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Tragbare Solarmodule Fürs Camping

Mobile Solaranlagen fürs Camping


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Mobile Solaranlagen sind perfekt für kleinere Campingfahrzeuge mit wenig freier Dachfläche und als Ergänzung zu einer Solaranlage auf dem Campingfahrzeug. Du kannst sie nämlich in die Sonne stellen, während dein Wohnmobil im Schatten steht und du kannst sie immer zur Sonne ausrichten und so vor allem im Winter noch einen guten Solarertrag generieren. Zwei Systeme bieten sich dafür an: ein Solarkoffer oder unser Favorit: das faltbare Solarmodul.

Was ist ein Solarkoffer?

Ein Solarkoffer ist eine mobile Solaranlage, die wie ein Koffer aussieht. Hier ist der Name also Programm. Er besteht häufig aus zwei Solarpaneelen, die mit einem Scharnier verbunden sind und dadurch eine Art Koffer bilden. Ein Solarregler ist normalerweise ebenfalls integriert, sowie ein Anschlusskabel für die Batterie. Der Regler wandelt den Solarstrom, der aus den Solarzellen kommt, in den richtigen Ladestrom für die angeschlossene Batterie um. Der Nachfolger der Solarkoffer sind die faltbaren Solarmodule, die wir wirklich empfehlen können. Solarkoffer sind sinnvoll, wenn du ein kleines Budget hast. Du sparst 100-300 Euro gegenüber der faltbaren Solarpaneel. Hier sind zwei Solarkoffer, die wir empfehlen:

Was ist ein faltbares Solarmodul?

Ein faltbares Solarmodul ist gewissermaßen ein Solarkoffer 2.0. Es besteht aus einer sehr robusten Tasche, in die bis zu 3 Solarmodule eingearbeitet sind. Sie hat einen Anschluss für ein Kabel, woran ein Solarregler angeschlossen wird. Diese Weiterentwicklung ist wesentlich leichter und flexibler. Du kannst so ein Solarmodul zum Beispiel auch hinter die Scheibe legen. Das ist mit einem sperrigen Solarkoffer kaum möglich. Du sparst Gewicht, Platz und bist deutlich flexibler beim Einsatz. Wir haben selber ein flexibles, faltbares Solarmodul im Einsatz und sind restlos begeistert. Es kann immer zur Sonne ausgerichtet werden und so mit wenig Fläche viel Solarstrom gewinnen.

Wir haben das Modul vom Amumot Shop als Set mit einem Laderegler 100 Watt Leistung dabei.

Bei Amazon gibt es auch Faltbare Solarpanele zu kaufen

Welchen Vorteil haben tragbare Solarsysteme?

Gegenüber fest verbauten Solaranlagen auf dem Wohnmobil-Dach oder auch einem Wohnwagen haben mobile Solaranlagen zwei entscheidende Vorteile:

  1. Sie lassen sich sofort und ohne Montage nutzen, sind damit unabhängig vom Fahrzeug und können im Wohnmobil, mit dem PKW oder auch in der Gartenlaube genutzt werden.
  2. Sie lassen sich außerdem immer zur Sonne ausrichten. Damit sind höhere Stromerträge möglich und das Wohnmobil oder der Wohnwagen kann im Schatten stehen, während das Modul in der Sonne aufgebaut wird. Das ist gerade im Sommer ein riesiger Vorteil.

Bessere Ausrichtung zur Sonne

Solarmodule liefern die meiste Energie, wenn die Sonnenstrahlen in einem 90-Grad-Winkel darauf fallen. Auf einem Wohnmobil-Dach lässt sich das realisieren, in dem man die Module aufklappbar und drehbar montiert. Die passenden Halter, die das automatisch erledigen sind selten und relativ teuer. Wenn du es manuell machst, dann musst du auf dem Dach herum klettern, was nicht ungefährlich ist. Deshalb werden die meisten Module einfach liegend montiert. Mobile Solaranlagen hingegen lassen sich so aufstellen, dass die Sonne im 90-Grad-Winkel darauf scheint. Sie lassen sich einfach im Laufe des Tages nachführen und können so immer maximale Energie liefern. Ein Solarkoffer mit 100 Watt kann daher zwei liegend montierte 100 Watt Solarmodule auf dem Dach ersetzen. Wir haben zum Beispiel 2 x 100 Watt Module auf dem Dach montiert und zusätzlich ein faltbares Solarmodul mit dabei. So können wir im Sommer auch mal im Schatten stehen und trotzdem Strom produzieren und im Winter durch alle drei Module die Batterien laden.

