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Reisebericht von Nele: Camargue, Katalonien & Comunidad Valenciana

Episode 195 · 01:11:00

Heute erzählt Nele ein bisschen von ihrer letzten Reise, die über die Camargue und Katalonien in die Valencianische Gemeinschaft führte. Wir haben uns euer Feedback zu Herzen genommen und gehen dieses Mal nicht so intensiv auf “Land und Leute” ein, sondern geben viele konkrete Tipps, vor allem auch Campingplatzempfehlungen für längere Aufenthalte oder die Durchreise.

Wenn auch du mal von deinen Reisen berichten möchtest, Themenwünsche hast oder Lob und Kritik anbringen möchtest, schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per Whatsapp.

Tipps der Woche

Nele

Sebastian

Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute haben wir einen Reisebericht, äh, über die Camargue nach Spanien von Nele für dich.

Und du bist ja auch fleißig unterwegs. Ähm, du bist jetzt aktuell in Thailand. Magst du da mal kurz nur so 'n, so 'n paar kleine, äh, Highlights erzählen? Was machst du da? Warum bist du da und wie gefällt's dir?

Also ich bin auf jeden Fall ohne den Camper hier.

Schade.

Ähm, und, ähm, hier in, hier in, bin in Chiang Mai, äh, das ist im Norden von Thailand für alle, die, die sich nicht so hier unten auskennen und, ähm, bin hier für 'ne Konferenz. Also hier war jetzt so mit, mit, mit Vor- und Nach-Events über 'ne Woche quasi 'ne Konferenz von Suchmaschinenoptimierern, also so das, womit ich mich auch viel beschäftige. Und hier waren quasi 800 Leute aus der ganzen Welt, die sich getroffen haben, Vorträge gehalten haben. So, wir haben, äh, uns ausgetauscht, gelernt, äh, und ja, dann bleibt der touristische Punkt sozusagen ein bisschen hinten dran. Also wir haben hier eine, eine Wanderung auf 'n Berg gemacht, haben uns 'n Tempel angeguckt, weil man da auch 'ne schöne Aussicht von oben hatte. Und wir haben ein Sticky Waterfall besucht.

Das ist auch ganz lustig. Das ist wie so 'n, so 'n Wasserfall, der jetzt nicht, äh, quasi senkrecht in die Tiefe, äh, fällt, sondern das hat vielleicht so 45 Grad und man, und das sind da sozusagen Steine, sehr lang, da läuft das Wasser runter und man kann auf den Steinen einfach hochlaufen. Ähm, ich vermute, dass das Wasser kalkhaltig ist und demzufolge haben die Steine eben Grip, ähm, und man kann da ganz entspannt quasi diesen, diesen Wasserfall sozusagen hochlaufen. Das ist ganz schön, ist mitten im, im Urwald gelegen. Ähm, ja, das, das sind so die touristischen Highlights, die ich bis jetzt erlebt habe. Viel mehr werden's wahrscheinlich auch nicht werden, weil's auch immer noch auch heute Termine gibt, wo wir uns austauschen und das natürlich nutzen, wenn, wenn so viele Leute mit so viel Wissen aus der ganzen Welt vereint sind, dann, dann nutz ich das halt dafür.

Ja genau, das, das hat mich hier nach Thailand getrieben und, äh, jetzt bin ich noch 'ne knappe oder 'ne genau 'ne Woche hier, dann flieg ich wieder zurück. Und, ähm, ja, äh, genieße hier ansonsten die, die warmen, tropischen, fast schon Temperaturen.

Ja, danke.

Lerne und, und winke sozusagen ins kalte Deutschland.

Und, äh, wichtige Frage: Wie, wie schmeckt dir das Essen? Ähm, weil dat, das interessiert mich auch immer sehr.

Ähm, super. Also wir sind tatsächlich sehr viel, also essen häufig in den lokalen kleinen Restaurants. Also man muss dazu sagen, Chiang Mai ist ja so, ähm, der, der Hotspot der digitalen Nomaden, also Menschen, die quasi reisen und arbeiten. Davon gibt's hier unheimlich viele. Das heißt, ist auch alles dafür ausgerichtet. Also du siehst überall Leute mit Laptops in den Cafés und Restaurants hocken, gibt überall schnelles WLAN. Ähm, Essen ist super. Also ich hab, äh, wenn wir hier wirklich in so 'nem richtig ollen Thai-Restaurant sind, wo auch die Locals hingehen, dann hast du hier quasi so 'ne Portion, ähm, Curry mit Reis und, und irgendwie 'n Wasser bei für, äh, 1,25 Euro, glaube ich, habe ich mir ausgerechnet und ist super lecker. Also es ist halt Street Food, es ist relativ einfach, aber es ist, schmeckt lecker, sind frische Zutaten drin.

Ähm, das ist natürlich im Vergleich zu unseren europäischen Essen-geh-Preisen der Hammer. U-und wir, wir sind hier 'ne Gruppe, wir testen quasi auch, auch dann viele Restaurants durch und essen natürlich nicht nur Thai, sondern essen auch mal 'n Tag Burger und 'n Tag irgendwie, keine Ahnung. Heute hab ich mir Humus, äh, äh, bestellt, weil ich heute nur Termine habe. Also ich find's cool. Ich hab keine Probleme mit dem Essen. Ich hab auch keine Probleme mit dem Street Food, ähm, und ich find's super lecker. Äh, das so zusammengefasst quasi.

Das klingt auf jeden Fall sehr gut, während wir hier im-- Ja, heute regnet's nicht, aber meistens so 'n bisschen im Regen sitzen und es auch schon richtig kalt ist. Also genieß die Zeit, bevor du dann wieder ins, äh, ebenso sonnige Portugal zurückfliegst. Ja, würd ich sagen, ähm, steigen wir ganz kurz ein. Wir haben wieder jede Menge Hörerfeedback bekommen und machen deswegen eine eigene Folge daraus in der nächsten Zeit. Ich denke, wenn, äh, Sebastian dann wieder zurück in Europa ist. Und, ähm, ich hatte jetzt nur was reinbekommen, was direkt auf die letzte Folge abzielte, also zum Thema Hagelschaden. Da hatten wir ja den Dieter Scheffler wieder von der RMV bei uns und haben uns ausführlich über dieses Thema unterhalten und da kam dann noch eine Rückmeldung rein von Britta.

Äh, Britta schreibt: „Liebes Camper Style-Team, vielen Dank für euren Podcast, den ich als leidenschaftliche Camperin regelmäßig höre. Zur Hagelschaden-Folge habe ich noch eine Ergänzung, die aus eigener Erfahrung stammt. 2015 wurde uns der damals nagelneue Wohnwagen komplett zerhagelt, und zwar nicht nur auf dem GFK-Dach, das leider Mikrorisse abbekommen hat, die potenziell künftige Undichtigkeit bedeuteten, sondern auch eine komplette lange Seite, die allerdings nur optisch betroffen war. Der Schaden belief sich auf 13.000 Euro bei einem Fahrzeugwert von 15.000 Euro. Alles wurde von der Versicherung, in Klammern keine spezielle Camper-Versicherung, ordnungsgemäß und problemlos abgewickelt. Zwei Jahre später sind wir auf unser Wohnmobil umgestiegen und haben als gebrannte Kinder bei den Versicherungsbedingungen bezüglich Hagel sehr genau hingeschaut."

Dabei ist uns aufgefallen, dass die speziellen Camper-Versicherungen immer nur das Dach versichern, der Rest des Fahrzeugs wurde nie erwähnt. Individuelle Nachfragen bei einigen der Versicherer bestätigten uns das. Aus diesem Grund haben wir uns dagegen entschieden, eine auf Campingfahrzeuge spezialisierte Versicherung zu wählen. Das war der Stand im Jahr 2018. Möglicherweise ist das heute anders und es muss auch nicht bei jedem Versicherer so sein. Aber Menschen, denen Hagel- und Rundumschutz wichtig ist und, ähm, nicht nur der fürs Dach, sollten im Kleingedruckten genau nachlesen beziehungsweise sich diesen Punkt gegebenenfalls separat vom Versicherer schriftlich bestätigen lassen, falls im Kleingedruckten nur das Dach erwähnt wird. Hagel fällt ja nicht immer nur genau senkrecht. Keep up the good work und viele Grüße von Britta. Ähm, das ist 'n ganz wichtiger und wertvoller Hinweis. Ich hab, ähm, daraufhin dann auch noch mal bei Dieter Schäffler, also unserem Interviewgast, nachgefragt.

Und es ist natürlich klar, dass wir jetzt nicht für alle Versicherungen hier, äh, das Ganze klären können. Aber für die RMV gilt Folgendes, hat mir der Dieter Schäffler geschrieben: Für uns trifft der von der Hörerin beschriebene Fall nicht zu. Es ist nur so, dass wir bei dem Dach bei einer fiktiven Abrechnung eine Grenze, in Klammern 202 Euro pro Quadratmeter Dachhaut haben. Wenn repariert wird, zahlen wir voll. Übrigens gilt die Grenze nur für das Dach, andere Beschädigungen werden normal bezahlt. Also das für die RMV. Wenn ihr bei 'ner anderen Versicherung, ähm, 'nen Vertrag abschließen möchtet, dann bitte das machen, was euch Britta empfohlen hat, nämlich einmal genau in, ins Kleingedruckte gucken und gegebenenfalls auch noch mal nachhaken und das Ganze natürlich dann am besten schriftlich, weil am Telefon kann man viel sagen und wenn dann am Ende der Schaden da ist, dann kann sich vielleicht keiner mehr dran erinnern.

Also noch mal ganz lieben Dank, Britta. Und wie gesagt, das restliche Hörerfeedback, äh, dann irgendwann in den nächsten Tagen, Wochen.

Von mir noch die Ergänzung, vielleicht für alle, die jetzt bisschen verwirrt sind, was das mit der fiktiven Abrechnung auf sich hat. Also man hat ja bei 'nem Schaden immer die Wahl, ich lass es entweder reparieren oder ich lass mir quasi, äh, den, den Schadenwert auszahlen und, äh, nehm das als Schadensersatz und lass es nicht reparieren oder mach's vielleicht sogar selber. Und das genau meinte hier der Kommentar, äh, die fiktive Abrechnung. Also wenn ihr quasi nicht reparieren lasst, dann ist es auf 202 Euro pro Quadratmeter Dachhaut bei der RMV beschränkt. Auch das ist sicherlich was, was man bei den anderen oder, ne, bei der eigenen Versicherung dann noch mal nachfragen kann. Ähm, das einfach nur noch mal zur Erklärung.

