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Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.
Und ich bin Sebastian und wir beschäftigen uns heute mal mit den Preissteigerungen bei den Campingfahrzeugversicherungen.
Ein eher unangenehmes Thema, nicht nur für diejenigen, die's bezahlen müssen, sondern auch für die Versicherer selber. Und wie bei allen Versicherungsthemen haben wir uns wieder den Dieter Schäffler von der RMV ins Boot geholt. Er ist ja unser Nummer-eins-Ansprechpartner zu allem, was wir so zum Thema Versicherungen auch bei uns im Magazin camperstyle.de machen. Er berät uns da immer, gibt uns ganz viele wichtige und wertvolle Informationen, weil er einfach schon, ja, man kann schon sagen, seit Jahrzehnten in der Branche unterwegs ist. Und ja, heute sprechen wir über die Preissteigerung, weil das ja auch was ist, was dich, Dieter, sehr beschäftigt als Anbieter und was dich auch gar nicht so glücklich macht. Und ja, vielleicht stellst du dich einmal noch kurz unseren Hörerinnen und Hörern vor, die dich noch nicht kennen aus einer der alten Folgen und dann gehen wir direkt über zu den Punkten, die wir heute mitgebracht haben.
Ja, hallo Nele, hallo Sebastian. Ich freu mich, dass ich heute wieder bei euch sein kann, wir uns hören und, und, äh, diskutieren und sprechen können über, ja, zugegebenermaßen ein etwas komplexeres Thema, dem, wie du eben so schön sagtest, unangenehmen Thema der Preissteigerung, äh, im Bereich der Campingbranche. Für die, die mich, äh, bisher nicht kennen, Dieter Schäffler, bin Geschäftsführer bei der RMV, äh, GmbH. Wir sind Spezialanbieter für den Bereich Reisemobile und Wohnwagen, ähm, arbeiten mit sehr, sehr vielen Händlern zusammen und, ähm, ich freue mich, dass, äh, wir heute auch zu diesem Thema, äh, sicherlich das eine oder andere erzählen können, was in naher Zukunft auf uns alle zukommen wird.
Wir haben ja schon in diversen Gesprächen uns darüber unterhalten, schon eigentlich seit dem letzten Jahr, wo ja abzusehen war, dass es auch zu Steigerungen kommen wird in der ganzen Branche, aber eben auch bei Versicherungen. Kannst du einmal als Einführung relativ kurz abreißen, wie so die Entwicklungen aktuell sind? Also, ähm, wie haben sich zum Beispiel jetzt die Preise verändert, ähm, in Prozent oder wie auch immer man das festmachen kann, so in den letzten ein, zwei Jahren?
Ja, wie gesagt, das Thema ist sehr, sehr komplex. Man muss es einfach so sehen, dass, ähm, also marktweit, wenn man jetzt mal von, von der Seite des Versicherers spricht, extreme Verluste bei den Kfz-Anbietern bundesweit, äh, getätigt werden. Und, äh, diese Verluste, die dadurch getätigt werden, wir kommen sicherlich später mal dazu, warum diese Verluste eingetreten sind, ähm, werden kompensiert natürlich dadurch, dass die Beiträge natürlich, äh, die extremen Schadenzahlungen auffangen müssen. Und das hat sich in den letzten zwei, aber auch drei Jahren leider entwickelt, dass, äh, die Schadenzahlungen immer mehr geworden sind, äh, oder die Schadenfälle immer mehr geworden sind. Daraus resultieren auch die Schadenzahlungen.
Und das führt natürlich dann auch irgendwann zu dem Punkt, dass der Versicherer, äh, dann auch, äh, massiv die Beiträge anheben muss, um die Schadenzahlungen auch, äh, in der Form, äh, tätigen zu können. Das jetzt mal so ganz kurz. Prozentzahlen sind sehr schwer zu nennen, weil von den Prozentzahlen her ist es so, ähm, dass die Schadenkosten gestiegen sind. Da kann man eine Prozentzahl nennen, so circa zwanzig Prozent sind die, sind die Schadenkosten gestiegen. Das kann man auch später noch mal ausführen. Ähm, ja, also die Schadenfälle sind mehr geworden. Wie ich eben sagte, die Unwetterereignisse sind mehr geworden, aber vielleicht gleich, gleich später noch mal dazu, ähm, zu, zu dem einzelnen Themenbereich dann noch mal mehr. Insgesamt erwarten wir, äh, bis Ende des Jahres schon, ähm, einen nicht unerheblichen Beitragsanstieg aufgrund der gestiegenen Schadenfälle, ne.
Und liegt das in erster Linie daran, dass Versicherte heutzutage mehr melden? Oder sind tatsächlich die, ähm, die, äh, Schadenereignisse häufiger und heftiger geworden? Oder liegt's an den gestiegenen Kosten bei den Ersatzteilen? Was würdest du so als Faktoren, ähm, festmachen, die eben diese Steigerung in 'ner ja doch relativ massiven Höhe begründen?
Ja, sagen wir mal so: Das ist, ist ein Mix aus, aus mehreren Bereichen. Wir haben, äh, in dem Mix aus mehreren Bereichen, man muss sich das so vorstellen wie so 'n Kuchen, der so aufgeteilt wird. Und in dem Kuchen haben wir einmal so ein Stück, das, äh, sind die Ersatzteilpreise der Fahrzeuge. Dann haben wir ein Stück Kuchen, das sind die Lohnkosten, die gestiegen sind. Ähm, wir sprechen ja allgemein, also auch nicht nur in der, in dem Bereich der Campingbranche von, äh, Fachkräftemangel. Und um diesen Fachkräftemangel natürlich zu decken, ähm, muss ich natürlich auch den, der in dem Bereich arbeiten will, einen höheren Lohn zahlen, sodass er natürlich auch in diesem Bereich tätig wird. Das sind so zwei Faktoren, die 'ne große Rolle spielen. Das Ganze natürlich auch inflationsgetrieben, ne. Klar, alle Preise steigen. Ähm, die Zulieferer wollen auch mehr Geld haben.
Das dauert länger, äh, die Sachen zu beschaffen. Diese Beschaffungskosten müssen natürlich auch, äh, getilgt werden. Ähm, dann, äh, ist die Anzahl der Schadenfälle insgesamt deutlich gestiegen. Ähm, so 'n Paradebeispiel bring ich immer ganz gerne an, wenn ich darüber spreche, wie es im letzten Jahr gewesen ist. Wir haben in dem Zeit bis August viele Schadenfälle gehabt, aber im letzten Jahr war es halt so, dass, äh, August, Anfang September drei Großereignisse alles übern Haufen geworfen haben. Und, äh, das waren, äh, Schadenfälle, die, äh, in Kroatien stattgefunden haben. Sturm, Hagel, ein Mega-Unwetter, ähm, der in Italien, ähm, stattgefunden hat, ja. Äh, Gardasee nenn ich da einfach mal nur, wo jedes fünfte Fahrzeug nahezu Totalschaden war.
Die Kunden haben bei uns angerufen, haben geschildert, wie's gewesen ist. Die haben halt so Angst gehabt, die haben unterm Tisch gesessen, weil der Hagel so groß war, dass es durchs Dach geschlagen hat. Und dann gab's dann noch mal lat basten, äh, last but not least einen, einen Schaden im Wetter, äh, Bayern, Österreich, äh, der die ganze Krone aufgesetzt hat. Ähm, wir haben Fotos gesehen, wo ganze Straßenzüge weiß waren, so war der Hagel. Das war nur so ein Bereich August, September. Und wenn man sich überlegt oder mal Revue passieren lässt, äh, wie dann so die Wetterereignisse der letzten drei Jahre waren, ähm, dann sind wir da felsenfesten davon überzeugen, die Wetterverhältnisse verändern sich, ja. Also die Stürme werden heftiger. Also ich erlebe es beispielsweise so, äh, dass wenn wir drei Tage Knaller super Wetter haben, jeder freut sich, ist super.
Spätestens am vierten Tag kommt das große Gewitter. Alles zuckt zusammen, es wird Unwetter gemeldet, Unwetterwarnungen, Starkregen, ja, der, der sehr, der, der herüberkommt, Hagel, ähm, Windstärke neun, zehn, Tornado ja, To-Tornado nein. Alles das beeinflusst natürlich dann auch die Anzahl der Schäden, die eingetreten sind. Und wenn die Schadenanzahl höher wird, wird logischerweise auch das, was der Versicherer als Kaufmann zahlen muss, deutlich höher. Und, äh, wie jedes andere Unternehmen ist auch ein Versicherer Kaufmann. Der kriegt was rein und muss was rausgeben. Und wenn er über mindestens drei Jahre hinweg mehr rausgibt, als er einnimmt, wird er irgendwann seine Kosten nicht mehr decken können. Und das führt im Endeffekt dazu, dass aus diesem Mix aller dieser Faktoren, die ich eben genannt habe, ich hab eben mal so schön mit Kuchen beschrieben, ähm, natürlich auch zu der Preissteigerung beziehungsweise Beitragssteigerung kommt, weil diese Kosten nicht mehr zu decken sind.
Hinzu muss man, muss man wissen, es gibt 'n Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen und grade auch in dem, in dem Finanzbereich, BaFin auch so ein Stück weit abgekürzt, äh, in der, in der Fachsprache. Die, äh, haben ein Auge darauf, dass, ähm, die Versicherer so wirtschaften, ja, dass auch diese Kosten gedeckt werden können, ohne dass es zu großen Problemen kommen wird. Also die, die, die gesamt, die gesamte Sparte ist, ähm, sag ich jetzt mal, so ein bisschen in Aufruhr, ja, die Kfz-Sparte in, bei nahezu allen Versicherern, wenn man, ähm, einschlägigen Fachzeitschriften, aber auch im Presse, Funk und Fernsehen, wie wir immer so schön sagen, mal so ein bisschen die Nachrichten verfolgt, dann sickert schon durch, dass, äh, viele Versicherer nicht umhinkommen werden, also auch zum Jahresende deutlich die Beiträge anzunä, anzuheben für die Kunden, die bereits im Bestand sind und der Neukunde deutlich tiefer in die Tasche greifen muss, um, äh, sein Fahrzeug, also sein Wohnmobil, wir sprechen über Campingfahrzeuge oder mal Wohnwagen, auch zu versichern.
Im Pkw-Bereich wird's aber auch nicht, nicht anders sein. Es, äh, kursieren auch Gerüchte, dass einige Versicherer oder Sparten aus dem Bereich, äh, sich von dem Markt trennen werden, ja, weil die Schadenkosten einfach zu hoch sind. Und, äh, insofern ist, äh, dieses Thema sicherlich brandaktuell. Aber noch mal, wie du so schön eingangs sagtest, nicht deshalb getrieben, weil der Versicherer mehr Geld verdienen möchte. Das möchte er immer, ne. Also das ist ganz klar. Aber auf der anderen Seite aber auch, äh, bewusst getrieben durch das, was sich in den letzten Jahren ereignet hat, ja. So kann man das vielleicht mal zusammenfassen, ja, mhm.
