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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute geht's schon wieder um FKK-Camping.
Wir können von dem Thema anscheinend gar nicht genug kriegen und deswegen haben wir noch mal unsere vier Gäste im Studio, die ihr schon aus der letzten Folge kennt. Ich stelle jetzt nicht mehr alle im Detail vor, weil, ähm, das wäre jetzt wirklich 'ne komplette Wiederholung. Wer die Folge von der letzten Woche noch nicht gehört hat, hört einfach mal rein. Da lernt ihr Sebastian zwei, Timo, Jana und Olaf noch mal ein bisschen genauer kennen und könnt euch auch anhören, was die vier schon so'n bisschen beim FKK und FKK-Camping erlebt haben. Und ich würd sagen, wir steigen jetzt direkt, ähm, nahtlos da ein, wo wir letztes Mal aufgehört haben. Wir hatten ja zuletzt so'n bisschen eure Anekdoten, lustige und auch unangenehme Erlebnisse und haben auch uns 'n bisschen drüber unterhalten, ähm, ja, so was, ähm, dass man eben auch beim Camping oder beim FKK-Camping vielleicht so'n paar Sachen im Hinterkopf hat, die dann manchmal eintreffen, aber nicht immer, weil FKK ja eigentlich mit Sexualität nichts zu tun hat.
Und ich würde gerne jetzt einmal von euch wissen: Was macht ihr denn mit eurer heutigen Erfahrung, um eben nicht auf Plätzen oder auch an FKK-Stränden zu landen, die sich vielleicht auf das Swinger-Thema, Fetisch-Thema oder was es da sonst noch für Spielarten gibt, spezialisiert haben, sondern wirklich reine FKK-Strände oder, ähm, Campingplätze sind, so wie ihr euch die vorstellt. Was, was habt ihr da für Strategien entwickelt? Wonach sucht ihr genau oder wonach sucht ihr vielleicht auch, um zu sehen, ob das irgendwas ist, was ihr nicht haben möchtet? Timo, hast du da irgendwelche Tipps für unsere Hörerinnen und Hörer? Ihr, ihr seid ja alle mit Kindern unterwegs, da muss man ja noch 'n bisschen mehr drauf achten.
Ja, ja, also zuerst mal würd ich gerne sagen, dass es, äh, der Großteil der Plätze, würd ich sagen, ist, äh, sind normale FKK-Campingplätze. Äh, die anderen können mir gerne widersprechen, aber, ähm, ich glaube, ve-vermutlich tun sie's nicht, ähm, denn, ähm, äh, Swingerplätze und so gibt's natürlich auch, aber der Großteil sind FKK-Campingplätze. Aber deine eigene Erfahrung zeigt ja, es kann auch anders gehen. Und, ähm, im Prinzip, ähm, machen wir oder mach ich nichts anderes als zu 'nem anderen Urlaub auch, dass man vorher gründlich recherchiert. Wo landet man da? Meistens reicht da schon 'ne Google-Suche. Ähm, ich kann auch noch mal, äh, die Gruppe, über die wir schon beim ersten Mal gesprochen haben, ans Herz legen oder generell Facebook-Gruppen. Find ich persönlich, ähm, ich weiß, nicht jeder ist so, so, Social-Media-Mensch, der, ähm, ähm, der das mag.
Ähm, ich find's persönlich sehr gut, weil man die wirklich die Leute auch fragen kann, ähm, die wirklich auf den Plätzen waren. Ich, ich kann ja jetzt in der Gruppe Olaf fragen: „Hey, sag mal, hast du was in Kroatien? Welche Plätze gibt's da, die gut sind oder welche nicht?“ Zum Beispiel jetzt. Ähm, genau, also eigentlich Recherche ist alles, sei es über Social Media, äh, über Google, ähm, und einschlägige Plätze wird man dann auch sehr schnell finden. Also wenn's wirklich Swingerplätze sind, wird das, wirst du das auch sehen. Äh, im Zweifel kannst du auch sogar den Platz eingeben mit, mit Swinger und dann siehst du, ob das ist oder nicht. Ähm, aber in der Regel kann man das so ganz gut vermeiden, ja.
Ich vermute auch mal, also den, den Tipp, den du gegeben hast, den würd ich heute auch jedem geben, äh, hier Strand oder Campingplatz in Kombination mit dem Wort Swinger mal eingeben. Das funktioniert sehr gut.
Ja.
Hatt ich jetzt bei dem Parkplatz in München natürlich nicht dran gedacht. Ähm, aber ja, Unschuld vom Lande halt. Aber ich denke auch, wenn auf einem Campingplatz – ich weiß nicht, wie das bei den FKK-Campings so ist – aber wenn da auch Sachen für Kinder angeboten werden, wird das ja jetzt wohl auch nicht so'n Hardcore-Swinger-Ding sein, oder? Wie ist da eure Erfahrung?
Richtig.
Ah, der Sebastian guckt, Sebastian zwei guckt 'n bisschen kritisch. Dann sag doch mal.
Ja, ja, ja, ja. Genau das hab ich auch damals gedacht. Ähm, und zwar ist es passiert aufm Weg, ähm, nach Spanien. Das ist von uns, äh, sind's knapp 1.600, 1.700 Kilometer, wo ich dann gedacht hab: „Okay, das machste, den Rückweg machst du auf keinen Fall in, in, in einem durch", und hatte meiner damaligen Partnerin gesagt: „Du, schau doch mal bitte in deinem Handy, ob nicht irgendwo unterwegs bei 700, 800 Kilometer irgendwo noch 'n Campingplatz gibt, wo wir hin können, wo noch was frei ist." Ja, und da hat sie dann auch was gefunden und dann sind wir da auf dem Campingplatz. Sie sagte: „Hey, das ist 'n riesi-riesiges Naturistendorf und da sind auch Animationen auf dem Campingplatz, äh, auch für Familien. Da kann ja nichts schiefgehen."
Darf ich raten? Darf ich raten, in Südfrankreich?
Ja, in Südfrankreich.
Ich wüsste auch, wo es sein könnte.
Genau, und dann sind wir dann wirklich an diesem besa-, äh, ja, äh, Cap d'Agde gelandet, äh, da heißt der Campingplatz, glaub ich, René Oltha, äh, wo wirklich auch vieles für Kinder ist, äh, für Familien, was für mich hinterher total unverständlich war. Ja, aber da waren wir eben dann zumindest, ähm, zwei Tage an diesem Platz, also eine Nacht, äh, weil ich gesagt hab: „Du, ich bin total platt. Ich muss auf jeden Fall schlafen." Ähm, aber was man da erlebt hat, hat man gesagt: „Okay, wir sind froh gewesen, dass wir damals keine Kinder mithatten, weil das hätt ich gerne meinen Kindern erspart, ne. Da wär ich froh gewesen, wenn ich mich, da hätte vorher informieren können. Und, äh, es war eben 'ne spontane Idee, äh, wo wir einfach nur 'n Platz suchten und da war nicht offensichtlich, dass es sich da um so einen Platz handelt.
Das sagte meine damalige Partnerin mir jedenfalls. Ja.
Also wir waren-
Das kann ja schiefgehen.
Wir waren da selber noch nie Aber nach allem, was ich gehört habe, hab ich tatsächlich mich auch gewundert, wenn man sich so die Website anschaut von dem, von diesem Naturistendorf, da ist wirklich-- Also es klingt nicht so, als würden da Menschen mit Hundemasken an Leinen spazieren geführt werden und Ähnliches. Ähm, aber das, also wir waren selber noch nicht da, aber ich, das ist halt das, was ich immer so mitbekomme, auch von Leuten, die da komplett offen sind. Mir ist es auch wurscht, was andere Menschen machen. Nur ich muss da jetzt dann nicht mittendrin sitzen und erst recht nicht mit Kindern.
Und das wussten wir, ähm, um da noch mal anzuhaken, gar nicht. Und, und wenn man da in dieses Dorf kommt, tagsüber alles super, alles gut, sieht aus wie auf jedem anderen FKK-Campingplatz auch. Wir sind dann zu unserer Parzelle geleitet worden, also das Servicepersonal, ähm, super hochprofessionell. Ja, und dann bezieht man da seine Parzelle und man sitzt da und dann passiert eben das, was du grade gesagt hast. Man trinkt grad seinen Kaffee, ist am Entspannen, hat alles ausgepackt, Vorzelt aufgebaut, wo man denkt: „Hey", und jetzt ruht man sich einfach mal aus. Und dann passiert das, dass da auf jeden, auf einmal jemand an der Hundeleine an der Parzelle vorbeigeführt wird und der Blick schweift von links nach rechts und denkt: „Ups, wo sind wir hier gelandet?" Ne? Ja, aber dann brichst du ja nicht mal einfach alles ab und fährst weiter.
