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Mit dem Dachzelt durch Normandie und Bretagne

Episode 268 · 01:17:02

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In der heutigen Podcast-Folge nehmen wir euch mit auf eine Reise durch den Norden Frankreichs – von der Normandie bis in die Bretagne. Unsere Gästin Kerstin berichtet von ihren Erfahrungen mit dem Dachzelt, gibt Tipps zur Vorbereitung und teilt ihre Highlights entlang der Route. Dabei erfährst du nicht nur, welche Naturschönheiten, geschichtsträchtigen Orte oder Sehenswürdigkeiten sich besonders lohnen, sondern auch, welche kulinarischen Spezialitäten du auf keinen Fall verpassen solltest – also jede Menge Inspirationen für deine nächste Reise!

Themen der Folge:

  • Warum Dachzeltcamping? Vorteile und Unterschiede zum Campingbus

  • Die Reiseroute: Von Deutschland durch Belgien in die Normandie und Bretagne

  • Tipps zur Vorbereitung: Umweltplakette, Mautgebühren und Straßenbedingungen

  • Reiseerlebnisse in der Normandie

  • Die Bretagne entdecken

  • Kulinarik in der Region

  • Tipps und Erfahrungen

Weiterführende Links und Ressourcen
Kerstins Campingplätze

Reiserouten zum Nachfahren von Barbara

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute geht's durch die oder durch den Norden Frankreichs mit dem Dachzelt.

Und da ist Kerstin bei uns. Kerstin kennen viele von euch wahrscheinlich schon aus 'ner Folge, die im letzten Jahr aufgezeichnet wurde oder Anfang des Jahres? Ich weiß es nicht mehr genau.

Ja, haben wir Oktober letzten Jahres, äh, gesendet. 7. Oktober, um genau zu sein, wer die Folge noch mal anhören will.

Ach, schon wieder die Zeit verfliegt so schnell. Herzlich willkommen noch mal bei uns, Kerstin. Stell du dich doch bitte denjenigen vor, die dich vielleicht noch nicht gehört haben.

Ja, ich bin Kerstin. Ich komme aus dem Norden von Westfalen, einem kleinen Ort in der Nähe von Osnabrück, nicht so weit entfernt. Das wäre dann natürlich schon Niedersachsen, also das nördliche Münsterland, um das 'n bisschen einzuschränken. Genau.

Ja, und ihr seid ja auch ganz schön unterwegs in Europa. Wie genau, in welcher Konstellation reist ihr?

Ähm, wir haben einen T-Cross, also einen kleinen VW, und darauf ein Dachzelt. Und das, ja, das Dachzelt ist von, von Decathlon, ein MH500, glaub ich. Und, ähm, wir, genau, haben das jetzt zum zweiten, im zweiten Jahr und haben jetzt ein paar Touren damit gemacht.

Und ihr seid zu zweit unterwegs, richtig?

Genau, wir sind zu zweit, mein Mann und ich.

Was macht denn für euch so den besonderen Reiz des Dachzeltcampings aus im Verhältnis jetzt zum Beispiel, ähm, zu 'nem Campingbus?

Ähm, erst mal kommen wir vom Zelten, also nicht von irgendwelchen anderen, ähm, Wagen oder so, sondern grade das Zelten, das draußen Schlafen finden wir sehr angenehm. Ich kann immer sehr gut schlafen, wenn, wenn ich die frische Luft so um mich herum habe. Das Dachzelten macht einen etwas flex-flexibler. Ähm, man kann eben schnell auf- und abbauen. Es geht wirklich innerhalb von Minuten und das Ein- und Auspacken hat, glaube ich, jeder jetzt von Stühlen und, äh, seine, seine anderen Sachen, die man so draußen hat. Das ist ja bei uns dann genauso. Wir arbeiten auch viel aus dem Auto heraus, also viele Sachen bleiben eben im Auto: Arbeitstisch, äh, Stühle und das, äh, sehen wir auf den Campingplätzen bei den anderen auch.

Das ist dann eigentlich identisch.

Und wir wollen ja heute tatsächlich 'n bisschen, dass du uns mit auf die, auf die Reise durch Nordfrankreich nimmst. Also ihr wart in der Normandie und der Bretagne unterwegs.

Mhm.

Und, ähm, fangen wir doch erst mal am Anfang an. Von wo seid ihr gestartet? Was, was war das Ziel, was ihr euch so 'n bisschen für den Urlaub oder für die Reise gesetzt hattet?

Ja, also wir sind halt von zu Hause gestartet, sind durch Belgien gefahren und nach Frankreich und das tatsächlich an einem Tag gemacht. Das war gar nicht so geplant. Sind, ähm, in der Normandie an der Küste ein bisschen vorbei, dann schon Richtung Bretagne, denn das war unser eigentliches Ziel, bis in den, also vom Norden in den Westen in den Süden gefahren und haben auch die Mitte nicht ausgelassen. Also haben eine ganz schöne Reise gemacht mit dem, mit dem Auto, waren, glaub ich, so dreitausend Kilometer insgesamt unterwegs. Das war schon eine große Menge im Verhältnis zu letztes Jahr in Schweden. Also da hat die Fähre uns einiges abgenommen.

Ja, ich wollt's grade sagen. Und, ähm, wie lange wart ihr ganz genau unterwegs?

Ähm, zweieinhalb Wochen nur. Geplant war etwas länger, aber da kommen wir ja noch zu.

Okay.

Aber es ist auf jeden Fall 'ne Tour, die man auch mit so 'nem normalen Jahresurlaub machen könnte.

Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Also das ist, ähm, auch, wir haben uns ja manchmal etwas länger an einem Ort aufgehalten oder, ja, das, ähm, kann man dann ja verkürzen, wenn man noch mehr sehen möchte als wir jetzt.

Genau, das wär jetzt noch so meine Frage gewesen zum, zum, zur Organisation, wie lange ihr so jeweils auf einem Platz geblieben seid, bis ihr weitergefahren seid. Also sprich, wie viele Stationen habt ihr in den, in der Zeit gemacht?

Oh.

Ungefähr.

Das weiß ich gar nicht so ganz genau. So insgesamt zehn vielleicht.

Okay, also dann im Schnitt so alle ein bis zwei Tage. Also ihr seid nicht lange an einem Ort geblieben, sondern seid schon immer wieder weitergezogen, habt euch dann neue Dinge angeguckt.

Ja.

Okay. Ja, macht ja, also wenn man rumreist, äh, ist ja in zweieinhalb Wochen, die sind ja auch schnell vorbei und, äh, ja, dann bietet sich das ja entsprechend auch an. Ähm, wo habt ihr übernachtet? Also beim letzten Mal in Schweden wart ihr viel auf Campingplätzen. War das diesmal auch so oder hat sich da was geändert?

Der Plan war, dass wir viel auf Campingplätzen sind.

Mhm.

Aber wir mussten zwischendurch umdisponieren. Wir haben, ähm, auch andere Unterkünfte nehmen müssen. Und das fing auch gleich am ersten Tag an, als wir nämlich in, wie gesagt, durch Fr-, doch direkt nach Frankreich gefahren sind, hatten wir keine Campingplätze vorgebucht, weil wir auch nicht wussten, wo wir landen würden. Und, ähm, wir kamen etwas spät an. Es gab nur, ähm, so gemeindeeigene Campingplätze.

Mhm.

Und die hatten geschlossen.

Oh nein.

Und da mussten wir schnell ein, eine andere Unterkunft suchen und haben dann also spontan in dem gleichen Ort noch 'ne Ferienwohnung bekommen. Und ja, genau.

Die Campingplätze hatten geschlossen wegen der Saison, oder?

Nee, weil wir zu spät waren. Es gab keine Rezeption mehr.

Die Schranke war schon zu.

Wir waren nach sieben Uhr da und haben da überhaupt nicht mit gerechnet. Und da gab's zwei Campingplätze. Wir sind da hingefahren und Okay, und dann gut, dass es das Internet gibt. Und dann haben wir schnell noch eine Ferienwohnung bekommen, die dann wirklich so über Schlüssel im Kästchen so, äh, Zugang oder Code vielmehr so hatte und das war dann natürlich ganz gut.

Also ging der Dachzelturlaub erste Nacht ohne Dachzelt quasi los.

So ist es. Ja, war anders geplant.

Also Tipp eins für alle, die die Route nachfahren möchten: spätestens am späten Nachmittag anreisen.

So ist es. Aber wir s, wir sind auch keine Menschen, die sich so Stress machen mit dem Losfahren. Also andere Leute fahren ja gleich morgens dann auch los und haben alles gepackt. Wir packen erst in Ruhe an dem Tag und fahren los, wie's passt und fahren so weit, wie wir Lust haben. Und irgendwie lief der Verkehr und dann sind wir auch einfach durchgefahren und also durchgefahren mit Pause natürlich, aber ja, war genau. Sind die Menschen ja auch unterschiedlich dann, ne.

Ist bei uns auch ganz oft so. Also wir nehmen uns ja immer vor, morgens loszufahren. Dann in der Realität sieht's so aus, dass wir, wenn wir Glück haben, irgendwie dann mal so um eins oder zwei loskommen und, äh, dann wird auch meistens spontan entschieden. Wir haben auch immer 'n Ziel, aber das ist ja auch das Schöne, wenn man mit irgend'nem Campingfahrzeug oder Campingequipment unterwegs ist, dass man eben auch spontan entscheiden kann, wie man sich gerade fühlt, ob man mehr oder weniger fährt als man geplant hatte. Und ja, dann ist's uns halt auch schon öfter mal passiert, dass wir dann vor verschlossenen Schranken standen. Bei uns ist dann eher so, dass wir dann irgendwie noch gucken, ob wir noch auf irgend'nem Stellplatz unterkommen. Das war für euch keine Option, oder? Oder sich irgendwo hinzustellen, einfach Supermarktparkplatz oder sonst was.

Äh, nein, das war für uns keine Option. Wir wussten ja auch nicht genau, wie das jetzt mit den, ähm, Park, äh, Quatsch, Campingplätzen in Frankreich abläuft. Ob wir uns einfach zum Beispiel vor den Campingplatz hätten stellen können, ausklappen und die, ähm, Toiletten, Waschhäuser mitbenutzen konnten. Wenn das natürlich mit 'nem Code oder, ähm, ja, Schlüssel oder so was gewesen wäre, wären wir auch nicht reingekommen. Also das haben wir gar nicht erst ausprobiert. Da waren wir nicht... Ja, darauf wollten wir uns gar nicht erst einlassen.

