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Reisestress vermeiden – unsere Tipps und Strategien

Episode 170 · 01:06:24

Heute sprechen wir über ein Thema, das nicht nur Camping-Einsteiger oft beschäftigt: Unruhe und Stress vor der Reise.

Wir beleuchten die Knackpunkte, die auch bei uns „alten Hasen“ immer mal wieder für Stress sorgen, und verraten euch unsere eigenen wie auch andere mögliche Strategien für eine möglichst entspannte Urlaubsvorbereitung.

Außerdem gibt’s wieder Antworten auf eure Zuschriften und eine neue Rubrik mit unseren persönlichen Tipps, dieses Mal etwas abseits vom Campingthema.

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute geht's um Reisestress und vor allem auch, wie man ihn vermeiden kann.

Bevor wir ins Thema einsteigen, noch ein bisschen Hörer-Feedback, das wir beantworten wollen. Wir haben uns nämlich vorgenommen, das jetzt immer 'n bisschen zeitnäher, ähm, uns vorzuknöpfen und wir haben am Ende jeder Folge künftig eine neue Rubrik mit unseren persönlichen Tipps und da soll's nicht nur um das Thema Camping gehen, weil wir sind ja nicht nur Camper, sondern interessieren uns auch für ganz viele andere Sachen. Und da wollen wir euch eben immer so'n paar, ja, 'n paar Dinge mitgeben, die uns irgendwie grade interessieren oder Freude machen. Das kann also von Büchern über Apps, über Podcasts, über Serien, Dokus, alles Mögliche sein. Also wenn euch das interessiert, dann bleibt auf jeden Fall bis zum Ende dran.

Ja, und starten will ich mit dem ersten Feedback. Das kommt vom Thorsten und Thorsten steht jetzt mal stellvertretend für noch drei, vier andere, die uns, äh, geschrieben haben. Und zwar ging es um das Thema noch mal Maut in Frankreich. Ich hatte in der letzten Folge da kurz drauf hingewiesen, dass das, äh, Thema an sich grade bei uns ein wenig hochkocht in den, äh, sozialen Netzwerken und auch bei uns auf der Seite es sehr viele Besucher hat. Und zwar baut Frankreich sein Mautsystem um. Das noch mal kurz zusammengefasst. Also das heißt, die, die klassischen Mautstationen, an denen man anhalten muss, irgendwie mit irgend'nem Zahlungsmittel bezahlen muss oder halt mit 'ner vielleicht so 'ner kleinen Mautbox auch durchfahren kann, die sollen alle nach und nach wegfallen und es soll 'n elektronisches System kommen. Und, ähm, ich hatte da in dem Zusammenhang auch Bib and Go angesprochen, dass das eine sinnvolle Geschichte ist und es haben uns einige Hörer und Hörerinnen noch mal drauf hingewiesen und auch Leser und Leserinnen, dass, ähm, Bib and Go beschränkt ist auf drei Meter Höhe.

Das heißt, wenn euer Fahrzeug und das gilt ja für 'ne ganze Menge Wohnmobile vor allen Dingen, dass die höher sind. Wenn euer Fahrzeug höher ist, dann könnt ihr nicht die Bib and Go Box benutzen. Dann müsst ihr quasi auf 'ne Alternative ausweichen. Da würd ich jetzt aus der kalten heraus Maut1 zum Beispiel empfehlen oder auch Toll-Tickets, weil wir mit den beiden da gute Erfahrungen haben. Und, ähm, das also noch mal zur Klarstellung. Also danke Thorsten und danke auch an alle anderen stellvertretend, die uns auch zu dem Thema geschrieben haben.

Ja, und dann, ähm, hat sich noch die Monika bei uns gemeldet mit 'ner ganz lieben Mail. Sie schreibt: „Hallo ihr zwei, wir sind seit über 35 Jahren Camper mit Gespann und seit zwei Jahren im Womo. Immer öfter nutz ich euren Podcast und lausche mal rein. Übrigens sind wir auch Sachsen-Zwickauer." Also das ging in Richtung Sebastian. „Ich finde eure Sendung sehr unterhaltsam. Auch als Urgestein der Camperwelt gibt es immer wieder was zu entdecken. Warum schreib ich euch? Heute hörte ich den Beitrag zu den Rabattkarten. Über die Jahrzehnte haben wir so unsere Erfahrungen gemacht. Ich gebe euch recht, ACSI ist auf den Plätzen nicht mehr so verbreitet. Grade in Kroatien ist es fast verschwunden. Auch interpretiert man den Rabatt sehr blumig", also auf den Campingplätzen.

„Außerdem konnten wir oft mit der normalen ADAC-Mitgliedskarte fünf oder zehn Prozent Ermäßigung erhalten." Und jetzt kommt das ganz Spannende daran: „Es gibt aber noch eine Rabattmöglichkeit bei einer Mitgliedschaft im deutschen FKK-Verein, dem DFK e.V. Für 63 Euro Jahresmitgliedschaft als Familie erhält man in den deutschen und europäischen FKK-Campingplatzen, Vereinsgeländen fünf bis zehn Prozent Rabatt. Die Mitgliedskarte kann an der Rezeption statt Ausweis hinterlegt werden. Wir haben als FKK-Anhänger damit stets gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht könnt ihr diese Info noch verwerten. Dann liebe Grüße aus Zwickau, die Monika." Ja, vielen Dank Monika für den super Tipp. Wir sind grade tatsächlich dran, schon eine neue FKK-Folge zu planen.

Da hatte ich, äh, zufällig gestern mit 'n paar Leuten gesprochen, die wir da möglicherweise als Gäste uns einladen und dann werden wir da auch diesen Tipp noch mal mitnehmen. Der ist dann sicherlich auch für die Zielgruppe, die diese Folge hören wird, noch mal sehr interessant.

Ja, und natürlich auch Grüße zurück nach Zwickau oder an die Zwickauer. Ich weiß, du hast nicht geschrieben, ob ihr noch in Zwickau lebt, aber, ähm, auf jeden Fall Grüße gehen raus und natürlich auch an alle anderen. Und, äh, ja, für alle, die's nicht wissen, ich bin quasi gebürtiger Zwickauer, komm da aus der Gegend und es ist lustig, dass wir durch den Podcast auch immer wieder Kontakt dann zu Leuten bekommen, die eben in meiner alten Heimat, äh, angesiedelt sind. Ja, vielen Dank für das Feedback und, ähm, da unsere FKK-Folge auch mit dem, mit dem Ersterlebnis von Nele immer wieder für viel Erheiterung sorgt. Also ich kann euch nur empfehlen, da mal reinzuhören. Ähm, es ist nicht nur superspannend, sondern auch superlustig. Ähm, da die so erfolgreich war, haben wir also uns auch entschieden, da noch mal auch ein, nix, kein zweiter Teil, sondern eine, eine nächste Folge zu dem Thema zu machen.

Ja, und dann hat uns noch ein weiteres Feedback, äh, erreicht von Kea. Ich weiß nicht, ob du ein, ein Er oder eine Sie bist. Ist auch eigentlich völlig egal. Und, äh, ja, du, sie schreibt: „Hallo ihr Lieben, ich höre seit einigen Folgen euren Podcast und hole auch immer ein paar der älteren Ausgaben nach. Vielen Dank für die Inspiration. Zur aktuellen Folge muss ich mich einmal kurz melden. Bitte tut euch den Gefallen und ruht euch aus, wenn ihr krank seid. Ja, die Hustenanfälle sind rausgeschnitten. Das schwere Atmen und das nach Luft Japsen, Klammern, vermutlich direkt vor dem Schnitt, hört sich für mich trotzdem immer ganz schlimm an. Es ehrt euch, dass, äh, ihr Content bieten möchtet, aber euch zu leiden zu hören macht auch keine Freude. Dann lieber eine kurze Info, dass es bald gesund weitergeht. Gute Besserung, Kea aus dem Wohnmobil in Nordholland." Vielen Dank dafür auf jeden Fall und d-damit hast du absolut recht.

Und, äh, wir haben auch für uns entschieden, dass wir euch auch so'n bisschen mehr hinter die Kulissen gucken lassen und euch 'n bisschen mehr quasi auch nicht nur Campingthemen bieten, sondern euch einfach auch Backgroundwissen geben und es ist eigentlich ein ganz guter Punkt. Ähm, ich bin tatsächlich ein großer Verfechter Der Meinung, wenn man krank ist, gehört man nicht unbedingt ins Bett, aber zumindest, äh, irgendwo ruhig gestellt und, äh, gehört in den Modus, dass man sich erholt und man sollte nicht arbeiten. Und ich bin da auch wirklich hinterher, nicht nur bei mir, sondern auch bei meinen Angestellten, ähm, das, äh, quasi zu leben. Warum haben wir oder vor allen Dingen in dem Moment ich trotzdem 'ne Folge aufgenommen? Na ja, das ist ganz einfach 'ne Abwägung. Ähm, und auch da so'n bisschen Hintergrundinformation: Wenn wir jede Woche eine Folge veröffentlichen, vor allen Dingen auch bei Spotify, das ist so unsere größte Plattform, auf der wir publizieren.

Wenn wir das tun, dann belohnt uns die Plattform durch ein relativ gutes Ranking und damit einen steten Strom an, an neuen Hörern. Lassen wir mal 'ne Woche ausfallen, dann, ähm, in Anführungszeichen bestraft uns die Plattform und, äh, der stete Strom wird weniger. Und das ist der Grund, warum wir versuchen, jede Woche 'ne Folge zu machen. Wir können jetzt sagen: „Hey, wir machen das ausschließlich für euch." Ja, das ist auch 'n Grund. Wir wollten halt auch was, was bieten, aber wir machen's 'n Teil auch ganz bewusst, um eben die, ich sag mal, Vorteile, die uns dieser Algorithmus bietet, ja, ähm, auch mitzunehmen. Und deswegen hatte ich mich hingesetzt und 'ne Folge gemacht. Eigentlich wollte ich tatsächlich auch nur fünf Minuten was, was erzählen und bin dann irgendwie ins Labern gekommen. Und die Japser, wodurch sind die gekommen?

Ich hatte danach überhaupt keine Bock mehr auf den Schnitt und hab den tatsächlich relativ schnell runtergerissen und war dann irgendwann müde und dachte: „Komm, dann lässt du jetzt einfach die meisten Sachen drin." Und das ist der Grund. Aber im Grunde genommen hast du völlig recht. Beim nächsten Mal versuchen wir uns da zusammenzureißen und nur ganz minimal was vielleicht sogar mit'm Handy aufzunehmen und, äh, uns einfach noch mehr zu schonen. Aber wie gesagt, auch da wichtig: Das ist bei uns 'ne bewusste Entscheidung gewesen. Ansonsten hab ich die Tage sehr viel im Bett beziehungsweise auf der Terrasse verbracht.

