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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und heute haben wir ein paar wunderschöne Reiserouten für euch.
Und zwar sind mit uns im virtuellen Studio unsere lieben Podcast-Kollegen Nikolai und Stevo vom Podcast Nuggets, Vans und Camper Live. Und ich würd sagen, ähm, ihr stellt euch gleich mal selber vor, aber zuerst noch mal 'n bisschen Werbung. Die heutige Folge wird von unserem Partner pincamp powered by ADAC präsentiert. Auf dem Campingplatzbuchungsportal des ADAC findest du über zwölftausend Campingplätze in ganz Europa. Viele kannst du auch direkt online über die Plattform ganz bequem und mit nur wenigen Klicks buchen.
Die intelligente Verfügbarkeitsuche ermöglicht es dir, selbst in der Sommerhochsaison noch kurzerhand einen freien Platz für den nächsten kurzen oder langen Campingurlaub zu finden.
Anhand der ADAC-Klassifikation, unzähligen hilfreichen Gästebewertungen sowie den vielen Filtermöglichkeiten findest du im Handumdrehen für dich und deine Lieben sicherlich genau den richtigen Campingplatz.
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Wir bedanken uns bei pincamp und den Sponsoren anderer Folgen. Durch Werbung wie diese hier ist es uns möglich, den Podcast auch weiterhin kostenlos für euch anzubieten. Werbung Ende.
Ja, wer von euch beiden will denn anfangen?
Nikolai, ich geb dir mal den Vorgang, äh, den, den, äh.
Okay. Ja, also ich bin Nikolai, ich bin, äh, neunundvierzig Jahre alt, hab eine Frau und einen kleinen Sohn. Wir sind im Allgäu stationiert beziehungsweise leben dort im wunderschönen Pfronten und wir sind noch gar nicht so lange campingmobil. Das heißt, wir haben unseren Camper erst Ende zwanzig zwanzig bekommen und seitdem, ja, sind wir immer wieder auf Reisen, immer wieder Kurztrips. Auch ich fahr das Auto auch im Alltag. Damit bring ich meinen Sohn zur Schule. Das heißt, es ist für mich ganz praktisch. Man hat halt immer sein Klo dabei. Das ist wirklich gut. Ähm, einkaufen ist praktisch, ne. Man kann schnell mal was in Kühlschrank tun, wenn man mal, äh, noch 'ne längere Fahrt hat und so weiter. Das, dafür ist das wirklich gut.
Ja, und ansonsten, wie gesagt, wir machen auch mal längere Urlaube, grade auch im letzten Jahr und das will ich nachher kurz mal vorstellen.
Ja, dann kurz zu mir. Ich bin der Stevo. Also Stevo ist 'n, 'n, ja, 'n Spitzname. Stefan ist eigentlich mein richtiger Name und, äh, meine Frau und ich sind Camper seit zweitausendzwölf, also auch noch nicht so wahnsinnig lange und sind auch zum Camping gekommen wie die Jungfrau zum Kinde, äh, denn wir hatten früher damit überhaupt nichts zu tun und ich hab auch in unserem Podcast schon mal erzählt, dass ich als, als Jugendlicher mal so'n traumatisches, äh, Zeltlagererlebnis hatte und danach eigentlich nie wieder irgendwas mit Camping zu tun haben wollte. Aber wir haben zweitausendzwölf mal 'n Ford Nugget von 'ner Arbeitskollegin meiner Frau ausgeliehen und seitdem waren wir eigentlich völlig infiziert von diesem Fahrzeug zum einen und natürlich auch von der Art und Weise, äh, wie Camping uns halt begeistert, nämlich einfach dahin fahren zu können, wo's halt schön ist, wo man, wo man, äh, tolle Erlebnisse haben kann. Und, äh, seitdem sind wir unterwegs und seit zwanzigneunzehn haben wir ein neues Modell vom Ford Nugget und seitdem betreiben wir auch 'n YouTube-Kanal und haben da, ja, relativ viele Themen zum Ford Nugget besprochen und, äh, haben, wir haben zum Beispiel so 'ne kleine Rubrik, die nennt sich dann der Ford Nugget erklärt, weil wir viele Dinge des, des Nuggets halt gezeigt haben, die man im Internet nirgendwo gefunden hat.
Das, das Problem war halt damals auch, äh, so'n neues Fahrzeug, ähm, von Fords. Es gab relativ wenig Informationen und da hab ich mir gedacht, da muss doch mal irgendjemand erklären, wie das und das funktioniert. Und das hab ich einfach gemacht und es kam, glaub ich, auch ziemlich gut an. Und ja, zu Nikolai bin ich dann irgendwann gekommen, dass, äh, wir uns über Facebook kontaktiert haben und Nikolai hat mich irgendwann einfach mal angesprochen und gefragt: „Sag mal, hast du nicht Bock, mal 'n Podcast zu machen zu dem Thema?" Und, äh, ja, so kam das dann mit, mit dem Podcast im Prinzip zustande und wir haben uns natürlich dann überlegt, wir können uns nicht nur auf den Nugget spezialisieren, sondern, äh, haben unseren Podcast dann auch den, dem Namen Nuggets, Vans und Camper Live gegeben, um dann halt möglichst viel an, an Publikum ansprechen zu können, also möglichst breit aufgestellt zu sein und, äh, ja, alle Themen, die im Prinzip, ja, zum, zum Camping was zu tun haben, halt dementsprechend ansprechen zu können.
Danke euch beiden für die Vorstellung und, äh, liebe Hörer und Hörerinnen da draußen, damit ihr euch nichts merken müsst. Also ihr könnt euch natürlich die Dinge alle merken, die wir heute erzählen. Also grade aber die Menge an, an Stopps und Sehenswürdigkeiten und Campingplätzen wird wahrscheinlich 'n bisschen viel werden. Deswegen werden wir wie immer alles in den Show Notes verlinken, auch den Podcast und den YouTube-Kanal von den beiden, sodass ihr quasi alles da noch mal durchklicken könnt und euch auch die einzelnen Dinge noch mal in Ruhe anschauen könnt. Und falls ihr Probleme damit habt, die Show Notes zu finden, wir haben dazu immer mal so 'ne Einsendung, ähm, dass Leute die nicht sehen. Manchmal ist es 'n technisches Problem, manchmal haben sie einfach auch den Link noch nicht gefunden. Dann schickt uns einfach 'ne kurze Mail an podcast@camperstyle.de oder wenn ihr uns bei Spotify hört, könnt ihr direkt auch in dem, in der Episode quasi uns 'ne Frage dazu stellen, dann erklären wir euch das gerne.
So, jetzt aber nicht mehr so viel schnacken, sondern rein ins Thema. Ähm, mit welcher Tour wollen wir denn anfangen? Also wir haben ja so'n bisschen, ähm, quasi drei Touren. Ich bin noch gar nicht sicher, ob wir das heute in einer Folge schaffen. Ähm, wir haben aber auch noch keine Wetten abgeschlossen. Wir haben einmal nämlich Skandinavien, wir haben einmal Italien und wir haben einmal das Baltikum. Und, ähm, womit wollen wir denn starten?
Also ich würde auf jeden Fall den Gästen den Vorzug lassen oder den Vortritt. Ähm, das heißt entweder Nikolai, du mit Skandinavien oder Stevo mit Italien. Ihr dürft entscheiden.
Machen wir Schni, Schna, Schnuck?
Nee, wir fangen von Norden nach Süden einfach an, dann wär's, dann haben wir's.
Ja genau, dann fang du an, Nikolai.
Ja, also wir haben, äh, letztes Jahr 'ne Skandinavienreise gemacht. Das, ähm, ergab sich daraus, dass wir unsere allererste Nuggetour ein Jahr zuvor auch bereits schon nach Schweden gemacht haben. Das war aber 'ne etwas kleinere Reise. Da waren wir drei Wochen unterwegs und das hat uns einfach so mega gut gefallen dort oben. Das war für uns alle das erste Mal, dass wir uns vorgenommen haben, das eben für letztes Jahr, die, ähm, das Jahr vor der Eintulung unseres Sohnes noch mal so richtig ausgiebig zu nutzen und haben uns dafür dann auch wirklich sechs Wochen Zeit eingeplant. Ähm, ja, das heißt also, die Reise ging quasi los von der Fährverbindung Kiel-Göteborg. Das war so unser Start, dass wir eben nach Schweden übergesetzt sind.
Wir wollten nicht so 'ne lange Fährfahrt machen, damit, ähm, ja, man da nicht so viel Zeit verplempert und dann lieber 'n bisschen fahren mit dem Auto und da noch 'n bisschen was sehen. Wir wollten zuerst nach, ähm, ja, Norwegen hochfahren, um dort zu starten eigentlich und sind dann auch in Oslo angekommen und haben dort dann so 'ne Nacht gemacht und oder zwei Nächte sogar auf dem Campingplatz, haben dort 'n Stadtbummel gemacht, 'ne Bustour, wie man das so schön macht, so als Tourist, ne, diese, diese Hop-on-and-hop-off-Touren, sodass man einfach überall aussteigen kann, wo man gerne möchte. Und das ist auch in Oslo wirklich schön. Und Oslo ist 'ne Stadt, also das hab ich auch so, ja, ich hab schon viele Städte gesehen, aber das war da doch wirklich noch mal beeindruckend, weil das auch so l-ländlich dann teilweise ist. Du fährst dann so 'n bisschen raus und du bist dann so über Dörfer fährst du dann da und das gehört aber trotzdem alles noch zu Oslo dazu.
