer, schlimmere Dinge. Ähm, da kann man mit 'ner Reiserücktrittskostenversicherung im Normalfalle vorbeugen. Da sollte man dann nur sehr genau gucken, wann die zahlt und wann sie nicht zahlt und was ihr dafür machen müsst. Äh, zweite Punkt ist, wenn ihr Vorkasse doch irgendwie machen wollt, weil meistens kann man damit halt Geld sparen, dann würde ich generell immer raten, das mit 'ner Kreditkarte zu machen. Weil meine Kreditkarte hab ich häufig, nicht immer und das kommt 'n bisschen auf die Bank und das herausgebende Unternehmen an, noch die Möglichkeit, ein sogenanntes Chargeback zu machen. Also Kreditkarten ist, sind von der Zahlung her eins der sichersten Zahlungsmittel für uns Konsumenten, weil die Zahlungen versichert sind. Das ist auch für Händler ziemlich, also 'n sicheres Zahlungsmittel, weil sich um diese Versicherung quasi die Kreditkartengesellschaft, die Bank kümmert. Das ist alles sehr, sehr vereinfacht und sehr, sehr verallgemeinert. Ähm, deswegen sind die Gebühren halt höher. Ähm, je nachdem wie schlechten Händler verhandelt, können das schon drei, fünf, sieben Prozent sein. Wenn er gut verhandelt, ist es weniger und eigentlich nicht schlimm und aus meiner Sicht immer schlau. Also lange Rede, kurzer Sinn: Zahlt mit Kreditkarte, habt ihr große Chancen, bei solchen Fällen einen Chargeback zu machen. Ich hatte das tatsächlich, ähm, Nele, du erinnerst dich vielleicht dran, dass wir mal in Berlin zusammen in 'nem Hotel waren.

Ja.

Und dieses Hotel hatt ich auch auf einer sehr-

Wie das jetzt klingt.

Stimmt, wir waren mal auf 'ner Konferenz und haben uns quasi ein Hotel geteilt, kein Hotelzimmer. Und ich hatte das im Vorfeld auch über so 'ne Buchungsplattform gebucht. Die, äh, kannte ich. Ähm, generell buch ich selten über so 'ne Plattform, sondern meistens entweder über 'ne große oder übers Hotel oder die Fluggesellschaft direkt. Aber in dem Falle war die Ersparnis gigantisch hoch. Also ich glaub, Drittel bis knapp zur Hälfte haben wir gespart. Und dann sind die kurzfristig auch in die Insolvenz gegangen und da konnt ich tatsächlich mit 'nem Chargeback, ähm, mir das Geld wiederholen mit meiner Kreditkarte. Das, äh, brauchte nur einen kurzen, äh, kurzes PDF ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben, an die Bank schicken und dann hatt ich tatsächlich innerhalb von wenigen Tagen das Geld wieder zurück. Also lange Rede, kurzer Sinn: Zahlt mit Kreditkarte, schützt euch nicht 100%. Es gibt Gesellschaften, die machen das nicht, aber die meisten, ähm, geben euch die Chance. Ähm, das ist eigentlich das Wichtigste. Also keine Vorkasse und wenn doch mit Kreditkarte buchen. PayPal geht auch noch, wobei bei PayPal, die haben zwar auch so 'n, so 'n, ähm, Käuferschutz, aber, äh, ich weiß, dass PayPal da an manche Stellen schon Schwierigkeiten machen kann.

Da ist es mega umständlich, Geld zurückzubekommen. Das hab ich einmal versucht. Ich weiß nicht mehr genau, was das für 'n Fall war. Da musste ewig lang hin und her. Ach ja, da war irgendwas mit Walmart. Ähm, genau, da hab ich irgend 'ne Lieferung nicht bekommen in Mexiko und wollte die zurückfordern und, ähm, da mussteste dann Beweise hochladen und das haste ja in so 'nem Fall teilweise dann gar nicht so richtig. Also, äh, ich hab's mir jetzt auf jeden Fall hinter die Löffel geschrieben, solche größeren Ausgaben tatsächlich auch mit Kreditkarte zu machen. Das war jetzt schon 'n paar Mal, dass ich gedacht hab: „Oh, wenn ich, wenn da was schiefgeht, dann wird's schwierig." Und das sind natürlich auch Summen, das sind ja nicht 30 Euro mal irgendwie für 'ne kleine Bestellung, sondern da geht's ja teilweise um tausende Euro, die da dann im Zweifel hängen bleiben.

