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Nachhaltigkeit beim Camping – Teil 1

Episode 173 · 01:02:49

So, hier kommt nun die versprochene (erste) Folge zum nachhaltigen Campen. Wie ihr sehen werdet, ist das ein überaus komplexes Thema, bei dem man oft sehr tief einsteigen müsste, um WIRKLICH nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Auch wir können das häufig nicht fachlich fundiert beurteilen, und oftmals fehlt auch einfach die Disziplin.

Deshalb soll diese Miniserie kein dogmatischer Ratgeber sein, sondern euch einfach ein paar Impulse und Diskussionsanstöße geben.

In Teil 1 sprechen wir darüber, ob Camping überhaupt eine nachhaltige Reiseform ist / sein kann, wie man schon bei der Anreise ein bisschen was für die Umwelt tun und dabei sogar sparen kann und woran man einen nachhaltige(re)n Campingplatz erkennt.

Vielleicht sind ja Maßnahmen dabei, die ihr noch gar nicht auf dem Schirm hattet? Oder ihr habt Tipps auf Lager, die ihr an uns weitergeben könnt? Dann schickt gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per Whatsapp.

Unser Werbepartner

Die heutige Folge wird unterstützt von der Firma CADAC Dometic.

Die CADAC-Grills sind echte Klassiker für Camping-Begeisterte:

Vom zweiflammigen 2COOK, auf dem ihr mehrere Speisen gleichzeitig zubereiten könnt, über den supermodularen Safari Chef oder Safari Chef Compact und den Tischgrill Citi Chef bis hin zum großen, aber trotzdem leichtgewichtigen Carri Chef. Letzteren gibt es ganz neu mit etwas kompakteren 40 cm Durchmesser oder wie gewohnt mit großzügiger 50 cm-Grillfläche.

Zu allen Grillmodellen steht umfangreiches Zubehör zur Verfügung.

Weitere Infos auf www.cadacinternational.com

Tipps der Woche

Nele:
Podcast “Nachhaltig kritisch”: https://nachhaltigkritisch.de/podcast/
Wurmkiste: Starterset von Wurmwelten.de

Sebastian:
Youtube Kanal Finanzfluss
und Spiel und Zeug

Weiterführende Links
Eco Campings

Unser Buch
Camping – das große Handbuch

Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute geht's um nachhaltiges Camping.

Ja, bevor wir damit anfangen, ganz kurzer Hinweis von uns: Wir haben dieses Mal kein Hörer-Feedback für euch. Ich bin sicher, dass nach der letzten Folge wahrscheinlich 'n bisschen was reinkommen wird, aber wir zeichnen jetzt die Nachhaltigkeitsfolge direkt am nächsten Tag zur Hörer-Feedback-Folge auf. Deswegen kann da natürlich jetzt noch nichts bei uns angekommen sein. Wenn ihr uns aber schreiben wollt, herzlich gerne und es ist auch nicht vergessen.

Und falls ihr jetzt keine Ahnung habt, von was Nele redet, dann habt ihr die letzte Folge verpasst. Dann solltet ihr vielleicht erst mal dahin springen. Nee, müsst ihr gar nicht. Könnt ihr auch danach anhören. Wir haben nämlich in der letzten Episode schon angekündigt, dass wir um nachhaltiges Camping oder dass wir uns um nachhaltiges Camping kümmern wollen und sind dann, äh, 45 Minuten oder noch länger am Hörer-Feedback stecken geblieben, weil's halt super spannend war und sehr viel war, was ihr euch, äh, was ihr uns geschickt habt. Und deswegen haben wir heute noch mal 'nen neuen Anlauf gemacht und wir nehmen, wie gesagt, einen Tag später auf und die andere Folge ist auch noch gar nicht, äh, veröffentlicht. Die kommt erst in drei Tagen raus. Und deswegen sch... sind wir sehr gespannt, was ihr uns da schickt und wir machen heute nachhaltiges Camping. Wir wollen also mal, äh, wie ihr's von uns kennt, nicht mit 'nem erhobenen Zeigefinger mit euch darüber sprechen.

Ihr müsst und ihr sollt und ihr dürft nicht, sondern wir wollen euch Impulse geben. Wir wollen euch 'n bisschen Perspektiven geben auf das Thema. Auch wir sind sicherlich nicht die Camper, die oder die Menschen, die absolut nachhaltig leben. Ich möchte fast behaupten, das ist gar nicht möglich oder nur super schwierig möglich und die meisten von uns schaffen das sowieso nicht und es geht uns auch gar nicht darum, sondern es geht uns darum, einfach den vielleicht Impulse für euch zu setzen, dass ihr über Dinge nachdenkt und Dinge ändert. Wenn ihr das macht, super gerne, macht das, äh, schickt uns Feedback und wenn ihr das nicht macht, ist das auch für uns okay. Ähm, das müsst ihr ja dann im Ende mit euch selber ausmachen. Und, ähm, jetzt kommt aber erst mal ganz kurz Werbung.

Diese Folge wird unterstützt von der Firma Kadac Dometic. Ich hab hier ja schon 'n paar Mal erzählt, dass wir selbst große Fans des kleinen Safari Chef 30 sind, aber Kadac hat noch viel mehr tolle Gasgrills und sogar ein Elektromodell im Sortiment.

Da wäre der zweiflammige Two Cook, auf dem ihr mehrere Speisen gleichzeitig zubereiten könnt oder der supermodulare Safari Chef, den es auch als Kompaktmodell gibt und der Tischgrill City Chef oder der große und trotzdem leichtgewichtige Carry Chef. Diesen gibt es ganz neu mit etwas kompakteren 40 Zentimetern Durchmesser. Auch das bisherige Modell mit der gewohnt großzügigen 50 Zentimeter Grillfläche ist weiter erhältlich. Mit diesem Gasgrill könnt ihr eure komplette Familie und bei Bedarf auch noch die Nachbarn versorgen.

Zu allen Grillmodellen steht umfangreiches Zubehör wie Pizzasteine, Kaffeeständer und verschiedene Platten oder Pfannen zur Verfügung. Zusätzlich gibt's viele weitere praktische Helfer, zum Beispiel ein Bluetooth-Thermometer für den perfekten Garpunkt, Grill- und Backmatten sowie Grillwerkzeuge. Und natürlich mein Lieblingsgadget, die kleine Räucherbox.

Auf Kadacinternational.com findet ihr weitere Informationen. Wir packen euch den Link auch noch mal in die Show-Notes, damit ihr ihn euch nicht merken müsst.

Wir bedanken uns bei Kadac und allen anderen Sponsoren für ihre Unterstützung, denn durch Werbung wie diese ist es uns möglich, den Podcast auch weiterhin kostenlos für euch anzubieten.

Werbung Ende.

Ja, du hattest ja auch schon so'n bisschen angedeutet, dass es natürlich 'n sehr komplexes Thema ist, ähm, wo auch viel, ich sag jetzt mal, wie's so schön neudeutsch heißt, Greenwashing betrieben wird. Also dass Produkte oder irgendwelche Maßnahmen als grüner dargestellt werden, als sie eigentlich sind. Und auch für uns ist es häufig nicht möglich, das wirklich, ähm, effektiv zu unterscheiden. Man kann sich viele Gedanken dazu machen und was unser Ziel eigentlich heute ist, dass wir euch in verschiedenen, ja, Lebensbereichen und Campingbereichen Ideen mit auf den Weg geben, die wir teilweise auch selber umsetzen, ähm, teilweise, äh, versuchen umzusetzen und dann kann ja jeder und jede auch für sich entscheiden, was vielleicht die Bereiche sind, wo's am leichtesten fällt.

Denn wie du schon gesagt hattest, Sebastian, es ist nicht möglich oder nur mit sehr, sehr viel Disziplin und Verzicht, das wirklich, ähm, über sämtliche Themenfelder hinweg konsequent zu leben. Aber ich denk immer, jeder auch noch so kleine Schritt ist ja besser als kein Schritt. Und ja, das, deshalb haben wir heute mal so'n paar Sachen zusammengetragen. Das heißt, es sind 'n paar mehr Sachen und ich geh auch davon aus, dass wir wahrscheinlich zwei Folgen dafür brauchen werden, weil wir uns tatsächlich viele Gedanken dazu gemacht haben. Und, ähm, ich würde mal gerne mit der Frage einsteigen und würde das auch mal mit dir diskutieren, Sebastian: Ist Camping überhaupt nachhaltig?

Und bevor wir die Frage beantworten können, sollten vielleicht einmal drauf gucken, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet, oder?

Ja, da hast du sicher was vorbereitet. Ich hab, ich hab dazu nichts vorbereitet.

Ja, ich hab, äh, einfach mal Wikipedia dazu aufgemacht und würde mal ganz kurz vorlesen und dann sprechen wir einmal drüber. Also laut Wikipedia ist Nachhaltigkeit ein Handlungsprinzip bei der Nutzung von Ressourcen. Hierbei soll eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung gewährleistet werden, indem die natürliche Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme bewahrt wird, vor allem von Lebewesen und Ökosystemen. Was bedeutet das? Also wir Menschen haben ja 'n ganzen Tag diverse Bedürfnisse, ne. Wir haben so Grundbedürfnisse, also wir müssen irgendwie essen, wir müssen irgendwie schlafen, wir haben 'n Bedürfnis nach Sicherheit. Das regeln wir, indem wir, äh, eben schlafen, indem wir 'n Dach überm Kopf uns organisieren. Das ist übrigens was, was vielen Menschen, äh, auf dieser Welt gar nicht möglich ist. Und, äh, wir kaufen uns Essen oder pflanzen das auch selber an. Und, ähm- Wenn das Ganze nachhaltig passieren soll, dann müssen wir eben das in unserer Umwelt, also auf unserer Erde, in der Natur, in der wir leben, quasi so gestalten, dass, äh, wir nur so viele Ressourcen entnehmen, wie das System quasi selber oder, äh, nur so wenige Ressourcen entnehmen, damit das System trotzdem weiter existiert, ja.

