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Zelten mit Kindern – Erfahrungen, Tipps & Ausstattung

Episode 286 · 01:08:54

In dieser Folge sprechen wir mit Hörerin Lisa über ihre persönlichen Erfahrungen und Learnings rund ums Zelten mit Kindern. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern hat sie dem Pauschalurlaub den Rücken gekehrt und ist ins Familienzelt-Camping gestartet – inklusive Fehlkäufen, Recherche-Marathons und dem Kauf eines riesigen Luftzelts.
Wir erfahren von ihr, was für sie bei der Zeltauswahl wichtig war, was für Kinder im Campingalltag unverzichtbar ist und wie man entspannt und ohne Stress den Familienurlaub gestalten kann.

In dieser Folge:

  • Warum Camping mit Kindern oft entspannter ist als Hotelurlaub

  • Auswahlkriterien für ein geeignetes Familienzelt

  • Sinnvolle Ausstattung

  • Rituale und Alltag im Campingurlaub mit Kindern

  • Herausforderungen und praktische Tipps

  • Familienfreundliche Campingplätze und Community-Tipps

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Das Transkript der Folge

Das Transkript wurde automatisch (KI) erstellt und kann daher kleine Unklarheiten oder Fehler enthalten.

Hallo und herzlich willkommen zu Camper Style, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele.

Und ich bin Sebastian und heute geht's ums Zelten mit Kindern.

Und zwar haben wir wieder eine Gästin bei uns im Studio und die Lisa ist quasi auch fast so was wie 'ne Kollegin von mir. Sie ist nämlich auch oder war Journalistin. Kannst du ja vielleicht gleich auch selber 'n bisschen was zu sagen. Lisa ist aber gleichzeitig auch eine Hörerin von uns, hatte sich bei uns gemeldet. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von, äh, den letzten Hörer-Feedbacks und hatte sich eben auch angeboten, mit uns mal über das Thema Zelten mit Kindern zu sprechen. Und ja, da wir ja selber mangels Kindern, äh, nicht so viel zu sagen können, freuen wir uns natürlich sehr, dass Lisa heute bei uns ist. Ganz herzlich willkommen.

Hallo, ihr zwei.

Ja, möchtest du dich einmal selbst vorstellen, Lisa? Ähm, wer seid ihr? Wie viele seid ihr? Wie kamt ihr zum Zelten und so weiter und so fort.

Mhm. Also ich bin, äh, Lisa, bin 35. Ich hab zwei Kinder und einen Mann. Die Kinder sind fünf und drei und wir, ähm, urlauben seit 2023, 2024 im Familienzelt.

Und warum seid ihr zum Zelten gekommen? Also was, w-wie kam die Idee auf und was gefällt euch daran besonders gut?

Mhm. Also wir haben, ähm, bevor die Kinder da waren, haben wir noch nicht gecampt. Wir waren so die klassischen Pauschalurlauber in 'nem, im Hotel, ähm, haben aber gemerkt mit den Kindern, das funktioniert irgendwie nicht so gut mit den kleinen Hotelzimmern und dann hat man immer Angst, ach, die Kinder sind so laut und die anderen Gäste fühlen sich vielleicht gestört. Ähm, haben dann auch die Ferienwohnungen und Ferienhäuser mal getestet, waren auch mal in 'nem Mobilhome auf 'nem Campingplatz und da haben wir gemerkt, boah, also hier mit der Infrastruktur, wir waren also am, am Lago Maggiore mit den Kindern. Ähm, das funktioniert ganz gut, wenn so 'n Spielplatz direkt vor der Tür ist und 'n kleiner Pool angeschlossen und vielleicht sogar, äh, der See oder das Meer in der Nähe ist. Das funktioniert irgendwie besser als 'n, im Hotel, wo man doch in dem Komplex relativ eingeschlossen ist und haben uns dann, ähm, überlegt, ja, welche Campingform käme denn für uns infrage?

Und da sind wir dann nach dem Ausschlussprinzip quasi vorgegangen. Also für 'n Wohnmobil oder 'n Wohnwagen haben wir nicht den Platz und für 'n Wohnwagen auch nicht die, das Zugfahrzeug. Also wir haben relativ schmallippige Fahrzeuge, die könnten jetzt keinen Wohnwagen ziehen, wo wir dann auch zu viert drin schlafen können. Ich war total der Fan vom Faltcaravan, also so 'n Klappi. Ähm, mein Mann hat gesagt: "Na ja, wir bräuchten eigentlich", weil wir auch 'n, 'n relativ altes Haus haben, das wir sanieren, "wir bräuchten eigentlich 'n richtigen Anhänger. Lass uns doch statt 'n Anhänger mal 'n Zelt draufnehmen, ähm, 'n Anhänger und das Zelt drauflegen, wenn wir's brauchen." So und dann-

Mhm.

So sind wir dann quasi ans Zelt gekommen. Wir haben eigentlich nur Zelterfahrung aus Festivals in der Vergangenheit. Ja, und dann haben wir uns da so angenähert und haben dann, sind dann in die Recherche gegangen, denn die Auswahl ist ja immens. Auch das glaubt man gar nicht, wie viele verschiedene Modelle es gibt, ähm, und haben uns dann so an unser Modell ran genähert, sag ich mal. Ja.

Das ist jetzt, glaub ich, auch noch 'n ganz, ganz spannender Punkt für viele, die uns zuhören oder zumindest die, die jetzt auch vor der, vor dem Gedanken stehen, vielleicht zu zelten, alleine zu zweit, zu dritt, zu viert. Wie seid ihr denn dann in die Auswahl eures Zelts gegangen? Also was waren so die Kriterien, die ihr euch irgendwie gesetzt habt, die, die wichtig waren bei der Auswahl?

Mhm. Also ich hatte erst mal gesagt: "Nee, wir machen mal so bis 600 Euro. Das reicht ja." Ähm, aber da ist man ja ganz schnell auch in anderen Dimensionen. Also mein Mann hat dann die Recherche zum Glück übernommen, äh, weil ich da, ich, ich, ich komm da ganz schnell in solche Rabbit Holes und komm da nicht mehr raus. Mein Mann macht das 'n bisschen besser. Also er hat dann gesagt: "Na ja, wenn wir, ähm, wir brauchen schon 'n bisschen Platz" und ich hab mir 'n eingenähten Boden gewünscht, dass nicht so viel Krabbelzeug reinkommt, ähm, in die, in den Aufenthaltsbereich. Und mit zwei Kindern haben wir uns auch relativ viel Platz gewünscht, dass wir eben auch bei Schlechtwetterzeiten, ähm, dann 'n gewissen Bereich haben, wo wir uns gut aufhalten und auch mit den Kindern, ähm, spielen können. Ähm, genau, und so haben wir uns dann, ähm, quasi, ha-- sind wir auf die Fünf- bis Sechs-Mann-Zelte gekommen.

Dann sagte mein Mann: "Na ja, mit den Stangen weiß ich jetzt nicht, es geht auch bequemer als Luftzelt." Das sind diese aufblasbaren Zelte, die haben dann ein oder mehrere, äh, Ventile, wo man dann eben mit 'ner Luftpumpe rangeht und es so auf, ähm, stellt. Dann, ähm, war klar, ja, es wird 'n Luftzelt und dann geht's weiter mit dem, mit dem Schnitt und mit dem Material. Das ist ja auch immer noch mal 'ne Glaubensfrage. Also nimmt man Polyester, nimmt man Baumwollmischgewebe, das 'n bisschen atmungsaktiver, aber dafür auch extrem viel schwerer ist, ähm, und teurer. Ja, und dann haben wir gedacht, na ja, wir fahren noch mal in den Süden wahrscheinlich, wo's wärmer ist, nehmen wir Baumwollmischgewebe. Ähm, und durch den Hänger haben wir ja auch nicht so die, ähm, durch den Anhänger, ähm, nicht so die Beschränkungen fürs Packmaß und's Gewicht, dass wir dann darauf gehen konnten.

Ja, so haben wir uns dann vorgearbeitet, bis wir dann schließlich bei 'nem relativ hochwertigen-- Also mit den 600 Euro kamen wir nicht mehr hin. Das hat sich dann mal eben verdreifacht. War 'ne relativ-

Krass.

Ja, also da, ähm, da kann man locker mal zwei, zweieinhalb tausend Euro auch für 'n Zelt ausgeben, je nach Größe. Ähm, genau, da haben wir jetzt ein, äh, Zelt von Outwell, das ist 'n dänischer Hersteller, auch 'n relativ großer Hersteller. Luftzelt, Baumwollmischgewebe, sechs Personen haben wir uns gekauft.

Und also Outwell ist mir bekannt, die machen ja auch viel andere Campingausrüstung, unter anderem auch Stühle, Tische. Ich glaub, wir haben sogar 'n Outwell-Tisch, wenn mich nicht alles täuscht. Ähm...

Wir haben zwei Stühle davon.

Die sind gut. Es, also die-- zumindest die Möbel sind sehr gut. Ich hoffe, euer Zelt auch.

Super.

Ähm, wie- Muss ich mir das vorstellen, wenn du das mal unseren Hörerinnen und Hörern beschreiben würdest. Also ihr habt ja wahrscheinlich dann auch verschiedene Räume, denke ich mal, ne?

Ja.

Von der Größe her weißt du ungefähr die, die, die Grundmaße, die Quadratmeter und so weiter?

Ja, das war das Erste, was ich auswendig lernen musste. Weil ja, weil die Stellplätze halt auch sehr, oft sehr knapp geschnitten sind.

Okay.

Und das Zelt ist unabgespannt, sieben Meter fünfunddreißig lang und drei Meter neunzig breit.

What?

Das ist schon stattlich.

Ist ja deutlich größer als unser Wohnwagen, wo ich schon immer sage-

Ja

... der ist auch schon üppig eigentlich. Oh krass, okay.

Und dann brauchen wir noch Platz eben an allen, ähm, Seiten zum Abspannen. Und das gebe ich auch überall an, wenn wir Campingplätze buchen, wie groß das Zelt ist, weil also mit, ähm, also unter achtzig Quadratmeter Parzellen brauchen wir eigentlich nicht anfangen. Das muss man sich halt, das muss man halt wissen, wenn man sich so ein Riesenzelt zulegt. Erstens, äh, ja, die Stellplatzgrößen sind nicht immer, ähm, ungefähr, also u-sind nicht immer passend und, ähm, man muss es halt auch irgendwo trocknen können und aufstellen können, wenn's, äh, nass wird.

Jetzt hast du ja aber vorhin schon gesagt, ihr habt nicht so viel Platz. Das war aber wahrscheinlich auf den Stellplatz des Wohnmobils bezogen.

Genau, ja.

Und für, für das Zelt mal zum Trocknen aufstellen passt es aber quasi.

Ja, genau.

Okay. Und w..., das sind-- Bist du das über einundzwanzig Quadratmeter Fläche? Wie lang braucht ihr, um das aufzubauen jetzt mittlerweile?

Ähm, das reine Zelt steht in einer Viertelstunde.

Cool.