Ähm, wir sind froh gewesen, dass der Tag dann rum war. Mussten dann, weil wir keine Lebensmittel mehr beihatten, dann tatsächlich noch abends in dieses Dorf, um in den Spar-Supermarkt zu gehen und das wirklich an jeder Ecke erlebt man dann ganz geballt Sachen, die man gar nicht möchte. Also da war wirklich noch, dass Partner an der Hundeleine durch, äh, ich sag mal, an die Parzelle vorbeigeführt wird, echt noch das Harmloseste.
Ich hoffe, er hat nicht markiert. Aber ja gut. Wenigstens brauchst du dir dann keine Sorgen machen um das Fernsehprogramm. Da musst du dann ja, kannst du einfach draußen sitzen bleiben. Aber gut, also als Erwachsener kann man so was mit Sicherheit gut wegstecken. Kinder wären da wahrscheinlich so'n bisschen irritiert von, müsste man auch viel erklären und ich geh mal davon aus, dass das nicht jeder möchte. Ähm, wie, wie habt ihr denn immer eure Plätze gefunden, Jana und Olaf, grade auch wenn ihr mit Kind oder Kindern unterwegs wart? Ihr habt ja auch mehrere.
Also wir sind jetzt, wir fahren jetzt, wir stehen ja kurz davor, jetzt nach Ulika zu fahren, nach Kroatien, jetzt am Donnerstagabend. Äh, für uns war Kroatien so das FKK-Land im Ausland. Deswegen haben wir zur Hochzeitsreise waren wir auf Valda, voriges Jahr waren wir auf Korvasada und dieses Jahr auf, auf Ulika. Sind aber jetzt so'n bisschen auf, auf, auf'm Umschwenken und weil das sind riesige Plätze, das ist auch mit allem drum und dran alles schick, aber wir sind jetzt so langsam in die Richtung kleinerer Plätze uns zu suchen demnächst und für die nächsten Jahre, weil wir haben das alles gesehen. Also wir gucken schon immer, äh, dass es reine FKK-Plätze sind, haben aber jetzt auch selbst bei uns in der Lausitz festgestellt, die Swinger-Szene, selbst da gibt's sie im Wald.
Äh, da haben wir uns dann die Nachbarn erzählt und gesagt: „Guckt mal, da hinten neben dem Strand da im Wald, da gehen immer mal welche rein." Aber da sage ich: „Ja, das sind Toiletten noch." Ja, das sind nicht bloß Toiletten. Da geht's richtig zur Sache und ich dann früh mal auch ganz unbedarft mit dem Hund, weil der Hundestrand ist immer nicht so das Allerschönste, wenn man mit dem Hund an den Hundestrand geht. Strand war leer und man hat, man hat ein kleines Fräulein, ist natürlich in den Wa, in den Wald, ja. Und dann hat man dann die Spuren der Nacht gesehen. Und das war jetzt nicht unbedingt das, was ich unbedingt sehen will.
Mhm.
Aber wir haben's auch auf den anderen Plätzen gesehen. Es gibt immer 'ne gewisse Swinger-Klemme. Das wird sich wahrscheinlich nie, äh, vermeiden lassen. Aber so wie auf den großen Plätzen wie Valda, Covasada, U-Ulika, äh, das hält sich dort alles in Grenzen. Und da kann man eigentlich ganz un-ungezwungen mit Kindern da auch hinfahren. Dann wird's natürlich dunkel.
Geht ja auch gar nicht drum, dass es das überhaupt nicht geben darf, sondern eher so wie öffentlich wird das gelebt. Weil ich denke mal, auch wenn man mit Kindern unterwegs ist, ist es ja wurscht, was die Leut, was die Leute in ihren Wohnwagen machen, wenn man's halt nicht direkt mitbekommt oder wenn man selber halt nicht irgendwie angesprochen, angestiert oder sonst was wird, dann können die sich ja da, äh, treffen, wie sie möchten. Ähm, aber wenn man, also würdet ihr auch sagen, wenn ich jetzt vermeiden möchte, auf so 'nem Swingerplatz zu landen, dass ich einfach mal meine Wunschcampingplätze in Kombination mit dem Wort Swinger eingebe und da werde ich im Zweifel auf einschlägigen Foren oder, äh, Webseiten fündig?
Ja, garantiert.
Also du findest auf alle Fälle Familien-FKK-Campingplätze, wo das auf ganz niedrigem Niveau ist, denke ich.
Okay. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht, was ja beim, unter FKKlern auch 'n sehr umstrittenes Thema ist, so mit Geschichten wie, ähm, Tätowierungen, Intimpiercings an verschiedenen Stellen. Stört euch das persönlich? Ähm, findet ihr's egal? Dulden die Plätze das? Dulden die's eher nicht? Und was ist mit so, mit so Geschichten, die, die dann schon wieder mehr in, in die Ecke Sexualität gehen, die man aber auch ab und zu schon mal an Ke, an FKK-Ecken gesehen hat, wie zum Beispiel Penisringe und solche Geschichten. Wie steht ihr da so alle dazu? Ich fang mal mit dir an, Sebastian zwei.
Ja, äh, ich sag immer, äh, mir ist es egal. Jeder, jeder darf sein, wie er will und jeder soll, ähm, sein Leben so leben, wie er will, ähm, solange er mich damit zufrieden lässt, ne? Also ich, du wirst es immer haben, so wie du's gesagt hast, gibt's, äh, Strände, Campingplätze, wo so was vorkommt. Ähm, ich selber kann damit nix anfangen. Ich bin selbst tätowiert, aber nicht gepierct und ich trag auch keinen Schmuck, ähm, so wie's viele andere machen. Da gibt's ja die komischsten skurrilsten Sachen vom Penisring über Prinz Albert und, und, und. Was ich dann schon sehr eindeutig find, wo ich glaube, die Leute, äh, sind in dieser Sparte und die legen's drauf an, weil in meinen Augen, weiß nicht, vielleicht lieg ich da falsch, sind Penisringe kein, kein Schmuck.
Sondern es hat eine Funktion, ne. Es hat schon eindeutig sexuellen Bezug. Ähm, und dann weiß ich, die Leute sind nicht wef-wegen FKK da, sondern wegen Swing. Auch da sage ich: „Leute, macht, was ihr wollt, solange ihr mich, äh, in Ruhe lasst.“ Äh, wo ich's blöd finde und ich musste es wirklich tatsächlich einmal erklären, äh, das war wirklich am FKK-Strand, wenn dann eben ein Kind ganz unbedarft fragt: „Du, sag mal, was hat denn der da baumeln?“ Ne? Sagst du: „Ja, das ist Schmuck“, ne. Ähm, das kann man dann einem kleinen Kind schon mal so abtun. Einem Teenie kannst du's dann nicht mehr verkaufen. Und ich finde, das sind Konfrontationen, wo man eher, ich sag, zumindest ein Teenager eher verschreckt. Ähm, finde ich nicht so gut und die Leute sollten dann wirklich auch dahin gehen, wo sie wissen, hier ist ein Bereich, äh, da treffen die sich und da bewegen die sich.
Finde ich völlig in Ordnung. Ähm, deswegen mache ich's auch. Äh, ich hab gelernt aus meinem Fauxpas von damals. Ich nutze es auch. Ich geb 'n Campingplatz ein mit dem Begriff „Swingen“, ähm, und dann funktioniert's auch immer. Dann weiß ich auch da tatsächlich, ähm, dass man dann Plätze findet, die damit nichts zu tun haben. Auch ADAC kann ich, äh, empfehlen. Die haben auch in ganz 'ne Sparte nur mit Familiencampingplätzen und auch da habe ich bisher die Erfahrung gemacht, hat man nichts mit zu tun.
Mhm. Cool. Timo, bei dir?
Ähm, ja, es ist, ähm, tatsächlich so, so rein persönlich sehe ich das, ähm, auch so wie Sebastian. Das kann mir egal sein, wer da wo was ranhängt oder tätowiert, ähm, was auch immer. Es hat manchmal so ein bisschen den Effekt, ähm, über den wir in der ersten Folge schon geredet haben, dass man dann doch, äh, fast gezwungen ist, hinzugucken, auch wenn man's nicht möchte, ähm, gerade wenn's dann doch ein bisschen mehr ist. Ähm, grundsätzlich hat das dann aber bei mir den Effekt, ähm: „Ah, oh, okay, äh, nee, doch nicht.“ Ähm, und das war's dann. Ähm, was ich schon tatsächlich auch, ähm, für Erfahrung gemacht hab, das hat bei uns, ähm, war das ganz spannend, als wir uns 'n Campingplatz ausgesucht, ähm, haben. Meine Frau hat auch 'ne kleine Tätowierung und es gibt tatsächlich auch Plätze, die, ähm, das nicht möchten, die, ähm, in ihren, ähm, AGBs oder in ihren Platzregeln reinschreiben, ähm, keine, äh, keine Piercings oder Tattoos, wobei ich das persönlich bei Tattoos jetzt nicht verstehen kann, ähm, eben genau, um dieses Klientel nicht zu bedienen.
