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Hallo ihr Lieben, kurzer Hinweis von unserer Seite: Diese Folge wurde vor den verheerenden Unwettern in Italien aufgezeichnet. Zum aktuellen Zeitpunkt ist eine Reise in oder auch durch die betroffenen Regionen nicht empfehlenswert. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass es in ganz Italien im Moment noch zu massiven Einschränkungen kommen kann.
Wir haben uns trotzdem entschieden, die Episode als Inspiration für künftige Urlaube zu veröffentlichen. Denn auch ein touristischer Aufenthalt kann den Menschen vor Ort nach so einer Katastrophe auf jeden Fall helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Wir wünschen euch trotz der Ereignisse jetzt viel Spaß dabei.
Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Campingpodcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian. Heute geht's um schöne Reiserouten und diesmal Italien.
Wir haben wieder zu Gast unsere Podcastkollegen Nikolai und Stebo vom Nuggets, Vans- und Camper Life-Podcast. Ihr kennt die beiden wahrscheinlich schon aus der letzten Folge. Da haben wir über Schweden und Norwegen gesprochen mit dem Nikolai und heute ist quasi die Fortsetzung, die wir letztes Mal nicht mehr geschafft haben, zu Italien, wie Sebastian schon sagte. Und Stebo, ich würd dann direkt das Wort an dich übergeben, ähm, damit wir jetzt gar nicht viel Zeit verlieren, weil ich denke, es wird auch wieder 'ne längere Folge.
Ich muss noch ganz kurz zwischengrätschen, wenn ihr die beiden nicht kennt, was eigentlich nicht sein kann, aber dann habt ihr aus irgendeinem Grund die letzte Folge verpasst. Dann drückt jetzt auf Pause, sucht die letzte Folge raus und hört die erst noch mal an. Dann wisst ihr, wer hier spricht. Und jetzt übergeben wir das Wort an den Stebo.
Vielen Dank, Nele. Vielen Dank, Sebastian. Ja, erst noch mal vielen Dank, dass wir heute bei euch sein dürfen oder auch schon letztes Mal bei euch sein dürfen. Und, äh, ich find da dieses, diese Art und Weise, wie man als, als Podcaster sich so zusammentut, wirklich total klasse. Zumal Nikolai und ich ja noch nicht so lange zusammen podcasten. Ich glaube, es ist etwas mehr als ein Jahr.
Nee, es ist etwas mehr, zwei Jahre.
Äh.
Oh.
Entschuldigung. Meine Herren, huhu.
Die Zeit fliegt.
Sind wir schon so alt geworden?
Wir sind schon so alt, ja.
Meine Herren. Ja, in der letzten Folge ging's ja um die, äh, Skandinavien-Reise von Nikolai und, ähm, ja, wir, also meine Frau Trixi und ich sind, äh, einmal genau in die entgegengesetzte Richtung gefahren, nämlich nicht in den Norden, sondern in den Süden. Und, äh, ich muss auch ehrlich sagen, diese Reise ist schon ein bisschen länger her. Äh, die war nämlich schon im Jahre 2019. Aber, ähm, die ist, äh, eine ganz besondere Reise für uns gewesen, weil ich muss ganz kleins, äh, 'n kleinen Ticken ausholen, nämlich dass die erste Reise war, die wir mit unserem damaligen neuen Ford Nugget gemacht haben im Jahr 2019. Ähm, wir haben den Wagen nämlich im Frühjahr 2019 bestellt, haben ihn dann im Juni bekommen 2019 und Trixi hatte leider im Frühjahr 2019 'nen schweren Fahrradunfall.
Und so konnten wir im Prinzip das Fahrzeug eigentlich das ganze Jahr über so gut wie gar nicht richtig nutzen, weil Trixi eigentlich die ganze Zeit im Rollstuhl saß oder in der Reha war oder ja mehr oder weniger sozusagen so gehandicapt war, dass wir keine, keine große Campingreise machen konnten. Und dann war dann im, im Herbst, zu den Herbstferien 2019 war dann die Reise nach Italien die erste Reise, die erste große Reise, die wir mit unserem neuen Camper halt damals machen konnten. Und von daher war das was für uns ganz Besonderes. Und die zweite ganz besondere Sache ist die: Ich hab nämlich eine Tante, die in Italien lebt und, äh, zwar auch schon seit den frühen 1980er Jahren, ähm, und die lebt in Kalabrien.
Oh, schön.
Für diejenigen, die sich ein bisschen in Italien auskennen, äh, wissen, dass Kalabrien ganz im Süden des, äh, des italienischen Festlandes sozusagen ist, also in der Stiefelspitze, wenn man so will. Und der Ort, wo meine Tante lebt, nennt sich Campo Calabro und das ist, äh, ein Ort ganz in der Nähe von Villa San Giovanni. Und Villa San Giovanni ist für viele, die nach Sizilien reisen wollen, äh, ein ganz bekannter Ort. Nämlich von dort aus fahren die Fähren rüber über die Straße von Messina nach Messina in Sizilien. Von daher denke ich mal, wird das halt vielen, äh, bekannt vorkommen. Und ja, unsere Reise ging damals, äh, 2019 von Lüneburg, wo wir halt leben, meine Frau und ich, halt, äh, runter bis in die Stiefelspitze und das sind ja mal eben fast, äh, ich muss grad mal schauen, ja, zweieinhalbtausend, fast 2800 Kilometer sogar, in, wenn man das jetzt in einer Strecke fahren würde.
Und wir haben das natürlich verbunden mit 'ner ganzen Menge, äh, schöner Stops zwischendurch. Und, ähm, ich fang einfach mal ganz banal von vorne an. Wir haben, äh, nämlich die Fahrt von Lüneburg aus mit einem Zwischenstopp erst mal bei meiner Mutter, äh, äh, ja gemacht. Meine Mutter lebt in Neuss, da wo ich herkomme, bei Düsseldorf ist das. Und dort haben wir dann noch 'ne Familienfeier gehabt und sind von dort aus dann im Prinzip weiter in den Süden gefahren. Und, äh, damals sogar ganz nah bei Nikolai vorbei. Äh, damals kannten wir uns aber noch nicht. Wir haben nämlich unseren ersten Stopp gemacht am Gründensee. Das ist, äh, ganz in der Nähe bei Nikolai unten. Äh, vielleicht kennen das einige von euch und, äh, da gibt's also auch 'n paar sehr, sehr schöne Ecken, wo man wunderbar stehen kann. Und wir haben dort eigentlich versucht, auf einem, ja, ganz normalen Wohnmobilstellplatz für die Nacht 'n Platz zu bekommen, äh, hatten da aber leider keine Chance, weil wir schon recht spät am Tag, äh, dort abends angekommen sind und haben uns dann im Prinzip direkt am, am Gründensee auf einen, ja, ganz normalen, ja, kostenlosen Wohnmobilstellplatz gestellt, der direkt neben einem Campingplatz, äh, platziert war und haben dort, äh, den Abend verbracht und sind dann von dort aus am nächsten Morgen dann Richtung Italien weitergefahren.
Und das, äh, geht dann jetzt los mit einer Reise vom Gründensee nach Verona. Und, äh, wir haben in Verona noch, noch niemals einen, einen Aufenthalt gehabt und für diejenigen, die Verona kennen, Verona ist ja ganz berühmt für, ja für das, äh, ist das 'n Kolosseum? Kann man das Kolosseum nennen? Da wo, äh, auch die ganzen großen Opernaufführungen stattfinden in dieser schönen alten Stadt. Und, äh, das, das war einfach schon Ein tolles Erlebnis, da überhaupt hinzufahren, denn wir sind natürlich den ganzen Weg über die Brennerautobahn gefahren und das ist für diejenigen, die die Strecke kennen, also immer wieder ein Erlebnis, da den, den, die Brennerautobahn hochzufahren. Ich glaube, äh, viele, die mit 'nem, äh, mit 'nem Wohnwagen unterwegs sind, die, äh, kennen, kennen das vielleicht.
Die zuckeln da die, die Autobahn rauf und, äh, mit 'nem Wohnmobil oder mit so 'nem, mit so 'nem kleineren Wohnmobil, wie wir das fahren, den Ford Nugget, ist das schon 'n bisschen komfortabler, weil man kann da halt auch 'n bisschen, 'n bisschen mehr Gas geben und kommt dann eigentlich auch an den LKWs unheimlich schön und unheimlich schnell vorbei. Ähm, aber ich liebe diese Strecke wirklich. Ich fahr die total gerne und, äh, das ist immer wieder 'n Erlebnis, durch die, durch die Berge da durchzufahren. Wenn man dann grade, ja, über den Brenner rüber ist und dann die ganze Zeit bergab fährt, so in die italienische Tiefebene hinein. Das ist einfach immer wieder 'n total schönes Erlebnis.
Als Kind aus Bayern, ähm, das, äh, ja klassisch dann immer in den Urlaub nach Italien gefahren ist, äh, ist die Brennerautobahn eher so der, der Horrorpunkt, weil's da natürlich auch immer viel Stau gibt, was für Kinder wahnsinnig langweilig ist, aber landschaftlich auf jeden Fall sehr schön.
Ja, absolut. Also, s-ich mein, ich, so oft bin ich das natürlich mit dem Auto noch nicht gefahren. Also dadurch, dass meine Tante ja schon sehr, sehr lange in Italien lebt, äh, hab ich natürlich auch häufiger dort Urlaub gemacht, bin aber ehrlich gesagt, äh, die meisten, äh, Fahrten dorthin mit 'm Zug nach Italien gefahren, weil ich bin sehr gerne oder ich bin immer sehr gerne mit 'nem Zug unterwegs und hab in den 80er Jahren, als ich noch jünger war, äh, ist auch schon 'n paar Jahre her, natürlich sehr oft dieses, ähm, dieses Ticket benutzt. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie das hieß. Ähm, das Travelticket der Deutschen Bahn. Helft mir mal.
Ach, wie hieß das noch mal? Rail-
Rail Pass. Äh, die, die im Alter sind.
Euro Rail oder so was.
Ja, irgendwie so was in der Richtung. Man hat halt einen, einen bestimmten Betrag bezahlt und konnte dann eigentlich die ganzen Sommerferien über mit dem Zug, äh, durch Europa düsen. Und das hab ich natürlich immer, äh, total gerne genutzt und, äh, ich war ganz, ganz viele Male dort unten in Italien bei meiner Tante und mit dem Auto tatsächlich noch nicht so häufig über den Brenner gefahren. Aber ich find's trotzdem immer 'n super Erlebnis. Also es ist einfach total schön. Ja, und Verona, äh, waren wir vorher auch noch nie. Verona ist einfach eine, eine wunder-wunderschöne Stadt, äh, wie halt alle Itali, italienische, italienischen Städte, halt 'ne sehr alte Stadt mit sehr, sehr vielen alten, tollen Gebäuden. Und wir haben uns zum Beispiel in Verona noch nie so viele Kirchen angeschaut wie, äh, äh, vorher auf irgendeiner Reise. Denn, äh, in Verona gibt es, ich weiß nicht, sieben Kirchen oder acht Kirchen, die man mit einem Ticket besuchen kann.