Dadurch, dass es eben mit den Luftschläuchen relativ zügig aufgepumpt ist. Wir machen das auch mit der Handpumpe. Das geht relativ gut.

Ach so, echt?

Mhm. Ja. Bis es dann eingerichtet ist, äh, da sind wir dann eher so bei ein, zwei Stunden-

Okay

... bis die Matten ausgerollt sind und die Teppiche eben, also wir haben auch kleine Zellteppiche drin und die Küche dann steht und so. Du hattest ja gefragt nach den Räumen. Also wir haben hinten Schlafkabinen, die haben wir zu einer großen aufgezippt in der Mitte und haben da quasi zwei Matten nebeneinander liegen. Ähm, dann haben wir einen Aufenthaltsbereich, wo wir auch, ähm, so kleine Sitzgelegenheit haben und ein kleines Regal, äh, mit einem Tisch für die Kinder. Also einen niedrigen Tisch, wo sie auch dran knien und malen können. Und im Nassbereich nennt man das, das ist ganz vorne am Zelt, da haben wir so 'ne, 'ne, ich sag mal, eine leichte Überdachung noch. Da könnten wir auch sitzen. Ist bisschen eng, deswegen spannen wir immer noch ein Tarp davor. Da kommen wir auch nicht mehr mit den sieben fünfunddreißig hin. Da spannen wir immer noch ein Tarp davor, dass wir dann da eben auch wenn Sonne oder Regen ist, dass wir da noch ein bisschen geschützt sitzen und da essen wir dann und kochen.

Genau.

Da macht ihr fast Sebastians ehemaligem Liner Konkurrenz. Da waren wir, glaube ich, noch ein Stückchen länger, ne?

Nee, der war kürzer.

Kürzer?

Also wir hatten, wir hatten ja, na, nicht ganz, tatsächlich fünf Zentimeter länger, aber sieben fünfunddreißig. Also das ist schon 'ne... Äh, also eure Grundfläche war größer, weil wir waren ja auf zwei fünfzig Breite beschränkt.

Mhm.

Ähm, aber das ist schon auf jeden Fall für, für Camping quasi luxuriös viel Platz, finde ich.

Ist 'ne Fünf-Zimmer-Wohnung-

Ja

... die man mitnimmt.

Ja, das finde ich cool. Ist ja, also proklamieren ja auch viele Minimalismus beim Zelten, das wäre das einzig Wahre und es ist ja für die Menschen, die das irgendwie leben wollen, auch völlig okay, ne.

Mhm.

Wenn, wenn, wenn sozusagen am Ende es reicht, wenn man mit einer Baumwolldecke rausgeht, aber ich finde, wenn man halt ein bisschen grad mit Kindern und dann schlechtes Wetter, äh, wird's ja mit der Baumwolldecke halt schwierig.

Mhm.

Und ich find es schön, dann, dann auch, dass es halt große Zelte gibt, wo man einfach Platz hat, wo man dann auch mal in-- Also Worst Case regnet's ja auch mal zwei, drei Tage. Und dass du das dann halt auch irgendwie schön über die Reihe oder, äh, die Tage drüber bringst so.

Mhm. Und sagst du noch mal, welches Modell das genau ist? Du hattest ja schon gesagt Outwell, aber hast du das Modell im Kopf?

Ja, das ist das Outwell, äh, Woodlake sechs ATC aus 2023.

Okay, dann suchen wir das nämlich auch noch mal raus und verlinken das in der Folgenbeschreibung für die Leute, die das dann interessiert, sich vielleicht auch genau dieses Modell mal ein bisschen näher anzuschauen.

Mhm. Das gibt's aber, glaube ich, so nicht mehr. Die bringen jedes Jahr neue Modelle raus.

Ah, okay.

Aber, äh, die Nachfolgemodelle sind dann ganz ähnlich geschnitten.

Mhm.

Das, das-- Genau, es gibt quasi, ich hab mal grad schnell geguckt, ähm, es gibt's jetzt aktuell so nicht mehr und das heißt tatsächlich dann immer ein bisschen anders. Wir suchen dann auch mal noch sozusagen das heutige Pendant dazu raus.

Mhm.

Es ist auf vielen Seiten und bei Outwell noch zu sehen, aber man kann's, ähm, ach doch, man kann's sogar bei Outwell kann man's noch in den Warenkorb legen. Ähm, man kann aber gleich auch auf den Link klicken, ähm, dass man sich ein neues raussuchen kann. Schlau. Nein, wir suchen das noch mal raus und auch das Pendant dazu für euch, falls das wirklich, ähm, spannend ist.

Was hat das denn für 'ne Wassersäule?

Bei Baumwollmischgewebe gibt's keine Wassersäulen.

Ach so.

Das ist nur bei Polyester so, dass die Wassersäule angegeben wird, weil das Baumwollmischgewebe, das quillt auf im Wa... im Regen und verschließt sich quasi so und wird so dicht.

Ah, verstehe. Also muss man dann auch nicht noch mal extra imprägnieren, sondern automatisch. Ah, das ist ja praktisch.

Und jetzt habt ihr das auch schon getestet? Also funktioniert das mit dem Aufquellen und dem Dicht sein?

Das funktioniert, ja.

Okay.

Ja. Das funktioniert gut. Also wir sind noch nicht nass geworden.

Cool. Also da sind Nele und ich ja relativ unbedarft. Mein, mein Zeltwissen, äh, kommt auch vom Festival und, äh, da sind's ja eher einfache Zelte. Wobei wir hatten tatsächlich, als ich da meine Frau kennengelernt habe und mit ihr aufs Festival gefahren sind, war's dann auch schon ein Zweikammerzelt, ähm, wo wir ein bisschen mehr Platz hatten und quasi einen Lagerraum für, für, äh, Essen und so was hatten.

Mhm.

Aber das sind so meine Zelterfahrungen und ich glaub, also ich kann mich auch noch erinnern, dass der erste Aufbau fast in 'nem Streit geendet wäre.

Scheidungspapiere schon ausgedruckt.

Ja, erinner ich mich. Das würde heute nicht mehr passieren, aber damals war das... Und ich beobachte das auch immer mal wieder so auf, auf Festivals, dass, dass grad bei komplizierteren Zelten, es ist wie mit dem Wohnwagen einparken auf dem Campingplatz. Das ist immer

Birgt immer Potenzial.

Ja.

Deswegen bleiben viele PartnerInnen, ähm, auch gleich im Auto sitzen, wenn der andere oder die andere aufbaut, so wie wir es neulich in Mexiko beobachtet haben. Da ist die Frau gar nicht ausgestiegen und an dem Zelt war aber irgendwie 'ne Stange gebrochen und wir haben uns das dann so 'n bisschen angeguckt bei den Kollegen nebenan und dann ist mein Mann halt rüber und hat Hilfe angeboten und hat das dann mit Gewebeband getapet und als alles fertig war, kam die Frau dann auch aus dem Auto und hat mal Danke gesagt. Und dann war das Thema beendet.

Aber das ist ja dann bei einer Viertelstunde im Luftzelt, klingt nicht sonderlich nach, äh, Streitpotenzial.

Nee, nee, das geht eigentlich zügig. Ich weiß, wie's ausgerollt wird, an welche Ecke wir-- Also wir haben immer noch so 'ne Unterlegplane zum Schutz bei, ähm, wenn's arg matschig ist oder so zum Schutz des Bodens noch mal. Die ist auch wasserdurchlässig. Also da kann dann, wenn Regen runterfließt, ähm, kann das abfließen und steht nicht so zwischen der Plane und dem Zeltboden.

Mhm.

Und, ähm, da legen wir dann das Zelt hinten links ist das immer die Ecke, das legen wir da auf und dann wird es ausgerollt und aufgepumpt. Das geht eigentlich zügig, wenn die Kinder nicht drauf rumspringen. Also einer ist eigentlich eher damit beschäftigt, die Kinder zu bändigen und der andere pumpt, ja.

Das, das klingt ja so, als ob Luftzelte eigentlich das, das, das Beste sind, was man so machen kann. Gibt's, gibt's bei Luftzelten auch irgendwie Nachteile?

Sie sind schwer und, ähm, ähm, sind auch meistens größer als die-- Also wenn man, wenn man wirklich, ähm, nur den Kofferraum des Autos hat, glaub ich nicht, dass man da gut mit 'nem Luftzelt, mit 'nem relativ großen Luftzelt vorankommt, wenn man auch noch Tische und Stühle und so was mitnehmen will. Also die sind extrem viel-- Unser Zelt wiegt fast fünfzig Kilo. Also das kann einer kaum alleine heben. Das müssen wir zu zweit, ähm, heben.

Okay.

Das sind so die Nachteile, die halt diese großen und, ähm, ich sag mal, im Aufbau komfortableren Zelte mit sich bringen.

Ja, hätt ich jetzt gar nicht vermutet, weil man ja eigentlich immer denkt, na ja, wenn die, wenn die Stangen wegfallen, dass man dann ja mit deutlich weniger Gewicht eigentlich klarkommen würde.

Ja, der Stoff ist schwer.

Mhm. Und wie solide sind so die, die Luftkammern? Also halten die wirklich komplett die Luft, die reingepumpt wurde? Oder merkt man, dass die so über die Zeit von so 'nem Urlaub 'n bisschen nachlassen?

Also wir hatten jetzt noch keine Probleme. Wir hatten einmal einen Schlauch, ich glaub, das war beim zweiten oder dritten Aufbau, ähm, der hat so 'n bisschen Luft gelassen und da konnten wir aber mit so 'nem, ähm, Ventilschlüssel, der auch mitgeliefert wird, also also mit dem Lieferum-umfang konnten wir das Ventil 'n bisschen nachdrehen-

Ah, okay.

... und dann war das wieder, äh, tipptopp. Ähm, aber natürlich können die auch platzen.

Mhm.

Muss man sich überlegen, ob man da 'n Ersatzschlauch mitnimmt, ähm, oder ob man's einfach drauf ankommen lässt. Aber im Sturm sind die erstaunlich, erstaunlich sicher, würd ich mal sagen. Die also-- Wenn, wenn's richtig, äh, wenn's richtig stürmt, dann kann's mal passieren, dass so 'n Luftschlauch mal so eingedrückt wird, aber der ploppt wieder nach oben.

Ah ja. Ja, die, das Thema Luftzelte ist ja auch durchaus für Vorzelte von Campingfahrzeugen ganz spannend und wir haben selber gar keine Erfahrung damit bisher, weil wir auch überhaupt kein Vorzelt nutzen, auch noch nie genutzt haben. Wir sind da immer zu faul, das alles aufzubauen. Aber da gibt's ja durchaus, äh, sehr gespaltene Meinungen, ne. Die einen sind absolute Fans und die anderen sagen: "Nee, ist Luft verloren, passt für mich nicht." Wahrscheinlich ist es auch immer so 'n bisschen abhängig dann von der Qualität des, der Marke, die man sich da anschafft. Wo wart ihr denn beziehungsweise wann wart ihr dann das erste Mal mit diesem Zelt unterwegs und wie war das so für euch und für die Kinder?

