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Satellit, Streaming oder beides? Fernsehen im Camper

Episode 297 · 01:16:44

Was brauche ich eigentlich wirklich für guten TV- Empfang beim Camping – eine Satellitenschüssel, einen Router, beides oder gar nichts davon? In dieser Folge tauchen wir gemeinsam mit Harald Langer, Vertriebsleiter für Campingprodukte bei Megasat tief ein in die Welt der mobilen Unterhaltung: von der Umstellung von Analog- auf Digitalfernsehen über die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Sat-Antennentypen bis hin zu Datentarifen, Streaming-Lösungen und cleveren Kombisystemen.

In dieser Folge

  • Überblick über die Entwicklung der Fernsehtechnik im Campingbereich

  • Warum man mit digitalen Signalen nicht mehr so einfach „heranrauschen“ kann

  • Satellitenschüssel oder Streaming – was ist für welchen Camper sinnvoll?

  • Datenverbrauch, Netzabdeckung und Roaming im In- und Ausland

  • Geschwindigkeit und Bandbreiten für TV-Empfang

  • Mobile vs. fest verbaute Antennensysteme

  • Der Einfluss von Reiseverhalten und Zielgruppen auf die Produktauswahl

  • DAB+, GPS & 5G: Warum Antennen heute mehr können als nur Fernsehen

  • Worauf solltest du bei der Auswahl des Camping-Fernsehers achten?

  • uvm.

Links & Ressourcen

Welche Erfahrungen hast du mit Satellitenschüsseln, Routern oder Streaming beim Camping gesammelt? Möchtest du unseren Gast Harald etwas fragen? Oder willst du uns etwas anderes mitteilen? Dann schick uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per Whatsapp

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und wir sprechen heute über Satelliten, Streaming, Smart TVs beim Camping.

Und das tun nicht Sebastian und ich alleine, sondern wir haben mal wieder einen tollen Gast im Studio, und zwar Harald Langer. Er ist Vertriebsleiter für Campingprodukte bei der Firma Megasat und wird uns heute, ja, ich würd mal sagen, auch, äh, so 'n paar kontroverse Fragen sicherlich beantworten. Aber Harald, bevor wir einsteigen, erst mal herzlich willkommen an dich und stell du dich doch bitte mal kurz unseren Hörerinnen und Hörern vor.

Ja, hallo. Schön, dass ich von euch eingeladen wurde zu diesem Podcast. Ja, mein Name ist Harald Langer. Ich bin Vertriebsleiter bei den Megasat-Werken, bin in der Firma seit jetzt knapp 16 Jahren und, ähm, da hat man auch, was das Thema Fernsehen, Satelliten, äh, Technik und natürlich auch die Anfänge des Streamings schon viel mitbekommen und Erfahrungen gesammelt in den Bereichen. Ähm, die Firma Megasat selbst, äh, gegründet 2004. Wir hatten vergangenes Jahr 20-jähriges Betriebsjubiläum und wir haben eben mehrere Schwerpunkte. Das eine ist jetzt der Campingbereich und das andere ist natürlich Satellitentechnik, Multimedia auch für zu Hause.

Ja, und im Campingbereich sind wir halt letztendlich dann auch der einzige Vollsortimenter eigentlich am Markt, der alles anbietet von den, von dem Produktportfolio, sei es vom kleinsten F-Stecker, Kabeln und dann eben automatische Antennen, manuelle Antennen, Fernseher, Router, also komplette Portfolio für zu Hause und für Campingbereich.

Glaub auch, auf meinem ersten Wohnmobil war 'ne Megasat-Antenne drauf, wenn mich nicht alles täuscht. Ist schon lange her, war noch analog damals.

Ja, klar, klar, klar.

Äh, lange, lange ist her, dass die, dass die noch Empfang hatte, weil das wurde irgendwann ja umgestellt von analog auf digital. Aber, ähm, wir, das fiel mir nur jetzt gerade ein, dass wir tatsächlich auf 'm ersten Mobil die drauf hatten.

Ja, die Umstellung von analog auf, äh, digital war ja 2012. Das war ja dann, äh, der erste große, erste große Veränderung auch, ähm, was natürlich auch für viele dann eben Neuanschaffungen bedeutet hat, U-Umstellungsprozesse von analog auf digital, ganz klar.

Wir können ja auch, wenn wir das, also an sich ist ja, ist eigentlich heutzutage recht egal, was analoges Fernsehen war, aber wir können ja vielleicht trotzdem mal die Hörer, ähm, und Hörerinnen einfach so 'n bisschen noch mitnehmen, was da eigentlich der Unterschied war, damit sie auch noch 'n bisschen Wissen abstauben können, was sie dann auf irgendwelchen Partys als, äh-

Als unnützes Wissen präsentieren können.

Was, was ist denn quasi der Unterschied zwischen Analog- und Digitalfernsehen gewesen für, für-

Es war halt letztendlich die, die Signalverarbeitung natürlich, das war der Hauptgrund. Und dann eben auch, äh, von DLMBs. DLMBs, die analog, äh, fähig waren, die konnten dann eben dann auch keine digitalen Signale empfangen. Und die Umstellung, wie gesagt, die war 2012. Und es war, es war, war ja früher eigentlich viel einfacher, auch mit einer manuellen Satellitenantenne tatsächlich den Satelliten zu finden, wer sich eben noch erinnert oder die Erfahrung hat mit manuellen Antennen. Man hat sich ja angenähert an das Signal. Das war ja das Schöne, dass das so funktioniert hat. Das heißt, man hat mit Bildrauschen angefangen und, ähm, hat dann, je mehr, je näher man sich dem die richtige Satellitenposition genähert hat, dann immer ein besseres Bild bekommen.

Das heißt, vom Rauschen ging's dann langsam zu kleinen Pixeln, und bis man dann perfektes Bild hatte. Und das war einfach auch für, für 'n, ja, für jedermann eigentlich sehr einfach einzustellen, für 'n Laien auch. Und das war natürlich schlagartig mit der Digitaltechnik vorbei. Denn Digitaltechnik heißt ja eben, funktioniert oder funktioniert nicht, eins oder null.

Mhm.

Und das Digitalsignal kommt auch zwei Sekunden zeitverzögert an letztendlich. Und wenn ich jetzt den Spiegel manuelle drehe Richtung Satellitenposition, in dem Moment, wo ich eigentlich die richtige Position habe, hab ich noch kein Bild am Fernsehgerät. Und so drehe ich natürlich den Spiegel weiter und damit hab ich dann den Punkt schon wieder überschritten und-- Also auf diese Art und Weise ist es eigentlich nicht mehr möglich-

Mhm.

-manuell eine Satellitenposition zu finden.

Ich, ich glaub auch, die Camper mit, mit entweder älteren Fahrzeugen oder die einfach schon sehr, sehr lange campen, erinnern sich da auch noch dran. Also wir hatten auch so 'ne, so 'ne viereckige, ähm, Satellitenantenne und die musste man dann, konnte man im Schrank, war dann so 'n Mast, da konnte man die hochschieben und dann konnte man die drehen und dann musste man so 'n bisschen gucken, dass wir die richtige Himmelsrichtung erwischt hat und dann musste man quasi Neigung über 'ne Kurbel einstellen und die, die Antenne drehen. Und so wie du sagst, hat man dann vom Rauschen irgendwann so 'n bisschen Bildsignale aufgefangen, bis dann irgendwann, da war auch noch 'n alter Röhrenfernseher im Wohnmobil, ähm, quasi ein, ein Bild da rausgekommen ist. Kann ich mich noch erinnern, ähm, dass, dass das tatsächlich so in unserem ersten Wohnmobil auch drin war.

Also das waren ja, war ja eigentlich die, die klassische Situation war, die Frau ist im Reisemobil, der Mann, der Techniker am Gerät. Und dann wurde dann natürlich hin und her kommuniziert zwischen Reisemobil und der Mann, der draußen stand, vielleicht am besten noch im Regen.

Mhm.

Dann, äh, kam schon der erste Frust auf. Und dann hat's tatsächlich hier dann auch schon manchmal zu schweren Ehe-, äh, Problemen, Ehekrach geführt, weil man dann eben nicht schnell genug am Ziel war.

Ja.

Also wenn das so gut klappt wie das Einweisen unter Ehepaaren, dann gute Nacht. Bin ich froh, bin ich froh, dass es jetzt nur noch digital läuft alles.

Ja gut, digital ist, äh- Wie vorhin erwähnt, eben das manuelle Einstellen einer Satellitenantenne viel schwieriger geworden. Äh, und da braucht man dann schon technische Hilfsmittel, am besten ein richtiges Sat-Messgerät. Aber Standard ist ja mittlerweile eigentlich eine vollautomatische Antenne-

Mhm.

-die dann diesen Job komplett übernimmt in innerhalb von wenigen Minuten.

Wie ist das denn überhaupt, wenn wir, ne, wir, wir haben jetzt gerade darüber gesprochen, dass 2012, ich wusste gar nicht, dass das schon wieder so lange her ist, von analog auf digital umgestellt wurde. Jetzt, jetzt leben wir ja in der Zeit von Flatrates, auch wenn wir in Deutschland da immer noch ganz schön hinterherhinken, wie ich finde. Braucht man denn eigentlich noch, ich frage jetzt mal ganz provokativ: Brauchen wir eigentlich noch Satellitenschüsseln beim Camping?

Definitiv. Es hat beides seine Daseinsberechtigung natürlich. Und, ähm, ich sage mal, 'ne Satellitenantenne ist ja so, dass die einen einmaligen Anschaffungspreis hat und dann keine Folgekosten und funktioniert an und für sich überall. Und, ähm, wenn ich jetzt vom Streaming ausgehe, dann brauche ich natürlich 'ne sehr gute Netzabdeckung. In dem Bereich, wo ich mich gerade bewege, bin ich jetzt Offroad irgendwo unterwegs, Südfrankreich vielleicht, ähm, da wird's dann in manchen oder manchen Stellen schon deutlich schwieriger mit 'nem vernünftigen Netzabdeckung. Aber auch in Deutschland, so wie du gesagt hast, wir hinken da deutlich hinterher. Also wir sind gerade was 5G betrifft, auf dem letzten Platz leider in Europa mit dem Netzausbau, mit der Infrastruktur.

Und das wird auch noch viele, viele Jahre benötigen, bis wir hier dann mal vernünftigen Ausbau im 5G-Bereich haben. Und ich hab natürlich, äh, wie gerade erwähnt, die Folgekosten. Ich brauch, brauch eine Flatrate. Ohne Flatrate brauche ich nicht anzufangen. Ich hab ein, bei einem HD-Film, sage ich, von neunzig Minuten, äh, Spieldauer ungefähr fünf, sechs Gigabyte Datenvolumen, was ich benötige pro Film.

Ja.

Und wenn ich jetzt vierzehn Tage, drei Wochen verreise, ja, dann, äh, komme ich mit dreißig, vierzig, fünfzig Gigabyte dann letztendlich auch nicht weit, weil ich ja nicht nur Streaming-TV damit machen möchte. Ich möchte auch noch die normalen Internetanwendungen haben und somit komme ich eigentlich um eine Flatrate nicht umhin.

Ja, und dann brauche ich ja auch noch irgendwie 'nen Streaming-Anbieter, ne. Und die kosten ja mittlerweile auch ganz schön Geld im Monat. Vor allem wenn man jetzt vielleicht mehr als einen hat, so wie manche Leute, die hier heute zusammensitzen. Dann hat man ja nicht nur Netflix, sondern man hat vielleicht auch noch Joyn oder RTL+ oder, ähm-

Ja, und Prime und Disney.

Amazon Prime, was weiß ich, Disney, genau.

