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Herzlich willkommen bei Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Sebastian und diesmal wieder ohne Nele, aber dafür mit einem Gast in unserem virtuellen Podcast-Studio und es geht heute um eine Dachzeltreise durch Schweden. Und da hab ich mir die Kerstin in unser virtuelles Podcast-Studio eingeladen. Kerstin ist eine Hörerin von uns, die hat uns auf eine Podcast-Episode 'ne Mail geschrieben und hat uns da auf was hingewiesen und dann hat Nele mit ihr so ein bisschen hin- und hergeschrieben und jetzt ist sie hier bei uns im Podcast gelandet und, äh, wird ein bisschen über ihre Schwedenreise erzählen. Und ich würde sagen, Kerstin, stell dich doch mal kurz unseren Hörer und Hörerinnen vor.
Ja, hallo, ich komme aus der Gegend von Osnabrück. Es ist noch nördliches Westfalen und wir campen noch gar nicht so lange. Also als Jugendliche habe ich bei den Pfadfindern viel gezeltet, aber inzwischen, ähm, zelten wir erst seit 2018 wieder, weil ich und mein Mann, das sind wir und haben das mit unseren Kindern witzigerweise nur im Garten gemacht und gar nicht irgendwie mal auf Campingplätzen. Und, ähm, wir sind dann da ganz durch Zufall drauf gekommen und reisen jetzt also seit, ja, fünf Jahren mit dem Zelt durch die Gegend und seit diesem Jahr mit einem Dachzelt.
Okay, und das ist genau das, was wir auch super spannend fanden. Und, ähm, du warst, wie ich ja gerade schon gesagt habe, in Schw-- oder ihr wart in Schweden unterwegs und eben genau mit 'nem Dachzelt. Da würd ich sagen, lass uns doch erst mal kurz 'n Blick auf euer Setup, äh, werfen. Was habt ihr für 'ne Art PKW? Also, wie, sagen wir mal so, die Größe ist eigentlich das Spannendste. Und dann, was ist da für ein Dachzelt drauf und was habt ihr noch dabei, was, was besonders wichtig ist für euch, für so'n Campingtrip?
Ja, am besten fang ich mit dem kleinen Fahrzeug an, denn das ist ein, ein, äh, T-Cross, also ein Polo, der ein SUV sein möchte. Also relativ klein und das heißt natürlich auch, dass wir mit der Dachlast schon gleich mal aufpassen mussten und somit schon viele Zelte auch, ähm, nicht infrage gekommen sind. Also wir haben dann verschiedene Aspekte gehabt, zum Beispiel, dass wir ja eben über Mittsommer fahren wollten.
Mhm.
Und dass wir, ähm, ja, ein bisschen Sorge hatten, dass wir vielleicht nicht schlafen können, wenn es zu hell ist. Also war's schon mal wichtig für uns, dass wir ein bisschen, äh, Verdunklung haben und, ähm, wir auch, wollten auch 'ne große Matratze haben. Also Dachzelte haben ja immer Matratzen schon mit drin und, ähm, dieses, äh, Zelt, was wir uns jetzt ausgewählt haben, ist, ähm, ein Quechua-Zelt und das hat eins vierzig mal zwei vierzig Liegefläche, was natürlich super bequem ist. Es lässt sich sehr schnell aufbauen, aber ich denke, da sprechen wir vielleicht gleich noch mal drüber. Ansonsten, ähm, gibt es für dieses Zelt ein Vorzelt. Das haben wir gar nicht gekauft, denn unser Auto, wie gesagt, ist nicht sehr hoch und diese ganzen Vorzelte, die wirken immer so, als wären die für Bullis gebaut, aber nicht für kleine Zel-- äh, für kleine Autos.
Und wir haben dann einfach ein, ähm, Zelt, also ein, so'n R-, äh, Sunroof, äh, Top oder so was nennt sich das, glaube ich, einfach, ähm, ein Tarp gekauft, was wir dann da einfach befestigt haben mit, mit so, äh, Clips und, und Kugelgummis. Und das ging eigentlich auch ganz gut. Also erstens mal, wenn's regnet, konnten wir, äh, ganz gut ein- und aussteigen, ohne klitschnass zu werden und, ähm, ansonsten hat es eben auch vor der Sonne noch ganz gut geschützt.
Also das heißt, das Tarp ist dann auch quasi oben am Dachzelt befestigt, sodass ihr dann halt auch so 'n gewissen Regenschutz hattet.
Genau, also das, ähm, das Zelt selber, das hat so'n kleines, ähm, ja, es kippt so nach, über den, den Einstieg sozusagen und da ist eine Stange und da haben wir das dann mit diesen, mit diesen Gummis einfach befestigt, ne.
Okay, also liebe Hörer und Hörerinnen, wir packen euch die, das, das Dachzelt und auch das, ähm, das Cartop, also das Tarp oben drüber, auch in die Show Notes und wir packen euch auch natürlich sämtliche Plätze, um die es so geht und alles Weitere in die Show Notes. Ihr müsst also nicht jetzt unbedingt mitschreiben, sondern könnt das nachher noch mal, ähm, nachlesen. Du hast jetzt gerade schon angesprochen, ähm, dass, dass ihr über Mittsommer unterwegs wart. Also für alle, die das nicht einordnen können, äh, was das in Schweden bedeutet. Das bedeutet, es ist halt immer hell. Ähm, das heißt, es wird auch nachts nicht dunkel und ihr habt euch deswegen für das Quechua entschieden, weil das, das hab ich in der Vorrecherche schon gesehen, ich hab vergessen, wie das heißt, so Fresh...
Fresh and Black.
Fresh and Black, genau.
Genau.
Heißt, das heißt, diese Zelte sind innen mit, äh, 'nem schwarzen Stoff, äh, ausgestattet, der quasi einfach das Zelt komplett dunkel macht. Ähm, hat das auch so funktioniert, wie ihr euch das vorgestellt habt?
Ja, das hat perfekt funktioniert. Auf jeden Fall. Mhm.
Und war's auch mal, als ihr unterwegs wart, warm? Hat die Sonne draufgeknallt aufs Zelt?
Äh, ja, aber es war nicht so schlimm wie unser anderes Zelt. Also-
Okay.
Doch, ähm, natürlich wird's warm, aber das ist ziemlich gut durchlüftet, belüftet, beides. Und, äh, dadurch war das nachts dann auch immer angenehmer. Aber es ist natürlich auch in Schweden, dass die Nachttemperaturen wirklich wieder runtergehen und man dadurch dann auch, ähm, wirklich gut schlafen konnte, ne.
Okay, und was hattet ihr noch an, an wichtigem Equipment dabei, was, was bei euch nicht fehlen darf?
