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Caravan Salon 2024 Interview mit Ben von Spacecamper

Episode 237 · 00:13:25

In dieser Live-Folge vom Caravan Salon 2024 spricht Nele mit Ben von Spacecamper. Ben gibt einen Einblick in ihre Welt der individualisierbaren Campervans und erzählt von den Anfängen des Unternehmens, das er gemeinsam mit Markus Riese (bekannt von Riese & Müller) gegründet hat.

Ihr erfahrt mehr über die Entwicklung von Spacecamper in den letzten 20 Jahren und wie sich das Vanlife verändert hat. Ben erklärt das innovative Modularsystem, das für verschiedene Fahrzeugmodelle wie den VW T5, T6 und den neuen T7 Multivan geeignet ist. Besonders spannend sind die kundenspezifischen Anpassungen, von Longboard-Halterungen bis hin zu eingebauten Klavieren.

Ein Highlight ist die Vorstellung eines neuen, revolutionären Dachkonzepts, das mehr Raum und Flexibilität im Campervan verspricht. Außerdem erfahrt ihr von der Erweiterung der Fahrzeugpalette um den Ford V 710.

Wenn ihr mehr über individuelle Camperlösungen erfahren möchtet, besucht Spacecamper in Halle 15 auf dem Caravan Salon oder schaut auf deren Website.

Für weitere spannende Einblicke in die Welt des Campings hört auch in unsere anderen Folgen vom Caravan Salon rein.

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und heute live auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Ausnahmsweise mal nicht mit Sebastian unterwegs, sondern mit Ben von Spacecamper. Der eine oder die andere kennt dich ja schon aus unserem gemeinsamen Van Life-Podcast, stell dich aber trotzdem gerne noch mal ganz kurz vor.

Ja, hallo zusammen. Ich bin Ben. Ich habe damals mit Marcus, Marcus Rieso und der auch Riesomüller damals gegründet hat, äh, Spacecamper, ähm, gestartet mit der Idee für uns selber unseren persönlichen perfekten Ausbau auf dem VW-Bus T5 damals zu machen. Und, ähm, jetzt zwanzig Jahre später sind wir, sind wir jetzt hier an diesem großen Messe jetzt da und zeigen unsere neuesten Modelle mit den neuen Fahrzeugen.

Das Besondere bei euch ist ja, dass ihr jetzt, ich sage jetzt mal, nicht nur Ausbauer seid, sondern wirklich dieses Van Life auch seit vielen Jahren lebt, schon lange bevor das zum Trend wurde. Ähm, und ihr habt natürlich auch einen sehr speziellen Blick auf dieses ganze Van-Life-Ding. Habt ihr so in eurer Bubble in den letzten Jahren irgendwelche besonderen Entwicklungen wahrgenommen oder habt ihr euch auch selber in eurem eigenen Van Life weiterentwickelt?

Ja, also es ist natürlich so, dass wir sehr intensiv mit unseren Kunden ihr Traumauto planen und da kommen von den Kunden natürlich auch Wünsche, die dann auch zu einer Entwicklung des Produkte selber führt. Also damit sind wir eigentlich immer als kleine Firma schnell in, ähm, am Zahn der Zeit in unserer Bubble natürlich. Und was man feststellt, dass dann auch die Ansprüche und auch die, das Bewusstsein, was man wirklich braucht, ähm, sehr stark, ähm, die Qualität also wirklich sehr hoch ist. Also, äh, das heißt, wir haben wirklich Interessenten, die genau wissen, was eine Amperestunde ist-

Mhm.

-und wie man lebt und was man wirklich braucht, ob man dann, ähm, welche, was sie wirklich wollen und welche, was sie brauchen, um diesen Freiheitstraum, den sie haben, dann auch zu erfüllen.

So von außen betrachtet sind ja eure Kunden, ähm, nicht so die Instagram-Van-Lifer, die man so kennt und vielleicht auch manchmal verfolgt, sondern, ähm, das sind ja Leute, die wirklich ganz, ganz viel mit den Fahrzeugen unterwegs sind, so wie ihr selber auch und wo viel auf Funktionalität und auch einfache Bedienbarkeit ausgerichtet ist und gar nicht so sehr überall noch Makramee und Deko und Holz und so, sondern tatsächlich, dass alles seinen Platz hat und, und, ähm, die Stauräume sinnvoll angeordnet sind. Und was ich jetzt ganz spannend fand auch, ähm, in der jüngsten Zeit, euer modulares System. Kannst du dazu ein bisschen was erzählen?

