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Mexiko Roadtrip und Autopannen

Episode 215 · 01:07:13

In der heutigen Episode erzählt Sebastian von den Erlebnissen mit einer Autopanne in Frankreich und dem ADAC und einer möglichen Abzocke durch Sixt. Und warum Frankreich kein guter Ort für eine Autopanne ist ;-)
Nele nimmt uns mit auf ihren Roadtrip durch das wuselige Mexiko.

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute erzählt Nele von ihrem Roadtrip durch Mexiko und ich erzähl 'n bisschen, was meiner Frau und mir die letzten Wochen so auf Reisen passiert ist.

Ja, ich denke wahrscheinlich, dass wir für den Roadtrip zwei Folgen brauchen werden, weil wir doch sehr, sehr viel erlebt haben. Ähm, so die, die etwas groteskeren Sachen, die werden dann wahrscheinlich in der zweiten Folge kommen. Zum Beispiel, wie ich nackt mit einem Pelikan im Arm über einen mexikanischen Strand gerannt bin oder, ähm, wie Pizza in mexikanischen Staus geliefert wird. Aber wir fangen einfach chronologisch an, ähm, und vielleicht für alle, die uns Hörerfeedback geschickt hatten. Das haben wir jetzt auch schon länger nicht mehr behandelt, weil wir eben viele Folgen durch den Roadtrip voraufgezeichnet hatten. Da werden wir am Ende auch noch mal eure Mails vorlesen, eure Fragen beantworten. Bleibt also auf jeden Fall dran. Aber Sebastian, du hast ja auch einiges erlebt ohne, ähm, Pelikane und, äh, sonstige Absurditäten.

Pizza im Stau. Ja, ich wollte, wollte grade noch kurz einschränken. Es kann natürlich auch sein, dass wir jetzt so viel zu Mexiko hören, dass wir das Feedback in der heutigen Folge nicht schaffen. Falls so, dann ziehen wir noch mal 'ne extra Folge ein. Wir, wir machen das wie immer dynamisch und schauen, wie weit wir kommen. Aber genau, zunächst mal 'n bisschen aus, wie soll ich sagen, aus dem Reiseleben meiner Frau und auch 'n bisschen von mir, was ja eigentlich recht unspektakulär ist im Normalfalle und sich wenig lohnt zu erzählen, aber da es vor allen Dingen um Reparaturen und 'ne Panne geht und das Erlebte, kann das ganz hilfreich sein. Man hofft ja immer, dass einem das oder dass euch das nicht passiert und man, äh, oder dass einem selber nicht passiert, aber falls es dazu kommt, sind da vielleicht noch 'n paar ganz spannende Tipps und, und Hinweise mit dabei.

Deswegen haben wir entschieden, dass ich da mal 'n bisschen erzähle. Also die, die lange Geschichte in kurz zusammengefasst: Meine Frau fährt ein-, zweimal im Jahr mit dem Auto und dem Hund nach Deutschland, um, äh, Termine zu erledigen, paar, äh, Special-Arts-Besuche zu machen, ihre Familie zu besuchen, ähm, Leute zu treffen, Freunde zu treffen. Und dieses Mal war dann auch 'n Service im Auto fällig, den wir haben machen lassen in, äh, unserer Werkstatt und dabei wurde dann zum einen festgestellt, dass der Ölkühler leckt, also das ist jetzt noch nichts Besonderes bei dem Auto. Das passiert halt. Die Reparatur ist nervig und langwierig. Also man braucht da wohl zwei Tage zu, weil der, weil man dazu den halben Motor demontieren muss. Ist auch alles gar nicht so das Thema.

Und, äh, dann wurde das repariert und, äh, dann hat man festgestellt, dass der Turbolader kaputt ist und dann wurde das auch repariert und es hat sich alles weiter verzögert. Die Lehre daraus ist, wenn man, ähm, unterwegs ist und 'n Werkstatttermin macht, dann sollte man den nicht ans Ende seiner Reise oder seines Aufenthalts legen, sondern an den Anfang, damit man genügend Platz hat, dass was schiefgehen kann. Das haben wir jetzt auch gelernt. Ähm, was aber das eigentlich viel Wichtigere war, dann auf dem Weg zurück, also von Deutschland nach Portugal, hat sie dann in Spanien kurz nach Bordeaux, ähm, wieder 'ne Panne gehabt mit dem Auto. Das Auto hat angefangen zu ruckeln nach dem, nach dem Tanken, hat nicht mehr richtig gezogen und sie hat sich dann quasi mit meiner Hilfe noch zumindest zu 'nem Hotel gerettet, ähm, weil sie 'n Hund dabei hat und, ähm, auch nicht auf der Autobahn stehen wollte, weil das Thema bezahlte Autobahn, also Mautautobahn mit ADAC auch manchmal schwierig ist, ähm, und deswegen, da das Auto noch halbwegs gefahren ist, ist sie quasi noch von der Autobahn runter und dann da auf, äh, 'nen Hotelparkplatz und hat dann von da den ADAC verständigt.

Das war auch alles super cool. Also das heißt, die, das, äh, Callcenter hat das Ganze aufgenommen, hat dann auch informiert, was jetzt als Nächstes passiert. Also es ist dann halt 'n, 'n Abschlepper gekommen, hat das Auto aufgeladen, hat sie dann entsprechend zu 'nem, äh, oder hat den Auto quasi zu 'nem Platz gebracht, wo die das dann noch mal untersucht haben. Weil meistens ist es so, dass die Schlepperfahrer nicht noch mal jetzt gucken, woran oder warum das Auto nicht mehr fährt, ne. Es gibt ja in Deutschland die Gelben Engel, die quasi keinen Abschlepper haben, sondern die mit diesen, ähm, äh, wie heißen die, Vans quasi unterwegs sind, also in Großraumkombis und ja auch alle möglichen Diagnosegeräte und noch 'n paar Ersatzteile dabei haben und die versuchen quasi, euer Auto erst mal wieder in Schuss zu bringen. Und, ähm, wenn die halt nicht verfügbar sind oder wenn, wenn keine Zeit ist oder die keinen Dienst haben, dann kommt quasi direkt der Abschlepper und schleppt euch halt erst mal zu der nächsten Werkstatt.

Das, wie gesagt, hat mit dem ADAC alles super geklappt. Wir sind ADAC-Plus-Mitglied und die haben dann oder der Fahrer hatte gesagt, also meine Frau soll am besten hier in das Hotel gehen und, ähm, sie würden das mit dem Auto checken und dann, äh, hat der ADAC sich auch zurückgemeldet. Äh, wir haben dann gesprochen und der ADAC sagte so erst mal: Ja, also sie würden empfehlen, dass das Auto zurück nach Deutschland geschleppt wird in die Werkstatt, war von wegen Garantie auf die Reparatur und so weiter. Und sie, ähm, müsste jetzt halt gucken, ähm, was sie dann machen möchte, ne. Also ob sie auch mit nach Deutschland reist oder ob sie eben weiter nach Portugal reist, wo sie jetzt auf dem Weg hin war. Und wir haben dann überlegt, wie wir das machen, weil der ADAC bezahlt in solchen Fällen auf jeden Fall entweder den Flug oder ein Mietwagen oder 'ne Bahnkar, oder 'ne Bahnfahrt erster Klasse, ne.

Das hat der ADAC oder hätte der ADAC bezahlt. Was 'n Problem war: der Hund. Ähm, weil der Hund, das hatte ich mir in den ADAC-Plus-Richtlinien angeguckt, dass Tiere sozusagen, äh, also um, um den Transport von Tieren und gewerblichen Waren kümmern sie sich nicht. Und ähm Hunde sind in manchen Ländern so 'n bisschen ein Problem, ähm, in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Flugzeug vor allen Dingen. Weil entweder ist der Hund leicht, dann kann er bei manchen Airlines mit als Handgepäck fliegen, bis acht Kilo, glaub ich. Und, ähm, oder er muss bei manchen Airlines in die, in den Frachtraum. Dann braucht man aber eine stabile, äh, Hundebox dafür und wir haben in unserem Auto nur so 'ne faltbare Stoffbox.

Und, äh, das funktioniert auf keinen Fall mit dem Flugzeug. Und, ähm, unser Angsthund, äh, wär auch nicht dazu geeignet, irgendwie im Frachtraum mitzufliegen. Deswegen war das halt ein Thema. Ähm, Zugfahren auch schwierig mit dem ganzen Gepäck und dem Hund. Also blieb irgendwie nur Mietwagen und da hat der AC-- ADAC halt aber auch schon gesagt, sie kriegen nicht wirklich 'n Mietwagen von Frankreich nach Deutschland. Und, ähm, sie kriegen auch nicht wirklich 'n Mietwagen von Frankreich nach Portugal. Und dann hab ich 'n bisschen recherchiert. Ich habe dann bei einem Anbieter, kann man auch den Namen nennen, Sixt, einen Mietwagen gefunden. Der hätte für vier Tage, äh, von Bordeaux bis, äh, nach Faro zweieinhalbtausend Euro gekostet. Das war ziemlich heftig und, ähm, dann haben wir also hin und her überlegt, wie wir das jetzt irgendwie machen.

Und die einzige Lösung, die uns dann letzten Endes eingefallen ist, ist, dass wir den Mietwagen nehmen, aber den Mietwagen nicht, äh, hier in Portugal zurückgeben, sondern in Frankreich wieder zurückgeben.

Ja, das, äh, war ja dann das Wochenende, wo du dann, äh, statt zu chillen, ähm, mal eben auch 'nen kleinen Roadtrip gemacht hast.

Genau.

Wie war das denn für euch, da ein, äh, Auto zu bekommen, wo ihr den Hund mitnehmen durftet?

Das war kein Thema. Also Autos kriegst du eigen-- Also wenn du nicht grade... Also muss ich wieder 'n bisschen weiter ausholen. Sie, das, äh, die Panne ist bei Mimizan, Mimizan, Mimizian, ich weiß nicht-

Mimizan.