Ähm, ist zweischneidige Sache meiner Meinung nach. Ähm, ist die Frage, ob das das Mittel der Wahl ist, um das zu verhindern. Ähm, aber man sieht zumindest, okay, das ist bei den Betreibern halt auch ein Thema. Äh, und es sollte einem vielleicht auch, wenn man sich so 'n Platz aussucht, ähm, vielleicht auch bewusst sein, wenn man, ähm, wenn man Piercings hat oder Ähnliches. Ähm, grundsätzlich, ähm, ist es aber bei den meisten nicht so. Es gab ein, zwei Plätze, wo wir auch vorher dann recherchiert haben und gedacht haben: „Oh, was ist das denn?“ Ähm, ähm, aber es gibt auch genug, wo das halt kein Thema ist. Fand ich nur spannend, dass es tatsächlich, ähm, auftaucht auch auf Seiten der Betreiber und dass es offensichtlich Thema ist.
Also wir haben auf Campingplätzen das so noch nie erlebt. Also ich bin am Rücken tätowiert, ziemlich großflächig. Ähm, da wurde noch nicht mal irgendwie geguckt oder so. Und ich hab auch, wenn ich mich zurückerinnere, auf Campingplätzen tatsächlich bisher noch keine auffälligen, ähm, Intimpiercings gesehen, die einem so ins Auge gestochen wären, ähm, aber wahrscheinlich, weil wir uns eher auf sehr kleinen FKK-Plätzen bewegen. Und ich glaub, da ist auch so noch 'n bisschen die, die Atmosphäre etwas familiärer. Wo mir's halt ab und zu mal auffällt, ist an Stränden. Und manchmal ist es auch wirklich so, wie ihr sagt, dass man halt einfach irgendwie nicht weggucken kann, wenn da jemand so 'n Prinz-Albert-Piercing mit gefühlt 'nem Zentimeter Durchmesser in der Eichel kleben hat, dann, ähm, hast du halt schon irgendwie so, also vor allem, wenn der dann halt direkt an deinem Gesicht vorbeiläuft damit, ähm, dann guckst du natürlich schon mal hin, aber ich glaube, dass die Leute es auch nicht stört, wenn man da guckt, weil sonst würden die ja da auch nicht so, äh, rumflanieren.
Von daher, ja, also ich, ich spicker immer so 'n bisschen dann, muss ich zugeben. Wie steht ihr dazu, Olaf und Diana?
Also wir haben da, ach, also was Tattoos oder, oder, oder Tätowierungen anbetrifft, ich sag mal so, es ist nicht unsere Sache. Also unser Ding ist es nicht, aber soll jeder machen, wie er möchte. Ähm, Intimpiercings, ja, also ich hatte vor, ich sag mal, auf Korsika, da kam mir 'ne junge Frau entgegen, die hatte untenrum so 'n großes Intimpiercing. Also bei mir ging's bloß im Kopf: Au, au, au. Also die Vorstellung furchtbar.
Ja, ja.
Da bin ich dann irgendwie... Und einmal ist es uns auch mal passiert, da waren wir an der Lausitz in unserem, ist eigentlich ein klei, sehr kleiner Strand auf dem FKK-Campingplatz. Da lag ich auf der Decke mit Sonnenbrille, manchmal gut. Und da kam ein Mann aus dem Wasser und ich denk: „Was glänzt denn da so von beiden?“ Er kam immer näher, immer näher. Meine Sonnenbrille war sehr hilfreich. Und dann sah ich diesen silbernen Penisring. Und er war ja natürlich erigiert, ne. Das ist ja dafür da. Ich dachte: „Was soll denn das?“ Ich, ich war da so, ich hab dann Olaf angepiept. Ich sag: „Was ist denn das? Was ist denn das?“ Und Olaf: „Lass mich in Ruhe, das weiß ich doch nicht.“ Wir haben dann auch gegoogelt mal, aber ich muss sagen, dieser Anblick, das war so eigentlich nur ekelerregend für mich.
Ja.
Also das war, ich wusste in dem Moment noch nicht, was es war, aber es war unnatürlich und hat dort echt nicht hingehört.
Ja, wir haben uns damit auch nicht beschäftigt, weil das ist jetzt nicht unser Ding. Mir ist das eigentlich egal. Und, äh, sollen sie rumrennen, wie sie wollen, äh, ist mir wurscht. Äh, aber jetzt sind wir mal ehrlich, man guckt schon hin. Wenn da jemand da-
Klar.
Äh, und die wollen ja auch gesehen werden. Also sind wir ja mal ehrlich, die wollen, dass, dass man da hinguckt. Und dann hat sich das auch, dann nimmt man das wahr und sagt: „Hm, gut, wenn er denkt oder wenn sie denkt, ja, aber sonst, ich bin da eigentlich oder wir sind da eigentlich offen. Sollen sie machen, was sie wollen.“
Gibt's denn irgendwelche Fehler oder irgendwelche Fettnäpfchen aus eurer Sicht, ähm, die man beim FKK oder FKK-Camping machen kann? Welch-- Oder sind euch vielleicht selber auch Sachen passiert, wo ihr sagt: „Mhm, würd ich jetzt vielleicht im Nachhinein ein bisschen anders handhaben?“ Sebastian?
Ja, ähm, was mir in den ganzen Jahren schon öfter mal begegnet ist auf, auf Campingplätzen, wo man ja sehr relaxed ist, ne. Und wenn die Männer dann spazieren gehen oder die, äh, holen sich was aus'm Supermarkt und kommen wieder und bleiben an der Parzelle stehen, was viele Männer wirklich nicht merken, so automatische Übersprungshandlung und, äh, die wahrscheinlich angezogen nicht schwimmen wären. Ähm, aber es passiert schon mal hier und da, dass sich Leute wortwörtlich am Sack kratzen, ja.
Oh ja.
Weil sie's gar nicht merk-, weil sie's gar nicht merken, ne. Die unterhalten sich mit dir und es gibt Leute, die fassen sich an den Kopf oder, äh, oder der typische: Ich pack meine Hände in die Hüften und dreh mich nach links und rechts. Und dann gibt's eben noch die Leute, die merken's nicht, die sollten's aber wirklich mal verinnerlichen, die anfangen, sich am Sack zu kratzen. Das ist, wenn man dann da sitzt auf der Parzelle und der Mann steht vor einem, dann ist das sehr, sehr unangenehm. Das sind so Sachen, die muss man wissen, dass die einem nackt nicht passieren sollten.
Und dann bitte nicht auch noch im Anschluss an den Fingern riechen. Das ist dann noch die Steigerung.
Ja, das ist die Steigerung, richtig.
Ja, okay. Also bitte nicht an intimen Körperstellen kratzen. Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Hinweis. Sollte man auch angezogen nicht unbedingt in der Öffentlichkeit machen, aber ist nackt dann natürlich noch schlimmer, wenn man dann die Genitalien auf Augenhöhe noch hat. Äh, Olaf-
Ja.
Bei dir, welche, welche Fettnäpfchen würdest du sagen, sollte man vermeiden oder worauf sollte man achten?
Also ich würde-- Also es ist ja auf den meisten FKK-Campingplätzen auch nicht erwünscht, dass man in die Restaurants nackt geht. Manche machen's ja trotzdem. Dass man, w-w-, äh, wenn man sich im Außenbereich, dann ist es ja mitunter auch erlaubt, dass man da wenigstens ein Handtuch mitnimmt. Was ich auch nicht mag, äh, wenn die Leute dann, obwohl's nicht gewünscht ist, durch die Supermärkte auf den Plätzen, äh, flanieren nackt und dann ja alles baumeln lassen und im Gemüse dann schon hängt, wenn sie sich's Gesch-, Gemüse aus, aussuchen. Das mag ich gar nicht und das sollte man eigentlich nicht tun. Das, grade Restaurants, Supermarkt, da sollte man schon, ja, 'n leichtes Hemd drüber, 'ne Hose und dann ist, und dann ist ja auch alles gut. Fällt mir und vor allen Dingen fällt mir so 'ne Episode ein. Wir waren v-voriges Jahr.
Es war kurz vor Mitternacht, es war warm und ich war mit'm Hund noch mal draußen und mir kam 'ne Frau auch mit'm Hund entgegen. Wir beide splitterfasernackt natürlich, haben uns n-noch nie gesehen, haben uns ganz nett unterhalten mit Hunden und wir sind vom Hundertsten ins Tausendste gekommen und irgendwann hab ich zu mir gesagt: „Was tust du hier eigentlich? Du stehst hier mit 'ner wildfremden nackten Frau mit Hunden hier, die du noch nie gesehen hast. Ist das jetzt richtig, was du tust?“ Für den Moment hab ich gesagt: „Und dann hat sich das aber trotzdem gut angefühlt.“ Hab gesagt: „Wir haben ein nettes Gespräch geführt, haben uns wieder verabschiedet und auch alles gut, aber nachts halb zwölf mit 'ner nackten Frau, die du noch nicht gesehen hast und Hund.“ Äh, hm.