Ja, und da sind jetzt natürlich auch so'n paar ungünstige Faktoren zusammengekommen. Du hattest es ja, glaub ich, in der letzten Folge auch angesprochen. Ähm, ich war bei einem Videodreh mit einer relativ großen Produktionsfirma für 'nen Kunden, wo wir als quasi Schauspieler, äh, mein Mann und ich agieren mussten und eigentlich war ein Drehtag angesetzt und am Ende waren's dann dreieinhalb. Das heißt, bei mir hat sich komplett in der letzten Woche alles verschoben und ich konnte dann also auch nicht einspringen, um den Sebastian zu unterstützen. Aber nächstes Mal, äh, denk ich, werden wir da mehr drauf achten und wie Kia auch vorgeschlagen hat, einfach dann 'ne kurze Info machen, sagen: „Sorry, Leute, wir schaffen's heute einfach nicht." Und dann wieder beim nächsten Mal, wenn wir wieder atmen können und Zeit haben, wieder in Ruhe was aufzunehmen.

Das war ja der Plan. Es hat halt nur nicht hingehauen.

Ja, genau. Und, ähm, ja, das, das Thema unterwegs sein ist jetzt auch schon 'n ganz gutes Stichwort. Ähm, ich muss mich im Voraus bei euch entschuldigen. Wir stehen hier gerade mit dem Wohnwagen auf 'nem Bauernhof und im Hintergrund, äh, sind grade so'n paar Geräusche zu hören. Ich weiß nicht, ob man's in der Aufnahme auch mitbekommt. Also es gibt hier Hähne und Hühner, es gibt Ziegen, freilaufende, ähm, und die melden sich auch entsprechend zu Wort teilweise. Heute Morgen haben die Ziegenböcke miteinander gekämpft wie die Verrückten. Ähm, und es kann eben also sein, dass wir jetzt mal zwischendurch Landmaschinen hören oder dass wir Tiere hören. Aber ich denk, das gehört ja auch zum Camperleben so'n bisschen dazu.

Ja, ich glaub, dafür brauchen wir uns auch nicht entschuldigen. Also zum einen ist's tatsächlich ja so, die Mikrofone, die wir verwenden, filtern relativ viel diese Nebengeräusche raus. Das ist ganz spannend. Ich hab hier jetzt sogar festgestellt, wir haben hier für ganz schlimme Temperaturen, also wenn's über die 40 Grad geht, hab ich hier so'n kleines mobiles Klimagerät laufen, was mittlerweile über 'nen, 'ne Power Station und Solar, äh, quasi funktioniert. Und wenn ich das anhabe, die Dinger sind ja recht laut und es steht direkt neben mir, hört man das trotzdem auf den Aufnahmen so gut wie nicht, weil das die Mikrofontechnik hier das halt wirklich rausfiltert. Das ist ziemlich abgefahren. Ähm, und ansonsten, wo genau seid ihr denn jetzt dann auf'm Bauernhof? In welcher Region?

Wir sind in Passau grade. Ähm, und zwar lustigerweise, dieser Bauernhof ist schon eigentlich in der Stadt, aber so relativ abgelegen und sehr idyllisch. Also wir haben hier total grün um uns und sind aber mit'm Auto in zehn Minuten in der Altstadt. Und wir sind hier, weil wir jetzt noch mal 'n paar Tage mit den Leuten von der Produktionsfirma aus der letzten Woche verbringen wollten, weil wir die einfach so wahnsinnig nett fanden und uns so gut verstanden haben. Und da haben wir gestern auch schon 'n bisschen Coworking mit denen gemacht und ist auch immer spannend, halt mit kreativen Leuten einfach sich auszutauschen. Ja, und haben uns die Stadt angeschaut. Also große Empfehlung, wenn ihr irgendwo hier in der Region Niederbayern seid und Passau noch nicht kennt. Ich war wirklich überrascht. Ich hatte ehrlich gesagt gar keine Vorstellung davon, aber es ist eine wunderschöne Stadt mit ganz viel Leben und 'ner ganz besonderen Atmosphäre durch die drei Flüsse, die hier zusammenlaufen.

Ähm, sehr, ja, also man merkt so die, die Geschichte der Stadt natürlich, die, die Geschichte der Kirche auch, die ist lei-leider oder für viele auch spannenderweise gar nicht zu übersehen. Es sind also wahnsinnige Monumentalbauten, die einen fast erschlagen, wenn man davor steht. Aber 'n sehr schönes Leben hier, viele Studenten, viel Kultur und definitiv auch 'n Ort, wo man mal mehrere Tage schön verbringen kann. Und wir sind hier auf einem Bauernhof, der nennt sich auch bei Google Maps Stellplatz am Bauernhof und wirklich, wie gesagt, super zentral gelegen und, und verkehrsgünstig. Also da kann man wirklich mal 'n paar Tage Urlaub machen.

Und ich nehme an, wir verlinken auch den Stellplatz in unseren Show Notes, weil wir ja Besserung gelobt haben und ab sofort quasi auch die Empfehlungen, die wir da haben, entsprechend auch mit verlinken. Das heißt, wenn jemand in Passau da auch am Bauernhof stehen möchte, dann findet ihr in den Show Notes entsprechend auch den, den Stellplatz dann verlinkt.

Und dann auch gerne schöne Grüße von uns sagen. Das sind ja auch wahnsinnig nette Leute. 'N ganz, ganz junger Ähm, ja, der Sohn wahrscheinlich von den Eigentümern, ganz junger Typ, der ist hauptberuflich Kabarettist und ist unheimlich, ja, wie soll ich sagen, dynamisch und hat hier das Ganze mit dem Stellplatz aufgezogen, weil er das einfach cool fand. Also wie gesagt, schöne, schöne Gegend und schöner Stellplatz. Aber das soll's jetzt auch gewesen sein, äh, von Passau. Dann fangen wir mal an mit unserem eigentlichen Thema Reisestress, den ich ja jetzt auch doch wieder so'n bisschen bekommen habe, weil's unsere erste Fahrt dieses Jahr mit dem neuen Wohnwagen war, wo wir jetzt länger unterwegs sind. Insgesamt so gute drei Wochen wahrscheinlich. Da gab's natürlich wieder 'ne Menge Vorbereitungen zu erledigen.

Ja, und ich bin auf das Thema gekommen, weil ich tatsächlich, kennt ihr dieses, dieses, dieses Grummeln im Bauch, wenn's so die Reise jetzt ansteht, diese aufkeimende Nervosität so? Dies, dieses Gefühl hatte ich letztens wieder. Ich war ja, bevor ich, äh, krank war in Deutschland, ähm, hatte ja von da auch 'n Podcast aufgenommen und war auf 'ner Konferenz, hab meine Eltern besucht und, äh, 'n paar geschäftliche Termine erledigt. Und ich hatte da so am Tag der Abreise festgestellt, dieses Grummeln ist plötzlich wieder da, dieses, dieses in der Magengegend. Und, ähm, das kannte ich eigentlich nicht mehr, weil vor Corona bin ich unheimlich viel gereist. Also nicht nur, ähm, im Camper, sondern auch generell hatte ich unheimlich viele Termine und bin kreuz und quer und, äh, im Monat teilweise zweimal geflogen und war dann ganz froh, als Corona kam und 'n Großteil sich einfach auf Videokonferenzen, äh, verschoben hat und bin da auch ganz dankbar drüber.

Und gleichzeitig ist sozusagen mit dem Wegfallen des Reisens, ähm, natürlich die Routine weggefallen und ich hatte jetzt wieder dieses Grummeln im Bauch. Und, und da hatte ich mir überlegt: Mensch, da hast du eigentlich früher mal, als du das die ersten Male bewusst wahrgenommen hast, haben wir mal viele Ideen uns ausgearbeitet und auch mal drauf geschaut, wo kommt das her, was können wir tun? Und da war die Idee: Mensch, vielleicht haben auch andere Menschen das Problem und wir geben euch einfach mal so'n paar Tipps mit, die wir für uns so aufgebaut haben, um einfach diesen Reisestress zu verringern. Und viele dieser Tipps hatte ich nämlich auch nicht mehr befolgt, weil klar, es war ja immer 'ne Routine und die, wenn die Routine nicht mehr richtig trainiert wird, dann kommen halt die Tipps wieder, äh, quasi rein. Und ich hab dann auch kurz vorher noch mal so'n paar Sachen gemacht.

Da gehen wir jetzt gleich drauf ein und dann wurde's tatsächlich auch entspannter.

Ja, vielleicht mal, wenn wir mal allgemein 'n Blick drauf werfen, was löst eigentlich so 'nen Reisestress oder ich nenn's auch gerne Reisefieber, weil für mich fühlt sich das immer so kribbelig und so, ähm, so ja aufregend an. Ähm, was löst das eigentlich aus? Und wenn wir mal so in uns reinhören, also bei mir ist es eigentlich so 'ne allgemeine Vorfreude und Aufregung, weil's wieder losgeht, gemischt mit, ähm, ja, so den Sorgen, irgendwas Wichtiges zu vergessen, grade wenn's so die erste Reise des Jahres ist oder wenn's auch 'n, 'ne größere Reise ist, wie zum Beispiel nach Mexiko, wo wir einfach auch nicht alles, ähm, bekau..., bekommen, kaufen können, ähm, was wir hier so verwenden, auch an technischem Equipment et cetera.

Und dann natürlich immer so diese Torschlusspanik: Am letzten Tag hab ich irgendwas zu Hause vergessen vorzubereiten. Also, ähm, gibt's ja immer noch ganz viele Dinge, Pflanzen gießen, Nachbarn informieren, Schlüssel abgeben, putzen, äh, Waschmaschine abstellen und so weiter, ähm, Wasser abdrehen, keine Ahnung, Kühlschrank abtauen, wenn man lange unterwegs ist, was eben so alles zu erledigen ist. Und das sind eigentlich bei mir in erster Linie die, die Kombinationen aus den verschiedenen Aufregungsfaktoren. Ich kenn aber auch ganz viele Leute, die noch ganz andere, sehr diffuse Ängste haben, wie zum Beispiel Flugangst oder so 'ner generellen Angst vor Unbekannten oder vor Ländern, deren Sprache man nicht spricht. Dann gibt's auch Leute, die, die sich Sorgen machen, dass ihnen was passiert, dass sie 'n Unfall haben oder eben jetzt speziell im Campingbereich vor dem Fahren mit diesem großen, vielleicht noch etwas ungewohnten Fahrzeug, was man eventuell jetzt auch über'n ganzen Winter nicht mehr in der Hand hatte.

Grade auch Gespannfahrten sind ja 'n bisschen anders als mit 'nem, ähm, PKW oder auch mit 'nem größeren Fahrzeug. Und das sind so die Punkte, wo wir denken, dass wir euch die heute 'n bisschen nehmen können, indem wir euch einfach Tipps an die Hand geben, was ihr da vielleicht auch im Vorfeld vorbereiten könnt.

