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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute sprechen wir über queeres Campen.
Und dafür haben wir heute gleich drei Gäste bei uns im virtuellen Studio, nämlich Chris, Benjamin und Holger. Vielleicht stellt ihr euch einfach am besten mal vor. Wer möchte anfangen?
Weil's drei sind, müssen, müssen wir, glaube ich, ein bisschen vorgeben, wer als Erstes spricht, sonst traut sich nämlich oft keiner.
Dann, dann machen wir's nach dem Alphabet, würd ich sagen.
Okay, dann fängt Benjamin an.
Okay, sehr gerne. Ja, ich bin der Benjamin, ich komme aus München, ich bin dreiundvierzig Jahre alt und ich, ähm, habe, ähm, 2020, ich glaub, das war das erste Corona-Jahr, hab ich, äh, mir 'n, ja unausgebauten VW Crafter gekauft und das war so 'n bisschen mein Corona-Hobby im Lockdown und hab den dann halt selber ausgebaut und bin seitdem, ja, sag ich mal, unterwegs und, ähm, ja, wir haben uns, sag ich mal, bisschen gefunden darüber, dass ich 'ne Facebook-Gruppe gegründet habe, aber da können wir vielleicht nachher noch mal 'n bisschen drüber erzählen.
Dann der nächste im Bunde ist der Christian. Vielen Dank, Benjamin.
Ja, hi, ich bin der Chris aus Köln, einundfünfzig Jahre alt und habe, äh, auch kurz vor der Corona-Pandemie mit dem Thema Campen eigentlich erst richtig begonnen und durchgestartet. Äh, einfach weil zu dem Zeitpunkt meine Eltern verstorben sind. Dann war ein Haus verkauft und dann gab es auf einmal die Möglichkeit, sich so etwas zu kaufen, was ich vorher niemals gehabt hätte. Und auf einmal hatte ich die Freiheit, äh, loszureisen und Dinge zu tun, die ich vorher nicht tun konnte. Und daher bin ich seitdem, also knapp 2020, 2019, bin ich auch auf Reisen zwischen Job und normalem Leben in der Stadt.
Und zu guter Letzt der Holger noch, bitte.
Ja, hallo zusammen und vielen Dank auch für die Einladung zu dem schönen Podcast. Ähm, mein Name ist Holger. Ich wohne derzeit in Oldenburg und ich habe mir ähnlich wie Chris, ähm, kurz vor Corona meinen Camper zugelegt. Ich bin selbstständiger Informatiker und, äh, wollte damals den Camper dafür nutzen, um einfach unterwegs, wenn ich bei Kunden unterwegs bin, mein, mein Büro und mein Hotelzimmer dabei zu haben. Dann kam, wie wir alle wissen, Corona und es wurde eh alles anders. Aber seitdem bin ich eben auch mit dem Camper unterwegs und war zwischenzeitlich sogar mal zwei Jahre komplett im Camper lebend in ganz Europa unterwegs. Und ich bin ähnlich wie Chris, äh, auch Jahrgang vierundsiebzig, also jetzt noch fünfzig Jahre alt.
Vielen, vielen Dank. Ja, wir haben ja schon eingangs gesagt, es geht heute queeres Campen. Und da werden sich vielleicht einige unserer Hörerinnen und Hörer die Frage stellen: Was heißt das eigentlich? Was ist dieses queer und was hat das mit Camping zu tun? Könnt ihr uns da mal eine kurze Einleitung zu geben, bitte?
Ja, ich würde sagen, das ist, äh, relativ einfach umrissen. Aus dem klassischen, äh, angelsächsischen Kontext ist eigentlich die Gruppenbezeichnung LGBTIQ+ gebräuchlich und es hat sich erst in den letzten Jahren ein einfacherer Begriff herausgebildet, der alle nicht heteronormativen, äh, Lebensweisen und Orientierungen, Identitäten umfasst. Und das ist queer, nicht queer, sondern queer, das Englische. Und das umfasst eigentlich alles, was auch sonst mit dem, mit der Buchstabenkombination LGBTIQ+, äh, umrissen werden soll. Und daher benutzen wir für unseren Kontext häufig queeres Camping oder queere, ähm, Reisende, Queers, wenn wir das nicht mit einem Pronomen oder Maskulin, Femininum versehen wollen.
Also ist der Begriff queer für uns der gebräuchlichere.
Jetzt versuchen wir hier im Podcast oder, also generell Nele und ich in unserem Leben ja zu inkludieren, also möglichst niemanden auszuschließen. Wir versuchen das zu meinen über die Sprache, indem wir eben versuchen, so gut wir es hinkriegen, äh, beide Geschlechter oder eigentlich müssten wir alle Geschlechter und Nicht-Geschlechter ansprechen. Das ist tatsächlich etwas, was gar nicht so einfach ist, ähm, und was sich auch in Sprache immer 'n bisschen holprig anfühlt. Trotz alledem versuchen wir das, weil wir auch wissen, wie stark Sprache ist. Und ich mein, wir nehmen jetzt 2025 auf und eigentlich sollten wir ja gar nicht mehr darüber sprechen, ob Menschen das tun dürfen, was sie eigentlich wollen. Und trotzdem sind wir jetzt hier und sprechen über queeres Camping.
Ich bleib mal bei dem Begriff, weil der tatsächlich von der Aussprache her sehr schön ist, ähm, sehr einfach über die Lippen geht. LGBTQI und dann vergesse ich immer den ersten Buchstaben. A+, ist ein bisschen ein, ein Zungenbrecher. Ähm, warum müssen wir eigentlich darüber sprechen? Und also für, für mich als heterosexueller Mann, das klingt, also das ist auch so 'n bisschen, ähm, also wie soll ich sagen? Man, man kann sich schwierig in Welten reinversetzen, wenn man's dann nicht selber miterlebt und selber erlebt. Und da ich ja vor allen Dingen auch nicht so der Campingplatz-Camper bin, ähm, sind mir da, glaub ich, viele Dinge verborgen geblieben. Warum sprechen wir heute überhaupt über das Thema und was begegnet euch vielleicht so 'n bisschen in euerm Alltag, ähm, was es notwendig macht, dass wir Menschen darüber informieren?
Okay, wenn ich jetzt vielleicht einfach so als Beispiel mal sagen kann, wir zu dritt waren, ähm, das war, glaub ich, vor Einem Jahr waren wir in Marokko und, äh, wenn man natürlich in manche Reise-, äh, Ziele reist, wie, wie, ähm, Marokko, wo Mus-Muslime wohnen, also nichts jetzt dagegen, aber man muss sich halt einfach Gedanken machen, wenn man in manche Länder reist halt. Äh, das kann auch in, in, in Ostblockländer sein, nach Russland, Balkanländer. Da muss man sich, glaube ich, einfach als queerer Mensch halt einfach Gedanken machen: Wo reise ich hin? Sind das halt Safe Spaces? Sind die halt für mich unsicher, die Orte? Und, äh, darüber machen wir uns halt da-- im queeren Reisen, im queeren Campen halt auch Gedanken. Sind das, sind das Länder, wo wir hinfahren können? Wir haben zum Beispiel in Marokko, wir haben ja, ähm, wir haben ja ein queeres, äh, Summercamp veranstalten wir und wir haben halt normalerweise hinten auf unserem Fahrzeug, äh, ein Logo, ein kleines, ein kleiner Aufkleber.
Und so mit solchen Zeichen darf man zum Beispiel dann halt, wenn man nach Marokko reist oder sollte man nicht rumreisen, weil man halt einfach Probleme kriegen könnte. Also es kann halt sein, dass sie halt dann die Sicherheitskräfte au-aufhalten, fragen: „Was ist das? Äh, was ist mit dir los?" Und so gibt es dann halt verschiedene Themen und verschiedene Sachen, wo, wo wir halt einfach drauf achten müssen und was, was für uns problematisch sein könnte bei Reisen.
Also wir beschäftigen uns ja immer wieder mit diesem Thema. Nicht weil wir jetzt, ähm, selber uns danach richten müssten, sondern weil wir es einfach wichtig finden, verschiedene Lebensformen auch sichtbar zu machen. Und wir stellen natürlich schon fest, nicht erst seit einem Monat, sondern auch schon ein bisschen länger, dass es in der Akzeptanz wieder Rüc-Rückschritte gibt, auch in Deutschland leider.
Ja.
Ähm, auch in Polen, Ungarn. Also da müssen wir gar nicht bis nach Marokko fahren. Ähm, es gibt Übergriffe, nicht nur verbale, sondern auch physische, auch in deutschen Städten. Und wir verstehen's nicht. Also wir selber jetzt, aber es gibt halt trotzdem immer noch homophobe Tendenzen, transphobe Tendenzen, ähm, die meiner Beobachtung nach jetzt wieder stärker werden. Ähm, Christian, du, ähm, hast was dazu zu sagen. Du hast ähnliche Beobachtungen und Erfahrungen, nehme ich an.
Ja, für uns drei, wir sind drei weiße, privilegierte, relativ gut situierte, entspannte junge Männer, jung in Anführung, äh, die in Deutschland leben. Wir sind da noch vielleicht, ähm, ja, im wahrsten Sinne des Wortes privilegiert, ne. Aber, äh, da gibt es dann schon andere, äh, Gruppen, Gruppierungen, ob das jetzt People of Color, ob das, äh, transidente Menschen sind, ob das intersexuell orientierte Menschen, non-binäre Personen sind, die vielleicht mehr auffallen, nicht der Norm entsprechen. Und wie du's grade gesagt hast, ähm, es gibt nicht nur in fernen Ländern oder, äh, exotischen Ländern da vielleicht, ähm, Aneckpunkte, sondern genauso auch hier in Deutschland innerhalb von Europa.
Wir müssen nur ganz paar hundert Kilometer Richtung Osten fahren. Polen oder, äh, Ungarn, äh, machen sich gerade sehr unbeliebt im queeren Kontext, weil sie eine homophobe, transphobe Gesetzgebung, ah, wieder, äh, entwickeln und, äh, auch wieder, ähm, ähm, mit breiter Unterstützung der Bevölkerung installieren. Ähm, und ich möchte es natürlich auch noch ein bisschen w-- erweitern. Also queeres Campen ist sicherlich ein Themenkomplex, der uns drei sehr bewegt, weil er das, weil wir unser Hobby und unsere Leidenschaft hier zusammengeführt haben, aber queeres Reisen an sich ist noch mal ein Thema. Das heißt immer dann, wenn Menschen, die nicht einer Norm entsprechen, sich in anderen, äh, kulturellen Kontexten bewegen, kann es zu Schwierigkeiten kommen, bis hin zu, ähm, ähm, Problemen bei der Einreise und Aufenthalt von Menschen, die HIV-positiv sind.
Das ist nun mal auch ein Thema innerhalb der queeren Community. Es gibt Einreiseverbote in vielen Ländern, äh, für Patienten, die HIV-positiv sind, die medikamentös ver, ver, äh, ver, äh, wie heißt das, äh, Medikame..., äh, äh, die Medikamente-
Behandelt werden, mhm.
-behandelt werden und die können zum Beispiel nicht einreisen. Und bestes Beispiel: Trump versucht gerade genau dieser Menschengruppe wieder Einreiseprobleme zu machen. Äh, und das ist total absurd. Und, äh, da kommen wir dann schon gar nicht in so obskure und weit entfernte Fernreisetiere oder Marokko oder islamische oder Irak oder Nigeria so, sondern auf einmal denkst du: „Hä, Moment, äh, ich möchte in die USA reisen und vielleicht habe ich da als Transperson oder als non-binäre Person oder als HIV-positiver Mensch auf einmal ein Problem." Also das heißt, queeres Reisen hat noch mal mehrere Aspekte und vielleicht auch noch mal auf 'ner oberen, auf 'ner größeren Ebene, ähm, eine, eine Betrachtungsperspektive nötig.
So vielleicht an der Stelle auch, äh, aus meiner Erfahrung: Es fängt schon viel früher an. Äh, ich, ich reise alleine primär mit meinem Hund und ich habe durchaus auch auf, auf meistens auf den normaleren Campingplätzen schon festgestellt, wenn ein Mann ohne Frau aus einem Auto aussteigt, dann wirst du teilweise schon beäugt. Einfach nur, weil du anders bist. Weil der Klassiker auf einem Campingplatz sind: Ein Mann fährt, die Frau, äh, steigt aus und weist den Mann ein. Das sind so ganz klassische Rollenverteilungen. Und sobald du da schon rausfällst und das betrifft natürlich nicht nur queere Menschen, ähm, dann wirst du zumindest erst mal beäugt. Und das kann man übersehen einfach nur. Es fühlt sich aber in manchen Kontexten einfach selbst das schon seltsam an, wenn ich mir jetzt überlege, ich bin eben ein Mensch- Der vielleicht etwas auffälliger ist, äh, der vielleicht auch optisch noch anders ist, dann entstehen da schon sehr unangenehme Situationen.
Ja, ich, ähm, kenn das auch. Wobei, also wenn man als alleinreisender Mann von Frauen vielleicht manchmal beäugt wird, dann kann das durchaus andere Gründe haben. Da, ähm, kann dann positiv oder negativ beäugt werden. Vielleicht wirst ja auch abgecheckt, ob du vielleicht, äh, husband material bist. Aber, ähm, ja, also ich weiß auch unabhängig von der, von der sexuellen Ausrichtung, dass zum Beispiel auf einigen FKK-Campingplätzen keine alleinreisenden Männer angenommen werden. Ähm, das betrifft auch heterosexuelle Männer, aber es gibt da natürlich schon-- Ich, ich kann mir das gut vorstellen, dass es da Einschränkungen gibt. Alleinreisende Frauen haben dann wieder andere Probleme. Aber wi-wirst du denn dann auch angesprochen oder ist es eher so, dass die Leute Abstand halten?
Also angesprochen wurde ich noch nie. Ich hatte durchaus, also, äh, es fühlt sich erst mal seltsam an, weil man wirklich beäugt wird. Ich hatte aber durchaus auch mal ein eigentlich ganz süßes, äh, Erlebnis. Das war in Spanien auf einem Platz und da war neben mir ein älteres Ehepaar. Ich glaube, sie waren aus Luxemburg, sprachen aber Deutsch. Und irgendwie hatte die Dame dann das Gefühl, dass ich als alleinreisender Mann wahrscheinlich nicht überlebensfähig bin und hat sich dann sehr rührend mich gekümmert, äh, und hat gemeint, wenn ich auch Fragen hätte oder irgendetwas, ich dürfe gerne vorbeikommen. Und das, das war schon irgendwie süß im ersten Moment, auch wenn man sich natürlich als fünfzigjähriger Mann da etwas seltsam behandelt fühlt. Aber es war durchaus auch mal positiv.