Man zahlt also einmal einen Eintrittspreis und kann dann halt diese ganzen Kirchen sich anschauen. Und wenn ich mir so meine Fotos angucke, die ich in dem Urlaub gemacht habe, da sind so die ersten, äh, ja, die ersten 300 Fotos, äh, eigentlich nur Fotos aus Kirchen. Und, äh, ich bin jetzt nicht so 'n wahnsinnig frommer Mensch, aber diese, diese Architektur und auch wenn man sich vorstellt, wie alt diese ganzen Kirchen sind und wie die gebaut waren, das ist schon, also wahnsinnig eindrucksvoll. Und, äh, von daher hab ich da sehr, sehr viele Bilder gemacht. Und, ähm, natürlich Verona kann man sehr gut essen. Ähm, meine Frau, die wirft mir immer vor, dass ich die meisten Erinnerungen an, an unsere Reisen verbinde mit, äh, irgendwo gut gegessen zu haben. Äh, dann sag ich immer-
Das kennt man Sebastian, ne?
Ja. Und, äh, wenn's dann darum geht: „Ja, wir waren doch damals da und da. Weißt du noch? Da hab ich doch diese tolle, diese tolle Antipasta gegessen und, äh, wo diese supertollen Oliven dabei waren." Und von daher, ja gut, das, da bin ich, äh, bei uns in der Familie auch verschrien für, für das, äh, für das Ding. Also von daher, aber da steh ich zu. Also ich, äh, muss auch ehrlich sagen, ich würde in, ich glaub, in keinem Land der Welt, äh, in irgendeiner Art und Weise verhungern, auch wenn ich die Sprache des Landes nicht sprechen würde. Ich, äh, man, man unterhält sich einfach mit Händen und Füßen und wenn's ums Essen geht's, äh, gibt das auch, glaub ich, nie Probleme.
Man sagt ja, glaub ich, auch Camping geht durch den Magen, oder?
Ja, auf jeden Fall.
Ja, so ähnlich. Wie ging's dann weiter von Verona aus?
Ja, von, von Verona sind wir dann aus, äh, ich hab ja auf meiner Internetseite auch so 'ne schöne Google Map damals, äh, gebastelt. Äh, von Verona sind wir dann aus über Landstraße komplett gefahren, fast 300 Kilometer lang Richtung Lucca. Äh, Lucca ist 'n, 'n, 'n Städtchen schon in der Toskana und, äh, wenn man dort, äh, über Landstraße fährt, fährt man also wirklich durch, durch wundervolle kleine Ortschaften, durch, äh, äh, Serpentinen, teilweise durch wunderschöne Straßen, wo man eigentlich hier alle fünf Minuten anhalten könnte und, äh, Fotos machen kann. Wir haben zum Beispiel in einem Ort mal 'ne Mittagspause gemacht und haben dort, äh, mit 'nem ganz tollen Blick auf 'nem Parkplatz in ein Tal gestanden und haben dann gesehen, dass der, hier ein Baum direkt an dem, an dem Parkplatz, äh, voller Feigen hing. Und dann haben wir uns dann einfach mal 'ne richtige Handvoll Feigen, äh, dort gepflückt und haben dann da gesessen, haben Wasser getrunken, weil wir mussten ja noch Auto fahren und haben dann diese wundervollen Feigen gegessen.
Das war einfach 'n absolut tolles Erlebnis. Und, äh, wann, wann findet man in Deutschland mal so frische Feigen, die man selber vom Baum pflücken kann? Das ist, äh, schwierig.
Womit wir wieder beim Thema Essen wären.
Ja, ganz genau. Ja, das-- Und die Fotos von Lucca sind, äh, sind genauso. So, ja, Lucca ist 'ne, 'ne wirklich schöne alte Stadt. Äh, wer dort schon mal war, der weiß, dass Lucca also von einer sehr, sehr beeindruckenden alten Stadtmauer umgeben ist, über die man auch wunderbar spazieren kann. Und die ganze Stadt innen drin ist also wirklich auch supertoll erhalten. Das heißt, man hat unheimlich viele alte Gebäude, man kann sich, äh, in, in alten Hauseingängen, äh, wirklich verlieren und kann dort reinschauen und, und denkt sich: Also wirklich, hier ist die Zeit stehen geblieben. Und, äh, da natürlich auch sehr, sehr viele schöne Kirchen und ja, es ist einfach unglaublich toll. Und es gibt in Lucca gibt es einen riesengroßen Turm, den man, äh, besteigen kann. Man hat von dort oben einen wahnsinnig tollen Ausblick. Natürlich einmal über Lucca selber und um auch, äh, um die Umgebung herum, die dann schon sehr bergig ist.
Also die Toskana ist ja, ist ja relativ, äh, ja, hügelig, sagen wir mal so. Und man hat das also wirklich 'n, 'n ganz, ganz tollen Blick von oben und Lucca ist auf jeden Fall, äh, 'ne Reise wert. Jeder, der dort mal hinfahren sollte, sollte auch mal eine sehr gute Pizza essen. Da mach ich jetzt einfach mal ganz grandios Werbung für die Pizza Da Felice. Das ist 'ne, 'ne wahnsinnig tolle Pizzeria, wo man auch wirklich dann mal locker 'ne halbe Stunde anstehen muss, um dort eine richtig leckere Pizza zu essen. Ist also wirklich Grandios, grandios.
Okay, das ist auf meine Da-muss-ich-noch-hin-Liste gewonnen. Also ich hab nämlich für Google Maps alleine eine Liste nur für, für Restaurants, wo ich gern hin möchte, auf Basis solcher Empfehlungen. Ich, ich hab 'n bisschen Zweifel, dass ich das in meinem Leben noch alles schaffen werde, weil die wirklich lang ist. Aber die Pizzeria La Felice steht jetzt da auch mit drauf.
Du könntest dich jetzt spontan uns anschließen für diesen Sommer, weil wir ja auch wahrscheinlich Richtung Italien, äh, runterfahren werden. Dann könnten wir dich mitnehmen.
Jaaa, das, das klingt auf jeden Fall erst mal verlockend, aber bei meinem Terminplan jetzt die nächsten Monate wird es schwierig. Ich darf ja im Juni in Deutschland sein. Yay.
Yay. Da freut sich aber jemand.
Da fahren wir gerade los. Okay.
Fahrt ihr denn über die Toskana, Nele, oder wie ist, wie ist eure, eure Reiseplanung für Italien?
Das wäre tatsächlich der Plan. Ähm, ich hab mich ja auch deswegen so sehr auf die Folge jetzt gefreut, weil ich Italien zwar viel bereist habe mit meinen Eltern, aber eher so diese klassischen, ähm, Touristenziele. Also einmal Südtirol, was ja gefühlsmäßig nicht so richtig Italien ist für mich.
Ja.
Und dann aber eben so diese, diese Ecke Jesolo und ne, also die, die, die Ziele, wo man halt mit 'nem Kleinkind hinfährt, äh, wo man dann auch im Meer baden kann und so weiter. Aber ich wollt jetzt auf jeden Fall auch noch mal mit meinem Mann da runter, weil er kennt Italien praktisch außer Venedig noch gar nicht. Und wir wollten wirklich mal richtig runter bis in Süden. Also mehr oder weniger die Route wahrscheinlich, die ihr genommen habt. Deswegen werd ich mir jetzt da ganz viele Tipps holen von dir.
Ja. Ja, das ist einfach toll. Vor allen Dingen, äh, ich mein klar, die Toskana ist natürlich touristisch auch total, äh, stark begehrt. Also es ist im Sommer natürlich unheimlich voll da. Ähm, und ich hab noch gar nicht erzählt, wir waren ja, doch, ich hab vorhin gesagt, wir waren im Oktober unterwegs in Italien, ähm, also in den Herbstferien sozusagen. Und von daher ist es also touristisch schon 'n bisschen leerer zu der Zeit. Es war immer noch sehr viel los. Grade in der, in der Toskana hat man also doch, äh, den einen oder anderen Reisebus gesehen, wo dann, ja, die Touristen ausgekippt wurden, grade in diesen wirklichen Hotspots, wie jetzt zum Beispiel Lucca oder San Gimignano, der, der nächste Ort, wo wir dann von Lucca aus hingefahren sind. Also da ist es wirklich so, da, da gibt's halt riesengroße Parkplätze für Busse und ich möchte wirklich nicht wissen, was da im Hochsommer los ist, wie viel Tausende von Touristen da durch diese kleinen Gassen laufen, die wir also wirklich, äh, relativ leer erleben durften.
Und, äh, also grade San Gimignano ist auch wieder 'n sehr kleines Städtchen mit sehr vielen engen Gassen. Ähm, und wenn man da jetzt mit, mit Tausenden von Touristen durch diese Gassen durchgeschoben wird, also das kann ich mir auch ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen. Zumal ja auch dazu kommt, dass natürlich im Sommer, im Hochsommer dort die Temperaturen einfach deutlich höher waren, äh, oder wären als, als jetzt im Oktober. Es war immer noch sehr angenehm. Wir hatten also Temperaturen so, ja, schon zwischen 22 bis 25, 26 Grad, sag ich mal. Aber das ist grade für, für uns, wo wir, also meine Frau und ich jetzt so richtig hohe Temperaturen eh nicht so gerne mögen, eigentlich das, äh, das ideale Wohlfühlklima, äh, gewesen im, im Oktober. Äh, wer San Gimignano vielleicht schon mal gehört hat, das ist also, äh, 'ne kleine Ortschaft, die berühmt geworden ist oder bekannt geworden ist durch diese, ja, Torres heißen die.
Das sind also große Geschlechtertürme, die im Mittelalter gebaut wurden von den, ja, von den Reichen, von den, von den Herrschaften dieses Ortes. Und, äh, die haben sich also immer versucht, im, im Mittelalter zu übertrumpfen. Der, der den höheren Turm gebaut hat, hatte das meiste Geld. Das ist, glaub ich, in vielen Kulturen, äh, so gewesen. Äh, von diesen Torres stehen leider nicht mehr ganz so viele, aber grade wenn man aus der Ferne, äh, sich den Ort anschaut, kann man also schon noch 'n paar von diesen Türmen erkennen, von denen man auch viele besteigen kann und von oben dann halt auch wieder 'n unheimlich tollen Ausblick über die, über die Gegend hat. Ähm, und natürlich vor allen Dingen in der, in der Toskana wird da sehr viel Wein angebaut. Grade um die Gegend, um San Gimignano herum sind sehr, sehr viele Weingüter. Und, äh, 'ne andere Sache, für die die Gegend halt auch bekannt ist, ist der Trüffel.