Was ich ganz wichtig finde, zumal ich hinterher auch noch mit jemand anders dadrüber gesprochen hab, ist tatsächlich unter die Matratze so ein Mesh zu legen, dass das nicht feucht ist, wenn man- Ja, wenn's mal warm ist, wenn's mal, äh, nass wird oder sonst was. Ähm, also jemand anders hatte nämlich erzählt, dass die Leute sich beschwert haben, weil das ja so nass geworden ist und, ähm, wir haben uns da also entschieden, dieses Mesh noch dazu zu kaufen und das war, glaub ich, auch eine gute Idee. Also das Zelt ist nachts nicht so sehr nass geworden von innen. Man hat das ja immer mit dem Atmen, dass das durchaus sich dann niederschlägt. Ähm, ja, ansonsten gehört bei uns immer, gehören bei uns immer die Stühle mit dazu, der Tisch natürlich, 'n Kocher.
Also wir kochen nicht immer selber, aber oft und, ähm, mit Strom ist auch immer ganz schön, einfach für'n Wasserkocher. Kaffee morgens find ich immer ganz angenehm. Das heißt also, daraus kann man ja schon schließen, ähm, dass wir nicht freigestanden haben. Also Dachzelt ist eben auch mit Porta Potti dann ein bisschen schwierig, wenn man keinen Bulli oder so was dadrunter hat, glaub ich. Und, ähm, somit sind wir also von Campingplatz zu Campingplatz gereist.
Das wär jetzt auch tatsächlich meine nächste Frage gewesen, weil ich sogar jetzt fürs Porta Potti gesehen habe, gibt es sogar so Toilettenzelte, die man da quasi einmal außen rum macht. Aber das ist natürlich beim Freistehen auch wieder 'n bisschen schwierig. Okay, also ihr habt, äh, quasi die, die, die Nächte auf den, auf Zeltplätzen, ähm, verbracht und dann ist da ja auch Strom da. Das heißt, ihr musstet euch jetzt auch nicht so um 'ne autarke Ausstattung sozusagen Gedanken machen.
Nein. Also wir, wir reisen gerne sehr, sehr einfach. Also wir nehmen nicht so wahnsinnig viele Sachen mit, denn irgendwie ist das auch der Reiz für mich, äh, beim Campen, dass man auch mal wieder 'n bisschen runterfährt, dass man sich 'n bisschen erdet, dass man mal guckt, mit wie wenig kommt man eigentlich aus mit dem, was wir sonst so zu Hause eben zur Verfügung haben. Und, äh, ich find das immer ganz spannend, dass man da gar nicht so viel braucht, wie man immer im Vorfeld glaubt, denn jedes Mal fliegt bei uns wieder was aus der Kiste heraus. Also das auch nach fünf Jahren noch.
Ja, das ist sehr interessant, das, das zu beobachten, wie, wie, mit wie wenig man auskommt, aber auch wie schnell das, wenn man nicht drauf achtet, wieder viel wird, ne, in unserer, äh, ich sag mal, konsumorientierten Gesellschaft.
Mhm.
Und, ähm, Mittsommer, das heißt, ihr wart im Juni unterwegs.
Genau.
Und wie lang wart ihr unterwegs?
Ähm, tatsächlich drei Wochen, also mit Fähre.
Und wie viel Kilometer habt ihr quasi von Start bis Ende zurückgelegt?
Ähm, das wird dich jetzt wundern, aber es waren gar nicht so viele. Wir waren vielleicht insgesamt, also von zu Hause, so siebzehn, achtzehnhundert, mehr nicht.
Was heißt mehr nicht? Das ist ja schon mal 'ne ganz schöne Strecke. Also, ähm, da seid ihr, würdet ihr schon mal bis Spanien kommen aus Deutschland.
Stimmt, aber nur einen Weg.
Das, das stimmt.
Ja, wir haben halt, äh, die, die lange Fähre genommen, ne. Wir sind von Kiel nach Göteborg gefahren, haben uns also diese Strecke einfach gespart und das macht natürlich unheimlich viel aus.
Ja, das ist klar. Und dann habt ihr euch quasi einfach konzentriert auf Schweden und, und habt da quasi eure Zeit verbracht. Und ich geh mal davon aus, dass es, dass ihr dann auch nicht, äh, ich sag mal, sehr viel und weit gefahren seid, sondern ihr euch auch wahrscheinlich länger mal an dem Campingplatz, also nicht nur eine Nacht aufgehalten habt und auch da vor Ort dann Sachen erkundet habt.
Das stimmt, ja, aber wir hatten tatsächlich trotzdem neun Campingplätze. Also wir sind, äh, das war ja auch der Grund, warum wir uns fürs Dachzelt entschieden haben, dass wir eben ein bisschen flexibel sein können und, ähm, dann auch eben, na ja, es macht eben keinen Spaß, ein etwas größeres Zelt drei, vier, fünfmal im Urlaub abzubauen. Also sonst machen wir das immer grundsätzlich nur einmal im Urlaub und, ähm, wechseln dann einmal den Campingplatz. Und jetzt haben wir eben gedacht, das, äh, mit dem Dachzelt ist eine bessere Lösung und es hat sich auch wirklich be-bewährt. Es geht super schnell, das aufzubauen. Es ist wirklich nur Leiter runterziehen und das steht. Man muss nichts einhaken dabei, man hat keine Zusatzstangen irgendwie, sondern es steht da einfach fest und das ist sehr angenehm.
Das wär jetzt meine Frage noch gewesen, bevor wir zu eurer Route kommen. Also das heißt wirklich, ankommen, fünf Minuten später könnt ihr quasi schon im Zelt liegen, wenn's, wenn's Bedarf gewesen wäre.
Genau.
Cool, okay. Ja, das, das find ich tatsächlich auch, äh, sehr, sehr spannend. Das war auch der Grund, warum wir so viel mit dem Wohnmobil unterwegs waren, weil's einfach immer, du bist halt quasi fertig. Du musst da vielleicht bei der Abfahrt 'n bisschen was wegräumen, aber man ist halt eigentlich immer fertig. Das ist so was, was, was ich auch sehr mag. Und, ähm, ja, super spannend. Okay.
Man kann tatsächlich auch so was wie, wie Kissen oder, oder Schlafsäcke oben drin lassen und das kann man trotzdem zuklappen. Das ist halt kein Hardtop, es ist eben so mit so einer Plane und die läuft durch so 'ne Kederschiene vorne, dann hast du da, also ist das sicher und spannt sich dann eben mit, mit Gummigurten unten fest und dadurch ist sie 'n so 'n kleines bisschen flexibel auch.
Ja, das, das genau hab ich auch schon unserer, in un, oder in so 'nem Dreierfolge über Dachzelte gelernt, dass es da auch welche gibt, wo ich Dinge drin liegen lassen kann, was ja durchaus sehr praktisch ist.
Ja.
Weil man dann nicht immer alles, äh, ne, quasi wegräumen muss. Dann letzte Frage zum Dachzelt: Ähm, da ist ja 'ne Matratze eingebaut. Äh, hat die euch ausgereicht? Ist das bequem genug oder habt ihr da noch irgendwie, ähm, nachbauen müssen?
Nee, also uns hat die ausgereicht. Also wir hatten dieses Mesh ja noch drunter, ist ja auch noch mal 'n Zentimeter mehr und also für uns war das so okay.
