Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.
Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute sprechen wir über Tiny Houses.
Wir haben heute volles Haus, volles Tiny House, hö hö. Ähm, wir haben vier Gäste und zwar sind bei uns Sven Böttcher, Jürgen Groß, Kamila Pasko und Sina Haage. Und damit wir jetzt hier auch alles korrekt wiedergeben und nicht durcheinanderkommen mit so vielen Gästen, stellt euch doch bitte einmal selber vor. Ich würd sagen, wir fangen bei den Damen an. Mila, wer bist du? Was machst du? Wo kommst du her und warum bist du heute hier?
Hallo, ich bin, ähm, ja, Mila, komme aus Hamburg, ähm, sitze mit einem Großteil unseres Teams, äh, der Wooden Valley gGmbH hier in Hamburg mit fünf Menschen. Weitere Menschen sind nur in Stuttgart, Berlin und Frankfurt verteilt. Und, ähm, ja, ich hab Cultural Engineering und Bildung und Nachhaltigkeit studiert irgendwann in meinem Leben, war viele Jahre im Tourismus tätig, wo ich auch vor allem Tiny Häuser kennengelernt habe in Neuseeland und auch auf Island und hab mich ehrenamtlich schon immer für nachhaltige Projekte eingesetzt und hab auch sie selbst umgesetzt. Und so ist mein Faible für Tiny Häuser entstanden, ähm, und so die Verbindung von Reisen und Nachhaltigkeit, äh, resultierte dann in unserem derzeitigen Bildungsprojekt Rudi, was ich heute mitgebracht hab.
Und da hören wir natürlich dann später noch ganz viel dazu. Ähm, Sina, wie sieht's bei dir aus?
Ja, hallo zusammen. Äh, mein Name ist Sina Haage. Ich bin, ähm, Promotionsstudentin an der Jade Hochschule, ähm, bin Bauingenieurin und Architektin und habe zusammen mit Studierenden in einem, äh, ja, Blended Intensive Program, einem europäischen internationalen, ähm, Stu-studierenden, äh, Programm, eine mobile Lernwerkstatt, ähm, entworfen und gebaut, die den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft widerspiegeln.
Sven, du wärst der Nächste.
Hallo zusammen, ähm, mein Name ist Sven Böttcher. Ähm, ich bin nicht in der Uni tätig oder Sonstiges, sondern ich bin in der, äh, AL-KO Welt tätig, äh, oben im hohen Norden in Neunkirchen-Vörden. Das ist quasi so 'n, äh, Tochtergesellschaft, äh, von AL-KO, die heißt Sawiko. Ähm, hab Wirtschaftsingenieurwesen damals mal studiert und bin eigentlich komplett verantwortlich für den Standort oben. Man nennt's in Neudeutsch Plant Manager oder auf Deutsch halt Standortleiter. Und, ähm, für die ganzen Tiny Häuser, die müssen ja irgendwo mobil sein, bin ich eigentlich derjenige, der dafür verantwortlich ist, dass wir die ganzen Chassis da drunter zusammenmontieren.
Und last but not least der Jürgen genau.
Ich als Letztes, genau. Äh, Jürgen Groß mein Name, ich bin auch von AL-KO, äh, aber aus Kötz. Ich bin verantwortlich als Vertriebsleiter für Deutschland und die Schweiz im Bereich der Nutzanhänger. Und, äh, Nutzanhänger, ja, ich sag mal so, das Tiny House ist davon so ein bisschen abseits, so eine Nebennische sozusagen. Ja, und das, äh, war in meiner Verantwortung, dieses Tiny House auch in Deutschland zu implementieren. Und ja, vielleicht kann man nachher noch mal 'n bisschen Näheres dazu sagen und drauf eingehen.
Ja, und diese Tiny Häuser, also für alle da draußen, die jetzt mit dem Begriff nichts anfangen können, das sind, wenn man's ein- oder übersetzt, kleine Häuser. Wir kommen da auch gleich noch mal zu und, ähm, die haben natürlich auch zum Teil 'n Campingbezug, weil sie eben auch auf Campingplätzen eingesetzt werden. Aber ist auch so, dass, dass immer wieder Menschen, die dem Camping frönen, auf so 'ne Geschichten stoßen und vielleicht das auch als, ja, Lebensmodell oder, oder zum drin Leben für sich entdecken. Also ich selber hab die letzten Jahre auch in Portugal nicht in 'nem klassischen Tiny Home, äh, gelebt, aber schon in einem sehr kleinen Haus, ähm, und vorher haben wir Wohnmobil gelebt. Das heißt, wir kennen uns damit aus, auf, auf wenig Raum mit wenig Dingen zu leben und deswegen wollen wir euch heute mal 'n bisschen in dieses Thema mitnehmen. Aber vielleicht, ja, lassen wir uns am besten noch mal von euch, den Experten und Expertinnen erklären, was ist genau in, in, in Tiny Home.
Und, ähm, wir fangen mal mit Sawiko an, weil wir fangen von unten nach oben an und unten ist, ist das Chassis, das Fahrwerk quasi. Ähm, wie seid ihr jetzt oder wie, wie habt ihr den Trend für euch entdeckt oder wie seid ihr zum Tiny Home gekommen? Weiß nicht, wer von euch, äh, antworten will, Jürgen, Sven.
Ja, ich, ich übernehm mal diesen Part. Ähm, wie hat's angefangen? Ähm, damaliger Produkt, äh, Management Teamleiter, äh, hatte ein, eine Freundschaft oder hat einen Freund im Bereich, also Schreinerei und da ist ihm das aufgefallen, äh, bei 'm Besuch in seiner Firma, äh, ja, was baust du denn da? Und dann hat er ihm dann halt alles drum erklärt, hier, hier kleines Haus und das kommt dann später mal auf 'n Fahrgestell, von wem der Kunde das haben will. Und dann ist halt die Frage gestellt worden, weil wir ja aus der Fahrzeugtechnik kamen: „Ja, habt ihr so was auch?" Ja, so hat er das mit bei uns in die Firma gebracht und wir kommen ja, ähm, klassisch aus der Fahrzeugtechnik, wie schon gesagt. Und besonders, ähm, wenn ihr schaut, wie viel Wohnwagen mit unseren Fahrgestellen fahren, da haben wir gesagt gehabt: „Mensch, komm, wir nehmen das mal auf, bewerten das mal, konstruieren mal etwas, äh, berechnen das mal durch, Traglasten und so weiter, ob wir das dann auch, äh, für so 'n Tiny Home entsprechend kreieren können.
Ja, das hat, ja, eigentlich ziemlich schnell für so ein Projekt ein Dreivierteljahr gedauert und dann hatten wir für diese Schreinerei, die ist leider nicht mehr existent, ähm, dann zwei, äh, Maße konstruiert gehabt. Die haben sie als Piloten genutzt und das hat geklappt und dann haben wir gesagt: „Komm, jetzt weiten wir das aus", haben uns am Markt kundig getan, welche Bemaßungen benötigt werden und so weiter und so fort. Ja, und dann, äh, ging das los. Dann haben wir dann gestartet, haben Partner gesucht Weil wir selber den Direktvertrieb damals jetzt nicht so, äh, bei uns implementiert haben. Das war auch ziemlich erfolgreich, ziemlich viel Interesse und da ist jetzt auch 'ne gute Partnerschaft entstanden, äh, mit unseren Kunden. Ähm, und vor allen Dingen, es sind sehr viel individuelle Personen, die dann halt auch gerne diese Tiny Homer für sich selber bauen und so und da ist es ideal, diese Einzelstückzahlen dann über Partner abzudecken.
Ja, und so hat das gestartet, ne.
Weil du's grade angesprochen hattest, Thema Wohnwagen. Also, ähm, da ist sicherlich vielen unserer Zuhörerinnen und Zuhörer die Firma Alco 'n Begriff. Wir selber haben auch 'n Alco-Chassis unter unserem Wohnwagen, weil ich denke, die meisten Hersteller mittlerweile in Europa arbeiten mit, ähm, mit euren Fahrwerken oder mit euren, äh, Fahrgestellen. Und jetzt hab ich mich aber gefragt: Was ist denn der Unterschied zwischen 'nem klassischen Wohnwagen-Chassis und einem, äh, Tiny-Home-Chassis? Weil es gibt ja auch durchaus Wohnwagen, die 'n höheres Gewicht haben.
Ja, also der signifikante Unterschied ist der, äh, die Chassis für die Wohnwagen sind ausgelegt mit dem Aufbau zusammen als tragende Kraft. Also es ergibt eine Einheit. Ja, man denkt so: „Na ja, warte mal, Chassis, ich bau dann oben einfach mal was drauf und dann hält das schon." Das ist im Wohnwagenbereich anders. Äh, da ist es in der Kombination mit dem Aufbau ein tragendes Gestell. Es gibt's auch in höheren Gewichtsklassen, aber, ähm, durch die Bauweise des Korpus und so weiter ist man dann schon in den Maßen eingeschränkt, wie dann auch der ein oder andere Anbieter, äh, das dann anbietet. Und fürs, äh, Tiny-House-Chassis, wie wir es nennen, oder fürs Tiny-Home-Chassis, äh, ist es, äh, maßgeblich, dass eine selbsttragende Konstruktion auf dieses Fahrgestell aufgebracht wird, ähm, weil, äh, wir natürlich individuell jetzt auch nicht wissen, wer wie was baut, wie die Lastenverteilung bei dem Haus sind und so weiter.
Daher haben wir dann so 'ne Konstruktion gewählt, angelehnt an den Caravan, aber speziell auf Tiny Houses, äh, ähm, Traglasten, Gewichtsverteilung, die eventuell kommen können und so weiter, sind da mit in Betracht gezogen worden. Und daher, da ist der große Unterschied dabei. Also im Grunde, wenn ihr 'n normalen Anhänger draußen seht, dann kommt, da ist Bordwände dann dran und dann lädt jemand etwas auf. Das ist wieder eine andere Konstruktion und die Konstruktion hier lebt von dem Aufbau, der oben draufkommt in seiner eigenen Stabilität, in seinem Kasten, sag ich jetzt mal, der aufgesetzt ist aufs Fahrzeug.
Und spielt denn das Thema Gewicht hier auch 'ne Rolle? Ähm, also ich mein, so 'n, so 'n Wohnwagen, da versucht man ja, also so leicht wie möglich natürlich zu sein, so wie's eben geht. Bei 'nem Tiny House ist es ja vielleicht ein bisschen anders, weil ich da ja auch andere Werkstoffe oft habe, aus denen gebaut wird. Da kommen wir bestimmt später noch dazu. Aber gibt's irgendwie auch Gewichtsgrenzen, die ich einhalten muss oder, oder auf was ich da achten muss?
Ja, ich sag mal so: Wenn ich's auf die Straße bringen möchte und dann von A nach B zu fahren und so weiter, ist natürlich dementsprechend die Straßenverkehrszulassungsordnung zu beachten. Und da kommen wir dann, ähm, auf, wenn wir das Gesamt..., die gesamte Einheit sehen, Tiny Home oben aufgebaut, Fahrgestell unten drunter, äh, maximale zulässige Gesamtgewicht sind dann 3500 Kilo, die da sehr stark zu beachten sind. Ja, also es geht los, dass du 'ne vielleicht 2,9 Tonnen, also 2900 Kilo als Aufbau machen kannst, vielleicht wena... weniger auch, weil es ist ja alles Gewicht in Abhängigkeit der Größe. Ja. Und definitiv gibt's dort, äh, Grenzen, die dabei zu beachten sind, auch in der Breite. Als Beispiel: Normal unser, ähm, Chassis, was wir jetzt ausgelegt haben, ist generell auf eine Breite von 2,44 Meter für den Aufbau, aber durch Beleuchtung rechts und links, äh, dürfen wir maximal auf 2550 Millimeter gehen für die Straße hinaus.
Ansonsten sind das, äh, Sonderfahrzeuge, die auch besonders dann, ähm, versehen sein müssen mit Lampen oder Schildern und so weiter, ja. Und das sind so Restriktionen, die da zu beachten sind. Und vor allen Dingen, was auch ganz wichtig ist, von Boden bis Oberkante des Aufbaus maximal 4000 Millimeter.
Also vier Meter Höhe Maximum.
Also vier Meter, ja.
Sina und Mila, ähm, war euch das klar, mit wie vielen Vorschriften ihr da zu tun haben werdet, schon, schon, ähm, um überhaupt zu starten? Oder war das 'ne schöne Überraschung für euch mit der deutschen Bürokratie?
Ich hatte auf jeden Fall mich schon die Jahre zuvor damit beschäftigt im persönlichen Sinne und war sehr davon abgeschreckt, aber mit dem Team bei Wooden Belly haben wir uns dann gegenseitig Mut gemacht, dass wir da durchkommen.
Und bei euch, Sina?
Ja, bei uns war, ähm, das eigentlich klar. Auch die Studierenden, ähm, waren auch akribisch dahinter her, alles einzuhalten. Also wir haben das gleich bei der Aufgabenstellung mit eingegeben, dass wir damit auch fahren möchten und deswegen auch diese dreieinhalb Tonnen, ähm, Gesamtgewicht einhalten müssen, was auch die größte Challenge dann im Nachhinein war.
Mhm. Ich beschäftige mich mit dem Thema grade privat auch sehr intensiv, weil wir jetzt dann, so wie's aussieht, im nächsten Jahr damit anfangen werden, eins zu bauen, hoffentlich. Und, ähm, ja, in Mexiko zwar, da sind die Straßenverkehrsordnungsgeschichten jetzt nicht so wie hier, aber trotzdem gibt's natürlich auch viel zu beachten und deswegen find ich das heute auch sehr, sehr spannend, überhaupt mal über das ganze, äh, Thema auch Materialauswahl und solche Geschichten zu sprechen. Sven, ähm, welche Rolle spielt das Chassis insgesamt, also sowohl für das Thema Tiny Houses und auch für euch als, als Unternehmen? Und welche Arten von Chassis gibt's überhaupt für Tiny Homes?