Ich finde übrigens auch, das ist so 'ne, so 'ne auch manchmal subjektive Wahrnehmung. Ich kann da Holger total nachvollziehen. Benni hat ja einen Mann und sicherlich reist ihr ab und an zusammen, ne. Holger und ich im Regelfall alleine und, ähm, da ist es schon manchmal so, ob, ob das tatsächlich so ist, äh, objektiv, äh, sei dahingestellt, aber subjektiv kenne ich diesen Eindruck. Ähm, und ganz merkwürdig, das, äh, das äußert sich dann in dieser Ansprache von Leuten, die neben einem stehen oder was auch immer, die dann sagen: „Na, was macht ihr denn so?“, oder, „Wo kommt ihr denn so her?" Und ich sag immer: „Wer? Wer denn noch? Siehst du hier noch jemanden?" Also es ist total merkwürdig. Es wird immer grundsätzlich davon ausgegangen, dass Paare reisen.
Alleinreisende, ob Mann oder Frau, ist eher so'n Unikum, eher selten. Und, ähm, ich hab, äh, schon auch, auch das subjektive Gefühl gehabt, ich war mal auch auf so 'nem Familiencampingplatz. Das steuere ich tatsächlich eher relativ selten an, weil sicherlich ich eher auch gerne ruhige und abgelegene Naturcampingplätze bevorzuge, wenn ich auf dem Campingplatz bin, ähm, und nicht so Voll-Entertainment-Campingplätze. Aber wenn man dann auch so bei, rundherum mit Familien umgeben ist, auch da hab ich das subjektive Gefühl gehabt, man wird eher als merkwürdig oder zumindest als beobachtungswürdig, äh, eingestuft, warum man jetzt als alleinreisender Mann jetzt hier, da so ist.
Mag subjektiv sein, aber ich kann Holger da total nachvollziehen, weil ich das eben auch kenne.
Ich wollt noch kurz 'ne Lanze für die luxemburgische Dame brechen. Ich kenn gar nicht so wenige Männer zwischen vierzig und fünfzig und älter, die alleine nicht lebensfähig sind. Also von daher, auch wenn du dich nicht so fühlst, was ich nachvollziehen kann, ich glaube, damit liegt sie gar nicht so falsch mit der Einschätzung.
Ja, die, die gibt's wohl, die Exemplare, ja.
Ähm, ganz kurz, Benjamin meldet sich auch schon, aber ich, ähm, wollte auch an dich noch mal direkt 'ne Frage stellen, Benjamin, weil du ja jetzt der Einzige bist, der mit, ähm, oder regelmäßig mit festem Partner unterwegs ist. Da könnte ich mir vorstellen, dass es da vielleicht sogar noch mehr Blicke gibt. Oder wie empfindest du das?
Also schwierig zu beantworten. Also ich würd jetzt sagen, nicht unbedingt vielleicht mehr Blicke, aber ich würde sagen, wenn wir zu zweit reisen, mache ich mir auf jeden Fall mehr Gedanken, wo ich hinreise. Also ich glaube, wenn ich jetzt halt irgendwie nach Köln mit meinem Partner fahre, da würd ich mir, glaub ich, gar keine Gedanken machen hinzufahren, weil das weiß jeder, das ist halt, äh, 'ne queerfreundliche Stadt, da bin ich safe, ja. Aber ob ich halt nach Pirna auf den Campingplatz reisen würde mit meinem Partner, weiß ich nicht, ja. Also da hätte ich schon, glaub ich, ein komisches Gefühl und da würd ich sagen, also wenn ich in so 'ne Gegend fahren, fahren würde, dann würd ich das, glaub ich, wenn, dann eher alleine machen. Ähm, ob ich da jetzt mit meinem Partner zusammen hinfahren würde, also weiß ich nicht. Zumindest hätte ich dann immer so das Gefühl, okay, da könnten jetzt vielleicht irgendwie komische Sprüche vielleicht nachher auch kommen.
Ich mein, okay, auf dem Campingplatz sind auch alles nur Gäste, die sind vielleicht auch nicht aus der Gegend, aber trotzdem ist es, glaub ich, nicht so meine Safe Area, wo ich hinfahren würde zu zweit.
Also zu uns aufs Dorf nach Süddeutschland kannst du jederzeit kommen. Da wird nur immer spekuliert bei, äh, homosexuellen Paaren, wer da jetzt der Mann und wer die Frau ist. Und das wird dann auch sehr genau ausdiskutiert. Das find ich immer interessant, das, äh, zu verfolgen.
Für uns Horror. Für uns ist es die Horroransage.
Das muss ja auch, es muss ja auch wirklich grauenhaft sein, wenn man dann, ähm, mit solchen, mit solchen Fragen konfrontiert wird.
Ja, also vielleicht, wenn ich noch kurz was dazu sagen darf. Also weil ich find halt immer, das ist ein ganz schlimme, schlimmes, ganz schlimmer Mythos, der irgendwie so, ich weiß nicht, in der Welt rumgeht, nur weil, ich sag mal, zwei Frauen oder zwei Männer zusammenleben, dass halt irgendwie einer so die Frauenrolle und einer irgendwie die Männerrolle übernimmt. Ich glaube, den Zahn muss man einfach ziehen, weil ich glaube, jeder Mensch-
Auch bei Heteros ist es so. Ich glaub, jeder hat irgendwie Facetten, wo man sagen würde, die gehören halt eher vielleicht, würden vielleicht eher zu 'ner Frau und eher zu, zum Mann gehören. Und das ist also bei uns in, in der Ehe ist es halt auch so. Also, äh, is, das ist ganz unterschiedlich in den verschiedenen Hobbys und was man so für Fähigkeiten hat. Also deswegen, das ist einfach 'n Mysterium. Das kann ich nicht unterschreiben, dass jena-- irgendjemand außer Beziehung 'ne Männer- und 'ne Frauenrolle hat. Ja, das, das ist gemixt.
Also selbst hier in Mexiko, wo ja so der klassische Machismo herrscht, ne, dass so dem starke Männer und, und patriarchale Gesellschaft. Aber selbst hier ist es so, dass, dass die Frauen und vor allem dann auch die Mütter eigentlich in der Familie das Sagen haben. Und die Männer haben dann immer draußen eine große Klappe, aber so Finanzen und so werden dann auch gerne schon mal von den Frauen verwaltet und da wird auch gesagt, was gemacht wird.
Aber es wird nicht nach außen kommuniziert. Also eigentlich gibt's das nicht.
Nein, natürlich nicht. Die Männer, äh, sind die, äh, Treiber der Gesellschaft natürlich.
Ja, und das ist doch super, das Schöne an, an, an unserer Community: Wir sind halt sehr bunt, wir sind sehr vielfältig und divers. Wir sehen das halt, wenn wir uns treffen. Wir, wir sehen das, wenn wir uns auf irgendwelchen Festivals unterwegs sind und wir kommen mit anderen queeren Reisenden - ich sag ungern Campern, weil wir sind sicherlich auch campend unterwegs, aber wir sind Reisende eigentlich eher. Äh, und deswegen, wenn wir dann auf andere queere Reisende stoßen, äh, dann gibt es echt kaum diese klischeehaften Vorstellungen, wer was wie an Rollen, Vorbildern, Vorklischees erfüllen müsste, sollte oder auch tut, sondern wir sind tatsächlich sehr bunt. Und das ist auch einer der wesentlichen Gründe, warum ich total gerne auf solche queere Treffen, äh, fahre, die es aber leider nicht so häufig gibt. Äh, das heißt also, wenn ich in einem, auf einem normalen, also in Anführung, normalen heteronormativen oder nicht spezifizierten, äh, Campingkontext oder Van-Life-Festival-Kontext unterwegs bin, was ich eben auch ab und an mal mache, äh, dann sind wir ja eine absolute Minderheit beziehungsweise man sieht uns ja in der Regel das nicht an.
Und dann ist es irgendwie schade, wenn man, ähm, von vornherein gehen alle davon aus, man ist ein Mann und ja, äh, vielleicht gucken die Frauen da mal genau hin, was das für ein Typ ist. Ähm, aber für uns ist es dann eher mitunter ja dann auch vielleicht schwierig, an, anzuknüpfen an vielleicht andere queere Reisende, äh, und, äh, unsere Leidenschaft vielleicht auch mit einem potenziellen Partner, Partnerin zu verbinden oder ein, ein Reisebuddy zu finden. Das sind ja alles so Themen, die auf einem, äh, heteronormativen Festival, was nicht spezifiziert ist, für uns etwas anstrengender ist. Und wenn man natürlich auf ein queeres oder auf ein Community-nahes Festival geht, da ist es die Situation ganz anders. Da ist es eben ein, wir hatten grad schon eben angesprochen, ein Safe Space.
Wir kommen ja gleich auch noch auf euer Event zu sprechen. Das ist mir auch ganz wichtig, weil das war ja auch der Grund, wie wir auf euch gestoßen sind und wie wir uns kennengelernt haben. Ähm, ich möchte aber noch mal ganz kurz den Schwenk machen zu, zu diesem Community-Thema, was du grade angesprochen hattest. Ähm, ich versuch mal, das vorsichtig zu formulieren. Also man sollte meinen, dass Menschen, die viel reisen, äh, die gerne campen gehen, die in unterschiedlichen Ländern unterwegs sind, ähm, sehr offen gegenüber anderen Kulturen und damit gegenüber anderen Lebensformen auch sind. Jetzt hat mich persönlich die Erfahrung gelehrt, dass es nicht immer unbedingt so sein muss.
Ähm, das geht schon dabei los, dass, ähm, teilweise bei uns schon Leute stehen geblieben sind an der Parzelle, weil mein Mann halt sicht- und hörbar, ähm, Ausländer ist und wir dann auch viel auf Spanisch sprechen und dass sie dann stehen bleiben und uns angucken. Ähm, manchmal werden wir oder oft werden wir auch angesprochen, das find ich dann immer nett. Aber da, da merkst du schon so, es ist doch nicht alles so, mhm, so klar, ne. Was sind denn eure Erfahrungen in der, in der Camper- und auch in der Van-Life- oder, oder Off-Road-Community oder wo ihr euch halt so bewegt?
Also ich glaube, es gibt grob zwei unterschiedliche Arten von Reisenden. Es gibt diejenigen, die, ich sag jetzt mal, immer genau wissen, wo sie hinfahren und das seit zwanzig Jahren. Die wechseln eigentlich nur den Ort. Das sind in meinen Augen nicht wirklich Reisende und ich glaube, die stecken gerne mal immer noch in ihrem, äh, in ihrer kleinen Welt fest, die dann eben auch, wenn da jemand ist, der nicht deutsch aussieht und Spanisch spricht, wo man erst mal gucken muss. Wie so bei einem Zoobesuch ist das ja oft, ne, dass man so irgendwie am Gatter steht, mal guckt, was ist denn dahinter los. Und dann gibt es die, die Reisenden, die wirklich sehr viel in unterschiedlichen Kontexten unterwegs sind, in unterschiedlichen Kulturen, die jetzt nicht nur auf 'nen Campingplatz fahren und dann drei Wochen genau dort bleiben, sondern die wirklich auch, äh, in, in, in Städte, in Ortschaften eintauchen, die auch Kontakte zu Einheimischen pflegen.
Ich glaube, dass diese Menschen, und das ist auch so grob meine Erfahrung, unglaublich offen sind, weil man eben unglaublich viel Unterschiedliches erlebt, unterschiedliche Situationen erlebt, weil man unterschiedlichste Menschen kennenlernt und dann doch irgendwo merkt, Mensch, es sind doch alles irgendwo Menschen. Jeder hat so seine Eigenarten, klar, es gibt kulturelle Unterschiede, was sehr spannend ist, aber es sind doch alles Menschen. Und da habe ich festgestellt, dass diese Menschen größtenteils gar nicht so sehr auf die Unterschiede gucken, sondern eher auf die Gemeinsamkeiten.
Lustigerweise hab ich da teilweise komplett andere Erfahrungen. Also ich bin manchmal auf, auf so klassischen Campingplätzen total überrascht, ähm- Über die, die Offenheit und das Interesse. Und ich hab auf, auf der anderen Seite in Communitys von im Wohnmobil Lebenden, die ja dauerhaft unterwegs sind, schon sehr, sehr viel, ähm, ähm, ja, so ausländerfeindliche Tendenzen festgestellt und auch Tendenzen in anderen Richtungen, wo man sich manchmal wirklich nur fragen kann: Was machst du denn eigentlich auf deinen Reisen, ne? Lernst du auch mal Einheimische kennen oder hast du, bist du nur mit deinen, unterwegs, um deine Vorurteile mit dir rumzutragen? Gott, es gibt ganz viele Wortmeldungen. Ich lass euch mal reden.
Ich glaube, ich glaube, man kann schon vielleicht so 'n bisschen verallgemeinern, dass Menschen, die viel unterschiedlich reisen, so Holger, wie du's grad gesagt hast, die weltoffener sind. Aber das heißt ja nicht, dass du quasi nicht vielleicht auch mit ganz vielen Ängsten nicht nur ausgestattet, sondern auch aufgewachsen bist, dass du mit ganz viel krassen Rollenklischees aufgewachsen bist, ne. Wir sind ja alle im Endeffekt die, die uns unsere Umgebung quasi hat oder zu dem uns unsere Umgebung gemacht hat, unsere Eltern, unsere, unsere Schule und alle, die uns quasi beglitten haben. Und je weniger man halt auch anderes sieht, desto höher ist natürlich auch die Chance, dass man Angst vor Unbekannten hat. Ich sag mal, also klingt blöd, aber, aber, äh, sozusagen einer, der nicht wie ich ist, ist für, ist erst mal quasi unbekannt und ist erst mal komisch, ne, so für viele Menschen.
Und ich glaube, dass ich versuche, dem quasi so gut es geht, erst mal immer mit Verständnis zu begegnen, weil ich glaube, wenn wir's, wenn wir's immer nur angreifen, werden wir auch nichts oder erreicht man sowieso nichts generell. Also versucht man quasi zu verstehen, wo's herkommt, wenn Menschen irgendwie-- Das eine sind Berührungsängste und das andere sind ja tatsächlich auch Übergriffe, ne. Also es ist ja eine große Bandbreite und ich rede nicht davon, dass es irgendwie toll ist und verständlich ist, wenn Menschen andere Menschen angreifen, warum auch immer. Aber ich glaube, es gibt auch viele da draußen, die einfach unsicher sind und dann gar nicht wissen, wie sie damit umgehen und dann vielleicht auch daraus Missverständnisse entstehen. Und es gibt auch ganz viele Idioten da draußen, die, ähm, einfach gar nicht gelernt haben, mit irgendwas anderem umzugehen. Und, aber ich glaube, wir können nicht sagen, dass allgemein Reisen dazu führt.