Also die Natur kann ja da draußen völlig normal überleben, wenn wir da einfach ab und zu mal was zu essen rausnehmen oder vielleicht auch mal 'n Baum rausnehmen, um uns 'n Haus zu bauen. Das Problem ist, dass wir sehr viele Menschen sind und, ähm, unser, unsere Bedürfnisse immer mehr steigen und wir eben in vielen Stellen in den letzten Jahrhunderten, Jahrzehnten, wie auch immer, nicht nachhaltig gewirtschaftet haben, sondern wir haben die Erde viel mehr entrissen, als wir, als sie quasi vertragen kann, ne. Und Nachhaltigkeit bedeutet, wir leben sozusagen nicht unbedingt im Einklang mit der Natur, aber wir scha-, wir schädigen sie nur so weit, dass es sie aber nicht langfristig schädigt. So, relativ kompliziert und ich glaube daher...

Ja, ist 'ne gute Frage: Ist Camping nachhaltig? Ich, ich würde pauschal erst mal sagen: Nein, kann es nicht sein. Ähm, nicht im Großen und Ganzen. Vielleicht in dem Kleinen und der Vorteil ist ja auch, dass nicht jeder Mensch campen geht, sondern dass das eben eine, äh, kleine Teilmenge der Menschen ist. Ich kann und also I-ihr merkt, ich muss da auch 'n bisschen drüber nachdenken. I-ich kann die Frage weder pauschal mit Ja noch pauschal mit Nein beantworten. Ich würde aber tatsächlich dazu tendieren, dass es eher ein Nein ist. Je weniger wir sozusagen dabeihaben, das heißt kein Fahrzeug, ähm, nur 'ne Hängematte, ähm, nur 'n bisschen mitgebrachtes Essen oder dass wir uns, äh, keine Ahnung, von gepflückten Beeren ernähren, desto mehr wird das ganze Thema nachhaltig.

Je mehr wir dabeihaben, also 'n Wohnmobil, ähm, Dinge noch dabeihaben, desto weniger nachhaltig ist die ganze Geschichte. Ich glaube, das können wir sagen. So, das, das würde mich dazu bringen und dann hör ich auf mit dem Monolog. Ähm, es kann nachhaltig sein, muss aber nicht.

Also ich bin im Grunde der gleichen Meinung. Ähm, je mehr Zubehör und auch Geräte man natürlich an Bord hat, also Stichwort Klimaanlage, Heizung, Kühlschrank, was wir ja auch alle haben, also das ist ja auch gar kein Vorwurf, ähm, desto weniger nachhaltig wird's halt. Ich geh mal davon aus, dass auch die Reise mit einem Campingfahrzeug in der Gesamtbilanz, also CO₂-Ressourcenverbrauch, sicherlich nachhaltiger ist als jetzt, äh, 'ne Fernreise mit Hotel, ähm, also Fernreise mit 'm Flieger vor allem mit Hotelbuchung, ähm, wo dann auch noch riesige Infrastruktur unterhalten werden muss oder auch zum Beispiel 'ne Kreuzfahrt, die ja auch, ähm, immer mehr in der Kritik stehen.

Ähm, alleine schon weil ja auch, äh, der, der Spritverbrauch auch bei längeren Reisen mit dem Camper deutlich niedriger ist als zum Beispiel Kerosin bei 'nem Flieger und dann vor Ort der Wasser- und Stromverbrauch meist deutlich geringer ausfällt als bei anderen Reisearten, weil ich natürlich trotz allem weniger Elektrogeräte an Bord habe, als ich das jetzt zu Hause habe mit Waschmaschine, pipapo. Ich hab 'nen kleineren Raum, ähm, den ich beleuchten und beheizen muss. Und, ähm, bei uns zum Beispiel stellt sich auch ganz automatisch 'ne Sparsamkeit vor allem mit der Ressource Wasser ein, weil man ja natürlich, äh, jeden Liter irgendwie sich besorgen muss irgendwo. Entweder man fährt, man muss an 'ne, äh, Ver- und Entsorgungsstation fahren oder man muss halt mit seinen Kanisterchen oder seinem, äh, ähm, seinem Aquaroll, also so 'ne, so 'm Wasserspeicher dann, äh, irgendwo hinrollen und das dann wieder schleppen und in den Tank packen.

Von daher achtet man da natürlich ganz automatisch viel mehr drauf, weil's 'ne Ressource ist, die nicht ständig verfügbar ist, genauso wie Strom ja auch. Ähm, es ist aber aus meiner Sicht trotzdem alles andere als CO₂-neutral, weil ja natürlich auch die Campingfahrzeuge, ganz gleich, ob ich jetzt 'n, 'n Wohnanhänger hinten dran habe oder ob ich mit 'nem Wohnmobil unterwegs bin, ist natürlich 'n Unterschied zu 'nem normalen PKW in puncto, ähm, CO₂-Verbrauch, äh, oder CO₂-Ausstoß. Und, ähm, ja, mein Gedanke dazu ist halt, dass vieles auch dann vom p-persönlichen Reiseverhalten und vom Verhalten vor Ort auch abhängt. Das heißt, wie lange sind die Strecken, die ich zurücklege, f..., um an mein Ziel zu kommen? Wie hoch ist mein Reisetempo? Also bin ich, versuch ich immer auf die Tube zu drücken oder zuckel ich irgendwie gemütlich mit 80 dahin?

Wie viel Verbraucher hab ich im Einsatz? Wie, ähm, welchen Tourismus betreibe ich vor Ort? Also bin ich 'n Anhänger von eher sanftem Tourismus, äh, mach da vor Ort Wanderungen oder Ähnliches? Oder ist es halt eher so, ähm, mit, äh, ja, wie so Pauschalurlaub in die Richtung, wo ich sehr viel dann auch in Anspruch nehme? Und, ähm, natürlich hängt auch viel davon ab, wie geh ich mit Entsorgung um. Also versuch ich dann meinen, meinen Abfall zu vermeiden nach Möglichkeit oder zu trennen. Ähm, natürlich geh ich mal davon aus, dass ihr dann, wenn ihr auch mal irgendwo vielleicht frei steht oder wild campt, dass ihr dann nicht den ganzen Abfall liegen lasst, aber das gehört auch dazu, dass man sich, ähm, wenn eben keine entsprechenden Entsorgungsstationen da sind für Müll, dass man da dann halt den Scheiß auf gut Deutsch gesagt wieder mitnimmt.

Und das sind alles so Faktoren, die dann innerhalb dieser Beurteilung auch mit Sicherheit noch 'ne Rolle spielen. Insgesamt muss man aber ganz klar sagen, die nachhaltigste Reise ist eine, die man halt gar nicht erst antritt. Genauso wie der nachhaltigste Konsum ist einfach nix zu kaufen und wir wissen alle, dass das nicht realistisch ist. Wir alle wollen in Urlaub fahren, wir wollen reisen, ähm, wir wollen uns auch Sachen gönnen und von daher ist halt so unser Credo 'n bisschen In den Bereichen, ähm, wo wir das können, wo das für uns auch in den Alltag integrierbar ist, einfach drauf zu achten.

Und zwei Dinge noch hier zur Klarstellung, die mir aufgefallen sind: Wenn wir über Konsum sprechen, dann meinen wir Dinge, die man kauft, ohne dass man sie zum Leben benötigt, ne. Ich hab ja vorhin gesagt, es gibt gewisse Sachen, die brauchen wir einfach. Wir müssen irgendwie essen, schlafen und es tut uns sehr gut, ein Dach überm Kopf zu haben, also 'ne gewisse Sicherheit zu haben. Wenn das nicht existiert, äh, macht es unser Leben sehr schwer und verkürzt es unter Umständen sehr stark. Aber mit Konsum mein ich, äh, zum Beispiel den Fernseher. Der mag zwar für einige das Gefühl vermitteln, dass er lebensnotwendig ist und ich schließ mich da gar nicht aus, weil ich auch 'n Mensch bin, der sehr gerne Serien guckt, aber er ist an sich zum Leben nicht notwendig. Das heißt, diese Dinge bezeichnen wir als Konsum. Und der zweite Punkt: Wenn Menschen über Nachhaltigkeit sprechen, dann sind sie ganz schnell im CO₂.

Aber das ist nur ein kleiner Teil der Geschichte. Das ist auch ganz wichtig, diese zwei... CO₂-Geschichte, ähm, die, die kommt aus 'ner kapitalistischen Welt, die, äh, im Grunde genommen sowieso gekommen ist, um, um, nicht bewusst, aber als, als Nebenprodukt, äh, alles zu vernichten. Und mir ist gleichzeitig bewusst, dass wir ja auch, indem wir Werbung für Produkte machen, da auch ein Teil des, des Systems sind, ja. Also da müssen wir auch gar nicht drüber reden. Ähm, was ich damit sagen möchte: Es ist viel mehr und das hat Nele ja grade gesagt, es ist, äh, eben sich Gedanken über die Umwelt machen, äh, Müll mitnehmen, es, äh, vielleicht auch Müll sammeln. Es ist, äh, der Gedanke darüber, ähm, wenn ich irgendwo frei stehe, wenn ich campe, dann eben nicht dort, äh, mit Shampoo mir irgendwo die Haare am Strand zu waschen, ähm, mir Gedanken zu machen über diese Dinge, weil das gehört auch zur Nachhaltigkeit.

CO₂ ist 'ne relativ kurz gedachte Geschichte aus meiner Sicht. Das ist sehr schön, weil unsere Gehirne da natürlich sehr gut drauf ansprechen. Das, das können wir irgendwie, das ist 'n metrisches System, ne, das können wir irgendwie greifen und bewerten, aber es ist viel, viel mehr. Und das, das Thema hat auch sehr viele Perspektiven. Also ein Beispiel, was ich nennen möchte, weil Nele auch ja den Flug grade angesprochen hat. Ähm, viele wissen vielleicht gar nicht, dass Kerosin, äh, gar nicht besteuert wird zum Beispiel. Das heißt, wir haben da also, äh, Maschinen, die relativ viel CO₂ in unsere Atmosphäre pumpen. CO₂ ist nun mal ein Treibhausgas, was, äh, für den Klimawandel oder zumindest für den Treibhauseffekt verantwortlich ist. Ich will da jetzt nicht zu tief reingehen, äh, weil damit können wir ganze Folgen, ähm, noch mal machen und das ist nicht unser Punkt. Aber, äh, während es beim Autofahren besteuert ist, da haben wir nämlich 'ne ganze Menge Steuern drauf, unter anderem eben auch eine Steuer, weil eben Autofahren CO₂ produziert und wir quasi damit die Umwelt schädigen und die gleichzeitig mit den Steuern wieder 'n Stück weit aufgebessert werden soll.