Also, ähm, für uns als Unternehmen, wir gucken halt, wir sind, äh, der Jürgen sitzt ja unten im Süden, ich sitze oben im Norden. Das heißt, wir haben verschiedene Standorte bei uns in der, im AL-KO-Konzern. Wir oben im, im Norden sind wirklich, ähm, jetzt seit gut anderthalb Jahren, ähm, haben wir auch 'ne neue Halle gebaut und wir sind wirklich Chassis-, äh, -hersteller, sag ich jetzt mal. Wir bauen wirklich komplette Chassis zusammen, wie auch die Tiny Homes, ähm, montieren die, ähm, bis wirklich auch COC-Papiere, ähm, dafür zulässig sind. Das heißt, jeder, der sich, ähm, ein Chassis bei uns auch abholt, kann direkt dort mit auf der Straße fahren, kann sich ein entsprechendes Nummernschild holen und, ähm, ohne Aufbau wirklich auf der Straße fahren ist dann relativ, relativ easy. Ähm, wenn man sich jetzt sie, die Materialien anguckt, was, was wir nutzen, ähm, ganz klar ist es, äh, reguläre Lampen, die wir natürlich ringsrum um das Chassis haben, je nachdem wie lang es ist.
Ähm, da sind wir auch schon beim Thema von Typen der, der Chassis. Wir haben einen Hochlader, so nennen wir es, und 'n Tieflader. Das bedeutet einfach 'n Hochlader, dass der Radkasten quasi geschlossen ist. Man sieht ihn nicht innerhalb des, des Hauses, was man dann aufbaut. 'N Tieflader wäre dann so, wenn man zum Beispiel 'ne Spüle oder Sonstiges direkt dort installiert und, äh, den Schrank aufmacht. Man kennt das vielleicht von zu Hause, dann ist ja meistens der Mülleimer drunter und man sieht aber das Siffon. So wird man halt quasi den Radkasten dann sehen. Das ist so der Unterschied zwischen Hoch- und Tieflader. Und dann unterscheidet sich natürlich das Ganze in der Länge. Ähm, dann haben wir 'n Tridem, das heißt mit drei Achsen oder halt auch 'n Tandem mit zwei Achsen. Je nachdem, welche Variante man halt haben möchte, auch von der Länge, äh, abhängig, kann man dann, dann wählen. Genau.
Jetzt haben wir quasi ja schon was über die Höhe gelernt. Also das heißt, wir dürfen quasi Anhänger und Haus nicht höher als, äh, vier Meter sein. Wie hoch ist der sozusagen der, der Hochlader selber ohne Aufbau?
Ungefähr, also wir brauchen das nicht auf 'n Zentimeter genau.
Ach so, bis, bis zur Ladekante jetzt, ne?
Genau.
Ja, okay. Ich sag mal Ladekante, weil Hauptmetier ist bei mir im Nutzanhängerbereich. Deswegen Entschuldigung für das ein oder andere vielleicht, äh, nicht verständlich, was ich jetzt sage.
Mir geht's ein bisschen, mir, mir geht's ein bisschen darum, quasi rauszufinden, wie hoch kann denn das Haus selber sein, was dann da oben draufsteckt, damit man so 'n bisschen 'ne Vorstellung davon hat.
Ja, das ist, ähm, im Gesamtgewicht und in der Einfederung müssen wir das beachten. Ähm, ich sag mal, ähm, wenn es nicht belastet ist, du fängst an zu bauen, oben aufzubauen und so weiter, dann hast du 'ne Höhe als Beispiel bei so einem Hochladerfahrgestell, was zuletzt der Sven genannt hatte. Da bist du etwa bei einer Höhe von 600, äh, also 68,4 Zentimeter, 684 Millimeter, ne. Dann ist es so, ähm, wenn du dann die Achse belastest, das sind Gummifederachsen bei uns, äh, dann, äh, schwingt die Achse in seinen Rädern auch ein und dann kommst du ungefähr auf eine Höhe, äh, auf dieser, wir sagen dazu Nennlast von 634 Millimeter, wenn das, ja.
Okay. Gut, das heißt, ähm, ungefähr haben wir mal 70, also 65, 64 bis 70 Zentimeter gehen sozusagen ab.
Ja.
Und, ähm, dann quasi kann man den Rest bis vier Meter das Haus hochbauen.
Genau, und das ist die Variante für dann, wenn die Achsen unten drunter gebaut sind und wenn du mit einem im Haus mit einem Kasten leben kannst, wo dann, äh, die Räder drin, äh, laufen, das ist Verhältnis natürlich ganz anders. Äh, da hast du so, wenn es nicht belastet ist, äh, 500, also 59 Zentimeter und im belasteten Zustand dann 54 Zentimeter.
Okay. Und die Breite haben wir auch schon gelernt, also 2,50 ungefähr plus dann noch 'n bisschen Lichter außen dran. Und wie ist mit der Länge? Wie ist da die Beschränkung? Also wie lang darf Anhänger und darf das Haus dann drüber hinausragen oder?
Ja, das kann drüber hinausragen. Nur du musst halt immer beachten, den Schwenkbereich des Zugfahrzeuges. Das heißt, äh, auch freie Deichs-, Deichslänge vom, vom Aufbau nach vorne zum Zugfahrzeug musst du schon, äh, Minimum so 'n Meter, Meter zehn etwa haben, damit du den Schwenkbereich bei einem, ich sag mal Geländewagen, der diese Anhängelast noch tragen kann, dann auch dementsprechend auf die Kurvenfahrt machen kannst, weil sonst hast du nichts davon, wenn dein Auto hinten verbeult ist, ne.
Guter Punkt, hab ich grad gelernt.
Okay, siehst du genau. Ähm, jetzt ist so, wir haben's bei uns auf die Materialien gesehen und mit den Berechnungen von der Stabilität. Wir haben eine maximale Länge von acht Meter 40 für den Aufbau rein von unserem, äh, Chassis-Aufbau her und in der Gesamtlänge sind wir ungefähr dann bei zehn Meter. Das heißt, diese freie Deichsel Länge liegt dann bei, äh, ein Meter und 60 etwa. Genau. Also hast du noch 'n bisschen Spielraum nach vorne hin, dich 'n bisschen auszuleben.
Okay, aber da kann man schon ganz okaye Tiny Homes quasi draufstellen auf die Anhänger. Also das-
Ja.
Da hat man schon 'n bisschen Wohnfläche.
Absolut, ja.
Mila, welches Chassis habt ihr für den, ähm, für den Woody genommen? Weißt du das? Hochlader, Tieflader?
Das hab ich mich auch gefragt. Da erwischst du mich. So tief in der Materie sind nur meine beiden Architektinnen und mein Mitgründer. Deswegen weiß ich's tatsächlich gerade nicht.
Dann, ähm, gucken wir das nachher noch mal ganz kurz nach. Und Sina, du guckst auch schon irgendwo hin. Du recherchierst wahrscheinlich gerade, was ihr habt.
Ich meine, wir haben 'n Tieflader, ähm, bin mir aber auch nicht sicher. Ähm, wir haben auf jeden Fall drei Achsen. Das weiß ich.
Okay.
Den Großen.
Da kann ich was zu sagen. Wenn ihr drei Achsen habt, dann habt ihr das Modell mit der höheren Bauweise vom Aufbau her.
Ja.
Dann kann ich euch sagen, ihr habt einen Hochlader, wie wir das nennen.
Ah, Hochlader, okay.
Wie viel Achsen habt ihr denn, Mila? Vielleicht kommen wir darüber dann dahin. Okay. Ist nicht schlimm.
Könnt ihr rausschneiden.
Findest du das, also finde, das müssen wir gar nicht rausschneiden. Das ist ja, also ne, du hast ja gerade gesagt, dass dein Aufgabenbereich jetzt nicht unbedingt genau die Technik ist und dann ist das aus meiner Sicht überhaupt nicht schlimm, wenn man da nicht alles weiß. Also kein Mensch weiß alles. Ist, äh, völlig okay und ich, äh, glaube, wir, wir kommen da schon nachhin. Es war ja eher so interessenmäßig, das zu klären. Alles gut.
Sven und Jürgen, ich weiß nicht, wer von euch, ähm, dazu 'ne Antwort geben kann. Wenn ich jetzt mich mit dem Thema beschäftige, welche, welches Chassis will ich denn oder sollte ich für mein Tiny House nehmen? Ähm, welche der Varianten, jetzt mal unabhängig von der Länge, da ist klar, wenn ich 'n längeres, äh, Haus will oder ein größeres Haus will, nehm ich das längere Chassis, aber zwischen Hoch- und Tieflader. Was sind denn da so die, die wichtigsten Vor- und Nachteile von jeder der beiden Varianten?
Also Jürgen, vielleicht, vielleicht starte ich, du, du ergänzt. Ähm, aber das, was ich eben einmal schon gesagt habe, ist halt einmal Bauraum innerhalb des Hauses zwischen Hoch- und Tieflader, muss man halt beachten. Ähm, Mille hat ja schon gesagt, da gibt es ja zwei Architekten, aber das muss im Vorfeld geklärt werden: Äh, passt das wirklich bei mir, ähm, ins Tiny House rein? Wenn das nicht reinpasst, sollte ich auf jeden Fall 'n Hochlader nehmen, weil dann hab ich einfach eine gerade Fläche und kann einfach auf 'ner grünen Wiese quasi aufbauen. Und, äh, der Unterschied zwischen der, äh, der, äh, Kante ist halt noch mal ein kleiner Unterschied. Ich glaube, Jürgen hat ja eben gesagt, welche Höhe wir beim Hoch- und Tieflader haben. Ähm, die vier Meter sind halt ein K.O.-Kriterium, da wir sonst unter jeder Brücke hängen bleiben würden. Ähm, das sind so die beiden Hauptkriterien zwischen Hoch, Hoch- und Tieflader neben der Länge.
Also, also wenn wir es quasi zusammenfassen, dann muss ich beim, hab ich beim Tieflader bisschen mehr Platz, den ich nutzen kann, weil ich halt mehr Fläche zur Verfügung habe, muss aber viel besser und vor allen Dingen von Anfang an schon genau wissen, was ich vorhabe. Beim Hochlader hab ich 'n bisschen weniger Platz. Dafür kann ich 'n bisschen flexibler bauen, weil ich quasi, wie du es gerade gesagt hast, grüne Wiese, gerade Fläche habe und da quasi oben aufbauen kann. Dafür hab ich eben das zum Preis, dass ich ein bisschen weniger nutzbare Fläche oder, oder Raum habe. Oder?
Ja, richtig, vollkommen richtig. Was ich noch hinzufügen möchte, ist halt, der Vorteil ist beim Hochlader, du hast eine durch, beim Aufbau eine durchgängige Kraftübertragung und Einleitung in den Rahmen auf, auf dem Außenrahmen, ja, von den Traglasten her. Das ist halt, äh, ein ganz, ja, ein ganz großer Vorteil, weil, äh, ansonsten für den Tieflader, wie Sven ja auch sagte, mit Kasten und so weiter, da hast du 'ne Unterbrechung drin. Da musst du schauen, wie überbrückst du denn dann die Kraftübertragung, Einleitung in den Rahmen und das alles und auch besonders, äh, für 'n Architekten. Und wenn du das berechnen musst, ist das, glaube ich, eine sehr große Herausforderung. Wo gehen die Kräfte hin und so weiter. Deswegen ist, ähm, bei uns der Hochlader der gängigste, ja, als Chassis.
Okay, das war noch mal eine sehr, sehr gute Ergänzung, glaube ich. Das war, das hat, glaube ich, haben die meisten nicht auf dem Schirm. Es sei denn, sie heißen Architekt oder sind Architekten, weil, äh, oder, oder Statiker oder Ähnliches. Aber ich glaub, so normale Menschen wie wir haben nicht auf dem Schirm, dass ich auch an so 'ne Dinge, auf so 'ne Dinge achten muss. Aber das ist vielleicht auch noch ein guter Hinweis, dass es, wenn ich das Ding oder das Tiny House wirklich bewegen will, da das nicht alleine bauen sollte, sondern mir da Hilfe holen sollte, zumindest was, was Statik und so weiter dann angeht, dass ich eben auch an die Dinge achte oder auf diese Dinge achte.
Wenn ich mir jetzt so 'n Chassis bei euch kaufe, egal ob Hoch- oder Tieflader, was muss ich denn dann organisieren für den Transport außer 'nem passenden Führerschein? Das ist klar, den brauche ich natürlich.
Da übernehm ich erst mal, Jürgen, denke ich. Äh, also das ist, das Schöne ist, das ist sehr, sehr einfach. Ähm, ich hab eben schon die COC-Papiere angesprochen. Sprich, das, das Chassis an sich ist direkt straßentauglich. Der, der Kunde muss lediglich einmal zum Straßenverkehrsamt, da wo er halt ansässig ist und sich ein, ein Nummernschild organisieren. Mit den Papieren, die wir im Vorfeld, äh, an den Kunden schicken, ist das möglich. Das heißt, Straßenverkehrsamt Termin machen, ein entsprechendes Nummernschild sich besorgen, dann, ähm, nach Neuenkirchen kommen oder je nachdem, wo wir es vielleicht auch un, unsere Kundenzentrale geliefert haben, das, das Tiny House, ähm, hinfahren mit dem passenden Fahrzeug, dann, ähm, zum Empfang gehen, sagen, dass, dass sie den Kunden sind. Dann ist es relativ einfach zum Ankuppeln wie ein ganz normaler Anhänger, ähm, Nummernschild hinten dran machen, im Idealfall bezahlen und dann halt vom Hof fahren.
Genau den Fall hatten wir zum Beispiel, äh, vor zwei Wochen. Äh, ist 'n Kunde mit 'm PKW gekommen. Das war so 'n Opel Astra sogar. War ein sehr spannendes Bild. Er hatte dann das, hatte dann das zwölf Mi-- Ja, es war ja leer. Also das Tiny House war ja leer. Das heißt, ohne Aufbau ist das möglich. Äh, das größte, äh, Chassis, äh, hinten dran gemacht. Das war ein sehr spannendes Bild. Ja.
Oh Gott, wie so 'n Matchbox-Auto vorne dran wahrscheinlich.
Und der Kunde, wa-was wichtig ist, der Kunde hat auch vorher sich extra die Route nach Hause dann noch mal, ähm, angeschaut. Also dann doch nicht vielleicht die, die Landstraße oder die Serpentinen, die es vielleicht in Deutschland doch nicht so gibt, langfahren, sondern dann Autobahn viel geradeaus, weil das ist schon langes, langes Gespann. Das muss man einfach sagen.
Mhm. Da, ähm, kann ich als Tipp mitgeben, dass man sich vielleicht irgendwie so 'ne Lkw-Navigations-App runterlädt, weil mit denen kommt man dann auch ganz gut zurecht, wenn man bestimmte Straßenarten gerne vermeiden möchte.