Ähm, wir haben dort also ganz, ganz viele, ja, ich sag mal, Trüffelfarmen oder Trüffel-, Trüffel-, äh, Ge-Gebiete gesehen, wo, wo halt wirklich auch, äh, dann Trüffel angeboten wurde, den man dort kaufen kann, natürlich zu den entsprechenden Preisen. Ähm, ich muss auch ehrlich zugeben, ich hab noch nie, äh, 'n richtigen Trüffel gegessen und das war schon 'n Erlebnis, einfach mal diese, diese Geschmacksexplosion von so 'nem, von so 'nem Trüffel mitzubekommen. Grade wenn der so frisch gehobelt wird und dann auf 'ne, auf 'ne leckere heiße Pasta, das ist schon echt 'n tolles Erlebnis. Und, äh, was mir damals, äh, überhaupt nicht bewusst war, ist, dass, äh, es ja dort in der Ecke auch wirklich noch Trüffelschweine gibt, die dann da wirklich rumrennen und, äh, auf den Feldern den Trüffel suchen. Äh, auf der anderen Seite werden auch Schweine sehr oft geschossen in der Gegend.
Das heißt also, wir haben das einige Male in der Nacht, äh, auch sind wir durch Schüsse oder ich zumindest durch Schüsse wach geworden und hab mir dann überlegt: Ja, jetzt ist wahrscheinlich wieder ein Schwein irgendwo erlegt worden. Denn man kann in der Toskana auch sehr, sehr viel, äh, sehr, sehr gutes Fleisch, äh, grade Schinken kaufen und, ähm, das ist also wirklich da 'ne Delikatesse in der Gegend.
Ja, wenn die Schweinchen mit Trüffeln gefüttert werden, ist klar, dass das, dass das Fleisch dann schmeckt.
Genau, genau das, so ist es, ja. Also San Gimignano ist auf jeden Fall auch 'ne ganz, ganz tolle Sache. Und, ähm, eine, eine Geschichte, die wir, glaub ich, noch gar nicht angesprochen haben: Wir haben auf der gesamten Reise nach, äh, Süditalien nicht einen einzigen Campingplatz vorausgebucht. Wir haben alles, äh, spontan besucht. Ist natürlich auch der Zeit, äh, geschuldet. Das heißt also, in der, in der Zeit im Oktober sind die Campingplätze dort, äh, also auch nicht mehr überlaufen. Wir haben, äh, sehr viele Stellplätze besucht, die, äh, ja, eigentlich in Italien sehr, sehr gut verfügbar sind und auch zu der Zeit auch wirklich leer waren. Das heißt, die, die Ausstattung der Plätze ist manchmal sehr rudimentär. Entweder befinden die sich an 'ner, 'ner stark befahrenen Straße oder an 'ner Eisenbahnlinie. Es gibt meistens auch nur, ja, rudimentäre, äh, sanitäre Anlagen, wenn überhaupt 'ne Toilette da ist.
Ähm, es gibt aber meistens immer Entsorgungsstationen. Das ist immer sehr, sehr klasse. Nicola hat ja im letzten Podcast schon erklärt oder erzählt, dass wir im Ford Nugget ja sehr eingeschränkt, äh, auch 'ne Wasserverfügbarkeit haben. Das heißt, wir haben 42 Liter Frischwasser und dementsprechend auch nur 'n 42-Liter-Abwassertank. Das heißt, die sind also relativ schnell voll und die muss man natürlich dann auch dementsprechend häufig entleeren. Und, äh, genauso geht's halt um das Thema Toilette. Aber das hat in Italien eigentlich immer ziemlich gut, äh, funktioniert. Zumal die meisten Plätze auch, äh, wirklich nicht viel gekostet haben. Und ich glaube, zum Thema Freistehen in Italien, äh, ist es auch nicht so einfach. Ich glaube, es ist, äh, eigentlich nicht erlaubt, in Italien freizustehen, aber, ähm, zu der Zeit, wo wir unterwegs waren, haben wir, glaub ich, auch ein oder zweimal an der Straße gestanden und ich denk mal, das ist zu der, zu der Jahreszeit auch überhaupt kein Thema, überhaupt kein Problem.
Also wenn man sich jetzt nicht, äh, zum Camping draußen mit den Stühlen hinsetzt, dann, äh, fällt das auch bei so 'nem Hochdach-, äh, Camper doch überhaupt nicht auf, dass da jemand drin wohnt. Grade wenn man dann kein Licht an hat oder die Gardinen zugezogen hat, ist das kein Problem. Ja, von San Gimignano sind wir dann weiter durch die Toskana gefahren, äh, Richtung Pitigliano. Äh, Pitigliano ist, äh, 'ne ganz, ganz besondere Ortschaft, nämlich, äh, die ist auf einem Tuffsteinfelsen gebaut. Und, ähm, wer Tuffstein kennt, weiß, dass es 'n sehr weiches Gestein ist. Das heißt, die Menschen haben damals wirklich, ja, irgendwann wahrscheinlich in der Steinzeit angefangen, dort erst mal Höhlen zu graben und haben halt in den Höhlen gelebt. Ähm, übrigens waren die Etrusker auch zu der, äh, zu ihrer Zeit damals schon in der Ecke unterwegs und es gibt ganz viele alte Etruskerpfade, die man, die man begehen kann und, äh, die sind halt auch durch dieses Tuffsteingebirge ge-, ja, geschlagen worden, kann man sagen.
Man geht also durch, äh, durch Wege, die sind vielleicht drei Meter breit, aber dann hat man links und rechts Wände, die gehen zehn Meter in die Höhe. Und da sind halt die Etrusker früher mit ihren, mit ihren Fuhrwerken durchgefahren, haben, äh, Handel betrieben mit anderen Regionen in Italien. Und das ist schon wirklich sehr, sehr beeindruckend, wenn man dann sieht, dass, oder wie, wie die Leute damals gelebt haben und wie dann diese Ortschaften letztendlich entstanden sind. Und, äh, das ist also einfach unglaublich. Muss man wirklich mit der, mit eigenen Augen gesehen haben, um, äh, um das wirklich zu verstehen, wie das dort, äh, alles so gebaut wurde in den früheren Jahren. Wir haben übrigens noch, äh, fällt mir grade ein, äh, auf dem Weg nach, äh, Pitigliano sind wir noch über Siena gefahren. Ähm, ich weiß nicht, wer Siena vielleicht kennt.
Da gibt's ja einmal zwei, zwei ganz berühmte Stellen in Siena. Ich glaub, einmal gibt's da 'ne große, ist das 'ne Formel-eins-Rennstrecke und es gibt, äh, dieses berühmte Pferderennen in Siena, das auf dem großen, auf der großen Piazza direkt mitten in der Stadt oder mitten in dem Ort stattfindet. Ähm, das ist also 'ne riesengroße, 'ne riesengroße Fläche mitten in einem, in, ja, im Zentrum des Ortes, sozusagen umrahmt von, von Häusern, äh, mit Restaurants und Cafés und dann findet halt im, im, ja, im Jahr halt einmal dieses Riesenpferderennen statt. Dann werden die, die ganzen Menschen kommen in die Mitte des Platzes und die Pferde rennen dann außen drumherum. Also das ist schon, ich weiß nicht, nee, hast du das schon mal gesehen? Kennst du das?
Äh, nee, gesehen nicht. Ich hab's eben schnell gegoogelt.
Aha, okay.
Ähm, wird hier, wird hier als das härteste Pferderennen der Welt bezeichnet.
Ja.
Und, ähm, wenn man sich die Bilder anschaut, also ich möchte da jetzt nicht unbedingt in der Mitte stehen, sag ich mal.
Ja, es ist, glaub ich, für, für Mensch und Tier auf jeden Fall, äh, sehr anstrengend. Äh, also ich, als wir da auf dem Platz standen, ich muss auch ehrlich sagen, ich konnt mir das wirklich schlecht vorstellen, wie das, wie das funktionieren soll. Ich mein, die werden da aber sicherlich, äh, in irgendeiner Art und Weise irgendwas auf, auf die-- das sind ja alles Pflastersteine, die da, die da halt, äh, auf, auf der Straße liegen, sozusagen. Die werden da sicherlich irgendwas streuen müssen, damit die Pferde da nicht, äh, mit ihren Hufen über die Pflastersteine rutschen. Das ist schon, schon gewaltig. Vor allen Dingen, wenn man sich dann überlegt, dass man, dass man eigentlich, wenn das Pferderennen stattfindet, auch als Zuschauer eigentlich gar nicht aus dem Innen-Innenbereich rauskommt, weil ja die Pferderennbahn außen rum geht und man als, als Zuschauer sozusagen im Innenbereich ist, ne. Es ist schon, schon verrückt, ne.
Ist schon 'n bisschen klaustrophobisch, aber ja.
Ja, wahrscheinlich, wahrscheinlich, ja. Aber was witzig war, zu der Zeit, als wir da waren, muss in irgendeiner Art und Weise 'ne Veranstaltung in der Stadt stattgefunden haben, denn es waren ganz viele Fahnen im, im Ort, äh, die überall hingen. Ähm, und dort hat halt jeder, jeder Stadtteil so seine eigene, sein eigenes Wappen. Und, äh, wir hatten die Vermutung, dass das auch irgendwas mit dem Pferderennen zu tun hatte, denn auf den Wappen waren überall auch Pferde zu sehen. Aber wie gesagt, es hat leider zu der Zeit kein Pferderennen stattgefunden. Aber Siena ist auch wirklich toll, weil da gibt's 'ne ganz, ganz beeindruckende Kirche, äh, die wir uns leider nicht anschauen konnten, weil da hätte man also auch locker 'ne Stunde, anderthalb, vielleicht sogar zwei Stunden lang warten müssen, um da reinzukommen. Das, das war uns dann an dem Tag dann doch zu viel. Ja, wie ging's dann weiter? Von Pitigliano aus haben wir dann die Toskana verlassen und sind dann, äh, 'n ganz, ganz großes Stück Richtung Süden gefahren, äh, haben 'ne sehr, sehr große Strecke auf der Autobahn, äh, äh, hinter uns gebracht, nämlich, äh, fast 400 Kilometer und sind an Rom vorbeigefahren bis nach, äh, Napoli, also nach, äh, nach Neapel.