Bevor wir das Zelt gekauft haben, haben wir 'n Probezelt gemacht, ähm, mit den Kindern, weil wir erst mal schauen wollten, wie reagieren die eigentlich, wie finden die das in so 'nem Zelt. Und da haben wir das alte Festivalzelt, ähm, rausgeholt, das wir, ich glaub, 2018 zuletzt auf Wacken mit dabei hatten. Damals hat es aber nicht ein bisschen geregnet. Eine Woche lang hatten wir keinen Tropfen Regen. Insofern gingen wir davon aus, ja, es wird schon passen.

Also Wacken untypisch eher.

Ja, es war, aber es war, es war extrem heiß und es war, es war staubig. Ja, es war sehr staubig. Ähm, zumindest haben wir uns dieses Zelt dann genommen und sind mit, ähm, Freunden auf ein, ähm, ja 'n Grundstück gefahren, wo die immer mit ihrem Wohnmobil, ähm, sind und haben gesagt: "Komm, da stellen wir uns dazu mit unserem Zelt und dann testen wir das mal übers Wochenende." Und wenn man das so in der Rückschau betrachtet, dann war dieses Wochenende die reinste Katastrophe, die absolute Katastrophe. Es hat, äh, geregnet. Das Zelt war natürlich nicht dicht, also es hat reingeregnet. Einer Nacht gab's dann noch schwere Gewitter, da sind wir dann im Dauerregen ins Auto geflüchtet mit den Kindern.

Oh nein.

Ähm, es war alles klamm, es war alles nass im Zelt. Wir hatten da auch nicht so 'n... Also der, das Zelt ist so 'n Zweikammerzelt, links und rechts in der Mitte so 'n, ja so 'n Lager und dieser mittlere Bereich hatte keinen, ähm, Boden und da war natürlich alles nass. Deswegen auch mein, mein Anspruch, eingenähter Boden. Ähm, ja, also es war, es war eigentlich von den Rahmenumständen, es war 'ne Katastrophe, aber die Kinder hatten Spaß. Die fanden das super. Die fanden das richtig klasse. Die waren richtig, die waren eigentlich nur draußen mit ihrer Matschkleidung und sind da mit ihren, also die Kleine oder der Kleine, der ist dann noch gekrabbelt. Ähm, der hat da im Gras gesessen, hat sich gefreut. Die, die Große ist mit dem Laufrad hoch und runter gedüst. Also die hatten Spaß, auch mit den anderen Kindern, die da vor Ort waren.

Da haben wir gedacht: "Komm, das Zelt, das schmeißen wir jetzt direkt am Autohof in die Tonne", aber an sich ist das 'ne Art Urlaub, die wir uns richtig gut vorstellen können. Weil's auch echt entspannt-

Also nass geworden ist, direkt rein, wir machen weiter.

Wir machen weiter, weil das war entspannter als jeder Hotelurlaub tatsächlich, auch wenn's nass war. Das, äh, erstaunlich, aber, aber so war's tatsächlich. Und dann haben wir halt dann gesagt: "Gut, dann machen wir das. So machen wir das. Wir kaufen uns jetzt 'n Hänger, den können wir eh gut gebrauchen und 'n Zelt."

Ja. Das ist wahrscheinlich so ein, so ein klassischer 750-Kilo-Hänger, so 'n-

Nee, wir haben ein, 1.300, ähm, Kilo, also einen großen Hänger. Der ist zwei fünfzig lang, eins dreißig breit, 'n Umbauer. Ähm, und der ist mittlerweile auch ganz gut gefüllt. Also da muss ich schon Tetris, Tetris spielen, weil man ja auch-- Also ich hab, ähm, wir haben das gro-große Zelt, das wirklich fast ein Drittel des Hängers schon einnimmt. Ähm, und dann haben wir eben die Küchenausstattung. Wir haben große Schlafmatten und Schlafsäcke, äh, mittlerweile auch eine kleine Campingtoilette, die dann auch mitkommt. Äh, die haben wir angeschafft, als die Kinder dann trocken wurden. Ähm, das ist, ähm, ja, dann ist das, ist das schnell voll auf dem Hänger tatsächlich.

Was, was sind denn die Sachen auf dem Hänger, auf die du auf keinen Fall verzichten wollen würdest bei einem Campingtrip?

Die Schlafmatten.

Okay.

Ja, also ich glaub, wär schlecht. Das war auch das bei dem, bei diesem, äh, Probezelt. Wir hatten halt nur so Gymnastikmatten dabei und dann haben die Knochen wehgetan. Und, äh, also wir wussten genau nach dem Wochenende, wie wir's nicht haben wollen.

Mhm.

Ähm, wir haben jetzt relativ dicke vom, ähm, großen O in Holland, ähm, Schlafmatten mit zehn Zentimetern, die blasen sich von selbst auf und das ist extrem komfortabel, das Schlafen da drauf. Also es ist fast besser als zu Hause. Ja, und auf die möchte ich nicht verzichten. Ich glaub, wer im Urlaub schlecht schläft, der, ähm, der erholt sich auch nicht. Insofern, ja, ist das, glaube ich, das, was ich am wenigsten zu Hause lassen würde und wieder eintauschen würde.

Habt ihr auch Campingkopfkissen oder Kopfkissen dabei?

Wir haben Kopfkissen, aber das sind jetzt keine speziellen Kopf-, äh, Camping. Ja, ja, so kleinere eben.

Sonst noch was, was absolut unverzichtbar ist?

Die Bialetti. Ja, die Bialetti.

Okay, für alle, die nicht wissen, was das ist.

Kaffeemaschine.

So 'ne, genau, so 'ne Mokka, so 'ne Mokkakanne, die man einfach mit, mit Kaffeepulver, Espressopulver, Kaffeepulver, Mokkapulver und Wasser füllt, auf 'm, auf 'ner Heizplatte, auf 'm Feuer, auf 'm Gasofen stellt und dann einfach, äh, Kaffee rausbekommt, der sehr lecker und stark ist.

Du hattest ja gerade von der Küchenausrüstung gesprochen. Ähm, da Sebastian und ich bevorzugt über das Thema Küche und Essen sprechen, ist es natürlich jetzt für uns auch spannend, wie ihr da ausgestattet seid.

Ja, ich hab 'ne, ähm, 'ne kleine Küche und wir haben, mhm, zwei Campingkocher, diese einfachen mit den Gaskartuschen, die aussehen wie so Haarspraydosen.

Mhm.

Und daraus grillen wir mit 'ner Grillplatte und darauf kochen wir. Also ist eigentlich im Vergleich zu allem anderen, was wir so dabei haben, relativ spartanisch, ähm, aber total ausreichend für uns. Genau.

Und hast du da so eine Outdoorküche oder macht ihr das einfach auf normalen Tischen?

Ich hab 'ne Küche. Ja, 'ne Küche, die kann ich so oben aufklappen, den Deckel. Da hab ich auch so'n bisschen Kochgeschirr an so Haken hängen und ich hab auch ein kleines Waschbecken, um mal eben Gemüse oder Obst durchzuwaschen, bevor wir's essen oder auch Hände zu waschen.

Welches Modell ist es? Erinnerst du dich?

Ähm, das müsste auch die von, von Obelink Ambassador heißt die, glaube ich. Müsste das sein. Die haben wir aber auch erst ganz frisch jetzt vor ein paar Wochen angeschafft und vorher hab ich auch auf 'nem ganz normalen Tisch gekocht. Man wächst ja so mit den, mit der Zeit auch, was man so alles dann doch mitschleppt und merkt so, was man dann doch noch brauchen kann.

Bei uns ist eher umgekehrt. Wir hatten am Anfang ganz viel und, und haben mehr oder weniger jetzt echt wieder back to the roots, weil's uns alles zu viel war zum Mitnehmen und sauber halten und pflegen und ach.

Ich hab früher auf so einem alten Tapeziertisch gekocht. Also man, es gibt diese Tapeziertische, die man so, diese kleinen drei Tische, die man so zusammenhaken kann. Ich weiß nicht, ob ihr die kennt aus dem Discounter.

Ja.

Und, äh, nach 'm, ich glaub, nach drei, vier Reisen mit den Tischen hing der so durch in der Mitte und das Nudelwasser war so schräg im Topf drinne und dann hab ich gedacht: „Oh, ich weiß nicht, ob das so sicher ist mit den Kindern." Und dann haben wir den doch rausgeschmissen und haben dann die Küche dafür angeschafft.

Was, was habt ihr denn an Technik dabei?

Ähm, Technik. Lass mich mal überlegen. Wir haben einen kleinen Heizlüfter für richtig kalte, ähm, Nächte oder wenn's richtig schlimm durchschüttet und alles so klamm ist gefühlt, dann lassen wir den schon mal ein halbes Stündchen laufen. Ähm, Handys und, ähm, Tablet haben wir dabei, falls es richtig, richtig schlecht wird vom Wetter her, dass wir da ein bisschen überbrücken können.

Also das heißt, auch mobiles Internet wird, wird genutzt.

Ja.

Wahrscheinlich von euch und von den Kids dann, wenn irgendwie das Wetter schlecht ist mit dem Tablet und so weiter.

Genau, entweder die, die Plätze haben ja mittlerweile relativ gutes WLAN auch oder wir machen Hotspot auf.

Ja, passend dazu haben wir auch ganz kurz Werbung. Erinnerst du dich noch, was du schon seit Jahren sage? Wer sich in offenes WLAN einloggt, am besten noch ohne Passwort, der kann auch gleich seine Daten auf 'n Zettel schreiben und sie in die Fußgängerzone legen.

Ja, ich erinnere mich sehr dunkel, zumal du uns damit quasi fast wöchentlich auch im Team ziemlich hart auf die Nerven gehst. Aber man muss auch dazu sagen, es passiert ja trotzdem ständig und ehrlich gesagt hab ich mich da früher auch oft sehr gedankenlos einfach eingeheckt im Café, auf 'm Rastplatz, auf Campingplätzen, im Hotel. Und wie ich vorher wissen viele Leute auch einfach gar nicht, wie leicht man da wirklich ausspioniert werden kann.

Ja, und deshalb läuft bei mir NordVPN meistens mit. Ähm, egal ob ich E-Mails checke, Banking mache oder halt 'ne Serie streame. 'Ne sichere Verbindung ist da für mich immer wirklich Pflicht. Und selbst wenn wir mal nicht digital arbeiten, sondern nur ein bisschen Social Media oder Online-Einkäufe machen, ist das 'ne sinnvolle Geschichte. Und dank dem Bedrohungsschutz Pro bist du ja dann auch vor Schadsoftware und Phishing-Seiten sicher.

Wir haben NordVPN mittlerweile auch auf allen Geräten installiert: Laptops, Handy, Tablets, was es da so alles gibt. Und so müssen wir uns einfach da unterwegs keine Sorgen mehr machen. Was ich besonders praktisch finde, ist halt immer, dass man damit auch mal auf 'nen Server in Deutschland zugreifen kann, wenn wir auf Reisen sind, zum Beispiel auch in Mexiko, wenn wir da uns immer länger rumtreiben. Und, ähm, so kann ich halt ganz normal deutsche Seiten aufrufen oder Streamingangebote schauen, die eben nur hier verfügbar sind.