Ja, also eben diese, klar, diese, ich habe ja vorhin gesagt, 'ne Satellitenantenne erst mal, ähm, einmaliger Anschaffungspreis, keine Folgekosten, ja.

Mhm.

Und natürlich kann ich keine Streamingdienste damit empfangen. Das ist auch ganz klar. Ich kann lineares Fernsehen damit empfangen und wer jetzt dann im, ich spreche jetzt von normalen Campern, der halt zwei, drei Wochen verreist, dann in dieser Zeit nicht auf Streaming verzichten möchte, auf Netflix und Co., der braucht dann zusätzlich einfach ein mobiles Routersystem im Wagen. Ich spreche bewusst von zusätzlich, weil er kann ja dann auswählen. Lineares Fernsehen kann er ohne Datenvolumen, ohne Abhängigkeit von, äh, guten Netzabdeckung frei empfangen und für das andere braucht er dann eben seinen Datentarif. Da muss er auch einen guten Anbieter haben. Auch das ist, äh, wichtig. Zweit-, Dritt-, Viertanbieter werden ja auch, also die werden ja priorisiert und deswegen muss auch ein, ja, eigentlich einer der Marktführer letztendlich ausgewählt werden.

Grad das Thema Roaming ist im Ausland ja auch noch mal ein ganz spannendes Thema. Also das, ich meine, für uns Reisende ist Roaming zum einen schön, weil wir meistens im Ausland ja dann die Wahl zwischen mehreren Netzen haben, während wir in Deutschland ja immer auf das Netz unseres Anbieters, äh, sozusagen angewiesen sind.

Ja.

Auf der anderen Seite, genauso wie du sagst, das wissen viele gar nicht, dass je nachdem, bei welchem Anbieter ich bin und auch welchen Tarif ich dort habe, ich im Ausland eben im Netz ganz unterschiedlich behandelt werde. Das wird man bei einem normalen, sagen wir mal, Internetnutzen, bisschen E-Mail, bisschen Webseiten, bisschen Social Media, nicht unbedingt merken. Man kann das aber durchaus auch bei Filmen schauen oder beim Streaming merken und man merkt's vor allen Dingen auch, wenn die Netze so in die Überlastung gehen. Ähm, in, in Portugal ist mir das immer mal aufgefallen. Da gibt's ja 'ne, 'ne Flatrate für, ich glaub, mittlerweile vierzig Euro im Monat hat man eine richtige Flatrate. Und grad zum Beispiel während Corona, als alle zu Hause waren, hat man ganz, ganz deutlich gemerkt, wie die Netze dann abends-

Mhm.

-äh, in ihre Lastgrenze gefahren sind, zumindest in den Gebieten, wo wir unterwegs waren. Und wenn ich dann eben, ich sag mal, nicht bei einem der großen Premiumanbieter bin, sondern vielleicht bei 'nem kleinen, ähm, Wiederverkäufer, was ja viele sind, dann kann es eben sein, dass ich da in, in 'ne Drosselung falle. Und das Schöne ist, man weiß das nicht vorher, man sieht das nicht, man merkt's erst, wenn's quasi passiert ist.

Genau. Und es ist auch so, dass, ähm, auch die großen Premiumanbieter in Deutschland mit ihren Tarifen keine Flatrate für das europäische Ausland anbieten. Das heißt, ich hab bei den Premiumanbietern eine Flatrate, die auch noch ordentlich Geld kostet in Deutschland und die ist aber für den Auslab, das Ausland gedeckelt mit achtzig, jetzt mittlerweile bei hundertzwanzig Gigabyte, aber es ist keine, es wird keine Flatrate für das Ausland zur Verfügung gestellt und das wissen eben viele auch nicht, dass das so der Fall ist. Und da muss man natürlich auch auf die Bandbreite achten. Es war ganz spannend auf der CMT dieses Jahr gewesen. Da kamen Kunden, sagen: „Ja, hier Anbieter XY bietet jetzt eine Flatrate an für siebzehn Euro neunundneunzig."

Und der hat das dann auch, äh, gebucht, den Tarif. In dem Kleingedruckten steht aber, dass es, äh, drei Komma, äh, drei Mbit pro Sekunde gedeckelt ist. Mit drei Mbit kann ich halt nicht streamen. Und das sind so Verträge, die da angeboten werden, da, ja, ist schon ein bissl fader Beigeschmack dabei.

Wie viel Mbit, ähm, wären denn ausreichend oder wären so die, die Mindest-, ähm, Größe für Streaming?

Also man benötigt zwanzig bis dreißig Mbit pro Sekunde für Streaming-TV. Das heißt, wenn ich ein Routersystem habe mit dreihundert Mbit, äh, Router, dann kann ich hier mehrere, ab mehreren Geräten gleichzeitig Streaming-TV nutzen. Und das andere, ähm, war noch, wenn ich im Ausland bin oder mir im Ausland eine Prepaid-Karte hole, die, wie du sagst, Sebastian, ja sehr, sehr preiswert angeboten wird, dann habe ich aber, bin ich ja auf einem ausländischen Server und hier habe ich dann ganz klar die Sperre drin für Mediatheken und für Netflix. Das heißt, ich kann meinen Netflix-, äh, Vertrag dann eben nicht nutzen. Und das geht dann, da gibt's natürlich auch Lösungen.

Klar, kann ich über, mit VPN arbeiten, aber ich glaub, äh, wenn zwei bis drei Prozent der Camper in der Lage sind, VPN einzurichten, dann ist es schon hochgegriffen.

Wir haben ja letztens schon fleißig Werbung für NordVPN gemacht, die ja genau eins dieser Probleme lösen.

Ja.

Man muss aber auch sagen, dass auch die Anbieter natürlich, ähm, gegen VPNs, ich sag mal, kämpfen, weil sie wiederum von den Rechteanbietern, die ihnen die Filme und, und Serien verkaufen, also da, die versuchen ja auch, das regionsweise zu verkaufen, weil sie in manchen Regionen mehr Geld verlangen können und so weiter. Mega komplexes System.

Ja.

Und auch die gehen halt gegen VPNs vor. Es klappt häufig ganz gut, aber auch nicht immer. Ähm, da können wir auch 'n Lied von singen. Also ich glaub, wir, wir müssen auch keinen Hehl draus machen, dass, dass ich jetzt persönlich keine Satellitenschüssel mehr zuletzt aufm Wohnmobil hatte, weil wir brauchen fürs Arbeiten so viel Internet, dass wir sowieso immer mit 'ner Flatrate unterwegs waren und-

Ja.

-dann aber auch halt zweihundert Euro dafür im Monat ausgegeben haben, was halt der Normaluser einfach nicht hat. So, deswegen, wir sind da ein Sonderfall und dann kann ich halt auch noch streamen, wenn ich sowieso 'ne Flatrate dabei habe. Und, ähm, trotz alledem darf man ja nicht nur von sich ausgehen, wenn man über Technologie nachdenkt, ne. Weil ich würd jetzt sagen, kein Mensch braucht mehr Satellitenschüsseln aufm Wohnmobil. Wir haben doch Streaming, aber wie du grade gesagt hast, nicht jeder hat-- Ich weiß auch gar nicht, ob's den Tarif noch gibt, der war aber mit zweihundert Euro jetzt halt auch wirklich kein Schnäppchen. Und wer das eben nicht hat und nicht braucht, der wird's bestimmt nicht für 'n Fernsehen anschaffen, weil da bin ich tatsächlich dann mit 'ner Satellitenschüssel halt einfach auf 'm besseren Wege. Die schraub ich mir mal drauf, die kauf ich einmal und, äh, dann läuft das Ganze halt quasi.

Ich, ich denk auch, dass es, dass es natürlich auch so ein bisschen davon abhängt, wie man Dinge nutzen möchte, ne.

Ja.

Also meine Eltern zum Beispiel, vor allem mein Vater ist sehr technikaffin, der macht auch alles mit Internet und so selbstständig. Manchmal muss man dann so 'n bisschen eingreifen, weil er dann vielleicht manchmal 'n bisschen zu viel macht. Aber, ähm, die sagen zum Beispiel, sie möchten gar nicht streamen. Die möchten einfach lineares Fernsehen gucken, auch wenn sie sich dann immer aufregen, dass da nix Gescheites kommt- -wie man bei uns in Bayern sagt. Ähm, aber die haben gar nicht die Gewohnheit, irgendwie über Netflix oder ähnliche Anbieter irgendwas zu schauen und auch selten in Mediatheken.

Ja.

Ähm, während bei uns ist es ja völlig normal. Wir haben überhaupt kein lineares Fernsehen mehr. Wenn meine Eltern mir da manchmal irgendwie 'n Tipp schicken, da kommt was über Camping heute Abend auf Dreisat, dann find ich erst mal den Kanal gar nicht, weil ich überhaupt die gar nicht eingerichtet habe bei uns aufm, im Fernseher, weil wir eh so wenig gucken. Und ich glaube, dass wie gesagt, also wenn jetzt jemand halt immer seine Tagesschau gucken möchte und Fußballspiele und, ähm, ja, was weiß ich, seine Serien oder so, die im deutschen Fernsehen kommen, dann ist er sicherlich sowieso mit der Satellitenschüssel besser bedient, auch in puncto Empfang.

Ja, oder wenn er halt einfach mal kurz durchzappen will. Das ist halt alles einfach und unkompliziert. Es will, wollen sich ja viele, grad, sag ich mal, äh, ältere Camper dann nicht jetzt groß mit Technik beschäftigen, sondern die wollen da ein Knöpfchen drücken und dann muss die Antenne hoch und dann wollen die schon Fernsehschauen und mal kurz durchzappen-

Ja.

-durchgucken. Also die Einfachheit ist natürlich auch sehr wichtig, ganz klar. Und wie du sagst, Sebastian, ähm, zweihundert Euro pro Monat, ich glaub, das ist handverlesen- -dass man da Camper findet, äh, die, äh, dass dieses Geld, äh, bereit sind auszugeben. Denn in den Gesprächen, wir, wir sind ja auch viel, äh, wir machen ja Roadshows und verschiedene, äh, ja Events draußen auf, sag ich immer, direkt bei den Kunden auf den Campingplätzen. Und, ähm, in der Regel ist es ja so, dass die Kunden, die haben wirklich, was wir vorhin schon hatten, Zweit-, Dritt-, Viertanbieter, reine Wiederverkäufer mit, ja, zwanzig Gigabyte für acht Euro neunundneunzig. Das ist so das Budget, was eigentlich da dann, äh, nicht überschritten werden soll.

Und wenn du dann denen sagst, ja hol dir 'ne-- Wenn du Streaming machen möchtest ausschließlich, dann hol dir 'ne Flatrate von den Premium-Anbietern. Du bist da mit sechzig bis neunzig Euro pro Monat dabei und dann siehst du plötzlich, wie das Gesicht runterfällt und, und, und dann sagt: „Nee, nee, das will ich nicht." Ja. Deswegen, es ist 'n, es ist 'ne gute Mischung, wenn man eine Satellitenantenne hat, indem ich eben jetzt einfach lineares Fernsehen schauen kann, plus zusätzlich ein Routersystem im, im Fahrzeug dabei, mit dem ich dann eben Streaming nutzen kann oder eben dann auch Internetanwendungen. Es geht ja bei dem Routersystem, ähm, nicht jetzt nur um, um Streaming-TV. Ich mein, wir verkaufen ja Äh, Smart-Fernseher. Wir haben verschiedene Routersysteme, ob jetzt, äh, im 4G- oder im 5G-Bereich.