Genau, also wichtiger Hinweis. Das hatten wa auch in der letzten Folge noch mal ausführlicher besprochen, was es mit der fiktiven Abrechnung auf sich hat. Und, äh, da könnt ihr ja dann auch noch mal reinhören, wenn ihr die noch nicht durchhabt.

Genau. Und dann würd ich sagen, starten wir mit der Reiseroute, also so bisschen zum, zum Vorwort, damit ich auch noch was erzählen kann, weil gleich wird Nele relativ viel reden, weil's halt auch, äh, aus ihrer Erfahrung ist und ich nicht sagen kann, was sie so erlebt haben. Ähm, Nele und Halil waren mit ihrem neuen Wohnwagen schon unterwegs, sind in Deutschland gestartet. Mehr dazu wird sie gleich sagen und waren ganz grob sozusagen Richtung Frankreich Camargue unterwegs und, äh, dann weiter über Spanien mit diversen Stationen und wieder zurück. Und, ähm, Nele wird euch gleich so bisschen aus den Erlebnissen berichten, auf welchen Campingplätzen sie gestanden haben, was, ähm, toll war, was vielleicht auch mal nicht so toll war, ähm, mit ganz vielen Tipps, die ihr quasi auch nutzen könnt, wenn ihr so 'ne Route nachfahren wollt oder eben euch auch einfach Inspiration für 'ne eigene Route holen wollt.

Ähm, wie immer gilt vielleicht das noch vorab: Alle Campingplätze, alles an Infos packen wir euch auch wieder in die Show Notes. Das heißt, ihr müsst euch das jetzt nicht merken, sondern könnt das ganz normal nachlesen. Auch hier noch mal: Wo gibt's die Show Notes? Entweder da, wo ihr uns grade hört, also auf eurer Podcast-Plattform Spotify, Apple Podcast, Google Podcast, YouTube, wo auch immer, Podimo und welche es da alles gibt. Da habt ihr im Normalfall immer noch so 'ne Folgenbeschreibung mit, mit Informationen und manchmal ist das auf den Plattformen nicht so richtig schön dargestellt. Dann findet ihr unter camperstyle.de/podcast auch zu jedem Podcast noch mal die Show Notes. Da könnt ihr euch entsprechend dann einfach auch durchklicken. Und vielleicht schon mal als ganz kleiner Teaser: Wir haben 'ne Neuigkeit bei WhatsApp für euch.

Also das heißt, da werden wir am Ende der Folge noch mal drauf eingehen. Aber jetzt will ich euch erst mal nicht länger volllabern. Lasst uns erst mal den Reisebericht von Nele hören. Ähm, bevor ihr oder bevor du erzählst, wo ihr gestartet seid, es gab eine wichtige Erkenntnis für die Reise von euch, die du mir so gesagt hast. Welche war das?

Ich vermute, du willst auf die finanzielle Erkenntnis raus, dass wir uns mal besser rechtzeitig 'ne, 'ne ACSI-Karte besorgt hätten. Ähm, also wir, wir erzählen ja immer unseren Hörern, Hörerinnen, Lesern, Leserinnen, wie sie ganz toll Reisen planen können und was man da so alles beachten sollte und wie man das so vorbereitet und mit den Rabattkarten und so weiter. Und jetzt haben wir natürlich tatsächlich verballert, dass wir uns rechtzeitig dieses Jahr die ACSI-Karte geholt haben. Ähm, und dann wollte ich das gerne noch schnell über die App abschließen, weil ich dachte: Ja, dann, ne, ich hatte auch unseren eigenen Artikel gar nicht mehr so genau im Kopf und hab mir die App runtergeladen und wollte da halt dann quasi den, ähm, die Rabattkarte online abschließen.

Dieses geht leider nach wie vor nicht. Ähm, also man muss sich wirklich die ACSI-Führer kaufen. Da können wir euch dann auch noch mal, äh, den Link zu dem entsprechenden Artikel in die Show Notes packen. Und das solltet ihr auch rechtzeitig tun. Die brauchen ja natürlich auch dann 'n paar Tage, bis die da sind. Und da ist dann die Karte drin und mit der Karte, mit der physischen Karte kann man dann auch die App nutzen. Okay, also das als Erkenntnis. Diese Karte wäre nämlich auf fast allen Campingplätzen, die wir angesteuert haben, anerkannt worden, weil wir in der Nebensaison unterwegs waren. Unsere schöne ADAC-Karte, die in der App im ADAC Camping- und Stellplatzführer drin ist, sie, da, mit der hatten wir dieses Mal leider kein Glück. Da haben wir andere Male schon sehr gute Erfahrungen gemacht, aber dieses Mal war es leider, leider 'n Schuss in den Ofen.

Und ja, also das, das wäre ganz wichtig, dass ihr euch im Vorfeld dann, ähm, noch mal so 'n bisschen mit dem Rabattkartenthema auseinandersetzt, grade wenn, wenn ihr auch länger unterwegs seid. Das, äh, hätte sich wirklich sehr gerechnet für uns.

Ja, die 90er lassen grüßen. Alles nur per Print.

Ja, schade.

Aber die, die, die selber Erfahrung hatten wir auch grade. Vielleicht auch so eine lustige oder was ist lustiger als Anekdote nebenher. Wir, ich brauche grade eine DIN-Norm, um, äh, noch mal 'n paar Sachen in der Tiefe nachzurecherchieren. Und, äh, da haben wir festgestellt, die kann man einzeln tatsächlich auch nur auf Papier kaufen. Das heißt-

Ja, und man kann sie nur auf Papier kaufen und man kann sie auch nur innerhalb von Deutschland verschicken lassen. Das heißt, Sebastian musste die DIN-Norm, da ging's ums Thema Strom, also für 'nen Artikel, den wir, ähm, noch mal grade am Überarbeiten sind. Und, äh, da mussten wir dann die DIN-Norm erst zu uns schicken lassen und ich hab sie dann nach Portugal weitergeschickt. Also auch Nachhaltigkeit und so weiter schwierig. Aber egal. Ähm, ja, lassen wir uns da jetzt nicht von abhalten, ins Thema Reisen einzusteigen.

Genau. W-wo seid ihr abgefahren und, und wann seid ihr vor allen Dingen gestartet im Jahr?

Also wir haben ja mittlerweile 'ne Basis in, äh, Süddeutschland. Das ist so, ähm, ja, Ecke Donauwörth kann man grob sagen. Und von da aus sind wir dann losgezogen. Das ist vielleicht auch immer ganz spannend, mal so 'ne Route nachzuvollziehen, weil viele uns dann ja auch immer fragen, grad auch in, in unserer Anfängergruppe, ähm, welche Campingplätze sich auch auf bestimmten klassischen Touren gut zum Zwischenübernachten eignen. Und deswegen hab ich jetzt die heutige Folge so aufgebaut, dass ich so grob die Route nachzeichne für euch und euch dann auch immer genau sage, wo wir übernachtet haben oder welche Campingplätze wir, ähm, vielleicht auch schon kennen. Weil das ist auch kein Geheimnis, das ist so, äh, so 'n bisschen unsere Standardroute, wo wir einfach so gerne entlangfahren und, ähm, äh, auch das Endziel sozusagen in, äh, ach, Endziel darf man nicht mehr sagen, ne, äh, das, äh, endgültige Ziel in der, in der, ähm, valenzianischen Gemeinschaft in Spanien ist für uns was, wo's uns immer wieder hinzieht.

Erstens, weil wir da Freunde haben und zweitens, weil's einfach sehr schön ist. Und, ähm, ja, deswegen hab ich euch jetzt heute mal so 'n bisschen, also nehm ich euch quasi mit auf die Reise und sag euch auch, welche Campingplätze wir gut fanden und wo's uns vielleicht auch nicht so gut gefallen hat.

Wichtige weitere Frage noch vorab: Wie lange wart ihr unterwegs?

Ähm, knappe zwei Monate. Das kann man natürlich aber auch alles viel kürzer machen. Also das kann man auch in 'nem normalen, äh, Urlaub irgendwie zumindest nachfahren, dann natürlich nicht so lange immer vor Ort bleiben, wie wir das gemacht haben. Und was vielleicht, ähm, für Leute, die jetzt noch nicht so oft oder noch gar nicht unterwegs waren mit, äh, Wohnwagengespann ganz spannend ist, ähm, es taucht auch immer wieder die Frage auf: Wie viele Kilometer kann man da am Tag schaffen? Bei uns persönlich, wir sind nicht die, die in der Nacht nach Kroatien durchfahren und auch nicht möchten. Wir würden es auch gar nicht konzentrationsmäßig hinbekommen, obwohl wir uns ab-, äh, wechseln beim Fahren. Das heißt, wir teilen unsere Routen immer so auf, dass sie so im Schnitt drei, 400 Kilometer am Tag maximal sind und dann auch meistens 'n Tag dazwischen noch, ähm, vor der Weiterfahrt.

Länger als fünf, 600 Kilometer versuchen wir wirklich, wirklich zu vermeiden, weil man da mit Gespann, grade wenn man 'n größeren Wohnwagen hinten dranhängen hat, doch immer sehr konzentriert sein muss und, ähm, teilweise auch wegen der Lkw einfach nicht so schnell vorankommt, weil man ja nicht beliebig überholen kann, wie zum Beispiel mit 'nem Transporter. Und das hat sich so für uns als ganz gute Marschrichtung herauskristallisiert. Und wenn wir die Touren so 'n bisschen grob vorplanen, dann gucken wir auch bei Google Maps einfach immer mal rein und schauen uns an, wie viel kalkuliert Google Maps für 'nen PKW und rechnen ungefähr damit, dass wir die 1,5-fache Zeit brauchen mit dem Wohnwagen und das kommt eigentlich immer ganz gut hin.

Mhm. Okay, und ihr macht ja auch wegen, wegen dem Hund regelmäßig Pausen. Also ihr seid auch nicht die, die jetzt acht Stunden am Stück durchhämmern.

Nein, gar nicht. Wobei der Hund tatsächlich, äh, weniger Pausen braucht als wir. Also die schläft dann einfach. Die müssen wir dann manchmal wecken, damit sie überhaupt mal pinkeln geht. Also der, der Hund ist jetzt bei uns nicht das Problem. Ist aber trotzdem wichtig, wenn man Kinder oder Haustiere an Bord hat, dass man da natürlich auch dann für die mitreisenden Pausen einkalkuliert.

Okay, ihr seid in Süddeutschland gestartet. Wo ging's zuerst hin?