Das betrifft ja auch nicht nur die Versicherungen rund um Fahrzeuge, sondern das betrifft auch diverse Versicherungen aus dem Gesundheitsbereich, die auch massiv gestiegen sind. Ich, ich denk nur an die, an die Krankenversicherung unseres Hundes. Der hat nämlich auch, äh, 'ne ordentliche Preissteigerung hingelegt. Äh, bei euch ja auch, Sebastian, ihr habt ja dieselbe Versicherung. Ähm, es geht auch um, um, ähm, Gebäudeversicherungen und Ähnliches nach den, äh, Großschadenereignissen, die ja jetzt auch in Bayern wieder waren, ähm, wo wir schon mitbekommen haben, dass in der Region also auch die Versicherungs, äh, Beiträge massiv steigen werden. Wahrscheinlich so, dass manche Menschen sich das gar nicht mehr leisten können.
Ja.
Und, ähm, von daher ist das ja jetzt kein Singulärereignis, was wir hier heute betrachten, sondern es fügt sich ja leider ein in eine generelle Verteuerung bestimmter Lebensbereiche. Ähm, vielleicht könntest du noch mal so als Ergänzung einfach dazu 'nen, 'nen kurzen Exkurs machen, was eigentlich an Faktoren generell die Preisgestaltung für Fahrzeug- oder auch Freizeitfahrzeugversicherungen beeinflusst. Da gibt's ja auch noch einige Punkte, die jetzt mit den Preissteigerungen auf den ersten Blick nix zu tun haben. Ähm, können wir da noch mal 'n Blick drauf werfen?
Mmm, ja, nix zu tun haben ist relativ, ne. Also das ist so, dass das, ähm, das Fahrzeug an sich ja versichert wird und da muss man, muss man sehen, was hab ich für ein Fahrzeug? Äh, damit geht's schon los, ne. Welchen Neuwert hat das Fahrzeug? Was ist das für ein Fahrzeugtyp? Ist das ein Kastenwagenteil, vollintegrierter? Ist das ein Alkoven? Ist das vielleicht ein Kastenwagen? Ist das ein Selbstausbau? Ähm, da geht's schon los, indem ich da anfange zu unterscheiden. Bezahle ich jetzt, äh, für mein Fahrzeug mit einem Neuwert von achtzigtausend eine entsprechende Versicherungsprämie oder bezahle ich hier einen Beitrag für ein Fahrzeug, das mal eben hundertfünfzigtausend Euro kostet? Das ist Punkt eins. Neben der Geschichte, ähm, wie ist das Fahrzeug beschaffen mit einem GFK-Dach, ohne GFK-Dach. Dann haben wir weiter natürlich auch die Frage: Wie nutze ich das Fahrzeug?
Ne, bin ich alleiniger Fahrer? Fahr ich wenig? Fahr ich viel? Äh, wie alt sind die Fahrer des Fahrzeugs? Äh, sind die, äh, firm genug, mit einem solchen, dann in dem Fall größeren, äh, Fahrzeug zu fahren? Ähm, ich sag's, nehmen wir mal so ein schönes Beispiel. Ja, es ist, es ist also so, dass, äh, wenn man mit einem Reisemobil unterwegs ist und es stellt sich halt immer die Frage, auch dann, wenn ich ein deutsches Fahrzeug kaufe, das ist sehr oft bei Mietern so, die mit einem Fahrzeug unterwegs sind, bevor sie ein Fahrzeug gekauft haben. Ähm, der Mann an sich gibt ja nicht gerne zu, dass er mit einem solchen Fahrzeug nicht gut umgehen kann, ne. Das ist also so. Und ich, ich mach's dann immer mit so 'nem schönen Beispiel. Er macht vor seiner Frau immer einen auf dicke Hose und sagt: „Also überhaupt kein Problem, ich kann da super mit fahren." Dann fahren die los. Äh, beim rückwärts Einparken wird er natürlich von seiner Frau eingewiesen, aus Sicht des Mannes falsch eingewiesen und wenn er falsch eingewiesen wird, ist die Frau halt immer schuld, obwohl er selber mit diesem Fahrzeug nicht umgehen kann.
Und schon habe ich einen Seitenschaden, ja, oder fahr den Spiegel ab, ja. Oder ich nehm einfach nur, total banal, äh, bei der Heckklappe hinten den Schüssel nicht raus, ja, die ich also aufklappen kann. Dann klapp ich hoch und zack, habe ich schon einen Heckschaden. Eine schöne kleine Delle, die mal locker eben zweitausend Euro ausmacht.
Oder ich übersehe 'n Ast, der von oben runterhängt. Äh, liebe Grüße gehen raus an meinen Freund Jürgen.
Ja, das ist so, das sind so, so, so schöne Beispiele. Könnten wir es endlos weitermachen und ich glaub, jeder, der hier zuhört, der, der weiß, wovon man spricht. Zumal wenn man natürlich immer so schön da sitzt und sieht jemand ankommen und sich die Frage stellt: „Hm, mal gucken, was jetzt passiert." Nein, wir driften jetzt ein bisschen ab, aber das ist ja nun mal, so, so ist es einfach, ja. Und, ähm, das spielt ja auch 'ne Rolle, ja. Bin ich geübt? Lass ich mein Fahrzeug auch von jemandem fahren, der von dem ich denke: „Oh, da kommt er mit dem Fahrzeug klar oder kommt mit dem Fahrzeug nicht klar." Ähm, geb ich das meinen Kindern, die mit dem Fahrzeug umgehen können? Äh, wie gehen die mit dem Fahrzeug um? Wie nutze ich das Fahrzeug überhaupt? Fahr ich damit nur am Wochenende? Fahr ich damit größere Strecken? Oder nutze ich das Fahrzeug unter Umständen auch vielleicht in Anführungsstrichen als Erstfahrzeug, ja?
Ich schaffe meinen Pkw ab und benutze das Wohnmobil. Ich bezeichne das mal komplex mit Wohnmobil, ob's jetzt 'n, 'n kleiner Kasten ist oder ob's 'n teilintegrierter ist, äh, als Alltagsfahrzeug. Ja. Dann hab ich natürlich auch im Sinne der Versicherung ein höheres Schadenrisiko, weil ich dieses Fahrzeug höher und viel, äh, länger benutze, als wenn ich damit nur an 'nem Wochenende fahre, äh, wobei ich mir dann die schönen Gegenden ansehen kann, mir einen schönen Stellplatz aussuchen kann, den ich Best Case im Vorfeld noch gebucht habe, oder ob ich damit zum Einkaufen fahre. Ja, d-das sind auch Faktoren, die bei einer, äh, Berechnung, äh, natürlich eine Rolle spielen, ne.
Und habt ihr in diesen beiden Bereichen, die du jetzt genannt hattest, also Thema Mietfahrzeuge und Thema, ähm, Menschen schaffen sich ein Campingfahrzeug als Alltagsfahrzeug an, auch beobachtet, dass das in den letzten Jahren zugenommen hat? Also nicht nur die Schäden an sich, sondern auch die Anzahl der Menschen, die mieten und die Anzahl der Menschen, die mit ihrem Campingbus oder Kastenwagen halt dann auch zur Arbeit und zum Einkaufen gurken.
Ja, Tendenz ist einfach schon so, dass, ähm, auch die Anzahl derer, die das Fahrzeug als Erstfahrzeug benutzen, also als Alltagsfahrzeug benutzen, deutlich zunimmt. Da sind wir bei der, bei dem Beispiel zusätzliche Kosten, ne. Habe ich zwei Fahrzeuge, von dem ein Fahrzeug nahezu oft stehen bleibt, dann überlege ich mir zweimal: „Hm, muss ich das Fahrzeug denn wirklich haben? Wozu benutze ich das Fahrzeug? Ich muss für das Fahrzeug die Versicherung bezahlen und ich muss für das Fahrzeug die Steuer bezahlen. Schlimmstenfalls noch Reparaturkosten bezahlen. Lohnt sich das, das Fahrzeug zu behalten? Ja, nein, wer fährt das Fahrzeug?" Sind viele Überlegungen, die Kunden natürlich gerade dann, wenn wir sowieso von allgemeinen Kosten in jedem von dir schön eben erwähnten Lebensbereich sprechen, natürlich eine nicht unerhebliche Rolle spielen, ne. Also das ist schon, äh, 'n Punkt, wo man sagen kann, klar, die Tendenz geht schon in diese Richtung, ja.
Ähm, was auch sehr viel unterschätzt wird, sind ja aber auch nicht nur die, die Schäden, die das durch diese Unwetter entstehen, sondern genau dann, wenn diese Fahrzeuge auch oft und viel gefahren werden, ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Glasschadens, äh, extrem hoch. Ja, also auch Glasschäden ist, ist, ist ein Risiko, dass der Versicherer, ähm, ja durchaus zu tragen hat. Ähm, das ist, äh, und, äh, von der Entwicklung her auch so, dass da die, die Ersatzteilpreise von einer Scheibe, ne, die kosten nicht mehr eben achthundert, sondern die kosten mittlerweile zwölfhundert, ja. Und hab ich einen Glasschaden, wie gesagt, dann bezahle ich zwölfhundert für die entsprechende Austausch der Scheibe. Wenn's ein größeres Fahrzeug ist, teil- oder vollintegrierter, dann kostet so 'ne Scheibe mal eben so als Frontscheibe auch mal locker vier bis fünf oder drüber sechstausend Euro, ja.
Das, äh, wird auch sehrfach, sehr vielfach unterschätzt, ne, wie hoch denn da auch die Kosten einer möglichen Reparatur sind beziehungsweise des Austausches. Das muss man an der Stelle auch sehen, ja.
So haben wir jetzt quasi, also generell kämpfen wir alle grade mit gesteigerten Kosten. Das merkt sicherlich jeder auch in, in seinem privaten Geldbeutel. Nele hat grade die Tierversicherung angesprochen. Die steigt, weil die Gebührenordnung der Tierärzte sich ja geändert hatte, weil da mehr Kosten eben auch sind. Und jetzt haben wir aber bei den Fahrzeugen, ne, um's so 'n bisschen zusammenzufassen, quasi das große Problem. Wir haben nicht nur diese gesteigerten Kosten, du hast grad schön mit der Scheibe zum Beispiel gesagt, sondern wir haben zusätzlich auch noch mehr Schadenfälle, weil eben das Wetter aktuell extremer ist und, ähm, quasi es noch viel mehr Schadenfälle quasi gibt. Das heißt, wir werden oder die Versicherungen haben ein viel, viel höheres Risiko zu tragen für, für ihre Geschichten und demzufolge wird's quasi doppelt teuer. Ist, ist Quatsch, kann man so nicht sagen, aber es wird um ein, ein wahrscheinlich Zweifaches oder vielleicht auch mehr teuer, je nachdem, wie viel Schaden, Schäden sozusagen entstehen.
Das ist natürlich sehr, sehr ärgerlich, grad bei, bei den Freizeitfahrzeugen. Und dann kommt noch dazu: Durch diese Preissteigerung versuchen Menschen natürlich zu sparen, ähm, und nutzen dann ihren, ihren Campingbus grade oder auch den Kastenwagen als Alltagsfahrzeug und treiben damit natürlich, also das ist kein Vorwurf an die Menschen, die das machen, ne. Das ist ja auch, auch völlig legitim.