Mimizan, äh, passiert. Da gab es, äh, kein Sixt vor Ort. Das nächste Sixt war in Bordeaux oder in die andere Richtung auch, glaub hundert Kilometer entfernt, unten an der, in, in, äh, Biarritz, glaub ich. Und es gab 'ne Europcar-Station dort in Mimizan. Äh, die hatten aber tatsächlich nur so Fiat 500, äh, da. Äh, alles andere hätte man vorbestellen müssen und das, wir brauchten's am nächsten Tag, das hat nicht funktioniert. Deswegen war schon mal quasi so viel Flexibilität, äh, nötig, dass wir quasi 'ne größere Stadt uns suchen. Wir haben dann Bordeaux, den Flughafen gewählt, weil erfahrungsgemäß an vielen Flughafenstationen, also in Bordeaux jetzt nicht so sehr, weil das ist ja eher ein, ich sag mal, Privatflughafen, wo eben eher Privatkunden, also normale Menschen fliegen.

Ja, wenn ich so München, Frankfurt habe, wo ich halt viel Businessleute habe, da krieg ich eigentlich jedes Auto. Also da kann ich wirklich vom Fiat 500 bis zum großen Van in allen Variationen alles im Normalfalle morgen mieten. Ähm, und in Bordeaux war das auch kein Problem. Wir haben, ich glaub, 'n Volvo XC60 gemietet, weil das war so die Klasse, wo ich auch 'n großen Kofferraum habe, damit eben Hund und Gepäck alles reinpasst. Und das war aber gar kein Thema, der war da. Und der hat vielleicht auch, äh, so preislich mit der Rückgabe, äh, wieder in Bordeaux, glaub ich, so was um die sechshundertfünfzig Euro gekostet mit 'nem zweiten Fahrer und, äh, quasi der Erlaubnis der Auslandsfahrt. Allerdings auch, muss ich dazu sagen, die Preise sind bei uns immer ohne Versicherung, weil wir unsere Mietwagen, also wir haben 'ne Kreditkarte, wo 'ne Mietwagenvollkasko mit dabei ist.

Demzufolge buchen wir Autos immer ohne die Versicherung, was durchaus noch mal einige hundert Euro pro Mieter ausmacht.

Wär dann aber ja bei dem, bei der teuren Variante über Sixt auch der Fall gewesen, ne. Der, ähm, die zweieinhalbtausend Euro Variante, da hättet ihr dann auch noch 'ne Versicherung quasi obendrauf nehmen müssen.

Genau, also das sind jeweils sozusagen die Preise ohne Versicherung, genau.

Mhm. Da habt ihr ja Glück gehabt, dass ihr nicht mit Wohnwagen unterwegs wart. Ähm, wir haben ja über das Thema in den letzten zwei, drei Wochen schon mal ziemlich ausführlich intern diskutiert. Äh, vielleicht hat's der eine oder andere von euch da draußen auch mitbekommen. Ähm, es ging durch etliche Campinggruppen ein Raunen, um's mal vorsichtig zu sagen, weil wohl der ADAC jetzt bekannt gegeben hat, dass er bei einer, äh, Panne oder einem Unfall des Zugfahrzeugs den unversehrten Wohnwagen, also den fahrtüchtigen Wohnwagen, nicht mehr mit abschleppt. Das war wohl eine Kulanzregelung über viele Jahre in der Plus- und Premiummitgliedschaft und es sieht im Moment so aus, dass dann wirklich der Wohnwagen eben nicht zum Beispiel nach Deutschland zurücktransportiert wird, wenn mit eurem Zugfahrzeug irgendwas ist.

Wir haben da noch keine ganz verlässlichen Informationen, weil der ADAC sich leider auf, äh, Anfrage bisher nicht zurückgemeldet hat. Wir recherchieren da aber noch mal weiter, um das 'n bisschen klarer zu haben und haben gleichzeitig, ähm, bei anderen Automobilclubs mal angefragt, wie die das handhaben. Da haben sich jetzt zwei oder drei bislang zurückgemeldet und da wird's dann in der nächsten Zeit auch hoffentlich bald 'nen Artikel bei uns geben. Wir versuchen's beim ADAC auch noch mal und, äh, ja, dass dann auch die Wohnwagenfahrer unter uns so 'n bisschen Bescheid wissen, was im Fall von so 'ner Panne zu tun ist und wie man vielleicht auch für den intakten Wohnwagen dann noch mal extra vorsorgen kann über 'nen Schutzbrief oder Ähnliches. Da sind wir im Moment dran und werden dann natürlich auch im Podcast drüber berichten, wenn wir da, äh, zu verlässlichen Ergebnissen gekommen sind.

Genau, das war bei uns nicht das Thema. Bei uns hat der Hund und das Gepäck halt alles so 'n bisschen ver-verschwierigt sozusagen. Hm, haben wir dann so weit gelöst. Der ADAC hat auch, ähm, am Telefon dann 'ne Kostenzusage, ich glaub bis achthundertfünfzig Euro plus, ich glaube, Benzin und Maut und so weiter. Das hat alles meine Frau, die Details gemacht. Ähm, aber das war für uns so völlig okay und es hätte gut reingepasst, weil wir hatten dann kalkuliert, äh, Mietwagen, sagen wir mal bummelig, äh, sechshundertfünfzig Euro, dann Sprit noch mal so hundert bis hundertfünfzig dazu, 'n bisschen Maut dazu und der Flug zurück. Der Flug zurück von Bordeaux über Ostern nach Faro waren, glaub ich, auch Um die 200 Euro. Also wir sind so irgendwo bei 1.000 Euro dann für die ganze Geschichte kalkuliert rausgekommen, im Gegensatz zu zweieinhalbtausend Euro Mietwagen.

Kann man jetzt noch die, die Zeit sozusagen, die zwei Tage, die ich unterwegs war, dagegen rechnen und hätte ich quasi da nicht Feiertag gehabt, hätte es jetzt wahrscheinlich nicht viel genommen, aber so haben wir halt gesagt: „Komm, wir sparen uns das Geld und ich fahr das Auto eben zurück und, ähm, fliege dann rückzu." Das, ähm, ja. Was ist dann als Nächstes passiert? Also meine Frau ist dann, äh, hat dann Taxi gerufen im Hotel und ist am nächsten Tag nach Bordeaux geschippert zum Flughafen. Das war auch alles super. Am Flughafen sind wir dann von Sixt übers Ohr gehauen worden, also beziehungsweise meine Frau ist übers Ohr gehauen worden. Ihr wurde der Mietvertrag, also ihr wurde, ihr wurde erst mal gesagt, das Fahrzeug ist nicht da. Ähm, sie bekommt aber kostenlos 'n Upgrade auf die nächstgrößere Klasse. Ähm, es wurde ihr auch alles im Mietvertrag gezeigt und, äh, dann hat zum Schluss, das haben wir dann so 'n bisschen nachkonstruiert noch mal, die Kollegin dort gesagt: „Ja, und sie, ach, sie muss noch mal schnell was machen", ähm, und hat dann schnell noch irgendwas getippt und, äh, meiner Frau dann quasi zur Unterschrift vorgelegt.

Und da haben wir dann später, vor allen Dingen jetzt bei der Abrechnung gesehen, dass sie kein kostenloses Upgrade berechnet hat, sondern noch mal 600 Euro on top für die größere Fahrzeugklasse. Ähm, da sind wir jetzt grade dabei, uns bei Sixt zu beschweren, ähm, weil ich bin es gewohnt, wenn ich 'ne Klasse buche, dass ich, und die ist nicht da, dass ich halt kostenlos 'n Upgrade kriege. Das ist auch Usus und es steht auch bei Sixt letzten Endes so. Ähm, aber egal, war uns, ne, also wir haben das schon gesehen. Also ich hatte das gesehen, weil ich bekomm die Mails und hab dann schon gesehen und dachte: „Aber komm, egal, wir müssen jetzt erst mal das über die Bühne bringen und wir beschweren uns dann danach." Ne, und letzten Endes war dann jetzt einmal das die negative Erfahrung. Ansonsten hat das so weit alles geklappt mit dem Auto. Was der nächste Punkt war, das ist vielleicht auch noch mal ganz wichtig.

Das wird zwar selten irgendjemandem passieren, aber wenn in so 'nem Notfall, ist das vielleicht ganz hilfreich. Und, ähm, zwar ist es grundlegend so, man kann an jeder Sixt-Station einen zweiten Fahrer eintragen lassen. Das kann man auch in einer laufenden Miete machen. Wir hatten schon den zweiten Fahrer mit gebucht. Ähm, das ist auch übrigens ganz wichtig, dass ihr das tut, einen Zusatzfahrer zu buchen, weil wenn der nicht auf dem Mietvertrag steht und einen Unfall hat, dann zahlt zum einen weder die Versicherung des Autovermieters, noch hätte auch die Kreditkartenmietwagenversicherung bezahlt. Ja, also das ist ganz wichtig, dass man für diesen Fall eben auf 'm Mietvertrag steht. Und das kann man, das ist übrigens nicht so bei Sixt so. Ich erzähl's jetzt nur für Sixt, weil wir halt bei denen gemietet haben. Das ist auch bei den meisten großen anderen Autovermietern so. Ihr solltet vorher euch trotzdem immer informieren, so.

Das heißt also, also auch wenn man jetzt vielleicht noch nicht definitiv vorhat, irgendwie sich abzuwechseln oder so, auf jeden Fall vorsichtshalber schon mal eintragen lassen, damit man die Möglichkeit hat.

Ja, es gab früher bei Sixt 'ne Regelung, dass direkte Familienmitglieder, also, äh, Bruder, Schwester, Mutter, Vater, Ehefrau, auch automatisch fahren durften und es gibt wohl je nach Mietvertrag auch bei Firmenverträgen so Erfüllungsgehilferegelungen. Das betrifft ja aber normale, äh, Endkunden im Normalfalle nicht und auch diese Sixt-Regel gibt's seit vielen Jahren nicht mehr. Also ja, ganz wichtig: Wenn ihr zu zweit fahrt, lasst euch eintragen. Und, äh, dabei haben wir auch gelernt, dass diese, dann gab es noch 'ne Auslands sozusagen Erlaubnis oder fürs, für die Auslandsfahrt. Äh, das kostete auch noch mal irgendwie, keine Ahnung, 30 Euro extra. Da haben wir jetzt gelernt, das ist tatsächlich nur 'ne Zusatzversicherung, die haben wir nicht gebraucht. Ähm, die haben sie uns dann auch in Frankreich rausgenommen.