Und, äh, wer schon mal italienische Autobahn gefahren ist, der weiß, dass das teilweise ziemlich spannend ist. Erst mal, weil die Italiener ja 'n, äh- Nicht unbedingt gerade sehr, ähm, sehr ruhigen Fahrstil haben. Das ist, äh, auch wenn man jetzt in Italien nicht so schnell fahren darf wie in Deutschland, ist es trotzdem also schon unglaublich spannend, da, äh, da einfach mal über die italienischen Autobahnen zu düsen. Äh, wir haben das Glück mit unserem Camper, dass wir halt 'n schönen Tempomaten haben mit so 'nem Abstands-, äh, mit so 'ner Abstandsregelautomatik. Da kann man also wunderbar Tempo hundert, hundertzehn einstellen und dann, äh, bremst der auch immer wieder automatisch ab, wenn dann vor einem mal irgendwie so'n, so'n italienischer, äh, Verrückter, sag ich mal, äh, da irgendwie stark abbremst, weil er irgendwo eingeschert ist. Also es ist schon, schon 'n wahnsinniges Erlebnis. Äh, das muss man mal mitbekommen haben.
Also mein Vater spricht heute noch von, äh, seinem, ich glaub, Urlaub in den Siebzigern. Also ich war auf jeden Fall noch nicht da in Neapel und er erzählt immer, dass es die schlimmsten, also der schlimmste Stadtverkehr war, den er jemals erlebt hat und meine Eltern sind viel gereist, ne, auch Afrika, Jamaika, äh, was weiß ich wo. Also wir haben schon auch 'n paar wilde Autofahrer erlebt. Wie ist es euch da ergangen mit euerm, mit euerm Campingbus in Neapel im italienischen Verkehr?
Also wir hatten stellenweise wirklich Angst, muss ich ganz ehrlich zugeben. Als wir in Neapel von der, von der Autobahn runterfuhren und, äh, den Stellplatz ansteuerten, den wir uns ausgesucht hatten, mussten wir zum einen durch wahnsinnig enge Straßen fahren. Also da hätte jeder größere Camper hätte da wirklich, äh, noch nicht mal mit eingeklappten Spiegeln durchgepasst. Also das ist der Vorteil, wenn man so'n kleinen, so'n kleinen Camper hat, der auf 'nem Ford Transit Custom basiert. Da gab's also grade noch, äh, die Möglichkeit durchzukommen. Ähm, ich weiß nicht, ich, ich hab 'n Video gemacht zu unserer Italienreise damals, was auf unserem YouTube-Kanal ist. Ich weiß nicht, ob ihr das, äh, verlinken wollt oder möchtet. Äh, da kann man an einigen Stellen schon sehen in Neapel, wie dort der Straßenverkehr ist. Und das ist schon unglaublich. Also das kann man, muss man eigentlich mit eigenen Augen erlebt haben.
Also deswegen, man sieht auch eigentlich kein Auto, was in irgendeiner Art und Weise keine Beule hat oder 'n Kratzer hat. Aber ich muss ehrlich sagen, unser Fahrzeug hat den Urlaub ohne einen einzigen Kratzer überstanden.
Aber dann für Wohnwagengespanne wahrscheinlich nicht so empfehlenswert, jetzt genau da reinzufahren.
Nee, also da sicherlich nicht. Ähm, wobei ich sagen muss, der Stellplatz, auf dem wir, äh, die zwei Nächte in Neapel gestanden haben, ähm, ist eigentlich 'n, 'n Winterlager gewesen für, für Campingfahrzeuge und dann standen auch ganz viele, äh, ja ganz viele Wohnwagen, die da geparkt sind. Aber der Weg, den uns, äh, Google Maps damals, äh, praktisch von der Autobahn zum Platz geführt hat, der wäre also definitiv eigentlich nichts für, äh, für Wohnwagengespanne gewesen. Also da hätt's ja einige Male, denk ich mal, irgendwo angeeckt, glaub ich.
Nein, Horror.
Google Maps auch selten 'ne, 'ne oder was heißt selten, 'ne gute Wahl, aber grade mit größeren Fahrzeugen oder mit Gespannen, äh, da kommt man häufig an die Grenzen. Äh, wir haben auch schon öfter mit 'm Wohnmobil vor 'nem Trampelpfad gestanden, der irgendwie als Straße da drin war. Also da-
Oder vor 'ner, vor 'ner ganz, ganz kleinen Fußgängerunterführung oder so.
Also da macht's dann Sinn, grad wenn man in, in Städte rein will oder auch, äh, grade in, in Südeuropa, wo, wo eben viel massiv gewachsen ist, ohne etwas umzubauen, ne. Also da macht's durchaus Sinn, vielleicht 'ne andere Navigation zu benutzen, die eben die, die Größe des Fahrzeugs besser, ähm, berücksichtigt. Denn, also man kann das auch, man kann das auch sein lassen mit Google Maps navigieren. Es ist halt deutlich aufregender, ne. Also wenn man das mag, ohne Frage. Und-
Abenteuer.
Nervenkitzel pur.
Der Autoverkehr in Italien ist ja auch extrem dynamisch, ne. Also mit 'm PKW macht mir das Spaß, mit 'nem Camper weiß ich nicht, ob ich da viel Spaß hätte. Ähm, das ist schon auf jeden Fall speziell, wie die, wie die fahren.
Ja, ja. Auf jeden Fall ist es, äh, notwendig, dass man also, äh, ziemlich konzentriert dort fährt. Also grade wenn man, wenn man sein Auto liebt und da, äh, keinen Kratzer dran haben will, dann sollte man das wirklich beherzigen. Aber, ähm, das hat wirklich gut funktioniert. Also wir haben 'n paar Mal haben wir geschwitzt und, äh, aber im Großen und Ganzen muss ich ehrlich sagen, auch, äh, wie gesagt, das Fahrzeug ist ohne einen Kratzer wieder nach Deutschland zurückgekommen. Also von daher, alles, hat alles gut geklappt. Ähm, aber noch mal vielleicht 'n paar Worte zu Neapel. Ähm, es ist ja im Allgemeinen bekannt oder ist ja oftmals zu hören, dass Neapel 'ne ziemlich dreckige Stadt sein soll. Ähm, und das kann ich leider auch wirklich bestätigen. Ähm, nämlich die, die Ecke, wo wir unseren Stellplatz hatten, das war 'n bisschen außerhalb vom, vom Stadtzentrum von Neapel, der Ort hieß, muss selber grad mal schauen, äh, Portici.
Das ist so vom Stadtzentrum von Neapel, ja, ich würd's mal sagen, ungefähr zehn Kilometer weit weg, relativ nah am, am, äh, Vesuv. Also relativ-- Man konnte also wirklich den Vesuv vom Campingplatz, äh, vom Stellplatz aus direkt wunderbar, äh, ins Auge fassen. Und, äh, da lag also unglaublich viel Unrat an den Straßen. Also es waren Mülltonnen, die über-überfüllt waren, wo dann die Mülltüten schon daneben lagen. Und ich kann mich gut erinnern, als ich in den Achtzigerjahren mal in Neapel war, äh, in Italien war, da gab's in Neapel auch 'ne Zeit lang wirklich wahnsinnig viele Probleme mit, äh, mit der Mafia. Die Mafia hat da halt wirklich die ganzen Gelder abgegriffen, die in irgendeiner Art und Weise eigentlich in, zum Beispiel in die Müllabfuhr fließen sollten und haben das auch alles kontrolliert. Und da gab's damals schon so, so 'ne riesige Müllkrise. Und, ähm, ich hatte so das Gefühl, dass sich das eigentlich kaum gebessert hat.
Also es war schon extrem, grade wenn man so als, ich sag mal, als sauberer Deutscher dann dort nach Italien fährt und das so sieht, dann denkt man sich: „Oh mein Gott, wo bin ich denn hier gelandet?" Ne, das ist schon, schon ex..., wirklich extrem gewesen. Ähm, ist natürlich in den, in den touristischen Zentrum von Neapel selber ist es 'n bisschen besser. Da wird wahrscheinlich auch eher drauf geachtet, dass das alles für die Touristen halt 'n bisschen sauberer ausschaut. Aber wenn man dann so in die, in die Außenbezirke fährt, da ist es schon echt krass. Also das ist, äh, ist mir also wirklich extrem aufgefallen. Aber nichtsdestotrotz ist Neapel also wirklich 'ne schöne Stadt. Also es gibt also ganz, ganz viele, äh, tolle Ecken, grade wenn man so ins Zentrum geht. Ähm, wir waren zum Beispiel in der, äh, ich muss grade überlegen, wie das ausgesprochen wird, äh, Sotterrana. Das ist 'n, 'n Teil eines unterirdischen Tunnelsystems oder Katakomben, die praktisch unterhalb von, ja, von der heutigen Stadt Neapel liegen, die zur Zeit der, der, der Römer mehr oder weniger auf, auf dem Level damals halt gebaut wurde.
Ähm, da kann man also durch Tunnel laufen, die halt auch sehr gut beleuchtet sind. Das ist halt wirklich alles sehr, sehr gut, äh, äh, restauriert worden. Man kann sehen, wie die, wie die Leute halt gelebt haben. Äh, das ist, es ist, man kann zum Beispiel 'ne Einkaufsstraße, 'ne unterirdische oder heute unterirdische Einkaufsstraße durchwandern, wo links und rechts, äh, Geschäfte waren früher. Ja, und das heutige Level der Stadt befindet sich eigentlich 18 Meter oberhalb dieser, äh, dieses alten Geländes und da kann man sich wirklich mal vorstellen, ähm, ja, wie die Stadt im, im Laufe der letzten, man kann ja fast sagen, tausende Jahre, äh, gewachsen ist oder dass immer praktisch oben drauf gebaut wurde und diese, diese unterirdischen Städte dann so nach und nach ausgegraben werden. Das ist, äh, wirklich un-unglaublich beeindruckend gewesen. Der Stellplatz, wo wir standen, war ja zum einen, hab ich ja vorhin erzählt, ganz nah in der Nähe des Vesuvs und der, der Berg selber, der hat schon so 'ne, so 'ne ziemlich beeindruckende Größe, wenn man den also wirklich so direkt vor sich sieht und, und denkt sich dann, äh, mein Gott, wenn der mal wieder in die Luft geht oder der mal wieder, mal wieder, äh, 'n bisschen was an, an Lava spuckt, dann, äh, möcht ich jetzt nicht hier unbedingt in der Nähe stehen.