Wär vielleicht zu, zu Hause auf der Hunderunde 'n bisschen komischer als, als auf'm FKK-Campingplatz, aber kann ich nachvollziehen. Das ist ja auch wieder, gehört ja auch wieder so zu den Momenten, wo man dann so 'ne Schrecksekunde hat, weil wär das jetzt angezogen passiert, hättest du dir keine Sekunde Gedanken darüber gemacht.
Aber dir ist noch was, also nicht passiert, sondern er hat noch was erlebt, was man nicht machen sollte. Er ist, glaub ich, auch mal früh, ich weiß nicht, hatten wir da 'n Hund schon? Ist egal, äh, unterwegs gewesen und hat dann zu mir gesagt: „Du, da war so 'n Geräusch links beim Laufen. Ich konnte das nicht einordnen. So 'n komisches Summen.“ Ja, er kam dann ran, da saß ein Mann vor seinem Wohnwagen und hat sich sein bestes Stück rasiert.
Oh nee, bitte.
Also das sollte man vielleicht dann doch.
Ja, da, da hat er, hat er mit 'nem Trockenrasierer dagestanden und hat sich da seine, seine Intimhaare rasiert. Ich dachte: „Nee, das ist jetzt nicht, das ist jetzt nicht dein Ernst.“ Ich, ich wollte nur, ja nee, ich wollte zum Strand runter. Äh, und auf einmal so 'n Rasiergeräusch. Ich dachte: „Was ist das?“ Gucke da hin, Hocker draußen und dann, volles Programm.
Oh bitte. Ich, ich sehe, ich sehe Sebastian II an, dass es da ähnliche Erfahrungen gibt.
Äh, ja, jetzt nicht darauf. Klar, das passiert gerne, dass irgendwelche Leute das vorm, vor ihrem, äh, Wohnmobil machen oder, äh, Wohnwagen. Äh, nicht schön. Ähm, aber was auch viel, was oft passiert: Es gibt ja die Fraktion, ähm, auch grade in der jüngeren Generation, die Leute kennenlernen und meinen, die müssten dann jeden Mann umarmen. Das kann man sicherlich draußen, wenn man sich kennenlernt, gerne tun, aber bitte nicht auf'm Campingplatz, wenn ich jemanden kennenlerne und ich bewege mich nackt, äh, die Distanz einfach so verringern, weil ich glaube, grade beim FKK ist jedem bewusst, ähm, die visuelle Distanz ist nicht gegeben, dafür aber umso mehr die körperliche Distanz. Also man wird nicht einfach hingehen und Leute einfach herzen und umarmen, weil das wär dann auch wieder unangemessen. Auch als Tipp, äh, grade an die jüngere Ge-Generation, die ich da schon mal gesehen hab, die das gerne vollzieht und die anderen dann natürlich total pikiert sind.
Das ist echt 'n total spannendes Thema. Ich hab mir da noch nie Gedanken drüber gemacht, ähm, weil also ich bin eh jemand, der nicht sofort jeden umarmt. Mir, ähm, ich brauch 'n bisschen, um warm zu werden, auch im angezogenen, äh, in angezogenen Situationen. Aber das, das steht ja auch nirgendwo erst mal in keinem Knigge oder in keinen Platzregeln. Deswegen find ich das total gut, dass du das noch mal angesprochen hast. Ähm, wie, wie empfindet ihr das? Weil auch dazu hab ich bisher keine Regel gefunden. Auf vielen FKK-Campingplätzen ist das Personal ja bekleidet. Also wie geh ich damit um? W-wenn ich in die Rezeption gehe, würd ich jetzt zum Beispiel mir zumindest irgendwie so ein Pareo, also so ein Tuch umbinden oder Ähnliches.
Aber man trifft ja die Mitarbeiter auch mal anderswo und hat vielleicht irgendwas, was man die gerne fragen möchte. Und da war ich immer, da hab ich gemerkt so, das war wieder so ein Punkt, wo's mir unangenehm wurde, weil die können sich's ja nicht aussuchen. Die arbeiten halt da. Und da weiß ich ja gar nicht, wie die zu diesem FKK-Thema stehen. Was, was würdet ihr da sagen? Timo, hast du dazu 'ne Meinung?
Ähm, ja, also meine Erfahrung ist, dass zum einen grundsätzlich, ähm, wenn die da arbeiten, die da schon auch zumindest eine Offenheit, äh, für haben. Äh, tatsächlich, ähm, bei dem Platz, in dem wir dieses Jahr waren, ähm, in, in, in Holland jetzt wieder, ähm, war das tatsächlich so: Da haben wir, äh, abends in der Sauna beim Aufguss dann die Frau getroffen, die vorher am Vormittag in der Rezeption war. Ähm, und das hab ich tatsächlich auch schon öfter gehört, dass, ähm, dass meistens tatsächlich, äh, Leute sind, die zumindest Offenheit haben oder teilweise die Sachen auch selber nutzen, äh, sei es Schwimmbad oder, oder, oder. Ähm, ich kann allerdings auch diesen Impuls verstehen, ähm, wenn ich da offiziell, was weiß ich, über irgendwas über meinen Stellplatz wissen möchte. Äh, die Leute haben ja, ist ja quasi eine Uniform, die die anhaben, ähm, äh, dann kann ich das auch verstehen, dass sich da nicht jeder wohlfühlt, dann da nackt vorzustehen, obwohl's ja nicht verboten ist.
Also das kannst du ja durchaus machen, ähm, und da kann einfach jeder das machen, wie er möchte. Also, ähm, grundsätzlich waren wir ja oder ist man ja meistens irgendwie irgendwas hat man ja mit Handtuch ist man ja meistens vielleicht auch unterwegs. Ähm, das kann man sich dann umbinden in so einem Fall, wenn man sagt: „Mensch, ich möchte jetzt vielleicht nicht ganz komplett blank dastehen." Ähm, der, der andere sagt: „Da hab ich gar kein Problem mit", äh, der steht dann da blank und lässt das Handtuch aufm Stuhl liegen oder so. Ähm, also das ist jeder so bisschen wie er möchte, sag ich mal. Ähm, und das Handtuch hat sich tatsächlich auch, ähm, als extrem nützlich, ähm, erwiesen jetzt, äh, bei unseren, äh, Besuchen. Einfach auch, weil du natürlich, wo wir jetzt wieder bei, ähm, Do's und Don'ts wären oder bei Fettnäpfchen, äh, ist immer gut unterzulegen, wenn man Sachen benutzt, äh, auf die man sich draufsetzt und wo andere Leute noch sitzen.
Äh, auch schon öfter gesehen, dass Leute sich dann einfach auf Bänke setzen oder auf Hängematten, die dann da, ähm, vom Platz stehen, wo man natürlich, die man natürlich nutzen darf und die für alle da sind. Ähm, a-aber Handtuch unterlegen ist 'ne sehr, sehr gute Idee. Sollte man tun.
Ja, würd ich auch, äh, drum bitten. Ich hab da nämlich auch immer so'n bisschen so'n Hygienethema. Wie, wie steht ihr dazu, Jana und Olaf?
Ja, Handtuch ist ganz wichtig. Grade, weil du das grad jetzt angesprochen hast, Timo. Äh, grade wenn man auch eingeladen wird, das ist ja manchmal so oder man lädt ein, äh, immer ein Handtuch mitnehmen, äh, das da auf'm, auf'm Hocker oder auf'm, auf'm Stuhl legen, dann ist, das ist okay. Äh, was mir ein bisschen unangenehm war, muss ich ganz ehrlich sagen, das war auf Walhalla. Ich bin früh um sechs auf Toilette gegangen und die Mädels haben geputzt und die flimmerten da alle um mich ringsherum und ich stand am Pissbecken. Äh, das war jetzt nicht unbedingt mein Ding dann. Äh, vorher hab ich's erlebt auf Corversada. Die hatten dann auf kurz, auf der Insel drüben in 'nem Bäckerstand, wo ich immer zum Bäcker gefahren bin und da gehen die Meinungen ganz weit auseinander. Fährt man da nackt hin? Fährt man da na-nackt nicht hin? Ich hab mir immer eine kurze Hose angezogen und ein offenes Hemd, weil ich mir sage, die Bäckerverkäuferin, okay, das ist ein FKK-Campingplatz, aber du stehst splitterfasernackt vor dir und die reichen dir da, äh, die Backwaren rüber.