Das war positiv. Hm, dann sind, ist meine Frau quasi runtergekommen und wir haben, ähm, geguckt, aha, Sixt hat auch während Ostern auf, weil hier in Portugal halt auch das, äh, kein wirklich richtiger Feiertag ist quasi und sind dann zu Sixt und haben gesagt: „Hey, hier, wir haben das Auto. Wir wollen gern den, äh, mich als Zusatzfahrer eintragen." Und da hat sie gesagt: „Kein Problem", hat den Schlüssel genommen, hat's eingegeben, hat gesagt: „Kann ich nicht." Und wir haben gefragt: „Wieso nicht?" „Ja, das ist 'n ausländischer Mietvertrag aus Frankreich, auf den kann ich nicht zugreifen." Und dann haben wir gesagt: „Ja, aber wir haben doch extra in Frankreich noch mal gefragt und da wurde uns das auch, äh, bestätigt." Lange Rede, kurzer Sinn: Ähm, die Ausländ..., also, ne, die Sixt pro Land kann quasi nicht auf andere Mietverträge so einfach zugreifen.

Die Kollegin da war aber super engagiert. Wir haben dann als Erstes den Sixt-Kundenservice angerufen. Da sind wir dann in 'nem Callcenter, ähm, wahrscheinlich irgendwo in Asien gelandet und, äh, der Kollege da, äh, hatte keine Möglichkeit, uns zu helfen. Ich formulier's mal bewusst so: Der hat dann auch noch mal mit der Kollegin vor Ort gesprochen. Die fragte dann nur so: „Und Sie glauben, dass das jetzt kundenfreundlich ist?" Also der Vorschlag war dann, wir sollen doch zu zweit dann nach Bordeaux fra-fahren, um, äh, mich als Fahrer eintragen zu lassen, was halt nicht ging, weil wir müssen, einer von uns bleibt halt da, um auf die Hunde aufzupassen. Also war alles 'n bisschen kompliziert. Äh, muss, ist jetzt auch im Detail gar nicht wichtig, aber die Kollegin vor Ort war Gott sei Dank erfahren, weil sie hat nämlich eigentlich immer Dienst in Faro am Flughafen, kennt sich also vermutlich, weil sie's seit sechs Jahren macht, mit vielen Dingen aus und hat dann quasi gesagt: „Ich ruf mal meinen Supervisor an, wir, ich hab 'ne Idee."

Und dann haben die letzten Endes, äh, quasi den Mietvertrag auf Portugal umgeschrieben, haben mich dann als Fahrer eingetragen, um den Mietvertrag dann wieder rüber nach Frankreich zu schubsen. Also so hat sie mir das erklärt, was sie da getan haben.

Okay.

Und, äh, nach irgendwie 'ner Viertelstunde war ich dann quasi auf 'm Mietvertrag eingetragen als Fahrer und diese Hürde war im Schiff. Wir sind dann noch schnell zum Supermarkt, haben Blümchen und 'ne Packung, äh, Merci gekauft, haben wir das schnell hingestellt, noch mal uns bedankt, weil ansonsten hätte meine Frau quasi nach Frankreich fahren müssen. Wir hätten meinen Flug stornieren müssen, hätten 'nen neuen Flug buchen müssen für meine Frau. Also es wär halt alles mega nervig geworden.

Na ja, die hatte ja auch schon 'ne Odyssee hinter sich, ne.

Genau, die hatte schon 'ne Odyssee hinter sich und hatte auch eigentlich keinen Bock mehr noch zu fahren. Ja, und dann, äh, äh, das hat dann geklappt. Also hab ich mich am nächsten Tag in das Auto gesetzt und hab es, äh, die, was waren's, 1.380 Kilometer nach Bodo, Bordeaux gefahren, bin morgens irgendwie um neun los und war dann abends um zehn da. Das hat auch alles ohne Probleme geklappt. Hab's Auto da abgegeben und bin dann am nächsten Tag zurückgeflogen. Also das war dann ohne Probleme. Aber wie gesagt, die Erkenntnis ist, man kann sich als Fahrer eintragen lassen. Das kann in anderen Ländern aber 'n großes Problem sein. Das müsst ihr also vorher wissen und im Zweifel, wenn ihr an der Hotline bei Sixt und auch bei anderen nicht weiterkommt, ähm, eskaliert das, verlangt immer den Manager und verlangt den auch so lange, bis ihr den bekommt und ruft da so lange an oder guckt halt, äh, dass ihr jemanden vor Ort habt, so wie wir's jetzt hatten.

Weil unser Gedanke war, wir rufen an der Hotline an und vielleicht vertraut der dann den Sixt-Mitarbeitern im Laden, dass die quasi meinen Führerschein angucken und die tragen das nach. Aber der Kollege an der Hotline durfte das wohl nicht, ähm, weil er den Führerschein nicht sieht. Also egal, ich kenn die Prozesse bei Sixt nicht. Ist es sicherlich nicht ganz einfach, aber es war auf jeden Fall nicht kundenfreundlich, was passiert ist. Und wir sind natürlich auch 'n super Einzelfall, ja, die halt ja gerne bei solchen Sachen oder bei so generell Prozessen in Firmen dann hinten runterfallen. Aber vielleicht hilft's ja irgendjemandem von euch da draußen mal, wenn er 'ne Panne hat, ähm, da 'n bisschen zu gucken.

Ja, und dann hattet ihr ja auch noch, ähm, Thema Mautboxen, ne?

Ja, das Thema Mautbox hatten wir auch noch. Ähm, das war auf der Hinfahrt war irgendwann, also wir, wir haben 'ne Mautbox, weil wir, äh, zum einen ja auch hier unten Portugal, äh, mautpflichtige Autobahnen haben und für die Fahrt nach Deutschland und runter ist einfach mit 'ner Mautbox deutlich entspannter. Also erst mal vielleicht für alle, die nicht wissen, was 'ne Mautbox ist, das sind so 'n kleinen Kästchen, das hängt an der Windschutzscheibe und, äh, damit kann ich quasi an den Mautstationen, äh, muss ich nicht anhalten, Geld einwerfen, Kreditkarte vorhalten, sondern ich kann so mit dreißig km/h, äh, durch ein spezielle Durchfahrt quasi durchfahren. Dann macht's kurz piep und dann wird die Maut quasi erfasst, ähm, was halt zum einen mir spart, mich an den Staus anzustellen, wenn grade viel Verkehr ist und zum anderen mir halt das Fenster runter, Fenster hoch anhalten, losfahren, alles spart.

Und wir haben 'ne Mautbox von Maut1 bisher gehabt. Da waren wir auch sehr zufrieden, ja, super funktioniert, ohne Probleme. Kommt alles, äh, jeden Monat 'ne Abrechnung, ähm, hat ihr, ihren Dienst versehen und war jetzt aber mitten in Frankreich kaputtgegangen auf der Hinfahrt schon. Und dann hat meine Frau mit denen telefoniert und die sagten: „Ja, und das, sie sollen noch mal testen und soll das auch mal raushalten dann." Und das hat alles nicht geklappt. Und dann hat sie noch mal-

Die aus'm Fenster halten oder wie?

Genau, sie soll das aus'm Fenster halten quasi. Ähm, aber das, das hat alles nicht wirklich funktioniert. Also die war halt kaputt. Im Nachhinein haben die das auch bestätigt, die Mautbox hatte einfach 'n Defekt. Und, ähm, dann gab's aber so 'n Zwischenfall mit dem Kundenservice, dass irgendwie meine Frau hatte 'ne Mail geschickt und, ähm, hatte dann 'ne Antwort bekommen und hat aber noch einige Fragen und dachte sich: „Na ja, das sind jetzt noch mal 'ne ganze Menge Fragen. Ich ruf jetzt an, da kann ich die schneller klären, als wenn wir noch fünf Mails hin- und herschicken." Ne, ihr kennt das vielleicht, manchmal ist das einfacher. Man ruft halt an und wurde dann von der Kollegin an der Hotline, äh, relativ patzig gefragt, äh, warum sie denn nicht auf die Mail antwortet, sondern anruft. War jetzt 'ne relativ unschöne Geschichte. Das hat uns dann dazu bewegt, äh, die, die Mautbox zu kündigen bei Maut1. Ähm, und wir haben dann parallel uns 'ne Mautbox von Bipp and Go bestellt.

Die ist von den Grundgebühren, glaub ich, genauso teuer, war aber in den, in den, äh, Zusatzkosten, glaub ich, fünf Prozent günstiger. Machte also sowieso Sinn für uns und haben die dann quasi bestellt. Die kam dann nicht an. Warum nicht? Ähm, ja, weil ich meinen Namen quasi auf der Adresse hatte und der steht, steht am Briefkasten meiner Schwiegermutter nicht dran. Das Lustige ist, dass DHL 'n Tag vorher, zwei Tage vorher Pakete zugestellt hat mit meinem Namen und der Adresse. Die Mautbox, da haben sie's nicht geschafft. Ähm, da war's aber ganz cool. Bipp and Go hat an der französischen Grenze und auch in Frankreich, äh, die ein oder andere Servicestation und da ist meine Frau dann, äh, Montagmorgen hingefahren und hat sich quasi ganz unbürokratisch da 'ne neue Mautbox abgeholt und hatte dann quasi 'ne Mautbox, ähm, auch wenn die nicht viel geholfen hat, weil sie ja nur bis Frankreich gekommen ist.

Also es war eine bewegte Zeit bei euch und wir dürfen uns bald auf einen, äh, Testbericht von Mautboxen freuen.

Genau, wir, wir gucken uns das Thema an. Also wie gesagt, Maut, Maut1, abgesehen von dieser einen Kundenservice-Erfahrung, die halt echt nicht sonderlich toll war und wo dann auch im Nachhinein geleugnet wurde, dass das so gewesen wäre, ähm, waren wir damit immer zufrieden. Also, ne, das Produkt hat super funktioniert. Bipp and Go hat jetzt von der Bestellung super funktioniert. Auch da war der Service gut. Ähm, die sind wie gesagt 'n paar Prozentpunkte günstiger. Also vielleicht das noch, die verlangen alle 'ne Grundgebühr, ähm, teilweise nur, wenn du die Mautbox auch in 'nem Monat nutzt und zusätzlich quasi dann halt die Maut plus eben 'ne Service Charge für die Maut. Also, äh, das sind, glaub ich, bei Maut1 irgendwas zwischen zehn und 15 Prozent. Ich glaub eher Richtung 15. Ich hab's aber nicht im Kopf, nagelt mich nicht drauf fest. Und bei, äh, Bipp and Go sind's eben, glaub ich, zehn Prozent, also 'n bisschen weniger.