So zumindest der Plan. Bei Kerosin zum Beispiel ist das gar nicht. Das heißt, wir haben nicht nur 'ne riesige Menge, die wir reinpumpen, wir haben auch die völlig fehlende Kompensation auf der anderen Seite. Und das ist nur ein Beispiel. Das gibt's an ganz vielen Ecken. Wir haben ja gestern in der anderen Folge, also für euch mindestens eine Woche her, weil wir ja die Folgen zwar manchmal nacheinander aufnehmen, aber immer im Wochenrhythmus veröffentlichen. Auch darüber gesprochen, dass Amazon eben vermeintlich, äh, in, in Deutschland, äh, seine Steuerlast drückt, indem sie eben ins Ausland, äh, gewisse Zahlungen und Einnahmen verlagern. Und, ähm, das ist natürlich auch 'n Thema, weil die Steuern dann hier im Lande nicht, äh, zur Verfügung stehen, um auch, äh, die, die negativen Einflüsse wieder grade zu rücken. Und das ist bei weitem hört das nicht bei Amazon auf, sondern das betrifft letzten Endes alle Unternehmen, die in irgendeiner Form daran beteiligt sind, unsere Umwelt nicht nachhaltig, äh, sozusagen zu behandeln und zu schädigen, ja.

Die ganze petrolchemische Industrie, die ganze Kohleindustrie und alles, was da hinten dran hängt, bis hin zum T-Shirt-Produzenten. Also das, ne, das ist 'n unheimlich riesiges, komplexes System und, ähm, deswegen wollen wir heute nur beim Camping bleiben und auch gar nicht so sehr auf die anderen Sachen gucken, weil Camping ist ein Teil. Aber, und das ist mein wichtigster Punkt: Wir für uns selber sind die Einzigen, die daran was ändern können, indem wir Dinge ändern.

Ja, und wir haben uns eben die verschiedenen Faktoren mal so 'n bisschen näher angeschaut. Wie du ja schon gesagt hattest, es geht jetzt nicht nur um diese CO₂-Geschichte, aber auch, das werdet ihr auch im, im weiteren Verlauf dann sehen, dass es irgendwie dann doch immer wieder auch darauf zurückkommt. Was wir uns gemeinsam mit euch anschauen wollen, ähm, sind die Themen Fahrt zum Urlaubsort, Auswahl des Campingplatzes, dann, äh, Stromversorgung, Stromverbrauch, auch so 'n bisschen in Richtung Heizung und Gas, Toilette und Sanitärzusätze, ähm, dann das ganze Hygienethema, also, äh, Geschirr spülen, Wäsche waschen, Körperpflege, Haushalt, also Putzen und Co, Müllvermeidung, Mülltrennung und Entsorgung.

Dann so 'n bisschen reingucken in die Campingküche und wir haben auch noch 'nen ganz kleinen Exkurs Wildcamping, den wollen wir aber nicht so sehr ausdehnen, weil wir dazu auch schon mal 'ne eigene Folge gemacht haben, wenn nicht sogar schon zwei, ähm, wo wir auch über diese Themen sprechen. Also von daher, das ist so der Überblick. Worüber wir nicht sprechen werden, ist dieser ganze Bereich, ähm, Fahrzeuge, also nachhaltige Ausbauten oder Ähnliches, weil das wär tatsächlich auch noch mal für 'ne ganz eigene Folge was und dazu haben wir auch schon mal, ähm, mit 'ner Kollegin 'n bisschen gesprochen, ähm, die sich da sehr gut auskennt, weil die selber in dem Bereich auch tätig ist beruflich. Und, ähm, wir sprechen jetzt auch nicht en detail über Produkte, die ihr nutzt, was die für 'ne Klimabilanz zum Beispiel haben.

Also auch das ist meiner Ansicht nach, würde viel zu tief gehen. Ich mein jetzt in die Richtung: Wie viel, äh, Ressourcen stecken in 'nem Smartphone? Wie viele Ressourcen stecken in 'ner Klimaanlage oder in 'ner Solaranlage? Das sind alles Themen, die wir halt auch in der Kürze der Zeit maximal streifen können. Es soll in erster Linie drum gehen, euch 'n paar Gedankenanregungen mitzugeben und vielleicht Ideen, ähm, die ihr so noch nicht aufm Schirm hattet oder die man dann auch gerne mal wieder so 'n bisschen vergisst und verdrängt, wie ich das ja selber auch mal mache.

Ja, und dann gehen wir mal rein. Wir, wir fahren sozusagen zu unserem Urlaubsort und welche, welche Dinge können wir denn da tun, die quasi uns nachhaltiger campen lassen? Und, ähm, eine Geschichte ist ja schon die Fahrt und da kommen wir jetzt nicht um die Ecke mit Fahrt mit der Bahn, ähm, und vermeidet das Flugzeug. Das ist für 'n Teil der Camper gar nicht möglich, weil sie haben 'n Wohnwagen hinten dran und der schafft's relativ schwierig auf die Bahn. Also die Ausnahme sind Autozüge, aber es ist eine relativ eingeschränkte Variante. Also gucken wir mal, was können wir denn mit unserem, äh, Fahrzeug, mit unserem Kfz-Gespann oder Wohnmobil, Van, was auch immer wir fahren, tun? Ich glaube, ein großer Punkt ist das Thema Beladung.

Also sprich, nur das dabei haben, was ich wirklich brauche, weil jedes Kilogramm mehr braucht natürlich 'n Quäntchen mehr Sprit. Das ist sicherlich, wenn wir über ein, zwei Kilogramm sprechen, vermutlich kaum messbar, aber wir sind ja schnell nicht nur bei ein, zwei Kilogramm, sondern schnell bei 50, 100, 200 Kilogramm. Kommt 'n bisschen aufs Fahrzeug an. Da sind die meisten Camper sehr nachhaltig, weil sie so 'ne geringe Zuladung haben, dass sie sowieso nichts, äh, zu viel mitnehmen können. Das ist also wieder 'n Vorteil. Aber letzten Endes, das ist ein Punkt. Guckt also, was brauch ich wirklich und, äh, im Zweifel Sachen zu Hause lassen, die ich definitiv nicht brauche. Und da wir das nie so genau wissen, kann es helfen, wenn ihr zurückkommt, einfach mal zu gucken, was hab ich gar nicht gebraucht.

Und dann könnt ihr das beim nächsten Mal zu Hause lassen. Und wenn ihr euch aber beim nächsten Mal noch unsicher fühlt, dann macht ihr das Ganze ein zweites Mal. Und wenn ihr zweimal etwas nicht gebraucht habt, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass ihr's auch ein drittes Mal nicht brauchen werdet, ne. Das, das kann eben ein Weg sein, um da ranzukommen, weil diese Unsicherheit, es doch brauchen zu können, die lässt uns natürlich Dinge mitnehmen, die wir vielleicht doch nicht brauchen. Und wenn man quasi 'n bisschen vergleicht, was hab ich nicht gebraucht, was hab ich gebraucht, dann fällt es einem natürlich einfacher, die Entscheidung zu treffen.

Ausgenommen von dieser Regelung sind natürlich Geschichten wie Basiswerkzeug, Ersatzreifen oder Pannenset, also Dinge, die man naturgemäß nicht ständig braucht, sondern nur in 'nem Notfall, ähm, sondern wir meinen damit natürlich Ausrüstungsgegenstände. Wir haben zum Beispiel über mehrere Jahre vier Campingstühle mitgeschleppt, weil es könnte ja mal Besuch kommen und haben dann gesagt: „Na ja, also entweder kommt kein Besuch oder die Besucher sind vom Campingplatz oder selber irgendwie Camper und haben ihr eigenes Zeug dabei. Oder wenn wirklich mal externer Besuch kommt, dann sitzen halt wir auf Euroboxen." Ne? Also man kann da auch eben viel improvisieren. Das ist jetzt nur eines von vielen Beispielen. Gleiches gilt natürlich für Geschirr. Gleiches gilt für, für Klamotten, die man, ja, unterwegs auch waschen kann.

Dann, ähm, haben ja viele von uns zum Beispiel 'ne Markise und haben dazu noch so Seitenwände. Hatten wir auch immer, bis wir irgendwann gemerkt haben, wir nutzen die vielleicht zweimal im Jahr und da waren wir noch sehr, sehr viel unterwegs. Da waren wir ja immer über Monate oder teilweise sogar Jahre hinweg unterwegs und haben's trotzdem halt nicht wirklich gebraucht, weil das die Orte, an denen wir waren, gar nicht nötig gemacht haben und die sind dann auch halt irgendwann rausgeflogen. Und das summiert sich dann so Kilo für Kilo, bis wir jetzt an 'nem Punkt sind, wo wir unseren neuen Wohnwagen überhaupt nicht vollkriegen, weil wir halt echt nur noch wenig Sachen dabei haben. Und von daher lohnt sich das immer mal wieder nach der Saison dann 'n Blick drauf zu werfen und sich auch für die nächste Saison zu überlegen: Wo fahr ich denn hin?

Wenn ich vorher Wintercamping gemacht hab, hab ich ja 'ne ganz andere Ausrüstung logischerweise dabei, als wenn ich dann irgendwie in Süden fahre, wo man viel weniger braucht für, ähm, unwirtliches Klima. Und da guckt einfach 'n bisschen drauf und sortiert dann ruhig auch mal kräftig aus. Es muss ja, also wird ja nicht weggeschmissen, das ganze Zeug, sondern ihr könnt's ja auch einfach irgendwo lagern und dann einfach mal schauen, wie ihr damit klarkommt.