Und letzten Endes ist es tatsächlich oft einfach die Unsicherheit, die uns da in welcher Form auch immer quasi einen, einen Streich spielt. Ähm, und was ich da generell noch sagen kann, das ist ja also gar nicht so für 'ne Urlaubsreise, äh, sondern auch allgemein im Leben. Ähm, wir haben das auch festgestellt, wir sind ja irgendwann ins Wohnmobil gezogen, meine Frau und ich. Das heißt, wir haben unsere, wir haben entschieden, wir kündigen unsere Wohnung, wir lösen alles auf, wir schmeißen alles weg, äh, verschenken und verkaufen alles, was wir haben und ziehen quasi mit 'nem Rucksack, ähm, in, in 'n Wohnmobil. Beziehungsweise am Anfang war nicht der Plan ins Wohnmobil, sondern am Anfang wollten wir eigentlich Backpacking machen und das Wohnmobil ist dann aus Versehen in unser Leben getreten. Ist 'ne andere Geschichte. Und da waren auch ganz viele Ängste im Spiel, ne. Von, ähm, meine Frau, äh, hat 'ne Krankheitsgeschichte, ähm, die eben nicht ganz unkritisch ist, äh, über die wir uns Gedanken gemacht haben.

Ähm, und, und dann haben wir uns einfach immer überlegt: Was, was ist denn das, was wirklich schief kann? Also was kann im Worst Case passieren? Und wenn man das dann versucht, 'n bisschen unaufgeregt zu reflektieren, das macht natürlich zu zweit oder ist das noch deutlich erfolgreicher, als wenn man das so alleine macht, merkt man ganz schnell, dass viele Dinge gar nicht so schlimm sind. Man merkt vielleicht auch an einigen Stellen, dass manche Sachen sich nie 100%ig auflösen lassen, ähm, weil Leben ist nun mal auch 'n Stück weit Unsicherheit. Wir wissen nicht, was passiert, wenn wir vor die Haustüre gehen, ja. Es kann uns ein Flugzeug auf'n Kopf fallen. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber sie ist eben auch nicht null. Und- Leben lässt sich halt auch nicht immer kontrollieren. Das heißt, die Mischung sozusagen aus der Akzeptanz, dass Leben sich nicht kontrollieren lässt 100% und einer guten Vorbereitung ist eigentlich der beste Weg, äh, weniger Reisestress oder generell Stress zu haben und eben auch, mm, quasi sich zu überlegen: What could possibly go wrong?

Mein Kollege nutzt das immer ganz gerne, wenn er sagen will, hier geht gleich richtig was schief, aber generell, was sind wirklich die, die, die schlimmsten Dinge, die schiefgehen kann und die sind meistens gar nicht so schlimm.

Und wir haben auch festgestellt, dass es enorm hilft, wenn man seinen Perfektionismus so 'n bisschen runterschraubt, seinen Inneren. Und grade beim Camping oder beim Reisen mit Campingfahrzeugen, Wohnmobil, Wohnwagen, egal. Es, irgendwas geht immer schief. Egal was, auch bei uns. Darf man eigentlich gar keinem erzählen, aber wir sind zum Beispiel neulich im Stress, ähm, im Regen, sch-, schnell, schnell musste alles gehen, äh, sind wir losgefahren, ohne unser, ähm, Abreißseil anzulegen und ohne die, ähm, das Stromkabel mit dem Zugfahrzeug zu verbinden. Also Fehler passieren und irgendwas, irgendwas ist immer. Und beim Camping oder bei Wohnmobilreisen gehört's auch einfach dazu, dass man improvisieren muss.

Und wir haben wirklich irgendwann angefangen, das als Teil der Reise zu begreifen und auch als potenzielle gute Anekdote für später, weil das meistens die Sachen sind, an die man sich lange erinnert und über die man dann auch herzhaft lachen kann, wenn nicht grade irgendwas Schlimmes passiert. Und von daher, ja, also seht es, seht es einfach auch so 'n bisschen, ähm, man kann alles unterwegs irgendwie lösen, egal in welchem Land man ist. Wir hatten nie 'ne Situation, wo wir gedacht hätten: Oh Gott, äh, da ist jetzt irgendwas, ähm, schiefgegangen, wo wir vor Ort niemanden gefunden hätten, der uns eventuell helfen kann oder, ähm, was wir selber halt regeln konnten. Von daher, ähm, glaubt mir einfach, es ist alles nicht so wild, wie es vielleicht grade auch vor den ersten Reisen für euch aussieht.

Und auch wenn ihr was vergesst, könnt ihr die wichtigsten Sachen immer irgendwo kaufen, weil ihr fahrt ja nicht in die Arktis oder in die Wüste in aller Regel, sondern man ist ja in, äh, ich sag jetzt mal, in zivilisierten, äh, Städten unterwegs, wo's Supermärkte gibt, wo's sogar teilweise Campingfachhandel gibt. Und von daher ist es auch gar nicht schlimm, wenn mal was zu Hause liegen bleibt.

Und viele Dinge braucht man eigentlich sowieso nicht. Die sind zwar sicherlich komfortabel und schön, aber nicht lebensnotwendig. Und da kommen wir eigentlich zu den Sachen, die wirklich lebensnotwendig sind und die wirklich den meisten Stress verhindern. Macht euch Checklisten für das, was, was für euch wichtig ist. Das kann 'ne Checkliste sein, was ihr alles mitnehmen müsst, wo man dann eben mit den wichtigen Dingen einfach anfängt. Ja, Medikamente, Dokumente, Zahlungsmittel, Tickets und Vouchers und so 'ne Geschichten. Damit hat man eigentlich schon das Allerwichtigste aus meiner Sicht erst mal, äh, quasi aufm, aufm Schirm. Und dann eben die Sachen, die, äh, auch wichtig sind, aber nicht ganz so lebenswichtig. Da kann man sich auch verschiedene Checklisten machen. Das Schöne ist ja an den Checklisten, die kann man auch immer wieder verwenden, weil jeden Urlaub, den man außerhalb der EU verbringt, muss auf die Checkliste: Ich brauch 'n Reisepass, ne.

Innerhalb der EU reicht's, wenn ich 'n Personalausweis mitnehme und vielleicht, dass ich auch draufschreibe, wann die ablaufen und mir vielleicht auch zum Beispiel, wenn ich regelmäßig reise, ähm, Termine setze, den rich... regelmäßig oder rechtzeitig zu verlängern. Wir haben, äh, wie nutzen wir das zum Beispiel? Vielleicht auch da mal konkretere Tipps. Ähm, wir nutzen 'ne App, die, also wir meine ich, meine Frau und ich, die nennt sich Todoist. Die kann man kostenlos benutzen, die kann man auch bezahlen. Und warum nutzen wir die? Ganz einfach, weil die 'n Integration mit Alexa hat. Also wir haben, ich hoffe, sie springt jetzt nicht an. Wir haben hier im Haus und auch im Wohnmobil, ähm, diese kleinen Amazon Echos, die quasi ja auf Spracheingabe hören. Das heißt so nicht, dass ihr die nehmen musst und ich brauch, also, ne, wir brauchen jetzt auch kein Feedback, die sagen: „Oh, Datenschutz, bla." Ist uns alles bewusst. Wer das nicht nutzen will, nutzt nicht und wer's nutzen will, nutzt es.

Ich find's super spannend. Ich kann halt einfach den Namen der Assistentin, äh, sagen, den ich jetzt nicht sagen möchte, weil dann springt sie an und sage: „Bitte setze, ähm, meine Medikamente auf meine Reiseliste für Deutschland." Ja, oder setze das auf die Einkaufsliste oder setze das auf was auch immer für 'ne Liste. So haben wir verschiedene Listen und wir können quasi per Sprache immer wenn's uns einfällt, das darauf setzen und wir können parallel eben auch aufm Handy, aufm Tablet, aufm Rechner überall auf die Listen zugreifen, um sie entsprechend zu pflegen, abzuhaken und so weiter und so fort. Und das ist eigentlich unser Dreh- und Angelpunkt für Checklisten im Haus. Die teilen wir auch untereinander, das ist vielleicht noch so der letzte Punkt. Das heißt, meine Frau und ich können da jeweils drauf zugreifen und, ähm, die miteinander synchronisieren und wir nutzen das zum Beispiel auch für unsere täglichen oder für wöchentliche Einkäufe.

Ja, da, ne, wenn, wenn ich, äh, feststelle, ähm, keine Ahnung, Zucker ist alle, dann sage ich: „Assistentin", also ich sag den Namen wieder nicht, äh, „bitte setze Zucker auf die Einkaufsliste" und dann setzt sie halt Zucker auf die Einkaufsliste und wenn ich im Supermarkt bin, sehe ich, wir brauchen auf jeden Fall Zucker.

Ja, und wir machen's ähnlich, aber ganz oldschool, nämlich von Hand, auch mit 'ner Checklisten-App. Ähm, ich nutz dafür Taskito, der Halil hat wieder 'ne andere. Also wir haben die jetzt untereinander nicht synchronisiert, ist aber praktischer, wenn man das tut. Ähm, und bei der Gelegenheit möcht ich euch auch noch mal darauf aufmerksam machen, dass wir etliche Checklisten auch schon für euch kostenlos vorbereitet haben, äh, bei uns im Magazin auf camper-style.de. Die würd ich euch auch noch mal verlinken. Da gibt's zum Beispiel 'ne Packliste für den Campingurlaub. Es gibt auch 'ne Erstausstattungsliste, die ist aber dann eher dafür geeignet, ähm, wenn ihr euer Fahrzeug neu habt, dass ihr dann euch halt die Grundausstattung zulegt. Aber es gibt wie gesagt auch 'ne Packliste. Es gibt 'ne Checkliste für vor der Abfahrt, welche Handgriffe da in welcher Reihenfolge wichtig sind, damit wir euch das Ganze so 'n bisschen erleichtern.

Steht da eigentlich auch drin, Nele, dass man das Stromkabel anschließen muss?

Ähm, ich kann dich leider gerade ganz schlecht verstehen, Sebastian. Ja, und es steht tatsächlich drin, aber natürlich nutzen wir unsere eigenen Checklisten nicht, ähm, weil wir eigentlich immer denken, wir sind schon total fit in diesen Sachen. Dann haben wir 'ne Checkliste für, ähm, Reisen mit Kind, für Reisen mit Hund. Es gibt 'ne Checkliste für Mietwohnmobile. Also was muss ich beim Mieten alles beachten? Und ich würde euch auf jeden Fall auch empfehlen, euch, ähm, 'ne Checkliste für die To-dos zu Hause anzulegen. Das haben wir natürlich jetzt nicht für euch vorbereitet. Das ist zu individuell, wo dann eben so Sachen drinstehen, die ich vorhin genannt hatte: Strom abschalten, Kühlschrank ausräumen et cetera.

Macht man das heute wirklich noch? Strom abschalten, Kühlschrank ausräumen und abtauen?