Ja, wer, wer viel und weit reist und viele Menschen kennenlernt, der wird da sicherlich besser unterwegs sein, aber es ist aus meiner Erfahrung auch nicht wirklich ein Garant. Also du erlebst in, in den verschiedenen Gruppen auch die, die gar nicht reisen, auch völlig tolerante Menschen und genauso wie du's grade gesagt hast, Nele, die, die viel reisen, die sind auch manchmal so dermaßen in ihrem kleinen Dorf geblieben im Kopf, ähm, dass man's, glaub ich, sehr schwer verallgemeinern kann.
Also ich hab was, äh, also ich hab ja noch 'ne andere Gruppe, die hinzukommt. Das ist, äh, die ich ab und zu mal frequentiere, das sind die sogenannten Overlander oder die Globetrotter, die mit, also ich reise selber mit 'nem Allradmobil, mit 'nem Allradcamper, äh, mit 'nem Pick-up-Camper und daher versuch, also ab und an, äh, geh ich da mal auf Tuchfühlung mit anderen Expeditions-LKWs oder Menschen, die mit solchen Fahrzeugen unterwegs sind, die sich null als Camper verstehen, sondern eben als Reisende zwischen den Welten und gibt's ja auch den verschiedene Verbände, die, ähm, sehr international aufgestellt sind und ich bin auch in so einem da drin. Und, ähm, da ist das ganz merkwürdig, die Erfahrung und zwiespältig, wenn es queere Reisende geht.
Die gibt's nämlich null. Also nicht gesehen, nicht, also ich kenn insgesamt mit mir zusammen drei. Eine davon ist 'n Paar, die uns auch mal aufm Queer Summer Camp, die bei dabei waren, der Christian und der, wie heißt der? Ja, ihr wisst, ihr beiden, ne, mit dem großen LKW aus dem Norden. Äh, und hier in Köln gibt's noch einen, der auch mit dem LKW unterwegs ist, 'n bisexueller Mann mit seiner Frau. Äh, das sind die einzigen Globetrotter oder Overlander, die ich so kenne, die, äh, in den queeren Kontext passen. Aber sonst ist es ganz merkwürdig und ambivalent, weil von denen würde man ja noch viel mehr eigentlich 'ne sehr viel offene Haltung, 'ne viel, äh, weltgewandtere Offenheit erwarten, aber da hab ich manchmal ganz krass konservative Leute, äh, gehabt in Gesprächen.
Ähm, ich weiß letztens in Kroatien in einer einwöchigen Overlanding Expedit-Expedition Anführung unterwegs im Naturpark Velebit und mit anderen Offroadern und so. Und im Laufe dieser Woche stellt sich heraus, dass einer echt homophob ist und der zweite so semi, der mit ihm unterwegs war. Fetter Allrad, äh, äh, so 'n, so 'n Jeep Wrangler mit fett aufgemotzt mit Campinggedöns und et cetera. Erzählen von ihren großen Reisen, wer weiß wohin und, äh, haben aber eine so unglaublich verengte Welt und Weitsicht. Das ist ganz merkwürdig. Hat 'n paar andere, zwei, drei von, aus der Gruppe, die waren da ganz anders drauf.
Die hatten, waren sehr offen und waren auch eigentlich städtisch geprägt, insofern vielleicht aus diesem Kontext vielleicht kommend, äh, offen. Aber das war schon krass. Ich war so eine Woche zusammen mit diesem echt homophoben Arschloch, das muss man einfach so sagen. Und ich hab ihm dann zwischendurch ziemlich Karte Kante gegeben und hab ihm auch sehr deutlich gesagt, was ich von seiner Haltung, äh, halte und bin jetzt auch nicht auf Kommunikation, Harmonie, sondern dann ist dann klare Kante der, der Weg, äh, ohne Ka-, ohne Alternative. Aber Gott sei Dank wurden dann die andern auch, ähm, laut und haben dann klar mich verteidigt. Das fand ich wiederum auch 'ne sehr schöne, ähm, Erfahrung, dass auch Menschen eben sagen: „Ey, pass mal auf, es reicht. Deinen blöden homophoben Spruch kannst du dir einstecken. Äh, Chris ist völlig in Ordnung, so wie er ist." Also sprich, ich ist da so manchmal so 'ne Ambivalenz, die da im Raume ist bei den verschiedenen Arten von Reisenden.
Ich hab dazu gleich noch 'n paar Fragen. Ich möchte nur einmal kurz den Benjamin zu Wort kommen lassen, weil er meldet sich schon ganz lange zu Wort.
Genau, äh, vielen Dank. Also nee, was ich eigentlich noch sagen wollte, ist, ich glaube, auch wir drei sind jetzt, sag ich mal, in der queeren Community, sag ich mal, ja jetzt auch noch vielleicht Reisende, die nicht so Offensichtlich so sichtbar vielleicht auch sind. Aber wenn ich jetzt einfach auch unsere Treffen und auch unsere Community angucke, wir haben ja auch trans Menschen mit dabei. Wir haben auch Menschen mit Behinderungen dabei und ich glaube, dass gerade so trans Menschen es manchmal noch viel, viel schwieriger haben, wenn du halt einfach vielleicht als Frau geboren bist, äh, jetzt halt eher so, sag ich mal, wie'n Kerl aussiehst, aber oder vielleicht auch umgekehrt als Mann geboren bist, dann halt jetzt halt 'ne Frau bist, ja. Und die Leute sehen es ja trotzdem irgendwie meistens und gerade so, weil ihr das ja auch gesagt habt, gerade manchmal ist es für dich auch schwierig, wenn du auf Campingplätzen bist, wo gerade ihr als Ausländer manchmal irgendwie so komisch angeguckt werde, wird.
Ich kann mir schon vorstellen, dass es für, sag ich mal, andere Personen aus'm LGBTQ-Umfeld als wir drei, dass es dann halt auch noch mal viel, viel schwieriger ist. Ich kann das jetzt nicht so fühlen, weil ich, ich sag jetzt mal, nicht so viele Probleme bis jetzt gehabt habe, aber ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass es für die noch mal v-viel mehr auch zu planen ist: Wo fahr ich hin? Was ist so'n Safe Space? Und für uns ist es, glaub ich, relativ easy zu reisen auch noch, ja.
Könnt ihr auf euren Reisen, egal ob jetzt Camping oder andere Reisen mit euren, mit euren Fahrzeugen so sein, wie ihr seid? Also kleidet ihr euch so, wie ihr euch fühlt, ähm, oder nehmt ihr euch da auch so'n bisschen zurück? Weil es gibt so in der Community, zu der ich Zugang habe über Freunde, da gibt's ja, ähm, diejenigen, die so, so teilweise sportlich konservativ unterwegs sind optisch, ne. So, ja, halt T-Shirt, Hose, so ungefähr. Und dann gibt's ja Leute, die sich so'n bisschen extrovertierter kleiden, wo man's dann vielleicht auch auf den ersten Blick sieht, dass sie der queeren Szene angehören. Wie ist es bei euch?
Also ich denke mal, das ist ähnlich wie, wie Benjamin das jetzt gerade gesagt hat, zumindest bei uns dreien. Ähm, ich glaube, wir sind, wenn ich dieses doofe Wort normal nutzen darf-
Ich hab's extra nicht benutzt und hab's versucht zu umschiffen.
Normativ. Sagen wir nicht, sagen wir nicht normal. Sagen wir lieber normativ, das ist vielleicht etwas besser.
Genau, ähm, das heißt, ich, ich denke mal, wir sehen jetzt eher normativ aus. So, wir sind, äh, jetzt nicht irgendwie extravagant gekleidet oder kleiden uns nicht extravagant. Ähm, von daher, ich sprech jetzt mal, ich hoffe, es, es passt für euch, äh, beide, für uns alle drei, dass es für uns relativ einfach ist, weil wir, dass wir so sein können, wie wir sind. Aber es stimmt, Nele, was du sagst. Es gibt halt Menschen, die sind optisch anders aufgestellt, den, den sieht man es eher an, dass sie exotisch sind, sagen wir's mal irgendwie so, oder anders, nicht normativ sind. Und das, glaube ich, ist schwierig. Also ich weiß nicht, ob ich's mich trauen würde, wenn ich jetzt das Bedürfnis hätte, mich, ähm, ich sag jetzt mal, vielleicht bunter im Sinne von extravaganter zu kleiden oder so.
Ich weiß nicht, ob ich's mich trauen würde. Also ich hab da größten Respekt vor allen Menschen, die das durchziehen und sagen: „Ja, Leute, nehmt mich so, wie ich bin", muss ich echt sagen.
Ich fühl mich aber da auch ein bisschen unwohl bei dieser Diskussion, muss ich gestehen, weil, ja, wir, wir-- Ich sag dir ganz zu Anfang, wir sind sicherlich aus einem normativen Kontext, wir sind aus 'm weißen, allgemeinen zugänglichen Kontext, ähm, lebend, aber, äh, es darf ja auch alles sein. Also sprich, äh, divers oder Diversität ist ja umso wichtiger. Ich find's auch total schön, dass zum Beispiel bei unserem Event immer mal wieder und auch mehr non-binäre trans und intersexuelle, äh, Camper, Van Lifer und Reisende da sind und, äh, das ganze Bild bunter machen. Da darf auch, äh, und das mein ich jetzt nicht despektierlich, sondern das ist eine Eigenbezeichnung, die wir selber verwenden und die auch in Ordnung ist in internen Kreisen, also sprich in Communitykreisen, da darf auch die Tunte dabei sein.
Da darf auch, da darf auch die Dragqueen oder der Dragking dabei sein. Äh, da darf alles sein, was bunt die Community ausmacht. Das ist total wichtig und gut und richtig. Es gibt also verschiedene Campingevents, wo zum Beispiel genau das gefeiert wird, ne, wo auch, äh, Leute eingeladen werden: „Hey, Leute, nehmt eure buntesten, glitzernden, äh, Kostüme, eure tollsten Sachen, eure schrillsten Outfit mit und, ähm, feiert diese Diversität." Und das ist auch total wichtig. Also sprich, äh, ich find's gut, dass tatsächlich auf einigen, in einigen, äh, auf einigen Festivals, an einigen Orten das auch mittlerweile zum guten Ton gehört, dass Menschen bunt sein dürfen und nicht heteronormativ oder normativ in Gänze.
Es macht ja auch vieles einfach interessanter. Also ich, ich persönlich mag das auch. Ich find auch am schönsten, wenn man irgendwo unterwegs ist, wo, wo möglichst viele verschiedene Menschen sind und gar nicht jetzt nur, was die sexuelle Ausrichtung oder die, oder das Geschlecht angeht, sondern, sondern auch, ähm, Hautfarben, Kulturen, a-auch, äh, kulturelle Kleidung zum Beispiel, ne. Das ist ja bei euch in der Community ist es ja auch irgendwie so'n bisschen wie kulturelle Kleidung, wenn man eben dann sich 'ner bestimmten Schublade in Anführungszeichen zuordnet. Und ich muss auch sagen, dass ich so, ähm, über die letzten zehn Jahre, wo wir uns in der Community bewegen, ähm, und auch auf Messen und alles durchaus ganz, ganz kleine Mini-Fortschritte sehe oder gesehen habe bis jetzt, mal gucken, wie sich das jetzt wieder vielleicht verändert, ähm, dass zum Beispiel Immer mehr auch sichtbar Transpersonen auf Messen unterwegs sind.
Das sind natürlich nicht die Masse, ne. Da sieht man mal vielleicht auf so einer Messe von zweihundertfünfzigtausend Leuten sieht man mal drei. Ähm, oder dass auch Leute mit sehr extravaganter Kleidung unterwegs sind. Und ich freue mich da immer so, weil ich immer denke, wie schön es ist oder war, in Zeiten zu leben, ähm, in denen Menschen einfach auch sich ausdrücken können. Ähm, letztes Jahr auf, auf dem Caravan Salon war zum Beispiel ein Herr unterwegs, der war in einem knallfarbenen, ich weiß nicht mehr, ob's rosa oder türkis war, komplett Latex-Ganzkörperanzug unterwegs, in, wenn ich mich richtig erinnere, in hohen Schuhen und der hatte seine Frau an der Hand. Und wie cool ist es einfach auch, dass sich dann solche Leute finden, ne, die dann einfach auch zusammenpassen und wo dann auch in so einer Paarbeziehung, ähm, einfach jeder so sein darf, wie er möchte, weil es stört ja niemanden.
Also sicher hat's Leute gestört, aber eigentlich sollte es niemanden stören, weil das ist ja nicht dein Leben, in das die Person eindringt. Ähm, und ich frage mich halt, ähm, ob das nur was ist, was man so von außen wahrnimmt, weil man vielleicht auch ein bisschen selektiver darauf achtet. Genauso wie ich auch darauf achte, so Menschen mit Handicap, wie viele da unterwegs sind und wie die in der Camping-Community aufgenommen werden, ähm, oder ob ihr auch beobachtet habt, dass sich die Akzeptanz verändert hat, ob jetzt positiv oder negativ.
Also wir fragen immer ganz dezidiert. Der Benjamin, da sehe ich das auch immer und ich mache das auch. Benjamin und ich, wir machen häufig bei unserem Event, also bei unserem Queer Summer Camp, ähm, machen wir die Anfragen an Campingplätze, an Veranstalter, an wat weiß ich, äh, Restaurants, an Klettergärten, an Bootsverleiher, whatever, ne. Und, äh, wenn sich in irgendeiner Weise das ergibt, dann sagen wir das auch offen. Ähm, gerade auch in der Suche nach einem geeigneten Ort, ne, geben wir mittlerweile ganz offen, gehen wir in die Kommunikation rein und sagen das und verhehlen das nicht oder machen da auch kein, kein Geheimnis drum. Äh, und es ist auch wichtig, Präsenz zu zeigen und sichtbar zu sein und eben nicht, äh, erst mal zu gucken, vorzufühlen, weil ganz ehrlich, dann dis-disqualifiziert sich dann sofort das Gegenüber für mich.
