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Die Küchenzeile Für Den Van

Van.Kitchen: Die rasende Einbauküche für den Bus

Einen Van umbauen, ist wie Tetris spielen. Alles muss passen. Millimetergenau. Zum Wegklappen, Umbauen, Auffalten. Platz ist alles. Gerade die Küchenzeile ist da oft eine Herausforderung. Mit Kocher und eventuell auch fließendem Wasser. Wer sich das Messen, Sägen und Verkabeln mit Schlauch und Pumpe sparen will, kann eine kompakte Mini-Küche für den Bulli bei Van.Kitchen shoppen. Van Life als Bausatz.

Steffen Kusch ist leidenschaftlicher Camper. Und er ist das Unternehmen Van.Kitchen aus Salzgitter. Der T4-Besitzer war selbst ständig auf der Suche nach praktischen Ergänzungen für seinen Bus. „Bei den Küchenlösungen war ich nie wirklich überzeugt und fand die Preise von mehreren tausend Euro viel zu teuer und auch nicht gerechtfertigt“, erzählt er. „Darum habe ich angefangen, selbst zu bauen. Erst für mich, dann für Freunde.“ Bis diese Freunde dann sagten, er solle das Ganze doch mal in diesem Internetz anbieten.

Aus dieser Idee ist Van.Kitchen entstanden. Die Firma bietet nun Fertigküchen an. Klein, leicht und funktional. „Ich wollte so viele Tools wie möglich auf so wenig Raum wie nötig unterbringen“, fährt Steffen Kusch fort.

Kochen und Spülen auf kleinstem Raum mit Van.Kitchen

Der Schrank selbst besteht aus robusten Kunststoffplatten, in denen sich kleine Hohlräume befinden. Ecken und Kanten sind mit Aluminium vernietet und lassen die Küchenbox fast wie einen Musikverstärker wirken. Die Maße betragen 39,5 Zentimeter in der Breite, 60,5 Zentimeter in der Tiefe und 73 Zentimeter in der Höhe. Quasi eine Studentenküche in einem japanischen Miniapartment.

Die Türen öffnen sich zur Seite hin, sodass man nicht erst das halbe Bett wegklappen muss, wenn man mal die Pfanne fürs Spiegelei braucht. Oder das Wasser nachfüllen muss. Denn die kleine Küche hat fließendes Wasser zu bieten. Mit zwei versteckten Kanistern. Einmal für Abwasser und einmal für Frischwasser. Je 16 Liter fassen sie.

Befördert wird das Wasser in der Van.Kitchen mit einer Frischwasserpumpe. „Die hat auch ordentlich Druck, damit oben nicht nur ein Rinnsal rauskommt“, verspricht Steffen Kusch. Das kleine Waschbecken ist jetzt nicht geeignet, um den Raclettegrill von letztem Silvester zu spülen, doch es besteht aus schmuckem Edelstahl und ist mit Silikon abgedichtet. Der Wasserhahn ist in alle Richtungen schwenkbar, falls man das Bedürfnis hat, seinen Mitreisenden mal spontan nass zu machen. Es soll ja sogenannte Langschläfer geben, die einfach nicht aufwachen wollen.

Kocher und Kosten

Mit dabei ist außerdem ein Camping-Gaskocher mit Innenraumzulassung. Linsensuppe für die ganze Familie! Allerdings nur, wenn man Lust hat, den Kocher jedes Mal erst herauszuholen und aufzustellen. Verstaut werden kann er im Schrank vor den Kanistern. Auch ein 12 Volt Anschluss ist gegeben. „Die Küche ist sofort einsatzbereit. Alles ist schon verkabelt und montiert“, so Steffen Kusch.
Durch die leichte Bauweise wiegt die Konstruktion mit Kocher nur 15 Kilo. Die Kosten belaufen sich auf 749 Euro.

Wohnmobilzulassung für den Van

Die Van.Kitchen ist so konzipiert, dass sie einer Wohnmobilzulassung für den Van nicht im Wege steht. Das ist eine Überlegung wert, um Steuern und Versicherung zu sparen. Wer gleich drei linke Hände hat und nicht weiß, wie er die Mini-Küche einbauen soll, kann sich bei Steffen Kusch Tipps holen. Aktuell sind die Küchenblöcke innerhalb weniger Tage lieferbar. „Wenn Sommer ist, dauert es auch schon mal etwas länger“, erklärt der Erfinder und Firmengründer.
Natürlich ist die Van-Kitchen nicht die Neuerfindung des Rades. Natürlich lässt sich sowas auch selbst bauen. Wer das Küchenproblem allerdings ohne Hobelspäne und Recherche zu Pumpen und Technik erledigt haben will und schon den Duft von Linsensuppe – oder etwas weniger Traumatischem – in der Nase spürt, kann hier die minimalistische Komplettlösung bekommen. Als würde man bei Tetris heimlich ein Level überspringen.

Van.Kitchen jetzt mit Vangear aus Großbritannien

Nachdem Steffen Kusch den Prototypen fertig hatte, hat er nach und nach Materialien verbessert und ersetzt. „Ich habe geschaut, was sich Camper im Van wirklich wünschen“, erinnert er sich. „Es sollte solide sein. Robust und leicht, ohne viel Firlefanz.“

Konkurrenz bekam Van.Kitchen durch Produkte vom britischen Hersteller Vangear. „Nachdem ich eines ihrer Modelle in Augenschein genommen hatte, habe ich festgestellt, dass wir eine solche Qualität definitiv nicht zu diesem Preis anbieten können. Also habe ich die Jungs und Mädels von Vangear einfach mal abgeschrieben.“ Trotz der Konkurrenz-Situation gab es direkt Sympathie auf beiden Seiten. Den Briten gefiel, dass Steffen Kusch die sprachliche Barriere für deutsche Kunden aufheben konnte. „Somit haben wir uns relativ schnell für eine Kooperation entschieden.“ So zeigt Van.Kitchen nun auch Angebote von Vangear auf seiner Homepage.

Fotos (c): VAN.KITCHEN – Steffen Kusch

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