Dann fährst du am Königspalast vorbei und das ist also wirklich also 'ne sehr schöne Stadt für so 'n Stadtbummel und 'ne Stadt-Städtetrip, auch für Kinder interessant. Das war auch uns auch wichtig. Das war auf jeden Fall sehr schön. Eins meiner Highlights oder meiner, wie man sagt, so schön Bucket List, was ich hatte, wenn ich nach Norwegen komme: Ich wollte unbedingt mal an den Geirangerfjord. Und das war auch eigentlich dann schon so direkt unsere nächste Station nach Oslo, dass wir zum Geirangerfjord gefahren sind. Und ich hatte immer so 'n bisschen Bedenken, ja, Wetter, das, wenn man das auf den Webcams gesehen hat, das sah dann immer teilweise auch schon 'n bisschen neblig oder auch mal verregnet und so weiter aus. Und wir hatten wirklich ein mega Wetter und mega Glück und der Stellplatz in, äh, am Geirangerfjord unten als, also für Camper ist wirklich auch total schön.
Und ja, es war also wirklich mega gut, ne. Mega Wetter, tolle Wasserfälle. Der Fjord an sich richtig beeindruckend durch diese hohen Berge, die sich da am Rand des Wassers auftürmen und Wasserfälle und dann haben wir noch 'ne kleine Bootstour gemacht, um das mal von dort aus auch zu sehen. Also war wirklich richtig schön.
Kurze Zwischenfrage von mir: Wie lang wart ihr da am Fjord? Also wie viel Tage habt ihr da verbracht?
Wir haben tatsächlich ursprünglich gedacht, wir bleiben eine Nacht und haben dann, weil es uns so mega gut gefallen hat, einfach noch mal schnell spontan 'ne Nacht verlängert. Also wir waren zwei Nächte dort.
Okay, und ihr seid von Oslo direkt da rüber geflogen oder habt ihr da unterwegs noch mal Zwischenstopp irgendwo 'ne Nacht gemacht?
Wir haben da noch mal auf dem Hinweg, ich, die ganzen Zwischenstopps, die hab ich jetzt immer mal so'n bisschen ausgelassen, weil dann würde sich das zu lang ziehen. Ich hab die Highlights jetzt mal so'n bisschen hervorgehoben. Wir haben, glaub ich, ein- oder zweimal unterwegs noch übernachtet, was ich auch wirklich in Norwegen, ich meine, wer da schon mal war, der weiß das und das ist eigentlich auch so der Grund, warum wir uns da so wohlfühlen, weil es einfach so schön frei ist, dass man da, ja, fast überall einfach stehen kann. Natürlich immer unter Berücksichtigung der Mitmenschen, die dort leben natürlich auch, ne. Aber du hast echt Möglichkeiten, dort auch am, ja, ich sag jetzt mal, Straßenrand in so 'ner Parkbucht, die dann manchmal sogar noch 'n bisschen verdeckt ist, zu übernachten. Da gibt's immer genug Möglichkeiten oder es kommt auch schnell der nächste Campingplatz.
Okay, also noch mal für euch, liebe Hörerinnen da draußen, die die Tour vielleicht mal nachfahren wollen. Es wird also ab und zu 'n Zwischenstopp geben, den wir oder unsere Gäste auch hier nicht erwähnen. Ich frag immer mal nach, ich guck mir das so 'n parallel 'n bisschen auf der Karte an. Wenn ich das Gefühl hab, das ist sehr weit auseinander, frag ich immer noch mal nach, damit ihr wisst, ah, guck mal, da war noch 'n Zwischenstopp. Aber wir werden aus Zeitgründen die sicherlich nicht alle aufführen, aber dann habt ihr so'n bisschen Gefühl und könnt die Route dann auch für euch so'n bisschen nachplanen.
Und noch 'ne kurze Ergänzung: Wir haben noch 'ne weitere Folge, da, da gab's 'ne ganze Folge mit meiner Kollegin Katja zum Thema Skandinavientour mit dem Wohnmobil. Also wenn ihr da auch noch mal so'n bisschen tiefer einsteigen wollt, was wir jetzt heute vielleicht nicht machen können, dann hört euch gerne auch noch mal die Folge an. Ich, die ist jetzt auch erst 'n paar Wochen her, müssen wir dann vielleicht auch noch mal verlinken und raussuchen.
Okay, also nach dem Geirangerfjord hatten wir eigentlich so den nächsten großen Punkt auf der Karte, den wir uns ansehen wollten, war eigentlich der Polarkreis. Ähm, viel weiter in Norden hatten wir für diese Route auch gar nicht geplant. Das wär dann wirklich doch 'n bisschen sehr lang gewesen, weil dann hätten wir auch viel mehr Zeit gebraucht, um dann die anderen Sachen auch noch alle machen zu können. Und deswegen haben wir uns gesagt, unser Ziel ist jetzt, das nördlichste Ziel ist der Polarkreis und ab dort gehen wir dann nach Schweden rüber und fahren dann da ganz gemütlich so wieder runter und mit den jeweiligen Steps und Sachen, die wir sehen wollen.
Wie muss ich mir den Polarkreis vorstellen? Was ist da so das Besondere? Kannst du das 'n bisschen beschreiben für die Hörerinnen und Hörer?
Ähm, also es ist, ja, ein großes Gebäude, was da steht. Da steht Arctic Circle Center. Das ist sozusagen so der Punkt, ähm, auf der Karte, der, ähm, ja, diesen Polarkreis auf dem, auf dem Globus markiert. Und d-das ist jetzt nichts Besonderes eigentlich, wenn man sich das mal ganz genau vorstellt. Ja, da ist eigentlich ringsrum Einöde, ziemlich karge Landschaft, sehr felsig Ähm, auch sehr kalt ist. Also wir hatten zum Beispiel an diesen Stellen, ähm, auch, auch sehr frostige Temperaturen, während wir am Geiranger, das liegt natürlich auch grundsätzlich an dieser Fjordtemperatur, wo's immer so'n bisschen wärmer ist unten. Aber wenn du dann oben auf den Bergen wieder bist, da ist es teilweise so an die null Grad auch gewesen.
Es liegt viel Schnee, viel Eis. Und dieses, ja, ich sag jetzt mal, für uns Mystische, dieser mystische Ort, weil's eben dieser Polarkreis war. Das war so das, was wir so erleben wollten, ne. Das, der nächste Step wär eben dann tatsächlich, ähm, hinten gewesen, zum, zur großen Kugel zu fahren, die man ja so kennt am, am Nordkap, aber das wollten wir uns dann wirklich nicht noch antun, weil das dann noch mal 'ne ganz schöne weite Strecke gewesen wäre, ne.
Ja, es ist so hier von der Karte gesprochen, fast noch mal so weit quasi. Also nicht ganz, aber schon relativ viel, was ihr noch mal hättet fahren müssen. Also, äh, kann ich gut verstehen, dass, dass ihr da gesagt habt: „Okay, hier reicht das mal", weil ansonsten hättet ihr wahrscheinlich nur 'ne Norwegen-Rundfahrt eventuell geschafft.
Ja, ja, dann wär's wirklich nur 'ne Rundfahrt gewesen und das mit Kind. Ich meine, wir Erwachsenen, wir können das ja ab und können auch mal 'ne Stra-Strecke fahren, aber unser Kind ist jetzt, äh, jetzt ist er sieben, letztes Jahr war er eben noch sechs. Also was macht der, ja? Der guckt dann raus und hat wahrscheinlich dann im Zsch-, im Zweifelsfall mehr oder weniger sein Tablet auf'm Schoß und wir wollen ja nicht nur die ganze Zeit ihn da mit Medien versorgen, sondern er soll ja was erleben. Deswegen waren auch da zwischen jetzt auch immer mal wieder Steps. Wir hatten zum Beispiel zwischen, ähm, dem Geirangerfjord und dem Polarkreis hatten wir auch noch Trondheim einge-, äh, plant und waren noch, äh, zwei Nächte rings um Trondheim gestanden und haben dann da 'n Stadtbummel gemacht und 'n f-, äh, 'n Straßenfest miterlebt und so weiter. Das haben wir uns auch alles noch angeguckt. Ähm, aber du kannst halt nicht mit so 'nem Kind eben so lange fahren, das geht einfach nicht, ne.
Und trotzdem sind wir viel gefahren. Das kann man jetzt ja nicht untern Tisch kehren. Also es waren insgesamt dann am Ende 5.000 Kilometer, die wir gemacht haben in sechs Wochen. Das ist ja auch nicht ohne, ne.