So, das nimmt sich nicht viel. Und, äh, Bipp and Go hat aber, also, also ich glaube, halt 'n englischsprachigen Kundenservice oder französischsprachig. Bei Maut1 kann man auch in Deutsch kommunizieren. Klar, das war 'n bisschen einfacher, wobei wir auch auf Englisch jetzt gut, äh, mit der nicht gelieferten Mautbox quasi mit denen klargekommen sind. Aber wie gesagt, aus, aus Sicht des Produktes hat das mit beiden gut funktioniert. Werden wir jetzt auch noch mal runterschreiben, unsere Erfahrung damit. Und, ähm, genau, das, das einfach mal so vorab so 'n bisschen, wenn unterwegs was passiert, ähm, wie man quasi geholfen bekommt. Wie gesagt, da noch mal zusammengefasst: Das war beim ADAC wirklich klasse und es soll hier auch keine Werbung sein, sondern es war einfach 'n, ne, von vorne bis hinten superfreundliche Mitarbeiter, die, ähm, nicht nur bemüht waren, sondern auch wirklich helfen konnten, die auch dann beruhigend ein, ne, bisschen dabei waren.

Ach, vielleicht, was noch ganz spannend war: Frankreich ist übrigens eins der schwierigsten Länder, um 'ne Panne zu haben, hat uns der ADAC-Kollege gesagt. Weil warum die, äh, quasi gleich geraten haben, das Auto kommt zurück nach Deutschland, ist die Tatsache, dass wir bei Mercedes - äh, jetzt hab ich's gesagt, was für 'n Auto haben - ähm, dass wir bei Mercedes quasi erst mal zwei bis drei Wochen hätten warten müssen, um einen Diagnosetermin zu bekommen-

Oha

... was noch kein Reparaturtermin gewesen wäre. Ähm, und das ist halt in Frankreich grade sehr, sehr schwierig ist zeitlich. Und deswegen hatten die direkt, äh, quasi gesagt: „Nee, wir schleppen das zurück nach, nach Deutschland, das Auto." Das haben sie uns dann im zweiten Telefonat, als meine Frau noch mal nachgefragt hat, dann, äh, quasi so erklärt, dass das eben auch noch Pech sozusagen im Unglück war. Und, ähm, jetzt ist's tatsächlich so, das Auto steht da halt irgendwo aufm Platz in Frankreich und wird dann mit so 'nem Sammeltransporter eben zurück zu unserer Werkstatt gebracht. Ähm, und da gucken wir dann jetzt mal, wie das Ganze weitergeht. Also vielleicht das auch noch als Information. Habt am besten keine große Panne in Frankreich. In allen anderen Ländern scheint das nicht ganz so schlimm zu sein. Also nichts gegen Frankreich, ne, ist 'n schönes Land, aber das Thema war halt grade schwierig.

Ja. Ähm, und ich hab gedacht, wir, wir hatten spannende Wochen hinter uns.

Bei uns hat sich das alles auf wenige Tage, äh, gesammelt. Es war, äh, sehr, sehr gesammelt und konzentriert auf, äh, ja, wenige Tage.

Ja, ich hör das ja jetzt auch quasi zum ersten Mal so richtig. Wir hatten zwar zwischendrin Kontakt, aber wir haben's uns extra nicht erzählt, ähm, unsere Erlebnisse, weil wir uns die im Podcast erzählen wollten. Deswegen, ähm, war es jetzt auch für mich eine sehr interessante Zusammenfassung.

Ja, und das ist auch der eine der Gründe, warum's eben jetzt zwischendrin mal keine Podcast-Folge am Samstag gab, weil wir einfach ein bisschen viel um die Ohren hatten und auch ungeplant. Ähm, ja, und dann quasi auch unsere, unsere schnelle Nachaufnahme, ne. Wir hatten eigentlich vor, das so zwei, drei Tage später zu veröffentlichen, aber es hat einfach nicht hingehauen.

Nein, wär auch bei uns, wär auch bei uns gar nicht gegangen. Also Internet ging einigermaßen dieses Mal, aber die Hintergrundgeräusche, die waren wirklich, äh, sehr spannend. Also es war alles dabei von Pfauen über Motorräder mit aufgebohrtem Auspuff, ähm, Menschen, Festivitäten, Feuerwerke ab morgens fünf. Also da, ja, musstet ihr halt jetzt mal auf uns verzichten. Dafür gibt's jetzt dann wieder die Folgen ganz normal. Sollen wir mal mit dem Roadtrip starten? Weil jetzt haben wir schon 'ne Viertelstunde voll.

Ja, ich hab mir das schon fast gedacht, dass mal schnell, äh, kurz erzählen wieder zeitlich gar nicht so schnell ist. Aber lass uns mal noch 'ne, 'ne Viertelstunde bisschen in Mexiko reintauchen, wie euer Roadtrip war, um dann nächste Folge damit weiterzumachen.

Und Hörerfeedback schieben wir, glaub ich, aber wir-

Würd ich sagen, genau, da machen wir 'ne einzelne Folge draus, äh, die wir dann entweder nächste oder vermutlich realistischer übernächste Woche, äh, für euch rausschieben, mal unter der Woche, wie ihr das, äh, wie wir das sowieso ja schon immer machen wollten.

Ja gut, also, ähm, vielleicht ganz kurz, ähm, wir sind dieses Mal von Guadalajara im Westen des Landes aus bis nach Oaxaca im Süden, also an die, an die Strände, an die Küste von Oaxaca gefahren, weil wir einfach, ja, weil wir einfach Bock drauf hatten, sag ich mal. So wir, äh, wir haben uns 'ne Route ausgewählt, so 'n bisschen mit Schwerpunkt auf den mexikanischen magischen Dörfern. Also das sind eben Dörfer, die besonders schön sind und 'ne besonders reiche Kultur und Historie haben. Ähm, und wir haben uns natürlich auch so 'ne Route 'n bisschen danach ausgesucht, was vielleicht auch spannend ist für andere Reisende, damit wir da dann auch 'n, 'n Artikel drüber schreiben können und, äh, eben auch im Podcast berichten können.

Wir sind also gestartet von Guadalajara aus erst mal 'n bisschen nördlich nach Guanajuato. Ähm, liegt nicht direkt auf der Route. Wir haben da 'n Umweg gefahren, aber wir wollten's einfach, also ich wollt es vor allem sehen, ich kannte das noch nicht. Guanajuato ist bekannt als die bunteste Stadt Mexikos. Die, ähm, liegt so 'n bisschen in den Bergen eingebettet, ist auch die Stadt selbst sehr hügelig. Also die Straßen sind teilweise so steil, dass man da kaum raufgekommen ist. Ähm, 'ne sehr, sehr pittoreske Stadt mit, ähm, ganz vielen auch so kleinen Gassen und kleinen Sträßchen. Leider inzwischen ziemlich dreckig, also überall Hundekacke. Wir haben da immer so Tretminen-Jumping gemacht und halt auch viel Müll auf der Straße.

Das war wohl früher nicht so. Ist aber trotzdem auf jeden Fall sehr besuchenswert und bietet halt 'ne ganze Menge an, an Sehenswürdigkeiten, vor allem auch historischer Natur. Zum Beispiel ganz bekannt ist, äh, die Alhóndiga de Granaditas. Das war ursprünglich so 'n Handels- und Getreidespeicher, wurde dann im frühen 20. Jahrhundert zum Schauplatz des Unabhängigkeitskampfes und damit verbunden auch eine Persönlichkeit, nämlich Juan José de Loreyes Martínez Amaro. Bitte alle, alle mitschreiben. Ähm, besser bekannt al-als El Pipila und dem ist ein wunderschönes Monument gew-, äh, gewidmet. Das ist auf einem Berg in der Stadt angebracht, ein riesiges Monument, also nicht mal eben nur so 'ne kleine Statue.

Und von dort aus, da lohnt sich der Weg auf jeden Fall, weil man eben neben dem Monument selber auch 'nen wunderschönen Ausblick über die ganze Stadt hat. Ähm, dieser besagte El Pipila war 'n Minenarbeiter. Ähm, der Legende nach kämpft er halt auf der Seite der Unabhängigkeitsbewegung um Miguel Hidalgo, einer der Gründerväter der mexikanischen Republik. Und auf diesem Monument trägt er eine Steinplatte auf'm Rücken und mit dieser Steinplatte soll er sich angeblich vor den Schüssen der spanischen Gegner geschützt haben, um dann die Tür der Alhóndiga in Brand zu setzen und ins Innere zu gelangen, wo sich eben ganz viele flüchtige Spanier aufgehalten haben und die hat man dann einfach daraufhin niedergemetzelt. Da waren wohl auch Frauen und Kinder dabei. Also Mexiko hat durchaus auch 'ne etwas, äh, blutige Geschichte und das war eben so der Dreh- und Wendepunkt im Unabhängigkeitskrieg.

Dann steht in Guanajuato auch das Geburtshaus von Diego Rivera. Das ist 'n ganz berühmter mexikanischer Künstler, auch bekannt als, ähm, leicht gewalttätiger Partner von Frida Kahlo. Die ist vielleicht mehr Leuten noch 'n Begriff. Das ist diese Künstlerin, ähm, mit den, mit dem ganz markanten Gesicht, mit den dicken buschigen Augenbrauen, die, äh, so, ja, im, im Ausland vor allem als Vorreiterin des Feminismus und der, äh, indigenen Rechte gilt. Hier im Land wird sie 'n bisschen kritischer gesehen, aber hat auf jeden Fall, ähm, ja, hat auf jeden Fall die mexikanische Geschichte auch mit geprägt, die Kunstgeschichte. Und, äh, Diego Rivera ist eben vor allem für seine vielen großartigen Wandgemälde in verschiedenen Städten Mexikos, aber auch in anderen Teilen Amerikas bekannt, zum Beispiel New York, Detroit, Buenos Aires, glaub ich, auch San Francisco.