Faltbares Solarmodul schützt vor Hitze

Ein weiterer Vorteil des faltbaren Solarmoduls ist die flexible Verwendbarkeit. Wenn wir zum Beispiel wandern sind, dann legen wir das Solarmodul einfach von innen hinter die Windschutzscheibe. So ist es vor Diebstahl geschützt, produziert gleichzeitig Solarstrom und nimmt einen Großteil der Sonneneinstrahlung weg. Es hält also den Innenraum kühler. Hitzeschutz, perfekte Sonnenausrichtung und Flexibilität machen ein faltbares Solarmodul für uns zur idealen Ergänzung der beiden Solarmodule auf unserem Wohnmobil-Dach. Eine Mobile Solaranlage ist auch für die Windschutzscheibe geeignet.

Anschluss an die Bord- oder Starterbatterie

Unser faltbares Solarmodul liefert eine Leerlauf-Spannung von rund 22 Volt. Würde ich es direkt an unsere Batterie anschließen, müsste ich den Ladevorgang dauernd überwachen und die Batterie trennen, sobald die Ladespannung erreicht ist. Sobald die Ladung wieder runtergeht, müsste ich das Solarmodul wieder anschließen. Das ist nervig. Und wenn ich abgelenkt wäre und das Trennen vergessen würde, würde die Batterie irgendwann zerstört werden.

Ein Solarregler wird benötigt

Deshalb wird zwischen Solarmodul und Batterie ein Solar-Laderegler geklemmt. Dieser sorgt für die automatische Trennung und Verbindung der Batterie und lädt diese mit der idealen Kennlinie. Mit so einem Laderegler kann die Batterie dauerhaft angeschlossen bleiben ohne zerstört zu werden. Wir haben im Wohnmobil durch die fest auf dem Dach montierten Solarmodule bereits einen Laderegler und haben das tragbare Modul einfach dort mit angeschlossen. Wenn du ein tragbares Solarmodul kaufst, egal welcher Art, musst du vorher prüfen, ob dein eventuell schon vorhandener Solarregler den Strom noch eines Modules vertragen kann. Oder du achtest darauf, dass ein Laderegler mitgeliefert wird.

Wieviel Leistung brauche ich denn?

Die gebräuchlichste Kennzahl für Solaranlagen ist die Angabe der Maximalleistung. Sie wird in der Einheit Wp angegeben. Diese steht für „Watt Peak“. Sie gibt die maximal abgegebene elektrische Leistung eines Solarmoduls unter Standard-Testbedingungen an. In der Praxis werden diese jedoch selten erreicht. Zum Vergleichen ist diese Kennzahl aber gut geeignet. Unser faltbares Modul liefert 100 Wp. Das ergibt einen Ertrag von bis zu 50 Ah im Sommer in Deutschland, wenn es der Sonne nachgeführt wird. Eine 100 Ah Batterie lässt sich also an einem Tag zur Hälfte wieder laden. Damit ist autarkes Stehen für viele Tage möglich, wenn die Sonne scheint.

Die richtige mobile Solaranlage für das Wohnmobil

Für ein Wohnmobil gibt es grundlegend zwei Optionen. Entweder einen Solarkoffer oder ein faltbares Solarmodul. Ich habe die jeweiligen Vor- und Nachteile einmal gegenübergestellt:

Solarkoffer
VorteileNachteile
günstiger Preis10 Kilogramm Gewicht
 sperrig
  
Faltbares Solarmodul
VorteileNachteile
5 Kilogramm Gewichtteuer
flexibel 
dünn 

Der Laderegler

Du kannst eine mobile Solaranlage entweder direkt an den vorhandenen Laderegler im Fahrzeug anschließen oder ein Set mit einem Laderegler kaufen. Ich empfehle dabei einen MPPT Laderegler. Dieser nutzt eine spezielle Technik, um deine Batterie immer bestmöglich zu laden. So holst du noch mehr aus der Sonnenenergie heraus. Sehr preiswerte Systeme haben oft nur einen PWM Laderegler dabei, der dir bis zu 30 % weniger Leistung bringt beim Laden. Ich empfehle dir, den Aufpreis für einen MPPT Regler auszugeben.

Wo kann ich mobile Solaranlagen kaufen?

>Bei unserem Partner Amumot Shop bekommst du mobile Solaranlagen in verschiedenen Variationen zu kaufen. 

Wie funktioniert eine mobile Solaranlage?

Eine mobile Solaranlage ist ein tragbares Solarmodul kombiniert mit einem Laderegler zum Laden von Batterien. Man kann es einfach zusammenklappen oder falten und mitnehmen. Es muss nichts fest installiert werden.