Genau. Dann machen wir immer klassischen Zwischenstopp in Freiburg, weil uns Freiburg an sich auch gut gefällt. Dieses Mal war's leider verregnet, deswegen haben wir da jetzt nicht die Stadt noch mal uns angeguckt. Ähm, was ganz spannend war, wir sind ja Mitte September gestartet, was eigentlich schon Nebensaison ist und wir hatten keine Chance, dort 'nen Platz zu bekommen. Also wenn ihr irgendwas plant in der Ecke, ähm, Haupt- oder auch, ähm, Nebensaison, guckt vorher, dass ihr da was findet. Wir mussten dann nämlich, ähm, quasi 'ne Ochsentour weitermachen und sind dann noch bis ins Elsass gefahren, was wir gar nicht eingeplant hatten, kamen dann auch entsprechend spät an und das war also, äh, nicht so angenehm.

Hattet ihr schon einen Alternativplatz oder habt ihr den dann quasi spontan suchen müssen?

Nein, wir natürlich mussten wir spontan suchen. Du denkst doch nicht, du denkst doch nicht, dass wir uns an unsere eigenen Tipps halten und, und immer uns schon vorher informieren, wo noch was frei ist. Also wir, wir haben da 'nen, 'nen, ähm Campingplatz, wo wir schon öfter waren. Ähm, das ist der Campingplatz am Möslepark. Ich hoffe, man spricht das auch so aus. Ist 'n bisschen lustiger Name. Man findet es unter, äh, Busse, Guest House und Camping auch im, äh, in Google. Der ist sehr zu empfehlen. Ist 'n schöner Platz. Ähm, auf der Rückfahrt waren wir dann alternativ, weil wir auch da wieder nix bekommen haben. Bei Busse, ähm, waren wir am Campingplatz Thunisee. Die sind beide sehr, sehr schön, sehr gut geführt, ähm, sauber, schöne Sanitäranlagen.

Und, ähm, ja, der Camping Thunisee ist so, so sind viele Dauercamper und das ist so 'n sehr ordentlicher Platz. Also für uns fast 'n bisschen zu ordentlich, aber ganz, ganz nettes Personal und es war auch 'n schöner Aufenthalt. Waren, wir waren da nur so für paar Zwischenübernachtungen.

Das heißt, von der Strecke her seid ihr quasi nahezu dieselbe Strecke, die ihr hingefahren seid, auch wieder zurückgefahren, habt nur 'n bisschen andere Übernachtungsplätze gehabt?

Genau, wir haben, ähm, wir haben da jetzt gar keine richtige Rundreise gemacht oder so, weil wir für unsere Verhältnisse auch dann 'ne relativ begrenzte Zeit hatten, weil Halilia jetzt, ähm, nach Mexiko abgeflogen ist zum Zeitpunkt des Erscheinens. Das heißt, wir, wir hatten halt 'n fixes Enddatum für die Reise und haben dann gesagt: „Ja, okay, da kennen wir uns aus. Da fahren wir einfach, ähm, hin und wieder zurück und machen halt unterwegs die Sachen, die uns gefallen."

Alles klar. Okay, dann wart ihr in Freiburg beziehungsweise musstet dann umplanen. Ähm, was waren, was war der nächste Stopp?

Der nächste Stopp war dann, äh, Colmar im Elsass. Ähm, da gab's noch 'ne kleine Anekdote. Da sind wir schön den, äh, Schildern zum Campingplatz gefolgt, weil man dann ja davon ausgeht, dass dann die Route für Campingfahrzeuge geeignet ist und, äh, sind dann zu einem Kilometer oder so vor de, vor dem Campingplatz vor 'ner Unterführung hängen geblieben. Äh, war schon dunkel und Fahrzeug war zu hoch. Und, äh, da haben sich wieder zwei Sachen gezeigt. Also zum einen, der Mover am Wohnwagen war Gold wert. Wir mussten nämlich auf der Durchgangstraße dann wenden. Das wär mit Auto und Wohnwagen gar nicht gegangen. Und man sollte immer dann trotzdem noch mal, ähm, ganz genau auf die Beschilderung gucken und immer im Kopf haben, wie hoch das eigene Fahrzeug ist mit allen Aufbauten, wie zum Beispiel bei uns die Klimaanlage, die etliche Zentimeter noch mal auf die normale Fahrzeughöhe aufschlägt.

Dann sind wir gelandet relativ spät am, äh, Camping de Lille. Also wie gesagt, ihr braucht nix mitschreiben. Ich pack euch da die ganzen Links noch mal in die Folgenbeschreibung. Das war ein wirklich schöner und auch sehr naturnaher Platz ohne Parzellierung, zumindest in dem Bereich, in dem wir da abgestellt wurden. Es war 'ne späte Anreise möglich, was für uns natürlich ganz wichtig war und was für viele wichtig ist, die jetzt Zwischenübernachtungen planen, weil es kann sich immer wieder unterwegs auch was verzögern. Wir waren so um halb neun abends da und da hat man uns dann auch noch sehr nett empfangen, hat uns unseren Platz gezeigt. Nur leider waren unfassbar viele Mücken da. Also, äh, wir waren ja weit nach der Dämmerung da. Also wer da 'n bisschen empfindlich ist, der sollte sich vielleicht 'n anderen Platz suchen.

Das war wirklich extrem. Also wir hatten, was ja eigentlich schön ist, den ganzen Wohnwagen voller Insekten, aber eben auch viele Stechmücken dabei. Und dieser Platz hätte jetzt auch noch bis 7. Januar geöffnet. Ich hab da noch mal in der Vorbereitung zur Folge aktuell nachgeguckt. Das heißt, wer also jetzt noch im Herbst oder vielleicht auch im Winter so 'ne Tour plant, könnte den auch für 'ne Zwischenübernachtung nutzen und dann eben wieder ab März.

Und woher hattet ihr die Info mit der späten Anreise? Stand das auf der Webseite oder hattet ihr nachgefragt? Wie habt ihr das-

Nee, ich hab da kurz angerufen. Also ich hab in der Nähe dann Plätze gesucht eben, die relativ nah hinter der Grenze, äh, liegen und hab da einmal durchgeklingelt und die, die sprechen auch Deutsch. Also im Elsass ja überhaupt, äh, wird viel Deutsch gesprochen, aber wir haben in Frankreich tatsächlich lustigerweise die Erfahrung gemacht, dass, dass die Leute entweder dann sogar d-- bisschen Deutsch können oder Englisch dann mit einem sprechen am Telefon. Also da muss man dann auch keine Berührungsängste haben, da einfach's mal zu probieren.

Okay, da wollt ich drauf hinaus. Jut, dann wart ihr Camping, äh, de Lille, wenn ich's richtig ausspreche. Was-

Das, das war der, die, auf dem, äh-

Ja ja

... wir in Colmar waren.

Da wart ihr grade, genau. Und, und wie ging's, welche Richtung ging's dann weiter? Also das war, ist jetzt erstmals weit, also ihr seid erst mal Richtung Südwesten quasi gefahren, ne, durch, ähm, also da, eure, eure Himmelsrichtung war sozusagen südwestlich, nach unten und nach-

Genau. Ich wollt grad sagen, komm, komm mir doch bitte nicht jetzt mit, mit Himmelsrichtungen, aber du hast recht, ja.

Unten links.

Und genau, unten Mitte links. Und dann ist ja Lyon für viele Reisende so 'n, so 'n klassischer Zwischenhalt, egal ob man jetzt aus, äh, nördlicheren Ecken in Deutschland kommt oder so wie wir aus dem Süden. Und da haben-- Wir gucken immer gerne nach, ähm, kommunalen Campingplätzen, die heißen Camping Municipal. Die findet man eigentlich ganz gut über Google auch immer. Da haben wir jetzt einen gefunden, der in der Nähe von Lyon war. Das war der Camping Municipal Messimy-sur-Saône. Ähm, ganz toll für Zwischenübernachtungen. Der war auch sehr günstig mit 15 Euro. Da war, war sehr süß. Da wird dann morgens von so 'ner Angestellten der benachbarten Schule, wahrscheinlich 'ne Lehrerin, wird dann die Stellplatzgebühr kassiert.

Äh, man kann auch da noch mal nach 18 Uhr anreisen. Der ist allerdings im Moment geschlossen, äh, und öffnet erst wieder von März bis Ende Oktober. Und Wir haben aber bei Camper Style schon vor, muss ich mal nachgucken, im August haben wir schon mal einen Artikel darüber geschrieben, was man so in und um Lyon an Campingplätzen ansteuern kann und was man da vielleicht auch machen kann. Das ist nämlich auch 'ne ganz schöne Ecke, wenn man ein bisschen mehr Zeit hat. Würde ich euch dann auch noch in den Show Notes verlinken.

Vielleicht ja auch noch ein kurzer Hinweis von meiner Seite, ähm, für die, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Es gibt genauso diese, äh, städtisch, also wie es städtische Campingplätze gibt, auch sehr viele städtische Stellplätze in Frankreich. Ganz viele sogar in kleinsten Dörfern haben die dann zwei, drei, vier, fünf Stellplätze und, ähm, die findet ihr also auch sehr gut auf Google Maps, aber auch in den, in den bekannten Apps, äh, die man so nutzen kann für Camper. Und, ähm, auch da ist es häufig so, dass, dass man relativ oder nahezu zu jeder Zeit anreisen kann und dann auch meistens morgens oder abends jemand kommt, äh, von der Gemeinde oder von dem anliegenden, ähm, Betrieb oder so, der dann quasi kassieren kommt.

Wenn man sehr, sehr müde ist und nicht mehr irgendwie auf 'nen Campingplatz kann, dann ist es manchmal auch okay, wenn man auf diesen Stellplätzen mit einem Wohnwagen steht. Wir haben das schon gemacht. Einmal wurden wir gebeten, dann morgens wegzufahren. War aber auch kein Thema. Wir haben keine Strafe bezahlt und gar nix. Die waren sehr freundlich. Ähm, sollte man nur jetzt nicht ausreizen. Also guckt lieber nach 'nem Campingplatz, wo ihr vielleicht auch ein bisschen später ankommen dürft.

Wie ging es dann weiter nach Lyon?

Dann hatten wir den ersten längeren Aufenthalt. Das war quasi so unser Zwischenziel, nämlich in der Camargue, was du ja vorhin auch schon gesagt hattest. Genauer gesagt im, im schönen Örtchen Saintes-Maries-de-la-Mer. Das ist ja auch sehr bekannt. Da, ähm, finden auch immer viele Festivitäten statt, auch in der Zeit, als wir da waren. Es war ganz toll, so, so Dorffeste und, äh, wie so, ähm, ja, wie kann man das beschreiben? Auf Spanisch sagt man Feria. Ich weiß nicht genau. Das ist nicht wie 'ne Kirmes, aber schon mit so Ständen, wo man dann auch, ähm, Essen und Trinken bekommt und auch vielleicht mal ein paar Souvenirs. Und es findet dort auch, ähm, einmal im Jahr eines der größten Treffen von Sinti und Roma statt in Europa. Das ist natürlich auch immer sehr spannend.

