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Mautstation in Italien

Maut-Dschungel in Italien: Freie Fahrt dank Mautbox

Als wäre das Thema Maut mit den vielen unterschiedlichen Gebührenstrukturen in Europa nicht schon kompliziert genug, stechen einige Länder nochmals durch besonders komplizierte Mautsysteme hervor – unter anderem Italien, eines der Lieblingsziele der Deutschen. Doch die Autobahngebühren und die Staus an den Mautstationen treiben so manchem Urlauber die Schweißperlen ins Gesicht. Sehr viel komfortabler und einfacher geht es mit einer Mautbox, die nicht nur freie Fahrt garantieren, sondern auch das lästige Kleingeldzählen unnötig machen. Wie das genau funktioniert, erklären wir in diesem Artikel.

Wo muss ich in Italien Maut bezahlen?

Im Gegensatz zu den Schnellstraßen sind in Italien die allermeisten Autobahnen sowie einige Tunnels und die Timmelsjoch-Hochalpenstraße mautpflichtig. Bezahlt wird in der Regel an beschrankten Mautstationen – idealerweise in bar, da eine Kreditkartenzahlung nicht immer möglich ist. Gerade in der Hauptreisezeit kommt es häufig zu längeren Wartezeiten mit Staus oder Schiebeverkehr, was besonders in der Sommerhitze die Urlaubsstimmung doch etwas trüben kann.

Wenn du dir das ersparen und einfach „durchflitzen“ möchtest, solltest du dir eine Mautbox wie z.B. die Telepass Mautbox zulegen.

Damit darfst du dich direkt in die Spur mit der gelb-blauen Kennzeichnung und der Aufschrift „T“ oder „Telepass“ einordnen. Hier wird dein Fahrzeug beim Ein- und Ausfahren automatisch erfasst und deine Gebühren einfach von deinem Konto abgebucht.

Die Mautbox funktioniert auch auf Autobahnen mit „Free Flow“ System, wie zum Beispiel auf der A36 Großraum Mailand („Pedemontana“). Hier werden durchfahrende Fahrzeuge automatisch registriert und die anfallenden Gebühren auf Basis des Kennzeichens berechnet. Diese sind dann innerhalb von 15 Tagen per Kreditkarte, über ein „Nummernschildkonto“, an Autobahn-Servicestellen oder bequem über die Monatsrechnung der Mautbox zu begleichen.

Wie errechnen sich die Mautgebühren in Italien?

Wie eingangs schon angedeutet, ist das italienische Mautsystem ziemlich verwirrend, da die verschiedenen Autobahnbetreiber unterschiedliche Gebühren verlangen – zum Teil werden die Kosten nach Strecke, zum Teil mit Pauschalbeträgen verrechnet werden. Auch die Fahrzeugklasse spielt eine Rolle:

  • Klasse A: 2-achsige KFZ (PKW und Motorräder) mit einer Maximalhöhe von 1,30 m an der Vorderachse
  • Klasse B: 2-achsige KFZ (Bus, LKW, Wohnmobil oder PKW), die an der Vorderachse höher als 1,30 m sind
  • Klasse C: PKW mit Anhänger, Wohnwagen, Busse oder LKW mit insgesamt 3 Achsen
  • Klasse D: Fehrzeuge und Gespanne mit insgesamt 4 Achsen

Die genauen Gebühren für dein Fahrzeug oder Gespann auf deinen ausgewählten Strecken kannst du mit diesem Mautrechner kalkulieren.

Achtung: Die Städtenamen müssen in italienischer Schreibweise eingegeben werden, sonst funktioniert es nicht!

Mautfreie Autobahnen in Italien

Einige wenige Autobahnen, Autobahnzubringer oder -abzweigungen in Italien sind von der Mautpflicht ausgenommen. Darunter fallen unter anderem:

  • A2: Streckenabschnitt Salerno – Reggio Calabria
  • A19
  • A29
  • A29dir
  • A14dir
  • RA3

Fazit

Wenn du wie wir häufiger in Italien (oder einem anderen mautpflichtigen Land) unterwegs bist, kann sich die Anschaffung einer Mautbox lohnen. Uns ist es bereits mehrfach passiert, dass unsere Kreditkarten an den Automaten nicht akzeptiert wurden. Die Spuren für Kreditkartenzahlung sind jedoch meist nicht mit Personal besetzt und das Wenden an einer Mautstation ist aus gutem Grunde strengstens untersagt bzw. mit Gespann gar nicht erst möglich.

Spricht dann der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin am „Hilfetelefon“ nur die Landessprache, die man selbst vielleicht nicht beherrscht, kann das schon mal zu etwas chaotischen Szenen führen – inklusive Hupkonzert der anderen genervten Wartenden.

Wer auf diesen Stress und aufreibende Staus gerne verzichten möchte, für den ist eine Mautbox sicherlich eine gute Lösung. Die Kosten hierfür starten bei ca. 35 Euro Jahresmiete, teilweise kommen noch ein paar Euro Aktivierungsgebühr und/oder eine geringe „Provision“ auf den Mautumsatz dazu – also ein überschaubarer Betrag, um entspannt am Urlaubsort anzukommen.

Titelbild: © ChiccoDodiFC / Depositphotos.com

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