|

Talk mit Kollegen: Ein Blick auf den Caravan Salon und die Campingbranche

Episode 246 · 01:45:29

Wie angekündigt, haben wir uns heute nochmal Verstärkung ins Studio geholt, um gemeinsam auf den Caravan Salon zurückzublicken und ein wenig über die Campingbranche im Allgemeinen zu plaudern. Naja, “ein wenig” ist gut – dies dürfte mit knapp 1:45 Stunden die längste Episode unserer Podcast-Karriere sein. Aber wir hoffen, dass sie durch die verschiedenen Perspektiven und Meinungen trotzdem kurzweilig für dich ist.

Mit an Bord waren:

Unter anderem ging es um folgende Themen:

  • Gab es wirkliche Innovationen auf der Messe zu sehen?

  • Was war überraschend?

  • Wie hat sich die Branche entwickelt?

  • Gibt es Neuheiten in puncto Nachhaltigkeit und Digitalisierung?

  • Wie sieht es aktuell mit den Preisen aus?

  • Vor welchen Herausforderungen steht die Branche für die Zukunft?

  • Was würden wir uns persönlich wünschen?

Unsere komplette Berichterstattung zum Caravan Salon (Artikel & Podcasts)

Falls du Fragen an unsere Gäste hast, uns deine Meinung zum Thema Messe mit auf den Weg geben oder uns sonst etwas mitteilen möchtest, schick uns gerne eine Mail an podcast@camperstyle.de oder per Whatsapp.

Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, komm in unseren WhatsApp-Kanal. Dort versorgen wir dich mehrmals pro Woche mit spannenden News rund ums Camping: Fahrzeugneuheiten, Schnäppchen, Reisetipps, Campingplatzempfehlungen, Kuriositäten, und, und, und…

Wenn du uns gerne hörst, schenk uns doch eine gute Bewertung auf der Podcast-Plattform deiner Wahl und abonniere unseren Kanal. Das hilft uns sehr weiter und trägt dazu bei, dass noch mehr Campingfans uns finden. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Unser Buch: Camping – das große Handbuch

Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute schauen wir noch mal mit Kollegen zurück auf den Caravan Salon in Düsseldorf.

Bei uns sind heute Björn von transitfrei.de, der Jürgen von Womo.blog und der Frank von Frank D Camping. Wir verlinken euch die Kanäle der drei natürlich wie immer in der Folgenbeschreibung, damit ihr da auch so'n bisschen gucken könnt, was die drei so über die Messe und auch sonst so machen und, ähm, abonniert auch gerne die Kanäle, guckt da immer wieder rein. Da gibt's auch neben Messethemen immer spannende Sachen, spannende, äh, Geschichten und Tests und so weiter und so fort.

Ja, und w-- der, das, der Plan für euch da draußen ist, dass ihr einfach so'n bisschen verschiedene Perspektiven noch mal auf die Messe bekommt. Grade wenn ihr nicht selber da wart, kann das ja ganz spannend sein und wenn ihr da wart, kann's auch spannend sein, weil ja jeder anders über so 'ne Messe läuft, sich andere Dinge anguckt, 'ne andere Aufmerksamkeit auf gewisse Dinge hat. Und da das die letzten Jahre schon sehr gut angekommen ist, äh, haben wir quasi beschlossen, dass wir das dieses Jahr wieder machen. Und die erste Frage in die Runde wäre tatsächlich, ähm, wie war denn diesmal euer Eindruck von der Messe? Also was, wie würdet ihr quasi das Ganze beschreiben in nicht zu vielen Sätzen? Und ich fang mal mit dir, Björn, an und nicht so viele Sätze hab ich ganz bewusst nicht ganz genau beziffert.

Ja, okay, wenn du sie nicht zählst, dann ist es für mich in Ordnung. Ähm, ja, ich fand es dieses Jahr wieder, wie auch in den Vorjahren, sehr groß, sehr mächtig und die Größe an sich, also auch die Belegung der Hallen, hat aus meiner Sicht wieder deutlich zugenommen. Ich glaube, wir hatten auch einen Ausstellerrekord, glaub ich, in der, ähm, Pressemitteilung gelesen zu haben, dass wieder neue Besucherzahlen oder Ausstellerzahlen erreicht wurden. Das kann ich auch bestätigen von meinem Eindruck her. Also ich hab auch sehr viele für mich, obwohl ich von mir aus sage, ich hab ja nun den Markt im Blick oder ich denke, dass ich ihn im Blick habe, sehr viele unbekannte Hersteller gefunden von kleineren Projekten, wo ich mir sage: „Hey, das ist mal 'ne pfiffige Idee", oder, ähm, „Hier ist jemand, den kenn ich noch gar nicht", auch jetzt aus dem osteuropäischen Ausland, was mich sehr positiv gestimmt hat, weil, ähm, das Camping ist ja nun auch länderübergreifend, äh, für viele Menschen 'n schönes Hobby und da find ich's sehr schön, wenn aus den vielen Ländern viele verschiedene Impulse kommen.

Also das ist mir aufgefallen. Auch jetzt so, was man an Gesprächen gehört hat, auf Ständen von Verkäufern, aber auch von Interessenten. Da war sehr viel internationales, äh, Publikum dabei, glaub ich.

Okay, danke für die Perspektive. Jürgen, wie, wie hast du's wahrgenommen?

Ist extrem gut organisiert. Ich hab, äh, dieses Jahr sehr positive Erfahrungen gemacht, schon vom Parken angefangen, ähm, auch später auf der Messe. Also das war sehr nett. Ähm, ich find immer noch die Ungleichbehandlung der Presse zu den Bloggern ein bisschen kritisch, aber da bin ich natürlich eher betroffen. Man, man wird da so'n bisschen zweitklassig behandelt, ähm, an der einen oder anderen Stelle. Ansonsten auf der Messe selbst: Ja, die ist gigantisch. Da läuft man sich die Füße platt, das wissen wir alle. Ja, es gibt einfach viel zu viele Stände. Das kriegst du wahrscheinlich nur hin, wenn du wirklich jeden Tag dort warst und alles in Ruhe dir anschauen kannst. Ähm, umgekehrt, es war deutlich weniger los an den Tagen, wo ich da war.

Ähm, es war viel los, ja, aber ich hab da schon wesentlich vollere erlebt und das war für mich eigentlich schon mal positiv, weil man hatte mehr Zeit an den Ständen. Man konnte sich eher mal 'n Wohnmobil und Wohnwagen anschauen, ohne dass hinten dran 'ne Schlange stand, die auch da rein wollte. Also insgesamt fand ich das 'ne sehr gute und für mich in dem Moment auch erfolgreiche Messe.

Danke auch dafür. Frank, wie hast du's wahrgenommen?

Ich hatte diesmal nur viereinhalb Messetage, weil ich einen Tag weg war bei meinem Lieblingsfußballverein in Gelsenkirchen. Ähm, und dann musste ich relativ früh nach Hause, weil 'ne Hochzeit zu fotografieren war und in diesen viereinhalb Tagen, das war so intensiv und ich muss das, äh, ich muss die Kollegen bestätigen, das war so viel. Da war so viel und ich hab im Vorfeld versucht, mir die Neuheiten rauszupicken aus den, ähm, Illustrierten, aus Promobil, Reisemobil International, wie sie alle heißen. Und ich hatte so 'ne lange Liste und ich hab wirklich am Donnerstag mir die Hacken abgelaufen über vier Stunden, bin alle irgendwie abgelaufen, hab daraus 'n Riesen-Video gemacht, um wenigstens so'n kleinen Eindruck zu bekommen. Für mich also sehr groß, gar nicht so voll. Der Freitag war total entspannt.

Ich fand's wahnsinnig viele Neuheiten, wobei die Neuheit so'n bisschen bedingt ist, also keine revolutionären Sachen, sondern viel Evolution. Ähm, wahnsinnig viele Aussteller, viele kleine neue Ideen. Ähm, ich hab auch beim Catering oder bei Umgang, beim Umgang auch mit Bloggern hab ich positivere Erfahrungen offensichtlich gemacht als Jürgen und im Großen und Ganzen war ich traurig, als ich am Mittwoch wieder fahren musste. Also ansonsten hat's mir, ähm, gut gefallen.

Ja, wir waren auch 'n bisschen traurig, dass ihr alle leider viel zu kurz da wart. Ähm, den Björn haben wir persönlich leider gar nicht gesehen auf der Messe. War, glaub ich, du warst, glaub ich, nur einen Tag da, ne?

Ja, es waren zwei, aber ja, es waren zu wenig dieses Jahr. Persönlich bedingt.

Und ja, die anderen hatten wir zumindest mal so kurz, äh, erwischt und konnten auch 'n bisschen quatschen. Da haben wir natürlich uns auch schon 'n Stück weit ausgetauscht, aber da waren jetzt doch noch 'n, 'n paar Sachen dabei, ähm, die ich gerne aufgreifen würde fürs weitere Gespräch. Zunächst mal an dich, Björn. Du hattest ja gesagt, ähm, viele kleinere Projekte und, und Aussteller, die dir ins Auge gefallen sind.

Könntest du da so 'n bisschen erzählen, was das genau war? Also waren das Fahrzeuge? Waren das, war das Zubehör? Wie, wie heißen die Aussteller und Hersteller? Also gerne da auch mit, mit, äh, Markennamen um dich werfen.

Okay, also, ähm, wo mir Aussteller aufgefallen sind oder, oder kleinere Aussteller aufgefallen sind, war besonders bei den kompakten Wohnwagen, kompakte Reisewohnwagen hatt ich einige gesehen, die das ausgebaut haben. Wobei lustige Geschichte dazu: Ähm, einige der Wohnwagen waren wirklich sehr, äh, archaisch. Kann man das sagen? Also wirklich einfachst ausgestattet. Das war wirklich nur, ähm, ja 'n Kasten auf 'm Fahrgestell und dann 'n Fenster reingeschnitten. Und ich war an einem Tag mit meinem Sohn, der wird jetzt dieses Jahr 13 und hat natürlich zu alles und jedem 'ne Meinung und meinte dann: „Papa, das können wir doch auch. Wir haben doch den alten OBI-Anhänger. Da können wir doch eigentlich oben 'n Loch in die Plane schneiden und dann kann man dafür auch 15.000 Euro verlangen." Also das fand er dann bei einigen Dingen etwas, ja, übertrieben.

Wobei ich ihm dann gesagt hab: „Ja, pass mal genau auf, schau mal hier." Ähm, also da muss man schon genau im Detail schauen, dass man dann die pfiffigen Ideen und Details findet, ähm, die dann da, ähm, verarbeitet worden sind. Das betrifft aber wirklich nur jetzt die Wohnanhänger, die kleineren Wohnanhänger, die man auch an, ich sag mal, an 'nen Golf noch dranhängen kann. Ähm, da fehlt dann meistens 'n für mich persönlich die essenzielle Einbau wie 'n Badezimmer. Ja, der eignet sich zum Schlafen, der eignet sich zum Kochen, dann klappt man die Küche aus und das sind fast alles kleine einachsige Anhänger, so im Bereich bis, äh, 750, 800, vielleicht noch 1.000 Kilo, ähm, wo wir viele Individualausbauten gesehen haben.

Die Individualausbauten, waren das auch Hersteller aus Osteuropa oder, äh, sprichst du da jetzt generell von, von den Marktentwicklungen?

Ja, tatsächlich aus Osteuropa. Ich schau grade mal, ob ich da noch einige finde. Also nur als Beispiel, nur als Beispiel, ob der jetzt aus Osteuropa kommt, weiß ich nicht. Zum Beispiel der Wild Drop, den fand ich sehr futuristisch mit den Rücklichtern zum Beispiel. Ähm, und da war noch ein anderer, der hatte den, der hatte seinen Wohnwagen mitgebracht, der war aus so 'nem Aluminiumframe gebaut und der war komplett, äh, ja, der sah aus wie so 'n Space Shuttle. Das war auch sehr futuristisch. Ähm, den fand mein Sohn auch super und ich auch, weil, ähm, ja, der, man konnte quasi den einzelnen Konstruktionsprozess sehen. Da, da war der Stand selbst schon ein Hingucker, ein Eyecatcher, weil der Prozess so gut dargestellt war. Sonst sieht man ja nur die fertigen Fahrzeuge und der hatte sich die Mühe gemacht, so 'n halb geschnittenes Fahrzeug da hinzustellen, wo links wirklich der Rohausbau war und rechts dann das eingebaute, der eingebaute Teil.

Und das fand ich sehr interessant, weil man da auch mal so 'n bisschen hinter die Kulissen gucken kann.

Frank, bei dir, ähm, du hattest ja gesagt, dass du das Gefühl hattest, dass, ähm, dass doch sehr viel los war.

Sehr viele Neuheiten hab ich.

Sehr viele Neuheiten.

Sehr, sehr groß und sehr viele Neuheiten, ja. Und, ähm, ich, ich, was mir noch einfiel, ich hab mich versucht, diesmal 'n bisschen auf Themen zu konzentrieren. Ähm, was fällt mir, äh, negativ auf? Was, was find ich gut? Ähm, was, warte mal, ich hatte so 'n paar Themen, ja, kann ich gleich noch was zu sagen. Also da kannst du mich gerne noch mal, ähm, zu ausquetschen, wenn du willst.

Was waren denn so Neuheiten, wo du sagen würdest, die waren jetzt für dich wirklich irgendwie, ja, ähm, sehr interessant oder bewegender als, ähm, vielleicht in den Vorjahren?

Das waren jetzt einfach, ähm, Fahrzeuge. Ähm, also ich hab mir, ich hab mich von A bis Z quasi durch die, durch die Fahrzeughersteller gewühlt und da waren dann eben so Sachen dabei, die ich, ähm, die ich klasse fand. Es gab diesen, ähm, Adria Twin Twin, der heißt wirklich so Twin Twin Kasten, der hat hinten 'n Hubbett, auch schön, aber vorne 'n leichter Korpus aus wie so Styropor. Äh, es sind so manchmal diese Kleinigkeiten. Dann hatte Adria ja auch zum Beispiel den Compact Max DL auf Crafter und so bin ich durchgegangen. Ich bin bei, bei Bürstner, ähm, fündig geworden. Die hatten, die haben 'ne neue Reihe rausgebracht, Campeo TD. Äh, ich hab aber auch Neuigkeiten gefunden, grade für mich, weil ich bin ja ungefähr zwei Meter groß. Für große Menschen hat, ähm, Fleurette Florium heißt 'n, glaub ich, französischer Hersteller 'n Teil integriert auf 'm Kastenwagen, äh, Quatsch, auf 'm Sprinter rausgebracht, extra für große Leute.

Und dann komm ich da rein und ich filme und ich sag: „Okay, hier ist ja 'n Hubbett. Äh, das kann man ja sicherlich dann abbestellen", und hab hinten auch paar Schränke aufgemacht. Nirgendwo waren Aufsteller an den Schränken, sodass die Klappen aufgestellt blieben. Und dann stoß ich mir fast den Kopf am Hubbett-... geh zum, geh zum Verkäufer und sag: Ähm, so und so, da sind keine Aufsteller und das Hubbett lässt sich ja abbestellen, oder?" Und dann sagt er: „Nein, das Hubbett kann man nicht abwählen. Das ist zwar technisch möglich, das Hubbett nicht einzubauen, aber von der Software her kann man das Hubbett nicht abbestellen, also im Bestellprozess." Ich, für große Leute gehst du da rein und ich steh schräg. Also ich leg grad den Kopf auf die Seite, die Zuhörer können das ja nicht sehen. Ich hab wirklich keine Stehhöhe drunter gehabt und das verkaufen die für große Menschen. Ähm-

Wie groß bist du, Frank?

1,98.

Ja.

Genau. Ich fand, äh, insgesamt, dass viele kleine, äh, viele, mmh, moderate Neuheiten hab ich das vorhin genannt. Das sind jetzt keine durchschlagenden, wie zum Beispiel der, der, äh, S-Slide Out, den Bürstner letztes Jahr präsentiert hat. Wir haben aber bei Bürstner zum Beispiel diese neue Wohnfühlstudie gesehen, die nannte sich, jetzt hab ich's, äh, Talis, genau. Da habt ihr schon vom, im Podcast auch drüber berichtet, die hinten auch so 'n Foldout hat. Also die nennen das nicht Slider, sondern Foldout und, äh, sind insgesamt w-würd ich fast an jedem Stand fündig, der mit zumindest einem neuen Fahrzeug da war, wo ich sag, da war es wert, das zu berichten. Deswegen ist mein Video auch so relativ lange geworden. Ähm- Ich, ähm, das waren für mich eigentlich so die, die Eindrücke, die mich auch so gebunden haben.

Sonst wär ich viel schneller durchgekommen.

Und bei dir, Jürgen, wie, wie schätzt du die Neuheiten ein?