Ich will ja, der Vorteil ist ja auch, dass ich eine vernünftige Antenne auf dem Dach des Fahrzeugs habe, ohne dass ich hier Signaldämpfung habe durchs GFK, durch Wärmeschutzverglasung und dann einen Router im Wagen fest verbaut, in dem ich nur eine SIM-Karte benötige für alle, die mitfahren. Also die Familie, sag ich jetzt mal mit zwei, drei Kindern, das ist 'ne fünfköpfige Familie. Ich brauche jetzt nur noch eine SIM-Karte mit einer Flatrate und alle können ja da drauf zugreifen. Ich kann ja, hab hier mein eigenes Netzwerk, passwortgeschützt, das ich wie zu Hause habe, nix anderes. Ich hab mein eigenes Netzwerk und das ist natürlich dann der Vorteil, äh, von Streaming und Internetanwendungen. Aber ich für mich sag, die ideale Lösung ist beides.

Und es muss ja auch keine fest montierte Antenne auf dem Dach sein. Die werden ja auch alle nicht geschraubt, sondern geklebt. Es gibt ja mittlerweile sehr viele mobile Lösungen, ähm, die platzsparend, die vom Gewicht her wenig, ja mit vier bis fünf Kilo auflasten. Diese Lösungen gibt's ja auch und die sind ja auch mittlerweile sehr, sehr beliebt.

Also auch hier noch mal für alle, die jetzt sich mit der Technik noch gar nicht auseinandergesetzt haben: Ähm, ihr könnt ja nicht nur mit eurem Handy Internet haben, wo ihr dann, ähm, wie's der Harald grade gesagt hat, eben 'ne SIM-Karte neben dem Handy braucht oder halt auf einem Handy 'n Hotspot aufmacht. Dann müsst ihr aber gucken, das wird dann schnell leer, der Akku und es wird warm. Ähm, so könnt ihr also auch Router entweder tragbar oder fest eingebaut mitnehmen, die quasi dann eine SIM-Karte enthalten, dann vom Mobilfunknetz wie 'n Handy auch quasi das Signal auffangen und dann im Fahrzeug quasi ein WLAN aufspannen und da das Internet weitergeben. Und dann könnt, kann sich also jedes Gerät mit dem WLAN verbinden, also die Kids mit ihren Handys, mit ihren Tablets, mit Computern, was alles da ist und natürlich auch die Eltern. Und alle können quasi dieselbe, ähm, SIM-Karte oder denselben Datentarif nutzen.

Auch da ist dann natürlich viel Datenvolumen oder 'ne, 'ne Flatrate wieder schön, ähm, weil ich natürlich am Handy dann auch wieder keine, nicht unbedingt 'ne Datenkontrolle habe, ne. Und einmal durch Instagram gescrollt und, äh, 20 Videos im Feed gehabt, dann sind schon mal 500 MB ganz schnell weg und das ist noch wenig. Oder mal irgendwie 'ne Stunde YouTube können auch, ne, zwischen 'nem halben Gigabyte und, und zwei Gigabytes je nach, äh, Qualität sein. Also-

Oder Podcast hören.

Oder Podcast hören. Ja, das ist nicht ganz so schlimm. Ähm-

Nee, aber da ist bei mir in Mexiko ganz gut was weggegangen, weil ich aus Versehen mich falsch verbunden hatte.

Also wir haben da übrigens auch, das können wir mal verlinken, wir haben auch so 'ne Internet auf Reisen. Da haben wir, hab ich mal zusammengetragen, was eigentlich so Streaming und Audio hören, ähm, an Datenvolumen kostet. Das können wir noch mal verlinken. Äh, da ist Podcast hören noch sehr, sehr human oder auch Musik hören. Das, das ist noch sehr, sehr gut, aber sobald halt Bewegtbildvideo ins Spiel kommt, wird's halt schon schnell viel und da muss man dann auch wieder 'n bisschen aufpassen. Ähm, das wär jetzt tatsächlich so 'n bisschen auch meine Frage: Wie, wie ist denn generell der Satelliten-Campingmarkt? Ähm, ist der rückläufig? Ähm, steigt der oder bleibt der eigentlich gleich? Kannst du da was sagen? Also natürlich so vor allen Dingen aus eurer Sicht.

Ja, also er ist bei, bei uns auch dieses Jahr stabil. Aber ganz klar, was ich vorhin schon sagte, der Trend geht halt deutlich zu den mobilen, vollautomatischen Satellitenantennen. Warum? Weil ja auf den Dächern der Fahrzeuge eigentlich kaum noch Platz ist für Satelliten, große Satellitenantennen. Ähm, der Trend sind die Camper Vans und dann soll hier 'ne Klimaanlage verbaut sein. Es sollen Solar-, Photovoltaik-, äh, -module auf dem Dach sein, dann noch zwei, drei Dachfenster. Es ist kaum noch Platz auf den Dächern der Fahrzeuge. Und dann hab ich natürlich mit 'ner vollautomatischen mobilen Antenne die ideale Lösung. Einfach rausstellen, ein Kabel verbinden und dann eben auch die Antenne macht vollautomatisch ihren Job.

Nach zwei Minuten kann ich Fernseh schauen. Ich hab natürlich auch, ähm, dann keinen Stromverbrauch mehr. Natürlich nur der Fernseher. Der Fernseher hat noch seinen, seinen Stromverbrauch mit vielleicht 18 Watt und die Satellitenantenne selber benötigt aber keinen Strom mehr, nur in der Ausrichtphase. Und ein Routersystem hat natürlich ordentlich Stromverbrauch. Das darf man auch nicht vergessen. Oder wenn man jetzt Starlink auch nimmt, auch hier hab ich natürlich deutlich höheren Stromverbrauch.

Das, das wär jetzt tatsächlich auch nur 'ne kurze Zwischenfrage gewesen. Ich weiß nicht, Nils, ob deine Frage noch warten kann. Ähm, ist denn eigentlich Internet über Satellit, also abgesehen von Starlink, die ja quasi 'ne, 'ne Technologie gebracht haben, wo die Satelliten näher dran sind, ist das eigentlich überhaupt noch in Campingbereichen Thema, also dass man auch noch Internet über Satellit macht?

Nein.

Nee, okay.

Nein, überhaupt nicht mehr. Es war, es waren, es hat ja Lösungen gegeben, die aber sehr, sehr kostspielig waren, die Hardware und dann vor allem aber auch die Datenpakete. Da hat's ja auch nur einen Anbieter gegeben und die gibt's auch noch, aber dann, also annähernd den Preisen, die du im Monat zahlst für dein Internetvertrag.

Ich erinner mich noch dran. Wir hatten, das war meine erste, also als wir gestartet sind mit unserem, ich sag mal, Wohnmobil, wir leben im Wohnmobil und arbeiten darin, war das tatsächlich meine erste Lösung und ich weiß noch, was das für 'n Abenteuer war, allein diese riesige Satellitenschüssel mit so 'nem riesigen LNB-Arm, äh, aufs Dach zu kriegen, stabil, äh, und beweglich, weil du musst ja beim Fahren das Ding auch irgendwie einklappen und da gab's keine Automatiksysteme für beziehungsweise ich glaub schon, aber die waren, äh, fast im fünfstelligen Bereich damals preislich, also überhaupt nicht attraktiv. Und, ähm, ich weiß, da war ich beim Kumpel in der Werkstatt und wir haben da ewig gebaut, um so 'n System da aufs Dach zu machen. Und dann sind wir nach Frankreich gefahren, standen den ersten Tag an der Küste- Und diese blöde Satellitenschüssel hat im Wind halt trotzdem so viel gewackelt, dass die Verbindung immer abgebrochen hat.

Und ich war, ich war so pappsatt, weil es hat 'n Haufen Geld gekostet, viel Arbeit gemacht. Wir hatten dann noch die Stromversorgung auf, äh, zwölf Volt umgestellt, das alles entstört, weil d-damit es halt auch nicht irgendwie das, das Satellitensignal stört und das WLAN-Signal. Also mega Aufwand, lange Rede, kurzer Sinn. Ähm, ich hab's dann nicht weiter genutzt, hab mir dann noch an der Tankstelle bin ich noch hängengeblieben mit der Satellitenschüssel, eingefahren. Und dann hat die Telekom diesen Tarif damals rausgebracht. Soll jetzt auch keine Werbung sein, aber ich weiß noch, dass, dass ich dann gesagt hab: „Okay, das, dieses Satelliten-Internet-Ding Sie, das mag schön sein, wenn man zu Hause ist und das, das fest aufm Dach montiert ist. Und das mag vielleicht noch gehen, wenn man irgendwie vier Wochen auf 'm Camp-Campingplatz steht und sich das einmal hinstellt, aber mobil war das der absolute Horror."

Deswegen hat's mich jetzt interessiert, ob das überhaupt noch irgendjemand überlegt oder, ähm, nicht mehr macht.

Nee, also das ist, ähm, kein Thema mehr.

Okay.

Nee. Es wird ge, es wird genutzt, ich sage mal, eben bei THW oder Feuerwehr im professionellen Einsatz, da wird das schon noch genutzt, dass man hier dann tatsächlich im Ernstfall, im Krisenfall 'ne stabile Internetverbindung hat, wenn Mobilfunknetze zum Beispiel zusammenbrechen. Dafür wird das genutzt, aber nicht im privaten Sektor.

Okay. Ja gut und dann, und dann haben wir noch ganz kurz Starlink. Da haben wir zwar 'n System, was ganz gut funktioniert und was auch vom Ausrichten easy ist, aber wir sehen da in den letzten zwei Jahren eigentlich nur Preiserhöhungen und, und das schlechter werdende Angebots. Und wir haben halt 'n Geschäftsführer, den man je nach Blickwinkel durchaus als abenteuerlich bezeichnen kann, um's mal vorsichtig zu kommunizieren. Also, ne, das kann ja jeder für sich selber entscheiden, aber-

Ja klar.

Da guck ich halt auch 'n bisschen skeptisch drauf, auch wenn's natürlich für manche Momente auch spannend ist. Ähm, aber auch hier, wir bleiben mal bei den normalen Campern und die haben ja nicht so wie wir zum Beispiel das Thema, dass wir 'n halbes Jahr in Mexiko sind und uns 'ne Lösung suchen müssen, die dann überall funktioniert, so.

Nein, es ist ja auch, ähm, wieder, es ist teuer, muss man klar sagen. Und ich mein, der Herr Musk möchte ja auch mal Geld verdienen. Ist viel subventioniert worden für die Starlink-Systeme. Die Hardware ist ja, äh, deutlich subventioniert worden und die Tarife, äh, bin ich überzeugt davon, werden weiter nach oben sich bewegen. Und es ist halt, wie vorhin schon gesagt, auch, äh, 'n hoher Stromverbrauch da bei diesem System.

Wann seid ihr denn in den, ähm, in den Routermarkt eingestiegen? Also wann habt ihr gesagt, Satellit allein ist vielleicht 'n bisschen einseitig, wir wollen uns breiter aufstellen?

Gut, es ging eigentlich, äh, 2020, äh, ging das los vor fünf Jahren und dann die ersten, äh, Systeme dann 2021 in den Markt gebracht. Das war 'n so, da ging's los, ja genau.

Kann man die Zielgruppen für die beiden unterschiedlichen Systeme altersmäßig festmachen? Oder gibt's sowohl junge Leute, die sich, äh, Satellitenanlagen kaufen, als auch vielleicht ältere Herrschaften, die lieber streamen?