Ja, und falls die Verbindung mal lahmt, was bei mir tatsächlich gerade abends bei einigen Seiten der Fall ist, dann einfach den Server wechseln. Denn viele Dienste drosseln im Hintergrund die Geschwindigkeit, manchmal auch Internetprovider und über NordVPN kannst du das halt ganz easy umgehen.

Wenn du, liebe Hörerinnen und Hörer da draußen, dir auch diese Sicherheit und auch die Freiheit wünschst, dann kannst du mit unserem Code Camper Style jetzt ordentlich Rabatte und vier Bonusmonate auf das Zweijahrespaket ergattern.

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Und alle Infos und den Link findest du wie immer unten in den Shownotes. Werbung Ende.

Ja, das heißt also, ihr seid nicht komplett kontra Tablet für Kinder, sondern die dürfen dann auch mal 'n bisschen gucken, wenn, wenn's nix, äh, wenn das Wetter es nicht hergibt, draußen im Matsch zu spielen.

Ja, aber ich-- die Erfahrung ist schon auch, wenn's regnet, dass sie dann doch auch viel draußen sind tatsächlich.

Mhm.

Ich glaub, das ist auch das, was ich eigentlich am schönsten am Zelten finde, eben dass wir eigentlich den ganzen Tag uns draußen aufhalten.

Was gehört denn da für euch sonst noch, ähm, so zur Grundausstattung, insbesondere auch für die Kinder?

Ähm, Fahrzeuge. Das haben wir, ähm, gemerkt nach dem ersten zwei langen Wochenenden, in denen wir weg waren. Die fahren wahns... Also eigentlich haben fast alle Kinder, die auf'm Campingplatz unterwegs sind, irgendwie 'n Rädchen oder 'n Laufrad oder 'n Roller, ähm, um mal zum Waschhaus zu fahren oder um einfach ein paar Meter hoch und runter zu schrubben oder um, äh, Brötchen zu holen. Und das finden die auch klasse. Also sie freuen sich da immer schon drauf, wenn wir sagen, wir packen die kleinen Fahrräder ein. Die würde ich auf, auf jeden Fall nicht mehr zu Hause lassen.

Mhm.

Und 'n bisschen Spielzeug haben wir immer dabei. Entweder irgendwie 'ne Sandschaufel, 'n Klappspaten oder auch, ähm, mal 'n Memory oder 'n Uno. Solche Spiele, die wir dann abends auch noch mal schön vorm Zelt oder im Zelt spielen können. Ansonsten beschäftigen die sich eigentlich echt gut, weil auch immer andere Kinder da sind auf Campingplätzen, mit denen die eigentlich immer relativ schnell auch anbandeln. Und Spielplätze gibt's eigentlich auch immer da, wo wir hinfahren, ähm, dass wir gar nicht so viel mitnehmen müssen.

Ist halt auch der große Unterschied zum Beispiel zu 'ner Ferienwohnung, ne, dass man dann die anderen Kinder halt hat, die automatisch da sind und auch meistens, so hab ich's zumindest immer erlebt, recht offen sind.

Ja, wir haben das gemerkt da, als wir in diesem Mobile Home waren auf dem Campingplatz. Wir waren zwar auf diesem Campingplatz, aber wir waren doch irgendwie nicht so mittendrin. Also es ist doch noch mal ganz anders, ob man in so einer mobilen Behausung dort, ähm, sich einmietet oder ob man wirklich unter den anderen Campern ist.

Mhm.

Mhm. Und sucht ihr auch gezielt nach familienfreundlich, kinderfreundlichen Plätzen oder lasst es auf euch zukommen? Wie sind da auch so eure Erfahrungen?

Ich schau schon vorher, dass das, dass das was auch für die Kinder ist. Also ich hatte mal ein, einen Platz gebucht, den hab ich dann tatsächlich auch wieder storniert, weil ich über die Wochen, äh, auf Instagram und so gemerkt hab, okay, das ist-- die fahren 'ne ganz andere Schiene bezüglich Zielpublikum. Das war eher so Best Ager und, ähm, Van Life und ich hatte irgendwie da-- Ich hab auch nirgendswo Kinder gesehen auf den Fotos, auch nicht von hinten oder so. Hab gedacht, nee, ich glaub, das ist vielleicht doch nicht so passend. Ähm, wir gucken schon, dass da 'n ordentlicher Kinderspielplatz ist, weil das sagt schon viel aus darüber, wie kinderfreundlich so 'n Platz ist. Äh, Animation musste gar nicht unbedingt sein, aber, ähm, ich, also ich freu mich, wenn ich andere Kinder, ähm, zumindest mal von hinten oder so auf den Fotos sehe von den Plätzen oder auch in den Rezessionen steht: wunderbar für Familien.

Da guck ich schon 'n bisschen nach, weil, also ich mein, ich will jetzt nicht irgendwie, ähm, da als Störfaktor auffallen auf so 'nem Campingplatz. Es gibt ja schon auch irgendwie Plätze, die dann doch andere, anderes Zielpublikum haben und da muss man sich ja dann nicht, ja, so mit dazwischen buchen und die anderen fühlen sich gestört, wenn's auch andere, ähm, Alternativen gibt.

Ja, und es ist ja auch einfach, wenn je mehr Kinder da sind, desto besser oder desto höher ist ja die Chance auch, dass, dass eure Anschluss haben und das irgendwie matcht und, ähm-

Ist auch für uns entspannter.

Genau, das mein ich so.

Und hast du irgendwie Erfahrungen gesammelt in verschiedenen Bundesländern oder in verschiedenen Ländern, dass es da besonders viele oder besonders wenige kinderfreundliche Angebote gibt? Also kann man zum Beispiel sagen, Italien, da hat man ja immer so als Außenstehender das Gefühl, Italien ist wahnsinnig kinderfreundlich und Deutschland ist jetzt vielleicht nicht unbedingt auf Platz eins.

Mhm. Wir fahren ja jetzt noch nicht so lange weg. Insofern bin ich da jetzt wahrscheinlich nicht die Expertin für, aber, ähm, wenn man gerne kinderfreundliche Plätze, ähm, besuchen möchte, dann sind, glaub ich, die Niederlande da ganz weit oben.

Mhm.

Also die haben extrem viele sehr schöne Campingplätze, die-- wo sich eigentlich alles um Kinder dreht. Die auch Indoor-Spielmöglichkeiten dann inkludiert haben und Hallenbäder und, ähm, da findet man dann, glaube ich, also, also wenn man auch eine keine Wettergarantie hat, wie jetzt, wenn man im Oktober fährt oder so, dann sind das, glaube ich, Plätze, wo man auf jeden Fall alles richtig macht.

Ja, und dank Internet kann man ja auch mittlerweile richtig gut vorab recherchieren. Und zwar ja nicht nur, ähm, was weiß ich, auf den Campingplatzseiten, sondern du kannst dir Rezensionen bei Google angucken. Du kannst dir auf Insta, auf Facebook, auf allen Kanälen ja Bilder, wie du es vorhin schon gesagt hast, Videos angucken. Es gibt die großen Campingplatzseiten, wo du Bewertungen und mehr Fotos hast. Also du hast ja auch mittlerweile 'ne große, ähm, Menge an, an Informationen, die du vorab konsumieren kannst, um, um dir einfach ein besseres Bild zu machen, ne. Das hast du ja vorhin eigentlich sehr schön gesagt: Wenn auf keinem Bild Kinder sind, dann wird's vielleicht mit Kindern auch nicht der ideale Ort sein, weil dann ist vielleicht die Chance-- Also es müsste ein riesiger Zufall sein, dass alle Fotos grade ohne Kinder gemacht worden sind, ne, wenn da trotzdem welche sind.

Was auch, ähm, sehr hilfreich ist, es gibt auf Facebook die Community Zeltkinder und da bin ich auch, ähm, sehr dankbar drum. Da gibt's extrem viele gute Tipps auch für Familien, die vielleicht sich ans Zelten ranwagen wollen oder Plätze suchen, die kinderfreundlich sind. Ähm, also das ist 'ne ganz tolle Community.

Verlinken wir auch noch mal in den Show Notes.

Kolleginnen hatten wir auch schon mal hier.

Genau, ja.

Und wenn ihr jetzt euren Familienurlaub zusammen macht. Also ich hab jetzt verstanden, bei euch ist jetzt gar nicht so das, das Thema Animation im Vordergrund, dass die Kinder möglichst aufgeräumt sind, sondern, ähm, vermutlich verbringt ihr dann auch viel Zeit mit euren Kindern. Was sind denn da so eure Lieblingsbeschäftigung oder eure Rituale, wo die Kinder vielleicht auch in, in so ganz normale Campingaktivitäten eingebunden werden?

Ähm, den-- Hm, muss ich grad mal überlegen.

Also beim Zeltaufbau machen sie, glaube ich, nicht mit, so wie du das vorhin angedeutet hast. Da sind eher, eher so, dass ihr sie da fernhaltet. Aber wird, könnt ihr sie schon so'n bisschen beteiligen, wenn ihr zum Beispiel Wasser holen geht oder beim Abspülen oder also an, an diesen Campingalltagssachen? Oder sind die da noch zu klein für?

Nee, total. Also da, die kommen immer mit zum Abwaschen, helfen auch mit, wenn sie möchten. Ähm, die Große geht Brötchen holen und ist ganz stolz darauf.

Oh, darf sie alleine.

Mhm. Fährt dann mit dem Fahrrad hin, bekommt 'n bisschen Geld mit. Manchmal muss ich sie noch begleiten und muss dann draußen vorm Laden warten. Ähm, aber das sind so Kleinigkeiten, die, da kommt man im Alltag so selten zu, die Kinder an so Selbstständigkeit ranzuführen und das feiern die total auf'm Campingplatz. Ähm, und auch sonst gucken wir immer, dass wir sie einbinden, auch in-- Wenn wir, also wenn wir länger wegfahren, dann bereiten wir auch, ich sag mal, wenig zu essen vor und dann darf sich was gewünscht werden im Urlaub. Da sind ja eh, also Essenszeiten gibt's ja da nicht. Da wird dann gekocht, wenn Hunger da ist. Ähm, und da dürfen sie sich dann Sachen wünschen, dann gehen wir zusammen einkaufen und dann wird das auch zusammen gekocht. Also es ist irgendwie viel, viel mehr Leichtigkeit als so im strukturierten Alltag, da auch so was so ins Bett Gehzeiten und so was angeht.

Also abends, wenn da Halligalli aufm Platz ist bis zweiundzwanzig Uhr, dann gehen die auch vorher nicht ins Bett. Dann sind wir halt oft noch, ähm, vorm Zelt und spielen dann Karten, bis es dunkel wird und gehen dann alle zusammen halb elf noch mal kurz ans Waschhaus Zähne putzen und dann in, in, ins Bett. Also es ist schon ganz anders als zu Hause und, ähm, viel freier. Ja.