Mhm. Also ich war jetzt selber ja noch nicht so weit oben in Norwegen, aber ich hab von vielen, äh, gehört, dass grade diese, dieser Bereich um diese Nordkapkugel ja im Sommer halt auch touristisch total überlaufen ist, ne. Das ist also auch unglaublich, unglaublich voll sein muss da oben. D-und das ist ja eigentlich nur wegen der Kugel dann dort oben hinzufahren und da vielleicht mal ein Foto zu machen, wo dann 1.000 andere Leute umeinander herumstehen. Ähm, ich glaube, da fährt man dann wirklich, äh, so wie das die Hardcore-Camper machen, dann mal im Winter hin oder in 'ner, in 'ner Zeit, wo, wo da oben nicht viel los ist, ne. Ihr, ihr seid, zu welcher Zeit seid ihr noch mal genau gefahren, Nikolai?
Ja, wir sind losgefahren Anfang Juni. Das war noch so früh, dass wir teilweise den blühenden Löwenzahn noch gefunden haben, der hier ja schon, äh, als Pusteblume, äh, ein Ende gefunden hat. Und, ähm, also wir haben da mehr oder weniger noch mal 'n Frühling erlebt, ne, wie das alles sozusagen dort aufgewacht ist aus'm Eis.
Wie ging's dann weiter?
Also weiter sind wir dann gefahren, und zwar haben wir nach dem Polarkreis eigentlich so die nächste Abzweigung Richtung Schweden genommen. Also es ging dann noch mal so'n Stückchen nördlich. Das sind so, ich kann's jetzt nicht mehr aus'm Kopf sagen, lass es zehn Kilometer vielleicht gewesen sein. Ähm, dann geht's rechts nach Schweden und dort sind wir auch ganz gemütlich getingelt, auch noch mal mit so ein, zwei Übernachtungen. Dann haben wir noch 'n Campingplatz gefunden, wo wir-- ah ja, das, das war der erste Campingplatz, wo Steffi und Anton angebadet haben. Wir müssen uns überlegen, wir waren vorher am Nordkap mit Minusgraden und dann sind wir ungefähr 100 Kilometer südlich gewesen und die beiden waren schon wieder im See. Ähm, das war auch sehr, ein sehr netter Campingplatz. Ich hab nur leider tatsächlich auch noch mal auf der Karte geguckt.
Wir haben beide, Steffi und ich, eben diesen Ort nicht mehr wiedergefunden, was, wo das war. Ähm, das muss so 100 Kilometer südlich vom Polarkreis gewesen sein, wo dann morgens die Rentiere über den Campingplatz gelaufen sind mit Bimmelglöckchen. Das war also wirklich richtig, richtig cool. Das mit den Rentieren ist ja dort so, dass die immer jemandem gehören und nicht einfach so Wildtiere sind, sondern das sind so Herden, die f-, einfach dort frei laufen gelassen werden. Deswegen haben die eben auch so Glocken um, ne. Ja, das war also wirklich ganz nett dort. Und dann sind wir noch mal 'n Stück weiter südlich gefahren, der nächste Campingplatz und das war also das absolute Campingplatz-Highlight dieser ganzen Reise. Ein First Camp in Lycksele. First Camp ist ja so 'ne Kette, die in Schweden und so weiter auch viele Campingplätze hat und in Lycksele heißt der Ort, haben wir dann zum Mittsommer am 25.
Juni übernachtet und hatten dort dann 34 Grad. Also da waren wir grade mal so 200, 250 Kilometer vielleicht südlich vom Polarkreis und hatten da 34 Grad. Also so ein Megakontrast, das war unglaublich. Und warum ich diesen Campingplatz so hervorheben möchte: Wenn man dort in die Sanitärhäuser geht, man hat das Gefühl, man ist in einem Fünf-Sterne-Hotel. Alleine die Türen, wirklich massive Holztüren, richtig schön mit Stuck und allem drum und dran. Also so was Sauberes und Edles hab ich auf 'nem Campingplatz tatsächlich noch nie gesehen zuvor. Und ich hatte das damals auch fotografiert und gefilmt, weil ich das einfach nicht glauben konnte, dass es da so toll war. Die Duschen richtig schön gefliest und alles mit, mit Glaswänden und tolle Armaturen. Also wirklich, als wär man zu Hause, ne.
Also das ist unglaublich gut.
Da hab ich gleich noch mal noch 'ne Zwischenfrage, weil wir sind ja eher immer die, die so gerne auf sehr einfache Plätze gehen, möglichst naturbelassen und so weiter. Ähm, und ich find das jetzt ganz spannend, mal mit jemandem zu sprechen, der so'n bisschen mehr Wert auf Komfort legt. Habt ihr da generell in Skandinavien mehr solche Plätze entdeckt oder war das jetzt tatsächlich 'n Zufall?
Also wir machen das eigentlich immer so'n bisschen bunt gemischt. Vom absoluten Freistehen über Naturcampingplätze, da komm ich auch noch mal zu 'nem ganz tollen Naturcampingplatz-Tipp in Schweden später. Ähm Das kommt immer so drauf an. Also das Freistehen ist für uns eigentlich primär unsere, ähm, ja, das so wie wir übernachten wollen, einfach so für uns alleine. Aber der Körper schreit dann doch alle zwei, drei Tage mal nach 'ner schönen Dusche. Dann haben wir ja, wie gesagt, bei so 'ner sechswöchigen Reise in 'nem kleinen Camper wie dem Ford Nugget natürlich den Kleiderschrank auch nicht bis zum Bersten voll, sondern nur so viel mit, wie man, so sagen wir mal, für eine vielleicht anderthalb Wochen mal so anziehen kann. Das heißt, du musst auch immer mal waschen und das machen wir natürlich auf 'm Campingplatz, wo 'ne Waschmaschine ist oder ja, also wo man das machen kann. Und unser Verhalten ist einfach so, dass wir das immer so abwechselnd machen.
Und wir hatten uns jetzt eben für Mittsommer einfach 'n großen Campingplatz ausgesucht, weil wir wollten das bisschen mitbekommen, wie die Leute so feiern und das waren auch sehr, sehr viele Schweden tatsächlich da. Also wir haben, glaub ich, überhaupt gar keine Deutschen gesehen, wenn ich das, wenn ich mich nicht irre. Schweden und Norweger, die auf diesem Campingplatz waren und da Mittsommer gefeiert haben und wo man dann noch 'n Bier angestoßen hat. Das war einfach nett und das wollten wir einfach erleben und nicht in der Wildnis dann dann sein, ne. Das war so unser Ziel.
War ja bestimmt für euren Sohn dann auch ganz interessant, mal so was zu sehen, ne.
Ja, ja, der findet das natürlich toll. Der tobt dann da rum auf den Spielplätzen. Das ist ja nun auch wieder überall und deswegen eben auch noch mal so 'n großer Campingplatz so zwischendurch, dass man einfach was für ihn auch hat und Kinder und Spielplatz, das ist ja immer toll, ne. Dann, dann zieht er da los und den kann man dann auch alleine lassen, wenn man so in Sichtweite ist und dann, dann macht er da den ganzen Tag und lernt Freunde kennen. Dann darf man wieder nicht wegfahren, weil er ja Freunde kennengelernt hat und die noch nicht wegfahren. Das ist dann immer 'n bisschen anstrengend manchmal, aber findet er halt auch toll, ne. Und da versuchen wir eben so 'ne gesunde Mischung für alle zu finden, dass wir als Erwachsene so dieses Naturerlebnis, was das Kind natürlich auch mag, aber der braucht halt auch mal so zwischendurch so 'n paar Spielgefährten seines Alters. Das ist eben mit Einzelkindern dann immer 'n bisschen schwierig.
Und w-wie sieht diese, wie sieht dieses oder sah dieses Mittsommerfest aus, was ihr da mitgemacht habt? Was, ist das wie bei uns, äh, 'n Jahrmarkt oder, oder was passiert da?
Ähm, nee, das war kein Jahrmarkt, sondern das war tatsächlich mehr so, dass da die Familien, ähm, sich teilweise auch, ja, ich hab so das Gefühl gehabt, dass das dann auch mehrere Familien, die zusammen dann irgendwie 'n Tisch aufgebaut haben, gegrillt haben, ge-einfach gefeiert haben, so ge-, ähm, getrunken zusammen. Dann steht ja dieses typische Mittsommerkreuz steht dann da groß geschmückt, äh, auf dem Campingplatz. Das sah schon ganz nett aus. Das ist mehr so wie so 'ne Art, ja, man kann sich das fast so 'n bisschen so vorstellen, wenn man diese alten Bullerbü-Filme kennt, ne, wo die da wirklich sich auf Wesentliches reduzieren, ähm, sitzen da mit, mit ihren Grillutensilien und feiern einfach, ohne dass da jetzt irgendwie großartig noch Hokuspokus ringsrum ist.
Und wie ist es da als Ausländer oder Außenstehender? Ist es einfach, da dann so 'n bisschen reinzukommen, mitzumachen? Wie habt ihr euch verständigt?
