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Messetrubel und Camper-Psychologie – zwischen Haremshose, Heizweste und Herdentrieb

Episode 336 · 01:18:10

Wir sind zurück von der Touristik & Caravaning Leipzig – etwas erkältet, noch ziemlich platt, aber auch voller Eindrücke und schöner Erinnerungen an viele nette Begegnungen.

In dieser Episode geben wir dir einen Einblick, wie unsere erste Messe als Aussteller für uns gelaufen ist, sprechen über die verschiedenen, manchmal etwas skurrilen Campertypen, typische Campingplatz-Probleme, kleine Fettnäpfchen und große Gefühle. Eine Mischung aus Anekdoten, Alltagsbeobachtungen und zwischenmenschlichen Abenteuern – so, wie Camping eben ist.

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Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen

  • Wie wir die TC Leipzig erlebt haben – Stress, Improvisation, Last-Minute-Aufbau und ein unerwartet hoher Andrang an unserem Stand

  • Eure zahlreichen Besuche: tägliche Gespräche, lange Anreisen und rührende Begegnungen

  • Unser neues Camper-Coaching für Ein- und Umsteiger

  • Campertypen im humorvollen Check: von Zeltabenteurer bis Elternzeitcamper – und was sind wir eigentlich?

  • Campingknigge & Platzpolitik: Grenzbereiche, Parzellen-Diplomatie, Geräuschkulissen, Grüßen und Smalltalk

  • Warum Kommunikation so viele Camping-Situationen retten kann – und warum wir trotz langjähriger Campingerfahrung manchmal selbst ratlos sind

Unsere Messe-Podcastfolgen

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian. Wir gucken heute noch mal kurz auf die Tourismus und Caravaning Leipzig zurück aus unserer Sicht. Wir sprechen über Campertypen, Campingknigge, Campingplatzpsychologie und all die lustigen zwischenmenschlichen Dinge, die so im Campingplatz passieren können.

Ja, also, ähm, man hört's vielleicht 'n bisschen an meiner Stimme. Wir sind zurück von der Messe und ich hab mir 'n niedlichen kleinen Infekt als Souvenir mitgebracht. Halil auch. Ähm, Sebastian, dir geht's noch gut im Moment, ne?

Ja, ich, äh, glaube, hatte Glück, dass ich das Wochenende ja hier Hunde sitten musste und demzufolge nicht auf der Messe sein durfte. Und ja, oder, oder bei euch halt auch durch die zwei Tage Länge, was auch immer. Ich hab's auf jeden Fall geschafft, nicht krank zu werden. Mein Körper hat sich auch, äh, grad am Tag nach 'm Abbau so angefühlt, weil die Messehallen sind, wenn die Messe läuft, beheizt, aber wenn die Messe zu Ende ist oder bevor sie angefangen hat, sind die halt eisekalt, weil klar, alle Tore offen und so weiter. Und das ist dann, man bewegt sich, dann zieht man sich 'ne Jacke aus, dann steht man wieder 'n Moment, dann ist wieder kalt, dann schwitzt man.

Dann muss der Hund raus.

Ja, also das ist, das ist auf jeden Fall kein Wetter. Plus, dass man dann während der Messe halt so viel spricht, man natürlich mit so vielen Menschen Kontakt hat, die hier und da sicherlich ganz lustige Erregerchen, äh, in sich tragen und mitbringen. Ähm, ja, also erstaunlicherweise ist das tatsächlich aktuell das erste Mal, dass ich nicht bis zum Jahresende krank war. Also wenn ich in Deutschland war, in Portugal ging das tatsächlich auch gut. Aber schauen wir mal, was das noch bringt.

Ja, aber trotzdem war's wirklich, wirklich richtig schön. Ähm, einige von euch haben uns ja auch geschrieben. Zu denen, die uns besucht haben, kommen wir gleich noch. Und ja, so aus unserer Sicht, glaub ich, eine sehr erfolgreiche Messe. Wir hatten ganz, ganz viel Zulauf. Wir haben gut verkauft. Wir konnten unsere neuen und auch schon die bestehenden Produkte vorstellen, die wir im Shop haben. Also war, ja, also rundum gelungen, würd ich sagen. Und was so hinter den Kulissen ablief, dass wir noch ganz viel improvisieren mussten vor der Messe, weil Sachen nicht angekommen sind, weil wir auch teilweise aufgrund der kurzfristigen Zusage 'n bisschen zu spät dran waren. Das ist so 'n bisschen wie 'ne, bei 'ner Geburt, das vergisst man dann, wenn alle, wenn alles aufgebaut ist und alles dann gut gelaufen ist.

Aber wir haben bis wirklich am Mittwoch um zehn Uhr der Gong ertönt ist und die Messe die Besucherinnen und Besucher begrüßt hat, waren wir noch am Schwitzen und haben noch aufgebaut und dekoriert und so weiter und Preisschilder gedruckt. Das haben wir jetzt wahrscheinlich für die nächste Messe hoffentlich 'n bisschen besser im Griff, oder?

Ja, genau genommen haben wir auch 'ne halbe Stunde nach der Messe noch, äh, aufgebaut. Zum Glück waren da die Leute noch nicht zu uns hingekommen und wir haben dann die letzten Kisten weggeräumt. Aber klar, es war super kurzfristig, ist die erste Messe, da geht, da gehen Dinge schief. Wir waren, find ich, trotzdem dafür extrem gut vorbereitet, ähm, für die kurze Zeit und dass es das erste Mal war. Wir haben uns ja im Vorfeld dann noch intensiv damit beschäftigt und auch von ganz vielen Leuten, ähm, Tipps und, und Hinweise bekommen, aber-

Ja, wir haben ja auch den Stand selbst gebaut, muss man auch dazu sagen, ne.

Also Halil mit Nele zusammen, ich glaub, vor allen Dingen Halil, oder, hat, äh, quasi aus wirklich Aluprofilen und aus, äh, furnierten Holzplatten und Holz quasi zu Hause, jetzt ohne große Werkstatt und, und Tischlerei und hast du nicht gesehen, ähm, mit 'm Dremel quasi die-

Auf der Terrasse.

Auf der Terrasse den Messestand zusammengebaut und es ist 'n ziemlich cooler Tresen geworden. Ähm, und, und ich fand, dafür hat das das erste Mal richtig gut geklappt. Ja, es war Chaos. Ja, wir sind ganz viele Dinge, die wir beim nächsten Mal besser machen. Und, ähm, wir führen für so was immer Listen, ne. Wenn, äh, sobald uns das auffällt, schreibt einer von uns das auf 'ne Liste, damit wir's dann quasi danach besprechen können und der Fehler beim nächsten Mal einfach nicht mehr so passiert. Und ich glaub aber, also ich guck deutlich, also nee, ich guck nicht entspannter auf die CMT, weil was mir 'n bisschen Sorge bereitet, ich mein, das waren jetzt, ähm, fünf Tage, CMT sind zehn Tage. Das, das lässt mich nicht so richtig entspannt darauf gucken und auch das Übernachtungsthema, was man sicherlich hätte vor 'nem Jahr schon mal organisieren müssen.

Mhm.

Wird spannend, aber zumindest wird's hoffentlich am und um den Stand entspannter und wir haben ja auch versucht, jeden Tag 'ne Podcast-Folge zu machen. Das hat fast okay funktioniert. Einen Tag mussten wir skippen und auch jetzt danach hab ich noch mal einen Tag es einfach nicht geschafft, dann die reinzustellen, obwohl Halil schnell genug geschnitten hat. Aber na ja, äh, wir haben trotzdem, äh, v-versucht, viel zu berichten und werden auch da nächste Messe noch mal lernen, wie wir das besser, äh, auf die Reihe kriegen.

Ja, ich hab ja morgen schon meinen nächsten, mein nächstes Telefondate mit den Messeverantwortlichen, ähm, weil wir ja auch bei der CMT wieder Content-Partner sein werden. Und da hoff ich, dass wir dieses Mal auch noch 'n bisschen vorproduzieren können. Jetzt haben wir ja noch genug Zeit, wobei natürlich Weihnachten und, äh, Silvester und so weiter jetzt noch dazwischen ist. Aber da werden wir Gas geben und auch schon 'n bisschen mehr vororganisieren können, als jetzt, wie gesagt, aufgrund der Kurzfristigkeit in Leipzig möglich war. Ich finde trotzdem, dass wir's ganz gut hinbekommen haben. Ja, fast jeden Tag 'nen Podcast. Ähm, wir verlinken euch die ganzen Episoden dann auch noch mal in den Show Notes. Und was uns ganz, ganz besonders gefreut hat und was wirklich auch jeden einzelnen Messetag versüßt hat, waren eure Besuche.

Ähm, es waren Jede Menge Hörerinnen und Hörer wieder da. Ich nenn jetzt bewusst keine Namen, weil ich garantiert irgendjemanden vergessen würde und das fänd ich schade. Also ich würd mal tippen, so täglich um die zehn werden da gewesen sein. Äh, hätt ich gar nicht erwartet, weil Leipzig ja 'ne regionale Messe ist. Der weitest Angereiste kam aus Lemgo. Das sind, ich weiß nicht mehr, wie er gesagt hat, ich meine drei Stunden, dreieinhalb Stunden. Ähm, also fand ich wirklich bemerkenswert und ich hoffe, ihr alle hattet dann abgesehen von den leider viel zu kurzen Gesprächen mit uns trotzdem auch noch schöne, schöne Messetage oder einen schönen Messetag, habt noch viel gesehen. Und was ich besonders berührend fand, war, dass einige von euch richtig aufgeregt waren, uns zu treffen.

Ähm, eine Hörerin hat uns im Nachgang noch geschrieben, dass sie sich erst gar nicht getraut hat, an den Stand zu kommen und dass ihr Freund sie dann quasi so 'n bisschen überreden musste. Da lesen wir jetzt die Mail extra nicht vor, weil das war doch, ähm, sehr persönlich, aber das fand ich ganz, ganz niedlich, weil wir haben natürlich, wir sind natürlich auch irgendwie so 'n bisschen aufgeregt, wenn wir mit euch sprechen, weil wir das Ganze ja für euch machen und dass ihr dann extra zu uns kommt, uns besucht und uns ansprecht, das finden wir halt auch total toll. Und wir sind ja eigentlich auch 'n bisschen schüchtern, auch wenn wir manchmal wirken wie so kleine Rampensäue und natürlich viel kommunizieren und viel mit Leuten sprechen. Aber trotzdem ist ja grade auch für dich, Sebastian, glaub ich, manchmal 'n bisschen schwer, proaktiv auf Leute zuzugehen.

Das ist auf jeden Fall 'n Thema, darüber haben wir in unserem Zweit-Podcast ja schon gesprochen und ich hab auch das Bedürfnis, dass wir da demnächst noch mal 'ne Episode zu machen, ähm-

Mhm

... weil grade so die Psychologie dahinter, ähm, so wir hatten das Thema Selbstbild und Fremdbild, ne, wie andere einen wahrnehmen, wie man selber sich wahrnimmt. Äh, d-das, ich würd's auch quasi da lassen. Der eine süße Mail kam auch quasi auf den Podcast und ich würd sagen, wen das wirklich interessiert, ihr müsst ja nicht den ganzen Podcast hören, dann hört da gern noch mal in die Episode rein und auch vielleicht die, die wir machen. Das, das gibt noch mal 'n ganz anderen Blick auch hinter Nele und mich, wenn es euch interessiert. Wenn, wenn nicht, ist es auch völlig in Ordnung. Aber ich war auf jeden Fall auch sehr, sehr begeistert von euch, die ihr euch, äh, quasi zu erkennen gegeben habt und, und da wart und mit uns geschnackt habt, Ideen hattet, Tipps hattet. Leider die beiden aus Lemgo hab ich verpasst, weil ich das Wochenende nicht da war. Ich hab übrigens grad geguckt, sind halt 350 Kilometer, ist auf jeden Fall 'n Weg.

Und, ähm, aber vielleicht sehen wir uns ja aufm CMT und auch natürlich alle anderen, die gern vorbeikommen wollen. Es gibt bestimmt wieder kleine Schlüsselanhängerchen, die wir jetzt auch in Leipzig dabei hatten als kleines Goodie für euch. Und, ähm, ja, also-

Ja.