Ihr wart anscheinend alle auf einer anderen Messe wie ich. Ähm, ihr wart in Düsseldorf. Ich war in, was weiß ich, was nebendran ist, äh, mit BMW koppelt sich Düsseldorf immer. Ähm, Neuheiten, Neuheiten, ja, gibt es, gibt es immer. Also wird als, als Neuheit verkauft, aber, äh, wenn man sich das dann mal im Detail anschaut, dann kommt irgendeiner um die Ecke und sagt: "Das gab's aber '78 auch schon mal." Ja, okay, jetzt nicht unbedingt mit einem Slide Out oder sonst irgendwas. Das sind für mich jetzt auch nicht unbedingt Neuheiten noch dazu. Ich finde es absolut unübersichtlich mittlerweile. Äh, es gibt viel zu viele, da die auch, auch, ähm, Leute, die ich getroffen haben, haben mir das gesagt, sie, sie finden überhaupt keinen Weg, um sich mal zu orientieren.

Und ich glaube auch, dass die Hersteller sich damit keinen Gefallen tun. Ich denke sogar, dass in den nächsten Jahren, wenn das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt, auch in den Unternehmen, man die Palette dramatisch eindampfen wird, weil ob das Ding jetzt vorne einen Kasten als, äh, Fußstütze hat oder 'ne längere Sitzbank, das ist dann die, die zweite Variante vom selben Typ, der ist dann siebzehn Zentimeter länger oder so was, oder in der dritten Variante dann face to face und so weiter. Ich glaub, das wird sich irgendwann überholen, denn auch in dem Herstellungsprozess wird's ja immer schwierig. Also da gibt es manchmal wirklich Nuancen. Da gehst du in irgendeinen großen Hersteller, ich sag jetzt mal Halle eins, ähm, oder, ja, ist Hobby glaube ich eins, ne, ähm-

Mhm.

Nein, Tabbert.

Ganz egal.

Tabbert.

Ja, da, da gehst du, da gehst du rein, ähm, und gehst in das Mobil eben dran rein und du siehst eigentlich kaum einen Unterschied. Da musst du noch mal zurückgehen, um zu sehen: Ah, da ist, da ist tatsächlich was anders. Ähm, find ich sehr, sehr schwierig, da den Überblick zu behalten.

Jürgen, ich muss direkt auf, darauf antworten. Ich hab nicht nur die Fachzeitschriften gewälzt, sondern ich hab dein Vorabvideo, was ja noch vor der Messe rauskam, da hab ich gedacht: "Boah, ist der wieder schnell", hab ich mir angeschaut und hab's mehrfach gestoppt und mir Sachen aufgeschrieben. Also den, den Überblick hast du ganz gut für mich geschaffen und da waren Sachen dabei, da wär ich nie alleine drauf gekommen. Hier, ich hab mir aufgeschrieben, Lux Venture, glaube ich, ne. Du erinnerst dich, das ist, glaube ich, so ein Kastenwagen, da gibt's auch eine Dock Edition und sonst was oder Dock Line nennt sich das. Ähm, da waren ganz viele Sachen dabei. Ja, er wird zersplittert, zerfasert, aber ich fand, dass das, dass da, dass ich dadurch auch auf, auf Neuheiten gekommen bin, ähm, die ich sonst wahrscheinlich nicht entdeckt hätte. Und jetzt ist dann wahrscheinlich eine Definitionsfrage Neuheit, ne.

Das ist nett, aber das ist der, der, der Sebastian, ach Quatsch, entschuldigung, der Björn hat's gesagt gehabt, ähm, ganz viele kleine Hersteller bringen hier die Innovation. Und, äh, ich glaube, das war das Entscheidende an dieser Messe. Du hast jetzt Lux Venture genannt gehabt, dieses iPart, wo du, wo du denkst: „Ja, guck mal, so, so schön rund, so ein bisschen stylisch, das ganze Interieur, ähm, hat sonst so keiner." Also da gibt's noch mehr. Da gibt's, ähm, bei den, bei den Microcampern habe ich einen gesehen, die kommen irgendwo aus Süddeutschland, der Name fällt mir jetzt nicht ein. Cooles System, absolut cool. Ähm, ja, deswegen freut's mich auch, dass der Björn das gesagt hat. Die ganzen kleinen Ständen in den Ecken, also ihr wisst, was ich meine, ne. In der Mitte stehen die ganzen Großen und irgendwo hinten links, da sind die ganzen Kleinen noch versteckt, so, so drei auf fünf Meter und das war's.

Die waren oftmals interessanter als der ganzen Kram, Entschuldigung, den du bei den Großen gesehen hast. Und ansonsten gebe ich dir wieder nur recht, Frank. Es sind die Detaillösungen, die, die du gar nicht siehst manchmal. Also ich hab das in irgendeinem Film noch mal gezeigt gehabt. Da bin ich in einen Wohnmobilring reingekommen und hätte gesagt: „Ja gut, alles klar, das ist wie immer." Äh, die Detaillösung war dann eine Wasserpumpe, eine Abwasserpumpe, äh, die für mich innovativ war. Ähm, hatte ich so noch nicht gesehen gehabt. Einer, der sich gedacht hat: „Ja, wie kommt das Duschwasser denn eigentlich in, in den Tank, wenn ich mal ein bisschen schräger stehe?" Der hat einfach eine Pumpe dazu gebastelt. Also das sind so diese kleinen Innovationen gewesen, ähm, die es nachher ausgemacht haben. Aber sorry, bei den Großen fällt das nicht mehr auf, allein aufgrund der großen Masse.

Das wär jetzt auch tatsächlich meine, meine nächste Frage gewesen nach der Innovation. Und wir Content Creator, wir gehen ja immer nach Neuigkeiten und Innovationen, ne, weil das ist ja für uns berichtenswert. Äh, aus unserer Sicht ist es völlig unspannend, dass es jetzt irgendwie noch einen dritten Grundriss gibt, wo, äh, fünf Zentimeter mehr Raum dazugekommen sind, damit man seine Schuhe noch mit vor den Sitz stellen kann, um es mal übertrieben zu sagen. Und, ähm, das habt ihr aber jetzt ja gerade schon eigentlich vorweggenommen meiner Frage, wo ihr die Innovationen genau gesehen habt. Nämlich nicht, also das würde ich jetzt mal so zusammenfassen, nicht unbedingt bei den Großen. Da gibt's bestimmt auch Ausnahmen. Also alles über einen Kamm zu scheren ist ja sowieso meistens nicht wirklich sinnvoll, aber eben bei den Kleinen, was ja auch irgendwo logisch ist, so ein großer, so ein großer Dampfer wie Hymer, den wendest du halt nicht mal einfach eben schnell und, und machst da irgendwie was Neues.

Das dauert halt, der hat einen ewigen Bremsweg, ne. Während so eine kleine, ähm, Manufaktur, die ein, zwei, drei Mitarbeiter hat, natürlich sehr schnell ist und wendig ist, vielleicht auch zum Teil nächstes Jahr wieder weg ist, weil's eben, äh, nicht mit ihrem Konzept quasi geklappt hat. Ähm, aber habt ihr vielleicht als abschließende Frage auch bei den ganz Großen der Branchen irgendwo für euch überraschende Innovationen entdeckt? Und wenn ja, welche?

Also ich muss sagen, dass ich bei den Großen vielleicht auch ein Stück weit gar keine Innovation, bahnbrechende Erfindung oder so was erwarte. Natürlich schaue ich mir gern die ganzen kleinen Hersteller an, aber wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich dann doch Kaufinteresse habe- Dann gucke ich nach pragmatischen Dingen: Wo bekomme ich meine Ersatzteile unterwegs? Habe ich ein Händlernetz, wo ich von Flensburg bis Garmisch notfalls kurzfristig Hilfe bekomme? Ähm, und, und wie ausgereift ist so ein Fahrzeug? Kann ich es mir leisten, im Familienurlaub, wenn alle 'ne schöne Zeit haben wollen, einen, einen Halbprototypen eines kleinen Herstellers zu haben, wo das dann in der Praxis nicht funktioniert? Oder bin ich dann froh, dass ich einen Hersteller habe wie Hobby, Dethleffs, die über siebzig Jahre Erfahrung verfügen, wo es dann halt einfach funktioniert.

Ich glaube, da tun wir den großen Herstellern manchmal etwas Unrecht, wenn wir sie... Ja, der hat einen längeren Bremsweg, aber dann, da bremst er auch zuverlässig, ja. Also ich will es mal so formulieren: Ich würde tatsächlich mit konkretem Kaufinteresse für die Faszination bei den Kleinen gucken, aber fürs Kaufen würde ich wahrscheinlich wie viele andere auch dann doch bei denen gucken, die sich so eine ganze Halle leisten können.

Ein neuer Tag auf der Liebesinsel. Es wird gezwitschert, geflirtet.

Bist du einfach reich?

Ich bin reich mit Liebe.

Gestritten.

Viel Spaß mit der Hexe hier im Haus.

Und gefeiert.

Die Party kann losgehen.

The Island VIP is back. Endlich. Donnerstag, zwanzig Uhr fünfzehn bei RTL2 und auf RTL+ streamen.

Finde ich einen spannenden Ansatz.

Mhm.

Habe ich auch so noch nie drüber nachgedacht, was das Thema Ersatzteile und so weiter angeht, aber das stimmt natürlich.

Ich habe ja Mitverantwortung für meine Mitcamper und wenn der Urlaub nicht schön wird, weil mir unterwegs die neue innovative Absaugpumpe, die der Jürgen jetzt gerade angesprochen hat, ausfällt und ich nicht weiß, wie ich die wechseln kann als Laie, oder wenn dann das nicht mehr funktioniert und das Wasser steht in der Dusche, dann habe ich natürlich sofort... Na ja, ich bin ja auch immer so ein bisschen was wie ein Reiseleiter und habe dann die Beschwerden am Hals, ne. Das darf man nicht vergessen.

Genau dazu hätte ich gerade noch einen Beitrag. Ich habe gestern, äh, Abend, ähm, 'ne ehemaligen Veranstaltung gehabt. Da saß mir einer gegenüber, der fährt einen Concorde, der ist jetzt sieben, acht Jahre alt. Der war auf der Messe in Düsseldorf und er hat gestern Abend erzählt: „Hör mal, ähm, die haben ihn angesprochen: 'Wolltest du nicht einen neuen Concorde bei uns kaufen?' Sagt er: 'Ja, wat könnt ihr, was müsst ihr mir bieten? Also hier eine Farbveränderung, Grundrissveränderung bin ich nicht daran interessiert, aber wenn ihr mir garantieren könnt, wenn mir der Kühlschrank ausfällt, dass ich innerhalb von zwei, drei Tagen zu euch komme oder es kommt einer raus und bietet mir einen neuen Kühlschrank oder baut mir einen neuen Kühlschrank ein oder ersetzt mir die Toilette oder ersetzt mir die Akkus oder, oder, oder, dann unterzeichne ich.'" Hat er natürlich nicht zugesichert bekommen von Concorde. Ich meine, in Schlüsselfeld haben wir ja Morelo, Concorde und Phoenix und da ballt sich ja die, die gesamte Handwerkerkompetenz, die kriegen das nicht so richtig schnell auf die Kette.

Aber das ist was, das habe ich auch festgestellt am Stand von, boah, jetzt schlag mich, Knaus, glaube ich. Daneben, äh, Xperion, die versuchen, Richtung Kundenbindung zu gehen. Ähm, Xperion, ich weiß nicht, wem der Stand aufgefallen ist. Das war neben dem Innovation Hub in der Knaus-Halle. Eine, ein Riesen, eine Riesenfläche mit einem großen X in der Mitte, rotes X auf schwarzem Grund und ich stand da ganz gespannt. Ich sage: „Was kommt denn hier?" „Ja, hier ist gleich die, ähm, hier ist gleich die Pressekonferenz." Und dann war ich ganz gespannt und dann war, hat sich das gezogen und gezogen. Dann bin ich wieder weggegangen. Nachmittags kam ich zurück, da war die Fläche immer noch leer. Ich sage: „Was war denn jetzt hier?" Letztendlich steckt dahinter: Knaus versucht, mit Xperion eine Community zu schaffen, um mal jetzt wieder im Denglisch zu bleiben, eine Community zu kreieren, damit man sich der Marke zugehörig fühlt.

Man veranstaltet dann in coolen Städten Meetings, sage ich jetzt, mit dieser Community und macht gemeinsame Erlebnisse und versucht so, die Kin, die Kunden an sich zu binden und hört auch zu, was man künftig an Innovationen wohl in die Fahrzeuge einbauen soll. Ich sage: „Da hätten die doch auch einen Fragebogen verschicken können und sich einfach um die Leute kümmern nach ihrem Kauf." Das wäre so meine, mein Beitrag noch dazu.

Vor allem könnte man die Community natürlich auch dadurch stärken, dass man, ähm, wie sage ich das jetzt diplomatisch? Freundlich beraten wird, unter anderem.

Genau, genau. Und auch nach dem Kauf nicht mehr vergessen wird.

Ja.

Ist, äh, wichtig. Ich habe ja diesen Stream gemacht, ähm, wo ich ein bisschen auf Mängel hingewiesen hatte in den letzten Tagen. Der geht ja durch die Decke und dementsprechend viele Mails bekomme ich momentan. Und zwar ganz viele Frustmails von Leuten, die nach dem Kauf alleingelassen wurden. Also sollen wir da anknüpfen? Also Iteneo hat mir gestern einer geschrieben, äh, unterschrieben, seitdem meldet sich der Händler nicht mehr. Ja, also bis zum Unterschreiben, sagt er, sind sie mir nachgelaufen und nach der Unterschrift nichts mehr. So, ähm, dann Mängelliste, ähm, dasselbe Spiel. Ich habe einen Dethleffs hier, der ist nach drei Jahren mit Alu-Fraß kaputt. Also die haben den jetzt mit Wertminderung verkauft, äh, gehen vor Gericht, weil Dethleffs sagt: „Ja, das ist nicht unser Ding. Ja, die Gewährleistung ist rum." Nach drei Jahren, ihr Leute. Also wenn wir hier über Große reden, Björn, dann muss man auch dazu sagen, dass genau hier in der Vergangenheit das große Problem war.

Und wenn Frank, wenn die jetzt anfangen, wieder, ähm, Kundenbindung zu propagieren, dann ist das ein, ein hohes Gut und das, das sage ich seit Jahren, das ist schon längst wieder Pflicht, aber das hat in den letzten Jahren nicht funktioniert und ich würde mich freuen, wenn es funktioniert, aber ich glaube es nicht. Und bei den Kleinen und da bin ich jetzt mal ganz boshaft: Wir haben hier in Darmstadt, oh Gott, jetzt fällt mir der Name nicht ein, eine, eine mittelgroße Schmiede, ähm-

Spacecamper.

Da war ich-- Danke, Spacecamper. Da war ich mal bei der, ähm, äh, Veranstaltung der Kunden. Die machen dort ein Treffen, äh, wo sich die Kunden treffen. Das ist ganz von, von denen selber organisiert und, äh, da merkt man, was Kundenbindung ist. Ja, ähm, und, und wenn da was nicht funktioniert, dann steht da tatsächlich einer auf der Matte und kümmert sich. Das ist dann der Unterschied. Wenn man nicht so groß ist, kann man das noch leisten. Wenn ich natürlich so ein, so ein Wo noch bin. Ja und noch dazu über ganz Deutschland hinweg. Ja, das funktioniert einfach da nicht mehr. Irgendwo kippt das Ganze und in den letzten Jahren ist, glaube ich, genau da das große Problem bei vielen Kunden entstanden, dass sie nicht mehr wahrgenommen werden, nachdem sie gekauft haben.

Aber das sind wir jetzt völlig weg von der Messe, merke ich gerade.

Mhm.

Ja, oder auch nicht, weil ja auch auf der Messe-

Ist ja die Branche.

Genau. Also zum einen ist es die Branche, die sich da repräsentiert, zum anderen hat ja, hat ja Frank gerade dieses, äh, Experion oder Experience angesprochen. Ich weiß gar nicht, wie es von beiden heißt, was sie da starten. Ob das jetzt, also kann man aus zwei Perspektiven sehen, ne. Man kann sagen, na ja, man versucht jetzt irgendwie mit, mit einfachen Mitteln irgendwie den Kundenservice, den man woanders versaut hat, äh, wieder irgendwie herzustellen über so eine Community. Oder es ist eben, dass man erkannt hat, wir müssen etwas tun und, und der große Tanker und man macht sozusagen erst mal was, was man auch außerhalb der Prozesse machen kann. Experion, äh, hat, hat Frank gerade noch mal in unseren internen Chat hier geschrieben als Experion. Kann man so oder so sehen. Aber ist es sicherlich auf jeden Fall ein Weg in die richtige Richtung. Ob das jetzt der perfekte Weg ist, ähm, weiß ich nicht. Auch, ich kann auch ein positives Beispiel benennen: Ich hatte auch Freunde, die, ähm, auf der Messe waren.