Okay, cool. Dann lass uns doch mal gucken, wo ihr in Schweden unterwegs wart. Also ihr seid, äh, quasi in Göteborg gestartet, da seid ihr von der Fähre runtergefahren. In welche Richtung hat's euch dann getrieben?
Ähm, Richtung einer Schereninsel, und zwar Orust. Ich kann das leider nicht aussprechen. Also ich hab, kann kein Schwedisch. Das wird sich jetzt vielleicht für manche ganz fürchterlich anhören, aber das, da müsst ihr jetzt durch sozusagen. Ähm, das war jetzt unser erstes Ziel. Ist nicht so sehr weit von, ähm- Göteborg entfernt. Also es war unsere erste Schwedenreise und wir mussten erst mal gucken, wie das jetzt alles so funktioniert. Es war auch das erste Mal richtig mitm Dachzelt. Wir haben's also nur einmal in Deutschland aufm Campingplatz ausprobiert für eine Nacht. Und, äh, da wollten wir jetzt einfach erst mal ankommen, gucken, wie das ist, wo stehen wir überhaupt? Äh, gilt das als Zelt? Gilt das als Wohnmobil? Und das hatte sich ganz schnell geklärt. Dadurch, dass wir Strom wollten, standen wir also immer mit den, ähm, Campern und, ähm, ja, Anhängern, ne.
Mhm.
Also das war dann ganz, äh, einfach sozusagen. Und, ähm, ja, die Strecke da, äh, ist überhaupt, also-- Oder man kann das recht einfach immer fahren. Wir haben uns oft gegen die Autobahn entschieden, einfach weil wir Zeit hatten, weil wir nicht so eine Riesenstrecke machen wollten. Wir wollten gucken, es war alles für uns neu und wir haben die Landschaft sehr genossen.
Ja, das, das kann ich mir gut vorstellen. Das war bei unserer ersten, ersten Schwedentour, also generell ja, Skandinavien ist ja landschaftlich super reizvoll. Ähm, also je, grade je weiter man in den Norden kommt, ne, umso spannender wird ja die, die, die ganze Landschaft, wenn man aus den Städten rauskommt. Mhm.
Ja, tatsächlich waren wir noch nie weiter in, in Skandinavien. Wir waren in Island, aber nicht jetzt irgendwie Norwegen oder so Schweden oder Finnland oder so. Es war das allererste Mal und das war dann halt für uns auch sehr, sehr reizvoll.
Ich, ich sehe auch an deinem Lächeln und an deinem Grinsen, dass es auf jeden Fall viel Freude gemacht haben muss. Ähm, okay, dann seid ihr, äh, äh, was ist, was ist eine Schäreninsel? Ist das der Name oder ist es eine bestimmte Form einer Insel?
Nein, das sind diese vorgelagerten Inseln. Also Schweden hat ja viele, also Felsen. Das ist ja von der Eiszeit so wurden diese ganzen Felsen vor, vor sich hergetrieben wurde, also von dem Eis, wie auch immer. Also sie, die, ähm, Felsen liegen da halt überall.
Mhm.
Und teilweise sind es eben, also grade vor, vor Göteborg und, ähm, wie heißt das dann? Skagerrak, Kattegat, diese Gegend, da liegen, ähm, wirklich die blanken Felsen. Das hat also wirklich seinen Reiz auch. Und, ähm, Orust selber ist eine, eine große Insel mit mehreren kleinen Orten und eben diesem Campingplatz, der dann auch direkt am Wasser ist und man auch schwimmen kann. Die haben dann wieder eine, eine Anlege-, äh, eine Schwimmstelle, wo man gut starten kann, eine Anlegestelle für Kanus. Und man kann laufen, man kann sich auch mitm Fahrrad da erst mal 'n bisschen akklimatisieren. Also das hat uns schon wirklich gut gefallen. Es ist allerdings sehr kahl in der Gegend dann, ne, durch die, durch die Felsen.
Ja, ist ja meistens so, wo Felsen sind, da hast du vielleicht noch 'n paar Kiefern, die sich da irgendwo ranklammern und 'n paar Laubbäume vielleicht und, und Gras oder ansonsten neben Wasser wahrscheinlich relativ wenig so.
Genau.
Wobei das auch, find ich, seinen, seinen Reiz hat. Ich, ich mag diese Landschaften sehr, sehr, sehr gerne. Also grade das Grün, ähm, zwischen den Felsen, das find ich sehr reizvoll.
Ist ganz spannend, einfach wie sich so die, die Natur da auch wieder so rein-, ähm, also reinkämpft, so in diese unwegsam Gelände, ne. Also...
Ja. Erst, wie haben wir's in der Biologie gelernt? Erst kommen die Erstbesiedler, die Flechten und dann kommen die Moose und dann kommt das Gras und dann kommt der Rest.
So ist es dann auch, ne.
Und so, dann wart ihr da, äh, in quasi nördlich von Göteborg und was war euer nächster Stopp?
Ähm, also der nächste Stopp fürs Camping war dann Richtung norwegische Grenze und, ähm, zwischendurch mussten wir dann leider noch einmal, weil unsere Windschutzscheibe gerissen war, zu Carglass. Und, ähm, ja, das hat dann unsere Route auch etwas verändert tatsächlich, aber das ist ja auch der Vorteil, wenn man eben nicht fest gebucht hat irgendwie, sondern man dann eben da zurück kann, wenn der Termin dann ist. Und, ähm, ja, das war irgendwie zwar ärgerlich, aber auch nicht zu, nicht zu ändern, ne.
Was passiert? Stein auf der Straße einfach.
Ja, genau. Äh, vom Lkw runter und der Klassiker, genau.
Okay.
Also so. Mhm.
Ja, das, äh, Vorbuchen kann natürlich Vorteile haben, grade in der Saison und grade auch, wenn man mit Kindern noch unterwegs ist und dann auch noch vielleicht in Bereichen ist, wo sehr viele Menschen gerne hinfahren. Aber es hat natürlich den Nachteil, dass es dir sehr viel die Flexibilität nimmt. Ich bin tatsächlich auch eher Team nichts vorbuchen. Und, äh, heißt eben dann aber auch manchmal, dass man eben auf Plätze fährt oder, oder an Orten steht, wo's halt vielleicht nicht ganz so doll ist, ähm, ne, weil der Rest voll ist. Aber ich finde die Flexibilität tatsächlich sehr, sehr spannend, weil wir haben halt auch auf unseren oder den sechs Jahren, die wir im Wohnmobil gelebt haben, auch gelernt, dass, also ja, wir, wir haben immer gesagt, immer wenn wir Pläne machen, fällt irgendwo das Schicksal lachend vom Stuhl, weil du, es passieren so viele Dinge dazwischen und das sieht man ja hier auch ganz gut.
Ja, wir hatten also nur den, den ersten Campingplatz vorgebucht und dann immer spontan geguckt, wie wir weiterkamen. Genau.