Ansonsten, wenn ihr da durch seid und, äh, die Dinge nicht mehr dabei habt, die ihr nicht braucht und ich hab tatsächlich kurz überlegt, Nina hat ja gesagt, das gilt nicht für Basisausstattung. Ich habe grad kurz überlegt, ob ich, ob ich widersprechen soll und das sozusagen zur Diskussion stellen soll. Ich hab mich dagegen entschieden. Ich glaube, das ist so 'ne persönliche Geschichte. Ich bin ja mittlerweile der Meinung, dass man manche Dinge halt einfach auch gar nicht dabei haben muss, gerade wenn man einen, einen Pannenschutzbrief hat. Aber da stellt sich natürlich dann wieder die Frage: Was ist nachhaltiger? Ist es nachhaltiger, den Ersatzreifen und das Werkzeug dabei zu haben und es selber machen zu können? Oder ist es nachhaltiger, wenn der, der Pannendienst rauskommt und mich abschleppt?

Und da hört's ja nicht auf. Das geht ja weiter. Bin ich, äh, auf 'ner deutschen Autobahn mit 'nem dicken fetten Standstreifen, wo das auch gefahrlos möglich ist oder wo ich mich gern nicht so gut zurückerinnere, äh, in Spanien an einer, mit 'nem großen Wohnmobil auf 'ner Autobahn, wo du halt gar keinen Standstreifen hast. Schwierig und da sind wir halt dann bei dem Punkt, dass Nachhaltigkeit halt da aufhört, auch wo wieder Sicherheit anfängt und Ähnliches. Also deswegen hab ich's jetzt nicht weiter diskutiert. Wir müssen's auch nicht, nicht völlig übertreiben heute. Es gibt da sicherlich Punkte, die man, die man noch machen kann, aber ich glaube, was deutlich effizienter ist, ist das Thema überhaupt: Wie fahre ich? Also sprich, äh, ich kann natürlich immer an jeder Ampel mit 'm Kickstart losdonnern. Das kann ich auch, äh, versuchen mit 'nem, mit 'nem Gespann oder mit 'nem Wohnmobil und kann dann Vollgas bis zur nächsten Ampel fahren und wieder abbremsen.

Also ich hab's bewusst mal übertrieben. Ähm, oder ich kann halt auch einfach 'n bisschen vorausschauend gucken: Ah, da vorne ist 'ne Ampel, ja, die könnte jetzt auf Rot umschalten, dann lass ich halt einfach das Fahrzeug ausrollen oder wenn die auf Gelb geht, Gelb geht, dass ich dann halt das Fahrzeug ausrollen lasse. Wichtiger Punkt an der Stelle: Lass den Gang drin, nicht auskuppeln und 'n Gang rausnehmen und rollen. Warum? Kommt 'n bisschen auf den Motor an, aber grad die aktuellen Motoren haben 'ne Schut-Schubabschaltung. Das bedeutet, wenn ihr 'n Gang drin habt und das Fahrzeug schiebt quasi aufgrund der Trägheit noch nach vorne, dann braucht es im Normalfall weniger Sprit, als wenn der Motor halt läuft. Und, ähm, das kann also auch noch mal 'ne, 'ne, ein Mehr an Ersparnis bedeuten und berg runter hat's den weiteren Vorteil, dass das Fahrzeug natürlich zusätzlich bremst. Das Ganze ist bei Elektrofahrzeugen noch mal 'ne ganz andere Nummer.

Die bremsen massiv stark ab, wenn du, also Kupplung gibt's da ja nicht, aber wenn du vom Gas gehst, je nach Einstellung, äh, bremsen die dann halt sehr massiv ab, weil die quasi in dem Moment dazu übergehen, den Motor als Generator zu benutzen und wieder Energie in die Batterien zu pumpen. Alles 'ne andere Geschichte. Wir sind grade beim Spritverbrauch und ansonsten natürlich auch einfach gucken, niedriger Drehzahlbereich, also nicht die Bude halt im, im roten Bereich immer fahren. Weil das braucht definitiv viel Sprit und es ist vor allen Dingen auf Autobahnen mit hohen Geschwindigkeiten halt 'n Thema. Auch wenn ihr 'n Sechsganggetriebe habt, ist es häufig so beim Benziner noch 'n bisschen mehr, dass ihr halt im sechsten Gang bei hohen Geschwindigkeiten trotzdem 'n hoher Drehzahlbereich habt, in dem ihr fahrt und dann braucht die, der Motor halt einfach mehr Kraftstoff. Und das sind natürlich Sachen, die man sich oder die man 'n Stück weit einsparen kann und der nette Nebeneffekt an der Stelle ist, ihr merkt es halt auch im Geldbeutel, weil weniger Sprit halt auch direkt weniger tanken bedeutet.

Und ihr merkt es auch am persönlichen Stresslevel, finde ich zumindest. Also wenn ich, wenn ich mir so angucke, grade bei Gespannen, also Kfz und Wohnwagen hinten dran, ist ja immer diese 100er-Zulassung sehr begehrt. Wir haben sie jetzt auch wieder und sind auch froh darüber. Wir durften ja bisher mit unserem alten Gespann nur 80 fahren. Aber es verleitet natürlich auch dazu, dass man dann doch mal einen Lkw mehr überholt und dass man doch 'n bisschen zügiger unterwegs ist. Und grade mit Gespannen muss man sich halt wirklich sehr, sehr stark konzentrieren, damit auch der Wohnwagen hinten nicht zu schlingern anfängt. Und wenn man mit Wohnwagen halt statt der üblichen 80 km/h die 100 fährt, dann sieht man das in der Regel auch, dass man da deutlich mehr Sprit verbraucht.

Also wir haben das selber auch getestet. Nagelt mich bitte nicht auf, auf Literangaben oder Ähnliches fest. Das hängt natürlich auch immer von der Strecke ab. Ist die flach oder, äh, viele Berge oder, äh, viele Kurven, ähm, durch Ortschaften, zum Beispiel Kreisverkehre und so weiter. Aber ich würd mal schätzen, dass so bei längeren Reisen wir so bestimmt 15 bis 20 % Spritersparnis hatten in der Kombination, ähm, damals Skoda Yeti zwei, äh, 2.0 Turbodiesel und 140 PS mit 'nem 1,7-Tonner-Wohnwagen hinten dran. Wie gesagt, das ist jetzt eine grobe Schätzung von mir, aber es war auf jeden Fall spürbar an der Anzahl der Tankstopps im Verhältnis zu, zu, äh, zu Fahrten, wo wir 'n bisschen schneller unterwegs waren.

An der Stelle noch mal der Hinweis: Wenn ihr noch Tipps habt, die wir jetzt vergessen haben, nicht, nicht genannt haben oder auch Dinge komplett anders seht, dann her damit mit eurem Feedback. Schreibt uns 'ne Mail an podcast@camperstyle.de oder, ähm, geht auf unsere Seite camperstyle.de/podcast. Da werden wir-- Ach, da fällt mir grade ein, wir haben ja jetzt ganz neu den WhatsApp-Kanal hinzubekommen, mhm.

Hast du die Nummer?

Dummerweise, ja das ist, das, äh, da erwischst du mich grade auf der linken, äh, auf 'm linken Fuß, äh, völlig unvorbereitet. Nein, die Nummer hab ich grade nicht, aber was wir tun, wir packen auf camperstyle.de/podcast und hier in die Show-Notes den WhatsApp-Link. Da könnt ihr einfach draufklicken, dann geht WhatsApp bei euch auf und dann könnt ihr uns 'ne Nachricht schicken. Dann könnt ihr uns 'ne Sprachnachricht schicken, dann müsst ihr nicht so viel tippen. Ihr könnt uns natürlich auch was tippen oder wenn ihr das halt am Computer machen wollt, äh, dann, dann könnt ihr da natürlich auch uns 'ne E-Mail schreiben und, ähm, wir freuen uns auf euer Feedback. Ähm, wenn ihr uns 'ne Sprachnachricht schickt mit Tipps, mit Diskussionspunkten, sagt doch bitte kurz dazu, ob wir die, äh, im Zweifel veröffentlichen dürfen. Ansonsten fragen wir auch noch mal nach, aber ihr spart uns halt 'n bisschen Arbeit, wenn ihr das gleich mitsagt. Wir würden die euch dann quasi hier auch, äh, zu Wort kommen lassen und eure Sprachnachricht mit vorspielen, wenn ihr das wünscht.

Ansonsten können wir die natürlich auch vorlesen oder auch anonym behandeln, wie ihr das wollt. Sagt das gerne mit dazu. Das haben wir jetzt ganz neu. Wir sind mal gespannt, ob das für euch halt ein sinnvoller Kanal ist, um mit uns so 'n bisschen in mehr Kontakt noch zu treten, um uns 'n, so 'n bisschen mehr Kommunikation auch zu haben, dass, dass wir euch 'n bisschen mehr einbeziehen können. Okay, wieder zurück zur Nachhaltigkeit.

Zum Spritverbrauch. Ja, also Klimaanlage, Standheizung und andere Verbraucher können auch eingespart werden. Also das wirkt sich dann tatsächlich auch auf den Spritverbrauch aus, wenn ihr die halt nur einschaltet, wenn die wirklich genutzt werden müssen. Und, ähm, da gibt's dann aber wieder die Diskussion und daran seht ihr auch wieder, wie schwierig das ist, wirklich effiziente Maßnahmen abzuwägen auch gegeneinander oder, oder zu schauen, wie effizient ist 'ne Maßnahme. Weil wenn ich statt der Klimaanlage bei höheren Geschwindigkeiten halt meine Fenster öffne, dann erhöht sich wieder der Luftwiderstand. Auch das führt zu 'nem höheren Spritverbrauch. Ähm, das ist immer gar nicht so einfach zu beantworten. Also wir persönlich machen's so, dass wir bei höheren Geschwindigkeiten, zum Beispiel auf Schnellstraßen und Autobahnen, wenn's sehr heiß ist, die Klimaanlage laufen lassen und, ähm, innerorts oder bei langsamen Geschwindigkeiten halt Klimaanlage ausmachen und die Fenster runterlassen.

Ähm, das sind keine wahnsinnig hohen Literzahlen, aber über 'ne Reise von mehreren Stunden kann sich das natürlich dann schon auch 'n bisschen bewe-bemerkbar machen.

Da ist ja jetzt die Frage: Wie groß spielt es eine Rolle, dass sich der Innenraum wieder aufheizt, wenn ihr die Fenster offen habt und das muss dann wieder runtergekühlt werden?

Ja.