Die haben auch von einem großen Markenhersteller, äh, von denen wir auch ein Fahrzeug hatten, ähm-

Du kannst den Namen auch sagen, wir haben den schon genannt

... Niesmann Bischoff, ein neues Fahrzeug gekauft vor, ich glaube zwei Jahren und es hat mehr in der Werkstatt gestanden, als dass es irgendwie unterwegs war. Und, ähm, die haben jetzt tatsächlich mit dem Händler zusammen und auch mit dem Hersteller zusammen eine Lösung gefunden. Wie das intern geklärt wurde, weiß ich nicht, aber sie haben jetzt tatsächlich einen Markenwechsel durch den Händler durchgeführt, was natürlich, wenn du bei so einem großen Händler bist, eine schöne Situation ist, wenn man das so lösen kann. Ob es das jetzt besser macht, das muss man schauen, weil wir wissen ja, dass die meisten dieselben Probleme haben. Ähm, und gerade wenn du auch so-- Es gibt ja auch teilweise Probleme in den Basisfahrzeugen und dann ist es völlig egal, ob der Iveco unter dem Nibi ist oder der Iveco unter einem anderen Hersteller ist. Du hast dasselbe Problem, weil es ist dasselbe Basisfahrzeug. Also das muss man dann halt schauen.

Aber da ist, glaube ich, auch wünschenswert, dass die Hersteller mit den Händlern mehr zusammenarbeiten und die Händler natürlich auch wieder ein bisschen mehr versuchen, Kundenfreundlichkeit in den Vordergrund zu stellen. Auch wenn mir klar ist, dass das nicht immer einfach ist oder nicht so einfach ist, wie es gesagt ist. Aber ja, diese krassen Fälle, ne, unterschrieben und dann nie wieder was gehört, das, das kann's halt einfach nicht sein.

Ich habe ein bisschen die Hoffnung, ähm, dass jetzt, wo die, wo die Verkaufszahlen so ein bisschen abebben und sich der Markt etwas beruhigt, um es mal vorsichtig zu sagen, dass vielleicht jetzt sich der eine oder andere Hersteller wieder rückbesinnt auch auf mehr Qualität, auch von den Großen. Die hatten ja enorme Probleme über alle Hersteller hinweg in den vergangenen Jahren wegen der hohen, ähm, Absatzzahlen, wegen der Ersatzteilproblematik, wegen der, ähm, generellen Lieferproblematiken. Konnten teilweise auch die, die Qualitätskontrollen nicht so durchführen, wie sich das eigentlich gehört, weil die Fahrzeuge einfach vom Hof mussten irgendwann, weil die Leute schon ein Jahr oder anderthalb drauf gewartet haben teilweise.

Und ich hoffe, dass jetzt die Chance erkannt wird, wieder ein bisschen wegzugehen von dieser Massenproduktion und wieder ein bisschen mehr hinzugehen und zu schauen, was, was baue ich da eigentlich ein und wie überprüfe ich das, ob das alles funktioniert vom, vom Spaltmaß bis, ähm, äh, ja, bis, bis zur Bodenplatte. Jürgen, du wolltest was sagen.

Da hin. Also ich mache das ja seit Jahren und in den letzten Jahren habe ich noch gar nicht mehr so genau hingucken wollen. Und es ist mir dieses Jahr aber aufgefallen, dass es tatsächlich besser geworden ist. Also man muss auch mal eine Lanze für die Branche treffen. Die haben ja auch genug Probleme gehabt in den letzten Jahren und, und arbeiten die teilweise immer noch erst ab. Also muss man ja ganz ehrlich sein, da wird ja teilweise jetzt noch dreiundzwanziger Material verbaut, ähm, oder auch in den Markt gebracht. Jetzt reden wir mal über die Zukunft. Also was hier momentan stand auf der Messe, hat einen wesentlich besseren Eindruck gemacht. Ähm, und ich glaube, da sitzt er auch auf dem richtigen Weg. Also ich rede ja immer gerne über Scharniere und so was. Das sind so Kleinigkeiten, aber da merkt man schon eine Wertigkeit. Ja, ähm, und das ist für mich Indiz dafür, dass die schon merken, wo die Reise hingeht, dass es ja nicht mehr ein Selbstläufer ist, sondern dass wir in ein paar Jahren wieder wie in den 2010er Jahren um jeden Kunden buhlen müssen.

Ja, Jürgen, da sagst du was, was mir auch aufgefallen ist. Ähm, noch vor zwei oder drei Jahren, also noch der, in der Vor-Corona-Zeit, da hatten wir einige Fahrzeuge bei den wirklich, wir haben wirklich jede Halle besucht und ich sag mal so von zehn Fahrzeugen hatten acht oder sieben das Problem, dass es nicht zu Ende gedacht war im Wohnbereich. Ganz einfaches Beispiel: Du machst die Badezimmertür auf und sie geht an der gegenüberliegenden Seite, berührt sie einen Schrank oder ein Scharnier oder einen Knopf, irgendwas. So was finde ich ganz, ganz schlimm, weil du machst sie zweimal auf und ich habe Kinder, die machen die auch schon mal mit Schwung auf und schon hast du auf der gegenüberliegenden Seite, in der, in der, in der vorne an der Front direkt eine Dulle drin. Und dieses Jahr, muss ich sagen, hatte ich gerade auch bei den Großen gesehen, dass es so langsam kommt, dass man diese Tür auf der gegenüberliegenden Seite vernünftig einrasten kann.

Das sind so Kleinigkeiten. Da freue ich mich dann auch drüber, dass ich mir sage: „Mensch, jetzt haben sie hier das endlich mal gelöst." Also das, da gebe ich dir recht, da, da, da sind langsam so ein bisschen Bewegungen drin, dass man sich die Sache anguckt.

Ich erinnere mich beim Thema Badezimmer grade, ich glaub, das warst du, Björn, an dein Erlebnis, dass du, äh, mal auf 'ner Messe in der Toilette Probe gesessen hast und dann ging die Tür nicht mehr zu. War das, äh, hast du so was dieses Jahr auch entdeckt?

Tatsächlich hatte ich dieses Jahr einen Hersteller, der ein wirklich wunderschönes Waschbecken, ja, hergestellt hat mit einem schönen Unterschrank und meine Frau würde sich auch super darüber freuen, weil sie die Haare da ordentlich drin waschen kann, weil sie sie ausbreiten kann. Nur das linke Bein passt dann eben nicht mehr dahin, weil dann dieser Waschtisch im Weg ist. Also es ist, es bleibt eine interessante Sache. Und diese Toilette war auch drehbar. Ähm, das hat ja damals mal vor vielen, vielen Jahren nicht funk geklappt bei mir. Da hatte ich die Toilette so schräg und hab mich draufgesetzt und mich geärgert. Das war meine erste Campingtoilette, warum man so was schräg baut, bis ich gemerkt hab, dass man die auch drehen kann. Das war jetzt nicht der Fall. Also das war wirklich ein sehr wunderschöner Waschtisch zu Lasten des Bein, der Beinfreiheit dann an der Toilette. Das war nicht so schön.

Wir haben aber auch wieder Türen gesehen, die gegenüber einfach irgendwo stumpf anschlagen. Also die gibt es immer noch.

Hab ich auch gesehen. Bei den Chinesen zum Beispiel. Ja, fernöstern, da war das auch so.

Hab ich auch gefilmt, ja.

Fand ich auch nicht so gut.

Oder auch, oder auch Schrankklappen, die man nach oben hin öffnet, die dann an der Decke, äh, gegen knallen zum Beispiel. Das war nicht nur bei fernöstlichen Fahrzeugen.

Dann müsste ich so offene Staufächer, ähm, wird auch gerne verbaut. Ich nehme an, weil man sich an die Klappen dann spart. Da kann man während der Fahrt halt nichts einstellen. Ähm, einmal gebremst, fliegt das ganze Zeug durch die Gegend. Äh.

Na, da sind aber dann so Gummis davor. Bei dem Beachy zum Beispiel von Hobby, da hast du so schöne Gummis.

Ja, ja. Da sind noch nicht mal Gummis davor gewesen. Sogar die werden noch gespart.

Also es gibt ja auch manchmal so, dass man zumindest unten so 'n kleinen Holzabsatz noch mal hat, dass zumindest wenn da eine große Kiste drinsteht, die nicht rutscht. Aber ich hab auch einmal so was gesehen, wirklich wie 'n, wie 'n Regalboden.

Rüttelkante ist der Fachausdruck, Sebastian.

Wie, wie ist der Fachausdruck?

Rüttelkante.

Okay, ohne Rüttelkante. Wieder was gelernt. Ähm, ja, also, ja, manchmal merkt man schon, dass der ein oder andere Entwickler, der da dran sitzt, unter Umständen noch nicht großartig zum Campen gefahren ist.

Absolut.

Das merkt man ab und zu auch. Das ist ja auch gar nicht ungewöhnlich und das hat auch nichts nur mit der Campingbranche zu tun. Ich seh das in der Softwareentwicklung, äh, jeden Tag, ähm, wo Software von Menschen entwickelt wird, die, die niemals selber genutzt haben und so ist das halt hier auch. Ob das jetzt gut ist oder nicht, muss man schauen. Wenn halt niemand da ist, der das dann noch mal gegencheckt und sich da noch mal Gedanken macht aus Campersicht, dann ist es natürlich nicht optimal, um es mal so zu formulieren.

Wir sind dann nur Betatester.

Ja, wollte ich grade sagen, in der Campingbranche wäre das ja relativ einfach, Prototypen von neuen Baureihen testen zu lassen durch Camper, weil es von jeder Marke so viele Fans gibt, die sich mit Sicherheit freuen würden, da mal irgendwie 'n paar Tage, äh, reinzugucken und, und da mal vielleicht sogar mit wegzufahren.

Das ist nicht das Problem. Das könntest du auch bei Software finden. Das Problem ist, dass das unheimlich teuer und aufwendig ist, das zu organisieren, weil du musst ja Prozesse definieren. Es nützt ja nichts, wenn ein Fan mal mit dem Fahrzeug losfährt. Du musst ja dann auch dafür sorgen, dass die Dinge wirklich getestet werden, ausprobiert werden, vielleicht nach einem bestimmten Protokoll. Und das ist genau das Problem, weil das ist sehr aufwendig, damit kostet's sehr viel Geld und damit spart man sich das natürlich. Also, ne, ich kann das auch aus Herstellersicht durchaus verstehen und manchmal ist es auch schlicht gar nicht möglich, weil du schickst zehn Fans mit dem Fahrzeug los und wenn das Fans sind, dann ist die Chance groß, dass deren eigenes Gehirn sie auch noch 'n bisschen quasi, äh, überlistet und sie dann gar nicht jeden Fehler als schlimm wahrnehmen, weil der vielleicht schon seit zwanzig Jahren in den Fahrzeugen ist und sie sich dran gewöhnt haben.

Also ist gar nicht so einfach. Das soll nicht heißen, dass es deswegen gespart werden sollte, aber wir wollen ja auch bisschen versuchen, die Gegenseite uns immer anzugucken und es ist nicht ganz einfach.

Mir wurde hinter vorgehaltener Hand gesagt, dass es diese Prototypen gar nicht gibt. Also man macht das wirklich nur noch im Computer und dann geht das direkt aufs Band raus und dann wird der erste rausgelagert und, äh, da man gar nicht die Zeit hat, das dann auf Herz und Nieren zu prüfen. Also der, der wird noch mal über eine Piste geschickt, klar, logisch. Ähm, und wenn der einigermaßen hält, dann, dann wird das Ding bewertet. Also bewertet im Sinn von, ist er absatzfähig oder nicht? Und dann geht der raus. Ähm, das ist nicht mehr so wie früher, dass man mal zehn Prototypen macht und die dann nachher zum Nierentest testet und, und ich weiß halt, hunderttausend Kilometer und man sagt: "Jawohl, das ist unsere Zukunft." Nee, nee, das läuft nicht mehr so.

Habe ich zuletzt tatsächlich, glaube ich, bei Winnebago gelesen, ähm, in den Staaten, da gab's, glaube ich, irgend 'n Modell so für auch unterwegs arbeiten und da hat man das tatsächlich so gemacht, dass man das Fahrzeug an zehn, zwanzig, äh, Leute rausgegeben hat, die intensiv reisen und arbeiten und das mit denen getestet hat, fertig entwickelt hat und es dann auf den Markt bringen wollte. Also das, das letzte Mal, glaube ich, letztes vorletztes Jahr, dass ich das auch irgendwo gelesen habe und mitbekommen habe, dass man so was macht.

Es ist ein Hersteller, bei dem ich das mir sogar vorstellen kann. Es gibt auch den einen oder anderen bei uns in Deutschland. Ähm, gibt's ja auch wirklich gute, muss man vielleicht auch mal dazu sagen, wo du hingehst und sagst, wow, ja, nichts gefunden, nichts Dramatisches. Also klar, irgendwie geht mal 'ne Schraube locker oder so was. Ähm, wir dürfen ja nicht nur alle jetzt in einem, in einem 00:05:28-01 draufhauen, aber wenn man sich manchmal das anschaut, dann wundert man sich schon, insbesondere, also früher war es zumindest so, ich bin ja schon ein paar Jahre auf Messen, ähm, da bist du auf eine Messe gegangen und hast das Gefühl gehabt, man hat extra ein Fahrzeug genommen, das besonders gut war. Das hat man extra noch, ja, ich sag mal, aufgepeppt und, und da hingestellt. Und da scheint sich auch immer jede einzelne Schraube noch mal angezogen. Äh, nee, also das ist es heute definitiv nicht mehr.

Die Messe hat noch nicht angefangen und du findest Mängel, ähm, hätte es meines Erachtens früher nicht gegeben. Also abgerissene Türgriffe. Also ich rede jetzt wirklich mal von solchen Sachen. Ähm, das kann am ersten Tag passieren, aber nicht morgens um neun, wenn du in 'n Fahrzeug reingehst.

Also am Freitag morgens um neun.

Da möchte ich mal aus meiner eigenen mittlerweile mehrjährigen Erfahrung, ähm, als Teilzeitberaterin eines großen deutschen Herstellers was zu sagen. Also wie die Leute teilweise mit den Fahrzeugen umgehen, die da reingehen und sich die anschauen. Also ich sag mal, ausgerissene Fenster, weil jemand meint, er müsse hier die Acrylfenster nach oben reißen bis zum dort hinaus, ähm, ausgebaute Pushlocks. Ähm, dann kommen da Leute rein mit zwei, drei Kindern, ähm, unterhalten sich mit dir und die Kinder reißen wirklich in den zehn Minuten den halben Wohnwagen ein. Jetzt sprechen wir hier über einen Wohnwagen, der, der für, ähm, für die Verhältnisse sehr, sehr robust gebaut ist.

Also da gibt's jetzt keine riesigen Schäden zu beklagen. Aber wenn jetzt, wenn ich mir jetzt die, die Fahrzeuge von den etwas günstigeren Herstellern anschaue von, also hatten wir ja selber auch schon Detlefs Fahrzeug zum Beispiel, ähm, wo eben alles nicht so solide gebaut ist wie jetzt bei einem Fendt oder bei einem Tabbert oder Ähnliches. Da kann ich mir schon vorstellen, dass auch am ersten Tag durchaus mal Schäden entstehen, die durch unvorsichtige Besucher hervorgerufen werden.

Aber Jürgen hatte ja jetzt morgens um neun erster Messetag gesagt, wo vielleicht genau das noch nicht passiert ist. Also, ne, das, äh, das zeigt auf jeden Fall unter Umständen auch die Qualität, gerade wenn das ein normales Fahrzeug ist, was sich aushält. Ähm, ja, sind auf jeden Fall Themen. Ich würde jetzt tatsächlich mal wieder ein bisschen, äh, den Fokus auf die Messe lenken und euch quasi gemeinsam – also ich habe mich ja selber gerade mit vergreifen lassen zu anderen Themen – äh, wieder ein bisschen Richtung Messe gucken. Ähm, seht ihr eine Veränderung, so ich sag mal, seit Corona in der, in unserer Campingbranche? Und seht ihr die auch ebenso auf dem Caravan Salon oder ganz anders?

Ist ein schwieriges Thema. Ähm, ich glaube, Corona wollen alle vergessen. Da guckt auch keiner mehr nach und das wollen alle auch ganz schnell abhaken. Viele Dinge, die man damals aus der Not heraus gemacht hat. Ich erinnere da an die Außendusche, die wir selber gebaut haben aus so einem kleinen Gummiding, weil die Waschräume ja alle geschlossen waren, wo ich dann gesagt habe: „Liebe Hersteller, hier wäre doch mal eine Idee, die Außendusche wieder aufzuleben." Sieht man ja heutzutage gar nicht mehr. Also ich wüsste nicht, wo so was geht. Man kann das nachrüsten, klar. Ich kann mir jetzt von Reich so einen Adaptersatz bestellen und da außen so 'ne, so 'ne Dusch, äh, dran machen, so einen Duschkopf mit Schlauch. Aber so wirklich, dass man auch sagt: „Ja, ich überlege mir jetzt mal, wie fange ich zum Beispiel das Abwasser nach dem Duschen auf, dass ich das in den Tank kriege", ähm, weil man wird ja nun auch schräg angeguckt, wenn man sich da am Strand duscht. Ähm, also solche Innovationen fehlen dann auch wieder, dass man sagt, wir hatten die Möglichkeit, während dieser Zeit autarker, unabhängiger zu werden und man hat es nicht genutzt.