Ob das immer so, un, äh, das war ja auch ein privater Betrieb, die da ihre Backwaren verkauft haben, ob denen das dann immer so angenehm ist. Und dann sag ich, auch wenn mich da vielleicht mal jemand anmacht, äh, ich geh da angezogen in Anführungszeichen oder leicht bekleidet hin, weil um einfach auch mal ein bisschen Respekt zu zollen denjenigen-
Ja.
-die dort, äh, verkaufen, obwohl's ein FKK-Campingplatz ist.
Das war ja auch das, was, was mich oft stört, egal auf welche, auf welchem Campingplatz es war, ähm, Frauen oben ohne in der Gaststätte, auch wenn's im Außenbereich ist. Wo ich sage, es ist zwar erlaubt wahrscheinlich, die können das machen, aber für den Kellner ist das jetzt nicht unbedingt schön und angenehm, ne. Also da den ganzen Tag da auf irgendeinen Busen stieren zu müssen, stell ich mir wirklich nicht schön vor und, äh, sich 'n Kleidchen drüberzuziehen oder was auch immer, ist ja nun wirklich kein Akt, ja. Genauso wenn, wenn ein Mann mit nacktem Oberkörper da dort sitzt und hat einen Riesenbierbauch. Und also für uns ist immer noch was Gaststätte gehen ist was Besonderes, ne. Äh, man genießt das und da tun wir uns auch entsprechend verhalten.
Und anziehen.
Ja, wenigstens ein bisschen.
Ein bisschen schon. Ein bisschen.
Also bei mir, bei mir geht's da tatsächlich auch eher um, um den Respekt oder so, äh, ja, Respekt oder, oder irgendwie auch so'n bisschen, ähm, die Würdigung des Personals, die ja, wie ich vorhin gesagt hatte, sich vielleicht den Job auch nicht wegen FKK ausgesucht haben, sondern für die ist es halt 'ne Arbeit, ne. Oder auch die, die Putzhilfen, die Mitarbeiter in den, in den, ähm, einzelnen Einrichtungen. Und das, da geht's tatsächlich drum, dass es nicht mir angenehm ist, weil die mich nackt sehen, sondern dass ich oft das Gefühl habe, ähm, dass es für die vielleicht irgendwie komisch sein könnte. Und gibt ja auch noch mal Unterschiede, was auch so die konservative Einstellung von Region zu Region oder von Land zu Land angeht, wo man denkt, vielleicht verletzt man da auch irgendwelche religiösen oder sonstigen, äh, moralischen Gefühle.
Und da hab ich dann eher so immer den Impuls, mich da so'n bisschen zurückzunehmen. Aber es hat mich jetzt einfach mal interessiert, wie das, wie ihr das empfindet, die ihr das ja auch schon teilweise sehr lange macht. Hm, wir haben über ein paar Länder schon jetzt gesprochen, ganz kurz. Also Kroatien ist natürlich ein Klassiker beim Thema FKK und auch FKK Camping. Welche Länder sind denn eurer Erfahrung nach im FKK-Bereich noch relativ stark vertreten? Mir würde jetzt spontan einfallen Frankreich. Was habt ihr sonst noch so aufm Schirm?
Also ich bin unheimlich gern, muss ich wirklich sagen. Ich war in so vielen Ländern jetzt mittlerweile, hab geguckt, wie geht's da mit, äh, mit FKK. Und am, am heimischsten fühl ich mich immer noch in den spanischen Gefilden. Ähm, weil da hab ich wirklich so das Gefühl, auch wenn's, ja, urtypischerweise 'n erzkonservatives katholisches Land ist, ähm, hab ich die Erfahrung gemacht, dass die Spanier da mega tolerant sind. Und wie gesagt, die Änderung jetzt auf Fuerteventura, dass sie die ganzen Bereiche, festgelegten Bereiche einfach aufgehoben hat, zeigt mir einfach, ähm, wie tolerant dieses Land ist. Und das hab ich auch an der Costa Brava, an der Costa Blanca so erfahren, dass du wirklich, du ziehst dich aus oder eben nicht. Ähm, urtypisch ist vielleicht auch, ähm, dass in Spanien es so ist, dass keiner 'n Privatstrand haben darf. Also jeder Strand, den's irgendwo in Spanien gibt, muss für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
Ähm, von daher kann man wirklich überall gucken und da fand ich das wirklich, ähm, toll. Ähm, ansonsten Nationalität, ähm, par excellence, die Holländer, die sind da total schmerzfrei, ähm, egal wo an der holländischen Küste. Ich glaub, die FKK-Bereiche haben die nur für die deutschen konservativen, äh, Touris gemacht, weil, äh, Holländer an sich, denen ist es egal, ob die nackt sind oder angezogen. Ähm, das find ich auch ganz toll.
Timo, ähm, teilst du die Einschätzung oder hast du noch andere Tipps?
Ja, ähm, also die Erfahrung hab ich tatsächlich auch gemacht. Wir waren, ähm, ja, in Flevo Natur auf dem Platz. Ähm, das kann ich eins zu eins so bestätigen, dass sie da ganz, ähm, offen natürlich sind. Ich hab auch das Gefühl, das ist auch mehr Volkssport da vielleicht schon fast, ähm, als, äh, in manchen anderen Ländern. Ausnahme vielleicht, ja doch, Kroatien, Südfrankreich, da sind ja schon die Hotspots. Ähm, und was ich noch anbringen wollte an der Stelle, ist auch Deutschland tatsächlich auch, wenn man's vielleicht nicht direkt auf dem Schirm hat. Äh, aber Deutschland ist das Ursprungsland, äh, des FKK und grade an der Ostsee, ähm, wisst ihr ja, da haben wir schon ausgiebig drüber geredet, ähm, dass ja jeder ja auch teilweise da Erfahrung gemacht hat. Ähm, eben, da gibt's auch mehr, als man denkt. Ich hatte-- gestern haben wir mit 'nem befreundeten Paar tatsächlich noch in der Sauna da drüber geredet, ähm, dass es so viele Plätze gibt, die man vielleicht gar nicht kennt.
Als, grade als jemand, der mit dem Thema FKK nichts zu tun hat, muss man sich einfach mal 'n paar Karten aufrufen. Ähm, fast jeder hat in der Nachbarschaft irgend'n Platz, von dem er nichts weiß. Ähm, das, ähm, ist tatsächlich auch interessant. Wenn man da wirklich mal nach Google mal guckt, ist es spannend, was man dann vielleicht doch so alles entdecken kann.
Und beim Thema FKK-Campingplätze, also was, was ihr jetzt gesagt hattet, ist ja so 'n bisschen gemischt mit Stränden, ähm, und Seen auch. Also die sehen wir auch ganz häufig, aber FKK-Campingplätze. Ähm, Jana und Olaf, das ist ja so 'n bisschen euer Spezialgebiet. Darum geht's ja auch in der Gruppe sehr stark. W-w-wo würdet ihr da Schwerpunkte sehen?
Eigentlich Kroatien.
Kroatien vor allen Dingen. Äh, und, und, äh, also ja, bei uns im Osten, die Ostseeküste ist ja noch geprägt so bissl mit den letzten Ausläufern der DDR, äh, dass da noch bissl mehr FKK vertreten ist, obwohl das ja auch schon ganz schön zurückgegangen ist. Äh, da findest du schon noch was, aber jetzt, wir haben jetzt dieses Jahr auch ja ein paar Plätze hier auch im Osten neu ausprobiert, wie in Thonsee kurz vor Berlin. Äh, Rezsee in, in Mecklenburg-Vorpommern waren wir auch schon vor paar Jahren mal über Pfingsten. Ist auch sehr schön und da gibt's auch ganz viele oder nicht ganz viele, aber es gibt schöne Plätze dort, auch FKK-Campingplätze, auch kleinere, nicht, nicht, nicht die großen Dinger. Ja, Deutschland ist auf alle Fälle schon 'n FKK-Campingplatz, äh, äh, Land. Aber es ist, ja, man muss suchen.
Wollt ihr denn mal einfach eure Lieblingsplätze hier in die Runde werfen? Ich würde euch dann natürlich noch mal die Links bitten, damit wir die in die Folgenbeschreibung packen können. Aber einfach mal so ganz ungefiltert Lieblingsplätze und Regionen vielleicht nennen. Sebastian, startest du mal, Sebastian zwei?
Ja, gerne. Also mein absoluter Lieblingsplatz und da werden wir auch nächstes Jahr fest geplant mit unseren Kindern hinfahren, ist der, äh, in, in Spanien an der Costa Brava, El Templo del Sol. Ähm, ist 'n FKK-Platz direkt am Meer, äh, mit eigenem Strand. Also natürlich öffentlich zugänglich, aber ist direkt ein Strand angeschlossen, ähm, zwei große Pools, äh, Kinderanimation wird da, äh, gemacht. Super, äh, toller gepflegter Platz und auch vom ADAC mit fünf Sternen als Familienplatz ausgezeichnet.