Also das ist tatsächlich 'n Punkt. Das ist alles gar nicht so einfach und, ähm, jedes Gehirn ist in der Lage, sich das gut oder schlecht zu reden, ja. Also zu sagen: „Find ich gut, mach ich so." Oder auch zu sagen: „Nee, es hilft überhaupt nicht." Und- Das müsst ihr für euch selber entscheiden. Das können wir euch nicht abnehmen. Wir haben auch dazu keine, keine Zahlen, äh, bei 'ner schnellen Recherche gefunden. Falls, falls es da irgendwas gibt, was uns nicht bekannt ist, schickt uns das auch gerne zu. Ich bin nicht sicher, ob so 'ne Details untersucht werden, ähm, aber, äh, es gibt natürlich auf jeden Fall Zahlen, was 'ne Klimaanlage ausmacht zum Beispiel und Ähnliches. Aber wie gesagt, wenn, wenn ihr da irgendwo Sachen habt, wo ihr sagt: „Na wieso haben die das denn nicht gesagt?“, dann immer her damit.

Ich muss dich unterbrechen. Ich hab natürlich Zahlen dafür.

Aha.

Und zwar sind die vom ADAC. Also 'ne Klimaanlage verbraucht je nach Fahrzeugmodell, Technik und Einsatzbedingungen etwa 0,3 bis 1,5 Liter mehr Kraftstoff pro 100 Kilometer. Ähm, und dann bei offenen Seitenfenstern oder Schiebedächern liegt der Verbrauch, der Mehrverbrauch bei 100 km/h, also was ich vorhin gesagt hatte, bei höheren Geschwindigkeiten bei etwa 0,2 Litern Mehrverbrauch. Nur bei niedrigen Geschwindigkeiten, etwa im Stadtverkehr, können daher geöffnete Fenster einen signifikanten Verbrauchsvorteil gegenüber einer Klimaanlage bringen. Aber man sieht ja auch, wie hoch die Spanne ist zwischen 0,2 Liter und 1,3 Liter auf 100 Kilometer, ne.

Das hängt dann also auch wieder von der Klimaanlage ab, wie sparsam die ist. Und, ähm, von daher ist es halt auch so was, da ist ja auch jeder unterschiedlich mit dem persönlichen Hitzeempfinden. Bevor's euch dann die Konzentration und den Kreislauf zusammenhaut, lasst da halt lieber die Klimaanlage laufen und macht nicht die Fenster auf, wo's dann eh nur die warme Luft auch mit reindrückt.

Ja, weil wenn ihr wegen Überhitzung 'n Unfall baut, dann ist die, die ganze Nachhaltigkeit, äh, grade wenn ihr 'n Totalschaden produziert habt, natürlich völlig für 'n Eimer. Aber so finden sich immer Punkte, etwas nicht zu tun. Das ist halt auch 'n wichtiger Punkt, ne. Unsere Gehirne sind da mal mehr, mal weniger gut darin, auch die, äh, ständig Einwände zu finden, Dinge nicht zu machen. Ähm, aber ganz spannend. Äh, danke, danke für die Zahlen. Das ist, äh, ziemlich interessant, dass man das tatsächlich gemessen hat. Und, ähm, ich hatte auch übrigens so ein Liter im, im Kopf als Pi mal Daumenwert. Also Klimaanlage kostet einfach 'n Liter mehr. Ähm, sehen wir jetzt, kann natürlich bei 'nem sehr modernen, sehr effizienten, äh, Klimasystem weniger sein, aber ich denke, damit, damit rechnet man ganz gut, wenn man, wenn man davon ausgeht. Okay. Ansonsten Reifendruck-

Genau

... noch 'n wichtiges Thema.

Genau, das ist ja, glaub ich, relativ unumstritten, dass das wirklich, ähm, sich relativ sichtbar auswirkt.

Ja, wenn ich halt zu wenig Luft drauf habe, dann hab ich halt 'n höheren, eine höhere Auflagefläche, damit mehr Reibung. Äh, Reibung wird Energie oder Bewegungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt. Und, äh, Wärme ist eigentlich nicht das, was wir beim Autofahren unbedingt unten auf der Straße brauchen und das ist halt sicherlich ineffizient. Deswegen achtet auf den richtigen Reifendruck, dass er halt passt. Ähm, der sollte auch nicht zu hoch sein. Ähm, guckt also, was, äh, Hersteller, Reifen und, äh, Kfz dazu sagen, wie der sein soll. Fahrt, äh, vielleicht beim Losfahren einfach noch mal eben zur Tankstelle und checkt euren Reifendruck. Checkt den nicht erst nach 100 Kilometer Fahrt, wenn die Reifen warm sind, weil dann ist der Druck definitiv ein anderer, sondern checkt's halt wirklich im kalten Zustand. Und dann, äh, also das ist generell 'n guter Tipp, weil er halt auch wirklich eure Sicherheit beeinflussen kann.

Das heißt, das richti... der richtige Reifendruck hat auch wieder etwas mit Bremswegen zu tun, mit Fahrsicherheit. Es ist also auch der, aus der Sicht völlig, äh, sinnvoll, das einfach einmal vor der Fahrt kurz zu machen.

Ich hab noch einen Punkt zum Thema Spritverbrauch und Schadstoffausstoß, ähm, den ich einfach noch mal nennen und so 'n bisschen offen diskutieren möchte, und zwar das Thema bei Leerlauf, ähm, den Motor abzuschalten. Viele moderne Fahrzeuge haben ja 'ne Abschaltautomatik, die springt schon, äh, bei 'ner Ampel an beziehungsweise schaltet den Motor schon bei ganz kurzen, ähm, Standzeiten aus. Und das soll auch Kraftstoff sparen und den Ausstoß eben verringern. Ich hab mich jetzt aber neulich mal, als wir unser neues Auto bekommen haben, mit dem Menschen aus der Werkstatt darüber unterhalten, weil der eben gesagt hat: „Ja, könnt ihr hier ausschalten an dem Knopf." Und da war die Argumentation, dass er als Kfz-Mechatroniker das eigentlich für Quatsch hält in puncto Nachhaltigkeit, weil er sagt, dass die entsprechenden Verschleißteile, die da mit dranhängen, eben, ähm, quasi mit jedem An- und Ausschalten, ja, schneller verschleißen und dass das, was an Ressourcen in diesen Teilen verbaut ist, dann wieder die Nachhaltigkeit der Spriteinsparung quasi aushebelt.

Hast du dazu 'ne Meinung?

'ne Meinung ja, aber keine Fakten. Und, äh, das eine ist immer Meinung und das andere sind Fakten. Also s... beim ADAC liest man, dass quasi, wenn man keine Start-Stopp-Automatik hat, äh, den, den Schlüssel ausmachen und die zusätzliche Belastung quasi durch das erneute Starten aus ihrer Sicht zu vernachlässigen ist. Aber auch da gibt's keine Zahlen zu, weil die Frage, die mir jetzt spontan kommt, ist eben, äh, der Mechatroniker, äh, also ich denke, die Aussage grundlegend ist richtig erst mal, dass, äh, quasi jeder, jeder erneute Zündvorgang sozusagen auf die, auf die Laufzeit dieser Komponenten gehen. Die Frage ist jetzt: Wie ist denn die Laufzeit? Übersteigt die halt, äh, das Fahrzeugalter, ja? Also werden alle Teile sozusagen innerhalb eines Fahrzeug-, äh, -lebens erneuert oder nicht? Wenn nein, dann spielt's halt keine Rolle.

Mhm.

Ja, also d-das ist auch gar nicht so einfach. Man, man geht davon aus, dass quasi ein Fahrzeug im Leerlauf zwischen halben und einem Liter pro Stunde braucht. Also das ist 'n etwa wie der Verbrauch einer Klimaanlage. Und das bedeutet, wenn man länger als 20 Sekunden wartet, dann kann es eben sinnvoll sein, Motor auszumachen. Übrigens, was viele nicht wissen, an Bahnübergängen ist es sogar vorgeschrieben, dass man den Motor ausmacht. Und, ähm, aber Fakt ist, mir fehlen die Fakten dazu. Also ich kann dazu nix sagen, ähm, außer dass ich 'ne Meinung dazu habe und d-dass ich, dass ich mir versuche, das irgendwie zurechtzubiegen. Ich mach es, wenn ich, wenn ich länger stehe, also wenn klar ist, dass ich irgendwo länger stehe, ansonsten nicht. Und wenn man dran denkt und, und wirklich an der Ampel steht, die auch 'ne längere Phase hat, wo man das weiß, ist es, glaub ich, aus meiner Sicht 'ne sinnvolle Geschichte.

Ja, und das ist halt auch wieder der Punkt, dass bei vielen Themen der Nachhaltigkeit, wenn man dann mal 'n bisschen tiefer reingeht, als nur an der Oberfläche draufzugucken, auch belastbare Aussagen einfach fehlen. Und, und, und vor dem Hintergrund und das haben wir am Anfang auch schon gesagt, möchte ich auch gerne die weiteren Tipps verstehen wissen, weil, ähm, weil wir halt auch jetzt zum Beispiel, wenn wir gleich zum Thema Campingplätze kommen, ähm, werden wir über zertifizierte Eco-Campingplätze sprechen. Auch da liegen uns ja nur die Informationen vor, die kommuniziert werden, genauso wie bei anderen Campingplätzen, die, ähm, die eben, äh, auf Nachhaltigkeit Wert legen. Und da können wir natürlich auch nicht hinfahren und uns das angucken und wir wissen nicht, wie viel davon wirklich dann auch bis ins Detail umgesetzt wird und sinnvoll ist.

Ein Thema noch vielleicht, wenn wir bei Reifen sind, noch mal das Letzte: Es gibt auch so, also spritsparendere Reifen. Also, wenn ihr mal guckt, der ADAC und auch die Stiftung Warentest testen immer wieder Reifen und schauen sich dabei halt auch die, die Rollwiderstände an und 'n Reifen mit geringem Rollwiderstand, äh, bedeutet natürlich auch, dass er weniger Spritverbrauch hat. Das heißt, ihr habt zum einen weniger, äh, äh, Kraftstoff, den ihr verbraucht. Das heißt, ihr spart Geld und ihr schont auch etwas mehr die Umwelt. Oft ist es halt wieder so, dass dann diese Reifen teurer sind. Nicht immer, aber immer wieder. Und, äh, da muss man natürlich dann wieder für sich gucken, wie passt das mit der eigenen, äh, Kasse zusammen. Aber das kann durchaus auch 'n Thema sein. Also da ist bis zu 'nem halben Liter auf 100 Kilometer durchaus drin und das ist irrelevant, wenn ihr, ähm, 200 Kilometer im Jahr fahrt. Aber es ist natürlich relevant, wenn ihr 20.000 fahrt, ne.