Vielen lieben Dank erst mal. Warte, warte. Vielen lieben Dank von euch und jetzt du.

Und, und gebt euch gerne auch direkt zu erkennen, weil manche haben dann so uns in Gespräche über unsere Produkte verwickelt oder übers Campen allgemein oder was auch immer und haben dann gan, erst ganz am Ende ganz verschüchtert gesagt: „Ja, ich hab das ja auch schon bei euch im Podcast gehört." Also kommt ruhig her und sagt: „Hey, wir sind Podcast-Hörer, wir wollten mal Hallo sagen." Wir freuen uns da mega drüber und wir freuen uns auch, wenn ihr uns so ansprecht, wenn ihr uns irgendwo seht. Äh, wir sind ja meistens alleine wir jetzt an unserem Wohnwagen sehr gut zu erkennen. Also Rückmeldungen, ähm, Anregungen und so weiter oder einfach auch nur 'n ganz kleiner netter Plausch ist immer super für uns und lieben wir und vielen, vielen Dank noch mal. Und ja, dann glaub ich, können wir jetzt uns mit 'nem sehr zufriedenen Gefühl von der Messe verabschieden, uns auf die nächste Messe vorbereiten und freuen und ja, zu unseren anderen Themen kommen.

Ja, du hattest ja auch noch mal 'n Interview mit dem, mit dem Sandy gemacht, mit dem, äh, quasi Chef der Messe.

Direktor, mhm.

Dem Direktor und das war ja auch ganz spannend, auch sein, sein Fazit dazu. Und, ähm, wenn euch das interessiert, verlinken wir auch noch mal in den Shownotes, hört da noch mal rein. Ist auch 'ne kurze Episode, die geht nicht so ewig lange. Ähm, das fand ich auch ganz spannend. Ich hab's auch nur am Anfang reingehört und mir dann nur das ganze Skript angeguckt, als ich's reingestellt hab, weil mir ein bissel die Zeit heute noch gefehlt hat beziehungsweise gestern. Ja. Ähm, was auch noch spannend war, äh, und das gab's zum einen von Leuten, die den Podcast hören, aber auch von Leuten, die einfach am Stand waren, waren auch die Ideen für Produkte. Also wer's nicht mitbekommen hat, wir stellen ja mittlerweile mit unserer 3-D-Drucker-Farm kleine Camping-Gadgets her und, ähm, machen die oder die entstehen halt einfach aus dem eigenen Bedarf, ne.

Wir haben irgend 'n Problem, was weiß ich. Angefangen hat's, glaub ich, mit den Gardena-Adaptern, dass die in der Garage rumschwirren und in 'ner Plastiktüte sind, die fällt mal runter und dann hat Halil eben so 'n Gardena-Halter gebaut und so entstehen 'ne ganze Menge Helferlein. Aber es gibt ja wieder andere Menschen, die sind mit anderen Fahrzeugen unterwegs, die sind anders unterwegs, die haben andere Dinge, die ihnen auffallen. Und, ähm, da haben uns einige ziemlich coole Seed-Pick gegeben zu neuen Produkten, zu Verbesserungen und da sind wir auch sehr, sehr dankbar für, weil, gut, Halil nicht so, weil der hat jetzt halt wieder 'n Haufen zu tun.

Nein, der freut sich auch drauf.

War auch Spaß.

Macht er's ja gerne.

Der darf jetzt quasi neue Produkte entwickeln und Sachen überarbeiten und das ist natürlich auch ganz interessant, weil damit auch unser Produktportfolio, also das, was wir halt so anbieten, weiter wächst. Wir haben eigentlich, wir haben da, glaub ich, noch gar nicht so richtig drüber gesprochen, aber eigentlich wär's auch ganz cool, wenn, wenn wir da irgendwie zumindest so 'ne kleine Belohnung ausloben, ne. Wenn uns jemand so 'ne Idee bringt, wenn wir auf jeden Fall das Produkt draus machen, dann seid ihr die Allerersten, die das dann testen dürfen und natürlich auch behalten dürfen. Also wenn ihr da irgendwie Ideen habt, dann kommt da gern auf uns zu. Wir sind da immer offen für Ideen und Gedanken, um einfach noch mehr Probleme lösen zu können.

Ja, und jetzt mach ich 'n ganz charmanten Übergang apropos Probleme lösen. Ähm, wir sind immer sehr, sehr gut in Eigenwerbung nicht und haben komplett verschwitzt im Podcast euch zu sagen, dass wir eine Anregung, die schon vor langer Zeit, ich glaube auch aus dem Podcast herauskam, und zwar nicht nur einmal, sondern mehrfach, dass man sich gewünscht hat, äh, uns quasi als Coaches mal buchen zu können. Das können wir aus Zeitgründen leider nicht persönlich machen, zumindest im Moment nicht. Vielleicht gibt's das irgendwann, aber wir haben daraus jetzt ein Online-Produkt entwickelt, und zwar ein, ja ein Camper-Coaching. Und zwar für Einsteigerinnen und Einsteiger oder Umsteiger, die eben Hilfe bei Technik, Campingalltag, Fahrzeugwahl, Reiseplanung und so weiter brauchen.

Und das ist im Grunde 'ne persönliche Beratung, die wir online anbieten, wo wir eben markenunabhängig Tipps geben, auch aus unserer eigenen Erfahrung euch viel berichten können. Wir sind ja zusammen, glaub ich, jetzt mittlerweile fast 30 Jahre unterwegs und ihr könnt da die Themen euch ganz i-individuell zusammenstellen und ja, könnt dann einfach mit uns beiden oder mit einem von uns, je nachdem, was ihr für Themen haben möchtet, eben sprechen in unterschiedlichen Konstellationen. Und das wollten wir euch jetzt endlich auch mal im Podcast erzählen, weil das Produkt haben wir jetzt schon. Es gab auch schon die ersten Buchungen, aber uns ist dann aufgefallen, dass wir euch noch nicht darüber informiert haben.

Ja, also im Endeffekt ist es einfach eigentlich 'ne, 'ne Fragestunde oder auch mehrere Fragestunden mit uns zusammen. Das heißt, wir nehmen uns exklusiv die Zeit für euch, sind für euch da, machen das in 'nem Video-Call, also dass wir, ne, dass wir uns auch sehen und miteinander sprechen können, vielleicht mal was zeigen können. Und ihr könnt quasi einfach über unseren ganzen Wissensschatz zugreifen, nee, auf unseren ganzen Wissensschatz zugreifen. Und zwar eigentlich alle denkbaren Themen. Also wie's Nele schon gesagt hat, Routenthemen: Wie find ich 'ne gute Route? Wo kann ich, äh, wie find ich gute Plätze? Welches Fahrzeug ist sinnvoll? Natürlich kennen wir nicht jedes Fahrzeug aufm deutschen Markt, aber wir können euch dann Tipps noch mal an die Hand geben, wo man vielleicht noch mal speziell drauf achten muss und was so Kleinigkeiten sind. Das ganze Thema unterwegs arbeiten, ähm, bis hin zu gerne auch natürlich, wie wir unser Unternehmen, ähm, so gebaut haben, dass das alles digital funktioniert, weil das ja auch die Grundlage ist, viel reisen zu können.

Und ja, könnt ihr bei uns im Shop kaufen. Ist 'n ganz normales Produkt. Äh, dein persönliches Camper-Coaching mit Nele und Sebastian findet auch mit uns beiden statt und, ähm, es kostet bis Ende des Jahres noch 69 Euro pro Stunde. Da bekommt ihr uns wohlgemerkt beide dafür. Das ist also kein Preis, den wir bei Kunden so aufrufen würden. Da ist er deutlich höher. Das ist einfach mal für euch noch 'n Einstiegsangebot. Und wenn ihr Bock drauf habt und vor allen Dingen Wissenslücken habt oder gern was wissen wollt, dann könnt ihr das da einfach buchen. Dann machen wir mit euch dann nach 'n Termin aus und dann hocken wir uns da zusammen und, äh, ja beantworten alle Fragen, die ihr so habt.

Genau. Dann kommen wir zum Thema Camper-Psychologie. Das wollten wir eigentlich schon ganz lange auch mal machen und jetzt war die Messe noch mal da so'n sehr guter Einstieg, weil wir da jetzt natürlich so viele Menschen gesehen haben, beobachten konnten, mit ihnen sprechen konnten. Und ich hatte mich vor langer, langer Zeit, ich glaub, das müssten jetzt vier oder fünf Jahre schon her sein. Ich denke, es war sogar vor dem Podcast schon mal damit beschäftigt: Was für Camper-Typen gibt's eigentlich? Und hab das mal so 'n bisschen humorvoll zusammengestellt und da wollten wir jetzt eben die Messe zum Anlass nehmen, heute noch mal drüber zu sprechen, weil mich jetzt auch mal interessieren würde, was du so alles beobachtet hast, Sebastian, oder wen du so alles beobachtet hast.

Und vor allem welche Camper-Typen und das werden wir am Ende verraten, w-wo würden wir uns denn einsortieren?

Ja, das ich versuche, ich überlege grade, also ich beobachte sehr, sehr gerne Menschen. Das, ähm, und analysier auch immer so'n bisschen, was da wohl so hinter Verhalten dahinter steckt, wenn ich Zeit und, und Langeweile habe. Ähm, was ich noch nicht so gemacht hab, ist das Klassifizieren, so wie du das gemacht hast, ähm, was ja eigentlich so'n menschliches Thema ist, ne. Wir machen Schubladen, packen Menschen da rein, weil das einfach uns hilft, unser Leben verei-zu vereinfachen, ne. So, so dieses Schubladendenken ist, ist eigentlich tut man damit gerne anderen Menschen Unrecht und gleichzeitig ist es was, was wir immer wieder machen, weil wir sonst, äh, gar nicht übern Tag kommen würden, weil wir so intensiv über alles nachdenken müssten. Und-

Also ich möcht noch mal einwerfen, dass ich das nicht mache, weil ich irgendwie gestört bin und mich zu Hause hinsetze und überlege, wie Menschen in Schubladen zu packen sind, sondern ich hab da, eigentlich wollte ich 'nen, ähm, humorvollen Artikel für Camper Style draus machen und der ist irgendwie nie online gegangen, weil ich nicht so richtig den Aufhänger dafür gefunden habe. Vielleicht schicken wir den ja jetzt im Nachgang noch mal raus.

Ja, also tatsächlich die, die, die Klassifizierungen oder die Gruppen, die du da zusammengefasst hast, die kenn ich natürlich schon. Die haben wir unterwegs in unseren sechs Jahren auf Dauertour natürlich auch, ähm, getroffen. Manche mehr, manche weniger. Das, was einfach daran liegt, dass wir halt zum Beispiel sehr selten auf Campingplätzen waren. Damit haben wir zum Beispiel eine Gruppe eher nicht so getroffen. Ähm, die kennen wir eher nur vom, vom Sehen und vom Hören, von weiter weg.

Die Dauercamper.

Die Dauercamper, genau. Dafür andere, ne, Menschen oder Campergruppen wieder woanders. Und das Ganze ist auch immer mit 'nem, mit 'nem Augenzwinkern zu verstehen, ne. Es geht uns nicht darum, hier irgendjemanden schlechtzumachen oder negativ zu beurteilen, was jemand tut. Um Gottes willen, jeder soll genauso campen und Urlaub machen und reisen und machen und tun, wie er soll. Ja, solange er keinem anderen auf 'n Keks damit geht, äh, ist das völlig in Ordnung. Aber auch dass man jemand anders mal mit irgendwas auf 'n Keks geht, bleibt nicht dabei aus. Ähm- Und da wird's dann auch immer spannend. Aber da können wir vielleicht nach den Campertypen können wir da ja noch mal so 'n bissl reingucken und so 'n bissl auf die Psychologie gucken, die da auch dahinter steckt.