Also es gab einige Ansätze, aber man hat sie nicht genutzt, ist meine Meinung.

Mir fällt Andrang ein. Der Andrang ist immer größer geworden. Also wir sind mit Wohnmobilen unterwegs seit 2014 und bis dahin konnte man tatsächlich losfahren und hat auch noch irgendwo mal so einen Stellplatz gefunden. Aber das Thema ist ja nur ausgewalzt, hauchdünn. Das kennen wir ja nur alle. Stellplatzproblematik und Überlaufen und wir fahren schon antizyklisch und anti... Wie sagt man eigentlich, wenn man zum anderen Ort hinfährt? Auch gegen den, wir fahren gegen den Strom. Wir fahren so anders.

Antigeozyklisch.

Ja, ich wohne ja in München und wenn alles in die Alpen fährt am Wochenende, fahren wir nach Franken. So ungefähr. Weil da wollen weniger hin und das ist genauso schön. Ähm, und der Andrang ist auch auf den, auf der Messe und auf dem P1 ja so groß. Wir sehen ja, ich glaube, es waren siebenhundertsiebenunddreißig Hersteller oder siebenhundertsiebzig Hersteller. Die Halle sieben, äh, was mal früher die Starterwelt war, ist geräumt worden für Natur und irgendwas. Das war draußen. Gott sei Dank hatten wir gutes Wetter, aber es war ja wirklich so voll. Der Andrang seitens der Hersteller und seitens der auch Kleinen, die ja gute Innovationen bringen, ist groß. Gleichzeitig ist aber auch der Andrang der Besucher groß. Das äußert sich auf dem P1, dann auf den übrigen Parkplätzen, an den Staus siehst du das, was in den Bussen, äh, los ist, wie voll die wieder sind, wo die Leute Schlange stehen.

Ich war nur viereinhalb Tage da, habe natürlich die Wochenenden vermieden, aber das ist für mich so das Schlagwort. Also seit Corona weiß jeder, dass man campen kann. Die öffentlich-rechtlichen mit WDR, mittlerweile auch der Bayerische Rundfunk, die zündeln auch weiter und, ähm, haben Berichterstattung über Wohnmobile, die ver-verlosen Wohnmobilwochenend- oder Wochenreisen und, und, und. Jeder springt auf diesen Zug noch auf und dabei wäre es echt gut, wenn die ein Drittel wieder ihre Autos verkaufen und verbrennen würden. Das ist jetzt böse, das war Sarkasmus. Ich gehöre ja auch dazu, äh, letztendlich, aber das ist, äh, für mich so dieses Stichwort. Es ist, es ist voll geworden, äh, in jeder Ecke.

Und meinst du, die Messe tut auch in die Richtung mehr? Oder hast du das Gefühl, das sind ja tatsächlich Dinge, die eher so, ich sage mal, im B2B-Bereich stattfinden. Also, ne, da geht es ja eher auch darum, dass vielleicht Gemeinden dazu ermutigt werden, Stellplätze, Campingplätze zu genehmigen, zu bauen, ähm, dass Menschen sich trauen, Campingplätze zu eröffnen. Da gehört ja auch ganz viel dazu. Habt ihr da irgendwo gesehen, dass es auch da mehr gibt, was seitens der Me..., oder nicht seitens der Messe, aber auf der Messe quasi getan wird dafür, um, um auch dem vielleicht besser Herr zu werden?

Ich hab da schon ein paar Initiativen wahrgenommen, aber die letzten zwei Jahre auch. Die stehen da immer wieder, die beraten. Ähm, wen ich vermisst hab, waren die Franzosen eigentlich da vor Ort? Wie heißen die noch mal, die in Frankreich jetzt diese Stellplatz-

Campingcarpark, die alles überrollen wollen mit ihren-

Ja genau. Ich hab also da Gutes und Schlechtes gehört, dass also auch kleine Stellplätze dann aufgeben und die von denen übernommen werden und die dann plötzlich Geld kosten. Weiß ich nicht, ob die da waren. Ähm, schön wäre, wenn es, äh, von der, von der Campingbranche her mehr Druck auf die Politik gäbe, die Verfahren zu vereinfachen. Und, äh, ich hab-- teilweise stehe ich auf einem einfachen Schotterplatz, da ist vielleicht noch 'ne Stromsäule und vielleicht 'ne Abwassermöglichkeit oder Frischwassermöglichkeit und fertig. Und teilweise hör ich, ähm, von Leuten, die, äh, oder von Firmen, die 'n Stellplatz aufziehen wollen und die an den bürokratischen Hürden scheitern. Das ist beschämend. Und die Partei, ich glaub, das war die Partei mit den drei Buchstaben, die ziemlich unbeliebt ist in Deutschland, die, ähm, haben, glaube ich, auch im, im Bundestag mal 'n Antrag eingebracht, irgendwas da zu verbessern.

Das wurde abgeschmettert. Schade eigentlich, ähm, aber da muss, da hätt ich mir vom Verband mehr erwünscht. Aber das hat jetzt mit der Messe nix mehr zu tun.

Mhm. Ja, deswegen war die Frage, was ihr auf der Messe wahrgenommen habt. Ich saß da tatsächlich vor zwei, drei Jahren mal in 'nem spannenden Vortrag, wo's auch um das Thema Genehmigungsverfahren und so weiter geht. Ähm, wenn man sich damit nicht beschäftigt, weiß man ja gar nicht, was das bedeutet, so 'n Campingplatz zu eröffnen. Also was, welche Verordnungen man da alles einhalten muss, bis hin zu Emissionsschutz und, ähm, Natur und Umwelt und, äh, Baurecht und, äh, Brandschutz und hast du nicht gesehen. Also es ist gigantisch und teilweise auch mit gigantischen, ähm, Genehmigungslaufzeiten, wie du's gesagt hast. Ähm, ja, da wäre vermutlich 'n bisschen weniger Bürokratie wünschenswert, ähm, wobei ich auch sehe, dass das hier in Portugal oder auch in Spanien alles andere als einfach ist und dass vor allen Dingen auch überall die, die großen Lobbys, äh, gegeneinander lobbyieren.

Also in, in Spanien waren wir da mal mit, äh, durch Freunde so 'n bisschen, haben da reingeschnuppert, wie der, der, die Campingplatzlobby quasi gegen die Stellplätze, ähm, vorgegangen ist, weil die ihnen natürlich auch 'n Stück weit die Kundschaft streitig machen und so weiter. Also ist 'n großes Thema, aber ja, wie du grade sagst, äh, hat mit der Messe auch wenig zu tun. Was ich wahrgenommen habe, dass es zumindest jetzt in dem Freibereich auch 'n, 'n sehr, sehr großen Bereich gab. Vielleicht ist der mir die letzten Jahre nur nicht so aufgefallen, weil ich keinen Fokus drauf hatte, aber wo man quasi auch so 'n Musterstellplatz oder Mustercampingplatz sehen konnte mit ganz vielen Lösungen zur Entsorgung und so weiter und so fort.

Den meinte ich auch, ja.

Den gab's schon, ja.

Ah, okay. Ja, dann, dann hatte ich da nur keinen Fokus drauf. Das ist mir jetzt dieses Jahr das erste Mal sehr, sehr positiv aufgefallen, weil das natürlich auch 'n Thema ist. Immer nur Fahrzeuge verkaufen geht halt auch schief, wie wir ja zum Teil merken.

Gefragt gehabt, was sich geändert hat. Und, ähm, ja, es hat sich doch einiges geändert in den letzten Jahren. Ich finde, es gibt viel mehr Vollintegrierte und es gibt unglaublich viele Kastenwagen, Komma – und das Komma ist jetzt das Entscheidende an dem Satz – die unglaublich viel Geld kosten. Also da werden Preise aufgerufen für Kastenwagen, da bin ich überzeugt, das hätten wir vor ein paar Jahren nicht durchgewunken. Da, da hätten alle, wären auf die Barrikaden gegangen. Der Camper, da hat man vorhin ja sogar grad so 'n bisschen angesprochen, der Camper, der es gewohnt ist, sein unter Anführungsstrichen schlechtes Fahrzeug, äh, um den Familienurlaub zu retten, wieder, äh, mit, mit 'ner, äh, Klemmeband und 'n bisschen Draht auf Vordermann zu halten, äh, der, der schaut sich diese Dinger heute an und sagt: „Wow."

Aber das ist heute Normalität. Das ist auch die Erwartungshaltung. Also ich glaube, die Erwartungshaltung an das Campen hat sich in den letzten Jahren – das war dieses Jahr ganz deutlich wieder zu spüren – wahnsinnig verändert. Also man, man muss sich mal vor Augen halten, ich hab diese Rechnung auf der Messe mal aufgemacht, weil ich nur eine halbe Stunde diesen Massen einfach nur beim Hin- und Herlaufen zugeguckt hatte, weil meine Kamera gefilmt hat. Wir haben fünfundzwanzigtausend Leute pro Tag, die da hinkommen. Also es sind mal mehr, sind 'n paar mal weniger. Brauchen wir jetzt nicht drüber diskutieren. Ähm, gehen wir mal davon aus, die gehen alle dorthin, weil sie auch Geld haben. Also logischerweise wird's auch 'n paar geben, die kein Geld haben, aber es wird auch 'n paar geben, die haben viel, viel mehr. Ich hab da mal so überschlagen. Sag mal, von den fünfundzwanzigtausend sind, sind es zehntausend Familien, also zehntausend Haushalte nennen wir's mal.

Ähm, diese zehntausend Haushalte, die da rumlaufen, haben im Schnitt hunderttausend Euro auf der Kante. Lassen wir einfach mal die Zahl da stehen. Hunderttausend Euro hört sich im ersten Moment viel an, aber wer da hingeht, der hat Geld. Und es gibt 'n paar dabei – kann ich gleich nachher 'ne Anekdote dazu erzählen – ähm, die haben sogar viel, viel mehr. Also sagen wir mal hunderttausend Euro. Zehntausend mal hunderttausend Euro. Nur dieses Kapital, was da an einem Tag rumläuft, ist eine Milliarde. Und wenn wir uns jetzt drüber unterhalten, dass es nicht hunderttausend, sondern nur fünfzig sind – und ich glaube, die sind absolut jedem, ja, nachdrücklich im Sinn, wenn er diese Menschen sieht – dann ist es 'ne halbe Milliarde, ihr Leut. Ähm, da läuft unglaublich viel Geld rum und das soll angezapft werden. Das ist der Auftrag dieser Messe, das ist der Auftrag dieser Verkäufer.

Man muss ja auch mal dazu sagen, da stehen ja Leute, die werden dafür bezahlt, dass sie Autos verkaufen, und zwar nach Möglichkeit viele. Das sind ja keine, keine Schaubuden vom Hersteller, die jetzt nur mal ihre Fahrzeuge zeigen wollen, sondern hier kommen aus ganz Deutschland Händler hin, die werden dorthin geschickt. Da zahlt der Chef sogar Geld, damit er dort auf dem, auf dem Platz steht, und zwar richtig Geld, jeden Tag, ähm, damit er am Ende vom Tag Aufträge schreibt. Also das ist keine Würstchenbude.

Wenn er denn gut vorbereitet ist.

Und das ist in diesem Jahr, äh, mir extrem aufgefallen. Ja, es geht um viel, viel Geld.

Wobei man sagen muss, wenn man sich mit den, mit den Herstellern unterhält, also mit denen, die ehrlich sprechen- Also die, das Kaufverhalten ist schon zögerlicher geworden, als es in den Vorjahren war. Es ist jetzt nicht so, dass die Leute so mit 'm offenen Geldbeutel durch die Gegend laufen, wie das schon mal der Fall war über viele Jahre hinweg. Wobei, ähm, das natürlich unter anderem auch 'n bisschen damit zu tun haben wird, dass der Markt langsam auch so, dass so 'ne, so 'n leichter Sättigungseffekt eintritt, ne? Weil es kommt, es, also nicht jeder, der ein Fahrzeug hat, kauft sich alle zwei, drei Jahre ein neues und nicht jeder, ähm, nicht jeder ist Camper. Also irgendwo war's klar, dass der Markt mal so langsam sich 'n bisschen beruhigen wird. Jetzt auch nach Corona, wo viele ja gemerkt haben, das ist vielleicht gar nicht so ihr Ding, ähm, war nur 'ne Notlösung, damit man überhaupt noch in Urlaub fahren konnte.

Aber was, ähm, was du sagst, Jürgen, das stimmt im Grunde schon. Also die Leute, die kaufen, da merkt man oft schon, wenn man auch so 'n bisschen, ja, so Fetzen von so Gesprächen mithört, dass es da tatsächlich oft gar nicht so drauf ankommt. Also, äh, dass da auch viel in die Fahrzeuge reingeklotzt wird, wo man sagt: „Ja, das ist eigentlich purer Luxus, ne?" Und ich hab mich auch mit Leuten unterhalten, ähm, die haben halt mal eben 'nen Wohnwagen für hunderttausend Euro verkauft, relativ spontan. Und es ist ja, also 'n Wohnwagen für hunderttausend Euro ist für mich halt so, dass ich denke: „Oh mein Gott, also selbst wenn das Geld halt rumliegen würde, würd ich's mir überlegen, für 'n Anhänger so viel Geld auszugeben, auch wenn der toll ist, ne?"

Also da werden schon Sachen investiert, wo man merkt, dass, dass die Krise jetzt noch nicht so um sich gegriffen hat, wie das oft auch in den Medien dargestellt wird.

Ja, vielleicht genau wie Jürgen das sagt. Da kommen halt Menschen, die nicht unbedingt repräsentativ für die ganzen Deutschen sind, sondern es kommen eben die Oberen, also in, in der Einkommenspyramide, sage ich mal, die eben die Kohle haben. Es gibt da, glaube ich, ganz, ganz viele Familien da draußen, die können sich nicht mal 'n Wohnwagen für zehntausend Euro leisten, aber die kommen halt nicht zur Messe. Das ist ja das, was, was ich aus Jürgens Aussage sozusagen mitnehme. Es ist gar nicht so wichtig oder gar nicht so-- doch wichtig, ob draußen grade die Wirtschaft schiefläuft oder nicht. Solang die Menschen da hinkommen und das Geld auch für die Messe ausgeben, ist die Wahrscheinlichkeit auch hoch, dass viele von denen dabei sind, die das Geld haben. Und klar, wenn die Wirtschaft schlecht läuft, da sind ja dann auch Selbstständige dabei, da sind Menschen dabei, die so 'n bisschen da auch drüber reflektieren und die werden auch vorsichtiger.

Ja, also man hält jetzt das Geld natürlich schon mal eher zurück, aber wenn ich halt noch viel habe, dann ist das eben dann auch in Relation alles gar nicht mehr so schlimm. Und, und das ist sicherlich das, die, die-- Das haben wir, glaube ich, beim letzten Mal auch schon gesagt, die Schere wird halt größer, ne, zwischen denen, die sich nicht mal mehr den normalen Zelt-Allup leisten können, weil auch die Campingplätze und, und alles so teuer geworden sind. Auf der anderen Seite die, die halt auch mehrere Millionen für 'n Fahrzeug ausgeben können. Also die, die Schere wird einfach immer größer. Aber auch das nicht 'n Thema der Messe, ähm, sondern jetzt nur quasi das, was Jürgen beobachtet hat. Und ich krieg ja auch mit, Jürgen, dass, dass du dich sehr viel auch, ähm, mit, mit Leuten so unterhältst, wie Verkäufe laufen, du auch viel mitkriegst, mit vielen Leuten Kontakt hast und das ist für mich dann 'n ganz spannendes Ohr quasi an, an der Situation und, und da hab ich das Gefühl, dass das auch einer der Gründe, warum die Messe oder warum viele Hersteller recht zufrieden mit der Messe waren.

Vielleicht auch, weil sie mit 'nem Angstgefühl reingegangen sind und es dann gar nicht so schlimm war.

Ja, das ist das, was wir auch bestätigt bekommen haben in Gesprächen.

Man hatte wirklich sehr große Angst, um nicht zu sagen, der Arsch ging auf Grundeis. Ähm, und als die ersten Messetermine rum waren, waren die alle nun nicht begeistert. Also da ist keiner begeistert und ich kann euch die aktuellen Zahlen auch wieder, die ich jeden Monat da rausschreibe, mal zeigen. Nein, kann ich nicht, wir sind ja im Podcast. Also die sind wieder hochgegangen. Also dementsprechend ist auf der Messe nicht so gut verkauft worden wie, wie gehofft, denn, ähm, das, was jetzt wieder quasi in den Marktplätzen drinsteckt, ist das, was man quasi nicht verkaufen konnte auf der Messe. Also nicht so gut, aber auch nicht so dramatisch schlecht.