Also die Verständigung erfolgt natürlich meistens auf Englisch. Ähm, manche verstehen auch mal 'n Brocken Deutsch, aber das Schwedisch ist natürlich bei mir und bei meiner Frau, äh, reduziert auf das Danke, bitte und so weiter, ne. Wir versuchen schon immer, dass wenn wir in die Länder fahren, dass man natürlich sich einigermaßen verständigt und nicht so brachial da einfach Deutsch spricht und davon ausgeht, dass das alle können. Das find ich immer 'n bisschen unhöflich. Ähm, das ist aber so, dass die Schweden, also so haben wir's zumindest festgestellt, die Schweden ein sehr nettes und herzliches Volk sind und man da absolut überhaupt gar keine Probleme hat, ja, Kontakt zu knüpfen, sich zu unterhalten. Wir haben jetzt auch nicht gemacht, dass wir uns jetzt natürlich an denen Tisch, an dere Tisch gesetzt haben und mitgefeiert haben, sondern einfach so, dass man so dabei war, so mittendrin. Wir haben ja unseren, äh, Platz um unser Fahrzeug herum, wo wir so unsere Sachen gemacht haben und trotzdem hat man dann mal Hallo zum Nachbarn und dann hat man mal 'n Bier angestoßen und woher kommt ihr und 'n Schwätzchen gehalten.
Und das war das, was uns dann eigentlich so ganz gut gefallen hat.
Okay, dann von Lycksele, wie ging es weiter?
Von Lycksele ging es weiter Richtung, grob gesagt, Richtung Hamra Nationalpark. Das war die nächste große Station, die wir uns auf 'm Plan geschrieben haben. Die Nationalparks gibt's ja mehrere oder 'ne ganze Ecke in Schweden, wo man eben richtig schön auch Wanderwege hat, wo die Vegetation noch mal so ganz ursprünglich ist auch teilweise, weil das ja richtig wie so Urwälder sind. Und dieser Hamra Nationalpark ist so 'n, ja, wie s-soll man sagen, wie so 'n Moor-, äh, Park, also Moorlandschaft. Das ist in der, äh, Provinz, äh, Gävelsborg heißt das, glaub ich, wenn ich das richtig ausspreche. Da muss man natürlich mich entschuldigen. Ich kann die ganzen Namen auch nicht immer alle so richtig korrekt aussprechen. Ähm, dort ist sogar die Möglichkeit, auf einem Parkplatz zu übernachten.
Das haben wir auch gemacht, um dann am nächsten Tag direkt von dort aus 'ne Wanderrunde zu starten. Da war's allerdings teilweise so sumpfig und matschig, weil es eben auch davor viel geregnet hat und auch noch für diese Verhältnisse dort früh im Jahr war, dass wir diese eine Runde nicht zu Ende gehen konnten und dann zurück und 'ne andere Runde quasi abgekürzt haben. Aber es war trotzdem unglaublich schön, nett von der Vegetation her. Man sieht viele Tiere in der freien Wildbahn, weil das ja wirklich dann mitten im Nirgendwo ist. Und übrigens, das ist auch noch mal 'n Highlight, auch dort mitten im Nirgendwo kann ich mit meinem Handy, ähm, alles machen, ja. Weil ich immer volle Balken alles hab, ja.
Anders als in Deutschland zum Beispiel.
Ja, in Deutschland kann ich, ich konnte, jetzt geht's inzwischen, aber ich konnte früher kein Online-Banking zu Hause machen, weil die SMS, die es damals noch gab, als TAN-Nummer, ich die hier zu Hause nicht bekommen habe, ne, weil da der Netzempfang so schlecht ist. Aber das ist dort Gott sei Dank 'n bisschen besser. Ja, dann haben wir da übernachtet, haben da auch, ähm, ah, da weiß ich noch, das erste Mal Pizza im Ofen ja gemacht. Das war sehr interessant, hat auch gut geschmeckt. Ähm, und dann sind wir von dort aus weiter zu einer Station gefahren, die wir im Jahr davor schon mal besucht hatten. Es hat mich aber so dermaßen fasziniert auch, und zwar ist das ein Autofriedhof in Borstnes heißt der Ort. Das findet man auf der Karte nur wirklich, wenn man mega sucht. Ganz, ganz tricky. Das liegt bei Töcksfors.
Töcksfors ist so ein Ort, der auch relativ nah wieder an der norwegischen Grenze ist. Also das ist quasi an der, ähm, westlichen Grenze zu Norwegen, so im Mittelschweden, die, ähm, das ist das Wermland, glaube ich, wenn ich das richtig im Kopf habe, dort auch. Und dieser Campingplatz auf Toxförs, Tök, nee, andersrum, Töcksfors, so, äh, wird lustigerweise Betrieb von einer Bekannten meiner Frau. Das haben wir aber erst festgestellt, als wir dort waren, die hier aus Füssen kommt und deswegen sind wir da auch noch mal das zweite Mal hingefahren und eben noch mal diesen Autofriedhof besucht. Das ist ein, ja, ehemaliger Gebrauchtfahrzeughandel von zwei Brüdern gewesen. Früher mu, war das so, dass man keine Neuwagen nach Norwegen von Schweden aus, ähm, exportieren durfte.
Und die haben sich so'n kleines Schlupfloch im Gesetz gesucht und haben die Autos einfach auf diesem großen Platz demontiert und als Einzelteile nach Norwegen eingeführt und dann in Norwegen wieder zusammengesetzt. Und daraus resultierend sind in diesem ganzen Gebiet, das ist also ein großes Areal mit viel, viel Wald, liegen dort inzwischen über 1.000 Fahrzeuge, die, ähm, ja, kurz vorm Verrotten mehr oder weniger sind. Die schwedische Regierung hat da auch was dagegen in, auf der einen Seite, möchte das Ganze gerne, ähm, ja, beseitigen, um d-die Unwelt, Umwelt nicht weiter zu schädigen. Andererseits machen sie aber auch Werbung in ihren Touristenflyern mit dem Ort. Also es ist für die wahrscheinlich auch so 'ne kleine Zwickmühle, wo sie sich befinden. Und das ist eben ganz nett, dort mal rumzulaufen und diese ganzen, also wirklich, da liegen ewig viele Keva, Audis, Mercedesse und so weiter und die sehen halt, ja, wie so'n Auto alt ist, wenn das da liegt.
Das ist komplett durchwachsen. Da wachsen teilweise Erdbeeren in den Fahrzeugen, ja, und, ähm, Bäume aus dem Fahrzeug. Dann sind dann in, in, in Wald hast du plötzlich irgendwie zehn Autos übereinander gestapelt und das in, in, in 20 Reihen. Und also das ist, 'n großer, äh, Linienbus liegt dann da mitten im Wald so quer. Also das sieht so aus wie bei The Walking Dead, muss ich immer, denk ich mir immer, wenn ich das, wenn ich da durchlaufe. So eben als wär der Mensch seit, ja, keine Ahnung, 20 Jahren, 30 Jahren da nicht mehr gewesen und das ist der Über, das Überbleibsel, was da übrig geblieben ist, ne. Und das ist auf jeden Fall immer interessant, so als Fotomotiv, äh, da zu fotografieren und auch zu gucken, was sich hat-- Das war auch der Grund.
Wir wollten einfach auch sehen, was hat sich verändert, zum Beispiel nach einem Jahr. Wie, äh, äh, sieht man da überhaupt 'ne Veränderung? Und das ist tatsächlich auch so gewesen, dass sich das wirklich ganz schön verändert hat. Wir haben da teilweise Fotos verglichen mit dem Jahr davor und da sind Autos, ja, teilweise komplett platt gesunken durch die Verwitterung und, ähm, also das ist schon erstaunlich gewesen. Das war's.
Ja, und die Natur holt sich ja relativ schnell ihr, äh, Terrain wieder zurück, wenn der Mensch weg ist, ne. Da, da hat man wahrscheinlich auch gesehen, wie da dann, ähm, Teile weiter überwuchert wurden.
Ja, definitiv. Also das ist schon wirklich, wirklich, wirklich erstaunlich. Ja, um das jetzt nicht zu lang zu machen, fahren wir mal weiter und, äh, jetzt haben wir so'n richtiges Kinderprogramm gemacht. Das ergab sich auch daraus, dass wir Freunde, ähm, getroffen haben, die zu der Zeit in, im Smalland waren und dort, also nicht im Smalland, ne, das, was man bei IKEA kennt, wo man die Kinder abgibt, sondern Smalland, die Region in, in Schweden, wo zum Beispiel ganz bekannt eben das ganze Astrid Lindgren, äh, Leben stattgefunden hat, die ganzen Bücher spielen, die ganzen Filme, die man auch kennt, äh, spielen. Und da gibt's unter anderem auch diese Astrid Lindgrens Welt. Das ist wie so 'ne Art Freizeitpark, nur ohne Fahrgeschäfte, sondern mit Attraktionen beziehungsweise mit kleinen nachgebauten Kulissen der Bücher und Filme.
