|

Reisebericht Südinsel Neuseeland

Episode 196 · 01:12:58

In dieser Episode berichtet Sebastian ausführlich über seine beeindruckende 3-wöchige Campingtour auf der Südinsel Neuseelands, die er 2019 mit Freunden unternommen hat.

Wir nehmen euch mit auf eine spannende Reise voller atemberaubender Naturerlebnisse wie eine Walbeobachtungstour und Kajakfahren auf einem Fjord. Aber auch eine Quad-Tour, Wildwasser-Rafting und Bungee-Springen standen auf unserem Programm.

Ihr erfahrt viele Details über die einzelnen Stationen unserer Rundreise und wir verraten praktische Tipps aus erster Hand zur Reiseplanung und teilen so manche witzige Anekdote mit euch. Inklusive eines besonderen Moments auf einem Gletscher.

Insgesamt eine abenteuerliche und lustige Episode, die hoffentlich viel Fernweh und Reiseinspiration weckt. Wir freuen uns, wenn ihr nach dem Zuhören genauso viel Lust auf eine Campingtour durch Neuseeland habt wie Sebastian nach dieser ehrfahrungsreichen Reise!

Wenn auch du mal von deinen Reisen berichten möchtest, Themenwünsche hast oder Lob und Kritik anbringen möchtest, schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per Whatsapp.

Neu: Unser WhatsApp-Kanal!

Weiterführende Links

Campingplätze

Nachtrag

Die Google Karte vom ursprünglichen Reiseplan

Lonely Tree Wannaka
Lonely Tree Wannaka

Unser Buch
Camping – das große Handbuch

Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute mit einem Reisebericht von der Südinsel von Neuseeland.

Ich freue mich sehr, dass heute Sebastian dran ist, ähm, mir 'n bisschen was zu erzählen. Ich sitz nämlich hier für meine Verhältnisse ganz früh morgens. Vielleicht hört man's auch noch 'n bisschen an der Stimme, weil wir noch 'ne Zeitverschiebung haben und Sebastian jetzt eben heute Nachmittag noch 'n paar Termine hat. Dann haben wir gesagt, setzen wir uns mal ungewöhnlich früh zusammen und bei uns regnet es und es ist kalt und ich hab's mir jetzt hier richtig gemütlich gemacht und bin sehr gespannt, jetzt einfach so 'n bisschen den schönen Erzählungen zu lauschen und sich, mich 'n bisschen auch wegzuträumen, ähm, in vielleicht besseres Wetter, vielleicht aber auch nicht. Das werden wir gleich sehen.

Ja, bei uns ist, die letzten zwei Tage war's bei uns kalt. Wir haben tatsächlich lange Hosen anziehen müssen, weil wir nur 23 Grad hatten.

Ich möchte jetzt dieses Gespräch beenden.

Heute, heute sind's wieder 30 Grad. Ist ja auch bei mir brechen die letzten Tage an. Ähm, ich hab jetzt noch, noch heute und morgen und dann, äh, geht's auf die lange Reise wieder zurück. Und wir haben uns überlegt, weil das Feedback von der letzten Folge von Neles Reisebericht so, so positiv war, weil auch viele oder nicht viele, einige von euch auch das tatsächlich so geschrieben haben, das tut gut, bei den kalten Temperaturen so 'n bisschen so 'n Reisebericht zu haben. Äh, deswegen haben wir entschieden, dass wir dieses Thema 'n bisschen vorziehen, ähm, und ich hab mich quasi dann gestern Abend auch hingesetzt und das Ganze vorbereitet. Denn unsere Neuseeland-Reise ist jetzt schon wieder vier Jahre her. Wir waren im März 2019 unterwegs, ähm, was ziemlich cool war bei der, beim Resümee quasi und bei der Vorbereitung, dass ich noch mal mir ganz viele Bilder angeguckt habe, noch mal unsere Reiseroute angecheckt habe, tonnenweise Videomaterial noch mal reingeguckt habe.

Mir dann auch aufgefallen ist, dass da ja auch eigentlich noch 'n Video ist, was ich mal zu Ende schneiden wollte. Ich glaub, ich hab so-

Für Camper Style, ne?

Ja, ich hab so anderthalb Minuten sind schon fertig. Ähm, vielleicht, äh, kann ich mich da jetzt mit neuer Energie, äh, noch mal ransetzen. Aber wie gesagt, heute will ich euch 'n bisschen mitnehmen auf die Reise durch die Südinsel. Wir haben, also erst mal vielleicht für alle, die Neuseeland noch gar nicht kennen, ähm, es liegt relativ im Süden unserer Erde, und zwar eigentlich so ziemlich genau auf der anderen Seite aus Deutschland aus betrachtet und liegt auf der Südhalbkugel, so 'n bisschen im, im, im Windschatten von Australien und besteht aus zwei Inseln, der Nordinsel, der Südinsel. Die Namen sagen es schon, die eine liegt im Norden, die andere im Süden und, ähm, eben durch verschiedene klimatische Bedingungen und die Lage ist es halt wirklich 'n Paradies. Also man hat dort wirklich 'ne ganze Menge Klimazonen auf den beiden Inseln, ähm, und wirklich vom extremen Gletscher bis zum anderen Extrem, quasi so 'n bisschen wie Urwald, findet sich also alles.

Und, äh, wir haben, nachdem wir 2011 schon mal da waren und beide Inseln gemacht haben in drei Wochen, was sehr stressig war, uns 2019 entschieden, dass wir nur eine Insel machen, die Südinsel, und wir waren vom 7. bis zum 31. März unterwegs für alle die, die so 'n bisschen auch die Zeit einschätzen wollen.

Vielleicht da noch mal 'ne kurze Ergänzung: Die ganzen quasi Formalitäten, ähm, rund diese Reise, die haben wir vor einiger Zeit auch schon mal im Podcast behandelt. Da verlinken wir euch die Folge noch mal. Deswegen gehen wir jetzt heute gar nicht so auf Hintergrundinfos und solche Geschichten ein. Ähm, also, äh, was man so bei der Planung beachten muss, welche Reisezeit am besten ist, was, äh, Flug und Einreise so alles mit sich bringen und natürlich auch Campingstellplätze freistehen. Ähm, da sprechen wir heute nicht drüber, sondern ich hab mir vom Sebastian einfach gewünscht, dass er heute mal so richtig, ähm, uns mitnimmt auf diese Reise und die ganzen Infos, die könnt ihr euch dann entweder anhören oder auch noch mal in Artikeln nachlesen, die wir im Magazin haben.

Mhm. Ja, und gestartet sind wir, also wir sind fünf, 'ne Gruppe von fünf Leuten gewesen und gestartet sind wir tatsächlich in Zürich, was einfach daran liegt, dass wir ab Zürich einen supergünstigen Flug mit Cathay Pacific, ähm, bekommen hatten. Wir sind, ich hab noch mal nachgeguckt, für knapp über 600 Euro pro Person von Zürich über Hongkong nach Neuseeland geflogen und auch wieder zurück. Mhm, ich hab gestern mal kurz geguckt. Man kann tatsächlich auch jetzt noch so 'ne, äh, Flüge finden, obwohl die Preise ja stellenweise schon sehr hochgegangen sind. Allerdings, ähm, muss man natürlich auch bisschen die Reisezeit gucken. Aber wie gesagt, das findet ihr in den anderen, äh, im anderen Podcast und auch in 'nem Beitrag dazu. Also wir sind gestartet in Zürich und sind dann erst mal nach Hongkong geflogen. Ähm, warum Hongkong? Ähm, weil's das Drehkreuz von Cathay Pacific ist, also wo man sowieso bei denen zwischenlandet.

Und weil wir auch Hongkong sehr mögen, haben wir zwei Tage Stopover in Hongkong gemacht, haben uns so 'n bisschen Märkte angeguckt, 'ne Fußmassage gegönnt, waren lecker essen, haben 'n bisschen den Trubel der Stadt genossen und sind dann, ich glaub, der Erste ist krank geworden, hat 'ne ziemlich fiese Erkältung bekommen. Corona gab's da offiziell noch nicht. Das kam erst später, aber es war 'ne ziemlich fiese Erkältung. Und nach zwei Tagen sind wir dann von Hongkong weitergeflogen nach Auckland, nach Neuseeland und da hat es dann auch mich erwischt und ich hab quasi so 'n, so 'n Fieberflug, äh, dann hinter mich gebracht.

Ich erinnere mich noch, das war...

Relativ krank ins Flugzeug eingestiegen und, ähm, so mit Medikamenten vollgepumpt und mir wirklich, hatte Glück mit meinem Sitz. Ich hatte tatsächlich so, saß an 'nem Platz, wo ich viel Fußraum hatte und ja, bin dann eingeschlafen und nach so 'nem Fieberträumen irgendwann wieder aufgewacht und wir waren in Äh, Neuseeland in Auckland. Und da haben wir dann das erste lustige Erlebnis gehabt vielleicht. Das gehört noch nicht zum Reisebericht, fand ich aber trotzdem ganz, ganz lustig, weil's so 'n bisschen zeigt, wie der neuseeländische Zoll so tickt und wie generell die Menschen in Neuseeland ticken. Und zwar hatten wir in Hongkong, ich glaube, M&M's mit Erdnussbutterfüllung gekauft. Die gibt's nirgends, die gab's nur in Hongkong und, äh, natürlich haben wir uns da jeder 'ne Tüte mitgenommen.

Und, äh, Neuseeland ist relativ strikt, was das Mitbringen von, von Lebensmitteln und so weiter angeht. Also man muss auch seine Schuhe sehr sauber machen. Also beim letzten Mal, als wir da waren, hatt ich Golfschuhe mit, weil wir 'n bisschen Golf spielen gehen wollten und da war noch Rasen unten dran, so den schlecht sauber gemacht. Und, ähm, dann, äh, haben sie mir halt gesagt: „Da musst du aufpassen, das geht so nicht." Und, äh, dann nahm der Zöllner quasi oder der Grenz, äh, beamte meine Schuhe verschwand und kam mit, äh, gesäuberten und desinfizierten Schuhen wieder und überreichte sie mir und sagte: „So, jetzt kannst du einreisen." So und dieses Mal war's so, dass sie uns halt alle möglichen Fragen gestellt haben. Es war 'ne, 'ne, 'ne Grenzbeamtin, die war supernett und scherzt so 'n bisschen und dann fragte sie so: „Was habt ihr zu essen mitgebracht?" Und dann haben wir halt gesagt: „Ähm, ja, wir haben hier nur irgendwie 'ne Packung M&M's Erdnussbutter mit."

Und da guckte sie so und dann sagt sie: „Das ist 'n Problem." Und ich bin völlig erschrocken, weil ich dachte: „Oh Gott, was passiert jetzt?" Und guckte, fing an zu grinsen und sagte: „Die muss ich beschlagnahmen, die gibt's nämlich bei uns nicht." So und, äh, grinste und, und sagt dann: „Nee, alles gut, Jungs. Vielen Dank und, ähm, viel Spaß bei uns in Neuseeland", und ließ uns quasi durch. Und-

Also mit den M&M's.