Ja, und vor allen Dingen kann man, um das noch zu ergänzen, kannst du ja vor allen Dingen auch deine Anhängergröße und Fahrzeuggröße insgesamt und Gewichte und Achslasten eingeben.
Breite.
Genau. Und die sind zwar nicht immer 100 % passend, aber so gefühlt 99,5 % passt das schon. Und damit hast du natürlich 'ne ganze Menge unliebsame Überraschungen, die du nicht hast. Weil das Problem ist, wenn du nur mit dem PKW rumfährst, dann achtest du nicht darauf, wo vielleicht 'ne Höhenbeschränkung ist, 'ne Gewichtsbeschränkung, dies, das, jenes. Und, äh, wenn du dann das erste Mal mit dem Hänger fährst, achtest du vielleicht auch nicht gleich auf alles, weil du es nicht gewohnt bist, weil ja Autofahren ganz viel Routinen sind. Und da macht es auf jeden Fall Sinn, wenn ich damit öfter fahre, da mir so 'n, so 'n Navi, auch 'ne Software fürs, fürs Smartphone oder fürs Tablet anzuschaffen. Das ist auf jeden Fall 'ne sinnvolle Geschichte.
Also ich kann den Anhänger selber ziehen. Das, ähm, auf jeden Fall schon mal positiv. Brauch da keine Genehmigungen oder Ähnliches, hab ich jetzt verstanden. Und über welche Gewichte sprechen wir denn bei den reinen Chassis, also bei den, bei den Anhängern sozusagen ohne Aufbau?
Ja, also geben wir mal so von unserem Eigengewicht her. Es geht los bei, äh, je nach Länge, Aufbau bei 615 Kilo bis maximal 760 Kilogramm.
Ach so, sind die, sind die so leicht? Okay.
Ja, ja. Deswegen-
Dann sind die ja wie so 'n klein, tatsächlich wie 'n kleiner Nutzanhänger. Dann darf ich ja die meisten wahrscheinlich, äh, sogar auch noch mit 'nem dreieinhalb Tonnen Fahrzeug ziehen, wenn ich das möchte. Also wenn die unter 750 Kilogramm sind.
Ja, du musst halt auf die Restriktionen aufpassen, ne, mit, mit, mit dem Führerschein und so weiter. Ja, das ist schon ganz wichtig, aber es ist richtig, ja. Also du hast dann halt, äh, durch diese Leichtbauweise, die wir dann aus dem Caravan-Bereich übernommen haben für die Konstruktion dieser Chassis, sind wir auf diesem niedrigen Gewicht, ja. Da bleibt dann sehr viel Gewicht für das, was oben drauf kommt, was ja extremst wichtig ist.
Ja.
Ja.
Letzte Frage jetzt noch von meiner Seite zur, zur Technik. Also die meisten, die 'nen Anhänger sich bei euch holen, Chassis bei euch holen, werden ja das Ganze für 'n mobiles Tiny Home nutzen wollen. Also sprich, die wollen dann über die Straßen rollen, wollen dann auch vielleicht mal den Standort wechseln nach 'n paar Jahren oder Ähnliches. Aber nur rein theoretisch könnte man wahrscheinlich auch mehr Gewicht draufpacken, oder? Als die, ähm, die Kilos, die eben zu den 3,5 Tonnen Gesamtgewicht dann fehlen.
Jetzt eine Antwort: Nein, darfst du nicht.
Nein, ach menno.
Wenn du nicht fährst, wenn du nicht fahren möchtest, also wenn, wenn's nur auf deinem Grundstück steht.
Wenn's nur auf 'm Grundstück steht. Ich mein nur, ob das Chassis das tragen kann.
Also jetzt von unserer Konstruktion und von der Technik her gesehen wäre die Antwort: Nein, das darfst du nicht. Wir sind ausgelegt auf 3.500 Kilogramm, weil wir stehen ja zu unseren Produkten, müssen Garantie und das alles ja gewährleisten und dann wäre das die Antwort. Also es ist auch, ja, ja. Also 3.500 Kilo ist das maximale Gewicht, wie das Chassis belastet werden darf.
Okay. Ja, dann, ähm, würde mich jetzt noch interessieren, zwei von euren Kunden, Kundinnen haben wir ja heute hier sitzen. Ähm, von den beiden Damen hören wir gleich auch noch 'n bisschen ausführlicher zu ihren Projekten. Aber gibt's denn noch andere Kundenideen oder Projekte, die euch irgendwie überrascht haben, die so 'n bisschen ausgefallen waren?
Die, es, es, Sven, darf ich erst?
Ja, mach du erst.
Weißt du, aus den Anfängen auch, ne.
Okay.
Wir haben das gesehen, Tiny House, ja, Privatperson. Ich glaub, das eine war auch jemand, der hat sich stationär 'n Büro gemacht, ja, und so weiter. Alles gut. Und dann sind wir, ähm, bisschen akribischer unterwegs gewesen und sind wir auf einmal auf eine Firma gestoßen, die bauten Eventfahrzeuge eigentlich als Schreinerei, äh, was dann auf Messen ging und so weiter für Firmen. Und der hatte wirklich gar nicht in dem Sinn Tiny House für die Privatnutzung gebaut, sondern Tiny-House- äh, -Form gewählt, wo dann die Leute ihr Büro drin gemacht haben, ihre Ausstellung gemacht haben. Ja, also ganz andere Richtung. Und da sind sehr viele auch mittlerweile unterwegs. Ich glaub, wir haben ja auch jemanden hier, das ist ja auch 'n bisschen mit Lernwerkstatt und so weiter macht, ne.
Ähm, das wär so was. Und dann was ganz mag, ja, äh, du wolltest das erzählen von Julia, Sven, wahrscheinlich, ne?
Genau, exakt.
Okay, dann übergeb ich dir das. Ja.
Ja, also wir, wir hatten dieses Jahr 'n ganz, ganz spannenden Fall, ähm, auch innerhalb der ALKO-Welt, ähm, äh, sind ja auch die, die Mitarbeiter dann in der Freizeit unterwegs und es war ja 'ne Karnevalssaison. Die ging ja dann letztes Jahr am 11.11. los und wir hatten 'ne ganz spannende Anfrage. Aus der Kötzler Region gibt's auch der ein oder andere, ihr nennt's Fasching, glaub ich, da unten.
Jawohl.
Äh, Faschings- Faschingsvereine. Und, ähm, da haben sie doch das, das Chassis gesehen und wir würden gern 'n Chassis, ähm, 'n Faschingswagen auf so 'n Chassis aufbauen. Und da haben wir gesagt: „Oh, bei dem Projekt sind wir doch dabei." Und haben dann wirklich, ähm, Anfang diesen Jahres ein Chassis Richtung Süddeutschland geschickt und haben dann Richtung Februar die ersten Fotos wirklich gekriegt von so 'm Faschingswagen, der aufgebaut wurde und der dann mit beim Umzug war. Also das war auch 'n ganz, ganz spannendes Projekt. Wurd auch unten mit so 'nem kleinen örtlichen, äh, Fernsehteam, glaub ich, begleitet, der ganze Aufbau. Also auch in der Richtung geht, geht oder ist was möglich mit den, mit den Chassis, ja.
Also nicht nur zum drin wohnen, sondern auch für-
Auch zum Feiern.
Zum Feiern, Events oder was auch immer.
Ja, oder als Arbeit, ne, als Arbeit. Also ganz spannend. Ich weiß jetzt nicht, beim Hessischen Rundfunk gibt's, ähm, ich weiß jetzt nicht, wie er heißt, der auch Campingplätze besucht und so weiter. Ich weiß nicht, vielleicht-
Ja, ich, wie heißt der noch mal?
Mir fällt der Name jetzt grad nicht ein.
Der hat so 'n etwas ausgefallenen Namen.
Genau, also, also super Sendung, sehr zu empfehlen, muss ich wirklich sagen. Und der hatte dann ein Interview gefolgt, äh, dann über jemanden, ähm, Diplomingenieur war das gewesen und der, äh, ist mobil unterwegs gewesen. Das ist sein Haus und er fährt von A nach B und seine Arbeit verrichtet er auch drin. Der hatte sich dann ein Büro da eingebaut und autark gewesen und als Beispiel, das ist auch so was, ne, andere Lebensweise. Und der-
Ja
... durch Deutschland, durch Europa. Also-
Der hieß wohl Campingcheck, ne?
Ja. Ja, genau.
Genau.
Also es war also hochinteressant. Also, also im Grunde Büro für Arbeitszwecke zum Beispiel zu dienen. Und was jetzt noch, das haben wir 'ne, äh, Anfrage bekommen. Das ist von einem Zahnarzt. Das find ich ganz spannend, ne. Weil ländliche Arztversorgung ist ja manchmal wirklich problematisch, ne. Zahnarzt, mobile Zahnarztpraxis.
Mhm.
Das find ich hochspannend und das find ich interessant. Das könnte vielleicht für die Zukunft auch noch mal so 'n Bereich sein, wo man sich vielleicht mit hinbewegen kann, das mal im Blickfeld zu haben.
Ja, oder auch, ähm, ich sag jetzt mal Alle möglichen Arten von mobilen Leistungen. Ich wohn zum Beispiel in 'nem Dorf mit, ich weiß gar nicht, unter tausend Einwohnern auf jeden Fall. Wir haben hier halt gar nix. Wir haben nicht mal mehr 'n Bankautomaten. Und, ähm, so mobile Banken, mob, also mobile Bankberatung, mobile Versicherung, mobile Krankenversorgung, solche Geschichten find ich auch immer ganz spannend. Dann gucken wir uns mal die Projekte 'n bisschen genauer an. Vielleicht starten wir mal mit dem Woodie von Wooden Valley. Mila, das ist ja euer Projekt. Du hattest vorhin schon eingangs 'n bisschen was zu Wooden Valley gesagt, aber kannst du noch mal, ähm, umreißen, was so genau eure Ansätze ist und was der Woodie ist?
Wie ist die Idee entstanden beziehungsweise das Konzept?
Mhm. Ähm, also wir haben vor vier Jahren gegründet zu dritt, ähm, mit der Idee, Forschung und Bildung zum zirkulären Bauen und regenerativen Bauen auch zu fördern als eine gemeinnützige Organisation in Verantwortungseigentum, weil uns wichtig war, dass halt der sogenannte Purpose erhalten bleibt und nicht verfälscht wird durch externe Interessen von Investoren et cetera und dass es halt immer dem Gemeinwohl zugeschrieben wird, was wir tun. Ähm, genau. Und ich hatte, bevor wir gegründet haben, schon eben, wie vorhin angedeutet, äh, viel mit Tiny Häusern in Neuseeland oder bin mit denen in Berührung gekommen, äh, war sehr fasziniert von Minimalismus und, ähm, von der Verbindung zur Natur, dass man halt, halt eben das Draußen mit so gut integrieren kann in so 'n Tiny House und immer irgendwie so dabei hat, ähm, und wollte das Ganze für Hamburg, ähm, initiieren als ehrenamtliches Projekt, nämlich ein Tiny House für Kinder zur Be-, äh, zur Verfügung stellen, wo Workshops drin stattfinden zum Thema in und mit der Stadtnatur leben.
Genau, und aus dieser kleinen ehrenamtlichen Idee ist dann tatsächlich irgendwann die Gründungsidee mit entstanden und dann haben wir uns auch mit vielen anderen Dingen beschäftigt, eben ganz viel mit Forschung, aber am Ende ist dann Woodie ge-geboren. Das, äh, war letztes Jahr erst. Und Woodie ist ein eben mobiler und zirkulär oder ein mobiles und zirkulär gebautes Reallabor für Schulen, für Universitäten, für Events, aber auch für Unternehmen und bietet vor allem Raum eben für Arbeit, wie Jürgen meinte, nämlich, äh, 'n Raum für Workshops, ähm, für aber auch Lerneinheiten, in denen vor allem eben unsere Zukunft und das Leben als Teil, ähm, der Biosphäre im Mittelpunkt steht, was uns halt sehr wichtig war. Ganz konkret steht jetzt Woodie in Hamburg an der ersten Schule, an der Grundschule.
Dort findet ein Wahlpflichtkurs statt mit dem Thema Architektiere, die besten Baumeisterinnen der Welt.
Oh, cool.
Und da können Kinder erleben, wie Tiere bauen und welche Materialien davon halt eben im Woodie verbaut sind. Und auf der anderen Seite gibt's die Erwachsenenbildung im Woodie, ähm, in Stuttgart jetzt vor allem mit unserem zweiten Woodie. Und da sind wir zusammen mit der DGNB, Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und mit der internationalen Bauausstellung zusammen unterwegs und zeigen Erwachsenen, wie man gut baut.
Ich hab drei Millionen Fragen dazu, darf ich mal? Der Sebastian guckt auch schon ganz, ähm, konzentriert. Ähm, zunächst einmal kurz zu den Fachbegriffen für Leute, die sich jetzt noch nicht so näher damit beschäftigt haben. Was bedeutet genau zirkuläres Bauen?
Mhm. Also ganz einfach erklärt, bedeutet zirkuläres Bauen, ähm, dass man in Kreisläufen denkt, ähm, vor allem im Biologischen und im Technischen. Das heißt, alle Teile werden, ähm, so gewählt, dass sie entweder zurück, also die Materialien zurück in den biologischen Kreislauf zurückgebracht werden können, zum Beispiel kompostiert werden können oder in den technischen, wo sie wiederverwertet werden. Und wir fokussieren uns insbeson-insbesondere auf den Ansatz Cradle to Cradle, wo eben diese beiden Kreisläufe sind. Und übergreifend heißt es, wir bauen einfach alles so zusammen, dass wir's wieder auseinanderbauen können und alle Sachen, äh, ganz rein wieder, ähm, wiederverwertet, wiederverwertet werden können. So.
Sina, das spielte bei euerm Projekt, glaub ich, auch 'ne Rolle, ne, das Thema Kreislaufwirtschaft.
Ja, genau. Das war eigentlich die zentrale Rolle, ähm, dass die Studenten sich damit auseinandersetzen sollten.
Da hören wir gleich auch noch ganz viel zu. Ich komm noch mal zu den tierischen Baumeistern zurück. Ich möcht's mir gerne vorstellen, wie... Also sind da wirklich dann, habt ihr dann auch da so 'ne Ameisenkolonie in diesem Woodie oder ist es eher so, dass dann Filme gezeigt werden und solche Geschichten?