Also auch da macht immer sozusagen die Menge die Musik sozusagen. Wenn ihr viel fahrt, kann das eben auch 'ne Rolle spielen. Wenn ihr nicht so viel fahrt, ist es relativ irrelevant. Ähm, ja, das nur, nur als Tipp, weil dass man das oft gar nicht aufm Schirm hat.

Ja, sollen wir dann mal zu den Campingplätzen kommen? Jetzt haben wir ja die Fahrt hinter uns gebracht. Ähm, das ist für uns tatsächlich auch immer so'n Thema, wobei wir auch da manchmal nicht so wählerisch sein können, weil manche Dinge gibt's einfach nicht vor Ort, wo wir sind oder lassen sich dann nicht so schnell finden. Aber generell, wenn ihr Wert drauf legt, dass, ähm, ihr auch vor Ort auf dem Campingplatz nachhaltig logiert, dann, ähm, guckt doch einfach mal schon bevor ihr den Platz auswählt für euren Urlaub drauf, ob dieser Platz auf seiner Webseite überhaupt irgendwas zum Thema Nachhaltigkeit kommuniziert und wenn ja, was. Also Themen sind da zum Beispiel: Wird da mit erneuerbaren Energien gearbeitet? Also haben die Solaranlagen aufm Dach?

Woraus gewinnen die ihren Strom, ihre Wärme? Ähm, machen die 'ne Wasseraufbereitung? Ähm, es gibt sogar den ein oder anderen Campingplatz, der 'ne, der 'ne eigene kleine Biokläranlage dabei hat. Dann, ähm, wie ist die Anlage gestaltet? Ist es so'n, äh, Golfrasen mit 'n paar Rosenbüschen oder ist es wirklich halt naturnah mit, äh, mit Versteckmöglichkeiten für kleinere Tiere, für Vögel zum Beispiel? Ist es 'ne, ähm, insektenfreundliche Bepflanzung? Sind da einheimische Pflanzen oder lauter Exoten, mit denen die heimischen Tiere nix anfangen können? Und was mir auch immer wieder auffällt, ist, dass viele Campingplätze leider in puncto, ähm, Abfallrecycling beziehungsweise Abfalltrennung sehr, sehr schlecht aufgestellt sind.

Also auf vielen, auch sehr großen Plätzen fliegt halt alles in eine Tonne. Das stört mich persönlich immer 'n bisschen, aber, ähm, du meldest dich grade, du darfst was sagen.

Die, die Hintergründe dazu sind ganz spannend. Ähm, das ist manchmal für die Plätze gar nicht möglich, weil die sind nämlich Gewerbebetriebe und Gewerbemüll ist im Normalfall in Deutschland, ähm, also an vielen Orten oder in vielen Gemeinden nicht getrennt, sondern da gibt's halt 'ne große Mülltonne und fertig. Ähm, das ist der Grund, warum das manchmal gar nicht geht, weil sie keine Möglichkeit haben. Das ist zumindest das, was mir, ähm, zwei Platzbetreiber mal kommuniziert haben. Ich bin mir zwar fast sicher, wenn man möchte, kann man trotzdem trennen. Also auch die Platzbetreiber haben das zumindest dann so gemacht, dass sie für Pappe und Glas, äh, quasi selber noch Gefäße aufgestellt haben. Sie mussten sich dann aber selber um die Entsorgung kümmern. Das heißt, die mussten dann selber zum Recyclinghof und die Sachen da halt, äh, einzeln abgeben.

Und, äh, also auch da ist sicherlich seitens der Gemeinden noch mal 'n Thema, wobei ich auch das ganze Thema Abfalltrennung und Recycling und Aufbereitung und, äh, Verschiffung ins Ausland und so weiter jetzt hier gar nicht aufmachen möchte. Ich glaub, da ist auch ganz viel im Argen. Nichtsdestotrotz ist es, glaub ich, trotzdem sinnvoll, die Geschichten aus meiner Sicht zu trennen. Wer da in der Abfallwirtschaft arbeitet und da 'n anderes Bild hat, äh, als wir es haben, weil wir halt da nicht sind, der möge gerne uns auch da Feedback zu schicken. Ähm, da fehlt uns schlicht der Einblick. Man, man sieht immer mal wieder, ähm, Reportagen dazu, aber es bringt mich trotzdem nicht dazu, nicht mehr zu trennen, weil den, der Aufwand ist aus meiner Sicht, wenn-- Also es gibt dann nachher trotzdem die Möglichkeit, das getrennt zu recyceln und das ist es aus meiner Sicht halt wert.

Ein, ein wichtiger Punkt übrigens noch, was viele ver, äh, nicht wissen, ähm, grade beim, beim gelben Sack, also ne, bei den ganzen Kunststoffmetallsachen, die Sachen nicht ineinander zu stapeln. Also keine Plastiktüte in eine Metalldose zu stecken, weil das, äh, wieder das Recycling halt ziemlich schwierig macht.

Also zum Thema Abfall würde mich das auch wirklich privat für zu Hause sehr interessieren, falls jemand von euch da tiefere Einblicke hat. Ähm, bitte gerne uns schreiben und auch gerne ausführlich uns schreiben, wie man's richtig macht und was da so'n bisschen dahinter steckt, weil das glaube ich, ähm, ja, also wir haben da, wir haben da keine Möglichkeit im Moment an, an Insider-Informationen sozusagen zu kommen, über das hinaus, was halt von den Abfallverwertungsgesellschaften kommuniziert wird.

Und ich würde auch noch mal auf das Thema Rasen zu, zu sprechen kommen, ähm, weil ich das jetzt in Deutschland sehr intensiv gesehen habe, als ich da war. Da wird halt jeder Rasen auch jetzt im Sommer, äh, quasi ganz kurz geschoren, ähm, was bei immer höheren Temperaturen und immer weniger Wasser im Sommer absolut tödlich für den Rasen ist und natürlich auch für alles Getier, was da irgendwo drin leben könnte. Jetzt ist mir relativ klar, dass wir nicht jeden Rasen völlig frei wuchern lassen können, w-wie's geht. Ich würd aber gern eine Lanze dafür brechen, das an Stellen zu probieren und ich bin mir sicher, das ist auch auf Campingplätzen möglich. Und, ähm, zwischen Kurzscheren und sozusagen unkontrolliert wachsen lassen ist ja auch 'ne breite, ein breiter Weg, den man sozusagen gehen kann.

Und, ähm, auch Zelte stehen durchaus auf etwas höherem Gras, wenn es weich ist, gar nicht mal so unbequem. Also ich-- Und die Campingplätze machen das ja vielleicht, weil man's schon immer so macht oder weil's die Kunden erwarten oder weil sie glauben, dass die Kunden es erwarten. Und wenn man halt so hier auch in 'ne, in 'ne Diskussion geht oder in ein Gespräch geht, ähm, kann das natürlich auch langfristig helfen. Was bringt ein hoher Rasen, der einfach wachsen kann? Und da können sich halt wieder Insekten ansiedeln, die wieder dazu beitragen, dass wir, äh, also dass das ganze Ökosystem halt einfach nachhaltiger funktioniert, weil jedes Tier, jede Pflanze hat ja die eine Funktion oder auch mehrere Funktionen im, im, im Großen und Ganzen. Und wenn man das also unterstützt, ist es auch wieder nachhaltiger.

Also gerade auf Campingplätzen ist mir natürlich bewusst, dass, ähm, die Stellflächen, die können nicht überwuchern, weil erstens komm ich sonst irgendwann nicht mehr aus meinem Fahrzeug raus oder aus meinem Zelt und zweitens ist es natürlich dann auch hinterher viel mehr Arbeit, wieder, ähm, das Ganze zu mähen mit 'ner Sense oder ähnlichem, wenn das alles plattgemacht wurde. Ich hab aber mittlerweile etliche Campingplätze schon besucht, wo man einfach an Bereichen, in denen keine Zelte oder Fahrzeuge stehen, so Blumeninseln stehen lässt mit einheimischen Gewächsen. Also angefangen von, ähm, da ist wirklich alles dabei: Wildkräuter, Blumen, auch so'n bisschen Gestrüpp teilweise. Da, da haben uns Igel besucht, ähm, und ganz viele auch Vögel, die man sonst nicht so sieht.

Ähm, dass dann Hecken auch, dass die dann, dass das dann nicht nur so Ligusterhecken sind, sondern vielleicht auch da mit einheimischen Gewächsen gearbeitet wird und dass einfach die, die Grünstreifen nicht ständig runtergemäht werden, weil die stören ja nun wirklich keinen im, ähm, ich sag jetzt mal, im, in der täglichen Campingpraxis, da die, die ganzen, ähm, Wegesränder, die zu den Parzellen führen zum Beispiel. Und da gibt's einige Campingplätze, die haben das sehr, sehr schön umgesetzt und das sieht auch nicht ungepflegt aus. Denn wenn da auch 'n paar Blumen stehen dürfen, dann hast du da ja die, die, ähm, Blüten vor dir, du hast die schönen Gräser. Ähm, also das sind, sind wirklich auch, da fühlt man sich auch wieder mehr am, auf 'm Campingplatz als, ähm, an 'nem Golf, an 'ner Golfanlage zum Beispiel.