In, äh, der Camargue sind wir gelandet, weil wir uns mit unserer lieben Redakteurin Katja und ihrer Frau getroffen haben. Die Katja war auch schon bei uns im Podcast zu Gast und schreibt ganz viel von un, äh, für uns. Also vielleicht habt ihr von ihr auch schon mal was gelesen oder gehört. Und wir haben uns da getroffen, zum einen, äh, um uns überhaupt mal persönlich kennenzulernen und weil bisher kannten wir uns immer nur von Videokonferenzen und vom Telefon und zum anderen haben wir da natürlich dann auch, äh, ja, dienstliche Besprechungen gemacht und ein bisschen Coworking und haben gemeinsam auch Ideen entwickelt, aber natürlich auch 'ne ganze Menge unternommen. Und die beiden Mädels, die kannten schon diesen Campingplatz, Camping, äh, La Brise. Das ist 'n sehr, sehr großer Platz, aber ganz schön, ähm, direkt am Meer gelegen.

Ähm, er war jetzt noch relativ voll trotz Nebensaison, aber man hatte, äh, trotzdem ziemlich viel Platz und direkt, ähm, ja, geht man da durch so ein Törchen und steht dann quasi am Strand und das ist natürlich traumhaft schön. Da sind dann so verschiedene Strände und Buchten. Die einen, die sind, äh, sehr gepflegt. Das sind dann so die, ähm, ja, die für die klassischen Badebesucher. Und wenn man aber ein bisschen weiter in die Camargue reinläuft an, an der Küste entlang, dann gibt's halt auch Strände, wo man mit dem Hund hin darf oder richtige Wildstrände, ähm, teilweise auch nicht mehr mit Sand, sondern einfach mit so großen Steinen oder Kies. Und da war eigentlich so eine unserer Lieblingsbeschäftigungen auch immer, ja, Sonnenuntergang am Meer angucken oder einfach halt am Strand auch, äh, rumlaufen, sich hinsetzen, quatschen.

Für uns, also für Halil und mich war's schon ein bisschen zu frisch, das Wasser, um da reinzuspringen, aber die beiden Mädels, die sind, äh, da etwas hartgesottener als wir. Die waren tatsächlich regelmäßig baden. Also das kann man im September noch. Jetzt denke ich nicht mehr im November. Also da würde ich, würde ich jetzt eher nicht dazu raten. Ähm, von diesem Campingplatz aus sind's also auch zum, zum, äh, Ortszentrum nur ein paar Gehminuten. Das, äh, ja, war super halt so als Ausgangspunkt, um da mal essen zu gehen oder auch mal einfach durch den Ort zu laufen. Das ist ein ganz süßes Örtchen, Saintes-Maries-de-la-Mer. Und auf der anderen Seite, also buchstäblich räumlich auf der anderen Seite, konnte man dann richtig in die Camargue reinlaufen, in diese tollen Landschaften, die ja so von, ähm, von dieser ganz speziellen Fauna und Flora auch geprägt sind.

Und ich bin da teilweise morgens mit dem Hund irgendwie um sieben raus oder um halb sieben, hab den Sonnenuntergang, äh, -aufgang mir angeguckt und hab dann Massen an Flamingos und anderen Vogelarten beobachtet. Das war also richtig toll und da kann man kilometerweit laufen oder auch Rad fahren. 'Ne ganz, ganz wunderschöne Ecke. Ähm, ja, auch da wieder wichtig in, in der Nähe des, äh, des Campingplatzes auch zahlreiche Restaurants und Cafés, wo man sich einfach den Bauch vollschlagen und die Zeit vertreiben konnte. Ganz toll übrigens auch das Eis, was man, äh, sich dort im Ortskern kaufen kann. Da haben wa, wir haben teilweise am Abend beim, äh, Restaurantbesuch, wir saßen immer draußen, weil wir immer unseren Hund dabei hatten und dann, ähm, ist es immer einfacher, auf der Terrasse 'n Platz zu bekommen.

Und dann haben wir schon richtig gefroren, weil's dann wirklich frisch wurde nach'm Essen und haben uns aber trotzdem noch mal 'n Eis reingepfiffen, weil kannst du nicht vorbeilaufen.

Okay, das klingt lecker und spannend und, äh, grade auch mit den Flamingos, das ist ja doch was, was man nicht überall sehen kann. Ähm, habt ihr auch, w-, sind Wildpferde auch für die die Ma-, äh, Camargue noch berühmt ist, ne? Habt ihr die auch gesehen?

Also soweit ich weiß, sind das keine richtigen Wildpferde, sondern freilebende Pferde. Also das sind, das ist 'ne spezielle Rasse, die teilweise auch sogar in Deutschland gezüchtet wird und die, ähm, sieht man aber überall. Die werden dann häufig vermietet zum, äh, für so Strandausritte für die Touristen. Da haben wir uns dagegen entschieden aus, ja, aus einfach aus Tierschutzgründen, obwohl's uns echt gebritzelt hätte, weil die Frau von Katja auch wirklich 'ne begeisterte Reiterin ist und auch, ähm, ja, selber eben Pferde hat beziehungsweise hatte. Und ja, das, äh, wär schön gewesen, haben wir dann aber nicht gemacht. Was wir uns allerdings nicht verkneifen konnten, waren die Shows, die die teilweise machen.

Also das sind dann auch wie so Dorffeste. Da versammeln sich dann Einheimische, aber auch Touristen in so 'ner Arena in Saintes-Maries-de-la-Mer, ist auch im, im Zentrum im Ortskern. Und da finden dann wie so Reiterspiele statt. Also die zeigen dann einfach, was die können, die Reiter, ne. Da, ähm, gibt's verschiedene so Art Parcours, ähm, die die dann durchlaufen müssen und da sind teilweise richtige Kinder dabei. Also die Jüngste war, glaub ich, erst sieben und die ist geritten wie 'n kleiner Teufel. Also da muss man auch sagen: Ja, keine Ahnung, ob das den Pferden so gut gefällt, aber das war doch tatsächlich sehr spannend, weil das da einfach zur lokalen Kultur dazugehört. Und das haben wir uns, ähm, eben einmal angeguckt und einmal wurden dann auch die Stiere durchs Dorf getrieben.

Das ist ja auch, also Klassiker in der Camargue sind ja Flamingos, die schwarzen Stiere und die weißen Pferde. Und auch das war 'n ziemliches Spektakel. Da wurde der komplette Verkehr angehalten und keiner wusste irgendwie so genau warum und dann, äh, liefen da eben die, die, äh, Stierzüchter mit ihren Tieren vorbei.

Und wie lange seid ihr da geblieben in der Camargue?

Da waren wir eine Woche ziemlich genau. Also wir haben's genannt Coworking und Futtern. Das war, waren so unsere, unsere Haupt-, äh, unsere Hauptziele. Haben dann aber auch Ausflüge gemacht. Zum Beispiel gibt's auch 'n tollen ornithologischen Park ganz in der Nähe. Das war so vielleicht so sieben, acht Kilometer mit'm Fahrrad. Da konnte man die Flamingos dann wirklich ganz aus der Nähe betrachten und, ähm, ja, auch jede Menge andere Vögel halt. Der ist sehr schön gestaltet, sodass die Tiere nicht, äh, wahnsinnig, äh, gestresst werden durch die Besucher, weil die auch immer die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen. Und die sind sehr vertraut mit den Besuchern. Also die, die stehen da einfach oder sitzen irgendwo auf 'nem Ast und gucken dich an. Ähm, das war auch 'ne ganz schöne Erfahrung.

Da sind allerdings Hunde natürlich nicht erlaubt.

Mhm. Und für alle, die sich wundern, was Coworking ist, was du grad genannt hast: Das ist quasi, man trifft sich irgendwo, um gemeinsam zu arbeiten, sei es, dass man, keine Ahnung, am selben Tisch hockt oder zumindest in der Nähe und sich eben auch mal austauschen kann und aber auch mal, äh, ruhig für sich arbeitet, aber immer die Möglichkeit hat, sich sozusagen auszutauschen. Das, das quasi, was im Großraumbüro immer wieder passiert, ähm, das ist quasi das, was wir mit Coworking dann auch so'n bisschen versuchen zu erreichen.

Ja, wir haben festgestellt, dass Coworking für uns, ähm, eigentlich nicht so gut geeignet ist, weil wir da 'n bisschen Disziplinprobleme haben, alle miteinander. Also der Halli war noch der, der noch am, am effektivsten gearbeitet hat in der Woche, glaub ich. Ähm, die Katja und ich haben uns dann auch mit, mit ihrer Frau immer ziemlich verquatscht, haben aber auch ganz tolle neue Ideen entwickelt und das ist ja auch manchmal so, dass man halt vielleicht nicht so effizient irgendwie Sachen abarbeitet, aber dass man eben auf neue Gedanken kommt, wenn man sich austauscht mit Leuten, die man schätzt und mag.

Okay. Jo, jetzt liegt die Camargue ja schon relativ südlich von Frankreich. Ähm, wie ging's dann weiter?

Dann sind wir weiter, ähm, nach Katalonien. Also Katalonien, ähm, ist ja quasi, wenn man über die, äh, französisch-spanische Grenze fährt, die, ähm, die erste Provinz in Spanien. Da waren wir dann als erster Stopp in Girona. Und üblicherweise treffen wir uns ja immer, äh, oder, oder halten wir uns immer auf auf einem sehr großen Bauernhof, kann man's eigentlich nicht mehr nennen. Ist eigentlich wirklich schon so 'ne Farm. Ähm, und zwar Mas Best. Da habt ihr uns drauf gebracht. Die liegt auch in der Nähe von Girona. Da ist so 'n kleiner Hofladen dabei, kann man auch sehr günstig übernachten. Wir haben uns dieses Mal aber auf der Hinreise dagegen entschieden, weil wir was anderes auch mal sehen wollten und auch 'n bisschen gemütlicher stehen wollten mit, ja, schattigen Bäumen und so weiter und haben uns dann einen Privatstellplatz über die HomeCamper-App gesucht, die ich auch in einer der letzten Folgen schon mal empfohlen hatte.