Wir machen das auch.
Genau, ja. Aber treiben damit natürlich die Kosten weiter hoch, weil höheres Risiko und am Ende geht's bei einer Versicherung, also eine Versicherung kennt oder schätzt zumindest Risiken ja ziemlich genau ab. Du hast ja grade so 'n paar Faktoren gesagt. Wahrscheinlich sind's noch viel, viel mehr, die die aus den Daten auslesen können und dann guckt die sich das Risiko an und sagt: „Alles klar, ja, so viel Prozent, äh, gibt's 'n Risiko, dass dieser Schaden eintritt. Der kostet uns dann so viel" und dann wird das irgendwie quasi berechnet. Also- Sehr, sehr stark vereinfacht. So, das heißt, wir haben sozusagen drei Faktoren, die sich selber bedingen und quasi das Ganze immer teurer machen und deswegen wahrscheinlich auch jetzt nicht eine Preissteigerung, ja, wir machen mal zwei Prozent mehr, sondern halt wirklich so, dass es halt auch wehtut. Das ist eigentlich quasi das, was passiert und wes-wes-weswegen auch wahrscheinlich da draußen der eine oder andere, ähm, unzufrieden ist mit seiner Versicherung.
Gar nicht, weil sie nicht das leistet, was sie soll, sondern weil sie einfach halt plötzlich grade unverständlicherweise teurer wird, ne. Und das wollten wir sozusagen jetzt mal 'n bisschen rausarbeiten: Warum ist das eigentlich so? Was passiert da draußen? Das mal so als, als Zwischenzusammenfassung, wie es dazu kommt.
Und betrifft es im Querschnitt alle Fahrzeugversicherungen? Also ich mein jetzt nicht Versicherer, weil die müssen alle irgendwie gucken, dass sie zu ihren, ähm, zu ihren Einnahmen kommen, sondern ich mein wirklich die Versicherungstypen, also Haftpflicht, Vollkasko, Teilkasko. Oder beobachtet ihr in manchen, ähm, bei manchen Versicherungstypen extraordinär hohe Steigerungen, während's bei anderen vielleicht stabil bleibt oder sogar sinkt?
Ja, die Frage ist auch sehr interessant, auch wieder bisschen komplexer. Hm, wir haben einmal den Bereich der Haftpflichtversicherung und dann haben wir den Bereich der Teilkaskoversicherung. Die Teilkaskoversicherung ist ja so der Bereich, der für Sturm, Hagel, Überschwemmungen, Glasschäden, Diebstahl des Fahrzeugs, auch diese tot-sogenannten, bei dem Versicherer genannten Totalentwendungen, haben zugenommen. Vielleicht nur ein Satz dazu: Grade dann, wenn die Totalentwendungen zunehmen, muss auch da mehr gezahlt werden, weil vielleicht auch dem einen oder anderen bekannt, auch die Fahrzeugpreise, ja, deutlich gestiegen sind. Und insofern dadurch, dass die Fahrzeugpreise gestiegen sind, muss der Versicherer ja genau dann, wenn der dieses Fahrzeug ersetzt, ja auch wiederum mehr zahlen. Und wenn der Ver..., wenn der, der Hersteller mal eben die Preise zwischen zehn, 15 oder 20 Prozent anhebt, ähm, muss der Versicherer natürlich auch wissen, dass er bei einer entsprechenden Schadenzahlung auch etwas mehr zahlen muss.
Das mal so am Rande erwähnt. Auf der anderen Seite ist es so, dass, ähm, in dem Bereich der, der Haftpflicht-Teilkasko entsprechende Schadenfälle eintreten und im Rahmen der Vollkasko genau dann, wenn ich einen Unfall verursache oder wie eben so schön beschrieben, äh, irgendwo den, äh, den Ast mitnehme oder ich gegen 'ne Mülltonne fahr oder wie auch immer, ähm, oder einen Ver-richtigen Verkehrsunfall habe. Da sind wir wieder bei dem Punkt, äh, dass man, äh, bis vor einigen Jahren noch gesagt hat, äh, das größte Risiko im Rahmen der Campingfahrzeuge ist die sogenannte Teilkaskoversicherung. Frage: Warum nicht Vollkasko? Wieso Teilkasko? Antwort: Weil das Fahrzeug ja nahezu immer den Witterungs- und Wetterverhältnissen ausgesetzt sind. Es steht nicht wie beim PKW in der Garage, sondern draußen.
So, best case noch unter einem Vordach, ja, oder unter einem Carport oder aber dann, wenn ich's über Winter abstelle, in der Scheune. Aber ansonsten steht's ja nahezu immer im Freien und ist diesen Witterungsverhältnissen oder Wetterverhältnissen ausgesetzt. PKW kann in der Garage stehen, dem macht 'n Hagel nichts, ja, und ein Sturmschaden nichts. Aber man hat festgestellt, dass auch da eine Tendenz, äh, zu entdecken ist, dass der sogenannte Vollkaskoschaden, nämlich der Schaden des, des eigentlichen Verkehrsunfalls, wie eben beschrieben, deutlich angestiegen ist und die Kosten der Reparaturen aufgrund der Höhe der Schäden, ja, die ma ich nicht eben bei 'nem Durchschnittsschaden von 3.000 Euro liegen, sondern bei 4.000 oder 5.000 Euro liegen, zugenommen haben. Erklärung, warum haben sie zugenommen?
Da sind wir wieder bei dem Punkt, den wir eben genannt haben, weil doch eine Vielzahl der Fahrzeuge als Alltagsfahrzeug benutzt wird. Und wenn's als Alltagsfahrzeug benutzt wird, ist auch die Wahrscheinlichkeit dessen, dass ein solcher Schadenfall eintritt, natürlich deutlich gestiegen. Im Verhältnis zu dem, als was man vor einigen Jahren oder vielleicht vor zehn Jahren noch gesagt hat: Mein Reisemobil, Wohnmobil, wie auch immer genannt, äh, damit bin ich dann unterwegs, wenn ich meine Freizeit genießen möchte. Ja, ich mach 'ne schöne Reise und fahr damit nicht immer eben die Kinder vom Sport abholen, zum Sport bringen, zur Schule, zum Einkaufen, wie auch immer, ja, oder zur Arbeit halt. Da kann man also, um die Frage jetzt in dem Fall zu beantworten, schon erkennen, dass so der, der Hauptpunkt der Teilkaskoversicherung, äh, hin zur Vollkasko geht und damit verbunden natürlich auch ein Anstieg der Haftpflichtschäden, weil ja da eben der kleine Verkehrsunfall, ähm, auf dem Parkplatz auch mal eben entstehen kann, der vorher nicht so entstanden ist, ja.
Und der Schaden dann mit den Reparaturkosten natürlich deutlich höher wird.
Also sowohl am eigenen als auch am Fremdfahrzeug.
Genau, genau, ja. Wenn ich mit einem Wohnmobil gegen, gegen ein, ein PKW fahre, ist wahrscheinlich aufgrund der Masse der Schaden wahrscheinlich größer, als wenn ich, äh, mit meinem PKW eben rückwärts setze und gegen die Stoßstange des anderen Fahrzeugs, äh, fahre, ja. Das muss man einfach deutlich so sehen, ja.
Und, also wenn ich jetzt sehe, meine Versicherung steigt zum Jahresende, dann ist ja so 'n gelebter Reflex, dass man sagt: "Nee, also da, da wechsel ich jetzt zu 'nem anderen." Kann ja auch jeder sich dann noch mal umgucken. Wir haben ja auch schon was zum Thema Versicherungswechsel gemacht, ähm, um den Leuten einfach so 'n bisschen mit auf den Weg zu geben, was, äh, worauf ich da achten muss. Aber du hattest mir jetzt im Vorgespräch so kurz angedeutet und da würd ich gerne heute noch mal 'n bisschen näher drauf eingehen, dass man jetzt grade in, in dieser Phase, wo ja jeder Anbieter mit gestiegenen Kosten zu tun hat und früher oder später wahrscheinlich nachziehen muss, weil sonst einfach 'ne, ähm, Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist, ähm, dass man genau in dieser Phase jetzt sehr vorsichtig sein muss, weil es eben sein kann, dass einzelne Anbieter zugunsten möglichst stabiler Preise dann vielleicht Leistungen streichen.
Ähm, kannst du das noch mal näher erklären und vielleicht auch unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben, wie man das erkennen kann? Also muss der Versicherer das dann aktiv mitteilen oder muss ich dann da ins Kleingedruckte gucken? Oder wie erkenne ich, ob mein Versicherer jetzt die Preise stabil hält und aber vielleicht sagt, ich zahl das, das und das nicht mehr?
Also grundsätzlich, ähm, ist, ist meine, meine Meinung dazu und so, so wie man das auch allseits hört im Versicherungsbereich, kenne ich aktuell keinen Versicherer, der die Beiträge in dem Moment, wo sie jetzt sind, stabil halten kann. Das ist ausgeschlossen, weil wie eben beschrieben, die Schadenzahlungen, äh, deutlich gestiegen sind und die Schadenkosten, so wird's bezeichnet, deutlich gestiegen sind, ja. Man kann also, um einfach mal 'ne Prozentzahl in den Raum zu werfen, locker damit rechnen, dass die Beiträge zwischen 20 und 30 Prozent steigen werden. Das, das muss man einfach so sehen, weil damit also auch den Kosten Rechnung getragen wird. Wenn es drunter liegt in dem Bereich, kann ich sagen: Top, super, hat man einen schönen Versicherer gefunden, aber da ist man genau nämlich bei dem Punkt, den du grade erwähnt hast. Was sind denn dann auch die Leistungen oder die Leistungseinschnitte, die dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen?
Das sollte man sich genau angucken. Wenn ein Versicherer hingeht und sagt, wir versichern jetzt einen Teilbereich aus dem Versicherungsschutz nicht mehr, muss er darüber informieren, weil das ist ja 'ne Vertragsveränderung. Er kann ja nicht einfach 'ne Leistung streichen und sagen: „Okay, das hast du jetzt zu akzeptieren, ähm, und damit ist jetzt gut." Wenn ich an dem Vertrag was verändere, äh, dann muss ich das mitteilen. Oder aber der Versicherer muss hingehen und sagen: „Ich erhöh den Beitrag um Summe X oder Prozentsatz X." Und wenn der Versicherer, wenn der Versicherungsnehmer oder der Kunde dann sagt: „Nee, bin ich gar nicht mit einverstanden. Ihr habt's ja wohl nicht alle. Das ist viel zu, viel zu viel und bin ich nicht bereit zu zahlen", ähm, dann hat er natürlich die Möglichkeit, auch aufgrund der Beitragserhöhung zu kündigen, den Versicherer zu wechseln. Wobei da man natürlich extrem drauf achten sollte, wo wechsel ich denn hin?
Was bietet denn der andere Versicherer? Und man muss auch dann sehen, dass ich ja den Beitrag, den ich jetzt gezahlt habe, mit dem dann neuen Beitrag bei dem neuen Versicherer vergleichen muss, äh, den ich natürlich dann mit einem neuen Versicherungstarif bei dem Versicherer bekomme. Und die neuen Versicherungstarife werden laut meinem Kenntnisstand bei allen Versicherern deutlich angehoben werden müssen.