Ja, das Modularsystem geht halt einfach um Folgendes: dass wir uns bemühen und, ähm, da wirklich, ähm, die Möglichkeit zu schaffen, einfach mal am Wochenende oder auch mal Feierabend mal irgendwo hinzufahren, wo man sich erholen kann. Und das ist meiner Meinung dann erfüllt, wenn man einen See, einen Baum oder sonstige Sachen in der Gegend hat. Und dann, ich habe auch so 'ne Fitnessuhr jetzt gekauft und ich merke dann auch, wenn ich jetzt irgendwie in einer schönen Umgebung schlafe, kriege ich viel bessere Noten im Schlafen verteilt, als wenn ich es in der Stadt mache. Das heißt, diese, dass man halt viel mehr, also auch nicht nur in den Urlaub das Fahrzeug nutzt und einfach mal sagt: "Komm, Wetter-

So kleine Fluchten.

Ja, das Wetter ist schön. Komm, lass uns mal eine Stunde früher aufgehen. Wir fahren an den See und genießen einfach unsere Zeit.

Und da kann ich mir eben von euch die Module nach Bedarf rein und, äh, rausbauen und habe dann im Grunde ja ein ganz normales Alltagsfahrzeug auch unter der Woche und wenn ich dann irgendwie am Wochenende Zeit habe, dann packe ich die Module rein und fahr damit los.

Ja, ich finde auch, dass ich mag immer noch nach wie vor den guten T5 und T6. Also finde ich immer wunderschöne Fahrzeuge und, ähm, sind für mich jetzt auch im Wert noch mal gestiegen, jetzt wo sie nicht mehr, äh, gebaut werden. Und dann fände ich es natürlich, dann finde ich es natürlich super, dass diese Fahrzeuge möglichst lange erhalten bleiben und den, und ihre Nutzern dann noch glücklicher machen, als sie es hoffentlich schon sind.

Für welche Modelle sind diese Modularausbauten geeignet?

Also, das ist prinzipiell, ähm, ist es erst mal, haben wir uns auf Multivan erst mal gegangen, T5, T6. Das heißt, mit 'nem Schienenboden haben wir angefangen. Ähm, geht auch für den Beach.

Mhm.

Ähm, das Gleiche haben wir dann auch für den neuen Multivan T7 gemacht. Also natürlich variiert das Ganze. Ähm, und prinzipiell bleibt die Idee, das Multivan zu halten. Die Sitze bleiben original oder die Bank bleibt original und man bekommt ein Bett, was halt Spacecamper likes sehr schnell zu bauen ist. Und die Bank wird sehr weit nach vorne geschoben, um hinten halt Gepäckraum zu schaffen-

Mhm.

-dass man, ähm, Küchenzeile, Kühlschrank, Sportequipment oder Saunazeug, ähm, sauber verstauen kann.

Und was habt ihr sonst noch an Neuheiten mitgebracht? Ich habe schon gesehen, ein ziemlich verrücktes Dach ist jetzt hier auf dem Stand präsentiert.

Ja, das ist eine, das ist eine Vision von Marcus Riese gewesen, wo ich persönlich auch, äh, ja, also eigentlich nicht dachte, dass wir das schaffen. Äh, weil die Idee war, Marcus hat ja auch drei Kinder-

Mhm.

-und ihn ist es, äh, und ihn hat das genervt, dieses Umbauen immer zu haben. Das, er, er, der ist ja auch, er, er mag ja auch gerne reisen, also nicht irgendwo hinfahren und dort bleiben, sondern ein bisschen auch rumzuziehen. Und dieses Hin- und Hergeräume immer, Dach auf, Bettzeug hoch, ähm, Zeug vom Bett rübergetragen, das ist eigentlich nicht die Spacecamper-Philosophie. Spacecamper-Philosophie heißt-

Ist einfach.

Ist halt einfach, äh, ich bin gerade müde und zwei Sekunden später liegst du im Bett. Wenn du die Zähne putzen noch mitnimmst, dann halt fünf Minuten, das ist zwei Sekunden mehr. Ähm, und, äh, und dieses, äh, und dann hat er gesagt, seine Idee war gewesen: Warum kann man nicht ein Aufstellerdach bauen? Mit dem man offen fahren kann. Ähm, das heißt, äh, und da dachte ich ja, offen fahren, ist ja krass hier. Ich mein, das ist ja... Und dann hatten wir, dann hat er gesagt, okay komm, hat dann, dann wirklich dann angefangen, seine Prototypen zu bauen und gesagt, okay, probieren wir es aus.

Mhm.