Also ich zahl alles, wo ich mir unsicher bin, mit Kreditkarte und wenn's nicht geht, lass ich's, lass ich die Finger davon. Also, ähm, das ist so 'ne Regel, an die ich mich halte und da hab ich auch tatsächlich seitdem keine Zahlungsausfälle von meiner Seite gehabt. Toi, toi, toi. Wie gesagt, Chance ist nicht null, aber das hilft auf jeden Fall.

Ja, dann haben wir noch, was ich vorhin schon angesprochen hatte, die Direktbuchung über Whenever, ähm, selbst mit Zahlung per Überweisung. Ähm, da sieht's 'n bisschen schwieriger aus. Da ist die Forderung auf Rückerstattung eben 'ne Insolvenzforderung, wie ich's grade schon kurz angedeutet hatte. Die kann also dann erst nach der förmlichen Eröffnung dieses Insolvenzverfahrens, also voraussichtlich in 'n paar Monaten beim dann endgültigen Insolvenzverwalter eben angemeldet werden. Da sollen alle Kunden, die zu dem Zeitpunkt bekannt sind, noch mal gesondert informiert werden. Aber wenn man schon mal von 'nem Insolvenzverfahren betroffen war als Kunde, weiß man, dass man da meistens nur 'n Teil des tatsächlich gezahlten Betrags zurückbekommt.

Also meistens eher gar nichts.

Oder eher gar nichts. Genau. Also ich weiß noch, uns hatten ja damals, weil wir auch darüber berichtet hatten im Rahmen der, ähm, Offcamper-Insolvenz, da hatten uns einige Kunden angeschrieben, sowohl über Kommentare als auch persönlich, dass sie auf mehreren tausend Euro sitzen geblieben sind. Also auch noch nach Monaten haben wir zu dem Fall Post bekommen. Und, ähm, ja, also da sieht's dann eher 'n bisschen schlecht aus. Aber meldet euch da auch auf jeden Fall. Vielleicht habt ihr ja Glück.

Und wenn ihr über Check24 gebucht habt, besteht auch 'ne Chance, vielleicht das Geld zurückzubekommen. Das stand in der Pressemeldung auch mit drin, dass man sich dann an Check24 wenden soll. Da fehlt uns ehrlicherweise die Erfahrung. Ähm, versucht es einfach, ob da 'ne Möglichkeit ist. Das hängt 'n bisschen davon ab, wie das Zahlungsverhältnis zwischen Check24 und dem und Whenever war, als ob die oder der Freeventure GmbH war, ob die quasi im Vorfeld auch schon bezahlt haben oder nicht. Müsst ihr einfach euer Glück dort probieren.

Also ich hatte irgendwo gelesen, aber ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht mehr wo, dass bei Buchungen über Check24 wohl die Gelder irgendwo zwischengeparkt werden und noch nicht an Whenever ausgezahlt worden sind und dass man deswegen die eventuell noch zurückfordern kann. Aber wie gesagt-

Das stand in der Pressemeldung

... ohne Gewähr. Ah ja, okay.

Aber wie gesagt, das, äh, so Check24 ist da Zahlungsintermediär und eventuell habt ihr Glück.

Also unabhängig von all diesen Punkten ist immer wichtig, dass ihr halt Buchungsbestätigungen, Zahlungsbelege und auch wenn ihr Schriftverkehr hattet mit Unternehmen, das Ganze immer gut aufbewahrt und, ähm, grade auch was das Thema Kautionen angeht, äh, da auch quasi Datenlage schaffen, damit man eben alles nachweisen kann am Ende. Also am besten solche Sachen immer schriftlich machen, auch bei anderen, äh, Geschäften, Vermietungen, Käufen und so weiter. Das ist eigentlich immer 'n, 'n guter, 'ne gute Empfehlung. Ich will's jetzt nicht unbedingt so weit führen wie mein Papa, der alles ausdruckt, falls noch mal irgend 'n Computer kaputtgeht. Er hat immer alles noch mal in 'nem Ordner. Aber ich sag jetzt mal, ja, Schaden ist es sicherlich keiner, wenn man, keiner, wenn man die ein oder andere Sache sich auch ausgedruckt dann mal in die Tasche packt.