Nee, wir haben ganz, äh, eigentlich rudimentär mit Büchern angefangen. Es gibt ganz viele tolle Bücher über Tiere, die bauen und wie sie halt ihre Höhlen, ihre Nester, ähm, was auch immer bauen. Und dann sind die Kinder tatsächlich als Nächstes rausgegangen und haben auch so was gesucht und geguckt, wo sie so was finden in der Natur und dann, äh, die Sachen nachgebaut. Also die haben halt angefangen, Nester nachzubauen aus den Materialien Holz, äh, Schafwolle zum Beispiel. Diese, dieser Mix ist ja auch vor allem in Woodie drin, weil unsere, äh, Wände mit Schafwolle gedämmt sind.
Welche Materialien habt ihr denn insgesamt verarbeitet im Woodie? Also ich geh mal davon aus, ähm, Holz, weil das steckt ja schon im Namen drin. Schafwolle hattest du grade genannt.
Genau.
Was ist noch alles da dabei?
Wir haben auch noch Seegras. Das haben wir im zweiten Woodie im Boden und im Dach verbaut. Ähm, wir arbeiten auch zurzeit, äh, zusammen mit einer Firma in Hamburg, die heißt Mykolutions, die Pilze als Dämmung, äh, jetzt erforscht. Ähm, das haben wir zwar jetzt noch nicht im Woodie verbaut, aber wir haben die Schallabsorber aus Pilz im Innenraum zur besseren, äh, Geräuschkulisse installiert. Ähm, genau, wir haben Der Boden selbst ist Linoleum, was ja auch 'n natürliches Produkt ist, aber wir haben, äh, dieses Linoleum nicht verklebt. Das ist 'n, 'ne ganz besondere Firma und die auch die, das Material am Ende zurücknimmt und dadurch, dass es nicht verklebt ist, kann sie's wieder komplett recyceln.
Ja. Ich möchte gerne im Nachgang zur Folge alle diese Informationen und, ähm, Kontakte von dir, wenn's möglich ist, wenn da nix Vertrauliches dabei ist, weil das find ich super spannend. Seegras hab ich zum Beispiel auch noch nie gehört zur Dämmung. Also ich, ich kenn mittlerweile Schafwolle, ich kenn Hanffasern, aber Seegras ist mir jetzt auch noch nicht über den Weg gelaufen.
Ja, das Beste ist, es ist ja sowieso ein Open-Source-Projekt. Das heißt, du findest schon alles dazu auf unserer Website. Also da sind alle Materialhersteller gelistet und wo es verbaut ist, glaub ich auch schon, aber es kommt auf jeden Fall, wenn's noch nicht da ist.
An der Stelle-
Lass ich Sebastian auch mal wieder zu Wort kommen.
Ja, alles gut. Ich wollte erst mal den Servicehinweis geben, dass wir natürlich die Webseite auch, auch alle anderen hier besprochenen Dinge, Webseiten, Produkte und so weiter, alles in den Shownotes unten verlinken und aktuell, weil wir einmal die Nachfrage hatten, wenn ihr da, wo ihr uns hört, keine Shownotes seht, dann geht auf camperstyle.de/podcast. Dort sind alle Episoden auch noch mal zu finden. Da sucht ihr euch die entsprechend raus und, äh, wenn ihr dann da draufklickt, kommt ihr auf die Shownotes, weil es gibt einige Dienste, die, die, die quasi nicht mehr darstellen, Amazon Music zum Beispiel und es mag auch paar andere geben und dann könnt ihr auf camperstyle.de/podcast da einfach nachgucken, weil wir immer alles, was wir hier besprechen, was für euch spannend sein kann, was vielleicht auch zu viel ist, noch mal in den Shownotes schreiben und auch verlinken. Das vielleicht noch mal kurz als Servicehinweis an dieser Stelle. Ähm, ansonsten, also ich find das halt super spannend.
Ähm, grade, also wir sind ja auch auf das Thema Tiny Home oder wir haben uns damit angefangen zu beschäftigen, weil wir auch übers Camping und über das Wohnen im, im Wohnmobil und über quasi Minimalismus dahin gelangt sind. Von daher ist das Thema auch spannend für mich, wobei wir jetzt auch aktuell grade in ein Steinhaus gezogen sind, weil es halt einfach da war quasi und, ähm, das Thema Tiny Home jetzt erst mal wieder 'n bisschen in weitere Ferne gerückt ist. Aber ich find das halt spannend, grad vor allem mit den Baustoffen, sich mehr an der Natur zu orientieren und zu gucken, wie kann ich eben Dinge nachhaltig bauen und, ähm, das find ich halt extrem interessant. Ähm, und die, die, die Frage, die sich mir jetzt stellt, ähm, die haben wir auch gar nicht abgesprochen und das ist, ähm, die sich mir aber trotzdem stellt, wie, wie sieht's denn mit dem Chassis aus?
Also könnte man das Chassis quasi auch wieder sozusagen zurückbauen und, äh, die Dinge einzeln in dem Recycling zuführen? Ähm, da sind ja erst mal keine Antriebe und nix drin, wo, wo ich dann ja auch irgendwelche Schmierstoffe und so was habe. Also geht das? Wäre das machbar? Ist das machbar?
Das ist mit Sicherheit machbar. Also das, wenn der ganze Aufbau dann wieder runter sein sollte, das ist natürlich Voraussetzung, das, äh, Chassis, äh, drunter wegzubekommen, ist das möglich, weil unsere Konstruktion keine komplette geschweißte Konstruktion ist. Die ist komplett geschraubt. Das heißt, von der Auflaufeinrichtung vorne bis hinten zum, zum Leuchtenträger ist alles verschraubt und nicht geschweißt. Sprich, man kann, äh, die Einzelkomponenten wieder, ähm, lösen und dann hat man halt 'n stumpfes Metallteil, wenn ich, so möcht ich's mal ausdrücken, was natürlich feuerverzinkt ist, aber das kann man natürlich dem Kreislauf wieder, wieder zuführen, wenn man möchte. Auf der anderen Seite ist diese Feuerverzinkung, das Geschraubt natürlich auch, ähm, so beständig, dass es 'n Leben lang halten würde. Das muss man natürlich auch dazu sagen.
Das ist ja perfekt, wenn's, wenn's auch lange hält und nicht irgendwie nach fünf Jahren erneuert werden muss. Und gut, und dann hab ich so 'n paar Sachen, die ich so, so Frösche, die ich schlucken muss, quasi wie der Kunststoff an den Lampen wahrscheinlich, die brauch ich halt einfach. Da ist es vermutlich sehr schwer, mit nachhaltigen Wertstoffen irgendwie zu arbeiten, aber ich kann ja auch gewisse Kunststoffe recyceln, aber da bin ich einfach nicht vom Fach. Vielleicht, äh, Sina, Mila habt ihr da noch, noch Gedanken und Ideen zu? Vielleicht auch schon Lösungen.
Also wenn ich daran denke, was wir im Innenraum verbaut haben, ähm, Elektro ist ja auch so 'n Thema. Wie kriegt man das nachhaltig hin? Also zirkuläre Kabel gibt's noch nicht so richtig. Aber wir haben uns zum Beispiel damit beschäftigt, aus welchem Plastik, äh, zumindest die Steckdosen, äh, sind und sind da auch mit einem Unternehmen, das Cradle to Cradle zertifizierte Steckdosensysteme hat, äh, wo es immerhin aus Meeresplastik gemacht wird. Also diese Plastikteile könnten theoretisch in den Lampen ja auch ersetzt werden, aber sonst ist, also genau das, was Sven gesagt hat, das waren die Punkte, warum wir gesagt haben, das passt trotzdem supergut ins Konzept, ähm, ähm, dass es halt eben langlebig ist und dass, ähm, Eiko beziehungsweise Sabico da auch 'n Augenmerk drauf haben und drauf schauen, wie halt ihre Produkte immer kreislauffähiger werden.
Das heißt, das war dann auch 'n Teil im, im Auswahlprozess. Also ihr habt ja wahrscheinlich geguck..., also habt ihr euch ja genau die Gedanken gemacht und seid dann nur deswegen bei Sabico gelandet oder gab's da noch andere Gründe, warum ihr euch, äh, quasi dafür entschieden habt?
Ähm, also wenn ich mich richtig erinnere, haben wir zum ersten Mal mit den, äh, sind wir auf sie aufmerksam geworden auf der Tiny House Messe in Karlsruhe. Und dann haben wir mit unserer eigenen Werkstatt, also nicht eigenen, mit der Werkstatt, die für uns, ähm, den Woody gebaut hat, ähm, gesprochen und die meinten, die arbeiten schon sehr lange mit ihnen zusammen, ähm, genau aus diesen Gründen und sind auch sehr zirkulär ausgerichtet gewesen. Und das war eher so 'ne Vertrauenssache. Okay, das scheint 'n gutes Produkt zu sein. Wir schauen uns das näher an noch mal zusammen und ja. Sina, wie war's bei euch?
Ähm, ja, zum Thema, ähm, Elektro auch da, das war bei uns auch 'ne Herausforderung. Die Studenten haben, ähm, alte Elektro, ähm, beziehungsweise wir haben sehr wenig Elektro. Wir haben, glaub ich, nur zwei Steckdosen und eine Lampe davon abgesehen, aber das sind alles wiederverwendete Materialien, die die Studenten da zusammengetragen haben. Genau. Ansonsten, mm, war es trotzdem eine Herausforderung für die Studenten, eben viele Materialien zu finden und dann, ähm, ging es ja auch da drum, wenn sie die Materialien finden, so zu verbauen, dass sie auch auseinander getrennt werden können, genau so wie Mila beschrieben hat. Aber, ähm, zum Beispiel so Details wie ein Vibrationsschutz, ähm, den haben wir auf dem Chassis verklebt, damit eben wenn das, äh, Gefährt fährt, quasi die ganze Hütte nicht, äh, vibriert.
Ähm, ich weiß nicht, wie ihr das gemacht habt. Vielleicht habt ihr da noch 'n Tipp, Mila, für uns.
Da kann ich gerne nachfragen. Das ist wieder Deep Talk. Nee, weiß ich tatsächlich nicht, aber mir ist gerade noch eingefallen, dass wir tatsächlich, äh, zu Anfang nicht gesagt haben, dass im zirkulären Bauen der Aspekt der Wiederverwendung schon, also in Neubau quasi wiederverwendete Ma-Materialien zu benutzen, ist auch ausschlaggebend, eben schon gebrauchte Steckdosen zu nehmen oder in unserem Fall haben wir, äh, Fenster, Second-Use- äh, Fenster bekommen von 'nem Hersteller, die schon mal woanders verwendet wurden und solche Geschichten.
Ja, bei uns auch und, ähm, aber ich find's immer ganz wichtig zu sagen, ich, wenn man heute so über Kreislaufwirtschaft im Bauwesen diskutiert, dann ist es immer ganz oft, ähm, geht es nur darum, alte Materialien aus alten Gebäuden eben woanders wieder einzubauen. Aber es geht vor allen Dingen auch da drum, ähm, so zu planen, dass man in Zukunft die Gebäude auch wieder auseinander bekommt. Ich find's irg-- Ich find's einen falschen Ansatz, wenn wir jetzt so weiter planen, alle Gebäude wie immer und dann perfektionieren, diese Gebäude auseinander zu kriegen, das ziemlich schwer ist. Also, ähm, genau, das find ich eigentlich mit den wichtigsten Ansatz von der Kreislaufwirtschaft auch so zu denken am Anfang: Okay, wie, ähm, können wir das Gebäude wieder zerlegen?
Ja, geh ich voll mit.
Sina, kannst du noch mal kurz erklären, was genau bei euch hinter der mobilen Lernwerkstatt und auch in der mobilen Lernwerkstatt steckt, die ihr mit den Studenten gemeinsam, ähm, gestaltet habt?
Ja, gerne. Also wir, ähm, wir, das sind, ähm, die Fachhochschule Salzburg und die Fachhochschule, äh, die Karelia University of Applied Science aus Finnland. Ähm, wir hatten uns zusammengetan in einem interdisziplinären, ähm, Forschungsprojekt, ähm, über nachhaltiges Bauen, ähm, und hatten das Ziel, ähm, quasi, ähm, für Studierenden ein Plattform zu schaffen, wo sie sich dem Thema Kreislaufwirtschaft im Bauwesen annähern können und, ähm, auch ausprobieren können. Also auch ganz, wir haben explizit darum gebeten, ganz verrückte, innovative Ideen, ähm, vorzuschlagen und dann auch auszuprobieren. Ich glaube, das ist grade, ähm, also dafür sind ja Hochschulen, Universitäten da, um sich da irgendwie innovativ auszuprobieren, was so in der Praxis sonst man nicht machen kann.
Genau.
Und wie viele Studenten, Studierende sind da, ähm, zusammengekommen für das Projekt?
Ähm, das war ganz unterschiedlich, weil wir hatten, äh, gestartet, ähm, also das Projekt ging über drei Semester und das erste in dem ersten Semester, das war, ähm, quasi der Wettbewerb. Ähm, äh, da sollten die Studierenden, ähm, ja, mit Ideen kommen, wie das, äh, diese mobile Lernwerkstatt aussehen könnte. Ähm, das ging, die hatten auch nur eine Woche Zeit, haben sie ihre Köpfe zusammengesteckt in Gruppen. Äh, wir hatten sechs Gruppen und die Gruppengröße war so, ähm, ja, äh, fünf bis acht Studierende, gemischt aus allen Ländern. Und, ähm, im zweiten Semester haben wir dann, ähm, die Fachhochschule Salzburg und die Jade Hochschule, wir haben dann so 'n, äh, Joint-, ähm, Wintersemester zusammen gemacht, ähm, äh, online auch viel, ähm, wo das dann eben zur Ausführungsplanung kam.
Und dann im dritten Semester, ähm, haben wir noch mal wieder uns alle zusammengetroffen in Oldenburg und haben dann den Ent-Entwurf gebaut. Genau.
Also auch richtig haben die Studierenden mit ihren eigenen Händen gebaut?
Ja, die Studierenden haben alles selber gebaut, alles selber geplant. Ähm, genau. Auch die Materialien zusammengesucht selber, ähm, Modelle erstellt. Ähm, genau, alles von den Studenten aus.
Jetzt hattest du ja gesagt, dass, ähm, auch explizit so 'n bisschen verrücktere Ideen gewünscht waren. Was steckt denn alles drin so an Sachen, die man jetzt vielleicht nicht erwarten würde?