Und war dann selber verblüfft, dass es, äh, funktioniert. Also das heißt, der Prototyp eins ist dann vor drei Monaten fertig geworden und als wir die erste Testfahrt gemacht haben mit offen fahren, sind, haben wir uns langsam angetestet. Ziel war es gewesen, dass du eigentlich ein, ein Fahrzeug hast, was unter zwei Meter ist.

Mhm.

Das heißt, ähm, und, aber wenn du im Urlaub bist, dass du auch meinetwegen nach Spanien oder Norwegen fährst, schön flach, günstige, die Fähren alle zwei Meter, keinen Stress hast mit Fähren, mit, mit Mautgebühren. Aber wenn du dann dort bist, das Dach aufbaust, die Schränke einräumst, das Bett ordentlich machst und dann rumcruisen kannst und dann mit diesem ganzen Setup fährst. Und dafür hätte eigentlich mir gereicht hundert Stundenkilometer. Mittlerweile haben wir dann, sind wir gefahren und mittlerweile haben wir viele, viele Kilometer mit hundertsechzig gefahren, testweise, offen. Ähm, also bei, also jetzt gehen wir es auf hundertzwanzig, dann werden wir es freigeben. Ist momentan noch eine Studie. Das heißt, wir sind noch lange nicht so weit, dass wir sagen, okay, alles geprüft, aber es ist doch sehr schön, weil, ähm, also ich beschreib's mal, ihr habt's euch vorhin, es ist irgendwie ein Dach, was, wo man quasi... Stellt euch vor, ihr habt das Glasdach und das wird ersetzt durch ein großes Glasschiebedach. Das heißt, ähm, ihr könnt dann, und das ganze Dach ist auch abnehmbar wie ein Dachzelt. Man kann also auch im Winter sagen, oh nee, das lasse ich jetzt zu Hause Dach und hab 'n ganz normales Dach, aber, aber kann jetzt das Glasdach öffnen, was doch mal schön ist. Und wenn ich das dann drauf setze, ist es erstmal, erhöht sich das, äh, beim Multivan. Das, äh, ist das Fahrzeug dann zwei Meter, nein, nicht zwei Meter, sondern ein Meter siebenundneunzig hoch und geöffnet dann halt knapp zwei Meter fünfzig.

Also haben auch Leute, die ein bisschen höher sind als wir, noch 'ne Stehhöhe.

Ja, und die Stehhöhe bleibt erhalten. Das ist was, was ganz Tolles auch, weil normalerweise, wenn ich dann die Kinder hochschicke, dann ist wieder die Stehhöhe weg. Und da die hinten querschlafen, habe ich meine, bleibt meine Stehhöhe erhalten. Die können ihren, haben ihr eigenen, ähm, zwei Meter mal ein Meter fünfunddreißig breites Bett, wo sie einen Vorhang zuziehen können, haben ihr Reich. Und ich habe vorne rechts und links großzügige Schränke, die ich dann bedienen kann, auch wenn die, wenn das Bett belegt ist, die Koje.

Ja, also wenn man's vielleicht noch mal für die Leute, die's jetzt nicht sehen können, beschreiben möchte, es ist eigentlich 'ne Kombination so aus Dach, äh, aus Dachzelt und Aufstelldach.

Richtig.

Und was ich sehr charmant finde, was mich ehrlich gesagt immer so am Dachzelt ein bisschen abschreckt, dass man dann immer aus dem Auto raus muss, hochklettern und da komme ich ja vom Autoinnenraum dann in das Dachzelt hoch. Und dann kann man auch mal schon in der Unterhose da rumsitzen und kann dann schnell ins Bett kriechen.

Ja.

Für welche, ähm, Fahrzeuge ist dieses Dachzelt geeignet?

Ja.

Oder dieses, ja, wie euer Space Camper Roof heißt.

Also ich glaube eigentlich, dass das Ding, also jetzt mittlerweile finde ich es immer besser. Je mehr ich's, ähm, nutze, desto mehr gefällt mir die Idee und ich glaube, wir werden das für, äh, äh, also wir werden das wirklich jetzt für viele Fahrzeuge nach für nach entwickeln, weil im Endeffekt die Idee ist patentiert, das Patent ist durch. Es ist eine, es ist besser als jedes Dachzelt und, äh, jetzt auf, ähm, und ich glaube auch selbst auf großen Fahrzeugen wie so 'n MAN-Kastenwagen, äh, wo man einfach sagt, ich habe noch mein Gästezimmer oder eine Staubbox, die ich noch mal, ähm, zusätzlich aufklappen kann bei Bedarf-

Mhm.