Also du hast davon schon das schöne Beispiel selbst gebracht. Es ist tatsächlich so, dass, ähm, sag ich mal, ab 60 aufwärts, die, das ist, äh, vorwiegend die Zielgruppe für Satellitenantennen, also vermehrt natürlich, verstärkt, die sich auch, äh, nicht mehr so mit Technik und mit dem, äh, Streaming und so weiter beschäftigen wollen. Da haben wir wieder die Einfachheit, dass wir vorhin, äh, schon mal, äh, besprochen hatten. Einen Knopf drücken, zwei Minuten einfach warten, Kaffee trinken und dann kann ich Fernseh schauen. Und, äh, bei den Jüngeren ist es oft so, dass beides gewünscht wird. Eben eine vollautomatische mobile Antenne, die, äh, leicht zu verstauen ist, die wenig, äh, wenig Gewicht, äh, hat mit fünf Kilo, vier Kilo und natürlich Streaming, äh, dazu.

Also beides wird dann schon und auch auf den Messen, wenn man jetzt der Caravan Salon steht vor der Tür, auch, ähm, die letzten Jahre, die Beratungsgespräche der Kunden oder viel jüngeren Kunden geht schon auf beides nach wie vor.

Und wenn ich mir jetzt anschaue, das Reiseverhalten, wir haben ja auch in unserer Community durchaus Leute, die in etwas entlegeneren Gebieten unterwegs sind. Ähm, also jetzt nicht nur klassisch auf 'm Campingplatz in Mitteleuropa oder Südeuropa, sondern, ähm, die dann auch mal Nordafrika machen oder, ähm, Zentralasien oder solche Geschichten. Wenn man dort jetzt auch fernsehen möchte, dann ist wahrscheinlich wiederum das Satellitenfernsehen die, äh, bessere Lösung. Oder wie ist es damit? Ehrlich gesagt kenne ich mich mit Satelliten nicht so besonders gut aus, aber irgendwas vom Ausleuchtung weiß ich noch.

Nein, nein, nein. Ja, also Zentralasien, ähm, da funktionieren die europäischen Systeme nicht.

Mhm. Okay.

Also die, die Satellitenantennen, die wir und auch der Wettbewerb anbietet, die sind also für Europa, für die Technik in Europa ausgelegt. Ähm, in Asien oder auch in Amerika ist es eine andere Technik und da funktionieren die Antennen ohne Umbaumöglichkeiten so nicht. Das geht nicht. Ja, also sind für, für Europa. Und dann, wie du sagst, ähm, Ausschiffzonen ist natürlich auch immer ein Thema. Ähm, je, je, je weiter man sich an die Randzonen Europas bewegt, desto größer muss letztendlich der Spiegel sein, der Satellitenantenne, wobei die Technologie ja auch immer besser wird. Wir werden jetzt am Caravan Salon eine neue Antenne vorstellen, die nur noch einen 55-Zentimeter-Spiegel hat und trotzdem komplett Europa ausleuchtet, also abdeckt von der Empfangsleistung her.

Und ja, wird spannend. Wir haben viele Neuheiten im Caravan Salon dabei. Und auch bei unseren Antennen komplett entfällt halt auch diese lästigen Transponder-Updates.

Da würde ich jetzt mal ganz kurz reingrätschen und dich spontan fragen, ob wir euch am Caravan Salon besuchen dürfen und du gibst uns 'n Kurz-Podcast-Interview zu euren Neuheiten.

Na klar, gerne.

Sehr gut, dann können wir gleich im Anschluss an die Folge vielleicht noch 'n Termin für die Aufzeichnung ausmachen.

Halle dreizehn, Stand C sechzig sind wir zu finden.

Und ich grätsch gleich mal, während Nele sich das aufschreibt, auch rein. Ähm, ganz kurz Ausleuch-- Also ich würd gern die beiden Dinge, die du angesprochen hast, noch 'n bisschen vertiefen, damit wir, damit wir alle unsere Hörer und Hörerinnen mitnehmen können. Also Ausleuchtzonen erst mal von mir laienhaft erklärt: Die Satelliten haben halt 'n Bereich, den sie abdecken. Ähm, ich überlege grade, warum. Weil sie in der geostationären Umlaufbahn sind, richtig? Die Satelliten stehen quasi an 'nem festen Punkt.

Die Satelliten sind alle über dem Äquator.

Okay.

Sechsunddreißigtausend Kilometer über dem Äquator sind die geostationär, genau.

Mhm.

Und die haben eben diese sogenannte Beam, diese Ausleuchtung, wo sie dann letztendlich die elektromagnetischen Wellen in, auf Europa strahlen.

Mhm.

Und, ähm, zentral, also wenn ich-- Man muss sich das ja vorstellen, der Satellitenspiegel ist wie ein Trichter, der diese Energie, diese elektromagnetischen Wellen aufsammelt.

Mhm.

Und wenn ich, wenn ich in den Randzonen Europas bin, dann kommen eben, kommt viel weniger Energie an, die der Spiegel letztendlich aufsammeln kann, empfangen kann. Und je größer der Spiegel, umso mehr Energie kann ich wieder dann ins empfangen.

Und die Randzonen, das weiß ich so 'n bisschen, sind die letzte Bratwurst in Portugal, so der, der, der westlichste Punkt quasi. Da wird's langsam schwierig. Dann ist es irgendwo oben in Skandinavien.

Genau, genau, genau. Und natürlich dann auch Richtung Osten, ne, Griechenland, Türkei.

Wo haben wir da? Okay, Griechenland, Türkei und im Süden?

Ja, Nordafrik-Nordafrika ist dann eigentlich so, äh-

Okay

... damit 'n, 'n ganz großen Spiegel noch zu empfangen. Wobei man auch, wie du gesagt hast, mit Portugal, es war vor einigen Jahren noch so gewesen, dass du, also wir sprechen jetzt von Astra eins, das ist der Satellit mit den meisten deutschsprachigen Programmen und der war, äh, noch vor einigen Jahren in Portugal nur mit einem fünfundachtzig Zentimeter großen Spiegel zu empfangen. Und dann wurde von, von der Firma SES aus Luxemburg, das sind die Betreiber der Astra-Satelliten, wurde der Beam etwas geändert und somit hat man dann seit f-sechs Jahren auch schon die Möglichkeit, in Portugal mit einem fünfundsechzig-Zentimeter-Spiegel das Signal zu empfangen.

Und ich erinnere mich auch noch, dass es da noch dieses Thema Skew-Winkel gab, also sprich der Winkel vom, also wir haben, glaub ich, von LNB auch nicht erklärt. Also in der Mitte dieses Spiegels auf 'nem Arm sitzt quasi die eigentliche Antenne, sag ich jetzt mal ganz einfach, die dann die Signale eben aus dem Trichter einsammelt. Das ist das LNB. Und, ähm, da musste man noch 'n Winkel ändern. Ist das immer noch so in diesen Randbereichen oder ist das auch besser geworden?

Nein, das kann, kann man nicht, äh, letztendlich verbessern. Das, äh, ist geschulte Erdkrümmung.

Mhm.

Dadurch kommt eben, dass, äh, der Winkel sich, je weiter man Richtung Osten oder Westen sich bewegt, ähm, ändert. Aber da gibt's ja diese sogenannte Autoskew-Funktion, die auch, äh, die meisten unserer Antennen haben, die eben diesen Winkel auto-- vollautomatisch ausgleicht. Aufgrund von GPS ist die Sta-- die Position, äh, der Antenne bekannt und dadurch wird dann der Skew vollautomatisch eingestellt. Das ist jetzt zum Beispiel in Portugal, äh, schon, äh, bei achtundzwanzig Grad der Winkel, der dann am Skew eben eingestellt werden muss. Ja, aber die, die Antennen werden eben immer leistungsfähiger und, ähm, dadurch jetzt auch mit 'ner Fünfundfünfziger-Antenne ist so was möglich.

Und was ich eben vorhin sagte, mit diesen Transponder-Updates, die also bei allen Antennen nicht mehr notwendig sind. Vielleicht kurze Erklärung da dazu: Was ist das überhaupt? Ähm, die Antennen sind da mit einer Frequenz programmiert in der Software, die eben letztendlich diese Transponderfrequenz auf den Satelliten erkennt und dann auch den Satelliten findet und sich ausrichtet. Und wenn die Firma SES aus Luxemburg auf dem Satelliten Transponderfrequenzen ändert, als letztlich das Parameter für die Antenne ändert, kann die Antenne diesen Satelliten nicht mehr finden, weil diese Frequenz, dieses Parameter nicht mehr vorhanden ist. Und aufgrund dessen braucht dann der, die Elektronik der Antenne im Steuergerät ein Transponder-Update.

Der neue Firmware muss aufgespielt werden. Das ging früher sehr kompliziert mit SD-Karten, dann kamen USB-Sticks, dann mittlerweile übers Smartphone über eine App und bei unseren Antennen ist das alles eben nicht mehr notwendig. Ähm, wir haben diese neue Technologie zum Patent angemeldet und diese lästigen Updates entfallen da komplett.

Okay, das hatte ich zum Beispiel auch nicht aufm Schirm. Mm, ich würd ja gerne noch mal kurz auch auf die Form der Antennen kurz gucken. Da habt ihr ja, also wir haben jetzt nun mal dich hier zu Gast, deswegen würde ich auch einfach mal über eure Produkte sprechen. Das soll hier überhaupt keine Werbung sein, aber ihr habt ja ein großes Portfolio an verschiedenen Satellitenschüsseln. Es gibt bei euch nicht nur eine, ähm, und das sind auch keine Schüsseln, sondern Spiegel, aber ja, Satellitenschüssel hat sich irgendwie so eingebürgert. Mm, was, was habt ihr denn, ich sag mal, erst mal so von der Bauform für verschiedene Systeme im Angebot? Und danach frage ich: Was sind denn so die Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme?

Also es gibt natürlich die offenen Systeme, die sich dann, wenn das, also wenn man im Fahrzeug den Motor startet, automatisch einfahren, einklappen und wenn ich an meinem Campingplatz bin mit dem Startknopf, was wir vorhin gesagt hatten, ein Knöpfchen drücken und den Rest macht die Antenne. Dann fährt er automatisch der Arm hoch, die Antenne richtet sich aus auf den Satelliten und die sind fest verbaut auf den Dächern der Reisemobile oder der Caravans. Gibt es in unterschiedlichen Spiegelgrößen. Das wieder ist ja geschuldet der Ausleuchtzone. Deswegen ist immer wichtig, da einfach, einfach auch für den Händler, seinen Kunden einfach ein bisschen zu interviewen: Was sind denn die Reiseziele? Wo bewegst du dich hin? Das ist immer ganz wichtig. Da ging es eben die Spiegelgröße.

Und jetzt kommen wir aber wieder in den Bereich, dass wir sagen, es gibt eine 55-Antenne, die alles abdecken kann in Europa.

Mhm.

Und wir haben eben verschiedene Modelle. Wir hatten 85er Spiegelantennen, 65er, dann kleine mit 45 Zentimeter Durchmesser, auch mit ganz wenig Platzbedarf auf dem Dach, wo ich dann nur 77 Zentimeter Durchmesser brauche vom Platz, also ganz wenig, ganz leicht mit fünf Kilo, wenig Gewicht. Das sind alles fest montierte Antennen, die alle auf den Dächern verklebt werden.

Wir haben uns ja neulich am Bodensee kennengelernt.

Ja.

Da wart ihr auf, ähm, auf der Francana... Wie, wie nennt sich's? Roadshow oder?

Camping-ist-bunt-Tour.

Genau. Da haben wir uns getroffen zum ersten Mal persönlich und ich habe mir dann auch da eure Produkte ein bisschen angeguckt, weil ihr ja auch ein paar dabei hattet. Da habe ich auch noch so 'ne, ich glaube, die heißen Kuppelantennen, ne-

Ja.

-diese runden.

Ja.