Ja, ich erinnere mich, am Anfang hatte eine Studentin, das fand ich, ähm, total, äh, spannend. Ähm, sie wollte eigentlich kein Chassis benutzen, sondern, äh, Flugzeugräder, gebrauchte Flugzeugräder. Ähm, aber da, ähm, hatten wir dann zu viel Bedenken mit der Zulassung. Und da, deswegen ist es dann leider wieder, ähm, an Akta gekommen. Abgesehen davon haben sie auch keine gefunden bei eBay Kleinanzeigen oder so. Ähm, aber genau, also solche, in solche Richtungen gingen dann die verrückten Ideen. Ja.
Und was davon ist dann tatsächlich im Projekt gelandet?
Ähm, ich muss sagen, leider nicht mehr so viel. Das ist dann wieder wie die Rele-Realität einen wieder trifft. Ähm, was, äh, aber, ähm, umgesetzt wurde, ist eine große Öffnung. Ähm, also die, die mobile Lernwerkstatt lässt sich auf der Seite fast komplett öffnen. Ähm, das sind, ähm, mit 'ner Spannweite von drei Metern, mein ich. Ähm, genau. Und da hatten vor alle gesagt: „Das geht nicht mit so großen Türen. Das verzieht sich alles. Ähm, lass, das kriegt ihr nicht hin." Aber das haben sie geschafft. Und ja.
Was mich ja interessieren würde, was, was waren denn wirklich so die oder was war die größte Herausforderung, die ihr meistern wolltet? Und ich fang mal bei Mila an. Oder nicht wolltet, sondern die ihr meistern musstet. Was, was war so wirklich das Schwierigste?
Äh, Ästhetik mit den ganzen Anforderungen zu verbinden. Also obwohl es sich halt eben so 'ne kleinere Konstruktion handelt, war es halt 'ne Herausforderung, so 'ne ästhetisch ansprechende Form mit so 'nem richtig guten funktionalen und flexiblen Innenraum zu schaffen innerhalb so der Grenzen, die man hatte und des begrenzten Budgets vor allem auch bei uns. Ähm, und wir wollten auch versuchen halt auch 'ne eher einzigartige Form zu schaffen, dass ha, dass es halt auch wirklich für vor allem Kids auch an der Schule irgendwie ansprechend wirkt. Ähm, und es durfte nicht zu hoch sein, was wir ja vorhin schon hatten, das Thema aus Stabilitäts- und Baueffizienzgründen und genügend Raumhöhe aber trotzdem haben, dass man sich drinnen halt nicht zu beengt fühlt, ähm, wenn man drin lernt.
Ähm, wir wollten auch 'ne gute Aerodynamik schaffen, ähm, wodurch wir auch die vorderen Ecken abgerundet haben. Das haben wir uns so schön überlegt, aber es war super aufwendig. Ähm, so dass halt Rudi so 'ne Tropfenform hat. Mmm und, ähm, ja, ich glaube, dass das so die ausschlaggebenden Dinge waren, ja.
Cool, spannend.
Wenn ihr uns mal in unsere bei, äh, in eure beiden Projekte mit reinnehmt, weil wir können ja jetzt in 'nem Podcast nur sehr begrenzt auch Dinge zeigen. Ähm, also ich mach die Tür auf und ich gehe in das Tiny House rein. Was sehe ich da, Sina, bei euch?
Ähm, bei uns sieht man größtenteils 'n großen Raum mit 'ner großen Öffnung, wenn sie dann offen ist. Man kann auch die, äh, Plattform vor der Öffnung noch rausziehen. Das ist auch, äh, noch 'n cooles Gadget. Also die, dieses große Tor lässt sich öffnen und dann, ähm, kann man die Plattform eben rausziehen und, ähm, ja, dann hat man einfach 'n größeren, ähm, Bereich, den man nutzen kann. Vor allen Dingen, äh, nutzen wir das dann auf 'm Campus, wenn da irgendwelche Events stattfinden oder für Workshops. Genau.
Es ist dann wie so 'ne Terrasse.
Ja, genau wie 'ne Terrasse.
Und im Innenraum, wie habt ihr die Wände verkleidet? Ist das mit Holz gemacht oder was für Material habt ihr da verwendet?
Genau, da sind, äh, wiederverwendete OSB-Platten, äh, drin und, ähm, die Studierenden haben teilweise eine, ähm, Tapete gewählt aus, ähm, ja, natürlichen Pflanzen mit, äh, Blumen. Da wurden wir gesponsert und, ähm, genau, die ist auch an einer Wand zu sehen, ähm, genau, und duftet auch ganz schön.
Kann man die so kaufen, die Tapete?
Ja, die kann man so kaufen, genau.
Ach. Und bei euch, Mila? Von außen hast du ja schon 'n bisschen erzählt, abgerundete Ecken.
Mir ist auch noch eine Herausforderung eingefallen, doch noch. Das Gewicht, weil wir das vorhin auch noch hatten. Das konnten wir aber, glaub ich, ganz gut lösen, weil die Schafwolle halt super leicht ist und deswegen hatten wir dann 'n bisschen mehr Spielraum. Genau, wenn man bei uns reinkommt, äh, ist die komplette rechte Wand beziehungsweise bei dem anderen Rudi die linke jetzt, glaub ich, ja, eine so ein Pegboard. Ich weiß nicht, ähm-
Ja.
... ob du das kennst, so 'ne Stecktafel. Ähm, sind auch, äh, wiederverwendete OSB-Platten, ähm, wo halt ganz viele Löcher drin sind. Dann sind so quasi große Holzdübel drin und die kann man immer wahlweise verstellen und dadrauf kann man halt Regale anordnen oder Schaukästen eben für Events, wenn man zum Beispiel Rudi auch als Showroom nutzt für irgendwelche Veranstaltungen. Und, ähm, wenn man nach vorne guckt, sieht man halt quasi die beiden Rundungen auf der rechten und linken Seite, was halt den Raum tatsächlich 'n bisschen größer wirken lässt und irgendwie weicher, das, was ich eben meinte. Und noch ein Fenster, wo man dann direkt quasi wieder durchgucken kann. Ähm, und dann gibt's so 'ne kleine Loungetreppe, ähm, und die war tatsächlich so gedacht, dass halt, ähm, Kinder und Erwachsene zwar irgendwie so 'ne Sitzmöglichkeit haben, beim, manchmal hat man ja den Bedarf, einfach sich wirklich irgendwo hinzusetzen, aber der Rest des Raums sollte halt offen sein und da haben wir eher mit Yogakissen gearbeitet, dass man halt immer auch gut den Boden mitnutzt und auf dem Boden spielt und bastelt und malt und sich unterhält.
Ähm, und dann haben wir ähnlich wie bei Sina halt auch die andere Front komplett, ähm, zum Öffnen. Allerdings haben wir dadurch, dass wir die Fenster oder die Türen gesponsert bekommen haben, nicht die Möglichkeit gehabt, wirklich so komplett das aufzumachen. Es sind nur zwei Türen, die aufgehen, um eben das Draußen mit reinzuholen. Und das Schöne am ersten Rudi ist noch, dass der Boden quietschgrün ist in auch in unserer Corporate Design Farbe oder eine von diesen, aber es sieht aus wie Gras und es hat so 'ne Struktur auch, so 'ne leichte. Das heißt, wenn Rudi auf 'ner Wiese steht, dann fügt es sich so ein, da geht die Wiese weiter. Das find ich ganz, äh, nett. Und dann haben wir noch 'n Dachfenster beim ersten Rudi eingebaut. Beim zweiten haben wir's gelassen, tatsächlich auch wieder aus, äh, Stabilitäts- und Sicherheitsgründen, wenn wir viel unterwegs sind.
Aber beim ersten hatten wir noch so die Hoffnung, dass die Kids sich halt eben auf 'm Boden hinlegen können oder auf der Loungetreppe und so in den Sternenhimmel gucken können. Ähm, da müssen wir aber noch dran arbeiten, wie das in Zukunft noch mal verwirklicht werden kann.
Und du sagst, in Zukunft wird's weitere Rudis geben?
Ja, wir haben den zweiten, äh, jetzt vor zwei Wochen quasi abgeholt, nach Stuttgart gebracht und es steht jetzt zur Debatte oder in Diskussion mit einem, ähm Hersteller aus München, äh, ein Modi für München, ähm, zu bauen in Kooperation. Ähm, das Spannende ist, dass dieses, äh, dass der Hersteller ein Messehersteller für ein zirkuläres modulares Messestecksystem ist und, ähm, heißt auch Woodie. Interessanterweise.
Habt ihr euch nicht um die Markenrechte geprügelt?
Nee, wird anders geschrieben und ich find's großartig, weil's halt einfach so gut passt, 'n zirkuläres Messesystem, was dann für den Innenausbau von Woodie dienen kann und der Woodie soll dann eben aber auch an Schulen in München und das erfüllt so 'n bisschen unser Kriterium, dass es immer nur ein Woodie für eine Region gibt, weil wir eben nicht durch die Gegend fahren wollen im Sinne von quer durch Deutschland CO₂-Emissionen verursachen, Benzin verfahren, sondern im Umkreis von maximal 100 Kilometern, ähm, eben in Hamburg, in Stuttgart und dann vielleicht auch in München unterwegs sind.
Mir fiel gerade noch ein, dass ich in der Vorbereitung bei einem der beiden Projekte was von 'ner Wasseraufbereitungsanlage gelesen hatte. Wer, bei wem ist es? Bei euch, Mila?
Wir hatten ursprünglich 'ne Pflanzenkläranlage aufm Dach geplant, mussten uns dann aber entscheiden, wollen wir den, äh, Stromkreislauf quasi mit Solarpanels oder eben den Wasserkreislauf und, ähm, wir brauchen nun mal Strom auch. Ähm, deswegen sind jetzt die Solarpanels aufm Dach, aber wir haben von einer Firma aus Frankreich eine Mini-Pflanzenkläranlage bekommen in so 'nem großen Blumentopf quasi und da können die Kids wirklich ihr Grauwasser reintun und unten wieder abfüllen als gesäu, äh, gesäu, gesäubertes Wasser, ähm, und wieder benutzen, so dass wir den Wasserkreislauf auch abbilden können im Kleinen jetzt.
Ich glaub, die Firma kenn ich. Von denen hab ich neulich mir mal 'n paar Videos angeguckt, weil es ist auch sehr, sehr spannend. Ich erinner mich nicht. Wenn du dich noch erinnerst an den Namen der Firma, dann geben wir den auch gerne hier rein.
Aquatis heißen die bei uns.
Ah, nee, ich glaub, das war dann tatsächlich 'ne andere. Machen aber dasselbe. Und, äh, Sina, wie habt ihr das gelöst mit der Ver- und Entsorgung bei eurer Lernwerkstatt?
Äh, wir haben gar keinen, äh, Wasseranschluss in der Lernwerkstatt drin. Also, ähm, genau. Ansonsten können wir nur, ähm, ja, mit normalen, ähm, Starkstromanschluss, äh, den Elektrobetrieb betreiben. Es war auch die Idee, äh, Photovoltaikanlagen obendrauf, ähm, zu packen, aber die wurden zu schwer. Also wir hatten wirklich Herausforderungen mit dem Gewicht, um das Gewicht einzuhalten.
Ja, man muss ja auch bedenken, wenn man das dann plant und baut, also ihr beiden von Savico habt ja vorhin ganz klar gesagt, es gibt halt die Gewichtsbeschränkung und über die darf man nicht gehen. Jetzt muss ich ja, also grad wenn ich das auch als Tiny Home für mich selber plane zum Bewohnen, muss ich ja nicht nur das Haus vom Gewicht her planen, sondern ich muss ja auch dran denken, da sind ja auch Dinge drin. Also ich musste ja, also ich hab da 'n Bett vielleicht irgendwie, was ich reinbaue und Matratzen und dies, das, jenes, vielleicht irgendwie 'n Küchengerät und 'ne Spüle und 'n Wassertank. Das muss ich ja auch-
Wir Camper kennen die Thematik leider nur zu gut.
Also Ressourcen sozusagen und Ressourcenaufbewahrung ist da ja auch wieder 'n Thema und es ist ja nicht so, also das, das war für mich jetzt auch noch mal sehr, sehr wichtig, was ihr da, äh, Sven und Jürgen gesagt habt. Es ist ja auch nicht so, dass ich dann sagen kann: „Okay, ich hab jetzt hier mein Gewicht auf der Straße, da halt ich die dreieinhalb Tonnen ein und wenn ich dann aber auf meinem Grundstück stehe, dann kann ich natürlich hier noch mal zwei Tonnen reinpacken." Ihr habt ja gerade gesagt, hm, schwierig. Und, äh, da muss ich, glaub ich, auf jeden Fall auch drüber nachdenken, das aufm Schirm haben und das wirklich gut mit einplanen, äh, weil sonst, sonst, äh, ja, ist dasselbe Thema, was alle Camper kennen: Überladung.
Ja, wir hatten, ähm, vorhin ja auch gesagt wegen der Schafwolle, dass wir uns dafür entschieden haben mit der Gewichtsreduzierung der Wände. Ähm, und wir hatten natürlich auch den Vorteil, dass bei uns 'ne Architektin, ähm, mit BIM arbeitet, also mit Building Information Modeling. Das heißt, sie konnte digital schon alles vorher aufplanen, jedes einzelne Material mit Gewicht und Eigenschaften et cetera, sodass halt eben das System das dann ausgerechnet hat, was haben wir denn noch an Puffer und was nicht. Und das ist auch 'n wichtiges Werkzeug halt in der Baubranche mittlerweile, dass halt eigentlich zirkuläre Bauprojekte alle mit eben diesem BIM arbeiten sollten, um vorab eben all diese Eventualitäten auszuschließen.
Äh, lustigerweise, wir haben auch Schafwölfe verwendet. Ähm, die Studierenden haben auch extra eine Entscheidungsmatrix aufgestellt und alle Dämmstoffe verglichen. Ähm, und ja, am Ende kam die Schafwolle raus, weil die einfach superleicht ist und 'n guten Dämmwert hat. Ähm, genau. Und, ähm, auch wir haben 'n BIM-Modell erstellt, ähm, natürlich, ähm, bei dem auch die Studierenden vor, bevor sie die Materialien eingebaut haben, gewogen haben und dann in das Modell eingetragen haben und dann eingebaut haben, damit sie wissen, wie viel das am, am Ende dann wiegt.
Jürgen und Sven, wenn ihr das alles so hört, habt ihr euch vorstellen können, als ihr das erste Chassis gebaut habt, was da so alles draus entstehen kann?