Zum Beispiel der Katthult, Katthulthof von Michel aus Lönneberger, der in Schweden eben Emil heißt, Emil aus Lönneberger, dann die Pipi Kunter, ähm, Villa Kunterbunt, dann von dem Bruder Löwenherz. Alles ist dort vertreten. Und was eben das Schöne ist an, an Schweden auch, dass das alles wirklich, wirklich für Kinder gemacht ist. Also das heißt, es gibt dann nirgendswo ein Verbotsschild, wo steht, da dürft ihr nicht dran, bitte das nicht anfassen, hier nichts machen und so weiter, sondern es ist alles komplett offen. Bei diesen Kulissen werden zum Beispiel Theatervorführungen, ähm, ja, aufgeführt, zum Beispiel irgend so 'ne kleine Szene aus Michel. Da sitzt das Publikum außen rum, guckt sich das alles an und wenn dieses Theaterstück vorbei ist, kannst du auf die Kulisse drauf, also sprich richtig auf das Gelände drauf, in die Häuser reingehen, mit den Darstellern da quatschen.
Also es ist so richtig so: Ihr dürft gerne reinkommen, ihr dürft alles machen. Ihr seid eingeladen. Das ist so typisch Astrid Lindgren eben und das ist so richtig, richtig schön für Kinder. Das fand ich wirklich gut und das haben wir eben da gemacht. Da waren wir dann auch in dem Wimmerby Campingplatz, der relativ nah da dran liegt. Ähm, der ist auch ganz nett. Den würd ich jetzt nicht als besonders hervorheben, aber ist nett, ist auch 'n bisschen kostenintensiver, würd ich mal sagen. Aber von dort aus kannst du halt ganz schnell in diese Astrid Lindgren Welt. Von dort aus kannst du auch starten. Da gibt's ja dann auch noch, ähm, also da, die richtigen Drehorte, wo zum Beispiel Michel aus Lönneberger stattgefunden hat, dieser Katthulthof und Bullerbü zum Beispiel gibt's auch noch mal.
Da hab ich zwei Zwischenfragen. Die erste, ähm, gibt's auch, äh, Herrn Nilsson und den kleinen Onkel in der Kulisse, äh, von Pippi Langstrumpf hier das Pferd und das Äffchen?
Also den, das Pferd gibt's auf jeden Fall.
Oh.
Das wird dort, ähm, sogar auf dem ganzen Gelände gibt es 'ne, 'n Stall und 'ne Weide, wo das Pferd eben haust, ich sag jetzt mal, oder wohnt, lebt, ja. Und das ist direkt hinter dieser Villa Kunterbunt. Und wenn die Aufführungen sind, da wird jetzt auch nicht das Pferd irgendwie, ja, richtig mit eingebunden, sondern es wird einmal so am Strick so da durchgeführt. Hier ist das Pferd. Oder bei Michel zum Beispiel, äh, wird mal 'ne Kutsche von 'nem Pferd gezogen, ähm, und das war's dann eigentlich auch. Die Tiere leben dort, du kannst die auch streicheln und die kannst, äh, also ich glaub, füttern soll man sie ja nicht, aber du kannst da auf jeden Fall die Tiere sehen. Und den Herrn Nilsson, das, ähm, ist kein echter Affe, sondern das ist dann 'n Stoffaffe, der dann, ähm, in der Villa Kunterbunt zum Beispiel oben aus irgend'nem Fenster rausguckt.
Da hat man dann tatsächlich keinen echten Affen genommen.
Und die zweite Frage, weil wir jetzt so'n bisschen über, über das Thema Kinderfreundlichkeit gesprochen haben: Wie habt ihr das denn insgesamt in Skandinavien wahrgenommen? Ähm, find ich jetzt besonders spannend, weil meine letzte Gästin, mit der ich über die Skandinavientour gesprochen hab, die hat auch keine Kinder, genauso wie wir. Wie kinder- und familienfreundlich sind denn, ähm, Norwegen, Schweden, ich weiß nicht, wart ihr in Finnland auch?
Nee, da waren wir dann nicht. Das haben wir nicht gemacht. Wir waren nur Norwegen und Schweden. Und da kann ich tatsächlich sagen, dass wir es als sehr kinderfreundlich empfunden haben. Also das war eben genau das, dieses Typische, was jetzt in dieser Astrid Lindgren Welt noch mal auf die Spitze getrieben wurde, dass man alles darf. Also wir waren zum Beispiel das Jahr davor waren wir in, in Stockholm und was ich da als Erstes gesehen habe, da gibt's mitten in der Stadt gibt es 'n großen, ja, wie so 'ne Art kleinen Teich, wo Springbrunnen in der Mitte sind. Außen rum sind Eisdielen und so weiter und in diesem riesengroßen Springbrunnenteich hüpften die Kinder da rum und tanzten und, und, äh, badeten mehr oder weniger. Also da kann ich mir vorstellen, das ist in Deutschland dann oft mal nicht so gern gesehen und da ist das völlig normal und ganz offensichtlich, dass man das da alles darf.
Also auf jeden Fall auch 'n, 'n Reiseziel, was für Familien empfehlenswert ist.
Ja, genau. Und deswegen fahren wir tatsächlich dieses Jahr wieder hin. Wie langweilig, aber es ist einfach noch nicht alles gesehen, was man noch sehen kann. Und weil wir eben wissen, dass der Kleine da Spaß hat. Also der hat natürlich auch Spaß in Italien irgendwo am Meer, aber das ist eben so, weil man da alles eben machen kann und man so frei ist. Des-deswegen nutzen wir das gerne, ne. Das macht einfach dann Spaß.
Ich hab auch noch 'n kleinen Zusatztipp. Also wir sind ja inzwischen auch schon ohne Kinder wieder unterwegs. Unsere Kinder sind erwachsen und in Vimmerby gibt es noch, äh, neben dieser, dieser Kinderattraktion von Astrid Lindgren auch noch das Lindgren Hus oder das Lindgren Museum, wo man dann halt das oder ein Teil des Geburtshauses von Astrid Lindgren, äh, äh, praktisch in ein Museum integriert hat, wo halt 'ne ganze Menge über die Geschichte und, äh, über die Entstehung der Bücher und über das ganze Leben von Astrid Lindgren erzählt wird. Das ist unglaublich interessant, weil man halt, äh, auch 'n Stück weit durch 'n, durch 'n großen Garten laufen kann und da 'ne ganze Menge Stellen hat, wo viel über das Leben und über, äh, das Treiben von Astrid Lindgren erzählt wird. Also das ist also dann für diejenigen, die, ähm, entweder ohne Kinder unterwegs sind oder auch vielleicht mit Kindern dann neben der Astrid Lindgren Welt, also für die Kinder speziell, dann dort auch noch mal hingehen wollen, weil das ist auch durchaus für Kinder, äh, geeignet.
Nicht für, vielleicht für ganz kleine Kinder, ähm, sondern eher für die etwas älteren, aber es ist halt, äh, ganz, ganz toll und hat 'n unheimlich tollen pädagogischen Hintergrund auch diese ganze Geschichte. Das kann ich auch sehr, sehr empfehlen.
Jetzt kurzer Zwischenstand von mir. Also damit die, die jetzt zuhören und, äh, noch gar nicht sich mit dem Norden beschäftigt haben, ganz kurz wissen, wo wir sind. Also wir sind quasi über Dänemark gestartet, äh, quasi östlich der, des oberen oder nördlichsten dänisch, dänischen Zipfels liegt Göteborg. Da sind sie mit der Fähre gelandet, sind dann nach Norden gefahren über die Grenze zwischen Schweden und Norwegen nach Oslo, dann hart Richtung Norden durch, durch Norwegen bis eben zum Polarkreis, dann wieder zurück Richtung Osten nach Schweden rein. Ähm, auch dann Richtung Osten, danach in Schweden wieder eher westlich in die Richtung, sag ich mal, Oslo-Göteborg, auch wenn das eine sehr großer Bereich ist und dann wieder nach Osten zu fahren, nach Vimmerby, was ja quasi eher Richtung Ostsee liegt.
Und da sind wir jetzt angekommen. Wie viel Wochen sind bis dahin vergangen, äh, bis ihr da gelandet seid?
Da waren, glaub ich, so vier, viereinhalb Wochen ungefähr vorbei, ja.
Okay, dann bin ich jetzt gespannt, was die letzten ein bis anderthalb Wochen passiert.