Okay.

Aber ich, äh, wir haben ja schon uns im Vorgespräch 'n bisschen unterhalten. Ihr habt aber dann ja noch Campingplätze aufgesucht. Ähm, also es war kein Ferienwohnungsurlaub, sonst würden wir heute auch nicht zusammen sitzen.

Genau so ist es, ja.

Gab's da irgendwelche, ja, Campingplätze, Übernachtungsorte, die du besonders empfehlen kannst? Entweder weil der Platz besonders schön war oder eben die Umgebung vielleicht?

Doch, da waren schon wirklich schöne. Also wir hatten zum Beispiel so einen, der war etwas außerhalb eines, eines Ortes. Das war noch in der Normandie, in, äh, Jouville. Ähm, und der liegt so über dem Meer und in der Ferne kann man auch dann vom Campingplatz aus wirklich auf das Wasser gucken. Und, ähm, da haben wir auch, glaub ich, zwei oder drei Nächte gestanden, weil es da einfach sehr, sehr nett war und, ähm, man dann da runterlaufen konnte zum Strand, eine schöne Strandwanderung machen. Und, ähm, das war ein ganz familiärer Campingplatz und da hätte man auch nicht vorbuchen müssen tatsächlich. Da sind wir-- Das haben wir dann natürlich gemacht. Wir haben immer geguckt, so bis wohin wollen wir dann ungefähr fahren, dass, dass uns das nicht wieder passiert, aber, ähm, das war dann in dem Fall wär's nicht nötig gewesen.

Und genau, und dann haben wir einen, einen sehr, sehr schönen Campingplatz gehabt, der auch wirklich nur für ganz kleine Campingfahrzeuge oder eben Dachzelter und Zelter, ähm, möglich ist. Und das war, ähm, in Trébeurden, also schon in der Bretagne. Der Campingplatz ist sehr, sehr steil, steil, also mit der Zufahrt so, nicht die Plätze selber, die, ähm, sind dann schon eben, aber, äh, da kommen eben also keine großen Fahrzeuge drauf, die können nicht wenden. Und das war ein sehr beliebter Platz und der einzige Platz, wo wir tatsächlich zwei weitere Dachzelter getroffen haben.

Ist auch immer ganz spannend, sich auszutauschen dann.

Ist auf Campingplätzen dann deiner Erfahrung nach gar nicht so populär, dass man da viele Dachzelter trifft.

Nee, genau. Oder wenn sie dann auch groß sind und die stehen dann so weit weg, dann, ähm, hat man auch gar nicht den Kontakt oder so, ne, weil man sich dann nicht direkt sieht. Aber der war halt klein und dann natürlich, ja klar. Und zusätzlich noch ein Falt-, also diese Zelte, die ausgeklappt werden, ne, diese Faltzelte.

Mhm.

War auch noch da. Also wirklich sehr interessant.

Und der war dann in der Nähe vom Meer, oder?

Genau, der war tatsächlich direkt mit Zugang zum, zum Meer. Also da war so eine kleine Treppe dann und man, da konnte man dann zur Bucht runter und lag auch direkt an 'nem, einem Wanderweg, dem GR35, glaub ich. Und, ähm, deshalb waren eben auch einige Wanderer da und auch Fahrradfahrer, die da Zwischenstation gemacht haben. Da ist auch noch so 'n Küstenfahrradweg irgendwie.

Ja, ich guck mir ja gerne, wenn wir so 'ne Episoden haben mit, mit so Reisen, gucke ich mir das gerne parallel auf Google Maps an. Ich hab's ja aufm zweiten Monitor offen und hab jetzt quasi, vielleicht nehme ich euch da draußen auch mal 'n bisschen mit. Also die Normandie liegt ja, ich sag mal, im Norden Frankreichs, also oberhalb von Paris, eine relativ große Ausdehnung. Ähm, und die Bretagne schließt dann weiter im Westen daran an und ist quasi so 'ne, so 'n große Ecke wie so 'ne, wenn man's abschneiden würde, wie so 'ne Halbinsel quasi, die ins Meer reinragt und, ähm, die, der Campingplatz, von dem Kerstin gerade gesprochen hat, der ist also schon sehr, sehr, sehr westlich. Also da habt ihr dann schon 'n sehr großen Sprung quasi gemacht, ähm, von Deutschland aus gesehen.

Und das so 'n bisschen, damit ihr da draußen auch vielleicht, auch wenn ihr noch nie da wart, da jetzt nicht so genau 'ne Vorstellung habt, was wo ist, dass ihr das so 'n bisschen vielleicht mehr im Kopf habt, wo's lang geht.

Wir gehen ja gleich die Route noch mal so 'n bisschen genauer durch, auch anhand, ähm, von Sehenswürdigkeiten, Empfehlungen, also was, was euch eben gut gefallen hat. Ähm, mich würde jetzt noch mal 'n bisschen die, die Vorbereitung und Planung interessieren dieser Route. Was gibt's denn aus deiner Sicht zu beachten, wenn man in diese Gegend fährt, also Bretagne, Normandie oder Frankreich generell?

Also das Wichtigste, find ich eigentlich, ist, dass es auch in Frankreich Umweltzonen gibt, dass man sich im Vorfeld, das nennt sich Crit'Air, ein, 'ne Umweltplakette besorgt und die ist ganz einfach über 'ne Webseite zu bestellen, sogar auf Deutsch. Also man muss kein Französisch können. Ähm, ich glaub, ich hab den Link beim ADAC gefunden und dann, äh, ging das ganz einfach. Kostet auch keine fünf Euro. Also ist nicht mal, nicht mal teuer. Man bekommt dann eine E-Mail, wenn das genehmigt ist. Also es läuft für das Fahrzeug. Die gilt jetzt auch für die ganze, also für das Fahrzeug eben, fürs Leben des Fahrzeugs und ist nicht an, auf ein Jahr oder so was beschränkt und, ähm, klebt man genauso an die Windschutzscheibe wie unsere Umweltplakette.

Mhm.

Und kann dann eben unbesorgt durch sämtliche Städte fahren und so weiter. Wir haben also Engländer getroffen, die das zum Beispiel auch für Belgien nicht gemacht haben und dann aus Versehen sich verfahren haben und dann mit einem Brief rechneten, weil sie gemerkt haben, dass sie in Belgien in so einer Umweltzone waren. Also auch die Strecke sollte man vielleicht genau sich überlegen und komm ich da vielleicht aus Versehen irgendwo rein, wo ich nicht, nicht hin will. Aber für Belgien haben wir's nicht gemacht. Also da war, hatten wir vorher geguckt, dass wir nicht in die, also nicht nach Brüssel reinfuhren zum Beispiel. Da ist, glaub ich, auch so was.

Für Belgien hab ich's tatsächlich auch selber erst vor gar nicht allzu langer Zeit erfahren, weil uns das jemand geschrieben hatte. Das warst nicht du, ne, Kerstin?

Mhm.

Aber jemand anderes. Auch jemand von den Podcast-Hörern, mein ich. Und da war's total einfach. Da ging das, ähm, online alles. Man musste so 'n paar Fahrzeugdaten eintragen. In Frankreich ist, gibt's da auch 'ne digitale Version oder muss ich das irgendwie 'ne bestimmte Zeit vor der Reise beantragen?

Man bekommt, sobald das ge-gecheckt wurde, eine E-Mail und da steht das schon, das sieht schon so aus wie diese Umweltplakette. Ganz ehrlich, wir waren natürlich ein bisschen spät dran. Unsere Umweltplakette lag zu Hause. Wir haben einfach die E-Mail, äh, ausgedruckt und ins Fahrzeug gelegt. Und, äh, also es galt mit dem Moment, ähm, mit dem man diese, ja, diesen Nachweis hatte. Einfacher wär's natürlich gewesen, wir hätten es direkt drankleben können. Aber sie liegt noch auf meinem Schreibtisch. Vielleicht brauchen wir sie ja noch mal.

Für die nächste Reise.

Da wär mein Tipp, das direkt ins Fahrzeug zu legen, weil erfahrungsgemäß bleibt so was dann gerne aufm Schreibtisch liegen bei der nächsten Reise.

Das könnte sein, ja. Nein, es wird noch, es wird noch passieren, genau.

Und speziell für Normandie und Bretagne, hast du da irgendwas, was du den Leuten empfehlen würdest an, an Vorbereitungen?

Also wo man sich klar über sein muss, ist, dass, ähm, es, wenn man Autobahnen nimmt, durchaus Bezahlautobahnen sind und auch Brücken, dass man die bezahlen muss. Und es gibt, glaub ich, irgendwie so verschiedene Systeme. Wenn man oft nach Frankreich fährt, mag sich das lohnen, dass man sich da irgendwie ein, ja, ich weiß gar nicht, wie diese Geräte heißen. Bitte?

Kleine Mautboxen.

Ja, genau, äh, besorgt. Aber ich hab irgendwie auch den Eindruck gehabt, dass es grade da oben im Norden unterschiedliche Systeme gab und wir haben einfach ganz normal mit Kreditkarte bezahlt und uns auch 'n bisschen Kleingeld ins Auto gelegt im Vorfeld, falls man da mal einfach, ja, falsch steht oder, oder so. Es gibt ja immer dann diese Zufahrten, dann sieht man das eigentlich sehr deutlich, wo man mit Kreditkarte, wo man mit diesen Mautboxen durchfahren kann und wo man eben auch mit Bargeld bezahlen könnte gegebenenfalls. Und das hat gut geklappt dann.