Ja, dann vielleicht noch mal was zum Thema Insolvenzen generell. Das kann ja immer passieren. Also was ist eigentlich so 'ne Insolvenz? Ich versuch's jetzt sehr, sehr, sehr stark zu vereinfachen. Am Ende des Tages passiert das eben bei Privatmenschen, aber auch bei Kapitalgesellschaften, also wie der GmbH hier in dem Falle. Wenn die zahlungsunfähig ist, ähm, die GmbH, dann muss der Gesellschafter oder der Geschäftsführer, äh, Insolvenz anmelden. Das heißt, der muss, wenn er quasi sieht, wir können unsere, äh, Rechnungen sozusagen nicht mehr bezahlen, also wirklich stark vereinfacht, dann muss er, muss er Insolvenz anmelden. Das bedeutet erst mal, die Firma ist quasi zahlungsunfähig. Das heißt und nicht unbedingt schon irgendwas, äh, sondern das ist nur einfach gesetzlich vorgeschrieben. Äh, bei einer Privatperson, äh, die muss das entsprechend auch machen, aber da gibt's nicht so harte Fristen und Regeln, auch, äh, Sorgfalt und so weiter. Lange Rede, kurzer Sinn, dann muss er die anmelden, dann wird das Insolvenzverfahren, äh, quasi oder der Insolvenzantrag gestellt. Ähm, dann wird das alles geprüft. Äh, manchmal wird das Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt. Also wenn nichts mehr da ist, äh, dann ist der Drops sozusagen gelutscht. Das ist alles ein Prozess, der 'n bisschen dauert oder es ist eben noch Geld da, was verteilt werden kann oder es sind noch Forderungen da. Also sprich, noch zu bezahlende Rechnungen ans Unternehmen. Äh, dann, äh, ist sozusagen der Insolvenzverwalter da und der kümmert sich quasi darum. Ähm, es kann auch 'ne Fortführung durchaus gemacht werden. Also der Insolvenzverwalter guckt eben auch, ob er das Unternehmen retten kann, ob's da 'ne Fortführungsprognose quasi gibt. Und, äh, es geht nicht darum, das abzuwirtschaften oder runter oder abzuwickeln, sondern durchaus auch zu gucken, kann man's retten. Ja, könnt ja durchaus sein, dass sich, äh, keine Ahnung, dass man die Hälfte der, der Angestellten entlassen kann und dann das Ganze wieder funktioniert und der Geschäftsführer hat das noch nicht gesehen. Also das heißt jetzt nicht, dass das bei Whenever so war. Das war jetzt einfach nur 'n Beispiel. Dann könnte man das Unternehmen vielleicht wieder retten. Ähm, es war hier aber nicht der Fall. Also der, äh, vorläufige Insolvenzverwalter hat in der Pressemeldung geschrieben, dass das aufgrund der Umstände, wie das ganze Geschäftsmodell war, einfach nicht mehr aufrechtzuerhalten war und deswegen mussten sie jetzt auch sehr schnell die Reißleine ziehen und quasi innerhalb von wenigen Tagen das Geschäft komplett einstellen und, äh, konnten auch keine Vermietfahrzeuge wieder rausgeben. Und was jetzt passiert ist letzten Endes, es wird dann quasi irgendwann vielleicht das Insolvenzverfahren eröffnet. Vielleicht wird's auch mangels Masse abgelehnt, wenn nichts da ist. Das wissen wir nicht. Wenn's eröffnet wird, ist es im Normalfalle so, dass alle Gläubiger, also sprich die, die noch Geld da drin haben und es eigentlich zurückbekommen müssten, die werden dann informiert und angeschrieben, manchmal per E-Mail, manchmal per Brief. Ähm, wenn aus irgend 'nem Grund ihr umgezogen seid, in der Zwischenzeit eure E-Mail-Adresse geändert habt, dann kann's durchaus helfen, sich schon mal mit dem Insolvenzverwalter in Verbindung zu setzen und da 'n bisschen zu gucken, wie's weitergeht, weil dann erreicht euch natürlich die Nachricht nicht. Und dann könnt ihr halt eure Forderung anmelden und dann wird einfach nur geguckt, wann ist diese Forderung entstanden und da wird einfach sozusagen nach, äh, sozusagen Datum der Forderung wird dann eben ausgekehrt, was an, an Geld noch da ist. Ähm, ich erwarte nicht, dass da hier irgendwie viel noch übrig ist. Da werden mit Sicherheit auch, äh, Banken und andere da sein, die vielleicht schon viel eher irgendwo Forderungen haben als hier. Also erfahrungsgemäß ist hier nicht viel zu holen, aber vielleicht habt ihr ja Glück und, äh, da geht noch was. Das hängt davon ab, wie das Unternehmen gelaufen ist. Ähm, genau das also, was so 'ne Insolvenz heißt und also, ne, ganz, ganz vereinfacht runtergebrochen. Und, ähm, was in dem Atemzug noch mit an uns ran getragen wurde, war 'ne Pressemeldung von einem Vermieter.

Die hat sich schon völlig verdrängt wieder, über die wollten wir auch noch sprechen, genau.

Ähm, zwei Tage nach der Insolvenz, ein Tag nach der Pressemeldung vom Insolvenzverwalter.

Am Freitag war das.