Es hört sich fast so'n bisschen an wie der, wie der Alltag in anderen Kulturkreisen, ne. Dass die Kinder stärker in die, in die täglichen Arbeiten eingebunden werden und halt weniger so strenge Rhythmen haben mit Mittagsschlaf und abends Bettgehzeit und so. Also ich kenn das halt auch aus Mexiko so, dass die Kinder einfach immer dabei sind und an den Tätigkeiten teilhaben und dann auch schon relativ früh Verantwortung übernehmen. Und ich glaub, das mögen die auch ganz gerne.

Ja. Also die werden auch zu Hause schon mit einbezogen in Haushalt, in Wäsche und, äh, Abwasch und so was. Aber oft fehlen dann zu Hause dann doch auch die Kapazitäten, sich dann die Zeit zu nehmen, wenn's dann nicht auf, auf Anhieb so funktioniert, wie das halt klappen soll. Und im Urlaub ist man da dann doch eher, ähm, bisschen entspannter, was das angeht. Ei, dann waschen wir den Teller halt noch ein zweites oder drittes Mal ab, wenn er nicht ganz sauber ist. Oft fehlt dann zu Hause halt in dem, ich sag mal, im hektischen Alltag dann die Zeit und auch die Kapazität da, sich dem anzunehmen.

Die Arbeitszeit ist halt dann Freizeit, ne, die man im, im Alltag eben mit Arbeit verbringt.

Und fällt euch das auf'm Campingplatz leichter, eure Kinder so'n bisschen loszulassen, dass sie alleine Dinge machen können?

Ja.

Vielleicht auch in diesem geschützten Rahmen.

Ja. Also ich merk das bei mir ganz extrem. Ich bin dann doch eher so der Helikoptertyp. Ähm, mein Sohn hat auf'm Campingplatz das Laufradfahren gelernt und auch perfektioniert, dass der jetzt mit einem Affenzahn die Berge runtersaust, dass es mir komisch wird. Ähm, das, das funktioniert da. Das funktioniert halt zu Hause schlecht, wenn überall die Autos fahren.

Ja.

Das war 'ne super Möglichkeit für den, das dort zu lernen. Und jetzt haben wir, ähm, über Himmelfahrt waren wir auf 'nem Platz mit einer ellenlangen Rutsche, wo ich gesagt hab, ich rutsch da nicht mit und will eigentlich auch nicht, dass die Kinder da mit rutschen. Die haben das gemacht und, ähm, ich hab dreimal geschluckt, aber es war okay. Ähm, also ich merk schon, dass ich da auch 'n bisschen, bisschen lockerer werde und die auch mal alleine ums Eck gehen lasse, ohne dass ich gucke oder sie sehen kann. Ähm, wenn die Freunde finden, dann sind die halt auch in anderen Zelten einfach mal. Die Große war dann einfach 'n ganzen Nachmittag woanders. Muss man irgendwie, glaube ich, mit klarkommen dann. Es ist, also es gibt halt-

Da wird mir ganz blau.

Ja, ja.

Wenn ich daran denke.

Ich mein, ich hab die Eltern gesehen und die saßen dann halt auch vorm Zelt und, ähm, die Mä-die Mädchen haben halt drinnen im Zelt gespielt. Da muss man halt irgendwie, glaube ich, 'n bisschen Vertrauen haben dann auch in die Kinder.

Ja. Ja, und wenn man mal zurückdenkt, wir sind ja im Grunde auch so aufgewachsen, ne. Ich war manchmal den ganzen Tag nicht zu sehen, weder im Urlaub noch zu Hause. Ähm, aber irgendwie ist man sich, glaube ich, im Moment auch viel bewusster. Und je mehr man ja auch Sicherheitsequipment irgendwie an seine Kinder dranhängt, desto ängstlicher wird man wahrscheinlich dann mit der Zeit. Ich weiß es nicht. Also mir geht's mit meinem Hund so. Äh, ist zwar jetzt ein blöder Vergleich, aber da habe ich auch, wenn, einen Tracker dranhängen und fünf Marken und dies und jenes und trotzdem kriege ich die Panik, wenn ich die mal zwei Sekunden nicht sehe. Und da kann ich mir überhaupt nicht ausmalen, wie das wäre mit Kindern.

Mhm.

Also die Große ist fünf. Wir waren letztes Jahr in Norddeich auf dem Campingplatz und da ist von der Zeltwiese bis zum ganz großen Spielplatz, ist echt ein Stück zu fahren und die ist dann eben mit den anderen Kindern mit dem Fahrrad dahin gefahren alleine. Und ich bin dann oft hinterhergelaufen mit dem Kleinen, aber da muss man schon auch Vertrauen in das Kind haben, dass sie das gut macht und den Weg findet und so. Das hat sie immer alles geschafft und sie war, sie war dann danach auch einfach so mega stolz, dass sie das alleine machen durfte und dass ich ihr das zugetraut habe. Ja, also ich glaube, das ist für alle irgendwie ein Lern, ein Lerneffekt.

Mhm.

Und habt ihr irgendwie so GPS-Uhren oder so was an die Kinder getackert oder lasst ihr die einfach so?

Nee, ich hab, ich hab gar nix. Also wir haben so, kennt ihr diese gelben Festivalbändchen?

Ja.

Da habe ich meine Handynummer draufgeschrieben und die kriegen die an den, an den Arm, wenn wir länger wo stehen, wo viel los ist, also gerade im Sommer. Sonst haben wir nix. Also da steht dann unser Zelt, also unser Stellplatz und meine Handynummer drauf.

Ich finde das immer so einerseits total schön und andererseits wird's mir immer ganz anders, wenn ich merke auch, wie zutraulich manche Kinder sind.

Mhm.

Ähm, auch dass sie dann zu uns zum Beispiel kommen. Wir haben ja selber keine Kinder, ne. Und dass sie dann kommen und: „Ja, och, und guck mal, ein schöner bunter Wohnwagen. Dürfen wir mal reingucken?" Und ich sage dann halt immer: „Warte mal. Erst mal such mal deine Eltern und dann fragen wir, ob das in Ordnung ist", weil ich denke immer, das kann ja nicht im Sinne der Eltern sein, dass die Kinder auf einmal in einem fremden Wohnwagen verschwinden.

Ja.

Ähm, und die gar nicht wissen, wo sind die, mit wem sind die? Aber ja, ich bin immer so: Einerseits finde ich das halt total wichtig, dass Kinder auch diese Freiheit haben und ich denke, auf dem Campingplatz ist es wahrscheinlich noch von allen möglichen Orten am sichersten, weil jeder auch so ein bisschen auf die anderen mit achtet. Aber ich kann mir vorstellen, dass es schwierig sein muss.

Ich find's extrem schwierig und wir haben auch die Regel, dass wenn das Kind woanders hingeht, dass erst die Eltern gefragt werden. Also wir müssen immer wissen, wo das Kind ist und wenn ein anderes Kind zu uns ans Zelt wollte, dann habe ich immer gesagt: „Frag erst mal deine Mama, ob du hier überhaupt rein kannst, ob das in Ordnung ist." Und meistens winkt dann die Mama von weitem: „Ja, ist okay." Ähm, ist froh, wenn mal, wenn mal Ruhe im eigenen Zelt ist. Also man guckt schon auch aufeinander, auch die Eltern schauen, dass das, dass das, ähm, dass alle Bescheid wissen, wo die Kinder sind, ja. Und bei uns gibt's ansonsten nur noch die Regel: Wenn du verloren gehst, dann such dir jemanden, der aussieht wie eine Mama. Das habe ich mal woanders gehört. Das fand ich ganz gut und das kann sich das Kind auch ganz gut merken. Also jemand, der aussieht wie eine Mama oder auch Kinder dabei hat und dann Bescheid sagen: „Such meine Mama.

Kannst du mir kurz helfen?"

Das ist 'ne gute Idee.

Ja.

Und neben Fahrzeugen fahren, also Laufräder, Roller und so weiter fahren, gibt's irgendwie Lieblingsspiele, die eure Kids haben oder auch Lieblingsrituale, ab, also und abgesehen vom, vom Aufwaschen, ich, ähm, wo sie immer mit kommen?

Ich glaub, das mit dem, mit dem-- Also die fahren morgens, die stehen auf im Schlafanzug, Helm auf und dann düsen die los.

Och.

Okay.

Gummistiefel an, wenn's regnet und dann sind die weg.

Das ist ja toll.

Okay.

Weil der Weg nach draußen auch einfach, der birgt ja keine Hürden.

Mhm.

Mhm, ja.

Also wenn man im Haus ist, dann ist schon so: „Ach komm, dann ziehen wir uns erst noch 'ne richtige Hose an und ein paar richtige Schuhe und dann machen wir die Tür auf und gehen alle zusammen raus" und da ist einfach: Okay, wir gehen jetzt-- Unser Zelt, muss man auch sagen, hat Magnettüren. Also die, da kann man einfach durchlaufen und dann sind die draußen.

Toll.

Ja, und sonst spielen wir halt viel Karten. Da kommen wir im Alltag auch irgendwie weniger dazu und das machen wir dann doch viel auch im Urlaub. Uno oder ich glaub, Skyjo heißt das, der Junior für Kinder.

Okay. Und gibt's auch Sachen, die irgendwie sehr herausfordernd sind? Also klar, wir haben jetzt gerade schon drüber gesprochen, dass die Kids den ganzen Tag weg sind und da auch mal Situationen entstehen, wo vielleicht viel Vertrau- oder nicht vielleicht, wo man viel Vertrauen braucht. Gibt's so andere Herausforderungen mit, mit Kindern beim Zelten?

Die über die klassische schlechte Laune und die Wutanfälle hinausgehen meinst du?

Auch, auch die finde ich spannend, weil da haben ja Eltern ganz oft auch auf dem Campingplatz dann so die große Sorge, dass andere Leute gestört werden und wenn dann mal ein Kind plärrt oder schreit oder so. Das würd mich auch mal interessieren, wie ihr da mit so mit den ganz normalen Alltagsgeschichten umgeht, aber auch Situationen, die vielleicht darüber hinausgehen, ja.

Also ich, ich hab das Gefühl, auf'm Campingplatz bin ich entspannter mit Wutanfällen wie jetzt in 'nem Hotel. Ähm, wenn du da 'n schreienden Säugling dabei hast, dann, ach, da machst du dir schon eher Gedanken oder hab ich mir extrem viel Gedanken gemacht, dass wir niemand anderen stören. Ähm, auf'm Campingplatz heult immer mal irgendwo 'n Kind oder ist wütend. Insofern mache ich mir da jetzt gar nicht so den, den Stress tatsächlich. Vielleicht liegt's auch daran, dass ich entspannter bin und da entspannter mit umgehen kann. Aber na klar, also es ist nicht immer alles ei-eitel Sonnenschein. Die hauen sich auch mal die Köpfe ein und ziehen sich an den Haaren und sind wütend und haben keine Lust auf Abwasch und haben keine Lust auf, äh, schon wieder Hähnchenfleisch grillen, ähm, wollen lieber Nudeln essen. Ähm, das sind-- Also ich glaube, also es ist Urlaub mit Kindern ist ja, ähm-

Ähm, sind Wutanfälle an einem anderen Ort, wenn man's mal runterbricht. Insofern, ähm, ist halt immer, ja, es kommt drauf an, was man, was man dann halt draus macht. Ähm, es ist-- Ich find's, im, im, wenn man's ganz im, im Großen sieht, find ich's entspannter im Urlaub, damit auch klarzukommen. Ähm, ja.