Und wir haben uns, ähm, nicht Pompeji angeguckt. Pompeji ist ja die, die eigentlich die berühmtere Stadt, äh, die ausgegraben wurde damals nach dem großen, äh, Vulkanausbruch. Das war irgendwie, ich glaub, 79 nach oder vor Christus, ich weiß es schon gar nicht mehr. Wir haben uns, äh, Herkulaneum angeschaut. Das ist, ähm, praktisch die zweite Ausgrabungsstätte, ähm, in, in der Nähe von Neapel, die deutlich weniger bekannt ist, auch deutlich touristisch weniger überlaufen ist, aber viel, viel interessanter ist, weil dort deutlich mehr erhalten ist an Gebäuden. Und, äh, man kann also da wunderbar rumwandern durch Straßen. Man sieht auch viele Säulen. Man kann teilweise wirklich noch, äh, ja, die, die Farbe an den Wänden erkennen. Man kann Holzbalken noch erkennen, die, äh, die noch in den Decken hängen, die dann natürlich dann alle schwarz verbrannt sind von dem, von dem Feuer.
Ähm, das ist auf der einen Seite schon, schon enorm, wenn man sich überlegt, dass das wirklich ja fast Jahrtausende lang überhaupt nicht entdeckt wurde und dann irgendwann hat mal einer 'n Loch gegraben und ist dann, ja, keine Ahnung, ins Loch gefallen und hat dann gedacht: „Och, hier stehen ja 'n paar Säulen rum." Und dann hat man halt angefangen, das auszugraben und, äh, die Ausgrabungen sind auch immer noch nicht fertig. Also man findet immer wieder neue Sachen, äh, die dort also noch nicht entdeckt worden sind. Und, also wer mal sich so was anschauen möchte und nicht nur von Touristen, äh, äh, praktisch durch die Gänge oder durch die Straßen geschoben werden will, der sollte vielleicht anstatt Pompeji eher mal nach, äh, Herkulaneum fahren. Das ist also, es ist kleiner als Pompeji, ohne Frage, aber man kann deutlich mehr sehen. Das ist also wirklich viel, viel imposanter als, äh, Pompeji, wo wir auch schon mal waren vor vielen, vielen Jahren.
Unser großer Geheimtipp quasi an der Stelle.
Ja, cooler Tipp. Ich hab nämlich tatsächlich den Namen noch nie gehört. Also kommt auf jeden Fall mit auf die Liste bei uns.
Ja, ja. Ja, und in, äh, Herkulaneum hat-hatten wir übrigens, äh, in dem Video, was ich vorhin ansprach, äh, so 'ne, so 'ne tolle Szene mit unserem Camper an einer Kreuzung, wo man wirklich ganz, ganz eindrucksvoll sehen kann, dass Verkehrsregeln in Italien eigentlich wirklich nur Makulatur sind. Also es, wir waren eigentlich auf 'ner, auf 'ner Vorfahrtsstraße und, äh, die Fa-Fahrzeuge kamen links und rechts, kreuz und quer und es hat keinen interessiert, wer Vorfahrt hat. Man muss einfach den Mut haben und langsam in die Kreuzung reinfahren und sie werden alle schon anhalten. Irgendeiner hält immer an.
Klingt 'n bisschen nach Mexiko.
Okay.
Da muss man ja auch immer so, äh, sich auf niemand anderes verlassen. Also als ich damals zum ersten Mal mein erstes Auto da hatte vor 20 Jahren, da haben die Leute mir immer gesagt: „Du kannst fahren, wie du willst. Es ist total egal. Du musst dich auch, außer vielleicht an rote Ampeln, an keine großartigen Regeln halten, aber verlass dich niemals darauf, dass andere sich an irgendwelche Regeln halten."
Genau, genau.
Und damit fährt man eigentlich ganz gut. Ähm, ich hab noch mal 'ne Zwischenfrage, abgesehen jetzt mal von der Verkehrssicherheit, das ist ja jetzt ein Thema, aber man verbindet ja Süditalien durchaus auch mit Autoaufbrüchen, mit, ähm, vielleicht auch, äh, 'n bisschen Straßenkriminalität. Ist es 'n Klischee oder habt ihr das auch so empfunden, dass man da 'n bisschen aufpassen sollte?
Also auf der Fahrt runter jetzt, äh, ich sag jetzt mal zum Beispiel auch in der, in der Toskana, gab's überhaupt keine Probleme. Also wir haben ja wenig Campingplätze angefahren, sondern standen hauptsächlich auf offiziellen Wohnmobilstellplätzen. Die sind in der Regel alle abgeschlossen. Das heißt also, es gibt n-normalerweise 'n Tor, was, was, äh, zugemacht wird auch nachts. Ähm, da hatten wir überhaupt keine Schwierigkeiten. In, äh, Neapel selber würd ich sicherlich nicht mich irgendwo einfach an die Straße stellen und da halt, äh, äh, übernachten wollen, sondern, äh, der, der Stellplatz, wo wir standen, ich sagte ja vorhin, das war so 'n, so 'n Winterlager für Wohnmobile, der war halt auch hermetisch abgeriegelt. Also man musste vorne an den Empfang gehen, dann hat man sich dort angemeldet, äh, dann wurde das Tor geöffnet und dann ist man halt aufs Gelände gefahren, hat sich dann den Stellplatz ausgesucht und ist dann, äh, letztendlich auch abgesichert gewesen.
Also der Platz war bewacht, er war mit, mit hohen Zäunen umgeben. Also da hatten wir überhaupt nicht das Gefühl, dass, dass wir uns da, ja, unwohl fühlen oder, oder irgendwie Angst haben. Also das kann ich jetzt so nicht behaupten. Es kann sicherlich Ecken geben, wo man, wo man 'n bisschen aufpassen muss, ähm, aber ich glaube auch, dass unser Fahrzeug jetzt von der Größe her vielleicht auch nicht so wahnsinnig interessant ist. Wenn ich da jetzt mit so 'm großen Liner, äh, fahren würde, wo vielleicht hinten noch 'n Anhänger drauf ist mit 'nem kleinen PKW, dann glaub ich eher, dass das vielleicht so, so 'n, so eher so 'n Angriffspunkt für potenzielle Autoknacker ist, die halt da sich erhoffen, dass aus dem Fahrzeug irgendwas Wertvolles, äh, zu klauen gibt.
Ja, ich, also generell würd ich, würd ich vielleicht noch so als Tipp hier mitgeben, also wenn ihr in Großstädte fahrt, würde ich auch immer lieber die offiziellen Stellplätze anfahren und selbst dann mir noch, äh, die Google-Bewertungen oder vielleicht auch in anderen Apps noch mal durchlesen, weil das, das Thema ist, ihr wisst nie, in was für 'nem Stadtteil ihr landet, wenn ihr vielleicht irgendwie 'n Parkplatz findet, wo ihr denkt, da kann ich stehen. Es gibt, gibt nun mal in vielen Städten Stadtteile, die sind relativ safe und es gibt auch einige, ähm, die sind nicht so safe, um's mal vorsichtig zu sagen. Und wenn ihr euch nicht auskennt, wisst ihr das nicht. Deswegen wär ich da mal 'n bisschen vorsichtig und würde mich wirklich auf offizielle Plätze verlassen und da, nee, noch nicht mal verlassen, sondern die wirklich auch noch mal checken. Und das haben wir auch schon 'n paar Mal gesagt, grad beim Freistehen verlasst euch auch 'n Stück weit auf euer Bauchgefühl.
Wenn ihr 'n schlechtes Gefühl habt, dann fahrt lieber auch noch mal 'ne Ecke weiter. Das würd ich vielleicht dann noch quasi mitgeben. Das ist ja das, was du auch gesagt hast und, ähm, dann hat man da zwar keine Garantie, dass nichts passiert, die hat man nie, ähm, weil Beschaffungskriminalität, die quasi spontan entsteht, pff, da kannst du quasi nahezu überall irgendwie Opfer von werden, aber die, die Wahrscheinlichkeit ist ja relativ gering. Deswegen, wenn man da so 'n bisschen guckt und, ähm, fährt man da eigentlich oder steht man und schläft man da eigentlich ganz gut.
Ja, und also Bauchgefühl 'n bisschen vorher recherchieren, im Zweifel auch mal Einheimische fragen. Da, damit sind wir bisher immer ganz gut, ähm, gefahren eigentlich. Und natürlich, wenn ihr selber jetzt auch nicht im Fahrzeug seid, das Übliche, was wir auch schon vor ziemlich langer Zeit mal in unserer Sicherheitsfolge besprochen haben, nicht irgendwelche Wertgegenstände offen rumliegen lassen. Also das, was eigentlich so der, der Hausverstand an jeder Stelle dieser Welt einem sagen sollte, dass man jetzt nicht irgendwie Portemonnaie, Kamera, Computer oder so was offen im, im Auto liegen lässt, damit eben auch die Leute nicht in Versuchung geführt werden, so 'n schnellen Zugriff zu machen.
Also dass man die Sachen dann im Auto liegen hat, ist schon klar, lässt sich halt nicht vermeiden. Ich kann da mein, mein Laptop, meine, meine Kameraausrüstung halt nicht auf so 'nem, so 'nem Städtetrip halt 'n ganzen Tag mitschleppen. Aber, äh, wie gesagt, die Plätze waren fast alle, äh, irgendwie in 'ner Art und Weise gesichert, sodass man sagen konnte, da kommt also nicht jeder drauf. Ich mein, klar, es gibt sicherlich irgendwo immer Schlupflöcher, wo jemand, äh, durch 'n Zaun klettern kann oder unten drunter kriechen kann, wie auch immer, aber, ähm, wir hatten da wirklich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Vielleicht lag's auch 'n bisschen an der Reisezeit. Im Oktober ist halt generell nicht mehr so wahnsinnig viel los. Ähm, vielleicht ist es auch im Sommer 'n bisschen anders. Kann natürlich gut sein. Aber wir haben keine schlechten Erfahrungen gemacht dahingehend.
Dann lass mal weiterfahren vom, vom Vesuv.
Ja, genau. Von Neapel aus haben wir eigentlich 'ne relativ kurze Strecke nur gemacht. Das waren also keine 100 Kilometer und wir sind, äh, an die Amalfi-Küste gefahren. Ähm, wobei an die Amal..., an die Amalfi-Küste gefahren ist eigentlich nicht ganz richtig, denn, äh, die Straßen an der Amalfi-Küste direkt sind in der Regel für Wohnmobile gesperrt, weil die Straßen halt so eng und, und, äh, klein sind, dass dort also grade mal die, die Busse, äh, der italienischen Busgesellschaften durchkommen. Aber die Fahrten mit 'nem, äh, mit 'nem Wohnmobil, selbst mit unserem kleinen Ford Nuggets, äh, kann man da wirklich keinem empfehlen, weil das ist wirklich Harakiri, sag ich mal, wenn man da mit 'm Fahrzeug durchfährt. Das ist totaler Wahnsinn. Ähm, wir sind von Neapel aus nach, äh, Salerno gefahren. Salerno ist 'ne, 'ne Stadt, die so an der, an der Amalfi-Küste angrenzt, wenn man so will.