Für alle, die sich da oder die sich da unsicher sind: Ihr habt, das sind mal mehr, mal weniger große so Mautstationen und da ist oben drüber über jeder Fahrspur sind immer Zeichen dran. Entweder ist so 'ne Kreditkarte, das ist quasi wie so 'ne Karte als Piktogramm mit 'nem Magnetstreifen oder es ist auch 'n, sind so Bargeld, also Münzen meistens und 'n Schein. Und das zeigt euch ganz eindeutig, hier könnt ihr mit Bargeld bezahlen oder auch hier könnt ihr nur mit Karte bezahlen und manchmal kann man auch beides, dann steht das auch dran. Da braucht man sich keine Sorgen machen. So 'ne Mautbox ist, wie du sagst, superpraktisch, wenn man da häufiger durchfährt, weil du fährst da halt einfach mit dreißig km/h auf die Schranke zu, die Schranke geht auf und du fährst durch, musst dich um nichts kümmern. Ähm, und vielleicht noch ein Tipp: Man kann sich da, äh, 'ne Kreditkarte oder kann 'ne Kreditkarte dabei haben. Ich würd aber entweder 'ne zweite oder Bargeld dabei haben, weil wir haben ganz oft festgestellt, dass die verschiedenen Mautstationen mal mit der einen Kreditkarte nicht auskommen, mal mit der anderen nicht arbeiten wollen.

Ähm, also da habt im Zweifel immer 'n bisschen Bargeld, äh, zur Hand, um dann nicht da zu stehen und gar nicht weiterzukommen.

Also das hatten wir auch. Also wir haben auch zwei verschiedene Kreditkarten.

Ja.

Und, ähm, ich, ich glaube, es war bei uns jetzt kein Ausschluss durch die, durch eine. Also es hat, glaub ich, immer irgendwie-- Es steht dann ja auch dran, mit welcher man dann grade da bezahlen kann und dann ist man, wenn man verschiedene hat, durchaus im Vorteil, genau.

Aber auch das funktioniert nicht immer. Und wenn man dann die Hilfetaste bedient, ähm, dann wird man angeblökt. Also das ist irgendwie nie so, auch nicht so hilfreich, selbst wenn man Französisch spricht, weil man fast nix versteht durch den Lautsprecher und dann werden die sehr ungeduldig. Ähm Ist uns auch schon zwei, dreimal passiert. Also war jetzt nicht 'n Einzelfall.

Ich kann mir auch vorstellen, dass es sehr unangenehm ist, wenn man plötzlich zurücksetzen muss, weil man dann irgendwie doch ans Bargeld muss und man nur bei der, äh, Karte gestanden hat oder so was und dann Autos dahinter sind. Also das hatten wir Gott sei Dank nicht.

Passiert aber täglich.

Vor allem mit dreizehn Meter Gespann ist es, äh, äußerst, äußerst unangenehm.

Erlebe ich aber jedes Mal eigentlich. Also wenn wir, wenn wir Autos unterfahren oder, oder irgendwie unterwegs waren durch Frankreich durch, hast du das eigentlich immer irgendwo erlebt, dass jemand an der falschen Spur stand oder irgendwie zurückgesetzt hat. Also das ist der Gang und Gäbe, das passiert einfach. Ich glaub, deswegen sind die auch genervt, weil das ist ja wahrscheinlich, der sitzt dann irgendwo, dieser arme Mensch und, äh, dann klingeln da bei dem quasi die Mautstationen von der ganzen Region und dann ist er halt einfach auch ein bisschen unter Druck. Ähm, ja, also wie gesagt, habt, habt so viel wie möglich Kreditkarten dabei und Bargeld und dann kann da eigentlich nix schiefgehen. Ich hab auch noch kein Muster erkannt, ähm, weil manchmal funktioniert die eine ganz gut und dann plötzlich nicht mehr, dann funktioniert die andere. Also ist irgendwie ganz putzig.

Wenn ich an Normandie und Bretagne denke, dann kommt mir als Erstes 'n etwas, ja, raueres Klima in den Kopf. Äh, wie ist es euch denn wettertechnisch ergangen?

Tatsächlich etwas rauer. Also wir hatten keinen Sturm, was ja für 'n Dachzelt schon sehr entscheidend ist, aber eben sehr gemischtes Wetter. Wir hatten, ähm, Regen, wir hatten Sonne, wir hatten kein Sommerwetter. Es war, ähm, wir sind Ende Mai losgefahren und es war doch sehr, sehr kühl für diese Zeit. Ich hatte erwartet, dass schon 'n bisschen wärmer wird, aber, äh, vor allen Dingen im Laufe des, des Urlaubs dann. Kurze Hose war durchaus drin, aber schwimmen im Meer, da konnten wir gut drauf verzichten. Also das war selbst mir ein bisschen kalt. Ähm, ja ansonsten ein, wie gesagt, so einmal alles, ne. Von, von eben richtigen Regentagen, richtig nass werden auch, dass wir auch unser ganzes Equipment aufbauen mussten, um eben trocken ins Zelt zu kommen und eben, äh, Sonnentage, wo wir gar nichts außer Dachzelt runterklappen und dann da schön stehen und Blick aufs Meer genießen oder so.

Das war, war alles drin.

Was macht man denn, wenn's jetzt den ganzen Tag schüttet und man das Dachzelt hat w..., und dann auch noch vielleicht wandern war oder unterwegs war und nass ist, was, wie managt man das dann am besten?

Hoffen, dass es 'n nächsten Tag wieder trocken wird und ansonsten die Sachen ein bisschen im, im Auto trocknen. Wir haben also vor unserem Dachzelt die Möglichkeit geschaffen, mit so 'nem, ähm, Tarp zu arbeiten, dass wir also trocken sitzen können, das entsprechend aufbauen, runterziehen oder höher, wenn wir's als Sonnenschutz brauchen oder so. Und was ich dieses Jahr gemacht hab, da hab ich ein bisschen gebastelt. Ich hab einfach Duschvorhänge genommen und hab die in die Kederschienen an der Seite vom Dachzelt noch eingebaut und einen Tag, da fing es beim Essen so, so an zu nieseln und dann haben wir einfach Tisch und Stühle genommen, haben uns dann unter das Dachzelt gesetzt, sozusagen hinter die Leiter. Das Dachzelt klappt sich ja zur Seite auf.

Und, ähm, dann waren wir geschützt durch diese Duschvorhänge. Die hab ich mit Magneten am Auto festgemacht, also so mit starken Magneten. Das hat super geklappt und dann einfach unten mit, mit Heringen, ne. Und das war super. Wir konnten perfekt da sitzen und ich meine, wenn der Wind jetzt aus der anderen Richtung gekommen wär, wär's nicht gegangen. Dann hätten wir schon noch das Tarp gebraucht, aber so. Es war wirklich nur so 'n Campingplatz für die Durchreise, also nur einmal stehen, schlafen, weiterfahren und, ähm, das war perfekt.

Muss ich nur zu helfen wissen als, ähm, Camper, Camperin.

Das war die Idee aus dem letzten Jahr, also dass uns das so 'n bisschen gefehlt hatte.

Mhm.

Wie habt ihr das dann nachts gemacht? Da wurde es ja sicher dann auch 'n bisschen kühl und so 'n Dachzelt ist ja jetzt nicht besonders isoliert in aller Regel, außer es ist halt 'n, ähm, 'n spezielles. Was-- Wie habt ihr euch gewärmt? Was habt ihr da so an Bord?

Also ich glaube, man muss sich, bevor man zelten geht, im Klaren sein, dass es Nächte gibt, die sehr kalt sind. Und entweder stellt man sich im Vorfeld darauf ein und hat dicke Schlafsäcke oder es gibt sogar, ähm, Heizungen für Dachzelte, ne. Man kann die da irgendwo mit, mit reinmachen. Oder man sagt von vornherein, ich hab meine Grenze und bei uns ist die einstellig und dann gehen wir nicht mehr ins Dachzelt. Und das haben wir tatsächlich auch gehabt. Und dann, das war im Inland und da haben wir uns dann wieder ein Privatzimmer gemietet. So war nicht Airbnb, aber à la Airbnbs. Man hat einfach dann auch Kontakt zu den Leuten, die wirklich da mal leben und das hatte auch seinen, seinen Reiz.

Aber diese Flexibilität, ähm, haben wir uns auch, ähm, genommen sozusagen. Aber das, da muss jeder für sich entscheiden, wie er oder sie sich aufstellen möchte.

Und abgesehen von Duschvorhängen und Tarp, was ist sonst noch so die Ausrüstung, die euch beim Dachzeltcamping besonders, ähm, praktisch oder hilfreich erscheint? Jetzt, also ich spreche jetzt nicht über Campingmöbel oder Ähnliches, die hat man dabei, aber ich mein jetzt so spezifisch für, für Dachzeltcamping.

Also für mich ist es immer ganz, ganz wichtig, dass 'ne gewisse Ordnung im Auto ist, dass man Sachen schnell findet und auch nicht immer alles ein- und, äh, also rausholen muss, um an irgendwas dranzukommen. Also ich hab so, so Boxen, äh, die man von oben befüllen kann und von der Seite öffnen kann, zum Beispiel so, so Faltboxen. Und das ist dann natürlich ganz praktisch, die kannst du im Schlafzimmer mit Klamotten befüllen und siehst aber vorne durch dieses, ja, diese Klappe schon was drin ist und das ist natürlich dann ganz praktisch. Oder wir haben 'ne Schubladenbox für alles, was mit Küchensachen oder, ähm, was man so als Erstes braucht, mal 'n Hammer, mal, ähm, irgendwie doch noch 'n, wenn man jetzt wie den Duschvorhang oder so braucht, dann noch mal die Heringe hat oder so, dass man, dass das wirklich alles griffbereit ist.

Das ist für mich sehr, sehr entscheidend.

Also habt ihr euer Auto quasi ausgeräumt und habt da Boxen und Schubladenbox und so weiter stattdessen eingebaut?

Ja, nicht eingebaut, sondern ich zurr die einfach fest mit diesen Gummi, äh, Gummis und dass die, dass das dann si-sicher ist, dass das nicht durch die Gegend fliegen kann, wenn man wirklich mal bremsen muss und sondern es ist einfach, steht da mehr oder weniger lose drin, aber festgezurrt.

Und welche, also was habt ihr euch so angeguckt auf eurer Reise, äh, durch die beiden Gebiete von Frankreich? Was, was waren die Sehenswürdigkeiten und was hat euch besonders beeindruckt oder was war besonders spannend für euch?

Vielleicht nimmst du uns einfach noch mal mit auf die Route und wir gehen so den, also entlang der Etappen, die ihr gemacht habt.