Cool, vielen Dank. Timo, du wärst der Nächste.
Ja, ich guck mir auf jeden Fall erst mal noch ganz viel bei den Kollegen ab, weil nach Südeuropa müssen wir noch. Äh, bisher kann ich sagen, äh, wir waren ja, äh, in Holland unterwegs und da ist Flevo Nature das, was uns richtig, richtig gut gefallen hat. Ähm, er ist 'n bisschen größer, also sehr toll gemacht, sehr natürlich. Äh, mit-- man kann, man ist mit den Enten da unterwegs, hat aber gleichzeitig, äh, mehrere Saunen, unter anderem, ja, wie ja unser Spezialgebiet mit Sauna, äh, unter anderem auch 'ne ganz neue Sauna mit Eventaufgüssen und so. Es gibt 'n Schwimmbad, es gibt also 'n indoor, beheiztes Indoorschwimmbad, ähm, es gibt ein Outdoorschwimmbad, es gibt einen See und einen Teich, wo man sogar kostenlos Kanu fahren kann. Die haben eigene Kanus, die man sich schnappen kann. Ähm, also insgesamt tolles Angebot, ähm, und auch was wir so gesehen haben, auch für Familien sehr, sehr gut geeignet.
Ähm, auch eigene Familien-, ähm, -animation und Familienangebote, immer diverse Festivals und solche Sachen oder ab und zu im Sommer solche Festivals, äh, überall Spielplätze. Ja, sehr schön.
Da muss ich mal ganz kurz einhaken, bevor ich zu euch komme, Jana und Olaf. Äh, was ist denn bitte ein Eventaufguss? Tanzt da jemand mit dem Kesselchen oder wie muss ich mir das vorstellen?
Ja, tatsächlich so ein bisschen. Ähm, also das hat sich, es ist echt krass, wie die Branche sich entwickelt hat. Du hast, äh, eine riesengroße Sauna, du hast Schwarzlicht, was angemacht wird, Musik, die dann angemacht wird und dann hast du wirklich 'ne Show, die dann abläuft, ähm, in, als Hintergrundmusik. Ein Aufguss, den ich total toll fand, war Thema Afrika. Hast du entsprechende Musik zu gehabt. Äh, die ganze Sauna ist mit LEDs beleuchtet, sodass du dann auch dschungelmäßig das beleuchtet hattest. Ein Gewitter haben die zwischendurch eingebracht, wo's dann tatsächlich geblitzt hat. Und also das war schon echt krass. Das hab ich tatsächlich, wir sind ja auch schon echt ewig Saunagänger, hab ich so auch noch nicht, ähm, erlebt. Äh, und das war tatsächlich ein Eventaufguss und die haben dann auch noch, ähm, die haben die Handtücher auf besondere Art und Weise geschwungen. Äh, ich kann das gar nicht nachmachen. Äh, das ist so 'ne spezielle Technik, äh, wie die dann sozusagen, äh, du wirst unterhalten, indem die die Handtücher schwingen, nach rechts, nach links.
Hat so ein bisschen was von, von Zirkusteinlage schon fast, aber es war echt faszinierend.
Wow, okay, wieder was dazugelernt heute. Und eure p-Lieblingsplätze, Jana und Olaf, ihr dürft auch gerne mehrere nennen.
Ja, wir haben, wir haben grad geguckt und haben, haben fleißig geschrieben. Also unser absoluter Lieblingsplatz jetzt hier im Osten ist einfach das Neptun Camp, äh, kurz vor Weißwasser, vor der polnischen Grenze. Es ist von uns zwei Stunden entfernt, fahren wir ganz oft jetzt das Wochenende hin. Das ist ein alter Tagebau, der '68 mal stillgelegt wurde dann. Mit glasklarem Wasser, n-nicht riesig, saubere Toiletten, alles schick und ja, sehr familiär. Und dann würd ich sagen, Kroatien auf alle Fälle. Balata, äh, Korčula. Balata gibt's eigentlich nichts, was es da nicht gibt. War jetzt nicht unbedingt unser Ding, obwohl das ein Top-Platz ist. Uns war's zu groß und zu laut. Wir wollten einfach so 'n bisschen mehr die ruhige. Mir war Balata am liebsten früh um sieben, wo Balata noch 'n bisschen geschlafen hat, wo dann die ersten Jogger kamen und dann, ja.
Äh, Korčula hat immer noch so 'n bisschen den Hauch vom alten Jugoslawien. Da hast du so, so noch 'n paar Ecken, die noch 'n bisschen jugoslawisch aussehen. Und jetzt freuen wir uns eigentlich auf Ulika, waren wir vor vier Jahren noch zum Buchen drüben. Hat uns eigentlich ganz gut gefallen, gerade weil auch die 'ne schöne große Hunde-, äh, -zone haben und wir stehen diesmal in der ersten Reihe. Hatten wir so auch noch nicht direkt am Meer. Mal gucken, wie's wird.
Ach schön.
Rezsee, Rezsee in Mecklenburg-Vorpommern kann man nicht viel falsch machen und dort mal gucken, die Seen in Meck-Pomm, ja, da findet man immer was. Muss, da muss dann da oben passen. Ja, das sind so unsere Empfehlungen. Wir gucken jetzt ein bisschen nach Italien, mal um was Neues auszuprobieren.
Oh ja, da, da bin ich dann auch gespannt auf eure Empfehlungen in der Gruppe. Die haben wir jetzt, glaub ich, in dieser Folge noch gar nicht richtig genannt, fällt mir gerade ein. Wir haben nur gesagt, dass es die gibt. Ähm, Facebook-, äh, Gruppe, jetzt muss ich's aber richtig sagen, FKK-Paare, äh, FKK-Camping für Paare und Familien.
Nein.
Richtig?
Nein.
Schon wieder nicht.
Du hattest Camping jetzt mit drin.
Ich muss es mir aufschreiben. Ach so.
FKK für Paare und Familien.
Meine Güte, okay. FKK für Paare und Familien. Ich werd's mir irgendwann mal merken, aber dann dürft ihr sie nicht wieder umbenennen, weil sonst wird's schwierig mit meinem Ü40-Gehirn.
Ich wollt grad sagen, du bist ja Mitglied. Guck einfach in deine Gruppe.
Ja, ja, ich kann ja eigentlich reingucken, aber ich wollte jetzt nicht neben dem Podcast mich fremdbeschäftigen. Verlinken wir euch auch noch mal in den Show Notes. Und ich hab noch ein, zwei Fragen in petto. Ich wollt jetzt nur mal zu meinem Co-Host Sebastian eins gucken. Er ist so ganz ruhig, weil ich ihn mit dem Thema so 'n bisschen überfahren habe. Möchtest du noch irgendwas wissen, bevor ich meine letzten Fragen stelle?
Nee, nicht überfahren, aber tatsächlich, wie gesagt, beim, beim, beim FKK-Camping fehlt mir grade so das Interesse, weil auch das Campingthema bei uns jetzt nach sechs Jahren Leben im Wohnmobil so'n bisschen weniger geworden ist, ähm, und wir auch hier wie so im Dauercamper quasi ja leben auf unserer kleinen Finca im Holzhaus. Und, und wie ich vorhin schon oder, oder in der letzten Folge, äh, schon gesagt habe, beim, grade am FKK-Strand, ja, das kenn ich halt irgendwie ganz viele Jahre, ne? Das ist, also ich bin damit aufgewachsen. Für mich war das normal und es war eher komisch. Oder nee, komisch war's auch nicht. Es stimmt nicht, weil im Freibad hatte man halt auch 'ne Badehose an, weil da hatten alle 'ne Badehose an. Ähm, deswegen lausche ich hier gespannt sozusagen und, und hör mir auch die Erfahrung an und hab natürlich letzte Episode auch über die, über die Erlebnisse geschmunzelt und hab zum Beispiel aber auch für mich festgestellt, ich hab so gar kein lustiges oder komisches Erlebnis in die Richtung gehabt, aber vielleicht auch, weil wir natürlich das FKK-Camping nicht gemacht haben.
So als ich mit meiner Frau an der Ostsee campen war, waren wir auf 'nem normalen Campingplatz. Ähm, da stand auch aber gar nicht die Idee, irgendwie mal nach FKK-Camping zu suchen. Das war super kurzfristig und wir waren froh, dass wir überhaupt irgendwas gefunden haben, weil's halt natürlich, äh, mitten in den Ferien waren, wenn alle, äh, im Urlaub waren. Und deswegen, ja, bin ich heute ungewohnterweise sehr ruhig und hör mir einfach an, was ihr so erzählt und habe tatsächlich auch keine, keine Fragen, ähm, und würde jetzt tatsächlich einfach das so, wie ich's diese Episode pflege, weitermachen. Ich lasse dir heute mal so 'n bisschen die Moderation.
Schön, darf ich endlich auch mal ganz viel reden.
