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Gastankflaschen - Funktionsweise, Varianten und rechtliche Situation

Episode 199 · 00:55:27

Nie wieder Gasflaschen schleppen – das klingt verlockend. Mit einer sogenannten “Tankflasche” lassen sich die Gasvorräte ganz einfach an normalen Tankstellen auffüllen, so ähnlich wie der Benzin oder Diesel beim Fahrzeug. Doch es gibt immer wieder Stimmen, die behaupten, dass ein solcher Einbau bzw. das Betanken nicht den rechtlichen Vorschriften entspricht.

Wir haben mit Andreas Irmer, Inhaber der Firma autarker.de und Gassachkundiger, gesprochen. Gemeinsam beleuchten wir die Situation und erklären auch nochmal ganz von vorne, was “Gastankflaschen” überhaupt sind, wie sie funktionieren, worin der Unterschied zu herkömmlichen Tauschflaschen besteht und vieles mehr.

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Das Transkript der Folge

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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute geht's um Gastankflaschen.

Ja, was jetzt so einfach klingt, Gastankflasche kann sich vielleicht der eine oder andere schon was drunter vorstellen, ist in der Praxis aber ein Thema, was durchaus auch diskutiert wird und wo's aus unserer Sicht viele Fragen und auch teilweise Missverständnisse gibt. Und deswegen haben wir uns heute als Experten wieder den Andreas Irmer von der Firma autarka.de eingeladen, ähm, der eben auch in seinem Betrieb diese Gastankflaschen schon seit Jahren verbaut und sich da sehr intensiv auch mit der rechtlichen Lage beschäftigt hat. Und wir sprechen eben jetzt nicht nur darüber, was genau ist 'ne Gastankflasche, wie funktioniert die, wie befülle ich die und so weiter, sondern auch über die ganzen, ja, Diskussionen, die man teilweise mit den Prüforganisationen führt und, ähm, die Fragen, die auch aus unserer Community gekommen sind.

Erst mal herzlich willkommen, Andreas. Vielen Dank, dass du da bist. Möchtest du dich auch noch mal kurz vorstellen?

Ja, Nele. Hallo, vielen Dank, dass ich mal wieder bei euch sein darf. Äh, du hast mich ja schon kurz vorgestellt. Andreas Irmer ist mein Name, ähm, Gründer von autarka.de. Seit 2015 beschäftigen wir uns, ähm, hier mit dem Umbau von Campingfahrzeugen im Bereich Autarkie und ein großes Thema ist die Umrüstung auch der Gasanlagen, sprich mit Gastankflaschen.

Dann steigen wir vielleicht auch direkt mal ein mit der einfachen Frage: Was ist denn eigentlich so 'ne Gastankflasche?

Oh, und das ist gar keine einfache Frage. Ähm, es geht dabei im Grunde genommen um eine, ja, vom Endkunden selbst wiederbefüllbare, äh, wiederbefüllbarer Gasdruckbehälter. Denn der Punkt ist, dass es eigentlich den, die, die Begriffe Tank und Flasche nur in der Umgangssprache gibt. Eigentlich sind das alles Gasdruckbehälter und, äh, es gibt halt verschiedene Regeln, die es dem Kunden erstal, gestatten, ähm, an 'ner Gastankstelle 'n Druckbehälter wieder zu betanken. Und ja, da kommt's einfach drauf an.

Das heißt, wir haben, wenn wir, also wir holen erst mal alle Hörer und Hörerinnen da draußen bisschen ab. Ihr habt, sofern ihr 'n Campingfahrzeug habt, ob's jetzt 'n Wohnmobil ist oder 'n Wohnwagen ist, habt ihr vermutlich hoher Wahrscheinlichkeit da irgendwas mit Gas drin. Es sei denn, ihr habt schon ein Fahrzeug, was ohne Gas auskommt, aber dann interessiert euch das sowieso nicht. So, jetzt habt ihr, ihr habt da Gas drin. Das heißt, ihr habt da auch diese ganz normalen, ich sag mal, Tauschflaschen umgangssprachlich, also tauschfähige Gasdruckbehälter, ähm, ne, die, die roten oder grauen oder auch aus Alu silbergrau gefertigten, äh, Gasflaschen, die man im Baumarkt beim Gashändler, ähm, und in anderen Ländern auch in anderen Farben quasi überall umtauschen kann. So, das sind erst mal so die handelsüblichen Tauschflaschen. Äh, warum fahr ich die nicht einfach an die Tanke und, und wenn die Flaschen leer sind und füll die wieder auf an die, also an die LPG-Tankstelle, also da, wo's halt Gas gibt?

Mhm. Ähm, ja, könnte man rein theoretisch machen, aber es ist halt doch sehr gefährlich, dass ich die Flasche nicht überfülle. Ähm, der-- Es darf nur ein bestimmtes Volumen in eine Flasche reingefüllt werden. Äh, ich kann sie nicht einfach wie jetzt 'n Eimer Wasser randvoll machen, denn das Gas braucht, ähm, um bei unterschiedlichen Temperaturen noch, ähm, zu funktionieren, eine gewisse, ähm, Gasphase oben drüber, ähm, um dort auch atmen zu können. Das heißt, das Gas kann dort verdampfen und kann dann auch gasförmig entnommen werden. Und das ist halt bei diesen Gasdruckbehältern spricht man von achtzig Prozent, die nur gefüllt werden können oder gefüllt werden dürfen.

Und das weiß ich als Laie nicht, weil meistens ist ja auch noch 'n Rest in so 'nem Gasdruckbehälter drin, also in so 'ner Flasche und ich kann als Laie mir auch nicht ausrechnen, wie, wie lang darf ich da den, den Stutzen reinhalten, ähm, damit ich dann bei den achtzig Prozent lande.

Genau. Und außerdem sprechen wir ja noch davon, dass wir meistens elf Kilogramm oder, ähm, fünf Kilogramm Flaschen haben. Ähm, wir tanken das Gas allerdings nicht in Kilogramm, sondern in Litern. Und das Volumen ändert sich auch wieder bei unterschiedlichen Temperaturen. Also ich kann jetzt nicht einfach sagen, elf Kilogramm sind, äh, zweiundzwanzig Liter, denn, denn wenn es draußen besonders kalt ist oder wenn es besonders warm ist, ändert sich da auch das Volumen wieder ein Stück weit.

Kannst du einmal beschreiben, wie so 'ne Tankflasche aufgebaut ist? Also ich werd auch noch mal, äh, liebe Hörerinnen und Hörer, ein Video dazu verlinken, was wir bei Andreas gedreht haben, wo er das auch noch mal bildlich zeigt. Aber für alle, die jetzt sich den Podcast eben anhören und kein Video gucken wollen, ähm, eine kurze, ein, einen kurzen Rundgang durch so 'ne Tankflasche. Ich bleib jetzt auch einfach bei dem Begriff, weil mir ist wiederbefüllbarer Gasdruckbehälter jetzt auch zu umständlich.

Ja, sehr gerne bleiben wir einfach bei dem Begriff. Also, ähm, fangen wir an: Eine Tauschflasche hat obendrauf, ähm, quasi oben am Kopf ein Ventil, durch das kann ich das Gas entnehmen und durch dieses Ventil wird letzten Endes die Flasche beim Händler oder bei der Abfüllstation auch wieder befüllt. Ähm, eine Tankflasche hat, äh, ein sehr ähnliches Ventil, wodurch ich das Gas entnehmen kann, aber hat zusätzlich noch ein Füllventil. Und dieses Füllventil, ähm, das ist wichtig, das ist im Inneren mit einem Schwimmerschalter kombiniert. Das ist der achtzig Prozent Füllstopp. Das heißt, wenn die Flasche jetzt aufrecht steht und ich das Gas dort flüssig einfülle, dann, äh, füllt sich die Flasche von unten ja nach oben und irgendwann ist halt dieser achtzig Prozent Füllstand erreicht.

Das heißt, der Schwimmerschalter geht mit und stoppt die Befüllung dabei automatisch. Und dann gibt's halt noch, ähm, verschiedene andere Systeme dabei, dass ich auch den Füllstand noch messen kann. Ähm, das ist jetzt aber eigentlich mehr so 'n, so 'n, ähm, ja, nice to have, aber keine Grundanforderung für 'ne Tankflasche.