Okay, dann vielleicht noch mal kurz zur, zur Orientierung für unsere Hörer und Hörerinnen, die jetzt vielleicht keine Karte vor sich liegen haben. Also, ähm, Göteborg liegt ja im, äh, Westen von, von Schweden quasi an, also das ist nicht mehr, glaub ich, direkt die Nordsee. Also es ist rein wassermäßig schon die Nordsee, aber es hat sicherlich da einen anderen Namen. Das kann ich jetzt hier auf meiner kleinen Karte nicht erkennen.
Ich glaube, das ist Skagerrak da oben schon.
Das Skagerrak, okay. Ähm, und, äh, dann sei-seid ihr quasi Richtung Norden weitergefahren, vermute ich mal.
Genau. Also wenn, wenn du an der Küste dich orientierst, dann ist irgendwann, ähm, sind so Felszeichnungen, Tanum, das haben wir also uns angeschaut. Ich hab gesagt, dass, dass wir nicht so Schnell fahren wollten, sondern einfach so 'n bisschen gucken, was so auf dem Weg liegt. Und das haben wir natürlich dann mitgenommen, die aus der Bronzezeit sind und sind dann da ein bisschen gelaufen, um dann weiterzufahren an diesen, ja, es ist so ein Zipfel, den Norwegen noch mal wieder so in, in Schweden, ähm, oder in, nach Schweden reinmacht. Und, ähm, da war dann unser, unser nächster Campingplatz, der also wirklich ganz, ja, tatsächlich ganz malerisch war.
Also da war, glaube ich, außer des Campingplatzes gar nichts am, am, an dem ganzen See und wir sind da Kanu gefahren und wir waren ganz alleine aufm Wasser und man hat diese unglaubliche Ruhe und die Felsen dann tatsächlich bewaldet auch da. Also, ähm, das war ein tolles Panorama und herrlich.
Weil du grade sagst, es war da, ihr wart da die Einzigen an dem See. Wie war's denn gen..., wie voll war es denn generell, sag mal, auf den Campingplätzen? Ähm, so, ich sag mal, Viertel voll, halb voll, dreiviertel voll, ganz voll abends?
Ähm, unterschiedlich. Also Mittsommer, also wir sind am 8. oder 9. Juni, glaube ich, losgefahren. Da war noch nicht viel los, aber Mittsommer war dann tatsächlich auch 'n bisschen schwieriger, Campingplätze zu finden, muss ich gestehen. Da, also, ähm, das war dann, waren wir 'n bisschen eingeschränkt in unserer Wahl dadurch, dass eben doch so viel vorbestellt waren, die, äh, Schweden dann ja auch immer ein langes Wochenende haben und das dann eben auch anscheinend aufm Zeltplatz verbringen.
Mhm. Das haben wir auch schon, glaube ich, in einer anderen Skandinavien-Folge gehört, dass um die Zeit dann überall auch gefeiert wird auf den Plätzen auch und so. Okay. Und habt ihr euch, weil du das jetzt grade sagst, wie habt ihr euch denn die Plätze rausgesucht? Habt ihr irgendwie 'ne App genutzt oder, oder wie habt ihr quasi euch den nächsten Platz rausgesucht?
Also wir haben einerseits die ADAC, äh, App und andererseits die Camping-App EU und haben danach versucht, uns etwas herauszusuchen. Also die, ähm, ADAC-App, die bietet manchmal auch die Möglichkeit, dass man direkt buchen kann, aber die hat nicht wahnsinnige Mengen in Schweden.
Mhm.
Äh, dadurch haben wir, ähm, diese andere App auch benutzt und, ähm, die hat sehr viele Plätze. Man kann da ganz gut filtern, also weil wir ja eben wie gesagt auch auf, ähm, Waschgelegenheiten und so was angewiesen waren. Das hat gut geklappt, aber die zeigt einem jeden Campingplatz und man hat dann leider teilweise auch die Homepages nur auf Schwedisch. Und man kann sich da so 'n bisschen langhangeln, aber es ist halt wahnsinnig anstrengend, wenn da kein Englisch oder manchmal hat man sie auch tatsächlich auf Deutsch, aber das ist, ist ja nicht was, was man unbedingt braucht, aber zumindest die, ja, die englische Seite wäre ganz schön gewesen manchmal. Also.
Da kann ich dir aus meiner Erfahrung noch 'n Tipp geben, und zwar nutze ich dafür auf meinem Handy den Chrome-Browser und der hat einen eingebauten Übersetzer. Ähm, das bedeutet, der erkennt im Normalfalle, dass die Seite eben nicht auf Deutsch ist, weil du ja normalerweise dein Smartphone auf Deutsch eingestellt hast und bietet dir dann an und sagt dir dann: "Hey, die Seite ist auf, keine Ahnung, Schwedisch, was auch immer, welche Sprache, soll ich das übersetzen?" Und der macht das dann sogar automatisch. Und das hilft auf jeden Fall, wenn man in Ländern unterwegs ist, wo man die Sprache nicht spricht oder nur wenig spricht, eben weil er die Webseiten übersetzt. Das ist mein so absoluter Tipp, weil das funktioniert super genial. Ähm, das nutze ich aufm Handy, nutze ich auch aufm, aufm Laptop, wenn ich unterwegs bin, ähm, weil wir auch oft zu Recherchezwecken natürlich, ähm, Webseiten aus aller Herren Länder aufrufen und das hilft halt ungemein.
Und vielleicht noch 'n nächster Tipp, weil du grad gesagt hast, du hast auch manchmal, ich hab manchmal online gebucht. Diese Übersetzung zerstört manchmal die Onlinebuchungs- oder Kauffunktion. Also es passiert ab und zu mal, dass man dann zum Beispiel in 'nem Shop nicht bestellen kann oder auf 'ner Webseite nicht buchen kann. Da muss man dann in dem Moment die Übersetzung wieder abschalten und muss sich dann halt einmal sozusagen in der Landessprache durchwurschteln. Da noch der letzte Tipp: Wenn ihr 'n zweites Smartphone zur Verfügung habt, weil ihr ja zusammen unterwegs seid, dann könnt ihr da den Google-Übersetzer draufpacken und, äh, mit dem könnt ihr einfach, äh, quasi über diesen Bildschirm fahren und der übersetzt dann euch live die Schrift, die da aufm Bild zu sehen ist. So kann man sich quasi dann sogar durch 'ne fremdsprachige Buchungsseite durchwurschteln, die vielleicht durch den Übersetzer nicht funktioniert hätte.
Mhm. Das ja, ist, ist sehr schön, was die Technik einem da so bieten kann, ne.
Das auf jeden Fall. Also, also damit-
Ich find das immer spannend, äh, das auch zu probieren in der Landessprache, ne. Ich meine, so in den europäischen Sprachen, das, da kann man ja immer viel erraten auch und so was. Aber, ähm, ja, das auf jeden Fall noch mal auch 'n, 'ne gute Sache.