Dort haben wir uns auch wieder auf 'n schönen Stellplatz, na schön ist übertrieben, auf einen Stellplatz gestellt, äh, wo wir dann halt zwei Nächte übernachtet haben. Der war, äh, insofern schön, weil er halt relativ zentral zu einer Bahnstrecke war. Äh, mit der Bahn konnte man dann halt mit, äh, mit 'ner kurzen Fahrt, äh, zum Bahnhof von Salerno fahren und von dort aus, äh, konnte man schnell in den Hafen gelangen und von dem Hafen aus fuhr man dann mit 'nem Bötchen an der Amalfi-Küste entlang und wir ham dann, äh, praktisch die Reise bis nach Positano angetreten und sind dann im Prinzip die, ja, das ist, glaub ich, knappe Stunde, etwas mehr als 'ne Stunde wirklich schön an Amalfi vorbei, äh, bis nach Positano, sind dann dort ausgestiegen und haben dort also 'ne wunderbare schöne Wanderung an der Küste entlang gemacht, so 'n bisschen den Berg rauf und es war wirklich unglaublich schön.
Das Wetter war super. Wir haben wieder sehr, sehr gut gegessen, äh, um wieder bei dem gleichen Thema zu bleiben. Und, äh, es ist einfach, einfach unglaublich toll und auch wieder der, die Information, dort dann im Sommer zu sein, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, weil es war jetzt schon im Oktober noch sehr, sehr voll. Also die, die Boote, die dort wirklich alle minutenlang, äh, anlanden, waren alle voll mit Touristen, die aus allen Ecken, äh, aus jeder größeren und kleineren Stadt um die Amalfi-Küste herum dort angelandet sind und, äh, dort ausgekippt wurden und das war schon unglaublich voll. Also wenn man dann durch den Ort gelaufen ist, äh, hat man kaum 'n Platz in 'nem Restaurant gefunden. Äh, man musste also wirklich gucken, wo, wo ist 'n bisschen weniger los? Was schau ich mir an? Ich geh mal links und rechts in die Gassen und, und guck mal, äh, was es da noch alles zu sehen gibt.
Also das ist schon echt extrem gewesen. Und, äh, das g..., tollste Erlebnis, was wir dann wirklich dort hatten, äh, wir sind dann mit 'nem Bus von Positano aus an der Straße der Amalfi-Küste entlang gefahren bis nach Amalfi. Und, äh, erst mal war's sehr spannend, überhaupt von, vom Positano aus, vom, vom Level, vom, vom Meer sozusagen nach oben zu kommen in den Ort, wo dann die Bushaltestelle war. Und dann ist es halt so, wie man das, äh, auch wie dann Klischee sich vorstellt in Italien, äh, Busfahrpläne sind Makulatur, die interessieren niemanden, wirklich gar keinen. Das heißt, man steht da oben und eigentlich hätte der Bus schon vor 20 Minuten kommen sollen und er kommt halt einfach nicht. Ne, das ist wahrscheinlich, Nele, in Mexiko vielleicht ähnlich oder auch, ich weiß nicht, ob das in Portugal auch so ist, dass man sich da auf die öffentlichen Verkehrsmittel nicht so wahnsinnig verlassen kann.
Also entweder kommt der Bus oder er kommt nicht.
Oder er kommt nicht oder es kommen dann zwei oder drei direkt hintereinander-
Ja
... für dieselbe Linie. Also da, da muss man, glaub ich, dann auch 'n bisschen entspannt sein. Man, zum Glück ist man ja meistens dann im Urlaub.
Ja, stimmt. Ja.
Hat dann nicht so den Zeitdruck, als würde man irgendwie zur Arbeit müssen.
Also ich hatte bei der, bei der Busfahrt einige Male vor, meine GoPro irgendwie in der Hand zu halten, äh, um, um dann halt diese Fahrt zu filmen. Also erst mal war's so, wir haben keinen Sitzplatz bekommen. Wir haben also stehen müssen und dann, wie's halt ist, ne, man steht einer, mit der Hand an 'ner Stange oder hat diese, diese Handschlaufe in der Hand und versucht, sich in irgendeiner Art und Weise festzuhalten, weil der Bus in einer so wahnsinnigen Geschwindigkeit über diese Straße gefahren ist. Und, äh, ich sagte ja vorhin, dass, äh, die Straße für Wohnmobile gesperrt ist und dass die Busse grade mal so saugend und schmatzend über diese Straße, ja, passen. Ähm, und es gab so 'n paar Situationen, wo ich echt denke: „Ey, oh mein, oh mein, oh mein. Jetzt, jetzt kommt uns da 'n Kleintransporter entgegen und, äh, wie sollen die beiden jetzt aneinander vorbeipassen?" Und der, der, der Bus hat halt, ja, die lautere Hupe und, äh, der drückt dann einfach auf die Hupe die ganze Zeit und in irgendeiner Art und Weise passt dann das doch irgendwie, dass der Lkw, äh, der, der Kleintransporter 'n Stück zurücksetzen muss und der Bus fährt um die Kurve rum und dann, ah, es ist, also das ist unglaublich gewesen.
Also ich hab wirklich Blut geschwitzt, wenn ich ganz ehrlich bin. Und als wir in Amalfi angekommen sind, war ich wirklich, ich war tropfnass. Das war wirklich unglaublich spannend und auch beängstigend wirklich. Echt beängstigend, ne.
Wer braucht Bungee Jumping, wenn er sich in Italien in 'nen Bus setzen kann?
Ja, genau, genau. Und, äh, es ist also, selbst als Busfahrer, wenn man sich das vorstellt, wenn man, wenn man da abends nach seiner acht Stunden Schicht, sag ich mal, nach Hause kommt, äh, da musst du doch wirklich total kirre im Kopf sein, wenn du dann so deine acht Stunden Bus gefahren hast in der Ecke.
Ja, die sind wahrscheinlich dann an anderes Adrenalin-Level gewöhnt, äh.
Ja, generell. Also die Italiener sind ja generell, was das angeht, 'n bisschen, äh, impulsiver unterwegs. Auf jeden Fall, äh, Amalifküste ist, äh, sehr schön. Ich möchte dort nicht im Sommer hinfahren. Jetzt im Herbst war's wunderschön, weil die Temperaturen auch wirklich toll war. Und, äh, man kann also wirklich ganz, ganz viel, ja, tolle Wanderungen machen. Natürlich, wenn man, wenn man, äh, badebegeistert ist, äh, findet man dort ganz, ganz viele tolle Badestrände. Ähm, man muss aber dazu sagen, die Amalifküste ist nicht günstig. Also die ist schon ziemlich teuer. Selbst die Preise in den Restaurants für 'n einfaches Nudelgericht sind schon ziemlich hoch. Ähm, wie die Hotelpreise sind, weiß ich natürlich nicht, aber ich denke mal auch, dass die auch nicht grade günstig sind. Also, und, ähm, ja, Wohnmobilstellplätze gibt es dort auch 'n paar. Man hat natürlich, äh, wie gesagt, nicht viele Möglichkeiten, mit 'nem großen Camper da hinzufahren.
Äh, es machen wohl trotzdem welche. Ähm, ich weiß allerdings nicht, wie drakonisch da die Strafen sind, wenn dann im Sommer irgend 'n, 'n Polizist dann 'n großes Wohnmobil anhält, weil der halt dann wirklich kapituliert und nicht vor, nicht zurückkommt und dann in irgendeiner Art und Weise aus der, aus der Straße geschleppt werden muss. Also ich kann mir schon vorstellen, dass das nicht günstig ist, wenn man das dann, äh, trotzdem macht. Na ja, auf jeden Fall ist es 'n Erlebnis.
Okay, jetzt w-waren wir Amalifküste, Salerno.
Genau.
Nichts weiter.
Ja, dann haben wir wieder 'n, äh, 'n großen Sprung gemacht und, ähm, sind dann wieder 'n großes Stück über die Autobahn gefahren, also wieder fast 400 Kilometer über italienische Autobahnen. Wobei jetzt ab Salerno eine, eine große Besonderheit, äh, auf den italienischen Autobahnen es gibt, nämlich die Autobahn von Salerno bis nach Reggio di Calabria, also ganz unten in der Stiefelspitze, ist mautfrei. Ähm, in der Regel ist ja 'ne italienischen Autobahn so genau wie in Frankreich, äh, und in, ich glaub, in Portugal. Gibt's in Portugal 'ne Maut auf den Autobahnen? Ja, ne? Genau. Ähm, braucht man halt 'n, äh, ja, in irgendeiner Art Mautkarten. Ähm, wir haben uns damals für 'n Frankreichurlaub dieses, äh, Bib-and-Go-System gekauft, was halt wunderbar funktioniert. Hat auch in Italien wirklich perfekt geklappt mit allem drum und dran.
Wir haben also wirklich niemals uns in irgendeiner Schlange anstellen müssen, sondern sind einfach langsam durch die, durch die Mautstation durchgefahren. Ja, und ab Salerno braucht man das dann nicht mehr, weil damals der, der Staat gesagt hat, dass, äh, dieser, dieser süditalienische Bereich halt so strukturell relativ schwach ist, äh, wollen wir die Leute zum einen auch nicht mit 'ner, mit 'ner höheren Maut belasten und vor allen Dingen, weil die, die Autobahn selber auch, äh, ja wirklich, ja, wie soll ich sagen, äh, damals zu der Zeit, wo ich, äh, das erste Mal da unten war, wirklich auch in 'nem katastrophalen Zustand war und da hätte man auch nicht unbedingt irgendwie Geld für nehmen können. Ähm, es hat sich in den letzten Jahren deutlich gebessert. Also grade die letzten Stücke vor, vor Reggio Calabria sind in den letzten Jahren komplett neu gebaut worden. Es sind neue Brücken, neue Tunnel. Also es ist wirklich 'ne richtig schicke Autobahn, aber trotzdem, äh, wird dort immer noch keine Maut genommen.
Man kann also dann diese, diese großen Strecken von Salerno aus bis nach, nach Reggio, sind das also locker 600 Kilometer fast, würd ich fast sagen, äh, komplett mautfrei fahren. Ja, und die Tour, die wir dann gemacht haben von Salerno aus, führte uns nach Tropea. Ähm, viele Italienurlauber kennen vielleicht Tropea. Äh, Tropea ist 'n, 'n ganz berühmtes kleines Städtchen oder 'n ganz toller Flecken Erde, äh, direkt am, am Tyrrhenischen Meer und, äh, hat 'n, ja, 'ne wunder, wunder, wunderschöne Altstadt mit 'nem ganz, ganz tollen Strand. Ähm, es gibt auf 'ner kleinen vorgelagerten, äh, ja, auf 'nem kleinen vorgelagerten Felsen 'ne schöne alte Kirche, ähm, die also wirklich ganz, ganz pittoresk ausschaut. Und das Schöne ist an der ganzen Sache, wenn man, äh, 'n guten, 'n guten Tag erwischt, wo das Wetter toll ist und man 'ne schöne Fernsicht hat, kann man sogar den Vulkan Stromboli von den Äolischen Inseln sehen.