Okay, danke dafür. Ich hoffe, das, das ist für euch so weit alles klar. Ähm, bis jetzt ist es auch noch nicht so kompliziert, find ich. Also noch mal ganz wichtig: Wir sprechen halt ja häufig von Flüssiggas, ne, und gleichzeitig kennt ihr aber das Gas, was, äh, irgendwo vielleicht aus dem, aus dem, äh, Gasherd oben aus der Pla, aus dem Kochfeld rauskommt, ist ja gasförmig. Wie, wie passt das zusammen? Nur das Fl, das Gas ist halt in 'nem flüssigen Zustand. Es wird unter Druck gesetzt, dann wird's flüssig. Braucht demzufolge viel, viel weniger Raum. Äh, deswegen transportiert man es so, weil sonst bräuchten wir halt noch mal 'n riesigen Sattelschlepper hinten dran, wenn wir das Gas in derselben Menge gasförmig mitschleppen müssten. Und, äh, dann diese achtzig Prozent, vielleicht auch das noch mal so 'n bisschen einfacher erklärt. Ähm, diese, diese achtzig Prozent dienen dazu, dass ich oben über der flüssigen Gasansammlung immer noch Platz habe, damit Gas, fl, äh, äh, gasförmig werden kann und dann eben die Flasche verlassen kann.

Das ist also genau der, der Hintergrund, warum nur achtzig Prozent und dann landet's halt in eurem Kühlschrank, in eurem, eurer Therme, in eurem, äh, Ofen oder Herd und, äh, dort kommt's eben gasförmig raus. So, das ist erst mal die Grundfunktionalität. Und, ähm, jetzt haben wir dazu passend auch – ich glaub, das passt hier ganz gut rein – 'ne Hörerfrage vom Christian bekommen. Ähm, der hat geschrieben: „Ich seh und lese immer mehr von Composite-Gasflaschen. Man ist sich uneins, äh, darf man sie selber befüllen oder nicht? In Klammern: egal ob Füllstopp oder nicht. Ich meine, ihr hattet in der Gasfolge mal einen Fachmann im Podcast. Vielleicht, äh, könntet ihr dieses Jahr noch mal oder diesen Jahr noch mal befragen zu dem Thema und vielleicht bekommt ihr da auch eine zuverlässige Info zum Thema, äh, dass ich die selber an der G, LPG-Tankstelle befüllen darf." Also, äh, an unseren Experten jetzt hier, den wir ja hier haben, äh, Andreas, was ist denn überhaupt eine Composite-Gasflasche?

Eine Composite-Ga-Gasflasche ist eine Gasflasche aus Kunststoff. Ähm, diese Technik gibt es, äh, vor allen Dingen in Skandinavien schon seit vielen, vielen Jahren. Es gibt jetzt auch erste, äh, Flaschenanbieter in Deutschland, wobei ich sagen muss, bei uns in Süddeutschland hat sich das noch nicht so durchgesetzt, weil es hier kaum Stationen gibt, wo man diese Flaschen tauschen kann. In Norddeutschland ist es mehr, äh, und halt auch in Skandinavien. Ähm, das heißt, das Material der Flasche ist dabei halt, ähm, aus Kunststoff, aus Glasfaser verstärktem Kunststoff, ähm, was einen Vorteil hat, weil ich den, weil ich den Füllstand der Flasche normalerweise gegen Licht sehen kann, denn dieser Kunststoff ist nicht komplett oder ist, ist leicht lichtdurchlässig.

Ähm, diese Flaschen sind aber genauso wie andere Tauschflaschen auch nicht zur Befüllung an der Tankstelle zugelassen. Das definitiv.

Okay, also das sind einfach normale Tauschflaschen. Der Vorteil ist eigentlich am Ende des, des Tages wahrscheinlich das Gewicht, weil Kunststoff vermutlich leichter ist als die Stahl, das Stahl der Stahlflaschen.

Ja.

Okay.

Und die gibt's noch nicht in 'ner Tankflaschenvariante bisher.

Es hat mal einen Anbieter gegeben, der diese Flaschen so verkauft hat. Ähm, das ist aber wieder aus dem Verkehr gezogen worden.

Okay. Und aus welchen Material-- Ach so, ich hoffe, äh, Christian, deine Frage ist damit so weit beantwortet. Ähm, also wir können dir jetzt nicht den Tipp geben, dass du die selber befüllen darfst, weil du den Füllstand siehst. Also wir würden dir das auf gar keinen Fall raten. Ähm, und im Zweifel muss man dann eben warten, ob vielleicht noch mal ein anderer Anbieter mit so 'nem Material als Tankflasche dann auf den Markt geht. Ähm, und eben beim Thema Material stellt sich mir jetzt auch die Frage: Aus welchen Materialien bestehen Tankflaschen, die hier in Deutschland oder Europa erhältlich sind und auch die entsprechenden Zulassungen haben?

Also wir haben aktuell Tankflaschen aus zwei Materialien. Das eine ist die Tankflasche der Firma Alugas aus Aluminium und wir haben aktuell auch, äh, Modelle aus, ähm, England, ähm, von der Firma Gaslow. Äh, diese Tankflaschen sind aus Stahl, ähm, die wir hier verbauen. Es gibt noch andere Anbieter davon, die dann, äh, eigentlich auch aus Stahl sind, aber die verbauen wir nicht.

Okay, aber also grundsätzlich besteht die Möglichkeit, aus diesen zwei Materialien auszuwählen. Und in welchen Größen und, äh, Füllvolumina gibt's diese Flaschen? Weil ich hab immer mal wieder gesehen, dass die, die, ähm, Kilogrammangaben da unterschiedlich sind teilweise zu den herkömmlichen Tauschflaschen.

Mhm, ja, also von Alugas haben wir die Flaschen in elf Kilogramm, genauso wie 'ne Tauschflasche auch, und in 14 Kilogramm. Ähm, dann hat sie den gleichen Durchmesser, ist allerdings, ähm, höher von der Bauform her. Äh, das heißt, da muss man natürlich überprüfen, ob die dann auch in den Gaskasten reinpassen. Von Gaslow haben wir die Flaschen, äh, auch in elf Kilogramm, äh, und auch in sechs Kilogramm. Wenn jemand nur 'ne fünf-Kilogramm-Tauschflasche hat, können wir da normalerweise die sechs-Kilogramm-Tankflasche für reinbauen, weil es ja auch viele Fahrzeuge gibt, wie Absetzkabinen zum Beispiel, wo eben nur kleinere Flaschen reinpassen und da, äh, kann man die dann verbauen.

Okay, also das heißt, man muss sich da immer natürlich die individuelle Ausbausituation angucken.

Ja, genau.

Und dem entnehme ich jetzt auch schon die Antwort auf meine nächste Frage. Wahrscheinlich sind diese Tankflaschen immer im Gaskasten verbaut oder gibt's da Ausnahmen oder auch andere Möglichkeiten?

Also wir verbauen die Tankflaschen nur im Gaskasten. Ähm, Hintergrund ist, dass die Fahrzeuge ja auch, ähm, eine Baumusterzulassung haben, Straßenverkehrszulassung haben, äh, und der Hersteller definiert ja eben als Gasstandort diesen, äh, diesen Gaskasten und, äh, dementsprechend verbauen wir die halt auch da drin.

Das heißt, der Gaskasten, ähm, muss dieselben Bedingungen erfüllen wie für den Einsatz von Tauschflaschen? Oder gibt's für die Tankflaschen noch mal besondere rechtliche Vorschriften? Ich spreche jetzt nicht von der Einbausituation. Ähm, da haben wir ja gesagt, da muss man immer gucken, auch wie dann, äh, vielleicht die, ähm, die Betankungsöffnung verbaut werden kann und so weiter. Aber rein rechtlich betrachtet gelten dieselben Regelungen für die Gaskasten, also, ähm, zehn mal zehn Zentimeter mindestens, äh, Zwangsbelüftung nach innen hermetisch verschlossen und so weiter, oder haben wir da irgendwelche Zusatzregelungen?

Nein, das sind genau die gleichen Regelungen.

Okay.