Ähm, was, was gibt's da für Modelle?

Ja, also wie gesagt, noch mal, das eine sind diese offenen Systeme, die fest auf die, auf dem Dach verbaut werden und das andere, wir haben auch Kuppelantennen, die fest auf dem Dach verbaut werden. Und der, der Vorteil der Kuppelantenne ist natürlich ganz klar, dass ich bei jeder Windstärke Fernsehgenuss haben kann. Das ist ein ganz großer Faktor. Ein offenes System, je größer der Spiegel natürlich, desto windanfälliger, die Windlast sehr groß und ab einer Windstärke von Wind sechs, sieben muss ich die Antenne einfahren, sonst erleidet etwas Schaden. Entweder das Getriebe der Antenne oder am Dach passiert ein Schaden und mit einer Kuppelantenne kann ich bei Windstärke zwölf Fernsehen schauen, weil der Dom ist über der Antenne, die ist geschützt.

Und der nächste Vorteil ist natürlich auch, dass ich bei so einer Antenne, gerade wenn ich viel im Küstenbereich unterwegs bin, deutlich weniger Korrosion habe. Also wenn ich gerade an der Nordsee viel unterwegs bin, habe ich viel Wind und viel, äh, hohen Salzgehalt in der Luft, was ja Korrosion, äh, be-beführt und das ist der große Vorteil von der Kuppelantenne. Und die gibt's wiederum, die gibt's wiederum, haben wir eben auch verschiedene Lösungen als mobile Antenne, die dann eben nicht fest aufs Dach verbaut wird, wo ich dann eben den Vorteil habe, dass ich auch mein Fahrzeug unter Bäumen stellen kann im Sommer, wenn ich im Süden bin, Schattenplatz haben kann und dann die mobile Antenne so platzieren kann, dass ich eben an diesen Bäumen vorbeikomme und dann auch wieder Satellitenempfang habe, obwohl mein Fahrzeug im Schatten steht.

Das finde ich eigentlich auch ganz praktisch, weil dann habe ich nicht immer den, den hohen Aufbau.

Ja.

Weil die Kuppelantennen ja doch in der, in der Gesamtheit höher sind als die, ähm, klappbaren Systeme.

Richtig, genau. Genau, also da haben wir, wir haben also, ähm, Festmontageantennen im offenen Bereich mit 'ner, also wenn die einge-eingeklappt ist, mit 14,5 Zentimeter Aufbauhöhe bis zu 17 oder 19 Zentimeter, je nach Modell und eine fest montierte Kuppelantenne, die hat halt 36 Zentimeter.

Oh ja, mhm.

Und dann habt ihr auch diese, also ich finde die sehr fancy, diese, die quasi keinen Spiegel mehr haben, sondern viereckig sind und ohne, also sichtbares LNB auskommen. Wie, wie funktionieren die denn?

Ja, das sind diese sogenannten Flachantennen. Das ist die Antenne, die ich gerade mit 14,5 Zentimeter Aufbauhöhe beschrieben habe und das ist unser Traveller Man. Es ist, ähm, letztendlich, die Antenne entspricht einem 60er Spiegel. Man kann sich das vorstellen, wenn man die geöffnet sieht, es sind wie kleine Miniantennen in dieser verbaut.

Ah, mhm.

Also wie so 'n, schaut aus wie 'ne, wie 'ne Bienenwabe schaut das eigentlich aus.

Mhm.

Laute Miniantennen, die dann das Signale verste-- empfangen und verstärken. Es ist genauso eine LMB verbaut auf der Rückseite von der Antenne. Ist auch ein LMB. Gleiche Technik mit der, mit der Empfangstechnologie, mit den vier Empfangsebenen, die wir bei der Satellitentechnik eben haben und, aber es ist eine andere Bauform.

Okay, jetzt hast du noch Empfangsebenen mit reingebracht. Ich würde ja auch hier zum einen mein Technikwissen gerne, äh, ein bisschen vermehren, als auch bei unseren Hörer und Hörerinnen. Was, was hat's mit den Empfangsebenen auf sich?

Es sind, ähm, es gibt 'ne vertikale Empfangsebene und eine horizontale Empfangsebene und dann gibt's das mit 22 Kilohertz Schaltspannung oder nicht und daraus entstehen dann diese vier Ebenen. Also horizontal, vertikal und Low Band und High Band. Also es gibt ein Horizontal Low Band und Horizontal High Band und ein Vertikal Low Band und Vertikal High Band. Und das wird über die Schaltspannung 14 und 18 Volt mit 22 Kilohertz oder ohne 22 Kilohertz dann geschaltet.

Und horizontal und vertikal ist quasi, in welchem Winkel die Wellen reinkommen? Habe ich das-

Ja, genau.

Okay. Ich hoffe, wir können euch da draußen noch, noch mitnehmen. Ich hab's grade für mich mit 'ner Hand gezeigt. Ähm, also die so 'ne, so 'ne Wellen, ähm, bewegen, also könnt ihr euch ja einfach mal 'ne Welle im Meer vorstellen. So und die hat ja 'ne, 'ne, 'ne Ausrichtung, ja, die liegt quasi ja auf dem Meeres, auf der, auf der Meeresoberfläche und wenn ihr die hochkant stellen würdet, dann hättet ihr quasi zum einen senkrecht oder hori-horizontal und vertikell. Also so könnt ihr euch das 'n bisschen vorstellen vermutlich.

Genau, das nennt man also die Polarasi-Polarisation.

Okay. Und dann kann ich das quasi noch, äh, in ein hohes und ein niedriges Band durch die Umschaltung quasi machen und so hab ich dann auf jeden zwei. Ich glaube, das, das reicht. Solltet ihr dann noch tiefer technisch Fragen haben, dann schickt die uns gerne an podcast@camperstyle.de per E-Mail. Aber ich glaube, wir, wir verlieren sonst zu viele Menschen, weil wir's auch in unserem Alltag überhaupt nicht brauchen.

Genau so ist es. Genau so ist es. Diese, diese Schaltspannungen, das gibt der Fernseher ab oder der Satellitenreceiver an das LNB, damit schaltet er das LNB und aber das muss man nicht wissen.

Und da hast du ja quasi grade die perfekte Überleitung gebracht. Jetzt haben wir uns ja die-- Also ich hoffe, Nele, du hast nicht noch Fragen zu den Antennen.

Stell du erst mal deine Frage, weil du bist ja voll im Thema. Ich, ähm, will gleich noch 'n bisschen zu den LTE-Routern was fragen.

Okay, dann machen wir eben kurz das Satellitenthema fertig und dann gehen wir ins mobile Internet. Also jetzt haben wir die Satellitenspiegelantenne. Haben wir uns jetzt drüber unterhalten, was es da alles gibt und so weiter, wie's funktioniert. Jetzt hast du grade den, den Receiver angesprochen. Jeder, der Sat-Fernsehen guckt, weiß das. Ich hab zum einen die Antenne auf'm Dach, eben beim Camper, auf'm Camping-, auf Fahrzeugdach, zu Hause eben irgendwo anders. Und dann hab ich eben einen Receiver, der das ganze Signal quasi an den Fernseher umwandelt, sodass der dann Bild anzeigen kann. Ähm, gibt's ja vermutlich bei euch als Set. Also das heißt, ich kann das fertig kaufen. Ähm, muss ich da auf irgendwas achten? Du hast ja jetzt grade so mit, mit horizontal und vertikal und Schaltspannungen und so weiter gesprochen. Ähm, muss ich das wissen oder kauf ich am besten halt quasi einfach das Ganze im Paket?

Also ja, die, also das ist klar, wenn ich's als Paket kaufe, wird's aufeinander abgestimmt sein. Aber gibt's da irgendwie, sag ich mal, Fallen, in die ich tappen kann als, als Kunde, ähm, die ihr auch kennt? Fangen wir mal so an.

Also einfach gesagt ist es einfach, der Kunde, äh, benötigt einen Camping, campingtauglichen Fernseher. Und, ähm, das heißt, der muss spannungsstabil sein, der muss schockresistent sein, noch spezielle Schutz vor Luftfeuchtigkeit haben und das haben natürlich unsere Geräte alle. Unsere Geräte haben natürlich den Sat-Receiver mit eingebaut und es sind auch natürlich Smart-Fernseher, sodass ich natürlich mit dem Fernseher beide Möglichkeiten nutzen kann. Ich kann Satellitenempfang nutzen, ich kann Streaming nutzen, weil's ein Smart TV ist und ich kann eine dritte Empfangsmöglichkeit nutzen, über die wir noch gar nicht gesprochen haben. Das ist DVB-T, was es natürlich auch noch gibt.

Ähm, und diese drei Empfangsmöglichkeiten hab ich bei den Fernsehern alles integriert.

Das heißt, wenn ich jetzt, ähm, mich nach 'nem Campingfernseher umschaue, es gibt ja auch oft bei Discountern oder so solche Angebote, dann sollte ich darauf achten, dass die diese Punkte auch mitbringen und werd dann wahrscheinlich zu dem Preis auch nicht unbedingt fündig, oder?

Auf keinen Fall. Auf keinen Fall.

Oder gibt's Discounterprodukte? Also wir sollen jetzt keine Werbung machen für Lidl und Aldi, aber gibt's auch Discounterprodukte, wo du sagst, ja, da steht Camping TV drauf und das, die kann man auch verwenden oder?

Gibt es nicht. Gibt es, die sind nicht spannend. Die, die sind reine 12-Volt-Geräte, sagt man natürlich. Ja, 'n 12-Volt-Gerät ist ja für Camping geeignet, aber das ist eben nicht der Fall, denn ich hab im Reisemobil ja Spannungsschwankungen, die sich zwischen 10 und 15 Volt bewegen. Und wenn ich einen Fernseher, der rein 12 Volt verarbeiten kann, mal nur für eine Sekunde 15 Volt gebe, dann ist das meistens dann das letzte Mal gewesen. Und, ähm, dafür sind die Geräte eben nicht geeignet. Und sie sind auch nicht schockresistent. Sie haben, es werden keine speziellen Loadbäder verwendet, dass diese permanente Erschütterung, die im Wagen ja auftritt und die Lötstellen dann aufreißt, dafür sind die Geräte einfach nicht geeignet. Dafür sind sie aber auch natürlich deutlich günstiger.

Keine Frage.

Kann ich auch als Bastler berichten. Also weil in unserem ersten Mobil hab ich den Röhrenfernseher rausgeschmissen und hab, ich hatte damals aus 'm Büro, was wir aufgelöst haben, noch einen Monitor, der tatsächlich ein 12-Volt-Netzteil hatte und dann hab ich mir das angeguckt und hab mir was dazu überlegt, weil das, was du grade sagst, war mir natürlich auch klar oder beziehungsweise hab ich da gelernt, wir haben eben nicht immer 12 Volt, sondern wenn die Batterie leer ist, haben wir mal nur 10,8 Worst Case oder 10,7 und wenn die halt grade am Laden ist, bis zu 14,4, 14,5. Und, ähm, was-- Man kann sich das basteln, ne. Es gibt dann so kleine, ähm, DC-DC-Wandler, also die quasi einen Gleich-, äh, oder eine Gleichspannung die andere umwandeln. Ähm, das kann man sich bauen. Das hat auch bei mir funktioniert, weil die haben dann eben egal was für 'ne Eingangsspannung, ist immer 12 Volt.