Und, äh, schnack dann einfach beim nächsten Mal wieder, wenn ich vielleicht, äh, noch nicht ganz so viel weiß, äh, zu 'nem Thema.
Mir liegt das Kinderthema besonders am Herzen. Ähm, hatt ich ja, weiß ich nicht, ob's in der letzten Folge oder in dieser war, schon mal angedeutet. Ähm, was würdet ihr denn sagen, was ist besonders wichtig, wenn ich mit Kindern oder auch jugendlichen Teenagern mal so 'nen FKK-Campingurlaub anpeilen möchte? Also wie bereite ich die vor? Wie, ähm- Worauf würdet ihr achten, ähm, beim Campingplatz, außer dass es halt kein Swingerplatz ist, was wir jetzt ja schon sehr ausführlich besprochen hatten. Und auch welche Verhaltensregeln gibt's vielleicht vor Ort, um auch Kinder und Jugendliche vor eventuellen Übergriffen oder Ähnlichem zu schützen? Weil genauso wie auf einem normalen Campingplatz kann das natürlich auch beim FKK vorkommen, dass da mal irgendein, jetzt haben wir's, schwarzes Schaf mal drunter ist.
Ähm, was, was wären da so eure Empfehlungen an die Hörerinnen und Hörer oder wie handab, wie handhabt ihr das? Timo.
Ja, ähm, das passt gerade so gut, weil wir genau an dem Punkt jetzt sind. Ähm, meine Frau und ich waren jetzt zweimal für uns campen. Ich hab ja schon gesagt, wir haben mit den Mädels auch mal so FKK ausprobiert. Das war an dem Strand, ähm, hatte ich in der vorigen Folge gesagt. Ähm, und jetzt sind wir grade genau an dem Thema, hm, wie machen wir's denn? Wir gehen gerne FKK campen, aber, ähm, unsere sind damit jetzt nicht aufgewachsen, wie das jetzt, äh, bei vielen anderen vielleicht der Fall ist. Ähm, und grade altersmäßig vierzehn, zwölf und zehn, äh, grade vierzehn und zwölf ist jetzt nicht so, ähm, das, wo wir sagen: „Oh ja, das wird denen jetzt total Spaß machen.“ Ähm, deswegen ist es uns zum einen wichtig, dass wir da mit über das Thema vorher reden, dass man gemeinsam die Urlaubsplanung macht bis zu einem gewissen Maße. Also die können jetzt nicht selber entscheiden, wo's hingeht, aber schon, ähm, ähm, die mit einbindet in die Planung und dann, ähm, auch wirklich nach Plätzen schaut, wo klar ist, ähm, die dürfen da, wenn wir denen sagen, ihr dürft was anbehalten, dann dürfen die das da auch.
Ähm, um so Begegnungen zu vermeiden, wie wir ja schon mal, ähm, gesagt hatten, dass da irgendwer kommt und sagt: „Nee, ihr müsst euch jetzt aber ausziehen.“ Ähm, denn das, das sollte auch ganz klar sein, dass es gerade in dem Teeniealter, ähm, denen überlassen ist, ob sie das machen möchten oder nicht. Ähm, und da würd ich vorher ganz klar auch in den – fast jeder Platz hat ja FAQs oder Ähnliches – ähm, da würd ich vorher ganz klar reinschauen und schauen, was da jetzt steht, ähm, ob da steht: „Ja, ähm, uns ist bewusst, es gibt Teenager und es ist bewusst, ähm, in der Altersphase, ähm, können die das nicht, wollen die das meistens nicht, machen die das nicht gerne.“ Ähm, das sagt dann schon mal viel aus. Man-manchmal ist es zwar vor, vor Ort dann doch noch anders, aber es ist zumindest mal eine Möglichkeit, eine Vorauswahl zu treffen. Ähm, es gibt auch einige Plätze, zum Beispiel, ähm, Flevo Nature, den ich grad genannt hatte, das auch, wo's so, ähm, ähm, ja Angebote für Jugendliche auch gibt, die dann auch angezogen sind tatsächlich.
Also in dem Fall, ähm, gibt's da so 'ne Teeniecorner oder ich weiß jetzt nicht genau, wie das heißt. Ähm, und da weiß man dann auch schon: Okay, das ist jetzt ein Platz, die sind auch schon auf das Alter eingestellt jetzt zum Beispiel. Ähm, genau, das, das wäre jetzt so die eine Sache. Mal gucken. S-wir sind da auch tatsächlich grade noch im Fluss. Äh, gucken, ob wir da noch weitere Erkenntnisse jetzt, äh, sammeln, aber das ist erst mal so das, was wir uns gesagt haben. Und, ähm, zu der zweiten Frage, ähm, zum Thema Übergriffe: Ähm, es ist jetzt ein Thema, womit ich tatsächlich auch mich beruflich zwangsweise beschäftigen muss, ähm, weil ich ja auch Kinder- und Jugendarbeit, ähm, selber betreibe beziehungsweise nicht selber, sondern kirchliche Kinder- und Jugendarbeit, ähm, mache. Ähm, sehe ich, mhm, aber beim Thema FKK so, dass, ähm, das jetzt nicht 'ne besondere Aufmerksamkeit erfordert.
Also ich hab jetzt noch nicht davon gehört, dass, ähm, vorwiegend auf FKK-Campingplätzen irgendwie so was passiert. Grundsätzlich, ähm, klar sollte man Augen offen-- wichtig ist, ähm, empfänglich zu sein und offen zu sein, ne. Kann da irgendwas gewesen sein. Meistens wenn man bei irgend 'ner Handlung oder irgend 'ner Geschichte, die man sieht oder hört, denkt: „Ah, irgendwie ist das komisch“, und dann ist das auch komisch. Ähm, aber das trifft immer zu. Ganz egal, ob ich auf 'nem normalen Platz bin oder auf 'nem, äh, FKK-Campingplatz, äh, das kann auf normalen Plätzen passieren. Ähm, wie diese Skandale, die es ja jetzt vor ein, zwei Jahren gab, das war ja auch ein ganz normaler Campingplatz.
Mhm.
Ähm, und letztendlich kannst du auch nicht viel mehr machen als, als Elternteil sowohl als auch als Mensch, der so was anbietet, als aufmerk-aufmerksam zu sein. Wenn dann was passiert oder wenn man was hören sollte, klar, dann muss man auch, ähm, handeln. Aber grundsätzlich ist das Wichtigste erst mal, okay, das Thema überhaupt aufm Schirm zu haben. Ähm, jetzt nicht ständig, nicht präsent, aber dass man weiß, okay, ähm, bisschen sensibel sein. Ähm, genau, und dann auf das Gefühl zu achten, das ist immer so das Beste dabei.
Wie habt ihr das immer gehandhabt, Jana und Olaf?
Also ich muss dazu sagen, dass unsere großen Kinder, äh, wir haben auch Patchwork-Familie, also unsere vier großen Kinder waren schon erwachsen, als wir angefangen haben mit FKK-Camping.
Ah, okay.
Ähm, haben aber unsere Kinder eigentlich immer zur Offenheit erzogen, also sie können uns, kannten uns alle immer nackig und was weiß ich. Andersrum auch. Zum John haben wir eigentlich gesagt, ähm, vorm ersten Mal: „Es gibt eigentlich keine Regeln, außer du stierst niemanden an und dich stiert niemand an. Klar, wir sind alle nackt und das ist...“
John ist ja jetzt da auch, auch damit aufgewachsen. Er ist jetzt aber in dem Alter, wo er uns jetzt mitgeteilt hat, er möchte jetzt in Badehose gehen. Wir diskutieren jetzt auch, ob wir jetzt ein Zelt aufbauen oder ob er wieder im Wohnwagen schläft. Das ist jetzt viel wichtiger als die Badehose grade. Äh.
Okay. Also klassischer Abnabelungsprozess.
Ja, genau.
Das ist euer Jüngster, ne? Der, äh, Zwölfjährige.
Aber sonst, ja, in dem Alter, das muss man einfach akzeptieren, dass die sich dann nicht mehr ausziehen wollen. Dann ist es halt so.
Also wie, wie wir schon das Thema hatten, also zwingen ist, ist, ist also kontraproduktiv, ja. Zum Thema, wie, wie war das Thema, ähm, na Gewalt nicht, aber schwarze Schafe.
Übergriffe.
Übergriffe hatten wir, ähm, auf Walhalla miterlebt, wie die Polizei dort, äh, einen Pädophilen festgenommen hatte. Also es wurde viel fotografiert. Es gibt da mittlerweile Kameras in Ohren, in Armbanduhren und, äh-
Kugelschreibern.