Jetzt habe ich ja die Möglichkeit oder in, in größeren Wohnmobilen oder in normalen Wohnmobilen, äh, habe ich ja meistens zwei Gasflaschen verbaut, häufig die zweimal elf Kilogramm Flaschen. Jetzt, jetzt kann's ja Gründe geben, da nur eine Flasche zum Beispiel, also so eine Tauschflasche gegen eine Tankflasche zu ersetzen oder auch beide. Ähm, was würdest du denn jetzt aus deiner Erfahrung für welche Arten von Reisen empfehlen? Also ist es überhaupt sinnvoll, das zu kombinieren? Also sprich eine, eine Tankflasche und eine normale wiederbefüllbare oder beides? Also was ist deine Erfahrung, für welche Art von Reisen macht welche Kombination oder welche Lösung Sinn?

Also wir haben da ganz unterschiedliche Kundensichtweisen auch zu und natürlich kann man sagen, man tauscht beide Flaschen gegen Tankflaschen aus, aber ich gebe immer so das Beispiel: Wenn Kunden gerne, äh, zum Skifahren mal für zehn oder vierzehn Tage, äh, in Österreich oder in der Schweiz oder wo auch immer auf den Campingplatz fahren, ähm, dann müssten sie ja nach den sechs Tagen etwa, wenn beide Tankflaschen leer sind, erst mal alles wieder abruddeln und, äh, gucken, dass sie zu 'ner Tankstelle fahren, um dann wieder nachzutanken. Diese Kunden nehmen dann gerne einfach eine Tankflasche, die sie außerhalb des Skiurlaubs das ganze Jahr über nutzen und eine Tauschflasche, die sie dann den Tau, den Tauschflaschendienst, ähm, am Campingplatz einfach wiedergeben können und da immer wieder austauschen.

Eine Alternative ist auch noch, dass ich 'ne, ähm, einen Anschluss mache, wo ich quasi eine externe Gaszufuhr noch anschließen kann. Ähm, das, so was verbauen wir auch, ähm, ist aber jetzt nicht die häufigste Entscheidung der Kunden.

Das muss ja dann auch auf dem Campingplatz angeboten werden, ne? Das hat ja auch nicht jeder Campingplatz, dass man da dann quasi vor Ort direkt, ähm, sich ans Gas dranklemmen kann.

Genau, genau, das hat auch nicht jeder Campingplatz, ähm, aber manche Campingplätze haben es. Äh, vor allen Dingen, äh, in der Nähe von Skigebieten-

Mhm.

-gibt's halt doch einige, die das anbieten.

Jetzt da grad noch 'ne, noch 'ne dritte oder noch 'ne, 'ne weitere Frage in die Richtung, weil, äh, mir das gerade noch einfällt: Gäbe es dann auch die Möglichkeit, äh, über 'n Ventil oder Ähnliches quasi noch einen externen, also einen, also extern hast du ja gerade gesagt, aber einen externen Gasanschluss zu haben, wo ich mir quasi noch eine Flasche neben das Wohnmobil zum Beispiel stelle?

Genau, das wäre der gleiche Anschluss.

Ah, okay.

Ja. Ähm, was wir dann auch haben, äh, zum Beispiel Leute, die jetzt mal einige, einige Wochen oder auch Monate auf dem Campingplatz stehen bleiben wollen, die können sich dann halt 'ne dreiunddreißig Kilogramm Flasche neben das Wohnmobil oder neben den Wohnwagen stellen. Die muss natürlich gegen Umfallen gesichert sein. Da gibt's auch wieder bestimmte Anforderungen, aber dafür ist dann dieser, diese externe Gaseinspeisung, so wie es heißt, äh, nützlich.

Okay, das, dann, dann bin ich beruhigt. Das hatten wir nämlich an unserem Toolliner dran und ich hab das auch tatsächlich genutzt, wenn wir lange standen und wollte jetzt noch mal gucken, ob das aber auch-

Ob das sauber war.

- 'ne Bastellösung war oder ob das durchaus okay ist. Okay. Ähm, also das-

Ich würde noch mal-- Ach so, Entschuldigung.

Genau, also ich wollt das noch mal kurz zusammenfassen. Also ihr habt halt ganz viele Möglichkeiten. Es, es kann, kommt sehr stark auf euer Reiseverhalten an, w-wie ihr quasi welche Arten miteinander kombiniert, also wie unabhängig ihr sein müsst, wie häufig ihr auch Gas tanken fahrt, weil der Vorteil der Gastankflasche ist, ich kann an jeder Tankstelle die LPG Gas oder an den meisten, die quasi Autogas LPG anbieten, tanken. Das ist aber auch der Nachteil. Ich muss halt dahinfahren zum Tanken. Und ne, wie wir gerade gehört haben, wenn ich lange irgendwo stehe oder vielleicht sogar eingeschneit bin, wie ja jetzt gerade während wir aufnehmen in Bayern es der Fall ist, dann, äh, habe ich halt so 'n bisschen das Problem, dann wird der Vorteil plötzlich zum Nachteil. Und deswegen ist es ganz sinnvoll, so 'n bisschen aufs Reiseverhalten zu achten und, äh, Plan B oder, ne, der sozusagen Änderungsplan kann ja auch immer noch mal so 'n externer Anschluss sein, wenn ihr irgendwo lange steht.

Okay, jetzt, äh, Nele, bist du dran.

Ja, ich würd noch mal kurz gerne auf das Einbauthema zurückkommen. Also wir haben ja gerade schon die Voraussetzungen im Gaskasten kurz umrissen, aber sicherlich interessiert es die Leute draußen auch, wie genau so 'ne Gastankflasche verbaut wird.

Mhm. Also die Hersteller der Gastankflaschen machen in dem Fall die Vorgaben. Ähm, es gibt in Europa ja die Regelung, dass alle Produkte, die verkauft werden, eine entsprechende CE-Konformität nachweisen müssen und zum Beispiel Alugas, äh, weist das nach, indem sie halt das komplette System aus der Gastankflasche, aus der Halterung, ähm, Betankung, Schläuche und so weiter haben überprüfen lassen und dafür gibt es die Konformitätserklärung, ähm, CE, äh, null null sechsunddreißig in dem Fall. Also, äh, die null null sechsunddreißig steht dafür, dass der TÜV Süd GmbH diese Überprüfung gemacht hat und so müssen die Flaschen verbaut werden.

Also die Flaschen müssen, ähm, fest im Gaskasten verbaut werden. Äh, fest gibt's jetzt, äh, das ist jetzt keine Anforderung an bombenfest oder, ähm, was weiß ich, wie, wie man's jetzt macht, sondern fest heißt in dem Fall nur, dass sie nicht ohne Werkzeug entnehmbar sein dürfen.

Das ist ja quasi genau der Unterschied auch zur, zur, sagen wir mal, Tauschflasche. Die muss ja auch irgendwie befestigt sein, aber da hat man halt einfach 'nen Gurt, der mit 'nem, mit 'nem Clips oder so was zusammengehalten wird. Das reicht da sozusagen aus und das ist aber für 'ne, für 'ne Gastankflasche nicht das Richtige, sondern die kann ich maximal mit Werkzeug dann wieder rausbauen.

Ja, genau.

Dann gibt's ja auch Leute, die gerne selber basteln, so wie mein Ehemann. Ähm, beim Thema Gas sind wir aber persönlich sehr vorsichtig. Was würdest du denn sagen, kann man so 'ne Tankflasche selber nachrüsten oder muss man damit zwingend in 'ne Fachwerkstatt?

Also wer jetzt handwerklich geschickt ist, ähm, der kann die Flaschen selber einbauen. Ähm, wir bieten's für unsere Kunden auch an, dass sie im Nachhinein zu uns kommen können, dass wir quasi dann eine, äh, Bescheinigung über die ordnungsgemäße Montage ausstellen, damit der Kunde halt an sich wieder sicher geht und das auch nachweisen kann. Ähm, eine gesetzliche Anforderung dafür gibt es nicht.

Mhm.

Nur wenn ich halt die Sachen nicht so einbaue, wie der Hersteller es jetzt vorgibt, ähm, verliere ich dadurch vollautomatisch die Zulassung für die ganzen Sachen und muss mir dann auch drüber im Klaren sein, dass ich schlimmstenfalls meinen Versicherungsschutz fürs Fahrzeug verliere, ähm, wenn mal irgendwas passiert. Äh, vielleicht noch 'n Hinweis: Etwa 80% der Kunden, die zu uns kommen und die Bestätigung der ordnungsgemäßen Montage haben möchten, müssen erst noch mal nacharbeiten.