Also wir machen's so, dass wir tatsächlich alle Elektrogeräte ausschalten komplett. Ähm, also mit diesen, ähm, entweder ausstecken oder mit den Mehrfachsteckdosen, die 'nen Ein-Aus-Schalter haben, damit nicht irgendwelche Verbraucher halt Strom ziehen. Das machen wir aber jedes Mal, wenn wir aus'm Haus gehen, nicht nur für Urlaub. Und Kühlschrank räumen wir immer komplett aus. Bei längeren Abwesenheiten taue ich auch die Truhe ab. Das hat den Hintergrund, dass in meiner alten Wohnung es einmal Stromausfall gab und dann meine Freundin Samila, die in der Zwischenzeit auf die Wohnung bisschen aufpasste, äh, literweise, ähm, also ich mach's jetzt nicht so explizit, aber es ist Fleisch abgetaut und hat sich dann in der Küche verbreitet und, äh, Samila ist zwar nicht Vegetarierin, aber tut sich mit solchen Sachen extrem schwer und durfte dann meine Wohnung putzen und das war einfach widerlich.

Und deswegen gucken wir halt, dass solche Sachen nicht mehr in, in der Truhe sind, wenn wir wegfahren, sondern nur noch Geschichten wie Gemüse und so weiter, was halt dann, wenn's abtaut, na ja gut. Aber das würd ich tatsächlich empfehlen.

Da fällt mir noch 'n guter Tipp ein, den ich grad auf Twitter gelesen habe. Für, für die Menschen unter uns, die sich, äh, nach der Abfahrt fragen: „Hab ich den Herd ausgemacht?" Und tatsächlich wieder zurückfahren müssen, weil sie halt wirklich das sich nicht mehr erinnern und, ähm, da sehr exzessiv das nachgucken müssen. Macht da einfach 'n Foto, wenn ihr das Haus verlasst, ne. Das Gleiche gilt für irgendwelche zugedrehten Wasserhähne und Sonstiges. Fotografiert die Dinge einfach, d-, äh, und dann habt ihr den Fotobeweis und dann könnt ihr euch sparen, eben noch mal umzudrehen und, und noch mal zu gucken, weil das ist ja so der Klassiker, ne. Haben wir den Herd ausgemacht?

Ja.

Und, ähm, es geht gar nicht darum, das Foto zu haben, aber es geht darum, sozusagen noch mal bewusst sich mit der Sache auseinandergesetzt zu haben. Ähm, wird dann schwierig, wenn ich die Routine habe und das wieder unbewusst passiert, aber auch dann hab ich ja Gott sei Dank noch das Foto. Also das kann da auch noch mal helfen. Und wichtig ist auch, immer mal wieder die Checklisten rauszuholen, auch wenn man routiniert ist. Und das, ihr seht's ja selber, Ninilo und Hanil sind ja nicht das erste Mal campen gewesen und auch mir ist es schon passiert, dass ich mit angeschlossenem Stromkabel losgefahren bin. Es gibt schwache Momente, die man einfach hat. Würde man sich allerdings darauf trainieren, die Checkliste halt immer wieder zu benutzen, bis sie wirklich absolut sitzt, dann wird es nicht passieren. Aber das ist natürlich 'n, 'n langer Weg, bis sozusagen eine Checkliste abarbeiten so sitzt, dass ich sie im Schlaf machen kann.

Braucht's halt, ich glaube, mindestens 1.000 Wiederholungen und na ja, da ist halt noch 'n bisschen was zu tun.

Also viele unserer Checklisten könnt ihr euch auch ausdrucken. Die liegen, ähm, im PDF-Format vor und dann könnt ihr euch die auch einfach mitnehmen und mal ins Fahrzeug legen.

Und wenn ihr eine bei uns seht, die noch nicht zum Ausdrucken ist, dann gebt uns da gern 'n Feedback. Ihr könnt überall unten kommentieren auf all unseren Seiten und dann holen wir das noch nach. Manchmal haben wir eine vergessen.

Sag's jetzt wieder, weil ich das dann wieder machen muss.

Das weniger, aber wir haben's ja uns als Wunsch aufgeschrieben, dass wir auch alle Checklisten noch mal möglichst als PDF zur Verfügung stellen, wenn wir das da vergessen haben.

Ist auch wirklich praktisch. Okay, dann hatte ich ja vorhin angesprochen das Thema, dass viele Leute Ängste haben, mit großem Gespann unterwegs zu sein. Und ich merke teilweise, dass es häufig Frauen sind, die irgendwie Vorbehalte oder Berührungsängste haben. Ähm, ich weiß nicht genau, warum das so ist, weil Frauen ja generell sehr sichere Fahrerinnen sind und viel weniger schwere Unfälle produzieren als Männer.

Aber sie trainieren's weniger. Sie fahren seltener und daher kommt die Unsicherheit. Es fehlt einfach häufig das Training. Nicht immer, es gibt auch viele Frauen, die viel fahren, aber da meistens der Mann fährt und ich beobachte das auch bei uns. Ich hab halt einfach Bock zu fahren und meiner Frau ist das egal, ne. Deswegen sag ich, ich fahr auch und sie sagt: „Jo, ist, ist in Ordnung." Aber was dann automatisch passiert, dass das Fahrtraining halt fehlt. Das ist halt genau einer der wichtigsten Punkte. Das heißt, fahrt halt häufiger.

Ja.

Ähm, auch wenn ihr vielleicht nicht unbedingt Lust drauf habt, das macht's auf jeden Fall besser. Training, üben, fahren.

Und da würd ich auch wirklich empfehlen, mal selbst wenn ihr schon 'n bisschen Routine habt, 'n Fahrtraining zu buchen. Da gibt's ganz tolle Angebote über verschiedene Organisationen. Wir haben beim ADAC mal eins gemacht. Ähm, das hilft euch einfach, mehr Routine im Umgang mit eurem Fahrzeug zu bekommen, das Fahrzeug oder überhaupt große Fahrzeuge besser kennenzulernen, zu merken, wie die reagieren, wie ist der Kurvenradius, wie ist das Bremsverhalten. Und ich finde, dass einem das 'ne gewisse Ruhe gibt, wenn man auch weiß, wie man sich in kritischen Situationen am besten verhalten sollte. Und wenn ihr das vielleicht zeitlich jetzt vor der Reise nicht mehr unterbringt oder, ähm, das nicht machen möchtet, aus welchen Gründen auch immer, dann würd ich euch dringend raten, mal auf irgend 'nem großen Supermarktparkplatz, wenn der abends frei ist, 'n bisschen zu üben, mal engere, weitere Kurven zu fahren.

Ähm, da kann man jetzt natürlich keine riesigen Beschleunigungs- und Bremsmanöver durchführen, aber es hilft auf jeden Fall auch, 'n Gespür für sein eigenes Fahrzeug zu bekommen.

Und auch wenn ihr euch Sorgen macht, dass euch vielleicht unterwegs übel wird, gibt's ja auch Kandidaten. Ich bin auch so einer, wenn ich hinten im Fahrzeug sitze oder lese. Äh, außer ich bin Fahrer, dann kann ich lesen. Aber nein, das natürlich, äh, sollte man natürlich nicht.

Sag so was nicht. Viele Leute verstehen keine Ironie. Dann kriegen wir wieder Zuschriften.

Das stimmt, weil sie sehen mich ja nicht dabei. Also ist aber tatsächlich so: Würde ich beim Fahren lesen, wär's kein Problem. Sitze ich daneben auf 'm Beifahrersitz oder gar hinten und lese-

Ja

Dann wird mir sofort übel. Ähm, wenn ihr da, ähm, anfällig für seid, dann auch da zum einen Training kann helfen, also viel fahren, vielleicht nicht so viel lesen, aber, ähm, auch Medikamente gibt's dafür, ne? Es gibt Vomex oder auch so Reisekaugummis und Ähnliches und eben auch, äh, de-den Blick auf den Horizont zum Beispiel richten. Das kann da auf jeden Fall helfen. Und es ist 'ne ganz starke Kopfsache. Wenn ihr euch drauf konzentriert, wird's auch schlimmer werden. Das, das hab ich auch für mich gelernt. Wir haben da 'ne lustige Anekdote: Ich war auch immer seekrank eigentlich mein Leben lang. Das heißt, Bootfahren mit bisschen Schaukeln und ich hab eigentlich recht zuverlässig die Fische gefüttert. Und wir waren irgendwann, weiß nicht, 2016, 2017 in Dubai und, und haben Freunde besucht und die haben halt 'ne, wollten uns überraschen, haben 'ne Jacht gemietet für uns und, äh, sind dann zusammen mit 'ner Jacht raus und es war der völlige Horror für mich.

Und auch die Freundin von 'nem Kumpel, die mit war, hat sich mit mir zusammen dann wunderbar reingesteigert, ähm, und, und es ging so weit, sie hat's noch 'n bisschen mehr, äh, übertrieben als ich und es ging jetzt so weit, dass wir halt nicht mitfahren wollten. Da hat meine Frau, schlau wie sie ist, gesagt, sie hat hier noch so richtig krasse, äh, äh, LMAA-Tabletten. Ich weiß gar nicht, wie ich das auf Deutsch sage. Also du, das ist, ist, äh, nicht jugendfreies Wort, aber quasi Tabletten, die einen so 'n bisschen gleichgültig machen, ne. So Reisetabletten, wo sie sagt, das sind richtige Burner. Damit schafft ihr das. Und dann hat sie uns jeweils so zwei Tabletten gegeben. Die haben wir genommen und, und es war eine wunderbare Fahrt und es war nicht übel. Wir sind, wir sind ins Meer gesprungen. Wir hatten den Spaß unseres Lebens. Und ich muss dann immer wissen, was meine Frau, also ne, ich musste halt wissen, was meine Frau mir gegeben hat und hab sie dann abends gefragt und, ähm, sie hat mir halt 'n Antihist oder hat uns 'n Antihistaminika gegeben.

Also es heißt halt einfach ein, ähm, Antiallergikum, also sprich ein Placebo.

Na ja, 'n Placebo ist es aber nicht, weil ja auch 'n Antihistaminikum quasi den Körper 'n Stück weit runterfährt.

Ja, es war 'n pflanzliches.

Ach so.

Es war 'n pflanzliches. Das machte tatsächlich nicht viel. Und, ähm, und da ist mir aber etwas bewusst geworden, dass es tatsächlich sehr stark in meinem Kopf abgeht und ich konnte dann auch eben noch mal mir angucken, was da passiert ist und wir haben uns da zu zweit natürlich reingesteigert. Und seitdem ist das Thema, äh, Übelkeit auf Booten bei mir weg, weil ich, weil ich mich gar nicht da reinsteigere. Ähm, das, das kriegt man ja gar nicht so mit. Das ist mir dann erst im Nachhinein halt wirklich bewusst geworden und seitdem hab ich damit kein Problem. Im Auto ist es noch 'n Thema. Ich will nicht sagen, dass das nur im Kopf passiert, ne. Da gibt's auch durchaus ja körperliche Vorgänge, dass das Gehirn, äh, sagt, äh, durch die Augen: „Hey, wir bewegen uns gar nicht", während das, das Ohr eben, das Gleichgewichtsorgan sagt: „Doch, wir bewegen uns" oder andersrum und das sorgt halt für diese Übelkeit. Aber ganz viel passiert in eurem Kopf und wenn ihr euch natürlich drauf konzentriert, weil ihr die Angst schon habt, dann ist das der, die Garantie dafür, dass es halt auch gleich richtig schlimm wird.