Ja, denn grade die Normandie war für uns auch ein bisschen, ähm, der Rückblick in die deutsche Geschichte, denn die ist ja sehr geschichtsträchtig und das war auch tatsächlich der Grund, dass wir in die Normandie gefahren sind. Ähm, wir waren als erstes in Dünkirchen auf Deutsch, Dunkerque oder wie man's aussprechen mag auf Französisch. Ähm, und da gab es ja eine Operation der deutschen Wehrmacht, die sehr viel Leid verursacht hat und dort gibt es auch ein Museum. Das, äh, fand ich schon mal sehr beeindruckend und das haben wir uns eben auch angeschaut und find ich auch zu empfehlen.

Es ist wirklich ein kleines Museum, aber sehr eindrucksvoll eigentlich. Um, also ich muss gestehen, dieser Teil war bei uns im Geschichtsunterricht nur so am Rande auch als große, ähm, großer Überblick, so Frankreich als Besatzermacht, ja, irgendwie, nein, umgekehrt, also Deutschland als Besatzungsmacht für Frankreich, ähm, war, war gesagt, aber nicht in dem, in eins, in einzelnen Teilen. Und ich fand das sehr, sehr interessant, einfach da zu gucken, wie dann auch so der Kriegsverlauf war und ja, von der anderen Seite es zu sehen, wie viel Leid es verursacht hat.

Und dann, ähm, ging's auch weiter nach Arromanches. Arromanches ist schon eine von den Gebieten, wo D-Day stattgefunden hat. Das sagt ja den meisten was. Da gab es ja auch unzählige Filme inzwischen, die einen dann vielleicht ein bisschen auf die Sprünge helfen. Das ist eben 'n Teil, wo die Engländer gelandet sind und tatsächlich dort einen schwimmbaren Hafen gebaut haben, um eben diese Operation dann auch erfolgreich zu Ende zu bringen, Frankreich zu befreien. Und, ähm, das Museum dort war unglaublich eindrucksvoll. Wir waren kurz vor diesen, dieser 80-Jahr-Feier da.

Es war im Ganzen, äh, sehr international, sehr viele, ähm, Veteranen auch noch da tatsächlich, also die man sehen konnte, die zum Teil im Rollstuhl da gefahren wurden, einfach auch, weil sie so alt waren. Viele, viele sprachen viel Englisch, viel amerikanisches Englisch auch, ähm, viel Militär präsent. Und, ähm, in diesem Museum sieht man, wie diese Operation vorbereitet wurde, die Befreiung von Frankreich, mit welcher Geheimhaltung und es war unglaublich bewegend. Also, äh, zu sehen, was die Menschen gemacht haben, um Europa von, ja, von den Deutschen zu befreien und der Demokratie auch im Endeffekt Vorschub zu leisten, damit es so werden konnte, wie's im Moment, ja, sich grade wieder verabschiedet, aber wie's grade war.

Und, ähm, ja, ich fand das also sehr, sehr, sehr eindrucksvoll und ist sehr empfehlenswert.

Ja, das begleitet einen ja die ganze Küste letzten Endes entlang, weil man zum einen überall die Bunkeranlagen sieht. Also das ist jetzt nicht nur in Frankreich, das hat man ja überall da, wo der Atlantikwall war. Ähm, und teilweise, ich kann mich auch erinnern, weil das war immer so bisschen unsere Tour, als wir noch quasi durch Europa mit dem Wohnmobil getingelt sind. Das war dann immer unsere Tour auch an der Nordküste Spaniens lang, äh, Frankreichs lang Richtung Spanien, Portugal runter. Und dann hast du ganz viel auch noch so alte Geschütze und, und überall gibt's irgendwas zu sehen und, ähm, kleine Museen dabei, wo man sich das halt angucken kann. Also das ist auf jeden Fall-

Ja. In Arromanches hat man auch von diesem Hafen noch so, ähm, teilweise Bauteile, die eben nicht wieder abgebaut wurden.

Das Ponton, ja.

Mhm. Genau.

Ja, das kann man sich tatsächlich überall angucken. Es macht einem immer bisschen 'n Knoten im Hals und ähm-

Ja, auch die Soldatenfriedhöfe, die überall sind, auch genauso die

Begleitet einen ja im Grunde auf fast jeder Reise durch Europa, egal wohin.

Ja.

Wir waren jetzt in Tschechien, ne.

Ja, genau so, ne.

Mhm.

Und damit wir jetzt quasi uns nicht so sehr runterziehen lassen, auch wenn das wirklich ja eine-

Runterziehen lassen, ne. Ja

...wichtiges Thema ist.

Ähm, tatsächlich dann auch diesen Teil der Küste verlassen. Also wir waren uns nicht so ganz sicher, wie ist das jetzt als Deutscher, wenn diese 80-Jahr-Feier stattfindet und wir sind noch ein bisschen allerdings in der Normandie geblieben, aber es gibt dann noch mal so 'ne, ja so 'ne Halbinsel Richtung Cherbourg, ähm, im Norden und an dieser Westküste waren wir und das ist dann in der Nähe von Granville, in der, an der Stadt oder Dörfchen, das heißt Jouville. Und das war das, wo ich eben schon den Campingplatz erwähnt hatte. Und das war dann völlig davon entfernt. Unterwegs konnte man, das fand ich eigentlich auch sehr schön, noch sehr viel Schmuck sehen, äh, in Bezug auf D-Day.

Also auch kleine Dörfer haben noch mal geschmückt und, ähm, natürlich in den, äh, Nationalfarben von Frankreich, aber eben auch die, ähm, Amerikaner, äh, Kanadier und so weiter nicht vergessen. Und, ähm, das fand ich also auch noch sehr eindrucksvoll unterwegs, aber das wird wahrscheinlich eben der Zeit auch geschuldet sein, dass grade eben diese Erinnerungsfeier stattfand. In, ähm, an der Westküste selber war das dann nicht mehr so zu spüren. Also da war, ja, Ferienregion. Ähm, den einen Tag haben wir uns Granville angeschaut, eine, eine Stadt, die auch sehr schön ist und wer sich für Mode interessiert, dort gibt es ein Christian Dior Museum mit ein paar, ähm, ja, seiner Kreationen auch.

Also dort hat er als Kind gelebt und das ist jetzt ein Museum, eine, eine Villa, die sehr schön liegt, einen tollen Blick vom Garten hat und eben auch durchaus sehenswert ist. Also ein komplettes Kontrastprogramm zu dem vorher. Und, ähm, von der Stadt her ist, äh, Granville auch ganz nett mit Hafen und Altstadt zu besichtigen. Lohnt sich auch, genau.

Ich denke, wir werden in den Show Notes auch so 'n bisschen die Route nachzeichnen und auch die Campingplätze, die du erwähnt hattest und vielleicht, wenn du uns noch weitere, äh, gleich verrätst oder uns im Nachgang schicken könntest, dann können wir die da auch noch mit reinpacken. Dann müssen die Hörerinnen und Hörer jetzt nicht irgendwie alles mitschreiben, notieren, wenn sie die Route vielleicht nachmachen wo..., nachfahren wollen.

Ja, vielleicht den einen oder anderen Campingplatz dann auch sich raussuchen. Das mach ich gerne, ja. Genau. Ja, was natürlich nicht fehlen darf, ähm, wenn man in der Normandie ist, ist Mont Saint-Michel. Wer den noch nicht gesehen hat, es ist, äh, immer wieder grandios. Also ich hab ihn vor, ich weiß nicht, 20 Jahren oder länger einmal besucht und trotzdem war ich wieder sehr beeindruckt. Also eine Abtei mitten im Wasser sozusagen. Also die wird nicht permanent umspült. Also, äh, wer jetzt glaubt, dass das wirklich nur da immer das Wasser hat, also man geht über eine Brücke und die, ähm, man sieht dann eben so, ja, ich weiß gar nicht, ob's, ob es matschig ist oder so nur Strand oder fester Sand oder so und, ähm, kommt dann auf diese, in dieses Dorf und kann dort dann die Abtei auch besichtigen.

Und, ähm, das haben wir auch gemacht und wir haben da eine, eine App gefunden, die heißt Tikée oder Tickets oder so was, bisschen komisch geschrieben. Können wir auch noch vielleicht in die Show Notes packen.

Ja.

Ähm, denn da konnte man ganz gut die Eintrittskarten im Vorfeld buchen. Die haben wir also später auch noch weiter benutzt und konnte dann eben zu einer bestimmten Zeit auch in die Abtei gehen. Fand ich ganz passend und ganz einfach auch tatsächlich.

Ja, das ist sehr praktisch.

Ja, war ganz schön. Und das war dann auch der, der Tag, wo wir den Grenzübertritt in die Bretagne gemacht haben. Und, ähm, wenn ich noch einmal zurückblicke, denn eine schöne Stadt in der Normandie hab ich noch vergessen und das ist Honfleur. Das ist also ein, eine Altstadt, ähm, direkt am Wasser gelegen, die auch durchaus ein Besuch wert ist und da hatten wir also im Vorfeld in der Nähe übernachtet und dann war's grade Samstag, es gab einen Markt und das war also sehr, sehr schön. Man konnte schon Cidre kaufen und andere Produkte aus der Region und das war ein, ja, ein schöner Einstieg eigentlich wirklich in den, in den Urlaub schon.

Honfleur ist, ähm, diese Stadt mit den, ähm, mit den schmalen Häuschen, ne, die, also so ganz eng in Reihe aneinander gebaut, relativ hohe, sehr pittoreske, ganz schmale Häuschen.

Ganz genau, direkt um den Hafen herum so. Mhm. Also das lohnt sich, lohnt sich wirklich, ja.

Ich war in meiner Jugend mal in der Gegend. Ähm, da hatt ich so 'ne Sprachreise gemacht. Das war wunderschön. Ähm, wir haben dort alles gemacht, nur nicht Französisch gelernt, aber es war, war okay mit 15, 16. Und da waren wir, mein ich, auch in Honfleur und am Mont Saint-Michel. Das fand ich auch sehr eindrucksvoll. Als wir dort waren, ähm, war das Wasser doch relativ hoch, soweit ich mich erinnern kann. Also es war fast umspült, ähm, die Abtei. Aber es ist 'n wirklich, also 'ne wirklich sehr spannende Ecke, auch architektonisch insgesamt, finde ich, die auch die kleineren Örtchen, ähm, lohnt sich auf jeden Fall nicht zuletzt, ähm, auch für Leute, die gerne fotografieren.