Ei..., nee, eigentlich nicht, weil ich war da wirklich eingeschränkter in meinen Gedanken und hab dann auch eher an Camping gedacht, ne.
Mhm.
Nur mobil von A nach B fahren, ne, komfortabler vielleicht als 'n Caravan und so weiter. Wobei man das ja auch mittlerweile nicht mehr so sagen kann. Das ist ja alles mittlerweile sehr, sehr komfortabel. Hätt ich mir nicht, äh, vorstellen können, dass so viele Projekte daraus entstehen und besonders dann auch mit Studierenden und so weiter. Ich find das total spannend und auch wichtig, dass wir in andere Richtung weiterkommen, weil ich glaub, das ist auch 'n Lerneffekt, insbesondere jetzt auch hier mit dieser Lernwerkstatt. Äh, das sind ja zukünftige Architekten, die in die Welt rausgeschickt werden und dann vieles davon auf alle Fälle mitnehmen können, um Veränderungen zu bewirken, äh, und nicht nur immer zu denken, ich bau auf irgendetwas auf, sondern ich mach's auch mal neu. In einer anderen Form, als wie wir das bauen können. Und dazu find ich dieses Tiny Home auch nich schlecht, aber ich glaub, da haben wir später noch mal so 'n Punkt, wo wir da vielleicht 'n bisschen drauf eingehen wegen diesen ganzen Vorschriften und so.
Ja, Jürgen, das, das seh ich ähnlich. Wir sind vielleicht in unserem, in unserem Alkokosmos da 'n bisschen eingeschränkt gewesen mit Caravan und das ist halt immer superspannend, dann doch mal andere Projekte zu hören und unseren Horizont einfach zu erweitern. Also das, das macht's ja am Ende auch aus, ja.
Wie seht ihr das denn persönlich, Sven und Jürgen, vielleicht auch so jetzt auf Basis der Kundenkontakte, die ihr hattet? Ähm, würdet ihr das so einschätzen, dass Tiny Houses weiterhin halt 'ne sehr, sehr kleine Nische bleibt? Oder seht ihr da Zukunftspotenzial nicht nur im Bereich Wohnen, sondern auch in anderen Sektoren vielleicht?
Ja, aus der Nische heraus ist, ähm, aktuell ein bisschen schwieriger. Ich glaube, die Problematik ist, wenn man das, sag ich mal, auf die einzelnen Privatpersonen nehmen, die vielleicht ein alternatives Wohnen wählen und so weiter, da gibt es in Deutschland leider zu viele Restriktionen, die das wirklich verhindern. Wir haben, ich will jetzt nicht Deutschland schlecht machen in den Gebieten, aber ab Mitte Deutschland, sag ich mal, ab Frankfurt am Main aufwärts bis in Norden, alles etwas flexibler und so weiter und so fort, gehst du südlicher und jemand will privat sich auf sein Grundstück das stellen, ja, dann kommen Bauvorschriften und dann gibt's dann die ganze Bürokratiegeschichte, die da wirklich sehr 'n Hemmnis ist in der Richtung. Wo ich was auf alle Fälle sehe, ist dann, ähm, im Bereich der Eventsachen und vielleicht auch Lernwerkstätten.
Und was ich auch sehe, was ich vorhin meinte mit dem Beispiel Zahnarzt mobil sein. Klar, es gibt so das 'ne Art mit einem Selbstfahrer, wo du dann halt da hinterm Steuer sitzt, von A nach B fährst, wie bei, äh, Banken und so weiter. Aber du kannst hiermit vielleicht flexibler sein, dass du ein, ein Fahrzeug hast, was keine Ahnung, fährt nach A hin, stellt den Anhänger hin, damit der Kunde vielleicht 'n halben Tag da das Geld holen kann, dann hast du noch 'n Anhänger, fährst nach B, dass es dort auch ist. Also da seh ich vielleicht Zukunftschancen drin. Ja, aber das andere ist wirklich in Abhängigkeit von Vorschriften.
Mhm. Wie war das bei euch beim Thema Vorschriften, Mila?
Ähm, ich glaube, bis jetzt hatten wir tatsächlich nur ein Problem, ähm, weil wir das Glück hatten, dass die Schule, die mit uns jetzt das Pilotprojekt macht, ähm, super flexibel und offen ist und sich da keine Gedanken gemacht hat, oh, könnte die Schulbehörde das und das sagen oder wer könnte da kommen und was dagegen haben, sondern es einfach machen. Auch so 'n großer Tipp schon mal fürs Ende. Ähm, einfach mal ausprobieren. Ähm, und das andere Pro-Problem war jetzt 'n bisschen die Zulassung tatsächlich bei uns. Ähm, da wollte das, äh, Straßenverkehrsamt in, ich sag jetzt nicht in welcher Stadt, aber eher im Süden. Ähm, ja, hatte da einige Probleme, das zuzulassen. So. Ich will's auch gar nicht weiter ausführen, aber das war Gott sei Dank wann, war das die einzige Herausforderung bis jetzt.
Und ich glaube, als Lernraum ist es eben noch mal was anderes, als wenn man's, äh, zum Wohnen anmelden möchte. Das sind ganz andere Gesetze, die da greifen.
Ja, das ist so. Sina, bei euch wahrscheinlich ähnlich, oder?
Ja, genau. Vor allen Dingen, ähm, wir haben auch 'n, äh, Fenster verbaut und, ähm, das Fenster, ähm, darf dann nicht, äh, quasi zersplittern oder es muss ein Zersplitterschutz, ähm, eingebaut werden. Ähm, entweder 'ne Klebefolie, was dann wieder für den zirkulären Aspekt, äh, denken wir so, ah, Klebefolie, nein. Ähm, genau. Also solche Herausforderungen hatten wir natürlich auch, ja. Und das find ich dann immer schade, weil das dann so den Innovations-, ähm, Drang erst mal so dämpft oder einschränkt. Ähm, gut, ja. Aber dann vielleicht, äh, führt das auch wieder zu andere Ideen. Genau.
Ja, also was ihr gesagt hattet, so mit, mit dem südlichen Teil Deutschlands, das kann ich aus eigener Erfahrung auch bestätigen. Also hier ist es wirklich, ähm, katastrophal teilweise. Ich, ich kenn 'nen Fall, da kam die, die Baubehörde nach ungefähr 40 Jahren bei 'ner Nachbarin von, von uns, ähm, weil die irgendwie, weil der Papa da mal 'ne Gartenhütte gebaut hatte in den 80ern, als wir kleine Kinder waren und dann wollten die da noch 'ne Baugenehmigung für haben und so weiter. Also Tiny House auf Privatgrundstück ganz, ganz schwierig. Dann hieß es ja 'ne Zeit lang, ja, solang das irgendwie auf Rädern steht, geht es noch, dann ist es ja mobil, aber das stimmt ja so nicht. Ähm, hab ich jetzt auch immer wieder gehört, dass man da ganz genauso auch 'ne Baugenehmigung braucht, wenn man es da dauerhaft stehen lassen möchte.
Und im, bei uns hier in 'nem Dorf in der Nähe, da gibt's gerade so 'ne Initiative, die dort 'ne Tiny-House-Siedlung errichten möchte. Und da hab ich jetzt in der Zeitung gelesen, dass da jetzt also wieder 'ne Bürgerversammlung gibt, weil doch die Ängste der Bevölkerung sehr groß seien und die müsse man auch ernst nehmen. Dann denk ich immer so was, was stellen die sich denn vor? Dass da irgendwelche marodierenden Hippies kommen und das Dorf zerlegen? Oder... Also ich, ich frag mich halt immer, was, was da genau die Ängste sein sollen. Ähm.
Das Neue.
Oder ob man dann, ob man dann die schöne Zwietocksiedlung kaputt macht mit so verrückten Holzbauten. Es ist, es ist schon 'n bisschen absurd manchmal, aber also ich merke, dass bei uns auch im Süden langsam das Thema kommt. Im Moment eher noch so im Wochenendhäuschenbereich, ähm, wo's aber jetzt auch schon erfreulicherweise immer weiter in die Richtung Nachhaltigkeit geht und, äh, wo auch drauf geachtet wird, dann mit bestimmten Materialien so 'n bisschen zu arbeiten. Ähm, natürlich nicht so umfassend und durchdacht, wie das bei euch der Fall ist. Und ich sag's ganz ehrlich, das werden wir selber wahrscheinlich auch nicht hinbekommen, dass man da wirklich auf jeden Aspekt achtet, weil das ist dann auch sicher irgendwann 'ne Kostenfrage. Kann mir vorstellen, dass die ganzen zertifizierten Materialien auch nicht ganz günstig sind, oder?
Also bei uns war, ähm, ja, das Ansinnen tatsächlich Materialsponsorinnen zu finden. Also die, die Cradle to Cradle zertifizi-zertifizierte Materialien hatten, haben das gesponsert, um halt eben für die Sensibilisierung und Transformation eben der Baubranche mitzuwirken. Ähm, deswegen war es halt nicht teurer und grundsätzlich haben wir uns aber auch dafür entschieden, viele Materialien reinzunehmen, die nicht zertifiziert sind, aber trotzdem die Kriterien erfüllen, um eben diesen Kostenfaktor nicht, äh, so immens in die Höhe zu schie-schießen zu lassen.
Was müsste sich denn aus eurer Sicht, die Frage geht an alle, ändern, damit eben solche Projekte und auch alternative Lebens- und, und Lernformen in Deutschland einfacher umsetzbar wären oder eben auch, ähm, Serviceangebote, neue Serviceangebote für len, für den ländlichen Raum. Was bräuchten wir dafür? Fangen wir mit den beiden Herren an.
Also das, das, was Mila gesagt hat, glaub ich, einfach mal machen, dass man den Mut hat, einfach mal was, was zu machen. Ähm, natürlich wär's schön, wenn wir einheitliche Regelungen hätten, die dann auch 'n bisschen, bisschen lockerer wären vom Norden bis in den Süden und dass es da nicht irgendwo geteilt ist. Glaub, das wär'n so zwei Punkte, die ich jetzt direkt ansprechen würde und, ähm, also wichtig empfinden würde, ähm, um, um mehr solche Projekte voranzutreiben, ja.
Ja, von meiner Seite aus, ich sehe da mal das alternative Wohnen, ne, was du ja auch sagtest mit Baugenehmigung und das alles, dass man da diesen Part doch mal wirklich überdenken sollte, grad für solche Sachen. Es gibt ja Menschen, die haben dann Grundstücke, sind aber gerne reisefreudig, sag ich mal, und wollen dann, wenn se bei uns im Land sind, arbeiten, Steuern zahlen und so weiter, ja. Da wollen sie halt dort verweilen, aber sie wollen vielleicht einmal im Monat woanders hin und wollen dieses Tiny House dafür nutzen und das wird jetzt total gehemmt, dass das nicht möglich ist. Oder so 'ne Communitys zu gründen. Das hat ja auch schon an den Anfängen angefangen. Da gibt's eine in der Nähe von Bayreuth. Da war genau das Gleiche mit diesen ganzen Hindernissen. Also das, also gesamte Spektrum der Vorschriften generell sollte wirklich mal überdacht werden.
Meine Meinung.
Ihr, ihr anderen nickt alle ganz intensiv.
Das ist ja letzten Endes, was ich immer habe, wenn ich Neues und Innovationen habe, ne. Dass wir, die Gesetzgebung hängt ja quasi der, der Realität immer sehr stark nach. Einfach, weil es also zum Teil natürlich auch so ist, weil Gesetzgebung ist ja nicht ganz einfach. Also, ne, es ist einfach immer darüber zu le-, zu, zu meckern. Also lessen war das falsche Wort, zu meckern und das ist auch gerechtfertigt, weil es bremst nun mal. Auf der andern Seite, wenn man quasi aus der rechtlichen Sicht drauf guckt, gibt's ja auch Gründe, warum das so ist. Weil um so 'n Gesetz zu machen, dass es halt, ne, wirklich so funktioniert, das ist auch nicht einfach. Und das kannst du natürlich nicht in die Zukunft machen mit Dingen, die du noch nicht weißt. Das heißt, Gesetze kannst du im Endeffekt mehr oder weniger immer nur für das machen, was halt grade ist und was du grade kennst. Und da wird's wahrscheinlich immer Kollisionen geben und, äh, die Frage ist ja immer, was ich viel spannender finde: Wie sind sozusagen dann die Restriktionen und die Strafen auch?
Also sind die oder, und gibt's da vielleicht auch ein, ein Augenmaß noch mit dahinter? Ähm, weil ich, ich bin auch ein Freund von einfach mal machen. Ich weiß aber auf der anderen Seite natürlich auch, dass grad wenn du das dann im geschäftlichen Umfeld oder so weiter machst, das natürlich auch mal schiefgehen kann. Das, aber das ist halt letzten Endes immer so, ne. Wenn ich Risiko eingehe, kann ich halt gewinnen. Ich kann aber eben auch mal verlieren. Und wir haben das ja selber auch gesehen, Nele, ne, als wir Wohnmobil, Wohnwagen unterwegs waren und da quasi drin gelebt haben, dass, dass diese Lebensform gibt es nicht, die kommt nicht vor. Und du hast an ganz vielen Stellen, ja, quasi Fahrzeug anmelden, 'ne Versicherung, 'n Bankkonto, Meldeadressen, dies, das, jenes. Du hast so viele Dinge, wo du quasi merkst, ja, das, was ich hier tue-
Ist nicht vorgesehen
... das gibt es nicht, ja. Ähm, ich mein, bei uns, wir sind immer gut durchgekommen damit. Ähm, und bis jetzt toi, toi, toi, äh, hat sich da nie irgendwie was Negatives ergeben, aber es gibt halt auch andere Fälle, ähm, wo dir das eben auf die Füße fällt, wo du Schwierigkeiten hast. Weil, ne, du brauchst halt 'ne Meldeadresse, um 'ne Versicherung oder 'n Bankkonto zu haben zum Beispiel. Also es gibt Ausnahmen, aber meistens und so bei vielen Kleinigkeiten geht das los. Und, äh, ihr beiden, vor allen Dingen Sina, Mila könnt da wahrscheinlich dann auch ein Lied von singen, ähm, weil ihr da wahrscheinlich auch auf diese vielen Dinge gestoßen seid.