Experten im Podcast zum Thema „Solar im Camper“

Auch in unserem Podcast steht Elektrik und Solar im Fokus. In dieser Folge sprechen Nele und Sebastian über das Thema „Elektrik für Anfänger – Solar im Camper“. Sie tauschen sich über Erfahrungen aus, geben Informationen und Tipps. Hör doch mal rein:

Fazit:

Wenn dein Budget sehr begrenzt ist, dann ist ein klassischer Solarkoffer das richtige für dich. Diese gibt es von vielen Herstellern sehr günstig zu kaufen. Wenn dir Flexibilität und Gewicht wichtig sind, dann ist ein faltbares Solarmodul das richtige für dich. Titelbild: (c) Gipfelträumer Fotos: (c) CamperStyle

Letzte Aktualisierung am 4.12.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Hallo,
    hab mich jetzt soweit durchgelesen das ich weiß was ich brauch.
    Einen 120er Solarkoffer mit Anschlusskabel für Schaudt 220 Ebl.Möchte nicht den“offiziellen“Weg mit Batterie klemmen gehen.Bei mir muss alles seine Ordnung haben…….
    MfG
    Norbert

  2. Hallo,

    zuerst Mal vielen Dank für den hilfreichen und informativen Artikel. Habe euren Blog gerade entdeckt und werde mich gleich weiter durchlesen. Sieht toll aus!

    Auf die (einfache aber effiziente) Idee, das Solarpanel hinter die Windschutzscheibe zu legen, sind wir noch nicht gekommen – vielen Dank auch dafür!

    Als wir letztes Jahr zum ersten Mal mit dem Solarpanel unterwegs waren, hatten wir die meiste Zeit schlechtes Wetter, aber ich muss sagen, auch wenn der Himmel die Meiste Zeit bedeckt war, so hatten wir doch genug Saft, um z. B. die Handys zu laden. Hoffentlich reicht es dieses Jahr um auf dem Klappfernseher fernzusehen. Aber so ein Solar Panel kann man zum Glück auch daheim nutzen, den kompletten Strom für unsere Gartenbeleuchtung ziehen wir mittlerweile aus dem Panel. Es gibt sie auch zum Aufkleben, aber dann sind sie nicht so schön flexibel nutzbar. Zuhause liegt es die meiste Zeit auf dem Gartenschuppen. Unseres ist von Büttner Elektronik und gekauft haben wir es auch bei Frankana, unserer ersten Adresse, wenn es um Camping Zubehör geht.

    Wir sind nicht mit dem Wohnwagen unterwegs, wir haben einen Kastenwagen, aber dank unseres neuen Vorzeltes: https://www.frankana.de/de/zelte/vorzelte/busvorzelte.html haben wir viel Mehr Platz. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Unser Traum wäre ein richtiges Wohnmobil, bzw. ein Caravan oder Campingwagen.

    Habe gesehen, euch gibt es auch im Radio? Kann man sich das noch irgendwo anhören? Auf eurem Blog habe ich keine Audiodatei gefunden.

    Vielen Dank für eure schönen Reiseberichte und schöne Grüße an das gesamte Team, auch an Zoe & Co.!!

    Liebe Grüße
    Arne L.

  3. Hallo, super Infos, die ich hier endlich erhalten habe, so werde ich bei dem nächsten Sonnenstrahl versuchen meine Solaranlage auf meinen VW Bus wieder fit zu bekommen um sie optimal zu nutzen! Danke sehr!

  4. Hallo,

    ich habe seit 2012 einen Solarkoffer und seit Anfang 2017 dazu noch ein Faltmodul, beides aus dem Hause AMUMOT. Im Winterhalbjahr kann ein gut ausgerichterter Solarkoffer darüber entscheiden, ob die Batterie an dem Tag nochmal voll wird oder nicht, Sonnenschein statt Hochnebel natürlich vorausgesetzt.
    Das Faltpaneel ist dann das i-Tüpfelchen noch oben drauf. Meist lege ich das auf die Motorhaube oder lehne es am Fahrzeug an, es ist nämlich auch mit Aufstellstange nicht sehr stabil und fällt bei Wind noch schneller um, als der Solarkoffer. Außerdem verträgt es einen Regenguss nicht gut. Den Solarkoffer kann ich dagegen auch an einem Tag mit Sonne/Wolken/Regen Mix draußen stehen lassen. Zur Sicherheit ist es an der Felge oder der Abschleppöse angekettet.

    Gruß
    Henning

    1. Hi Henning, das mit dem Wetter ist natürlich ein Argument – vor allem in unseren Breitengraden! Vielen Dank für dein ausführliches Feedback und schöne Grüße! Nele

  5. Ihr schreibt, dass Ihr das mobile Solarpanel an den Laderegler von Euern fest installierten Panelen angeschlossen habt. Meine Frage: Wie habt Ihr es angeschlossen? MC4-Stecker sind nicht gerade eine mobile Lösung …

    1. Hallo Thorsten,

      wir haben ein faltbares Panel, welches ein Anschlusskabel mit einer speziellen Kupplung mitbringt. Ein Teil davon kommt an den laderegler, der andere ist ans Panel angeschlossen. So lassen sich beide trennen und das Ganze ist sehr mobil.

      VG, Sebastian

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