Das, das auf jeden Fall. Ich versuch ja auch immer pro Land irgendwie zumindest so 'n paar Floskeln und so die, die wichtigsten paar Begriffe zu haben, aber tatsächlich dann 'ne Buchung auf 'm Campingplatz. Na ja, gut, das lässt sich vermutlich meist noch ganz gut erraten, ne, weil du hast irgendwie, ähm, du weißt ja, was du da grade tust. Ähm, aber wie gesagt, so die, diese Übersetzungsmöglichkeiten, die uns die Technik bietet, find ich halt tatsächlich dann schon teilweise sehr, sehr hilfreich.
Äh, ja, ich glaube ja. Also wir haben also einen Platz erwischt, von dem wir gedacht haben, wir hätten ihn mit Strom gebucht. Er war dann ohne. Also es gibt auch, ähm, dann durchaus Missverständnisse, wenn man ohne Übersetzer es versucht.
Und ließ sich das dann noch nachbuchen vor Ort, oder?
Nee, das war dann tatsächlich etwas, also, ähm, über Mittsommer und da war gar nichts mehr. Also da war der Rest des Campingplatzes voll und, ähm, ja.
Na ja, so ist das manchmal auch, ne.
Genau. Auch mal 'ne Herausforderung.
So, wir sind also in Göteborg gestartet. Wir sind dann Richtung norwegische Grenze hochgefahren, also ganz grob Richtung, Richtung Oslo hoch sozusagen, um mal 'n großen Orientierungspunkt zu haben. Ähm, und dann, was war der nächste Stopp?
Dann haben wir uns noch so 'n bisschen... Also es gibt ja diese zwei großen Seen und wir haben uns dann noch so 'n bisschen zwischen dem erst, also dem westlicheren See aufgehalten, ähm, um eben zurück zu Karl Glas zu kommen. Haben uns dann erst noch dieses Aquädukt in, äh, Haverud angeguckt. Das ist also sehr, ähm, interessant einfach von der, von der Bauweise, weil die Schiffe da von, von dem Kanal, von dem Dalslandkanal, ähm, übersetzen und, ähm, heute natürlich nur noch Ausflugsschiffe, kleine Schiffe. Aber früher war das so für Papierherstellung und so was auch ganz, ganz wichtig für die Industrie. Und das, äh, das war einfach unheimlich, ähm, toll. Und dann sind wir runtergefahren wieder, ähm, Richtung, ähm, Höksäter oder es ist dann da auch in der Nähe und haben dann da als Nächstes übernachtet.
Wir haben uns immer Sachen mit Seen rausgesucht, was ja in Schweden auch nicht schwer ist, weil wir auch gerne dann einfach schwimmen und ja Kanu fahren und so was, ne.
Ja, das kann ich auch gut nachvollziehen.
Genau.
Wie war's mit den Mücken?
Ähm, da haben wir Glück gehabt. Also natürlich haben wir Mückenstiche bekommen, aber diese Horrorgeschichten, die andere so erzählen, wo diese Mückenschwärme um einen herum sind, die haben wir nicht gehabt.
Okay.
Gar nicht.
Okay, gut. Ja, das, das ist halt immer der Preis, den man, oder nicht immer, aber oft der Preis, den man bezahlt, wenn man eben, äh, gerne nahe von Gewässern steht, dass dann eben auch, äh, das 'n bisschen mehr die Mücken anzieht oder die da halt einfach auch leben und man dann doch den ein oder anderen Stich davonträgt.
Genau. Also wie gesagt, das war nicht so, so extrem wie, wie andere Leute das dann auch schon mal hatten.
Okay, ich guck mir hier grad so 'n bisschen weiter die Tour an und versuch das so 'n bisschen nachzuverfolgen. So, jetzt hattest du Höksäter gesagt. Das ist ja dann quasi so zwischen-
Dem Vänernsee und der Ostsee, ne.
Genau, der Vänernsee ist ja so da einer der, der, der ganz großen Seen in, na ja, in der Mitte von Schweden ist völlig falsch, sondern, äh, im Süden von Schweden. Wir sind ja, befindet sich ja alles wirklich südlich, wo wir uns hier aufhalten. Und, ähm, was war eure nächste Station dann?
Ja, wir sind dann südlich vom, äh, am Vänernsee gewesen. Also eigentlich wollten wir nördlich rum, aber wir mussten ja nach, nach Uddevalla zurück und, ähm, waren in, ähm, Lidköping heißt das dann, glaub ich, ähm, auf 'm Campingplatz und haben uns da dann auch zwei Nächte aufgehalten. So 'n bisschen Fahrrad gefahren, haben uns das so 'n bisschen angeschaut. Da gibt es ein, ein nettes Schloss noch, was man sich anschauen kann und ein bisschen Sightseeing. Und von da aus dann eben weiter zwischen den Seen hoch.
Mhm.
Haben dann den Göta-Kanal einmal überquert und dann eigentlich schon fast das Highlight erreicht. Das war der Tiveden-Nationalpark. Also der ist wunderschön. Ähm, man kann toll wandern da. Der Campingplatz, den wir ausgewählt hatten, der war, ähm, sehr familiär. Die hatten also schöne Angebote auch und, ähm, natürlich an einem See gelegen, etwas außerhalb des Nationalparks, aber das war keine riesige Entfernung.
Und, äh, ihr wart mit Fahrrädern unterwegs, hast du gesagt. Hattet ihr selber Fahrräder dabei oder habt ihr die gemietet?
Nein, wir, wir haben die, äh, da, äh, wir haben uns sie geliehen. Also wir hatten keine mitgenommen.
Okay, das-
Wir haben auch, also wir haben keine E-Bikes. Und ganz ehrlich, wenn man dann zwanzig Kilometer, und es geht permanent bergauf und ab durch diese ganzen Felsen, die überall verstreut liegen, wenn man das ohne E-Bike macht, um dann hinterher wandern zu gehen: Nein.
Muss man sehr, sehr gut im Training sein, damit einem das dann noch Spaß macht.
Richtig, genau. Aber das, da hatte ich dann keine Lust mehr zu. Das muss ich ganz ehrlich zugeben.
Aber das ist ja auch generell mittlerweile, das hab ich auch festgestellt schon vor 'n paar Jahren, dass jetzt auch viele, viele Plätze, grade so in den Regionen, wo's auch mit 'm Fahrrad richtig Spaß macht, dann auch dazu übergegangen sind, entweder selber oder über 'nen Partner so E-Bikes auch anzubieten, teilweise auch E-Mountainbikes. Und ich nehme an, dass das da auch in Schweden gar kein Problem ist, oder wenn man so 'n bisschen guckt.
Auf den Campingplätzen hatten sie tatsächlich keine E-Bikes.
Ah, okay. Das heißt, wir-
Also, ne, da mussten wir dann schon strampeln. Aber das, äh, da, ja, wie gesagt, also um dann in diesen Tiveden-Nationalpark zu kommen, sind wir mit 'm Auto gefahren dann.
Ja.