Also wir sind ja, wie man ja gehört hat, wir sind ja relativ zickzack, äh, von oben runtergestochen, ähm, immer da, wo's Wetter gut war. Das haben wir also quasi so gemacht, dass wir immer geguckt haben: Ja, jetzt ist hier Regen angesagt, aber da hinten noch nicht. Dann fahren wir eben da noch mal 200 Kilometer nach rechts rüber. Das haben wir dann eben auch immer so gemacht und so sind wir so 'n bisschen zickzack gefahren. Dann ergab sich das eben mit den Freunden und deswegen diese Routenführung, die vorher tatsächlich auch überhaupt nicht feststand, ne. Also wir haben das wirklich uns immer frei treiben lassen und geguckt, wie's geht. Und das größte Highlight, was dann eigentlich noch kommt so, war eine, ein ehemaliges Kupfer- und Nickelbergwerk. Das ist ganz in der Nähe von, von, äh, Vimmerby aus und dort kann man mit, ja, ich sag jetzt mal, Grubenkleidung, Helm und Lampe bewaffnet und Gummistiefeln in 'ne, in diese Grube reingehen, in dieses Bergwerk Und das war so faszinierend, weil auch dort gibt es einen komplett ausgeleuchteten Bereich, dass man da eben so richtig schön, wie man das jetzt hier auch so kennt, wenn man mal in so 'n, so 'n Tropfsteinhöhle oder so was geht.
Und dann gibt es noch 'n Bereich, da wird auch vorher gesagt: „Ab hier kein Licht mehr“, das heißt eure eigenen Taschenlampen. Und dann geht man da rein in diesen Bereich und muss sich wirklich also vorher überlegen: „Okay, pass auf, wir machen das so, dass wir immer die rechte Hand an der Wand langfahren lassen, dann kommen wir irgendwann wieder raus“, weil es geht kilometerweit in die Schächte rein mit Abzweigungen und man steht dann irgendwann, das haben wir auch gemacht, natürlich Taschenlampe mal aus und so richtig im pechschwarzen Bereich. Also das war so unglaublich spannend dort, weil man da eben auch alles erkunden kann. Und im Nachgang kann man sogar noch draußen Goldschürfen lernen, weil dort auch relativ viel, ähm, Gold tatsächlich noch so im Bodenreich und so weiter ist.
Und das hat uns so 'n bisschen angefixt. Meine Frau, die macht jetzt nix anderes mehr als Goldschürfen.
Das kann ich gut verstehen. Das wär, wär ich genauso.
In Norwegen jetzt. In Norwegen, die nächste Runde geht an irgendwelchen Goldküsten entlang, also Gold-, äh, äh, -adern, die sie rausgesucht hat. Das wird auf jeden Fall spannend, aber das war auf jeden Fall 'n total tolles Erlebnis dort.
Habt ihr Gold gefunden?
Ja, sie hat Gold gefunden, ja. Ja, sie hat sogar relativ viel Gold gefunden. Also das meiste im, äh, bisher, also mehr als wenn man jetzt zum Beispiel hier bei uns im Allgäu mal die Schüssel ins Wasser hält. Da kommen ja immer nur so kleine Minipartikelchen raus und dort waren's tatsächlich schon mal 'n bisschen größere Sachen, ja.
Also ist euer nächster Urlaub dann der erste Campingurlaub, den jemals jemand gemacht hat, der mit mehr Geld wiederkommt, als er losgefahren ist, ja?
Ja, wenn das passiert, das, äh, glaub ich zwar noch nicht, aber...
Ich glaub, die fahren dann demnächst mit 'm Liner nach Schweden. Und 'nem Lkw noch hintendran, damit sie das Gold wegschaffen können.
Ja.
Okay, das klingt auch superspannend. Und, ähm, w-wie weißt du noch, wie der, wie der Ort dazu hieß?
Also ich hab mir das hier aufgeschrieben, und zwar ist das, ähm, Moment, da geht's. Das ist Schönköpings Län im Norden, äh, von Småland ist das. Schönköpings Län heißt das, glaub ich, wird das ausgesprochen.
Da sind wir auf unserer Schweden-Norwegen-Tour auch durchgekommen vor circa zehn Jahren, ähm, aber da wusst ich nix von Goldschürfen, sonst wär ich da sicher hängen geblieben. Danke für den Tipp. Nächstes Mal, äh, werd ich da auch mal mein Glück versuchen.
Das haben uns unsere Freunde eben empfohlen, die da auch eben waren und die haben drei Kinder dabei gehabt und 'n Wohnwagen. Die waren also noch 'n bisschen mobiler, wenn man die Lager aufgeschlagen hat. Das ist ja dann immer schön, wenn man 'n Wohnwagen hat und 'n Fahrzeug. Das kennst du wahrscheinlich auch ganz gut, Nele.
Ja.
Ähm, wir müssen ja dann immer erst uns entscheiden, äh, fahren wir weiter und auf dem Weg zum nächsten Standpunkt, da macht man dann solche Sachen. Und das hatten die uns eben, ähm, empfohlen und da sind wir dann da hingefahren. Die haben uns auch noch gleich 'n paar tolle Plätze im Wald gezeigt, wo man übernachten kann. Das haben wir auch gemacht. Also das war einfach spannend. Diese, diese Grube war mehr, mehr als sehenswert, ja.
Okay, Goldschürfen geb ich ja zu, dass mich das auch so 'n bisschen, äh, angefixt hat, weil ich über Corona angefangen habe, mich, äh, ich glaub, auf DMAX und, und auf Discovery gibt's da diese, diese Goldschürfer in Alaska und das hab ich mir ziemlich, ziemlich häufig reingezogen. Und da, also da-damit hast du mich jetzt auch. Ansonsten war ich ja auch schon 'n paar Mal da, aber, aber das wär so dann der erste Punkt, um da auch noch mal zu starten. Hm, wohin ging es dann danach? Jetzt sind wir ja schon relativ weit im Süden von Schweden und wahrscheinlich auch zeitlich schon nur noch bei 'ner halben bis 'ner Woche, oder?
Ja, ja, so ungefähr 'ne Woche war da, glaub ich, noch übrig und da haben wir noch mal 'ne Wanderung eingelegt. Das wird, ich glaube, sogar, ähm, noch mal 'n bisschen in den Norden gehen wieder tatsächlich. Wir sind nämlich zum Store Mosse Nationalpark gefahren. Das liegt da so bei Värnamo. Das wussten wir aber, dass wir da noch mal hoch müssen oder wollen. Das war uns auch egal, weil wir da jetzt nicht wirklich geplant haben, dass wir das in 'ne, in eine sinnvolle Route bringen, sondern wir haben das tatsächlich auch 'n bisschen vom Wetter abhängig gemacht und haben dort nämlich im Jahr zuvor auch 'ne Wanderung starten wollen, da hat's aber nur geregnet und gewittert vor allen Dingen auch. Also Regen wär ja noch okay, aber Gewitter, das ist dann nicht so geräuer, wenn man dann auf freiem Gelände sich befindet. Und da war das Wetter eben super.
Sind wir dann also dorthin gefahren, haben dann auch... Nee, genau, wir sind morgens angekommen, s..., haben dann unsere Wanderung gemacht. Die haben uns da so 'n Rundweg ausgesucht. Die sind ja schön beschildert, diese ganzen, äh, Wege, immer mit Kilometern und wie sie heißen und auch mega gut beschildert. Und dann haben wir auch was gesucht, was Anton einigermaßen schafft beziehungsweise was wir ihm zugetraut haben, damit wir ihn da nicht die Hälfte des Weges irgendwo aufm Rücken, Schulter oder sonst irgendwie was zurück, äh, schleifen müssen. Und das war dann so 'ne Route, die hatte, glaub ich, elf Kilometer und das ist der schön tapfer mitgewandert, hat sich die ganze Zeit, ähm, gut mit uns unterhalten, hat alles da entdeckt und da sind ja Eidechsen, da sind, ähm, fleischfressende Pflanzen zu sehen.
Es ist wirklich also unglaublich, was man da alles entdecken kann in diesen, ähm, Nationalparks und diese Routen. Diese Route führte dann auch tatsächlich noch über so 'n kleines, ja, wie man das so kennt, so 'n kleiner schwedischer Bauernhof, der aber nicht bewirtschaftet ist, sondern diese Häuser sind fertig gemacht als Übernachtungsunterkünfte für eben Wanderer. Das heißt, du hast dann da ein kleines Häuschen, da sind dann irgendwie mehrere Zimmer drin mit Doppelbetten und so Stockbetten und dann ist da noch 'n, 'n Ofen drin, dann kannst du da Holz draußen holen und den Ofen befeuern. Du kannst dann da draußen grillen, du kannst da übernachten, wie gesagt. Das find ich auch total spannend. Und dann ist dann kurz dahinter auch noch 'ne Zeltwiese, weil Zelten ist ja in Schweden und ich glaub, in ganz Skandinavien auch relativ, sowieso relativ leicht und einfach zu machen.
Und diese Route sind wir gelaufen und dann hat er danach tatsächlich noch, ähm, die Mama angebettelt, da gibt's nämlich noch so 'n Trollpfad, wo so 'ne, kannst du dir aus dem, ähm, aus diesem Center, das da ist, äh, dieses Tou-, ja, Touristencenter klingt immer so bisschen, aber da kannst du dir so 'ne Fibel holen, wo du diesen Trollpfad gehst und dazu eine Geschichte erzählen. Und dann kannst du diesen Troll ver-verfolgen, der in dieser Geschichte vorkommt und überall finden. Da ist er noch mal acht Kilometer gelaufen. Also das war dann eben nicht genug. Also das war schon sehr, sehr schön und ist mega gut und dann haben wir dort auch übernachtet. Haben ja, da auf dem Parkplatz gestanden. Also da gibt's ja immer so ausgewiesene Stellen, wo Wohnmobile stehen können.