Ja, die sind nicht, nicht sanft mit ihm umgegangen. Also er hatte hinterher ein bisschen geblutet. Auf Korčula war's so, da sind die Kinder, das war immer, wenn du dein Kind gesucht hast, die waren alle aufm Spielplatz, weil dort war super WLAN-Empfang. Also auch unser Sohn. Und hat er den ganzen Tag gechattet, war dort aber wirklich mit 'ner, mit 'ner Hose bekleidet und die meisten Kinder auch, weil, ich meine, rutschen bei 30, 35 Grad auf solchen Metalldinger so ist nicht angenehm. Und er kam dann den einen Abend zurück, weiß nicht, vielleicht 21 Uhr und sagte: „Mama, da war einer, der hat uns Kinder fotografiert." Sag ich: „Oh." „Ja, ich bin aber nicht dumm, ich hab ihn auch fotografiert." Sag ich: „Sehr gutes Geld."
Oh, cool.
Ja. Und-
Schlauer, schlauer kleiner Kerl.
Ja. Und er hat ihn wirklich von vorn fotografiert und von hinten und der Mann hatte wirklich einen ganz markanten Druck aufm T-Shirt. So, wo man ihn wiedererkennen konnte. Und er hatte wirklich das Handy direkt auf die Kinder gehalten. So, dann haben wir hin und her überlegt, ne. Mein Mann sagte: „Na ja, wer weiß?" Und ich sage: „Nein." Ich sage: „Wenn er das so hat, er hat doch den Beweis mit zur Rezeption." Die haben dann auch sofort das Security angerufen. Der ist dann mit mir aufm, mit 'm Auto und mit unserem Jungen übern Platz gefahren. Da haben wir nichts gesehen. Und nach 'ner halben Stunde kommen dann noch mal zwei andere Security von außerhalb und Polizei. Und die haben ihn dann aber gefunden und wir haben dann hinterher, also die haben sofort das Handy weggenommen und sich das alles angeschaut.
Wir haben uns in unsere Rezeption wieder gefahren, wo, wo er dort war. Es hat sich rausgestellt, es war dem nicht so. Ähm, der Mann hatte Geburtstag und hat wohl mit jemand aus der Familie telefoniert und hat da so unglücklich gestanden. Ne, per Bild telefoniert und hat dadurch das aufm, aufm Spielplatz gehalten.
Ah.
Also mein Sohn hatte dann auch ein schlechtes Gewissen: „Das tut mir leid." Ich sage: „Nein, du hast genau richtig gehandelt." Ne, ich sage: „Alles gut." Und wir haben's am nächsten Tag auch in die Facebook-Gruppe von Korčula reingestellt und die haben sich alle gefreut, einfach auch zu sehen, wie schnell die Hilfe da war und dass man ernst genommen wird.
Und, und das ist, ja, zum Abschluss haben wir da mit dem Security-Mann, dem haben wir dann auch ein Bier in die Hand gedrückt, äh, haben uns mit ihm noch hingesetzt. Der hat 'n paar Jahre in Deutschland gelebt und haben dann so bissl die kroatisch-deutschen Beziehungen 'n bissl gepflegt. Und der ist dann eine ganze Weile bei uns geblieben, hat sich da auch sehr wohl gefühlt und dann haben wir ihm noch ein Bier gegeben. Und das war dann so 'n schöner Abend und hat auch gesagt: „Habt ihr alles richtig gemacht. Es ist lieber immer mehr oder zu viel gemeldet, äh, und wir, wir greifen dann schon relativ schnell ein, also wenn wir davon Kenntnis bekommen."
Ja. Und drum wirklich in diesem Hinblick wirklich einfach gucken, auch am Strand und überall, zückt dort jemand sein Handy, weil eigentlich ist es nicht erlaubt. Nur einfach mal nach links und rechts gucken. Wenn wir Bilder machen dort, dann machen wir das wirklich vom Sonnenuntergang oder wenn wir wirklich ganz alleine sind am Strand.
Oder frühzeitig.
Ja, aber auf solche Dinge einfach mit gucken.
Das ist auch noch mal 'n ganz wichtiger Hinweis bei den Do's and Don'ts. Ähm, bitte keine Fotos oder Videoaufnahmen von den Plätzen machen, wenn da Menschen sitzen, egal wie unschuldig das sein mag. Da hatten wir auch bei unseren FKK-Aufenthalten, ähm, sehr stark drauf geachtet, weil wir, wir machen natürlich oft Fotos von den Plätzen, aber wir haben halt dann nur auf unseren Wohnwagen gehalten. Konntest du vom Platz einfach nix sehen, aber das ist dann so, ne. Das muss auch jeder akzeptieren, ähm, dass man da niemandem zu nahe tritt und natürlich erst recht nicht irgendwelchen Minderjährigen. Und ansonsten wahrscheinlich gilt für FKK-Camping genau das Gleiche wie für den normalen Alltag, weil es kann auch mal 'n Nachbar irgendwie veranlagt sein, dass man einfach mit den Kindern spricht, dass man den Kindern sagt, worauf sie auch vielleicht 'n bisschen achten sollen, so wie das ja euer Sohn dann auch richtig gemacht hat.
Einfach Bescheid zu geben, sich den Eltern anzuvertrauen und dann, ähm, werden die Eltern ja entscheiden, was dann zu tun ist. Ja, das war jetzt wieder eine sehr, sehr schöne Folge und ich hab überlegt, dass wir diese Folge nicht mit 'ner normalen Abmoderation abschließen, weil ihr habt ja letztes Mal auch schon gesagt, einfach mal alle, die sich dafür interessieren, ausprobieren, das, äh, FKK-Camping, sondern ich möchte jetzt gerne zum Abschluss noch von euch wissen: Was ist denn euch besonders wichtig, ganz persönlich für ein schönes FKK-Camping-Erlebnis? Timo.
Sonne, Sauna und jetzt überleg ich, ob ich noch was mit S finde. Äh, nee, nee, fällt nichts ein. Also Sonne-
Schwimmen. Nein, kleiner Scherz.
Nein, auf jeden Fall, auf jeden Fall Sonne, klar, damit's, äh, damit man sich gut fühlt. Sonne, Sauna, äh, schwimmen. Es ist auch mit S. Es ist zwar mit, aber genau. Sonne, Sauna, schwimmen, das ist so, so 'n super Mix, der super zusammenpasst für mich und für uns. Ja.
Sebastian zwei.
Ja, auf jeden Fall Sonne, viel Wärme, gutes Wetter, ähm, gutes Essen, ähm, tolle tolerante Leute, ähm, ja, und einfach die Zeit genießen.
Sehr schön. Jana und Olaf.
Ja, wir fangen auch mit der Sonne an. Nette Leute kennenlernen einfach, weil das einfach viel entspannter ist. Auch den Wind auf der Haut spüren, das mag ich unheimlich gerne, auch wenn's mal früh 'n bissl kühler ist. Äh, ja, und total entspannt sein, keine Klamotten anhaben und ja, das Leben genießen.
Vielen lieben Dank euch vieren für die spannenden und auch sehr persönlichen Einblicke in eure FKK- und FKK-Camping-Erfahrungen. Und euch da draußen natürlich wieder fürs Zuhören. Ähm, wenn ihr Fragen dazu habt, also zu diesem Folgenthema oder auch Anregungen oder auch zu jedem anderen Thema, Themenwünsche oder wenn wir vielleicht sogar die, ähm, Gäste noch mal einladen sollen, dann schreibt uns gerne an podcast@camperstyle.de oder hinterlasst uns eine WhatsApp-Nachricht unter der Nummer Sebastian eins. Hast du sie heute parat?
Nein, es, äh, das ist ja das Schöne. Wir müssen euch gar keine Nummer sagen und ihr müsst die euch gar nicht merken. Ihr klickt einfach in den Show Notes auf den WhatsApp-Link und dann geht WhatsApp auf und dann seid ihr direkt schon im Chat. Ähm-
Jetzt hab ich gedacht, ich kann dich aufs Glatteis führen.
Nein, wir wollen nämlich auch vermeiden, dass ihr auf der Nummer anruft, weil die steht halt einfach tatsächlich nur im Büro rum und leitet die Nachrichten weiter, aber, äh, ihr könnt uns auf der Nummer nicht anrufen und deswegen machen wir's so. Also Show Notes, WhatsApp-Link anklicken und dann geht das bei euch auf und dann könnt ihr uns da einfach 'ne Sprachnachricht schicken oder 'ne Nachricht schicken oder was auch immer, äh, euch aufm Herzen liegt.
Ja gut, dann, ähm, verabschieden wir uns. Wir freuen uns auf nächsten Samstag, wenn wir uns wiederhören. Wir wissen noch nicht, mit welchem Thema. Wir sind da manchmal ja sehr spontan. Abonniert aber gern unseren Podcast, dann verpasst ihr keine weitere Folge mehr, egal zu welchem Thema. Und hinterlasst uns natürlich auch gerne immer 'ne gute Bewertung und auch vielen Dank an alle, die uns schon so toll bewertet haben. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Bis dann. Tschüss.