Da kann man ganz, ganz tolle Motive mit nach Hause nehmen.

Auf jeden Fall. Und auch die Landschaft in der Normandie ist, äh, sehr schön. Also so hügelig, äh, nicht langweilig irgendwie und wie du schon sagst, diese kleinen Dörfer. Also wir sind nur in den am Anfang Autobahn gefahren und hinterher haben wir uns wirklich mehr so durch die, über die Landstraßen geschlängelt. Und dann kommt man unweigerlich auch in, in wunderschöne Dörfer, wo man am liebsten anhalten möchte und den Leuten den Vorgarten fotografieren möchte. Also so, das wäre, ja, ga..., also einfach schön. Genau, wie du schon sagst, so sehr unterschiedlich auch dann, äh, von den, von den Bauweisen. Auch, äh, viele herrschaftliche Häuser, die man so dann mal liegen sieht oder wo man auch Wegweiser zu findet.

Und, ähm, ja, genau.

Habt ihr denn auch Ausflüge unternommen, sowohl in der Normandie als auch wenn wir jetzt gleich in die Bretagne kommen, ähm, in Naturschutzgebiete oder in, ähm, Gegenden, wo, wo's 'ne sehr spezielle Fauna auch gibt, also 'ne, 'ne große Biodiversität und, und viele Tiere zum Beispiel? Oder habt, hattet ihr euch eher auf, ähm, auf Dörfer und Städte fokussiert?

Also zunächst einmal die, die Landschaft, ähm, stand die Landschaft für uns so im Vordergrund. Aber wir haben zum Beispiel in der Bretagne auch einen, einen Ausflug, äh, mit dem Schiff gemacht. Dort gibt es, ähm, das größte Vogelschutzgebiet Frankreichs, wenn ich's recht entsinne. Das war auch, äh, ein, ein sehr schöner Ausflug. Also das war, ähm, von dem Triberdan-Campingplatz aus, den ich eben erwähnt habe, und dann im Norden dieser, ja, man kann das gar nicht sagen, das sind ja in dem Sinne keine Halbinseln mehr, oder? Immer diese-

Nein

... Ausbuchtungen, die, die Bretagne so hat. Und ganz im Norden starten dann diese Ausflugsdampfer und das, äh, hat uns auch sehr gut gefallen. Also das kann ich jedem empfehlen. Hatten da auch einen sonnigen Tag erwischt, sodass die Fotos natürlich auch ganz grandios geworden sind mit dem blauen Himmel und diesen unterschiedlichen Vögeln, ähm, die einem dann auch erklärt werden. Also da war, da war zum Beispiel ein, ähm, Biologiestudent oder, ähm, von einem Biologiezentrum irgendwie mit an Bord, der das dann alles erklärt hat. Leider nur auf Französisch. Also, ähm, alles hab ich nicht verstanden, aber es war trotzdem interessant.

Mit einem kleinen Aufenthalt auf einer der Inseln und auch das war sehr, sehr schön.

Da vielleicht noch 'n kleiner Einwurf für alle an euch da draußen, die gerne, ähm, so, wie nennt man die, diese, diese Krimis lesen, die, äh, so nicht so brutal sind, sondern eher so, ähm, so gemütlich. Da gibt's auch ganz tolle Krimis über die Normandie auf jeden Fall. Das weiß ich, weil ich die selber auch ganz gerne lese oder höre. Ähm, ich meine, auch Bretagne gibt's, ähm, einiges von verschiedenen Autoren und da möcht ich für die Normandie einmal auch das Buch von unserer Autorin Barbara Homolka empfehlen. Die hat nämlich auch 'nen Normandie-Krimi geschrieben. Ähm, der heißt „Das Grab am Havre" und da geht's um ein altes Familiengeheimnis.

Und wenn wir Glück haben, haben wir die Barbara auch bald mal im Podcast. Ich muss da noch 'n bisschen Überzeugungsarbeit leisten, ähm, aber wir sind dran und Barbara kennt ihr vielleicht auch von Camper Style als unsere ausgewiesene Frankreich-Autorin, weil sie eben schon sehr lange dort lebt. Das noch mal so als kurzer Zwischeneinwurf, weil ich das immer schön finde, wenn man, ähm, Bücher liest oder hört und dann an den Originalschauplätzen sich tummeln kann und da auch mal in das eine oder andere Restaurant geht und die lokalen Spezialitäten probiert, die ja in diesen Geschichten auch meistens 'ne große Rolle spielen. Ähm, da kommen wir auch gleich noch mal dazu. Aber nimm uns erst noch weiter mit in die Bretagne auf die Route.

Also diese, äh, Rosagranitküste, an der jetzt auch dieser, dieses Vogelschutzgebiet liegt, ist ja gar nicht das, die erste Ausbuchtung und es gibt viele von diesen Kaps da, die alle unglaublich grandiose Küstenabschnitte sind, also die, ähm, wirklich, äh, ganz steil abfallen und man da überall sehr, sehr schön laufen kann und es gibt auch überall so vorgelagerte Inseln. Also gerade für Vogelkundler ist das dann schon auch nett, sich da vielleicht ein, ein Fernglas mitzunehmen und auf diesen Insel, auf diese Inseln zu gucken, denn dort sind die Vögel einfach ungestört. Da ist dann auch kein Mensch tatsächlich und, äh, das war irgendwie ganz nett.

Natürlich kommen die Möwen dann auch, wenn man ein Picknick machen möchte, sehr nah und hoffen, gefüttert zu werden. Also das, ähm, hat man dann auch. Also sie haben sich schon an die Menschen gewöhnt, aber eben auch ihr Rückzugsgebiet und das fand ich also sehr schön. Und eben, es gibt unglaublich viele Fotomotive und ich glaube, das berühmteste ist dieses eingeklemmte Haus zwischen den Felsen in, ähm, Clugrescen oder so ähnlich ausgesprochen. Ähm, ich vermute, dass das das Bild ist, was am meisten fotografiert wird in, in ganz Frankreich. Also es ist wirklich, äh, sehr interessant gebaut, aber drumherum gibt es auch unheimlich viele Felsen schon, die ganz bizarre Formationen haben.

Also auch da lohnt es sich, ein, ja 'ne Wanderung zu machen, einen, einen längeren Spaziergang und sich in dieser Landschaft einfach so 'n bisschen treiben zu lassen und das ist sehr schön und das kann ich eigentlich für die, für die ganze Bretagne sagen. Also es ist 'n bisschen unterschiedlich natürlich von Nord zu, Norden zum Süden, auch im Westen noch mal, aber überall unheimlich tolle Landschaft. Und wie gesagt, auch für Fotografen sehr schön.

Ja, das, das, dieses Haus zwischen den beiden Felsen, das, ich weiß jetzt nicht, in welchem Zusammenhang, aber das hab ich auch die Woche irgendwo auch wieder vor Augen gehabt. Ähm, ich kann mich leider nicht mehr an den Kontext erinnern, aber das ist ja auch, glaub ich, wirklich eins so der meistfotografiertesten, ähm, Motive, die's so gibt quasi.

Lebt da auch noch jemand in dem Haus oder?

Es standen zumindest Autos.

Ach, das find ich ja immer total faszinierend so.

Also man kommt nicht direkt da dran oder ich weiß nicht, ob Leute da auch so dann so dreist sind, aber man kann es halt wirklich so von mehreren Stellen dann auch fotografieren, aber da standen Autos, ja.

Und was habt ihr, ähm, sonst noch besucht in der Bretagne an Örtchen, Städten, Gegenden?

Was, äh, was mir auch noch ganz gut gefallen hat, das war Morlaix. Das ist dann, ähm, 'n bisschen südwestlich schon. Auch 'ne, 'ne alte Stadt mit einem, ähm, Viadukt. Und, ähm, ja, irgendwie wieder anders von der Architektur. Ein-- Man kann das immer gar nicht beschreiben, aber, äh, einfach mal anhalten, von, von dem normalen Weg abweichen lohnt sich irgendwie komplett in der, in der Bretagne. Also das ist sehr, sehr, sehr schön da. Jetzt, ähm, was uns da allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, war, dass ich in der Nacht vorher schon krank geworden bin und, ähm, wir dann eben wieder beschlossen haben, dass zelten unterbrochen werden muss und wir also kurz wirklich nur einen Aufenthalt dort gemacht haben in Morlaix und, ähm, dort zu Mittag gegessen haben.

Also da gibt's auch viele Restaurants und auch wieder einen Markt. Da waren wir aber 'n bisschen spät, der baute grade ab, sah aber auch sehr nett aus so auf diesem Marktplatz alles und eben immer die lokalen Produkte, ne. Was, was dann ja einfach auch schön ist, wenn man, wenn man selber kocht, sich da schönen Käse mitzunehmen oder eben mal 'ne Flasche von dem einen oder anderen zu probieren. Und so war's dann, ne. Ja.

Da, da haben wir in einem unserer Podcasts gelernt, ich weiß nicht, ob wir den vor deinem oder nach deinem ausstrahlen werden mit unserer Redakteurin Katja und ihrer Frau, dass man da immer am besten vorher die Preise abfragen sollte, bevor man sich ganz viel Käse und, äh, Schinken und so weiter einpackt, weil man sonst gerne auch mal fünfzig Euro latzen kann für so 'n Stückchen.

Eh Mann, du, äh, da den teuren erwischt, meinst du, ne? Ja.

Genau. Ähm, ist es in Morlaix, wo diese ehemalige Papierfabrik auch ist, diese Ruinen? Hattest du da was mitbekommen? Weil irgendwie-

Haben wir nicht gesehen zumindest, nee.

Hab ich so, hab ich so im Kopf bei dem Namen, ähm, dass es da so Ruinen gibt, die man wohl auch besichtigen kann. Das muss ja eindrucksvoll sein. Ich war da aber selber noch nie. Ich hab gedacht, vielleicht habt ihr da 'n kleinen Abstecher gemacht.

Ähm, tatsächlich nicht. Ich bin ein Spezialist darin, Reiseführer zu Hause zu vergessen. Und dann, ähm, haben wir, glaub ich, mit Sicherheit das eine oder andere unterwegs einfach auch verpasset. So.