Aber dann könnten ja manche Versicherer schlau sein und jetzt noch 'n bisschen warten, bis die Wechselwelle quasi anläuft. Also ich sag mal so, Versicherung A erhöht zum 31.10. oder zum 31.12., ich weiß nicht, ob da immer das Kalenderjahr gilt, erhöht die Preise und dann sagt Versicherer B: „Das ist aber cool, weil dann wechseln ganz viele und ich halt jetzt meine Preise noch stabil, nehm in Kauf, dass ich jetzt vielleicht im ersten Quartal Verluste einfahre, aber ich zieh dann erst danach meine Preise hoch, weil dann hab ich vielleicht ganz viele Neukunden bei mir."
Ja, die Frage ist ja interessant, die ist auch berechtigt. Ähm, kann durchaus so sein, weil nicht zu jedem Zeitpunkt bei allen Versicherern gleich die Prämie erhöht wird und nicht alle Versicherer zum gleichen Zeitpunkt hingehen und sagen, wir machen ab dem Zeitpunkt, äh, Gültigkeitsdatum X einen neuen Versicherungstarif. Beispielsweise wir von der AMV haben zum 01.07. einen neuen Versicherungstarif. Es kann sein, dass, äh, Gesellschaft Y zum 01.09. einen neuen Versicherungstarif macht, kann aber auch sein, dass ein anderer Versicherer erst zum 01. einen neuen Versicherungstarif auf den Markt bringt. Das ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Da gibt's keine Allgemeingültigkeit. Kann natürlich zur Konsequenz, dass man sagen kann: „Okay, wenn der Versicherer erhöht hat, dann holen wir uns noch die Kunden, die dann bei uns zu einem niedrigeren Beitrag den Versicherungsschutz abschließen können.
Ähm, und wir machen dann zum Zeitpunkt Y einen neuen Versicherungstarif. Erst dann erhöhen wir, dann haben wir natürlich den einen oder anderen Kunden eingefangen." Spätestens nach einem Jahr holt einen das aber wieder ein, weil, äh, der Kunde, der jetzt, ähm, ich sag's mal ganz vorsichtig, günstig, äh, bei dem Versicherer gelandet ist, der wird sich im Jahr darauf wundern, weil der Versicherer ja genau für den Kunden weniger Beitrag eingenommen hat. Ja, und dann sind, dann hast du wieder diese Spirale, dass du ja natürlich dem gegenüberstellst: Was hab ich reinbekommen? Was muss ich als Versicherer rausgeben? Ähm, mittlerweile ist's ja so, dass auch der, sagen wir mal, das Versicherungsjahr ja nicht mehr grundsätzlich vom 01.01. bis zum 31.12. ist, sondern es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die machen den Versicherungsschutz ab dem Zeitpunkt der Zulassung ein Jahr.
Heißt, ich melde, heute haben wir den 01., äh, passt ja ganz gut, ne, den 01.08., den 01.08., äh, meld ich mein Fahrzeug an und schließ meinen Versicherungsschutz, äh, jetzt ab. Bei der Versicherung, nehmen wir jetzt mal für Fairminzia. Die Fairminzia, äh, sagt dann: „Okay, wir bieten dir Versicherungsschutz bis zum 01.08. im nächsten Jahr." So, jetzt gehen wir mal ein Jahr weiter und zum 01.08. im nächsten Jahr, äh, wäre dann die Konstellation gegeben und dann kann der Versicherer zum 01.08. eine allgemeine Beitragserhöhung durchführen, genau für diesen Kundenbereich, der dann bei Summe X oder bei Prozentsatz X liegt, ohne dass er einen neuen Versicherungstarif auf den Markt gebracht hat für den Neukunden. Das ist eine nur allgemeine Beitragsanpassung, die bei allen Versicherern immer zu dem Zeitpunkt kommt, bevor der Vertrag ausläuft.
Da wird geschaut, was ist im Jahr gewesen, was müssen wir machen, um einigermaßen auskömmlich zu sein. Und bei vielen herkömmlichen Gesellschaften, die noch diesen typischen Versicherungsablauf 31.12. haben, wird's ja so sein, ne, dass im November, äh, immer allgemein mitgeteilt wird, äh, vielfach im Fernsehen, im, im Rundfunk, wie auch immer: „Denken Sie an die Wechselfrist bis zum 30.11." Dass im November die allgemeine Wechselwelle entsteht, weil dann immer geschaut wird: „Oh, was hat mein Versicherer erhöht? Seh ich ja gar nicht ein. Die haben sie nicht alle. Ich gehe jetzt woanders hin." Und das kann natürlich in dem Moment passieren, aber da sind wir wieder bei dem Punkt, dass man einfach seinen Versicherungsschutz mal vergleichen sollte, ja.
Das heißt also, wenn die Beiträge steigen, also ich sage jetzt mal, ich hab jetzt mein Fahrzeug versichert ab dem 01.03. und bei euch sind jetzt, ähm, die Beiträge zum 01.07. gestiegen, ähm, dann treffen die mich nicht unmittelbar, sondern erst quasi im Anschlussvertrag. Hab ich das richtig verstanden?
Das ist korrekt. Weil die Beit, die Beitragssteigerung zum 01.07. betrifft ja den, den Kunden, der neu zu uns kommt.
Mhm.
Ja, weil zu dem Zeitpunkt der Versicherer gesagt hat, wir, ähm, bringen einen neuen Versicherungstarif auf den Markt, der für alle Neukunden gilt und in jedem Versicherungstarif ist versichert das und das zu dem Beitrag. Der Kunde, der zum 01.03. zu uns kommt, weil er zum 01.03. bei seinem Vorversicherer oder bei seinem damaligen Versicherer den Vertrag aufgehoben hat, der bekommt ja noch den Beitrag, der Gültigkeit hatte vor dem 01.07. Ja, er muss allerdings nur dann damit rechnen, dass im November er eine Mitteilung bekommt, dass der Beitrag sich zum nächsten Jahr verändert. Weil bei uns wäre dann nicht der Ablauf der 01.03. im nächsten Jahr, sondern der Ablauf wäre bei uns dann der 31.12. Ja, weil wir immer das Kalenderjahr haben, 01.01. bis 31.12. Ist egal, wann der Kunde dann da zu uns kommt, ja.
Es sei denn, er hat ein Saisonkennzeichen, dann ist es natürlich dann von Saison zu Saison, ja. Das muss man sehen.
Also kann das schon sein zwar, dass man bei der einen Versicherung jetzt aufgrund dessen, dass die vielleicht nicht zum Jahresende, sondern unterjährig ändert, vielleicht vermeintlich oder vielleicht auch wirklich, das, das weiß man ja immer erst nachher, im Nachhinein, 'n paar Euro oder vielleicht auch ein paar mehr Euro spart, weil, ähm, die eben erst später die Preise erhöhen und ich dann noch 'n paar Monate quasi den alten Kurs habe. Kann aber auch sein, wenn ich dann nicht wechsle, dass ich das dann im darauffolgenden Jahr wieder mit drauf zahle, weil ja die Kosten der Versicherung dann vermeintlich höher waren, weil sie ja auch weiter Schäden hat und die sie dann reinholen muss. Aber das ist alles ganz viel Konjunktiv, ne, am Ende des Tages. Und wissen, das ist ja sowieso aus Verbrauchersicht das Problem bei Versicherungen, es ist alles Konjunktiv. Wir wissen halt nicht, wann wir sie brauchen. Dann wenn wir sie brauchen und nicht haben, ist es blöd.
Ähm, aber im Endeffekt ist es vermutlich gar nicht so super wichtig, ähm, wann man versichert jetzt erhöht. Du hast ja gerade schon gesagt, dass die, die, die Fakten, die du genannt hast, warum die Preise steigern, die betreffen ja alle. Also da gibt's keine Ausnahme und, äh, demzufolge werden auch, wie du's ja auch gesagt hast, die Preise steigern. Und klar kann man jetzt versuchen, irgendwie ein paar Euro zu sparen, aber, ähm, man weiß es halt nicht. Also aber wer den Aufwand macht und vielleicht ein, ein glückliches Händchen bei der Versicherungswahl hat, der kann das machen, aber ich bin nicht sicher, ob das viel besser als Lotto spielen ist.
Oder Börse. Komme mir grad vor wie an der Börse.
Ich versuch's, darf ich ganz kurz, wenn, das, ich versuch's dann immer mit dem Beisp, mit dem Beispiel zu bringen, dass, äh, man wirklich aufpassen muss, ob das da nicht am falschen Ende gespart ist, ja. Weil, ähm, jeder möchte sparen. Ich persönlich bin selbst auch Verbraucher. Ich ärgere mich auch, wenn die Strompreise steigen, wenn mein, wenn mein Handy steigt, keine Ahnung, Benzin steigt. Ja, alles das ist super ärgerlich. Ähm, und wenn ich einkaufen gehe, ich immer so das im Ohr habe, ja, als wir noch D-Mark hatten, war alles viel günstiger. Ja, ja, das, meine Oma erzählt das. Aber, ähm, ernsthaft, das, das ist ja im, im Versicherungsbereich ja nicht anders. Nur in, in dem Moment muss ich einfach nur schauen, ist es mir wert für den Beitrag, den ich jetzt mehr bezahle, woanders hinzugehen, da weniger bezahle, aber unter Umständen dann doch in Kauf nehme, äh, irgendwo einen Versicherungsschutz zu haben, wo nicht alles das entschädigt wird, was ich vielleicht vorher auch hatte, ja.
Weil ach, es wird schon nichts passieren. Also ich denke mal, bisher bin ich gut durchgekommen und, äh, ich hatte ja keinen Schaden. Ich sehe nicht ein, dass ich, ähm, einen Beitrag mehr bezahle, obwohl ich keinen Schaden hatte, sondern die mehr bezahlen, die 'n Schaden hatten. Äh, ja, Versichertengemeinschaft hin, Versichertengemeinschaft her, ne. Typisch Krankenversicherung ist es ja genauso, ja. Ähm, aber sehe ich nicht ein, ich gehe jetzt woanders hin. Aber dann muss ich halt aufpassen und das sage ich halt immer, ob ich da nicht am falschen Ende spare, weil, äh, genau dann passiert's ja. Ja, genau dann passiert's ja, dass dieser Schaden nämlich genau eintritt und ich dann bisschen doof aus der Wäsche gucke, wenn man dann sagt, dieser Schaden ist aber nur bis dann und dahin versichert oder dieser Schaden ist gar nicht oder wie auch immer. Also die Botschaft dessen ist, wer ein glückliches Händchen hat, gut vergleicht, weniger bezahlt bei gleichen Leistungen, ist ja okay.