Also was mich jetzt tatsächlich auf der Messe auch sehr überrascht hat, war die hohe Anzahl an Zeltcampern, die bei uns auch vorbeigeschaut haben. Und immer wenn wir dann gefragt haben, so welche, ähm, welches Campingfahrzeug sie haben, weil wir ihnen 'n Schlüsselanhänger schenken wollten, kam dann: „Ja, wir sind mit Zelt unterwegs und wohl auch sehr naturverbunden." Also jetzt nicht im riesigen Familienzelt überwiegend, sondern wirklich so, ähm, mit, mit Fahrt, mit Fahrrad teilweise sogar Fahrrad und Zelt. Da kannst du ja dann auch nur relativ kleines Gepäck mitnehmen. Und ich würd auch unter die Zeltcamper noch so die Dachzeltleute mit dazuzählen, ähm, die ja auch sehr back to the roots sind. Und die bewundere ich ehrlich gesagt immer, weil die s-- für mich sind das so noch die richtigen Abenteurer, ähm, selbst wenn die in Anführungszeichen nur in, in der, in Deutschland unterwegs sind, aber die sind wirklich bei Wind und Wetter unterwegs.

Und, ähm, ich beobachte die ja auch viel auf Campingplätzen, teilweise auch echt ältere Leute, ähm, wo du denkst: „Oh Gott, mein Rücken geht schon kaputt, wenn ich nur dran denke, jetzt auf der Isomatte zu schlafen." Die dann hier mit Fahrrad im Regen irgendwie in Seelenruhe auf- und abbauen und dann teilweise noch irgendwie zum Klettern gehen oder sonst was. Und ja, das ist richtig, äh, so wie, wie Camping halt mal war. Und wenn ich dann mit meiner Heizweste sitze oder mit meiner Heizauflage, dann fühl ich mich manchmal schon so 'n bisschen dekadent.

Da kannst du mich dann nächstes Jahr bewundern, weil genau das hab ich nächstes Jahr vor mit 'nem Kumpel.

Mhm.

Wir schnappen uns 'n kleinen Toyota Aygo, 'n Zelt und düsen los. Also die ursprüngliche Idee war, wir nehmen 'n, äh, Deutschlandticket, aber da sind wir noch nicht sicher, ob wir, ob das nicht gleich ein bisschen viel ist, aber wirklich Mini Auto, Miniausrüstung, nichts großartig mitnehmen. Ähm, wir wissen noch nicht genau, was der, was das Ziel ist. Vielleicht der Weg oder das wissen wir noch nicht. Aber nächstes Jahr ist quasi bei mir back to the roots geplant. Eigentlich was, was ich immer gesagt hab, da hab ich überhaupt keinen Bock drauf, weil wie du's grade sagst, auf, äh, Isomatte schlafen und im Zelt. Aber, ähm, also und ich auch so 'n Thema habe mit Dunkelheit und, und hast du nicht gesehen. Da gerne in unserem zweiten Podcast auch noch mal was zu. Auf jeden Fall hab ich entschieden, wie Fritz Meinecke so schön sagt: „Leben fängt da an, wo die Komfortzone aufhört."

Und demzufolge will ich nächstes Jahr mal ein bisschen die Komfortzone ausdehnen, was das Camping angeht und, ähm, werd da sicherlich auch hier im Podcast drüber berichten. Also dann weiß ich jetzt schon, dass du mich dann bewunderst, wenn ich im Zelt unterwegs bin.

Ja, das werd ich. Und ich bin richtig gespannt, was du da berichtest, weil, also als wir, als wir dich in Sachsen besucht haben, als wir da im Erzgebirge auf 'm Campingplatz waren, da hatten wir ja Nachbarn. Das waren für mich so die typischen Zeltcamper, die waren wahnsinnig nett. Ähm, und das sind so, so ganz immer so drahtige, gebräunte Menschen, ähm, die dann sich immer auf so, auf so kleinen Klappstühlen ganz früh schon vors Zelt setzen und auf 'm Campingkocher irgendwie sich Kaffee oder Tee zubereiten. Und was ich halt beobachtet habe, dass die Kinder, die dabei sind, also wenn, wenn die Kinder dabei haben, dass das auch schon so richtige Naturkinder sind, die dann irgendwie mit Naturgegenständen spielen und im Matsch hüpfen und so weiter.

Und, ähm, dass sie meistens auch recht kontaktfreudig sind, anders als wir zum Beispiel manchmal, die wir uns ja dann gerne auch mal zurückziehen in, in unser trautes, rollendes Heim.

Ja, ich überlege grade, ich hab mich eigentlich, also ich glaube, bei mir ist das gar nicht so mit dem nur zurückziehen. Also zum einen klar, ich brauch auch mal Zeit für mich, ja, weil wenn ich viel mit Menschen, äh, zusammen bin, dann n-nimmt mir das Energie und die muss ich auch wieder auffüllen. Also irgendwann muss ich quasi meinen sozialen Akku wieder auffüllen, dann brauche ich Ruhe für mich. Und was wir auch nicht vergessen dürfen, als wir unterwegs waren, wir haben ja auch gearbeitet. Wir sind ja nicht jahrelang Urlauber gewesen, sondern wir haben ja gearbeitet. Das und, und auf Arbeit, wenn du irgendwie versuchst, produktiv zu arbeiten, bist du auch nicht die ganze Zeit mit anderen am Schnasseln, weil da wird ja nicht viel. Also du bist im Callcenter und demzufolge ist das, glaub ich, immer noch mal was anderes. Und es gab auch schon viele Zeiten, an die ich mich erinnere, wo, wo ich eigentlich arbeiten wollte und dann aber irgendwie drei Stunden irgendwo, äh, mich verschwatzt habe ganz kurz.

Also ich glaub, da, da sind sozusagen auch in uns verschiedene Herzen und mittlerweile haben wir das, glaub ich, mit dem Socializing auch ganz gut gelernt, wie das funktioniert und brauchen nur manchmal unsere Ruhe.

Also ihr wart ja Wohnmobilisten, da komm ich gleich zu. Jetzt möcht ich aber von dir noch mal wissen, weil du ja gesagt hattest, Dauercamper kennst du gar nicht so aus eigener Anschauung. Wie stellst du dir Dauercamper so klassisch klischeehaft vor? Was sind so die, ähm, Markenzeichen oder die Ausstattungsmerkmale eines Dauercampers?

Das sind in meinen Gedanken tatsächlich ältere Ehepaare. Ja, so, also wenn ich jetzt wirklich Klischee denke, ältere Ehepaare, die halt quasi ihre in Großteil, also oft wahrscheinlich auch in Rente, die einfach 'n Großteil ihrer Zeit halt auf dem Campingplatz in ihrem kleinen Reich da verbringen, ne. Das ist ja-

Mhm

... die dann, die dann quasi da ihr, ihre abgesteckte Parzelle haben. Das ist quasi wie das Grundstück und das wird dann entsprechend auch so gepflegt, ne. Da wird mit 'm Rasenmäher drüber gegangen, da wird, da werden die Rasenkanten mit 'm Trimmer noch bearbeitet. Also alles, alles Aufgaben, die ich absolut nicht nachvollziehen kann. Ich, also ist okay, wenn sie wat macht, aber für mich sehr, sehr anstrengende Themen. Und, und die halt einfach auch draußen sitzen und so 'n bisschen Neugierig und glaub auch so ein bissl dieses Spießige hat man im Klischee mit drin. Ähm, so das, ne, so 'n bissl, ich weiß gar nicht, wie ich das in Worte fassen soll. So, also.

Also ich kann dir sagen, du hast ein, ein, eine Ausstattung, die, ähm, dich schon als Dauercamper, ähm, klassifizieren würde, nämlich deine Crocs. Aber ansonsten-

Ich hab gar keine Crocs mehr.

Ach, hast du nicht? Hast du entsorgt?

Crocs waren bei mir ein kurzer Auftritt. Äh, die sind relativ schnell kaputtgegangen und, äh, dann war das Thema für mich durch. Ich bin tatsächlich, äh, hier, also mittlerweile Typ Birkenstock.

Ja, das find ich besser. Also ich zitiere mal aus meinem damals geschriebenen Artikel: „Vorzelte, die kleinen Ferienwohnungen gleichen liebevoll angelegte Vorgärten und ja, auch die berühmten Gartenzwerge, wahlweise Miniaturrehe, Hasen oder Igel sind im Reich der Dauercamper zu finden. Markenzeichen des deutschen Dauercampers sind kleine haarige Fußhupen sowie Crocs in allen erdenklichen Farben und Formen." Und dann hattest du ja auch geschrieben, äl-- oder gesagt, ältere Herrschaften. Das beobachte ich so auch. Ich sag jetzt aber gleich noch, was ich jetzt neuerdings, äh, so mitbekomme: „Oft handelt es sich um ältere Herrschaften, die ihre neu gewonnene Unabhängigkeit auskosten. Man kennt sich untereinander oft schon seit Jahrzehnten, sitzt gerne und häufig in unterschiedlichsten Konstellationen zusammen.

Klammer auf: Manchmal weiß man als Außenstehender erst nach ein paar Tagen, welche Paare eigentlich zusammengehören. Klammer zu und teilt die gesammelten Bier- und Grillvorräte." Also da decken sich deine Vorstellungen und meine Beobachtungen durchaus. Wobei man natürlich sagen muss, also wie gesagt, das ist, war ein humorvoller Artikel, ähm, wo man natürlich auch mit Klischees spielt. Natürlich gibt es auch sehr junge Dauercamper. Wir haben jetzt auch auf der Messe wieder welche kennengelernt, die, ähm, schon als Kinder auf dem Campingplatz als Dauercamper waren, jetzt als junge Familie da noch oder wieder sind und irgendwann auch die Parzelle der Eltern übernehmen werden. Und das ist natürlich 'ne, ähm, 'ne ganz bunte Mischung, die man da antrifft.

Und wir haben an, in Zeiten, wo wir dann auch mal länger auf Campingplätzen waren, auch sehr nette Bekanntschaften mit Dauercamperinnen und Campern geschlossen, wo man auch eingeladen wurde, wo man zusammensaß, gesellig beim Bierchen abends. Und, ähm, so nach der ersten kritischen Beäugung ist man da auch schnell eigentlich in dieser Bubble drin, wenn man das halt möchte. Man muss aber nicht. Die lassen einen in Ruhe und wenn man möchte, dann, dann nimmt man Kontakt auf und wenn man nicht möchte, lässt man's halt.

Das Wort spießig und auch ein bisschen das Wort konservativ haben ja häufig eine negative Bedeutung, aber ich find das gar nicht so negativ. Es sind halt einfach Verhaltensformen, die jetzt nicht unbedingt meiner entsprechen. Aber, ähm, ich erwarte auch gar nicht, dass alle Menschen so sind wie ich und nichtsdestotrotz sind es Menschen und überwiegend sind es auch supernette Menschen, egal ob, ob ich die jetzt für spießig halte oder für konservativ halte. Ähm, und das ist genau der Punkt. Auch, auch mit denen kann man super lustige und spannende Zeit verbringen. Die sind genauso hilfreich wie andere und da gibt's genauso Idioten aus, aus der eigenen Sicht wie überall sonst. Und, ähm, ja, von daher genau wie du sagst. Also ihr merkt, wir wollen niemandem auf die Füße treten. Es ist so ein bisschen lustig, so ein bisschen mit den Klischees spielen, das mögen wir ja alle und so ist die, die ganze Geschichte entstanden.

Ich find's halt immer so anrührend, wenn ich sehe, wie, wie liebevoll da so 'n Heim geschaffen wird. Also mit ganz viel Dekoration, auch wenn das vielleicht nicht meinem Geschmack entspricht, aber es erinnert mich immer so 'n bisschen, wie man sich bei Oma und Opa gefühlt hat, wo ja auch viel Krimskrams rumstand, den man sich jetzt selber nicht beschaffen würde, aber der trotzdem irgendwie 'n gutes Gefühl gegeben hat. Und so fühle ich mich bei Dauercampern auch.

Mhm. Ja, und wir passen ja eher dann in die Nomaden rein, ne. Also zumindest haben wir, als wir unterwegs waren, reingepasst. Ob wir jetzt noch drin sind, weiß ich nicht. Lustigerweise sind ja auch alle Nomaden, die wir so kennen, keine Nomaden mehr.

Sesshaft geworden.

Sind alle wieder sesshaft geworden. Nee, stimmt nicht. Ein, ein Pärchen ist noch unterwegs. Äh, Grüße an den blauen Kasten, äh, wenn sie uns zufällig hören, aber alle anderen sind tatsächlich, äh-

Kasten in blau, ne?