Was aber an den kleinen Schaltdingern wieder fies ist, die sind kleine, kleine fiese Radiostörsender. Die stören euer WLAN, die stören euer Mobilfunknetz, ähm, die stören natürlich auch alles andere, CB-Funk und so weiter. Ähm, und klar, wer, wer jetzt, wer jetzt Elektroniker ist und sich damit auskennt, der kann sich da Schaltungen bauen, um das zu verhindern, aber ich will da nur 'n bisschen vor warnen, einfach bei, äh, AliExpress oder Amazon oder so sich so 'ne kleine Schaltung zu holen. Das funktioniert zwar, man kann's betreiben, aber man stört damit wirklich wild in der Gegend rum und das ist zum einen, äh, je nach Land und, äh, Frequenzbereich nicht nur verboten, sondern auch vor allen Dingen asozial den anderen gegenüber, grad wenn ich aufm Campingplatz stehe und halt von meinen zehn Nachbarkampern das WLAN-Signal störe, was sie vom Campingplatz nicht nutzen können, ist das halt 'ne ziemlich fiese Geschichte.

Also das vielleicht noch aus Bastlersicht. Ähm- Mein Monitor hat das überlebt mit dem, mit dem, äh, also mit den Vibrationen, aber das, das heißt natürlich nicht, dass der nächste das auch kann. Und es ist auch zum einen ganz, ganz schwierig rauszufinden, welche Eingangsspannung der Monitor hat, also zumindest bevor ich ihn gekauft habe. Ähm, und die wenigsten haben auch tatsächlich diese zwölf Volt. Also das, das kann ich euch mitgeben. Da kann man sparen, aber da muss man wirklich ganz genau wissen, was man tut. Und dann kann ich immer noch auf die Nase fallen, weil ich gebe zu, über das Thema Feuchtigkeit hatt ich mir gar keine Gedanken gemacht. Was aber jetzt auch bei 'nem alten Monitor, der übrig war, nicht so schlimm gewesen wäre, ne. Wenn der kaputt wär, wär er kaputt gewesen. Hätt ich mir 'n neuen gekauft, wär's schon ärgerlicher gewesen. Also wichtige Hinweise von deiner Seite, aber natürlich kann man immer basteln.

Deswegen noch so'n bisschen als Servicegedanke, äh, worauf ihr achten müsst, wenn ihr euch da irgendwas zusammenbasteln wollt.

Genau.

Und DVB-T, was du grade angesprochen hattest, das hatten wir auch schon mal irgendwann in 'ner Folge 'n bisschen ausführlicher beleuchtet, wenn ich mich richtig erinnere. Aber das ist jetzt auch schon 'n paar Jahre her. Ist das noch 'n Thema? Also gibt's wirklich noch Leute, die gezielt danach fragen oder ist es eher immer so 'ne Ergänzung, wenn man dann sich für 'n anderes System entschieden hat, dass man sagt: „Ja, ist ja schön, wenn's DVB-T auch kann."

Also erstaunlich ist auch hier gibt es hier nach wie vor Nachfrage. Wir verkaufen auch Stand-alone-Receiver, reine DVB-T-Receiver noch-

Okay

... in großen Mengen. Und DVB-T ist halt auch wieder, jetzt sind wir wieder bei dem Beispiel einfach, kostet kein Geld, funktioniert sehr gut. Es gibt ja mittlerweile DVB-T2, also das DVB-T1 gibt es nicht mehr. Das war auch das analoge noch gewesen. Es gibt jetzt nur noch DVB-T2 digital und funktioniert in den Ballungsräumen mit auch großem Programmangebot, wobei man hier sagen muss, dass die privaten Sender kostenpflichtig sind. Es gibt ja nur noch HD. Privaten gibt's auch da nur noch in HD-Qualität im DVB-T-Bereich und das ist also eben mit einem Jahresabo verbunden von 80, 90 Euro. Und die öffentlich-rechtlichen mit den ganzen dritten Programmen und 3sat, Arte, One und wie sie alle heißen, sind natürlich kostenfrei zu empfangen über DVB-T.

Kleine DVB-T-Antenne und Receiver beziehungsweise in unseren Fernsehern ist eben auch dieser DVB-T2-Receiver mit eingebaut.

Da kann ich aber dann nur deutsche Programme empfangen, richtig? Also mit Satellit kann ich ja theoretisch auch US-Programme mir holen.

Du kannst DVB-T in dem jeweiligen Land empfangen. Natürlich das, was in dem Land ausgestrahlt wird.

Mhm.

In Deutschland empfängst du deutsches DVB-T-Fernsehen natürlich. In Spanien gibt's auch DVB-T, natürlich nur spanisches Fernsehen. Ja, das ist k..., ich kann in, in Spanien oder in Italien kann ich kein deutsches DVB-T empfangen. Genau.

Bei den Spaniern ist das 'n großes Thema. Da seh ich oder hab ich ganz, ganz viele Wohnmobile gesehen, die 'ne DVB-T-Antenne drauf hatten. Das ist so'n bisschen so 'ne, so 'ne charakteristische Antenne gewesen, wo ich mich am Anfang gefragt hab, was das ist, aber bei den Spaniern ist das 'n Riesenthema. Und, und meine Schwiegermutter, äh, da weiß ich, dass die auch mit zu Hause mit DVB-T guckt. Also es ist schon noch 'n Thema.

Okay.

Auch wenn ich's persönlich auch seit Jahren keine Berührung damit hatte, aber d- gibt's noch. Und ich mein, das hat ja das alte terrestrische Fernsehen und Radio ersetzt, ne, was wir früher mit großen Antennen auf den Dächern hatten. Ähm, das ist ja quasi jetzt der Nachfolger davon und, ähm, ich glaube, da gibt's schon noch große Bevölkerungsteile, die damit versorgt werden, grade wenn man halt wieder nicht diesen, diesen Kabelanschluss haben möchte, der ja monatlich wieder Geld kostet.

Genau, genau. Natürlich ist die Programmvielfalt nicht in dem Maß gegeben wie bei 'ner Satellitenantenne. Das ist ganz klar, aber auch hier gibt's entsprechende Kundenschichten, denen das völlig ausreicht, ne. Und, ähm, noch mal auf den Fernseher zurückzukommen, es ist wirklich unglaublich erstaunlich, wie viele Kunden auch noch einen Fernseher mit eingebautem DV, äh, äh, DVD-Laufwerk möchten. Auch hier nach wie vor eine unglaubliche Nachfrage nach DVD-Laufwerken.

Krass.

Die, die zu Hause noch die ganze Sammlung haben, die dann sagen: „Komm, dann nehmen wir jetzt mal die, nehmen wir mal Titanic und Kevin allein zu Haus mit in Urlaub und dann machen wir es uns richtig gemütlich."

Zum Beispiel, aber auch viele ältere, ähm, Camper, die ihre Enkeln dabei haben-

Ah ja

... um dann die Enkel natürlich auch hier mit Disney-Filmen und so weiter zu bespaßen.

Ah, ja das ist natürlich schlau.

Ja.

Ich frag mich grad, wie lange ich schon keine DVD mehr in der Hand gehalten habe. Ich glaub, wir haben die, als wir die Wohnung damals aufgelöst haben vor elf, zwölf Jahren, haben wir die, haben wir die, glaub ich, alle verschenkt und, und, und weggegeben. Aber ja, wer halt die Sammlung noch hat und wer die Sachen noch hat, die, die, die nutzen sich ja nicht ab. Also entweder gehen sie oder sie gehen nicht mehr, weil sie zerkratzt sind, aber ansonsten kann man da ja noch zumindest in, weiß gar nicht, geht das schon HD bei DVD?

Ja, ja klar, es gibt-

Okay.

Klar, das gibt's. Aber ich sag mal, es geht auch hier ist halt auch, sind wir wieder bei dem Thema auch einfach-

Mhm. Stimmt

... zu bedienen, Einfachheit. Ja, grad ältere Herrschaften, die ihre Enkel dabei haben, die jetzt auch mit Streaming nicht viel am Hut haben oder gar nicht. DVD einlegen, Play drücken.

Das stimmt.

Mhm.

Und es läuft. Ja, ist halt auch hier das Thema der Einfachheit.

Ja, ich hab keinen, keinen Regio-Block, weil ich im Ausland bin von meinem Streaming-Anbieter und muss dann sagen: „Nee, ich bin zu Hause", und 'ne PIN per E-Mail anfordern. Ja, das ist 'n Punkt. Also ich mein, ne, für, für, für Menschen, die das täglich nutzen, ist das kein Thema, aber-

Klar

... ja, wenn ich das zu Hause halt auch nicht habe, dann ist es eben unterwegs genauso, ähm, schwierig. Ja, das stimmt. Man vergisst immer, man oder man, man ist immer ganz schnell dabei, die eigene Perspektive als die einzig wahre zu sehen, ne, und, und dabei zu vergessen, dass es halt ganz viele Menschen da draußen gibt, die Dinge einfach ganz, ganz anders machen, als man selber macht. Das find ich immer ganz wichtig, dass wir da immer drüber nachdenken und uns das bewusst machen, bevor wir auch irgendwo Kommentare schicken, dass das alles Mist ist.

Ja, ne deswegen ist das, was ich vorhin auch schon sagte, äh, draußen, äh, ich sag mal im Handel, man muss halt wirklich den Bedarf der Kunden abfragen. Das ist das A und O und nicht einfach was, äh, verkaufen, sondern man muss das, was du, dem Kunden das verkaufen, was er wirklich braucht. Das ist wichtig.

Welche technischen Entwicklungen oder neuen Technologien hat's denn bei den Systemen, also sowohl im Satellitenbereich als auch im, im LTE-Router-Bereich, fällt mir gleich der Stift runter, in den letzten, ich sag mal so zwei Jahren, zwei, drei Jahren gegeben, wo du sagen würdest, da hat die Technologie noch mal einen richtigen Sprung gemacht in den Systemen?

Also es ist natürlich bei den Satellitensystemen das, was wir jetzt auf dem Caravan Salon vorstellen für alle Antennen, dass diese Transponder-Updates halt komplett, äh, nicht mehr notwendig sind. Das ist schon noch mal ein sehr innovativer Sprung von der Entwicklung her. Ich kann mich erinnern, als es mit diesen Updates so richtig losging, war 2015. Da kamen plötzlich diese großen, äh, Änderungen auf den Satelliten, Frequenzänderungen und da war das ja ein Riesenthema. Tausende, aber tausende Antennen, die dann eben nicht mehr funktioniert hatten, die dann upgedatet werden mussten von den einzelnen Herstellern. Und das ist schon, dass man das jetzt bei unseren, äh, Antennen nicht mehr benötigt und nicht mehr hat, das ist schon noch mal ein großer Vorteil.

Ja, und bei den Router-Bereichen natürlich, man hat da halt auch mit, äh, 4G-Routern angefangen, 3G, 4G-Routern, CAT4, CAT6-Router. Und, ähm, was übrigens also ein CAT6-Router, der 300 Mbit pro Sekunde kann, für den normalen Campingbereich völlig ausreichend ist.

Da gehe ich mal wieder rein. Da müssen wir jetzt mal so ein bisschen, glaube ich, schon-

Ich guck dich schon so hilfesuchend an gerade.

Die Technik auseinanderklamüsern, gerade für die Hörer und Hörerinnen da draußen, die jetzt nicht so wie ich oder du, Harald, in, in der Technik drin sind. Die müssen wir jetzt mal, glaube ich, ein bisschen, äh, mitnehmen und, und mal kurz die Technologien erklären. Ich mach das mal kurz mit, mit 3G, 5G, 4G, LTE und du machst das gleich mit, mit CAT, ähm, was du gerade angesprochen hast. Also ihr alle da draußen kennt bestimmt UMTS. Das, das ist mal so dieses schnelle Internet, was wir vor vielen Jahren irgendwann bekommen haben. Äh, das ist quasi das, das 3G mehr oder weniger. Das gibt's dann in verschiedenen Varianten. Davor gab, also ich vereinfache das jetzt immer noch stark, ne. Davor gab's das GPRS und davor hatten wir noch so Technologien wie WAP und Ähnliches. Ich, mir ist auch bewusst, dass ich jetzt sozusagen Protokolle und Empfangsmöglichkeiten durcheinanderbringe, aber ich glaube, für so allgemeines Verständnis reicht das.

