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Mobile Duschen: Einfache Möglichkeiten für Campingduschen

Mobile Duschen: Einfache Möglichkeiten für Campingduschen

„Camping ist der Zustand, in dem man seine eigene Verwahrlosung als Erholung empfindet“ lautet ein bekannter Spruch über unsere Lieblings-Reiseart. Wenn man sich auf manchen Campingplätzen umsieht, könnte da durchaus etwas Wahres dran sein. Je länger der Urlaub dauert, desto intensiver werden bei manchen Campern die Körpergerüche und desto fleckiger die T-Shirts. Doch das muss nicht so sein. Ich bin zwar durchaus ein Fan von einer etwas „entspannteren Körperhygiene“ im Urlaub, für mich muss es unterwegs nicht täglich eine Dusche geben. Feuchttücher sind eine wahre Wunderwaffe und Deo, Trockenshampoo und Waschlappen tolle tägliche Helfer. Jeden zweiten oder allerspätestens jeden dritten Tag stelle ich mich aber schon gerne unter einen irgendwie gearteten Wasserstrahl. Dieser muss nicht immer heiß und kräftig sein, aber etwas Nass von oben ist ab und zu auch unterwegs eine Wohltat.

Für die Dusche unterwegs gibt es diverse Varianten, je nach Reisemobil, Umgebung und persönlichen Präferenzen. Den Luxus einer eigenen Dusche im Camper kenne ich selber nicht. Von Mitreisenden habe ich allerdings häufig gehört, dass sie das eigene Bad nur in Notfällen nutzen. Es ist beengt, der Wassertank limitiert und häufig müssen die Badeutensilien weggeräumt werden, damit nicht alles nass wird. Auf Campingplätzen nutzen daher die meisten Camper gerne die Waschräume vor Ort.

Was ist aber mit allen freiheitsliebenden Wildcampern? Für Bullis am Strand, Wanderer im Zelt und prekäre hygienische Verhältnisse auf Campingplätzen? Oder schlicht für viel zu kaltes Leitungswasser für die Haarwäsche (ich spreche aus Erfahrung…)?  Für die gibt es zum Glück ebenfalls einige gute Lösungen. Ich stelle dir nachfolgend verschiedene Campingduschen vor. Alle Modelle können wunderbar unterwegs genutzt werden.

Einen Hinweis möchte ich dir vorab noch geben: bei der Verwendung von Shampoo und Duschgel darauf zu achten, dass du umweltschonende Produkte verwendest. Die herkömmlichen Produkte sind nicht biologisch abbaubar und sollten nicht in der Natur verwendet werden. Es gibt spezielle Outdoor Shampoos oder auch diverse Rezepte zur eigenen Herstellung. Nur ein Beispiel findest du hier:

Solardusche

Die simpelste Variante für alle Freiluftfans ist eine sogenannte Solardusche. Dabei handelt es sich um einen schwarzen Kunststoffsack mit Wasserauslass. Der Wassersack wird mit rund 20 Litern Wasser befüllt, welches sich langsam erwärmt, wenn man ihn in der Sonne platziert. Nach einiger Zeit wird die gefüllte, erwärmte Solardusche dann mit Hilfe der Aufhängung an einem höheren Punkt aufgehängt. Durch einen kleinen Plastikduschkopf plätschert das Wasser herunter. Mit Hilfe eines kleinen Hebels kann der Strahl auf und zu gedreht werden. Es gibt diese Säcke von diversen Herstellern. Du solltest allerdings darauf achten, nicht zu viel Wasser einzufüllen, dann kann die Aufhängung schnell reißen (auch hier spreche ich aus Erfahrung…). Das Prinzip funktioniert mehr oder weniger gut, für eine kurze Erfrischung, Haar- und Körperwäsche reicht es auf jeden Fall. Das Packmaß der Solardusche ist ohne Wasser sehr klein, so dass sie jeder Camper problemlos mitführen kann. Die Anschaffung ist günstig, insofern ist eine Solardusche als ganz einfache Dusch-Lösung für unterwegs zu empfehlen.