Hier auch noch 'n Gedanke dazu, den ich glaub, den man ganz gut adaptieren kann. Ich hab 'n Kollegen, der ist im Versandhandel, die versenden relativ viele Produkte. Und was die machen, die recyceln Kartons. Also das bedeutet, wenn bei denen Ware in 'nem Karton an-ankommt, dann geht dieser Karton nicht ins Recycling, sondern der wird wiederverwendet an irgend 'ner Stelle, um, um Ware zu versenden. Und das ist natürlich jetzt erst mal beim Kunden, der was gekauft hat, unerwartet, weil man rechnet ja irgendwie mit 'nem schönen geblendeten Karton. Und die legen dann 'n Zettel bei und, und erklären das. Ähm, und das ist auch was, was die Kunden verstehen und gut finden. Und das wär jetzt mein Tipp an, an die Campingplatzbesitzer. Und noch mal ganz kurz: Mir geht's nicht darum, dass sämtliche Wiesen auf dem Campingplatz nur noch zuwuchern. Das ist mir klar, dass das völlig unpraktikabel ist. Aber wie du's grade gesagt hast, gibt es Bereiche, die kann man wuchern lassen, ja auch kontrolliert.

Und es gibt auch Bereiche, die kann man einfach 'n bisschen höher wachsen lassen. Es muss ja einfach nicht immer an jeder Stelle auf zwei Millimeter geschoren werden. Weil was man auch vergisst, es geht nicht nur die Insekten, sondern eine, eine Wiese, die wächst, die macht ein viel besseres Klima auch für die Menschen, die darauf campen. Also das darfst du auch nicht vergessen, weil diese, äh, ne, weil dort einfach halt, ähm, äh, na, äh, sch... Sauerstoff entsteht durch die Pflanzen, durch die Photosynthese, weil dort Feuchtigkeit verbreitet wird und so weiter. Also das hat auch fürs Gesamtklima etwas. Und wa... worauf ich eigentlich hinaus möchte, liebe Campingplatzbetreiber, wenn ihr denkt, dass die Leute das doof finden, weil das ungepflegt aussieht, dann pappt halt 'n Schild dran und erklärt, warum ihr das tut. Ähm, dann wird es vielleicht immer noch den einen oder die andere geben, die das irgendwie doof finden und nicht damit einverstanden sind.

Okay, aber ich glaub, die meisten Menschen haben dann dafür Verständnis, wenn sie die Perspektive wahrnehmen. Also kommuniziert und macht's über 'n Schild, macht da 'n schönes Schild hin oder erklärt das auch schon beim Check-in und sagt: „Passt mal auf, wir haben hier einfach Bereiche, da möchten wir ein besseres Klima schaffen. Wir möchten, äh, der Umwelt sozusagen die nicht so sehr, na ja, schädigen." Das kann man sicherlich auch noch schöner kommunizieren, aber erklärt den Leuten das einfach und dann wird das auch eine Akzeptanz bekommen. Und das Ganze gilt natürlich auch andersrum seitens der Besucher. Auch ihr könnt natürlich mit den Campingplatzbetreibern über solche Dinge sprechen, wenn es euch auffällt. Auch wenn das halt 'n, 'n bisschen Überwindung braucht, aber darauf will ich hinaus. Muss nicht alles zuwachsen, aber man kann da halt tatsächlich dosiert Sachen aus meiner Sicht deutlich besser machen.

Und man muss es ja auch nicht negativ ausdrücken. Also ich mach das zum Beispiel immer so, wenn mir so was auffällt, dass ich das dann positiv erwähne und dass ich sage: „Mensch, das find ich aber gut, dass ihr da so Inseln stehen lasst." Weil dann fühlen die sich ja bestätigt darin. Normalerweise beschwert man sich ja eher, als dass man lobt. Und das gilt für ganz viele Lebensbereiche. Und wenn euch auffällt, dass 'n Campingplatz irgendwie da versucht, was zu tun, dann sagt das auch mal, dass ihr das wahrnehmt und dass ihr's gut findet. Dann ist es vielleicht auch 'n Gegengewicht, ähm, zu Leuten, die sich halt so'n Schleckrasen wünschen und die dann zur Rezeption gehen und sagen: „Oh, es ist aber, guckt aber doof aus hier."

Ansonsten natürlich was, was man aufm Campingplatz sehen kann, sind regenerative Energiegewinnungsmöglichkeiten. Also das bedeutet, was halt immer auffällt, sind die Solaranlagen, ob's jetzt Solarzellen sind, also Photovoltaikanlagen, die Strom generieren oder ob's auch, äh, Sonnenkollektoren sind, die quasi Wasser erhitzen. Das kann man relativ gut eigentlich erkennen, weil die irgendwo sichtbar sind. Windräder sind jetzt eher unüblich bei Campingplätzen, ähm, die, die stehen eher außerhalb, aber so 'ne Geschichten kann man auf jeden Fall beobachten. Wasseraufbereitung wiederum wird man nicht sehen, also ob da ökologisch vorgegangen wird, ob Brauchwasser wiederverwendet wird als Brauchwasser und so 'ne Geschichten, das sieht man nicht. Auch da kann ich mich natürlich als Campingplatz wiederum herausstellen, wenn ich solche Dinge tue und sie natürlich kommunizieren, um Menschen, denen das wichtig ist, ähm, auf mich aufmerksam zu machen und das kann eben auch ein Verkaufsargument für einen Campingplatz sein.

Ähm, genauso, da sind wir grade hergekommen, das Abfallrecycling. Auch da kann man drüber informieren, wenn man sich darüber Gedanken macht als Stellplatz. Also ich glaub, das ist ganz wichtig, dass man dann wirklich in die Kommunikation reingeht. Für, für einige Campingplatzbetreiber ist das wahrscheinlich das Normalste der Welt, dass sie sich über diese Dinge Gedanken machen. Ich kann sagen, wenn man nicht darüber spricht, die meisten Menschen, die das nicht aufm Schirm haben, bekommen das dann auch nicht mit und das kann eben auch ein sehr starker, äh, einen sehr starken Marketingeffekt für euch haben. Also nutzt das auch, ne. Mir geht's jetzt nicht darum, ähm, quasi so zu tun als ob, damit man mehr verkauft, sondern wenn man das tut, auch aus Überzeugung, dass man halt auch wirklich darüber spricht, das ist 'n wichtiger Punkt.

Ja, und wenn ihr als Gäste, als Campingplatzbesucher da gerne ganz sicher gehen möchtet oder so sicher, wie man eben sein kann, ähm, dann könnt ihr euch auch mal anschauen, ob vielleicht 'n Ecocampingplatz, 'n zertifizierter was für euch ist. Und was bedeutet Ecocampingplatz? Ähm, die Plätze müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um zertifiziert zu werden. Das heißt, die müssen, ähm, einen oder eine Ecocampingbeauftragte, äh, ernennen, die sich dann eben, ähm, dort quasi um, um die Umsetzung des Konzepts kümmert. Dann gibt's 'nen Vor-Ort-Check von, äh, den Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen durch einen oder eine Vertreterin von Ecocamping. Dann gibt's auch 'n Leitbild, ähm, das will ich euch jetzt nicht alles aufzählen, das muss auf jeden Fall unterschrieben werden und der Campingplatzbetreiber muss einen Maßnahmeplan zu diesen Zielen des Leitbilds, ähm, mit mindestens zehn Verbesserungen für die drei Folgejahre, ähm, erarbeiten.

Und da geht's insbesondere um Themen wie Energieeffizienz, was ich grade auch schon gesagt hatte, dann Abfallvermeidung, ähm, naturverträgliche Energieerzeugung, Luftreinhaltung, Vermeidung von Belastung der Böden und Gewässer, auch 'n ganz wichtiger Punkt. Da kommen wir auch, ähm, gleich noch mal zu. Förderung der Artenvielfalt, was wir auch grade schon genannt hatten und Regionalität von Produkten und Dienstleistungen sowie Reinigung mit umweltfreundlichen Stoffen. Ähm, wir haben zu dem Thema Ecocampingplätze auch 'n ausführlichen Artikel geschrieben, da könnt ihr das noch mal alles nachlesen. Den packen wir euch gerne in die Show Notes, da ist es noch mal alles genau aufgelistet. Und über diese Maßnahmen hinaus muss der Campingplatz 'ne Dokumentation des Jahresverbrauchs an Strom, Heizung, Wasser und Restabfall, also Menge an Restabfall, während der letzten drei Jahre erstellen, inklusive CO₂-Bilanzierung.

Ähm, wie ihr schon hört, ist es natürlich 'n großer Aufwand. Das heißt, es könn, kann natürlich auch Campingplätze geben, die diese Kriterien grundsätzlich erfüllen, die aber sich nicht um diese Zertifizierung bemüht haben, weil's vielleicht einfach auch im operativen Geschäft nicht möglich ist, so umzusetzen. Genauso wie's viele Höfe gibt, die nach Biokriterien arbeiten, die sich aber keine Zertifizierung holen, weil's, ähm, in diesem Fall auch teuer ist, aber eben mit sehr viel bürokratischem Aufwand verbunden. Aber das sind so Punkte, da könnt ihr auch bei anderen Campingplätzen drauf achten und wenn ihr's eben dann zertifiziert haben möchtet, dann habt ihr europaweit, glaub ich, in etwa 200 zertifizierte Ecocampingplätze zur Auswahl. In Deutschland sind's ungefähr 150.

Also in Deutschland deutlich stärker vertreten als in anderen Ländern mit dieser Zertifizierung. Es gibt aber auch in den Nachbarländern eigene, ähm, Initiativen, die so was Ähnliches machen. Auch da könnt ihr euch mal 'n bisschen umhören.

Und Nele hat gesagt, wir kommen gleich noch zu weiteren Themen, aber ich glaube nicht, dass wir das tun.

Ja, ich hab auch grad auf die Uhr geguckt.

Wenn ich auf die Uhr schaue, sind wir schon über, äh, unserer Grenze, die wir uns so 'n bisschen gesetzt haben, äh, drüber. Deswegen würde ich sagen, machen wir hier einen, einen Cut. Wir sind jetzt quasi auch mit der Auswahl des Campingplatzes so weit durch. Wir sind, äh, quasi hingefahren, wir haben Campingplatz ausgesucht. In der nächsten Episode würden wir uns so 'n bisschen mit dem Verbrauch beschäftigen, was dann fort noch, äh, möglich ist und machbar ist. Gebt uns mal 'n Feedback, wie euch die Folge gefallen hat, ob das, ob euch das irgendwie weiterhilft, ob ihr da Impulse mitnehmt, ob euch das überhaupt nicht interessiert. Und natürlich auch wenn ihr Tipps habt, äh, her damit, wenn ihr Gedanken habt, wenn ihr in irgend 'ner Branche seid, die, äh, zum Beispiel Recycling und so weiter, die, die wir angesprochen haben, aber wo uns das Wissen fehlt und ihr uns da welches geben könnt, ob anonym oder nicht, dann her damit.