Hatten wir also 3G Schrägstrich UMTS. Da gab's einen Nachfolger, das ist das 4G oder LTE, wie es landläufig auch bekannt ist. Und danach haben wir das 5G bekommen, was quasi die nächste Generation ist, die wir aktuell haben. Und aktuell haben wir eigentlich einen Mischbetrieb, sowohl in Deutschland als in Europa, dass wir also LTE-Antennen und 5G-Antennen haben, wobei, ähm, die Anbieter auch immer mehr LTE-Antennen wegkürzen zugunsten von 5G, was alles Vor- und Nachteile hat, ähm, aber das müsste so ein bisschen über die Empfangsmethode wissen, was generell, ich glaube, ich hier noch sagen kann, dass 5G-Router noch ein relativ teures Thema sind, ähm, weil's einfach eine viel, viel, viel neuere Technologie ist, ja. Und alles, was neu ist, kostet halt erst mal viel mehr Geld, weil's nicht in so 'nen Stückzahlen produziert wird, weil's neu ist und so weiter.

Und jetzt kommt eben noch das, was Harald gerade angesprochen hat, das Thema CAT ins Spiel und, äh, erklär uns doch das mal bitte, was das heißt und was man braucht. Du hast es ja gerade schon ein bisschen, ähm, genannt und das ist, glaube ich, auch ein ganz, ganz wichtiger Punkt.

Ja gut, das ist ja letztendlich der, die Abkürzung, dass über die Bandbreite, was eben der, der Router kann, ob das jetzt eben, also ein CAT4, CAT4-Router, der macht halt nur 150 Mbit pro Sekunde, ein CAT6-Router, der macht 300 Mbit pro Sekunde. Das ist immer die Bandbreite, letztendlich die Geschwindigkeit. Und wir haben ja vorhin gesagt, dass wir beim Streaming zwanzig bis dreißig Mbit pro Sekunde benötigen und somit kann natürlich auch noch ein CAT4-Router das verarbeiten, aber ist nicht mehr zeitgemäß. Das muss man auch klipp und klar sagen. Und wenn ich dann, äh, in der, in der, ja, in der Leiter nach oben gehe bei einem CAT20-Router, wie's unser 5G-Router zum Beispiel ist, da, ne, muss man jetzt aber auch wieder von Theorie sprechen. Der kann theoretisch drei Komma drei Gigabit verarbeiten und das ist, aber das sind Geschwindigkeiten, die nicht existieren.

Muss man auch klipp und klar sagen. Und aber natürlich auch für den normalen Camper niemals benötigt wird. Ja. Wenn ich jetzt natürlich so wie du, ähm, beruflich unterwegs bin und hab hier große Datenmengen, dann ist das im 5G-Bereich natürlich völlig sinnvoll. Einmal von der Geschwindigkeit und von den Datenmengen, die dann verarbeitet werden. Oder wenn ein, ein Architekt beruflich, äh, im Reisemobil unterwegs ist und hier große Datenmengen zu versenden und zu empfangen hat, dann macht das auch alles Sinn. Und wie du sagst, ein Riesenpreisunterschied, ganz klar. Wir haben ein sogenanntes 5G-Ready-System. Das hat eine 5G-Antenne auf dem Dach und einen CAT6-Router, dreihundert Mille, äh, Mbit pro Sekunde als Router verbaut.

Liegt bei unverbindlicher Preisempfehlung bei zweihundertneunundneunzig Euro. Und das 5G-System mit 'ner 5G-Antenne und 5G-Router, eben CAT20-Router, der liegt bei achthundertneunundneunzig Euro. Und das sind schon mal sechshundert Euro Preisunterschied, die, äh, in der normalen Anwendung letztendlich nicht genutzt werden. Das heißt, das Geld kann man einfach auch sich sparen. Man kann zweihundertneunundneunzig Euro ausgeben und hat alles, was man braucht in dem Bereich.

Also da würdest du auch empfehlen, dass man sich bedarfsgerecht beraten lässt am besten, weil genau Nicht immer. Wir haben uns ja auch, als, äh, wir uns da getroffen hatten auf 'm Campingplatz, haben wir ja auch kurz darüber gesprochen, dass grade in dem Bereich, was LTE-Router oder was überhaupt, äh, Internetrouter angeht, nicht immer gilt: viel hilft viel, sondern dass jedes System ja auch so seine Vor- und Nachteile mit sich bringt, jetzt auch abgesehen vom Preis.

Ja, natürlich, klar. Ich mein, ähm, wenn ich das 5G-System nehme, es ist natürlich zukunftsorientiert mit 5G, aber wir haben ja auch gesagt, dass wir grad in Deutschland noch der 5G-Ausbau deutlich hinterherhinkt und in Skandinavien hab ich perfekten 5G-Ausbau, ob ich jetzt in Norwegen bin oder Finnland, Schweden, das ist perfekt. Und auch da ist natürlich wieder die Frage, ähm, welche Reiseziele habe ich denn? Bewege ich mich nur in Deutschland? Fahr ich viel nach Skandinavien oder nach Südeuropa? Das ist ja auch ein wichtiger Punkt. Und wir haben in unserem 5G-System natürlich noch 'n paar Features mehr mit drin. Ich hab zwei Kartenslots im Router verbaut. Ich hab in der Antenne noch eine DAB+-Antenne integriert.

Da sind wir auch der einzige Anbieter, der das, äh, hat, weil in den Reisemobilen ja sehr oft der DAB-Empfang sehr, sehr schlecht und sehr schwach ist, weil ja oft mit Spiegelantennen gearbeitet wird oder Fensterklebeantennen. Und hier hab ich in der Antenne, in der Außeneinheit eben eine DAB-Antenne integriert und eine GPS-Antenne. Das sind Zusatzfeatures, klar. Aber wenn wer das nicht braucht und der sagt, ich will bisschen Streaming-TV machen, ich möcht normales Internet empfangen, eben was wir vorhin sagten, mit 'ner Außenantenne ohne Signaldämpfung und einen Router, mit dem ich die Familie komplett abdecken kann, da reichen die 300 Euro UVP.

Und das wollt ich auch grad sagen: Ähm, eigentlich ist LTE für die meisten Anwendungen noch völlig ausreichend. Ähm, wir haben aber ein Problem. Wir haben das Problem, dass LTE am Rückbau ist. Das wird zwar noch 'n bisschen dauern, aber es passiert eben. Und, äh, da kann es eben-- Also ich will jetzt nicht sagen, kauft euch alle 5G-Router, weil sie sind einfach noch im Vergleich zu LTE wirklich viel, viel teurer. Kann aber schon sinnvoll sein, ein bisschen in die Zukunft zu denken. Das müsst ihr natürlich anhand eures Budgets entscheiden, ähm, weil LTE irgendwann aussterben wird, so wie's mit 3G eben jetzt in den letzten Jahren passiert ist. Das wird sicherlich nicht heute und morgen passieren, aber irgendwann wird die Nachricht kommen, dass LTE quasi deaktiviert wird. Ähm, wir haben aber grade eigentlich, ich finde, die, die wirklich in Deutschland bescheidene Situation, dass wir schon zum Teil 'n 5G-Ausbau haben.

Der ist aber noch gar nicht so weit fortgeschritten, weil 5G hat den Nachteil, weil es 'ne sehr hohe Frequenz hat, dass die Funkzellen, also jeder Funkmast mit seiner Reichweite ganz vereinfacht gar nicht so weit kommt wie bei LTE früher und damit ich mehr Funkmasten brauche. Mehr Funkmasten kosten aber natürlich mehr Geld, die müssen aufgestellt werden, Genehmigung, dies, das, jenes. Und, äh, das hab ich nämlich zum Beispiel hier. Ich hatte früher mit LTE hier perfekten Empfang, hatte ganz schnelles Netz und, ähm, jetzt, wo ich jetzt hier grade bin, hab ich 5G und hab aber oft nur einen Balken und relativ lausige Geschwindigkeiten. Und das ist natürlich 'ne Standortgeschichte und auch wieder eine Anbietergeschichte, ja. Das kann jetzt mit 'nem anderen Anbieter am selben Standort viel besser oder schlechter sein. Aber das macht's grade für mich auch schwierig, ganz konkret Empfehlung abzugeben: Was ist denn das richtige Gerät?

Weil klar, wenn du sagst Skandinavien, kauf dir 5G, weil da ist alles perfekt ausgebaut und es gibt auch eigentlich viele andere europäische Länder, wo's ähnlich aussieht. Wir in Deutschland hängen halt 'n bisschen hinterher. Ähm, das vielleicht noch mal euch mitgegeben. Ähm, da kann's tatsächlich sinnvoll sein, vielleicht auch noch 'n bisschen auf 'n tragbares Gerät auszuweichen und dann lieber in ein, zwei Jahren zuzuschlagen mit was Festem oder so. Also du hast's richtig gesagt, bedarfsgerecht: Was brauch ich? Was will ich? Wo will ich hin? Und, äh, dann quasi entscheidend, was auch mein Portemonnaie herlässt und dann entweder das, das richtig Passende oder wenn's mein Budget sprengt, halt einfach noch 'n bisschen warten.

Ich hab grade mal bei mir geguckt, ähm, wir sind ja beim selben Anbieter, Sebastian und ich. Auch ich habe hier einen Strich.

Das sind diese Speckgürtelgebiete. Das ist wirklich furchtbar geworden.

Der ländliche Speckgürtel in Sachsen und Bayern.

Ja, ja, ja. Ja, ja, das ist tatsächlich so. Aber noch mal k-kurz zurückzukommen auf unser 5G-Ready-System mit der UVP von 299 Euro. Hier ist ja bereits eine 5G-Antenne in dem Paket enthalten, die natürlich auch 4G kann, klar. Und somit hat der Kunde die, äh, Gewissheit und die Sicherheit, auf dem Dach hab ich bereits 5G. Das heißt, wenn ich in drei, vier Jahren aufrüsten möchte auf komplett 5G, müsste ich nur den Router auswechseln, aber am Dach und an dem Verlegen der Leitungen muss nichts mehr verändert werden.

Guter Punkt. Und du hast auch vorhin was gesagt, da bin ich noch gar nicht drauf eingegangen. Du hast vorhin so schön gesagt, auch Satellitenschüsseln werden nicht verschraubt, sondern geklebt. Das ist uns auch wirklich ein Bedürfnis. Wir haben ja, äh, Folgen zum Thema Kleben gehabt und da sind wir auch noch mal auf das Thema eingegangen und ich sage es deswegen, weil ich auf einem Campingfahrzeug, was ich mal gebraucht gekauft habe, war alles geschraubt und das ist wirklich worst case. Das ist am Anfang bestimmt 'ne gute Idee, weil ihr denkt, das ist sicherer und hält besser, aber Löcher im Dach, äh, ist bei 'nem Campingfahrzeug einfach nie 'ne gute Idee, weil irgendwann hört die Dichtmasse auf, dicht zu sein, wird spröde und dann habt ihr halt 'n Loch in der Decke, wo das Wasser reinkommt und deswegen klebt es, klebt es richtig. Ähm, lasst es also entweder von 'nem Profi machen, der weiß, was er tut, oder hört uns, unsere Folgen vom Profi an, äh, und geht sozusagen nach der Anleitung durch.