-hat das seine Berechtigung. Das heißt, dann werden wir das halt auf, also jetzt haben wir's hier auf der Messe, starten wir jetzt auf dem C7 Multivan, aber Potenzial nach oben ist da.

Ihr habt ja insgesamt auch eure Palette ein bisschen erweitert, was die Fahrzeuge angeht. Also ihr hattet bisher den Schwerpunkt immer auf der T-Reihe von VW, aber es gibt ja jetzt auch da ein paar Neuerungen.

Das stimmt. Ja, die T-Reihe von VW, ich mag sie halt. Und, ähm, jetzt, ähm, ist dazu gekommen, ähm, der Ford V710, der, ähm, noch mal von design, von seinen Maßen auch ein, ein sehr geeignetes Fahrzeug ist, was den Spagat zwischen Alltagsfahrzeug und Camper sehr gut darstellen kann.

Ja, und jetzt meine letzte Frage, weil ihr ja auch bekannt seid für so 'n bisschen abgefahrene und, ähm, abgespacte Ideen, wie's ja auch der Name sagt. Was sind denn so die, die verrücktesten Sachen, die ihr auch schon entweder für euch oder für Kunden umgesetzt habt mit euren Ausbauten?

Ich fand das Dach schon sehr verrückt jetzt gerade.

Das Dach ist ziemlich verrückt.

Äh, fand ich jetzt ziemlich verrückt. Wir haben auch nebendran in der Halle bei MAN jetzt 'n Ausbau mit MAN individual gemacht, ähm, wo man dann 'n Heckauszug hat.

Mhm.

Aber da er größer ist, kann man den Heckauszug nach außen ziehen mit ein Meter zwanzig, wie es gewohnt ist bei Space Camper, aber auch nach innen. Das heißt, wenn's dann regnet, kann ich den einfach den gleichen nach außen haben, Eigenverschlüsse dafür gemacht und man kann, ähm, und haben dann irgendwelche Bettsysteme, wo du dann auch 'nen Lounge draus baust und alles Mögliche. Also verrückte Sachen.

Ich erinnere mich noch an Bierfass.

Ach okay, mal so die-

Die Zapfanlage.

Die Zapfanlage. Ja, die Zapfan, aber das ist doch nicht verrückt. Das ist doch was

Ist doch ganz normal. Hat doch jeder im Camper.

In bayerischen, bayerischen Verhältnissen ist Zapfanlage natürlich, äh, Priorität höher als das Bett natürlich. Also, also Zapfanlage natürlich klar, das ist natürlich eine ganz pflichtige Sache. Wir haben auch teilweise dann, ähm, Halterungen für, äh, Surf, äh, nicht für Surfbretter, sondern für, ähm, Longboards drinnen mit Akkuladestationen. Ähm, wir haben ein Klavier auch, eins gab, wo ein Klavier seitwärts war, wo weil sie, weil, weil eine Pianistin drin gewohnt hat. Also das sind schon, ähm, teilweise extravagante, ähm, Ideen, die, äh, ja, aber natürlich ist es natürlich auch schön, wenn man dann ein Auto hat, wo man weiß, das ist meins. Gibt's nur einmal.

Also man kann auch mit Sonderwünschen zu euch kommen.

Natürlich, wir haben gute Leute bei uns, die was umsetzen können.

Sehr schön, lieber Ben. Vielen lieben Dank. Wir werden jetzt gleich noch mal uns ein bisschen umgucken, selber auch. Wir haben jetzt gerade schon den ersten Blick aufs Dach geworfen. Das hat erst mal so unser, unsere Augen gecatcht, aber jetzt gucken wir uns natürlich die anderen Ausbauten auch noch mal an. Vielleicht kannst du uns da noch 'n bisschen was zu erklären. Und liebe Leute, wenn ihr da draußen euch das auch anschauen möchtet, dann kommt in Halle fünfzehn Stand.

Ihr werdet uns finden.

Ihr werdet, ihr werdet uns finden. Ein großer schwarzer, ähm, ja, großes schwarzes Logo ist zu sehen auf jeden Fall hinten in der Ecke der Halle. Und ja, lasst euch beraten, schaut's euch selber an, abonniert natürlich auch unseren Podcast, damit ihr die weiteren Folgen zur Messe nicht verpasst. Dir ganz lieben Dank, Ben.

Vielen Dank.

Viel Erfolg weiterhin.

Danke dir.

Und wir gehen jetzt gleich einmal zusammen rein.

Machen wir das.

Tschüss.

Tschüss.

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