Das ist 'ne App für private Stellplätze und da sind wir bei einem sehr interessanten Ehepaar gelandet. Die hatten ein riesiges Areal, wirklich nur 'n paar Minuten von Girona entfernt, aber riesig und, ähm, mit 'nem riesigen freundlichen Herdenschutzhund-Mix. Und morgens haben uns dann immer die Pferde der Besitzer am Wohnwagen besucht. Also das war wirklich ganz, ganz toll. Das war wie so 'n Privatpark und da stand halt zufällig 'n Haus drin, so ungefähr. Ähm, auch die Unterhaltungen find ich immer sehr spannend bei den Privatstellplätzen. Da machen wir immer wieder die Erfahrung, dass man eben Ja, beim Kennenlernen dieser Menschen, die ja von Grund auf auch schon 'n Stück offen sind, weil sie ja fremde Leute auf ihr Grundstück lassen, ähm, dass man da immer ganz tolle Tipps bekommt, auch für, ähm, Restaurants, für Unternehmungen, für Sehenswürdigkeiten, aber auch so was Einfaches wie: Wo gibt's in der Stadt irgendwie 'n guten kostenlosen Parkplatz oder Ähnliches.

Also das lohnt sich eigentlich immer, da auch 'n bisschen mit den Leuten zu quatschen. Wir sind jetzt an einen geraten, der so Hardcore, äh, Unabhängigkeitskämpfer ist, also Katalonien möchte ja die Unabhängigkeit von Spanien erreichen, dass er sich, obwohl das unsere Erstsprache ist, lieber mit uns auf, äh, Englisch als auf Spanisch unterhalten wollte, was dann in stundenlangem Radbrechen endete, weil er eigentlich gar kein Englisch konnte, gar nicht richtig. Also es war 'n bisschen interessant, aber wir haben trotzdem ganz, ganz tolle Tipps von ihm bekommen und er hat uns dann eben auch gesagt, was man in Girona so 'n bisschen machen kann, äh, wo's besonders schön ist und, äh, das war auch wirklich so. Was immer wichtig ist beim Thema Privatstellplätze auch hier: Ähm, hier waren jetzt Toiletten und 'ne Dusche dabei.

Das ist nicht immer der Fall. Da kann man in den diversen Apps nicht nur bei Homecamper, sondern auch in anderen auch danach filtern. Aber sehr, sehr häufig gibt's keine Entsorgungsmöglichkeit und, ähm, deswegen solltet ihr euch, wenn ihr so was machen möchtet, eben drauf einstellen, dass man da dann auch mal improvisieren oder zwischendurch irgendwo anders hinfahren muss zum Entsorgen.

Mhm. Okay. Ja, das stimmt. Das ist auf jeden Fall 'n guter Hinweis. Das haben wir auch schon festgestellt, auch grad wenn man in Deutschland, ähm, mit den, äh, auf den privaten Plätzen ist, ist das auch immer 'n Thema gewesen. Macht auf jeden Fall Sinn, da immer zwischendrin mal wieder einen normalen Campingplatz oder Stellplatz aufzusuchen, wo man dann halt auch entsprechend Toilette und, und Abwasser entsorgen kann.

Ja, und, und wenn man halt auf Entsorgung angewiesen ist, aber trotzdem günstig übernachten möchte, dann kann man als Alternative eben, ähm, 'n bisschen weiter weg von Girona, das ist dann so ungefähr 'ne halbe Stunde, 20 Minuten, würd ich sagen, auf diese Farm gehen, Mas Bes, ähm, die ich vorhin erwähnt hatte. Da ist es 'n bisschen weniger romantisch. Ähm, mittlerweile stinkt's auch echt. Also früher hat uns das nicht gestört, aber anscheinend, ähm, haben die jetzt noch mehr Tiere und das ist wirklich heftig. Also wir wohnen hier ja auch aufm Land und da riecht's auch mal nach Kuhkacke, aber auf Mas Bes, also ich weiß nicht, wenn ihr da mal wieder hinkommt, ihr werdet es merken. Da hat also der Duft extremst zugenommen. Wenn eine das nicht stört, da kann man problemlos entsorgen und ansonsten geht halt einfach auf 'n Campingplatz in der Nähe.

Genau. Vllei-- Also wie wir den Platz gefunden haben, ist übrigens über Park4night. Hm, da war der, hat, ich weiß gar nicht, ob die sich selber eingetragen haben oder jemand anderes, aber da hatten wir die ursprünglich vor vielen Jahren mal gefunden, als wir auch auf 'm, auf der Südroute sozusagen unterwegs waren von Deutschland nach, ähm, ich glaub Spanien damals.

Ja, da war's noch kostenlos für 'n Einkauf im Hoflädchen.

Mhm.

Mittlerweile haben die das sehr stark professionalisiert, aber haben auch sehr viel gemacht, muss man dazu sagen. Also die haben Bäume gepflanzt, dass dann eben jetzt auch nach einiger Zeit 'n bisschen, äh, Schatten dort entstehen wird. Die haben weitere Plätze ausgewiesen und es gibt mittlerweile auch richtige Rechnungen, total professionell, wo man selber seine Daten eingeben kann. Also die haben unheimlich viel da jetzt insgesamt auch in den ganzen Bereich investiert. Und, ähm, ja, von daher ist es ja auch in Ordnung. Ich glaub, zehn Euro die Nacht kostet das. Also jetzt auch keinen, keinen Preis, wo man drüber nachdenken muss.

Okay, lass uns weiterfahren. Ähm, äh, grade im Hinblick auf die Zeit, ähm-

Ja, ich seh's grade. Oh Gott.

Okay, äh, Girona, äh, Katalonien. Wie ging's weiter von da?

Also no-noch ganz kurz zu Girona. Es ist wirklich eine ganz zauberhafte kleine Stadt mit ganz vielen Lädchen und Cafés und Restaurants. Kann man wirklich nur empfehlen, egal ob bei Tag oder bei Nacht. Wir haben zum Beispiel die Stadtmauer, über die man laufen kann, bei Nacht im, äh, Schein unseres Smartphones besichtigt. Das war aber auch, äh, abenteuerlich und spannend und man hat eben dann auch ganz tolle Ausblicke über den Fluss und die Altstadt und ist wahnsinnig wuselig und lebendig und bunt. Also wer eigentlich, so wie ich, keine Städte mag, aber trotzdem so 'n bisschen Kultur und Leben, der ist in Girona wirklich gut aufgehoben. Ja, ansonsten, ähm, ging's dann auch schon sehr zielstrebig weiter Richtung, ähm, Valencianische Gemeinschaft.

Wir haben dann wie immer noch mal 'n Zwischenstopp im Ebrodelta gemacht, auf der Hinfahrt nur ganz kurz, auf der Rückfahrt etwas länger. Das Ebrodelta ist ein ganz besonderer Ort für uns. Also das ist im Grunde, ähm, eine Ecke in Spanien, wo der Fluss Ebro ins Meer mündet. Und das sind wahnsinnig schöne Landschaften, die man da hat und es sind kilometerlange wunderbare Sandstrände, die man selbst in der Hauptsaison häufig zumindest insofern für sich hat, als dass man nicht wie die Sardinen nebeneinander liegt, sondern da ist halt dann der Nachbar, wenn's richtig voll ist, ist der Nachbar 100 bis 200 Meter weg und wenn's weniger voll ist, sieht man manchmal gar niemanden mehr. Also es ist, ähm, wahnsinnig viel Auswahl an, an Stränden, FKK, Hundestrände, alles dabei und man kann da wirklich ganz, ganz tolle Spaziergänge unternehmen und es sind auch sehr schöne kleine Örtchen und Dörfer, die noch nicht so gentrifiziert sind, also wo noch nicht sich überall die Ausländer so stark eingekauft haben, äh, dass die lokale Kultur verloren geht.

Man, äh, kann wunderbar essen. Da gibt's natürlich aufgrund der Lage sehr viele Meeresfrüchte und Fisch. Und ja, ansonsten, ähm Ja, nicht nur als Zwischenstopp, sondern eben auch für längere Aufenthalte wirklich gut geeignet. Ähm, wir waren bisher immer auf den Touren auf unserem Camping Eukalyptus. Äh, da wollten wir natürlich auch wieder hin, haben dann einen Tag oder so vorher festgestellt: Oh, der hat dieses Jahr schon Ende September geschlossen. Also auch hier wieder gute Vorbereitung ist alles. Ähm, wer aber jetzt dann nicht grade im Oktober dahin fährt, ist 'n sehr empfehlenswerter Platz, weil der 'n direkten, äh, Strandzugang auch zum Ebro Delta hat und man da auch mit 'm Hund dann morgens schon kilometerweit laufen kann, ohne dass irgendjemand einem begegnet.

Und wo wart ihr dann alternativ, äh, wenn der Eukalyptus, äh, zu hatte?

Ja, der Alternativ-Campingplatz war wirklich 'n Griff ins Klo für uns. Das war der, äh, Ca-Camping Ampolla Playa. Und zwar haben wir den dann spontan uns ausgesucht, weil wir eh nur ein, zwei Nächte machen wollten. Wurden dann Sonntagmorgen mit Animation am Pool geweckt und mit, äh, Techno uns, uns, uns. Ähm, also für uns nichts. Wer aber irgendwie Action haben möchte, es gibt da auch 'n Sportprogramm und alles, ähm, auch für Kinder ganz, ganz toll. Da waren 'n ganzen Haufen Kinder, aber man muss sich drüber im Klaren sein, da ist man wirklich eingepresst wie 'ne Ölsardine. Also wir haben das Fenster aufgemacht und stießen dann quasi ans Vorzelt des Nachbarn. Also für Ruhesuchende und Naturfreunde eher weniger empfehlenswert.

Wer aber eben, ja, viel Unterhaltung haben möchte, der kann sich den mal angucken. Auf dem Rückweg haben wir dann übrigens in, äh, dieser Region auch wieder über HomeCamper gesucht und einen ganz tollen, äh, eine ganz tolle Unterkunft gefunden, nämlich die Finca Ermita. Die ist außerhalb von Ampolla. Da fährt man auch zum Strand so 20 Minuten oder so, 15 Minuten. Dafür standen wir aber in einem 10.000 Quadratmeter großen Olivenhain mit einem, äh, wahnsinnig netten und lustigen französischen Eigentümer, der absolut Humor hat und 'n ganz verrückter Typ ist, also weit gereist auch und, ähm, hat sich eben mit diesem Thema 'nen Traum erfüllt und geht total in dieser Olivenölproduktion auf.