Man ist entweder Spezialist, die zu Hause zu lassen oder man ist Spezialist, die mitzunehmen und dann aber nicht reinzugucken, weil man zu faul ist, sich da durchzuarbeiten und dann lieber die Leute fragt, wo man überall hinfahren sollte.

Ja. Also wie gesagt, wir, wir lassen uns auch gerne treiben und gucken einfach, was dann ist und denken so: „Ach, das ist, äh, das sieht irgendwie nett aus von der Ferne, fahr mal da rein", ne. So und dann, ähm, ja, Parkplätze findet man eigentlich ganz gut, auch, ähm, wenn man 'n bisschen am Stadtrand guckt oder, also, also von der Innenstadt oder so. Das war nie ein, ein Problem. Manchmal kommt man in etwas enge Gassen, die natürlich mit einem PKW zu befahren sind, aber mit größeren Fahrzeugen dann nicht.

Mhm.

Aber das ist dann eben auch ein kleiner Vorteil.

Sollte man sich auch nicht immer auf, ähm, Navigationssysteme oder gar Google Maps verlassen. Ähm, das ist wirklich grade in, in kleineren Orten in Frankreich, Italien und auch Spanien uns sehr, sehr häufig aufgefallen, dass man da gerne mal viel geleitet wird, auch von speziellen Camper Navis. Also immer so 'n bisschen auch die Augen offen halten, wenn man da unterwegs ist mit, ähm, mit 'nem Wohnmobil oder gar mit 'nem Wohnwagengespann.

Jetzt waren wir ja grade auch schon 'n bisschen beim Kulinarischen, äh, gelandet, was ja auch immer so 'n Thema-

Sebastian konnte nicht mehr warten. Ich wollte jetzt noch 'n paar Orte und Dörfer abklappern.

Da können wir gleich noch mal gucken, aber ihr habt jetzt grade mit, mit Käse angefangen und du hattest vorhin schon den Sidre erwähnt, der übrigens auch für mich, wenn ich da oben unterwegs bin, also Für mich ist immer so der Standardeinkauf 'n Baguette, 'n Cidre und irgendwie Garnelen oder was Ähnliches, die dann in, in Öl irgendwie angebraten werden. Das, das verbinde ich für mich persönlich damit, weil das das ist, als wir da das erste Mal in der Gegend waren. Ne, also man kennt das ja so, dann verbindet man das halt auch mit diesem Gefühl, was man beim Camping hat und das ist quasi für mich verbunden. Und, ähm, ja, w-was sind aus deiner Sicht oder was aus eurer Erfahrung so die Sachen, die man unbedingt mal mitnehmen soll, äh, kulinarisch?

Ja, zum Beispiel ganz was Banales: Galette. Galettes sind Buchweizenpfannkuchen, die, ähm, herzhaft gefüllt werden und die sehr lecker sind. Also wir haben zum Beispiel direkt da einmal an so 'ner Strandpromenade, ähm, Galette probiert oder gegessen, ähm, bevor wir diesen Ausflug in dieses Vogelschutzgebiet gemacht haben. Und, ähm, ja, sehr oft sitzt, kann man dann draußen sitzen, ähm, und hat dieses Gericht, noch 'n Salat dabei und man ist richtig satt. Und gefüllt kann man wirklich ähnlich wie bei Pizza, also nicht ganz so, nicht ganz so wilde Sachen, aber, ähm, verschiedene Zusammenstellungen von der Karte wählen und das, also das haben wir wirklich sehr, sehr gerne gegessen und, ähm, auch öfter mal.

Wer auf Austern gehen möchte, ist natürlich in der Bretagne sehr gut aufgehoben und, ähm, ja, überall gibt es, äh, gibt es sie in den Restaurants. Ähm, grade die Gegend, wo man sie an der Küste direkt von den Fischern kaufen kann, ist bei uns durchgefallen durch, ähm, durch die Krankheit und mein Mann ist dann gleich am nächsten Tag noch nachgezogen. Wir hatten also zwei Tage, wo wir uns nicht wohlgefühlt haben und haben wir einfach auf 'm Campingplatz uns so 'ne Hütte gemietet, damit wir es warm hatten, dass wir unsere eigene Toilette und so weiter hatten, auch mal 'n Bett zum Schlafen. Und, ähm, da waren wir einfach dann ein bisschen, haben wir so 'n Kompromiss gemacht.

Wir wollten, wollten auf 'm Campingplatz sein, wir wollten mehr oder weniger draußen sein, aber doch ein bisschen, ähm, unabhängig von, von den anderen Waschgelegenheiten und so weiter.

Generell, ähm, gibt's ja in der Bretagne und ich glaub auch in der Normandie sehr, sehr viele Meeresfrüchte, ne. Also Fisch und Meeresfrüchte gen... Ich weiß jetzt nicht, ich hab, ähm, alles Mögliche, auch Muscheln da schon gegessen. Ich hab, ähm, Krebse da gegessen, Crevette, ähm, wie heißen die? Krabben oder so ähnlich, ne, Crevette. Ähm, auch vereinzelt mal hab ich gesehen, dass Hummer auf der Speisekarte steht. Da weiß ich jetzt nicht, ob der dort wirklich gefischt wird oder ob die den auch importieren. Aber wer, wer das gerne mag und ich finde, die machen auch 'n fantastisches Brot. Also nicht nur Baguette, sondern, ähm, ich erinner mich da auch, dass ich da in Restaurants schon sehr, sehr gutes, so wie, so wie Sauerteig oder Roggen, Roggenmischbrot oder so gegessen habe.

Und mit der gesalzenen Butter ist das, ähm-

Schon alleine lecker, ne. Ganz genau.

Da, da, also muss ich sagen, jetzt ist es 10:53 Uhr gerade hier morgens, aber ich könnt jetzt schon wieder mich in die Küche begeben. Ja.

Ja, also auch grade auf den Märkten gibt es dann auch, äh, diese, diese Landbrote und auch viele, ähm, Bäckereien, die verschiedene Brote anbieten und das, ja, lohnt sich auf jeden Fall. Geb ich dir hundertprozentig recht.

Also findet man auch als Deutsche, Deutscher dort etwas außer dem hellen Weißbrot.

Ja, genau.

Gibt es denn generell jetzt, wo wir schon bei der Kulinarik sind, in der Normandie und auch in der Bretagne bestimmte Restaurants, die du gerne empfehlen würdest oder bestimmte Gerichte außer, äh, Galette und Austern, die vielleicht jemand mal probieren sollte?

Also fällt mir jetzt so nichts ein, da wir immer so spontan sind. Ich könnte jetzt auch nicht sagen, in welchen Restaurants wir waren, sondern nur so grob den Ort. Also wir gucken einfach, worauf haben wir Appetit und wenn's dann auch plötzlich mal, ich sag jetzt indisch ist, dann würden wir auch indisch in Frankreich essen gehen. Also da, da sind wir immer sehr, sehr spontan und, ähm, auch nicht, also kann ich jetzt tatsächlich nicht so etwas besonders hervorheben.

Jeder hat ja so 'n bisschen seine Art, wie man Restaurants auswählt, ähm, in die man dann reingehen möchte. Bei uns ist es zum Beispiel so, dass wir immer gucken, ob man viele Einheimische dort sieht und in wie vielen Sprachen die Speisekarte vorliegt. Also je mehr Sprachen, desto weniger gehen wir dahin, ne? Und, und bei uns ist eher so, wir essen lieber mal was, von dem wir nicht wissen, was dann auf 'n Teller kommt, als dass man, ähm, dann in so 'ner Touristenfalle landet. Wie, was sind denn so eure Kriterien oder was waren auch eure Kriterien jetzt bei euerm, äh, bei eurer Frankreich-Tour?

Also, ich erinner mich zum Beispiel, das war relativ am Schluss in der Bretagne, in Vannes, da haben wir uns tatsächlich von der Frau, wo wir im Inland gewohnt haben, inspirieren lassen, die sagte: „Es gibt tolle Restaurants rund um den Hafen, da könnt ihr nichts verkehrt machen." Und, ähm, da hat es, also wir springen 'n bisschen hin und her jetzt. Wir sind grade im, im Süden gelandet und da, ähm, war's auch so. Also da haben wir uns dann einfach ein Restaurant genommen. Es saßen nur Franzosen da. Der Kellner sprach Französisch und, ähm, wir haben dann mit Händen und Füßen uns verständigt und haben sehr, sehr gut gegessen. Also, äh, von Vorspeisen über Hauptgericht.

Das Also das war jetzt, wie gesagt, also dadurch, dass die Frau sagt, ihr könnt nichts falsch machen, haben wir dann auch einfach, äh, das Erstbeste genommen und es hat so geschüttet und wir wollten trotzdem gerne draußen sitzen. Da war das Kriterium halt, ähm, ist das da trocken, wo wir sitzen können? Ist das draußen? Ist das ein bisschen beheizt? Denn kalt waren wir dann auch geworden. Und, ähm, es ist so unterschiedlich. Also ich glaube, jeder muss da für sich auch die Erfahrung machen. Und grade, also ich, weil ich grade sagte, es ist nur Französisch, heutzutage mit Google Translate ist ja auch eine französische Speisekarte kein Problem, sich da eben drauf einzulassen, ähm, auch mal Sachen zu probieren. Und, ja, man weiß dann ungefähr, was kommen kann, aber man muss ja nicht immer alles, äh, jede Zubereitung und jede, jede Zutat kennen und ich find das auch immer spannend.

Manchmal ist dann die Präsentation vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Also da kommt dann auch mal so 'ne, so 'ne Schweinepfote am Stück daher. Also nicht unbedingt in Frankreich, aber in anderen Ländern. Aber ja, das ist dann halt das Abenteuer, ne? Also für Vegetarier und Veganer ist es natürlich immer noch mal ein bisschen schwieriger, weil die ja dann sehr genau auf, auf insgesamt auf die Zutaten achten. Ähm, aber ich denke, wenn man, wenn man grundsätzlich aufgeschlossen für alles ist, dann, dann darf man auch mal sich in so ein kleines kulinarisches Abenteuer stürzen, weil so entdeckt man ja auch neue Sachen, die man gar nicht auf dem Schirm hatte, ne? Wenn ich nicht weiß, dass es so was gibt, dann, dann kann ich's mir auch nicht bestellen und dann hilft einem da der Zufall manchmal ein bisschen auf die Sprünge.