Noch, noch ganz kurzen Einschub, dann, dann kommt ihr gleich noch mal dran, Sina und Mila. Aber ich kenn jetzt mittlerweile mehrere Fälle von Leuten, die sich Tiny Homes zugelegt haben und die jetzt verzweifelt versuchen, entweder wieder abzustoßen oder 'nen Platz dafür zu finden, weil die einfach keine Genehmigung bekommen haben. Und ich bin auch immer 'n Freund davon, einfach machen. Aber man muss natürlich schon auch bedenken dabei, wenn ich jetzt irgendwie 60.000 Euro für so 'n Projekt hinlege, viel, für viele Leute, ähm, ist es ja, wär's auch für mich, sind's quasi die kompletten Ersparnisse. Und, ähm, dann sagt die Kommune: "Nee, aber Freundin, hier auf deinem Grundstück geben wir dir aber keine Genehmigung dafür." Das ist natürlich schon auch 'n finanzieller Faktor, den man dabei bedenken sollte.
So, jetzt seid aber ihr dran. Mila.
Ja, ich, ich glaub, ich würde auch gerne dieses einfach machen ergänzen. Ähm, da fehlt natürlich 'n ganz großer Aspekt, der mit einfach machen mein ich auch, auch viel Kommunikation dazu.
Mhm.
Und wir haben auch jetzt die Erfahrung gemacht, dass zum Beispiel die öffentliche Hand und Politik, äh, Rudi, also als Zielgruppe Rudi auch total gut nutzen kann und wir so mit denen ins Gespräch kommen, ähm, weil sie ihn einfach, äh, halt für ihre Themen zur nachhaltigen Transformation nutzt. Und sobald jemand, äh, jetzt konkreter Fall, Fall in Stuttgart aus der Stadtgemeinde drin ist, versteht er erst überhaupt, worum's geht. Er fährt diesen Raum, findet ihn großartig, ähm, versteht halt eben diese Übertragung vom Kleinen ins Große und dann
Macht erst irgendwas auf und dann kann man darüber reden und dann kann man vielleicht auch über Gesetze sprechen. Aber ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Aspekt beim einfach machen, auch die Kommunikation gleichzeitig zu betreiben und zu öffnen und zu se... und einzuladen. Und, äh, ich sprech da auch noch aus anderer Erfahrung. Ich bin in einer Genossenschaft, die heißt Wir bauen Zukunft, die ist hier bei Hamburg und die haben, dort ist auch unsere Werkstatt, Hauptsache Tiny, heißen die. Und die haben auch Tiny Häuser auf ihrem Gelände stehen und sind aber von Anfang an wirklich in eine sehr gute Kommunikation mit der Gemeinde gegangen und, ähm, sind jetzt, glaube ich, in den letzten Zügen für den Bauplan, dass halt diese Tiny Häuser in einem, äh, tatsächlich Naturschutzgebiet, äh, oder sehr nah dran, ähm, aufgestellt werden können, weil die Kommunikation so gut war.
Und sie haben beides gemacht. Sie haben einfach gemacht, aber sie haben auch sehr viel und gut kommuniziert. Und daher...
Sina, du wolltest auch schon ganz lange was sagen.
Ja, ähm, ich wollte gerne, abgesehen von den Genehmigungen, oft, ähm, also auch im Zusammenhang zur Kreislaufwirtschaft kommt immer das Thema Versicherungen auf und wer gewe-gewährleistet dann den, ähm, die Materialien, die man wiederverwendet hat. Ähm, und ich glaube, in dem Zusammenhang entstehen auch ganz neue, ähm, Berufsfelder. Also zum einen auch der, ich hab ihn immer genannt, den Material Hunter, der dann quasi loszieht und die Materialien zusammensucht und der dann aber auch quasi eine Qualifizierung bräuchte, zu sagen: „Okay, ich habe das Material geprüft und das ist auch noch okay für so und so viel Jahre." Und das hat früher ja auch der Zimmermeister so gemacht. Also bevor unsere ganze Industrialisierung durchgestartet ist, ähm, war das die Aufgabe eines jedes Zimmermeisters und ja auch noch heute, sein Material vorzuprüfen und genauso, denke ich, wäre das auch mit der, mit der Wiederverwendung von Altmaterialien, ähm, ja, ja möglich.
Und, ähm, zu dem Punkt Kommunikation: Ich beschäftige mich ja auch in meiner Promotion viel mit dem Thema Kreislaufwirtschaft, äh, unter anderem. Ähm, und es gibt auch schon viele wissenschaftliche Veröffentlichungen dazu, dass, ähm, quasi um diese Kreislaufwirtschaft wirklich in, äh, in unsere Gesellschaft umzusetzen, Kommunikation das A und O ist und auch die, äh, Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen, ähm, Akteuren oder Stakeholdern, wie man heute so schön sagt. Ähm, und vor allen Dingen, ähm, hilft es dann, Geschichten zu erzählen. Also wenn Leute sagen: „Hey, wir haben das und das schon gemacht", dann das funktioniert, ähm, das hilft einfach enorm, um solche, äh, Sachen voranzutreiben.
Deswegen find ich schön, dass dieses Woody, ähm, auch entstanden ist von Mila. Ähm, und mir war das persönlich wichtig, dass die Studenten auch 'ne Geschichte erzählen können, wenn sie aus dem Studium rausgehen können und sagen: „Hey, wir haben so was schon mal gebaut und so und so und hab das schon mal ausprobiert und es geht." Und, äh, genau, deswegen, ja, find ich ganz spannende Aspekte.
Ich möcht gerne von euch allen noch mal wissen: Könntet ihr euch denn vorstellen, auch selber in 'nem Tiny House zu leben? Und zwar ganz realistisch, nicht so ja, grundsätzlich schon, sondern wirklich, wenn ihr so an eure Zukunft denkt, auch mit den ganzen Einschränkungen, die damit verbunden sind, aber natürlich auch den Vorteilen. Wär das was für euch? Sven? Hand aufs Herz.
Jetzt muss ich starten. Ähm, also aktuell nein, äh, ist einfach familiär, äh, zwei Kinder und dann noch zwei Erwachsene, dann wird's vielleicht doch 'n bisschen, bisschen eng. Ähm, Prinz, also du, nee, du hast gesagt, jetzt nicht, äh, so, so halb, halb Gas sagen ja oder nein, vielleicht, sondern aktuell definitiv nicht möglich. Ähm, man muss halt auf viel verzichten, was vielleicht auch unnötig ist. Ja, aber, ähm, ich sag mal, mit zwei Kindern, zwei Erwachsene, glaube ich, ist es dann doch 'n bisschen zu tiny.
Mhm. Jürgen, wie sieht's bei dir aus?
Ehrlich, ich kann's mir nicht vorstellen. Ich brauch mehr Platz. Ich muss es echt zugeben. Ich brauch mehr Platz. Ja, auch wenn ich dann jetzt bald mal in Rentenalter gehen werde. Ich bin 59 Jahre alt, aber nee, ich bin jetzt auch kein Camper, obwohl ich bei Alko arbeite, ne. Unser Hauptmotiv auch die Fahrzeugtechnik, äh, Caravan ist, aber nee, das ist nicht 'ne Form, die ich für mich wählen kann. Aber unterstütze, definitiv. Also nicht nur, weil wir das Produkt verkaufen, sondern unterstützen auf alle Fälle offen sein für Neues. Es gibt viele, die dann 'nen kleineren Raum minimalistischer gerne unterwegs sind, weil sie aus Gründen X. Ich find's gut.
Ja, ich, ich kenn die Gedanken. Ich sag da auch gleich noch was zu. Sina, wie sieht's bei dir aus? Dich würd ich so einschätzen, dass du das könntest.
Ja, ich, also ich würd sagen, ähm, ich wohn, ähm, teilweise auch in Valencia und da haben wir eine sehr kleine Wohnung und ich sag immer, es ist unser kleines Tiny House, quasi aufm Dach von 'nem Wohngebäude ist da noch mal so 'ne kleine Wohnung, wie so 'n kleines Tiny House ist. Ähm, ja, aber ich kann mir, also wenn irgendwann mal die Familie wächst, dann kann ich mir vorstellen, dass das schon 'n bisschen eng wird. Aber, äh, vielleicht eine interessante, ähm, Idee: Ich forsche auch viel in Kenia und, ähm, da ist eher so, ähm, die Idee, dass die Familien, sobald die Familien wächst, kleinere Häuser dazu gebaut werden und jeder quasi sein eigenes Zuhause hat. Ähm, und das wären dann einfach wie, ähm, auf einem Hof mehrere Tiny Häuser. Also ist vielleicht auch 'ne andere Denkweise, wie man das, ähm, ausfüllen könnte.
Ja, find ich spannend. Bei dir, Mila?
Ein großes Ja.
Ja.
Also 2013 ist schon die Entscheidung gefallen, dass ich das auf jeden Fall könnte und dann hab ich seitdem, es gab kein Jahr, in dem ich nicht in Tiny Häusern gewohnt habe, auch längere Zeit über, um das eben zu testen. Und, ähm, ich finde immer, wir vergessen halt, dass halt früher, ähm, Menschen sehr viel draußen gelebt haben und eigentlich auf kleinstem Raum miteinander nur gekocht und, äh, geschlafen haben. Und die Natur ja einem quasi den größten gestalterischen Raum gibt, äh, auch für uns als Menschen. Und daher, das ist immer so der Aspekt, der mich total abholt, dass, äh, ich den ganzen Tag einfach draußen sein könnte und nur das Nötigste halt quasi in der Hütte verrichten muss. Äh, ja, und gleichzeitig bin ich auch einfach sehr nomadisch aufgewachsen mit Auswanderung aus einem anderen Land et cetera.
Und dieser Aspekt der möglichen Veränderung, ohne die eigene Behausung aufgeben zu müssen, also 'ne mobile Behausung zu haben, der catcht mich total. Mhm, genau. Und aktuell bin ich aber halt mit Family in 'ner kleinen Wohnung in Hamburg, ähm, und die beiden können sich's nicht so gut vorstellen. Deswegen ist es jetzt so 'n Kompromiss mit der Genossenschaft, die ich grade erwähnt habe, ähm, dass ich mich da damit beschäftige: Wie kann man da temporär vielleicht leben, aber nicht vielleicht mit der ganzen Familie?
Ist interessant, weil meine eigenen Gedanken spiegeln sich in allem, was ihr gesagt habt, auch wieder. Also ich hadere sehr stark mit mir. Einen Tag denk ich, das wär das Schönste auf der Welt, in 'nem Tiny Home-Haus zu leben und am anderen Tag denk ich: „Nee, aber wo pack ich denn dann hier meine ganzen afrikanischen Masken und meine Nähmaschine und, und meine ganzen Erinnerungsstücke und überhaupt, äh, die Klamotten, die man auch nicht wegschmeißen will, bevor die Löcher haben, hin?" Und das ist so der innere Kampf, den ich eigentlich seit Jahren führe und bei uns ist jetzt eben die, die Kompromisslösung für den Moment, dass wir's in Mexiko ausprobieren, weil da kann man eben auch das ganze Jahr draußen leben, sehr viel, viel Zeit draußen verbringen, ohne zu frieren und nass zu werden. Und dann mal gucken, was, was die Zukunft so bringt.
Ich bin da selber noch total zwiegespalten, muss ich sagen. Also was ich auf jeden Fall bräuchte und das hattest du ja auch so 'n bisschen implizit angesprochen, wäre 'n Außenbereich, 'n großzügiger. Also ich kann mir nicht vorstellen, in so 'ner Tiny-House-Siedlung wie auf 'm Campingplatz zu sitzen, wo man irgendwie zwei Meter zum nächsten Nachbarn hat, weil das, das wär mein persönlicher Albtraum. Sebastian, bei dir hab ich auch 'ne Ahnung-
Ja
... was du sagen wirst.
Ich bin ja 2016 schon mal durch den Prozess gegangen, quasi alles wegzugeben, außer 'nem Rucksack und zwei, drei Kisten mit Fotoalben. Ähm, und das war ja damals ein langer Prozess. Haben wir auch schon mal 'ne Folge drüber gesprochen. Von dem her, ich geb mir morgen 'n Tiny Home, was, äh, weit weg von anderen Menschen steht sozusagen und dann bin ich, bin ich da wieder da und meine Frau auch und, ähm, die drei Hunde sowieso. Also da sind wir sofort wieder dabei, auch wenn wir jetzt halt in 'ner wirklich riesigen Wohnung leben, ne. Also wir hatten vorher, glaub ich, 47 Quadratmeter in unserem Tiny Home, ähm, und jetzt, weiß nicht, 130 oder so. Das ist schon gigantisch groß. Aber ich bin morgen wieder im Tiny Home jederzeit. Also grade haben wir jetzt ja uns entschieden, zu meinen Eltern zu ziehen, ne, die 'n bisschen Unterstützung brauchen und das, das passt auch.
Es ist hier halbwegs ruhig, aber wie gesagt, wenn wir in ein paar Jahren irgendwie großes Grundstück, so wie wir's in Portugal hatten, ja, nächste Nachbarn irgendwie 200 Meter weit weg, äh, Glasfaseranschluss, dann bin ich morgen wieder da. So.
Es hat auch was sehr Befreiendes. Also ich kenn das auch noch aus der Zeit, die wir ja auch Vollzeit im Wohnwagen unterwegs waren. Ähm, manchmal ist es auch nervig, so wie alles andere im Leben, aber meistens ist es sehr befreiend, auch einfach durch irgendwelche Läden zu gehen und für sich zu sagen: „Nee, muss hier nix kaufen. Ich hab ja eh kein Platz dafür." Also wirklich auch so sich, sich selber so 'n bisschen die Beschränkung aufzuerlegen und, ähm, man, eigentlich vermisst man erstaunlich wenig. Aber wenn man dann mal so wie wir jetzt seit vier Jahren wieder, viereinhalb Jahre wieder in 'ner relativ großen Wohnung lebt, dann ist sie auch nach 'm halben Jahr wieder vollgestellt mit allem Möglichen und dann denkt man, das ist alles lebensnotwendig und unverzichtbar, was man hier so hat vom Geschenkpapier, ähm, bis zur Luftpolsterfolie auf Rollen, ne.
Und das, äh, ja, Sebastian lacht, aber du kennst es ja auch.
Klar. Ich kenn, wie gesagt, alle Seiten so. Von, von der großen luxuriösen Wohnung damals in Leipzig bis zum, wir reisen mit 'm, mit 'm Rucksack um die Welt, über Tiny Home, über große, kleine Wohnmobile. Ja, haben wir alles schon durchgemacht.