Also mir ist das eben, wo du sagtest, Sebastian, das finanzielle Budget für Familien, das ist ja auch für uns immer 'n Thema. Seit vielen Jahren, ähm, schauen wir ja auch nach Familienschnitten oder nach Familienwohnwagen oder auch das Einsteigerpotenzial in das Wohnwagen-Camping. Und da ist mir ein Hersteller aufgefallen, der relativ ruhig und das seit wirklich sehr vielen Jahren kontinuierlich einen super preisgünstigen Wohnwagen fürs Einsteigen anbietet. Ich hoffe, ich sag den Namen jetzt nicht falsch: Juado. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das richtig ausgesprochen ist. So 'n kleiner Kompakter, den es auch mit verschiedenen Schnitten gibt und der fängt, ich glaube, bei zwölftausend Euro neu an. Such so was mal, das war kaum zu finden, dass man so, solche Fahrzeuge findet. So Microcamper, die sehen alle toll aus, aber da steht auch immer dann irgendwie fünfundzwanzig, achtundzwanzig, dreißigtausend Euro dran für 'n Wohnwagen ohne Badezimmer.

Praktischer Nutzwert für mich null. Aber dieser Hersteller hat das auch irgendwie geschafft über die letzten Jahre, Jahrzehnte, der ist schon wirklich lange am Markt und das erste Modell, was es damals gab, wird auch heute noch so weitergebaut, wie das damals gebaut wurde und der ist relativ stabil. So leise ruhig fährt der vor sich hin. Der hat immer den gleichen Messestand, die gleiche Größe und die gleichen Fahrzeuge dabei. Ganz ruhig gleitet der dahin. Und was mir in dem Zusammenhang aufgefallen ist: Ähm, ich bin gestern, vorgestern haben wir bei uns im Ort den Glück oder das Glück, dass ich gleich zwei große namenhafte Hersteller habe, die bei uns 'n Händlerverkauf haben. Und ich war bei beiden auf 'm Hof und jedes Mal ist mir nach den Messen aufgefallen, dass der Hof relativ leer ist und das war gestern und vorgestern nicht der Fall.

Das war voll. Und was mich interessiert hat, der Jürgen hat das, glaube ich, mal an einer Stelle erwähnt, dass noch immer Händler damit kämpfen, die Vorjahresmodelle auf dem Hof zu haben. Ich hab mir das angeschaut. Tatsächlich standen da sogar noch Fahrzeuge von 23 mit null Kilometern auf der Uhr. Also Neufahrzeuge, die noch immer aufm Papier neu sind, aber noch immer aufm Hof stehen. Preisschild schon zweimal durchgestrichen, ja, von 69 auf 65 auf jetzt 59 und der Karren steht immer noch da. Da, äh, tut sich für mich die Frage auf: Wie kann ich an der Stelle zufrieden sein oder auf der Messe, ähm, so was sagen, wenn doch noch die Vorvor-Modelle beim Händler stehen?

Also zufrieden ist, glaub ich, übertrieben. Ich hatte eher das Gefühl, Erleichterung, dass es nicht so schlimm geworden ist wie erwartet. Und was die Hersteller ja auch sagen, ist, dass jetzt zwar auf der Messe relativ gut verkauft wurde, dass aber natürlich auch jetzt geschaut werden muss, was passiert bei den Händlern. Also kriegen die Händler die Fahrzeuge aus dem Vorjahr vom Hof, damit sie auch nachbestellen können, also die, die neuen Modelle. Und da wird's wahrscheinlich auch Knackpunkte geben bei dem einen oder anderen, denk ich.

Ja, und auch da gibt es sicherlich Händler, die unzufriedener sind, weil sie mehr Pech hatten, schlechter eingekauft haben, was auch immer. Und es gibt Händler, die zufriedener sind, weil sie Glück hatten oder auch anders gewirtschaftet haben, ne. Also auch das ist ja nicht, nicht allgemein so. Das ist auch nur so, was ich grade gesagt habe, das, was wir so in Gesprächen mitbekommen haben.

Aber ich nehm mal diesen Händler, der hat jetzt, wie gesagt, das Fahrzeug von 23 und auch jede Menge von 24 aufm Hof, klar. Bei dem gab's früher sonntags 'n Schautag. Da konnte man hingehen, da hat sich einer die Mühe gemacht, den Hof aufgeschlossen, stand jetzt mal unverbindlich, verkaufen durfte er nicht, aber für Auskünfte zur Verfügung. Das gibt's nicht mehr. Wenn ich doch aufm Hof so viele Fahrzeuge hab, wo ist dann der Schautag?

Seltsam, ja. Das genau war dieser Sonntag eigentlich immer das Schöne, dass man da mal hin konnte und in Ruhe gucken, ja.

Ist ja vielleicht mal 'ne Idee wieder. Viele haben das ja wahrscheinlich schon ganz schön erlebt. Ähm, da kannst du vielleicht mal, äh, mit hausieren gehen. Ich hab so viele Sachen, die Händler heute vergessen haben. Junge Verkäufer. Nein, das soll nicht auf jung sein. Ähm, ja, na, DSGVO, man darf jetzt niemand mehr anrufen und so weiter, aber die haben teilweise eine, eine Riesenkartei und telefonieren die Leute nicht an. Also bis hin, dass mir – das ist jetzt ernst gemeint – dass mir ein großer Händler gesagt hat, seine Leute telefonieren nicht gern.

Das versteh ich menschlich, aber geschäftlich ist es halt schlecht dann, ne.

Ja, ich erleb das bei uns in der Bank sogar, ähm, hab ich selber schon erlebt, dass 'n junger Kollege mir gesagt hat: „Ja, wie soll ich den jetzt einfach so anrufen?" „Ja, nimm das Telefon und ruf den Menschen an." Ähm, ja. Mail schreiben, WhatsApp? Nee, sag ich, Telefon. Also wirklich, das ist jetzt kein Witz und, ähm, ich glaube, wir müssen oder die werden auch zu diesen Techniken zurückgehen, wie man das früher gemacht, Kundenakquise und alles mögliche und dann auch wieder sonntags mal 'n, 'n Schautag et cetera. Da kommen wir alle hin, brauchen wir uns keine Gedanken machen. Die Zahlen sind so schlecht, ähm, das, das kommt.

Der Schautag ist weggefallen, weil's so lange nichts zu schauen gab, war ja alles ausverkauft.

Ja, das ist 'n guter Punkt.

Was, was mir noch einfällt bezüglich was hat sich seit Corona verändert und was zu meinem Part passt, wo ich sag, der Andrang ist groß auf Stellplätzen, Campingplätzen, in Hotspots. Das ist für mich der Trend und ich dachte schon, der Jürgen nimmt mir das vom, die Butter vom Brot, der Trend zum Allrad oder Allrad-Lookalike. Also jetzt auch ja bei Wohnanhängern immer mehr zu sehen. Einen hab ich schon mal entdeckt aufm Campingplatz in freier Wildbahn, ansonsten hab ich die Dinger noch nie gesehen. Ich weiß nicht, ob die jemand kauft, aber ich hab ja auch 'n, 'n Video darüber gemacht, wo ich, wo sich viele angeschossen gefühlt haben, der Allradkäufer, Fahrer, sonst was. Also ich glaub, vor ein paar Jahren, als ich, äh, mich ernsthaft für die, für die Fahrzeuge interessierte, gab's mal den einen oder anderen Allradler, der war aber eher so versteckt.

Also das ist eher so, so 'n Feature gewesen: „Hey, du kommst hier mit, du hast eine gute Traktion, weil wir haben eine gute Lastverteilung, äh, du kommst von den Wiesen runter", sonst was. Aber heute werden ja auch Fahrzeuge auf Allrad gepimpt, die gar nicht Allrad sind, aber Hauptsache, sie sehen irgendwie brutal aus. Und ich, ich will keinen angehen, aber es ist überhaupt nicht mein Ding, ne. Ähm, es gibt 'n YouTuber, der sagt: „Oh, das ist so 'n Männerding. Ich hatte da Bock drauf." Okay, aber ich bin so der Understatement-Typ. Ich, für mich, ich fand früher schon 'n Spoiler am 75-PS-Polo deplatziert und ich hab ehrlich genau denselben Eindruck jetzt. Jetzt wird alles auf Macho gemacht. Die meisten sind Sprinter, die kommen dann daher. Und das soll vielleicht so 'n bisschen ausdrücken: Ha, und jetzt hast du richtig Freiheit. Nachdem der Andrang überall so groß ist, jetzt kannst du dich auch auf die Wiese da hinten stellen oder an den See, an den Tümpel, wo du gar nicht hindarfst, aber das kriegt ja keiner mit.

Ich weiß nicht, ist vielleicht fehlinterpretiert, aber das, das, das deutet sich für mich so an, so ha, mal raus.

Das Thema hatten wir ja auch in unserem, in unserem letzten Podcast, in unserem Fazit, ne, Sebastian, erinnerst du dich?

Ja, ich glaub, dass du, dass man da auch gar nicht so viel reininterpretieren braucht. Das ist letzten Endes, glaub ich, eher so wie, wie Mode. Das ist 'n, das ist halt schick, das sieht cool aus. Die Dinger sind ja auch dann auf sehr martialisch gemacht. Die haben dann aufm Messestand ja auch so fette Stollenreifen drauf und 'n Stollenersatzreifen und dann die riesig fetten schwarzen Sandbleche und oben noch 'ne Reling drauf und noch Kisten. Und das sieht ja alles aus wie so 'nem, äh, wie in so 'nem Endzeitenfilm quasi, ne, also-

Sandbleche, ganz wichtig.

Die, die müssen, die müssen außen montiert sein.

Genau, an der Seite, dass man sie genau sieht, die sind riesengroß. Also das ist ja alles so 'ne Optik. Das ist, das ist aus meiner Sicht ist das wie Tuning, ja. Auch wenn, wenn ich das auch nicht fühle, dass, dass mein Auto eben 'n lauten Auspuff haben muss und hinten noch so 'ne, so 'n Pommestisch da hinten drauf haben muss und tiefer und das und jenes Respektiere ich, dass Menschen das geil finden. Also ich schaue mir unheimlich gerne so Videos an, ne, bei YouTube, wo, wo Autos getunt werden. So alles schön, ist auch alles in Ordnung. Das hab ich aber auch wahrgenommen, aber ich glaube, dass es tatsächlich einfach auch so 'ne Modegeschichte ist. Und als wir das Thema Wohnmobil hatten und auch mit unserem alten Alkoven Eura Mobil mit 'nem Ducato drunter ein-, zweimal in Situationen waren, wo wir vorwärts nicht mehr rausgekommen sind, mir dann ein wirklich sehr alter erfahrener Camper gesagt hat: „Mach doch einfach rückwärts", ich den erstaunt angeguckt habe, das Auto gewendet habe, rückwärts hochgefahren bin.

Ja, auch da war ich in so 'nem Mood, dass ich gesagt habe: „Das nächste Auto muss schon irgendwie Allrad haben", weil wir irgendwie schon an Situationen fahren wollen und am Ende des Tages hätten wir's nie gebraucht, so, ne. Also es mag Leute geben, die Allrad brauchen. Die sind dann aber auch wirklich fernab der Zivilisation irgendwo unterwegs und irgendjemand hat mal diesen schlauen Bruch, äh, Spruch gebracht: „Du musst halt auch bedenken, wenn du Allrad hast und dann hängen bleibst, dann hast du wirklich 'n Problem, weil bis da mal noch jemand hinkommt, äh, wird das schon ziemlich schwierig." Aber- Mit 'm Al, mit 'm Allrad fährt man sich genauso fest, nur an den Stellen, wo du ohne Allrad nicht hingekommen wärst. Das war auch von, ähm, Herr Dingens Kirchensweltreisenden, ja. Ah, okay. Aber am Ende des Tages ist, glaub ich, einfach 'ne Modeerscheinung.

Ich, ich oute mich mal: Ich find die Dinger geil. Also ich find's einfach sehr, sehr cool, ähm, diese-

Völlig okay

... Reifen und, und höhegelegt und so weiter. Ich bin aber so 'n Sparbrötchen, ihr Leute. Äh, ich bin so geizig in meinem Leben. Ich bin halt so erzogen worden. Ich weiß es nicht. Da ich mit meinem aktuellen 0815-Weißwaren-Wohnmobil an alle Ecken dieser Welt bis jetzt gekommen bin, wo auch diese Allrader standen, ohne Allrad. Also und ich hab mich nicht festgefahren. Und ja, ich konnte mir hier schon mal durch Hubstützen jetzt im Baltikum, das nur mal so nebenbei. Also da hab ich mich tatsächlich auch da festgefahren. Und das letzte Video von Bad Kissingen wieder Abenteuer Allrad. Ich find's immer wieder schön, wenn sich die Expeditionsmobile und so weiter auch festfahren. Ähm, macht nichts. Mein Freund Erik hat mir aus Südamerika geschrieben, als sie da noch unterwegs waren: „Ähm, an jedem Spot, wo wir bis jetzt waren, wärst du mit deiner Kiste auch hingekommen."

Als Einziger dorthin. Er sagt: „Wir sind halt die Schotterpiste gefahren über 30 Meilen. Äh, ihr hättet mir empfohlen, die 100 Kilometer außen rumzufahren", weil die waren spiegelglatt und sie sind halt quer durchs Gelände. Ja, das machst du nachher, ähm, mit so 'ner normalen Weißware nicht. Da hast du nachher 'n paar Schrauben weniger, die fest sind. Aber wie mir jetzt auf der Messe oder nach der Messe auch einer geschrieben hat: „Das machst du auch nicht mit denen, die da auf der Messe stehen."

Ja.

Die sind dafür gar nicht ausgelegt. Da, da brauchst du schon noch 'n bisschen mehr. Da musst du richtig Geld in die Hand nehmen, bis die nachher tatsächlich so offroad, äh, äh, tauglich sind, Overlander-mäßig unterwegs sein können. Da muss man noch 'n bisschen Geld mehr anstecken und die sind schon teuer.

Ja, vor allen Dingen müssen die auch innen drauf vorbereitet sein, ne.

Das meinte ich.

Also wenn du dann offroad fährst, dann vibriert ja alles viel, viel mehr und dann merkst du, merkst du, wo drinnen eigentlich auch die Probleme liegen. Genau das ist es. Dann kommen die Volumenhersteller auf 'n Markt mit ihren Standardschränken und sagen: „Hier, ich hab einen", und dann sagst du: „Juhu", und dann fährst du und dann stellst du nach 200 Kilometern fest, da ist ja, ich glaub Adria war das, die haben auch so einen auf Sprinter, 'ne Schubglieder-Duschtür. Ja, ich möcht nicht wissen, wie die nach 30 Kilometer Rüttelpiste aussieht. Also da geht's los. Und dann sag ich: Wenn Allrad, dann richtig. Wir hatten hier Greenländer oder sonst was und, äh, das gibt da wirklich dann auch andere Autos. Aber gut, ich gönn's jedem. Ist optisch geil so. Und das ist der Trend grade oder einer der Trends grade auf jeden Fall. Ja, genau. Ja. Passt ganz gut zu meinem nächsten Thema, nämlich gar nicht, ähm- Nachhaltigkeit.

Genau, ne. Genau das, das wollte ich jetzt mal anschneiden. Wobei es ja an sich, wenn du jetzt nicht grad die fettesten Stollenreifen drauf hast und über die Straße fährst, ist das Thema Nachhaltigkeit, na ja gut, wenn sie sehr hoch sind und sehr viel sperrige Sachen. Okay, lange Rede, kurzer Sinn: Habt ihr denn, weil das ist für uns immer so 'n Thema, ähm, unter anderem Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit, habt ihr denn da für euch irgendwas gesehen, wo ihr sagt: „Geile Idee", und habt ihr da überhaupt 'n Auge drauf oder, oder ist das nicht für eure, sozusagen für euren Content spannend und, ähm, interessiert euch eigentlich gar nicht so sehr? Also das ist auch, bitte nicht falsch verstehen, überhaupt keine Wertung, ne. Das muss ja jeder für sich so machen, wie er will, aber mich interessiert das wirklich, ob ihr da irgendwas gesehen habt oder überhaupt drauf geachtet habt.

Hätte ich mich wahrscheinlich nicht loben, weil ich hab Nachhaltigkeit studiert, hab ihren Master im Sustainability, was weiß ich, aus Finance gemacht. Insofern ist das Thema bei uns zu Hause ein Standardthema seit Jahren. Also ich bin da drauf getrimmt ohne Ende und ich sag dir ganz offen: Wohnmobil nachhaltig aktuell nein, keine Chance. Aber man, da kann trotzdem, auch wenn man jetzt dreckig unterwegs ist, ähm, nachhaltig dann noch campen und Urlaub machen. Also ich glaube, man muss das unterscheiden zwischen dem Basisfahrzeug, da brauchen wir nämlich gar nicht drüber reden, ähm, und die Art und Weise, wie ich dann meinen Urlaub gestalte und was ich vielleicht alles noch benutze und brauche und mitnehme et cetera. Ähm, ich glaub, da muss man unterscheiden. Auf der Messe definitiv nein.

Ich hab nicht mal mehr Elektroautos gesehen. Ähm, das Thema ist tot. Der Töter ist tot. Und, ähm, was hier zum Teil als nachhaltig angeboten wird, ist 'n Trend. Also ich denk da jetzt nur an, an, äh, Kochstellen, die nicht mehr mit Gas funktionieren, sondern nur noch mit Strom. Das war angeblich nachhaltiger. Für mich 'n Werbegag, aber ist 'n anderes Thema.