Und da können Tabletten helfen, aber eben auch ein bisschen ein Bewusstsein schaffen, sich also damit au-auseinanderzusetzen.

Ja, werd ich auch mal für mich beherzigen. Ich bin ja auch so 'ne Kandidatin. Ähm, ich geh noch mal ganz kurz zurück zum Fahrzeug. Ähm, auch das aus eigener Erfahrung. Bitte checkt mal rechtzeitig vor der Reise, ob eure HU noch gültig ist, also im Volksmund TÜV-Plakette genannt, ob die Reifen okay sind, ob die nicht zu sehr runtergefahren sind, ob irgendwie 'ne Beschädigung da ist, ob auch alle Geräte im Innenraum funktionieren. Das vermeidet nämlich dann Panikattacken am Vortag oder am Tag der Abreise. Wir haben nämlich dann auch schon mal gemerkt, dass unsere TÜV-Plakette abgelaufen war beim letzten Wohnwagen. Und dann muss natürlich alles ganz schnell gehen, was dann den Reisebeginn extrem verzögert. Und so 'nen Stress kann man sich wirklich sparen, indem man sich das auch auf so 'ne Checkliste setzt und sich mal vornimmt, so zwei Wochen vorher mal das Fahrzeug anzugucken und dann kann man auch noch reagieren, ähm, und kann dann entspannt in den Urlaub starten.

Also ich würd's ja 'n Monat vorher machen, nicht zwei Wochen. Weil zwei Wochen kann schon relativ knapp sein. Ähm, mir kommt da nämlich auch wieder 'n bisschen Fachwissen zugute. Wir hatten ja unseren oder, äh, meinen Kumpel Heinz schon mal hier, der ja seines, äh, oder seines Werkens nach Kfz-Mechaniker ist. Das heißt, der in 'ner Werkstatt arbeitet und, äh, der hat regelmäßig jetzt grad zu Ferienbeginn davon berichtet, dass da jeden Tag mehrere Kunden ankamen, gesagt haben: „Hier, wir brauchen jetzt noch TÜV." „Ja, okay, bis wann?" „Ja, jetzt." „Also heute. Warum?" „Ja, weil fahren morgen in Urlaub." Ja, oder die noch schnell irgendwas repariert haben mussten. Das ist halt, ähm, das schafft nicht nur, äh, Stress bei euch und bei der Werkstatt, ähm, sondern das führt im schlimmsten Fall auch noch dazu, dass ihr entweder Termine nicht einhalten könnt, weil ich mein, wenn ihr 'n Campingplatz gebucht habt und könnt heute nicht losfahren, dann ist es halt, äh, schon schwierig in der Hauptsaison.

Oder ihr müsst eben mit 'nem Auto losfahren, was vielleicht im schlimmsten Fall nicht richtig verkehrssicher ist. Also, ähm, worst case. Deswegen 'n Monat vorher habt ihr genügend Zeit. Das kann man sich wunderbar, äh, mit 'ner, mit 'nem Kalendereintrag machen. Vielleicht brauchen wir mal noch so 'ne Checkliste, was man macht, wenn man seinen Urlaub gebucht hat. Also das heißt tatsächlich 'n Termin setzen, das Auto zu checken, 'n Termin setzen, noch mal die Dinge zu checken. Das können wir uns ja mal mitnehmen, Nele, als, als Gedanke noch mal. Man, man kann das Planungsthema natürlich auch immer übertreiben, ja, und völlig, völlig, äh, in den Wahnsinn, äh, sozusagen treiben. Dann sind wir wieder beim Perfektionismus, das macht auch keinen Sinn, aber halt manche Sachen, die einfach viel Stress bedeuten, ähm, sind auf jeden Fall sinnvoll, wenn man sie plant.

Gleiches Thema ist übrigens auch bei der Beladung. Also wenn ihr jetzt Neu-Camper seid und zum ersten Mal in den Urlaub startet, dann würd ich auf jeden Fall vorher mal 'ne Probebeladung machen, weil die vielen Stauräume in den Fahrzeugen verleiten ja oft darf, dazu, dass man die komplett vollstopft. Und dann fährt man im schlimmsten Fall am Tag der Abreise noch auf die Waage, wenn man's quasi richtig machen will und nicht überladen, äh, unterwegs sein möchte und hat dann aber das Problem, wenn man wirklich überladen, äh, dasteht, dann muss ich ja wieder zurückfahren nach Hause, muss wieder ausladen, weil in den allermeisten Ländern, wenn man eben mit 'nem zu schweren Gespann oder Fahrzeug erwischt wird, dann heißt es vor Ort und Stelle ausladen, weil du sonst nicht weiterfahren darfst neben der Strafe und Der Fahrunsicherheit, die das Ganze mit sich bringt.

Und da würd ich auf jeden Fall dazu raten, mal irgendwie auch so 'n paar Wochen vorher mal grob die Sachen einzupacken, die man mitnehmen will. Da muss jetzt nicht jede Unterhose dabei sein, aber zumindest das schwere Equipment mal reinzuladen, bisschen Klamotten reinzuladen und dann entspannt auf 'ne Waage zu fahren und dann seid ihr eben auf der relativ sicheren Seite für den Abreisetag und könnt dann ohne Angst und ohne noch irgendwo 'ne Waage einzuschieben, los, äh, losrennen, wollt ich schon sagen, losfahren.

Und wie immer bei allen Tipps gilt: Ihr macht das, was ihr für euch richtig haltet. Wir schreiben euch nicht vor, was zu tun ist. Ich sag das vor allen Dingen Hinblick auf die nächsten Tipps. Die mögen dem einen oder anderen bisschen viel vorkommen. Das ist aber tatsächlich 'ne, 'ne, 'ne Frage der, der eigenen Person. Jeder ist da ja so völlig anders gestrickt und manche Menschen brauchen da sehr, sehr viel Struktur und andere können oder haben auch gelernt, sehr viel flexibler auf Dinge, auf Dinge einzugehen. Und, äh, das noch mal als vorab für die gleich die nächsten Tipps, die kommen.

Ja, also auch wenn euch das jetzt vielleicht 'n bisschen perfektionistisch erscheint, wir sind ja sehr spontan unterwegs und wir schmeißen auch unsere Pläne immer tausendmal um. Aber nichtsdestoweniger sind das die Schritte, die wir auch vorher machen oder gemacht haben, ähm, wenn wir auch länger unterwegs waren. Ähm, da geht's zum Beispiel auch darum, mal 'ne Route grob vorzuplanen. Das machen wir normalerweise über Google Maps und, äh, Via Michelin. Das ist 'ne Webseite, wo man auch den Fahrzeugtyp eingeben kann und dann mal so grob, ähm, Zeiten, Maut, Fähren und so was, ähm, sich mitberechnen lassen, Benzinkosten. Wir haben festgestellt, dass es nicht wirklich hinkommt. Das ist eigentlich immer mehr, aber man hat zumindest schon mal so 'ne grobe Hausnummer. Und bei Google Maps gucken wir uns einfach an, wie lang ist die Gesamtstrecke, die wir ungefähr zurücklegen möchten.

Und dann suchen wir schon mal je nach Strecke immer so nach 5, 600 Kilometern Übernachtungsmöglichkeiten. Ob wir die dann ansteuern oder nicht, ist völlig egal, aber wir haben 'ne grobe Richtung. Und wir haben einfach festgestellt, dass für uns persönlich sehr lange Tagesetappen anstrengend und kacke sind. Also wir haben da keinen Bock drauf. Wir, wir möchten lieber entspannt ankommen. Wir haben auch den Vorteil, dass wir natürlich meistens mehr Zeit haben als 'n normaler Jahresurlauber sozusagen. Aber ich würd euch trotzdem empfehlen, die einzelnen Etappen nicht zu lang zu halten und nicht vielleicht in einer Nacht mit einem Fahrer von, äh, Norddeutschland bis Kroatien durchzupesen, weil man einfach das Fahren mit größeren Reisemobilen oder Gespannen nicht mit 'nem PKW vergleichen kann.

Also es ist anstrengender aus meiner Sicht und wir haben jetzt wirklich, ich schätz mal 70.000 Wohnwagenkilometer drauf. Man wird viel schneller unkonzentriert. Man muss mehr gucken, dass, äh, die Fahrzeuge in 'ner Spur bleiben, weil die einfach auch schwerer und höher sind und windanfälliger damit. Und ja, also ich, wie gesagt, bei uns sind's immer so fünf, maximal 600 Kilometer. Es werden auch schon mal mehr, aber dann haben wir da auch schon ungefähr 'ne Perspektive, wo wir 'n Zwischenhalt machen können. Und ihr könnt dann ja immer, wenn ihr nicht müde seid und noch fit seid, einfach länger fahren und noch mal schauen, was ihr unterwegs findet. Aber ja, i-ihr kommt einfach entspannter an und könnt auch den ersten Urlaubstag schon genießen, ähm, wenn ihr vielleicht 'ne Zwischenübernachtung mehr macht.

Und wenn ihr jetzt noch nicht wisst, was für 'n Typ, äh, ihr seid, also, ne, für 'n Fahrtyp, also wie viel ihr planen müsst, dann beobachtet euch doch einfach 'n bisschen aktiv mal bei der nächsten, bei der nächsten Reise. Macht es auch wenn ihr zusammenfahrt, äh, mit eurem Partner gemeinsam oder mit der Partnerin, dass dass ihr so 'n bisschen guckt: Wann seid ihr gestresst? Was stresst euch noch? Was sind die Punkte, die ihr vielleicht besser organisieren müsst? Und was sind die Sachen, die schon völlig gut organisiert sind? Hm, wir haben früher, als wir angefangen haben mit, äh, Wohnmobil zu reisen, auch extrem viel geplant und mittlerweile mach ich das gar nicht mehr. Also wenn ich, wenn ich unterwegs bin, dann weiß ich zwar grob, wo ich hin möchte. Also Beispiel: Ich möchte von hier von Portugal nach Deutschland fahren und weiß ich grob, okay, keine Ahnung, ich muss nach Zwickau oder nach Bremen. Und dann weiß ich natürlich durch die jahrelange Erfahrung auch, weil wir die Strecke schon 'n paar Mal gefahren sind, weiß ich natürlich grob, ne, ich muss irgendwie mitten durch Spanien durch.