Na, ist ja auch kein Problem. Man klappt es schnell runter und, äh, das Dachzelt und das andere Gestänge, also was wir vorgebaut haben, das haben wir einfach abg-, äh, macht, haben wir stehen lassen und sind dann hinterher wieder genau rangefahren und haben's wieder eingehängt. Also das geht dann, geht dann auch ganz gut.
Auf jeden Fall auch 'n Vorteil vom Dachzelt. Also grade wenn's halt so schnell auf- und abgebaut ist, dass man halt trotzdem extrem mobil bleibt und schnell halt noch mal wohin fahren kann. Und okay, dann wart ihr Tiveden-Nationalpark. Da seid ihr wie lange geblieben?
Ich glaube, drei, vier Nächte. Ja, vier Nächte, glaub ich.
Okay, also das, das ist auf jeden Fall was, was ich, wo's sozusagen viel zu entdecken gibt und, äh, wo sich's dann auch, auch lohnt, da 'n bisschen zu bleiben.
Auf jeden Fall. Es hat auch geregnet und, ähm, also den, den einen Tag und dann haben wir einfach nur gelesen und, ähm, dann drauf gewartet, dass am nächsten Tag das Zelt wieder trocken war. Dann sind wir weitergefahren.
Mhm. Okay, und dann, wo ging's dann weiterhin?
Dann sind wir an den, ähm, anderen See gefahren, und zwar dann eben, ähm, im Norden an den Väternsee und Wirklich haben das oben einmal u-umrundet, haben da v-- an vielen Städten angehalten, haben noch mal, äh, uns die auch angeschaut. Das Wetter war herrlich und die Straße war also 'ne absolute Panoramastraße. Das ist dann also an der Ostseite gewesen, wo wir wieder Richtung, äh, Süden gefahren sind dann. Und das war, war einfach wunder, wunderschön.
Ja, die Seen haben ja auch auf jeden Fall ganz ordentliche Ausdehnungen da oben.
Ja.
Wir sind den auch schon hochgefahren. Ich erinnere mich daran, als wir am Vättern waren. Ich glaub, da sind wir, da waren wir auf, da waren wir auch mit dem PKW unterwegs. Da zog grad ein Unwetter über den See heran und es war bisschen beängstigend, weil das halt superschnell kam, aber es sah halt auch unheimlich spektakulär aus, wie diese, diese dunklen Wolken da über den See angeschossen kamen und, ähm, da, da kann ich mich wirklich noch dran erinnern. Und, äh, die, diese Seen sind ja, sind ja wirklich riesig und dann mit den, mit den, ähm, ganzen Wald und Felsen und so weiter. Also ich fand das super beeindruckend, die, die ganze Landschaft da. Aber das hab ich ja grade schon gesagt. Ähm.
Ja, es ist einfach, also wirklich, da, da sind ja auch die ganzen, ganzen Städte sehr schön und, ähm, in, in, ähm, Li-Lidköping zum Beispiel, das ist ja noch, also war ja an dem ersten großen See, da hatten wir dann so 'n internationales Food Festival gefunden. Also dass wir da wirklich einfach essen gehen konnten um die Welt sozusagen. Das war, äh, total schön und solche Sachen fanden wir also öfter dann irgendwie, dass da besondere Angebote waren, dass man da ja natürlich auch die Zimtschnecken überall bekam, so die obligatorischen. Und, ähm, wir waren auch in Gränna, wo ja angeblich die Zuckerstangen erfunden wurden, also wo also eins Bonbonladen nach dem nächsten ist.
Und wie, ähm, wie findet ihr dann vor Ort, welche Sachen euch interessieren? Also ich mein, klar, die, die so was wie die, äh, Bonbonshops oder, oder auch irgendwelche Nationalparks, da gibt's ja wahrscheinlich einfach ganz klassisch die ganzen Flyer auf den Campingplätzen. Aber wie findet ihr, wie habt ihr zum Beispiel das Food Festival gefunden?
Ähm, das war tatsächlich Zufall. Also wir hatten, äh, da waren wir mit dem Fahrrad unterwegs, haben dieses Schild gesehen und, äh, sind da einfach hingeradelt.
Okay.
Also so, da-- wir haben ja keine feste Route. Wir sind dann einfach, äh, spontan unterwegs und gucken, was wir, was wir da machen.
Okay, also manch-manchmal so einfach Glück, dass man halt so was entdeckt. Okay.
Ja.
Gut, jetzt sind wir quasi, haben wir den Vättern oder ihr habt den Vättern See umrundet.
Dann verlassen, genau. Ja, nicht, nicht ganz, aber mhm.
Und dann ging's, also da, das heißt, ähm, jetzt ging es wieder Richtung Süden.
Mhm.
Und, ähm, was war der nächste Stopp dann auf eurer Tour?
Der nächste Stopp war irgendwo in the middle of nowhere, also wirklich so an einem kleinen See, der auf keiner Landkarte drauf ist.
Okay.
Richtung Eksjö ist das dann und, ähm, war auch sehr schön. Das war aber der, der Campingplatz, wo wir dann eben keinen Strom hatten.
Ja.
Und, ähm, da war es dann auch schon Mittsommer und, ähm, wir haben uns also dann tatsächlich entschieden, doch den Campingplatz zu verlassen. Es war auch 'n bisschen, ähm, ja komisch. Du hast eben gesagt so: „Ja, man kann auf den Campingplätzen dann ja auch feiern, äh, um Mittsommer", und das war tatsächlich da auch, aber es hat uns keiner eingeladen. Und es waren auch nur Schweden außer uns dort. Und dass wir so gedacht haben: „Hm, was tun wir jetzt?" Und wir haben dann doch tatsächlich den Campingplatz dann nach einer Nacht verlassen und sind dann eben, ähm, durch Småland gefahren, was wir vorher gar nicht so richtig aufm Schirm hatten und, ähm, runter bis Hultsfred und haben uns dann ein bisschen da unter anderem Michel aus Lönneberga angeschaut und, ähm, das war dann einfach so, ja, auch mal ganz schön, wieder diese Kindheitserinnerungen zurückzuholen, ne, diese Filme und, ähm, sind in, in Hultsfred dann gewesen auf 'm größeren Campingplatz und haben dann da den Rest der Zeit verbracht, aber so eine richtige Mittsommerfeier war dort nicht.
Okay.
Also.
Ja, ich erinnerte mich jetzt halt nur, dass, dass die, ähm, Kollegen, die quasi auch hier schon mal im Podcast waren, über Skandinavien gesprochen hatten, dass die das auch berichtet hatten und ich meine auch, dass die auch erzählt hatten, dass auf den Plätzen eben da gefeiert wurden. Daher hatte ich das. Selber war ich auch noch nie Mittsommer da oben. Das kann ich also aus Erfahrung nicht sprechen, aber ich hab das noch irgendwie so im Kopf.
Mhm.
Okay, dann waren wir jetzt in Hultsfred. Ja, auch ich bin kein, nicht des Schweden mächtig und, ähm, aber wie gesagt, wir packen euch die Namen auch alle noch mal in die, in die Show Notes unten rein, sodass ihr das auch euch noch mal angucken könnt, wenn ihr da Sachen besonders spannend findet und die vielleicht nachfahren wollt. Wo hat's euch dann hin getrieben?