Äh, Kasten in blau, genau. Ähm, alle anderen sind sesshaft geworden. Und wobei ich dem am Anfang gar nicht entsprochen habe, aber ich, ich erkenne gerade, wo ich drüber nachdenke und noch mal deinen Text lese, mich doch ein bisschen wieder. Also letzten Endes sind's halt die Menschen, ne, die irgendwie im Bulli, im Wohnwagen, im Wohnmobil, im umgebauten Lkw, äh, ge-gerne auch in wirklich sehr alten Fahrzeugen, ähm, als Paar, als Familie alleine unterwegs sind, sind das ganze Jahr unterwegs, ähm, meiden eigentlich meistens Campingplätze, nutzen die tatsächlich eher, wenn sie mal irgendwie, äh, versorgen müssen-

Duschen müssen.

Duschen müssen oder das Wetter einfach richtig kacke ist. Ähm, ging uns ja auch so, ansonsten eher, äh, Typ Stellplatz oder freistehen am liebsten und meistens gerne da, wo wenig Touristen sind. Manchmal auch da, wo viel Touristen sind, weil das ist oft natürlich an den schönen Gegenden an, an der Küste und so weiter. Und, ähm, du hast so schön geschrieben: „Man erkennt sie vor allem an den knallbunten weiten Pluderhosen-

Da sehe ich mich.

... und den Jutebeuteln über der Schulter." Ja, da, da erkenn ich mich nicht wieder, aber als ich losgereist bin, da, also da kam ich ja aus dem normalen Stadtleben, ne. Das heißt, da wurden die Klamotten relativ häufig getauscht und so weiter. Und mittlerweile ist mein Lieblingshoodie halt wirklich, der hat Löcher an den Ärmeln, weil der Hund da reingenagt hat. Die, die Ärmel sind ausgefranst, er ist ausgeblechen. Ich mag aber diese Klamotten einfach und ich trage sie. Ich würd sie jetzt nicht unbedingt zu 'nem Kundentermin tragen, aber ich hab sie durchaus eben auf 'm Campingplatz und natürlich auch zu Hause getragen und auch wenn ich mal so privat unterwegs bin im, mit 'm Auto oder so, weil- Die sind ja noch gut. Die, also, ne, solang die jetzt nicht auseinanderfallen, äh, und nicht so große Löcher haben, dass mir kalt wird, ist halt völlig in Ordnung.

Dann nutz ich die Sachen halt einfach sehr lange. Und da erkenn ich mich wieder, weil das ist mir am Anfang auch so 'n bisschen aufgefallen, dass sie teilweise so bissl löchrige Klamotten anhatten und so und ich dachte mir: „Wie laufen die denn rum?" Na ja, mittlerweile bin ich selber so.

Wir sind auch, wir sind auch 'n bisschen schrömmelig unterwegs. Der Halil hat gestern, ähm, mir zwei T-Shirts übergeben, wo er gesagt hat, es wär jetzt selbst ihm peinlich, die noch anzuziehen. Ich soll die jetzt als Putzlappen nehmen. Ähm, aber das ist halt auch, wenn man irgendwie dann auch so aus dem schnellen Konsum aussteigt, dass man dann halt wirklich die Sachen trägt, bis sie auseinanderfallen. Und ich, ähm, hab ja auch diese Haremshosen, die ja so klassisch sind. Also ich sag immer, da sieht man immer aus, als wär man 'n bisschen zu lang in Indien gewesen. Ähm, die hab ich ja auch in allen erdenklichen Formen, auch in Schwarz übrigens, wenn ich mal diskret unterwegs sein möchte. Und ja, halt dieses Typische, ne, dass man halt lokal einkaufen geht, dass man die Kunsthandwerkermärkte besucht, zu Biobauern geht, in den Dörfern irgendwie in die kleinen Läden geht, ähm, dass man sich gerne auch mal mit den lokalen Straßenhunden umgibt.

Das sind alles Sachen, die ich an mir beobachte, aber die ich natürlich auch an anderen in Anführungszeichen Nomaden beobachte. Und dass man sich dann irgendwie in den noch so abstrusesten Landessprachen mit drei Wörtern durchquält, a-anstatt dann halt auf Englisch zu schwenken, weil man besonders viel Respekt den Einheimischen gegenüber, äh, zeigen möchte, ist auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite manchmal auch 'n bisschen lustig. Und was ich mir schon alles an lokalen Berichten, äh, Gerichten bestellt habe, das darfst du auch keinem erzählen. Also, ne, weil ich dann nicht weiß, was da auf der Speisekarte steht und ich will, und ich frag dann halt: „Ja, was ist denn hier irgendwie so typisch?" Und dann, äh, b-kommt halt mal der, der in der Mitte auseinandergesägte Schafskopf mit der Gehirnmasse und, ähm, der Hund unterm Tisch freut sich, ne.

Mhm. Ja, das, also ich erkenne mich da auch wieder an vielen Stellen und sehe auch die Transformation, die wir im Laufe der Zeit durchlebt haben. Ähm, ja, fühl ich.

Vom Wohnmobilisten zum Nomaden. Und jetzt umgekehrt. Also ihr seid ja als Wohnmobilisten eingestiegen und da würde mich mal interessieren, also das ist ja quasi gen..., das exakte Gegenteil eines Dauercampers, nämlich jemand, der sehr, ähm, mobil unterwegs ist. Und durfte man euch, Reisende, genau. Durfte man euch als Camper bezeichnen oder wurdet ihr da auch sauer?

Mir ist das ehrlicherweise völlig egal. Ich hab irgendwann tatsächlich mal drüber nachgedacht, ob wir eigentlich Camper sind und hab für mich entschieden: Nein, aber was jemand anders dazu sagt, war mir schon immer relativ wurscht. Äh, und ich hab da so 'n Filter, wenn, wenn Menschen sprechen, dann blend ich so was einfach aus. Also mich berührt das nicht, aber ich weiß, dass es so, dass wir manche Menschen getroffen haben, denen halt sehr wichtig war, dass sie quasi, ähm, reisen und nicht campen und dass es eben kein Wohnmobil, sondern 'n Reisemobil ist. Okay, das ist völlig in Ordnung, wenn das jemandem wichtig ist, wie das genannt wird. Ähm, so haben wir angefangen. Also tatsächlich waren wir am Anfang eigentlich nur auf Wohnmobilstellplätzen. Also wir haben relativ schnell gelernt, was das ist und wie das funktioniert und dass eben das gegenüber den Campingplätzen sehr viele Vorteile hat und, ähm, dass da auch so 'n, man so 'n bisschen seine Autarkie auch mehr hat, ne.

Also da auf 'm Campingplatz ist ja schon nicht immer, aber, aber doch öfter so 'n, wie soll ich sagen, so 'n Gruppending. Also dass, dass man auch viel miteinander redet und zusammensitzt und so weiter. Und das ist auf 'm, auf 'm Wohnmobilstellplatz oftmals nicht. Also, ah, nee, eigentlich auch nicht so pauschal, weil ich, mir fallen nur grade wieder Beispiele ein, wo das nicht so ist. Weil es gibt auch so Plätze, wo einfach die Leute z..., also ja, meine Gedanken überschlagen sich. Wir waren ja im Winter auch viel unterwegs im Süden und da hast du natürlich Plätze, wo die Leute 'n halbes Jahr stehen und da ist es dann wieder eher wie auf 'm Campingplatz, weil das ist 'ne eingeschworene Gemeinschaft, jeder kennt sich. Ich glaub, da sind aber auch die wenigsten Reisemobilisten, sondern da s-sind's dann wieder eher die dauercampenden Nomaden.

Mhm. Also man sieht, es gibt Überschneidungen.

Ja.

Ähm, also was mich halt immer so 'n bisschen amüsiert, ist, ich wurde ja vielfach schon belehrt, dass von Leuten, die sich eben gar nicht als Camper sehen, einmal auch telefonisch beschimpft, ähm, weil ich in irgend 'nem Artikel was von Campern geschrieben hatte und aber 'n Wohnmobilisten damit meinte. Und, äh, also was ich manchmal nicht so verstehe, ist, dass, dass man so über so lange Zeit hinweg das genießen kann, auf irgendwelchen Betonplätzen zu stehen. Also ich weiß ja, dass ihr eher immer so diese Freistehplätze dann gewählt habt, wo's eben ging, äh, grade Portugal, Spanien. Aber ich erlebe das halt oft, dass Leute wirklich viel unterwegs sind und dann quasi von einem Hafenbecken oder Hallenbad zum nächsten tingeln.

Und das würde mich halt... Bitte? Weil's nix kostet.

Nee, ich kann dir das tatsächlich erzählen. Ich, also der Kostenfaktor spielt vielleicht auch 'ne Rolle, wobei tatsächlich so am Hafenbecken es eigentlich sehr selten ist, dass man kostenlos stehen kann. Aber wir haben zum Beispiel auch, ähm, ich glaub, den Platz von unseren Freunden in Malaga kennt ihr nicht, ne? Da wart ihr, habt uns nie besuchen. Aber das ist an sich, ich mein, der Platz ist schön gemacht, aber der ist eigentlich nichts, wo wir uns hätten per Definition wohlgefühlt, weil es ist alles sehr eng. Du stehst quasi, das nächste Wohnmobil ist 'n Meter neben dir. Du hast also nur 'n bisschen Parzelle und, ähm, am Ende des Tages waren wir da aber monatelang. Und warum? Die Menschen. Und ich glaube, Menschen und auch Umgebung, also Lage, das sind Gründe, warum Menschen dort stehen. Weil es ist mir auch immer relativ egal gewesen Ob da jetzt 'n Schotter ist oder ob da, ähm, Beton ist und selbst Kuschelcampen, also, ne, wirklich 'n Meter ist der Nachbar, ähm, hat mich dann nicht gestört, wenn die Menschen cool waren.

Und da waren halt die Platzbetreiber super sweet. Wir, also bin auf dem einen Platz geblieben und hab da das WLAN aufgebaut, dass es halt richtig funktioniert hat. Und, ähm, es gab einfach manche Plätze, da waren die Menschen, nicht nur die Betreiber, sondern eben auch die Besucher, also die andern Gäste, einfach cool. Und dann ist vieles andere für mich zumindest in, in den Hintergrund getreten. Und ich glaub, es, es gibt Menschen, denen das so geht und es gibt anderen Menschen, die kommen da einfach nicht mit klar, sondern die brauchen halt ihre Natur, ihren Platz oder was auch immer. Und da ist dann auch den, die Menschen egal. So, so unterschiedlich ist das halt. Aber das war immer meine Erklärung, weil eigentlich hat der, der Platz von Cathy und Fernando da bei Malaga nichts, was ich cool fände. Und trotzdem ist es einer der tollsten Plätze, die ich kenne. So.

Also du hast ja grade schon ein Thema angesprochen, Kuschelcamper. Das ist aus meiner Sicht, aus meiner Beobachtung heraus der Todfeind des, ähm, Wohnmobilisten. Da hab ich auch schon viele Diskussionen in einschlägigen, äh, Facebook-Gruppen mit Fotobeweisen mitbekommen. Und fast genauso unbeliebt sind wir Wohnwagenfahrer auf Wohnmobilstellplätzen. Warum auch immer, weil eigentlich machen wir alles das Gleiche, aber da ist man oft nicht so gerne gesehen.

Aber sind nicht Kuschelcamper auch Wohnmobilisten? Weil sind ja immer Wohnmobile. Also oder ist Kuschelcamper eigentlich 'ne eigene Klasse?