Wir packen in die Show Notes, wie gesagt, noch mal den WhatsApp-Link mit rein, dass ihr uns da auch super einfach, äh, 'ne Sprachnachricht oder auch 'ne Textnachricht zukommen lassen könnt und wir werden da natürlich auch antworten. Ähm, wahrscheinlich nicht zeitnah, ähm, aber zumindest, sagen wir mal, so in den normalen Arbeitszeiten werdet ihr da auch ein Feedback von uns bekommen. Es ist, wie gesagt, auch jetzt für uns 'n neuer Kanal, den wir ausprobieren. Lasst uns gemeinsam gucken, wie's passt und, äh, seid nicht sauer, wenn's 'n bisschen ruckelt oder mal stockt, aber ich, wir sind da guter Dinge, dass das 'n-- Ganz spannender Kanal sein kann. Ansonsten Feedback an podcast@camperstyle.de, wenn ihr uns 'ne Mail schreiben wollt.

Wollen wir unsere Tipps der Woche, ähm, jetzt noch geben zu dieser Folge und nächstes Mal noch mal oder wollen wir die schieben? Nee, ich glaub, dieses Mal machen wir, ne?

Wir, wir haben ja tatsächlich welche und deswegen würd ich sagen, natürlich, hm, bauen wir die mit ein und, ähm, mal gucken, ob wir dann nächstes Mal wieder welche finden. Mir fällt das tatsächlich schwer, immer, äh, etwas, was ich grade neu habe, äh, aufm, äh, zu finden, aber da gewöhn ich mich noch dran.

Ich hab immer ganz viele Tipps. Mir ist es nur immer 'n bisschen peinlich, dass sich so viele in der Ecke, äh, Klatsch und Tratsch und so, ähm, so Celebrity-Podcasts und so was bewegen. Deswegen, ähm, hab ich heute mal versucht, Tipps zu finden, die zum heutigen Thema passen. Und da hab ich einmal den Podcast „Nachhaltig Kritisch". Der ist von zwei Journalisten, ähm, die haben auch 'nen gleichnamigen Instagram-Kanal und die behandeln Themen aus verschiedenen Gesichtspunkten heraus, wie zum Beispiel grüne Finanzen oder Mythen der Energiewende oder auch so'n Reizthema wie, wie nachhaltig sind Hunde. Da fühl ich mich natürlich auch persönlich 'n bisschen getriggert. Oder auch, äh, so viel Tier steckt in Fleischersatzprodukten.

Also die gucken sich das mal alles genauer an, ähm, gehen da auch 'n bisschen tiefer in die Recherche und ich find das eigentlich ganz spannend, weil man auch da immer wieder mal neue Gedanken, ähm, Impulse bekommt. Und ein Tipp, ähm, bei dem ich sehr, sehr traurig bin, dass ich den selber nicht mehr umsetzen kann, ist die Wurmkiste. Ich hatte eine selbstgebaute Wurmkiste, das heißt, ähm, das ist so'n Etagensystem, wo man eben, ähm, mit Würmern arbeitet, die da, äh, die immer mit Küchenabfällen gefüttert werden. Ist auch so 'ne kleine Wissenschaft für sich, hat aber unheimlich Spaß gemacht und hat unser Müllaufkommen also wirklich ganz erheblich reduziert, weil halt der ganze, die ganzen Pflanzenreste, äh, vom Gemüse und vom Obst da in der Wurmkiste gelandet sind.

Und ich musste die halt leider wieder abgeben, weil, ähm, ich zu wenig zu Hause bin und mein Vater mir sehr deutlich gesagt hat, dass er gerne meine Pflanzen versorgt, aber keinen Bock hat, ständig irgendwelche Würmer zu füttern. Und deshalb hab ich die dann nach dem, ähm, nach der Corona-Zeit an 'ne liebe Freundin verschenkt, die die sehr gut gebrauchen konnte, weil die halt so'n bisschen Selbstversorgergärtchen hat. Aber auf jeden Fall, das ist was, was unheimlich schön ist, wenn man sieht, dass aus Abfall wieder was wird. Ihr könnt den Humus dann entweder irgendwo in die Natur bringen, den entstandenen, oder ihr habt halt Pflanzen, ähm, vielleicht auch sogar Gemüsepflanzen, für die den, für die ihr den nutzen könnt. Und die Würmchen sind einfach auch zuckersüß, wenn man die so beobachtet, wie sie dann so an den, an den, äh, Pflanzenresten nibbeln.

Ich hab das mit IKEA-Boxen und 'nem Starterset von wurmwelten.de ausprobiert, unbezahlte Werbung, aber es gibt auch richtig komplette Wurmboxen, die man sich kaufen kann, Wurmkisten. Die sind dann halt entsprechend auch teuer, aber dafür sehr schön anzuschauen.

Wenn's unbezahlt ist, ist es doch keine Werbung, oder?

Ich mach das so wie die Influencer, die sagen das auch immer dazu: Unbezahlte Werbung.

Ja, ich glaub, 's Quatsch. Wir sagen dazu, wenn wir bezahlt werden und dann passt das. Also das ist mir gerade aufgefallen. Ähm, ja, das wär tatsächlich auch 'n Thema, was ich hier immer mal versuche. Hier in Portugal ist das Thema Kompost 'n bisschen schwieriger, weil's halt sehr trocken und sehr heiß die meiste Zeit des Jahres ist und man hier so was wie Wurmwelten nicht hat. Also so Würmerstartersets hab ich hier noch nirgendswo gesehen. Ich versuche mich seit Corona an dem Thema Komposthaufen, äh, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert, aber, äh, das sollen nicht meine Tipps sein. Meine Tipps sind eigentlich zwei YouTube-Kanäle, ähm, die ich sehr gerne gucke. Und zwar ist das eine, also hat doch beides gar nichts mit Camping zu tun. Das eine ist, ähm, der YouTube-Kanal Finanzfluss. Und zwar das, äh, wird das betrieben von 'nem, ähm, Menschen, der sich, also der sich viel mit Finanzen auseinandersetzt, und zwar auf einem relativ einsteigerfreundlichen Level.

Also das heißt, wir Deutschen sind ja nicht unbedingt bekannt als das Volk der großen Investoren und der großen Aktienbesitzer. Das auch 'n bisschen historische Gründe hat. Nehmen wir mal zum Beispiel den, die große Telekom geht an die Börse Geschichte, die ja, äh, maßlos gefloppt ist. Ähm, trotz alledem ist es aus meiner Sicht halt grade für, nicht nur, aber im Speziellen auch für jüngere Menschen natürlich spannend, 'n bisschen Altersvorsorge auch sich, äh, an der Börse zu beschäftigen. Und damit meine ich gar nicht Aktien kaufen, sondern grad das ganze Thema ETF. Ich will da jetzt auch nicht so tief einsteigen, aber lange Rede, kurzer Sinn: Dieser Kanal, ähm, gibt tatsächlich so 'n schönen Einstieg, grad wenn man auch die ersten und älteren Videos anguckt und, äh, zieht halt auch immer wieder spannende Themen raus, die eben so uns Normalos interessieren, die eben einfach nur für die, für die Altersvorsorge nebenher so'n bisschen Sparplan laufen lassen zum Beispiel.

Also ich hab da tatsächlich auch 'ne ganze Menge Wissen rausgezogen. Die haben auch 'n Podcast, äh, den ich ehrlich gesagt nicht höre. Ich bin dann eher so da der YouTube- oder Videomensch, ähm, kann man immer noch 'n bisschen was dazu sehen. Also absolute Empfehlung von meiner Seite, Finanzfluss. Und der Kanal Spiel und Zeug, ähm, da geht's weniger um Spielzeug, sondern es geht vor allen Dingen um, äh, Technik und Smarthome. Also das heißt, alles, äh, Hau-, Heimautomatisierung, also alle Sachen, die da 'ne Rolle spielen. Das ist, äh, im Camping noch nicht so weit verbreitet. Auch wenn wir zum Beispiel im Wohnmobil 'ne Alexa haben, die diverse Dinge steuert und hier im, im Tiny Home noch viel, viel mehr. Also da geht das Licht alles damit steuern. Aber da, bei ihm geht's halt viel um so 'ne Technologie dazu. Er informiert darüber, was, was es da Neues gibt, stellt Geräte vor, testet und, ähm, guckt auch immer 'n bisschen über'n Tellerrand.

Also hat sich 'n Tesla geholt und stellt den vor. Grade haben sie 'n uraltes Haus gekauft und sanieren das und dann sind eben Themen wie Solar und, ähm, energieeffizientes Haus, äh, ein Thema. Also sehr, sehr breiter Kanal in dem ganzen Thema. Andreas, der Mensch, der den betreibt, hat eine sehr lustige Art, die Dinge sozusagen aufzubereiten. Also das heißt, man, man kann das auch immer mit 'nem Schmunzeln betrachten und, ähm, er veröffentlicht jeden Sonntag, glaub ich, 'n Video und das ist halt auch immer was, ne, bis Sonntag, äh, irgendwie nach dem Frühstück, äh, guck ich gerne seine Videos. Also auch ein absoluter Tipp von meiner Seite, wenn man sich so 'n bisschen für diese Themen interessiert.

Ja, dann haben wir's, glaub ich, für heute. Auch wenn ihr irgendwelche Tipps habt, ich hab's ja auch schon in den letzten Folgen, glaub ich, gesagt, dann schickt uns die gerne. Die müssen auch nichts mit Camping zu tun haben. Wir freuen uns auch ganz persönlich darüber, immer wieder mal so'n bisschen unseren Horizont zu erweitern. Vielleicht komm ich dann auch mal von True Crime und, äh, Fraumi-Geschichten 'n bisschen weg bei dem Podcast. Und dann schaltet gern nächste Woche wieder ein. Da geht's dann, äh, eben um den zweiten Teil zum Thema Nachhaltigkeit beim Camping. Bis dann. Tschüss.

Tschau.

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