Du wolltest auch was sagen, Frank. Ja, kommt drauf an. Also, um gleich dann zu dem Strom, äh, reinzukommen. Das wär jetzt für mich auch was. Ich schau da nicht direkt hin zur Nachhaltigkeit, aber, ähm, diese ganze Stromerzeugungsbranche, sag ich mal, die zielt ja Richtung Nachhaltigkeit ab. Ich gehör auch dazu. Ich hab mir auch 'n, äh, so 'n, so 'n faltbares Panel gekauft. Ich war jetzt im Urlaub unterwegs und habe-

Versucht, maximal den Strom über die Sonne zu ernten. Ich musste dann zwischendurch mal nachtanken, denn ich hab in 'nem Familienurlaub vier Erwachsene, ein Baby, 'ne Spülmaschine getestet. Die lief sechsmal am Tag. Ich hab am Ende, ähm, ungefähr, also ich hab deutlich mehr über die Sonne eingespeist, als ich per Land dazunehmen musste. Im zweiten Urlaub hab ich den halben Urlaub komplett nur mit Sonne, äh, bestritten, bis es dann schlechter wurde. Zur Messe Nachhaltigkeit: Ja, die Elektromobilität ist da wohl im Moment tot. Ich warte mal ab, wenn's neue Akkutechnologien gibt, was sich dann tut. Ähm, eines, ein, ein Beispiel ist mir aufgefallen, das ist allerdings 'n, 'n Offroader, 'n Weltreisemobil auf 'nem Iveco Daily. Das ist der Greenländer und der hat hinten 'ne Kabine aus Flachs.

Also ohne Flachs, Flachs. Das ist ja nachwachsender Rohstoff und die ist auch sehr leicht. Die ganze Kabine hat, glaube ich, was hat er gesagt, ob sechshundert Kilo. Ich muss das Video noch schneiden. Ich wollte das separat auch lange nach der Messe rausbringen. Ähm, das ist 'ne tolle Sache. Das ist also erstens nachwachsend, zweitens sehr leicht, sehr gut verarbeitbar und das war für mich mal 'n Trend. Aber wenn wir von Trend reden, dann müssten das irgendwo, müsste da mal zumindest ein Volumenhersteller mit um die Ecke kommen. Äh, vielleicht nachhaltig bezüglich Gewicht. Das, was ich vorhin erwähnte, Adria fängt an, äh, den Korpus seiner Hängeschränke und, äh, anderer Sachen mit EPS, glaube ich, äh, zu verbauen und das ist ja auch mal wieder was. Aber ansonsten, dass das jetzt 'n großer Trend wird, nee.

Björn, bei dir?

Ich muss ehrlich sagen, ist für uns weniger 'n Thema, weil halt Pragmatismus das bestimmende Konstrukt bei uns ist. Ähm, wenn es mit angeboten wird oder sagen wir so, man liest es natürlich im Prospekt bei den Fahrzeugen, die ihn das interessiert, aber der Raum, dem das Thema gewidmet wird, der wird auch in den Prospekten oder eben in der Marketing-, ähm, Abteilung deutlich weniger. Es ist noch da, weil man's eben da auch vermutet oder eben auch finden will. Aber das ist, glaube ich, für viele nicht mehr so kaufentscheidend, weil das als Grundvoraussetzung eigentlich genau gesetzt ist. Nicht negativ gesehen, aber wenn ich mir 'n Wohnmobil oder 'n Wohnwagen kaufe, dann erwarte ich zum Beispiel, dass er eine vernünftige Wasserversorgung hat. Und genauso erwarte ich, dass der Hersteller alles dafür tut, dass es möglichst so nachhaltig wie irgendwie umweltfreundlich hergestellt und produziert worden ist.

Das setze ich inzwischen einfach voraus. Das ist einfach kein ziehendes Werbepferd mehr, finde ich.

Ja, uns geht's da tatsächlich gar nicht, dass das jetzt auch marketingtechnisch geil ist. Ähm, das, das ist ja auch das, das berühmte Greenwashing, ne, wo viele Hersteller irgendwie-

Genau.

Da hat man ja auch letztes Jahr irgendwie Apple bei erwischt, sagen: "Ja, wir sind total bei dem Produkt super nachhaltig" und dann ist es aber eigentlich nur 'n Fake, weil sie zwar irgendwelche Zertifikate handeln und irgendwelchen Kram machen, aber in Wirklichkeit das Produkt selber eben nicht so nachhaltig ist. Ähm, das meine ich tatsächlich nicht, sondern wirklich auch Gedanken in die Richtung. Und ich muss auch sagen, gesehen hab ich auch nichts. Also natürlich bei über siebenhundertfünfzig Ausstellern kannst du auch in zehn Tagen nicht alles angucken, aber da ist mir wirklich nichts aufgefallen. Mmh, außer dass Thetford jetzt, auch wenn in einer Glaskabine zumindest mal 'ne Trenntoilette hat, die ja dann zumindest ohne Chemie, also ne, ohne die chemischen Zusätze, mit denen sie ja gutes Geld verdienen, auskommen.

Das war jetzt so noch für mich das Nachhaltigste, weil ein Hersteller, der da ja sehr viel Geld auch mit nicht sonderlich tollen Substanzen für die Umwelt quasi Geld verdient, ähm, da etwas ändert, also...

Und mal gucken, ob's dann da nicht wieder irgendwelche nicht kompostierbaren Plastiktüten zu den Trenntoiletten gibt und dann ist wieder die Frage: Was ist dann-

Ja.

nachhaltiger oder weniger nachhaltig? Aber ich, also das können wir jetzt heute nicht besprechen und auch nicht lösen, nur so als, als Einwurf dazu. Also ich hab auch nichts wirklich Großes wahrgenommen, ähm, außer einigen Werbeversprechen, die aber dann beim näheren Hinsehen auch so 'n bisschen, ich sag mal, zumindest hinterfragbar sind.

Aber ist es nicht besser, lieber zu sagen, ja ja, man fährt das vielleicht runter oder, oder versucht es... Also bevor jetzt 'n Hersteller hingeht und sagt: "Guckt mal Freunde, ich hab jetzt hier den Papierstrohhalm erfunden, der ist umweltfreundlich, aber es muss 'ne Plastikverpackung drum sein", ja, dann lassen wir das doch lieber gleich sein, finde ich.

Ja, also ich bin, ich bin auch dafür lieber ehrlich, also lieber, ne, und lieber dann auch zu sagen, es ist halt für unsere Zielgruppe vielleicht auch kein Thema. Wir stellen ja auch immer wieder fest, dass das halt eher so bisher noch 'n Nischenthema ist und dass, dass es jetzt auch bei uns zum Beispiel nicht die Themen sind, die am meisten gelesen oder gehört werden, wenn wir über Nachhaltigkeit irgendwas erzählen. Das ist vielleicht in der Zielgruppe auch noch nicht so verhaftet und dann ist es ja klar, dass dann auch die Hersteller nicht reagieren, wenn es vom Markt nicht gefordert ist über das, was halt, ähm, gesetzlich mittlerweile vielleicht vorgeschrieben ist und was auch nicht.

Das könnte jetzt auch mal eine Erlaubnis zum Schritt besser sein. Ähm, also ich, ich sag jetzt mal ganz offen, grade beim Campen hab ich das Gefühl, dass die ein oder andere Umweltsau dann doch schon unterwegs ist.

Ja.

Auch welche, die zu Hause ganz ordentlich sind und sich toll verhalten, ähm, und fangen wir schon einfach mal mit Müll trennen. Wer trennt denn bitte schön im Urlaub Müll? Ja, da ist es dann plötzlich ganz-

Hier.

Ja, ja, ja, ja. Es heben ja alle die Hände. Ja, wir können's ja manchmal gar nicht entsorgen. Also grad wenn ihr mal autark unterwegs seid, ähm, in manchen Ländern hast du den, den Zugang tatsächlich zu Bauhöfen und kannst das entsorgen. Ist, äh, äh, uns jetzt wieder ganz positiv im Baltikum aufgefallen oder auch letztes Jahr in England, dass man irgendwo vorbeigefahren ist und man hat da dann 'ne gelbe Tonne und konnte seinen Kram reinschmeißen. Aber in manchen Städten gibt's das einfach gar nicht und dann stehst du halt mal da. Und wenn, dann gibt's 'n Container, da kommt alles rein. Aber das ist ja nur ein Part. Du hast grad die Toiletten angesprochen. Ich hab Eineinhalb Stunden mit dem Ted Ford Chef mich auch darüber unterhalten, auch über die Chemie. Auch dass die durchaus erkannt haben, dass die Chemie in ihren Produkten nicht gut ist und sie versuchen, das immer weniger zu machen und jetzt mit Konzentrat kommen und so weiter.

Also ich glaub, denen ist das schon bewusst und die sagen selbst, weil die verdienen zwar Geld mit ihren, äh, äh, Zusätzen, aber ich glaub, das richtige Geld verdienen sie nach wie vor mit ihren Toiletten selbst, sondern mit den ganzen anderen Sachen. Ähm, wenn, wenn man die Toilette betreibt, muss man nicht unbedingt Chemie nehmen. Das sagt sogar der. Also das ist jetzt nicht das Thema. Und die Plastiktüte, die abbaubaren, äh, die gibt es nicht. Punkt. Die gibt es nicht. Denn entweder sie löst sich innerhalb kurzer Zeit auf, also das kennen wir ja von den, von den Hundebeuteln. Ihr habt Hunde.

Ja.

Dann weiß man das. Die, die kannst du nicht drei, drei irgendwo rumliegen lassen. Wenn die feucht geworden sind, fangen die schon an zu gammeln. Ähm, und im, im Toilettenbereich, also reden wir doch Klartext, Clean Flex, Klesana, Tontur haben momentan diese Folientoiletten. Dann haben wir zig Hersteller mit Trenntoiletten. Ähm, da wird Plastik produziert. Bei dem einen halt viel, viel mehr als bei dem anderen. Also bei der Trenntoilette hab ich eine Tüte pro Woche und bei dem anderen hab ich halt viele Tüten am Tag.

Ja.

Und, ähm, nix so gut. Da krieg ich dann böse Kommentare, richtig böse Mails, äh, von Leuten, die mir vorwerfen, irgendwo ich hätte keine Ahnung und was weiß ich was alles. Ja, ich hab auch von 'nem, von 'nem, äh, Rehjet keine Ahnung und, und hab trotzdem eine Meinung dazu. Ähm, ich glaube, da denken viele zu Hause anders, als sie nach ihrem Urlaub denken.

Ja, und es ist auch wirklich in 'nem kleinen Wohnwagen oder in 'nem kleinen Wohnmobil zum Beispiel Müll zu trennen, ist einfach nervig. Das-- Also mich nervt's auch. Wir machen's da, wo's eben möglich ist, ähm, wo man auf den Campingplätzen auch Müll getrennt entsorgen kann. Aber wenn's nur einen Container gibt, dann trennen wir auch nicht und fahren dann auf, äh, den nächsten Bauhof mit unserem dreizehn Meter Gespann, um dann, um dann bei der Weiterfahrt den Müll getrennt zu entsorgen. Ganz ehrlich, also wäre schön, aber das ist nicht händelbar.

Das kann ich absolut bestätigen. Wir haben das auf Campingplätzen in Holland haben wir das häufig oder in den Niederlanden haben wir das häufig, wo wir oft unterwegs sind. Dann versuchst du im Urlaub, dass zumindest, dass man Kunststoffe und Restabfall voneinander separiert und dann schickst du die Kinder zur Mülltonne und dann kommen die zurück und sagen: "Ja, da war nur ein großer Container." Und wenn man dann in der Rezeption mal fragt, ähm, das interessiert mich natürlich dann auch, dann sagt dann der Campingplatzbetreiber, ähm, A funktioniert's nicht, wenn sie mehrere hinstellen, weil das nicht alle mitmachen und B er als, als Erzeuger von Abfall fällt sowieso nicht in diese Kategorie. Und den Abfall, den er an, den, der bei ihm anfällt dann, obwohl das der gleiche ist, den ich zu Hause hätte-

Ja.

Ist dann kein Haushalts-, sondern Gewerbeabfall, der 'nem ganz anderen europäischen Abfallschlüssel unterliegt, der sowieso nicht getrennt entsorgt wird, sondern wieder zusammengeworfen wird.

Als Gewerbemüll, ja.

Genau. Und damit sind wir, wird jedes persönliche Engagement schon irgendwo ad absurdum geführt, finde ich.

Ja, das machen-- Wenn, dann machen die das irgendwie freiwillig zum Teil. Also ich hatte mich auch mal mit dem Stellplatzbetreiber unterhalten. Der hat auch gesagt, alles, äh, allen Müll, den wir haben, ist eigentlich Gewerbemüll und der wird nicht getrennt. Und was sie dann aber für sich gemacht haben, sie haben dann quasi Papier und, und Glas einzeln gesammelt, weil dafür gab's öffentliche Container in der Stadt und haben das quasi auf eigene Faust, sozusagen auf eigene Kosten dann weggebracht als Privatmüll, was sie eigentlich gar nicht hätten gedurft.

Ja.

Aber weil sie gesagt haben, das ist uns einfach ein Bedürfnis, weil es ist ja einfach, aber sie hätten eigentlich alles in dieselbe Tonne schmeißen müssen und als gewerblichen Müll quasi keine Ahnung, Verbrennung oder in die, auf die Halde sozusagen schicken müssen.

Es gibt auch Volumen. In dem Moment verringert er sein Volumen. Ich hab da jetzt gerade auch ein Gespräch geführt mit einem. Äh, ich zahle nach Volumen und, äh, da wird es gab auch nach Gewicht zum Teil, ja, da müssen wir jetzt aufpassen. Und in dem Moment, wo ich mein Gewicht oder mein Volumen verringern kann, hab ich natürlich einen Vorteil. Ist ja klar. Ähm, also ich kenne auch einige, die, obwohl sie's nicht dürfen, genauso agieren. Einfach damit sie selber diese hohen Abfallgebühren und das sind hohe Abfallgebühren, nicht zahlen müssen. Und das Zeug geht ja nachher alles in die Verbrennungsanlage. Da haben mir, hat irgendjemand mal gesagt: "Ja, das wird doch sortiert." Nee, da sortiert keiner. Das kommt in Container, der Container kommt direkt in die Anlage. Fertig.

Ja.

Da sortiert keiner mehr.

Nee, seltenst. Ähm, okay, das Thema haben wir nicht beobachtet. Nächstes Thema: Wie sieht's aus mit Digitalisierung generell und im Detail Internetlösungen? Weil das sind ja so beid-- zwei Sachen, die so 'n bisschen zusammenhängen. Es spielt das auch hier wieder 'ne zweigeteilte Frage: Spielt das für euch überhaupt 'ne Rolle in eurem Interesse, in dem, was ihr anguckt? Und, äh, zum zweiten: Habt ihr da irgendwie neue Dinge gesehen, die irgendwie auch cool waren oder spannend waren?

Du musst jetzt den Frank fragen. Der hat gerade über Starlink gewettert.

Ich bin da hin- und hergerissen. Es wird auch noch 'n viertes Video geben, weil mich der Support gestern angerufen hat und es noch wieder weitere Klarheit gibt. Aber, ähm, das ist ja jetzt nicht Digitalisierung, das ist 'n anderer Internetzugang. Wir können aber, wenn ihr wollt, gleich noch drüber reden, aber ich würde zur Digitalisierung tatsächlich sagen, auf der CMT in Stuttgart bin ich, jetzt sind mir grad die Worte entfallen, ähm, die sitzen in Düsseldorf, die Jungs mit, äh, dieses, dieses Vernetzungssystem. Jetzt komm ich grad nicht drauf.

Aviiion?

Äh, Revolution, genau. Bin auf Revolution gestoßen, war Feuer und Flamme und hab gedacht: Oh toll, das mach ich mal. Und zur, zum Caravan Salon wollten sie das anbieten, dass man das von unterwegs aus, also aus der Ferne abfragen kann. Und ich war fest entschlossen, mit den Jungs irgendwie 'ne vielleicht mal 'ne Kooperation anzufragen. Hatten sie sich auch, ähm, interessiert gezeigt und 'n paar Sensoren bei mir zu vernetzen. Dann waren wir Mitte des Jahres im Urlaub und nicht nur meine Frau hat das Wohnmobil bedienen müssen, sondern auch mal meine Tochter und der Schwiegersohn. Das Baby ist noch zu klein. Und es kamen immer wieder Fragen auf: „Wie geht denn das? Was muss ich hier? Wo muss ich da?" Und dann musste ich hier wieder gucken, dann musste ich da wieder was regeln. Und am Ende dieses Urlaubs habe ich mir gedacht: „Nee, ich habe die Schnauze voll", ich sage das jetzt mal so.