Und dieses Geburtshaus ist heute 'n Museum mit mehreren Ausstellungsräumen, in denen eben 'n Teil seiner Werke präsentiert wird. Dann gibt's in Guanajuato noch ein, äh, sehr bekanntes Festival, nämlich das Cervantino. Das findet im Herbst statt, ist das größte Kulturfestival Lateinamerikas. Ich hab mal reingeguckt, dieses Mal sind da mehr als 200.000 Künstlerinnen und Künstler aus 31 Nationen. Ähm, Schwerpunkt Musik, Literatur, Film, aber eben, äh, werden da auch soziale Projekte gefördert. Das ist dann 'n Festival, was über die ganze Stadt verteilt stattfindet, dauert 17 Tage. Und, ähm, ja, also Halil war da mehrfach. Der hat gesagt, das war immer ziemlich chaotisch und grade für Frauen durchaus auch 'n bisschen gefährlich.

Heute ist es wohl etwas anders. Also heute kann man da wieder hingehen. Und, ähm, ja, mein Mann hatte da auch einige bewegte Tage, ähm, mit lustigen Erlebnissen, dass er irgendwo in der Stadt in der Kälte dann aufgewacht ist und erst mal seine Freunde suchen musste und so weiter. Also, aber das möcht ich jetzt hier nicht alles ausplaudern. Und dann gibt's eben auch noch so, äh, ja, architektonisch interessante Bauten, wie zum Beispiel das Teatro Juárez aus den 1870er Jahren. Ähm, da findet man in der Innen, also im Zentrum sehr, sehr schöne Bauwerke. Auch die Universität ist ganz interessant und da wär eben für Leute, die da gerne hin möchten, meine Empfehlung, mal eine nächtliche Stadtführung mit Gesang zu buchen. Da, äh, das machen vor allem Studenten, aber auch, äh, andere Leute bieten es an.

Die sind dann auch so in, in historische Gewänder gehüllt und die führen einen dann eben an diese verschiedenen Sehenswürdigkeiten, erklären da auch 'n bisschen was, gibt's auch auf Englisch, soweit ich weiß, und singen dann eben dabei. Also das fand ich eigentlich ganz schön. Und außerhalb des Zentrums gibt's was et..., so 'n bisschen Groteskes, nämlich die sogenannten schreienden Mumien. Das sind Leichen, natürlich konservierte Leichen aus den 1830er Jahren. Da gab's 'nen Choleraausbruch und diese Leichen wurden dann zwischen Mitte des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts aus dem Friedhof ausgegraben, weil die Angehörigen die neu eingeführte Friedhofssteuer nicht bezahlt haben. Und 120 von diesen Leichen sind jetzt außerhalb der Stadt in 'nem Museum ausgestellt, in Anführungszeichen.

Also man kann die sich angucken. Und warum heißen die schreiende Mumien? Weil durch die Konservierung eben ganz, äh, teilweise bei einigen ganz schreckliche Gesichtsausdrücke zustande gekommen sind und es dann aussieht, als würden die halt laut schreien. Also die haben so verzerrte Gesichter. Ich hatte kurz überlegt, da hinzugehen. Mit Hund darf man da nicht rein, aber mir war's dann ehrlich gesagt auch 'n bisschen zu gruselig und ich find's nicht so pietätvoll, diese Leute da, ähm, quasi dem, dem Publikum hinzuschmeißen. Und das ist auch durchaus was, was hier in Mexiko etwas kontrovers diskutiert wird. Ja.

Ja.

Also der Umgang mit dem Tod-

Strange würde man heute sagen.

Ja, der Umgang mit dem Tod hier in Mexiko ist einfach komplett anders als in Deutschland, ne. Man sieht das sehr viel mit Humor. Es gibt sehr viel schwarzen Humor auch rund um den Tod. Es werden ja auch dann, ähm, an Allerheiligen wird ja auch richtig heftig gefeiert, während in Deutschland halt, äh, das Ganze sehr, sehr gediegen zugeht. Das ist schon anders und es ist wahrscheinlich auch 'ne, 'n natürlicherer Umgang mit diesem Thema. Also das wird hier nicht so weggeschoben wie bei uns. Und hier werden ja auch noch, ähm, in ganz, ganz vielen Familien, also ich denk mal, wahrscheinlich in den überwiegenden, wird noch so was wie 'ne Totenwache abgehalten. Also wenn 'n Mensch verstirbt, dann wird der entweder zu Hause oder in, ähm, sogenannten Recintos, das sind so große Gebäude mit verschiedenen, ja, Zimmern oder so, ja, Zimmer kann man das nennen, ähm, oder so kleinen Sälen, wo dann eben, äh, die Toten über Nacht aufgebahrt werden und dann kommen die ganzen Angehörigen und Freunde und sitzen dabei.

Und ja, ich, äh, für mich ist das echt schwierig, mir das vorzustellen. Also ich, ähm, kenn das ja nicht von meiner Familie. Ähm, da gab's immer nur geschlossene Särge und, aber hier ist es halt ganz normal, dass man mit dem Tod sehr offen umgeht.

Wird uns ja auch alle irgendwann ereilen.

Ja, kommst du nicht aus, wa?

Nee.

Aber ich weiß nicht, ob ich dann gerne, ähm, da offen liegen möchte und, und, äh, dass dann die Leute kommen und mich angucken, wenn ich dann so bleich bin und so, keine Ahnung. Aber wie gesagt, ist halt einfach anders als bei uns und ich find's auch sehr spannend, aber diese Mumien, die muss ich mir jetzt nicht unbedingt geben.

Und wo habt ihr da übernachtet?

Wir waren, ähm, auf einem ganz kleinen Campingplatz, der heißt Morril RV Park. Also ich verlink au-auch noch mal alle Camping- und Stellplätze und Unterkünfte in den Show Notes, damit ihr das so 'n bisschen nachvollziehen könnt, wenn ihr 'ne ähnliche Route vielleicht mal plant. Das ist 'n ganz kleiner, einfacher Platz, aber mit 'nem sehr schönen Ausblick und, äh, das Zentrum ist fußläufig erreichbar. Es ist dann 'n bisschen anstrengend auf 'm Rückweg, weil der liegt auch auf 'm Hügel. Aber man kann das gut machen und man kann dann eben von dort aus einfach 'n Tag in die Stadt gehen und da die Sehenswürdigkeiten abklappern und abends dann entweder zu Fuß oder halt mit 'nem Taxi wieder nach Hause. Das ist da sehr günstig. Da kostet so 'n Taxi mal vielleicht irgendwas zwischen Drei und zehn Euro, je nachdem, wo man sich grade im, im Zentrum aufhält.

Wir haben dann dort, ähm, direkt am ersten Tag 'n deutsches Paar kennengelernt, Elisa und Daniel mit ihrem Hund Sammy. Ähm, an dieser Stelle ganz liebe Grüße, falls ihr den Podcast hört. Äh, Elisa und Sammy sind YouTuber. Wer sich mal angucken möchte, was sie alles Tolles aus Mexiko, USA und Kanada mitgebracht haben von ihrer Weltreise, einfach mal bei YouTube Kuno and Us eingeben. Auch das verlink ich euch noch mal in den Shownotes. Die haben wirklich sich sehr, sehr viel Mühe gegeben, alles zu dokumentieren. Und mit den dreien zunächst sind wir dann auch noch an die nächste Station weitergereist. Der Sammy ist dann leider kurze Zeit später, also der Hund, durch 'nen Unfall verstorben. Deswegen haben die beiden dann die Reise abgebrochen und sind grade aufm Rückweg nach Deutschland. Aber ich denk, dass es in Zukunft vielleicht wieder neue Videos von ihnen geben wird.

Also von daher Empfehlung, ganz dicke Empfehlung und ihr könnt euch ja in der Zwischenzeit mal die alten Videos angucken, die sind wirklich wunderschön.

Cool. Ich glaube, da hattet ihr auch 'n Foto bei Facebook, hab ich gesehen, oder? Waren die das?

Genau, mit den, mit den dreien, genau. Mit dem, äh, die Elisa mit ihren Dreadlocks und, äh, Daniel, so'n großer. Ja, ganz, ganz tolle Menschen. Also ich denk, dass wir die auch in Deutschland wiedersehen werden, hoffentlich.

Cool, ja, so, so triffst du auf der ganzen Welt quasi auch die Deutschen überall, wo sie unterwegs sind. Das ist ja wieder ganz spannend, ne.

Das war übrigens auch für mich 'ne total interessante Erkenntnis, dass wir auf der kompletten Reise, auf den relativ einfachen Plätzen, auf denen wir unterwegs waren, immer ganz, ganz tolle und interessante Menschen kennengelernt haben und grade auch ganz tolle Leute aus Deutschland. Ähm, es ist ja manchmal so, dass man sich in anderen Gegenden dieser Welt lieber so'n bisschen von den deutschen Touristen fernhält, weil die sich immer manchmal nicht so gut benehmen können, zum Beispiel auf den spanischen Inseln. Aber da haben wir echt gesagt, also egal welche Altersgruppe, wir haben wirklich von ganz jung, die deutlich jünger waren als wir, bis, ähm, ja, so in die 70er rein Menschen kennengelernt, mit denen wir einfach dann spontan uns zusammengesetzt haben und abendeweise gequatscht haben und die so 'ne coole Einstellung auch zum Leben hatten, wo man wirklich auch noch was mitnehmen kann für sich.

Also wenn ihr mal nach Mexiko kommen solltet und irgendwie so was in der Art plant, dann ist es wirklich empfehlenswert, auch solche kleineren Campingplätze anzusteuern und, ähm, da 'n bisschen mit den Leuten ins Gespräch zu gehen.

Ja, ich glaube, es gibt nicht den deutschen Urlauber.

Nein, gar nicht.

Das würd ich nicht so pauschal sagen, wie's grade vielleicht verstanden hätte werden können. Äh, es gibt manchmal, ich seh manchmal auch oder höre auch hier manchmal Deutsche, wo ich mich schäme, wo ich mir denke: „Oh Gott, ja, wie kannst du erwarten, dass man hier deine Sprache spricht? Du bist in 'nem fremden Land zu Gast." Ähm, aber ich glaube, je weiter man wegkommt und je wenig oder je weiter man auch aus den Hotels raus ist, desto, ähm, weniger hat man auch diese Menschen, weil man sich ja dann einfach auch mit Land und Sprache mehr auseinandersetzen muss, weil man das sonst gar nicht hinkommt, sich nicht traut, was auch immer. Ähm, also um da noch mal eine, eine Lanze für meine Landsleute zu brechen und deine.