Okay.

Was, was sind da so die Klassiker, die nachgearbeitet werden müssen? Gib, also gibt's die oder ist das sehr, sehr unterschiedlich?

Nein, es ist eigentlich immer der gleiche Fehler, der, fast immer der gleiche Fehler, der auch explizit in der Bedienungsanleitung geschrieben wird. Ähm, wer die Gasflaschen sich anschaut, egal ob jetzt, äh, Tauschflasche oder Tankflasche, der weiß, dass es eine geschweißte Konstruktion ist und etwa auf halber Höhe der Flasche gibt es rundum noch mal eine Schweißnaht. Und, ähm, die Wandhalterung, mit der die Flaschen dann an der Wand beschäg... befestigt werden, haben eine, ähm, Ausnehmung seitlich da dran und diese Ausnehmung muss eben auf Höhe der Schweißnaht sein, um sicherzugehen, dass es nicht, äh, durch irgendwelche Zufälle zum Kontakt zwischen dem Edelstahlhalter und der Aluminiumflasche kommen kann, denn das würde halt zu Kontaktkorrosion führen.

Okay, also da steig ich jetzt grade schon wieder aus mit meiner Geduld, weil bei mir muss immer alles schnell, schnell gehen, wenn irgendwas verbaut wird. Ähm, ich entscheide mich jetzt also als Kundin oder als Kunde, ich möcht da jetzt selber nicht Hand anlegen, also möcht mir das alles ersparen, hier Bedienungsanleitung zu wälzen und so weiter und geh damit lieber in 'ne Fachwerkstatt. Woran erkenne ich 'ne Fachwerkstatt, die das mir sicher einbauen kann? Gibt's da irgendwelche, gibt ja in Deutschland für alles irgendwelche Siegel oder, ähm, Zulassungen oder sonst was? Oder was würdest du sagen, wie find ich da jemanden?

Tja, das ist 'ne sehr gute Frage. Also, ähm, es gibt dafür eigentlich keine, ähm, ja, Zertifikate oder so was. Ähm, oder ja, eigentlich gibt es schon Zertifikate, weil wir sind zum Beispiel eine der ersten Firmen in Deutschland gewesen, die von Alugas zertifiziert worden ist für den Einbau der Gastankflaschen. Ähm, aber es gibt natürlich auch andere Firmen, die Gastankflaschen einbauen, ähm, wo ich dann teilweise Kunden später bei uns sehe, die dann sagen, ich bin mir nicht ganz sicher, ob das so richtig montiert worden ist und wo ich dann teilweise mir wirklich meine zwar kurzen, aber doch, äh, Haare raufen muss, ähm, weil da halt sehr viele, ja, Fehler oder Ungenauigkeiten gemacht werden, die so einfach, ja, nicht gehen.

Ähm, es gibt auch, wie ich grade schon gesagt hab, einige Gastankflaschen, die angeboten werden bei uns, die wir jetzt bewusst nicht einbauen. Ähm, ich weiß jetzt nicht, wie, wie ich da drauf eingehen soll weiter, aber, ähm, bei den Firmen würd ich mir's halt auch nicht montieren lassen.

Also mit, mit Angeboten bei uns meinst du in Deutschland?

Nee, Angeboten bei uns bei autarka.de.

Ah, okay. Mhm. Mhm. Das heißt also, 'n guter Weg wäre zu gucken, welches System würd ich mir gerne verbauen lassen und wenn ich jetzt zum Beispiel mich für Alugas entscheide, ähm, dann gucken, dass die Fachwerkstatt von der Firma Alugas zertifiziert ist oder eben bei anderen Anbietern, ähm, genauso drauf achten, dass da irgend 'ne Art von bestätigter Kooperation besteht, sag ich jetzt mal, oder Zertifizierung.

Mhm. Mhm.

Machen das alle Hersteller von Gastankflaschen, dass sie, äh, Werkstätten die Zertifizierung anbieten oder machen das nicht alle?

Nein, das machen nicht alle. Nicht dass ich wüsste.

Okay.

Und es gibt auch keine große deutschland-, europaweite Zertifizierung, dass man das als Werkstatt quasi herstellerunabhängig, äh, zertifiziert bekommt.

Nein, nein.

Okay, also da ist es dann für Endkunden tatsächlich wahrscheinlich 'n bisschen schwierig, ähm, sich da die richtige Werkstatt auszusuchen. Dann können wir da jetzt keine allgemeingültigen Tipps geben.

Nee, leider Gottes nicht, nein.

Okay.

Jetzt trifften wir ja grade oder steuern wir grade auf ein Thema zu, was in den Campinggruppen, an den Lagerfeuern, in den Campingstammtischen immer 'n riesiges Thema ist und vermutlich auch bei euch ja nicht selten aufschlägt und bei uns auch immer wieder für Diskussionen sorgt und letzten Endes auch aus, äh, als, als Kommentar auf unsere YouTube-Videos und unsere Podcasts und Artikel kommt. Jetzt, jetzt gibt's immer wieder die Diskussion Sind jetzt diese, diese Gasflaschen, ähm, sind sie erlaubt? Sind sie nicht erlaubt? Also diese Gastankflaschen, darf ich sie nutzen? Darf ich sie nicht nutzen? Was, was schlägt denn da so an Feedback bei euch auf und wie nehmt ihr so die Situation wahr?

Ähm, ja, wir kriegen natürlich auch immer wieder die unterschiedlichsten Aussagen, ähm, von Kunden, die jetzt bei irgendwelchen Gasprüfungen oder Hauptuntersuchungen waren, äh, wo dann irgendwelche Aussagen präsentiert werden. Also, ähm, im Grunde genommen ist es so, dass, ähm, man sagen kann in Europa, es ist das erlaubt, was nicht explizit verboten ist. Ja. Ähm, wir haben jetzt in dem Fall ja die Alugastankflaschen, die verbaut werden, ähm, mit der, mit dem Edelstahlhalter, mit den Spannbändern, dass sie eben nicht, äh, ohne Werkzeug entnommen werden können.

Und dadurch wird dieser Gasdruckbehälter zu einem ortsfesten Gasdruckbehälter. Ähm, das Gegenteil von ortsfest ist ortsbeweglich. Ein ortsbeweglicher Gasdruckbehälter ist eine Tauschflasche, weil ich die nämlich von seinem, äh, ganz einfach von, von ihrem Platz im Gaskasten durch Lösen der Stoffbänder entnehmen kann. Und, ähm, es gibt, äh, in Deutschland oder in Europa, äh, das nennt sich die TRBS Technische Richtlinien Betriebssicherheit. Die gibt's in mehreren tausend verschiedenen Ausgaben. Äh, dort ist explizit verboten, ortsbewegliche Gasdruckbehälter an der Tankstelle zu befüllen. Also es ist explizit verboten, dort eine Tauschflasche an der Tankstelle zu befüllen.

Und das ist auch ein, ein bindendes Recht. Also muss ich mich daran halten oder ist das nur irgendeine Empfehlung, um die Betriebssicherheit einzuhalten und nur wenn was passiert, habe ich 'n Problem?

Nein, das ist, das ist 'n bindendes Recht. Ich, ähm, ich krieg's jetzt nicht, äh, zusammen, inwieweit das, ähm, oder in welchen Paragrafen das ist, aber die, äh, diese technischen Richtlinien Betriebssicherheit, äh, sind für, für alle bindend.

Mhm.

Ja, das ist jetzt nicht einfach nur 'ne, 'ne Norm als, ähm, als Hinweis, so sollte man es machen, sondern das ist wirklich eine verpflichtende Regelung, ähm, ohne die jetzt zum Beispiel eine Tankstelle auch überhaupt keine Zulassung als Tankstelle bekommen würde.

Na okay, das heißt, ich könnte mich zwar darüber hinwegsetzen als Kunde, wenn ich das aber tue, gefährde ich sozusagen die Betriebssicherheit der Tankstelle und dann hätte quasi der Tankstellenpächter, Inhaber, wer auch immer, äh, quasi eben das Interesse daran, dass ich das nicht tue.