Das sind dann aber auch nicht viele. Das heißt also, man muss schon 'n bisschen gucken, dass man da dann noch 'n Platz findet, aber es war eben auch dort wieder möglich. Und dann haben wir nach 'm Frühstück am nächsten Tag sind wir dann aufgebrochen und dann sind wir schon Richtung Ystad gefahren, also in die Richtung gefahren. Auch noch mal wieder mit ein, zwei Zwischenstopps unterwegs, die jetzt aber nicht spektakulär waren, dass man sie jetzt erwähnen müsste. Aus Ystad haben wir uns, äh, vorgenommen, mit der Schnellfähre zurückzufahren. Das wollten wir nämlich auch mal machen. Das ist ja dieses Schnellboot, was innerhalb von zwei Stunden von Ystad nach, ähm, Travemünde fährt, also auf Rügen.
Nee, Travemünde ist, Travemünde ist Sassnitz, meinst du, ja.
'tschuldigung, Sassnitz. Ja, ja, jetzt hab ich mich, äh, verhaspelt. Also nee, Sassnitz, da fährt die Fähre hin. Das ist auf Rügen. So, jetzt haben wir den Schuh. Und dort sind wir halt mit 'm, mit der Fähre hingefahren und dann haben wir von Rügen bis Pfronten, das sind dann so knappe 1.000 Kilometer, eine Zwischenübernachtung gemacht und dann waren wir zu Hause. Das liegt aber daran, dass wenn ich einmal in Deutschland bin, dann packt mich mein Bleifuß, dann hab ich keinen Bock mehr überhaupt noch irgendwie links oder rechts anzuhalten. Dann haben wir noch mal unterwegs 'ne, 'ne Nacht gemacht auf 'nem sehr netten Stellplatz tatsächlich. Also wirklich schön. Ich weiß, ähm, nicht mehr genau, wo das war. Kann ich aber noch mal raussuchen und euch schicken, dass ihr's vielleicht noch mal reinpacken könnt, weil das wirklich 'n schöner Stellplatz war.
Ähm, aber dann möcht ich einfach nur nach Hause. Dann ist für mich alles andere egal. Dann brauch ich nicht mehr, selbst wenn noch zwei Tage Zeit wären, irgendwo links und rechts fahren, dann möcht ich nur noch nach Hause und ja, dann waren wir wieder daheim.
Das ist auf jeden Fall 'ne sehr spannende Reise.
Du hattest vorhin noch was gesagt von 'nem besonders schönen Naturcampingplatz. Ich weiß nicht, ob wir den jetzt schon abgedeckt hatten.
Nee, den haben wir tatsächlich noch nicht abgedeckt und das ist der Eckener Naturcampingplatz. Der liegt etwas oberhalb von Kronenberg. Das ist so 'ne kleine Stadt, die sich auch im südlicheren Teil noch befindet. Ähm, Eckener Naturcamping ist ein Campingplatz, da warst du ja auch schon mal, Stebo. Äh, da waren wir im, das Jahr davor nämlich auch. Es liegt an einem See. Ähm, das ist eine Naturanlage, die mehr oder weniger um den See herum aus Wald besteht und in diesem Wald sind immer wieder so kleine Schneisen, wo du ganz alleine auf deiner, ja, ich sag jetzt mal in Anführungsstrichen, Parzelle stehst. Du hast dort, ich muss jetzt mal überlegen, das sind gar nicht mal viele Plätze, aber auf 'nem riesen Grundstück.
Naturcamping deswegen, weil wie gesagt, keinerlei Infrastruktur. Das heißt, du hast dort kein Klo, kein Waschhaus, nichts, also auch kein Strom. Und du musst dort stehen und dir überlegen und wir sind zum Beispiel, wir haben weder Solar noch sonst irgendwie was an Bord, außer eben unsere normale Aufbaubatterie. Ähm, wir haben ein Klo dabei, das haben wir schon, aber wir haben halt keine Dusche oder so. Das geht, gibt's in dem Nugget ja nicht, außer 'ne Außendusche oder den See dann dementsprechend, ne. Und, ähm, für uns war dann eben, was Freistehen angeht, auch an dem Campingplatz immer so der limitierende Faktor, aber tatsächlich das Wasser, was wir im Tank mit haben, das sind nämlich nur 42 Liter und die sind halt irgendwann mal weg. Zähneputzt und so weiter, ne. Das ist dann irgendwann mal flöten. Aber dieser Campingplatz braucht eigentlich auch nicht mehr für uns.
Das ist eben so 'n richtiger Erholungsort. Du hast da weder 'n Nachbarn noch, ähm, ja, du hast da einfach keinen Menschen um dich rum. Du kannst natürlich auch zur nächsten Parzelle laufen, das geht schon, aber, ähm, du hast da sonst niemanden. Das ist echt nett.
Ich hab grade mal geguckt, weil mir der Name so bekannt vorkam und ich glaube tatsächlich, dass wir da auch waren auf unserer Tour. Weil alles, was du da erzählst, ähm, bringt so 'ne dunkle Erinnerung in mir wieder hervor. Aber wie gesagt, bei uns ist es jetzt zehn Jahre her. Müsst ich noch mal genauer in unseren Aufzeichnungen gucken.
Ja, Ni-Nicolas hatte uns auch infiziert. Wir waren dann, äh, auch da. Also ist wirklich 'n Erlebnis, dieser Platz. Also ganz, ganz toll.
Der sieht auf Google Maps wirklich traumhaft aus. Also 'n riesiger See.
Verlinken wir.
Und genau, und dann ist er da so quasi auf so 'ner Art Halbinsel, ähm, und da ist wirklich nix. Also hier auf Google Maps, ich weiß nicht genau, wann das, wann das Bild entstanden ist, aber da steht da quasi, stehen da irgendwie drei, nee, da steht 'n Wohnmobil, da steht 'n PKW und dann wahrscheinlich vorne an der Rezeption, wo so 'n bisschen die zwei, drei Häuschen sind, da stehen so 'n paar Wohnmobile. Ähm, vielleicht werden die da aber auch einfach abgestellt von, von Leuten, die quasi dann zum Urlaub machen wieder dahin kommen, aber das, das sieht schon verdammt urig aus alles.
Ja, du hast oben, da wo du grade sagtest, die Häuschen, da ist, glaub ich, der Besitzer des ganzen Areals, der wohnt dort und da schmeißt man dann in 'nem Briefumschlag in 'nen, in 'nen Briefkasten Die, ich lass mich überlegen, das sind, glaub ich, zehn Euro pro Tag gewesen, das es, wie's, äh, was es da gekostet hat. Also umgerechnet, du kannst also in Euro bezahlen oder auch in schwedischen Kronen. Dann wären's eben 100 Kronen sind es, glaub ich, ne. 100 Kronen sind zehn Euro. Und da oben ist auch 'n, äh, Toilettenchie..., äh, Entsorgungsstation. Also Entsorgungsstation ist gut, ne. Das ist einfach 'n Loch im Boden, wo du das da reinschütten kannst. Du kannst da Wasser tanken, das gibt's da auch, aber sobald du unten bist, nicht. Und es gibt immer mal wieder Leute, die hab ich dann gesehen, die mit ihrer Ta..., Kassettentoilette da schön diesen, äh, Schotterweg da hochgezogen haben, um die Toilette zu entleeren, ne.
Da bist du dann natürlich besser aufgestellt, wenn du dein, deine Komposttoilette beziehungsweise Trockentrenntoilette hast, womit du einfach irgendwie zehn Tage da stehen kannst. Ähm, ja und da ist dann eben noch so 'ne, auf dieser Halbinsel ist noch so 'ne Wiese, da kann man, glaub ich, auch mit 'n paar mehreren stehen. Wir haben uns also, wie gesagt, immer so 'n bisschen außerhalb, äh, orientiert, wo diese Buchten da sind, wo von d-, von jeder Bucht übrigens kann man direkt in den See und das ist für uns auch toll. Anton, der baut dann da unten mit 'm, mit Steinen irgendwie 'n Hafen und lässt seine Boote da fahren. Von dort aus starten wir mit unserem Stand-up-Paddle. Also wir sind Stand-up-Paddle, äh, Fahrer. Aus dem Grund, weil Anton und Steffi, also meine Frau und mein Sohn, die baden eigentlich hauptsächlich und wollen aber zwischendurch mal aufsteigen.