Mit den M&M's. Die durften wir natürlich behalten. Ähm, ist tatsächlich so, alles, was eingeschweißt ist, also fertig verpackte Produkte, äh, die industriell verpackt sind, die darf man mit reinbringen, außer ganz bestimmte Sachen und, äh, damit war das kein Problem. Aber man ist dann halt erst mal zum einen, wenn man noch so 'n bisschen angeschlagen ist, irgendwie, also ich war verunsichert. Na ja, dann sind wir in Auckland, z- das, da war ich mir nicht mehr ganz sicher. Ich glaube, wir sind in Auckland dann direkt weitergeflogen und haben Inlandsflug ge-gekriegt. Also Auckland liegt auf der Nordinsel, vielleicht das auch noch dazu, ist aber der Flughafen, den viele Fluggesellschaften ansteuern, eben auch Cafe Pacific. Und wir sind dann weitergeflogen mit 'm Inlandsflug nach Christchurch.

Das ist quasi die größte Stadt auf der Südinsel. Ähm, das war alles recht, äh, entspannt. Ich glaub, es hat 120 Euro gekostet, der Flug, also nur so 'n typischer Inlandsflug, aber die Fahrt mit Auto und Fähre hätte halt deutlich länger gedauert. So und dann sind wir in Christchurch angekommen, haben dann noch 'ne Nacht im Airbnb verbracht, weil wir relativ spät abends angekommen sind und, ähm, den Camper nicht mehr holen wollten. Entspannt Airbnb, morgens entspannt gefrühstückt und dann zum Camper abholen gefahren. Das hat auch so weit geklappt und, äh, ja, dann sind wir quasi losgedüst Richtung Kaikoura. Das war unser erster Stopp und, ähm, dort sind wir primär hingefahren wegen dem Whale Watching. Das haben wir beim letzten Mal schon gemacht.

Also dort die Maori, das, äh, sind quasi die Ureinwohner von, ähm, Neuseeland und, äh, ein, ein sozusagen Unterstamm be-betreibt dort das Whale Watching und du hast 'ne Frage dazu.

Ja, ich hab 'ne Frage zu den Maori, ob, ob du das Gefühl hattest, dass, ähm, dass die dort 'ne höhere Wertschätzung haben und auch eben, ähm, ich sag jetzt mal, Businesses haben, die irgendwie höher anzusiedeln sind. Oder ist es so wie bei vielen Ureinwohnern, dass sie halt nur im Niedriglohnsektor arbeiten und, und auch dass auf die so 'n bisschen herabgeschaut wird?

Nee, eigentlich genau das, das Erste, was du gesagt hast. Also die, die, das Business wird von denen betrieben, die sind da super stolz drauf. Alle, alle anderen sprechen aber auch voller Stolz, dass es eben die Maori sind, die das machen und, äh, halt ihre spezielle Verbindung mit der Natur haben und da auch sehr drauf achten, dass das alles nachhaltig-- Also da kann ich jetzt erst mal nur das wiedergeben, was natürlich erzählt wird und auf der Webseite steht und aber alles versuchen, sozusagen nachhaltig zu betreiben. Ob jetzt mit 'nem Schiff raustuckern und Wale beobachten das Allerallernachhaltigste ist, weiß ich nicht, aber letzten Endes ist ja auch beim Tierschutz stellenweise so, dass man eben gewisse Einschränkungen in Kauf nimmt, ähm, um, um eben Geld zu verdienen, um eben auch damit wieder die Tiere schützen zu können. Aber das soll jetzt hier, äh, gar nicht so weit gehen.

Na ja, Geld, Geld zu verdienen und auch 'n Bewusstsein zu schaffen einfach für die, für die Tiere, ne. Und dafür muss man die auch manchmal einfach sehen. Das heißt also, die, die, ähm, die organisieren das alles, die betreiben das und, ähm, sind da wahrscheinlich auch ziemlich fit, wenn's darum geht, so 'n bisschen, äh, Situationen einzuschätzen und zu erklären, was da grade passiert in der, ähm, Meereslandschaft, sag ich jetzt mal.

Genau, also das ist super spannend. Wir sind auf so 'n, äh, also zum einen, das Wetter war relativ schlecht, als wir angekommen sind. Es hat geregnet, es hat gestürmt. Also na ja, es hat stark gewindet, sagen wir mal so. Und, ähm, man, man, äh, muss dann also da, also dahin. Das, wir hatten 'n Campingplatz in, in Laufweite, sind da dahin, haben geguckt. Es war alles grün, also dass alle Boote fahren. Haben wir uns so Tickets gekauft, ähm, haben noch 'n Medikament gekauft gegen, äh, Reiseübelkeit, weil, äh, zwei von uns erwartet haben, dass ihnen nicht so gut geht bei dem Wellengang, aber wir wollten's trotzdem machen. Und, ähm, ja, tatsächlich sind wir dann auch los auf so 'n, ähm, Schnellboot Katamaran mit, ich glaube, vier, fünf Leute Besatzung an Bord und vielleicht so 40, 50, ähm, Touristen vermutlich größtenteils und, äh, sind aufs Meer rausgefahren.

Es war auch schon, hat schon geschaukelt, aber die, die, ähm- haben das relativ gut gemacht, sodass es quasi sie immer 'n bisschen mit den Wellen gefahren sind, dass es nicht so schlimm war. Ähm, und generell haben die so 'ne, so 'ne Vereinbarung mit ihren Kunden. Also es gibt 80 % Rückerstattung, wenn du keinen Wal siehst. Ähm, und der Spaß hat 150 Neuseeland-Dollar gekostet, so einfach falls es jemand interessiert. Und wir haben auf der Fahrt tatsächlich einige Pottwale gesehen. Das ist wirklich beeindruckend. Also zum einen stimmen die sich natürlich mit anderen Schiffen ab. Das kenn ich schon hier aus Portugal, da ist es auch ähnlich, ne. Wenn, wenn, wenn einer Delfine sieht, dann wird das eben mit den ganzen Schiffen kommuniziert. Das war da auch so. Und dann sehen die aber auch ganz genau, was der Wal macht und, und sagen dann: „Okay, der taucht jetzt ab.

Zehn, neun", und dann zählen die runter und dann tatsächlich geht der Wal eben auf Tauchstation. Dann sieht man noch mal die, die Heckflosse, was relativ spektakuläre Fotos gibt. Und davon haben wir einige gesehen. Das war sehr beeindruckend. Man erfährt dann auch auf der Fahrt dahin relativ viel über die Wale, dass, dass die da nicht leben quasi, sondern nur vorbeikommen. Und dann haben wir noch auf der Rückfahrt 'ne Delfinschule gesehen, also quasi 'ne größere Gruppe von Delfinen und ich konnte auch noch 'n Albatros fotografieren. Das ist auch so 'n, ähm, Meeresraubvogel mit, weiß nicht, der hat bestimmt zwei Meter Spannweite gehabt, also 'n relativ großer-

Sieht 'n bisschen aus wie so 'ne Riesenmöwe, ne?

Ja, genau.

Mhm.

Und, ähm, genau. Also es war halt 'n voller Erfolg. Das mit dem, mit der Übelkeit war durch die Tabletten kein Problem. Also auch ich leide da 'n bisschen drunter. Das hat alles super geklappt und dann grade w-wenn man die Wale anguckt, hält das Boot natürlich an, dann können alle rausgehen, Fotos machen. Also es war ziemlich cool organisiert und es hat, äh, sehr viel Spaß gemacht und war auch sehr beeindruckend, die, die Wale zu fotografieren, sich das anzugucken. Ähm, ja, volles cooles Erlebnis. Zwei bis drei Stunden waren wir da unterwegs und sind danach noch 'n bisschen durch, äh, Kaikoura gelaufen. Das ist 'n relativ kleines Dörfchen. Das natürlich mittlerweile voll touristifiziert. Also das heißt, jede, jede, alles, eigentlich ist alles voller Bars, Souvenirläden, ganz viel Wal-Souvenirs, also kein Elfenbein, sondern eben, äh, irgendwie gebastelte Wale und so 'n Kram.

Und wir sind da 'n bisschen raus aus dem Dorf gelaufen, Richtung, jetzt muss ich überlegen, ich glaub, es war Richtung, mhm, Süden, genau südöstlich und da gab's außerhalb des Dörfchens, also zum einen lag da 'n Seelöwe irgendwo rum an so 'nem kleinen Häuschen.

Oh.

So 'n Riesenmonster. Ähm, dem sind wir auch lieber nicht zu nahe gekommen, weil der hatte 'ne relativ große Haue. Der hat da in der Sonne gepennt und, ähm, die, die da irgendwie 'n paar Stunden dann nach unserer Tour natürlich rausgekommen ist. Und dann sind wir 'n bisschen weitergelaufen und da war wirklich so 'n, so 'n schäbischer Imbiss, sag ich mal, so 'n paar Bierbänke und bisschen so 'n, so 'n Barbecue-Grill aufgebaut. Und dort haben wir aber so was von leckeres Seafood gegessen. Also es gab halt irgendwie jede Menge Fisch und, ähm, ähm, Garnelen und was weiß ich nicht alles. Das war halt super lecker. Hätten wir da überhaupt nicht erwartet, so, so wie das aussah und von der Lage her. Ähm, wir packen-

Aber du weißt doch auch aus Mexiko, dass je schäbiger, desto leckerer.

Das stimmt. Also zumindest manchmal, nicht immer. Ähm, und das war so der, der, der Abschluss am Abend quasi und übernachtet haben wir im Kaikoura Top Ten Holiday Park. Der ist wirklich fußläufig auch quasi im Ortszentrum. Und wir sind dann am nächsten Tag weitergefahren. Wir wollten eigentlich noch 'n Tag bleiben, weil einer aus unserer Reisegruppe gerne mit Delfinen schwimmen wollte. Das wird dort auch angeboten, aber es war uns einfach zu kalt und zu, zu See, zu viel Seegang und dann haben wir das halt gecancelt und sind, ähm, einen Tag früher als geplant weitergefahren. Das ist übrigens auch wichtig, wenn ihr so 'ne Reise macht, nicht nur Neuseeland, sondern generell, dass ihr auch 'n bisschen Flexibilität mitnehmt, wenn irgendwie was nicht nach Plan verläuft, dass man dann einfach, äh, Dinge 'n bisschen ändert.

Das wurde später auch noch mal ganz wichtig. Und wir sind dann auf jeden Fall weitergefahren Richtung, ja, so Nordwesten. Also Neuseeland hat auch nicht so viele Straßen. Also es gibt 'n paar Highways, ähm, die, die durchziehen die Inseln, aber das sind nicht sonderlich viele. Das heißt, man muss teilweise relativ lange Strecken fahren und kommt da auch nicht so schnell voran. Man sollte also auch genügend Zeit mitbringen. So, dann sind wir nach Reefton gefahren. Das kennt sicherlich keiner. Ähm, und wir wollten da auch gar nicht hin, sondern wir sind da einfach durchgefahren und es war dann schon relativ spät. Es wurde langsam dunkel und dann haben wir halt entschieden: Guck mal, hier ist direkt an der Straße so 'n kleiner Motorhome Park, der ist Reefton Motor Camp hieß das. Und da haben wir einfach, äh, dann halt gemacht, haben geguckt: Habt ihr noch zwei Plätze für uns, weil wir mit zwei Fahrzeugen unterwegs waren.

Haben dann unsere Wohnmobile da einfach abgestellt.

Wie muss man sich denn so 'n kleines neuseeländisches Städtchen vorstellen? Kannst du uns da mal 'n bisschen mitnehmen? Weil du hattest ja gesagt, die, äh, also Kaikoura war, war sehr touristisch, aber so wie ich's verstehe, war jetzt Reefton so 'n bisschen, ähm, ja-

Weit weg von jeglichem Tourismus.

Am Arsch der Welt sozusagen.