Na ja, und Mexiko ist ja an sich auch schon mal für, für deutsche Menschen erst mal 'n kleiner Kulturschock, weiß ich ja selber auch, egal wie offen man ist, aber es ist einfach 'ne andere Welt. Und von daher braucht man, glaub ich, auch schon so'n gewisses Mindset, um das überhaupt halt anzugehen.

Ich glaub, das ist aber auch, ähm, der Punkt, um auch viel mehr Verständnis für, für andere Länder, für andere Sitten, äh, zu, zu entwickeln und auch für, für andere Menschen zu entwickeln aus anderen Ländern im eigenen Land. Wenn man, wenn man mal wirklich quasi auch raus aus den, ich sag mal, Hotelburgen kommt in fremden Ländern und, ähm, mit den Locals in Kontakt kommt.

Auf jeden Fall.

Also vielleicht auch das noch, die, die Reise, ähm, die oder den Roadtrip, den ihr du und Halil gemacht haben, den werden wir auch noch mal dokumentieren in 'nem Artikel. Das heißt, ihr könnt den theoretisch auch nach, also nicht nur theoretisch, ihr könnt ihn auch praktisch nachreisen. Uns ist klar, dass jetzt nicht jeder von euch losdüsen wird und 'nen Urlaub in Mexiko bucht. Dat ist ja schon 'n bisschen weiter weg und, ähm, ein wirklich großer Kulturschock und das mein ich überhaupt nicht negativ. Ähm, ähm, und m-mit Spanisch, also, ne, wenn man kein Spanisch spricht, wird's alles nicht einfacher, aber es ist wie in jedem Land, es ist möglich. Und was ich eigentlich sagen wollte, ihr könnt das Ganze halt auch nachfahren. Wir werden's auch in 'nem Artikel noch mal bringen und dann auch veröffentlichen. Allerdings wird's den Artikel noch nicht geben, wenn der Podcast rauskommt.

Auf gar keinen Fall, weil das wird noch mal richtig Arbeit.

Aber das wird es auf camperstyle.de auf jeden Fall auch neben ganz vielen anderen Berichten ja auch, äh, irgendwann geben. Ihr könnt euch da auch einfach zum Newsletter anmelden. Findet ihr unter jedem Artikel, haben wir unten so 'ne Newsletter-Box. Da könnt ihr eure E-Mail-Adresse eintragen, müsst dann noch mal bestätigen, bekommt 'ne Mail von uns und dann werden wir da auch im Newsletter drüber berichten. Da kriegt ihr dann auch 'ne Info quasi, wenn's den Artikel gibt.

Es wird noch 'n bisschen dauern, wenn ich mal in mich gehe. Ja gut, dann sind wir also, äh, von Guanajuato aus weitergereist nach San Miguel de Allende. Das war ein Ziel, was ich unbedingt mal sehen wollte. Und dann waren wir da und ja, objektiv betrachtet 'ne sehr schöne Stadt, alles hübsch hergerichtet, alles penibel sauber, aber mir hat komplett so dieses mexikanische Herz gefehlt. Also diese, dieses, äh, Chaos, die Seele. Es war einfach alles so schön zum Fotografieren, haben wir auch gemacht, pflichtschuldig, aber das war nicht so, dass ich da hingekommen wär und gesagt hätte: „Mensch, das ist echt cool hier." Und lustigerweise haben das alle Reisenden, mit denen wir danach darüber gesprochen haben, exakt gleich beschrieben, ähm, dass sie gesagt haben, einfach so diese, die Essenz fehlte ihnen.

Und, ähm, es war halt, ja, ein schickes Restaurant am anderen, eine Kunstgalerie an der anderen. Überhaupt keine kleinen einheimischen Lädchen mehr,, sondern ganz viel so Touristenkram. Es waren auch mehr oder weniger fast nur Ausländer im Zentrum unterwegs, was ja nicht schlimm ist. Wir sind ja auch Aus-- also ich bin ja auch Ausländerin, aber man hat halt gemerkt, dass es nicht der Ort ist, wo die Einheimischen noch hingehen, um zum Beispiel ihre Einkäufe zu erledigen, anders als in anderen Orten. Ist auch alles sehr teuer für mexikanische Verhältnisse und wir haben dann halt so, ja, unsere Pflichttour gemacht, haben uns 'n Nachmittag lang dort aufgehalten. Also ich würd mal sagen, so zwei, drei Stunden paar Runden im Ortskern gedreht. Da gibt's 'ne sehr schöne Kathedrale, ähm, die hat 'ne ganz ungewöhnliche Farbgebung, die ist so sandfarben und wenn da das Licht drauf scheint, dann sieht die total, ähm, unwirklich aus.

Also eigentlich wie 'n Gemälde. Und das fand ich ganz schön und auch so 'n bisschen rumzulatschen war auch nett, aber es war jetzt nix, wo ich sagen würde, das muss man jetzt unbedingt gesehen haben, wenn man eher so unterwegs ist wie wir und halt auch so dieses, dieses Mexikanische sehr liebt. Ähm, Campingplatz waren wir da, ähm, im, äh, Hotel und RV Park San Ramon. Das ist häufiger in Mexiko so, dass Hotels dann, ähm, ja, so Campingbereiche ausweisen. Das ist eigentlich dann immer ganz schön. War jetzt sehr naturnah, auch einfach, aber mit Strom und, und Wasseranschluss. Das fand ich ganz gut, dass man das an der Parzelle hatte. Ähm, man kann da auch 'n Frühstück einnehmen, was zum Hotel gehört und was für uns viel wichtiger war nach hinten raus, also der Blick quasi für uns war dann auf 'ne schöne Landschaft.

Es gab Spazierwege, um 'n bisschen mit dem Hund Gassi zu gehen, damit der nicht auf 'n Platz kackt. Und ab und zu kamen dann auch mal Pferde zu Besuch, was ich ja immer besonders liebe, die laufen da frei rum. Aber ja, wie gesagt, das war jetzt nicht meine Lieblingsstation.

Werbung. Heute gibt's noch 'n Tipp für euch für 'n anderen Podcast und, äh, der heißt Holy Sheep Neuseeland.

Das ist der größte deutschsprachige Neuseeland-Podcast und da gibt's tolle Interviews mit Reisenden und Auswanderern.

Und natürlich auch ganz viel Inspiration für 'n Urlaub im Campervan, die klassische Art, Neuseeland zu bereisen, von Freedom Camping bis zum Plumpsklo.

Holy Sheep Neuseeland gibt's jeden Freitag überall, wo ihr sonst auch Podcasts findet.

Ja, und alle Infos dazu packen wir euch in die Show Notes und was, äh, hier zu der Ad auch ganz spannend ist und erst mal dazu Werbung Ende, ist die Tatsache, äh, dass ich mit, äh, zwei Freunden beschlossen habe, dass wir nächstes Jahr im vermutlich März auch noch mal nach Neuseeland wollen. Wir, wir sind uns noch nicht ganz einig über die Reiseform. Also es wird, äh, diesmal so sein, dass wir nur wir drei Jungs unterwegs sind. Ähm, ich würd ja gern eigentlich im Jeep mit Dachzelt losziehen, hab aber schon ein Veto bekommen, weil der Kollege meinte, also er sieht sich nicht mit 'nem Spaten in Wald kacken gehen, ja, Zitat Ende. Ähm, wir gucken mal. Also da bin ich sehr gespannt. Wenn ihr irgendwie Bock habt, uns so 'n bisschen auch bei der Vorbereitung, Planung, äh, über die, über die Schulter zu schauen, also dass wir im Podcast irgendwas dazu berichten, dann schickt uns doch mal 'ne kurze Info per WhatsApp, ähm, unseren WhatsApp-Kanal oder unseren, unseren WhatsApp-Chat findet ihr als Link in den Show Notes oder schickt uns auch 'ne E-Mail an podcast@camperstyle.de.

Dann können wir das immer mal mit einbauen. Wir wollen jetzt niemanden damit langweilen. Ich wei-- Also ich weiß, dass Neuseeland 'n Traumland für viele ist und wir waren ja auch schon zweimal da und wollen's diesmal 'n bisschen anders machen. Und wie gesagt, falls es euch interessiert, sagt ihr gerne Bescheid. Und ansonsten hört natürlich gerne bei den, äh, Holy Sheeps, äh, quasi in den Podcast rein. Da gibt's Neuseeland satt auf die Ohren. Ja, dann geht's weiter. Also wir sind jetzt schon 'n bisschen drüber mit der Zeit. Ähm, wir machen trotzdem noch zwei, drei Etappen, damit wir einfach beim nächsten Mal nicht zwei Stunden oder Nele beim nächsten Mal nicht zwei Stunden quatschen muss. Also weiter geht's in Mexiko.

Ich versuch auch, mich 'n bisschen kürzer zu fassen als bei Guanajuato. Die dritte Etappe war dann von San Miguel de Allende nach Toluca. Die haben wir in erster Linie eingelegt, um die Fahrtstrecke etwas kürzer zu halten und sind dann aber zufällig auf 'nen ganz schönen, ähm, Campingplatz gestoßen. Und zwar war das im, in einem, ähm, ja, Naturpark oder in so 'nem, äh, staatlichen Park. Der heißt Parque Estatal Sierra Morelos und das ist ein, ja, es ist so 'ne Mischung aus natürlichem Park- und Waldgebiet und Familienpark. Also wirklich sehr, sehr schön, sehr weitläufig. Und was ich am schönsten fand, war, dass man dort den verschneiten Gipfel des Vulkans von Toluca, der heißt auch Nevado de Toluca, also der Verschneite von Toluca, ähm, sehen konnte und es gab auch richtig viel Schnee da, als wir dort waren.

Und das war halt besonders auch so dann mit den Sonnenauf- und Sonnenuntergängen und so 'n bisschen morgendlichen Spaziergängen durch den Park war sehr, sehr schön. Aber ich hab tatsächlich, glaub ich, noch nie in meinem Leben in Mexiko so gefroren. Toluca ist so einer der, wenn nicht der höchste Punkt des Landes und wir hatten da halt nachts noch Temperaturen unter null Grad. Das ist beim Camping dann schon 'ne Herausforderung. Und, äh, ja, deswegen sind wir da auch nicht so lange geblieben und sind dann auch noch mal in, in 'n Motel gegangen, um auch mal warm zu duschen und, und im warmen Bett zu liegen. Toluca an sich ist jetzt so nix so Besonderes, ist jetzt keine, äh, wahnsinnig schöne Stadt, auch kein Pueblo Magico, ähm, sondern wie gesagt, war für uns eben 'ne Zwischenstation, aber dieser Park ist sehr empfehlenswert.