Und ich bin jemand, ich mag jetzt Wasser jetzt nicht so zum Schwimmen, das, ich kann zwar schwimmen natürlich, aber ich bin eher so lieber auf dem Wasser und dafür hat sich bei uns rausgestellt, dass das Stand-up-Paddle eigentlich so die beste Variante, weil man aus'm Wasser eben schnell hochkommt und nicht so 'n Rand wie beim Gummiboot oder keine Ahnung, Kanu oder Kajak hat, wo man drüber steigen muss, sondern beim Stand-up-Paddle kannst du halt so drauf. Und wir haben dann auch so 'n Doppelpaddle und da gibt's irgendwie auch noch so 'n Kanal, das kann man ja auch sehen auf den Luftaufnahmen. Den Kanal sind wir letztes Jahr auch einmal komplett durchgepaddelt. Das ist auch wirklich total urig, weil das aussieht, also du bist da auf diesem Kanal und denkst so, du bist da auf 'm, keine Ahnung, Mississippi, ne. Links und rechts die, die Pflanzen, die da so ins Wasser wachsen und so. Das ist also wirklich traumhaft schön.
Ja, sieht einfach super aus. Also kann man nicht anders sagen. Verlinken wir euch auf jeden Fall auch in den Show-Notes, wenn wir oder vor allen Dingen Nikolai euch da jetzt Lust drauf gemacht habt, dann, äh, auf geht's. Und der ist auch gar nicht so weit weg. Also der liegt relativ weit im Süden, sodass man den also auch mal für 'n kürzeren Urlaub gut erreichen kann. Ähm, ja. Cool. Also das, das macht auf jeden Fall Lust auf, auf Skandinavien, was du alles erzählt hast. Vor allen Dingen denk ich auch, auch wenn ich selber, äh, keine Kids habe, denk ich mit Kindern, weil's da an vielen Ecken was zu erleben gibt und, und grade ja auch die, diese Mischung zwischen Natur und dann aber auch wieder irgendwie was zum Erleben, wie, wie in Wimmerby und so weiter. Ich glaube, das ist 'n ganz cooler Mix, der's dann für, für alle auch spannend macht.
Eben nicht nur für die Kids, nicht nur für die Eltern, sondern wo alle Spaß dran haben.
Ja, ich denke mal, ihr habt ja, glaub ich, auch Hund, ne? Dann mit 'm Hund dürfte das auch, glaub ich, kein Problem sein. Wir haben da nämlich viele Leute mit Hunden getroffen. Das ist auch sehr schön.
Mit unseren jagdlich ambitionierten Hunden ist es ein bisschen anstrengend, ähm, weil die dann doch die ganze Zeit an der Leine sind und, ähm, d-d-da ist eher etwas, wo nicht so viel Getier unterwegs ist, äh, deutlich entspannter.
Ja, unsere hätte da natürlich, äh, ihr bestes Leben, weil so viel Wasser, die liebt ja Wasser über alles. Äh, Seen, Flüsse, Meer, was auch immer, ist egal. Hauptsache, das Wasser kommt nicht von oben. Also von daher wär das auf jeden Fall auch noch mal 'n, 'n Reiseland für uns beziehungsweise auch Norwegen natürlich.
Ja, und wenn ich jetzt mal auf meine Uhr gucke, dann, dann lag ich mit meiner Einschätzung ja ziemlich richtig, dass wir's vermutlich nicht schaffen werden. Ihr habt's ja grade selber gehört. Wir haben jetzt grade die Skandinavien-Tour besprochen und ich, ich würde sagen, wir müssen halt dann einfach jetzt also nicht nur noch eine, sondern vermutlich noch zwei Folgen machen. Also eine, wo der Stebo dann auch mal mehr zu Wort kommen darf und quasi über die Italienreise spricht. Und die Nele hat ja die Baltikum-Tour ausgesucht. Ähm, die können wir dann auch wieder zu zweit machen, aber ich würde sagen, ähm, erst mal noch mal an Nikolai die Frage: Gibt's noch was, was du aus deiner Sicht noch unbedingt unseren Hörer und Hörerinnen zu der Tour oder generell zu Skandinavien mitgeben möchtest?
Also was ich an Skandinavien mag und liebe, ist diese Offenheit der Menschen und vor allen Dingen, dass man dort wirklich frei ist. Natürlich, wenn ich da jetzt noch mehr von schwärme, werden noch mehr Menschen nach Skandinavien fahren und dann wird's auch dort noch voller und das ist, ähm, ja das, was zum Beispiel dort auch faszinierend ist, dieses riesige Land mit so wenig Menschen, ver-, also verteilt auf den Quadratkilometer, ja. Und das macht's eigentlich so schön, diese unberührte Natur, die man ja hier teilweise gar nicht mehr hat. Wenn man jetzt hier über die Dörfer fährt, auch hier im Allgäu, ist ja alles wunderschön, aber trotzdem überall ist irgendwo 'n Haus, überall ist irgendwo 'ne Straße, überall ist irgendwo was, was wem gehört. Ähm, so dieses Naturerlebnis, das hab ich eben schon lange nicht mehr gehabt und dort tatsächlich so für mich entdeckt.
Und ich denke mal, vielleicht sagen jetzt welche, die nach Alaska und, und, äh, Kanada fahren, das kenn ich ja daher schon und so. Es ist mit Sicherheit auch relativ ähnlich. Ich meine, da die, es, es sieht ja auch genauso aus dort fast, ähm, ist es aber nur 'n bisschen weiter. Und deswegen fahren wir eben sehr gerne da aktuell hin, weil es einfach für uns Wohnmobilisten oder auch Camper schön komfortabel und einfach ist.
Und 'n ganz angenehmer, netter Menschenschlag auch.
Ja, ganz genau.
Ja, und die Anreise ist viel entspannter als nach Kanada oder Alaska.
Ja, das definitiv vor allen Dingen mit eigenem Camper, ne.
Grade mit dem eigenen Camper, genau.
Ja gut, dann würd ich sagen, sagen wir dir, Nikolai, erst mal vielen lieben Dank und, ähm, Stebo, wir vier nehmen jetzt gleich noch deine Italienreise auf. Ihr liebe Hörerinnen und Hörer müsst euch dann eine Woche gedulden leider. Ähm, aber ich hoffe, ihr bleibt trotzdem dran und wenn ihr dann natürlich auch die Folge mit dem Stebo nicht verpassen wollt, dann lohnt es sich auf jeden Fall einmal den Podcast zu abonnieren und wir freuen uns immer auch über Rückmeldungen zu den Folgen. Also sprich: Hat's euch gefallen? Wollt ihr mehr von dieser Art Content hören? Also jetzt speziell eben zum Thema Reiseberichte. Und ja, Sebastian, hast du noch was zu sagen?
Ich freu mich auf die nächste Folge mit Italien. Fand das hier wieder super spannend und hoffe, ihr liebe Hörer und Hörerinnen hattet auch so viel Spaß dran und jetzt vielleicht auch noch mehr Lust und überhaupt Lust auf Skandinavien bekommen, da mal mit dem Camper hinzudüsen oder auch mit dem Zelt. Meine Schwester übrigens ist am Mittwoch Richtung Norwegen unterwegs. Die sind zu zweit mit 'm Zelt unterwegs und haben sich ein riesiges Programm vorgenommen. Ich glaube nicht, dass sie das schaffen werden, aber mit dem Zelt ist es natürlich auch cool, weil du ja nahezu überall, ähm, also nach dem Jedermannsrecht, da wo's sozusagen nicht verboten ist, unterkommen kannst und sie haben da 'n paar ganz coole Locations geplant und da bin ich auch sehr gespannt. Vielleicht hat sie auch irgendwann mal Bock auf 'n Podcast. Müssen wir mal gucken, uns davon zu berichten.
Das, da hätten wir dann auch mal jemanden ohne Campingfahrzeug. So, ich wollt gar nicht so viel quatschen. Danke, Stebo und vor allen Dingen Nikolai, dass ihr hier wart und uns so viel darüber erzählt habt und jetzt freu ich mich auf die nächste Folge mit Italien und übergebe das Wort quasi erst mal an Stebo und dann hat das letzte Wort Nikolai.
Ja, vielen Dank, dass, äh, wir dabei sein durften. Oder ich, ich hab ja heute noch nicht so viel gesprochen und ich freu mich total auf die nächste Folge und, äh, ich muss ehrlich sagen, also wir sind ja ohne Kinder unterwegs gewesen in, auf unserer Italienreise und wir haben natürlich für die, äh, Familien dann jetzt nicht so wahnsinnig viel zu berichten, aber ich glaube, es ist trotzdem sehr, sehr interessant, weil Italien halt so wahnsinnig viele tolle Ecken bietet und, äh, ich kann das schon anteasern, deutlich mehr Menschen als in Skandinavien.
Ja, ich bedanke mich auch ganz herzlich für die Einladung hier bei euch im virtuellen Studio, dass wir mal dabei sein durften. Da wir euch ja auch schon lange verfolgen und kennen und hören, ist es echt spannend, euch mal zu sehen dazu. Also wir sehen euch ja, ähm, die Hörer ja leider nicht, die Zuhörenden ja leider nicht und dementsprechend danke noch mal. Ähm, ich hoffe, ich konnte 'n bisschen mit meiner Begeisterung und das hat man wahrscheinlich auch gemerkt, für Skandinavien anstecken und freue mich, das nächste Mal 'n bisschen ruhiger dabei zu sein, wenn der Stebo erzählt.