Ja, man ist ja Verbraucher. Warum auch nicht? Das muss der Kunde halt mit sich selbst ausmachen. Nun ist aber nur ein Punkt wichtig bei dieser ganzen Geschichte: Man sollte auch überlegen, ob immer nur der Beitrag, sprich Preis der Versicherung entscheidend ist oder ob nicht vielleicht auch ein Punkt mitentscheidend ist, nämlich welchen Service bietet denn der Versicherer in dem Moment, wenn da mal wirklich was ist. Also, ähm, es gibt viele Anbieter auf dem Markt, ich nenne sie mal die typischen 24er Versicherer, ja. Das sind nämlich die Direktversicherer, die natürlich, äh, schön günstig sind, vielleicht auch gute Leistungen haben, nur ich erreiche dort niemanden am Telefon, ja. Ich erreiche niemanden, sondern es geht alles nur per Mail. Also wir haben auch Kunden, die sagen: "Ja, ich krieg aber die Vorversicherung nicht, ich erreich da keinen.
Ich muss immer 'ne Mail schicken, aber die antworten nicht." Dann hat der Kunde natürlich ein Problem. Ja, das, das ist an der Stelle so und das, da, ich sag einfach immer nur offen, 24er Versicherer können gut sein, solange nichts passiert. Nur wenn mal ein Problem eintritt, kann es auch zu einem nicht unerheblichen Problem führen, weil ich ni-niemanden sprechen kann. Ähm, und das, äh, find ich persönlich nicht gut. Deswegen ist so ein Thema Servicequalität auch ein Punkt, den man auf jeden Fall beachten sollte, ja.
Ja, das merken die meisten aber dann, oder merkt man halt oft erst, wenn's zu spät ist. Genauso wie man ja auch Wenn ich nicht wirklich einen, einen guten, ich sag mal, Berater habe, der, der auch die Stolpersteine kennt und mich darauf hinweist und, und sie abfragt, ähm, ich ja dann auch natürlich sehr viel Geld sparen kann oder, aber unter Umständen einfach wichtige Dinge nicht dabei habe. Ich denk jetzt grade wieder an so 'n Thema, was ich auch nicht aufm Schirm hatte. Ich hab's vorgestern bei, bei Twitter grade wieder gelesen, ist die Gap-Deckung. Also, ne, wenn ihr, wenn ihr 'n Fahrzeug mietet, äh, wenn ihr 'n Fahrzeug least oder finanziert, dann versichert ihr das ja. Und, äh, unter Umständen ist es aber so, wenn ihr jetzt 'n Totalschaden habt, dass der Preis, den der, die, die Bank noch bekommt, mehr ist, als die Versicherung e-euch auszahlt. Und für so 'ne Sachen, wenn man das nicht aufm Schirm hat, steht man da da.
Aber ich hab kein Fahrzeug mehr und muss aber, äh, und bekomm Geld von der Versicherung, muss dann aber noch, äh, 'n paar Tausender extra an die Bank zahlen, weil ich nicht dran gedacht habe, ne. Und das ist nur eins von ganz vielen Beispielen. Dazu haben wir ja auch, ähm, entsprechend Folgen und Artikel bei uns. Die können wir in den Shownotes auch noch mal verlinken, dass ihr da noch mal so auf nicht jeden sicherlich, aber auf viele Stolpersteine hingewiesen werdet. Und 'n guter Berater macht das eben auch, dass ihr genau euch darauf hinweist. So. Also da kann man sicherlich viel sparen. Ähm, und wenn man das Ganze nie braucht, dann ist auch nichts passiert. Dann hat man wirklich Geld gespart, ne. Der Schaden tritt immer erst ein, auch das, äh, wie der Service ist, wenn's halt eben passiert ist und ich dann sehe, wie gut es funktioniert. Äh, um jetzt wieder 'n bisschen zurückzukommen, was mich jetzt noch interessieren würde, ähm, du hast ja schon 'ne ganze Menge Dinge gesagt, die die Versicherung jetzt beeinflussen, die Preise beeinflussen.
Gibt's denn jetzt bestimmte, na, ich sag mal, Arten von, von Fahrzeugen beziehungsweise Fahrzeugbesitzergruppen, die irgendwie grade besonders betroffen sind oder die auch besonders wenig betroffen sind? Oder kann man das eigentlich so nicht sagen?
Also kann man so generell pauschal nicht beantworten. Also es sind ja alle Fahrzeugtypen betroffen, weil alle Fahrzeuge, ja, unterwegs sind. Ähm, jetzt ist es natürlich so, dass kleinere Fahrzeuge mehr gefahren werden. Das ist so, ne. 'n Kastenwagen muss nicht unbedingt klein sein, ja, ist klar, aber, äh, 'n Kastenwagen ist sehr, sehr wendig, ne, und aufgrund der Wendigkeit der Fahrzeuge diese Fahrzeuge auch mehr gefahren werden, auch in Städten mehr gefahren werden und nicht, ähm, wie es 'n Teil oder wenn's sogar 'n vollintegrierter ist, irgendwo abgestellt werden. Ich setz mich auf die Fahrräder, ne, und beweg mich 'n bisschen, fahr damit in die Stadt oder so, nee. Äh, auch solche Fahrzeuge haben natürlich 'n Schadenausmaß. Wobei man dann immer vergleichen muss, wenn ein, wenn ein Kastenwagen beschädigt ist, wie hoch sind die Reparaturkosten bei 'm Kastenwagen aufgrund der beschädigten Fläche, ja, 'n Seitenschaden.
Müssen wir nicht zwingend vom Dach sprechen. Äh, und wie hoch ist der Schaden bei einem Teil oder Vollintegrierten, wenn der beschädigt ist, ja? Wie hoch sind da die Reparaturkosten? Da sind wahrscheinlich die Reparaturkosten, nicht nur wahrscheinlich, es ist so, bei 'nem Teil oder Vollintegrierten um ein Vielfaches höher als bei einem Kastenwagen. So, und das ist natürlich dann der, die Schadenanzahl, so 'n bisschen, ähm, angegleicht zu der Schadenhöhe bei einem etwas hochwertigeren Fahrzeug. Tendenz ist aber die, wie ich eben schon sagte, dass natürlich bei Kastenwagen die Schadenanzahl deutlich gestiegen ist. Und dadurch natürlich auch bei Kastenwagen es ist, dass, äh, hier darauf, genauer drauf geachtet wird, wie viel Schadenfälle treten natürlich bei dieser, bei dieser Schadenform ein, bei dieser Herstellerform ein, ne.
Und Wohnwagen unterscheiden sich nicht großartig zu motorisierten Fahrzeugen oder doch so 'n bisschen?
Nee, eigentlich, eigentlich nicht. Das ist ja auch nur, dass natürlich der, der, der Wert des Fahrzeugs, in dem Fall der Wert des, des Anhängers, des Wohnwagens natürlich auch unterschiedlich sein kann, ja. Ich, kann ein Durchschnittswohnwagen mit dreißigtausend Euro, äh, kann einen Hagelschaden erleiden, äh, genauso wie ein großer Wohnwagen, keine Ahnung, Tabbert oder so, ja, der, der dann mal eben sechzigtausend Euro kostet. Äh, da unterscheidet sich das natürlich nur dann, wenn ein, ein solches, äh, so ein solcher Wohnwagen natürlich entwendet wird, ja. Dann hab ich hier 'ne Schadenszahlung von 60 im Verhältnis zu 30, ne. Das ist natürlich dann schon, äh, 'ne Geschichte, wobei das größere, äh, der größere Wohnwagen dann natürlich auch eine höhere Schadenszahlung nach sich zieht, ne. Das ist klar. Aber ansonsten ja nicht, weil die Fahrzeuge nicht motorisiert sind und immer gezogen werden, ja.
Da entscheidet natürlich so der typische Haftpflichtschaden, der scheidet natürlich auch. Wobei natürlich der typische Schaden des Rangierens, ne, bei dem schönen Beispiel des Mannes, ne, ja dabei auch immer zum Tragen kommt, ja.
Und, w-um jetzt mal nach 'ner Lösung zu suchen, welche-- Also klar, Versicherung kann ich wechseln, haben wir grad schon drüber gesprochen, äh, wann das sinnvoll sein kann, wann nicht. Ähm, was kann ich denn vielleicht auch mit meiner jetzigen Versicherung Schlaues tun, um meinen Beitrag zu senken?
Ja, nicht wirklich viel. Da-das, das Problem ist, dass, ähm, ich ja mein Fahrzeug so benutze und ich möcht's jetzt auch nach wie vor so benutzen, wie ich's jetzt benutze. Alles das, was den, was den, den Beitrag senkt, schränkt mich irgendwo ein. Ob ich jetzt bei einem Versicherer bin, wo ich 'ne Kilometerlaufleistung vereinbart habe, da kann ich die Kilometerlaufleistung herunterschrauben, spar ich natürlich an Versicherungsbeitrag. Kann ich sparen. Es wird aber nicht, nicht so viel sein, äh, dass man denkt, jetzt hab ich mir 'ne goldene Nase daran verdient. Oder auch wenn ich meinen Versicherungsschutz von Teilkasko auf Vollkasko verändere. Ja, und da bin ich persönlich immer bei dem Beitrag, äh, am falschen Ende gespart. Weil wenn ich jetzt meine Vollkasko herausnehme... Also das ist 'n schönes Beispiel mit der Vollkasko.
Der Kunde sagt: „Mein Fahrzeug ist jetzt sechs Jahre alt. Lohnt sich für mich überhaupt noch die Vollkaskoversicherung?" Dann muss man sich die Frage stellen, ja, wie müssen wir's beim Pkw machen? Allgemeiner Sprachgebrauch war mal eine Zeit lang: „Ah, nach vier Jahren brauche ich beim Pkw keine Vollkaskoversicherung mehr, dann nehm ich die raus und die Teilkasko." Das ist beim Reisemobil aber ein bisschen anders. Meine Standardfrage auf, auf diese, diesen Wunsch des Kunden ist halt immer: „So, Ihr Fahrzeug ist jetzt sechs Jahre alt. Was hat denn Ihr Fahrzeug damals gekostet neu?" Antwort sechzigtausend Euro. Hm, okay. Wie viel ist Ihr Fahrzeug denn jetzt aus Ihrer Sicht noch wert? Also mindestens vierzig, fünfundvierzig. Die werden ganz gut gehandelt. Sag ich: „Okay, jetzt ist Ihr Fahrzeug vierzigtausend, fünfundvierzigtausend wert. Jetzt kaufen Sie sich 'n neuen PKW, der kostet vierzigtausend Euro.
Würden Sie den PKW, wenn er jetzt neu wäre, Vollkasko versichern oder würden Sie den nur Teilkasko versichern?" Antwort: „Na klar, würde ich den Vollkasko versichern." Dann stellt man sich die Frage: Warum möchte ich denn bei meinem Reisemobil, das ich versichere, mit dem gleichen Wert jetzt meine Vollkaskoversicherung herausnehmen, nur weil ich unterm Strich vielleicht, keine Ahnung, je nach Versicherungstyp und Schadenfreiheitsklasse zweihundert Euro im Jahr spare? Das ist dann für mich persönlich am falschen Ende gespart. Da kann ich natürlich dann, wenn ich den Versicherungsschutz herabsenke, einschnitte, natürlich auch Beitrag sparen. Ja, oder wenn ich, äh, hingehe und sage, ich möchte meine Selbstbeteiligung reduzieren, ähm, indem ich hingehe, ich habe jetzt eine Selbstbeteiligung in der Vollkasko von fünfhundert, ich gehe jetzt auf tausend Euro.