Pueblo Magico sind die, äh, magischen Dörfer.

Die magischen Dörfer, genau. Und dann ging's weiter zu eigentlich fast meinem, meinem Lieblingsziel auf der ganzen Reise. Also ich schwanke so zwischen zweien. Das nächste werden wir nächstes Mal behandeln. Tepoztlán. Ähm, Tepoztlán ist ein ganz, ganz zauberhaftes kleines, so 'n Hippie-Städtchen, kann man eigentlich fast sagen, in den Bergen des Bundesstaats Morelos, ungefähr 75 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt. Und das ist wirklich eine, eine so schöne, ähm, so schöne Mischung aus Kultur, aus einheimischen Geschäften, aus Biolädchen. Also ich hab immer gesagt, die perfekte Kombination aus Guanajuato, was, was ich ja gesagt hab, was auch so 'n bisschen schmutzig ist, und San Miguel de Allende, ähm, was sehr schön, aber sehr steril war.

Und hier in, in Tepoztlán haben sich halt die lokalen Kulturen und Traditionen sehr schön verschmolzen mit denen der Zugewanderten. Also es gibt sehr viele Expats da, die haben sich aber sehr gut eingefügt, auch visuell ins Stadtbild. Also das sind eben wie gesagt eher so die, die Hippie- und alternativen Menschen und haben da teilweise auch eigene Läden eröffnet, eigene, ähm, ja, auch Handwerksbetriebe und so weiter. Und in Tepoztlán gibt's eben zicke Restaurants, Cafés, Bars, ganz tolles Essen, sowohl traditionell als auch, ähm, dann aus der, aus der, äh, aus den Kulturen der Expats. Ganz, ganz viele kleine Gassen, in denen man sich also stundenlang verlieren kann und auf den Straßen das typisch wuselige, chaotische Treiben, was man in Mexiko so findet.

Die Häuser sind auch bunt und, ähm, sehr schön geschmückt teilweise. Man hat dann ganz viele Wandgemälde, die mir sehr gut gefallen haben, aber auch urbane Kunst, also so Graffiti-Style-Gemälde. Und ganz charmant fand ich auch, dass auf der kleinen Plaza im, im Zentrum, also Plazas sind immer so wie so Mini-Parkanlagen mit 'n bisschen Grün. Manchmal gibt's noch so 'nen sogenannten Kiosk, also so 'n, so 'n kleines Bauwerk, äh, wo man drunter sitzen kann, ähm, und Wege. Und auf dieser Plaza, da treffen sich halt abends die ganzen Leute aus dem Ort, sowohl die Ausländer als auch die Einheimischen. Da wird dann gequatscht, gegessen, manchmal, äh, holt einer spontan irgendwie 'ne Gitarre raus und dann singen die Leute.

Also das war, äh, ja, einfach für mich, das war was fürs Herz so. Also Tepoztlán auf jeden Fall dicke, dicke Empfehlung und relativ günstig auch, so, ähm, dafür, dass es auch trotzdem 'n touristischer Ort ist. An Sehenswürdigkeiten, außer jetzt dem, dem Ortskern mit, mit den Häusern und Kirchen und so weiter, gibt's noch zwei Kilometer oberhalb der Stadt 'ne prähispanische Pyramide, die heißt El Tepozteco. Also diese prähistorischen Pyramiden wurden eben seinerzeit vor, ähm, lass mich mal rechnen, jetzt haben wir das 20. Jahrhundert, also die meisten so irgendwann zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert erbaut und sind in unterschiedlicher Größe in ganz Mexiko zu finden.

Ähm, wir haben auch an anderen Stellen noch diese Stätten besucht. Das ist wahnsinnig faszinierend, vor allem wenn man sehr früh morgens da ist, wenn noch nicht die Massen da einströmen. Das sind wirklich magische Orte, die ja auch seinerzeit nicht nur Wohnstätten, ähm, für die Menschen waren, sondern auch, äh, heilige Stätten und, und kulturelle Stätten. Und irgendwie spürt man das heute noch, find ich, wenn man da so 'n bisschen anfällig ist für-- Also ich bin jetzt keine Esoterikerin, aber, aber man fühlt schon so 'n gewissen Vibe, wenn man da hinkommt. Dann gibt's noch, äh, rundherum auch um diese Pyramide und um Tepoztlán, den Ort, 'nen gleichnamigen Nationalpark, der heißt auch El Tepozteco. Das sind circa 24.000 Hektor, äh, Hektor, Hektar.

Äh, Hektor.

Der Hektor. Und der beherbergt eben verschiedenste seltene Tier- und Pflanzenarten. Man kann da auch, ähm, hingehen zum Wandern, aber das haben wir selber nicht gemacht. Ich weiß auch nicht, wie da die Bedingungen sind und wie sicher das ist. Also da würd ich mich eher noch mal vorher informieren, ob man da so rumlatschen kann oder ob man da 'n bisschen aufpassen muss. Ähm, und dann gibt's noch 'n Museum, ähm, da sind in 'nem ehemaligen Kloster eben Ausstellungen von archäologischen Funden untergebracht aus Tepoztlán und der Umgebung und es wird so 'n Überblick gegeben über die Geschichte und die Traditionen des, ähm, des Ortes. Das find ich halt immer interessant, wenn man da jetzt noch nicht so viel drüber weiß, dann ist so 'n Museum immer 'n guter Anlaufpunkt, um sich da so 'n bisschen einzufinden.

Und du hast, also du hast jetzt grade in so 'nem Nebensatz, äh, erwähnt, durch den Park, da sollte man sich wegen der, also sollte man sich mal informieren, ob das so 'ne gute Idee ist. Das hat ja was mit Sicherheit zu tun. Da werden wir dann, glaub ich, nächste Folge noch mal was zu sagen, beziehungsweise ich vielleicht auch noch mal ein, zwei Fragen stellen für alle die, die sich jetzt noch gar nicht mit Mexiko auseinandergesetzt haben oder vielleicht auch worst case nur Negatives gehört haben. Ähm, da würd ich jetzt heute nicht weiter drauf eingehen, um's kurz gesagt zu haben. Und wo habt ihr da übernachtet?

Da waren wir auf zwei verschiedenen Plätzen. Als wir ankamen, sind wir zuerst auf einen Stellplatz gefahren, der mehrere Kilometer außerhalb in 'nem Nachbardorf liegt. Das Nachbardorf ist übrigens auch sehr schön. War nachts 'n bisschen schwer zu finden und sehr unzugänglich, äh, Stellplatz Xopilco. Also auch noch mal in den Show Notes mit den ganzen mexikanischen Namen, ist 'n bisschen schwierig. Ähm, der ist schön gelegen und wirklich Natur pur. Also man fühlt sich da wie beim Wildcampen wirklich. Ähm, kommen auch immer 'n paar Straßenhunde vorbei, die dann, äh, die dann Freundschaft schließen. Also 'n ganz süßer Platz, aber so für Stadtbesichtigungen nicht geeignet, äh, wenn man nach Tepoztlán reinlaufen will. Das ist einfach zu weit weg Und es ist jetzt auch nicht unbedingt für Menschen geeignet, die drauf angewiesen sind, dort 'ne Küche zu benutzen, weil die also so, ich kann's gar nicht beschreiben.

Es war die Küche, also es war überall zentimeterdick irgendwie Rost und Dreck drauf. Also es ist gut zum Ausspannen, wenn man seinen ganzen Kram selber dabei hat, aber so als, ähm, als Hostelersatz eher schwierig. Und wir sind dann, ähm, nach einer Nacht und einem Tag runtergefahren in den Ort rein oder beziehungsweise an den Ortsrand und, ähm, da gibt's 'n sehr schönes Hostel, das heißt Eco Hostel und die haben auch 'ne große Wiese für Campingfahrzeuge und Zelte. Da hat man zwar keinen Stromanschluss, aber es war sehr, sehr schön ruhig. Ähm, Zentrum ist fußläufig erreichbar, das sind so anderthalb Kilometer. Die Leute wahnsinnig nett und man hat halt alles. Man hat 'ne Dusche, man hat Toiletten, ähm, wenn man welche braucht und, ähm, ja, auch 'n schönen Blick auf die umliegenden Berge.

Wie viele andere Campinggäste, Fahrzeuge sind denn auf den Plätzen so gewesen im so 'm Schnitt eher fünf oder eher fünftausend?

Ähm, also eher fünf bis zehn.

Okay.

Weil wir immer auch auf kleinen Plätzen unterwegs waren und das war auch meistens nur Ausländer, also, ähm, Deutsche, Kanadier, Amerikaner, Franzosen. Das sind so die Hauptnationen, ähm, die wir unterwegs kennengelernt haben in unterschiedlicher Gewichtung. Selten auch mal Mexikaner, wobei man merkt, dass das Thema Camping in Mexiko so langsam auch 'n bisschen bei den Einheimischen Fahrt aufnimmt. Aber auf den Plätzen, wo wir waren in den touristischen, ähm, in den touristischen Gegenden, in erster Linie eben Ausländer.

Und habt ihr die Plätze vorher rausgesucht und, äh, wenn ja, wie?

Teils, teils. Ähm, wir haben über iOverlander viele der Plätze gefunden, teilweise aber dann auch einfach, ähm, vor Ort bei Google Maps geguckt. Aber die, die Haupt, äh, Hauptquelle war tatsächlich iOverlander. Das ist 'ne App, die ist, ähm, 'n bisschen mühsam im, im Handling, muss ich sagen. Also ich empfehle die ja immer gerne, weil da wirklich sehr, sehr viele gute Informationen drin geteilt werden, auch zum Beispiel Sicherheitshinweise, aber auch, wo man Wasser tanken kann, wo man, ähm, in 'ne Werkstatt kann. Also nicht nur Camping- und Stellplätze, sondern auch wirklich hilfreiche, äh, Versorgungsgeschichten. Aber das Handling ist katastrophal. Man kann zum Beispiel auch nicht entlang von 'ner Route suchen. Man kann keinen, ähm, äh, keinen Routenplaner machen.