Ich muss dann mitten durch Frankreich und dann weiß ich auch schon so 'n bisschen, hab ich Bock Mautstrecke zu fahren oder hab ich, äh, oder anders hab ich, äh, Bock Maut frei zu fahren, weil das ja eher anstrengender ist oder hab ich Bock oder will ich lieber Maut fahren. Und, ähm, danach hab ich natürlich auch schon einen groben Plan im Kopf und das reicht mir. Da muss ich nicht viel gucken. Es ist dann tatsächlich so, wenn ich merk, ich w-werd jetzt langsam müde oder hab keine Lust mehr zu fahren, dann guck ich halt grad: Was ist der nächste Stellplatz? Und bei 'ner neuen Strecke würd ich mir vermutlich auch, wie Nele das sagt, mal grob angucken, was da passiert. Äh, grade ein, ein schönes Beispiel ist, wenn man Portugal-Deutschland fährt und so 'n bisschen in den Norden fährt Richtung Bremen. Dann sagt das Navi: „Fahr mal durch Fran..., äh, durch Paris. Das ist wunderschön." Ja und, äh, das ist eine der dümmsten Ideen, die man haben kann. Wir haben das schon mal aus Versehen quasi gemacht, weil wir nicht drauf geachtet haben und dann stehst halt in Paris irgendwie sechs Stunden im Stau.

Ähm, da ist halt sinnvoll, einmal kurz die, die Route sich anzugucken und dann sieht man schon: Oh, guck mal, wir fahren durch, äh, eine Millionenstadt. Ist vielleicht nicht die beste Idee. Lass mal gucken, wie wir außen rumfahren können. Also das, das reicht ja manchmal schon, um Stress zu vermeiden.

Ja und, ähm, dann ist es halt auch immer sinnvoll einzukalkulieren, dass unvorhergesehene Sachen unterwegs passieren. Je länger die Strecke, desto höher ist die statistische Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo Stau, Unfall, äh, Umleitungen gibt, die man vielleicht nicht eingeplant hatte. Und um da dann nicht so in den Stress zu kommen weil man vielleicht vor 18 Uhr am Campingplatz einchecken muss, ist es einfach schön, wenn man 'ne Zwischenübernachtung zumindest mal einkalkuliert. Und wenn man dann 'n bisschen eher dran ist kann man ja auch in der Nähe noch mal übernachten wenn's noch keinen Platz, äh, für einen aufm Stellplatz reser-- oder aufm Campingplatz reserviert gibt. Und Was von mir auch noch 'n ganz wichtiger Tipp ist: Ich würde immer auch sehr frühzeitig mein Navi oder die Navigations-App, die ich dann brauche, einrichten.

Weil erfahrungsgemäß ist es dann häufig am Tag der Abreise so, dass man eh schon irgendwie so 'n bisschen hibbelig ist und dann klappt immer irgendwas nicht, dann, dann findet man die Zahlfunktion nicht oder, ähm, man muss noch 'n Update machen. Und wenn man das halt frühzeitig mal so nebenbei am Abend macht, mal die neuen Karten runterlädt, mal guckt, ob die Lizenz noch gültig ist, ähm, ob die Verkehrsmeldungen noch aktuell sind oder ob man da wieder was verlängern muss im Abo. Da gibt's ja diese verschiedensten Möglichkeiten in den Navigationsgeräten, aber auch in den Apps, sich Zusatzmodule zu buchen, die sehr hilfreich sind. Wir haben zum Beispiel jetzt festgestellt, dass unsere Karte irgendwie veraltet ist bei unserer Sygic-App und haben dann, ich hab dann während der Fahrt, also Halil ist natürlich gefahren, versucht, irgendwie die, die neuen Karten zu buchen und das hat dann alles nicht funktioniert und dann war ich wütend und wollt wieder alles ausm Fenster werfen.

Also das könnt ihr euch ersparen, wenn ihr einfach das Ganze rechtzeitig euch anguckt. Die Sygic-App zum Beispiel empfehlen wir ja immer, die ist sehr praktisch, aber auch da muss man mal 'n Update vornehmen. Und wenn ihr 'n Gerät habt, was 'ne Internetverbindung braucht oder wenn ihr irgendwie euch Gedanken macht, dass ihr vielleicht in Regionen unterwegs seid, wo das Netz schlecht ist oder wo vielleicht auch GPS nicht so gut funktioniert, kann ja grade mal in den Bergen auch passieren, dann würde ich immer, wenn die Möglichkeit besteht, mir die Karten für 'ne Off-offline Nutzung runterzuladen. Das ist dann immer noch besser, als wenn man ganz ohne dasteht. Und die guten alten Straßenkarten, ähm, die schaden auch nicht, wenn man da noch mal eine mit an Bord hat für den absoluten Notfall.

Haben wir, glaub ich, seitdem wir unterwegs sind nicht mehr. Das war das Erste, was wir aus dem Womo damals rausgeräumt haben, sind die analogen Straßenkarten. Es liegt aber auch daran, dass wir extrem digital aufgestellt sind und letzten Endes eigentlich auch immer irgendwie 'n Internet haben. Wenn, wenn ihr da nicht so, ich sag mal, online affin seid, dann kann natürlich ein, eine Printvariante durchaus noch sein, seine Vorteile haben. Aber auch da, ne, wie immer gilt, es ist keine Vorschrift, es ist ein, ein Tipp und ihr macht damit, was für euch sinnvoll ist. Generell aber was 'ne sinnvolle Geschichte ist, sich auch im Vorfeld noch mal, grad wenn ihr auf 'n Campingtrip geht und vielleicht in 'nem anderen Land unterwegs seid, noch mal zu überlegen: Welche Apps brauch ich denn? Ähm, in Europa ist das jetzt noch relativ easy. Also, ne, grad die großen Stellplatz-Apps, ADAC, Camping Info, Park4night, CamperContact, ähm, und, und alle anderen, die mittlerweile eine haben.

Ähm, gucken, was für euch sinnvoll ist. Vielleicht auch lieber eine mehr installieren. Auch mal gucken, wenn ihr's nicht so mit mobilem Internet und Roaming und Daten habt, dann vielleicht auch schon mal gucken, ob man's offline nutzen kann. Das, das haben einige Apps, dass man dann quasi, wie's Nele grad gesagt hat, die Karten sich runterladen kann. Und das ist sicherlich 'ne gute Vorbereitung und schafft halt einfach, also es vermeidet einfach im Falle, wenn irgendwie was schiefgeht, dass, äh, sich euer Handy im Ausland doch nicht ins Netz einwählt, aus welchen Gründen auch immer, dass ihr eben dann nicht dasteht. Und, ähm, ja, man kann nie alles verhindern, aber sich da 'n bisschen vorbereiten und auch sich selber zu kennen, ne. Wie, wie, wie leicht oder wie schwer fällt es dann einem in dem Moment? Das macht natürlich dann das aus, dass man die richtige, äh, sozusagen Planungsmenge im Vorfeld, äh, beherzigt.

Ich bin ja eher so 'n Chaot und würde immer alles, äh, laufen lassen. Mein Mann ist sehr strukturiert und plant sehr viel und organisiert sehr viel. Aber ich hab auch für mich festgestellt, dass zum Beispiel, wenn ich jetzt viele Apps zur Verfügung habe, wo ich unterwegs schnell 'n Stellplatz suchen kann, dann ist es auch grade auch für Menschen, die eher chaotisch und unstrukturiert sind oder sehr spontan unterwegs sein möchten, 'ne große Hilfe, das auszuleben, weil ich dann eben die Möglichkeit habe, meine Pläne unterwegs umzuschmeißen und eben nicht in Lyon, sondern vielleicht erst in Montpellier 'nen Zwischenstopp zu machen und dann auch noch auf die Schnelle 'nen Platz zu finden. Also Vorbereitung hilft auch, dass man dann später einfacher improvisieren kann.

Wie hat mir mal jemand gesagt: Nur wer einen Plan hat, kann davon abweichen. Und das trifft eigentlich ganz gut. Es ist sinnvoll, 'n Plan zu haben, weil ihr schafft einfach auch Freiheit. Das ist auch so 'n, so 'ne Erkenntnis, die wir hatten, um, um frei zu sein, braucht es Struktur. Also das heißt, wenn du eben 'ne Planung machst, egal in welcher Form, für uns war das auch viel eben, die, den, die Arbeit zu planen, ne. Wenn du halt 24/7 unterwegs bist, musst du dir bewusst sein, wenn du sieben Stunden fährst, ist das wie sieben Stunden arbeiten oder sogar wie neun Stunden arbeiten, weil Fahren anstrengend ist. Und wenn man das alles plant, kann man viel freier hantieren und gleichzeitig ist es aber auch wichtig zu erkennen, wann ich vom Plan abweichen muss, ne. Wenn du halt geplant hast, äh, in Montpellier zu übernachten und da ist aber alles voll und du fährst trotzdem noch fünf Stunden rum, um einen Platz zu finden, dann ist das vielleicht nicht so ideal.

Hättest du entschieden, einfach noch mal 50 Kilometer weiterzufahren außerhalb, würdest du vielleicht 'n Stellplatz finden. Das meint's eigentlich. Also das heißt, 'n Plan zu haben, aber auch zu entscheiden, wann es sinnvoll ist, vom Plan abzuweichen und nicht darauf zu beharren, weil auch das, das sture Bleiben bei einem Plan kann unheimlich viel Stress, ähm, auslösen, weil ihr habt halt auf einige Dinge im Leben einfach keinen Einfluss. Ihr könnt manche Dinge im Leben ändern und andere nicht, ne. Und wir können jetzt noch mal 'n Abreißkalender mit Sprüchen aufmachen.

Ich wollt grad sagen, einmal fünf Euro ins Phrasenschwein, bitte.

Aber wenn, wenn ihr's sozusagen schafft zu erkenn-, erkennen auch, welche Dinge ihr nicht ändern könnt, dann spart euch das halt auch einfach Stress, weil die kann man dann eben, da sucht man sich 'ne Alternative. Und die Dinge, die man ändern kann, die kann man halt entsprechend ändern.

Es ist schwer für mich, 'ne Überleitung zu finden. Ich mach jetzt einfach ganz plump. Was man ändern kann, ist, sich auch vor 'ner Reise schon mal zu überlegen, was ich alles mit in die Fahrerkabine oder ins Zugfahrzeug nehme. Mir spiel jetzt spontan ein Kleingeld für Maut und natürlich Kreditkarten und solche Geschichten, die dann zur Hand sein sollten. Für mich immer ganz wichtig auch kleinere Snacks für zwischendurch, dass man nicht bei jedem kleinen Hüngerchen, äh, direkt anhalten muss, weil ich brauch halt regelmäßig Energiezufuhr. Weiß nicht, ob's anderen Leuten auch so geht. Getränke natürlich und immer wichtig, grade wenn man auch von Apps abhängig ist, ähm, für die Navigation oder Ähnliches, sich 'n Handykabel, Ladekabel oder 'ne Powerbank mit reinzulegen. Klei-Kleingeld für Maut hat den Hintergrund, dass in manchen Ländern an den Mautstationen eben keine Karten akzeptiert werden oder nur an bestimmten und man fährt aus Versehen mal in die falsche Spur und es gibt halt nix Ekligeres, als wenn man dann an 'ner Mautstation, wo schon gefühlt 300 Autos hinter einem ungeduldig warten und dann teilweise anfangen, auch schon zu hupen, aussteigen muss, womöglich rangieren muss in 'ne andere Spur oder irgendwie anderweitig die Bezahlung organisieren muss.