Man muss sich überlegen, für den Beitrag, den ich spare, bezahle ich aber fünfhundert Euro mehr Selbstbeteiligung bei einem Schaden, der eintreten kann. Wie Sebastian eben so schön sagte, solange nichts passiert, ist alles immer wunderbar. Aber genau in dem Moment passiert's ja auch, ja. Das muss ja nicht im ersten Jahr passieren, das kann ja im zweiten Jahr passieren. Und im zweiten Jahr bin ich immer schon im Minusbereich, ja, wenn ich das Verhältnis sehe zum gesparten Beitrag. Ansonsten bleibt mir nicht viel. Ich kann auch drüber nachdenken zu sagen: „Okay, ich gehe jetzt auf eine Saisonkennzeichen, wenn ich eine Jahreszulassung habe. Ich fahr das Fahrzeug eh nicht mehr so viel. Ah, dann machen wir auch Saison." Äh, ist auch kein schlechtes Thema. Ich spare ja auch dann Steuern, ne, weil ich das Fahrzeug ja nicht mehr das ganze Jahr fahre. Dann mache ich halt eine Saison von, von mir aus März bis Oktober, drei bis zehn, Standard.
Aber wie wir, wir alle wissen, ändern sich die Wetterverhältnisse, ja. Es kann im Februar auch mal schön sein, genauso wie es im, ne, November mal schön sein kann. Der ganze Sommer, hm, ne, jetzt geht's ja hin und wieder auf und ab, ne. War der schön? War der nicht schön? Wie auch immer. September geht ja dann, Oktober wieder ein bisschen Regen und November: Nein, ich hab's doch gewusst. Jetzt kommt das Topwetter und ich kann mit meinem Fahrzeug nicht fahren. Hm, was mache ich denn da? Ja gut, dann lass ich das Fahrzeug wieder zu. Dann habe ich aber die Zulassungskosten. Ja, ich nehme mir mit dem, mit dem Punkt, dass ich Beitrag spare, weil ich wahrscheinlich vielleicht oder wie auch immer das Fahrzeug nicht so oft fahre, die Flexibilität. Das ist halt der Nachteil bei einem Saisonkennzeichen.
Und, und wie schaut's, was mir jetzt noch einfällt, mit den Selbstbeteiligungen bei T-, äh, Teil- und Vollkasko aus? Bringt das was?
Ja, das ist ja der Punkt, wo, wo, wo man sagen muss, ähm, ich kann natürlich die Selbstbeteiligung erhöhen, ne, indem ich beispielsweise dann bei der Vollkasko, wie eben gesagt, von fünfhundert auf tausend Euro gehe. Und dann, solange nichts passiert, ist gut. Ich spare was, aber das muss man dann auch mal ausrechnen, ob es das, ob es das wirklich so viel mehr ausmacht, dass er sagen kann, äh, das lohnt sich für mich, weil in dem Beispiel, wie von mir genannt, von fünfhundert auf tausend muss man überlegen: Habe ich einen Schadenfall, zahle ich auch mal eben fünfhundert Euro mehr selber. Und das lohnt sich mit Sicherheit innerhalb von zwei Jahren nicht. Das ist jetzt meine Meinung dazu, ne.
Okay.
Ja, ich hab vorhin noch über so Punkte nachgedacht, wie zum Beispiel, ähm, den Stellplatz ein bisschen, also den Unterstellplatz zwischen den Reisen ein bisschen anders auszuwählen. Da kann man ja auch ab und zu mal noch ein paar Euro sparen, aber das, was man dann zusätzlich an Stellplatzmiete bezahlt, wenn ich jetzt statt im Freigelände, ähm, mir in der Halle was miete, das-- Also zumindest vordergründig rechnet sich's nicht. Wenn ich dann natürlich sag, okay, Werterhalt und so weiter, dann kann's schon sich lohnen, aber ich, also wir haben ja selber auch immer wieder hin und her überlegt mit unseren Versicherungen, ähm, ob das sinnvoll ist, da noch irgendwelche Dinge in die Wege zu leiten, damit's günstiger wird, aber sind dann am Ende auch immer zu dem Entschluss gekommen: Nee, eigentlich nicht, weil dann, ja, dann haben wir womöglich oder tatsächlich auch Kosten an anderen Ecken und Enden.
Sehe ich, sehe ich jetzt genauso, ähm, wie ich immer sag, entweder mit Einschnitten oder mit zunächst mal Kosten, die ich investieren muss, ne. Wenn ich jetzt Eigentümer bin, kann ich mir in meiner Garageneinfahrt ein Carport bauen oder, oder mein, mein Fahrzeug drunterstellen, wenn's denn drunter passt. Ja, das kommt ja noch mal dazu, wenn's denn drunter passt. Wenn ich aber jetzt nicht Eigentümer bin, sondern ich wohne in einem Mehrfamilienhaus, weil ich hingehe und sage: „Hm, ich habe vielleicht mein Haus verkauft, ich habe mir ein Reisemobil gekauft, ich möchte viel reisen", dann steht eben mein Fahrzeug da nicht unter einem Carport, ja. Ähm, oder aber wenn ich mir was anmiete, um mein Fahrzeug dort unterzustellen, wenn ich es nicht nutze, dann bin ich wieder bei dem Punkt, dann muss ich mal wieder Kosten aufwenden, um das Fahrzeug irgendwo unterzustellen, damit genau dann, wenn es denn dann bei mir steht, eben nicht, äh, beschädigt wird durch einen Hagel- oder durch einen Sturmschaden.
Wobei der Glasschaden nach wie vor entstehen kann, ja, und der Vollkaskoschaden irgendwo auch. Also wie du sagtest, es ist verdammt schwierig. Es ist aus meiner Sicht immer mit Einschnitten verbunden. Ja.
Und kannst du dir vorstellen oder gibt's vielleicht auch schon erste Ansätze seitens der Versicherer, irgendwelche zusätzlichen Anreizsysteme zu schaffen? Also wir wissen ja schon aus anderen Folgen mit dir, zum Beispiel ein GFK-Dach hat geringere Beiträge, ähm, zur Folge oder bestimmte Arten von Stellplätzen können sich auch in bestimmten Versicherungstypen positiv in die Bei-, äh, in den Beiträgen niederschlagen. Aber denkt ihr in der Versicherungsbranche drüber nach, weitere Anreizsysteme zu schaffen, um eure eigenen Risiken zu senken und den Kundinnen und Kunden irgendwelche Optionen zu geben, quasi ihre Prämien aktiv zu beeinflussen? Dann auch durchaus mit Einschränkungen, ne, aber das muss ja dann jeder für sich selbst entscheiden.
Es gibt ja auch Menschen, denen machen die Einschränkungen nix aus, weil die genau wissen, ich will so und so nicht in die und jene Region fahren oder ich, ähm, fahr so und so nicht Außerhalb von März bis Oktober. Also es, es gibt ja Menschen, die nicht so, ähm, diesen Drang haben wie wir, auch so spontan wegzukönnen und überall hin, wo man gerne möchte, sondern die durchaus bereit wären, sich ein bisschen zu limitieren zugunsten geringerer Kosten. Ist da irgendwas in euren Gedanken, in Planung? Kannst du dir so was für die Zukunft vorstellen?
Also vorstellen kann man sich sehr viel. Nur das, das Problem ist, man ist, äh, gerade dann, wenn man bei Freizeitfahrzeugen unterwegs ist, ähm, sehr fremd, sehr, sehr stark fremdgesteuert. Und diese Fremdsteuerung, die ist einfach das nicht kalkulierbare Wetter. Das ist so das, das, was die ganze Sache sehr schwierig macht. Ansonsten kannst du natürlich fahrzeugbezogen, personenbezogen ein, ein unter Umständen individuelles Risiko stricken. Aber auch dieses individuelle Risiko, da bist du ja ein Stück weit genauso wie du einen Pkw fährst. Wer darf fahren? Wie alt sind die Fahrer des Fahrzeugs? Äh, dann wird's auch altergesteuert natürlich teurer. Ja, bei einem Pkw ist so: Jeder, der über fünfundsechzig wird, der wundert sich, wieso die Prämie am Ende des Jahres so überdimensional steigt. Das hat nicht zwingend was damit zu tun, dass die, die allgemeine Beitragsanpassung entsteht, sondern weil einfach ältere Pkw-Fahrer deutlich mehr Prämie zahlen müssen.
Darüber kann man auch stundenlang diskutieren. Wer ist jetzt der bessere Fahrer? Der erfahrene oder der junge Fahrer? Ähm, führt jetzt aber an der Stelle auch vorbei. Ähm, es gab immer wieder mal Überlegungen, ob man hingehen kann und sagen kann, dass man, äh, bei einem guten Schadenverlauf vielleicht auch mal Beitrag zurückbekommt, ne. Richtige Geschichten. Äh, nicht nur, äh, bei einem Schadenfall mehr zahlen muss, ja, weil man zurückgestuft wird, äh, sondern dass man vielleicht auch Geld zurückbekommt. Aber das ist extrem schwer zu kalkulieren, weil man wie gesagt von so viel Faktoren abhängig sind und von einem, das man nicht kalkulieren kann, ne. Ein, ein Fahrverhalten eines, eines Menschen kann man laut statistischen Zahlen schon erheben, aber bei dem Wetter, das ändert sich mal, ändert sich mal nicht. Weiß man oft nicht plötzlich, obwohl das Wetter nicht so angesagt war. Ich meine, das kennt ja jeder, ne.
Also man fährt in Urlaub und sagt: „Na, drei Tage Regen." Und just guckt man auf die Wetter-App: „Ach, ist ja Topwetter." Hat sich ein bisschen verändert, an uns vorbeigezogen. Fährt die Markise aus. Und just in dem Moment fährt man die Markise aus, ne, fährt eine Runde mit dem Fahrrad, da kommt nämlich genau der Sturm, äh, weil man nicht verguckt hat. Also das ist ganz, ganz schwer kalkulierbar und von daher kann ich da überhaupt keine Prognose abgeben, ne.
Ich hab just gestern mich ein bisschen mit der Frage beschäftigt, geistig, nicht mit anderen, weil da sind mir immer die Diskussionen ein bisschen zu ausufernd. Da hatte in der Campinggruppe jemand gepostet, ähm, einen Schaden an der Seitenwand. Da war an einem Wohnwagen halt eingedellt. Möchte jetzt da nicht so sehr in die Details gehen. Vielleicht erkennt der- oder diejenige sich auch wieder. In dem Fall waren, waren's spielende Kinder. Aber es gibt ja auch so Bagatellschäden, sowohl am Pkw als auch an Freizeitfahrzeugen, die eigentlich in erster Linie kosmetisch sind und die aber viele Menschen dann bei der Versicherung einreichen, weil sie sagen: „Ja, ich möchte aber mein Fahrzeug in Ordnung haben und außerdem, ich bezahle ja die Beiträge und, ähm, warum soll ich das dann nur quasi notdürftig irgendwie überschminken, anstatt das richtig reparieren zu lassen?"