Ja, es liegt so mitten, mitten auf der Insel. Ich, ich kann das schwer beschreiben. Das ist so 'n bisschen, wie man aus Filmen so 'n alte amerikanisches Städtchen kennt. Also das heißt, du hast-

Also auch so 'n bisschen Kolonialstil, oder?

Ich, ich gebe zu, dass ich gar nicht so, ähm, auf, auf, äh, Architektur gucke, sondern ich meine erst mal primär, du hast halt 'ne richtig große, breite Hauptstraße, wo viel Platz ist, mit, mit sehr breiten, äh, Bürgersteigen, die zum Teil aber auch von den Lädchen und Restaurants und so weiter überdacht sind. Also das, ich kann das schwer beschreiben. Das ist, das hab ich aber mehrfach in Neuseeland in, in so kleinen Städtchen erlebt und es sieht dann so 'n bisschen aus wie in 'nem, wie gesagt, kleinem amerikanischen Städtchen, was man so aus, aus, aus Filmen irgendwie kennt. Und dann hat's da halt 'n kleines Restaurant direkt in der Nähe von dem Platz. Da, da sind wir hin. Da saßen auch, äh, 'ne ganze Menge Leute drinnen, hatten richtig viel Spaß, auch lauthals. Ähm, wir haben uns da mit reingesetzt, ähm, irgendwie, glaub ich, Pizza gegessen und, und, äh, auch noch 'n bisschen, wurden dann natürlich ausgefragt, wo wir herkommen, wer wir sind, wie das ganz häufig in Neuseeland passiert und hatten dann noch 'n schönen Abend mit denen.

Und sind dann in unsere Wohnmobile und am nächsten Morgen relativ früh wieder raus, leckeres Frühstück, ähm, unsere geliebten Eggs Benedict und in 'n Supermarkt und dann weitergefahren.

Ich hab mir grade mal, äh, nebenbei, während du erzählt hast, 'n paar Bilder angeguckt und das mit den alten amerikanischen Ortschaften ist wirklich 'ne sehr gute Beschreibung. Also, ähm, es ist auch so 'n bisschen auf alt getrimmt, so wie ich das auf einigen Fotos sehe, auch die, die Schilder an den, an den Läden und an den Bars und so weiter. Und man würde sich jetzt gar nicht wundern, wenn da noch irgendwo Saloon stehen würde und da irgendeiner rausgeritten käme auf die Hauptstraße.

Ja, oder was ich immer im Kopf habe von Resident Evil, wenn's dunkel wird, dass dann halt irgendwelche Viecher da dich fressen wollen.

Nein, nein.

Aber ja, es auf jeden Fall, also, äh, wie sa..., ich kann das schwer beschreiben, aber wenn man die Bilder sieht, dann, dann weiß man irgendwie, ah ja, genau, so hat er das gemeint. Das, äh, so und wie sa..., da war jetzt nicht viel. Wir haben unsere, unsere, ähm, Vorräte 'n bisschen aufgefüllt, bisschen Essen gekauft und sind dann weitergefahren und hatten dann auf der Liste Cape Foulwind, also das, das Kap der faulen Winde. Ähm, ich weiß nicht genau, woher das kommt. Hab ich auch nicht nachgeguckt. Ähm, und warum wir dahin waren, wollten, war, da gibt's 'ne Seelöwenkolonie. Ähm, man kommt da an, ist auch alles ausgeschildert, 'n Park da, dann läuft man erst mal an so 'nem riesigen Strandabschnitt vorbei, der, der ewig lang ist. Da haben wir Fotos gemacht. Da standen Möwen rum, die sich da haben fotografieren lassen, äh, ziemlich süß, ähm, und sind dann weitergelaufen.

Ging dann so 20 Minuten und man steht dann oben auf 'ner Klippe und guckt quasi nach unten aufs Meer, so vielleicht 50, 60 Meter runter und da sind dann tatsächlich jede Menge Seelöwen unterwegs gewesen, die da unten halt, äh, in der Sonne lagen oder im, ins Wasser gesprungen sind oder irgendwelchen Kram gemacht haben. Waren auch 'ne ganze Menge Junge dabei, die halt irgendwelchen Unsinn gemacht haben. Und dank, dank, äh, Teleobjektiv haben wir da 'ne ganze Menge cooler Fotos auch geschossen, weil die relativ weit weg waren. Und-

Wie viele Tiere umfasst so 'ne Kolonie ungefähr?

Da stellst du jetzt-

Also sind, ist das eher so 'ne, ist das eher so 'ne kleinere, so 'n kleinerer Familienverbund oder ist es richtig, ich sag jetzt mal, 40, 50, 60 Tiere?

Na, ich würd jetzt mal in der, in der Rückerinnerung, es ist ja jetzt schon vier Jahre her, würd ich mal sagen, so 30, 40 Tiere mögen das schon gewesen sein insgesamt, die da, äh, quasi versammelt waren. Und dann sind wir, da haben wir auch in der Nähe übernachtet. Also da konnte man nicht übernachten. Wir sind dann weitergefahren nach ein kleines Dörfchen namens Carters Beach, auch direkt wieder am Meer gelegen, eine große Durchfahrtsstraße, also vor, also Durchfahrt, da ist nicht viel Verkehr. Äh, an den Seiten dann eben, äh, Häuschen, wo die Leute wohnen und, und Restaurants. Da haben wir dann auch wieder, also wir haben relativ wenig im Fahrzeug gekocht. Äh, das haben wir nur sehr ausgewählt gemacht, sondern wir waren häufig essen, um halt einfach auch so ganz viele Dinge auszuprobieren.

Und auch da waren wir essen und, ähm, konnten dann über 'n Strand zurücklaufen. Die Campingplätze, auf denen wir bis dahin waren, waren auch wirklich Campingplätze, also mit, mit allem drum und dran, mit Toilette, mit Entsorgung, Versorgung, mit 'ner Küche, mit teilweise Spielgeräten für die Kinder, mit Gemeinschaftsräumen, Fernseher, Spiele, also voll ausgestattet. Das meiste haben wir nicht genutzt, weil wir sind meistens abends angekommen, haben dann vielleicht noch 'ne Dusche genutzt, vielleicht mal 'ne Waschmaschine und sind dann oft am nächsten Morgen einfach wieder gefahren. So, das war da ganz schön. Sind dann auch am nächsten Tag weitergefahren. Nächste Ziel waren die Pancake Rocks. Die heißen so, weil's wirklich aussieht wie halt Pfannkuchenstapel, wie man die so aus amerikanischen Filmen kennt. Ähm, die, die haben sich quasi aus 'm Meeresboden so gebildet durch Hebung und, und, äh, langes Liegen.

Sieht wunderschön aus, hat man auch 'n, 'n langen Weg, natürlich alles, äh, auch begrenzt, dass man halt nicht so viel Natur kaputttrampelt, wo man hinlaufen kann. Äh, führt dann da durch die Felsen so 'n bisschen mit, mit kleinen Klettersteigen. Kann man wunderschöne Fotos machen und das haben wir uns angeguckt und sind dann auch weitergefahren. Also es war quasi auf dem Weg und ich glaube, der nächste Stopp war auch wieder einfach, als es abends war, hatten wir irgendwo 'n Schild gesehen, Farm mit Campingplatz oder so was und, und sind da halt rausgefahren. Das, da waren wir dann in, äh, ich glaube, Haast hieß das. Ja.

Weil du gerade gesagt hast, es-- Ja, ihr seid da immer abends, abends angekommen.

Ja.

Äh, wie-- Kannst du dich noch erinnern, so ungefähr, um wie viel Uhr zu der Zeit die Sonne unterging in Neuseeland? Und--

Nee.

Weil ich, ich, ich find das immer so interessant, weil man natürlich, je näher man am Äquator ist, desto früher und schneller geht dann die Sonne quasi unter. Und ich hab mich gefragt, wie, wie da die Stimmung in Neuseeland ist, wo's ja auch nicht so viel, ähm, Lichtverschmutzung gibt, sozusagen, ähm, wie da die Sonnenuntergänge sind und der Sternenhimmel und alles. Kannst du das so 'n bisschen erzählen?

Da komm ich nachher noch dazu, weil wir tatsächlich auch, ähm, das Ganze fotografisch festgehalten haben. Also wenn du noch 'n Ticken Geduld hast, dann erfährst du das und ich jetzt auch grade mal in meine Notizen guck. Das war nicht, äh, das war nicht Haast, wo wir waren, sondern das war Ross. Also, ähm, Ross hieß das kleine Dörfchen, was in der Nähe des Äh, quasi Campingplatzes war und es war so, dass wir dort, ich glaube, ich hab das grade verwechselt, wir waren nicht zuerst in dieser Farm, sondern zuerst haben wir, ich glaube, auch 'n Schild gesehen, Beach Camping. Ähm, das hat uns abends auch angesprochen und, äh, sind wir da auch langgefahren, so mitten durchs Nirgendwo, also außer 'ner Straße und 'ner Stromleitung war da nichts und Richtung Meer.

Und dann war eben kurz vorm, also direkt am Ozean, war auch 'n Campingplatz mit relativ viel Grün und mit, mit Lodges, mit, mit so kleinen Tiny Homes und eben auch 'ne Möglichkeit, das Wohnmobil abzustellen und da haben wir halt wirklich hinterm Strand geparkt. Also du hattest so fünf Meter Strand und dann kam so 'n bisschen aufgeschütteter Wall und danach stand das Wohnmobil. Und der Wall war-

Oh, schön

... 30 Zentimeter hoch, also du konntest halt, ne, wir haben dann so geparkt, dass du quasi direkt aus dem Fenster aufs Meer gucken konntest. Die hatten ganz, ganz tollen Barbecue-Platz, 'n tolles kleines Restaurant. Es gab da keine Entsorgung, weil es, äh, ja, war wohl kein Platz und nur 'n kleinen Tank für die Toiletten. Äh, super saubere Dusche, alles. Und, ähm, da haben wir dann lange draußen gesessen, Barbecue gemacht und, ähm, mega romantischer Platz, halt wirklich so am Meer, wie, ne, wie man sich das so, so vorstellt. Einziger kleiner, äh, wie sagt man, Neben- oder negativer Punkt sind halt die Sandflies.

Wermutstropfen.

Der Wermutstropfen sind halt die Sandflies. So kleine, ähm, Mini-Mücken, die stechen und, und bei mir ist es so, dass die mich so dermaßen jucken, dass ich das halt dann aufkratze, sich entzündet und dann wochenlang was davon habe. Ähm, diesmal war ich aber schlauer.

Das sind die, die dich in Mexiko auch gepiesackt haben, ne?

Ja, genau. Und ich hatte aber was mit, was die ganz gut vertrieben haben und immer wenn ich dann gedacht habe, das aufzutragen, dann hatte ich da auch relativ gut Ruhe, aber die kommen natürlich bei Sonnenuntergang, äh, in rauen Mengen, grade in Meeresnähe. Ähm, das's dann so 'n bisschen der Nachteil. Aber da haben wir auch selber uns Essen gemacht, haben wir ganz leckere Knoblauchbutter gemacht und Knoblauchbrot gebacken und, ähm, Salat dazu. Also das war ein wunderschöner Platz. Und dann sind wir weitergefahren und eigentlich war als Nächstes geplant, der Franz-Josef-Glacier, also 'n Gletscher, Franz-Josef-Gletscher, und dort wollten wir eigentlich 'ne Heli-Tour mit einem ganz besonderen Erlebnis machen. Ähm, es hat aber einfach den ganzen Tag geregnet und das hat dann überhaupt keinen Sinn gemacht. Deswegen sind wir da einfach vorbeigefahren.