Da wurde jetzt wohl angekündigt, dass es da 'n größeres Update geben soll. Auf das hatte ich hoffnungsvoll gewartet während der Reise. Es kam leider noch nicht. Mal gucken, was da kommt, aber generell ist das 'ne sehr, sehr gute App, ähm, weil eben der ganze user generated Content sehr, sehr gut gepflegt wird.

Ja, ist quasi so 'n bisschen das Park for Night für wirklich aber die ganze Welt mehr oder weniger.

Für die ganze Welt und vor allem auch differenzierter. Also da wird zum Beispiel sehr klar, äh, gesagt, das hier ist 'n offizieller Campingplatz, das ist 'n inoffizieller und das ist halt wirklich nur 'n Parkplatz.

Mhm. Okay. Cool. Und, ähm, ich hab jetzt noch eine Sache im Kopf, die du mir zwischendrin immer mal erzählt hast, weil, ähm, ihr-- es gab immer mal so Zeiten, wo ihr nicht fahren durftet, also wo, wo ihr nicht mit dem Auto fahren durftet. So, ähm, kannst du dazu noch was sagen?

Ja, das ist wirklich 'n ganz wichtiges Thema, was kaum ein Ausländer in Mexiko weiß, wenn überhaupt einer. Ähm, also keiner, mit dem wir gesprochen hatten, wusste davon. Es gibt in verschiedenen Bundesstaaten, unter anderem auch im Bundesstaat Mexiko, also Estado de México, wo, ähm, auch mittendrin, ähm, Mexiko-Stadt liegt und in umliegenden Bundesstaaten - ich will jetzt nicht alle aufzählen, kann sich eh keiner merken - gibt's eine Regelung, die heißt Hoy no circula, also heute fährst du nicht oder heute, ähm, fährt es nicht. Ähm, das hat mit der Luftverschmutzung in erster Linie zu tun, wird aber manchmal auch ganz gerne genutzt, um am Wochenende zum Beispiel Demonstrationen so 'n bisschen zu unterdrücken gegen die Regierung.

Ähm, da wird dann einfach 'n Fahrverbot ausgerufen, dann kommen die Leute nicht mehr an den Demonstrationsort. Dann hat sich das Problem auch ganz schnell erledigt. Ähm, eingeführt wurd's aber aus Umweltschutz- oder aus Luftverschmutzungsgründen und das bedeutet, dass da 'n ganz komplexes System dahinter steht, was auch nicht in all den genannten Bundesstaaten dann gleich ist. Ähm, da geht's dann in erster Linie nach den, also nach Baujahr und Antrieb des Fahrzeugs, ob's 'n ausländisches oder 'n inländisches Fahrzeug ist und welches die letzte Ziffer auf dem Nummernschild ist. Und wir durften zum Beispiel, ähm, donnerstags und samstags nicht fahren, wenn ich's richtig im Kopf habe. Andere gibt's, die montag und samstag nicht fahren dürfen.

Also es ist wirklich je nachdem, was man so, ähm, was man so 'n für 'n Fahrzeug hat und was man für 'n Nummernschild hat, ganz unterschiedlich. In einem Bundesstaat kann man 'nen Touristenpass beantragen, dass man an den Fahrverbotstagen eben fahren darf. Das gilt aber auch wieder nur für, ähm, wenn dann kein allgemeiner Luftverschmutzungsalarm ausgerufen wurde. Also ich, ich will das gar nicht jetzt ins Detail gehen, weil unser Plan ist, auch für dieses überaus komplexe Thema eine kleine Webseite zu erstellen auf Deutsch und auf, äh, Englisch, vielleicht auch Französisch, um den Leuten das mal zu erklären und um denen auch zu sagen, an wen kann ich mich denn wenden und welche Webseiten, ähm, bringen die Information, ob's Luftverschmutzungsalarm gibt zum Beispiel, weil da muss man dann täglich gucken und welche Nummernschilder wie betroffen sind und so weiter.

Das gilt quasi nicht generell, sondern, äh, quasi dann, wenn Luftverschmutzung ist.

Nein, also das mit den Nummernschildern und dem ganzen anderen Kram, den ich gerade genannt habe, das gilt immer.

Ach so.

Und dann kann's zusätzlich sein, dass Luftverschmutzungsalarm ausgerufen ist und dann darfst du auch nicht fahren, wenn du heute eigentlich Fahrtag hättest.

Und jetzt hast du ja gesagt Kein, keiner, den ihr getroffen habt, wusste davon. Das heißt-

Keiner

... Worst Case sind die alle gefahren, obwohl sie nicht durften.

Genau.

Was kann denn passieren, wenn du fährst und nicht darfst?

Ähm, je nach Bundesstaat kann das passieren, dass du entweder 'ne dicke Strafe bekommst und wir sprechen hier über, ähm, ich glaube, bis zu 500 Euro umgerechnet, was da sehr viel Geld ist. Und in, äh, Mexiko-Stadt und im, in Mexiko-Staat, also Bundesstaat Mexiko, kann, äh, können die auch dein Auto einbehalten. Also du-

Macht die das dann auch bei Ausländern?

Mh, das weiß ich nich. Ich würd's aber nicht drauf ankommen lassen.

Mhm.

Weil Ausländer werden sehr gerne angehalten und dann wird denen erzählt: „Ja, du darfst heute nicht fahren." Und dann sa, äh, dann, äh, wissen die erst mal nicht, was los ist und das muss nicht immer zutreffend sein.

Ja.

Also wichtig ist, dass man da tatsächlich auch seine Rechte kennt, weil je nach Bundesstaat auch die Polizei mehr oder weniger korrupt sein kann. Und die sagen dann halt: „Ja, dann zahlst du halt 2000 Pesos, dann darfst du weiterfahren." Ne.

Mhm.

Und diese ganzen Dinge, die wollen wir mal alle zusammentragen jetzt. Wir haben da sehr, sehr viel recherchiert. Der Halil war teilweise tagelang, äh, am Telefon diesbezüglich, auch um anderen Leuten zu helfen, die wir kennengelernt haben. Und, äh, die ganzen Erkenntnisse werden wir jetzt einmal zusammentragen und auch die, die Fallstricke und Hürden dann noch mal aufschreiben, ähm, damit Leute, die da hinfahren, dann so 'n bisschen 'nen besseren Überblick bekommen und wissen, wo man dann auch entsprechende Informationen finden kann tagesaktuell.

Mhm. Cool. Ähm, und sehr spannend. Wusste ich auch nicht, aber gut, ich bin auch noch nicht in Mexiko, hat, musste nicht fahren in Mexiko, von daher für mich nicht ganz so relevant. Hm, das Thema Sicherheit und, und den Rest der Fahrt, würd ich sagen, schieben wir auf die nächste Folge, oder?

Ja.

Damit wir jetzt nicht ganz so sehr über unser zeitliches, äh, Limit quasi, was wir uns selber gesetzt haben, drüber schießen. Ähm, also ich war schon da. Ich find's super spannend. Wie gesagt, es ist ein, ein Kulturschock. Mexiko ist, äh, Spanien ins Quadrat, also wenn nicht sogar hoch vier, so 'n bisschen, äh, ohne das negativ zu meinen.

Also ich, ich würd sagen, Mexiko ist Spanien plus Karibik.

Ins Quadrat.

So mentalitätsmäßig ins Quadrat, ja.

Also, äh, ähm, es lohnt sich auf jeden Fall, ähm, wenn man sich jetzt nicht traut, da gleich rumzufahren, findet man sicherlich auch andere Möglichkeiten, ähm, auch jenseits der, ich sag mal, Touristenhochburgen, da in so 'nem, äh, äh, Resort zu verbringen. Da gibt's sicherlich 'ne ganze Menge Möglichkeiten. Auch Airbnb und andere Plattformen sind ja verbreitet und kann man ganz gut nutzen. Man sollte sich zum Thema Sicherheit 'n bisschen schlau machen. Das ist auf jeden Fall gegeben. Ähm, also man muss das nicht tun, aber es ist für 'n längeres Leben und weniger Stress, äh, macht das sicherlich Sinn, sich damit auseinanderzusetzen. Da wird Nele nächste Episode auch noch mal was sagen und hat sie auch beim letzten Mal, als sie über ihren Roadtrip berichtet hat, schon was zu gesagt. Ähm, ich hoffe, ihr da draußen fandet's auch spannend und, und, äh, konntet 'n bisschen ganz klein wenig Mexiko für euch mitnehmen und erleben.

Äh, schickt uns gerne Feedback wie immer. Wir verlinken, äh, unsere E-Mail-Adresse und auch unseren WhatsApp, äh, unsere WhatsApp-Möglichkeit, wo ihr uns einfach 'ne Sprachnachricht oder Textnachricht schicken könnt, auch noch mal in den Show Notes unten. Und, ähm, ja, letzten Worte von dir, Nele. Ich verabschiede mich schon mal bei euch da draußen. Bis nächste Woche. Macht's gut. Tschüss.

Also was ich vielleicht noch anschieben möchte, ist, ähm, dass nicht nur ich, die ich ja jetzt schon mein halbes Leben nach Mexiko komme und an die Kultur gewöhnt bin und mich gut zurechtfinde, auch sprachlich, äh, das sage, sondern auch wirklich alle anderen Reisenden, die wir getroffen haben, die sagen, dass, dass sie völlig fasziniert sind, also zum einen von Mexiko selber und diesem bunten Leben, was auch anfangs sehr überfordernd ist, weil die meisten von Baja California kommen, was 'n bisschen amerikanischer ist. Ähm, aber dass sie, dass sie das echte Mexiko, das, das quirlige Mexiko sehr, ähm, zu lieben und zu schätzen gelernt haben auf ihren Reisen und vor allem aber auch die Herzlichkeit der Mexikaner. Und ich glaube, dass das wirklich auch das war, was mich schon in meinen 20ern wirklich mich hat in das Land so verlieben lassen, dass die Menschen sehr, sehr warmherzig sind und nicht aufgesetzt freundlich, sondern wirklich interessiert, nett, ähm, gastfreundlich.

Und deswegen ist es 'n Land, was ich trotz aller Sicherheitsproblematiken, die ich ja wie gesagt dann nächstes Mal auch noch mal, ähm, näher erläutern werde, auf jeden Fall immer wieder empfehlen würde, abgesehen von der mexikanischen Küche. Und auch dazu können, da können wir vielleicht nächstes Mal auch noch mal drüber sprechen.

Sehr gerne. Dann bis zum nächsten Mal.

Tschüss.

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