Nee, Kuschelcamper sind eigentlich Wohnmobilisten, die aber offensichtlich ein höheres Bedürfnis nach Nähe empfinden als andere. Äh, vielleicht unterscheiden sich da die Wohnmobilisten von den Reisemobilisten. Man weiß es nicht. Aber-

Ich glaub ja tatsächlich, dass das einfach ein zutiefst menschliches Thema ist, nämlich die, dass, dass, also zum einen sich an anderen orientieren, das ist ja ein psychologisches Prinzip und auch Gruppenthema, ich glaube. Und auch so das Thema: Wo stell ich mich denn hin, wenn ich auf 'n großen leeren Platz komme, ne? Und da muss ich mich entscheiden, wo ich mich hinstelle. Und Entscheidung treffen ist für uns Mens, für uns Menschen unheimlich anstrengend. Also es gibt sicherlich welche, für die ist das einfach, weil die haben ihr Programm schon. Die wissen genau, ich stell mich dann in den Eingang oder ich stell mich am weitesten weg oder was auch immer. Und für andere Menschen ist das 'ne riesige Herausforderung. Und wenn dann schon ein Fahrzeug dasteht, dann ist das ganz einfach. Da stell ich mich daneben. Also ja, weil allein, also du könntest ja auch aus der, aus der, äh, höflichen Sicht betrachten, weil wenn der sich jetzt ganz woanders hinstellt, dann ist ja die Gefahr groß, dass wenn das dann zwischendrin voll wird, da vielleicht Platz verschwendet wird.

Könntest du ja mal so betrachten. Ähm.

Mhm.

Also ich kenn die Diskussion auch und ich kenn das Gefühl auch, wenn du auf 'm leeren Platz alleine stehst und das nächste Wohnmobil steht sich direkt neben dich.

I hate it.

Und es gibt auch manche, die sich da wirklich nicht so richtig geschickt anstellen und wirklich Tier und Tier. Aber na ja, so ist es halt. Jeder Egel ist anders lustig und für die Menschen ist vielleicht das einfach wichtig oder es gab keine andere Option, aber ich glaub, den Kuschelcamper müssen wir noch als Gruppierung mit reinbringen. Aber ich glaub, es gibt wie gesagt valide Gründe, warum man das macht. Ähm, es ist nur nicht immer so leicht zu verstehen.

Ja, du hast jetzt von den Wohnmobil- oder Reisemobilisten gesprochen, die auch teilweise sehr lange an einem Ort bleiben. Meine Beobachtung ist eher so, ähm, Taktung, also Frequenz ungefähr ein bis drei Tage und sehr lange Fahrten, also Hunderte Kilometer, weil eben die Reisemobilisten mehr jetzt als wir Wohnwagenfahrer zum Beispiel, ähm, auch so diesen, diese Reise schon als, als Bestandteil des Abenteuers mit nutzen und dann halt unterwegs immer mal wieder anhalten für irgendwelche, äh, kulturellen oder sportlichen Aktivitäten oder Ähnliches. Es ist, ähm, kennst du die auch? Städtetrips und so?

Ja, definitiv. Also, ähm, wir waren am Anfang auch so unterwegs. Also wir waren am Anfang auch sehr, sehr schnell und, und ständig unterwegs. Also wir sind ein, zwei Nächte auf 'nem Stellplatz gewesen, dann sind wir weitergezogen. Ähm, beim ersten Mal natürlich mit dem Ziel Spanien. Okay, da, da hatte das noch Sinn, ne, weil du hast halt einfach Strecke gemacht. Ähm, aber das wurde dann auch später immer langsamer. Aber ich kenn das gut und ich, auch hier wieder, wir sind halt nicht die klassischen Urlauber, sondern wir hatten ja, wir waren ja dauer unterwegs, ne. Wenn du halt 14 Tage Urlaub hast, ähm, möchtest nicht nach Portugal fliegen, aber mit 'nem Camper dort unterwegs sein, da bleibt dir halt nur runterzufahren. Und dann ist es blöd, wenn du eine Woche hin und eine Woche zurück brauchst, weil dann hast du in Portugal noch 'n Tag. Also donnerst du halt in, äh, anderthalb oder zwei Tagen runter und wieder hoch und so entsteht das einfach.

Klar, also die gibt's auf jeden Fall, glaub ich, auf primär auf Stellplätzen, vielleicht ab und zu auch mal auf 'm Campingplatz. Ähm, aber die kenn ich auf jeden Fall und da haben wir auch dazu gehört.

Ja, dann kommen wir zu denen, die eigentlich, würd mal sagen, das Camping wieder salonfähig gemacht haben oder das Reisen in Freizeitfahrzeugen.

Na, die campen ja nicht, die vanlifen ja.

Genau, die Vanlifer. Du hast es richtig erkannt. Ja, da gibt's immer viel zu sehen auf Instagram und Co.

Bikinis und nackte Hintern und durchtrainierte Körper, ja. Also-

Und viel Yoga auch. Viel, viel Yoga und Meditation im Sonnenuntergang, manchmal auch auf den Fahrzeugen.

Ich glaub, es gibt von mir auch 'n Bild, wo ich auf 'm Fahrzeug im Sonnenuntergang die Solaranlage repariere.

Ach so, ich hab gedacht, du meinst den herabschauenden Hund.

Nee, man ist ni..., man, man weiß nicht so genau, was ich da tue, aber ich weiß, ich, ich repariere die Solaranlage, weil wir da, wo wir uns, äh, geschäftlich das erste Mal richtig getroffen haben.

Ach cool.

Am Lac de Salagou. Da gibt's irgendwie so 'n Bild.

Das kannst du mir mal schicken, das Foto. Vielleicht können wir das veröffentlichen. Also ganz wichtig für die Vanlifer Und übrigens, ich hab auch Makramee an Bord, deswegen möcht ich's nicht bashen, aber Makramee-Deko darf auf gar keinen Fall fehlen. Batiktücher, ähm, egal wie unpraktisch die dann im Reisealltag auch sein mögen, äh, die Dekoelemente, weil man die dann immer wieder abhängen muss, aber ist auch für Instagram auf jeden Fall Makramee und Batik. Und de-- Du hattest den Häkelbikini schon angesprochen. Da seh ich mich jetzt persönlich auch nicht so optimal drin, aber und, und man, und man muss auf jeden Fall auch mindestens ein Bild haben, wo man mit offener Hecktür verträumt auf dem Bett aufs Meer oder in die, in den Sonnenuntergang schaut.

Ohne geht's nicht.

Das auf jeden Fall. Also Internetpräsenz ist da ganz, ganz wichtig und zählt dazu. Und bevor ich aber gleich dann noch 'ne Story, ähm, erzähle, erst mal ganz kurz Werbung. Werbung Ende. Ich, ich werd ja nie vergessen, wir standen in der Algarve, war noch vor der Pest, ähm, haben frei gestanden, war auch nahe der Küste, war nicht erlaubt. Haben wir trotzdem gemacht. Kommt abends, wir sitzen vor unseren Fahrzeugen. Ich glaub, es war mit, mit Mandy zusammen damals. Wir sitzen vor den Fahrzeugen, kommt 'n Campingbus. Ähm, die beiden steigen aus, äh, parken wirklich relativ nah an der, an der Abrisskante sozusagen.

Äh, es wird alles rausgeräumt, es wird 'n super schönes, äh, Motiv aufgebaut. Es werden paar Fotos gemacht, wird alles wieder eingeräumt und es wurde wieder gefahren. Und ich, und ich hab das so angeguckt und hab jetzt gedacht: „Hä? Warum bleibt man denn nicht hier?" Also ja, okay, es ist verboten, ne. Man könnte ihnen jetzt quasi vom Positiven ausgehen und sagen: „Klar, die wollten nur das Bild machen und weil's verboten war, haben sie nicht wie wir da gestanden, sondern sind auf 'n Campingplatz gefahren." Also rein rechtlich alles richtig gemacht. Na ja, fanden wir trotzdem ganz lustig.

Wir haben's ja auch schon oft beobachtet und ehrlich gesagt, wenn man selber mal in seinem Fahrzeug, egal ob Wohnwagen, Wohnmobil, Van oder was auch immer gelebt hat, dann weiß man ja, dass es dort nie so aussieht wie auf diesen Bildern. Ähm, das ist eine Kunstform. Ich find das auch immer schön, aber alles, was da rumbimselt, muss ja für jede Fahrt abgenommen werden. Also irgendwelche Blumenampeln und was weiß ich nicht alles und irgendwelche, ähm, ja, Obstkörbe und sonst was. Und wir haben's halt bei uns so geregelt, wir haben's uns auch schön gemacht, aber es ist alles halt so praktisch, dass ich nicht jedes Mal durchs Fahrzeug gehen muss und irgendwas abräumen muss. Und so sauber ist es auch nie. Selbst wenn wir extra für die Fotos sauber machen, ist nie so, so wahnsinnig schön und alles auf Hochglanz und alles auf, ähm, wirklich, äh, Lifestyle-Magazin gemünzt.

Und deswegen hab ich halt so den leisen Verdacht, dass häufig, ich sag nicht immer, aber häufig die Sachen, äh, die man da so sieht, nicht unbedingt bedeutet, dass die Leute dauerhaft in den Fahrzeugen leben.

Kann schon sein. Und wahrscheinlich gibt's da auch welche, die wirklich so clean leben und dass alles immer sauber ist und auch die dieses Gebimsel immer hin- und wegräumen, wie's das halt überall gibt, ne. Ähm, wär überhaupt nicht meins. Also wär mir viel zu nervig, jedes Mal den ganzen Kram wegzuräumen. Dann vergisst du die Hälfte, dann fällt es runter. Ähm, und Vanlife ist sicherlich auch mehr als, äh, als nur im Häkelbikini verträumt, äh, hinten mit offenen Türen am, am Wasser zu liegen, aber, ähm, ja, das, das Bild, was, was gemalt wird, vor allen Dingen auf Instagram, das ist schon auf jeden Fall, äh, ziemlich stereotyp zum großen Teil. Also und Vanlifer haben ja auch, auch wieder 'ne Schnittmenge zu den, ähm, Nomaden, ähm, weil ich hätte, ich hätte selber, selber gesagt, äh, dass ich auch 'n Stück weit Vanlifer am Anfang war, auch wenn wir keinen wirklichen Van hätten, aber ja, die, die Grenzen sind wie immer verwischend.

Also ich würde dich jetzt nicht als Vanlifer sehen, wenn ich das mal so sagen darf.

Was? In Badehose mit, mit, mit Waschbär, äh, Waschbrettbauch nicht?

Waschbrettbauch und, und in Buddha-Pose. Ah, das würd ich gerne mal sehen. Das können wir mal mit KI machen.

Na ja, wir, wir reden dann noch mal, wenn ich nächstes Jahr unterwegs war.

Ja, stimmt. Da darf ich dann nicht mehr spotten.

Mhm.

Ähm, eine, eine Gruppe, die ich noch wirklich sehr interessant finde und sehr cool finde, die haben wir noch nicht thematisiert, und zwar die Elternzeit-Camper. Und ich finde, dass die mittlerweile wirklich auch so 'ne eigene Community geworden sind, weil's so viele Leute gibt inzwischen, die eben die Elternzeit nutzen, um mal richtig lange Reisen zu machen. Das geht wirklich von ein, zwei, drei Monaten bis hin zu einem oder anderthalb Jahren, je nachdem, wie sich die Elternzeit eben umsetzen lässt, ähm, wie viele Kinder auch da sind. Da kann man ja, glaub ich, die Elternzeiten dann auch splitten und, und aufsparen sozusagen. Ähm, könnt ihr sicher besser mir sagen, ihr lieben Eltern da draußen, als ich das weiß, aber das ist halt so das, was ich mitbekommen habe.

Und das ist für mich so 'ne ganz neue Reise- und Campingbewegung, weil, ähm, klassisch ist es ja oft so, dass junge Eltern sich dann so 'n bisschen zu Hause einigeln und erst mal ganz, äh, sich so der neuen Familienkonstellation widmen und sich eingewöhnen. Und dann gibt's eben auch welche, die alles einpacken und gemeinsam auf Abenteuertour gehen, schon wenn die Babys noch recht klein sind. Und das find ich total toll. Also wenn ich Kinder bekommen hätte, dann- Dann hätt ich das auch genutzt, auch wenn die Kinder in so 'nem jungen Alter da teilweise noch relativ wenig mitbekommen oder vielleicht auch dann keine Erinnerung mehr haben, aber ich glaub schon, dass einen das als Familie sehr, sehr zusammenschweißt.

Ist manchmal 'n bisschen anstrengend, wenn man neben denen steht, weil halt die Kinder in dem Alter auch noch viel schreien. Das und weil natürlich so Campingfahrzeuge meist nicht sonderlich gut gedämmt sind, ähm, aber es gehört halt auch dazu. Ähm, haben wir tatsächlich gar nicht so viele getroffen, ähm, aber doch das eine oder andere Pärchen war damals schon unterwegs. Die meisten tatsächlich so in kleinen Campingbussen ganz viel. Und, ähm, also auf jeden Fall 'ne coole Zeit und 'ne coole, 'ne coole Art, quasi auch viel Zeit mit den Kindern zu verbringen.