Der macht auch Direktvermarktung und gibt einem dann, äh, Olivenöldegustationen und erzählt alles, was man zu Olivenölherstellung und zur, äh, Pflege von Olivenbäumchen wissen möchte oder vielleicht auch nicht wissen möchte. Also es war, war wirklich ganz 'n ganz, ganz toller Aufenthalt. Den haben wir dann auch spontan von drei, vier Tagen auf, ich glaub, zehn Tage verlängert auf der Rückreise, weil's uns da einfach so gut gefallen hat. Das ist auf jeden Fall auch 'ne ganz dicke Empfehlung von uns.

Wie ging's dann weiter auf eurer Tour? Und was, was mir noch einfällt, das Ebro Delta ist auch einer der wenigen Spots quasi, wo Reis anbe-angebaut wird, oder?

Ja, richtig, das hab ich vergessen vor lauter Enthusiasmus über die Landschaften. Ähm, das's 'n ganz wichtiges Reisanbaugebiet und, ähm, die, die Reisfelder, die ziehen sich wirklich durch die komplette Landschaft. Also man sieht relativ wenig andere Landwirtschaft in, in dieser speziellen Ecke, wo wir uns aufgehalten haben. Deswegen zählt natürlich Reis und insbesondere auch die sogenannte Paella, ähm, die man vielleicht auch in Deutschland kennt, zu den, ähm, Klassikern in den Restaurants und jeder hat da so 'n bisschen seine eigenen Rezepte. Und wir waren jetzt grade zufällig, ähm, zu 'ner Zeit da, wo auch geerntet wurde und das war sehr beeindruckend, auch mit welchen Maschinen die in den Reisfeldern da umherfuhrwerken, weil das natürlich dadurch, dass das ja alles unter Wasser ist, also Reis wächst ja im stehenden Wasser, ähm, war das spannend, eben das mal, mal zu schauen, wie sich da die Landwirtschaft auch unterscheidet.

Und da haben wir uns dann immer so 'n bisschen hingestellt und haben das beobachtet wie so kleine Spanner. Das sind dann, äh, riesige Traktoren, die so Aufsätze auf den Rädern drauf haben. So ganz verstanden hab ich noch nicht, wie das funktioniert, aber auf jeden Fall im Herbst auch ganz, äh, spannend, sich das mal in Ruhe anzugucken. Und wenn man dann so abends im Sonnenuntergang durch die Reisfelder fährt, dann ist das 'ne wahnsinnig tolle Stimmung, weil sich auf diesen Wasserflächen die Sonne spiegelt. Und, ähm, ja, also da, da krieg ich jetzt noch Gänsehaut, wenn ich dran denke, aber wirklich 'ne, 'ne ganz besonders schöne Ecke.

Sehr schön. Habt ihr da auch den Reislikör gekauft, den's da gibt?

Ähm, ja. Ähm, wir sind da in den Laden von 'nem Campingplatz rein und haben mal geguckt und, äh, dann hab ich, hab ich zu dem jungen Mann, der da bedient hat, ähm, noch dazu war das offenbar ein, ein Moslem, der wahrscheinlich selber gar keinen Alkohol trinkt. Also so ich, äh, würde den in, in Nordafrika verorten vom, äh, vom Aussehen her. Und dann hab ich gesagt: „Wie viele Flaschen Reislikör habt ihr denn?" Dann sagt er so: „Ja, ähm, ja, wir gucken, wie viel stehen hier. Ja, so acht, neun." „Okay, ich nehm alle." Dann haben wir, haben wir da wirklich den Laden leergekauft. Also dieser Reislikör, der ist auch was ganz Besonderes. Den kann man mittlerweile aber sogar in Deutschland über die, ähm, Internetseite jamon.de bestellen.

Also wer den mal probieren möchte, kannst du mal aufschreiben, Sebastian, bitte, dass ich die auch noch mal in den Show-Notes verlinke nachher.

Das mach ich.

Das ist ja, also ich kann, ich kann euch sagen, dieser Reislikör, der ist nicht nur in unserer Familie, sondern auch in unserem kompletten Freundes- und Bekanntenkreis so beliebt, dass keine einzige Flasche normalerweise für uns übrig bleibt. Also verlink ich euch auch noch mal in den Show-Notes. So, jetzt aber weiter Richtung Valencia, ne?

Ja. Genau, damit hast du schon das nächste Ziel quasi verraten, wo's als Nächstes hinging.

Ja, also, ähm, wir sind nicht direkt nach Valencia gefahren, obwohl das auch 'ne sehr schöne Stadt ist. Äh, da waren wir zu früheren Gelegenheiten mal, ähm, aber wir sind dann am Ende in der Ecke Benissa gelandet und haben da Freunde besucht. Ähm, diese Freunde passen auf ein 55.000 Quadratmeter großes Grundstück, das dem englischen Hochadel gehört, auf. Also, ähm, die Legende besagt, dass sich dort auch schon Charles und Camilla zu Zeiten, wo sie noch nicht offiziell zusammen waren, getroffen hätten. Wo's genau liegt, darf ich natürlich nicht sagen, aber das ist so die, die grobe Ecke direkt an der Küste. Und, ähm, wer jetzt eben nicht unbedingt Benissa oder Calpe sich angucken möchte, was, ähm, auch sehr schön ist, kann zum Beispiel Zwischenstopps machen in Peñíscola und/oder Alcossebre.

Das sind, ähm, also Peñíscola ist, äh, aus meiner Sicht 'n süßer kleiner Ort. Alcossebre ist im, äh, zu bestimmten Jahreszeiten tot, weil da sich so viele Ausländer eingekauft haben, dass einfach, das ist 'ne Geisterstadt, wenn die halt nicht da sind. Aber in, äh, genau dazwischen liegt ein Naturpark, nämlich der Naturpark Serra d'Irta und das ist ein wirklich faszinierender, ähm, Fleck. Die, die Landschaft, ich kann die ganz schwer beschreiben, die ist so leicht aride und, ähm, auch 'ne, 'ne, 'ne spezielle Fauna ist da zu beobachten. Und wenn man da so mit'm Auto durchfährt, fühlt man sich irgendwie total exotisch.

Also würde man jetzt gar nicht so, gar nicht so denken, dass man da in Spanien unterwegs ist. Ähm, in Alcossebre gibt's 'nen schönen Campingplatz, Ribamar. Der ist jetzt auch wieder für uns 'n bisschen zu ordentlich und zu strukturiert, aber hat, äh, wirklich 'ne sehr, sehr gute Infrastruktur mit 'nem ganz tollen Restaurants, mit Waschmaschinen. Und es gibt wohl immer noch Überwinterungstarife. Die sind 'n bisschen teurer als zu der Zeit, wo wir zum ersten Mal länger da waren. Also ich hab mal nachgeguckt, da kostet im Moment 'n, 'n ganzer Monat mit Wasser und Abwasser auf 'ner 90 bis 100 Quadratmeter großen Parzelle ab 500 Euro. Ähm, also auch 'n okayer Preis, finde ich. Und, äh, was ich besonders schön finde, die haben jetzt auch Mietunterkünfte extra für Menschen mit Behinderung gebaut.

Also wenn man dann auch nicht mit'm eigenen Camper runterfahren möchte, kann man sich da auch einmieten. Und ansonsten haben wir noch zwischen Valencia und Alicante, ähm, zum Beispiel den Camping Azul besucht oder den, äh, äh, Eurocamping in Oliva. Das sind auch schöne Plätze, die man durchaus nicht nur für Zwischenübernachtungen nutzen kann.

Und wie lang habt ihr in der Gegend euch aufgehalten?

Ähm, da waren wir jetzt nur auf der Durchreise. Ähm, auf anderen Touren waren wir da auch schon mal bis zu 'nem Monat. Da waren wir einmal auf 'nem sehr, sehr schönen Stellplatz, den gibt's aber leider nicht mehr. Den haben wir zumindest nicht mehr, ähm, wiedergefunden. Aber das ist 'ne Gegend, da, da kann man auch sehr, sehr viel machen, auch im Landesinneren, ähm, wandern, Fahrradfahren und so weiter.

Mhm. Und das war quasi dann auch die, die Kehrtwende eurer Reise. Also das heißt, dort seid ihr dann quasi umgedreht und seid dann mehr oder weniger quasi dieselbe Strecke wieder zurückgefahren nach Hause.

A-ach so, ich hab dich jetzt missverstanden. Ich hab gedacht, du meintest hier zwischen Valencia und Alicante auf den Campingplätzen, die ich genannt hab. Du meinst insgesamt in der Gegend?

Genau, ich meinte insgesamt die Gegend.

Da waren wir, glaub ich, jetzt drei Wochen ungefähr.

Okay, dass, dass die Leute einfach auch so 'n bisschen die, die Zeit einteilen können, wie lange ihr unterwegs wart und wie lange jeweils in den, in den Gebieten wart.

Ja, da w-- ungefähr drei Wochen ist es gewesen. W-- Ich hab ehrlich gesagt immer nicht so ganz genau die Zeiten im Blick. Ähm, was vielleicht da noch ganz interessant ist, ich guck auch schon auf die Uhrzeit, aber, aber das, ähm, paar Tipps wollt ich noch geben, weil das ja nicht umsonst auch so ei... zu einer unserer Lieblingsregionen gehört.

Mhm.

Also man hat auf der einen Seite wirklich wahnsinnig schöne Landschaften, die geprägt sind auch von, von Bergen, von Serpentinen und von 'ner häufig noch sehr ursprünglichen Natur. Auf der anderen Seite hast du halt Strände und Buchten wirklich für jeden Geschmack, von ganz einsam bis touristisch mit Chiringuito und was man da sonst noch alles eben an den Stränden haben kann. Im Herbst, Winter ist es natürlich naturgemäß 'n bisschen ruhiger, aber trotzdem ist teilweise auch da noch 'n bisschen was geboten. Man kann wie gesagt wandern und, ähm, was man sehr viel sieht, da möcht ich jetzt nicht unbedingt Werbung dafür machen, weil's auch gefährlich ist, ähm, aber sehr, sehr viele, ähm, Leute, die, die, äh, Rad fahren, also aber schon, schon gehobene Klasse.

Also die sehen schon professionell bis semiprofessionell aus, ähm, weil es eben so bergig ist und die Leute, die halt wirklich so, so radsportaffin sind, natürlich auch die Ausblicke sehr schätzen. Unser Freund, bei dem wir da immer Station machen, ist auch so 'n, so 'n Radsportfan und der macht halt auch solche Touren.

Mhm.