Am 13. haben wir darüber berichtet oder am 12. abends noch und am 14. genau kam die Pressemeldung am Freitag. Ähm, von der Firma Roamland, ich find einfach auch Namen, ähm, Camper und Events, äh, die schreiben halt so: „Hey, die, äh, Freeventure ist laut den eigenen Angaben in der Insolvenz oder hat 'nen Insolvenzantrag gestellt und, äh, laut Insolvenzverwalter wird das operative Geschäft eingestellt und wir wollen, sind ehemaliger Dienstleister von Whenever, also der GmbH oder der Firma sozusagen und möchten betroffenen Reisen in dieser Situation helfen, eine schnelle, unkomplizierte Lösung anbieten und an den Standorten, angeblich an den bekannten Standorten, okay, äh, in Sachsen und Thüringen stehen voll ausgestattete Camper zu fairen Konditionen zur Verfügung. Äh, Ziel ist es, dass aufgrund der aktuellen Entwicklung niemand auf den Urlaub verzichten muss. Äh, wir wollen das gar nicht bewerten. Das ist auf, also doch 'n bisschen bewerten schon, es ist marketingtechnisch auf jeden Fall sehr, sehr schlau gewesen, äh, diesen Schachzug zu machen. Die, äh, Motivation dahinter wissen wir nicht, kennen wir nicht und spielt auch hier keine Rolle. Also sprich, tatsächlich kann das ja Menschen helfen, dass zumindest der Urlaub nicht ins Wasser fällt. Das Geld ist weg, also, also wahrscheinlich weg und man muss jetzt noch mal neu buchen.

Ja, oder auch Leuten, die jetzt vielleicht buchen wollten und jetzt nicht mehr bei Whenever buchen können, weil die eben keine Fahrzeuge mehr rausgeben können.

Aber denen steht ja noch der gesamte Markt zur Verfügung.

Ja, das stimmt.

Es ist ja jetzt eher für die, die-- Also auch den anderen steht der gesamte Markt zur Verfügung, ne. Das wollen wir auch noch mal dazu sagen. Aber wir wissen ja auch, grad bei Vermietungen, je kurzfristiger ich buche, desto teurer wird die ganze Geschichte. Ähm, wir haben nicht gecheckt, was faire Konditionen, also was für die faire Konditionen sind. Das haben wir alles nicht geprüft. Ähm, wir geben das einfach weiter. Roamland Camper ist die Firma, findet man bei Google sicherlich einfach. Also wenn das für euch als Betroffene irgendwie Relevanz hat, dann habt ihr da 'ne Information. Ich bin mir fast schon sicher, dass auch andere Vermieter da, wenn sie Fahrzeuge haben, äh, die zur Verfügung stellen, vielleicht aber auch zu anderen Preisen. Das wissen wir alles nicht. Wir wissen, dass Menschen auch hier und da zu gierig oder zur Gier neigen und dann so 'ne Situation ausnutzen. Das macht nicht jeder Mensch, aber auch das wird's geben. Alles in allem 'ne blöde Situation für alle, die betroffen sind. Ähm, vielleicht kann der eine oder die andere noch 'n bisschen das Geld wieder mit 'nem Chargeback zurückholen. Ähm, wenn ihr das noch nicht gemacht habt, wenn ihr betroffen seid, dann richtig Gas geben. Wenn ihr Kreditkarte, PayPal, Check24 bezahlt habt. Bei allen anderen Wegen wird es schwierig werden. Da müsst ihr halt einfach warten. Und, äh, ja, wir hoffen, dass für nicht so viele der Urlaub ins, äh, Wasser fällt dann. Wie gesagt, zusammenfassend, äh, Vorsicht mit Vorkasse, am besten mit Kreditkarte. Ist natürlich blöd, wenn ich keine habe oder keine will, dann fällt das weg. Ähm, ist für mich aber einer der entscheidenden Punkte, dass es einfach 'n sicheres Zahlungsmittel ist, wenn ich nicht selber fahrlässig handel. Und, ähm, ja, ansonsten immer Finger weg von Vorkasse, wenn's irgendwie geht, weil es gibt da halt einfach Risiken, die man nicht aufm Schirm hat bei Buchung. Und Insolvenz ist nur eine davon. Da gibt's sicherlich noch die eine oder andere. Ähm, ja, in diesem Sinne, ich glaub, das war alles, Nele, was wir dazu sagen wollten, oder?

Das war alles, ja. Ich denk, es war jetzt auch 'ne ganze Menge Info für so 'ne kurze Kaffeepause. Wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen, wenn ihr betroffen seid, dass ihr zumindest 'n Teil eurer Ausgaben zurückbekommt. Und ja, allen anderen schöne Restwoche. Wir hören uns am Samstag wieder.

Genau, bis dahin. Ciao.

Tschö.

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