Wir wollten dann gerne noch 'n bisschen so 'n kleinen Zwischenstopp machen und dann haben wir wi-wirklich Schwierigkeiten gehabt, 'n Campingplatz zu finden. Es war auch so, dass sie kein Check-in gemacht haben an dem Sonntag, als quasi das Wochenende, also das Mittsommerwochenende vorbei war. Also zumindest die Campingplätze, die wir dann so, ähm, herausgesucht hatten, die uns reizvoll erschienen. Und dann haben wir eine relativ lange Tour gemacht und sind bis ans Kattegat gefahren. Bisschen südlich von Varberg waren wir dann.
Mhm.
Das, ähm, haben zwischendurch immer wieder angehalten, waren auch auf 'ner, auf 'ner Elchfarm, was geht natürlich nicht ohne Elch. Gegessen hatten wir ihn vorher schon, aber... Aber noch nicht gesehen und das mussten wir natürlich dann auch machen und, ähm, waren auch noch in einem, ähm, anderen Nationalpark, Stör Mosse oder so ähnlich, Sto, wie auch immer man das jetzt wieder ausspricht, der also gar nicht, ähm, dem entspricht, was man sonst, ähm, in Schweden hat, sondern eher eine Moorlandschaft ist und ganz, ganz flach. Ganz spannend dadurch, weil's eben was völlig anderes ist, als man erwartet.
Mhm.
Ähm, ja und dann waren wir in, wieder an der Ostsee. Genau.
Genau, das, genau das hab ich jetzt mir, mir auch verfolgt. Also das heißt, jetzt seid ihr quasi südlich von Göteborg quasi wieder rüber an, an, an die Ostsee. Ist das Ostsee oder Nordsee eigentlich, diese Stückchen da? Das ist ja da-
Also es ist dann schon Kattegatt, glaub ich. Und, äh, ich weiß nicht, ob's überhaupt eins von beiden ist, ne. Also so...
Ja, da, da ist ja die Verbindung.
Es ist auf jeden Fall wieder an der Westküste von Schweden.
Genau. Ne, also für, für alle Hörer und Hörerinnen da draußen, die, die Tour ging sozusagen Göteborg an der, an der Westküste von Schweden los, dann hoch 'n bisschen in den Norden, dann rüber Richtung Osten an den ersten großen See, dann, äh, unten den See herum zum nächsten und dann, also, ne, östlich und dann Richtung Süden runter und dann südwestlich quasi einmal quasi eine Rundfahrt startend in Göteborg und dann seid ihr auch wieder in Göteborg angekommen, weil da dann quasi auch eure Fähre wieder, äh, zurückgefahren ist.
Ja, ganz genau.
Und du hast jetzt grad schon gesagt, dass, dass, äh, trotzdem würd ich's noch mal gerne hören: Was war so das, was dich wirklich am meisten beeindruckt hat, wo du sagst, das war das mein absolutes Highlight?
Also von der Landschaft, äh, der Tiveden-Nationalpark.
Mhm.
Aber grundsätzlich ist Schweden ein wunderschönes Land. Also ich mag das einfach wahnsinnig, diese ganzen Seen überall zu haben, auch immer mit, äh, ja, Bergen. Also sind jetzt nicht die Alpen, aber es geht eben immer auf und ab und du hast nie langweilig irgendwie so, ähm, auch zu sehen, wie, wie Landwirtschaft dann dort funktioniert. Also weil wirklich auf den Feldern die Felsen liegen. Also selbst wenn da irgendwie Getreide steht, ich weiß gar nicht, wie die das manchmal mähen können. Also, ne, man sieht auch die Kühe, die da wild durch die, wild, na ja, durch die Gegend, ähm, laufen können und die, die Weiden dann haben mit natürlichem, ähm, Schatten, mit diesen Felsen wieder mittendrin.
Und also das war irgendwie auch ganz, ähm, ganz toll zu sehen. Also es, ein bisschen anders, als wir das hier bei uns kennen.
Und geht's für euch noch mal ab nach Schweden irgendwann? Also...
Oh, ich denke schon, ja.
Okay.
Also wir waren ja nicht genau da, wo wir hin wollten eigentlich. Ich glaube, Mittelschweden, äh, wäre dann so das, das Nächste, was so dran wäre.
Also das heißt, wenn der, wenn der, der, der Scheibendefekt nicht gewesen wäre, dann wärt ihr deutlich mehr Richtung Norden gefahren.
Ja, mhm.
Okay.
Genau.
Gut, das, das kann man, könnt ihr ja beim nächsten Mal machen und dann darüber berichten. Was mich jetzt noch interessieren würde: Habt ihr irgendwie, äh, auf Rabattkarten gesetzt, äh, da irgendwas dabei gehabt?
Ähm, also wir hatten die ADAC-Karte dabei und die, äh, Camping Key Europe.
Mhm.
Aber das, also es steht viel in den Foren, dass mit Camping Key Europe, dass man sich damit auch anmelden kann, dass man dann nicht mehr groß irgendwas ausfüllen muss oder so was. Ich glaube, zwei Campingplätze haben die noch genommen und, äh, einer sagte uns auch: „Nee, nee, das ist gar nicht mehr so, ähm, dass wir die nehmen." Also ja, anscheinend reicht das, wenn man sich dann da irgendwie übers Internet anmeldet und dann doch eben seinen Personalausweis vorzeigt, ne.
Okay.
Also die, äh, Dings. Und, äh, zu der Zeit an Rabatten war auch gar nichts beim-
Ja, ist halt-
ADAC, ne. Ist halt-
Hauptsaison.
Hauptsaison, genau. Ja, natürlich.
Und, und jetzt in 'nem Jahr, wo alle wieder wirklich intensiv reisen, ich glaube auch, da wird kein Campingplatz großartig Rabatte geben müssen auch, weil die Leute ihnen die Plätze aus den Händen reißen.
Also w-wir waren die letzte Nacht noch in, in Göteborg selbst.
Ja.
Und, ähm, der Campingplatz war brechend voll. Also Bruce Springsteen hatte noch gespielt und, äh, die, der halbe Campingplatz war natürlich mit Konzertbesuchern gefüllt und das war, äh, also wirklich, der liegt toll. Man kann direkt mit der Straßenbahn auch in die Stadt fahren und das haben wir auch gemacht und das kann ich nur empfehlen. Also, aber an dem Tag war's wirklich schwierig, da auch dann spontan noch was zu bekommen.