Wenn ich merke, da hat jemand keinen Bock da drauf und ich muss irgendwie mich da verschwurbelt ausdrücken, sofort bin ich raus. Und wir haben ganz viele tolle, schöne Erfahrungen sammeln dürfen, wo jetzt zum zweiten Mal aus-- Ich komme schon wieder darauf zu. Ich weiß, Nele, du willst das gleich noch mal strukturierter aufgreifen. Aber ich habe jetzt zweimal erlebt, dass Campingplatzbetreiber, gerade weil wir ein solches Event anbieten, total interessiert waren, völlig begeistert waren, gesagt haben: „Ja, komm zu uns, komm zu uns. Das wäre total schön. Wir würden uns mega freuen, wenn ihr das bei uns ausrichtet." Also sprich, das war so für uns ein ganz herzerweichender Moment, wo wir sagten: „Oh cool, wir müssen gar nichts verstecken, sondern wir können's, wir erfüllen denen vielleicht auch einen Wunsch und so." Das war total schön zu erleben und zu spüren.
Ja, wir haben aber auch das Gegenteil, die, die sich gar nicht melden. Da wissen wir auch gleich Bescheid.
Das stimmt. Oder die ein Jahr lang vorher schon sagen, äh, ganz merkwürdig, wir geben denen ja drei, vier Termine zur Auswahl, ne. Wir stimmen uns vorher ab und sagen, das sind so unsere drei, vier Wunschtermine und das geben wir an die Campingplatzbetreiber, die wir uns vorher ausgesucht und ausgeguckt haben, weil sie unsere Rahmenbedingungen erfüllen. Und wenn dann schon manche zurückantworten: „Ja, tut mir leid. Also ein Jahr lang im Voraus können wir an allen vier Terminen können wir Ihnen keinen Platz anbieten." Da weiß man natürlich auch, wo der Hase läuft, ne. Da muss man jetzt auch nicht drüber, drumherum diskutieren.
Dann bleiben wir doch gleich mal bei eurem Event und kommen dann noch mal auf die persönlichen Erfahrungen zurück, weil ich möchte darüber wirklich auch noch ein bisschen, ähm, ausführlicher sprechen. Ich habe es ja vorhin schon gesagt, das Event heißt Queer Summer Camp und richtet sich an die, ich versuche es jetzt noch mal, LGBTQAI+ Community. Ähm, also es sind alle willkommen, ähm, die schwul, lesbisch, bisexuell, trans, ähm...
Inter, non-binär, queer.
Und alles darüber hinaus sind.
Und alles darüber hinaus sind, genau.
Genau. Also wir jetzt nicht. Wir sind jetzt nicht die Zielgruppe.
Doch.
Ach doch, auch?
Ja, Nele, ganz bewusst. Das will ich ganz, ganz klar auch sagen. Wir sind natürlich inklusiv, nicht exklusiv.
Okay.
Also das heißt, wir laden ganz bewusst, das kann man auch bei uns auf der Website sehen, auch sogenannte Queer Allies, also queere Alliierte, Freunde und Freundinnen ein, mit uns zu feiern. Wir haben auch immer wieder nicht, äh, queere Menschen an Bord, die ganz bewusst zu uns kommen, weil sie diese Atmosphäre so schätzen und weil sie es genießen, in einem solchen Kontext unterwegs zu sein. Äh, und deswegen, also ganz klar, unsere Zielgruppe ist zwar queer, aber genauso Queer Allies sind herzlich willkommen.
Dann muss ich noch mal gucken, ob wir den Termin vielleicht nicht, äh, möglich machen können. Es ist ja schon ein bisschen eng mit den Tickets, ne?
Ja, ist es. Wir haben, glaube ich, aktuell zwei freie Tickets noch. Also wir haben dieses Jahr dreiundsiebzig Tickets im Verkauf. Also das heißt, Tickets, das ist eigentlich ein Unkostenbeitrag. Also wir verdienen nichts dabei. Also wir machen das wirklich nur, weil wir da Bock drauf haben, weil wir Spaß darauf haben. Es ist jetzt auch das fünfte Jahr und, äh, es ist einfach eine tolle Veranstaltung und es sind ja, glaube ich, so, ähm, ja, wir sind immer so siebzig bis fünfundsiebzig Fahrzeuge, wobei das dann nicht Personentickets sind. Also das heißt, wenn die Pers-, wenn dann die Fahrzeuge dann mit zwei Personen, ich schätze mal, dass es so hundert Personen dieses Jahr werden könnten, aber, ähm, es ist ja so, wir haben ja dieses Jahr eine Doppelveranstaltung. Also wir sind nicht alleine auf dem Campingplatz, sondern es findet auf dem Campingplatz auch parallel die Kanu Pride statt. Also das heißt, es ist, glaube ich, international, äh, international, da sage ich schon, deutschlandweit, glaube ich, Kanuverbund, die dann so ein queeres Event auch auf dem Campingplatz machen.
Also die werden, glaube ich, noch mal ungefähr die gleiche Zahl haben, also fünfundsiebzig Fahrzeuge, hundert Personen ungefähr. Also das heißt, es wird dieses Jahr eine recht große Veranstaltung sein. Also wir haben auf jeden Fall an dem Wochenen, an dem Wochenende den Campingplatz voll im Griff. Ja, also.
Das, äh, klingt sehr, sehr gut. Ähm, also ich hätte da auf jeden Fall Bock drauf. Das ist im Juni, ne?
Ja.
Sag mir noch mal das genaue Datum.
Es ist über, äh, oh Gott, jetzt jedes Mal das Gleiche, es ist über Fronleichnam, und zwar-
Das Wochenende um den 21. Juni ist das.
19. bis 22.6.
Oh nein, da hat meine Mama Geburtstag am 19.
Bring sie mit.
Bring sie mit.
Oh ja. Dass noch mal, dass noch mal Schwung in die alte Lady kommt.
Ja klar. Es gibt auch jede Menge Eierlikörchen, das kriegen wir hin.
Und Prosecco.
Woher weißt du, dass meine Mama Eierlikör mag?
Weil man damit nie falsch liegt, wenn man das vermutet.
Ja, okay, also-
Aber wie, aber wie Benni jetzt schon gesagt hat, also wir haben zwar eine Begrenzung, wir könnten durchaus auch mehr Leute mitnehmen und, äh, den, die Teilnehmeranzahl durchaus auch noch erweitern. Wir können das auch jetzt, wenn der Podcast on air geht, wird vielleicht der ein oder andere, die ein oder andere sagen: „Oh Mensch, da will ich auch noch hin." Also wir machen das durchaus möglich. Wir haben da noch Erweiterungsmöglichkeiten. Die Campingplatzbetreiberin am Rursee in der Eifel ist zum Beispiel eine Frau, die sagt: „Wow, ich find das so saucool, was ihr da macht." Und ihr könnt, ihr könnt alle haben. Holger und ich, wir waren da und die sagt uns: „Warum kommt ihr nicht einfach? Ihr könnt alle haben. Hundert, hundertfünfzig Leute, ist mir scheißegal, kommt." Und dann haben wir noch gesagt: „Ja, wir wollen's natürlich so gestalten, dass jeder und jede sich kennenlernen kann, begegnen kann, auch wiedertreffen kann, ne, so ein bisschen familiärer Charakter nicht verloren geht", aber ganz klares Signal: Äh, wer will und wer noch Interesse hat, auch über das, über die Buchungsspitze hinaus, können wir also noch einiges möglich machen, ne.
Ganz kurz, wie kann man denn mit euch in Kontakt treten?
Am besten über unsere Webseite, äh, queer-summer-camp.de. Da kann man jetzt noch die restlichen zwei Tickets buchen, wenn sie nicht bis zum, bis zur Veröffentlichung vom Co-Podcast schon weg sind. Aber, ähm, da ist auf jeden Fall auch 'ne E-Mail-Adresse auf der Seite. Man kann uns aber auch sehr gut immer über Facebook erreichen. Also, ähm, da, das ist eigentlich auch unsere Entstehung eigentlich. Also wir haben 'ne Facebook-Gruppe gegründet und daraus ist ja dieses Queer Summer Camp auch entstanden und, äh, man kann uns auf jeden Fall über die Facebook-Gruppe auch immer anschreiben. Der Chris und ich sind da, glaube ich, äh, die aktiven Administratoren. Der Holger macht eher andere Sachen. Der hält sich da, glaube ich, bei Facebook immer ein bisschen raus. Also da kann man uns auf jeden Fall auch, ähm, anschreiben. Ich weiß jetzt nicht, ob ihr noch irgendwelche Show Notes oder so, äh, in den Podcast reinschreibt.
Da können wir vielleicht noch mal dann vielleicht den Link einfach von der Facebook-Gruppe mit reinschreiben. Da können uns gerne dort auch Leute dann noch, äh, anschreiben dort.
Cool.
Also wir verlinken auch die Webseite, das muss sich auch keiner merken.
Webseite auch, genau.
Ja.
Und dann kann man mit euch in Kontakt treten. Dann werden wir den Podcast vielleicht ein bisschen vor de-den eigentlich geplanten Buchungs-, äh, äh, Veröffentlichungstermin setzen, dass, ähm, ihr dann noch ein bisschen Luft habt zur Planung, wenn noch Leute kommen möchten.
Es gibt auch eine Warteliste übrigens. Also auch wenn jetzt beispielsweise die Plätze offiziell ausgebucht sind, äh, man kann sich noch eintragen und, ähm, es ist erfahrungsgemäß so, dass circa fünfzehn bis zwanzig, äh, Tickets immer wieder zurückgegeben werden. Das ist so die letzten fünf, vier Jahre immer der Fall gewesen. Das heißt, es steht, wir, wir kriegen immer fast alle unter und daher am besten immer anmelden. Ja.
Ja.
Also das heißt, euch auch schreiben, wenn jetzt alles, wenn jetzt alles ausverkauft sein sollte, dann euch trotzdem mal eine Nachricht droppen und sagen: „Hey, ich würde gern, nehmt mich auf die Warteliste."
Definitiv.
Da ist also eine gute Chance, dass man dann auch noch drankommt. Okay.
Ja, genau. Äh, nee, aber ich wollte einfach noch auch vielleicht ein bisschen was zu der Facebook-Gruppe sagen, weil ich, ich glaub, dass das vielleicht auch noch mal irgendwie ganz interessant sein könnte, weil mir ging es so, als ich 2020 angefangen habe, ähm, den Camper auszubauen und mich einfach so für Reiseziele zu interessieren. I-i-, wir haben ja die ga-, zwischendurch schon immer darüber gesprochen. Ich hab mich immer gefragt, wo, wo komme ich irgendwie in Kontakt auch mit queeren Leuten, die irgendwie das gleiche Hobby und die gleichen Interessen haben wie ich? Weil es gibt, ich sag jetzt mal, so viele Events auch. Es gibt Bulli-Events, es gibt bestimmt irgendwelche Treffen für Leute, für Singles mit Hunden und was weiß ich alles. Ja, es gibt irgendwie Nischen-Events ohne Ende und ich hab mich gefragt: Wo sind die queeren, queeren Camper? Die muss es auch irgendwie geben. Ich hab mich, glaube ich, einfach bei Facebook doof angestellt zu suchen, aber ich hab gedacht, ich mache dann jetzt diese Gruppe auf und, ähm, ja, ich hab die dann so ein bisschen in, ich sag jetzt mal, heterosexuellen Gruppen gestreut und die ist dann halt relativ schnell groß geworden, auch die Gruppe.
Und, äh, dann kam halt relativ schnell irgendwie so auch die Idee: Hey, will man sich nicht mal treffen? Will man nicht vielleicht irgendwie mal was zusammen machen, mal zusammen wegfahren? Und daraus ist eigentlich dieses Queer Summer Camp entstanden und ich, da, finde halt, man kann jetzt über Facebook, das kann man jetzt gut oder schlecht finden, ja, aber das ist für mich irgendwie 'n wich-wichtiger Punkt, weswegen ich bei Facebook bin, weil ich halt einfach da die Möglichkeit habe, in dieser queeren Community halt auch irgendwie, äh, Kon-Kon-Kontakt zu anderen Campern zu bekommen. Und ich glaub, dass das schon irgendwie schwierig sonst ist, weil, i-ich sag jetzt mal, Grindr und Romeo und Scruff und wie die ganzen Apps, Plattformen heißen, da ist es einfach schwierig, Gleichgesinnte für, für, äh, für, für die Camper-Welt zu finden.
Das, das geht gar nicht. Also das funktioniert einfach technisch nicht. Das heißt, man muss irgendwie einen anderen Dreh- und Angelpunkt haben und der, dafür finde ich eigentlich diese Facebook-Gruppe sehr gut und wir drei, wir haben uns relativ schnell, glaube ich, da gefunden. Ja, ihr hattet ja gleich am Anfang gesagt so: „Hey, beim Organisieren, wir machen mit." Und, ähm, ja, daraus ist halt eigentlich dieses, ich glaube, auch einzigartige Event entstanden, was einmal im Jahr stattfindet. Ich glaub, so was gibt's im deutschsprachigen Raum auch nicht noch mal. Also ich kenne auf jeden Fall nicht was Ähnliches. Es gibt halt schon, ich glaube, jetzt irgendwelche Schwulencamper treffen, aber, ähm, glaube ich, auch jetzt nicht so groß und auch nicht so bekannt. Also ich war noch nie dort. Ich glaub, Chris, du, du warst, glaube ich, schon mal irgendwo, ja.
Ja.
Aber, ähm Ja.
Ja, es sind halt meistens, das ist auch noch so eine vielleicht Besonderheit, eher männerdominierte Treffen, also schwule Camper treffen. Ja, man muss auch dazu sagen, wenn Männer unter sich sind, dann hat das auch manchmal eine manch-manchmal etwas sexualisiertere Note. Ähm, keine Ahnung, ob das in unserer Natur liegt, aber nichtsdestotrotz, ähm, war unser Ansinnen, eine Alternative zu schaffen, unabhängig von schwulen Campertreffen oder FKK-Treffen gibt es bereits auch schon. Schwule Campertreffen gibt's auch schon. Wollten wir unbedingt eine queere, einen queeren Raum finden und kreieren, wo Menschen jeder sexuellen Identität und jedes, jedes Geschlechtes einen Raum und einen Ort finden, sich zu treffen, auszutauschen und auch sicher sich austauschen können, ne. Wo also quasi wirklich nicht das Dating im Vordergrund steht.
Sprach der, der Benni sprach ja gerade an, weil das über die normalen Dating-Apps halt schwierig ist. Äh, das soll nicht im Vordergrund stehen, sondern der Austausch, äh, gemeinsame Freizeitgestaltung, äh, sportliche Aktivitäten, Kultur, Sehenswürdigkeiten, Lagerfeuer, äh, Vorträge hören oder einfach nur zusammen quatschen oder so. Also das steht im Vordergrund und das soll auch, ähm, die Menschen zusammenbringen. Ja.