Das stimmt. Ja. Also, äh, äh, die Franzosen oder die Bretonen muss man ja sagen, die legen ja auch sehr viel Wert auf ihre Identität. Ähm, als wir im Inland waren und da privat gewohnt haben, da hatte uns die Frau zum Beispiel auch eine, ähm, ein Restaurant empfohlen, in dem es angeblich die besten Galettes gibt. Also so gesehen, ähm, sind auch, äh, ist das, äh, einfache Essen auch oft eben etwas. Oder für uns sind ja, äh, Austern immer etwas ganz, ganz Besonderes, aber in, in der Bretagne gehören sie auch einfach mit dazu. Und das, ähm, ja, muss man eben, also wer so was probieren mag, sollte das auch wohl mal probieren.

Hauptsache frisch.

Ja, ja, da aber da, also ich glaube, also wenn in den Restaurants auch Franzosen essen, dann kann man da schon von ausgehen. Oder wenn, wie gesagt, das, was wir jetzt verpasst haben, aber wo man auch direkt am Strand da, ähm, Austern essen kann. Also ich glaube nicht, dass sie einen langen Transportweg hinter sich haben, ne?

Nee, auf gar keinen Fall. Die ziehen die raus und, ähm, gut ist.

Und auch die anderen Muscheln, ne? Also.

Ja, die sind auch toll, ne. Also je nachdem, wenn man so was halt mag. Es gibt ja Leute, die ekeln sich davor, also speziell auch vor Muscheln. Die filtern natürlich auch das Meer. Das, aber man isst es ja nicht jeden Tag, wenn man da nicht wohnt.

Genau.

Angesichts der fortgeschrittenen Zeit würde ich vorschlagen, dass wir noch die Reise durch die Bretagne, ähm, beenden sozusagen. Also dass du uns noch auf die letzten Stationen mitnimmst und dass wir dann noch mal so 'n bisschen über, ähm, Tipps, Empfehlungen, Highlights und so weiter sprechen.

Also was ich, was ich noch empfehlen möchte, das ist wirklich auch in das Inland der Bretagne zu fahren. Und, ähm, da gibt's eine Stadt, die heißt Huelgoat, die auch noch mal sehr mittelalterlich ist und die so unser, unser Zentrum war, wo wir nicht übernachtet haben, aber wo wir irgendwie immer wieder hingekommen sind. In der, in der Nähe gibt es ein Tal der Heiligen. Wer ein bisschen etwas für Kunst übrig hat, das ist, ähm, La Vallée des Saints auf Französisch, Aussprache wieder. Ähm, da hat ein, ein Künstler die Idee gehabt, die ganzen Heiligen der, ähm, Bretagne darzustellen und lädt dazu verschiedene Bildhauer ein, die jedes Jahr daran weiterarbeiten und man kann schon knapp 200 sehen.

Es sollen mal auf über 1.000 werden und die so auf großem Terrain aufgestellt sind, sehr unterschiedlich, von modern bis auf die Art, wo man denken würde, die sind schon 500 Jahre alt oder so, fand ich auch sehr, sehr interessant. Also, ähm, ja, ist so etwas, was vielleicht nicht auf jeder Reiseroute steht. Auch das Städtchen Huelgoat ist sehr schön und von da aus kann man auch schöne Wanderungen machen, die in Natur, in die Natur gehen. Leider war kurz vorher ein Sturm und die Wanderroute, die wir uns rausgesucht haben, gesp..., war gesperrt und wir, ähm, bekamen dann aber den Tipp von unserer Vermieterin, ähm, doch da eine, eine kleine Tour zu machen und, ähm, dort einen Spaziergang zu machen an einem See in der Nähe von Brenélys.

Und da haben wir auch einen sehr schönen Campingplatz gesehen, aber nicht dort übernachtet, weil der erst später aufmachte. Das ist also nur so ein Saisoncampingplatz der Gemeinde, aber der lag direkt am Wasser und, ähm, machte einen, also sehr hübschen Eindruck, fand ich. Und, ähm, den würde ich also unbenutzt sozusagen empfehlen, einfach von der, von der Lage, vom, von dem äußeren Erscheinungsbild, was wir so beim Spaziergang Um diesen See gesehen haben. Und das ist eben auch, du hattest eben schon mal so nach Naturschutz, äh, gebieten und so gefragt, auch sehr interessant. Ist 'n bisschen moorig und dadurch wieder ein, äh, ganz andere Pflanzenwelt als, äh, in den anderen Gegenden.

Und wenn man dann ein Stückchen, ähm, noch weiterfährt, ähm, gibt es noch ein Mont Saint-Michel. Und wenn man dort hinaufgeht, hat man einen Blick über diese, ähm, über diese Berge. Ähm, die heißen irgendwie Ar-, ähm, was mit Noir, schwarze Aré-Aréna Noir oder irgendwie so was, ähm, so eine Hügelbergkette. Und wir haben uns gefragt, warum das so sehr kahl ist und haben dann eine Informationswand gefunden, dass dort also ein großer Waldbrand gewesen ist. Und wenn man dann genau guckte, sah man auch tatsächlich diese Reste von der Asche noch. Es war auch interessant, wie sich die Natur dann so langsam wieder erst mal alles begrünt, sich so zurückholt.

Und, ähm, ja, es war eben sehr kahl, ne. Die Bäume waren tatsächlich weg. Und auch das fand ich sehr, sehr eindrucksvoll und, ähm, 'ne ganz andere Seite eben von, von der Bretagne.

Ich hab grade mal eben nebenbei das Tal der Heiligen gegoogelt. Das ist ja völlig irre. Also wenn ihr das hört, wir packen euch da auch noch mal Infos in die Show Notes, aber googelt das bitte mal gleich. So was hab ich noch nicht gesehen.

Nein, ich auch nicht. Also deshalb, ich fand das sehr, äh, wirklich, man kann sich da, äh, aufhalten 'n paar Stunden lang, wenn man, wenn man möchte und, ähm, zwischen diesen, auch ganz frei zwischen den Kunstwerken hin- und hergehen. Also wirklich, äh, es gibt Wege, aber man muss auf die Wiese gehen, um das Nächste auch mal aus der Nähe zu betrachten. Und die sind so unterschiedlich in ihrer, ähm, ja, darstellten Art. Also das, das ist wirklich total cool.

Du hattest ja jetzt schon 'n paar Mal angesprochen, dass ihr die Reise dann auch 'n bisschen eher beendet habt, weil, ähm, also aus Krankheitsgründen, weil du, du hattest dich erkältet, glaub ich, ne?

Ja, irgendwas hab ich mir eingefangen und das war nicht der Grund, warum wir verkürzt haben tatsächlich, sondern weil einfach das Wetter so schlecht angesagt war. Und, ähm, wir sind also aus dem, aus dem, aus der Mitte Fran-, äh, von der Bretagne noch, äh, nach Lorient gefahren in eine recht moderne Stadt, die dann an der Südküste liegt und die wir aber nur für, ähm, ja, 'n paar Stunden besucht haben. Also da haben wir so 'n, sind wir 'n bisschen durch die Stadt gegangen, am Wasser lang. Das liegt nicht direkt am, am Meer, sondern, ja, so 'n Hafen ist davor auch militärisch abgesperrt 'n bisschen. Aber, ähm, kann man auch sehr schön essen. Und, ähm, von da sind wir weiter Richtung Vannes gefahren und da gibt es auch noch mal so, ähm, ganz prähistorische Reihen mit Steinen in Carnac.

Also wo kein Mensch weiß, warum, ähm, Steine in Reihen Hunderte von Metern lang nebeneinandergestellt werden, die, also das ist auch etwas, was man in der ganzen Bretagne sieht. Überall so prähistorische Denkmäler oder Gedenkstätten von Vormenschen, irgendwelche Höhlen oder so was. Also mitten in der Landschaft, dann steht da irgendwo 'n kleines Schild und dann hat man wieder irgend so ein, ja, ein, eine Höhle oder was auch immer es, ähm, gewesen ist, wenn dann aufrechte Steine da gestanden haben wie Altare oder so was. Das auch, also das kann man gar nicht, äh, jetzt unbedingt benennen.

Also Carnac ist halt sehr bekannt, da gibt es auch ein Informationszentrum dazu, aber erklären konnte es mir keiner so richtig, was die da machen, diese Steine. Das lohnt sich auch irgendwie mal, sich so etwas anzuschauen und, ähm, den Rätseln mal nicht auf die Spur zu kommen. Fand ich auch ganz interessant.

Das klingt richtig toll. Das sind ganz viele Sachen, die ich überhaupt nicht wusste oder auch nicht kenne bisher. Da werd ich mir dann, wenn du uns im Nachgang noch mal 'n paar Infos schickst, auch noch mal genauer angucken. Das lohnt sich mit Sicherheit, da 'n bisschen länger sich aufzuhalten und nicht immer nur auf der Durchreise Richtung, äh, Spanien oder Portugal.

Doch, also als Urlaubsregion ist das schon wirklich sehr, sehr spannend. Also es waren auch se-, die Campingplätze zum Teil eben gut besucht und sehr viele Leute eben mit, mit Campern aus Frankreich dort. Also die eben ihr eigenes Land auch da genossen haben. Äh, gan-, also ja, die haben wirklich den, den größten Teil der, der Camper ausgemacht und das fand ich auch sehr interessant, dass, dass die eben, ja, dass wir Deutschen und unsere niederländischen Nachbarn nicht immer den Ton überall angeben, sondern, sondern vielleicht lag's auch an der Auswahl der Campingplätze. Ich weiß es nicht, aber es, ähm, war, war sehr auffällig, dass die Franzosen ihr, ihr Gebiet auch sehr genossen haben.

Mhm. Die letzte Stadt, in der wir noch waren, war, ähm, Vannes und das war auch ein relativ großer Campingplatz, ähm, etwas außerhalb der Altstadt. Wir haben da einen, einen Spaziergang dann in die Stadt gemacht. Das war das, wo wir so sehr nass geworden sind, aber die Stadt ist auch sehr schön. Eine mittelalterliche Stadt mit Burgtoren und, ähm, so weiter. Überhaupt gibt es auch in, ähm, In der Bretagne sehr interessante Kirchen. Wer sich also für solche Architektur interessiert, sehr unterschiedlich, sehr farbenfroh von innen, viel, viel Holz, sehr buntes Holz und auch das, ähm, ist immer mal in den kleinsten Dörfern zu sehen.