Aber ich könnte mir zum Beispiel vorstellen-- Also da ging's übrigens um eine Schadenssumme von elftausendachthundert Euro, ähm, laut Kostenvoranschlag einer Werkstatt, wenn ich's richtig verstanden habe. Und für mich hat sich dann wieder die Frage gestellt und das haben auch viele Nutzer diskutiert: Wenn die Person jetzt diesen Schaden einreicht, dann ist das ja wieder 'ne massive Schadenhöhe für etwas, was eigentlich die Funktionalität dieses Fahrzeugs null Komma null beeinträchtigt. Also solang da keine richtigen Löcher drin sind, solang die Dichtigkeit nicht beeinträchtigt ist, könnte man ja für solche Menschen den Anreiz schaffen, zu sagen, ähm: „Du kannst es einreichen, dann übernehmen wir die elftausendachthundert Euro", oder wie viel unser Gutachter halt dann selber veranschle, äh, veranschlägt.
„Oder du verzichtest drauf, spachtelst ein bisschen drüber, lässt dir von der Werkstatt nur bestätigen, dass das Fahrzeug dicht ist, damit keine Folgeschäden auftreten. Und wir belohnen das in irgendeiner Form, indem wir zum Beispiel im nächsten Jahr dann, ähm, die Beiträge senken, wie zum Beispiel bei der Haftpflicht mit den Schadenfreiheitsklassen." Also wenn jemand jetzt über eine Laufzeit von fünf, sechs, sieben Jahren keinen einzigen Schaden einreicht, könnte man ja auch sagen, wir machen das so ein bisschen, ähm, ja, dass, dass die Prämien einfach günstiger werden.
Das wird in dem Fall ja, weil's im Rahmen der Vollkaskoversicherung ja auch diese Schadenfreiheitsklassen gibt. Ja, und das heißt, beim Verkehrsunfall ist es schon so, ähm, dass wenn ich oder bei einem anderen Schaden, der eingetreten ist, der das Vollkasko betrifft, wenn ich keinen Schaden habe, dann, äh, gibt's ja genauso die Schadenfreiheitsklassen, die es im Haftpflichtbereich auch gibt.
Aber nicht bei Wohnwagen, ne?
Nein, bei Wohnwagen nicht, weil, weil's bei motorisierten Fahrzeugen eben, ähm, keine Schadenfreiheitsklassen gibt, ne. Das, das ist dann so. Ja, dass das Ganze natürlich tun. Wobei dann muss, müsste ja auch, und da kommst du in großen Diskussionen, eine gesetzliche Veränderung stattfinden muss, weil es gibt ja gesetzliche Vorgaben, bis wann wo was erstattet werden kann oder eben nix erstattet werden kann. Und da muss der Kunde ja auch hingehen und sagen: „Ich, äh, verpflichte mich, ähm, indirekt mal eben für fünf oder für, für zehn Jahre bei dem gleichen Versicherer, damit ich genau dann, wenn ich nach fünf Jahren keinen Schaden habe, eine günstige Prämie bekomme." Und dann muss ja die gesamte Versichertengemeinschaft genauso denken, dass sie sagen kann: Was ist jetzt ein kosmetischer Schaden? Was ist jetzt ein Schaden, der mich persönlich stört? Da bist du in einem sehr, sehr großen subjektiven Bereich.
Ja, deswegen ist es so: Nee, das sieht man ja. Das sieht man auch gespachtelt. Nee, das möchte ich für meinen Wohnwagen möchte ich das nicht. Das sieht also gar nicht schön aus. Was mögen denn die Leute denken? Nein, dann machen wir, wenn, dann lassen wir das ordnungsgemäß reparieren. Oder aber ich lasse es gar nicht reparieren. Dann sind wir wieder bei dem Punkt: Es gibt ja auch, äh, wieder auch genau den umgekehrten Mensch, der gar nichts machen lässt, noch nicht mal kosmetisch, weil er kein Geld ausgeben will, möchte sich aber die volle Schadenssumme einstecken. Ja, das gibt's also auch, ja. Das, mich stört so 'ne Derle nicht. Warum soll mich so 'ne Derle stören? Ist mir egal. Das ist jetzt genau das Gegenteil von dem, was ich grade gesagt habe. Die gibt's auch, ja. Die sagen dann auch: „Okay, dann nehm ich mir also das Geld und dann ist ja gut. Ich zahl ja meine Beiträge, dann möcht ich auch was rauskriegen."
Aber für die würde sich ja nix ändern. Es würde sich ja nur was ändern für die Leute, die sagen: „Nee, find ich nicht so schlimm. Muss jetzt nicht, ähm, der Versicherer für aufkommen. Lass ich nicht machen oder mach ich selber", oder was auch immer. Und die könnte man ja auch belohnen, weil manchmal ist ja auch so 'n Anreizsystem sinnvoller als, ich sag jetzt mal, ein Strafsystem in Anführungszeichen.
Ja, interessant wär's schon, aber dann wie gesagt, da bist du bei dem Punkt, wo setzt du dann die Jahresgrenze? Bei zwei Jahren, bei drei Jahren, wo, wo ich nichts geltend gemacht hab und nur bei dem Schaden, bei dem ich ja viel mehr hätte kriegen können als bei dem Schaden, den ich jetzt selber mache. Und dann bist du wieder bei der Formulierung der, der Versicherer. Ist es sach- und fachgerecht repariert worden? Was passiert denn dann, wenn ein Folgeschaden eintritt?
Mhm.
An der gleichen Stelle. Lass ich ihn ordnungsgemäß reparieren, ja, von einer Fachwerkstatt und der Schaden tritt an der Stelle noch mal ein, dann hab ich Anspruch auf den gleichen Schaden. Ist er aber nicht sach- und fachgerecht repariert und der Schaden tritt an der gleichen Stelle ein, dann krieg ich für den Schaden nichts, weil ich kann einen Schaden nicht doppelt abrechnen. Das funktioniert nicht, ne.
Merk schon, meine, meine schöne Lösung, meine schöne Lösung passt wieder nicht.
Ja, es gibt auch Bestrebungen von dem einen oder anderen Versicherer, dass, äh, dass man hingeht und sagt, man, äh, muss nicht immer zwingend neue Teile einsetzen. Man kann auch gebrauchte Teile einsetzen, ja. Das ist die Frage der Zulieferer. Spart man, äh, Kosten, indem ich kein neues Teil einsetze, sondern ein Teil, das nicht zwingend defekt war, sondern ich beschaffe mir ein Teil über Ersatzteilbeschaffung, das vielleicht gebraucht war. Sei es jetzt 'ne Stoßstange, ne? Banales Beispiel. Dann sind die Reparaturkosten natürlich geringer. Die Frage ist: Bin ich denn bereit, mit einem solchen Teil zu fahren? Oder, äh, hab ich nicht Anspruch darauf, dass ich, äh, ein ordnungsgemäß neues Teil bekomme, nur um eine Schadenprämie zu senken? Also ein extrem großes Thema, ja. 'Ne Schadensteuerung ist auch nichts anderes. Man wird in eine bestimmte Werkstatt geroutet, wo repariert werden kann, dann deutlich günstiger repariert werden kann.
Die Frage ist: Möcht ich das bei meinem Reisemobil tun? Möcht ich mit meinem Reisemobil an eine Werkstatt geroutet werden, von der ich nicht zwingend wirklich weiß, können die das überhaupt? Da hab ich's aber nicht gekauft und eigentlich hab ich da gar kein Vertrauen drauf. Ich möchte lieber da reparieren lassen, wo ich mein Fahrzeug gekauft habe. Zumindest da, wohin die mich denn auch dort schicken, weil das vielleicht ein Kooperationspartner von dem Händler ist, wo ich das Fahrzeug gekauft habe. Großes Thema, ja. Aber, ähm, der Kunde entscheidet ja letztendlich selbst, was er bereit ist, in Kauf zu nehmen, ne, für, für einen, für einen besseren Beitrag, ne, den er bekommt. Ähm, genauso wie er sagt: „Das, was ich bisher hatte, war für mich in Ordnung.
Jetzt steigt aber der Beitrag." Ähm, und wie viele andere Verbraucher, wie eben so schön gesagt, in den allen Lebensbereichen bin ich auch derjenige, der es, ja, und dann bin ich wieder bei den Muss-Zwergen, in Kauf nehmen muss, äh, zu sagen, ich, äh, habe nicht eine große andere Wahl, außer einen Versicherer zu wechseln, weil mich das einfach furchtbar ärgert.
Also bleibt uns zusammengefasst erst mal oder zusammenfassend erst mal: Es wird alles teurer. Wir können vielleicht was dran machen, das schränkt uns aber unter Umständen ein, vielleicht auch in ganz, ganz wenigen Fällen nicht so sehr. Ähm, man könnte jetzt noch einhergehen und, und an so 'n Gemeinschaftsgefühl appellieren. Wenn, wenn alle sich sozusagen zusammenreißen würden, dann wird es für alle günstiger werden. Das, d-brauchen wir aber, glaub ich, nicht weiter ausführen. Äh, wir wissen ja, wie die Welt sozusagen funktioniert. Ähm, bleibt eigentlich noch die, die abschließende Frage: Wie wird's weitergehen? Also was, was kommt in den nächsten Jahren? Also da natürlich mir klar, dass deine Kristallkugel grade kaputt ist, aber vielleicht kannst du auch ohne die so 'ne, so 'ne sanfte Prognose wagen, wie es in den nächsten Jahren aus deiner Sicht aussehen wird, wenn sich sozusagen die Welt so weiterdreht, wie sie sich grade dreht.
Ähm, ich, ich möchte dazu noch ergänzend anhängen, dass wir ja jetzt aktuell im zumindest in, in, im Fahrzeugverkauf bei den Gebrauchtfahrzeugen, aber auch mittlerweile bei Neufahrzeugen so 'ne Beruhigung sehen, was die, was die Preissteigerung angeht. Wir sind jetzt gespannt. Also wir zeichnen den Podcast hier vor der Messe auf, vor dem Caravan Salon. Wir sind sehr gespannt, was wir dort beobachten werden, aber so vom Gefühl her werden die Fahrzeugpreise im Moment eher wieder etwas günstiger.
Ist auch, auch für mich logisch, dass die Fahrzeuge, um zunächst mal vielleicht einen Satz dazu zu sagen, etwas günstiger werden, weil, ähm, die, mhm, Fahrzeuge, die auf den Markt kommen oder auf dem Markt sind, die werden, die Anzahl wird ja auch größer. Ja, es gibt also viele, die festgestellt haben, ja, Reisemobil, Wohnmobil ist oder Wohnwagen ist jetzt doch nix für mich. Ich verkauf's halt wieder. Sodass dann die Anzahl der Gebrauchtfahrzeuge auf dem Markt natürlich deutlich größer ist. Da muss man aber auch wissen, dass sehr viele Händler sehr viele Fahrzeuge auf dem Hof stehen haben, weil die natürlich Fahrzeuge bekommen, die vielleicht im letzten Jahr oder vorletzten Jahr geordert wurden und die aufgrund der Lieferengpässe nicht geordert werden konnten und insofern auch bei den Händlern auf dem Hof stehen.