Viel antiautoritär auch, hab ich beobachtet, aber das nimmt so'n bisschen ab. Das war am Anfang mehr als jetzt. Jetzt ist es so, hat sich so'n bisschen ausgeglichen.

Ja, lass uns nicht über Erziehung sprechen, genauso wenig wie über Hundeerziehung. Das ist, das ist gefährlich. Wir, wir, wir gehen schon, wir gehen schon hier auf 'ne Gratwanderung mit unseren Camper-Typen. Ähm, aber lass uns nicht das Erziehungsfach aufmachen. Da sprechen wir nicht mit.

Du bist zu vorsichtig. Ich würde ja immer mich viel mehr in die Nesseln setzen. Du bist immer, lustigerweise bist du immer hier der ausgleichende diplomatische Part und in anderen Kontexten ist es genau umgekehrt.

Ja, stimmt. Es ist, äh, wie das immer grade gebraucht wird.

Also ich kenn persönlich auch einige, ähm, Familien, die das gemacht haben und die teilweise auch dann richtig lang unterwegs waren und die fanden's alle total klasse, wenn's auch manchmal etwas anstrengend ist. Wir hatten ja auch schon mal hier, äh, Tanja, glaub ich, zum Thema Elternzeit im Camper, im Wohnmobil, im Podcast. Also wenn euch die Folge interessiert, die verlinken wir euch noch mal. Da wird das Thema 'n bisschen ernsthafter und, äh, informativer behandelt als jetzt hier in unserem kleinen Überblick. Aber auf jeden Fall haben alle mir gesagt, dass das 'n ganz neues Erlebnis war, ähm, mit Kind und auch übrigens mit Partner so viel Zeit zu verbringen. Ähm, nicht alle Beziehungen haben dem Stand gehalten, aber da, das war sicher nicht die Elternzeitreise der Grund, sondern die Beziehung an sich vielleicht vorher schon nicht so ganz, äh, harmonisch und da ist man dann natürlich sehr aufeinander angewiesen und zurückgeworfen.

Aber trotzdem glaub ich, für, für die Kinder und für die Eltern, äh, 'ne tolle Möglichkeit halt zu bonden mit ihrem Nachwuchs.

Das ist derselbe Grund, warum jetzt im Januar wieder mein Kollege, der Scheidungsanwalt, Hochsaison hat, weil Weihnachten halt Menschen viel Zeit miteinander verbringen, manchmal das einzige Mal im Jahr und dann eben merken: „Oh, das ist aber ja nicht mehr so gut." Und so kann das halt auch bei so 'ner langen Reise passieren. Also, ne, wenn, wenn das nicht passt, dann, äh, merkste da auf jeden Fall sehr schnell, dass es nicht passt, wenn du halt 24/7 und auch noch auf so kleinem Raum aufeinander hockst. Ähm, das aber genau wie du's sagst und ist nicht der Grund, dass man die Reise gemacht hat, dass man sich trennt. Das war quasi nur der Beschleuniger, der quasi gezeigt hat, das passt nicht.

Wie übrigens auch viele normale Urlaube Beschleuniger sind, ähm, für sie getestet. Ich hab's auch schon hinter mir. Bei mir war's Fuerteventura, 14 Tage.

Ja. Na ja, auf jeden Fall-

Aber ist schon lange her

... sind, sind Campingplätze halt ein sehr spannender Psychologieforschungsplatz, weil es, es ist ja quasi, es bilden sich ja quasi auf Campingplätzen so Mini-Gesellschaften, ne. Jede, jede Parzelle ist ja quasi so'n kleines, wie so'n Königreich, so. Das, das hat seine festgezogenen Grenzen. Manchmal sieht man die gar nicht. Das ist schon immer ganz spannend und Grund für viel Ungemach. Und dann bringen ja die Menschen, die da sind, die bringen ihre Gewohnheiten mit, die guten, die schlechten, ihren Stolz, ihre Unsicherheiten, ihre Privatsphäre, ihren ganzen Kram und der Nachbar ist halt nur 'n Stein-, ne, nicht mal 'n Steinwurf entfernt.

Ja.

Und, äh, das sorgt natürlich ganz automatisch für, ja, wie soll ich sagen, natürlich für, für tolle Momente, aber eben auch für Streit, für irgendwie Lästereien und alles Mögliche. Und ich glaub, das, das ist macht auch das Spannende auf 'm Campingplatz aus, dass man, dass man so nahe beieinander ist und vielleicht so sehr unterschiedlich ist. Und das kann eben 'ne große Chance sein, wenn man die Möglichkeit hat, ganz neue Perspektiven kennenzulernen, ne, wenn man, wenn man offen sich drauf einlässt oder eben auch für Ungemach und für, ich will's nicht Hass nennen, aber für, für, ja, mir fällt kein anderes Wort ein-

Konflikte

... für Konflikte, weil der andere eben völlig bescheuert ist.

Also ich muss sagen, wir haben ja auch schon über Campingknigge gesprochen in einer alten Folge. Die können wir auch noch mal rauskramen und verlinken, weil das find ich schon wichtig, dass grade Neulinge wissen, was auf so 'nem Campingplatz so erwartet wird auch. Aber selbst uns nach vielen Jahren passiert's immer noch, dass wir auch mal in Fettnäpfchen treten, ne. Oder dass wir auch Sachen machen müssen, weil's halt die Umstände erfordern, wo wir jetzt wissen, das ist vielleicht nicht so gut gelitten bei den Nachbarn. Also Stichwort, äh, da hatten wir neulich mal, also neulich, das war auch schon letztes Jahr, glaub ich, ähm, auf unserem Campingplatz in Oy-Erkenschwick, wo wir auch schon gemeinsam mehrfach standen vor dem, vor dem Caravan Salon immer. Ähm, da mussten wir, um zum Stromkasten zu gelangen, halt ein Kabel über eine fremde Parzelle legen, weil's halt nicht anders ging.

Und ich hab dann, bin dann da hingegangen und hab höflich gefragt, ähm, ob wir da mal eben drüberlaufen durften und da haben wir halt uns halt auch direkt eine eingefangen, ne. Warum auch immer. Also warum das dann nicht gewünscht war, dass man da mal für zwei Sekunden die Parzelle betritt, um zwischen den Büschen das Kabel durchzulegen, weiß ich jetzt auch nicht, wenn man vorher fragt. Aber da schienen wir auch grade keinen guten Moment erwischt zu haben, ums mal vorsichtig zu sagen. Also das sind so Punkte. Ja, ist blöd, aber ich finde immer, man muss ja auch irgendwie zusammenleben und auch mal Sachen tolerieren, die man jetzt vielleicht zu Hause nicht so geil fände, weil man halt einfach, wie du vorhin auch schon gesagt hast, so eng zusammenlebt und man versucht schon Rücksicht zu nehmen, aber es gibt dann auch Momente, das ist euch sicher auch schon passiert, äh, da sind wir unterwegs irgendwo hängen geblieben und sind dann halt sehr spät angekommen.

Und ja, dann muss man nachts noch bei der Ankunft aufbauen und die Stutzen rauskurbeln. Dann nehmen wir ja schon nicht den Akkuschrauber, der dann da durch die Gegend donnert, sondern kurbeln von Hand. Aber es macht halt trotzdem auch Lärm und das ist einem dann selber mega unangenehm, aber geht dann in dem Moment einfach nicht anders.

Also das Allerwichtigste ist ja wirklich für alle Neulinge, dass so 'ne Parzellengrenze härter bewacht wird als der, die Schengen-Außengrenzen und dass man da auf gar keinen Fall einfach drüberlatschen kann. Es gibt sicherlich Menschen, denen ist das völlig egal und es gibt andere Menschen, die würden dich gerne dafür erschießen.

Ja.

Ähm, es ist 'n bisschen wie, wenn jemand einfach durch euren Vorgarten latscht. Ähm, und vielen Menschen ist das nicht bewusst, dass das, deswegen hab ich das grade noch mal in der Einleitung so gesagt, ne, dass jede Parzelle ist wie 'n eigen, also ist das eigene Grundstück quasi. Und das gilt gar nicht nur für Dauercamper, sondern wirklich für jeden. Und das sollte man versuchen zu respektieren. Ähm, und ich weiß, dass grade Neulinge das, das teilweise gar nicht aufm Schirm haben, weil die das, diese, diese Abgrenzung für sich gar nicht wahrnehmen, weil wenn's die auch nicht gibt. Weil da ist 'ne Zeltwiese, ja. So ist die trotzdem irgendwie da und aber keiner weiß so richtig, wo die Grenzen sind. Und das macht's auf jeden Fall ganz, ganz spannend und da braucht's viel Kommunikation einfach, um da, ähm, alle mitzunehmen und, und niemandem auf die Füße zu treten.

Ja, und ich, also ich muss auch sagen, ich find's auch nur mäßig, äh, vergnügungssteuerpflichtig, wenn ständig Leute unter der eigenen Markise durchlatschen und dann über den Hund drüber treten und dann rastet die halt aus, ne. Ähm, das ist uns jetzt auch wieder im Sommer passiert. Da sind die ganze Zeit Kinder direkt über unseren Hund drüber gerannt, den ganzen Tag und irgendwann war die halt so fuchsig, dass wir sie dann wegsperren mussten. Also das macht man einfach auch nicht und ich find, da ist es auch an den Eltern, dann mal zu sagen: „Du lauf mal außen rum", auch wenn das vielleicht der kürzere Weg zum Swimmingpool oder zur, zu den Waschhäusern wäre. Und bei Erwachsenen versteh ich's sowieso gar nicht, weil da liegt ja teilweise dann auch Campingequipment auf der Parzelle. Man hat die Markise aufgespannt, dann fliegen irgendwelche Leute über die Abspannungen, äh, weil die, weil die dann in der Abenddämmerung da noch abkürzen wollen oder so.

Also weiß ich nicht. Find ich jetzt, also bin ich vielleicht auch 'n bisschen Alman-mäßig unterwegs, aber muss ich jetzt auch nicht unbedingt haben. Ja, du lachst. Ich bin Alman, ne?

Finde immer Aussagen wie: „Das macht man doch nicht", die sind eigentlich immer ziemlich deutlich für so was, weil ich glaube, manchmal ist 'ne Parzellengrenze klar zu sehen und, und manchmal nicht und ich glaub einfach, für manche Menschen ist dieses „man" gar nicht so klar. Ähm, ist auch überhaupt, ist auch völlig okay, ne, wenn, wenn du der Meinung bist, das ist mein Grundstück und da hat keiner drüber zu latschen und erst recht, wenn dein Hund da natürlich auch noch ist und dann ausrastet, alles fein. Ähm, man könnte sich bestimmt auf den Standpunkt stellen, dann sag doch was, aber man wird die Diskussion am Ende nie gewinnen können, weil beide haben für sich irgendwo recht und am Ende des Tages kann man einfach nur miteinander sprechen, um sich irgendwie anzugleichen. Ähm, das ist, glaub ich, mein, mein wichtigster Punkt und ich bin der Letzte, der das immer schafft, weil fremde Menschen ansprechen, ist für mich immer mit 'ner ganz großen mentalen Hürde verbunden und demzufolge ist halt Kommunikation für mich immer 'ne riesige Herausforderung.

Aber deswegen haben wir auch 'nen großen Hund, weil, äh, da geht keiner über die Parzellengrenze.

Nee, nee, auf gar keinen Fall. Also ich würd es machen, aber ich glaub, selbst bei mir wär der nicht begeistert.

Das, da muss ich mir also keine Gedanken machen.

Also wo ich tatsächlich immer unsicher war und bin, ich rauche ja jetzt nicht mehr, ne. Aber als ich noch geraucht habe, ist, also normalerweise ist einem ja als Raucher hoffentlich bewusst, dass man mit dem Rauch auch andere Menschen stören kann. Aber wie ist da so die sozial, ähm, akzeptierte Distanz zu anderen? Ähm, also kann ich da dann auf meiner Parzelle rauchen, auch wenn vielleicht mal 'n Lüftchen einen Hauch von, von Quartz dann irgendwo rüberträgt oder muss ich da mehr Rücksicht nehmen? Das Gleiche gilt ja auch beim Grillen, ne. Ist ja, ist ja nicht viel anders.