Ich habe die Schnauze voll von, von vernetzen und noch ein System, was ich ständig im Auge haben muss, damit nicht irgendwas ausfällt. Ich kann meine Truma noch, muss man ja sagen, noch fernbedienen über eine SMS. Ich kann, äh, meinen Akkustand auslesen über ein Gerät, was mir Blue Battery, ähm, da zur Verfügung gestellt hat und das reicht mir. Ich muss aber jetzt nicht von außen, ich muss nicht so ein vollvernetztes Wohnmobil bei mir nachrüsten. Wenn so was aus einer Hand kommt, von, from, from the scratch, also von einem weißen Blatt Papier und das wird mit eingebaut, meinetwegen. Aber ich bin jetzt gerade und das habe ich den Volution-Leuten auch gesagt, ich ziehe mein, meine Anfrage zurück. Ich habe kein Interesse mehr daran. Das wird mir alles zu komplex. Ich muss so viele Sachen beachten: Wie muss ich den Kompressorkühlschrank vernünftig bedienen, dass der bei 35 Grad, wenn ich den voll knalle, auch immer noch gut kühlt?

Wie, was muss ich, wie muss ich die Toilette entsorgen? Wann muss ich da hingucken? Wann muss ich darauf achten, wann die voll ist? Wie muss ich aufs Wasser achten? Da muss ich hier, da muss ich da was. Es reicht mir und ich möchte da nicht mehr weitermachen. Es gab einen alternativen Hersteller, Sebastian, ich glaube, du hast davon auch gesprochen. Ich war auch bei denen und habe mich ein bisschen auch mit denen unterhalten, aber ich bin raus aus der Sache.

Ich stand auch daneben und bin dann gegangen, weil ich eh nichts verstanden habe. Ich habe die dann quatschen lassen.

Ähm, ich glaube, smart ist smart mobile, smart Wohnmobil ist die Zukunft. Ähm, da werden alle Hersteller jetzt, äh, Lösungen anbieten. Leider Gottes alle wieder und wer es eben sagt, out of the box oder so was, leider alles Insellösungen. Das ist, das ist eine Katastrophe.

Ja.

Ähm, ich glaube wirklich, Volution hat einen guten Anfang gemacht. Bin ich mir nicht sicher, ob es so weitergeht, weil die gehen doch diese Linie, dann auch ihre eigenen Produkte wieder mit einzubauen. Ähm, es gibt Titan noch, äh, der ist aber, glaube ich, eher interessant, wenn du dein Wohnmobil gerade selbst baust. Da kannst du alles komplett vernetzen. Tolles System. Der Chinese, den ich da kennengelernt habe, der hat mir das alles, der, der wollte mir sogar eins mitgeben. Hab ich gesagt: „Nix, da will ich nicht. Ist mir viel zu komplex." Ähm, dann gibt es noch Caratec. Das ist ein modulares System, aber auch da wieder, ähm, so wie ich es verstanden habe, eher kleinteilig. Und, äh, CIS3 oder CIS3 muss es ja dann sein, von Comvent ist tatsächlich das, was mich überzeugt hat, denn hier habe ich ein System, habe ich einen kleinen Computer auf gut Deutsch, ähm, dieses, dieses Kästchen vernetzt sich schon jetzt mit der Truma, mit der Klimaanlage, mit was weiß ich was.

Über Netzwerkkabel geht das alles. Das ist alles mehr oder weniger Plug and Play. Und ich kann, wer es zu Hause schon kennt, Shelly oder, äh, sämtliche andere Smart-Systeme, Ikea, schlag mich tot, mit dem Ding heute schon verbinden. Also das wird dann, glaube ich, eine Geschichte für die ganzen Bastler unter uns, die nachträglich ihre Autos damit ausrüsten wollen. Aber, und jetzt kommt das große Aber und ich glaube, Frank, das ist genau das, was du ja denkst: Viele, weil wir haben das auf Wohnmobil-Blog ja schon oft beschrieben. Ich habe den Hannes Schleh, das ist so ein Nerd, der, der macht die tollsten Sachen mit seinem Wohnmobil. Ähm, viele schreiben mir dann in die Kommentare: „Im Urlaub will ich puristisch sein. Da will ich das alles gar nicht nicht." Und ich habe auch kein Problem, aus meiner Dinette aufzustehen und diese anderthalb Meter bis zum Lichtschrank-Schalter zu gehen.

Mhm, genau.

Weil wir haben ja nicht die Wege wie zu Hause. Trotzdem glaube ich, wird es ein Erfolgsthema werden, weil wir so sind, wie wir sind und, und, äh, gerade wir Männer, diesen, diesen, ah, ist das nice und Technik und so.

Der Sebastian, ähm, war auch ganz angefixt.

Ja, also ich verstehe den, ich verstehe ja den puristischen Ansatz. Ist ja auch völlig, völlig in Ordnung. Ich mag halt gern den gleichen Komfort wie zu Hause haben. Ich hatte noch ein weiteres System, Womoline, ähm, entdeckt, auch auf Empfehlung vom, äh, ich glaube, Abgefahren-Podcast. Und das wird wiederum von einem Open-Source-Verfechter gebaut. Ähm, Open Source, für alle, die es nicht wissen, sind also quasi quelloffene Software, wo viele Menschen dran arbeiten, wo jeder quasi reingucken kann, mitarbeiten kann. Und, ähm, die-- Was mich eigentlich nur nervt, ähm, ist, dass ich für jedes Gerät, wenn es von einem anderen Hersteller kommt, eine eigene App und ein eigenes Display habe. Und das ist-- Und er hatte das so schön, sie hatten es Wall of Shame genannt und die hatten da so ein, so ein Holzbrett, da waren halt irgendwie fünf, sechs Displays dran. Ähm, so schlimm ist es meist nicht, aber du hast stellenweise halt zwei, drei, vier Displays in deinem Wohnmobil, zwei, drei, vier Fernbedienungen, zwei, drei, vier Apps.

Und, äh, was die quasi machen, die bauen einfach auch ein Plug-and-Play-System, wo du alles einfach anstöpselst und hast halt eine App und eine zentrale Stelle, womit du alles steuern kannst. Die haben auch was für Selbstausbauer, wo du dann quasi von Grund auf das natürlich gleich so machen kannst. Und ich finde halt diesen offenen, dass es ein System gibt, was alles nutzt. Ich nutze zum Beispiel zu Hause hier, ähm, Home Assistant. Ja, das versucht quasi auch durch eine riesige freiwillige Community alle Insellösungen, die es bei jedem Hersteller gibt, quasi anzubinden und, ähm, dann quasi entsprechend die Geräte alle über eine zentrale Oberfläche steuerbar machen, über eine App steuerbar machen. Und das wünsche ich mir persönlich, weil ich halt so ein Nerd bin fürs Wohnmobil, aber ich verstehe natürlich auch, wenn Leute sagen: „Nö, du, der Lichtschalter reicht mir voll und ganz."

Ich meine, Technik hat auch Nachteile, wenn, ne, Strom ausfällt oder wenn was nicht funktioniert. Ich meine, beim Stromausfall, okay, geht das Licht ja auch nicht, aber wenn das Internet mal nicht verfügbar ist und das ist ja tatsächlich in Deutschland immer noch ein Thema, wie ich gerade schmerzhaft auf dem Caravan Salon wieder gelernt habe, ähm, dann stehst du halt unter Umständen auch da. Also-

Ja, und da haben wir aber zumindest jetzt 'ne ganze Menge Firmen, die quasi außerhalb der Insellösungen versuchen, Lösungen zu finden. Man muss halt immer dann drauf achten, teilweise fangen die dann auch wieder an, eigene Insellösungen zu bauen. Ähm, und damit wird halt das, was man eigentlich mal angefangen hatte, wieder ad absurdum geführt. Aber da sehe ich auf jeden Fall, um vielleicht das noch zu Ende zu bringen, schon eine Entwicklung, dass es da Menschen gibt, die sich darüber Gedanken machen und versuchen, dieses, dieses Chaos, dass jeder so sein eigenes Süppchen macht und auch nicht mit den anderen sprechen will, äh, so 'n bisschen quasi zu vereinheitlichen, sodass man das über ein System halt steuern kann. Das find ich, ist zumindest für die, die es dann nutzen wollen, eine sehr schöne Geschichte.

Sprich, sind Systeme, wo man sehr tief im Thema drin sein muss, also Home Assistant und so weiter. Da muss man schon ein bisschen Ahnung von der Materie haben. Ich glaube, es wird nur eine Zukunft haben, wenn es für Leute gemacht ist, die, die schon ein bisschen sich mit der Technik auseinandersetzen wollen und können, äh, die einen Stecker einstecken können und wissen, was der Unterschied zwischen dem einen System und dem anderen vielleicht auch noch ist, ja. Ähm, aber ansonsten muss das Ganze und ich sag's jetzt noch mal, plug-and-play-mäßig sein und ich glaube, da gibt's momentan tatsächlich nur dieses eine, ähm, von, von Congo. Wie gesagt, ich darf's demnächst testen, dann, dann red ich mehr. Ähm, Revolution war früher mein Favorit. Fand ich, fand ich sensationell, dass, dass so 'ne junge Truppe was gemacht hat, aber auch hier glaube ich, ähm, geht ja vielleicht die Profitgier mit ihnen durch.

Ähm, es muss bezahlbar sein und ansonsten wird das nix. Also Smart Lösungen im Wohnmobil oder im Camper, ähm, da werden die Leute nicht solche Summen ausgeben wollen.

Dann schaut euch mal Womolin, ich weiß gar nicht, wie es genau richtig ausgesprochen wird, Womolin an. Das ist eigentlich genau das, ähm, was es macht. Das ist Plug and Play. Du musst nichts programmieren, musst dich mit nichts beschäftigen. Die haben alle quasi Protokolle der Hersteller reverse engineered, haben das alles eingebunden. Du klickst die einfach zusammen über, über ganz normale Netzwerk-, äh, kabel quasi und den Rest machen die alles. Und du hast nur 'ne Software auf deinem Telefon, damit kannst du alles steuern.

Perfekt.

Das ist eigentlich wirklich tatsächlich-- Ich hätte, ich hab den völlig übersehen, weil die hatten so 'n ganz unscheinbaren Ministand, äh, nur mit 'nem Aufsteller an, in, in irgendeiner Ecke und ich hatte den überhaupt nicht wahrgenommen. Gott sei Dank hab ich den Tipp vom Axel bekommen und das ist tatsächlich für mich 'n Highlight der Messe gewesen, dass es endlich jemanden gibt, der das halt quasi, ähm, sich mal dessen annimmt.

Sebastian, da muss ich dich fragen. Ich bin ja wieder in der Rolle des Reiseleiters unterwegs und jetzt sagst du: "Ja, du bekommst alles das zusammengepackt auf dein Handy und du hast nur noch eine Software." Und jetzt ist es ja meistens so, dass derjenige, der Reiseleiter dann die Software hat. Und jetzt sitze ich am Servicehaus auf der Toilette und bin gerade in 'ner Sitzung und jetzt möchte meine Frau im Wohnwagen irgendwas machen oder die Kinder. Und jetzt bin ich nicht da, weil ich hab ja mein Handy auch dabei, logischerweise.

Dann kommt sie dich auf dem Servicehaus besuchen. Ist doch klar.

Ja, das ist das Problem. Die ruft mich dann an und sagt: "Hier funktioniert was nicht, kannst du mal kommen?"

Nein, sie hat ja auch ein Smartphone, oder?

Ja, natürlich.

Und dann kannst du die Nutzung wie mit jedem System einfach freigeben und dann kann das quasi jeder, der ein Smartphone hat, äh, und dem du möchtest, dass er es nutzt, kann quasi dieselbe App bei sich installieren, aufs System zugreifen und das Ganze steuern. Also du musst nicht vom Klo runter, wenn du, äh, von deiner Sitzung runter, wenn, äh, quasi alle mit 'nem Telefon ausgestattet sind.

Ich, ich mein das natürlich auch in die Richtung, dass die Reisenden, die Mitreisenden eher so die Erwartungshaltung haben, das hat gefälligst einfach zu funktionieren. Wie weit, wie weit sind die mit dem Thema AI, KI, dass ich einfach sagen kann: "Mach mal das Licht an." Ganz einfaches profanes Beispiel. Geht das?

Ich glaube, ich glaube, in dem System noch nicht, weil ja die Sprachassistenten, von denen du sprichst, dessen Namen ich jetzt nicht nenne, weil die dann überall anspringen, ähm, die sind ja alle geschlossene Systeme. Man, es gibt zum Beispiel bei Home Assistant dafür auch Lösungen. Das wird auch kommen. Es gibt auch die ersten Lösungen, die herstellerunabhängig funktionieren. Ich denke, es ist nur 'ne Frage der Zeit, was ihr jetzt machen könnt. Deine, da nimmst du dein Telefon mit zur Sitzung, deine Frau schreibt dir 'ne WhatsApp und du löst dann quasi das Ganze aus der Ferne aus. Aber du musst es ja quasi auch nicht nutzen. Es bleibt ja Gott sei Dank auch parallel, wenn du möchtest, alles zusätzlich beim Alten.

Ich bin ja offen. Ich bin ja offen für das Thema, auch wenn es mich persönlich, sehe ich keinen Nutzen, aber ich bin natürlich auch immer für Spielerei offen. Es muss aber so praktikabel sein, so praktisch umsetzbar sein, dass jeder auf eine unfassbar kleine Einstiegshürde da reinspringen können muss, ohne dass er erst 'ne App braucht, sich registrieren muss und das machen muss, bevor er überhaupt erst mal eine Grundfunktion machen kann oder ausführen kann.

Aber dann sind die Schalter und die Panels im Wohnmobil halt einfach dein Freund und dann hast du davon aber halt einfach drei, vier Stück. Aber das funktioniert dann, ohne dass man sich registriert.

Verstehe.

Lenken auf ein anderes Thema, weil wir haben jetzt schon anderthalb Stunden, glaube ich und ich würd gern mal über Preisgestaltung reden. Vielleicht habt ihr das auch aufm Schirm gehabt, ähm, als Moderatoren, ansonsten spreche ich das mal an.

Ich wollte eigentlich schon fast zur Abschlussfrage kommen, aber dann, äh, sprechen wir noch mal über Preise. Das ist nämlich auch 'n sehr spannendes Thema, was du ja sehr stark im Blick hast, Jürgen.

Ich glaub, das hat jeder auf dieser Messe im Blick gehabt, denn ich war natürlich noch mehr erschüttert, weil ich hatte vorher Gespräche mit, mit Herstellern sogar gehabt, die mir gesagt haben: "Ja, hallo, wir, wir wollen ja die Preise senken und wir haben super Sonderangebote", und was weiß ich was nicht alles. Und ich war schockiert, anders kann ich's nicht sagen, schockiert über die Preise, die ich dort gesehen habe, denn ich hab das jetzt mal an meinem eigenen Fahrzeug festgestellt, äh, festgemacht. Letztes Jahr definitiv sechsundachtzigtausend Euro, während vor, äh, 2016, 15 haben wir, glaube ich, fünfzigtausend Euro da gesehen gehabt. Irgendwie, wie gesagt, letztes Jahr 86 und dieses Jahr 97. An diesem Fahrzeug hat sich überhaupt nichts geändert.

Nichts, null. Keine Schraube ist da anders. Ähm, und egal wo ich hingegangen bin, ähm, ich hab Preise gesehen, wo ich gedacht hab, absolut unglaublich. Der, der Björn, ich hab's vorhin schon mal gesagt gehabt, so 'n, so 'n, äh, Raumschiff Enterprise Kleinwohnwagen für ich weiß nicht 20, 25, 30.000 Euro und, und, und. Also ich könnte die Liste jetzt hier unendlich verlängern. Ich hab so viele Menschen mittlerweile, die mir geschrieben haben, dass sie, äh, frustriert wieder heimgegangen sind. Da behalten sie lieber aufgrund der Qualität und der Preise ihr altes. Ähm, und ich sag's noch mal, ich kam mir verarscht vor, weil im Vorfeld große Schilder stehen, Messerrabatt und Preissenkung und was weiß ich was alles. Und wenn man dann mal konfiguriert hat oder geschaut hat, was es letztes Jahr gekostet hat und ich hab letztes Jahr angefangen Bilder zu machen von den, von den Preisschildern.

Ich werd also in ein paar Jahren hingehen können und sagen: „Hier hab ich das Fahrzeug 2023." Das ist jetzt dieses Jahr nicht möglich gewesen, hatte ich kein zweites noch. Und in ein paar Jahren werd ich mir den Spaß mal machen und dann, dann werden wir mal das Ding nebeneinander halten und es ist schockierend gewesen auf dieser Messe.

Für mich ist die neue Mittelklasse be-fängt bei 70.000 an. Das neue normal, das neue günstig ist irgendwo 55.000. So: „Ui, der kostet unter 60.000."

Ja.

Ähm, ja.

Hat er schon 'ne Trip?