Und diese Fahrzeuge müssen oder werden sicherlich auch irgendwo, ähm, ja an den Mann oder an die Frau gebracht werden müssen, sodass natürlich, ähm, wenn das Angebot recht groß ist, natürlich auch der, der Preis, äh, ne, dann entsprechend adäquat vielleicht an der Stelle auch deutlich günstiger werden kann, als wie er vielleicht noch im letzten Jahr gewesen ist. Im Versicherungsbereich ist das alles sehr schwierig. Ähm, ich würde, würde mal, mal behaupten, 'ne These aufzustellen, ist einfach die, dass die Versicherungen Sicherlich oder alle Versicherer in diesem Jahr festgestellt haben, dass das, was sie an Prämie verlangen, nicht auskömmlich ist. Das ist einfach so und insofern jetzt hier 'n Wurf gemacht werden muss, um eine sogenannte Vorausberechnung zu machen. Was muss ich haben, um bei gleichem Schaden, Schadenerwartung, wie es in diesem Jahr gewesen ist, vielleicht noch plus eine etwas höhere Schadenerwartung im nächsten Jahr.
Auch das verändert sich, wie Du so schön sagtest, Glaskugel ist kaputt. Wir wissen alle nicht, was sich verändert. Ähm, äh, noch mal on top draufkommen, was muss ich haben, um auskömmlich zu sein? Dass wenn, ne, die Versicherer die Beiträge sicherlich, äh, mit, äh, ähm, durchpustendem Mund sagen, boah, das war doch jetzt ein kräftiger Schluck aus der Pulle, den wir jetzt alle mehr bezahlen müssen, dann doch, äh, vielleicht irgendwann mal in ein Level kommen, der dann für den Versicherer in einem auskömmlichen Bereich ist, sodass man nur bei allgemeinen Preissteigerungen von einer Inflationsrate spricht und nicht von dem Bereich, dass jetzt neben der Inflation allgemein auch noch weitere Faktoren, die ich eben genannt habe, noch mal on top draufkommen. Also ich habe die leise, leise Vermutung, dass wir, wenn in diesem Jahr der, der, der größere Schluck aus der Pulle stattfindet bei allen Versicherern, dass es sich im nächsten Jahr genauso wie bei den Händlern etwas beruhigen wird, ja.
Immer 'ne schöne Hoffnung, dass sich die Wetterverhältnisse nicht noch weiter dramatisch verändern, ja.
Mhm.
Mhm.
Ja, deswegen hatte ich gesagt, wenn sich's so weiterdreht, also wenn's jetzt nicht sich noch weiter beschleunigt und so weiter.
Ja, genau.
Ja, sehr spannend. Das hatten wir gesagt bei dem Thema, ach, das wird heut wahrscheinlich eine kurze Folge. Gibt jetzt doch gar nicht so viel zu diskutieren und jetzt haben wir auch wieder unser Stündchen voll gemacht, seh ich grade.
Das ist auch 'n sehr, sicherlich auf der einen Seite ein unangenehmes Thema, aber dem muss man sich auch einfach stellen, ne. Das ist so meine persönliche Meinung dazu, weil da kommt ja niemand dran vorbei.
Mhm.
Und, ähm, es gibt aber einfach nun mal Fakten, an die kommen wir persönlich auch nicht dran vorbei, ja. Wir haben auch alle Fahrzeuge versichert, ne, sei es jetzt PKW oder halt Kollegen Wohnmobile oder Wohnwagen. Wir alle wissen, äh, wie, wie es, wie es ist, äh, und da hoff ich einfach mal, dass ich vielleicht mit den Antworten oder mit den, mit den Anregungen, die ich gegeben habe, vielleicht 'n bisschen, äh, bisschen Licht hab reinbringen können, äh, dass es hier nicht der unbedingt der zwingende böse Wille des Versicherers ist, der, äh, noch mehr Geld verdienen möchte, sondern weil er einfach dem Rechnung tragen muss, was in der Zeit in der Welt momentan in der Zeit auch passiert, ne.
Mhm. Ja, vielleicht, ähm, liebe Hörerinnen und Hörer teilt ihr uns mal eure Erfahrungen und Gedanken zu dem Thema mit. Ihr wisst ja, erreicht uns unter podcast@camperstyle.de und auch über WhatsApp. Den Link zu, ähm, unserem WhatsApp-Kanal findet ihr in der Folgenbeschreibung. Uns würde mal interessieren, habt ihr schon Informationen von euren Versicherern, dass die, äh, Beiträge erhöht werden? Was denkt ihr darüber? Wie geht ihr damit um? Ist es für euch klar, ähm, könnt ihr nachvollziehen auch, was, was, äh, Dieter Schäffler uns heute so dargelegt hat oder seid ihr da ganz anderer Meinung? Einfach, ja, dass ihr uns so 'n bisschen eure Gedanken, Gefühle und so weiter mal mit reingebt.
Und, ähm, ja, wir sind da sehr gespannt. Wir sind selber ja auch betroffen logischerweise. Und da ist immer so'n bisschen hin und her bei mir persönlich im Kopf, dass ich immer denke: Ja, ist klar. Auf der anderen Seite denkt man so: Oh nee, nicht noch 'n Bereich, wo man jetzt mehr berappen muss. Und ist das wirklich alles nötig? Und da, ja, würde uns einfach mal interessieren, wie ihr darüber denkt.
Ja, ansonsten hoff ich, dass ihr, ähm, vielleicht mit dem bisschen Blick, also nicht direkt hinter die Kulissen, aber so mit 'n bisschen mehr mit Details, warum das jetzt passiert, wie es zu den hohen Steigungen kommt, ein bisschen mehr wisst, was da passiert. Das macht natürlich die Preissteigerung jetzt nicht besser, das ist uns auch bewusst, aber manchmal hilft ja ein Verständnis für Dinge auch, sie leichter zu akzeptieren. Ähm, ne, also auch so manchmal ist man vielleicht dann auch bereit zu wechseln und auch auf Einschnitte einzugehen. Also vielleicht auch das noch mal. Wir haben jetzt zum Beispiel die Krankenversicherung für unsere Hunde gekündigt, ähm, weil wir einfach für uns durchgerechnet haben, aus der, aus dem Risiko macht das Sinn oder nicht? Wenn wir's weiterbezahlen, was machen wir? Natürlich kann morgen einer der Hunde sich richtig fies verletzen und eine 50.000-Euro-Operation brauchen und dann ist unsere, unsere Vermutung völlig in die Hose gegangen und dann haben wir 'n Problem und müssen die 50.000 Euro aufm, aufbringen.
Gut, das ist jetzt vielleicht 'n bisschen viel für 'ne Hunde-OP, aber ihr wisst so 'n bisschen, was ich meine. Das, das, man kann natürlich auch immer Risiken eingehen, ne. Versicherungen sind ja nichts anderes als quasi eine Risikominimierung für uns. Und im Straßenverkehr können wir das nicht ganz die Versicherungen kündigen. Wir müssen also zumindest 'ne Haftpflicht noch besitzen und es ist auch durchaus bei den Werten sinnvoll, 'ne, 'ne Teil- oder auch vor allen Dingen 'ne Vollkasko zu haben. Ich will jetzt auch um Gottes Willen nicht dazu aufrufen, eure Versicherung zu kündigen. Ich wollte nur zeigen, man kann aber zumindest über Dinge nachdenken und auch durchaus Einschnitte akzeptieren, wenn es für einen selber okay ist oder eben auch nicht. Ähm, ne, was wir aber jetzt zum Beispiel machen für die Hundeversicherung, wir zahlen denselben Beitrag, den wir jetzt quasi für die Hunde nicht mehr bezahlen, den packen wir auf 'n Tagesgeld, damit wir zumindest dort aber so 'ne, so 'ne Reserve an, äh, sammeln sozusagen, wenn jetzt doch mal was passiert, dass wir davon dann die Sachen bezahlen können.
Das ist kein absoluter Schutz und das ersetzt auch nicht die Versicherung, aber das ist halt unsere eigene Risikobewertung der ganzen Geschichte so, ne. Also das hat Dieter ja ganz schön erzählt, welche, welche Dinge ihr machen könnt mit, äh, und, und was, äh, sozusagen damit auch verbunden ist. Manchmal kann das okay sein, manchmal nicht. Ich find's auf jeden Fall immer bisschen spannend, da reinzugucken, auch wenn wir jetzt natürlich durch 'n paar Podcasts mit Dieter schon 'n ganz gutes Verständnis dafür haben, wie so Versicherungen funktionieren und was da alles für sorgt. Hat vielleicht dem einen oder der anderen da draußen noch 'n bisschen geholfen. Und jetzt hab ich schon wieder mehr erzählt, als ich eigentlich wollte.
Lass den Dieter noch zu seinem letzten Wort kommen.
Schickt, schickt uns wie gesagt gerne auch so Fragen, Gedanken, eure Meinung, äh, dazu. Das interessiert uns wirklich. Ähm, die Kanäle sind in den Show Notes immer mit verlinkt und wenn ihr die aus irgendnem Grund nicht anklicken könnt oder nicht findet, dann geht auf camperstyle.de, klickt dort oben in der Navigation auf Podcast, sucht euch die Episode raus und da habt ihr dann auch noch mal, äh, quasi die ganzen Links drin und könnt da noch mal drauf zugreifen. Und wir packen euch auch noch die Sachen, die wir über Versicherungen schon so geschrieben und erzählt haben, noch mal entsprechend in die Show Notes auch rein. In diesem Sinne tschüss von meiner Seite und ich, äh, übergebe das Wort an Dieter, der damit auch das letzte Wort für heute für die Episode hat.
Ja, liebe Nele, lieber Sebastian, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, ähm ja, es hat mir Spaß gemacht. Das hat mich doch gefreut, dass, äh, wir wieder haben miteinander sprechen können. Ähm, wie ich eingangs sagte, unangenehmes Thema, aber man muss sich auch diesem Thema stellen. Und wie du so schön grad formuliert hast, Sebastian, ähm, vielleicht schafft man es ja durch Informationen, die man so nicht so wirklich schnell bekommt oder auch mal Hintergründe erklärt zu bekommen, eine gewisse Akzeptanz, obwohl das Wort sehr schwierig ist, grade dann, wenn ich mehr bezahlen muss, 'ne Akzeptanz zu erreichen. Aber 'n gewisses Verständnis dafür, warum, äh, man den Beitrag denn dann, äh, in diesem Bereich dann doch mal, äh, deutlich erhöhen muss. Ähm, nichtdestotrotz, zuletzt wird's, betrifft's uns auch.
Wir sind auch nicht glücklich drüber, aber, ähm, leider sind wir da auch echt, äh, extrem fremdgesteuert. Ich glaub, dieses Wort hab ich sehr oft benutzt, dem ist auch wirklich so. Also vielen Dank für die Gelegenheit. Äh, hat mich gefreut. Ähm, ja, wünsche euch, äh, noch 'n schönen Tag. Äh, bleibt gesund, wie man immer noch so schön sagt und, äh, wir hören uns. Vielen Dank. Bis dahin. Tschüss.