Und dann hat man in Städten große Kirchen, die zerfallen, die abgesperrt sind, die also nicht mehr in Betrieb sind, weil sie so tatsächlich baufällig sind. Und also diese Gegensätze findet man dort und das ist auch echt interessant, so die Aspekte mal sich so zu vergegenwärtigen, ne? Also klei, teilweise kleine Städte, die, die eine, ja, Wunder, 'ne Schönheit haben in ihrem Dorf, die, die man durch Zufall entdeckt, weil wir einfach angehalten haben und all die anderen Male eben in den großen Städten dann berühmte Bauten hat, die jeder besichtigt. So in Vannes zum Beispiel, da ist auch so 'n Dom oder wie hieß das, glaub ich, auch.

Ähm, aber in, ähm, im Norden war eben in Granville tatsächlich so 'ne, so 'ne große Kirche auf dem Berg, die man von der Ferne sieht, wo wir gesagt haben: „Boah, das, die ist, sie, die liegt so schön, die müssen wir uns angucken." Da sind wir gar nicht rangekommen.

Mhm.

Also ganz, äh, gegensätzlich, ne? Mhm. Ja, also wie gesagt, Vannes ist ein, ist durchaus auch ein, ein Aufenthalt wert. Also auch nicht nur für die Durchreise, sondern eben zum Schlendern, Einkaufen auch. Es gibt auch, äh, viele Geschäfte, viel Touri-Geschäfte auch, ähm, und eben die besagten Restaurants am Hafen.

Also ich nehm aus deinen Erzählungen mit, dass ihr eigentlich sehr ähnlich reist wie wir auch. Also gar nicht so viel vorher planen, sondern viel einfach unterwegs auch spontan entscheiden. Und ich vermute, dass das auch grade für die Region so eine deiner Empfehlungen sein wird, ne? Dass man einfach so 'n bisschen die Augen offen hält, äh, d-durch die Lande fährt oder durch die Örtchen spaziert und so auch dieses, äh, vielleicht das Lebensgefühl der Franzosen in sich aufnehmen kann. Und die sitzen ja auch ganz oft einfach in Cafés und plauschen und, und, äh, beobachten die Menschen und das Treiben, was da so herrscht. Würdest du sagen, ähm, ja, w-w-, also oder besser gesagt, wäre das, wäre das eine deiner Empfehlungen und welche Empfehlungen hättest du noch?

Ja, also wirklich dieses, dieses treiben lassen und Abstecher machen. Also im Endeffekt, ich glaube, wir haben keine, keine Straße gefahren, wo wir gesagt haben: „Boah, ist das schrecklich hier." Sondern es waren immer wieder neue, neue Blicke, wie gesagt, die kleinen Örtchen. Was man nicht erwarten darf, ist dann, ähm, großartige Restaurants, äh, überall zu finden oder so. Oder eben oftmals dann auch erst wirklich ab 19 Uhr und dann ist da auch in dem ganzen Ort wird dann erst um 19 Uhr wieder geöffnet. Also, ähm, das, da muss man sich dann auch natürlich an die Gepflogenheiten der, der Gegend anpassen, ne? Aber auch mittags haben wir mal, wie du grade sagst, so in diesen Cafés einfach, äh, 'ne Pause gemacht und dann zu sehen auch, wie die Franzosen, ähm, diese kleinen, ähm, Orte aufsuchen, ihren Kaffee trinken, wieder gehen.

Ich vermute, dass die Mittagspause hatten oder so und eben kurz reinkamen und dann auch zu, zu sehen, wie familiär es ist. Jeder kennt jeden dann in diesen Dörfern und das kriegst du als Tourist auch mit. Also es ist jetzt nicht so wie in, in Irland wird man ja zum Beispiel immer angesprochen. Also das haben wir jetzt so nicht erlebt, aber, ähm, unglaublich freundlich die Menschen. Also was, wenn man Auskünfte braucht, sie geben sich auch Mühe, wenn man gebrochenes Französisch spricht, das zu verstehen und, ähm, einem dann auch wirklich Tipps zu geben. Und, ähm, ja, das kann ich, kann ich, ähm, nur empfehlen, einfach sich, sich trauen und im Zweifelsfalle auch mal mit 'nem Google-Übersetzer, äh, Worte zu suchen oder so.

Die, wir haben das erlebt, die waren sehr geduldig, auch zu warten, bis man den Satz, ähm, formuliert hatte oder so. Also ich, wie gesagt, mein Schulfranzösisch ist lange her, aber es, es war mir überhaupt nicht peinlich, weil es so nett empfangen wurde, dieser Versuch, Französisch zu sprechen. Und das, das fand ich also, ja, da mag ich auch die Leute nur bestätigen: versucht es einfach.

Das ist tatsächlich auch 'n, 'n schönes Schlusswort und das, das, ich höre vielleicht das noch, man hört ja auch immer wieder, dass die Franzosen so unfreundlich sind zu uns Deutschen und generell nur Französisch sprechen, dies, das, jenes. Und ich glaube, wenn man offen auf Menschen zugeht und wenn man auch versucht, 'n bisschen ihre Sprache zu sprechen und selbst der ich nie Französisch in der Schule hatte, ich, ne, 'n, 'n Bonjour und 'n paar Grundworte und mit 'nem Übersetzer auch noch 'n bisschen mehr kriegt jeder hin. Und wenn man, glaub ich, freundlich auf Menschen zugeht, wird einem das auch genauso reflektiert werden. Natürlich gibt's überall Deppen oder auch Menschen, die einfach 'n schlechten Tag haben. Die gibt's überall. Und wenn man an die gerät, okay, das ist jetzt grade blöd gelaufen, aber letzten Endes ist eigentlich das das Schönste, was du grade noch mal sagst und was ja auch so 'ne Campingreise ausmacht, wenn ich eben unter Leute gehe, dass ich, dass ich da Offenheit begegne, dass ich Freundlichkeit begegne, dass die Menschen sich helfen, dass sie sich freuen, wenn du ihre Sprache sprichst.

Ist doch bei uns auch so. Wenn, ne, wenn, wenn du irgendwo bist und es kommt jemand und du merkst, der spricht jetzt kein Deutsch, der versucht das, dann, dann gehst du doch nicht weg und sagst: „Ey, was bist du denn für 'n Depp?" Sondern du hilfst dem und hörst dir das an. Und ich glaube, das ist Ein sehr schöner Schluss vielleicht auch für die Episode, diese Erfahrung noch mal mitzunehmen, die zu verinnerlichen und, und einfach da mit der Offenheit und der Freundlichkeit immer auf andere Menschen zuzugehen.

'Ne ganz, ganz lustige Geschichte, ähm, hatten wir in einer Pizzeria, wo wir Pizza geholt haben und, ähm, wir uns also auf Französisch versucht haben, da, ähm, das zu bestellen und der, ähm, Mensch in der Pizzeria dann auf gebrochenem Englisch uns unterstützt hat und, äh, eine andere Frau, die ich vermute auch als Gästin dort war, hat, ähm, hat sich dann mit eingeschaltet und eine, äh, vierte sagte dann zum Schluss: „Auf Wiedersehen." Also wir hatten drei Sprachen, während wir einmal Pizza geholt haben. Also so wirklich so diese Offenheit, ähm, hat, ähm, also w-wir haben ja auch oft diese Vorurteile, in, in andere Länder zu fahren und leider ja auch tatsächlich, also ich zumindest hatte auch eben entsprechende Erfahrungen und die einfach wahnsinnig lange zurückliegen und an denen man dann so lange hängt und jetzt, äh, genau das Gegenteil zu erleben war also auch noch mal so 'n Augenöffnerer.

Augenöffner? So. Der, ähm, die, ja, der mich da ganz, ganz positiv gestimmt hat, auch wirklich, äh, Frankreich weiter zu erkunden und, ähm, ich, ja, kann ich nur jedem empfehlen.

Ja, vielen Dank, Kerstin, dass du, dass du dich zum einen ja noch mal gemeldet hast. Wir hatten ja ein bisschen über WhatsApp geschrieben und dass du auch gesagt hast, du kommst zu dem Thema noch mal zu uns, auch nachdem, äh, wir ja beim letzten über Schweden gesprochen hatten. Ähm, wir packen wie gesagt noch mal, also lassen uns von Kerstin jetzt noch mal die ganzen, äh, Plätze und so was, was sie sich noch erinnert und hat, ähm, zukommen und packen das alles euch in die Shownotes rein. Dann könnt ihr euch das alles noch mal so 'n bisschen nachklicken und angucken, wenn ihr jetzt auch ein bisschen mehr Lust auf Frankreich bekommen habt. Und, ähm, ja, wenn ihr noch Fragen zu dem Thema habt, wie immer unten in den Shownotes der WhatsApp-Link, den könnt ihr einfach benutzen oder es schickt uns eine E-Mail an podcast@camperstyle.de. Wir reichen die Fragen dann auch an Kerstin weiter.

Wir hatten das auch beim letzten Mal, da wollte 'n Hörer noch was zum, ich glaube, dem, der Tarplösung wissen. Ich erinnere mich nicht mehr so genau, ist schon zu lange her und das haben wir dann auch die, die Kerstin noch mal gefragt und das weitergetragen. Also scheut euch da nicht. Und ansonsten hoffe ich, dass ihr Spaß an der Geschichte hattet, dass ihr so 'n bisschen, äh, Lust auf Normandie und Bretagne bekommen habt. Ich verabschiede mich schon mal, äh, und übergebe das Wort an Nele. Macht's gut. Tschüss.

Ja, abonniert unseren Podcast, damit ihr keine Folge mehr verpasst. Es wird viele weitere spannende Themen geben und ich hab jetzt Hunger bekommen. Letztes Wort hat Kerstin.

Ja, vielen Dank, dass ich wieder hier sein durfte. Es war ja heute etwas hin und her gesprungen, aber ich glaube, von den Shownotes kann dann jeder gucken, in welche Richtung wir so gefahren sind und vielleicht hat der eine oder andere wirklich Spaß, das ein oder andere Örtchen dort aufzusuchen. Vielen Dank an euch. Tschüss.

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