Aber es scheint ja geklappt zu haben, wenn ihr-
Ja, wir haben tatsächlich Glück gehabt. Wir hatten einen, einen Zeltplatz gebucht und, ähm, dann haben die uns den auf der Karte, äh, gezeigt, welcher das ist. Und dann hab ich gesagt: „Das geht nicht. Wir haben ein Dachzelt." Da sind die fast aus allen Wolken gefallen: „Sie können mit dem Dachzelt da nicht stehen." Okay. Wir, die haben sich dann total Mühe gegeben und wir haben dann noch so irgendwo einen, einen Restplatz bekommen, weil wir ja keinen großen Anhänger oder so was hatten. Und, ähm, das, das war sehr nett, sonst hätten wir da ziemlich blöd in Göteborg gestanden und ich weiß nicht, was wir gemacht hätten. Ja.
Ja, erfahrungsgemäß irgendwas findet sich, aber es ist dann stressig und nervig und-
Genau, aber so hat das gut geklappt. Genau.
Ja. Ja, das ist dann tatsächlich auch noch mal 'n Vorteil, wenn man, wenn man das Dachzelt auf 'm Pick-up hat, dass man halt mit relativ wenig Platz auch auskommt und dann doch sich oft noch mal irgendwo vielleicht 'ne kleine Ecke findet, wo man sich halt hinstellen kann. Ist dann vielleicht nicht die schönste, aber für 'ne, für die Übernachtung immer eigentlich ganz okay, ne.
Wollt grade sagen, in dem Moment ging's uns ja auch nicht mehr den, um den Zeltplatz, sondern tatsächlich um die Stadt. Also wir wollten ja Göteborg auch noch sehen, ne.
Und dann habt ihr euch Göteborg euch noch mal angeguckt und dann quasi nächsten Tag auf die Fähre und, äh, wieder zurück quasi nach, äh, Kiel hast du gesagt, seid ihr abgefahren. Vermutlich da auch wieder hingefahren.
Ja, genau.
Wie war generell, ich hatte es ja vorhin schon mal kurz gefragt, ob's auch warm war, wie war denn generell das Wetter in den drei Wochen?
Haben wir viel Glück gehabt. Also es hat, glaub ich, vier Tage geregnet. Das Aufregendste war tatsächlich ein Sturm, den wir dann da in Varberg hatten am, am Kattegat, wo wir eingeklappt haben und uns ins Auto gesetzt haben. Also es war dann doch ein bisschen unheimlich, muss ich sagen. Also man hat so gar keinen, keinen Schutz vor dem Wind gehabt und, ähm, ich konnte dann auch nicht gut schlafen, hab immer so die Seglernachrichten geguckt und als wir dann 54 km/h hatten und das Zelt nur bis 60 standhielt, hab ich dann gesagt: „So, ich glaube, mir reicht's jetzt." Und dann haben wir zusammengeklappt und sind noch zwei Stunden im Auto geblieben und dann gab es Frühstück. Dann haben wir uns dann da am Campingplatz halt Kaffee geholt und haben auch gar nicht versucht, irgendwie noch mal was aufzubauen dann in den nächsten Stunden.
Und ja, aber ansonsten haben wir tatsächlich viel Glück gehabt. Also es war, ähm, tagsüber bis 27 Grad und nachts das kälteste, glaub ich, so zehn oder elf Grad. Also es war völlig, völlig okay. Da haben wir, konnten wir gut schlafen und, ähm, eben auch zum Schwimmen. Das Wasser ist natürlich 'n bisschen kälter, als, als man das jetzt sonst so von uns kennt bei den Temperaturen, aber ist einfach, äh, total schön gewesen, ja.
Ja, das glaub ich. Also wie gesagt, das, äh, mich hat Schweden auch sehr fasziniert, ähm, auch Norwegen. Ähm, die, also die ganze, die ganzen, ähm, die ganzen Landschaften da oben sind einfach, ich kann da auch mal wieder drüber schwärmen und ja, mal gucken, wann's, wann-- Also von uns ist ja relativ weit weg. Also, ähm, mal gucken, wann's uns da mal wieder hintreibt. Meine Frau findet das mit der Kälte oder was heißt Kälte? Im Sommer ist da ja nicht, nicht kalt, sondern durchaus ja auch warm. Findet das nicht ganz so schön. Ich, ich find's da halt, äh, wunderschön.
Also wir waren letztes Jahr in Italien und das war zu heiß. Also wir hatten uns viel vorgenommen, was wir machen wollten und, ähm, sind dann nicht viel weiter als, äh, in den See und wieder zum Zelt zurückgekommen und dass wir gesagt haben: „Nee, also vielleicht jetzt ist es dann einfach auch die Zeit, mal wieder Richtung Norden zu fahren und, ähm, auf das gute Wetter bauend." Und das hat ja auch geklappt. Also im Juni war wirklich das Wetter, äh, war da, da oben sehr gut.
Ich wollte grade sagen, das klingt ja, ähm, sehr, sehr entspannt und ich mein, dass es mal regnet, das passiert halt auch.
Ja, das ist, gehört dazu.
Das braucht's ja auch, damit's grün ist, ne.
Ja.
Und ansonsten ist es hier wie hier, wo alles jetzt braun ist, außer ein paar Bäumen. Ähm, ja, find ich super spannend. Ähm, find ich eine, eine sehr, sehr schöne Reise. Also ich hoffe, liebe Hörer und Hörerinnen da draußen, wenn ihr irgendwie 'n Dachzelt habt oder, oder generell Lust habt darauf, euch da mal zu bewegen, dann kann das natürlich 'ne spannende Geschichte sein. Ihr müsst euch kein Wohnmobil kaufen, keinen Wohnwagen kaufen, Dachzelt. Auch das ist natürlich 'n Invest, aber natürlich deutlich weniger als ein Campingfahrzeug. Und ihr habt gehört, man kann da, äh, sehr, sehr entspannt auch quasi unterwegs sein. Ich fand das super spannend, deinen, deinen Reisebericht aus dem Norden. Ich freue mich, dass du dich bei uns gemeldet hast und dass du vor allen Dingen auch dich bereit erklärt hast, hier mal in den Podcast zu kommen.
Ähm, ja, ich würde mich schon mal verabschieden, liebe Hörer und Hörerinnen. Ähm, abonniert den Podcast, dann verpasst ihr keine Folge. Wir verlinken euch, wie gesagt, noch mal die oder packen noch mal die Sachen alle in die Shownotes unten rein, wo die Tour so lang gegangen ist, damit ihr das auch so 'n bisschen entweder ganz oder in Teilen nachverfolgen könnt und nachfahren könnt, wenn ihr wollt. Und, ähm, ja, wir hören uns zur nächsten Episode wieder und dann übergebe ich noch das Wort an dich, Kerstin.
Ja, schön, dass ich hier sein durfte und ich hoffe, dass vielen das auch 'n bisschen Spaß gemacht hat. Ich find eben, ist immer sehr spannend, auch mal was anderes zu hören. Jetzt eben, wenn ihr von den Campern berichtet oder den, den Wohnwagen, aber manchmal hab ich gedacht: „Och ja, so übers Zelten könnte man auch mal sprechen bei euch." Und dann, als ihr das vorgeschlagen habt, hab ich gedacht: „Ja, machen wir mal." Und ich hoffe, dass es auch interessant für andere Leute ist.