Bitte? Bei 100.000 sagst du dir: „Na ja, das kriegen wir schon irgendwie hin." Und dann, was ich, ich, ich schneid grade auch so 'n Video, so mein, mein Messefazit und ich gehe hier durch die, durch die Clips durch Rabatte 12.000, ne, 15.000, ähm, 10 % plus, äh, k... null Prozent Finanzierung. Den Vogel schießt fast ab Hobby mit dem Maxia Van 20.000 Euro Rabatt. Die Dinger stehen wohl rum wie Blei, also mehrere Hundert stehen im Markt unverkäuflich. Ähm, und den absoluten Vogel schickt, äh, schießt ab Venix. Das ist, äh, auf MN Crafter so 'ne, so 'ne GFK-Karre. Äh, die haben den Preis um 70.000 Euro gesenkt von 390 auf 320.000.

Okay.

Musste ich sehr lachen, aber das war, das ist ein anderes Thema. Den hab ich ins, in, in Stuttgart 'n bisschen auf die Schippe genommen, den Wagen. Aber, äh, alle Rabatte allerorten, ne, oder Zusatzpakete, sonst was hier umsonst, da umsonst zusätzlich zu den Preisen. Ich glaube, sie versuchen noch, die Preise hochzuhalten. Keine Ahnung, wie lange das noch gut geht.

Aber sie sind wieder sichtbar. In den letzten Jahren muss ich dazu sagen, da waren keine Motorhauben oder Windschutzscheiben mit Schriftgröße 78 Preisschilder zu sehen. Da war das Preisschild ein notwendiges Übel, klein irgendwo links neben dem Fahrzeug. Wir kommen wieder in 'ne Richtung und ich habe auch ausgebaute Vans gesehen, wenn auch bei den Reisemobildiscountern unter 50.

Aber hast du die auch mal konfiguriert? Hast du die also auch so mit-

Nein, nein, die konfigurier ich nicht, denn die musst du so mitnehmen, wie er da steht für den Preis.

Mach mal 'n Sitz rein, Lenkrad rein und dann wundere dich.

Ja, ich meine nur, dass der Preis eben wieder sichtbarer wird. Das war früher vor zwei Jahren oder letztes Jahr oder da oder auch vor drei Jahren noch nicht der Fall.

Da waren nur die Lieferzeiten sehr sichtbar-

Ja, genau

... wenn's dann hieß, ähm, noch in diesem Jahr oder im ersten, zweiten Quartal nächsten Jahres oder so lieferbar. Ist mir auch aufgefallen.

Mhm.

Ja, das war Forster mit dem, mit dieser Young Edition. Die waren, glaub ich, sogar unter 40 oder unter 45. Ähm, ich hab da reingeguckt, ich hab mich da reingese-gesetzt. Das war so ungefähr wie im, äh, nicht im letzten Jahr, sondern wie auf der CMT. Da haben sie das erste Mal den gebracht, 'n paar Marketing-Gags, äh, aber sonst, ja, für Leute nicht meiner Statur, also eher so der normal gebaute von der Länge her ganz interessante Sachen und, ähm, für jemanden, der sagt, mir reicht der 120 PS, ähm, Jumper mit den Stahlfelgen und ich hab hinten ein Bett und 'ne kleine Nasszelle und ich kann dann 'n paar Tage wegfahren, alles gut. Also das gab's auch.

Und Jürgen, was du mit dem Preisschilder meinst. Ich sammle ehrlich gesagt diverse Wohnmobilzeitschriften seit 2006. Diesen Preisvergleich kann ich heute schon machen, weil früher eben ganzseitige Anzeigen da drin abgebildet waren und das ist heute jetzt nicht mehr so okay, aber früher war eben der Preis wirklich ein Zugargument, grade bei den absoluten Reisemobildiscountern wie, wie Uwe Gante und wie sie alle heißen, ähm, und, und auch Fahrzeuge, die jetzt Einsteigerklasse sind. Da, das war 'ne Zeit lang nicht da. Du hast die Fahrzeuge natürlich bekommen, aber die haben natürlich auch sich an die Preise drangehängt, die die normalen, in Anführungszeichen normalen Hersteller mitgegeben haben in den Markt und die sondern sich aus meiner Perspektive und Eindruck so wieder so 'n bisschen zurück ab in ihre Rolle: „Ich bin ein Discounter, wenn du's günstig haben willst, dann kommst du zu mir."

Das hatten wir zwei, drei Jahre lang nicht.

Ich würde dann jetzt das Preisthema mal so stehen lassen und angesichts der fortgeschrittenen Zeit, das Ganze muss ja auch noch auf die Schnelle geschnitten werden. Wir nehmen Donnerstag auf und wir wollen eigentlich samstags, spätestens sonntags mit der Episode raus, hat der Herr Lee noch 'n bisschen was zu tun-

Klar

... würd ich gerne auf die Abschlussfrage kommen und die zielt auch so 'n bisschen in die Richtung, ähm, und zwar: Wie, vor welchen Herausforderungen steht in euren Augen die Reisemobil- und Campingbranche für die nächsten Jahre und Jahrzehnte? Und was würdet ihr euch wünschen in puncto Produkten und Konzepten, die aus eurer Sicht zukunftsweisend wären? Nicht alle auf einmal.

Okay, dann fang ich schnell an, weil ich hatte grad 'n Gedanken. Ähm, die, was war die Frage? Die Herausforderung der Branche, ne?

Die Herausforderung für die Branche.

Also, ähm, ganz klar mit dem Ansturm, der, der vielen 100.000 Fahrzeuge fertig werden. Und selbst wenn der Gebrauchtwagenmarkt jetzt übersättigt ist und die Leute ihre Fahrzeuge abstoßen, Jürgen erwähnt das immer wieder, die Fahrzeuge sind im Markt. Wenn die nicht in den, ins Ausland gehen, selbst wenn sie ins europäische Ausland gehen, die sehen wir bei unserem Urlaub wieder. Die Branche muss damit fertig werden- den Möglichkeiten zu bieten, unterzustellen. Das sehen wir mit Microcamping, wo wir auch 'n zersplitterten Markt haben, wo's aber auch Apps gibt, die die ersten, ähm, wieder einfängt und in einer App darstellt, also Camping App EU von der Jenny. Ähm, dann das Nächste ist: Wie werd ich als Kunde, wie, wie fühl ich mich wieder als Kunde beim Händler als König?

Wie-- ich brauch 'n Werkstatttermin. Ich sehe ja ein, wenn viel los ist, aber dass ich nicht zwei Monate warte, sondern vielleicht nur zwei Wochen oder drei Wochen und dann komm ich dahin und schön, dass Sie da sind. Hier ist 'n Kaffee. Können wir noch was für Sie tun? Dass Sie sich wieder um mich bemühen. Aber die werden natürlich Probleme haben mit dem Fachkräftemangel. Das wär mal mein, meine Antwort auf die Frage eins. Wollen wir vielleicht die erste Antwort, äh, die erste Frage rumgehen lassen und dann die zweite?

Gerne.

Ich sag mal, Björn, komm.

Ich versuche ehrlich gesagt, in jeder Branche oder in jeder, jedem Thema des Lebens, Thema des Alltags nicht immer alles so schwarz zu sehen. Ja, wir haben die Probleme und das Problem und das und dann häng ich den Wohnwagen an und dann fahr ich mit der Familie los, dann bin ich der Reiseleiter, hab ich ja schon erwähnt und schon haben wir eine schöne Zeit. Und ich glaube, ähm, wenn man mit dem Gedanken an das Thema rangeht, dann ist man auch mal geneigt, 'ne lose Schraube in Ordnung zu finden oder auch mal einen längeren Werkstatttermin vielleicht zu sagen, okay, dann dauert's halt länger. Ähm, aus meiner Sicht müssen wir einfach versuchen, das Ganze wieder positiv zu besetzen. Es ist die schönste Zeit im Jahr und da glaub ich, dass auch wir ein bisschen in der Pflicht sind, das wieder zu sehen und nicht immer nur zu verlangen: „Ja, lieber Hersteller, du musst jetzt aber mal den Hintern hochkriegen" und „Liebe, liebe Gemeinde, du musst dich jetzt auch mal bemühen, dass ich hier 'n Stellplatz vorfinde."

Diese, diese Einstellungshaltung, das, da müssen wir auch mal als Camper wieder von weg. Ist, wär so mein Wunsch.

Guter Gedanke. Hm, Jürgen?

Ähm, i-ich seh es ähnlich wie Björn, einfach losfahren und sich drüber freuen. Ich seh auch nicht, dass die Stellplätze voll sind. Da, wo ich hinfahr, sind sie eben nicht voll. Ich such mir immer auch die Ecken aus, wo nicht alle hinfahren. Ähm, dieses, dieses Massenphänomen, das werden wir immer haben. Das gab's früher schon am sogenannten Teutonengrill, falls ihr das kennt. Da haben in den 60er Jahren schon bei uns viele ganze Dorfgemeinschaften sich wiedergefunden, ohne das abgesprochen zu haben. Und genauso ist es heute an der Mosel oder an der Nordsee oder sonst irgendwo. Und dabei kannst du ein paar Kilometer weiter völlig alleine sein. Also ich glaub nicht, dass das das Problem ist. Ich glaube, der Frank hat absolut recht, dass der, ähm, dass die Verbände sich ihrer Verantwortung bewusst werden müssen und, äh, natürlich die Kommunen auch gefördert werden müssen, Stellplätze und Campingplätze zu bauen.

Insbesondere dann, wenn sie gerade momentan Ärger mit Campern oder mit Wildcampern haben und versuchen, die zu vertreiben. Also es muss kanalisiert werden und ich glaube, das ist 'n politisches Thema. Das hat aber jetzt nix mit uns zu tun.

Frank, hattest du noch 'ne Ergänzung, weil du sagtest, ähm, quasi erste Frage einmal in die Runde geben?

So, die zweite war, äh, was ich, was wir uns wünschen an Innovationen, Produkten, Innovationen, Konzepten. Ich, äh, wunder mich, dass wir gar nicht auf die, ähm, chinesischen Modelle zu sprechen gekommen sind. Äh, nur mal ganz kurz mit der Tür, die gegen die gegenüberliegende Wand haute. Ähm, da hab ich Innovationen gesehen, also bei den Modellen von Dettel, ne, oder Diel oder wie auch immer die gesprochen, ausgesprochen werden, ähm, sprich mit Slide-outs, die jetzt ja offensichtlich aber auch 'ne lange Tour hinter sich haben, die offensichtlich, wo die Technik insgesamt hält. Ähm, also für die Hörer, die's nicht wissen, die sind von China, äh, auf 'm Landweg nach Europa gefahren.

Zum zweiten Mal.

Zum zweiten Mal und fahren, glaub ich, auch wieder zurück. Weil genau und die, die Wagen standen da wie aus dem Ei gepellt, ne. Und das muss man auch mal sagen. Und mit Innovationen jetzt klar, die haben zwar drinnen keine Küche, weil die Chinesen wohl, hab ich gelernt, eher draußen kochen, aber was die draußen integriert haben an Kochmöglichkeiten, das wünsche ich mir vielleicht bei mir auch. Da muss ich drinnen nicht morgens meinen Frühstücksspeck braten oder ich muss den Safari-Chef aufbauen, damit's nicht riecht, sondern das war, das fand ich pfiffig. Das sind so viele Kleinigkeiten. Der, ich glaub, der Jürgen, äh, hat's auch gesehen oder ihr habt's angesprochen. Da war ein Alkoven, wenn man den hochgeklappt hat, das Bett, da war dadrunter der Fernseher. Ist natürlich schlecht, wenn da jemand drin schläft und die wollen noch Fernsehen schauen. Aber diese Idee, diese grundsätzlichen Ideen, da waren so pfiffige Sachen dabei, wo ich sag: „Wow, echt cool."

Und, ähm, so Ideen wünsche ich mir, die manchmal so 'n bisschen die Sache umwälzen. Bürsten hat aus meiner Sicht und das sag ich jetzt nicht nur, weil ich selber 'n Bürstner fahr, aber letztes Jahr damit angefangen mit diesem Slide-out zur Seite. Ja, warum denn nicht? Ich fahr auch 'n ungewöhnliches Modell. Das hat man vor, vor paar Jahren bestimmt auch gesagt: „Hinten 'n Wohnzimmer, 'n Zweiersofa, so 'n Quatsch mit 'nem Hubbett von oben." Für uns ist das die Erfüllung, ne, weil das ist für uns 'ne Dreizimmerwohnung. Habe fertig.

Habt ihr noch was, Jürgen und Björn?

Also Innovation oder, ähm, Entwicklung. Manche Dinge würd ich mir wünschen, dass sie grade in Deutschland ankommen. Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass ich in fast jedem europäischen Ausland meinen Campingplatz für den Sommerurlaub buchen kann online. Ich kann mir aussuchen, ich seh, ich hab wunderschöne Buchungssysteme gesehen, wo du sogar den Sonnenlauf einblenden kannst und sehen kannst, wo hast du nachmittags auf deiner Parzelle Sonne. Und hier rufst du noch die Rezeption an und fragst, ob im Mai über Pfingsten was frei ist und die Rezeptionistin schon 50-mal an dem Tag den Anruf bekommen hat und 50-mal sagen muss: „Nein, es ist nix frei." Das würd ich mir wünschen. Also ganz pragmatisch 'ne Verbesserung in dem Prozess selber, dass man nicht, äh, entweder ziellos fährt oder eben ziellos sucht.

Da hängen wir in Deutschland 'n bisschen hinterher, aber auch das ist kein Problem, was wir nicht gelöst bekommen. Und ansonsten muss ich sagen, ich bin mit dem Urlaubsmittel, Reisemittel, Reiseform Camping sehr zufrieden im Moment.

Jürgen, du? Oder sollen wir Björn schon als, ähm, als versöhnliche Abschlussworte nehmen?

Ich glaub, es ist alles gesagt.

Okay.

Ja, wir hoffen, dass ihr damit so'n bisschen den Blick durch verschiedene Augen auf die Messe für euch noch mal mitnehmen konntet. Es waren ja auch sehr, sehr spannende Perspektiven wieder dabei, die man, die, die ja jeder von uns so vielleicht nicht aufm Schirm hatte. Deswegen machen wir das eigentlich immer wieder. Und wenn ihr noch Fragen habt, auch, auch an die Kollegen, dann schickt die uns gerne per WhatsApp oder per E-Mail. WhatsApp findet ihr den Link in den Show Notes. Äh, da gab's übrigens bei der letzten Episode 'n Fehler, falls es nicht funktioniert hat. Wir haben das schon korrigiert. Das funktioniert jetzt wieder. Oder ihr schickt uns eine E-Mail an podcast@camperstyle.de. Wir leiten dann die Anfragen auch an die Kollegen weiter, wenn ihr euch, äh, für da was noch interessiert. Oder ihr könnt natürlich auch direkt die, die Kanäle jeweils ansteuern, die wir auch in die Show Notes noch mal packen. Ansonsten hören wir uns nächste Woche wieder mit einem neuen Thema.

Ich bedanke euch noch mal oder bedanke mich noch mal bei allen, dass ihr hier wieder da wart, wie jedes Jahr. Ich freu mich auf jeden Fall, euch nächstes Jahr beim Caravan Salon wiederzusehen. Da können wir auf jeden Fall schon spoilern, dass es da auch von Camper Style was Spannendes, Neues geben wird. Mehr wird noch nicht verraten. Und ansonsten, äh, übergeb ich das Wort reihum. Ich fang mal mit Nele an und dann haben die Gäste quasi das letzte Wort.

Ich lass hier heute mal den drei Herren den Vortritt. Ich hab schon so viel geredet heute. Björn, letztes Wort.

Ich freu mich jedes Jahr über die Einladung. Ich find das super toll, dass wir miteinander darüber sprechen und uns austauschen. Denn natürlich auch ich guck ja immer nur in meinem kleinen Wunschbereich, was ich brauche und freu mich immer, dass ich von euch Sachen mitnehmen kann. Dass ich jetzt mir zum Beispiel den Impuls mitnehme mit, mit Innovation und, und, und vernetzt und so. Da hab ich mir noch nicht so die Gedanken drüber gemacht. Das schau ich mir auf jeden Fall mal an und bin immer froh, dass ich dazu zu den Themen was sagen darf und auch, dass ich bei anderen Themen was mitnehme. Das freut mich immer sehr.

Jürgen.

Danke, danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Video.

Frank.

Danke fürs Zuhören, danke fürs Schauen, auch fürs Werbung ertragen und ich freu mich, dass wir diese Welten miteinander vereinen können. Äh, das hab ich schon so oft gesagt. Ihr wart auch bei mir schon in 'nem Video drin mit den Fails. Ich hab euch wieder getroffen. Wir haben uns umarmt, geherzt. Ich hab auch mit, mit den abgefahrenen Jungs, ich sag, ich hab Freunde gefunden. Ähm, wir, wir, wir kennen uns immer besser und ich find das toll und find das toll, diese Branche gemeinsam zu betrachten und dass ich jetzt auch schon wieder hier meinen Senf dazugeben durfte. Vielen Dank an euch und an alle Hörerinnen und Hörer da draußen.

Dir hat der Beitrag gefallen?

Dann teile ihn mit deinen Freunden!