Würd schon ganz am Anfang ansetzen. Alleine vorauszusetzen, dass allen Menschen bewusst ist, dass sie mit Rauchen andere stören, ist völlig abstrus. Das ist aus meiner Sicht einfach Quatsch. Es gibt sicherlich einige oder auch viele Menschen, denen das bewusst ist, aber zumindest auch die haben das Problem, dass sie nicht immer bewusst dran denken, weil du Rauchen ist was, was du häufig automatisiert machst-

Ja

... und nicht immer bist du da mit 'm Kopf dabei und denkst drüber nach. Also das würd ich schon mal rausstreichen. Das heißt, es kann dir immer passieren, dass 'n Raucher in dem Moment nicht dran denkt. Das sind viele Raucher, also kenne ich auch nur von mir früher, als ich geraucht habe. Ähm, da achtet man häufig drauf, aber es gibt Momente, da vergisst man das. Und das, das kann jederzeit passieren. Und generell steht der Nichtraucher immer so, dass der Rauch ihm den, äh, dass der Wind ihm den Rauch ins Gesicht drückt. Also ich glaub, da gibt's keine Mindestabstände. Auch hier ist einfach Kommunikation, ja. Wenn ich halt rauchen möchte und möchte irgendwie jetzt nicht mich wegbewegen, dann frag ich halt und dann kann ich 'n bisschen gucken, aber ich glaub, da gibt's keine Mindestabstände, weil jeder hat 'n anderes, ähm, 'n anderes Störgefühl von der, von der Entfernung. Mir ist es relativ egal mittlerweile, wenn jemand neben mir raucht.

Ähm, es hat mich in der Kurz nach Aufgehört-Phase eher gestört. Da fand ich's aber eher eklig. Mittlerweile ist es mir völlig egal, äh, ob da jemand neben mir raucht. Also solange nicht halt wirklich am laufenden Band sich da zudampft und mir das alles ins Gesicht zieht, ist mir das relativ egal. Und im Zweifel sage ich: „Du, die magst du irgendwie 'n Schritt zurückgehen beim Rauchen, weil ich rauche nicht und es haut mir alles ins Gesicht." Also ich glaub, Kommunikation, das ist der Schlüssel.

Ja, also wir hatten einmal 'n ganz extremes Beispiel, aber die Frau war mit Sicherheit psychisch sehr krank auf 'nem Campingplatz in Spanien. Ähm, da sind wir angereist nachts und dann oder abends und dann kam der Mann schon ganz aufgeregt an und hat mit irgend'nem Flatterband die Parzellen abgesperrt, auf die wir wollten, weil seine Frau angeblich so, ähm, sehr allergisch auf alles ist, also auf Menschen, auf Hunde, auf Rauch, auf alles. Dann haben wir gesagt: „Komm", ja, dann, dann gab's 'ne ewige Diskussion und dann kam die Frau noch dazu und dann hat sie noch unseren Hund gesehen und wurde komplett hysterisch. Ähm, und dann sind wir umgezogen, weil wir keinen Stress wollten und dann sind wir buchstäblich irgendwie drei oder vier Reihen weiter, weil der ganze Campingplatz war leer.

Wir sind quasi dann von diesem Feld ganz ans andere Ende gegangen. Ähm, und als ich mir dann beim Aufbau 'ne Zigarette angezündet habe, kamen die halt an und haben uns zusammengeschrien, ähm, dass das nicht geht, dass wir hier rauchen, wo wir dann auch gesagt haben: „Ja, Leute, aber wenn wirklich, wenn das mit den Allergien stimmt", ne. Es waren, äh, Franzosen, glaub ich. Wenn es mit den Allergien stimmt, dass sie so schlimm sind, dass man niemanden in, in seinem Umfeld ertragen kann in 50 bis 100 Metern Abstand, dann ist es vielleicht auch 'n Campingplatz jetzt, äh, nicht unbedingt so der beste Ort. Ähm, und da kamen dann auch die vom Campingplatz dazu und haben auch gesagt: „Ja, die, dies, die machen immer so viel Stress, ne. Die sind irgendwie 'n bisschen problematisch", ums mal vorsichtig zu sagen. Aber generell versuch ich schon, da immer Rücksicht zu nehmen und grade wenn halt auch Kinder dabei sind, dass man dann nicht am Tisch raucht oder so.

Also jetzt, wie gesagt, sowieso nicht mehr. Ähm, ist halt bei Grillen und so weiter ähnlich, ne. Da gibt's auch Rauch, der dann unters Vorzelt zieht oder ins Vorzelt oder ins Fahrzeug reinzieht. Ähm, da bin ich wirklich immer so 'n bisschen unsicher und ehrlich gesagt mach ich dann manchmal einfach so 'n bisschen die Augen zu und sag: „Ja gut, aber es, ich kann halt jetzt nicht auf 'ne andere Parzelle gehen, um da zu grillen." Wenn's jemanden stört, dann muss man halt miteinander sprechen.

Ja, Rücksicht ist halt auch keine Einbahnstraße, ne.

Aber das sind, aber das meine ich damit. Das sind so diese ungeschriebenen Sachen, die auch mit viel Campingerfahrung manchmal mich überfordern und so individuell zu betrachten sind. Genauso, ähm, dass halt sich schon bei uns beschwert wurde, weil der Hund mal gebellt hat und ich mein nicht dauer, sondern mal, aber dass halt gleichzeitig vom Beschwerdeführer die Kinder den ganzen Tag gebrüllt haben und sich mit Sachen beworfen haben, ähm, wo ich dann auch denke: Ja, aber Leute, irgendwie, ne, entweder oder. Also entweder ich hab 'n Ruhebedürfnis, dann kann ich das akzeptieren, dass 'n bellender Hund stört, ähm, oder ich hab kein Ruhebedürfnis, ähm, dann ist auch okay, wenn die Kinder krähen den ganzen Tag und sich anbrüllen und, und, äh, mit wirklich lauten Spielsachen spielen.

Tja, Kommunikation, ne.

Ja, und Menschen.

Also auch Geräusche und Lärm generell ist ja, ist ja auch so 'n Thema, wo sich gern, äh, aufgeregt wird, weil einfach Menschen unterschiedlichstes Empfinden für unterschiedliche Arten von Lärm haben, ne. Also klar, die eigenen Kinder, an die bist du halt gewöhnt. Die hörst du nicht mehr so wie den fremden Hund, der was Neues ist. Und wenn du nicht 'n bissl reflektierst, dann checkst du das vielleicht an der Stelle nicht. Äh, ja. Es wird immer Konfliktpotenzial geben, wenn Menschen aufeinandertreffen.

Genau.

Ähm, mit Kommunikation können wir eigentlich relativ viel aus der, aus der Bahn schaffen und Kommunikation heißt halt nicht: „Alter, deine Kinder sind laut, das nervt", sondern Kommunikation ist: „Hier, pass mal auf, ja, wir wollen hier grade schlafen. Deine Kinder machen so viel Lärm grade, dass wir nicht in Ruhe schlafen können. Meinst du, wir kriegen das irgendwie backen, dass sie woanders spielen oder leiser sind?" Also, ne, gibt's ja schon Unterschiede auch in der Kommunikation. Äh, nicht jede Kommunikation ist irgendwie zielführend und unsere Sprache ist ja auch schnell verletzend und angreifend. Ähm.

Ja, weil man's auch oft dann einfach zu lange aushält und dann ausflippt. Das ist mir auch schon passiert, ne, dass man dann ganz lange nix sagt und irgendwann kommt dann so der Tropfen, der's zum Überlaufen bringt. Ähm, ich wurde einmal von der Security von einem Campingbus weggeholt, weil ich den so zusammengebrüllt habe für Minuten mitten in der Nacht, weil der halt mitten in der Nacht wirklich mehrfach volle Lotte sein alle Lautsprecher angeschaltet hat, einmal um eins, einmal um zwei. Dann hab ich gesagt: „Bitte, wir müssen morgen früh raus. Kannst bitte die Musik leiser machen?", direkt neben uns und dann um vier wieder und um halb fünf wieder. Und zwar so, dass du gedacht hast, also hier geht die Disco los, ne. Also nicht normale Lautsprecher von 'nem Auto, sondern Boomboxen.

Und irgendwann bin ich dann aus meinem Wohnwagen raus und bin latent ausgeflippt, aber das ist ja wirklich 'ne absolute Ausnahme. Normalerweise, ich bin jetzt halt viel dazu übergegangen, vorab Dinge zu klären, also um auch so 'n bisschen, ähm, ja, so wie soll ich sagen, um, ums eben gar nicht so weit kommen zu lassen. Also dass man halt vorher fragt oder vorher sagt: „Du, wir haben hier 'n Hund. Ähm, bitte pass auf, dass deine Kinder nicht über unseren, ähm, über unsere Parzelle laufen oder den streicheln wollen." Oder dass man sagt, ähm: „Stört's dich, wenn ich hier rauche? Dann geh ich noch 'n Meter weg", oder so. Also dass man einfach vorher mal miteinander spricht oder dass man auch am Campingplatz mal abfragt beim Einchecken: Ähm, wie sind denn hier so die Die Gepflogenheiten, also nicht nur nach der Hausordnung gucken, sondern auch mal sagen: „Wie ist es denn hier mit abends noch reinkommen?

Auch wenn die Schranke offen ist, kann man das machen oder ist das irgendwie blöd? Dann lass ich's Auto halt draußen stehen, wenn wir irgendwie unterwegs sind." So auf die Art, weißt du? Dass man, dass man diese ungeschriebenen Campingplatzgesetze, die wir vielleicht nicht durchschauen, einmal so 'n bisschen vorab abklopft.

Ja, und man kann auch, glaub ich, viel Konfliktpotenzial wegnehmen, wenn man einfach auch schon mal Hilfe angeboten hat, ne. Auch das, wir hatten das jetzt auch wieder. Wir haben auf 'm Messestand aufgebaut und der Nachbar war alleine und wir haben da fast unisono gesagt: „Du, hier, wenn du 'ne Hand brauchst, dann sag uns einfach Bescheid", ne. Weil, ähm, und so war's auf 'm Campingplatz jetzt auf 'm Caravan Salon. Ich kam an und ist direkt einer angekommen, hat gesagt: „Hier, brauchst du irgendwie Hilfe beim Abkoppeln?" Und 'n anderer ist dazugekommen. Und wenn du das natürlich auch einfach bewusst einsetzt, also gar nicht, um jemand zu manipulieren, aber wenn du einfach dich überwindest, die Hilfe anzubieten, dann hat das auch noch mal 'n ganz anderen Effekt auf die anderen Menschen, weil die sofort 'n positives Gefühl mit dir verbinden, die meisten zumindest.

Ja.

Und das kann halt auch helfen. Und mir fällt das auch immer sehr, sehr schwer – das hab ich ja jetzt paarmal gesagt – fremde Menschen anzusprechen. Und für mich war alleine Menschen auf 'm Campingplatz grüßen, 'ne riesige Überwindung, ja. Für viele andere, die haben sich wahrscheinlich gedacht: „Was für 'n unfreundlicher Arsch, ähm, weil der grüßt nicht, der ist was Besseres", oder so. Und für mich ist es halt einfach 'ne, 'ne riesige Herausforderung gewesen, was sich keiner vorstellen kann, der das nicht selber kennt. Und ich hab da lange quasi geübt sozusagen, um das, das hinzubekommen. So, heute ist das, ist das gängig und ich hab mich selbst in Leipzig jetzt erwischt, als ich mit Michi durch die Stadt bin, dass ich Leute gegrüßt habe. Da wirst du teilweise komisch angeguckt.

Mhm. In 'ner Großstadt, ja.

Teilweise grüßen die Leute auch sehr freundlich zurück. Ähm, aber das war für mich 'n, 'n langer Weg und, äh, auch quasi andere nicht gleich zu verurteilen, sondern, äh, immer im Zweifel für den Angeklagten sein. Ja, der wird schon seinen Grund haben, so was zu tun. Lass mal drüber reden, wie wir das ändern können. Ich glaube, das mag auch viele Dinge lösen. Na ja, und im allergrößten Zweifel, wenn man sich nicht grün ist, dann muss man halt doch Parzelle wechseln.