Ähm, das vielleicht noch mal wichtiger Punkt, aber das mit dem Schrauben, das hast du vorhin auch gesagt und wir sind nicht drauf eingegangen. Das ist, glaub ich, auch noch mal 'n ganz, ganz wichtiges Thema. Das wird alles nicht geschraubt, das wird ordentlich geklebt.

Absolut. Und wer selbst-- Es geht natürlich auch um die Dachdurchführung. Wer selbst ein Loch in Sein Fahrzeug bohrt, der verliert natürlich auch die Garantie der Dichtigkeit. Ja, dann ist das ver-- Also das sollte schon dann das Loch und die Abdichtung sollte ein Fachmann machen, wenn man seine Garantie behalten möchte.

Und genau, Dichtigkeit kann ja teilweise bis zu zehn Jahre garantiert werden und dann macht es schon Sinn, auch wenn das natürlich wieder Geld kostet, wenn das ein Fachmann macht und ich nicht selber. Aber rechnet gegen, wenn ihr 'n Wasserschaden habt, was das kostet, wenn ihr selber bezahlen müsst. Das ist klar bei solchen Sachen immer hätte, hätte und was wäre wenn. Aber ich glaub, da ist es an der Stelle dann sinnvoller, das lieber ordentlich machen zu lassen, auch wenn man das selber vielleicht kann. Also ich weiß, das ist keine Raketenforschung, aber ihr verliert die Garantie. Guter, ganz guter Punkt von dir auch noch mal. Danke schön.

Gerne.

Ich möchte gerne noch mal von dir wissen, mal gucken, ob du's uns verrätst, wie du selber unterwegs bist. Du bist doch auch Camper, ne?

Unter anderem, ja.

Ja, was hast du denn so verbaut?

Natürlich beides, Satellitenantenne und ein Rudersystem. Das ist ja schon Berufskrankheit, dass ich natürlich beides haben muss.

Weil du vorhin so, so überzeugt gesagt hast: „Nee, also auf jeden Fall einfach dann halt beides", weil dann ist man für alle Eventualitäten gerüstet sozusagen.

Natürlich, natürlich. Ganz klar.

Wenn wir's mal 'n bisschen rumspinnen, weil wir haben jetzt sehr viel darüber geredet, wie ist so die Aktualität, was, was gibt's für Systeme im Moment? Aber was, was ist denn so deine Einschätzung, wo sich der Campingfernsehmarkt in den nächsten, sagen wir mal, fünf bis zehn Jahren oder vielleicht sogar 'n bisschen weiter hinentwickelt? Weil die, die Technologie in vielen Bereichen macht ja wahnsinnige Sprünge. Also die, die Halbwertszeiten der Technologien werden ja immer kürzer und es kommen immer mehr Neuerungen auf den Markt. Und was würdest du dir denn so für die Zukunft vorstellen, wie das Campingfernsehen aussehen könnte? Vielleicht auch mit Kombisystemen, mit hybriden Systemen.

Gut, Kombisysteme hast du in dem Sinn ja bereits mit einem Fernseher, der alle Signale verarbeiten kann. Du musst ja nur noch umschalten, welche Signalquelle du letztendlich gerade nutzen möchtest. Das haben wir ja schon. Und, äh, natürlich wird, äh, Streaming immer mehr ein Thema, ganz klar. Das wird deutlich stärker werden, wenn denn auch dann die Netze dafür da sind. Das ist ja auch ganz klar. Man muss ja auch sehen, ähm, je mehr auch auf den Campingplätzen diese Systeme nutzen und da steht nur ein einsamer einzelner Mast, dann wird's halt auch sch-schwierig, wenn dann zu viele Menschen auf diesen armen Mast zugreifen wollen. Es ist ja auch das Thema mit warum funktioniert WLAN auf den Campingplätzen nicht? Weil eben zu viel gleichzeitig hier, äh, auf den Router zugreifen möchten in der Rezeption.

Und aber klar, Streaming wird deutlich immer mehr werden, definitiv. Und es muss halt alles, ich sage mal, noch deutlich, noch deutlich einfacher werden von der Handhabung, von der Bedienung, dass das wirklich dann auch so einfach ist, ein Knöpfchen und das muss halt funktionieren.

Und am besten wahrscheinlich dann auch in einer einzigen App alles zu steuern, oder wie, wie habt ihr das gelöst bisher?

Ja, wir hatten... Gut, App-Steuerung haben wir natürlich für die Antennen auch, ganz klar. Der Fernseher selber hat da die Apps auch integriert für die einzelnen Anbieter.

Mhm.

Aber die App-Steuerung für die Antenne, das ist eigentlich sekundär, weil, ähm, ich muss die Antenne ja nur einmal einschalten und dann sucht die mir den Satelliten. Ich kann über die App natürlich verschiedene Satelliten anwählen und wir haben Antennen, die können zehn verschiedene Satelliten empfangen, aber für den normalen Camper, der nutzt einen Satellit, der Deutsche nutzt natürlich den Astra eins und der Holländer nutzt den Astra drei und die Schweizer nutzen den Hotbird und dann ist die Umschaltung auf andere Satelliten selten gegeben.

Aber wenn ich jetzt zum Beispiel deinem Tipp folge und mir 'ne Satellitenantenne draufbaue und 'nen, ähm, 'nen Internetrouter, kann ich die dann aus einer App heraus steuern?

Nein.

Also aus-- Beim Internetrouter brauche ich ja auch immer wieder mal, da muss ich ja auch immer mal wieder zugreifen, um, weiß ich nicht, äh, Passwort neu einzugeben oder um zu resetten oder was weiß ich, was wir immer alles da machen müssen mit unserem Router, wenn der, wenn der nicht funktioniert.

Siehst du, da sch-- da sind wir schon wieder bei dem Thema, ne, dass der Camper das eben nicht will. Deswegen sage ich, es muss noch alles deutlich einfacher werden und automatisiert, weil es will keiner im Urlaub sich damit jetzt auseinandersetzen. Bedienungsanleitung liest sowieso keiner und-

Nein, das kann ich bestätigen.

Ja. Und, äh, deswegen, es muss deutlich einfacher noch werden.

Mhm.

Also bei unseren Routern ist so, das ist webbasierend. Ich hab 'n QR-Code, damit komme ich sofort, äh, auf die Oberfläche, die Benutzeroberfläche von dem Router und kann hier meine Einstellungen, wenn sie notwendig sind, vornehmen.

Okay.

Und die Antenne, die muss ich nur einschalten. Da brauche ich keine App. Die muss ich nur noch einschalten und zwei Minuten abwarten und das war's. Also das ist schon einfach. Einfacher geht's einfach nicht mehr eigentlich, einen Knopf zu drücken und die Antenne macht den ganzen Job. Fernseher einschalten und ich kann Fernseh schauen.

Ich überlege gerade, ob ich noch Fragen habe und du wolltest gerade dasselbe sagen, oder?

Genau, ich wollte gerade sagen, sehr viel, äh, Input, sehr viel Informationen. Für mich auch tatsächlich einige, ähm, neue Erkenntnisse, weil wie gesagt, das Thema Fernsehen ist jetzt nichts, womit ich mich schon ganz tiefgehend beschäftigt habe, einfach aus mangelndem Eigenbedarf. Aber ich find's immer wieder interessant, dann in diese Themen so reinzugucken und, und dann auch noch mal, ja, so 'n bisschen zu diskutieren, weil das dann doch immer viel umfangreicher und komplexer und, ähm, spannender ist, als man das vielleicht so auf den ersten Blick vermuten möchte. Für mich war zum Beispiel komplett neu, dass es diese Kuppelantennen auch als mobile Version gibt. Die, ähm, die werd ich mir auf jeden Fall auf der Messe auch noch mal bei euch angucken.

Also da haben wir, waren wir der erste Anbieter eigentlich, der's in den Markt gebracht hat. Das war 2011.

Schon so lange?

Ja.

Oh.

Genau. Also seit 14 Jahren haben wir diese mobilen Kuppelantennen schon im Markt.

Wahnsinn.

Natürlich Nachfolgegenerationen natürlich klar, aber es sind schon wieder 14 Jahre her.

Was uns noch interessieren würde, und zwar von euch da draußen und leider erst mal nur, wenn ihr bei Spotify seid und uns hört, weil da können wir das tun: Wie schaut ihr denn beim Camping Fernsehen? Wir haben dafür die Frage eingestellt hier in der Episode mit verschiedenen Antworten. Kreuzt da da einfach mal an, was ihr oder wie ihr das Ganze konsumiert und ob ihr überhaupt Fernsehen guckt. Und das würde uns wirklich interessieren. Wir werden das auch, ähm, wir werden jetzt öfter so 'ne Fragen stellen und die auch auswerten und euch da dann auch noch mal in 'ner kleinen Minifolge und auch in 'nem Video das Ganze noch mal präsentieren. Das ist was, was wir grade neu machen und wir wollen das auch später für alle anderen ausrollen, aber erst mal geht's leider nur, wenn ihr uns bei Spotify hört, ähm, weil die das Feature halt grade für uns anbieten. Das noch dazu.

Und das sag ich jetzt einfach mal, ohne das vorher mit Harald abgestimmt zu haben, aber wenn ihr natürlich jetzt noch mal technische Fragen habt, ähm, an den Harald, dann schickt uns die auch gerne. Wir leiten die dann natürlich weiter und je nachdem, ähm, wie's bei dir zeitlich geht, Harald, würden wir uns freuen, wenn du uns dann noch vielleicht die ein oder andere Antwort zukommen lassen würdest und auch die würden wir dann eben in diesem besagten Video beantworten.

Okay.

Ja, dann vielen Dank, dass du da warst. Obwohl ich dachte, ich weiß schon ganz oder alles über Satellitentechnik, wusste ich das wie immer nicht, äh, und hab wieder Dinge dazu gelernt. Ähm, dafür auf jeden Fall vielen Dank und ich hoffe, ihr da draußen habt noch viel mehr mitgenommen. Es hilft euch auch immer, wenn wir so 'n bisschen die Grundlagen dazu erklären, ähm, äh, Kategorie unnützes Wissen für Partys. Und, ähm, ja, vielen Dank, dass du da warst und, ähm, uns da das alles näher gebracht hast. Ähm-

Ja, sehr gerne. Hat Spaß gemacht.

Mir auch und ich übergeb das Wort an Nele und verabschiede mich schon mal von allen. Macht es gut.

Ja, auch von meiner Seite ganz lieben Dank, Harald. Ich freu mich schon, dich dann auf der Messe zu treffen. Und wie gesagt, da gibt's dann noch mal 'n, 'n kleinen spontanen Kurz-Podcast zu euren Neuheiten. Und ja, wenn ihr da draußen auch unsere Messeberichterstattung und alles andere nicht verpassen wollt, dann abonniert gerne unseren Podcast. Oder wenn ihr uns was fragen oder mitteilen möchtet, dann schreibt uns an podcast@camperstyle.de oder über unseren WhatsApp-Kanal. Und natürlich freuen wir uns immer über gute Bewertungen beziehungsweise auch über Anregungen und Themenwünsche. So, Harald und jetzt darfst du, ähm, dich auch noch von unseren Hörerinnen und Hörern verabschieden.

Ja, sehr gerne. Also ich hab's ja grad gesagt, es hat sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank für die Einladung zu diesem Podcast und natürlich sind alle Hörer sehr herzlich willkommen auf dem Caravan Salon in Düsseldorf, der am 29. August beginnt. Wir sind in der Halle 13, Stand C60 und auch da natürlich stehen wir mit Rat und Tat und zur Beantwortung vieler Fragen Ihnen zur Seite.

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