Ähm, wir waren da auch beim letzten Mal 2011 schon, sind da bis zum Gletscher gelaufen, deswegen war das jetzt nicht so schlimm. Dann kommt direkt danach der Fox Glacier und, äh, auch da hat's geregnet. Ähm, deswegen haben wir da nur gestoppt, um in die Werkstatt zu fahren. Ich glaube, unsere Toilette war irgendwie undicht und, ähm, der, der Vermieter hatte eben so, ähm, Werkstätten über die Insel verteilt und das war es eben, war 'ne Autowerkstatt und die haben sich das eben angeguckt, hatten das dann irgendwie so grob gefixt. Und dann sind wir da auch weitergefahren. Es ist einfach geregnet, geregnet, geregnet, den ganzen Tag. Wir haben da sicherlich was gegessen und-

Und was wäre das besondere Erlebnis gewesen oder ist es was Privates?

Das ist privat, aber da komm ich nachher noch dazu, ähm, als es dann passiert ist. Es hat tatsächlich noch geklappt. Ähm, und dann sind wir nach Haast gekommen, äh, auf diesen Farmstellplatz und das war richtig cool. Das ist 'ne große Farm und die haben eben da auch sich so 'n Stellplatz angelegt. Da waren bestimmt schon 20, 30 Wohnmobile da. Und das absolut Coole war, da rannten halt Hunde rum, da rannten Hühner rum und Enten rum und dann hast du die Wohnmobiltüre aufgemacht und dann sind die Hühner gekommen. Und die Hühner sind dann sogar, als wir sie mit, mit, äh, Krümeln gefüttert haben, ins Wohnmobil gesprungen.

Oh nein, wie süß.

Ähm, hatten wir Hühnerbesuch und dann kam noch 'n schwarzer Labrador vorbei und guckte mit rein, ob es für ihn auch noch was gibt und, ähm, also auch super, super toll. Auch da gab es einen großen, die haben so 'ne, ich glaub, eine Scheune ausgebaut zu so 'nem Aufenthaltshaus quasi mit 'nem Riesenraum, wo man kochen kann, wo man essen kann, mit Duschen. Also alles richtig toll gemacht. Und da haben wir dann eine Nacht zugebracht auf diesem Stellplatz mit den Hühnern. Das war lustig und ich kann mich erinnern, wir haben beim letzten Mal so was Ähnliches gehabt, da haben uns, äh, Enten besucht. Da kamen eben Enten dann ins Wohnmobil und, äh, guckten, was sie hier abschnappen können.

Süß. Wir haben immer nur fremde Hunde im Wohnwagen, die, die unser Hund mitbringt.

Ist auch was wert.

Ja, ist auch schön.

Und dann sind wir weitergefahren und ich glaub, dann war mal wieder was auf der Liste, was geplant war. Das waren die, die Blue Pools und die sind zwischen Wanaka und Haast gewesen, also auch auf 'm Weg. Und die Blue Pools, also das sind quasi, da ist 'n Fluss und der hat so Seitenarme und diese Seitenarme kommen teilweise durch Felsen durch und, äh, im Laufe der Jahrmillionen haben da eben die Gletscher, ähm, so große runde Pools quasi reingeschliffen in diesen Fluss und es ist so sauberes Wasser gewesen, absolut blau und klar. Du konntest da wirklich bis runter gucken und da gibt's eben einen, einen Wanderpfad. Da geht man halt total chillig durch 'n Wald durch, ähm, und dann über Hängebrücken, läuft halt quasi so 'n bisschen über 'n Fluss und, äh, über diese Pools, kann die dann von oben angucken, fotografieren.

Da sind unten Kajaker unterwegs gewesen. Also wirklich 'ne coole Wanderung. Und das haben wir gemacht und sind dann am späten Nachmittag, glaub ich, weitergefahren.

Ich hab dazu noch 'ne kurze Frage: Ähm, wenn du jetzt so von, von auch so touristischen Highlights erzählst, wie diesen blauen Pools zum Beispiel, wa-- wie muss man sich das vorstellen? Wie überlaufen ist so was? Also ist man da wirklich mehr oder weniger alleine oder sind da Massen an Leuten oder, ähm, kann man, kann man das noch so einigermaßen genießen?

Also keins von beiden. Es waren Leute unterwegs, aber es war weder völlig überlaufen noch waren wir da alleine. Ähm, es war okay. Also ich, ähm Ist schwierig, da jetzt 'n Vergleich anzustellen, aber du hast schon immer Leute um dich rum gehabt, aber es war nicht so, dass das überall Staus gab und du ständig warten musst. So du konntest da überall ganz normal lang, ähm, aber warst auch nicht alleine. So und das war halt auch wunderschön durch, durch so 'n, ich sag mal Urwald. Vielleicht jetzt nicht das, was man sich im Amazonas vorstellt, aber riesige Bäume und ganz viel Grün und überall Brücken über Wasserfälle. Also das war wirklich 'ne super coole Tour, die wir da, super coole Wandertour auch ganz einfach, ne. Also bisschen geschlossenes Schuhwerk und dann kann die jeder machen. Und waren wir 'n paar Stunden unterwegs auf jeden Fall.

Dann sind wir nach Wanaka gefahren. Das liegt an 'nem großen See und da hatten wir auch geplant, dass wir 'n paar Tage da bleiben. Da war dann auch das Wetter richtig cool. Wir wollten da, äh, Wanderung machen, das hatten wir uns rausgesucht, aber da durch's die Tage vorher auch da geregnet hat, war das alles so 'n bisschen schlammig und wir haben dann, äh, 'n bisschen umgeplant und haben, glaub ich, am ersten Tag uns, äh, oder haben gesehen, dass es da E-Mountainbikes zu leihen gab. Und das haben wir dann gemacht und haben uns also E-Mountainbikes geliehen. Das war für mich als Untrainierten auch ganz gut und, äh, haben dann da erst mal 'ne, 'ne lange Tour gemacht, äh, bisschen um 'n See rum und, äh, also relativ, also für mich war das schon sehr, sehr anstrengend. Die beiden anderen sind trainiert gewesen, die mitgefahren sind.

Die haben das eher weggesteckt. Äh, wir sind da relativ lange gefahren, gefühlt für mich den ganzen Tag. Vermutlich waren's am Ende irgendwie fünf, sechs Stunden zu dem Stausee mit 'nem Restaurant, wo wir uns dann gestärkt haben und, und wieder zurück. Relativ viel über, äh, durchs Gelände, also über so Wanderwege. Zehn Kilometer mussten wir Straße fahren, das war richtig nervig für mich, ähm, weil gab's keinen Radweg und nichts und, und der Akku war dann schon relativ leer. Ähm, nichtsdestotrotz war's 'ne sehr beeindruckende Tour, grade so die ganzen, die ganzen, ähm, ja, quasi Wanderwege. Wir sind über Hängebrücken gefahren mit den Fahrrädern. Es war schon großes Erlebnis und wir haben dann tatsächlich am nächsten Tag gleich noch mal 'ne kleine Tour gemacht, um, um einen anderen, äh, See herum, haben den einmal um-, äh, umfahren sozusagen und das war richtig cool.

Da gab's so Single Trails, also relativ schmale, äh, Wege, die man lang fahren musste, wo man so 'n bisschen, ähm, Wurzeln ausweichen muss, so 'n bisschen schauen muss, was man da tut und sind dann, der See mündete in einen, äh, Fluss oder speiste einen Fluss und da gab es, äh, Speedboats. Das kannten wir auch schon vom letzten Mal. So das sind so, ähm, Jetboote. Also die haben einen Jetantrieb. Das heißt, die können über extrem flaches Wasser fahren. Die brauchen, glaub ich, nur so zehn Zentimeter Wassertiefe und düsen dann mit irrer Geschwindigkeit, ich weiß nicht, 60 km/h, äh, gefühlt übers Wasser. Und die, die Leute, die das fahren, also der sah aus wie 'n alter Militär, also kurzgeschorene Haare und hat auch 'n relativ strenges Auftreten, hat Späßchen gemacht und ist dann mit uns, äh, den Fluss runtergedüst, hat immer mal angehalten, hat so was erzählt.

Also dass da viele Goldsucher auch waren und man hat auch an den Rändern überall so die Hinterlassenschaften gesehen, also irgendwelche alten, ähm, manuellen Bagger, Schaufelbagger und so 'n Kram, was da lag und hat dann auch erzählt, dass immer noch Leute kommen, um nach Gold zu suchen, weil halt auch immer wenn die, wenn das Tauwetter ist, natürlich 'ne ganze Menge Gold auch aus den Bergen wieder runtergespült wird und es immer mal wieder einen gibt, der da auch 'n bisschen mehr Glück hat. Die meisten eher nicht. Und-

Ihr habt's aber nicht versucht.

Nee, wir haben's nicht versucht. Haben wir noch überlegt, ähm, es hat dann zeitlich nicht mehr gepasst. Es ist sicherlich spannend, das auch mal so 'n bisschen zu lernen und zu machen, so aben-abenteuermäßig. Ähm, die Speedboot-Tour, also das, also oder Jetboot-Tour, das ist halt immer 'n krasses Erlebnis. Also das muss man einfach mal mitgemacht haben, da mit, mit Vollgas und dann fährt der an den Rändern lang, so ganz knapp an den Bäumen und dann macht er 'ne 360-Grad-Drehung aus vollem Speed und, ähm, freut sich dann wie 'n Schneekönig, wenn alle nass werden. Und du lernst halt auch 'ne ganze Menge, ne, weil er halt zwischendrin auch immer wieder was erzählt hat. Also es war super spannend.

Ja, das ist gar nicht meins, aber, aber schön, schön, dass dir gefallen hat. Ich hasse diese Dinger. Also ich hab's ja, wenn, wenn man irgendwo ist, am liebsten möglichst ruhig und, und still und, äh, zum Beobachten und wenn wir dann auch viel in Mexiko am, am Meer sind und da fahren die immer vorbei mit solchen Dingern und machen da so 'n Lärm. Oh nee. Aber, aber schön, dass du's genießen konntest.

Auf jeden Fall. Dafür, also ja, fürs Leise sind die nicht, aber macht auf jeden Fall unheimlich Spaß. So und dann waren wir, glaub ich, am nächsten Tag noch auf so 'ner Lavendelfarm. Also mal völliges Kontrastprogramm zu der Action. Ähm, da, das war so 'ne Lavendelfarm und die haben natürlich auch für Touristen so, konntest du alles mögliche kaufen und probieren und essen und durch die duftenden Felder laufen. Und dann gab's da noch 'n Tontaubenschießen am Rand und all so 'ne Sachen. Das, das haben wir alles, äh, Touri-like mitgemacht, äh, haben den Tag da genossen.

Also wer nicht weiß, was, was Tontaubenschießen ist, das muss man sich so ähnlich vorstellen wie so 'ne Ballmaschine beim Tennis. Ähm, da, also das ist so 'n, ja, 'ne Maschine, die schießt so Tonscheiben nach oben in die Luft und, ähm, man steht dann da drunter mit 'm, mit der Schrotflinte und, ähm, schießt dann halt diese, diese Tonscheiben. Und das ist eigentlich ganz spannend, weil man natürlich da auch die Bewegung mit einkalkulieren muss. Ähm, die sind ganz schön schnell, die Dinger, ne?

Auf jeden Fall. Das ist gar nicht mal so einfach.

Hast du was getroffen?

Geht so. Also ich hab's eher, ich hab's eher mit, mit nicht so beweglichen Zielen.