Äh, wir hatten auch das Glück, da an einem Abend, äh, den Vulkan so in der Ferne als Schatten zu erkennen und man sieht auch sogar 'ne, 'ne Rauchfahne aufsteigen aus dem Stromboli, weil der Stromboli einer der aktivsten Vulkane in Europa oder vielleicht sogar der Welt ist. Also der bricht ständig, keine Ahnung, mehrmals am Tag bricht der aus und hat also 'n permanenten, äh, permanenten Lavastrom. Und, äh, das ist schon ziemlich beeindruckend, wenn man das so sieht, grade wenn man dann so in so sicherer Entfernung halt von dem, von dem Vulkan halt weg ist. Ähm, ich hab vor vielen Jahren mal 'ne Fahrt mit 'nem Boot von Tropea aus gemacht, äh, zu den Äolischen Inseln. Äh, wenn man dann am Stromboli vorbeifährt, hört man auch permanent dieses, dieses Grollen des Vulkans. Also das ist schon, schon ziemlich heftig, wenn man das, wenn man das hört. Und wenn man dann sieht, dass dann halt wieder so 'ne, so 'ne Gasfontäne ausgespuckt wird, ähm- Und es leben tatsächlich Leute auf Stromboli.
Also es ist also nicht so, dass der, dass die Insel halt nicht bewohnt ist, sondern, äh, es gibt halt eine Ecke, wo halt, wo's halt 'n Ort gibt und, äh, das meist, der meiste Auswurf des Vulkans geht halt auf der anderen Seite der Insel runter und, äh, ist dann halt dementsprechend für die Menschen, die dort leben, halt absolut ungefährlich. Ja, und Tropea ist halt, äh, für mich 'n unheimlich wichtiger Ort in Italien, weil ich dort als, äh, Jugendlicher mehrmals, äh, war, in Urlaub gemacht hab damals. Und, ähm, mit meinen Eltern, als wir, das war 1985, waren wir von unserer Familie die Ersten, die meine Tante damals frisch ausgewandert in Italien besucht haben. Und, äh, unsere, ja, eine unserer Reisen oder unserer Ausflüge führte uns dann halt von Tropea aus, äh, von, von Reggio di Calabria aus, wo meine Tante damals wohnte, nach Tropea.
Und Tropea ist halt, wie gesagt, auch bei den Touristen relativ bekannt. Äh, es gibt sehr viele Hotels, sehr viele, äh, Ferienanlagen. Ähm, ist also touristisch 'n bisschen, bisschen ausgebauter als jetzt viele andere Orte, aber es ist trotzdem, also wunder, wunderschön. Man hat wahnsinnig tolle Sonnenuntergänge, ähm, also wirklich unglaubliche Ecken und natürlich auch 'n ganz, ganz tollen Stellplatz direkt am Wasser. Ähm, das ist eigentlich eher 'n fast schon Campingplatz gewesen. Äh, den haben wir aber auch, ja, ohne Reservierung einfach angefahren und haben auch ohne Probleme 'n Platz bekommen. Ähm, der ist dann halt auch so aufgebaut, dass es halt eine ganze Menge Bäume gibt, ähm, die einem so 'n bisschen Schatten spenden an dem, äh, auf dem Stellplatz. Man muss also im Sommer nicht in der, in der prallen Sonne stehen und man hat wirklich 'n kurzen Weg, circa, was weiß ich, 50 Meter bis zum Wasser.
Man ist also direkt am Strand und das ist schon echt total klasse. Und selbst im Oktober, wo wir da waren, waren die Temperaturen noch so angenehm vom Wasser, dass ich also ohne Probleme dann s-, äh, schwimmen konnte abends und, äh, bin dann sozusagen, ach, in der, in der Badehose am, am Strand gelegen und hab mir den Sonnenuntergang angeschaut. Und das ist also wirklich ein, da geht mir immer das Herz auf, wenn ich daran denk. Also wirklich traumhaft schön. Ja, dann führt, führte der Weg uns weiter. Dann von Tropea aus noch mal circa 100 Kilometer sind wir dann an der Küste entlang gefahren, also dann nicht mehr Autobahn bis nach Campo Calabro, wo wir dann letztendlich unsere Tante getroffen haben oder meine Tante getroffen haben mit ihrer Familie. Und dann haben wir dort noch mal 'n paar Tage verbracht, ähm, richtig schön im Familienleben. Haben dann auch die vier Tage, wo wir da waren, nicht im Camper gewohnt, sondern praktisch im Gästezimmer bei meiner Tante.
Die haben 'n sehr, sehr schönes, großes, altes Haus mit, äh, 'n bisschen auf so 'ner Anhöhe mit 'nem wahnsinnig tollen Blick rüber auf die, über die Straße von Messina nach Sizilien. Man kann dort bei tollem Wetter auch den, äh, den Ätna sehen. Grade wenn dann dort in irgendeiner Art und Weise wieder 'n Vulkanausbruch stattfindet, äh, steht meine Tante oft oben auf der, auf der Terrasse und macht dort wahnsinnig tolle Fotos oder auch Filmaufnahmen, äh, vom, vom We-, äh, vom Vesuv, sag ich schon, vom Ätna. Und das ist auch wirklich ganz, ganz toll. Also sie haben da wirklich 'ne unheimlich schöne Ecke gefunden. Wie gesagt, meine Tante ist seit, äh, den frühen 1980er-Jahren dort unten und, äh, ja, hat sich da 'ne Familie aufgebaut, äh, viele, viele Verwandte. Und, äh, es ist also wirklich 'ne ganz, ganz schöne, äh, ganz, ganz tolles Erlebnis, da unten Urlaub zu machen, weil's halt mit Familienanschluss natürlich immer schön ist, in so 'nem Land halt, äh, äh, Urlaub machen zu dürfen.
Ich kann auch 'n bisschen Italienisch sprechen, das ist auch ganz toll. Ähm, jetzt nicht so wahnsinnig gut, aber ich hab ja vorhin schon eingangs erzählt, also ich würde in keinem Land der Erde verhungern. Äh, in Italien ist es noch 'n bisschen besser. Da, da, da kann ich sogar noch, äh, auch 'n bisschen was einkaufen gehen ohne Probleme und das ist einfach, das macht total Spaß.
Und wie lang seid ihr jetzt bis da unten unterwegs gewesen?
Ähm, die Reise selber hat drei Wochen gedauert und ich glaube, wir haben ungefähr zwei Wochen gebraucht, bis wir unten waren. Dann waren wir vier Tage in, äh, in, in Campo bei meiner Tante und sind dann im Prinzip den Rest dieser drei Wochen dann, äh, relativ zügig in, in zwei Schritten eigentlich nur, äh, wieder nach Deutschland gekommen. Und das kann ich auch relativ schnell ab, äh, frühstücken hier. Das ist dann nicht mehr so wahnsinnig spektakulär.
Aber das wär ja dann durchaus 'ne Reise, die man auch in 'nem nor, in 'nem normalen Jahresurlaub schaffen würde.
Absolut, ja. Auch absolut. Grade wenn man vielleicht sogar, ähm, das kombinieren will mit 'ner, mit 'ner Reise nach Sizilien, ähm, da kann man das vielleicht 'n bisschen abkürzen. Wir waren ja jetzt an einigen Stellen, grade in der Toskana, auch mal zwei Nächte. Äh, wenn man jetzt sagt, man, äh, man will halt 'n bisschen schneller vorwärtskommen, macht vielleicht an, an einigen Punkten halt nur eine Übernachtung, dann ist man letztendlich vielleicht in, ja, ich sag mal, in fünf Tagen wäre man dann unten in Kalabrien, könnte dann übersetzen mit dem Schiff nach Sizilien und würde dann, was weiß ich, noch mal 14 Tage in, äh, auf Sizilien Urlaub machen und dann vielleicht sogar mit der Fähre von Sizilien aus zurückfahren, äh, nach Norditalien, um dann halt 'n bisschen, ja, Strecke sozusagen übers, übers Wasser zu machen.
Das ist für uns ja immer ganz spannend, weil bei uns haben sich ja die, die Zeiträume durch unser, ja, Nomadenleben, sag ich jetzt mal, immer so 'n bisschen verschoben und ganz oft empfehlen wir halt Routen, für die man aber irgendwie anderthalb Monate braucht oder für die wir anderthalb, zwei Monate gebraucht haben. Und deswegen find ich's besonders schön-
Ja, ja, ja.
... dass man auch mal jetzt so für Normalurlauber sozusagen halt was empfehlen kann.
Ja, es ist natürlich schon 'ne Strecke. Also nach Kalabrien runter, das ist, äh, ich hab ja vorhin gesagt, 2.800 Kilometer vom, vom, vom Norden Deutschlands aus. Ähm, das muss man sich schon überlegen, ob man sich das antun will, grade auf so 'ner, auf so 'ner langen Fahrt. Aber, ähm, bei uns war da die Besonderheit, dass wir ja, dass, dass ja unsere erste Reise war mit dem Camper nach, nachdem wir ihn neu bekommen haben und auch nach der langen Krankheit meiner Frau. Äh, von da aus war das für uns eigentlich, äh, überhaupt kein Problem. Also ich hatte mir wirklich zum Ziel gesetzt, meine Tante zu besuchen, auch wenn's wirklich nur 'n paar Tage waren, die wir unten waren. Ähm, aber da ist ja auch einf-einfach auch wirklich der Weg das Ziel. Und die Reise war einfach so toll und wir haben so viele tolle Dinge erlebt und, und gesehen, ähm, wo man wirklich sagen kann, ähm, es gibt die eine oder andere Ecke, wo wir vielleicht dann noch mal irgendwann hinfahren wollen und noch mal 'n paar Tage länger dort Urlaub machen möchten.