Und Prosecco trinken.
Und Eierlikör.
Eierlikör.
Also das, das war jetzt auch noch mal ein Punkt, auf den ich gerne noch mal hinweisen wollte, weil zu meinem persönlichen Leidwesen, auch wenn's mich eigentlich nichts angeht, wird ja queer sein oder Homosexualität ganz oft nur in dieser sexualisierten, äh, in diesem sexualisierten Conten, äh, Kontext gesehen und ich erlebe das aber in meinem privaten Umfeld ganz anders. Da geht's ja genauso um Freundschaft, um Liebe, um-
Ja
... Zusammensein, um, ähm, ja, Community schaffen. Und das möchte ich auch gerne noch mal unterstreichen für alle, die vielleicht, äh, dran denken, an eurem Event teilzunehmen, dass es halt wirklich ein geselliges Beisammensein, ein sehr buntes und wahrscheinlich teilweise auch ein bisschen extrovertiertes, äh, geselliges Beisammensein, aber eben auch ganz entspannt sein wird und dass da jetzt niemand irgendwie Angst haben muss, ähm, dass er dann, äh, da in irgendeine, äh, Pseudo-FKK-Schiene reinkommt.
Ja. Also ich meine, wer auf die Homepage schauen wird, der wird halt auch sehen, wir haben ja immer ein Programm dort stehen und es ist wirklich so. Also wir haben ersten Abend starten wir halt immer mit dem Grillen erst mal zusammen, weil es sind ja jedes Jahr neue Leute. Wir haben auch Stammkundschaft, sage ich mal, die seit Anfang an dabei sind immer da. Und, äh, man, man muss sich halt erst mal kennenlernen, warm werden miteinander und wir machen Ausflüge in die Umgebung. Also das heißt, es ist wirklich ein ganz gemütliches, interessantes Wochenende, wo man viele neue Leute kennenlernt. Also man muss da jetzt nicht irgendwie das Ang-Angst haben, dass es jetzt irgendwie ein sexualisiertes Wochenende ist. Also es ist wirklich ein Campertreffen. Das steht im Vordergrund.
Und kein Swinger-Treffen.
Genau. Also die Erwartungsdeutung haben manche schon gehabt, aber den müssen wir leider den Zahn ziehen. Das ist nicht das, äh, das, was man dort erwartet, ja.
Also ein ganz normales Campertreffen eigentlich.
Ja, genau. Also das heißt normal, ne. Wir wollen-- Die Inten- die Intention war, also ich habe mich mit Holger vorher, wir kannten Benni noch nicht und da war Holger und ich schon am Quatschen miteinander. Wir haben uns übrigens über Romeo, ne, glaube ich, haben wir uns kennengelernt. Und, ähm, dann haben wir, das ist total witzig, darüber gesprochen, dass es ja so ganz viele coole Camper-Events gibt, äh, hier Queers, Quatsch, äh, Camper Summit und, äh, wie heißen denn die? Also, ähm, egal. Äh, und dann haben wir gedacht: „Mensch, warum gibt es das eigentlich nicht im queeren Kontext, wo zum Beispiel Vorträge zu einem Ausbau, äh, Bestandteil des Programms sind, wo man Musik machen kann, wo, wo man Yoga machen kann, wo man schwimmen gehen kann, wo man eine Fahrradtour machen kann, äh, wo man aber auch einfach in Ruhe lassen gelassen werden kann, äh, wenn man einfach sein eigenes Ding drehen möchte, aber ein bisschen Geselligkeit haben möchte und wo das ganze Thema, ähm, Vanlife, Camping, Reisen im Vordergrund steht, ne.
Also, äh, Holger und ich, wir haben uns darüber ausgetauscht und da kam echt durch Zufall, äh, Benni mit seiner neuen Gruppe um die Ecke und hat genau das auf die Timeline geschrieben und hat gesagt: „Ich habe Bock, so ein Treffen zu machen, wie ein in Anführungen normales Vanlife-Treffen. Äh, hat noch nie-nicht jemand Bock, da mitzumachen?" Ich habe sofort Holger angetickert und gesagt: „Guck mal, da ist irgend so ein Benni und der will da irgendwie so was machen. Das ist doch genau unsere Idee. Der klaut uns unsere Idee." Also sofort mal, äh, mit dem Kontakt aufnehmen. Also genau so ist das entstanden. Also eben nicht, ähm, äh, äh, ähm, aus einem Zwang heraus, äh, äh, etwas, äh, zu kopieren, was vielleicht schon da ist, sondern was Neues zu kreieren, was es so einfach noch nicht gibt. Und das ist uns, glaube ich, ziemlich gut gelungen.
Und ich glaube, das, das Schönste an diesem Treffen ist, dass, äh, Nele, du hast ja auch schon gesagt, jeder kann im Prinzip dort sein, wie er möchte, sein, wie er ist und keiner muss sich eben erklären. Ne, wenn ich auf einem normalen, normalen, in Anführungszeichen mal wieder, Vanlife-Treffen oder so bin, ja dann kommt halt die Frage: Ja, wer ist denn die Frau in der Beziehung? Ja, dann werden halt interessierte Fragen gestellt, was auch grundsätzlich schön ist, wenn, wenn Menschen Interesse haben. Aber es ist eben auch mal schön, einfach, äh, nicht, ich sage jetzt mal, mit der Einleitung, was bedeutet denn queeres Leben, was bedeutet schwules Leben, nicht damit beginnen zu müssen, sondern einfach so sein zu dürfen, wie man ist.
Ja, vielleicht ist das ja auch das, das bessere Campingtreffen, ne. Also wenn ich so in die Gespräche auch mit meiner Frau der letzten Wochen und Monate reingucke, so wo auch, ne, wo's um, um Thema Patriarchat und, äh, und so weiter geht. Und das sind ja Dinge, die in dem, im Leben überall stattfinden, an jeder Ecke und genauso auf dem Campingplatz ja stattfinden. Und vielleicht ist es dann mit dieser Offenheit das schönere Camper-Treffen auch, weil man offener ist.
Müsste wohl mal austesten wohl, Sebastian
Ja, das müssen wir wohl mal austesten. Das, das sehe ich auch so. Da spricht zwar dagegen, dass ich ein bisschen Schwierigkeiten mit großen Menschenmengen habe und so, aber ja, müssen wir wohl mal austesten.
Wir, wir bedrängen dich auch nicht, Sebastian. Du hast ganz viel Möglichkeit, du hast ganz viel Möglichkeit, deinen Raum einzunehmen. Also jetzt nicht im Hinblick auf irgendetwas Zweideutiges, sondern ich meine das jetzt eher so im Hinblick dadurch, dass das ja ganzer Campingplatz ist, der uns zur Verfügung gestellt wird auf mehreren Terrassen. Also wunderschön gelegen am Rursee, ähm, in einer grandiosen Aussicht, äh, wo alles nicht so kompakt zusammenklebt, ne, sondern auf mehreren Terrassen angeordnet ist, hat man auch wirklich viel Möglichkeiten, so für sich zu sein und auch irgendwie so ein bisschen seinen Space einzunehmen, wenn einem das alles ein bisschen zu viel wird oder so. Also herzliche Einladung. Witzigerweise haben wir eine langjährige, äh, ähm, äh, äh, Freundin und immer wieder Gast, die immer wieder zu uns kommt.
Die, ähm, fühlt sich so wohl, die macht Bogenschießen, äh, und Coaching. Und, äh, die Ute, vielleicht hört sie's ja sogar mit, die ist auch total begeistert von genau dieser Atmosphäre. Sie ist, sie ist eben nicht queer, sondern queer Ally und, äh, sie bietet dann immer so etwas an: Bogenschießen, noch mal alternativ, äh, zum Programm, was wir anbieten, noch mal was Ergänzendes. Und das find ich total cool und mega schön, dass mittlerweile Menschen diesen Ort und dieses Festival und dieses Treffen nutzen, um auch wieder mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen, ihren Horizont zu erweitern, Neues dazuzulernen, inspiriert zu werden, zu reisen, zu neuen Dingen, Kulturen, wie auch jetzt zum Bogenschießen. Ich find das mega spannend und tatsächlich ist das so etwas, was ich in anderen Van-Life-Festivals und Treffen so nicht erlebt habe.
Vielleicht habe ich noch nicht diese Festivals, äh, besucht, die das auch bieten, aber ich hab schon jetzt einige besucht und da habe ich das so als was noch nicht festgestellt.
Mhm.
Und es gibt keinen Stress.
Das meinte ich so ein bisschen damit. Das, genau das meinte ich so'n bisschen damit. Und ich, also ich, wie gesagt, bei mir ist eher so das Thema, dass große Menschenmassen nicht so meins sind und deswegen ich da Abstand halte meistens, aber es gibt ja Ausnahmen.
Können wir ja noch mal gucken. Muss mal, muss mal bei meiner Mama nachfragen, ob sie gedenkt, ihren Geburtstag an dem Datum zu feiern oder ob man den eventuell vielleicht auch nachfeiern könnte oder vorfeiern. Weil da ist ja dann immer noch die, die, die verbleibende Restfamilie auch mit integriert und da möchte man natürlich dann auch gerne dabei sein.
Du wirst lachen, wir hatten das letztes Jahr. Wir hatten genau das letztes Jahr, einen Geburtstag von einem, äh, Menschen, der an dem Vorabend vom Queer Summer Camp Geburtstag gefeiert hat mit seiner Familie, die zu Besuch kamen und haben uns eingeladen. Äh, wir waren erst so ein bisschen überrascht, weil wir uns immer ein oder zwei Tage vorher schon auf dem Campingplatz treffen, um so ein bisschen zu beratschlagen und zu gucken, organisatorischen Kram zu erledigen. Und dann haben die einfach gesagt: „Wisst ihr was? Wir sind auch schon hier und, ähm, wir feiern Geburtstag. Habt ihr nicht Lust, dazu zu kommen?" Äh, nach anfänglicher Irritation haben wir gedacht: „Ja komm, scheiß die Wand an, wunderbar. Wir machen uns einen schönen Abend." Es war wunderschön. Es war total klasse. Also insofern, warum nicht?
Dann könnte ich dir auch mal meinen Cousin vorsetzen, ähm, meinen Eltern, bei dem, der ist so ungefähr in deinem Alter, bei dem wäre noch ein bisschen Aufklärungsarbeit nötig. Mit dem hatte ich neulich nämlich mal eine kleine Diskussion, weil der so ein paar homophobe Sprüche abgegeben hat. Ähm, ich-
Den nehmen wir gerne zwischen uns, den Benny, Eugen und ich.
Den nehmen wir gerne zwischen uns, der arme Kerl.
Trinken wir ein Bierchen mit ihm und erzählen ihm, wie schön die Welt ist.
Das nennt sich dann Konfrontationstherapie. Ähm.
Ja, oder du schickst halt Alier zu deiner Mutter zum, zum Geburtstag feiern und wir machen halt einen Arbeitsausflug dahin.
Genau, das ist auch gut. Ähm, ich möchte noch mal ein bisschen auf die, auf die ernsthaftere Thematik, auch wenn, wenn ich da jetzt auch immer wieder Witze drüber mache über, über so homophobe Sprüche, die auch aus dem eigenen Umfeld ja teilweise kommen. Christian, du hattest es angesprochen, ähm, dass dir das auch, äh, auf, auf Treffen durchaus nicht fremd ist, dass man dann mit solchen Leuten zusammensitzt. Und was mich so ein bisschen überrascht, ist tatsächlich auch, dass es wieder zunimmt, dass die Leute das einem auch ins Gesicht sagen. Also, ähm, was ja über einen gewissen Zeitraum so ein bisschen war, dass das eher im verborgenen Kämmerlein war oder über soziale Netzwerke, aber dass es jetzt wieder jemand gibt, der dir gegenüber sitzt und dir irgendwelche Sprüche drückt.
Und mich überrascht das, weil oft ist ja dann auch so die, die Dynamik, dass man vielleicht Berührungsängste hat oder, oder irgendwelche Vorurteile hat, aber wenn man dann mit den Menschen mal ein bisschen Zeit verbringt, dann sieht ja, okay, der ist ja okay, der, mit dem kann man reden, der hat ja auch dieselbe Wertebasis wie ich oder der führt ja genauso ein Leben wie ich im Grunde und dass sich dann eigentlich solche Vorurteile eher abbauen. Und du schilderst ja jetzt, dass es über Tage so lief. Ähm, und mich würde mal generell interessieren, wie in diesem Camping-Van-Life-Reisenden-Umfeld der Umgang mit euch insgesamt ist. Also spürt ihr irgendwie eine Veränderung? Wie reagieren die Leute auf euch, wenn die dann, ähm, merken, dass ihr halt nicht heterosexuell seid?
Sprechen die mit euch darüber? Oder, also ich kann's mir einfach nicht vorstellen, wie so euer Reisealltag aussieht.
Hm. Also ich hab, wenn ich jetzt mal zurückdenke an unser letztes Queer Summer Camp, auch in der Eifel, ne. Das war rappelvoll, der Campingplatz. Witzigerweise mit mehreren parallelen Veranstaltungen und Gruppierungen, die am gleichen Wochenende auf dem Campingplatz waren. Unter anderem eine, ich glaub, freievangelische Schule, die dort ihr Camp hatte.
Oha.
Mhm. Und wie wir wissen, sind die evangelisch Freikirchlichen oder Freikirchen an sich eher fundamentalistisch unterwegs und deutlich homophob als, homophober als andere kirchliche Gruppierungen oder Kirchen. Ich hatte dann schon so mit, ah, hab dann so gedacht: „Oh, oh, das war eine große Gruppe, ne, die einmal jährlich sich da trifft." Und dann gab es noch eine Gruppe „Väter und ihre Kinder". Das war wirklich eine sehr interessante Mischung und eben wir mit hundert queeren Teilnehmerinnen mittendrin. Also ich hab so an dem Mittwochabend gedacht und an dem Donnerstag, es ist schon eine, könnte eine explosive Mischung sein, war's aber gar nicht. Also, äh, irgendwann spielten die Väter mit ihren Söhnen und Kindern, äh, auf, in un, zwischen unserem, zwischen unseren Camper Vans, äh, mit Bällen herum, äh, als denen schon klar war, dass wir eine queere Gruppe war.
Einer davon zog sich erst mal das Oberteil aus und wir hatten viel Spaß dabei, bei dem Prosecco ihm zuzugucken, wie er seinen gestellten Oberkörper in der Sonne, äh, herumflippen flippte. Das war wunderbar. Wir hatten unseren Spaß, aber-
Der wollte halt auch mal ein paar Komplimente bekommen.