Dann gibt's, ähm, auch da viele tolle Restaurants. Da wär meine Empfehlung, wenn man überhaupt in Spanien, aber grade auch in, in dieser Gegend oder auch in Nordspanien sehr, sehr lecker und sehr günstig essen möchte, dann sollte man am besten mittags essen gehen und ein, ein Mittagsmenü bestellen. Die gibt's meistens so bis zwei oder drei Uhr und da kann man echt die lokale Küche verkosten und ist aber gleichzeitig so was von satt, dass man nach 'n paar Tagen dann denkt: „Ich möchte eigentlich jetzt nie wieder was essen." Und man zahlt dann vielleicht für so 'n Menü 15 Euro pro Person. Aber da ist Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise und 'n Wein und Wasser dabei.

Das funktioniert als Tipp auch in Portugal ganz gut, wenn's nicht ganz so touristisch ist. Ähm, wenn's so 'n Restaurant ist, wo die Einheimischen gehen, guckt nach Plato do Dia, das quasi so das Tagesgericht und, und das gilt da auch. Da hast du meistens auch 'ne Suppe, 'ne Hauptspeise und 'n irgend 'n Dessert dabei für, für kleines Geld, wo man wirklich satt wird und was eben so, sagen wir mal, typisch klassische lokale Küche dann auch ist.

Und da sind auch viele Einheimische, das heißt, da ist man so wirklich mittendrin.

Ja.

Und was uns in der Gegend auch gut gefällt, gibt's sicherlich auch woanders, aber wir kennen's halt jetzt von dort, sind diese lokalen Märkte. Unser Lieblingsmarkt ist der Mercado do Rio Rao in, äh, Jesus Pobre, also im armen Jesus sozusagen. Ähm, der hat wirklich jetzt sehr stark an Zulauf gewonnen in den letzten Jahren. Auch viele Touristen, die da hingehen. Parkplatzsuche ist mittlerweile sehr schwierig. Aus meiner Sicht lohnt es sich aber trotzdem da 'n Abstecher zu machen, weil's da, ähm, eben da treffen sich die lokalen Erzeuger und da gibt's auch wahnsinnig tolle Kuchen und also Obst und Gemüse natürlich sowieso, aber auch so ganz tolle Backwaren und auch Menüs und so weiter. Ähm, und, ähm, leckeres Bier, also so Craft Beer.

Ich glaub, ich glaub, Märkte sind generell, ich hab das Gefühl immer noch so 'n bisschen Geheimtipp, weil ich das Gefühl habe, viele Menschen haben das nicht so aufm Schirm, aber vielleicht mag ich mich da täuschen, aber generell eigentlich auch in jedem Land, ähm, sind Märkte immer was, was ganz Spezielles. Zum einen, um, um mit Locals in Kontakt zu kommen, wenn man das möchte, aber zum anderen eben auch, um, äh, lokale Dinge einzukaufen und eben auch so, also, also gibt ja auch hier in Thailand jetzt Dutzende verschiedene Märkte, ne. Vom Essensmarkt, wo, wo du auch sehr viele Thais hast, die da essen, ähm, bis hin zum, ich sag mal, Nippes-und-Tanten-Touristenmarkt, wo du so die ganzen klassischen Sachen findest, was die Touris eben kaufen. Und, ähm, und grade auch bei uns in Portugal hat ja auch jedes größere Dörfchen und Städtchen und Stadt ihren eigenen Markt oder auch mehrere Märkte, der dann einmal die Woche oder täglich ist und, äh, bis hin zu am Strand, wo die Fischer anlanden, du Fisch kaufen kannst.

Also das ist auch vielleicht nicht immer einfach in der Kommunikation, weil diese lokalen Menschen, die da eben dann an dem Stand arbeiten, auch häufig ihre Landessprache sprechen und sonst nichts, weil sie, ne, älter sind und vielleicht keine andere Sprache gelernt haben. Aber zeigst du halt drauf und kriegst du irgendwie, wirst du dich über 'n Preis einig, den kann man meist aufschreiben. Also es, äh, ist immer eigentlich 'ne superspannende Geschichte gewesen und ich kann das nur jedem, äh, quasi ans Herz legen, egal wo man ist, äh, lokale Märkte zu besuchen.

Absolut. Und dann ist es ja auch oft so, dass grade auf den Märkten die Leute sich total freuen, wenn da auch 'n Ausländer kommt, 'n Tourist und dass die dir dann auch noch Sachen schenken oder dir Sachen probieren lassen, die du vorher nicht kanntest. Also das ist für mich auch immer eines der schönsten Dinge. Auch da grade da in der Gegend, da gibt's auch so kleine Biomärkte, ähm, und zum Beispiel in, in Gata de Gorgos, das ist 'n anderes Dorf, ähm, das sind keine richtigen Märkte, sondern Läden, aber auch da, ähm, Handwerkskunst, ne. Da, da kann man wirklich so alles irgendwie sich angucken und, und auch ganz tolle Souvenirs mitnehmen, an denen man wirklich lange Freude hat oder eben leckeres Essen. Also das solltet ihr auf jeden Fall mal, ähm, in Betracht ziehen, wenn ihr irgendwo hinfahrt.

Muss ich auch grade denken, dass wir diese Woche noch vor uns haben, Durian zu probieren. Die-

Oh nein, die stinkende Frucht

... stinkende Frucht. Ja genau.

Oh, oh, da bin ich gespannt.

Kann ich beim nächsten Mal berichten, wie das so ist.

Mhm, lecker. Hm.

Also wir haben, äh, vielleicht, äh, nee, ich erzähl zum Schluss noch mal was, 'ne kleine Story dazu, aber damit ich jetzt nicht schon meinen Tipp der Woche sozusagen verrate, komm ich dann später noch mal drauf zurück.

Ja, das war dann tatsächlich auch schon das Ende unserer Route. Ich hab ja die, die Rückfahrtstationen schon 'n bisschen in die, in die Erzählung vorhin mit eingebaut, damit wir jetzt nicht quasi die Doppelzeit dafür, ähm, hernehmen müssen. Also das, das sind so unsere Ecken, für die wir uns jetzt auch dieses Jahr entschieden haben, weil wir uns da eben auskennen und weil wir ehrlich gesagt nach Messe und so auch so 'n bisschen müde und kaputt waren und nicht so viel Lust hatten, jetzt wieder uns komplett neu zu orientieren, sondern wir wollten einfach noch 'n bisschen raus in die Sonne und 'n bisschen wieder Kultur und, und Leben mitnehmen und da bietet sich ja natürlich Spanien auch immer an.

Das stimmt. Ja, dann erst mal vielen Dank für die ausführliche Schilderung. Wie gesagt, wir packen alle Plätze und so weiter noch mal in die Show Notes. Ähm, da könnt ihr das dann noch so 'n bisschen nachrecherchieren, wenn euch das interessiert. Falls ihr dazu erst mal noch Fragen habt, dann schickt uns gerne 'n Podcast@Camperstyle 'ne Mail oder über WhatsApp. Den, äh, WhatsApp-Link packen wir euch auch in die Show Notes. Könnt ihr einfach anklicken und 'ne Sprachnachricht oder Textnachricht schicken. Und schreibt bitte auch immer dazu, ob wir's veröffentlichen dürfen. Ähm, gehen wir dann entweder, wenn's dazu passt hier zu dem Thema nächste Folge drauf ein oder wir packen's dann in unsere extra Folge mit dem Hörer- und Hörerinnen-Feedback. Ja, hast du noch was zu ergänzen oder, äh, bist du sozusagen all deine Gedanken losgeworden, die du dir vorbereitet hattest?

Nee, ich bin eigentlich all meine Gedanken losgeworden. Ähm, ich hab nur noch eine Geschichte, weil auch danach immer wieder gefragt wird, ähm, in Mails und auch in unserer Anfängergruppe zu dem Thema Hunde mit an den Strand nehmen oder nicht in bestimmten Ländern wie Spanien oder Frankreich. Also wir halten es so, dass wir, wenn's irgendwie die Möglichkeit gibt, versuchen, an Hundestrände zu gehen, einfach um auch Stress mit Einheimischen zu vermeiden Vor allem natürlich in der Hauptsaison, in der Nebensaison, wenn kein Mensch außer uns am Strand ist, dann nehmen wir auch mal den Hund mit. Und wenn wir unsicher sind, dann, dann fragen wir einfach die Einheimischen beziehungsweise orientieren uns an denen. Und wenn, ähm, weiß ich nicht, zehn Franzosen mit ihren Hunden an 'nem Strandabschnitt sind, dann kann man, glaub ich, davon ausgehen, dass es so weit okay ist.

Ähm, aber wenn man eben ganz sicher gehen möchte, dann, äh, lieber gucken, wo Hundestrände sind. Die sind auch immer in Google Maps ausgewiesen, so finden wir die auch. Also das war jetzt nur noch mal so 'ne Ergänzung für Menschen, die mit Hund unterwegs sind.

Ja, guter Punkt. Sind ja doch viele, die mit Hund am Start sind. Okay, dann würd ich sagen, im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit, lass uns noch mal eben auf deine Tipps der Woche gucken.

Ja, ich hab wieder was, was überhaupt nix mit Camping zu tun hat. Also wer wie, wie ich grade so 'n bisschen von der Nachrichtenlage, der Weltlage und so weiter überfordert ist und vielleicht sich gerne ablenken möchte, dem lege ich den Instagram-Account Pasta Grannies ans Herz. Das sind also alte italienische Omis, die dabei, ähm, begleitet werden, gefilmt werden, wie sie handgemachte Pasta herstellen. Und für mich gibt's im Moment kaum was Entspannenderes, als diesen Frauen, ähm, bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Und mein zweiter Tipp, da hab ich gestern angefangen: Es gibt 'ne neue Doku-Serie auf Netflix über Robbie Williams, ehemals Take That.

Muss dazu sagen, dass ich nie irgendwie Take That- oder Boyband-Fan war. Ich fand die Musik immer grauenhaft und fand auch diesen Hype immer grauenhaft, weil ich sehr früh mich komplett anders in Richtung Black Music orientiert hatte, schon als Kind eigentlich. Aber ich interessier mich trotzdem für Lebensgeschichten und diese, ähm, diese Dokumentationsreihe begleitet eben Robbie Williams bei sich zu Hause, wie er sich alte Aufnahmen von sich, von Take That und auch von seiner Solokarriere anschaut und, ähm, auch ganz viel Hinter-den-Kulissen-Material, ähm, sich anschaut und dabei eben immer die Geschichten dazu erzählt. Und man merkt wirklich, ähm, wie nah ihm das teilweise noch geht und wie schwer, ähm, auch dieser ganze Weg für ihn war emotional.