Deswegen würd ich euch da empfehlen, immer vorbereitet zu sein und natürlich euch generell rechtzeitig auch über die Maut- und Vignettenregelungen zu informieren. Also Konten einrichten, digital oder schon mal 'ne Vignette bestellen, weil die manchmal 'n bisschen dauert, bis sie ankommt oder gültig ist. Hab ich jetzt zum Beispiel in Österreich grade gelesen, dass die digitale Vignette erst 18 Tage nach dem Kauf gültig wird, weil's da 'ne gesetzliche Widerrufsfrist gibt.

Aber kann man die nicht auch abkürzen? Es gibt ja immer die Möglichkeit, 'n Haken zu setzen und zu sagen, man verzichtet drauf. Aber das's 'ne andere Geschichte. Was ich sagen wollte, ähm, bei uns liegt in jedem Auto entweder im Getränkehalter oder in 'nem irgend'nem Handschuhfach in 'nem kleinen Kästchen liegt immer Kleingeld, also so ein Euro, zwei Euro, äh, Münzen, 50 Cent Mützen, Münzen, nicht Mützen. Das hat den Vorteil zum einen, du bist für so 'ne Mautgeschichten immer vorbereitet, du bist im Notfall im Parkhaus vorbereitet, du hast immer 'ne Münze für 'n Einkaufswagen dabei. Und, ähm, ich hasse das mittlerweile, wenn ich Mietwagen fahre, weil da gibt es diese nette Vorrichtung, dass Kleingeld drin liegt eben nicht. Und dann steh ich jedes Mal irgendwo vorm Supermarkt und denk mir: „Wie bezahlst du denn jetzt diesen blöden Einkaufswagen? Wo kriegst du jetzt 'n Euro her?" Weil ansonsten hab ich generell halt eigentlich so gut wie nie Bargeld dabei, maximal 'n Schein, weil ich halt alles mit Karte zahle.

Also, ähm, das kann ein, ein, ein Segen sein mit dieser Kleingeldgeschichte, aber auch wenn man dann eben plötzlich 'n Mietwagen hat, ein Fluch. Aber generell entstresst das auch viele Dinge bei uns, seitdem wir einfach Kleingeld im Auto immer liegen haben. Und ist vielleicht für manchen oder manche, ne ich hör jetzt schon einige, wie sie sagen: „Alter, das ist doch kein Tipp, das hat doch jeder." Ich hatt es früher nicht und, äh, alles ist für jeden irgendwann neu und es gibt, glaub ich, ganz viele Menschen da draußen, die das einfach bis jetzt noch nicht aufm Schirm haben und für die, äh, war das jetzt 'n wichtiger Tipp und die anderen sagen halt: „Das mach ich doch schon immer." Ja, okay, dann ist vielleicht der nächste Tipp was für dich.

Wir standen auch schon ohne Bargeld an Mautstationen.

Siehste.

Also, ne, kann, kann jedem passieren.

Und noch 'n wichtiger Stressor, also das, das kommt auch immer 'n bisschen aufs Fahrzeug an. Ähm, 'ne Mautbox, weil grad das Thema ja hoch und runterspielen, weil's, weil's halt einfach spannend ist und weil wir die auch selber grade testen. 'Ne Mautbox kann eben auch Stress vermeiden, weil da weißt du relativ genau, also klar, die erste Einfahrt mit so 'ner Mautbox in so 'ne Schranke ist so 'n bisschen hibbelig, weil du weißt nicht, macht's jetzt piep und geht die Schranke auf oder fahr ich die Schranke um. Bis jetzt hat's immer funktioniert, aber danach ist halt stressfrei, weil du weißt, du musst, äh, durch die speziellen, äh, Einfahrten durch und dann brauchst du aber kein Geld, keine Kreditkarte, kein nichts. Du fährst halt einfach durch und es funktioniert. Also das kann auch unheimlich viel Stress sparen. Natürlich, man kauft sich diesen Komfort wieder mit 'n bisschen Kosten, ne, weil zumindest kostet so 'ne Mautbox 'ne Grundgebühr. Ähm, aber das muss jeder für sich selber entscheiden, ob und wie viel ihm sozusagen Komfort wert ist.

Na ja, und die Wartezeiten entfallen halt auch. Neben dem Stressfaktor Kleingeld, Kartenzahlung, was auch immer, ähm, hast du halt auch in der Regel weniger Wartezeit als an den, äh, klassischen Mautstellen.

Ja, wenn nicht, äh, kilometerlanger Stau schon vorher ist, dann auf jeden Fall. Das stimmt.

Ja, und beim Thema Maut, ähm, kommen mir auch noch mal Umweltzonen in den Kopf. Da gibt's ja auch europaweit ganz unterschiedliche Regelungen und ich hatte jetzt insbesondere Frankreich so 'n bisschen aufm Schirm, weil da eben die Umweltzonenregelung relativ komplex ist, auch in verschiedenen Regionen, teilweise in Städten, teilweise aber auch auf Autobahnabschnitten. Und bitte informiert euch da vorher und guckt mal, ob ihr wie in Frankreich zum Beispiel 'ne entsprechende Plakette besorgen müsst, die dann ja auch wieder mindestens 'n paar Tage, wenn nicht länger in Anspruch nimmt, bis sie bei euch ist. Genauso wie andere Vorschriften, zum Beispiel die toter Winkel-Aufkleber für Frankreich, die Angle Mort oder Ladungssicherungswahntafeln für Spanien, ich glaub Portugal auch und Italien.

Also guckt einfach insgesamt so 'n bisschen auf die Bestimmungen und Vorschriften in den einzelnen Ländern. Da haben wir auch jetzt mal 'n paar aufgelistet für euch. Sebastian, magst du mal mit vortragen?

Ja, also bei manchen Ländern, also innerhalb der EU ist ja, dürft ihr ja im Grunde relativ alles mitnehmen, was ihr wollt, aber in manche Länder, äh, die eben, ähm, besondere Regeln haben, grade für Haustiere und manchmal auch für Alkohol, Zigaretten, dass ihr euch da schlau macht, manchmal auch Kaffee ist 'n Thema. Guckt auch, wie viel dürft ihr fahren? Ist ja grade für, für größere Fahrzeuge und Gespanne 'ne wichtige Geschichte, ja. Was ist erlaubt, was nicht? Abreißseil ist 'n Thema, wo ihr drauf achten solltet.

Ja, also beim Abreißseil, wenn ich da mal kurz einhaken darf, ähm, ist es ja so, dass-

Lustiges Wortspiel.

In ja, genau, buchstäblich einhaken. Ähm, ist ja so, dass in Deutschland das toleriert wird in aller Regel, wenn man es einfach über die Anhängekupplung wirft. In anderen Ländern wie den Niederlanden oder, ähm, auch der Schweiz ist es nicht gestattet. Da müsst ihr anderen Regelungen folgen, da muss es anderweitig befestigt werden an der Anhängekupplung. Gibt's auch bei uns, ähm, 'nen Ratgeber dazu. Findet ihr aber auch, äh, Infos beim ADAC und bei, ähm, beim niederländischen ADAC Pendant, würd ich mal sagen. Die haben da auch 'ne sehr schöne Beschreibung mit 'ner Zeichnung.

Stichwort Hollandöse im, im Volksmund.

Stichwort Hollandöse, genau.

Ja, ansonsten guckt auch auf Warnweste, Rettungsdecke, ähm, Ersatzlämpchen. Es gibt in einigen Ländern, da sind oder in einigen Ländern Regeln, was vorgeschrieben ist. In manchen Ländern muss man sogar kleine Ersatzbirnchen vorhalten und mitführen. Ähm, achtet da drauf, aber achtet auch 'n bisschen drauf, da steht auch viel Mist im Internet Ähm, guckt da am besten bei den großen bekannten Seiten nach, ähm, bei den, äh, grade ADAC ist 'n Anlaufpunkt. Auch, auch CamperStyle ist sicherlich 'n Anlaufpunkt, ähm, nicht zu viel Eigenwerbung machen-

Vergleichst du uns mit 'm ADAC grade?

Nein, nein, natürlich nicht. Aber wir, wir achten halt auch drauf, dass wir die Sachen rechtlich prüfen und hinterfragen, ähm, was wir da schreiben, um eben nicht diesen urbanen Mythen aufzu-, ähm, setzen und, und Mist zu verbreiten. Äh, guckt eben auch Richtung Wildcamping: Was ist wirklich erlaubt? Was, was habt ihr vor? Ähm, auch das Übernachten zum Wiederherstellen der Fahrtüchtigkeit. Das ist eigentlich was, was es in wenigen Ländern gibt. Ähm, guckt da 'n bisschen wie die Regeln sind und beschäftigt euch da einfach mal kurz damit. Das kann euch halt einfach Stress sparen. Guckt, ob Blitzer-Apps, wenn ihr sie nutzen wollt, erlaubt sind, äh, was ihr beachten sollt. Es ist ja 'n schwieriges Thema und-

Gibt sonst teilweise sehr, sehr hohe Bußgelder. Also bis in die Tausende Euro. Lohnt sich dann nich und da kann's schon 'n Problem sein, wenn die Blitzer-App vorinstalliert ist. Also da dann im Zweifel so was einfach runterschmeißen.

Und in manchen Ländern soll's auch Rauchverbot im Auto geben und, ähm, achtet halt auch da drauf, was ihr dürft, was ihr nicht dürft. Und ansonsten ist noch ein, glaub ich, letzter wichtiger, wichtiger, wichtiger Punkt, äh, auch sicherlich sehr umstritten – die einen finden das gut, die andern nicht – aber ist den Ziel-Campingplatz vorzubuchen. Das ist natürlich grade in der Hauptreisezeit, in den Ferienzeiten je beliebter der Ort ist, wo ihr hinwollt, ne, also irgendwie Ostsee, äh, auf der Düne. Ja, würd ich auf jeden Fall Jahre vorher schon vorbuchen. Ähm, während hingegen irgendwo inmitten der Mongolei vermutlich keine Vorbuchungsfrist zu wahren ist, ja, um mal zu übertreiben. Also guckt da so 'n bisschen, was es Sinnvolles geben kann und es spart euch natürlich dann am Ort auch Stress, grad wenn ihr halt an irgend 'ne Meeresküste oder an irgend 'nen großen See wollt.

Da wird's dann halt auch schwierig, Alternativen und noch 'n freien Platz zu finden, je, je mehr Hauptsaison ist. Also das kann euch auf jeden Fall auch sehr viel Stress sparen. Legt euch natürlich aber auf der andern Seite fest.