Ja, der wollte eben auch was Schönes hören. Ich glaub, den hat's auch nicht gestört. Also ich hatte das Gefühl, dass, ähm, weil überall hingen, waren auch Regenbogenflaggen, ne. Also die Campingplatzbetreiberin, äh, das nur als, äh, kleine Anekdote, ähm, hat uns zum Beispiel gesagt, ob sie Regenbogenflaggen kaufen darf und die überall, wo wir sind, in den Boden stecken darf. Und wir waren erst mal so: „Hä? Was? Wie?" Wir haben gedacht: „Na ja, warum nicht? Äh, aber okay." Und sie hatte eine totale Freude, äh, uns diese Dinger zu geben, hat alles vorher eingekauft, hat überall Regenbogenflaggen, äh, auf ihre Ankündigungsschilder gemalt und sie fand das mega cool, ähm, dass da auch eine Sichtbarkeit wirklich da war. Also wir waren wirklich nicht versteckt.
Jeder, der es wissen wollte, der konnte uns sehen, dass wir da, äh, dort gecampt haben und vier Tage lang zusammen unterwegs waren. Also ich hab eigentlich, ähm, wenn wir so in, in gemeinschaftlicher Form irgendwo aufgetreten sind, selten bis gar keine schlechten Erfahrungen gemacht, wenn ich mich zurecht erinnere, weil Holger und Benjamin, wir sind ja auch, äh, unabhängig von dem Queer Summer Camp, reisen wir schon mal miteinander. Ob das jetzt, wie Benni schon erwähnt hatte, Marokko ist oder wir mögen alle drei sehr gerne Wein. Das heißt, wir reisen sehr gerne zu Winzern und, äh, testen, äh, Weingüter aus, wo man campen kann, machen Weinprobe und dann stehen wir auch zu dritt, manchmal zu viert und manchmal laden wir noch Freunde ein und dann stehen wir da zu fünft. Ähm, und so richtig negative Erfahrungen kann ich mich jetzt nicht erinnern, aber nichtsdestotrotz, ähm, spielt das halt doch ab und an mal eine Rolle, klar, wenn man als queerer Mensch einfach in der Gesellschaft unterwegs ist.
Allein schon, dass wir uns Gedanken machen, ne, an, an einem Campingplatz in der Eifel mit vielen Gruppen zusammen. Allein schon, dass wir darüber geredet haben, ob es eventuell explosiv ist und Schwierigkeiten geben könnte, wenn hier ein paar Regenbogenflaggen stehen, weil da eine evangelisch-freikirchliche Gruppierung ihr Jahrescamp abhält. Also allein, dass wir darüber geredet haben, zeigt ja, dass wir ein Stück weit anders unterwegs sind.
Ein neuer Tag auf der Liebesinsel. Es wird gezwitschert, geflirtet.
Bist du einfach reich?
Bin reich mit Liebe.
Gestritten.
Viel Spaß mit der Hexe hier im Haus.
Und gefeiert.
Die Party kann losgehen. Love Island VIP is back. Endlich. Ab Donnerstag, zwanzig Uhr fünfzehn bei RTL II und vorab auf RTL+ Stream.
Ja, und auch nicht zu Unrecht. Also ich hab mich einmal, ähm, überreden lassen, zu so einem freikirchlichen Gottesdienst mitzugehen. Und als der junge Prediger, der war damals vielleicht Mitte zwanzig, Anfang dreißig, von, von der Bühne schrie: „Jesus hasst Schwule", war dann der Gottesdienst für mich auch beendet, ne. Also das, ähm, ist schon, ist schon 'n Thema auf jeden Fall. Benjamin, du wolltest schon ganz lange was sagen.
Nee, ich, ich wollte eigentlich das, äh, vom Chris eigentlich noch mal kurz auch ergänzen, weil, ähm, ich glaub jetzt auch fürs Queer Summer Camp, wir suchen uns halt ja bewusst auch immer Campingplätze aus, wo wir willkommen sind, weil was anderes wäre irgendwie auch sinnfrei. Und genauso verhält sich's ja eigentlich auch, wenn ich alleine oder auch mit meinem Mann halt verreise. Also da suche ich mir dann halt auch schon Gegenden aus und auch Campingplätze aus, wo ich weiß, da bin ich halt willkommen. Also ich hab halt immer so 'ne kleine Regenbogenfahne auch von einem Campertreff, ne. Ich glaub, das war als wir am Brombachsee. Die hab ich immer noch im, im, im Wohnwagen, ja, oder im Wohnmobil und die hänge ich schon immer gerne an die Tür. Dann wissen die Leute gleich Bescheid. Da muss ich mich auch nicht irgendwie erklären oder so. Das, finde ich, macht's immer schon leichter. Mein Mann packt die gleich immer weg, wenn, wenn wir zusammen verreisen.
Aber, ähm, ich will, also ich hab bis jetzt, muss ich wirklich sagen, ich hab keine schlechten Erfahrungen bis jetzt gesammelt, aber ich glaub, da sind wir wieder beim Thema: Wir sind, glaub ich, da relativ normativ gegeben und ich glaube, dass, äh, es da halt für andere Gruppen schon durchaus schwieriger sein kann. Holger, du wolltest was sagen.
Ja, also ich hab jetzt auch die ganze Zeit überlegt, äh, ob ich negative Erfahrungen gemacht habe und kann Gott sei Dank behaupten, dass ich das auch nicht gemacht habe. Kann mir aber sehr gut vorstellen, dass wir natürlich teilweise, wenn wir unterwegs sind, also teilweise guckt man wirklich aktiv, ist man irgendwo willkommen oder gegebenenfalls eben nicht. Ich glaube aber auch, das stelle ich einfach mal so als These in den Raum, dass wir vielleicht auch so ein gewisses Gefühl dafür entwickelt haben: Wo können wir hin und wo ist es vielleicht eher ungünstig? Ist viel vorhin mal, äh, Pirna als Stadt oder vielleicht eben auch, ich sag jetzt mal, gewisse Regionen. Ähm, ich glaube, man entwickelt da, wenn man längere Zeit unterwegs ist und/oder längere Zeit eben auch vielleicht offen queer lebt, ein gewisses Gefühl dafür.
Wo geht man vielleicht eher nicht hin? Wo ist das Risiko größer, dass es problematisch werden könnte? Oder wo ist es halt eben vielleicht eher sicherer? Ist jetzt einfach eine These, die ich jetzt so, wo ich mir so überlege, das kann natürlich gut auch der Fall sein.
Hättest du oder hättet ihr da vielleicht noch 'n paar Tipps für jetzt vielleicht queere Neucamper, die sich mit der Sache noch schwer tun und noch nicht diese Erfahrung haben, von denen du jetzt grade gesprochen hast. Worauf kann ich denn achten, um so bisschen für mich zu erkennen, könnte gut sein oder skipp ich vielleicht und fahre noch 'n Platz weiter? Was, was wären denn so Anzeichen oder, oder wo-worauf würdet ihr achten?
Also ganz klar, Sebastian, ein ganz wichtiges Thema in diesem Kontext. Viele kennen es, ich mein, Heteros glaub ich nicht, aber es gibt den sogenannten, äh, Gay Travel Index weltweit. Und der Gay Travel Index, äh, schaut nach den Gegebenheiten weltweit in fast jedem Staat der Erde werden bestimmte queerrelevante Themen untersucht. Äh, das beginnt mit, ähm, Antidiskriminierung, äh, in der Gesetzgebung und das endet mit den Todesstrafen für homosexuelles Verhalten. Also in der ganzen Bandbreite, äh, werden bestimmte Themen untersucht. Und wenn ich mir den aktuellen Gay Travel Index anschaue, der, äh, umfasst derzeit eine Bewertung von zweihundertfünfzehn Staaten und allein, äh, rund dreißig Staaten sind, äh, tiefrot oder orange gekennzeichnet mit deutlichen Diskriminierungen und die letzten zehn Staaten haben sogar die Todesstrafe vorgesehen für homosexuelles Verhalten, rechtlich abgesichert durch die entsprechende Gesetzgebung.
Das geht von Saudi-Arabien über Russland bis Uganda, Irak, Malaysia, Kuwait, Libya, Arabische Emirate bis nach Nigeria. Also sprich, das sind alles, ähm, Länder, für die, ähm, für uns Reisende es teilweise eine Todesgefahr gleichkommt, dorthin zu reisen und, ähm, öffentlich als queerer Mensch aufzutreten, wie auch immer sich das äußert, völlig egal. Allein wenn ich einen anderen Mann kontaktiere auf der Straße und gebe mich als schwuler Mann zu erkennen, kann das für mich bedeuten, ins Gefängnis zu kommen oder eben, äh, am Galgen zu hängen. Also insofern, äh, Holger hat vollkommen recht. Wir haben mit in unserer, in unserer Lebensrealität seit Anbeginn, seit Beginn unserer Coming-Outs werden wir, äh, mit einem vielleicht immer sensibilisierteren Gay-Radar ausgestattet, äh, die, was es uns ermöglicht, auch Situationen zu erkennen, vielleicht auch anders wahrzunehmen, als das ein, äh, heteronormativer Mensch tut, der damit nie in Berührung kommt und für den eine Reise in den Oman oder in die arabischen Emirate ganz nett ist und, äh, vielleicht auch mit einem Expeditionsmobil machbar, ne.
Also, äh, es gibt ja die Reisen in die Richtung Osten, nach Usbekistan, Mongolei, die Richtung Russland fahren. Ich würde jetzt momentan zum Beispiel auf gar keinen Fall nach Russland einreisen oder bestimmte Länder auf gar keinen Fall bereisen, ob jetzt mit Flieger, mit Flugzeug oder mit dem Camper. Also es steht völlig außer Frage, dorthin zu reisen, weil einfach die Todesstrafe droht oder einfach nur hohe Strafen, äh, dort in der, in der Rechtsprechung hinterlegt sind. Aber deine Frage, Sebastian, ja, was kann ich denn tun, wenn ich da jetzt neu mich damit beschäftige oder vielleicht grade mit dem Coming Out, ähm, mehr oder weniger mich beschäftigt habe und, äh, ich möchte als junger Schwuler, als junge lesbische Frau, non-binär, keine Ahnung, Transmensch, äh, auf Reisen gehen. Ja, dann ist so 'n tatsächlich so'n Gay Travel Index ein guter Indikator zu gucken, wo kann ich denn hingehen, wo kann ich hinreisen, wo be-- fühle ich mich frei und ungezwungen, wo werden meine Rechte, äh, toleriert?
Und das, äh, mittlerweile Gott sei Dank tun auch einige Medien etwas dafür. Ähm, wir wurden, ähm, vor einiger Zeit wurden wir von dem, ähm, Reisemagazin Explorer, äh, wurden wir eben auch zum Thema queeres Reisen interviewt und da wurde ein sehr schöner, sehr umfassender Artikel drüber geschrieben, was heißt queeres Reisen auch mit vielen Protagonisten, äh, und Interviews dazu, äh, wie sie ihr Reisen als queere Menschen, äh, erleben und, ähm, dass es großartig ist, dass das Magazin nun in der Reiseberichterstattung, äh, immer wieder auf die queere Situation oder die Situation auf qui-- aus, auf queere Menschen eingeht am Ende in 'nem Informations, in 'ner Informationsübersicht zu dem Reiseland. Also das heißt, das ist vielleicht für einen heteronormativen Reisenden völlig überflüssig und der fragt sich auch: „Was soll der Scheiß?"
Das zeigen auch zahlreiche negative Lese-Leserbriefe, die daraufhin, äh, die Redaktion erreichten, äh, mit vielen positiven, aber eben auch sehr viel negativen. Aber das zeigt, ähm, für uns ist das manchmal überlebenswichtig und für uns ist das super hilfreich, wenn ein so breit aufgestelltes Medium wie ein solches Magazin sagt: „Hey, wir gucken, dass auch ihr queere Reisende safe und gut und auch, ähm, ja gesund wieder nach Hause kommt nach eurer Reise."
Ich hab dazu 'n paar Rückfragen. Also den, den, ähm, Travel Index kenne ich. Ähm, ich hab mir den auch schon mal näher angeguckt, aber was mir dabei aufgefallen ist, ist, dass der ja nicht besonders kleinteilig ist. Also, ähm, soweit ich mich erinnern kann, sind da ja nur die Länder als Entität gelistet, aber nicht einzelne Regionen zum Beispiel, die ja auch 'nen großen Unterschied machen können, ne.
Ja.
Ähm, Deutschland ist ja eins der, der grünen, also das ist ja nach, nach grün, gelb, rot, also wie 'ne Ampel sozusagen klassifiziert. Und Deutschland ist eines der gayfreundlichsten Länder in diesem Index. Nichtsdestoweniger gibt's aber ja auch Regionen, wo das nicht so ist und wo ja auch selbst in 'ner Stadt wie Berlin in bestimmten Stadtteilen durchaus mal körperliche Übergriffe stattfinden können. Ähm, und Ähnliches kenn ich halt auch aus Mexiko. Mexiko ist, steht gar nicht so schlecht da in diesem Index, ist aber eigentlich 'n sehr homophobes Land so in der, in der Totalität. Nur gibt's halt einzi-einzelne Oasen, wie zum Beispiel auch, äh, Puerto Vallarta oder unsere Stadt Guadalajara, wo sich halt die Community auch gerne trifft. Ähm, und das fehlte mir so'n bisschen in diesem Index, dass es Regional noch etwas eingegrenzt wird.
Habt ihr irgendeine Ressource, wo man sich da informieren kann? Also ich würd jetzt auch nicht empfehlen, in irgendein tiefrotes Land zu fahren, nur weil vielleicht irgendwo eine Stadt ist, in, in der man in Ruhe gelassen wird. Aber so bei diesen, ähm, bei den grünen Ländern zum Beispiel, dass ich mir angucken kann, wo ist es denn empfehlenswert hinzufahren und wo vielleicht dann doch eher nicht.
Okay, also ich würd vielleicht einmal darauf antworten, aber ich würd vielleicht auch ein bisschen abschweifen, weil, äh, ähm, also ich würd jetzt erst mal sagen, so aus dem, informieren ist, glaub ich, erst mal generell schwierig. Ich glaub, es gibt jetzt irgendwie keine Seite, wo ich jetzt irgendwie sagen kann, okay, in Frankreich, das sind jetzt irgendwie gute Regionen oder schlechte Regionen. Ich glaube, wenn man erst mal so in Großstädte ist, Großstädte sind, glaub ich, erst mal grundsätzlich immer queerfreundlicher, als wenn man in ländliche Regionen geht. Aber i-ich will das nicht immer sagen, aber ich glaube, erst mal so tendenziell wird es wahrscheinlich so sein. Ähm, es gibt ein paar schwule Campingplätze, wo man auf jeden Fall hinfahren kann, ja. Sag ich mal, wenn ich jetzt als Einsteiger, sag ich mal, wirklich mal erst mal schwules Campen mal austesten möchte.