Ja, klar.

Ja, okay.

Also es ist ja, d-d-das ist ja jetzt auch kein, ähm, es ist ja nicht so, dass es nicht funktionieren würde, ja. Rein theoretisch kann man ja, äh, Gas in diese Flasche reinkriegen. Nur, äh, zum einen gefährde ich mich damit, ich gefährde andere, die vielleicht auch gleichzeitig an der Tankstelle damit, ich gefährde die ganze Tankstelle. D-da können riesige Umweltschäden durch entstehen. Äh, da hängen Existenzen dran, da hängen Leben dran und so weiter. Also das ist jetzt, das ist ja kein, kein Kavaliersdelikt, ja.

Mhm.

Und im Gegensatz dazu die ortsfeste oder der ortsfeste Gasdruckbehälter, sprich die Gastankflasche.

Naja.

Ähm, da siehst du rechtlich die Voraussetzungen gegeben, dass die also, ähm, befüllt werden darf, auch durch mich als Fahrzeugbesitzer.

Genau, weil in dem Fall nämlich die Anforderungen aus diesem TRBS eingehalten werden. Das heißt, äh, es ist sichergestellt, dass die Flasche sich nicht von der Stelle bewegen kann. Äh, es ist sichergestellt, dass dieser achtzig Prozent Füllstopp da drin ist, ja. Und die Tankstelle stellt sicher, dass sie auf diesen achtzig Prozent Füllstopp auch entsprechend reagiert. Sprich, äh, der die Zapfsäule erkennt, wenn es den, den, den Stopp gibt innerhalb der Flasche, dass dann direkt der Befüllvorgang von außen auch gestoppt wird.

Jetzt gibt's ja durchaus widerstreitende Aussagen, die auch in der Öffentlichkeit kursieren, ähm, äh, auch zwischen den Verbänden, die im engeren Sinne mit dem Thema Gas zu tun haben. Äh, du lachst schon, du kennst ja die Diskussionen. Kannst du da mal vielleicht die, ähm, gegensätzlichen Standpunkte einmal kurz umreißen, über die wir ja auch schon in der Vergangenheit öfter mal gesprochen hatten?

Ja, es ist halt so, dass, ähm, dass manche Verbände versuchen, äh, ihre, ihre Standpunkte zu untermauern, indem sie immer wieder neue Argumente ins Feld führen, ähm, aber n-nie das Ganze wirklich rechtlich untermauern. Also es gibt, ähm, die, äh, der, oder in den letzten Jahren ist immer wieder die Forderung gekommen, dass eine Tankflasche nur dann, äh, verbaut werden darf, wenn sie der UN ECE R67 entspricht. Ähm, diese UN ECE steht für, ähm, die Vereinten Nationen des europäischen Wirtschaftsraumes.

Das ist eine europaweit verbindliche Regel. Auch die Schweiz hat sich diesem, äh, europäischen Wirtschaftsraum in dem Fall angeschlossen und in dem gilt die Regel auch. Und diese UN ECE R67 besagt oder, ähm, enthält Regeln für die Ausrüstung von Fahrzeugen mit Gasdruckbehältern für die flüssige Gasentnahme für den Motorbetrieb. Und nur darum geht es in der, äh, Form. Das heißt, diese Regel muss eingehalten werden, wenn ich jetzt zum Beispiel einen Benzin-PKW mit 'nem zusätzlichen Gasantrieb, äh, ausstatten will. Dann muss der Tank, ähm, so fest im Fahrzeug verbaut werden, dass er jetzt, ähm, zum Beispiel bei einem Unfall mit der zwanzigfachen Erdbeschleunigung in Fahrtrichtung und achtfacher oder acht G quer zur Fahrtrichtung befestigt ist.

Ähm, ich darf vom Tank, äh, oder die Tankentnahme muss verrohrt sein bis dorthin, wo ich's halt das Gas im Motor, äh, verbringe. Das ist, ähm, darf also da kein Schlauch sein und so weiter und so fort. Nur am, in unseren Campingfahrzeugen entnehmen wir das Gas nicht flüssig und wir fahren ja auch nicht damit und deswegen gilt diese Norm für uns nicht.

Also wir fahren nicht damit bedeutet, wir treiben unser Fahrzeug nicht damit an.

Genau. Also der Motor wird damit nicht betrieben. Genau.

Ja, die Überschrift der Richtlinie ist ja auch, äh, wir haben die uns auch, auch angeguckt, lautet ja auch tatsächlich, dass es für Fahrzeuge ist, die eben einen LPG- oder einen Gasantrieb haben und, äh, das, also es mag vielleicht Wohnmobile geben, die das, die das haben, aber das ist ja so 'ne, so 'ne winzig kleine Menge, ähm, dass das nicht wirklich 'ne Rolle spielt.

Also das heißt dann zusammenfassend, dass der eine oder andere Verband, der vielleicht auch ein Interesse daran hat, dass das Thema Tauschflaschen weiter gefördert wird, eine Richtlinie heranzieht für seine Argumentation, die eigentlich gar nicht für diesen Anwendungsbereich gültig ist. Richtig?

Das ist genau richtig. Das ist genau richtig. Und jetzt kommen wir vielleicht auch zu dem Punkt, dass ich grade gesagt habe, manche Tankflaschen bieten wir nicht an. Und zwar, ähm, biete ich bewusst keine Tankflasche an, die von sich selbst behauptet, wir erfüllen die UNECE R67.

Mhm.

Denn, äh, für mich schließt sich das gegenseitig aus. Wie kann ich einen Gasdruckbehälter bauen, aus dem das Gas flüssig entnommen wird und dementsprechend die Vorschrift erfüllen, ähm, wenn ich das Gas dort gar nicht flüssig entnehme?

Okay, mhm.

Ja, das heißt auch für mich noch mal, ähm, und, und auch für unsere Zuhörer und Zuhörerinnen, die nicht ganz so tief in der Thematik drin sind, 'n, also ein Fahrzeug, was mit 'nem flüssig, also mit 'nem Gasantrieb fährt, also ein, ne, umgebauter Benzinmotor. Das heißt, da wird nicht mit dem gasförmigen Gas gefahren, sondern da wird Flüssiggas quasi in den Motor eingebracht, wie eben auch ja der, das Benzin flüssig ist.

Genau, genau.

Ah, okay. Und das, und das ist ja nicht bei unserer Verbrennung gegeben. Das heißt, wir müssten dann zusätzlich ja noch einen Vergaser haben, der dann quasi aus dem Flüssiggas wieder gasförmiges Gas sozusagen macht.

Genau.

Das heißt, auch diese Anbieter berufen sich auf 'ne Norm, die nicht für den Anwendungszweck geeignet ist.

Genau. In dem Fall, ähm, ist Norm, ich hab zwar grade selber Norm dazu gesagt, aber es ist eigentlich wirklich 'ne Rechtsvorschrift.

Mhm. Okay.

Ich hab übrigens vielleicht für, für alle da draußen, äh, die, die sich oder die das Thema KI und, äh, AI und, äh, Sprachmodelle mitbekommen haben, ne. Also es gibt ja so Dinge wie ChatGPT und so weiter. W-was wir auch mal gemacht haben jetzt im Vorbereitung auf den Podcast: Wir haben ja diese Regel 67 oder diese, diese Norm 67, die aus, äh, fast 100 Seiten besteht, mal in so 'n Sprachmodell reingegeben und ich hab auch mal ganz gezielt gefragt: „Sag mal, äh, gilt das, was hier drinsteht, auch für Fahrzeuge, die keinen Gasantrieb haben?" So, das ist jetzt keine Rechtsberatung, das ist auch nichts, worauf ihr euch berufen könnt, aber trotzdem erst mal wieder eine weitere, äh, weiterer Fakt: Nein, die Regelung Nummer 67 gilt laut ihrem Anwendungsbereich nur für Fahrzeuge, in denen, äh, in deren Antriebssystem verflüssigte Gase verwendet werden. Das heißt, sie bezieht sich speziell auf Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb in Klammern LPG und regelt die Genehmigung der dafür erforderlichen Ausrüstung.