Okay.

Aber ja, ist, äh, ist auch nicht so meins Schießen, aber das war, das war ganz lustig, auch Tontauben zu schießen. Und was wir halt auf jeden Fall auch gemacht haben, viel gegessen. Also wir waren auf jeden Fall immer abends essen. Wir waren häufig auch noch mal, äh, zu Mittag dann, äh, irgendwo essen, haben halt eins der Restaurants besucht. Es gab so richtig leckere unterschiedliche Sachen. Ähm, das haben wir wirklich jeden Tag gemacht nahezu.

Wofür ist denn die neuseeländische Küche bekannt?

Eigentlich Weiß ich gar nich, also ob die, was die neuseeländische Küche ist, weil es sind halt Restaurants aus aller Herren Länder, äh, gewesen, in denen wir waren. Also wirklich entweder tatsächlich bestimmte Küchen, also wir waren zum Beispiel da in Wanaka in einem, äh, Soul Food Restaurant. Soul Food ist ja eher so was, was aus der, aus Südamerika kommt so und, ähm, also so relativ deftige gegartes Fleisch, lange, also slow, low and slow, also auf niedriger Stufe, lange gegartes Fleisch mit, äh, leckerem Gemüse und so weiter. Also ganz bunter Mix. Ähm, so die klassische neuseeländische Küche könnte ich dir jetzt grade noch nicht mal sagen, weil wir, also wie gesagt, vier Jahre her, ich merk mir auch nicht jedes, jedes Essen.

Ähm, und wir haben natürlich auch so fancy Sachen wie irgendwie den besten Burger ausprobiert und, ähm, morgens die Eggs Benedict genossen. Also ja, es war ein großes Schlemmen auf jeden Fall. Es war dann auch gut, die Fahrradtouren zu machen, damit's nicht zu viel ansetzt. So, und am letzten Tag in Wanaka, ähm, ich hatte gese-- Also in Wanaka, ich hab ja gesagt, das ist 'n großer See und in dem See steht ein Baum im Wasser und das ist der meistfotografierte Baum der Welt. The Lonely Tree nennen die den. Und, ähm, ich hab's mir natürlich nicht nehmen lassen, den auch zu fotografieren. Das heißt, ich bin morgens um halb vier aufgestanden, als die anderen noch gepennt haben. Bin dann 'ne halbe Stunde dahin gelaufen mit meinem Fotoequipment und da waren auch schon so zehn Leute da. Das hatte mich erst mal überrascht, dass da um die Zeit schon was los ist.

Warum bin ich halb vier aufgestanden? Ich wollte halt morgens die, die blaue Stunde mitbekommen, also sprich die Zeit vorm Sonnenaufgang mitbekommen und wollte gucken, wie ich eben das beste Foto von dem Baum bekomme. Und, äh, dann bin ich da hingekommen, hab halt quasi mein Stativ aufgebaut, meine Kamera aufgestellt, so musste so 'n bisschen ins Wasser die stellen, weil die anderen Leute natürlich schon die besseren Plätze, äh, belegt hatten. Und dann, äh, begann dieses Schauspiel, was, was total faszinierend war, weil der-- Also zum einen stehst du dann halt quasi so 50 bis 100 Meter von diesem Baum weg, äh, am, am, am Ufer sozusagen. Der Baum steht im Wasser und im Hintergrund, also viele Kilometer entfernt, sind die Berge. Und, äh, von hinter einem kommt dann das Licht, die Sonne geht auf.

Und, ne, am Anfang war alles relativ dunkel, dann, äh, wurd es langsam heller, dann der Baum wurde langsam heller, dann wurde der Baum 'n bisschen rot, ähm, und zum Schluss ist der Baum golden geworden. Also wirklich richtig goldenes Licht durch die Sonne. Und da saß ein schwarzer Vogel auch noch in dem Baum, was natürlich 'n krassen Kontrast gegeben hat und dann sind dahinter die Berge halt auch rot geworden und dann hell geworden. Also es war ein krasses Schauspiel über Stunden. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich da war und ich war auch ziemlich konzentriert in der ganzen Geschichte, weil ich halt immer geguckt habe, wie entwickelt sich das Licht, hab immer mal 'n Foto gemacht und bin dann irgendwann aus meiner Fototrance aufgewacht, quasi als das Spektakel vorbei war und die Sonne aufgegangen war und hab dann völlig überrascht festgestellt, dass da bestimmt 100 Leute um mich rum waren, dasselbe gemacht haben.

Ähm, und da ist auch 'n ziemlich geiles Foto bei rausgekommen. Also so diese, diese, dieser Baum wirklich in goldenem Licht mit dem schwarzen Vogel, mit den roten Bergen im Hintergrund. Ziemlich geiles Bild. Ähm, das war so dann für mich noch mal so das fotografische Highlight, äh, quasi des Tages, auch wenn ich natürlich viele Fotos gemacht habe und wir hatten auch als Reisegruppe und als so Technik-Nerds halt GoPros dabei und Gimbals dabei und Drohnen dabei und, ähm, Spiegelreflex und Kameras und jede Menge Technik und haben halt auch unheimlich viel aufgenommen und, und Videos und Fotos geschossen. Aber das war halt wirklich so, so für mich alleine so 'n sehr magischer Moment. Also das muss man, kennen die Fotografen unter euch vielleicht, wenn sie so was haben, ähm, das war wirklich schon spannend.

Ja, wir hatten dann eigentlich noch 'n paar Wandertouren auch geplant, die wir so auch auf Insta als Inspiration gesehen hatten und auch schön mit der Drohne hätte fliegen können. Ähm, das haben wir alles geskippt, weil dann ist, äh, das relativ schlammig da war, der Regen auch wieder angefangen hatte und sind dann Richtung Queenstown gefahren, haben 'n paar Sachen einfach übersprungen, die wir geplant hatten. Haben dann, ähm, auch gemerkt, okay, Queenstown, also Queenstown mussten wir zum Ende machen sowieso, weil wir von da geflogen sind, so als kleinen, äh, sozusagen, um das schon mal zu verraten. Und deswegen sind wir dann quasi ganz an die andere Seite der Insel gefahren zum Fiordland-Nationalpark. Also die Südinsel hat auch Fjorde, so wie man das aus, äh, Skandinavien kennt. Wirklich so vom, äh, Gletscher in die Felsen gefräste Täler eben mit, mit, mit jeder Menge Wasser und ganz viel Grün und, und schroffen Felsen.

Und da sind wir, um da hinzukommen, muss man, äh, entweder über 'nen Pass, da geht aber keine Straße, oder eben durch 'nen Tunnel fahren. Der Tunnel, nee, ich glaub, und auf dem Weg dahin genau lagen noch die Spiegelseen. Das waren so drei kleine, na ja, Teiche. Und wenn kein Wind geht und die Oberfläche ganz glatt ist, dann spiegeln sich darin die dahinterliegenden Berge, was ziemlich geiles Bild abgibt. Problem bei uns: Es ging immer Wind. Das heißt, du hattest da immer Wellen auf den, auf dem Wasser und es war halt kein-

Und dann lag das nicht so flach da und konnte man die Spiegelung nicht so sehen.

Es sah halt relativ langweilig aus. So, und da sind wir weitergefahren und auf dem Weg dahin sind wir durch ein riesiges, breites Tal gefahren, was voller hohem Gras war und haben dann da auch die Drohne rausgeholt, sind Drohne geflogen, wurden da auch kontrolliert von 'ner Rangerin. Ähm, und die hat uns dann darauf hingewiesen, dass wir dort gar keine Flugerlaubnis hatten, wo wir waren, sondern wir hätten noch 100 Meter weiterfahren müssen. Das war, also sie hat sich auch unsere Dokumente angeschaut, vielleicht das auch noch zur Erklärung. Also wir hatten zwei Drohnen mit und haben die auch vorher anmelden müssen. Also das heißt, man, man muss Drohnenflüge anmelden, weil alles, was spannend ist, ist irgendwie, sind halt Schutzgebiete und man muss das anmelden. Das ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Man muss für jeden Bereich dann gucken: Wo darf man überhaupt fliegen?

Und bei wem muss man das anmelden? Das sind dann immer die Naturschutzbehörden. Das ist auch alles relativ entspannt. Man schreibt dann 'ne Mail hin oder füllt 'n Formular aus. Da muss man, ich glaube, 50 bis, bis 70 Neuseeland-Dollar überweisen und dann bekommt man quasi so 'ne Genehmigung geschickt. Und das hatt ich für fünf oder sechs Gebiete eben gemacht. Das heißt, von daher waren wir safe. Ähm, und sie, die war auch super freundlich, hat gesagt: „Jungs, hier nicht, ähm, 100 Meter weiter, kommt mal mit", und hat sich ins Auto gesetzt, ist vor uns hergefahren, hat uns dahin gebracht und gesagt: „So, und hier ist das Gebiet, wo ihr fliegen dürft." Ja, hätte man wissen können, hätte man noch mal auf die Karte geguckt, aber gut, das, das war alles entspannt.

Wart ihr bestimmt auch nicht die Ersten.

Vermutlich nicht. Ich weiß auch, also die Strafen sind wohl auch relativ strikt, wenn du keine Genehmigung hast. Deswegen war ich happy, dass ich mir die Mühe gemacht hatte. Und, ähm, ja, dann sind wir da Drohne geflogen. Das war, also das sind auch gigantische Bilder geworden, wie die Drohne aufsteigt und dann hinter uns halt dieses breite Tal zum Vorschein kommt. Also man kann das auch gar nicht mit Worten beschreiben. Ähm, so, so 'n bisschen wie in Herr der Ringe, diese epischen Landschaftsaufnahmen, ne, wo die, wo die dann durch so 'ne Steppe rei, reiten. Also so. Genau so war das da und da sind ja auch Teile da gedreht worden. Ähm, und dann sind wir quasi zu dem Tunnel gefahren, der dann quasi uns ins dieses Fjordland brachte und der gab's einen Unfall in dem Tunnel. Das heißt, wir standen davor im Stau. Das erste Mal in Neuseeland.

Und das hat auch relativ lang gedauert. Wir sind ausgestiegen, die Kameras aufgebaut, haben über den Berg kamen dann die Wolken so runter. Dann haben wir so Zeitrafferaufnahmen gemacht von den Wolken, wie sie runterkommen. Und dann kommen natürlich Leute.

Ist auch 'ne schöne Staubeschäftigung, könnte man, könnte man in Europa auch machen, anstatt sich zu ärgern, ne.

Dann kamen die Leute: „Was macht ihr hier und wo kommt ihr her?" Und dann triffst du halt Leute aus der ganzen Welt, kommst ins Gespräch und, ähm, ja, ratzfatz war der Stau vorbei. Ich glaube, es hat schon zwei, drei Stunden gedauert, aber dadurch du ständig andere Leute da irgendwie, äh, oder mit anderen Leuten ins Gespräch gekommen bist, war es halt relativ schnell vorbei. So, dann durch den Tunnel, drüben wieder die Serpentinen runter. Ähm, da gab's auch, glaub ich, nur einen Campground auf der anderen Seite. Da haben wir uns eingemietet. Wir hatten auch nichts, also wir haben nie was vorreserviert, außer da. Und es war auch so, dass wir die letzten zwei oder die vorletzten Spots quasi reserviert hatten, sonst hätten wir da wieder umkehren müssen. Also das, das ist, glaub ich, so der einzige Spot, wenn man dahin will, wo sich's lohnt, weil da ist, ist nichts außer dem Platz eben und 'n Parkplatz.