Wir haben zum Beispiel die, die Tochter meiner, meiner Tante, also meine Cousine sozusagen, die lebt inzwischen auf der anderen Seite des, äh, des Stiefels, äh, in Lecce. Das ist, äh, an der Adriaküste und das ist auch eine wunder-wunderschöne Ecke. Da waren wir zum Beispiel noch gar nicht. Das wäre dann mal irgendwann 'n Ziel für 'ne zukünftige Reise, aber das ist, sind halt auch 2.500 Kilometer von, von Norddeutschland aus, ne. Das, da muss man sich schon wirklich drei Wochen Zeit nehmen, weil das kann man, äh, wirklich in 'nem Kurztrip jetzt, wenn wir, wir sind ja keine Nomaden, sag ich mal. Wir, wir haben halt 'n ganz normalen Job und müssen halt, äh, mit sechs Wochen im Urlaub, äh, im Jahr auskommen. Ähm, da muss man sich das schon überlegen, ob man nicht in irgendeiner Art und Weise vielleicht mit 'ner Fähre 'n bisschen Strecke machen kann, äh, ohne dass man da jetzt wirklich drei Tage oder vier Tage lang, äh, Zeit hat, um die Strecke halt mit 'm Fahrzeug zu, zu, äh, äh, begleichen, ne.
Ich, äh, bin ja ungern der Spielverderber, aber ich, äh, schiele so'n bisschen auf die Uhr.
Ja, ich auch.
Und wir, wir, wir sind quasi schon ja über unsere virtuellen Grenzen 'n bisschen drüber. Ähm, vielleicht noch als Ergänzung: Es, es gibt ja auch de-- Ich weiß nicht, ob's auf den Routen quasi so was gibt, aber es gibt ja auch so Camping auf der Fähre, Camping auf 'm Boot, ähm, dass man quasi auch in seinem Campingfahrzeug auf der Fähre übernachten kann. Ich weiß, dass es das von Italien nach, nach Richtung Griechenland die Ecke gibt. Vielleicht ja auch dort, dann kann das ja auch durchaus 'ne spannende An- und Abreise sein oder oder Abreise sein, ähm, weil man dann einfach noch so vielleicht grade auf der Rückreise ein, zwei Tage hat, wo man 'n bisschen runterkommen kann, ähm, und dann nicht noch mal so'n, so'n Ritt, dass man quasi in zwei, drei Tagen die Rückfahrt macht. Das könnte ja durchaus 'ne Option sein, wenn's das gibt.
Ja, die Rückfahrt war bei uns schon hart. Wir haben also wie gesagt zwei Tage gebraucht und sind an, an zwei Tagen, äh, 1.500 Kilometer gefahren.
Boah.
Und, äh, das war schon anstrengend. Also das muss man, das muss man nicht immer machen. Aber da, da war halt einfach die Zeit, wir mussten halt nach Hause und, äh, haben dann halt, äh, zwei, zwei sehr, sehr lange Trips gemacht. Aber wie gesagt, mit 'm modernen, komfortablen Auto, äh, mit Tempomat ist das überhaupt kein Problem.
Ja, grad auch ohne Kids und ohne Tiere ist es ja immer noch mal was anderes. Da kann man, ist man 'n bisschen leidensfähiger.
Oder ohne mich. Weil ich, äh, ich bin da ja unleidig. Ich muss dann ja auch ständig irgendwas essen, was trinken, Pipi machen, keine Ahnung. Also für mich wär das jetzt nix. Wir schauen immer, dass wir so maximal vier, fünfhundert Kilometer am Tag abreisen und das ist schon echt so die Obergrenze meiner, meiner Geduld auch. Aber ja, wenn man halt auch nur 'ne begrenzte Zeit Urlaub hat, dann muss man manchmal einfach 'n bisschen auf die Tube drücken.
Richtig, ja. Genau.
Jetzt haben wir von Nikolai leider gar nix gehört in dieser Folge, aber ich glaub, du hast es auch genossen, einfach mal zuzuhören, ne?
Ja, ja genau. Ich hab ja in der letzten Folge viel reden dürfen. Jetzt war ich mal still, hab Stebo zugehört, hab schon überlegt zwischendurch, ob ich mal 'n bisschen an so'n paar Reglern hier rumspiele, aber hab ich dann doch gelassen.
Vielen Dank, dass du's nicht gemacht hast.
Nein, war sehr interessant, das auch mal so zu hören. Also auf jeden Fall, ja.
Ja, ähm, Stebo, willst du noch unseren Hörerinnen und Hörern irgendwas zur Reise für Italien noch mitgeben, was, was du denkst, was superwichtig oder unbedingt wissenswert ist?
Außer gute Nerven.
Ja, gute Nerven. Äh, man sollte einen, äh, ein, ein, einen großen Hunger mitnehmen oder mitbringen auf jeden Fall, weil die italienische Küche ist ja, wie wir ja hier kennen in Deutschland, wir haben ja sehr viele gute italienische Restaurants, äh, einfach toll. Ähm, sie ist in Italien natürlich deutlich authentischer als in, in Deutschland, definitiv. Und, ähm, löst euch davon, dass man eine Portion Spaghetti als Hauptgericht nimmt in Italien. Äh, das ist so, dass, äh, Spaghetti ist eine Vorspeise. Also ein Nudelgericht in Italien ist in der Regel eine Vorspeise und man isst immer mehr, als man eigentlich will. Grade wenn man in irgend'ner, äh, in, in 'ner Familiensituation unterwegs ist, äh, muss man wirklich aufpassen, dass man nicht mit nach 'nem dreiwöchigen Urlaub mit fünf oder sechs Kilo mehr nach Hause kommt.
Das ist, äh, mir auch schon passiert.
Versteh nicht, wo das Problem ist.
Ich weiß auch nicht. Könnte mir nicht passieren.
Es geht nur um die Zuladung im Wohnmobil.
Ach so.
Ja, genau. Das, da haben wir wieder mit dem Wohnwagen 'n Vorteil, weil wir müssen ja nur uns ins Zugfahrzeug quetschen.
Das stimmt, das stimmt. Ja, also, ähm, es, wie gesagt, es gibt so viele tolle Ecken in Italien, die man, die man bereisen kann. Also Italien ist ja so 'n riesengroßes Land und die Leute sind total nett und unheimlich gastfreundlich. Äh, das heißt, es, wir sind nirgendwo in irgendeiner Art und Weise blöd angemacht worden oder, oder, äh, mit der Nase wurde gerümpft, wenn wir mit unserem Camper, äh, irgendwo hingefahren sind. Also es ist alles, äh, unheimlich toll und vor allen Dingen auch, wenn man auf den Stellplätzen steht, kommt man auch ganz, ganz schnell ins Gespräch mit anderen. Es, es ist ja generell in der, in der Campingszene überall so, dass man gerade wenn man jetzt 'n besonderes Fahrzeug fährt, wie zum Beispiel den Ford Nugget, ich würd ihn mal als besonderes Fahrzeug bezeichnen, zumal unserer auch noch orange ist von der Farbe, äh, sehr auffällig. Ähm, und es ist halt 'n sehr kleines Fahrzeug und das ist halt für viele Leute auch 'n, äh, 'n unheimlicher, witziger Punkt.
Und, also praktisch jeder wollte mal in dieses Auto reingucken und konnte sich gar nicht vorstellen: Wo schlaft ihr? Wo geht ihr aufs Klo? Wo kocht ihr, ne? Das ist einfach in so 'nem, in so 'm kleinen Fahrzeug immer wieder witzig zu sehen, dass die Leute, äh, da alle reingucken wollen, ne.
Ja, dann, dann vielen Dank für die, für die euphorischen oder für diesen euphorischen Trip durch Italien quasi. Ähm, ja, hat dummerweise halt auch jetzt, ne, wieder die Liste von Dingen oder Ländern, wo man doch noch mal hin muss, äh, wieder länger gemacht. Ähm, ich bin mal gespannt, ob das bei euch da draußen, liebe Hörerinnen und Hörerinnen, auch so ist. Ähm, schickt uns auch gerne mal Feedback dazu. Entweder podcast@camperstyle.de 'ne E-Mail schicken oder ihr hört uns bei Spotify, dann könnt ihr da auch wieder wie immer auf die Folge uns 'n Kommentar schicken, wenn ihr wollt. Und, ähm, ich fand das super spannend. Man hat's vielleicht auch 'n bisschen daran gemerkt, dass wir gar nicht so viel zwischengefragt haben in den letzten beiden Folgen, ähm, sondern das einfach so haben laufen lassen, weil's halt super spannend war, ähm, und wir an euren Lippen geklebt haben.
Danke, dass ihr, ähm, also sowohl du jetzt Stebo als auch Nikolai beim letzten Mal, äh, als aktiverer Part sozusagen bei uns wart, dass ihr uns habt teilhaben lassen an euren Reisen. Ähm, vielleicht oder andersherum, ich würd mich freuen, wenn wir uns mal zu 'ner Folge wiederhören. Vielleicht kommen wir auch mal zu euch, ähm, noch mal und, ähm, ähm, sprechen da über keine Ahnung was.
Sehr gerne.
Sehr gerne, ja.
Gucken wir mal. Und, ähm-
Themen gehen uns ja nicht aus.
Das denk ich auch, dass, dass wir da immer was zu quatschen haben und wenn es Essen ist. Ähm, und ja, ich verabschiede mich schon mal, wünsche allen Hörern und Hörerinnen da draußen noch viel, äh, Spaß, 'ne schöne Woche, wann auch immer ihr uns hört und wir hören uns nächste Woche wieder und ich geb das Wort weiter an Nele.
Ja, ich wollte nur noch mal kurz anfügen, wir haben ja wieder 'n bisschen was an Feedback reinbekommen von euch. Wir haben alles wahrgenommen. Wir haben's jetzt nur nicht in die Gästefolgen gepackt, weil das manchmal dann auch für die Gäste 'n bisschen doof ist, wenn wir da so lange drüber sprechen. Ähm, wir haben's auf jeden Fall nicht vergessen, werden das dann in einer der nächsten Folgen mal wieder ausführlicher behandeln. Es kamen auch 'n paar Fragen von euch und dann, ja, wie immer: Bewertet uns gerne natürlich am liebsten gut oder sehr gut. Ähm, abonniert den Podcast, dann werdet ihr die weiteren Folgen auch immer sofort mitbekommen. Und euch beiden, lieber Stevo, lieber Nikolai, vielen Dank, dass ihr bei uns wart. Hat mir riesen Spaß gemacht und bis bald mal wieder und ihr habt das letzte Wort. Ich glaub, den, dem Nikolai geben wir jetzt das letzte Wort.
Du hast ja schon dein letztes Wort eigentlich gesprochen, Stevo.
Genau.
Ja, ich danke auch ganz herzlich noch mal, dass wir bei euch zu Gast sein durften. Das war wirklich echt super sympathisch, super nett. So wie ich persönlich euch auch wahrgenommen habe als Zuhörer bisher. Und ja, ich würd mich echt freuen, wenn wir uns wieder hören, wieder oder überhaupt mal treffen und ihr seid sehr herzlich willkommen, auch mal bei uns reinzuschnuppern. Also in diesem Sinne-
Sehr gerne
... danke fürs Zuhören und tschüss.
Von mir auch noch mal Tschüss.