Jetzt kommt's: Für Fahrzeuge ohne Gasantrieb, die aber über eine reine Flüssiggasheizungsanlage verfügen, ist die Regel Nummer 67 nicht anwendbar. Für diese Fälle gelten gegebenenfalls andere spezifische Regelwerke und so weiter und so fort. Ähm, also das, das ist auch noch mal das, was Andreas quasi grade gesagt hat, noch mal von, ich will jetzt nicht sagen einer zweiten Quelle bestätigt, aber zumindest die Sprachmodelle sind ganz gut darin, Sprache zu erkennen und die Dinge, die wir brauchen, quasi da rauszuziehen und das, das würde das Ganze jetzt noch mal untermauern. Das ist natürlich alles auch keine Rechtsberatung und da landen wir jetzt, glaub ich, aber auch noch bei 'nem anderen wichtigen Punkt, ne, was wir auch immer mal wieder in den Gruppen lesen und auch schon mal als Frage bekommen haben: Jetzt hab ich mir so 'ne Gasan, äh, so 'ne, so 'ne, äh, Gastankflasche einbauen lassen. Alles schön, alles super.

Jetzt, jetzt bin ich ja irgendwann mal wieder dabei, dass ich meine Hauptuntersuchung, äh, machen muss und, äh, die prüfen dann auch die Gasanlage und dann sagt der Prüfer zu mir: „Nee, also hier so 'ne Gasflasche, das ist nicht zulässig. Ähm, die musst du ausbauen, sonst kriegst du bei mir keinen", also in Umgangssprache TÜV und der Prüfer wird natürlich sagen, keine Hauptuntersuchung. Was mach ich dann?

Also grundsätzlich mal, wenn das jetzt heute passiert, ähm, begeht der Prüfer dort einen Rechtsbruch, denn die Gasprüfung ist vom Gesetzgeber zum 01.04.2022 ersatzlos gestrichen worden. Ähm, die G607-Prüfung, äh, so wie sie, ähm, vom, vom Verband ja auch genannt wird, ähm, ist vor vielen, vielen Jahren ins Leben gerufen worden, ähm, und ist dann über Umwege auch verpflichtend gemacht worden und dann haben sich auch teilweise die Prüforganisationen da drangehängt und haben, äh, diese Prüfung mit aufgenommen. Das heißt, der Kunde wurde genötigt, die Gasprüfung machen zu lassen, denn ohne Bestehen der Gasprüfung kriegte er keine Hauptuntersuchung.

Die Krux bei der ganzen Geschichte ist, dass, ähm, die Prüforganisationen nur das prüfen dürfen, was der Gesetzgeber ihnen als Aufgabe, äh, übergeben hat. Und der Gesetzgeber hat keiner Prüforganisation jemals die Gasprüfung gegeben, sodass das also in dem Fall schon, ähm, ein sehr, äh, eine sehr windige Konstruktion ist, was dort gemacht worden ist. Ähm, es gibt dafür inzwischen auch schon einige Gerichtsurteile, aber ich möcht jetzt nicht hier noch, noch tiefer ins Detail gehen. Äh, das heißt also, wenn jetzt jemand sagt, ähm, ich muss die Gasprüfung machen, sollte man als Endkunde immer drauf hinweisen: Moment, die Gasprüfung ist abgeschafft worden. Es kann natürlich sein, dass es in ein paar Jahren durch den Gesetzgeber neue Vorschriften gibt, ähm, weil grundsätzlich ist es natürlich nicht verkehrt, alle zwei Jahre mal 'ne Gasanlage überprüfen zu lassen, denn es kann immer mal was passieren dabei.

Ähm, aber verpflichtend darf sie nicht sein. Wer zu uns kommt und sagt, ich möchte eine Gasprüfung haben, dem bieten wir die Gasprüfung an auf freiwilliger Basis. Wir bestätigen dann auch, dass, äh, dass alle Geräte entsprechend in Ordnung sind, wenn denn die Prüfungen positiv abgeschlossen sind. Aber wir machen keine Einträge mehr in dieses, äh, sogenannte gelbe Gasprüfbuch und wir haben auch keine Plaketten mehr dazu, denn wie gesagt, der Gesetzgeber hat das verboten.

Es kann aber ja auch sein, dass der Prüfer, von welcher Prüforganisation dann auch immer, den Einbau beanstandet zum Beispiel. Also dass, ähm, dass der zum Beispiel sagt, was ich jetzt auch schon ein paar Mal gehört hab, dass Gastankflaschen grundsätzlich nicht zulässig sind. Was würdest du da den Kunden empfehlen, die davon betroffen sind?

Man hat als Endkunde meistens gegenüber so einem Prüf-, ähm, ingenieur relativ schlechte Chancen, argumentativ vorzugehen. Ähm, also meine Empfehlung da wäre, äh, sich einen Prüfingenieur oder eine Prüforganisation zu suchen, die wirklich Ahnung hat und, ähm, ich würde auch demjenigen sagen, der das, ähm, mir gegenüber sagen würde, ähm, dass ich mit Sicherheit nicht bereit bin, die Prüfgebühr zu bezahlen dafür. Da kennen wir auch genügend Kunden, die das schon durchgezogen haben. Und, ähm, ich bin jedes Mal aufs Neue gespannt, wenn ich mit meinem Wohnmobil zum, äh, TÜV, DEKRA, wie auch immer sie heißen, fahre, ähm, ob ich denn diesmal wohl Diskussionen kriege oder nicht.

Ähm, ich komm überraschenderweise jedes Mal ohne jegliche Nachfrage oder Diskussionen da durch.

Das heißt, d-d-du könntest auf jeden Fall auch die Prüfer, zu denen du fährst, empfehlen, weil die scheinen das quasi zu wissen, wie die aktuelle Regelung ist und, äh, demzufolge nicht rumzudiskutieren.

Ja, ja. Haben wir auch einige Male schon gehabt, dass wir halt, äh, Kunden gesagt haben, die, die jetzt Probleme hatten, okay, die jetzt hier aus der Gegend kommen, ähm, fahr mal da und da hin und da gibt's keine Probleme und das Ganze ist auch rechtlich auf der sicheren Seite.

Ich reite jetzt noch mal ein bisschen auf dem Punkt herum, ähm, weil mir jetzt dazu auch noch mal eine Nachfrage eingefallen ist. Ähm, wenn so eine Gastankflasche montiert wird, muss die auch irgendwo eingetragen werden in den Fahrzeugpapieren? Oder ist da 'ne, 'ne, ist da eine eigene TÜV-Abnahme auch erforderlich?

Nein, für eine Gastankflasche gilt das nicht. Ähm, da sind wir wieder bei dieser Regelung R67 zusammen mit der Regelung R115, meine ich, ist es. Äh, 110 oder 115, da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher. Ähm, ist es so, dass, äh, wenn dieses, ähm, wenn der, der PKW umgerüstet wird auf, äh, Antrieb Flüssiggas, äh, dann muss, äh, eine sogenannte Gasanlagenprüfung stattfinden, äh, und diese Anlage wird dann auch in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Diese Gasanlagenprüfung, ähm, wird auch regelmäßig wiederholt. Die ist dann zum Bestehen der Hauptuntersuchung erforderlich.

Für die bei uns verbauten Gastankflaschen gibt es keine Rechtsgrundlage, auf derer die, äh, Flaschen überhaupt eingetragen werden könnten.

Das heißt, es dürfte ja auch aufgrund dieses Einbaus dann die Hauptuntersuchung beziehungsweise das Bestehen der Hauptuntersuchung gar nicht verweigert werden.

Stimmt. Und ich kann, äh, ich kann jedem, äh, Kunden nur empfehlen, der, ähm, so etwas beim TÜV erfährt, ähm, sagt dem Prüfingenieur, ähm, oder amtlich anerkannten Sachverständigen – also da gibt's auch wieder unterschiedliche Ausbildungsgrade – ähm, dass ihr das schriftlich ausführlich begründet haben möchtet, warum die Hauptuntersuchung verweigert wird. Da ist die Prüforganisation oder der Prüfingenieur zu verpflichtet, das ausführlich zu begründen.

Und was wäre dann der nächste Schritt? Also wenn, wenn ich jetzt betroffen bin, ich bekomm dann jetzt 'ne ausführliche Begründung. Ähm, was mache ich damit?