Wahrscheinlich sind sie auch 'n bisschen müder als im Alltag, oder? Wenn die den ganzen Tag irgendwie da mit ihren Fahrzeugen unterwegs sind und dann abends auch länger aufbleiben dürfen, dann müssen die doch auch mal kaputt sein.

Der Kleine, der macht eigentlich noch 'n Mittagsschlaf, ähm, mit drei, aber der ist auf 'm Campingplatz oft, kommt der gar nicht dazu, weil immer irgendwas los ist.

Sonst würde der ja auch ganz wichtige Dinge verpassen.

Ja, und dann-

Das geht ja auch nicht.

Jetzt beim, am letzten langen Wochenende ist der einfach um siebzehn Uhr umgefallen und hat geschlafen und achtzehn dreißig stand er wieder, äh, draußen und wollt wieder Roller fahren. Und dann war der halt noch wach bis zweiundzwanzig, dreiundzwanzig. Die nehmen sich schon ihren Schlaf, wenn sie den brauchen. Was, was, was war eben noch mal die Frage mit den, mit den Wutanfällen?

So herausfordernde Situationen.

Ja, also am unentspanntesten bin ich beim Auf- und Abbau. Da bin ich dann doch relativ zügig genervt, weil ich dann einfach will, dass das Zelt steht und, äh, wenn man, man muss ja oft auch schon elf vom Platz runter sein, wenn man dann noch einigermaßen entspannt frühstücken will vorher. Dann ist das zeitlich extrem eng, wenn dann die Kinder auch immer noch, äh, rumdüsen und eher, ähm, in Anführungszeichen stören beim gewohnten Abbau. Das, also das sind so die Momente, die ich mir, wenn ich's, wenn ich's mir aussuchen könnte, würd ich die einfach weglassen.

Verständlich. Abbau ist sowieso immer das Ätzendste am ganzen Campingurlaub auch für Leute ohne Kinder. Wir würden das auch gerne überspringen einfach.

Ja. Wenn man dann halt auch relativ viel dabei hat, wie wir jetzt, wenn der Hänger voll ist, dann, äh, dauert das halt auch einfach. Auch der Abbau dauert dann bestimmt zwei Stunden, wenn wir schnell sind und wenn dann auch die Kinder nicht stören. Also stören in Anführungszeichen. Die stören natürlich nicht, aber die sind halt auch wenig hilfreich beim Abbau.

Mhm. Ja, und man muss ja dann trotzdem auch so'n bisschen gucken mit einem Auge, was machen die Kinder? Weil die sitzen dann ja nicht still in der Ecke und gucken zu, bis ihr fertig seid, sondern die werden ja auch noch mal irgendwie rumflitzen. Mhm.

Ja, das ist schon 'n bisschen-- Der Auf- und Abbau ist, ähm, find ich, das Herausforderndste am Urlaub. Und danach und davor ist dann der Urlaub.

Das ist dann aber ja auch so, dass es eher nicht was ist für 'n Wochenende oder vielleicht auch für 'n längeres Wochenende, sondern schon, ich sag mal, zehn bis 14 Tage Minimum, damit sich der ganze Aufwand lohnt, oder?

Also wir fahren, äh, wenn wir lange Wochenenden buchen, von Mittwoch bis Sonntag. Und kürzer würde ich-

Dann hast du das Gefühl, dann rentiert sich das.

Ja. Ja. Ähm, es gibt viele Zelter, die haben dann noch 'n kleineres Zelt. Das, der Trend geht zum Zweit- und Drittzelt für kurze Wochenenden. Da nehmen sie halt wirklich nur das kleine Zelt mit und, äh, die kleine Küchenbox und, äh, wählen da ganz, ganz strikt aus, was mitgeht und was bleibt. Ähm, wir sagen so, also fünf Tage und länger. Kürzer machen wir das eigentlich nicht mit dem großen Zelt.

Nee, weil wenn ich höre, irgendwie zwei Stunden jeweils Auf- und Abbau, das ist ja schon, dann hast you noch An- und Abreise.

Ja.

Dann ist im Grunde ja der ganze Tag weg.

Ja. Und wir fahren auch nicht länger als anderthalb Stunden. Wenn wir an so fünf Tage lang verlängerten Wochenenden wegfahren, haben wir auch gesagt, da machen wir die Anderthalb-Stunden-Grenze. Da sind die Kinder noch gut drauf, wenn man dann um fünfzehn Uhr, ähm, ankommt und dann aufbaut, ähm, da hat man noch 'n bisschen was dann wenigstens vom, vom Abend.

Eben hattest du auch schon das Thema angesprochen, Nudeln versus gebratenes Hühnchen bei den Kindern. Du hattest vorhin schon 'n bisschen erzählt, wie eure Küche aufgebaut ist. Aber mich würde jetzt natürlich noch interessieren, ähm, für Leute, die auch ähnlich wie ihr unterwegs seid: Was wären denn so aus eurer Sicht kinderfreundliche Campingrezepte oder Snacks, die halt bei Kindern immer gut ankommen? Das muss dann auch nicht immer das Allergesündeste sein, aber so womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

Tatsächlich wird ganz gut Obst gegessen, wenn wir unterwegs sind. Das bleibt dann oft zu Hause in den Brotdosen eher mal liegen, aber wenn ich das aufschneide und auf den Tisch stelle, dann kommen die vorbeigedüst mit dem Laufrad, schnappen sich was und düsen weiter. Äh, ansonsten gehen ja auch immer so Salzbrezelchen oder Kekse oder so geht immer ganz gut. Und Hauptmahlzeiten, da gehen wir eher selten essen tatsächlich. Wir kochen dann doch eher, weil, weil ich das auch mag irgendwie. Im Urlaub ist Kochen irgendwie anders als zu Hause. Ähm, und wenn dann sich jeder auch was wünschen darf, dann, ja, dann wird eigentlich auch ganz gut gegessen. Nudeln gehen immer, Kartoffeln gehen auch ganz gut. Ähm, als wir in der Nordsee waren, waren wir auch mal im Fischauto und haben da so Kibbeling geholt mit, ähm, Salaten und Pommes. Das lief auch gut. Ja, eigentlich, ähm, wenn man weiß, was die Kinder mögen, ist ja dann auch der Unterschied zum Hotelurlaub, wo man dann halt, ähm, fremde Küche und große Speisesäle mit vielen Menschen, da haben unsere Kinder nie irgendwas gegessen.

Also die waren dann meistens dann die hungrig raus, weil es einfach zu viel war, zu viele Menschen und zu viel los war im Hotel. Ähm, dann funktioniert das eigentlich gut mit Kindern. Man kann die ja auch, ähm, gut da mit einbinden und auch mitentscheiden lassen, was es zu essen gibt.

Also sind es bei euch tatsächlich so die Klassiker, die man sich so vorstellt bei Kindern. Vielleicht auch mal Pommes oder so was in der Art.

Ja, wir hatten auch, ähm, jetzt mal, kennt ihr diese Flaschen, wo man nur Milch einfüllt und schüttelt und macht 'n Pfannkuchenteig? Die sind ja auch ewig haltbar. Funktioniert auch toll. Da können die Kinder auch selber mit 'nem kleinen Gaskocher, den hab ich dann ins Gras gestellt draußen und dann haben die sich selbst ihre Pfannkuchen gemacht.

Ach toll. Also seid ihr da auch entspannt, ähm, im Urlaub, dass das dann auch nicht immer mit den Nährstoffen und so alles hundertprozentig klappt?

Ich bin froh, wenn die Kinder überhaupt was essen.

Echt?

Ich wollt grad sagen.

Die sind 'n bisschen picky, ja. Also der Kleine.

Das ist bei ganz vielen Kindern so. Also wenn ich im, im Freundeskreis gucke, da, da gibt's die Nudelphase, da werden nur Nudeln gegessen, aber es gibt dann auch den einen Tag, wo's eben wieder irgendwas anderes sein muss und das entscheidet sich aber erst beim Nudelessen.

Ja.

Also ich, ich beobachte das genauso.

Nudeln mit Soße ist 'ne Phase, Nudeln ohne Soße ist 'ne Phase. Dann hatten wir, der Kleine hat mal 'ne Phase gehabt, da hat er nur Spinatnudeln und Fischstäbchen gegessen. Gut, das konnten wir jetzt auf'm Campingplatz net machen. Da musst du dann irgendwas anderes essen, aber wenn man die 'n bisschen mit einbindet und sie selbst ihre, also die selbstgemachten Pfannkuchen, die schmecken natürlich, auch wenn das so 'ne Schüttelflasche ist, 100 mal besser als alles andere, ja.

Klar.

Ist lustig, weil das hatte ich tatsächlich als Kind nie. Ich hab immer auch schon als Kind total gern neue Sachen probiert und meine Eltern waren manchmal entsetzt, was ich in anderen Ländern dann mir alles eingefahren hab, weil ich das halt spannend fand. Bis heute ist es so. Deswegen, ähm, ja, gab's bei uns nie so 'ne Nudelphase oder so 'ne Pommes. Ich hatte, ich hab auch 'ne Freundin, die hat nur Pommes gegessen, aber nicht mal über Wochen, sondern das ging, ich möcht fast meinen Monate bis Jahre so. Und, ähm, wenn sie dann keine Pommes bekommen hat, dann ist sie in die Waschküche gegangen und hat das Waschpulver geleckt.

Okay.

Das war auch, ähm, sehr interessant für mich.

Aber das kannst du beim Camping besser machen, weil Waschpulver hast du im Zweifel dann ja auch dabei.

Kannst du sogar an der Toilettenchemie lecken, wenn du möchtest.

Aber ansonsten bietet sich das ja auch schön an mit den Kindern, dann auch einfach, wenn man im Ausland ist, da einfach Sachen zu probieren. Zusammen in den Supermarkt zu gehen und sich Sachen anzuschauen. Ähm, oder auch wenn man in Frankreich am Meer ist, irgendwie 'n bisschen mehr Fisch mitzunehmen vom Markt oder so. Das ist ja schon, gibt's ja schon viele Möglichkeiten, auch die Kinder da ans Probieren ranzuführen.

Ja. Ja, und du bist halt ja, also das, das ist mir jetzt grad noch mal bewusst geworden. Du bist halt einfach super flexibel ja auch in dann der Zubereitung. Du bist nicht auf 'm fremden Koch, 'ne fremde Küche angewiesen, die dann irgendwie noch an den Fisch 'n Gewürz ranmachen, was die Kinder gar nicht mögen, aber was eigentlich gut zum Fisch passt und kannst das quasi im Endeffekt dann so machen, wie's grade zur Phase passt, ne. Ich mein, klar, wenn Pommes- und Nudelphase ist, das kriegst du auch in jedem Restaurant hin, aber wenn's dann irgendwie Spezialdinge sind, ähm, ist das viel, viel einfacher. Und wie du's auch gesagt hast, ist halt nicht so 'n Riesen- Riesenspeisesaal, sondern ihr seid unter euch, ihr seid quasi, ähm, in der Kleingruppe und ja, wird mir grade bewusst, wie, wie eigentlich flexibel und entspannt das ist.