Und wenn da viele Leute sind, kann's da schon voll sein. Da haben wir dann zum einen 'ne Bootstour gemacht, also sind mit dem Boot, äh, mit dem Boot durch die Fjorde da gefahren, haben Seelöwen angeguckt, haben ganz viel gelernt über die Fauna und Flora dort und, ähm, wie das alles entstanden ist. Das war super spannend. Und sind dann mit dem Boot zu so 'ner, na ja, so 'n Unterwasserstation gefahren. Also quasi, ähm, da geht man halt oben drauf und dann geht das eben in die Tiefe und hat unten Fenster und dann kann man da quasi unter Wasser laufen und kann sich so die Fische und was da so alles im Meer rum, rumschwimmt, angucken. Und von da haben wir dann noch 'ne Kajak-Tour gemacht und sind da, äh, geführt, 'ne geführte Tour auf dem Fjord, ähm, rumgepaddelt, haben uns da alles mögliche angeguckt und gelernt.

Das war super cool.

Das war aber nicht da, wo du fast dein Leben gelassen hättest, oder?

Das kommt, das kommt später.

Ach so, okay. Das hätten wir ja mal für, als Teaser ganz am Anfang sagen können, äh, dass du da fast nicht mehr nach Hause gekommen wärst. Ist eigentlich überhaupt nicht witzig.

Hat nicht so viel gefehlt. Ja, im Nachhinein kann ich da echt drüber lachen. In dem Moment war's nicht, aber kommen wir später zu. Ähm, auf jeden Fall, wir müssen so 'n bisschen auf die Zeit achten, seh ich grade, aber wir haben nicht mehr so viel. Also, ähm, ja, Kajak-Tour gemacht und dann wieder zurück und dann war's schon Nachmittag und wir hatten ja noch dieses Thema mit dieser Heli-Tour auf den Gletscher. Und da hinten gibt's auch 'n Gletscher und wir sind dann auf 'm Weg zurück zu unserem Wohnmobil tatsächlich an 'nem Heli-Landeplatz vorbeigekommen, wo auch dran stand, sie machen Touren. Und dann haben wir quasi... Also der Heli-Flug sollte auf 'n Gletscher gehen und auf dem Gletscher wollte einer unserer Mitreisenden seiner damaligen Freundin einen Heiratsantrag machen, ne. Das war also sozusagen der Plan. Sie hatte wirklich von dem nichts geahnt. Er hat den Ring organisiert, hatte den mit, hat den uns gezeigt, war völlig aufgeregt und war schon völlig durch den Wind, weil das beim ersten Mal ja nicht geklappt hatte und er schon seine Fälle davon hat schwimmen sehen.

Und da war dann eben die Möglichkeit, mit 'm Heli zu fliegen. Und dann haben wir quasi uns von den beiden mit 'nem Vorwand getrennt, dass die schon mal ins Wohnmobil laufen und wir sind dann zu diesem Heli-Spot hin und haben halt gefragt: „Hey, fliegt ihr heute noch?" Ähm, und haben das alles klargemacht und haben dann, sind dann zurück ins Wohnmobil. Ich weiß nicht mehr genau, welchen, welche Geschichte wir erzählt haben, dass wir halt irgendwie Heli fliegen wollen auf 'm Fjord und wir bezahlen denen das, weil sie wollten das eigentlich nicht und wir bezahlen das einfach für sie mit, weil wir das halt alle machen wollen. Weil sie wollte nicht mit in den Heli.

Oh nein.

Ja, na ja, lange Rede, kurzer Sinn, dann ging's in den Heli, Briefing gehabt, gewogen worden, dass, äh, ne, dass das alles bisschen austariert ist und dann 'ne Rinne in den Heli, hoch auf 'n Gletscher geflogen. Das war schon ziemlich beeindruckend, mein erster Heli-Flug. Ähm, und dann fliegst du da hoch auf den Gletscher, dann landet der da auf dem Gletscher und dann haben wir 'n bisschen rumgeguckt, dann haben wir alle unsere Kameras vorbereitet. Ähm, und dann war er so 'n bisschen überrumpelt und ist dann, ist dann zu ihr hin. Genau, einer, einer hat dann ihr das Handy weggenommen. Da sagt sie: „Was macht ihr denn jetzt, ihr Idioten?" Und in dem Moment geht er halt auf die Knie und sie sagt so: „Was ist denn jetzt mit dir?" Und dann hat sie aber gecheckt-

Fast so romantisch wie ich.

Dann hat sie aber gecheckt, was passiert und ist halt völlig, völlig durchgedreht und, äh, ja, hat, es gab ein Ja auf jeden Fall.

Sind sie schon verheiratet?

Sie sind mittlerweile verheiratet. Und auch noch verheiratet sind, auch happy.

Gut.

Ähm, und ja, dann hatten wir quasi endlich das geschafft, weil wir, wie gesagt, schon die Fälle davon haben schwimmen sehen und haben dann noch Fotos gemacht. Der, der Pilot hat dann noch 'n paar Fotos mit uns gemacht vom Heli, äh, ziemlich coole Bilder. Und ja, dann sind wir wieder runterge-geflogen mit dem Helikopter, haben dann natürlich unterwegs noch ganz viel Fotos gemacht, auch viel gelernt wieder über die Gegend und sind dann am nächsten Tag wieder zurückgefahren, ähm, Richtung Queenstown und haben noch in Te Anau Station gemacht und das liegt auch an 'nem großen See. Also ich weiß noch, wir haben da Minigolf gespielt. Ich, wir haben auch noch mehr Sachen gemacht, aber ich konnte mich beim besten Willen nicht mehr dran erinnern. Aber was ich noch weiß, was wir gemacht haben, ist 'ne Bootstour zu einer Glowworm Cave.

Und zwar gibt's in Neuseeland Höhlen, wo Glühwürmchen leben. Ähm.

Och Gott.

Und, äh, da beim letzten Mal haben wir 'ne Tour gemacht, da sind wir auf so, äh, Tubes gelegen, also so, äh, großen Schwimmreifen. Da haben wir uns draufgelegt, an den Füßen sozusagen angefasst, also 'ne Kette gebildet und dann wurden wir da durchge-gezogen und dann siehst du da halt die, die Glühwürmchen, also die lassen so klebrige Fäden runterhängen, äh, um halt eben Insekten zu fangen. Und diesmal waren wir zu Fuß in so einer Höhle drin und sind da halt durchgelaufen und da reingelaufen. Auch klar, kriegst du ganz viel erzählt und dann macht er halt, sagt er, dann macht er das Licht aus und dann siehst du halt über dir wie so 'n riesigen Sternenhimmel. Also keine Ahnung, zigtausende von diesen Glühwürmchen, die da halt an der Decke hängen, die so Fäden spinnen, wo dann auch wieder Glühwürmchen dran hängen. Also ziemlich beeindruckend.

Ja, und dann sind wir wieder zurückgefahren Richtung Queenstown, haben noch 'ne Übernachtung wieder auf 'ner Farm gemacht. Ähm, die hatten diesmal Ziegen, Alpakas, Pfauen, Enten, Hühner, ähm, ich weiß nicht, Hasen, alles mögliche Getier, was man halt auch streicheln und füttern konnte. Ähm, wir, also für uns waren jetzt die Tiere lustig, wir haben Bilderchen gemacht, aber ansonsten wollten wir halt einfach unsere Übernachtung haben, haben dann abends lecker, lecker was gekocht und sind am nächsten Morgen wieder weiter gedüst Richtung Queenstown, was dann quasi unser Abschluss war. Da waren wir auch wieder mehrere Tage. Und in Queenstown, das ist so 'n bisschen das Mekka für alle Action- und Extremsportler, ne.

Also da kannst du, also alles, was irgendwie Adrenalin ausschüttet, kannst du da machen. Und zwar in einer krassen Dimension. Erzähl ich gleich noch 'n bisschen von.

Und da wolltest, und da wolltest du's noch mal richtig wissen in den letzten Tagen, ob man nicht doch noch mal schafft, irgendwie sich irgendwas zuzuholen oder, äh, sich 'n Bein zu brechen, sich von 'nem Auto überfahren zu lassen oder in 'nem Fluss zu ertrinken.

Nein, ich wollte jetzt nur 'n bisschen Adrenalin und das, das haben wir auf jeden Fall auch bekommen, also zur Genüge. Also wir haben, glaube ich, angefangen erst mit 'ner Quad-Tour. Ähm, und zwar haben die da, der, der Touranbieter, mit dem wir gefahren sind, hat da ein riesiges Gebiet und da haben sie halt feste Strecken, die sie langfahren, die wirklich sehr abwechslungsreich sind, also wirklich klettern in den, äh, so bisschen auf so 'nem Bergpfad bis dann an 'nem Fluss langfahren, durch Schlamm düsen. Da haben wir, glaube ich, zweieinhalb Stunden Quad-Tour gemacht. Das war super geil. Ähm, die, die Helme hatten alle 'ne GoPro-Halterung, also konnten wir alles filmen. Sehr, sehr coole Tour. Und, ähm, dann haben wir uns am nächsten Tag, äh, sind wir mit dem Auto auf so 'n Pass gefahren.

Also wir hatten gesehen, es gibt quasi von da, wo wir gekommen waren, eine, einen kurzen Weg nach Queenstown. Der war allerdings von unserem Wohnmobilvermieter verboten. Also die haben gesagt, das ist 'ne unbefestigte Straße, die dürft ihr nicht fahren. Also das unterschreibt man vorher und das sagen die einem auch: „Hey, wenn ihr in der Queenstown fahrt, ihr dürft da und da nicht langfahren." Und wir hatten uns gewundert, warum das wohl so ist und sind dann da hochgefahren. Ähm, ich weiß gar nicht, sind, ich glaub, am Anfang sind wir mit dem Wohnmobil dahin gefahren, also bis zu dem Schild, wo steht, hier nicht weiter, ähm, hatten uns das angeguckt und haben gesehen, äh, dass es dann eben 'ne, 'ne Schotterstrecke lang geht, wo eben die in den Berg ge-gehauen ist, ne. Also auf der linken Seite geht der Berg hoch und auf der rechten Seite geht der steil runter. Fanden wir sehr spannend, ähm, und da haben wir entschieden, das wollen wir gerne noch mal mit dem Auto machen.

Hatten wir uns dann also spontan dort ein, äh, so 'n Toyota RAV vier mal vier gemietet und sind dann damit abends noch los da hoch, äh, haben-

Abends.

Ja, uns war klar, dass wir abends nicht mehr weit kommen, aber wir sind da so 'n bisschen die Straße langgefahren, haben so 'n bisschen geschaut. Das Spannende war, dass es da auf dieser Straße von Getier wimmelte. Also da waren Hasen, da waren Possums unterwegs, äh, in rauen Mengen. Also du musstest wirklich halt stellenweise aussteigen, die von der Straße scheuchen, dass du halt weiterfahren kannst. Ähm, und da haben wir dann auch auf 'nem, auf dem Berggipfel oben die Sterne fotografiert, Milchstraßenfotografie gemacht, weil da oben war es halt absolut stockdunkel und die, die Queenstown selber war so hinterm Berg, also auch da kamen keine große Lichtverschmutzung. Wir haben da Lichtmalerei ausprobiert. War super cool. Und am nächsten Morgen sind wir da wieder hochgefahren mit unserem Toyota und haben uns vorgenommen, die Straße zu fahren.