Also unseren Kunden bieten wir an, äh, schickt uns die Begründung zu, dann können wir euch entsprechende Argumente an die Hand geben, um es vielleicht an dieser Prüfstelle noch hinzukriegen. Äh, letzten Endes, ähm, am häufigsten wird die Lösung gewählt, sie fahren zu 'ner anderen Prüforganisation, kriegen dann da ihre Hauptuntersuchung.

Mhm.

Ja, es gibt aber auch Fälle, wo Kunden gesagt haben, das lasse ich nicht so auf mir sitzen und wer eine Rechtsschutzversicherung hat, der kann das gerne auch, äh, dann da mal durchexerzieren.

Und kennst du Kunden, die's durchexerziert haben? Also das heißt ja dann vor Gericht wahrscheinlich.

Ja.

Und wie sind die Fälle ausgegangen?

Ähm, also ich weiß von zwei Fällen, wo die Urteile erfolgt sind und, äh, da haben die Prüforganisationen nicht gut bei abgeschnitten.

Okay. Also da dann am besten alles vorsichtshalber schriftlich festhalten, ist der Tipp.

Ja, definitiv.

Das sorgt ja vielleicht auch noch mal für 'n paar Gedankengänge beim, beim Prüfer, äh, dass er sich noch mal Gedanken drüber macht. Das ist, muss ja auch, ne, gar nicht böse Absicht sein. Das kann ja manchmal auch einfach Routine sein, weil man das schon immer so macht und so 'ne Geschichten macht's nicht besser, aber, äh, manchmal löst ja dann quasi auch so 'ne, so 'ne Nachfrage nach einer genauen Erklärung noch mal durchaus Denkprozesse aus, ähm, die vielleicht auch noch mal zum Ändern der Handlung, äh, führen. Kommt immer 'n bisschen auch auf den Menschen drauf an, was, was wie reflektionsfähig er letzten Endes ist. Aber lass uns da nicht so tief drauf eingehen.

Ja, eine, eine Sache, eine Sache würd ich da gerne noch zu sagen. Also ich möchte jetzt nicht im Allgemeinen, äh, sämtliche Prüfingenieure oder Sachverständige oder so was irgendwie, äh, schlecht machen oder was weiß ich was. Das ist oft nicht so, dass sie das nicht wollen, sondern dass es teilweise Vorgaben aus der eigenen Organisation sind, äh, die sie dazu bringen, so zu handeln. Und, ähm, wir haben, äh, in Deutschland sehr, sehr gute Prüforganisationen, die auch wichtig sind, um wirklich die Verkehrssicherheit einzuhalten. Also, ah, ich möcht jetzt nicht, äh, da irgendwie alle über einen Kamm scheren und sagen, äh, ihr versteht, was ich meine.

Ja, genau.

Man, man hört ja auch nur von den Fällen, wo's nicht geklappt wird. Also es schreibt ja auch keiner in 'ne Facebook Gruppe rein: „Ja, ist Gastankflasche verbaut und war grade beim TÜV alles super." Also von daher i-ist natürlich so 'ne Diskussion auch immer 'n bisschen verzerrt und gar nicht repräsentativ. Das ist auch wichtig, das noch mal so 'n bisschen ins Bewusstsein zu rufen.

Und auch noch mal, wenn wir hier vom TÜV sprechen, dann meinen wir da im Normalfalle nicht den TÜV als Organisation selber, sondern wir meinen das als umgangssprachlichen Begriff für die Hauptuntersuchung für alle Prüforganisationen, die das machen können. Das kann nicht nur der TÜV, das kann die DEKRA und die GÜV und noch viele andere machen.

Da ist, ja.

GTÜ, KÜS und so weiter.

Genau, das soll jetzt hier keine Werbung für irgendjemanden sein, aber TÜV ist nun mal-

Wär auch keine gute Werbung.

... die, die, die Tempo quasi ein allgemeiner Begriff geworden und deswegen, äh, seht's uns nach, wenn wir das nicht ganz richtig verwenden. Wir versuchen uns natürlich auch aber an der, sagen wir mal, normalen Sprache von euch da draußen oder von den meisten Menschen zu orientieren und da ist es nun mal immer noch, obwohl's schon lange HU heißt und Hauptuntersuchung, erwisch auch ich mich immer wieder, wie ich sage, wir müssen mal wieder TÜV machen, so, ne. Das, also das noch mal, um das klarzustellen, wir wollen da niemanden bevorzugen oder irgendwie.

Ich sag auch immer, Auto muss wieder zum TÜV und fahr dann zu DEKRA. Ähm, ich würde noch mal gern auf das Thema Zulassung zurückkommen. Wir haben's ja jetzt an mehreren Stellen schon angesprochen, ähm, die CE-Zulassungsgeschichte. Du hattest vorhin spezifisch die Alu, äh, Alugastankflaschen erwähnt, ähm, dass die eben dann mit 'nem ganzen Set und Montageanleitung und so weiter kommen. Ähm, da will ich nur noch mal zur Sicherheit die Frage stellen, also die, die anderen Flaschen, die bei euch verbaut werden, nehm ich an, haben auch 'ne CE-, äh, Zertifizierung. Du nickst.

Genau.

Okay, ich übersetze es mal für die, für die Hörer, die dich nicht sehen. Also Andreas nickt ganz heftig. Ähm, und dann wäre dazu auch noch mal 'ne relativ banale Frage, aber gilt diese Zulassung, diese CE-Zulassung dann nur für den Einbau sozusagen oder umschließt die auch die Nutzung, also sprich die Betankung, wenn ich mich eben an alle Vorschriften halte, die aus Bedienungs- und Montageanleitung und so weiter hervorgehen?

Und die gilt auch für die Betankung, denn, ähm, der, der, ähm, für Alugas zum Beispiel hat ja TÜV Süd GmbH überprüft, ob wenn das ganze System so montiert wird, wie der Hersteller es vorgibt, dann auch die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden können und dementsprechend, äh, gilt's nicht nur für die Montage, sondern auch für die spätere Nutzung.

Okay. Ich überleg grade, wie wir jetzt den Bogen noch mal spannen. Wir hatten im Vorgespräch ja auch, ähm, über das europäische Recht gesprochen. Also, ähm, dass quasi über, über ganz Europa hinweg dann für diesen Fall dieselben Regeln gelten. Das heißt, wenn ich mir in Deutschland 'ne Gastankflasche einbauen lasse, dann ist davon auszugehen, dass ich auch in Spanien damit keine Probleme bekomme?

Ja, genau.

Der Sebastian guckt 'n bisschen skeptisch.

Ja, ich würde ja als ein Mensch, der in Portugal sich grade aufhält, das nicht ganz so euphorisch sagen, warum. Also auch, auch da die Erklärung, also wenn, auch wenn ich dir grundlegend recht gebe, aber der portugiesische Staat zum Beispiel beugt oder, äh, bricht ganz klar EU-Recht zum Beispiel, was das Thema Import von Fahrzeugen angeht. Das heißt, damit verdient der Staat quasi Geld und, äh, bricht sozusagen ganz bewusst europäisches Recht und nimmt auch die Strafen dafür in Kauf. Ähm, deswegen mag es wahrscheinlich meistens gelten, aber ich würde sozusagen das nicht ganz so euphorisch machen, weil eben auch Staaten Recht brechen können, nicht nur Menschen. Und, äh, es mag also sein, dass man dann an, an irgendjemanden gerät irgendwo, äh, der quasi für sich erst mal entscheidet, ich, äh, nee, ich seh das anders.

Das haben wir ja auch grade mit Prüforganisationen und Prüfern besprochen. Das kann uns genauso gut in Deutschland passieren. Also und vielleicht nicht häufig, aber wir sehen's auch in den Diskussionen, dass das immer wieder passiert. Und deswegen, ja, grundlegend ist das so. Und wenn's euch aber passiert, dass irgendjemand, äh, quasi anderer Meinung ist und euch das verwehrt, äh, dann lasst euch, das ist erster Punkt, das natürlich, äh, bestätigen schriftlich immer. Und, äh, im Zweifel versucht noch mal jemanden anders zu fragen, der das Gleiche macht, ähm, weil, äh, dann unter Umständen ihr 'ne andere Aussage bekommt. Also das, ich möcht es noch mal aus Grund eigener Erfahrung ein wenig sozusagen Mehr erklären.