Ja, dann würd ich sagen, zum Abschluss würd ich gerne noch mal von euch hören, wo und wie man mehr über euch erfahren kann. Ähm, bei euch, Jürgen und Sven, wie, wo man sich beraten lassen kann, wenn man vielleicht auch so 'n Projekt plant. Und bei euch, Mila und Sina, kann man das, kann man euch mal besuchen? Kann man die Projekte besichtigen? Kann man mitmachen? Und wo gibt's mehr Informationen? Fangt ihr mal an, Jürgen und Sven.
Ach Sven, du bitte.
Soll, soll ich anfangen? Ja, also, äh, klar, Webseiten, so die Alco-Webseite gibt's, also auch die Saveco-Webseite gibt's. Da gibt's natürlich auch die, die Chassis zu sehen. Da kann man sich informieren und dort sind halt auch Im-Impressum, wo man, wo man sich direkt melden kann. Also wir beraten gerne für die Größe der Chassis, äh, was das vielleicht auch für technische Hintergründe, äh, gibt und Restriktionen gibt. Das ist das, was Gid, äh, Jürgen am Anfang gesagt hatte. Ähm, da sich einfach telefonisch oder per Mail melden. Das ist gar kein Problem. Ähm, was den Aufbau angeht, da sind wir dann raus. Da sind halt dann die Experten und Architekten für zuständig. Aber alles, was Chassis und Technik angeht, äh, für unter dem Tiny Home, gerne einfach per Telefon, per Mail bei uns auf der Webseite informieren. Das, das ist, äh, möglich.
Ja, da kann ich vielleicht noch eins dazu sagen, wenn Zeichnungen benötigt werden, weil er hat ja vorhin das BMI, glaub ich, hieß das, ne, was, wo Architekten mit arbeiten und so weiter. Wir liefern auch Step-Dateien, äh, vorab. Also sind da nicht so restriktiv, sagen: „Oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott, könnt vielleicht mal jemand abkupfern", sondern das geben wir frei heraus. Geht auch ziemlich zügig. Wenn jemand da was braucht, kann sich gerne melden, weil ich glaub, das ist schon wichtig, besonders in der Vorplanung und grad die Vorplanung, die macht's aus.
Sina bei euch?
Ja, uns findet man auf der, ähm, Homepage, also auf der Jade Hochschule. Wenn man einfach googelt „Jade Hochschule mobile Lernwerkstatt", ähm, dann findet man uns direkt. Ähm, da gibt es auch 'ne Beschreibung noch mal dazu und auch ein Video, ähm, das die Studenten geschnitten haben, was super gut gelungen ist. Es macht wirklich Freude, das anzuschauen. Und da sieht man so'n bisschen den Prozess und auch wie die Studenten das fanden. Ähm, und, äh, da findet ihr auch Kontaktdaten. Ähm, wenn ihr uns mal besuchen möchtet, dann sprecht uns gerne an. Man kann die mobile Lernwerkstatt auch mieten. Ähm, genau. Also meldet euch gerne, wir zeigen euch herum.
Mila, wie sieht's bei euch aus?
Also in Natura findet man uns grade, wie gesagt, auf dem Schulhof in Hamburg. Der ist aber offen und zugänglich und, äh, Woodie kann man auch eben mieten an den Nachmittagen, aber, ähm, auch spontan vorbeikommen. Ähm, danach geht's zum Gut Karlshöhe. Das ist in den Sommerferien hier ein, ähm, ja, Bauernhof in der Stadt, würd ich's nennen und da, ähm, kann man Woodie auch noch mal besuchen. In Stuttgart kann man Woodie zurzeit auf dem Kronprinzplatz, äh, besuchen. Der ist auch ganztägig offen und später dann beim Impact Hub Stuttgart, ähm, auf der Fläche davor. Und digital, äh, vor allem bei LinkedIn, ähm, sind wir, glaub ich, am tätigsten. Wir haben 'n schönen YouTube-Kanal mit mehreren Videos, wo man Woodie schnell kennenlernen kann, ähm, und unsere neue Website kommt jetzt im Juni, aber die alte ist jetzt natürlich auch noch verfügbar.
Wenn man Wooden Valley und Woodie googelt, findet man das relativ schnell.
Und wenn ich mich für meine Region, für mein Projekt auch für so 'n Woodie interessiere, dann kann ich mich auch einfach bei euch melden und kann mich bewerben oder wie läuft das?
Genau, entweder ganz unkompliziert E-Mail schreiben oder uns, oder uns anrufen. Ähm, ansonsten gibt's auf der Website auch 'n Flyer, der auch so'n bisschen den Prozess erklärt. Einmal für Unternehmen, Architekten, äh, Bauherrinnen, aber auch für Bildungsinstitutionen et cetera, wie man uns am besten kontaktiert und was für Optionen es dann gibt.
Wunderbar. Sebastian, hast du noch Fragen an die vier?
Ja, tatsächlich fänd ich noch spannend, also ihr habt jetzt ja auch grade schon in den letzten Sätzen noch mal war der ein oder andere Tipp dabei, aber grade noch mal, wenn wir noch mal nur aufs, das Tiny-Home-Thema schauen: Was wär euer wichtigster Tipp, den ihr Menschen da draußen mitgeben wollen würdet, wenn sie sich selber, egal in welchem, äh, Zusammenhang, ob mit Wohnen oder drin arbeiten oder, oder auch was Gemeinnütziges machen, mit Tiny Homes beschäftigen wollen, da was umsetzen wollen. Was wär euer wichtigster Tipp, den ihr den Menschen mitgeben würdet? Ähm, und, äh, damit's kein Chaos gibt, äh, fangen wir noch mal bei Sven an.
Wie, wie immer. Natürlich das Chassis, natürlich das Chassis von AL-KO kaufen, weil es dann 'n Leben lang hält.
Gut. Ich hör.
Ja, also was ich schon öfters erwähnt hab: Äh, macht euch schlau über Vorschriften und über die Restriktionen, bevor ihr anfangt, da irgendetwas zu bauen. Sprecht vorher vielleicht sogar mit dem TÜV, der dann, wenn ihr das Tiny House komplett zulassen wollt, muss es ja dann in ihrer, in seiner Einheit dann noch mal TÜV geprüft werden. Redet mit denen vorher, was ihr bauen wollt. Und später, wenn ihr fertig seid oder vielleicht sogar zwischendurch immer mal wieder den Kontakt aufnehmen, dass, äh, er im Thema ist, was ihr da tut und dann habt ihr es später einfacher. Das, also im Grunde, die Vorplanung ist elementar, besonders auch in Richtung Fahrzeugtechnik, Maße und so weiter.
Das wär mein Tipp. Nicht einfach anfangen. Mit dem einfach machen, da musst du schon aufpassen.
Guter Hinweis und ist auch das, was wir, was wir immer mal wieder, äh, gesagt haben beim Thema Ausbau, dass man da auch am besten mal vorher 'n bisschen sich schlau macht, äh, also Campingfahrzeugausbau und, und, äh, Aufbau und das kann ich so unterschreiben. Ist immer 'ne gute Idee. Auch, äh, ich sag mal, ähm, da ist dann auch vielleicht die Zugänglichkeit menschlich 'n bisschen einfacher, ähm, wenn man da mal vorher hingeht und sagt: „Pass auf, ich hab das und das vor."
Genau, genau. Das Digitale ist gut, informativ, sehr gut und so weiter, aber ich sag's immer persönlich für mich, weil ich jetzt ja schon sehr lange da auch, äh, vertrieblich unterwegs bin und so weiter: Geschäfte machen Menschen.
Ja, das stimmt.
Ja, und auch die, die Prüfung macht 'n Mensch, ne. Und, und die Entscheidung, dies, das, jenes. Also das, das, glaub ich, hat Mila vorhin perfekt auf 'n, auf 'n Punkt gebracht. Kommunikation beim einfach mal machen ist halt ganz, ganz wichtig. Also d-das einfach mal kommunizieren.
Ja.
Ich glaube, das ist 'n wichtiger Punkt. Mila, wär das schon dein wichtigster Tipp oder hättest du noch 'n anderen?
Ja, damit zusammenhängend, glaub ich, ähm, oder nee, es ist 'n anderer. Es erleben, zu erleben, was ich vorhin aber auch meinte, selber mal im Tiny House wohnen und da gibt's mittlerweile tatsächlich auch Tiny-House-Hersteller*innen, die das anbieten, dass man sich 'n bisschen länger einmieten kann und das am eigenen Leib erfährt, was es bedeutet, im Minimalismus zu leben und eben mit der Natur und, äh, mit anderen Ressourcen und vielleicht auch tatsächlich so mit, äh, Kreisläufen der Natur. Ähm, und ich glaube, mein Tipp ist immer noch die Wir-bauen-Zukunftsgenossenschaft. Die bieten halt auch das an mit tollen Seminaren in Begleitung zum Thema Tiny House, wie bau ich selber, was gibt's für Vorschriften et cetera. Ähm, da kann man das alles begleitend alles in einem erleben.
Cool, danke. Sina.
Ähm, ja, also ich, vielleicht kann ich noch ergänzen, sich nicht abschrecken zu lassen vor den Regularien. Also mit dem TÜV kann man ganz unkompliziert, ähm- Über all Ideen sprechen, ähm, was die Studenten auch erfahren haben und was super war und auch Spaß gemacht hat. Und, ähm, auch von, einmal hatten wir noch angesprochen, ähm, Kosten. Wenn man, ähm, nachhaltig bauen will, dann denkt man immer, das wird super teuer, aber kann ich gar nicht so unterschreiben. Also auch wenn man grade irgendwie, ähm, ähm, Altholz verwendet, äh, wiederverwendet, dann kann man auch die Kosten senken. Also es kann auch günstiger werden. Deswegen, ich würd mich jetzt nicht von den, äh, ganzen Sachen abschrecken lassen. Ähm, ja, genau. Und dann einfach mal machen, wie wir uns so schön gesagt haben, ja.
Ja, ganz herzlichen Dank, dass ihr alle bei uns wart. Es war sehr schön, ähm, sehr interessant. Ich hab auch jetzt für mich noch mal so 'n paar Impulse für unser eigenes Projekt mitgenommen tatsächlich und wenn ich darf, würd ich mich vielleicht auch mal bei dem einen oder der anderen melden, wenn's so weit ist. Ähm, ja, liebe Hörerinnen und Hörer, auch wenn ihr Fragen habt, dann schickt uns sie gerne an podcast@camperstyle.de oder über den bekannten WhatsApp-Channel, den ihr ja sehr gerne nutzt. Ich bin sicher, dass auch unsere Gäste gerne da noch mal zur Verfügung stehen, wenn im Nachgang noch was kommen sollte. Ansonsten packen wir euch die ganzen Informationen auch noch mal in die Folgenbeschreibung. Dann könnt ihr da in Ruhe alles euch angucken, nachlesen, Fotos, Videos ansehen und natürlich abonniert uns gerne.
Ich denke, dass wir in der Zukunft immer mal wieder was auch über das Thema Tiny Houses machen werden und wenn ihr mögt, lasst uns auch gerne 'ne gute Bewertung da. Sebastian, ich übergeb an dich.
Ja, also nicht den WhatsApp-Channel, sondern unseren WhatsApp-Link einfach nutzen, der unten in den Show Notes ist und wenn ihr keine Show Notes findet, dann wie ich's vorhin gesagt hab, äh, camperstyle.de/podcast einfach am Browser, aufm Handy, aufm Computer aufrufen und da landet ihr dann auf den Folgen, könnt ihr klicken und da ist auch immer 'n WhatsApp-Link drin, könnt ihr uns Sprachtextnachrichten schicken oder halt 'ne E-Mail. Ja, vielen Dank an, an euch, äh, die ihr hier, äh, ganz viele spannende Dinge uns, uns mitgegeben habt über Tiny Homes. Vielleicht hilft's euch da draußen auch, wenn ihr schon mit dem Gedanken gespielt habt, einfach zu sagen, okay, jetzt probier ich vielleicht einfach mal so 'n, so 'n Probewohnen aus oder ich guck mir auch mal den Woodie, das Projekt an oder, ja, find mich erst mal überhaupt mit dem Thema so 'n bisschen zurecht und, und informier mich 'n bisschen. Oder wenn ihr schon weiter seid, habt ihr vielleicht noch 'n paar ganz spannende Tipps für die Praxis mitbekommen.
Vielen Dank auf jeden Fall noch mal an alle, die ihr da wart und, ähm, ja, jetzt, jetzt kommen die letzten Worte unserer, unserer netten, tollen Gäste. Ähm, Sina, magst du anfangen? Was, was willst du unseren Hörer und Hörerinnen noch so zum Abschluss mitgeben?
Ähm, ja, vielen Dank für die Einladung. Ähm, ich freu mich auf euer Besuch, wenn ihr vorbeikommt. Meldet euch gerne. Ähm, ja, vielen Dank.
Und Mila?
Ich glaube, ich würde gerne mitgeben, dass das Wie soll ein Tiny House gebaut werden, dass das 'n ganz großer Aspekt auch werden sollte in der Tiny-House-Bewegung, weil's da ja auch vermehrt Herstellerinnen gibt, die vielleicht auch in die Massenproduktion gehen, ohne über die Auswirkungen nachzudenken, dass das auch 'n Einfluss auf unsere, auf unser Klima haben kann.
Jürgen.
Ich freu mich auf weitere spannende Projekte, die wir begleiten können und vor allen Dingen, die auch uns weiterbringen zu sehen, was ist denn wirklich möglich. Ja, was, was, so was ist Mensch möglich in seiner Theorie und dann vor allen Dingen das in die Umsetzung zu bringen. Das ist für mich persönlich ganz spannend. Und dann wünsch ich viel, viel Spaß bei dat, der Community da draußen bei der Erfindung.
Und der Sven.
Ja, ich, ich kann mich, glaub ich, äh, Jürgen nur anschließen. Also den Horizont hab ich am Anfang schon gesagt, eher weiter mit den Projekten, die dann wirklich live gehen und die man sieht, äh, die man auch anfassen, sehen kann, vor Ort gehen kann, ähm, mit, mit der Unterstützung von uns. Äh, wir sind ja nur ein kleiner, ein kleiner Part von dem Ganzen. Eigentlich das richtig Spannende, was oben drauf kommt und was man da wirklich alles mit machen kann, wofür was, für was das alles zu gebrauchen ist. Und da, da freu ich mich einfach drauf, das, das zu erleben, zu sehen. Ähm, ja.
Dann vielen Dank euch noch mal allen und, äh, zu allen da draußen. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.