Ja. Also ich weiß ja jeder, ähm, der uns schon länger folgt. Ich bin ja kein Freund von vorbuchen. Aber ich seh das natürlich für Leute, die grade während der Ferienzeit jetzt auch mit Kindern unterwegs sind und die halt sehr fokussiert sind auf 'nen bestimmten Platz, weil da, weil's da auch entsprechende Angebote für Kinder gibt und weil da die ganze Familie halt richtig schön urlauben kann, wo die Flexibilität nicht so groß ist bei uns. Uns ist ja meistens auch dann egal, wo wir stehen. Da seh ich das schon als wichtigen Punkt an. Und bei vielen Campingplätzen kann man auch auf 'm direkten Weg vorbuchen. Aber ich würd euch auch ans Herz legen, euch mal auf den Campingplatzportalen wie Camping Info und, äh, PinCamp umzugucken. Da gibt's auch mittlerweile ganz, ganz viele Plätze, die man dort direkt buchen kann. Und da habt ihr halt den Vorteil, dass ihr einfach mal 'ne Suche starten könnt und nicht schon wissen müsst, welcher Campingplatz es sein soll.

Und es gibt, glaub ich, mittlerweile sogar auch Verfügbarkeits-, ähm, suchen. Das heißt, ihr gebt euren Reisezeitraum ein und dann werden euch nur Plätze angezeigt sofern i..., also wenn ich da nicht falsch liege, die in der Zeit auch noch buchbar sind oder die noch Plätze haben. Und von mir auch noch mal 'n letzter Tipp, der uns sehr, sehr geholfen hat, grade weil der Halil und ich ja sehr unterschiedliche Charaktere sind und ich wie gesagt eher so 'n bisschen chaotisch und er sehr strukturiert, hat's uns sehr geholfen, uns Routinen zu entwickeln. Ähm, also jeder für sich, aber auch unsere Aufgaben ganz klar zu verteilen. Also zu wissen, wer ist dafür zuständig, bestimmte Sachen vorzubereiten? Wer ist für, ähm, für außen am Campingfahrzeug zuständig?

Wer ist für innen zuständig? Wer muss, äh, dafür sorgen, dass alle Schränke vor der Abfahrt zu sind und die Dachluken? Wer ist fürs korrekte Ankuppeln zuständig? Klammer auf ich eigentlich. Das heißt, ich hab jetzt quasi 'n Strafzettel bekommen letztes Mal. Ähm, damit ihr da dann auch die Ruhe habt, im Auto zu sitzen und zu wissen: Okay, es ist alles erledigt am und im Fahrzeug. Und dann halt auch so Sachen wie Lichtcheck und so nicht vergessen, dass man dann nicht auf der Autobahn plötzlich denkt: „Oh scheiße, geht jetzt der Blinker und das Bremslicht."

Ja, das waren unsere Tipps zum Thema Reisestress vermeiden. Wir sind schon wieder relativ weit fortgeschritten in der Zeit.

Oh ja, ich seh's.

Würd ich sagen, wir, wir gehen jetzt noch mal kurz in unsere neue Rubrik, äh, in die Tipps rein, wo wir quasi auch abseits von Camping euch zwei, drei Dinge mitgeben, die einfach grade uns begeistern und, äh, faszinieren, die wir grade nutzen. Und Nele, ich würd mal sagen, fang du doch mal an. Was sind die Themen, die du oder die Dinge, die dich da grade mitnehmen, bewegen?

Also ich hab zwei Tipps für euch, die dieses Mal gar nix mit Reisen zu tun haben. Ich bin ja 'n großer Podcast-Fan auch selber und hör auch viel so True Crime und auch 'n bisschen Klatsch-Podcasts und so was. Und ich hab jetzt vor einiger Zeit 'nen ganz tollen Podcast entdeckt, der heißt Ehrenwort. Der ist, glaub ich, noch relativ klein. Zwei super sympathische Hosts auch, ähm, also die sind 'n Pärchen, soweit ich weiß. Und die sind keine Journalisten. Ich dachte aber sehr lange, sie wären es, weil die Folgen einfach wahnsinnig gut recherchiert sind. Ich komm ja aus 'm Journalismus und viele dieser Skandale, die dort besprochen werden, die sind mir auch bekannt. Also ob das jetzt die Spiegel-Affäre ist oder, ähm, Gustl Mollath, also der Mann, der so lange in der Psychiatrie ein-eingeknastet wurde.

Also die bereiten, ähm, manchmal unterhaltsame, manchmal aber auch so 'n bisschen tragische Skandale sehr, sehr schön auf. Ähm, ich amüsier mich mit jeder Folge wahnsinnig und schreib denen auch regelmäßig, äh, weil ich die so cool finde. Also da könnt ihr mal reinhören, wenn ihr mal so was zur Unterhaltung für zwischendurch sucht. Und wenn ihr euch, ähm, auch 'n bisschen Corona-Speck abtrainieren wollt so wie ich – ich hab nämlich zehn Kilo zugelegt, ähm, seit Corona – dann kann ich euch die Gymondo-App empfehlen. Unbezahlte Werbung. Die kostet aktuell 62 Euro im Jahr. Und, ähm, da kann man sich verschiedene Programme oder Workouts buchen und ich hab eben auch viele gefunden, die sich sehr gut für unterwegs eignen, weil ihr könnt euch da aussuchen, ob ihr welche mit oder ohne Geräte machen wollt.

Und ich mach halt welche, die rein jetzt mit dem eigenen Körper und maximal 'ner, 'ner Yogamatte oder so 'ner Isomatte zu machen sind. Und das kann man auch hervorragend unterwegs so in seinen Alltag einbauen, wenn man eben 'n bisschen was für seinen Körper tun möchte.

Vielleicht da noch 'n Spar tipp: Gymondo hat meistens Anfang des Jahres und auch zum Black Friday und auch zwischendrin immer mal Sparaktionen. Da kann man die Hälfte der Jahresgebühr sparen. Ähm, dafür-

Das hättste mir mal eher sagen sollen.

Du hast mich ja nicht gefragt. Dafür müsst-- Also generell könnt ihr euch merken, alles, was gesundheitsorientiert ist, mit Rauchen aufhören und Scheidung zu tun hat, äh, am besten Anfang des Jahres buchen. Warum? Weil das die Hochzeiten sind, wo genau diese Dinge funktionieren. Vielleicht auch das noch spannende, ähm, Anekdote, warum Scheidungen? Weil Weihnachten immer die Zeit ist, wo die Menschen dann, äh, plötzlich viel Zeit miteinander verbringen und ihnen bewusst wird an, an manchen Stellen: Oh, es passt vielleicht nicht mehr. Deswegen haben die Scheidungsanwälte tatsächlich im Januar Hochkonjunktur. Äh, aber es ging ja mehr um das Thema Sport und viele Menschen nehmen sich natürlich Silvester, ja, zum Jahreswechsel vor: Jetzt änder ich alles und deswegen haben eben diese ganzen Dinge im Januar Hochkonjunktur, weshalb die Anbieter da natürlich auch mit Rabatten locken. Aber, ähm, wiese könnt ihr euch die Newsletter abonnieren und, ähm, 'n bisschen drauf achten.

Da gibt's immer mal, ähm, die Möglichkeit 50% zu sparen und ansonsten würd ich immer versuchen, da kein Jahresabo zu machen, auch wenn's günstig ist, sondern monatlich laufen zu lassen und dann wirklich die Newsletter abonnieren, um da 'n bisschen, ähm, sparen zu können. Es sei denn, die 62 Euro sind euch auch egal oder sind euch das wert, dann natürlich einfach zuschlagen. Ähm, ja, was, was hab ich grade? Also Podcast, äh, den ich grade höre oder den ich eigentlich regelmäßig seit Jahren höre, ist der Doppelgänger, äh, Podcast. Das sind, äh, zwei Jungs aus der Tech-Szene. Also einer ist Investor, der andere ist, ist Gründer, ähm, und, ähm, die unterhalten sich über halt Technikthemen. Also das heißt, ist halt sinnvoll oder spannend, wenn man 'n bisschen technikverliebt ist und sie kombinieren das eben mit, mit Invest- und Finanzgeschichten.

Also sie schauen sich eben die, die Einnahmen, Earnings, äh, also die Einnahmenberichte von großen Aktiengesellschaften an und haben da eigentlich 'n sehr schönen Mix aus, ich sag mal, äh, Technik- und Finanzboulevard, ähm, Zahlen, Hinweisen und eben auch dem, dem allgemeinen Technikleben. Das find ich halt sehr spannend. Die hör ich jede Woche zweimal. Ähm-

Das ist sehr nerdig. Ich hab auch schon reingehört. Also, ähm, ich fand's, ich, ich wollte das immer mir mal anhören, weil du das immer so empfiehlst und ich kann aber ehrlich gesagt dem Ganzen nicht so folgen, weil ich nicht so in der Szene drin bin. Aber für Leute, die, die da, äh, Spaß an den Themen haben, ist es, glaub ich, ziemlich cool.

Genau, das, das ist ja der Punkt, ne. Das ist, das muss einem schon 'n bisschen, äh, liegen, die Themen, sonst ist es sicherlich, äh, auch 'n recht langweiliges Geschäf-Geschäft. Aber ansonsten les ich grade, äh, „Wer wir sind". Ähm, das ist 'n Buch, äh, über Psychologie, also das heißt, wo man 'n bisschen mehr über sich selber erfährt. Ich find es ja generell spannend, auch an mir selbst zu arbeiten und, äh, besser zu verstehen, wie ich oder auch andere Menschen ticken. Und das, das ist eben ein Buch, was, was da hilft. Also das kann ich als Tipp durchaus empfehlen. Ähm, Reisesachen liegen ja bei mir grade nicht an. Da sind eigentlich grade Mautboxen unser Thema, mit dem wir uns beschäftigen. Also haben tun wir die schon sehr lange, aber, ähm, ich hab mich jetzt mal intensiver damit beschäftigt und gesehen, welches Angebot es da gibt und, und das find ich halt ganz spannend, weil ich's super komfortabel mittlerweile finde, einfach mit Mautbox zu reisen.

Und, äh, ja, ich glaube, das, das waren jetzt mal meine beiden Tipps, die ich, die ich aktuell habe aus meinem sozusagen Nicht-Camping-Leben für euch da draußen.

Uns würde jetzt natürlich auch interessieren, was ihr gerne hört, lest, seht. Also wie gesagt, kann alles sein. Dokus, können auch Gadgets sein. Ähm, also wir können auch Produkttipps hier einbauen, die jetzt, äh, vielleicht uns begeistern. Wir freuen uns da immer über, über neues Futter und auch Sachen, die wir vielleicht noch in unseren Alltag integrieren können. Und vielleicht ist ja auch der eine oder andere Tipp dabei, den wir dann hier auch mal vorstellen können. Also schreibt uns gern an, an podcast@camperstyle.de oder auch bei Spotify unter den Folgen könnt ihr jetzt auch immer kommentieren. Ihr wisst ja, wo ihr uns findet und natürlich abonniert uns gerne, damit ihr die nächsten Folgen nicht verpasst und lasst uns mal wissen, was vielleicht auch eure Erfahrungen mit Reisestress sind, wie ihr euch so fühlt vor der Abfahrt, während der Reise und was ihr auch für Strategien für euch entwickelt habt.

In diesem Sinne, ich hoffe, äh, ihr habt was gelernt und für euch mitgenommen und wir hören uns nächste Woche wieder. Bis dahin. Tschüss.

Tschüss.

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