Ja, natürlich, äh, da, da geb ich dir recht. Ich kann immer an jemanden geraten, der der Meinung ist, äh, dass, dass so etwas nicht zugelassen ist, ähm, grade im Ausland. Äh, wenn ich da muttersprachlich nicht so fit bin, hab ich relativ wenig Chancen, solche Diskussionen, äh, mit den Leuten zu, zu gewinnen. Aber, äh, wenn mich halt ein Tankwart nicht Gas tanken lässt, dann fahr ich zur nächsten Tankstelle und mach das da. Also-

Genau

... da ist jetzt auch nicht das, nicht das Problem.

Das, das haben wir nämlich tatsächlich auch schon erlebt, dass wir mit unserem Clueliner, der 'ne, äh, richtigen Gastank mit 'ner richtigen, äh, normalen Tankvorrichtung sozusagen, äh, ausgestattet ist, dass wir an 'ne Tankstelle tanken wollten. Die haben gesagt: „Nee, nee, Wohnmobile nicht. Es, es, äh, geht hier nicht." Und kann man jetzt diskutieren und fragen warum oder halt einfach sagen: „Komm, dann fahren wir weiter, suchen uns die nächste", ähm, dann, ne. Das, wie gesagt, das wollt ich einfach noch mal dazu sagen. Man, man fährt oft besser, wenn man nicht unbedingt auf sein Recht besteht. Es sei denn natürlich, es, die Auswirkungen sind deutlich schlimmer, als zur nächsten Tankstelle zu fahren.

Genau.

Ja, das war jetzt ein, ähm, ein Parforce-Ritt durch die komplexe Thematik Gastankflaschen. Ähm, sicherlich gibt's da auch noch Punkte, die noch viel tiefer gehen, die wir jetzt heute nicht beleuchten konnten, auch im, im Hinblick auf unsere, ich sag jetzt mal, äh, interne Vorgabe, zu gucken, dass wir so im Rahmen von einer Stunde bleiben. Mich würde mal interessieren, liebe Hörerinnen und Hörer: Habt ihr mit dem Thema Gastankflaschen schon Erfahrungen gemacht oder liebäugelt ihr damit, euch so was verbauen zu lassen? Dann schreibt uns gerne an podcast@camperstyle.de oder schickt uns eine WhatsApp-Nachricht. Das, äh, findet ihr alles auch noch mal in den Shownotes. Und wenn ihr auch schon mal vielleicht mit eurer Tankflasche an einen Prüfer geraten seid, der euch damit nicht davonkommen lassen wollte, dann wollen wir das natürlich auch gerne wissen.

Einfach, um so 'n bisschen Gespür dafür zu bekommen, wie weit verbreitet auch diese Problematiken sind.

Und ganz wichtig auch die, die Richtlinien und Gesetze und so weiter, auf die wir uns jetzt bezogen haben, die auch der Andreas angesprochen hat, die verlinken wir euch, so es uns möglich ist. Ähm, also die meisten können wir verlinken, verlinken wir euch auch noch mal in den Shownotes. Da könnt ihr auch selber noch mal gucken. Wie gesagt, äh, mein, mein Trick ist immer, grade diese, diese sehr umfangreichen Regelgesetzeswerke packe ich in ein Sprachmodell wie ChatGPT oder Claude.AI. Äh, die können wir euch auch noch mal verlinken. Ähm, da kann man, die kann man zum Teil kostenlos benutzen und da kann man halt wirklich so 'n PDF hochladen und kann dann diesem, also falls ihr das auch gar nicht kennt, ähm, das sind quasi Sprachmodelle. Das heißt, sie sind trainiert mit, mit, äh, zig Milliarden von, von Texten aus dem Internet und, äh, können quasi, ähm, euch Rede und Antwort stehen. Ähm, das, das ist natürlich immer mit 'n bisschen Vorsicht zu genießen.

Das ist auf keinen Fall irgendwas rechtlich Bindendes, aber, äh, das, das zeigt einem schon mal so 'n bisschen, ob man in die richtige Richtung denkt und geht und interpretiert und es hilft einem zumindest, Gesetzestexte noch mal zu prüfen. Das ersetzt niemals 'n Anwalt, das auch noch dazu gesagt, falls das jemand jetzt interpretiert, aber wir packen euch das gern noch mal rein. Und so, wie gesagt, gucken wir auch häufig, dass wir uns 'n schnellen Überblick über Gesetze schaffen, weil ihr wisst alle, jura-juristisches Deutsch ist, äh, stellenweise sehr kompliziert zu verstehen und damit kann man sich's eben als normaler Mensch, der, der kein Jura studiert hat, doch noch mal einfacher machen, die Sachen zu verstehen. Und, ähm, so helfen wir uns zum Teil eben auch, um Sachen besser verständlich zu machen. Und ich hab's vorhin einmal vorgelesen. Das bedeutet nicht, dass es rechtlich bindend ist. Auch das, was Andreas sagt, muss nicht rechtlich bindend sein.

Er ist auch kein Anwalt, ähm, und das ist auch keine Beratung, aber es ist halt, äh, sehr viel Praxiserfahrung, vor allen Dingen auch sehr viel Lernen, Lehrgänge, Zertifizierungen, die zu diesen Aussagen führen. Und da müsst ihr jetzt selber entscheiden, wie ihr damit umgeht. Aber wie gesagt, wir packen euch auch die rechtlichen Sachen noch mal in die Shownotes, damit ihr auch die noch mal für euch da habt und hier nicht nur irgendwas von uns erzählt wird, sondern wir euch auch zeigen: Guckt mal, da kommt das her und da kommt das her. So, und, äh, mit diesen Worten verabschiede ich mich schon mal wie immer als Allererster. Ähm, ich hoffe, ihr habt was für euch mitgenommen, ähm, ihr konntet was lernen. Es hilft euch vielleicht, ähm, in Richtung Gastankflasche euch zu entscheiden oder ihr habt das erste Mal davon gehört oder wie auch immer. Ich fand's spannend. Ich hab vor allen Dingen viel gelernt durch die, äh, Vorabgespräche schon mit Andreas und auch die, die eigenen Recherchen und bedanke mich schon mal bei euch fürs Zuhören, bei Andreas, dass er da war, übergeb das Wort an Nele und wir hören uns nächste Woche wieder.

Tschau.

Ja, von mir wie immer der Hinweis, ähm, ja, folgt uns gerne, abonniert uns, bewertet uns und schickt uns, wie gesagt, eure Erfahrungen auch zu dem Thema. Ich bin sicher, wenn ihr Fragen habt, die jetzt im Podcast noch nicht beantwortet wurden, dann, ähm, leiten wir die auch an den Andreas weiter und ich hoffe und weiß eigentlich aus Erfahrung, dass er die dann auch immer gerne noch beantwortet im Nachgang. Haben wir ja bei unserem Video auch so gemacht. Und ja, ansonsten würde ich jetzt sagen, Andreas, an dich ganz lieben Dank, dass du dir wieder so viel Zeit genommen hast, um uns hier Rede und Antwort zu stehen und du hast wie immer das letzte Wort.

Ja, dann, äh, nutz ich das letzte Wort doch, äh, mich auch bei euch zu bedanken, dass ich wieder da sein durfte, dass ich wieder mitmachen durfte. Ähm, mir ist das wirklich 'ne, 'ne Herzensangelegenheit, weil ich einfach möchte, dass Kunden, ähm, sauber und richtig beraten werden und, äh, dementsprechend auch mit ihren Fahrzeugen auf legale Weise unterwegs sein können. Und, äh, natürlich beantworte ich gerne alle Fragen. Auch, ähm, wir haben 'n eigenen YouTube-Kanal, wo wir auch viele Videos dazu haben, wo wir natürlich auch viele Rückfragen kriegen und dadrauf reagieren. Ähm, wer weitere Fragen hat, kann sie auch gerne direkt an uns wenden. Ähm, ist auch überhaupt kein Problem. Und, äh, ansonsten, ja, bedank ich mich für die Aufmerksamkeit, bedank mich bei euch beiden für die vielen Fragen und, äh, freu mich schon, wenn wir demnächst mal wieder gemeinsam was machen können.

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