Und das find ich irgendwie sehr berührend, weil man ja von solchen Leuten immer das Gefühl hat, ja, die haben ja viel Geld, die können sich ja dann, äh, alles kaufen und dann sind die glücklich. Und genau das Gegenteil ist halt bei ihm offenbar der Fall gewesen und das, ähm, find ich schön, einfach mal so, ja, so 'n bisschen ins Innere von 'nem Menschen gucken zu können. Ob man den jetzt als Musiker toll findet oder nicht, ist da eigentlich unerheblich aus meiner Sicht.

Okay, danke dafür. Da könnt ich natürlich noch spontan auch was dazu beitragen. Ist auch sehr Special Interest, sag ich mal, aber ich hab mir zum Beispiel, ist jetzt schon 'ne ganze Weile her, dass die erschienen ist, die, die, ähm, die Doku von den Beastie Boys angeguckt. Also wer so 'n bisschen auf, auf Rap, Rock, Hip-Hop, Punk und so was steht und, und quasi so wie ich 'n bisschen mit den Beastie Boys auch groß geworden ist. Genauso spannend wahrscheinlich gibt's von sehr vielen Musikern sehr, sehr interessante Dokumentationen. Grade wenn sie einen auch 'n bisschen hinter die Kulissen und vielleicht ein bisschen zumindest hinter die Rolle gucken lassen, kann das durchaus ganz spannend sein, wenn man sich dafür interessiert. Ähm, was für mich der viel größere, äh, oder den viel größeren Eindruck hatte: Wir haben vorgestern hier 'n Kochkurs gemacht.

Ähm, die Inspiration hatt ich tatsächlich von TikTok, hab dann hier in unserer Reisegruppe, äh, im Vorab schon gefragt, ob jemand Bock hat dazu und es hatten alle Bock darauf und wir waren dann quasi beim Kochkurs und, ähm, mehrere Dinge hab ich da gelernt. Zum einen natürlich, äh, 'n bisschen thailändische, äh, Gemüse- und Zutaten-Schule, als auch, dass wenn man, äh, dort in die Kochschule 'n Durian mitbringt und die dort zubereitet, man 'ne immense Strafe zahlen muss, weil halt danach alles stinkt. Und, ähm, und es war auch super spannend, ähm, zu sehen, wie die Gerichte, die man eben hier jeden Tag in den, in den, auf den Straßen so futtert, wie die zubereitet werden und, äh, wie lecker das ist und wie, wie einfach das auch ist, auch wenn man vielleicht nicht immer alle Zutaten zu Hause bekommt. Und ich werde ab jetzt in jedes Land oder in jedem Land, in das ich reise, ähm, einen Kochkurs buchen.

Das ist meine, mein neuer Plan und das ist sozusagen mein erster Tipp der Woche für euch.

Das find ich 'n total tollen Tipp und das werd ich ehrlich gesagt jetzt gleich in meinen, äh, in meine To-do-Liste aufnehmen für wenn ich in Mexiko bin.

Ja, das, äh, das hab ich mir auch gedacht, ähm, und wie gesagt, war 'n super, super cooles Erlebnis. Hat, es, es war auch von der Kochschule perfekt organisiert. Also es hat wirklich auch alles gepasst. Ähm, aber ja, das steht jetzt fest auf meiner Liste und ist mein Tipp. Und der, der zweite Tipp: Ähm, wir starten grade einen WhatsApp-Kanal, weil ihr ja uns relativ viel Feedback auch über WhatsApp gebt. Wir haben festgestellt, der Kanal ist recht beliebt bei euch. Falls es was für euch ist, wir packen den Link in die Show Notes. Ähm, da wird's also wahrscheinlich weniger um den Podcast gehen, sondern das ist eher der Camper Style WhatsApp-Kanal. Das bedeutet, ihr bekommt eben da immer wieder neue Beiträge von uns mit, 'n bisschen Kontext mit, vielleicht auch mal Insights, ähm, so 'n bisschen hinter den Kulissen.

Also wir wollen's da einfach 'n bisschen ausprobieren. Wir, wir haben uns 'n paar Dinge überlegt und gucken einfach. Ihr könnt da interagieren mit, mit Emojis und könnt uns natürlich da irgendwie Feedback geben, was euch besonders gefällt, was vielleicht nicht so spannend ist. Und wir versuchen das weiter uns zu entwickeln. Den Link packen wir mit in die Show Notes.

Ja, und, äh, wenn ihr uns da vielleicht auch was mit auf den Weg geben möchtet, was euch besonders interessieren würde für so 'nen Kanal, dann, ähm, schreibt uns das auch gerne oder schickt uns auch da 'ne, 'ne Sprachnachricht oder Ähnliches, weil wir jetzt ja da unseren Weg auch erst so 'n bisschen finden müssen. Und sofort, Sebastian, ich noch eine, noch eine Sache: Ähm, bei uns geht's jetzt in erster Linie so drum, dass wir euch gerne aktuell informieren möchten über bestimmte Themen, ähm, aber auch zum Beispiel, wenn wir auf Reisen sind, dass wir euch da 'n bisschen zeitnah mitnehmen mit Fotos und mit Tipps und so weiter. Und Campingschnäppchen ist ja auch immer 'n Riesenthema bei uns. Also wo gibt's grade irgendwelche Angebote, bei welchem Campingausstatter und Ähnliches.

So, jetzt du, Sebastian.

Genau, deswegen wird's aber zum Beispiel aktuell nix über Thailand geben, weil es ist eben der Camper Style WhatsApp-Kanal und, und ihr jetzt im Podcast wisst, ich bin in Thailand, ansonsten ist es halt grade kein Thema auf Camper Style.

Sonst ist es geheim. Das wisst nur ihr. Wir sind unter uns.

Genau, deswegen wird's das da nicht so geben, ähm, falls ihr euch wundert, aber wir wollen einfach 'n bisschen ausprobieren, 'n bisschen mehr mit euch, äh, in Kontakt kommen. Allerdings, was heißt das Negative, das nicht so schön ist, der Rückkanal von euch zu uns im WhatsApp-Kanal ist dann halt tatsächlich nur Emojis. Also ihr könnt uns auch nicht direkt da 'ne Nachricht schicken, sondern da müsst ihr dann einfach unseren WhatsApp-Link, äh, nutzen. Wir werden den vielleicht auch immer mal wieder in die Gruppe reinpacken, dass ihr uns auch Nachrichten schicken könnt. Ist 'n neues, ist 'n neues Thema, probieren wir aus. Ähm, gucken wir mal. Das einfach nur als Tipp, ähm, als zweiter sozusagen Tipp, auch wenn's quasi heimliche Eigenwerbung ist. Ähm, ist es vielleicht doch für mich-

Ist ja offene Ei-Eigenwerbung, aber ist ja auch okay, ist ja unser Podcast. Wir dürfen ja auch Eigenwerbung machen.

Das ist aufgefallen? Okay.

Nein, gar nicht.

Ansonsten vielleicht noch, äh, auch wenn ihr's vielleicht schon wisst, ähm, immer dann, wenn man oder, oder wie hat's, glaub ich, Fritz Meinecke so schön gesagt: „Leben beginnt da, wo die Komfortzone aufhört." Ähm, ich, ich stelle hier in diesem, auf dieser Reise fest, immer wenn ich mich auch aus meiner Komfortzone rausbegebe, also mich, was weiß ich, nicht nur mit den Leuten, die ich hier kenne, im Haus bewege, sondern auch selber mal auf Entdeckungstour in der Stadt gehe oder auf Leute zugehe, dass ich da einfach unheimlich viel mitnehmen kann, auch wenn ich nicht so, also eigentlich eher der introvertierte Mensch bin, der sich eher zurückhält, merk ich immer wieder, wenn ich das tue, muss man ja nicht den ganzen Tag und ständig machen, dass das ganz viele neue, äh, Sachen einem öffnet, viele neue Menschen in sein Leben kommen, viele, viele Erlebnisse und Bekanntschaften. Also versucht ab und zu mal, eure Komfortzone zu verlassen.

Das, äh, fällt mir tatsächlich immer wieder sehr schwer, aber ich merke auch, wenn's passiert, ist es häufig unheimlich bereichernd. Das vielleicht noch so als, als letzten Tipp der Woche von meiner Seite.

Das war jetzt auch 'n schönes Schlusswort, würd ich sagen. Mit, äh, mit dieser Erkenntnis können wir jetzt, glaub ich, unsere Hörerinnen und Hörer ins wohlverdiente Wochenende verabschieden. Und ja, wenn ihr keine Folge verpassen wollt und immer als Erste informiert sein wollt, wenn wieder was Neues von uns da ist, dann abonniert uns gerne. Außerdem freuen wir uns natürlich immer über eure Rückmeldungen und über am liebsten gute Bewertungen auf den Podcast-Plattformen, wo das eben möglich ist. Das freut uns, ähm, das motiviert uns. Wir machen das ja mehr oder weniger auch in unserer Freizeit hier und das hilft uns auch natürlich, dass wir noch besser von anderen gefunden werden.

Zumal wir jetzt grade bei Apple so 'n paar Experten hatten, die halt allein auf der Basis, dass wir gendern, ähm, den Podcast mit ein oder null Sternen, äh, bewertet haben.

Oh, okay.

Was, also ich verstehe die Kritik-

Dabei gendern wir ja gar nicht. Das ist ja immer das Lustigste.

Ja gut, ab und zu machen wir das, versuchen das ja auch, aber letzten Endes, man kann das nicht gut finden, das ist völlig in Ordnung. Wir zwingen ja niemanden dazu, ähm, deswegen den ganzen Podcast schlecht zu bewerten. Okay, es find ich persönlich 'n bisschen schade, weil ich denke, wir investieren hier viel Zeit, aber darum soll's gar nicht gehen. Also wenn ihr, wenn ihr mögt dann und uns bei Apple hört und uns mögt, also beziehungsweise den Podcast mögt und ihr euch weiterbringt oder ihr was lernt, hey, dann gebt 'ne kurze Bewertung. Das würde uns tatsächlich sehr, sehr freuen und auch helfen, weil, ähm, ein Teil des Algorithmus, dass man auch besser gefunden wird, mehr Hörer hat, sind natürlich auch Bewertungen. Das ist nicht alles, aber deswegen noch mal die, die kurze Bitte, wenn ihr uns da hört, tut das gerne. Und ansonsten schickt uns weiter euer Feedback, wie ihr das bisher gemacht habt. Das freut uns auf jeden Fall, hilft uns sehr.

Auch Kritik hilft uns, äh, uns weiterzuentwickeln. Und in diesem Sinne, bis zum nächsten Mal. Tschüss.

Tschüss.

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