Im Grunde ist es ja dasselbe Feeling, was wir auch als Erwachsene haben, ne. Dass du nicht an feste Zeiten gebunden bist, dass du dich nicht irgendwie, ähm, ich sag jetzt mal, besonders steril benehmen musst, dass du aufstehen kannst und einfach frühstücken oder nicht frühstücken, aber du musst dich nicht herrichten, du musst nicht still sitzen, du musst nicht, äh, dich irgendwo anstellen. Und auch das, was du vorhin gesagt hattest, dass es halt bei euch im Urlaub keine, keine, ähm, so ganz festen Zeiten für alles gibt, das genießen wir doch als Erwachsene auch.

Total.

Auf jeden Fall.

Gab's schon mal 'ne richtige Panne bei euch? Also so 'ne Campingpanne im, im engeren Sinne, wo was so richtig schiefgegangen ist?

Nee, m-m. Nee.

Wie langweilig. Das muss noch kommen, oder? Wir müssen dich dann noch mal einladen, dass wir dann über-

Vielleicht vergisst du beim nächsten Mal die Heringe oder, äh, das Zelt oder so. Oder die Pumpe, die Pumpe.

Oh, die Pumpe wär scharf, mhm.

Tja, wir sagen ja auch immer, ne, dass es ja die, die Improvisation und die Herausforderung ja auch das Camping spannend macht, ne, weil nicht immer alles da ist, nicht immer alles klappt und dann ist noch gar nichts richtig schiefgegangen. Wobei, du hast ja erzählt, was bei dem, euer, bei eurem Ancampen quasi alles schiefgegangen ist.

Ja stimmt, da haben wir ja, haben wir schon 'n bisschen was mitgenommen.

Und dann kann man ja auch da draus lernen und, und Dinge, die halt, äh, nicht so cool waren, einfach verändern.

Mhm. Achtet ihr denn beim Campen irgendwie auf das Thema Nachhaltigkeit, Umwelt und so weiter? Oder ist es schwierig, grade auch mit Kindern?

Ähm, ich finde, dadurch, dass man eh so viel draußen ist, hat man noch mal 'n ganz anderen Bezug zu Natur und Umwelt. Also wir genießen das total, wenn wir morgens die Vögel zwitschern hören, ganz nah. Ähm, oder nachts, wir hatten einmal eine Nacht, da haben wir gedacht, jetzt kommen die Wildschweine. Es waren nur Igel, aber die sind ja wahnsinnig laut.

Ja.

Die sind ja wahnsinnig laut, wenn die so ganz nah am Zelt an der Schlafkabine vorbeigrunzen da. Ähm, ansonsten gucken wir nach Müll, also dass wir schön den Müll trennen. So nach, also es gibt ja Campingplätze, da wird ordentlich getrennt. Es gibt Campingplätze, da schmeissen wir alles in eine Tonne, da gucken wir vorher schon, wie wird das hier gehandhabt. Ähm, bevor wir da jetzt, ähm, jedes, jeden Kaffeesatzkorn vom, äh, von der, äh, anderen Verpackung trennen, äh, gucken wir schon, wie da jetzt getrennt wird auf'm Platz. Äh, da gucken wir nach und, ähm, ansonsten verbrauchen wir ja auch nicht so viel Strom wie zu Hause. Wir produzieren, glaub ich, auch nicht so viel Müll wie zu Hause. Ähm, ich find, Zelten an sich ist sowieso 'n ganz nachhaltiger Urlaub. Man schlägt sein Tiny House auf und baut es wieder ab nach 'ner Zeit.

Ja, die Fläche auch wieder frei sozusagen. Wir hatten ja vor Kurzem 'ne Folge zum Thema Mülltrennung, wo wir so über verschiedene Systeme auch gesprochen haben, die wir schon mal ausgetestet haben. Wie macht ihr das beim Zelten? Wie, habt ihr da irgendwie 'ne Lösung oder macht ihr das einfach in verschiedene Tüten rein und die werden dann halt weggebracht?

Wir haben vom Decathlon einen, äh, Mülleimer, so 'n Pop-up-Mülleimer. Im Transport kann man den ganz klein machen und der wird aber riesig groß, wenn man den aufpoppt und der hat drei verschiedene Kammern.

Ah, okay.

Da haben wir eine Kammer, da pack ich dann Leergut rein. Ähm, in einem Müllsack und eine Kammer für Restmüll und den Biomüll, den sammel ich auf der Küche in einer extra, äh, Tüte.

Könntest du uns den, äh, vielleicht noch mal als Link schicken? Das finde ich total interessant. Den kenne ich nämlich nicht, dass wir den auch noch mal in die Folgenbeschreibung packen.

Mhm. Großer blauer Mülleimer ist das. Den kann man auch mit einem Hering nach unten befestigen. Der hat noch eine Schlaufe, ähm, dass man, dass er eben nicht wegfliegt vom Wind und den kann man oben zuschließen, dass da keine Tiere rangehen. Das finde ich, finde ich ganz schlau.

Mhm.

So ein viereckiger, ne?

Ja.

Ich habe den grad schon gefunden.

Wenn du den hast, Sebastian, dann nimm den doch gleich mit in unser Dokument, dann kann ich das in den Folgenbeschrei... In der Folgenbeschreibung direkt übernehmen.

Ich habe ihn schon gefunden.

Der ist nicht besonders schön.

Nee, das muss er auch nicht.

Aber, ähm, ich kann ihn eben gut zumachen und kann ihn dann auch, ähm, in der Nacht vor dem Zelt lassen, eben mit einem Hering im Boden, dass, äh, Tiere den nicht wegziehen oder plündern können. Finde ich ganz gut.

Hübscher, hübscher als ein normaler Müllsack allemal.

Das stimmt, ja.

Wir hatten, als wir uns kennengelernt haben, Lisa, da haben wir ja telefoniert, als ich noch in Mexiko war. Äh, da hattest du gesagt, ihr habt euer Equipment jetzt überwintert und du wärst selber sehr gespannt, wie alles durch den Winterschlaf gekommen ist. Erzählst du da noch mal so ein bisschen, wie ihr das Zelt gelagert habt und ob alles heile rausgekommen ist wieder?

Das Problem bei den Zelten ist ja, dass die eben nicht feucht werden dürfen. Das heißt, du musst es am besten irgendwo im Haus unter, ähm, stellen, ähm, oder in einen Keller oder auf einen Dachboden, wo es halt wenig Luftfeuchtigkeit hat, weil ich glaube, das Schlimmste für ein Zelt ist eben Luftfeuchtigkeit und Schimmel. Grad wenn man ein Baumwollzelt hat, wenn das Feuchtigkeit zieht, ähm, dann hast du da sofort die Stockflecken drin. Deswegen musst du es auch immer, wenn es irgendwie feucht war oder noch mal ein bisschen genieselt hat, vor dem Abbau noch mal auspacken und aufbauen. Und wir haben keine geeignete Lagerfläche für so 'n Zelt und haben uns ganz lange überlegt, was wir machen können. Also wir haben einen Bruchsteinkeller, der ist, also da kann ich gar nichts drin lagern. Ähm, und in der Garage ist es auch relativ feucht, weil die in einen Hang reingebaut, ähm, ist.

Insofern haben wir dann überlegt: Was machen wir? Können wir das Zelt mit ins Haus nehmen? Das ist halt schönli, ist natürlich ein Wattzelt, also es ist schon extrem groß. Und dann haben wir uns entschieden, ähm, für Vakuumbeutel. Die kennt man ja sonst so für Bettwäsche. Und da haben wir relativ große Vakuumbeutel, ähm, bestellt im Internet, die eigentlich gedacht sind für den Transport von Matratzen. Also wenn man umzieht, dann kann man die Matratze da rein machen und kann die Luft rausziehen, ähm, und kann die dann quasi ganz klein rollen. Und so 'n Luft, so 'n Beutel haben wir bestellt, zwei Stück, dass wir auch die Matten noch in einen anderen und die Schlafsäcke mit reinpacken können nach dem Waschen, ähm, und haben da die Luft rausgezogen, haben die quasi klein gemacht und konnten die dann bei uns in der Garage in die Ecke stellen.

Aber die werden dann ja auch so hart, ne?

Genau, ja.

Wenn man die Sachen vakuumiert.

Aufrecht dahinstellen, in, in das Schwerlastregal haben wir's dann gelagert. Und dann haben wir, ähm, jetzt über Simmelfahrtswochenende, haben wir alles ausgelagert und haben's uns angeschaut und es hat einwandfrei funktioniert.

Okay.

Also die haben keine Scha, Schäden davongetragen. Ob es jetzt irgendwie bei den Matten ist ja immer die Gefahr, dass sich diese, ähm, die Verschweiß, diese Schweißnähte irgendwie öffnen und dann werden die undicht. Das hat funktioniert. Also die lassen keine Luft raus, sind immer noch dicht und auch das Zelt, ähm, hat keine Stockflecken. Wir haben's dann auch in der, also in der relativ feuchten Garage gelagert gehabt, keine Stockflecken und alles tipptopp wieder rausgekommen. Also mit der Lösung sind wir echt zufrieden. Das hat gut funktioniert.

Von welchem Hersteller, von welchem Hersteller sind die Vakuumbeutel?

Die waren vom, von Amazon, meine ich. Müsste ich noch mal nachschauen, ob ich die noch mal finde.

Wenn du da noch mal die Marke findest, weil, ähm, ich hab nämlich auch-

Das war, glaube ich, ein No Name.

Mit 'ner größeren Menge neulich eingedeckt für Bettwäsche und Schlafsäcke und so weiter und die halten alle nicht, äh, das Vakuum leider. Ich bin auf der Suche nach 'ner besseren Lösung.

Also es gibt, ich auch da gerade wieder schnell nachgeguckt. Also beim großen Marktplatz mit dem A kann man natürlich ein bisschen nach den Bewertungen gehen. Klar sind da auch immer, äh, Fakes dabei, aber man kriegt relativ schnell über viele Bewertungen ja mit, ist es was oder ist es nix. Das vielleicht noch so generell als Tipp und, ähm, ja, vielleicht mag man nicht bei Amazon einkaufen, weil die so groß sind und auch viele fiese Sachen machen, aber der, der Vorteil auf der anderen Seite ist natürlich, dass man halt diese, diese krassen vielen Rezessionen hat, ne, die man in kleinen Shops eben leider nicht so findet.

Mhm.

Ähm, aber wir gucken auch noch mal, ob wir da... Also wenn du jetzt deine nicht mehr findest, gucken wir noch mal nach, ob wir welche finden mit, mit wirklich vielen guten positiven Bewertungen. Ich sehe jetzt hier zum Beispiel schon einen, ähm, dass wir die noch mal mit verlinken.