Also das Grüßen ist auch noch mal so 'n Themenfeld, mit, das mich wirklich schon sehr lange beschäftigt, weil oft muss man ja am Campingplatz mehrmals täglich an denselben Leuten vorbei. Grüßt man dann jedes Mal? Also ich bin jetzt mittlerweile dazu übergegangen, 'n bisschen die Zähne zu blecken und zu nicken, damit ich nicht jedes Mal Hallo schreie zu allen, grade wenn man auch länger irgendwo steht. Ich merke manchmal, dass ich am Anfang weniger verstockt bin als nach einiger Zeit, weil ich dann, weil man dann ja auch schon so die ersten Small Talks mit den Leuten hatte und die dann ja auch immer nett sind. Aber dass man manchmal halt dann auch nicht noch mal 'n Small Talk machen möchte, weil man dann nicht mehr weiß, was man noch smalltalken kann, weil quasi das Repertoire, äh, bei Leuten wie uns dann sehr schnell aufgebraucht ist und man dann irgendwie kein Thema mehr findet und eigentlich entweder dann eben tiefgründiger sprechen würde oder einfach nur schnellst auf Klo gehen will und gar nix Großartig: „Ja, hey, wie geht's?"

Und: „Ja, was hast, machst du heute noch so?" Ähm, und dass ich dann manchmal merke, dass ich dann irgendwie verhuschter werde, als ich am Anfang war. Das kann ich mir dann auch immer gar nicht erklären. Ähm, haben wir ja auch bei Nicht qualifiziert, also beim Zweit-Podcast, glaub ich, schon drüber gesprochen, dass man sich manchmal auch so 'n bisschen vor den Nachbarn versteckt, weil man grade nicht imstande ist, irgendwie 'n Gespräch zu führen. Ähm, und, und das merk ich halt auf 'm Campingplatz auch, ne. Da kommst du an und dann hallo, dies, das. Ähm, und irgendwie, ja, dann fällt's mir manchmal schwerer, dann immer zu grüßen. Und ich glaube, das Lächeln und Nicken ist ganz, ist 'ne ganz gute Lösung, um zu sagen: „Ich hab dich gesehen, ich nehm dich wahr, ich, äh, freu mich, dich zu sehen, aber ich möcht jetzt eigentlich nicht schon wieder sprechen."

Ja, und im Zweifel, dann hast du, sagst du halt: „Ich hab jetzt auch keine Zeit", aber dieses, dieses-

Das kann ich nie. Das schaff ich nie zu sagen: „Du, ich, sorry, ich muss jetzt." Das schaff ich auch hier bei den Nachbarn nicht, weil die sind ja auch alle immer so nett.

Also du musst es nicht lernen. Du kannst auch weiter dann genervt sein, aber du darfst es natürlich lernen und es, es geht durch Training. Durft ich auch lernen. Und ich kenn aber auch dieses weirde Gefühl, wenn du quasi das vierte Mal den Nachbarn siehst, aber ich bin dann dazu übergegangen, dass ich einfach nicke und gut ist das so. Also-

Du nickst auch, okay.

Am Anfang machst du noch 'n Moin oder was auch immer und vielleicht 'n kurzes Gespräch und wenn du das dann wieder siehst, mach ich einfach 'n Nicken und-

Ja.

Äh, ja. Also ich glaube, es gibt viele Menschen, für die sich das komisch anfühlt und es gibt da ja auch kein festes Protokoll, was wir zu tun haben. Das ist ja das Schwierige. Wir wissen also dann nicht, was wir tun. Dann orientieren sich Menschen gern an anderen. Und wenn wir uns aber am anderen an der Stelle orientieren, dann gucken wir, was der andere macht. Und wenn sich beide aneinander orientieren, dann machen beide gar nichts.

Ganz scheiße.

Also so entstehen ja genauso 'ne Situation, weil wir doch am Ende alle gleich ticken und eigentlich uns gerne dann, äh, sozial an anderen Menschen orientieren. Und na ja, dann kommt's eben dazu, dass dann keiner grüßt, weil, äh, der andere hat ja auch nicht gegrüßt. Und, ähm-

Ja, das, schreibt uns doch mal, liebe Hörerinnen und Hörer, was, wie ihr das so empfindet und was ihr so über diese, über diese Fettnäpfchen oder auch über diese, ähm, fraglichen Punkte denkt, die wir jetzt grade aufgemacht haben. Das würde mich wirklich interessieren, ob nur wir da so manchmal 'n bisschen komisch sind, ähm, oder uns auch vielleicht zu viele Gedanken machen. Vielleicht wird das auch gar nicht so wahrgenommen. Also es würde, würde mich wirklich mal interessieren, was da so in der Community los ist und wie ihr auch solche Situationen empfindet. Weil ich glaube, dass ich zum Beispiel auch – weiß nicht, wie's bei dir ist, äh, Sebastian – dass ich sehr feinfühlig bin so für Schwingungen, also nicht esoterisch, sondern für so, ähm, für so Stimmungen zwischen Menschen und dass ich dann manchmal halt total überkompensiere, weil ich das Gefühl habe, ich muss jetzt irgend 'ne Stimmung ausgleichen.

Und ich glaub, andere Leute haben da einfach auch 'n dickeres Fell und denken dann so: „Ja gut, wenn der halt nicht grüßt, ist es halt so." Dann, ja Macht man sich da auch keine weiteren Gedanken.

Ist ja auch gar nicht dein Job, irgendwelche Stimmungen auszugleichen. Am Ende des Tages, wenn deine Überzeugung ist, du möchtest gegrüßt werden, dann grüß halt auch. Das ist ja relativ einfach. Und wenn du nicht gegrüßt werden willst, dann grüß halt nicht und dann, dann ist das relativ einfach.

Mir ist es eigentlich egal, ob ich gegrüßt werde oder nicht. Was ich nur schlimm finde, ist, wenn ich grüße und so ganz, so ganz dienstbeflissen dann auch noch dazu irgendeine Handbewegung mache und lächle und die Person grüßt dann nicht zurück und dreht sich weg, dann find, fühl ich mich immer peinlich berührt. Aber das ist auch was, was man durchaus abschalten kann.

Aber vielleicht fühlt sich die andere Person halt auch, äh, berührt, weil sie, weil sie damit gar nicht umgehen kann. Das kann ja-

Ja, das kann sein.

Und dann mach's einfach mal wieder. Dann hilfst du der Person vielleicht auch, da rauszukommen. Du weißt es am Ende nicht. Oder die Person hat's nicht richtig verstanden. Ich hab euch zum Beispiel, Halil und dich zum Beispiel im Abbau beobachtet, wie euch die Nachbarin einen guten Appetit gewünscht hat. Ihr habt's aber beide nicht verstanden, was sie gesagt hat und habt ein ganz anderes Gespräch angefangen. Habt dann erst mal aneinander vorbeigeredet. Ähm, ich bin nicht sicher. Also euch scheint's nicht aufgefallen zu sein. Den Nachbarn weiß ich nicht genau. Ich konnt es nicht, nicht äußern. So 'ne Sachen passieren aber einfach. Ich hab dann auch kurz überlegt, ob ich's richtig stelle und dacht: „Nee, das ist ja, also geht hier um nix, musst nix klarstellen", und hab mir das halt einfach angeguckt und hab in dich reingegrinst.

Wieso sagst du dann nix? Das ist total peinlich. Was, was-- Haben wir da schlimm, haben wir da schlimm blöd reagiert, oder?

Nee.

Ich war da auch in so 'nem Tunnel.

Du warst freundlich, aber halt, du hast was ganz anderes gesagt und dann hat sie dich nicht verstanden, weil's halt natürlich auch nicht dazu gepasst hat und laut war.

So krass.

Und dann habt ihr 'n Moment gebraucht, um zueinander zu finden. Hab ich gedacht: „Ich bin doch der Schwerhörige. Wieso hab ich das jetzt verstanden?" Aber ja, du warst wahrscheinlich konzentriert grad auf was anderes, weil du hattest den Burger in der Hand.

Ich bin da total im Tunnel.

Du warst mit Essen beschäftigt.

Ach, die Nachbarin, okay. Ja, da, also wenn ich mit Essen beschäftigt bin, da, da gibt's für mich nichts anderes mehr.

Und sie hat auch nur gesagt: „Guten Appetit", mehr nicht, weil sie halt gesehen hat, dass ihr gegessen habt und ihr so, oh, ich weiß gar nicht, und ihr habt irgendwas anderes verstanden, wie's geht oder wir fahren jetzt oder so. Und dann sagt: „Ihr fahrt jetzt, alles klar." Ist aber nicht schlimm. Ich glaube, außer mir ist das keinem aufgefallen und auch ich gehe jetzt nicht gern dafür: Guck mal die Nele, wie doof die ist. Am Ende des Tages war's lustig, aber es verändert sich in keinem von uns dreien im Leben irgendwas da-dadurch.

Nein, das stimmt. Muss man auch 'n bisschen robuster werden wahrscheinlich. Ach ja.

Hörst du dir einfach nicht so viele Gedanken-

Vielen Dank mit diesem, dass du jetzt mir so 'n schönen Ausstieg beschert hast, über den ich jetzt noch 'ne halbe Stunde grübeln werde wahrscheinlich.

Das brauchst du nicht. Ich sag dir das, ich, ja, wie gesagt, es ging nur um guten Appetit. Und ihr habt am Ende seid ihr alle freundlich zueinander gewesen. Ihr habt euch verabschiedet voneinander. Schöne Messungen-

Ja, ich hab sie, ich hatte sie ja auch noch gefragt, ob ich ihnen Essen mitbringen soll. Von daher, ich, äh, versuch ja dann auch schon, auch wenn ich in so 'nem Tunnel bin, noch, um 'n bisschen wahrzunehmen, was um mich herum passiert und ob andere Menschen vielleicht auch, äh, Bedürfnisse haben.

Das machst du sowieso immer super. Deswegen, äh, brauchst du da nicht immer irgendwie dir Gedanken machen, dass du da nicht richtig bist. Und wir alle haben schwache Momente, wo wir nur grade an uns denken, weil's wichtig ist und an niemand anders denken. Das ist ganz normal. Dafür brauchen wir uns aber nicht schämen. So, ich muss jetzt eben Schluss machen. Ich, meine Mutti hat mir geschrieben, die haben Besuch. Der Besuch hat mich ewig nicht gesehen und möchte mich gern mal sehen und die warten jetzt schon 'ne halbe Stunde. Ich hab vor 'ner halben Stunde zurückgeschrieben. Ich bin jetzt mal-

Meine Tante, meine Tante wartet auch auf 'n Anruf von mir. Also passt. Jetzt erst mal Familie. Genau.

Schreibt uns, schreibt uns mal, wie ihr so Sachen wahrnehmt und wie gesagt, wir werden über das ganze Thema so, ähm, grüßen und so weiter noch mal in unserem Zweit-Podcast sprechen und, ähm, na ja-

Und der heißt nicht qualifiziert, weil du's nie sagst, wie der heißt.

Nicht qualifiziert. Dafür sind wir nicht qualifiziert.

Also dafür sind wir nicht qualifiziert.

Wenn man den Titel oder unsere Namen bei, äh, der Podcast-Plattform eurer Wahl sucht, findet ihr den und wir werden demnächst auch noch ein oder zwei weitere Podcasts starten. Nele hat ja auch noch einen weiteren Podcast gestartet, äh, Fokus Pokus, um das noch mal schnell angesprochen zu haben. Äh, also wer uns hören will, findet noch ganz viele, äh, Orte, um uns zu hören, auch zu völlig anderen Themen. Aber in diesem Sinne, ich hoffe, es war unterhaltsam für euch. Ähm, wie gesagt, gebt uns gern bisschen Feedback, WhatsApp-Link unten in den Show Notes, äh, oder auch Kommentar oder podcast@camperstyle.de einfach 'ne E-Mail schicken. Wir freuen uns sehr, äh, bis Mittwoch. Ciao.

Bis bald. Tschüss. Schöne Grüße an deine Eltern.

Geb ich weiter.

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