In Holland gibt es, äh, zwei Campingplätze. Es gibt in Deutschland, äh, den FKK-Campingplatz am Rätsee, wo ich mal sagen würde, der ist gay friendly und es gibt auch ein paar andere Sachen. Es gibt, glaub ich, einen Campingplatz, äh, ähm, äh, von einem lesbisch-lesbischen Pärchen. Wir haben zum Beispiel, ähm, auch, äh, mal am Brombachsee, das ist ein schwules Pärchen, die führen einen Campingplatz, wo man hinfahren kann, wo man, glaub ich, sagen kann, das sind jetzt erst mal safe spaces. Ansonsten gibt's halt eine Facebook-Gruppe, äh, wo, ich sag jetzt mal, keine Campingplätze gelistet sind. Die können wir vielleicht auch die Gruppe noch mal in die Show-Notes mit reinpacken, aber das ist immer ein guter Angelpunkt, wenn ich sagen will, ich möchte ein bisschen campen in der Natur. Da sind dann halt irgendwelche Bauernhöfe, Winzer, vielleicht auch Privatleute, die irgendwo ein grünes Eck haben und die s-sagen: „Hey, bei mir sind queere Camper willkommen und ich hab ein privates Eck", und kommen dann vielleicht auch in Kontakt mit Privatleuten und so.
Es ist nicht so einfach, dort sich in dieser Gruppe zurechtzufinden, aber das würd ich sagen, für mich s-s-sind jetzt erst mal so die besten Anlaufpunkte, außer Holger und Chris haben jetzt noch irgendwelche anderen Ideen.
Nee, würd ich genauso sehen.
Mhm.
Also wir haben ja in unserem Kennenlerngespräch auch schon mal kurz drüber gequatscht, dass es zum Beispiel bisher auch kaum Möglichkeiten gibt, über die klassischen Portale, Apps und so weiter, wo man halt so seine Campingplätze findet, irgendwie einen Filter zu setzen für gay friendly, LGBTQ friendly, ähm, Plätze, um die sich gezielt auszusuchen. Ähm, wie stoßt ihr denn auf diese Plätze? Sind das dann eher persönliche Empfehlungen aus der Community oder fahrt ihr einfach hin, weil ihr sagt, im Grunde ist mir egal und wenn ich merke, ich bin gar nicht willkommen, dann fahr ich halt weiter und wenn ihr merkt, ich bin sehr willkommen, dann speichert ihr den Platz für euch irgendwie ab oder wie, wie geht ihr da vor in eurer persönlichen Suche?
Ja, also Apps gibt's gar nichts, also wirklich gar nichts. Also wir haben ja im Vorgespräch auch schon mal gesprochen und wir sind jetzt grade in Kontakt mit, äh, jetzt muss ich noch mal überlegen, wie die App heißt. Du hast es mir letztes Mal gesagt. Nee, Campingplatz EU oder...
Camping App.
Camping App EU. Also mit denen war ich jetzt in Kontakt. Da soll's vielleicht noch mal einen Termin geben. Da sind wir halt am Überlegen, ob wir da halt vielleicht einen Filter bauen, ja, mit dem man dann einfach schauen kann, wo kann man hin? Gibt es irgend, äh, die Camping App EU ist ja nicht nur Campingplätze, sondern es sind ja auch Spots. Da könnte man dann vielleicht auch diese Bauernhöfe und so, die Lust haben, da mitzumachen, dort zu, zu, zu adden und zu verlinken, aber so weit sind wir, glaub ich, noch nicht. Ansonsten muss ich sagen, ist es bei mir so: Äh, ich würde sagen, ich gehe mit einem gesunden Menschenverstand da dran. Ähm, das heißt, wenn ich jetzt irgendein Ziel hab, ich will an irgendeinen Ort, guck ich halt auch Park, Park4Night, was ist da halt in der Nähe? Äh, wo kann ich hinfahren? Und ich mein, so wie es bei uns ist, halt mit einer Kneipe oder mit einer Wirtschaft. Wenn ich halt einfach sehe, da ist eine Kneipe, da sind halt nur Leute mit einer Bomberjacke, dann geh ich da halt nicht rein.
Und genauso ist es halt beim Campingplatz auch. Wenn ich halt sehe, okay, komische Atmosphäre, komische Leute, ähm, dann fahr ich halt weiter und schau halt, was ist halt in der, in der Nähe, was gibt es noch in der Nähe? So, so geht's mir auf jeden Fall, ja.
Oder Leute mit, mit abgeklebten Tattoos.
Ja, zum Beispiel. Genau.
Wo mein, mein unschuldiger Mann mal dachte, die waren alle bei der Blutspende.
Okay.
Und dann haben wir, dann haben wir rausgefunden, dass im, im Nachbarort ein Nazitreffen stattfinden sollte.
Okay, krass.
Das haben wir übrigens erlebt, ne. Holger, Benni und ich, wir waren auf einem Treffen in, äh, in 'ner, ähm, wo waren wir da auf der, na, wie heißt die Burg noch mal, wo wir waren? Wo wir uns mit, äh, Nele, äh, nicht Nele, mit Nils und Melli getroffen haben.
Ach so, wo wir durch diesen Ort gefahren sind, wo nur die Reichsflaggen wehten. Das fand ich schon sehr spooky, ja.
Und wo wir auf der, wie hieß noch mal? Eisenach. Nee, nicht Eisenach. Wie heißt die Burg? Mein Gott.
Die Wartburg.
Die Wartburg. Ja, mein Gott, mir fehlt es grade. Wir waren zu Besuch und es liefen ganz offen Jungs mit, äh, T-Shirts und Pullovern rum mit eindeutig rechtsradikaler Aussage. Keiner störte sich, keiner sagte etwas. Und wir drei, wir haben nur geguckt: „Äh, wie jetzt? Echt? Jetzt echt?" Und es waren nicht zwei, nicht drei. Es war eine Gruppe von zehn jungen Männern, äh, eindeutig rechtsradikal unterwegs. Die waren ganz normal, machten ihren, machten ihren Ausflug auf die Wartburg und hatten viel Spaß, standen in der, in der Kassenschlange und so. Und das sind so Besonderheiten, ne. Die sind echt, wir sind da vielleicht naiv oder vielleicht auch irgendwie, für uns ist das echt ungewohnt. Äh, und aber wir, wir mussten dann tief durchatmen, haben gedacht: „Wow, es ist einfach hier noch mal anders."
Mhm.
Ja, ich glaube, dass, äh, das, was, was Benny da vorhin sagte, gesunder Menschenverstand, äh, gemischt vielleicht auch mit einer, mit ein bisschen Vertrauen in die Intuition, ist, glaube ich, für gerade Anfänger, die jetzt vielleicht auch reinschnuppern, irgendwo eine ganz gute Mischung, dass man schon dem Gefühl auch so ein bisschen vertraut. Nicht der Angst. Man soll das auch, die, die, der Angst nicht zu viel Raum geben, glaube ich. Aber so das Gefühl sagt einem, glaube ich, an vielen Stellen schon, kann eher gut werden oder könnte vielleicht kritisch werden. Und was ich auch merke, es ist halt Austausch in der Community, ne. Man bekommt irgendwie erzählt: „Hey, wir waren da letzte Woche in jenem Tal auf dem Campingplatz oder an der Stelle und das war voll cool."
Äh, darauf kann man, glaube ich, auch sehr, sehr gehen. Und ja, es wäre schön, wenn es Verzeichnisse gäbe, wenn es in, in vielen dieser Apps eben dieses queerfreundliche Merkmal gäbe. Das ist sicherlich was, wo man noch sehr, sehr viel erreichen kann, denke ich.
Ich möchte einmal kurz sagen, Christian, liebe Hörerinnen und Hörer, ihr könnt's nicht sehen, äh, der Christian hält gerade seinen Kugelschreiber sehr unvorteilhaft. Das sieht nämlich aus, als würdest du, hättest du ein Hitlerbärtchen. Ich war jetzt ganz, ich war jetzt ganz irritiert.
Nein, nein, das ist nur so.
Ich konnte, ich konnte nicht mehr weggucken.
Passen zum Thema. Passen zum Thema.
Das kann sie gut parodieren, das kann sie.
Benjamin, du wolltest noch was dazu sagen.
Ja, ich wollt auch, wollt einfach auch sagen, ich mein, nicht nur, dass wir jetzt die ganze Zeit nur Schwarz-Schwarzmalerei betreiben. Ich meine, wir haben ja auch den privilegierten Status. Wir sind in Europa und man kann ja, glaube ich, auch relativ gut und relativ, äh, safe eingeschränkt auch reisen. Und da-das muss ich sagen, da-da-das, da-da bin ich froh, dass es noch so ist, hab aber natürlich auch Angst, wenn man halt die ganzen Entwicklungen aktuell in Europa oder auch in anderen Ländern sieht, dass das halt schlechter werden könnte für mich als queerer Mensch. Da habe ich schon auch Angst vor, dass ich halt vielleicht mit meinem Mann nicht mehr reisen kann und, äh, grade, also die Tendenzen ge-gehen ja dahin, ja. Und da habe ich schon Respekt vor.
Ich glaube auch leider nicht unberechtigt und wir erleben ja momentan in Echtzeit in den USA mit, wie, wie auch verfassungsrechtliche Garantien eigentlich gebrochen, aufgeweicht werden. Ähm, und ich glaube, es ist nicht verkehrt, dass wir drüber sprechen, dass wir sichtbar machen, dass wir, ähm, netzwerken, ne, dass man sich auch zusammentut, nicht nur innerhalb eurer Community zusammenhalten und nicht sich aufsplittern in, in schwul, lesbisch, trans, sondern einfach möglichst zusammenhalten und zu gucken, wie kann man auch gemeinsam was bewegen. Und da wäre jetzt auch, ähm, noch 'ne wichtige Frage von mir.
Nee, zwei wichtige Fragen. Also die eine ist, wenn jemand sich auch vertrauensvoll mal an euch wenden möchte, ohne vielleicht, ähm, sein Anliegen oder seine Ängste oder seine Fragen in der Gruppe zu posten, darf die Person dann euch auch vielleicht privat anschreiben?
Ja.
Das wäre die erste Frage, weil ich glaub, dass halt trotzdem immer noch, gerade wenn jemand erst sein Coming Out, äh, hinter sich hat oder vielleicht noch davor steht, eventuell das auch ein bisschen schwieriger ist, das öffentlich zu tun. Und, ähm, die zweite Sache ist, wie-- Wir haben jetzt öfter schon das Wort Allies gehört, also Menschen, die sich, äh, die sich den unterschiedlichen Communitys in irgendeiner Form verbunden fühlen, so wie wir das ja auch tun. Ähm, wie können wir euch unterstützen? Also nicht euch drei als Personen, sondern was können wir als Allies, als Verbündete tun, um, ja, um, damit ihr euch nicht alleine fühlt, damit ihr euch besser geschützt fühlt, was auch immer.
Bestes Beispiel, wenn ich da gerade als Erster antworten darf. Ähm, ich komme wieder auf das Magazin Explorer zurück. Ist keine Werbung, aber ich, äh, folg denen auf Instagram und ich fand's mega, mega schön, weil dort vor einiger Zeit noch mal das Thema queeres Reisen aufgekommen ist in einem Instagram-Post. Und, ähm, dann gab es einen sehr, sehr krass negativen, ähm, Menschen, der aufgetreten ist und dagegen, ähm, geschrieben hat. Und, äh, dieser Post blieb zwei, drei Stunden relativ unbeantwortet von anderen Instagram-Usern und ich hab dann auch etwas dazu geschrieben, ähm, und hab mich für die Haltung von dem Chefredakteur Martin bedankt, wie sehr er sich für, als Queer Ally für die Rechte und Gleichberechtigung von queeren Menschen einsetzt.
Und dann wurde dieser Post geflutet von positiven Rückmeldungen.
Und ganz viele schrieben: „Ey, ich bin kein queerer Mensch, ich bin nicht schwul. Nein, ich bin nicht lesbisch, was auch immer, aber ich find's mega wichtig. Wir müssen, ähm, miteinander, äh, zusammenarbeiten, zusammen sein. Wir müssen für Offenheit, für Diversität eintreten, für Freiheit, für Meinungsfreiheit, ähm, für den Schutz von Minderheiten." Also ganz viele, ganz viele positive, ähm, Feedbacks und Kommentare von offensichtlich nicht queeren Menschen, äh, die aber genau erkannt haben, wie wichtig es ist, laut zu sein. Also wirklich, äh, Diskriminierung anzuprangern, ähm, gegen homophobe Witze vorzugegen, äh, vorzugehen, bei, äh, transphobem Verhalten, ähm, Menschen in Schutz nehmen, äh, und zu sagen: „Stopp", ähm, laut zu werden in der Bahn, wenn 'n dummer Spruch kommt.
Also das sind alles so Sachen, ähm, die können uns als immer noch natürlich Minderheit, ähm, sicherer werden lassen, uns gut bewegen lassen im öffentlichen Raum, egal in welchem Kontext. Also ich finde, das ist so das, wo jeder queere Mensch glücklich sich schätzt, wenn er in 'nem öffentlichen Raum, ähm, m-mit Menschen in Kontakt kommt, die, die Rechte, ähm, mitverteidigen und das nicht nur machen, weil es da grad einen Schwulen, eine Lesbe, einen Non-Binären gibt, der da gerade beleidigt wird, sondern es geht ja, ist ja viel größer die Ebene. Es geht ja darum, ähm, gegen Diskriminierung von Andersartigem vorzugehen. Das ist ja eigentlich die Metaebene, um die es geht. Und wenn wir das, äh, gar nicht koppeln an i-- sexuelle Orientierung, sondern sagen: „Alles, was nicht normativ ist, darf sein und gehört mit zu einer bunten Gesellschaft."
Ob das BIPOC, äh, schwarze, gelbe Menschen, rot, äh, was auch immer, ähm, darf alles sein. Ähm, und ob das mit Handicap, ist es völlig wurscht. Aber immer dann auch aufzustehen und sagen: „Nur weil der andere, keine Ahnung, eine dunkle Hautfarbe hat, darfst du ihn nicht einfach hier blöd anmachen. Ob er oder nur weil er als Drag gerade hier in der Bahn sitzt, äh, darfst du ihn nicht doof anmachen." So 'ne laut sein, das würde mir manchmal guttun und würde ich mir wünschen.