Was würdet ihr denn Familien raten, die vielleicht an demselben Punkt stehen, an dem ihr standet? Also wir möchten gerne Urlaub mit unseren Kindern machen und uns erscheint Zeltcamping als die beste Variante im, äh, in der aktuellen Konstellation. Was, ähm, was sind vielleicht so die, die Punkte, die zu beachten wären aus eurer Sicht oder aus deiner Sicht?

Ich würde auf jeden Fall auch ein Testzeltwochenende machen wieder und mich nicht entmutigen lassen, wenn das so katastrophal wird wie bei uns. Ähm, wenn man selbst noch kein Zelt hat, würde ich mal im Bekanntenkreis fragen oder bei Nachbarn oder im Kindergarten oder in der Schule, wer, wer vielleicht einmal ein Zelt leihen kann. Und, ähm, wenn ich zu so 'nem Zeltwochenende fahre, würde ich schauen, dass ich noch jemanden mitnehme, eine andere Familie mit Kindern.

Mhm.

Dass die Kinder sofort, äh, auch jemanden zum Spielen haben.

Also nicht alleine auf irgendeinem Grundstück oder im Garten, sondern wirklich dann auch so 'n soziales Event draus machen.

Ja. Und gerne auch mal einfach rauskommen, dass man auch mal, also dies, ich weiß noch, also unser erster Zelturlaub, allein das Waschhaus, das fanden unsere Kinder total spannend, dass wir jetzt ins Waschhaus gehen und uns da die Zähne putzen und uns da duschen und so. Das fanden die schon, das haben die so gefeiert: „Jetzt gehen wir ins Waschhaus und jetzt waschen wir uns."

Süß. Das, was man selber am, am liebsten gerne macht, ne.

Also am besten würd ich, würd ich sagen, wenn, wenn man auch jemand, vielleicht kennt man ja auch jemanden, die zelten gehen, einfach mal fragen, ob man mal mitkommen darf. Dann hat, hat man im besten Fall auch schon jemanden dabei, der auch schon Infrastruktur hat bezüglich Kochen und so. Da haben wir uns ja auch an unsere Freunde beim Zeltwochenende einfach rangehangen mit ihrem Wohnmobil. Die haben dann auch für uns mitgekocht. Also wir haben dann zusammen gekocht und abgewaschen, aber da mussten wir halt quasi, haben wir nur das Zelt, die furchtbaren Gymnastikmatten und die alten Schlafsäcke mitgebracht und, ähm, konnten das mal testen.

Und was war so bisher euer schönster Zeltmoment oder Campingmoment für die ganze Familie? Ist euch da irgendwas im Gedächtnis geblieben?

Ähm, da hab ich jetzt spontan, ähm, zwei Sachen im Kopf. Jetzt zuletzt, als wir unterwegs waren, haben wir bis, wirklich bis der Mond über uns stand, noch Karten gespielt im Kerzenschein zu viert. Das war wunderschön. Und an der Nordsee sind wir zusammen auf 'n Deich und haben im Sonnenuntergang noch 'n Drachen fliegen lassen.

Oh, toll.

Das war so schön. Das sind so richtige Marmeladenglasmomente.

Ja, cool. Also wer jetzt nicht der Meinung ist, dass Camping mit, mit, mit Familie das einzig Wahre ist, oder? Das-- Dem ist auch nicht zu helfen. Nein, das war sehr negativ, aber ich glaube, ich glaube, wenn man das jetzt alles-

Wer bis jetzt durchgehalten hat, der denkt sowieso, dass Camping mit Familie 'ne gute Variante ist.

Ja, wahrscheinlich.

Ich war ja als Kind, als Kind nie campen. Meine Eltern haben das nicht als Urlaubsform so empfunden. Also die haben gesagt, das ist kein Urlaub, wenn wir nicht im Hotel sind und nicht für uns gekocht wird.

Ja, wenn man kochen muss.

Ja. Ähm, insofern war das auch für mich ganz viele Jahre überhaupt gar kein Thema, dass das 'ne schöne Urlaubsform sein kann. Und jetzt erst mit den Kindern hab ich gemerkt, wie entspannt das doch sein kann. Und, ähm, ich find, Campingplatz, der, der macht alle gleich irgendwie. Also du kommst mit 'nem Zelt, mit 'nem Trekkingzelt, mit 'm Fahrrad oder fährst mit 'nem Riesenwohn-Wohnmobil vor und im Waschhaus trifft man sich dann doch im Bademantel morgens. Ähm, und das ist so 'n, ich find, das ist so 'n schönes Beisammensein von Menschen aus der ganzen Gesellschaft.

Mhm.

Und wenn man das den Kindern so mitgeben kann, umso besser.

Ja, und wenn's vielleicht auch noch 'n bisschen diverser wird in der Zukunft, wenn man vielleicht noch 'n bisschen mehr buntes Publikum auf die Plätze bekommt. Das find ich im Moment noch so 'n bisschen schade, dass das ja auch kulturell, ähm, bei vielen Nationalitäten gar keine Urlaubsform darstellt, ne. Also ich, ähm, hab Freunde aus verschiedenen Kulturkreisen, die würden sich eher 'n Bein abhacken, als freiwillig campen zu gehen, weil für die ist das halt überhaupt keine, keine Option, da irgendwie sich so, ähm, so niederen Tätigkeiten im Urlaub zu widmen auch.

Mhm.

Aber wie du sagst, ist auch schön einfach. Was steht denn als Nächstes auf eurer To-do-Liste campingtechnisch?

Ähm, mein Mann will unbedingt 'n kleinen Beamer.

Es könnte ja schlechtes Wetter sein, dass man mal einen Film gucken will.

Ja.

Ähm.

Find ich, ist genehmigungsfähig.

Joa, wir schauen mal, ob wir was Schönes finden. Ist ja auch wieder mehr Gepäck, gell. Ich muss erst mal 'n bisschen, äh, Platz schaffen.

Ja gut, aber die sind ja wirklich so klein mittlerweile.

Ja, aber du brauchst ja auch 'ne Leinwand. Du musst das ja irgendwo drauf projizieren.

Ja, vielleicht kriegen wir das mit der Zeltwand. Die ist relativ hell. Oder 'n weißes Bettlaken. Ja. Ähm, sonst fahren wir im Sommer an die holländische Nordseeküste. Da freuen wir uns schon sehr drauf auf 'n schönen, hoffentlich schönen Platz, auch mit viel Kinderangeboten. Und für nächstes Jahr hab ich mal 'n bisschen nach Südfrankreich gelunzt. Das würd mich noch reizen mit den Kindern.

Ja, auch sehr schön.

Am Fluss.

Auf jeden Fall.

Also ich würd ganz gerne am Fluss stehen, wo die auch so im, im Flussbett spielen können. Das stell ich mir sehr schön vor.

Ja.

Da wünsch ich euch auf jeden Fall schon mal ganz viel Spaß bei der Planung. Ich glaube, da gibt's ganz viele. Ich hab grad mal so kurz drüber nachgedacht, wo man das machen kann. Ähm, ich glaub, da gibt's viele Optionen. Also gerade an Flüssen, ähm, hab ich immer wieder auch camp-campingfreundliche, kinderfreundliche Campingplätze entdeckt, weil wir machen ja auch manchmal so Listings, ne, wo wir dann sagen, die schönsten kinderfreundlichen Campingplätze am Meer oder, ähm, am Wasser oder so und da sind immer wieder welche dabei.

Mhm.

Kann ich mich auch, also gerade in Frankreich gut dran erinnern. Das war ja dann immer unsere Transitroute zwischen Deutschland und Spanien irgendwie im Herbst und im Frühjahr und vielen Campingplätzen, auf die wir da waren, ähm, lagen flussnah, weil wir das auch schön fanden für 'ne Nacht und da waren auch immer viele Kinder. Also und in Frankreich, also war das überdurchschnittlich viele, die ich jetzt in Erinnerung habe, ne. Das ist ja die perfekte Kombination und auch ganz naturnah mit viel, mit viel Bäumen und so was. Also so nicht dieses klassische Parzellierte.

Mhm.

Ähm, also ich glaub, da ist Frankreich 'n, 'n guter Spot für. Ob's dann da viele-- Na gut, das braucht dann vielleicht nicht viele Spielplätze, wenn ja quasi viel Abenteuer ist.

Kinder brauchen-- Also ich finde es immer wieder erstaunlich, auch auf den parzellierten, mit Hecken bepflanzten Parzellen finden die irgendwo Platz zum Spielen. Ähm, und wenn dann aber noch irgendwo 'n Bereich irgendwie relativ naturnah gestaltet ist, ob jetzt die irgendwie Bäume hingelegt werden, also Baumstämme oder 'n bisschen Sand aufgeschüttet wird, umso besser. Das sind dann so Impulse und da, also Kinder beschäftigen sich mit allem.

Ja, liebe Lisa, vielen lieben Dank für die schönen Einblicke in, in eure Campingerfahrungen. Ich bin gespannt, wie's bei euch weitergeht. Würd mich freuen, wenn wir 'n bisschen in Kontakt bleiben, dass du mal erzählst, so auch wenn die Kinder dann, ähm, jetzt vielleicht noch mal neue Plätze kennenlernen und so wie, wie es für euch läuft. Und wenn du irgendwelche spezifischen Campingplatzempfehlungen vielleicht auch noch für uns hast, ähm, kannst du uns die gerne im Nachgang reingeben. Dann würden wir die auch noch in der Folgenbeschreibung verlinken. Also Plätze, auf denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt. Das find ich immer ganz spannend für Leute, die die Folgen hören, dass sie noch mal nachgucken können.

Mhm. Das mach ich gern.

Ja, ich, obwohl ich keine Kinder hab, fand's super spannend und mir sind ganz viele Dinge klar geworden beziehungsweise bewusst geworden, dass das, wie gut Camping auch passt für 'ne Familie und, und wie, wie cool das vor allen Dingen für die Kids ist. Ähm, die Perspektive fehlt ja halt, wenn man keine selber hat. Ähm, das war sehr, sehr interessant. Vielen Dank dafür. Und ich hoffe, dass wir viele Menschen inspirieren können. Na ja, wahrscheinlich hören uns primär Menschen, die schon campen, aber vielleicht haben die dann einfach noch so 'n paar Impulse mitbekommen. Ich fand auch das grade mit den Vakuumbeuteln für das große Zelt und für die, ähm, für die aufblasbaren, äh, Matratzen ganz cool. Also ich hoffe, dass da für jeden und jede noch 'n Impuls mit dabei war. Vielen lieben Dank, dass du bei uns warst.

Ja, sehr gern.

Und wie immer hier jetzt noch mal das letzte Wort an dich zum, zum Abschluss an unsere Hörer und Hörerinnen da draußen.

Ähm, ja, was ich noch sagen würde, ist, dass, ähm, es nicht das teure Zelt sein muss zum Anfang. Auch die Discounterzelte sind wunderbar und, ähm, bieten ein ganz tolles Naturerlebnis. Und wer mit den Kindern einfach mal raus will und was anderes erleben will, der ist beim Zelten genau richtig.

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