Ich hatte mittlerweile geguckt, das ist eine der zehn gefährlichsten Straßen der Welt, zumindest laut, äh, äh, ich glaube Galileo, äh, nennt sich Skippers Road. Und wir sind da wirklich zwei Stunden gefahren. Ähm, auch wenn was entgegenkam, dann musstest du halt 'n bisschen gucken, dass du irgendwo 'ne Ausweichstelle findest, weil zwei Autos haben an den meisten Stellen nicht nebeneinander ge-gepasst.

Und was ist da konkret so gefährlich? Ist es, ähm, ist die

Weil die so schmal ist und dann steil abfällt, oder? Genau, ist halt nur Schotter und es ist halt steil. Da ist auch keine, da gibt's auch keine Mauern oder Leitplanken oder so was, ne. Das ist halt einfach so 'n bisschen Schotterpeste. Es war, ich bin's die meiste Zeit gefahren, weil ich das Auto gemietet hatte. Es war okay. Also es waren schon Stellen, die, die spannend waren. Meine Mutter wär, glaub ich, gestorben, weil die kann so was gar nicht. Ich auch. Die kriegt schon in den Alpen, in den Serpentinenstrecken die Krise. Ähm, wir haben auch, äh, das Pärchen nicht mitgenommen, weil sie da auch nicht mit umgehen konnte und, und hat gesagt, nee, sie möchte da nicht mitfahren. Und am Ende dieser Straße ist dann halt ein alter, ich glaube Goldgräber-Restruinendingsi und da hat man jetzt quasi 'n Public Campground draus gemacht.

Also da ist so 'n, so 'n- Oh, cool. 'n Autohaus und halt 'ne Wiese und da kann man halt campen kostenlos. Wir hatten jetzt nix dabei, weil wir die Wohnmobile hatten. Äh, ist super, super geile Gegend, ne. Unten ist der Fluss und halt, da ist auch niemand. Also da bist du wirklich für dich alleine. Und dann sind wir wieder zurückgefahren und haben dann unterwegs eben auch gesehen, dass da ein, dass man da raften konnte. Das ist dort quasi in diesem Canyon, äh, ging das quasi los und dann sind wir wieder nach Queenstown zurück und haben dann geguckt, wo wir dieses Rafting buchen können, weil das wollten wir auf jeden Fall machen. Und dann haben wir am nächsten Tag 'ne Rafting-Tour gemacht, ne. Da wirst du dann, als Erstes unterschreibst du erst mal, dass wenn du stirbst, du Pech hast, weil die keine, für nichts 'ne Haftung übernehmen, ne. Und die sagen und der, der Guide hat dann halt auch gesagt: „Pass auf, das ist hier keine, keine gebaute Strecke.

Das ist hier ein Fluss und hier ist definitiv Gefahr. Wir achten natürlich auf alles und wir, wir fahren die Strecke jeden Tag, äh, morgens ab, aber euch kann hier tatsächlich was passieren und wir haften nicht dafür. Unterschreibt diesen Haftungsausschluss." Das haben wir natürlich gemacht und, ähm, dann waren wir, glaub ich, drei so große Schlauchboote, dazu noch drei Kajaks, die quasi, äh, dafür da waren, wenn jemand aus 'm Boot fällt, ne, dass die, dass die, weil du kannst diese großen Schlauchboote halt nicht so gut kontrollieren, wenn die in den Stromschnellen sind. Und haben halt 'n ausführliches Briefing bekommen und Schutzkleidung bekommen, Schwimmweste, Helm und so weiter und so fort. Und ja, sind dann da in 'n Bus gestiegen und erst mal mit dem Bus wieder diese Skippers Road lang gefahren, 'ne halbe Stunde.

Mit 'm Bus? Ja, mit 'm Bus. Okay. So, also deswegen, er ist jetzt nicht so super gefährlich. Es war mit dem Tourguide da völlig okay. Es war mal kritisch, wenn was entgegenkam, aber, ähm, ja, wir sind da mit 'm Bus lang gescheppert und sind dann in die Boote und losgefahren und es war super cool. Wir hatten 'nen coolen Guide. Äh, ich, ja, der hat uns gefragt, welche Eissorte wir mögen und hat danach unsere Stütznamen festgelegt. Ich war Strawberry. Ähm, war sehr lustig. Ich frag jetzt nicht warum. Okay. Weil ich gern Erdbeereis esse. Ach so. Ähm, ne, es war sehr lustig. Wir hatten 'n, äh, jemanden aus Indonesien dabei, aus Kanada, äh, und wir Deutschen, glaub ich. Und, äh, der hätte uns dann auch irgendwie gesagt, ähm: „Wenn ich, wenn ich irgendwas rufe, das und das, dann schmeißt euch sofort nach innen."

Also wir saßen, du sitzt da auf dem Rand von diesem Boot, hältst dich quasi mit einem Bein fest und das andere hängt so ins Wasser und du ruderst. Und alle müssen mitmachen, ne. Also gibt's nicht, ich fahr nur mit. Und dann sagt er halt: „Wenn ich dieses Wort rufe, dann sofort nach innen fallen lassen." Ja, das hab ich 'ne Sekunde lang, hab ich zu spät reagiert und, äh, es gibt auch 'n schönes Video davon, weil die hatten auch 'ne GoPro auf ihrem Boot und das Video konnte man danach kaufen, was wir natürlich gemacht haben. Und dann hab ich das nicht rechtzeitig geschafft und dann siehst du auf dem Video, wie der, wie ich noch so rudere und im nächsten Moment ist mein Platz leer. Und hat sich da in den Stromschnellen eben und, und er hat halt gerufen nach innen, weil dann Stromschnellen kamen, die, äh, wo du quasi runterfallen kannst. Ja, hab ich, weiß ich jetzt und bin dann ins Wasser gefallen und wurde dann direkt auch erst mal unters Boot gezerrt von dem Wasser.

Das war dann auch echt so 'n Moment, so wo ich kurz dachte irgendwie: „Okay, jetzt stirbst du hier." Ähm, du hast aber Gott sei Dank 'ne, 'ne Schwimmweste an, so die dich halt wieder nach oben zieht. Und irgendwie bin ich dann auch unter dem Boot wieder rausgekommen. Dann, äh, bin ich nach oben und dann hab ich auch irgendwie so 'n Seil von dem Boot zu greifen bekommen. Das war so mein Glück. Und dann das Nächste war dann, dass die Leute aus 'm Boot mich schon rausgezogen haben und dann war ich erst mal wieder im Boot. Der junge Mann aus Indonesien, äh, der war noch, äh, 'ne Minute länger da in den Stromschnellen. Den hat dann 'n Kajak quasi, äh, rausgefischt. Also die fahren dann da hin. Dann hast du ja so Griffe am Kajak, da kannst du dich dann festhalten und dann haben sie ihn halt so ins ruhige Gewässer gezogen und dann konnte er wieder ins Boot steigen. Also alles, wir sind nass geworden. Es gab 'n ordentlichen Adrenalinschub, aber alle haben überlebt.

Und also sehr beeindruckende Tour. Das war richtig geil, so auch mit wirklich coolen Momenten. Ich würd's jederzeit wieder machen, obwohl ich da, äh, gedacht habe, ich sterbe. Es war absolut cool. Ähm, was haben wir noch gemacht? Dann haben wir da, glaub ich, auch noch mal 'ne Jetboot-Tour gemacht. Ähm, die eine aus unserer Gruppe war Reiten. Sie hatte, ist 'ne grote Pferdefan-nin, Pferdeliebhaberin und wollte unbedingt reiten. Da haben wir auch 'n Reiterhof ausfindig gemacht und haben sie dann zum Reiten geschickt. Währenddessen, ich weiß gar nicht, was wir gemacht haben. Ich glaub, wir sind da bisschen rumgefahren, haben uns bisschen die Gegend angeguckt, 'n bisschen Fotos gemacht. Und dann wollten zwei aus unserem Team noch, äh, den Swing machen.

Und Swing, also stellt euch vor, ihr habt 'n riesiges Tal. Über das Tal ist, äh, sind 'n paar Stahlseile gespannt. In der Mitte ist 'n Stahlseil befestigt, das wird an deinem Körper befestigt und dann springst du von der Plattform und schwingst quasi an diesem Stahlseil nach unten und eben in dieses Tal rein. Oh Gott, mir wird schlecht. Ziemlich abgefahren. Ähm

Hast du das gemacht?

Nein, ich bin dafür nicht gemacht.

Ich hab 'ne Gänsehaut aufm ganzen Rücken grade. Ich find das so cool, dass Leute das machen. Ich glaub, das ist 'n richtig geiles Erlebnis, aber ich bin da echt so 'n Weichei.

Ich, ich hoffe, ich kann, kann mich da beim nächsten Mal überwinden. Was aber richtig abgefahren ist, also du wirst da mit vier mal vier LKWs abgeholt, die goldlackiert sind. Die scheppern mit 100 Sachen diese, diese, äh, Steinpisten da lang. Da wirst du da hingeschleppt. Es ist alles 'n Riesen-- Also ne, du wirst da wirklich aus Queenstown raus in diese, zu diesem Tal gebracht, was 'n bisschen vor der Stadt liegt. Und das ist, glaub ich, auch der größte Swing und das größte Bungee der Welt, was sie da aufgebaut haben. Und da springen halt dann wirklich im Zig-Minuten-Takt die Leute da runter und überall schreit's. Es ist ziemlich beeindruckend. Ähm, ich war wieder nur da, um Fotos zu machen. Ähm, war ziemlich krass und dann fährst du halt wieder mit diesen LKWs zurück. Sehr, sehr, sehr cool.

Auch wenn ich nicht gesprungen bin, war das 'n großes Erlebnis. Ähm, unser Mitreisender, der gesprungen ist, der hatte 'n dickes Grinsen den Rest des Tages im Gesicht. Ähm, und dann-

Ich glaub auch, dass so 'n Adrenalinkick dich echt beflügelt, ne.

Ja.

Also wenn man, wenn man so was macht und, und sich da auch überwindet, dann kriegst du, glaub ich, 'n richtigen Boost, aber ich, ähm, das ist so weit außerhalb meiner Komfortzone. Aber wirklich so weit.

Aus meiner auch, aber ich fühle, dass es, dass es, äh, beim nächsten Mal besser wird. Na ja, auf jeden Fall, dann waren wir noch da Fork Burger essen. Also es gibt so einen gehypten Burgerladen da, wo die Leute halt wirklich Stunden teilweise anstehen. Deswegen sind wir morgens zum Frühstück dahin gegangen. Da war noch nicht so viel los. Ja, war 'n okayer Burger. Ich hab den Hype jetzt nicht verstanden. Also er-- Nee, also 'n okayer Burger ist so das Deutsche für der schmeckt sehr gut, ne. Es war schon ein sehr, sehr guter Burger, aber ich hätte mich geärgert, wenn ich da hätte zwei Stunden anstehen müssen. Ähm, und am letzten Tag sind wir noch Luge gefahren. Das kannt ich schon vom letzten Mal. Ähm, das ist 'n bisschen wie 'ne Sommerrodelbahn, aber auf Steroiden. Also man fährt da auch so-

Also ihr habt's euch richtig gegeben an den letzten Tagen. Ich merk das schon.