12-Volt-Campingdusche

Für alle Camper, die eine 12-Volt-Steckdose in der Nähe haben (in der Regel der Zigarettenanzünder im Auto), gibt es eine etwas komfortablere mobile Dusche. Die 12-Volt-Campingdusche besteht aus einem kleinen Duschkopf, der zum Beispiel mit Hilfe eines Saugnapfs am Fahrzeug befestigt werden kann, einem Wasserschlauch, einer kleinen Pumpe und einem Wassereimer. Das Wasser wird mit Hilfe der kleinen Pumpe aus dem Eimer durch den Schlauch zum Duschkopf gepumpt. Das Wasser kann natürlich vorab auf warmduschertaugliche Temperaturen erwärmt und in den Eimer gefüllt werden. Es funktioniert aber auch mit Wasser, welches direkt aus einem Gewässer entnommen wird. Der Wasserdruck ist nicht mit einer normalen Dusche vergleichbar, für eine schnelle Dusche oder auch zum Abduschen des Haustiers erfüllt die Campingdusche aber voll und ganz ihren Zweck. Diese Dusche muss immer in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs genutzt werden, da sie Strom benötigt. Die Anschaffung ist etwas teurer, der Komfort ist aber auch höher als bei der einfachen Solardusche. Diese Dusche ist damit empfehlenswert für alle Camper, die sich ohnehin meistens in der Nähe ihres Campers aufhalten.

Sprühdusche

Als ganz einfache Campingdusche kannst du ein Wassersprühgerät verwenden. Dieses wird ebenfalls als Dusche, zum Abbrausen für die Außenküche oder für die kurze Fahrzeugwäsche angeboten. Das Fassungsvermögen des Behälters beträgt fünf oder acht Liter. Sobald dieser mit Wasser gefüllt ist, wird er mit Pumpstößen unter Druck gesetzt, anschließend kann das Wasser über den Sprühkopf ausgelassen werden. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Duschstrahl einzustellen. Eine Sprühdusche ist eine ganz simple, aber effektive Variante einer Outdoor-Dusche. Die Wassermenge ist vergleichsweise gering, dafür kannst du etwas mehr Druck generieren als bei anderen Modellen. Der Hartplastikbehälter nimmt immer etwas Platz in Anspruch, egal ob er leer oder voll ist. Das solltest du bei der Anschaffung bedenken. Ansonsten kannst du die Spühdusche überall betreiben, da du bei dieser Duschvariante keinen Strom benötigst. Du bist somit sehr flexibel.

Campingdusche mit Pumpe

Die Pumpdusche ist eine weitere Variante, die ebenfalls keinen Strom benötigt. Sie lässt sich unbefüllt klein zusammen falten und ermöglicht dir eine schnelle Dusche unterwegs, beim Camping, aber auch bei Ausflügen. Sie besteht aus einem bis zu elf Liter fassenden Wassersack, einer Fußpumpe und einem Druckduschkopf, mit dem du die Wassermenge steuern kannst. Für die Benutzung wird der Sack einfach mit Wasser in der gewünschten Temperatur befüllt, die Pumpe mit dem Fuß bedient und der Wasserfluss über den Duschkopf gestartet. Während der Benutzung musst du die Fußpumpe konstant bedienen, was etwas unbequem sein kann. Zudem musst du den Duschkopf festhalten und kannst ihn nicht einfach einhängen. Positiv aber ist der stabile Tragegriff, mit dessen Hilfe du den Wassersack problemlos transportieren kannst, das bietet dir auch bei dieser Dusche viel Flexibilität. Außerdem sind das kleine Packmaß und der Betrieb ohne Strom positiv hervorzuheben.

Duschzelt

Die meisten Camper werden sich wohl einfach im Bikini unter eine Campingdusche stellen. Oder auch einfach unbekleidet. Wenn dir das aber zu wenig Privatsphäre ist, kannst du dich mit einem Duschzelt vor neugierigen Blicken schützen. Diese Zelte kannst du auch für eine mobile Toilette oder als Umkleide nutzen.

Wie du siehst gibt es viele Möglichkeiten, dich auch unterwegs zu duschen. Mit den vorgestellten mobilen Duschen steht einer Erfrischung auf Reisen oder auch nach sportlichen Aktivitäten nichts mehr im Wege. Nur wenn das Wetter zu kalt ist, kann die Freiluft-Dusche etwas Überwindung kosten. Ist aber meistens auch dann eine Wohltat.

Vielleicht findest du eine passende Campingdusche in unseren aktuellen Campingangeboten.

Titelbild: (c) Ali Ramthun

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