Zivilcourage.
Zivilcourage, yes.
Menschlichkeit.
Mhm.
So, absolut, absolut richtig und vor allen Dingen, dass das laut sein primär natürlich im, im Internet, da ist ja das große Problem, dass die ganzen negativen Menschen, die negativen Kommentare unglaublich laut sind und die, die Mehrheit, es ist ja die absolute Mehrheit, die eben nicht negativ ist, ist leise beziehungsweise hat teilweise wahrscheinlich auch einfach keinen Bock mehr auf diesen Bullshit, der da teilweise propagiert wird, was ich nachvollziehen kann. Ich habe auch auf viele Kommentarspalten überhaupt keinen Bock mehr und ich lese sie mir noch nicht mal, aber, ähm, es ist, es ist schon richtig, was Chris sagte: Eigentlich müssten wir hingehen und alle, die wir nicht negativ sind, die wir positiv sind, äh, diese Gegenstimme sein, laut sein.
Man muss nicht mit diesen Menschen anfangen zu diskutieren und alles, aber, äh, wenn auf einen negativen Kommentar zehn, 20, 30, 50 positive Kommentare kommen, dann geht dieser negative Kommentar unter. Der ist dann nicht mehr so laut, wie er scheint, wenn keiner antwortet und das, finde ich, ist relativ einfach. Das ist vom heimischen Sofa aus machbar. Äh, ist nicht immer einfach, weil es natürlich, weil sehr viel Scheiße produziert wird da draußen, aber es hilft vor allen Dingen den Menschen, die vielleicht in dem Moment gerade angegriffen werden, ungemein zu sehen: Hey, da sind ganz, ganz viele, die stärken mir den Rücken und da ist nur in Anführungszeichen einer, was definitiv einer zu viel ist oder, ne, die negativ sind, ja.
Also meine Strategie bei Social Media, wenn ich überhaupt noch in Kommentarspalten unterwegs bin, weil ich kann das nicht mehr ertragen mittlerweile, ähm, dann ist eher immer so, dass ich nicht, und zwar extra nicht auf negative Kommentare eingehe und die auch nicht irgendwie mit, äh, Wut oder traurig oder so Smileys kommentiere oder, oder, ähm, versehe, sondern einfach irgendeinen netten Kommentar zu hinterlassen, weil je mehr man natürlich auf die Hater noch eingeht, desto weiter oben w-werden ja deren Kommentare angezeigt.
Ja, korrekt.
Und eigentlich ist es so und das ist auch in, ähm, wird auch in den Gruppen so gemacht, in denen ich mich bewege, wo's eben darum geht, Widerstand zu zeigen gegen Hass im Netz, wird das auch so gehandhabt, zum Beispiel wenn, wenn, ähm, jemand Unterstützung in der Kommentarspalte braucht oder so, dass er dann eben in der Gruppe um, um Hilfe bittet, damit eben nicht die negativen, ähm, Hasskommentare nach oben gespült werden, sondern dass erst mal, äh, 300 Herzchen und Umarmungen und, ähm-
Genau, genau
... dann der ganze, der ganze Abschaum wird dann nach unten gespült. Ähm, aber es ist ermüdend. Wir, wir dürfen's nicht aufgeben, nicht ganz aufgeben, aber es ist wirklich ermüdend und belastend.
Leider, ja.
Ja.
Ja. Nee, und ich glaube, dass jetzt der Chris und ich, wir sind da, glaube ich, auch für unsere Gruppe relativ stringent, würde ich sagen. Also da, wir haben natürlich auch, ich m-mein, ich würde jetzt sagen, erst mal die queere Community und auch unsere Gruppe ist wirklich 'ne super nette Gruppe und der Austausch ist wirklich sehr gut und es ist wirklich eine, also für Facebook wirklich eine sehr, sehr nette, sehr, sehr freundliche Gruppe. Das muss ich wirklich sagen und das hört man von vielen auch immer wieder. Aber natürlich, wir kriegen jeden Tag haben wir neue Leute, die reinkommen und natürlich, es gibt auch queere Hater, ja. Und, äh, da sind wir einfach relativ, äh, stringent. Also entweder werden die dann halt umgeschaltet, dass die Beiträge von denen halt genehmigt werden können oder wir schweißen die halt raus, weil wir wollen halt nicht so 'n Unfrieden. Man kann mal 'ner anderer Meinung sein zu anderen Themen.
Das ist auch in Ordnung, ja. Aber wenn welche halt einfach übers Ziel hinausschießen oder so, dann, dann, dann ist da einfach, ähm, der Spaß vorbei und es geht halt ums Campen in der Gruppe. Also wenn da jemand halt mit anfängt mit, äh, Corona-Impfungen und was weiß ich alles, da kann man verschiedene Meinungen rüber haben und ich will jetzt auch nicht das eine gut und das andere schlecht haben, aber das hat in der Gruppe einfach auch thematisch nichts zu suchen, ja. Und, äh, da sind wir einfach relativ strikt dann einfach, es geht ums Campen, es geht ums Queer sein und das ist unser Fokus von der Gruppe.
Was wünscht ihr euch für die Zukunft?
Noch viele wunderschöne Treffen, wo so viele bunte Menschen zusammenkommen in einem tollen Kontext. Äh, vielleicht noch ein paar Jahre, solange Benni, Holger und ich das machen wollen und von der Community auch so super reflektiert zurückgegeben wird. Das wünsche ich mir, weil es ist echt ein wertvoller Teil meines queeren Lebens und auch meines, äh, Lebens als Reisender geworden, dieses Treffen einmal im Jahr. Das ist echt wichtig und auch schön. Ich freue mich jedes Jahr drauf, auch wenn's viel Arbeit ist, wenn wir viele Themen immer wieder neu aufwerfen und beackern müssen. Also ich wünsche mir, dass das noch ein paar Jahre, äh, ein Teil unseres Lebens ist, weil ich tatsächlich auch in Benni und Holger Freunde gewonnen habe. Und das ist für mich das Wertvollste und Wichtigste bei dieser ganzen Thematik rund Facebook, rund Festival oder was auch immer.
Äh, ich hab, bin einfach zwei wunderbare Menschen begegnet. Das ist schon ganz viel wert.
Ich wünsche mir, dass es natürlich ewig so bleiben wird, das auf alle Fälle. Ich wünsche mir, dass die Menschen, äh, nach wie vor oder v-vielleicht noch mehr respektvoll miteinander umgehen, dass ich den anderen Menschen, egal wie anders er oder sie doch ist, einfach erst mal nur in Anführungszeichen als einen Menschen sehe. Äh, egal ob Mann, Frau, irgendetwas dazwischen, ob schwul, lesbisch oder was auch immer. Es ist einfach ein Mensch und ich wünsche mir, dass viel mehr Menschen andere Menschen eben einfach als das sehen, was sie sind, Menschen und respektvoll einfach miteinander umgehen. Und, äh, vor allen Dingen, dass wir alle, egal wie destruktiv es manchmal da draußen wirkt, äh, den, den Blick für das Positive nicht verlieren und den, den Fokus immer wieder auf das Positive richten, wie zum Beispiel, dass es-- Jetzt gibt's hier diese Podcast-Folge, die das thematisiert.
Äh, es sind schon wieder nette Menschen hier in dieser Podcast-Folge, ähm, verständnisvolle Menschen. Es gibt unglaublich viele gute Menschen da draußen, auch wenn man das manchmal vielleicht nicht mehr glauben mag und da darf man den Fokus auch mal wieder drauflegen.
Ähm, ja, ich hab mir gerade auch die ganze Zeit Gedanken gemacht: „Was wünsche ich mir?" Und irgendwie hab ich dann da, das Erste, was ich gedacht hab, an Weltfrieden. Ja. Aber, aber, aber wenn ich wirklich jemanden fragen würde, wär das, glaube ich, mein nächster Wunsch und ich glaub, das schafft man einfach nur, wenn, wenn... Also ich akzeptier alle Leute so, wie sie sind und mir ist es eigentlich wirklich egal, welche Hautfarbe sie haben, w-welche Religion sie angehören, ähm, welches, welch-, ich sag jetzt mal, ob sie heterosexuell, homosexuell, lesbisch sind. Das ist mir alles egal. Jeder soll so sein, wie er, wie er will, aber das erwarte ich eigentlich auch von meinen Mitmenschen, ja. Und das ist leider halt, ähm, in unserer Gesellschaft mittlerweile so, dass halt manche Leute das halt nicht akzeptieren, dass ich halt schwul bin und, äh, dass ich halt so leben möchte und dass ich 'n Ehemann habe.
Und da, äh, würd ich mir halt einfach mehr wünschen, dass halt einfach die Gesellschaft noch mehr halt dafür einsteht, für, für das, was eigentlich auf unseren Münzen draufsteht: Einigkeit und Recht und Freiheit. Ja. Und das wär wirklich halt mein, mein Wunsch, dass wir halt einfach, dass, dass, dass, dass man halt die Vielfalt liebt und akzeptiert.
Dürfen wir uns auch was wünschen, Sebastian?
Ja klar.
Möchtest du zuerst?
Ach so, ich. Eigentlich, eigentlich kann ich mich dem Ganzen nur anschließen. Ich glaub, mehr Menschlichkeit, mehr Gemeinsamkeit, mehr Toleranz sind so Dinge, die uns, glaube ich, allen guttun würden.
Ich wünsche mir, dass wir bald mal, also gerne noch zu unseren Lebzeiten, in einer offenen Gesellschaft leben dürfen, die nicht nur Deutschland betrifft, sondern auch ganz viele andere Länder, in denen die, in denen, also, und dass die Leute in diesen Gesellschaften kapieren, dass jedes Recht für Minderheiten ihnen selbst keine Rechte wegnimmt, sondern im Gegenteil eigentlich die eigene rechte Palette bereichert. Denn nur in 'nem wirklich freien und, und sicheren Land ist es überhaupt möglich, auch, ähm, gerade auch Minderheiten Rechte zu geben. Und eure Rechte sind unsere Rechte und genauso ist es umgekehrt.
Und das müssen die Leute einfach mal kapieren. Möchtest du die Abmoderation machen, Sebastian, hier mit abonnieren, teilen, bewerten? Ich war jetzt grad so in meinem pathetischen Flow drin. Ich möchte jetzt nicht so zum Banalen zurückkehren.
Ja, ja. Jetzt, ich, ich darf's also quasi kaputt machen, ja. Ähm, erst mal vielen Dank, dass ihr so spontan bei uns gewesen seid. Es war super spannend. Ähm, und, äh, wenn die Einladung auch vielleicht dieses Jahr nicht hinhaut, weil's auch bei mir, ich weiß noch nicht. Es ist zwar zwei Monate nach meinem Umzug, aber ich bin noch nicht sicher, äh, wie das so bei mir auch privat wird. Meine Frau macht 'ne Ausbildung und so weiter. Aber wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes Jahr. Ich stell mir das super spannend vor, auch wenn ich gleichzeitig, äh, wie ich vorhin schon gesagt habe, da sehr mit mir selber kämpfen muss, ähm, und das würde für jedes Campertreffen gelten, egal wo das ist und welche Menschen da kommen. Aber ich glaube, dass der sozusagen der Reiz ist, einfach sich anzugucken, überwiegen wird. Und wie gesagt, wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes Jahr. Also vielen Dank dafür, dass wir das kennenlernen durften.
Auch danke noch mal uns Redakteurin Jana, die das Thema überhaupt, äh, quasi initiiert hat, äh, weil, äh, mit ihrer Idee quasi sind wir auf die Suche gegangen, was gibt's da eigentlich in dem Bereich und sind sehr schnell auf euch gestoßen. Und ganz viel Spaß euch auf euren Reisen. Und an alle da draußen: Wenn ihr Fragen habt, wenn ihr Gedanken habt, dann schickt sie uns. Ähm, klickt auf den WhatsApp-Link in der, äh, in den Show-Notes unten. Da könnt ihr uns 'n Sprachnachricht, 'ne Textnachricht schreiben. Und wenn ihr, ähm, ja, uns bewerten wollt, könnt ihr das auch machen bei Spotify. Ähm, abonniert vor allen Dingen unseren Podcast, wenn ihr keine Folge verpassen wollt. Und, ähm, wir hören uns nächste Woche wieder. Bis dahin. Und ich übergebe das Wort an Nele und dann natürlich noch mal reihum an unsere Gäste.
Ja, von mir auch vielen Dank. Es war schön, euch kennenzulernen und ich würd mich sehr freuen, wenn wir in Kontakt bleiben und wenn wir vielleicht auch mal an der einen oder anderen Stelle fürs Magazin was zusammen machen könnten. Ähm, ich glaub, wir haben 'ne gute Wellenlänge gefunden und, äh, ja, ich würd auch mal gerne zu eurem Event kommen. Muss mal gucken, wie gesagt, wie's mit der Mama funktioniert. Vielen Dank für eure Spontanität, für die schönen Gespräche, auch dass ihr so offen über eure Erfahrungen und Erlebnisse gesprochen habt. Und ja, ich sag einfach bis bald und, ähm, jetzt könnt ihr euch noch der Reihe nach von unseren Hörern verabschieden. Diesmal fangen wir mit Holger an in umgekehrter alphabetischer Reihenfolge.
Ja, vielen Dank für diese, für diese wunderbare Folge, für das tolle Gespräch, für die interessanten, für das interessierte Nachfragen und an alle da draußen: Lasst euch den, den Mut nicht nehmen. Kommt auf uns oder auf andere zu, wenn es Fragen gibt. Und danke für alles.
Ja, dem schließ ich mich an. War 'ne tolle Runde, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Paar sehr schöne, aber auch sehr nachdenkliche Momente. Fand ich sehr gut, Nele, dass du die beiden Aspekte immer wieder, ähm, ja, Raum geben hast lassen. Und, äh, wenn jemand Lust hat, mit uns in Kontakt zu kommen, ich glaub, wir freuen uns über jede Zuschrift, über jede Mail, über jedes neue Mitglied in unserer Facebook-Gruppe und, äh, freuen uns über jeden neuen Teilnehmer, neue Teilnehmerin bei unserem nächsten Queer Summer Camp. Alles Gute.
Okay, ich bedanke mich auch für meinen ersten Podcast und, äh, ja, ich bin gespannt, wer sich vielleicht wirklich dann bei uns meldet, vielleicht wirklich Fragen hat oder so. Und ansonsten sieht man sich aufm Queer Summer Camp hoffentlich.