Du fährst da quasi, äh, wirst mit 'm Lift hochgefahren, da hängen die Dinger unten dran, dann steigst du oben aus, holst das Ding da von deinem Lift und, ähm, das ist quasi, du hast 'n Griff, ne, den drückst du nach vorne, dann wirst du schneller oder ziehst nach hinten, dann wirst du langsamer, weil sich das Ding halt einfach dann auf die Straße setzt. Und da sind wir natürlich Rennen gefahren. Ähm, das ist halt einfach 'ne Betonstrecke, die ist rechts und links 'n bisschen begrenzt, aber wenn du zu schnell bist, kann schon auch mal wehtun. Ähm, und da sind wir halt Rennen gefahren, haben natürlich mit den GoPros wieder Videos gefilmt und das macht unheimlich Fun. Also das ist wirklich was für die ganze Familie. Es gibt da auch verschiedene Strecken, die man auswählen kann, eben von, ne, bis zur Schwarzen, die die schwierigste ist, bis hin zur Blauen, was die einfachste ist. Riesiger Spaß. Du wirst da mit 'm Lift hochgefahren. Also ja, Neuseeland ist, also vor allen Dingen Queenstown ist halt voll solcher Dinge.

Das, das war ziemlich cool. Ähm, abends, nee, oder am Nachmittag waren wir dann noch auf 'm Farmer's Market, also so 'n lokaler Markt, wo die Leute kommen und dann ihre Sachen, äh, verkaufen, also so leckere selbstgebackene Kuchen und Brot und was weiß ich nicht alles. Da haben wir's uns natürlich wieder gut gehen lassen. Ja, und dann war das Ganze auch schon vorbei. Dann haben wir am nächsten Tag unseren Camper morgens schnell sauber gemacht. Wir haben auch auf 'nem Campground, also wenn ich jetzt nichts gesagt hab, wo wir übernachtet haben, dann haben wir meistens direkt in dem Städtchen auf 'nem Campingplatz verbracht. Es gibt da auch nicht so viel Auswahl. Also auch in Queenstown, ähm, gibt's halt mitten in der Stadt einen Campingplatz, auf dem waren wir. Ähm, auch 'n riesiges Ding, auch rappelvoll gewesen.

Und, ähm, da kann man dann natürlich auch die ganzen Sachen buchen, aber man kann auch in die Stadt gehen, dann ist es meist 'n bisschen günstiger. Ja, Camper sauber gemacht, äh, aufgetankt und dann abgegeben. Ja, und dann sind wir zum, äh, Flughafen, sind von Queenstown zurück nach Auckland geflogen. In Auckland haben wir dann noch, ich glaube, ein oder zwei Tage Aufenthalt gehabt, haben uns extra ein super schickes Hotel genommen, ne, um noch mal quasi den, den Urlaub absch-abzuschließen. Auch die anderen sind jetzt keine Camper gewesen, so 'n bisschen doch den entbehrungsreichen Campingurlaub noch mal im schicken Hotel. Ähm, super geile Bilder gehabt und kommen ins Hotel und sind halt in so Zimmern gewesen aus den 80ern. Und während ich gesagt hab, ich bin müde, es ist mir egal, haben die anderen gesagt: „Nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, wir haben hier, wir haben hier ein tolles Hotel gebucht", und, äh, nimm dann zum Manager und der sagte: „Nee, nee, wir sind ausgebucht.

Sorry, das sind halt die Zimmer." Und wir hatten aber in Hongkong einen Manager des Hotels in Hongkong derselben Kette kennengelernt und den haben die dann angetickert und dann haben wir innerhalb 'ner halben Stunde, äh, die schicken Zimmer von den Bildern bekommen.

Ach ja, die feinen Herrschaften.

Ähm, und haben dann halt noch da, äh, wirklich entspannt, äh, übernachtet, waren da auf dem Auckland Tower, also so 'n großer Turm, wo man halt hochfahren kann mit 'm Fahrstuhl und dann haben die halt oben, äh, Glasboden. Und dann guckst du da quasi 100 Meter, also stehst quasi im Nichts und guckst nach unten. Äh, das ist nicht jedermanns Sache. Und auch da war noch 'n Food Festival.

So wie im Sears Tower in, in Chicago, oder?

Ja, oder in Shanghai gibt's auch so was, ja. Das, äh, gibt's ja mittlerweile viel. Und auch da war 'n Food Festival mit ganz vielen Food Trucks, ähm, wo wir natürlich wieder waren. Ja, und das war dann so das, das Ende unseres, äh, dreiwöchigen Neuseeland-Aufenthalts und dann ging's halt wieder zurück in 'n Flieger, ähm, von einmal wieder zurück von Auckland quasi nach Hongkong, von Hongkong nach Zürich und da haben wir uns dann alle getrennt und sind dann von Zürich, äh, quasi ich nach Portugal rüber, die anderen, äh, nach Deutschland geflogen. Und so endete quasi drei Wochen Südinsel Neuseeland. Ich muss sagen, als ich das gestern Abend vorbereitet habe, ich hab voll Bock, wieder hinzufahren.

Mhm.

Ich werde nicht wieder mit zwei Paaren fahren. Ähm

Da warst du 'n bisschen fünftes Rad, ne?

Genau, du, das, äh, alles schön, aber genau, das, das ist so 'n bisschen, äh, ein komisches Feeling manchmal. Das, das, das hat mir nicht so gefallen. Ähm, aber wahrscheinlich würd ich's, wenn sie mich fragen, wieder machen. Ich kenn mich. Aber, äh, ja, das war so manchmal 'n bisschen so das einzige, der einzige Wermutstropfen, dass die Frau halt nicht mit war, weil sie zu Hause auf die Hunde aufgepasst hat. Ja, ich hoffe, das hat euch, äh, 'n bisschen mitgenommen und Lust auf Neuseeland gemacht. Ich glaube, ich konnte das nicht ansatzweise so rüberbringen, wie das wirklich war. Das ist wirklich so ein beeindruckendes Land, ähm, was, was, also nicht umsonst steht es bei vielen auch auf der Traum- oder vielleicht auch schon Wunschliste. Ähm, wie gesagt, 2011 haben wir beide Inseln uns angeguckt. Ich würd ja eher empfehlen, so in, in drei Wochen nur eine Insel zu machen, ähm, weil das ist deutlich entspannter und schöner.

Oder fünf, sechs Wochen zu nehmen für beide Inseln. Aber, äh, wie gesagt, diese ganzen Sachen haben wir ja schon in unserem anderen Podcast, den wir auch noch mal verlinken, entsprechend, äh, ja, euch erzählt. Wenn ihr Fragen zu Neuseeland habt, dann schickt uns natürlich gerne auf jeden Fall 'ne WhatsApp-Nachricht oder 'ne E-Mail an podcast@camperstyle.de oder klickt auf unseren WhatsApp-Link, den wir unten in den Show Notes für euch gepackt haben. Eigentlich müsste Nele das sagen. Ich hab jetzt schon so viel gequatscht.

Ja, ich, äh, ehrlich gesagt war ich jetzt grade so 'n bisschen damit beschäftigt, hier über meine, ähm, Schallschutzschaumstoffwand, die ich mir immer hier aufbaue, wenn wir Podcasts aufnehmen, rauszulinsen und mir jetzt vorzustellen von, von den Erzählungen, die du da grade gemacht hast, jetzt ins, ähm, ins stürmische, regnerische Riesenherbstwetter gleich mit dem Hund 'ne Stunde gehen zu müssen und da war ich jetzt leicht abgelenkt. Also-

Verstehe.

Aber auf jeden Fall, also ich, ich hatte ja auch schon aus deinen Erzählungen, äh, privat hatt ich ja auch schon die ganze Zeit gesagt, dass mich das, ähm, total interessieren würde, Neuseeland. Nur solang wir unseren Hund haben, ähm, wird das nicht möglich sein, weil da eben die Einreisebestimmungen mit Hund, ähm, zu schwierig sind.

Ja.

Und den Hund irgendwie vier, sechs Wochen abzugeben, das kommt für uns einfach nicht infrage. Auch nicht drei Wochen. Also das ist, also muss jeder, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ähm, gibt auch Hunde, die können das gut weg, äh, wegstecken, mal irgendwie drei Wochen weg zu sein von der Familie. Unsere würde es nicht wegstecken, glaub ich. Deswegen kommt's für uns leider nicht infrage im Moment, aber, aber bis auf die letzten Tage, die du da beschrieben hast, ähm, kann ich mich da echt total reinfühlen und, und, ähm, ja, hab richtig die Bilder auch vor mir gesehen.

Das ist ja das Schöne. Wenn man halt nicht auf diesem ganzen Action-Kram steht, dann, dann fährt man halt nicht nach Queenstown, sondern fährt halt einfach noch mal, äh, ganz in den Süden, ähm, wo du auch noch mal so riesige Strände hast, ähm, riesige, weite Flächen, wo nichts ist, wo niemand ist. Das kann man natürlich als Kontrastprogramm oder Alternative auch entsprechend machen. Ähm, das bietet sich alles an.

Ja, cool. Also vielen, vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Jetzt haben wir doch wieder über 'ne Stunde gequatscht. Ähm, die ganzen Informationen zu den Campingplätzen packen wir in die Show Notes. Auch sonst, äh, Sebastian, wenn du noch was hast, was du gerne, äh, unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben möchtest, kannst du mir dann schicken. Ich mach dann alles schon mal fertig.

Ja, ansonsten, falls ihr Bock auf unseren WhatsApp-Kanal habt, wo wir jetzt angefangen haben, auch so 'n bisschen Sachen von Camper Style reinzupacken, auch da findet ihr 'n Link in den Show Notes. Ähm, abonniert ihn gern. Ihr könnt 'n bisschen interagieren mit uns, könnt da mit Emojis reagieren, leider nicht zurückschreiben. Da müsst ihr dann unseren normalen WhatsApp-Link nutzen, um uns auch was zu schreiben. Es ist eher so 'n bisschen, äh, dass ihr aufm Laufenden bleibt, was bei uns so passiert, Infos bekommt, was wir so auf Camper Style machen. Und wenn's euch nervt, dann deabonniert ihn halt auch einfach wieder. Also keine Verpflichtung dazu. Wir würden uns freuen, wenn wir 'n paar von euch da drin sehen. Also wir sehen auch nicht, wer da drin ist. Das ist alles anonym, aber wir sehen dann zumindest, dass 's 'n bisschen Interaktion gibt. Wir probieren das grade mal ein wenig aus. Ja, in diesem Sinne, ich muss jetzt zum Gelato Meetup.

Also das heißt, wir essen Eis und besprechen geschäftliche Dinge.

Ach ja, guck mal an. In der Reihenfolge auch vor allem.

Gleichzeitig.

Gut.

Es gibt hier, gibt hier eine sehr, sehr leckere, ähm, ein sehr leckeres, äh, Eisdiele, wie sagt man, ja, ein Eiscafé. Ähm, da bestellst du eine Kugel Eis und je nach Laune bekommst du zwei bis drei. Ähm, sehr, sehr leckeres handgemachtes Eis. Da geh ich jetzt mal hin.

Und ich hab grade spontan entschieden, dass ich nach dem Spaziergang mit meinem Hund noch seit 20 Jahren zum ersten Mal wieder einen Abstecher in ein lokales Solarium machen werde, um mir 'n bisschen Sonne zu holen. Ähm, wir wünschen euch auf jeden Fall ein schönes Wochenende, hoffen, dass bei euch das Wetter nicht so beschissen ist wie hier und hören uns dann allerspätestens wieder nächste Woche, vielleicht auch mal zwischendurch mit 'nem Hörer-Feedback, wenn wir's schaffen, es aufzuzeichnen. Bis dann, ihr Lieben. Tschüss.

Bis dann. Ciao, ciao.

Dir hat der Beitrag gefallen?

Dann teile ihn mit deinen Freunden!